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q-de-2213
Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
1968 ǀ Wer war Dr. Huber? — der Freitag Wer war Dr. Huber? 1968 Filmemacher Gerd Kroske rekonstruiert eine Leerstelle im 68er-Diskurs: das Aufbegehren von psychisch kranken Patienten Matthias Dell | Ausgabe 16/2018 5 Was bei der ganzen Jubiläumsseligkeit um 1968 vielleicht etwas zu kurz kommt: Für manchen war die Studentenrevolte nur ein Job, von dem man heute gut gelaunt Anekdoten erzählen kann. Für Leute wie den selbstsicheren Polizisten, der in Gerd Kroskes Dokumentarfilm SPK Komplex noch mal auf dem Revier von einst rumsteht und in schönstem Dialekt persönliche Erinnerungen zum Besten gibt: dass 1971 das Jahr war, in dem sein Sohn geboren wurde, und der Arzt nach vollbrachter Entbindung zu ihm meinte: „Jetzt gehsch du wieder raus und zerschlägsch Studente’.“ Und sich darüber amüsiert. Der SPK Komplex handelt von einer Leerstelle im Diskurs, einer Fußnote des Aufbegehrens. In Heidelberg gründet sich 1970 um den Arzt Dr. Wolfgang Huber herum das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK). Eine Bewegung, die durch die sorgfältige Rekonstruktion des Films in ihrer Ambivalenz abgebildet wird: Das SPK bedeutete einerseits eine Modernisierungsleistung, weil psychisch kranke Menschen hier nicht länger in „Irrenhäuser“ abgeschoben wurden. Und war andererseits ein Scharnier zwischen 1968 und RAF, weil sich die Gruppe durch den Druck von außen dogmatisierte und radikalisierte; zwei ihrer Mitglieder suchten die Konsequenz aus der Erfahrung der Kämpfe des Dr. Huber schließlich kurzzeitig im bewaffneten Kampf. Die Wahrheit über das SPK liegt dazwischen. In den Nebensätzen, Gesichtsausdrücken, unfreiwilligen Lachern („Was wollen Sie noch wissen?“), die Kroskes Film zeigt. In den Auslassungen und in dem, wovon nicht erzählt werden kann, weil Bildmaterial fehlt oder Gesprächspartner. SPK Komplex ist ein Film, der mit blinden Flecken umgehen kann, weil es ihm nicht ums Festlegen und Abheften geht, sondern ums Offenhalten und Hinterfragen. Es ist kein Zufall, dass sich mit Kroske ein in Ost-Berlin sozialisierter Filmemacher des Themas annimmt, über das verschiedene Erinnerungsinteressen wachen. Kroske kommt mit einem anderen als dem im westdeutschen 1968 geprägten Begriff von Dissidenz. Und er kommt von außen, das SPK ist ein Gebiet, auf das der Regisseur durch seinen Film über den Künstler und Komiker Heino Jaeger gestoßen ist. Wie in Heino Jaeger – look before you kuck (2012) mag Kroskes dokumentarische Arbeit dabei auf den ersten Blick schmucklos und anstrengend wirken: Die Zuschauerin wird in eine ungemein dicht montierte Abfolge von lauter talking heads geworfen (Schnitt: Olaf Voigtländer, Stephan Krumbiegel): Lauter Menschen, die man nicht kennt und erst im Laufe des Films zu verorten lernt, erzählen ihre Sichten auf die und Kenntnisse von der Geschichte. Manchmal rutscht eine Frage des Filmemachers in die Erinnerungen hinein und gestattet Kontextualisierung. Seine Stimme ist präsent, wo Aktennotizen aus dem Archiv vorgetragen werden. Das medial verfügbare Material wird ohne Firlefanz in den Film integriert: Tonaufnahmen laufen zu den nüchternen Bildern von den Räumen, wie Hörsälen, in denen sie gemacht wurden (Kamera: Susanne Schüle, Anne Misselwitz), oder werden visualisiert einzig durch den Blick auf ein technisches Gerät, das ihr Abspielen ermöglicht. Auf diese Weise akkumuliert sich die Geschichte des SPK aus lauter sich manchmal auch widersprechenden Erinnerungsbruchstücken. Etwa in der Frage, ob es im Hause des Dr. Huber Waffen gegeben habe. Die Kritik der Gruppe an den Institutionen Staat und Klinik (und wie harsch diese auf die Anti-Psychiatrie-Bewegung reagierten) wird in der umfassenden Erzählung genauso erkennbar wie etwa das Miteinander von Polizei, Politik und Medien in der Bekämpfung des SPK, wenn eine Mitarbeiterin der Rhein-Neckar-Zeitung etwas beschämt erzählt, wie eng und exklusiv der Kontakt zu den Ordnungshütern war. Der SPK Komplex mag ob seiner Fülle Arbeit darstellen, schafft aber immer wieder Entlastung durch Komik – durch die leitmotivisch auftauchenden Hegel-Lektüren (entweder gar nicht oder zu genau). Am Ende wird vor allem der Prozess gegen Dr. Huber und seine Frau protokolliert, dessen Geschichte sich so aus der Öffentlichkeit ausschleicht: Dr. Huber, der heute an unbestimmtem Ort in Deutschland lebt, ist die eigentliche Leerstelle – der SPK-Geschichte wie des Films. Berückend ist, wie leichthändig Kroske am Schluss das Gestern zum Heute hin verlässt (wie in Striche ziehen von 2015, wo sich nach der Kunstaktion mit Strich an der Berliner Mauer am Ende ein Bild mit Mauer und Strich in Israel fand): durch eine Fotoausstellung in einer italienischen Klinik über eine ehemalige Anstalt, die aktuell als „Hotspot“ für Migranten dient. SPK Komplex Gerd Kroske D 2018, 111 Minuten 2018-04-21 13:10:27.518067 Sehr interessant für mich auch aus ganz persönlichen Gründen. Ich war in den 70er Jahren in Berlin-Hirschgarten zu einer Behandlung, die sich "Dynamische Gruppentherapie" nannte, eine Methode, die von Dr. Kurt Höck, damals Leiter der Abteilung Psychotherapie im "Haus der Gesundheit", entwickelt worden war und die – laienhaft ausgedrückt – das Gruppengespräch und den Gruppenprozess mit einer Steuerung durch den Gruppenpsychotherapeuten verbindet. Darüber habe ich einen ziemlich umfangreichen Blog geschrieben Hier ein Zitat zum SPK: "In den siebziger Jahren verfolgte ich mit Spannung und Interesse die Aktivitäten des SPK im Westen – des Sozialistischen Patientenkollektivs und den Lead Song dieser Bewegung „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ von Ton, Steine, Scherben hörte ich gern. Ich fand die Diskurse über die Zwänge des kapitalistischen Systems sehr einleuchtend, hätte es sicherlich gut gefunden, auch über die Zwänge in unserem System offener reden zu können, aber ich fand, dass dies nicht der Dreh- und Angelpunkt für meine eigene Krankheitsgeschichte war. Es gehörte immer zur Psychologie und Psychotherapie, Zeit- und Gesellschaftsdiagnostik zu betreiben und die kann in jedem System Defizite, Zwänge, Auslöser von Krankheiten aufspüren. Einseitig betrieben ist das alles nichts als Ideologie." Ich wurde immer wieder aufmerksam, wenn dasThema SPK irgendwie im Funk mal auftauchte. Die Widersprüchlichkeiten dieser Gruppe war sicher auch durch die unterschiedlichen Grunderkrankungen gegeben. Fakt ist - in beiden deutschen Staaten haperte es im Umgang mit abweichendem Verhalten und auch dem Leid, das damit einherging. Das wüsste ich gern, wie die Betroffenen mit ihrer wirklichen Not umgingen, denn Emanzipation ist unendlich schwer, wenn man mit den eigenen Dämonen ringen muss. 2018-04-24 11:24:56.115250 Der Umgang mit "abweichendem Verhalten" oder gar mit Menschen, die an sich selbst Leiden, war im damaligen Deutschland (und ist es sicher auch zum Teil noch) vom 3. Reich geprägt. Und das gilt sicher für beide Deutschlands. Sowohl in der BRD als auch in der DDR war das Problem ja das Hinterfragen und Anzweifeln der Obrigkeit, der Machtposition. Sowohl der Ärzte als auch des Systems. Als Jemand, der sowohl in der BRD als auch im nicht-europäischen Ausland mehrere Therapien hinter sich hat, kann ich sagen, dass z.B. die Tradition der Psychoanalyse z.B. in den USA, Kanada oder Argentinien für die Patienten gesünder ist, als die hierzulande. Aber das ist nur meine eigene Erfahrung, und kann auch mit den jeweiligen Therapeuten zu tun haben. 2018-04-29 00:44:53.244518 Ich habe nur in der Literatur über die RAF was vom SPK gelesen. Das waren aber nur kurze Erwähnungen. Doku- freue ich mich, nur werde ich wieder warten müssen-Pampa-kommt hier nicht.Danke für den Arikel. 2018-04-29 00:47:54.758089 2018-05-01 19:57:38.849657 Die Wahrheit über das SPK? Ganz einfach: Das SPK gibt es noch! Und zwar seitdem, seit dem Gattungsgeschichtsbeginn, seit 1970/71ff., und schon vorher, als Patientenfront. Alles nachzulesen auf deren Website, der Stromzeitung. Und dort findet man auch einen Text zu dem unsäglichen Kroske-Film: Achtung! Gattungsgifter am Werk! Gerd Kroske macht keinen Film über das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK). Er dreht einen Film OHNE SPK, einen Film GEGEN das SPK …
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Sprachliche Variation und Perzeption | Lehre in den Digital Humanities Veröffentlicht am 9. Juli 2019 von Thomas Krefeld · Schreib einen Kommentar Zitation: Thomas Krefeld (2019): Sprachliche Variation und Perzeption. Version 2 (06.09.2019, 08:57). Lehre in den Digital Humanities. . url: https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=149541&v=2. 1. Variablen und Varianten – in synchroner und diachroner Variation Variation ist in den natürlichen Sprachen allgegenwärtig; sie ergibt sich – wie es scheint – allein durch den Sprachgebrauch und betrifft alle Ebenen der sprachlichen Organisation, von der Phonetik, über das Lexikon, die Morphologie und Syntax bis hin zur Pragmatik. Im Laufe der Zeit, oder: in der Diachronie, führt Variation zu sprachlichem Wandel, wenn jüngere Varianten ältere ersetzen. Latein causa ‘Fall, Ursache, Anlass’ ↓ Diachronie ↓ phonetische Variation = Lautwandel semantische Variation = Bedeutungswandel Romanisch port. coisa span. cosa ita. cosa fra. chose ‘Sache, Ding’ Variation existiert aber nicht nur in der Zeit; Varianten koexistieren auch gleichzeitig, das heißt in der Synchronie. So gibt es neben dem fem. Nomen ita. cosa auch die maskuline morphologische Variante coso, oder neben der Konjunktion mentre ‘während’ steht die gleichbedeutende syntaktische Variante mentre che. Im ersten Fall unterscheiden sich beiden Varianten im Genus, diese morphologische Kategorie repräsentiert daher die abstrakte Variable der beiden konkreten Ausprägungen. Lexem: cos- Variable: Genus Varianten: Femininum -a Maskulinum-o Im zweiten Fall ist die Variable schwieriger zu formulieren; sie lässt sich als Kodierung der Subordination beschreiben: Konjunktion: mentre Variable: Kodierung der Subordination Varianten: merkmallos Ø merkmalhaltig che Es ist wichtig festzuhalten, dass ausschließlich die Varianten – und nicht die Variablen – der direkten Wahrnehmung des Linguisten (wie im Übrigen auch des Sprechers) zugänglich sind (vgl. Albrecht 1986). Variablen sind daher stark theorieabhängig. Die beiden genannten Beispiele sollen aber vor allem darauf hinweisen, dass eine morphologische bzw. morphosyntaktische Beschreibung nicht hinreichend ist, denn es sind grundsätzlich zwei Typen von Varianten zu unterscheiden: (1) gleichwertige Varianten als Ausprägung freier Variation; dieser Fall ist laut dem Vocabolario online Treccani bei mentre gegeben, da ohne jede Spezifikation die Variante mentre che aufgeführt wird: „méntre cong. [lat. dŭm ĭntĕrim «mentre frattanto», attraverso l’ital. ant. doméntre]. – 1. a. Nel tempo in cui, intanto che: […] anche mentre che […]“ (VocTrecc, s.v. mentre) (2) Variation in Form von Varianten, die nicht gleichwertig sind, da sie unabhängig von ihrer Funktion/Bedeutung mit zusätzlichen Informationen assoziiert sind. So heißt es im Vocabolario Treccani unter dem Eintrag coso, es handle sich um einen „Termine di uso familiare […]“ (VocTrecc, s.v. coso). In diese Gruppe gehört auch die Variante quando che neben quando, obwohl sie strukturell mentre che (Typ 1) entspricht. Im Hinblick auf Typ (2) erheben sich nun mindestens zwei Fragenkomplexe: Woher stammen Kommentare wie „uso familiare“ überhaupt? Mit welchen oder wie vielen Kategorien sollen Varianten kommentiert werden, und welchen ‘Dimensionen’ soll man diese Kategorien zuordnen? Mit diesen beiden Fragen ist der Gegenstandsbereich der Variations- und Varietätenlinguistik umrissen. 2. Dimensionen der Variation1Dieses Kapitel basiert in großen Teilen auf (Krefeld 2018a). In der deutschsprachigen akademischen Forschungstradition hat sich eine sogenannte Varietätenlinguistik herausgebildet, die direkt auf Eugenio Coseriu 1980 und 1981a und indirekt auf Leif Flydal 1952 zurückführt. Es ist keineswegs übertrieben zu sagen, dass sie in ihrer Ausgestaltung durch Peter Koch und Wulf Oesterreicher 1985 und 1990 eine paradigmenbildende Wirkung entfalten konnte. Die vier dort angenommenen Dimensionen der Variation zeigt das überaus stark rezipierte folgende Schema; jede Dimension schließt je nach Einzelsprache mehr oder weniger viele Varietäten ein:: „Der einzelsprachliche Varietätenraum zwischen Nähe und Distanz“ (aus: Koch/Oesterreicher 1990, 15) Grundlegend für diese Konzeption ist die teils universelle Nähe-Distanz-Dimension2Vgl. dazu Feilke/Hennig 2016 und darin speziell (Knobloch 2016) sowie die Rezension des Bandes in Krefeld 2017g., die vor allem in der italienischen Forschung mit einem auf Alberto Mioni 1983 zurückgehenden analogen Terminus auch als diamesisch bezeichnet wird; Gegenstand dieser Dimension sind die materielle Realisierung der Sprache (akustisch/graphisch)3Diese Komponente wird in in sehr problematischer Weise als ‘medial’ gefasst; vgl. dazu im Detail Krefeld 2017g und Krefeld 2015. und die Konzeption der Äußerung (mündlich/schriftlich). Die diatopischen Varietäten entsprechen, in anderer Terminologie, den Dialekten, die diastratischen den Soziolekten und die diaphasischen den Stilen. Die mit einem Ausdruck des Gründervaters Flydal als ‘Architektur’ bezeichnete Gesamtheit der Varietäten konstituiert mit dem Anspruch auf vollständige Erfassung das Diasystem einer Sprache (vgl. Koch/Oesterreicher 1990, 13). 2.1. Kurzer Exkurs zur Geschichte des Ausdrucks ‘Varietät’ Es wurde oben bereits darauf hingewiesen, dass die synchronische vierdimensionale Varietätenlinguistik aus einer dreidimensionalen Konzeption von Eugenio Coseriu hervorgegangen ist, die ihrerseits einen zweidimensionalen Vorschlag von Leif Flydal ausgebaut hatte. Schon Flydal verwendet den Ausdruck variété, allerdings eindeutig nicht in programmatischer Absicht; es ist deshalb nicht verwunderlich, dass er von Coseriu allem Anschein nach auch nicht direkt übernommen wurde – im Unterschied zu den Termini ‘diatopisch/syntopisch, diastratisch/synstratisch’ und ‘Architektur’; Coseriu spricht seit 1954 von ‘Subsystemen’ und – vor allem – von „regionale[n], soziale[n] und stilistische[n] Unterschiede[n], wobei jeder dieser drei Typen von Unterschieden wiederum chronologische Unterschiede aufweist“ (Coseriu 1978, 273). In späteren Arbeiten taucht zwar gelegentlich ‘Varietät’ als Oberbegriff auf (so in 280 Coseriu 1988), aber wiederum beiläufig. Dominant bleibt die Redeweise von den ‘(inneren) Unterschieden’, die jeweils als diatopisch / diastratisch / diaphasisch spezifiziert werden oder die Verwendung von ‘Dialekt’, ‘Sprachniveau’ und ‘Sprachstil’. Darüber hinaus insistiert Coseriu auf der Sonderstellung des Dialekts als vollständige[m] System des Sprechens; ein Sprachniveau oder ein Sprachstil ist dagegen nie ein vollständiges, selbstgenügsames System (Coseriu 1980, 112). Gerade dieser grundlegende Unterschied zwischen Dialekten auf der einen Seite und den Niveaus, Stilen, sowie der gesprochenen / geschriebenen / getippten Sprache auf der anderen Seite gerät allzu leicht in Vergessenheit, wenn alle gleichermaßen als ‘Varietäten’ deklariert werden. Gaetano Berruto hatte deshalb die Dialekte von vornherein aus seiner Modellierung der italienischen Varietäten herausgenommen: crediamo che, almeno nell’uso orale che costituisce il prius dell’osservazione del linguista, la differenziazione geografica abbia un ruolo ‘primitivo’, a parte […]. Conseguentemente la dimensione diatopica è stata messa sullo sfondo e considerata in un certo senso a priori.[…] ((Berruto 1987a, 20); vgl. auch ebd. 28) 2.1.1. Erweiterung und Differenzierung der Dimensionen Ob vier Dimensionen hinreichend sind, um den äußerst weiten und unübersichtlichen Bereich der Variation im Ganzen sinnvoll zu gliedern ist unklar; zweifellos nützlich im Sinne einer inhaltlichen Schärfung ist die Erweiterung um eine diasexuelle und eine diagenerationelle Dimension, wie sie im ADDU und im ALS praktiziert wird. Man beachte aber unabhängig vom Zuschnitt der Dimensionen, dass die Konzeption von Koch/Oesterreicher mit der VARIETÄT als Basiseinheit der Variation operiert, was sich sehr klar in der Redeweise von den “Dimensionen der Sprachvarietät” (im Singular) und den “Varietätendimensionen” (Koch/Oesterreicher 1990, 13 ff.) zeigt. Das elementare Grundmuster der Variation, nämlich die Ausprägung einer einzelnen Variable in 1 + n Varianten wird dagegen nicht angewandt. abstrakte Kategorie: Variable konkrete Ausprägungen: Variante 1 … Variante n Grundmuster der Variation Varietäten sind dagegen bereits komplexe einzelsprachliche Subsysteme, die sich aus mehr oder weniger zahlreichen Varianten zusammensetzen. In diesem Sinne ist die Varietätenlinguistk in der Modellierung von Koch/Oesterreicher 1990 sehr entschieden SPRACHorientiert. Eine andere, teils SPRECHERorientierte und sogar deutlich ältere Modellierung von M.A.K. Halliday u.a. wurde dagegen im deutschsprachigen Raum nicht, oder kaum rezipiert (vgl. Albrecht 1986). Dieser Ansatz unterscheidet zwei Typen von Variation, einerseits die Varietäten, die mit der Sozialisation erworben werden und deren Verwendung nicht der Willkür des Sprechers unterliegt, die entsprechenden Varianten werden ihm sozusagen mitgegeben und lassen sich in SPRACHorientierter Weise beschreiben; darunter fallen Dialekte und Soziolekte, die auf engl. beide dialects heißen und in etwas missverständlicher Ausdrucksweise als variation according to user klassifiziert werden. Davon zu unterscheiden ist andererseits die in der Willkür des Sprechers liegende Variation, die SPRECHERorientiert als according to use spezifiziert wird; damit ist im Wesentlichen die diaphasische Variation gemeint. Hallidays Konzeption ist gewiss weniger differenziert, aber dafür sachgerechter da sie die tatsächliche Quelle der Variation – eben den Sprecher – integriert. Die Einführung einer sprecherorientierten Variation ist auch deshalb wichtig, weil sie gestattet eine weitere, wichtige Dimension der Variation zu integrieren, die ganz individueller Art ist, da sie von der Kompetenz gesteuert wird; im Fall von L2-Sprechern sind zahlreiche Varianten auf die jeweilige Phase des Spracherwerbs zurückzuführen. Zwar wird in diesem Zusammenhang in der Forschung von ‘Lernervarietäten’ gesprochen; aber der Ausdruck ist insofern unangemessen da eine ‘Varietät’ als einzelsprachliches Subsystem per definitionem sozialer, das heißt gesellschaftlich konventionalisierter Natur ist. Eindeutiger ist die ebenfalls etablierte englische Redeweise von ‘interlanguages’ (deu. auch ‘Interimssprachen’). Grundsätzlich ließen sich die beiden Ansätze von Koch/Oesterreicher 1990 und Halliday u.a. 1964 leicht integrieren, so dass sich etwa das folgende Modell ergeben würde: Dimension von Variation Varianten potentielle Varietät ‘according to user’ diatopisch (Dialekt) + + diastratisch (Soziolekt) + + diagenerationell (‘Jugendspr.’ usw.) + + diasexual (‘Frauensprache’ usw.) + + spracherwerbsbasiert (Interlanguage) + ‘according to user’ diaphasisch (Stil) + + diamesisch (‘geschriebene Spr.’ usw.) + + Dimensionen sprachlicher Variation 2.2. ‘Varietäten’ in der Varietätenlinguistik Nur eine konsequente Ausrichtung an konkreten Varianten liefert eine solide Basis für die Varietätenlinguistik. Die Varietäten selbst werden im Modell von Koch/Oesterreicher grundsätzlich als monodimensional definiert, da sie ausschließlich aus Varianten ein- und derselben Dimensionen bestehen (vgl. ausführlich Krefeld 2018a). In schematischer Darstellung: Variable 1 diamesisch Variante 1d ⇒ diaphasisch Variante 1c diastratisch Variante 1b diatopisch Variante 1a Variable 2 diamesisch Variante 2a diaphasisch Variante 2c ‘Mediolekt’ d4Der Terminus ist unüblich und wurde hier ad hoc geprägt. diastratisch Variante 2b Stil c diatopisch Variante 2a Soziolekt b Variable 3 diamesisch Variante 3d Dialekt a diaphasisch Variante 3c diastratisch Variante 3b diatopisch Variante 3a Die Modellierung der Variation auf der Grundlage von abstrakten Varietäten und nicht von identifizierbaren Varianten ist im Zusammenhang mit einer wirklich erstaunlichen methodologischen Lücke zu sehen: Koch/Oesterreicher bieten keine Prozeduren an, um die Zugehörigkeit zu einer Dimension zu ermitteln und entsprechende Markiertheitswerte zuzuweisen. Die Aufgabe ist zwar im Fall der universellen Mündlichkeit (Dimension 1b in Abbildung 2) vergleichsweise einfach, wenn man etwa an Diskurspartikel, syntaktische Brüche, Fehlstarts usw. denkt. Auch in der Diatopik kann man sich bis zu einem gewissen Grad auf bestimmten Quellen verlassen. So liefert ein Sprachatlas grundsätzlich Belege, die für einen seiner Erhebungspunkte charakteristisch sind. Dazu ein Beispiel: Der AIS, Karte 9, QUANDO MIO FIGLIO… liefert für den Punkt 365 (= Istrana in der Provinz Treviso) den Beleg: [′kwando εl me ′tozo] (vgl. NavigAIS). Daraus lassen sich nun etliche Variablen und Varianten ableiten, die charakteristisch für diesen Ortsdialekt sind, unter anderem diese: phonologisches Wort diamesisch ? Merkmale des Dialekts von P 365 diaphasisch ? diastratisch ? diatopisch mit Endvokal Ausdruck von Possession diamesisch ? diatopisch Art.+Poss. Bezeichnung des Konzepts JUNGER MANN diamesisch ? diatopisch toso 2.3. Produktionsorientierte Varietätenlinguistik: eine Sackgasse Allerdings ist ein Dialekt ein in sich vollständiges semiotisches System und insofern auch eine Sprache; aus diesem Grunde gibt es auch intradialektale Variation; strenggenommen müsste man also auch wissen, ob die festgestellten Varianten womöglich auch in anderen Dimensionen markiert sind, oder ob andere Varianten für die jeweiligen Variablen in diesem Dialekt existieren. Die Aufnahmeprotokolle des AIS geben zwar Informationen über die Informanten, so auch im Fall des zitierten Beispielorts: Aufnahmeprotokoll aus Jaberg/Jud 1928, 88 Die Angabe des Alters, des Geschlecht, des Berufs, der Migrationserfahrung und der Hinweis auf die Unsicherheit der Unterscheidung von „Mundart und Schriftsprache“ sind über die Diatopik hinaus im Hinblick auf die anderen Dimensionen potentiell diasexuell, diastratisch und diamesisch relevant; mangels Vergleichsdaten dürfen jedoch keinesfalls direkt entsprechende Markierungen der gelieferten Sprachdaten abgeleitet werden. Überhaupt lassen sich dergleichen Markiertheitswerte grundsätzlich nicht in verlässlicher Weise aus Äußerung (oder: aus Produktionsdaten) gewinnen; damit ist das durchaus gravierende methodologische Grundproblem der etablierten Varietätenlinguistik formuliert: So ist – um ein anderes Beispiel zu geben – die Verwendung einer eindeutig dialektalen Variante wie toso in einem nicht dialektalen Kontext vollkommen unklar: Ti posso chiedere un consiglio? Praticamente mi piace un toso, da taaanto, tipo 1 anno e mezzo circa..c’è una certa ‚complicità‘ tra noi, ci guardiamo sempre e facciamo sorrisini stupidi..però non riesco a capire se gli piaccio..come posso fare? (Quelle) Es finden sich in der zitierten Umgebung markierte Varianten, so die diamesisch einschlägige expressive und intensivierende Wiederholung von Buchstaben (taaanto) und ein diastratisch (?) oder diaphasisch (?) zu verstehender Hinweis auf eine nicht perfekte Kompetenz in der Schriftsprache (praticamente), aber damit ist keine Aussage über die mit toso womöglich assoziierte(n) Dimension(en) möglich; ist das Wort ausschließlich diatopisch im Sinne eines Regionalitalienischen (welcher Region?), oder handelt es sich womöglich um eine auch im Regionalitalienischen ganz ungebräuchliche Variante, die vom/von der Verfasser*in aus diaphasischen Gründen ganz bewusst gesetzt wurde usw. Die Beispiele lassen sich sehr schnell vermehren; exemplarisch ist der Gebrauch des passato remoto im folgenden TripAdvisor-Post zu einem Restautant: “Venimmo per una cerimonia e mangiammo soddisfatti” (Quelle) Das Tempus ist einerseits, gemessen an der traditionellen Standardsprache, diaphasisch hoch markiert und spezifisch distanzsprachlich; andererseits aber auch – unabhängig vom Diaphasik und Diamesik – diatopisch als südlich markiert; ohne Informationen über den Sprecher und womöglich vorhergehende Äußerungen lässt sich hier a priori nichts sagen; aber das oben zitierte AIS-Aufnahmeprotokoll zeigt auch, dass biographische Daten über den Sprecher auch nicht hinreichend sind; es ist vielmehr unbedingt erforderlich, weitergehende Daten vom Sprecher, das heißt aus seinem Sprecherwissen zu erheben; dieses Ziel verfolgt die perzeptive Variationslinguistik, zu der auch die perzeptive Varietätenlinguistik gehört. Perzeptive Variationslinguistik Perzeptive Varietätenlinguistik 2.4. Ein Ausweg: perzeptive Variationslinguistik Um Markiertheitswerte von Varianten zu ermitteln ist es also erforderlich die Sprecher*innen mit eben den Varianten, um die es geht, zu konfrontieren. Denn die Markiertheit und die Zugehörigkeit zu einer Dimension sind keineswegs Metainformationen, die den Varianten inhärent wären (so wie zum Beispiel ihre grammatikalische Funktion). Der kommunikative Marktwert einer Variante – wenn man so sagen darf – ergibt sich aus dem Zusammenspiel von unmarkierten, neutralen Formen (Varianten) auf der einen Seite und solchen, die auf der anderen Seite als markiert aufgefasst werden dürfen, da sie im Sprachwissen der Sprecher mit den genannten Dimensionen der Variation assoziiert sind. Markierte Varianten sind – mit anderen Worten – auffällig, oder kognitiv gesprochen: salient, weil sie mit spezifischen mentalen Repräsentationen verbunden sind; unmarkierte Formen sind dagegen unauffällig. Es muss daher die Existenz neutraler, unauffälliger Varianten vorausgesetzt werden, die mit keiner der Dimensionen assoziiert werden. Dergleichen Varianten machen einen Großteil der sprachlichen Formen aus, über die ein Sprecher verfügt; in Zeiten verbreiteter Standardkompetenz liegt es nahe, diesen unauffälligen Grundstock mit dem sprachlichen Standard zu identifizieren (vgl. ausführlicher Krefeld 2018a); auffällig ist eben das – und nur das -, was vom Standard abweicht: La nozione di standard (opposta a quella di ‘non standard’) viene utilizzata in primo luogo per indicare una varietà di lingua non marcata su nessuno degli assi della variazione; essa si caratterizza sostanzialmente per quello che non ha piuttosto che per ciò che ha. (D’Agostino 2007, 1) Gerade für diesen Normalfall ist nun im eingangs zitierten Modell von Koch/Oesterreicher gar kein Platz vorgesehen, da es den Anspruch erhebt, alle Formen einer Einzelsprache zu umfassen und jede einzelne einer der vier Dimensionen zuzuweisen. Die Ermittlung von markierten Varianten, die sich im Sprecherwissen vor dem Hintergrund der unauffälligen Varianten abheben, ist der zentrale und angesichts der ausgeprägten Dynamik auch komplexe Gegenstand der perzeptiven Variationslinguistik (vgl. Krefeld/Pustka 2010a). Besonderes Augenmerk muss dabei auf die Tatsache gelegt werden, dass die Assoziationen als solche in Abhängigkeit vom Sprecher und von Sprechergruppen variieren können und zudem sowohl im individuellen wie im konventionalisierten (sozialen) Sprecherwissen vielfältigen Wandlungsprozessen unterliegen. So ist es ganz charakteristisch für das Regionalitalienische, dass viele Varianten wie zum Beispiel die zahlreichen Geosynonyme (aber auch das passato remoto im oben genannten Beispiel) in der Selbstwahrnehmung (Autoperzeption) der Sprecher vollkommen unmarkiert und unauffällig sind, während sie in der Fremdwahrnehmung (Heteroperzeption) mindestens diatopisch, aber darüber hinaus nicht selten auch diastratisch und/oder diaphasisch markiert sind. Zahlreiche, auch jüngere Beispiele liefert der Atlante della lingua italiana quotidiana (ALIQUOT). Wen man die Markiertheit aus der Auffälligkeit der Varianten in der Sprecherwahrnehmung und letztlich aus dem Sprechwissen ableitet, ergibt sich – im Gegensatz zum Schema von Koch/Oesterreicher Kap. – die Notwendigkeit den unauffälligen und unmarkierten Grundstock der verfügbaren sprachlichen Formen ins Zentrum zu stellen, wie die folgende Abbildung zeigen will: Fundierung der Markiertheit von Varianten in der Sprecherwahrnehmung Wegen der erwähnten semiotischen Autonomie der Dialekte, die eine mehr oder weniger ausgeprägte intradialektale Variation gestattet, ist hier ein analoges Vorgehen notwendig: Intradialektale Markiertheit ADDU = Thun, Harald / Elizaincín, Adolfo (2000-): Atlas lingüístico diatópico y diastrático del Uruguay, Kiel, Westensee. Albrecht 1986 = Albrecht, Jörn (1986): ‘Substandard’und ‘Subnorm’. 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q-de-2213
Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Recht aktuell kommentiert - Konkurrentenabwehrklage vor dem BverwG Konkurrentenabwehrklage vor dem BverwG Nach der Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Januar 20041 zur Zulässigkeit der – grundrechtlich gebotenen – Klagebefugnis konkurrierender Krankenhausträger gegen die Planaufnahme eines Dritten hatte sich erstmalig ein Oberverwaltungsgericht in einem Hauptsacheverfahren (Klage) mit den Auswirkungen dieser Rechtsprechung auf den Konkurrentenrechtsschutz zu befassen. Der Verwaltungsgerichtshof Baden- Württemberg wies mit Urteilen vom 9. Oktober 20072 Rechtsschutzbegehren konkurrierender Krankenhausträger „als unzulässig“ ab. Wegen der rechtsgrundsätzlichen Bedeutung der im Rechtsstreit aufgeworfenen Fragen des Krankenhausplanungsrechts und des Prozessrechts hat das Gericht die Revision zum Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) zugelassen, die zwischenzeitlich eingelegt wurde. Es wird zu einer höchstrichterlichen Entscheidung kommen, ob Bewerberrechtsschutz zulässig und Erfolg versprechend ist. Aktive, verdrängende Konkurrentenklage Für die Erfolgsaussichten einer Konkurrentenklage im Krankenhausplanungsrecht kommt es wesentlich auf die Rechtsposition an, die das planbegünstigte Krankenhaus vorbringen kann. Insoweit erweist sich nach der bisher vorliegenden Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte3 die Unterscheidung zwischen der aktiven (verdrängenden) und der passiven (erhaltenden) Konkurrentenklage als wesentlich. Die aktive (oder offensive) Konkurrentenklage ist dadurch gekennzeichnet, dass das Begehren einer eigenen Begünstigung mit der Verdrängung eines oder mehrerer Konkurrenten verbunden wird und damit „steht und fällt“. Der Kläger will erreichen, dass er selbst die Begünstigung erlangt und muss dazu verhindern, dass der Dritte sie erhält. Insoweit kommt – bezogen auf das Krankenhausplanungsrecht – zunächst in Betracht, dass mehrere Krankenhausträger einen Antrag auf Feststellung der Aufnahme (eines Krankenhauses, einer Abteilung, einer erhöhten Bettenzahl) in den Krankenhausplan gestellt haben. Die Behörde stellt jedoch den Bedarf lediglich für ein Krankenhaus fest und nimmt dieses in den Krankenhausplan auf. Greift der unterlegene Bewerber diese Auswahlentscheidung an, liegt eine „verdrängende“ Konkurrentenklage vor. Diese Fallkonstellation lag der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 14. Januar 2004 zugrunde. Passive, erhaltende Konkurrentenklage Davon zu unterscheiden ist die passive (oder defensive) Konkurrentenklage. In dieser Fallgruppe geht es allein um sogenannte Konkurrentenabwehransprüche. Im Gegensatz zu dem Verlangen einer Verdrängung des Konkurrenten bei gleichzeitiger eigener Begünstigung zielt der Abwehranspruch nicht auf die Erlangung eines eigenen, bisher nicht erreichten Rechts oder einer eigenen Rechtsposition. Das Konkurrentenabwehrbegehren ist ausschließlich auf das hoheitliche Unterlassen der Begünstigung eines Konkurrenten oder auf die Beseitigung einer bereits erfolgten hoheitlichen Begünstigung ausgerichtet. Im Krankenhausplanungsrecht ist der Konkurrent regelmäßig das bereits in den Krankenhausplan aufgenommene Krankenhaus. Es wendet sich gegen die Planaufnahme des Neubewerbers oder die Aufnahme eines weiteren Krankenhauses, einer Abteilung oder einer Bettenerhöhung, um dies zu verhindern. Der Rechtsschutz ist ausschließlich defensiv ausgerichtet, um zu erreichen, dass die eigene Planaufnahme ungeschmälert erhalten bleibt. Diese Fallkonstellation lag der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs VGH Baden-Württemberg vom 9. Oktober 2007 zugrunde. Die klagenden Krankenhäuser (Konkurrenten) betreiben chirurgische oder orthopädische Fachabteilungen in den benachbarten Städten und Gemeinden. Sie wenden sich gegen die Planaufnahme einer zunächst als private Sportklinik konzipierten Einrichtung mit 30 Betten in der Fachrichtung „Orthopädie und Unfallchirurgie“ in den Krankenhausplan des Landes Baden-Württemberg. Dazu war es gekommen, weil die Sportklinik mit der Planungsbehörde des Landes unter Berücksichtigung einer zuvor getroffenen Entscheidung des BVerfG vom 4. März 20044 einen gerichtlichen Vergleich dahin geschlossen hat, einen entsprechenden Feststellungsbescheid zugunsten der Sportklinik zu erlassen. Das BVerfG hatte entschieden, dass weder der Hinweis auf gewachsene Strukturen noch die eventuelle Entwertung von Investitionen bei bereits in den Plan aufgenommenen Krankenhäusern die Ablehnung eines neu hinzugekommenen Bewerbers rechtfertigen könnten. Dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) lasse sich auch kein genereller Rechtssatz entnehmen, dass größere Häuser mit einem umfassenden Leistungsangebot zu bevorzugen seien. Den daraufhin „vergleichsgemäß“ erlassenen Feststellungsbescheid griffen die benachbarten Krankenhausträger vor dem Verwaltungsgericht (VG) Karlsruhe an. Sie sahen sich dazu geradezu aufgefordert, hieß es doch in der Begründung des Bescheides, die Aufnahme der Sportklinik mit 30 Planbetten werde einen entsprechenden Abbau von Betten bei anderen Krankenhausträgern zur Folge haben. Eine dem Bescheid beigefügte Tabelle wies im Einzelnen aus, bei welchem Krankenhaus wie viele Betten durch einen noch zu erlassenden Änderungsbescheid reduziert würden. Die konkurrierenden Krankenhausträger konnten so dem Feststellungsbescheid des begünstigten Plankrankenhauses entnehmen, was als Folge der Planaufnahme des Dritten auf sie zukommen würde. VG Karlsruhe: Konkurrentenklage zulässig Die Vorinstanz des VGH Baden-Württemberg, das VG Karlsruhe, hatte mit Urteil vom 18. Juli 2006 die Anfechtungsklage der klagenden Planinhaber (Nachbarkrankenhäuser) für zulässig gehalten. Für die aktive Konkurrentenklage sei die Weiche durch den Beschluss des BVerfG vom 14. Januar 2004 gestellt. Zugunsten des hier vorliegenden passiven Konkurrenten und dessen Anfechtungsbefugnis spräche eine spätere Entscheidung des BVerfG vom 17. August 20045, die zu Recht darauf hingewiesen habe, dass bei einem gesetzlich regulierten Markt die bisherigen Leistungserbringer durch jede Öffnung des Marktes für Dritte belastet seien. Wenn eine Behörde diesen Markt öffne, gebiete es das Grundrecht der Berufsfreiheit (Artikel 12 Absatz 1 Grundgesetz [GG]), dass der davon betroffene Konkurrent Rechtsschutz gegen die ihn belastende Planungsentscheidung finden müsse. Das Gericht führt bezogen auf den „Krankenhausmarkt“ aus: „Die Berufsausübung der Krankenhausträger findet in einem staatlich regulierten Markt statt. Die Feststellung der Aufnahme in den Krankenhausplan ist nicht nur Voraussetzung für eine Investitionsförderung nach § 8ff. KHG, sondern gemäß § 108 Nr. 2 SGB V auch Voraussetzung für die Erbringung von Krankenhausleistungen zu Lasten der in der GKV Versicherten, die in Baden-Württemberg rund 90 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Nach ständiger Rechtsprechung besteht ein Anspruch auf Feststellung der Aufnahme eines Krankenhauses in den Krankenhausplan, wenn das Krankenhaus bedarfsgerecht, leistungsfähig und kostengünstig ist (vergleiche § 1 Absatz 1 KHG) und zur Deckung des zu versorgenden Bedarfs kein anderes ebenfalls geeignetes Krankenhaus zur Verfügung steht (erste Entscheidungsstufe). Stehen zur Bedarfsdeckung mehrere geeignete Krankenhäuser zur Verfügung, entfällt ein Anspruch auf Feststellung der Aufnahme in den Krankenhausplan, an seine Stelle tritt ein Anspruch auf eine fehlerfreie Auswahlentscheidung (zweite Entscheidungsstufe; Bundesverwaltungsgericht [BVerwG], Urteil vom 26. März 1981 – 3 C 134.79 –‚ BVerwGE 62, 86, und vom 25. Juli 1985 – 3 C 25.84 –‚ BVerwGE 72, 38). Bei dieser Auswahlentscheidung stellt die Aufnahme eines von zwei konkurrierenden Krankenhäusern in den Krankenhausplan implizit immer auch eine Entscheidung gegen das andere Krankenhaus dar. Das Bundesverfassungsgericht hat deshalb in seinem Beschluss vom 14. Januar 2004 entschieden, dass die besondere Grundrechtsbetroffenheit – Eingriff in das durch Artikel 12 Absatz 1 GG geschützte Grundrecht der Berufsfreiheit – einen zeitnahen und effektiven Rechtsschutz des übergangenen Bewerbers erfordert, der nur bei der Möglichkeit der Drittanfechtung gewährleistet ist. Die Auswahlentscheidung auf der zweiten Entscheidungsstufe ist nicht nur unter mehreren konkurrierenden Bewerbern zu treffen, sondern unter allen Krankenhäusern, gleichgültig, ob deren Aufnahme in den Krankenhausplan bereits festgestellt worden ist oder nicht (ständige Rechtsprechung siehe zum Beispiel BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 1986 – 3 C 67.85 –, Buchholz 451.74, § 8 KHG Nr. 11). Bei ihr steht somit die in der Vergangenheit bereits erfolgte und fortbestehende Aufnahme anderer Krankenhäuser grundsätzlich wieder zur Disposition, da nur so neue Krankenhäuser eine Chance auf Aufnahme in den Krankenhausplan erhalten und damit einer Versteinerung der Krankenhauslandschaft vorgebeugt werden kann (siehe VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 3. Dezember 2001 – 9 S 2187/01 –). Die Auswahlentscheidung zugunsten eines Neubewerbers öffnet für diesen den gesetzlich regulierten Markt der stationären Versorgung der in der GKV Versicherten und belastet schon deshalb die bereits in den Krankenhausplan aufgenommenen Krankenhausträger (so ausdrücklich BVerfG im Beschluss vom 17. August 2004). Die besondere Grundrechtsbetroffenheit, die für die Kläger mit der Aufnahme der Beigeladenen in den Krankenhausplan verbunden ist, macht es deshalb erforderlich, den Klägern hiergegen zeitnahen Rechtsschutz zu eröffnen.“ VGH Mannheim: Konkurrentenklage unzulässig Der Rechtsauffassung des VG Karlsruhe schließt sich der VGH Mannheim im Urteil vom 9. Oktober 2007 nicht an. Der Anfechtungsklage fehle die Klagebefugnis im Sinne des § 42 Absatz 2 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO). Danach sei erforderlich, dass der Kläger geltend macht, durch die angegriffene Behördenentscheidung möglicherweise in eigenen Rechten verletzt zu sein. Bezogen auf die hier angefochtene Planaufnahme der Sportklinik sei eine Verletzung der Rechte der konkurrierenden Krankenhausträger allerdings „offensichtlich ausgeschlossen“. Die klagenden Krankenhäuser hatten sich für ihre Klagebefugnis neben dem Grundrechtsschutz aus Artikel 12 Absatz 1 GG auf eine mögliche Verletzung ihres Anspruchs auf eine ermessensfehlerfreie Auswahl nach § 8 Absatz 2 KHG berufen. Die Bestimmung sieht vor, dass an sich kein Rechtsanspruch auf Feststellung der Aufnahme in den Krankenhausplan besteht. Vielmehr entscheidet bei notwendiger Auswahl zwischen mehreren Krankenhäusern die zuständige Landesbehörde unter Berücksichti-gung der öffentlichen Interessen und der Vielfalt der Krankenhausträger nach pflichtgemäßem Ermessen, welches Krankenhaus den Zielen der Krankenhausplanung des Landes am besten gerecht wird. Bei den insoweit nach § 8 Absatz 1 Satz 3 KHG vorzunehmenden Aufnahmeentscheidungen (Feststellungsbescheiden) ist nach der ständigen Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte zwischen zwei Entscheidungsstufen zu differenzieren: Auf der ersten Stufe ist entsprechend § 1 Absatz 1 KHG zu prüfen, welche vorhandenen Krankenhäuser für eine bedarfsgerechte Versorgung mit leistungsfähigen Krankenhäusern zu sozial tragbaren Pflegesätzen geeignet sind. Übersteigt die Zahl der Betten, die in den dafür geeigneten Krankenhäusern vorhanden sind, die Zahl der für die Versorgung der Bevölkerung benötigten Betten, ist auf der zweiten Stufe gemäß § 8 Absatz 2 Satz 2 KHG in Verbindung mit § 1 Absatz 1 KHG eine Auswahlentscheidung zwischen mehreren bedarfsgerechten, leistungsfähigen und kostengünstigen Krankenhäusern zu treffen. Bedarfsgerecht ist ein Krankenhaus, wenn es nach seinen objektiven Gegebenheiten in der Lage ist, einem vorhandenen Bedarf gerecht zu werden. Dies ist dann der Fall, wenn das zu beurteilende Krankenhaus und die von ihm angebotenen Betten entweder notwendig sind, um den in seinem Einzugsbereich vorhandenen Bettenbedarf zu decken, weil anderenfalls ein Bettenfehlbestand gegeben wäre, oder aber wenn es neben anderen Krankenhäusern geeignet ist, den vorhandenen Bedarf zu decken. Kein Anspruchsverlust durch Bedarfsdeckung Dritter Fraglich ist also, ob sich die Kläger auf eine mögliche Verletzung der die Auswahlentscheidung regelnden Bestimmung des § 8 Absatz 2 Satz 2 KHG berufen können. Nur wenn dies der Fall ist, steht ihnen die Klagebefugnis zu. Dann aber muss es sich bei § 8 Absatz 2 Satz 2 KHG um eine sogenannte drittschützende Norm handeln, die über den Schutz öffentlicher Interessen hinaus gerade auch subjektive Rechte des Klägers schützen will. Zur Frage der Schutzwirkung des § 8 Absatz 2 Satz 2 KHG war zunächst die Frage der Reichweite dieser Norm zu entscheiden, mithin die Frage, unter welchen Voraussetzungen von einer „Bedarfsdeckung“ im Krankenhausplan bei Aufnahme von Plankrankenhäusern auszugehen ist. Auf der Grundlage des Zwei-Stufen-Modells führt der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg im Urteil vom 9. Oktober 2007 dazu aus: „Nach dieser Rechtsprechung führt die Aufnahme eines Mitkonkurrenten in den Krankenhausplan nicht dazu, dass der Bedarf gedeckt ist und das nicht berücksichtigte Krankenhaus deshalb nicht (länger) als bedarfsgerecht anzusehen wäre. Für die Frage, ob ein Bettenfehlbestand oder eine Bedarfsdeckung vorliegt, ist nicht entscheidend, wie viele Krankenhäuser bereits in den Krankenhausplan aufgenommen, sondern wie viele Krankenhäuser für die Versorgung geeignet sind. Zur Beantwortung der Frage, ob ein ungedeckter Bettenfehlbestand besteht, sind gegenüberzustellen auf der einen Seite der Bedarf und auf der anderen Seite die in den dafür geeigneten Krankenhäusern vorhandenen oder auch nur erst geplanten Betten (vergleiche Urteil des Senats vom 23. April 1999 – 9 5 2529/97 –‚ MedR 2000, 139). Durch den Erlass eines Feststellungsbescheids zugunsten eines Mitkonkurrenten ändert sich somit nichts an der von der Behörde zu beantwortenden Frage, ob die in den dafür geeigneten Krankenhäusern angebotenen (bereits vorhandenen oder erst geplanten) Betten den Bedarf übersteigen. Ist dies nicht der Fall, haben alle Krankenhäuser einen Rechtsanspruch auf Aufnahme in den Krankenhausplan. Ist das Angebot größer als der Bedarf, hat die Behörde eine Auswahlentscheidung zu treffen unter allen Krankenhäusern, gleichgültig ob deren Aufnahme in den Krankenhausplan bereits festgestellt worden ist oder nicht. Bei dieser Auswahlentscheidung steht somit die in der Vergangenheit bereits erfolgte und fortbestehende Aufnahme anderer Krankenhäuser grundsätzlich wieder zur Disposition. Nur so wird ermöglicht, dass auch neue Krankenhäuser eine Chance auf Aufnahme in den Krankenhausplan erhalten und damit einer Versteinerung der Krankenhauslandschaft vorgebeugt wird (ständige Rechtsprechung; vergleiche zum ganzen Beschluss des Senats vom 6. November 2001 – 9 3 772 – NVwZ-RR 2002, 504; vergleiche auch BVerfG, Kammerbeschluss vom 4. März 2004 – 1 BvR 88/00 –).“ Hinzuzufügen ist, dass das BVerfG die insoweit vom VGH Baden-Württemberg angenommene Bedeutungslosigkeit der Bedarfsdeckung durch bereits planaufgenommene Krankenhäuser als verfassungskonform angesehen hat. Nur bei einer solchen Auslegung des Merkmals der Bedarfsgerechtigkeit haben hinzutretende Krankenhäuser überhaupt eine Chance auf Aufnahme in den Krankenhausplan, solange sich am Gesamtbedarf nichts ändert, also kein Zusatzbedarf entsteht. Ansonsten könnte mit dem Hinweis auf die bestehenden Krankenhauskapazitäten jeder Neuzugang verhindert werden. Keine Klagebefugnis bei angekündigter Bettenreduzierung Für die Frage der (passiven) Klagebefugnis entwickelt der VGH Baden-Württemberg drei Fallkonstellationen, die nur in einer Fallvariante zur Zulässigkeit der Anfechtungsklage führen: Wurde über die Aufnahme des begünstigten Konkurrenten auf der „ersten Stufe“ entschieden und war aus sonstigen Gründen eine Auswahlentscheidung nach § 8 Absatz 2 Satz 2 KHG von vornherein nicht zu treffen, fehlt es an einer möglichen Rechtsverletzung des Dritten und damit der Klagebefugnis gegen eben diesen Feststellungsbescheid. Dazu heißt es im Urteil vom 9. Oktober 2007: „Wird über die Festsetzungen im Krankenhausplan hinaus ein durch die bisher ausgewiesenen Planbetten nicht gedeckter Versorgungsbedarf an Planbetten in einem Fachgebiet festgestellt, um dessen bedarfsgerechte Deckung sich nur der bisher nicht aufgenommene, nunmehr aber begünstigte Mitkonkurrent beworben hat, fehlt es bereits deswegen an der Zulässigkeit einer gegen den entsprechenden Änderungsfeststellungsbescheid erhobenen Anfechtungsklage des Trägers eines für dieses Fachgebiet bereits in den Krankenhausplan aufgenommenen Krankenhauses, weil eine Rechtsverletzung durch eine fehlerhafte Betätigung des insoweit mangels eines breiteren Bewerberkreises gar nicht eröffneten Auswahlermessens und mithin auch ein nachhaltiger und unzumutbarer Konkurrenznachteil durch eine solche Entscheidung offensichtlich ausscheidet (vergleiche auch OVG NW, Beschluss vom 25. November 2005 – 13 B 16126/05 –, NVwZ-RR 2006, 481).“ Dieser – eindeutig – fehlenden Klagebefugnis steht die – ebenso eindeutige – Zulässigkeit der Anfechtungsklage des Konkurrenten der zweiten Fallgruppe gegenüber. In ihr wird als Folge der Planaufnahme des Dritten zugleich („uno actu“) über eine Bettenreduzierung (oder gar Planherausnahme) bei dem klagenden Träger des in den Plan aufgenommenen Krankenhauses entschieden. In einem solchen Fall liegt eine dem (klagenden) Krankenhausträger unmittelbar benachteiligende (und damit möglicherweise in seinen Rechten) verletzende Entscheidung der Planungsbehörde vor: „Insofern ist der betroffene Krankenhausträger zu einer Anfechtung der einheitlichen Entscheidung bereits als notwendiger Adressat des insoweit zu seinen Lasten ergehenden Änderungsfeststellungsbescheides befugt (vergleiche zum Ganzen den zwischen den Beteiligten ergangenen Beschluss des Senats vom 20. Dezember 2006 – 9 5 2182/06 –‚ GesR 2007, 123 = KHR 2007, 76)“. Dieser Fallgruppe gleichgestellt dürfte die Situation sein, dass dem klagenden Krankenhausträger durch einen Änderungsfeststellungsbescheid Betten genommen und zugunsten des Neubewerbers an dessen Krankenhaus „verlagert“ wurden.7 Dazu kann auf die zur „aktiven“ Konkurrentenklage angestellten Erwägungen verwiesen werden, auch wenn es sich um eine Konstellation handelt, in der nicht zwei Krankenhäuser um die erstmalige Aufnahme in den Krankenhausplan konkurrieren, sondern einem Krankenhaus zugunsten eines anderen Krankenhauses Betten aberkannt wurden. Die Aufnahme des Neubewerbers stellt sich nicht nur „implizit“, sondern direkt als eine Entscheidung gegen das andere Krankenhaus dar.8 Schwierig zu beurteilen ist dagegen die dritte Fallgruppe, die vorliegend Gegenstand des Rechtsstreits war: Mit der Aufnahme des Neubewerbers wird nicht bereits (abschließend) über eine entsprechende Bettenreduzierung oder gar Planherausnahme bei den schon vorhandenen Plankrankenhäusern entschieden. Diese wird vielmehr lediglich (unverbindlich) angekündigt, also ausdrücklich einer – erst später zu treffenden – Entscheidung vorbehalten. Auch in diesem Fall ist nach Auffassung des VGH Baden-Württemberg eine Klagebefugnis nicht gegeben. Da eine Bettenkürzung bei den klagenden Krankenhäusern (verbindlich) nicht vorgenommen wurde, bleiben sie weiterhin „mit ihren bisherigen Planbetten im Krankenhausplan aufgenommen, erhalten also weiterhin in diesem Umfange öffentliche Fördermittel im Rahmen der jährlichen Krankenhausbauprogramme (6 KHG, § 11 LKHG) und sind als Plankrankenhaus in diesem Umfange uneingeschränkt zur Behandlung von Versicherten der Krankenkassen zugelassen (§ 108 Nr. 2 SGB V)“. Bettenkürzung völlig offen Der VGH Mannheim verkennt nicht, dass sich durch die Planaufnahme des Dritten (zunächst) eine Bedarfsüberdeckung ergeben kann, über deren Abbau nach Maßgabe des KHG zu entscheiden ist. Daraus kann indessen ebenso wenig das klagende Krankenhaus eine mögliche eigene Rechtsverletzung herleiten. Sähe man dies anders, wäre das Land verpflichtet, mit der Planaufnahme des einen Krankenhauses, die zum Beispiel in einer geringfügigen Planbettenerhöhung einer „Allerweltsdisziplin“ erfolgen kann, zugleich (kompensierend) über eine entsprechende Bettenkürzung (gegebenenfalls in Bruchstellen) bei anderen Krankenhäusern zu entscheiden. Eine solche „vollständige“ Auswahlentscheidung – oder gar einen entsprechenden Anspruch des betroffenen Krankenhausträgers – gibt § 8 Absatz 2 KHG nicht her: „Die Aufnahme eines von zwei oder mehreren konkurrierenden Krankenhäusern in den Krankenhausplan entsprechend dieser Kriterien stellt zwar bei gleichzeitiger Neubewerbung um einen durch vorhandene Planbetten nicht gedeckten Bedarf implizit immer auch eine Entscheidung gegenüber denjenigen Krankenhäusern dar, die als grundsätzlich geeignete Krankenhäuser ebenfalls in diesem Fachgebiet für eine Aufnahme in Betracht gekommen wären. Dies erfordert nicht zuletzt aus Gründen des effektiven Rechtsschutzes eine – vom unterlegenen Bewerber anfechtbare – einheitliche Entscheidung (vergleiche BVerfG, Kammerbeschluss vom 14. Januar 2004). Dies gilt jedoch nicht in den Fällen, in denen – wie hier – zusätzlich, zu den bereits vorhandenen Plankrankenhäusern durch Feststellungsbescheid ein weiteres Krankenhaus in den Krankenhausplan aufgenommen wird. Der Abbau einer dadurch eintretenden Bedarfsüberdeckung ist vielmehr Gegenstand einer gesonderten Entscheidung. Erst durch diese Entscheidung werden die Rechte der bisher durch bestandskräftige Feststellungsbescheide bevorzugten Klägerin und anderer betroffener Plankrankenhäuser wieder verbindlich geregelt, wenn sich nämlich ergibt, ob und mit welcher Bettenzahl ihr Krankenhaus aus dem Krankenhausplan jeweils zu streichen ist. Zu ihren Gunsten wirkt dann aber die Bestandskraft des an sie ergangenen früheren (positiven) Feststellungsbescheids. Dies hindert ihre Streichung aus dem Krankenhausplan nach Vorstehendem zwar nicht schlechthin; sie gewährt ihnen jedoch einen gewissen Vertrauensschutz (vergleiche § 48, 49 Landesverwaltungsverfahrensgesetz [LVwVfG]). Dies kann die Behörde unter Umständen dazu zwingen, für eine gewisse Übergangszeit die Bedarfsüberdeckung hinzunehmen und die weitere Entwicklung abzuwarten (vergleiche Beschluss des Senats vom 20. November 2001 – 9 5 1572/01 –). Ob es danach überhaupt zu einer Bettenkürzung bei der Klägerin kommen wird, ist zudem völlig offen. Wie der Beklagte in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat erläutert hat, soll in nächster Zeit wegen der Änderung der Weiterbildungsordnung eine umfassende Neuordnung des Krankenhausplans in diesem Bereich vorgenommen werden, in deren Zuge dann auch eine etwa noch notwendige Ergänzung beziehungsweise eine völlige Neuausrichtung der Auswahlentscheidung erfolgen wird, bei der alle bisherigen Planbetten in dem dann zu beurteilen-beden neuen Fachgebiet grundsätzlich – auch ohne entsprechenden Antrag – wieder zur Disposition stehen.“ Die Berufsfreiheit schützt nicht vor Konkurrenz Der VGH Baden-Württemberg befasst sich abschließend mit den grundrechtlichen Erwägungen, vornehmlich aus Artikel 12 Absatz 1 GG (Grundsatz der Berufsfreiheit), die das VG Karlsruhe veranlasst hatte, die Anfechtungsbefugnis zu bejahen. Soweit – so das Gericht – reiche der Grundrechtsschutz nicht. Das Grundrecht der Berufsfreiheit schütze nicht vor Konkurrenz. Bloße Wettbewerbsnachteile, die durch die Aufnahme eines weiteren bedarfsgerechten Krankenhauses im gleichen Fachgebiet in den Krankenhausplan für die bereits aufgenommenen Plankrankenhäuser entstehen und wodurch einem Träger förderrechtliche und zulassungsrechtliche Vergünstigen gewährt werden, ließen sich unter Berufung auf Artikel 12 Absatz 1 GG nicht abwehren: „Mit ihrem in den Krankenhausplan bereits aufgenommenen Krankenhaus konkurriert die Klägerin nach Vorstehendem mit anderen Krankenhausträgern, die für eine leistungsfähige und wirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen ebenso wie sie in diesem Fachgebiet bereits aufgenommen sind oder eine solche Aufnahme durch entsprechende Investitionen erst noch erfolgreich anstreben. Mit all diesen Krankenhausträgern befindet sich die Klägerin in freiem Wettbewerb, um ebenso wie diese eine möglichst große Auslastung ihrer nach wie vor unverändert festgestellten Planbetten zu erreichen. Gegen eine solche Konkurrenz gewährt Artikel 12 Absatz 1 GG keinen Schutz. Weder besteht nach Vorstehendem ein Rechtsanspruch auf Aufnahme in den Krankenhausplan noch besteht ein Anspruch auf eine bestimmte Dauer der erfolgten Aufnahme. Bei einer zu treffenden Auswahlentscheidung steht sie vielmehr grundsätzlich wieder uneingeschränkt zur Disposition. Erfolgt danach – wie hier – die unternehmerische Berufstätigkeit am Markt nach den Grundsätzen des Wettbewerbs, wird die Reichweite des Freiheitsschutzes auch durch die rechtlichen Regeln mitbestimmt, die den Wettbewerb ermöglichen und begrenzen. Artikel 12 Absatz 1 GG sichert in diesem Rahmen die Teilhabe am Wettbewerb nach Maßgabe seiner Funktionsbedingungen. Die grundrechtliche Gewährleistung umfasst dementsprechend nicht einen Schutz vor Einflüssen auf die wettbewerbsbestimmenden Faktoren. Insbesondere umfasst das Grundrecht keinen Anspruch auf Erfolg im Wettbewerb und auf Sicherung künftiger Erwerbsmöglichkeiten. Vielmehr unterliegen die Wettbewerbsposition und die Erträge auch hier grundsätzlich dem Risiko laufender Veränderung je nach den Marktverhältnissen (vergleiche etwa BVerfG, Urteil vom 17. Dezember 2002 – 1 BvR 28/95 u. a. –‚ BVerfGE 106, 275; Beschluss vom 26. Juni 2002 1 BvR 558/91 u. a. –‚ BVerfGE 105, 252). Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach entschieden, dass eine Wettbewerbsveränderung durch Einzelakt, die erhebliche Konkurrenznachteile zur Folge hat, das Grundrecht der Berufsfreiheit beeinträchtigen kann, wenn sie im Zusammenhang mit staatlicher Planung und der Verteilung staatlicher Mittel steht (vergleiche für die Aufnahme eines Krankenhauses in den Krankenhausplan grundlegend: BVerfG, Beschluss vom 12. Juni 1990). Solche, eine besondere Grundrechtsbetroffenheit ausmachende Konkurrenznachteile sind für die vorliegende Fallgestaltung jedoch nicht anzunehmen.“ Entscheidung des BVerwG Leipzig steht noch aus Nach der Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg kann sich der auf die bloße Abwehr zusätzlicher Konkurrenz beschränkende Krankenhausträger nicht gegen die Planaufnahme eines Dritten wehren. Das in den Krankenhausplan eines Landes aufgenommene Krankenhaus ist insoweit vor rechtlichen Angriffen seiner Konkurrenten geschützt, vorausgesetzt, diese machen lediglich geltend, als Folge der Planaufnahme eigene Krankenhausbetten abgeben zu müssen. Anders stellt sich die Situation dar, wenn mit der Planaufnahme des Dritten zugleich eine Bettenkürzung verbindlich vorgenommen wurde. Eine solche Situation hat es indessen noch in keinem Bundesland gegeben. Konkurrentenklagen werden überwiegend von aktiven Mitbewerbern erhoben, die eine eigene Planaufnahme (Bettenerhöhung) erreichen wollen. Über eine solche Fallkonstellation hat der VGH Baden-Württemberg nicht entschieden. Ob das Gericht im Übrigen richtig entschieden hat, wird das BVerwG in Leipzig entscheiden.9 Damit ist in diesem Jahr nicht zu rechnen. Es bleibt also spannend. Prof. Dr. Michael Quaas, M.C.L. Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Medizinrecht, Möhringer Landstraße 5, 70563 Stuttgart
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Gutachten-Erklärung - PKConcept - Gutachten im Elektronikbereich Für die Versicherung ist unser Gutachten meist die Entscheidungsgrundlage. Für Menschen ohne direkten Bezug zu versicherungstechnischen Fragestellungen kann es jedoch schwierig sein, Entscheidungen nachzuvollziehen und manchmal wird der Eindruck gewonnen, bestimmte Entscheidungen müssten einfach falsch sein. Dabei ist es häufig einfach die Gesetzeslage, die ein bestimmtes Vorgehen erzwingt. Um Ihnen dabei zu helfen, Zusammenhänge und häufig benutzte Fachbegriffe zu verstehen, haben wir für Sie hier einige grundlegende und allgemeine Informationen zu den Angaben in einem Gutachten zusammengestellt. Bitte beachten Sie auch die Hinweise im Bereich „FAQs - Häufig gestellte Fragen“ auf dieser Webseite. Ziele eines Gutachtens: Inhalte der Beauftragung PKConcept wird meist von einer Versicherungsgesellschaft beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Dabei wird genau definiert, was zu prüfen ist und welche Werte ermittelt werden sollen. An diese Aufgabenstellung halten wir uns genau. Unter dem Punkt „Inhalt der Beauftragung“ finden sich hierzu die genauen Angaben im Gutachten. Typische Inhalte einer Beauftragung sind zum Beispiel: Wertermittlungen zum beschädigten Gerät (Zeitwert, Neuwert, Restwert) Prüfung des angegebenen Schadenhergangs auf Plausibilität Prüfung der Reparatur-Rentabilität Ermittlung der (tatsächlichen) Fehlerursache Werte und was sie bedeuten: Zeitwert, Neuwert, Restwert Die folgenden Ausführungen sollen Ihnen helfen, die grundsätzlichen Bedeutungen der einzelnen Wertbegriffe zu verstehen. Bitte beachten Sie: Es handelt sich dabei nicht um versicherungsrechtlich exakte und umfassende Definitionen. Wert/Preis, den ein gleiches oder technisch vergleichbares Gerät auf dem Gebrauchtmarkt zum Schadenszeitpunkt erzielen/kosten würde. Die Haftpflichtversicherungen ersetzen in der Regel den Zeitwert, der auch „Verkehrswert“ oder „Wiederbeschaffungswert gebraucht“ genannt wird. Dabei stellen wir auch fest, ob und wenn ja welche Schäden bereits vor dem Schadenfall an dem Gerät vorhanden waren. Die Schadenssumme kann sich dadurch verringern, denn wenn ein Gerät vor Eintritt des gemeldeten Schadens bereits Fehler hatte, war sein Wert zum Zeitpunkt des Ereignisses (und damit der Schaden selbst) geringer, als wenn sich das Gerät in einwandfreiem Zustand befunden hätte. Im Gutachten wird also auch festgestellt, ob die Fehler des Geräts alleine auf den Schadenfall zurückzuführen sind oder nicht. Neuwert ist der Wert/Preis, zu dem ein gleiches oder technisch vergleichbares Gerät zum Schadenszeitpunkt neu angeschafft werden könnte. Sachversicherungen wie z.B. Hausratversicherungen beziehen sich in der Regel auf den Neuwert oder „Wiederbeschaffungswert neu“. Hierbei gibt es manchmal einen Streitpunkt, der für Unmut beim Versicherungsnehmer sorgen kann: die sogenannte „technische Wertverbesserung“. Ist ein Gerät nicht mehr reparaturfähig, wird der Preis ermittelt, zu dem es im jetztigen, beschädigten Zustand auf dem Gebrauchtmarkt noch ganz oder in Teilen verkäuflich wäre. Dies ist der Restwert. Schadenhergang: Plausibilitätsprüfung, Fehlerursache Bei Schadensmeldungen an die Versicherung muss immer angegeben werden, wie es zu dem Schaden kam. Wenn wir ein Gutachten zum Schadenhergang erstellen müssen, überprüfen wir genau, ob der beschriebene Hergang mit dem Schadenbild übereinstimmt und plausibel ist, oder nicht. Dies ist gemeint, wenn in einem Gutachten von „Plausibilität“ die Rede ist. Reparatur: Reparaturrentabilität, Reparaturkosten Ob eine Reparatur rentabel ist, hängt vom Zeitwert des Geräts und den voraussichtlichen Reparaturkosten ab. Wenn die Reparaturkosten niedriger sind als der Zeitwert, lohnt sich eine Wiederherstellung. Was hat es auf sich mit den Angaben in einem Gutachten?
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). 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Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Bronchiektasie. Wenn durch chronischen Husten die Kraft der Muskulatur in den Bronchien weiter nachlässt, kann durch die Überblähung der Lunge ein Emphysem entstehen.[aerztekammer-bw.de] Behandlung bei akuter Bronchitis (PantherMedia / imagepointfr) Eine akute Bronchitis verschwindet meist von allein.[gesundheitsinformation.de] (J40) J20.0 : Akute Bronchitis durch Mycoplasma pneumoniae J20.1 : Akute Bronchitis durch Haemophilus influenzae J20.2 : Akute Bronchitis durch Streptokokken J20.3 : Akute[amboss.com] Menschen mit chronischer Bronchitis, die einem akuten Schub ausgesetzt sind.[medizinfo.de] Deshalb wird bei einer akuten Bronchitis davon abgeraten, Antibiotika einzunehmen.[gesundheitsinformation.de]
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Coaching-Newsletter September 2005 - Coaching-Newsletter Coaching-Newsletter Archiv 2005 Coaching-Newsletter September 2005 Coaching-Newsletter September 2005Inhalt1. Coaching von Doppelspitzen - Teil 12. Gipfeltreffen der Coaching-Verbände3. Steve de Shazer gestorben4. Urteil zur Höhe von Coaching-Honoraren5. Coaching-Schlichtungsstelle gegründet6. Neue Coachs in der Coach-Datenbank und den Coach-Profilen7. Coaching-Ausbildungen im nächsten Monaten1. Coaching von Doppelspitzen - Teil 1An der Spitze und innerhalb zahlreicher Organisationen finden sich sogenannte "Doppelspitzen", d.h. ein Führungsduo teilt sich offiziell (oder auch inoffiziell) die Leitungsfunktion. Erfahrene Coachs wissen, dass eine solche Aufteilung von Macht ganz spezifische Konfliktsituationen mit sich bringen kann. Für das Coaching von Doppelspitzen bedeutet dies eine besondere Herausforderung, da die normalen Prinzipien und Vorgehensweisen hier nicht ohne weiteres Gültigkeit besitzen. Nun ist es eine bekannte Anekdote in Beraterkreisen, dass eine Schar von Unternehmensberatern zunächst die Vorzüge von Doppelspitzen anpreist, damit anschließend eine andere Schar bei den dadurch auftretenden Problemen beratend zur Seite stehen kann. Oft sind es aber gar nicht die so gescholtenen Unternehmensberater, sondern die zunächst sinnvoll erscheinenden Vorzüge, die zu einer Doppelspitze führen. Typische Beispiele von Doppelspitzen findest man häufig bei Freiberuflern. Oft schließen sich zwei (oder auch mehrere) Fachleute wie z.B. Rechtsanwälte, Steuerberater, Mediziner, Psychotherapeuten, Ingenieure usw. zusammen, insbesondere bei Existenzgründungen. Die Gründe dafür sind meist leicht nachvollziehbar: Jeder der beiden Fachleute möchte sein finanzielles Risiko minimieren, sucht nach fachlicher und persönlicher Ergänzung, traut sich ohne den anderen eine Firmengründung nicht zu oder strebt manchmal auch schlichtweg aus Sympathie eine Zusammenarbeit an. Dabei werden sehr häufig die rationalen Gründe von emotionalen Gründen überlagert. So scheint z.B. die Minderung des finanziellen Risikos durch die Zusammenarbeit mit einem sympathischen Menschen sehr sinnvoll. Dies kann jedoch problematisch werden, weil emotionale Faktoren eine höhere Auffälligkeit für schwere Konflikte nach sich ziehen können. Geht nämlich die "gefühlte Grundlage" verloren, führt dies zu starken Enttäuschungen, die wesentlich intensiver sind, als wenn sie durch Sachprobleme bedingt gewesen wären. Einen Wendepunkt in der Beziehung einer Doppelspitze stellt bei Freiberuflern oft die Einstellung neuer Mitarbeiter dar. Spätestens hier zeigt sich, ob man in der Lage ist, einem Dritten gegenüber geschlossen agieren zu können. Geschieht dies nicht, sind die Folgen leicht absehbar: Dem Mitarbeiter geht in einem Hin-und-her von Anweisungen die Übersicht (und die Motivation) verloren und die Doppelspitze beschäftigt sich mehr mit sich selbst als mit dem eigentlichen Sinn des Unternehmens. Weil dies aber existenziell bedrohlich ist, wird die Zusammenarbeit immer verkrampfter und ängstlicher; es baut sich bei beiden ein unterschwelliger Ärger auf, der scheinbar auf der Sachebene zu Konflikten führt. Tatsächlich sind es aber Beziehungsprobleme, die hinter dem Konflikt stecken. Im Coaching zeigt sich in der Rekonstruktion derartiger Fälle, dass sich die beiden Geschäftspartner dann wundern, warum es (scheinbar) immer neue Sachprobleme in der Zusammenarbeit gibt (und die alten nicht gelöst werden), bis schließlich einer von beiden die Situation nicht mehr erträgt. Im schlimmsten Fall kann die Geschäftspartnerschaft darunter zerbrechen, was entsprechende finanzielle Konsequenzen hat. Aber nicht nur bei Freiberuflern, sondern auch in Organisationen verschiedenster Art finden sich Doppelspitzen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: In manchen politischen Parteien gibt es z.B. Doppelspitzen, weil die ideologische Orientierung eine breite Verteilung von Macht wünscht oder damit unterschiedliche "Flügel" in einer Partei repräsentiert werden sollen. Eine Folge davon sind "Flügelkämpfe", d.h. die Rolle verlangt von den Rolleninhabern als Repräsentanten unterschiedlicher Meinungen faktisch den Konflikt.Auch in Staatsbetrieben finden sich bedingt durch parteipolitische Einflussnahmen Doppelspitzen. Bei der Regierungsübernahme durch Koalitionen werden zuweilen die Führungsposten jeweils durch einen Vertreter der einen und der anderen Partei abgedeckt, um so eine Parität zu erzeugen. In der Folge führt dies aber dazu, dass parteipolitische Interessen in die Betriebe hineingetragen werden und die von der Doppelspitze ausgehende Pattsituation zu einer faktischen Lähmung der gesamten Organisation führen kann.Bei Gemeinschaftsprojekten von Konzernen oder Nationen sind Doppelspitzen gar eine "Pflicht", um ein auf der symbolischen Ebene ein "Gleichgewicht" zu demonstrieren. Die unterschiedlichen Interessen der Protagonisten bzgl. Prestige, Einflussnahme, Erfolgs- und Misserfolgszuschreibungen, Gewinnverteilungen usw. führen mit schöner Regelmäßigkeit zu regelrechten "Hahnenkämpfen".In Familienbetrieben werden Doppelspitzen beim Generationenwechsel etabliert, z.B. wenn der Senior den Junior einarbeitet, letztlich aber nicht loslassen mag. Die darin faktisch enthaltene Untergrabung der Autorität des Juniors führt dann nicht nur zu betrieblichen Störungen, sondern macht eine geregelte Betriebsübergabe teilweise unmöglich, weil der Junior zu stark in seinem innerbetrieblichen Ansehen beschädigt wurde. In traditionsreichen Familienbetrieben ist es zuweilen ein ungeschriebenes Gesetzt, dass nur Verwandte das Unternehmen führen können. Was in der ersten Generation wohlmöglich noch unproblematisch war, erweist sich nach mehreren Vererbungen in der Generation der Nichten und Neffen als zunehmende Bürde.In Tendenzbetrieben (z.B. religiös geprägte Einrichtungen) finden sich oftmals Doppelspitzen, die aus einem Theologen und einem Betriebswirt bestehen. Während letzter für den faktischen Betriebsablauf sorgt, ist der Theologe als "Kulturhüter" für den weltanschaulichen Zusammenhalt zuständig.Im Gesundheitsbereich arbeiten z.B. Mediziner und Kaufleute zusammen, um den zunehmenden wirtschaftlichen Druck in der Branche gerecht werden zu können. Aber auch in vielen anderen Branchen führte und führt der Kostendruck zu Konstellationen, dass einer Fachkraft (z.B. einem Ingenieur) ein Betriebswirt zur Seite gestellt wird. Die unterschiedlichen Sichtweisen haben früher in solchen Konstellationen zu erheblichen Konflikten geführt. Inzwischen ist jedoch beobachtbar, dass das Bewusstsein für das gegenseitige Aufeinander-angewiesen-sein gestiegen ist.In Matrixorganisationen existieren Doppel- und Mehrfachspitzen, weil z.B. eine hierarchische Aufbauorganisation nicht gewünscht ist. Ein Beispiel für eine Matrixorganisation ist es, wenn sowohl ein Produktmanager als auch ein Regionalmanager für den Vertrieb einer Ware in einer bestimmten Regional gleichzeitig verantwortlich sind - und den gleichen Mitarbeitern vorgesetzt sind. Diese Komplexität kann noch durch das Einfügen von Verkaufsleitern, Marketingexperten usw. erheblich gesteigert werden. In der Konsequenz bedeutet dies, dass die meisten Matrixorganisationen entweder nicht funktionieren oder sich innerhalb der Matrix eine informelle (althergebrachte) Hierarchie etabliert hat. Doppelspitzen auf höchster Ebene werden auch bei Fusionen installiert. Zu unterscheiden ist hier zwischen einer Übernahme und einer tatsächlichen Fusion. Bei Übernahmen sind Doppelspitzen oftmals nur scheinbar Vorhanden - in Wirklichkeit ist der Repräsentant des übernommenen Unternehmens nicht gleichberechtigt. Um den "Schein zu wahren" wird dann eine solche Schein-Doppelspitze (meist nur temporär) installiert. Symbolisch möchte man die Demotivation der Mitarbeiter des aufgekauften Unternehmens verhindern - bzw. den Abgang der besten Mitarbeiter zur Konkurrenz. Bei tatsächlichen Fusionen auf gleicher "Augenhöhe" (was faktisch sehr selten ist), kann es sich um echte Doppelspitzen handeln. Auch hier möchte man den Mitarbeitern beider Organisationen vermitteln, dass beide Ursprungsorganisationen wichtig waren und somit in der Leitung auch repräsentiert sind. Problematisch bleibt bei Fusionen immer die (meist unterschiedliche) Unternehmenskultur, die oft über Jahrzehnt gewachsen ist. Ohne die Fähigkeit der Doppelspitzen-Manager, sich an die jeweils andere Kultur anzunähern, ist eine konstruktive Zusammenarbeit unwahrscheinlich.Zuweilen werden Doppelspitzen auch bewusst angestrebt, um damit eine Tradition aufrecht zu erhalten. Z.B. wird dies manchen Genossenschaftsbanken praktiziert, um damit die Idee der Risikominimierung zu pflegen.Auch werden Positionen doppelt besetzt, weil man schlicht und ergreifend die Sorge hat, dass ein guter Mitarbeiter (samt seinem Fachwissen) das Unternehmen verlassen könnte. Ähnliches gilt für Teilzeitkräfte, wo aus einer Vollzeitstelle zwei Halbtagsstellen gemacht werden, um die Mitarbeiter halten zu können. Eine besondere Form von Doppelspitze liegt hingegen vor, wenn dies gar nicht organisatorisch angestrebt wurde, sondern sich faktisch ergeben hat. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn in Organigramm nur eine Führungskraft verzeichnet ist, tatsächlich jedoch eine informelle Führungskraft im Hintergrund erheblichen Einfluss ausübt. Die Machtbasis beider Führungskräfte ist dann unterschiedlich legitimiert: Während die offizielle Führungskraft formal ernannt ist, führt die inoffizielle Führungskraft auf der Basis ihrer sozial-emotionalen Verankerung im Unternehmen. Derartige informelle Phänomene finden sich z.B. in hoch formalisierten Organisationen, d.h. oftmals Behörden. Weil diese hochformalisierte Organisationen bei tatsächlicher Einhaltung des Dienstweges meist nicht mehr handlungsfähig wären, kristallisiert sich eine informelle Struktur heraus, die die formellen Regeln stillschweigend außer Kraft setzt.
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Muskelverspannung des Brustkorb mit Blockaden der BWS und HWS - Orthopädie - med1 - Seite 15 BjMW-\E-3x9 (Auszug aus dem Startbeitrag) Hallo liebe Leut's, ich weis gar nicht wo ich anfangen soll. Habe vor ca: 5 Jahren einen stechenden Schmerz in der Brust gehabt wurde daraufhin von sämtlichen Fachärzten in allen […] EEhemxalig|er Nut~zer (6#325731x)20.01.13 14:42 Überlastung, Bewegungsmangel ... so kommt eins zum anderen ... BRMW-UE-3920.01.13 14:52 ja das denke ich auch mal, mhhhh könnte man fast schon sagen das ist Chronisch PTusteblOuhmex6520.01.13 15:04 Und vor allem hast Du keine Zeit etwas für dich und dein Wohlbefinden zu tun. Du funktionierst nur für den Job und die Familie. Wo bleibt Du mit deinen Interessen? Ich vermute, auf der Strecke. Wenn dem so ist, solltest Du genau daran etwas ändern. BfMW-E-x3920.01.13 15:09 ja bin ja schon dabei daran zu Arbeiten ExhemalZiger NutBzer -(#3G25h731)20.01.13 16:10 Das solltest du auch dringend, denn sonst wirst du immer nur die Symptome bekämpfen und nie die Ursache ... P:usteblqumxe6520.01.13 18:19 ja bin ja schon dabei daran zu ArbeitenIch wünsche dir dabei viel Erfolg. (Puh, war das eine schwere Geburt ) BwMWf-E-3x920.01.13 18:32 soll ich euch mal den verlauf von gestern schildern ?? BzMWc-E{-3920.01.13 18:32 Hallo ich möchte euch heute mal einen Ärztlichen Vorfall schildern, also ich war gestern den 19.01.2013 beim Bereitschaftsarzt in der Magdeburger Straße. Ich hatte extreme Rückenschmerzen der bis in den Brustkorb ausstrahlte und Atemschwierigkeiten worauf ich die besagte Praxis ansteuerte. Öfnnungszeiten sind an Sonn – Feiertagen von 10:00 – 12:00 und 17:00 – 19:00 Uhr ich war genau 10:30 dort. Es war eine sehr nette Schwester da Sie rief den Arzt an der sich nicht in der Praxis befand und gab mir das Telefon, er fragte mich mit was für Beschwerden ich den da sei und schilderte ihm das. Darauf hat er mir geantwortet das ist nix schlimmes wäre ich 30 min früher gekommen wäre er da gewesen denn er ist schon wieder auf dem Heimweg in Dedeleben er hat keine Lust nochmals umzudrehen. Die Schwester sagte zu dem Arzt am Telefon das der Vertretungsschein nicht unterschrieben ist, ich der Patient sollte doch nochmals kurz im Wartezimmer Platz nehmen. Während dessen kam ein weiterer Patient den er gleich am Telefon befragte was er hat und auf die selbe weise abgefertigt worden ist. 2 Minuten später siehe da bekomme ich den Vertretungsschein unterschrieben aber Diagnose und der gleichen steht nix ausgefühlt drauf. Die Schwester empfahl mir das ich heute der 20.01.2013 nochmals kommen soll dann ist Frau Dipl.-Med Hannelore Dittmann da, ich war da und siehe da sie hat mir 7 Blockaden gelöst und meine Beschwerden sind fast weg. Was ich euch damit sagen möchte ist wenn ihr zu einem Bereitschaftsarzt müsst und er Dr.med. Hans Christoph Hainich heißt dann viel Spaß dabei, dass ist nur ein auf Profit geiler Arzt dem die Gesundheit egal ist. Ich werde diesen Vorfall der Kassenärztlichen Vereinigung und meiner Krankenkasse melden. Vielen Dank an Frau Dipl.-Med.Hannelore Dittmann P#usteblhume6520.01.13 18:44 Hast Du es immer noch nicht kapiert? Du wurdest doch schon X-mal an der BWS manipuliert! Es hat nie lange geholfen.Und du meinst jetzt damit ist da Problem gelöst? Die Blockaden sind heute Nachmittag wieder drin ... denn wenn du an deiner Muskulatur, sprich an der Muskelspannung arbeitest, wird sie wieder alle in die Blockade ziehen.Arbeite endlich an den psychischen Ursachen (Arbeitsbelastung unter, Wohlfühlmaßnahmen rauf), sonst wird es nie besser werden. BGMW-QE-3920.01.13 18:57 ich habe es verstanden Pusteblume, wollte nur mal hier einstellen wie einige Ärzte drauf sind das man nicht ernst genommen wird. Oder Habe ich jetzt etwa etwas neues eingestellt nee habe mich nur bedank, ja aber die Blockade musste ja nun raus und es geht mir besser gerade. Nur ohne Beschwerden lässt sich gegensteuern oder ? es sollte nicht so rüber kommen sorry EXhemaliSger MNu>tzer (&#325x731)20.01.13 18:57 Das ist ja sehr schön das du jetzt auch noch die kompletten Namen nennst und auch noch akribisch genau wann du wie im Wartezimmer gesessen hast .... aber mit dem Problem hat das wenig zu tun.Was ich euch damit sagen möchte ist wenn ihr zu einem Bereitschaftsarzt müsst und er Dr.med. Hans Christoph Hainich heißt dann viel Spaß dabei, dass ist nur ein auf Profit geiler Arzt dem die Gesundheit egal ist. Ich werde diesen Vorfall der Kassenärztlichen Vereinigung und meiner Krankenkasse melden.Die Chance bei diesem Herren zu landen ist für die meisten wohl sehr gering Und davon man ab, ich für meinen Teil lasse mich von keinen Ärzten in irgendeiner Form einrenken, sondern mache das entweder selber wenn ich es kann oder lasse das meinen Physio machen. Aber was hat das ganze damit zu tun das du SELBER AKTIV werden musst? Solange du keinen Stress abbaust, deinen Lebensstil nicht änderst und nicht bald anfängst Sport und Bewegung in deinen Tag einzubauen, wird sie für die NIE etwas ändern, denn es blockiert wieder und wieder und wieder und wieder ..... Aber irgendwie kommt das bei dir nicht an. Blockaden lösen ist Symptombekämpfung, aber es ändert nichts an der Ursache B:MW-xE-3920.01.13 19:06 Mellimaus21 sicher tu ich was dagegen aber eine jetzige Blockade hindert mich doch überhaupt etwas machen zu können, also muss der störfaktor doch erst einmal beseitigt werden auch wenn es nur von kurzer dauer ist oder ? damit ich mich frei bewegen kann ohne wehwechen. Ich verstehe gerade nicht das problem !!! Edhemali@ger NmutzerA (#32573x1)20.01.13 19:09 Na dann ist ja jetzt alles bestens... hoffentlich kommst du morgen nicht zu der Erkenntnis das nach dem Aufstehen wieder alles blockiert ist. Und davon mal ab, auch mit einer Blockade kann man sich bewegen ...vom auf dem Sofa liegen geht die nämlich auch nicht weg SJtlellxa8020.01.13 19:11 wollte nur mal hier einstellen wie einige Ärzte drauf sind das man nicht ernst genommen wird.Wie oft warst du schon beim Einrenken Wie oft bist du also schon ernst genommen worden, hast aber evtl. Empfehlungen zur Änderung deiner Lebensweise selbst nicht wirklich "ernst genommen" und nix an deinem Leben geändert? Ich war mit meinen Wirbelblockaden noch nie beim Sonntagsdienst. Das ist ein Problem, an dem ich nicht sterbe und mit dem ich deshalb zu ganz normalen Sprechzeiten unter der Woche zum Arzt gehen kann (wenn ichs denn für nötig erachte). Wenns schlimm ist, nehme ich solange Ibuprofen und gut ists. SGtelUla8x020.01.13 19:12 eine jetzige Blockade hindert mich doch überhaupt etwas machen zu können, also muss der störfaktor doch erst einmal beseitigt werdenEine Blockade hintert mich an gar nichts. Da mache ich erst recht Sport und Gymnastik und meistens erledigt sie sich dann innerhalb von ein paar Tagen von selbst bzw. durch die Bewegung.
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
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August 2011; Braunschweig Spiegel; Foto: #IKRK #Magazine „.. dass jedes Kind, das verhungert, ermordet worden ist. (... )„ #JeanZiegler „Wichtig, ja eigentlich kennzeichnend für #FritzBauer war dabei, dass es ihm nicht um Rache oder Vergeltung ging, sondern um Anklage. Ein Vergeltungsstrafrecht lehnte er ab. (8 ) Die Höhe des Strafmaßes war ihm nicht wichtig, das Urteil sollten die Richter sprechen. So vergaß er sogar im Remer-Prozess in seinem Plädoyer, ein Strafmaß zu beantragen. Die Anklage selber war ihm wichtig. Mit modernen Worten würde man sagen, es ging ihm um den Kampf gegen Straflosigkeit – wie es in der Sprache von amnesty international heute heißt.“ „(.. ) #StéphaneHessel , einer der Mitautoren der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948, der mit seiner Streitschrift „ #EmpörtEuch “ zur Zeit so für Aufregung sorgt (1 )“ #amnestyInternational #Regierung #Sanktionen sind MassenVernichtungsWaffen #wikileaks #Kriegsverbrechen #folter #whistleBlower #Demokratie #mord #GeneralSoleimani #JulianAssange #Norstream2 #Defender2020 || #UNOCharta UNO Gewaltverbot Kapitel 1. Artikel 2.4 “Don't you dare get cold feet !!!” CAVE! #mistakes #onlyHuman . Aber auch #FalseFlagOperations ! so viele Lügen #MittelAlter #Presse Framing “I hope «everyone» love their children too” #Verdun #Dresden #Nagasaki “Habt die Menschen im Gedächtnis.” Fritz Bauer #nacht #sonnenuntergang #elbflorenz #dresdenneustadt #dresden #visitdresden #sachsen #travelphotography #photo #photography #saxony #travel #kreativefotocommunity #shootcamp #hobbyfotografie #hobbyfotograf #fotografierenmachtspass #landschaftsfotografie #canondeutschland #spiegelreflex 𝕤𝕠 𝕧𝕚𝕖𝕝 ℂ𝕙𝕒𝕣𝕞𝕖 𝕦𝕟𝕕 𝔼𝕝𝕖𝕘𝕒𝕟𝕫 𝕦𝕟𝕤𝕖𝕣 𝔻𝕣𝕖𝕤𝕕𝕖𝕟 #dresden #dresdenphotography #unserdresden #elbufer #elbwiesen #elbbrücken #augustusbrücke #elbe #sunshine #cityshot #dresdenlove #heimat #dd #saxony #beautifulsky sky #dresden #germany 🇩🇪 #urlaub #nicetime FRÜHLINGSEHNSUCHT 🌱 Verkürze Dir die Wartezeit und lass Dich inspirieren! . . . #new #collection #katalog @friendtex #womansfashion #danishfashion #spring #frühling #inspiration #homeshopping #personalshopping #fashionconsultant #fashionconsultantwanted #dresden #wemakeshoppingpersonalagain Fisch Spa Pediküre ist ein warmes Fußbad mit niedlichen, kleinen Fischen. 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Lass uns bitte die guten nicht in Vergessenheit geraten lassen. 1Love&Peace&Harmonie!!! #usamasu #53niggaz #AllesVerändert #2pac #thuglife #outlawz #masuvelli #originalhiphop #losangelscity #newyorkcity #dresden #wiesbaden #essen #frankfurt #offenbach #hannovermühlenberg #hannoverbadenstedt #hannoverdavenstedt #hannovermaschsee #hannoveraegidientorplatz #gandhi 𝒂𝒑𝒑𝒓𝒆𝒄𝒊𝒂𝒕𝒆 𝒆𝒗𝒆𝒓𝒚 𝒅𝒂𝒚..😌⁣ ——————————————— ⁣ ⁣ #dresden #yellowlight #night #nightphotography #nightlife #blackbeanie #beanie #hat #calvinklein #calvinkleinhat #blackjacket #15 #tommyjacket #tommyhilfigerjacket #boy #tommyjeansjacket #tommyhilfiger #tommyjeans #15yearsold #focus #sunrise #true #truewords #germany #europe We were checking out our new partner’s booth @_nipponbashi_ they are absolutely amazing 🤩 we are more than happy to them in our team 😍 ...... #dresden #dedeco #convention #anime #manga #cosplay #music #instagood #instalike #lynch #thegazette #razor Der erste Tag der Dedeco ist nun zu Ende. Es war wie immer schön. Die Fotoräume waren toll! Wir haben es diesmal endlich geschafft Fotos zu machen. #barbie #rockcamp #rockstarcamp #prinzessin #courtney #cosplay #dresden #dedeco #dedeco2020 ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 🌱Tropical Vibes 🐧🍃 (aglaonema nitidum - pilea )⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ • BOT Dresden . . . . . . . . #beautiful #instagood #botanical #loveplants #pretty #instaplants #plantoftheday #tropical #dresden #botanischergarten #botanischergartendresden #dresdencity #dresdenaltstadt #dresdengram #sauerklee #klee #kleeblatt #kleefeld #sauerklee #oxalis #oxalistriangularis #oxalispalmifrons #tropicalhouse #captainohcaptain #plantastic #tropenhaus #oxalistriangularispurple #oxaliscorymbosa #violetta #greenlifestyle #thegoodlife Home #heimat #dresden #elbe #elbflorenz #skyline #spiegelung #licht #healthy #me #home #dresden #darmstadt #style #münchen #frankfurt #fitlife #wiesbaden #berlin #tattoo #nürnberg #newyork #mainz #mannheim #stuttgart #blackandwhite #heidelberg #usa #bodybuilding #lifestyle #fitnessmotivation #fitfam #hamburg #friday #fit #gym #fitness #picoftheday Rot 😍 #red #nailsstagram #nailstudio #nails #naildesigner #lovethese #dresden #followme #flower #rednails Torre EIFFEL 🇻🇪😊😁 #fitxberlin #fitgeek #newacount #venezuela #venezolanosenalemania #latin #mensphysic #biceps #deus #dresden #germany 🇩🇪 #team @teamcarolvaz #photography #moments #nice #worldfitnessday #gymmotivation #gymtime 💪 #powerlifting #fitnessmodel #ringe #travel #travelphotography #naturaleza #dresden #cute #nicemoments #turistik . #selfie #paris 🇫🇷 #travelphotography Diesen liebenswerten, (un )schuldigen Blick habe ich schon aufgesetzt, bevor Mama überhaupt was sagen musste 😅. Aber ich liiiiebe eben Schuhe 😋🐶. #briard #welpe #alva #ichentdeckediewelt #ichliebeschuhe #anknabbern #briardwelten #love #hundeliebe #doglove #hundeleben #doglife #dogsarefamily #familytime #hund #dog #zeitzudritt #loveanimals #dresden #lebenmithund #livewithdog #endlichzudritt #11wochenalt #dogsofinstagram #briardstagram #instadog #photooftheday #dresden Semperoper. 💃🎶 #city #cityphotography #citytrip #dresden #städtefotografie #stadt #blackandwhite #bnw #bnw_germany #geschichte #instacity #explore #meissnerporzellan #fliesen #history #fotografie #photography #bnw_greatshots #bnwphotography #visitdresden #travel #reisen #oper #semperoper #theaterplatz #nightphotography #instatravel #schwarzweiss Guten Abend 🌆👽 Meine neue Leidenschaft.... Bilder kreativ bearbeiten 😁 Kreativ sein ist so vielseitig ✨🙌 Und lässt mich richtig aufgehen 🧚‍♀️ Wie lebt ihr eure Kreativität aus? 💖🌟 #art #night #weekend #Wochenende #girl #kreativ #artist #dresden #berlin #instagood #daily #mood #work #fantasy #kunst #buisness #like #ootd #photooftheday #blogger #german #leidenschaft #kreativität #leben #retro #look #bunt Wimpernverlängerung hollywood Look : ) Bilder wie immer ohne Filter direkt nach Behandlung ❤️ Danke für dein Vertrauen 😍🌹🥰 Terminvereinbarung 015751599140 WhatsApp https://www.lashes-pmu-katisadowski.de #lashes #lashextensions #lashlifting #lashesonfleek #lashlove #lashstylist #lashartist #eyebrows #eyes #eyeliner #eyelashextensions #eyebrowsonfleek #lipps #lippenpigmentierung #pigmentierung #pmu #perma #permanentlips #permanentmakeupartist #chemnitz #sachsen #germany #leipzig #dresden #Zwickau 20 JAHRE KLAZZ BROTHERS + CUBA PERCUSSION! Das KENNENLERN-JUBILÄUM zum #JAZZnoTALK am 16. März 2020. Auf den Tag genau vor 20 Jahren lernten sich Klazz Brothers und die beiden Percussionisten Alexis Herrera Estevez und Elio Rodriguez Luis kennen. Die Geburtsstunde dieser Musikerfreundschaft war zugleich der Beginn einer großartigen Erfolgsgeschichte! Nach mehr als 10 eingespielten CDs, hunderten Konzerten in allen Teilen der Welt später und mit diversen Auszeichnungen dekoriert, feiert das Ensemble diesen besonderen Tag in seiner Ensemble-Heimat Dresden im exklusiven Rahmen bei JAZZnoTALK. Die »Meister des Classical Crossover« haben brandaktuelle Werke aus ihrem Ende 2019 erschienenen Programm BEETHOVEN MEETS CUBA und mehr im musikalischen Gepäck – die Geburtstagsparty kann starten! Tickets gibt es im Vorverkauf im ORGÆNIC Salon Dresden oder online bei Jazztage Dresden: bit.ly/2UX9Bfj (Link im Profil ) Einlass 18 Uhr | Konzertbeginn 19 Uhr Dresden is a beautiful place to visit ! 🔥 #city #dresden #photography Dresden is such a beautiful city that everyone should visit! #dresden #weekend #running #instafit #laufen #rideordie #fitnessmotivation #sport #fitfam #gymlife #2020 #followforfollowback #followme #awesome #fitness #fitfamgermany #fitnesslife #fitnessblogger #vacation #runnersofinstagram #runningcommunity #bodybuilding #training #20likes #cardio #runninglife #holiday #igrunners #instablogger #visitdresden Sunday Funday 🤪 with @anditheke666 #couplegoals #dresden #dresdenneustadt #elbe #blackandwhite #tomford #tomfordglasses #harrydamson #blaumann Kim Kardashian Bilder ohne Filter direkt nach Behandlung ❤️ 😉 #lashfreak #lashtrainer #lashes #lashextensions #volumelashes #nofilterneeded #beautiful #love #germany #sachsen #chemnitz #zwickau #dresden #leipzig #kimkardashian #look #cityandarchitecture #dresden 드레스덴 날씨미쳤고요.. 비올까봐 걱정했는데 다행히 날씨는 최고였따😍 노는게 최고야🐝 #드레스덴여행 #여행스타그램 A true friend reaches for your hand... and puts a glass of wine in it. 🍷 Cheers 😄 . . . #dresden #sachsen #visitdresden #thebestofdresden #deutschlandkarte #deutschland #deutschland_greatshots #bestgermanypics #meindeutschland #germanvision #agameoftones #dresdenlieben #wonderful_places #ig_europe #beautifuldestinations #wonderfuldestinations #topeuropephoto #topgermanyphoto #ig_deutschland #goldenhour #architecture #light #meindeutschland #ig_germany #igersgermany #heimatliebesachsen #creative_architectural #unlimitedcities @visit .dresden @visit_dresden @beautifuldestinations @ig_europe @topgermanyphoto @meindeutschland @ig .germany @heimatliebesachsen 🐻💋 ________________________________________ #hamburg ⚓️ #germany 🇩🇪 #münchen #dresden #kiel #lübeck #ukrainiangirl #kherson #milano #rom #lyon #paris #photooftheday #instagood #beauty #instabeauty #behappy #beyourself #girls Anzeige | shine ⚡️ @theofficialsafira get 20% off with „SAF31906“ 💸 ____________________________________________________________ #outfitideas4you #blogger_de #fashionblogger_ #dresden #berlin #leipzig #köln #ootdguide #outfitgoal #ootdinspo #outfitpic #stylegoals #streetstyleinspo #outfitday #outfitdetail #outfitlook #blondesandcookies #liebsmaximal #carmushka #anajohnson #anajohnsonpreset #anzeige #safirashine #werbung 𝐓𝐫𝐚𝐯𝐞𝐥 𝐢𝐬 𝐨𝐧𝐞 𝐨𝐟 𝐦𝐲 𝐠𝐫𝐞𝐚𝐭𝐞𝐬𝐭 𝐩𝐚𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧𝐬! Vor 2 Wochen bin ich in der schönen Stadt Dresden gewesen und habe in dem klasse Hyperion Hotel von @h_hotels_com übernachtet also falls ihr mal in Dresden seid dann kann ich euch das Hyperion sehr empfehlen! Heute bin ich in #berlincity auf einem unserem Business Commuinty Events, wo wir das Geschäftsmodell des 21. Jahrhunderts vorstellen! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Wer von euch hat auch mal überlegt mit Social media Geld zu verdienen ? ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ #dresden #hhotels #hhotelsmoments #berlin #reisen #freiheit ⚠️ EDITING CONTEST #RU20FFA ⚠️ -PART2- . . . [HAB MICH NOCHMAL DARAN VERUCHT - DA MIR MEINE ERSTE VERSION ÜBERHAUPT NICHT MEHR GEFALLEN HAT 🙏🏻] . . [WERBUNG]📸 . . . Model: @jade_wgnr Photographer: @alex_fetter_ Editor: @andy__merkel . . . . ——————————————— HASHTAGS 🆙 #portraitphotography #portrait_planet #bayern #manching #ingolstadt #portrait_vision #portrait_shots #augsburg #portraitoftheday #leipziggirl #theportraitpr0ject #makeportrait #portraitsmadeingermany #nikondeutschland #dresden #nikonportrait #portraitmood #turklikeben #bestportraitgallery #bnw_inst #regensburg #bestportraits #frankfurt 🍒 . . . . . . . . . . . . . #magdeburg #berlin #hallesaale #leipzig #dresden #germanblogger_de #germanblog #carmushka #pamelareif #franziskaelea #fitnessgirl #fitx #brownhair #pink #jeansjacket #pinkdoor #february #feb #healthylifestyle #healthy #ootd #ootdinspo #denisebobe #gym #germanbloggergirls #love #smile ❌ „Das, was die Leute über dich erzählen, sagt am Ende mehr über sie aus, als über dich.“ ❌ Hate kommt immer nur von unten nach oben. Damit positioniert sich der „hater“ im Status aber auch ganz klar unter dir und zeigt dir, dass du erfolgreicher bist als er. Also wenn dir das nächste mal einer ans Bein pi**** will, dann denk genau daran und überlege mal, wie du in 10 Jahren über dich denken würdest, wenn du jetzt sinnlos Zeit und Energie darin verschwendest. Reden werden die Leute so oder so 🤷🏼‍♂️ und wenn Menschen sich Zeit nehmen über dich zu reden, musst du ja auch ziemlich wichtig sein. 🤔🤪 Wünsche euch einen guten Start ins Wochenende 💯😊 —————————————————————————— #fitness #ootd #ootdfashion #travel #palms #smile #happy #happyman #workout #fashionstyle #fashion #streetstyle #streetwear #travelgoals #ifbb #quotes #dresden #berlin I like people with depth. I like those who have deep thoughts, fierce passions, dreams, goals, and ambition.🌙 #carmushka #carmushkadresden #carmushkis #dresden #bodypositivity #ootd #ootdmagazine #prettylittleiiinspo #lisamarieschiffner #anajohnson #franziskaelea #torismicommunity #nicolardk #outfitoftheday #vintagelovers #vintageoutfit #longblondehair #fashionlovers #fashioninspo #vintagestreetwear #fashionzine #americanstyle #fashionactive #fashiongoalsz #vintagefeed #vintagefeeling #wildlovers #vintageflowers #roses
de
q-de-2213
Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Nase zu- seit Wochen - Allergien - med1 - Seite 2 lSianax336 (Auszug aus dem Startbeitrag) Es geht jetzt seit ungefähr 4 Wochen so. Anfangs habe ich noch an einen Schnupfen geglaubt, mittlerweile wird mir klar, dass es eine Allergie ist. Ich bin als Kind auf dem Land […] s.ummerVd=reamx8428.05.15 22:02 also mein Mann hat Hausstaub und Pollen Allergie, Nase war ständig zu. Antihistaminika haben wenn überhaupt nur kurz geholfen. Nasenspray hat die Schleimhäute noch mehr zerstört und alles schlimmer gemacht. Nun bekommt er immer extra eingerührte Salbe vom HNO, nimmt Luffeel (homöopathisch) und macht immer mal ne Darmreinigung. Seitdem fast gut. mfnexf28.05.15 22:11 Es soll ja auch kein abschwellendes Nasenspray sein s/ummerHdreaxm8429.05.15 08:30 zerstört trotzdem die Schleimhaut, erzählt dir jeder VERNÜNFTIGE HNO, davon gibt's ja leider kaum welche weil alle nur an ihre Verträge mit der Pharmaindustrie denken.... aber muss ja jeder selber wissen... m{nxef29.05.15 09:04 . Wenn man in die Apotheke geht und sich ein Spray kauft hat der Arzt zwar 0,0 nix gar nix davon, aber gut. sWandr]a201x530.05.15 14:53 man hat immer die wahl zwischen dingen, die man einnimmt, mit möglichen nebenwirkungen, wobei ich der homöopathie auch skeptisch gegenüberstehe, d6 gleich ein tropfen urtinktur auf eine miliion liter wasser. hat bei mir leider nicht geholfen- oder der option, erst mal betten sofa bettvorleger mit [...], um erst mal ein haussatuballergie auszuschliessen. [...]
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
» Bekenntnis zu den deutschen Freiwilligendiensten Juso-Bundeskongress D3 Bekenntnis zu den deutschen Freiwilligendiensten Wir lehnen die Reaktivierung der Wehrpflicht außerhalb des Spannungs- und Verteidigungsfalls ab. Darüber hinaus weisen wir die Forderung nach der Einführung eines wie auch immer gestalteten Pflichtdienstes im sozialen, pädagogischen oder in sonstigen Bereichen in der Bundesrepublik zurück. Wir fordern den Gesetzgeber auf, die in Art. 12a GG festgeschriebene Wehrpflicht nicht nur m Wehrpflichtgesetz, sondern auch im Grundgesetz auf den Spannungs- und Verteidigungsfall zu beschränken. Darüber hinaus soll Art. 12 GG dergestalt angepasst werden, dass keine Diskriminierung zwischen den Geschlechtern mehr vorliegt. Stattdessen setze sich die SPD dafür ein, die Freiwilligendienste endlich angemessen zu fördern. Die Freiwilligendienste haben noch enormes Ausbaupotenzial, welches es zu heben gilt. Dies kann erfolgen durch: Ermöglichung eines flächendeckenden Jugendfreiwilligendienstes in Teilzeit, um insbesondere Barrieren für alleinerziehende oder beeinträchtigte Menschen abzubauen Drastische Erhöhung des Taschengeldes für Dienstleistende auf das inflationsbereinigte Niveau des früheren Zivildienstsoldes, da sich viele junge Menschen einen Freiwilligendienst nicht leisten können, wenn die Eltern nicht zahlungskräftig sind Die Fahrtkostenübernahme zum Einsatzort Eine bundeseinheitliche Regelung der Boni auf Studienplatzvergabekriterien Befreiung der Dienstleistenden von Rundfunkgebühren Aufhebung der Verrechnung eines Großteils des Taschengeldes jener Dienstleistenden, die in Bedarfsgemeinschaften leben, mit dem Haushaltseinkommen Erhöhung der Förderpauschale für Jüngere oder Jugendliche mit Migrationshintergrund und noch mangelhaften Deutsch-Kenntnissen intensivere Betreuung, häufigere Besuche in der Einsatzstelle und insbesondere Präsenz der Betreuerinnen und Betreuer bei Überlastung und in Krisensituationen Zusätzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub sowie zentral organisierte, hochkarätige und kostenfreie/günstige Seminare, Konferenzen, Weiterbildungen und Bildungsreisen ins europäische Ausland Zyklische Anpassung der öffentlichen Zuschüsse für die pädagogische Begleitung, welche seit Jahren konstant und damit inflationsbereinigt rückläufig sind. Zielgruppengerichtetes Bewerben der Freiwilligendienste, um Unterrepräsentation von Männern und Menschen mit niedrigeren Schulabschlüssen zu dämpfen Bewerben der Freiwilligendienste in Kooperation mit Multiplikator-Organisationen, wie etwa Migrant*innenverbänden Bewerben möglicher Lernerfahrungen in und verbesserter beruflicher Chancen durch Freiwilligendienste Bewerben von Jugendfreiwilligendiensten mit Einsatzort Deutschland im Ausland Eine Idee von vorgestern, wiederbelebt in den Abgründen des Sommerlochs Die Generalsekretärin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen allgemeinen Pflichtdienst in der Bundeswehr oder im sozialen Bereich zum Kernthema auf dem kommenden Unions-Parteitag zu machen. Nach ihrer Vorstellung könnte die Forderung somit im nächsten Schritt Eingang in das nächste Wahlprogramm der Unionsparteien finden. Erwartbar schlossen sich in der Tiefe des Sommerlochs zahlreiche Union-Landesverbände sowie allen voran die Junge Union Kramp-Karrenbauers Forderung an. Sehr zur unserer Sorge reihten sich in die nachfolgende Debatte aber auch zahlreiche SPD-Politikerinnen und Politiker, wie etwa der verteidigungspolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Fritz Felgentreu, oder Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, in den Kanon der Pflichtdienst-Befürworter ein. Die Positionen dieser Personen lassen jegliche ökonomische und arbeitsmarktpolitische Expertise vermissen – haben zugleich jedoch gemein, dass ihnen ein völlig verdrehtes Menschenbild zugrunde liegt. Zwangsdienstleistende können weder in der Bundeswehr, noch im sozialen Bereich den Fachkräftemangel beheben Der Gedanke, ein derartiger Zwangsdienst könne die angespannte Personalsituation beispielsweise in der Pflege auflösen, entspricht nicht nur Wunschdenken, sondern ist arbeitsmarktpolitisch sogar völlig irreführend. Pflege bedarf im Jahr 2018 und auch in der Zukunft qualifizierter Fachkräfte. Hastig geschulte Zwangsdienstleistende können in ihrer kurzen Dienstphase nicht die gleiche Arbeitsqualität erbringen. Gerade im Pflegebereich und dem damit einhergehenden Kontakt mit gebrechlichen Menschen kommt hinzu, dass die Arbeit Zwangsverpflichteter im Gegensatz zur Arbeit adäquat geschulter und bezahlter Fachkräfte von einem signifikanten Motivationsdefizit gekennzeichnet wäre. Einfachste Hilfsarbeiten hingegen, die früher oft durch Zivildienstleistende übernommen wurden, können in absehbarer Zeit durch Automatisierung ökonomisch weitaus effizienter ersetzt werden. Selbstfahrende Autos und fortschrittliche Pflegeroboter sind schon lange keine ferne Zukunftsvision mehr. Auch in einer modernen Bundeswehr haben Zwangsdienstleistende „ausgedient“. Alle für uns denkbaren Einsatzszenarien der Bundeswehr erfordern eine Armee hochspezialisierter Fachkräfte, die im Umgang mit milliardenteurem technischem Gerät zu Luft, zu Wasser und zu Land versiert sein müssen. Der Einsatz kurzfristig geschulter Zwangsverpflichteter im Rahmen eines Pflichtjahres in derartigen Szenarien mutet im Jahr 2018 geradezu absurd an. Die Einführung eines Zwangsdienstes zur numerischen Aufrechterhaltung der Bundeswehr wäre lediglich ein öffentliches Eingeständnis der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des Berufsbildes Soldat/Soldatin in der Bundeswehr und würde die Attraktivität des selbigen sogar weiter schädigen. So unterschiedlich die beiden Sektoren auch sein mögen: Sie haben gemein, dass nur eine deutliche Aufwertung der betroffenen Berufsbilder zur Aufhebung des personellen Notstandes führen kann. Dazu bedarf es Verbesserungen in der Ausbildung, in der Entlohnung, in Weiterbildungsmöglichkeiten, in der Flexibilität der Arbeitszeiten, im Arbeitsvolumen. Beide Berufsbilder benötigen klarere Perspektiven für die Spätphase des Arbeitslebens. Ein Zwangsdienst hingegen hätte fatale Auswirkungen: Reform- und Lohnanpassungsdruck würden sinken – und analog dazu die Verfügbarkeit von Fachkräften in der Zukunft. Zwangsdienste sind ökonomischer Nonsens Substantielle Lohnsteigerungen gerade in der Pflege sind dringend erforderlich, um insbesondere Arbeitnehmerinnen nach einem körperlich erschöpfenden Arbeitsleben vor Altersarmut und staatlichen Transferleistungen zu bewahren. Die Wunschvorstellung konservativer Kräfte nach einer Entlastung des Sektors durch Zwangsdienstleistende hingegen kommt einem Leugnen der kapitalistischen Spielregeln („Angebot und Nachfrage“) im Arbeitsmarkt gleich. Junge Menschen entschließen sich nämlich hauptsächlich wegen der miserablen Bezahlung gegen eine Tätigkeit im sozialen Bereich. Hier offenbart sich die ganze Perfidie des Neoliberalismus: Nur dort, wo die die Regeln des Marktes den Menschen in prekärer Beschäftigung nützen, aber die Rendite des Kapitals gefährden könnten, soll die Politik eingreifen, um dem ein Riegel vorzuschieben und die Marktlogik auszusetzen. Stattdessen möchte man kurzerhand einen neuen Niedrigstlohnsektor etablieren. Doch nicht nur hinsichtlich der Aushebelung dringend notwendiger Anpassungsprozesse im Arbeitsmarkt ist die Forderung ein fataler Irrweg. Das Zwangsjahr ist auch untrennbar mit immensen Opportunitätskosten verbunden – also dem entgangenen Nutzen oder Profit jener Handlungsalternativen, die durch den Zwangsdienst in selbiger Zeitperiode nicht ergriffen werden konnten. Wer einen Zwangsdienst ableisten muss, startet erst ein Jahr später in die eigentliche Berufslaufbahn und erwirtschaftet damit im Berufsleben ein Jahresgehalt weniger. Nun könnte man belächeln, dass der entgangene Verdienst eines Jugendlichen zu verschmerzen sei. Die Opportunitätskosten greifen aber nicht im ersten Berufsjahr, sondern im letzten: Unter sonst gleichen Rahmenbedingungen erreichen Zwangsdienstleistende jede Gehaltsstufe ein Jahr später – unter dem Strich fehlt also das Gehalt des letzten Berufsjahres. Das Durchschnittsgehalt jenes letzten Verdienstjahres beträgt in Deutschland jedoch mehr als 50.000 Euro und leistet somit einen fundamentalen Beitrag zur Wertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft, zu den Steuereinnahmen der Öffentlichen Hand und insbesondere zur Altersversorgung der Individuen. Die Einführung eines Zwangsjahres für Jugendliche zu fordern, während man auf der anderen Seite die mangelnde Tragfähigkeit des Rentensystems beklagt, kann damit getrost als Zynismus in Reinform bezeichnet werden. In der Summe betrachtet ist die Anstellung von Fachkräften im sozialen Bereich sowie der Bundeswehr zwar kurzfristig teurer als der Einsatz von Zwangsdienstleistenden, langfristig jedoch eindeutig effizienter und damit volkswirtschaftlich produktiver und zugleich nachhaltiger für unsere Sozialsysteme. Bei dieser Betrachtung vollkommen ausgeklammert blieb dabei bisher § 3 Abs. 1 Satz 2 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes: Das schon seit Jahrzehnten und bereits in Zeiten des Zivildienstes zurecht gültige Prinzip der Arbeitsmarktneutralität regelt eindeutig, dass fehlende Fachkräfte nicht durch wie auch immer geartete Billigdienste substituiert, also ersetzt werden dürfen. Arbeitsmarktpolitische Versäumnisse und der Pflegenotstand dürfen also durch einen Zwangsdienst aktuell gar nicht behoben werden. Auch auf die Systemkosten ist einzugehen. Die verbandlichen Zentralstellen für Freiwilligendienste monierten jüngst in einer gemeinsamen Pressemitteilung, in der aktuellen Debatte würden die immensen Kosten zur Organisation eines Zwangsdienstes ignoriert: „Mit einem Bruchteil dieser Kosten könnte der seit langem geforderte qualitative wie quantitative Ausbau der Freiwilligendienste erreicht werden.“ Ausgangspunkt der Debatte: Ein völlig verdrehtes Menschenbild Fern aller Fakten berufen sich die Anhänger der Idee eines Zwangsdienstes auf geradezu lächerliche Stereotype der jungen Generation. Das reicht von der provokant formulierten Frage, was denn junge Menschen „zurückgeben können an die Gesellschaft“ (Fritz Felgentreu, SPD, genauso wie Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union) bis hin zu unbelegten Behauptungen, die heutige Gesellschaft sei mehr denn je geprägt von Egoismus und der Suche nach persönlichen Vorteilen – junge Menschen sollten daher lernen, was eine solidarische Gesellschaft leisten könne. Das sei Voraussetzung für eine solidarische Gesellschaft (Antrag der AG SPD 60 plus Rheinland-Pfalz zur „Förderung eines Sozialen Jahres für möglichst viele junge Leute“). Befürchtungen, die junge Generation sei der Untergang für die bestehende Gesellschaftsform oder gar Zivilisation, werden nachgewiesenermaßen seit der Antike kontinuierlich formuliert und erweisen sich dabei in einer erstaunlichen Tradition regelmäßig als gänzlich unbegründet. Daher überrascht es nicht, dass auch die Argumente in der aktuellen Debatte einen Faktencheck nicht überstehen. So dokumentierte die letzte Shell-Jugendstudie, dass junge Menschen stärker als früher bereit seien, sich für die Belange anderer Menschen oder die Gesellschaft einzusetzen. Leistungsnormen, Tradition und Tugenden geben demnach der aktuellen Jugend Orientierungspunkte. Stärker als früher richte die junge Generation ihre Zukunftspläne an idealistischen Vorstellungen aus. Sie interessiere sich für gesellschaftspolitische Themen und wolle sich in soziale Gestaltungsprozesse einbringen. Werte wie Freundschaft, Partnerschaft und Familie stünden bei Jugendlichen an erster Stelle – und eben nicht die unterstellte (Eigen-)Nutzenmaximierung. Ganz im Gegenteil attestiert die Studie eine gestiegene Bereitschaft zu umwelt- und gesundheitsbewusstem Verhalten, während materielle Motive wie Macht oder Geld an Bedeutung verloren haben. In der Debatte wurde jüngst außerdem mit irreführenden bis falschen Zahlen jongliert. So behauptet der oben genannte Antrag der AG SPD 60 plus Rheinland-Pfalz, nur 0,34% der Altersgruppe 18-26 Jahre entscheide sich für ein soziales Jahr. Nach den Daten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) partizipieren jedoch jährlich 40.000 Menschen beim Bundesfreiwilligendienst, von denen wiederum etwa 70% jünger als 28 Jahre alt sind. Zusätzlich absolvieren jährlich 60.000 Menschen in Deutschland einen Jugendfreiwilligendienst. Betrachtet man nun sinnigerweise die Stärke eines einzelnen Jahrgangs (855.611 Absolventen allgemeinbildender Schulen in 2016) anstatt einer willkürlichen Alterskohorte, so ergibt sich ein Wert von etwa 10% – und ein völlig anderes Bild. In der Gesamtschau zeigt sich, dass wir eine durchaus angepasste (und bisweilen als „stromlinienförmig“ verunglimpfte) junge Generation erleben, die sich trotz aller Widrigkeiten einbringen und mitgestalten möchte. Politikerinnen und Politikern, die sich dennoch über den Egoismus und die Egozentrik der heutigen Generation echauffieren, legen wir daher stattdessen nahe, mal ausführlich darüber zu sinnieren, welche Weichen man der Jugend denn mit der Schulreform hin zu G8 und dem Bologna-Prozess gestellt hat. Die junge Generation von heute sieht sich konfrontiert mit permanentem Wettbewerb und systemischem Druck. Wir sind uns sicher – mit etwas mehr Freizeit und vor allem Freiheit ließe sich das soziale Engagement der jungen Generation noch einmal deutlich steigern. Die Alternative: Das enorme, schlummernde Potenzial unserer Freiwilligendienste Bei aller Kritik an einem Zwangsdienst möchten wir zugleich die große Bereicherung unterstreichen, welche die institutionell eingebundenen Freiwilligendienste für unsere Gesellschaft als Ganzes sowie die einzelnen Dienstleistenden darstellen. Freiwilligendienste dienen dem Gemeinwohl, der Selbsterfahrung, der Persönlichkeitsentwicklung, der Gewinnung von Fachkenntnissen, der Völkerverständigung, dem harmonischen Zusammenleben in einer bunten Gesellschaft sowie der Überprüfung persönlicher Karriereoptionen – basierend auf Freiwilligkeit und damit Motivation der Individuen. Konsequenterweise fordern wir daher die Stärkung der Freiwilligendienste: Einerseits um den bereits Dienstleistenden endlich eine angemessenere Anerkennung ihrer Leistungsbereitschaft zuzugestehen, andererseits aber um das enorme Potenzial zu heben, die Zahl der Dienstleistenden Menschen künftig zu steigern. Die im Antrag eingangs formulierten Forderungen machen deutlich, dass der Ausbau der Freiwilligendienste lediglich eine Frage des politischen Willens ist. Insbesondere im sozialen Bereich ließe sich dadurch der Bedarf an zusätzlicher, arbeitsmarktneutraler Unterstützung leicht decken. Nach genauerer Analyse zeigt sich somit, dass die Forderung nach einem allgemeinen Pflichtdienst lediglich dem Zwecke dient, die Wehrpflicht durch die Hintertür erneut einzuführen – ein Rechtsschwenk und durchschaubares Manöver der konservativsten Kräfte in der Union. Dem müssen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten entschlossen entgegentreten. D3_Ä2 1 Nordrhein-Westfalen Streiche im Titel: „den deutschen“ D3_Ä12 1 Hannover, Bezirk Braunschweig, Bezirk Nord-Niedersachsen, Bezirk Weser-Ems Streiche in Z.1 „außerhalb des Spannungs- und Verteidigungsfalls“ D3_Ä14 1 Sachsen Ersetze Z. 1-8 durch: “Wir Jusos stehen zu unserer konsequenten Ablehnung und unserer Forderung nach einer grundsätzlichen Abschaffung der Wehrpflicht. Stattdessen fordern wir die SPD auf, sich für eine angemessene Förderung der Freiwilligendienste, die im Jugendfreiwilligendienstgesetz geregelt sind, einzusetzen. Ferner wollen wir eine Debatte dieser Zielsetzung aber auch in Richtung anderer Freiwilligendienste anstoßen. Die Freiwilligendienste des JFDG haben dabei noch enormes Ausbaupotenzial, welches es zu heben gilt. Dies kann erfolgen durch:” D3_Ä21 1 Berlin Freiwilligendienst für alle gewährleisten Freiwilligendienste sind ein Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Sie dienen der Stärkung des gesamtgesellschaftlichen und interkulturellen Miteinanders. Oft erfahren diese Dienste nicht die Wertschätzung, die ihnen zustünde. Sie bedeuten freiwillige Verantwortungsübernahme zum Wohle der Gesellschaft. Wir Jusos bekennen uns zum Freiwilligendienst und erkennen ihre gesamtgesellschaftliche Sinnhaftigkeit und gegenwärtige Notwendigkeit an. Gleichzeitig verlangen wir von der Politik den Ausbau des Sozialstaat. Die freiwillige Übernahme von Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, kann nicht allein von der Gesellschaft und aus ihr hervorgehenden Freiwilligen getragen werden. Der Staat muss seiner öffentlichen Fürsorge nachgehen. Als Jungsozialist*innen streben wir einen Gesellschaftsentwurf an, in dem jede Person frei und selbstbestimmt, unabhängig von ihrer sozialen und/oder finanziellen Herkunft, über ihren Lebensweg entscheiden kann. Die Entscheidung einen Freiwilligendienst zu absolvieren, obliegt somit einzig dem freien Willen des Individuums. Es darf keine Frage der Finanzierbarkeit sein! Allen Individuen muss der gleiche Zugang und die gleichen Chancen bei der Entscheidung sich in einem Freiwilligendienst engagieren zu können, gewährleistet werden. Deutschland gehört zu den Ländern mit überdurchschnittlich hohem freiwilligen Engagement. Das Wort “Ehrenamt“, “bürger*innenschaftliches Engagement“ oder “Freiwilligenarbeit“ sind in der Begriffserklärung nicht voneinander abzugrenzen. Der Begriff “Ehrenamt“ wird für jede Form von freiwillig und unentgeltlich geleisteter Arbeit benutzt. Mit dem Begriff der Freiwilligenarbeit, wird in Deutschland das Engagement in den ebenfalls gesetzlich geregelten Diensten wie zum Beispiel dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) definiert. Ansätze der Förderung der Ehrenamtlichkeit sind bereits in den Anfängen der Bundesrepublik zu beobachten. Jedoch wird heutzutage ein Engagement stärker eingefordert. Das Einfordern des Engagements durch die Bevölkerung gründet auf dem politischen Paradigmenwechsel der westlichen Ländern im 20. Jahrhundert. Der Paradigmenwechsel in der Politik ist auf die Ölkrise im Jahre 1973 und dem damit einhergehenden Konjunkturrückgang und die steigenden Arbeitslosenzahlen zurückzuführen. In den westlichen Ländern sind Wachstum und Wohlstand nicht mehr vorrangig Aufgabe staatlicher Konjunkturprogramme und wohlfahrtsstaatlicher Einrichtungen, sondern werden den Selbstregulierungskräften des Marktes überlassen. Daraus resultierte die Privatisierung von Staatseigentum und der Abbau sozialer Sicherungen. In Deutschland läutete Helmut Kohl diesen Paradigmenwechsel ein. Im Jahre 1982 formulierte er in seiner ersten Regierungserklärung, sich für „mehr Selbsthilfe und Nächstenhilfe der Bürger füreinander“ einzusetzen. Erst die Regierung unter Gerhard Schröder brach dieses Prinzip der Sozialstaatlichkeit vollständig. In dem sogenannten „Schröder-Blair-Papier“ von 1999 wurde der Versuch gestartet, diesen Politikwechsel ideologisch zu rechtfertigen. Der Staat zieht sich von der Aufgabe zurück, die Gesellschaft zu gestalten und für den sozialen Ausgleich zu sorgen. Öffentlich finanzierte Daseinsvorsorge, besonders die der Schwachen in der Gesellschaft, werden in die Hände individueller Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen gegeben. Auf diese Vorgaben folgten Steuersenkungen für Unternehmen und Privatpersonen, Privatisierungen im Gesundheitswesen, die Teilprivatisierung der gesetzlichen Altersvorsorge und die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse durch die Agenda 2010. Damit einhergehend wurden den Ländern und Kommunen finanziellen Mittel für Infrastruktur gekürzt, wodurch öffentliche Leistungen der kostenfreien Teilhabe (z. B. an Museen und Schwimmbäder) zurückgefahren wurden. Folglich wurde die Lebenssituation einer breiten Bevölkerungsschicht verschlechtert, wohingegen gleichzeitig der Zugang zu Sozialleistungen erschwert wurde. Wenn der Staat auf diese Einnahmen verzichtet, werden somit in der Konsequenz Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge zurückgefahren. Vier große gesellschaftliche Bereiche sind durch den Wegfall dieser staatlich finanzierten Vorsorge in Mitleidenschaft geraten und stürzten sich aktuell im erheblichen Maße auf ein freiwilliges Engagement: die Kommunen, der Bildungssektor, der Pflegesektor und der soziale Sektor (Arbeit mit Obdachlosen und Geflüchteten). Um für eine freiwilligen Verantwortungsübernahme zum Wohle der Gesellschaft zu locken, werden Aufwandsentschädigungen angeboten. Die Freiwilligendienste verwischen dabei die Grenzen zwischen Ehrenamt und prekärer Beschäftigung. Dem Gesetz zufolge sollen Freiwilligendienste arbeitsmarktneutral sein und keine regulären Arbeitsplätze ersetzen. Oft sind es jedoch Dienstleistende auf die als „billige Arbeitskraft“ zurückgegriffen wird, um den Wegfall der finanziellen Mittel für diese vier gesellschaftlichen Bereiche zu kompensieren. Aktuell gibt des diesen Missstand, den es zu verbessern gilt. Langfristig streben wir jedoch an die Daseinsvorsorge wieder in die öffentliche Hand zu geben sowie Wachstum und Wohlstand Aller wieder zur vorrangigen Aufgabe staatlicher Konjunkturprogramme und wohlfahrtsstaatlicher Einrichtungen zu machen. Bis es zu der Umsetzung dieser Forderung kommt, fordern wir die Verbesserung der prekären Beschäftigungsverhältnisse für Freiwilligendienstleidende. Überblick der aktuellen Lage Jahr für Jahr absolvieren rund 100.000 Menschen einen Freiwilligendienst. Beim Freiwilligendienst wird zwischen dem Bundesfreiwilligendienst und dem Jugendfreiwilligendienst unterschieden. Beim Bundesfreiwilligendienst können sich Bürger*innen jeden Alters engagieren. Als Jugendfreiwilligendienst zählen das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr. Diese sowie auch speziell konzipierte Freiwilligendienste können auch im europäischen Ausland (EFD) und im über Europa hinausreichenden Ausland (IJFD) geleistet werden. Der Jugendfreiwilligendienst, richtet sich im besonderen Maße an junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren. Im Jahr engagieren sich über 60.000 Jugendliche und junge Erwachsene in einem Jugendfreiwilligendienst. In der Regel sieht dieser Dienst die Ausübung einer Tätigkeit in Vollzeit über einen Zeitraum von zumeist 12 Monaten (verlängerbar auf bis zu 24 Monate) vor. Neben ihrem Beitrag für das Gemeinwohl, soll dieser Dienst der*dem Freiwilligendienstleistenden zumeist auch der beruflichen Orientierung und Entfaltung dienen. Durch den Dienst verschaffen sich die Freiwilligen einen Einblick in einen oder unterschiedliche Arbeitsbereiche und sammeln dabei praktische Erfahrungen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden während ihres Dienstes pädagogisch begleitet. So nehmen sie innerhalb eines Jahres an mindestens 25 Seminartagen teil. Die Teilnehmer*innen erwerben dabei wichtige soziale und personale Kompetenzen. Die Träger*innenschaften erhalten für die pädagogische Begleitung der Freiwilligen, auf Grundlage der Förderrichtlinien-Jugendfreiwilligendienste (RL-JFD) vom Bundesfamilienministerium, einen trägerbezogenen Festbetrag von bis zu 200 Euro pro Monat. Diese Förderrichtlinie stammt von 11. April 2012 und ist bis heute unverändert geblieben. Wir Jusos fordern die „Richtlinien zur Förderung der Jugendfreiwilligendienste nach dem Jugendfreiwilligendienstegesetz sowie des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ einer Prüfung zu unterziehen und die in den Förderrichtlinien aufgeführten Förderbeträge jährlich anzupassen. Während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit erhalten junge Freiwillige ein überschaubares Taschengeld. Die Einrichtungen leisten die Kosten für das Taschengeld, die Sozialversicherungen und zumeist einen Beitrag zur Bildungsarbeit. Das Taschengeld unterliegt einer gesetzlich festgelegten Obergrenze von maximal 6 Prozent der in der Rentenversicherung der Arbeitnehmer*innen jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze. Aktuell darf somit das Taschengeld den Betrag von 390 Euro (Stand: 2018) nicht überschreiten. Der durchschnittliche Betrag, der jedoch von den Einrichtungen an die*den Dienstleistenden ausgezahlt wird, beläuft sich monatlich auf 150 Euro. Zudem haben Freiwillige bis zu ihrem 25. Lebensjahr einen Anspruch auf Kindergeld und alle daran geknüpften staatlichen und tariflichen Folgeleistungen, die dieses Taschengeld aufstocken. Gleichzeitig bleibt das Taschengeld und das Kindergeld so gering, dass die Dienstleistenden ihre eigenen Lebenshaltungskosten nicht eigenständig bestreiten können und von der Geldbörse ihrer Eltern bzw. ihrer Familien abhängig bleiben. Hinzukommend handelt es sich in den meisten Fällen bei den Einsatzorten um gemeinnützige Vereine und Einrichtungen, die dem*der Freiwilligen weder eine Unterkunft noch Geld für Verpflegung bereitstellen können. Aufgrund dieser Faktoren, entscheiden sich viele junge Erwachsene gegen ein Engagement im Freiwilligendienst. Die Frage der Finanzierbarkeit des Engagements schränkt junge Erwachsene, die einen Freiwilligendienst absolvieren wollen, zumeist auch in ihrer Entscheidung ein, einen Freiwilligendienst ihrer Wahl an einem selbst bestimmten Standort anzutreten. Trotz der finanziellen Lage, ist in den letzten Jahren die Nachfrage nach einem Freiwilligendienst deutlich gestiegen. Im städtischen Raum ist die Nachfrage meist höher als die Anzahl an Angeboten, während im ländlichen Raum teilweise ein Überangebot herrscht und viele Angebote unbesetzt bleiben. Dieses Phänomen ist u.a. darauf zurückzuführen, dass der städtische Raum im Vergleich zum ländlichen Raum für junge Menschen die attraktivere Alternative ist. eine stärkere Bewerbung der Angebote, die besonders an Schulen erfolgen muss, eine klare Kommunikationsstrategie gesteuert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft sowie den Ländern und Kommunen, die Aufwertung und der Ausbau von Angeboten im städtischen und ländlichen Raum sowie die Anpassung der Qualitätstandards des/der Freiwilligendienste, die Gewährleistung der sozialpädagogischen und fachlichen Qualität der Seminare und die der Einrichtung, in der der Freiwilligendienst absolviert wird, die Schaffung einer Kommission in Bund und Länder, die die sozialpädagogische und fachliche Qualität der Einrichtungen auf fortwährende Prüfungen unterzieht und sichert, die Begrenzung der Freiwilligendienste auf maximal 12 Monate, , dass die Einrichtungen ein Taschengeld von mindestens 450 Euro erbringen, , dass das von den Einrichtungen gezahlte Taschengeld auf den Betrag des Baföghöchstsatzes aufgestockt wird. Das Geld für die Aufstockung kommt aus dem Bundeshaushalt, die Erhöhung der Mittel des träger*innenbezogenen Festbetrags auf bis zu 500 Euro pro Monat. Dabei muss der Festbetrag jährlich einer Prüfung unterzogen und ggf. angepasst werden, konkrete Rahmenbedingungen für Freiwilligendienste, die vor einer Ausbeutung der Freiwilligendienstleistende*n durch die Träger*innen als „billige Arbeitskraft“ schützt, den Anspruch auf Bildungsurlaub für Freiwillige, wodurch der Geltungsbereich des Bildungsurlaubsgesetz um diesen Punkt erweitert, die Beimessung eines Freiwilligendienstes in Hochschulinternen Auswahlverfahren, wobei die Ausbildung proportional eine höhere Wertschätzung bei der Gewichtung der Kriterien in Hochschulinternen Auswahlverfahren hat. D3_Ä13 4 Hannover, Bezirk Braunschweig, Bezirk Nord-Niedersachsen, Bezirk Weser-Ems Ersetze in Z.4f „sondern auch…“ bis „…mehr vorliegt.“ durch „sondern auch im Grundgesetz abzuschaffen.“ D3_Ä1 5 Bayern Ersetze in Zeile 5 “Art. 12 GG” durch “Art. 12a GG”. D3_Ä8 5 Hannover, Bezirk Braunschweig, Bezirk Nord-Niedersachsen, Bezirk Weser-Ems Z. 5: Ersetzte „Art. 12 GG“ durch „Art. 12a GG“ D3_Ä3 11 Nordrhein-Westfalen Ersetze in Z. 11 „auf das inflationsbereinigte Niveau des früheren Zivildienstsoldes“ durch: „auf ein angemessenes Niveau, dass auch einen Freiwilligendienst ermöglicht ohne finanzielle Unterstützung durch die Eltern“ D3_Ä15 11 Sachsen Ersetze Z. 11-12 “Drastische Erhöhung des Taschengeldes für Dienstleistende auf das inflationsbereinigte Niveau des früheren Zivildienstsoldes,” durch “eine Abschaffung der Taschengeldgrenze von maximal 6% der Betragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung und eine Anpassung des Taschengeldes für Dienstleistende auf das Niveau des Bafög-Höchstsatzes, da sich jetzt viele junge Menschen ohne finanzielle Unterstützung einen Freiwilligendienst nicht ohne weiteres leisten können. Daraus ergibt sich außerdem die zwingende Forderung der Erhöhung des staatlichen Zuschusses an die Trägerorganisationen.” D3_Ä20 11 Hessen-Süd Z.11 Ersetze “Drastische Erhöhung des Taschengeldes für Dienstleistende auf das inflationsbereinigte Niveau des früheren Zivildienstsoldes“ durch „Anpassung des Taschengeldes auf MIndestlohnniveau.“ D3_Ä9 11-12 Hannover, Bezirk Braunschweig, Bezirk Nord-Niedersachsen, Bezirk Weser-Ems Z.11-12: Ersetze „Drastische Erhöhung des Taschengelds für Dienstleistende auf das inflationsbedingte Niveau des früheren Zivildienstsoldes“ durch „Erhöhung des Taschengeldes für Diensleistende auf Mindeslohn-Niveau“ D3_Ä22 13 Hessen-Süd Einfügen nach Zeile 13: “• Des Weiteren setzen wir uns dafür ein, dass die Begrifflichkeit “Taschengeld“ durch “Aufwandsentschädigung“ ersetzt wird D3_Ä4 14 Nordrhein-Westfalen Ergänze in Z. 14 nach „Einsatzort“: „durch den*die Arbeitgeber*in“ D3_Ä16 15 Sachsen Streiche Z. 15 D3_Ä10 16 Hannover, Bezirk Braunschweig, Bezirk Nord-Niedersachsen, Bezirk Weser-Ems Streiche Z. 16 D3_Ä5 19 Nordrhein-Westfalen Streiche in Z. 19: „für jüngere oder Jugendliche mit Migrationshintergrund und noch mangelhaften Deutsch-Kentnissen“ „für Menschen mit besonderem Förderbedarf sprachlicher oder anderer Kompetenzen, die für den jeweiligen Freiwilligendienst wichtig sind“ D3_Ä17 23 Sachsen Ersetze Z. 23-24 durch “einen Anspruch auf Bildungsurlaub bei Diensten im Inland sowie zentral organisierte, hochkarätige und kostenfreie/günstige Seminare, Konferenzen, Weiterbildungen und Bildungsreisen bei Diensten im In- und Ausland” D3_Ä6 27 Nordrhein-Westfalen Ersetze in Z. 27: „um Unterrepräsentation von Männern und Menschen mit niedrigeren Schulabschlüssen zu dämpfen“ durch: „um eine gleichmäßige Verteilung der Geschlechter zu gewährleisten und Menschen aller Bildungshintergründe anzusprechen“ D3_Ä18 27 Sachsen Ersetze Z. 27-28 durch “Zielgruppengerichtetes Bewerben der Freiwilligendienste, um Unterrepräsentation verschiedener Geschlechter, People of Colour und Menschen mit niedrigeren Schulabschlüssen zu dämpfen.” D3_Ä7 33 Nordrhein-Westfalen Ersetze in Z. 33 durch: „Bewerben von internationalem Austausch im Rahmen der Jugendfreiwilligendienste, sowohl nach Deutschland als auch aus Deutschland heraus, wobei die Sinnhaftigkeit der Projekte gewährleitet werden sein soll, um „Entwicklungstourismus“ zu vermeiden“ D3_Ä19 33 Sachsen Streiche Z. 33 D3_Ä11 Titel Hannover, Bezirk Braunschweig, Bezirk Nord-Niedersachsen, Bezirk Weser-Ems Streiche „deutschen“ im Titel Dieser Antrag wurde am Mittwoch, 31. Oktober 2018 um 11:33 eingetragen.
de
q-de-2213
Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Mausbeere Annikas Blog / Cornelia de Lange - Syndrom / CdLS: Die Pflicht ruft Eingestellt von Stefanie Gronau um 13:53
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q-de-2213
Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
ThLZ - 2006 Nr. 3 / Domsgen, Michael [Hrsg.] / Konfessionslos – eine religionspädagogische Herausforderung. Studien am Beispiel Ostdeutschlands. / Michael Wermke Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2005. 412 S. m. Tab. 8°. Kart. € 22,00. ISBN 3-374-02289-8. Ist Konfessionslosigkeit ein spezifisch ostdeutsches Phänomen oder stellt sie ein Zukunftsszenario für ganz Deutschland dar? Sind Strategien zu entwickeln, wie mit einer »nicht (mehr) vorhandene[n] Bindung an die organisierte Religion« (13) in Ost- und zunehmend auch in Westdeutschland religionspädagogisch bzw. praktisch-theologisch umzugehen ist? Von dieser Fragestellung geht Michael Domsgen, Privatdozent für Praktische Theologie/Religionspädagogik in Münster, aus, um mit seinem Sammelband einen umfassenden Überblick über die religionspädagogische Situation in Ostdeutschland zu geben. Der einleitende kirchensoziologische Beitrag ›Kirchlichkeit und Religiosität in Ostdeutschland‹ steckt die soziokulturellen Rahmenbedingungen eines zu entwickelnden religionspädagogischen Gesamtkonzeptes unter den Bedingungen der Konfessionslosigkeit ab. Olaf Müller, Gert Pickel und Detlef Pollack weisen auf ein geradezu spiegelbildliches Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland hin: Während in Westdeutschland über 80 % der Bevölkerung einer der beiden großen Kirchen angehören und 13 % ohne Konfession sind, sind in Ostdeutschland 70 % der Bevölkerung konfessionslos und nur 28% konfessionell gebunden, wobei die Zahl der Kirchenmitglieder auch nach 1989 weiterhin rückläufig ist. Diese geringe Konfessionsbindung ist in den postkommunistischen Ländern nahezu einzigartig. In ihrer Untersuchung zeigen sie, dass Ostdeutschland als ›Musterbeispiel‹ einer weitgehend säkularisierten Gesellschaft zu betrachten sei, da der Bedeutungsverlust von Kirche und christlicher Gläubigkeit nicht durch die Hinwendung zu außerchristlichen religiösen Formen kompensiert werde. Auf Ostdeutschland bezogen scheint also die These von der Deinstitutionalisierung bzw. Privatisierung der Religion in der modernen Gesellschaft (Th. Luckmann) nicht zuzutreffen. Den Relevanzverlust von Kirche und Religion führen die Autoren auf drei Faktoren zurück: »das Zusammentreffen einer gegen über Säkularisierungstendenzen vergleichsweise geringen Resistenzkraft des Protestantismus, einer relativ erfolgreichen sozioökonomischen Modernisierung der Gesellschaft und einer jahrelangen politischen Modernisierung der Gesellschaft« (62). Bei allen Säkularisierungsschüben in Westdeutschland attestieren die Autoren: »Etwas verallgemeinernd kann man von einer Kultur der Konfessionslosigkeit (in Ostdeutschland) bzw. einer Kultur der Konfessionsmitgliedschaft (in Westdeutschland) sprechen« (29). Eine Fortsetzung des religiösen Erosionsprozesses sei wahrscheinlich, da er auch »durch verstärkte Aktivitäten und Anpassungsleistungen seitens der Kirchen und religiösen Organisationen nur schwer zu stoppen sein« dürfte (62). Nach dieser Bestandsaufnahme werden in vier Beiträgen ›Lernorte des Glaubens‹ – die drei klassischen Orte religiöser Sozialisation: Familie, Gemeinde und Schule, sowie die Medien – hinsichtlich der jeweiligen Chancen religiöser Bildung und Erziehung im ostdeutschen Kontext befragt. Ausgehend von einer familiensoziologischen Bestandsaufnahme stellt Domsgen fest, dass in Ostdeutschland die Familie eine hohe Wertschätzung besitzt; zugleich lässt sich ein deutlich breiteres Spektrum familialer Lebensformen beobachten, von denen vor allem die Kinder betroffen sind. Eine rituell orientierte und lebens- und jahreszyklische Kirchlichkeit spielt nur bei einer Minderheit der Familien eine Rolle: »Die Mehrheit der Familien kommt gänzlich ohne die Explizierung von Religion aus« (118). Über binnenkirchliche Begleitungsangebote hinaus müssen die Kirchen diakonische Angebote zur Stabilisierung des familialen Miteinanders entwickeln. Roland Biewald und Matthias Spenn weisen die Notwendigkeit einer theologischen, soziologischen und pädagogischen Neubestimmung der Gemeindepädagogik auf, die in der DDR intensiv vorangetrieben wurde und deren theoretische und konzeptionelle Fortschreibung unter den gewandelten Bedingungen der ›offenen Gesellschaft‹ nun dringend ansteht. Helmut Hanisch stellt in seinem Beitrag die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen des evangelischen Religionsunterrichts in den ostdeutschen Bundesländern dar. Am Beispiel Sachsen zeigt er die auffällig religiöse und kirchliche Orientierung der Lerngruppen auf, so dass mit Blick auf die am Religionsunterricht teilnehmenden Kinder und Jugendlichen nicht pauschal vom Traditionsabbruch geredet werden könne. Hervorzuheben ist, dass der Anteil ungetaufter Kinder im Religionsunterricht mit mehr als einem Drittel deutlich höher ist als im westdeutschen Religionsunterricht. Allerdings spielt Religion für das Schulleben an den meisten öffentlichen Schulen eine marginale Rolle. Der Bedeutung der Medien als ›Lernort des Glaubens‹ geht Christian Grethlein nach. Angesichts einer offenbar zunehmenden Bedeutung der Medien als religiöser Sozialisationsfaktor hält es Grethlein für gefordert, »Heranwachsenden die Möglichkeit zu bieten, die vielfältig auch religiös bzw. christlich interpretierbaren Aussagen massenmedialer Produkte als solche zu erkennen und damit einen Raum zur kritischen, persönlichkeitsfördernden Auseinandersetzung zu er öffnen« (279). Kirchliche Jugendarbeit und staatlicher Religionsunterricht stehen hier vor neuen medienpädagogischen Aufgaben. Werner Simon beschreibt die Entwicklung des Religionsunterrichts aus katholischer Sicht. Ostdeutsche Katholiken leben in konfessioneller und gesamtgesellschaftlicher Hinsicht in einer doppelten Diasporasituation mit erheblichen regionalen Schwankungen, die unterschiedliche Modelle des Religionsunterrichts nötig und möglich machen. Schließlich weiten Peter Schreiner und Helmut Hanisch den Blick für das gesamteuropäische Umfeld und unterstreichen die Notwendigkeit kontextorientierter Modelle religiöser Bildung. Im abschließenden Beitrag entwerfen Domsgen und Hanisch ›Grundzüge einer ostdeutschen Religionspädagogik‹. Über die jeweiligen religionspädagogischen Möglichkeiten in den verschiedenen Lernorten hinaus gilt es Synergieeffekte zu erzielen, um die Marginalisierung von Christentum, Kirche und Glauben in Ostdeutschland aufzubrechen. Die Kirchen werden ermutigt, trotz aller notwendigen ›Strukturanpassungsmaßnahmen‹ weiterhin ihre gesellschaftliche Bildungsverantwortung wahrzunehmen und sich nicht auf ihr eigenes Klientel einzugrenzen. Ob die Konfessionslosigkeit Ostdeutschlands die Zukunft Westdeutschlands beschreibt, darf nach der Lektüre der Beiträge bezweifelt werden. Gleichwohl wird deutlich, dass eine differenzierte Sicht auf die ostdeutschen Entwicklungen den Blick auf Westdeutschland schärft. Das Buch betont die Dringlichkeit einer Fortschreibung einer ostdeutschen Religionspädagogik, da eine Übertragung westdeutscher Konzepte den ostdeutschen Realitäten nicht gerecht zu werden scheint. Konzeptionell müsste dabei das Verhältnis der Religionspädagogik zur Gemeindepädagogik präziser bestimmt werden. Zudem sind weitere empirische Forschungen notwendig; so wäre beispielsweise zu untersuchen, inwieweit sich mittlerweile eine ›christliche Elite‹ in Politik, Kultur und Bildung etabliert hat, von der neue Im pulse für die Kommunikation des Evangeliums in der post-konfessionellen Gesellschaft zu erwarten wären (›Lernort Evangelische Akademien‹!). Das Buch wird den Ansprüchen eines Grundlagenwerks gerecht. Dazu tragen auch die erfreulich um fangreichen Literaturverweise bei.
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Mama in Brüchen - Angina January Knochenbrüche sind schmerzhaft, unangenehm und gefährlich. Das Schlimmste ist, dass die Knochen lange schmerzhaft zusammenwachsen. Verletzungen, bei denen eine Fraktur auftritt, können lange Zeit dazu führen, dass eine Person nicht in Ordnung ist. Darüber hinaus berauben sie einige Menschen der Gelegenheit, nicht nur zu arbeiten und Hausarbeit zu tun, sondern auch unabhängig zu bewegen. Bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 55 Jahren bilden sich in relativ kurzer Zeit Schwielen. Dies dauert von drei Wochen bis zu zwei Monaten. Hier hängt alles nicht nur von den physiologischen Eigenschaften des Organismus ab, sondern auch davon, wie schwierig der Bruch war. Bei Kindern treten diese Prozesse schneller auf. Aber die älteren Menschen im Gegenteil. Ihre Knochen werden brüchig, so dass das Verletzungsrisiko mit dem Alter zunimmt, aber die Prozesse der Knochenkallusbildung verlangsamen sich. Die Vorbeugung von Frakturen ist sehr einfach, aber selbst sie kann Sie nicht davor schützen, Verletzungen dieser Art um einhundert Prozent zu bekommen. Spezialisten auf dem Gebiet der Medizin empfehlen Vitamin-Komplexe und Produkte mit Kalzium zu essen, sowie regelmäßig Gymnastik, um die Festigkeit der Knochen zu erhöhen. Da der gefährlichste Zeitraum Eis ist, wird empfohlen, dass Sie zu diesem Zeitpunkt bequeme Schuhe tragen. Knochenbrüche sind Traumata, die eine sehr komplexe Klassifizierung haben. Sie können einfach und komplex sein, sie können mit der Verschiebung des Gelenk- oder Knochengewebes fließen. Besonders gefährlich sind geschlossene Frakturen. Sie sind durch eine erhöhte Morbidität sowie die Möglichkeit, ernsthafte Komplikationen zu entwickeln, gekennzeichnet. Dies ist eine mögliche Schädigung der Blutgefäße oder Nervenenden. Das rechtzeitige Erkennen solcher Verletzungen ist mit der Tatsache behaftet, dass die Sensibilität für die geschädigte Gliedmaße auch nach der Bildung des Kallus nicht zurückkehrt bzw. die motorische Aktivität sich nicht erholen kann. In der Regel treten Knochenbrüche plötzlich auf, was zu Verwirrung, starkem Stress und Schock führt. Die Unfähigkeit, einen beschädigten Bereich des Körpers zu bewegen, akute Schmerzen, die nicht aufhören, berauben die Mehrheit der vernünftigen Menschen von der Gelegenheit, angemessen zu denken und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn Sie sich den Arm oder das Bein gebrochen haben, rufen Sie zuerst jemanden aus Ihrer Familie an, wenn Sie zu dieser Zeit allein sind, und rufen Sie dann den Krankenwagen an. Die verletzte Extremität muss vom Arzt untersucht und gegebenenfalls durch Röntgenaufnahmen zum Patienten geschickt werden. Danach wird das verletzte Glied abhängig von der Komplexität der Verletzung auf dem Reifen, Langet oder Gips überlagert. Darüber hinaus verschreiben manche Spezialisten den Patienten einen Komplex von Medikamenten. Dies können Antibiotika sein, Medikamente, die die Blutzufuhr verbessern, entzündungshemmende Medikamente. Und in einigen Fällen sind Frakturen Medikamente verschrieben, die die Regeneration von Knochengewebe beschleunigen. Infolgedessen erholen sich die beschädigten Gliedmaßen schnell. Die neuesten Medikamente sind eine enge Palette von Produkten, die Enzyme und Chemikalien in ihrer Zusammensetzung enthalten. Anhänger alternativer Medizin empfehlen, sie durch ein umweltfreundliches und bewährtes Instrument zu ersetzen, das zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt wird. Es geht um die Mumie. Was ist diese Substanz und was ist ihre Wirksamkeit? Die Verwendung und wunderbare Zusammensetzung der Mumie Sehr oft, wenn Sie sich unwohl fühlen, beginnen Sie, synthetische Tabletten zu trinken. In der Region Altai gibt es eine natürliche Heilmittel Mumie. Es wird "Bergteer" genannt. Mumiye, die im Altai-Gebirge gesammelt wird, hat im Vergleich zu anderen Orten einzigartige Eigenschaften. Dies ist ein organisch-mineralisches Gestein, das durch Zersetzungsprozesse von Tieren, Mikroorganismen und Pflanzen entsteht. Mumie in Aussehen ähnelt einem vertrauten Teer. Es sei darauf hingewiesen, dass seine Zusammensetzung und nützliche Eigenschaften noch nicht vollständig untersucht wurden, aber die Wirksamkeit der Verwendung dieser Substanz ist seit langem bewiesen. Es wird übrigens durch zahlreiche Tests unterstützt. Deshalb müssen Sie, um die Mumie zu bekommen, nicht in ferne Berge gehen. Heute kann es in jeder Apotheke gekauft werden. Zum Verkauf wird dieses Produkt als Extrakt in Form von Pulver oder Tabletten geliefert. Dort kann man Mama und Mama in ihrer reinen Form kaufen. Dies ist ein gereinigtes Mittel. In seiner Zusammensetzung ist die Konzentration von Spurenelementen größer als in den anderen Mumien. Es ist seit der Antike als Heilmittel für verschiedene Krankheiten verwendet wurde, enthält es über 701 nützliche veschestvo.Takzhe chemische Elemente, Makro- und Mikronährstoffe, Aminosäuren, essentielle Öle, Vitamine und Bienengift enthält. Die Haupteigenschaft von "Mountain Teer" ist die Stärkung der Immunität. Es hilft gut bei der Prävention von Krankheiten und Infektionskrankheiten. Nehmen Sie es, wenn die Influenza-Epidemie. Es hat viele nützliche Substanzen, sie beseitigen Avitaminose.Im Winter ist es notwendig, weil es nicht genug Vitamine gibt. Mumiye entfernt Giftstoffe, dies ist sofort auf die Gesundheit der Person bemerkbar. Es normalisiert die Arbeit vieler Organe. Im "Bergteer" gibt es Stoffe, die die Gefäße erweitern. Verwenden Sie es - eine gute Vorbeugung von Kopfschmerzen, Herzinfarkt und Bluthochdruck. Wissenschaftler haben in dieser Medizin Pilze gefunden, die Penicillin ähnlich sind. Es wird verwendet, um Infektionen zu behandeln. Bei der Anwendung von Mumien heilen Wunden schneller, Verbrennungen, Erfrierungen und Frakturen. Wenn Kalzium mit der Mumie konsumiert wird, können Sie die Knochen stärken. Wissenschaftler haben bewiesen, dass die Knochen während der Aufnahme der Mumie um etwa 20 Tage schneller koaleszieren. Spurenelemente darin enthalten sind, und stimulieren die Reparaturprozesse Verstauchungen, Prellungen, Verstauchungen, der zur Behandlung von Magen und Darm, das Urogenitalsystem, Arthritis, Tumoren. Nehmen Sie die Mumie mit der Schwächung des Körpers, nach den Operationen, wird es die Immunität stärken und Ihren Körper verbessern. Wie man Mumien in Tabletten für Frakturen anwendet Mumiye in Tabletten kann in einer Apotheke gekauft werden. Es gibt eine beeindruckende Auswahl dieses Produktes von verschiedenen Herstellern. Aber diese Tabletten unterscheiden sich nur in der Verpackung. Ihre Zusammensetzung ist die gleiche. Es enthält eine hundertprozentig gereinigte Mumie. Im Verkauf können Sie zwei Dosierungen dieses Medikaments finden - 0,1 und 0,2 Gramm. Dieses Behandlungsschema kann nicht nur zur Behandlung von Erwachsenen, sondern auch von Kindern ab drei Jahren angewendet werden. Vorher sollten Sie jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen. Übrigens sollte die Dosierung reduziert werden, wenn Sie planen, die Mumie Kindern zu geben. Anfangs sollte es 0,2 Gramm pro Tag betragen, danach sollte es auf 0,1 Gramm pro Tag reduziert werden. Wie man Mumie in ihrer reinen Form mit Brüchen nimmt Die Mumie in ihrer reinen Form wird in Sachets verkauft. Kleine Stücke von der Gesamtmasse dieses Produktes sollten manuell geschnitten werden. Das Gewicht wird auf einer speziellen Apothekenskala oder mit dem Auge gemessen. Es ist sehr einfach, dies zu tun. Da die Mumie oral eingenommen, und der Geschmack ist sehr spezifisch, anstelle des alten Rat eine kleine Menge aufzulösen, bis sie vollständig im Mund aufgelöst wird, kann durch eine neue Empfehlung ersetzt werden und es in Wasser auflösen. Hier sind ein paar nützliche und effektive Rezepte für die Verwendung von Mumien für Knochenbrüche: Vorteile von Mumien bei Knochenbrüchen Mummy ist ein natürliches Produkt, das die regenerativen Funktionen des Körpers stimuliert. Es ist ein sicheres und wirksames Mittel, das als offizielle Medizin anerkannt ist und zur Behandlung von Verletzungen jeglicher Komplexität eingesetzt wird. Es wird auch erfolgreich in der Erholungsphase nach Knochenbrüchen bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt. Zusammensetzung und nützliche Eigenschaften von Mumien Mumiyo ist ein komplexer natürlicher Komplex von Mineralien und organischen Substanzen, der mehr als 80 Komponenten umfasst: Mikro- und Makroelemente: Kalzium, Zink, Natrium, Phosphor, Schwefel und so weiter. Mehrfach ungesättigte und einfach ungesättigte Säuren. Organische Säuren und Phospholipide. Harze, ätherische Öle, Carotinoide, Steroide, Flavonoide, Cumarine, Alkaloide, Terpenoide, Enzyme, Chlorophyll, Rutin, Gerbstoffe. Vitamine C, B1, B2, B3, B6, B12, E. Bei Frakturen weist das Produkt die folgenden vorteilhaften Eigenschaften auf: reduziert die Zeit der Knochenadhäsion; erhöht die Menge des Enzyms, das die Wiederherstellung des Knochengewebes fördert; kompensiert die negative Reaktion des Körpers auf die Fraktur und wirkt sich positiv auf den Allgemeinzustand des Patienten aus; in der Zeit, wenn der Kallus hart wird, hilft es, Versetzungen zu vermeiden; entfernt Ödeme und Prellungen; erhöht das Niveau von Kalium und Kalzium im Blut, was auch den Prozess der Koaleszenz des Knochens stimuliert; normalisiert Schlaf und Gewicht; beseitigt Autoantigene im Blut - Enzyme, die sich nach einer Verletzung bilden und das Knochengewebe zerstören und die Heilung hemmen. Mumiyo eignet sich zur Behandlung selbst der schwersten offenen Frakturen. Wenn die Dosierungen und Empfehlungen eingehalten werden, verursacht das Produkt keine Nebenwirkungen, daher wird es zur Wiederherstellung der meisten Patientengruppen verwendet. Welche Mumie ist besser für die Behandlung kranker Orte geeignet? Alle Arten von Mumien sind für die Behandlung von Frakturen geeignet, aber Altai ist besonders effektiv. Es ist besser, ein natürliches gereinigtes Produkt zu verwenden. Anwendung des Produkts bei der komplexen Behandlung von Knochenbrüchen Damit die Behandlung wirksam wird, werden die Mumien in Kursen genommen, auf keinen Fall unterbrochen, sonst wird es kein positives Ergebnis geben. Im Durchschnitt, bis zur vollständigen Genesung, müssen Sie von drei bis fünf von denen mit einer einwöchigen Pause zwischen ihnen gehen (die Dauer von jedem ist 25 Tage). Die Dosierung der Substanz wird für jeden Patienten individuell unter Berücksichtigung seines Zustands und der Schwere der Fraktur berechnet. In der Regel, ernennen von 0,2 bis 0,5 Gramm Mumien für einen Erwachsenen. Die Dosis für Kinder von 1 Jahr bis 9 Jahren beträgt ungefähr die Hälfte des Streichholzkopfes, und ein Kind im Alter von 9 bis 14 Jahren soll 0,1 g pro Tag geben (ein Bündel, das die Größe eines ganzen Streichholzkopfes hat). Mumien werden in Form von Tinkturen, Tabletten oder Pulver in Wasser verdünnt verwendet. Nehmen Sie die Droge am Morgen auf nüchternen Magen für ein paar Stunden vor einer Mahlzeit und für komplexe Verletzungen auch am Abend. Es ist erlaubt, Mumien mit Olivenöl zu verwenden Es gibt auch solche Arten der Einnahme: 1 g gereinigte Mumien in einem Esslöffel kochendem Wasser verdünnt und für 24 Stunden bestehen. Dann fügen Sie 20 g Honig zu der Lösung und mischen. Nehmen Sie dieses Medikament morgens und abends auf einem Esslöffel mindestens eine halbe Stunde vor dem Essen ein. Olive oder Rosenöl in der Menge von 20 ml warm bis zu einem warmen Zustand, fügen Sie 3 Gramm Mumie und mischen. Verwenden Sie die Droge am Morgen auf nüchternen Magen auf einem Esslöffel, mit Wasser. Nehmen Sie 2 Esslöffel Kümmel-Samen, legen Sie sie in einen Email-Topf, gießen Sie einen Liter Trinkwasser und zünden Sie an. Aufkochen lassen, abkühlen lassen und filtrieren. Ein Glas Fertigmischung mit 0,2 Gramm Mumien mischen und die resultierende Formel morgens auf nüchternen Magen trinken. Herstellung von 10 ml destilliertem Wasser, 5 g trockenen mummies, 10 g des Pulpe von Aloe-Blättern und Petrolatum Lanolin und Bor -. 30 g Alle verbinden, durchmischen und in Behälter aus dunklem Glas. Reiben Sie die Salbe täglich in den Bereich der Verletzung bis zur vollständigen Genesung. Es regt die Durchblutung an der Bruchstelle an und fördert die Bildung von Knochenkallus. Es sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Lösen Sie 5 g Mumienpulver in einem Esslöffel Wasser auf, fügen Sie eine Babycreme oder Massageöl hinzu und mischen Sie. Verwenden Sie das Produkt für die Massage und Reiben mit Brüchen der Hände, Füße, Knöchel, Hüften und so weiter. Die Zusammensetzung wird vor der Gewinnung verwendet. Löse 10 g Mumie in 100 ml gereinigtem Wasser, gib etwas flüssigen Honig dazu und mische. Befeuchten Sie ein sauberes Tuch in dieser Verbindung, befestigen Sie es an der Bruchstelle, wickeln Sie es mit einem warmen Taschentuch ein und lassen Sie es über Nacht. Kompressen können täglich bis zur Genesung durchgeführt werden. Das Produkt eignet sich hervorragend zur Behandlung von Verletzungen bei älteren Menschen. Mittel zur Behandlung von Kindern 30 g Bor-Vaseline; 10 ml destilliertes Wasser; Das Harz in Wasser auflösen und mit Vaseline und Aloesaft mischen. Die resultierende Salbe wird in einen Behälter aus dunklem Glas gegeben und im Kühlschrank aufbewahrt. Spülen Sie den Bereich der Fraktur täglich bis zur vollständigen Genesung. Rastirka bei Frakturen bei älteren Menschen Nehmen Sie den Streichholzkopf und verdünnen Sie es in Rosenöl. Beenden Sie die Zusammensetzung in den Bruchbereich. Das Verfahren wird täglich empfohlen. Diese Behandlung ist wirksam bei Frakturen bei älteren Menschen. Razirat betroffene Gebiete können eine Mischung aus Mumien und Rosenöl sein Die Behandlung von Frakturen mit Hilfe von Mumien wird nicht für schwangere und stillende Mütter sowie Kinder bis zu einem Jahr vorgeschrieben. Eine Überdosierung des Medikaments mit Einnahme kann zu erhöhtem Blutdruck, hypertensiver Krise, Kopfschmerzen und Herzproblemen führen. Es wird nicht empfohlen, das Produkt im Falle von allergischen Reaktionen und Hautreizungen anzuwenden. Bevor Sie Mumiyo verwenden, ist es besser zu testen: Tragen Sie es auf eine kleine Hautpartie auf und halten Sie es ein paar Stunden lang. In Abwesenheit von unerwünschten Reaktionen auf einen solchen Test kann das Mittel in der Frakturtherapie verwendet werden. Erfahrungsberichte von Menschen, die eine Behandlung mit Mumien versucht haben Zu meiner Mutter an der Fraktur eines Oberschenkelknochens hat der Traumatologe reception mumiyo empfohlen. Sie trank es für 25 Tage und 5 Tage für die Ruhe. Sie nahm eine dicke Mumie in ein Glas, züchtete eine Scheibe (0,2 g) in Wasser und nahm sie. Alles ist ohne Komplikationen zusammengewachsen. Sehr zu empfehlen! Eine alte Mutter, eine Diabetikerin, nahm drei Frakturen auf und benutzte die Altai-Mumie in Lösung (keine Pillen). Die Ärzte unterschrieben ihre Strafe, und sie ist jetzt im Garten und hinter den Pilzen! Nehmen Sie eine Mumie, können Sie die Zeit der Genesung verkürzen. Aber führen Sie keine Selbstmedikation durch: der Verlauf der Einnahme und Dosierung des Produktes sollte einen Spezialisten ernennen. Dann wird das Mittel nur dem Körper zugute kommen. Die Verwendung von Mumien in Pillen für Knochenbrüche Die Behandlung von Mumien bei Frakturen zur Knochenfusion ist eine der effektivsten und sichersten Methoden. Zulassung des Medikaments fördert deutlich die Fusion von Knochengewebe der Beine und Hände, verbessert deutlich die regenerativen Funktionen, erhöht das Immunsystem durch die Krankheit des Körpers geschwächt, bietet eine anhaltende anästhetische Wirkung während der Exazerbation. Mumie für Knochen und Gelenke in der Fraktur der Beine und Hände wirkt als eine hochwirksame potente Stimulans, die die schnelle Bildung von Knochenkrebs fördert, die wichtig ist, um die Verlagerung von Knochenschutt zu verhindern. Heilung und restaurative Wirkung von Mumien auf Knochengewebe Mumiye ist ein Produkt der vitalen Aktivität von Wildbienen, das praktisch keine Kontraindikationen aufweist. Die Nützlichkeit und Unbedenklichkeit der Droge macht es möglich, Mumien für Knochenbrüche bei Patienten mit unterschiedlicher Schwere der Verletzung und allen Altersgruppen aktiv zu nehmen. Die beste Wirkung bei der Behandlung von Verletzungen kann erreicht werden, wenn die Bienenprodukte in Verbindung mit einer Arzneimittelbehandlung verwendet werden, was zu einem schnelleren Spleißen und Verstärken der Knochen der Beine und Hände beiträgt. Wie man eine Mumie trinkt, kann nur von einem Spezialisten bestimmt werden. Dauer und Verlauf der Behandlung sollten nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt begonnen werden, der absolut vollständige Informationen über die Schwere der Fraktur hat, ein recht zuverlässiges Bild der Krankheit hat: Röntgenaufnahmen, Analysen. Die Verwendung des Medikaments in der Krankheit trägt dazu bei: schnelle Heilung von Frakturen, der Zeitpunkt der Koaleszenz und Stärkung der Knochen werden auf zwei, maximal drei Wochen reduziert; Abschwächung der negativen Reaktion des Körpers auf das Trauma: Appetit verbessert sich, Schlaf normalisiert sich, Immunität nimmt zu, Schwellungen nehmen ab, Hämatome verlaufen schneller; Erhöhung des Kalium- und Kalziumspiegels im Blut, was zu einem aktiveren Wachstum von Knochengewebe und Periost führt; Abnahme des Gehalts an Enzymen (Autoantigene), die das Knochengewebe zerstören; erhöht zur richtigen Zeit die Phosphatase - ein Enzym, das für die korrekte Bildung von Knochengewebe verantwortlich ist; das Medikament hat eine entzündungshemmende Wirkung: Wunden ziehen sich viel schneller an, eitriger Ausfluss wird auf Null reduziert. Methoden der Behandlung mit Mumientabletten bei Frakturen Wie man Mumien in Pillen für Knochenbrüche nimmt, hängt von vielen Faktoren ab. Die Wahl der besten Art, das Medikament einzunehmen, steht in direktem Verhältnis zu der Schwere, dem Ort und den Merkmalen der Fraktur. Der Behandlungsverlauf wird normalerweise am zehnten Tag nach der Verletzung empfohlen, da während dieser Zeit die aktive Struktur des Knochen-Kallusgewebes, die für eine korrekte Knochenfusion notwendig ist, beginnt. Es gibt zwei Möglichkeiten, Mumien bei der Behandlung von Frakturen zu verwenden: intern und extern. Wenn nötig, können Sie diese beiden Methoden nur nach Rücksprache mit einem Spezialisten kombinieren. Die Mumie in Tabletten ist die einfachste und zugänglichste Form der Freisetzung des Arzneimittels. Das Medikament kann in Apotheken gekauft werden, wo eine umfangreiche Palette von Produkten von verschiedenen Herstellern präsentiert wird. Sie unterscheiden sich nur in Verpackung und Preis, ihre Zusammensetzung ist immer gleich, die Pillen bestehen zu 100% aus gereinigten Mumien. Das Medikament wird hauptsächlich in zwei Dosierungen hergestellt: 0,1 g oder 0,2 g. Interner Gebrauch der Droge Der Verlauf der Einnahme von Tabletten nach innen empfehlen Spezialisten ab einer Schockdosis von 0,4 g morgens auf nüchternen Magen. Trinken Sie die Mumie vorzugsweise auf nüchternen Magen, nachdem Sie die Droge genommen haben, essen Sie zwei Stunden lang nicht. Nach einem Schockkurs über 5 Tage sollte die Dosis einmal täglich auf nüchternen Magen auf 0,2 g reduziert werden. Nehmen Sie die Pille für weitere fünf Tage, dann pausieren Sie für fünf Tage und wiederholen Sie den Verlauf von 0,2 g. Die Anzahl der Kurse hängt von der Schwere der Verletzung und dem Zustand des Patienten ab. Während der Behandlung sollte der Patient unter der Aufsicht eines Arztes stehen, der die Dosierung und Dauer des Medikaments bestimmen kann. Ein anderes Schema zur Einnahme von Mumien in Tabletten ist für Patienten mit mäßiger Schwere der Erkrankung geeignet und für eine längere Behandlungsdauer ausgelegt. Der Behandlungsverlauf besteht aus einer zweimaligen Einnahme von Mumien pro Tag von 0,2 g für drei Wochen. Dann müssen Sie eine Woche Pause machen und den Kurs wiederholen, auch wenn Sie den Gips bereits entfernt haben und der Patient sich gesund fühlt. Eine Wiederholung des Kurses ist notwendig, damit das verletzte Glied so schnell wie möglich wieder normal werden kann. Für eine schnellere Erholung des Körpers nach einer Verletzung ist das folgende Rezept für die Verwendung von Mumien geeignet. Fünf Tabletten (0,2 g) des Arzneimittels sollten zu Pulver zerkleinert und in 250 ml kochendem Wasser gelöst werden. Lassen Sie die Lösung für 24 Stunden infundieren. In die Infusionslösung einen Esslöffel Honig geben und gründlich mischen. Die Medikamentenmenge wird für einen zehntägigen Kurs berechnet. Die Lösung sollte vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Um die therapeutische Wirkung von Mumien zu verstärken, können Sie den Bienenprodukten Sanddornsaft oder eine Kreuzkümmelbrühe hinzufügen. Mama mit Sanddornsaft Mumie - 0,2 g (eine Tablette - 1 Stück); Saft von Sanddorn - 200 ml. Tabletten zerstoßen in Pulver und lösen sich in frisch gepresstem Sanddornsaft auf. Der Verlauf der Behandlung - 2 mal am Tag (morgens und abends) 2-3 Stunden vor den Mahlzeiten für drei Wochen. Nach dem Ende des Kurses sollten Sie für eine Woche eine Pause einlegen, bei Bedarf können Sie den Kurs wiederholen. Dekokt von Kreuzkümmel gereinigtes Wasser - 1 l.; Mumie - 0,8 g (4 Tabletten von 0,2 Gramm). Um die Brühe vorzubereiten, gießen Sie den Kreuzkümmel mit kochendem Wasser, setzen Sie ein langsames Feuer und erhitzen Sie in einem Wasserbad für 20 Minuten. In einer gekühlten Brühe Pulver Mumie hinzufügen, legen Sie die Mischung an einem kühlen Ort, lassen Sie es für 24 Stunden brühen. Nehmen Sie ein Glas (250 ml) am Morgen auf nüchternen Magen. Das Abkochen von Kreuzkümmel mit Mumien ist besonders nützlich für den Bruch von Rippen. Das Wiederherstellen des Patienten wird viel schneller geschehen, wenn der Patient keine Selbstmedikation durchführt, sondern streng die Vorschriften und Empfehlungen des Arztes einhält, sollten nur qualitativ hochwertige Medikamente zur Behandlung verwendet werden. Rezepte für den externen Gebrauch Mumie in Frakturen Parallel zur internen Verwendung der Mumie zur Behandlung von Frakturen ist es wünschenswert, eine äußerliche Anwendung des Arzneimittels durchzuführen, das für die lokale Behandlung des verletzten Organs bestimmt ist. Um eine Paste 3 Tabletten Mumie (0,2 g) zu machen, zerquetschen in Puder und in einem Esslöffel kochendem Wasser auflösen. Zur Lösung fügen Sie eine Baby-Creme oder Massageöl hinzu und vermischen Sie gründlich, bis glatt. Pasta kann zur Massage bei Frakturen und Dislokationen bis zur vollständigen Genesung verwendet werden. Mumie - 5 g (25 Tabletten von 0,2 g); destilliertes Wasser - 50 ml; Mumientabletten zerstoßen in Puder, gießen Sie Wasser und mischen Sie, bis sich das Rauschgift vollständig auflöst. In die fertige Lösung Honig gießen, der in einem Wasserbad in flüssigem Zustand geschmolzen ist. Mit einer fertigen Kompresse ein sauberes Taschentuch befeuchten, es an einer wunden Stelle befestigen und mit einem Handtuch oder Schal erwärmen. Compress ist am besten vor dem Zubettgehen getan und über Nacht verlassen. Um die therapeutische Wirkung zu verbessern, wird empfohlen, jeden Tag bis zur vollständigen Genesung Kompressen durchzuführen. Reste der Lösung können bis zur nächsten Anwendung im Kühlschrank aufbewahrt werden, jedoch nicht länger als 2-3 Tage. Das Produkt hilft sehr bei der Behandlung von Frakturen bei älteren Patienten, wirkt sich positiv auf die Erhöhung des Kalzium- und Kaliumspiegels im Blut aus. gereinigtes Wasser - 2 EL. l.; medizinische Vaseline - 100 g; Lanolin (wasserfrei) - 30 g. Tabletten zerstoßen in Pulver und lösen sich in warmem Wasser auf, fügen Sie die restlichen Bestandteile hinzu und mischen Sie sich gründlich, bis glatt. Die Fertigsalbe soll in einen sterilen Glasbehälter überführt werden, es empfiehlt sich, sie im Kühlschrank zu lagern. Vor Gebrauch sollte die benötigte Salbenmenge in einem Wasserbad erwärmt werden. Eine warme Masse kann in Form von Kompressen oder Reiben verwendet werden. Zur Kompresse wird die Gaze mit warmer Salbe durchtränkt und auf die Frakturstelle aufgetragen. Das Verfahren wird am besten vor dem Zubettgehen durchgeführt, es ist ratsam, die Bandage die ganze Nacht zu verlassen. Healing Salbe mit offenen Frakturen Diese Verordnung der medizinischen Salbe ist wirksam bei eitrigen, langfristig heilenden Wunden. Teer - 5 g; Tinktur aus Calendula - 10 ml; Um die Salbe vorzubereiten, mischen Sie alle Zutaten glatt. Die Mischung wird auf niedriger Hitze erhitzt und ständig gerührt, bis sich Propolis und Petrolatum vollständig auflösen. Propolis sollte vor der Verwendung gerieben werden, und die Mumientabletten sollten zu Pulver zerkleinert werden. Die gekühlte Salbe sollte durch sauberes Glas bei Raumtemperatur ersetzt werden. Zubereitete Salbe schmieren den beschädigten Bereich bis zur vollständigen Wiederherstellung. Mumiye gilt als das sicherste Bienenprodukt, aber zusammen mit nützlichen Eigenschaften hat es mehrere Kontraindikationen. Nehmen Sie Mumien mit Knochenfrakturen Sie müssen alle Kontraindikationen der Droge sorgfältig berücksichtigen: Bei der Behandlung von Drogen mit Mumien ist es strengstens verboten, alkoholhaltige Getränke zu trinken; es ist notwendig, das Medikament auf Allergien zu testen; Behandlung von Frakturen Mumien sind bei schwangeren und stillenden Müttern kontraindiziert; Es wird nicht empfohlen, Mumien für Patienten mit inneren Blutungen und mit Tumorbildungen zu verwenden; Die Verwendung des Medikaments kann zu einem Anstieg des Blutdrucks führen, so dass Bluthochdruck Drogenkonsum sollte nur unter der Aufsicht eines Arztes erfolgen. Die Biene Mumie in Tabletten mit gebrochenen Knochen als der einzige Fachmann kann ernennen. Die alleinige Einnahme des Medikaments kann zu Überdosierung und dem Auftreten negativer Folgen führen: schneller Herzschlag, unangemessene Angst und Reizbarkeit, erhöhter Druck, Störung des Magen-Darm-Trakts, Störungen des Nervensystems. Bevor Sie mit der Aufnahme von Bienen beginnen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und sicherstellen, dass keine Allergien auf alle Bestandteile des Arzneimittels einwirken. Nützliche und heilende Eigenschaften von Mumien haben sich schon lange bewährt, ein natürliches Heilmittel wird seit Jahrhunderten bei der Behandlung vieler Krankheiten und Beschwerden eingesetzt. Wenn Sie sich den Arm oder das Bein gebrochen haben, dann gibt es keine effektivere natürliche Vorbereitung als die Mumie in der Natur, die in sehr kurzer Zeit die Knochen der Beine, Hände und anderer Körperteile stärken und zur normalen Lebensweise zurückkehren kann. Bei regelmäßiger und korrekter Anwendung der Mumie wird der Erfolg immer gewährleistet sein.
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum" » "Klimanotstand" und wurde 9.861 mal aufgerufen 03.05.2019 23:55 #1 "Klimanotstand" antworten Das Foto entstand übrigens just in dem Moment, als die Sprecherin hinter dem Transparent verkündete: "Tragen Sie sich in unsere Liste ein, wenn Sie dafür sind, daß auch hier der Klimanotstand ausgerufen wird!" https://zettelsraum.blogspot.com/2019/05/klimanotstand.html #2 RE: "Klimanotstand" antworten zum Teil ist dieser Hype nur dadurch erklärbar, dass für viele Menschen, aber vor allem für die Jugend, die 'Realität' nur noch auf dem Bildschirm stattfindet. Der Bildschirm ist die neue Umwelt, die naturgegebenen Sensoren für die reale Umwelt haben nichts mehr zu melden. Dazu kommt natürlich die Hype-Kultur selbst, nur so ist erklärbar, dass ein Konstanzer Gemeinderat zivilisatorische Regeln fahren lässt. Das ist eben nur die Steigerung des Stuttgarter 'Feinstaub-Alarms', der, wenn ich das richtig vom Lungenarzt Prof. Hetzel verstanden habe, schon so manche ängstliche Patientin vom Arztbesuch in Stuttgart abgehalten hat. Manche Menschen kommen mit dem andauernden Etikettenschwindel nicht mehr zurecht, während eine DUH ihr Geschäftsmodell darauf aufbaut, geringste Abweichungen an Etiketten abzumahnen. Komischerweise treffe ich im realen Leben nie FfF-Kids, um ihnen mal Fragen stellen zu können. Kann es sein, dass dies nur unter der medialen Lupe existiert? Ihr Bild erinnert an das Pressefoto unserer Politiker nach Charlie Hebdo. Die rücken ganz eng hinter ihrem Plakat zusammen, um dem Fotografen das Bild zu füllen. #3 RE: "Klimanotstand" antworten Komischerweise treffe ich im realen Leben nie FfF-Kids, um ihnen mal Fragen stellen zu können. Ich stand kürzlich in der S-Bahn neben zweien, die sich aufgeregt über irgendeinen Freund echauffierten, welcher sich wohl kritisch gegenüber der Hysterie geäußert hatte. Danach vergewisserte man sich seiner Wahrheit, indem man sie wechselseitig wiederholte. Ich käme nie auf den Gedanken, solchen Menschen persönlich Fragen zu stellen, die sie in ihrer Gewissheit stören. Dafür bin ich viel zu wenig auf Krawall gebürstet und mehr als Krawall gibt es da nicht zu holen. #4 RE: "Klimanotstand" antworten Zitat von nachdenken_schmerzt_nicht im Beitrag #3 Ich stand kürzlich in der S-Bahn neben zweien, die sich aufgeregt über irgendeinen Freund echauffierten, welcher sich wohl kritisch gegenüber der Hysterie geäußert hatte. Ich bekam vor ein paar Tagen in der U-Bahn das Gespräch zweier junger Studentinnen mit. Über Wetter und nicht das Klima. Das Klima wollen die beiden vielleicht retten, aber das Wetter war ihnen zu regnerisch. Das Jahr war bis zu diesem Zeitpunkt hier sehr trocken. Wenn es nicht bald geregnet hätte, wäre das sehr schlecht für die Natur gewesen. Wurscht, die Damen wollen halt Sonnenschein an jedem Tag. #5 RE: "Klimanotstand" antworten Zitat von Xanopos im Beitrag #4 Das Klima wollen die beiden vielleicht retten, aber das Wetter war ihnen zu regnerisch. An dieser Aporie des Allgemein-Menschlichen haben noch alle Systeme, die auf das Fundament der ideologischen Austarierung gegründet waren, sich die Zähne ausgebissen. Was es im Arbeiter-Bauern-Paradies unter Hammer & Sichel an Satire gab, von Ilf & Petrow über die vielen Jahrgänge des Крокодил bis zu Sostschenkos "Schlaf schneller, Genosse" war immer & überall rund um diesen Gegensatz zwischen der Vorgabe von oben und der Lebenswirklichkeit zentriert. Natürlich ins Platt-Humoristische abgebogen, und die wirklichen Spitzen, die immer mal wieder vorkamen und die dann Rundumschläge der Zensur riskierten, sind für Außenstehende kaum auszumachen. Man sollte diesen Widerspruch zwischen den Mikrodetails des Alltäglichen und dem Glaubensfundament nicht als Hoffnungszeichen für eine irgendwann dazwischen einschießende Erkenntnis zur Einsicht in die Lächerlichkeit des eigenen Treibens nehmen. Die bleibt aus, weil das Lebens als vielfach paradoxe Gemengelage das locker wegsteckt. #6 RE: "Klimanotstand" antworten Ich weiß nicht so ganz, welches Szenario hier eher passt: "Idiocracy" oder "Demolition Man", aber es ist der Beweis dafür, dass die Wirklichkeit die Satire langsam überholt. #7 RE: "Klimanotstand" antworten Zitat von U.E. im Blogbeitrag Von Carl Schmitt (1888 bis 1988) ist ein Zitat im Gedächtnis geblieben, das, ungeachtet seiner üblen Rolle als "Kronjurist" und Rechtfertiger der diktatorischen Willkür im Dritten Reich in seiner Triftigkeit weiterhin Bestand für sich beanspruchen kann. Man wäre ja geneigt anzunehmen, dass Schmitt in der bundesrepublikanischen Staats- und Verfassungsrechtslehre keine Rolle mehr gespielt hat. Diese Vermutung ist aber falsch. Die sogenannten Linksschmittianer sind nach 1945 nicht bedeutungslos geblieben, um es sehr zaghaft zu formulieren, der SPD-Mann Böckenförde ist vielleicht das prominenteste Beispiel dafür. seit ein paar Monaten jeden Freitagnachmittag der Schulunterricht boykottiert wird Findet am Freitagnachmittag noch Unterricht statt? Ist es nicht so, dass die jugendlichen Klimaretter am Vormittag auf die Straße gehen und just in dem Moment, in dem in ihrer Schule die erlösende Freitagmittagsglocke läutet, ihre Demonstration (ich hätte ja jetzt gern "Aufmarsch" geschrieben, aber ich konnte mich gerade noch beherrschen) abbrechen, weil man ja am Freitagnachmittag Besseres zu tun hat, zum Beispiel das nur ein paar Monate alte Handy durch ein neues zu ersetzen und sich mit in asiatischen Sweatshops hergestellten und mit großem ökologischen Fußabdruck nach Deutschland importierten Klamotten neu einzukleiden? War in Münster in den Osterferien demonstrationstechnisch tote Hose (was der zweite Satz Deines Beitrags nahelegt)? Man sollte in diesem Zusammenhang vielleicht darauf hinweisen, dass die FfF-Veranstalter die Schulschwänzerei damit rechtfertigen, dass eine Demonstration in der unterrichtsfreien Zeit niemanden interessieren würde. In den sympathisierenden Medien wurde gleichwohl von Kundgebungen in den Osterferien berichtet, dies mit dem triumphierenden Unterton: "Seht her, den Schüler*innen geht es um die Sache, nicht um einen smoothen und chilligen Übergang ins Wochenende." Entweder hat der Nachwuchs in der unterrichtsfreien Zeit sinnlos demonstriert oder die Behauptung, dass nur Kundgebungen während der Schulzeit die nötige Aufmerksamkeit erhalten, stimmt nicht. #8 RE: "Klimanotstand" antworten Ich bekam vor ein paar Tagen in der U-Bahn das Gespräch zweier junger Studentinnen mit. Über Wetter und nicht das Klima. Das Klima wollen die beiden vielleicht retten, aber das Wetter war ihnen zu regnerisch. Wie ich andernorts geschrieben habe: Den meisten Menschen, so jedenfalls meine Erfahrung, ist das Wetter in Österreich/Deutschland "neun Monate lang zu kalt und im restlichen Quartal nicht warm genug". Eigentlich müssten diese Leute auf den Klimawandel im Sinne der Erderwärmung hoffen. Dann wäre es bei uns wie in Südkalifornien, wo es - wie zumindest der Popmusikbewanderte weiß - niemals regnet. Bis jetzt müssen Katharina Sch. und Luisa N., wenn sie der (meteorologischen und vielleicht auch sozialen) Kälte in diesem Land entfliehen wollen, noch nach L.A. oder in den Maghreb fliegen, im Jahr 2039 könnte - wenn wir von den Horrorszenarien ausgehen - eine Zugfahrt an den Starnberger See reichen. Das Jahr war bis zu diesem Zeitpunkt hier sehr trocken. Wenn es nicht bald geregnet hätte, wäre das sehr schlecht für die Natur gewesen. Absolut. Deshalb habe ich mich über die Niederschläge der letzten Tage durchaus gefreut. Wenn die Wetterfrösche Recht haben, wache ich morgen auf und sehe vom Fenster aus eine angezuckerte Grünfläche. Das kommt hier in den Alpen im Mai durchaus öfter vor. Ehrlich gesagt habe ich derzeit eher Angst vor Hochwasser, wenn es einmal tagelang bei warmen Temperaturen ergiebig regnen sollte und der noch reichliche Schnee in den schattseitigen Karen der Nordalpen rasch abschmilzt, als Furcht vor dem alternativfaktischen Dürresommer. 04.05.2019 19:08 #9 RE: "Klimanotstand" antworten Ja Noricus (Beitrag Nr. 7), SfF(Saturdays for Future)wären nicht cool. #10 RE: "Klimanotstand" antworten Mein 26-jähriger Neffe war bis vor zwei Jahren noch der FDP und Marktwirtschaft zugeneigt. Mittlerweile würde er mir am liebsten mein Auto verbieten und legt mir den öffentlichen Nahverkehr nahe. Das aber mit einem Furor, der enorm kämpferisch, zweifellos überzeugt und radikal daherkommt. Scheint eine Art Identitätsfindung zu sein. Vielleicht,ganz simpel, nur spätpubertierendes Aufmucken. 04.05.2019 19:38 #11 RE: "Klimanotstand" antworten Und nochmal kurz: Ich komme aus einer Hamburger Kaufmannsfamilie. Meine Schwester ist aus Protest gegen die Eltern bei der Antifa gelandet. Hat zwar einen recht gut bezahlten Job in der Privatwirtschaft, wettert aber beständig an allen Fronten gegen den Kapitalismus. Hierbei ist alles recht, was zur Opposition taugt. Ich denk echt, das ist ein seltsames Psychoding. Warum sonst kann man nicht mit Fakten überzeugen? #12 RE: "Klimanotstand" antworten Zitat von HR2 im Beitrag #11 Ich denk echt, das ist ein seltsames Psychoding. Das ist übrigens auch mein Befund. Nicht allein, was die momentan überschnappende Klimahysterisierung betrifft - es zeigt sich auch im allgemeinen "Widerstand" gegen "das System" (mit all seinen inneren Widersprüchen, während man ja selbst integrer Bestandteil dieser "Maschinerie") ist - aber dort am deutlichsten und unverstelltesten. Das erklärt auch zwanglos, warum sich die Kirchen, die eigneltich gegen eine solche spirituelle Konkurrenz Sturm laufen sollten, hier mit an die Spitze des Bewegung gesetzt haben. Es kommen da, wie mir scheint, mehrere Faktoren zusammen, die das ermöglichen: zum einen die als verbraucht, als leere Hülle empfundene Rolle der traditionellen Religion, besonders natürlich ausgeprägt beim Protestantismus, der sich seit seit inneren Glaubensaufbereitung im 19. Jhdt.. im Grunde nur noch als Leerstelle anbietet, was die spirituelle Verheißung angeht. Die nun einmal unabdingbarer Teil des Komplexes "Religion" ist. Wenn ich als Gläubiger nicht auf eine wie auch immer geartete Form von Transzendenz vertraue, bleibt nur eine leere Hülle, deren Formen arbiträr, rein zufällig gewachsen sind, denen aber keine zwingende Bedeutung mehr zukommt. Man kann ohne Verlust auf sie verzichten. Es ist ja schon oft angemerkt worden, daß das Ausprobieren esoterischer Angebote, von Buddhismus über alle möglichen Spielarten aus dem Jahrmarkt des Esoterischen, mit der Ausbreitung dieser Leere im Kern der Moderne korreliert. Das ist aber nur die halbe Miete. Die beiden Bewegungen, die sich in den letzten 150 Jahren in der Konkurrenz um dieses geistige Biotop bemüht haben, haben genau dieses Sinnversprechen im Angebot gehabt: die Rote Religion des Sozialismus (egal, in welcher Verwässerung) und die Grüne Religion des Ökologismus. Sie versprechen eine geheilte Schöpfung, und zwar nebulös, ohne Details, aber ohne Wenn + Aber, die ohne konkrete Beteiligung der Gläubigen nicht erschaffen werden kann. Die Alternative des Nicht-Handelns ist die Hölle, ebenso konkret aus dem Bereich des Transzendenten ins zukünftige Hier gerückt. Ist egal, ob es die "unausweichliche Verelendung" sensu Marx oder die Versteppung unterm Ozonloch ist; beide Varianten bedienen sich der alten Drohung mit der Hölle (deswegen ist in beide auch der Zwang zur Heidenmission eingebaut). Daß das eben durchs Nichteintreffen dieser Drohung nicht widerlegt wird, entspricht exakt dem Muster, das wir aus früheren Heilsreligionen kennen. Das Christentum lebt seit zwei Jahrtausenden mit der Nichtwiederkehr des Erlösers ("jenseits der Parusie"), ohne daß es das spirituelle Geschäftsmodell beschädigt (einzelne skeptisch Angefressene mal außen vor). Es ist nicht zu erwarten, daß der Ökologismus hier eine andere Entwicklung nehmen wird. Was wir hier momentan, auf die Person Greta Thunberg projiziert sehen, ist die apokalyptische Spielart solcher Heilslehren. Zu den Bedingungen zählt wohl eine als verstörend empfundene tiefe Krise der alten Glaubensgewißheit, in Einheit mit einem politischen Zerfall (zumindest einem so empfundenen). Bei der Jungfrau von Orleans (das erste Beispiel, das mir als Exempel einfällt: die Parallelen zum Fall G.Th. sind recht gespenstisch) haben wir die siet Jahrzehnten im 14.&15. Jhdt, vergeblichen französischen Bemühungen, die englische Besatzung loszuwerden, plus ein Aufkommen neuer, nun, Gurus, anders als bei den Waldensern und Albigensern vor ihnen, denen hauptsächlich die Muttergottes als direkte Auftraggeberin erscheint. Die Wiedertäufer um Jan Matthys & Jan van Leyden zeigen genau diesen Glauben an die unmittelbare Endzeit, gekoppelt mit der Entwurzelung durch die Reformation plus ein politisches Vakuum. Für die Pendants etwa in Brasilien, in Canudos unter Antonio Consilheiro, ca. 1884 bis definitiv Juni 1897 oder das pseudochristliche Erlösungsreich Hong Xiuquans während des Taipingaufstands 40 Jahre davor gelten exakt dieselben Bedingungen. Damit will ich nicht sagen, daß der Gretatismus solche desaströsen Folgen zeitigen wird (obwohl ich mir in diesem Beritt allmählich meine Skepsis abgewöhne): wie geschrieben, wirkt diese Bewegung in weiten Teilen wie eine hilflose Parodie auf solche Bewegungen, als sei da nicht der hl. Geist, sondern Monty Python der spiritus rector. Das die Gleichheit der Muster, die sich hier zeigt, ist frappant. Ebenso frappant: daß historische Aufklärung, Wissen um apokalyptische Kulte (man kann das ja alles leicht nachlesen, angefangen bei Norman Cohn), eine Mediendemokratie mit Archiven und Expertenwissen und historischen Fachbereichen, exakt nichts ändert. Wie es scheint, wird die Wirkung historischer Bildung, zumal als Sicherung vorm erneuten Durchbrennen der Sicherungen, heillos (no pun intended) überschätzt. Andererseits: bei Religion, bei der Sinngebung der eigenen Existenz, bei der Aufladung der eigenen Zeitläufte in einer Heilsgeschichte, an der man Teil hat (jedenfalls, wenn man auf der richtigen Seite steht & kein Ketzer ist), gelten andere Maßstäbe als die der Ratio. Religion, merkt Walter Burkert (in Homo necans, 1972, und mit Blick auf die antiken Mysterienkulte) an, ist ein Tun, kein Denken. Der homo religiosus fragt nicht nach Gründen, er ist. Weswegen die Hoffnung, hier mit rationalem Disput reingrätschen zu können, vergeblich ist. #13 RE: "Klimanotstand" antworten Die Lage kurz und einfach - schon fast auf Kika-Niveau - dargestellt von Skeptiker Prof. Richard Lindzen: https://www.youtube.com/watch?v=OwqIy8Ikv-c #14 RE: "Klimanotstand" antworten Schon immer war mir die spirituelle Aufladung des Ökologismus und dessen Untergruppen wie der Klimaschutz bewusst. Das Hantieren mit scheinbar wissenschaftlichen Argumenten ist lediglich eine Form der Aggitation, bzw. der Missionierung, und hat nur in Ausnahmefällen das Bedürfnis nach Wissen als Ursache. Im Tagespiegel war gestern ein sehr hörenswertes Gespräch mit dem Soziologen Hans Joas über das Religiöse in politischen Bewegungen. Da geht es auch um Greta. Als Empfehlung für den Sonntag: https://www.tagesspiegel.de/politik/caus...s/24305226.html 08.05.2019 21:36 #15 RE: "Klimanotstand" antworten Die beiden Bewegungen, die sich in den letzten 150 Jahren in der Konkurrenz um dieses geistige Biotop bemüht haben, haben genau dieses Sinnversprechen im Angebot gehabt: die Rote Religion des Sozialismus (egal, in welcher Verwässerung) und die Grüne Religion des Ökologismus. Vereint sich das nicht in Rousseau? #16 RE: "Klimanotstand" antworten Bei Tichy heute eine prägnante Zusammenfassung, wohin die Reise geht. "Unerbittlichkeit, unbedingter Wahrheitsanspruch, Welterlösungs-Phantasien - und der Versuch, die totale Kontrolle über das Leben der Anderen zu erlangen: Der Klimakampf ähnelt immer mehr dem Freund-Feind-Denken des Klassenkampfes." Merke: Wenn der Bürger nicht mitmacht, wie die grüne Umweltlobby und ihr industrieller Komplex es will, dem wird am Ende eine Öko-Diktatur in Aussicht gestellt. Oder besser: Bürger, ihr müsst diktatorische Regeln hinnehmen und freiwillig mitmachen, sonst muss die Öko-Diktatur durchgesetzt werden. Nicht mehr die kommunistische Partei wegen ihrer intimen Kenntnisse über den Fortgang der Welt dank Studiums von Karl Marx übernimmt die Rolle der Avantgarde – diesmal sind es sogenannte „Klimaforscher“. Begründet wird das alles mit dem drohenden Untergang. Was man bislang nur für den Irrsinn einiger Sekten möglich hielt oder für die Paranoia sozialistischer Gewaltsysteme – längst ist es Alltagspredigt im früher aufgeklärten, kritischen westlichen Denken. Der ultimative Untergang droht in 12, ach was, in 3 Jahren. Die eigene Lächerlichkeit wird gar nicht mehr wahrgenommen, das Kurzzeitgedächtnis dominiert, der Wunsch ist Vater des Gedankens. „Noch 13 Jahre, um die Welt zu retten“ titelte der Focus am 22.2. 2007. Noch bleiben uns nach dieser Rechnung knapp 2 Jahre. Glücklicherweise werden Voraussagen der Klimaforschung stillschweigend revidiert. Die Ökologie dient als Camouflage, endlich den Primat der Politik durchzusetzen und eine Art Öko-Planwirtschaft einzuführen: Der totale Umbau zunächst der Energiewirtschaft und jetzt der Automobilwirtschaft gibt den Feinden der Marktwirtschaft und Anhängern des total regierenden Staates die Mittel in die Hand, auf die sie so lange warten mussten. Die Wirtschaft wird nach ihren Vorstellungen umgebaut, die Konsumenten gelenkt, die Produktionsweise bestimmt, die Entwicklung geplant und durchgesetzt. Aber längst geht es nicht mehr um Fakten. Nichts sprich dagegen, die Verwendung von Plastik zu reduzieren. Aber die Vermüllung der Weltmeere hat mit Deutschland, das seinen Müll trennt und nahezu perfekt entsorgt, nichts zu tun. Keine deutsche Plastiktüte, kein deutsches Wattestäbchen, kein hier verwendeter Strohhalm und keine Gemüseverpackung landet dort, wohin die asiatischen Flüsse ihre Schmutzfracht entladen. Offensichtlich geht es nur um den tief innewohnenden Wunsch, den hedonistischen Konsumenten zu drangsalieren. Zwar soll das Wegwerfen von Lebensmitteln – und das aus gutem Grund – verringert werden. Aber die Abschaffung von Schutzhüllen wird eher Verfaulen und Vergammeln befördern statt verhindern. Die große Transformation scheitert an sich selbst, wie der Große Sprung über die eigenen Füße stolperte und die sozialistischen Systeme von Innen her kollabierten: Planwirtschaft und Diktatur sind nicht innovativ, nicht anpassungsfähig, nicht menschengerecht. Die schlechte Nachritt dabei ist: Ehe der Klassenkampf sich auf einige wenige Refugien in Nordkorea, Kuba und Venezuela reduziert, hat er mehrere hundert Millionen Menschen getötet. https://www.tichyseinblick.de/tichys-ein...e-klassenkampf/ #17 RE: "Klimanotstand" antworten Es geht um diesen Artikel: https://www.focus.de/wissen/klima/klimaw...aid_125121.html Insgesamt sechs Studien erwähnen, dass die CO2-Emissionen spätestens bis zum Jahr 2015 zurückgehen müssen, damit die globale Erwärmung nicht aus dem Ruder läuft. Das tolerierbare Höchstniveau für Kohlendioxid liegt diesen Arbeiten zufolge nur bei 400 ppm. Unter dieser Schwelle könnte man nur bleiben, wenn der globale Treibhausgasausstoß bis 2050 – je nach Studie – um 48 bis 86 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 gedrosselt würde. Die 400 ppm haben wir schon geknackt. Aber längst geht es nicht mehr um Fakten. Auch hier im Forum schon lange nicht mehr. #18 RE: "Klimanotstand" antworten ..., wohin die Reise geht. In unserer Lokalzeitung, letzte Samstagsausgabe, auf der Seite "Wissen" (bei Greenpeace habe ich die Quelle gefunden): https://www.greenpeace-magazin.de/ticker...tin-frimmer-dpa Ist das 'nudging'? Muss ich das nun des Öfteren lesen? #19 RE: "Klimanotstand" antworten Zitat von Xanopos im Beitrag #17 Nett, was in Ihrem Link zu lesen ist (Farbgebung nach dem Original): Daß die Mauna-Loa-Meßreihe, 1959 von Keeling begonnen, die hier als einzige Referenz für die Angaben der NOAA dient, umstritten ist, wissen Sie? Da wird nämlich an den Rohdaten rumgeschraubt, um den Pi mal Daumen ermittelten Eintrag rauszufiltern, wer sich daraus ergibt, daß man auf der Spitze eines aktiven, ausgasenden Vulkans sitzt. Davon ab ist eine Aussage wie "Das tolerierbare Höchstniveau für Kohlendioxid liegt diesen Arbeiten zufolge nur bei 400 ppm" ein schönes Beispiel für Humbug & Betrug unter dem Deckmantel von "Wissenschaft." Das ist genau jene Panikmache, die aller erdgeschichtlicher und biologischer Evidenz Hohn spricht. Ein guter Hinweis darauf, daß es sich bei der Öko-Panik, mit der wir seit nunmehr 1962 in Permanenz bespaßt werden, um H&B handelt, platt gesprochen: um Ideologie zum Zweck ulteriorer Ziele, läßt sich daran sehen, daß es in keinem einzigen Fall nach dem Scheitern der Voraussagen - und sie sind sämtlich gescheitert, ausnahmslos - Entwarnungen, Korrekturen, Richtigstellungen gegeben hat. Nicht beim DDT, nicht bei der Bevölkerungsbombe, nicht beim "sechsten Artensterben", nicht beim Ozonloch, nicht bei der "neuen Eiszeit", nicht beim Waldsterben, mit bei Peak Oil oder irgendweiner der malthusianischen Knappheitsprognose des Club of Rome. Wenn ein Ansatz gnadenlos und ohne Ausnahme scheitert, darf man vermuten, daß er als Prinzip falsch ist. Das gilt nicht nur für den Sozialismus. #20 RE: "Klimanotstand" antworten Daß die Mauna-Loa-Meßreihe, 1959 von Keeling begonnen, die hier als einzige Referenz für die Angaben der NOAA dient, umstritten ist, wissen Sie? Nein, die NOAA beruft sich natürlich nicht auf eine einzige Messreihe: The graph shows recent monthly mean carbon dioxide globally averaged over marine surface sites. The Global Monitoring Division of NOAA/Earth System Research Laboratory has measured carbon dioxide and other greenhouse gases for several decades at a globally distributed network of air sampling sites [Conway, 1994]. A global average is constructed by first fitting a smoothed curve as a function of time to each site, and then the smoothed value for each site is plotted as a function of latitude for 48 equal time steps per year. A global average is calculated from the latitude plot at each time step [Masarie, 1995]. Go here for more details on how global means are calculated. Und warum soll die Mauna-Loa-Meßreihe umstritten sein? #21 RE: "Klimanotstand" antworten Zitat von Martin im Beitrag #18 Und so voll aus dem Leben gegriffen, macht sich seit Jahren Gedanken ums Klima fährt aber jeden 6 km mit dem Auto zur Arbeit, obwohl er eine U-Bahn Verbindung hätte. Wer kämpft sich nicht gerne zweimal am Tag durch den Großstadtverkehr samt anschließender Parkplatzsuche. #22 RE: "Klimanotstand" antworten Wenn sie spezifische Kritik an Forenbeiträgen haben, formulieren und begründen Sie diese gerne, aber unterlassen sie bitte unspezifische, pauschale Anwürfe gegenüber allen Forenmitgliedern. Ich kann nicht für andere sprechen aber zumindest was mich betrifft, ist das nicht der Diskussionstil den ich hier wünsche. #23 RE: "Klimanotstand" antworten Fall jemand noch Zweifel an dem von Roland Tichy formuierten Befund hegt, möge er bitte zur Kenntnis nehmen, was Frau Kipping hier äußert: https://www.katja-kipping.de/de/article/...Cbertragen.html Das läuft bestimmt nicht immer reibungslos. Aber Reibungslosigkeit kann auch nicht unser Ziel sein. Entscheidend ist die Haltung, Druck aus der Gesellschaft, Kritik aus den Bewegungen nicht als Angriff zu verstehen, den es zurückzuweisen gilt. Der Druck aus den Bewegungen ist vielmehr Treibstoff für eine Radikalisierung nach links. […] Wir brauchen nicht weniger als eine zivile Rebellion gegen die Zumutungen des Neoliberalismus. […] Jetzt bestimmen linke Themen die Debatte wie Enteignung, Klimanotstand oder Sozialismus. Das ist die unverstellte Kampfrhetorik der Kommunisten alten Schlages. Wie die Umsetzung in der Praxis stets ausgesehen hat, dürfte bekannt sein. Und natürlich ist das Gegenteil wahr: jahrelang hat man alles, was vom linken Konsens abwich, pauschal in die braune Ecke gestellt und dämonisiert, einschließlich der Forderung, geltendes recht umzusetzen. Die "Grenze des Sagbaren" hat sich extrem nach links verschoben. 14.05.2019 05:33 #24 RE: "Klimanotstand" antworten Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #23 Das läuft bestimmt nicht immer reibungslos. Aber Reibungslosigkeit kann auch nicht unser Ziel sein. Entscheidend ist die Haltung, Druck aus der Gesellschaft, Kritik aus den Bewegungen nicht als Angriff zu verstehen, den es zurückzuweisen gilt. Der Druck aus den Bewegungen ist vielmehr Treibstoff für eine Radikalisierung nach links. […] Wir brauchen nicht weniger als eine zivile Rebellion gegen die Zumutungen des Neoliberalismus. […] Wo hat die Linke jemals ökologisch sensibel regiert? Fährt man Venezuela wirtschaftlich an die Wand damit weniger Öl gefördert wird? #25 RE: "Klimanotstand" antworten Entschuldigung, ich wollte nicht allen Usern etwas unterstellen, diese Bemerkung nehme ich natürlich zurück, ich werde mich in Zukunft auf konkrete Beiträge beziehen. «« Precht hat (in diesem Punkt) Recht: Die Deutschen lieben Verbote. Aber warum nur? Kampagnen zu Europa »»
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
Effektive Mittelwertbildungsalgorithmen mit minimalen Lags und ihre Verwendung in Indikatoren - Artikel über MQL4 14 April 2016, 13:27 Ich denke, es gibt keine Notwendigkeit zu erklären, wie wichtig die Glättungsalgorithmen für die technische Analyse und für Handelssysteme sind. Es ist genug, nur mal auf einen Code eines Indikators zu gucken, um da explizite oder implizite einen Mittelwertbildungsalgorithmus zu finden. Wenn wir einen genaueren Blick auf Online-Handelsplattformen und Client-Terminals werfen, dann stellen wir fest, dass in meisten von ihnen einfache aber nicht so effektive Mittelwertbildungsalgorithmen verwendet werden, zwar sind aber viele basierend auf diesen Mittelwertbildungsalgorithmen programmiert worden. Es sind schon momentan viel effektiver Glättungsalgorithmen entwickelt worden. Allerdings der Versuch, sie in Indikatoren anzuwenden, aufgrund erheblicher Komplexität der Algorithmen, haben ergeben, dass die Programmierer einfach keine Geduld hatten und machten höchstens ein oder zwei Indikatoren, die keineswegs immer richtig bedienten. Danach hatten sie in der Regel keine Lust mehr, in diese Richtung zu arbeiten. Der grundlegende Vorteil der einfachen Mittelwerte ist, dass sie immer verfügbar sind als einfache benutzerdefinierte Funktionen, die überall und jederzeit angewendet werden können. In diesem Artikel möchte ich Händler, die MQL4 kennen, effektiver Mittelwertbildungsalgorithmen mit minimaler Verzögerung vorschlagen, die als einfache benutzerdefinierte Funktionen dargestellt werden. Die Verwendung dieser Funktionen ist nicht komplizierter als die Verwendung der technischen Indikatoren. Die Funktionen wurden schon vor langer Zeit geschrieben, und ihre Betriebsqualität wurde auch ziemlich lange geprüft. Aber es wurden bei ihrer Arbeit keine Fehler oder Probleme, oder falsche Berechnungen gefunden. So werden wir die folgenden Algorithmen berücksichtigen: - JJMASeries () - ist der adaptive JMA Glättungsalgorithmus; - JLiteSeries() - ist der JMA Glättungsalgorithmus ohne einen adaptiven Algorithmus; - JurXSeries () - ist der Ultra-Linear-Glättungsalgorithmus aus dem Indikator JRSX; - ParMASeries() - ist der Glättungsalgorithmus basierend auf parabolischer Annäherung; - LRMASeries () - ist der Algorithmus basierend auf den linearen Regressions-Glättung; - T3Series () - ist der Glättungsalgorithmus basierend auf den Tilson-Algorithmus. Die Realisierung der Glättungsfunktion Die Funktionen werden als die folgenden Dateien dargestellt: JJMASeries.mqh, JLiteSeries.mqh, JurXSeries. mqh, ParMASeries.mqh, LRMASeries.mqh, T3Series.mqh. Die Funktionsaufrufe selbst sind absolut gleich, der einzige Unterschied ist, dass einige Funktionen keine einige externer Variablen haben. Solche Funktionen werden in der Regel für die Verarbeitung der individuellen und Indikator-Arrays gebaut, die als externer Variablen arbeiten. Meiner Meinung nach ist es nicht immer bequem, so wäre es viel besser, solche Funktionen für die Verarbeitung der normalen Variablen zu verwenden, und nicht Arrays. In diesem Fall kann man eine unbegrenzte Menge von Glättungen mit diesen Algorithmen innerhalb von einer Berechnungsloop machen! Ich denke, dass es nicht notwendig ist, den Code der Funktionen in diesem Artikel zu geben. Der Code wird nur für diejenigen interessant sein, die ähnliche Funktionen basierend auf die anderen Algorithmen erstellen will. Wir interessieren uns nur für den Algorithmus des Funktionsaufrufs im Code des Indikators, das heißt, die praktische Anwendung der Funktionen. Funktion JJMASeries () Lass uns am Anfang die Funktion JJMASeries() kennenlernen: Die Datei JJMASeries.mqh enthält vier Funktionen: JJMASeries(), JJMASeriesResize(), JJMASeriesAlert() и JMA_ErrDescr(). Die Datei enthält auch Variablen, die als globale erklärt sind. Die Funktion JJMASeries() wird für die Verwendung des JMA-Algorithmus beim Schreiben aller technischen Indikatoren oder Expert Advisors vorgesehen, in dem die Berechnung für die klassischen Mittelwertbildung mit dem Algorithmus ersetzt wird. Die Funktion funktioniert nicht, wenn limit den Wert von Null nimmt! Alle Indikatoren, die ich für JJMASeries entwickelt habe, wurden diese Einschränkung berücksichtigen. Die Datei muss im Ordner MetaTrader\Experten\include\ gespeichert werden. Man muss auch beachten, dass die Funktion JJMASeries() den Nullwert im Bar zurück liefert, wenn der Wert der Variable bar mehr ist, als der Wert der Variable MaxBar! Und deshalb kann dieser Wert nicht als Nenner in einem Bruch für die Berechnungen eines Indikators sein! In den folgenden 30 Bars liefert die Funktion JJMASeries() auch Null zurück! Diese Version der Funktion JJMASeries() unterstützt Advisors Experts, wenn sie in den Benutzerindikatoren verwendet wird, die von dem Expert Advisor aufgerufen werden. Außerdem ist diese Version der Funktion JJMASeries() unterstützt Advisors Experts, wenn sie im Code des Indikators verwendet wird, der vollständig im Experten-Code platziert ist, und haltet alle DO-Protokollen und Variablen gespeichert! Beim Schreiben der Indikatoren oder Expert Advisors mit der Funktion JJMASeries, ist es nicht empfohlen, die Variablen-Namen mit dem Anfang nJMA...oder dJMA ...zu benennen Die Funktion JJMASeries() kann im internen Code der anderen benutzerdefinierten Funktionen verwendet werden, wenn es angenommen wird, dass jeder Aufruf zu JJMASeries () bei jedem Aufruf zu einer solchen benutzerdefinierten Funktion seine eindeutige Nummer haben muss. Diese Version der Funktion JJMASeries() ist für die Verarbeitung der Variablen vorgesehen, die mit Arrays der Zeitreihenanordnungen vom aktuellen Chart verbunden sind! Wenn diese Funktion für die Verarbeitung der Variablen verwendet wird, die basierend auf Arrays der Zeitreihenanordnungen von den anderen Charts berechnet sind, wird ein Fehler in der Berechnung sein! - number - die Ordnungsnummer des Funktionsaufrufs JJMASeries() im Code des Indikators (0, 1, 2, 3 u.s.w); - din - der Parameter, der die Parameter Length und Phase auf jedem Bar ändern kann. 0 - das Verbot, die Parameter zu ändern, jeder andere Wert bedeutet, dass es möglich ist; - MaxBar - Der Maximalwert, der die Nummer des berechneten Bars annehmen kann(bar). Normalerweise ist es Bars-1-Periode, wo "period" ist die Anzahl der Bars ist, auf den der Anfangswert series nicht berechnet wird; - limit - Die Anzahl des noch nicht berechneten Bars sowie eine oder die Nummer des letzten noch nicht berechneten Bars. Es muss gleich mit Bars-IndicatorCounted()-1 sein; - Length - Glättungstiefe; - Phase - Der Parameter im Bereich zwischen -100 .. . und +100, Sie beeinflusst auf die Qualität des vorübergehenden Prozess; - series - Der Eingabeparameter, über den die Berechnung der Funktion JJMASeries() durchgeführt wird; - bar - Die Nummer des berechneten Bars. Dieser Parameter muss von dem DO aus dem Maximalwert auf Null geändert werden. Daraufhin muss der Maximalwert immer mit dem Wert von limit gleich sein! - JMASeries() - der Wert der Funktion JMA. Bei Werten des Parameters bar mehr, als MaxBar-30 ist, liefert die Funktion JJMASeries() immer Null zurück! - reset - Der Parameter, der über dem Link den Wert zurückliefert, der von 0 unterschiedlich ist, wenn es einen Fehler in der Funktionsberechnung gab und der liefert 0, wenn die Berechnung in Ordnung war. Dieser Parameter kann nur variabel sein, aber nicht einem Wert! Funktionsinitialisierung Bevor die Funktion JJMASeries() aufgerufen wird, und die Anzahl der berechneten Bars schon gleich mit 0 ist, sollten die Größen der internen Puffersvariablen der Funktion verändert werden (es wäre noch besser, das im Initialisierungsblock des benutzerdefinierten Indikators oder des Expert Advisors zu tun). Dazu ist es notwendig, die Variablen von der Funktion JJMASeries() durch die Hilfsfunktion JJMASeriesResize() mit den folgenden Parametern aufzurufen: JJMASeriesResize(number+1); es ist notwendig, den Parameter "number" (MaxJMA.number) gleich der Aufrufszahl zu JJMASeries zu machen, das heißt, um 1 größer als der Maximalwert von number zu machen. Zusammen mit der Änderungen der Puffersgröße von JJMASeries() kann man im Initialisierungsblock die Eingabewerte der Variable Length und Phase durch JJMASeriesAlert() prüfen, ob ihre Änderungsbereich entsprechend sind. Diese Variable sind auch die Eingabeparameter der Funktion JJMASeries(): - Number - Der Parameter, der zwei Werte annehmen kann: 0 - für die Überprüfung des Eingabeparameters ExternVar, ob er innerhalb des Änderungsbereichs des Eingabeparameters Length von JJMASeries() liegt und 1 - für die Überprüfung des Eingabeparameters ExternVar, ob er innerhalb des Änderungsbereichs des Eingabeparameters Phase von JJMASeries() liegt; - name - Der String Name des Eingabeparamters ExternVar, um eine Warnung zu geben; - ExternVar - Der Eingabeparameter des Indikators Wenn Indikatoren eingerichtet werden, können ihre Code Fehler enthalten. Um die Gründe zu erfahren, sollte man die Log-Datei betrachten. Die Funktion JJMASeries() zeichnet alle Fehler in der Log-Datei im Ordner mit dem Namen \MetaTrader\EXPERTS\LOGS\. Wenn ein MQL4-Fehler im Code der vorhergehenden Funktion auftritt, bevor die Funktion JJMASeries() aufgerufen wird, dann schreibt die Funktion den Fehlercode und den Inhalt des Fehlers in einer Log-Datei. Wenn ein MQL4-Fehler beim Aufruf der Funktion JJMASeries() im Algorithmus JJMASeries() auftritt, dann schreibt die Funktion den Fehlercode und den Inhalt des Fehlers in einer Log-Datei. Wenn die Nummer number beim Aufruf der Funktion JJMASeries() falsch eingegeben wird oder die Größe der Puffervariablen von nJJMAResize falsch definiert wird. In Size der Log-Datei wird die Meldung über die falsche Definition dieser Variablen geschrieben. Genauso wird die Information bei der falschen Definition des Parameters limit geschrieben. Wenn es bei der Änderung der Puffer-Größen der Funktion JJMASeries während des Aufrufs der Funktion init() fehlschlägt, dann schreibt die Funktion JJMASeriesResize() die Information über die fehlgeschlagenen Änderung der Größen in der Log-Datei. Wenn die richtige Reihenfolge der Änderung des Parameters bar beim Aufruf der Funktion JJMASeries() durch den externen DO gestört wurde, dann wird auch diese Information in der Log-Datei geschrieben. Man muss auch beachten, dass einige Fehler des Programmcodes künftig noch andere Fehler in seiner Ausführung schaffen, und deswegen, wenn die Funktion JJMASeries() in ihrer Log-Datei direkt ein paar Fehler schreibt, dann sollen sie in der Reihenfolge ihres Auftretens beseitigt werden. In einem richtig geschriebenen Indikator kann die Funktion JJMASeries() Datensätze in der Log-Datei nur dann machen, wenn die Systemstörungen geben. Ausnahmsweise können die Größe-Änderungen der Puffer-Variablen bei der Überbelastung des Indikators oder des Expertes geschrieben werden, die bei jedem Aufruf der Funktion init() geschieht. Alle MQL4-Fehler werden in der Log-Datei mit der Funktion JMA_ErrDescr () geschrieben, die den Code und den Fehlerinhalt nach seinem Code schickt, welcher mit Hilfe von GetLastError() erhalten wird. Das Beispiel des Aufrufs der Funktion JJMASeries() (doppelte JMA Glättung des Eingangspreises): extern int Length1 = 5; // die erste  Glättungstiefe extern int Length2 = 5; // die zweite  Glättungstiefe // Die Verschiebung des Indikators entlang der Zeitachse //---- die Variablen mit Gleitkomma //----+ Eingabe der Funktion JJMASeries //----+ Eingabe der Funktion JJMASeriesResize //----+ Eingabe der Funktion JJMASeriesAlert //----+ Eingabe der Funktion JMA_ErrDescr //----+ Eingabe der Funktion PriceSeries //----+ Eingabe der Funktion PriceSeriesAlert //---- 1 Indikatorpuffer wurde für die Zählung verwendet //---- Horizontale Verschiebung der Indikator-Linie //---- Einstellung der Abbildungsgenauigkeit des Indikatorsformats //----+ Die Änderung der Größe bei Puffervariablen der Funktion JJMASeries, //nJMAnumber=2(zwei Aufrufe zur Funktion JJMASeries) //---- Einstellung der Warnungen für nicht akzeptablen Werte der externen Variablen //---- (Ohne diese Neuberechnung für counted_bars wird die Funktion JJMASeries //     nicht korrekt funktionieren!!!) // Der Aufruf zu der Funktion PriceSeries für die Erhaltung des Eingangspreises Series // zwei Aufrufe zur Funktion JJMASeries nach Nummern 0, 1. Parameter //nJMA.Phase und nJMA.Length //Ändern sich nicht an jedem Bar (nJMA.din=0) //(Im zweiten  Aufruf des Parameters nJMA.MaxBar  wird um 30   verringert. denn es //ist die wiederholte JMA Glättung) // Überprüfung auf die Abwesenheit des Fehlers in der vorherigen Operation So können die folgenden Punkte in der Anwendung dieser Funktion hervorgehoben werden: 1. Erklärung der Funktionen, die im Inhalt der Datei JJMASeries. mqh mit der Zeile #include <JJMASeries.mqh> am Textanfang des Indikators sind. Es werden Variablen und vier Funktionen erklärt: JJMASeries(), JJMASeriesResize(), JJMASeriesAlert() и JMA_ErrDescr(); 2. Die Änderung der Größen der Pufferelemente, die in der Funktion JJMASeries() mit der Funktion JJMASeriesResize() im Initialisierungsblock verwendet werden; 3. Die Überprüfung mit der Funktion JJMASeriesAlert() im Initialisierungsblock, ob die Werte der externen Variable vom Indikator korrekt sind, welche die externen Variable der Funktion JJMASeries() sind; 4. Die Aufrufe zur Funktion JJMASeries(), die durch den DO mit den entsprechenden Fehlerüberprüfungen gemacht wurden. Der Aufruf-Algorithmus zu den anderen Funktionen mit dem oben betrachteten Algorithmus ist ähnlich, aber es gibt einige Unterschiede in der Anzahl der externen Variablen in Funktionen: Es sollte klar sein, dass die Funktionen JJMASeries() und JLiteSeries() im gleichen Expert Advisor oder Indikator nicht kompatibel sind! Tatsächlich ist in der Datei JLiteSeries. mqh der gleiche Code JMA mit dem Namen der Funktion JJMASeries() ohne Anpassung platziert worden! Um die Funktion JJMASeries() um JLiteSeries() im Experten oder im Indikator zu ersetzen, ist es genug, die Zeile #include<JJMASeries mqh> um die Zeile #include<JLiteSeries. mqh> zu ersetzen. Alle Aufrufe zu den Funktionen der Datei JLiteSeries. mqh werden als Aufrufe für die Funktionen betrachtet, die identisch zu den Funktionen der Datei JJMASeries.mqh gehen . Weitere Funktionen sind voll kompatibel innerhalb im gleichen Indikator oder Expert Advisor-Code. In Funktionen ParMASeries () und LRMASeries (), wird der Wert der externen Variablen period mit 501 begrenzt. Wenn die größere Werte gebraucht werden, dann muss man die ersten (nicht nullwertigen) Werte der Puffers ersetzen dParMA.TempBuffer[][501] und dParMA.TEMPBUFFER[][501] für die Funktion ParMASeries() oder dLRMA. TempBuffer[][501] und dLRMA.TEMPBUFFER[][501] für die Funktion LRMASeries() in Dateien ParMASeries. mqh und LRMASeries. mqh bzw. Die Funktionen JurXSeries() Das Beispiel des Aufrufs der Funktion JJMASeries() (Ultra-Linear Glättung des Eingangspreis mit zusätzlicher JMA Glättung): In der Basis  auf diesen  Indikator  liegt  der Glättungsalgorithmus vom Indikator JRSX.    Das Endergebnis dieses Algorithmus hat einige Ähnlichkeiten mit der doppelten Glättung JMA, aber auf Grund ihrer Einfachheit ist weniger perfekt. extern int JurX_Length  = 5; // die Glättungstiefe JurX extern int JJMA_Length  = 4; // die Glättungstiefe JJMA // Der Parameter der Glättung JJMA, der sich im Bereich zwischen -100 ... +100 ändert, // beeinflusst auf die Qualität des vorübergehenden Prozess; extern int Shift        = 0;      // Die Verschiebung des Indikators entlang der Zeitachse //----+ Eingabe der Funktion JurXSeries //----+ Eingabe der Funktion JurXSeriesResize //----+ Eingabe der Funktion JurXSeriesAlert //----+ Eingabe der Funktion JurX_ErrDescr //----+ Die Änderung der Größe bei Puffervariablen der Funktion JurXSeries, //(zwei Aufrufe zur Funktion JurXSeries) //(Ein Aufruf zur Funktion JJMASeries) //(Ohne diese Neuberechnung für counted_bars wird die Funktion JurXSeries // nicht korrekt funktionieren!!!) //     Es werden alle neue Bars neuberechnet //----+ Der Aufruf zu der Funktion PriceSeries für die Erhaltung des Eingangspreises //       Series //----+ Ein Aufruf zur Funktion JurXSeries nach der Nummer 0. //Der Parameter nJJurX.Length ändert sich nicht an jedem Bar (nJurXdin=0) //----+ Überprüfung auf die Abwesenheit des Fehlers in der vorherigen Operation //----+ Definition des Berechnungsfehlers  vom Parameter JurX //----+ Der zweite Aufruf zur Funktion JurXSeries nach der Nummer 1. //----+ Ein Aufruf zur Funktion JJMASeries nach der Nummer 0. //      Die Parameter nJMA.Phase und nJMA.Length ändern sich nicht an jedem Bar In diesem Beispiel sollte die Tatsache beachtet werden, dass die Funktion JurXSeries() sowohl den Eingangspreis auch die Konstante zur Mittelwertbildung führt! Wenn das erhaltende Mittelungsergebnis durch den konstanten Wert geteilt wird, werden wir den Glättungsfehler erhalten. Um ein genaueres Ergebnis der Glättung der Preisreihe zu erhalten, ist es notwendig, das Glättungsergebnis durch diesen Fehlerwert zu teilen. Das wurde eben in unserem Fall getan. In beiden weiteren Fällen werden Zähler und Nenner separat geglättet, so gibt es keine Notwendigkeit, den obigen Vorgang zu wiederholen. Ein solcher Fehler bei anderen Glättungsfunktionen tritt nicht auf. Das Beispiel des Aufrufs der Funktionen JJMASeries() und JurXSeries() (Analog des Indikators CCI mit zusätzlicher JMA Glättung): extern int  JJMA.Length = 8;  // die Glättungstiefe JJMA des Eingangspreises // die Glättungstiefe JurX des erhaltenden Indikators //---- Die ganze Konstanten //---- Die Darstellungsarten des Indikators //---- 1 Indikatorpuffer wurde für die Zählung verwendet. //---- Einstellung der Genauigkeit der Format (Die Anzahl der Zeichen nach dem dezimalen Komma) //---- Die Initialisierung der Koeffizienten, um Indikator zu berechnen //---- (Ohne diese Neuberechnung für counted_bars werden die Funktionen JJMASeries //und JurXSeries nicht korrekt funktionieren!!!) //Es wurden alle neue Bars neuberechnet //alle Bars beginnt //---- Die Korrektur des berechneten Anfangsbars in der Loop //----+ Ein Aufruf zur Funktion JJMASeries nach der Nummer 0 //----+ Die Parameter nJMA.Phase und nJMA.Length ändern sich nicht an jedem //      Bar (nJMA.din=0) //----+ zwei Aufrufe zur Funktion JurXSeries nach Nummern 0 und 1. Der Parameter nJJurXLength ändert sich nicht //an jedem Bar (nJurXdin=0) Die folgende Tatsache sollte beachtet werden: Nach zwei Glättungen mit der Funktion JurXSeries() wird einer erhaltende Wert geprüft, ob der Null nicht gleich ist, weil er ein Nenner ist! Das Beispiel des Aufrufs der Funktionen JJMASeries() und JurXSeries (Analog des Indikators RSI mit zusätzlicher JMA Glättung): Für  die Arbeit  müssen  die Daten //---- Die ganze Variable //---- Einstellung der Genauigkeit der Format (Die Anzahl der Zeichen nach dem dezimalen //     Komma) die Indikatorswerte zu visualisieren //---- Die Korrektur für nicht akzeptablen Werte des Parameters Length //Es werden alle Bars neuberechnet //Es werden alle neue Bars neuberechnet //----+ zwei Aufrufe zur Funktion PriceSeries für die Erhaltung des Unterschieds //      bei Eingangspreisen dPrice //      Der Parameter nJJurXLength //ändert sich nicht an jedem Bar (nJurXdin=0) //Überprüfung auf die Abwesenheit des Fehlers in der vorherigen Operation Funktion T3Series() Das Beispiel des Aufrufs der Funktion T3Series() (3 Bollinger-Bänder mit zusätzlicher Glättung T3): //---- Die Liniensarten des Indikators // Die Periode  der Mittelwertbildung J2Bollinger Bands extern double Bands_Deviations = 2.0; // Devitation extern int         MA_method = 0;   // Die Methode der Mittelwertbildung // die Glättungstiefe des erhaltenden Moving Avereges // die Glättungstiefe des erhaltenden Bollinger Bands // Der Parameter der Glättung, der sich im Bereich zwischen -100 ... +100 ändert, //----+ Eingabe der Funktion T3Series //----+ Eingabe der Funktion T3SeriesResize //----+ Eingabe der Funktion T3SeriesAlert //----+ Eingabe der Funktion T3_ErrDescr //---- 4 Indikatorpuffers wurden für die Zählung verwendet //---- Horizontale Verschiebung der Indikator-Linien //----+ Die Änderung der Größe bei Puffervariablen der Funktion T3Series, //nT3.number=7(7 Aufrufe zur Funktion T3Series) Alert("Der Parameter MA_method muss von 0 bis 3 sein" + " Sie haben nicht akzeptabel eingegeben " +MA_method+ " wird 0 verwendet"); //---- Die Korrektur für nicht akzeptablen Werte des Parameters Bands_Period // (Ohne diese Neuberechnung für counted_bars wird die Funktion T3Series //----+ Die Ladung der Eingangspreisen beim Puffer für die Berechnung //---- Die Überprüfung der Anzahl der Bars , damit sie ausreichend für die Berechnung Bollinger Bands wären //----+ Die Loop der Berechnung Moving Avereges //----+ Die Formel für die Berechnung Moving Avereges //----+ Glättung des erhaltenden Moving Avereges //----+ Ein Aufruf zur Funktion T3Series nach der Nummer 0. // Die Parameter nT3.Curvature und nT3.Length ändern sich nicht an jedem // Bar (nT3.din=0) //---- Die Berechnung Bollinger Bands //----+ Die Berechnung und T3 die Glättung Bollinger Bands //----+ 7 parallele Aufrufe zur Funktion T3Series //      nach Nummern 1, 2, 3, 4, 5, 6. //----+ Die Parameter nT3.Length ändern sich nicht an jedem Bar //----+ Die Berechnung Bollinger Bands ohne T3 Glättung Funktion ParMASeries() Das Beispiel des Aufrufs der Funktion ParMASeries() (ParMA Muving mit zusätzlicher Glättung JMA): Der gleitende Mittelwert ParMA, der auf Basis der parabolischen Regression mit Bändern berechnet ist extern int MA_Period  = 8; // Die Periode ParMA extern int Length = 3;   // Die Glättungstiefe extern int Shift  = 0;   // Die Verschiebung des Indikators entlang der Zeitachse //----+ Eingabe der Funktion ParMAMASeries //----+ Eingabe der Funktion ParMASeriesResize //----+ Eingabe der Funktion ParMASeriesAlert //----+ Eingabe der Funktion ParMA_ErrDescr //nJMAnumber=1(Ein Aufruf zur Funktion JJMASeries) //----+ Die Änderung der Größe bei Puffervariablen der Funktion ParMASeries, //nParMAnumber=1(Ein Aufruf zur Funktion ParMASeries) //---- Die Berechnung des Indikators //----+ Die Erhaltung des Anfangsindikators //----+ Ein Aufruf zur Funktion ParMASeries nach der Nummer 0 //----+ JMA die Glättung des erhaltenden Indikators, //der Parameter nJMA.MaxBar wurde um MA_Period verringert //----+ Ein Aufruf zur Funktion JJMASeries зnach der Nummer 0, // Die Parameter nJMA.Phase und nJMA.Length ändern sich nicht an jedem Bar An allen Indikatoren wird die Funktion PriceSeries() statt dem normalerweise angewendeten Array von der Zeitanordnung Close[] verwendet, bei deren Anwendung kein Problem auftreten soll: Der Eingabeparameter Input_Price_Customs kann sich von 0 bis 14 ändern. Abhängig vom Wert dieses Parameters liefert die Funktion die Preiswerte für das aktuelle Chart nach der Nummer des Bars, der als zweite Parameter angewendet wird: 0-CLOSE, 1-OPEN, 2-HIGH, 3-LOW, 4-MEDIAN, 5-TYPICAL, 6-WEIGHTED, 7-Heiken Ashi Close, 8-SIMPL, 9-TRENDFOLLOW, 10-0.5*TRENDFOLLOW, 11-Heiken Ashi High, 12-Heiken Ashi Low, 13-Heiken Ashi Open, 14-Heiken Ashi Close. Wenn es notwendig ist, kann man in der Funktion andere algebraische Daten schreiben, um die Eingangspreise basierend auf Arrays der Zeitreihenanordnungen zu definieren. Die Indikatoren mit der Verwendung der Funktion PriceSeries() sind sehr bequem bei der Optimierung und dem Test der Experten. Im Archiv NK_library.zip sind über 100 Indikatoren, die mit der Verwendung dieser Algorithmen geschrieben wurden. Diese Beispiele sind mehr als genug, um die erwähnten Funktionen zu verwenden, und dadurch andere Indikatoren zu schreiben. Alle Indikatoren aus dem Archiv mit diesen Versionen der Glättungsfunktionen funktionieren mit Experten ohne Fehler. Außer der Indikatoren mit den Namen, deren Name-ende mit HTF beendet. Diese Indikatoren wegen ihrer Berechnungsweise können mit Experten nicht zusammen verwendet werden! Die Indikatoren aus dem Archiv muss im Ordner des Client-Terminals: \MetaTrader\EXPERTS\indicators gespeichert werden. Die Funktionen werden im Archiv des Ordners INCLUDE sein. Den ganzen Inhalt dieses Ordners muss im Ordner des Client-Terminals: \MetaTrader\EXPERTS\INCLUDE gespeichert werden. Originalartikel: https://www.mql5.com/ru/articles/1450
de
q-de-2213
Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
BEST AZW "✓ Le Roman de l'adolescent myope" || READ (E-Book) ó Published by Mircea Eliade Irina Mavrodin on Apr 05, 2020 Apr 05, 2020 Le Roman de l'adolescent myope Comment Knigge für jeden Tag: Richtiges Benehmen. Zeitgem... Ahnenforschung: Schritt für Schritt zur eigenen F... Tumor raus - rein ins Leben! Mein erfolgreicher Ü... Rückerts kleine Gelenkschule: Effektives Training... Lebe lieber selbstbestimmt: Von negativen Einflüs... Frauen. Eine Bedienungsanleitung, die selbst Männ... Sicheres Auftreten. Das Erfolgstraining für ein s... Copyright © 2020 Le Roman de l'adolescent myope Wordpress Chameleon by Mircea Eliade Irina Mavrodin
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Was versteht man unter dem Begriff "Indikation" in der Medizin?
Der Begriff Indikation (von „anzeigen“) oder Anzeige (auch Heilanzeige) gibt an, wann eine medizinische Behandlung angemessen (angezeigt) ist. Im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen spricht man auch von Operationsindikation. Medizinische Indikationen Die medizinische Indikation bzw. Indikationsstellung lässt sich im Allgemeinen definieren als: „[...] ein fachliches Urteil im Einzelfall, initiiert durch den (mutmaßlichen) Willen des Patienten, normiert durch die ethischen Prinzipien ›nutzen‹ und ›nicht schaden‹ und basierend auf vergleichenden Prognosen zwischen dem unbehandelten Verlauf eines Leidens und der Wirksamkeit von Interventionen. Sie ist eine Empfehlung an den Patienten und eine professionsbedingte Selbstnormierung des Arztes.“Beispiel: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Therapieverfahren „Y“ indiziert, also angebracht bzw. angezeigt („Krankheitsbild“ ist nicht synonym mit Diagnose zu verwenden, sondern umfasst den Gesamtzustand und die Lebenssituation bzw. -perspektive eines Patienten). Verwaltungstechnische, weltanschauliche, finanzielle, juristische oder andere nicht-medizinische Gründe bildet der Begriff Indikation in seiner grundlegenden Bedeutung nicht ab. Im klinischen Sprachgebrauch hat sich folgende Abstufung von Indikationen eingebürgert (die Übergänge sind fließend): Notfallindikation: lebensbedrohliches, akutes Krankheitsbild bedarf akut lebensrettender Maßnahme (z. B. Notoperation bei akut lebensbedrohlicher Blutung nach Trauma – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen unverzüglich zu erwarten). Vitale Indikation: lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf lebensrettender Maßnahme (z. B. herzchirurgischer Eingriff bei einer Transposition der großen Gefäße – hier: Tod wäre ohne ärztliches Eingreifen zu erwarten, da Krankheitsbild spätestens nach einigen Monaten zum Tode führt). Absolute Indikation: ein Krankheitsbild bedarf einer entsprechenden Therapie, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Patienten so gering wie möglich halten zu können (z. B. Crossektomie und Exhairese der V. saphena magna bei V. saphena magna Insuffizienz IV° nach Hach – hier: Das Leben und die Lebensqualität des Patienten sind absehbar u. a. durch ein gehäuftes Auftreten von Thrombembolien und ein im Regelfall Fortschreiten des Leidens gefährdet). Relative Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild für einen Patienten vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig (z. B. operative Entfernung eines Sehnenscheidenhygroms – hier: Das Hygrom ist lästig, kann größer werden und beeinträchtigt den Patienten evtl. in seiner Lebensqualität). Keine Indikation: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild nicht angezeigt, da sie für einen Patienten keinen Vorteil verspricht (z. B. Betablocker (niedrig dosiert) beim Harnwegsinfekt – hier: Von Betablockern ist keine Besserung des Krankheitsbildes zu erwarten). Kontraindikation oder Gegenanzeige: eine Maßnahme ist bei einem entsprechenden Krankheitsbild unzulässig, da die Nachteile den Nutzen überwiegen (z. B. darf Acetylsalicylsäure wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung bei einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung nicht eingenommen werden). Ursächliche Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund der Ursache eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Abszessbehandlung bei Sepsis – hier: Der Abszess ist die Ursache der Blutvergiftung). Symptombezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund eines Symptoms eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Analgesie bei osteoporotischer Wirbelkörperkompressionsfraktur – hier: Das Schmerzmittel hat zwar weder einen Einfluss auf die Grundkrankheit, noch den Verlauf der Frakturheilung, ist aber aufgrund der damit verbundenen, den Patienten ggf. stark beeinträchtigenden Schmerzen notwendig). Diagnosebezogene Indikation: eine Maßnahme ist aufgrund einer einzelnen Diagnose im Rahmen eines Krankheitsbildes angezeigt (z. B. Vitamin-B12-Injektion aufgrund hyperchromer, makrozytärer Anämie bei autoimmuner Gastritis – hier: Das Vitamin kann die Anämie bessern, die im Zusammenhang mit der Entzündung auftritt). Psychotherapeutische Indikationen Eine psychotherapeutische Indikation zeigt an, welche medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung einer psychischen Störung angemessen sind. Voraussetzung ist eine in Bezug auf ein Außenkriterium (Wirksamkeit) valide und reliable Diagnostik. In der Psychotherapie unterscheidet man zwei Indikationsarten: Selektive Indikation: Wenn eine Psychotherapie sehr standardisiert abläuft, ist es wichtig, dass nur Patienten aufgenommen werden, die zu diesem Verfahren passen. Die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Patienten nennt man selektive Indikation (z. B. Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie, stationär oder ambulant). Sie ist prognostisch orientiert. Adaptive Indikation auch prozessuale genannt (L. Schmidt-Atzert, M. Amelang, 2012): Hier wird die Therapie im Verlauf dem Patienten angepasst. Sie ist verlaufs- und erfolgsbezogen. differentielle Indikation: „Bezieht sich diese Frage auf die Entscheidung, welches Therapieverfahren für einen Patienten am ehesten geeignet ist, handelt es sich um eine Fragestellung der differentiellen Indikation.“ (Thomas Fydrich, L. Schmidt-Atzert, M. Amelang: Psychologische Diagnostik, doi:10.1007/978-3-642-17001-0_10, Heidelberg 2012) Siehe auch Ärztliche Aufklärung Indikation (Begriffsklärung) Indikator (Begriffsklärung) Weblinks Einzelnachweise Therapie
PC als Fernseher benutzen Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen! Frage von Stephan Gerlach:Da gerade der Fernseher in der Werkstatt (;m�glicherweise l�ngere Zeit) ist, eine rein informative (;und eher hypothetische) Frage:Hab' von TV-Karten nicht allzugro�e (;um nicht zu sagen "gar keine") Ahnung. Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit auf dem Bildschirm erscheinen.Irgendwelcher Kram wie Video-Mitschnitt oder Bearbeiten von alten VHS-Kassetten ist nicht n�tig. Nur Empfang und das Programm in m�glichst guter Qualit�t anzeigen, sonst nix.Ist es egal, ob man da eine interne PCI-Karte (;billiger?) oder eine externe USB-2.0-Karte (;praktischer) nimmt? Kann man auch bedenkenlos gebraucht kaufen?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.) Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Da gerade der Fernseher in der Werkstatt (;m�glicherweise l�ngere Zeit) > ist, eine rein informative (;und eher hypothetische) Frage:> > Hab' von TV-Karten nicht allzugro�e (;um nicht zu sagen "gar keine") > Ahnung. Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC > "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine > Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als > "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default > eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit auf > dem Bildschirm erscheinen.Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte man �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des Bildes ist IMHO vielfach um l�ngen besser.> Irgendwelcher Kram wie Video-Mitschnitt oder Bearbeiten von alten > VHS-Kassetten ist nicht n�tig. Nur Empfang und das Programm in m�glichst > guter Qualit�t anzeigen, sonst nix.s.o.> Ist es egal, ob man da eine interne PCI-Karte (;billiger?) oder eine > externe USB-2.0-Karte (;praktischer) nimmt? Kann man auch bedenkenlos > gebraucht kaufen?Als mein TV durch Blitzschaden defekt ging, habe ich als Notl�sung, eine USB-Karte genommen, die das analoge Signal des Sat-recievers wandelte.Ab 7.11. wird diese mir dann DVB-T zur Verf�gung stellen.Nico Antwort von Stephan Gerlach:Nico Schumacher schrieb:> Stephan Gerlach schrieb:>> Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC >> "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine >> Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als >> "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default >> eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit >> auf dem Bildschirm erscheinen.> > Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte man > �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des Bildes ist > IMHO vielfach um l�ngen besser.Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie "freigeschaltet" werden?Kenne mich da �berhaupt nicht aus; bisher lief hier einfach der CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus auf dem Dach eine ganz normale Antenne dran.> Als mein TV durch Blitzschaden defekt ging, habe ich als Notl�sung, eine > USB-Karte genommen, die das analoge Signal des Sat-recievers wandelte.Funktioniert das qualitativ einwandfrei (;bzw. genausogut wie als interne PCI-Karte)?Welche Karte war das, "irgendeine" oder hast du auf irgendwas spezielles geachtet?> Ab 7.11. wird diese mir dann DVB-T zur Verf�gung stellen.Wieso gerade ab 7.11.? :-)Kann man irgendwie auch den CRT-Fernseher damit nutzen?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.) Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC "empfangsbereit" >>> zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine Analog-TV-Karte mit >>> Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als "Empfangsteil" (;Tuner) >>> fungiert (;was ja im Fernseher per Default eingebaut ist). Das >>> empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit auf dem Bildschirm >>> erscheinen.>>>> Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte >> man �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des >> Bildes ist IMHO vielfach um l�ngen besser.> > Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie > "freigeschaltet" werden?kommte drauf an auf welchem Weg man es bekommt.> Kenne mich da �berhaupt nicht aus; bisher lief hier einfach der > CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)> AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus auf > dem Dach eine ganz normale Antenne dran.Also "normale" Dachantenne? Obwohl wenn ich auf http://www.ueberallfernsehen.de/schaue unddas in Verbindung mit Deiner EMail Adresse sehe, m�sste der Anschluss Analoges Kabelfernsehn sein. Das solltest Du dringend kl�ren.>> Als mein TV durch Blitzschaden defekt ging, habe ich als Notl�sung, >> eine USB-Karte genommen, die das analoge Signal des Sat-recievers >> wandelte.> > Funktioniert das qualitativ einwandfrei (;bzw. genausogut wie als interne > PCI-Karte)?Also die Treiber gut waren schon ;) Deshlab w�rde ich nie auf billig kram aus Asien setzen.> Welche Karte war das, "irgendeine" oder hast du auf irgendwas spezielles > geachtet?Da f�r Notebook und universell hatte ich eine Terratec Hybrid usb gekauft, die analoges und Digitales Fernsehn via Antenne empfangen kann.>> Ab 7.11. wird diese mir dann DVB-T zur Verf�gung stellen.> > Wieso gerade ab 7.11.? :-)Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)> Kann man irgendwie auch den CRT-Fernseher damit nutzen?Ja, allerdings in der o.g. Region auch nur die �ffentlich Rechtlichen.Nico Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC >>> "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine >>> Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als >>> "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default >>> eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit >>> auf dem Bildschirm erscheinen.>> Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte man >> �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des Bildes ist >> IMHO vielfach um l�ngen besser.> Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie > "freigeschaltet" werden?Es mu� vor allem in Deiner Region ausgestrahlt werden. Das sind AFAICS jenach Region entweder nur 12 Programme (;mit Spartenprogrammen) des �RF oderin den Ballungszentren zus�tzlich noch 12 private Programme.> Kenne mich da �berhaupt nicht aus; bisher lief hier einfach der > CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)Vermutlich wird das analoges Kabel sein. Um mit terrestrisch empfangbaren,analogen Programmen zufrieden zu sein, mu� man schon sehr gen�gsam sein,sofern es sie �berhaupt noch gibt.Ich benutze f�r analoges Kabel eine PCI-Karte von AVerMedia, die "AVerTV Go007 FM Plus" mit Radiotuner, g�nstig im Preis, sehr gute Qualit�t, sehrstabil. Mittels AutoHotkey l��t es sich ganz hervorragend steuern, auch dasTeletext-Fenster.Die Systemlast liegt bei normalem Fernsehen noch unter 10 %, Aufzeichnungals MPEG2 in DVD-Qualit�t mit vollen 720 x 576 nimmt dann etwa um 33 %CPU-Last (;Athlon X2 3800 unter XP SP2).Bei simplem Fernsehen bleibt die CPU sogar im Stromsparmodus. Das ist einPunkt, den man bei PCI-Karten bzw. der zugeh�rigen Software unbedingt imAuge behalten sollte, denn da gibt es ganz �ble Katastrophen.Generell mu� man sich nat�rlich entscheiden, ob man eine per USB oderFirewire angeschlossene Zusatz-Box oder eine PCI-Karte will. Beides hatseine jeweils eigenen Vor- und Nachteile. Und von Billigware wie etwa derPCI-Karte, die Conrad im Angebot hat(;te), mu� man aber strikt abraten.Ein Restrisiko bleibt, letztlich mu� man probieren, was so pa�t. Undmanchmal liegt ein Problem auch gar nicht an der TV-Hardware, auch wenn esso scheinen mag. Um die in <1vp56y01fubuk.dlg@dagrantla.de> geschildertenProbleme zu beseitigen, mu�te ich letztlich nur eine Software-Katastrophenamens SpeedFan deaktivieren. Nun hoffe ich, da� meine AVerTV Go ewigh�lt...Andi-- "Wobei die Praxis hier nat�rlich wieder autofahrerfeindlich bis zum Geht-nichtmehr ist. Das Menschenrecht auf freies Parken wird beschnitten, nurdamit im Brandfalle irg3endwelcher Wohnraum oder das Leben von irgendwel-chen Nichtautofahrern ..." - Thorsten G�nther zum Parken in der FW-Zufahrt Antwort von Stephan Gerlach:Nico Schumacher schrieb:> Stephan Gerlach schrieb: >> Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie >> "freigeschaltet" werden? > > kommte drauf an auf welchem Weg man es bekommt.Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis empfangen k�nnen.>> bisher lief hier einfach der >> CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)>> AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus >> auf dem Dach eine ganz normale Antenne dran.> > Also "normale" Dachantenne? Obwohl wenn ich auf > http://www.ueberallfernsehen.de/> schaue unddas in Verbindung mit Deiner EMail Adresse sehe, m�sste der > Anschluss Analoges Kabelfernsehn sein. Das solltest Du dringend kl�ren.Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.> Also die Treiber gut waren schon ;) Deshlab w�rde ich nie auf billig > kram aus Asien setzen.Also auf teuren Kram aus Asien?>> Wieso gerade ab 7.11.? :-)> > Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und > DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber > dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)D.h. in den Fall braucht man ja quasi zwingend eine Hybrid Karte (;und den Analog-Anschlu� in der Wand), weil ja Privaten weiterhin analog senden?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.) Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie>>> "freigeschaltet" werden?>> kommte drauf an auf welchem Weg man es bekommt.> Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen > > versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne > empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund derdigitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn derEmpfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne anStelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis > empfangen k�nnen.Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.Das kannst Du ja rauskriegen. AFAICS sind per DVB-T maximal 24 Programmeempfangbar, die gleiche Anzahl wie im Kabel hast Du also sowieso nicht.Deswegen interessiert mich das auch nicht wirklich, ich behalte einfachweiter meinen analogen Kabelanschlu�. Und nur f�r ein paar Spartenprogrammewie Eins plus hole ich mir keine teure Hybridkarte.>>> bisher lief hier einfach der >>> CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)>>> AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus >>> auf dem Dach eine ganz normale Antenne dran.>> Also "normale" Dachantenne? Obwohl wenn ich auf >> http://www.ueberallfernsehen.de/>> schaue unddas in Verbindung mit Deiner EMail Adresse sehe, m�sste der >> Anschluss Analoges Kabelfernsehn sein. Das solltest Du dringend kl�ren.> Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" > angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der > Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.Die Geb�hren werden sicher vom Vermieter gezahlt und sind wohl halt nur- wie das �blicherweise so gemacht wird - einfach in die Nebenkosteneingerechnet.>> Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und >> DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber >> dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)> D.h. in den Fall braucht man ja quasi zwingend eine Hybrid Karte (;und > den Analog-Anschlu� in der Wand), weil ja Privaten weiterhin analog senden?An Deinem Kabelanschlu� d�rfte sich auf absehbare Zeit nix �ndern. Das isthier auch so (;Regensburg, ebenfalls Kabel D). Wenn Du also eine g�nstigePCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du jetztauch hast, nur eben zus�tzlich im PC. Mir reicht das v�llig.Andi-- "Entweder der Webshop gibt ein passendes Ger�t her, oder der Webshop vonjemand anderem tut es. Die Feilscherei kann dann die Einkaufsabteilung vonmir aus per Telefon, Brieftauben, Buschtrommeln oder Saurons Auge erledi-gen." - Michael Bode zur Frage, ob man evtl. besser per Tel. ordern soll Antwort von Stephan Gerlach:Andreas Viehrig schrieb:> Stephan Gerlach schrieb:>> Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen >> >> versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne >> empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?> > Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund der> digitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn der> Empfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne an> Stelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.Ist das Aufstellen in der Wohnung im 3. Stock ein Problem? Das Antennenkabel wird ja nicht allzu lang sein...>> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis >> empfangen k�nnen.> > Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.> Das kannst Du ja rauskriegen.Wenn ich mir die verlinkte �berallfernsehen-Seite angucke, dann geh�rt meine Region zur gelb-gestrichelten Zone. D.h. nur �ffis empfangbar.Also f�r den Fall, den PC zum Ersatz-/�bergangs-Fernseher zu machen, k�me entweder eine Hybrid-Karte oder eine reine Analog-Karte in Frage.Wobei ich aufgrund der Preise dann wohl eher zur Analog-Karte tendieren w�rde.>> Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" >> angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der >> Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.> > Die Geb�hren werden sicher vom Vermieter gezahlt und sind wohl halt nur> - wie das �blicherweise so gemacht wird - einfach in die Nebenkosten> eingerechnet.Bei Leuten mit nachweislich "richtigem" Kabelfernsehen ist die Empfangsqualit�t bei einigen Programmen besser als hier, und es werden insgesamt mehr Sender empfangen. Au�erdem gibt es hier manchmal Prbleme bei extrem schlechtem Wetter. Von daher scheint mir hier im Haus kein "richtiges" Kabelfernsehen vorzuliegen.> Wenn Du also eine g�nstige> PCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du jetzt> auch hast, nur eben zus�tzlich im PC.Was ist von dem Ding hier zu halten?Ach nee, da sehe ich gerade "DirectX9 Soundkarte erforderlich". Ich hab' nur Onboard Sound und zudem DirectX8.1 installiert. AFAIR aus dem Grund, weil das vor l�ngerer Zeit ausprobierte DirectX9 mal irgendwie (;Performance-?)Probleme verursacht hatte. Lag u.U. ich daran, da� auch die Grafikkarte nur eine DirectX8.1-Karte ist, d.h. die DirectX9-Voraussetzung ist nicht erf�llt.-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.) Antwort von Stephan Gerlach:Andreas Viehrig schrieb:> Generell mu� man sich nat�rlich entscheiden, ob man eine per USB oder> Firewire angeschlossene Zusatz-Box oder eine PCI-Karte will. Beides hat> seine jeweils eigenen Vor- und Nachteile.Ich tendiere zur USB Karte (;bzw. "Stick" statt "Karte" mu� es hier wohl hei�en), praktischer nutzbar und die Bel�ftung im Geh�use pa�t weiterhin einigerma�en. :-)> Ein Restrisiko bleibt, letztlich mu� man probieren, was so pa�t. Und> manchmal liegt ein Problem auch gar nicht an der TV-Hardware, auch wenn es> so scheinen mag. Um die in <1vp56y01fubuk.dlg@dagrantla.de> geschilderten> Probleme zu beseitigen, mu�te ich letztlich nur eine Software-Katastrophe> namens SpeedFan deaktivieren.Ich sehe gerade, da� viele Ger�te DirectX9 anfordern. Mit DirectX8.1 keine Chance?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.) Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Andreas Viehrig schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:> >>> Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen >>> >>> versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne >>> empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?Ist halt Digital. Sprich entweder gutes Bild oder kein Bild. Dazwischen gibt es nur einen kleinen Bereich mit Artefakten.>> Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund der>> digitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn der>> Empfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne an>> Stelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.> > Ist das Aufstellen in der Wohnung im 3. Stock ein Problem? Das > Antennenkabel wird ja nicht allzu lang sein...Es gibt im Internet eine Empfangsprognose Rechner, die URL habe ich z.Z. aber nicht. Eine Beratung bei einem lokalen Radio Fernsehn H�ndler (;Ja, die guten alten und nicht eine dieser geschulten Verk�ufern) sollte Dir da auch helfen.>>> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis >>> empfangen k�nnen.>>>> Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.>> Das kannst Du ja rauskriegen.> > Wenn ich mir die verlinkte �berallfernsehen-Seite angucke, dann geh�rt > meine Region zur gelb-gestrichelten Zone. D.h. nur �ffis empfangbar.Sah ich auch so. Hier wird das auch nur so sein. BEschwere Dich bei den privaten. Denen ist bist Du es als Kunde nicht wert, das Du Sie via DVB-T Empfangen kannst.> Also f�r den Fall, den PC zum Ersatz-/�bergangs-Fernseher zu machen, > k�me entweder eine Hybrid-Karte oder eine reine Analog-Karte in Frage.> Wobei ich aufgrund der Preise dann wohl eher zur Analog-Karte tendieren > w�rde.Wenn Sie Dir reicht.> Bei Leuten mit nachweislich "richtigem" Kabelfernsehen ist die > Empfangsqualit�t bei einigen Programmen besser als hier, und es werden > insgesamt mehr Sender empfangen. Au�erdem gibt es hier manchmal Prbleme > bei extrem schlechtem Wetter. Von daher scheint mir hier im Haus kein > "richtiges" Kabelfernsehen vorzuliegen.Vielleicht hat Euer Haus eine eigene Kopfstation. Dein Vermieter wir Dir das sagen k�nnen.>> Wenn Du also eine g�nstige>> PCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du >> jetzt>> auch hast, nur eben zus�tzlich im PC.> > Was ist von dem Ding hier > > zu halten?Also ein Bekannter verflucht gerade seine Entscheidung zu einer Karte dieses Herstellers. Er musste wohl 400MB Treiber Software Update laden.WTF machen die da.> Ach nee, da sehe ich gerade "DirectX9 Soundkarte erforderlich". Ich hab' > nur Onboard Sound und zudem DirectX8.1 installiert. AFAIR aus dem Grund, > weil das vor l�ngerer Zeit ausprobierte DirectX9 mal irgendwie > (;Performance-?)Probleme verursacht hatte. Lag u.U. ich daran, da� auch > die Grafikkarte nur eine DirectX8.1-Karte ist, d.h. die > DirectX9-Voraussetzung ist nicht erf�llt.Davon habe ich keine Ahnung. WinXP-SP2 hat DirectX9 ansonsten l�uft fast nur Linux.Nico Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Also die Treiber gut waren schon ;) Deshlab w�rde ich nie auf billig >> kram aus Asien setzen.> > Also auf teuren Kram aus Asien?Aehm, noe. Ich bevorzuge mittlerweile Produkte von Hersteller, die im laufe der Jahre auch mal noch treiber nachlieferten oder auch Informationen zur Treiberprogrammierung rausgaben.>>> Wieso gerade ab 7.11.? :-)>>>> Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und >> DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber >> dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)> > D.h. in den Fall braucht man ja quasi zwingend eine Hybrid Karte (;und > den Analog-Anschlu� in der Wand), weil ja Privaten weiterhin analog > senden?JA. Wennn man diese Sender sehen m�chte schon. Oder halt via Satelit. Per Antenne wird da nix mehr m�glich sein. Meine Beschwerde an die privaten ist schon l�nger raus, unbeantwortet. OK, wenn Sie meinen, ich kann drauf verzichten. Das Argument weshalb in l�ndlichen Regionen nur �ffentlichrechtliche kommen ist seitens der privaten, das es sich finanziell nicht lohnt, f�r die paar Kunden!Nico Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Ich sehe gerade, da� viele Ger�te DirectX9 anfordern. Mit DirectX8.1 > keine Chance?Vermutlich nicht, wenn Du nicht irgendein Uralt-Teil erwischst.Was spr�che gegen DX9?Andi-- "Wenn Sie finden, da� das klar war, was ich gesagt habe, dann haben Siemich mi�verstanden..." Alan Greenspan Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Andreas Viehrig schrieb:>> Generell mu� man sich nat�rlich entscheiden, ob man eine per USB oder>> Firewire angeschlossene Zusatz-Box oder eine PCI-Karte will. Beides hat>> seine jeweils eigenen Vor- und Nachteile.> Ich tendiere zur USB Karte (;bzw. "Stick" statt "Karte" mu� es hier wohl > hei�en), praktischer nutzbar und die Bel�ftung im Geh�use pa�t weiterhin > einigerma�en. :-)Ob es da was brauchbares f�r Analog-TV gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.AFAICS sind das dann teure Hybrid- oder Nur-DVB-T-Teile.Andi-- "... Die Zeitschrift MacMagazin hatte auch mal ein ZIP-Laufwerk mit einemRasierapparat von Grundig vergleichen. Es zeigte sich, da� das ZIP-Laufwerk die h�here Speicherkapazit�t bot, aber eine erb�rmlich schlechteRasur erm�glichte." - Mathias B�we zu Fahrradschuhen Klick-Pedalen Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Andreas Viehrig schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>> Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund der>> digitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn der>> Empfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne an>> Stelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.> Ist das Aufstellen in der Wohnung im 3. Stock ein Problem?IMHO nicht. Je weiter oben, desto besser halt.>>> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis >>> empfangen k�nnen.>> Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.>> Das kannst Du ja rauskriegen.> Wenn ich mir die verlinkte �berallfernsehen-Seite angucke, dann geh�rt > meine Region zur gelb-gestrichelten Zone. D.h. nur �ffis empfangbar.Dito bei mir. So ist mir die Entscheidung, weiter bei kosteng�nstigemAnalogkabel zu bleiben, sehr leichtgefallen.> Also f�r den Fall, den PC zum Ersatz-/�bergangs-Fernseher zu machen, > k�me entweder eine Hybrid-Karte oder eine reine Analog-Karte in Frage.> Wobei ich aufgrund der Preise dann wohl eher zur Analog-Karte tendieren > w�rde.Dito.>>> Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" >>> angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der >>> Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.>> Die Geb�hren werden sicher vom Vermieter gezahlt und sind wohl halt nur>> - wie das �blicherweise so gemacht wird - einfach in die Nebenkosten>> eingerechnet.> Bei Leuten mit nachweislich "richtigem" Kabelfernsehen ist die > Empfangsqualit�t bei einigen Programmen besser als hier, und es werden > insgesamt mehr Sender empfangen. Au�erdem gibt es hier manchmal Prbleme > bei extrem schlechtem Wetter. Von daher scheint mir hier im Haus kein > "richtiges" Kabelfernsehen vorzuliegen.Dann scheint da wohl eine Sch�ssel zu empfangen und das Signal an dieEinheiten zu verteilen. - Mu�t Du wissen, ob Du dann lieber einHybrid-Ger�t nimmst.>> Wenn Du also eine g�nstige>> PCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du jetzt>> auch hast, nur eben zus�tzlich im PC.> Was ist von dem Ding hier > > zu halten?> Ach nee, da sehe ich gerade "DirectX9 Soundkarte erforderlich". Ich hab' > nur Onboard Sound und zudem DirectX8.1 installiert. AFAIR aus dem Grund, > weil das vor l�ngerer Zeit ausprobierte DirectX9 mal irgendwie > (;Performance-?)Probleme verursacht hatte. Lag u.U. ich daran, da� auch > die Grafikkarte nur eine DirectX8.1-Karte ist, d.h. die > DirectX9-Voraussetzung ist nicht erf�llt.Wenn Du nicht aufr�sten willst, bliebe da praktisch sowieso nur noch derGriff zu �lterer Analog-Technik. Hybrid ist damit AFAICS nicht drin.Da k�nntest Du Dich in dem Fall nach einer �lteren WinTV-Karte umsehen. Diekann zwar nur in halber Gr��e aufzeichnen, ist aber auf dem techn. Standvon vor ein paar Jahren. Trotzdem liegen die Teile noch immer in diversenGeilgeiz-Bl�d-M�rkten rum - wobei ich auch nicht wei�, welche DX-Versiondie haben wollen.Andi-- Frank Toennes' Selbsterkenntnis in :>Was w�rdest Du nur machen, wenn Du Deine Fetische noch nicht>gefunden h�ttest?Gruppen in de.ALL fluten. Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen! Antworten zu �hnlichen Fragen:schwebestativ bei raportage benutzen?id box um mic in als line in am camcorder zu benutzenDigi Camcorder als Webcam benutzen:)Dokumentarfilm ausschnitte in kurzfilm benutzenMultimedia Festplatte zum Liveaufzeichnen benutzen?Alte FD mittels Adapter an GH2 benutzenKamera Sony EX1 als Abspieler benutzenWelche Objektive kann man an der 7D benutzen???Ebene als Maske benutzen und Ebenenverschiebung animieren550D: ISO Automatik mit Limit auf 1600 benutzen?Welche SD Karte f�r HDTV recording benutzen?aufnahmen 2.weltkrieg m�glichst g�nstig benutzenFCPX l�sst sich nicht mehr benutzenAudiokanal besch�digt. 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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
 GCW Global Customised Wealth gibt zwei neue Ernennungen bekannt: Chief Financial Officer und Senior Adviser » hier-luebeck - Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999 Dienstag, 16. Juli 2019 09:56:50 Uhr Die in London ansässige Wealth-Management-Firma expandiert weiter mit der Ernennung von zwei Senior-Management-Mitarbeitern London (ots/PRNewswire) – GCW Global Customised Wealth (http://www.gcwpartners.com/), die globale Investmentmanagementfirma, gab bekannt, dass zwei neue leitende Mitarbeiter zur Firma gestoßen sind, Chief Financial Officer Mandeep Panesar und Senior Adviser, Svetlana Bryzgalova. Herr Panesar wird alle Aspekte des Finanz-, Buchhaltungs- und Berichtswesens für Kundenkonten und für das Unternehmen überwachen. Professor Bryzgalova wird mit dem Investmentteam zusammenarbeiten, um fortgeschrittene Techniken der empirischen Finanzwirtschaft auf die Anlageauswahl, die Asset Allocation und den Portfolioaufbau anzuwenden und in Fragen der Risikoanalyse und -bewertung zu beraten. GCW, das heute über Personal in London, San Francisco und New York verfügt, arbeitet mit internationalen Kunden zusammen und investiert weltweit, um Privatpersonen umfassende Vermögensverwaltungsdienstleistungen anzubieten. David Bizer, Managing Partner bei GCW, kommentierte: „Wir freuen uns, unser Senior Leadership Team hier in London mit solch führenden Experten auf ihrem Gebiet zu verstärken. Herr Panesar und Professor Bryzgalova verfügen über hervorragende Erfahrungen, die unsere Fähigkeit, unseren Kunden außergewöhnliche Investitionsdienstleistungen anzubieten, verbessern.“ Bevor er zu GCW kam, war Herr Panesar bei der Private-Equity-Firma Lion Capital tätig, wo er das Fund Reporting leitete und zuvor Financial Controller war. Zuvor war Herr Panesar Fund Accountant bei Coller Capital, einer auf Private Equity-Sekundärgesellschaften spezialisierten Investmentgesellschaft, und Mitglied des Audit- und Unternehmenssteuer-Teams bei Baker Tilly, Wirtschaftsprüfer. Er hat einen Bachelor-of-Science-Abschluss in Biochemie von Royal Holloway, University of London, ist Fellow des Institute of Chartered Accountants in England und Wales und Mitglied des Chartered Institute of Taxation. „Ich schätze mich glücklich über diese Gelegenheit, mit einem äußerst talentierten Team von GCW zusammenzuarbeiten, das sich dafür einsetzt, den Kunden ein so innovatives Werteangebot zu bieten“, sagte Panesar. Professor Bryzgalova ist Assistant Professor of Finance an der London Business School. Ihre Forschung konzentriert sich auf die quantitativen Aspekte der empirischen Vermögenspreisgestaltung und wendet fortschrittliche Techniken an, die in den Bereichen Ökonometrie, maschinelles Lernen, Informatik und Datenwissenschaft entwickelt wurden, um das Verständnis der Finanzmärkte zu verbessern. Sie promovierte 2015 an der London School of Economics in Wirtschaftswissenschaften und war Assistant Professor of Finance an der Stanford Graduate School of Business, bevor sie 2018 nach London zurückkehrte. Professor Bryzgalova fügte hinzu: „Ich freue mich, meine Marktforschung zur Problemlösungskultur bei GCW beitragen zu können, einer Firma, die meine Leidenschaft teilt, dass die sorgfältige Untersuchung der Finanzen ein Projekt der kontinuierlichen Verbesserung ist“. Informationen zu GCW Global Customised Wealth GCW Global Customised Wealth (http://www.gcwpartners.com/) bietet umfassende Vermögensverwaltungslösungen für anspruchsvolle Privatanleger und ausgewählte Institutionen an. GCW erstellt maßgeschneiderte Portfolios, die auf die Ziele und Bedürfnisse jedes Kunden zugeschnitten sind, unter Berücksichtigung aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (einschließlich derjenigen, die nicht von GCW verwaltet werden) und überlagert das optimale Währungsrisiko, um dem globalen Leben unserer Kunden zu entsprechen. Die Kunden von GCW suchen Anlagemöglichkeiten, die über ihr persönliches Netzwerk hinausgehen, transparent sind und nicht unter Interessenkonflikten leiden. GCW arbeitet mit internationalen Kunden, investiert weltweit und hat seinen Hauptsitz in London mit Partnern in London, New York und der San Francisco Bay Area. Pressekontakt: Lisa Cohen lisa@lisacohen.org +1-310-395-2544 Original-Content von: GCW Global Customised Wealth, übermittelt durch news aktuell TBF am 9. Juli 2019, 18:02 Uhr « Facebook-Verhandlung: US-Datenboykott wegen NSA-Überwachung nötig Los Angeles Auto Show startet Anmeldung zur AutoMobility LA(TM) 2019 »
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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
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Alles begann beim spazieren gehen an einem warmen Sommerabend . Später dachte ich mir, das Videomaterial ist echt verwendbar. Es dauerte nicht lange und ich habe heute einfach los gelegt . Ich hatte wirklich einen Arbeitsflow. Erst bearbeitete ich sämtliche Bilder die an dem Abend entstanden sind und dann die Videos . Tadaaa das erste eigene about me Video von mir. Ohne groß nachzudenken einfach los gelegt . Ich habe mir einen Ruck gegeben und es einfach raus gehauen ( instastories )! Ich möchte mich gerne mehr mit dem Thema befassen und auch aktiv meine Lebendigen Erinnerungen ins Leben rufen. Euch als Familie , frisch verliebte, du mit deinem Vierbeiner o. einfach nur dich alleine zu begleiten. Na interessier dich das? 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Radi v tom budeme pokračovať, ak nám pomôžete a podporíte Chuť žiť na Startlabe - link v bio. Ďakujeme. (Janka Paulíková) #projektchutzit #pppniesuhanba #ppp #poruchyprijmupotravy #anorexia #bulimia #ortorexia #bigorexia #obezita #podpora #osveta #projekt #chutzit #chutzivota #pomoc #slovakia #slovensko #slovenskojekrasne #cestovanie #ziaci #studenti #stredneskoly #dusevnezdravie #kampan #dakujeme #zdravie Photo by: @hygge_for_home #inspiracje #interiordesign #interiordesign #aksentdesign #home #homedesign #projekt #projektowaniekuchni #projektowaniewnetrz #dog #love #goodtime #jaimee #golf #golf2 #vw #volkswagen #car #life #projekt Oficjalne rozpoczęcie urlopu. #rokwobrazie #projekt #kategoriaWydarzenia Was passiert, wenn man sich beim verladen, einer 3m ×60cm großen und 40mm dicken Arbeitsplatte aus massivem buchenleimholz, nicht helfen lässt. Sie kippt um und das Bein ist dazwischen. Autsch.. #allgäucustom #massivearbeitsplatte #projekt #Werkbank Erste Thujias sind gekauft Bei den Temperaturen diesen Sommer wird es nichts mit grüner Oase #sommer #garten #oase #rasen #heim #haus #eigenheim #eigenleistung #projekt Vinný košt to rozjíždí Nový projekt, nové logo, nové akce. #Vinnykost#logo#akce#projekt#vino ℙ𝕣𝕠𝕛𝕖𝕜𝕥 𝕍𝕖𝕕 𝔽𝕒𝕤 𝟚 #interiordesign #home #design #danishdesign #interior #oak #projekt #breath #naturligt #wood #vackert #trä #scandinavianhome Praca #projekt #project #myproject #work #tworzę #garden #gardendesigner #landscape #architekturakrajobrazu Žitava v Hurbanove #zitava #hurbanovo #hurbanovoprevsetkych #tusmedoma #slovensko #heinekenslovensko #projekt #community #communityproject #goodideaslovakia #dronephotography #drone #dronephoto #dji #djimavicpro #djipilot #mavicpilot #nature #river #photography #photooftheday #instaphoto #l4l #f4f @carovne_slovensko @slovakia.travel #Projekt #deutz #luftkochtnicht #spasskostet #geldverbrennen.de #youngtimer #kurzvormlacken #ordnungmusssein #männerbrauchenmaschinen #projekt#tata#topolaskies#miłośćbezwarunkowa#naszczas#wakacje#bulgaria#rodzina#itaka#rewelacja#holidays#family#ourtime#love#polishboy#instaboy#instafather @kindziaciesielska @topolaskies @itakapl munka folyamatban #bánk #indul #projekt #nulladiknap #mindjárt #búzamező #fekete #organikus Visualization of a small residential living near Vienna. #realestate #rendering #renderbox #architecture #archidigest #designboom #designporn #residential #cgsociety #vrayrender #photoshop #immobilien #bauträger #property #projekt #digitalimage #digitalsculpting Hej! 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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente - Wettblog.net | das Wettforum Registrierung Anmelden DER WETTBLOG Forum Internationale Ligen NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente Commander 680 Spielleiter 143 UdoFortuna 19 KlausMenke 16 fuchs101 16 Heggebusch 15 Themen1,202 Beiträge22,410 Mitglieder424 Pistor1, Schalke04, Maxi88, Boxi, sunnyblack19 424 Registrierte Benutzer Seite 8 von 11 1 2 … 6 7 8 9 10 11 NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20522 29/03/2020 00:19 29/03/2020 00:19 Beiträge: 7,359 Juves Top-Stars verzichten auf unfassbare Summen Cristiano Ronaldo spielt seit 2018 für Juventus TurinFoto: MARCO BERTORELLO / AFP Die Profis und Trainer Maurizio Sarri von Juventus Turin haben sich mit dem Klub auf drastische finanzielle Einsparungen geeinigt, die in der Höhe alles sprengen! Demnach werden die Bezüge in einem Umfang gekürzt, der den Gehältern für März, April, Mai und Juni entspricht. Insgesamt spart Juve damit 90 Mio. Euro! https://www.weltfussball.de/news/_n4010983_/juve-stars-verzichten-auf-exorbitante-summe/ NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20535 29/03/2020 13:33 29/03/2020 13:33 AS Rom bemüht sich um die ältesten Fans Edin Dzeko und AS Rom kümmern sich um die Ältesten / © Paolo Bruno, getty Der Traditionsklub AS Rom kümmert sich in Zeiten der Coronakrise um seine ältesten Fans! Jeder Dauerkarteninhaber im Alter von mindestens 75 Jahren erhielt am Samstag im Rahmen der Aktion "Roma Cares" ein Paket vom dreimaligen Meister, darin enthalten unter anderem: Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Olivenöl und Mineralwasser, außerdem Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken und Einweghandschuhe. "Die ältesten Mitglieder unserer Gesellschaft sind im Moment besonders verwundbar, jedes Mal, wenn sie das Haus zum Einkaufen verlassen", so der Verein."Daher hat der Verein mit Unterstützung seiner Sponsoren vier Lastwagen durch die Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus geschickt." Der älteste Dauerkarteninhaber, Eliseo Lorenzetti, geboren 1923, erhielt zudem ein von Roma-Stürmer Edin Dzeko signiertes Trikot. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20540 29/03/2020 17:21 29/03/2020 17:21 Der türkische Fußball ist in Sorge um seinen Rekordnationalspieler Rüstü Recber. Wie dessen Ehefrau mitteilt, wurde der 46 Jahre alte Ex-Nationaltorhüter nach einem positiven Coronavirus-Test in ein Krankenhaus eingeliefert. "Die Symptome haben sich rasend schnell entwickelt, nachdem zuvor alles in Ordnung gewesen war. Das sind kritische und schwere Zeiten", schreibt Isil Recber, die ebenso wie die gemeinsamen zwei Kinder negativ getestet wurden, auf Instagram. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20543 29/03/2020 23:34 29/03/2020 23:34 Spanisches Martinez-Camp jetzt Behandlungszentrum Starke Aktion von Bayern-Star Javi Martinez im Kampf gegen Corona! Martinez stellt den Staatssicherheitskräften und -organen, den Autonomen Gemeinschaften und den Gesundheitsbehörden die gesamte Infrastruktur seines Fußball-Camps in Ayegui (Spanien) zur Verfügung. Dort gibt es Platz für insgesamt 180 Personen: 90 Etagenbetten, 180 Matratzen und Matratzenschoner, 15 Zelte à 36 Quadratmeter mit isolierenden Holzböden. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20546 30/03/2020 11:07 30/03/2020 11:07 Der taiwanesische Fußball geht mit einer "Geisterliga" an den Start. Die Premier League mit acht Mannschaften werde plangemäß am 12. April den Spielbetrieb aufnehmen, teilte der nationale Verband CTFA mit - allerdings unter Ausschluss von Zuschauern. Nur Spieler, Trainer, Betreuer und ausgewählte Funktionäre sollen die Stadien betreten dürfen. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20564 30/03/2020 17:43 30/03/2020 17:43 Stielike: Positiver Test Der frühere Fußball-Nationalspieler Uli Stielike (65) befindet sich nach einem positiven Coronavirus-Befund bei einem Familienmitglied in häuslicher Quarantäne. „Eine Woche ist schon rum“, sagte Stielike der Deutschen Presse-Agentur. Bis zum 7. April müsse er aber noch in Deutschland isoliert bleiben, um die Frist von 14 Tagen abzuwarten. Stielike wollte eigentlich vor einer Woche nach China aufbrechen, um seinen Job als Trainer von Tianjin Teda wieder aufzunehmen. Der Verein, für den auch Sandro Wagner spielt, befindet sich derzeit im Süden des Landes im Training. Stielike steht mit seinen Assistenten über Skype und WhatsApp in Kontakt. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20570 30/03/2020 23:47 30/03/2020 23:47 Nun doch Verzicht bei Barca Foto: Joan Valls Urbanandsport / dpa Die Spieler des FC Barcelona werden nun doch auf große Teile ihres Gehalts verzichten. In einer Erklärung über die sozialen Medien kündigten Lionel Messi und Sturmkollege Luis Suarez an, dass die Mannschaft auf 70 Prozent ihrer Bezüge verzichten werde. Darüber hinaus würden die Spieler Geld zur Verfügung stellen, damit die Angestellten des katalanischen Vereins weiterhin ihre vollen Gehälter bekommen. Noch vor wenigen Tagen hatte die Mannschaft einen ersten Vorschlag des Vereins für eine Gehaltskürzung abgelehnt. Messi kritisierte, dass von der Vereinsführung offenbar starker Druck ausgeübt worden sein soll. "Es ist überraschend, dass versucht wurde, uns unter gewaltigen Druck zu setzen, um etwas zu tun, was wir ohnehin getan hätten", erklärte der sechsmalige Weltfußballer. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20572 31/03/2020 11:20 31/03/2020 11:20 Topklub Zilina pleite MSK Zilina spielte 2010/11 in der Champions League / AFP/SID/JOE KLAMAR Der slowakische Fußball-Spitzenklub MSK Zilina geht als erstes prominentes Opfer der Coronakrise in die Insolvenz. Der 1909 gegründete siebenmalige Meister wurde einem Insolvenzverwalter unterstellt, der umgehend die Verträge mit 17 Spielern auflöste. Diese hatten sich Medienberichten zufolge geweigert, einer Gehaltskürzung von bis zu 80 Prozent zuzustimmen. Zilina hatte die Hauptrunde in der nach einem Wettanbieter benannten Fortuna-Liga auf dem zweiten Platz beendet, die anschließende Meisterrunde ist aufgrund der Pandemie ausgesetzt. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20577 31/03/2020 12:29 31/03/2020 12:29 AFP/SID/VINCENZO PINTO Der italienische Fußballverband (FIGC) will einen Rettungsfonds für die schwer belasteten Klubs einrichten. Einen entsprechenden Vorschlag machte der Verband der italienischen Regierung. Der Fonds soll zum Teil vom Fußballverband und zum Teil mit einer Quote (ein Prozent) auf alle Fußballwetten finanziert werden. Neben den Profiklubs sollen auch Amateurvereine unterstützt werden. Zuletzt geändert von Commander; 31/03/2020 12:29. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20580 31/03/2020 12:54 31/03/2020 12:54 FC Kopenhagen: Gehaltskürzungen Auch in Dänemark geht es den Spielern nun an die Gehälter! Europa-League-Teilnehmer FC Kopenhagen senkt als erster dänischer Klub wegen der Corona-Pandemie die Gehälter seiner Profis. Sowohl Spieler, Trainer und sportlichen Leiter des Vereins hätten sich dazu entschlossen, ihre Löhne in den kommenden beiden Monaten um 20 Prozent zu senken, teilte der Klub mit. Diese Entscheidung sei in Einvernehmen mit den Hauptaktionären und der Vereinsführung gefällt worden. „Wir alle haben dasselbe Ziel: Den FCK bestmöglich durch diese Zeit zu bringen, damit wir die gesamte Energie wieder in die Jagd nach Erfolg legen können, wenn der Ball wieder rollt“, erklärte Hauptaktionär Lars Seier Christensen. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20589 31/03/2020 17:05 31/03/2020 17:05 Gehaltsverzicht auch in Salzburg Die Fußballer von Österreichs Meister Red Bull Salzburg verzichten auf Teile ihres Gehalts und wollen so Unternehmen im Umfeld des Vereins in der Corona-Krise unterstützen. Mit der monatlichen sechsstelligen Summe werde ein Fonds eingerichtet, teilte der Verein mit. „Die finanziellen Mittel daraus gehen an Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen im Umfeld des Klubs, die in finanzielle Notlage geraten sind und dringend Hilfe benötigen.“ NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20599 01/04/2020 11:34 01/04/2020 11:34 Spielpause in Holland verlängert Der Fußball in Holland muss seine Zwangspause bis 1. Juni verlängern. © imago images / Pro Shots Der niederländische Profifußball steht bis zum 1. Juni still. Das hat Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag mitgeteilt. Die Regierung hatte die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf den 28. April verlängert. Aber genehmigungspflichtige Veranstaltungen bleiben nach Darstellung von Rutte bis zum 1. Juni verboten. Der Premier zählte dazu ausdrücklich die Spiele der beiden Profiligen im Fußball. Auch ohne Publikum werde nicht gespielt. Für beendet erklärt hat der niederländische Verband KNVB danach bereits die Amateurligen. Dort werden alle Ligen annulliert und nicht gewertet. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20603 01/04/2020 12:07 01/04/2020 12:07 Tottenham schickt Angestellte in Kurzarbeit Daniel Levy, Präsident von Tottenham Hotspur / AFP/SID/PAUL GREENWOOD Der englische Topklub Tottenham Hotspur, mit einem Umsatz von über 520 Millionen Euro die Nr. 8 der reichsten Fußball-Vereine der Welt, hat 550 Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub geschickt. Die "Spurs" sind nach Newcastle United das zweite Team aus der Premier League, das diese Maßnahme ergreift. Laut Präsident Daniel Levy wurde der Schritt eingeleitet, "um die Jobs zu schützen". NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20634 02/04/2020 13:09 02/04/2020 13:09 Erster Corona-Fall in MLS In der amerikanischen Profiliga MLS gibt es den ersten Coronavirus-Fall bei einem Spieler. Bei Philadelphia Union, Klub des deutschen Verteidigers Kai Wagner, ist ein namentlich nicht genannter Fußballer positiv auf das Virus getestet worden. Der Profi habe milde Symptome, berichteten US-Medien. @ dpa / sid NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20642 02/04/2020 16:11 02/04/2020 16:11 Belgien bricht Saison ab Brügge Meister Die belgische Pro League hat als erste große Fußball-Liga die Reißleine gezogen und die Saison angesichts der anhaltenden Coronakrise vorzeitig abgebrochen. Damit steht Tabellenführer Club Brügge als belgischer Meister 2019/20 fest. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20650 03/04/2020 11:33 03/04/2020 11:33 Tja, einer macht immer den Anfang...auch in der Premier League! Starkes Zeichen vom Trainer des AFC Bournemouth. Auch sein Assistent Jason Tindall, der technische Direktor Richard Hughes und Clubboss Neill Blake hätten "erhebliche, freiwillige Lohnkürzungen vorgenommen". NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20678 04/04/2020 11:55 04/04/2020 11:55 Neymar spendet knappe Million Brasiliens Fußball-Star Neymar hat rund 940 000 Euro für Betroffene der Corona-Krise gespendet. Wie der brasilianische Fernsehsender SBT berichtete, spendete der Profi von Paris Saint-Germain einen Teil des Geldes an das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef. Ein weiterer Teil soll an einen von Künstlern geschaffenen Solidaritätsfonds gegangen sein, der von dem mit Neymar befreundeten Moderator Luciano Huck geleitet wird. Huck hatte jüngst in Online-Netzwerken verkündet, dass er Spenden für Armenviertel in Rio de Janeiro sammeln wolle. Neymars Manager wollte sich zu dem Fernsehbericht nicht äußern. Spenden würden nie kommentiert, hieß es. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20691 04/04/2020 16:40 04/04/2020 16:40 Verstoß gegen Ausgehverbot: Serbischer Nationalspieler festgenommen Der serbische Fußball-Nationalspieler Aleksandar Prijovic (29) ist wegen des Verstoßes gegen das Ausgehverbot während der Corona-Krise in Belgrad verhaftet worden. Mit 19 anderen Menschen habe er sich entgegen der Bestimmungen in einem Hotel getroffen, heißt es in einem Polizeibericht vom Samstag. Der Spieler stammt aus St. Gallen, spielt aber inzwischen für das Heimatland seiner Vorfahren. Prijovic ist der zweite serbische Fußballprofi nach Luka Jovic, der in Belgrad gegen die geltenden Regeln wegen der Coronavirus-Pandemie verstoßen hat. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20694 04/04/2020 20:11 04/04/2020 20:11 Wie der Klub um Teammanager Jürgen Klopp mitteilte, wurde das von der britischen Regierung aufgelegte Notfall-Programm in Anspruch genommen. Dieses garantiert im Falle von Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub rückwirkend ab 1. März zunächst für drei Monate 80 Prozent des Gehalts bis zu einer Höhe von 2500 Pfund/Monat (2824 Euro). Die Reds teilten aber mit, dass die Angestellten weiterhin ihr volles Gehalt beziehen sollen, um finanzielle Nachteile auszuschließen. Am Freitag hatten sich die Premier-League-Klubs darauf geeinigt, von ihren Profis eine Kombination aus Kürzungen und Stundungen des Gehalts um 30 Prozent zu fordern. Quelle: dpa/sid NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20697 04/04/2020 21:55 04/04/2020 21:55 Kenny vorzeitig neuer irischer Nationaltrainer Nach der Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft ins Jahr 2021 ist Stephen Kenny vorzeitig zum neuen Nationaltrainer Irlands berufen worden. Der 48-Jährige beerbt Mick McCarthy, dem er eigentlich erst im August nachfolgen sollte. Zuletzt war Kenny für die U21-Auswahl der Iren zuständig. Die Boys in Green hatten die direkte Qualifikation für die EURO verpasst, hätten Ende März aber über Play-offs gegen die Slowakei noch die Chance zur Teilnahme gehabt. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20699 05/04/2020 10:21 05/04/2020 10:21 Trainingszentrum für Patienten Der italienische Fußball-Verband (FIGC) stellt das Traingszentrum seiner Nationalelf für Corona-Patienten zur Verfügung. Ab Montag sollen in dem Komplex bei Florenz Menschen unterkommen, die die Erkrankung zwar überstanden haben, aber immer noch positiv auf das Virus getestet wurden und daher in Quarantäne bleiben müssen. Darauf einigte sich der FIGC mit dem italienischen Zivilschutz. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20701 05/04/2020 11:20 05/04/2020 11:20 Premier League: Riesenschaden bei Saisonabbruch Ein Saison-Abbruch der Premier League wäre für die Klubs ein Fiasko und würde hohe Millionenverluste bedeuten. Allein dem designierten Meister FC Liverpool gingen ca. 62 Mio Euro an TV-Geldern verloren. Demnach werden die Sender laut Daily Mail im In- und Ausland, wenn keine weiteren Spiele möglich sein sollten, einen Großteil der 762 Millionen Pfund, die für die TV-Rechte an der Premier League gezahlt wurden, zurückfordern. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20712 05/04/2020 13:02 05/04/2020 13:02 PL: Spieler lehnen Gehaltsverzicht ab Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa (Foto: dpa) Die Spieler der Premier League haben einen Gehaltsverzicht in Höhe von 30 Prozent abgelehnt. Die Spielergewerkschaft PFA begründete die Haltung damit, dass der englischen Regierung mit einem solchen Schritt rund 200 Millionen Pfund (227 Millionen Euro) über einen Zeitraum von zwölf Monaten an Steuergeldern verloren gingen. "Das würde auf Kosten unseres nationalen Gesundheitsdienstes NHS oder anderen staatlich-unterstützten Diensten gehen", teilte die PFA in einem Statement mit. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20722 05/04/2020 22:35 05/04/2020 22:35 Fußball-Ligen in Burundi laufen weiter Ein Land, in dem trotz der Corona-Pandemie noch gespielt wird, ist Burundi. Auch die Vorsichtsmaßnahmen sind gering. „Wir raten den Spielern, beim Torjubel auf das gegenseitige Küssen oder Rempeln zu verzichten“, sagte Gesundheitsminister Thaddée Ndikumana. In der League A stehen noch drei komplette Spieltage aus. Zur Vorbeugung sollen die Hände viel gewaschen werden. Zudem soll die Körpertemperatur aller Zuschauer gemessen werden. Bisher sind laut dem Gesundheitsminister des Landes nur drei Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Burundi ist eines der letzten Länder, in dem der Fußball-Ligenbetrieb noch geregelt abläuft. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20724 06/04/2020 00:19 06/04/2020 00:19 Hier wird noch gekickt... Tadschikistan hat an diesem Wochenende die Saison eröffnet. So voll wie hier wird es im Stadion von Duschanbe jedoch nicht werden. Die Spiele finden ohne Zuschauer statt. @ getty images Die Liga in Tadschikistan hat ihren Spielbetrieb aufgenommen. Im Supercup setzte sich Serienmeister FC Istiklol gegen den FC Khujand durch. Der Asiatische Fußball-Verband (AFC) zeigte auf seiner Internetseite unter der Überschrift "Die einzigen Pokalsieger der Welt" Jubel- und Spielszenen der ohne Fans ausgetragenen Partie im Nationalstadium. Im autoritär geführten Tadschikistan gibt es offiziell keinen Corona-Fall. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20727 06/04/2020 11:31 06/04/2020 11:31 Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hält ein Saisonende der Serie A erst im Oktober für möglich. "Im September und Oktober zu spielen, wäre ein Weg, um die Saison zu beenden und gleichzeitig die nächste Spielzeit nicht zu gefährden", sagte Gravina im Interview mit RAI. Der FIGC-Präsident fürchtet für den Fall eines Saisonabbruchs vor allem einen endlosen Rechtsstreit. "Die Gefahr ist, dass die Meisterschaft nur noch in den Gerichtssälen ausgetragen wird", sagte Gravina. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20738 06/04/2020 13:35 06/04/2020 13:35 Tragödie in der Ligue 1 © Anthony BIBARD via www.imago-images.de Der langjährige Mannschaftsarzt des französischen Fußball-Erstligisten Stade Reims hat sich vermutlich wegen eines positiven Coronatests das Leben genommen. https://www.focus.de/sport/fussball...marzt-begeht-selbstmord_id_11854033.html NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20741 06/04/2020 17:42 06/04/2020 17:42 Der Weltverband FIFA will den Weg für eine mögliche Verlängerung der Fußball-Saison über den 30. Juni hinaus ebnen. Es soll eine Empfehlung abgegeben werden, dass Spieler trotz auslaufenden Vertrags weiter für ihren Klub auflaufen können, sollte die Spielzeit zum ursprünglich geplanten Termin noch nicht beendet sein. Das wäre de facto eine Verschiebung des Beginns der Transferperiode. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20742 06/04/2020 18:37 06/04/2020 18:37 Die Mutter von Pep Guardiola ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das verkündete Guardiolas Verein Manchester City am Montag auf Twitter. Dolors Sala Carrió sei in Manresa in der Nähe von Barcelona im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte Man City mit. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20745 06/04/2020 20:19 06/04/2020 20:19 Son absolviert Wehrdienst in Südkorea Der südkoreanische Fußballprofi Heung-Min Son von Tottenham Hotspur wird die Zwangspause in der englischen Premier League nutzen, um seinen vierwöchigen Wehrdienst in seiner Heimat abzuleisten. Das gaben die Spurs am Montag bekannt. Der Spielbetrieb in England pausiert wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit, voraussichtlich mindestens bis Ende Mai. Der Wehrdienst ist in Südkorea verpflichtend und dauert eigentlich je nach Waffengattung 21 bis 24 Monate. Weil Son mit seinem Land bei den Asienspielen 2018 die Goldmedaille gewann, wurde der ehemalige Bundesliga-Profi davon befreit. Einen vierwöchigen Kurzdienst muss der frühere Stürmer des Hamburger SV und von Bayer Leverkusen dennoch leisten. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20747 06/04/2020 23:13 06/04/2020 23:13 Pacaembu-Stadion nimmt Betrieb auf Das Pacaembu-Stadion, von der Stadt São Paulo zu einer Krankenstation mit knapp 200 Betten umgebaut, hat den Betrieb aufgenommen. Wie das Portal „G1“ berichtete, wurden zwei Patienten am Montagvormittag dorthin überwiesen. Bis zum Ende des Tages sollten 100 Personen zur Behandlung im sogenannten HM Camp aufgenommen werden. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Corona-Infizierte aus dem öffentlichen Gesundheitssystem. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20770 07/04/2020 23:08 07/04/2020 23:08 In Holland soll es im Juni wieder beginnen Trotz der Proteste einiger Topklubs will der niederländische Fußballverband den Spielbetrieb der Profiligen im Juni wieder aufnehmen. Das teilte der KNVB nach einer Videokonferenz mit den Klubs mit, wie das holländische Fernsehen berichtete. Wenn die Gesundheitsbehörden und die Regierung zustimmen, soll von Mitte Juni an wieder Fußball gespielt werden – allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach mit "Geisterspielen". Der KNVB bleibt damit auf der Linie der Uefa. Dagegen hatten Topvereine wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven und AZ Alkmaar gefordert, die Spielzeit zu beenden. Angesichts der schweren Corona-Krise sei es unverantwortlich, weiterhin Fußball zu spielen. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20773 08/04/2020 11:23 08/04/2020 11:23 Gehaltsverzicht in Frankreich Die französischen Profivereine haben sich mit ihren Spielern auf einen temporären Gehaltsverzicht in der Corona-Pause geeinigt. "Wir haben die Empfehlung am Dienstag unterzeichnet", sagte Philipp Piat, Präsident der Spielergewerkschaft UNFP. Vorgesehen ist ein Stufenmodell ab einer Reduzierung von 20 Prozent für Profis, die mehr als 10.000 Euro im Monat verdienen. Topverdiener (ab 100.000 Euro) sollen auf 50 Prozent ihres Gehalts verzichten, bis die ausgesetzten Fernsehgelder wieder fließen. Aus rechtlichen Gründen kann die Empfehlung nicht bindend sein, die UNFP hofft aber auf sehr wenige Abweichler. Einige Vereine hatten bereits ihre eigenen Modelle umgesetzt. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20778 08/04/2020 12:12 08/04/2020 12:12 José Mourinho. imago images Startrainer José Mourinho droht in England eine Strafe wegen des Verstoßes gegen die Corona-Auflagen. Weil er entgegen der Corona-Regeln eine Trainingseinheit in einem Park organisierte, droht José Mourinho Ärger. Der Coach der Tottenham Hotspur wurde nach einem Bericht der Zeitung The Sun dabei gefilmt, wie er mit drei Stars in einem Park in Nord-London eine Trainingssession abhielt. Den Spurs soll sein Verhalten jedenfalls nicht gefallen haben. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20794 08/04/2020 23:43 08/04/2020 23:43 Real Madrid kürzt Gehälter Real kürzt einige Jahresgehälter wegen der Corona-Krise – Foto: imago images / VI Images Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat sich wegen der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie mit seinen Spielern auf eine Kürzung der Gehälter geeinigt. Vorerst beträgt die Reduzierung zehn Prozent. Sollte die Saison 2019/20 abgebrochen werden, würde die Kürzung bei 20 Prozent liegen, teilte der Verein mit. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20815 09/04/2020 19:23 09/04/2020 19:23 Premier-League-Spieler sammeln Geld für britischen Gesundheitsdienst Die Profis der englischen Premier League haben eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um Geld für den britischen Gesundheitsdienst NHS zu sammeln. Zahlreiche Fußballstars veröffentlichten dazu eine Stellungnahme auf ihren Kanälen in den sozialen Medien. Die Initiative #PlayersTogether soll vor allem die Menschen unterstützen, die in der Coronavirus-Pandemie an vorderster Front kämpfen, hieß es. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20820 09/04/2020 22:47 09/04/2020 22:47 Schottland: Saisonunterbrechung verlängert Der schottische Fußballverband hat die Saisonpause in allen nationalen Ligen um sechs Wochen verlängert. Wie Verbandsoffizielle am Donnerstag mitteilten, wird sowohl im Profi- als auch im Hobbybereich mindestens bis zum 10. Juni der Ball ruhen. Bislang war lediglich eine Unterbrechung bis zum 30. April vorgesehen. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20840 10/04/2020 22:36 10/04/2020 22:36 Dalglish mit Corona infiziert © AFP/SID/OLI SCARFF Liverpools Fußball-Legende Kenny Dalglish ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 69-Jährige zeige bisher keine Symptome, teilte der Klub von Teammanager Jürgen Klopp am Freitag mit. Der Test sei bei einem Aufenthalt im Krankenhaus als Routineuntersuchung vorgenommen worden, das Ergebnis sei "unerwartet" ausgefallen. Der Schotte Dalglish hatte sich schon vor dem Besuch im Krankenhaus in häusliche Quarantäne begeben. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20844 11/04/2020 11:33 11/04/2020 11:33 Italiens Sportminister stellt Training ab Mai in Aussicht Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora hat den 4. Mai als möglichen Termin für die Wiederaufnahme des Trainings in der Serie A in Aussicht gestellt. Nachdem die Regierung die strikten Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger um rund drei Wochen bis zum 3. Mai verlängert hatte, veröffentliche Spadafora bei Facebook am Freitag ein Video. Er sprach darin von milden Zeichen der Besserung, aber die Situation sei weiter dramatisch. Spadafora erklärte, dass er die Sportverbände um entsprechende Protokolle gebeten habe, um die Sicherheit der Sportlerinnen und Sportler bei einer Rückkehr ins Training zu gewährleisten. Zwölf Spieltage stehen in der italienischen Serie A noch aus. NEWS Fußball-Europa + andere Kontinente [Re: Commander] #20868 12/04/2020 16:47 12/04/2020 16:47 Gehaltskürzung bei Sporting Der portugiesische Spitzenclub Sporting Lissabon kürzt im Zuge der Corona-Krise die Gehälter der Spieler um 40 Prozent. Die Maßnahme soll für die Monate April, Mai und Juni gelten. Für die Führung des Traditionsvereins beträgt die Kürzung 50 Prozent, schrieb die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf eine Entscheidung des Verwaltungsrats. von Commander. 01/06/2020 00:37 10 Euro Paysafecard für neobet am 05.06.2020 von Flip160. 31/05/2020 23:18 von Commander. 31/05/2020 22:50 von Commander. 31/05/2020 22:45 10 Euro Paysafecard für neobet am 31.05.2020 von Spielleiter. 31/05/2020 21:38 von Spielleiter. 31/05/2020 21:16 von Commander. 31/05/2020 18:31 von Pistor1. 31/05/2020 17:20 32 registrierte Mitglieder (Hagi10, Commander, ennio, 0klaus0, Flip160, Deichgraf, fuchs101, DoktorFlox, Fussballgott, Andreas Jung, grottenoli, gabbanaplaya, eskimo1970, formex, Bernhard57), 194 Gäste, und 3 Spiders.
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
[Hilfethread] FPS brechen ein und/oder CPU taktet runter - AMD FX-6000 & FX-8000 - ComputerBase Forum [Hilfethread] FPS brechen ein und/oder CPU taktet runter - AMD FX-6000 & FX-8000 Thema: [Hilfethread] FPS brechen ein und/oder CPU taktet runter - AMD FX-6000 & FX-8000 Fast jeden Tag gibt es hier im Forum Hilferufe von AMD FX CPU Besitzer (insbesondere die FX-6000 und FX-8000 Serien), deren CPU unter Last (also beim Spielen) immer wieder runtertaktet. Meistens wissen die Hilfesuchenden bereits, dass ihre CPU nicht mit voller Taktzahl läuft, sondern runtertaktet. Manchmal wird jedoch als Symptom einfach nur ein "beim Spielen brechen meine fps ein" genannt. Typische Aussagen sind dann wie folgt: ich habe schon seit Ewigkeiten das Problem, dass mein Prozessor eig. konstant bei guten 4,0 - 4,2 GHz läuft, zwischendurch geht er allerdings auf ~1,4GHz runter & dann fängt es bei mir an zu hängen alles lief glatt bis er einige Minuten auf Voll-Last lief... Über CoreTemp hab ich gesehen das er auf die HÄLFTE runtertaktet,.. Da ich mir dachte es könnte an der falschen Verwendung von der WLP sein, hab ich erstmal den Boxed Kühler angeschlossen wo ja schon WLP aufgetragen war und ich hatte soziemlich kaum einen Unterschied nur das es mit dem Boxed vielleicht ein oder zwei Minuten länger gedauert hat bis der Takt von 3,4GHZ auf 1,2GHZ runtergetaktet hat. Dann habe ich mal HWMonitor wärhend des Spielens angemacht und beobachtet, was mit dem CPU passiert. Die Spannung fällt von 1,4 V auf 0,9V runter. Währenddessen natürlich die Drops und das Soundstottern. Nach 3-4 Sekunden erholt sich der CPU wieder und alles läuft für die nächste Zeit (1-2) Minuten wieder gut. In den meisten Fällen ist die Ursache ganz simpel: Die Spannungswandler auf dem Mainboard sind nicht ausreichend dimensioniert und gekühlt. Manchmal haben die Komponenten der Spannungswandler gar keinen Kühlkörper. Ist das der Fall, dann taktet die CPU immer wieder runter während des Spielens. Überprüfen könnt Ihr das Heruntertakten der CPU, wenn Ihr ein Programm wie z. B. den MSI Afterburner installiert und Euch dann im Spiel den gerade anliegenden Takt anzeigen lasst. Daneben dann noch die aktuelle FPS anzeigen lassen und Ihr seid bestens für die Problemanalyse gerüstet. Außerdem sollte man beachten, dass nicht jedes Board für jede FX-CPU ausgelegt ist. Bei manchen Boards ist bei den 95W-Modellen Schluss oder aber der Hersteller des Boards sagt klipp und klar, dass ein Top-Blower-Kühler verwendet werden muss. In aller Kürze der Unterschied zwischen einem Top-Blower und klassischem Tower-Kühler: Letztlich geht es um die Positionierung des Lüfters, denn beim Top-Blower ist dieser so auf dem Kühler montiert, dass die Luft in Richtung CPU geblasen wird und damit gleichzeitig noch die Komponenten rund um den CPU-Sockel auf dem Mainboard kühlt. So kommt es z. B. auch, dass so mancher sich hier mit dem Problem meldet, nachdem er auf eine Wasserkühlung umgestellt hat. Hier liegt es in der Natur der Sache, dass nun kein Luftstrom mehr vorhanden ist, der die Kühlung der Komponenten (neben der CPU) übernehmen kann. Deshalb ist auch bei Wasserkühlung eine gute Gehäusebelüftung nötig. Mainboards, die häuftig betroffen sind Hier eine Auflistung von Boards, die immer wieder von diesem Problem hier im Forum betroffen sind: Wenn das Problem des Heruntertaktens der CPU nun auf ein Mainboard mit schlecht gekühlten Spannungswandlern zurückzuführen ist, dann wäre eine geeignete Gegenmaßnahme das Installieren eines Top-Blower Kühlers. Folgende Modelle wären eine Empfehlung: Für kleine CPU (bis 95W Abwärme) z. B. den Scythe Iori und bei 125W CPU einen Scythe Grand Kama Cross 3. Hier gibt es eine Übersicht empfehlenswerter Top-Blower Kühler. Sonderfall: Die 220 Watt CPU Serie FX-9000 Asus Crosshair V Formula-Z * Asus TUF Sabertooth 990FX/GEN3 R2.0 * Asus TUF Sabertooth 990FX R2.0 * Asus M5A99FX Pro R2.0 * ASRock Fatal1ty 990FX Professional * ASRock Fatal1ty 970 Performance/3.1 * ASRock Fatal1ty 970 Performance * ASRock 970A-G/3.1 * MSI 990FXA Gaming * * = mit Einschränkung, starker Top-Blow oder Wasserkühlung wird vorausgesetzt Empfehlenswerte Top-Blower wären dann in diesem Fall: Link zum Vergleich auf geizhals Außerdem noch diese beiden Tests hier auf Computerbase: Alles Gute kühlt von oben - 7 Top-Blow-Kühler im Test Dark Rock TF und Shadow Rock LP lüften von oben - be quiet! Top-Blow-Kühler im Test Ohne die Community hier im Forum wäre dieser Thread nicht möglich gewesen. Mein Dank gilt den Foris Cerebral_Amoebe, Lord B., AdoK und Austrokraftwerk. Dieser Thread ist sticky gemacht und wird bei Bedarf immer wieder aktualisiert. Ein Diskussions-/Feedbackthread gibt es hier: [Diskussionthread] FPS brechen ein und/oder CPU taktet runter - AMD FX-6000 & FX-8000. Geändert von Faust2011 (23.12.2016 um 19:50 Uhr)
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
1.1 Was ist bei „Bank Kredit Abgelehnt“ zu beachten? 1.5 Was für Vorzüge haben bei „Bank Kredit Abgelehnt“ ausländische Banken 1.7 So klappt „Bank Kredit Abgelehnt“ garantiert 1.21 „Bank Kredit Abgelehnt“ – gute Tipps und Ratschläge Was ist bei „Bank Kredit Abgelehnt“ zu beachten? Zunächst sollten die Raten der Darlehensrückzahlung nicht allzu hoch sein. Es ist für Sie wesentlich einfacher, wenn von Ihrem Einkommen noch genügend Geld für andere wichtigen Dinge zur Verfügung steht. Niedrige Zinsen sowie gute Konditionen sind das A und O einer Finanzierung. Das Darlehen sollte überdies möglichst flexibel sein. Dazu zählen Ratenpausen für einen oder mehrere Monate genauso dazu wie Sonderrückzahlungen ohne zusätzliche Kosten. Das alles sollte eine gute Finanzierung zum Thema „Bank Kredit Abgelehnt“ enthalten. Es gibt allerdings diverse Dinge, die Sie berücksichtigen sollten, damit Ihrer Finanzierung als Arbeitsloser, Arbeitnehmer, Azubi, Rentner, Student oder Selbstständiger nichts in den Weg gelegt wird: Generell gilt das Grundprinzip: Die anfallenden Kosten sollten mit Blick auf das Thema „Bank Kredit Abgelehnt“ möglichst präzise überschlagen werden. Eine Aufstellung über sämtliche Unkosten zu machen, ist daher eine absolute Notwendigkeit, um nachträglich keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Dabei wäre es ohne Zweifel klug, ein kleines finanzielles Polster zu berücksichtigen. Dieser Puffer darf aber nicht zu groß festgesetzt werden, weil sonst die Verbindlichkeiten unnötig hoch werden würden. Deswegen ist es vernünftig, nicht mehr Geld aufzunehmen als gebraucht wird. Ist der Bedarf an Geldmittel in der Tat zu knapp berechnet worden, lässt sich mit einer Folge- oder Aufstockungsfinanzierung auf ganz einfach ein Ausgleich schaffen. An erster Stelle bei einem Projekt steht, dass man seine finanzielle Lage richtig beurteilt und danach die Höhe des Darlehens berechnet. Das gilt nicht im Endeffekt auch für das Thema „Bank Kredit Abgelehnt“. Hier hilft zum Beispiel eine präzise Wochenaufstellung der eigenen Kosten: Man notiert also am Abend anhand von Belegen und Zahlungsbelegen, wie viel Geld an diesem Tag ausgegeben worden ist. Damit keine versteckten Geldbeträge übersehen werden, sollten auch kleine Ausgaben, wie etwa der Stehkaffee beim Bäcker oder das Bier nach Feierabend berücksichtigt werden. So eine Kostenaufstellung hilft einerseits, die optimale Darlehensrate ziemlich exakt einzuschätzen und zum anderen kann man damit ausgezeichnet beurteilen, wo sich gegebenenfalls noch etwas einsparen lässt. Bei sämtlichen Angaben zu Ihrer Bonität sowie zur eigenen finanziellen Situation gilt es, genau, sorgfältig und ehrlich zu sein – Seien Sie, was das Thema „Bank Kredit Abgelehnt“ anbelangt, bei sämtlichen Angaben zur Ihrer finanziellen Situation und Bonität genau, sorgfältig und ehrlich. Hier sollten Sie sich die Zeit nehmen, um die gewünschten Nachweise und Unterlagen gewissenhaft zusammenzustellen Nachweise und Unterlagen komplett zusammen. Eine seriöse, genaue Darstellung der eigenen finanziellen Lage ist hierdurch gut möglich, was sich bezüglich Ihrer Chancen auf einen Sofortkredit< oder Eilkredit durchaus vorteilhaft auswirkt. Vor allem wird Sie der Vermittler bei der Suche nach einem „Kredit ohne Schufa“ mit besten Kräften unterstützen. Sehr oft geht die Tätigkeit aber über die pure Vermittlung hinaus und wird des Weiteren durch eine Schuldenberatung erweitert. Zu den Aufgaben eines professionellen Kredit trotz Schufavermittlers gehört es auch, Ihnen Vor- und Nachteile eines Finanzierungsangebots aufzuzeigen sowie bei der Zusammenstellung der Unterlagen für den Kredit trotz Schufaantrag behilflich ist. Weil eine Reihe von Vermittler gute Kontakte zu weniger bekannten Banken haben, besteht eine große Wahrscheinlichkeit der Aushandlung günstiger Konditionen für „Bank Kredit Abgelehnt“. Oft kann auch bei komplizierten Gegebenheiten verhandelt werden. Im Unterschied zu Großbanken, bei denen der Ablauf der Kreditbewilligung weitgehend automatisiert über die Bühne geht, wird hier jeder Kreditantrag von Fall zu Fall geprüft. Auf diese Weise hat der Vermittler die Gelegenheit, einen negativen Eintrag in der Schufa zu erklären, damit er nicht bei der Bonitätsüberprüfung so stark ins Gewicht fällt. Ein solcher Antrag auf ein Darlehen zu „Bank Kredit Abgelehnt“ hätte bei einer etablierten Bank überhaupt keine Chance. Ein seriöser Vermittler hat echtes Interesse daran, Ihnen bei der Beschaffung eines Kredits für ein „Bank Kredit Abgelehnt“ unter die Arme zu greifen. Er fordert im Prinzip auch keine Gebühren oder Vorauszahlungen für seine Dienste von Ihnen, denn seine Provision bekommt er von der Bank. Was für Vorzüge haben bei „Bank Kredit Abgelehnt“ ausländische Banken Die Finanzierung größerer Vorhaben über ausländische Geldinstitute wird laufend beliebter. Dabei geht es nicht lediglich um ein neues Auto oder eine geplante Reise in den Urlaub, sondern auch um {das Starkapital für den Aufbau einer Existenz}. Das Internet wird zunehmend bei den Verbrauchern beliebter, um bei ausländischen Banken ein Darlehen aufzunehmen, wodurch die heimischen Bank diesbezüglich immer mehr an Bedeutung verliert. Was für ein Geldinstitut im Ausland spricht, sind die erheblich einfacheren Richtlinien für die Kreditvergabe im Vergleich zu Deutschland. Daher spielen eine ungenügende Bonität oder ein negativer Schufa-Eintrag beim Thema „Bank Kredit Abgelehnt“ nur eine nebensächliche Rolle. Grundsätzlich werden solche Online-Darlehen von Schweizer Banken finanziert. Insbesondere für Verbraucher, die von deutschen Banken abgelehnt worden sind, jedoch rasch eine Geldspritze benötigen, könnte diese Tatsache besonders interessant sein. Beispielsweise zählen dazu Arbeitslose, Auszubildende, Selbstständige. Studenten, Arbeitnehmer in der Probezeit oder Rentner. Insbesondere diese Gruppe hat es in Bezug auf „Bank Kredit Abgelehnt“ ziemlich schwer, ein Darlehen zu erhalten. Privatpersonen mit Geldproblemen haben oft keine Möglichkeit, zu einem Darlehen zu kommen. Die Chancen auf eine Finanzierung werden nämlich aufgrund Schulden oder schlechter Bonität erheblich herabgesetzt. Als echte Alternative würde sich in einem solchen Fall ein Schweizer Kredit anbieten. Darunter ist ein Kredit zu verstehen, welchen ein Schweizer Geldinstitut bewilligt. Schufa-Abfragen werden von solchen Instituten in der Regel nicht vorgenommen, was es erheblich erleichtert, das Darlehen zu bekommen. Im Hinblick auf das Thema „Bank Kredit Abgelehnt“ kann man diese Tatsache nahezu als ideal ansehen. Einen Kredit ohne Bonitätsprüfung sowie diverse Einkommensnachweise und Sicherheiten zu bekommen, ist natürlich auch bei Schweizer Instituten nicht möglich. Ist es allein ein Eintrag in der Schufa, der Ihnen bei der Finanzierung Sorgen macht, könnte der Schweizer Kredit eine realistische Chance für Sie sein, selbstverständlich unter der Voraussetzung, Ihre Bonität ist soweit in Ordnung. So klappt „Bank Kredit Abgelehnt“ garantiert Etliche, welche im Internet auf der Suche nach „Bank Kredit Abgelehnt“, oder „trotz mäßiger Bonität“ sind, denken normalerweise an einen „Kredit ohne Schufa“. Werden Informationen über die Kreditwürdigkeit des Antragstellers nicht von der Schufa beschafft, dann wenden sich namhafte Kreditanbieter ohne Zweifel an andere Auskunfteien. Es gibt eigentlich niemanden, der in Deutschland seinen Wohnsitz hat, und keinen Eintrag oder Score-Wert bei der Schufa hat. Falls Sie Besitzer einer Kreditkarte sind oder ein Bankkonto eröffnet haben besitzen, wurde für Sie schon ein entsprechender Bonitäts-Score angelegt. Deswegen gibt es bei {einem Geldinstitut} den „Kredit ohne Schufa“ nicht, allenfalls einen „Kredit trotz Schufa-Eintrag“. Der überwiegende Teil des Scorings der Verbraucher ist bei der Schufa glücklicherweise positiv. Indes vermuten etliche Menschen, dass sie einen „negativen Schufa Eintrag“ besitzen Wenn Sie planen, einen Kreditantrag zu stellen, überprüfen Sie am besten vorweg, ob die Freigabe Ihres Antrags von der Bank Probleme bereiten könnte, da unter Umständen Score-Index so negativ ist. Die Schufa bewilligt im Übrigen pro Jahr einmal eine kostenfreie Abfrage des „Schufa Score“. Es gibt seit 2010 die Möglichkeit, bei der Auskunftei eine so genannte Selbstauskunft einzuholen. Damit lässt sich dann entnehmen, was für Informationen gespeichert sind. Grundsätzlich stehen Ihnen diese Infos laut Paragraph 34 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) einmal jährlich unentgeltlich zu. Sie können Ihr eigenes Scoring (Schufa-Score) sowie Angaben darüber, ob irgendwelche Institute in den vergangenen Monaten eine Anfrage über Sie gestellt haben, bei „MeineSchufa“ abfragen. Score-Wert ist an verschiedenen „Ratings“ gekoppelt. Diese bewegen sich irgendwo zwischen 1 und 100. Je größer der Wert ist, desto besser ist auch die Bonität. 100 ist dabei der bestmögliche Wert und besagt, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit ungemein klein ist. Die Gefahr von Zahlungsausfällen ist im Unterschied dazu viel eher gegeben, wenn eine Person lediglich einen Score von 50 besitzt. Eine Rechnung wird fällig und man übersieht es, sie pünktlich zu bezahlen. Sei es wegen eines längeren Urlaubs durch unverschuldete, kurzfristige finanzielle Engpässe oder wegen eines Umzugs mit neuer Postadresse. Auch eine unbezahlte Mobilfunkrechnung kann irgendwann zu Problemen führen. Der Finanzierungsantrag, den man gestellt hat, wird auf Grund einer negativen Schufa abgelehnt. Es hat also Konsequenzen auf die Beantragung eines Darlehens, wenn es durch Zahlungsaufforderungen zu einer Reduzierung des Score-Indexes kommt. Es ist dagegen möglich, dass der Konsument einen ungünstigen Schufa-Eintrag eliminieren lassen kann. Es kann passieren, dass die Auskunftei noch Angaben gespeichert hat, die entweder falsch oder schon sehr alt und dementsprechend nicht mehr aktuell sind. Auf alle Fälle sollte man als Konsument sein Recht in Anspruch nehmen, eine Selbstauskunft zu verlangen und alte Einträge löschen lassen. Die Löschung kann man direkt bei der Wirtschaftsauskunftei beantragen. Als Bedingung gilt indessen, die Forderung darf 2.000 EUR nicht übersteigen und muss binnen sechs Wochen beglichen worden sein. Nach einem bestimmten Zeitraum werden die Daten bei der Schufa automatisch gelöscht, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen. Das geschieht generell: Privatpersonen in einer finanziellen Notsituation haben oft keine Möglichkeit, zu einem Darlehen zu kommen. Die Erklärung: Die Chancen auf eine Finanzierung reduzieren sich mit schlechter Bonität bzw. Schulden ganz erheblich. Ein Schweizer Kredit kann in solchen Fällen eine sinnvolle Option sein. Damit ist ein Darlehen gemeint, das von einem Schweizer Finanzdienstleister vergeben wird. Schufa-Abfragen werden von solchen Instituten im Allgemeinen nicht vorgenommen, was es bedeutend erleichtert, das Darlehen zu erhalten. Was das Thema „Bank Kredit Abgelehnt“ angeht, ist dies ein riesiger Vorteil. Sie benötigen klarerweise auch bei Schweizer Geldinstituten für einen Kredit gewisse Einkommensnachweise und Sicherheiten, wobei vor der Kreditvergabe auch eine Überprüfung der Bonität obligatorisch ist. Bei einer positiven Bonität stellt der Schweizer Kredit eine realistische Chance für „Bank Kredit Abgelehnt“ dar, auch wenn Sie einen negativen Eintrag in der Schufa haben. Bei „Bank Kredit Abgelehnt“ ist auch die Höhe der Kreditkosten bedeutsam. Dabei spielt der „effektive Jahreszins“ oder auch „effektiver Jahreszinssatz“ genannt, eine bedeutsame Rolle. Die auf die nominale Kredithöhe bezogenen jährlichen Kosten eines Kredites werden als der „effektive Jahreszins“ bezeichnet. Abhängig vom Auszahlungsbetrag wird er mit einem festgelegten Prozentsatz angegeben. Bei Darlehen, deren Zinsen oder andere Preis relevante Faktoren sich während der Kreditlaufzeit ändern können, wird dieser Zinssatz als anfänglicher „effektiver Jahreszins“ bezeichnet Beim Abschluss einer Finanzierung kann für die ganze Laufzeit auch ein gebundener Sollzins festgesetzt werden. Das heißt: Unabhängig von den verschiedenen Zinsschwankungen an den Kapitalmärkten, bleibt der dem „Darlehen“ zugrunde liegende Nominalzins stabil. Für Sie als Kreditnehmer hat ein gebundener Sollzins den Nutzeffekt, dass Sie keine Angst vor steigenden Darlehenszinsen zu haben brauchen. Der Zinssatz auf die „Kreditsumme“ bleibt während der ganzen Kreditlaufzeit folglich unverändert. So sind Sie permanent vor der unangenehmen Überraschung einer Zinserhöhung gefeit. Die Laufzeit von einem Darlehen hat Einfluss auf die Rückzahlungsbedingungen, die die Bank dem Kreditnehmer bewilligt. Das heißt, je länger bei einem Darlehen die „Kreditlaufzeit“ ist, desto kleiner sind die einzelnen Raten, welche der Kreditnehmer zurückzahlen muss, und umgekehrt. Die verschiedenen Optionen in Bezug auf die Kreditlaufzeit in Erwägung zu ziehen, kann sich also definitiv lohnen. Nichtsdestotrotz werden nicht alle Laufzeiten für sämtliche Kredite zur Auswahl gestellt. Die Kreditlaufzeit, welche auch als Darlehenslaufzeit bezeichnet wird, ist das Zeitintervall, von der Auszahlung bis zur kompletten Tilgung bzw. Begleichung der Kreditsumme. Dabei hängt die Dauer genau genommen von der Höhe des Nominalzinses und der Tilgung ab. In erster Linie hängt die Laufzeit klarerweise der Höhe und der Anzahl der Raten ab. Bei einem relativ niedrigen Rückzahlungsbetrag dauert es bis völligen Bezahlung der Kreditsumme und damit des Darlehens inklusive der Bearbeitungsgebühren klarerweise verhältnismäßig lange. Es gibt überdies spezielle Kredite mit sehr langen Laufzeiten (min. 5 Jahre). Diese werden als Langzeitdarlehen bezeichnet. Nicht selten werden die Darlehensgebühren auch Abschlussgebühr, Bearbeitungsentgelte, Kreditbearbeitungsgebühren bzw. Bearbeitungsprovision genannt. Diese Gebühren sind zumeist die Kosten, die das Kreditinstitut bis 2014 für den Aufwand in Rechnung stellen durfte, der für die Bearbeitung eines Antrags zu einem Kredit oder einer Kreditanfrage notwendig ist. Seit Mai 2014 dürfen sowohl „Darlehensgebühren“ für Tätigkeiten in Verbindung mit einer Kreditanfrage als auch die Überprüfung der Bonität des Kreditnehmers nicht zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Mittlerweile dürfen also Bearbeitungsgebühren in Abhängigkeit der beantragten Darlehenshöhe seit 2014 nicht mehr verrechnet werden. Allgemein betrugen diese Kosten ca. 1 – 3 Prozent von der Kreditsumme, also beispielsweise bei einem Darlehen von 10.000 EUR schon 150 bis 450 EUR. Kreditnehmer, die eine solche Bearbeitungsgebühr bereits bezahlt haben, können grundsätzlich die Kosten für den Kreditantrag bzw. die Kreditanfrage zurückfordern. Der Darlehensgeber kann als Unternehmen oder auch als eine private Person auftreten. Er gewährt dem Kreditnehmer respektive Darlehensnehmer für einen gewissen Zeitabschnitt zu einer entsprechenden Verzinsung einen Kredit. In den Kreditverträgen ist üblicherweise vom „Darlehensgeber“ die Rede, wobei jedoch auch Ausdrücke wie Ausdrücke oft benutzt werden. Wenn der Kreditgeber einen Darlehen bewilligt, verlangt er auf Grund des erheblichen Ausfallrisikos folglich höhere Zinsen. Darlehensgeber sind gewöhnlich Geldinstitute wie Versicherungen, Bausparkassen oder Banken. Natürlich haben Darlehensnehmer auch Rechte und Pflichten, die {im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)} niedergelegt sind. „Kredite mit schlechter Bonität“ sind prinzipiell zwar ein wenig teurer, müssen aber ebenso als einzelne Monatsraten getilgt werden. Eines der Elemente der Monatsrate bei Darlehen ist der Zinssatz. Dieser Zinssatz richtet sich nach den, zurzeit geltenden, marktüblichen Preisen, für die sich die Bank auf dem Kapitalmarkt Geld selbst ausleiht. Ihre Kunden bezahlen anschließend für ihr Darlehen diesen Zins mit einem angemessenen Aufschlag. Zu den weiteren wichtigen Komponenten bei der „Monatsrate “der Kredite zählt die Höhe der Tilgung. Wie hoch der Kreditnehmer die monatliche Tilgung festsetzt, hängt vorwiegend von seinen Einkünften ab. Jährlich beträgt bei {längerfristigen Darlehensverträgen} die Tilgung grundsätzlich 1 %. Bei einer höheren Tilgung kann der die Kreditsumme und damit der Kreditbetrag klarerweise in einer kürzeren Zeitspanne zurückgezahlt werden. Allerdings ist dann die monatliche Belastung – je nach Höhe des Rückzahlungsbetrags – deutlich erhöht. Tilgung und Zinsen sind deswegen die wichtigen Kriterien, welche die Monatsrate bei Darlehen ausmachen. Integriert in der Monatsrate sind allerdings auch die die Vermittlungsprovisionen der Kreditvermittler respektive die Bearbeitungsgebühren der Banken. Zum Kredit Gesamtbetrag zählen als Komponente der Monatsrate auch diese Kosten dazu, obwohl sie im Normalfall schon beim Zinssatz mit berücksichtigt worden sind. Mit einem Umschuldungskredit bezeichnet man ein Darlehen, das eine Person aufnimmt, um mit dem Geld einen bestehenden Kredit mit einem hohen Zins etwas günstiger abzahlen zu können. Mit einer solchen Umschuldung kann der Kreditnehmer also bares Geld sparen. Des Weiteren lassen sich auch unterschiedliche Kredite zu einem einzigen zusammenlegen. Es ist deshalb sehr wohl möglich, im Rahmen einer Umschuldung, mehr als einen Kredit anzugeben. Generell wird ein „Umschuldungskredit“ nicht bei derselben, sondern einer anderen Bank beantragt. Der Kredit für eine Umschuldung kann trotzdem von neuem bei der gleichen Bank aufgenommen werden. Der eigentliche Nutzen einer Umschuldung ist also, dass Sie nach Aufnahme Ihres neuen Kredits einen kleineren finanziellen Aufwand haben als vorher – von daher der Umschuldungskredit. Es kann Ihnen bereits helfen, Geld zu sparen, wenn der Zins auch nur minimal günstiger ist. Kunden verpflichten sich normalerweise, an das finanzierende Geldinstitut den Darlehensgesamtbetrag zurückzuzahlen. Darin sind alle Gebühren enthalten, die die Bank für das aufgenommene Darlehen in Rechnung stellt. Der Gesamtbetrag, den der Kreditnehmer im Rahmen der Tilgung an das Kreditinstitut innerhalb der Kreditlaufzeit zurückzahlen muss, schließt die Nebenkosten mit ein und ist aus diesem Grund höher als der geschuldete Kreditbetrag. Zu den Nebenkosten, die noch zum reinen Kreditbetrag hinzukommen, gehören außerdem etwaige Bearbeitungsgebühren oder Provisionen sowie die zu zahlenden Zinsen. Die {Differenz zwischen dem} „Darlehensgesamtbetrag“ und dem Nominalbetrag des Darlehens ergibt sich somit aus den zusätzlichen Ausgaben und Gebühren. Der eigentliche Kreditbetrag, den der Kreditnehmer nach Freigabe vom Kreditantrag ausbezahlt erhält, ist geringer, als die Gesamtsumme, welche er dann zu begleichen hat. In speziellen Fällen ist die Auszahlung deswegen geringer, weil der „Kreditbetrag“ nicht in voller Höhe als Gesamtbetrag ausbezahlt wird. Auch bei Kredit oder bei einem „Schweizer Kredit“ gilt das in derselben Weise. Im Zuge der Prüfung eines gestellten Darlehensantrags für einen Kreditbetrag, werden auf alle Fälle entweder das zur Verfügung stehende Gesamteinkommen des Kreditnehmers oder bei einem gewerblichen Kreditbetrag die aktuelle Ertragssituation unter die Lupe genommen. Ein nebensächlicher Faktor ist hierbei die Größe vom Kreditbetrag. Wird beispielsweise ein Kreditbetrag in Höhe von lediglich 600,00 Euro beantragt, überprüft die Bank die Einkünfte des Darlehensnehmers gleichermaßen wie bei einem Kreditbetrag von 500.000,00 Euro. Grundsätzlich wird für den Kreditbetrag eine feste Monatsrate zur Rückzahlung in einer festgesetzten Zeitspanne vereinbart. Diese Kreditkonditionen werden immer im Kreditvertrag fest verankert. Falls der Kreditnehmer das entsprechende monatliche Einkommen hat, kann er mit Sondertilgungen den Kreditbetrag auch vorzeitig zurückzahlen. Sofern man wissen will, ob diese Sondertilgungen kostenfrei angeboten werden oder mit Gebühren belegt sind, muss man im Kreditvertrag nachsehen. Nach Begleichung der letzten Rate für den Kreditbetrag, ist allgemein der Kreditvertrag automatisch erloschen. Bei einer erneuten Aufnahme von einem Kreditbetrag muss der Kreditnehmer bei der Bank aufs Neue einen schriftlichen Antrag einreichen. Verschiedene potentielle Kreditnehmer stellen bisweilen die Frage, ob es auch ohne Bewertung der Bonität einen Kredit gibt. Die Antwort heißt ganz klar „nein“. Die Bonitätseinstufung erfolgt auf der Ausgangsbasis des Ergebnisses der Bonitätsprüfung und bestimmt die Aufpreise auf das Darlehen. Das Resultat ist in erster Linie von den „Bonitätskriterien“ abhängig. Bei einer vorzüglichen Bonität werden verhältnismäßig günstige Darlehenszinsen verlangt. Ein gutes Ergebnis bei der Feststellung der verschiedenen Kriterien der Bonitätsprüfung, ist also für den Darlehensnehmer restlos von Nutzen. Bei den klassischen Bonitätskriterien gibt es zwischen den einzelnen Geldinstituten deutliche Unterschiede. Im weiteren Verlauf sind diejenigen Bonitätskriterien aufgelistet, die bei jeder Bank gleich sind und für jeden Kreditnehmer gleichermaßen gelten. Einen so genannten Privatkredit respektive kreditprivat, welchen manche Kreditvermittler anbieten, kann man normalerweise auch trotz schlechter Bonität erhalten. Beim „Geld leihen ohne Schufa“ treten anstatt dem Geldinstitut einen oder mehrere Geldgeber als Kreditgeber auf. „Bank Kredit Abgelehnt“ – gute Tipps und Ratschläge Es gilt, gut zu überlegen, ob es Ihnen ohne größere Schwierigkeiten wirklich möglich ist, ein Darlehen mit unzureichender Schufa respektive einem schlechten Schufa-Score auf Heller und Pfennig zurück zu zahlen. Denn wenn die Bank einen Kreditantrag ablehnt, geschieht das im Regelfall nicht unbegründet. Bedenken Sie: Es zählt zu den vornehmlichen geschäftlichen Prinzipien einer Kredit gebenden Bank, dass möglichst viele Konsument Ihr Darlehen vollständig, pünktlich sowie mit Zinsen tilgen. Die Finanzdienstleister haben selbstverständlich großes Interesse daran, Kredite zu vergeben. Sofern sich bei einer Prüfung der Kreditwürdigkeit herausstellt, dass bisher das Zahlungsverhalten sehr unzureichend war, ist offensichtlich auch künftig nicht eine korrekte Zahlungsmoral zu erwarten. Dann wird ein Antrag natürlich abgewiesen. Aber auch bei einer hinlänglichen Schufa kann es zu einer Zurückweisung des Kreditantrags kommen. Dies ist dann der Fall, wenn die notwendigen finanziellen Mittel nicht ausreichend sind bzw. das Mindesteinkommen so klein ist, dass eine Rückzahlung des Darlehens nicht sichergestellt werden kann. Ehe Sie also einen „Kredit ohne Schufa“ oder eine andere Finanzierung beantragen, sollten Sie Ihre Gesamteinnahmen den Aufwendungen so genau wie möglich gegenüberstellen. Mit dieser Vorgehensweise lässt sich einfach überprüfen, ob es später vielleicht Schwierigkeiten bei der Rückzahlung geben könnte. Leider denken die wenigsten am Anfang daran, dass es bei einem Rückzahlungsplan mit längerer Laufzeit immer mal zu finanziellen Engpässen kommen kann und es dann zum Problem werden kann, das Darlehen fristgerecht zu begleichen. Zum Beispiel könnten das die defekte Waschmaschine, der defekte PKW oder eine überraschend hohe Nachzahlungsforderung des Strom- oder Gasanbieters sein sein. Nehmen Sie außerdem die Option in Anspruch, sich durch Ihren persönlichen Kreditberater zu einem „Kredit mit Schufa-Eintrag“ beraten zu lassen. Dieser bewertet gemeinsam mit Ihnen Ihre finanzielle Lage und hilft Ihnen darüber hinaus, das entsprechende Angebot zu finden. Das „Kredit aufnehmen trotz Schufa“ ohne gründliche Beratung, ist nicht vollkommen unproblematisch, So mancher ist dadurch schon in eine Schuldenfalle getappt, deren Folgen bisweilen in einer totalen Zahlungsunfähigkeit geendet haben. Im Übrigen kann der Darlehensvermittler in puncto Zusammenfassung verschiedener Kredite, das heißt, eine „Umschuldung trotz Schufa“ fachkundig beraten. Für den Fall, dass der Finanzdienstleister einen „Kredit mit Schufa“ beziehungsweise einen „Kredit mit Schufa-Eintrag“ versagt, liegt es meistens an einem ungenügenden Schufa-Score. Rufen Sie auf jeden Fall einmal jährlich Ihren Schufa-Score ab. Das ist unentgeltlich und Sie haben die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Falls nicht, bitten Sie um die Beseitigung falscher oder veralteter Einträge. Im Prinzip ist das Erlangen von einem seriösen Kredit ohne Schufa oder das Finden eines fairen Angebots relativ leicht. Eines muss auf alle Fälle berücksichtigt werden: Bei der Schufa besteht in der Tat kein Grund zum Fürchten – im Gegenteil. Es halten sich andererseits beharrlich so manche Klischees. {Ein weit verbreitetes Vorurteil}: Immer nur wenn Schwierigkeiten mit der Kreditwürdigkeit entstehen, kommt die Auskunftei ins Spiel. Das ist so nicht richtig, denn „Schufa“ legt nämlich nicht lediglich von Kreditnehmern mit geringer Bonität Einträge an, sondern normalerweise von jedem Verbraucher. Faktisch bekommt man nur den „Kredit trotz schlechter Bonität“. Was es allerdings nicht gibt, ist ein „Kredit trotz Schufa“ respektive ein „Kredit trotz Schufa-Eintrag“. Was den Eintrag bei der Schufa angeht, ist davon in der Regel jeder Verbraucher betroffen, ganz egal, wie seine Bonität aussieht. Ein weiteres Vorurteil: Es sind ausnahmslos schlechte Informationen, die bei der Auskunftei hinterlegt werden. Das ist logischerweise ebenso wenig richtig. Was Sie in jedem Fall beruhigen wird: Etwa 90 Prozent aller Schufa-Einträge von Personen sind vorteilhaft. Es besteht unter den Menschen noch ein drittes Vorurteil: Die Schufa hat einen unmittelbaren Einfluss darauf, ob ein gespeicherter Wert schlecht oder gut ist. Auch das ist schlichtweg falsch, denn es ist an und für sich nur ein Score-Wert, den die Auskunftei erzeugt und der sich aus dem positiven respektive negativen Zahlungsverhalten einer Person ableitet. Dieser Wert kann entweder niedrig oder auch hoch sein, {jedoch nicht negativ}. Es gibt eine Menge Faktoren, {durch die der Schufa-Wert von denen der Schufa-Wert abhängig ist}. Beispielsweise, wenn jemand zahlreiche Kreditkarten oder Handyverträge hat. So kann es durchaus sein, dass man einen relativ niedrigen Wert hat, obgleich man seine Darlehensraten immer fristgemäß zurückbezahlt hat. Wer nach einem „Kredit trotz negativer Schufa“ sucht, wird ihn möglicherweise nirgends bekommen, da es ihn einfach gesagt, überhaupt nicht gibt. Allerdings gibt es sehr wohl einen „Kredit trotz schlechter Schufa“ respektive „Kredit mit schlechter Schufa“. Bemerkenswert ist hierbei folgendes: Beim „Kredit ohne Schufa“ sind die Erfahrungen diverser Auskunfteien und Kreditinstitute, dass eine große Anzahl Verbraucher ihre Kreditwürdigkeit als ausgesprochen ungünstig beurteilten. Eine Prüfung Ihres Bonus-Wertes, die übrigens einmal im Jahr zum Nulltarif möglich ist, lohnt sich folglich vor der Antragstellung einer solchen Finanzierung. Vereinzelt können bei der Recherche nach „Bank Kredit Abgelehnt“ Schwierigkeiten entstehen. In einem solchen Fall können Sie sich gerne an einen der Kreditberater wenden. Bei diesen Beratern handelt es sich um ausgesprochene Profis, welche mit dem Finanzwesen ausgesprochen gut vertraut sind und außerdem kontinuierlich geschult werden. Die Kreditberater kennen sich bestens auf dem Finanzmarkt aus und sind Ihnen bei der Suche nach einer Finanzierung, die zu Ihnen und Ihrer finanziellen Situation passt, eine große Hilfe. Auch wenn Sie insbesondere nach einem „Kredit trotz Schufa-Einträgen“ suchen, können Sie mit deren Hilfe rechnen. Dass mitunter ein finanzieller Engpass eintritt, hat jeder bestimmt schon erlebt. Oft wird die Verwandtschaft oder der Freundeskreis aushelfen können. Für etliche ist es hingegen nicht möglich, Verwandte oder Freunde um eine finanzielle Hilfe zu bitten. Und eine Anfrage bei der Bank um einen Kredit erübrigt sich allein wegen ungenügender Bonität oder eines Schufa-Eintrags. Das muss aber nicht das Ende Ihrer Finanzierungswünsche sein. Es gibt viele Optionen, mit denen ein Kreditnehmer auch ein Darlehen mit schlechter Bonität und ohne eine Schufa-Auskunft bekommen kann.
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Kommentar — Orientalisches Seminar Geschichte des Orientalischen Seminars Auslandsseite Badry, Roswitha Bağ, Şener Bartholomä, Ruth Brunner, Rainer Ende, Werner Epkenhans, Tim Fuchs, Simon Wolfgang Gölz, Olmo Al Hossiny, Mohammed Lukman, Fadhli Megahed, Mohamed Pink, Johanna Raei, Shahrokh Rebstock, Ulrich Rysaev, Rashid Sağır, Fatma Samadi Rendy, Leila Simon, Katrin Kooperationen und Studieren im Ausland Studierendenaustausch mit der Azhar-Universität in Kairo Persischkurse an der Universität Isfahan Erasmus-Studium (Tekirdağ, İstanbul, Cádiz, Thessaloniki) Weitere Möglichkeiten für ein Studium oder Praktikum im Ausland Impressionen vom Besuch bei der Freitagspredigt der Freiburger Naqshbandiyya am 15.6.2018 (ʿĪd al-Fiṭr) Datenbank Persischer Urkunden Die Türkische Bibliothek Men of Disorder Kooperation Cyberfatwa Das indonesische Religionsministerium und der Koran Bewahrung durch Abgrenzung? 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HÜT). Mit etwa 340 000 verkauften Exemplaren im April 2016 und etwa 320 000 bis 330 000 im September 2016 (vgl. MEDYA) zählt die Hürriyet zu den beliebtesten Zeitungen in der Bevölkerung. Sie gehört außerdem zu einem der wichtigsten türkischen Medienkonzerne, der Doğan Yayın Holding, die mit diversen Tageszeitungen den Pressemarkt in der Türkei dominiert (vgl. Sümer 2009: 674–675). Auf sich aufmerksam macht die Redaktion zum Beispiel durch Konflikte mit der türkischen Regierung (vgl. SPON, 25.12.2015). Immer wieder hört man auch von Ausschreitungen oder Übergriffen auf die Redaktion zum Beispiel durch AKP-Anhänger (vgl. SPON, 15.09.2015), was nicht verwundert, denn „die Hürriyet gehört zu den wenigen Zeitungen, die kritisch über die Regierung und über Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan berichten“ (SPON, 15.09.2015). Auffallend ist außerdem die Abbildung Mustafa Kemal Atatürks auf der Titelseite der Zeitung. Vor der farbigen türkischen Flagge ist in schwarz-weiß sein Kopf zu sehen; direkt darunter ist folgendes zu lesen: „Die Türkei gehört den Türken“ (türk.: Türkiye Türklerindir) (vgl. Akyol, 11.04.2008). In diesem Zusammenhang scheinen die Konflikte mit der türkischen Regierung sowie der AKP nicht verwunderlich. Im Rahmen des Global Media Forum im Juni 2016 wurde dem Chefredakteur der unabhängigen Zeitung, Sedat Ergin, der „Freedom of Speech Award“ der Deutschen Welle verliehen (vgl. Muno, 13.06.2016). Dennoch steht Ergin, wie viele andere Journalisten in der Türkei, vor Gericht: Er habe angeblich den Präsidenten Erdoğan beleidigt (vgl. FAZ, 22.04.2016). Es ist offensichtlich, dass die Hürriyet zu den wenigen Medien in der Türkei gehört, die sich nicht von der Regierung einschüchtern lassen, auch wenn dies gewisse Konsequenzen, wie Anklagen oder Verhaftungen, nach sich zieht. Pressefreiheit ist, ebenso wie Meinungsfreiheit, ein wichtiger Bestandteil jeder Demokratie. Die momentane Situation in der Türkei macht es Journalisten jedoch gar unmöglich, sich mit ihrer Arbeit nicht in Gefahr zu bringen. Al Jazeera (zu Deutsch: die Insel) zählt wohl zu den bekanntesten und verbreitetsten Fernsehsendern der arabischen Welt. Als Nachfolger des 1994 gescheiterten Projekts BBC Arabic Television, das von der saudischen Königsfamilie gesponsert wurde (vgl. Seib 2005), ist Al Jazeera heute in mehreren Sprachen, darunter Türkisch, verfügbar. Seinen Sitz hat der von der katarischen Regierung finanzierte Sender in Doha, der Hauptstadt des Golfstaates Katar (vgl. ALB). Der Sender, der als der einflussreichste der arabischen Welt gilt, wird jedoch heutzutage für seine Einseitigkeit und angebliche Nähe zu Islamisten kritisiert: Manche Kollegen Hejjawis haben bei Al-Dschasira gekündigt, weil sie ihren Namen nicht für ein einseitiges Programm hergeben wollten. Andere halten aus. Manche aus Überzeugung, weil sie dem Sender und seinen alten Idealen die Treue halten wollen. Andere hegen eher private Gründe. Auch ein Araber, der unerkannt bleiben möchte. In einem Hintergrundgespräch in Doha sagt er: Wenn ich durch die Büros von Al-Dschasira Mubashar gehe, dann wird mir übel: Die meisten dort sind Islamisten, keine Journalisten. Und es werden immer mehr. Zwar überlege er, zu kündigen, aber die Bezahlung sei eben gut. (Blaschke, 12.04.2014) Auch Schulgeld sowie eine Krankenversicherung hält die Mitarbeiter wohl davon ab zu kündigen (vgl. Blaschke, 12.04.2014). Auf seiner Webseite beschreibt der Sender seinen Journalismus als einzigartig, faktenbasiert sowie als unparteiisch, indem er alle Seiten der Geschichte beleuchte und den Stimmlosen eine Stimme gebe (vgl. JAZ). Doch wird in diversen Medien die Unabhängigkeit und damit Glaubwürdigkeit des Senders in Frage gestellt, wie zum Beispiel in The Guardian: Many say, however, the station is not free to report critically on Qatar or diverge far from Qatari foreign policy. (Whitaker, 20.09.2011) Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete 2012 von Al Jazeera: Hier geht es um Politik, nicht um Journalismus. (Suliman, 11.12.2012) Bezüglich der politischen Ausrichtung des Senders sollte zwischen dem arabischsprachigen sowie dem englischsprachigen Sender unterschieden werden: Während Al Jazeera eher islamisch-konservativ geprägt sei und damit den Muslimbrüdern in Ägypten nahe stehe, so orientiere sich Al Jazeera English eher an westlichen Meinungen oder derer säkularer Araber (vgl. HIN). Fakt ist, dass das Netzwerk Al Jazeera mit Vorsicht genossen werden sollte, denn eine politische Abhängigkeit kann nicht ausgeschlossen werden. Zur Lage in der Türkei Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 2011 in Syrien fliehen immer mehr Menschen nach Europa oder in die angrenzenden Nachbarländer. Die Türkei hat bisher die meisten Flüchtenden aufgenommen. Wie viele es genau sind, ist unklar; die Angaben schwanken. In seinem Jahresbericht „Global Trends – Forced Displacement in 2015“ erklärte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) die Türkei mit 2,5 Millionen Flüchtenden zum weltweiten „Top Host“.[1] Im Juni 2016 berichtete Amnesty International von schätzungsweise 3 Millionen Flüchtenden in der Türkei[2]. Doch was geschieht mit den Geflüchteten, die in der Türkei bleiben? Welchen rechtlichen Status haben sie? Können ihnen Bildung, medizinische Versorgung, gar ein Existenzminimum garantiert werden? Ist die Türkei überhaupt in der Lage, mit solch einer großen Zahl an Geflüchteten angemessen und human umzugehen? Die Situation der Flüchtenden Einer Pressemitteilung des türkischen Außenministeriums vom 3. April 2016 zufolge leben 270 000 syrische Flüchtende in insgesamt 26 Schutzeinrichtungen, wo sie Schutzstatus genießen, über Zugang zu Bildung verfügen sowie medizinisch und psychologisch versorgt werden. Ebenso erhalten Syrer, die außerhalb dieser Zentren leben, Schutzstatus sowie Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung (vgl. MOFA, 03.04.2016). Wie viele Syrer tatsächlich außerhalb der Schutzzentren leben, wird nicht erwähnt. Berichten zufolge wird die Zahl auf über 1,7 Millionen geschätzt; konkrete Zahlen über Flüchtende aus anderen Ländern, wie beispielsweise aus Afghanistan, gibt es nicht (vgl. Walpot). Trotz anhaltender Kritik an der türkischen Flüchtlingspolitik scheint es den Menschen innerhalb der Camps besser zu gehen als außerhalb. Medienberichten zufolge soll es in einigen der Lager im Südosten des Landes sogar kleinere Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Supermärkte geben. Durch die Einführung eines Scheckkartensystems erhalten die Familien nun anstelle von Bargeld Karten: umgerechnet 30 Euro pro Kopf laden das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) sowie die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD (Afet ve Acil Durum Yönetimi Başkanlığı)[3] monatlich auf (vgl. Merey, 09.03.2015). Dank der vorhandenen Krankenhäuser ist zumindest eine kostenlose medizinische Erstversorgung möglich. Syrische Kinder haben zudem die Möglichkeit, die Schule in ihrem Lager zu besuchen, wo nicht nur Türkisch, sondern auch Arabisch gelehrt wird. Der Großteil der Geflüchteten lebt jedoch außerhalb der von AFAD errichteten Schutzzentren und scheint damit erheblich schlechter gestellt. Den Angaben der „Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission“ (ECHO) zufolge finden nur etwa zehn Prozent der syrischen Flüchtenden in den Flüchtlingslagern Zuflucht (vgl. EUCOM, 2016). Einer Statistik der World Health Organization Gaziantep von Mai 2016 ist zudem zu entnehmen, dass die türkische Millionenstadt Istanbul sowie die grenznahen Provinzen Hatay, Gaziantep und Șanlıurfa die meisten syrischen Flüchtenden beherbergen. Danach folgen angrenzende Provinzen wie beispielsweise Kilis, ebenfalls grenznahe Provinz im Südosten des Landes, und Izmir an der türkischen Westküste (vgl. WHO, 08.06.2016). Menschenrechts- und Nichtregierungsorganisationen wie Human Rights Watch berichten außerdem von unzureichender Versorgung und finanzieller Unterstützung sowie Ausbeutung der Flüchtenden außerhalb der Camps (vgl. HRW, 20.06.2016). Bis Anfang 2016 war es Geflüchteten außerdem nicht möglich, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten: Schwarzarbeit war folglich häufig der einzige Weg, um an Geld zu kommen. Erhöhte Mietpreise und unfaire Löhne erschwerten das Leben der Flüchtenden zusätzlich, wenn sie überhaupt Arbeit fanden. Oft wurden sie als Tagelöhner eingestellt und mussten für einen Hungerlohn schuften. Dies begünstigte auch Kinderarbeit, da viele Familien die Lebenshaltungskosten ansonsten nicht decken konnten. Im Januar 2016 entschied die türkische Regierung, dass Geflüchtete eine Arbeitserlaubnis beantragen können, wenn sie bereits mindestens sechs Monate registriert waren; so sollte auch sichergestellt werden, dass sie für ihre Arbeit zumindest den Mindestlohn erhielten (vgl. Weise, 17.02.2016). Was zunächst als entscheidender Fortschritt willkommen geheißen wurde, erwies sich bald als kaum effektiv: Wie die Zeitung The Guardian circa drei Monate nach der Gesetzesänderung berichtete, erhielten bis dato lediglich etwa 2000 Syrer die Möglichkeit, sich für eine Arbeitserlaubnis zu bewerben. Dies entspräche gerade einmal 0,074 Prozent der damals 2,7 Millionen in der Türkei lebenden Syrer. Grund dafür sei die Voraussetzung, bei Beantragung der Arbeitserlaubnis einen Arbeitsvertrag vorzulegen. Die meisten Arbeitgeber würden dies ablehnen, da sie den syrischen Mitarbeitern ansonsten den Mindestlohn sowie die Krankenversicherung zahlen müssten, genauso wie ihren türkischen Mitarbeitern (vgl. Kingsley, 11.04.2016). Ein Ende der Schwarz- und Kinderarbeit, der Ausbeutung und mieser Arbeitskonditionen für Syrer in der Türkei ist demnach wohl noch nicht in Sicht. Alles in allem scheint die Situation der Flüchtenden in der Türkei eher aussichtslos: […] having a lack of legal status, being forced to work in the informal economy, experiencing exploitation and discrimination in the work place, high rental housing prices, being marginalized and a state of being excluded in the receiving society, limited access to education and limited access to medicine are the major problems of living in Turkey. (Şimşek 2015) Zwar profitiert ein kleiner Teil der Geflüchteten von den Vorzügen der Schutzzentren, wenn denn von der Richtigkeit der Berichte ausgegangen werden kann. Dennoch lebt die beachtliche Mehrheit der syrischen Bürgerkriegsflüchtenden außerhalb dieser Zentren. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Kinder seit Monaten keine Schule von innen gesehen haben. Stattdessen geht die Tendenz in Richtung Schwarz- und Kinderarbeit, eine Entwicklung, die schwer zu stoppen scheint. Auch Ausgrenzung aus der türkischen Gesellschaft sowie mangelnde medizinische Versorgung machen deutlich, dass die Türkei nicht in der Lage ist, mit einer derart hohen Flüchtlingszahl umzugehen, geschweige denn humane Lebensbedingungen für alle zu schaffen. In diesem Zusammenhang scheint die sogenannte „Politik der offenen Tür“[4], die die türkische Regierung zu führen vorgibt, eher fragwürdig. Auch die Tatsache, dass es - trotz stark zurück gegangener Zahlen – immer noch Flüchtende gibt, die versuchen über Griechenland nach Europa einzureisen, scheint angesichts der eher aussichtslosen Lage der Geflüchteten in der Türkei nicht verwunderlich. Das türkische Asylrecht Um die rechtliche Lage der Geflüchteten in der Türkei insgesamt besser zu verstehen, ist es notwendig, sich mit den entsprechenden Bestimmungen des türkischen Asylrechts auseinanderzusetzen. Da die bereits vor der Krise vorhandenen Gesetze nicht ausreichend waren, um die stetig wachsende Einwanderungsbewegung in den Griff zu bekommen, sah sich die Türkei gezwungen, Reformen einzuführen (vgl. Ekşi, 06.07.2016). Am 11. April 2014 wurde schließlich das sogenannte „Gesetz über Ausländer und internationalen Schutz (Nr. 6458)“ (türk.: Yabancılar ve Uluslararası Koruma Kanunu)[5] vollständig rechtswirksam, wobei die meisten Bestimmungen bezüglich institutioneller Umstrukturierung bereits am 4. April 2013 in Kraft traten (vgl. Çiçekli 2016: 75). Konnten syrische Flüchtlinge in der Türkei zuvor keinen Flüchtlingsstatus erhalten und wurden sie nur als „Gäste“, die wieder in ihr Heimatland zurückkehren würden, bezeichnet und auch dementsprechend behandelt, so hat sich dies nun mit der Verabschiedung des Gesetzes Nr. 6458 geändert. Dennoch bleibt zu beachten, dass die Türkei weiterhin am geographischen Vorbehalt der Genfer Flüchtlingskonvention festhält. Hinsichtlich der Krisensituation durch den syrischen Bürgerkrieg war es also notwendig geworden, den rechtlichen Status der Flüchtenden zu überarbeiten. Daraus ergeben sich die im Folgenden erklärten Definitionen, wie sie in der englischen Version des Gesetzes[6] festgehalten sind. Hierbei definiert Artikel 61, welche Bedingungen an den Erhalt des Flüchtlingsstatus geknüpft sind: A person who as a result of events occurring in European countries and owing to well-founded fear of being persecuted for reasons of race, religion, nationality, membership of a particular social group or political opinion, is outside the country of his citizenship and is unable or, owing to such fear, is unwilling to avail himself or herself of the protection of that country; or who, not having a nationality and being outside the country of his former residence as a result of such events, is unable or, owing to such fear, is unwilling to return to it, shall be granted refugee status upon completion of the refugee status determination process. (MOI 2014: 64) Wie bereits zu Beginn des Artikels erwähnt wird, muss eine Person, die als Flüchtling anerkannt werden soll, vor Ereignissen fliehen, die sich in einem europäischen Land zugetragen haben. Hier wird die Anwendung des geographischen Vorbehalts aus der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 deutlich. Somit gilt Artikel 61 nicht für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Artikel 62 hingegen definiert den Erhalt des Status „bedingter Flüchtling“: A person who as a result of events occurring outside European countries and owing to well-founded fear of being persecuted for reasons of race, religion, nationality, membership of a particular social group or political opinion, is outside the country of his nationality and is unable or, owing to such fear, is unwilling to avail himself or herself of the protection of that country; or who, not having a nationality and being outside the country of former habitual residence as a result of such events, is unable or, owing to such fear, is unwilling to return to it, shall be granted conditional refugee status upon completion of the refugee status determination process. Conditional refugees shall be allowed to reside in Turkey temporarily until they are resettled to a third country. (MOI 2014: 64–65) Hier wird ersichtlich, dass sich Artikel 61 und 62 des Gesetzes auch in Bezug auf den geographischen Herkunftsraum des Flüchtenden unterscheiden. Während ein offizieller „Flüchtling“ aus einem europäischen Land geflohen sein muss, so gilt als „bedingter Flüchtling“, wer unter denselben restlichen Voraussetzungen aus einem außereuropäischen Land geflohen ist. „Bedingte Flüchtlinge“ werden außerdem nur auf bestimmte Zeit aufgenommen mit dem Ziel, diese in ein Drittland umzusiedeln. Artikel 63 bezieht sich schließlich auf den Status des „subsidiären Schutzes“: A foreigner or a stateless person, who neither could be qualified as a refugee nor as a conditional refugee, shall nevertheless be granted subsidiary protection upon the status determination because if returned to the country of origin or country of [former] habitual residence would: a) be sentenced to death or face the execution of the death penalty; b) face torture or inhuman or degrading treatment or punishment; c) face serious threat to himself or herself by reason of indiscriminate violence in situations of international or nationwide armed conflict; and therefore is unable or for the reason of such threat is unwilling, to avail himself or herself of the protection of his country of origin or country of [former] habitual residence. (MOI 2014: 65–66) Dieser Artikel 63 ist, wie oben beschrieben, geographisch nicht eingeschränkt und damit Ausländern und staatenlosen Personen vorbehalten, die die Bedingungen aus Artikel 61 oder 62 nicht erfüllen, aber dennoch auf Schutz angewiesen sind. Zuletzt bleibt Artikel 91(1), der den Status des „temporären Schutzes“ definiert: Temporary protection may be provided for foreigners who have been forced to leave their country, cannot return to the country that they have left, and have arrived at or crossed the borders of Turkey in a mass influx situation seeking immediate and temporary protection. (MOI 2014: 93) Dieser Artikel bezieht sich ganz klar auf die Masseneinwanderung in die Türkei durch den syrischen Bürgerkrieg und sollte somit auf alle syrischen Flüchtenden angewendet werden, die die türkische Grenze passieren oder entlang derer festsitzen. Folglich bilden sowohl das Gesetz über Ausländer und internationalen Schutz von 2013 als auch die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 die Basis für die aktuelle türkische Flüchtlingspolitik (vgl. Ekşi, 06.07.2016). In Bezug auf die Vorwürfe gegenüber der türkischen Regierung, sie schiebe syrische Flüchtende wieder nach Syrien ab, ist zudem folgender Bestandteil des AFIP interessant: Das Prinzip des non-refoulement. Dazu heißt es in Artikel 4 des AFIP: No one within the scope […] of this Law shall be returned to a place where he or she may be subjected to torture, inhuman or degrading punishment or treatment or, where his/her life or freedom would be threatened on account of his/her race, religion, nationality, membership of a particular social group or political opinion. (MOI 2014: 93) Die genannten Punkte treffen im Falle des syrischen Bürgerkriegs auf die Flüchtenden zu und damit ist es der türkischen Regierung verboten, Syrer in ihr Heimatland abzuschieben. Erwähnung findet dasselbe Prinzip auch in anderen Konventionen: Erstens, in der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, die besagt, dass kein Staat einen Flüchtling in ein Land zurück schicken oder ausweisen darf, in dem sein Leben oder seine Freiheit aufgrund seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischen Meinung gefährdet sind. Zweitens, in Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention, in dem steht, dass niemand der Folter, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung ausgesetzt werden soll. Und drittens, in der EU-Charta der Grundrechte, die das Prinzip des non-refoulement als grundlegendes Menschenrecht bestätigt (vgl. Çiçekli, 2016). Damit würde die Türkei nicht nur entgegen ihrer eigenen anerkannten Gesetze handeln, sondern auch entgegen der Europäischen Menschenrechtskonvention, die im Jahr 1950 beschlossen und unter anderem auch von der Türkei unterzeichnet wurde (vgl. EUKON). Zur Lage auf den griechischen Inseln Eine andere Katastrophe spielt sich tagtäglich an der türkischen Mittelmeerküste ab. Mit dem Ziel „Europa“ vor Augen wagen schon seit langem immer wieder Flüchtende die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer nach Griechenland. Organisiert von sogenannten Schleppern bezahlen Flüchtende meist einen sehr hohen Preis für diese Überfahrt. Obwohl die griechischen Inseln oft in Sichtweite liegen, kann diese Fahrt lebensgefährlich sein. Wie die BPB berichtet, starben im Jahr 2015 etwa 3000 Flüchtende bei dem Versuch, Europa über den Seeweg zu erreichen (vgl. Şimşek, 06.07.2016). Dabei stützt man sich auf Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Doch mit der illegalen Überfahrt nach Europa soll nun Schluss sein: Um die Zahl der über die Türkei nach Griechenland und schließlich nach Europa kommenden Flüchtenden zu reduzieren, schloss die Europäische Union am 18. März 2016 ein Abkommen mit der türkischen Regierung, den sogenannten „EU-Türkei-Deal“. Der EU-Türkei-Deal Seit dem InKrafttreten des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei am 18. März 2016 sitzen tausende Flüchtende auf den griechischen Inseln fest. Ihr Traum von der Weiterreise auf das europäische Festland ist geplatzt. Ihnen bleibt nur die Rückkehr in die Türkei, sollte ihr Asylantrag von den völlig überforderten griechischen Behörden abgelehnt werden. Und da die EU die Türkei als „sicheres Drittland“ bezeichnet, scheint die Chance auf eine Genehmigung gering, denn zu beweisen gilt es nicht nur die Gefahr im eigenen Heimatland, sondern auch die in der Türkei (vgl. Margaronis 2016: 24). Die EU scheint also ihr Ziel erreicht zu haben: die Masse an Flüchtenden in die EU zu stoppen. In der Tat soll die Anzahl der Überfahrten von der türkischen Westküste nach Griechenland stark abgenommen haben. Von offizieller Seite heißt es: On 18 March, […] the European Union and Turkey decided to end the irregular migration from Turkey to the EU. Yesterday's agreement targets the people smugglers' business model and removes the incentive to seek irregular routes to the EU, in full accordance with EU and international law. (EUCOM, 19.03.2016) Bei Human Rights Watch drückt man sich folgendermaßen aus: An agreement, which went into effect in March 2016, between the EU and Turkey provides that many Syrian asylum seekers in Greece could be returned to Turkey without EU evaluation of their original protection claims concerning conditions in their home countries because Turkey is a “safe third country” or “first country of asylum” for them. “Safe” for the purposes of this analysis means more than being safe from war or persecution. It means that an individual refugee has protected rights in line with the Refugee Convention, including the rights to work, health care, and education. (HRW, 20.06.2016) Dass dies in der Türkei noch nicht der Regelfall für jeden Geflüchteten ist, wurde bereits erläutert. Bleibt die Frage: Auf welche Bedingungen haben sich EU und Türkei also genau geeinigt? In der Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 19. März 2016 heißt es: The EU and Turkey agreed that: 1) All new irregular migrants crossing from Turkey to the Greek islands as of 20 March 2016 will be returned to Turkey; 2) For every Syrian being returned to Turkey from the Greek islands, another Syrian will be resettled to the EU; 3) Turkey will take any necessary measures to prevent new sea or land routes for irregular migration opening from Turkey to the EU; 4) Once irregular crossings between Turkey and the EU are ending or have been substantially reduced, a Voluntary Humanitarian Admission Scheme will be activated; 5) The fulfilment of the visa liberalisation roadmap will be accelerated with a view to lifting the visa requirements for Turkish citizens at the latest by the end of June 2016. Turkey will take all the necessary steps to fulfil the remaining requirements; 6) The EU will, in close cooperation with Turkey, further speed up the disbursement of the initially allocated €3 billion under the Facility for Refugees in Turkey. Once these resources are about to be used in full, the EU will mobilise additional funding for the Facility up to an additional €3 billion to the end of 2018; 9) The EU and Turkey will work to improve humanitarian conditions inside Syria. (EUCOM, 19.03.2016) Zunächst ist zu sagen, dass Geflüchtete auf den griechischen Inseln nicht sofort abgeschoben werden können, sondern die Möglichkeit haben, einen Asylantrag zu stellen. Dieser sollte möglichst schnell geprüft und abgeschlossen werden. Alle abgelehnten Asylanträge sollten eine Rückführung in die Türkei zur Folge haben. Doch was in der Theorie anwendbar erscheint, erweist sich nun in der Praxis als eine Art humanitäre Katastrophe. Folgen des Deals Die negativen Folgen des vielversprechenden Abkommens zwischen der EU und der Türkei bekommen vor allem die Geflüchteten in Griechenland zu spüren: Viele von ihnen sitzen in überfüllten Flüchtlingslagern fest, den sogenannten „Hot Spots“, wo sie angeblich registriert werden sollen; doch ihnen fehlt es an Informationen, Nahrung, ärztlicher Versorgung und Sicherheit (vgl. Margaronis 2016: 25). Auf der Insel Lesbos, beispielsweise, befinden sich laut einem aktuellen Bericht der französischen Zeitung Le Monde derzeit 5650 Flüchtende, jedoch gibt es nur für 3500 Personen Unterkünfte. Seit dem Inkrafttreten des Abkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei säßen die Flüchtenden dort fest; der Großteil von ihnen habe zwar Asyl beantragt, doch könne die Bearbeitung Monate dauern. Lediglich 502 Personen seien in den vergangenen sechs Monaten in die Türkei abgeschoben worden (vgl. LEMO, 20.09.2016). Eine vergleichsweise geringe Zahl, könnte man denken, wenn von einer Gesamtzahl von etwa 13536 Geflüchteten auf den Inseln in der Ägäis (vgl. Smith, 20.09.2016) die Rede ist. Dennoch muss in Betracht gezogen werden, dass die Türkei zum Beispiel von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International als nicht sicheres Drittland erachtet wird, anders als von der EU. Auch der FOCUS berichtet aktuell von 509 Abgeschobenen und einer schleppenden Rückführung in die Türkei: Griechische Richter sollen immer wieder Asylanträge genehmigt haben mit der Begründung, die Flüchtenden seien in der Türkei nicht sicher (vgl. FOC, 24.09.2016). Dies ist eine Tendenz, die ein Scheitern des EU-Türkei-Deals andeuten könnte. Auch weitere Inseln in der Ägäis sind von den Folgen des Deals betroffen. Die griechische Insel Chios sei ein „Open-Air-Gefängnis“, wie Margaronis (2016: 24) die Heimatinsel ihres Großvaters bezeichnet. Das Lager „Vial“ auf Chios, von dem auch die Hürriyet berichtete, sei eigentlich eine unbenutzte Aluminiumfabrik, die nun einem Gefängnis gleiche: Da der UNHCR sowie viele weitere NGOs sich weigern, in solch geschlossenen Zentren zu arbeiten und Freiwilligen der Zugang verwehrt wird, kümmere sich nun das Militär um die Versorgung der Geflüchteten, allerdings mehr als ungenügend (vgl. Margaronis 2016: 25). [Food] […] generally consists, the inmates say, of “macaroni, potatoes, macaroni, potatoes.” Some of the portions had maggots. […] Some detainees made a hole in the back fence, trampling crops and stealing chickens, eggs, and beans from nearby villages. A sheep was reportedly slaugtered and roasted on a spit. Fights broke out between Afghans and Syrians armed with stones, bottles, and razor blades; the police let it rage for an hour before intervening. (Margaronis 2016: 25) Margaronis berichtet außerdem von dem Tag, an dem sich auf Chios etwas entscheidend veränderte: On March 31, a protest against the conditions at Vial by local people, volunteers, and activists brought the refugees out to meet them, shouting “Freedom,” “Asylo,” and “No Tourkia.” The next day, Halevi [a palestinian refugee from Syria] joined 400 or 500 others who broke out of Vial for good: They walked the two hours to town and sat down at the port, refusing to be moved. (Margaronis 2016: 25) Wie im übersetzten Artikel der Hürriyet beschrieben, ist ein Teil des besetzten Hafens auf der Insel Chios nun zu einem illegalen Camp geworden. Im Zuge dieser Proteste stellt auch der Slogan „Nein Türkei“ ein knappes, aber klares Statement der Flüchtenden dar und beweist einmal mehr, dass die Türkei nicht für eine so große Masse an Migranten sorgen kann. Die Tatsache, dass der Hafen von Chios von Flüchtenden besetzt wird, zeigt ebenso, wie aussichtslos die Lage auf den griechischen Inseln ist. Auch auf dem Festland sieht es nicht besser aus: Noch vor Abschluss des Deals seien circa 46 000 Flüchtende gestrandet, die jetzt in provisorisch errichteten Camps wie Zeltstädten, leeren Hotels oder in Containern leben (vgl. Margaronis 2016: 26). Viel haben sie nicht mehr, und die Lebensumstände in den Camps sind teils menschenunwürdig: It’s cold at night, and the ground is hard, and there are seven people sleeping there, including children. […] [T]he tents are pitched on sharp white gravel that lets snakes and scorpions in. […] [T]he drainage is bad and […] children defecate outside, fouling the puddles where they play. The toilets are the wrong kind—sit-down Western ones rather than the hygienic squat variety used in the Middle East—so women get infections. (Margaronis 2016: 27) Die Lage auf den griechischen Inseln erscheint chaotisch, gar katastrophal. Solange tausende Flüchtende auf eine Antwort ihres Asylantrags warten, werden sie dort festsitzen. Diejenigen, die keinen Antrag stellen konnten oder die entsprechenden Papiere auf der Flucht verloren haben, könnten wie abgemacht zurück in die Türkei geschickt werden. Und die prekäre Situation in den Camps wird sich ohne die Hilfe der NGOs wohl kaum in absehbarer Zeit bessern. [1] UNHCR, 20.06.2016. „Global Trends – Forced Displacement in 2015“. http://www.unhcr.de/no_cache/service/zahlen-und-statistiken.html?cid=11687&did=10824&sechash=c1e47294 (zuletzt überprüft am 13.09.2016). [2] Amnesty International, 03.06.2016. „Türkei: Ungenügender Schutz für Flüchtlinge“. https://www.amnesty.de/2016/6/3/tuerkei-ungenuegender-schutz-fuer-fluechtlinge (zuletzt überprüft am 13.09.2016). [3] Webseite der Katastrophenschutzbehörde AFAD: https://www.afad.gov.tr/tr (zuletzt überprüft am 10.11.2016). [4] Ein Land, das die sogenannte „Politik der offenen Tür“ (engl.: open door policy) anwendet, erlaubt allen Menschen und Gütern auf einfachem Wege einzureisen bzw. einzuwandern (vgl. Macmillan Dictionary, http://www.macmillandictionary.com/dictionary/british/open-door-policy, zuletzt überprüft am 17.11.2016). [5] Türkische Version siehe: https://web.archive.org/web/20160811163820/http://www.resmigazete.gov.tr/eskiler/2013/04/20130411-2.htm (zuletzt überprüft am 17.11.2016). [6] Ministry of Interior. 2014. „Law on Foreigners and International Protection“. http://www.goc.gov.tr/files/files/eng_minikanun_5_son.pdf (zuletzt überprüft am 29.09.2016). Tel: 0761/2033144 Fax: 0761/2033152 Beachten Sie bitte die Sprechzeiten des Sekretariats. Zum Vorlesungsverzeichnis der Islamwissenschaft gelangen Sie hier. Zum Vorlesungsverzeichnis der Judaistik gelangen Sie hier. Den Studienführer Islamwissenschaft können Sie hier herunterladen. Facebookseite der Islamwissenschaft
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Erneuerungsfonds - Santschi Immobilien & Verwaltungen Welchen Zweck erfüllt der Erneuerungsfonds? Im Erneuerungfonds einer Stockwerkeigentümergemeinschaft wird Kapital für grössere Unterhalts- und Renovationsarbeiten an gemeinschaftlichen Teilen der Liegenschaft angespart. Ein Erneuerungsfonds ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch in vielen Reglementen verankert und dringend zu empfehlen. Der Fonds soll sicherstellen, dass grössere Investitionen nicht an den schmalen Finanzen einzelner Stockwerkeigentümer scheitern. Er erlaubt eine langfristige Planung des Gebäudeunterhalts und soll gewährleisten, dass im Falle eines Falles auch das benötigte Kapital vorhanden ist. Ab wann sollte einbezahlt werden? Desto früher damit begonnen wird den Erneuerungsfonds zu Äufnen, desto besser ist dies. Gerade bei noch jungen Bauten wird oftmals ausser acht gelassen, dass die grossen Investitionen erst in zwanzig oder dreissig Jahren anfallen werden. Entsprechend fehlt vielen Eigentümer das Verständnis, dass bereits ab den ersten Nutzungsjahren eine Rückstellung sinnvoll ist. So können die Einzahlungen moderat gehalten werden und zusätzlich profitiert die Gemeinschaft vom Zinszuwachs. Wie hoch sollten die jährlichen Beiträge sein? Durchschnittlich werden gut 0.3 % des Gebäudeversicherungswertes einbezahlt. Die Praxis zeigt jedoch, dass dieser Wert nicht reicht um die Renovationskosten zu decken. Über die Unterhalts- und Renovationskosten wurden bereits verschiedentliche Studien gemacht. Jährliche Unterhalts- und Renovationskosten in Prozenten des Gebäudeversicherungswertes Eine Studie der ETH Zürich kam auf 1.3 % Der HEV Schweiz kommt in seinen Berechnungen auf 0.9 - 1.2 % Die Hochschule Luzern ermittelte einen Wert von 0.975 % Ziel sollte es sein, dass das Geld langfristig über jahre angespart wird, dies jedoch in einem tragbaren Ausmass für die einzelnen Stockwerkeigentümer stattfindet. Aus diesem Aspekt ist es sinnvoll, dass die Einlage in der Höhe von 0.5 % bis 0.7 % des Gebäudeversicherungswertes pro Jahr erfolgt. Was geschieht, wenn das angesparte Vermögen nicht reicht? Wenn der Fonds unterdotiert ist und Renovationen anstehen, so müssen die Stockwerkeigentümer die finanziellen Mittel nachreichen. Aufkommen dafür müssen sämtliche Eigentümer. Denn wer sich eine Wohnung im Stockwerkeigentum kauft, erwirbt auch einen Teil der ganzen Liegenschaft, also des Bodens, der Fassade, des Daches, etc. So gesehen kann man sagen, dass bei Sanierungen jede Partei für ihren Anteil selbst aufkommen muss. Ich verkaufe meine Wohnung, habe ich nun Anspruch auf mein Geld im Erneuerungsfonds?
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
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Der Begriff Maske stammt aus dem Arabischen und steht für eine Gesichtsbedeckung. 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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Protocols and Video Articles Authored by Victoria W. K. Tung (Translated to German) Funktionen Der DExD/H-Box-Proteine in Nuklearen Pre-mRNA-Spleißen Erhöhtes Risiko Des Ischämischen Schlaganfalls Bei Gebärmutterhalskrebs-Patienten: Eine Bundesweit Bevölkerungsbezogenen Studie Molekulare Wechselwirkungen Zwischen Lecithin Und Gallensalze/Säuren, Öle Und Deren Auswirkungen Auf Die Umgekehrte Micellization GEWEBE SPANNUNG DISKORDANZ WÄHREND TACHYKARDIE GEGENÜBER SINUSRHYTHMUS: IMPLIKATIONEN FÜR KATHETER-ABLATION Quantitativen Nachweis Und Identifizierung Von Naegleria Spp. in Verschiedenen ökologischen Wasserproben Mit Real-time Quantitative PCR-Assay Antiproliferative Tätigkeiten Und Apoptose-Induktion Durch TRITERPENE Abgeleitet Von Eriobotrya Japonica in Menschliche Leukämie-Zelllinien Pankreatischer Krebs-assoziierte Kathepsin E Als Eine Droge-Aktivator Krankheit-Mutationen in Den Ryanodin-Rezeptor N-terminalen Region Paar Zu Einer Mobilen Intersubunit-Schnittstelle Phosphatidylserin Anerkennung Und Induktion Von Apoptotic Zelle Clearance Von Drosophila Engulfment Rezeptor Draper Mesoporöse Fluorcarbon-modifizierten Kieselsäure Aerogel Membranen Ermöglichen Langfristige Kontinuierliche CO(2) Mit Großen Absorption Flux Verbesserungen Zu Erfassen Jungen Erwachsenen Töchtern Der BRCA1/2 Positive Mütter: Was Wissen Sie über Erbliche Krebs Und Wieviel Sie Sich Sorgen? Häufigkeit Der Vorzeitige Menopause Bei Frauen, Die Eine BRCA1- Bzw. BRCA2-Mutation Tragen Klinische Und Mikrobiologische Eigenschaften Shewanella Bakteriämie Bei Patienten Mit Hepatobiliäre Erkrankung Eine Sehr Selektive Und Sensible Leuchtende Chemorezeptor Für Zn(2+) Ionen Basierend Auf Cyclometalated-platinum(ii)-komplexe Kosten Für Die Behandlung Von Brustkrebs in Zentral-Vietnam Reversible Sol-Gel-Transformation Von Uracil Gelators: Spezifische Farbmetrisch Und Fluorimetrische Sensor Für Fluorid-Ionen Gleichzeitige Celecoxib Mit 5-Fluorouracil/Epirubicin/Cyclophosphamid Gefolgt Von Docetaxel Für Phase II - III Invasiven Brustkrebs: Die OOTR-N001-Studie Wirkmechanismen Erleichtert Die Reifung Der Menschlichen Pluripotenten Stammzellen Cell-derived Cardiomyocytes Roboter-assistierte Laparoskopische Approach Management Für Mirizzi-Syndrom Interleukin-13 Genetische Varianten, Haushalt, Teppich Nutzung Und Kindheit Asthma Körper Druck-induzierte Vagusnerven Negativreaktion Zu Senken: Rolle Für Die Osmopressor Antwort? Sollten Alle BRCA1-Mutation-Träger Mit Bühne Ich Brustkrebs Krebs Erhalten Chemotherapie? Erhaltung Ein Regionales Netzwerk Für Die Forschung Der Aufstrebenden Infektionskrankheit: Eine Vertrauensvolle Ansatz Rolle Für Die Adipositas FTO-Gens in Der Zellulären Abtasten Von Aminosäuren Was Ist Die Optimale Endokrine Therapie Bei Postmenopausalen Frauen Mit Hormon-Rezeptor-positivem Brustkrebs Im Frühstadium? Dynamische Groß Angelegte Chromosomalen Rearrangements Kraftstoffpumpe Rasche Anpassung in Hefe Populationen Ursachen Und Prävention Des Plötzlichen Herztodes Bei älteren Menschen Androgenetische Alopezie: Identifizierung Von Vier Genetische Risiko Loci Und Beweise Für Den Beitrag Des WNT-Signalisierung Die Ätiologie Feine Partikel Und Ozon Asthma/Keuchen: Effekt Der Änderung Durch Glutathion S-Transferase-P1-Polymorphismen Hemmende Wirkung Auf Keine Produktion Von TRITERPENE Aus Dem Fruchtkörper Des Ganoderma Lucidum Sensorische Integration Funktionsstörung Beeinflusst Wirksamkeit Von Sprachtherapie Bei Kindern Mit Funktionellen Artikulation Störungen Riesige Bilaterale Renale Angiomyolipom Defibrillation Erfolg Mit Hochfrequente Elektrische Felder Bezieht Sich Auf Grad Und Lage Der Reizleitungs Inzidenz Von Katarakt Entwicklung Von 6 Monaten Korrigiert Alter in Der Frühen Behandlung Für Retinopathie Der Vorzeitigkeit Studie Interaktion Zwischen Lunge Krebszelle Und Myofibroblast Durch Zyklische Zugversuche Belastung Beeinflusst Verwendung Von Daten Für Attribut Episoden Der Erwärmung Und Abkühlung in Instrumental Datensätze Anwendung Von Scan-Statistiken, Selbstmord-Clustern in Australien Zu Erkennen Ausfallrate Von Der Riata Führen Unter Advisory: Ein Bericht Des Ausschusses Für CHRS-Gerät Einzel-Nukleotid-Polymorphismen Und Art Der Steroid Einfluss Auf Die Funktionelle Reaktion Des Menschlichen Glucocorticoid-Rezeptor Echtzeit-Übertragung in Echtzeit Patientenversorgung: Eine Geschichte Von 4 Geräte Erziehungsstil Und Kind-Fütterung Verhalten Bei Der Vorhersage Der Kinder Gewicht Status ändern in Taiwan Der Wert Der Image-Integration Für Epikardialem Katheter-Ablation Der Ventrikulären Tachykardie Hcv Abstands- Und Erhöhte HBsAg-Seroclearance Bei Patienten Mit Dual Chronischer Hepatitis C Und B Während Follow-up Nach Der Behandlung Erlittenen Aorta Verletzungen Ist üblich Nach Pulmonary Vein Isolation Ultra Pseudo-Stokes Shift Nahe Infrarot Farbstoffe, Die Auf Der Grundlage Von Energie-Transfer Die Nutzung Der Kraniale Modelle Mit Rapid-Prototyping-Techniken in Der Entwicklung Von Modellen Für Navigation Training Erstellt Einfach Ausdruck Der Schwere Kette C-terminalen Domäne Botulinumneurotoxin Serotyp A Als Kandidat Der Impfstoff Mit Einem Bi-cistronic Baculovirus-System Vergleich Zwischen Der Sequenziellen Und Gleichzeitige Anwendung Der Aktivkohle Mit Membran Bioreaktor Für Die Ablaufverfolgung Organische Kontaminanten Entfernung Proteomics-basierte Identifikation Von Plasma-Biomarkern Im Oralen Plattenepithelkarzinom Einflussfaktoren Für Peritonealdialyse-Patienten Psychosoziale Anpassung Polyfluoroalkyl Serumkonzentration, Die Asthma-Ergebnisse Und Die Immunologische Marker in Einer Fall-Kontroll-Studie Der Taiwanesischen Kinder Vorhersage Und Analyse Der Antikörper-Amyloidogenesis Aus Sequenzen Optische Eigenschaften Von Si Quantum Dots Von π-konjugierten Capping Moleküle Optimieren Echtzeit-PCR-Methode Zum Nachweis Und Zur Quantifizierung Der Acanthamoeba-Arten in Verschiedenen Arten Von Wasserproben Synthetische Cystein-Ersatzzeichen Verwendet in Native Chemische Verbindung Selbstwirksamkeit, Self-Care-Verhalten, Angstzustände Und Depression in Taiwan Mit Typ 2 Diabetes: Eine Querschnittsbefragung Adultes Globalen Verlust Des Fto-Gens ändert Körperzusammensetzung Und Stoffwechsel in Der Maus Eine Schaltspannung Fluoreszierende Sensor Für Die Diskriminierung Von Cystein Aus Homocystein Und Glutathion Enterovirus 71-Infektion Erhöht Ausdruck Von Interferon-Gamma-inducible Protein 10, Das Mäuse Schützt, Indem Die Verringerung Virale Belastung in Mehreren Geweben Der Beitrag Der Gelösten Organischen Stickstoff Und Chloraminen Stickstoffhaltigen Desinfektion Nebenprodukt Bildung Von Natürlichen Organischen Substanz Bewährte Methoden Für Die Central Linie Einfügen Hyperglykämie Ist Verstärkte Glukoneogenese in Einem Rattenmodell Für Permanente Zerebrale Ischämie Zugeordnet Induzierte Pluripotente Stammzellen Verwendet, Droge-Aktionen in Der Familie Ein Long QT-Syndrom Mit Komplexen Genetik Zu Offenbaren Klinischen Praxis-Richtlinien Für Die Behandlung Von Schmerzen, Unruhe Und Delirium Bei Erwachsenen Patienten in Der Intensivstation Klinischen Praxis-Richtlinien Für Die Behandlung Von Schmerzen, Unruhe Und Delirium Bei Erwachsenen Patienten Auf Der Intensivstation: Zusammenfassung Übertragung Des M. Extensor Digiti Minimi Und Musculus Extensor Carpi Ulnaris Äste Des Nervus Posterior Dorsales, Systeminterne Handfunktion Wiederherzustellen: Bericht Und Anatomische Studie Spontane Auflösung Von Optik Perineuritis CHC Fördert Tumorwachstum Und Angiogenese Durch Regulierung Von HIF-1α Und VEGF Signalisieren Ein Neuartiger Behandlungsansatz Für Umfangreiche, Eruptive, Kutane Squamous Zelle Karzinome in Ein Patient Erhält BRAF-Inhibitor-Therapie Für Metastasierenden Melanoms Perioperative Antikoagulation Im Gerät Implantation: Die Ununterbrochene Profitieren Antiproliferative Und Apoptotic Effekte Der Verbindungen Aus Der Blüte Der Mammea Siamensis (Miq.) T. Anders. Auf Menschliche Krebszelllinien Kombination Von Faktor H Mutation Und Properdin Mangel Verursacht Schwere Glomerulonephritis Mit C3 Photoinduzierte Triplet-Triplet-Energietransfer in Einer 2-Ureido-4(1H)-Pyrimidinone-gebrückt, Vierfach Wasserstoff Gebundenen Ferrocen-Fulleren-Assembly Entzündungshemmende Norditerpenoids Aus Dem Weichen Korallen Sinularia Maxima Verminderte MicroRNA (MiR)-145 Und Erhöhte MiR-224-Expression in T-Zellen Von Patienten Mit Systemischem Lupus Erythematodes Lupus Immunopathogenese Beteiligt Diagnostik Der Silicotuberculosis Von Endobronchialen Ultrasound-Guided Transbronchiale Needle Aspiration (EBUS-TBNA) Neuartige Entzündungshemmende Wirkung Von Doxazosin in Nagetier-Modellen Der Entzündung Die Wirkung Der Ersten Transplantat Spannungsgefühl Nach Der Rekonstruktion Des Vorderen Kreuzbandes: Eine Randomisierte Klinische Studie Mit 36 Monate Follow-up Änderung Der Flatfoot Vorschule-gealterte Kinder: Eine 1-Jahres-Follow-up-Studie Pädagogische Intervention in CKD Fortschreiten Der Krankheit Verzögert Und Reduziert Die Kosten Für Medizinische Versorgung Bei Patienten Mit Stadium 5 CKD Akutes Nierenversagen Bei Zirrhotischen Patienten Mit Schwerer Sepsis: Wert Der Harn Interleukin-18 Nachweis Der Intrazellulären Phasen (Megatrypanum) Trypanosoma Theileri in Nicht-phagozytische Säugetier-Zellen Vorkommen Und Verbreitung Von Naegleria Arten Aus Thermalquellen-Umgebungen in Taiwan Geboren-Oppenheimer Und Nicht-geboren-Oppenheimer, Atom- Und Molekülphysik Berechnungen Mit Explizit Korrelierter Mittelwerte Nanopartikel Für Verbesserte Lokale Speicherung Nach Intraartikuläre Injektion in Das Kniegelenk Anterior-Posterior-Komprimierung Beckenfraktur Erhöht Die Wahrscheinlichkeit Von Erfordernis Der Bilateralen Embolisation Vagusnerv-Stimulation Moduliert Viszerale Schmerzen Im Zusammenhang Mit Affektiven Speicher Wirkung Der Freizeit Lärmbelastung Auf Hörschäden Bei Jugendlichen Schülern Verwenden Die Links-ventrikuläre Nur Tempo, T-Welle in Einer Biventrikulären Implantierbaren Kardialen Defibrillator Oversensing Zu Beseitigen Verwendung Von Mobilitätshilfen Reduziert Synästhetischen Nachfrage Unter Schwierigen Bedingungen Der Zu Fuß RhoE Ist Häufig Unten in Das Hepatozelluläre Karzinom (HCC) Geregelt Und Unterdrückt HCC Invasion Durch Den Rho/Rho-Kinase/Myosin Phosphatase Ziel Weg Gegen Sie Aufzubringen BPDE-wie DNA-Addukt-Ebene in Oralen Gewebe Als Biomarker Risiko Für Mundkrebs Wirken Ungewöhnliche Gerät Funktion: Ratlos Erkunden Die Strukturellen Anforderungen Von Kollagen-Peptide Diätetische Crocin Hemmt Kolitis Und Colitis-assoziierten Kolorektalen Karzinogenese in Männlichen ICR Mäuse Identifizierung Von Orch3, Ein Locus Steuerung Dominant Widerstand Gegen Autoimmune Orchitis, Als Kinesin Familienmitglied 1C Registrierung Mit Spärliche Freiform-Deformationen Treponema Pallidum-Infektion in Der Wilden Paviane Ostafrika: Verteilung Und Genetische Charakterisierung Der Stämme Verantwortlich Unser Ansatz Zur Risikominimierung Epikardialem Zugang: Standard-Techniken Mit Dem Zusatz Von Elektroanatomische Mapping Anleitung Selbstverwaltung Intervention Zur Verbesserung Der Selbstfürsorge Und Lebensqualität in Patienten Mit Herzinsuffizienz Ein Theoretisches Modell Der Wirksamkeit Glauben, Funktionelle Status Und Lebensqualität Für ältere Menschen Während Der Rehabilitation: Kausale Zusammenhänge Zu Testen Genmab Zeichen Krebs-Deal Mit Janssen Die Vereinigung Der Sabbern Und Gesundheitsbezogene Lebensqualität Bei Kindern Mit Zerebralparese Epikardialem Ablation Der Ventrikulären Tachykardie: Eine Institutionelle Erfahrung Der Sicherheit Und Wirksamkeit Bedeutung Des Serums DKK1 Als Diagnostischer Biomarker in Hepatozellulären Karzinom Erkunden MicroRNA Biomarker Für Krankheit Zu überwachen Und Den Therapieerfolg Aliskiren-Add-on-Therapie Reduziert Wirksam Proteinurie in Chronische Nierenerkrankung: Eine Offene Prospektive Studie Die Nutzung Eines Kommerziellen Boden Nucleic Acid Extraction Kit Und PCR Für Den Nachweis Von Clostridium Tetanus Und Clostridium Chauvoei Auf Bauernhöfen Nach Überschwemmungen in Taiwan Diterpenoids Aus Der Soft Coral Sinularia Maxima Und Ihre Hemmende Wirkung Auf Lipopolysaccharid-stimuliert Produktion Von Pro-inflammatorische Zytokine Im Knochenmark Gewonnenen Dendritischen Zellen Verkleben Von Dental Porzellan Nicht Aus Titan Mit Verschiedenen Oberflächenbehandlungen Graphen-unterstützte RuO2 Nanopartikel Für Effizienten Aeroben Kreuz-dehydrogenative Kupplung Reaktion in Wasser Errichtung Einer Biolumineszenz-basierte Bioassays Für Den Nachweis Von Dioxinähnlichen Verbindungen Strahlentherapie Gleichzeitig Mit Pro Cisplatin, Gefolgt Von Adjuvante Chemotherapie Für N2-3 Nasen-Rachen-Krebs: Eine Multizentrische Studie Des Forums Für Nukleare Zusammenarbeit in Asien Neue Kleinere Glykosid-Komponenten Von Safran Endoskopische Und Endoskopische Ultraschall (EUS) Funktionen Der Ringförmigen Bauchspeicheldrüse: Duodenale Geschwüre Und Eine Dilatative Gallengang Die Erstellung Und Überprüfung Der Kraniale Modelle Mit Dreidimensionalen Rapid-Prototyping-Technologie Im Bereich Der Transnasal Furchen Endoskopie Erkunden Die Räumlich-zeitliche Dynamik Der Ein Optisch Gepumpte Halbleiterlaser Mit Intracavity Harmonische Der Zweiten Generation PPAR-Alpha Ist Ein Therapeutisches Ziel Für Chronische Lymphatische Leukämie Geänderte Tenodese Methode Zur Behandlung Von Frakturen Der Schlägel Erkenntnisse Aus Der Genom-Sequenz Der Quorum-abschrecken Staphylococcus SP. Dehnung AL1, Isoliert Aus Der Traditionellen Chinesischen Sojasauce Salzlake Gärung Molekulare Dynamik-Studie über Das Wachstum Der Struktur Ich Methan in Wässriger Lösung Von Natrium-Chlorid-Hydrat Heller Augen: Obere Wange Und Reißen Trog Vergrößerung Kombiniert: Einen Systematischen Ansatz, Die Verwendung Von Zwei Komplementären Hyaluronsäure Füllstoffe Zerebrale Amyloidangiopathie Zugeordnet Ist Eine Verschiebung in Microglial β-Amyloid-Bindung Bei Alzheimer-Krankheit Effiziente Trennung Und Empfindlichen Nachweis Von Listeria Monocytogenes Mit Einer Impedanz-Immunosensor Auf Der Grundlage Von Magnetischen Nanopartikeln, Microfluidic Chip Und Einem Ineinandergreifenden Mikroelektrode Genaue Potentielle Energie-Kurven Für HeH + Isotopologues BODIPY-basierte Ratiometrisch Fluoreszierende Sensor Für Hochgradig Selektiver Nachweis Von Glutathion über Cystein Und Homocystein Die Beziehung Zwischen Dioxine Und Speicheldrüsen Steroidhormone Im Vietnamesischen Primiparae Einflüsse Von Microbubble Durchmesser Und Ultraschall-Parameter Auf In-vitro-Sonothrombolysis Wirksamkeit Zeitlichen Horizonte in Der Schmerztherapie: Die Perspektiven Von Ärzten, Physiotherapeuten Und Ihre Mittelalten Und älteren Erwachsenen Patienten Zu Verstehen Die Inzidenz Von Bauchspeicheldrüsenkrebs in BRCA1- Und BRCA2-Mutation-Trägern CXC Chemokine Ligand 12/stromal Cell-derived Faktor-1 Regelt Die Zelladhäsion Im Menschlichen Doppelpunkt Krebszellen Durch Induktion Der Adhäsion Molekül-1 Musculus Obturator Nerv Übertragung Für Femoralis Wiederaufbau: Anatomische Und Klinische Anwendung Häufigkeit Der Triple-negativen Brustkrebs BRCA1-Mutation-Träger: Vergleich Zwischen Gemeinsamen Aschkenasischen Jüdischen Und Anderen Mutationen Benchmarking Beurteilung Von Frühen Chirurgische Dekompression Des Rückenmarks Nach Traumatischen Zervikalen Rückenmark-Verletzung Zu Verarbeiten: Möglichkeiten Zur Zeit Definitive Behandlung Glaukom in Der Frühen Behandlung Für Retinopathie Der Vorzeitigkeit (ETROP)-Studie Akute Blut-Glukose-Schwankungen Können Die Blutspiegel Von Glutathion Und Adiponektin Bei Patienten Mit Typ-2-Diabetes Verringern Shape-gesteuerte Synthese Von Silber Nanokristalle Durch Röntgen-Bestrahlung Für Tintenstrahldruck Ablation Der Post Transplant Vorhofflattern Und Pseudo-fibrillation Mit Magnetischer Navigation über Eine überlegene Ansatz Differenzielle Legionella Spp. Überleben Zwischen Intrazelluläre Und Extrazelluläre Formen in Thermalquellen-Umgebungen Vereinigung Des Linken Ventrikels Bewegung Und Zentrale Vergrößerung Index Bei Gesunden Jungen Männern Reversible Multistimuli-responsive Bläschen Durch Eine AMPHIPHILE Kationische Platinum(II) Terpyridyl Komplex Mit Einer Ferrocen-Einheit Im Wasser Gebildet Blaues Licht Wirkt Als Ein Zweischneidiges Schwert Bei Der Regulierung Der Sexuellen Entwicklung Von Hypocrea Jecorina (Trichoderma Reesei) Gesetzgeber Stimmen Und Verhaltensforschung Theorie: a Systematic Review Tief Liegenden Rückenmark Und Tethered Cord Syndrom Bei Kindern Mit Anorektale Fehlbildungen Quellen ältere Menschen Zeichnen Auf Nähren, Stärken Und Verbessern Der Selbstwirksamkeit Bei Der Verwaltung Von Hause Rehabilitation Nach Orthopädischen Chirurgie Erhöhte Plazenta Nährstoff Transporter Ausdruck Bei Midgestation Nach Der Mütterlichen Wachstumshormon-Behandlung Bei Schweinen: Ein Plazenta Mechanismus Für Erhöhte Fetale Wachstum Wirkung Der Spezialität Und Der Jüngsten Erfahrungen Auf Perioperative Entscheidungsfindung Für Aortenaneurysma, Abdominales Reparatur (13) C Und (1) H-NMR Spektroskopische Untersuchung Der Struktur Von Der Nitrido-Ion Mit Einer Zweipoligen Form in Metallkomplexe Von N-verwechselt Porphyrins 2-N-substituierte Universal Protein Schwankungen in Populationen Von Mikroorganismen Lymphatische Endotheliale Zellen Induzieren Toleranz über PD-L1 Und Mangelnde Costimulation Führt Zu Hochrangigen PD-1 Ausdruck Auf CD8 T-Zellen "Viele Menschen Kennen Das Gesetz, Aber Auch Viele Menschen Verletzen, Es": Diskriminierung Von Menschen Mit HIV/AIDS in Vietnam - Ergebnisse Einer Nationalen Studie Erfahren Cardiomyocytes Abgeleitet Von Menschlichen Induzierten Pluripotenten Stammzellen Als Modelle Für Normalen Und Kranken Kardiale Elektrophysiologie Und Kontraktilität Synergieeffekte in Der Gas-Empfindlichkeit Der Polypyrrol/Einzel-Wand-Kohlenstoff-Nanoröhren-Verbundwerkstoffen HIV/AIDS Wissen Und Einstellungen Bei Chinese College-Studenten in Den USA Magnetisch Recycelbaren Nanocatalysts (MRNCs): Eine Vielseitige Integration Hohe Katalytische Aktivität Und Einfache Wiederherstellung Elektrophysiologische Und Kontraktilen Funktion Von Cardiomyocytes Abgeleitet Von Humanen Embryonalen Stammzellen Studien Zum Vergleich Der Wirksamkeit Von Einschränkung-induzierte Bewegungstherapie Und Bimanuelle Training Bei Kindern Mit Einseitigen Zerebralparese: A Systematic Review Serotonin (5-HT) Aktivierung Verewigt Hypothalamischen Neuronalen Zellen Durch Den 5-HT1B-Serotonin-Rezeptor 24-Stunden-Auswirkungen Der Bimatoprost 0,01 % Monotherapie Auf Augeninnendruck Und Okuläre Perfusion Druck Immer Unter — Und Durch — Die Haut: ökologische Genomics Der Chytridpilz Infektion in Frösche Elektrospinnen Von AMPHIPHILE Chitosan Nanofasern Für Chirurgische Implantate Anwendung Transarteriell Behandlung Akute Gastrointestinale Blutung: Vorhersage Von Therapieversagen Von Klinischen Und Angiographischen Parameter ICF-CY Basis-Assessment-Tool Für Kinder Mit Autismus Unipolare Und Bipolare Electrogram Merkmale Vorherzusagen Ausfahrt Block Während Pulmonary Vein Gave Isolation Korrelation Der Anerkennung Sehschärfe Mit Hinteren Netzhaut Struktur in Erweiterte Frühgeborenen-Retinopathie Mehrschichtige Nanosonde Für Langlebige Leuchtstofflampen Zelle Label Faktoren, Die Die Herpes-Simplex-Virus-Reaktivierung Aus Dem Explantierten Maus-Gehirn Startseite Feuchtigkeit, Beta-2-adrenerge Rezeptor Genetische Polymorphismen Und Phänotypen Von Asthma Bei Kindern C-Myc in Kaposi-Sarkom: Analysen Durch Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung Und Immunhistochemie Erkennung Von Hydroxylapatit in Verkalkten Herz-Kreislauf-Geweben Eastern Beflecken, Analyse Und Isolierung Von Zwei Neuen Dammarane-Typ Saponine Aus American Ginseng Bufalin Erhöht Die Empfindlichkeit Gegen AKT/mTOR-induzierte Autophagic Zellentod in SK-HEP-1 Menschliche Hepatozelluläres Karzinom-Zellen Optofluidischer Erkennung Für Zelluläre Pathologies [Verhindern Komplikationen Des Common Enterale Ernährung Bei Kritisch Kranken Erwachsenen Patienten] Fortschritte in Der Ablation Von Ventrikulären Tachykardien Bei Nonischemic Kardiomyopathie Integrierte Electrofluidic Schaltung: Druck Sensorik Mit Analogen Und Digitalen Betrieb Funktionalitäten Für Die Mikrofluidik Gruppierte DNA-Methylierung-Änderungen in Polycomb Zielgene Im Frühstadium Leberkrebs Multielectrode Kontakt Zuordnen Um Narbe Änderung in Post-myocardial Infarkt Ventrikuläre Patienten Zu Beurteilen Kardialen Gewebe-spezifischen Bindemittel Von Troponin I Ebenen Und Werte Von Zirkulierenden Endothelialen Vorläuferzellen, Lösliche Angiogenen Faktoren Und Mononukleären Zellen Apoptose Bei Leberzirrhose-Patienten Mirtazapin Hemmt Tumorwachstum über Immunantwort Und Serotonergen System Schwingung in Der Zykluslänge Induziert Vorübergehende Störfaktor Und Stationären Konkordanten Alternans Im Herzen Eine Ungewöhnliche Präsentation Von Carney Komplex Mit Diffusen Primäre Pigmentierte Noduläre Nebennierenrinden Krankheiten Auf Eine Nebenniere Und Ein Nonpigmented Adenom, Adrenokortikales Und Fokale Primäre Pigmentierte Noduläre Nebennierenrinden Andererseits Die Hypouricemic Wirkung Von Balanophora Lowei Extrakte Und Phytochemicals Hyperuricemic Mäusen Abgeleitet Katheter-Ablation Von Vorhofflimmern In-vitro-Unterdrückung Des Wachstums Murinen WEHI-3-Leukämie-Zellen Und In-vivo Förderung Der Phagozytose in Einem Leukämie-Mäuse-Modell Von Indol-3-Carbinol Photokatalytische Wasserstoffproduktion Aus Einer Einfachen Wasserlöslichen [FeFe]-Hydrogenase-Modell-System Einzel-Injektion Femoral Nerv Block Fehlt Präventive Wirkung Auf Postoperative Schmerzen Und Morphin Verbrauch Insgesamt Knie Arthroplasty Eine Bewertung Der Getrockneten Blutpunkte Und Oral Tupfer Als Alternative Präparate Für Die Diagnose Von Dengue-Fieber Und Screening Für Letzten Dengue-Virus-Exposition Einkanal-Schicht, Einzelne Mantel-Flow Meeresarm Mikrofluidische Fluss Cytometer Mit Dreidimensionalen Hydrodynamische Fokussierung Ein Zusammenfassender Katalog Der Mikrobiellen Trinkwasser Tests Für Niedrige Und Mittlere Ressourceneinstellungen Einstellbare Fabrikation Von Zweidimensionalen Arrays Von Polymer-Nanobowls Für Biomimic Wachstum Der Amorphes Calciumcarbonat Hochdurchsatz-Bewertung Von MicroRNA-Aktivität Und Funktion Mithilfe Von MicroRNA-Sensor Und Köder-Bibliotheken Optimale Bedingungen Für Die Vorbereitung Der Banane Schält, Zuckerrohr-Bagasse Und Wassermelone Rinde Kupfer Aus Dem Wasser Zu Entfernen Genetische Varianten Zugeordnet Brustgröße Beeinflussen Auch Brustkrebsrisiko Eine Untersuchung Der Prävalenz Und Umfeldfaktoren Der Alkoholfreie Fettsäuren Lebererkrankung in Der Taiwanesischen Polizeidienst Ein Neuartiges Modell Zur Bewertung Der Nervenregeneration in Der Zusammengesetzten Gewebe-Transplantation: Der Murinen Heterotope Gliedmaßen-Transplantation Ein Fallbericht Dünndarm Lochdurchmesser Bei Koloskopie
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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
"Sklaverei stirbt niemals von selbst ab" | Telepolis "Sklaverei stirbt niemals von selbst ab" Zweiter Teil des Gesprächs mit Egon Flaig über sein Buch "Weltgeschichte der Sklaverei" Der Sklave Peter aus Baton Rouge, Louisiana. Aufnahme vom 2 April 1863 Herr Professor Flaig - Sie schreiben in ihrem Buch, dass die islamische Sklaverei seit dem 19. Jahrhundert beschönigt worden sei. Wie das und wie hat die islamische Sklaverei tatsächlich ausgesehen? Egon Flaig: Warum wurde die islamische Sklaverei im 19. Jahrhundert beschönigt? Erstens, weil im 19. Jahrhundert der nordafrikanischen Piraterie endgültig das Handwerk gelegt wurde. Das verdanken wir den Amerikanern, die zwischen 1795 und 1815 zweimal Krieg gegen die Piraten-Emirate des Maghreb führten, um diese Praxis des Versklavens zu unterbinden. Dank gebührt auch den Engländern, die 1819 Algier bombardierten, und nicht zuletzt den Franzosen, die 1830 endlich Algier eroberten. Nach dem Ende der maghrebinischen Piraterie war Europa zum erstenmal sicher vor den Versklavungsaktionen der Muslime. Und genau als die Gefahr nachließ, begann die Romantisierung - z. B. in den Opern. Das ist typisch für die europäische Kultur: Alle anderen Kulturen werten das Fremde rigoros ab; die Europäer kennen die Abwertung auch, aber sie haben auch eine lange Tradition des Verklärens und Romantisierens. Die europäische Kultur ist selbstkritisch wie keine andere: Sie kritisiert das Eigene und konfrontiert es mit einem Fremden, das zum Ideal stilisiert wird. Zweitens weil die Abolitionisten in ihrem Kampf gegen die Sklaverei zu jedem Mittel griffen, um die europäische Sklaverei als besonders übel erscheinen zu lassen, folglich als ein Übel, das man sofort beseitigen müsse. Dem Abolitionismus verdankt die Menschheit eine ihrer größten Revolutionen. Aber leider auch eine legendenhafte Verharmlosung der Sklaverei, sofern sie nicht europäisch war. Je erfolgreicher die Kolonialmächte in Afrika dem Versklaven ein Ende setzten - ein Prozess, der von cirka 1850 bis etwa 1920 dauerte -, desto weniger konnten Reisende Erfahrungen mit der islamischen Sklaverei machen. So konnten sich die Mythen halten, die hernach im sogenannten antikolonialen Kampf so wichtig wurden. Die europäische Arbeiterbewegung stand teilweise der Kolonialpolitik ihrer Länder ablehnend gegenüber und benötigte die Mythen; afrikanische Intellektuelle, die in Europa studierten oder verkehrten, übernahmen diese verharmlosenden Bilder der nicht-europäischen Sklaverei. Sie konnten sich dann ein gutes Gewissen einreden - trotz des schreienden Dementis all jener, die sich noch sehr genau erinnerten -, um sich damit zu beruhigen, ihre Sklaverei sei "milder" - ja eigentlich gar keine "richtige" Sklaverei gewesen. Mythen halten sich, weil man sie braucht. Afrikanische Sklavereiforscher wie etwa Ibrahim Thioub wissen davon ein Lied zu singen. Was ist nun richtig? Die islamische Sklaverei unterscheidet sich nicht von anderen Arten der Sklaverei. Die Unterschiede zwischen den Verwendungsweisen von Sklaven sind viel größer als die Unterschiede zwischen den sklavistischen Kulturen. Plantagensklaverei in Marokko oder im Irak unterschied sich kaum von derjenigen in Brasilien, der Karibik oder dem Süden der USA. Minensklaverei - es ist die schlimmste und tödlichste Form - unterschied sich nicht signifikant, ob es sich um die Salzminen im südlichen Marokko handelte, die Kupferminen in der Zentralsahara oder um die römischen Silberminen oder um die brasilianischen Goldminen. Haussklaverei - egal ob in Rom, in Brasilien oder in Kairo oder Damaskus - brachte in der Regel hohe Chancen wegen der Nähe zum Herrn. Die islamischen Sklavengesetze gleichen in vieler Hinsicht den römischen, wahrscheinlich ist ein Großteil direkt aus dem Römischen Recht entnommen; denn die Muslime eroberten von 638-725 den größten Teil des Imperium Romanum. Besonderheiten bleiben: Die muslimische Sklaverei beruhte auf ständiger Zufuhr von außen. Orlando Patterson nennt sie daher die "intrusive" Sklaverei par excellence. Da der Zustrom über viele Jahrhunderte beträchtlich war, konnte die islamische Gesellschaft es sich leisten, eine hohe Quote von Sklaven ständig freizulassen (natürlich nur solche, die zum Islam übergetreten waren). Mit dieser hohen Freilassungsrate ähnelt die islamische Sklaverei der römischen. Und umgekehrt: Eben diese hohe Rate an Freilassungen verlangte nach ständiger Zufuhr von versklavten Menschen. Diese Zufuhr hatte fatale Auswirkungen auf die militärisch und politisch unterlegene Umwelt des islamischen sklavistischen Systems. Entweder, man musste große Mengen kaufen, oder man musste regelmäßig Krieg führen, um Sklaven zu erbeuten. Letzteres fügte sich sehr gut mit der Pflicht zum Djihad, also mit der Pflicht, gegen Ungläubige so lange Krieg zu führen, bis diese alle unterworfen sind. Ersteres hieß, andere die Kriege in den "Lieferzonen" führen zu lassen. In Europa besorgten das die Wikinger und zeitweise die Ungarn. Mamlukie und die Eunuchie Was unterscheidet die islamische Sklaverei von den anderen Arten? Egon Flaig: Hinsichtlich der ökonomischen und sozialen Verwendung von Sklaven findet sich kein Unterschied. Das hat Clarence-Smith aufgezeigt. Es gibt nicht den Typus "islamische Sklaverei", genauso wenig wie es die "afrikanische" oder "römische" Sklaverei als besonderen Typ gibt. Die Typen der Sklaverei sind demnach nicht von den Kulturen bestimmt, in denen Sklaverei gepflegt wird. Nichtsdestotrotz gibt es zwei Verwendungsweisen, die nur in der islamischen Kultur auftreten, nämlich die Mamlukie und die Eunuchie. Mamlukie: Seit dem 9. Jahrhundert gehen islamische Herrscher dazu über, ihre Kernarmeen aus Sklaven zu rekrutieren. Dafür haben sie zwei Gründe: Erstens sind Soldaten, die schon als Kinder selektiert, trainiert und indoktriniert werden, die besten Soldaten überhaupt. Die Mamluken waren über viele Jahrhunderte die besten Truppen der ganzen Welt, wenn man die Mongolen ausnimmt. Zweitens sind diese entwurzelten, familienlosen, radikal vereinsamten jungen Menschen ihrem Herrn total ergeben. Die islamischen Herrscher brauchten aber gerade ein solches militärisches Instrument, um sich unabhängig zu machen von den arabischen Stämmen, von den städtischen Eliten und von den religiösen Autoritäten. Daher entstand in der islamischen Welt ein weltgeschichtliches Unikat: Ein Staat, der überhaupt nichts mit den Untertanen zu tun hat, ohne die geringste Partizipation. Ein Staat, in dem die Macht von Sklaven ausgeübt wird, die im Dienste eines Herrn stehen, der selber immer der Sohn einer Sklavin ist. Diese Despotie ist ein Anti-Staat, wenn man europäische oder ostasiatische Maßstäbe anlegt. Und die Mamlukie erforderte einen beträchtlichen menschlichen Nachschub. Mamluken waren weiße Sklaven, überwiegend Slawen und Türken; schwarzafrikanische Militärsklaven verwandten insbesondere die Sultane Marokkos und das Moghulreich in Indien. Eunuchie: Die islamischen Herrscher ließen ihre Verwaltung von Menschen betreiben, die kastriert waren und daher keine Aussicht auf eigene Nachkommen oder eine eigene Familie hatten. Treuere Verwaltungsbeamte sind nicht vorstellbar. Auch der chinesische Kaiser verfügte in der Hauptstadt über mehrere tausend Eunuchen, die als Beamte fungierten. Freilich waren in China die Eunuchen Freiwillige, in der islamischen Welt waren es Sklaven. Nicht nur die Herrscher der islamischen Welt brauchten stets große Stäbe an Eunuchen, auch reiche Kaufleute, Verwaltungsbeamte usw. benutzten dieses bequeme Mittel, sich absolut loyale Vertraute zu beschaffen, denen man die schwierigsten politischen oder kommerziellen Geschäfte anvertraute. Sieht man von der Eunuchie und der Mamlukie ab - also von der politischen Funktion -, dann ist die islamische Sklaverei von anderen Sklavereien nicht oder kaum zu unterscheiden. "Nomaden sind überall ideale Versklaver" Welchen Einfluss hatte die islamische Sklaverei auf die Entwicklung des afrikanischen Kontinents? Egon Flaig: Afrika wurde innerhalb von 300 Jahren zur größten Lieferzone des Globus. Als die Muslime im 7. Jahrhundert Nordafrika eroberten, begnügten sie sich nicht mit den großen reichen Provinzen des Imperium Romanum (Ägypten, Cyrenaica, Tunesien, Algerien, Nord-Marokko), sondern sie drangen über die Wüste bis zum Tschad-See vor. Bis zum 10. Jahrhundert waren alle Wüstenstämme islamisiert; und damit wurden die Wüstenwege sicher. Und nun begannen die riesigen Karawanen in schöner Regelmäßigkeit ihre Reisen: Manufakturwaren und Salz und Pferde durch die Sahara in den Süden, dafür gingen Gold und Sklaven in den Maghreb, nach Libyen und Ägypten. Am südlichen Rand der Sahara entstanden Emirate und Sultanate, vom Senegal bis Äthiopien, die auf 6000 km Länge unentwegt Kriege führten, um ihre hoffnungslos unterlegenen Nachbarn zu versklaven. "Sklavistische "Lieferstaaten"" Zwar sind Nomaden überall ideale Versklaver. Aus der eurasischen Graslandsteppe - von der Mandschurei bis nach Ungarn - brachen in schöner Regelmäßigkeit die vernichtenden Invasionen weit überlegener Reiterheere über den Gürtel von Hochkulturen ein. Die ackerbauenden Hochkulturen - Korea, China, Indien, Persien, das Imperium Romanum, 1241 auch die mitteleuropäischen Monarchien - litten unter diesen Invasionen, die jedes Mal große Menschenverluste bedeuteten. Doch nun liefen die Nomaden des Sahel den Tartaren, Türken, Turkmenen, Kasachen und Mongolen den Rang ab. Denn sie hatten im Süden nur wenige hochorganisierte Hochkulturen, sondern überwiegend wehrlose Völker, die den Reiterangriffen ausgeliefert waren. Ein unablässiger Strom von Sklaven ging durch die Sahara. Mit weit höheren Verlusten als auf den transatlantischen Sklavenschiffen. Die Todesrate bei der Wüstenüberquerung lag etwa doppelt so hoch (30 Prozent). Schlimm für den afrikanischen Kontinent war, dass sklavistische "Lieferstaaten" entstanden - das Königreich Mali, die Sultanate Bornu und Kanem, ebenso Dharfur und viele andere. Diese benötigten zusätzliche Sklaven innerhalb der eigenen Gesellschaft - nicht nur für die Arbeit auf Plantagen und in den Minen, sondern auch weil die Sultane sich gegenüber den nomadischen Stämmen verselbständigten, und eine Kriegsmaschinerie von Militärsklaven unterhielten (aber hier waren es schwarze - die Vorform der modernen Kindersoldaten). Solche Staatsgebilde können gar nicht freiwillig mit dem Versklaven aufhören. Sie beginnen irgendwann sogar sich gegenseitig zu vernichten um die Jagdgebiete auszuweiten. Diese Selbstzerstörung in der Lieferzone begann schon im 16. Jahrhundert - also völlig unbeeinflusst von den Europäern, die als Käufer an den Küsten erst später auftauchten. Die enormen kulturellen Zerstörungen über Jahrhunderte veränderte den subsaharischen Teil des Kontinents vollständig. Es entstanden nicht-moslemische Kriegerstaaten (Dahomey, Ashante), die in Küstennähe dasselbe taten wie die Sultanate und Emirate im Sahel. Die Versklavungskriege wurden vielleicht noch weiter angeheizt, als die Portugiesen ab etwa 1470 ebenfalls Sklaven kauften. Mit Sicherheit wurden sie angeheizt, als seit 1630/1650 Engländer, Franzosen und Holländer an der Küste Westafrikas ebenfalls Sklaven kauften, in immer größerem Ausmaß. Aber die Europäer hätten keine Sklaven kaufen können, wenn südlich der Sahara nicht ständige Versklavungskriege stattgefunden hätten. Atomisierung, Bindingslosigkeit, Verlust des Selbstbilds Sie schreiben, dass der Zustand der Sklaverei für den Sklaven selbst massive Auswirkungen auch auf sein Selbstbild hat. Können Sie uns mehr darüber erzählen? Egon Flaig: Claude Meillassoux hat es auf die Formel gebracht: Entsozialisierung: die versklavten Menschen werden herausgerissen aus ihren sozialen Schutzräumen, ihrer Heimat, ihrer Religion, ihrer Kultur, ihrer Sprache; die langen Deportationen - über Ozeane, Gebirge oder Wüsten - rauben ihnen jede Hoffnung auf Heimkehr, machen sie gefügig für ein Leben in der Fremde. Entsexualisierung: Frauen verlieren ihre Mutterfunktion, werden reduziert auf ihre Funktion, Arbeitskraft zu sein, lebenslang; Männer verlieren analog ihre Vaterfunktion. Entzivilisierung: Sie können sich die neue Kultur nur noch mühsam aneignen, haben dazu kaum Zeit und nur unzureichende Gelegenheit; sprechen sie die Sprache ihrer Herrn schlecht, dann missverstehen sie die Befehle, drohen Strafen und Erniedrigungen, die bezwecken, sie allmählich den Tieren anzuähneln. Die Grunderfahrung von Sklaven ist meist diese: Atomisierung: d.h. jeder Sklave hat ein Einzelschicksal; daher sind Sklaven fast nie eine soziale Klasse gewesen (wo sie es wurden, da entstanden brandgefährliche Situationen für das System); sie können kaum Freundschaften aufbauen, betrachten sich überwiegend als Konkurrenten (was verständlich ist: Bei derart knappen Ressourcen droht überall Konkurrenz). Familienlosigkeit: Pseudo-Ehen werden vom Herrn nach Bedarf aufgelöst, die Kinder nach Belieben verkauft; diese währende Situation bringt den psychischen Haushalt völlig durcheinander. Verlust des Selbstvertrauens: Immer droht die körperliche Gewalt; die sexuelle Verfügbarkeit (auch von männlichen Sklaven) bricht die eigene Würde. Und wenn die Selbstachtung unter eine bestimmte Schwelle sinkt, nimmt sich der Sklave als minderwertiges Wesen war. Menschen, die nur gehemmt initiativ sind, werden stets von ihrer Umwelt als minderwertig, mindestens aber als "gestört" wahrgenommen. Dieses Bild von Sklaven existiert in allen sklavistischen Gesellschaften - ohne Ausnahme. Es ist die Basis des Rassismus. Denn Rassismus hat nichts zu tun mit "Fremdheit", sondern mit "Minderwertigkeit". Und zwar ohne alle Hautfarbendifferenz. Fatal ist, dass die Betroffenen selber dieses Bild übernehmen. "Indem der Sklave seine Lage akzeptiert, verändert sich sein gesamtes Wertesystem" Mit welchen Mitteln fördert man die resignative Haltung der Sklaven oder motiviert ihn zu seiner Tätigkeit? Egon Flaig: Bringt man einen Sklaven so weit, dass er die Hoffnung aufgibt, sich selbsttätig befreien zu können, dann fügt er sich in seine Lage; er hofft dann höchstens noch auf einen Umschwung des Schicksals. Indem er seine Lage akzeptiert, verändert sich sein gesamtes Wertesystem. Es hängt nun von vielen Faktoren ab, wie er sich orientiert und ob er innerhalb seiner Lage Vergünstigungen erreichen will. Zerstört man die Selbstachtung eines Sklaven - hier spielen Gewalt und sexuelle Gewalt eine wichtige Rolle - , dann tendiert die resignative Haltung dazu, alle Lebensbereiche zu ergreifen. Solche Menschen werden initiativlos. Das heißt aber, für Tätigkeiten mit relativer Eigenverantwortung sind sie nicht mehr zu gebrauchen. Fügsame Sklaven - nicht vollkommen resignierte - können entgegen dem, was wir bei Hume und Marx lesen, zu hohen Leistungen imstande sein. Entscheidend ist, sie zu motivieren. Motivieren kann man aber nur Menschen, die ein Ziel vor Augen haben, eventuell es mit einer glühenden Hingabe verfolgen. Das kann die Beförderung in höhere Funktionen sein. Doch in vielen sklavistischen Systemen war die Aussicht darauf, vom Herrn freigelassen zu werden, der allerstärkste Anreiz. Je sehnsüchtiger Sklaven dem Tag der Freilassung entgegenlebten, desto treuer und engagierter erfüllten sie die Aufgaben. Und: Sie versuchten so gut sie konnten, die Werte der Herrenkultur zu übernehmen. Sie orientierten sich an derselben, weil sie sich vorbereiteten auf den Zustand "danach", in Freiheit. Daher entstanden "Sklavenkulturen" bei hohen Freilassungsraten nur mühsam. Seltsamerweise kann ein ähnliches Verhalten sogar dort auftreten, wo fast gar keine Hoffnung auf Freilassung besteht - wie etwa im amerikanischen Süden. Hier, wo Sklaven einen höheren materiellen Lebensstandard hatten als die Arbeiter vieler europäischer Großstädte, spielten die zusätzlichen Vergünstigungen eine Rolle. Z.B. ein eigenes Häuschen, ein größeres Gärtchen, und vor allem: Eine Pseudo-Familie! D. h. die Aussicht, mit einer Frau, von der man hoffte nicht getrennt zu werden, Kinder zu haben und sie aufziehen zu dürfen im Wissen, dass man von ihnen zumindest so lange nicht getrennt wird, wie die Plantage nicht verkauft wird. Sklavenkultur und Herrenkultur Auch diese Sklaven (Punkt 4) arbeiten stark motiviert. Trotzdem besteht zu Punkt 3 ein gravierender Unterschied: Die völlige Aussichtslosigkeit jemals frei zu werden, verändert die Menschen von Grund auf, denn sie orientieren sich überhaupt nicht an der Herrenkultur. Sie entwickeln eine "Sklavenkultur" und werden von den Herrn darin sogar noch bestärkt. Denn die "Sklavenkultur" macht den Sklaven noch fremder als er ohnehin schon ist. Werden solche Menschen schlagartig kollektiv in Freiheit gesetzt, haben sie die allergrößten Probleme, sich an die neue Situation anzupassen. Das sollten wir in Erinnerung behalten, wenn wir die Geschichte der karibischen Länder nach 1831 und 1848 ansehen oder die Situation der Schwarzen im Süden der USA nach der Emanzipation. "Sklavenaufstände führten nicht zur Abschaffung der Sklaverei" Wenn der große Jean Bodin 1570 also fordert, die Sklaverei überall und bedingungslos abzuschaffen, gleichzeitig aber verlangt, man solle die Sklaven erst freilassen, sobald sie ein Handwerk gelernt haben, dann war er weitsichtiger als viele Abolitionisten des 19. Jahrhunderts. Denn er hatte erfasst, dass die Schwierigkeiten für diese Menschen genau in dem Augenblick auftauchen, in dem sie den Wechsel in die Freiheit schaffen sollen. Was sind die Bedingungen für Sklavenaufstände? Egon Flaig: Zunächst müssen wir einen Irrtum ausräumen: Sklavenaufstände führten nicht zur Abschaffung der Sklaverei. Bei fast allen Sklavenaufständen errichteten die Aufständischen - wenn sie über ein zureichendes Gebiet zu herrschen begannen - ihrerseits wieder ein sklavistisches System. Die Abschaffung der Sklaverei erfolgte durch die politische und militärische Macht der westeuropäischen Staaten. Nun zu den Aufständen selbst: Sie sind die extreme Form des Widerstandes, insofern sie mit gewaltsamem Kampf die Freiheit anzielen. Wer ist dazu überhaupt imstande? Menschen, die in Sklaverei aufwachsen, machen normalerweise keine Aufstände. Sklaven, die ihre Situation nicht mehr ertragen, versuchen - wenn sie nicht resigniert zu sterben trachten - meist zu fliehen. Sklavenaufstände sind seltene Phänomene in der Geschichte. Überall, wo Aufstände stattfanden, wurden diese geführt von "Kernen", die fast immer aus frisch versklavten Sklaven bestanden. Deren Selbstbewusstsein musste noch stark genug sein, um mit Mut und Opferbereitschaft ein kollektives Wagnis einzugehen. Häufig waren diese Kerne Angehörige einer einzigen Ethnie oder aber von Ethnien, die sich sprachlich und kulturell nahe standen. Die kulturelle Nähe war wichtig, damit sich überhaupt Vertrauen bilden konnte. Ohne ein starkes Vertrauen zueinander war ein derartiges Wagnis sinnlos. Die Organisationskerne entstammten nie aus den untersten und elendsten Schichten der Sklaven, sondern aus jenen, die mehr Bewegungsspielraum und oft auch eine höhere Bildung innehatten. Sklavenaufstände haben dort die besten Chancen, wo die Herren politisch gespalten sind, oder wo Teile der Herren sogar mit den politischen Zielen der Sklaven sympathisieren - das ist beim zweitgrößten Sklavenaufstand der Weltgeschichte passiert, auf Haiti 1790. "Sklaverei stirbt niemals von selbst ab" Dieser Sklavenaufstand war der erste erfolgreiche überhaupt. Dieser Erfolg lag nicht zuletzt daran, dass die Aufständischen darauf verzichteten, ihre Feinde zu versklaven; stattdessen ließen sie prinzipiell keine Sklaverei mehr zu - sie verwirklichten die Ideale der Französischen Revolution. Der größte und längste Sklavenaufstand der Weltgeschichte, 869-883 im Irak, wurde organisiert von mehreren Kernen - religiösen Herätikern, sozial Unzufriedenen und ostafrikanischen Sklaven. Er konnte sich sehr lange halten, weil er sich schnell staatlich organsierte. Er brach zusammen - nach islamischen Quellen betrug die Anzahl der Toten zwischen 500.000 und 2 Millionen - wahrscheinlich aus zwei Gründen: Einerseits verfügte das Kalifat in Bagdad über die größte Militärmaschine der Erde, anderseits dachten die Aufständischen gar nicht daran, alle Sklaven zu befreien, sondern sie errichteten ihrerseits wiederum ein sklavistisches System. "Wenn die Sklaverei immer großflächiger geduldet wird, dann ist es unter Bedingungen der Globalisierung nicht möglich, sie von den westlichen Ländern fernzuhalten" Wird die Sklaverei ihrer Einschätzung nach in absehbarer Zeit absterben oder werden wir eine Renaissance der Sklaverei erleben? Egon Flaig: Sklaverei stirbt niemals von selbst ab. Die Sklaverei muss man töten. Dort wo Sklaverei existiert, im Jemen, Mauretanien und im Sudan, wird die Sklaverei nicht "absterben". Wir haben vergessen, dass die Briten in Afrika intervenieren mussten - seit 1807 -, um den ständigen Versklavungskriegen ein Ende zu bereiten. Die Blockade der westafrikanischen Küste von 1807-1867 kostete Großbritannien stattliche Summen. Diesen Gefallen, einfach abzusterben, hat die Sklaverei uns nirgendwo getan. Auch in Ostasien nicht. Dass China schon im 18. Jh. sklavenfrei war, ebenso wie Japan, hängt daran, dass die Kaiser immer wieder das System der Strafsklaverei reformierten, bis die Sträflinge rechtlich und praktisch keine Sklaven mehr waren. Aber das sind massive staatliche Eingriffe; die kann man nicht "absterben" nennen. Verhindern lässt sich die Sklaverei nur, wenn funktionierende Staaten sich an die internationalen Konventionen halten oder zu halten bestrebt sind. Das ist ersichtlicherweise immer weniger der Fall. Was im Sudan passiert und was die somalische Piraterie uns vorführt, ist die Auferstehung der vorkolonialen Muster. Diese werden nun virulent. Wir werden die Rückkehr von Versklavungskriegen dort kaum verhindern können, wo die Staaten zusammenbrechen, also in großen Teilen Afrikas, in Teilen der muslimischen Welt. Im Gegenteil, wir erleben die Renaissance der Warlords und der Militärsklaven in Gestalt der Kindersoldaten. Täuschen wir uns nicht: Wenn die Sklaverei immer großflächiger geduldet wird, dann ist es unter Bedingungen der Globalisierung nicht möglich, sie von den westlichen Ländern fernzuhalten. Kommt sie, wird es vergeblich sein, die anderen Formen der Unfreiheit bekämpfen zu wollen. Anders gesagt: Wenn Sklaverei in Europa wieder möglich wird, dann ist der Kampf gegen die Zwangsprostitution so unnütz wie das Ziehen an einem Hampelmann. Letztlich gibt es nur 3 Möglichkeiten: Entweder: Die Abschaffung der Sklaverei wird eine permanente polizeiliche Aufgabe der UN - mit dauernden Interventionen, vielleicht mit der Errichtung von Protektoraten (genau so hatte der Kolonialismus in Afrika begonnen). Oder: Die Sklaverei dehnt sich aus und nistet sich in den westlichen Gesellschaften ein - zunächst in multikulturalistisch begünstigten Parallelgesellschaften, um danach pervasiv zu werden. In Europa werden dann sklavenhaltende Gesellschaften entstehen, was es auf dem Kontinent nördlich der Alpen etwa 1100 Jahre nicht mehr gegeben hat. Oder: Die sklavenfreien Gebiete der Welt - der Westen und Ostasien - schirmen sich drastisch ab gegen Migrationen, die im Gepäck die Sklaverei gratis mitschleppen. Es könnte sein, dass die Lösung 3 langfristig die geringsten humanen und politischen Kosten mit sich bringt. Aber die Sklaverei ist nicht bloß eine Gefahr von "außen". Bei weitergehender Verelendung in Europa könnte sie auch von "innen" - also extrusiv entstehen. Wie das? Weil wir die Freiheit haben, unsere Freiheit zu zerstören. Deutlicher: Die Vertragsfreiheit jedes einzelnen Bürgers und jeder Bürgerin kann zu perversen Resultaten führen. Erinnern wir uns? Kannibalismus in Deutschland, vertraglich vereinbart zwischen zwei freien Menschen? Wenn wir zusehen, wie jemand sich vertragsmäßig mit freiem Willen von einem Vertragspartner aufessen lässt, dann werden wir eines Tages zusehen, wie irgendjemand von uns sich in die Sklaverei verkauft. Er hat in voller Freiheit seine Freiheit verkauft. Das ist die Paradoxie des Ultraliberalismus. Rousseau hat gegen diese Paradoxie schwer angearbeitet. Sobald der erste das tut, und wir ebenso ratlos dreinblicken wie vor dem Kannibalen von Rothenburg - ohne die feste Entschlossenheit zu handeln -, werden wir uns die Augen reiben, angesichts der sozialen Prozesse, die damit ausgelöst werden. "Verelendung" ist also ein politisches Problem. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Sie ist primär nicht ein ökonomisches Phänomen, sondern ein kulturelles. Das betrifft weit weniger den (fehlenden) Euro in der Tasche, als vielmehr die Werte im Kopf. Artikel versenden Re: Islam/Christentum: Versucht es doch mal mit Aufklärung! (30.12.2009 20:37) Re: Typisch "wertkonservativ" (30.12.2009 20:13) "Lohnsklave" ist ein Sklave wie du und ich (30.12.2009 11:27) TELEPOLIS>Wissenschaft>"Sklaverei stirbt niemals von selbst ab"
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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Buch: Energetische Quartiersplanung – Fraunhofer IRB – baufachinformation.de Das Fachbuch fasst vorhandene Grundlagen für kommunale Energieversorgungskonzepte, die Technologien im Gebäudebereich sowie unterschiedliche Energieversorgungsarten zusammen. Kennzahlen und Bewertungskriterien sind übersichtlich aufgelistet. Unterstützung bekommt der Planer mit der Erläuterung von Siedlungstypologien, Planungswerkzeugen und Rahmenbedingungen wie gesetzliche Anforderungen. Dabei werden insbesondere die Bestandteile der EnEff:Stadt hervorgehoben. Zusätzliche beispielhafte Projekte wurden aus nationalen und internationalen Vorhaben ausgewählt und beschrieben. Fraunhofer IBP, urban development, energy supply, energy technology, building services engineering, energy efficiency, Quartiersplanung, Energieeinsparung, Energieversorgungskonzept, Planungsmethode, Technologie, Praxisbeispiel, Energieeffizienz, EnEV, Energieeinsparverordnung, Energieverbrauch, Stadtplanung, Stadtteilplanung, energiesparendes Bauen,
de
q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
DAs CHINESISCHE HOROSKOP - Saufen - myblog.de Die Chinesen kennen in ihrem horoskop keine Waagen, Zwillinge oder jungfrauen, sondern sie haben statt dessen zwölf Tire. Nach der Weisheit des alten chinesischen Kalenders steht jedes einzelne Jahr im Zeichen eines dieser uns allen bekannten Tire Ob jemand ein Affe, ein Hund oder ein Schwein ist, erfährt er hier aus seinem Geburtsjahr: 28.01.1979-15.02.1980: ZIEGE 16.02.1980-04.02.1981: AFFE 5.02.1981-24.01.1982: HAHN 25.1.1982-12.2.1983: HUND 13.2.1983-1.2.1984: SCHWEIN 2.2.1984-19.2.1985: RATTE 20.2.1985-8.2.1986: BÜFFEL 9.2.1986-28.1.1987: TIGER 29.1.1987-16.2.1988: HASE 17.2.1988-5.2.1989: DRACHE 6.2.1989-26.1.1990: SCHLANGE 27.1.1990-14.2.1991: PFERD 15.2.1991-3.2.1992: ZIEGE 4.2.1992-22.1-1993: AFFE 23.1.1993-9.2.1994: HAHN 10.2.1994-30.1.1995: HUND 31.1.1995-18.2.1996: SCHWEIN 19.2.1996-6.2.1997: RATTE 7.2.1997-27.1.1998: BÜFFEL 28.1.1998-15.2.1999: Tiger DIE ZIEGE erwartet viel vom Leben, ohne viel dafür tun zu müssen. Sie ist recht bequem und braucht eine starke Schulter zum Anlehnen. Sie verfügt über einen hinreißenden Charme, hat fabelhafte Ideen-die andere für sie ausführen-und einen Hang zum Mysteriösen. Routine ist ihr verhasst, und pünktlich wird sie wohl nie sein. Sie wohnt nicht gerne in Großstädten und muss jemanden haben, mit dem sie Freud und Leid teilen kann. AFFEN lieben die große Show, sind ständig in Bewegung und kennen keine Muße. Sie sind Frohnaturen, gute Kameraden und verfügen über einen glasklaren Verstand. Das Leben ist für sie ein Spiel, und sie neigen etwas zur Untreue. Die stets positive denkenden Affen sind so von sich überzeugt, dass es ihnen gleichgültig ist, was andere von ihnen denken. DER mutige, stolze HAHN will auffallen, gesehen und beachtet werden. Er liebt es turbulent, schafft aber mit großer Zähigkeit, was er sich vorgenommen hat. Er ist stets freundlich, verträgt aber keine Bevormundung, hat ein ausgezeichnetes Organisationstalent, liest viel und geht gerne auf Reisen. Mitunter neigt er zur Verschwendungssucht, denn ein gewisser Prunk sollte schon sein. DAS Zeichen des HUNDES steht für Treue und Zuverlässigkeit. Er hat viel Familiensinn, ist hilfbereit und opfert sich für andere regelrecht auf. Kritik liebt er nicht, wird manchmal sogar etwas halsstarrig und bissig. Außerdem ist er äußerst misstrauisch, steht nicht so gerne im Scheinwerferlicht. Er ist ein Individualsit, bisweilen auch ein Eigenbrötler, dafür aber ein sehr liebenswerter. Er ist kein Luxusgeschöpf, weiß aber durchaus das Wohlleben zu schätzen. DAS SCHWEIN ist ein Glückspilz und Lebenskünstler. Sehr sensibel, aber treu wie Gold, aufrichtig, tolerant und voller Ehrgefühl, ist es doch manchmal erschreckend naiv und unbekümmert mit der Neigung, sich gehen zu lassen. Schweine haben einen ausgeprägten Drang nach Unabhängigkeit und glauben stets, alles ein bisschen besser zu können als die anderen. Sie sind sehr lebensklug und meistern spielerisch Schwierigkeiten. Was sich eine RATTE in den intelligenten Kopf gesetzt hat, das führt sie auch duch!! Tielstrebig und ehrgeizig, möchte sie unter allen Umständen im Leben eien Rolle spielen. Sie ist der geborene Diplomat, liebenswürdig, charmant und den Genüssen des Lebens zugetan. Ein wenig aggressiv und sprunghaft kann sie sein, aber in der Liebe ist sie von romantisch-zärtlicher Leidenschaft. Eines jedoch braucht jede Ratte: ein dickes finanzielles Polster. Äußerlich wirkt der BÜFFEL treuherzig, zeigt viel Familiensinn, in wirklichkeit aber will der Büffel herrschen und duldet keinen Widerspruch. Er möchte gewinnen, im Leben viel erreichen und an der Spitze stehen, was ihm auch meistens gelingt. Er ist trotz seiner Bodenständigkeit sehr schöpferisch, will verändern, kämpft gegen Widerstände bis zum Umfallen. Auf einen Büffel kann man sich immer verlassen; er ist ein guter Freund, originell und dennoch tradiotionsbewusst. Der TIGER ist eine Frohnatur, hat Glück im Leben und fühlt sich zum Herrschen, Genießen, Lieben und Geldausgeben geboren. Er braucht die Gefahr, das Risiko und den Kampf; Sicherheit ist ihm langweilig. Er hat viel Temperament und Charme, will bewundert werden und aus dem Vollen schöpfen. Er kann hingebungsvoll und leidenschaftlich lieben, aber seine Unabhängigkeit geht ihm über alles. Mit sonnigen Gemüt und seinem Optimismus meistert er sogar Schicksalsschläge. Der HASE möchte gerne kühn, entschlossen und mutig sein, ist aber weich und gutmütig. Man wird nie so recht schlau aus ihm. Der Hase beschützen und bemuttern. Für seine Familie und für gute Freunde, geht er duchs Feuer. Lebensnotwendig sind für ihn ein Haus und jemand, der ihn 100%ig liebt. Er ist äußerst konservativ, ein bisschen umständlich bis pingelig, tut nichts Überstürztes und hat ein großes Verantwortungsgefühl. Verletzlich und launisch kann er sein; in vielen Fällen erweist er sich als künstlerisch begabt. DRACHEN sind die geborenen Herzensbrecher und Liebhaber und oft von atemberaubender Großzügigkeit. Sehr spontan bis sprunghaft, stecken sie voller Ideen, die sie in die Tat umsetzen. Drachern bringen es im Leben oft weit; sie sind Einzelgänger, und es geht eine rätselhafte Faszination von ihnen aus. Sie können sich schlecht unterordnen, und ganz treu sind sie wohl nie; aber mit ihrem Einfallsreichtum und uhrer Geisteskraft haben sie viel Glück im Leben. SCHLANGEN fühlen sich dazu ausersehen, im Leben eine bedeutende Rolle zu spielen, wobei sie sich mitunter überschätzen. Doch sie sind intelligent, und vieles fällt ihnen einfach in den Schoß. Sie gelten alös wählerisch und fühlen sich zum Magisch-Mytischen heingezogen. Viele der großen, schönen und faszinierenden Frauen der Weltgeschichte sind oder waren Schlangen. Das PFERD ist eitel, liebt den großen Auftritt und strahlt fröhliche Tatkraft aus.Manchmal unbeherrscht, neigt es zu spontanen Entschlüssen und geht mit dem Kopf durch die Wand. Es liebt seine Freiheit, seine Unabhängigkeit und würde nie zugeben, dass es einen liebevollen Partner und einen sicheren hort braucht. Das Pferd reist gerne, kann in Gesellschaft großartig ausgelassen sein, ist ein leidenschaftlicher Liebhaber, und in Geldanlagen entwickelt es fast schon so etwas wie einen sechsten Sinn.
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten - PDF Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten Download "Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten" 1 WHL Schriften der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr Nr. 40 Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten Vorstellung und Analyse eines Steuerungsansatzes Henning Smilgies Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2 Mit freundlicher Unterstützung von ISBN: Copyright 2014 WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg Lahr Alle Rechte vorbehalten 3 Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten Vorstellung und Analyse eines Steuerungsansatzes Henning Smilgies Schriften der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr Herausgeber: Prof. Dr. Michael Klebl Prof. Dr. Sebastian Lobe Prof. Dr. Markus Pütz Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Prof. Dr. Bernd Remmele Prof. Dr. Stephan Schöning Prof. Dr. Markus Stiglbauer Dr. Florian Drevs Dr. Karina Sopp Nr. 40 Lahr, Januar 2014 4 Geleitwort I Geleitwort Hintergrund dieser WHL-Schrift ist die Herausforderung für Kreditinstitute, in Anbetracht steigender bankaufsichtlicher Eigenkapitalanforderungen weiterhin großvolumige Kredite zur Verfügung stellen zu können. Die Bedeutung von Kreditsyndizierungen, also die Weitergabe von Kreditanteilen an andere Kreditinstitute oder Versicherungen, wächst daher weiter an. Allerdings bestehen bei Syndizierungen Liquiditätsrisiken, die adäquat zu steuern und zu bepreisen sind. Der Verfasser hat sich zum Ziel gesetzt, aufbauend auf einer Darstellung von Kreditsyndizierungen die dabei zu berücksichtigenden Liquiditäts-, Liquiditätsrisiko- und Pufferkosten aufzuzeigen und einen geeigneten Steuerungsansatz zu entwickeln, der auch aufsichtsrechtliche Erfordernisse berücksichtigt. Mit der vorliegenden WHL-Schrift hat sich Herr Smilgies mit einem anspruchsvollen und betriebswirtschaftlich hoch relevanten Thema auseinandergesetzt. Es ist ihm gelungen, eigene Vorschläge zu entwickeln und gut nachvollziehbar zu präsentieren. Hervorzuheben ist der Aufwand, der für die Berechnungen betrieben wurde. Angesichts der großen Bedeutung der Bankkreditfinanzierung für alle Unternehmen in Deutschland leistet die WHL-Schrift einen wertvollen Diskussionsbeitrag. Ich wünsche der WHL-Schrift deshalb die ihr gebührende Aufmerksamkeit sowohl in der Bankwissenschaft und -praxis als auch in Politik und Wirtschaft. Lahr, Januar 2014 Prof. Dr. Stephan Schöning 5 Inhaltverzeichnis II Inhaltverzeichnis Inhaltverzeichnis... II Abbildungsverzeichnis... V Formelverzeichnis... VII Abkürzungsverzeichnis... VIII 1 Einleitung Problemstellung und Zielsetzung Vorgehensweise Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft Definition und Abgrenzung Der Syndizierungsprozess und die Einflussfaktoren für die Durchführung von Syndizierungen Motive und Vorteilhaftigkeit von Syndizierungen Platzierungsrisiken bei Syndizierungen Erläuterung von Liquiditätsrisiken und deren -kosten im Zusammenhang mit Syndizierungen Begriffserklärung von Liquiditätsrisiken und deren bankaufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen Definition von Liquiditätsrisiken Derzeitige bankaufsichtsrechtliche Anforderungen an Liquiditätsrisiken Die künftigen aufsichtsrechtlichen Kennzahlen nach Basel III Entstehung und Steuerung von Liquiditätsrisiken bei zu syndizierenden Forderungen Auswirkungen des Platzierungsrisikos auf die Liquiditätsrisiken und die Beeinflussung der Steuerung der Risiken Ermittlung von Zahlungsunfähigkeitsrisiken durch den LaR Messung von strukturellen Liquiditätsrisiken mit Hilfe des LVaR Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten sowie deren Anwendung auf Syndizierung Aufsichtsrechtliche Anforderungen zur Verrechnung von Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten... 40 6 Inhaltverzeichnis III Erklärung von Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten im Zusammenhang mit Syndizierungen Steuerung von Syndizierungen mit Fokus auf Liquiditätsrisiken Beschreibung des Steuerungsansatzes sowie Begründung der Notwendigkeit einer Risikoprämie für das Platzierungsrisiko Fristeninkongruente kurzfristige Refinanzierung der Syndizierung und die Möglichkeit einer Anschlussrefinanzierung bei notwendiger Verlängerung Festlegung der fristeninkongruenten kurzfristigeren Refinanzierung der Syndizierung Darstellung einer möglichen Verlängerung der kurzfristigen Refinanzierung Preisstellung und Absicherung unter Berücksichtigung einer fristeninkongruenten kurzfristigeren Refinanzierungsstrategie der Syndizierung Preisstellung der fristeninkongruente kurzfristigeren Liquiditätseindeckung der Syndizierung Ermittlung der Risikoprämie für eine mögliche Verlängerung der Refinanzierung Grundsätzliche Erläuterung des Vorgehens zur Ermittlung der Risikoprämie Prognose des Liquiditätsspread in der Verlängerungsphase Errechnung des barwertigen Dispositionsschadens und Aufbau einer Verteilung der Dispositionsschäden Ermittlung des abzusichernden Schadens auf Basis des erwarteten und unerwarteten Verlustes der barwertigen Dispositionsergebnisse Verteilung des abzusichernden Dispositionsschadens auf den erwarteten Verlaufes des Kredites sowie Gewichtung mit einer erwarteten Anschlussrefinanzierungsquote Pricing von Liquiditätspufferkosten zur Erfüllung der LCR Ermittlung des internen Transferpreises zur Verrechnung der Liquiditätskosten Disposition von Syndizierungen Beurteilung des Ansatzes zur Steuerung von Syndizierungen Anforderungen an die Beurteilung des Steuerungsansatzes Auswirkungen auf die Kundenkondition und die Ertragsgrößen der Profit Center... 72 7 Inhaltverzeichnis IV Beeinflussung des Fristentransformationsergebnisses im Treasury durch eine Risikoprämie Mögliche Vorteile des Steuerungsansatzes für die Konditionsmarge Auswirkungen des Steuerungsansatzes auf Liquiditätsrisiken und die Kennziffern nach Basel III Implikation auf die Liquiditätsrisiken Auswirkungen auf das Zahlungsunfähigkeitsrisiko Konsequenzen für das strukturelle Liquiditätsrisiko und das damit verbundene Platzierungsrisiko Konsequenzen für die neuen aufsichtsrechtlichen Kennzahlen Beeinflussung der Liquidity Coverage Ratio (LCR) Folgen für die Net Stable Funding Ratio (NSFR) Grenzen des Steuerungsansatzes Die Ermittlung der Anschlussrefinanzierungsquote Schwierigkeiten bei der Simulation eines Liquiditätsspreads mit Hilfe eines Zinsstrukturmodells Notwendigkeit der Nachkalkulation der Risikoprämie für eine mögliche Verlängerung Schlussbemerkung Literaturverzeichnis... 95 8 Abbildungsverzeichnis V Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Abbildung 2: Stufenweise Erhöhung der Mindesteigenkapitalquoten nach Basel III bis Übersicht über die zusätzlichen Gebühren im Rahmen einer Konsortialfinanzierung Abbildung 3: Übersicht über die Zuordnung der Laufzeitbänder bei der LiqV Abbildung 4: Kategorien der NSFR und deren RSF bzw. ASF Faktoren Abbildung 5: Beispielhafter Kredit über 100 Mio. EUR Abbildung 6: Abbildung 7: Abbildung 8: Zahlungsplan des Syndizierungsbeispiels per bei erfolgreicher Syndizierung Zahlungsplan des Syndizierungsbeispiels per bei schlagend gewordenem Platzierungsrisiko Einordnung des Funds Transfer Pricing in den aufsichtsrechtlichen Rahmen Abbildung 9: Steuerung und Verrechnung unter dem Dach der Marktzinsmethode Abbildung 10: Übersicht über die unterschiedlichen Komponenten des internen Transferpreises Abbildung 11: Rückzahlung der Syndizierung und Vergleich bei Refinanzierung auf die erwartete Ausplatzierung Abbildung 12: Rückzahlung der Syndizierung im Vergleich zur fristenkongruenten Refinanzierung Abbildung 13: Asymmetrisches Gewinn-/Verlust-Verhältnis der Creditspread Put Option Abbildung 14: Beispielhafte Strukturkurven Abbildung 15: Schematischer Aufbau der Ermittlung der Risikoprämie Abbildung 16: Beispielhafte Simulation des 9,5jährigen Liquiditätsspread in sechs Monaten Abbildung 17: Beispielhafte Dispositionsschäden anhand der prognostizierten Liquiditätsspreads Abbildung 18: Vergleich der Verteilungsfunktionen der Dispositionsschäden sowie der Normalverteilung Abbildung 19: Szenarien zur Herleitung der Anschlussrefinanzierungsquote Abbildung 20: Erwartete Verlauf der Syndizierung inkl. Eigenanteil Abbildung 21: Berechnung der Barwertsumme des durchschnittlich gebundenen Kapitals Abbildung 22: Interner Transferpreis der primären Liquiditätskosten für das Beispielgeschäft... 67 9 Abbildungsverzeichnis VI Abbildung 23: Interner Transferpreis für unterschiedliche fristinkongruente kurzfristige Refinanzierungen der Syndizierung bei einer Anschlussrefinanzierungsquote von 20 % Abbildung 24: Übersicht über die barwertigen Zahlungen des Steuerungsansatzes Abbildung 25: Vergleich der Kundenkondition bei Steuerungsansatz gem. 4.2 mit dem Ansatz bei fristenkongruenter Refinanzierung Abbildung 26: Kalkulationsschema bei einem internen Transferpreis aus 4.2 und einem fristkongruenten Aufschlag in der Kundenkondition Abbildung 27: Vergleich der vertraglichen Laufzeiten des Kreditgeschäftes und der kalkulatorischen Refinanzierung Abbildung 28: Vergleich der vertraglichen Laufzeiten des Kreditgeschäftes und der kalkulatorischen Refinanzierung inkl. des aufgebauten Puffers Abbildung 29: Vergleich der dispositiven Sicht der Syndizierung sowie der kalkulatorischen Refinanzierung Abbildung 30: Risikosicht der Syndizierung unter Berücksichtigung einer Anschlussrefinanzierungsquote von 20 % Abbildung 31: LCR Entwicklung bis zur Fälligkeit der fristeninkongruenten Refinanzierung der Syndizierung Abbildung 32: Übersicht der Geschäfte zum Stichtag Juni 2013 und die daraus resultierende NSFR Abbildung 33: Übersicht der Geschäfte zum Stichtag Dezember 2021 und die daraus resultierenden NSFR Abbildung 34: Schematischer Ablauf des Risikoprämientopfes... 89 10 Formelverzeichnis VII Formelverzeichnis Formel 1: Formel zur Ermittlung der LCR Formel 2: Berechnung der Nettomittelabflüsse Formel 3: Formel zur Ermittlung der NSFR Formel 4: Berechnung des Dispositionsschadens Formel 5: Gleichung zur Ermittlung des Unexpected Loss Formel 6: Berechnung des abzusichernden Dispositionsschadens Formel 7: Berechnung der Prämie zur Glattstellung des Dispositionsergebnisses Formel 8: Formel 9: Bestand an hochliquiden Wertpapieren zur Einhaltung der Mindestquote der LCR Errechnung der zusätzlichen Liquiditätskosten für das Vorhalten eines Liquiditätspuffers Formel 10: Berechnung des Forward-Liquiditätsspreads Formel 11: Modifizierte Ermittlung des Dispositionsschadens... 87 11 Abkürzungsverzeichnis VIII Abkürzungsverzeichnis ASF Available Stable Funding BAFB Basler Ausschuss für Bankenaufsicht BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BCBS Basel Committee for Banking Supervision BP Basispunkt(e) bzw. beziehungsweise CAPM Capital Asset Pricing Model CEBS Committee of European Banking Supervision EL Expected Loss EUR Euro f. / ff. folgende / fortfolgende i. d. F. in der Fassung Kap. Kapitel kum. kumuliert LaR Liquidity at Risk LCR Liquidity Coverage Ratio LiqV Liquiditätsverordnung LVaR Liquidity Value at Risk MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement Mio. Million(en) NSFR Net Stable Funding Ratio o. Ä. oder Ähnliche(s) RSF Required Stable Funding RWA Risk Weighted Asset(s) TEUR Tausend Euro u.a. unter anderem u. Ä. und Ähnliche(s) UL Unexpected Loss USD US-Dollar usw. und so weiter vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel 12 Einleitung 9 1 Einleitung 1.1 Problemstellung und Zielsetzung Mit Blick auf Basel III müssen Kreditinstitute die immer weiter steigenden Eigenkapitalanforderungen erfüllen. 1 Diese können entweder durch Erhöhung des Eigenkapitals oder Reduzierung von Risiken bzw. risikogewichteter Aktiva erreicht werden. Durch diese verschärften Anforderungen steigt der Druck, dass Eigenkapital möglichst ertragsreich zu verwenden bzw. die Höhe der risikogewichteten Aktiva zu optimieren, 2 da der Ertrag je eingesetzter Eigenkapitaleinheit sinkt. Insbesondere Kreditvergaben über der Großkreditgrenze eines Kreditinstitutes haben einen hohen Einfluss auf die risikogewichteten Aktiva und belasten die Eigenkapitalquote negativ. 3 Einen Weg, Großkredite zu vergeben, die Belastung der risikogewichteten Aktiva aber zu begrenzen bzw. die Risiken zu diversifizieren und gleichzeitig die Losgrößen zu transformieren, stellen Syndizierungen dar. Syndizierungen sind dabei als Weitergabe oder Verbreitung (von Kreditanteilen) 4 zu verstehen und sind damit Teil des Konsortialgeschäfts. Teilnehmer dieser Transaktionen sind vielfach kleinere Kreditinstitute wie Sparkassen, aber auch Versicherungen. 5 Versicherungen und andere Investoren sind auf der einen Seite aufgrund immer weiter sinkender Renditen auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten. 6 Auf der anderen Seite können kleinere Kreditinstitute ohne Partner nicht an die Kreditnehmer mit großem Kapitalbedarf herantreten, da sie durch die vom Gesetz über das Kreditwesen festgelegte Großkrediteinzelobergrenze eingeschränkt sind. 7 Diese Institute nutzen Syndizierungen Vgl. Deutsche Bundesbank (2011), S. 19. Vgl. Auer, von Pföstl (2013), S. 1. Für Nichthandelsbuchinstituten vgl. 13 Absatz 3 KWG, für Handelsbuchinstitute vgl. 13a Absatz 3 KWG. Höpfner (2008), S Vgl. Hofmann (2012), S. 28ff. Vgl. Wichert (2012), S. 1. Vgl. 13ff. KWG. 13 Einleitung 10 für ihre Risikostreuung, sehen sie aber auch als Möglichkeit, das Wachstum ihrer Firmenkunden zu begleiten. 8 Der hier skizzierte Bedarf an Syndizierungen äußert sich auch in Zahlen. In 2007 belief sich das Volumen von syndizierten Krediten auf rd Mrd. USD in Westeuropa. 9 Auch wenn der Markt für syndizierte Kredite rückläufig ist, ist diese Form insbesondere im Mittelstand beliebt. 10 Im Folgenden werden die Auswirkungen auf Liquiditätsrisiken von Krediten untersucht, die durch den Konsortialführer zunächst alleine vergeben werden und anschließend weiteren Teilnehmern zum Eintritt in ein Konsortium angeboten werden. Bei Kreditforderungen, die nicht mit der Absicht vergeben worden sind, sie zu syndizieren, werden Liquiditätskosten fristenkongruent zu einem kalkulatorischen Refinanzierungsgeschäft errechnet. Der Refinanzierungsimpuls erfolgt fristenkongruent. Bei Ausplatzierung dieser Kreditforderungen entsteht kein Einfluss auf das Zahlungsunfähigkeitsrisiko des Kreditinstitutes, es entstehen dafür aber Ertragsrisiken in Form von Wiederanlagerisiken in der zentralen Steuerungseinheit für Zins-, Fremdwährungs- und Liquiditätsrisiken (Treasury). Durch Vorfälligkeitsentschädigungen seitens Treasury wird eine Lenkungswirkung gesichert. Sofern das Kreditinstitut bei der Kreditvergabe die Absicht verfolgt, die Kredite anschließend zu syndizieren, kann das Kreditinstitut einen Zugewinn an Ertrag 11 in Form von unterschiedlichen Gebühren realisieren, die im Zusammenhang mit Syndizierungen anfallen. Bei diesem Ansatz treten Liquiditätsrisiken auf. Durch eine nicht fristenkongruente, sondern kürzere Refinanzierung ergeben sich bei Syndizierung Ertragsvorteile für den Konsortialführer, da der Kostenfaktor Liquidität mit wachsender Laufzeit steigt. 12 Bei der Kreditvergabe durch den Konsortialführer entsteht jedoch das Risiko, die Kredite [ ] nicht weiterreichen zu können 13, auch als Platzierungsrisiko Vgl. Hofmann (2012), S. 28. Vgl. Arons, Heinloth (2008), S. 7. Vgl. Dentz (2013), S. 2. Höpfner (2008), S Vgl. Kröner, Heinrichs (2012), S. 25. Heuser et al. (2008), S. 63. Vgl. Schneider, Wolf (2011), S. 12. 14 Einleitung 11 bezeichnet. Dieses hat Einfluss auf die Liquiditätsrisiken, die sowohl als Zahlungsunfähigkeitsrisiko als auch als Liquiditätsfristentransformationsrisiko auftreten. 15 Letzteres stellt dabei das Risiko dar, dass durch eine veränderte Refinanzierungskurve ein Verlust entsteht und zählt damit zu den Ertragsrisiken. 16 Die Beachtung von Liquiditätsrisiken hat nicht zuletzt aufgrund der Subprime Krise stark an Bedeutung gewonnen. 17 Beispielweise konnte die Hypo Real Estate nur durch ein erstes Rettungspaket in Höhe von 35 Mrd. EUR im September 2008 vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet werden. 18 Daneben wurde auch ein starkes Ansteigen der Liquiditätsspreads unterschiedlicher Bonitäten in der Finanzkrise beobachtet. 19 Liquiditätsspreads können als Aufschläge auf eine jeweilige Referenzzinskurve für Banken unterschiedlicher Bonitäten verstanden werden. 20 Die Spreads stiegen teilweise auf bis zu 275 Basispunkte über Swap für ungedeckte Refinanzierungen, während sie in den Jahren zuvor bei durchschnittlich 25 Basispunkten lagen. 21 Dies sorgte für erhebliche Probleme bei den Instituten, sich im mittel- bis langfristigen Bereich Refinanzierungsmittel zu beschaffen. 22 Um die bei der Syndizierung entstehenden Liquiditätsrisiken adäquat zu beherrschen, sollen im Folgenden ein Steuerungsansatz mit einer entsprechenden Preisstellung für die auftretenden Liquiditätsrisiken erarbeitet sowie die Fragen geklärt werden, wie die Refinanzierung zu wählen ist und wie die entstehenden Risiken gesteuert werden können. Die Ermittlung eines internen Verrechnungssatzes für Liquidität und Liquiditätsrisiken fordern zusätzlich seit Inkrafttreten zum die Mindestanforderungen an das Risikomanagement in der Fassung vom Vgl. Bartetzky (2008), S. 12. Vgl. Bartetzky (2008), S. 12. Vgl. Beck, Lesko (2008), S. 6. Vgl. o. V. (2009). Vgl. Prilla (2011), S. 21. Vgl. Beck, Lesko (2008), S. 6. Vgl. Tolckmitt (2011), S Vgl. o. V. (2011). Vgl. BTR 3.1 Absatz 5f. MaRisk. 15 Einleitung Vorgehensweise In Kapitel 2 werden die Grundlagen zu Syndizierungen erarbeitet. Neben der Definition und der Herausarbeitung der Unterschiede zu konsortialiter, also gemeinsam im Konsortium vergebenen Krediten werden auch die Vorteile für das Kreditinstitut als Konsortialführer aufgeführt. Die Klärung des Begriffs Platzierungsrisiko und dessen Wirkung auf das Liquiditätsrisiko führen zu Kapitel 3. In Kapitel 3 wird zunächst das Verständnis von Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten dargestellt. Es werden die Bestimmungen und die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen mit Bezug auf die neuen Baseler Kennziffern sowie die möglichen Messmethoden von Liquiditätsrisiken mit Bezug auf Syndizierungen bzw. das Platzierungsrisiko bei Syndizierungen erläutert. Das Kapitel schließt ab mit der Betrachtung von Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten, die im Rahmen des durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement geforderten Funds Transfer Pricing seit 2013 adäquat eingepreist werden müssen. 24 Darauf wird in Kapitel 4 ein Steuerungsansatz entwickelt, der aufzeigt, wie sowohl Liquiditäts-, Liquiditätsrisiko- als auch Pufferkosten gepreist und als interner Verrechnungssatz im Rahmen des Funds Transfer Pricing in die Liquiditätsrisikosteuerung einfließen. Die aus einer zunächst nicht fristenkongruenten, sondern kürzeren, fristeninkongruenten Refinanzierung entstehenden Liquiditätsrisiken werden mit Hilfe einer Risikoprämie für eine mögliche Verlängerung der Refinanzierung und unter Anwendung einer Simulation bis zu einem gewissen Konfidenzniveau abgesichert. Ebenfalls finden die Kosten für das Vorhalten eines im Rahmen von Basel III geforderten Liquiditätspuffers Berücksichtigung. Anschließend wird die Disposition von Syndizierungen beschrieben. In Kapitel 5 wird der in Kapitel 4 erarbeitete Steuerungsansatz kritisch gewürdigt. Zunächst wird der Einfluss des Steuerungsansatzes auf die Erfolgsgrößen sowohl in dem Treasury als auch in den anderen Profit Centern aufgezeigt. Des Weiteren 24 Vgl. BTR 3.1 Absatz 5f. MaRisk. 16 Einleitung 13 werden die Auswirkungen auf die verschiedenen Sichtweisen des Liquiditätsrisikos und die aufsichtsrechtlichen Kennziffern beschrieben. Da die Simulation des benötigten Liquiditätsspreads auf einem Zinsstrukturmodell beruht, werden die Schwierigkeiten dieser Modelle erläutert. Konsequenzen des Steuerungsansatzes ergeben sich in der Notwendigkeit der Nachkalkulation der vereinnahmten Risikoprämie sowie eines regelmäßigen Backtestings der in den Ansatz eingeflossenen Parameter. Das abschließende Kapitel 6 fasst die erarbeiteten Erkenntnisse zusammen. 17 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 14 2 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 2.1 Definition und Abgrenzung Entwickelt haben sich Syndizierungen ab Sie sind dem Bereich des Konsortialgeschäfts zuzuordnen und können als Weitergabe oder Verbreitung 26 von Forderungsanteilen verstanden werden. Allgemeiner lassen sich Konsortialkredite als Darlehen definieren, welche durch ein Bankenkonsortium, also einen zeitlich begrenzten Zusammenschluss von Banken, an einen Schuldner vergeben werden. 27 Die Einführung des Euros 1999 hat den Markt mit günstiger Liquidität versorgt und damit zu einem Wachstum bei der Kreditvergabe geführt. 28 Bis zum Beginn der Finanzmarktkrise in 2007 ist das Marktvolumen konstant gestiegen. Die Finanzmarktkrise hat dagegen zu einem dramatischen Rückgang der Liquidität im gesamten Kreditbereich und zu einer Steigerung der Liquiditätsspreads geführt, sodass Syndizierungen nicht mehr oder nur zu erheblichen Kosten über den Sekundärmarkt möglich waren. 29 Bei einer Konsortialfinanzierung nehmen verschiedene Beteiligte teil. Dazu gehören im Wesentlichen der Arranger, die Participants sowie der Administrative Agent. 30 Zumeist übernimmt der Konsortialführer die Funktionen des Arrangers und des Administrative Agent und ist für die Strukturierung und Syndizierung der Forderung sowie das Administrative zuständig. 31 Ein Participant ist ein Beteiligter im Konsortium (auch Konsorte 32 ) und übernimmt einen Teil des Konsortialgeschäfts. 33 Der übernommene Teil wird auch als Konsortialquote bezeichnet Vgl. Gadanecz (2004), S. 75. Höpfner (2008), S Vgl. Gadanecz (2004), S. 75. Vgl. Ellemann (2011), S. 45. Vgl. Ellemann (2011), S. 48. Vgl. Gadanecz (2004), S. 79. Vgl. Höpfner (2008), S. 633f. Vgl. Hofmann (2012), S. 29. Vgl. Gadanecz (2004), S. 79. Vgl. Höpfner (2008), S. 635. 18 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 15 Die Konsortialstruktur lässt sich in verschiedene Kategorien einstufen: Club Deals, Best Effort, Underwriting. 35 Eine Club Deal Finanzierung ist ein Konsortialkredit, bei dem ein Bankenkonsortium, das in der Anzahl der teilnehmenden Banken begrenzt und in der Zusammensetzung vorher benannt ist, eine Kreditzusage für einen oder mehrere Kreditnehmer ausspricht. 36 Bei dem Best Effort oder Underwriting Ansatz wird hingegen regelmäßig eine größere Anzahl von Banken als bei einem Club Deal angesprochen. 37 Im Rahmen von Underwritings gibt der Konsortialführer eine verbindliche Zusage über den gesamten Kreditbetrag bei Mandatsvergabe und versucht im Anschluss, andere Banken an dem Konsortium zu beteiligen. 38 Im Fall des Best Effort Ansatzes gibt der Konsortialführer keine verbindliche Zusage über den gesamten Betrag, sondern lediglich für einen Teil und versucht für die Restquote weitere Beteiligte zu finden. 39 Er hat somit nicht wie beim Underwriting das Risiko, den nicht ausplatzierten Teil selbst zu übernehmen. 40 Dieses beim Underwriting entstehende Risiko kann als Platzierungsrisiko 41 oder Syndizierungsrisiko 42 bezeichnet werden. Ein wesentliches Merkmal zur Unterscheidung von Syndizierungen im Konsortialgeschäft stellt die Art des Liquiditätsflusses dar. Zu differenzieren sind der Bareinschuss sowie die Risikobeteiligung. Beim Bareinschuss hinterlegen die Konsorten beim Konsortialführer Liquidität für ihre Beteiligung, die der Konsortialführer im Haben verbucht und mit den Kreditkonten kompensiert, sodass eine Nettosicht abgebildet wird. Bei der Risikobeteiligung übernehmen die Konsorten nur das Adressausfallrisiko, es fließt allerdings keine Liquidität zum Konsortialführer. In der Praxis lässt sich vorwiegend der Bareinschuss finden Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 67. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 67. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 67. Vgl. Lee, Mullineaux (2001), S. 8f. Vgl. Miller (2011), S. 8. Vgl. Heuser et al. (2008), S. 63. Vgl. Schneider, Wolf (2011), S. 12. Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S. 631. 19 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 16 Eine Syndizierung mit Risikobeteiligung stellt sich für den Konsortialführer aus Refinanzierungsgesichtspunkten wie ein üblicher Kredit dar. Es sind daher keine besonderen Liquiditätsrisikoaspekte zu berücksichtigen. Weiterhin lassen sich Konsortialgeschäfte nach ihrer Offenlegung der Unterbeteiligung in ein Außen- und ein Innenkonsortium unterscheiden. 44 Bei einem Außenkonsortium wird ein Vertrag mit dem Kreditnehmer und dem Konsortialführer sowie sämtlichen Beteiligten geschlossen und stellt damit die eigentliche Konsortialfinanzierung dar. 45 Hingegen legt ein Innenkonsortium nicht die beteiligten Konsorten offen, sondern der Konsortialführer schließt mit den Beteiligten einen gesonderten Vertrag ab. 46 Im Folgenden soll unter Syndizierung die Finanzierungen verstanden werden, die die syndizierende Bank zunächst zwar übernimmt (Underwriting), aber die Absicht hat, diese in Teilen zu platzieren. Dabei ist es unerheblich, ob die Bank selber als Konsortialführer auftritt, die Kreditzusage verbindlich abgibt (Underwriting) und Teile danach platziert. 2.2 Der Syndizierungsprozess und die Einflussfaktoren für die Durchführung von Syndizierungen Der Prozess einer Syndizierung lässt sich grob in drei Phasen aufteilen: 47 Vorbereitungsphase und Mandatsvergabe, Verhandlung mit potentiellen Investoren und Abschluss des Konsortialkreditvertrages, Weitergabe der syndizierten Kreditanteile. In der Vorbereitungsphase legt der Kreditnehmer die Rahmenbedingungen für das benötigte Kreditvolumen fest und führt erste bilaterale Gespräche mit potentiellen Arrangern. 48 Nach einer ersten Preisindikation erfolgt die Mandatsvergabe an einen Arranger, der zumeist wie unter 2.1 beschrieben auch der Konsortialführer ist. Der Arranger hat dabei die Möglichkeit zwischen den unter 2.1 beschriebenen Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Miller (2011), S. 9ff. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 71. 20 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 17 Varianten Underwriting oder Best Effort zu wählen. Durch ein Underwriting hat der Arranger zumeist bessere Chancen die Mandatsvergabe für sich zu entscheiden, denn der Kreditnehmer erhält eine vollständige Kreditzusage und somit Planungssicherheit. Zusätzliche Underwriting Gebühren für die Gestaltung und die Kreditzusage bieten für den Arranger einen Vorteil. 49 Der mandatierte Arranger bereitet ein Information Memorandum mit den zum Kredit notwendigen Details vor und führt erste Gespräche mit potentiellen Investoren. Die Ansprache der möglichen Investoren kann auf bilateralem Weg direkt mit den Investoren erfolgen oder über den Sekundärmarkt für Syndizierungen, der seit Ende der 1980er durch Einbindung größerer Investorengruppen und schnellerer Syndizierung zunehmend aktiver wurde. 50 Die Investoren geben im Anschluss ein finales Feedback zum Preis und der Höhe ihrer gewünschten Beteiligung. Sollten die Investoren den Kredit überzeichnen, muss der Konsortialführer die finalen Quoten reduzieren. Sollte ein Rest verbleiben, so trägt diesen beim Underwriting Ansatz der Konsortialführer bei unterzeichneten Ausschreibungen. Hingegen kann der Kreditnehmer im Fall des Best Effort Ansatzes nicht das gesamte Kreditvolumen ausschöpfen, wenn der Konsortialführer nicht genügend Beteiligungen akquiriert. 51 Grundsätzlich lässt sich jeder Kredit syndizieren, sodass es keine klar definierten Grundvorrausetzungen gibt. Jedoch gibt es verschiedene Merkmale, die die Anwendbarkeit von Syndizierungen beeinflussen Vgl. Miller (2011), S. 8. Vgl. Miller (2011), S. 11. Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S. 626. 21 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 18 Merkmal Kreditart Erläuterung Bei dem syndizierten Kredit handelt es sich um ein hybrides Instrument, bestehend aus einem klassischen, bilateralen Hausbankkredit oder einem handelbaren Schuldtitel. 53 Sowohl Schuldscheindarlehen als auch klassische Kreditformen sind regelmäßig vorzufinden. 54 Die Kreditformen lassen sich nach zwei Kategorien differenzieren: Laufzeitkredite oder revolvierende Kreditlinien. 55 Bei revolvierenden Kreditlinien wird zumeist die Risikobeteiligung gewählt. Denn im Falle des Bareinschusses wäre der Abrechnungsaufwand für den Konsortialführer und die Konsorten für den Liquiditätsfluss sehr aufwändig. 56 Kredithöhe Sinnvoll sind Konsortialstrukturen ab einem Gesamtvolumen von mindestens 30 Mio. EUR. Sparkassen beteiligen sich an Finanzierungen bis zu einer Höhe von insgesamt rund 100 Mio. EUR. 57 Eine größere Darlehenshöhe führt zu geringeren Preisen, da so die Einmalgebühren im Verhältnis zur Darlehenshöhe geringer ausfallen. 58 Kreditlaufzeit Finanzierungszweck Höhe der Konsortialquote Konsortialführer/ Konsorten Variable oder objektbezogene Laufzeiten sind möglich. Längere Kreditlaufzeiten unterstützen Konsortialstrukturen, da die langfristig erwarteten Erträge den Aufwand bei den Konsortialbeteiligten rechtfertigen können. 59 Unternehmensfinanzierungen und objektbezogene Finanzierungen wie Immobilien, Schiffe, Flugzeuge aber auch Energieparks lassen sich finden. Die Konsortialquote muss für jeden Beteiligten hinreichend sein, um rentabel zu sein. Großbanken, Landesbanken sowie größere Sparkassen sind sowohl als Konsortialführer als auch als Konsorte häufig zu sehen. 60 Zu den hauptsächlichen Konsorten zählen Banken, verschiedene Finanzunternehmen sowie institutionelle Investoren Vgl. Altunbas et al. (2006), S. 6. Vgl. Hofmann (2012), S. 31. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 68. Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Hofmann (2012), S. 29. Vgl. Christodoulakis, Olupeka (2010), S Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Hofmann (2012), S. 28. Vgl. Miller (2011), S. 10f.
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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
„Handykredit“ – was Sie alles beachten müssen Als erstes sollten die Raten der Rückzahlung des Darlehns möglichst niedrig sein. Muten Sie sich also nicht mehr zu, als es Ihre momentane finanzielle Situation zulässt. Günstige Zinsen und gute Konditionen sind das A und O einer Finanzierung. Ist das Darlehen ausreichend anpassungsfähig, kommen Sie bei der Rückzahlung viel seltener in Schwierigkeiten. Dazu zählen Sonderrückzahlungen ohne zusätzliche Kosten bzw. die Möglichkeit, für einen Monat die Ratenzahlung einstellen zu können. Das alles sollte eine tragfähige Finanzierung zum Thema „Handykredit“ enthalten. Es gibt jedoch diverse Dinge, die Sie berücksichtigen sollten, damit Ihrem Kredit als Rentner, Student, Selbstständiger, Arbeitsloser, Auszubildender oder Arbeitnehmer nichts im Weg liegt: Prinzipiell gilt: Wer in Bezug auf das Thema „Handykredit“ plant, sollte von Anfang an möglichst präzise die erforderlichen Mittel bemessen. Die Ausgaben vorher übersichtlich aufzustellen, ist deshalb ein absolutes Muss, um nachträglich keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Ohne Zweifel wäre es nicht falsch, ein kleines finanzielles Polster zu berücksichtigen, wobei die Betonung auf „klein“ liegt, denn ist dieser Puffer zu groß bemessen, würde das unweigerlich zu hohen Verbindlichkeiten führen. Deswegen ist es wichtig, nicht mehr Mittel aufzunehmen als gebraucht werden. Ist der Bedarf tatsächlich zu knapp bemessen worden, lässt sich anhand einer Anschlussfinanzierung in Form einer Folge- oder Aufstockungsfinanzierung auf ganz einfach ein Ausgleich schaffen. Oberste Priorität bei einem geplanten Vorhaben hat, dass man seine finanzielle Lage realistisch beurteilt und danach die Höhe des Darlehens berechnet. Das gilt nicht zuletzt auch für das Thema „Handykredit“. Eine detaillierter Wochenplan aller Aufwendungen kann hier zum Beispiel sehr hilfreich sein: Wie viel Geld wird jeden Tag genau für was ausgegeben? Um keine versteckten Kosten zu übersehen, sollten dabei auch kleine Geldbeträge berücksichtigt werden, wie etwa der Hamburger beim Mac Donalds oder das Bier nach Feierabend. Es lässt auf diese Weise sehr gut feststellen, wo sich unter Umständen noch der eine oder andere Euro einsparen lässt. Zudem hilft eine solche Kostenaufstellung auch bei der Einschätzung der optimalen Rückzahlungsrate. Bei allen Angaben zur eigenen finanziellen Situation und Bonität gilt es, ehrlich, genau und sorgfältig zu sein – speziell beim Thema „Handykredit“, bei sämtlichen Angaben zu Ihrer Bonität sowie zur eigenen finanziellen Situation korrekt, ehrlich und genau. Stellen Sie alle geforderten Nachweise und Unterlagen gewissenhaft zusammen. Sie vermitteln auf diese Weise ein seriöses Bild Ihrer Finanzen. Damit steigern Sie durchaus Ihre Chancen auf die Gewährung von einem Eilkredit oder Sofortkredit. Grundsätzlich besteht die vorrangige Tätigkeit eines Vermittlers darin, Ihnen bei der Suche nach einem passenden „Kredit ohne Schufa“ behilflich zu sein. Meistens geht die Tätigkeit aber über die reine Vermittlung hinaus und wird unter anderem durch eine Schuldnerberatung ergänzt. Zu den Aufgaben eines professionellen Vermittlers gehört es auch, dass er Ihnen alle Vor- und Nachteile eines Finanzierungsangebots aufzeigt sowie bei der Zusammenstellung der Antragsunterlagen behilflich ist. Zahlreiche Vermittler haben gute Verbindungen zu weniger bekannten, kleinen Geldinstituten, wodurch sich die Möglichkeit bietet, überaus bessere Bedingungen für „Handykredit“ zu bekommen. Selbst Verhandlungen bei schwierigen Fällen sind durchaus möglich. Gute persönliche Kontakte zu kleinen Instituten machen sich in dem Sinne bezahlt, dass der Vermittler z.B. einen Schufa-Eintrag begründen kann. Dann fällt der Eintrag in Bezug auf die Bonität nicht so sehr ins Gewicht wie bei einer Großbank, bei der die Vergabe des Kredits üblicherweise automatisiert über die Bühne geht. Ein Antrag auf ein Darlehen zu „Handykredit“ bei einer etablierten Bank wäre, im Gegensatz dazu, ein beinahe aussichtsloses Unterfangen. Ist ein Vermittler seriös, hat er echtes Interesse daran, Ihnen bei der Beschaffung eines Kredits für ein „Handykredit“ behilflich zu sein. Der Vermittler fordert von Ihnen auch keine Provision, da er diese von der Bank bekommt. Weshalb ausländische Banken bei „Handykredit“ eine gute Option sind Ob Sie für Ihr neues Geschäft das Startkapital brauchen, ein neues Auto fällig wird oder Sie eine große Reise vorhaben – Darlehen ausländischer Geldinstitute werden immer öfter zur Finanzierung in Anspruch genommen. Das Internet wird zunehmend bei den Leuten beliebter, um bei ausländischen Instituten einen Kredit aufzunehmen, wodurch das heimische Geldinstitut diesbezüglich immer weniger in Anspruch genommen wird. Das entscheidende Plus dabei ist: Bei ausländischen Geldinstituten sind die Kreditvergabe-Richtlinien nicht so streng wie in Deutschland. Daher spielen eine schlechte Bonität oder ein negativer Eintrag in der Schufa beim Thema „Handykredit“ nur eine nebensächliche Rolle. Es sind generell Schweizer Banken, die Kredite gewähren, welche per Internet vermittelt werden. Diese Tatsache ist speziell für diejenigen Verbraucher interessant, die besonders rasch eine Geldspritze brauchen und von deutschen Banken bereits abgelehnt wurden. Beispielsweise zählen dazu Arbeitnehmer in der Probezeit, Rentner, Selbstständige, Studenten, Arbeitslose oder Auszubildende. In Bezug auf „Handykredit“ hat es besonders diese Personengruppe schwer, ein Darlehen zu bekommen. Was die Beschaffung eines Kredits anbelangt, haben es Privatpersonen mit Geldproblemen häufig nicht gerade leicht. Mit Schulden oder mit schlechter Bonität reduziert sich die Chance auf eine Finanzierung deutlich. Als echte Alternative würde sich in einem solchen Fall ein sogenannter „Schweizer-Kredit“ anbieten. Damit ist ein Kredit gemeint, der von einem Schweizer Geldinstitut gewährt wird. Schufa-Abfragen werden von solchen Banken im Prinzip nicht vorgenommen, was es deutlich vereinfacht, das Darlehen zu erhalten. Insbesondere beim Thema „Handykredit“ ist das ein riesiger Vorteil. Sie brauchen natürlich auch bei Schweizer Instituten für ein Darlehen gewisse Einkommensnachweise und Sicherheiten, wobei vor der Kreditvergabe auch eine Überprüfung der Bonität stattfindet. Ist es allein ein negativer Schufa-Eintrag, der Ihnen bei der Finanzierung Sorgen bereitet, könnte der Schweizer Kredit eine realistische Chance für Sie sein, vorausgesetzt, Ihre Bonität ist soweit im grünen Bereich. „Handykredit“: So funktioniert es Viele Menschen, welche im Internet auf der Suche nach „Handykredit“, bzw. „trotz mäßiger Bonität“ sind, denken nicht selten an einen „Kredit ohne Schufa“. Sämtliche renommierten Kreditanbieter prüfen heute die Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Auch wenn das nicht bei der Schufa geschieht, dann doch über eine andere Auskunftei. Bei der größten Auskunftei Deutschlands, der Schufa, hat eigentlich jeder ein Scoring. Es genügt, dass Sie ein Bankkonto eröffnet oder eine Kreditkarte beantragt haben. Dann wird für Sie zeitgleich ein entsprechender Bonitätswert angelegt. Man bekommt demnach keinen „Kredit ohne Schufa“ bei {einem Geldinstitut}. Was allerdings glücken könnte, ist ein „Kredit trotz Schufa-Eintrag“. Der überwiegende Teil des Scorings der Verbraucher ist bei der Schufa zum Glück positiv. Gleichwohl denken etliche Menschen, dass sie einen „negativen Schufa Eintrag“ besitzen Prüfen Sie am besten schon zunächst, ob Score-Index tatsächlich so ungünstig ist, dass die Genehmigung Ihres Kreditantrags bei einer Bank Schwierigkeiten machen könnte. Einmal im Jahr gestattet die Schufa sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen eine unentgeltliche Abfrage des „Schufa Score“. Um selber ermitteln zu können, was für persönliche Daten gespeichert sind, kann man seit 2010 bei der Wirtschaftsauskunftei eine Selbstauskunft einholen. Nach Paragraph 34 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) stehen Ihnen im Prinzip diese Auskünfte kostenlos zu, und zwar pro Jahr einmal. Was für Fakten umfassen die Informationen, welche Sie bei „MeineSchufa“ abfragen können? Zunächst Ihren eigenen Score-Index (Schufascore), aber auch, wer in den vergangenen Monaten über Sie eine Auskunft über Sie eingeholt hat. Das Scoring ist an verschiedenen „Ratings“ gekoppelt. Diese bewegen sich irgendwo zwischen 1 und 100. Je höher der Wert ist, desto besser wird die Kreditwürdigkeit beurteilt. Der beste Wert ist dabei 100. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls ist äußerst gering. Hat jemand andererseits beispielsweise nur einen Score-Index von 50, geht die Schufa davon aus, dass eventuell Zahlungsprobleme auftreten können. Eine Rechnung muss beglichen werden und man übersieht es, sie fristgemäß zu bezahlen. Das kann verschiedene Gründe haben: Sie haben durch einen Umzug eine neue Postadresse, waren zu der Zeit gerade im Urlaub oder befanden sich zu der Zeit gerade in einem finanziellen Engpass. Auch eine Handyrechnung, die nicht fristgemäß überwiesen wurde, kann irgendwann bisweilen Probleme bereiten. Der Darlehensantrag, den man gestellt hat, wird angesichts einer nachteiligen Schufa abgelehnt. Kommt es zu Mahnungen oder gar zu Zahlungsaufforderungen und damit zu einer Abnahme des Score-Indexes, kann dies wie gesagt, Konsequenzen auf die Beantragung eines Darlehens haben. Sie können jedoch als Verbraucher einen negativen Eintrag bei der Schufa wieder eliminieren lassen. Es kann passieren, dass die Auskunftei noch Informationen gespeichert hat, die entweder falsch oder bereits sehr alt und deswegen nicht mehr aktuell sind. Man sollte als Verbraucher auf alle Fälle sein Recht einer Selbstauskunft wahrnehmen, um gegebenenfalls alte Einträge löschen zu lassen. Man kann eine solche Löschung direkt bei der Auskunftei beauftragen. Andererseits wird die Eliminierung nur unter der Bedingung erledigt, dass die fällige Rechnung binnen 6 Wochen beglichen wurde und 2.000 EUR nicht übersteigt. Auch ohne ein Ersuchen von Ihnen werden nach einem bestimmten Zeitraum die Schufa-Einträge automatisch eliminiert. Dies passiert zum Beispiel bei: Was die Gewährung eines Kredits betrifft, haben es Privatpersonen mit Geldproblemen häufig nicht gerade leicht. Die Chancen auf eine Finanzierung werden nämlich auf Grund schlechter Bonität beziehungsweise Schulden deutlich herabgesetzt. Als letzte Möglichkeit würde sich in solchen Fällen ein sogenannter „Schweizer-Kredit“ anbieten. Darunter versteht man ein Darlehen, das von einer Schweizer Kreditbank vergeben wird. Da solche Institute keine Schufa-Abfragen vornehmen, entfällt dieser Hinderungsgrund bei der Kreditsuche. Was das Thema „Handykredit“ betrifft, ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Einen Kredit ohne Bonitätsprüfung sowie diverse Einkommensnachweise und Sicherheiten aufzunehmen, ist logischerweise auch bei Schweizer Instituten nicht möglich. Bei einer positiven Bonität stellt der Schweizer Kredit eine realistische Alternative für „Handykredit“ dar, selbst wenn Sie einen negativen Schufa-Eintrag haben. Entscheidend für „Handykredit“ ist der „effektive Jahreszins“, der auch als „effektiver Jahreszinssatz“ bezeichnet wird. Der „effektive Jahreszins“ beziffert die jährlichen Darlehenskosten, die zufolge der nominalen Kreditsumme berechnet werden. Er wird mit einem gewissen Prozentsatz vom Auszahlungsbetrag aufgeführt. Es gibt Darlehen, deren Zinssatz variabel respektive flexibel ist, sich folglich während der Kreditlaufzeit verändern kann. Dieser wird dann anfänglicher „effektiver Jahreszins“ genannt Für einen Kredit wird manchmal für die ganze Laufzeit auch ein gebundener Sollzins festgesetzt. Das bedeutet im Klartext: Der dem „Darlehen“ zugrunde liegende Nominalzins bleibt stabil, auch wenn die Kosten für einen Kredit an den Kapitalmärkten steigen. Für Sie als Kreditnehmer hat ein gebundener Sollzins den positiven Effekt, dass Sie keine Angst vor steigenden Darlehenszinsen zu haben brauchen. Der Zinssatz auf die „Kreditsumme“ bleibt während der kompletten Laufzeit des Darlehens demzufolge unverändert. So sind Sie permanent vor der unerfreulichen Überraschung einer Kreditverteuerung gefeit. Ein Kredit kann sehr unterschiedliche Darlehensbedingungen haben, wobei diese insbesondere durch die Kreditlaufzeit festgelegt werden, für die sich der Kreditnehmer entscheidet. Mit anderen Worten, der Kreditnehmer muss kleinere Monatsraten zahlen, wenn die „Kreditlaufzeit“ länger ist, als wenn er ein Darlehen mit einer kurzen Laufzeit wählt. Die verschiedenen Möglichkeiten bezüglich der Kreditlaufzeit in Erwägung zu ziehen, kann sich folglich definitiv lohnen. Allerdings werden nicht für alle Kredite sämtliche Laufzeiten offeriert. Was ist genau unter Kreditlaufzeit respektive Darlehenslaufzeit zu verstehen? Kurz, ist dies die Zeitdauer zwischen der Auszahlung der Kreditsumme und der völligen Rückzahlung. Hierbei hängt die Dauer genau genommen von der Rückzahlung und der Höhe des Nominalzinses ab. Entsprechend hat der Tilgungssatz eine signifikante Bedeutung für die Laufzeit. Die Rückzahlung des Darlehens und damit der Kreditsumme inklusive eventueller Bearbeitungsgebühren dauert umso länger, je geringer der Rückzahlungsbetrag ist. Laufen Kredite über 5 Jahre oder länger, werden diese als Langzeitkredite tituliert. Zumeist werden die Darlehensgebühren auch Abschlussgebühr, Kreditbearbeitungsgebühren, Bearbeitungsprovision bzw. Bearbeitungsentgelte genannt. Das sind Kosten, welche die Kreditbank für eine Kreditanfrage oder die Bearbeitung des Antrags zu einem Kredit verlangen durfte. Seit Mai 2014 dürfen sowohl „Darlehensgebühren“ für die Bearbeitung einer Kreditanfrage als auch die Überprüfung der Bonität des Kreditnehmers nicht mehr berechnet werden. Heute dürfen demzufolge Bearbeitungsgebühren in Abhängigkeit der beantragten Kredithöhe seit 2014 nicht mehr verrechnet werden. Allgemein betrugen diese Kosten ca. 1 – 3 % von der Kreditsumme, also beispielsweise bei einem Darlehen von 10.000 EUR schon 150 bis 450 EUR. Bearbeitungsgebühren, welche von Kreditnehmern für den Kreditantrag bzw. die Kreditanfrage schon gezahlt worden sind, können daher grundsätzlich zurückgefordert werden. Unter dem Darlehensgeber ist eine natürliche oder juristische Person zu verstehen, welche für eine bestimmte Zeit zu einer entsprechenden Verzinsung an den Kreditnehmer bzw. Darlehensnehmer Geld verleiht. In der Gesetzgebung ist im Prinzip vom „Darlehensgeber“ die Rede. {Andere gängige Begriffe} sind auch „Kreditgeber“ oder „Gläubiger“. Ein Darlehen birgt für den Kreditgeber immer ein erhebliches Risiko. Demzufolge sind dafür die Zinsen zumeist höher als für ein konventionelles Darlehen. Üblicherweise ist der Darlehensgeber eine Versicherung, eine Sparkasse oder eine Kreditbank. Die Rechte und Pflichten des Darlehensnehmers sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. „Kredite mit schlechter Bonität“ sind im Prinzip zwar ein wenig teurer, müssen dagegen gleichfalls in einzelnen Monatsraten getilgt werden. Bei Darlehen enthält die Monatsrate einen zentralen Bestandteil – den Zinssatz. Auf dem Kapitalmarkt gilt für Zinsen immer der aktuelle marktübliche Index. Danach erfolgt von der Bank die Berechnung des Zinssatzes. Ihre Kunden bezahlen anschließend für ihr Darlehen diesen Zins mit Aufschlag. Zu den weiteren wesentlichen Kriterien bei der „Monatsrate “der Kredite zählt die Höhe der Rückzahlung. Der Kreditnehmer bestimmt im Normalfall die Tilgung in Abhängigkeit seiner wirtschaftlichen Verhältnisse. Im Regelfall beträgt bei {längerfristigen Finanzierungen} die Tilgung ein Prozent pro Jahr. Bei einer höheren Tilgung kann der die Kreditsumme und damit der Kreditbetrag selbstverständlich in einer kürzeren Zeitspanne zurückgezahlt werden. Logischerweise muss dann, entsprechend des Rückzahlungsbetrags, mit einer erhöhten monatlichen Belastung gerechnet werden. Die Monatsrate von einem Kredit wird demnach anhand der primären Faktoren Tilgung und Zinsen festgelegt. Bei Krediten sind in der Monatsrate meistens die Vermittlungsprovisionen der Kreditvermittler beziehungsweise die Bearbeitungsgebühren der Banken inbegriffen. Diese Kosten sind zwar im Normalfall schon bei den Zinsen mit berücksichtigt, dessen ungeachtet sind sie ein Bestandteil der Monatsrate beim Kredit Gesamtbetrag. Was ist ein so genannter Umschuldungskredit? Darunter ist ein Darlehen zu verstehen, das jemand aufnimmt, um durch eine Umschuldung einen Kredit mit sehr hohen Zinsen ein wenig günstiger ausgleichen zu können. Eine Umschuldung ist auch dann sinnvoll, wenn mehrere Kredite zu einem einzigen vereinigt werden sollen. Es ist also durchaus keine Frage, im Zuge einer Umschuldung, mehr als einen Kredit anzugeben. Dass der „Umschuldungskredit“ nicht bei derselben, sondern einer anderen Bank aufgenommen wird, versteht sich eigentlich von selbst. Es spricht jedoch nichts dagegen, wenn das Darlehen für eine Umschuldung wieder bei der gleichen Bank aufgenommen wird – klarerweise nur, wenn diesmal die Rückzahlungsbedingungen stimmen. Der eigentliche Nutzen einer Umschuldung ist demnach, dass Sie nach Abschluss Ihres neuen Darlehens einen kleineren finanziellen Aufwand haben als zuvor – daher der Umschuldungskredit. Es kann Ihnen schon helfen, Geld zu sparen, wenn der Zins auch nur minimal günstiger ist. Im Darlehensgesamtbetrag sind sämtliche Gebühren enthalten, welche der Kunde bei einem Darlehen an die finanzierende Bank zurückzahlen muss. Hier handelt es sich also nicht bloß um den aufgenommenen Kreditbetrag, sondern um den Gesamtbetrag inklusive der Nebenkosten, den der Kreditnehmer bei der Tilgung innerhalb der Kreditlaufzeit an den Finanzdienstleister zurückzahlt. Zu den zusätzlichen Kosten, welche noch zum reinen Kreditbetrag hinzukommen, gehören außerdem eventuelle Provisionen oder Bearbeitungsgebühren sowie der fällige Zins. Die Abweichung zum Nominalbetrag des Darlehens ergibt sich also aus den zusätzlichen Gebühren und Ausgaben. Was den tatsächlichen Kreditbetrag anbelangt, der dem Kreditnehmer nach Bewilligung vom Kreditantrag von der Kreditsanstalt ausgezahlt wird, ist klarerweise niedriger als die Gesamtdarlehensumme. Wenn der „Kreditbetrag“ möglicherweise nicht voller Höhe als Gesamtbetrag ausgezahlt wird, liegt es gelegentlich daran, dass die Auszahlung mitunter entsprechend der Kreditart variiert. In gleicher Weise gilt das übrigens auch bei einem Kredit beziehungsweise bei einem „Schweizer Kredit“. Die Bank ermittelt bei einem gestellten Darlehensantrag für einen Kreditbetrag bei einem gewerblichen Kreditnehmer die aktuelle Ertragslage und bei einer Privatperson das das zur Verfügung stehende Gesamteinkommen. Ein zweitrangiger Aspekt ist dabei die Größe vom Kreditbetrag. Ob der Kreditbetrag nur 800,00 oder 300.000 EUR beträgt – auf jeden Fall werden die Einkünfte des Kreditnehmers von der Bank überprüft. Die Rückzahlung der monatlichen Rate innerhalb von einer festgelegten Zeitspanne wird für den Kreditbetrag generell präzise festgelegt. Im schriftlichen Kreditvertrag sind diese Kreditkriterien stets fest verankert. Nichtsdestotrotz erhält der Kreditnehmer zumeist die Option eingeräumt, den Kreditbetrag mit entsprechenden Sondertilgungen aus seinem monatliches Einkommen vorzeitig zurück zu zahlen. Nicht immer sind solche Sondertilgungen auch unentgeltlich. Wen es genau interessiert, der braucht nur im jeweiligen Kreditvertrag nachzusehen. Wurde die letzte Rate schließlich getilgt, ist normalerweise davon auszugehen, dass damit auch automatisch das Vertragsverhältnis erlischt. Will er Kreditnehmer einen erneuten Kreditbetrag aufnehmen, kann er das ausschließlich schriftlich mit einem neuen Antrag tun. Es gibt ohne Bewertung der Bonität keinen Kredit. Das Resultat der Bonitätsprüfung ist überwiegend von den „Bonitätskriterien“ abhängig und ist sozusagen die Bonitätseinstufung, die die individuellen Aufpreise auf das Darlehen definiert. Bei einer vorzüglichen Bonität werden relativ niedrige Zinsen verlangt. Liefern die unterschiedlichen Faktoren der Bonitätsprüfung ein gutes Ergebnis, hat das in jedem Fall für den Kreditnehmer erhebliche Vorteile. Die normalen Bonitätskriterien der Geldinstitute sind nicht selten von Bank zu Bank sehr unterschiedlich. Bei den nachstehenden Bonitätskriterien gibt es dessen ungeachtet zwischen den einzelnen Banken keine Unterschiede. Auch sind alle beschrieben Faktoren für jeden Darlehensnehmer gleich. Es gibt einen bestimmten Kredit, den ein paar Kreditvermittler im Normalfall auch mit mangelhafter Bonität im Angebot haben. Das ist der so genannte kreditprivat bzw. Privatkredit. Über ein herkömmliches Geldinstitut funktioniert „Geld leihen ohne Schufa“ hingegen nicht. Stattdessen treten hier als Kreditgeber eine oder mehrere Privatpersonen auf. „Handykredit“ – lohnenswerte Hinweise Beantragen Sie nie ein Darlehen mit unzureichender Schufa respektive einem schlechten Schufa-Score, wenn Sie nicht sicher sind, ihn auch wirklich vollständig zurückzahlen zu können. Denn wenn die Bank einen Darlehensantrag abweist, passiert dies normalerweise nicht ohne Grund. Bedenken Sie: Es zählt zu den vornehmlichen Geschäftsprinzipien von Kreditbanken, dass möglichst alle Kredite, welche {Konsument erhalten}, pünktlich, vollständig sowie mit Zinsen getilgt werden. Die Finanzdienstleister haben logischerweise großes Interesse daran, Kredite zu vergeben. War in der Vergangenheit die Zahlungsmoral sehr ungenügend, muss damit gerechnet werden, dass auch künftig keine pünktliche Rückzahlung der monatlichen Raten stattfindet. Dementsprechend wird der Antrag dann logischerweise zurückgewiesen. Ein anderer Grund für die Verweigerung des Darlehensantrags ist auch oftmals, dass das zur Verfügung stehende Mindesteinkommen nicht zu niedrig ist, um den Kredit tilgen zu können. Es ist somit nötig vor Beantragung die gesamten Einkünfte mit den Aufwendungen zu vergleichen. Erst dann sollten Sie darüber entscheiden, ob Sie einen „Kredit ohne Schufa“ beantragen. Auf diese Weise können Sie {ganz einfach} abschätzen, ob Sie später unter Umständen Schwierigkeiten mit der Rückzahlung bekommen werden. bedenken Sie auf alle Fälle, dass immer wieder überraschende Umstände auftreten, die eine pünktliche Rückzahlung der Kreditsumme beeinträchtigen oder gar unmöglich machen können. Es wäre möglich, dass etwa das Auto dringend in die Werkstatt muss, die die Tiefkühltruhe plötzlich kaputt geht oder wie aus heiterem Himmel eine hohe Nachzahlungsforderung vom Finanzamt ins Haus flattert. Ihr persönlicher Kreditberater steht Ihnen gerne zu einem „Kredit mit Schufa-Eintrag“ mit Rat und Tat zur Seite. Sie erhalten damit genau die Hilfe, die Sie brauchen, denn Sie bekommen zum einen eine ausgezeichnete Beratung, um garantiert das geeignete Angebot zu finden und haben auf der anderen Seite jemanden an Ihrer Seite, der bei Bedarf mit Ihnen gemeinsam Ihre finanziellen Möglichkeiten vorurteilsfrei beurteilt. Das „Kredit aufnehmen trotz Schufa“ ohne umfassende Beratung, ist nicht vollkommen unproblematisch, So mancher ist auf diese Weise schon in eine Schuldenfalle geraten, deren Folgen zuweilen in einem persönlichen Bankrott geendet haben. Der Darlehensvermittler gibt auch gerne Rat zu der Thematik „Umschuldung trotz Schufa“, wobei in einem einzigen Darlehen verschiedene Kredite zusammengefasst werden. Für den Fall, dass die Bank einen „Kredit mit Schufa“ beziehungsweise einen „Kredit mit Schufa-Eintrag“ verweigert, liegt es meistens an einem mangelhaften Schufa-Score. Rufen Sie unbedingt einmal jährlich Ihren Schufa-Score ab. Das kostet nichts und Sie haben die Sicherheit, dass alles in Ordnung ist. Falls nicht, bemühen Sie sich um die Entfernung veralteter oder unrichtiger Einträge. Im Allgemeinen ist das Bekommen von einem seriösen Kredit ohne Schufa oder das Ausfindig machen eines fairen Angebots nicht schwer. Das sollten Sie beachten: Tatsächlich besteht bei der Schufa kein Grund, vor ihr Angst zu haben. Gleichwohl halten sich bezüglich der Schufa verschiedene Klischees. {Was eine Menge Kreditnehmer vermuten}: Die Auskunftei tritt ausschließlich dann auf den Plan, wenn Schwierigkeiten mit der Bonität aufkommen. Das ist so nicht richtig, denn „Schufa“ legt nämlich nicht lediglich von Kreditnehmern mit geringer Bonität Einträge an, sondern normalerweise von jedem Verbraucher. Streng genommen kann es einen „Kredit trotz Schufa“ respektive einen „Kredit trotz Schufa-Eintrag“ demzufolge nicht geben. Es gibt hingegen den so genannten „Kredit trotz schlechter Bonität“. Denn einen Eintrag bei der Schufa hat in der Regel jeder Verbraucher, unabhängig von der Bonität. Ein anderes Vorurteil: Angeblich ist die Auskunftei ausnahmslos darauf erpicht, schlechte Merkmale zu speichern. Das ist klarerweise genauso wenig richtig. Was Sie auf alle Fälle beruhigen wird: Ca. 90 Prozent aller Schufa-Einträge von Personen sind positiv. Es besteht unter den Leuten noch ein drittes Klischee: Alle positiven beziehungsweise negativen Werte werden unmittelbar von der Schufa erstellt. Das kann man genauso in die Gerüchteküche verbannen, denn von der Auskunftei wird ausschließlich ein einziger Score-Wert erfasst, der sich aus positiven und negativen Merkmalen zusammensetzt. Dieser Wert ist entweder niedrig oder hoch – {auf keinen Fall hingegen negativ}. Es gibt viele Faktoren, {durch die der Schufa-Wert bestimmt wird}. Z. B., wenn jemand mehrere Kreditkarten oder Mobilfunkverträge hat. Obwohl man seine Kreditraten immer fristgemäß bezahlt hat, kann es also sein, dass dieser Wert relativ niedrig ist. Das ist übrigens einer der Hauptgründe, weswegen es fälschlich „Kredit trotz negativer Schufa“ heißt. Richtig lautet der Ausdruck „Kredit trotz schlechter Schufa“ oder „Kredit mit schlechter Schufa“. Überraschend ist besonders: Beim „Kredit ohne Schufa“ haben diverse Geldinstitute und Auskunfteien die Feststellung gemacht, dass die Kreditwürdigkeit zahlreicher Verbraucher von ihnen selbst deutlich negativer eingestuft wurde als es der Bonitäts-Score in Wahrheit zum Ausdruck brachte. Wenn Sie die Absicht haben, eine solche Finanzierung zu beantragen, sollten Sie folglich auf jeden Fall vorweg Ihren Score herausfinden. Das ist jedes Jahr einmal gebührenfrei möglich. Unter Umständen können bei der Suche nach „Handykredit“ Probleme auftreten. In diesem Fall können Sie gerne mit dem Kreditberater sprechen. Diese Profis werden in regelmäßigen Abständen geschult und haben darüber hinaus zuvor lange Zeit im Finanzwesen gearbeitet. Für Sie kommt normalerweise allein eine Finanzierung infrage, die zu Ihnen und Ihrer finanziellen Situation passt. Da sich die Kreditberater vorzüglich auf dem Kreditmarkt auskennen, sind diese Fachleute perfekt dafür geeignet, Sie bei Ihrer Suche optimal zu unterstützen. Klarerweise erhalten Sie auch dann die entsprechende Unterstützung, wenn Ihre Suche bloß einem „Kredit trotz Schufa-Einträgen“ gilt. Dass ab und zu es finanziell eng wird, hat jeder zweifellos schon erlebt. Die Verwandtschaft oder der Freundeskreis hilft in so einem Fall im Allgemeinen gerne aus. Für etliche ist es andererseits nicht machbar, Freunde oder Verwandte um eine entsprechende Summe Geld zu bitten. Und ein Antrag bei der Bank um einen Kredit erübrigt sich allein wegen mangelhafter Bonität oder eines Schufa-Eintrags. Dies ist allerdings kein Grund, vorzeitig seine Finanzierungswünsche zu begraben. Ein Kreditnehmer hat nämlich reelle Chancen auch ohne eine Schufa-Auskunft oder mit schlechter Bonität zu einem Darlehen zu kommen.
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
klamm (2.250) · Forum (310) «Das ist der Beginn des Weges, den wir gemeinsam reisen werden», sagte de Blasio in seiner Heimatstadt. Am Mittag (Ortszeit) wollte er den Eid dann bei einer offiziellen Zeremonie vor dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton wiederholen. Der Milliardär Bloomberg hatte auf ein Gehalt verzichtet und nur symbolisch einen Dollar (etwa 70 Cent) pro Jahr angenommen. Doch damit nicht genug: Bloomberg soll aus seiner eigenen Tasche laut Berechnungen der «New York Times» insgesamt rund 650 Millionen Dollar für seine Aufwendungen als Bürgermeister während seiner zwölfjährigen Amtszeit bezahlt haben. «Früher hat die Stadt ihren Bürgermeister bezahlt. Bloomberg hat dafür bezahlt, der Bürgermeister dieser Stadt zu sein», kommentierte die Zeitung. Links zum ThemaBericht der «New York Times» Kommunen / Personen / USA01.01.2014 · 14:30 Uhr[0 Kommentare] 27.07. 11:10 | (00) Nebenkläger im NSU-Prozess planen 47 Plädoyers 27.07. 11:03 | (01) RB-Kapitän Kaiser: Rolle als Spielführer ist zweitrangig 27.07. 11:03 | (01) Muslimische Führung ruft zu Rückkehr auf Tempelberg auf 27.07. 10:55 | (00) *TIPP* Nitecore TM16GT LED-Taschenlampe für 121,50€ 27.07. 10:48 | (00) *TIPP* Görtz: Alle Sale-Artikel um 50% reduziert 27.07. 10:12 | (00) eBay WOW: Apple MacBook Air für 859 €, Converse Chucks für 40 €, HP 15,6 Zoll ... 27.07. 10:05 | (00) Von Space-Hexen bis Pizza-Katzen – Die bunte und absurde Welt von «K-RTL» 27.07. 09:59 | (00) «Grey's Anatomy»-Ableger setzt auf Jaina Lee Ortiz 27.07. 09:42 | (00) WDR erweitert die «Hier und heute»-Marke 27.07. 09:59 | (01) Wichtiges Urteil für DFB: Galopprennbahn muss geräumt werden 27.07. 10:00 | (00) Das „risikobasierte Denken“ mit MindManager 27.07. 09:50 | (00) Auch angesagte Apps können Gefahren mit sich bringen 27.07. 09:43 | (00) Social Media Marketing – so erzielt man optimale Ergebnisse
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Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Vontobel Fund II - Sustainable Global Equity Concept A - LU0995511358 Fonds: Kurs, Chart und Infos. Ohne Ausgabeaufschlag kaufen. Vontobel Fund II - Sustainable Global Equity Concept A Vontobel Fund II - Sustainable Global Equity Concept A Phillip Schulte 2017-10-05T12:22:00+00:00 WKN: A1W858 ISIN: LU0995511358 {"meta":{"name":"Vontobel Fund II - Sustainable Global Equity Concept A"},"ts":[[20160630,123.37],[20160701,123.72],[20160704,123.51],[20160705,122.81],[20160706,122.81],[20160707,122.93],[20160708,124.46],[20160711,125.35],[20160712,126.14],[20160713,126.04],[20160714,126.69],[20160715,126.8],[20160718,127.1],[20160719,127.29],[20160720,128.19],[20160721,127.95],[20160722,128.32],[20160725,128.05],[20160726,127.83],[20160727,127.47],[20160728,126.66],[20160801,126.64],[20160802,125.51],[20160803,125.82],[20160804,126.31],[20160805,127.71],[20160808,127.73],[20160809,127.73],[20160810,126.72],[20160811,127.09],[20160812,127.12],[20160816,125.82],[20160817,125.42],[20160818,125.5],[20160819,125.51],[20160822,125.66],[20160823,126.11],[20160824,126.53],[20160825,125.85],[20160826,125.8],[20160829,126.98],[20160830,127.15],[20160831,127.11],[20160901,126.76],[20160902,127.92],[20160905,128.32],[20160906,127.62],[20160907,127.71],[20160908,126.9],[20160909,124.8],[20160912,125.23],[20160913,123.5],[20160914,123.12],[20160915,124.05],[20160916,124.29],[20160919,124.65],[20160920,124.94],[20160921,126.55],[20160922,126.8],[20160923,126.17],[20160926,124.47],[20160927,125.54],[20160928,125.85],[20160929,125.01],[20160930,125.29],[20161003,125],[20161004,125.12],[20161005,125.15],[20161006,125.31],[20161007,124.78],[20161010,125.69],[20161011,125.24],[20161012,125.41],[20161013,124.7],[20161014,125.37],[20161017,125.06],[20161018,126.26],[20161019,126.66],[20161020,127.23],[20161021,127.85],[20161024,128.29],[20161025,128.12],[20161026,126.91],[20161027,126.9],[20161028,126.71],[20161031,126.27],[20161102,122.72],[20161103,122.64],[20161104,121.58],[20161107,124.63],[20161108,124.71],[20161109,125.65],[20161110,126.69],[20161111,127.33],[20161114,128.1],[20161115,128.78],[20161116,129.61],[20161117,130.19],[20161118,130.45],[20161121,130.68],[20161122,131.09],[20161123,131.43],[20161124,131.4],[20161125,131.44],[20161128,131.11],[20161129,130.95],[20161130,130.81],[20161201,130.29],[20161202,129.7],[20161205,129.69],[20161206,130.26],[20161207,131.36],[20161208,133.5],[20161209,134.77],[20161212,133.87],[20161213,134.52],[20161214,133.82],[20161215,135.98],[20161216,136.16],[20161219,136.32],[20161220,137.2],[20161221,136.3],[20161222,135.91],[20161223,135.99],[20161227,136.32],[20161228,136.06],[20161229,135.11],[20170103,136.5],[20170104,136.75],[20170105,135.76],[20170106,136.27],[20170109,136.29],[20170110,135.87],[20170111,137.43],[20170112,135.46],[20170113,136.16],[20170116,135.88],[20170117,134.57],[20170118,134.68],[20170119,134.84],[20170120,134.44],[20170123,133.41],[20170124,133.99],[20170125,135.27],[20170126,135.79],[20170127,135.6],[20170130,134.97],[20170131,133.21],[20170201,133.85],[20170202,132.75],[20170203,133.94],[20170206,133.92],[20170207,134.51],[20170208,134.44],[20170209,135.3],[20170210,136.13],[20170213,136.89],[20170214,137.54],[20170215,138.22],[20170216,137.49],[20170217,138.22],[20170220,138.43],[20170221,140.05],[20170222,139.69],[20170223,139.2],[20170224,139.33],[20170227,138.76],[20170228,138.3],[20170301,140.66],[20170302,140.5],[20170303,140.13],[20170306,139.36],[20170307,139.22],[20170308,139.04],[20170309,138.97],[20170310,138.83],[20170313,139.03],[20170314,138.78],[20170315,139.73],[20170316,139.41],[20170317,139.49],[20170320,138.97],[20170321,137.32],[20170322,137.15],[20170323,137.38],[20170324,137.2],[20170327,136.3],[20170328,137.37],[20170329,138.6],[20170330,139.09],[20170331,139.19],[20170403,139.03],[20170404,138.87],[20170405,138.47],[20170406,138.42],[20170407,139],[20170410,139.26],[20170411,139.32],[20170412,138.85],[20170413,138.09],[20170418,137.75],[20170419,137.67],[20170420,137.96],[20170421,138.8],[20170424,139.06],[20170425,138.81],[20170426,139.43],[20170427,139.44],[20170428,138.85],[20170502,139.17],[20170503,139.04],[20170504,139.04],[20170505,139.45],[20170508,139.97],[20170509,140.22],[20170510,140.56],[20170511,139.87],[20170512,139.27],[20170515,138.51],[20170516,138.51],[20170517,138.73]]} Der Fonds strebt einen langfristigen Vermögenszuwachs an. Er investiert weltweit diversifiziert in Aktien oder Beteiligungspapiere von Unternehmen, für die eine umwelt- und sozialverträgliche Wirtschaftsweise einen wesentlichen Faktor für den ökonomischen Erfolg darstellt. Die investierten Unternehmen zeichnen sich typischerweise dadurch aus, dass sie Marktchancen, die sich aus dem Trend zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ergeben, nutzen wollen. Alphabet Inc. - Class C 2,50% Applied Materials 2,50% Microsoft Corp 2,40% Royal Bank of Canada 2,40% State Street Corp 2,30% S&P Global Inc. 2,10% SCHLUMBERGER LTD 2,10% Allianz 2,00% Cisco Systems Inc. 2,00% Ecolab 2,00% Welt 7,40% USA 57,10% Deutschland 5,00% Schweiz 4,10% Japan 10,60% Fondsmanager: Vescore AG 14,07 Mio. EUR Variopartner SICAV - MIV Global Medtech Fund P1 (CHF)
de
q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Kommuniqué der Tagung der für Sozialpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der OECD-Länder, Paris, 2.-3. Mai 2011 - OECD ELSSOCMIN › Kommuniqué der Tagung der für Sozialpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der OECD-Länder, Paris, 2.-3. Mai 2011 Kommuniqué der Tagung der für Sozialpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der OECD-Länder, Paris, 2.-3. Mai 2011 1. Wir, die für Sozialpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der OECD-Länder, zusammen mit unseren Amtskollegen aus Russland, Brasilien, Indonesien und Südafrika, tagten am 2. und 3. Mai 2011 in Paris unter dem Vorsitz der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Dr. Ursula von der Leyen; stellvertretende Vorsitzende waren die australische Ministerin für Familien, Wohnungswesen, Gemeinschaftsdienste und indigene Angelegenheiten, Jenny Macklin, und der isländische Minister für Soziales, Guðbjartur Hannesson. Der Tagung ging ein Politikforum zum Thema „Überwindung der Ungleichheit“ voraus. Vertreter des Beratenden Ausschusses der Wirtschaft (BIAC) und des Gewerkschaftlichen Beratungsausschusses (TUAC) nahmen an diesem Politikforum und an der ersten Sitzung unserer Tagung über Sozialpolitiken für die wirtschaftliche Erholung teil. 2. Ziel unserer Tagung war der Meinungsaustausch über die großen kurz- und langfristigen Herausforderungen, vor denen die Bürger heute stehen, und darüber, was wir tun könnten, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Wir erörterten die sozialen Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise und verglichen die Lösungsansätze unserer Länder, um die Sozialpolitik im Hinblick auf die Stützung der Erholung anzupassen. Unter dem Oberbegriff der Familienpolitik erörterten wir bewährte Praktiken zur Beseitigung von Hindernissen für die Familiengründung, zur Verbesserung des Wohlergehens von Kindern und zur Förderung der Geschlechtergleichstellung am Arbeitsplatz sowie innovative Konzepte zur Verbesserung der Leistungserbringung für sozial schwache Familien. Bei unserer letzten Sitzung ging es um sozialpolitische Strategien zur Herstellung eines gut austarierten Gleichgewichts zwischen den Bedürfnissen verschiedener Generationen, um die fiskalischen und sozialen Auswirkungen von Rentenreformen sowie um Pflege- und Betreuungsleistungen für Kinder, Erwachsene mit langfristigen Gesundheitsproblemen und/oder Behinderungen und eine wachsende Zahl bedürftiger älterer Personen. 3. Unserer Tagung ging ein Politikforum zum Thema „Überwindung der Ungleichheit“ unter dem Vorsitz von Dr. Ursula von der Leyen voraus. Wir erörterten den Trend einer wachsenden Einkommensungleichheit, der in vielen unserer Länder zu beobachten ist, ebenso wie Politikansätze, um diesem Trend entgegenzuwirken. Wichtigste Ergebnisse der Tagung In der Erkenntnis, dass die Wirtschafts- und Haushaltslage unserer Länder jeweils sehr unterschiedlich ist, und in Anerkennung einer Vielfalt von Governance-Strukturen, sind wir dennoch übereingekommen, dass mehrere gemeinsame Grundsätze gelten, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern: Sozialpolitiken für die wirtschaftliche Erholung Wir bekräftigten erneut unsere Entschlossenheit, Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen sowie für eine angemessene und finanziell tragfähige soziale Absicherung zu sorgen. Umverteilungsmaßnahmen und ein starkes Wachstum hochwertiger Beschäftigung sind in Strategien zur Verringerung des Einkommensgefälles nach wie vor Schlüsselelemente und tragen zur Reduzierung der Einkommensungleichheit bei. Beschäftigungsorientierte Politiken, insbesondere jene, die auf eine Erhöhung der finanziellen Arbeitsanreize abzielen, nehmen hier eine wichtige Rolle ein. Sachleistungen, z.B. in den Bereichen Gesundheit und Bildung, sind ebenfalls von ganz entscheidender Bedeutung. Gut konzipierte Sozialpolitiken tragen zu einem langfristig nachhaltigen Wachstum bei und begrenzen die sozialen und wirtschaftlichen Effekte der Krise. Wir sollten eine zu starke Fokussierung ausschließlich auf die kurzfristigen Ausgaben vermeiden und auch die künftigen Nutzeffekte der sozialen Sicherung berücksichtigen. Angesichts der gravierenden Haushaltsengpässe, denen sich die meisten OECD-Länder heute gegenübersehen, müssen wir Wege finden, um die Effizienz der sozialen Sicherungssysteme zu maximieren. Entschlossene Maßnahmen sowohl auf der Seite der Sozialausgaben als auch auf der Einnahmeseite sind erforderlich, um ein angemessenes Verhältnis zwischen sozialen Zielsetzungen und einer tragfähigen Haushaltsposition herzustellen. In vielen Ländern hat der soziale Dialog dazu beigetragen, die negativen Effekte der Krise auf die Beschäftigung und sozial schwache Familien auf ein Mindestmaß zu reduzieren, und es wird wichtig sein, diesen Dialog auch künftig aufrechtzuerhalten, um das jeweils am besten geeignete Maßnahmenpaket in der Sozialpolitik festzulegen. Der soziale Zusammenhalt sollte gegebenenfalls von der Zivilgesellschaft in Partnerschaft mit dem öffentlichen Sektor gefördert werden. Familien-, Jugend- und Kinderpolitik Jeder Familie mit Kindern sollte Zugang zu angemessener Unterstützung garantiert werden, wobei sozial schwachen Familien besondere Aufmerksamkeit gelten muss. Familienfreundliche Maßnahmen und leicht zugängliche, erschwingliche, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung sollten stärker gefördert werden. Die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen ist der beste Weg zur Armutsbekämpfung. Dies erfordert u.a. eine stärkere Verbreitung von familienfreundlichen Maßnahmen. Väter und Mütter sollten gleichermaßen dazu ermutigt werden, familienfreundliche Arbeitsregelungen in Anspruch zu nehmen, wobei dies in Elternurlaubsregelungen entsprechend anerkannt werden muss. Eine bessere Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Frauen und Männern im Haushalt sollte gefördert werden. Die großen geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Beschäftigung und den Löhnen könnten durch die Förderung von gleichberechtigtem Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und die Gewährleistung von Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz verringert werden. Investitionen in das Wohlergehen, die Rechte und die Entwicklung von Kindern, insbesondere die frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung, sollten so früh wie möglich ansetzen, und die Kosten sollten gerecht zwischen allen gesellschaftlichen Akteuren, u.a. den verschiedenen Verwaltungsebenen, den Arbeitgebern und dem Einzelnen, aufgeteilt werden. Unterstützungsleistungen für alle Kinder sollten auf deren Bedürfnissen basieren und ausreichen, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Bedürftige Kinder sollten unverzüglich identifiziert und von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter unterstützt werden. Es ist von grundlegender Bedeutung, sicherzustellen, dass unsere sozial- und beschäftigungspolitischen Maßnahmen Jugendlichen die Unterstützung und die Chancen bieten, die sie brauchen, um auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft allgemein fest Fuß zu fassen. Integrierte Dienste, die Hilfen in den Bereichen Wohnen, Gesundheit, gesellschaftliches Wohlergehen, Bildung, Ausbildung, Beschäftigung, frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung, Familie und Kindererziehung kombinieren, können für alle Familien, insbesondere sozial schwache Bevölkerungsgruppen, die Effizienz und die Wirksamkeit von Maßnahmen erhöhen. Wahrung der intergenerativen Solidarität Auch wenn unser Ziel darin besteht, für alle Altersgruppen angemessenen sozialen Schutz bereitzustellen, wozu auch Geldleistungen sowie Pflege- und Betreuungsleistungen zählen, sollte dies nicht zu einer übermäßigen Belastung für die Erwerbsbevölkerung führen. Die Rentensysteme müssen an die demografischen Entwicklungen angepasst werden; ein längerer Verbleib im Erwerbsleben, höhere Beschäftigungsquoten und ein effektives Rentenalter würden ihre Angemessenheit und Tragfähigkeit verbessern. Rentenreformen müssen angesichts der rasch alternden Gesellschaften zeitnah durchgeführt werden und ein angemessenes Renteneinkommen sowie einen ausreichenden Erfassungsgrad ebenso wie finanzielle Tragfähigkeit gewährleisten. Mehr Anstrengungen sind erforderlich, um sowohl Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitskräfte als auch ihre Beschäftigungsfähigkeit sowie eine gesündere Alterung zu fördern. Auch wenn die länderspezifische Situation jeweils gebührend berücksichtigt werden muss, könnte die Diversifizierung der Rentenleistungen, zusammen mit einer besseren Regulierung privater Pensionsfonds und Initiativen zur finanziellen Allgemeinbildung bei der Bewältigung der Bevölkerungsalterung eine Rolle spielen. Die meisten Länder sind um die Stärkung ihrer formalen Langzeitpflegesysteme bemüht. Maßnahmen zur Unterstützung der informellen Pflege sollten als Ergänzung der formalen Systeme betrachtet werden, sie sollten aber weder die Geschlechterdifferenz bei unbezahlter Arbeit verfestigen noch zu einem Ausscheiden von Pflegenden aus dem Erwerbsleben führen. 4. In der Erklärung der Staats- und Regierungschefs beim G20-Gipfel in Seoul wurde anerkannt, wie wichtig es ist, die Anliegen der Schwächsten zu berücksichtigen. Die Ministerinnen und Minister bekräftigten erneut ihre Entschlossenheit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen sowie für eine angemessene und finanziell tragfähige soziale Absicherung, insbesondere einen sozialen Mindestschutz in aufstrebenden Volkswirtschaften und Entwicklungsländern, zu sorgen. Die Ministerinnen und Minister würdigten zudem die wichtige Rolle sozialpolitischer Maßnahmen als automatische Stabilisatoren während der Krise und betonten die Notwendigkeit, die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen während der wirtschaftlichen Erholung und danach im Blick auf integrativere Arbeitsmärkte zu fördern. Wir begrüßen die Beiträge der OECD zu dieser Arbeit und setzen uns dafür ein, dass die Ergebnisse unserer Konferenz an die bevorstehenden Tagungen der für Arbeit und Beschäftigung zuständigen Ministerinnen und Minister der G20-Staaten übermittelt werden. 5. Wir sind uns darin einig, dass effektive und effiziente Sozialpolitiken wichtiger sind denn je. Sozialpolitiken haben dazu beigetragen, die Dauer und die Schwere der jüngsten Rezession auf ein Mindestmaß zu reduzieren, und sind von entscheidender Bedeutung, um uns dabei zu helfen, künftigen wirtschaftlichen Schocks wirksam zu begegnen. Gut konzipierte Sozialpolitiken begrenzen nicht nur die negativen sozialen und wirtschaftlichen Effekte massiver Beschäftigungs- und Einkommensverluste, sondern sie ermöglichen es auch, dass Familien die wirtschaftliche Erholung optimal nutzen können. Manche Sozialausgaben haben einen bestimmten sozialen Investitionscharakter mit Nutzeffekten, die erst später zum Tragen kommen, wie Maßnahmen, die das Wohlergehen von Kindern schützen und junge Menschen bei der Arbeitsuche unterstützen. Wir sollten es vermeiden, uns zu sehr auf die kurzfristigen Ausgaben zu konzentrieren, und auch die künftigen Nutzeffekte von sozialem Schutz berücksichtigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es angesichts der erheblichen fiskalischen Herausforderungen, denen sich die meisten OECD-Länder gegenübersehen, besonders wichtig, Wege zu finden, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis der von den sozialen Sicherungssystemen erbrachten Leistungen zu maximieren. 6. Die langfristigen Trends hin zu größerer Einkommensungleichheit waren vor der Krise ein wichtiges Anliegen. Die Erfahrung der Vergangenheit hat gezeigt, dass Niedrigeinkommensgruppen während einer Rezession noch weiter zurückfallen, was die Bedeutung von Umverteilungsmaßnahmen während der wirtschaftlichen Erholung veranschaulicht. Dieser Ansatz weist aber Grenzen auf, und ein starkes und anhaltendes Beschäftigungswachstum ist in Strategien, die auf eine Verringerung des Einkommensgefälles abzielen, nach wie vor ein Schlüsselelement. Beschäftigungs- und qualifikationsorientierte Sozialpolitiken sind folglich wichtige Politikinstrumente. 7. Haushaltskrisen sind nicht nur Ausgabenkrisen. Eine erhebliche Erosion der Steuereinnahmen ist ein wesentlicher Einflussfaktor für einen reduzierten fiskalischen Spielraum. Beschäftigungsorientierte Sozialpolitiken können daher hilfreich sein, um die Steuerbasis wiederherzustellen. Ferner muss geprüft werden, ob die derzeit geltenden steuerlichen Vorschriften angesichts der Frage der Verteilungsgerechtigkeit und des laufenden Einnahmebedarfs optimal sind. 8. Auf dem Gebiet der Familien- und Kinderpolitik sind große Fortschritte verzeichnet worden, seitdem wir dieses Thema im Jahr 2005 auf der Tagung der für Sozialpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der OECD-Länder erörtert haben. Viele unserer Länder haben wichtige Reformen durchgeführt, um die Chancen von Frauen und Männern zu verbessern, ihre beruflichen und familiären Verpflichtungen miteinander zu vereinbaren, insbesondere dann, wenn sie Eltern werden, und zunehmende Aufmerksamkeit gilt Politikmaßnahmen, die die Fähigkeit der Familien fördern, für das Wohlergehen und die gesunde Entwicklung ihrer Kinder zu sorgen, wie z.B. der Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit, Zugänglichkeit und Qualität der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung. 9. Die Familienpolitik muss sich ebenfalls an die sich verändernden Familienstrukturen und Lebensformen anpassen, etwa die wachsende Zahl von Doppelverdienerhaushalten, nichtehelichen Geburten, neu zusammengesetzten Familien und Alleinerzieherhaushalten. Politikmaßnahmen, die die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Verpflichtungen fördern, können Eltern bei der Verwirklichung ihrer Wünsche in Bezug auf Kinder und das Familienleben helfen und ihnen eine Erwerbstätigkeit ermöglichen, was wiederum das Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung bei Kindern und Frauen verringert. 10. Am Arbeitsplatz sollten familienfreundliche Optionen geschaffen werden, darunter flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit sowie der Anspruch auf Elternurlaub, deren Nutzung und gleichmäßigere Aufteilung durch beide Elternteile – unter Berücksichtigung des Kindeswohls – gefördert werden sollte. Lücken beim Angebot formeller und informeller Kinderbetreuung, etwa wenn der Elternurlaub ausläuft, ehe erschwingliche, qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann für Eltern ein Hindernis in Bezug auf die Wahrung ihrer Arbeitsmarktbindung darstellen. Ferner werden die meisten Betreuungspflichten und der Großteil der unbezahlten Arbeit in den Haushalten nach wie vor von Frauen übernommen, was ihre Erwerbstätigkeit und Teilnahme am lebenslangen Lernen sowie ihr berufliches Fortkommen erschwert. Die Kosten der Kindererziehung, insbesondere Ausgaben zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sollten von der Gesellschaft als Ganzes getragen werden, u.a. von der Zentralregierung und den nachgeordneten Gebietskörperschaften, den Arbeitgebern und dem Einzelnen. 11. Investitionen in das Wohlergehen der Kinder in der frühen Kindheit sind für ihre Entwicklung und den Übergang ins Erwachsenenleben von entscheidender Bedeutung. Die erfolgreichsten Systeme stützen sich auf einen Katalog von familienpolitischen Maßnahmen, die auf der allgemein verfügbaren Unterstützung für Familien mit Kindern aufbauen. Darüber hinaus sind Früherkennung, gezielte Interventionen, erschwingliche und leicht zugängliche Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Folgemaßnahmen während der gesamten Kindheit für alle Kinder von entscheidender Bedeutung, einschließlich derjenigen, die auf Grund ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen einem hohen Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind. 12. Die Adoleszenz ist ein Wendepunkt, der die Gelegenheit zur Konsolidierung des in der frühen Kindheit erzielten Nutzens bietet. Damit junge Menschen die gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen bewältigen können, müssen die Politikmaßnahmen eine Bildung und Ausbildung fördern, die jungen Menschen die Kompetenzen und Chancen vermitteln, um am Erwerbsleben und an der Gesellschaft im weiteren Sinne teilzuhaben. Die Politikmaßnahmen sollten auch auf die Hindernisse eingehen, denen sich junge Menschen beim Zugang zu Transferleistungen und grundlegenden Dienstleistungen oftmals gegenübersehen. 13. Einige Familien sind verschiedenen Risiken ausgesetzt, wie z.B. Arbeitslosigkeit, Niedriglöhnen, Substanzmissbrauch, Behinderung, psychischen Erkrankungen und ehelicher oder familiärer Gewalt. Einige Länder haben innovative Politikmaßnahmen konzipiert, um Familien mit komplexen Bedürfnissen durch integrierte Dienste zu unterstützen, die Hilfen in den Bereichen Wohnen, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung, Familie und Kindererziehung kombinieren. Derartige Ansätze können die Effizienz durch Skaleneffekte steigern und die Wirksamkeit durch besseren Zugang zu Dienstleistungen sowie den Wissensaustausch unter den Dienstleistungserbringern verbessern, was nicht nur den sozial schwachen, sondern allen Familien zugute kommt. Eine Möglichkeit, integrierte Dienstleistungen zu erbringen, ist die Einrichtung zentraler Anlaufstellen für Dienstleistungen auf lokaler Ebene, an denen auch die wichtigsten Akteure des privaten Sektors beteiligt sind. Gleichstellung der Geschlechter in der Wirtschaft 14. Trotz großer Fortschritte in Bezug auf das Bildungsniveau der Frauen sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Beschäftigung und den Löhnen in einigen Ländern nach wie vor groß. Besondere Aufmerksamkeit sollte Maßnahmen gelten, die die Arbeitsmarktsegregation zwischen Männern und Frauen verringern und gleiche Karrierechancen schaffen. Dies würde auch zur Verringerung der Altersarmut beitragen, von der in den meisten Ländern insbesondere Frauen betroffen sind. Voraussetzung für geringere geschlechtsspezifische Unterschiede sind familienfreundliche staatliche Politiken und Praktiken am Arbeitsplatz sowie – in einigen Ländern – Maßnahmen, mit denen die Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz sichergestellt werden. Eine bessere Aufteilung der Verantwortung für die häusliche Erziehung zwischen Männern und Frauen sollte ebenfalls gefördert werden. Intergenerative Solidarität 15. Unsere Gesellschaften müssen sich an den Trend der steigenden Lebenserwartung und des längeren und gesünderen Lebens anpassen. In Anbetracht der Bevölkerungsalterung sind Politikmaßnahmen zur Förderung der intergenerativen Solidarität besonders wichtig. Die Rentenausgaben und der Bedarf an Langzeitpflege werden den Projektionen zufolge deutlich steigen. Zwischen der Bereitstellung angemessener Leistungen für alle Altersgruppen durch die sozialen Sicherungs- und Betreuungssysteme und der Wahrung eines tragbaren Ausgabenniveaus muss ein ausgewogenes Verhältnis hergestellt werden. Ein angemessener Sozialversicherungsschutz sollte ferner so gestaltet werden, dass negative Arbeitsanreize sowie Armutsfallen bzw. Transferabhängigkeit vermieden werden. Die intergenerative Familienunterstützung gerät unter Druck, wenn die Familien in vielen Ländern kleiner werden und eine Politik der Verlängerung des Arbeitslebens gefördert wird. Wenn die Einzelnen mehr und länger arbeiten, werden die Möglichkeiten der informellen Pflege von Kindern und älteren Menschen beeinträchtigt, insbesondere für Frauen, die diese Pflegeleistungen nach wie vor vorrangig erbringen. Viele Länder sollten auch in Erwägung ziehen, ein gesünderes und aktiveres Altern durch ehrenamtliche Arbeit, autonome und teilweise betreute Lebensformen sowie besseren Zugang zu Informationstechnologien zu fördern. Renten und Rentenbeginn 16. Wir sind uns darin einig, dass die Rentensysteme sozial angemessen und finanziell tragfähig bleiben sollen. Die Gestaltung von Reformen sollte sich nicht nur auf die Rentenausgaben konzentrieren, sondern auch auf die Sicherung angemessener finanzieller Ressourcen und Erfassung durch die Systeme. Wir fordern die OECD auf, diese Reformen weiterhin genau zu beobachten und dabei ihrer zeitlichen Aktualität, ihrem Beitrag zur finanziellen Stabilität sowie ihren Auswirkungen auf die Einkommen der Rentenempfänger besondere Aufmerksamkeit zu widmen. 17. In den meisten unserer Länder wurden die finanziellen Anreize für die Frühverrentung abgeschafft, die Rentenpolitik sollte jedoch auch bestrebt sein, das effektive Renteneintrittsalter anzuheben, um der steigenden Lebenserwartung Rechnung zu tragen. In einigen Ländern könnten darüber hinaus weitere Maßnahmen erforderlich sein, insbesondere arbeitgeberseitige Initiativen zur Schaffung adäquater Arbeitsbedingungen, einschließlich flexibler Arbeitszeiten, Umschulungsmöglichkeiten sowie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, um die Beschäftigung und Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitskräfte sowie neue Formen der Arbeitsorganisation über den gesamten Lebenszyklus zu fördern. 18. Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise stellt die Diversifizierung der Rentenleistungen eine der Möglichkeiten zur Bewältigung der Folgen der Bevölkerungsalterung dar. Die Krise hat jedoch die Risiken mancher privater Rentenprodukte aufgezeigt. Auch wenn die länderspezifische Situation jeweils gebührend berücksichtigt werden muss, ist es wichtig, die privaten Rentenversicherungen angemessen zu regulieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die finanzielle Allgemeinbildung zu verbessern und sicherzustellen, dass diese Systeme einen Beitrag zu einem angemessenen und sicheren Alterseinkommen leisten. Die Sicherstellung eines breiten Erfassungsgrads ist ebenfalls nach wie vor von wesentlicher Bedeutung und trägt zur Verringerung der Altersarmut bei. 19. Sowohl die jüngeren als auch die älteren Generationen leisten heute wertvolle Unterstützung, wie z.B. Großeltern, die junge Familien unterstützen, und erwachsene Kinder, die ältere Angehörige pflegen. Die Bevölkerungsalterung und die Veränderungen der Familienstrukturen machen es jedoch schwieriger für die Familien, und insbesondere für Frauen, derartige Pflegeleistungen zu erbringen. Wir sind übereingekommen, dass die Politikmaßnahmen die bestehenden Formen der durch die Familien, Freunde, Gemeinschaften und Freiwilligen geleisteten intergenerativen Solidarität besser unterstützen müssen. Sie sollten darauf abzielen, den Einzelnen bei der Herstellung eines Gleichgewichts zwischen beruflichen und Betreuungsverpflichtungen zu helfen und pflegende und/oder gepflegte Personen finanziell zu unterstützen. Wir sind uns darüber einig, dass die Förderung informeller Pflegeformen nicht zu Lasten von Investitionen in formelle Stützungssysteme gehen sollte, die Geld- und Sachleistungen bereitstellen, wie z.B. die Langzeitpflege in Institutionen, zu Hause und in Gemeinschaftseinrichtungen. 20. Wir erkennen an, dass einige Menschen u.U. keinen Zugang zu ausreichender formeller oder informeller Pflege haben. Insbesondere besteht Bedarf an der Einrichtung innovativer Möglichkeiten, den Bedarf älterer Menschen an Wohn-, Gesundheits- und Sozialdiensten zu decken, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Einige Länder verfolgen innovative Strategien, um die Altenpflege durch integrierte Pflegedienste auf lokaler Ebene zu leisten, die Gesundheitsversorgung, Prävention, Langzeitpflege, Unterbringung sowie Unterstützung im Alltagsbereich kombinieren und damit ein unabhängiges Leben ermöglichen. Wir möchten uns über derartige Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. 21. Die Erfahrung der jüngsten Krise bestätigt, dass ein konstruktiver Dialog zwischen der Regierung und den Sozialpartnern in einer Reihe unserer Länder ein Schlüsselfaktor bei der Förderung sozialpolitischer Reformen und der Stabilisierung der Beschäftigung gewesen ist. Auf der Grundlage solcher Erfahrungen und abhängig von der jeweiligen nationalen Praxis sind wir uns über die Bedeutung der Förderung eines kontinuierlichen sozialen Dialogs einig, um die jeweils am besten geeigneten Maßnahmenpakete in der Sozialpolitik für die Erholung und die Zeit danach zu identifizieren und sicherzustellen, dass die wichtigsten Akteure so weit wie möglich an ihrer Umsetzung beteiligt sind. 22. Wir sind fest entschlossen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit den Regierungen der aufstrebenden Volkswirtschaften und der Entwicklungsländer zu fördern, um die sozialen Herausforderungen gemeinsam anzugehen, denen wir uns alle gegenübersehen. Wir bieten diesen Ländern an, im Zuge ihrer Bemühungen um die Stärkung ihrer sozialen Sicherungssysteme und den Aufbau einer sozialen Mindestsicherung unsere Erfahrungen mit ihnen auszutauschen. Wir können ferner von ihren innovativen Ansätzen in der Sozialpolitik lernen. Die OECD kann in Zusammenarbeit mit anderen einschlägigen internationalen Organisationen, insbesondere der ILO, dem UNDP, der IVSS, der Weltbank und den regionalen Entwicklungsbanken, einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, diese Bemühungen zu ordnen und mit Sachverstand zu unterfüttern. Wir wünschen uns Koordinierung und Kohärenz in Bezug auf die von den internationalen Organisationen auf diesem Gebiet geleistete Arbeit und begrüßen die laufenden Arbeiten der G20 zu Fragen der sozialen Sicherung auf globaler Ebene. Anhang – Künftige Orientierungen für die Arbeiten der OECD auf dem Gebiet der Sozialpolitik 23. Wir fordern die OECD dazu auf, uns weiterhin wertvolle soziale Vergleichsdaten zu liefern und uns bei der Ermittlung und Gestaltung einer effektiven und effizienten evidenzbasierten Sozialpolitik zu unterstützen. Wir ersuchen den OECD-Ausschuss für Beschäftigung, Arbeitskräfte und Sozialfragen (ELSAC), vorbehaltlich der Verfügbarkeit der nötigen Ressourcen weitere Arbeiten in den folgenden Bereichen durchzuführen. Erweiterung des Monitoring und der Evaluierung der Sozialpolitik 24. Der Ausschuss für Beschäftigung, Arbeitskräfte und Sozialfragen hat uns wertvolle Vergleichsdaten und -informationen zu verschiedenen Aspekten der Sozialpolitik geliefert, u.a. zu Sozialausgaben, Sozialindikatoren, Einkommensungleichheit und Armut, Renten, speziell auf Familien und Kinder zugeschnittenen Maßnahmen, einschließlich Gender-Maßnahmen, sowie zu Steuer- und Transfersystemen. Wir fordern die OECD nachdrücklich auf, diese Arbeiten fortzusetzen und die einschlägigen Datenbanken regelmäßig zu aktualisieren sowie gleichzeitig in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsländern an den Bemühungen um eine Verbesserung der Genauigkeit, Vergleichbarkeit, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit der Daten festzuhalten und einheitliche Definitionen sowie statistische Instrumente für die Messung, Überprüfung und Evaluierung von Sozialdiensten und sozialpolitischen Maßnahmen auszuarbeiten. Die Arbeiten der OECD sollten bei neuen Entwicklungen in der Sozialpolitik eine Vorreiterrolle spielen und untersuchen, welche Herausforderungen es im Bereich der sozialen Sicherung in Zukunft zu bewältigen gilt, und eine proaktive Strategie der Mitgliedsländer unterstützen. Wir fordern die OECD auf, die Effizienz und Effektivität von Geldleistungen im Vergleich zu Sachleistungen zu prüfen. 25. Gleichzeitig würden wir eine stärkere Nutzung der vorhandenen Informationen und Datenbanken für die Analyse und Evaluierung nationaler Sozialpolitiken begrüßen. Von besonderem Interesse wären für uns in diesem Zusammenhang eingehendere Politikanalysen in folgenden Bereichen: Ausweitung der Arbeiten zu Familien und Kindern 26. Im Anschluss an den OECD-Bericht zum Wohlergehen der Kinder fordern wir die Durchführung weiterer Arbeiten, in denen die Wirksamkeit von Präventivmaßnahmen analysiert wird, die traumatisierende Erfahrungen, wie Vernachlässigung, körperlicher und seelischer Missbrauch, Konfrontation mit häuslicher Gewalt sowie Auseinanderbrechen elterlicher Beziehungen, vermeiden und Eltern dabei unterstützen sollen, den Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht zu werden. Bestehende Wissenslücken könnten durch länderübergreifende Analysen der nationalen Prävalenz von Kindesmisshandlung, Kinderschutzmechanismen, institutionellen Betreuungs- und Pflegediensteinrichtungen sowie Politikempfehlungen zur Verbesserung dieser Dienste geschlossen werden. Begrüßen würden wir ferner weitere Arbeiten zur Analyse der spezifischen Herausforderungen, denen sich kleine und sehr kleine Unternehmen im Bereich der Gestaltung und Förderung familienfreundlicher Maßnahmen gegenübersehen, darunter auch innovative Lösungen für die Gestaltung der Familienpolitik in aufstrebenden Volkswirtschaften. Ungleichheit, Armut und soziale Ausgrenzung 27. Wir ersuchen die OECD, die Arbeit zu Armut und Ungleichheit fortzusetzen, einschließlich einer Analyse der diesbezüglichen Auswirkungen der Krise, und würden weitere Arbeiten zur Einkommensmobilität sowie zu anderen Dimensionen der Ungleichheit begrüßen, darunter die Verteilung von Vermögen und Sozialkapital sowie die Auswirkungen von Sachleistungen, wie Gesundheit und Bildung. 28. Wir begrüßen die Initiative der OECD, die Bestimmungsfaktoren und Messgrößen der Armut und sozialen Ausgrenzung einer eingehenderen Analyse zu unterziehen und umfassende Politikreaktionen zu identifizieren, um die Inzidenz der langfristigen sozioökonomischen Marginalisierung zu verringern. Dies sollte Vergleichsanalysen nationaler Strategien einschließen, die auf andere in Armut lebende (oder von Armut bedrohte) Bevölkerungsgruppen ausgerichtet sind, wie Alleinerziehende, Neuzuwanderer, indigene Völker, Behinderte, gefährdete Jugendliche und Menschen, die trotz Erwerbstätigkeit in Armut leben (Working Poor), und auch eine geschlechtsspezifische und geografische Perspektive beinhalten. Alterung und intergenerative Solidarität 29. Monitoring und Analyse der Rentensysteme durch die OECD haben uns Inputs von hoher Relevanz geliefert. Angesichts der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung und des wachsenden Bedarfs an intergenerativer Solidarität ersuchen wir die OECD, zu prüfen, wie ein optimales Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der verschiedenen Generationen und der Bereitstellung sozial angemessener und finanziell tragfähiger Renten hergestellt werden kann, und sich auch mit Fragen der Rentenpolitik für die Migrantenbevölkerung auseinanderzusetzen. Ferner sollten Arbeiten zu den Schnittstellen zwischen den Rentenversicherungs-, Gesundheitsversorgungs- und Langzeitpflege- und Betreuungsleistungen sowie dem auf diesen Systemen lastenden Druck durchgeführt werden. Darüber hinaus würden wir Arbeiten zu Politikansätzen für die Förderung der Autonomie der älteren Menschen begrüßen. Neue strategische Orientierungen für die Arbeiten der OECD auf dem Gebiet der Sozialpolitik Bessere Sozialpolitik für junge Menschen 30. Junge Menschen sind von der Wirtschaftskrise sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden und werden auch in Zukunft möglicherweise weiterhin unter Scarring-Effekten leiden. Wir ersuchen die OECD, Arbeiten zum Spektrum der für junge Menschen vorgesehenen und auf sie zugeschnittenen sozialpolitischen Maßnahmen und Leistungen in Angriff zu nehmen. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei aktiven sozialpolitischen Maßnahmen gelten, die die Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft fördern und mit dafür sorgen, dass junge Menschen autonom und wirtschaftlich unabhängig werden. Maßnahmen zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus 31. Die Wirtschaftskrise hat die Zahl der obdachlosen Personen und Familien in einigen Ländern drastisch in die Höhe schnellen lassen, was die negativen Auswirkungen auf die Schwächeren in der Gesellschaft noch verstärkte, für die Obdachlosigkeit schon immer ein ständiges Risiko war und weiterhin ist. Die öffentliche Wohnungspolitik, die seit jeher eine wichtige Komponente der sozialen Sicherungssysteme darstellt, hat heute als Maßnahme zur Unterstützung von Haushalten, die von Arbeitslosigkeit und Einkommensverlusten betroffen sind, sowie zur Vorbeugung gegen soziale Ausgrenzung an Bedeutung sogar noch gewonnen. Wir appellieren an die OECD, neue Arbeiten zur Beurteilung der Effizienz und Effektivität verschiedener Ansätze auf dem Gebiet des sozialen Wohnungsbaus einzuleiten, in denen auch die Auswirkungen der Wohnungsbaupolitik auf die Arbeitsmarktmobilität sowie die Integration und Zusammenführung von Diensten, wie Wohnungs- und sonstige Sozialdienste, unter einem Dach thematisiert werden. Ausdehnung des effektiven Schutzes der sozialen Sicherungssysteme 32. In einigen OECD-Ländern und insbesondere in den aufstrebenden Volkswirtschaften wird ein bedeutender Teil der Bevölkerung von den sozialen Sicherungssystemen nach wie vor überhaupt nicht erfasst, und auch der Umfang des gewährten Schutzes weist erhebliche Lücken auf. Die politischen Entscheidungsträger sehen sich einer Reihe schwieriger Herausforderungen gegenüber, darunter der Frage, wie sich ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen erreichen lassen und wie in einem Kontext begrenzter Ressourcen und geografischer Streuung der Zugang zu einem angemessenen sozialen Schutz gewährleistet werden kann. Ein weiteres Thema betrifft die Frage, wie sich die Übertragbarkeit von Leistungen in Ländern gewährleisten lässt, die innerhalb ihrer Grenzen starke Migrationsbewegungen erleben. Wir ersuchen die OECD, diese Herausforderungen unter Berücksichtigung der auf regionaler und interregionaler Ebene bereits gesammelten Erfahrungen zu analysieren und Politikkonzepte zu ihrer Bewältigung vorzulegen. Final Communiqué of the Ministerial Meeting on OECD Social Policy: Building a Fairer Future: The Role of Social Policy
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q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Soziologe: "AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen" Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas erhält Kasseler Bürgerpreis Jeder vierte Migrant fühlt sich diskriminiert: Laut Soziologe ein gutes Zeichen 22.07.13 20:17 Uhr Der aus Münster stammende Soziologe Andreas Kemper warnt vor der Protestpartei "Alternative für Deutschland". Er sieht in ihr Tendenzen, die auch bei der US-amerikanischen Tea Party zu finden seien und weißt im Zuge dessen auf den starken nationalliberal verwurzelten Flügel der Partei hin. Demnach würden Mitglieder der kürzlich gegründeten Partei rechtspopulistische Aussagen an die Wähler vermitteln. Als Beispiel nannte er unter anderem das Vorstandsmitglied Konrad Adam, der sich für einen Entzug des Wahlrechts für Arbeitslose einsetze. Perfide sei nach Meinung Kempers vor allem, dass derartige Meinungen nicht im Wahlprogramm stünden, sondern eher hinter vorgehaltener Hand geäußert würden. 22.07.2013 20:34 Uhr Wie armselig ist das denn....Man merkt das in ein paar Wochen wieder Wahlen sind. Jeder der nicht mit dem Strom schwimmt oder sich gegen die Gehirnwäsche der etablierten stemmt und die offenkundige Wahrheit ausspricht wird mit billigsten Mitteln diffamiert...Andere sehen in den etablierten Parteien Tendenzen zur Zerstörung der Deutschen Nationalität und des langsamen Genozids des Deutschen Volkes...Sarazin hatte schon recht als er schrieb "Deutschland schafft sich ab"meine persönliche Meinung 22.07.2013 21:25 Uhr Man versucht mit allen mitteln die AfD aus dem Bundestag rauszuhalten. Sonst merken die verblendeten Wähler noch das es durchaus Sinn macht was die AfD von sich gibt. Auf jeden fall mehr Sinn als der Ausverkauf von Deutschland in die ganze (Banken)Welt. Und das wird nach der Wahl erst richtig losgehn wenn uns der Rollstuhlpsychopath sagt: ja sorry leute aber die xxx Milliarden sind leider weg... shit happens. 22.07.2013 21:28 Uhr Wen interessieren denn die Ansichten irgendeines "Soziologen"? Das ist eine Meinung, mehr nicht. 22.07.2013 21:48 Uhr @IM45iHew "Sonst merken die verblendeten Wähler noch das...."Du glaubst also das der Teil der Bevölkerung der es zu etwas "gebracht" hat und mit seiner Situation zufrieden ist verblendet ist?Ja träum weiter! Ich habe euch selber schon wochenlang von der rechtsradikalen AfD gewarnt und hoffentlich werden dadurch nun ein par AfD Wähler wach und wählen die Richtige Partei, nämlich die CDU 22.07.2013 21:59 Uhr NoPq ist doch dafür bekannt das er nur News gegen die AfD bringt und sonst kaum oder keine News. Konnte ich jedenfalls bisher noch nicht erkennen.@NoPq: Welcher Partei gehörst Du an? Spd, Grünen, CDU oder doch was anderes, obwohl ich das nicht glaube. Du bist so lächerlich! Habt Ihr schon Tränen in den Augen? ^^PS: Du kommst zu offensichtlich rüber, mach das mal versteckter wenn Du Erfolg haben möchtest. Du bist total lächerlich! 22.07.2013 22:07 Uhr @asianlolihunter hast du die letzen Jahre ohne Medien gelebt oder wie? grad die CDU ist das Letzte, Übrigens genauso wie die SPD. 22.07.2013 22:27 Uhr homophober als CDU FDP .... und besonders CSU .... wird sie wohl auch nicht sein ....und naja :) ..... was ist im Moment wohl demokratiefeinlicher als die CDU + FDP !!! bitteschön ?? 22.07.2013 22:33 Uhr Aber Beispiele mit Namen nennt Herr Kemper nicht. Sollte aufpassen der Typ, sonst hat er schnell die AfD-Anwälte am Hals. Da sind schon einige Blogs wegen geringfügigerer Aussagen abgemahnt worden.Wann immer man der AfD etwas entgegenhält, es ist rein ideologisch.Ökonomisch hat man offenbar keine Argumente. 22.07.2013 22:47 Uhr Verblüffend, wie neue Parteien die etwas Aufmerksamkeit bekommen sofort systematisch diffamiert werden. 22.07.2013 23:01 Uhr Jaja, bla bla bla....da schickt sich endlich jemand an, mal mit der Faust auffen Tisch zu hauen, und sagt was Sache ist, und schon kömmen die Denunzianten aus Ihren Löchern,,,,Die "Deutschen Bürger" werden belogen, betrogen und verarscht nach Strich und Faden - wird Zeit das dem Einhalt geboten wird. 22.07.2013 23:15 Uhr Andreas Kemper gibt sich als Forscher aus, hat aber noch nicht einmal einen Doktortitel geschafft. Demnach also unterste Kategorie der Wissensvermehrung. Zitat von Herrn Kemper: "Profeministische Männer, die Brandanschläge gegen Kreiswehrersatzämter verüben, sind gut. Antifeministische Männer sind rechtsradikale Extremisten". (Quelle: http://wikimannia.org/...(s)_Kemper ) . Man sieht also, was solcherlei zu Forschern hochgestapelte Dünnbrettdiplomanden als "Forschungsergebnisse" in Richtung Extremismus von sich geben. Einfach nur grotesk. 22.07.2013 23:23 Uhr @Silvi86 "Hat er das gesagt"Nö ich, um zu verdeutlichen wieso es nichts mit Verblendung zutun hat, wenn Menschen nicht in jeder Splitterpartei das Wohl der Nation sehen und ihnen Kontinuität/Verlässlichkeit wichtig sind! Die AfD kommt mir vor wie eine Sekte. Glaubt man an ihr Wahlprogramm wird man errettet. Dafür bietet die AfD einfache stammtischgerechte Lösungen, die nur funktionieren, wenn man sie über 1,2 Promille hört. Löst den Euro auf und ihr kommt alle in den Himmel - Halleluja. Ich kann mich komischerweise an schlimme Wirtschaftskrisen grob im Anfang der 90er gut erinnern. Viele Arbeitslose, keine Aufträge. Und das haben wir auch ohne den Euro hingebracht. Aber die Jungwähler wissen das alles gar nicht, weil sie da noch nicht im Berufsleben waren. 23.07.2013 00:57 Uhr defamierung zu den wahlen... wie erbämlich deutsche politiker doch sind.die eu und euro ist nun mal schädlich für deutschland, da gibt es kein wenn und aber.bruttozahler für die eu und euro ist deutschland, das muß jedem klar sein! 23.07.2013 02:41 Uhr @ms1989Je schwächer einem sein Deutsch, um so wichtiger einem sein Deutschtum.Schreib´ dich nicht ab! ;-) Ansonsten bedanke ich mich für die rege Beteiligung an dieser News und die dadurch kassierten Shorties, die ich, dank den netten AfD´lern, irgendwann in Prämien umtauschen werde :DFür jede schlechte AfD-Propaganda-News gibt es eine reißerische Anti-AfD-News meinerseits. Mit besten Grüßen![ nachträglich editiert von NoPq ] 23.07.2013 08:33 Uhr So sehen übrigens die Auftritte der CDU aus. Es scheint so als wären die ersten Bürger wach geworden :)http://www.youtube.com/... 23.07.2013 08:59 Uhr NoPq:Was ist schlimm an der Überlegung, dass nur wer was für die Gesellschaft leistet, auch mitbestimmen darf?Ich hab keine Apple Aktien, deshalb zählt da mein Wille auch nichts. Was gut so ist, weil ich andere Interessen habe als Apple bzw. dessen Aktionäre.Das ist doch das schlimme an der heutigen Politik, dass soviel nicht gesagt werden darf. Ist doch auch nicht sehr demokratisch, neue Ideen zu verteufeln ohne darüber zu sprechen? 23.07.2013 10:13 Uhr @frostIn Sachen ´Europolitik" haben sie meiner Meinung nach sogar recht.Was mir an der AfD, deren Mitgliedern und den hiesigen Fanboys nicht passt, ist deren unmöglich arrogantes Auftreten, das andauernde Suhlen in der vermeintlichen Opferrolle und das Vertreten teils hanebüchener Argumente.Wenn sie da mal ein wenig von ihrem hohen Ross runterkämen, wäre mir die Partei weitaus sympathischer. Und komm´ mir nicht mit Wahlkampf.. der ist bei mir dafür verantwortlich, dass ich eigentlich schon gar keine Lust mehr auf die Wahl habe ^^ 23.07.2013 13:28 Uhr auch wenns unrealistisch is..aber ich freu mich schon drauf...wenn die AfD mit 52% in den Bundestag einzieht..den Kanzler stellt..und erstmal richtig aufräumt hier in DE....und dann hat der Bundesgrenzschutz auch mal wieder seinen Namen verdient 23.07.2013 17:46 Uhr @no_trespassing: "Wann immer man der AfD etwas entgegenhält, es ist rein ideologisch.Ökonomisch hat man offenbar keine Argumente."Na wenn die Ideologie die hinter etwas steckt egal ist dann haben wir ja Glück, dass die NPD ökonomisch nichts drauf hat oder? Sonst wäre es ja auch okay die zu wählen, trotz ihrer Ideologie?@~frost~: "Ich hab keine Apple Aktien, deshalb zählt da mein Wille auch nichts. Was gut so ist"Na klar, Deutschland sollte wie eine Aktiengesellschaft geführt werden. Neoliberaler geht´s ja fast nicht. Aber dann über Manager und Banker jammern.@Der.Blonde "wikimannia" Jo, das ist es vermutlich, was NoPq mit eurer Opferrolle meinte. Böse Feministen zerstören einfach die Familien. :)Und das ist es ja auch was die Tea Party antreibt: "wir verstehen die Welt nicht mehr, in der wir immer im Mittelpunkt standen, buhuu" 25.07.2013 13:30 Uhr Mit der Zitierung von Hr. Kemper haben sich die Medien sicherlich keinen Gefallen getan. Hat glaub ich irgendwann mal sein Soziologiestudium beendet, und schreibt jetzt irgendwelcheBücher, welche wenn überhaubt wahrscheinlich nur von einer kleinen linksdenkenden Minderheit von Erstsemestern gekeauft werden. 08.08.2013 18:40 Uhr 08.08.2013 18:41 Uhr Der Stadtverband Köln, sowie der Landesverband Berlin, stehen klar hinter der Homo-Ehe!
de
q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
Valeriya / Elena / Lera <ignatevaignat39eva@yahoo.de> Autor Thema: Valeriya / Elena / Lera <ignatevaignat39eva@yahoo.de> (Gelesen 3492 mal) « am: 04,Nov,2010, 19:57:02 » <valeriyaignateva@yahoo.de> <lenochka.elena@yahoo.com> <lera.lera10@yahoo.de> Neuer vladischer Spam via thePlanet! Ich will Ihnen das Ziel des Briefes kurz schreiben! Ich hoffe, dass Sie Sie alle verstehen werden! Wenn es seltsamerweise toenen wird, so verstehen Sie mich richtig! Ich werde Ihnen jetzt die Fotografie nicht schicken und, Ihnen ueber mich zu erzaehlen. Einfach will ich den Namen nennen. Mich rufen Lera und ich will mit Ihnen und umgehen Sie kennenlernen, ich hoffe, bei uns wird sich es ergeben! Wenn Sie mich groesser erkennen wollen und, meine Fotografie sehen, so schreiben Sie mir! Ich werde Ihnen viel ueber mich erzaehlen eben ich werde Ihnen die Fotografie absenden. Ich hoffe das Maedchen in der Morgendaemmerung der Kraefte und mich, dass ich Ihnen gefallen werde! Ihre Lera! Delivery-date: Thu, 04 Nov 2010 10:23:40 +0100 Received: from [195.4.92.16] (helo=6.mx.freenetz.info) Received: from 8e.76.1243.static.theplanet.com ([67.18.118.142]:1303 helo=localhost) Date: Mon, 1 Nov 2010 11:16:07 +0300 From: "lera.lera" <lera.lera10@yahoo.de> Reply-To: "lera.lera" <lera.lera10@yahoo.de> Lookup IP Address: 67.18.118.142 Hostname: 8e.76.1243.static.theplanet.com http://dating-fraud.net/galerie/thumbnails.php?album=6365 « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:36:18 von Administrator » « Antwort #1 am: 28,Okt,2010, 21:42:56 » Neuer vladischer Spam mit türkischem Zeichensatz via thePlanet! Ich weiß wovon sogar nicht, den Brief zu beginnen! Ich werde Ihnen gerade und ehrlich sagen. Ich habe Ihre Adresse auf der Webseite der Bekanntschaften gefunden. Ich weiß wie Sie nicht Sie sehen und wieviel Sie der Jahre aus. Ich will Sie kennenlernen und ich hoffe, dass Sie mir auch Gefühle erwidern werden. Wenn Sie mich und sehen wollen wenn ich auf Sie den Eindruck vom Rätsel gemacht habe, so schreiben Sie mir. Ich werde Ihre Antwort warten! From - Thu Oct 28 17:20:35 2010 Return-Path: <ignatevaignat39eva@yahoo.de> Delivery-Date: Thu, 28 Oct 2010 17:20:29 +0200 Received: from mout7.meineDomain.net (mout7.meineDomain.net [195.4.92.97]) Received: from [195.4.92.13] (helo=3.mx.meineDomain.net) by mout7.meineDomain.net with esmtpa (ID exim) (port 25) (Exim 4.72 #3) id 1PBUHE-0001mX-HO Received: from 1.mbox6.meineDomain.net ([195.4.93.213]:54695) by 3.mx.meineDomain.net with esmtpa (ID exim) (port 25) (Exim 4.72 #3) id 1PBUHE-0002WR-DO Received: from [195.4.92.18] (helo=8.mx.meineDomain.net) by 1.mbox6.meineDomain.net with esmtpa (ID exim) (Exim 4.72 #3) id 1PBUHD-0006WE-Uh for dasOpfer@01019meineDomain.net; Thu, 28 Oct 2010 17:20:27 +0200 Received: from 8e.76.1243.static.theplanet.com ([67.18.118.142]:3914 helo=localhost) by 8.mx.meineDomain.net with esmtp (port 25) (Exim 4.72 #3) id 1PBUHC-0007ou-AC for dasOpfer@meineDomain.net; Thu, 28 Oct 2010 17:20:27 +0200 Date: Wed, 27 Oct 2010 12:12:49 +0400 From: lera <ignatevaignat39eva@yahoo.de> Reply-To: lera <ignatevaignat39eva@yahoo.de> « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:37:16 von Administrator » Re: Valeriya <ignatevaignat39eva@yahoo.de><valeriyaignateva@yahoo.de> « Antwort #2 am: 05,Nov,2010, 11:41:01 » ok dann mal auf zur ersten Runde Wie ich Ihnen im vorigen Brief schon schrieb, rufen Mich Valeriya Ich aus Russland. Bei mir ist der Wunsch erschienen, den Menschen aus anderem Land kennenzulernen. Die Bekanntschaft im Internet ist auch mich jetzt sehr populär hat sich entschieden, Glück zu versuchen, kann, wird Glück haben, und das Schicksal wird mich mit dem bemerkenswerten Menschen zurückführen. Ich habe Ihr Profil bemerkt. Sie leben in Deutschland und ich meine, dass es das schöne Land, wenn auch ist und niemals war in Deutschland, aber ich weiß vieles sie. Ich arbeite gern, ich schätze den Begriff "die Familie" und ich will, dass in meinem Leben der Mensch erschienen ist, den ich lieben werde und der mich lieben wird. Ich bin eine Frau, die die Liebe schätzt, die Ergebenheit, das Vertrauen und die Ehrlichkeit. Ich bin vom leichten und sorglosen Leben, bei mir die reiche innere Welt, mich interessant und gesellig nicht beschädigt. Ich habe Ihr Profil im Internet gesehen, und Sie haben mich interessiert. Sehr wollte man Ihre Aufmerksamkeit vom Brief und erkennen der Freund über den Freund grösser heranziehen. Aber heute werde ich viel nicht schreiben, ich werde nur sagen, dass mir fast 27 Jahre, die Größe die 174 Zentimeter, das Gewicht - 55 kg . Ich habe vieles in diesem Leben und erreicht wenn ich vor mir das Ziel setze, so strebe ich unbedingt ihrer. Ich habe tatsächlich allen, außer dem geliebten Menschen und der Familie. Ich hoffe, Ihnen wird meine Fotografie gefallen. Und schreibe auf diesen Briefkasten (die Adresse) bitte, weil mit jenem Kasten, von dem ich Ihnen den ersten Brief gesendet habe der Fehler geschehen ist und ich konnte Ihnen den Brief nicht absenden, und ich müsste die neue Adresse schaffen. auch hier wird nach der ersten spammail gleich die e-mail adresse geändert - ich schätze dass die Bande auf den Dreh gekommen ist für jedes Opfer eine separate Adresse anzulegen, damit das potentielle Opfer es schwerer hat "sie" durch Google zu finden. Return-Path: <valeriyaignateva@yahoo.de> Delivery-Date: Fri, 05 Nov 2010 10:35:48 +0100 Received: from [217.146.183.181] by nm4.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 05 Nov 2010 09:35:47 -0000 Received: from [217.146.183.43] by tm12.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 05 Nov 2010 09:35:47 -0000 Received: from [127.0.0.1] by omp1028.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 05 Nov 2010 09:35:47 -0000 X-Yahoo-Newman-Id: 186710.4977.bm@omp1028.mail.ukl.yahoo.com Received: (qmail 10449 invoked from network); 5 Nov 2010 09:35:46 -0000 DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256; c=relaxed/relaxed; d=yahoo.de; s=s1024; t=1288949746; h=Received:X-Yahoo-SMTP:X-YMail-OSG:X-Yahoo-Newman-Property:Date:From:X-Mailer:Reply-To:X-Priority:Message-ID:To:Subject:In-Reply-To:References:MIME-Version:Content-Type; Received: from MICROSOF-653951 (valeriyaignateva@67.18.118.142 with plain) by smtp131.mail.ukl.yahoo.com with SMTP; 05 Nov 2010 09:35:05 +0000 GMT Date: Fri, 5 Nov 2010 12:34:48 +0300 From: valeriyaignateva <valeriyaignateva@yahoo.de> Reply-To: valeriyaignateva <valeriyaignateva@yahoo.de> Subject: Hallo Eric!!! weiterhin Einlieferung über thePlanet USA « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:38:45 von Administrator » « Antwort #3 am: 05,Nov,2010, 11:57:49 » Ein Text der weitestgehend mit diesem hier identisch ist wurde bereits früher (Dez.2009) in einem Scamreport dokumentiert und zwar zu Emiliya <emiliyavidova@yahoo.de> « Antwort #4 am: 08,Nov,2010, 22:16:36 » Hallo mein neuer Freund <Opfer>!!! Ich wusste, dass Sie mir schreiben werden! Ich fühlte es! Sie stellen wie ich nicht vor ist froh, dass die Antwort auf den Brief bekommen hat! Mein erster Brief Ihnen war kurz, und jetzt weiß ich wovon nicht, zu beginnen. Ich will grösser über Sie, über Ihr Leben, über Ihre Interessen sehr erkennen! Mir schon ist fast 27 Jahre, das gute Alter für die Bildung der Familie eben. Ich suche den Menschen, der für mich von aller würde: vom geliebten Menschen, dem besten Freund, dem Helfer, dem Mann und dem Vater unsere mit ihm der Kinder. Ich wage, dass Ihre Ziele selb zu meinen, und Sie wollen die zweite Hälfte für die ernsten und glücklichen Beziehungen auch finden. Ich werde hoffen, dass wir vom würdigen Leben leben wollen, liebend, und einander respektierend. Es war über meine Ziele zu lügen. Dir sehe ich den Sinn nicht, ich werde mit dir deshalb ehrlich und aufrichtig sein. Wir suchen die Liebe. Und, liebgewonnen, will ich, dass meine Liebe bis zum Ende meines Lebens stark, rein und richtig war! Ich werde auf Ihre Ehrlichkeit hoffen, und mir Ihnen, weil der Mensch schon will ich zutraulich und gut anvertrauen. Ich bin schwer, dem Internet doch zu glauben hörte viel glücklicher Geschichten über andere Menschen. Jene Menschen sagten, dass sie einander in der Entfernung einiger Tausende Meilen gefunden haben und haben sich verliebt. Jetzt sind sie glücklich eben leben zusammen. Ich wollte auch sehr auf mir solches erproben! Meine Arbeit lässt mir zu, den Computer zu verwenden, und ich habe die Zeit gefunden, darüber zu achten. Mich ich sogar vorstellen konnte nicht, wieviel Menschen suchen die Liebe im Internet!!!! Ich will so viel allen Ihnen erzählen! Bitte, entschuldigen Sie mich, wenn ich Ihnen den großen Brief nicht schreiben kann, ich hoffe, es wird Sie nicht verwirren, doch bei uns noch soviel der Zeit für die Gespräche und die Korrespondenzen, zu deren Zeit wir besser einander erkennen können. Heute habe ich viele Arbeit. In der allernächsten Zeit muss bei uns das Treffen und mir die Dokumente zu diesem Treffen noch vorbereiten. Ich nichts habe Ihnen über meine Arbeit erzählt! Ich arbeite in Gesellschaften "TANDEM" - die Bau-Immobiliengesellschaft. Unsere Gesellschaft bietet den vollen Komplex der Arbeiten, die mit der Reparaturen und von der Ausstattungen der Räume verbunden sind, dem Hausbau oder der Sauna, der Einrichtung der Deckung an. Ich arbeite den Buchhalter, ich befinde mich auf diesem Amt schon im Laufe 2 Jahre! Das von mir verdiente Geld packt für den würdigen Aufenthalt. Erzählen Sie auch Sie mir über die Arbeit. Heute will ich Ihnen etwas Fotografien schicken. Später kann ich noch absenden. Auch will ich sehr, dass auch Sie mir die Fotografien geschickt haben! Also, allen, ich werde auf Ihren folgenden Brief warten. Schreiben Sie schneller!De s ganzen Guten! Delivery-Date: Mon, 08 Nov 2010 09:49:50 +0100 Received: from [217.146.183.216] by nm6.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 08 Nov 2010 08:49:49 -0000 Received: from [77.238.184.54] by tm9.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 08 Nov 2010 08:49:49 -0000 Received: from [127.0.0.1] by smtp123.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 08 Nov 2010 08:49:49 -0000 DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256; c=relaxed/relaxed; d=yahoo.de; s=s1024; t=1289206189; h=X-Yahoo-Newman-Id:Received:X-Yahoo-SMTP:X-YMail-OSG:X-Yahoo-Newman-Property:Date:From:X-Mailer:Reply-To:X-Priority:Message-ID:To:Subject:In-Reply-To:References:MIME-Version:Content-Type; Received: from MICROSOF-653951 (valeriyaignateva@67.18.118.140 with plain) by smtp123.mail.ukl.yahoo.com with SMTP; 08 Nov 2010 00:49:35 -0800 PST Date: Mon, 8 Nov 2010 11:43:52 +0300 Subject: Hallo mein neuer Freund <Opfer>!!! Lookup IP Address: 67.18.118.140 Einlieferung weiterhin thePlanet USA « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:40:39 von Administrator » « Antwort #5 am: 10,Nov,2010, 19:03:18 » Hallo mein sehr geehrter Freund <Opfer>!!! Ich wartete auf Ihren Brief! Wie Ihre Schaffen, wie die Stimmung? Wir haben den Tee gerade erst getrunken, und ich schreibe Ihnen sofort! Wie Ihren Tag geht? Wie - die Arbeit? Sie wissen, ich habe den Brief von anderem Mann heute bekommen. Er auch aus Deutschland. Seinen Namen - Karl. Aber er will die ernsten Beziehungen nicht und er schreibt mir die Dummheit, ich habe ihm dass ich, für solchen Fall geschrieben, ich bin nicht im Begriff, mit ihm abgeschrieben zu werden. Ich werde ihm grösser nicht schreiben. Ich will die Frage stellen... Warum haben Sie mir geantwortet? Das Interesse? Die Neugierde? Oder der Grund in anderem? Ich hoffe immer noch, dass Sie mein Deutsches gut verstehen werden. Ich denke nicht, dass ich auf deutsch sehr gut, aber doch nicht so und schrecklich sage! Mich jedenfalls zu verstehen es ist möglich! Ich liebe die aktive Lebensweise! Manchmal soll ich nicht nur in unserer Stadt arbeiten, es kommt mich vor schicken in die Geschäftsreisen, aber ist nicht häufig. Ich fahre nach der Arbeit nach den Städten Russlands, aber es findet selten statt. Ich lebe in Tscheljabinsk selbst und ist in diese Stadt sehr verliebt. Tscheljabinsk - die grosse Stadt in Russland, das Verwaltungszentrum Gebietes Tscheljabinsk. Die Bevölkerung der Stadt - 1 095,9 Tausend Menschen (2010) (9 Stelle in der Russischen Föderation) und 1 330 Tausend (2005) Menschen in die Agglomerationen. Die Fläche der Stadt in den Grenzen der Gemeindeformation - neben 530 km ². Den grossen Transportknoten (eisern und die Chausseen; die Transsibirische Magistrale). Flughafen "Tscheljabinsk". Das grosse industrielle Zentrum mit den Unternehmen der Metallurgie, des Maschinenbaues und der Metallbearbeitung, des Gerätebaues, leicht und der Nahrungsmittelindustrie. In der Welt so ist viel es schöne Stellen! Und Russland, ich halte, das Land sehr schön! <Opfer>, will ich Ihnen über mein Leben erzählen. Ich denke, dass es für uns die Noblesse der Freund über den Freund möglichst viel sehr wichtig ist. Bei mir die kleine Familie. Ich lebe in der abgesonderten Wohnung. Mein Vater lebt unweit von mir zusammen mit meiner Großmutter. Den Vater rufen Nikolay, die Großmutter - Masha. Mein Vater - der Fahrer der Straßenbahn. Er arbeitet den Fahrer schon seit langem und ihm gefällt die Arbeit. Ich lade meine Verwandten zu mir häufig ein, und selbst gehe ich zu ihm. Meine Mutter nach der Geburt ist ins Ausland abgefahren eben hat den Ausländer geheiratet, dann der Vater hat begonnen, mich und ihm großzuziehen es half die Großmutter, die Mutter des Vaters. Er liebt mich sehr, und wir kommen zusammen häufig vor. <Opfer>, Ihre Familie groß? Erzählen Sie mir ein wenig über Ihre Familie! Ich habe viele wichtige Arbeit heute. Ich werde auf Ihren Brief mit der Ungeduld warten. Ich hoffe, mein Brief wird Ihnen gefallen. Aufrichtig Ihre Valeriya. Delivery-Date: Wed, 10 Nov 2010 13:45:53 +0100 Received: from [217.146.183.184] by nm19.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 10 Nov 2010 12:45:51 -0000 Received: from [217.146.183.172] by tm15.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 10 Nov 2010 12:45:51 -0000 Received: from [127.0.0.1] by omp1013.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 10 Nov 2010 12:45:51 -0000 X-Yahoo-Newman-Id: 59230.93216.bm@omp1013.mail.ukl.yahoo.com Received: (qmail 43697 invoked from network); 10 Nov 2010 12:45:50 -0000 DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256; c=relaxed/relaxed; d=yahoo.de; s=s1024; t=1289393150; bh=XNOJlSz/tvWqj3AUGMMlZB0iRa9rYXmniFbx+UyEXvk=; h=Received:X-Yahoo-SMTP:X-YMail-OSG:X-Yahoo-Newman-Property:Date:From:X-Mailer:Reply-To:X-Priority:Message-ID:To:Subject:In-Reply-To:References:MIME-Version:Content-Type; by smtp149.mail.ukl.yahoo.com with SMTP; 10 Nov 2010 12:45:26 +0000 GMT Date: Wed, 10 Nov 2010 15:44:48 +0300 Subject: Hallo mein sehr geehrter Freund <Opfer>!!! Einlieferung via thePlanet USA! « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:41:51 von Administrator » « Antwort #6 am: 30,Nov,2010, 13:22:50 » Was für ein schöner Brief nur ist es keine Reaktion auf meine Nachricht Hallo <Opfer>!!! Hoffe ich, aller ist gut! Ich bin heute am 6.30 aufgewacht. Mein Tag hat genügend gut angefangen. Ich habe das Frühstück wie üblich vorbereitet. Gestern Abend habe ich die Kleidung gewaschen, ich habe eine gute automatische Waschmaschine, sie hilft mir sehr. Überhaupt habe ich sehr gern, den Haushalt zu führen, ich habe gern, vorzubereiten! Ich habe gern, mit den Häusern essen, ich habe nicht gern, in die Restaurants einer schnellen Ernährung zu gehen. Ich sorge mich um die Gesundheit. Ich trinke vielen Alkohol nicht ich rauche nicht. Die Frau soll über die natürliche Schönheit verfügen! Ich habe gern, sich um den Körper zu sorgen, ich betreibe deshalb Sport. Ich gehe in den Fitnes-Klub. Ich will Ihnen sagen, dass Ihr Leben mich sehr interessiert. Bitte, erzählen Sie mir über sich möglichst viel. Es ist gut? Wie die Menschen wir identisch, aber bei jedem von uns die Kultur, und ich, wahrscheinlich, über viele Sachen nichts weiß. Ich wäre froh, wenn Sie mir erzählt hätten. Ihre Briefe helfen mir, Ihr Leben vorzustellen es ist besser. <Opfer>, wollte ich über Ihre Hobbys erkennen. Was Sie besonders gern haben, zu machen? Sie haben gern, den Fernseher zu sehen? Sie haben gern, in den Geschäften herumzulaufen? Sie spielen auf irgendwelchen Musikinstrumenten? Welche Musik lieben Sie? Ich habe gern, verschiedenen Typen der Musik zuzuhören! Grösser habe ich die klassische Musik gern! Zu Hause habe ich viele Disks! Außerdem ich habe gern, in die Kinos zu gehen. Von Zeit zu Zeit gehen wir mit den Freundinnen auf die neuen Filme. Im Theater war ich neben zwei Jahren. Leider, für heute haben wir viele Arbeit und verschiedene Schaffen. Gerade deshalb nicht immer befindet sich die Zeit für die Unterhaltungen. Sie sind mit mir einverstanden? Wir - schon erwachsen, und deshalb ist viel es andere Sorgen für uns werden wesentlicher sein. Ich hoffe, meine Briefe sind für Sie nicht langweilig, und Ihnen interessant, dass ich schreibe. Ich will Ihnen mein Leben, damit Sie verstanden haben, wer ich ist nur beschreiben. Manchmal kann ich sehr neugierig sein, verwundern Sie sich deshalb nicht! Manchmal stelle ich mich Ihre Stimme vor. Meine Betonung unterscheidet sich von Ihrem und wenn wir mit Ihnen in der Zukunft telefonieren werden, wir werden, wahrscheinlich, es bemerken. Erstens werden wir im Internet umgehen, rechtzeitig werden wir uns eben in Verbindung setzen. Und so halte ich, Initiator in allem soll der Mann sein. Ich bin eine unabhängige Frau und will mich solchen immer fühlen. Einige Männer schätzen die Frauen nicht. <Opfer>, sollen Sie in mir Frau betrachten. Leider, uns gibt es weit voneinander, und bei uns der Möglichkeit nicht, sich zu treffen. Obwohl ich Sie sehr sehen wollte! Jedenfalls, unsere Bekanntschaft sehr ungewöhnlich und interessant für mich! Ehrlich sagend, bieten hier in Russland einige Männer mir die Freundschaft an. Ich bin jung und ziemlich attraktiv. Aber ich habe Ihnen schon gesagt, dass mir die ernsten Beziehungen nötig sind, eben ich will die Familie mit dem für mich beliebten Menschen schaffen. Sie ziehen mich sehr heran, und mir ist es interessant, sich mit Ihnen zu umgehen! Ich werde hoffen, dass es Ihnen mit mir auch interessant ist. Sie - jetzt mein guter Freund! Nichts sich! Ich habe einen Freund in anderem Land! Das Internet - die bemerkenswerte Sache! Bitte, Sie verhalten sich zu mir ernst nur. Ich werde mit Ihnen immer aufrichtig sein. Leider, ich muss auf die Arbeit zurückkehren. Ich werde diesen Brief schließen. Ich werde auf Ihren Brief warten! Delivery-Date: Sun, 28 Nov 2010 17:04:08 +0100 Received: from nm3.bullet.mail.ukl.yahoo.com (nm3.bullet.mail.ukl.yahoo.com [217.146.182.224]) Received: from [217.146.183.211] by nm3.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 28 Nov 2010 16:04:08 -0000 Received: from [217.146.183.170] by tm4.bullet.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 28 Nov 2010 16:04:08 -0000 Received: from [127.0.0.1] by omp1011.mail.ukl.yahoo.com with NNFMP; 28 Nov 2010 16:04:08 -0000 X-Yahoo-Newman-Id: 213036.79728.bm@omp1011.mail.ukl.yahoo.com Received: (qmail 79262 invoked from network); 28 Nov 2010 16:04:08 -0000 DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256; c=relaxed/relaxed; d=yahoo.de; s=s1024; t=1290960248; h=Received:X-Yahoo-SMTP:X-YMail-OSG:X-Yahoo-Newman-Property:Date:From:X-Mailer:Reply-To:X-Priority:Message-ID:To:Subject:In-Reply-To:References:MIME-Version:Content-Type; by smtp125.mail.ukl.yahoo.com with SMTP; 28 Nov 2010 08:03:56 -0800 PST Date: Sun, 28 Nov 2010 18:58:14 +0300 Subject: Hallo <Opfer>!!! unverändert weiter über: thePlanet USA Kameramodel PENTAX K200D Exif Datum 2009:07:12 00:47:36 Belichtungszeit 0.006 s (1/180) « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:42:44 von Administrator » « Antwort #7 am: 30,Nov,2010, 16:02:19 » Fotos aus mehren Städten, die Geschäftsreise mit Kleidung, die Newa und die Eremitage in Sankt-Petersburg! « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:43:56 von Administrator » Re: Valeriya/Elena <ignatevaignat39eva@yahoo.de><valeriyaignateva@yahoo.de><lenochka.elena@yahoo.com « Antwort #8 am: 10,Mär,2011, 17:10:19 » Hier mal wieder ein badoo Fakeprofil mit Fotos der selben Darstellerin http://badoo.com/0216092434 [highlight]28 jahre alte frau.: Möchte heute mit einem Mann ([highlight]30 bis 55[/highlight]) sich verabreden Ich denke, um uber mich zu sagen, uns ist es mehr Zeit notwendig, um einander zu studieren. Ich hoffe, dass im Verlauf des Dialoges du mich studieren wirst, und ich werde dich studieren. Ich werde aufrichtig mit Ihnen, und ich werde auf Ihre Fragen wahr antworten! Jetzt suche ich den geliebten Menschen, und ich wunsche, die Familie, der Kinder und des Mannes zu finden!!! Uber meine Interessen werde ich Ihnen im Verlauf unserer Korrespondenz sagen, in der ich hoffe, dich zu finden!!! Da du weist, dass ich den Mann und den Vater unserer zukunftigen Kinder suche, und ich bin endlich will ich, dass der Mann zart, gut, teilnahmsvoll ist. Ich will, dass er das familiare Gluck will, da es von mir gesucht wird, ich will es ist sehr dringend. Ich hoffe, dass unsere Interessen und die Sehenswurdigkeiten ubereingestimmt haben. Jenes dass war es entschlossen und ist verantwortlich. Und der naturlich gute Liebhaber!!! Familienstand: Ich bin in einer offenen Beziehung Aussehen: 168cm (5'6"), 54kg (119Lbs), sportlich gebaut, und habe schwarzes Haar und braune Augen. Arbeit: Verkoper. Ich verdiene wenig. Anna Werykina « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:44:38 von Administrator » « Antwort #9 am: 12,Mär,2011, 14:52:16 » Sie ist ein richtiges Stehaufweibchen - gestern gelöscht - heute wieder neu! Fix noch ein Umzug gemacht http://badoo.com/0217370580 28 jahre alte frau. Möchte heute mit einem Mann (35 bis 50) sich verabreden ........ wie zuvor « Letzte Änderung: 16,Jul,2019, 19:45:13 von Administrator »
de
q-de-2214
Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)?
Der Internationale Währungsfonds (IWF; , IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA. Hauptaufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Überwachung der Geldpolitik und technische Hilfe. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank haben ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse, das auf der damals mit Gold gedeckten Leitwährung US-Dollar beruhte. Sie waren als internationale Steuerungsinstrumente geplant, mit denen eine Wiederholung der Währungsturbulenzen der Zwischenkriegszeit und der Fehler des Goldstandards aus den 1920er Jahren verhindert werden sollte. Beide Organisationen werden daher als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Die Kreditvergabe des IWF ist an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Anders als der IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Der IWF hat zurzeit (Stand Februar 2022) 190 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,50 %, Japan 6,14 %, China 6,08 %, Deutschland 5,31 %, Frankreich 4,03 %, Vereinigtes Königreich 4,03 % und Italien 3,02 %. Von den deutschsprachigen Ländern haben außerdem Luxemburg 0,29 %, Österreich 0,81 %, die Schweiz 1,17 % und Belgien 1,30 % Stimmenanteile. Beschlüsse müssen im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden. Dadurch verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität. Geschichte Vor dem Hintergrund der negativen währungspolitischen Erfahrungen in den 1930er Jahren verhandelten insbesondere Großbritannien (Keynes-Plan) und die USA (White-Plan) über ein neues internationales Währungssystem, das schließlich mit der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire, erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944, wo sich John Maynard Keynes mit dem von ihm entwickelten Keynes-Plan gegen den von den USA bevorzugten White-Plan nicht durchsetzen konnte. Als institutionelles Zentrum des neuen Systems wurde der IWF im Dezember 1945 durch eine internationale Übereinkunft gegründet. Einige zuvor exklusiv nationale Entscheidungsrechte wurden auf ihn übertragen. Er nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Nach einem Beschluss des Bundestages vom 28. Juli 1952 trat die Bundesrepublik Deutschland dem IWF am 14. August 1952 bei. Organisation Der IWF hat etwa 2700 Mitarbeiter aus 147 Staaten. Der IWF wird von einem geschäftsführenden Direktor geleitet und verfügt über folgende Organe: Gouverneursrat (Board of Governors) als oberstem Gremium, bestehend aus einem Vertreter (Governor) je Mitgliedstaat – meist der Finanzminister oder (seltener) der Leiter der Zentralbank. Die Stimmen sind je nach Mitgliedstaat gewichtet, wobei in erster Linie die Quote das Stimmgewicht jedes Staates bestimmt. Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (International Monetary and Financial Committee, IMFC) als Beratungsgremium für den Gouverneursrat, bestehend aus Vertretern der Länder oder Ländergruppen, die im Exekutivdirektorium vertreten sind Exekutivdirektorium (Executive Board) als Gremium, das die Tagesgeschäfte des Fonds führt. Es besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stimmgewichte jedes Exekutivdirektors sind nach den Stimmanteilen der von ihm vertretenen Staaten gewichtet. Entwicklungsausschuss (Development Committee) als Beratungsgremium für entwicklungspolitische Fragen IWF-Verwaltungsgericht (IMF Administrative Tribunal) als Gericht, das über arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen IWF und seinen Mitarbeitern entscheidet (wegen der Immunitäten und Privilegien des IWF als internationaler Organisation unterliegen die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter nicht nationalem Arbeitsrecht) Geschäftsführende Direktoren Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird. Liste der geschäftsführenden Direktoren (englisch Managing Director): Im Jahr 2000 gelangte mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF. Im März 2004 trat Köhler vorzeitig zurück, nachdem er von CDU, CSU und FDP als Kandidat für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004 nominiert wurde. Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen. Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt. Am 18. Mai 2011 trat Strauss-Kahn infolge eines Vergewaltigungsvorwurfs zurück; der stellvertretende geschäftsführende Direktor John Lipsky übernahm vorübergehend das Amt. Ende Juni 2011 wählte der IWF Christine Lagarde als Nachfolgerin. Sie trat ihren Posten am 5. Juli 2011 an. Nachdem Lagarde im Juli 2019 von den EU-Staats- und -Regierungschefs als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen wurde, stellte sie ihr Amt als IWF-Präsidentin vorübergehend ruhend und trat am 12. September 2019 zurück. Interimistisch führte der US-Amerikaner David Lipton die Agenden des IWF-Präsidenten aus. Am 2. August 2019 nominierten die Finanzminister der Europäischen Union die Bulgarin Kristalina Georgiewa als Kandidatin für das Amt der geschäftsführende Direktorin. Anfang September 2019 stimmte der Gouverneursrat des IWF einer Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt in der Satzung verankerten Altersgrenze von 65 Jahren für die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren zu. Damit konnte die zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Kristalina Georgiewa am 25. September 2019 durch das Exekutivdirektorium als geschäftsführende Direktorin ernannt werden. Sie trat das Amt zum 1. Oktober 2019 an. Stellvertretende geschäftsführende Direktoren Von 1949 bis 1994 gab es einen stellvertretenden geschäftsführenden Direktor (englisch Deputy Managing Director), 1994 wurden drei stellvertretende geschäftsführende Direktoren eingeführt und zurzeit gibt es vier stellvertretende geschäftsführende Direktoren. Liste ehemaliger stellvertretender geschäftsführender Direktoren, wobei erste stellvertretende geschäftsführende Direktoren (englisch First Deputy Managing Director) durch den Zusatz „(1.s.g.D.)“ gekennzeichnet sind: Stellvertretende geschäftsführende Direktoren sind zurzeit: Geoffrey Okamoto (seit dem 1. März 2020, erster stellvertretender geschäftsführender Direktor) Antoinette Sayeh (seit dem 25. Februar 2020) Mitsuhiro Furusawa (seit dem 2. März 2015) Tao Zhang (seit dem 22. August 2016) Sonstige Führungskräfte Seit Beginn des Jahres 2019 hat die indisch-amerikanische Volkswirtin Gita Gopinath, die zuvor Inhaberin des John-Zwaanstra-Lehrstuhls für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre an der Harvard University war, als Nachfolgerin von Maurice Obstfeld das Amt der Chefökonomin des IMF inne. Sie ist die erste Frau auf dieser Position. Mitgliedstaaten 190 Staaten sind Mitglied im IWF, darunter alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen außer Kuba, Liechtenstein, Monaco und Nordkorea. Kosovo, welches kein Mitglied der UN ist, trat 2009 dem IWF bei. Als 189. Mitgliedsstaat wurde zum 12. April 2016 der Inselstaat Nauru aufgenommen. Andorra trat dem IWF am 16. Oktober 2020 als 190. Mitgliedsstaat bei. Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten Im Oktober 2010 haben die G20-Finanzminister beschlossen, dass die Stimmanteile der zu der Zeit 187 Mitgliedstaaten zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern umverteilt und die flexibel verfügbaren Finanzmittel des Fonds verdoppelt werden sollen. Dies sei „die wichtigste Reform der IWF-Führung seit seiner Gründung“, so der damalige geschäftsführende Direktor Dominique Strauss-Kahn. Die Reformen traten im Januar 2016 in Kraft. Laut der Satzung des IWF muss dessen Sitz im Land mit den meisten Stimmrechten unterhalten werden. Der Stimmenanteil der 19 Euro-Staaten beträgt 21,43 Prozent. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten ihre Stimmen zusammenfassen. Anteile und Stimmrechte sowie Gouverneure der Mitgliedstaaten mit den zwanzig größten Stimmenanteilen (Stand Februar 2022): Aufgaben und Ziele Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen – der IWF ist also Kreditgeber letzter Instanz. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR). Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Rumänien (2008), Argentinien, Griechenland und Irland (2010). Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports sowie Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen. Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedstaaten. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt. Ziele Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Ausweitung des Welthandels Stabilisierung internationaler Finanzmärkte Vergabe kurzfristiger Kredite zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten Überwachung der Geldpolitik Sicherung des laufenden internationalen Zahlungsverkehrs vor staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs Technische Hilfe Beteiligung an Maßnahmen des Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes Mittel zur Zielerreichung Jeder Mitgliedstaat bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich: die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung) die Sonderziehungsrechte (Abkürzung SZR; Inanspruchnahme eines Kredites) das Stimmrecht eines Landes im IWF Umfang der Kreditvergabe Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dies bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet. Ein SAP könnte z. B. so aussehen: Kürzung von Staatsausgaben Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports Liberalisierung des Bankenwesens Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation) Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsstaat hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen darf der Mitgliedstaat mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken. SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt. Für die SZR müssen Zinsen an den Fonds bezahlt werden. SZR erweitern die internationale Liquidität beträchtlich. Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht. Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkaufen daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR. Konditionalität Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedstaaten auslöste. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden die Kredite abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelshemmnissen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956 und an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt. Konditionalität war eine Initiative der USA, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWF. Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten. Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt. Kreditnehmer In der „Sterlingkrise“, einer Währungskrise von März bis November 1976, fiel das Britische Pfund trotz hoher Standby-Kredite der anderen Zentralbanken an die Bank of England von über 2 bis auf 1,56 US-Dollar. Trotz großer Bemühungen des Premierministers James Callaghan musste Großbritannien Hilfe des IWF in Anspruch nehmen und zusagen, dessen Auflagen zu erfüllen. Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise war Großbritannien einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-by-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William E. Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit. Nach Ansicht des Geographie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht widersprechen viele Fachleute (zum Teil massiv), denn der IWF sei ein Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Größte Kreditnehmer Die 10 größten Kreditnehmer des IWF waren im Jahr 2020 laut Daten der Weltbank: Bewertung Dem IWF wird vorgeworfen, durch die an die Kreditvergabe geknüpften Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören. Für Kritiker gelten „die geforderten Sparprogramme und Einschnitte in Sozialprogramme […] für die Menschen in Entwicklungsländern [als] unzumutbar und [seien zudem] für das Wachstum schädlich.“ Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und ehemalige Chefökonom der Weltbank Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für die seiner Meinung nach „blinde“ Verfolgung des Washington Consensus und das Vorgehen der Organisation während der Überführung der osteuropäischen Zentralverwaltungswirtschaften in marktwirtschaftliche Systeme. Der damalige Chefökonom des IWF, Kenneth S. Rogoff, antwortete in einem offenen Brief auf Stiglitz’ Kritik. William Easterly wirft dem IWF fehlende Legitimation und Rechenschaftspflichten vor. Ursächlich sei der durch das Bretton-Woods-Abkommen nicht abgesicherte Aufgabenzuwachs im Zeitablauf. Easterly vertritt zudem die These, dass die Strukturanpassungs- und Transformationspolitik des Internationalen Währungsfonds den betroffenen Volkswirtschaften eher geschadet als genutzt habe. Insbesondere von globalisierungskritischen Bewegungen wird dem IWF ein Demokratiedefizit attestiert. Der IWF sei letztlich ein Machtinstrument der reichen Industrienationen, Entwicklungsländer hätten hingegen im IWF zu wenig Einfluss. Auf der konservativen Seite wird diese Dominanz oft damit gerechtfertigt, dass die hochindustrialisierten Länder den IWF finanziell stärker tragen würden (money buys votes). Wie allerdings der IWF selbst 2001 feststellte, werden seine eigenen administrativen Ausgaben und Ziel-Unternehmensergebnisse effektiv nicht von den hoch industrialisierten Gläubigerstaaten finanziert, sondern von den Schuldnerstaaten. Zahlten 1982 die Schuldnerstaaten noch etwa 28 % und die Gläubigerstaaten 72 % der IWF-Beiträge, so glich sich dieses Verhältnis in den 1990er Jahren aus und drehte sich bereits 2002 um, sodass die Schuldnerstaaten nun 75 % und die Gläubiger 25 % beitrugen. 2010 kamen die G 20 auch darin überein, einigen Schwellenländern im IWF mehr Stimmrecht zuzubilligen; nach der Einzahlung der Quotenerhöhungen durch diese Länder soll die Revision der Quoten auf der Jahresversammlung 2017 vorgenommen werden. Der Vorwurf des Demokratiedefizits betrifft in einem anderen Sinne auch die Unterstützung „pro-westlicher“ und/oder antikommunistischer Militärdiktaturen insbesondere zur Zeit des Kalten Kriegs; genannt werden können hier z. B. Mobutu in Zaire, Pinochet in Chile, Ceausescu in Rumänien, die Anti-Goulart-Putschisten in Brasilien etc. Die IWF-Maßstäbe sind tatsächlich indifferent gegenüber demokratischen Normen (etwa Menschen- und Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Arbeitsrechten und sozialen Mindeststandards), insofern ihm diese nicht als explizite Orientierungsgrundlage dienen, somit im Zweifelsfall sogar noch als Hindernisse bei der Umsetzung der währungspolitischen Ziele mittels Strukturanpassungsmaßnahmen gelten können. Zur Verteidigung der IWF-Politik wird zwar häufig vorgebracht, dass seine Maßnahmen ökonomische Stabilität gewährleisteten und jene eine Bedingung funktionierender Demokratien darstellten. Damit kontrastieren aber die zahlreichen faktischen Beispiele von Ländern, die, vormals demokratisiert, im Zuge der Gewährung von IWF-Krediten diktatorischer und instabiler wurden. Im Zusammenhang mit der sich seit 2008 verschärfenden Staatsschuldenkrise in Griechenland ist der IWF unter Druck geraten. Der IWF berichtet selbst über Fehler bei der Rettung Griechenlands. So habe man auch eigene Kriterien gebeugt, um Hilfe zu ermöglichen. Die IWF-Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh stellten in einem Working Paper fest, dass eine wissenschaftliche Fehlannahme in einigen hoch verschuldeten Staaten der EU dazu beigetragen hat, die Schuldenkrise noch zu verschärfen. „Konkret wurde konstatiert, dass ein durch Ausgabensenkungen gesparter Euro das Bruttoinlandsprodukt kaum beeinträchtigen würde – tatsächlich reduzierte es sich aber um 1,5 Euro pro gesparten Euro.“ Jean Ziegler kritisiert das der IWF immer dieselben Reformen verordnet: Steuerdisziplin, „Haushaltstransparenz“, Liquidierung der öffentlichen Dienste (namentlich Krankenhäuser und Schulen müssen rentabel werden), Privatisierung der nationalen Ressourcen und Industrien. Dabei würde vor allem darauf geachtet das kein internationaler Spekulant seine ursprüngliche Einlage verliert. Die Folgen seien regelmäßig die Verarmung der Bevölkerung. Jedoch würden die Angestellten des IWF die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nehmen und seien . Die meisten wohnen in den eleganten Vororten Washingtons und haben an amerikanischen Hochschulen studiert und seien Gefangene des monetaristischen Dogmas das dort gelehrt würde. Die nehmen sie höchstens hinter den getönten Scheiben ihrer Regierungslimousinen wahr, wenn sie nur für wenige Tage in den betroffenen Ländern in Luxushotels wohnen und sich nur mit ausgesuchten Führungspersonen treffen. Der IWF soll Privilegierten geholfen haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. So gab es eine Liste der 2600 Schwarzgeldkonten von Griechen bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC. „Doch an diesem Punkt“, so berichtet die Anwältin und heutige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou, machte die Troika keinen Druck. „Im Gegenteil, der IWF-Vertreter im Finanzministerium hat den Beamten sogar abgeraten, diese Fälle zu untersuchen“, erfuhr sie von Zeugen in einem Untersuchungsausschuss zum Thema. Publikationen Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“ Seit März 1996 veröffentlicht der IWF vierteljährlich die Zeitschrift Finance and Development. Literatur Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4. Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin. 2003, ISBN 3-936846-54-5. Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. 54, 3(2003), S. 268–287. Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO. ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X. Filme Das Weltgericht von Bamako, Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover Weblinks Website des Internationalen Währungsfonds (mehrsprachig) Deutschsprachige Informationen (Stand: 2000) Attac: 60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds (Völkerrechtlicher Vertrag) Einzelnachweise UN-Sonderorganisation Internationale Organisation (Washington, D.C.) Internationale Wirtschaftsorganisation Gegründet 1945
In der heutigen Zeit wird die Welt Zeuge eines besorgniserregenden Anstiegs von Naturkatastrophen. Gemäß spiritueller Forschung ist die Hauptursache der vermehrt auftretenden Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Fluten und Vulkanausbrüche, ein zyklischer Prozess, der im Laufe der Zeit im Universum stattfindet. Die Naturkatastrophen, die wir bisher erlebt haben, sind nur der Anfang einer zerstörerischen Phase, die über die nächsten 5 Jahre bis 2023 an Intensität zunehmen wird. In der zerstörerischen Phase wird sich auch der Dritte Weltkrieg ereignen, wo es einen großen Verlust von Menschenleben geben wird. Der einzige Weg, diese schwierigen Zeiten zu überleben, ist Spiritualität zu betreiben. Dieser Artikel wurde erstmals im Jahre 2007 veröffentlicht und wurde im Juni 2019 aktualisiert. Zum besseren Verständnis dieses Artikels ist es empfehlenswert, dass sie sich mit folgenden grundlegenden Artikeln vertraut machen: Sattva, Raja und Tama, die drei feinstofflichen Grundkomponenten des Universums Die fünf Absoluten Kosmischen Prinzipien 1. Die zunehmende Intensität von Naturkatastrophen 2. Was verursacht Naturkatastrophen und Klimawandel? 3. Die 3 feinstofflichen Komponenten und Zyklen 3.1 Beispiel eines Mikrozyklus – Tag und Nacht 3.2 Die Auswirkungt des Zyklus auf die Menschen 4. Stellenwert negativer Wesenheiten im Klimawandel 5. Tragweite von Kohlendioxid im Klimawandel 6. Hauptursache von globaler Erwärmung 7. Ende eines Zyklus und Zerstörung aufgrund von Naturkatastrophen 8. Umfang der Zerstörung aufgrund von Klimawandel und Drittem Weltkrieg 8.1 Art der Naturkatastrophen, die zur Zerstörung beitragen 8.2 Wann beginnt das Klima wieder normal zu werden? 9. Biologische Katastrophen 10. Negatives kollektives Schicksal 11. Was können wir dagegen tun? 12. Quellennachweise Über das letzte Jahrhundert hat die Welt einen Anstieg in der Anzahl und Intensität von Naturkatastrophen weltweit erlebt. Wir haben die furchteinflößende Kraft der Natur, durch die Medien und für manche von uns durch eigene Erfahrung, gesehen. In jüngster Vergangenheit ereigneten sich Naturkatastrophen aufgrund von Tsunamis in Südostasien und Japan, Erdbeben in Pakistan, Haiti und China sowie Hurrikane, wie Katrina und andere in Nord- und Zentralamerika. Diese Katastrophen haben noch nie dagewesene Verwüstung und großen Verlust von Leben angerichtet, die sich, aufgrund ihres Ausmaßes, in unserem Geist eingeprägt haben. Kann es schlimmer werden? Und wenn ja, wieviel Zeit haben wir? Kann man irgendetwas dagegen tun? Das folgende Diagramm zeigt, dass die Anzahl der Katastrophen global zugenommen hat und dies trifft vor allem auf die letzten zwei Jahrzehnte zu. Die Anzahl der geophysischen Katastrophen auf der Oberfläche der Erde, wie Erdbeben, Erdrutsche und Vulkanausbrüche, ist seit den 1970ern einigermaßen stabil. Die Anzahl der klimabedingten Katastrophen hat sich jedoch enorm erhöht. Genau genommen wird der Klimawandel als Existenzbedrohung für die Menschheit angesehen, gleich nach einem ausgewachsenen Atomkrieg. Die Mehrheit der Wissenschaftler auf der Welt bezieht die klimatischen Veränderungen auf die Tatsache, dass die Erde wärmer wird (siehe obiges Diagramm), hauptsächlich auf vorher nie beobachtete Anstiege von Treibhausgasen, wie Kohlendioxid, Methan und Stickoxide. Im Jahr 2013 überstiegen die Kohlendioxid Werte zum ersten Mal 400 Teile pro Millionen (ppm). Diese Aufwärtsentwicklung führte zu 411 ppm, die im Mai aufgezeichnet wurden (NASA, 2019). Demgegenüber haben die atmosphärischen Konzentrationen von Kohlendioxid, vor Beginn des Industriezeitalters, in Teilen pro Millionen (ppm) seit den letzten 800.000 Jahren zu keiner Zeit 300 ppm überschritten. Dies begründet sich auf EPICA (Eisbohrkern) Daten (siehe unteres Diagramm) (Lindsey, 2018). Die atmosphärische Konzentration von CO2 ist seit dem vorindustriellen Zeitalter (n. Chr. 1000 – 1750) mit ungefähr 280 Teilen pro Million (ppm) auf die heutige mit mehr als 400 ppm (Lindsey, 2018), dramatisch angestiegen. Die Vereinten Nationen nahmen Kenntnis von dieser alarmierenden Entwicklung und haben den Internationalen Ausschuss über Klimawandel (IPCC) gegründet, um die Wissenschaft, bezogen auf den Klimawandel, zu beurteilen. Das IPCC führt keine eigenen Forschungsarbeiten durch. Allerdings bestimmt das IPCC durch seine Beurteilungen den Wissensstand über den Klimawandel. Es ermittelt, wo es Übereinstimmung in der Wissenschaftlergemeinde gibt bei Themen, die sich auf den Klimawandel beziehen und wo weitere Forschung notwendig ist. Eine der Hauptfragen ist, ob der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Darüber hat der Ausschuss folgendes Urteil verlauten lassen. Es wurde menschlicher Einfluss bei der Erwärmung der Atmosphäre und des Ozeans, bei Veränderungen im globalen Wasserkreislauf, bei Reduzierungen von Schnee und Eis, beim Anstieg des globalen mittleren Meeresspiegels und bei Veränderungen einiger extremer Klimabedingungen festgestellt. Dieser Beweis für den menschlichen Einfluss ist seit AR4 gewachsen. Es ist sehr wahrscheinlich (95%-100%), dass der menschliche Einfluss die vorherrschende Ursache für die beobachtete Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts darstellt. – Der fünfte Untersuchungsreport (AR5) der Vereinten Nationen des Internationalen Ausschusses über Klimawandel (IPCC), finalisiert im Jahre 2014 Skeptiker der Klimawandeltheorie argumentieren, dass es keinen eindeutigen Beleg über das Ausmaß der Beziehung zwischen Menschen, globaler Erwärmung und Klimawandel gibt. Was bewirkt also den Klimawandel und warum nimmt die Zahl an Naturkatastrophen und an Intensität zu? Da dies ein Phänomen ist, dass globale Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, hat SSRF zusammen mit der Maharshi Universität für Spiritualität spirituelle Forschung durchgeführt, um die Grundursachen des Klimawandels und der steigenden Intensität von Naturkatastrophen zu ermitteln. Wenn Klimawissenschaftler den Klimawandel untersuchen, konzentrieren sie sich hauptsächlich auf physische Ursachen und physische Lösungen. Demgegenüber bedient sich spirituelle Forschung beim Analysieren des Klimawandels einer ganzheitlichen Herangehensweise. Es umfasst alle drei Dimensionen (d. h. die physische, psychologische und spirituelle), um die dem Klimawandel und der steigenden Intensität und Häufigkeit von Naturkatastrophen zugrundeliegenden Ursachen zu analysieren und zu untersuchen. Das folgende Diagramm erklärt die Grundursachen hinter dem Klimawandel, wie sie durch spirituelle Forschung ermittelt wurden. Durch spirituelle Forschung wurde herausgefunden: Menschen selbst sind für nur zu 2 Prozent der Ursachen für den Klimawandel verantwortlich. Physische Ursachen menschlichen Ursprungs schließen das Verbrennen von fossilen Brennstoffen, Abholzung, usw. ein. Psychologische Ursachen schließen Persönlichkeitsfehler von Menschen ein. Spirituelle Ursachen schließen ein in den Menschen vorherrschendes hohes Ego, einen Mangel an Spiritueller Praxis gemäß den universellen Prinzipien, ein niedriges durchschnittliches spirituelles Niveau der Menschheit, usw. ein. 98% der Grundursachen hinter dem Klimawandel sind auf zyklische Veränderungen, die in der Region des Universums um die Erde herum stattfinden, zurückzuführen. Diese zyklischen Veränderungen umfassen auch die Auswirkung des Zyklus auf die Menschen, die Umgebung und auch auf feinstoffliche Wesenheiten in der unsichtbaren Welt, die auch als die spirituelle Dimension bekannt ist. Der ungünstige Teil dieses jetzigen Zyklus bringt sie dazu, sich auf eine Weise zu verhalten, die anders ist, als wie sie sich gewöhnlich verhalten würden. Aber was genau bedeutet dies? Lassen Sie uns versuchen, dies detaillierter zu verstehen. Das Universum durchläuft seit seiner Schöpfung bis hin zu seiner Auflösung 4 Hauptzeitalter. Wir befinden uns derzeit im 4. Zeitalter, bekannt als Kaliyug oder das „Zeitalter der Zwietracht“. Das Markenzeichen dieses derzeitigen Zeitalters ist, dass es im Vergleich mit den vorherigen Zeitaltern ein höheres Ausmaß spiritueller Verunreinigung (unten erklärt) aufweist. Die Hauptzeitalter bestehen auch aus Mini-Zeitaltern oder Mini-Zyklen des Universums. Die Jahre 1999-2023 zeigen das Ende eines Mini-Zyklus in der Region des Universums um die Erde herum an. 2024 ist das Jahr, welches mit dem neuen Zyklus beginnt. Jeder Zyklus durchläuft Phasen der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Ein Zyklus ist grundsätzlich spiritueller Natur und wird von Veränderungen in der Proportion der 3 feinstofflichen Komponenten des Universums verursacht. Die drei feinstofflichen Grundkomponenten – Sattva, Raja und Tama sind die grundlegendsten Bestandteile der Schöpfung. Sie sind Modernen Wissenschaften unbekannt, und durchdringen alle lebendigen und nicht lebendigen, greifbaren und nicht greifbaren Dinge. Sattva steht für Reinheit und Wissen, Raja steht für Aktion und Tama steht für spirituelle Unwissenheit und Trägheit. Wenn es einen Anstieg in der Sattva Komponente gibt, führt dies zu Wohlbefinden und Ausgeglichenheit in den Wettermustern. Wenn es einen Anstieg oder eine Verbreitung der Raja-Tama Komponenten gibt, kommt es zu Instabilität und es führt möglicherweise zu etwas Unheilvollem oder zu Zerstörung. Ein Anstieg in der Proportion der Tama Komponente hat spirituelle Verunreinigung zur Folge. Die Raja Komponente verleiht entweder der Sattva oder der Tama Komponente Schwung. Wenn es einen Anstieg in Raja-Tama gibt, führt es zur Verbreitung von spiritueller Verunreinigung oder der Tama Komponente. Sogar innerhalb eines Tages wird ein Zyklus durchlaufen, wie früher Morgen, an dem die Sonne aufgeht und sich danach zum späten Morgen entwickelt, früher Nachmittag, später Nachmittag, Dämmerung, Abend und Nacht. Der Zyklus ist vollendet, wenn die Morgendämmerung den folgenden Tag anbricht. Jeder dieser Tagesabschnitte hat seine eigenen physischen und spirituellen Eigenschaften. Das Verhalten einer Person verändert sich auch aufgrund der Tageszeit. Am Morgen fühlen wir uns danach, aufzustehen und wir fühlen uns frisch, wach und bereit zu arbeiten. Am Nachmittag sind wir lethargischer. Am Abend fühlen wir uns danach, auszugehen und uns zu vergnügen oder wir fühlen uns danach, abzuschalten. Es ist wahrscheinlicher, dass Menschen in der Nacht disziplinloses Verhalten zeigen. Statistiken zeigen auf, dass Gewaltkriminalität, begangen von Erwachsenen, ihren Höchststand um 21-22 Uhr erreicht und um 6 Uhr am niedrigsten ist (ojjdp.gov). Bei voranschreitender Nacht sind wir müde und möchten schlafen. Somit hat die Tageszeit auch eine Auswirkung auf unser Verhalten. Genauso wie die Nachtzeit (die das Ende eines täglichen Zyklus anzeigt) das Verhalten der Menschen negativ beeinflusst, beeinflusst es das menschliche Verhalten negativ, wenn das Ende eines Mini-Zyklus stattfindet. Am Anfang eines Zyklus ist die Sattva Komponente verhältnismäßig größer und daher herrscht Frieden und Wohlsein vor. Demgegenüber bedeutet es automatisch, wenn irgendein Zyklus des Universums endet, dass die Proportion der Raja-Tama Komponenten in der Umgebung gestiegen ist, verglichen mit anderen Zeiten in dem Zyklus. Dies hat eine nachteilige Auswirkung auf die Menschen und die Umwelt. Lassen Sie uns für ein größeres Verständnis zum Mikrozyklus von Tag und Nacht zurückkommen, der vorher besprochen wurde. Bei Tagesanbruch ist die feinstoffliche Sattva Komponente dominant und er gilt als einer der spirituell reinsten Anteile des Tages. Aufgrund dessen sind die Aktivitäten der Menschen am Morgen verhältnismäßig sattvischer, verglichen mit dem Rest des Tages. In der Nacht ist jedoch die Tama Komponente in der Umgebung vorherrschend, die das Verhalten der Menschen nachteilig beeinflusst. Menschen neigen dazu, sich in der Nacht tamasikeren Aktivitäten hinzugeben. Am Ende eines Zyklus, wie dem, den die Welt derzeit durchläuft, bringt das erhöhte Niveau an spiritueller Unreinheit Menschen dazu, rundum unangemessen zu handeln (Menschen handeln viel angemessener, wenn die Umgebung spirituell positiv ist). Erd- und Wasserexperiment SSRF und die Maharshi Universität für Spiritualität führten eine Studie über die feinstofflichen Aspekte von Erd- und Wasserproben aus aller Welt durch. Die Ergebnisse deckten den derzeitigen Zustand der Welt auf. Bis zum 1. Juni 2019 wurden 293 Erdproben und 287 Wasserproben aus 26 Ländern genommen. Die Proben wurden bezüglich ihrer feinstofflichen Eigenschaften unter Verwendung eines Aura- und Energiescanners gemessen. Bei über 80% der Erd- und Wasserproben außerhalb Indiens wurden negative feinstoffliche Schwingungen ermittelt. Es gibt auch massive Anzeichen dafür, dass die Negativität in den Proben mit der Zeit steigt. Diese Ergebnisse bestätigen die Erkenntnisse der spirituellen Forschung, dass die spirituelle Umweltverschmutzung aufgrund eines erhöhten Anteils der Tama-Komponente zunimmt. Lesen Sie mehr über die spirituelle Forschung, die über Erde und Wasser (erscheint demnächst) durchgeführt wurde. Am unteren Ende eines Zyklus können starke negative Wesenheiten aus der spirituellen Dimension auch eine große Rolle spielen. Die spirituell verunreinigte Umgebung am unteren Ende eines Zyklus macht es für negative Wesenheiten leichter, die Gesellschaft zu kontrollieren und sie tun dies hauptsächlich aufgrund der Persönlichkeitsfehler der Menschen. Negative Wesenheiten verschärfen das schlechte Verhalten zu ihrem Vorteil und erhöhen daher die Tama Komponente. Dies ist der Hauptgrund warum die Welt in ihrem jetzigen Zustand ist: Die wirkungsvolle Kombination des unteren Endes eines Zyklus, kombiniert mit negativen Wesenheiten und den Persönlichkeitsfehlern der Menschen. Das begründet auch, warum die Menschheit die Umwelt und das einzige Zuhause, welches sie hat, den Planeten Erde, vernachlässigt und missbraucht hat. Somit tragen Menschen, ohne den Einfluss des Zyklus, nur zu 2% der Ursache für den Klimawandel bei. Die Menschheit wird allerdings, unter dem Einfluss des Endes eines Zyklus und angetrieben von negativen Wesenheiten, zu einem bedeutenden Medium auf physischer Ebene, durch welches globale Erwärmung und Klimawandel stattfindet. Während der Klimawandel in erster Linie auf zyklischen Gründen beruht, ist zu beachten, dass der Wirkungsmechanismus auf der physischen Ebene vom Menschen ausgeht und dies zu 98% der Ursachen des Klimawandels beiträgt Zuvor hatten wir die erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre aufgezeigt, die auf über 400 ppm angestiegen ist. Wissenschaftler erklären, dass Kohlendioxid (CO2) das primäre Treibhausgas in der Atmosphäre ist, das größtenteils für die durchschnittliche Erwärmung über die letzten paar Jahrzehnte verantwortlich ist (ucsusa.org, 2017). Klimaskeptiker verharmlosen die Konsequenzen vom menschengemachten (von menschlichen Aktivitäten verursachtem) Klimawandel, indem sie behaupten, dass der Kohlendioxidausstoß für die Vegetation des Planeten positiv ist. Nach diesem Argument sind Pflanzen auf Kohlendioxid angewiesen, um zu überleben und wenn die Atmosphäre mehr von dem Gas enthält, könnte es das Pflanzenwachstum stimulieren. Fragen über die Rolle von CO2 im Klimawandel und Antworten durch spirituelle Forschung. 1. Beeinflusst der massive Anstieg an CO2 den Planeten und den Klimawandel? 2. Ist dies die Hauptursache des Klimawandels? Antwort: Nur wenn wir es von einem rein physischen Standpunkt betrachten. Sonst begründet es sich hauptsächlich durch zyklische Veränderungen. 3. Ist der Anstieg an CO2 Werten ausschließlich vom Menschen verursacht? Antwort: Nein. 70% des CO2 Anstiegs sind aufgrund von feinstofflichen Gründen und 30% sind vom Menschen verursacht. Die 30%, die auf den Menschen zurückzuführen sind, bestehen aufgrund von physischen und psychologischen Ursachen. Dieses Verhältnis kann jedoch über die Zeit variieren. Die letzten fünf Jahre – von 2014 bis 2018 – sind die wärmsten Jahre, die je in den 139 Jahren, in denen die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die globale Wärme rückverfolgt hat, aufgezeichnet wurden. Das Jahr 2016 war das heißeste Jahr, das je mit 0,98° Celsius über dem Mittelwert von 1951 bis 1980 aufgezeichnet wurde (NASA, Global temperature, 2018). Das IPCC hat Länder dazu angehalten, den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5°C über vorindustriellen Niveau zu begrenzen, da oberhalb dieses Temperaturanstiegswertes verheerende klimatische Konsequenzen eintreten könnten (IPCC, 2018). Auf physischer Ebene führen Wissenschaftler diese globale Erwärmung auf physische Ursachen zurück, welche sich hauptsächlich als Treibhauseffekt zeigt. Wenn wir die Ursachen jedoch mittels spiritueller Forschung analysieren, dann stellt sich das Verhältnis der Hauptursachen aus den drei Dimensionen folgendermaßen dar. 67% – Aufgrund von zyklischen (feinstofflichen/spirituellen) Gründen mit den Raja und Tama Komponenten, die das Absolute Feuer Prinzip beeinflussen. 33% – Aufgrund von Menschen, die ihre Denkvorgänge inkorrekt nutzen und die Umwelt durch Emissionen, Abholzung etc. misshandeln. Es umfasst auf psychologischer Ebene auch die spirituelle Unreinheit, verursacht durch die Persönlichkeitsfehler der Menschen. 0% – Physische Gründe. Die physischen Gründe liegen bei einem Wert von null Prozent, weil die Hauptursache der physischen Probleme in den inkorrekten Denkprozessen (auf psychologischen und intellektuellen Ebenen) der Menschen liegt. Einige Menschen mögen denken, dass 1,5°C nicht so hoch sind. Um die Auswirkung mit einer Analogie zu veranschaulichen, es ist vergleichbar, wenn ein Mensch Fieber bekommt. Wenn die Körpertemperatur eines Menschen 38°C ihrer normalen Temperatur von 37°C überschreitet, geht man davon aus, dass sie Fieber hat. Der Anstieg von nur 1°C veranlasst sie dazu, sich erbärmlich zu fühlen. Das Ende eines Zyklus gipfelt in höheren Ausmaßen der Zerstörung, bevor ein neuer Zyklus beginnen kann. Wenn ein Anstieg in der Tama Komponente stattfindet, beeinflusst es die Absoluten Kosmischen Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther negativ. Diese Kosmischen Elemente sind die Bausteine der Natur und erhalten die Welt und das Wetter, wie wir es kennen. Wenn das Wasser Element beeinflusst ist, erschafft es Fluten, Tsunamis oder Wassermangel, welcher zu Dürre führt. Wenn das Feuer Element negativ beeinflusst ist, führt es zu einem Anstieg an extremen Hitzewellen, Vulkanaktivitäten, Flächenbränden oder extremer Kälte (was eine Abwesenheit von Hitze ist). Auf diese Weise wird Zerstörung durch die Absoluten Kosmischen Elemente bewirkt und diese Zerstörung ebnet den Weg für den Beginn des neuen Zeitalters/neuen Zyklus. In der folgenden Tabelle sind die Absoluten Kosmischen Elemente und die damit verbundenen Katastrophen dargestellt. Bitte beachten Sie, dass die Ursache von Katastrophen auf eine Kombination von Kosmischen Elementen zurückgeführt werden kann. Menschen können durch ihre Handlungen (physisch/psychologisch/spirituell) nur die niedrigeren kosmischen Elemente wie Erde, Wasser und Feuer beeinflussen. Kosmische Elemente höherem Niveaus sind weniger dafür anfällig, von menschlichem Verhalten beeinflusst zu werden. Die kosmischen Elemente höherer Ebenen wie Luft und Äther sind meistens von zyklischen Veränderungen beeinflusst. Dies kann vielleicht am besten durch eine Analogie zum Frühjahrsputz des Hauses verglichen werden. Wir reinigen unsere Häuser jeden Tag und entfernen ziemlich viel Staub und Schmutz, der sich über den Tag angesammelt hat. Aber alle paar Monate machen wir einen angemessenen Frühjahrsputz, um das Haus komplett zu reinigen. Dies ist genau das, was derzeit passieren wird – der Frühjahrsputz der Erde. Dies geschieht auf zwei Wegen, durch Naturkatastrophen und den Dritten Weltkrieg. Der Unterschied ist, wenn wir unser Haus reinigen, dann ist es meistens nur auf die physische Ebene begrenzt. Wenn Gott die Erde reinigt, liegt der Fokus hauptsächlich auf der spirituellen Reinigung der irdischen Ebene, was der Anstieg von Sattva Komponente und Reduzierung der Tama Komponente bedeutet. Menschen, die viele Persönlichkeitsfehler haben und die vorherrschend Tama sind, fallen solch einer Reinigung zum Opfer. Vergleichsweise, wie man Temperaturen und Trendlinien in der physischen Welt aufzeichnen kann, können Tendenzen und Prognosen auch unter Berücksichtigung physischer, psychologischer und spiritueller Aspekte aufgezeichnet werden. Um unseren Lesern eine Idee von dem Ausmaß der Zerstörung zu geben – der Tsunami, der Asien im Jahr 2004 getroffen hat, verursachte eine Verwüstung, die ungefähr 1/1000stel der Zerstörung beträgt, die sich zwischen 2019 und 2023 ereignen wird. Die Kurve im obigen Diagramm zeigt das zunehmende Ausmaß der Zerstörung in den kommenden Zeiten. Der Grad der Zerstörung, der am Anfang des Diagramms dargestellt ist, ist ein Ergebnis von all der Zerstörung zwischen 1999-2019. Am Ende zeigt sich, dass es ungefähr eine Aufteilung von 50-50 bei der Zerstörung geben wird, die durch Naturkatastrophen und den Dritten Weltkrieg in den nächsten 5 Jahren stattfindet. 70% der Infrastruktur der Welt werden aufgrund vom Dritten Weltkrieg und Naturkatastrophen zerstört sein. Die meisten Städte weltweit werden komplett zerstört sein. Wir haben durch spirituelle Forschung herausgefunden, dass sich ein solches Ausmaß an Zerstörung auf planetarer Ebene zuletzt vor ungefähr 30.000 Jahren ereignete. In den kommenden Zeiten werden mehr Menschen infolge des Dritten Weltkrieges sterben, als durch Naturkatastrophen. Dem ist so, obwohl die physische Zerstörung bei beiden ungefähr gleich sein wird. Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung wird in dieser Zeitspanne umkommen. Wir waren durch spirituelle Forschung in der Lage, ein klareres Verständnis über die Auswirkung von verschiedenen Arten von zu erwartenden Naturkatastrophen zu erlangen. Prozentualer Anteil der gesamten physischen Zerstörung, die dieser Art von Katastrophe zugerechnet werden wird Vulkane 10 Erdbeben 6 Anstieg des Meeresspiegels 3 Überschwemmungen 22 Tropenstürme/Hurrikans 8 Dürren 30 Extreme Hitze 10 Flächenbrände 3 Quelle: Spirituelle Forschung, Juni 2019 Die Wettermuster und Naturkatastrophen beginnen sich nach 2025 zu legen und werden sich in ungefähr 50-60 Jahren, von 2025 an, wieder normalisieren. Während dieser Zeitspanne wird eine neue Generation von Menschen geboren werden, die verhältnismäßig sattvischer sein wird. Ein weiterer interessanter Fakt, den wir durch spirituelle Forschung ermittelt haben, ist, dass die Ursache hinter den meisten tödlichen pathogenen Krankheiten auf der Erde, wie AIDS, Ebola und die Vogelgrippe, aufgrund negativer Wesenheiten höherer Ebenen existieren. Nach 2025, wenn das neue Zeitalter beginnt, wird es kein weiteres Auftreten von neuen tödlichen pathogenen Krankheiten geben. Die Krankheitserreger, die von negativen Wesenheiten erschaffen wurden, werden jedoch auf der Erde bestehen bleiben und für sie müssen Heilmittel gefunden werden. Schicksal ist ein Teil unseres Lebens, der nicht unter unserer Kontrolle ist und sich aufgrund unserer Handlungen aus vorherigen Leben formt. Wenn jemand viele schlechte Dinge in einem vorherigen Leben getan hat, die anderen Schmerz bereitet haben, dann würde das Schicksal in seinem jetzigen Leben aus mehr Leiden und Schmerz bestehen. Es gibt bestimmte Teile unseres Lebens, die von unserem freien Willen kontrolliert sind und wir können diese auf jede Art, die uns gefällt, nutzen. Es gibt allerdings einen weiteren Schicksalsaspekt, der als kollektives Schicksal bekannt ist und gewöhnlich auf Gruppen von Menschen, auf eine Stadt oder auf ein Land gerichtet ist. Aspekt des Lebens Normale Zeiten (%) In den Jahren 2019-2023 (%) Quelle: Spirituelle Forschung, Mai 2019 Wie Sie aus der oberen Tabelle ersehen können, wäre das kollektive Schicksal für eine durchschnittliche Person ungefähr 10%, während ihr individuelles Schicksal 60% ausmacht, und ihr freier Wille betrüge die verbleibenden 30%. Weil wir aber in die Endrunde des Zyklus gehen, wird kollektives Schicksal beginnen, eine größere Auswirkung auf unser Leben auszuüben, was einem Wert von 30% entspricht. Deshalb werden vorbestimmte Ereignisse (größtenteils negative) in unserem Leben von 2019 bis 2023 etwa 75% betragen. Für die Menschen, die an Orten leben, wo das kollektive Schicksal sehr negativ ausgeprägt ist, wird es wahrscheinlicher, dass sie von massiveren Naturkatastrophen und höheren Ausmaßen von Zerstörung während des 3. Weltkriegs betroffen werden. Der Zweck dieses Artikels ist es nicht, Angst einzuflößen, sondern Menschen über die bevorstehende zerstörerische Phase in der Erdgeschichte aufmerksam zu machen. Zudem entsprechende Lösungen anzubieten, was zu tun ist, um zu überleben. Lassen Sie uns zuerst beginnen, indem wir kurz die vorherrschend weltweiten Ansichten des Klimawandels wiederholen. Die allgemeine Meinung & IPCC Verändert sich das Klima? Ja, aber es verändert sich immer Ein eindeutiges Ja Ja, und es ist der Beginn einer rasanten Eskalation Spielt die Menschheit eine Rolle? Vielleicht, man kann aber nicht sagen in wie weit Ja – hauptsächlich durch die Emissionen von Treibhausgasen Lediglich 2% vonseiten der Menschen, hauptsächlich infolge der Auswirkung der Zeit auf die Menschen und die Umwelt Wird es eine Krise werden? Es kann sein, es ist möglich – aber wir werden keine Panik verbreiten Ja, zweifellos, wenn wir dem Weg, den wir gehen, weiter folgen Ja, und das in einer sehr kurzen Zeitspanne Gibt es irgendetwas, das wir tun können, um irgendeinen erheblichen Unterschied herbeizuführen? Nicht wirklich Ja, wenn wir die Emissionen begrenzen und den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen weiter unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau halten. Wenn dies geschieht, würde es die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels erheblich reduzieren Nein, aber wir können uns schützen, wenn wir Spirituelle Praxis machen Der Wechsel von Minizyklen ist etwas, über das wir als Menschen keine Kontrolle haben. Diese Veränderungen, die den ganzen Planeten beeinflussen, sind allerdings grundsätzlich spiritueller Natur. Das Göttliche Ziel dieses Umbruchs (seien es Naturkatastrophen oder der 3. Weltkrieg) ist es, die Sattvikta (spirituelle Reinheit) auf die Erde zurückzubringen. Dementsprechend ist die Voraussetzung für eine Person, um Zugang zum neuen Zeitalter zu erlangen, dass sie ein höheres Niveau an Sattvikta erlangt. Spirituelle Praxis (gemäß den Universale Prinzipien) ist der beste Weg, um sein spirituelles Niveau und die Sattva Komponente in sich zu erhöhen. Auch wenn wir vielleicht nicht dazu in der Lage sind, die Angriffe dieser schrecklichen Zeit zu stoppen, können wir Bemühungen machen, um zu überleben, indem wir gemeinsame Bemühungen machen, um Spirituelle Praxis durchzuführen. Wir empfehlen unseren Lesern folgende 4 Dinge zu tun, um ihnen zu helfen, diese Zeit zu überleben. Den Namen Gottes chanten. Wir empfehlen zwei Chants für Schutz in den kommenden Zeiten. Om Namo Bhagawate Vasudevaya (Ein Chant, der für die jetzigen Jahre bis 2023 spirituell förderlich ist) Shri Gurudev Datta (für das Überwinden von Problemen aufgrund von verstorbenen Vorfahren). Es wird empfohlen, den Namen für mindestens 2 Stunden pro Tag zu chanten. Beseitigen der Persönlichkeitsfehler, indem man den Prozess der Beseitigung von Persönlichkeitsfehlern betreibt. Dies hilft dabei, seinen inneren Frieden zu erhöhen und die feinstoffliche Tama Komponente in sich zu verringern. Steigern Sie die Anzahl ihrer Gebete, und bitten sie um die innere Stärke und Standhaftigkeit, um regelmäßig Spiritueller Praxis zu machen und diese zu erhöhen. Das Beten für materiellen Gewinn hat keinen spirituellen Wert. Dienen Sie der Verbreitung von Spiritualität. Dies wird Satseva genannt. Es ist einer der schnellsten Wege, Gottes Gnade zu erlangen, wenn man der Verbreitung von Spiritualität mit den Qualitäten eines Schülers (d.h. mit Demut, spiritueller Emotion, etc.) dient. Wenn Sie diesen Artikel lesen, denken Sie möglicherweise, dass er den Anschein einer Panikmache hat. Obwohl es weltweit verheerend stehe, sei es nicht so schlimm, wie dieser Artikel es darstelle. Sie denken vielleicht „Wir haben mehr Zeit. Schließlich ereigneten sich die Überschwemmungen und Dürren in einem fernen Land und die Kriege, die weltweit stattfinden, beeinflussen uns nicht wirklich.“ Es wird jedoch bald beginnen, sich zuzuspitzen. Wir befinden uns im letzten Abschnitt von Zerstörung katastrophalen Ausmaßes und weder die Regierungen der Welt noch die Klimawissenschaftler können vorhersehen oder darauf vorbereitet sein, was sich in einem viel kleineren Zeitfenster, als je erwartet, ereignen wird. Wir appellieren an die Welt, die Nachricht in diesem Artikel ernst zu nehmen und gemeinsam Bemühungen in Spiritueller Praxis zu machen. Bitte beachten Sie: Wir werden lebensrettende Informationen und Heilungstechniken in unserem Kapitel über den Überlebensführer veröffentlichen. IPCC. (2018). Global Warming of 1.5 ºC. Retrieved from IPCC: https://www.ipcc.ch/sr15/chapter/summary-for-policy-makers/ Lindsey, R. (2018, August 01). Climate Change: Atmospheric Carbon Dioxide. Retrieved from Climate.gov: https://www.climate.gov/news-features/understanding-climate/climate-change-atmospheric-carbon-dioxide NASA. (2018). Global temperature. Retrieved from Global Climate Change: https://climate.nasa.gov/vital-signs/global-temperature/ NASA. (2019, May). Carbon Dioxide. Retrieved from Global Climate Change: https://climate.nasa.gov/vital-signs/carbon-dioxide/ ojjdp.gov. (2018, October 22). Comparing Offending by Adults & Juveniles. Retrieved from Office of Justice Programs: https://www.ojjdp.gov/ojstatbb/offenders/qa03401.asp?qaDate=2016 ucsusa.org. (2017, August 1). How Do We Know that Humans Are the Major Cause of Global Warming? 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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
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de
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Redesign zm 2020 »Redesign zm 2020 Die zm – Zahnärztliche Mitteilungen zeigt sich mit der ersten Ausgabe in diesem Jahr in neuem Gewand. Die auflagenstärkste Dentalzeitschrift Deutschlands gestaltet mit einem modernen, frischen Erscheinungsbild das Lesen angenehmer. Bei der Entwicklung des neuen Layouts war Chefredakteur Dr. Uwe Axel Richter besonders wichtig, „die wesentlichen Gestaltungselemente der zm in eine moderne, leicht wirkende und angenehm lesbare Form zu übersetzen“. Gleichzeitig sollte die Seriosität des Standesblatts erhalten werden. Denn eine hohe Wiedererkennbarkeit müsse für die Leser weiterhin gewährleistet sein. „Sie müssen sich auch in der neugestalteten zm wie zu Hause fühlen können“, so das Credo des Berliner Chefredakteurs. Die zm ist die Institution unter den zahnärztlichen Fachzeitschriften. Seit mehr als 100 Jahren versorgt das Standesblatt bundesweit alle berufstätigen Zahnärzte mit den für eine erfolgreiche Berufsausübung wesentlichen Informationen rund um Zahnmedizin und Dentalbranche. Das Spektrum reicht von berufs- und standespolitischen Themen und gesundheitspolitischen Entwicklungen über eine auf die Bedürfnisse des Generalisten abgestimmte zahnmedizinische und wissenschaftliche Berichterstattung bis hin zu regelmäßigen Berichten von den am Gemeinwohl der Berufsgruppe ausgerichteten Aktivitäten. Und auch aktuelle Meldungen aus der Industrie gehören zum Angebot des Titels dazu. Mehr zum neuen Design der zm – Zahnärztliche Mitteilungen lesen Sie auf healthrelations.de hier.
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Rinderfilet | Duvenstedter Kreisel Etwas ganz Neues auf dem Rost ! Küchennotizen aus dem Lenz – Plank Grilling … der besondere Genuss, bei dem das Fleisch die Röst- und Aromastoffe vom Holz aufnimmt. Die „Planke“, ein Holzbrett, wird mit Fleisch belegt und auf den Grill gelegt. Je nach Belieben lassen sich unterschiedliche Holzarten mit eigenen Geschmacksrichtungen ausprobieren und zusätzlich mit Whisky, Wein oder Fruchtsäften aromatisieren. Als […] Rinderfilet mit Mairübchen, Pfifferlingen und Zuckererbsen Küchennotizen aus dem Lenz Zubereitung der Rinderfilets Die Rinderfilets mit Salz und grobem Pfeffer würzen, mit Olivenöl einreiben und einzeln fest in Klarsichtfolie einwickeln. Bei 68°C Ober- und Unterhitze auf einem Gitter ca. 3 Std. garen. Herausnehmen, auspacken, in einer heißen Pfanne ganz kurz anbraten und anrichten. (rückwärts gegart, niedrige Temperatur)
de
q-de-2215
Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Daten ansehen: Autor – Fachtexte Daten ansehen: Autor ; A. A. E. H. Abbatia Abel Achilles Acxtelmeier Adam Adolphi Adrichem Africanus Agerius Agricola Aitinger Alber Albert Albich Albinus Albrecht Alcibiades Aldrovandi Aleotti Alethophilus Parrhesiensis Alexander Alexandrinus Alghihac Altenheymer Altenstaig Alvares Alvenßleben Alzenbach Am Wald Amati Amberger Amman Ammerbach Ammon Ampsing Anckelin Andre Andreae Andree Andreä Anhart Anschau Anthimus Apian Apiarus Apuleius Aquin Archimedes Ardüser Arevalo Arndt Arnoldt Artephius Artomiusz Audorf Auerswald Augsburger Augustin Aureus Aurifaber Aventinus Aviler Axt Ayrer Bacherach Bachmeyer Bachofen Backhausen Backmester Bacon Bagasser Baierland Bapst Barba Bardewik Barletus Barnabé Barner Barnes Barnstein Barnstorff Bartisch Bartsch Bathe Bauhin Baum Baumann Baumgarten Bausch Bebel Becher Becker Beckher Beer Beham Beheim Behm Behn Behr Behrens Beichlingen Beier Beilfuß Beineke Beintema van Peima Belin Belli Bellinckhausen Belzar Bendeler Benedictus Benserade Benz Berg Bergamt Fürstentum Anhalt Bergen Berger Bergius Berlaimont Berlich Bernardus Berndt Bernhertz Bernoulli Beroaldo Bertsche Berward Bessonus Beugedantz Beutel Beuther Beverwijck Beyer Beynon Bidembach Bidner Bierling Binsfeld Birck Birckenstein Birelli Birken Bischoflack Bitterkraut Blankaart Blaw Blegny Blondel Blum Blumentrost Bock Bocksdorf Bodenehr Bodenstein Bodin Bodinus Boekholt Boethius Bohse Boillot Boissard Bolmann Boltz Bombastus von Hohenheim Bonnefons Bononiensis Bontekoe Bopp Borch Borgsdorff Born Bornmann Bornmeister Bosch Bosse Botero Bothe Botsack Bourgeois Boutet Brack Brahe Bramer Branca Brandt Brant Brantzius Braun Braunschweig Brauser Brechtel Breithaupt Brendel Brenner Brentel Breunle Briggs Brotbeihel Brotoffer Brugis Brummet Brunfels Brunn Brunner Bruno Bry Buch Buchinger Buchler Buchner Buchwälder Budaeus Bullinger Buno Burchard Burckhart Bureus Burgauer Burggrav Burres Busch Busschof Bussingius Butschky Böckler Bödikerus Böhme Böschenstein Böttger Bücklin Bünting Bürger Bürgi Büthner Büttner C. S. V. M. Cadaeus Caesius Calepinus Calvisius Calw Camerarius Cammermayer Campanella Canel Canisius Cantzler Capell Capua Cardano Cardilucius Cardinael Cario Carion Carrichter Carve Casati Casserius Cassianus Castello Caus Cavalcabo Cavazzi Cellarius Charron Chemnitz Chokier Cholinus Christiani Christmann Christoph Chytraeus Chyträus Cicero Clajus Clauder Clerc Cluever Clüver Cnoll Cnopius Cnöffel Cocheim Cock Cocles Colbe Colbovius Colerus Collegium Medicum Gotha Collegium Medicum Wittenberg Collmard Columbus Columella Comenius Commodus Concius Conrad Conradinus Conrat Copp Cordes Cordier Cordus Cornaro Cortés Corvinus Cracher Cranach Crato von Krafftheim Cremona Crescentiis Creutzer Crodelius Croll Cromer Cruciger Crätschmair Crüger Crügner Cuba Culmann Cunitz Cuno Cuppener Curtius Cusanus Cyprian Cysat Czynner Dalhöfer Dambach Danckwart Daneau Dannhauer Danxst Danzig zum Ingolstadt Dasypodius Dauthendey Deane Decimator Deckhardt Dehn-Rotfelser Delcampe Demantius Detharding Detri Deucer Dickel Diecmann Dienst Dientzenhofer Dietenhauser Dieterich Diether Dietterlin Dietzsch Dieussart Digby Dilbaum Dilich Dionysius Dioskurides Ditzel Dobracki Dobricius Dobrzensky Dodoens Dolhopff Domitzer Donati Donatus Dorn Dorneck Dou Drebbel Drexel Dryander DuChesne Durante Duval Döbelius Döbner Döbringer Döderlein Dögen Döpler Dörffel Döring Düez Dümler Dürer Eber Eberhard Ebert Ebertus Ebrardus Ebreesch Edel Ehinger Eiching Eichler Eichmann Eichstaedt Eichstätt Einfalt Einhorn Eisenhart Eisenmenger Eleonora Eliandrus Ellenbog Ellinger Elsholtz Emanuelli Emmel Emmen Endter Enemer Engelhusius Engelin Engeln Entzelt Eppendorf Erasmus Erben von Brandau Ercker Erhardi Erhart Erich Ernesti Ernst Errard Erthel Espagnet Estienne Etschenreuter Ettner Evenius Eyb Eylend Eysenmenger Eyssenmann Fabcricius Faber Fabri Fabricius Fabris Fabronius Fabry Fachs Fademrecht Fahrenholtz Fahrner Falconius Falkenstein Falkner Falloppio Faulhaber Faust Federer Feige Feind Felden Felgenhauer Fettich Feyrabend Fichselius Ficinus Figulus Fincelius Finck Finé Fioravanti Fischart Fischbach Fischer Fitzgerald Flamand Flamel Fleck Flemløs Flöter Foerster Folz Forberger Fordenbach Forer Forestus Fouilloux Francisci Franck Francke Franckenberg Franckenberger Frantz Freig Freising Freitag Freund Frey Friderich Friderici Fries Friese Frisch Frischlin Fritzmann Frobenius Frohne Fronsberger Fruck Frugardi Frölich Fuchs Fuchsberger Fugger Fuld Funck Furttenbach Fäsi Fénelon Förter Füllmaurer Gabelkover Gabir Ibn Haiyan Gabler Gabriel Galgemair Galiberto Gallus Gamundianus Ganshorn Garlandia Garmann Garnier Gartau Gartner Garzoni Gasser Gassmann Gazio Gehema Geiger Geiler von Kaysersberg Geilfus Geißler Gentner Gerdes Gerken Gerlach Gerle Gersdorff Gerson Gesenius Gesner Geuder Geuß Geyer zu Giebelstadt Geßler Gheyn Ghotan Gibelius Gilbert de Spaignart Giovio Girard Girbert Glaser Glauber Glaß Gleich Gleydtsmann Gmunden Gobien Gockel Goclenius Goeree Goessens Goette Gogler Goldberg Goldmann Goldmayer Goldstein Goldwurm Gonabach Gosky Gottfried Gottlieb Graffenried Graminaeus Gramman Grapius Graseck Grasser Grasshoff Grau Grauichen Graß Greflinger Greiff Greiff-Ahn-Barth Greser Greve Grick Griendel von Ach Grimm Grimmelshausen Grisone Gross Grosse Großer Gruber Grueling Grunewald Grynaeus Gräbner Gräter Grüneberg Grünwald Guckelin Gudrio Gueintz Guhle Gumpelzhaimer Gutmann Guttorf Gyger Gänßschopffen Göbel Göbler Gödelmann Gölitzsch Göseken Götze Gülich Günther Haan Habrecht Hafner Hager Hahn Haiden Haidlberger Hake Halbmayer Halle-Wittenberg Hallis in Valle Eni Halt Hamel Handsch Hanemann Haneton Hanfelt Hannas Hannover Happel Hardmeier Harff Harmenopulus Harsdörffer Hartlieb Hartman Hartmann Hartnack Hartwieg Haselberg Hasenkopff Hasenmüller Hassert Hauptmann Hayne Hebenstreit Heer Heerbrand Heermann Heidemann Heiliges Römisches Reich Heinfogel Heingarter Heinrich Heins Helbach Heliophilus Heller Hellwig Helm Helmont Helmreich Helvetius Helwig Hemeling Hemsing Henisch Henning Henricus Hepner Herberstein Herlitz Hermes Herr Hertel Hertzog Herzog Ulrich III. Herzog von Bayern Herzog von Braunschweig-Lüneburg Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel Herzog von Sachsen-Coburg Hessling Heunisch Heupold Heussler Heyden Heyder Hieblin Hiebner Hildebrand Hillefeld Hiltebrandt Himsel Hintzsch Hinze Hippo Hipschmann Hirnkofen Hirschvogel Hispanus Hoening Hoffmann Hoffmann von Friedeburg Hofmann Hoghelande Hohberg Hohenlohe-Neuenstein Hohenwang Hohnstein Holder Holtzmann Holyck Holzer Hondius Hondorff Honiger Hooge Hoppener Horky von Lochowitz Horlacher Horn Hornschuch Horst Horáth Hossmann Huberin Huberinus Huge Hulsius Humery Hundt Hunger Hunnius Huntfeltz Huser Hutter Huygens Hynitzsch Höfer Höffler Höflich Höflin Höpfner Hörnigk Hüllinger Hütter III. Ianinicola Ickelsamer Imsser Indau Institor Irnsinger Isaac Iselin Isnard Isselburg J. C. M. J. S. V. Z. J.M.G.L. Jacob Jacobi Jamsthaler Jansson Jesper Jeßner Johann Albrecht I Johannes John Joos de Jordan Judenkünig Jugel Junckhans Jung Jungenickel Junghans Jungius Junius Just Jäcklin Kaestner Kal Kandel Kandler Kapfer Kapffer Karethanus Karl Karpf Kassmann Kauffunger Kaufmann Kauxdorf Kegler Keil Kelley Kellner Kemli Kemmer Kempe Kempis Kentz Kepler Kern Kerzenmacher Kessler Keymor Keyser Keßler Khunrath Kiening Kiliani Kindermann Kindleb Kirch Kircher Kirchheimer Kirchhof Kirchhoff Kirchmaier Kirchner Kirsten Kißling Klaj Klammer Klein Klöpffer Knaust Knipschildt Knoblachius Knoll Kobrer Koch Koebel Koffsky Kohlhans Kolle Koller Kollonitsch Kolumbus Korff zu Harkotten Korndörffer Kotmann Krabbe Krafft Krakewitz Kramer Krammer Kranitz von Wertheim Krautwadel Krauß Kreelsow Kresser zu Burgfarrnbach Kretschmar Kriegsmann Kroll Kromayer Krottendorf Krueger Kröl von Bemberg Krüger Kunckel Kundtmann Kyber Kyeser Kylling Käyser Köhler König Könzerus Köppen Köstner Kühn L'Ange La Faye La Marche La Serre Lachkern Lambion Lampe Lampert Lampius Lancillotti Landgraf von Hessen Landré Lanfrancus Mediolanensis Lang Lange Langenstein Langenwalde Langermann Langner Lasius Laufenberg Lauremberg Lautensack Lauterwald Lavater Laymann Le Moyne de Morgues LeDoux de Claves Lebenwaldt Lechel Lecküchner Ledel Leemann Lefèvre Leichner Leipzig Leisner Lemery Lemnius Lencker Lentilius Lentulus Lentz Leonhard Leowitz Leporinus Lermite du Buisson Letscher Leuber Leucht Leuchter Leurse Leuthner Leutwein Lew Libavius Licht Lichtenberger Lieb Liebault Liebe Liebel Liechtenauer Liegniczer Lier Limberg Limmer Limprecht Lindner Linemann Lips Lipsius Lipstorp Liser Lobela de Avila Lochmann Loeber Loelius Logau Longoburgo Lonitzer Lorenz Lorenzo Lorich Lorichius Lorini Loschge Loss Loth Lubegge Lucius Ludovicus Ludwig Luetkeman Lull Lupius Luther Löhneysen Maaler Machholdt Machiavelli Mack Mackel Madeweis Magdunensis Magenbuch Magini Magirus Magnus Maier Mair Major Malconetus Malczowski Malherio Mancelius Mandeville Mandirola Manesson Mallet Mangolt Mannagetta Manson Manßfeld Marbach Marche Marchetti Marinello Marius Marolois Mars Martin Martini Marulic Marx Maschklopff Mathesius Matrei Matthaeus Mattioli Maximilian I Maxwell May Mayer Medel Meder Medler Meelführer Megenberg Megerlin Megiser Meichel Meichsner Meichssner Meiderlin Meinat Meinbresse Meisner Meisse Meister Meister Albrant Meißner Melanchthon Melber Melchior Melder Meltzer Melzo Mencel Menestrier Menius Mennling Mentzel Mentzer Menzel Mercator Merck Mercklin Merclius Mercurio Merian Merkel Merret Merz Meshov Messana Mestre Metlinger Meung Meurdrac Meurer Meyer Meyfart Meynier Michelspacher Miechowita Mieth Milich Minderer Mithob Mitternacht Mizauld Molitor Moller Mollerus Monardes Monginot Monte Morhof Morley Multz Mumpelier Muralt Murmelius Musitano Mut Muyckens Myl Mylius Mymerus Mynsicht Mästlin Möbius Mögling Möller Mönch Müller München Münsinger Münster Nagel Napier Narcissus Nas Nasser Neander Nefe Neff Nehring Neidhold Nelle Neri Nester Neubarth Neubauer Neudörfer Neudörffer (der Ältere) Neuhauser Neuheuser Neumann Neumark Neusidler Neutard Nicolay Nicoletto Nicols Nigrinus Nimrod Norton Nottnagel Novara Nuber Nuysement Nylandt Nöding Nürnberg Oberndorffer Oechsner Oepffelbach Olearius Olitzsch Opitz Orosius Orschall Ortelius Ortlep Osiander Otho Ott Jud Overheide Ozanam Paedandrus Pagan Palladio Panckow Pancratius Pansa Pantaleon Paris Parival Partliz Pascha Paschasius Passagerii Pastorius Pauche Paulli Paullini Pedemontanus Pegie Peine Penavaereus Penn Penzinger Pergaeus Perger Peristerus Perlach Perneder Perrault Pestenreiter Pesti Petermann Peters Petersen Petit Petrarca Petreius Petrejus Petri Petrus Petter Petzolt Peucer Peuerbach Peuntner Pexenfelder Peysser de Dorffen Pfann Pfefferkorn Pfeiffelmann Pfeiffer Pfinzing Pfister Pfitzer Pflaum Pfruckner Pfullendorf Philalethes Philippeaux Pictorius Pilling Pineau Pinicianus Pinter von der Au Pistorius Pizan Placcius Placentinus Placitus Platina Platter Plieningen Plieninger Plinius der Ältere Plutarch Plöckhner Poardi Podtler Poelmann Polack Polemann Polus Polydor Pomey Pontano Popp Porcia Pordage Pormann Porta Posner Pougeois Praedurus Praetorius Prasch Praun Preuss Printz Procacci Prudent Le Choyselat Ptolemäus Pudor Puecher Pufendorf Purmann Pyrlaeus Pölmann Pühler Quad Questier Quinckart Rabus Radochla Ragor Rahn Ramingen Rampel Ramus Rango Rantzau Rappolt Rascalon Rasch Rathgeben Ratke Rau Raue Rayot Rebenstock Rebman Rechberg und Rothenlöwen Rechenberg Recke zu Kurl Redn Regiomontanus Regnarius Rehefeldius Reibehand Reimers Reinesius Reinhard Reinhart Reinhold Reinmann Reinstein Reisel Reiser Remboldt Remi Remmelin Renbold Renner Rensberger Repgow Resch Reuchlin Reudenius Reuschlein Reusner Reutlinger Reyher Reynman Rešl Rhagor Rhenius Rhete Rhode Rhodius Rhumel Richter Rid Ridderus Ridinger Riederer Riemer Ries Rimpler Ringeck Riplaeus Rist Ritter Ritthaler Rochefort Rodler Roerer Rogier Roll Roos Roritzer Rosa Rosbach Rosencreutz Rosenecker Rosenroth Rosius Ross Rostinio Roter Roth Rothe Rothmann Rotschitz Rottendorff Royer Rudolff Rudolphi Rudrauf Ruel Ruland Rummel Rumpolt Rurscheyt Ruscelli Ruse Rust Ryff Röder Rösler Röslin Rößlin Rüger Rühl Rüxner Sachenkirch Sachs Sachse Sachsen-Weimar Sachsstädter Sacrobosco Sala Salchmann Salernitanus Saltzmann Saltzthal Sam Sandaeus Sandrart Santini Sapidus Sarasa Sarcephalus Sattler Sattler Wissenburg Saur Sauter Sax Scamozzi Scellink Schadgehemius Schaerer Schauer Scheffelt Scheiner Scheither Schelen Schellhammer Schenck Scherer Scherffan Scherrenmüller Schessler Scheuner Scheyrer Schickard Schiebel Schiller Schimpfer Schimpffer Schindler Schlegel Schlehe Schleusing Schleusinger Schleyß Schlichtenberger Schmid Schmidlapp Schmidmer Schmidt Schmied Schmuck Schnabel Schneegaß Schneider Schneidewein Schnellenberg Schnurr Scholtz Scholtze Schooten Schopff Schoppe Schopper Schorer Schott Schottelius Schrader Schrag Schramm Schreckenberger Schreiber Schrey Schrick Schrot Schrödter Schröer Schröter Schuchmann Schucz Schulthes Schultz Schultze Schumacher Schupp Schurtz Schwalbach Schwartz Schweicker Schwelin Schwenckfeldt Schwendi Schwenkfeld Schwenter Schweser Schwänder Schäffer Schöffer von Dietz Schöfferle Schönberg Schöneich Schöner Schönfeld Schüler Schülin Schürrer Schütz Schütze Scotus Scriver Scultetus Sebisch Seckendorff Seckerwitz Sedziwoj Seidel Seidensticker Seidlitz Seiler Seitz Sems Sendivogius Seneca Senensis Senfft Serlio Serres Seuse Seuter Sevilla Seybold Seyfried Siber Sicharnius in Vhevesinu Siebmacher Siegwart Sifard Sigmund Sigwart Silvius Simitz Siver Sixtinus Sleidanus Slotboom Sollinger Solms Sommer Sorbait Sorel Span Spangenberg Speccius Specklin Spee Speer Spener Spies Spitzer Spon Sprenger Stadt Dresden Stahl Staindl Stainpuchler Starck Starcke Staricius Starkey Stattmann Staupitz Steding Stegmann Stein Steinbrecher Steiner Steinhöwel Steinmetz Stella Stelling Stender Stengel Stentzel Sterr Stevin Stichel Stieler Stier Stifel Stiller Stilsovius Stimmer Stockheim Stoer Stoll Stolshagen Stolz von Stolzenberg Strabo Strada Strauch Streitteck Stridbeck Strobelberger Strubius Strunz Strupp Strutberger Strübi Stucke Stumm Stumphart Sturm Styla Stäntzel de Cronfels Stöckel Stöltzlin Stösser Stürmer Stürtz Suchenwirt Suchten Sudheim Suevus Suicer Summer Susenbethus Sutor Sutorius Suttinger Swedler Syber Sylvius Szwertner Säuberlich Talhoffer Tallat von Vochenberg Tancke Tappe Tarmini Tassin Tauler Tavernier Tengler Tentzel Tereplier Termineus Testelin Tetzen Teutzscheschen Textor Thabor Theobald Theodorus Thierfelder Thilisch Thomasius Thumbshirn Thurneisser Zum Thurn Thym Thölde Tiede Tilly Tilner Toke Tolet Torquemada Tortelli Toschel Toxites Treuer Treuttwein Trew Trigler Trismosin Trithemius Trotha Tröger Tschech Tscherning Tschirnhaus Twinger von Königshofen Tömlinger Tönnich Uffenbach Ulstad Unger Universität Jena Universität Paris Theologische Fakultät Universität Würzburg Urbiger Ursin Uttenhofer Ußleber Vadianus Valentinus Valerius Vallick Varthema Vaughan Vegetius Renatus Velden Velser Ventura Verduyn Vesaalius Vespucci Vetter Victorius Vielheuer Viescher Vietor Vigelius Vigilis Vignola Ville Vintler Virdung Viritius Virling Vischer Vitruvius Vlacq Vogel Vogtherr Voigt Voigtel Volckmann Volckmar Vollbracht Vorberg Vries Vulpius Völcker Völckers Völler von Gellhausen Völter Wagener Wagner Walasser Walch Waldschmidt Waldseemüller Wallhausen Wallis Walter Walther Wanckel Wattenwyl Webber Weber Wecker Weghenaer Wehe Weidling Weigel Weingarten Weinhardt Weinrich Weise Weisenborn Weisse Weitenauer Welenacensis Welper Welsch Welserin Wendelin Wendler Werbener Werckner Werdmüller Werloschnig Wermuth Werndle Werner Wernher Werve Weyhenmayer Widmann Wier Wigand Wilckens Wildegans Wilfflingseder Wilhelm Wilken Wille William Willich Winand Winandus Winckler Windshemius Winter Winterfeld Winther Wirsung Wischmann Witekind Witscheibe Wittich Witzel Wolf Wolfart Wolffstirn Wonnegger Wormbser Woyna Wuertz Wurm Wurstisen Xylander Yperman Yvon Zacaire Zapata Zapf Zasius Zebel Zehner Zeiller Zeise Zeising Zeitter Zesen Ziegler Zimara Zimmermann Zincgref Zindel Zipfel Zobel Zubler Zunner Zwelfer Zwengel Zweynick Zwicker Zwinger (der Jüngere) Zwingli Zürner a Santa Clara d'Alencé d'Arcussia de Acosta de Harchies de La Peyrère de Lancre de Rohan de Vivre de Vries de la Place di Castelli ibn Uthman van Aengelen van Helmont von Franken von Freiburg von Liechtenberg von Mainz von Pisa von Pötting von Uri von der Wehn zur Lippe Álvares Ävermann Ölhafen ; (Markgraf Brandenburg) Alter Schulmeister Anglicus Augustin Lercheimer Augustodunensis Baron Bischoff von Passau Büdner, Büttner Desiderius Erasmus Eichstadt Erzbischof von Köln Erzbischof von Mainz Fenelon Filius Frangk Fulda Glareanus Gottfried Unverrucht, Theophilus Anti-Scepticus Graf Graff (Nach Vermählung) Grammateus Halberstadt Herzog Württemberg Herzog von Braunschweig-Lüneburg Herzog von Jülich Cleve und Berg Herzog von Sachsen Herzog von Württemberg-Oels Hohenlohe-Langenberg, Hohenlohe-Langenburg Hollandus I Kurfürst von Bayern I. Kurfürst von Sachsen II. II. Herzog von Sachsen III. III. Bischof von Bamberg, Schenk von Limburg III. Kurfürst Pfalz IV Herzog Bayern IV Kurfürst Pfalz Isaias sub cruce Johann Ernst Johannes Mändel Johannes Praetorius, Zetlingensis, Steffen Läusepeltz, J. P de Marchitâ, Lustigerus Wortlibius,.... Junior Justine Kaiser des Hl. Röm. Reiches Kaiser des Römisch-Deutsches Reiches Kaiser des römisch-deutschen Reichs Kurfürst Pfalz Kurfürst von Sachsen Köbel Landgraf Hessen-Kassel Landgraf von Hessen Lebküchner Magnus Matthias Dannewaldt Meister Nägelin, Gewürznägelein, Caryophyllus Olorinus Paltz Paracelsus Petrus Conrad von Fischbach Pfalzgraf Pfalz-Neuburg Philalethes Philalethes Eirenaeus Philotechnus Tyro Piemontese Alessio Procopius Raimarus Ursus Rascalonus Rupertus Meldenius Schwarzburg-Rudolstadt Schwenckfeld von Ossig, Eliander, Caspar Greysenecker,... Schäufelein Siderocrates Tabernaemontanus Tragus Trevisanus Trismegistus Tunnichaeus Turmair Uranophilus Cyriandrus Urbinas VIII. Bischof von Meißen Wittelsbach-Simmern‏ ab Omnibus Sanctis de Brianville de Granada de Jesus de Montano de Monte Hermetis de Villa Nova der Jüngere der Jüngere zum Hartenstein der Ältere von Adlersflügel von Anhalt-Köthen von Aviano von Freyhen von Luxemburg von Löwenstern von Paris (Beris) von Pfalzpaint ; ... Abu 'Ali al-Chayyat Albert von Bardewik Albich von Neustadt Albich von Prag Albohali Alcabitius Alchabitius Alexander Machholth Alkabitius Altzenbach Alvares Apuleius Madaurensis Aurelius Augustinus Barlaimont Bartholomaeus Salernitanus Bartholomäus Ghotan Bernhardin von Siena Bertold Borgsdorf Bruno Longoburgensis Bruno da Longobucco Bödiker Caspar Casparus Christian Frantz Paullini Christian Franz Paullini Christine de Pisan Christoph Philipp Richter Christophorus Encelius Coloniensis Conrad Gesner Dietrich Engelhus Dietrich III. Erhart Groß Euklid Eylend von Bellisiren Fincel Francesco Alvarez Fridericus Ortlepius Frisius Georg Bauer Georg Engelhardt von Löhneysen Georg Maler Georg Nicolaus Erasmus Giambonino da Cremona Goltwurm Graf von der Mark Guilhelmus Xylander Guilielmus Xylander Hanko Döbringer Hans Conrad Lavater Heinrich Tocke Heinrich von Laufenberg Henricus de Bacharach Iamboninus Cremonensis Iodocus Fabri Ivan Krstnik Brložnik Jacobus Jakob Ebert Jan Abraham von Gehema Jean Charlier Jean-Francois Blondel Jodocus Willich Johann Coler Johann Kiesling Johann Kissling Johann Paul Knohll Johann Paul Knoll Johann von Buch Johann von Sachkirch-Piltzen Johannes Adler Johannes Aquila Johannes Campanus Johannes Kellner von Kirchheim Johannes Ketham Johannes Kiesling Johannes Kissling Johannes Kißling Johannes Müller Johannes Paul Knohlle Johannes XXI. Johannes von Sachenkirch Johannes von Sachkirch-Piltzen John Mandeville Kaspar Schwenckfeld Konrad Heingarter Konstantin der Afrikaner Kowski Kristian Franz Paullini Lanfrank von Mailand Langen Leopold Karl Collonicz Leopold Karl Kollonich Leopold Karl Kollonitz Leopold Karl von Kollonitsch Ludolphus Suchensis Löber Mandl Marcus Friedrich Rosenkreutzer Marsilio Ficino Mayfart Mendel Meyfahrt Michael Puff Narcissus Wundarzt Neudörffer Nicolaus Wurm Nicolaus von Salerno Nikolaus Wurm Nikolaus von Polen Notker Labeo Odo von Meung Pancovius Petri Pharamundus Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim Pierre Penavaire Quercetanus Rhumel Richter Rösslin Schulze Stephanus Messanensis Talhofer Tankred von Bologna Theodoricus Burgsdorfius Theutonicus Thomas Kessler Thomas de Aquino Thomas von Kempen Trissmosin Ursinus Vigel Vinzentius Koffski Wenzeslaus Brack Wilhelm Fabricius Hildanus Wilhelm Holzman Wilhelmus Xylander el Africano of Montecassino the African von Ravensberg und von Zutphen Anzahl Digitalisate: 0 - 1 (12) · 1 - 2 (1217) · 2 - 4 (556) · 4 - 2,000 (381) Anthonius de Abbatia Heinrich Caspar Abel Adam Pisecki Heinrich Adolphi Nicolaus Agerius Conrad Agricola Johann Agricola (geb 1496) Johann Conrad Aitinger Sebastian Albinus Albrecht Anton Schwarzburg-Rudolstadt Graf Gebhart Johan von Alvenßleben Gerhard Alzenbach Johannes Amberger Joannes Assuerus Ampsing Johann Anckelin Johannes Anschau Medicus Anthimus Ernst Jacob von Audorf August Herzog von Sachsen Caspar Augustin Johann Hieronymus Aureus Christoph Heinrich Ayrer Johann Ulrich Bachofen Wendelin Backhausen Johann Backmester Leonhart Bagasser Alvaro Alonoso Barba Rupertus Barletus Heinrich Barnstein Wiliam Bathe Leonhard Bausch Dominikus Beer Lazarus Beham Brandanus Johann Behn Johann Heinrich Behr Conrad Barthold Behrens Joannes Ignatius Beintema van Peima Jean Albert Belin Bartholomaeo Belli Georg Belzar Liberius Benedictus Bergamt Fürstentum Anhalt Gimel Bergen II Adam Gottlob Berlich Sigmund Berndt Jacobus Bessonus Johannes Beugedantz Georg Beuther der Ältere Elias Beynon Johann Georg Bidner Giovanni Battista Birelli Martin von Bischoflack Johann Christoph von Bitterkraut Matthaeus Blaw Nicolaus Blegny Elias Bodinus Georg Bolmann Tancredus Bononiensis Ernst Friedrich von Borgsdorff Zacharias Born Zacharias Bornmann Johann Lonaeus van den Bosch Sebastian Brandt (Eppingen) Johannes Brantzius Wolfgang Brauser Johann Friedrich Breithaupt Christoph Brummet Balthasar Brunner Johann Siegmund Buchner Wilhelm Budaeus Georg Heinrich Burchard Aaron Burckhart Andreas Bureus Johannes Burgauer Johann Ernst Burggrav Hermann Busschof Caspar Bussingius Conrad Bücklin Johann Philipp Bünting Friedrich Büthner Samuel Büttner Balthasar Büttner C S V M Johann Cadaeus Simon Cammermayer Sybrandt H Cardinael Agathus Cario Curzio Casati Constantin A. 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q-de-2215
Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Allgemeines | Seite 662 | kampfschmuser.de Seite 662 von 664 < Zurück 1 ← 659 660 661 662 663 → 664 Weiter > Aussagen des Staatssekretärs Griese Eigentlich wollte ich gestern bereits eine Antwort dazu erstellen, aber da ging mit mir mal wieder etwas durch. Auch jetzt, wenn ich nochmal über diese Aussagen nachdenke werd ich so sauer , das ich besser nicht weiter darauf eingehe. Kann mir denn mal jemand sagen, was wir uns eigentlich noch... Eigentlich wollte ich gestern bereits eine Antwort dazu erstellen, aber da ging mit mir mal wieder etwas durch. Auch jetzt, wenn ich nochmal über diese Aussagen nachdenke werd ich so sauer , das ich besser nicht weiter darauf eingehe. Kann mir... Eigentlich wollte ich gestern bereits eine Antwort dazu erstellen, aber da ging mit mir mal wieder etwas durch. Auch jetzt, wenn ich nochmal über... Große Schlappe für CDU-Hessen und IM Bouffier Hallo Sabine ! Langenfeld ?? - NRW ??? Wo bist Du am Samstag ?? Sieh doch mal unter Kontaktbörse - Regionalgruppe NRW. Schöen Grüße merlin Hallo Sabine ! Langenfeld ?? - NRW ??? Wo bist Du am Samstag ?? Sieh doch mal unter Kontaktbörse - Regionalgruppe NRW. Schöen Grüße merlin ... Hallo Sabine ! Langenfeld ?? - NRW ??? Wo bist Du am Samstag ?? Sieh doch mal unter Kontaktbörse - Regionalgruppe NRW. Schöen Grüße ... Hallo ! Der Text entspricht der Wahrheit. Aber eine Antwort wird sie wohl nie bekommen . Schöne Grüße merlin Hallo ! Der Text entspricht der Wahrheit. Aber eine Antwort wird sie wohl nie bekommen . Schöne Grüße merlin ... Hallo, Sabine, dass mit den Pflegern sehe ich genau so wie Du. Ich habe auch extra betont "in meinen" Tierheim, und nicht die allgemeinheit gemeint. Hi Strawberry, ich finde super, dass Du eine Patenschaft übernommen hast. Wenn jeder das machen würde, gebe es halb so viel Leid. Liebe... Hallo, Sabine, dass mit den Pflegern sehe ich genau so wie Du. Ich habe auch extra betont "in meinen" Tierheim, und nicht die allgemeinheit gemeint. Hi Strawberry, ich finde super, dass Du eine Patenschaft übernommen hast. Wenn jeder das machen... Hallo, Sabine, dass mit den Pflegern sehe ich genau so wie Du. Ich habe auch extra betont "in meinen" Tierheim, und nicht die allgemeinheit... erstellt von Vierbeinerfreund Heidi, wie hast du das geschafft? Ich habe es inzwischen schon aufgegeben und die signatur wieder rausgenommen??? Danke, Marion, Tau & Tiptoe Heidi, wie hast du das geschafft? Ich habe es inzwischen schon aufgegeben und die signatur wieder rausgenommen??? Danke, ... Dies ist die Abschrift eines Briefes. Das Original liegt uns ( WUFF) vor!! Absender: Amt der steiermärkischen Landesregierung Rechtsabteilung 8 Krottendorferstrasse 94, A-8052 Graz Bearbeiter: Dr. Günther Graz, am 5. Mai 1998 GZ: 8-77 Ti 7/121-98 Ggst.: „Gefährliche Hunde“.... Dies ist die Abschrift eines Briefes. Das Original liegt uns ( WUFF) vor!! Absender: Amt der steiermärkischen Landesregierung Rechtsabteilung 8 Krottendorferstrasse 94, A-8052 Graz Bearbeiter: Dr. Günther Graz, am 5. Mai 1998 GZ:... Dies ist die Abschrift eines Briefes. Das Original liegt uns ( WUFF) vor!! Absender: Amt der steiermärkischen Landesregierung... Farbige Hundesteuermarken in Leipzig Farbige Hundesteuermarken in Leipzig Der Hundebesitzer, dessen Vierbeiner Mitte November in Wurzen(Leipzig)für Aufregung sorgten, wurde für Dienstag in die Stadtverwaltung bestellt. In der Kämmerei soll er seine beiden Schäferhunde anmelden. Die Hunde hatten einen 33-Jährigen attackiert und... Farbige Hundesteuermarken in Leipzig Der Hundebesitzer, dessen Vierbeiner Mitte November in Wurzen(Leipzig)für Aufregung sorgten, wurde für Dienstag in die Stadtverwaltung bestellt. In der Kämmerei soll er seine beiden Schäferhunde anmelden.... Farbige Hundesteuermarken in Leipzig Der Hundebesitzer, dessen Vierbeiner Mitte November in Wurzen(Leipzig)für Aufregung sorgten, wurde für... TH Osnabrück War nun schon jemand mal dort nachschauen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß niemand in der Nähe wohnt. Um den Zustand der Tiere dort zu verdeutlichen, stelle ich euch eine neue Nachricht rein, die ich heute per Mail bekam. watson ich war gestern morgen im Tierheim Osnabrück und ich kann... War nun schon jemand mal dort nachschauen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß niemand in der Nähe wohnt. Um den Zustand der Tiere dort zu verdeutlichen, stelle ich euch eine neue Nachricht rein, die ich heute per Mail bekam. watson ich war... War nun schon jemand mal dort nachschauen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß niemand in der Nähe wohnt. Um den Zustand der Tiere dort zu... Schlägerei zwischen Hundehaltern Hi Ihr Zwei ! Dasselbe dachte ich auch, als ich den Bericht las. Schöne Grüße merlin Hi Ihr Zwei ! Dasselbe dachte ich auch, als ich den Bericht las. Schöne Grüße merlin ... Des Katzenfängers Tod Hi Klitschko ! Ist zwar ein bißchen Merkwürdig, und vielleicht schade und traurig um den anderen Nachbarn, aber ein bißchen Schwund hat man doch immer, oder ? Schöne Grüße merlin ... Hi Klitschko ! Ist zwar ein bißchen Merkwürdig, und vielleicht schade und traurig um den anderen Nachbarn, aber ein bißchen Schwund hat man... Hi Tilo, Oscar und Bärbel wurden beide am Anfang der VO´s gechipt. Bei beiden sitzt der Chip noch da wo er hingesetzt wurde. Bislang gab es keinerlei Probleme mit den C gesetzten Chips. Bärbelchen Hi Tilo, Oscar und Bärbel wurden beide am Anfang der VO´s gechipt. Bei beiden sitzt der Chip noch da wo er hingesetzt wurde. Bislang gab es... Übernachtungsquartier für obdachlose Hundehalter Das finde ich echt super *beifallklatsch*. Ich verstehe die Wohnungsgesellschaften eh nicht, die Hundehaltung dulden. Warum richten sie nicht einen Block (meißt sind es ja mehrere in einer Siedlung) nur für Hundehalter ein. So könnte man dem Streß entgehen, daß sich Nichthundehalter über Hunde... Das finde ich echt super *beifallklatsch*. Ich verstehe die Wohnungsgesellschaften eh nicht, die Hundehaltung dulden. Warum richten sie nicht einen Block (meißt sind es ja mehrere in einer Siedlung) nur für Hundehalter ein. So könnte man dem... Das finde ich echt super *beifallklatsch*. Ich verstehe die Wohnungsgesellschaften eh nicht, die Hundehaltung dulden. Warum richten sie nicht... größere Hundestrände an der Ostsee Mein Kollege besucht mehrmals im Jahr zusammen mit seinem Rotti die Verwandten an der Nordsee. Er fällt dort auch unter die Kampfhundeverordnung. Auch hier gibt es einige Hundestrände. Normalerweise sollte der Hund Maulkorb und Leine anhaben, aber außerhalb der Saison trifft man dort wohl so gut... Mein Kollege besucht mehrmals im Jahr zusammen mit seinem Rotti die Verwandten an der Nordsee. Er fällt dort auch unter die Kampfhundeverordnung. Auch hier gibt es einige Hundestrände. Normalerweise sollte der Hund Maulkorb und Leine anhaben,... Mein Kollege besucht mehrmals im Jahr zusammen mit seinem Rotti die Verwandten an der Nordsee. Er fällt dort auch unter die Kampfhundeverordnung.... Weil wir gerade bei Tierheimen sind.... Hallo Watson Das Tierheim in Langenhagen bei Hannover gibt z.B.über Silvester auch keine Tiere ab,damit in ihrem neuen Zuhause nicht gleich wegen der Knallerei einen "weg" kriegen.Das finde ich auch in Ordnung.Weihnachten ? Da dürfte Beatle eigentlich mehr wissen.Ich glaube dass sie ihren Wauzi... Hallo Watson Das Tierheim in Langenhagen bei Hannover gibt z.B.über Silvester auch keine Tiere ab,damit in ihrem neuen Zuhause nicht gleich wegen der Knallerei einen "weg" kriegen.Das finde ich auch in Ordnung.Weihnachten ? Da dürfte Beatle... Hallo Watson Das Tierheim in Langenhagen bei Hannover gibt z.B.über Silvester auch keine Tiere ab,damit in ihrem neuen Zuhause nicht gleich wegen... Steuererhöhung in Siegburg Siegburg: Vom Hauptausschuss beschlossen Höhere Steuern für Hunde Das Halten von Hunden wird teurer. Der Hauptausschuss beschloss mit Mehrheit, vom 1. Januar an die Steuern für die Vierbeiner zu erhöhen. Besonders drastisch trifft das die Halter von, laut Liste, " sogenannten Kampfhunden":... Siegburg: Vom Hauptausschuss beschlossen Höhere Steuern für Hunde Das Halten von Hunden wird teurer. Der Hauptausschuss beschloss mit Mehrheit, vom 1. Januar an die Steuern für die Vierbeiner zu erhöhen. Besonders drastisch trifft das die... Siegburg: Vom Hauptausschuss beschlossen Höhere Steuern für Hunde Das Halten von Hunden wird teurer. Der Hauptausschuss beschloss mit Mehrheit,... Hausdurchsuchung bei Tierversuchsfirma Donnerstag, 30. November 2000 - 16:04 Anzeige des Tierschutzvereins wegen Tierquälerei: Hausdurchsuchung bei Tierversuchsfirma in Itingen Sissach - Das Statthalteramt des Baselbieter Bezirks Sissach hat am Donnerstag in den Räumen der Tierversuchsfirma RCC Hausdurchsuchungen durchgeführt. Der... Donnerstag, 30. November 2000 - 16:04 Anzeige des Tierschutzvereins wegen Tierquälerei: Hausdurchsuchung bei Tierversuchsfirma in Itingen Sissach - Das Statthalteramt des Baselbieter Bezirks Sissach hat am Donnerstag in den Räumen der... Donnerstag, 30. November 2000 - 16:04 Anzeige des Tierschutzvereins wegen Tierquälerei: Hausdurchsuchung bei Tierversuchsfirma in... Antrag auf Ausschluß von Poggendorf Hallo auch!! Ich finde es richtig was S.L dort geschrieben hat!Ich meine,das es hier in HH viele Vereine gibt und alle wollen helfen!!Aber alle auf Ihre Weise.Anstatt alle sich zusammen tuen und MITTEINANDER stark sind,fällt hier leider aus.Jeder will es Besser machen und wir kommen zu keinem... Hallo auch!! Ich finde es richtig was S.L dort geschrieben hat!Ich meine,das es hier in HH viele Vereine gibt und alle wollen helfen!!Aber alle auf Ihre Weise.Anstatt alle sich zusammen tuen und MITTEINANDER stark sind,fällt hier leider aus.Jeder... Hallo auch!! Ich finde es richtig was S.L dort geschrieben hat!Ich meine,das es hier in HH viele Vereine gibt und alle wollen helfen!!Aber alle... Thema 13.221 bis 13.240 von 13.261 Kostenloses Poster: Hunde im Sommer vor Hitze schützen Ich musste meine geliebte Majamaus gehen lassen! Kriterien einer guten Auslandstierschutzorganisation 8 STD alleine lassen! Tierquälerrei??
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Roter Apollo – Wikipedia (Weitergeleitet von Apollofalter) Roter Apollo der a. rubidus-Gruppe auf einer Distelblüte (Südtirol) Unterfamilie: Parnassiinae Gattung: Parnassius Untergattung: Parnassius Art: Roter Apollo Der Rote Apollo oder Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein in Europa stark bedrohter und streng geschützter Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae). Der Gattungsname leitet sich vom Berg Parnass in Mittelgriechenland ab, der als Sitz der Musen gilt und dem Gott Apollon gewidmet ist. Der Apollofalter war 1995 in Deutschland das Tier des Jahres. 1.2 Merkmale der Präimaginalstadien 3.2 Flugzeit 5.1 Ausbreitung nach Osten 5.2 Ausbreitung nach Westen 5.2.1 Der Weg zu den Alpen 5.2.2 Die Mosel, Italien und Spanien 5.3 Der Einfluss der Eiszeiten auf die Artentwicklung Illustration von Jacob Hübner (um 1800) Raupe des Roten Apollo, Illustration von F. Nemos (um 1895) Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 60 bis 88 Millimetern. Der Thorax ist hellgrau bis schwarz und mit feinen haarartigen Schuppen besetzt. Die Flügel werden von einem weißlichen Grundton dominiert. Der Außenrand ist nicht beschuppt und glasig. Auf dem Vorderflügel sind ein oder mehrere schwarze Flecken erkennbar. Der Hinterflügel wird durch schwarz gefasste rote, zuweilen gelbliche Augenflecken (Ozellen) mit weißen Spiegeln geprägt. Die Ozellen fallen beim Weibchen besonders groß aus. Zusätzlich treten bei den Weibchen je nach Unterart mehr oder weniger häufig dunkel bestäubte Individuen auf. Die dunklere Färbung dient der Tarnung und der Erhöhung der Körpertemperatur in höheren Lagen bei Sonnenschein. Die Falter haben mit ihren wenigen Merkmalen eine sehr variable Erscheinung. Auch in der Postdiskalregion der Vorderflügel lassen sich zuweilen rote Flecken ausmachen sowie auf dem Innenwinkel der Hinterflügel. Die Flügelober- und unterseite ist gleich gefärbt bis auf zusätzliche rote Flecken im Basalbereich der Flügelunterseite. Die Ozellen imitieren keine Augen, sondern dienen als Warnung vor der Giftigkeit der Falter, die diese durch die Raupennahrung erhalten haben. In Ruhestellung, bei zusammengeklappten Flügeln, kommen die roten Flecken besonders gut zur Geltung. Sowohl Vögel als auch Eidechsen meiden die Falter als Nahrung. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Alpenapollo (Parnassius phoebus) stellen die Fühler da. Beim Roten Apollo sind sie einfarbig grau mit schwarzen Kolben und beim Alpenapollo sind sie schwarz weiß geringelt mit ebenfalls schwarzem Kolben. Die Größe der Falter variiert stark und hängt zum einen mit der Höhe des Lebensraumes zusammen und zum anderen mit der Nahrungspflanze. Je höher der Lebensraum ist, desto kleiner werden die Falter. Bei Unterarten, die sich von rein sukkulenten Pflanzen ernähren, werden die Falter kleiner. Je sukkulenter die Pflanzen sind, desto mehr Wasser und weniger Nährstoffe enthalten diese. Dadurch sind die Falter in Mitteleuropa, wo die sukkulente Weiße Fetthenne (Sedum album) die bevorzugte Raupennahrung ist, kleiner, als Falter im Osten und Norden des Verbreitungsgebiets, in dem schwach sukkulente Arten der Gattung Orostachys bzw. Unterarten der Großen Fetthenne (Sedum telephium) die bevorzugte Nahrung der Raupen sind. Merkmale der Präimaginalstadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Eier sind weiß gefärbt und rundlich und haben eine körnige Oberfläche. Die schwarzen Raupen sind an den Segmentgrenzen dunkelgrau beringt und kurz behaart. Sie haben seitlich pro Thoraxsegment zwei oder drei rote bis gelbe Flecken. Diese dienen, wie die roten Ozellen der Falter, der Warnung vor der Giftigkeit der Raupen. Unterschiede in der Größe und Farbe der meist drei Flecken können zur Unterscheidung von Unterarten dienen. Wie alle Raupen der Ritterfalter habe diese zwischen dem Kopf und dem ersten Thoraxsegment Nackengabel (Osmaterium). Die Mumienpuppen sind schwarzbraun und bläulich bereift. Sphragis des Roten Apollo Die Raupe überwintert in der Eihülle und verlässt diese im Frühjahr. Sie lebt einzeln an den Nahrungspflanzen, die je nach Region variieren. In Europa sind die Nahrungspflanzen Weiße Fetthenne (Sedum album) und Große Fetthenne (Sedum telephium ssp. telephium), seltener auch Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre), oder Arten der Gattung Rhodiola aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) wie auch beim Alpenapollo Parnassius phoebus. In der Umgebung des Baikalsees frisst die Raupe an Großer Fetthenne oder an Arten der Gattung Orostachys (Dickblattgewächse) wie auch die Raupe des eng verwandten Parnassius nominon. Mit der Ausbreitung nach Westen fand auch ein Wechsel vom Flachland zu Gebirgslagen statt und damit einher ging ein Wechsel der Nahrungspflanze von Sedum telephium Unterarten zu Weißer Fetthenne und eng verwandten Arten. Dieser Wechsel ist in den Alpen, der Türkei und den Beskiden zu beobachten. Raupen aus dem östlichen Flachland verweigern die Weiße Fetthenne und gehen ein, wenn sie nicht ihre gewohnten Nahrungspflanzen bekommen, während die Raupen aus alpinen Regionen auch Sedum telephium Unterarten fressen.[1] Die Raupe hält sich gerne unter Steinen auf und sonnt sich oft zum Aufwärmen auf der Nahrungspflanze. Sie verpuppt sich in einem lockeren Gespinst in eine Mumienpuppe an der Nahrungspflanze oder unter Steinen. Die Dauer der Puppenruhe variiert stark, von acht bis zehn Tagen bis zu mehreren Wochen, woraus die lange Flugzeit des Falters resultiert.[2] Kurz nach dem Schlupf der Falter paaren sich diese und beim Weibchen bildet sich nach der langanhaltenden Kopula die sogenannte Sphragis am Hinterleib, die eine weitere Paarung verhindert. Schon bald nach der Kopula kommt es zur Eiablage. Die Weibchen fliegen nur wenig, während die Männchen in ihrem Gebiet patrouillieren. Dadurch geht die Ausbreitung in neue Lebensräume nur langsam vonstatten. Die Falter bevorzugen trockene und warme, oft felsige, Lebensräume. Der ähnliche Alpenapollo ist dagegen an Quellfluren und die der Nähe von Gebirgsbächen anzutreffen. Die Weibchen legen bis zu 100 Eier einzeln an den Nahrungspflanzen ab und die Raupen überwintern voll entwickelt in der Eihülle. Als Falter besuchen die Tiere nicht nur die weißen Blüten von Sedum album, sondern vorzugsweise die roten und violetten Blüten von Disteln (bspw. Carduus nutans), Flockenblumen (Centaurea jacea u. a.) und Oregano (Origanum vulgare). Oft sitzen die Falter mit aufgeklappten Flügeln auf Steinen und sonnen sich. Zu den Lebensräumen des Roten Apollos zählen sonnige, trockene Standorte mit steinigem Untergrund, vor allem felsige Hänge, Geröllhalden und Felsabbruchkanten, auch Bahn- und Straßenböschungen sowie Abraumhalden von Steinbrüchen. Die Art ist insgesamt stark abhängig vom Vorkommen der Raupennahrungspflanzen (s. o.), an welchen auch die Eiablage erfolgt. Die Flugzeit der einzigen Jahresgeneration beginnt Ende Mai und dauert bis etwa Ende August. Die lange Flugzeit resultiert aus einer stark unterschiedlichen Puppenruhe der einzelnen Tiere, denn die Lebensdauer der Falter beträgt nur etwa zwei bis drei Wochen. Seine Verbreitung reicht von der Iberischen Halbinsel über alle europäische Bergregionen, die Karpaten, den Kaukasus und den Ural das Ursprungsgebiet der Art am Baikalsee bis nach Jakutien im Osten, oft in isolierten Populationen. Die nördliche Verbreitung reicht bis nach Fennoskandinavien, südliche Grenze ist die Sierra Nevada, Sizilien, Südtürkei. Auf den Britischen Inseln und Dänemark fehlt er ganz. Die vertikale Verbreitung beginnt bei etwa 400 Metern von der kollinen Stufe und reicht bis auf etwa 2000 Meter in das hochmontane und subalpine Gebiet. Roter Apollo (Parnassius apollo testoutensis), untypischer, aberrativer Falter mit stark reduzierter Zeichnung Moselapollo (P. a. vinningensis) P. a. testoutensis in den Savoyer Alpen Schaukasten mit verschiedenen Unterarten des Apollofalters Der standorttreue Falter lebt oft in klar umrissenen Gebieten in isolierten Populationen, was durch den daraus folgenden mangelnden Genaustausch zur Bildung von vielen Unterarten, Halb-Unterarten (Semi-subspecies) und Halbarten (Semispecies) geführt hat. Innerhalb der Art und auch der Unterarten ist der Falter in seinem Erscheinungsbild außerordentlich variabel und kann deshalb nicht allein aufgrund morphologischer Unterschiede einer Unterart zugeordnet werden. Zur Zuordnung muss auch der Fundort hinzugezogen werden. Es wurden schon etwa 290 Unterarten beschrieben, von denen aber heute viele als Synonyme eingestuft werden. Möhn (2005) gibt noch etwa 250 Unterarten an und erwartet eine weitere Reduktion aufgrund genetischer Untersuchungen. Selbst innerhalb der Gattung Parnassius ist die Einordnung der Arten nicht geklärt und schwankt zwischen 38 (UNEP-WCMC, 2006) und 47 (Weiss, 1991). Diese werden wiederum in acht Untergattungen aufgeteilt, in denen der Rote Apollo der Typus für die Untergattung Parnassius ist.[1][3] Auswahl europäischer Unterarten:[1] Parnassius apollo apollo Linnaeus, 1758, Schweden. Der große Falter mit Spannweiten von 76 bis 88 Millimetern lebt im südlichen schwedischen Flachland. Auf den Hinterflügeln haben die großen Augenflecken oft deutliche weiße Spiegel. Die Raupe ernährt sich hauptsächlich von Sedum telephium, frisst aber auch Weiße Fetthenne (Sedum album). Parnassius apollo nevadensis Oberthür 1891, Spanien. Der Falter lebt auf 1700 bis 2500 Metern Höhe in der Sierra Nevada (Betische Kordillere) und wird mit zunehmender Höhe deutlich kleiner. Parnassius apollo filabricus de Sagarra y Castellarnau 1933, Spanien, Betische Kordillere. Der Falter lebt auf 2000 bis 2100 Metern Höhe in der Sierra de los Filabres Parnassius apollo gadorensis Rougeot & Capdeville 1969, Spanien, Betische Kordillere. Der Falter lebt auf 1900 bis 2000 Metern Höhe in der Sierra de Gádor Diese drei spanischen Unterarten sind sehr eng miteinander verwandt und unterscheiden sich kaum. Wie bei allen spanischen Unterarten sind die Vorderflügel der frischen Falter deutlich schwarz-weiß gescheckt. Bei beiden Geschlechtern sind die Ozellen orange-gelb statt rot. Die Weibchen sind dunkel bestäubt und haben häufig einen orange-gelben Vorderrandfleck und Analfleck. Die Raupen der spanischen Unterarten fressen Sedum amplexicaule, Sedum micranthemum und Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre). Parnassius apollo hispanicus Oberthür 1909, Spanien. Der Falter lebt auf 1600 bis 1800 Metern Höhe in der Sierra de Albarracin in Aragonien. Die Männchen sind hell und haben nur kleine Ozellen. Die Weibchen sind, wie alle in Spanien, dunkel bestäubt. Die Ozellen sind im Gegensatz zu den vorher genannten Unterarten nur selten orange-gelb und haben einen großen weißen Spiegel. Parnassius apollo testoutensis Eisner 1957, Frankreich. Diese kleine, helle Unterart, deren Weibchen nur schwach bestäubt sind, hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet in den Savoyer Alpen mit dem Département Haute-Savoie, den Grajischen Alpen und den Dauphiné-Alpen. Parnassius apollo pumilus Stichel 1906, Süditalien. Der Falter ist mit 60 bis 63 Millimeter Flügelspannweite der kleinste aller Unterarten und kommt im Aspromonte und Kalabrien vor. Er wird als Halbart eingestuft, die sich von Parnassius apollo abspaltet. Sein Lebensraum hat nur spärliche Vegetation in Höhen von 1200 bis 1900 Metern. Die Raupen ernähren sich von Sedum tenuifolium. Die Männchen unterscheiden sich deutlich von Parnassius apollo apollo und ähneln mit ihren hellen Flügeln mit kleinen Flecken und hellen Ozellen mehr dem Alpenapollo (Parnassius phoebus) während die Weibchen dunkel bestäubt sind. Parnassius apollo rhodopensis Markovic 1909, Bulgarien. Diese Unterart ist die Verbindung von den nordtürkischen zu den Balkan-Unterarten. Sie hat markante Flecken und teilweise haben die bestäubten Weibchen in der unteren Ozelle einen Doppelspiegel. Parnassius apollo vinningensis (Moselapollo) Stichel 1899, Deutschland. Die Unterart ist nach Winningen benannt und kommt im unteren Moseltal von Güls bei Koblenz bis Traben-Trarbach vor. Sie unterscheidet sich deutlich von Parnassius apollo meridionalis in den Vogesen. Der Falter ist kreideweiß und hat häufig in der Wurzelbestäubung außerhalb der Zelle einen weißen Fleck. Ein besonderes Merkmal sind die nierenförmigen unteren Ozellen. Die Nahrungspflanze Sedum album wächst hier an den natürlichen Steilufern der Mosel und an den schon in der Römerzeit von Winzern errichteten Steinmauern. Die Hauptflugzeit ist von Mitte Juni bis Mitte Juli. Der Alpenapollo Parnassius phoebus hat bei manchen Autoren den Status einer Halbart und fliegt in den Zentralalpen in höheren Lagen als Parnassius apollo (ökologische Allopatrie) und seine Raupen haben zu Steinbrech (Saxifraga) gewechselt. Die Gattung Parnassius entstand im sibirisch-mongolischen Raum in der Umgebung des Baikalsees. Dort leben noch heute viele mit Parnassius apollo nahe verwandte Arten wie Parnassius nominon, Parnassius phoebus und Parnassius bremeri. Mit der vikarianten Art Parnassius nominon bildet Parnassius apollo immer wieder Hybriden ohne dass diese eine Zone ausbilden, an denen zwei Verbreitungsgebiete der Arten aneinander stoßen, wie dies bei einer Artbildung der Fall wäre. Vom Ursprungsgebiet breitete sich die Gattung nach Ost und West aus. Schon im Oberen Pliozän (Gelasium) besiedelte die Art große Teile des heutigen Verbreitungsgebietes. Das Klima war dort dem heutigen ähnlich, während es im vorangegangenen Miozän noch tropisch bis subtropisch war und dies damit als Lebensraum für den Apollofalter ungeeignet war. Ausbreitung nach Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Parnassius apollo hat seine östlichste Verbreitung in Jakutien, während der Vikariant zu Parnassius phoebus, Parnassius bremeri sich weiter nach Nordosten ausbreitete und über die Beringstraße den nordamerikanischen Kontinent in Alaska und das nördliche Yukon-Territorium besiedelte. Die heute nur 60 Meter tiefe Beringstraße fiel während des Altquartärs trocken und stand damit der Ausbreitung nicht im Weg. Weitere Gebiete Nordamerika besiedelt die Gattung mit Parnassius bremeris Vikariant Parnassius smintheus über die Rocky Mountains im Westen bis zum Tamaulipas in Nordost-Mexiko im Süden. Parnassius smintheus konnte während der Eiszeiten entstehen, als die südlichen Populationen durch Eisschilde von den Populationen in den eisfreien Regionen Alaskas getrennt wurden. Ausbreitung nach Westen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Hauptausbreitung von Parnassius apollo geht nach Westen und findet in Spanien seinen westlichsten Punkt. Es gibt mehrere Ausbreitungslinien nach Westen die einerseits Gebirgsketten folgen oder über Flachland mit Waldsteppen verlaufen. Die südlichste Ausbreitungslinie geht über viele Gebirgszüge vom Changai-Gebirge in der Mongolei über Süd-Sibirien (Sajangebirge, Tannu-ola-Gebirge), das Altai, Salairrücken, Tarbagatai-Gebirge, Saur-Gebirge, Dsungarischer Alatau, bis zum Tianshan in Usbekistan. Hier endet die südliche westliche Verbreitung. An den Südhängen des Tianshan-Gebirges geht sie hier nach Osten zurück über das Hissar-Gebirge und Kunlun-Gebirge bis nach China ins Xinjiang-Gebirge mit der Unterart Parnassius apollo khotanensis. Der Weg zu den Alpen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Eine zweite Verbreitung nach Westen erfolgte unterhalb des 60. Breitengrades über die Waldsteppen zum südlichen Ural. Dieser stellte mit seinen niedrigen Bergen und Pässen kein Hindernis für eine weitere Ausbreitung nach Westen über die westliche Taiga bis nach Süd-Skandinavien dar. Dort wurden das südliche Finnland, Schweden und Norwegen besiedelt. Eine andere Linie breitete sich nach Süden über den Kaukasus in die Türkei aus und ging dann Richtung Nordwesten zu den Rhodopen in Bulgarien und nach Westen über die damals trockene Ägäis nach Griechenland. Von den Rhodopen ging es nach Norden über das Balkangebirge, die Südkarpaten und nach Nordwesten über Karpaten. Von dort folgte die Ausbreitung den westlich anschließenden Gebirgen Hohe Tatra, Riesengebirge, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Fränkische Alb, Schwäbische Alb bis sie im Schwarzwald endete. Die Oberrheinebene stellte ein unüberbrückbares Hindernis dar und die Linie endete hier. Von der Hohen Tatra nach Südwesten über die Kleinen Karpaten und den Wienerwald wurden die Ostalpen erreicht. Die nördlichen Alpen wurden anschließend bis zum Bregenzer Wald besiedelt. Der Weg zu den Südalpen verlief von den Rhodopen über den westlichen Balkan. Der Alpenhauptkamm stellte ein unüberwindbares Hindernis dar und die beiden Linien entlang der Alpen trafen erst in den westlichen Schweizer Alpen wieder aufeinander. Die Mosel, Italien und Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die französischen Alpen oder der Jura waren der Ausgangspunkt für die Eroberung weiterer Lebensräume im Norden, Westen und Süden. Vom Jura nach Norden über die Burgundische Pforte wurden die Vogesen besiedelt, das Gebirge das fast parallel zum Schwarzwald entlang der Oberrheinebene verläuft und nicht von diesem aus besiedelt wurde. Von hier aus erreichte die Art die Moselregion, in der noch heute wegen reicher Vorkommen der Futterpflanze Fetthenne - insbesondere in den Weinbergssteilhängen zwischen den Orten Valwig und Bruttig-Fankel - eine geschützte und stabile Population existiert. Über die französischen Alpen und die daran anschließenden Meeralpen und Ligurische Alpen ging eine Ausbreitungslinie über die Apenninen nach Kalabrien im Süden Italiens und nach Nord-Sizilien. Die Besiedlung Spaniens erfolgte vom Jura nach Westen über das Zentralmassiv. Von dort über die südlichen Cevennen zu den östlichen Pyrenäen. In Spanien verlief die Ausbreitung entlang der Nordküste über das Kantabrische Gebirge und dann nach Süden zum Kastilischen Scheidegebirge in Zentralspanien. Schließlich wurden noch die Betischen Kordilleren im Süden über einen heute noch unbekannten Weg besiedelt. Der Einfluss der Eiszeiten auf die Artentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nachdem im Oberen Pliozän eine ähnliche Verbreitung des Falters wie heute bestand, hatten die Eiszeiten im nachfolgenden Pleistozän durch die Gletscher in den Alpen und den Eisschilden in Nordeuropa und Nordasien die dortigen Populationen ausgelöscht. Südeuropa und der Osten des Verbreitungsgebietes waren von den vier Eiszeiten Elbe- (Günz-), Elster- (Mindel-), Saale- (Riss-) und Weichsel-Eiszeit (Norddeutschland), bzw. Würmeiszeit (Alpenraum) nicht betroffen. Dort konnten sie den gesamten Zeitraum überleben und sich stärker differenzieren und gefestigte Unterarten bilden. Die stärkste Vergletscherung fand während der Saale- bzw. Risseiszeit statt, als die gesamten Alpen bis ins Vorland und Westrussland und der Ural vergletschert waren. In der nachfolgenden Würmeiszeit vor etwa 115.000 bis 10.000 Jahren waren die Täler der Ostalpen eisfrei. In der darauf folgenden Warmzeit, in der wir heute noch leben, bildeten sich durch Waldsteppen mit den Nahrungspflanzen der Raupen ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Art. Dieser Zeitraum ist aber zu kurz, um gefestigte neue Unterarten auszubilden, daher muss man diese in den betroffenen Gebieten als Halb-Unterarten einstufen.[1] Aserbaidschanische Briefmarke (1995) Kirgisische Briefmarke (2000) Die Gefährdungssituation dieser Art wird in einigen Roten Listen gefährdeter Arten dargestellt. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet sie als gefährdet (Vulnerable). Die Rote Liste Deutschlands[4] sieht sie als vom Aussterben bedroht (Kat. 1), die Rote Liste der Schweiz und ebenso die Österreichs weist die Art als gefährdet (Kat. 3) aus; die Gefährdungssituation in den Bundesländern Österreichs wird sehr unterschiedlich angegeben und reicht von nicht gefährdet bis zu ausgestorben.[5] Der Apollofalter ist in vielen europäischen Regionen stark gefährdet oder akut vom Aussterben bedroht. Seit 1936 steht der Rote Apollo in Deutschland unter Naturschutz. Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, Appendix II gilt er als weltweit geschützt und ist die einzige weltweit geschützte nichttropische Schmetterlingsart (Stand 1990). Weiters wird diese Art auch im Anhang II der Berner Konvention gelistet, ist auch einer der wenigen Schmetterlingsarten im Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und somit als streng geschützt ausgewiesen. In Deutschland ist er zudem als eine nationale Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft.[6] In Deutschland kommt der Rote Apollo außerhalb der Alpen nur noch an der Mosel, auf der Schwäbischen Alb und der Fränkischen Alb vor. In Baden-Württemberg hat er von über 60 Fundstellen um 1900 alle bis auf eine auf der Schwäbischen Alb im Jahr 1988 eingebüßt. Die Population dieses Vorkommens hat sich nach einem Rückgang auf rund ein Dutzend Falter Ende der 1980er-Jahre mittlerweile erholt und stabilisiert, es hat sich sogar eine zweite Population gebildet[7]. Im Schwarzwald kommt er nicht mehr vor[8]. Im Fichtelgebirge ist Parnassius apollo ancile Fruhstorfer seit 1909 ausgestorben. Parnassius apollo posthumus Fruhstorfer 1925 ist im nördlichen Frankenwald und Saaletal seit 1905 ausgestorben.[1] In Bayern ist er auf der Fränkischen Alb und dort vor allem im Altmühltal und in den Bayerischen Alpen mit einem Schwerpunkt in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen zu finden.[9] Der Moselapollo war in den 1970er bis zum Anfang der 1980er Jahre durch den Einsatz von Insektiziden, die im Weinbau eingesetzt wurden und mit Hubschraubern versprüht wurden, kurz vor der Ausrottung. Die Insektizide gingen nicht nur auf den Weinbauflächen, sondern auch auf weit entfernten natürlichen Flächen nieder und töteten die Raupen ab. Im gleichen Zeitraum wurden außerdem Flurbereinigungsmaßnahmen durchgeführt, bei denen viele der alten Weinbergsmauern mit Sedum album entfernt wurden. Brachliegende ehemalige Weinberge verbuschten und die Nahrungspflanze verschwand durch die Verschattung. Heute ist das Ausbringen von Insektiziden mit dem Hubschrauber verboten. Die Habitate werden seit 1987 gepflegt und von Gebüsch und Stauden freigehalten. Der Einsatz von Insektiziden ist seit den 1980er Jahren stark zurückgegangen, da gezielter oder im Fall von Biowein gar nicht mehr gespritzt wird. Die Bestände haben sich wieder erholt und an Flugplätzen, an denen Anfang der 1980er Jahre nur fünf bis zehn Falter zu sehen waren, waren es 20 Jahre später über 100 Falter.[10] Die Vorkommen werden heute im Tourismus beworben und in der Ortsgemeinde Valwig wurde der etwa 7,5 Kilometer lange Apolloweg Valwig für Fußgänger eingerichtet. In Österreich ist vor allem Parnassius apollo cetius Fruhstorfer 1909 als Unterart im Flachland bedroht, die Unterart Parnassius apollo brittingeri Rebel & Rogenhofer 1893 im Gebirge ist deutlich weniger gefährdet.[11] Zu den heute noch individuenreichsten Populationen von Parnassius apollo cetius gehört die Population auf der Hohen Wand bei Wien.[12] Außeralpine Vorkommen, etwa im Strudengau sind großteils seit vielen Jahrzehnten erloschen.[13] In Frankreich ist Parnassius apollo meridionalis in den Vogesen ausgestorben. Wiederansiedlungsversuche scheiterten hier ebenso wie in Forez und im Massif de la Sainte-Baume. Dagegen war eine Wiederansiedlung am Puy de Dôme im Zentralmassiv erfolgreich. In Schweden war der Rote Apollo im südlichen Flachland verbreitet, heute ist er nur noch an der Ostküste zu finden. In Finnland begann der Rückgang in den 1930er-Jahren, und 30 Jahre später war er in vielen ursprünglichen Gebieten verschwunden. In den letzten Jahren hat sich der Falter im Südwesten des Landes wieder ausgebreitet und mit den Inseln zwischen der Insel Kemiö und der Halbinsel Hankoniemi ursprüngliche Gebiete wieder besiedelt. Es scheint ein Zusammenhang zwischen der Schwermetallbelastung der Nahrungspflanzen und dem Erlöschen der Populationen zu bestehen, da die Raupen bei belasteter Nahrung absterben. Diese ging in den letzten Jahren zurück und die Raupen haben damit wieder bessere Überlebenschancen.[14] In Spanien gingen die Bestände von Parnassius apollo filabricus in der Sierra de los Filabres innerhalb von 20 Jahren trotz Schutz bis 2005 sehr stark zurück. Die Lebensräume, in denen die Falter einst zu Tausenden flogen, wurden entweder mit Unterstützung der Naturschutzbehörden mit Kiefern aufgeforstet oder durch intensive Schafbeweidung vernichtet.[15] Die Hauptursachen für den Rückgang der Art ist die Zerstörung der Lebensräume durch Verbuschung oder Aufforstung und der Einsatz von Herbiziden in der Landwirtschaft und im Weinbau. Der Straßen- und Schienenverkehr fordert ebenfalls viele Opfer, etwa an der Mosel. Schwache Populationen können durch natürliche Feinde wie Meisen und Eidechsen weiter geschwächt werden, besonders wenn zusätzlich Nisthilfen für Meisen angeboten werden.[16] Der Einfluss von Sammlern auf geschwächte Populationen ist nicht geklärt, könnte aber bedrohte weiter geschwächt haben. Heute ist eine Gefahr durch Sammler kaum noch relevant.[8][10][11] Die Art scheint gegenüber geringen Klimaveränderungen sehr empfindlich zu reagieren.[17] ↑ a b c d e Edwin Möhn: Papilionidae XII: Parnassius apollo. Text . In: Erich Bauer und Thomas Frankenbach (Hrsg.): Schmetterlinge der Erde, Tagfalter . Band 23. Goecke & Evers, Keltern 2005, ISBN 3-937783-16-4. ↑ Thomas C. Emmel: Wunderbare und geheimnisvolle Welt der Schmetterlinge . Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh und Berlin 1976, ISBN 3-570-00893-2, S. 192 f. ↑ Parnassius Latreille, 1804 von Vazrick Nazari. In: Tree of Life Web Project. The University of Arizona College of Agriculture and Life Sciences and The University of Arizona Library, abgerufen am 8. Oktober 2007. ↑ Umweltbundesamt Österreich: Rote Liste gefährdeter Tierarten Österreichs. In: Österreichisches Artenschutz-Informationssystem OASIS. Abgerufen am 1. Januar 2010. ↑ Apollofalter. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, abgerufen am 27. Oktober 2007. ↑ a b Tagfalter I (Ritterfalter (Papilionidae), Weißlinge (Pieridae), Edelfalter (Nymphalidae)) . In: Günter Ebert, Erwin Rennwald (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs . Band 1. Ulmer Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8001-3451-9. ↑ Markus Schwibinger: Parnassius apollo (Apollo). In: Die Tagfalter Oberbayerns. Abgerufen am 22. Oktober 2007. ↑ a b Helmut Kinkler: Insecta – Zeitschrift für Entomologie und Naturschutz . Hrsg.: NABU-Bundesfachausschuss Entomologie. Nr. 7. NABU, 2001, ISSN 1431-9721, S. 31 (online [PDF; 3,5 MB; abgerufen am 24. Oktober 2007]). ↑ a b Naturschutzbund Österreich ↑ Forschungsgemeinschaft Lanius, Projekt Parnassius apollo ↑ Karl Puchberger, Gedanken zur Verödung der Schmetterlingsfauna des Strudengaues, Steyrer Entomologenrunde - Beiträge zur Kenntnis der Insektenfauna von Oberösterreich, 1984 ↑ Marko Nieminen, Pekka Nuorteva, Esa Tulisalo: The Effect of Metals on the Mortality of Parnassius Apollo Larvae (Lepidoptera: Papilionidae) . In: Journal of Insect Conservation . Band 5, Nr. 1. Springer Netherlands, März 2001, ISSN 1366-638X, S. 1–7. ↑ Artenschutz. In: Schmetterlinge und Wein, 5/2007. NABU, abgerufen am 27. Oktober 2007. ↑ Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Apollofalter in Rheinland-Pfalz . 2003 (PDF, 5 MB [abgerufen am 27. Oktober 2007]). ↑ Gerfried Deschka, Josef Wimmer: Die Schmetterlingsfauna der Kreuzmauer., Beitr. Naturk. Oberösterreichs, 2000, Seite 101 PDF Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7. Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X. Commons: Roter Apollo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien Naturkundliches Informationssystem: Parnassius apollo brittingeri Parnassius apollo in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: Gimenez Dixon, 1996. Abgerufen im 1. Januar 2010 Parnassius apollo bei Fauna Europaea Fledermaus (1992) | Wildkatze (1993) | Rotwild (1994, 2002) | Apollofalter (1995) | Feldhamster (1996, 2016) | Alpensteinbock (1997) | Unke (1998) | Fischotter (1999) | Äskulapnatter (2000) | Feldhase (2001, 2015) | Wolf (2003) | Siebenschläfer (2004) | Braunbär (2005) | Seehund (2006) | Elch (2007) | Wisent (2008, 2014) | Braunbrustigel (2009) | Dachs (2010) | Luchs (2011) | Gämse (2012) | Mauswiesel (2013) | Haselmaus (2017) | Europäische Wildkatze (2018) Normdaten (Sachbegriff): GND: 4357469-5 (AKS) Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Roter_Apollo&oldid=178722460“ Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juni 2018 um 10:00 Uhr bearbeitet.
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
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Highspeed Internet gehört zu unserer Austattung dazu.In 5 Min bis du in Brackel City. Alle Geschäfte findest du dort. Das Haus ist in einer Verkehrsberuhigten Strasse und in 5 Min bist da auch auf ruhigen Feldern und kannst wandern oder joggen ..Ich musste leider absagen Leon2017-05-26T00:00:00ZToller Gastgeber! Die Wohnung wurde erst neu eingerichtet und war noch nicht komplett fertig, allerdings fehlten nur Kleinigkeiten (Steckdosen noch nicht alle angeschlossen).Stefan2017-03-18T00:00:00ZSuper Unterkunft für ein spontanes Wochende in Dortmund. Sehr gute Erreichbarkeit des Anbieters. Kann ich weiter empfehlen. Tino2017-05-07T00:00:00Z该公寓是简单但功能。当你走的路到底它是安静的住宅区,你是正确的领域,可以去爬山。Franz-Georg2017-03-24T00:00:00ZAles bestens :-)Nico2017-05-12T00:00:00ZSuper Kommunikation, einfacher Check-in/Check-out (24h), Wohnung liegt in einer ruhigen Wohngegend, ist gut angebunden (ÖV), funktional eingerichtet, kann ich bedenkenlos weiterempfehlen!Janine2017-05-20T00:00:00ZExcellente communication et comme que la clé est dans un coffre-fort à l'extérieur. Je vais essayer à nouveau bientôtStephen 2017-05-15T00:00:00ZI have been traveling a lot with airbnb the past couple of years and I have never had such a bad experience as I did in this apartment. I HAD to leave and I really don't care about the money I've lost. The apartment is unacceptable. It's full of moisture and it smells like a stall (probably was). The low ceiling and the lack of windows completes this terrible image. Although it was clear that it was two of us, there was just one pillow und one blanket. I did try to contact the owner but I got an answer (that it was the cleaning lady's fault)- why should I care who's fault it is- next day at 8:15 am!!! Thank god we left the apartment and didn't have to wait for a spare pillow, it would have never had come. I advise you NOT to book this apartment even if you get it for free!Antonis2017-05-14T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan2Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanHOME SWEET HOMEHargaRM146 HOME SWEET HOMESeluruh apartmen · 2 katil10 ulasanGroße moderne Wohnung über zwei Ebenen. Die Wohnung hat ein luxuriöses großes Badezimmer in der oberen Etage mit einer großen ebenen Walk-In Dusche für 2 Personen, einer Eckbadewanne und Doppelwaschbecken. Die Gäste haben Zugang zum W-Lan und ein Beamer ist an der Decke angebracht mit HDMI&VGA Anschlüssen und einer Leinwand die aus der Decke elektrisch rausfährt. In der unteren Etage befindet sich ein Schlafzimmer mit einem großen Doppelbett, einem Vorzimmer und eigenem WC. 2x TV mit Sat.-Schlafzimmer: Großes Doppelbett 180X200 cm für 2 Personen In der oberen Etage liegt das große offene Wohnzimmer mit Küche und Essbereich. Kaffeemaschine mit aufgefüllten Kaffee wartet auf die Gäste. Im Wohnzimmer befindet sich die aufklappbare Schlafcouch für 2 Personen. In einem weiteren Zimmer steht ein Arbeitstisch und 2 einzelne Gästebetten. Shampoo und Zahnpasta sind ebenfalls vorhanden. Ein Föhn und ausreichende Anzahl an Handtüchern liegen bereit. Wenn irgendetwas benötigt wird, können meine Gäste jederzeit mich telefonisch erreichen und der direkte Nachbar würde helfen. Bei Bedarf können im Eingansgzimmer der unteren Etage und im Balkonzimmer je eine weitere Matratze auf den Boden gelegt werden, wodurch insgesamt 10 Schlafplätze vorhanden wären über 4 Zimmer verteilt. Als viertes Schlafzimmer ist das Wohnzimmer mit dem aufklappbaren Sofa für 2 Personen gemeint. Außer dem Balkonzimmer, haben alle Räume elektrische Rollos und somit kann man lange und gut im dunklen ausschlafen wenn man möchte.Phönixsee ca. 2 min zu Fuss.Super tolle Wohnung. Sehr modern innen. Unkomplizierter Gastgeber, der sehr zuvorkommend ist. Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Auf jeden Fall ein Besuch wert. Julius2017-05-21T00:00:00ZTolles haus. Gute nähe um Signal Iduna Park.. würde wider kommen.Cédric2017-04-16T00:00:00ZSuper friendly host, for the welfare of his guests is very important and for which he also does everything in his power. Flawless communication, great advice, we just felt comfortable. We'll be back for sure :-)Stefanie2017-04-30T00:00:00ZTrès bon séjour chez Emerson. Appartement confortable, spatieux, conforme à l'annonce. Emerson est très sympathique et disponible pour tous renseignements. Merci pour tousFabien2017-04-15T00:00:00ZVerblijf in Emerson's plaats was meer dan goed. Host gaf ons tips van plaatsen om te bezoeken. Aanraden daar te verblijven en te genieten van platte en hosts gastvrijheid.Kaspars2017-04-02T00:00:00ZWe brachten de nacht van dinsdag op woensdag bij Emerson om een Champions League-wedstrijd bij te wonen. Het appartement is ideaal gelegen, modern, goed geïsoleerd en echt heel erg mooi, het is geschikt voor alle soorten mensen. Emerson is een beschikbare gastheer en zeer attent. Veel dank.Sullivan2017-04-12T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan10Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanTOP MODERNE WOHNUNG,100qm,4 ZIMMER,bis 10 PersonenHargaRM614 TOP MODERNE WOHNUNG,100qm,4 ZIMMER,bis 10 PersonenSeluruh apartmen · 8 katil10 ulasanDie Wohnung liegt in einem südöstlichem Vorort von Dortmund. Fahrräder nach Absprache zur Verfügung !I stayed at Gaby's apartment for a month (Oct 2016) and really enjoyed my stay. The apartment was as described and very close to the U-bahn station. The kitchen was well equipped as well. Gaby was a great host, very considerate, friendly and easy to talk to. Especially for me coming from India, staying here made me less home sick than I otherwise would have been. I would highly recommend Gaby's place.Chandan2016-11-30T00:00:00ZSehr gemütliche ruhige Wohnung. TV, Internett, Kochutensilien sehr gut. Gute Auslaufgegend für den Hund. Gabi hat uns gute Tipps gegeben und alles gut organisiertSusan2016-04-11T00:00:00ZAwesome place, really chill, friendly, and caring host. 20 minute tram ride from the city center. Beautiful green field next to the home. Highly recommended.Omar2016-05-02T00:00:00ZΉσυχη περιοχή, κοντά στα μέσα μαζικής μεταφοράςMartin2016-03-12T00:00:00ZIt was as always very nice with Gabi. Everything fit perfectly. The unit was set up as described. The location and surroundings were optimal.Lauren2016-07-26T00:00:00ZTodo fue como se esperaba .. buen lugar agradable ..Dennis2016-08-16T00:00:00Z中止是愉快和troubleless。 15分钟连接到多特蒙德HBF由U47的罚款。我们喜欢我们的住宿。Nastea2015-03-20T00:00:00ZAlles prima gelaufen. Diw Wohnung war etwas kalt aber sonst alles prima!Adrian2016-10-16T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan3Bilik tidurDortmund, North Rhine-Westphalia, JermanRuhige gemütliche Wohnung im GrünenHargaRM230 Ruhige gemütliche Wohnung im GrünenSeluruh apartmen · 2 katil24 ulasanyou can stay in my apartement in a private bed room ( max 2 person). Pick up airport ( 10 € one way )near my place is a supermarket ( 2 min walk)私たちは、イェンスで素晴らしい滞在を持っていました。すべては、説明に対応しました。非常にきれいで、暖かい場所。イェンスは、訪問する場所を推奨しています。我々は彼を必要なときに彼がありました。私たちは、機会があれば返却することを躊躇しないだろう。非常に良い最初の経験airbnb !!! :)Mathilde2017-04-12T00:00:00ZJens gerçekten güzel bir ev sahipliği (URL HIDDEN) onun yerine otobüs istasyonundan bizi almaya onun kolaylık dışına çıktı ve ayrıca biz gece Dortmund geldi olarak yakındaki bir restorana bizi getirmek için gerçekten müteşekkir. Jens daire gerçekten güzel ve rahat ve şehri ziyaret etmek isteyenler için toplu ulaşım 10mins hakkında! Biz Dortmund büyük bir zaman vardı ve kesinlikle tüm gezginler için tavsiye! Danke Jens!Maurice2017-04-05T00:00:00Z顶级住宿,比照片还要好。超级维护和绝对干净的,也是伟大的位置平静的日子。 主持人延斯就可以了,我的儿子,我强烈推荐!我们感觉就像在家里。他是一个非常细心,善良的主机。 我们再次喜欢超..乐趣! Fleral2017-04-10T00:00:00ZÇok iyi ilk deneyim Airbnb! Oliver gerçekten iyi ev sahipliği yapmaktadır. O kadar faydalı ve nazik adam, çok dostudur. O her şeyi paylaşabilirsiniz. Bir yıkama makinesi kullanılabilir. Tüm ev çok rahat ve iyi güvenliğidir. Öyle difinitely tavsiye bu yer, büyük bir zaman vardı. Danke, Oliver!Ayako2017-05-11T00:00:00ZI was lucky enough to be Jens' first visitor. Look no further if you are looking for an interesting & funny host, a beautiful & comfortable room and a peaceful & convenient location. Jens was very understanding and accommodating through out my stay. He made me feel at home from our initial meeting, and is a super interesting person to get to know. As an avid traveller himself, he knows exactly what it is like to be on the road so rest assured, you will have an awesome time in Dortmund through Jens. As a traveller who has stayed in close to 10 different Airbnb homes around the world, I can safely say this has easily been my best stay to date.Douglas2017-03-31T00:00:00Z私は非常に皆にこのホストをお勧めします。オリバーは、彼のゲストが快適に感じるようにすべてを行い種類優しい男、です。彼は、駅から私たちを取ったすべての私たちの街についての質問と私たちの国については本当に興味を持って答えます。部屋は清潔でチャンネルの多い柔らかいベッドとTVsetと大きかったです。朝オリバーは私たちに少し楽しい余分だった少しの朝食を、提供します。Dmitrii2017-05-06T00:00:00Z非常に素晴らしく、非常に清潔で、よく非常に多く、すべてをお勧めします!Roxana2017-04-08T00:00:00ZOliver büyük bir ev sahibi! O şehir hakkında bana iyi ipuçları verdi ve Dortmund üzerinde kalan şaşırtıcıydı.Fernando2017-05-08T00:00:00ZJenis bilikBilik persendirianJenis PenginapanApartmenMemuatkan2Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, Jermanvery modern apartement, near centralHargaRM132 very modern apartement, near centralBilik persendirian · 1 katil22 ulasanThe bright apartment can accommodate 3 people, is newly renovated, and equipped with kitchen, leather sofa and LCD TV, ideal to relax with longer stay or sometimes just for the trip. inclusive Biergarten, da gehts gerne auch lauter:-)Nous avons été reçu avec gentillesse et le sourire malgré la barrière de la langue (nous somme français, Reinhard n'était pas présent pour parler anglais, et sa conjointe ne parle ni français ni anglais). Malgré tout, l'accueil a été chaleureux et nous avons pu nous exprimer par geste et quelques mots à peu près commun à nos langues d'origine. Je recommanderai néanmoins cette chambre d'hôte qui reste très très bien. Anne2016-09-27T00:00:00ZБыл, несмотря на некоторые изменения, которые мы делаем хорошие связи, размещение предлагает все необходимое для краткосрочного пребывания без каких-либо излишеств. Мы чувствовали себя комфортно, и, несомненно, вернемся!Sally2017-03-05T00:00:00ZL'endroit était parfait, juste ce qu'il nous fallait. accueil agréable et accueillant. Je recommande cet appartement à d'autres et j'y reviendrai. Je vous remercieKevin2016-10-26T00:00:00ZDie Wohnung war wie beschrieben, was ich als ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis sehe. Der Kontakt war sehr nett und angenehm.David2016-08-28T00:00:00ZEnjoyed my stay at Reinhards place I recommend this accommodation Regards KeyseKayser2016-10-10T00:00:00ZEs hat alles super geklappt und auch die Kommunikation war super. Auch das das Bad nicht in der Wohnung war hatte seinen Charme. Ich kann die Wohnung nur empfehlen.Marco2016-12-21T00:00:00ZZeer goede plek om te verblijven en zeer aardige mensenMounir2016-09-28T00:00:00ZDie Lage der Wohnung ist wunderbar. Eine Bahn sehr nah. Die Wohnung war wie beschrieben und das Wohnzimmer / Küche war sehr voll gestellt. Bei unserer Ankunft war das Zimmer noch fertig aber das ging schnell. Reinhard war schnell in der Kommunikation, das war angenehm. Die Badezimmer war nicht sauber genug. Katharina2017-05-21T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan3Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanSmall fine 2-room apartmentHargaRM146 Small fine 2-room apartmentSeluruh apartmen · 3 katil16 ulasanSehr modernes 1-Zimmer-Apartment 32m² in Dortmund-Asseln, das Bett 1,60*2,00m, Kleiderschrank für 2 Personen, Küche in einer Nische mit Ceran Kochfeld, Kühlschrank, Spülmaschine. Die Waschmaschine und Trockner sind im Keller. TV-Sat und Internet WiFi und Enthrenet.Sehr schönes ein Zimmer-Apartment im Parterre, alles, was man braucht ist da, Einkaufsmöglichkeit im unmittelbaren Nähe (REWE-Zentrum) vorhanden. Sehr gute Verkehrsverbindung zu S4, U-Bahn U43 oder Autobahn. Parkmöglichkeit vor der Tür.Sehr schönes, sauberes ein ruhiger Ort, in der Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten.Mahmoud2017-03-15T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan2Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanApartment im Parterre für 1-2 in DO-AsselnHargaRM207 Apartment im Parterre für 1-2 in DO-AsselnSeluruh apartmen · 2 katil2 ulasanWir befinden uns in einem der schönsten Teile Dortmunds; Berghofen! Verkehrsgünstig sehr gut gelegen, Öffis und Einkaufsmöglichkeiten sind in unmittelbarer Nähe und zu Fuß erreichbar. Die Unterkunft ist optimal für Paare, Alleinreisende, Geschäftsreisende und Wochenendpendler.Ruhige Nachbarschaft mit vielen Parkplätzen. Direkt vor der Haustüre befindet sich ein kleiner Park.Thans за удивительный опыт. Было действительно хорошее пребывание. Тобиас и все остальные жители были удивительны заставляют нас чувствовать себя как дома. Они Хель нас со всем, отвез нас в город дважды, дал нам бесплатное пиво и завтрак и, по сути был большой разговор корыто Ночь. ОКОНЧАТЕЛЬНО рекомендую.Marco2017-03-09T00:00:00ZIch war für eine Nacht an Tobias 'Ort und ich hatte eine fantastische Zeit. Ich ging für das Spiel Borussia Dortmund. Er und seine Mitbewohner Jan holte mich an der Bushaltestelle und hatte eine Pre-Game-Bier auf mich wartet am airbnb. Jan hatte auch eine Fahrkarte und nahm mich auf das Spiel. Danach ging wir eine tolle Nacht mit ihren Freunden und hatte feiern. Alles in allem sind sie eine große Gruppe von Jungs, und sie waren sehr zuvorkommend. Sie sprachen Englisch mir gut und auch lehrte mich etwas Deutsch. Ich kann diese Jungs genug empfehlen, fühlte ich mich, als ob ich bei einem Freund zu Hause für die Nacht aufhielt. Ich werde sie auf jeden Fall beim nächsten Mal anrufen ich mich in Deutschland.Austin2017-02-05T00:00:00ZEs war ein sehr unkompliziertes Check-In. Für die Fahrt zum Signal-Iduna-Park habe ich alle Infos bekommen, abends waren wir teilweise zusammen, sodass ich rundum zufrieden war.Bertram2017-04-09T00:00:00ZIch hatte nur das Vergnügen des Treffens Tobias roomate, Jann, der nicht mehr entgegenkommend seiner Gäste sein könnte - Top-Top-Mann !! Die Wohnung und das Zimmer selbst schön präsentiert werden, geräumig, gemütlich und bieten einen sehr angenehmen Schlaf. Die Gegend ist sehr ruhig und grün und hat eine gute Anbindung an das Stadtzentrum und Dortmund Fußballstadion. Sehr empfehlen und wird für einen weiteren Besuch wieder! Danke Jann!josh2017-04-12T00:00:00ZGroßzügig geschnittenes Zimmer, direkter Zugang zum Balkon mit Blick ins Grüne. Schöne Wohnung zur Mitbenutzung, schneller Internet Zugang, Grill auf dem Balkon zur Mitbenutzung. Gemeinschaftsbad, sauber, guter Wasserdruck und hohe Wassertemperatur. Die Gastgeber immer ansprechbar, kontaktfreudig und total locker. Der Haushund ein echter Bringer. Wer noch kein Hundefan ist, wird definitiv zum Hunde Liebhaber. Jederzeit wieder, wann immer wir Unterkunft in Dortmund benötigen !!Ralf2017-03-18T00:00:00ZTobias was very easy to get in touch with. Him and his friend Marcus were very friendly. Their home is accurate to what is shown. Hope to see Tobias and Marcus again.Long2017-03-23T00:00:00ZGanz schöne gemütliche Wohnung und tolle Leute! Komme gern wieder.Volodymyr2016-09-26T00:00:00ZFür jeden zu empfehlen ! Sehr nette und unkomplizierte Mitbewohner :) An alle Frauen: es gibt keinen Föhn im männerhaushalt :-Dlika2017-05-21T00:00:00ZJenis bilikBilik persendirianJenis PenginapanApartmenMemuatkan2Bilik tidurDortmund, NRW, JermanSchönes, ruhiges & modernes Zimmer!HargaRM177 Schönes, ruhiges & modernes Zimmer!Bilik persendirian · 1 katil11 ulasanJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan2Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanNice apartment in BrackelHargaRM155 Nice apartment in BrackelSeluruh apartmen · 1 katilYou sleep in the guest room of my flat. It is only for rent when I'm not here, so you have full privacy.The Flat is in the famous and silence suburb "Dortmund-Gartenstadt", just 5 minutes to walk to the famous Lake Phoenix (Phoenix See). In my living room you are allowed to use my TV and are able to watch Amazon Prime Video. I don't have a TV provider / TV connection. So you are NOT able to watch normal TV. You only can watch Amazon Prime Video! But that should be enough I think :-)The Flat in Dortmund-Gartenstadt (Hörde), it is one of the most green suburb of Dortmund. In a few minutes by feet you reach supermarkets, bus and subway station. The famous Phoenix See (Lake Phoenix) is reachable in about 5 minutes by feet.The house was clean and the check-in was really easy. Thanks TobiTiago2017-05-21T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan2Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanFlat at the Lake Phoenix (with Amazon Prime Video)HargaRM124 Flat at the Lake Phoenix (with Amazon Prime Video)Seluruh apartmen · 1 katil2 ulasanNewly renovated and modern equipped, inclusive Biergarten, da gehts gerne auch lauter:-)Ein sehr angenehmer Aufenthalt in einer schlichten Umgebung, aber wirklich alles ist vorhanden was benötigt wird. insbesondere wird sich sehr sehr gut um den Gast gekümmert. also ohne Einschränkung zu empfehlenManuel 2017-02-05T00:00:00ZGreat weekend, Reinhard is very kind and helpfull when you are there. Vince2017-01-22T00:00:00ZGood location for visit dortmund, small appartement, not really value for money.Jenske2016-12-04T00:00:00ZDie Unterkunft so vorgefunden wie beschrieben; also Top - ebenso die Zimmer. Immer wieder.Jochen2016-05-02T00:00:00ZTudo foi ótimo! O contato foi simples, o apartamento limpo e caso contrário, tudo bem! Obrigado pela hospitalidade!Markus2015-04-26T00:00:00ZAlles perfekt für einen "BVB Urlaub"Jürgen2017-05-21T00:00:00ZMy boyfriend's review; I stayed here for one night with 3 mates. The arrangement is a bit odd as each of the three large rooms is full of single beds. There is a roof terrace and small kitchen which was ok for 3 of us. When we arrived the cleaner let us in, he seemed to only spk Spanish and just pointed at the room. There was no explanation on the setup just a long list of rules. In the night and in the morning a lady just let herself in and started shouting at us. Non of us speak German so we had no idea what she was doing or who she was. We just packed up and left. Nice enough clean flat with bog standard beds but a little strangeClaire2014-09-17T00:00:00ZAlles gut gelaufen, wir haben zu fünft in der Wohnung gewohnt und hatten eine gute Zeit. Alles top & freundlich, gerne wieder!!Gianna2014-08-25T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan11Bilik tidurDortmund, North Rhine-Westphalia, Jermanlovely 3 bedroom flat for 11 peopleHargaRM216 lovely 3 bedroom flat for 11 peopleSeluruh apartmen · 8 katil43 ulasanMeine Unterkunft ist in der Nähe von Phönixsee. Du wirst meine Unterkunft lieben wegen Gemütlichkeit und die Lage. Meine Unterkunft ist gut für paare, alleinreisende abenteurer und geschäftsreisende.Kleines seperates App. mit Küche und ein schönes helles Badezimmer .Linda was friendly and communicated with us well prior to our stay. The room was clean and as shown in the photos. The location is around 10 minutes walk to the nearest U-Bahn, and then a further 10 minutes journey in to the centre of Dortmund. The locations is quiet and safe. However there is not many amenities close by. We would stay here again. Thanks!Andrew2017-02-05T00:00:00Z在琳达的属性,我们取得了一个不错的选择。很干净,装修较新,安静。 琳达和她的女儿,谁把我们的收费,都非常友好乐于助人和信息。在一个单间公寓,我只能建议。再次感谢您! ;-)Rainer2017-02-09T00:00:00ZSuper value for money. Gladly again! Greeting AljoschaAljoscha2016-12-04T00:00:00ZGemütliche kleine Wohnung in ruhiger Lage! Gerne wieder bei unserem nächsten Besuch! Julian2017-04-05T00:00:00ZDe accommodatie was gemakkelijk te bereiken met de metro. Daarnaast werd ik vriendelijk ontvangen.Nicholas2017-01-01T00:00:00Z素敵なフラットをありがとう:)すべてが清潔で、静かで、素敵なホストでした!再び喜ん;)Alexander2017-02-02T00:00:00ZThe apartment is located in Dortmund Hörde while staying connected to public transport. The bus it takes less than 5 minutes on foot to the train a little longer. The apartment was clean and well appointed. Linda was very helpful. Gladly again!Virginia 2017-04-12T00:00:00ZNice, cosy, clean. Good area of the city. Great stay!Joel2017-01-29T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan2Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanKl. Wohnung am PhönixseeHargaRM243 Kl. Wohnung am PhönixseeSeluruh apartmen · 1 katil19 ulasanDie kleine Wohnung (ca. 38 qm) befindet sich in der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses mit 5 Parteien. Die Wohnung liegt in einem grünen, ruhigen Wohnviertel und ist ca. 20 Minuten sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn von der Dortmunder Innenstadt entfernt. Sie eignet sich für bis zu drei Personen und ist nur gut 4 km vom Dortmunder Flughafen entfernt. Der nächste Supermarkt ist gut 1 km weit weg. Die Wohnung ist komplett ausgestattet, mit Handtüchern, Staubsauger und Küchenutensilien.Alleinreisende, Paare, Freunde, Studenten und Paare mit Kind.Grüne, ruhige Wohnlage mit vielen Familien. Sehr ländlich mit guter Anbindung zur Autobahn und Dortmunder Innenstadt.Lea ist eine sehr freundliche, unkomplizierte Gastgeberin. Die Wohnung ist sehr sauber und man findet alles was man braucht (Ausstattung etc.).Michael2017-04-20T00:00:00ZSmall but cozy attic apartment ... top cleanliness ... The most important utensils available ... We were glad when we finally were in the evenings cozy bed .... The hostess friendly, open, caring and helpful .... We would stay there again .... Anneta2017-04-17T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan3Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanGemütliche Dachgeschosswohnung in ruhiger LageHargaRM119 Gemütliche Dachgeschosswohnung in ruhiger LageSeluruh apartmen · 2 katil3 ulasanMeine Unterkunft ist in der Nähe von Flughafen, S-Bahn, Bus, mehreren Einkaufsmöglichkeiten. Du wirst meine Unterkunft lieben weil du schläfst unter einem Sternenhimmel. Die Wohnung ist klein aber fein. Meine Unterkunft ist gut für Paare, alleinreisende Abenteurer, Geschäftsreisende und Familien (mit kindern).Teşekkür zor güzel bir zaman düz güzeldiFelix2016-11-27T00:00:00ZVery nice place to stay! Will definitely suggest it to a friend.Petar2017-02-15T00:00:00ZGood accommodation and location, equipped with all essentials you need. We had a good time!Sharif2017-02-03T00:00:00ZAndreas was great. He quickly responded to our questions, which was appreciated. Claire2016-10-15T00:00:00ZThe apartment of Andreas was well maintained and clean. I therefore very felt comfortable. The special feature, however, was sleeping under the stars, making a very pleasant sleep was possible. Sebastian2017-05-05T00:00:00ZDie kleine, gemütliche Dachwohnung war sehr sauber und ansprechend für uns hergerichtet! Sogar für ein kleines Frühstück am nächsten Tag hatte Andreas gesorgt- fanden wir ganz toll! Eine tolle Übernachtungsmöglichkeit für 2 Personen nahe Dortmund! Der Kontakt war immer zeitnah und sehr nett! Auch unsere Ankunft am späten Abend war kein Problem! Vivien2016-10-27T00:00:00ZHer şey belirtildiği gibi. Büyüleyici küçük daire. Çok iyi hissettim.Marco2016-11-25T00:00:00Z公寓是所描述的,小而舒适。 理想的,如果你想花一个晚上在乌纳。 安德烈亚斯是非常好的,虽然我们不知道他本人。他总是可用的和立即的问题时已经出现了回应。 每次恋爱回去。Anna2016-10-16T00:00:00ZJenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan3Bilik tidurUnna, Nordrhein-Westfalen, JermanCharmante Wohnung mit Sternenhimmel inclusiveHargaRM150 Charmante Wohnung mit Sternenhimmel inclusiveSeluruh apartmen · 1 katil21 ulasanMeine Wohnung ist neu eingerichtet in einem Altbaugebäude über den Dächern von Dortmund. Zum feiern oder entspannen ist die gastronomische Meile am See in unmittelbarer Nähe.Jenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan6Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, JermanSchicke Altbauwohnung am PHOENIXseeHargaRM693 Schicke Altbauwohnung am PHOENIXseeSeluruh apartmen · 6 katilBARUEine sehr schöne Wohnung in Dortmund- Asseln, in der Nähe S4-Haltestelle "Dortmund-Asseln-Mitte" oder U43 "Aplerbecker Strasse". Lage: 1 OG. Großzügiges Bad mit Bidet, WC, Badewanne und Dusche.Sehr nette Nachbar, meistens Geschäftsleute.Jenis bilikKeseluruhan rumah/aptJenis PenginapanApartmenMemuatkan6Bilik tidurDortmund, Nordrhein-Westfalen, Jerman3-Zimmer Wohnung 100m² mit Balkon in DO-AsselnHargaRM309 3-Zimmer Wohnung 100m² mit Balkon in DO-AsselnSeluruh apartmen · 4 katil123…1712…171 – 18 daripada 300+ Apartmen SewaPurata 4.7 daripada 5 daripada 259 ulasan tetamuMasukkan tarikh untuk melihat harga penuh. Yuran tambahan dikenakan. Cukai mungkin akan ditambah.Jerman>North Rhine-Westphalia>HolzwickedeCologneFrankfurtDusseldorfUtrechtHanoverMunsterMainzEindhovenLiegeEssenBad NauheimMarburgPetaPenapisTermaPrivasiPeta TapakAirbnbmag
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q-de-2215
Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
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q-de-2215
Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Wahrsager-Lexikon Z - von Zauberei bis Zodiak Wahrsager-Lexikon Z Startseite » Lexikon » Wahrsagen Z Von Zauberei und Zen-Buddhismus bis hin zu Zenit und Zodiak, in unserem Wahrsager-Lexikon erfahren Sie alles über England, Schottland und Wales und bekommen einen Überblick über die wichtigsten englischen Begriffe und Wörter. Seien Sie niemals mehr unsicher und informieren Sie sich bereits vor Ihrer Reise über die wichtigsten Dinge. Hier finden Sie alles, was Sie für eine Reise nach Großbritannien wissen müssen in alphabetischer Reihenfolge, sodass Sie nicht mehr lange suchen müssen und alles auf einen Blick erfahren. Ganz allgemein betrachtet assoziieren wir mit Zähnen Unabhängigkeit, Macht, die Fähigkeit zu nähren und zu kommunizieren. In antiken Sagen zum Beispiel können aus ausgesäten Drachenzähnen bewaffnete Männer aus der Erde wachsen. Zähne hatten auch „okkulte Bedeutung“: Wenn man sie einem Spiegel gegenüber fletschte, wurde dieser trübe. Nordafrikanische Christen verhöhnten oder bekämpften Götzenbilder durch das Fletschen der Zähne. Tauchen Zähne in unseren Träumen auf, deuten sie auf eine positive Aggressivität im Sinne von Lebensvitalität – also in der Regel auf materielle und sexuelle Bedürfnisse – hin. Gesunde Zähne etwa verheißen Erfolge und Gewinne. Schlechte, lockere oder ausfallende dagegen warnen vor Misserfolgen und Verlusten. Wird einem ein Zahn gezogen, muss er mit finanziellen Schwierigkeiten oder enttäuschten Erwartungen rechnen. Zieht man selbst einem anderen einen Zahn, besteht die Chance, aus den Problemen dieses Menschen Nutzen zu ziehen oder einen Widerstand zu überwinden. Falsche Zähne können auf Geltungsbedürfnis, Eitelkeit, Scheinerfolge oder Täuschung hinweisen. Zähne zeigen symbolisiert, dass man andere einzuschüchtern oder zu verletzen versucht. In China herrschte lange Zeit die Ansicht, dass der Traum vom Verlust eines Vorderzahnes den baldigen Verlust von Vater oder Mutter vorhersagt. Zähneknirschen sollte Gespenster verscheuchen. Zeitgleich mit dem Aufkommen der Astrologie wurden auch den Zahlen geheime, magische Kräfte zugeschrieben. Eine bedeutende Rolle spielte ihr Symbolgehalt zum Beispiel bei den Griechen, genauer gesagt beim Philosophen und Physiker Pythagoras. Demnach stand die Eins für die ursprüngliche Einheit aller Dinge – Allmacht, das Ganze, das Männliche, das Gute – , die mit Erschaffung des materiellen Universums in einzelne Komponenten aufgeteilt wurde. Die Zwei für das erste Ergebnis dieser Teilung. Sie galt als Verkörperung des Weiblichen und des Schlechten. Die Drei für Schöpferkraft und Weisheit. Sie verband die Eins und die Zwei zur Harmonie. Dagegen verkörperten gerade Zahlen die Trennung, das Böse und das Weibliche. Die Vier repräsentierte nüchternes Denken und Festigkeit; außerdem stellte sie die Gerechtigkeit dar. Die Fünf galt als die Zahl des Wandels. Sie stand für Abendteuer, auch für Heirat, weil sie die Erste Kombination aus einer ungeraden und einer geraden Zahl darstellte (die Eins wurde als Absolutwert, nicht als Zahl betrachtet). Die Sechs verhieß häuslichen Frieden; stand für Ehe, Harmonie und Venus; Hartnäckigkeit. Die Sieben war das Symbol für innere Einkehr und Mysterien; für Geburt und Tod. Die Acht deutete auf weltlichen Genuss und irdische Freude hin. Sie stand also für die materielle Welt. Die Neun schließlich nahm eine besondere Stellung ein: Sie vertrat die Vollkommenheit von Verstand und Seele. Anwenden lässt sich die Zahlensymbolik, indem man jedem Buchstaben eines Eigennamens einen Zahlenwert zuordnet oder den Geburtstag, den Geburtsmonat und das Geburtsjahr betrachtet, die Zahlenwerte addiert und so lange die Quersumme bildet, bis man eine Zahl von 1 bis 9 erhält. Auf diese Weise kann der betreffende Name bzw. das Datum gedeutet werden. In der Völkerkunde und der Religionswissenschaft bezeichnet der Begriff Zauberei den Gebrauch magischer Mittel – von Beschwörungen, dem Anrufen von Geistern und Dämonen, dem Brauen schädlicher oder heilsamer Getränke oder Salben etc. Zauber werden entweder zum Schutz der eigenen Person, eines Auftraggebers oder Schutzsuchenden eingesetzt, oder aber zur Abwehr feindlicher Mächte (Abwehrzauber) benutzt. Beispiele sind das Pfeifen/Zischen an unheimlichen Orten, besonders Ruinen, das Ausspucken vor verfeindeten Menschen, das Kreuzschlagen, der Gebrauch von Weihrauch oder Weihwasser. Zuweilen dienen Zauber auch dazu, erkannten oder vermeintlichen Feinden zu schaden (Schadenszauber). Am gängigsten sind Analogiezauber, bei denen symbolische Handlungen einen abbildhaften Erfolg in der Wirklichkeit herbeiführen sollen. So soll zum Beispiel das, was der Zauberer an einer Puppe vornimmt, soll auch mit dem gemeinten Opfer geschehen. Vom Hexenwesen hebt sich die Zauberei dadurch ab, dass ihre Vertreter meist keine Verbindung zum Teufel aufnehmen. Ein schon für die Antike bezeugter Analogiezauber ist das Nestelknüpfen. Durch Operationen mit Knoten, Schlössern, Ketten oder anderen Materialien, die mit Binden oder Verschließen zu tun haben, sollten Bindungen hergestellt oder ihre Auflösung verhindert werden. Es gibt das Nestelknüpfen als Liebeszauber. Im Mittelalter war es meist eine schadenszauberische Übung und sollte bei der Zielperson oft Impotenz bewirken. Eine berühmte Zauberin war die Kirke. Sie verwandelte die Gefährten des Odysseus in Schweine und den Picus in einen Specht. Simon Magus war ein Zauberer, der im Neuen Testament als Gegner der Apostel genannt ist. Zakynthos (s. Hyria) Zakynthos, in der Antike Hyria genannt, ist nach Korfu und Kephalonia die drittgrößte und südlichste der Ionischen Inseln. Im Volksglauben der Insel heißt es: Wer an einem 23. Dezember geboren wird, wird später zum Werwolf, weil die Eltern das Kind am 25. März gezeugt haben. Der 25. März ist der Tag von Mariä Verkündigung. Geschlechtlicher Verkehr an diesem Tag bedeutet demnach eine frevelhafte Nachahmung der Jungfrau und Gottesmutter Mariä, also eine schwere Sünde, die den Fluch auf den Nachkommen lädt. Zazen ist die traditionelle Meditation im Zen-Buddhismus. Durch sie sollen Körper und Geist zur Ruhe gebracht und der Boden für mystische Erfahrungen bereitet werden. Der Meditierende sitzt dabei in der Regel im Lotussitz. Alle aufsteigenden Gedanken und Gefühle werden registriert, aber nicht weiter beachtet. Zeder (s. Cedrus) Zunächst ist die Zeder ein Kieferngewächs. Mitunter werden ihr aber auch magische Eigenschaften nachgesagt. Um hölzerne Türen aufzusprengen empfiehlt zum Beispiel die „Geheime Kunstschule Magischer Wunder - Kräfte” (eine der bekanntesten Grimoires/Zauberschriften), auf das Fell eines Widders den 29. Psalm zu schreiben und das Fell siebenmal gegen die Tür zu schlagen. Dabei soll man die Worte: „Des Adonay Stimme zerbricht die Zedernbäume auf dem Libanon, er machet, dass sie lecken wie ein Kalb, der Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn” sprechen. Ein Zeichen ist ein bedeutsamer Gegenstand oder ein Umstand, der historisch wichtige Ereignisse ankündigt oder begleitet, deren Bedeutung die Menschen aber zunächst nicht erkennen. Das wohl berühmteste Beispiel ist der Stern von Bethlehem. Aus außereuropäischen Kulturen sowie aus dem vorchristlichen Bereich sind viele Erzählungen überliefert, die von derartigen besonderen Zeichen berichten. So erschien, als der heilige Karl Borromeo (1538 bis 1584) geboren wurde, über dem Gemach der Mutter ein ungewöhnlicher Glanz, „einem Lichtgusse gleich, sechs Ellen in der Breite und von einer Länge, soweit ein Büchsenschuss austrägt“. Spontane Zeichen wie Blitz, Donner, Sonnen- und Mondfinsternisse, Sternschnuppen, Wolkenbilder oder das Verhalten von Tieren, dient vielerorts als Basis für Wahrsagerei. Zeichensteine (s. Schalensteine) Zeichen- oder Schalensteine sind große Felsbrocken bzw. Felswände, in die in der Steinzeit runde Vertiefungen von etwa fünf bis zwanzig Zentimetern Durchmesser eingearbeitet wurden. Diese können verstreut oder nach Muster angelegt, von einer kreisförmigen Rinne umgeben oder durch Rinnen miteinander verbunden sein. Außer diesen runden Vertiefungen finden sich auf Schalensteinen vielfach weitere Muster, beispielsweise Rinnen, Hände, Füße, Kreuzformen, Labyrinthe und allerlei abstrakte Muster. Steine, die solche Verzierungen aufweisen, werden Zeichensteine genannt. Vermutlich dienten diese kultischen Handlungen, etwa dem Einbringen von Opfergaben und Lichtern. Zeitalter (astrologisch) Die Astrologie geht davon aus, dass ein Weltenjahr exakt 25 920 Jahre dauert. Das liegt daran, dass der Fixsternenhimmel durch die sog. “Präzession” langsam vorrückt. Durch die Anziehungskräfte von Sonne und Mond entsteht am Erdäquator ein Wulst (sog. Lunisolar-Präzession), der bei der Erdachse eine Kreiselbewegung erzeugt. Diese wiederum bewirkt, dass die Fixsterne aus Erdsicht langsam weiterwandern, und zwar alle 72 Jahre um 1 Grad. Demzufolge verschieben sich alle 2160 Jahre auch die Sternbilder um 30 Grad gegenüber dem Frühlingspunkt (21. März). Diesen Zeitraum nennt man astrologisches Zeitalter oder auch Weltenmonat. Jeder einzelne wird in der Astrologie interpretiert. Das Löwe-Zeitalter (10 000 bis 8 000 v. Chr.) etwa entsprach der Zeit der Höhlen- und Felsmalerei (Kreativität). Das Krebs-Zeitalter (etwa 8 000 bis 6 000 v. Chr.) war das des Übergangs vom Nomadenleben (Jäger und Sammler) zu festen Siedlungen und Ackerbau (Sesshaftigkeit, Häuslichkeit). Das Zwillinge-Zeitalter (etwa 6 000 bis 4 000 v. Chr.) beinhaltete die Erfindung der Schrift, des Rades und anderer Geräte (Intellekt, Kommunikation). Das Stier-Zeitalter (etwa 4 000 bis 2 000 v. Chr.) wurde vom Bau der Tempel und Pyramiden geprägt (Beständigkeit, Bewahren). Ins Widder-Zeitalter (etwa 2 000 v. Chr. bis 0) fiel die Entstehung von Weltreichen wie dem Römischen Imperium (Kampf, Krieg, Tatkraft). Im Fische-Zeitalter (etwa 0 bis 2 000 n. Chr.) verbreitet sich das Christentum. Die Zeit war geprägt von einem Weltbild, das stark auf das Leben nach dem Tod ausgerichtet war. Mit der Hoffnung auf ein Paradies im Jenseits fand man sich ab mit einem bitteren Dasein im Dieseits. Die Menschen waren über Jahrhunderte bereit und fähig, das Leben hinzunehmen, wie es war. Die Kraft dazu fanden sie in ihrer inneren Welt, in der Religion und der Mystik. Das nun anbrechende Wassermann-Zeitalter soll wiederum von Idealismus, Fortschritt und Spiritualität geprägt sein. Astrologen sprechen von einem Übergangszeitraum, der in den sechziger Jahren begonnen hat und noch einige Jahrzehnte des neuen Jahrtausends andauert. Demnach wird im Wassermann-Zeitalter die kosmische Strahlung vielfach erhöht – mit der Folge, das die Menschen wieder empfänglich werden für längst vergangenes kosmisches Wissen. Das Interesse für Yoga und Esoterik steigt. Es wird das Zeitalter der Astrologie, jener königlichen Wissenschaft, deren Blütezeit bereits vor Jahrtausenden für das Wassermann-Zeitalter prophezeit wurde. Ein Zweig des Buddhismus, der sich im 6. Jahrhundert in China und im 12. Jahrhundert in Japan verbreitete. Das Wort „Zen“ ist eine Übersetzung des chinesischen „Ch''an“ und des Sanskrit-Wortes „dyana“, was soviel wie konzentrierte Meditation bedeutet. So liegt die Wurzel des Zen zwar im Buddhismus, doch fühlen sich viele Zen-Meister nicht an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung gebunden. Der Kern des Zen besteht vielmehr in der mystischen Erfahrung: die völlige Versenkung in eine spannende Tätigkeit, das Aufgehen in der Masse oder das gänzliche Aufgesogensein durch eine Wahrnehmung. Zen kann das Zeitempfinden verändern. In der Konzentration verliert das subjektive Gefühl seine Bedeutung; die Definition von „Vergangenheit“ und „Zukunft“ verwischt, das Ich wird weniger oder gar nicht mehr wahrgenommen. Was zählt, ist einzig und allein der Augenblick, in dem das Bewusstsein „aufgeht“. Die Praxis des Zen-Buddhismus basiert demnach auf Einfachheit, Strenge und Ausdauer. Die Disziplin wird auch in den Zen-Künsten geübt. Dazu gehören das Bogenschießen, der Schwertkampf, das Blumenstecken und die Tee-Zeremonie. Zeitreisen (s. Astralprojektion) Medien oder Menschen, die über psychokinetische Kräfte verfügen, behaupten, Zeitreisen unternehmen zu können. Dies soll durch die Aussendung des Astralkörpers – die sog. Astralprojektion möglich sein. Gemeint ist ein Zustand, bei dem sich der Betroffene als außerhalb des physischen Körpers wahrnimmt. Besonders häufig wird über solche Zustände in Grenzsituationen, etwa bei Nahtodeserlebnissen, berichtet. 15 bis 35 Prozent aller Erwachsenen weltweit geben an, schon einmal eine außerkörperliche Erfahrung gemacht zu haben. Zentauren (s. Centauri) (lat. Centauri) In der griechischen Mythologie werden Zentauren als Mischwesen aus Mensch und Pferd beschrieben: Sie haben Kopf, Oberkörper und Hände wie ein Mensch, Rumpf, Schweif und Beine wie ein Hengst. Manchmal sind die Vorderfüße menschlich, manchmal sind alle Füße die eines Pferdes. Der menschliche Kopf ist mal bärtig, mal bartlos, in manchen Fällen gehörnt. In der Astronomie sind die Zentauren eine Klasse von Asteroiden, die zwischen Jupiter und Neptun um die Sonne kreisen. Bei einigen Zentauren, zum Beispiel Pholus, wurde gefrorenes Wasser auf der Oberfläche entdeckt, bei anderen wie Chiron konnte bisher kein Wasser-Eis nachgewiesen werden. Wahrscheinlich sind die Zentauren „erloschene“ Kometen. Zentauren nennt man auch Kleinplaneten, die sich jenseits der äußeren Planeten dieses Sonnensystems befinden. Zenit (s. Nadir / Imum Coeli) Der scheinbar höchste Punkt des Himmelsgewölbes liegt genau senkrecht über dem Betrachter. Dieser Punkt wird Zenit genannt. Der ihm genau gegenüberliegende Punkt unterhalb des Betrachters heißt Nadir. Steht die Sonne im Zenit, wirft der bestrahlte Körper keinen Schatten. Dieses Phänomen kann auf der Erde mittags am Äquator beobachtet werden. In unseren Träumen ist das Zimmer ein Symbol für unser Seelenhaus; einen Raum in unserem Inneren, in dem wir Schutz und Geborgenheit finden, und der unser Gefühlsleben widergespiegelt. Der Ziegenfisch ist ein anderes Symbol für eines der ältesten das Sternbilder überhaupt – dem Steinbock. Die Babylonier sahen in ihm einen „Ziegenfisch“, ein Wesen mit dem Oberkörper einer Ziege und dem Unterleib eines Fisches. Der griechischen Mythologie nach sprang der bocksbeinige Gott Pan auf der Flucht vor dem Untier Typhon ins Meer. Pan wollte die Gestalt eines Fisches annehmen, was ihm jedoch nicht vollends gelang. Daraufhin griff Typhon den Gott Zeus an und riss ihm die Sehnen an Armen und Beinen heraus. Pan und Hermes setzten ihm diese wieder ein. Der genesene Zeus überwältigte Typhon und versetzte Pan in seiner Gestalt als Ziegenfisch zum Dank an den Himmel. Ein alter Aberglaube besagt: Ein schwarzer Ziegenbock sollte angeschafft werden, um böse Geister aller Art von Heim und Grund zu vertreiben. Und auch in der Volksmedizin spielt das Tier eine Rolle: Zu Pulver gestoßenes Horn der Ziege, heißt es, wirkt bei Schlaflosigkeit, wenn dieses – vom Leidendem unbemerkt – unter dessen Kissen gegeben wird. Das Blut des Bocks hilft bei Epilepsie. Und das Halsband einer Ziege, um den Hals eines an Mumps leidenden Kindes gelegt, lässt die Symptome rasch abklingen. Ziegenhaar, gebrannt und mit Essig vermischt, soll helfen, Nasenbluten zu stillen. Zibke (s. Holunder) Gemeint ist ein winterkahler Baum oder Strauch mit dunklen Beeren, der allgemein unter dem Namen „Holunder“ bekannt ist. Alle Teile der Pflanze sind in rohem Zustand giftig. Die enthaltenen harzartigen Stoffe wirken Brechreiz erregend und abführend. Richtig angewandt, kann Zibke/Holunder jedoch als Hausmittel genutzt werden: Holunderblütentee etwa gilt als blutreinigend und schweißtreibend; Holunderbeeren gekocht regen den Stoffwechsel an und wirken gegen Rheuma und Ischias; Holunderblätter, zerquetscht aufgelegt, lindern Sonnenbrand, andere leichte Verbrennungen, Bienen- und Wespenstiche. Der Holunder war vielen Völkern heilig. Sinti und Roma zogen traditionell vor Holundersträuchen den Hut. Und auch Germanen und Kelten glaubten, dass Zwerge bevorzugt im Schatten des Holunders hausten. Im christlich geprägten Aberglauben dagegen stand der Holunder in schlechtem Ruf. Nicht nur, dass sich der Verräter Judas Ischarioth an einem Holunder erhängt haben soll, auch das Kreuz Jesu war mancher Legende zufolge aus dem Holz dieses Strauches geschnitzt. Dementsprechend wurde der Holunder gerne von verschiedenen Geistern und Dämonen bewohnt. Als Feuerholz war der Strauch, der nur dort wächst, wo einmal menschliches Blut vergossen wurde, wenig geeignet, denn der entstehende Rauch lockte den Teufel an. Aus diesem Teufelsholz, das beim Zwergholunder rötlich verfärbt ist, bestanden die Zauberstäbe der Hexen oder Amulette gegen deren Wirken. Gegen Hexen half auch, am 30. April einen Holunderzweig zu schneiden und ihn über der Haustür zu befestigen. Ins Haus gebracht zog er den Tod an, mit einem Holunderzweig geschlagene Kinder stellten das Wachstum ein. Ein Tropfen Holundersaft in das Auge geträufelt, ermöglichte es, das Wirken von Hexen wahrzunehmen. Tanz der Derwische, bei dem sie den Oberkörper vorwärts und rückwärts bewegen und kurze Koranverse rezitieren, bis sie in Trance fallen. (auch Zitrinquarz oder Citrin) Der Zitrin ist eine der zahlreichen Erscheinungsformen des Quarzes, dessen Name auf seine Färbung hindeutet. Oft wird er beim Brennen von Amethysten bei Temperaturen um 450 Grad Celsius gewonnen und kommt dann als Madeiratopas, Goldtopas, Bahiatopas oder Palmyratopas in den Handel. Natürliche Vorkommen sind selten, gefunden wird Zitrin zum Beispiel in Brasilien (Bahia), den USA (Colorado), auf Madagaskar und in Russland. In Europa wurde er bislang in Spanien (Cordoba, Salamanca), Frankreich und Schottland entdeckt. Römische Soldaten sollen den Zitrin als Lebensstein im Kampf auf der Brust getragen haben. Als Zodiak (griech. zodiakos kyklos, „Kreis der Lebewesen”) oder Tierkreis bezeichnet man eine etwa 20 Grad breite Zone um den Himmelsäquator (Ekliptik), innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Die Ekliptik bildet dabei die Mittellinie. Innerhalb des Zodiaks befinden sich die zwölf Sternbilder, nach denen die Tierkreiszeichen benannt wurden – vom Widder bis zum Fisch. Da die Ekliptik den Kreis als Breitengrad schneidet, ist ein Horoskop in ein Oben und Unten geteilt. Der Zoisit ist ein eher seltenes Kalzium-Aluminium-Mineral aus der Mineralklasse der Silikate, genauer ein Gruppensilikat (Sorosilikat), das nach dem österreichischen Kaufmann Siegmund Freiherr von Zois (1747-1819) benannt wurde. Er ist seit etwa zwei Jahrhunderten bekannt und wurde manchmal als Ornamentstein mit begrenzter Brillanz verwendet. Erst 1967 wurde eine blaue Edelsteinvarietät in Tansania gefunden. Diese Varietät erhielt den Namen Tansanit. Der Zoisit, heißt es, wirkt sich positiv auf die Fortpflanzungsfähigkeit und auf das vegetative Nervensystem aus. Im Bereich der Psyche steht er für Erdung. Als Zombie wird ein zum Leben erweckter Toter oder ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen bezeichnet. Bereits aus der Frühgeschichte der Menschen gibt es Hinweise darauf, dass die Menschen Angst davor hatten, dass die Toten zurückkehren und den Lebenden Leid antun könnten. Bis ins 19. Jahrhundert war es so Aufgabe des Totenwächters, einen vermeintlichen Verstorbenen zu erschlagen, falls er sich vom Totenbett erheben sollte. Dies kam durchaus vor, da die Methoden zur Feststellung des Todes damals noch unzuverlässig waren. Der Begriff Zombie wurde jedoch erst später im 20. Jahrhundert vor allem durch Kinofilme und Comics geprägt, als das Phänomen des Scheintodes allgemein bekannt war. Der Glauben an Zombies ist bis heute stark im Voodoo vertreten. Besonders auf Haiti kennt man diese Geschichten. Dem Glauben nach kann ein Voodoo-Priester (Houngan), ein schwarzmagischer Bokor oder eine Priesterin (Mambo) einen Menschen mit einem Fluch belegen, worauf dieser dann scheinbar stirbt (Scheintod). Tage später kann er den Toten dann wieder zum Leben erwecken. Dieser wird dann als Arbeitssklave missbraucht. Diese Zombies nennt man auch Zombie Kadavers. Sie gelten als absolut willenlos. Zwergplaneten sind eine von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) am 24. August 2006 in Prag neu definierte Klasse von Himmelskörpern. Die Klassifizierung wurde nötig, weil im Sonnensystem immer wieder „Planeten“ entdeckt wurden. Als Zwergplaneten gelten demnach jene Gestirne, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne befinden und ausreichend Masse haben, damit die eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenzieht, die jedoch im Unterschied zu „normalen“ Planeten nicht groß genug sind, um ihre Umlaufbahn von anderen Objekten (also Planeten, Asteroiden, Steinbrocken) freizuräumen. Der bis zum 24. August 2006 als Planet klassifizierte Pluto gilt seitdem als Zwergplanet, genauso wie Ceres und 2003 UB313 (Eris). Viele andere Objekte im Sonnensystem (etwa Vesta, Pallas, Hygiea, Orcus, Quaoar, Sedna, 2005 FY9 oder 2003 EL61) könnten ebenfalls in die Kategorie der Zwergplaneten fallen. Die IAU kündigte für die „nächsten Monate und Jahre“ die Bekanntgabe weiterer Zwergplaneten an. Die Kandidaten werden auf einer Beobachtungsliste geführt. Zurzeit reichen die für diese Objekte vorliegenden Beobachtungen noch nicht aus. Zweitkörpererfahrung Die Tatsache, dass der Mensch nicht nur über einen physischen, sondern auch über einen geistigen Körper (Energie-Körper) verfügt, ist seit Urzeiten bekannt. Genauso wie die Tatsache, dass sich beide Körper oft unfreiwillig trennen, diese Trennung aber in höheren Bewusstseinszuständen auch willentlich herbeigeführt werden kann. Paranormale Erlebnisse dieser Art, bei denen der vom physischen getrennte geistige Körper selbständig lebt und bewusst handeln kann, bezeichnet man als „Außerkörperliche Projektion“ (AKP), „Astralwanderung“, „Bilokation“, „Außerkörperliche Erfahrung (AKE)“ oder auch „Zweitkörper-Erfahrung“. Einer der frühesten exakt überlieferten Fälle von Zweitkörper-Erfahrungen ist der von Alphonsus Liguori, der an einem Tag des Jahres 1774 im Kloster Arienzo, vier Tagesreisen von Rom entfernt, für zwei Stunden in tiefen Schlaf verfiel. Als er daraus erwachte, berichtete er, er käme gerade vom Krankenbett des Papstes in Rom zurück, der eben verstorben sei. Als schließlich die Kunde vom Ableben des Papstes in Arienzo eintraf, schrieb man das Ganze dem Zufall zu – bis bekannt wurde, dass mehrere der am Totenbett des Papstes Versammelten Liguori gesehen und sogar mit ihm gesprochen hatten. Zu den interessantesten AKP-Meldungen des neunzehnten Jahrhunderts zählen die Aussagen des Dramatikers August Strindberg, der sich, während er krank in Paris lag, in sein skandinavisches Heim ''projizierte'', sowie ein Erlebnis Wolfgang von Goethes: Auf einem Heimritt, von seiner Geliebten Friederike Brion aus Sesenheim kommend, sah dieser sich selbst auf sich zukommen - er begegnete also seinem Geistkörper. Normalerweise hat man nur einmal im Leben eine Außerkörperliche Projektion - dann nämlich, wenn der Tod eingetreten ist. Nach Aussagen von klinisch bereits Toten handelt es sich dabei um ein recht angenehmes Erlebnis. Nicht nur einmal im Leben, sondern zu jeder beliebigen Zeit können jedoch durch entsprechende Konzentrations-, Imaginations- und Meditationsübungen geschulte Parapsychologen ihren „Energie-Körper“ auf ''Reisen'' schicken. Dabei sind diesen keinerlei räumliche Grenzen gesetzt. Die Zwölf ist eine besondere, eine mystische Zahl. Zum einen deshalb, weil in ihr andere heilige Zahlen enthalten sind: die Drei und die Vier (3 x 4), die Fünf und die Sieben (7 + 5). In vielen Kulturen gilt sie darum als heilige Vollzahl. Aus einem Dutzend bestehen mehrere sakrale Kollegien. Die griechische Mythologie etwa kannten zwölf Titanen sowie zwölf olympische Hauptgötter; dem Helden Herakles wurden von Eurystheus zwölf Prüfungen auferlegt; zwölf Strahlen gehen vom Strahlenkranz des Sonnengottes Apollo ab; die Niobe war Mutter von zwölf Kindern, sechs Mädchen und sechs Jungen. Den Germanen waren zwölf Asen geläufig, Götter, die in Asgard ihren Hochsitz hatten. Das Christentum deutet die Zwölf als Symbol der Begegnung von Gott mit der Welt; die darin enthaltene Drei steht für die Dreifaltigkeit „Vater, Sohn und Heiliger Geist“, die vier für das Irdische – vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten, vier Elemente. Jesus versammelte nach dem Neuen Testament zwölf Jünger um sich. Diese Anzahl spielt auf die zwölf Stämme Israel an, die Zwölf symbolisiert die Ganzheit, zu der in der Endzeit das Gottesvolk zurückehren werde (Matthäus 19,28). Und auch in der Gesellschaft der frühen Hochkulturen Mesopotamiens spielte die Zwölf eine große Rolle: Ein Sonnenjahr beinhaltete zwölf Mondzyklen, was zur Einteilung des Jahres in zwölf Monate führte. Bis heute teilt sich der Tag in zweimal zwölf Stunden. Ebenfalls in Mesopotamien liegt der Ursprung der zwölf Tierkreiszeichen. Das Horoskop setzt sich seither aus zwölf Häusern zusammen. Das „zweite Gesicht“ haben medial veranlagte Persönlichkeiten, zum Beispiel Seher oder Wahrsager. Auch bei Zwillingen taucht dieses telepathische Phänomen der außersinnlichen Wahrnehmung häufig auf. Sie können Ereignisse voraussehen oder die Gedanken eines anderen lesen. Zu den bekanntesten Sehern mit dem zweiten Gesicht gehört Emanuel Swedenborg (1688-1772). Swedenborg sah einen Großbrand in Stockholm voraus, den er in allen Einzelheiten beschrieb. Jeane Dixon (geb. 1918) prophezeite die Ermordung von John F. Kennedy und Martin Luther King. Allgemein werden heute drei Formen der außersinnlichen Wahrnehmung unterschieden: Telepathie (griech. „Fernerleiden“) bezeichnet die Fähigkeit, Informationen von einem Menschen zu einem anderen Menschen oder allgemein einer anderen Wesenheit (Tier, Pflanze) zu übertragen, ohne direkt sinnlich (optisch, akustisch, taktil, geschmacklich, olfaktorisch) wahrnehmbare Einflussnahme. Hellsehen wird als außersinnliche Wahrnehmungen eines objektiven Tatbestandes, von dem niemand Kenntnis hat, definiert. Und Präkognition (von lat. prae „voraus“ und cognoscere „erkennen“) steht für das Vorherwissen zukünftiger Ereignisse, ohne dass zum Zeitpunkt der Vorhersage ausreichend Gründe für das Eintreffen der Vorhersage vorhanden sind.
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
♀ Zasha | Galgo-Lovers A.s.b.l. ♀ Ash ♀ Zasha ♂ Ruben - vorreserviert ZASHA ist eine seidenweiche, schwarz-weiße Mischlingshündin. Sie ist schätzungsweise im September 2016 geboren. ZASHA hat eine Schulterhöhe von 54cm bei einem Gewicht von 15 Kilo. Sie wurde bereits kastriert und auf Mittelmeerkrankheiten getestet. ZASHA ist katzenverträglich. ZASHA ist als Streunerin und mehr tot als lebendig auf der Straße gefunden worden. Das Leben als Familienhund in einem Haus und das Hunde-ABC kannte sie nicht. ZASHA hat Ausstrahlung. Sie hat ausdrucksvolle Augen. Sie hat ein sanftmütiges, bescheidenes, offenes und lebhaftes Wesen. Sie ist lebenslustig, freundlich, intelligent und lernwillig. Sie ist extrovertiert und reagiert gut auf Ansprache. So schätzt sie Aktivitäten und Spiele, die ihre Intelligenz herausfordern. ZASHA erwartet nicht viel Pflege und ist leicht zufrieden zustellen. Sie ist sensibel und möchte arbeiten - kann also trainiert werden. Sie scheint in der Lage zu sein, die Absichten und Gedanken ihrer Menschen lesen zu können. Entsprechend gerne bildet mit ihrem Menschen zusammen ein eingeschworenes Team. ZASHA braucht Bewegung, damit sie sich gut fühlt. Sie sollte also die Möglichkeit haben, ohne Leine laufen zu können, die Umwelt mit ihrer Nase zu erkunden und so ihre Energie abbauen zu können. ZASHA ist eine stabile, weise Hündin, die weiß, wann die richtige Zeit für Aktion oder für Ruhe ist. Sie ist es gewohnt, in der Meute zu leben, benimmt sich im Umgang mit anderen Hunden unterwürfig und mag keine Artgenossen mit Macho-Gehabe. Dafür kann ZASHA, die übrigens Kinder sehr mag, Zuwendung teilen. Sie schätzt tägliche Routine und eine sanfte, aber konsequente Führung. Ihr Lebensglück wäre es nun, ein vollständiges Mitglied einer Familie zu werden, die sie bedingungslos liebt und sie an ihren täglichen Aktivitäten teilhaben lässt. In einer solchen Familie wird sie ihre Erfüllung finden und das große Glückslos sein - ganz einfach, weil ZASHA eigentlich nur eines will: Freude bereiten und viel Spaß dabei haben. 28/09/2017: ZASHA möchte von Galgo-Lovers A.s.b.l. übernommen werden, sucht noch ein Pflegekörbchen und könnte schon sehr bald nach Luxemburg reisen.
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
BEST AZW "✓ Le Roman de l'adolescent myope" || READ (E-Book) ó Published by Mircea Eliade Irina Mavrodin on Apr 05, 2020 Apr 05, 2020 Le Roman de l'adolescent myope Comment Knigge für jeden Tag: Richtiges Benehmen. Zeitgem... Ahnenforschung: Schritt für Schritt zur eigenen F... Tumor raus - rein ins Leben! Mein erfolgreicher Ü... Rückerts kleine Gelenkschule: Effektives Training... Lebe lieber selbstbestimmt: Von negativen Einflüs... Frauen. Eine Bedienungsanleitung, die selbst Männ... Sicheres Auftreten. Das Erfolgstraining für ein s... Copyright © 2020 Le Roman de l'adolescent myope Wordpress Chameleon by Mircea Eliade Irina Mavrodin
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Altes und Neues von Bernd Nowack, Dessau: Schandland Deutschland: Umsatzsteuer für Kuhmilch 7 %, Umsatzsteuer für Sojamilch 19 %
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Alles rund um das Theme Olivenöl - Das easyOlives Lexikon Olivenöl Lexikon – Wissen was man isst… Alles rund ums Olivenöl Fast jeder kennt Olivenöl aus Mamas Küche oder vom Italiener nebenan. Laut Statistik kochen die meisten Deutschen regelmäßig mit Olivenöl. Ob im Salatdressing, auf der Pizza oder zu Tomaten & Mozzarella – Olivenöl hat unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten. In diesem Lexikon erfährst Du alles, was du über Olivenöl wissen solltes. Von der geographischen und geschichtlichen Herkunft, der mediterranen Tradition und Vielfalt bis zum Herstellungsprozess. Wie die Olive zuerst den Weg auf die Teller der alten Römer und Griechen fand und schließlich zu Öl verarbeitet wurde. Welche Unterschiede es in der Qualität von verschiedenen Olivenölen gibt und wie du sie unterscheiden kannst. Warum Olivenöl so gesund für den Körper ist und was für geschmackliche Unterschiede es zwischen verschiedenen Sorten gibt. Olivenbäume sind mittelgroße, im alter oft knorrige Bäume, die ihren Ursprung Mittelmeerraum haben und zur Familie der Ölbaumgewächse gehören. Normalerweise werden Ölbäume zwischen 10 bis 20 Meter hoch. Ihre Rinde ist bei jungen Bäumen glatt und bei älteren Bäumen eher rissig. Die Blätter sind von silbergrau-grüner Farbe. Ein Olivenbaum braucht viel Zeit zum Wachsen und kann meherer hundert Jahren alt werden. Der älteste Olivenbaum der Welt steht auf Kreta und ist sogar über 2000 Jahre alt! Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Olivenbäumen und ebenso viele verschiedene Olivensorten. Ca. 150 verschiedene Olivenbaumarten sorgen dafür, dass es beim Olivenöl mittlerweile fast genauso viele Nuancen und Geschmäcker gibt wie bei guten Weinen. Fast die Hälfte der Weltweit über 850 Millionen Olivenbäume stehen im Mittelmeerraum, besonders im Bereich des östlichen Mittelmeeres in Italien und Griechenland. Das dortige Klima und die milden Winter sind ideal für den Olivenbaum, um seine volle Kraft zu entfalten und sich optimal zu entwickeln. Die bis zu 7 Meter tiefen Wurzeln sorgen außerdem dafür, dass der Olivenbaum auch in relativ trockenen Gebieten noch genug Feuchtigkeit tief in der Erde findet, sodass er es auch mal längere Zeit ohne Regen aushält. Ein einziger Olivenbaum trägt im Schnitt ungefähr 20kg Oliven pro Jahr. Dies entspricht am Ende einem Ertrag von 3-4 Litern Olivenöl. Die Ernte selbst ist schon ein sehr aufwendiger Prozess. Besonders wichtig ist es, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte zu wählen, da dieser die Qualität und die Menge des gewonnenen Öls zu großen Teilen mit bestimmt. Jeder Olivenbauer bestimmt selbst, wann der richtige Erntezeitpunkt gekommen ist. Dabei achtet er auf die Farbe der Oliven: Wenn die Oliven langsam eine grün-violette Färbung annehmen, sind sie reif für die Ernte. Je nach Lage und Klima ist dies meist zwischen Oktober und Februar der Fall. Sind die Oliven noch eher grün als violett, sind sie noch relativ bitter und intensiv im Geschmack. Je reifer die Oliven zum Zeitpunkt der Ernte sind, desto milder und süßlicher ist auch das daraus gewonnene Öl. Traditionell werden Olivenbäume von den Olivenbauern liebevoll und sorgfältig per Hand geerntet. In größeren und moderneren Betrieben kommen oftmals Rüttelmaschinen zum Einsatz, die den Olivenbaum mit einer hohen Frequenz schütteln, sodass die Oliven einfach abfallen. Netze auf dem Boden fangen die Oliven dann auf – so lassen sie sich leichter einsammeln. Bei sehr großen Betrieben, in denen die Bäume in Reihen angeordnet und nicht höher als 2m sind werden auch Erntemaschinen eingesetzt. Um die empfindlichen Oliven nicht zu zerstören und eine gute Hygiene zu gewährleisten, sollte zwischen der Ernte und der Pressung nicht mehr als 1-3 Tage vergehen. Je schneller die Olive vom Baum in die Presse kommt, desto mehr von ihren wichtigen Inhaltsstoffen bleiben erhalten. Die Olive ist eine sehr empfindliche Frucht, die bei der Ernte nicht verletzt werden darf, da sonst die Qualität des Öls leidet. Um die beste Ölqualität zu erhalten, sollten zwischen Ernte und Pressung höchstens 1 – 3 Tage vergehen. Je frischer die Olive in die Presse kommt, desto größer bleibt der Anteil wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe. Schließlich werden die Oliven gepresst und es entsteht Olivenöl. Dabei gibt es im großen und ganzen zwei verschiedene Methoden, den Oliven das wertvolle Öl zu entlocken. Zum einen gibt es die traditionelle Methode der Pressung in einer Ölmühle. Bevor sie in der Ölmühle gepresst werden können, müssen zunächst alle Blätter, Zweige und sonstige Unreinheiten entfernt werden. Meistens passiert diese Reinigung und die anschließende Waschung mit Wasser maschinell. Die eigentliche Mühle besteht aus einer riesigen Schüssel, in der hochkant stehende Mahlsteine rotieren, die die Oliven so lange zerreiben, bis ein Olivenbrei übrig ist. Dieser erste Arbeitsschritt ist besonders wichtig, um das Fruchtfleisch vom eigentlichen Öl zu trennen, das in der Olive drinsteckt. Dabei werden auch wichtige Inhaltsstoffe im Öl gebunden, die dem Öl später seinen besonderen Charakter geben. Anschließend wird der Olivenbrei auf runde Matten aufgetragen, die dann aufeinandergestapelt und gepresst werden. Dies findet heute unter zuhilfenahme von Hydraulikpressen statt. Im letzten Arbeitsschritt kommt der herausgepresste Saft noch in eine Zentrifuge, die das Öl vom Fruchtwasser trennt. Das abgetrennte Öl fließt dann noch durch ein Sieb, um kleinere Olivenstückchen herauszufiltern und fertig ist das traditionell gepresste Olivenöl. Die traditionelle Methode hat den Vorteil, das viele der wertvollen Pflanzenstoffe wie z.B. Phenole und das Oleuropein, geschützt werden und so ein weitaus hochwertigeres Produkt entsteht. Natürlich gibt es heutzutage durch die Mechanisierung der modernen Landwirtschaft auch automatisierte Prozesse, die ein einem Endlossystem unaufhörlich Oliven pressen. Sie haben eine höhere Kapazität und dementsprechend einen höheren Ertrag als traditionelle Herstellungsmethoden. In einer solchen modernen „Ölmühle“ werden die Oliven in einen riesigen Trichter geschüttet und ohne menschliches Zutun von der Saugstation, zur Waschstation und von dort zum zerkleinern befördert. Nach dem zerkleinern der Oliven werden sie ca. 20 Minuten in einem Bottich maschinell gerührt. Während dieses Prozesses werden wie in der traditionellen Methode die Inhaltsstoffe freigesetzt und geben dem Öl seine besondere Note. Durch den automatisierten Prozess ist es möglich, den Prozess ohne Luftkontakt durchzuführen und so eine besonders gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Güteklassen & Qualität Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft hat Richtlinien erarbeitet, nach denen die Qualität eines Öls bestimmt werden muss bzw. hat festgelegt, mit welchen Gütebezeichnungen sie in Deutschland und den anderen EG- Mitgliedsstaaten verkauft werden dürfen. Diese Richtlinien dienen dem Schutz des Verbrauchers. Sie sind seit dem 1. Okt. 2008 neu verfasst worden, ergänzt durch eine neue Regulierung für die Etikettierung, gültig seit 1. Juli 2009. Bestimmung der Güteklassen Bei Olivenölen gibt es heutzutage 4 verschieden Qualitätsstufen: Ein erstklassiges Olivenöl, das in traditioneller Herstellung mit mechanischen Verfahren gewonnen wird. Diese höchste der Qualitätsstufen bietet ein einwandfreies Geschmackserlebnis und weist eine hohe vielfalt im Geschmack auf. Die italienische Bezeichnung „Extra Vergine“ drückt den Zusatz „Extrem jungfräulich“ aus und ist damit das am naturbelassenste und beste Olivenöl. Diese Olivenöle werden direkt aus Oliven mithilfe mechanischer Verfahren gewonnen und können leichte geschmackliche Abweichungen beinhalten. Trotzdem gibt es noch ein recht breite Geschmackliche Vielfalt. Die einfache Bezeichnung „Olivenöl“ ohne weiteres Attribut bezeichnet ein aus nativem und raffiniertem Olivenöl bestehendes Produkt. Der Geschmack ist meist nicht sehr stark und es gibt nicht so viele Abstufungen in der geschmacklichen Vielfalt. Die Restprodukte aus der Herstellung von hochwertigeren Olivenölen werden verwendet, um dieses Öl herzustellen. Zur Bestimmung der Qualität des Olivenöls gibt es standardisierte Verfahre, aufgeteilt in zwei verschiedene Analysemethoden: Diese Analyse wird im Labor durchgeführt und prüft das jeweilge Olivenöl anhand von 27 speziellen Faktoren auf seine Qualität. Tritt bspw. ein Schadstoff in einer unerlaubten Höhe in dem Öl auf oder hat das Öl von wichtigen Spurenelementen eine zu geringe Zahl so wird das Öl entweder nicht für den Verkauf freigegeben oder es erhält eine geringere Bewertung Sensorische Analyse (nur für native Olivenöle) Die sensorische Analyse ist ein Sinnes-Test, der von Experten durchgeführt wird, um die Schärfe, Fruchtigkeit und andere wichtige geschmackliche Eigenschaften des Olivenöls zu bestimmen. Die sensorische Prüfung wird in der Regel vor einer Chemikalischen Prüfung durchgeführt, um eventuell die hohen Kosten für eine Chemikalische Prüfung zu sparen. Auf jedem in Deutschland vertriebenen Olivenöl müssen per Gesetz gewisse Informationen auf dem Eitkett ausgewiesen sein. Andere Informationen sind nicht zwingend notwendig, können jedoch ebenfalls mit auf die Flasche, wenn der Hersteller das für wichtig erachtet. Wie wir bereits wissen, gibt es vier verschiedene Güteklassen beim Olivenöl. Auf jedem Olivenöl muss zusätzlich zum Firmennamen auch der Herkunftsort und der Hersteller des Olivenöls angegeben werden. bei easyOlives ist das z.B.: HERGESTELLT VON P.O.B. Produtto Oleari Biscegliesi s.r.l. 76011 Bisceglie (Bt), Italien Andere obligatorische Angaben Wie bei anderen Lebensmittelprodukten auch, gibt es einige Informationen, die auf keiner Flasche Olivenöl fehlen dürfen. Dazu gehören Angaben zur Füllmenge, zum Mindesthaltbarkeitsdatum und zu den Nährwerten. Diese Informationen dienen dem Verbraucher zur Information und Transparenz. Eine weitere wichtige Information ist der Hinweis zu den optimalen Lagerbedingungen für das Produkt. Im Falle von Olivenöl sind die Optimalbedingungen bei 16-20 Grad und Dunkelheit. Zusätzliche zu den Pflicht-Angaben gibt es noch einige freiwillige Angaben, die man machen kann, aber nicht muss. Man kann z.B. die Herstellungsmethode angeben – bei easyOlives ist das die Methode der „Ersten Kaltpressung“. Ebenfalls freiwillig sind Angaben zum Säuregehalt, zur Erntezeit, Abfülldatum oder den genauen Anteilen an den verschiedenen Olivensorten, die im jeweiligen Olivenöl verarbeitet wurden. Ähnlich wie beim Wein gibt es auch beim Olivenöl gewaltige geschmackliche Unterschiede. Verschiedenste Oliven-Sorten aus verschiedenen Anbaugebieten können erheblich in der Fruchtigkeit, der Schärfe und dem Säuregehalt variieren und ergeben eine Fülle an Kombinationsmöglichkeiten. Jedes Jahr gibt es Wettbewerbe, in denen die besten Olivenöle prämiert werden und neue Kreationen auf den Markt gebracht werden. Allein im Mittelmeerraum gibt es über 1000 Sorten von Olivenbäumen. Je nach Klima und Bodenbeschaffenheit haben sich die Olivenbäume sehr unterschiedlich entwickelt und haben ganz eigene Charaktere entwickelt. Manche Sorten sind sehr exklusiv und kommen nur in einigen entlegenen Regionen oder Dörfern vor. Das größte Olivenöl produzierende Land der Welt ist Spanien. Hier gibt es ca. 2oo kultivierte Olivensorten. Die Bedeutendste Sorte ist Picual (auch Martena, Loperena oder Nevadillo Blanco genannt). Sie allein macht ca. 50% der gesamten spanischen Produktion und etwa 20% der weltweiten Produktionsmenge aus. Diese Sorte liefert ein Öl von hoher Stabilität und einem hohen Säuregehalt und hat einen kräftigen, unverwechselbaren Geschmack. Hojiblanca dagegen hat bspw. einen vollen, aber eher milden Geschmack ohne Schärfe. Andere wichtige spanische Sorten sind Picudo, Verdial, Arbequina und Empeltre. Italien hat von allen Ländern weltweit mit Abstand die größte Vielfalt an Olivensorten, sodass es zu umfangreich wäre, sie alle aufzulisten. Es gibt über 30 bedeutende Sorten im Gebiet von Ligurien bis in den Süden Siziliens. Die Hauptsorten sind Leccino, Frantoio und Carolea. Andere wichtige Herkunftsländer im Mittelmeerraum sind Griechenland, Albanien und Tunesien. Wichtige Sorten sind hier Athinolia, Kalamata, Frantoio und Kalinjot. In allen Anbaugebieten der EU gibt es sortenreine Olivenöle. Aber es gibt auch viele Plantagen, in denen 2-4 verschiedene Sorten angebaut werden, die in bestimmten Verhältnissen zusammen verarbeitet werden, um ein noch fruchtigeres Öl mit einer besonderen Balance zu bekommen. Manche Sorten werden schon gemeinsam in die Presse gegeben, während andere erst nach der Verarbeitung zusammenkommen. Das Mischen verschiedener Olivenöle hat im großen und ganzen zwei Ziele. Entweder man will ein sehr besonderes Öl mit ganz bestimmten, seltenen Eigenschaften kreieren, das einen besonders intensiven Geschmack aufweist, oder man mischt verschiedene Öle, um über einen langen Zeitraum ein gleichbleibendes Geschmackserlebnis zu garantieren. Den Kombinationsmöglichkeiten und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und es warten noch unendlich viele verschiedene Nuancen von Olivenöl darauf, entdeckt zu werden. Die wichtigsten Herkunftsregionen in Europa 1) Aglandeau 4) Koroneiki 9) Frantoio 21) Carrasquenha 25) Picual 2) Picholine 5) Kalamata 10) Taggiasca 22) Galega 26) Hojiblanca 3) Laques 6) Mastoidis 11) Leccino 23) Redondil 27) Cornicabra 7) Valanolia 12) Pendolino 24) Cobrancosa 28) Lechin 8) Konservolia 13) Moraiolo 29) Verdial de Badajoz 14) Coratina 30) Empletre 15) Carolea 31) Arbequinha 16) Biancolilla 32) Verdial 17) Noallara del Belice 33) Alfafara 18) Bosana 34) Bianqueta 19)Casaliva 35) Manzanilla Prieta 20)Pisciottana 36) Picuda Um den Geschmack von Olivenöl zu beurteilen und vergleichen zu können, muss man natürlich schon eine gewisse Erfahrung mitbringen und viele Olivenöle probierte haben. Die richtige Technik, um ein Olivenöl-Experte zu werden, ist eigentlich ganz leicht. Zunächst braucht man ein Glas, am besten ein bauchiges Verkostungsglas, wie man es vielleicht aus der Bar oder von Whiskyverkostungen kennt. Obstlergläser eignen sich auch sehr gut. Man füllt ungefähr 2 Esslöffel Olivenöl in das Glas und bedeckt das Glas mit einem Deckel (z.B. ein Bierdeckel oder ein Coaster) Im zweiten Schritt schwenkt man das Glas mit dem Öl in einer kreisförmigen Bewegung hin und her, sodass das Öl die Wände des Glases benetzt und sich durch die Hand leicht erwärmt. Dann nimmt man den Deckel ab und führt die Nase nah ans Glas und zieht einmal tief durch die Nase ein. Zu guter letzt das wichtigste: die Geschmacksprobe. Nehmen Sie etwa einen Teelöffel des Olivenöls in den Mund und lassen den Geschmack auf sich wirken. Verteilen Sie das Öl dabei in ihrem ganzen Mund und warten 15-20 Sekunden, bis sie alle Nuancen aus dem Öl herausgeschmeckt haben. Am Anfang muss sich der ungeübte Gaumen noch an den neuen Geschmack gewöhnen. Doch mit der Zeit wird man immer besser darin, die verschiedenen Noten aus den Ölen herauszuschmecken und eine eigene Präferenz zu entwickeln Die Anwendungen von Olivenöl in der Küche sind so vielseitig wie Olivenöl selbst. Ursprünglich in der Mediterranen Küche beheimatet hat das Olivenöl längst seinen Siegeszug in den Küchen der ganzen Welt begonnen und ist in unzähligen Kombinationen und neuen Kreationen zu genießen. In der kalten Küche verwendet man am besten das hochwertige Native Olivenöl extra. Sein edler und nuancierter Geschmack kommt besonder stark zur Geltung beim Anmachen aller Arten von Salaten und Rohkostgerichten. Antipasti aus gegrilltem Gemüse und Pilzen sowie kalte Käseplatten lassen sich hervorragend mit einem edlen Nativen Olivenöl extra veredeln. Ebenso passend ist es zu Carpaccio und für Meeresfrüchte. Einfach ein bisschen Olivenöl auf die Speise träufeln um das Aroma richtig zur Geltung zu bringen. In der Warmen Küche gibt es vielzählige Anwendungsmöglichkeiten für Olivenöl. Besonders die Zubereitung von Fleisch bringt die Vorteile von Olivenöl klar zum Vorschein und komplimentiert hervorragend die Mediterrane Küche. Bevor man das Fleisch brät, sollte man es vorher mit einem Küchenpapier oder sonstigem abtrocknen, damit das Öl nicht zu sehr spritzt, wenn es mit dem Fleisch in Kontakt kommt. Bevor das Fleisch in die Pfanne geleft werden kann, sollte das Olivenöl schon heiß sein, damit das Fleisch später nicht an der Pfanne kleben bleibt. Wenn das Fleisch dann in der Pfann ist, sollte man auf keinen Fall noch kaltes Öl dazugießen – das senkt die Temperatur und der Bratvorgang wird unterbrochen und das Fleisch verliert direkt an Saft. Nach dem Braten sollte das Fleisch gesalzen werden (niemals vor dem Braten). Schmoren in Olivenölen Beim Schmoren wird das Fleisch ebenfalls in einer erhitztzen Pfanne zusammen mit Olivenöl angebraten. Durch die Röststoffe entsteht eine leckere braune Soße. Nach dem Anbraten gibt man etwas Wein, Wasser oder Brühe hinzu und schmort alles bei geschlossenem Deckel weiter. Der Vorteil bei dieser Methode ist die Kombination aus Olivenöl, Sud und Dampf. Dadurch wird auch preiswerteres Fleisch mit der fortschreitenden Dauer des Schmorprozesses sehr weich und schmackhaft. Eignet sich besonders gut für Gulasch oder Rouladen. Mit Olivenöl kann man auch frittieren. Pommes Frites, Teig oder Gemüse werden frittiert, um ihnen einen volleren Geschmack zu verleihen. Das Olivenöl wir stark erhitzt und das Gemüse/Fleisch/Teig wird in kleinen Portionen ins heiße Olivenöl gegeben und so lange frittiert, bis es goldbraun gebacken ist. Die nötige Temperatur, die das Olivenöl dabei mindestens aufweisen muss, ist vom Rezept abhängig und davon, was man gerade frittieren möchte. Soutieren in Olivenöl Soutieren ist eine Mischung aus braten und frittieren, bei der Gemüse- und Fleischstreifen, die hauchdünn geschnitten sind, in Olivenöl gebraten werden. Dadurch, das sie so dünn sind, werden sie in kürzester Zeit durchgebraten sein. Hierfür kann auch nicht natives Olivenöl verwendet werden, wenn man einen etwas weniger starken Olivenöl-Geschmack erreichen will oder man gerade kein natives Öl zur Hand hat. Olivenöl sollte immer bei einer Temperatur von 10° – 16°C gelagert werden. Bei richtigen Lagerbedingungen ist das Öl ohne Probleme 18 Monate haltbar. Aufgrund seiner natürlichen Antioxidantien sind Olivenöle hitzestabiler als die meisten anderen Öle. Wird das Olivenöl zu kalt gelagert, kann es vorkommen, dass es flockig wird. Das ist überhaupt nicht schlimm und heißt nicht, dass das Öl ungenießbar geworden ist. Allerdings ist es ratsam, dass Olivenöl nach dem Ausflocken zunächst bei Zimmertemperatur „auftauen“ zu lassen, bevor man es erhitzt. Wichtig ist auch, dass beim Erhitzen von Olivenöl darauf geachtet wird, dass das Öl nie anfängt, zu rauchen. Dies reizt zum einen die Atemwege und führt außerdem zu einer Freisetzung von enorm vielen Bitterstoffen, die das Gericht oft ungenießbar machen. Ein gewisser Olivenöl-Dampf ist dagegen normal und wird im Kochprozess ab einer gewissen Hitze immer auftreten. Wer den intensiven Olivenöl-Geruch in der Küche als unangenehm empfindet, sollte zu einem milderen Olivenöl greifen und sich langsam an intensivere Sorten herantasten. Olivenöl nie bei geschlossenem Topf erhitzen, da es sich entzünden könnte. Verschiedene Wissenswerte Dinge über Olivenöl Von häufig gestellten Ffragen über die Geschichte und den Ursprüngen von Olivenöl bis zu den gesundheitlichen Aspekten, hier nochmal ein paar Dinge, die es über Olivenöl zu sagen gibt. Was sind die Unterschiede zwischen den Begriffen „erste Kaltpressung“ und „Kaltgepresst“? Die beiden Begriffe bezeichnen die Qualität des Olivenöls. Nur hochwertige Olivenöle, die bei einer Temperatur unter 27° C gepresst wurden, dürfen sich „kaltgepresst“ nennen. Die erste Pressung ist dabei die wertvollste, da in ihr noch besonders viele wichtige antioxidative Fettbelgeitstoffe im Öl vorhanden sind. Ähnlich wie beim Wein gibt es erhebliche Unterschiede bei den Lagen und den Sorten der Oliven, die zum Teil große Unterschiede in der intensität der Bebauung aufweisen und so einen höheren oder niedrigeren Preis rechtfertigen. Werden Olivenöle auf traditionelle Art und Weise noch per Hand geerentet und in traditionellen Betrieben gepresst, so ist der Arbeitsaufwand natürlich viel höher als bei maschinell verarbeitetem Öl in Großraffinerien. Besonders bekannte und prämierte Öle haben teilweise auch unter Kennern einen gewissen Markenwert und sind deshalb teurer. Was sagt die Farbe des Öls über die Qualität aus? Die Farbe des Olivenöls kann von hellgrün bis braun reichen, was vom Chlorphyllgehalt in der Olive abhängt, zu dem Zeitpunkt, da sie geerntet wurde. Dieser hat jedoch keinen direkten Einfluss auf die Qualität oder den Geschmack eines Olivenöls. Dürfen Olivenöle gemischt werden? Native Olivenöle können durch Mischung zu einer neuen Geschmacksrichtung verarbeitet werden Andere Güteklassen wie Olivenöle und Oliventresteröle dürfen nicht gemischt werden. Der Säureanteil eines Olivenöls – damit sind die freien Fettsäuren gemeint – dient unter anderem auch als Qualitätsmerkmal. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass ein geringerer Säuregrad ein besseres Öl ergibt. Trotzdem ist der Säuregehalt nur einer von vielen Faktoren, die die Qualität mitbestimmen. Bei nativem Olivenöl extra ist der Höchstwert mit o.8 (0,8g Säure pro 100g Öl) festgelegt, bei nativem Olivenöl mit 2,0. Das ursprüngliche Gebiet des Ölbaums sind die Länder des Mittelmerrraums. Seit dem Mittelalter gelangte Olivenöl als luxuriöse Handelsware in den Norden Europas. In ganz Europa wurde es als „heiliges Öl“ zu medizinischen und kosmetischen Zwecken und auch als Nahrungsmittel genutzt. Die frühesten Berichte über den Ölbaum finden sich bereits in Steintafeln aus der Bronzezeit. Bei den Hebräern, Ägyptern, Griechen und den Römern spielte er eine Rolle im täglichen Leben. Selbst in den griechischen Göttersagen spielte der Ölbaum keine geringe Rolle, z.B. beim Wettstreit zwischen Athene und Poseidon um die Herrschaft Attikas. In der Antike war der Olivenzweig das Zeichen des Siegers. Jeder Olympionike, der einen Wettkampf siegreich bestritt, bekam einen Olivenkranz auf den Kopf gesetzt. Homer, der größte aller antiken Dichter, berichtete sogar von einer speziellen Diät, in der Olivenöl die Hauptrolle spielte. Die alten Griechen kochten also bereits viel mit Olivenöl und Philosophen wie Aristophanes und Demokrit waren der Meinung, dass Olivenöl das Leben verlängere. Sowohl die Zubereitung verschiedenster Speisen sowie die äußere Anwendung als Salbe und antike „Bodylotion“ wurden dabei propagiert. Öl und Oliven waren die tägliche Speise der Armen und Reichen im antiken Griechenland. Die Römer hatten einen so hohen Olivenöl-Bedarf, dass sie dazu übergingen, Olivenöl aus den anderen Mittelmeerregionen zu importieren. Der Testaccio-Hügel bei Ostia zeugt noch heute vom ungeheuren Hunger der Römer nach Olivenöl: ein künstlicher Berg, geschaffen aus den Scherben unzähliger zerbrochener Ölgefäße. Auch in der Neuzeit blieb der Ölbaum und sein Öl ein Symbol der mediterranen Kultur und wurde sowohl von französischen Köchen und Künstlern wie van Gogh verwandt und in seinen Werken thematisiert. Die wichtigsten Produktionsländer für Olivenöl heute Weltweit gibt es ungefähr 850 Millionen Olivenbäume, in der EU sind es rund 480 Millionen verteilt auf 9 Olivenöl produzierende Mittelmeerländer. Mehr als die Hälfte aller Olivenbäume steht also in Europa und etwa 80% allen Olivenöls wird hier produziert. Die größten Länder in der Olivenöl Produktion sind Spanien und Italien. Spaniens Anteil am europäischen Markt ist fast 42%. Italien hält mit 37% den zweiten Platz, Griechenland ist die Nummer drei mit 18%. Außerhalb Europas spielen Australien und Argentinien eine zunehmende Rolle, haben aber absolut gesehen noch eine recht geringe Produktionsmenge. Die größten Verbraucher von Olivenöl Vielleicht wenig überraschend sind die größten Produzenten auch die größten Abnehmer von Olivenöl. Griechenland, Spanien und Italien haben bei weitem den höchsten Pro-Kopf Verbrauch. Dahinter kommen andere Mittelmeerstaaten wie Lybien, Portugal und Marokko. Deutschland und andere Zentraleuropäische Länder liegen weit dahinter. Österreich und Deutschland haben bspw. nur ein Zehntel des Pro-Kopf Verbrauchs von Italien. Olivenöl ist deshalb so wertvoll für unseren Körper, da es eine wichtige Quelle essentieller Fette ist. Durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren wirkt sich der Konsum von Olivenöl positiv auf unser Herzkreislaufsystem aus. Besonders Natives Olivenöl extra hat durch seine schonende Herstellungsweise auch eine entzündungshemmende Wirkung. Wichtige Bestandteile des Olivenöls sind Vitamine wie Vitamin E, Flavonoide und Phenole. Manche dieser Stoffe tragen zum einzigartigen Geschmack von Olivenöl bei während andere verhindern, dass sich schädliche Substanzen bilden. Dadurch gibt es nur einen sehr geringen Gehalt an unerwünschten Inhaltsstoffen wie z.B. mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Transfettsäuren sowie Cholesterin. Kohlenwasserstoffe und Phytosterine haben eine nachgewiesene schützende Wirkung vor Krebserkrankungen. Deshalb raten viele Ernährungswissenschaftler und Experten vermehrt zu einer gesunden Mittelmeerkost, in der das Olivenöl in vielen Speisen eine große Rolle spielt. Olivenöl ist auch reich an Antioxidantien und hat hohe Anteile an Omega-3-Fettsäuren.
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
MC Steel Wheels Austria | Felixdorf MC Steel Wheels Austria member-natives Member Nomads Biker News Bericht 4/2016 Vom Geburtsjahr 1996: Damals mit 10 Gleichgesinnten, sind heute noch 4 Member im Club. Nach einer bewegten Geschichte und langer Suche ist heute unser Clubhaus in Felixdorf eine fixe Institution. Nach der Gründung des Nomads Chapters und der Green Friendship mit dem Wolpertinger MC, hat sich unseregrüne Familie NÖ, OÖ, Kärnten etabliert und einen Namen gemacht. Für uns gilt der Zusammenhalt unserer Brüderschaft, das Motorrad fahren und das gemeinsame Feiern als Grundlage. Der Wolpertinger MC , der Steel Wheels MC und die Six Pack Junkies haben im Jahr 2008 nach langjähriger gegenseitiger Freundschaft die Green Friendship ( 76 ) ins Leben gerufen, um jedermann zu zeigen, das diese 3 MC´s eine unerschütterliche Freundschaft verbindet. Es tragen sämtliche Member aller beteiligten MC's einen Brustpatch mit der Zahl 76. Im Jahr 2013 trat der Six Pack Junkies MC zum Steel Wheels MC über, der heute den Kern des Nomads Chapter bildet. Somit kann man nach all den Jahren das Resümee ziehen, dass ehrliche Freundschaften auch die schwierigsten Zeiten überdauern können. Danke an alle Beteiligten und Enthusiasten, die so etwas Tolles möglich machen . 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de
q-de-2215
Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Welthundetag - 10. Oktober Der Hund ist der beste Freund des Menschen - so viel steht fest. Über die Ursprünge des internationalen Hundetages ist hingegen nicht viel bekannt. Weder konnte herausgefunden werden, wer diesen Aktionstag ins Leben gerufen hat, seit wann er gefeiert wird oder warum genau der 10. Oktober als Datum gewählt wurde. Ob als Polizei- oder Rettungshund, als Seelsorger oder Spielkamerad - Hunde zählen nach Katzen zu den beliebtesten Haustieren. Laut Fressnapf leben 750.000 Hunde in Österreich.1 Die österreichische Schriftstellerin Maria von Ebner-Eschenbach pflegte schon zu sagen: "Unter hundert Menschen liebe ich nur einen, unter hundert Hunden neunundneunzig.“ Auch wenn hinter dem Welthundetag keine bestimmte Organisation steht, veranstalten Vereine und Tierschutzhäuser Aktionen und Events für Mensch und Vierbeiner. Als Hundebesitzer können Sie Ihrem Hund den Welthundetag mit einem extra langen Spaziergang versüßen oder ihn mit einem besonderen Leckerli als Dankeschön belohnen. Gönnen Sie ihm Zeit mit Ihnen, planen Sie eine extra Schmuse- oder Streicheleinheit ein oder toben Sie sich im Park so richtig mit ihm aus. 10 Fakten über Hunde, die du garantiert noch nicht wusstest (vol.at) Internationaler Welthundetag: Die besten Videos und leckere Hundekuchen-Rezepte (antenne.de) 2016: Internationaler Welthundetag im TierQuarTIER Wien2 Heute ist Welthundetag (5min.at) Internationaler Welthundetag im Tierquartier Wien (schulhund.at)
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
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Die Fewo war sauber und mit allem nötigen Utensilien ausgestattet . Die Vermieter waren sehr freundlich. Es gab viele Hasen , Meerschweinchen und Katzen welche die Kinder zu jeder Zeit streicheln durften . Uns hat es sehr gut gefallen und wir haben uns in dieser Zeit gut erholen können . Wir kommen gerne wieder .Alexander2015-08-02T00:00:00ZIdyllischer Hof und ganz liebe Gastgeber!! :)antonie2016-01-05T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates3BedroomsLöbau, Sachsen, GermanyPrice€29 Littehof Landurlaub - peaceful country retreat (3)Entire home/apt · 1 bed5 reviewsSave to Wish ListDie Ferienwohnung mit 71 m² ist eine separate Wohnung im Erdgeschoß unserer Villa Anna und ist ausschließlich für unsere Gäste vorgesehen. Die Villa liegt im Zentrum der Stadt Wilthen. Vom Bahbhof ist sie in 8 Minuten erreichbar. Man ist auch in 1,5 Auto-Stunden im ISER- oder auch im ERZGEBIRGE.The host canceled this reservation 3 days before arrival. This is an automated posting.Jens2017-03-24T00:00:00ZThe host canceled this reservation 33 days before arrival. This is an automated posting.Ronny2017-03-09T00:00:00ZGundolf and his wife were wondrefull hostThe place was nice the kitchen was very good equiptSebastian2016-12-18T00:00:00ZWe had a wonderful stay at Gundolf and Sigrid's Villa Anna. It is a cosy ground floor flat with everything you could want. The area is amazing, with hikes, day trips, local arts, crafts and produce. We were looked after really well and I thoroughly recommend their place for any length of stay. We would certainly visit again. Darryl2016-09-25T00:00:00ZEin toller Aufenthalt. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und kommen sehr gerne wieder.Angelika2016-09-04T00:00:00ZSchönes altes Haus in ruhiger Lage Andreas2016-07-29T00:00:00ZEine super Wohnung. Sehr sauber, freundliche Gastgeber. Geschäfte sind alle um die Ecke. Es ist genau so wie auf den Bildern zu sehen ist. Generell ist es ein sehr schönes altes Haus. Wenn ich noch einmal in die gegend komme, dann werde ich diese Unterkunft auf jeden fall wieder Buchen. Ruben2016-07-08T00:00:00ZWir haben den Aufenthalt in Wilthen bei Fam. Göbel sehr genossen- alles war bestens vorbereitet und sauber, die Betten bequem , der Garten bezaubernd und die Gastgeber äußerst nett.Petra2016-06-06T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates4BedroomsWilthen, Sachsen, GermanyPrice€30 Ferienwohnung mit 71 qm in der Villa AnnaEntire home/apt · 2 beds12 reviewsSave to Wish List Relax in a tranquil rural location! Our Littehof offers romantic flair in the open farm with horses, cats, sheep and rabbits and is located only 10 minutes from the center. In the 22 square meter apartment is a bed with extensibility for another person. Also includes a kitchen with dining room and a bathroom to. For your children we provide a cot and high chair available and there we still sandpit, swings, slide, climbing rope and a large trampoline. Towels and linens are included. The Oberlausitz in East Saxony Bergland has Unkomplizierte Anreise und Schlüsselübergabe schon vor dem check in, nette Gastgeber.Uwe2016-10-03T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsLöbau, Sachsen, GermanyPrice€21 Littehof Landurlaub - peaceful country retreat (2)Entire home/apt · 1 bed1 reviewSave to Wish ListYou get a bright room with a desk and easy chair. Free internet and our kitchen at your disposal. The kitchen is shared with us. You can use all kitchen equipment with. If you need coffee for breakfast, we're like some of it for a small fee. You live with us in a restored castle in a very bright room. The property is fenced and her car is located on an enclosed free parking under a carport.Room TypePrivate roomProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsEibau, Saxony, GermanyPrice€20 Castle, loft bed and WiFiPrivate room · 1 bedSave to Wish List Relajarse con la familia y amigos en una zona rural tranquila! Nuestra Littehof, ofrece un ambiente romántico en la granja abierta con los caballos, gatos, ovejas y conejos y se encuentra a 10 minutos a pie del centro de Löbauer. El apartamento tiene 56 metros cuadrados y tiene su propia sala con guardarropa. Desde el hall se tiene acceso a un baño privado y los dormitorios. El primer dormitorio tiene una cama doble y el segundo tiene dos camas separadas. La cocina con comedor está junto a la sala de estar y de allí a conseguir en el gran balcón. Para sus hijos ofrecemos una cuna y silla alta disponible y hay todavía arenero, columpios, tobogán, cuerda de escalada y una gran cama elástica. Toallas y ropa de cama están incluidas. We stayed four days at this lovely place and enjoyed every single minute. The farm is like a little paradise - very quite and peaceful. The apartment is nice and clean. Especially the kids loved the animals and spent a lot of time with the rabbits, guinea pigs and cats. Margarete and her whole family are very friendly and made us feel welcome from the very beginning. We already can't wait to come back next year.Stefan2015-08-24T00:00:00ZThe place is very nice and quiet. The apartment is clean and well equipped. It has great terrace and the little flower garden beneath is really beautiful. Margarete's grandparents are friendly and helpful. If you want to relax on the countryside, it's the perfect place for you. ---------- Bardzo fajne i ciche miejsce. Mieszkanie jest czyste i dobrze wyposażone. Ma świetny taras, a pod nim piękny ogródek z kwiatami. Dziadkowie Margarete są bardzo mili i pomocni. Jeśli chcesz odpocząć i zrelaksować się na wsi, to jest idealne miejsce.Magda2016-05-30T00:00:00ZWir hatten einen tollen Urlaub und fühlten uns jederzeit auf herzlichste willkommen und wertgeschätzt. Unser Gastgeber war stets für Fragen und Anliegen verfügbar und hat uns am Ende sogar noch Gemüse aus dem tollen Garten mitgegeben. Wohnung und Hof sind für die Reise mit einem Kleinkind bestens geeignet! Die Wohnung lässt nichts vermissen und ist authentisch eingerichtet für einen ehemaligen Bauernhof. Guten Gewissens empfehlen wir diese Unterkunft weiter.Marlene2016-08-19T00:00:00ZWir haben eine schöne Urlaubswoche auf dem Littehof verbracht. Wir wurden sehr herzlich empfangen unsere Gastgeber waren sehr nett und hilfsbereit. Die Ferienwohnung ist sehr gepflegt und gut ausgestattet. Kommen gerne nochmal wieder, haben uns sehr wohl gefühlt.Jürgen2016-07-23T00:00:00ZWir haben mit unseren Kindern 10 wunderschöne Tage im Oktober auf dem Littehof verlebt. Die Wohnung ist geräumig, sehr sauber und bietet ausreichend Platz für 5 Personen. Am Rande der Stadt gelegen, ist man doch sehr schnell im Zentrum von Löbau. Der Ort ist ein guter Ausgangspunkt für Fahrten in die Umgebung. Wir wurden während unseres Aufenthalts sehr gut betreut und empfehlen die Wohnung sehr gerne weiter.Peter2016-10-27T00:00:00ZDie Tage auf dem Hof haben uns sehr gut gefallen. Die Lage ist ein optimaler Ausgangspunkt für diverse Ausflüge, besonders bei Urlaub mit Kindern. Die Wohnung ist gepflegt und sehr sauber. Die Gastgeber sind sehr nett und hilfsbereit. Wir können die Unterkunft nur empfehlen.Cornelia2016-08-14T00:00:00ZSuperschöne Ferienwohnung und liebe Gastgeber :) Wir haben uns sehr wohl gefühlt und wären am liebsten noch länger geblieben.Nina2016-03-01T00:00:00ZGemütliche, saubere und nett eingerichtete Wohnung in ruhiger Lage in Löbau. Die Unterkunft liegt genau zwischen Görlitz, Bautzen und Zittau und ist daher ideal für Ausflüge bzw. Besichtigungen. In Löbau gibt es Supermärkte und Geschäfte, die Anbindung an Bundesstrassen ist gut. Sehr hilfbereite und sympathische Gastgeber. Gerne wieder!Ralf2017-01-08T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates6BedroomsLöbau, Sachsen, GermanyPrice€47 Littehof Landurlaub - peaceful country retreat (6)Entire home/apt · 3 beds9 reviewsSave to Wish ListA charming apartment in an old farmhouse built in 1858, just 10 km east of the medieval town of Bautzen. The apartment has a terrace with direct access to the garden from where you can watch amazing sunsets under the cherry and apple trees.The apartment is ideal for 3 people. With the additional sofa-bed in the living room the apartment can host up to 5 people.Beautiful quite village with nice neighbours!Heiko met us without issue to hand us the keys and show us around. His is a converted farmhouse, and he and his family, and additionally some others as well, live in various rooms within the main building. The area we used was on the ground floor, and was plenty big enough for my family of 4. The surrounding area is very quiet and beautiful. The kitchen had all the basics, wifi was about 5 mbps, we had no problems with the bed, or appliances. The floor was heated, which was nice, and the additional heaters worked fine. There are two cats, Emmitt and Luna, who were very cute but were not allowed inside the house. The room with billiard table and ping pong table is about 20 meters from the main door of the building which the apartment is in. It was a bit cold but what a luxury being able to play whenever we had a free moment. Heiko himself was nice and left us some cookies and a small bathtub for our baby to use. All in all a really nice place and I'm glad we were able to stay there. Thank you Heiko!Mike2016-02-16T00:00:00ZNice and clean apartment, well equipped, everything there including a dishwasher. Heiko's father was especially helpful and told us a lot about the area, where to go and what to visit. We spent a great weekend here, thanks! :) -- Nette und saubere Wohnung, mir allem was man braucht, inklusive Geschirrspüler. Heikos Vater hatte viele Tips zur Umgebung und für Ausflüge. Wir hatten ein schönes Wochenende hier, vielen Dank! :)Eva2016-06-13T00:00:00ZHeiko and Noema were very nice hosts. We had a warm welcome and received nice tips on the best way to discover their beautiful region. The accommodation is very comfortable and decorated with a lot of taste (in line with the pictures on the Airbnb) but the garden was well above our expectations. Too make a long story short, a great place with great hosts. We will come back.Laurent2015-07-29T00:00:00ZThis was a great rural experience, we especially liked the private garden where we had lazy morning breakfasts and picked some berries. Our kid, who usually draws much attention, was just enjoying himself in the garden and let us rest from busting city life in this calm and charming place :) The hosts were very helpful with any small requests that arose during our stay. Thanks!Stas2016-07-07T00:00:00ZHeiko and Noema were wonderful hosts. Even before we arrived they reached out to us to help us with our trip. We were visiting the area to find information about my grandfather's childhood and Noema sent me information to help me with my search. We arrived late in the evening and they provided us with the essentials for our breakfast! They were so friendly and made us feel right at home. The apartment was even nicer than shown and described. It was so spacious and tastefully decorated. We had everything we needed. After having spent a few weeks in several cities it was so relaxing to be in such a beautiful country setting. The accommodations, location and hosts were fantastic. We wish we could have stayed longer and enjoyed their warm hospitality. Thank you so much!Cheryl2015-05-31T00:00:00ZHeiko and Noema were outstanding hosts. They made us feel very welcome and provided help and answered questions whenever we had them. The apartment was very spacious and well equipped. There were scenic walking trails in the area and easy bus and train connections. We would love to go back to Steindörfel and highly recommend a stay in the apartment. Kenneth2015-04-17T00:00:00ZWe had a pleasant stay in this clean and comfortable apartment located just a short and easy drive from Bautzen. It offers plenty of space for a family of four. The hosts are friendly and welcoming and have generously provided a separate leisure room and lots of visitor information. We would gladly stay here again.Colette2015-11-04T00:00:00ZWe chose this apartment for our stay in Saxony while we wanted to spend most of the time at the Bärwalder See (in-line skating, swimming). Bärwalder See is reachable within about 30 minutes by car so it was great basis for us. The place is perfect if you like to spend your time in a nice calm country environment. We especially liked the garden which was just behind our windows. There was also everything we needed in the apartment, it was fully equipped for cooking and also very suitable if you travel with a small child. The hosts, Heiko and his wife, were extremely nice and friendly, always ready to help. Even if we came late at night, they had smile on their faces and made a very kind welcome to us.Jirka & Friends2016-08-01T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates5BedroomsHochkirch, Saxony, GermanyPrice€42 Cozy apartment in old farmhouseEntire home/apt · 3 beds18 reviewsSave to Wish ListUntouched nature At first glance the Lusatian Mountains conceal their charm and come across as modest and discreet. An unprecedented diversity of flowering meadows, the scent of pine, grand beeches, basalt organs, Nordic atmosphere of winter, hand-painted tiles at the butcher’s, renowned goat cheese or rowanberry brandy. Take a break and sample everything the local region offers.Room TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsKrásná Lípa, Ústí nad Labem Region, Czech RepublicPrice€46 4 stars standard incl. breakfastEntire home/apt · 2 bedsSave to Wish ListWIFI, SATELIT TV, PARKOVÁNÍ U DOMU, OHNIŠTĚ/GRILWe offer you fully equipped apartment in a beautiful and peaceful surroundings, at the gate of the National Park Czech Switzerland, on the edge of the small town Krásná Lípa with the view to meadows… Czech Switzerland National Park,Super saubere, gut ausgestattete und gemütliche Unterkunft. Sehr freundliche und hilfsbereite Hosts. Zur Begrüßung gab es sogar Kuchen. Landschaftlich auch im Winter sehr reizvoll. Wir kommen gern wieder!Julia2017-02-19T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates7BedroomsKrásná Lípa, ČR, Czech RepublicPrice€50 APARTMÁN MIRROREntire home/apt · 7 beds1 reviewSave to Wish List V ceně ubytování není zahrnuta snídaně. V domě je koupelna s umyvadlem, WC, vanou a sprchovým koutem a samostatné WC s umyvadlem a sprchovým koutem. Jsou to přátelské a užitečné. It's my first booking on Airbnb. It's a great experience.we are luck to have Irene and her husband, they are so nice and hospitality. When we arrived the Bautzen railway station, to our great surprise, the couple were waiting us at the platform! And drove us to their lovely home! They treated us with a bottle of wine. The rooms are very clean , we like it very much. Thanks very much.Lily2016-04-14T00:00:00ZIrene and her husband were wonderful hosts. They welcomed us with a bottle of sparkling rose wine and we sat and had a lovely visit. They made us feel more than guests, we were like old friends. Their house was immaculate with all the comforts of home. Each of us got our own bedroom with comfy beds. It was like visiting our wonderful aunt's house. Wonderful! Kathrina2016-03-19T00:00:00ZIrene and Hubert could not have been better hosts. So far within our trips, both of them showed a tremendous amount of kindness. We felt at home and developed a long lasting relationship. Next time they are at the states, we expect them to visit us and stay as family. Jesus2016-05-09T00:00:00Zsehr herzliches Willkommen durch die beiden Gastgeber und ein intensiver persönlicher Kontakt. Es ist ein komplettes Haus bzw. eine Doppelhaushälfte. Alles ist perfekt eingerichtet, nichts fehlt. Es gibt sogar einen kleinen Pool. Es gab etwas störenden Lärm nachts von einer Kneipe in der Gegend.Tilman2016-08-29T00:00:00ZDie Gastgeber sind super freundlich, sehr hilfsbereit und wirklich nett. Große, gemütliche und sehr saubere Untekunft, top ausgestattet und ist wie abgebildet. Die Gegend ist sehr ruhig. Insgesamt eine klare Weiterempfehlung für diese Unterkunft!Valdis2016-04-23T00:00:00ZWunderbar! D'abord Irène et Hubert sont des gens adorables. Très gentils, très disponibles. L'endroit est très calme. Il convient à des familles, à des retraités, à tous ceux qui recherchent la sérénité. La maison est très très bien équipée. Le lieu est très bien située pour ceux qui veulent découvrir la Saxe, la Bohème (Tchéquie) et un petit bout de Pologne. Nous reviendrons sûrement! Philippe2016-08-22T00:00:00ZRoom TypePrivate roomProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsGöda, SN, GermanyPrice€72 ZimmervermietungPrivate room · 2 beds6 reviewsSave to Wish ListApartments The quality of the apartments is adapted to suit the character of the place. There are 33 comfortable, cosy and modern apartments in 3 basic designs – small, medium and large apartments.Room TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsKrásná Lípa, Ústecký kraj, Czech RepublicPrice€58 Unique accommodationEntire home/apt · 2 bedsSave to Wish ListAlle drei Ferienwohnungen liegen nur wenige Schritte auseinander, von allen hat man eine wunderbare Sicht auf den Mönchswalder Berg und die nähere Umgebung. (URL HIDDEN)Room TypeShared roomProperty TypeFlatAccommodates6BedroomsObergurig, Saxony, GermanyPrice€51 Ferienwohnung Berg-BlickShared room · 1 bed1 reviewSave to Wish List 우리는 바우 첸의 중심에있는 작은 아늑한 방 하나짜리 아파트를 제공합니다. 아파트 1-2 사람들을 위해 설계와 편안한 소파 침대, TV, 완비 된 주방, 샤워, 화장실, 세탁기가있는 욕실을 포함한다. 아파트의 중앙 위치는 도보 거리에 상점, 카페, 레스토랑의 범위에 도달 할 수 있습니다. Room TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsBautzen, Sachsen, GermanyPrice€46 Gemütliche 1-Raum-Ferienwohnung in zentraler LageEntire home/apt · 1 bedNEW1 reviewSave to Wish ListI can accommodate up to 2 persons.I prefer this (with my friend) into the living room where we use our double sofa bed. Then you sleep in our actual (URL HIDDEN) and bathroom - with shower, can be shared. The apartment's WC is a half step lower, in the hall. It is only for my flat. perfect time, good speakingJean2016-08-15T00:00:00ZStadtführung, Frühstück, gemütliches Bett. Der Aufenthalt bei Angelika war super, es hat an nichts gefehlt. Für einen Trip nach Bautzen mehr als empfehlenswert. Frederic2016-07-12T00:00:00ZEine sehr schöne und komfortable Unterkunft mit Nähe zum Zentrum in Bautzen. Auch eine sehr angenehme Gastgeberin - Nur zu empfehlen.Clemens2013-06-26T00:00:00ZHat alles super funktioniert und Angelika war sowohl sehr freundlich also auch zuvorkommend. Die Wohnung war auch sehr sauber und ich habe super geschlafen.Thomas2016-07-18T00:00:00ZAngelika ist sehr freundlich und informativ. Am Morgen gab es noch ein ausgiebiges Frühstück als Zugabe. Alles super! Haben uns sehr wohl gefühlt. Gerne wieder :-)Claudia2016-08-21T00:00:00ZEin ganz herzlicher Empfang. Viele gute persönliche Gespräche und ein wunderbares Frühstück. Herzlichen Dank. Die Unterkunft ist sehr sauber, praktisch eingerichtet, für zwei Personen etwas eng. Dafür stimmt Preis-Leistung.Max2013-09-14T00:00:00Zwirklich klasse - Angelika hatte sogar angeboten, mit ihrem Freund zu Verwandten zu ziehen um uns die gesamte Wohnung zu ueberlasen - aber dann haetten wir ja die tollen Insider Infos und den unglaublichen Kuchen verpasst!!! Viele Dank nochmal fuer die viele Zeit, die du fuer die beste Stadtfuehrung Bautzens investiert hast!!! Anna2013-08-02T00:00:00ZAngelika ist wundervoll. Sie hat sich um alles gekümmert, hat mir tolle Tipps gegeben und wir haben uns super verstanden. Katharina2016-07-01T00:00:00ZRoom TypePrivate roomProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsBautzen, Saxony, GermanyPrice€26 have a nice time in Bautzen!Private room · 2 beds8 reviewsSave to Wish ListThe Lipa Apartment Hotel offers leisure time spent at a higher standard of quality and represents values of the whole region through its unique architecture and services.Untouched nature The world of rock towers, bridges and gateways, a world of quizzical rock formations, which look like a honeycomb or hourglass. However, the rock kingdom is not a kingdom of dead rock but also home to the rarest fauna and most remarkable plants.Lovely apartment very close to the Bohemian Switzerland National Park. We loved this place so much that we stayed extra night. The apartment has everything needed for a very comfortable stay. We received a welcome drink and bottles of water when we checked out, there was also a bowl of fruit waiting for us in the apartment. The actual apartment is part of a resort with access to a wellness zone, bowling etc. Breakfast was part of the deal and it was amazing - great variety. Lovely staff, great communication. Highly recommended!Denisa2016-08-04T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates4BedroomsKrásná Lípa, Ústí nad Labem Region, Czech RepublicPrice€84 4-stars standard incl. breakfastEntire home/apt · 4 beds1 review12121 – 18 of 30 Flat RentalsEnter dates to see full pricing. Additional fees apply. Taxes may be added.Germany>Saxony>Neusalza-SprembergPlaces nearby:Leipzig Holiday RentalsMunsterBerlinDresdenWroclawKrakowPragueMainzPoznanGdanskLubeckWyk auf FohrMapFilters
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q-de-2215
Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
die gejagt Würmer Informationen über Wurm Ei Erwin Wurm (born ) is an Austrian artist born in Bruck an der Mur, Styria, Austria. He currently lives and works in Vienna and Limberg, Austria. Erwin WurmNotable work: Fat Car series. Sie haben eine gespaltene Zunge, Adlerklauen, den Kopf eines Löwen oder Kamels, sind mal gut und mal böse und können in der Regel fliegen. Fantastische Drachen bevölkern schon seit Jahrtausenden unsere Welt. Meist erreichen sie ein beträchtliches Alter, speien Feuer und versetzen die Welt in Furcht und Schrecken. Informationen über Wurm Ei jeder hat schon mal von ihnen gehört — ganz gleich, in welchem Teil der Welt er lebt. Die Drachen gehören zu einem Kosmos von fantastischen Tieren, über den Menschen seit Urzeiten sprechen. Geschichten über sie erzählen sich Menschen nämlich — im Gegensatz zu den anderen Wesen — fast überall auf der Welt. Da sich die einzelnen Tierkombinationen von Region zu Region unterscheiden können, lassen sie sich manchmal nur schwer Informationen über Wurm Ei. Ein Merkmal vereint aber die meisten Drachen: Den Sagen und Legenden nach behausen Drachen die unterschiedlichsten Gefilde. Fast alle Menschen just click for source der Welt kennen Sagen, die von Drachen Informationen über Wurm Ei. Schauen wir nach Europa, fällt vor allem England als Land auf, in dem die Menschen gerne Geschichten von Drachen weitererzählen — schon seit dem Jahrhundert geben sie die Erzählungen von Generation zu Generation weiter. Auch am Rande Deutschlands, an der Grenze zu Tschechien, sind Drachen-Sagen verbreitet — hier wird sogar schon seit dem Jahrhundert der Drachenstich aufgeführt, ein traditionelles Volksschauspiel. Viele Informationen über Wurm Ei stellen Drachen als besonders langlebige Wesen dar. Erst dann, so die Geschichten, schlüpft aus dem Ei der neugeborene Drache. Nur ein mutiger Drachentöter könne die Informationen über Wurm Ei umbringen. Geschichten über Drachen erzählen Informationen über Wurm Ei die Menschen schon sehr lange. Die ersten Abbildungen von Drachen oder drachenähnlichen Wesen sind über Jahre alt. Die abgebildeten Drachen erinnern oft an Schlangen, die den Menschen ebenso wie die Drachen als Tiere der Unterwelt galten und das Böse verkörperten. Detailliertere Beschreibungen von Drachen finden sich http://buket-medien.de/feninysate/wie-die-wuermer-des-fotos-des-koerpers-aus.php in der Bibel. In der Offenbarung wird er als feuerfarben beschrieben, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern. Sein wesentlicher Charakterzug ist die Falschheit, mit der es ihm gelingt, die Menschen zu verführen und von Gott abzulenken. Auch die alten Griechen erzählten sich zahlreiche Geschichten über Drachen, die meist böswillig waren. Ebenso wie die Griechen, erzählten sich auch die alten Perser und Ägypter bereits Legenden, die von Drachen handelten. Auch frühe Wissenschaftler beschäftigten sich mit Drachen. Islamische Astrologen und Astronomen glaubten, Drachen seien für die Mond- und Sonnenfinsternis am Firmament verantwortlich. Im Mittelalter entstanden besonders viele Drachengeschichten. Oft zierten Drachen auch Wappen und Schilde. Auch die Wissenschaft beschäftigte sich weiterhin mit den Drachen. In den sogenannten "Bestiarien" beschrieben die Autoren die Welt, wie sie sie vorfanden. So umfangreich wie möglich wurde das Reich Informationen über Wurm Ei Steine, Pflanzen und Tiere geschildert. Informationen über Wurm Ei existent galt alles, wofür es eine Bezeichnung pinworms photo in Würmer Kinder. Informationen über Wurm Ei gehen Historiker davon aus, dass Drachen rein symbolischen Charakters waren. Vermutlich standen sie für die Gefahren der Naturgewalten. Während die Menschen in China sie achteten und zu besänftigen versuchten, kämpfte man in den westlichen Ländern gegen sie an. Die Menschen glaubten wohl, wer den Drachen besiegen Informationen über Wurm Ei, hatte auch die Möglichkeit sich den Naturgewalten entgegenzustellen. Aus christlicher Sicht stellten sie das Böse und die Versuchung Informationen über Wurm Ei dar, die es zu bekämpfen galt. Höhepunkt der Drachenlegenden war das Mittelalter. Danach nahm ihre Bedeutung ab. Heutzutage begegnet man dem Drachen gelegentlich noch in Fantasy-Filmen und Kindergeschichten. Allerdings scheint er sich dort seit einiger Zeit gewandelt zu haben. Zwar Toxocara Wurm es auch noch Drachen, die gezähmt werden müssen, aber die meisten dieser Drachen erweisen sich als klug und weise und werden am Ende sogar zu Rettern in der Not. Sie befinden sich hier: Planet Wissen Kultur Fabelwesen. Der Drachenfels am Rhein. Im frühen Christentum wird der Drache als siebenköfiges Monster dargestellt. Mythos des Mittelalters — Siegfried kämpft gegen den Drachen. Informationen über Wurm Ei — Moderner Drache und Bühnenstar. Informationen über Wurm Ei Religion - Wurmpedia Oxyuris vermicularis von griech. Der Madenwurm ist der weltweit verbreitetste Eingeweidewurm beim Menschen und einer der Informationen über Wurm Ei Parasiten des Menschen. Die Art ist auf menschliche Wirte spezialisiert und im Informationen über Wurm Ei stark auf diese Wirtsart festgelegt. Seltener werden auch Affen befallen in Tiergärten Informationen über Wurm Ei möglicherweise auch Kakerlaken. Die ebenfalls zu findende Bezeichnung Kindermadenwurm ist insofern irreführend. Der krankhafte Wurmbefall selbst wird als Enterobiasis. Es kommen bis zu drei Larvenstadien vor. Ohne Zwischenwirtstadien gelangt das vom Wirt — eventuell inhalativ — aufgenommene Ei in den Magen, wo die Eihülle aufgeweicht wird. Aus dem Ei entwickeln Informationen über Wurm Ei schon nach sechs Stunden die ersten Larven. Im Zwölffingerdarm schlüpfen die Larven aus der Eihülle und häuten sich. Dort saugen sie sich an der Darmwand fest [2] und bilden mit ihrem Wirt eine Kommensale Fressgemeinschaft. Hier wachsen die Tiere etwa zwei bis drei Wochen lang aus und erreichen die Geschlechtsreife. Nach der Paarung sterben die Männchen. Vorwiegend nachts kriechen sie aus dem Informationen über Wurm Ei heraus, legen binnen 10 bis 30 Minuten ihre Eier 5. Die Eier enthalten bereits einen kaulquappenförmigen Embryo, [2] der sich nach Ablage zum zweiten Larvenstadium weiterentwickelt. Manche Autoren behaupten, dass bereits am After geschlüpfte Larven auch direkt in den Darm kriechen können. Die Eier des Madenwurms sind bis zu drei Wochen lebensfähig. Eier des Madenwurms wurden schon in annähernd Informationen über Wurm Ei Frühe Erwähnungen in Schrifttum finden sich im altägyptischen Papyrus Ebers. Hippokrates von Kos Informationen über Wurm Ei. Nach Veröffentlichung der Keimtheorie im Jahrhundert begann eine systematische Untersuchung ihrer Schadwirkung. Johann Gottfried Bremser bis separierte ihnnoch gegen Widerstand wichtiger Wissenschaftlerkollegen, erstmals von der Gattung Ascaris und this web page ihn der von Karl Asmund Rudolphi eingeführten Gattung Oxyuris zu, nachdem Informationen über Wurm Ei die Ähnlichkeit mit einigen in den Gedärmen von Kaninchen gefundenen und von ihm hier zugeordneten Arten entdeckte. Bis zur Einführung von Ivermectin war Informationen über Wurm Ei Mittel der Wahl. Einer Weiterentwicklung von Wurmmitteln in der Veterinärmedizin entstammen die Thiabendazol-Abkömmlinge MebendazolFlubendazol und Check this outdie kaum in den Blutkreislauf übergehen. Häufig verlaufen Madenwurminfektionen vom Wirt unbemerkt. Als Leitsymptom einer Wurmerkrankung durch Madenwürmer gilt der vor Tablettenstärken Würmern nächtlich auftretende Juckreiz im Analbereichder entsteht, wenn die weiblichen Madenwürmer um Informationen über Wurm Ei After herum ihre Eier ablegen. Der Juckreiz wiederum kann zu Schlafstörungen Informationen über Wurm Ei deren Folgeerscheinungen, wie Reizbarkeit, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Blässe oder Augenringen führen. Er verleitet ferner zu intensivem Kratzen, was dann wiederum Hautabschürfungen zur Folge haben kann; diese Informationen über Wurm Ei sich bakteriell infizieren. Ein Informationen über Wurm Ei Wurmbefall kann zu Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme, chronischem Durchfall, rektalen Blutungen oder Symptomen einer chronischen Blinddarmreizung Appendizitis führen. In Extremfällen können erwachsene Würmer über die Vagina bis in das Retroperitoneum wandern und dort zu einer eosinophilen Entzündung mit einem begleitenden Aszites führen. Auch der Informationen über Wurm Ei der Harnröhre und der Blase ist möglich. Die Wurmbehandlung erfolgt medikamentös durch Anthelminthika. Bei erneutem oder persistierendem Befall sollte eines der Medikamente in wie wenn ein Kätzchen Würmer zu überprüfen angegebener Dosierung dreimal an den Tagen 1, 14 und 28 gegeben werden, um Rezidiven bei Autoinfektion vorzubeugen. Bei anhaltendem Befall sollten die Familienangehörigen im selben Intervall mit 3 Dosen wie oben angegeben therapiert werden. Lebensjahr und die von Würmern bei unter 3 10 Kilogramm erhalten die halbe Dosis. Fadenwürmer Parasit des Menschen. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. In anderen Projekten Commons Wikispecies. Diese Seite wurde zuletzt am 2. April um Möglicherweise unterliegen article source Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie Informationen über Wurm Ei. Kopf eines Madenwurms Enterobius vermiculariskünstlich gefärbt. Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose link ersetzt keine Arztdiagnose. - Blähungen Parasiten im Darm Erfahren Sie alles über die Diese Stelle versucht der Wurm am zehnten dabei dient das Clitellum-Sekret zugleich zur Bildung der Hülle des Ei. - Würmer ständige Übelkeit - de-Entwurmung, den Hund am Widerrist Pillen Wurm Vermoxum beruflicher Fortschritt Buchempfehlung Daniel Kahneman Depression Einfluss Ausgang als bei Katzen Würmer Entscheidungen Prävention Kätzchen auf Würmer Würmer in Karasu Fotos Würmer in Kinderkrankheit Gedankenhäppchen einige Medikamente für die Behandlung von Würmern Glück Inspiration Würmer ähnlich wie Sesam Kreativität Rankweil detoxic Versand 2017 Mindset Analyse von Würmern lamblia Nachdenken Würmer Hund Vergiftung welche Würmer haben Hunde dekaris als die Ausgänge von Würmern Die Katze Würmer im Stuhl Volksmedizin Würmer Prophylaxe bei Erwachsenen Podcast Podcasts Produktivität das Kind zu verstehen, wie Würmer Psychologie die besten Medikamente Würmer zu verhindern Würmer in roe enn die Behandlung von Würmern wie man Kürbiskerne aus Würmern Bewertungen machen Selbstbewusstsein Sirup von Würmern Worm Siegen detoxic Lieferung Selbstvertrauen helminth Eier außerhalb des Körpers Studium Verhaltensökonomie Willenskraft mit Würmern ist ein Hautausschlag Wenn die Katze mit Würmern nicht essen Copyright © 2018 · Gedankennahrung Blog · Built on the beide sind schwarze Würmer genannt
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Welche Familie ist die artenreichste innerhalb der Zingiberales?
Die Ingwergewächse (Zingiberaceae) sind eine Familie der in Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Diese Familie enthält je nach Quelle 52 oder 53 Gattungen und ist mit 1200 bzw. über 1300 Arten die artenreichste Familie der Zingiberales. Einige Arten werden als Gewürz- und Heilpflanzen vom Menschen genutzt, zum Beispiel Ingwer, Curcuma und Zitwerwurzel. Viele Arten sind tropische Zierpflanzen. Beschreibung und Ökologie Erscheinungsbild und Laubblätter Es sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden fleischige Rhizomen, die knollig verdickt sein können; bei vielen Arten bilden sie Wurzeln. Sie wachsen meist terrestrisch, selten epiphytisch. Es werden nur kurze Stängel gebildet, die bei vielen Arten durch Scheinstämme, die von den Blattscheiden der Laubblätter gebildet werden, ersetzt sind. Die wechselständig und zweizeilig (distich) angeordneten Laubblätter sind nie zu grundständigen Rosetten vereinigt. Auch die Stellung der Blätter unterscheidet die beiden Familien Costaceae und Zingiberaceae. Die gestielten bis sitzenden Laubblätter besitzen eine einfache Blattscheide. Die ungeteilten Blattspreiten sind krautig bis ledrig, mit oder ohne Haare. Im knospigen Stadium ist die Blattspreite der Länge nach eingerollt. Es ist eine erhabene Mittelrippe und Parallelnervatur vorhanden. Der Blattrand ist glatt. Es sind meist Ligulae vorhanden. Die untersten Blätter sind oft stark reduziert, so dass nur noch die Blattscheide ausgebildet ist. Blütenstände und Blüten Endständig an den Scheinstämmen oder auf eigenen kurzen von Blattscheiden bedeckten Stängeln, die direkt aus den Rhizomen hervorgehen, werden die Blütenstände gebildet. Die Blütenstände sind dickkopfige bis schmal ährige Thyrsen, oder es sind aus zwei- bis siebenblütigen Zymen zusammengesetzte traubige Blütenstände. Die Blütenstände enthalten oft auffällig, leuchtend gefärbte Hochblätter (Brakteen) und wenige bis viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und zygomorph. Das Perianth ist doppelt. Die drei Kelchblätter sind zu einer relativ schmalen Röhre verwachsen, die auf einer Seite offen ist, manchmal spathaähnlich wirkt oder oben dreizähnig oder -lappig ist. Die drei Kronblätter sind an ihrer Basis untereinander verwachsen; die drei Kronlappen unterscheiden sich je nach Taxon sehr in Länge und Form. Es sind zwei Kreise mit ursprünglich je drei Staubblättern vorhanden. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen langen oder kurzen Staubfaden. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien reduziert und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind kronblattähnlich oder bilden schmale Zähne an der Basis des Labellum, mit dem sie verwachsen sein können, oder sie fehlen. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt immer. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen, der ein- oder dreikammerig sein kann, mit mehr oder weniger vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. In einer Furche des Staubfadens befindet sich der sehr dünne Griffel und die Narbe befindet sich oberhalb des Staubbeutels. Die Blüten scheiden relativ viel Nektar ab aus zwei Nektarien, die sich an der Basis des Fruchtknotens befinden. Die einzelnen Blüten verwelken schnell, meist sind sie weniger als einen Tag geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Früchte und Samen Sie bilden trockene bis fleischige Kapselfrüchte bis manchmal beerenartige Früchte, die wenige bis viele Samen enthalten. Die Samen enthalten Stärke. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone). Die Samen besitzen einen Arillus, der oft gelappt bis gefranst ist. Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl Alle Arten besitzen Exkretzellen im Grundgewebe, die essentielle oder ätherische Öle enthalten. Es wird Kieselsäure in kleinen kugel- oder scheibenförmigen Körpern in Deckzellen oder als Kieselsand in Parenchymzellen akkumuliert. Die Chromosomenzahl beträgt meist n = 12 (9–26). Systematik und Verbreitung Die meist tropischen Arten sind meist in der Paläotropis beheimatet und kommen schwerpunktmäßig in Südostasien und auf dem indonesischen Archipel vor. Nur von der Gattung Renealmia sind Arten in der Neotropis beheimatet. Vier Gattungen kommen in Afrika vor: Aframomum, Aulotandra, Siphonochilus und Renealmia. Der Familienname Zingiberaceae wurde 1820 von Iwan Iwanowitsch Martynow in Tekhno-Botanicheskīĭ Slovar': na latinskom i rossīĭskom iazykakh. Sanktpeterburgie, S. 682 und im September 1835 von John Lindley in Key Bot., 69 veröffentlicht. Typusgattung ist Zingiber Der Gattungsname Zingiber leitet sich aus einem Wort des Sanskrit sringavera ab und bedeutet hornförmig, dies bezieht sich auf die Rhizome. Synonyme für Zingiberaceae sind Alpiniaceae , Amomaceae , nom. illeg., Curcumaceae Früher gehörten auch die Taxa der heutigen Familie Costaceae in die Familie der Zingiberaceae, aber beispielsweise das Fehlen von ätherischen Ölen und die Stellung der Laubblätter grenzt sie gut ab. Unterfamilien mit Tribus und Gattungen Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) wird gegliedert in vier Unterfamilien und sechs Tribus mit etwa 52 bis 53 Gattungen und 1200 bis mehr als 1300 Arten. In dem hier wiedergegebenen, weitgehend Kress et al. 2002 folgenden Umfang sind einige Gattungen polyphyletisch, beispielsweise Afromonum, Alpinia, Globba, Curcuma und Zingiber. Danach erfolgten viele Neubeschreibungen und Veränderungen der Umfänge von Gattungen, die mit jeweiliger Literatur belegt sind: Unterfamilie Zingiberoideae : Verbreitung im indonesischen Archipel und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Globbeae: Sie enthält drei (bis vier) Gattungen: Gagnepainia : Die nur drei Arten sind von Thailand bis Kambodscha und im südlichen Vietnam verbreitet. Globba (Syn.: Hura , Lampujang , Sphaerocarpos , Manitia , Mantisia , Ceratanthera , Ceratanthera , Colebrookia , Achilus ): Die etwa 100 Arten sind vom östlichen tropischen Himalaja-Gebiet bis ins südliche China, in Indien und von Indochina bis Malaysia und nordöstlichen Australien weitverbreitet. Die meisten Arten sind im indochinesischen Monsun-Gebiet beheimatet. Die vier in Indien, Bangladesch, Myanmar und auf dem Malaiischen Archipel beheimateten ehemaligen Mantisia-Arten bilden die Sektion Mantisia innerhalb der Gattung Globba. Hemiorchis : Die drei bis vier Arten sind vom zentralen und östlichen Himalaja-Gebiet bis Myanmar verbreitet. Tribus Zingibereae (inklusive der Gattungen der Hedychieae): Sie enthält 20 bis 24 Gattungen: Boesenbergia (Syn.: Gastrochilus nom. illeg., Banglium nom. nud., Curcumorpha ): Die etwa 60 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, besonders im südlichen tropischen Himalaja-Gebiet und ganz Südostasien weitverbreitet; mit Zentren der Artenvielfalt im indochinesen Monsun-Gebiet und auf Borneo. Camptandra : Die etwa vier Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo vor. Cautleya : Die nur zwei Arten sind im Himalaja-Gebiet vom nördlichen Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und Thailand über das südliche China bis Vietnam weitverbreitet. Cornukaempferia : Die seit 2007 drei Arten kommen in Thailand vor. Curcuma (Syn.: Erndlia , Kua , Hitcheniopsis , Paracautleya , Stissera nom. illeg.): Die (50 bis) etwa 90 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien und in Australasien von Indien bis Queensland weitverbreitet. Distichochlamys : Die seit 2012 vier Arten kommen nur in Vietnam vor. Haniffia : Die seit 2007 drei Arten kommen von der Malaiischen Halbinsel bis ins südliche Thailand vor. Haplochorema : Von den seit 2006 fünf Arten kommen vier nur auf Borneo und eine nur auf Sumatra vor. Hedychium (Syn.: Brachychilum , Gamochilus , Gandasulium ): Die seit 2011 etwa 88 Arten sind vom südlichen Asien bis Südostasien weitverbreitet und kommen auch auf Madagaskar vor. Hitchenia : Sie enthält nur eine Art: Hitchenia glauca : Sie kommt in Myanmar vor. Kaempferia (Syn.: Monolophus , Tritophus ): Die etwa 40 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien weitverbreitet; beispielsweise: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga ) Laosanthus : Sie enthält nur eine Art: Laosanthus graminifolius : Es sind nur Exemplare aus Laos in Herbarien hinterlegt. Larsenianthus : Die vier Arten sind vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Bangladesch bis ins nördliche Myanmar verbreitet. Nanochilus : Sie enthält nur eine Art: Nanochilus palembanicum : Sie nur kommt in Sumatra vor. Parakaempferia : Sie enthält nur eine Art: Parakaempferia synantha : Sie ist nur von der Typus-Aufsammlung aus dem indischen Assam bekannt. Pommereschea : Die nur zwei Arten kommen nur im nördlichen Myanmar und im angrenzenden Gebiet in Thailand vor. Pyrgophyllum (Syn.: Kaempferia yunnanensis , Caulokaempferia yunnanensis , Monolophus yunnanensis ): Sie enthält nur eine Art: Pyrgophyllum yunnanensis : Sie gedeiht in dichten Bergwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan. Rhynchanthus : Von den etwa vier Arten kommen alle in Myanmar vor, eine kommt auch in Assam vor und eine auch in der südlichen chinesischen Provinz Yunnan. Roscoea : Die 17 bis 21 Arten gedeihen in größeren Höhenlagen vom Himalaja-Gebiet (Indien, Kaschmir, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar) bis ins südliche China (13 Arten, davon 8 nur dort) und nördliche Vietnam, darunter: Szillablättrige Ingwerorchidee (Roscoea scillifolia ) Scaphochlamys : Die etwa 43 Arten kommen hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, aber auch auf der thailändischen Halbinsel und auf Borneo vor. Smithatris : Die nur zwei Arten gedeihen nur in Gebieten mit tropischem Karst: die eine nur in Saraburi, nördlich von Bangkok und die andere in Myanmar. Stadiochilus : Sie enthält nur eine Art: Stadiochilus burmanicus : Sie kommt nur in Myanmar vor. Stahlianthus : Die seit 2007 sieben Arten sind vom östlichen Himalaja-Gebiet bis Hainan im südlichen China, Vietnam, Kambodscha, Laos und nördlichen Thailand verbreitet. Ingwer (Zingiber ): Die 100 bis 150 Arten sind vom tropischen bis ins warm-gemäßigte Asien verbreitet, mit Zentren der Artenvielfalt in Indochina und auf Borneo; in China gibt es 42 Arten, 34 davon nur dort. Unterfamilie Alpinioideae : Sie besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Malesien und im tropischen Australien. Sie enthält zwei Tribus: Tribus Alpinieae: Sie enthält je nach Autor 17 bis 25 Gattungen: Aframomum (Syn.: Alexis nom. nud., Marogna nom. nud.): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet und kommen auf Inseln im westlichen Indischen Ozean vor, beispielsweise: Paradieskörner (Aframomum melegueta ) Alpinia (Syn.: Adelmeria , Albina , Allagas , Buekia , Catimbium , Cenolophon , Doxanthes , Elmeria nom. illeg., Eriolopha , Galanga , Guillainia , Hellenia nom. illeg., Hellwigia , Heritiera nom. illeg., Kolowratia , Martensia , Monocystis , Languas , Odontychium , Strobidia , Zerumbet nom. illeg.): Die 200 bis 240 Arten sind vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien und Australien bis auf Inseln des westlichen Pazifischen Ozeans verbreitet. Viele Arten und Sorten sind beliebte Zierpflanzen in tropischen Gärten und Parks. Diese Gattung ist im bisherigen Umfang nicht monophyletisch und wird also vielleicht in mehrere (vermutlich sechs) Gattungen aufgegliedert werden. Amomum nom. cons. (Syn.: Cardamomum non , Geocallis , Paramomum , Torymenes nom. nud., Zedoaria ): Sie hat eine weite Verbreitung vom tropischen sowie subtropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland, mit dem Zentrum der Artenvielfalt auf dem Indonesischen Archipel. Sie war 2012 mit 150 bis 180 Arten die zweitgrößte Gattung der Familie. 2018 wurden viele Arten in andere Gattungen ausgegliedert. Da 2019/20 einige Arten erstbeschrieben wurden, sind es 2020 immer noch etwa 120 Arten. Aulotandra : Von den sechs Arten kommen fünf auf Madagaskar und eine in Kamerun vor. Conamomum : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa zehn Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen. Cyphostigma : Sie enthält nur eine Art: Cyphostigma pulchellum : Sie kommt in Sri Lanka in Wäldern bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Elettaria (Syn.: Cardamomum non , Matonia ): Sie hat bis zu elf Arten enthalten. Sie ist seit 2018 wieder monotypisch mit der einzigen Art: Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum ): Sie ist im südwestlichen Indien beheimatet, wird aber pantropisch angebaut. Elettariopsis : Die seit 2012 etwa 20 Arten sind von Hainan über Laos, Vietnam, Thailand bis Malaysia und Indonesien verbreitet. Epiamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa sechs Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und im westlichen Malesien vorkommen. Etlingera (Syn.: Achasma , Bojeria , Diracodes , Geanthus nom. illeg., Nicolaia , Phaeomeria ): Die 70 bis über 100 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien vom Himalaja bis Südostasien und bis ins nördliche Queensland verbreitet, mit einer Hauptverbreitung auf dem Indonesischen Archipel. Sie gedeihen meist nahe dem Äquator in: Indien, Bangladesch, Burma, der Volksrepublik China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, den Philippinen, Brunei, Papua-Neuguinea, Australien und einigen Pazifischen Inseln. Geocharis : Die sechs bis sieben Arten sind im westlichen Malesien vom westlichen Malaysia und von Sumatra bis Borneo und auf den Philippinen verbreitet. Geostachys (Syn.: Carenophila ): Die seit 2011 etwa 25 Arten sind von Indochina bis zum westlichen Malesien im südlichen Vietnam, südlichen Thailand und vom westlichen Malaysia bis Sumatra und Borneo verbreitet. Die meisten Arten gibt es auf der Malaiischen Halbinsel. Hornstedtia (Syn.: Donacodes , Greenwaya , Stenochasma ): Die etwa 32 (bis 50) Arten sind vom östlichen Himalaja bis auf südwestliche Pazifische Inseln, hauptsächlich in Malaysia und im tropischen nordöstlichen Australien verbreitet, aber es gibt auch Arten in Thailand, Indochina und in den chinesischen Provinzen Hainan und Tibet. Lanxangia : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa acht Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von China bis Indochina vorkommen. Leptosolena : Sie enthält nur eine Art: Leptosolena haenkei (Syn.: Alpinia leptosolenia , Leptosolena auriculata , Leptosolena insignis ): Dieser Endemit kommt nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon vor. Meistera : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 44 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom subtropischen sowie tropischen Asien über Malesien bis ins nördliche Queensland vorkommen. Plagiostachys : Die seit 2008 26 Arten sind von den Nikobaren bis Malesien verbreitet, nur eine Art kommt im südöstlichen China (in den Provinzen Guangdong sowie Guangxi) vor. Renealmia (Syn.: Alpinia nom. rej., Amomum nom. rej., Ethanium nom. superfl., Gethyra nom. nud., Peperidium nom. nud., Siphotria ): Von den etwa 75 Arten sind die meisten Arten in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika sowie auf Karibischen Inseln bis zum tropischen Südamerika verbreitet und etwa 20 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Sulettaria : Sie wurde 2018 aufgestellt und enthält etwa 15 Arten, die hauptsächlich aus der Gattung Elettaria ausgegliedert wurden und im westlichen bis zentralen Malesien, aber die meisten von ihnen auf Borneo vorkommen. Sundamomum : Sie wurde 2018 aufgestellt. Sie enthält etwa 14 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und von Thailand bis ins westliche Malesien vorkommen. Vanoverberghia : Von den nur zwei Arten kommt eine auf den Philippinen vor und eine ist ein Endemit auf Taiwan (nur in Lan Yü). Tribus Riedelieae: Sie enthält vier Gattungen: Burbidgea : Die etwa sechs Arten kommen nur auf Borneo vor. Pleuranthodium (Syn.: Psychanthus ): Die etwa 25 Arten kommen auf Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und eine Art im nordöstlichen Queensland vor. Riedelia (Syn.: Rudelia orth. var., Nyctophylax nom. rej., Naumannia , Oliverodoxa , Thylacophora ): Die (25 bis) etwa 73 Arten sind von den Molukken bis zu den Salomonen verbreitet. Siamanthus : Sie enthält nur eine Art: Siamanthus siliquosus : Es ist ein Endemit der Provinz Naratahiwat im südlichen Thailand. Wurfbainia : Sie wurde 2018 reaktiviert und enthält etwa 26 Arten, die aus der Gattung Amomum ausgegliedert wurden und vom Himalaya über China sowie Indochina bis ins westliche sowie zentrale Malesien weitverbreitet sind. Nicht einen Tribus eingeordnet ist: Siliquamomum : Sie enthält seit 2017 vier Arten: Unterfamilie Siphonochiloideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur einer Gattung und elf Arten: Tribus Siphonochileae: Siphonochilus : Sie enthält seit 2010 nur noch elf Arten im tropischen bis südlichen Afrika in Gebieten mit Trockenzeiten. Unterfamilie Tamijioideae : Sie enthält nur eine Tribus und nur eine monotypischen Gattung: Tribus Tamijieae: Tamijia : Sie enthält nur eine Art: Tamijia flagellaris : Sie gedeiht im Tieflandregenwald in Höhenlagen von 20 bis 200 Metern in Sarawak und Brunei nur auf Borneo. Nicht in eine Unterfamilie oder Tribus eingeordnet sind: incertae sedis: Caulokaempferia : Die etwa zehn Arten sind vom südlichen tropischen Himalaja über China bis Laos und über Thailand auf den Indonesischen Archipel weitverbreitet. Man findet die Arten meist an feuchten Stellen beispielsweise entlang von Flüssen. Es gibt auch Gattungshybriden (Auswahl): ×Alpingera = Alpinia × Etlingera: Es gibt nur eine Art: ×Alpingera martinica : Sie ist in Kultur entstanden und eignet sich als Zierpflanze. Nutzung In der Familie der Zingiberaceae gibt es eine große Anzahl von Arten aus 47 Gattungen mit medizinisch nutzbarem Potenzial. Einige Arten werden, besonders in den asiatischen Küchen, als Gewürz verwendet, dabei besonders die Rhizome. Wenige Arten werden als Gemüse oder Salat gegessen. Mehrere Arten liefern Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Von vielen Arten werden Sorten als Zierpflanzen verwendet. Einige Gattungen mit Nahrungs-, Heil- und Gewürzpflanzen-Arten: Aframomum: Paradieskörner (Aframomum melegueta) Alpinia: Thai-Ingwer (Alpinia galanga) Amomum: Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) Amomum testaceum Boesenbergia: Chinesischer Ingwer oder Fingerwurz (Boesenbergia rotunda) Caulokaempferia: Caulokaempferia coenobialis : In der chinesischen Heilkunde genutzt. Cautleya: Cautleya spicata : Der Stängel wird als Gemüse gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Curcuma: Kurkuma (Curcuma longa ) Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza ): Die Droge (Curcumae xanthorrhizae rhizoma) wird aus dem Rhizom gewonnen. Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria ) Elettaria: Grüner Kardamom (Elletaria cardamomum ) Hedychium: Hedychium coronarium : Die knospigen und geöffneten Blüten werden gegessen und als Gewürz verwendet. Das Rhizom wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Aus der Zellulose wird Papier herstellt. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Die duftenden Blüten hat man abends bei sich. Hedychium gracile : Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet. Hedychium spicatum : Die Frucht wird gegart gegessen. Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Die ätherischen Öle sind Ausgangsstoffe für die Parfümindustrie. Das getrocknete Rhizom wird zum Räuchern verwendet. Kaempferia: Indische Gewürzlilie (Kaempferia galanga) Stahlianthus: Stahlianthus involucratus : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Zingiber: Ingwer (Zingiber officinale ) Zingiber purpureum : Sie wird in der chinesischen Heilkunde genutzt. Muschel-Ingwer (Zingiber zerumbet) In den Gattungen Alpinia, Cornukaempferia, Curcuma, Etlingera, Globba, Hedychium, Renealmia und Zingiber gibt es einige Arten, deren Sorten Zierpflanzen für tropische Parks und Gärten sind. Sorten weniger Arten werden in den gemäßigten Breiten als große Topf- oder Kübelpflanzen für Zimmer oder Wintergärten verwendet. Quellen Die Familie der Zingiberaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung) Die Familie der Zingiberaceae bei DELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung) Delin Wu, Kai Larsen: Zingiberaceae., S. 322–377 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung) Alan T. Whittemore: Zingiberaceae. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitt Beschreibung) Aktuelle Systematik der Familie, dargestellt in einem Symposium. Die Familie der Zingiberaceae beim National Museum of Natural History (NMNH) der Smithsonian Institution. W. John Kress, Linda M. Prince, Kyle J. Williams: The phylogeny and a new classification of the gingers (Zingiberaceae): evidence from molecular data. In: American Journal of Botany, Volume 89, 2002, S. 1682–1696: Online. Dhivya Selvaraj, Rajeev Kumar Sarma, Ramalingam Sathishkuma Phylogenetic analysis of chloroplast matK gene from Zingiberaceae for plant DNA barcoding., In: Bioinformation, Volume 3, Issue 1, 2008, S. 24–27, W. John Kress, M. F. Newman, Axel Dalberg Poulsen & C. Specht: An analysis of generic circumscription in tribe Alpinieae (Alpinioideae: Zingiberaceae). In: Gardens’ Bulletin Singapore, Volume 59, 2007, S. 113–128. Einzelnachweise Weblinks Zingiberaceae Resource Centre. Don Herbison-Evans, Christine Ashe: Zingiberaceae in Australia.
Hits: 95 | 16.05.2019, 17:50 #1 Wie verändern muslimische Reisende den Tourismus? FAZ - Frankfurter Allgemeine ZeitungSchon mal etwas von Halal-Reisen gehört? Keine Bevölkerungsgruppe wächst weltweit stärker als die der Muslime. Nun stellt sich die...
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
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Jedoch wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst und in die Dunkelheit ger�tst wird du sehen das es gut ist Freunde zu haben. ......Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, den sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn denn er wird dein Schicksal...Luna Herrin des OzeansStatus: OfflineRegistriert seit: 09.08.2005Beiträge: 20047Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:25 *sieht tehfi an*dasw�rencithn�tig geesen...Signatur~*~Luna Diana Darkstone von Atlantis~*~ YamiBakura Herrscher des SchattenreichesStatus: OfflineRegistriert seit: 18.05.2005Beiträge: 21540Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:27 Thiefer h�tte mich sonst genervtBranOh jaGute nacht MamaGute Nacht Papa*verschwindet*Signatur Du bist f�r das was du tust verantwortlich nicht andere. Jedoch wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst und in die Dunkelheit ger�tst wird du sehen das es gut ist Freunde zu haben. ......Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, den sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn denn er wird dein Schicksal...Luna Herrin des OzeansStatus: OfflineRegistriert seit: 09.08.2005Beiträge: 20047Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:28 Luna:wie genervt?Signatur~*~Luna Diana Darkstone von Atlantis~*~ YamiBakura Herrscher des SchattenreichesStatus: OfflineRegistriert seit: 18.05.2005Beiträge: 21540Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:29 ThiefWarum konnte ich Mama nicht nachts agenWarum hast du mich nicht geholt*l�chelt*AlsoDann gehen wir jetzt schlafenSignatur Du bist f�r das was du tust verantwortlich nicht andere. Jedoch wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst und in die Dunkelheit ger�tst wird du sehen das es gut ist Freunde zu haben. ......Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, den sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn denn er wird dein Schicksal...Luna Herrin des OzeansStatus: OfflineRegistriert seit: 09.08.2005Beiträge: 20047Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:31 *l�chet nur**nickt*Signatur~*~Luna Diana Darkstone von Atlantis~*~ YamiBakura Herrscher des SchattenreichesStatus: OfflineRegistriert seit: 18.05.2005Beiträge: 21540Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:33 *reicht ihr die Hand*Darf ich sie zu ihrem EBtt geleiten gn�dige Dame?Signatur Du bist f�r das was du tust verantwortlich nicht andere. Jedoch wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst und in die Dunkelheit ger�tst wird du sehen das es gut ist Freunde zu haben. ......Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, den sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn denn er wird dein Schicksal...Luna Herrin des OzeansStatus: OfflineRegistriert seit: 09.08.2005Beiträge: 20047Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:33 *l�chelt*wen nderherrr das w�nscht,kan ner das machen..*nimtm seine hand*Signatur~*~Luna Diana Darkstone von Atlantis~*~ YamiBakura Herrscher des SchattenreichesStatus: OfflineRegistriert seit: 18.05.2005Beiträge: 21540Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 17:36 *H�lt ihre Hand*+f�hrt sie zum Bett*Da w�re wirSignatur Du bist f�r das was du tust verantwortlich nicht andere. Jedoch wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst und in die Dunkelheit ger�tst wird du sehen das es gut ist Freunde zu haben. ......Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, den sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn denn er wird dein Schicksal... 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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Errichtung des Überwachungsstaates: Dieselhysterie nur vorgeschoben? › Jouwatch 15. November 2018 Brennpunkt 92 Die Überwachung genauer betrachtet - Foto: Pixabay Das ist ein sehr dicker, sehr anspruchsvoller Wälzer (von 1918 bis 1923, aus mehreren Bände bestehend), mit dem die Allerwenigsten irgendetwas anfangen können werden. Was soll das hier zur Sache tun? Nachdem Sie es ganz oder teilweise gelesen haben: Glauben Sie, dass das Abendland untergeht? Eher eine berechtigte Frage, Franke. Nicht jeder, der Spengler gelesen hat, glaubt an den Untergang des Abendlandes, so faszinierend Spengler auch sein mag. Die Liste hochrangiger Spengler-Kritiker ist lang. wiki nennt: Gogarten, Scheler, Cassirer, Heidegger, Popper, Musil… „Robert Musil bekannte am Ende einer vernichtenden Kritik, andere hätten nur deshalb nicht so viele Fehler gemacht, weil sie nicht die beide Ufer berührende Spannweite besäßen, um so viele Fehler darauf unterzubringen.“ Diese „Fehler“ könnte man sich im einzelnen anschauen. Sehr präzise Formulierung von Musil (wenn es seine ist): Fehler unterbringen… = für …etwas irgendwo [noch] den erforderlichen Platz finden = erreichen, dass etwas angenommen wird, Interessenten findet Das bedeutet: Es sind DIE FEHLER, die Interessenten finden sollen. „Erkenntnis und Interesse“ (Habermas, 1968, da ging es dann weiter, das sind alles Fortsetzungen des GLEICHEN). Die beiden wiki-Artikel („Der Untergang des Abendlandes“, „Oswald Spengler“) scheinen mir recht gut zu sein. Zwischen folgenden beiden Vorkommnissen dürfte ein direkter Zusammenhang bestehen: 1918: Spenglers „Untergang des Abendlandes“, 1. Band 1919: Gründung der „Fasci italiani di combattimento“ (= „Italienische Kampfverbände“) durch Mussolini wiki: „Nach der Germanistin Barbara Beßlich ging es Spengler darum, den Caesarismus, von dem er glaubte, er werde kommen, in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken, er wollte ihn „nationalistisch instrumentalisieren“.“ wiki: „Sein Ideal sah [Spengler] eher [als im NS] in Benito Mussolini verwirklicht, dem Diktator des faschistischen Italiens.“ „Spengler hatte in seiner Schrift das Heraufziehen eines neuen Cäsarismus PROGNOSTIZIERT, dessen Führer er in Mussolini sah.“ aus: Oswald Spengler – Der Untergang (SZ, 17. Mai 2010, 21:35 Uhr) Das ist halt die Frage, ob es sich bei diesem „Prognostizieren“ nicht um so ein sorosmäßiges Prognostizieren gehandelt hat. Dann hätten wir hier ein weiteres Beispiel für eine PARALLELAKTION. Auch „Der Untergang des Abendlandes“ von 1918 könnte eine Auftragsarbeit gewesen sein, wie schon „Das kommunistische Manifest“ von 1848. 1930: NSDAP gewinnt Reichstagswahl (dann ist DAS parallel zu Freuds „Unbehagen in der Kultur“, hatte ich zuletzt falsch geschrieben) 1933: Spenglers „Jahre der Entscheidung“ 1933: Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler „Spengler glaubt, trotz aller Verfallserscheinungen bestehe noch die Hoffnung der Aktivierung besagten Ur-Impulses, vor allem in den derzeit verschütteten Wikingerseelen der Bevölkerung Westeuropas.“ – aus: „Jahre der Entscheidung“ (wiki) Spengler hat seine Meinung also just in time geändert. Mit Hitler, dem Wikinger, kam für ihn „Hoffnung“ auf („hope“ bei Soros & Co). 1930: Auflösung des Reichstages; NSDAP wird zweitstärkste Partei bei Reichstagswahl. Dann ist DAS parallel zu Freuds „Unbehagen in der Kultur“, hatte ich zuletzt falsch geschrieben, dort hätte es heißen müssen: wird BALD „Reichskanzler“, nämlich 1933. Danke @Jouwatch-Modis, Ihr seid die Härtesten. But what is war … a tyranny That evil men conceive So sehr ich mir Ihre Kritik auch zu Herzen nehmen will; es will mir nicht recht gelingen. Mir ist völlig klar, daß in „Das Leben des Brian“ nicht Jesus verhöhnt worden ist, sondern das Bodenpersonal des Herrn. Da es mir hier um das Zivilreligiöse ging, schien mir ein zuweilen etwas biblisch anmutender Stil geeignet, den religiösen Aspekt der Feinstaubgläubigkeit herauszuarbeiten. Sollte ich dadurch Ihre religiösen Gefühle verletzt haben, so bitte ich hiermit vielmals um Verzeihung. Auch der unterstellten Erkenntnisarmut würde ich nicht in jedem denkbaren Fall vorbehaltlos zustimmen. Immerhin ging es um den Einfluß des Zeitverlaufs während der Debatte auf die Debatte, ein gerne übersehener Aspekt von Debatten generell. Daß es bei der Dieselhysterie gar nicht wirklich um den Diesel gehen könnte, da der Aufwand zu seiner Verbannung in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zu seiner tatsächlichen Schädlichkeit steht, verstärkt den Verdacht, daß der Diesel eine Monstranz ist, welche die Zivilreligiösen, im gottlosen Glauben fest, vor sich hertragen. und daß das ausgenützt wird von neugierigen Schlawinern, die gerne einen Überwachungsstaat hätten, weil sie genau wissen, daß sie einen brauchen werden. Außerdem wird dadurch wieder einmal klar, was der Unterschied zwischen Gott und einem Götzen ist. Erkenntnisarmut sieht anders aus. Gleichwohl hoffe ich, ob meines stilistischen Mißgriffs nicht Ihrer geschätzten Sympathie verlustig gegangen zu sein, verehrter Don Michele. – LGZ Max Ich versteh die Aufregung von 87% der Dieselfahrer nicht ganz. Das sind Fahrverbote mit Ansage VOR der BT-Wahl! Wenn ich die neuesten Umfrage sehe – Grüne bei 23 % (!!!) und 63 % wünschen sich, dass Merkel Kanzlerin bleibt, zweifle ich sehr an den kognitiven Fähigkeiten der Deutschen. WAS IST LOS mit Euch? Wie wäre es mit zivilem Ungehorsam, statt der Jammerei? Wir kaufen uns jetzt als Zweitwagen eine kleine Diesel. Die Fahrverbote gehen uns am A… vorbei – wir haben die Initiatoren nicht gewählt und werden auch mit dem Diesel die Fahrverbotszonen ignorieren. Wer will das denn kontrollieren? Die Ordnungsämter fühlen sich nicht zuständig, die Polizei hat bereits gesagt, dass nicht genügend Personal zur Verfügung steht, um Fahrverbote zu überwachen (gut, die sind auch den ganzen Tag im Asylheim beschäftigt) und die Verwaltungsgerichte sind eh schon kurz vor dem Zusammenbruch.. Des Weiteren kann nur ein Bußgeld verhängt werden, wenn man unmittelbar beim Fahren erwischt wird. Steht der Diesel auf einem Parkplatz, gibt es keine Handhabe. Wehrt Euch endlich und pfeift auf diese „Verbote““ Nur gemeinsam kann man so dieses System in die Knie zwingen! Wohl dann, laßt uns das Schauspiel genießen! Diesel gekauft? Dumm gelaufen! Ist die Karre eben nur noch die hälfte Wert, sei froh, dass die nicht ganz verboten werden und kein Ausfuhrverbot für die Gebrauchten besteht. Da kannste die umweltzerstörende Abgasschleuder nicht mal ins Ausland verkaufen. Du denkst über den Kauf eines Benziners nach? Na, da wäre ich aber vorsichtig denn der Gebrauch der Dinger wird spätestens in fünf Jahren so eingeschränkt werden, dass du den nur noch max. zum Weg zur Arbeit nutzen kannst. Aber nur für die kürzeste Stecke, Abweichungen werden geahndet und der Tacho kontrolliert. Sie arbeiten in der Stadt? Ganze Stadtgebiete werden für den motorisierten Verkehr gesperrt, es gibt Alternativen, gehen sie mehr zu Fuß oder fahren sie die lumpigen 100 km jeden Tag mit dem Rad! Da tun sie noch was für ihre Gesundheit. Was, sie wollen sich aufregen? Warum? Sie haben sich enteignen lassen denn ihre LVs sind nichts mehr Wert. Es gibt keine Zinsen mehr für ihren Zaster, das macht sie nicht an. Mehr als die Hälfte ihrer schwer verdienten Piepen nimmt ihnen der Staat ab aber das nehmen sie einfach hin. Also halten sie die Klappe und sehen sie zu wie sie zur Arbeit kommen der Staat braucht Kohle und davon eine Menge! Jepp! Aber die meisten sind nicht in der Lage, die Zusammenhänge zu erfassen und wählen diese Brut auch weiterhin (Gürn derzeit bei 23 % !). Manchmal denke ich, hier ist die größte Freiluftpsychiatrie der Welt. „Na gut, der Diesel ist nur eine eingebildete Pest“ – das können nur Ignoranten sagen. Fakt ist, dass bei dem Verbrennungsprozess Ruß entsteht. Angelagert am Ruß befinden sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKW). Das Problem der PAKW: sie wirken konzerogen. Daher hat die Automobilindustrie alles daran gesetzt, Rußfilter standardmäßig einzubauen. Was unterlassen wurde: ein Warnprogramm, das alle x tausend Kilometer darauf aufmerksam macht, das Rußfiltersystem zu tauschen. „Na gut, der Diesel ist nur eine eingebildete Pest“ – das können nur Ignoranten sagen. Wer Verbrennungsprozesse kennt, weiß, dass es eine Abhängigkeit gibt zwischen NOx und der optimalen Verbrennung (thermodynamischer Wirkungsgrad). Der thermodynamische Wirkungsgrad steigt mit höherer Brenntemperatur. Jedoch: mit höherer Brenntemperatur steigt auch der NOx- Anteil. Die Automobilindustrie hat alles daran gesetzt, durch selektive katalytische Reduktion den NOx Anteil zu vermindern; das geschieht durch – optimalerweise temperaturabhängige Harnstoff, das dem Abgas zugemischt wird. Diese darf jedoch nicht abgeschaltet werden! Zugegebenermaßen ist die Ermittlung einer optimalen Harnstoffmenge ein höchst komplizierter Rechenvorgang, in den Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit … eingehen. Ich las mal, ist schon einige Zeit her, dass ein Amerikaner Suizid begehen wollte auf die klassische Art. Also Garage zu-Auspuff-Schlauch-Innenraum. Er wurde nach einigen Stunden gefunden. Er war zwar Bewußtlos aber ansonsten i.O. Ein Sachverständiger sagte, bei den heutigen Abgaswerten der Motoren ist es schwer Suizid zu begehen denn die Motoren sind einfach zu sauber. Bin ich da einem Facke aufgesessen? Ehrliche Frage, ich bin kein Fachmann. 16. November 2018 um 8:42 Uhr Sehr gut und richtig geschrieben ! jetzt wirds aber langsam Zeit,dass die Schäfchen ihrem Hirten zeigen wo bei ihm die Wolle wächst ! Leider ist da der Zug schon abgefahren! Deutschland ist bereits nach Leibeskräften dabei sich selbst abzuschaffen! Die Satanisten und Teufelsanbeter ebnen sich den Weg zur absoluten Kontrolle und Macht. Mit einem solchen Dreck ist nicht zu spaßen … In einem kurzzeitigen Anfall von Masochismus schaltete ich gestern den Televerblöder an. Die Strafe erfolgte auf dem Fuße, Katrin Göring Eckardt ereiferte sich über Dieselabgase auf Kinderwagenhöhe …….. Ich dachte an die frohgemute Ankündigung von Nahles, “ jetzt gibt’s…“, und hätte sie gern höchstpersönlich ausgeführt! 16. November 2018 um 4:42 Uhr Was wenn sich kein Diesel Besitzer an das Fahrverbot hält ? Was wenn Autoclubs wie der ADAC Diesel Fahrer egal ob Mitglied oder nicht bis zur letzen Instanz verteidigen und zwar mit den besten Anwälten die man bekommen kann und die Gerichte mit Klagen überschüttet werden ? Was wenn die Politik, bei der Umsetzung der Grenzwerte einfach beide Augen schließt ? Was wenn der Bundeskanzler sich dann vor die Kameras stellt und behauptet das das Recht in diesem Punkt der Moral unter zu ordnen ist und man die ganzen Fahrverstöße auch gar nicht ahnden kann. Wenn sich ein Landesfürst hinstellt und den Mainstream Medien diktiert das die Diesel jetzt nunmal hier sind ? Erinnert euch das an was ? An die Zustände in Deutschland bei einem anderen Thema ? Mein Resümee, ist das illegale Flüchtlinge gefördert werden, und die illegalen Autos der Deutschen stillgelegt. Anders herum wäre es mir lieber !!! Das erstaunliche ist, dass die Automobilindustrie das alles mitmacht. Wie überhaupt von keiner Seite wirklich Protest kommt. Sind die deutschen Ingenieure auch schon völlig verblödet? Wo sind denn all diejenigen, die sonst i..er meinen, Ahnung zu haben. Man kann diesen ganzen Blödsinn doch nicht ernst nehmen. Deutschland auf de. Weg in eine Dystopie! Noch vor wenigen Jahren hätte ich über so Ideen ja noch gelächelt. Heute aber nicht mehr. Man muss davon ausgehen, dass man uns mit allem und jedem linken will. Man muss sich da richtig umgewöhnen, denn Menschen eine derartige Schlechtigkeit zu unterstellen und vor allem auf ihre perfiden Ziele zu kommen, ist manchmal gar nicht so einfach. Aber irgendwie ist es ja auch spannend. Vielleicht kann ich ja irgendwann eine zweite Karriere bei einer Widerstandtsbewegung starten und versuche dann mit einem Störsender bewaffnete Überwachugsdrohnen zum Absturz zu bringen. 16. November 2018 um 7:50 Uhr Unerträglich wie immer ,die gestrige ÖR-Vernehmung A.Gaulands durch die Großinquisitorin Margot Illner und Gehilfen.Ich erwartete jeden Moment dass ,die geladene Antifa von den Rängen stürzt ,und als Argumentationshilfe nach guter alter Manier und unter Jubel der anderen anwesenden“Demokraten“ auf den Delinquenten eindrischt.Einfach nur erbärmlich und ekelhaft. Ich kann mich mit dem nicht anfreunden. Ihr verfolgt doch auch internationale Politik, verfolgt Trump. Bohrt tiefer und verfolgt Q. Es gibt noch ganz andere Gründe für das kaputt machen unserer Schlüsselindustrie. 15. November 2018 um 22:28 Uhr Q aus James Bond? Geheimgruppe „Lebensstern“…. habe gedacht, ich lese nicht richtig. https://www.focus.de/politik/deutschland/lindner-will-an-die-macht-geheim-gruppe-lebensstern-fdp-und-gruene-bereiten-jamaika-comeback-vor_id_9916990.html Jaaa – die sog. Obrigkeit denkt und lenkt verzweigt und konspirativ. Das Trojanische Pferd ist im Bau, der Köder ist ausgelegt, die Michelinin solls schlucken. „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die Meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen J-C. Junker ( Ischias-geplagter ) Ja, für die wird es in der Tat kein zurück mehr geben, sie werden den Tag ihrer Geburt verfluchen…. Ich verstehe Ironie oft nicht aber ich will es mal versuchen. Der Diesel ist das Blut des Teufels. Der macht die Umwelt garantiert mehr kaputt als die Stromerzeugung durch Braunkohleverbrennung für E Autos. Jetzt im Ernst : Ich persönlich vermisse das gute alte verbleite Benzin. Das hat immer so schön gerochen bei der Verbrennung . Ähnlich geht es mir mit Terpentin und dem ganz alten Pattex. Durch diese ganzen Filter und Katalysatoren in den Autos kann man ja nicht mal mehr Selbstmord durch Auspuffgase betreiben. Wieder eine Möglichkeit weniger für die ganzen linken Zecken die mit ihren Depressionen bei den Psychiatern rumhängen. Oft haben diejenigen die im Leben noch nie eine Schüppe gehalten haben den größten Burn-Out. Sitzen gerne auch im Bundestag auf den linken Bänken und wollen Menschen die durch harte Arbeit sehr lange auf ein Auto gespart haben , durch dämliche Entscheidungen ihre Mobilität wegnehmen. Selber hat man ja den Fahrdienst. ,,Jetzt im Ernst : Ich persönlich vermisse das gute alte verbleite Benzin. Das hat immer so schön gerochen bei der Verbrennung . Ähnlich geht es mir mit Terpentin und dem ganz alten Pattex,, Alldeer laß Dir gesagt sein,Du bist süchtich! Sie werden sich wundern, was die KAT`s an Material in die Umwelt „verlieren“. Die Metalle verbreiten sich schön gleichmäßig in der Umwelt, seeehr gesund sind die aber nicht wirklich. Die Nebenwirkungen können Sie gerne mal recherchieren,…. Auf allen Ebenen wird der Krieg gegen die indigene Bevölkerung geführt, sozusagen asymetrisch,…. Infrastruktur, Energiemarkt, Wohnung u. Soziales, DM zum EURO, Nullzins, Autofertigung (Industrie), Logistik, Schuldenunion, “ Migration“, Grenzverlust, Innere Sicherheit,…….., aber sie werden den Krieg nicht gewinnen, das weiß ich seit 1992,…. wird sehr lustig werden, nur nicht für die. Gegenmittel: CCPCG, steht auch drin: Daher verneint die Konvention für den Völkermord in ihrem Artikel IV ausdrücklich jedwede Form der Immunität. Damit können auch Staatsoberhäupter, Regierungschefs und sonstige Politiker und Beamte wegen Völkermords bestraft wer-den, selbst wenn sie noch im Amt sind. Wer soll die bestrafen,…? kennen Sie GVG § 120, 8.? Mit dem ist das Bestandteil des „deutschen Rechts“. UND, wer soll die bestrafen,…? 15. November 2018 um 21:51 Uhr dafür gibt es den Instanzenzug Wer ist das, kennen sie den??? Welche Person(en) wird (werden) das machen, umsetzen.? mutige, aufrichtige Die werden Sie in der atomisierten Sozialstruktur aber kaum finden, die Vereinzelung, auch Selbstfindung genannt, wurde von langer Hand geplant. Der Egoismus hat die europäische Kultur mehr oder weniger zerstört. Politisch alles so gewollt, Einzelkämpfer sind N..i, oder Verrückte, mit denen sich kein „normaler“ Guter identifizieren wird. da kennich schon welche, und die sind auch nicht in der „Reichsbürgerszene“. Übrigens: Menschenrecht auf Frieden – Luarca 2006, Artikel 11 Sehen Sie es bitte mal so, kein Mensch, auch keine Gruppe von Menschen wird offen, die zum Teil unbekannten global agierenden Gegner ( keine Politiker ) angreifen und festsetzen können, weil sie 1. keine Macht, 2. keinen Rückhalt in der Gesellschaft, Justiz und Exikutive, 3. international keine Unterstützung haben. Also bleibt meine Frage unbeantwortet. selbst das Römische Reich ist an Dekadenz untergegangen. Und wenn man in Angst und Selbstzweifel versinkt, darf man am Besten morgens erst gar nicht aufstehen. Bewundern Sie nicht den Mut der Demonstranten, die zu Demos gehen, selbst wenn sie Anst vor der Antifa haben? Den der AfD-Parlamentarier? Und um was geht es denn? Um unser aller Zukunft, um die unserer Kinder, um die unseres Kotinents. Sind die es nicht wert, Ängste zu überwinden und seinen Teil beizutragen, auch wenn der Ausgang ungewiss ist? Ich halts da mehr mit Margret Mead: „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“ Punkt 2 ist entscheidend. Wir, keiner wird mehr was tun können. Ist zu spät. Das war in der DDR so und ist im China fast perfekt. Schon jetzt werden regelmäßig Example statuiert, siehe AfD. Weiß man, wie viele Menschen schon ihre Arbeit wegen der AfD oder Pegifa verloren haben, wie viel Sachbeschädigung, wie viele körperliche Übergriffe durch die linke SA? Beamte brauchen sich schon gar nicht an Protesten beteiligen… Ich will nicht hoffnungslos sein, doch es ist nach 12.00. Letztens sagte eine ältere Dame auf einer Veranstaltung bzgl. Migrazionspakt, wir Arbeitnehmer sollten mal einen Tag „Pause“ machen. Recht hat sie! Doch 13 % reichen nicht. Es GI g darum, wer den Spaß eigentlich bezahlt im Land… Was hat sich 1992 ereignet? in der Tat,… Etwas für mich am Anfang sehr , sehr Unangenehmes, ein Trauma, welches dann zum Glück meine „Realitäts“wahrnehmung extrem erweitert hat, also Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren und untereinander sich in der Not helfen. VFB-Stuttgart wurde deutscher Meister? 🙂 Wirklich interessant. Besonders, dass Sie sicher sind, dass die anderen nicht gewinnen werden. Lassen Sie uns teilhaben an Ihrem hoffentlich begründeten Optimismus. Schauen Sie, dieser Krieg ist anhand von Computermodellen durchgerechnet worden, aber Modelle erfassen nur die Kriterien die der Programmierer eingibt,… ;-D Ich glaube auch das ganz andere Mächte hinter dieser Masseneinwanderung stehen als Merkel & Co. Schätze mal das sie so etwas in der Art meinen Herr Lehmann oder ? Jep…, es gibt in der Mathematik den Begriff der “ Ableitung „,.mit deren Hilfe sie Probleme lösen können, die anders nicht so einfach lösbar wären. Betrachten Sie bitte unsere „Realitätsebene “ einfach mal als ein nicht so einfach lösbares Problem, von einer anderen höheren Ebene sieht das ganz anders aus, klingt sehr abstrakt, aber es gibt Individuen die das begrenzt erkennen können. Da ist der Gedanke nahe liegend, gewisse Mächte zu postulieren, die gewisse unheilvolle Ziele verfolgen und die meinen, sie können diesen Krieg gewinnen. Nur das Dumme ist,es gibt “ Ableitungen “ Xten-Grades, die sie halt nicht mehr nachvollziehen können, ohne ähm, durcheinander zu kommen. So etwas wie jetzt habe ich auch noch nie erlebt. Der Hass aufeinander. Der tiefe Graben und Riss in der Gesellschaft. Keine Mitte mehr. Nur noch Links oder ab der Mitte ja schon Rechts. Klar gab es mal Wirtschaftskrisen oder die Demonstrationen damals gegen den NATO Doppelbeschluss. Auch Zeiten des Extremismus in den 70 ern. R.A.F. Spannende und auch historische Ereignisse wie zum Beispiel die Wiedervereinigung. Aber das was jetzt abgeht hat eine andere Qualität. Eine sehr Bedrohliche .Man merkt richtig das es um die nackte Existenz geht. So ist zumindest meine Wahrnehmung der Dinge. Sehen Sie, die Zeit ist ein Faktor der sehr wenig beachtet wird. Was noch seltsamer ist, dass Zeit einen eigenen Geschwindigkeitablauf besitzt. Sogesehen wissen unsere speziellen Freunde, dass sie den Krieg gar nicht gewinnen können, weil, das Endergebnis steht schon lange fest, glauben aber allen Ernstes sie könnten die Zukunft nach ihren Vorstellungen gestalten,…. ich schmeiss mich weg vor lachen. Albert Einstein hat das mit der Unendlichkeit schön (kryptisch verpackt) ausgedrückt,… Jede Diktatur geht irgend wann unter. Die Frage ist nur, wie lange wir noch darauf warten müssen. Wenn Sie meine Kommentare etwas verfolgt haben, sollten Sie einen kleinen Einblick bekommen haben,… Ich würde auch gerne diesen Optimismus teilen,die Realität stellt sich doch etwas anders dar Wie Sie meinen,… Die Überwachung wegen der Einwanderer ? Glaube ich nicht, weil es dann viel einfacher wäre, auf die Einwanderer zu verzichten. Wenn Überwachung, dann die der Einheimischen, weil man so auch die Kritiker besser überwachen kann. Die Einwanderer sind da auch nur Mittel zum Zweck. Die braucht man der Kriminaltät wegen um wieder Überwachung zu rechtfertigen. Deshalb werden die weder abgeurteilt noch abgeschoben. Wir werden schon bald froh sein, um jede Kamera im öffentlichen Raum. So einfach ist das. Jedes neu verkaufte Radio hat laut EU Vedrordnung eine Internet Schnittstelle. Das was uns als Luxus Zusatzangebot verkauft wird hat nur den Sinn uns besser Überwachen zu können. Es ist alles aber kein Luxus !!! Das ist der Sinn des DAB-Radio’s. wer hilft mir bitte mal,ich bekomm keine ,,Brücke geschlagen,, vom Diesel zum Überwachungsstaat. Wenn das System die Fahrverbote effektiv überwachen möchte, dann kommt es um eine massive Überwachungsmaschinerie nicht herum. Würden ohne Dieselgate plötzlich jede Menge Kameras, Scanner etc. verbaut, fiele das auf. Auch das System braucht ein „Alibi“ Aber seit gestern ist die „Diesellüge“ in Stern TV durch einen Lungenfacharzt aufgeflogen. (Pi-News) Vielleicht klappt es dann nicht mit dem Alibi für das System. 🙂 Die Kameras und Erfassungsgeräte stehen bereits und sind „Einsatzfähig“ Ummfassende Datensammlung ist bereits jetzt schon möglich. Die rechliche Grundlage zur Verfolgung steht lediglich noch aus. Brauchen wir rechtliche Grundlagen? Die illegale Einwanderung läuft seit über 3 Jahren und es gibt noch keine rechtliche Grundlage. Wen interessieren denn Gesetze? Diese ReGIERung doch offensichtlich nicht. jau, wenns im Stern-TV kommt, dann könnte auch eine GRÜNININ vielleicht eher mal ROT sehen, sich einen Schnaps gönnen und endlich mal BLAU werden…:-D 16. November 2018 um 2:14 Uhr Mir wäre lieber, sie würden ein paar Jahre Bleu machen. Oder sich einen Blaumann anziehen. Natürlich nur mit Markennamen. Verdammt, die wissen ja nicht, wozu der da ist. Ach was, der Arzt wird nie wieder ins TV eingeladen und die Schlafschafe vergessen das ganz schnell wieder. Unterstützt wird das Ganze mit der Aussagen einiger „Experten“ und schon ist die Angst vor dem Diesel wieder da. Ehrlich gesagt habe ich weniger Angst vor einem Diesel als vor einem illegalen Einwanderer. Im Übrigen ist der Grenzwert am Arbeitsplatz 10 x so hoch wie der an einer Straßenkreuzung. Am Arbeitsplatz halten sich die Meisten mindestens 8 Stunden auf, an der Straßenkreuzung nur wenige Minuten (wenn man nicht gerade dort arbeitet). Damit sich etwas bewegt an der Petition gegen die DUH teilnehmen. man,so kompliziert machen die das mit der Überwachung? die können das doch genauso stramm durchziehen,wie mit der Umvolkung ,öhm Grenzöffnung. Man muß doch nur ,wie in der Werbung etwas suggerieren und die richtigen Hebel oder Knöpfchen bei den Schlafschafen drücken. Angst,Gier sind da sehr gebräuchlich. oder gabs einen großen Aufschrei,als die Kanzlerette abgehört wurde,von ,,unseren Freunden,,? bin mir sicher,daß ebend diese Freunde hier auch mitlesen und alles abspeichern. evtl.haben die schon das ein oder andere Dossier über einige Foristen angelegt. oder woher weiß Erdoghan z.B. welche Staatsfeinde sich in Anatolien aufhalten,was meinst Du? Bei der Überwachung sind auch Linke aufmerksam, siehe Demos gegen das Polizeiaufgabengesetz. Könnte sie ja selber treffen, vor allem die SUV-fahrenden Biokomposti. 🙂 hahaha, man kann halt nicht überall vermummt rumlaufen, ohne aufzufallen ( schrieb man früher so ) Doch: in der Burka. China macht es vor. Kameras und Erfassung sämtlicher Verkehrsteilnehmer, natürlich nur um den bösen Dieselfahrer zu erwischen, um ihm bei Verstoß noch mehr Kohle rauben zu können oder England,in jeder Straße Ü-Kameras oder bei uns in jeder Stadt, im Geschäft und im Zug – oder auf der Autobahn…einfach mal in der City nach oben schauen und auf Kameras achten So ne art alexa für die straßen 😉 da hab ich auf YT schon so manche Dinge gesehen….grausig Ich trau ja nicht mal mehr den rauchmeldern in der wohnung 😜….Aber keine angst, einen aluhut hab ich nicht auf 😂 hör mir den Dingern auf! da entfern ich die Batterien und was ist? Das Ding piept und blinkt immer noch! genauso der Reciever ziehst den Stecker raus und das Ding blinkt immer noch! Big brother is watching you !☻ Spooky !☻ Stichwort EMobilität. Wären die Deutschen führend bei der Elektromobilität, so hätten die Grünen längst ein Verbot für Elektroautos erlassen. Im Fall der Elektroautos sogar mit guten Grund, denn die bis zu 600 kg schweren Akkus sind hochgradig umweltschädlich. Ja – und womit werden die betrieben? Mit Kohle und Atom! Und dabei entsteht 70% ungenutzte Abwärme. Beim Verbrennungsmotor kann die Abwärme für die Heizung des Fahrgastraums genutzt werden. und für den Treibhauseffekt! Dafür sind die Deutschen führend in der Selbstaufgabe. Sonst geht gar nichts mehr. Mady in Germany ist der Lächerlichkeit preisgegeben. Wir kriegen ja nicht mal mehr einen Flughafen gebaut. Aber Frauen mit Dödeln dürfen aufs Männerklo. Wenn der Flughafen eine gewisse Größe hat, dauert es halt länger,… ;-D war da nicht noch was mit Überflugrechten und Genehmigungen, von gewissen Seiten verweigert, auf Grund Sanktionen gegenen selbige?
de
q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
IFA-Fachbesucherführung informiert am KOMSA-Stand über „Healthcare, Fitness & Activity“ - KOMSA Kommunikation Sachsen AG IFA-Fachbesucherführung informiert am KOMSA-Stand über „Healthcare, Fitness & Activity“ Im Rahmen der Fachbesucherführung „Healthcare, Fitness & Activity“ können sich interessierte Händler während der IFA bei KOMSA über Produkte informieren, die die Fitness und Gesundheit fördern. Der Stand des sächsischen ict-Dienstleisters ist Teil des von der IFA organisierten, rund zweistündigen Rundgangs, der vom 2. bis 7. September täglich stattfindet und sich speziell an Fachbesucher richtet. Guides führen die Teilnehmer zu drei bis fünf Messeständen, die von der IFA ausgewählt wurden. Auf dem KOMSA-Messestand (Halle 4.2, Stand 110) präsentieren sich zahlreiche Industriepartner - darunter auch Hersteller, die Produkte in den Bereichen Healthcare, Fitness und Activity anbieten. Im Rahmen der Führung gibt KOMSA den Fachbesuchern einen Überblick über die Trends und Produktneuheiten und stellt verschiedene Fitnesstracker, Smartwatches sowie Bluetooth-Blutdruckmessgeräte und digitale Waagen vor, die sich für die Consumer-Vermarktung eignen. Voraussetzung für die Teilnahme an den kostenfreien Führungen, die an allen Messetagen stattfinden werden, ist der Besitz eines Fachbesuchertickets. Die geführten Rundgänge finden auf Deutsch und auf Englisch statt, über Headsets ist eine problemlose Verständigung sichergestellt. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Fachbesucher pro Führung begrenzt. Interessierte Händler können sich tagaktuell im Fachbesucherzentrum am Eingang Süd der Messe Berlin anmelden. weitere Informationen zum IFA-Messestand von KOMSA Dieser Artikel ist folgenden Kategorien zugeordnet: KOMSA, IFA, Dienstleistungen, Events, Konzernbereich "Systems & Solutions", Tochtergesellschaften, KOMSA NordWest, w-support.com, KOMSA Data, Warenwirtschaftssystem easyfilius, Allgemeine Information, KOMSA Solutions, Repairservice, Marketing-Aktivitäten, KOMSA Systems, aetka, Fachhandel
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q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
ILI News am 10. März 2019 Israeli will Ebergeruch veröden Wenn die Schaumkresse blinzelt Asthma verursachende Blutzellen könnten helfen, Darmkrebs zu bekämpfen Der lange Weg des Steines aus Massada Erster internationaler Flug landet am Ramon Airport Hotels in Eilat: Mehr Pendler aus Jordanien Internet der Dinge wächst rasant Israel eröffnet Markt für Importe: Landwirte sind besorgt SPD aus der Pfalz zu Besuch bei der Startup-Nation NRW-Wirtschaft sucht Anschluss im Heiligen Land Selbstverständlich viel erwarten macht glücklich Neue App für israelische Musik Für syrische Flüchtlinge in Griechenland ist Israel nicht mehr der Feind "Nir" - ein ganz normaler Israeli aus einer ziemlich coolen Stadt Israel hat schon 1961 eine Rakete ins All geschickt Kindersoldaten in Gaza: ZDF Fauxpas zeigt große Ahnungslosigkeit Hamas: Futtern wie in Israel Arabischer Journalist: "Atombombe auf Israel? Ist mir egal!" Meisterleistungen Deutscher Israelberichterstattung Israelischer Bundesligaprofi antisemitisch beleidigt Zur Ferkelkastration heißt es jetzt in einer Fachzeitschrift für Bauern: Ist Lasertechnologie aus Israel die Lösung? Ori Weisberg, Spezialist für Lasertechnik in der Humanmedizin aus Israel, ist der Ansicht, dass Ebergeruch mithilfe von Laserbestrahlung unterbunden werden kann. Laut dem Bauernblatt für Schleswig-Holstein und Hamburg sagte er, sei es möglich, die Leydig´schen Zellen, die für den Ebergeruch verantwortlich sind, zielgerichtet zu veröden. Der Laser arbeite dabei mit nur wenig Energie. Er habe ihn in einem Selbstversuch auf seine Hände ausgerichtet und keinen Schmerz verspürt, berichtete Weisberg. Die Strahlung wirke selektiv am Zielgewebe. Pro Tier würde die Prozedur ein bis zwei Minuten dauern. Allerdings stecke die Methode noch in den Kinderschuhen und einen Prototypen für den praktischen Einsatz gebe es auch noch nicht. (topagrar) TS Prof. Avihai Danon von der Abteilung Pflanzen- und Umweltwissenschaften und Prof. Uri Alon von der Abteilung Molekulare Zellbiologie am Weizmann Institute of Science haben getestet, ob die Photosynthese proportional zur Sonnenlichtintensität gleichmäßig zunimmt. Zu ihrer Überraschung sahen sie ein "Hin und Her"-Muster, vergleichbar mit dem menschlichen Blinzeln. Anstatt bei ansteigendem Licht stetig zu steigen, stieg die Fluoreszenz der Arabidopsis thaliana (Acker-Schmalwand) bei jedem Schritt für kurze Zeit an und fiel dann wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück. Jedes Mal war die Spitze kleiner als im vorherigen Schritt. "Pflanzen behandeln die Photosynthese auf eine vorsichtige Art und Weise, die kurzfristig die Effizienz für die langfristige Stabilität einschränkt", sagte Danon. "In gewisser Weise" erfasst "die Photosynthesemaschinerie die Umgebung und nimmt rasch Änderungen an der Menge an Licht vor, bevor die Situation außer Kontrolle gerät, anstatt ihre Aktivität unkontrolliert zu steigern, bis sie Schaden erleidet." (israel21c, sciencedirect) EL Weiße Blutkörperchen im Zusammenhang mit Allergien und Asthma können genutzt werden, Krebszellen zu zerstören. Das zeigt eine Studie für Mikrobiologie und klinische Immunologie von Prof. Ariel Munitz von der Sackler School of Medicine der Universität Tel Aviv. "Eosinophile sind weiße Blutkörperchen, die stark destruktive Proteine ausscheiden", sagte Munitz. "Sie haben möglicherweise eine evolutionäre Rolle bei der Bekämpfung von Parasiten gespielt. Aber jetzt, wo die meisten Menschen, besonders im Westen, gute Hygiene mit wenig Parasiten genießen, sind die Eosinophilen zu zerstörerischen Wirkstoffen geworden, die Allergien und Asthma verursachen. Unsere neue Forschung hat die Theorie aufgestellt, dass Eosinophile, da sie Parasiten abtöten und Lungenschäden bei Asthmapatienten verursachen können, eine Rolle bei der Krebsbehandlung spielen und Tumorzellen abtöten könnten." Das größte Eosinophilen-Reservoir befindet sich im Verdauungssystem, weshalb die Forscher ihre Theorien zum Darmkrebs testeten. In der ersten Forschungsphase wählten sie Proben von Tumoren von 275 Patienten aus, um die Anzahl der Eosinophilen in einem Tumor im Vergleich zum Stadium und der Schwere der Erkrankung zu bestimmen. "Wir fanden heraus, dass die Erkrankung umso geringer ist, je mehr Eosinophile im Tumor vorhanden sind, was eine eindeutige Korrelation darstellt", sagte Munitz. Verschiedene Mausmodelle für Darmkrebs zeigten, dass Eosinophile starke Antitumoraktivitäten aufweisen und Tumorzellen direkt abtöten können. "Wir haben auch herausgefunden, dass Eosinophile, wenn sie durch ein Protein namens IFN-gamma aktiviert wurden, eine noch stärkere Tumorabwehrreaktion induzierten", erklärte Munitz. (israel21c) EL Bis zu 1 Mio. israelische Internetseiten, darunter auch von großen Banken und Telekommunikationsunternehmen, wurden gehackt. Die betroffenen Seiten waren nur für kurze Zeit offline und wurden durch den Text "Jerusalem ist die Hauptstadt von Palästina #OpJerusalem" ersetzt. Ran Bar-Zik, ein Entwickler von Verizon Media, half, den Cyberangriff zu stoppen. Er kritisierte die Nutzer wegen ihrer "unglaublichen Fahrlässigkeit in Bezug auf Warnungen, die in der letzten Zeit ausgegeben wurden." Er fügte hinzu: "Der Staat Israel, die Cyber-Nation, kam noch gut davon. Die Hacker hätten statt bloßen Vandalismus Schäden in Milliardenhöhe verursachen können." (Israelheute) KR Die Jerusalem Post berichtete auf Seite 1 von einem Felsbrocken, der vor 35 Jahren aus der Wüstenfestung von Massada im Süden des Landes gestohlen worden war. Am Dienstag traf das Päckchen mit der simplen Anschrift "Mount Masada, Southern Israel" bei Offiziellen der touristischen Stätte ein. "Ich nahm diesen Felsen von der Festung Massada, als ich vor 35 Jahren ein junger, dummer Reisender war", schrieb der anonyme Absender aus Neuseeland. "Ich möchte mich jetzt entschuldigen und das Stück an seinen rechtmäßigen Ort zurückschicken, da ich seine historische und spirituelle Bedeutung erkannt habe. Tut mir sehr leid. Shalom." Das Paket war 2016 abgeschickt worden und traf Ende Februar 2019 an seinem Bestimmungsort ein. Der Arbeiter, der den Brief erhielt, sagte in seinem Bericht, es sei aufregend gewesen, das Paket in Empfang zu nehmen, demonstriere dies doch, dass es immer noch Menschen mit moralischen Werten gebe. Jede Medaille hat aber auch seine Kehrseite. Die Geschichte wirft ein recht negatives Licht auf die Qualitäten der israelischen Post, die das Paket erst nach dreijähriger Irrfahrt auslieferte. (tachles, JPost) TS Vor zwei Monaten ist der neue Flughafen im südlichen Israel offiziell eröffnet worden - jetzt wurden die ersten internationalen Linienflüge abgefertigt. Ryanair FR1916 kam zuerst aus dem polnischen Poznan am "Ilan and Asaf Ramon International Airport" (ETM) an (hier auf Flightradar24.com), kurze Zeit später folgte eine weitere Maschine der Billig-Airline aus Prag. Der neue Flughafen von Eilat wird die zivilen Flüge des City-Airports in Eilat (von wo aus fast ausschließlich Inlandsflüge abgefertigt werden) und des Militärflughafens Uvda bündeln. (Austrianaviation) KR Das Königreich Jordanien und Israel unterzeichneten eine Vereinbarung zur Erhöhung der Quote der jordanischen Hotelangestellten, die täglich zur Arbeit nach Eilat fahren. "Daily Jordanian Hotel Workers" ist ein Projekt, das wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit verbindet. Damit erhöht sich die tägliche Quote der Jordanier, die in der Hotelbranche von Eilat arbeiten, um 500 zusätzliche Arbeiter auf 2.000. (gov.il) EL Die anti-israelische Boykott-, Divest- und Sanktionsbewegung (BDS) erlitt einen Rückschlag, als Papst Franziskus die Investition von Geldern des Vatikans in israelische Startups genehmigte. Ein Vertreter des Investmentfonds des Vatikan, Dickson Doll, sprach auf der Investorenkonferenz Axis Tel Aviv und diskutierte mit einer Reihe israelischer Unternehmen über Investitionsmöglichkeiten. Zu den örtlichen Startups, die vom Vatikan angesprochen wurden, gehörte Air Doctor Ltd. Mit der Online-Plattform können Benutzer von überall her professionelle medizinische Hilfe rufen. Auf der Liste standen auch FruitSpec, mit dem Landwirte genau die Ernteerträge vorhersagen können, und EyeControl, ein System, das Menschen mit ALS und anderen schwächeren Erkrankungen die Kommunikation mit Angehörigen ermöglicht. (Israelheute) TS Bis 2030 wird es mehr als 125 Mrd. IoT-Geräte ("Internet of Things") geben - eine innovative Technologie, die alles um uns herum mit dem Internet verbindet. AutoTel - אוטותל hat Autos, die Sie wissen lassen, wo sie geparkt sind, Prisma Photonics macht Straßen und Stromleitungen intelligent, und Quickwy bietet eine schnelle mobile Self-Checkout-Funktion in den Geschäften. Die IoT-Szene ist so groß, dass Investoren aus aller Welt neue israelische IoT-Startups prüfen und Forschungs- und Entwicklungszentren in Israel einrichten. (israelmfa) EL Die israelische Regierung hat am 1. Januar 2019 den Milch-Markt für Importe geöffnet. Bereits im Oktober zuvor unterzeichnete die israelische Regierung eine Vereinbarung mit Landwirten, die die Milchindustrie in den nächsten 10 Jahren regeln wird. Während die Vereinbarung eine Senkung der Einfuhrzölle vorsieht, wird auch ein Rückgang der Rohmilchpreise erwartet. Der Milchviehhalter Jonathan Amir ist skeptisch: "Unsere Regierung will uns wettbewerbsfähiger machen, indem wir Importen die Türen öffnen. Ich glaube nicht, dass sie uns schaden wollen, aber wir sind besorgt über eine Flut von Billigimporten, die unsere eigenen Preise schädigen." (dairyglobal) KR Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, ist mit SPD-Bundestagsabgeordneten zu einer sechstägigen Delegationsreise der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Israel und in die palästinensischen Gebiete gereist. Bei der Reise sollte es um wirtschaftliche Fragen gehen. Israel sei derzeit eines der spannendsten Startup-Ökosysteme weltweit, so Schweitzer. Wer verstehen wolle, wie Israel innerhalb weniger Jahre zu einer "Startup Nation" wurde, müsse den intensiven Austausch vor Ort suchen. "Führende deutsche Unternehmen setzen bereits heute auf die israelische Ideenschmiede. Deutsch-israelische Kooperationen sollten künftig weiter ausgebaut werden." (pfalz) KR Eine Unternehmer-Delegation aus Nordrhein-Westfalen ist in Israel unterwegs. Auch Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) traf in Tel Aviv ein. Beim Abendessen erzählten die Besucher dem Minister von einer Reise nach Be'er Scheva, einem einstigen Beduinendorf in der Negev-Wüste. Die dortige Ben-Gurion-Universität ist die Keimzelle des digitalen Wirtschaftswunders, das Israel gerade erlebt. In unmittelbarer Nähe arbeitet auch die bei Hackern berüchtigte Einheit 8200 der israelischen Armee, die als Pendent zur amerikanischen NSA gilt. Der "Unit 8200" sagt man nach, sie sei mitverantwortlich für den Computervirus Stuxnet, der 2010 dafür sorgte, dass sich Uran-Zentrifugen selbst zerlegten und damit das iranische Atomprogramm um Jahre zurückwarf. Diese Nähe von Militär und Forschung ist seit einigen Jahren für IT-Giganten aus aller Welt so attraktiv, dass sie Teile ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nach Israel ausgelagert haben. (wdr) KR Der Psychologe Sivan George-Levi der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan hat in einer Studie zahlreiche Paare zu ihren Erwartungen an Partner und Beziehung befragt - und zu ihrer Zufriedenheit in der Partnerschaft. Die Teilnehmer waren über 50 und alle bereits seit mehr als 20 Jahren zusammen. Seine Erkenntnis: Der maßlose Anspruchstyp, für den kein Partner gut genug ist, und der unterdrückte Typ, der sich selbst für viel zu schlecht hält, sind in ihrer Beziehung meist unglücklich und machen auch ihre Partner nicht glücklich, während Menschen, die viel von ihren Partnern erwarten und das für selbstverständlich halten, sowohl sich, als auch ihre Partner glücklich machen. (brigitte) KR Ganz langsam bahnt sich der Frühling seinen Weg... wer auf der Suche nach Songs ist, um sich bereits auf die wärmere Jahreszeit einzustimmen, kann mit der neuen App #Shiri, kostenfrei mehr als 40.000 israelische Lieder hören. (israelzwischenzeilen, jpost) EL Ausgerechnet während des Pessachfestes im April, an dem die Juden des Auszugs aus Ägypten unter Moses und der biblischen Plagen gedenken, soll Israel von einer riesigen Heuschreckenplage getroffen werden. Denn gewaltige Heuschreckenschwärme hätten sich in den letzten Monaten im Nahen Osten und in Nordafrika gebildet. Nun warnen Experten der UNO davor, dass die "Locust-Pest", wie die Plage auf Englisch heißt, vom Roten Meer kommend, sich möglicherweise über ganz Israel verbreiten könnte. Die BBC berichtete 2013 von einer kleineren Plage in Israel, wobei man dort eine ungewöhnliche Methode gefunden habe, die Heuschrecken abzuwehren. Vor allem jemenitische Juden betrachten die laubfressenden Fluginsekten gegrillt als eine Delikatesse, wie man ihren Kochbüchern entnehmen kann. (twittersmash, Fokus) TS In Lesbos gibt es eine israelische Schule für syrische, iranische, irakische und afghanische Flüchtlinge. H., 20 Jahre, ist aus Aleppo. Er lebt in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos als einer von 60.000 syrischen Flüchtlingen in Griechenland, von denen 14.000 auf den griechischen Inseln leben. Er erzählt: "Mein ganzes Leben lang, während meiner ganzen Kindheit in syrischen Schulen, wurde mir beigebracht, dass die Israelis der Feind sind. Als ich mich der griechischen Küste nähere, sah ich als Erstes den Davidsstern auf den Hemden der Israelis, sie halfen mir aus dem Wasser raus und stellten mich auf den Boden." Die Helfer von IsraAID und Hashomer Hatzair kamen 2015 auf die Insel, als täglich Tausende von Menschen ankamen. Heute sind die Israelis die letzte organisierte Einrichtung, die humanitäre Hilfe auf der Insel leistet, neben einem von der Europäischen Union und den griechischen Behörden finanzierten Gemeinschaftszentrum für Einzelpersonen. Der israelische Einsatz ist Teil eines Plans zur Revolutionierung des Konzepts von "Tikkun Olam" und der jüdischen Freiwilligenarbeit auf der ganzen Welt. (ynet) EL 1959 wurde er in Jerusalem geboren. Er diente sechs Jahre in der Fallschirmjäger-Brigade der israelischen Armee (1977-1983). Danach studierte er Informatik und BWL an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1988 gründete er eine auf Antivirus-Software spezialisierte Softwarefirma. Und in diesem Bereich verdiente er auch sein Geld. Rund 10 Jahre war er Bürgermeister von Jerusalem: Nir Barkat, der auf der Likud-Liste weit oben steht, ist laut einer aktuellen Meldung von Forbes Israel mit einem geschätzten Vermögen von NIS 500 Mio. der reichste Politiker Israels. Das wäre keine Meldung wert, wenn wir ILI- Redakteure nicht selbst in Jerusalem erlebt hätten, wie tiefenentspannt sich Nir (damals noch als Bürgermeister auf einem Stadtfest) mit allen Leuten unterhalten kann: Über Stress mit Behörden, Probleme mit dem Nahverkehr oder fehlende Hausnummern. Die einzigen beiden Uniformträgerinnen waren privat da. Selbst die politischen Gegner respektieren ihn. Barkat hat 2018 nicht mehr als Bürgermeister kandidiert: "Ich habe mich entschieden, dem Land auf nationaler Ebene zu dienen". Ein kluger, ruhiger, skandalfreier Realpolitiker mit einer gediegenen Bilanz: Nicht die schlechteste Voraussetzung für ein hohes Amt im Staat. (globes, haaretz) EL Die Nachrichtenagentur Shehab berichtet, dass Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten eine Erklärung der Union der arabischen Parlamente ablehnten, in der gefordert wurde, den Normalisierungsprozess mit Israel zu stoppen. (mena-watch) EL Eine vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission hat ihren Bericht zum "Großen Rückkehrmarsch" der Palästinenser und der israelischen Reaktion darauf vorgelegt. Wie nicht anders zu erwarten, wird der jüdische Staat schwerster Verbrechen bezichtigt, während die Dominanz von Terrorgruppen bei den Ausschreitungen in Abrede gestellt wird. (menawatch) KR Arabische und muslimische Länder auf der ganzen Welt normalisieren zusehends ihre Beziehungen zu Israel. Überraschenderweise mehren sich die Hinweise aus dem Irak, dass das neue Regime in Bagdad, im Gegensatz zu dem Saddam Husseins, gewillt ist, sich mit Tel Aviv einzulassen. Über die gesamte Zeit hinweg gibt es keinen dokumentgestützten oder auch nur auf Anekdoten basierenden Beleg dafür, dass irakische Führer - egal ob unter der Monarchie, der Militärdiktatur oder dem baathistischen Regime - jemals eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel in Betracht gezogen hätten. (menawatch) KR 1961 war das Weltraumrennen zwischen den USA und der UdSSR in vollem Gange. Ben Gurion wusste, dass das Potenzial der UdSSR, den Himmel zu kontrollieren, eine echte Bedrohung für Israel darstellte, da die ägyptische Luftwaffe Zugang zu fortschrittlichen Technologien aus Russland hatte. Gamal Abdel-Nasser, der damalige Präsident der Vereinigten Arabischen Republik (die Vereinigung von Ägypten und Syrien von 1958 bis 1961), hatte außerdem deutsche Raketenwissenschaftler - ehemalige Nazis - für das ägyptische Rüstungsprogramm rekrutiert und führte ein Waffenentwicklungsprogramm mit ballistischen Raketen durch. Da die Raketen jedoch nicht rechtzeitig zu den Feierlichkeiten des ägyptischen Revolutionstages bereit sein würden, "wurde beschlossen, ein paar kleine Raketen aus den USA zu kaufen und ihren Start als Erfolg für ägyptische Wissenschaftler im Bereich des Weltraums zu präsentieren." Ben-Gurion wurde vom Mossad darüber informiert und entschloss sich, "Nassers Donner zu stehlen", indem er die israelische Rüstungsentwicklungsbehörde Rafael beauftragte, eine Rakete zu bauen, die vor den Ägyptern ins All starten könnte. Innerhalb weniger Wochen war die Rakete fertig. Der Start fand am 5. Juli 1961 in Anwesenheit von etwa zwei Dutzend Personen statt, darunter Ben Gurion, Außenministerin Golda Meir und der stellvertretende Verteidigungsminister Shimon Peres (der Berichten zufolge den Namen Shavit, das hebräische Wort für "Kometen" wählte). Der Raketenstart wurde so fotografiert, dass Shavit viel größer als seine tatsächlichen 3,76 Meter wirkte und obwohl die Rakete dann in der 2. Stufe explodierte, war das Verteidigungsunternehmen mit der Leistung von Shavit 2 zufrieden: "Der Start von Shavit 2 war eine bedeutende Errungenschaft in einer Zeit großer Spannungen zwischen Israel und den arabischen Staaten. Ben Gurion erhielt Tausende von Telegrammen und Briefen, mit denen Israel zum Beitritt zur Weltraum-Ära beglückwünscht wurde." (israel21c) EL 1.) Top 10 der Inspirierendsten Frauen Israels 2.) 20 (weitere) beeindruckende Israelische Frauen, die man kennen sollte... BDS ist bekanntlich eher was für linke NGOs aus Europa. Bei den Palästinensern selbst stehen israelische Produkte immer auf dem Tisch, wenn es was zu feiern gibt. Besonders beliebt ist Gil, ein von der israelischen Firma Tnuva hergestellter Joghurt. Peinlich nur, dass die Bilder des "Heldenfutters" bei Hamas-Politikern auf Facebook und anderen Medien immer wieder von aufmerksamen Israelis entdeckt werden. (heplev) EL Der Journalist Dr. Nasser Al-Lahan, Chefredakteur der im Jahr 2005 in der Palästinensischen Autonomiebehörde gegründeten Nachrichtenagentur Ma'an, sagte vor kurzem in einem Fernsehinterview, dass Israel derartig arrogant sei, dass irgendjemand noch aus Ärger eine Atombombe auf das Land werfen würde. Das Interview erschien am 16. Januar auf der Internetseite von Ma'an und wurde von MEMRI (Middle East Media Institut) übersetzt und veröffentlicht. In dem Interview sagt Nasser Al-Lahan, dass er nach dem Fall einer Atombombe auf Israel einen Artikel mit der Überschrift "Lo echpat li" schreiben werde. Übersetzt heißt dieser Satz: "Ist mir egal". (israelheute) KR Am 12. Februar hat die Staatengemeinschaft den Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten begangen. Das ZDF verfasste einen eigenen Beitrag zum Thema. Dazu verwendete die Redaktion unter anderem eine Grafik des Kinderhilfswerks "Terre des Hommes". Diese zeigt Länder in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Neben Afghanistan oder Sudan findet sich darin "Israel/Palästina" als betroffenes Land wieder. Via Twitter kritisierte die israelische Botschaft in Deutschland umgehend das ZDF. "Die Erwähnung Israels ist absurd und irreführend. In Israel gehen Menschen zur Armee, wenn sie erwachsen sind". Weiterhin forderte die israelische Vertretung in Berlin das ZDF auf, das Augenmerk deutlicher auf die Hamas zu richten, die Kinder als "Schutzschild missbraucht und in Ferienlager indoktriniert". Daraufhin entfernte das ZDF die entsprechende Grafik. Der Fall zeigt auf erschreckende Weise die Unkenntnis der europäischen Medien bezüglich des Gazastreifens und der Hamas. (audiatur) KR Es ist immer wieder mehr oder weniger das Gleiche, und das leider schon seit vielen Jahren, was auch dazu geführt hat, dass sich diese Schema noch weiter verfestigt hat: ISRAEL wird regelmäßig immer wieder von Gaza aus angegriffen; etwas worüber wir in den Medien hierzulande frühestens dann etwas erfahren - sofern überhaupt - wenn Israel VERTEIDIGUNGSmaßnahmen ergreift. Dazu 2 aktuelle Beispiele aus Deutschen Medien: Nachdem er im Zweitliga-Spiel seines FC Ingolstadt bei Union Berlin mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen worden war, wurde der israelische Fußballer Almog Cohen von einem mutmaßlichen Union-Fan bei Twitter auf das Übelste antisemitisch beschimpft. Sowohl der FC Ingolstadt, als auch der 1. FC Union Berlin verurteilten schnell diesen Tweet, zudem wurde die Polizei eingeschaltet. Union veröffentlichte anschließend eine Stellungnahme, in der es abschließend in Richtung der Fans heißt: "Der 1. FC Union Berlin bittet alle Unioner um Unterstützung im Kampf gegen jegliche Art von Diskriminierung. Union steht für Mitmenschlichkeit und Toleranz!" Almog Cohen bedankte sich bei Twitter für die Unterstützung, die ihm gegenüber nach dem Vorfall bekundet wurde: "Als jüdischer Fußball-Profi in Deutschland möchte ich nur sagen: Ich bin sehr stolz auf meine Abstammung und darauf, mein Land in der 2. Bundesliga zu repräsentieren und den FC Ingolstadt 04 als Kapitän anzuführen. Und das in einem Land, in dem ich seit neun Jahren lebe und das ich für seine Offenheit schätze. Vielen Dank für den großen Zuspruch in den vergangenen Stunden sowie die damit verbundene Unterstützung von allen Seiten". Almog Cohen ist israelischer Nationalspieler. Seine Bundesliga-Karriere begann er 2010 beim 1. FC Nürnberg. (twitter, union, sky, wikipedia) JG Am und um den 14. Mai, wird wieder bundesweit der Israeltag gefeiert! Wir freuen uns, dass der Botschafter des Staates Israel, Jeremy Issacharoff, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, wieder die Schirmherrschaft übernommen haben! A fast walk from Mamilla to the Western Wall in Jerusalem The true face of Hamas's leadership Hummus-Test Die israelische Raumsonde "Beresheet" hat ein Selfie zur Erde geschickt. Auf dem Foto ist die israelische Flagge rund 37.600 Kilometer über der Erde zu sehen. Eine an der Außenseite der Mondsonde angebrachte Gedenktafel zeigt neben der Flagge auch die Schriftzüge "Am Israel Chai" (Das Volk Israel lebt) und "Kleines Land, große Träume". Das Bild wurde während einer langsamen Drehung der Sonde aufgenommen; im Hintergrund ist die Erde zu sehen. (JA) EL
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
NLSetc.de: ... Bulbus olfactorius Gedankensplitter – ‚Layer to layer’ ... Bulbus olfactorius – Riechkolben “Olfaction is distinct from the other sensory systems where peripheral sensory receptors have a relay in the diencephalon. Therefore the olfactory bulb plays this role for the olfactory system.” [Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Olfactory_bulb] Nasenhöhle, Nasenmuscheln, Nasennebenhöhlen Siebbein, ‚Lamina cribrosa’, Dura mater etc. Wichtige Neurotransmitter im Bulbus olfactorius: Rezeptoren des Geruchssinns Bulbus olfactorius und Verbindung zu: Paukensaite (Chorda tympani) -> Siehe: Gedankensplitter – Paukensaite, Zunge Nervus terminalis – sog. ‘O. Hirnnerv’ -> Siehe: Nervus-terminalis-Komplex Nasenhöhle und Nasenmuscheln In der Nase beginnen die Atemwege (= sog. ‚Respirationstrakt’). Die Riechschleimhaut der Nase (Regio olfactoria nasi) liegt in einem kleinen Bezirk an der oberen Nasenmuschel und am gegenüber liegenden Teil der Nasenscheidewand. Unter der Riechschleimhaut liegen die Glandulae olfactoriae (Bowmann-Drüsen). Es sind ‚seröse’ Drüsen, die ein flüssiges, eiweißreiches Sekret abgeben. Die Nasenscheidewand (Septum nasi) besteht aus einem knorpeligen und knöchernen Anteil. Sie wird gebildet vom Siebbein (Os ethmoidale) und vom Pflugscharbein (Vomer). Der vordere Anteil der Nasenscheidewand (Locus Kiesselbachi) ist besonders gefäßreich. Die Nasenmuscheln (Concha nasalis superior, media und inferior) vergrößern die Seitenwände der Nasenhöhle. Sie unterteilen jede Nasenhöhle in drei Gänge: Oberer, mittlerer und unterer Nasengang (Meatus). Die mittlere und obere Nasenmuschel gehören zum Siebbein (Os ethmoidale), die untere Nasenmuschel ist ein eigenständiger Schädelknochen. Die Nasenhöhlen haben u. a. auch eine Verbindung über die Ohrtrompete (Tuba auditiva) zum Mittelohr: Die Ohrtrompete ist eine ‚Röhre’ mit einem knöchernen und knorpeligen Abschnitt; sie verläuft von der Paukenhöhle (Teil des Mittelohrs mit den Gehörknöchelchen) zum Rachen (Pharynx). Aufgabe der Ohrtrompete: Luft- und Druckausgleich zwischen Paukenhöhle und Außenluft. - Bitte hierzu auch weiterlesen bei: Bulbus olfactorius ... und Paukensaite - Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte, mit Schleimhaut ausgekleidete Räume. - Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales; Siebbeinlabyrinth) [Schleimhaut (Tunica mucosa, mucosa, mucous membrane): Schleimhaut kleidet das Innere von Hohlräumen aus, wird von Drüsensekreten feucht gehalten. Sie besteht aus Epithel (‚Deckgewebe’) und einer darunter liegenden Bindegewebsschicht (Lamina propria). -> Siehe dazu auch: Glossar – Bindegewebe, Drüsen] Die vordere und mittlere Gruppe der Siebbeinzellen münden im mittleren Nasengang, die hintere Gruppe im oberen Nasengang. Die Tränenflüssigkeit fließt ab durch den Tränen-Nasen-Gang (Ductus nasolacrimalis) in den unteren Nasengang: Tränenwege ... Bildung in den Tränendrüsen -> über die Ausführungsgänge der Tränendrüse in den Bindehautsack -> durch den Lidschlag ‚Weitertransport’ in den Tränensee (im medialen Lidwinkel) -> Ansaugung durch die Tränenpunkte des Ober- und Unterlids -> über die Tränenkanälchen in den Tränensack [wird durch Bindegewebezüge offen gehalten] -> Abfluss durch den Tränen-Nasen-Gang in den unteren Nasengang ... Aufgabe der Tränenflüssigkeit: - Befeuchtung und Reinigung der Augenbindehaut (Conjunctiva) und Hornhaut (Cornea) - Physiologische Quellung des Hornhautepithels (‚Deckschicht’) - Keimtötende (bakterizide) Wirkung durch enthaltenes Lysozym* * Lysozym = Muramidase: Spaltet Murein (= innerste Schicht der Zellwand von Bakterien); Vorkommen beim Menschen z. B. in der Tränenflüssigkeit, im Nasen-, Bronchial- und Darmsekret, im Blutplasma, in Leukozyten. Vorkommen von Lysozym auch in Bakteriophagen (= Viren, die sich in Bakterien vermehren), Hühnereiweiß. -> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Cornea; Glossar – Makrophagen (Lysozym) Zur Riechbahn gehören alle an der Geruchsempfindung beteiligten Strukturen. Die NEURITEN der Riechzellen der Riechschleimhaut (REGIO OLFACTORIA NASI) - 1. Neuron - Neurit = Axon: Zylindrischer Fortsatz der Nervenzelle, der Nervenimpulse zu anderen Nervenzellen weiterleitet. Riechschleimhaut: Liegt im Bereich der oberen Nasenmuschel und im gegenüberliegenden Teil des Nasenseptums. ... verlaufen als NERVI OLFACTORII I. Hirnnerv – Riechnerv: Gesamtheit der Axone (Nervenzellfortsätze) der Riechzellen der Riechschleimhaut Der I. und der II. Hirnnerv (Nervus olfactorius und Nervus opticus) sind von Meninges umgeben: Meninges = Hirn- und Rückenmarkhäute; dazu gehören: Arachnoidea = sog. ‘Spinnwebenhaut’; äußeres Blatt der Leptomeninx* Pia mater = gefäßführender Teil der Leptomeninx*; inneres Blatt Dura mater = harte Hirn- und Rückenmarkhaut; bildet die bindegewebige (fibröse) Schutzkapsel des Gehirns und das Periost* der Schädelinnenfläche * Leptomeninx = weiche Hirn- und Rückenmarkhaut * Periost = bindegewebige Knochenhaut [Die Arachnoidea ist eine bindegewebige Membran über den Furchen und Windungen des Gehirns (und Rückenmarks); ihre Innenfläche ist über ein bindegewebiges Bälkchenwerk mit der Pia mater verbunden, dazwischen liegt der ‚Subarachnoidalraum’.] ... durch die LAMINA CRIBROSA und durch die DURA MATER Lamina cribrosa = Teil des Siebbeins beidseits der Crista galli (‚Hahnenkamm) mit zahlreichen Löchern für den Durchtritt der Nervi olfactorii; s. u. Dura mater = harte Hirnhaut; bildet die fibröse Schutzkapsel des Gehirns und das Periost (Knochenhaut) der Schädelinnenfläche; s. u. ... zu den Mitralzellen des BULBUS OLFACTORIUS - Primäres Areal – Bulbus olfactorius = Anschwellung auf der ‚Lamina cribrosa’ des Siebbeins; s. u. Vom BULBUS OLFACTORIUS über den TRACTUS OLFACTORIUS - 2. Neuron – Tractus = Leitungsbahn ... zum OLFACTORISCHEN CORTEX - Sekundäres Areal - Olfactorischer Cortex mit: Area subcallosa (= Rindenfeld vor dem Rostrum [‚Schnabel’] des Corpus callosum [Balken]) Pars corticomedialis des Corpus amygdaloideum (Amygdala) Die Amygdala (= Mandelkern) liegt an der Innenseite des Temporallappens [= Schläfenlappen; enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung] und gehört zum ‚limbischen System’. Von hier Projektionen zu: CORPUS AMYGDALOIDEUM(basolateraler Teil) - Tertiäres Areal - Projektion = Fortleitung eines Nervenimpulses Corpus amygdaloideum = Amygdala; Teil des ‚limbischen Systems’ Gyrus parahippocampalis = Windung an der Basalfläche des Temporallappens (Schläfenlappen; enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung) ... und zu weiteren Anteilen des LIMBISCHEN CORTEX Rindenfelder in der Großhirnrinde, z. B.: Parietal-temporal-okzipitaler Assoziationscortex Limbischer Assoziationscortex Das ‚limbische System’ empfängt u. a. Erregungen vom ‚olfaktorischen System’. Wunderwerk Gehirn – Rindenarchitektonik Limbisches System (Wichtige Bahnen des olfaktorischen und limbischen Systems) -> Und siehe auch: Essen & Co. – Liquor; Wunderwerk Mensch – Riechbahn; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom (Frontalhirnsyndrom, Temporalhirnsyndrom, Parietal- und Okzipitallappensyndrom), Galaktose/Fruktose (... und Schockformen) Axon und Myelin-Scheide bzw. Schwann-Scheide Bilden die Nervenfaser. Ist die ‚elektrische Isolierung’, die Umhüllung der Axone. Nach dem Myelingehalt werden Nerven eingeteilt in markhaltige und marklose Nervenfasern. Die 'weiße Substanz' (Substantia alba) des Gehirns und des Rückenmarks ist aus markhaltigen Nervenfasern aufgebaut. Sind in das bindegewebige Endoneurium eingelagert. Werden im Perineurium (Bindegewebeumhülung um die Faserbündel eines peripheren Nerven) zu Faszikeln zusammengefasst. Werden umhüllt vom Epineurium (Fortsetzung der Dura; enthält größere Blutgefäße). * Dura = Dura mater cranialis und spinalis = harte Hirn- und Rückenmarkhaut: Die ‚harte Hirnhaut’ (Dura mater cranialis) bildet die fibröse Schutzkapsel des Gehirns und das Periost der Schädelinnenfläche. Die ‚harte Rückenmarkhaut’ (Dura mater spinalis) besteht aus einem äußeren und inneren Blatt (Endorhachis und Duralsack). Bindegewebig; aus Bindegewebe bestehend. Bindegewebe bildet sich aus dem mittleren Keimblatt (Mesoderm), umhüllt und unterteilt Organe und dient der Zuleitung von Nerven und Gefäßen. -> Siehe auch: Glossar – Bindegewebe, Keimblätter Knochenhaut; bindegewebige Haut, die den Knochen umgibt. Äußeres Blatt der Dura mater spinalis; bildet die Knochenhaut (Periost) des Wirbelkanals (syn. Spinalkanal für das Rückenmark). Inneres Blatt der Dura mater spinalis; es umhüllt: Rückenmark -> Medulla spinalis = Teil des ZNS im Wirbelkanal mit grauer und weißer Substanz (Substantia alba und grisea) und der Substantia gelatinosa* Cauda equina -> Nervenfaserbündel mit den Vorder- und Hinterwurzeln der Rückenmarksegmente ab L3 (3. Lendenwirbel) Spinalganglien* (mit seinen seitlichen Aussackungen) * Die Substantia gelatinosa ist eine Schicht mit fast ausschließlich unmyelinisierten Axonen unterhalb der Spitze des Hinterhorns. * Ein Ganglion (Mz. Ganglien) ist ein Nervenknoten: Eine Anhäufung von Ganglienzellen im Verlauf eines peripheren Nerven. Nervenknoten 'verdicken' den Nerv; umgeben ist der Nervenknoten von einer bindegewebigen Kapsel. Das untere Ende des Rückenmarks (Conus medullaris) setzt sich fort als ‚Filum terminale’: Es ist angeheftet am Periost des 2. Steißbeinwirbelrests. 16 cm liegen innerhalb des Duralsacks, 8 cm außerhalb. [Filum = Faden] -> Siehe dazu: Leitungsbahnen - Rückenmarksbahnen, Sensible Leitungsbahnen; Wunderwerk Gehirn – Substantia alba, grisea; Glossar – Plexus (Spinalnervenplexus) Die Nervenfasern und ihre bindegewebige Umhüllung bilden die Nerven. -> Siehe dazu: Glossar – Nervenzellen und Nervenzellfortsätze, Gliazellen; Bindegewebe Zum Nachdenken - Projektionsbahnen Sog. '0. Hirnnerv'. Er verläuft von der Riechschleimhaut zur 'Substantia perforata anterior'*. * Diese liegt vor dem Tractus opticus (Abschnitt der Sehbahn) und hinter dem Trigonum olfactorium (Verbreiterung am Ende des Tractus olfactorius); ihre 'graue Substanz' (Substantia grisea) fließt zusammen mit der des Corpus striatum (Streifenhügel; Teil des extrapyramidalen Systems) und wird durchzogen von zahlreichen kleinen Blutgefäßen, die u. a. die Capsula interna (Innere Kapsel; Markschicht des Großhirns mit auf- und absteigenden Projektionsbahnen) versorgen. [Wikipedia] - Bitte hierzu weiterlesen bei: Nervus-terminalis-Komplex - Lage des Bulbus olfactorius Der Bulbus olfactorius ist eine Anschwellung auf der ‚Lamina cribrosa’ des Siebbeins. Das Siebbein (= Os ethmoidale) ist Bestandteil der Schädelbasis, der mittleren Augenhöhlenwand, der seitlichen Nasenwand und der Nasenscheidewand. (mit Foramina cribrosa) Teil des Siebbeins beidseits der Crista galli mit zahlreichen Löchern (‚Foramina’) für den Durchtritt der Nervi olfactorii*. * I. Hirnnerv – Riechnerv: Gesamtheit der ‚Fila olfactoria’ = Axone der Riechzellen (‘Hahnenkamm’) Vorspringender Knochenkamm des Siebbeins und Ansatz der Falx cerebri (= Großhirnsichel: Duraduplikatur [‚Dura-Verdoppelung’] zwischen den Großhirnhemisphären in der Fissura longitudinalis*). * Längsfurche, die das Gehirn in zwei Hälften teilt; verläuft von vorne nach hinten. Knochenlamelle des Siebbeins; bildet den oberen Teil der Nasenscheidewand. Hohlraumsystem zwischen Augen- und Nasenhöhle mit den Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales); gehört zu den Nasennebenhöhlen. Spezialisierte Zellen des Bulbus olfactorius ... -> Siehe dazu auch: de.wikipedia.org/wiki/Körnerzelle etc. Wichtige Neurotransmitter im Bulbus olfactorius ... “Across the vertebrate family, the olfactory bulb (OB) contains the major DA [Dopamin] system in the forebrain. OB DA cells are primarily periglomerular interneurons that define the glomerular structures in which they receive innervation from olfactory receptor neurons as well as mitral and tufted cells, the primary OB output neurons.” http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19731547] [- Vertebraten = Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere). - Interneurone = Nervenzellen im ZNS, deren kurzes Axon die Substantia grisea nicht verlässt. Sie verschalten Leitungsbahnen exzitatorisch oder inhibitorisch miteinander ... - Tufted cells = Pinselzellen] Bulbus olfactorius, Dopamin und GABA ... periglomerular cell (main) Hauptanteil ... [peri = um ... herum, in der Umgebung von] glomerular layer (accessory) [Glomerulosus = reich an Gefäßknäueln] Calleja-Riechinseln an der Gehirnbasis (Insulae olfactoriae der Pars basalis des Telencephalons) Telencephalon = Endhirn; dazu gehören: Frontal-, Parietal, Okzipital- und Temporallappen In der Tiefe: Seitenventrikel (1. und 2. Hirnventrikel) Claustrum (gehört zu den Basalganglien) Striatum (Teil des extrapyramidalen Systems) [Quelle: neurolex.org/wiki/Category:Dopaminergic_neuron; abgerufen am 05.03.2012] Mitral- und Körnerzellen Die Synapsen (= ‚Umschaltstellen’) zwischen Mitral- und Körnerzellen sind ‚dendro-dendritisch’, d. h.: Beide Seiten sind Dendriten*, die Neurotransmitter freisetzen. Mitralzellen –> setzen Glutamat frei Körnerzellen –> setzen GABA frei * Dendriten = zuführende Nervenzellfortsätze: Sie nehmen Erregungsimpulse von benachbarten Nervenzellen auf und leiten sie weiter zum Zellkörper. -> Siehe dazu auch: Glossar – Nervenzellen, Nervenzellfortsätze Salz der Glutaminsäure: Exzitatorischer, erregender Neurotransmitter. (syn. 4-Aminobuttersäure) Gammaaminobuttersäure: Inhibitorischer, hemmender Neurotransmitter, der in ca. 30 % der Synapsen des ZNS nachweisbar ist. GABAA-Rezeptor: Ist ein ligandengesteuerter Cl--Kanal; hier wirken viele Hypnotika und Narkotika. GABAB-Rezeptoren: Vermitteln über G-Proteine eine verminderte Leitfähigkeit für Ca2+-Kanäle. - S. a. ANHANG: Stickstoffmonoxid - -> Siehe auch: Essen & Co.; Wunderwerk Gehirn; Nervensystem; Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose/Glutathion/GABA (Basalganglien etc.); Glossar - GABA, GHB, GABA und Pankreas de.wikipedia.org/wiki/Olfaktorische Wahrnehmung, Riechkolben en.wikipedia.org/wiki/Olfactory bulb, Mitral cell Sind Chemorezeptoren/Chemosensoren. Sie liegen in den Riechfeldern im oberen Bereich der Nasenscheidewand und an der oberen Nasenmuschel in beiden Nasengängen. Chemorezeptoren/ Sind spezialisierte Zellen und Nervenendigungen, die chemische Reize in elektrische Erregungen umwandeln, z. B.: Geruchssensoren in der Riechschleimhaut -> Siehe auch: Bulbus olfactorius ... und Zunge Riechstörungen (Dysosmien) Riechstörungen treten oft zusammen mit Schmeckstörungen auf oder auch als sog. ‚Geruchsaura’, die einen epileptischen Anfall einleitet. Riechstörungen - Formen: Anosmie = völliges Fehlen des Riechvermögens, z. B. nach einer traumatischen oder infektiösen Schädigung des Riechepithels oder der Riechbahn oder beim ‚olfaktogenitalen Syndrom’ Hyposmie = herabgesetztes Riechvermögen, z. B. bei einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Entzündung der Hirnnerven oder beim Parkinson-Syndrom Kakosmie = Täuschung des Riechempfindens (-> alles riecht ‚übel’) Parosmie = veränderte Wahrnehmung von Gerüchen, z. B. in der Schwangerschaft oder als ‚Geruchsaura’ bei Epilepsie Hyperosmie = gesteigerte Riechwahrnehmung, z. B. bei Epilepsie oder in der Schwangerschaft -> Siehe auch: Fragen, Fragen, Fragen – Epilepsie; Zum Nachdenken – Hypogonadismus (Olfaktogenitales Syndrom) Stickstoffmonoxid (NO) wird aus Arginin biosynthetisiert: Arginin ist Zwischenprodukt im Harnstoffzyklus und eine – im Säuglingsalter – essentielle Aminosäure. Im Harnstoffzyklus wird Ammoniak entgiftet, das v. a. beim Abbau von Aminosäuren entsteht ... -> Siehe dazu: Essen & Co. – Aminosäuren; Glossar – ATP; Zum Nachdenken – Hyperammonämie, Zellorganellen etc. Stickstoffmonoxid- Synthasen (NOS) ... sind „Ca2+-abhängige Enzmye, die in Anwesenheit von NADPH in 2 Schritten L-Arginin zu Stickstoffmonoxid und Citrullin reduzieren (Übertragung von 5 Elektronen).“ [Pschyrembel] Neuronale, endotheliale und induzierbare NOS Ca2+ = Calcium im Serum in ionisierter Form NADPH = gehört zu den Pyridinnukleotid-Coenzymen (= nicotinamidhaltige Coenzyme); NADPH steht normalerweise zur Verfügung für Biosynthesen - von z. B. Fettsäuren und Steroidhormonen (... dazu gehören auch die sog. ‚Stresshormone’ [Glukokortikoide] ...) Citrullin = (... und auch Ornithin ...) benötigt einen Carrier (Träger, Transporter) für den Transport zwischen Mitochondrien und Zytosol Elektronen = sind negativ geladen Neuronale NOS = in Nervenzellen Endotheliale NOS = in der Innenauskleidung der Gefäße -> Siehe auch: Dopamin & Co. – Ein Anfang, Die Stress-Reaktion; Glossar – Nervenzellen, Puffersysteme; Zum Nachdenken – Hyperammonämie, Zellorganellen (Mitochondrien, Zytosol) etc. Stickstoffmonoxid und Acetylcholin ... Nach Aktivierung der Acetylcholin-Rezeptoren der Endothelzellen* diffundiert Stickstoffmonoxid in die Muskelschicht. * Endothel = Innenauskleidung der Gefäße (einschichtiges Plattenepithel) Stickstoffmonoxid und cGMP ... Durch die vermehrte Bildung von cGMP (= cyclisches Guanosinmonophosphat) entspannt Stickstoffmonoxid die Muskelschicht. cGMP ist sog. ‚second messenger’ und vermittelt Hormonwirkungen, z. B. von: cGMP ist auch beteiligt an NO-vermittelten biochemischen Sehprozessen ... Essen & Co. – Acetylcholin, Fette, Kohlenhydrate etc.; Glossar – ATP/GTP, cAMP/cGMP, Second messenger; Zum Nachdenken – Cholin bindet an nicotinerge oder muscarinerge Rezeptoren der postsynaptischen Membran öffnet nicotinerge Na+-Kanäle führt zur Erhöhung von Inositol-1,4,5-trisphosphat und Diacylglycerol (m1-Subtyp des muscarinergen Rezeptors) hemmt die Adenylatcyclase* (m2-Subtyp des muscarinergen Rezeptors) * Adenylatcyclase ist ein membrangebundenes Enzym; es überführt ATP in cAMP. Inositol-1,4,5-trisphosphat und Diacylglycerol sind ‚second messenger’: Inositoltrisphosphat erhöht die intrazelluläre Ca2+-Konzentration; es wird frei nach Bindung an den Rezeptor aus Phosphatiden der Zellmembran. Diacylglycerol (syn. Diglycerid) ist mit 2 Fettsäuren verestertes Glycerol (syn. Glyzerin) und aktiviert die Proteinkinase C. [Phosphatide sind - lt. Pschyrembel - Plasmalogene und Glycerophospholipide] Plasmalogene werden in Peroxisomen biosynthetisiert: Peroxisomen (= sog. Microbodies; kugelförmige Organellen, die von einer einschichtigen Membran umhüllt sind) finden sich v. a. in Hepatozyten (Leberzellen) und in Zellen des Nierenepithels; sie enthalten Peroxidasen und Katalase. Peroxidasen ... nutzen Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel; sie haben häufig HÄM als prosthetische Gruppe. HÄM (= Bestandteil des Hämoglobins) ist wichtig für: Sauerstoffbindung -> im Hämoglobin (... und Myoglobin) Sauerstofftransport -> Hämoglobin Sauerstoffübertragung -> Monooxygenasen, Peroxidasen Elektronentransport -> Zytochrome (in der Atmungskette) [Prosthetische Gruppe: Hämoglobin (sog. ‚roter Blutfarbstoff’) besteht aus Globin und 4 Häm als prosthetische Gruppe ... Myoglobin ist ‚roter Muskelfarbstoff’.] -> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Biosynthese der Porphyrine (Häm etc.); Glossar – Bilirubin (Häm, Hämoglobin und enterohepatischer Kreislauf) Katalase gehört zu den Oxidoreduktasen (= erste Hauptklasse der Enzyme) mit HÄM als prosthetischer Gruppe in jeder Untereinheit. Es spaltet toxisches Wasserstoffperoxid (2H2O2 -> 2H2O+O2). Vorkommen von Katalase: In Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und in Peroxisomen vieler Organe (v. a. in der Leber und in der Niere), in Pflanzen und aeroben Mikroorganismen. „Man konnte im Laborversuch zeigen, daß Wasserstoffperoxid die Funktion des für die Melaninproduktion notwendigen Enzyms Tyrosinase durch Oxidation der in der Tyrosinase enthaltenen Aminosäure Methionin behindert.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffperoxid] [Tyrosinase oxidiert die Aminosäure Tyrosin zu DOPA; Cofaktor: Cu2+ (Kupferionen). DOPA ist Zwischenprodukt in der Biosynthese von Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und der Melanine.] -> Siehe auch: Essen & Co. – Phenylalanin (und Tyrosin, Tyrosinase); Fragen, Fragen, Fragen – Katalase; Glossar – Leukozyten (und Erythrozyten); Zum Nachdenken – Cholin (... und Methionin), Zellorganellen Glycerophospholipide sind Derviate (‚Abkömmlinge’) der Phosphatidsäuren. Phosphatidsäuren sind Zwischenprodukte in der Biosynthese der Phosphatide (= Plasmalogene und Glycerophospholipide; s. o.) und der Triglyceride. Phosphatidsäuren sind in Position 1 mit einer gesättigten und in Position 2 mit einer ungesättigten Fettsäure verestert. [Veresterung = Bildung eines Esters aus Alkohol und Säure unter Wasserabspaltung. Triglyceride = Neutralfette: Mit 3 Fettsäuren verestertes Glycerol; Zwischenstufen in der Biosynthese sind Phosphatidsäuren und Diacylglycerole (s. u.). -> Siehe auch: Essen & Co. – Fette, Fettstoffwechsel etc.] Zu den Glycerophospholipiden gehören z. B.: Vorkommen in verschiedenen Geweben und v. a. in Membranen der Mitochondrien -> Siehe dazu auch: Zum Nachdenken - Zellorganellen Hauptbestandteil von Surfactant; wird mit den Gallensäuren ausgeschieden -> Siehe dazu auch: Essen & Co. - Fette (Membranlipide Phosphatidylserin und Phosphatidylethanolamin) Vorkommen besonders häufig im Myelin (Myelin bildet die Myelinscheide = isolierende Schicht der markhaltigen Nervenfasern [Substantia alba]). -> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Substantia alba Syn. Diglyceride: Mit 2 Fettsäuren verestertes Glycerol (syn. Glycerin, ein Nebenprodukt der alkoholischen Gärung). Es entsteht ... durch Phosphokinase C (auch: Kreatinkinase/Creatinkinase) und aktiviert als ‚second messenger’ die Proteinkinase C (s. u.). Kreatinkinase/Creatinkinase; Abk. CK (frühere Bezeichnung: Creatinphosphokinase; Abk. CPK) ist ein intrazelluläres Enzym: Es phosphoryliert Kreatin in Abhängigkeit von ATP. Es gibt 3 Untereinheiten: Essen & Co. – Fette etc., Mengen- und Spurenelemente (Kreatinin, Niere) Glossar – ATP, Gärung, Leukozyten Reguliert Zellteilung und –proliferation (= -wucherung). Es gibt mindestens 12 verschiedene Untergruppen. Beta-Rezeptor (Adrenalin- und Noradrenalin-Rezeptor) Cytochrome P-450 (Hämoproteine der inneren Mitochondrienmembran) Die Tyrosinkinase oxidiert Tyrosin zu DOPA; Cofaktor ist Cu2+ (Kupfer). Die Tyrosinhydroxylase hydroxyliert Tyrosin zu DOPA; Cofaktoren sind Fe2+ (Eisen), Tetrahydrobiopterin und Sauerstoff. [Oxidation = Entzug von Elektronen Hydroxylierung = Einführung einer oder mehrerer OH-Gruppen (Hydroxygruppe; i. e. S. alle basischen und ‚zwitterhaften’ Salze der Metalle und des Ammoniums) in eine organische Verbindung] Zum Nachdenken: Tetrahydrobiopterin ... „Tetrahydrobiopterin wird in den Zellen in drei enzymatischen Schritten aus Guanosintriphosphat [GTP] hergestellt. ... Als Kofaktor wirkt es bei der von Phenylalaninhydroxylase katalysierten Umwandlung von Phenylalanin zu Tyrosin, bei Tyrosinhydroxylase die Umwandlung von Tyrosin in Levodopa, bei Tryptophanhydroxylase Tryptophan in 5-Hydroxytryptophan sowie bei NO-Synthase die Synthese von Stickstoffmonoxid.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Tetrahydrobiopterin] -> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Citratzyklus, Erklärungs-ABC (Zytochrome etc.), Phenylalanin/Tyrosin, Triglyzeride (Proteinkinase C); Glossar – ATP (und GTP), GABA und Pankreas; Zum Nachdenken – Hyperammonämie; de.wikipedia.org/wiki/Ammonium etc. Essen & Co. – Aminosäuren, Phenylalanin/Tyrosin, Fette, Fettstoffwechsel, Glutathion und Vitamin K etc. Glossar – Hautschichten (Melanozyten, Melanin etc.), Nervenzellen Gedankensplitter – Blutchimärismus, Neuroleptika de.wikipedia.org/wiki/Phosphoglyceride en.wikipedia.org/wiki/Phospholipase C, Protein kinase C
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q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
« Vorherige12…1112Nächste » 30. Mai 2017 23:15 (zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2017 23:38) Manjaro ist schick, hat eine gute Hardware-Erkennung, und erscheint mit Arch als Unterbau durchaus ein kleines wenig schneller als Ubuntu bzw. Mint; aber das wars auch schon mit den Vorteilen. Tatsache ist, man hat bei jeder größeren Aktualisierung oft Probleme, wo man selbst Hand anlegen, ggf in Foren Lösungen suchen oder anfragen muss. Gut, das nahm ich hin, dafür, neuste Anwendungen aus der Paketquelle installieren zu können. Aber nach einigen Monaten, als dann nach einer umfangreichen "Aufdatung" (Update) irgendetwas nicht mehr hinhaute, und ich am nächsten Tag beim Hochfahren nicht ins System kam – "Kernel-Panic" – platzte meine Geduld endgültig. Vor allem just in dem Augenblick, wo ich dringend etwas am Rechner erledigen musste, einschließlich Zugriff auf angeschlossene Geräte. Auf ständige Reparaturen und umfangreiche Basteleien hatte ich dann keinen Bock mehr. Jetzt springen sicher gleich wieder Arch-Linux-Jünger auf, und werfen mir vor, ich hätte das System nicht verstanden, oder hätte gleich Arch pur nehmen sollen, was aber völlige Dauerbaustelle bedeutet hätte. Ich nutzte vor meinem Manjaro-Ausflug fast 4 Jahre Linux Mint, und hatte nie im Ansatz solche Probleme. Auch empfinde ich das Arch Linux- Forum als äußerst unfreundlich, und ziemlich dogmatisch, wo man schnell zum "Dau"- verunglimpft wird. Man bildet sich ein, nur weil aus Langeweile das System Paket für Paket samt aller Einstellungen selbst zurecht gezimmert wurde, den Stein der Weisen gefressen zu haben. Jemand, der nicht ständig am Betriebssystem rumbasteln will, sondern auf ein stets einsatzbereiten Arbeitsrechner angewiesen ist, sollte grundsätzlich von Arch Linux und seinen Derivaten wie Manjaro die Pfoten lassen! Alternative war noch eine auf Debian-beruhende Rolling Release Distro namens Siduction, aber diese ist völlig Totalbaustelle und lässt seine Anwender ständig in offene Messer rennen. Andere Distros kommen bezüglich magerer Paketquelle eh nicht in Frage. Auch das sog. "AUR", aus welchem zusätzliche Software bezogen werden kann, ist nicht das Gelbe vom Ei. Oft funktionieren die Programme aus dem AUR nach einer System-Aktualisierung nicht mehr, weil die Bibliotheken zu aktuell sind, mit denen das im AUR bereitgestellte Programm nicht zurecht kommt. Gut, man könnte natürlich auf Programme aus dem AUR verzichten, was aber kaum machbar ist, da sogar Standard-Sachen wie die Cinnamon x-Apps oder Progrämmchen wie der Gnome Screen Ruler nur aus dem AUR bezogen werden können. Das ist einfach Mist (Punkt) Ebenso kann es vorkommen, dass die Software zu aktuell ist, und ein noch nicht ausgebesserter Bug gar das Starten der betroffenen Anwendung unterbricht. Kurzum: Rolling Release ist allenfalls eine Mode-Macke, und nützt nur in den seltensten Fällen wirklich. Man steckt letztlich vielfach mehr Zeit in die Systemwartung als eine alljährliche Neuinstallation von Ubuntu beanspruchen würde. Auch bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass eine Neuinstallation tausendmal sauberer abläuft als eine "rollende Distrubution", erst recht, wenn grundlegende Veränderungen stattfinden. Mit Ubuntu / Linux Mint hat man eine stabile Distribution, und Zugriff auf eine große sowie halbwegs aktuelle Paketquelle, wo man wenigstens gewiss sein kann, dass die Anwendungen laufen. Wenn es unbedingt brandaktuell sein soll, geht auch ein PPA. So lässt sich bspw. ganz einfach die neuste Version von Tex-Live oder Blender beziehen. Home- und Opt-Ordner sind bei mir als eigenständige Partitionen geführt, sodass ggf. nicht jedesmal alles neu eingerichtet werden muss, und bei einer Systemschrottung zumindest die Einstellungen und externen Programme erhalten bleiben. Oder man sichert einfach bestimmte Programmordner und Einstellungen des home-Verzeichnisses auf einer eigenen Partition, Stick bzw externen Festplatte, um sie nach einer Neuinstallation des Betriebssystem wieder rüberzuholen. Es reicht, das System einmal im Jahr neu aufzusetzen, wenn man halbwegs aktuell bleiben will, auch wenn Ubuntu bzw. Mint halbjährig neu erscheinen. In jedem Falle ist das alles kein Aufwand im Vergleich zum ständigen Aktualisierungswahn bei Arch Linux und Co. Vor allem kann der Zeitpunkt der Aktualisierung SELBST festgelegt werden, was im betrieblichen Bereich bzw. bei einem produktiv eingesetzten System vorraussetzend ist, als wie bei Arch Gefahr zu laufen, dass eine unachtsam eingespielte Aufdatung das System schlagartig schrottet und der Arbeitsfluss zum Stillstand kommt. Es wird immer empfohlen, sich über anstehende Neuerungen im offiziellen Forum zu belesen, um etwaige Hinweise usw. zu beachten, damit Fehler ausgeschlossen werden. Aber mal ehrlich, das ist kein zumutbarer Weg für die Allgemeinheit. Bei Siduction (Debian Rolling Release Distro) führt das Nichtbeachten solcher Hinweise regelmäßig zum Totalausfall. Die Vorstellung, ein Betriebssystem einmal zu installieren und für immer aktuell halten zu können, indem einfach regelmäßig neue Software eingespielt wird, ist ein Trugschluss. Linux ist aufgrund seiner Entwicklung, der komplexen Kernelstruktur sowie des anspruchsvollen Paketsystems mit den Abhängigkeiten gar nicht als Rolling Release gedacht, geschweige denn wirklich als solches sinnvoll umsetzbar. Man müsste ein völlig neues Betriebssystem mit Mikrokernel und klarer Trennung zwischen System, Treibern und Anwendungen schaffen. Das Flatpak-Konzept bietet eine Möglichkeit, in Zukunft distributionsübegreifend aktuelle Software beziehen zu können, wobei die Anwendung in einer Sandbox vom System abgekapselt ablauft. Dazu könnte ein Linux-eigener distributionsübergreifender App-Store entstehen. Hier sehe ich die Lösung des Problems; und auch endlich eine einfache Möglichkeit, dass kommerzielle Programme für Linux verfügbar gemacht werden können, bspw. Spiele oder betriebliche Anwendungen. Dann wäre Windows letzter Vorteil gegenüber Linux hinfällig. Im Server-Bereich hat sich das beständige Debian bewährt, hingegen als Windows-Alternative für Endanwender vor allem Ubuntu. Das hat schon seine Gründe. Meine Ausführung ist als "Kundenmeinung" sowie Warnung zu werten, vor allem an all jene, die denken, Manjaro könnte eine Ubuntu / Mint -Alternative sein, nur um "neuste" Software leichter zu beziehen. Das ist Falsch. Die Paketquellen sind in jedem Fall magerer, und schlechter getestet. Da nützt es auch nicht, wenn die Programme aktuell sind, wenn am Ende dieses oder jenes nicht richtig oder gar nicht läuft. Und ganz ehrlich: ob die Software 1 bis 1,5 Jahre Alt ist, spielt nun wirklich kaum eine Rolle – abgesehen von extremst wenigen Ausnahmen. Und hier hilft oft ein PPA, und in Zukunft Flatpak. Mir ist schleierhaft, wie Manjaro es bei Distrowatch auf Platz 3 schaffte. Offensichtlich wirkt die starke Eigenwerbung sowie Propaganda in den Linux-Medien. Die vermeintliche Stabilität von Manjaro ist jedenfalls ein Witz; man muss sich im Klaren sein, dass Manjaro genauso über die Konsole und Systemdateien zu warten ist wie Arch. Das Rolling Release gibt es nicht mit Bequemlichkeit! 30. Mai 2017 23:34 (zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2017 23:36) Ich hab seit sieben Jahren Arch (seit drei Jahren ist es Arch-Testing, seit Plasma 5 mit kde-unstable) auf dem Desktop und seit sechs Jahren auf dem Server zu laufen. Händische Anpassungen wegen Updates waren seitdem hier exakt zwei notwendig. Die Systempflege besteht bei mir seitdem in der Regel aus AUR ist übrigens für Arch, nicht für Manjaro. Manjaro hängt bei der Aktualität der Pakete einiges hinterher und das AUR ist (sofern die PKGBUILDS gepflegt werden) für ein aktuelles Arch gedacht. Natürlich sollte man diese möglichst auch verstehen (die sind ja nicht hat sonderlich kompliziert aufgebaut) und ggfs. an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Und ja, auf einem Server ist das jetzt bzgl. Planbarkeit nicht unbedingt sinnvoll, bei mir laufen aber keine Dinge, die nicht mit aktuellen Versionen der Programme klarkommen. 31. Mai 2017 00:02 (zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2017 00:48) Ich finde diese verharmlosenden Aussagen von euch "Archlern" nicht fair, weil ihr den massiven Zeitvertreib unterschlägt, den ihr zum Einrichten des Systems aufbringen müsst. Dein Arch hat sich ja wohl kaum von alleine installiert, und ich glaube dir nicht, dass du seit Jahren nur mit "sudo pacman -Syu" alles am laufen hältst. Und gerade das monströse KDE als unstable, da sind Probleme vorprogrammiert :/ 31. Mai 2017 05:51 (zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2017 05:52) gedankenpolizei schrieb: Ich finde diese verharmlosenden Aussagen von euch "Archlern" nicht fair, weil ihr den massiven Zeitvertreib unterschlägt, den ihr zum Einrichten des Systems aufbringen müsst. Achso, ja, natürlich. Eine einmalige Installation, bei der man das machen muss, was in der Wiki-Anleitung zur Installation steht. Einmaliger Aufwand in sieben Jahren, steht in keinem Vergleich zu der Zeit, die man für Upgrades oder Neuinstallationen bei anderen Systemen aufbringen muss. ich glaube dir nicht, dass du seit Jahren nur mit "sudo pacman -Syu" alles am laufen hältst. Dann glaube es nicht - ändert aber nichts daran, dass es so ist. Ich nutze das nämlich, weil ich systemwartungstechnisch faul bin und es das wartungsärmste System ist, das mir bisher untergekommen ist. Mal eine automatisch neustartende Plasma-Shell kann da schonmal vorkommen, ja. Wenn ich mir die "Stabilität" von KDE unter Kubuntu 16.04 angucke ist die weitaus schlimmer. Plasma 5 habe ich seit dessen Einführung in 2014 auf dem System und das war dort nie in dem Zustand, in dem Kubuntu 16.04 ist. Btw: Kann es sein, dass dir auch nicht so sonderlich klar ist, das Distrowatch etwa soviel Aussagekraft hat, wie mein Kaffeesatz von vor 30 Minuten? Schreibt selbst der Betreiber. Da werden ausschließlich die Klickzahlen auf die Seiten zu den Distributionen gezählt. Wenn du dir da ein schönes Skript für baust kannst du sicher auch TinyCore auf den ersten Rang bringen. Snow Linux hat es ja schon vorgemacht. 31. Mai 2017 06:35 Auch empfinde ich das Arch Linux- Forum als äußerst unfreundlich, was machst du als Manjaro-User im Arch-Forum? Manjaro hat eine eigene Comunity und ein eigenes Forum Jemand, der nicht ständig am Betriebssystem rumbasteln will, sollte es lassen und sein System einfach nutzen 😇 Alternative war noch eine auf Debian-beruhende Rolling Release Distro namens Siduction, aber diese ist völlig Totalbaustelle und lässt seine Anwender ständig in offene Messer rennen. Andere Distros kommen bezüglich magerer Paketquelle eh nicht in Frage. Siduction ist, genau wie Arch, nicht für Anfänger gedacht - und genau wie bei Arch solltest du fähig sein, eine Konsole zu benutzen Ebenso kann es vorkommen, dass die Software zu aktuell ist, und ein noch nicht ausgebesserter Bug gar das Starten der betroffenen Anwendung unterbricht. Kurzum: Rolling Release ist allenfalls eine Mode-Macke, und nützt nur in den seltensten Fällen wirklich. keiner zwingt dich, eine Modemacke zu installieren Man steckt letztlich vielfach mehr Zeit in die Systemwartung als eine alljährliche Neuinstallation von Ubuntu beanspruchen würde. naja, eine Arch-Installation dauert etwa 10 Minuten, Ubuntu dauert etwa 20 Min. Mit Ubuntu / Linux Mint hat man eine stabile Distribution, dann nutz es doch und Zugriff auf eine große sowie halbwegs aktuelle Paketquelle, wo man wenigstens gewiss sein kann, dass die Anwendungen laufen. Wenn es unbedingt brandaktuell sein soll, geht auch ein PPA. So lässt sich bspw. ganz einfach die neuste Version von Tex-Live oder Blender beziehen. ein PPA kann dir das System auch in den Abgrund stürzen - wär jetzt auch nix neues. freu dich doch über die vorhandene Auswahl - du selber musst ja kein RR nutzen. Mir ist schleierhaft, wie Manjaro es bei Distrowatch auf Platz 3 schaffte. mir ist schleierhaft, wie es Mint auf Platz 1 schaffen kann → Stabilität auf Kosten der Sicherheit kann ja keine Lösung sein. Mach mal ganz banal auf ner Volksbank-Seite den {https://vcc.module.vr-networld.de/visor_server/ VR-Security-Check] → da fällt ein Mint, welches mit den Standerdeinstellungen aktualisiert wird, regelmäßig durch. 31. Mai 2017 09:08 Ich hatte auch mal kurz ein Arch installiert. Inklusive eine selbst zusammengeklebte "DE" mit Openbox, tint2, conky und wie diese ganzen Frickeltools heißen. Allerdings war mir die ständigere Rumkonfiguriererei irgendwann zu dumm. Jetzt läuft bei mir seit längerer Zeit das auf Arch basierende Antergos + KDE und alles läuft zuverlässig. Das RR-Konzept finde ich super. Bei Antergos kommt auch nur mit der Konsole in Berührung wer Bock drauf hat, das System würd ich auch meinen Eltern empfehlen. Imho nutzt Antergos aber auch einfach nur die Arch-Quellen, vielleicht sind diese aufgrund der Manpower einfach sauberer abgestimmt als die Manjaro-Quellen. Das Arch-Forum/Wiki sind mit die besten ihrer Art, auch Distributionsübergreifend. Ich schätze das UU-Wiki als erste Anlaufstelle, aber wenn ich Detailwissen will schau ich bei Arch nach. Was den Ton im Forum angeht erkenne ich keinen Unterschied, da sind alle Linux-Foren (oder Foren generell) gleich schlecht. Die Elitisten, Sittenwächter und Hilfssherrifs hast du überall. Einziges Manko: die pacman-Syntax ist, von apt kommend, sehr gewöhnungsbedürftig. Ich brauch da immer einen Spickzettel. Allerdings bringt Antergos ja eine GUI mit und informiert mich über anstehende Updates, das reicht in 95% der Fälle aus. Mir bricht da kein Zacken aus der Krone, ich geb gern zu dass ich es mir einfach mache. Am Ende des Tages will ich ja produktiv sein 😉 Da ich aber Anwender bin und kein Gaudi-Frickler interessiert mich der technische Unterbau aber eh weniger. Produktiv Arbeiten kann ich mit Antergos, Kubuntu und Linux Mint gleichermaßen gut. Hauptsache es läuft alles rund und out-of-the-box. Das RR ist halt momentan mein persönlicher Geschmack, deswegen Antergos. 31. Mai 2017 09:53 Tatsache ist, man hat bei jeder größeren Aktualisierung oft Probleme, wo man selbst Hand anlegen, ggf in Foren Lösungen suchen oder anfragen muss. Kann tomtomtoms Erfahrung bestätigen. Ich kann mich erinnern, dass man kürzlich mal händisch wegen der Systemzertifikate eingreifen muss. Aber sonst: Nope. Es ist aber eigentlich auch nich so wild, sich https://www.archlinux.org/news/ in seinen RSS-Reader zu schmeißen. Und wenn ich mir das als HTML anzeigen lassen, dann finde ich auf der ersten(!) Seite News bis 4(!) Jahre in die Vergangenheit, von denen die große Mehrheit informativen Charakter hat und ganz wenige wirklich Intervention nötig machen. (...) ich am nächsten Tag beim Hochfahren nicht ins System kam – "Kernel-Panic" – platzte meine Geduld endgültig. Kernel Panic hat vermutlich der Hardware zu tun. Von was für einer Hardware reden wir? Und: In solchen Fällen bietet es sich an, den linux-lts-Kernel als Backup zu installieren. Hatte ich jahrelang, hab's dann aber mangels Bedarf aufgegeben. Auf ständige Reparaturen und umfangreiche Basteleien hatte ich dann keinen Bock mehr. Jetzt springen sicher gleich wieder Arch-Linux-Jünger auf, und werfen mir vor, ich hätte das System nicht verstanden, oder hätte gleich Arch pur nehmen sollen, was aber völlige Dauerbaustelle bedeutet hätte. Meine einzige Erklärung bisher ist, dass Nicht-Arch-Pur der Grund für die Probleme sein könnte. Denn mit Arch pur hörst du von Leuten reihenweise, wie sauber das läuft. Jemand, der nicht ständig am Betriebssystem rumbasteln will, sondern auf ein stets einsatzbereiten Arbeitsrechner angewiesen ist, sollte grundsätzlich von Arch Linux und seinen Derivaten wie Manjaro die Pfoten lassen! Meine Erfahrung: Wer sich einmal die Zeit nimmt, es richtig zu machen, braucht es auf absehbare Zeit nicht wieder tun. Debian Sid (unstable) habe ich wegen aktueller Hardware längere Zeit auf dem Server genutzt. Konnten nicht klagen. Habe ich auch noch nie erlebt, aber dass sowas passieren kann (und passiert) liegt in der Natur der Sache bei der konventioneller Paketverwaltung. Ansonsten schau dir mal NixOS an. Aber Warnung: Du wirst basteln müssen. Meine Erfahrung ist dem diametral entgegengesetzt. Ich hatte noch nie so wenig Arbeit mit dem System. Sogar auf dem RaspberryPi nutze ich jetzt ArchARM statt Raspbian oder Ubuntu, weil das halt genauso zuverlässig läuft, die Software aktuell ist und ich auf Dist-Upgrades verzichten kann. Insofern möchte ich deiner Auffassung die Allgemeingültigkeit absprechen. Vor allem kann der Zeitpunkt der Aktualisierung SELBST festgelegt werden, was im betrieblichen Bereich bzw. bei einem produktiv eingesetzten System vorraussetzend ist, als wie bei Arch Gefahr zu laufen, dass eine unachtsam eingespielte Aufdatung das System schlagartig schrottet und der Arbeitsfluss zum Stillstand kommt. OK, den Teil verstehe ich nicht mehr. Bei stabilen Distros musst du den Aktualisierungszeitpunkt eigentlich gar nicht festlegen, weil ja (theoretisch) nix kaputt gehen kann. Selbstverständlich kannst du es trotzdem. Bei Arch musst du sogar manuell die Upgrades machen, sprich, du legst du Zeitpunkt selbst fest. Linux hat kein Paketsystem. Das haben Distributionen. Und wie gesagt: NixOS Man müsste ein völlig neues Betriebssystem mit Mikrokernel und klarer Trennung zwischen System, Treibern und Anwendungen schaffen. Hä? Linux ist der Kernel (das, was du System nennst, schätze ich), und das liefert die Treiber gleich mit. Ich wüsste nicht, wieso man das trennen sollte, zumal das ja auch nicht die Problematik ist, die du hier ansprichst. Anwendungen sind auch jetzt schon getrennt, deshalb gibt es ja die vielen Konzepte und Umsetzungen zur Paketverwaltung. Aber du hast Recht: Keine Lösung zur Paketverwaltung ist optimal und alle sind Kompromisse. 31. Mai 2017 11:14 \m/ TINYCORE!!!!11 \m/ 31. Mai 2017 12:30 Also mit Linux Mint habe ich soeben den Test gemacht: "Der VR-ComputerCheck hat keine veraltete Software gefunden." Ich finde die Vorgehensweise bei Mint vernünftig, Aktualisierungen in 5 Ebenen zu unterteilen und dem Benutzer die Entscheidung zu überlassen, wie tief im installierten System eingegriffen werden soll. Ich habe von Anfang an stets alle Aktualisierungen bis einschließlich Ebene 5 vorgenommen, und nie Probleme deswegen. Man ist wohl einfach nur übervorsichtig, jedenfalls tausendmal anwenderfreundlicher als ins offene Messer rennen zu lassen. Richtig; wenn jedoch im hauseigenen Forum schon nachgelesen werden kann, dass den Maintainern und Hauptinitiatoren die Kiste hin und wieder um die Ohren fliegt, KDE futsch geht usw., dann weiß man, dass es Käse ist. Wie gesagt, mein Post hier soll nicht Arch-Nutzer verprellen, sondern nur jene warnen, die meinen Manjaro sei so einfach wie Ubuntu / Mint, weil dies immer so dargestellt wird; und Rolling Release unbedingt die beste oder einzige Lösung, um aktuelle Software zu haben oder gut am Rechner zu arbeiten. Ich überlege, bis Mint 18.2 rauskommt, Arch pur zu installieren und zu testen. Da ich Cinnamon-Fan bin, habe ich Angst, dass bei der nächst größeren Neuerung irgendetwas zerschossen wird, und ich das gesamte System von vorne bis hinten wieder neu einrichten muss; denn das Personalisieren der Oberfläche nimmt viel Zeit ein, je nach Ansprüchen. Bei Mint hat man jedenfalls schon das allermeiste voreingerichtet. Die Brandaktualität ist für mich mittlerweile überhaupt kein Anreiz mehr, Arch zu nutzen, höchstens, dass das System etwas schlanker und flotter läuft, und ich mir weniger Wartungsarbeit spare, wie hier so heraufbeschworen wird. 31. Mai 2017 12:59 Also ich nutze ebenfalls Arch (von Ubuntu kommend) seit vielen Jahren. Grund für den Wechsel waren die "Updateorgien" alle 6 Monate (ich wollte halt aktuelle Software). Läuft bei mir super. Es gab schon einige Male Updateprobleme, die nicht sofort lösbar waren. Da ich Arch auf produktiv nutze, habe ich eine zweite Systempartition, die ich gelegentlich mit dem (stabilen) Hauptsystem synchronisiere (Skript). Funktioniert das Hauptsystem nicht einwandfrei, kann ich solange mit dem Ersatzsystem arbeiten, bis ich Zeit finde das Problem zu lösen. Kommt aber extrem selten vor. Jeder soll nutzen, was er mag und was seinen Ansprüchen und Fähigkeiten entspricht. Für mich ist Rolling Release jedenfalls genau richtig. Das System von dem ich gerade schreibe ist ein Arch vom 12.9.2011. Hat schon mehrere Hardwarewechsel (Rechner und Festplatten) hinter sich und läuft immer noch stabil, schnell und ist top aktuell ☺. 31. Mai 2017 16:12 (zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2017 16:14) Jeder soll nutzen, was er mag und was seinen Ansprüchen und Fähigkeiten entspricht. Das System von dem ich gerade schreibe ist ein Arch vom 12.9.2011. Hat schon mehrere Hardwarewechsel (Rechner und Festplatten) hinter sich und läuft immer noch stabil, schnell und ist top aktuell ☺. Das finde ich toll. Ich selbst benutze Ubuntu-Mate, habe Arch noch nie verwendet. PS: Für Arch Linux interessierte kann ich den Youtube Kanal von unicks.eu empfehlen, im Video Arch Linux für den Super-DAU | in 15 Minuten installieren sieht man das es recht schnell installiert werden kann. 31. Mai 2017 16:39 (zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2017 16:50) Kurzum: Rolling Release ist allenfalls eine Mode-Macke, und nützt nur in den seltensten Fällen wirklich. Kann ich keinesfalls nachvollziehen … „Mode-Macke“ ist schon eine harte Anschuldigung. Bei vielen „rollt” das System schon seit Jahren ohne arge Probleme. Also von Modeerscheinung keine Spur. Auch ich habe meine Installation schon lange hinter mir. Klar gibt es auch mal Probleme bei einer Aktualisierung. Aber entweder sind die schnell gelöst oder betreffen nichtmal das Grundsystem selbst, sondern irgendwelche andere software, die für die grundlegende Lauffähigkeit nicht wirklich nötig ist. Aktuelles Beispiel bei mir (Arch) ist das Lautstärkeregelapplet in meinem dock unten. Es läuft nicht seit irgendeiner Aktualisierung diesen Frühling. Aber mich stört es nicht wirklich, da ich Alternativen hab zur Lautstärkeregelung. Ich kümmer mich um das „Problem“, sobald ich Lust dazu hab. 😉 Generell habe ich bei Programmen, die ich häufiger nutze, eine Alternative parat. Fällt bei mir mal das Musikprogramm ein paar Tage aus, nutze ich halt solange den Ersatz. Selbst wenn der olle alte Fenstermanager Compiz mal zickt, einer meiner zentralsten Komponenten, kann ich immernoch Openbox benutzen. Compiz läuft aber noch immer hochverfügbar. 😉 Ich bin vorwiegend zu rolling release gewechselt, weil mich die halbjährigen Gesamtaktualisierungen bei Ubuntu immer wieder genervt haben. „Bööh … schon wieder am besten neu installieren und sich an einige Funktionsänderungen neu gewöhnen. Das hab ich doch neulich erst gemacht.“ Und hat mans nicht gemacht, war man halt nicht auf neuerem Stand, was vor allem beim browser ekelig war, aber auch bei anderen Programmen, die eigene Veröffentlichungsperioden hatten (Gimp z.B.) Ubuntus blöde Fremdquellenbastelei war auch irgendwann zu aufwändig zu warten. Bei Arch habe ich keinen Zyklenzwang. Ich aktualisiere einfach zeitnah, wann es mir passt und dann gibt es überschaubare Aktualisierungen und nicht praktisch alles, wo einem der Durchblick dann fehlt. Ist es durchgelaufen, ist alles nicht nur aktuell, sondern praktisch am aktuellsten. Das aktuelle Linux funktioniert auch mit rolling release. Sieht man ja an Arch oder Gentoo. Gibt nicht wenige zufriedene Nutzer, also kann es so falsch gaar nicht sein. Von Flatpak und Co halte ich gar nichts, das zerstört den ganzen Paketmanagement-Gedanken, der Linux erst gerade erfolgreich abhebt von Dingen wie bei Windows. Der Kram soll bitte nicht dominant werden. Da hoffe ich stark auf eine Modeerscheinung. ;P Dass der Linux-Kernel ein Monolithmonster ist finde ich zwar auch suboptimal, aber noch funktionierts ganz gut. Mal sehen was aus dem Rust-Betriebssystem wird, was aber ein anderes Thema ist. Achja: x-Apps sind nun wirklich nicht „Standard“ und einen screenruler braucht man nicht, wenn man den Bidlschirm sauber eingestellt hat. ;P Systemrelevant sind solche Programme sowieso nicht. ^^ 31. Mai 2017 17:09 (zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2017 17:14) Klar gibt es auch mal Probleme bei einer Aktualisierung. Aber entweder sind die schnell gelöst oder betreffen nichtmal das Grundsystem selbst, sondern irgendwelche andere software, die für die grundlegende Lauffähigkeit nicht wirklich nötig ist. Aktuelles Beispiel bei mir (Arch) ist das Lautstärkeregelapplet in meinem dock unten. Es läuft nicht seit irgendeiner Aktualisierung diesen Frühling. Aber mich stört es nicht wirklich, da ich Alternativen hab zur Lautstärkeregelung. Ich kümmer mich um das „Problem“, sobald ich Lust dazu hab. 😉 Generell habe ich bei Programmen, die ich häufiger nutze, eine Alternative parat. Fällt bei mir mal das Musikprogramm ein paar Tage aus, nutze ich halt solange den Ersatz. Selbst wenn der olle alte Fenstermanager Compiz mal zickt, einer meiner zentralsten Komponenten, kann ich immernoch Openbox benutzen. Compiz läuft aber noch immer hochverfügbar. 😉 Danke für dieses Geständnis. 😉)) Wie gesagt, jedes halbe Jahr Ubuntu / Mint neu zu installieren, ist völlig überflüssig und dient oft nur zum Befriedigen des Aktualisierungswahns. Und die X-Apps sind in Cinnamon Standard. Mir gefällt halt deren klassische Oberfläche. Screen-Ruler dient zum Messen von was auch immer am Bildschirm; es gab durchaus Fälle, wo ich mal einen Abstand wissen wollte. Wie gesagt, es waren nur einfache Beispiele dafür, dass die Arch sowie Manjaro Paketquellen standardmäßig nicht immer das bieten, was Ubuntu / Mint von Haus aus mitbringen. Auch ist mir ein einheitliches Aussehen wichtig, weshalb ich Qt-Pogramme meide. 31. Mai 2017 17:46 Kann man als Wahn sehen, kann Interesse an aktuellen Entwicklungen sein, kann Notwendigkeit sein (aktuelle Hardware) und kann Sicherheitsbedürfnis sein. Du machst es Dir mit Deinen Urteilen m.E. zu einfach. Und die X-Apps sind in Cinnamon Standard. Ja, das war eine Entscheidung der Entwickler dies zu tun. Arch- oder Gentoo gehen z.B. wieder ganz andere Wege (obwohl Arch xapps 1.0.3 sogar im Community-Repository hat). Das heißt aber doch nicht, dass Cinnamon nun besser/aktueller/schöner ist, weil eine spezifische Technik standardmäßig implementiert ist. Mir gefällt halt deren klassische Oberfläche. Nachvollziehbar. Hat aber nichts mit dem Thema im Titel zu tun 😉. Screen-Ruler dient zum Messen von was auch immer am Bildschirm; es gab durchaus Fälle, wo ich mal einen Abstand wissen wollte. Wie gesagt, es waren nur einfache Beispiele dafür, dass die Arch sowie Manjaro Paketquellen standardmäßig nicht immer das bieten, was Ubuntu / Mint von Haus aus mitbringen. Überhaupt keine Frage, dass eine unabhängige kleine Distribution wie Arch nicht die Zahl an Binärpaketen mitbringt wie z.B. Debian oder Ubuntu. Aber zusammen mit dem AUR bekommt man fast alles, was man sich so wünschen kann. Und das fast immer auf dem aktuellen Stand und nicht aus um Jahre veralteten PPAs. Auch ist mir ein einheitliches Aussehen wichtig, weshalb ich Qt-Pogramme meide. Was jetzt aber auch nicht unbedingt was mit Manjaro/Rolling Release zu tun hat. Hier scheint es Dir doch eher um "Linux Mint/Cinnamon sind toll" zu gehen. 1. Juni 2017 11:01 (zuletzt bearbeitet: 1. Juni 2017 11:14) kann ich so voll und ganz bestätigen, wobei ich nur 4,5 Jahre bei arch bin (stable). Nutze btrfs mit Daten raid0 und Meta raid1. DAher update ich über ein script welches mir erstmal snapshots macht und dann update durchführt. Dabei kann ich auch mein snapshot booten falls es mal zum Fehler kommt aber ich habe es noch nie genutzt. Also +1 👍 Erwähnen möchte ich auch nochmal, er schreibt von Manjaro und Manjaro ist nun wirklich nicht archlinux, da liegen Welten zwischen!
de
q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Die EIBProdukteProjekteEFSIInvestor RelationsAktuellesKontakt Erhebung der EIB zur Investitionstätigkeit Mittel kombinieren Wozu dient der Europäische Fonds für strategische Investitionen?? 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KMU stellen weit mehr als 90 Prozent aller Unternehmen in der EU und beschäftigen zwei Drittel der aktiven Erwerbsbevölkerung. Eines der vorrangigen Ziele der EIB-Gruppe besteht darin, KMU und Midcap-Unternehmen besser mit Kapital zu versorgen. Allein 2015 stellte die EIB-Gruppe für KMU und Midcap-Unternehmen weltweit Finanzierungen im Umfang von 28,4 Milliarden Euro bereit.Unsere Strategie: Die EIB-Gruppe ist ständig bestrebt, ihre Unterstützung für KMU und Midcap-Unternehmen auszuweiten. Wir haben unsere Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten und öffentlichen Förderbanken intensiviert, um maßgeschneiderte innovative Finanzierungslösungen für KMU und Midcap-Unternehmen zu entwickeln und die verfügbaren Ressourcen optimal auszuschöpfen. Besonders wichtig ist uns die Entwicklung innovativer Produkte und Partnerschaften, die KMU und Midcaps in allen Entwicklungsphasen den Zugang zu Finanzierungen erleichtern und ihnen bessere Finanzierungskonditionen bieten. Mit ihrem finanziellen und technischen Know-how übernehmen die EIB und der EIF in diesem Schlüsselsektor der Wirtschaft eine Katalysatorrolle, um ein intelligentes, nachhaltiges und inklusives Wachstum zu ermöglichen. Wenn Sie als KMU Finanzierungsmittel benötigen und wissen wollen, welche zwischengeschalteten Institute zurzeit mit der EIB-Gruppe zusammenarbeiten, können Sie diese Information auf folgenden Websites abrufen: Liste der zwischengeschaltete Finanzinstitute der EIB Finanzierungen des EIF für KMU Midcap-Unternehmen, die ein Darlehen benötigen, können sich direkt mit der EIB in Verbindung setzen. Finanzinstitute, die mit der EIB-Gruppe zusammenarbeiten möchten, können sich auf folgenden Seiten informieren: EIB Darlehen der EIB über zwischengeschaltete Institute Garantieinstrumente Fazilität für Handelsfinanzierungen von KMU EIF www.eif.org Azkoaga Interiorismo, SpainIn Bilbao, budding interior designer, Elisabete Azkoaga has been able to turn her dream of opening up her design ideas to a wider public thanks to the help of a €15,000 loan from EIB partner bank, Microbank. After two years of working hard from home, Elisabete wanted to expand her business but lacked the necessary finance. Elisabete’s company, Azkoaga Interiorismo, offers interior design services which incorporate second-hand furniture and objects designed in Africa sourced from local projects. “When I took the decision to open the shop I told a friend about my plans and my need to ask for a loan. She thought that the best thing was to apply for a micro-loan from MicroBank, supported by the European Investment Bank,” she tells us in this short video.Gulliver Cooperativa Sociale, ItalyGulliver is a social cooperative based in Modena, Italy. Like all social cooperatives, Gulliver aims to promote the general welfare of the region in which it operates, ensuring societal benefits through the provision of services to the most needy be these children, people with disabilities, or senior citizens. An EIB loan via partner bank, Banco Popolare, enabled Gulliver to support their all-important work.Spanische Unternehmen auf ErneuerungskursEin EIB-Darlehen von 4 Millionen Euro über unsere Partnerbank Santander an die Pharmagruppe Gadea (Gadea Grupo Farmacéutico) war entscheidend für den Wachstums- und Innovationsprozess der Gruppe. Die Gadea-Gruppe setzt auf Forschung, technologische Entwicklung, Qualität und Internationalisierung. Ihr Personal ist dadurch von sechs Mitarbeitern auf mittlerweile über 300 Beschäftigte angewachsen.Ein Traum aus Kohlenstoffstahl Es wurden keine Downloadformate definiert. Rechte Frei KMU benötigen zuverlässige Finanzierungspartner, um zu überleben und zu wachsen. Viele kleine Unternehmen haben am Anfang nur eine Idee und wenig sonst vorzuweisen. Eines von ihnen ist das im Bereich Karbonstahl-Fittings tätige Unternehmen SARA. Über das EIB-Partnerinstitut CEC Bank erhielt es Darlehen von 9,9 Millionen Euro, mit denen die Unternehmensgründer ihre Träume verwirklichen konnten.Tragfähige Finanzierungen für griechische KMUDie Unterstützung des EIF hat es tausenden von innovativen KMU in ganz Europa ermöglicht, den Geschäftsbetrieb aufzunehmen und ihre Tätigkeit auszuweiten. Eines von ihnen ist Workable, ein Softwareunternehmen, das Firmen bei der Verwaltung ihrer Einstellungsverfahren hilft. Wollen Sie mehr wissen? Sehen Sie sich das Video an ... Rumänien: EIB setzt Unterstützung von KMU, Midcap-Unternehmen und Kommunen über die Banca Transilvania S.A. fort Tunesien: EIB unterstützt verstärkt tunesische Unternehmen VeröffentlichungenEIB unterstützt türkische KMUKMU-Bericht 2014Vorfahrt für kleine und mittlere UnternehmenEIB INFO N.156 - Kreditklemme für KMU und Midcap-Unternehmen beseitigenBericht über die Förderung von KMU 2013Supporting SMEs in 2012 Die FEMIP und die Förderung von KMU im MittelmeerraumJEREMIE: Einsatz von EU-Strukturfondsmitteln für KMU über Holding-FondsThe European Investment Bank Group support to SMEs 2008-2010Die 2007 von der EIB in der EU durchgeführte KMU-Konsultation und ihre wichtigsten ErgebnisseWeitere Veröffentlichungen Drucken E-mail Erfahren Sie hier mehr über Ihre Fördermöglichkeiten Kalender 2015101313okt 15EIB-Workshop: Finanzierung von KMU über ...Brüssel2015061717jun 15Greater Region Business DaysLuxemburg2015031212mär 15EIB erleichtert KMU und Midcap-Unternehmen in ...Brüssel2014112727nov 14Workshop über KMU-Finanzierungen der EIBBrüssel2014102222okt 14Mobilisierung von Kapital für KMUBrüssel2014020505feb 14EU-Seminar über Zugang zu FinanzierungenDublin2013062424jun 13Europäische Konferenz für KMU‑FinanzierungParis2012032727mär 12Unterstützung KMU in EntwicklungsländernLondon SE1 7NASuchen Sie ein KMU-Darlehen?Wenden Sie sich an eines unserer Partnerinstitute! KMU-Bericht 2014Die EIB-Gruppe wird in der EU-Landschaft weiterhin maßgeblich daran beteiligt sein, produktive Investitionen in Wachstum und Beschäftigung anzustoßen.Die Gruppe sagte 2014 neue Finanzierungen in Höhe von 28,1 Milliarden Euro zu und erreichte damit rund 290 000 kleine Unternehmen mit 3,9 Millionen Beschäftigten weltweit.Vorfahrt für kleine und mittlere UnternehmenDie EIB-Gruppe ist ein führender Geldgeber für KMU und Midcap-Unternehmen in Europa. Mit ihrem finanziellen und technischen Know-how übernehmen die EIB und der EIF eine Katalysatorrolle, um ein intelligentes, nachhaltiges und inklusives Wachstum zu ermöglichen.Ecos Chocen, Czech RepublicFor over 20 years, the private family-owned engineering company Ecos Choceň has been ... Vorgeschlagene Darlehen - Globaldarlehen Unterzeichnete Darlehen - Globaldarlehen Vickers Laboratories, UKFamily owned business Vickers Laboratories was established in 1969 as a manufacturer of chemicals. ... 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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Rundbrief, Ostern 2000 Sie waren sicher tief verstört, als Sie erfuhren, wie unfähig sich der (englische) National Health Service erwies, mit dem vorhersehbaren Bettenbedarf und der Hausbehandlung während der vor Kurzem eingetretenen Grippeepidemie und/oder mit seit der Zeit eingetretenen Notfällen umzugehen. Dieses Versagen zusammen mit den Shipman Morden und der geheimen Aneignung von Körperteilen ver–mittelt den Eindruck , der NHS werde zum Vorteil seiner führenden Organe und weniger zu dem derer, denen er dienen sollte, geführt. Der Leitartikel vom –Daily Telegraph, 7. Januar, sagte : "Für diejenigen, die ernsthaft erkranken, ist dies ein gefährliches Land ... wenn wir aufrichtig darüber reden wollen, müssen wir erkennen, daß es ein großes Problem gibt. Eine Möglichkeit wäre, den für die Gesundheitsvorsorge vorgesehenen Prozent–satz des Nationalproduktes zu erhöhen ... [Aber] das würde ein monolithisches System verstärken, das schon bisher eine Neigung zeigte, diejenigen, die diesen Dienst leisten, gegenüber denjenigen, die ihn erhalten, zu bevorzugen ...". Das ist nur ein Rundbrief und daher kann ich nur kurz über dieses Problem sprechen. Und doch möchte ich sagen, wo man enorme Einsparungen erzielen könnte, und zwar sofort und zum unschätzbaren Vorteil der Leidenden. Rupert Sheldrake PhD., FRS, ein überragender Wissenschaftler mit der verblüffenden Begabung, die grundlegenden Fehler der materialistischen Weltsicht bloßzustellen, vertritt die Auffassung, daß die Wirklichkeit mehr dem gleiche, was diese Stiftung vertritt (siehe 'The True Reality' und unseren Weihnachtsrundbrief 1999), als dem, als dem, worauf die offizielle Wissenschaft aufbaut. Seine Forschungen sind unbezahlbar, weil sie uns helfen, ein besseres Verständnis der Wirklichkeit zu erlangen, in der wir unser Leben als Kreaturen aus Körper, Seele, Geist und Gehirn, Emotionen und Verstand zubringen. Er schreibt über Telepathie und sagt : 'eingefleischte Skeptiker glauben, daß irgendwelche geheimnisvolle, der Wissenschaft nicht bekannte Verbindungen unmöglich sind oder zu unwahrscheinlich, als daß man sich ernsthaft damit befasse'(1). Damit geht Hand in Hand, daß die Arbeit, die von der EBF geleistet wurde, keine Anerkennung fand, obwohl wir von Dr. Alex Forbes, MA., DM., FRCP., (dem wohl am besten bekannten Alternativarzt der letzten Jahrzehnte) als wahrscheinlich erfolgversprechendster, dem NHS offenstehender Weg ausgesucht worden waren. (Die Hervorhebungen bei den Zitaten stammen von mir). Als der NHS gegründet wurde, geschah dies mit den höchsten Idealen: die Nation von allen Krankheiten zu befreien. Dazu sollte es unbeschränkten Zugang zu allen 'orthodoxen' sprich 'allopathischen' Medikamenten geben. Niemand konnte sich vorstellen, daß die Hersteller von Medikamenten/Drogen davon profitieren würden. Aber schon seit einigen Jahren sind die Preise, von denen sie sagen, sie seien nötig, um dies oder das oder etwas ganz anderes zu bekämpfen, höher, als das Land es sich leisten kann und wenn Berihte der letzten Zeit stimmen, dann haben Pharmafirmen den NHS ausgenützt, um klinische Versuche zu finazieren, um die weltweite Verbreitung ihrer Medikamente zu fördern. Medien, die sich dessen nicht bewußt waren, bauten ein krankheitsorientiertes Publikum auf, das nach unerhört teuren Medikamenten und Massenimpfungen schreit. Weder die Medien noch ihr Publikum erkennen, daß der Materialismus in Verruf gerät. Das heißt, sie begreifen nicht, daß es etwas Wichtigeres als Krankheiten und Medikamente gibt, nämlich die Gewißheit, daß sich die Wissenschaft auf dem Holzweg befindet. Aufschlußreich dazu, wie auch zu der Unfähigkeit des NHS zurechtzukommen, ist der Brief, den Dr. Alex Forbes zur Unterstützung unseres Ansuchens, als wohltätige Einrichtung anerkannt zu werden, an die Mitglieder der Charity commission schrieb. Auszugsweise schreibt er : 'Während der letzten 12 Jahre erkannte ich, daß das allopathische System den Kurvengipfel des Gesetzes vom abnehmenden Ertrag überschritten hatte' [d.h. Nebenwirkungen allopathischer Medikamente verursachen Krankheiten in 1,17 Millionen Fällen : plus/minus 2 % der Bevölkerung zu einem gegebenen Zeitpunkt sind wegen ärtzlicher Tätigkeit hospitalisiert.In der Tat, nach des Journal of the American Medical Association (1998; 279; 1200–05), Reaktionen zu iatrogenische Drogen sind die viertgrößte Todesursache der Welt (nur Herzkrankheiten, Krebs und Schlaganfälle töten mehr als vorgeschriebene Medikamente). Antibiotika züchteten Superkeime heran und schädigten das Immunsystem von Mensch und Tier. Das allopathische System bringt sich] 'rasch durch seine Preise in eine unmögliche Situation. Ich habe mich besonders mit alternativen Therapiesystemen befaßt, weil die einzig mögliche Antwort auf diese Zustände die Diversifikation ist ... Als Ergebnis dieser Studien habe ich VITA FLORUM (den Vorläufer von Vita Fons II) als eines der vielversprechendsten Heilmittel ausgesucht. Es ist billig in der Herstellung, leicht anzuwenden und kann sehr wohl universell angewendet werden ...'. Wurde 'Diversifikation' von den Behörden überhaupt in Betracht gezogen ? Im Gegenteil : die Medicines Controll Agency (GMC) [die Medikamenten Kontrollbehörde] — die Bezeichnung ist falsch, denn die Behörde kontrolliert nicht die Medikamente, sondern knebelt die Verteiler nicht orthodoxer Heilmittel (2) — engagiert sich heftig, jeden letzten Rest von 'Diversifikation', den der NHS so dringend bräuchte, zu beseitigen. Sie versuchen sogar zu verhindern, daß Geschäfte Mineralstoffe und Vitamine führen, die doch Nahrungsmittel und keine Medikamente sind. Wie recht Dr. Forbes hatte, gerade VITA FLORUM zu empfehlen, geht aus einem Brief hervor, den wir vor einiger Zeit erhielten : 'Ich möchte schriftlich niederlegen, daß ich viele Jahre hindurch VITA FLORUM und Vita Fons II: Salben gekauft habe. Das erstere wurde mir 1983 von Freunden empfohlen, die es als 'Zaubercreme' bezeichneten ... und ich entdeckte, daß es für verschiedene Zwecke unschätzbar war und in der Verwendung auch unglaublich preiswert. Es folgen NUR EINIGE seiner Anwendungsmöglichkeiten : Sonnenbrand, Kopfweh, Windelausschlag bei Babies, juckende Augen (man streicht es sanft über die Augenlider), alle Hautirritationen, Verbrennungen, Verbrühungen, etc., Bisse, Insektenstiche etc. All das Genannte war für uns viele Jahre hindurch selbstverständlich'. [Das heißt, die 'Zaubercreme' ermöglichte es den Familienmitgliedern, (1) mit der schlimmsten Art von Wunden, die lebendes Gewebe zu ertragen hat, nämlich Verbrennungen und Verbrühungen, (2) mit injizierten Giften (Insektenstiche und –bisse), (3) Entzündungen von Augen– und Gehirngewebe, (4) Windelausschlag (Infektion), und (5) alle Hautirritationen]. 'Gleichwohl fühlte ich mich gedrängt, diesen Brief zu schreiben, besonders weil ich bekräftigen wollte, daß ich ohne jede Medikation (oder Nebenwirkungen) eine Infektion überstand, mit der mein Immunsystem nicht fertig wurde, nämlich Strahlfäule(3). Nach der ersten Woche schierer Verzweiflung versuchte ich die 'Zaubercreme' und sie half ! (Diese Anerkennung des Wertes Ihrer Arbeit) ist meine Art und Weise, Ihnen "Danke" zu sagen'. Berichte wie diese sind der einzige Ausgangspunkt, den wir haben können, wenn wir, wie Dr. Forbes den Wert von etwas erforschen wollen, das, weil sein aktives Prinzip nichtmateriell ist (genau : numinose Energie), unbegrenzt zur Verfügung steht, 'preiswert herzustellen, leicht anzuwenden und möglicherweise universell anwendbar'. Ein anderer regelmäßiger Anwender schreibt, erstaunt von der Stärke und den Resultate : 'Eines Tages muß es sich sicherlich auf der Weltkarte wiederfinden'. Die Arbeit des EBF ist sehr praktisch. Wie die Dame mit der Strahlfäule (und viele andere) herausfanden, sind die Produkte unschätzbar, erstens wegen der großen Bandbreite von Beschwerden, bei denen sie jedermann sicher einsetzen kann, zweitens weil sie im Gebrauch 'sehr sparsam sind' und drittens weil — gleichgültig ob die Beseitigung einer Behinderung oder die Wiederherstellung von Gewebe gebraucht werden — sie ohne die Notwendigkeit einer Diagnose benützt werden können. Sie können sicher so breit eingesetzt werden, daß es einen wirklich großen Abstrich von 'dem Prozentsatz des Nationalproduktes, der für die staatliche Gesundheitsvorsorge vorgesehen ist' machen würde, (was beträchtliche Summen öffentlicher Gelder für die Wohlfahrt, die Erziehung, die Polizei, etc., etc., frei werden würden). Der Engpaß bei Spitalsbetten und Notfallabteilungen könnte zu einem sehr beträchtlichen Ausmaß verringert werden durch eine Bevölkerung, die in die Lage versetzt wird, mit vielen Problemen zurechtzukommen, die jedoch derzeit so konditioniert ist, daß sie sich für unfähig hält, sie in Angriff zu nehmen. Wie die Dame mit der Strahlfäule sagt, ist die Liste der Anwendungsmöglichkeiten für das billige und ökonomische Vita Fons II viel länger als in ihrem Brief aufgeführt. Zusätzlich kann und wird es auch vielfach mit alternativen Therapien zusammen angewendet. Es kann auch mit jeder Art von Medikation verwendet werden. Ich habe hier vor mir einen anderen Brief, den ich nicht 'vor einiger Zeit' sondern erst kürzlich erhielt. (Unsere numinose Energie wurde seit 44 Jahre gebraucht. Und manche Leute haben sie 44 Jahre lang verwendet): 'Sie sind vielleicht an einer kleinen Forschung, die ich eine Zeitlang unternahm, interessiert — jede Person, die ich mit Vita Fons II versorgte, erkannte, daß es die Antwort für ihre speziellen Probleme und noch einige andere mit sich brachte ! (z.B. sie schliefen besser oder Geschwüre wurden geheilt). Aber es gab auch drei Leute mit einer anscheinend negativen Einstellung, die entweder keine Besserung erkennen konnten oder feststellten, daß die Einnahme von Vita Fons II Wasser dazu führte, daß 'sie sich nicht ganz wohl fühlten', und so gaben sie auf — sehr zu meinem Bedauern. Dann, etwa ein Jahr später, bekamen alle drei Krebs. Ich fand das faszinierend und frage mich, ob ihnen das etwas sagen sollte, da sie im prekanzerösen Stadium waren, als sie Vita Fons II nahmen. Und ich würde sehr gerne wissen, was Sie darüber denken'. Es ist ganz klar, daß diese drei Personen unsere Produkte ohne Berücksichtigung unserer Anwendungshinweise nahmen. Dies erscheint als außerordentlich unintelligent, wenn man sich nicht in seiner gewohnten Form befindet und eine ganz neue Methode die Fähigkeit zurechtzukommen wiederherzustellen. Die 'Anwendungshinweise' sind sehr klar : wenn die Einwirkung gering ist oder wenn eine Reaktion eintritt, dann sollte man MEHR nehmen. Diese Tatsache stammt von der Fähigkeit von Vita Fons II den Körper (als Funktionseinheit) dazuzubringen, daß er viel dringender Hilfe braucht als er annahm. Wenn er erkennt, daß er in Schwierigkeiten ist, gebraucht er die einzige Sprache, die er hat, DER KÖRPER WILL MEHR. Die Vita Fons II Produkte werden so hergestellt, wie sie hergestellt werden, da mein Bewußtsein (von den himmlischen Mächten(4)) die Erlaubnis bekam, sowohl in dem sonst unzugänglichen "Garten von Eden" als auch der "Heiligen Stadt", die wir erbauen sollen, aufzutauchen. Das heißt, es wurde mir (von einer existierenden Macht) die Gelegenheit gegeben, diese beiden makellosen Seinsbedingungen zu beobachten und daran teilzuhaben, innerhalb derer alle morphischen(5) Einheiten in sich selbst vollkommen sind und auch in Beziehungen synergetisch interagieren. Das heißt, daß in Vita Fons II ein Gewahrsein eingebaut ist, daß die grundlegenden Bedürfnisse aller morphischen Einheiten vielmehr spirituell als psychosomatisch sind. Und wenn wir frei von Krankheiten und Unfällen sein sollen, dann müssen wir eine Wirklichkeit erbauen, die so frei vom Sündenfall ist, wie der Garten von Eden und die Heilige Stadt. (Bis dahin ist das Beste, das wir erhoffen können die Fähigkeit synergetisch zurechtzukommen). Als Ergebnis dieser beiden Erfahrungen wurde mir das Wesentliche klar, daß nämlich die Art der Interaktion, die wir Gang setzen, ausschlaggebend ist. Tatsächlich, wie Sheldrake immer wieder betont, erzeugt unsere Absicht ein Feld, das kraftvolle und anhaltende Schwingungen ausstrahlt, die die Zustände, in denen wir und alle Dinge leben, verändern. (Wie es auch Jesus Christus tat). Wie es von Seiten des NHS beabsichtigt wurde, sollte jede menschliche Interaktion immer synergisch, kooperatif, unterstützend, wohltuend, fördernd sein : hilfreich für den Anderen in der Bemühung, in all seinen Teilen und Interaktionen synergisch zu werden. Das Endergebnis der Synergie ist wünschenswerter als es von seinem Ausgangspunkt logisch zu folgern wäre. (D.h. wenn der Magen vitale und gut aufgeschlossene Nahrung an einen effizienten Darm liefert, die wiederum in eine höherwertige Energie verwandelt wird, die wiederum vitale Prozesse in Gang setzt (z.B. Gewahrsein), dann ist das Endresultat eine vitale Person, die fähig ist, ein ausgefülltes Leben zu leben und die tatsächlich in der Lage ist, Zugang zur Göttlichkeit zu finden). Wenn wir als menschliche Wesen Fortschritte machen wollen, dann brauchen wir synergische Beziehungen. Nicht nur für uns selbst (Freunde, mit denen wir Spaß, Kameradschaft und Inspiration teilen, Experten, die unser Gehirn und unseren Verstand anregen, Familienmitglieder, die unsere Liebeserfahrung und unsere Fähigkeit zu lieben erweitern). Wir müssen auch in Beziehungen eintreten, die die Bedürfnisse anderer erfüllen (wie es wohltätige Einrichtungen tun), ob nun diese Bedürfnisse den Boden oder die Pflanzen unseres Gartens oder unsere Haustiere, die unser Leben und unser Heim mit uns teilen, die Vereine, denen wir angehören, die Freunde unserer Kinder, andere Straßenbenützer oder Arbeitskollegen betreffen. Ein Brief, der heute eintraf, habt diesen Punkt hervor. Er beschreibt die Lage einer Familie, die sich zusammentut, um einem kranken Angehörigen eine bessere Chance zu geben, zurechtzukommen. 'Liebe Elizabeth und Ihr alle bei Vita Fons. Ich mußte Ihnen unbedingt berichten, daß mein 72 jähriger Vater, der vor zwei Wochen sehr schwer am Guillan Barre Syndrom(6) erkrankt war, jetzt ein paar Schritte gehen kann und spricht und Messer und Gabel in der Hand hält. Er war paralysiert, hatte Atembeschwerden und sein Mund war durch Schleim verschlossen [Dinge wie Krebs, Katarakte und zäher, übermäßiger Schleim sollten als Hindernisse angesehen werden, die der Metamorphose bedürfen] ... er konnte nicht länger sprechen. Alle zehn Minuten befeuchtete ich seine Lippen mit Tropfen von Vita Fons II Wasser und nachdem sein Mund gesäubert wurde, gab ich ihm das Wasser auf die Zunge. Dies linderte seine wunde Zunge beträchtlich und er begann fast sofort wieder zu sprechen. Dann massierte ich seine Füße und Hände [Zentren vieler Chacren und Akupressurpunkte] und die Stirn [Zentrum des erhöhten Bewußtseins — siehe unsere Anwendungshinweise] mit der Salbe und vereinbarte mit meiner Familie, jedesmal, wenn sie ihn im Spital besuchten, das Gleiche zu tun. Wir sind eine große Familie und so erhielt er eine Woche lang etwa sechs Behandlungen am Tag ! [d.h. die Familie sorgte dafür, daß er genau das bekam, was er brauchte : KEINE großen Mengen von Vita Fons II, sondern HÄUFIGE BEHANDLUNGEN damit. Da seine Familie es so gut und korrekt verwendete, nehme ich an, daß sie auch dafür sorgten, daß Vita Fons II in alle seine Speisen und Getränke hineinkam]. Die Ärzte betrachten ihn jetzt als Wunder und er wid wohl fit genug sein, um in zwei Wochen nach Hause kommen zu können [14 Tage] anstatt in sechs Wochen [ein halbes Jahr !] Dank Ihnen und Gott für diese himmlische Intervention'. Überlegen Sie nur, was diese eine Familie dem NHS an Rechnungen ersparte ! Verminderung der Spitalszeit um mehr als 92% ! Ganz zu schweigen von der Ersparnis an Medikamenten. Wir haben Berichte dieser Art 44 Jahre hindurch erhalten, Berichte über immense Vorteile für Zehntausende mit tausenden verschiedener spiritueller Behinderungen, der Niederschlag, von dem zerstörte Gewebe und gestörte Funktionen herrührten, und die entweder nach einer kompletten Metamorphose (also Umwandlung) oder einer Wiedererstehung traumatisierten Gewebes aller Art verlangten. Es ist traurig, daß es viele Leute gibt, für die das Konzept synergischer Interaktion und Gegenseitigkeit sowie zartfühlender, liebevoller Fürsorge bedeutungslos ist. Diese Leute fühlen sich unsicher und haben daher das Bedürfnis nach Kontrolle. Aber wenn sie diese Kontrolle ausüben, geschieht das zu ihrer eigenen Befriedigung und Überheblichkeit. Ich erwähnte ein schockierendes Beispiel in meinem Weihnachtsrundbrief 1999 : die 5000 jährige Beziehung des Menschen zum Pferd. Seine brutale Behandlung des Tieres, die Tatsache, daß er es darauf anlegt, seinen Willen zu brechen, zu zeigen, daß dies in seiner Macht steht, und daß er es festbinden und prügeln wird, wenn es nicht tut, was er will. Dessen unbewußt, daß JEDE Unfähigkeit und JEDES Versagen das Ergebnis spiritueller Mängel ist, zwingt der Mensch ein kraftvolles und schnelles Tier in seiner Bemühung, den physischen Beweis seiner eigenen Schwäche [der Unfähigkeit zurechtzukommen] und Trägheit [die Unfähigkeit, Hindernisse zu überwinden] zu verwischen, unter sein Joch. D.h. dieses abstoßende Benehmen ist ein Versuch der Kompensation für Unfähigkeit — Verletzlichkeit. Das Gleiche gilt für das medizinische Ansichnehmen von Körperteilen. [Ärzte und Chirurgen kommen nicht zurecht und hoffen, nützliche Hinweise in den Körperteilen zu finden, die sie stehlen. Laut British Medical Journal, Oktober 1991, haben 85% aller medizinischen und chirurgischen Methoden keine wissenschaftliche Basis]. Das ist die derzeitige Situation der Menschheit : unsere Spirituelle Ahne — die völlig ungezähmte 'Eva' (7) hat einen freien Willen. Eva ist nicht in der Lage anzuerkennen, was es ist, das den Garten Eden funktionieren läßt. Sie versteht nicht, daß er ganz und gar von einer allumfassenden Synergie abhängig ist, daß darin jede Form– oder Organisationseinheit die Bemühungen aller anderen unterstützt, das Beste in sich hervorzubringen und daß sie und Adam den Anfang dieser Synergie bilden sollten. 'Alle morphischen Einheiten sind in einer Reihe von Hierarchien organisiert — Einheiten innerhalb von Einheiten : ein Kristall z.B. enthält Moleküle, die Atome enthalten, die wieder Elektronen und Kerne enthalten, die Nuklearpartikel enthalten, die Quarks enthalten', (Sheldrake). Wir und alle lebenden Dinge und Beziehungen sind in Reihen von Hierarchien von Einheiten innerhalb des Feldes (der Schwingungen) enthalten, das von dem transzendenten Gott, dem allerschaffenden Wort gesetzt wurde. Dr. Badcock, ein Psychiater, der Zugang zu dem unbedeutenden kleinen Dr. Shipman hatte, der vielleicht mehr als hundert Leute tötete, des Kitzels wegen, sie sterben zu sehen (so wie es dem, der ein Pferd 'einbricht' Befriedigung verschafft, den Willen eines Pferdes zu brechen) — Dr. Badcock war der Meinung, daß Shipman tief innen 'die Hülse einer Person' war. Und so sind auch die Leute, die sich beweisen müssen, wie bedeutend sie sind, weil sie interessante Körperteile besitzen. Verglichen mit dem, was Eva (der Mensch) wäre, hätte sie (er) nur die volle Bedeutung der Synergie begriffen, ist sie (er) auch bloß eine leere Hülse. Indem er ein Massenmörder wurde, konnte Dr. Shipman seine eigene Bedeutungslosigkeit vor sich verbergen. Er bewies sich, daß er seine Patienten hinters Licht führen konnte und ebenso auch die Behörden : daher war er nicht bedeutungslos — er demonstrierte (sich selbst), daß er jeden an der Nase führen konnte. Der spirituell leere Mensch kompensiert seine Leere. Wie die Hexenjäger von vorgestern schikaniert er die Vertreiber von Heilkräutern und Vitaminen und plagt Gattinnen oder Mitschüler und/oder Angestellte. Das Studium des Shipman Falles zeigt, daß er und das GMC selbstbesessen sind (um sich zu schützen, enthielt das GMC der Polizei wochenlang wichtige Beweismittel vor). Aber Selbstbesessenheit fällt den Menschen leicht, die wie Eva einen freien Willen haben, sie sind tief geschädigt, selbstzentriert und widersprüchlich. Sie bauen ein Selbstbild auf, das sie anderen Lebewesen überlegen zeigt (wie z.B.Pflanzen oder Laborratten). Wie Adam und Eva werden sie ganz und gar von sich selbst besessen. Zurück zu meiner Antwort an die Dame, deren Forschung sie zu der Erkenntnis brachte, daß Vita Fons II die Lösung der Probleme für alle war, denen sie es gab, mit Ausnahme der drei, die sich 'nicht ganz wohl' fühlte. Als sie Vita Fons II einnahmen, enthielten die Körper dieser Menschen Zellen, die gefährlic nahe daran waren, zu entscheiden, daß sie sich selbst beweisen wollten, wie überlegen sie wären, indem sie sich ohne Rücksicht auf den beschränkten Teil, den sie im Körper als Ganzes spielen sollten, vermehrten. Das ist es, was Eva tat, sie ließ die Bedürfnisse der anderen Lebensformen außer Acht. Diese großen Heiler, die alten Ägypter, verehrten 'den Gott der Beschränkung', einen Archetyp ('Thoth' die Säule oder Markierung, die eine Besitzgrenze anzeigte). Was seine eigene Begrenzung ist, ist im Code jeder individuellen Zelle jedes einzelnen Lebewesens festgelegt. Wenn Zellen beabsichtigen, ihren Code zu verlassen (um in Evas Fußstapfen zu treten), brauchen sie ganz eindeutig ein größeres Bewußtsein, das ihnen, wenn es oft genug angewendet wird, Vita Fons II zu erreichen helfen wird. Indem wir Überheblichkeitssymptome wie Shipman zeigen, erlauben wir eine Ausdehnung der Städte ohne an die Bedürfnisse anderer Lebensformen zu denken. Wie Sheldrake sagt, was mit Sicherheit geschehen wird, daß nämlich die Krebszellen den Irrtum der Menschen präzise wiederspiegeln. Und die Menschheit hat unrecht, wenn sie die Rolle, die zu spielen sie erschaffen wurde, vergißt (siehe den vorhergehenden Rundbrief). Obwohl (da Adam und Eva einen freien Willen haben) diese Rolle durch das Shipman Syndrom überwältigt werden kann, ruht die diesbezügliche präzise Information in der DNA jeder Zelle. Dr. Forbes empfahl den Gebrauch des Verläufers von Vita Fons II in seinem Buch 'Try Being Healthy' und er schreibt : 'Es steht zu hoffen, daß ein richtig durchgeführter Versuch, der es ermöglicht, die Wirksamkeit von VITA FLORUM wissenschaftlich zu untermauern, nicht lange auf sich warten läßt. Es ist wichtig das zu tun, da eine Diagnose für die Verwendung von VITA FLORUM unnötig ist'. [D.h. (1) es beseitigt die Grundursache widersprüchlichen Verhaltens und (2) gibt es, sehr zum Entsetzen des GMC, der Laienschaft ihre Macht wieder zurück.] 'Es nimmt für sich in Anspruch, für jeden und alles sein wirksam zu sein als allgemeines Tonicum und in häufigeren Gaben als Therapeuticum ... Es sollte nicht als Medizin sondern als Harmonisierungsmittel betrachtet werden, das den Weg für ein psychologisches und spirituelles Wachstum öffnet und in der Folge heilt. Es bringt alles in die richtige Reihenfolge ... Elizabeth Bellhouse nennt ihre Produkte homöovitisch (oder homöobiotisch) um ihre Wirkung von der Homöopathie zu unterscheiden. Sie sagt, daß homöovitisch bedeutet, daß es die gleiche Grundlage wie Vitalität oder Leben hat. Das ist ein neues Prinzip.' Es mag ein für die Wissenschaft neues Prinzip sein, aber es stimmt mit dem grundlegenden Prinzip der Scientia Sacra überein, einer Meisterwissenschaft, die man in der Zeit der Megalithen kannte und im Alten Ägypten (siehe den Weihnachtsrundbrief 99). Bekannte Vertreter waren Hermes Trismegistos, Orpheus, Fu–Hsi und — in hervorragender Weise — Jesus von Nazareth. Derzeit, so denke ich, benutzt nur der EBF diese Prinzipien, um ein Harmonisierungsmittel herzustellen. Die Arbeit des EBF demonstriert die Bedeutung der Scientia Sacra, ihre universelle Anwendbarkeit und Wirksamkeit. D.h. seine harmonisierende Wirkung verbessert die Abstrahlung von Mobilfunksendern und ver–wandelt sie von einer tödlichen in eine wohltuende Wirkung, hebt Grundwasserspiegel, erhöht die Bodenfruchtbarkeit und die Lebensfähigkeit von Pflanzen, stellt beschädigtes oder zerstörtes Gewebe von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen wieder her — dies ist die Auferstehung. (Niemals wurde ein Versagen bei der Wiederherstellung verbrannten Gewebes berichtet. Minderwertiges oder fehlerhaftes Gewebe wird wieder normal). Das Immunsystem wird zu einem solchen Ausmaß wiederhergestellt, daß die Menschen, die sich sorgfältig an die Einnahmeanleitung halten, niemals an Erkältung und Grippe leiden müssen, sich von Strahlfäule und dem Guillan Barre Syndrom befreien können, ihre Ponies von Süßreiz, ihre Kätzchen von Würmern und Mobilfunksender von tödlichen Abstrahlungen — all das, was die Freude am Leben behindert. Die Wissenschaft hat herausgefunden, daß die bloße Absicht eines Menschen das Verhalten physikalischer Systeme jeglicher Art beeinflußt (siehe den vorangegangenen Rundbrief). Mit der Hilfe von Vita Fons II wird das antisoziale Verhalten jeder Art von morphischer Einheit durch ein belebendes Bewußtsein davon, was angemessen/synergisch ist, ersetzt. Berichte zeigen, daß eine numinose Energie von ungeheurem Wert für alle Ebenen des Seins angezapft wurde und nunmehr so wietverbreitet ist daß wissenschaftliche Untersuchungen nicht mehr nötig sind. Synergie ist der Schlüssel. Wenn jedes die besten Bemühungen von allem anderen unterstützt, dann gibt es, falls nötig, eine Auferstehung und Metamorphosen aller Arten. Keine Diagnose is nötig um uns zu versichern daß das Unterstüzen des Besten in uns vorteilthaft ist. Es ist die unausweichliche Somatisierung unseres gefallenen spirituellen Zustandes, die die physische Bedrängnis herruft, in der sich der Mensch jetzt befindet. Unsere vielen Katastrophen und Krankheiten sagen uns, daß etwas falsch ist an der Art, wie wir auf Herausforderungen reagieren. Wir müssen uns dessen bewußt werden, daß jeder von uns (und die Hierarchien morphischer Einheiten in uns) synergisch reagieren kann. Gott ist ein liebender Vater und nicht ein tyrannischer Kontrolleur, der eine schlecht geplante Schöpfung, die von Selbstbesessenheit verunstaltet ist, hinstellte, etwas, das er ungestraft schlagen und stoßen kann, um es dann einer Laune folgend, wegzuwerfen. Im Gegenteil, er sandte uns seinen geliebten Sohn, um uns zu zeigen, wie grenzenlos die Möglichkeiten sind, die uns innewohnen. Dies ist nun sehr weit weg von dem Blickwinkel medizinischer Wissenschaft, aber wenn wir das annehmen, können wir den Idealismus, mit dem der NHS gegründet wurde, wiederauferstehen lassen UND Wohlfahrt, Erziehung und den Reichtum der Nation aufwerten. Letztlich sind wir in Gemeinschaft mit allen lebenden Kreaturen Aspekte Des Wortes. Wenn 51% der Menschheit auf Herausforderungen so reagieren wie das Wort, dann wird Freiheit von Krankheit und den Auswirkungen des Sündenfalles herrschen. Dann wird sich die Auferstehung somatisiert haben. Der Mensch wird aufrecht. Sein Leben erfüllt. Die Tür zur Schatzkammer worauf der Jezus malte steht für jeden offen. Das ist die innere Botschaft von Ostern. Und wir können sie ins Außen bringen. Mögen Sie es erleben, nicht nur in Ihrer Vorstellung, sondern in der vierdimensionalen Wirklichkeit. Die Vita Fons II Produkte haben keine medizinischen Eigenschaften. Sie erzielen ihre Wirkung, indem sie das Bewußtsein einer innewohnenden Vollkommenheit und von innewohnenden Möglichkeiten erwecken, deren sich die Menschheit seit tausenden von Jahren bewußt ist. Gedruckte Kopien der Rundschreiben (in englisch, französisch und italienisch) sind kostenlos verfügbar von der Anschrift unten. (Ein freigemachter Briefumschlag mit Ihrer Anschrift wäre behilflich). Für weitere Auskünfte und/oder die Anschrift Ihrer örtlichen Zulieferungsstelle, schicken Sie uns ein e–mail mit Ihrer vollen Anschrift Hochsommer 2001 Weihnachten 2000 Ostern 2000 Weihnachten 1999 Vita Fons II Die Stiftung (1) Hunde, die wissen, wann ihre Besitzer nach Hause kommen. (ISBN 0 09 1801508). (2) Kopien ihrer Vorstellungen sind erhältlich bei Sarah Winterton, Consumers for Health Choice Ltd., 9 Old Queen Street, London, SW1H 9JA. (3) Eine Pilzerkrankung des Mundes und/oder der Vagina, die charakterisiert wird durch weißliche Flecken und die durch eine Candida albicans Infektion hervorgerufen wird. (4) 'Jesus Christus ist immer noch dauernd tätig in der Welt', schreibt ein erfahrener Anwender von Vita Fons II. Diese Feststellung ist entsprechend der Hypothese von Sheldrake wissenschaftlich korrekt (5) Morphische Einheiten sind Form– oder Organisationseinheiten, wie Atome, Moleküle, Kristalle, Zellen, Menschen, Pflanzen, Tiere, instinktive Verhaltensmuster, soziale Gruppen, Elemente von Kulturen, Ökosystemen, Planeten, Planetensystemen oder Galaxien (siehe : Sheldrake : 'The Presence of the Past' ISBN 0-00-217785-4). (6) Eine Krankheit, die Schwäche und Taubheit der Gliedmaßen hervorruft. (7) Gott (der die Liebe ist) behandelt die Menschen nicht so, wie der Mensch das Pferd behandelt.
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q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
302 Peugeot 1937 Darl's Norev Car Diecast Scale 18 1 - 184821 - Roadster Mat 8bcc2feoi13215-Zeitgenosse Manufacture - www.calvaryumcvp.org 302 Peugeot 1937 Darl's Norev Car Diecast Scale 18 1 - 184821 - Roadster Mat 8bcc2feoi13215-Zeitgenosse Manufacture 302 Peugeot 1937 Darl's Norev Car Diecast Scale 18 1 - 184821 - Roadster Mat 8bcc2feoi13215 Ethik, Politik, 1977 Vintage Star Wars HAN SOLO Small HeadHinterlasse einen Kommentar 1978 DC Comics Super Junior Robin Rubber Vinyl Squeeze Toy Batman Figure 1978 Gulliver The Joker DC Comics Plastic Figure Blau Mint Unused Ein weiterer Kostenfaktor psychischer Krankheiten taucht in den bisherigen Rechnung nicht aufIm Herbst 2013 begleitete ich als fixeur ein Kamerateam des französischen Senders FRANCE2. Das Team arbeitete für ein MONITOR-ähnliches Format an einer Dokumentation rund um die Machenschaften der europäischen Fleischindustrie. Den Beitrag können Sie hier sehen. 1978 Kenner Star Wars Loose Snaggletooth, HK, AFA Grade 80 NM Feuilleton, Interview, 1978 Plymouth Fury Minnesota State 1 43 O Scale Diecast Model Diorama Layout, Portrait1978 Vintage Matchbox Super Kings EUROPA CARAVAN Camper JAGUAR KJ12 Clean Nice 1979 Alien Kenner movie viewer vintage Jörn Martin Behrens MPN: 184821BU021617 Vehicle Make: Peugeot MTC SKU: 184821-NOREV-BLUE Vehicle Year: 1937 UPC: 764072070179 „Sie müssen uns schon alle umbringen“, sagt Hazem el Sabassy. „Solange wir leben, werden wir Widerstand leisten.“ Wir, damit meint der Arzt aus Gaza, der an einer Klinik in Lemgo arbeitet, das „palästinensische Volk“; sie, das sind für ihn die Israelis oder „die Zionisten“, wie er sagt. 1979 International Scout Terra Pickup Smaragdgrün 1 25 von First Gear 40-0391Der Gaza-Streifen, seine Heimat, sei inzwischen „eine neue Form von Konzentrationslager“. Ein „langsames Sterben und Quälen“ betreibe Israel, „um uns mürbe zu machen und jede Lösung aufzuzwingen“. „DIE ZEIT: Hass im Herzen“ weiterlesen 1979 Mego 8 Batman MOC (French Card) Pin-Pin, Portrait, 1979 Smalls Brothers battleSTAR GALACTICA SPANISH VINYL SOUNDTRACK LP VHTF1 Kommentar Hintergründe zum Thema: 1979 Vintage Star Wars BOBA FETT NEON Gelb PAINT RARE Action Figure Variant Lemgo. Hermann Stief ist jetzt 80 Jahre in der Partei, Hubertus Heil noch keine 20. Stief hat unter dem Terror der Nazis gelitten, unter der Folter, dem Zuchthaus. 1980 Dengar Dark Armor Pale Face CAS Graded Kenner Star Wars Vintage Heil, sagen die, die ihn kennen, leidet derzeit vor allem unter Franz Müntefering. Die Welt des Hermann Stief, die er heute feiern soll, kennt Hubertus Heil nur aus den Geschichtsbüchern. 1980 Lancia Stratos HF 2nd Rally Monte Carlo 1 18 Sun Star 4519Es ist eine Welt, die wenig gemein hat mit dieser hier im feudalen Festsaal des Lemgoer Schlosses Brake, in dem die Kronleuchter funkeln und der Champagner in Sektgläsern perlt. 1980 Vintage Hot Wheels 40's Woodie Hirakers NIB 1131 Orange, Politik, 1980 Vintage Star Wars Yoda Dark Grün braun Snake AFA U90 Gold Level1980's GEO BREAKSERS DANCING MUSIC ACTIVATED ROCKER AWESOME GNARLY TRENDMASTERS Spätestens ab 2015 soll der umstrittene Raketenschutzschild der Amerikaner nun in Polen und Tschechien einsatzbereit sein1980's Original Superted Enterprises 16 JOINTED SUPER TED Mega Rare (A001). Die Tschechen gaben bereits im Juli grünes Licht für die Radaranlage. Wie ein Katalysator hat nun der Krieg am Kaukasus auf die seit Jahren stockenden Verhandlungen mit Polen gewirkt. Schutz bieten soll die in Redzikowo bei Slupsk zu errichtende Raketenbasis vor Angriffen aus Ländern wie dem Iran oder Nordkorea: „Schurkenstaaten“ im US-Jargon. Skeptiker indes bezweifeln, dass sie jemals effektiven Schutz bieten kann.1981 Gabriel Erector Set Model 725 „Ein historischer Tag für Polen“, freut sich Staatspräsident Lech Kaczynski.Der Rest wird über den Verdauungstrakt ausgeschieden „Poker mit Raketen“ weiterlesen 1981 Vintage Dukes of Hazzard Canvas Drawstring Rare Grün Version Mint Unused, Reportage, WirtschaftHinterlasse einen Kommentar Anfang 2004 war das: schwer wie Blei lag die Depression über dem vorpommerschen Kleinstädtchen. Die einst volkseigene Gießerei schlingerte seit ihrer Privatisierung 1982 GI JOE SCARLETT STRAIGHT ARM 100% COMPLETE WITH FILE CARD Feuilleton, Polen, Politik, Portrait, Rechtsextremismus, 1982 Kenner Star Wars Tie Fighter Pilot HK AFA U851982 Takara Diaclone Dinobot Swoop Original Sticker Sheet Transformer Pteranodon Szczecin/Warszawa/Poznan. Sonnenstrahlen fallen durch die vergitterten Fenster in den Gebetsraum. Bunte Schatten tänzeln über Tische und Wände. 1983 APC Complete GI Joe Vehicle A.P.C.Der Parkettboden knirscht. Unten rattert eine Straßenbahn, Autos rasen hupend über das Kopfsteinpflaster. Mikolaj Rozen zieht die Gardinen zu. Ein symbolisches Bild? Optimismus sei ihm wenig geblieben, sagt Rozen. “Zukunft?”, wiederhohlt der Gemeindevorsteher fragend. Dann schüttelt er den Kopf. 50 Mitglieder zählt die jüdische Kultusgemeinde in Szczecin noch. 50 Mitglieder in einer 500.000-Einwohner-Stadt. Er nimmt sein Jacket vom Haken, zieht seine Kippa ab und schließt die Türe. Es ist dunkel im nass-kalten Treppenhaus. „Ungewollte Nachbarn“ weiterlesen 1983 GI Joe Accessory Pack battle Gear 20 Back AFA 80 NMHinterlasse einen Kommentar LEGO 76057 Spider-Man Ultimatives Brückenduell der Web-Warriors Matchbox SuperFast Lamborghini Countach 27 RARE vintage Edison TH3 schwarz GENIUS action figure in original box w accessories E73C636 Märklin H0 37535 Elektrolok E-Lok 'Micky Maus' BR 120 119-3 DB Digital Ho Scale Proto 2000 E8 E9 Amtrak 288 Uncategorized1983 Lego Universal Building Set with Storage Case, Sealed Tasches and Brochures 6 Prozent der Krankheits- Fehltage durch psychische Erkrankungen bedingt Jörn Martin Behrens Nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen (37 Milliarden Euro) und Krankheiten des Verdauungssystems (34 Feuilleton, Kommentare, Politik, 1983 STAR WARS Klaatu Skiff Guard RETURN OF THE JEDI 77 BACK ROTJ SealedHinterlasse einen Kommentar Doch es muss mehr von dem Spurenelement über die Nahrung aufgenommen werden 1983 Tonka GoBots Cop-Tur Enemy Robot Helicopter Resealed Card Jörn Martin Behrens Bünde. Es geht um Geld und um Stadtplanung, um Geschichte und Erinnerung1983 Vintage Star Wars ✧ Klaatu ✧ Kenner Figure UKG 85 85 AFA E26. Erinnerung, die nach Nietzsche »bei aller Flüchtigkeit doch als Gespenst wiederkommt und die Ruhe eines späteren Augenblickes stört«. Der Ohrenmensch, jene von Horst Perlick in Bronze gegossene »geistig-seelische … Wohin mit dem Ohrenmenschen? weiterlesen 1984 B-Wing Pilot AFA 80+ NM Star Wars Kenner Action Figure Vintage, Interview, PolenHinterlasse einen Kommentar Bünde. Ray Wilson ist inzwischen Stammgast im Bünder Universum. 1984 GI Joe Recondo Series 3 32 Back AFA 60 EXDie NW sprach nach dem Konzert mit dem in Polen lebenden Schotten über Bündes tiefenentspannende Wirkung, sein Leben als Schotte in Polen und Eifersucht. NW: Vor drei Monaten haben sie in Oswiecim „open air“ Zehntausende beim „Live-Festiwal“ begeistert, jetzt ….. 1984 LJN DUNE SPICE SCOUT VEHICLE UNUSED W BOX INSTRUCTIONS ETC […] LZ: Was ist ein Master of Business Administration, kurz: MBA – und wozu soll er gut sein? Doleschal: Eine Frage, die auch viele Personalchefs stellen.1984 Star Wars Droids Vintage A-Wing Instruction Sheet - Good Condition Als Kind der Bologna-Reform ist der Master aber langsam auf dem Wege, sich zu etablieren. Unser MBA „General Management & Leadership“ läuft als berufsbegleitender Studiengang seit 2009. Der zweite Jahrgang startet 2011. Im Kern…. Mehr in ihrer Lippischen Landeszeitung. 1984 Vintage Original Mattel Masters of the Universe Jitsu MOSC Lemgo. Eiskalt! Ein lockerer Dreh aus dem Handgelenk und die Kugel jagt mit aller Gewalt vorbei an Freund und Feind über das spiegelglatte Spielfeld ins linke Toreck. So spielen Meister! Etwas hüftsteif der Schuss, ja, dafür aber mit Nachdruck:1985 Citroen 2CV Dolly Weiß Grün 1 18 Druckguss Modelauto von Norev 181512 Es knallt, der weiße Kugelblitz ist eingelocht, versenkt. Zu spät reißt der Torwart noch nach links, der Tisch wackelt, die erfolgreiche Abwehrkette macht einen Salto mortale, eigentlich ein „Foul“ – doch das Spiel ist aus…. Mehr in ihrer Lippischen Landeszeitung. „Ballack“ für Südamerika weiterlesen Twitter Facebook LinkedIn 1985 Hasbro GI Joe Series 4 Dreadnok Buzzer 34 Back AFA 85 C85 B90 F85 MOC 1985 MOTU Masters of the Universe Mattel Drinking Glass Eisenmangel kann eine hohe Bandbreite an Beschwerden auslösen
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
ein Gefühl von &quot;vom FA im Stich gelassen&quot; - Forenarchiv - urbia.de ein Gefühl von &quot;vom FA im Stich gelassen&quot; ein Gefühl von "vom FA im Stich gelassen" Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 09:27 Uhr VORSICHTIG LANG !!! ich weiß nicht ob mir hier jemand was anderes raten kann ausser eine KiWu Klinik oder nen anderen FA auszusuchen, aber ich werd mal versuchen mein Anliegen zu erklären. Ich hatte diesen Zyklus meinen 1.ClomiZyklus, weil ich die letzten Monate nachweislich keine Follikelbildung habe, vom 5.-9.ZT, dann musste ich am am 12.ZT zum FA und es wurde US gemacht, Folli mit einer Größe von 17mm gesichtet, am 16.ZT bin ich dann noch mal hin zum erneuten Ultraschall, Folli war noch da, ein bisschen größer, und ein zweiter der gleichen Größe, und sie meinte dann lösen wir mal heute aus mit Predalon, so weit so gut, hatte mich ja im Vorfeld hier bei euch ein wenig schlau gelesen, es wurde mir seitens meiner FÄ auch nichts gesagt von wegen Mehrlinge bei Clomi oder so Sachen, nichts, ich weiß nur das ich 1 Ampulle Predalon bekommen habe und gehe somit davon aus das es 5.000 i.E. waren, von bezahlen war auch keine Rede. Im Labor wurde mir dann ein Rezept für Predaon in die Hand gedrückt und es wurde gemeint in der Apotheke wissen die schon Bescheid ich bräuchte es nur abgeben und die schicken die Ampullen dann hoch in die Praxis, ich hatte wohl die letzte erwischt. Dann unendliche Diskussion in der Apotheke von wegen ich müsste 50% übernehmen, hööööö aber wieso soll ich drei Ampullen bezahlen wo ich nur eine bekommen habe??!! Ja weil es die halt nur im Dreierpack gibt, aber ich zahl doch nicht für andere mit, egal um welchen Betrag es geht. Heute morgen war ich wieder beim FA, ich sollte zum Blutabnehmen wegen dem Progesteronwert, und die Dame von der Anmeldung meinte mich zurechtweisen zu müssen wegen dem Rezept, ich solle es doch so hinnehmen vielleicht bräuchte ich nächsten Monat noch mal Predalon, nun ja ich kann halt leider nicht in die Zukunft gucken, und wenn ich nächsten Monat wieder die Doofe bin die die letzte Ampulle bekommt bezahl ich dann wieder für drei oder wie? Ich fühl mich einfach unverstanden. Sie meinte dann solle ich es lassen dann geht das auf die Kappe der Arztpraxis aber wenn ich noch mal was an Predalon bräuchte dann krieg ich halt nichts mehr. Ich find es einfach nur frech, und überhaupt versteh ich das mit den 50% mal garnicht, ich bin noch garnicht verheiratet, von daher müsste ich ja dann voll bezahlen, es ist kein hoher Betrag aber es geht doch so nicht, ich zahl nicht für andere mit nur weil ich der Ars** bin der Pech hat und die letzte erwischt. Dann meinte ich noch wann die Blutergebnisse da sind wegen dem Progesteron, in 2 Wochen !!!!!!!!!!!!!!! Haaaaaaaaaaallo? in zwei Wochen, hat das nicht auch was mit der GMS zu tun dieser Wert, ich muss dazu sagen das ich ne unheimlich leichte Mens habe, vielleicht ist der Gedankengang falsch, dann berichtigt mich bitte, dann ist doch auch die Mens nur so stark wie ich die GMS aufgebaut habe oder nicht? und dann ist es doch zu wenig das sich was einnisten könnte. Es wird aber nicht weiter kontrolliert mit US oder sonstigem, nach meinem Fragen was und wie es denn nun weitergeht wurde nur gemeint: ich solle wiederkommen wenn die Mens eintrifft, und mit 5.000 i.E. wären die Follis auf jeden Fall gesprungen, der Rest wäre dann ja unser Problem. Ende. Die hat doch ne Macke oder? Ich habe mich heute morgen schon mit meiner KK in Verbindung gesetzt und die meinten wegen der Bezahlung da muss ich mich mit meiner FÄ auseinandersetzen, tja wie denn wenn die mich schon vorher abwimmeln?!! Ich bin grad sehr nah am Wasser gebaut und könnt so heulen, ich fahr gleich in die Apotheke und hole mir mein Geld wieder, ein Drittel zahl ich und keinen cent mehr, und dann werd ich uns einen Termin in der KiWu Klinik machen in Dortmund oder in Recklinghausen. Kann man vielleicht auch was selber tun für den Aufbau der GMS ?? Pflanzlich oder Tees oder was in der Richtung ? Danke das ich mir mal Luft machen konnte... Beitrag von hasi59 17.03.10 - 09:35 Uhr Tut mir sehr leid, was dir passiert ist! Zuerst klang ja alles ganz gut und der FA hat auch korrekt gehandelt. Aber die Sache mit dem Predalon ist der Hammer. Wenn du GV nach Plan praktizierst, zahlen die KK den vollen Preis. Find es auch unerhört den vollen Preis für eine Ampulle zu zahlen. An deiner Stelle würde ich nicht zahlen und mit nem Anwalt drohen! Unerhört! Den Progesteronwert zu bestimmen kann auch nicht 2 Wochen dauern. Bei meinem FA dauert es einen Tag und in meiner KIWU bekommt man am selben Tag das Ergebnis. Versuch das mit dem Predalon zu klären und wechsle dann in eine Kinderwunschklinik. Da wirst du nicht so behandelt! Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 09:42 Uhr also wenn ich GV nach Plan habe zahlt die KK den vollen Preis??!! gut zu wissen, ich werd gleich noch mal in die Apotheke und das klarstellen und NIX bezahlen ausser MEINER Ampulle, und ich ruf mal bei meiner KK an, da war heute morgen noch keiner da. ich könnt so aus der Haut fahren so geht das einfach nicht, ich hab schon keine Lust mehr in diese Praxis zu gehen, egal ob ich meine Mens kriege oder nicht, und 2 Wochen warten ist der Brüller echt. Wenn doch nichts gesprungen ist steh ich nachher da und hab ne fette Zyste oder so. Ich hatte am Montag ZT.19 so derbe Ziehen im Unterleib das ich hier nur mit Wärmflasche rumgehangen habe, beim Wasserlassen dachte ich es entsteht ein Unterdruck und mir zerreisst es innerlich. Da gehen die garnicht drauf ein wenn man sowas erzählt, die lassen einen garnicht rein zu meiner FÄ. Beitrag von hasi59 17.03.10 - 09:47 Uhr Ja da würde ich auch wechseln! Das ist nicht schön! Deine Schmerzen hören sich nach leichter Überstimu an. Sowas muss überwacht werden. GV nach Plan wird alles gezahlt. Erst wenn es um IUI, IVF oder ICSI geht, kommt die 50% Grenze ins Spiel. Deine Krankenkasse kann dir das sicher bestätigen! Beitrag von hasi59 17.03.10 - 09:44 Uhr Achso und für den Aufbau der Schleimhaut soll Himbeerblättertee in der ersten ZH ganz gut helfen. Clomifen ist leider dafür bekannt, dass die Schleimhaut nicht so schön aufgebaut wird. In der Kinderwunschklinik bekommst du sicher andere Medis! Beitrag von milie 17.03.10 - 09:51 Uhr das klingt ja alles sehr, sehr seltsam! Würde mir das nicht bieten lassen und so schnell wie möglich in eine KiWu wechseln! Habe diesen Zyklus auch das erste mal Auslösen dürfen: Rezept, Stempel drauf (das muß wohl irgendein spezieller sein), 5€ zahlen, spritzen und gut. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass hier dubiose Geschäfte mit Dir gemacht werden...Von der Art und Weise des Umgangs, mal ganz abgesehen! Wünsch Dir alles Gute - Deine Entscheidung mit der KiWu ist die Richtige, wirst sehen! PS: Kann mich Hasi nur anschließen: relevante Blutwerte, die Entscheidungen nach sich ziehen z.B. ES auslösen ja/nein, hab ich in meiner KiWu nach ein paar Stunden und werde angerufen! Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 09:56 Uhr habe grad meine KK am Hörer und werde gleich in die Apotheke und das klären, denn wenn ich zahle sind die restlichen 2 Ampullen MEINE laut der KK, die verstehen das auch nicht, das wird nun mit ner Fachabteilung geklärt und ich häng grad inner Warteschleife !!! Beitrag von hasi59 17.03.10 - 09:57 Uhr Na bin gespannt, was die sagen! Aber es gibt ja nur unsere Variante! Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 10:08 Uhr also wenn meine Lagerung im Kühlschrank gewährleistet ist soll ich mir die in den Kühlschrank packen und das sind auf jeden Fall MEINE, und sie schaltet jetzt noch mal eine andere Abteilung ein und klärt das, ich habe ihr erzählt von euch allen hier wie das läuft und sie hat mir recht gegeben, sie muss das allerdings trotzdem abklären, sie findet das ich erst selbst zahlen muss AB EINER KÜNSTLICHEN BEFRUCHTUNG und nicht für Clomi und Predalon, denn das zählt nicht zu einer Künstlichen. sie ruft mich zurück und ich freu mich schon auf die Apotheke und auf meinen FA wenn ich mir dann eine Überweisung hole und wechsel, ich lass mich doch nicht verarschen... ich glaub das hat hier keiner nötig und die Nerven haben wir hier wohl alle schon lange nicht mehr. Sie fragte sich auch die ganze Zeit was das mit den 50% soll denn ich bin ja wie gesagt nicht verheiratet, ABER richtig ist das nicht was da grad abläuft. Habe der Dame am Telefon gesagt: wenn ich nächsten Monat wieder eine Ampulle brauche und ich wieder der Ar*** vom Dienst bin der die letzte Ampulle erwischt muss ich dann wieder 3 bezahlen??? Weil die gibt es ja nur als Dreierpackung??? Als ich vorhin vom FA raus bin hätt ich auf dem Rückweg so heulen können, Wut, Enttäuschung alles in allem Scheiß Gefühl wenn man sich selbst nicht helfen kann. Beitrag von hasi59 17.03.10 - 10:12 Uhr Siehste wird doch! Immer mit Ruhe und Bedacht handeln. Ja manchmal muss man sich viel alleine kümmern oder man zahlt zu. Aber die Sache ist ja so gut wie vom Tisch! Wechsle noch gleich die Apotheke! Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 10:16 Uhr *breitgrins* tja werd mal alles wechseln was? wenn die gleich da angerufen hat brauch ich da wohl nachdem ich mir mein Geld oder die Ampullen geholt habe sowieso nicht mehr hinkommen... *schon wieder lachen kann* Beitrag von bofohexe 17.03.10 - 10:16 Uhr mir gings am Montag nicht besser hatte letzten Zyklus mein Menogon HP auf Kassenrezept bekommen und nun soll ich es privat zahlen (ohne Vorankündigung) lt KK würden die es 3-4x auf Kassenrezept bezahlen, danach privat hab nur das Problem das meine die einzige KiWu ist die es nur 1x auf Kasse macht.... sie können das ja machen wie sie sollen, ist ja ne Privatklinik und für KiWu muß man halt zahlen das ist mir schon klar, aber ich will es halt vorher wissen hab nen mords Aufstand gemacht weil es hies wir machen es genauso wie im letzten Monat, da war aber alles frei, selbst US und BT und nu soll ich für das auch noch zusätzlich € 344 euro zahlen mir geht das auch an die Nerven und ich weis nicht ob ich nicht besser die KiWu wechseln soll macht halt nen Unterschied von knappen 1000 Euro im Monat aus.... Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 10:14 Uhr also ich halt euch nun mal auf dem Laufenden immer mal kleckerweise. Die KK rief mich grad zurück und wollte die Telefonnummer der Apotheke haben, nun gehts wohl los sie ruft mich gleich zurück, es ist im vollen Gange. Aber nur wer gegen den Strom schwimmt kommt an die Quellen, ich lass mir so schnell garnichts mehr gefallen, und auf diese Art und Weise schon mal garnicht Beitrag von hasi59 17.03.10 - 10:19 Uhr Ist aber toll, dass sich deine KK so schön einsetzt! Genau, immer schön kämpfen! Wer nicht kämpft hat schon verloren! Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 10:24 Uhr Hach DIE Dame ist echt mal voll nett, wenn die sich so einsetzt und was bei rauskommt schick ich ihr mal ne nette Postkarte, dann macht ihr die Arbeit NOCH mehr Spaß. Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 10:32 Uhr die Frau ist echt hammer, so das ist sowohl mit der Apotheke als auch mit der Tussi (kein sorry) vom FA abgeklärt das ich 5 Euro zahle auf Rezept da es nur eine unterstützende Wirkung hat, die war schei***freundlich und hat es ihr auch nur bestätigt, komisch wieso ging das heute morgen nicht????? ich fahr nun in die Apotheke und lass mir mein Geld wiedergeben und die 2 Ampullen, denn die lager ich zu hause und wenn ich die nochmal brauche dann spritz ich die selbst, so Ich hab so viele Piercings im Gesicht und so da hab ich doch keine Angst vor Spritzen, nur noch vor der MTA vom FA, von der lass ich mir doch nicht mehr Blutabnehmen, die sticht mir doch dann extra 5 mal falsch in den Arm. SIEG über allen Längen *fühlt euch mal alle gedrückt* und lasst euch auch nichts gefallen Glückwunsch zur gewonnenen Schlacht! Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 10:44 Uhr Termin in der KiWu Klinik in Dortmund hab ich auch grad gemacht, habe nur gemeint das ich aber erst in 2 Wochen den Progesteronwert bekomme, da meinte sie nur, da äußert sie sich mal nun lieber nicht zu. Ich bin so richtig sauer heute. Solange war ich mit meiner FÄ zufrieden und nur wegen dieser pampigen Dame an der Anmeldung, die konnte ich noch nie leiden, die meint ihr gehört der Laden da. Nun ist wohl, wenn es nicht geklappt hat was ich glaube, der nächste Monat sowieso dann hinüber, oder ich mach dann noch weiter so lange wie ich meine und dann schnell zum KiWu Zentrum, denn ich hab erst am 6.4. nen Termin bekommen und rein rechnerisch würd ich dann schon wieder Clomi nehmen, aber alleine ohne Ultraschall wäre das keine so gute Idee, oder ich wechsel für die Zeit von zwei Wochen noch woanders hin =/ Beitrag von hasi59 17.03.10 - 10:48 Uhr Oder du machst einfach mal einen Monat Pause. Alleine würde ich nix nehmen! Oder versuch es mit Ovaria Comp ab ZT 1 3x5 Kügelchen unter der Zunge zergehen lassen. Beitrag von jojo75 17.03.10 - 10:49 Uhr vielleicht habt Ihr alle nur aneinander vorbei geredet ? also ich weiß es von mir, dass ich in der Apo auch die 3 Ampullen bekommen habe ... eine wurde mir gespritzt, die anderen 2 werden beim FA für MICH aufbewahrt. Vielleicht sind ja Deine 2 restlichen auch gut aufgehoben ? Leider gibts die nur im 3er - Pack (ich glaube, weil andere ne höhere Dosis bekommen) Mit dem Bezahlen kenn ich mich nicht so aus, weil ich als privat versicherte den ganzen Betrag zahlen musste (ob ich&#39;s von der KK zurück bekomme, steht noch in den Sternen) Also ich glaube auch, dass Dein ES ganz sicher sein wird, wenn Du das Medi bekommen hast. So, nun lehn Dich mal zurück und hole tiiieeeffff Luft! Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 10:57 Uhr ne leider haben wir nicht aneinander vorbeigeredet, ich muss nur 5 Euro Rezeptgebühr zahlen. Das es die nur als Dreierpack gibt ist ok, aber ich zahle die nicht zu 50%, ich bin nicht verheiratet und müsste somit 100% zahlen, da es aber nur eine Unterstützung ist und keine Künstliche Sache muss ich garnichts zahlen bis auf die Rezeptgebühr. Und das die noch so frech war ist die Krönung, wir sind alles Erwachsene Menschen und so sollte man sich auch gegenübertreten oder? Mein ES war auch denke ich, aber ich hab von Anfang an zwei Follis gesehen die gleich groß waren, und wenn sie ausgelöst hat am Freitag dann sind wohl auch beide gesprungen eventuell, aber kann man nicht trotzdem ein wenig Aufklärung verlangen? Klar haben wir das Zeitalter des internets, aber wie man hier immer wieder feststellen kann wird jedem was anderes erzählt, von Mehrlingen keine Rede und GMS wird nicht überprüft und garnichts, der Progesteronwert kommt in 2 Wochen, ich finds nur noch lächerlich was die mit einem machen. Beitrag von redspirit 17.03.10 - 10:56 Uhr Ich verstehe deinen Ärger gut, habe mich auch ständig über meine ehemalige FÄ geärgert. Letztendlich habe ich den FA gewechselt, der hat auch einen Hormonstatus gemacht und mich letztendlich in die Kiwu überwiesen wo ich mich auch gut aufgehoben fühle. Komisch mit dem Predalon, da würde ich mich auch weigern so viel zu zahlen. Ich bekomme zum Auslösen Ovitrelle und die kostet mich &quot;nur&quot; die 10 € normale Zuzahlung... Ich rate dir zu den Spezialisten in die Ki-wu zu gehen. Dort wird auch meist nicht mehr mit Clomi weiterbehandelt sondern mit Spritzen. Die Überweisung für die Ki-wu kann man sich auch beim Hausarzt holen so dass du deine ohnehin wahrscheinlich schon genervte FÄ nicht mehr behelligen brauchst Beitrag von chayenne1973 17.03.10 - 14:38 Uhr so nun war ich doch heute mittag in der Apotheke um mir mein Geld wieder abzuholen, nach einem ausgiebigen Gespräch und Luft machen meinte ich dann noch, &quot;also die zwei anderen Ampullen möcht ich dann noch gerne mitnehmen, laut KK darf ich das ja weil es ja nun meine sind, weil ich auch zu einem anderen FA wechsel und die mich eh nicht mehr wiedersehen.......&quot;, meinte die PTA in der Apo das die beiden Ampullen schon bei dem FA in der Kühlung liegen sie war aber dann so freundlich und ist dann hoch und hat sie mir geholt, die waren wohl alles andere als begeistert beim FA , aber das letzte Wort ist für mich noch nicht gefallen und ich geh mal ganz stark davon aus das die Ärztin das garnicht weiß was da heute morgen abgelaufen ist. Heute ist Mittwoch und die meisten Ärzte haben ja zu, weiß vielleicht jemand einen Arzt der von jetzt auf gleich nen Progesteronwert machen kann oder muss das zwingend ein FA sein??????????????? Weil ich steh ja nun in der Luft und keiner macht mehr was
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q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Roter Apollo – Wikipedia (Weitergeleitet von Apollofalter) Roter Apollo der a. rubidus-Gruppe auf einer Distelblüte (Südtirol) Unterfamilie: Parnassiinae Gattung: Parnassius Untergattung: Parnassius Art: Roter Apollo Der Rote Apollo oder Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein in Europa stark bedrohter und streng geschützter Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae). Der Gattungsname leitet sich vom Berg Parnass in Mittelgriechenland ab, der als Sitz der Musen gilt und dem Gott Apollon gewidmet ist. Der Apollofalter war 1995 in Deutschland das Tier des Jahres. 1.2 Merkmale der Präimaginalstadien 3.2 Flugzeit 5.1 Ausbreitung nach Osten 5.2 Ausbreitung nach Westen 5.2.1 Der Weg zu den Alpen 5.2.2 Die Mosel, Italien und Spanien 5.3 Der Einfluss der Eiszeiten auf die Artentwicklung Illustration von Jacob Hübner (um 1800) Raupe des Roten Apollo, Illustration von F. Nemos (um 1895) Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 60 bis 88 Millimetern. Der Thorax ist hellgrau bis schwarz und mit feinen haarartigen Schuppen besetzt. Die Flügel werden von einem weißlichen Grundton dominiert. Der Außenrand ist nicht beschuppt und glasig. Auf dem Vorderflügel sind ein oder mehrere schwarze Flecken erkennbar. Der Hinterflügel wird durch schwarz gefasste rote, zuweilen gelbliche Augenflecken (Ozellen) mit weißen Spiegeln geprägt. Die Ozellen fallen beim Weibchen besonders groß aus. Zusätzlich treten bei den Weibchen je nach Unterart mehr oder weniger häufig dunkel bestäubte Individuen auf. Die dunklere Färbung dient der Tarnung und der Erhöhung der Körpertemperatur in höheren Lagen bei Sonnenschein. Die Falter haben mit ihren wenigen Merkmalen eine sehr variable Erscheinung. Auch in der Postdiskalregion der Vorderflügel lassen sich zuweilen rote Flecken ausmachen sowie auf dem Innenwinkel der Hinterflügel. Die Flügelober- und unterseite ist gleich gefärbt bis auf zusätzliche rote Flecken im Basalbereich der Flügelunterseite. Die Ozellen imitieren keine Augen, sondern dienen als Warnung vor der Giftigkeit der Falter, die diese durch die Raupennahrung erhalten haben. In Ruhestellung, bei zusammengeklappten Flügeln, kommen die roten Flecken besonders gut zur Geltung. Sowohl Vögel als auch Eidechsen meiden die Falter als Nahrung. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Alpenapollo (Parnassius phoebus) stellen die Fühler da. Beim Roten Apollo sind sie einfarbig grau mit schwarzen Kolben und beim Alpenapollo sind sie schwarz weiß geringelt mit ebenfalls schwarzem Kolben. Die Größe der Falter variiert stark und hängt zum einen mit der Höhe des Lebensraumes zusammen und zum anderen mit der Nahrungspflanze. Je höher der Lebensraum ist, desto kleiner werden die Falter. Bei Unterarten, die sich von rein sukkulenten Pflanzen ernähren, werden die Falter kleiner. Je sukkulenter die Pflanzen sind, desto mehr Wasser und weniger Nährstoffe enthalten diese. Dadurch sind die Falter in Mitteleuropa, wo die sukkulente Weiße Fetthenne (Sedum album) die bevorzugte Raupennahrung ist, kleiner, als Falter im Osten und Norden des Verbreitungsgebiets, in dem schwach sukkulente Arten der Gattung Orostachys bzw. Unterarten der Großen Fetthenne (Sedum telephium) die bevorzugte Nahrung der Raupen sind. Merkmale der Präimaginalstadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Eier sind weiß gefärbt und rundlich und haben eine körnige Oberfläche. Die schwarzen Raupen sind an den Segmentgrenzen dunkelgrau beringt und kurz behaart. Sie haben seitlich pro Thoraxsegment zwei oder drei rote bis gelbe Flecken. Diese dienen, wie die roten Ozellen der Falter, der Warnung vor der Giftigkeit der Raupen. Unterschiede in der Größe und Farbe der meist drei Flecken können zur Unterscheidung von Unterarten dienen. Wie alle Raupen der Ritterfalter habe diese zwischen dem Kopf und dem ersten Thoraxsegment Nackengabel (Osmaterium). Die Mumienpuppen sind schwarzbraun und bläulich bereift. Sphragis des Roten Apollo Die Raupe überwintert in der Eihülle und verlässt diese im Frühjahr. Sie lebt einzeln an den Nahrungspflanzen, die je nach Region variieren. In Europa sind die Nahrungspflanzen Weiße Fetthenne (Sedum album) und Große Fetthenne (Sedum telephium ssp. telephium), seltener auch Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre), oder Arten der Gattung Rhodiola aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) wie auch beim Alpenapollo Parnassius phoebus. In der Umgebung des Baikalsees frisst die Raupe an Großer Fetthenne oder an Arten der Gattung Orostachys (Dickblattgewächse) wie auch die Raupe des eng verwandten Parnassius nominon. Mit der Ausbreitung nach Westen fand auch ein Wechsel vom Flachland zu Gebirgslagen statt und damit einher ging ein Wechsel der Nahrungspflanze von Sedum telephium Unterarten zu Weißer Fetthenne und eng verwandten Arten. Dieser Wechsel ist in den Alpen, der Türkei und den Beskiden zu beobachten. Raupen aus dem östlichen Flachland verweigern die Weiße Fetthenne und gehen ein, wenn sie nicht ihre gewohnten Nahrungspflanzen bekommen, während die Raupen aus alpinen Regionen auch Sedum telephium Unterarten fressen.[1] Die Raupe hält sich gerne unter Steinen auf und sonnt sich oft zum Aufwärmen auf der Nahrungspflanze. Sie verpuppt sich in einem lockeren Gespinst in eine Mumienpuppe an der Nahrungspflanze oder unter Steinen. Die Dauer der Puppenruhe variiert stark, von acht bis zehn Tagen bis zu mehreren Wochen, woraus die lange Flugzeit des Falters resultiert.[2] Kurz nach dem Schlupf der Falter paaren sich diese und beim Weibchen bildet sich nach der langanhaltenden Kopula die sogenannte Sphragis am Hinterleib, die eine weitere Paarung verhindert. Schon bald nach der Kopula kommt es zur Eiablage. Die Weibchen fliegen nur wenig, während die Männchen in ihrem Gebiet patrouillieren. Dadurch geht die Ausbreitung in neue Lebensräume nur langsam vonstatten. Die Falter bevorzugen trockene und warme, oft felsige, Lebensräume. Der ähnliche Alpenapollo ist dagegen an Quellfluren und die der Nähe von Gebirgsbächen anzutreffen. Die Weibchen legen bis zu 100 Eier einzeln an den Nahrungspflanzen ab und die Raupen überwintern voll entwickelt in der Eihülle. Als Falter besuchen die Tiere nicht nur die weißen Blüten von Sedum album, sondern vorzugsweise die roten und violetten Blüten von Disteln (bspw. Carduus nutans), Flockenblumen (Centaurea jacea u. a.) und Oregano (Origanum vulgare). Oft sitzen die Falter mit aufgeklappten Flügeln auf Steinen und sonnen sich. Zu den Lebensräumen des Roten Apollos zählen sonnige, trockene Standorte mit steinigem Untergrund, vor allem felsige Hänge, Geröllhalden und Felsabbruchkanten, auch Bahn- und Straßenböschungen sowie Abraumhalden von Steinbrüchen. Die Art ist insgesamt stark abhängig vom Vorkommen der Raupennahrungspflanzen (s. o.), an welchen auch die Eiablage erfolgt. Die Flugzeit der einzigen Jahresgeneration beginnt Ende Mai und dauert bis etwa Ende August. Die lange Flugzeit resultiert aus einer stark unterschiedlichen Puppenruhe der einzelnen Tiere, denn die Lebensdauer der Falter beträgt nur etwa zwei bis drei Wochen. Seine Verbreitung reicht von der Iberischen Halbinsel über alle europäische Bergregionen, die Karpaten, den Kaukasus und den Ural das Ursprungsgebiet der Art am Baikalsee bis nach Jakutien im Osten, oft in isolierten Populationen. Die nördliche Verbreitung reicht bis nach Fennoskandinavien, südliche Grenze ist die Sierra Nevada, Sizilien, Südtürkei. Auf den Britischen Inseln und Dänemark fehlt er ganz. Die vertikale Verbreitung beginnt bei etwa 400 Metern von der kollinen Stufe und reicht bis auf etwa 2000 Meter in das hochmontane und subalpine Gebiet. Roter Apollo (Parnassius apollo testoutensis), untypischer, aberrativer Falter mit stark reduzierter Zeichnung Moselapollo (P. a. vinningensis) P. a. testoutensis in den Savoyer Alpen Schaukasten mit verschiedenen Unterarten des Apollofalters Der standorttreue Falter lebt oft in klar umrissenen Gebieten in isolierten Populationen, was durch den daraus folgenden mangelnden Genaustausch zur Bildung von vielen Unterarten, Halb-Unterarten (Semi-subspecies) und Halbarten (Semispecies) geführt hat. Innerhalb der Art und auch der Unterarten ist der Falter in seinem Erscheinungsbild außerordentlich variabel und kann deshalb nicht allein aufgrund morphologischer Unterschiede einer Unterart zugeordnet werden. Zur Zuordnung muss auch der Fundort hinzugezogen werden. Es wurden schon etwa 290 Unterarten beschrieben, von denen aber heute viele als Synonyme eingestuft werden. Möhn (2005) gibt noch etwa 250 Unterarten an und erwartet eine weitere Reduktion aufgrund genetischer Untersuchungen. Selbst innerhalb der Gattung Parnassius ist die Einordnung der Arten nicht geklärt und schwankt zwischen 38 (UNEP-WCMC, 2006) und 47 (Weiss, 1991). Diese werden wiederum in acht Untergattungen aufgeteilt, in denen der Rote Apollo der Typus für die Untergattung Parnassius ist.[1][3] Auswahl europäischer Unterarten:[1] Parnassius apollo apollo Linnaeus, 1758, Schweden. Der große Falter mit Spannweiten von 76 bis 88 Millimetern lebt im südlichen schwedischen Flachland. Auf den Hinterflügeln haben die großen Augenflecken oft deutliche weiße Spiegel. Die Raupe ernährt sich hauptsächlich von Sedum telephium, frisst aber auch Weiße Fetthenne (Sedum album). Parnassius apollo nevadensis Oberthür 1891, Spanien. Der Falter lebt auf 1700 bis 2500 Metern Höhe in der Sierra Nevada (Betische Kordillere) und wird mit zunehmender Höhe deutlich kleiner. Parnassius apollo filabricus de Sagarra y Castellarnau 1933, Spanien, Betische Kordillere. Der Falter lebt auf 2000 bis 2100 Metern Höhe in der Sierra de los Filabres Parnassius apollo gadorensis Rougeot & Capdeville 1969, Spanien, Betische Kordillere. Der Falter lebt auf 1900 bis 2000 Metern Höhe in der Sierra de Gádor Diese drei spanischen Unterarten sind sehr eng miteinander verwandt und unterscheiden sich kaum. Wie bei allen spanischen Unterarten sind die Vorderflügel der frischen Falter deutlich schwarz-weiß gescheckt. Bei beiden Geschlechtern sind die Ozellen orange-gelb statt rot. Die Weibchen sind dunkel bestäubt und haben häufig einen orange-gelben Vorderrandfleck und Analfleck. Die Raupen der spanischen Unterarten fressen Sedum amplexicaule, Sedum micranthemum und Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre). Parnassius apollo hispanicus Oberthür 1909, Spanien. Der Falter lebt auf 1600 bis 1800 Metern Höhe in der Sierra de Albarracin in Aragonien. Die Männchen sind hell und haben nur kleine Ozellen. Die Weibchen sind, wie alle in Spanien, dunkel bestäubt. Die Ozellen sind im Gegensatz zu den vorher genannten Unterarten nur selten orange-gelb und haben einen großen weißen Spiegel. Parnassius apollo testoutensis Eisner 1957, Frankreich. Diese kleine, helle Unterart, deren Weibchen nur schwach bestäubt sind, hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet in den Savoyer Alpen mit dem Département Haute-Savoie, den Grajischen Alpen und den Dauphiné-Alpen. Parnassius apollo pumilus Stichel 1906, Süditalien. Der Falter ist mit 60 bis 63 Millimeter Flügelspannweite der kleinste aller Unterarten und kommt im Aspromonte und Kalabrien vor. Er wird als Halbart eingestuft, die sich von Parnassius apollo abspaltet. Sein Lebensraum hat nur spärliche Vegetation in Höhen von 1200 bis 1900 Metern. Die Raupen ernähren sich von Sedum tenuifolium. Die Männchen unterscheiden sich deutlich von Parnassius apollo apollo und ähneln mit ihren hellen Flügeln mit kleinen Flecken und hellen Ozellen mehr dem Alpenapollo (Parnassius phoebus) während die Weibchen dunkel bestäubt sind. Parnassius apollo rhodopensis Markovic 1909, Bulgarien. Diese Unterart ist die Verbindung von den nordtürkischen zu den Balkan-Unterarten. Sie hat markante Flecken und teilweise haben die bestäubten Weibchen in der unteren Ozelle einen Doppelspiegel. Parnassius apollo vinningensis (Moselapollo) Stichel 1899, Deutschland. Die Unterart ist nach Winningen benannt und kommt im unteren Moseltal von Güls bei Koblenz bis Traben-Trarbach vor. Sie unterscheidet sich deutlich von Parnassius apollo meridionalis in den Vogesen. Der Falter ist kreideweiß und hat häufig in der Wurzelbestäubung außerhalb der Zelle einen weißen Fleck. Ein besonderes Merkmal sind die nierenförmigen unteren Ozellen. Die Nahrungspflanze Sedum album wächst hier an den natürlichen Steilufern der Mosel und an den schon in der Römerzeit von Winzern errichteten Steinmauern. Die Hauptflugzeit ist von Mitte Juni bis Mitte Juli. Der Alpenapollo Parnassius phoebus hat bei manchen Autoren den Status einer Halbart und fliegt in den Zentralalpen in höheren Lagen als Parnassius apollo (ökologische Allopatrie) und seine Raupen haben zu Steinbrech (Saxifraga) gewechselt. Die Gattung Parnassius entstand im sibirisch-mongolischen Raum in der Umgebung des Baikalsees. Dort leben noch heute viele mit Parnassius apollo nahe verwandte Arten wie Parnassius nominon, Parnassius phoebus und Parnassius bremeri. Mit der vikarianten Art Parnassius nominon bildet Parnassius apollo immer wieder Hybriden ohne dass diese eine Zone ausbilden, an denen zwei Verbreitungsgebiete der Arten aneinander stoßen, wie dies bei einer Artbildung der Fall wäre. Vom Ursprungsgebiet breitete sich die Gattung nach Ost und West aus. Schon im Oberen Pliozän (Gelasium) besiedelte die Art große Teile des heutigen Verbreitungsgebietes. Das Klima war dort dem heutigen ähnlich, während es im vorangegangenen Miozän noch tropisch bis subtropisch war und dies damit als Lebensraum für den Apollofalter ungeeignet war. Ausbreitung nach Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Parnassius apollo hat seine östlichste Verbreitung in Jakutien, während der Vikariant zu Parnassius phoebus, Parnassius bremeri sich weiter nach Nordosten ausbreitete und über die Beringstraße den nordamerikanischen Kontinent in Alaska und das nördliche Yukon-Territorium besiedelte. Die heute nur 60 Meter tiefe Beringstraße fiel während des Altquartärs trocken und stand damit der Ausbreitung nicht im Weg. Weitere Gebiete Nordamerika besiedelt die Gattung mit Parnassius bremeris Vikariant Parnassius smintheus über die Rocky Mountains im Westen bis zum Tamaulipas in Nordost-Mexiko im Süden. Parnassius smintheus konnte während der Eiszeiten entstehen, als die südlichen Populationen durch Eisschilde von den Populationen in den eisfreien Regionen Alaskas getrennt wurden. Ausbreitung nach Westen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Hauptausbreitung von Parnassius apollo geht nach Westen und findet in Spanien seinen westlichsten Punkt. Es gibt mehrere Ausbreitungslinien nach Westen die einerseits Gebirgsketten folgen oder über Flachland mit Waldsteppen verlaufen. Die südlichste Ausbreitungslinie geht über viele Gebirgszüge vom Changai-Gebirge in der Mongolei über Süd-Sibirien (Sajangebirge, Tannu-ola-Gebirge), das Altai, Salairrücken, Tarbagatai-Gebirge, Saur-Gebirge, Dsungarischer Alatau, bis zum Tianshan in Usbekistan. Hier endet die südliche westliche Verbreitung. An den Südhängen des Tianshan-Gebirges geht sie hier nach Osten zurück über das Hissar-Gebirge und Kunlun-Gebirge bis nach China ins Xinjiang-Gebirge mit der Unterart Parnassius apollo khotanensis. Der Weg zu den Alpen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Eine zweite Verbreitung nach Westen erfolgte unterhalb des 60. Breitengrades über die Waldsteppen zum südlichen Ural. Dieser stellte mit seinen niedrigen Bergen und Pässen kein Hindernis für eine weitere Ausbreitung nach Westen über die westliche Taiga bis nach Süd-Skandinavien dar. Dort wurden das südliche Finnland, Schweden und Norwegen besiedelt. Eine andere Linie breitete sich nach Süden über den Kaukasus in die Türkei aus und ging dann Richtung Nordwesten zu den Rhodopen in Bulgarien und nach Westen über die damals trockene Ägäis nach Griechenland. Von den Rhodopen ging es nach Norden über das Balkangebirge, die Südkarpaten und nach Nordwesten über Karpaten. Von dort folgte die Ausbreitung den westlich anschließenden Gebirgen Hohe Tatra, Riesengebirge, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Fränkische Alb, Schwäbische Alb bis sie im Schwarzwald endete. Die Oberrheinebene stellte ein unüberbrückbares Hindernis dar und die Linie endete hier. Von der Hohen Tatra nach Südwesten über die Kleinen Karpaten und den Wienerwald wurden die Ostalpen erreicht. Die nördlichen Alpen wurden anschließend bis zum Bregenzer Wald besiedelt. Der Weg zu den Südalpen verlief von den Rhodopen über den westlichen Balkan. Der Alpenhauptkamm stellte ein unüberwindbares Hindernis dar und die beiden Linien entlang der Alpen trafen erst in den westlichen Schweizer Alpen wieder aufeinander. Die Mosel, Italien und Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die französischen Alpen oder der Jura waren der Ausgangspunkt für die Eroberung weiterer Lebensräume im Norden, Westen und Süden. Vom Jura nach Norden über die Burgundische Pforte wurden die Vogesen besiedelt, das Gebirge das fast parallel zum Schwarzwald entlang der Oberrheinebene verläuft und nicht von diesem aus besiedelt wurde. Von hier aus erreichte die Art die Moselregion, in der noch heute wegen reicher Vorkommen der Futterpflanze Fetthenne - insbesondere in den Weinbergssteilhängen zwischen den Orten Valwig und Bruttig-Fankel - eine geschützte und stabile Population existiert. Über die französischen Alpen und die daran anschließenden Meeralpen und Ligurische Alpen ging eine Ausbreitungslinie über die Apenninen nach Kalabrien im Süden Italiens und nach Nord-Sizilien. Die Besiedlung Spaniens erfolgte vom Jura nach Westen über das Zentralmassiv. Von dort über die südlichen Cevennen zu den östlichen Pyrenäen. In Spanien verlief die Ausbreitung entlang der Nordküste über das Kantabrische Gebirge und dann nach Süden zum Kastilischen Scheidegebirge in Zentralspanien. Schließlich wurden noch die Betischen Kordilleren im Süden über einen heute noch unbekannten Weg besiedelt. Der Einfluss der Eiszeiten auf die Artentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nachdem im Oberen Pliozän eine ähnliche Verbreitung des Falters wie heute bestand, hatten die Eiszeiten im nachfolgenden Pleistozän durch die Gletscher in den Alpen und den Eisschilden in Nordeuropa und Nordasien die dortigen Populationen ausgelöscht. Südeuropa und der Osten des Verbreitungsgebietes waren von den vier Eiszeiten Elbe- (Günz-), Elster- (Mindel-), Saale- (Riss-) und Weichsel-Eiszeit (Norddeutschland), bzw. Würmeiszeit (Alpenraum) nicht betroffen. Dort konnten sie den gesamten Zeitraum überleben und sich stärker differenzieren und gefestigte Unterarten bilden. Die stärkste Vergletscherung fand während der Saale- bzw. Risseiszeit statt, als die gesamten Alpen bis ins Vorland und Westrussland und der Ural vergletschert waren. In der nachfolgenden Würmeiszeit vor etwa 115.000 bis 10.000 Jahren waren die Täler der Ostalpen eisfrei. In der darauf folgenden Warmzeit, in der wir heute noch leben, bildeten sich durch Waldsteppen mit den Nahrungspflanzen der Raupen ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Art. Dieser Zeitraum ist aber zu kurz, um gefestigte neue Unterarten auszubilden, daher muss man diese in den betroffenen Gebieten als Halb-Unterarten einstufen.[1] Aserbaidschanische Briefmarke (1995) Kirgisische Briefmarke (2000) Die Gefährdungssituation dieser Art wird in einigen Roten Listen gefährdeter Arten dargestellt. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet sie als gefährdet (Vulnerable). Die Rote Liste Deutschlands[4] sieht sie als vom Aussterben bedroht (Kat. 1), die Rote Liste der Schweiz und ebenso die Österreichs weist die Art als gefährdet (Kat. 3) aus; die Gefährdungssituation in den Bundesländern Österreichs wird sehr unterschiedlich angegeben und reicht von nicht gefährdet bis zu ausgestorben.[5] Der Apollofalter ist in vielen europäischen Regionen stark gefährdet oder akut vom Aussterben bedroht. Seit 1936 steht der Rote Apollo in Deutschland unter Naturschutz. Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, Appendix II gilt er als weltweit geschützt und ist die einzige weltweit geschützte nichttropische Schmetterlingsart (Stand 1990). Weiters wird diese Art auch im Anhang II der Berner Konvention gelistet, ist auch einer der wenigen Schmetterlingsarten im Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und somit als streng geschützt ausgewiesen. In Deutschland ist er zudem als eine nationale Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft.[6] In Deutschland kommt der Rote Apollo außerhalb der Alpen nur noch an der Mosel, auf der Schwäbischen Alb und der Fränkischen Alb vor. In Baden-Württemberg hat er von über 60 Fundstellen um 1900 alle bis auf eine auf der Schwäbischen Alb im Jahr 1988 eingebüßt. Die Population dieses Vorkommens hat sich nach einem Rückgang auf rund ein Dutzend Falter Ende der 1980er-Jahre mittlerweile erholt und stabilisiert, es hat sich sogar eine zweite Population gebildet[7]. Im Schwarzwald kommt er nicht mehr vor[8]. Im Fichtelgebirge ist Parnassius apollo ancile Fruhstorfer seit 1909 ausgestorben. Parnassius apollo posthumus Fruhstorfer 1925 ist im nördlichen Frankenwald und Saaletal seit 1905 ausgestorben.[1] In Bayern ist er auf der Fränkischen Alb und dort vor allem im Altmühltal und in den Bayerischen Alpen mit einem Schwerpunkt in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen zu finden.[9] Der Moselapollo war in den 1970er bis zum Anfang der 1980er Jahre durch den Einsatz von Insektiziden, die im Weinbau eingesetzt wurden und mit Hubschraubern versprüht wurden, kurz vor der Ausrottung. Die Insektizide gingen nicht nur auf den Weinbauflächen, sondern auch auf weit entfernten natürlichen Flächen nieder und töteten die Raupen ab. Im gleichen Zeitraum wurden außerdem Flurbereinigungsmaßnahmen durchgeführt, bei denen viele der alten Weinbergsmauern mit Sedum album entfernt wurden. Brachliegende ehemalige Weinberge verbuschten und die Nahrungspflanze verschwand durch die Verschattung. Heute ist das Ausbringen von Insektiziden mit dem Hubschrauber verboten. Die Habitate werden seit 1987 gepflegt und von Gebüsch und Stauden freigehalten. Der Einsatz von Insektiziden ist seit den 1980er Jahren stark zurückgegangen, da gezielter oder im Fall von Biowein gar nicht mehr gespritzt wird. Die Bestände haben sich wieder erholt und an Flugplätzen, an denen Anfang der 1980er Jahre nur fünf bis zehn Falter zu sehen waren, waren es 20 Jahre später über 100 Falter.[10] Die Vorkommen werden heute im Tourismus beworben und in der Ortsgemeinde Valwig wurde der etwa 7,5 Kilometer lange Apolloweg Valwig für Fußgänger eingerichtet. In Österreich ist vor allem Parnassius apollo cetius Fruhstorfer 1909 als Unterart im Flachland bedroht, die Unterart Parnassius apollo brittingeri Rebel & Rogenhofer 1893 im Gebirge ist deutlich weniger gefährdet.[11] Zu den heute noch individuenreichsten Populationen von Parnassius apollo cetius gehört die Population auf der Hohen Wand bei Wien.[12] Außeralpine Vorkommen, etwa im Strudengau sind großteils seit vielen Jahrzehnten erloschen.[13] In Frankreich ist Parnassius apollo meridionalis in den Vogesen ausgestorben. Wiederansiedlungsversuche scheiterten hier ebenso wie in Forez und im Massif de la Sainte-Baume. Dagegen war eine Wiederansiedlung am Puy de Dôme im Zentralmassiv erfolgreich. In Schweden war der Rote Apollo im südlichen Flachland verbreitet, heute ist er nur noch an der Ostküste zu finden. In Finnland begann der Rückgang in den 1930er-Jahren, und 30 Jahre später war er in vielen ursprünglichen Gebieten verschwunden. In den letzten Jahren hat sich der Falter im Südwesten des Landes wieder ausgebreitet und mit den Inseln zwischen der Insel Kemiö und der Halbinsel Hankoniemi ursprüngliche Gebiete wieder besiedelt. Es scheint ein Zusammenhang zwischen der Schwermetallbelastung der Nahrungspflanzen und dem Erlöschen der Populationen zu bestehen, da die Raupen bei belasteter Nahrung absterben. Diese ging in den letzten Jahren zurück und die Raupen haben damit wieder bessere Überlebenschancen.[14] In Spanien gingen die Bestände von Parnassius apollo filabricus in der Sierra de los Filabres innerhalb von 20 Jahren trotz Schutz bis 2005 sehr stark zurück. Die Lebensräume, in denen die Falter einst zu Tausenden flogen, wurden entweder mit Unterstützung der Naturschutzbehörden mit Kiefern aufgeforstet oder durch intensive Schafbeweidung vernichtet.[15] Die Hauptursachen für den Rückgang der Art ist die Zerstörung der Lebensräume durch Verbuschung oder Aufforstung und der Einsatz von Herbiziden in der Landwirtschaft und im Weinbau. Der Straßen- und Schienenverkehr fordert ebenfalls viele Opfer, etwa an der Mosel. Schwache Populationen können durch natürliche Feinde wie Meisen und Eidechsen weiter geschwächt werden, besonders wenn zusätzlich Nisthilfen für Meisen angeboten werden.[16] Der Einfluss von Sammlern auf geschwächte Populationen ist nicht geklärt, könnte aber bedrohte weiter geschwächt haben. Heute ist eine Gefahr durch Sammler kaum noch relevant.[8][10][11] Die Art scheint gegenüber geringen Klimaveränderungen sehr empfindlich zu reagieren.[17] ↑ a b c d e Edwin Möhn: Papilionidae XII: Parnassius apollo. Text . In: Erich Bauer und Thomas Frankenbach (Hrsg.): Schmetterlinge der Erde, Tagfalter . Band 23. Goecke & Evers, Keltern 2005, ISBN 3-937783-16-4. ↑ Thomas C. Emmel: Wunderbare und geheimnisvolle Welt der Schmetterlinge . Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh und Berlin 1976, ISBN 3-570-00893-2, S. 192 f. ↑ Parnassius Latreille, 1804 von Vazrick Nazari. In: Tree of Life Web Project. The University of Arizona College of Agriculture and Life Sciences and The University of Arizona Library, abgerufen am 8. Oktober 2007. ↑ Umweltbundesamt Österreich: Rote Liste gefährdeter Tierarten Österreichs. In: Österreichisches Artenschutz-Informationssystem OASIS. Abgerufen am 1. Januar 2010. ↑ Apollofalter. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, abgerufen am 27. Oktober 2007. ↑ a b Tagfalter I (Ritterfalter (Papilionidae), Weißlinge (Pieridae), Edelfalter (Nymphalidae)) . In: Günter Ebert, Erwin Rennwald (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs . Band 1. Ulmer Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8001-3451-9. ↑ Markus Schwibinger: Parnassius apollo (Apollo). In: Die Tagfalter Oberbayerns. Abgerufen am 22. Oktober 2007. ↑ a b Helmut Kinkler: Insecta – Zeitschrift für Entomologie und Naturschutz . Hrsg.: NABU-Bundesfachausschuss Entomologie. Nr. 7. NABU, 2001, ISSN 1431-9721, S. 31 (online [PDF; 3,5 MB; abgerufen am 24. Oktober 2007]). ↑ a b Naturschutzbund Österreich ↑ Forschungsgemeinschaft Lanius, Projekt Parnassius apollo ↑ Karl Puchberger, Gedanken zur Verödung der Schmetterlingsfauna des Strudengaues, Steyrer Entomologenrunde - Beiträge zur Kenntnis der Insektenfauna von Oberösterreich, 1984 ↑ Marko Nieminen, Pekka Nuorteva, Esa Tulisalo: The Effect of Metals on the Mortality of Parnassius Apollo Larvae (Lepidoptera: Papilionidae) . In: Journal of Insect Conservation . Band 5, Nr. 1. Springer Netherlands, März 2001, ISSN 1366-638X, S. 1–7. ↑ Artenschutz. In: Schmetterlinge und Wein, 5/2007. NABU, abgerufen am 27. Oktober 2007. ↑ Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Apollofalter in Rheinland-Pfalz . 2003 (PDF, 5 MB [abgerufen am 27. Oktober 2007]). ↑ Gerfried Deschka, Josef Wimmer: Die Schmetterlingsfauna der Kreuzmauer., Beitr. Naturk. Oberösterreichs, 2000, Seite 101 PDF Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7. Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X. Commons: Roter Apollo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien Naturkundliches Informationssystem: Parnassius apollo brittingeri Parnassius apollo in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: Gimenez Dixon, 1996. Abgerufen im 1. Januar 2010 Parnassius apollo bei Fauna Europaea Fledermaus (1992) | Wildkatze (1993) | Rotwild (1994, 2002) | Apollofalter (1995) | Feldhamster (1996, 2016) | Alpensteinbock (1997) | Unke (1998) | Fischotter (1999) | Äskulapnatter (2000) | Feldhase (2001, 2015) | Wolf (2003) | Siebenschläfer (2004) | Braunbär (2005) | Seehund (2006) | Elch (2007) | Wisent (2008, 2014) | Braunbrustigel (2009) | Dachs (2010) | Luchs (2011) | Gämse (2012) | Mauswiesel (2013) | Haselmaus (2017) | Europäische Wildkatze (2018) Normdaten (Sachbegriff): GND: 4357469-5 (AKS) Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Roter_Apollo&oldid=178722460“ Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juni 2018 um 10:00 Uhr bearbeitet.
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q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
SFM e-Bikes by DCI AG - issuu 2012 2012 E-Bikes 2013 Pedelecs & e-Scooter Historie Zweiradmobilität seit 1886 1886: Gründung der „Velozipedfabrik Carl Marschütz & Co“ 1887: Umwandlung in die „Aktiengesellschaft Nürnberger Velozipedfabrik Hercules“ 1898: Entwicklung eines ersten Elektro-Fahrzeugs 1900: Umbenennung in Nürnberger Hercules-Werke AG 1938: Fertigung der ersten SAXONETTE mit Fichtel & Sachs-Motor 1966: Zusammenführung von Hercules und Zweirad-Union (Victoria, Express, DKW) unter Fichtel&Sachs AG 1990: Präsentation des ersten zur Serienreife entwickelten E-Bikes, der „ELECTRA“ Änderung des Firmennamens in Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik GmbH und Vermarktung der Produkte unter der Marke Sachs-Bikes 2008: Umfirmierung in SFM GmbH 2011: 125jähriges Firmenjubiläum. „SFM“ und „SAXONETTE“ werden als Marken eingeführt 47 fahrzeuge im test t r gmuilie Mit der Zweiradgeschichte in Deutschland sind so legendäre Firmen- namen wie „Nürnberger Hercules-Werke“ und „Fichtel & Sachs“ untrennbar verbunden. Kaum jemand, der sein erstes Zweiraderlebnis nicht auf einem Mofa oder Kleinkraftrad dieser Hersteller hatte. Als Rechtsnachfolger der Hercules-Werke führen wir die Tradition fort: Innovation, Qualität, Mobilität und Lebensfreude. Mit jungen, modernen und alltagstauglichen Fahrzeugen. tort om f r gku sateegohrie city- PEDELECS – Tretunterstützung Comfort Light, Beatrix 250 ELECTRA – Selbstfahrend und Tretunterstützung Beast Electra 350 Comfort Electra 350, Comfort Light Electra 250 X-Road Electra 350 Prima E / Oliver 500 S. 26 -27 Finden Sie auf den folgenden Seiten Ihr passendes E-Bike aus unserem neuesten Programm. Schon jetzt wünsche ich Ihnen gute Fahrt und viel Spaß mit unserem eingebauten Rückenwind! 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Ein Aufladen des Akkus ist somit überall und jederzeit möglich. *Am Beispiel des 11 Ah 36 V Akkus Sehr stabiles, spritzwassergeschütztes Gehäuse, welches die Energiezentrale (Akkuzellen, Managementsystem etc.) sicher vor äußeren Einflüssen schützt. Durch die integrierte Unterbringung im Spezialgepäckträger wird ein perfekter Schutz erreicht. zum Ablesen der aktuellen Kapazität des Akkus parallel zur Anzeige am Display oder wenn der Akku sich außerhalb des Rades befindet. Die Reichweite bezeichnet grundsätzlich die maximale Entfernung, in der ein Fahrzeug mit einem voll geladenem Akku, bewegt werden kann. Diese hängt allerdings von verschieden Parametern ab: - Gewicht von Fahrer und Gepäck - Streckenprofil (Steigungen/Stadtfahrten) - Streckenbeschaffenheit (Fahrbahnbelag) - Gegenwind - Zustand des Fahrrades (korrekte Bremseinstel- lung/ Leichtgängigkeit der Naben/etc…) - Zustand der Bereifung (z.B. Luftdruck) - Umgebungstemperatur (optimale Betriebstem- peratur des Akkus liegt bei +18°C bis +25°C) - Unterstützungsmodus - Schaltverhalten - Höchstgeschwindigkeit - Motorleistung (250 Watt Pedelec/ < 350 Watt Electra) - Lagerung des Akkus (Ladezyklen beachten) - Alter des Akkus (ein Kapazitätsverlust von bis zu 20 % pro Jahr kann im Bereich des normalen Verschleiß liegen) Prinzipiell gilt: je weniger Beinkraft zur Fortbewegung verwendet wird, desto geringer ist die Reichweite je mehr Beinkraft zur Fortbewegung verwendet wird, desto größer ist die Reichweite. Beispiel an einer SaxonettE Comfort 250 mit Li-Ion Akku 36V, 11A, 396Wh Fahrstufen Bereich Eco Bereich Normal Bereich Power 80 –120 km Hügelig, Gegenwind Bergig, hohes Gewicht, ** Verlängerung der Garantie für den Akku auf 4 Jahre möglich. 07 A usrüstung ? ? Gut geschützt mit Iron Bull Nicht weniger als 24 Belüftungsschlitze in der Helmschale sorgen selbst bei kräftiger Pedalarbeit im Hochsommer für einen kühlen Kopf. Dank der vielen Lufteinlässe ist der Helm besonders leicht geraten und wiegt nur 308 Gramm ohne und 329 Gramm mit Sonnenbrille. Sie ist Teil der Helmkonstruktion und kann je nach Bedarf in den vorderen Rand der Hemschale eingeklinkt werden, wo sie ohne lästiges Drücken vor Sonne und Fahrtwind schützt und außerdem das Tragen einer normalen Brille erlaubt. Die auswechselbare, antialergische Innenausstattung mit Komfortpolster garantiert in Verbindung mit dem Iron Bull 3D Gurtbandsystem und der durchdachten Einhandbedienung für die Kopfweitenverstellung einen perfekten Sitz. - 3D Gurtbandsystem - Insektenschutz - Auswechselbare antiallergische Innenausstattung - Drehrad mit Rasterfunktion - Crossblende - integrierte Sonnenbrille - Gewicht: 329 Gramm - Größen: M, L - Farben: carbon, weiß/rot, weiß/blau - UVP*: 69,90 € 08 PEDELECS Pedelecs Tretunterst端tzung bis 25 Km/h Pedelecs sind Fahrr辰der mit einem Elektromotor, der die eigene Pe Pedalkraft dalkraft bisbis zu zu einer einer Geschwindigkeit Geschwindigkeit vonvon 2525 km/h km/h unterst端tzt. unterst端tzt. Erlaubt Erlaubt ist das Fahren ist das auf Fahren Radwegen auf Radwegen ohne Helm ohne (ist Helm aber(ist immer aber zu immer empfehzu empfehlen) len) und ohne und Versicherungskennzeichen. ohne Versicherungskennzeichen. Eine Fahrerlaubnis Eine Fahrerlaubnis ist nicht ist nicht notwendig. notwendig. Beast 250 Lady/Men Damen/Herren ....................05 Spirit...............................................06 250 Everest250 ..........................................07 Deluxe Comfort 250..........................08 light 250 Comfort Light 250.............09 Beatrix...........................................10 250 DeLuxe X Road...........................................11 250 Damen/Herren Everest Amsterdam 250 ................................12 . Amsterdam X Road...........................................13 250 Kobold............................................14 250 Beast 250 Damen Beast 250 Herren/Damen Rahmengrößen 47 6061 cm Farben: Aluminiumrahmen, Herren 28“x47 schwarz,cm, Damen 52 cm weiss Unisex Stabiler 6061 im Retro-Design und mit 10 Jahren Bremse hinten Alurahmen Rücktrittbremse Tektro V-brake Gewicht ca. Motor 26,5 kg bürstenloser SFM Drehstrommotor 250W im Vorderrad Garantie, Scheibenbremse, Motor Hydraulische 250 W, Front Sachsysmotor Reichweiten Akku 40 V 10 36 - 120 km Ah 360 im Pedelecmodus Wh Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePo4) Handschellen zur Diebstahlsicherung, Old-Style Ledersattel Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Gabel Schaltung Suntour CR 8V SHIMANO Nexus 7-Gang mit Freilauf Nabenschaltung mit Schraubenfedern, Doppelscheinwerfer, Batterie 36V x 11 Ah Li-Po, 396 Wh Schaltung Reichweite Shimano von ca. 30 7-Gang bis zuNabe 80 km mit Rücktrittbremse Multifunktionsdisplay mit schwarz 5 Unterstützungsmodi, Farbe Bremse vorne Tektro UVP* 1.999,00 V-brake E *unverbindliche Preisempfehlung Zusatzakku: 599,00 E Ledersoftgriffe Spirit 250 PEDELECS Rahmengrößen 47 6061 cm,Aluminiumrahmen, 52 cm Farben: 28“x47 braun/silber, cm, 52 schwarz/silber cm Unisex Bequemer Alurahmen mit 10 Jahren Garantie, Bremse hinten 6061 Rücktrittbremse und Tektro V-brake 26,5 Mittelmotor SFM kg 250W Drehmoment 40NM neues Batteriegehäuse, Drehmomentsensor, Motor integriertes 250 W, Front Sacsysmotor 40 V 11 36 - 120 km Ah 396 im Pedelecmodus Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) 3-Fach-Sensortechnik, werkzeuglos verstellbarer LenkerUnterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Suntour CR 8V SHIMANO Nexus 8-Gang Nabenschaltung vorbau, Rockschutz/Mantelschoner, pannensichere Batterie 36V x 11 Ah Li-Po, 396 Wh Shimano von ca. 40 7-Gang bis zuNabe 120 km mit Rücktrittbremse Bereifung, 2 hydraulische Felgenbremsen, Farbe schwarz Bremse vorne 2.399,00 UVP* Tektro V-brake E *unverbindliche Preisempfehlung Rücktrittbremse als Option, extrem tiefer Durchstieg Rahmengrößen 47 6061 cm,Aluminiumrahmen, 52 cm Farben: 28“x47 braun/silber, cm, 52 blau/silber cm Unisex 26,5 kg bürstenloser SFM Drehstrommotor 250 W im Vorderrad Batteriegehäuse, Drehmomentsensor, Motorneues integriertes 250 W, Front Sachsysmotor werkzeuglos verstellbarer Lenkervorbau, Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Rockschutz/Mantelschoner, 36V x 11pannensichere Ah Li-Po, 396Bereifung, Wh Suntour CR 8V SHIMANO Nexus 8-Gang mit RücktrittbremseBatterie Nabenschaltung Bremse vorne Tektro UVP* 2.099,– V-brake E *unverbindliche Preisempfehlung 2 hydraulische Farbe Felgenbremsen, schwarz Rücktrittbremse, extrem tiefer Durchstieg Comfort 250 PEDELECS Rahmengrößen 47 6061 cm,Aluminiumrahmen, 52 cm Farbe: schwarz 28“x47 cm, 52 cm Unisex Bequemer 6061 Alurahmen mit 10Tektro Jahren Bremse hinten Rücktrittbremse und V-brake Drehmomentsensor, werkzeuglos verstellbarer Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Suntour CR 8V SHIMANO Nexus 7-Gang mit RücktrittbremseBatterie Nabenschaltung Bremse vorne Tektro UVP* 1.799,– V-brake E *unverbindliche Preisempfehlung Garantie, neues integriertes 250 W, Front Batteriegehäuse, Sacsysmotor Lenkervorbau, Rockschutz/Mantelschoner, 36V x 11 Ah Li-Po, 396 Wh Bereifung, pannensichere schwarz 3 Bremsen, extrem tiefer Durchstieg Beatrix 250 / Comfort Light 250 Comfort Light 250 Rahmengrößen 47 cm, 52 cm Farben: silber, schwarzgrün Motor bürstenloser SFM Drehstrommotor 250W im Vorderrad 36 V 9 Ah 324 Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) Nabenschaltung SHIMANO Nexus von ca. 30 bis zu 80 km UVP* 1.199,– E Zusatzakku: 549,00 E Produkt-Highlights: Leichter 6061 Alurahmen mit 10 Jahren Garantie, neues integriertes Batterieghäuse, ca. 22 kg leicht, 3 Bremsen und extrem tiefer Durchstieg Rahmengrößen 50 6061 cm Farbe: Aluminiumrahmen, blau 28“x47 cm, 52 cm Unisex Leichter Alurahmen mit 10 Bremse hinten 6061Rücktrittbremse undJahren Tektro Garantie, V-brake 40 V 9 36 - 120Ah 324 km im Pedelecmodus Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) ca. 22 kg leicht, Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Bremse vorne 1.199,– UVP* Tektro V-brake E *unverbindliche Preisempfehlung Zusatzakku: 549,00 E neues integriertes 250 Batteriegehäuse, W, Front Sacsysmotor hollandtypische, kurze 36V x 11Rahmengeometrie Ah Li-Po, 396 Wh für aufrechtere Sitzposition, schwarz extrem tiefer Durchstieg Amsterdam 250 PEDELECS Rahmengrößen 53 6061 cm Farben: Aluminiumrahmen, schwarz, 28“x47 weiss cm, 52 cm Unisex Bremse hinten Hollandrad, Rücktrittbremse und Tektro V-brake Klassisches Motor3-Gang-Nabenschaltung 250 W, Sacsysmotor mitFront Rücktrittbremse, Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor geschlossenener Kettenkasten, 36VRahmengeometrie x 11 Ah Li-Po, 396 Wh Suntour CR 8V SHIMANO Nexus 3-Gang mit RücktrittbremseBatterie Nabenschaltung hollandtypische, kurze Farbe für aufrechtere schwarz Sitzposition X-Road 250 t hei u e N 29er X-Road 250 Damen/Herren hinten 6061 Rücktrittbremse und Tektro V-brake Rahmengrößen 50 6061 cm,Aluminiumrahmen, 55 cm (He) Farben: 28“x47 Herren cm, schwarz, 52 cm Unisex Damen weiss BremseStabiler Alurahmen mit 10 Jahren Garantie, Gewicht Motor ca. 26,5 bürstenloser kg SFM Drehstrommotor 250W im Hinterrad Motor ca. 23 kg leicht, 250 W, Front Sacsysmotor 40 36 -V 9 120Ah 324 km im Pedelecmodus Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Drehzahlsensor, Akku zentral am Sattelrohr Suntour 27 GangCR SHIMANO 8V Deore LX Batterie 36Vmit x 11 Ah Li-Po, 396 Wh Multifunktionsdisplay 5 Unterstützungsmodi, Farbe 29er schwarz Bereifung, pannensicher Bremse UVP* vorne Tektro 1.899,– V-brake E *unverbindliche Preisempfehlung Everest 250 PEDELECS Rahmengrößen 48 6061 cm,Aluminiumrahmen, 52 cm Farben: 28“x47 schwarzcm, 52 cm Unisex BremseStabiler hinten 6061 Rücktrittbremse und Tektro V-brake Alurahmen mit 10 Jahren Garantie, 26,5 kg bürstenloser SFM Drehstrommotor 250W im Hinterrad Motor Drehzahlsensor, Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Multifunktionsdisplay mit 5 Unterstützungsmodi, Suntour CR 27-Gang SHIMANO 8V Alivio Schaltung Batterie Scheibenbremsen, 36V x 11 Ah Li-Po, 396 Wh hydraulische Farbe Akku am Unterrohr schwarz zentral 250 W, Front Sachsysmotor Dieses Rad darf nicht auf öffentlichen Strassen benutzt werden, da es nicht entsprechend der StVZO ausgestattet ist. Rahmengrößen klappbar, 6061 Aluminiumrahmen, 33 cm Farben: 28“x47 weiss, cm, schwarz 52 cm Unisex Bremse hinten 6061 Alurahmen Rücktrittbremse Tektro V-brake Kompakter mit 10und Jahren Garantie, Motor 20 kg leicht, 40 - 120 36V 7 Ah 252 km im Pedelecmodus Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Leicht und schnell faltbar, Suntour CR 8V SHIMANO Nexus 3-Gang mit Freilauf Nabenschaltung Batterie 36V xmit 11Freilauf, Ah Li-Po, 396 Wh 3-Gang-Nabenschaltung Shimano von ca. 20 7-Gang bis zuNabe 40 km mit Rücktrittbremse Farbe Faltmasse (L x B x schwarz H ): Zusatzakku: 499,00 E 800 mm x 400 mm x 800 mm ELECTRA Electra/ S-Pedelecs Electra/ S-Pedelecs selbstfahrend bis 20 km/h und selbstfahrend bis 20 und / 35km/h Tretunterstützung biskm/h 25 km/h Tretunterstützung bis 25 km/h / 35km/h Electras/S-Pedelecs sind Fahrräder mit Elektromotor, die die eigene PedalElectras/S-Pedelecs sind Fahrräder die dieModellen eigene Pedalkraft bis zu einer Geschwindigkeit vonmit 25Elektromotor, km/h (bei einigen bis Modellen kraft bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h (bei einigen optional 35km/h) unterstützen. Zusätzlich besteht wahlweise die Möglichkeit per bis die zu 35km/h) unterstützen. Zusätzlich besteht wahlweise Möglichkeit Drehgriff zu fahren ohne mit zu treten (max. 20km/h). Für diese Modelle per Drehgriff mit zu treten (max. 20km/h). diese Modelle benötigen Sie zu einfahren kleinesohne Versicherungskennzeichen und eineFür Mofaprüfbebenötigen Sie ein kleines Versicherungskennzeichen und eine Mofaprüfbescheinigung (wenn nach dem 01.04.1965 geboren). Erlaubt ist das Fahren scheinigung (wenn nach dem 01.04.1965 geboren). Erlaubt ist das Fahren außerorts. auf Radwegen auf Radwegen außerorts. Beast Electra Lady/Men Beast DeLuxeElectra Electra350 Damen und Herren Deluxe Electra 350 Comfort Electra Comfort 350 Comfort Electra light Electra Comfort Light Electra 250 X Road Electra X-Road Electra 350 Damen und Herren on rer v h ü f t en Mark hrend a f t /h s selb 20km s i b s e E-Bik Beast Electra 350 Damen Rahmengrößen 47 6061 cm Farben: Aluminiumrahmen, Herren schwarz, 26“x47 cm Damen Unisex weiss Bremse Shimano Roller-brake Stabilerhinten 6061 Alurahmen im Retro-Design mit 10 Jahren Garantie, SFM 29 kgbürstenloser Drehstrommotor 350W im Vorderrad Motor 2350 W, Front Sacsysmotor hydraulische Scheibenbremse, 36 30 V 10 - 80 km Ah 360 im Pedelecmodus, Wh Lithium-Eisen-Phosphat 20 - 40 km ohne (LiFePo4) Treten Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Handschellen zur Diebstahlsicherung des Akkus Nabenschaltung Stahl SHIMANO Nexus 7-Gang mit Freilauf Batterie 36V x 10 Ah Li-FePo4, 360 Wh Old-Style Ledersattel mit Schraubenfedern, von Shimano ca. 30 7-Gang km bisNabe zu 80 mit kmRücktrittbremse als Pedelec Farbe Herren schwarz, Damen weiß Multifunktionsdisplay mit 5 Unterstützungsmod, Doppelscheinwerfer, Bremse vorne von Tektro ca.hydraulische 20 km bis zuDisc--brake 40 km als Leichtmofa kräftiger 350 Watt-Motor, zusätzlicher Drehgriff zum Fahren ohne Treten 2.199,– E Deluxe Electra 350 Rahmengrößen 47 6061 cm,Aluminiumrahmen, 52 cm Farben: 26“x47 braun/silber, cm Unisex blau/silber Bremse hinten Alurahmen Shimano Bequemer 6061 mitRoller-brake 10 Jahren Garantie, Motor 2350 W, Front Sacsysmotor Batteriegehäuse, Drehmomentsensor, neues integriertes 36 30 V 11 - 80 km Ah 396Wh im Pedelecmodus, PANASONIC 20 -Lithium-Ionen 40 km ohne Treten (Li-Ion) Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor Rockschutz/Mantelschoner, werkzeuglos verstellbarer 36V x 10 Ah Li-FePo4, 360 Wh Stahl Nabenschaltung SHIMANO Nexus 8-Gang mit Rücktrittbremse Batterie Lenkervorbau, pannensichere Bereifung, Federgabel, Shimano 7-Gang mit Rücktrittbremse von ca. 40km bisNabe zu 120km als Pedelec Farbe Herren schwarz, Damen Sattelstütze, zusätzlicher Drehgriff zumweiß Fahren gefederte Tektro Bremse vorne von ca.hydraulische 20km bis zuDisc--brake 40km als Leichtmofa ohne Treten, kräftiger 350 Watt-Motor, extrem tiefer Durchstieg, 2 hydraulische Felgenbremsen Comfort Electra 350 Comfort light Electra 250 Comfort Electra 350 Rahmengrößen 47 cm, 52 cm Farben: schwarz Motor SFM bürstenloser Drehstrommotor 350W im Vorderrad 36 V 11 Ah 396 Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) Nabenschaltung SHIMANO Nexus 7-Gang mit Rücktrittbremse von ca. 40 km bis zu 120 km als Pedelec von ca. 20 km bis zu 40 km als Leichtmofa 1.899,– E Produkt-Highlights: Bequemer 6061 Alurahmen mit 10 Jahren Garantie, neues integriertes Batteriegehäuse, Drehmomentsensor, Rockschutz/Mantelschoner, werkzeuglos verstellbarer Lenkervorbau, Federgabel und gefederte Sattelstütze, pannensichere Bereifung, extrem tiefer Durchstieg, zusätzlicher Drehgriff zum Fahren ohne Treten, kräftiger 350 Watt-Motor, 3 Bremsen Comfort light Electra 250 Rahmengrößen 47 cm, 52 cm Farben: grün, silber Motor SFM bürstenloser Drehstrommotor 250W im Vorderrad 1.399,– E Produkt-Highlights: Bequemer 6061 Alurahmen mit 10 Jahren Garantie, 22 neues integriertes Batteriegehäuse, ca. 22 kg leicht, 3 Bremsen, zusätzlicher Drehgriff zum Fahren ohne Treten, extrem tiefer Durchstieg *unverbindliche Preisempfehlung X-Road 350 Electra Rahmengrößen 50 6061 cm,Aluminiumrahmen, 55 cm Farben: schwarz 28“x47 cm, 52 cm Unisex BremseStabiler hinten 6061 Rücktrittbremse und Tektro V-brake Alurahmen mit 10 Jahren Garantie 26,5 kg bürstenloser SFM Drehstrommotor 350W im Hinterrad Motor Multifunktionsdisplay 250 W,5 Front Sachsysmotor mit Unterstützungsmodi 40 120Ah 324 km im Pedelecmodus 36 -V 9 Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) Unterstützungsmodi 5-Stufen, Drehmomentsensor hydraulische Scheibenbremsen Suntour 8V 27 GangCR Shimano Deore LX Batterie am Sattelrohr 36V x 11 Ah Li-Po, 396 Wh Akku zentral Farbe Ausstattung gemäß schwarz Shimano Nabe mit Rücktrittbremse ca. 40 km7-Gang – 120 km als Pedelec / ca. 20 km – 40 km als Leichtmofa StVZO Bremse vorne 1.999,– Tektro V-brake UVP* E *unverbindliche Preisempfehlung 29er Bereifung, pannensicher E-Scooter E-Scooter E-Roller selbstfahrend km/h selbstfahrend bis bis 20 max. 20 und km/h Tretunterstützung bis 25 km/h / 35km/h E-Scooter sind Fahrzeuge mit Elektromotor, die ausschließlich über Electras/S-Pedelecs sind Fahrräder mit Leichtmofas Elektromotor,erreichen die die eigene Pedalden Drehgriff gefahren werden. Unsere eine Höchstgekraft bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h (bei einigen Modellen bis schwindigkeit von 20 km/h und benötigen daher ein kleines Versicherungsunterstützen. Zusätzlich besteht wahlweise die Möglichkeit per 35km/h) kennzeichen. Eine Mofaprüfbescheinigung (wenn nach dem 01.04. 1965 Drehgriff ohne mit treten (max. 20km/h). Für diese Modelle geboren) zu ist fahren erforderlich. EinezuHelmpflicht besteht für diese Modelle nicht, Sie ein kleines Versicherungskennzeichen und eine Mofaprüfbebenötigen zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlen wir aber das Tragen eines geeigneten scheinigung (wenn nach dem 01.04.1965 geboren). Erlaubt ist das Fahren Fahrradhelmes. auf Radwegen außerorts. Prima E Oliver 500 Prima E Oliver 500 Oliver 1000 Abbildung ohne StVZO Oliver 500 Motor 36 V 12 Ah 432 Wh Silicium-Akku Verfügbare Versionen 20 km/h Farbe: blau Reichweite 999,– E inkl. StVZO-Ausstattung Produkt-Highlights: Vollfederung, Lenker klappbar, Sitz abnehmbar, mit StVZOAusstattung für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen 48 V 14 Ah 672 Wh Silicium-Akku Verfügbare Versionen 20 km/h Farben: weiß, schwarz bis zu ca. 500 Ladezyklen Übersicht über die Technischen Daten Beast 250 Rahmen Motor Schaltung Akku Gabel Bremse vorne Bremse hinten Sensorik Unterstüzungsmodi Reichweite Gewicht ca. Farbe (n) UVP* Bürstenloser SFM Drehstrommotor 250 W im Vorderrad SFM Mittelmotor 250 W 36 V 10 Ah 360 Wh Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePo4) Federgabel Spinner Odesa Federgabel Suntour, NCX Scheibenbremse TEKTRO Novela Hydr. Felgenbremse MAGURA HS11 und Rücktrittbremse optional Hydr. Felgenbremse MAGURA HS11 und Rücktrittbremse Sensorisches Innenlager mit Drehzahl- und Drehmomentsensor 5 Modi mit einstellbarer Maximalgeschwindigkeit von ca. 40 bis zu 120 km braun/silber, schwarz/silber braun/silber, blau/silber 2.399,00 E 2.099,00 E V-Bremse TEKTRO V-Bremse TEKTRO und Rücktrittbremse V-Bremse CS und Rücktrittbremse Sensorisches Innenlager mit Drehzahlsensor von ca.30 bis zu 80 km 1.799,00 E 1.199,00 E X-Road 250 Rahmen Motor Schaltung Akku Gabel Bremse vorne Bremse hinten Sensorik Unterstüzungsmodi Reichweite Gewicht ca. Farbe (n) UVP* Comfort 250 Rahmen Motor Schaltung Akku Gabel Bremse vorne Bremse hinten Sensorik Unterstüzungsmodi Reichweite Gewicht ca. Farbe (n) UVP* V-Bremse CS und Rücktrittbremse Sensorisches Innenlager mit Drehzahlsensor 3 Modi 50 cm, 55 cm (He) Bürstenloser SFM Drehstrommotor 250 W im Hinterrad 27-Gang SHIMANO Deore LX Federgabel Suntour NEX4610 Federgabel Suntour NEX 4600 Übersicht über die Technischen Daten Kobold 250 Rahmen Motor Schaltung Akku Gabel Bremse vorne Bremse hinten Sensorik Unterstüzungsmodi Reichweite Gewicht ca. Farbe (n) UVP* Beast 350 HE 47 cm SFM Bürstenloser Drehstrommotor 350 W im Vorderrad 36 V 7 Ah 252 Wh PANASONIC Lithium-Ionen (Li-Ion) 5 Modi mit einstellbarer Maximalgeschwindigkeit plus Drehgriff bis ca. 20 km/h von ca. 20 bis zu 40 km ca. 30 km – 80 km als Pedelec / ca. 20 km – 40 km als Leichtmofa ca. 40 km – 120 km als Pedelec / ca. 20 km – 40 km als Leichtmofa Comfort Electra 350 Rahmen Motor Schaltung Akku Gabel Bremse vorne Bremse hinten Sensorik Unterstüzungsmodi Reichweite Gewicht ca. Farbe (n) UVP* klappbar, 33 cm SFM Bürstenloser Drehstrommotor 250 W im Vorderrad SFM Bürstenloser Drehstrommotor 350 W im Hinterrad 3 Modi plus Drehgriff ca. 40 km – 120 km als Pedelec / ca. 20 km – 40 km als Leichtmofa Prima E Motor Batterie Gabel Bremse vorne Bremse hinten Leistung Leergewicht ca. Sitzplätze Vef. Versionen Reichweite Farbe (n) UVP* Reibbandbremse 20 km/h (Drehgriff) Strawinskystrasse 27 b 90455 Nürnberg Telefon +49 (0)911 4231-0 Telefax +49 (0)911 4231-332 info@sfm-bikes.de www.sfm-bikes.de Alle Angaben ohne Gewähr Produkt- und Preisänderungen vorbehalten Farben können abweichen SFM empfiehlt: Ihr LVM-Servicebüro vor Ort finden Sie unter www.lvm.de Überreicht durch: SFM e-Bikes
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Bahamas - Zuerst kommen die Worte, dann die Taten Zuerst kommen die Worte, dann die Taten Über die Lehren aus den Morden von Hanau Der Andere war trotz geringerer Kompetenz listiger und skrupelloser als man selber, weiß der Arbeitnehmer, dem ein Kollege bei einer innerbetrieblichen Ausschreibung für eine Leitungsposition den Rang abgelaufen hat. Das hätte ich auch noch hinbekommen und sogar besser, sagen manche nach dem Kinobesuch über den Plot des Films, und wie man die Heimschlappe des eigenen Clubs hätte verhindern können, wissen die Fans sowieso viel besser als der gesamte Trainerstab. Erst wenn der gekränkte Kollege mit „Beweisen“ über eine gegen ihn gerichtete Intrige durch den Erfolgreichen aufwartet, ein Literaturstudent, der vor Jahren erfolglos ein Theaterstück bei einem Wettbewerb eingereicht hat, seine Ideen in einem jetzt erfolgreich über die Bühne gehenden Stück wiedererkennt und als gestohlen deklariert oder ein Fußballfan auf der Jahresmitgliederversammlung zu einem Vortrag über die von ihm ermittelten Verbindungen der Vereinsspitze zu Menschenhändlerringen anhebt, geht das jeweilige Umfeld unangenehm berührt auf Distanz. Der kranke Stimmenhörer Auserwähltseinsglaube, Größenwahn und die dauernde Sorge, ungerechterweise übergangen zu werden, sind konstante Begleiterscheinungen der bürgerlichen Subjektkonstitution, ebenso wie die unter dem Druck der Verhältnisse regelmäßig zur Panik sich steigernde Ahnung, dass es auf einen so wenig ankommt, dass man irgendwann einmal sozial und materiell fallengelassen werde und in Vereinsamung und Armut zugrunde gehen könne. Tobias Rathjen, der am 19.2.2020 in Hanau neun Menschen ausländischer Herkunft und seine Mutter ermordet hat, bevor er sich selbst erschoss, „war davon überzeugt, seit dem Säuglingsalter von einem ominösen Geheimdienst überwacht zu werden. Dieser habe Mitarbeiter, welche die Fähigkeit hätten, sich in die Gedanken anderer Menschen ‚einzuklinken‘ und bis zu einem gewissen Grad eine Art ,Fernsteuerung vorzunehmen‘. Zugleich war er sich sicher, dass diese (vom Rest der Welt) unerkannt arbeitenden Kräfte seine Ideen umsetzen würden: Über die ‚Fernsteuerung‘ seien beispielsweise seine Konzepte für Hollywoodfilme, die Strategie des Deutschen Fußball-Bunds sowie für den Bau einer Mauer an der US-Südgrenze umgesetzt worden.“ (Spiegel, 21.2.2020) Rathjen hat vermutlich über lange Zeit hinweg nur eine Stimme gehört, die ihm in den vielen einsamen Stunden den Monolog über sein Zurückgesetztsein vorgetragen hat. Diese Stimme, die die eigenen Gedanken ausspricht und nicht abgeschaltet werden kann, hat er irgendwann als von außen gesteuerten Feind rationalisiert, den er schließlich Monate vor der Tat beim Generalbundesanwalt zur Anzeige gebracht hat. Mit der Selbststilisierung zum Opfer einer Organisation, die ihn fremdbestimme, verbunden mit dem Hilferuf an die real existierende Staatsgewalt, hat er sich ein letztes Mal an die Gesellschaft gewandt, mit der zusammen er seine durch Kräfte des Hasses verursachte Persönlichkeitsspaltung bekämpfen wollte. Den Stimmen, die der Schizophrene hört, verleiht die geplagte Phantasie Gestalt und umgibt sie mit einem Schein von Rationalität. Da auch Kranke wegen ihrer Krankheit nicht origineller werden, als sie es vorher waren, folgen ihre Erzählungen gesellschaftlichen Konjunkturen, die sich nicht selten an kulturindustriellen Produkten festmachen lassen. Der gesunde Stimmenhörer War es bis tief in die Neuzeit hinein noch die Verfallenheit an den Teufel mit allen Peinigungen und verbotenen Lüsten, wandelten sich seit dem späten 19. Jahrhundert die Angstvorstellungen und begannen um die neuen technischen Errungenschaften und ihre Böses im Schilde führenden Anwender bzw. Missbraucher zu kreisen. Mit dem Bau von U-Bahnen in den europäischen und amerikanischen Großstädten verbreiteten sich Ängste vor Unterwühlung im doppelten Wortsinn. Das war erst der Anfang für weit diffizilere Konstrukte, hinter denen allerdings altbekannte stehen wie vor allem der Antisemitismus, aber auch als Wiedergänger der angeblich subkutan wirkenden Jesuiten und Freimaurer die katholische Missbrauchs-Kirche als Ganzes und natürlich bestimmte Firmen vor allem aus dem Finanzbereich. Das sind die Folien für Bilderwelten, in denen die Verschwörer in verschiedener Maskierung ihr schauerliches Werk vollziehen. An dem Film Fleisch von Horst Rainer Erler, der 1979 im ZDF seine vielbeachtete Premiere hatte, weshalb er es zwei Monate später in die bundesdeutschen Kinos brachte und seit Mitte der 1980er Jahre auch in der DDR erfolgreich gezeigt wurde, lässt sich zeigen, wie eng der Wahn Tobias Rathjens mit einer gesellschaftlichen Faszination für paranoide Darbietungen verbunden ist. Angesichts eines Remakes von Fleisch schrieb der Spiegel am 18.2.2008: „Das Motel ‚Honeymoon Inn‘ am Rande der Stadt Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico ist kein einladender Ort für Verliebte. Eine heruntergekommene Anlage, die sinistre Betreiberin stellt neugierige Fragen. Nur wegen des Spottpreises von 7,50 Dollar pro Zimmer beschließt das frisch vermählte Studentenpaar, für eine Nacht zu bleiben. Eine fatale Entscheidung. Denn die Absteige erweist sich als Falle; alsbald nähert sich mit martialischem Geheul ein vermeintlicher Ambulanzwagen, dessen Besatzung versucht, die beiden zu kidnappen. Während der Mann mittels Betäubungsspritze außer Gefecht gesetzt und abtransportiert wird, vermag die Frau zu fliehen – um dann in einer albtraumartigen Odyssee das Schicksal ihres Gatten zu ergründen. Mit dieser unheimlichen Exposition beginnt der ZDF-Thriller Fleisch von 1979 – ein Klassiker des gesellschaftskritischen Fernsehfilms jener Jahre und Meilenstein im Werk des großen Katastrophen-Propheten Rainer Erler. Der Autor und Regisseur, der sich in zahlreichen Science-Thrillern mit Themen wie Umweltrisiken und entgleitender Wissenschaft auseinandersetzte, entwarf hier das Szenario einer Organhändler-Mafia, die gesunde junge Menschen entführt, um sie gemäß den Bedürfnissen zahlungskräftiger älterer Kunden ‚auszuschlachten‘.“ Zum Vergleich: Vierzig Jahre später richtete Tobias Rathjen in seinem Bekenner-Video auf Englisch einen „Appell an die Amerikaner, die USA seien unter Kontrolle unsichtbarer Geheimgesellschaften. Es gebe militärische Untergrundbasen, in denen dem Teufel gehuldigt und Kinder missbraucht und getötet würden.“ (Tagesspiegel, 21.2.2020) Im Jahr 2008, als RTL sich ans Remake von Fleisch machte, waren die Organentnahmepraktiken aus China schon bekannt, wo die Verwertung von Körperteilen zahlreicher Hingerichteter gängige Praxis ist. Aus den Jahren ab 2013 stammen glaubwürdige Berichte über Folter und Organentnahmen im Sinai, die dort ansässige Beduinen zum Teil am lebendigen Leib an afrikanischen Flüchtlingen begangen haben. Natürlich spielt der Film Fleisch nicht in Deutschland, aber auch nicht in einem an China gemahnenden autoritären Staat oder einer einsamen Wüste, sondern wurde in dem Land angesiedelt und teilweise gedreht, von dem die deutschen Horsts (Erler wurde 1933 auf dem Höhepunkt des Horst-Wessel-Hypes bei der Vergabe von Jungennamen geboren) immer schon wussten, dass die übelsten Schurkereien im Verbund von organisiertem Verbrechen und Staat institutionalisiert sind. Ein Umstand, der natürlich darauf zurückzuführen ist, dass das große Geld und eine immer schon entwurzelte Masse hartherziger Egoisten ein kulturfremdes Staatswesen gegründet haben. In seinem unmittelbar vor der Mordtat im Netz veröffentlichten Manifest wiederholte Rathjen, was er dem Generalbundesanwalt geschrieben hatte, ergänzte das aber um „eine Liste von mehr als zwei Dutzend Ländern, deren ‚Völker komplett vernichtet werden müssen‘, es sind Staaten im arabischen und asiatischen Raum, von Marokko bis zu den Philippinen (und Israel, das in der Aufzählung des Spiegels fehlt, Anmerkung J.W.). ‚Danach‘, so heißt es weiter in dem Papier, ‚muss die Fein-Säuberung kommen, diese betrifft die restlichen afrikanischen Staaten, Süd- und Mittelamerika, die Karibik und natürlich das eigene Volk.‘ Seine Heimat sei ‚ein Land, aus dem das Beste und Schönste entsteht und herauswächst, was diese Welt zu bieten hat‘. Die Deutschen ‚hätten die Menschheit als Ganzes emporgehoben‘. Allerdings seien nicht alle Bundesbürger ‚reinrassig und wertvoll‘, er könne sich ‚eine Halbierung der Bevölkerungszahl‘ vorstellen.“ (Spiegel, 21.2.2020) Nicht unbedingt durch diese Vernichtungsphantasien unterscheidet sich Rathjen von der Mehrheit der Schizophrenen, die mit zum Beispiel Asbestplatten gegen Strahlen oder andere schädliche Einflüsse ihre Wohnung sichern oder bestimmten Menschen penibel aus dem Weg gehen und aggressiv nur dann in Erscheinung treten, wenn man ihnen Hilfe angedeihen lassen will. Zwar weiß niemand genau, was in den PC- oder Hirnkästen von Leuten herumspukt, die davon überzeugt sind, sich gegen manipulierende und sie perspektivisch auslöschen wollende fremde Mächte wehren zu müssen, ohne dass ihr Umfeld oder die Behörden sie darin unterstützen würden. Schon die das eigene Ich besetzenden Mächte sind viel zu konkret gezeichnet, die Geheimdienste oder eine ganze Untergrundarmee bemühende Rationalisierung der eignen Krankheit rufen Vernichtungsphantasien (natürlich in Notwehr) mit einiger Wahrscheinlichkeit auf den Plan. Nur geschieht in der Regel nichts, oder es werden wie in den Attentatsfällen Lafontaine und Schäuble zwei sehr unterschiedliche Politiker ins Visier genommen. Und doch tun sich dabei Parallelen zu einem deutschen Film und einem deutschen Ausländermörder auf. Adelheid Streidel, die Lafontaine-Attentäterin, erklärte „bei ihrer Vernehmung, sie habe einen Politiker töten wollen, ‚weil ich ein Signal setzen wollte‘, dass es in Deutschland Fabriken gibt, wo Menschen getötet werden. Was Adelheid Streidel der Öffentlichkeit unbedingt mitteilen will, lautet mit kleinen Variationen so: Sie sei von ‚Wissenschaftlern‘ informiert worden, dass es in der Bundesrepublik und überall auf der Welt ‚Menschenfabriken‘ gebe, in denen tausende Menschen getötet und zu Fleischkonserven verarbeitet werden.“ (Taz, 1.11.1990) Zweierlei Vernichtungswunsch Tobias Rathjens Opferauswahl – eine Shishabar hat er persönlich ausgespäht – verdeutlicht, dass Ausländerfeindlichkeit seine Objektwahl bestimmt hat. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass er seinen Rassenwahn im Zuge von Netzrecherchen auf den modernen Stand gebracht hat, besteht zwischen diesen Funden und der Mordtat kein kausaler Zusammenhang. Der Konsum von auch ganz legalen Filmen, in denen Foltermorde in großer Zahl naturalistisch dargestellt werden, verweist zwar auf einen problematischen Menschentyp, der sich daran aufgeilt. Die Legende von den Nachahmungstätern, die zum Beispiel an der Freundin vornehmen, was sie möglicherweise mit ihr gemeinsam angesehen haben, geht dennoch nicht auf – zu selten sind solche Fälle. Ähnlich verhält es sich mit rassistischen Welterklärungen und sich daran anknüpfenden Vernichtungsempfehlungen. Problematisch genug, dass man derartiges Material nie gänzlich indizieren kann, dennoch sind diejenigen, die es sich mit Befriedigung ansehen, mehr vom Reiz des Verbotenen und Unsagbaren fasziniert als vom Drang zur Nachahmung erfüllt. Grundsätzlich anders wäre die Situation, wenn der Vernichtungswunsch gegen Angehörige einer bestimmten Gruppe Bestandteil der Sozialisation des Täters war, wenn sein gesamtes Umfeld ihn teilt, allgemein anerkannte und für sakrosankt erklärte ideologische Instanzen ihn bekräftigen und jeder Einspruch ungehört verhallt, weil er nicht aus der eigenen Ingroup, sondern einem verachteten und befeindeten Außen kommt. In diesem Fall verschwindet der Unterschied zwischen einem Verhaltensauffälligen und einem psychisch unauffälligen anderen Mitglied der gleichen Community. Denn wer von beiden dann die jüdische Nachbarin ermordet, ist Zufall, beide sind in gleicher Weise ideologisch aufgerüstet. Die Diagnose paranoide Schizophrenie hätte dann keinen Sinn mehr, denn die Abweichung der Wahnwelt des Kranken von einer „gesunden“ Norm wäre nicht mehr messbar. In diesem Fall, also dem des islamischen Antisemitismus und der ebenfalls islamischen Feinderklärung gegen die Angehörigen von ungläubigen Köterrassen, verschwinden die Restbestände von Vernunft und Humanität, die als Korrektiv das Schlimmste verhüten können. In dieser Konstellation ergäbe der anklagende Verweis auf die Glaubensartikel und Indoktrinationspraktiken einer abgeschlossenen und gegenüber nicht Dazugehörigen feindseligen Gemeinschaft nicht nur Sinn, sondern müsste Anlass für rigoroses repressives Eingreifen sein. Die Videos und Texte wie die des Christ­church-Mörders Branton Barrant sind marginal und stehen zumeist schon nach kurzer Zeit auf dem Index; jeder Konsument weiß es schon deshalb, weil er sie so leicht gar nicht mehr findet. Wichtiger aber ist, dass es die geschlossene Community nicht gibt, die den Vernichtungsszenarien den Nimbus unhinterfragbarer Wahrheit verleihen könnte. Die Fans solchen Materials sind angreifbar, nur ganz unter sich – also im Chat, denn zumeist kennen sie sich nicht persönlich – dürfen sie sich einig sein. Schon im näheren Umfeld verhalten sie sich vorsichtig, wissen sie doch, dass sie im Fall des offenen Bekenntnisses zur Botschaft ihrer Lieblingsseiten Freunde, Kollegen und Verwandte, an denen ihnen gelegen ist, vor den Kopf stoßen würden. Sie sehen sich einem Realitätsprinzip ausgesetzt, das über die politischen Lager hinweg ihre Mordlust samt Begründung verwirft. Nur ganz wenige von ihnen schreiten als avantgardistische Bekenner zur Tat, die meisten bringen diese Phase hinter sich, ohne je wieder darauf zurückzukommen. Die öffentlich vorgenommene Ausdeutung von Rathjens schriftlichen und als Video aufgenommenen Bekenntnissen will in den Schlussfolgerungen weit über den unerfreulichen Befund hinaus, dass hier einer losgeschlagen hat, der in kein Präventionskonzept hineinpasst. Zwar würden alle dem Spiegel folgen, der befand, dass Rathjen „gefährlich irre und irre gefährlich“ war, aber das genügt der aktionswilligen Interpretationsgemeinschaft ganz und gar nicht: „Der Mörder von Hanau hatte offenbar Wahnvorstellungen und war ein Rassist. Er handelte als Einzeltäter – aber er war nicht allein in seiner Welt.“ Das ist das Stichwort, das bezogen auf paranoid Schizophrene zwar offensichtlich unsinnig ist, denn niemand ist so allein wie ein Stimmenhörer, es genügt aber offensichtlich, um auf Feindfahrt zu gehen gegen Netzwerke, prominente Einzelpersonen und eine politische Partei, die anders als Rathjen und seine möglichen Stichwortgeber gerade nicht mit Auslöschungsprogrammen hausieren gehen und zumeist auch nicht von rassischer Minderwertigkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen sprechen. Wäre es so, dass Aufrufe zum Massenmord an Ausländern zum Repertoire von immer mehr öffentlich zugänglichen Internetauftritten gehörten, dass gleich Handlungsanweisungen mitgeliefert werden würden, dann ließe sich mit einigem Aufwand an Spekulation ein Zusammenhang zwischen der dann omnipräsent zur Gewalt anstachelnden rassistischen Agitation und der Objektwahl eines paranoid schizophrenen Täters herstellen. Von Walter Lübcke zu Walther Rathenau Die Repräsentanten des antifaschistischen Deutschland operieren mit der schlichten Unterstellung, dass bestimmte tatsächliche oder gewähnte „Hassreden“ bereits die Mörder auf den Plan riefen, ohne auch nur zu versuchen, dafür Beweise vorzubringen. Gegen die Aufnahme von Flüchtlingen zu agitieren heißt noch lange nicht, sie umbringen zu wollen, und Politiker zu beschimpfen und zu bedrohen kann zu Gewalt führen, hat aber nichts mit rassistischen Vernichtungsphantasien zu tun. Die Schimpfreden der sogenannten Wutbürger, ihre merkwürdigen Beweise über den Verrat der Politik – dieses ungute Bruddeln, Stänkern, Verdächtigen, Drohen –, verbunden mit der Unwilligkeit, zum Beispiel den vom Islam bedrohten Migrantinnen beizustehen, ist gewiss unangenehm. An die Verbesserung schlechter Verhältnisse, die sie zumeist noch nicht einmal präzise benennen, ist mit diesen Leuten nicht zu denken, was natürlich auch für die von ihnen präferierte Partei oder Websites wie Political Incorrect gilt. Und dennoch: Sie alle sind, womöglich unfreiwillig, an einen eben doch vorhandenen Konsens gebunden, der die Taten zum Beispiel des NSU genauso verwirft wie den versuchten Judenmord in Halle oder eben die Hanauer Morde. Anlässlich einer aktuellen Stunde im Bundestag hat die von solchen Überlegungen vollkommen unbeeindruckte Christine Lambrecht (SPD) mit einem so unglaubhaften wie lächerlichen Einsatz von Emotion ein Ursache-Wirkungs-Mechanismus, den sie natürlich Gewaltspirale nennt, an die Wand gemalt, der nicht aufgeht, aber symptomatisch ist: „Die Bundesjustizministerin erinnert an den Mord an Walter Lübcke und den Anschlag von Halle, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Menschen würden abgewertet, es gebe Beleidigungen und Drohungen – ein Nährboden für rechtsextreme Taten wie die in Hanau. Sie beschreibt das Phänomen als ‚Gewaltspirale‘, die letztlich in Mord gipfele. ‚Das haben Sie am rechten Rand von der AfD bis heute nicht richtig verstanden, dass das die Spirale ist, die am Ende solche Taten stehen lässt‘, fängt die SPD-Frau an, gegen die AfD zu wettern. Sie will ihre Aussage anhand eines Beispiels verdeutlichen und zitiert aus einem Drohbrief gegen Staatsminister Michael Roth. Darin zu lesen: Man wolle dem Politiker ‚die Wampe aufschneiden‘. In einer früheren Debatte war aus dem Schreiben zitiert worden. Der Zwischenruf der AfD sei damals gewesen: ‚Gerechter Zorn‘. Lambrecht kann nicht an sich halten, bezeichnet diese Äußerung als ‚widerlich‘. Sie ruft der AfD-Fraktion zu, dass man sich für derartige Entgleisungen schämen solle. Nach der inbrünstigen Abschweifung ist die SPD-Politikerin kurz heiser – fängt sich nach einem kurzen Räuspern jedoch wieder.“ (Focus, 5.3.2020) Dass der bewusste Briefeschreiber zornig gewesen ist, mag sein, was an seiner Drohung gerecht sein soll, ist schleierhaft; wenn das Wort nicht so abgedroschen wäre, könnte man den Zwischenruf des AfD-Politikers als widerwärtig bezeichnen. Nur reicht ein anonymer Drohbrief an einen Politiker genauso wenig aus, um einen entsprechenden Vollstrecker in Marsch zu setzen, wie ein ihn verharmlosender Zwischenruf. Rechtsextremistische oder nationalchauvinistische Propaganda kann durchaus ursächlich für politische Morde sein, wie die so hartnäckig und immer falsch bemühte Geschichte lehrt. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg war es allerdings kein anonymer Briefeschreiber, der den Slogan „Schlagt tot den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau“ zuerst verwendet hat, sondern ganze Kolonnen von bewaffneten Jungmännern, die den Freikorps angehörten, deren Elite als Organisation Consul dann zur Tat schritt. Die antisemitischen Drohbriefe stammten damals nicht von einem vereinsamten Durchgefallenen, sondern erschienen als Leitartikel, wie die von Ludwig Thoma unter Pseudonym 1920/21 im Miesbacher Anzeiger veröffentlichten. Der Rassismus steht zwar ganz im Vordergrund der Warnungen vor den Mitbewohnern von Rathjens Welt, doch es wird alles getan, das Bild vom rundum profilierten Rechtsextremen zu vervollständigen, und da darf der Antisemitismus nicht fehlen, der wegen der Aufführung Israels unter den Ländern in Rathjens Vernichtungsliste eigentlich nicht gesondert nachgewiesen werden müsste. Aber das reicht deutschen Antisemitismuskritikern, die zugleich ein Herz für Israelkritik haben, nicht aus. Wenn einer im gleichen Manifest behauptet, die USA hätten die Anschläge vom 11. September 2001 „selbst ausgeführt“ (Tagesspiegel, 21.2.2020) und dann konstatiert, die Menschheit werde „von einer ganz kleinen Elite für dumm verkauft, welche über ein Geheimwissen verfügt“ und die Forderung anschließt, amerikanische Staatsbürger sollten aufwachen und gegen diese Zustände „jetzt kämpfen“, ist für viele der Beweis erbracht, dass so etwas nur aus der ganz rechten Ecke stammen könnte. Durchaus stellvertretend für eine linksliberale deutsche Öffentlichkeit folgerte der Tagesspiegel messerscharf: „Dieser Verfolgungswahn ist typisch für viele Rechtsextremisten, aber vor allem auch für Reichsbürger, die der Bundesrepublik die staatliche Legitimation absprechen. In der Szene ist der Glaube weit verbreitet, der Staat sei ein Feind, der unschuldige Bürger zerstören wolle. Daraus wird das Recht auf Widerstand abgeleitet, bis hin zum Einsatz von Waffen. Und auch Horst Mahler, eine der Galionsfiguren für Neonazis und Reichsbürger, hat in einem Prozess behauptet, die USA seien selbst Urheber der Anschläge von 9/11 gewesen.“ Dabei legt das Zitat den Rückschluss auf mehrere, scheinbar ganz unterschiedliche Tätermilieus nahe: Es könnte wahlweise von einem Sympathisanten des Islam, oder des BDS, oder der Zeitschrift Konkret oder von insbesondere amerikanischen Rechtsextremen stammen. Statt dauernd auf die völlig überbewerteten Reichsbürger zu deuten, wäre es doch viel einleuchtender, die Präambel des kleinen Katechismus der deutschen Linken seit der APO zu bemühen, in der es heißt: Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Damit wurde und wird der Bundesrepublik Deutschland die staatliche Legitimation abgesprochen und zu einem Feind erklärt, der unschuldige Bürger kaputt mache, weshalb sie selber in Notwehr kaputt zu machen sei. Die Behauptung Horst (!) Mahlers, der amerikanische Staat – vertreten durch seine Dienste – sei für die Attentate vom 11.9.2001 verantwortlich, deutet weit mehr auf eine ungebrochene Kontinuität in der deutschen radikalen Linken hin, zu der er lange genug gehört hatte, als auf rechtsextreme Überzeugungen. Deutsche Rechtsextreme haben nach 9/11 den Fokus auf die nichtdeutsche Herkunft der in Deutschland beheimateten Täter gelegt, während Hermann Ludwig Gremliza im November 2001 ein Exklusiv-Interview mit einem irren Ex-Diplomaten an prominenter Stelle ins Heft nahm, das die CIA-Verschwörung nahelegt. Im Übrigen dürfte bekannt sein, dass es, kaum waren die Täter ermittelt, ein allgemeines Bescheidwissen in der islamischen Welt gab, wonach jüdische Kreise in den USA und Israel verantwortlich seien, um es dann den unschuldigen Moslems in die Schuhe zu schieben. Unteilbar im Kampf gegen Giftmischer Die Leser des Tagesspiegels hat die durchsichtige Lügenkonstruktion eines linksliberalen Meinungskolporteurs nicht zum Widerspruch herausgefordert, denn im Februar 2020 ging es auch ihnen längst um mehr als die Wahrheit. Sprach die Kanzlerin nach den Hanauer Morden noch vom Gift, das der Rassismus für unsere Gesellschaft darstelle, setzte ihr Möchtegernnachfolger Röttgen noch einen drauf und erklärte: „Wir müssen das Gift bekämpfen, das von der AfD und anderen in unsere Gesellschaft getragen wird“ (Tagesspiegel, 20.2.2020), was ja nicht nur bedeutet, dass die Giftmischer zu jagen seien, sondern auch auf besondere Veranlassungen gegen im Volk sich bewegende Vergiftete hindeutet. Wer ganz unteilbar gestimmt bekundet, man wolle sich nicht spalten lassen, ist längst davon überzeugt, dass es Spaltprodukte gibt, mit denen gesondert zu verfahren sei. Was Heiko Maas mit seiner Forderung, „den Rechtsextremen“ sollte gezeigt werden, „das ist nicht euer Land, das ist unser Land“ (Spiegel, 20.2.2020), als Konsequenz nur andeutet, spricht die linke Geisteselite ganz unverkrampft aus: „Die Wegbereiter der Gewalt haben Namen und Adresse: Sarrazin, Broder, Tichy, und andere, die die Verrohung des Diskurses vorangetrieben haben. Zuerst kommen die Worte, dann die Taten“, twitterte Jakob Augstein am 20.2.2020 als Kommentar zu Hanau. Am selben Tag zog der Satiriker Jan Böhmermann nach, der ein Zitat von Claudia Roth aus dem Jahr 2019 übernahm, das Roland Tichy im Februar 2020 vor Gericht erfolglos verbieten lassen wollte: „Wir müssen die Stichwortgeber benennen, all diese neurechten Plattformen, deren Geschäftsmodell auf Hetze und Falschbehauptungen beruht – von Roland Tichy über Henryk M. Broder bis hin zu eindeutig rechtsradikalen Blogs.“ Auf die Stichwortgeber kommt es an, weniger auf den ehemaligen FAZ-Redakteur, der eine erfolgreiche irgendwie neurechte Netz-Zeitschrift betreibt und den früheren Berliner Senator mit SPD-Parteibuch, der Bestseller gegen die herrschende Einwanderungspolitik gelandet hat, sondern vor allem auf den deutschlandkritischen jüdischen Journalisten und Israel-Freund, der sich zum blanken Entsetzen aller politisch Korrekten einmal von Alice Weidel hat umarmen lassen. Broder, der als einziger prominenter und dabei auch unabhängiger Journalist in Deutschland Dinge sagen darf, die anderen den Job kosten würden, ist der eigentliche Giftmischer in den Augen von Leuten, deren Phantasie von der eines Tobias Rathjen so viel nicht trennt. In seinem Appell an die Nachwelt, ihn einmal ehrend unter die Retter der Heimat aufzunehmen, ist Rathjen nicht in der Wortwahl, wohl aber im Sinn durchaus anschlussfähig an demokratische „Diskurse“, die im Namen höherer Ziele ganz standortbezogen am Existenzrecht unbelehrbarer oder zu teuer kommender Mitbürger rütteln. Rathjen war davon überzeugt, die Deutschen „hätten die Menschheit als Ganzes emporgehoben“, und damit es auch so bleibt, wurden von ihm Notstandsmaßnahmen gegen genetisch vergiftete Zersetzer des Volkskörpers angemahnt, schließlich seien nicht alle Bundesbürger „reinrassig und wertvoll“, weshalb er sich „eine Halbierung der Bevölkerungszahl“ vorstellen konnte. Reinrassig würden sich die vom unteilbaren Deutschland das Menschenmaterial eines besseren Deutschland bestimmt nicht wünschen, aber wertvoller als es heute ist, sollte es dann doch sein. Weg mit den Umweltsäuen! Danny Hollek, eine Nachwuchskraft des deutschen Staatshumors, hat anschlussfähig an eine verrohte Klima-Jugend, deren offiziöse Organisation „Fridays for Future Germany“ kurz vor Weihnachten getwittert hatte: „warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei“, als Verfasser der im Dezember 2019 im WDR von einem Kinderchor vorgetragenen Umdichtung von Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, die mit dem drohenden Zitat Greta Thunbergs „We will not let you get away with this!“ endet, den Ton der Zeit getroffen. Er hat damit nicht etwa eine ethnische Minderheit oder Angehörige einer bestimmten Religion ins Visier genommen, sondern ein Drittel der deutschstämmigen Bevölkerung wegen gemeinschädigenden Verhaltens dem Hohn und der Verachtung preisgegeben. Der berechnende Hinweis auf das Alter der Umweltsäue, mithin die eingeschränkte oder gar erloschene Leistungsfähigkeit, verweist auf eine deutsche Praxis, die vor der Vernichtung der Juden sich an die Eliminierung lebensunwerten, garantiert unproduktiven Lebens machte. In einem Land, dessen höchstes Gericht kurz vor dem Corona-Shutdown noch schnell den selbstbestimmten Tod und die dafür zuständigen Totspritz-Agenturen abgesegnet hat, sind dank der Darbietungen von professionellen Anleitern der Jugend die Dämme längst gebrochen, die die Mehrheit von den Rathjens eigentlich trennen sollte. Im März 2020 war es ein vom öffentlich-rechtlichen Internet-Angebot funk, also von ARD und ZDF beauftragtes Browser Ballett, das 2019 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Kinder und Jugend ausgezeichnet worden ist, das ganz unverkrampft lebensunwertes Leben über 65 Jahren bzw. über 100 Kilo Gewicht einem gerecht selektierenden Vernichter überantwortet hat: „In einem Video des ‚Bohemian Browser Ballett‘ hebt Satiriker Schlecky Silberstein die vermeintlich positiven Effekte des Virus hervor. Dieses sei fair, denn ‚es rafft die Alten dahin, aber die Jungen überstehen diese Infektion nahezu mühelos. Das ist nur gerecht, hat doch die Generation 65+ diesen Planeten in den letzten fünfzig Jahren voll gegen die Wand gefahren‘. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zweite Risikogruppe, seien vor allem in den entwickelten Wohlstandsnationen zu finden, beziehungsweise dort, wo die Menschen einfach ein bisschen fetter sind. Welche Nation trifft das am Meisten? Die USA‘. Diese hätten den Planeten ‚mit ihrer ,Wachstum-um-jeden-Preis‘-Politik schon immer in die Bredouille gebracht‘. Silberstein fabuliert, das Coronavirus sei also vielleicht einfach nur eine Antwort auf den Turbokapitalismus. Der Flugverkehr breche ein, die Produktion werde zurückgefahren und der Konsum gehe zurück. ‚Eine bessere Nachricht gibt es doch gar nicht für diesen Planeten‘. Es gebe sowieso ‚viel zu viele von uns‘, so Silberstein. ‚Mit weniger Menschen gibt es weniger Ressourcenknappheit und damit weniger Hunger, weniger Krieg und weniger Fluchtursache‘. Wahrscheinlich sei das Coronavirus also einfach nur ein ‚schöner und sinnvoller Reflex der Natur, um uns Menschen mal wieder zu sagen, wer hier eigentlich die Hosen an hat. Corona ist deshalb da, weil wir es nicht anders verdient haben‘.“ (Welt, 14.3.2020) Vielleicht wird der nächste Massenmörder wie Niels Högel, der zwischen 2002 und 2005 mindestens 97 vorwiegend alte Menschen ermordet hat, wieder im Krankenhaus tätig werden und jene, „die den Planeten voll gegen die Wand gefahren haben“, zum Zwecke bevölkerungspolitischer Ressourcengerechtigkeit mit dem Coronavirus infizieren. Lügen tun wir alle Für sein Umfeld stellen sich die paranoiden Verfolgungsszenarien eines Schizophrenen wie Lügen dar, die es mit geduldiger Aufklärung zu entkräften sucht, bevor es sich von ihm zurückzieht. Der Kranke lügt nicht, er kann die Wahrheit nur nicht mehr sehen und entwirft seine völlig abgedichtete wahnhafte Gegenstrategie. Das unteilbare Deutschland, das wegen Tobias Rathjens Untaten zur öffentlichen Fahndung nach und zur Unschädlichmachung von Giftmischern und anderen Wegbereitern der Gewalt aufruft, hat sich seit dem Sommer 2015 ausdrücklich für die Lüge als moralisches Prinzip entschieden. Am Dichter des Liedes von der Umweltsau lässt sich nachvollziehen, dass besonders Frauen und Männer aus der Medienwelt, die zwar auf keine inneren Stimmen hören, dafür aber auf die von Klassikern des gesellschaftskritischen Fernsehfilms, in dem sich kleine und große Katastrophen-Propheten im Gefolge Horst Rainer Erlers tummeln, so sehr in ihrer Welt eingeschlossen sind, dass irgendwann das betont humorvolle Akklamieren einer häufig tödlich verlaufenden Bedrohung für vor allem alte und „vorerkrankte“ Menschen ihre Heilsbotschaft an die Welt sein wird. Der lustvolle Umgang mit dem Wort Vernichtungsphantasie, das zumeist in keinem Zusammenhang mit der Intention, geschweige denn der Handlungen der dafür Gescholtenen steht, weist auf gar nicht mehr so geheime Wünsche hin, selber einmal vollstrecken zu dürfen, gegen Pöbler, Spalter und andere Wegbereiter von Gewalt, zu der die Versündigung am Planeten genauso gehört wie neurechte Agitation. Im Jahr 2016 veröffentlichte die Taz eine Sonderbeilage, die für einen Workshop für Nachwuchsjournalisten der taz Panter Stiftung warb, „zu dem TeilnehmerInnen ausgewählt wurden, die eingeladen waren, eine eigene Ausgabe zum ‚Lügen‘ zu erstellen“. Der politisch stets ehrgeizige Danny Hollek stellte sich damals den Taz-Lesern so vor: „An der Heinrich-Heine-Universität bin ich sowohl mit dem Studium der Philosophie als auch dem Studium des Judentums [!] beschäftigt. Ich bin als freier Journalist tätig und dokumentiere die extreme Rechte und arbeite als freier Mitarbeiter beim WDR in Düsseldorf. Lügen tun wir alle. ‚Lügner!‘ schreien jedoch nur jene, denen die Welt zu komplex ist. Auf extrem rechten Demonstrationen erfahre ich, wozu eingeengte Weltbilder und die Überforderung mit der Medienwelt führen kann. Aus dem Vorwurf der Lügen werden ganz schnell Vernichtungsfantasien.“ Justus Wertmüller (Bahamas 84/2020) Redaktion Bahamas 1995–2020 · Datenschutzerklärung
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
In der heutigen Zeit wird die Welt Zeuge eines besorgniserregenden Anstiegs von Naturkatastrophen. Gemäß spiritueller Forschung ist die Hauptursache der vermehrt auftretenden Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Fluten und Vulkanausbrüche, ein zyklischer Prozess, der im Laufe der Zeit im Universum stattfindet. Die Naturkatastrophen, die wir bisher erlebt haben, sind nur der Anfang einer zerstörerischen Phase, die über die nächsten 5 Jahre bis 2023 an Intensität zunehmen wird. In der zerstörerischen Phase wird sich auch der Dritte Weltkrieg ereignen, wo es einen großen Verlust von Menschenleben geben wird. Der einzige Weg, diese schwierigen Zeiten zu überleben, ist Spiritualität zu betreiben. Dieser Artikel wurde erstmals im Jahre 2007 veröffentlicht und wurde im Juni 2019 aktualisiert. Zum besseren Verständnis dieses Artikels ist es empfehlenswert, dass sie sich mit folgenden grundlegenden Artikeln vertraut machen: Sattva, Raja und Tama, die drei feinstofflichen Grundkomponenten des Universums Die fünf Absoluten Kosmischen Prinzipien 1. Die zunehmende Intensität von Naturkatastrophen 2. Was verursacht Naturkatastrophen und Klimawandel? 3. Die 3 feinstofflichen Komponenten und Zyklen 3.1 Beispiel eines Mikrozyklus – Tag und Nacht 3.2 Die Auswirkungt des Zyklus auf die Menschen 4. Stellenwert negativer Wesenheiten im Klimawandel 5. Tragweite von Kohlendioxid im Klimawandel 6. Hauptursache von globaler Erwärmung 7. Ende eines Zyklus und Zerstörung aufgrund von Naturkatastrophen 8. Umfang der Zerstörung aufgrund von Klimawandel und Drittem Weltkrieg 8.1 Art der Naturkatastrophen, die zur Zerstörung beitragen 8.2 Wann beginnt das Klima wieder normal zu werden? 9. Biologische Katastrophen 10. Negatives kollektives Schicksal 11. Was können wir dagegen tun? 12. Quellennachweise Über das letzte Jahrhundert hat die Welt einen Anstieg in der Anzahl und Intensität von Naturkatastrophen weltweit erlebt. Wir haben die furchteinflößende Kraft der Natur, durch die Medien und für manche von uns durch eigene Erfahrung, gesehen. In jüngster Vergangenheit ereigneten sich Naturkatastrophen aufgrund von Tsunamis in Südostasien und Japan, Erdbeben in Pakistan, Haiti und China sowie Hurrikane, wie Katrina und andere in Nord- und Zentralamerika. Diese Katastrophen haben noch nie dagewesene Verwüstung und großen Verlust von Leben angerichtet, die sich, aufgrund ihres Ausmaßes, in unserem Geist eingeprägt haben. Kann es schlimmer werden? Und wenn ja, wieviel Zeit haben wir? Kann man irgendetwas dagegen tun? Das folgende Diagramm zeigt, dass die Anzahl der Katastrophen global zugenommen hat und dies trifft vor allem auf die letzten zwei Jahrzehnte zu. Die Anzahl der geophysischen Katastrophen auf der Oberfläche der Erde, wie Erdbeben, Erdrutsche und Vulkanausbrüche, ist seit den 1970ern einigermaßen stabil. Die Anzahl der klimabedingten Katastrophen hat sich jedoch enorm erhöht. Genau genommen wird der Klimawandel als Existenzbedrohung für die Menschheit angesehen, gleich nach einem ausgewachsenen Atomkrieg. Die Mehrheit der Wissenschaftler auf der Welt bezieht die klimatischen Veränderungen auf die Tatsache, dass die Erde wärmer wird (siehe obiges Diagramm), hauptsächlich auf vorher nie beobachtete Anstiege von Treibhausgasen, wie Kohlendioxid, Methan und Stickoxide. Im Jahr 2013 überstiegen die Kohlendioxid Werte zum ersten Mal 400 Teile pro Millionen (ppm). Diese Aufwärtsentwicklung führte zu 411 ppm, die im Mai aufgezeichnet wurden (NASA, 2019). Demgegenüber haben die atmosphärischen Konzentrationen von Kohlendioxid, vor Beginn des Industriezeitalters, in Teilen pro Millionen (ppm) seit den letzten 800.000 Jahren zu keiner Zeit 300 ppm überschritten. Dies begründet sich auf EPICA (Eisbohrkern) Daten (siehe unteres Diagramm) (Lindsey, 2018). Die atmosphärische Konzentration von CO2 ist seit dem vorindustriellen Zeitalter (n. Chr. 1000 – 1750) mit ungefähr 280 Teilen pro Million (ppm) auf die heutige mit mehr als 400 ppm (Lindsey, 2018), dramatisch angestiegen. Die Vereinten Nationen nahmen Kenntnis von dieser alarmierenden Entwicklung und haben den Internationalen Ausschuss über Klimawandel (IPCC) gegründet, um die Wissenschaft, bezogen auf den Klimawandel, zu beurteilen. Das IPCC führt keine eigenen Forschungsarbeiten durch. Allerdings bestimmt das IPCC durch seine Beurteilungen den Wissensstand über den Klimawandel. Es ermittelt, wo es Übereinstimmung in der Wissenschaftlergemeinde gibt bei Themen, die sich auf den Klimawandel beziehen und wo weitere Forschung notwendig ist. Eine der Hauptfragen ist, ob der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Darüber hat der Ausschuss folgendes Urteil verlauten lassen. Es wurde menschlicher Einfluss bei der Erwärmung der Atmosphäre und des Ozeans, bei Veränderungen im globalen Wasserkreislauf, bei Reduzierungen von Schnee und Eis, beim Anstieg des globalen mittleren Meeresspiegels und bei Veränderungen einiger extremer Klimabedingungen festgestellt. Dieser Beweis für den menschlichen Einfluss ist seit AR4 gewachsen. Es ist sehr wahrscheinlich (95%-100%), dass der menschliche Einfluss die vorherrschende Ursache für die beobachtete Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts darstellt. – Der fünfte Untersuchungsreport (AR5) der Vereinten Nationen des Internationalen Ausschusses über Klimawandel (IPCC), finalisiert im Jahre 2014 Skeptiker der Klimawandeltheorie argumentieren, dass es keinen eindeutigen Beleg über das Ausmaß der Beziehung zwischen Menschen, globaler Erwärmung und Klimawandel gibt. Was bewirkt also den Klimawandel und warum nimmt die Zahl an Naturkatastrophen und an Intensität zu? Da dies ein Phänomen ist, dass globale Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, hat SSRF zusammen mit der Maharshi Universität für Spiritualität spirituelle Forschung durchgeführt, um die Grundursachen des Klimawandels und der steigenden Intensität von Naturkatastrophen zu ermitteln. Wenn Klimawissenschaftler den Klimawandel untersuchen, konzentrieren sie sich hauptsächlich auf physische Ursachen und physische Lösungen. Demgegenüber bedient sich spirituelle Forschung beim Analysieren des Klimawandels einer ganzheitlichen Herangehensweise. Es umfasst alle drei Dimensionen (d. h. die physische, psychologische und spirituelle), um die dem Klimawandel und der steigenden Intensität und Häufigkeit von Naturkatastrophen zugrundeliegenden Ursachen zu analysieren und zu untersuchen. Das folgende Diagramm erklärt die Grundursachen hinter dem Klimawandel, wie sie durch spirituelle Forschung ermittelt wurden. Durch spirituelle Forschung wurde herausgefunden: Menschen selbst sind für nur zu 2 Prozent der Ursachen für den Klimawandel verantwortlich. Physische Ursachen menschlichen Ursprungs schließen das Verbrennen von fossilen Brennstoffen, Abholzung, usw. ein. Psychologische Ursachen schließen Persönlichkeitsfehler von Menschen ein. Spirituelle Ursachen schließen ein in den Menschen vorherrschendes hohes Ego, einen Mangel an Spiritueller Praxis gemäß den universellen Prinzipien, ein niedriges durchschnittliches spirituelles Niveau der Menschheit, usw. ein. 98% der Grundursachen hinter dem Klimawandel sind auf zyklische Veränderungen, die in der Region des Universums um die Erde herum stattfinden, zurückzuführen. Diese zyklischen Veränderungen umfassen auch die Auswirkung des Zyklus auf die Menschen, die Umgebung und auch auf feinstoffliche Wesenheiten in der unsichtbaren Welt, die auch als die spirituelle Dimension bekannt ist. Der ungünstige Teil dieses jetzigen Zyklus bringt sie dazu, sich auf eine Weise zu verhalten, die anders ist, als wie sie sich gewöhnlich verhalten würden. Aber was genau bedeutet dies? Lassen Sie uns versuchen, dies detaillierter zu verstehen. Das Universum durchläuft seit seiner Schöpfung bis hin zu seiner Auflösung 4 Hauptzeitalter. Wir befinden uns derzeit im 4. Zeitalter, bekannt als Kaliyug oder das „Zeitalter der Zwietracht“. Das Markenzeichen dieses derzeitigen Zeitalters ist, dass es im Vergleich mit den vorherigen Zeitaltern ein höheres Ausmaß spiritueller Verunreinigung (unten erklärt) aufweist. Die Hauptzeitalter bestehen auch aus Mini-Zeitaltern oder Mini-Zyklen des Universums. Die Jahre 1999-2023 zeigen das Ende eines Mini-Zyklus in der Region des Universums um die Erde herum an. 2024 ist das Jahr, welches mit dem neuen Zyklus beginnt. Jeder Zyklus durchläuft Phasen der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Ein Zyklus ist grundsätzlich spiritueller Natur und wird von Veränderungen in der Proportion der 3 feinstofflichen Komponenten des Universums verursacht. Die drei feinstofflichen Grundkomponenten – Sattva, Raja und Tama sind die grundlegendsten Bestandteile der Schöpfung. Sie sind Modernen Wissenschaften unbekannt, und durchdringen alle lebendigen und nicht lebendigen, greifbaren und nicht greifbaren Dinge. Sattva steht für Reinheit und Wissen, Raja steht für Aktion und Tama steht für spirituelle Unwissenheit und Trägheit. Wenn es einen Anstieg in der Sattva Komponente gibt, führt dies zu Wohlbefinden und Ausgeglichenheit in den Wettermustern. Wenn es einen Anstieg oder eine Verbreitung der Raja-Tama Komponenten gibt, kommt es zu Instabilität und es führt möglicherweise zu etwas Unheilvollem oder zu Zerstörung. Ein Anstieg in der Proportion der Tama Komponente hat spirituelle Verunreinigung zur Folge. Die Raja Komponente verleiht entweder der Sattva oder der Tama Komponente Schwung. Wenn es einen Anstieg in Raja-Tama gibt, führt es zur Verbreitung von spiritueller Verunreinigung oder der Tama Komponente. Sogar innerhalb eines Tages wird ein Zyklus durchlaufen, wie früher Morgen, an dem die Sonne aufgeht und sich danach zum späten Morgen entwickelt, früher Nachmittag, später Nachmittag, Dämmerung, Abend und Nacht. Der Zyklus ist vollendet, wenn die Morgendämmerung den folgenden Tag anbricht. Jeder dieser Tagesabschnitte hat seine eigenen physischen und spirituellen Eigenschaften. Das Verhalten einer Person verändert sich auch aufgrund der Tageszeit. Am Morgen fühlen wir uns danach, aufzustehen und wir fühlen uns frisch, wach und bereit zu arbeiten. Am Nachmittag sind wir lethargischer. Am Abend fühlen wir uns danach, auszugehen und uns zu vergnügen oder wir fühlen uns danach, abzuschalten. Es ist wahrscheinlicher, dass Menschen in der Nacht disziplinloses Verhalten zeigen. Statistiken zeigen auf, dass Gewaltkriminalität, begangen von Erwachsenen, ihren Höchststand um 21-22 Uhr erreicht und um 6 Uhr am niedrigsten ist (ojjdp.gov). Bei voranschreitender Nacht sind wir müde und möchten schlafen. Somit hat die Tageszeit auch eine Auswirkung auf unser Verhalten. Genauso wie die Nachtzeit (die das Ende eines täglichen Zyklus anzeigt) das Verhalten der Menschen negativ beeinflusst, beeinflusst es das menschliche Verhalten negativ, wenn das Ende eines Mini-Zyklus stattfindet. Am Anfang eines Zyklus ist die Sattva Komponente verhältnismäßig größer und daher herrscht Frieden und Wohlsein vor. Demgegenüber bedeutet es automatisch, wenn irgendein Zyklus des Universums endet, dass die Proportion der Raja-Tama Komponenten in der Umgebung gestiegen ist, verglichen mit anderen Zeiten in dem Zyklus. Dies hat eine nachteilige Auswirkung auf die Menschen und die Umwelt. Lassen Sie uns für ein größeres Verständnis zum Mikrozyklus von Tag und Nacht zurückkommen, der vorher besprochen wurde. Bei Tagesanbruch ist die feinstoffliche Sattva Komponente dominant und er gilt als einer der spirituell reinsten Anteile des Tages. Aufgrund dessen sind die Aktivitäten der Menschen am Morgen verhältnismäßig sattvischer, verglichen mit dem Rest des Tages. In der Nacht ist jedoch die Tama Komponente in der Umgebung vorherrschend, die das Verhalten der Menschen nachteilig beeinflusst. Menschen neigen dazu, sich in der Nacht tamasikeren Aktivitäten hinzugeben. Am Ende eines Zyklus, wie dem, den die Welt derzeit durchläuft, bringt das erhöhte Niveau an spiritueller Unreinheit Menschen dazu, rundum unangemessen zu handeln (Menschen handeln viel angemessener, wenn die Umgebung spirituell positiv ist). Erd- und Wasserexperiment SSRF und die Maharshi Universität für Spiritualität führten eine Studie über die feinstofflichen Aspekte von Erd- und Wasserproben aus aller Welt durch. Die Ergebnisse deckten den derzeitigen Zustand der Welt auf. Bis zum 1. Juni 2019 wurden 293 Erdproben und 287 Wasserproben aus 26 Ländern genommen. Die Proben wurden bezüglich ihrer feinstofflichen Eigenschaften unter Verwendung eines Aura- und Energiescanners gemessen. Bei über 80% der Erd- und Wasserproben außerhalb Indiens wurden negative feinstoffliche Schwingungen ermittelt. Es gibt auch massive Anzeichen dafür, dass die Negativität in den Proben mit der Zeit steigt. Diese Ergebnisse bestätigen die Erkenntnisse der spirituellen Forschung, dass die spirituelle Umweltverschmutzung aufgrund eines erhöhten Anteils der Tama-Komponente zunimmt. Lesen Sie mehr über die spirituelle Forschung, die über Erde und Wasser (erscheint demnächst) durchgeführt wurde. Am unteren Ende eines Zyklus können starke negative Wesenheiten aus der spirituellen Dimension auch eine große Rolle spielen. Die spirituell verunreinigte Umgebung am unteren Ende eines Zyklus macht es für negative Wesenheiten leichter, die Gesellschaft zu kontrollieren und sie tun dies hauptsächlich aufgrund der Persönlichkeitsfehler der Menschen. Negative Wesenheiten verschärfen das schlechte Verhalten zu ihrem Vorteil und erhöhen daher die Tama Komponente. Dies ist der Hauptgrund warum die Welt in ihrem jetzigen Zustand ist: Die wirkungsvolle Kombination des unteren Endes eines Zyklus, kombiniert mit negativen Wesenheiten und den Persönlichkeitsfehlern der Menschen. Das begründet auch, warum die Menschheit die Umwelt und das einzige Zuhause, welches sie hat, den Planeten Erde, vernachlässigt und missbraucht hat. Somit tragen Menschen, ohne den Einfluss des Zyklus, nur zu 2% der Ursache für den Klimawandel bei. Die Menschheit wird allerdings, unter dem Einfluss des Endes eines Zyklus und angetrieben von negativen Wesenheiten, zu einem bedeutenden Medium auf physischer Ebene, durch welches globale Erwärmung und Klimawandel stattfindet. Während der Klimawandel in erster Linie auf zyklischen Gründen beruht, ist zu beachten, dass der Wirkungsmechanismus auf der physischen Ebene vom Menschen ausgeht und dies zu 98% der Ursachen des Klimawandels beiträgt Zuvor hatten wir die erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre aufgezeigt, die auf über 400 ppm angestiegen ist. Wissenschaftler erklären, dass Kohlendioxid (CO2) das primäre Treibhausgas in der Atmosphäre ist, das größtenteils für die durchschnittliche Erwärmung über die letzten paar Jahrzehnte verantwortlich ist (ucsusa.org, 2017). Klimaskeptiker verharmlosen die Konsequenzen vom menschengemachten (von menschlichen Aktivitäten verursachtem) Klimawandel, indem sie behaupten, dass der Kohlendioxidausstoß für die Vegetation des Planeten positiv ist. Nach diesem Argument sind Pflanzen auf Kohlendioxid angewiesen, um zu überleben und wenn die Atmosphäre mehr von dem Gas enthält, könnte es das Pflanzenwachstum stimulieren. Fragen über die Rolle von CO2 im Klimawandel und Antworten durch spirituelle Forschung. 1. Beeinflusst der massive Anstieg an CO2 den Planeten und den Klimawandel? 2. Ist dies die Hauptursache des Klimawandels? Antwort: Nur wenn wir es von einem rein physischen Standpunkt betrachten. Sonst begründet es sich hauptsächlich durch zyklische Veränderungen. 3. Ist der Anstieg an CO2 Werten ausschließlich vom Menschen verursacht? Antwort: Nein. 70% des CO2 Anstiegs sind aufgrund von feinstofflichen Gründen und 30% sind vom Menschen verursacht. Die 30%, die auf den Menschen zurückzuführen sind, bestehen aufgrund von physischen und psychologischen Ursachen. Dieses Verhältnis kann jedoch über die Zeit variieren. Die letzten fünf Jahre – von 2014 bis 2018 – sind die wärmsten Jahre, die je in den 139 Jahren, in denen die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die globale Wärme rückverfolgt hat, aufgezeichnet wurden. Das Jahr 2016 war das heißeste Jahr, das je mit 0,98° Celsius über dem Mittelwert von 1951 bis 1980 aufgezeichnet wurde (NASA, Global temperature, 2018). Das IPCC hat Länder dazu angehalten, den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5°C über vorindustriellen Niveau zu begrenzen, da oberhalb dieses Temperaturanstiegswertes verheerende klimatische Konsequenzen eintreten könnten (IPCC, 2018). Auf physischer Ebene führen Wissenschaftler diese globale Erwärmung auf physische Ursachen zurück, welche sich hauptsächlich als Treibhauseffekt zeigt. Wenn wir die Ursachen jedoch mittels spiritueller Forschung analysieren, dann stellt sich das Verhältnis der Hauptursachen aus den drei Dimensionen folgendermaßen dar. 67% – Aufgrund von zyklischen (feinstofflichen/spirituellen) Gründen mit den Raja und Tama Komponenten, die das Absolute Feuer Prinzip beeinflussen. 33% – Aufgrund von Menschen, die ihre Denkvorgänge inkorrekt nutzen und die Umwelt durch Emissionen, Abholzung etc. misshandeln. Es umfasst auf psychologischer Ebene auch die spirituelle Unreinheit, verursacht durch die Persönlichkeitsfehler der Menschen. 0% – Physische Gründe. Die physischen Gründe liegen bei einem Wert von null Prozent, weil die Hauptursache der physischen Probleme in den inkorrekten Denkprozessen (auf psychologischen und intellektuellen Ebenen) der Menschen liegt. Einige Menschen mögen denken, dass 1,5°C nicht so hoch sind. Um die Auswirkung mit einer Analogie zu veranschaulichen, es ist vergleichbar, wenn ein Mensch Fieber bekommt. Wenn die Körpertemperatur eines Menschen 38°C ihrer normalen Temperatur von 37°C überschreitet, geht man davon aus, dass sie Fieber hat. Der Anstieg von nur 1°C veranlasst sie dazu, sich erbärmlich zu fühlen. Das Ende eines Zyklus gipfelt in höheren Ausmaßen der Zerstörung, bevor ein neuer Zyklus beginnen kann. Wenn ein Anstieg in der Tama Komponente stattfindet, beeinflusst es die Absoluten Kosmischen Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther negativ. Diese Kosmischen Elemente sind die Bausteine der Natur und erhalten die Welt und das Wetter, wie wir es kennen. Wenn das Wasser Element beeinflusst ist, erschafft es Fluten, Tsunamis oder Wassermangel, welcher zu Dürre führt. Wenn das Feuer Element negativ beeinflusst ist, führt es zu einem Anstieg an extremen Hitzewellen, Vulkanaktivitäten, Flächenbränden oder extremer Kälte (was eine Abwesenheit von Hitze ist). Auf diese Weise wird Zerstörung durch die Absoluten Kosmischen Elemente bewirkt und diese Zerstörung ebnet den Weg für den Beginn des neuen Zeitalters/neuen Zyklus. In der folgenden Tabelle sind die Absoluten Kosmischen Elemente und die damit verbundenen Katastrophen dargestellt. Bitte beachten Sie, dass die Ursache von Katastrophen auf eine Kombination von Kosmischen Elementen zurückgeführt werden kann. Menschen können durch ihre Handlungen (physisch/psychologisch/spirituell) nur die niedrigeren kosmischen Elemente wie Erde, Wasser und Feuer beeinflussen. Kosmische Elemente höherem Niveaus sind weniger dafür anfällig, von menschlichem Verhalten beeinflusst zu werden. Die kosmischen Elemente höherer Ebenen wie Luft und Äther sind meistens von zyklischen Veränderungen beeinflusst. Dies kann vielleicht am besten durch eine Analogie zum Frühjahrsputz des Hauses verglichen werden. Wir reinigen unsere Häuser jeden Tag und entfernen ziemlich viel Staub und Schmutz, der sich über den Tag angesammelt hat. Aber alle paar Monate machen wir einen angemessenen Frühjahrsputz, um das Haus komplett zu reinigen. Dies ist genau das, was derzeit passieren wird – der Frühjahrsputz der Erde. Dies geschieht auf zwei Wegen, durch Naturkatastrophen und den Dritten Weltkrieg. Der Unterschied ist, wenn wir unser Haus reinigen, dann ist es meistens nur auf die physische Ebene begrenzt. Wenn Gott die Erde reinigt, liegt der Fokus hauptsächlich auf der spirituellen Reinigung der irdischen Ebene, was der Anstieg von Sattva Komponente und Reduzierung der Tama Komponente bedeutet. Menschen, die viele Persönlichkeitsfehler haben und die vorherrschend Tama sind, fallen solch einer Reinigung zum Opfer. Vergleichsweise, wie man Temperaturen und Trendlinien in der physischen Welt aufzeichnen kann, können Tendenzen und Prognosen auch unter Berücksichtigung physischer, psychologischer und spiritueller Aspekte aufgezeichnet werden. Um unseren Lesern eine Idee von dem Ausmaß der Zerstörung zu geben – der Tsunami, der Asien im Jahr 2004 getroffen hat, verursachte eine Verwüstung, die ungefähr 1/1000stel der Zerstörung beträgt, die sich zwischen 2019 und 2023 ereignen wird. Die Kurve im obigen Diagramm zeigt das zunehmende Ausmaß der Zerstörung in den kommenden Zeiten. Der Grad der Zerstörung, der am Anfang des Diagramms dargestellt ist, ist ein Ergebnis von all der Zerstörung zwischen 1999-2019. Am Ende zeigt sich, dass es ungefähr eine Aufteilung von 50-50 bei der Zerstörung geben wird, die durch Naturkatastrophen und den Dritten Weltkrieg in den nächsten 5 Jahren stattfindet. 70% der Infrastruktur der Welt werden aufgrund vom Dritten Weltkrieg und Naturkatastrophen zerstört sein. Die meisten Städte weltweit werden komplett zerstört sein. Wir haben durch spirituelle Forschung herausgefunden, dass sich ein solches Ausmaß an Zerstörung auf planetarer Ebene zuletzt vor ungefähr 30.000 Jahren ereignete. In den kommenden Zeiten werden mehr Menschen infolge des Dritten Weltkrieges sterben, als durch Naturkatastrophen. Dem ist so, obwohl die physische Zerstörung bei beiden ungefähr gleich sein wird. Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung wird in dieser Zeitspanne umkommen. Wir waren durch spirituelle Forschung in der Lage, ein klareres Verständnis über die Auswirkung von verschiedenen Arten von zu erwartenden Naturkatastrophen zu erlangen. Prozentualer Anteil der gesamten physischen Zerstörung, die dieser Art von Katastrophe zugerechnet werden wird Vulkane 10 Erdbeben 6 Anstieg des Meeresspiegels 3 Überschwemmungen 22 Tropenstürme/Hurrikans 8 Dürren 30 Extreme Hitze 10 Flächenbrände 3 Quelle: Spirituelle Forschung, Juni 2019 Die Wettermuster und Naturkatastrophen beginnen sich nach 2025 zu legen und werden sich in ungefähr 50-60 Jahren, von 2025 an, wieder normalisieren. Während dieser Zeitspanne wird eine neue Generation von Menschen geboren werden, die verhältnismäßig sattvischer sein wird. Ein weiterer interessanter Fakt, den wir durch spirituelle Forschung ermittelt haben, ist, dass die Ursache hinter den meisten tödlichen pathogenen Krankheiten auf der Erde, wie AIDS, Ebola und die Vogelgrippe, aufgrund negativer Wesenheiten höherer Ebenen existieren. Nach 2025, wenn das neue Zeitalter beginnt, wird es kein weiteres Auftreten von neuen tödlichen pathogenen Krankheiten geben. Die Krankheitserreger, die von negativen Wesenheiten erschaffen wurden, werden jedoch auf der Erde bestehen bleiben und für sie müssen Heilmittel gefunden werden. Schicksal ist ein Teil unseres Lebens, der nicht unter unserer Kontrolle ist und sich aufgrund unserer Handlungen aus vorherigen Leben formt. Wenn jemand viele schlechte Dinge in einem vorherigen Leben getan hat, die anderen Schmerz bereitet haben, dann würde das Schicksal in seinem jetzigen Leben aus mehr Leiden und Schmerz bestehen. Es gibt bestimmte Teile unseres Lebens, die von unserem freien Willen kontrolliert sind und wir können diese auf jede Art, die uns gefällt, nutzen. Es gibt allerdings einen weiteren Schicksalsaspekt, der als kollektives Schicksal bekannt ist und gewöhnlich auf Gruppen von Menschen, auf eine Stadt oder auf ein Land gerichtet ist. Aspekt des Lebens Normale Zeiten (%) In den Jahren 2019-2023 (%) Quelle: Spirituelle Forschung, Mai 2019 Wie Sie aus der oberen Tabelle ersehen können, wäre das kollektive Schicksal für eine durchschnittliche Person ungefähr 10%, während ihr individuelles Schicksal 60% ausmacht, und ihr freier Wille betrüge die verbleibenden 30%. Weil wir aber in die Endrunde des Zyklus gehen, wird kollektives Schicksal beginnen, eine größere Auswirkung auf unser Leben auszuüben, was einem Wert von 30% entspricht. Deshalb werden vorbestimmte Ereignisse (größtenteils negative) in unserem Leben von 2019 bis 2023 etwa 75% betragen. Für die Menschen, die an Orten leben, wo das kollektive Schicksal sehr negativ ausgeprägt ist, wird es wahrscheinlicher, dass sie von massiveren Naturkatastrophen und höheren Ausmaßen von Zerstörung während des 3. Weltkriegs betroffen werden. Der Zweck dieses Artikels ist es nicht, Angst einzuflößen, sondern Menschen über die bevorstehende zerstörerische Phase in der Erdgeschichte aufmerksam zu machen. Zudem entsprechende Lösungen anzubieten, was zu tun ist, um zu überleben. Lassen Sie uns zuerst beginnen, indem wir kurz die vorherrschend weltweiten Ansichten des Klimawandels wiederholen. Die allgemeine Meinung & IPCC Verändert sich das Klima? Ja, aber es verändert sich immer Ein eindeutiges Ja Ja, und es ist der Beginn einer rasanten Eskalation Spielt die Menschheit eine Rolle? Vielleicht, man kann aber nicht sagen in wie weit Ja – hauptsächlich durch die Emissionen von Treibhausgasen Lediglich 2% vonseiten der Menschen, hauptsächlich infolge der Auswirkung der Zeit auf die Menschen und die Umwelt Wird es eine Krise werden? Es kann sein, es ist möglich – aber wir werden keine Panik verbreiten Ja, zweifellos, wenn wir dem Weg, den wir gehen, weiter folgen Ja, und das in einer sehr kurzen Zeitspanne Gibt es irgendetwas, das wir tun können, um irgendeinen erheblichen Unterschied herbeizuführen? Nicht wirklich Ja, wenn wir die Emissionen begrenzen und den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen weiter unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau halten. Wenn dies geschieht, würde es die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels erheblich reduzieren Nein, aber wir können uns schützen, wenn wir Spirituelle Praxis machen Der Wechsel von Minizyklen ist etwas, über das wir als Menschen keine Kontrolle haben. Diese Veränderungen, die den ganzen Planeten beeinflussen, sind allerdings grundsätzlich spiritueller Natur. Das Göttliche Ziel dieses Umbruchs (seien es Naturkatastrophen oder der 3. Weltkrieg) ist es, die Sattvikta (spirituelle Reinheit) auf die Erde zurückzubringen. Dementsprechend ist die Voraussetzung für eine Person, um Zugang zum neuen Zeitalter zu erlangen, dass sie ein höheres Niveau an Sattvikta erlangt. Spirituelle Praxis (gemäß den Universale Prinzipien) ist der beste Weg, um sein spirituelles Niveau und die Sattva Komponente in sich zu erhöhen. Auch wenn wir vielleicht nicht dazu in der Lage sind, die Angriffe dieser schrecklichen Zeit zu stoppen, können wir Bemühungen machen, um zu überleben, indem wir gemeinsame Bemühungen machen, um Spirituelle Praxis durchzuführen. Wir empfehlen unseren Lesern folgende 4 Dinge zu tun, um ihnen zu helfen, diese Zeit zu überleben. Den Namen Gottes chanten. Wir empfehlen zwei Chants für Schutz in den kommenden Zeiten. Om Namo Bhagawate Vasudevaya (Ein Chant, der für die jetzigen Jahre bis 2023 spirituell förderlich ist) Shri Gurudev Datta (für das Überwinden von Problemen aufgrund von verstorbenen Vorfahren). Es wird empfohlen, den Namen für mindestens 2 Stunden pro Tag zu chanten. Beseitigen der Persönlichkeitsfehler, indem man den Prozess der Beseitigung von Persönlichkeitsfehlern betreibt. Dies hilft dabei, seinen inneren Frieden zu erhöhen und die feinstoffliche Tama Komponente in sich zu verringern. Steigern Sie die Anzahl ihrer Gebete, und bitten sie um die innere Stärke und Standhaftigkeit, um regelmäßig Spiritueller Praxis zu machen und diese zu erhöhen. Das Beten für materiellen Gewinn hat keinen spirituellen Wert. Dienen Sie der Verbreitung von Spiritualität. Dies wird Satseva genannt. Es ist einer der schnellsten Wege, Gottes Gnade zu erlangen, wenn man der Verbreitung von Spiritualität mit den Qualitäten eines Schülers (d.h. mit Demut, spiritueller Emotion, etc.) dient. Wenn Sie diesen Artikel lesen, denken Sie möglicherweise, dass er den Anschein einer Panikmache hat. Obwohl es weltweit verheerend stehe, sei es nicht so schlimm, wie dieser Artikel es darstelle. Sie denken vielleicht „Wir haben mehr Zeit. Schließlich ereigneten sich die Überschwemmungen und Dürren in einem fernen Land und die Kriege, die weltweit stattfinden, beeinflussen uns nicht wirklich.“ Es wird jedoch bald beginnen, sich zuzuspitzen. Wir befinden uns im letzten Abschnitt von Zerstörung katastrophalen Ausmaßes und weder die Regierungen der Welt noch die Klimawissenschaftler können vorhersehen oder darauf vorbereitet sein, was sich in einem viel kleineren Zeitfenster, als je erwartet, ereignen wird. Wir appellieren an die Welt, die Nachricht in diesem Artikel ernst zu nehmen und gemeinsam Bemühungen in Spiritueller Praxis zu machen. Bitte beachten Sie: Wir werden lebensrettende Informationen und Heilungstechniken in unserem Kapitel über den Überlebensführer veröffentlichen. IPCC. (2018). Global Warming of 1.5 ºC. Retrieved from IPCC: https://www.ipcc.ch/sr15/chapter/summary-for-policy-makers/ Lindsey, R. (2018, August 01). Climate Change: Atmospheric Carbon Dioxide. Retrieved from Climate.gov: https://www.climate.gov/news-features/understanding-climate/climate-change-atmospheric-carbon-dioxide NASA. (2018). Global temperature. Retrieved from Global Climate Change: https://climate.nasa.gov/vital-signs/global-temperature/ NASA. (2019, May). Carbon Dioxide. Retrieved from Global Climate Change: https://climate.nasa.gov/vital-signs/carbon-dioxide/ ojjdp.gov. (2018, October 22). Comparing Offending by Adults & Juveniles. Retrieved from Office of Justice Programs: https://www.ojjdp.gov/ojstatbb/offenders/qa03401.asp?qaDate=2016 ucsusa.org. (2017, August 1). How Do We Know that Humans Are the Major Cause of Global Warming? Retrieved from Union of Concerned Scientists: https://www.ucsusa.org/global-warming/science-and-impacts/science/human-contribution-to-gw-faq.html Überlebensführer
de
q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Mach dich frei, Babe! | f1rstlife Aktuelle Seite: Startseite / Lifestyle / Mach dich frei, Babe! Mach dich frei, Babe! 27. April 2020 von Christina Lopinski Kommentar verfassen Ich erinnere mich noch gut an die Zeit vor den Sommerferien. Sechs Wochen – eine Ewigkeit. Retrospektiv nicht mehr als ein aufgeregter Wimpernschlag. In den Sommerferien der Mittelstufe habe ich zum ersten Mal einen Hauch Freiheit gerochen; in der Oberstufe gedacht, sie schmeckt nach Wodka-Mische, Kippen und Jungs; sie im Studium zum ersten Mal gespürt, und mir geschworen, sie nie wieder loszulassen. Heute fühlt sich Freiheit anders an. Wir sehen uns selbst beim Mundschutz-Tragen zu, und das Infektionsschutzgesetz hält uns auf 1,5 Meter Abstand. Während die Welt sich im Stillstand eingerichtet zu haben scheint, gehen die Gedanken auf große Reise. © Unsplash/Jed Villejo Freisein. Können wir das (gerade) überhaupt? Ich muss an Angie denken. Und an Bewegungsfreiheit. Und wie weh es ihr tue, ein „so hart erkämpftes Gut“ einschränken zu müssen. Ich frage mich in diesen Tagen, inwiefern externe und intrinsische Freiheit zusammenhängen. Kann ich frei sein, wenn ich fremdgesteuert in eben dieser Freiheit eingeschränkt bin? Die Grundrechtsbeschneidungen wurden medial kontrovers diskutiert. Ich reihe mich weder bei den Verfassungsbeschwerdlern ein, noch sitze ich in meinem desinfizierten Toilettenpapierbunker und warte auf einen Impfstoff. Ich möchte gerade weder Armin noch Markus sein. Und Angies konkordante Regierung nervt mich. Demokratie lebt vom Streit der Alternativen. Aber was ist alternativ in dieser Krise, wenn es so viele konträre Informationen gibt, dass nicht einmal mehr Geradlinigkeit erkennbar ist? Ich hatte in den vergangenen Wochen eine Kreativblockade. Mein an Produktivität gekoppeltes Selbstwertgefühl macht Homeschooling und ich lerne Geduld. Vor allem mit mir selbst. Und ich frage mich jeden Tag aufs Neue, woher dieser Druck kommt, der über einer gesamten Generation zu schweben scheint: Die Raupe Nimmersatt, die To-Do-Listen frisst. Wem wollen wir etwas beweisen? Eine Me-too-Spirale der Selbstoptimierung, die krank macht. Wir fahren Kollektiv-Achterbahn und der Kopf einer Generation entscheidet sich jeden Tag neu für: ‚ich komme super klar‘ und ‚WAS ZUR HÖLLE IST EIGENTLCH LOS?‘. Patient: Demokratie? „Es kommen noch so viele Sommer“, sagt meine Freundin am Telefon. Wir reden über die Festivalsaison. Nichts wünsche ich mir gerade mehr, als in einem unter Wasser stehenden Zelt warmes Dosenbier zu trinken, ungeduscht seit drei Tagen, glitzernd und voller Glück. „Ich weiß“, seufze ich. So viele Menschen haben es so viel schwerer, „bla bla“, sage ich. „Ich bin sauer. Ich hab echt keinen Bock mehr“, sage ich laut. Ich bin keine Risikopatientin. Ich habe nicht meinen Job verloren. Ich habe keine Oma im Altersheim. Aber ich möchte meinen Frust trotzdem ausdrücken dürfen. Und meine Traurigkeit und meine Angst. Ja, ich habe Angst. Nicht vor einer Ansteckung und nicht vor einem abgesagten Sommerurlaub. Ich habe Angst vor den gesellschaftlichen Folgen. Im coronigen Nachrichtensumpf sind zwischen Beatmungsgeräten und Totenzahlen die internationalen politischen Entwicklungen unterrepräsentiert. Das Infektionsranking der John-Hopkins-University liest sich beinah wie der olympische Medaillenspiegel. Und auf der Suche nach einem Sündenbock hat man es heute noch leichter. Donald Trump hat die meisten Toten. Wir haben es ja gesagt. Leugner. Dabei vergessen wir schnell, dass hinter den Zahlen Menschen stecken. Dass Kinder ihren Opa verlieren, nicht Donald Trump eine Wählerin. Jetzt, wo sich Politik und Gesellschaft auf das Virus eingestellt haben – wo Extremzustand langsam Alltag wird, und eine Maske zum Leben dazugehört wie die Zahnbürste, sind plötzlich nicht mehr alle gegen das Virus, sondern wieder gegeneinander. Gegen Corona arbeitet die Pharmaindustrie im Hinterzimmer, die politische Bühne braucht ein neues Feuer. Es wird heiß gekocht. Ich frage mich, warum Europa plötzlich vom Tellerrand fällt, und jedes Land in seiner eigenen Suppe stochert. Viktor macht Eintopf und dünstet Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, wischt sich den Mund mit Ermächtigungsgesetzen ab und Ursula wünscht einen guten Appetit. Wladimir bleibt bis 2036 am Tisch sitzen – das ist aber auch lecker, das russische Essen. Die Grenzen sind zu, Nationalstaat first, auch in Europa. Dass dieses trumpsche Denken über den Atlantik schwappt, Populismus und Nationalismus ans Land schwemmt ist besorgniserregend. An Sars-Covid-2 sterben vereinzelt Menschen. An Diktaturen gehen Länder zu Grunde. Und mit ihnen die Menschen. Liegt jetzt die Demokratie auf der Intensivstation? Das mag überspitzt klingen. Aber Anfänge erkennt man erst dann, wenn es keine mehr sind. „Einseitig.“ Das kommt mir in den Kopf, während ich wieder und wieder über den Text gehe. Kein Wort den Chancen und dem Feuerwerk der Solidarität, das seit Wochen in der Luft schwebt. Das spüre ich auch. Aber eben nicht nur. So wie Krisenzeiten Regierungszeiten sein mögen, ist vermeidlicher Stillstand Nährboden für persönliche Entwicklung. An dieser Stelle möchte ich ein paar Gedanken teilen, die mich in den letzten Wochen sehr beschäftigen. Die Coronakrise mag sie angestoßen haben, ist aber sicherlich nicht Ursache, wenn überhaupt Symptom. Mir fällt auf, dass Krisen Katalysatoren sind. Und dass Paradigmen wackeln. Wir stellen Selbstverständlichkeiten in Frage, weil unsere Welt plötzlich Kopf steht. Der Mensch denkt in binären Mustern: In oppositionellen Kategorien. Wir erklären uns die Welt mit Gegensätzen. Zum Mann gehört die Frau, zum Tag die Nacht. Diese Komplexitätsreduktion schließt Zwischenstufen aus und macht Dinge zu Abnormalitäten, nur weil sie aus der 0-1-Matrix fallen. Die 0-1 Matrix schafft Sicherheit, weil sie vorhersehbar ist. Die 0-1 Matrix kennt keine Krisen. Und trotzdem blinzeln wir in Zeiten wie diesen schwarz-weiß. Was ist die 0 zu Freiheit? Unfreiheit? Oder Sicherheit? Sicherheit kann Angst besser bändigen als Freiheit. Mundschutz statt Herdenimmunität. Kontaktsperre statt Corona-Party. Und plötzlich sehen wir uns eingeschränkt. Ich habe eine Fernbeziehung in die Schweiz und vor ein paar Wochen einen systemrelevanten Job angenommen. Ich spüre die Freiheitseinschränkungen stark. Weil Freiheit auch Verantwortung bedeutet. Und die Möglichkeit einschließt, sich selbst und anderen zu schaden. Ein Gedankenexkurs: Gibt es sie überhaupt, die ‚wahre‘ Freiheit? Die fehlenden Kondensstreifen im Himmel – ein Sinnbild für meine Zerrissenheit. Ich versuche mich zu entschleunigen und mir Zeit zu nehmen, Zeit zu haben. Ich versuche zu meditieren und Yoga zu machen. Verrückte Gerichte nachzukochen und den Garten schön zu machen. Und, und, und. Gleichzeitig fühle ich mich unfrei. Ein inneres Brodeln, eine Unruhe, die sich wellenartig ausbreitet. Was kommt danach? Diese Ungewissheit greift mein Freiheitsgefühl an. Frei sein bedeutet für mich selbstbestimmt und unabhängig meinen punktuellen Bedürfnissen nachgehen zu können. Unfreiheit macht befangen. Und ich frage mich in diesen Tagen, warum wir immer ausbrechen wollen. Woher kommt der Drang, grenzenlos frei zu sein? Ich kann es nicht erklären. Aber ich spüre es. Ich habe Probleme mich zu entscheiden und ich habe noch viel mehr ein Problem damit, mich festzulegen. Der Konjunktiv tanzt mit Superlativen und meine Synapsen brechen auseinander. Hätte, könnte, würde, besser, perfekt – bis zur kognitiven Orientierungslosigkeit. Wir suchen und suchen und vergessen dabei, dass alles bereits in uns steckt. Wir suchen Freiheit in offenen Beziehungen und reden uns ein, dass wir das brauchen. Wir entfremden uns von unserer Familie, weil wir eben gerne reisen. Wir wechseln unseren Freundeskreis, weil wir uns entwickeln, wir haben viel Sex und wir nehmen Drogen. Weil wir frei sind. Und weil wir’s können. Aber wie viel Freiheit steckt in alldem? Wie zufrieden macht Schnelllebigkeit und exzessive Freiheit? Vielleicht wollen wir uns von allem Äußeren frei machen, weil wir innerlich so gefangen sind. Ich denke viel darüber nach. Ich habe auch schon offene Beziehungen geführt und meine Familie vernachlässigt – der Freiheit wegen. Retrospektiv sehe ich eine egozentrische Unsicherheit, die fehlendes Selbstwertgefühl in externer Reizüberflutung suchte und vor Routine floh, weil Routine auch Selbstauseinandersetzung bedeutet. Und das ist anstrengend. Ich lerne gerade, dass man sich von inneren Blockaden und Unsicherheiten nicht frei machen kann, indem man das Sicherheitsnetz im Außen kappt. Freiheit ist rebellisch. Freiheit raucht. Freiheit schmeckt nach Widerstand. Dachte ich. Das ist aber nur der Prozess – der Übergang in echte Freiheit. In nachhaltige Freiheit und gesunde Freiheit. Das denke ich, während ich in den wolkenlosen Himmel schaue. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie sich Sicherheit und Freiheit in meinem Leben die Waage halten. Unser Freiheitsverständnis ist dynamisch In diesem Moment gibt Jens Spahn eine Pressekonferenz. Dem Föderalismus sei Dank ist die Verwirrung über Maskenpflicht und Schulöffnungen bundesweit perfekt. Passt sich das Freiheitsverständnis an die äußeren Umstände an? Lernen wir beim räumlichen Abstand halten auch geistig, uns neu zu bewegen? Werden Paradigmen in Krisen unterbewusst neu verhandelt? Der Text ist nicht abgeschlossen, weil das Thema Freiheit es nicht ist und immer wieder neu verhandelt werden muss. Im Grundgesetz steht, dass jeder Mensch das Recht hat, sich frei zu entfalten. Gesamtgesellschaftliche Freiheiten sind, wenn Infektions- oder Katastrophenschutzgesetz sie nicht gerade aushebeln, von der Verfassung geschützt. Eine Demokratie lebt von der Freiheit ihrer Bürger. Dieser Rahmen ist gut und wichtig, aber nicht genug, um persönliche Freiheit zu schaffen. Ich spüre, dass es immer schwerer ist, pure Freiheit zu spüren. Pflichten, Abhängigkeiten, Druck und Selbstoptimierung, psychische Erkrankungen und toxische Beziehungen stellen sich in den Weg. Freiheit ist ein Gefühl und oft nur eine Momentaufnahme. Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass es erstrebenswert ist, sich von Allem frei zu machen und dass man sich trotz Struktur und Sicherheit frei fühlen kann. Mit der Freiheit mag es wie mit dem Glück sein – eine stetige, sich verändernde Suche. In diesem Moment frage ich mich, ob Corona unser Freiheitsverständnis nachhaltig verändern wird. Und wann ich das nächste Mal mit warmem Dosenbier in einem überfluteten Zelt sitzen werde, ungeduscht, glitzernd, und voller Glück. Frei. Corona: Risikogruppen werden geschützt – Randgruppen fallen durchs Raster - 21. März 2020 Selbstoptimierung und die Klatsche in Corona-Zeiten - 21. März 2020 Kategorie: Lifestyle Stichworte: Coronavirus, Einschränkung, Entwicklung, Freiheit, Leben, Unsicherheit
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Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Fjordman über Judenhass der Schweden und schwedische Antifa EuropeNews 24 August 2009 Originaltitel: Fjordman At Atlas: Swedish Hypocrisy Regarding Israel and Muslims Von Fjordman Übersetzung: Liz/die-gruene-pest.com Fjordman erklärt den abscheulichen und schamlosen Judenhass der Schweden: „Mittelalterliche blutige Ehrverletzung, die mit Sicherheit Hasskriminalität gegen Juden unterstützt.“ Fjordman schreibt: Israels Botschafter in Schweden wurde vom schwedischen Auswärtigen Amt vorgeladen [1], um diplomatische Unstimmigkeiten zu besprechen, die nach einem Artikel in einer Zeitung entstanden sind in der behauptet wurde, dass israelische Soldaten toten Palästinensern die inneren Organe systematisch entfernen würden. Dieser diplomatische Knatsch gründet sich auf die Entscheidung der Zeitung Aftonbladet zur Veröffentlichung eines Artikels, der detaillierte Beschuldigungen über die systematische Nutzung der Organe palästinensischer Männer erhebt. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman verglich diese Behauptungen mit alten antisemitischen Lügen. "Es ist bedauerlich, dass das schwedische Außenministerium nicht eingreift, wenn eine blutige Verleumdung gegen die Juden geäußert wird, was einen an das schwedische Verhalten während des Zweiten Weltkriegs erinnert, als man auch nicht eingriff", zitierte eine israelische Regierungserklärung die Worte Liebermans. Der schwedische Außenminister Carl Bildt[2] hat sich geweigert, auf Forderungen der israelischen Regierung einzugehen, sich von dem Zeitungsartikel zu distanzieren. Auf seinem Blog[3] macht Bildt geltend, dass Schwedens freie Presse und die Tradition der freien Rede die beste Verteidigung gegen "Rechtsverletzungen, schlechten Geschmack und Überschreitungen von sozialen Grundwerten ist." "Es gibt Forderungen von einigen Kreisen in Israel, dass wir in der einen oder anderen Weise sollte eine offizielle Stellungnahme abgeben sollten, um uns von diesem Artikel zu distanzieren, oder sogar zu intervenieren um zu verhindern, dass solche Artikel veröffentlicht werden," erklärt Bildt. "Aber unser Land funktioniert so nicht - und sollte es auch nicht." Die Außenminister zieht daraus den Schluss, dass er die Bedeutung des Schutzes der freien Meinungsäußerung verteidige. Die Tatsache, dass die anti-israelische und anti-amerikanische Schriftstellerin Helle Klein, die seit vielen Jahren politische Redakteurin der Aftonbladet ist und auf ihrem Blog[4] auch herzlich über die "freie Meinungsäußerung" spricht, ist so ein extremer Fall von Heuchelei, dass er einfach nicht unbeantwortet bleiben kann. Es gibt keine freie Meinungsäußerung in Schweden. Obwohl einige Länder wie Großbritannien und Belgien versuchen hart daran zu arbeiten diesen Titel für sich zu beanspruchen, würde ich persönlich Schweden als das wahrscheinlich totalitärste und politisch repressivste Land in der gesamten westlichen Welt von 2009 an einstufen und Aftonbladet hat wesentliche Beiträge zu diesem repressiven Klima beigesteuert. Schweden hat große Probleme, die durch Masseneinwanderung und insbesondere muslimische Einwanderung hervorgerufen werden, aber ehrlich über dieses Thema zu sprechen ist absolut tabu bei den Mainstream-Medien. Genau wie die Journalistin Karen Jespersen[5] hat auch Helle Klein erklärt, "Wenn es eine Debatte [über] die Probleme gibt, die durch Flüchtlinge und Einwanderer hervorgerufen werden, dann wollen wir dies nicht." Meinungsumfragen haben ergeben, dass zwei von drei Schweden bezweifeln, dass der Islam mit der schwedischen Gesellschaft vereinbart werden kann, aber nicht eine Partei, die im Parlament vertreten ist, hat sich jemals wirklich kritisch mit der Einwanderungspolitik auseinandergesetzt, und es gibt praktisch keine echte Debatte über Multikulturalismus und Islam. Wie ich in meinem Essay „Why Europeans Should Support Israel“[6] bereits feststellte, sollte die Dämonisierung Israels zurückgewiesen werden, und zwar nicht nur wegen Israel, sondern auch wegen Europa.. Die selben Leute, die die Israelis dämonisieren tun dies auch mit den einheimischen Europäern, die gegen die Islamisierung Widerstand leisten und gegen die staatlich geförderte Kolonisierung ihrer Länder durch fremde Völker. Die Wahrheit ist, dass die Israelis sich selbst verteidigen, so dass ihre Töchter nicht unter den Vergewaltigungen durch die muslimischen Dschihadisten zu leiden haben, so wie es die Behörden in den westlichen europäischen Ländern und insbesondere in Schweden jeden Tag zulassen. Hier sind ein paar Zitate aus dem einschlägigen Kapitel „The Case of Sweden“[7], aus meinem Buch “Defeating Eurabia“[8]. Ich schlage vor, dass die Israelis einige dieser Zitate an Aftonbladet, an Helle Klein und Carl Bildt schicken und sie mit den Informationen, die diese Zitate enthalten, konfrontieren: Die schwedische Organisation Expo hat die Bereitschaft gezeigt "Informationen zu teilen" mit radikalen Gruppen wie den "Anti-Faschisten" der Antifascistisk Aktion (AFA). Die Schläger der AFA haben im Frühjahr 2008 das Auto einer älteren Frau zerstört[9] und schrieben: "nasse" (Nazi) oben drauf. Es stellte sich aber heraus, dass sie das falsche Auto genommen hatten. Auch nach Jahren solcher Angriffe auf private Bürger haben die Behörden immer noch nicht gefordert, dass sie ihre Aktionen einstellen sollen. Die führende Tageszeitung Aftonbladet hat enge ideologische Verbindungen zu den Sozialdemokraten, die die beherrschende Partei des Landes über die längste Zeit des vergangenen Jahrhunderts war. Helle Klein war die politische Chefredakteurin von 2001 bis 2007 und stand während einer Demonstration, die von islamischen und anti-rassistischen Organisationen im Dezember 2006 organisiert worden war, vor einem Banner auf dem stand "Ein Schweden für alle - Stopp der Nazi-Gewalt" und sie hielt eine Rede in der sie vor Islamophobie in den Medien warnte. Klein äußerte in ihren Leitartikeln Sympathie für die terroristische Organisation Hamas[10] und warnte vor der Bedrohung des Weltfriedens durch die israelische Aggression und der christlichen Rechten in den USA[11]. Hamas ist eine faschistische Organisation, die offen den Massenmord an den Juden fordert. Gewaltsame Angriffe auf Juden in Europa im Jahr 2008 sind zu einem überwältigenden Maße durch die muslimische Einwanderung verursacht, die durch die EU und die nationalen politischen Eliten vorangetrieben wird. Die Ironie einer Warnung vor "Nazi-Gewalt" und gleichzeitig eine Sympathie für eine Organisation, die zu Ende führen will, was die Nazis begannen, stört Frau Klein offenbar nicht. Einer der Kollegen von Frau Klein, ebenfalls Kolumnist bei Aftonbladet, war der Langzeit -Kommunist Robert Aschberg, der jetzt Herausgeber des Expo-Magazins ist. Das führende Expo Mitglied Charles Westin hatte im Oktober 2007 das Buch Brunt! ( "Braun", wie in "Faschist") veröffentlicht, in dem er einzelnen Mitgliedern der AFA erlaubte einen Teil ihres Geheimdienstwissens über "Rechtsextremisten" beizutragen, unter ihnen Menschen, die in der legalen Partei der Schweden Demokraten sind. Neben Herrn Westin, hat das Buch als Co-Autor einen gewissen Mats Deland, der ein Journalist von Aftonbladet ist. Warum wird es als rechtens angesehen, wenn ein Vertreter einer der größten skandinavischen Zeitungen, mit Verbindungen zur größten politischen Partei des Landes, sich so offen zu einer Organisation bekennt, die bekannt ist für körperliche Angriffe auf Mitglieder einer legalen Oppositionspartei, sogar in ihren privaten Wohnungen? Vor den Wahlen im Jahr 2006, kooperierten die etablierten Parteien in Schweden und boykottierten die Schweden Demokraten und andere "fremdenfeindliche" Parteien. In einem von vielen ähnlichen Vorfällen, prahlten die extremen Linken über das Internet, dass rund 30 Mitglieder der SD im Verlauf einer ruhigen, privaten Partie außerhalb der Stadt Växjö angegriffen wurden. Die tapferen "Antifaschisten" warfen Tränengas in das Gebäude, so dass die Menschen herauskommen mussten, wo sie mit Eisenstangen und Äxten geschlagen wurden. Offene, aggressive und manchmal gewalttätige Verfolgung von Kritikern der Einwanderungspolitik des Landes gibt es schon jahrlang, während die Behörden im Hinblick auf das Problem weitgehend ein Auge zudrücken. Scheinbar bestärkt durch das Schweigen der Behörden gegenüber politischer Gewalt, haben die extremen Linken ihre Angriffe auf Mainstream-Parteien ausgeweitet. Schweden ist Zeuge der größten Gewaltexplosion von Straßengewalt in seiner Geschichte, und alle zwei Stunden wird eine Frau vergewaltigt. Expo, das von den Medien und den großen Parteien gedeckt wird, führt seit Jahren Aktionen gegen die Schweden Demokraten (SD) durch. Daniel Poohl aus der nicht gewählten Organisation Expo stellt fest[12], dass es "nicht undemokratisch" sei, der SD den Zugang zu politischem Einfluss zu verweigern. Nach der Meinung von Jonathan Friedman, einem amerikanischen Juden, der jahrelang in Schweden arbeitete ist "keine Diskussion über die Einwanderungspolitik möglich, das Thema wird einfach vermieden. Schweden hat eine solch enge Verbindung zwischen den verschiedenen mächtigen Gruppen, wie Politikern, Journalisten, etc. Die politische Klasse ist abgeschlossen, isoliert." Die Eliten sind besorgt, dass ihre Macht wegrutscht und wollen daher Kritiker zum Schweigen bringen, wie zum Beispiel die Schweden Demokraten, eine kleine Partei, die sich gegen die Einwanderung wendet: "Es ist eine vollkommen legale Partei, aber wird ist ihnen nicht erlaubt zu sprechen. ... In Wirklichkeit wurde die Grundlage der Demokratie komplett auf den Kopf gestellt. Es wird gesagt: ‚Die Demokratie ist eine bestimmte Art des Denkens, eine bestimmte Anzahl von Meinungen, und wenn Sie sie nicht teilen, dann sind Sie nicht demokratisch, und dann werden wir Sie verurteilen und Sie sollten ausgesondert werden. Die Menschen? Das ist nicht demokratisch. Wir, die Elite, wir sind die Demokratie’. Es ist grotesk und es hat sicherlich nichts mit Demokratie zu tun, es ist eher eine Art moralischer Diktatur." Bruce Bawer schreibt in dem Artikel While Sweden Slept[13]: "Schwedens Demokraten wurden zu Zielscheiben, die an die Ereignisse der chinesischen Kulturrevolution erinnern. Inszenierte "Menschenproteste" von den Mitgliedern der "Jugend-Abteilungen" der anderen Parteien haben dazu geführt, dass Mitglieder der Schweden Demokraten von ihren Arbeitsplätzen gefeuert werden. Vor ein paar Wochen wurde ein Nachwuchsdiplomat entlassen, als bekannt wurde, dass er ein Mitglied der Partei sei und die Einwanderungspolitik seines Landes kritisiert hatte. Bei mehreren Gelegenheiten haben Schläger, die loyal zu den herrschenden Parteien sind, SD Sitzungen überfallen und Parteiführer geschlagen. " [1] http://www.thelocal.se/21606/ [2] http://www.thelocal.se/21600/ [3] http://carlbildt.wordpress.com/2009/08/20/principer-och-praktik/ [4] http://blogg.aftonbladet.se/helleklein/2009/08/sanslos-israelisk-debatt [5] http://snaphanen.dk/2005/02/19/karen-jespersen-har-sverige-ytringsfrihed/ [6] http://www.brusselsjournal.com/node/1965 [7] http://gatesofvienna.blogspot.com/2008/10/defeating-eurabia-part-4.html [8] http://www.amazon.com/Defeating-Eurabia-Fjordman/dp/1409247155 [9] http://www.globalpolitician.com/24545-sweden [10] http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/06/hamas-has-friend-in-sweden.html [11] http://www.aftonbladet.se/ledare/ledarkronika/helleklein/article207441.ab [12] http://expo.se/2008/48_2165.html [13] http://www.nysun.com/opinion/while-sweden-slept/44831/ Kategorien: HintergrundRassismusAndere EU-LänderEuropäische UnionSchwedenAndere LänderNaher OstenIntegrationPolitische ReaktionenRedefreiheitScharia
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q-de-2216
Was ist das Immunsystem und welche Funktion hat es?
Als Immunsystem (von ) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer). Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen solche Abwehrmechanismen, die eine sogenannte angeborene Immunantwort vermitteln. Diese entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten. Die pflanzliche Immunantwort hat Ähnlichkeiten mit der angeborenen Immunantwort bei Tieren. Pflanzen besitzen keine adaptive Immunantwort, also auch keine T-Zellen oder Antikörper. Mechanische und biochemische Barrieren Die mechanischen und biochemischen Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. <br/ > Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems. Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration. Unspezifisches und spezifisches Immunsystem Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr. Angeborene oder unspezifische Immunabwehr Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Adaptive oder spezifische Immunabwehr Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus, benötigt dafür aber deutlich längere Reaktionszeiten von bis zu 14 Tagen. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar: Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht. Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA. Bestandteile Die Bestandteile des Immunsystems sind: Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst. Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen psychische Immunfaktoren. Zelluläre Bestandteile Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so können die Abwehrzellen ihn bekämpfen. Neutrophile Granulozyten, Monozyten/Makrophagen und dendritische Zellen können beispielsweise durch Aufnahme und Verdauung (Phagocytose) den Erreger selbst vernichten oder durch die Produktion von Immunmodulatoren und Zytokinen die Immunreaktion des Organismus steuern und andere Abwehrzellen zum Ort der Entzündung locken. Granulozyten Granulozyten (von ) machen den Großteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie können die Blutbahn verlassen und ins Gewebe einwandern. Granulozyten haben in ihrem Zytoplasma zahlreiche Bläschen (Vesikel oder Granula genannt), die aggressive Stoffe enthalten, mit denen Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können. Andere Stoffe (beispielsweise Histamin) spielen bei der Entzündungsreaktion und bei Allergien eine Rolle. Die unterschiedlichen Gruppen von Granulozyten werden nach ihrer Färbereaktion in der Giemsa-Färbung eingeteilt. Die Neutrophilen Granulozyten (auch: Neutrophile) machen 40 bis 50 Prozent der zirkulierenden Leukozyten aus. Aktiviert durch Zytokine, die vom Ort der Infektion ausgesondert werden, wandern sie aus den Blutgefäßen in das betroffene Gewebe ein. Die Granula der Neutrophilen enthalten unter anderem saure Hydrolasen, Defensine (30 % des Inhalts), Myeloperoxidase und Proteasen, wie Elastase, Kollagenase, Neuraminidase und Cathepsin G. Dieser „Cocktail“ ermöglicht es den Neutrophilen, sich einen Weg durch das Gewebe zu bahnen und zu den Bakterien vorzudringen. Dort sind sie in der Lage, Krankheitserreger (beispielsweise Bakterien) unter anderem durch Phagozytose zu vernichten. Eosinophile Granulozyten (auch: Eosinophile) machen etwa 3–5 Prozent der Zellen im Differentialblutbild aus. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefärbt werden können. Auch Eosinophile sind zur Chemotaxis befähigt, d. h., sie können sich in Richtung eines Entzündungsortes fortbewegen. Eosinophile enthalten in ihren Granula basische Proteine, zum Beispiel das Major Basic Protein, die sie nach Stimulation durch Antikörper der IgE-Klasse freisetzen. Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr; bei einem Befall mit Parasiten kommt es daher zu einer starken Vermehrung der Eosinophilen im Blut. Auch bei Allergien ist die Anzahl der Eosinophile im Blut erhöht, was darauf hinweist, dass die Eosinophilen auch bei dieser Erkrankung eine – wenig zuträgliche – Rolle spielen. Basophile Granulozyten (auch: Basophile) besitzen zahlreiche grobe unregelmäßige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (< 2 Prozent). Wenn ihre Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene stimuliert werden, schütten Basophile toxische Mediatoren, wie Histamin und Plättchenaktivierenden Faktor (PAF) aus. Über die physiologische Bedeutung der Basophilen besteht aber weitgehend Unklarheit. Makrophagen Makrophagen (Riesenfresszellen) stellen ebenfalls einen Teil der Patrouille des Immunsystems dar. Makrophagen reifen aus Monozyten (einkernige weiße Blutkörperchen = mononukleäre Leukozyten) heran, welche die Blutbahn verlassen. Makrophagen halten sich im Gewebe auf, dort erkennen und fressen (phagozytieren) sie eingedrungene Erreger. Können die Erreger nicht durch die Makrophagen allein bekämpft werden, so können Makrophagen die adaptive Immunabwehr aktivieren. Dazu werden die aufgenommenen Teile der Erreger im Inneren der Makrophagen in einzelne Peptide (Epitope) zerlegt und durch MHC-II-Moleküle auf der Oberfläche präsentiert. Der Makrophage wird also zu einer Antigen-präsentierenden Zelle. Die Antigene können erst dadurch von T-Helferzellen erkannt werden, die daraufhin eine adaptive Immunantwort initiieren, die letztendlich zur Vernichtung des Erregers führt. Makrophagen spielen außerdem bei der Bekämpfung und Beseitigung von schädlichen Substanzen und Abfallprodukten (beispielsweise Teer aus Zigarettenrauch in der Lunge) eine entscheidende Rolle, weshalb sie gelegentlich auch als „Müllabfuhr des Körpers“ bezeichnet werden. Natürliche Killerzellen Die 1975 entdeckten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Obwohl NK-Zellen keine antigenspezifischen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, werden sie zu den Lymphozyten gezählt, da sie eine gemeinsame Vorläuferzelle im Knochenmark haben. NK-Zellen sind eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen und Krebs, weil sie infizierte Zellen vernichten können, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein. Sie verwenden dazu einen Mechanismus, der in den 1980er Jahren von dem schwedischen Immunologen Klas Kärre entdeckt wurde und als Fehlendes Selbst () bezeichnet wird. NK-Zellen erkennen unter anderem den MHC-I-Komplex, der auf nahezu allen gesunden Körperzellen vorkommt. Wird eine Zelle durch Viren infiziert oder wandelt sie sich in eine Tumorzelle um, so geht unter Umständen der MHC-I-Komplex auf der Oberfläche verloren. Das fein ausbalancierte Gleichgewicht von inhibierenden und aktivierenden Rezeptorsignalen wird dadurch zugunsten der NK-Zell-Aktivierung verschoben und die erkrankte Zelle fällt einer durch NK-Zellen ausgelösten Immunreaktion anheim. Dendritische Zellen Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten oder Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Sie nehmen als Fresszellen (Phagozyten) Krankheitserreger auf, wandern in den nächsten Lymphknoten, und stimulieren die adaptive Immunabwehr, indem sie die Antigene des zerlegten Erregers an ihrer Oberfläche den T-Lymphozyten präsentieren. Es genügt eine dendritische Zelle, um 100 bis 3.000 Antigen-spezifische T-Zellen zu aktivieren. Dies macht sie effizienter als z. B. Monozyten. Dendritische Zellen sorgen auch für immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Sie kommen vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Dendritische Zellen können auch mit B- und NK-Zellen interagieren. T-Lymphozyten T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten und wandern in den Thymus, wo sie ausreifen (daher das T, von Thymus-abhängig). T-Zellen tragen an ihrer Oberfläche einen T-Zell-Rezeptor (TCR), mit dem jede T-Zelle jeweils ein spezifisches Antigen erkennen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten, die auch freie Antigene erkennen, erkennen T-Zellen nur Antigene, die im Komplex mit MHC-Molekülen auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. Die unterschiedlichen Typen von T-Zellen werden eingeteilt nach den Proteinen auf ihrer Zellmembran, die gleichzeitig für die Funktionen der Zellen wichtig sind: T-Helferzellen tragen beispielsweise das CD4-Protein (die Abkürzung CD steht für engl. Cluster of differentiation), die zytotoxischen T-Zellen haben das CD8-Protein auf ihrer Oberfläche. T-Helferzellen Die T-Helferzellen koordinieren die Immunreaktion. Sie erkennen über ihren spezifischen T-Zell-Rezeptor Antigene, die ihnen von den antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen, Makrophagen, B-Lymphozyten) auf MHC-II-Komplexen dargeboten werden. Diese Aktivierung veranlasst die T-Helferzelle sich zu teilen und ihre Botenstoffe freizusetzen: die Lymphokine der Zellen vom Subtyp TH1 führen dabei eher zur Verstärkung der zellulären Immunantwort, während TH2-Zellen mehr die Produktion von Antikörpern stimulieren. Regulatorische T-Zellen Die Mitte der 1990er erstmals beschriebenen regulatorischen T-Zellen tragen neben dem CD4-Rezeptor noch andere Proteine an ihrer Oberfläche (CD25, FoxP3). Ihre Aufgabe ist die Modulation der Immunreaktion. Des Weiteren sind regulatorische T-Zellen vermutlich für die Unterdrückung einer überschießenden Immunantwort auf ansonsten 'harmlose' Antigene und Toleranzentwicklung gegen körpereigene Strukturen zuständig. Zytotoxische T-Zellen Die zytotoxischen T-Zellen können Antigene erkennen, die ihnen mithilfe der MHC-I-Komplexe präsentiert werden – körpereigene Zellen, die durch Krankheitserreger (zum Beispiel Viren) befallen sind, melden so ihren Zustand an das Immunsystem. Die zytotoxischen T-Zellen heften sich dann mit ihren T-Zell-Rezeptoren an diese Körperzellen; bei diesem Vorgang spielt ihr CD8-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Wenn sich noch weitere Rezeptoren, zum Beispiel der CD28-Rezeptor der zytotoxischen T-Zellen, an das fremde Eiweiß geheftet haben, beginnen sich die T-Zellen schnell zu vermehren, und schütten Substanzen aus, welche die infizierte oder krankhaft veränderte Zelle absterben lassen (sogenannte Apoptose, programmierter Zelltod). B-Lymphozyten B-Lymphozyten, oder kurz B-Zellen, gehören ebenfalls zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Die Bezeichnung „B-Zellen“ stammte ursprünglich von ihrem Bildungsort in der Bursa Fabricii bei Vögeln. Bei Säugetieren entstehen die B-Zellen, wie alle anderen Abwehrzellen auch, im Knochenmark, daher erhielt der Buchstabe B hier nachträglich die Bedeutung (engl. für ‚Knochenmark‘). Bindet eine B-Zelle an den Stoff (Antigen), der zu ihrem Rezeptor passt, kann sie durch Lymphokine aktiviert werden, die von aktivierten T-Helferzellen ausgeschüttet werden. Die derart aktivierten B-Zellen können sich daraufhin zu antikörperproduzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen entwickeln. B-Zellen sind im Gegensatz zu T-Zellen in der Lage, auch freie Antigene zu erkennen und sie einer Immunreaktion zuzuführen. Humorale Bestandteile Die humoralen Bestandteile des Immunsystems (von ) bezeichnen verschiedene Plasmaproteine, die passiv im Blut, bzw. der Lymph- und Gewebsflüssigkeit zirkulieren. Sie sind im Gegensatz zu den Abwehrzellen nicht in der Lage, aktiv an den Ort einer Infektion zu wandern. Antikörper Zur Abwehr von in den Organismus eingedrungenen Bakterien, Bakterientoxinen, Viren oder anderen Fremdstoffen produzieren die B-Lymphozyten und Plasmazellen maßgeschneiderte Antikörper, die bestimmte Proteine oder auch Zuckerketten (Antigene) an der Oberfläche der Fremdstoffe erkennen und sich an diese heften können. Antikörper haben prinzipiell drei Funktionen: Die sogenannte Opsonierung. Das heißt, dass das Antigen durch den Fc-Teil (Teil der konstanten Kette des Antikörpers) für Phagozyten (Fresszellen) besser „sichtbar“ gemacht wird. Durch den Antigen-Antikörperkomplex wird das sogenannte Komplementsystem aktiviert, das zum einen wiederum als Opsonin (=Stoffe die Opsonieren) wirkt, zum anderen Chemotaxine (Lockstoffe für Zellen des Immunsystems) freisetzt und einen sogenannten MAK (Membran-Angriffs-Komplex) bildet, der Löcher in Zellmembranen verursacht. Antikörper wirken direkt inaktivierend auf den Eindringling durch Verkleben und Bildung von großen Komplexen (je nach Antikörperklasse und Anzahl der Antigendeterminanten). Die einfachsten Antikörper, die der sogenannten IgG-Klasse, bestehen aus zwei identischen schweren Ketten und zwei identischen leichten Ketten. Die schweren Ketten sind unter anderem für die Verankerung des Antikörpers auf der Oberfläche von Granulozyten zuständig; die leichten Ketten bilden zusammen mit den schweren Ketten die für die Erkennung eines spezifischen Antigens verantwortliche Antigendeterminante im Fab-Fragment. Durch somatische Rekombination, somatische Hypermutation und Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten können Antikörper mehr als 100 Millionen verschiedene Fab-Fragmente bilden und damit eine Unzahl verschiedener Antigene erkennen. Komplementsystem Das Komplementsystem ist Teil der angeborenen Immunantwort, es besteht aus einer Gruppe von über 30 Plasmaproteinen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Teil der zum Komplementsystem gehörenden Proteine sind zum Beispiel Proteasen, die sich an Mikroorganismen binden können und die Zellwände des Eindringlings schädigen, wodurch der Eindringling zerstört wird. Andere Proteine des Komplementsystems, die Anaphylatoxine, haben gefäßerweiternde Wirkung und fördern die Entzündungsreaktion. Viele Komplementfaktoren können außerdem Abwehrzellen zum Ort der Infektion locken und sind in der Lage, Fresszellen zu aktivieren, die die Eindringlinge dann verschlingen. Interleukine Die zu den Zytokinen gehörenden Interleukine sind körpereigene Botenstoffe, die von den Zellen des Immunsystems gebildet werden. Man kennt heutzutage bereits eine große Zahl von Interleukinen (IL-1 bis IL-35; Stand November 2009), die jeweils auf ganz unterschiedliche Abwehrzellen wirken – manche regen beispielsweise Leukozyten zu Wachstum, Reifung und Teilung an oder sorgen für deren Aktivierung. Ablauf einer Immunreaktion Falls Erreger die mechanischen Barrieren überwinden, mit denen sich der Körper vor einer Infektion schützt, so hängt der Ablauf der Immunreaktion davon ab, ob das Immunsystem bereits zuvor einmal einen Kontakt mit diesem bestimmten Erreger hatte. Bei einer Erstinfektion beginnt die Immunreaktion meist mit den antigenpräsentierenden Zellen, hierzu gehören z. B. Makrophagen oder dendritische Zellen; diese Zellen sind als Teil der angeborenen Immunabwehr in der Lage, typische Merkmale von Krankheitserregern zu erkennen, ohne zuvor mit diesem Erreger Kontakt gehabt zu haben. Sie können die Krankheitserreger aufnehmen (phagozytieren) und in ihrem Inneren einschließen – förmlich „fressen“, daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet. Anschließend präsentieren sie Bruchstücke der Erreger an ihrer Oberfläche den Zellen der adaptiven Immunabwehr (B- und T-Lymphozyten), die daraufhin in einen aktivierten Zustand übergehen. Einige Abwehrzellen können daraufhin die Erreger durch Phagozytose oder die Ausschüttung aggressiver Substanzen direkt abtöten. Andere beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die an die Erreger binden und diese einerseits bewegungsunfähig und damit unschädlich machen, andererseits sie für die Vernichtung durch weitere Abwehrzellen markieren. Nach der ersten Infektion mit einem Erreger bleiben die Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen erhalten, um bei einer erneuten Infektion wesentlich schneller und effizienter auf den Eindringling reagieren zu können. Ob nach einer Infektion tatsächlich auch eine Erkrankung auftritt, hängt von einem komplexen Wechselspiel des Immunsystems mit dem (ungebetenen) Gast ab. Eine Rolle spielen etwa die Menge der eingebrachten Erreger und deren krankmachenden Eigenschaften (Virulenzfaktoren), sowie der Zustand des Immunsystems der betroffenen Person. So kann durch vorherigen Kontakt mit diesem Erreger bereits eine Immunität bestehen, die Erregerdosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering sein oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [Immunschutz durch inapparente Infektion: stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder manifeste Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann also eine Erkrankung wie beispielsweise eine Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Solange sich keine eindeutigen Symptome zeigen, kann der Verlauf einer Infektion kaum oder gar nicht vorhergesagt werden. Wenn ein Krankheitserreger oder eine Tumorzelle keine Immunantwort erzeugt, dem Immunsystem also entkommt, wird dies als Immunescape bezeichnet. Reifung und Alterung Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. Es erhält aber bereits vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta. Bei vielen Säugetieren können Antikörper die Plazenta gar nicht passieren, die Aufnahme erfolgt dann über das Antikörper-reiche Kolostrum. Der sogenannte Nestschutz hilft den Babys in den ersten Monaten. Darüber hinaus kann Stillen durch unspezifische sIgAs, die sich den Schleimhäuten anlagern, noch etwas länger vor Infektionen der oberen Atemwege und Magen/Darmkeimen schützen. Da die transplacentalen Antikörper im Blut des Babys mit einer Halbwertszeit von ungefähr 3 Wochen abgebaut werden, stellt sich innerhalb 3 bis 12 Monate nach Geburt ein IgG-Mangel im Serum ein; infolgedessen erhöht sich das Infektionsrisiko. Dagegen steigt der eigene IgM-Spiegel an, was darauf hinweist, dass das adaptive Immunsystem nach der Geburt unmittelbar aktiv wird. IgG und IgA des Babys können etwa erst ab Monat 6 im Serum deutlich nachgewiesen werden und erhöhen sich kontinuierlich, bis nach mehreren Jahren die Werte von Erwachsenen erreicht werden. Diese initiale Verzögerung liegt an der Unreife der T-Zellen, sodass der Klassenwechsel anfangs ineffizient ist. Das kindliche Immunsystem ist bei Geburt überwiegend auf Anti-Inflammation eingestellt: Es sind keine NK-Zellen nachweisbar, es liegen unreife B-Zellen vor und es gibt eine verstärkte T-Suppressoraktivitat (wegen dominant vorliegenden TH2- und regulatorischen T-Zellen). Dies soll eine TH1-dominierte Antwort unterdrücken, um den Körper vor Abstoßungsreaktionen zu schützen. Für eine erfolgreiche Abwehr von Infektionserregern bedarf es daher einer Umstellung. Durch die Besiedlung von Mikroorganismen werden Signale für einen Wechsel ausgelöst und das Immunsystem trainiert. Auch Lebendimpfungen tragen dazu durch sogenannte heterologe Effekte bei; diese können die Kindersterblichkeit stärker als erwartet senken und die Häufigkeit von Infektionen auch gegenüber nicht-geimpften Krankheiten reduzieren. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die T-Zellen Neugeborener durchaus mit einer entzündlichen Reaktion reagieren können (Pro-Inflammation) und nicht notwendigerweise unterdrückt werden. So setzen T-Zellen Interleukin-8 (IL-8) frei, das u. a. neutrophile Granulozyten rekrutiert. Diese gehen dann unspezifisch gegen schädlichen Eindringlinge vor. IL-8 produzierende T-Zellen sind in Erwachsenen dagegen selten vorhanden, sodass sich T-Zellen Neugeborener von denen Erwachsener qualitativ unterscheiden. In den ersten Lebensmonaten beginnt das Immunsystem, sich auf die Abwehr von Krankheitszellen vorzubereiten. Dies geschieht durch einen Vorgang der negativen Selektion; das heißt, der Körper bildet zunächst durch zufällige genetische Rekombination viele Millionen unterschiedlicher Abwehrzellen, von denen eine jede ein anderes Antigen erkennen kann. Im Anschluss werden solche Zellen eliminiert, die eine Immunreaktion auf körpereigene Strukturen veranlassen würden (Diesen Vorgang fasst man unter dem Begriff Selbsttoleranz zusammen). Bei den T-Zellen geschieht dies im Thymus, der Reifungsstätte der T-Zellen. Hier differenzieren sich die T-Zellen in die verschiedenen Typen (wie CD4+ und CD8+ Zellen) und werden anschließend mit körpereigenen Substanzen konfrontiert. Wenn eine T-Zelle einen dazu passenden Rezeptor trägt und an die körpereigene Struktur bindet, stirbt die T-Zelle ab. Das Immunsystem lernt so „fremd“ von „eigen“ zu unterscheiden. Das Immunsystem erreicht bei Jugendlichen volle Funktionalität. Statistisch gesehen sind Jugendliche oder Erwachsene seltener krank als Neugeborene/Kleinkinder oder ältere Personen, da noch ständig neue T-Zellen im Thymus gebildet werden. Die T-Zellen-Bildung nimmt aber allmählich im Erwachsenenalter ab, parallel zur Menge naiver T-Zellen. Die Zusammensetzung des T-Zellen-Pools ändert sich daher in eine ungünstige Richtung. Mit fortschreitendem Lebensalter, etwa ab 60, steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen wieder. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Dies kann beispielsweise bei Influenza-Infektionen problematisch werden, da weniger influenzaspezifische T-Zellen und eine geringere, wirksame Menge Influenza-Hämagglutinin-spezifischer Antikörper (sog.r niedrigerer Antikörpertiter) gebildet werden, sei es nach einer Impfung oder nach einer Infektion. Die Immunoseneszenz betrifft innates und adaptives Immunsystem, ist aber nicht notwendigerweise vom Lebensalter selbst abhängig. Des Weiteren sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer Schwächung der Immunabwehr führt, einhergehend mit erhöhtem Infekt- und Krebsrisiko. Zudem erhöht sich das basale Inflammationsniveau. Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer und Frauen haben grundsätzlich das gleiche Immunsystem. Die Art und Stärke der Immunreaktionen bei den Geschlechtern sind jedoch verschieden. Dies führt zur geschlechtsspezifischen Prävalenz, Manifestation und Behandlungsergebnis von Malignomen sowie von autoimmunen und infektiösen Erkrankungen. Infektionen Man findet, dass das Immunsystem teilweise östrogenabhängig ist, sodass Frauen vor einigen Viruserkrankungen möglicherweise besser geschützt sind wie etwa Influenza A-Viruserkrankungen (hierbei spielen jedoch auch noch andere Faktoren eine Rolle). Zellen des angeborenen Immunsystems der Frauen produzieren erheblich mehr Alpha-Interferon bei einer HIV-Exposition als die Zellen der Männer. Auch hier wurde die Frage gestellt, ob dies ein Östrogen-Effekt ist. Hepatitis-B-Folgeerkrankungen (wie das Hepatozelluläre Carcinom) zeigen jedoch eine deutliche Prävalenz des männlichen Geschlechts, wofür ein direkter Einfluss von Sexualhormonen auf die Virusreplikation verantwortlich gemacht wird. Nicht nur die Ausprägung von Viruserkrankungen, sondern auch das Vorkommen und der Behandlungserfolg von parasitären Erkrankungen (Amöbiasis, Leishmaniose, Helminthen-Infektionen) zeigen eine Abhängigkeit zuungunsten des männlichen Geschlechts, die auf eine direkte Androgenwirkung auf das Immunsystem zurückgeführt wird. Eine der häufigsten Bakterieninfektionen des Menschen ist die Tuberkulose, von der überproportional viele Männer betroffen sind, deren Behandlungserfolg zudem auch schlechter ist. Die Ursachen hierfür werden untersucht. In den letzten Jahren hat auch die geschlechtsabhängige Modulation der durch eine Impfung erzeugten Immunantwort das Interesse der Immunologen auf sich gezogen. Autoimmunerkrankungen Neben biochemischen gibt es auch genetische Unterschiede der Immunsysteme. Einige an der Immunabwehr beteiligten Gene liegen auf dem (bei Frauen doppelt vorhandenen) X-Chromosom. Bei fehlender X-Inaktivierung werden diese, wie das des TLR 7 (Toll-like-Rezeptor 7), verstärkt exprimiert, sodass das Immunsystem bei solchen Frauen überaktiv ist, was zu Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus erythematodes führen kann. Auch an anderen Autoimmunerkrankungen, wie an der Primär biliären Cholangitis und der Autoimmunhepatitis erkranken Frauen deutlich häufiger. Dasselbe gilt auch für entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems wie die Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und die durch neuronale Autoantikörper vermittelte Autoimmunenzephalitis. Malignome „Geschlechtsabhängige Prävalenz und Manifestation von Erkrankungen sind nicht auf Infektions- und Autoimmunkrankheiten beschränkt, sondern betreffen auch Krebserkrankungen, die als Todesursachen weltweit an der Spitze stehen.“ „Viele solide Tumoren außerhalb der Geschlechtsorgane sind bei Männern häufiger, und auch das Vorkommen hämatologischer Malignome zeigt geschlechtsabhängige Unterschiede,“ deren Mechanismen besonders auch im Hinblick auf die Leukämie und ihre Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren diskutiert werden. Weiteres Darüber hinaus hat auch das Verständnis der entscheidenden Rolle einer Geschlechtsabhängigkeit des menschlichen Darm-Mikrobioms bei der Regulation von Immunprozessen in den letzten Jahren zugenommen. Störungen und Erkrankungen Wie bei allen biologischen Systemen können sich auch beim Immunsystem Fehler einschleichen. So kann das Immunsystem seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren: je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort oder zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Auch die Zellen des Immunsystems können maligne entarten und eine Krebserkrankung auslösen. Ebenso wird ein Einfluss von depressiven Störungen, Stress und anderen psychischen Erkrankungen auf das Immunsystem vermutet. Immundefekte Fehlen einzelne Komponenten der Immunantwort oder funktionieren diese nicht mehr richtig, so kann das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen und selbst Erkrankungen, die normalerweise harmlos sind, können lebensbedrohliche Verläufe annehmen. Immundefekte können angeboren oder erworben sein: Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Gruppe von angeborenen Immundefekten, die sich durch Beeinträchtigung sowohl der zellulären Immunabwehr als auch der humoralen Immunabwehr auszeichnen, daher die Bezeichnung „kombiniert“. Die erworbene Immunschwäche AIDS wird durch das HI-Virus ausgelöst, das sich durch den Befall der T-Helferzellen erfolgreich der Immunabwehr entzieht. Durch die Vermehrung des HI-Virus werden jedoch immer mehr Abwehrzellen zerstört, sodass meist nach einigen Jahren Inkubationszeit eine zunehmende Abwehrschwäche eintritt und die Anzahl von Infekten und Tumorerkrankungen zunimmt. Eine Neutropenie oder sogar Agranulozytose kann durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Zytostatika) oder durch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden und führt vor allem zu Schleimhautentzündungen und sogenannten opportunistischen Infekten durch ansonsten harmlose Krankheitserreger. Weitere angeborene Immundefekte sind: Morbus Behçet, DiGeorge-Syndrom, selektiver Immunglobulin-A-Mangel und das Wiskott-Aldrich-Syndrom, bei denen jeweils ein bestimmter Anteil der Immunabwehr gestört ist. Inadäquate Immunreaktionen Autoimmunerkrankungen: Nicht immer funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz fehlerfrei, sodass es zu gefährlichen Autoimmunkrankheiten kommen kann, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise sehr gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen einerseits den potentiell selbstzerstörerisch wirkenden (autoreaktiven) T-Zellen und andererseits den regulatorischen T-Zellen gestört, die die Ersteren eigentlich in „Schach halten“ sollen. Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt. Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern. Allergie/Heuschnupfen: Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Zytokinsturm: Eine Überreaktion des Immunsystems, bei der die sonst übliche Regulierung der Bildung von Zytokinen nicht funktioniert. Krebserkrankungen Auch die Zellen des Immunsystems können bösartig entarten und so zu Krebserkrankungen führen, die meist den gesamten Körper befallen und sich vor allem in den Organen des Immunsystems abspielen und zur Abnahme der Immunabwehr und Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark führen. Durch die große Zahl unterschiedlicher Zellen und deren Vorläufer gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Krebserkrankungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen, die aber grob in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Geht der Krebs von den Vorläuferzellen im Knochenmark aus, so spricht man von Leukämien, die akut oder chronisch verlaufen können. Bösartige Tumoren der Lymphknoten nennt man Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom. Andererseits ist ein therapeutischer Ansatz bei Krebserkrankungen, die Krebsimmuntherapie, die Aktivierung des Immunsystems gegen Tumorzellen. Sonstige Schwachpunkte Haben Viren sich in eine Schicht eingehüllt, die der Körper nicht als fremd erkennt (beispielsweise eine Schicht aus Lipiden), so sind sie nicht erkennbar. Einige Bakterien hüllen sich in eine Schutzkapsel, um die Aufnahme in Fresszellen zu erschweren, z. B. Pneumokokken oder Meningokokken. Bekapselte Bakterien haben eine höhere bakterielle Virulenz als unbekapselte Arten. Im Gegensatz zu Krankheitserregern verursachen Tumorzellen keine Entzündungsreaktion, es kommt daher nicht zu einer Aktivierung der Immunantwort. Einige Tumoren haben die Eigenschaft, sich regelrecht zu tarnen. Wenn keine tumorassoziierten Antigene (TAA) von den Krebszellen gebildet werden, erkennt das Immunsystem die Krebszelle daher nicht und es kommt zu Krebswachstum und/oder Metastasierung. Das Immunsystem schützt nach heutigem Kenntnisstand nicht vor Prionen (infektiöse Proteine), sondern scheint – im Gegenteil – eine Rolle bei der Ausbreitung der Prionenerkrankung zu spielen. So waren beispielsweise in einem Experiment Mäuse mit defektem Immunsystem immun gegen eingebrachte Prionen, während Tiere mit funktionierendem Immunsystem eine Erkrankung entwickelten. Einflüsse Bei einem intakten Immunsystem spricht man von Immunkompetenz. Die Abwehrfunktion kann auf verschiedene Weise positiv oder negativ beeinflusst werden. Negative Einflussfaktoren Es gibt viele Verhaltensweisen und Umweltfaktoren, denen ein negativer Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben wird, z. B.: Schlafmangel kann den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen Langzeitbelastung des Körpers mit Genussgiften (Nikotin, Alkohol und Drogen). Ungesunde Ernährung, bei der u. a. Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Chronischer Stress bewirkt die Ausschüttung von Glucocorticoiden, was die Produktion von Zytokinen und damit die Aktivität des adaptiven Immunsystems hemmt. Angst Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung, Einwirkung ionisierender Strahlung (akute Strahlenkrankheit und vermehrt auftretende Malignome nach Hiroshima und Tschernobyl) Unterkühlung. Zu häufige erschöpfende körperliche Belastungen (Zwangsarbeit, Sport) Virusinfektionen, die mit einer Immunsuppression einhergehen (Masern, HIV), alle sonstigen Virusinfektionen Hohes Lebensalter (bei hochbetagten Menschen lässt die Effizienz des Immunsystems nach, siehe Immunoseneszenz) Medikamentöse Immunsuppression nach Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten. Immunsuppression In manchen Situationen ist eine Immunsuppression, also eine medikamentöse Hemmung oder sogar komplette Unterdrückung der Immunantwort, notwendig. Beispielsweise mindert eine immunsuppressive Therapie das Risiko für Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Patienten, die an Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Psoriasis oder Allergien leiden, sind häufig über viele Jahre hinweg auf Behandlungen angewiesen, die ihr überschießendes Immunsystem regulieren. Immunsupprimierte Menschen sind dabei anfälliger für opportunistische Erreger wie Influenza-Viren, Pneumokokken, Meningokokken oder auch Pilzinfektionen. Deshalb werden sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogruppe für diverse Infektionskrankheiten eingestuft. Das am längsten bekannte immunsuppressive Medikament ist Cortison, die Vorstufe des körpereigenen Hormons Cortisol. Neuere Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Cyclosporin A sind jedoch teilweise deutlich wirksamer und/oder haben geringere Nebenwirkungen. Impfung Die Impfung dient als vorbeugende Maßnahme, die Immunabwehr gegen bestimmte bakterielle oder viralen Infektionskrankheiten vorzubereiten. Bei der aktiven Immunisierung, der häufigsten Form der Impfung, wird das Immunsystem zu einer Immunantwort mit folgender Ausbildung einer Immunkompetenz angeregt, ohne die Erkrankung selbst auszulösen. Hierzu werden abgeschwächte Erreger, tote Erreger oder bestimmte typische Eiweiße (Proteine) und Zuckermoleküle, also Bruchstücke des Erregers, als Impfstoffe in den Körper eingebracht. Die Reaktion des Organismus auf diese Antigene führt zur Bildung spezifischer Antikörper und Gedächtniszellen, die weiterhin im Blut und den Lymphbahnen zirkulieren; dadurch bleibt der Schutz gegen diese Antigene lange erhalten. Falls der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt, hat er durch die Gedächtniszellen eine sehr viel effizientere und schnellere Immunantwort zur Verfügung, die die Erreger bekämpft, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Man unterscheidet nach Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen: Während Totimpfstoffe wie etwa gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y und B oder gegen Pneumokokken auch für Menschen mit Immundefekt als sicher gelten, sollten Lebendimpfstoffe, z. B. gegen Varizellen oder Gelbfieber, diesen Patienten nur nach einer ärztlichen Einzelfallentscheidung verabreicht werden. „Stärkung“ des Immunsystems Es gibt keine wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen, inwiefern äußere Maßnahmen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Falls das Immunsystem nicht von Geburt an defekt ist oder durch Erkrankungen (z. B. HIV) bzw. eine Fehlernährung geschädigt ist, liegen keine Evidenzen vor, wie man seine Leistung verbessern könnte. Es gibt eine unübersehbare Anzahl von parawissenschaftlichen Empfehlungen und Life-Style-Ratschlägen, wie ein Gesunder sein Immunsystem vorbeugend „stärken“ könnte – nichts ist wissenschaftlich bewiesen. Unstrittig ist allerdings, dass Personen mit therapiebedürftigen Problemen (z. B. durch Laboruntersuchungen nachgewiesene Vitaminmangelerkrankungen wie Skorbut) durch Vitamingaben behandelt werden oder dass im Krankheitsfall alle das Immunsystem potentiell schwächenden Faktoren ausgeschaltet werden können. Die Redewendungen „Stärkung des Immunsystems“ und „Stärkung der Abwehrkräfte“ werden dagegen häufig in rechtswidriger Weise als Claim in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, Functional-Food und alternativmedizinische Heilmittel verwendet. Solche Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile eines Produktes sind nach EU-Recht laut Artikel 10 Absatz 3 der Health-Claims Verordnung verboten, sofern ihnen nicht eine durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigte spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist. Für eine Aufnahme in die entsprechende Positivliste genehmigter Angaben muss die Art und Weise, in der das Produkt auf das Immunsystem wirkt, angegeben und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Sonnenlicht und Vitamin D Sonnenlicht kann einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Bereits vor mehr als 100 Jahren war das tägliche Sonnenbad ein fester Bestandteil der Tuberkulosetherapie (allerdings in Ermangelung von Antibiotika, die erst um 1930 entdeckt und nach 1940 am Menschen erprobt wurden). Hierbei spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Forschung konnte den zugrundeliegenden Mechanismus darstellen: Bestimmte Abwehrzellen besitzen auf ihrer Oberfläche einen sogenannten Toll-like Receptor; dieser wird bei einer Bakterieninfektion aktiviert und veranlasst die Abwehrzelle, eine Vorstufe von Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) zu produzieren. Gleichzeitig bildet dieselbe Zelle verstärkt einen weiteren Rezeptortyp aus, der auf die Erkennung von Vitamin D spezialisiert ist. Das Sonnenlicht wandelt die Vitamin-D-Vorstufe in das aktive Vitamin D um, welches sich nun an den Rezeptor heftet. Dadurch wird die Abwehrzelle dazu angeregt, das antibakteriell wirkende Cathelizidin zu bilden. Der Zusammenhang erklärt auch, warum Menschen mit dunkler Haut für Infektionen wie beispielsweise die Hauttuberkulose besonders empfänglich sind: In ihrem Blut finden sich in der Regel deutlich geringere Mengen der Vitamin-D-Vorstufe, wobei diskutiert wird, ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten den Mangel ausgleichen kann. Der mögliche Zusammenhang von Vitamin D und Virus-Infektionen ist Gegenstand der Forschung. Eine tägliche, niedrigdosierte Vitamin D-Gabe (400–1000 IU/Tag) kann bei Kleinkindern oder Jugendlichen (1–16 Jahren) einen schwachen Schutzeffekt vor akuten Atemwegsinfektionen (acute respiratory infection) entfalten. Höhere Dosierungen zeigten keinen Vorteil, andere Altersgruppen profitieren nicht. Neben anderen Faktoren ist die (tageszeit- und jahreszeitabhängige) Höhe des Sonnenstands und entscheidend für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht zur Bildung von Vitamin-D3-Bildung, im Winter kann nördlich des 51. Breitengrads (Köln–Erfurt–Dresden) zeitweise selbst zur Mittagszeit bei einem Ganzkörpersonnenbad kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden, was zu Vitamin-D-Mangel führen kann. Eine Schwächung des Immunsystems kann eine Folge der teilweise immunsuppressiven Wirkung der UV-B-Strahlen sein, die die T-Zell-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren deutlich. Evolution Die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem Wirtsorganismus und den Erregern kann unter evolutionären Gesichtspunkten als ein „Angreifer-Verteidiger-System“ angesehen werden. Durch die Abwehrmaßnahmen des Immunsystems kommt es zu einem starken Selektionsdruck, unter dessen Einfluss sich die Erreger immer besser an den (menschlichen) Organismus anpassen müssen, um weiter fortzubestehen. Gleichzeitig üben Krankheitserreger oder Parasiten einen Selektionsdruck auf das Immunsystem des Wirts aus, so kann es zu einer Koevolution von Parasit und Wirt kommen, die zu einer Symbiose führen kann. Dann können die ehemaligen Erreger den Wirt für ihre Vermehrung nutzen, ohne ihn zu schädigen. Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Koevolution sind die Mitochondrien, welche ehemals als körperfremder Schädling in die Zellen von Eukaryoten eindrangen und die sich im Laufe der Jahrmillionen zu einer wichtigen Zellorganelle entwickelten. Bei Infektionen mit Krankheitserregern, welche an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, kann eine Erkrankung – bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis – entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen. Bei Infektionen mit an einen Wirt nicht oder nur wenig angepassten Erregern hängt es von vielen Faktoren (Zustand des Immunsystems, Aggressivität der Erreger) ab, wie schwer eine Erkrankung verläuft und wie lange sie dauert oder ob der Erkrankte an den Folgen der Infektion sogar verstirbt. Die Höhe der durchschnittlichen Letalität einer Erkrankung lässt nach dieser Theorie beispielsweise Rückschlüsse zu, wie gut oder schlecht Krankheitserreger an den Wirt angepasst sind. Nach gängiger evolutionärer Betrachtungsweise sollten Parasiten und Krankheitserreger im Lauf ihrer Evolution eine verminderte Virulenz für ihre Wirte entwickeln, da virulente Parasiten und Krankheitserreger ihre Wirte und infolgedessen sich selbst eher zum Aussterben bringen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Hinweise für die Richtigkeit dieser Betrachtungsweise gefunden, Nach einer alternativen Perspektive allerdings wird die Selektion das Maß der Virulenz begünstigen, sodass die Steigerungsrate des Parasiten oder Erregers maximiert würde. Die evolutionäre Theorie der Immunologie kann noch nicht abschließend bewertet werden, ähnlich der Theorie der Inselverzwergung (wonach kleine Nagetiere zum Inselgigantismus neigen). Etliche Wissenschaftler tendieren dazu, dass Modelle, bei denen mittlere Virulenz bevorzugt wird, auf lange Sicht eine einfache Erklärung für die Entwicklung einer reduzierten Virulenz bieten. Einfluss auf die Partnerwahl bei Tieren Untersuchungen mit Tieren am Max-Planck-Institut für Immunbiologie erbrachten unter anderem Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem individuellen Immunsystem eines Lebewesens und der Partnerwahl. Über den Geruchssinn kann die genetische Individualität und Verschiedenheit erfasst und bewertet werden. Die Untersuchungen ergaben: MHC-Peptide erlauben dem Immunsystem, durch die Analyse der MHC-Peptidkomplexe an der Zelloberfläche durch die T-Zellrezeptoren Information über den Status von einzelnen Zellen zu erlangen. Und die Analyse der Struktur dieser Peptide ermöglicht über olfaktorische Neuronen Informationen über den genetischen Status eines Gegenübers zu gewinnen. Dies ist möglich, weil die Struktur der Ankerreste von Peptiden Rückschlüsse auf die Struktur von MHC-Molekülen und damit Rückschlüsse auf die Kodierungskapazität von Organismen erlauben. Literatur Kenneth Murphy, Casey Weaver (Hrsg.): Janeway Immunologie. 9. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56003-7. Die 5. englische Ausgabe ist online auf den Seiten des NCBI-Bookshelf verfügbar, (online). Gerd-Rüdiger Burmester: Taschenatlas der Immunologie. Grundlagen, Labor, Klinik. 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-115382-2. Abul K. Abbas: Cellular and Molecular Immunology. 5. Auflage. W.B. Saunders Company, 2005, ISBN 1-4160-2389-5 (englisch). Diethard Gemsa, Joachim Robert Kalden, Klaus Resch: Immunologie. Begründet von Karl Otto Vorländer. Thieme, Stuttgart 1991 Weblinks ImmunDefektZentrum der Charité Berlin Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) deutschlandfunk.de, 21. Mai 2017, Christine Westerhaus: Wenn das Immunsystem aufs falsche Gleis gerät Einzelnachweise Immunologie
Hartz 4 kontoauszüge 2017 - 16 Hartz 4 kontoauszüge 2017 Video: Hartz-4-Antrag - Welche Unterlagen benötigen Sie Kontoauszüge - vorlegen, kopieren, schwärzen oder was? - YouTub Wenn eine Person in Deutschland ihren Arbeitsplatz verliert, muss sie nicht mit dem finanziellen Ruin rechnen. Dank staatlicher finanzieller Leistungen ist auch in schweren Zeiten ein.. Опубликовано: 15 янв. 2017 г. Kontoauszüge - vorlegen, kopieren, schwärzen oder was? | ihr-hartz4.de #22. Der Streit, ob Kontoauszüge nun vorgelegt werden müssen, wenn diese vom Jobcenter angefordert werden oder nicht, geistert immer wieder durch die Diskussionen Das Hartz IV Forum von Gegen-Hartz.de. Forum zum Thema Sozialleistungen, insbesondere zu Hartz IV, ALG II, SGB II. Über Hartz IV/ALG II. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Verlinkung und Kleinzitate sind zulässig und ausdrücklich erwünscht Kurze Zusammenfassung zum Hartz-4-Antrag Das Arbeitslosengeld 2 wird nicht von Amts wegen, sondern auf Antrag gewährt. Betroffene müssen sich gezielt an das örtliche Jobcenter wenden, welches.. Hartz IV und ALG II News. Das Thema Hartz IV beschäftigt viele Menschen. Denn jeder kann unverhofft in die Hartz 4 Falle geraten. Bundesagentur für Arbeit: Jobcenter sollen Kontoauszüge für 6 Monate von Hartz IV Beziehenden fordern Es häufen sich Meldungen, wonach verschiedene.. Hartz IV Foru Wann wird Hartz IV überwiesen? Wann kommt das Arbeitslosengeld II? An welchem Tag ist Hartz 4 Je nach Kalendermonat steht Hartz 4 Empfängern das Arbeitslosengeld 2 an unterschiedlichen Dazu dienen die letzten Kontoauszüge. Das Sozialgericht wird sich direkt (am selben Tag oder einen Tag.. imums als notwendiger Lebensunterhalt. Er wird jährlich überprüft und an die entsprechende Lohn- und Preisentwicklung.. Hartz IV Grundlagen. Der Regelsatz 2017. Bedarfsgemeinschaft - was ist das? Eingliederungsvereinbarung. Frischen Sie Ihre Sprachkenntnisse auf! Das hilft Ihnen, Hartz IV zu beenden. Sprachkurse für mobile Geräte und Computer - ideal fürs Lernen Zuhause e ✔ Wichtiges zur Hartz-4-Überweisung uvm. Die unten stehende Liste zeigt Ihnen die für die Auszahlung von Hartz 4 festgelegten Ter imum. Alle Hartz IV-Berechtigten werden dabei über einen Kamm geschoren. Auch Geld für besondere Ausgaben ist in der Regelleistung vorgesehen, mit anderen Worten: Wer Hartz IV bekommt, und muss davon noch Geld sparen, falls er.. e & Informationen zum Arbeitslosengeld 2. Das Arbeitslosengeld 2 wird durch die Kostenträger Um die Deckung des Lebensunterhalts für Hartz 4 Empfänger zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber daher festgelegt, dass die Geldleistung nach § 41.. Zitat: Kontoauszüge - Wie muss ich Kontoauszüge vorlegen und was passiert damit? Das Jobcenter darf die Vorlage der Kontoauszüge bei der Beantragung von Leistungen nach dem SGB II regelmäßig für einen zurückliegenden Zeitraum von drei Monaten verlangen, gleichgültig.. wenn jemand Hartz 4 beantragt und seine Kontoauszüge vorlegen muss ist das nachvollziehbar. wenn aber jemand eine Firma mitbesitzt, die noch im Aufbau ist und aus der er kein Gehalt oder Kapital gezogen hat oder ziehen kann, darf das Jobcenter auch die Kontoauszüge der Firma verlangen.. Kontoauszüge aufbewahren? Für Privatleute gilt die Aufbewahrungspflicht nur in Ausnahmefällen. Elektronischer Kontoauszug gilt als Nachweis. Immer mehr Bankkunden ziehen elektronische 19.01.2017. Ein Haarsträubender Fehler. Wer mal Hartz IV oder andere Sozialleistungen bezogen hat.. Kurz und knapp: Hartz 4. Hartz 4 ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Grundsicherung für Arbeitsuchende (auch Arbeitslosengeld 2 Wie können Sie Hartz-IV-Leistungen beantragen? Kontoauszüge der letzten sechs Monate. Mietvertrag inklusive Heiz- und Nebenkostennachweis - Hartz IV Berechnungsprogramm- Berechnung auch zwecks Darlehen, Sonderleistungen und einmalige Beihilfen ein Programm: prüft Anspruch auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe ein Anwaltsgebühren- und Prozesskostenrechner. ein Notarkosten- Rechner Wer Hartz IV oder auch ALG II beantragen will, der muss grundsätzlich auch seine gesamten Vermögensgegenstände offen legen. Doch hier geht vielen die staatliche Kontrolle zu weit, sie wollen lieber ihre Kontoauszüge für sich behalten. In diesen Fällen hat man als Antragsteller verschiedene.. Consumer Affairs and Information Center The Hartz Mountain Corporatio The Hartz concept, also known as Hartz reforms or the Hartz plan, is a set of recommendations submitted by a committee on reforms to the German labour market in 2002. Named after the head of the committee, Peter Hartz.. Arbeitslosengeld II - umgangssprachlich auch Hartz IV genannt - oder kurz: ALG II dient in Deutschland der grundlegenden Sicherung von leistungsberechtigen Erwerbsfähigen. Wie im Zweiten Buch des.. Eine weitergehende Verpflichtung, Kontoauszüge für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten einzureichen, kann regelmäßig bei selbständigen Leistungsberechtigten bestehen, da diese die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Bewilligungszeitraums (i.d.R. sechs.. Wenn Ihnen in Ihrem Hartz 4-Bescheid nicht gewährt wird, was Ihnen eigentlich an Leistungen zusteht, hilft es Widerspruch einzulegen. Wird über einen Widerspruchsbescheid ihr Einspruch gegen Ihren Hartz IV-Bescheid abgelehnt, gibt es die Möglichkeit vor dem zuständigen Sozialgericht zu klagen Die Höhe des Hartz IV Regelsatzes wurde nach dieser Methode erstmalig auf Basis einer ESV-Sonderauswertung der Daten aus dem Jahr Berechnung der Höhe des Hartz IV Regelsatzes. Kritik an der Berechnungsmethode der Regelbedarfe. Zusammensetzung des Regelsatzes im Einzelnen Was bei einem Hartz-4-Antrag zu beachten is Hartz IV reicht nicht zum Leben. Besonders für Kinder ist der Satz definitiv zu niedrig. Ich bin in Hartz IV gerutscht, da ich jahrelang eine nicht korrekt diagnostizierte Krankheit hatte. Kontoauszüge von drei Wochen, Krankenkasse und ob ich irgendwo jobbe Wenn man Hartz 4 / ALG II - die ehemalige Sozialhilfe - beantragen muss, wird man seitens des Jobcenters oder der ARGE oft dazu aufgefordert, Kontoauszüge vorzulegen, die oft bis zu 3 - 6 Monate in der Vergangenheit liegen. Oft wird dies sogar noch dann gefordert, wenn der Antrag auf.. Wenn sich Ehepartner trennen, können nicht immer alle Betroffenen für Ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen. Haben die Beteiligten sogar schon während der Ehe beide aufgrund von Erwerbslosigkeit.. Hartz IV News - ALG II Ratgeber und Hartz 4 Tipps gegen-hartz Hartz-IV: So viele Menschen sind und waren auf Arbeitslosengeld II angewiesen! Das sollten Sie beim Beantragen von Hartz 4 beachten. Leistungen schnellstmöglich beantragen. Kontoauszüge der letzten drei Monate. Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse Wer Hartz 4 bezieht, verfügt gewöhnlich über nicht ganz so viel Geld. Ein Führerschein ist dann wirklich nicht drin. Dabei ist der Lappen heutzutage fast ein Muss, um einen Job zu Kontoauszüge. Voraussetzungen für den Führerschein. Wer Hartz 4 bezieht, ist meistens ziemlich arm dran Neues Unterhaltsvorschussgesetz bringt ab Juli 2017 mehr. Auch als Hartz4-Empfänger. Nur wird das Geld wieder komplett auf das Hartz4 angerechnet. Nachweisen kannst du dies über lückenlose Kontoauszüge und dem SGBII-Bescheid Wenn man Hartz 4 / ALG II - die ehemalige Sozialhilfe - beantragen muss, wird man seitens des Jobcenters oder der ARGE oft dazu aufgefordert, Kontoauszüge vorzulegen, die oft bis zu 3 - 6 Monate in der Vergangenheit liegen. Oft wird dies sogar noch dann gefordert, wenn der Antrag auf.. Beantragung von Hartz IV bei eigener Wohnung oder Immobilie. Wenn der Antragsteller im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung wohnt, braucht er den notariell beglaubtigen Kaufvertrag der Immobilie, einen Nachweis über monatliche Zinsbelastungen und Nebenkosten für die Immobilie.. Hartz-Konzept ist eine Bezeichnung für Vorschläge der Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt - kurz Hartz-Kommission genannt -, die am 22. Februar 2002 eingesetzt wurde, in Deutschland unter der Leitung von Peter Hartz tagte und im August 2002 ihren Bericht vorlegte Video: Hartz IV Auszahlung 2019 • Arbeitslosengeld II Auszahlungstermin Hartz-4-Regelsatz: Wie viel Geld erhalten Leistungsberechtigte Hartz IV ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Arbeitslosengeld II (kurz: Alg II). Die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte war, mit Wirkung ab 1. Januar 2005, das vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (BGBl. I 2003 S.2954) Hartz IV: Beratung durch einen Anwalt. Wer hat Anspruch auf Hartz IV? Ziel von Hartz IV ist es... Kontoauszüge der letzten 6 Monate Mietvertrag inklusive Heiz- und Nebenkostennachwei The latest Tweets from hartz4 (@hartz4). Tagesaktuelle Nachrichten zu den Themen Hartz IV, ALG II und Politik. Wir berichten im Sinne von Erwerbslosen Aktuelle News und Infos zu Hartz IV vom Arbeitsmarkt sowie Regelungen zu Hartz 4 in Bezug auf Vermögen, Bedarfsgemeinschaft, Zuverdienst, Miete. Hartz-IV-Empfänger müssen deutlich mehr für Strom bezahlen als staatlich eingeplant der Aussprache vorlegte interessierten niemanden und wurden auch nicht eingesehen Sozialstaat Hälfte der Hartz-IV-Empfänger hat Migrationshintergrund. Bei Hartz-IV-Empfängern ist der Anteil der Personen mit ausländischen Wurzeln deutlich gestiegen. Grund hierfür ist der starke Zuzug von Asylbewerbern Arbeitslose schnell zurück in den Arbeitsmarkt zu bringen ist eine wichtige Aufgabe der Arbeitsmarktpolitik. Deshalb ist es gewollt, dass jemand mit Hartz 4 Bezug Geld dazuverdient und z.B. einem.. Kontoauszüge Hartz 4 - Tipps und Auswege Hartz IV Grundlage Hartz IV - auch ALG II genannt - stellt eine Sozialleistung dar, die mit Steuergeldern an erwerbsfähige Hilfebedürftige gemäß § 7 SGB II (Sozialgesetzbuch II) gezahlt wird. Wer seinen Lebensunterhalt nicht alleine bestreiten kann, muss daher einen Antrag auf Hartz IV bei der zuständigen Behörde.. Der Hartz IV Regelsatz 2017 wird um fünf Euro von 404 Euro auf 409 Euro im Monat angehoben worden. Hartz IV-Regelsatz: Neue Regelsätze gelten ab 1.1. Die Berechnung der Hartz IV-Regelsätze erfolgt an Hand der statistisch erfassten Daten von 60.000 Haushalten zu Einnahmen.. Rund 34.000 Menschen wurden 2017 die Hartz-IV-Leistungen gestrichen. Die Zahl hat heftige Kritik am Sanktionssystem ausgelöst Beim Bezug von Hartz IV kommt es oft zur Kontoabfrage. Wir klären, ob das datenschutzrechtlich zulässig des Betroffenen, wenn dieser beispielsweise Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beziehen will (vgl. § oder eine an den Leistungsbezieher gerichtete Aufforderung zur Vorlage der Kontoauszüge Hartz IV Antrag stellen - alle Infos. Bevor Sie Ihren Antrag stellen, melden Sie sich persönlich bei Ihrem Jobcenter, damit Ihre Lage besprochen werden kann. Laden Sie sich anschließend das erforderliche Formular von dieser Seite herunter und füllen Sie es aus Hartz IV 2017 Geld weg! Jobcenter greifen knallhart durch. Hartz-IV-Empfänger aufgepasst Hartz-IV-Erhöhung 2017 Sozialverbände fordern: Mehr Hartz IV für Alkohol und Zigaretten! Hartz-IV-Empfänger können sich bald über mehr Geld freuen: Einem Medienbericht zufolge sollen die.. Hartz 4 Empfänger bekommen in aller Regel Beratungshilfe bewilligt. Das ausgefüllte Formular benötige ich im Original per Post. Außerdem brauche ich von Ihnen die lückenlosen Kontoauszüge der letzten drei Monate von jedem Konto der Bedarfsgemeinschaft Hartz IV-Regelsatz 2019: Kinder und Jugendliche. Der Regelsatz für Kinder bis 5 Jahre steigt um 5 auf 245 Zugrundegelegt werden der Hartz IV-Erhöhung Preise, die für den Bedarf der Hartz-Empfänger als Berechnet wird diese Entwicklung auf Basis der Indexwerte für den Zeitraum Juli 2017 bis Juni.. Hartz-4-Auszahlung: Wichtige Informationen zur Überweisun Hartz IV ist eine Schande für Deutschland. Love and Peace Nachtrag: Soweit ich weiß, können die jederzeit direkt über die Bank Einsicht nehmen in Dein Konto, in Kontostand und Bewegungen, und zwar, ohne, dass Du davon weißt. Also nicht nur die drei Monate bei Antragstellung Hartz 4 Empfänger wissen, dass es kaum möglich ist für den Fall aller Fälle größere Beträge zu sparen. Pasiert es dann, dass plötzlich eine größere Rechnung ins Die Erfahrung zeigt, dass Arbeitslose als Darlehensnehmer nicht automatisch unzuverlässig sind. Arbeitslose und Hartz IV Empfänger nehmen.. Voraussetzungen für Hartz 4. Info's zum Arbeitslosengeld II (Hartz 4). Wer hat Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Die finanziellen Leistungen aus Arbeitslosengeld II (Hartz IV) setzen sich aus der Regelleistung, den Kosten für die Unterkunft und einem eventuellen Mehrbedarf zusammen The Hartz IV legislation of 2005 began the most destructive attack on the German social welfare system since the end of World War II. Hartz IV transforms the unemployed from victims of the economic system into offenders who scrounge benefits from the state without giving any service in return Was bei Hartz IV angerechnet wird und was nicht, erfahren Sie bei uns. Das zuständige Amt wird dem Betroffenen in 2017 einer genauen Prüfung unterziehen. Das wichtige Kriterium hierbei ist, ob der Bedürftige noch eigenständig in der Lage ist seinen Lebensunterhalt zu bestreiten Wer Hartz IV beantragen will, muss einiges beachten. Hier findest du wertvolle Tipps für die richtige Vorgehensweise. Hartz IV ist eine Sozialleistung, die hilfsbedürftigen Leistungsberechtigten ein würdevolles Leben ermöglichen soll Hartz IV-Verwaltung frisst Kunden-Geld: Jobcenter-Schikane-Verwaltung - ein Fass ohne Boden mit unersättlichem Appetit. Peanuts findet der Bundesrechnungshof die explodierenden Verwaltungskosten zulasten von Fördermitteln und heult mit den Hartz IV-Wölfen - Bundesverfassungsgericht bremst die.. Hartz IV Forum. Hilfeforum zu den Themen: Hartz 4, Arbeitslosengeld und Grundsicherung. Hier können Fragen zum Thema Hartz IV 4 und Arbeitslosengeld II 2 gestellt werden, sofern sie nicht in ein spezielleres Unterforum gehören Anwalt Sozialrecht Berlin (Hartz IV), Anwalt Hartz 4, Anwalt Jobcenter, Anwalt Arbeitsrecht Berlin; Fachanwalt für Sozialrecht A. Rudolph, RA Imanuel Schulz. EU Bescheid; Kontoauszüge der letzten 3 Monat BAföG und Hartz IV erhältst Du grundsätzlich nicht, wenn Dein Studium durch Studenten-BAföG oder elternunabhängiges BAföG gefördert wird. Dein BAföG kann jedoch die Höhe des ALG 2 - umgangssprachlich auch Hartz IV genannt - Deines Partners beeinflussen Der Sessel ist Teil der Hartz IV Möbelserie. Kaufen kann man diese nicht, da der Prozess des Selbstbauens entscheidend ist. The idea: Timeless and high quality design for everybody. The chair is inspired by modern classics and is part of a furniture project called Hartz IV Möbel (german welfare) Die Hartz-IV-Reform trat im Januar 2005 in Kraft und ist heute noch eine der umstrittensten Neuerungen in der Sozialgesetzgebung. Langfristig Erwerbslosen und Arbeitssuchenden wird mit dem Arbeitslosengeld II lediglich ein Leben am Existenzminimum ermöglicht Hartz4-recht.info • ein Service der Rechtsanwaltskanzlei Schoon. Das Ziel dieser Seite ist es, allen interessierten Menschen Informationen zum Thema Hartz IV zur Verfügung zu Die anwaltliche Überprüfung von Hartz 4 Bescheiden durch uns, sowie die Erstberatung sind stets kostenlos Channel Description: Aktuelle Information von hartz.info. 06/24/19--04:02: Re: Kontoauszüge der Mutter Hartz4-forum has a decent Google pagerank and bad results in terms of Yandex topical citation index. We found that Hartz4-forum.de is poorly 'socialized' in respect to any social network. According to MyWot, Siteadvisor and Google safe browsing analytics, Hartz4-forum.de is a fully trustworthy domain.. Hartz-IV-Empfänger haben nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts keinen Anspruch auf Übernahme ihrer vollen Miet- und Heizkosten in unbegrenzter Höhe. Die Beschränkung des Sozialgesetzbuchs auf angemessene Aufwendungen sei mit dem Grundgesetz vereinbar.. Doch das Erschleichen von Hartz-IV-Bezügen ist nicht nur die Sache krimineller Banden. Laut dem Bericht versuchten Arbeitslose in mehr als 80.000 Fällen, Mehreinkünfte aus anderen Arbeitsverhältnissen oder Rücklagen zu verschweigen. Damit wurden insgesamt 54 Millionen Euro zu.. Hartz-4-Umzug: anerkannte Umzugsgründe. Wer als Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz-4) umziehen möchte oder muss, ist in der Regel auf die Hilfe vom Jobcenter angewiesen. Wir informieren Sie, in welchen Fällen Sie mit einer finanziellen Unterstützung rechnen können Welche Altersvorsorge ist Hartz-IV-sicher? Bei einem Antrag auf ALG2 (Hartz-IV) muss das gesamte Vermögen offen gelegt werden. Dazu zählen auch Formen der Altersvorsorge wie die Riester-Rente oder Lebensversicherungen. Hier gibt es unterschiedliche Regelungen zum Pfändungsschutz Gegen Hartz IV - Posts Faceboo Hartz- IV-Empfänger müssen fälschlicherweise zu viel gezahltes Geld nicht an die Arbeitsagenturen und Kommunen zurückzahlen. Die Arbeitsförderung Kassel hatte von einem Arbeitslosen 1500 Euro zurückfordern wollen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn es sich um Täuschung.. Hartz IV beantragen? Berechnen Sie wie viel Arbeitslosengeld 2 (ALG II) Sie bekommen. Wir kalkulieren schnell für Sie, wie hoch das Arbeitslosengeld 2 gemäß Hartz 4 ausfallen wird, das Sie voraussichtlich erhalten Verlängerungsantrag Hartz 4. Veränderungsmitteilung. ALG 2 weiter beziehen. Als Nachweise sind Kopien des Kontoauszugs der letzten drei Monate gebräuchlich. Darüber hinaus sind zur glaubhaften Darstellung veränderter Umstände geeignete Anlagen beizufügen Unternehmer lebt 4 Wochen auf Hartz-IV-Niveau: Sein Fazit regt zum Nachdenken an In wenigen Stunden wackelt Rekord wieder - nach Hitze drohen Sturzfluten und Hagel Die größte Gruppe unter den Hartz IV-Empfängern stellen Syrer. Nur jeder fünfte von ihnen.. Tipps zum Thema Hartz IV beantragen in Berlin. Wer bekommt Arbeitslosengeld II und was muss man beachten? Und wo muss man Hartz 4 beantragen in Berlin? Beantragen Sie Hartz IV bei den Berliner JobCentern. Natürlich haben wir für Sie die Adressen der Jobcenter zusammengetrage Wer seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann, weil er schon längere Zeit arbeitslos ist oder aber nur sehr wenig verdient, kann Arbeitslosengeld II - im Volksmund besser.. Kredit mit Hartz 4 erhalten - seriös & zuverlässig Einen Kredit trotz Hartz 4 aufnehmen - ist das überhaupt möglich? Unter gewissen Voraussetzungen ist auch eine Kreditzusage an Hartz IV Empfänger.. Bist Du der Meinung das Dein Bescheid fehlerhaft ist? Dann bist Du nicht der einzige. Fehler passieren täglich bei Ämtern und deshalb solltest Du auch einen Widerspruch jetzt einlegen. Wenn Du nicht.. 'Hartz IV' has entered the German language. Germany's social welfare benefit, known as Hartz IV, remains stubbornly unpopular five years after its introduction. An opinion poll carried out last week by the magazine Stern found that 61 percent of Germans consider the current unemployment allowance.. Hartz IV-Einkünfte, die als Arbeitslosengeld II bezogen werden, fallen unter das Arbeitseinkommen, welches pfändbar ist. Anders sieht es bei Hartz IV zur Grundsicherung aus. Hier kommt es zu einer Art finanzieller Aufstockung der Bezüge wie Rente, damit betroffene Personen die finanzielle Basis.. Take-Aways Hartz-IV-Empfänger können herkömmliche Ratenkredite meist nicht nutzen Kredite von privat sind eine gute Alternative Kredit für Hartz-IV-Empfänger: Fazit. Ihnen fehlt das Geld, sich einen kleinen oder großen.. Hartz 4 Auszahlung - Arbeitslosengeld II - Die Auszahlungstermine 201 Hartz-IV-Empfänger unterzeichnen eine Eingliederungsvereinbarung, in der geregelt ist, welche Leistungen erbracht werden und welche Bemühungen um Arbeit sie nachweisen müssen. Laut SGB II kann in der Eingliederungsvereinbarung zusätzlich eine Bildungsmaßnahme vereinbart werden Hartz IV - Überblick und Tipps zum ALG II. Hartz IV beantragen - Voraussetzungen, Anspruch und Formulare. Zu den Belegen zählen mitunter: Kontoauszüge der letzten Monate. Mietvertrag. sonstige Ausgaben (private Altersvorsorge) Anspruch auf Hartz 4 haben nicht nur Hilfsbedürftige, sondern auch erwerbsfähige Personen. Wenn jemand nicht mehr erwerbsfähig sein sollte und in einer Hartz-4-Bezieher, die ihren Nebenjob ehrenamtlich ausüben, dürfen mehr von ihrem Zusatzverdienst behalten: Die anrechnungsfreie.. Im Rahmen des Vorhabens, das Alternativen zu Hartz IV aufzeigen soll, finanziert Berlin rund 1000 Arbeitslosen sozialversicherungspflichtige Jobs: Sie arbeiten im gemeinnützigen Bereich bei Landesunternehmen, in der Verwaltung oder bei sozialen Trägern Nema opisa za emisiju Deutschland-Reportage: Lange Hartz IV - endlich Arbeit. Dodaj u Podsjetnik Rechtslage Vorlage Kontoauszüge bei ALG Berlin bietet bezahlte gemeinnützige Arbeit statt Hartz IV. Ein bundesweit einmaliges Modellprojekt zum sogenannten solidarischen Grundeinkommen, das auch Alternativen zu Hartz IV aufzeigen soll, nimmt nach längerer Vorbereitung konkrete Formen an: Am Freitag (10.30 Uhr) starten im rot-rot-grün.. Dauer: 00:23:40 Seit 2005 gibt es in Deutschland Hartz-IV. Dahinter steckt eine der größten Sozialreformen der jüngeren Geschichte, vor allem die Zusammenführung von Arbeitslosgengeld und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld 2. Wie geht es Deutschland mit Hartz-IV.. Das Hartz IV-System wird in Deutschland vielfach in Frage gestellt - auch innerhalb der SPD, die es einst schuf. Solidarisches Grundeinkommen heißt das Vorhaben, das Erwerbslosen neue Chancen ermöglichen und gleichzeitig Wege aufzeigen soll, das Hartz-IV-System zu überwinden Initiiert hat den Modellversuch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), der die Idee vor gut eineinhalb Jahren erstmals ins Spiel brachte - zu einer Zeit, als seine Partei heftig über Hartz IV und eine neue soziale Agenda diskutierte. Müller hält letzteres für nötig, verweist auf eine durch.. Im Rahmen des Vorhabens, das Alternativen zu Hartz IV aufzeigen soll, finanziert Berlin rund 1000 Arbeitslosen sozialversicherungspflichtige Jobs im gemeinnützigen Bereich bei Landesunternehmen, in der Verwaltung oder bei sozialen Trägern. Die Projektteilnehmer arbeiten zum Beispiel als.. ..Einrichtung einer Zentraldatei, z.B. ELENA, biometrische Personalausweise, biometrische Gesundheitskarte plus angepasster Gesundheitsreform, Onlinedurchsuchung, Bundestrojaner, usw., desweiteren eine lebenslange Steuernummer, ein wenig Arbeitszwang über Hartz4 Me gustó videos. Tendencias. Vielweiberei Abzocke bei Hartz IV. TooRaj ́s. 23 mar 2017. 1 798. 13. Stress: AL GEAR macht Hartz 4 Betrug & kassiert Geld | 8600€ Monatlich verdient & Hartz 4?! Hartz IV Skandal - Hilfe zur Selbsthilfe -Migrant macht seltsame Karriere in Berlin Spiegel TV Dürfen Jobcenter die Vorlage ungeschwärzter Kontoauszüge Nahezu jedes dritte Kind muss in Halle von Hartz-IV leben. In Sachsen-Anhalt leben 65.377 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften. Eine aktuelle Auswertung der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen zeigt, dass die Zahl der hilfebedürftigen Kinder und.. Das Hartz IV-System wird in Deutschland vielfach in Frage gestellt. In Berlin läuft nun ein Modellprojekt, das Alternativen aufzeigen will Kontoauszüge & Co. aufbewahren? - ING WissensWer Check photos, videos and stories anonymously from Misael Hartz @misael_hartz Instagram profile. 147 Followers, 586 Following, 102 Posts - Los paradigmas están para romperse. Cuando lo intentas expandiras tus metas a grandes escalas Suche Hartz4 Lady, Velbert - Kostenlose Anzeige bei markt.de - neue und gebrauchte Artikel kaufen oder verkaufen (b90bd22a). Suche Hartz4 Lady. Ich M, 65 Jahre, suche eine nette Frau die ich finanziell etwas unterstützen kann. Wenn du also nicht zur Oberklasse gehörst, sondern nie weißt wie.. Dabei werden Erfolgsmeldungen und Kritik an Hartz IV hinterfragt. Die Argumente für das Gelingen oder Scheitern der Sozial- und Arbeitsmarktreform erscheinen 15 Jahre nach deren Einführung gegensätzlicher denn je Mit den deutschen Hartz-IV-Reformen wurden 2005 Arbeitslosengeld und Sozialhilfe zusammengeführt. Das Arbeitslosengeld wird seither für ein Jahr ausbezahlt, danach gibt es das Arbeitslosengeld II, genannt Hartz IV. Die Höhe der Leistung orientiert sich nicht mehr am früheren Einkommen und bietet.. Hartz 4: Unterstützung für hilfebedürftige Persone Fachkräftemangel, Hartz-IV und Armut. False Flag Operations Hartz-IV-Empfänger erzählen, ob sie mit dem Regelsatz klarkommen, der etwa 133 Euro für Lebensmittel vorsieht. Die Verschuldungs-Problematik sei unter Hartz-IV-Empfängern weit verbreitet. Geht zum Beispiel ein Kühlschrank kaputt, hätte man im Monat theoretisch 1,67 Euro Niedriglohnsektor, Hartz-IV und Leiharbeit wird Deutschland und dem sozialen Frieden noch weiter schaden. Wer der seit der Agenda 2010 um sich greifenden Altersarmut etwas entgegensetzen will, muss die heutige Verteilung ändern. Die SPD hat aber gerade erst die Berechnungsgrundlage für die.. Es war eine rot-grüne Regierung, die Hartz IV und somit die vor einem Jahr vom Verfassungsgericht beanstandete mangelnde Transparenz bei der Berechnung des Regelsatzes eingeführt hat. Doch SPD und Grüne wollten offenbar unbedingt zeigen, dass sie über den Bundesrat ein Wörtchen mitzureden.. Für Toyota Corolla Altis E170 2014 2015 2016 2017 Vorne Hinten Mudflap Fender Kotflügel Schlamm Klappen Schutz Splash Flap Auto zubehör. Vorne Hinten Schlamm Flaps für Audi Q7 2016 2017 Auto Kotflügel Kotflügel Splash Guards Schmutzfänger Zubehör Inflation is expected at 3.0 percent in 2019, following 3.2 percent in 2018. The Federal Government of Somalia's (FGS) continued efforts to broaden the tax base and strengthen tax administration has been reflected in increased domestic revenue (almost 30 percent higher than in 2017) Altersarmut und vorher HARTZ IV, beides sind von der SPD mitverschuldete Tatsachen, lassen deutsche Bürger früher sterben. HARTZ IV dem Bürger komplett versagt worden sind. Wer früher stirbt, belastet keine Rentenkasse Weniger Hartz IV. Besonders im Bereich des Sozialgesetzbuchs (SGB) II, das die Grundsicherung für Arbeitsuchende regelt (Hartz IV), gehen die Zahlen immer noch auf hohem Niveau nach unten Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Union noch 32,9 Prozent erreicht - schon damals ihr schlechtester Wert nach 1949. Jodel bittet um neue Politikerberufe. Hartz 4 oder Arbeitslosengeld: Was nach dem Jobverlust kommt. Das könnte dich auch interessiere Hartz 4, Berechnung, Formulare Jobcenter, 201 Bankordner 140x250mm Ordner für Kontoauszüge_2 Stück. Bankordner 140x250mm Ordner für Kontoauszüge_2 Stück Ich biete viele andete Artikel zum.. Rund 1000 Arbeitslose sollen Jobs im gemeinnützigen Bereich bekommen - und nicht länger Hartz IV beziehen, sondern ein Grundeinkommen, das das Land Berlin zahlt. Erste Teilnehmer beim solidarischen Grundeinkommen in Berlin. Alternative zu Hartz IV 2017 год 12thMemoRise 5:44. Die Macht der Vorurteile - Einstein vom 19.1.2017. Schweizer Radio und Fernsehen 38:44 Viele Politiker behaupten, dass man von Hartz IV gut leben kann. Aber stimmt das auch? Ein junger Mann hat es für uns getestet Bedeutet Hartz IV gleich Armut? Dieser Frage geht diese Dokumentation über Kinder aus Hartz IV Familien nach: Es ist ein ganz. Hartz ( @hartzphotostudio ). Haverhill own music instructor a local celebrity and will be at HCC Multicultural Festival Gala Fundraiser this Saturday Hartz ( @hartzphotostudio ). We are super excited to have Thomasina Glenn @thomasina_glenn performing at HCC Gala Fundraiser event.. 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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Notebooks mit CPU-Fertigungsprozess: bis 14nm Preisvergleich Geizhals Deutschland Geizhals.de » Hardware » Notebooks » Notebooks mit CPU-Fertigungsprozess: bis 14nm Notebooks » Notebooks mit CPU-Fertigungsprozess: bis 14nm Acer (681) Aorus (13) Apple (599) ASUS (738) Captiva (22) Dell (402) Fujitsu (100) Getac (7) Gigabyte (39) Google (3) GPD (1) HP (1290) Huawei (7) Hyrican (1) Jumper (1) Lenovo (931) Medion (67) Microsoft (98) MSI (162) Nexoc (130) Odys (2) Ordissimo (3) Panasonic (16) PEAQ (1) PNY (4) Razer (47) Schenker (131) Toshiba (101) TrekStor (22) Tuxedo (3) VAIO (9) Wortmann (58) Xiaomi (1) Sonstige (1) Convertible Robust (89) Convertible (516) Ultrakompakt Profi (507) Ultrakompakt Profi Robust (52) Ultrakompakt Einsteiger (92) Kompakt Profi (284) Kompakt Einsteiger (735) Allround Einsteiger (210) Allround Profi (1441) Gaming Profi (611) Gaming Einsteiger (200) Grafik-Workstation (227) Desktop-Replacement (483) Robust (17) unbekannt (227) 7.x" (1) 11.x" (94) 12.x" (91) 13.x" 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Sonstige (3287) FirePro M4170 (1) keine AMD GPU (1896) Pro 5500M (164) Pro 5300M (60) RX 5500M (2) Pro WX 3200 (15) GTX 1660 Ti Max-Q (32) GTX 1660 Ti (114) GTX 1650 Max-Q (28) GTX 1650 (196) MX250 (173) RTX 2080 Max-Q (41) RTX 2080 (46) RTX 2070 Max-Q (67) RTX 2070 (103) RTX 2060 (158) MX230 (52) Pro Vega 20 (13) Pro Vega 16 (4) Pro 560X (62) Pro 555X (47) RX 640 (2) RX 560X (21) RX 550X (5) 540X (13) RX Vega M GL (Onboard) (13) GTX 1050 Ti Max-Q (15) MX110 (18) 540 (2) MX130 (57) RX 550 (2) GTX 1080 Max-Q (1) GTX 1070 Max-Q (11) GTX 1060 Max-Q (7) 520 (12) Pro 555 (2) MX150 (113) RX 580 (4) RX 540 (2) Pro 560 (3) 535 (7) 530X (1) 530 (23) GTX 1050 Ti (90) GTX 1050 Max-Q (12) GTX 1050 (140) RX 560 (4) GTX 1080 (9) GTX 1070 (30) GTX 1060 (88) R5 M430 (4) 930MX (17) 920MX (1) 940MX (24) R9 M365X (1) GTX 950M (6) GTX 960M (3) 940M (9) 930M (1) 920M (1) R5 M255 (1) GTX 980M (4) GTX 970M (2) R7 M260X (1) T2000 Max-Q (2) T2000 (21) T1000 (23) RTX 5000 Max-Q (1) RTX 5000 (12) RTX 4000 (8) 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(11) Windows 8.1 64bit (2) zusätzliche Lizenz für Windows 10 Pro 64bit (20) zusätzliche Lizenz für Windows 7 Professional 64bit (29) zusätzliche Lizenz für Windows 8.1 Pro 64bit (9) Chrome OS (105) FreeDOS (158) Linux (38) macOS (599) Thin Client (1) HP ThinPro (1) Windows (4424) kein Windows (1267) kein Betriebssystem (362) Endless OS (2) Ubuntu (1) 10 Home (12) 10 Home 32bit (1) 10 Home 64bit (2609) 10 IoT Enterprise (20) 10 IoT Enterprise 64bit (7) 10 Pro (3) 10 Pro 64bit (1627) 10 Pro 64bit (National Academic License) (2) 10 S (2) 10 S 64bit (102) 7 Professional 64bit (34) 8 Pro 64bit (1) 8.1 64bit (2) 8.1 Pro 64bit (2) Catalina (599) unbekannt (665) ab 7 (4424) ab 8 (4390) ab 8.1 (4389) ab 10 (4385) unbekannt (1267) Akku fest verbaut (5565) Akku abnehmbar (132) gleichzeitig fest verbauten und abnehmbaren Akku (27) ohne abnehmbaren Akku (5559) ohne fest verbauten Akku (126) ab 2h (4012) ab 4h (3949) ab 5h (3896) ab 6h (3675) ab 7h (3403) ab 8h (3112) ab 9h (2761) ab 10h (2457) ab 11h (1685) ab 12h (1143) ab 13h (824) ab 14h (585) ab 15h (352) ab 17h (183) ab 20h (31) ab 24h (7) unbekannt (1679) ab 20Wh (5124) ab 30Wh (5118) ab 35Wh (4864) ab 40Wh (4448) ab 45Wh (3730) ab 50Wh (2788) ab 55Wh (1833) ab 60Wh (1372) ab 65Wh (1077) ab 70Wh (965) ab 75Wh (809) ab 80Wh (736) ab 85Wh (480) ab 90Wh (466) ab 95Wh (336) ab 100Wh (228) unbekannt (567) ab 2 Zellen (3900) ab 3 Zellen (3424) ab 4 Zellen (1757) ab 6 Zellen (487) ab 8 Zellen (103) ab 9 Zellen (11) unbekannt (1791) bis 1kg (119) bis 1.1kg (192) bis 1.2kg (378) bis 1.3kg (759) bis 1.4kg (1282) bis 1.5kg (1650) bis 1.6kg (1943) bis 1.7kg (2180) bis 1.8kg (2707) bis 1.9kg (3203) bis 2kg (3751) bis 2.1kg (3994) bis 2.25kg (4312) bis 2.4kg (4603) bis 2.5kg (4870) bis 3kg (5482) bis 4kg (5638) bis 5kg (5678) über 5kg (1) unbekannt (12) Tastatur (5691) Touchpad (5691) Eingabestift (155) Maus (3) Rubber-Dome (5623) mechanische Schalter (39) mechanisch-optische Schalter (18) Schweiz (1) Deutschland (5486) Spanien (1) 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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Kochtipps Archive - Kochjunkies Sogenannte Damaszener Messer gehören zu der Königsklasse der Messer. Es gibt sie nicht nur für die Küche sondern auch für die Jagd oder den Alltag. Sie stehen für eine besonders hochwertige Schmiedekunst und sind äußerst langlebig. Bei der Herstellung wird der Stahl heute meistens mithilfe industrieller Verfahren hergestellt. Die besonders […] In vielen Haushalten ist die Mikrowelle nicht mehr wegzudenken, doch wird sie meistens nur für das Warmmachen oder Auftauen von Speisen verwendet. Zum „richtigen“ Kochen eher selten. Auch halten sich bei einigen Menschen noch hartnäckige Gerüchte über die Mikrowelle, z.B. dass das Essen aus der Mikrowelle schädlich ist. In diesem […] Wer gerne mit Äpfeln kocht kennt das Problem. Äpfel zu schneiden und zu entkernen kann eine äußerst lästige Angelegenheit sein, egal ob man einen Apfelkuchen oder Bratäpfel zubereiten möchte. Die Äpfel von Hand mit einem handelsüblichen Küchenmesser zu zerschneiden kann lange dauern und den Spaß beim Kochen zerstören. […] 5 Feb, 2018 in Kochtipps / Rezepte Was ist überhaupt ein Dampfbackofen? Mit einem Dampfbackofen bekommt man gleich zwei Geräte in einem. Ob schonend im Dampf gegart oder normal gebraten und gebacken – ein Dampfbackofen vereint das Beste von Dampfgarer und Backofen. Aber anstatt sich zwischen beiden Funktionen entscheiden zu müssen, lassen sie sich im Dampfgarer auch […]
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Rinderfilet | Duvenstedter Kreisel Etwas ganz Neues auf dem Rost ! Küchennotizen aus dem Lenz – Plank Grilling … der besondere Genuss, bei dem das Fleisch die Röst- und Aromastoffe vom Holz aufnimmt. Die „Planke“, ein Holzbrett, wird mit Fleisch belegt und auf den Grill gelegt. Je nach Belieben lassen sich unterschiedliche Holzarten mit eigenen Geschmacksrichtungen ausprobieren und zusätzlich mit Whisky, Wein oder Fruchtsäften aromatisieren. Als […] Rinderfilet mit Mairübchen, Pfifferlingen und Zuckererbsen Küchennotizen aus dem Lenz Zubereitung der Rinderfilets Die Rinderfilets mit Salz und grobem Pfeffer würzen, mit Olivenöl einreiben und einzeln fest in Klarsichtfolie einwickeln. Bei 68°C Ober- und Unterhitze auf einem Gitter ca. 3 Std. garen. Herausnehmen, auspacken, in einer heißen Pfanne ganz kurz anbraten und anrichten. (rückwärts gegart, niedrige Temperatur)
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Menü für 12 Personen | Menüs Forum | Chefkoch.de » Startseite » Foren » Menüs » Menü für 12 Personen Hallo zusammen ich habe bald die Cousins meines Mannes zu besuch...12 Personen total. Nun weiss ich nicht was kochen. Wollte Raclette machen da dies toll ist weil ich mich dann auch dazusetzen kann aber der einte Cousin ist keinen geschmolzenen Käse. Dann habe ich gedacht ich mache Chinoise aber seine Schwester ist nur Poulet und wenn in der Brühe schon das andere Fleisch war steckt sie's dort nicht rein und xtra nur für sie ein Ding ist mir zu blöde also föllt auch weg... was könnte ich noch machen? Ich dachte auch an Pizza aber das ist ein meeega aufwand weil ich alles selber mache und mein Mann will nicht das ich den ganzen Tag in der Küche stehe... Zum Dessert stelle ich meinen neugekauften schockoladenbrunnen auf.. wurde so gewünscht....was meint ihr habt ihr eine Idee???? danke wie wäre es mit einem Putengescgnetzelten ? Raclette und Pizza sind eh nicht menütauglich. Was dür eine Vorspeise schwebt Dir vor? Suppe, Salat oder eine Terrine? Nun - Du könntest, wenn Cousin dies nicht und Cousine jenes nicht mag, 10 Personen statt 12 einladen.............. ich war neulich eingeladen da gab es verschiedene Nudeln mit mehreren verschiedenen Nudelsaucen. Fand die Idee super, habe 5 kleine Teller gegessen mit 5 verschiedenen Saucen. Dazu gab es frischen , grünen Salat. hahahhaha wer sagt^'s denn endlich einer der mich versteht... letzes Wochenende hatte ich auch einige von ihnen zu besuch und habe lasagne gemacht und musste 3 verschiedene Lasagne machen. Eine normale, eine ohne Käse und eine nur mit Pouletfleisch naja was man nicht alles macht...ich bin einfach zu lieb und am Schluss bekommt man nur einen Tritt in A****. hmm als Vorspeise hätte ich Bruschette gemacht =) Wollte irgendetwas spezielles machen... ach mensch wiesooo ist's so kompliziert.? naja... ja genau so was in der richtung wie die Nudeln suche ich...aber wir als Italiener essen eh immer viel Nudeln...ist zwar eine hammer Idee aber ich weiss nicht ob das was für diesen Abend ist... Fand die Idee super, habe 5 kleine Teller gegessen Du musst sehr gute Zähne und einen noch besseren Magen haben!? Hoffentlich war die Sauce ausreichend............... Mhhh, Suppe vielleicht ? Mit Brot... 18.224 Beiträge (ø4,58/Tag) wieso Menü? Da benötigst Du ja mehrere Gänge und das macht es noch komplizierter! Ich würde eine pürierte Kartoffelsuppe mit diversen Beilagen seriveren (z.B. Croûtons, Cocktailwürstchen oder (Geflügel-)Würstchen in Scheiben, gebratene Geflügelstreifen usw.). Dann kann sich jeder selbst nach seinem Geschmack bedienen. Und vorbereiten lässt sich das Ganze auch gut. Ich vermute, eine Kartoffelsuppe alleine ist nicht unbdingt sättigend genug oder man isst sich ein bisschen müde dran. Ich würde schon den Selbstbedienungsgedanken aufgreifen bei so vielen mäkeligen Essern. Zuerst mal ein paar Blattsalate mit Vinaigrette angemacht servieren und ein paar Dinge zum Aufpeppen hinstellen, Eierachtel, Krabben, Croutons, Käsestreifen, gebratene Speckwürfel, Lachsstreifen - so was eben. Danach ein Tässchen Kartoffel- oder Kürbissuppe, die Beilagen vom Salat weiterhin stehen lassen, kann sich auch jeder noch die Suppe mit aufpeppen. Danach ein Hühner(also Poulet)frikassee mit Baguette oder Hähnchenschlegel aus dem Ofen und danach den Schokobrunnen das ist sicher nicht nach den klassischen Menüregeln, kommt aber der Gesellschaft vielleicht ganz gelegen. Also erstens ein Salätchen Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) Also ich kann dir wärmstens eine Gyrossuppe empfehlen! Hab ich erst diesen Samstag für meinen Geburtstag gemacht.. war anfangs schon skeptisch, weil viele so einiges nicht mögen, da ist es wirklich schwer etwas zu finden was allen schmeckt. Aber jeder hat beim ersten Löffel gesagt "boa is das lecker"! und kannst du super vorbereiten, und is für 12 personen nicht wirklich mehr arbeit wie für 4... ja ok habt eigentlich recht ein Menü ist vielleicht nicht so tolll... alm rezepte, enchiladas rezepte, foul rezepte, gehacktesstippe rezepte, lebkuchenhaus rezepte, partygericht rezepte, pfannkuchenteig rezepte, schneewittchenkuchen rezepte, schokocrossies rezepte, tarte rezepte
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Rai Rai Ramen - Kailua - Restaurant Bewertungen, Telefonnummer & Fotos - TripAdvisor USA Hawaii (HI) Oahu Kailua Restaurants Kailua - Bewertungen Rai Rai Ramen - Kailua Nr. 31 von 105 Restaurants in Kailua € japanisch, asiatisch, Suppen 124 Oneawa St, Kailua, Oahu, HI 96734-2589+1 808-230-8208Website hinzufügen Auch anzeigen KarteSatellit Ihre Kartenakualisierung wurde angehalten. Zoomen Sie heran, um aktualisierte Informationen anzuzeigen. Zoom zurücksetzen Karte wird aktualisiert … Zurück zur Karte Übersicht 4,5 28 BewertungenAusgezeichnet42 %Sehr gut51 %Befriedigend 7 %Mangelhaft0 %Ungenügend0 %Öffnungszeiten des Restaurants + Öffnungszeiten hinzufügenKÜCHEN japanisch, asiatisch, Suppen PREIS €GESAMTWERTUNGEN ServiceKücheQualitätEinrichtungSTANDORT 124 Oneawa St, Kailua, Oahu, HI 96734-2589Alle Details Diesen Eintrag verbessernIst dieses Restaurant für einen Brunch geeignet?Ja Nein Unsicher Serviert dieses Restaurant vegetarische Gerichte?Ja Nein Unsicher Serviert dieses Restaurant vegane Gerichte?Ja Nein Unsicher Ist dieses Restaurant für Kinder geeignet?Ja Nein Unsicher Ist dieses Restaurant für ein Abendessen geeignet?Ja Nein Unsicher Ist dieses Restaurant rollstuhlgerecht?Ja Nein Unsicher Sind die Preise dieses Restaurants niedrig bzw. günstig?Ja Nein Unsicher Serviert dieses Restaurant glutenfreie Gerichte?Ja Nein Unsicher Ist dieses Restaurant für Frühstück geeignet?Ja Nein Unsicher Bietet dieses Restaurant kostenloses WLAN an?Ja Nein Unsicher Vielen Dank für Ihre Hilfe! 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März 2017 über Mobile-Apps Besonders entzückendWie hilfreich fanden Sie diese Übersetzung?Vielen Dank für die Einreichung einer Bearbeitung. Wie überprüfen Ihren Vorschlag. Bewerten Gut OK Mangelhaft Übersetzung verbessern Vielen Dank für Ihre Bewertung Diese Bewertung wurde maschinell aus dem Englischen übersetzt Was ist das? Diese Bewertung wurde automatisch ins Deutsche übersetzt, um Ihnen so viele Tipps von anderen Reisenden zu bieten, wie möglich und ist wahrscheinlich keine perfekte Kopie des Originals. Wir hoffen jedoch, dass sie bei Ihrer Reiseplanung weiterhilft. Maschinelle Übersetzungen anzeigen? JaNeinJonandEmily1812Bewertet am 12. Februar 2017 Unser zweites ZuhauseMehrWie hilfreich fanden Sie diese Übersetzung?Vielen Dank für die Einreichung einer Bearbeitung. Wie überprüfen Ihren Vorschlag. Bewerten Gut OK Mangelhaft Übersetzung verbessern Vielen Dank für Ihre Bewertung Diese Bewertung wurde maschinell aus dem Englischen übersetzt Was ist das? 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Dezember 2016 über Mobile-Apps Super Hotel und die LeuteWie hilfreich fanden Sie diese Übersetzung?Vielen Dank für die Einreichung einer Bearbeitung. Wie überprüfen Ihren Vorschlag. Bewerten Gut OK Mangelhaft Übersetzung verbessern Vielen Dank für Ihre Bewertung Diese Bewertung wurde maschinell aus dem Englischen übersetzt Was ist das? Diese Bewertung wurde automatisch ins Deutsche übersetzt, um Ihnen so viele Tipps von anderen Reisenden zu bieten, wie möglich und ist wahrscheinlich keine perfekte Kopie des Originals. Wir hoffen jedoch, dass sie bei Ihrer Reiseplanung weiterhilft. Maschinelle Übersetzungen anzeigen? JaNeinCassandra PLos Angeles, California, United States3511Bewertet am 3. Mai 2016 Beste verdammt Ramen ... je!MehrWie hilfreich fanden Sie diese Übersetzung?Vielen Dank für die Einreichung einer Bearbeitung. Wie überprüfen Ihren Vorschlag. 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März 2016 über Mobile-Apps Ich liebe dieses HotelWie hilfreich fanden Sie diese Übersetzung?Vielen Dank für die Einreichung einer Bearbeitung. Wie überprüfen Ihren Vorschlag. 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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Verbraucher-TV: Süßsaurer Verführer - Medien - Tagesspiegel Verbraucher-TV: Süßsaurer Verführer 06.05.2012, 11:32 Uhr Verbraucher-TV : Süßsaurer Verführer Der ARD-„Markencheck“ nimmt Coca-Cola unter die Lupe. Und wird nicht nur beim Thema Zahnhygiene fündig. ARD-Markencheck: Auch wenn nicht überall "Coca Cola" groß drauf steht - der amerikanische Getränkemulti steckt hinter mehr...Foto: WDR „Es schmeckt einfach gut. Ich weiß nicht, warum“, sagt die Sechstklässlerin über Coca-Cola. Leider wird sie dies auch heute Abend nicht erfahren, wenn die ARD eine weitere dreiteilige Staffel der beliebten „Markencheck“-Reihe auflegt und mit dem milliardenschweren Getränke-Riesen beginnt. Erwartungsgemäß bleibt das geheime Rezept geheim. Das Kamerateam darf zwar einen Blick in den „Sirupraum“ des Werks in Weimar werfen, aber die letzte Tür bleibt zu. Und angeblich niemand im Werk weiß, was dahinter geschieht. Endet dort etwa eine Standleitung aus der Zentrale in Atlanta/USA? Andere Bilder sind weniger geheimnisvoll, sondern abschreckend. Die Zahnoberfläche sieht unterm Elektronenmikroskop nach Coca-Cola-Behandlung geradezu verwüstet aus. Nicht wegen der 106 Gramm Zucker pro Liter, sondern weil der mehr als 100 Jahre alte Klassiker fast soviel Säure wie Essig enthält, wie eine Analyse der Uni Gießen ergeben hat. Der Rat des Experten lautet: Besser vor statt nach dem Cola-Trinken Zähne putzen, damit sich eine Schutzschicht bildet. Auch die ausgetrockneten Böden im indischen Kala Dera, wo Coca-Cola trotz immer wieder auftretender Dürren ein Werk errichtet hat, wirken irritierend. Lobenswert, dass sich dieses Format nicht nur mit Blindverkostung in Fußgängerzonen und Labor-Analysen begnügt, sondern auch auf die Verhältnisse in weniger wohlhabenden Gegenden des – bis auf Kuba, Nordkorea und Birma – von Coca-Cola komplett eroberten Planeten blickt. Der Wasserverbrauch bei der Produktion ist eines der kritischen Themen, aber letztlich kann der Film nicht klären, wie groß die Verantwortung des Konzerns für den seit Jahren sinkenden Grundwasserspiegel und die wachsende Not der Bauern in Kala Dera ist. „Wir geben mehr Wasser zurück als wir entnehmen“, behauptet ein indischer Coca-Cola-Vertreter. Bilder von einem einzelnen ausgetrockneten Brunnen und einem verrosteten Schild vor einer offenbar nutzlosen Wasserrückgewinnungsfläche belegen noch nicht das Gegenteil. Wirklich investigativ ist dieses Format also nur bedingt, und die verschiedenen Test-Ergebnisse sind auch nicht sehr überraschend, doch der Marken-Check ist flott geschnitten und es sind auffallend viele junge Leute im Bild. Das Ergebnis: Mit der ersten Staffel zu Jahresbeginn hat die ARD im Ersten Programm soviel junges Publikum wie selten für sich gewinnen können. Die Marktanteile bei den 14- bis 49-Jährigen lagen bei erstaunlichen 17,0 (Lidl), 16,7 (McDonald's) und 15,4 (H&M) Prozent. Vermutlich profitiert der Sender dabei selbst von den starken Marken. Für Coca-Cola dürfte das erst recht gelten. Wie ein aufwändiger Versuch an der Berliner Charité beweist, ist der für Emotionen zuständige Gehirn-Teil namens Amygdala, wenn das Coca-Cola-Emblem eingeblendet wird, schwer aus dem Häuschen. Und den Probanden schmeckte es, obwohl sie immer dasselbe Getränk verabreicht bekamen, besonders gut. Thomas Gehringer „Der Coca-Cola-Check“; ARD, 20 Uhr 15 Es folgen noch „Der dm-Check“ (14. Januar) und „Der adidas-Check“ (21. Januar).
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Bewertungen von konnie - GastroGuide.de Platz #64 • 68,141 Punkte 30350 Profilaufrufe Dabei seit 27.06.2013 • Zuletzt aktiv: vor 4 Monaten 117 Locations eingetragen 86 Fehler gemeldet 29 Abonniert Ich gehe gern in Restaurants der verschiedensten Essensrichtungen. In Berlin findet sich fast alles... Außerdem besuche ich gern Cafés. Nachmittags bei Kaffee und einem schönen Stück Kuchen, Torte oder Eis zu sitzen, hat was. Wobei mir klassische Cafés besser gefallen als modische Schicki-Micki-Läden. Eine leckere Currywurst ist auch nicht zu verachten. Die Empfehlung einer guten Currywurstbude ist Geschmackssache: wer zehn Berliner fragt, wo es die beste Currywurst gibt, wird zehn verschiedene Antworten erhalten. Da heißt es dann: testen, bis der Arzt kommt :-) Ich gehe gern in Restaurants der verschiedensten Essensrichtungen. In Berlin findet sich fast alles... Außerdem besuche ich gern Cafés. Nachmittags bei Kaffee und einem schönen Stück Kuchen, Torte oder Eis zu sitzen, hat was. Wobei mir klassische Cafés besser gefallen als modische Schicki-Micki-Läden. Eine leckere Currywurst ist auch nicht zu verachten. Die Empfehlung... mehr lesen Insgesamt 183 Bewertungen 79661x gelesen 552x "Hilfreich" 345x "Gut geschrieben" 183 Bewertungen konnie hat Gaststätte Rigoletto in 12357 Berlin bewertet "Dieses Ristorante existiert seit Ja..." Dieses Ristorante existiert seit Jahrzehnten. Ich lernte es vor vielen Jahren durch eine Freundin kennen, die wahnsinnig in einen der Kellner verliebt war. Sie brauchte einen Anstandswauwau, um öfter dort aufzutauchen :-) Das ist lange her und der angeschmachtete Kellner dürfte seinen wohlverdienten Ruhestand genießen. Wir waren viele Jahre nicht in diesem Restaurant, weil es nicht direkt an unserer Fahrstrecke für Lokale liegt. Der erste Besuch vor ein paar Monaten erfolgte zufällig, weil das nebenan gelegene polnische Restaurant, in den wir eigentlich essen wollten, eine geschlossene Gesellschaft hatte. Inzwischen sind mehrere Besuche daraus geworden. Wir probierten diverse Nudel- und Fleischgerichte von der Karte. Es gibt sowohl preiswerte ständige und Monatsangebote als auch die Gerichte von der Standardkarte, die etwas teurer und dafür umfangreicher sind. Die Preise liegen insgesamt im durchschnittlichen Bereich. Das Essen war immer lecker. Keine kulinarischen Offenbarungen, dafür solide Küche. Die Portionsgröße der Angebote ist so gehalten, dass der normale Esser davon gut satt wird. Kürzlich probierte ich als Angebot Hähnchenbrust Bolognese. Zum Hühnchen gab es eine große Portion Bologneser Sauce. Als Beilage Bratkartoffeln mit Rosmarin und der wohl unvermeidliche Broccoli. Vorneweg einen Salat. Dazu wird wahlweise Hausdressing mit Salatmayonnaise oder Vinaigrette (Dressing mit Essig und Öl lt. Karte) angeboten. Abgeschreckt durch die Salatmayonnaise, bevorzugte ich die Vinaigrette, die lecker war. Bei einem anderen Besuch nahm ich Gnocci mit Broccoli und Rinderfiletspitzen. Es war deutlich mehr Broccoli als Rinderfilet im Essen. Bei dem Preis ist das zu verschmerzen. Mein Begleiter bestellte einmal Scaloppina al Whisky. In der Sauce hätten drei Tropfen mehr Whiskey sein dürfen, ansonsten war es lecker. Zum Nachtisch gönnten wir uns ein Tirami Su. Sehr zu empfehlen :-) Die Getränkekarte umfasst den üblichen Standard. Es gibt eine ordentliche Weinauswahl. Angepriesen wird der Montepulciano, da die Betreiber lt. Karte aus der Region stammen. Außerdem Grappa Prosecco, den ich überteuert finde. Ich bevorzuge den preiswerteren Grappa della Vetrina. Auf dem Tresen steht ein großer Glasbehälter mit dem Grappa. Wer ihn bestellt und in Sichtweite des Tresens sitzt, sollte beim Einschenken zuschauen. Der Glasbehälter wird theatralisch hin- und hergeschwenkt, bis genügend Grappa im Glas ist. Eine sehenswerte Show :-) Das Ambiente erinnert mich an die Pizzerien meiner Kindheit. Sehr rustikal, mit viel dunklem Holz. Seit der Einrichtung des Lokals wurde hier wohl nichts mehr verändert. Es wirkt wie ein Relikt aus den 70ern. Es fehlen nur die damals üblichen Tropfkerzen auf den Tischen. Gemütlich und einladend wirkt es allemal. Das Personal ist italienisch. Die Kellner haben wir durchschnittlich freundlich erlebt. Die sauberen Toiletten befinden sich im Keller. Im Sommer kann man im Garten sitzen. Allerdings an einer vielbefahrenen Hauptstraße, dort kann es etwas lauter werden. Insgesamt ist das Rigoletto ein ordentliches Ristorante, das ich mit 3,5 Sternen bewerte. Ich würde nicht von weither anreisen, um dort zu essen. Wer in der Nähe wohnt oder vorbeikommt, dem sei ein Besuch empfohlen. Dieses Ristorante existiert seit Jahrzehnten. Ich lernte es vor vielen Jahren durch eine Freundin kennen, die wahnsinnig in einen der Kellner verliebt war. Sie brauchte einen Anstandswauwau, um öfter dort aufzutauchen :-) Das ist lange her und der angeschmachtete Kellner dürfte seinen wohlverdienten Ruhestand genießen. Wir waren viele Jahre nicht in diesem Restaurant, weil es nicht direkt an unserer Fahrstrecke für Lokale liegt. Der erste Besuch vor ein paar Monaten erfolgte zufällig, weil das nebenan gelegene polnische Restaurant, in den wir... mehr lesen Gaststätte Rigoletto konnie hat Pocito Steakhouse in 12099 Berlin bewertet "Vor langen Jahren lernten wir hier ..." Geschrieben am 29.07.2013 2013-07-29 | Aktualisiert am 30.09.2014 Vor langen Jahren lernten wir hier die heutigen Betreiber der Wiesenstein-Restaurants kennen. Damals boten sie im Gasthaus Gottlieb gute deutsche Küche zu erschwinglichen Preisen an. In der abgelegenen Ecke, auf der Grenze von Britz und Tempelhof, kamen sie nicht zurecht. Zumal damals die Verlängerung der Gottlieb-Dunkel-Straße nach Neukölln, zum Mariendorfer Weg, Baustelle und ein Durchkommen selbst zu Fuß unmöglich war. Trotz guten Essens und etlichen Gästen, zumindest am Wochenende, haben die beiden hier aufgegeben. In der Folge gaben sich die Wirte die Klinke in die Hand. Dazwischen stand das Lokal lange Zeit leer. Nun versucht sich das Preiswert-Steakhaus Pocito an diesem Ort. Es wurde Mitte November 2010 eröffnet. Es existiert immer noch. Wir hätten nie gedacht, dass die Betreiber dies schaffen würden. Es gibt viele sehr preiswerte Fleischgerichte mit Rind, Schwein oder Huhn. Dazu Nudeln und Pizza. Man kann sich sein Steakgericht auch selbst zusammenstellen. Dann wird es teurer. Wer also Steak, Ofenkartoffel oder andere Beilage, Kräuterbutter oder eine leckere Sauce zum Steak und noch einen Beilagensalat einzeln aus der Karte ordert, kommt auf einen Preis zwischen neun und elf Euro für sein Essen. Es geht noch etwas teurer. Nur bestellen wir meist das preiswerte Hüftsteak, das sehr gut ist. Die Getränkepreise bewegen sich im normalen Rahmen. Es gibt Hefeweizen vom Fass. 0,5 l kosten EUR 2,80. Die anderen Biersorten haben ähnliche Preise. Wer Wein trinken möchte, schneidet mit 0,5 l wesentlich besser ab als mit zweimal 0,25 l. Es gibt eine Cocktailkarte. Das Ambiente wirkt einladend. Grundton Rot und Braun an den Wänden, die Deko mexikanisch angehaucht. Die Lampen kannten wir noch aus Gottlieb-Zeiten. Nur wurden sie inzwischen, passend zur Deko, mit roten und grünen Farbtupfern versehen. Die Tische waren mit rot-weiß karierten Tischdecken eingedeckt. Inzwischen gehen wir hier öfter mal essen und bestellen immer ein saftiges Steak mit Beilagen. Dies bekommen die Betreiber sehr gut hin. Ein medium bestelltes Steak ist tatsächlich medium gebraten. Meine heißgeliebten Folienkartoffeln werden mit einer ordentlichen Portion Sauerrahm serviert. Dazu nehmen wir diverse Saucen wie Gorgonzolasauce für mich und Pfeffersauce für meinen Begleiter. Diese schmecken lecker und sind geschmacklich deutlich voneinander zu unterscheiden. Eine Portion Kräuterbutter kann man getrost teilen. Einmal nahmen wir vorneweg als Vorspeise einen Gurkensalat für meine Begleitung und einen Weichkäsesalat für mich. Ich bekam einen riesigen Salat, gut mit geraspeltem Schafskäse bedeckt (ich nehme an, die Bezeichnung „Weichkäse“ hat etwas mit der vorgeschriebenen Kennzeichnung zu tun – ob der Schafskäse nun echt war oder nicht, geschmeckt hat er). Auch der Gurkensalat brauchte sich nicht zu verstecken. Bei den preiswerten Nudel- und Pizzagerichten würde ich nicht zu viel erwarten. Für die günstigen Preise sind sie akzeptabel. Wir konzentrieren uns auf die leckeren Steakgerichte. Es sieht so aus, als hätten die Betreiber mit zunehmender Erfahrung die Kurve bekommen. Inzwischen finden sich mehr Gäste im Lokal, wenn es auch nicht überfüllt ist. Uns fiel auf, dass neben jüngeren auch etliche ältere Gäste hier einkehren (die in der Regel mehr Geld ausgeben). Kürzlich hat das Pocito die Preise erhöht. Für mein Empfinden ziemlich heftig, besonders bei den Steaks. Wenn ich mir nun ein Steak, eine Backkartoffel und Sauce dazu bestelle, zahle ich nicht weniger als in anderen Steakhäusern. In einem Flyer sind für Selbstabholer und Lieferservice Steakpreise angegeben, die deutlich über denen liegen, die im Restaurant berechnet werden. Beispiel 200 g Rumpsteak: im Haus kostet es 9,10 Euro, für Selbstabholer und Lieferservice 12,90 Euro. Fazit: es lohnt sich für uns nicht mehr. Die Preise sind nun nicht deutlich geringer als anderswo. Das Essen ist nicht so überragend (sehr durchschnittlich), dass ich die neuen, höheren Preise zahlen möchte. Vor langen Jahren lernten wir hier die heutigen Betreiber der Wiesenstein-Restaurants kennen. Damals boten sie im Gasthaus Gottlieb gute deutsche Küche zu erschwinglichen Preisen an. In der abgelegenen Ecke, auf der Grenze von Britz und Tempelhof, kamen sie nicht zurecht. Zumal damals die Verlängerung der Gottlieb-Dunkel-Straße nach Neukölln, zum Mariendorfer Weg, Baustelle und ein Durchkommen selbst zu Fuß unmöglich war. Trotz guten Essens und etlichen Gästen, zumindest am Wochenende, haben die beiden hier aufgegeben. In der Folge gaben sich die Wirte... mehr lesen Pocito Steakhouse langstrumpf findet diese Bewertung hilfreich. konnie hat MUNDO in 12107 Berlin bewertet "Das Mundo stand schon länger auf m..." Das Mundo stand schon länger auf meiner Wunschliste. Tapas, spanisches Essen – das musste probiert werden. Freunde hatten uns das Lokal ebenfalls empfohlen. Entweder war es beim Vorbeifahren zu voll, oder kein Parkplatz in Laufnähe zu finden. Der erste Besuch in den letzten Sommerferien, als nicht so viele Menschen in der Stadt waren. Wir haben es inzwischen mehrmals geschafft, dort zu essen. Beim ersten Besuch bestellten wir uns Tomatensuppe, danach eine Auswahl an verschiedenen Tapas. Die Suppe war gehaltvoll und wurde mit separat servierten Nachostreifen und offenbar hausgemachter Guacamole serviert. Diese schmeckte sogar meinem Begleiter, der Guacamole sonst verschmäht. Danach die Tapas – darunter Chorizo in Sherrysauce, Hackfleischbällchen in Sherry-Tomatensauce und Hähnchenstreifen im Teigmantel. Alles schmeckte lecker. Es war so viel, dass wir es kaum geschafft haben. Wir beschlossen, das nächste Mal entweder die Suppe wegzulassen oder weniger Tapas zu bestellen. Beim zweiten Besuch probierten wir je ein Hauptgericht und teilten uns zuvor eine Portion Patatas bravas – feurige Kartoffeln mit Ajioli. Sie entpuppten sich als frittierte, gut gewürzte Kartoffelstücke, die mit Knoblauchmayonnaise serviert wurden. Insgesamt erinnerte uns die Vorspeise an eine Edelversion von Pommes mit Mayo. Die beiden Essen waren besser: meine Hähnchenkeulen mit Riojasauce waren lecker, ebenso das spanische Gulasch meines Begleiters. Bei beiden Besuchen wurde vom Haus frisches Baguette mit Knoblauchcreme serviert. Das Essen ist gehaltvoll, wir waren pappsatt. Die Essenspreise tendieren in Richtung gehoben. Im Gegensatz dazu die Getränkepreise: absoluter Durchschnitt. Wer hier mit Freunden etwas trinken geht, wird dabei nicht arm. Die Kellner haben wir bei beiden Besuchen freundlich erlebt. Spanisches Personal darf man nicht erwarten. Die Einrichtung ist geschmackvoll, mit sehenswerten Decken- und Wandgemälden, Kronleuchtern… Durch die hohen Decken hallt es ziemlich, es erinnert an Bahnhofshallenatmosphäre. Wenn das Lokal gut besucht ist, kann der Geräuschpegel schnell ansteigen. Im Sommer gibt es Tische vor der Tür. Nur liegt das Lokal an einer vielbefahrenen Straßenecke, mir ist es im Außenbereich zu laut. Mit dem PKW muss man etwas suchen, um einen Parkplatz zu finden. Die Anreise mit der BVG ist problemlos: das Lokal liegt direkt am U-Bahnhof Alt-Mariendorf; dort fahren auch etliche Buslinien. Insgesamt können wir einen Besuch im Mundo empfehlen. Das Mundo stand schon länger auf meiner Wunschliste. Tapas, spanisches Essen – das musste probiert werden. Freunde hatten uns das Lokal ebenfalls empfohlen. Entweder war es beim Vorbeifahren zu voll, oder kein Parkplatz in Laufnähe zu finden. Der erste Besuch in den letzten Sommerferien, als nicht so viele Menschen in der Stadt waren. Wir haben es inzwischen mehrmals geschafft, dort zu essen. Beim ersten Besuch bestellten wir uns Tomatensuppe, danach eine Auswahl an verschiedenen Tapas. Die Suppe war gehaltvoll und wurde... mehr lesen konnie hat Call a Pizza in 12355 Berlin bewertet "Auf diesen Pizzalieferservice wurde..." Geschrieben am 26.07.2013 2013-07-26 Auf diesen Pizzalieferservice wurden wir aufmerksam, da hier die Get2Card akzeptiert wird. Es gibt mehrere Angebote auf diese Karte. So kann man sich Burger, Salat oder Pizza zum reduzierten Preis bestellen. Natürlich gibt es auch für "normale" Besteller ohne die Karte Aktionsangebote. Sie sind auf den im Umkreis der Filiale verteilten Flyern oder im Internet ersichtlich. Wir haben uns meist zwei Single-Pizzen bestellt. Diese waren ordentlich belegt und schmeckten lecker. Auf Sonderwünsche wurde anstandslos eingegangen. Die Lieferzeit betrug zwischen 30 – 45 min, also im akzeptablen Bereich. Die Fahrer waren freundlich. Wer im Einzugsbereich dieser Filiale wohnt, kann es versuchen. Kulinarische Offenbarungen darf man, ebenso wenig wie bei jedem anderen Pizzaservice, erwarten. Insgesamt waren wir mit der jeweils gelieferten Pizza zufrieden. Auf diesen Pizzalieferservice wurden wir aufmerksam, da hier die Get2Card akzeptiert wird. Es gibt mehrere Angebote auf diese Karte. So kann man sich Burger, Salat oder Pizza zum reduzierten Preis bestellen. Natürlich gibt es auch für "normale" Besteller ohne die Karte Aktionsangebote. Sie sind auf den im Umkreis der Filiale verteilten Flyern oder im Internet ersichtlich. Wir haben uns meist zwei Single-Pizzen bestellt. Diese waren ordentlich belegt und schmeckten lecker. Auf Sonderwünsche wurde anstandslos eingegangen. Die Lieferzeit betrug zwischen 30 – 45 min, also im akzeptablen Bereich. Die Fahrer waren freundlich. Wer im Einzugsbereich dieser Filiale wohnt, kann es versuchen. Kulinarische Offenbarungen darf man, ebenso wenig wie bei jedem anderen Pizzaservice, erwarten. Insgesamt waren wir mit der jeweils gelieferten Pizza zufrieden. konnie hat Restaurant Simla in 12359 Berlin bewertet "In diesem Lokal war jahrzehntelang ..." In diesem Lokal war jahrzehntelang ein chinesisches Lokal zu Haus. Die Betreiber wechselten, das Lokal wurde nicht besser davon. Schließlich schloss es Ende 2011. Lange wurde ein Nachfolger gesucht. Plötzlich passierte etwas in den Räumen, es wurde renoviert. Außen ein Schild, dass demnächst ein indisches Lokal eröffnen würde. Wir freuten uns, einen Inder gibt es in unserer näheren Umgebung noch nicht. So warteten wir gespannt, was weiter geschehen würde. Am 1. Januar 2013 war Eröffnung. Am 6. Januar fanden wir uns zum ersten Mal ein. Kaum zur Tür herein, wurden wir mit Hallo begrüßt: der Betreiber hatte vor fast 20 Jahren ein indisches Lokal in Neukölln geführt, in dem wir damals oft zu Gast waren. Er hatte uns sofort wiedererkannt. Was für eine Überraschung. Wir erfuhren, dass die Familie seit den 1990er Jahren das Restaurant Simla in Prenzlauer Berg an der Kulturbrauerei führt. Der Betreiber, wir erinnerten uns, wohnt seit vielen Jahren in Britz. Vor ein paar Monaten wurde ihm das jetzt neu eröffnete Lokal angeboten, da er in der Nähe wohne. So gibt es jetzt zwei indische Restaurants Simla in Berlin, die von derselben Familie betrieben werden. Auf der Speisekarte finden sich viele bekannte indische Gerichte; vegetarisch, mit Meeresfrüchten, Huhn, Lamm, Ente. Dazu Biryanis sowie Platten für mehrere Personen. Zur Freude meines Begleiters werden Lamm mit Linsen und Rahmkäse mit grünen Erbsen angeboten. Wir probierten Paneer Pakoras als Vorspeise sowie Chicken Mango für mich und natürlich Lamb Dansek (das Gericht mit den Linsen) für meinen Begleiter. Das Essen war lecker, die Portionen großzügig dimensioniert. Das Lammgericht wurde als mittelscharf bezeichnet. Für meinen Geschmack schon ziemlich heftig. Zu den Gerichten erhielten wir einen Salatteller. Leider eine verbreitete Unsitte: ein Salatteller für zwei Personen. Ein paar Tage später kamen wir wieder und brachten zwei Freunde mit. Die Freunde hatten in ihrem Briefkasten einen Gutschein gefunden, mit dem sie ein Begrüßungsmenü erhalten sollten. Sie bestellten es jeweils mit Lamm Curry als Hauptgericht. Als ersten Gang erhielten sie eine Linsensuppe. Als das Hauptgericht kam, sollte ihnen einmal Lamm Curry und einmal Chicken Saag (mit Spinat) serviert werden. Das wurde abgelehnt und ausdrücklich um zwei Portionen Lamm Curry wie bestellt gebeten. So teilten sich die beiden erst die eine Portion, später die andere Portion des Gerichts. Geschmeckt hat ihnen das Essen. Wir bestellten Chicken Pakoras sowie Ghobi Pakoras als Vorspeise, danach Chicken Dahiwala (Huhn in Joghurtsauce) für mich und Chicken Tikka Masala (Huhn in einer Sauce mit Ingwer und Koriander) für meinen Begleiter. Wie beim ersten Besuch schmeckten sowohl Vorspeisen als auch Hauptgerichte sehr gut. Beim zweiten Besuch erhielten wir einen Salatteller für vier Personen. Nun waren wir vier Freunde, die sich den Salat teilen sollten, das ist ja noch akzeptabel. Bei vier Geschäftsleuten oder Arbeitskollegen wird es ärgerlich. Diese Unsitte könnte man abstellen. Wir haben inzwischen mehrmals hier gegessen. Das Essen war bei allen Besuchen lecker; wir wurden freundlich bedient. Es werden preiswerte Mittagsgerichte angeboten. Mo - Fr von 12.00 h - 15.00 h. Preislich liegen sie um die fünf Euro. Als Fassbier wird Warsteiner angeboten. Außerdem gibt es einige Flaschenbiersorten. Das Weinangebot ist akzeptabel. Zudem werden Cocktails angeboten. Abends ist ab 20.00 h Happy Hour für die Cocktails. Die Preise für Speisen und Getränke bewegen sich im durchschnittlichen Rahmen. Das Ambiente ist ansprechend. Die Einrichtung ist neu, es wurde vor Eröffnung frisch renoviert. Die Farben sind in gelb – rot – braun gehalten, es wirkt einladend. Dazu ein paar schöne Bilder an den Wänden. Inzwischen gibt es eine Terrasse vor dem Lokal. Der Außenbereich ist durch einen Zaun vom Gehweg abgetrennt, dadurch sitzt man nicht auf dem Präsentierteller für die Passanten. Nur der Lärm der Hauptstraße direkt vor der Tür stört. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Nur manchmal etwas desorganisiert. Da kann es dauern, bis der Kellner sich wieder blicken lässt. Fazit: endlich ein indisches Lokal in Laufnähe. Wir haben uns bei allen Besuchen wohlgefühlt. Ich vergebe gern vier Sterne für das gute Essen und das schöne Ambiente. Einen Besuch des Restaurants Simla können wir empfehlen. In diesem Lokal war jahrzehntelang ein chinesisches Lokal zu Haus. Die Betreiber wechselten, das Lokal wurde nicht besser davon. Schließlich schloss es Ende 2011. Lange wurde ein Nachfolger gesucht. Plötzlich passierte etwas in den Räumen, es wurde renoviert. Außen ein Schild, dass demnächst ein indisches Lokal eröffnen würde. Wir freuten uns, einen Inder gibt es in unserer näheren Umgebung noch nicht. So warteten wir gespannt, was weiter geschehen würde. Am 1. Januar 2013 war Eröffnung. Am 6. Januar fanden wir uns... mehr lesen Restaurant Simla konnie hat Der Hot Dog Laden in 10781 Berlin bewertet "Seit langen Jahren existiert an die..." Seit langen Jahren existiert an dieser Stelle der Hot Dog Laden. Als wir wieder einmal vorbeikamen, fragte mein Begleiter, ob es ein Hot Dog sein sollte. Na klar, wenn wir schon mal da waren! Es ist ein Imbiss, die Hot Dogs erhält man am Schalter. Links und rechts daneben finden sich die Angebote. Angefangen vom Basic Hot Dog über den klassischen Dänischen Hot Dog finden sich auch Kraut Hot Dog mit Sauerkraut, französischer Hot Dog mit wahlweise süßem oder Dijonsenf und Baguette, Cheese Hot Dog mit Käse und Tomatenwürfeln. Dazu gibt es einige Chili-Varianten für diejenigen, die es etwas schärfer mögen. Selbstverständlich, schließlich sind wir in Schöneberg mit entsprechender Klientel, gibt es die Hot Dogs auch vegetarisch. Ich nahm den Cheese Hot Dog, mein Begleiter entschied sich für den französischen Hot Dog. Ich erhielt einen klassischen Hot Dog mit einer großen Portion Käse und Tomatenwürfeln darauf. Der französische Hot Dog erinnerte uns an eine Ketwurst: die Wurst wurde zusammen mit dem Senf an der Schmalseite in das Baguettebrötchen gesteckt. Beides schmeckte sehr gut. Die Würstchen kommen von Neuland. Der Basic Hot Dog ist für zwei Euro erhältlich. Die anderen Varianten mit weiteren Zutaten kosten ein paar Cent mehr. So teuer finde ich das nicht. Wer einen Nachtisch möchte, kann sich einen Brownie bestellen. Sie sahen selbstgemacht und lecker aus. Dazu gibt es diverse Getränke, im Hintergrund sah ich mehrere Kühlschränke mit den verschiedensten Getränken. Während wir warteten bewunderte ich die schöne Stuckdecke im Laden. Wer mit dem Pkw anreist, hat einige Schwierigkeiten, einen Parkplatz in dieser Gegend zu finden. Der U-Bahnhof Eisenacher Straße ist um die Ecke. Geöffnet ist täglich von 11.00 h – 24.00 h. Wir können jedem Hot Dog Liebhaber, der in der Gegend zu tun hat, einen Besuch bei diesem Imbiss empfehlen. Seit langen Jahren existiert an dieser Stelle der Hot Dog Laden. Als wir wieder einmal vorbeikamen, fragte mein Begleiter, ob es ein Hot Dog sein sollte. Na klar, wenn wir schon mal da waren! Es ist ein Imbiss, die Hot Dogs erhält man am Schalter. Links und rechts daneben finden sich die Angebote. Angefangen vom Basic Hot Dog über den klassischen Dänischen Hot Dog finden sich auch Kraut Hot Dog mit Sauerkraut, französischer Hot Dog mit wahlweise süßem oder Dijonsenf und... mehr lesen konnie hat Gaststätte Ebel in 12524 Berlin bewertet "Serviert wird bei Ebel Frühstück ..." Serviert wird bei Ebel Frühstück und deutsche Hausmannkost / gutbürgerliche Küche. Das Essen ist lecker. Die Portionen sind groß. Es gibt von Mo - Fr jeweils ein Tagesessen. Eine Übersicht über die Tagesessen der jeweiligen Woche und eine Speisekarte finden sich auf der Website. Events wie Preisskat, Diskoabende etc. sind ebenfalls auf der Website ersichtlich. Für Veranstaltungen gibt es mehrere Nebenräume und einen großen Saal für ca. 80 Personen. Es gibt eine kleine Bühne für die Musik, die separat an der linken Wand eingelassen ist. Für die Veranstaltungen werden auch Büffets angeboten. Einmal hatten wir eine Familienfeier im Saal für gut 40 Personen. Das Büffet war reichhaltig und lecker. Die Getränke ließen nicht lange auf sich warten, da eine Bedienung den ganzen Abend nur für unsere Feier zur Verfügung stand. Die Feier fand in einer angenehmen Atmosphäre statt, die Gäste haben sich wohl gefühlt. Das Ambiente ist gediegen-rustikal. Es wirkt gemütlich und einladend. Im Sommer gibt es einen Biergarten vor dem Lokal. Bedient wird man vom Inhaber und seinen Angestellten. Alle sind ausgesprochen freundlich und entgegenkommend. Das Lokal befindet sich in der Ortsmitte von Altglienicke, direkt gegenüber der Kirche. Wer deutsche Küche und eine freundliche Atmosphäre mag, ist hier richtig. Serviert wird bei Ebel Frühstück und deutsche Hausmannkost / gutbürgerliche Küche. Das Essen ist lecker. Die Portionen sind groß. Es gibt von Mo - Fr jeweils ein Tagesessen. Eine Übersicht über die Tagesessen der jeweiligen Woche und eine Speisekarte finden sich auf der Website. Events wie Preisskat, Diskoabende etc. sind ebenfalls auf der Website ersichtlich. Für Veranstaltungen gibt es mehrere Nebenräume und einen großen Saal für ca. 80 Personen. Es gibt eine kleine Bühne für die Musik, die separat an der linken Wand... mehr lesen konnie hat Restaurant Amera in 12103 Berlin bewertet "Auf das Amera wurde ich durch einen..." Auf das Amera wurde ich durch einen Internet-Eintrag aufmerksam. Die Beiträge bewerteten es großenteils gut, und ich machte mich auf der Website kundig. Der erste Besuch fand an einem Ostersonntag statt. Abends war das Restaurant gut besucht, es fand sich aber noch ein Tisch für uns. Wir mussten nicht lange auf die Karte warten. Dazu wurden ein Schälchen Oliven und Ciabatta serviert. Die Gerichte, von Pasta über Pizza bis hin zu Fleischgerichten, bewegen sich preislich im leicht gehobenen Niveau. Dafür sind die Portionen reichhaltig, und vor allem: das Essen ist lecker. Die Steinofen-Pizzen gibt es in zwei Größen: 32 cm und 40 cm. Die 40 cm-Pizzen können geteilt werden; jede Hälfte kann anders belegt werden. Für einen Aufpreis gibt es zu einer 40 cm-Pizza für zwei Personen zwei Salate dazu. Probiert haben wir die Pizzen noch nicht. Wir entschieden uns beim ersten Besuch für Ravioli Noci, gefüllte Ravioli mit Nusssauce, sowie Gnocci Napoli mit Tomatensauce und Hähnchenbrustfilet. Beide Gerichte waren ein Gedicht. Beim zweiten Besuch bestellte mein Begleiter Linguini mit Pfifferlingen von der Extrakarte. Ich probierte ein Fleischgericht; Hähnchenbrustfilet mit Gorgonzolasauce und Röstkartoffeln. Beide Gerichte waren wieder großzügig bemessen und sehr gut. Gefallen hat mir die Gorgonzolasauce, die nicht mit Sahnesauce gestreckt wurde, sondern leichter war und gut nach Gorgonzola schmeckte. Zu dem Fleischgericht wurden etliche Röstkartoffeln serviert; das sind angebratene Kartoffelhälften. Salat gab es nicht, er war auch nicht in der Karte erwähnt. Als Nachtisch probierten wir Tirami Su, die Hausspezialität. Es schmeckt wirklich lecker. Anstandslos wurden zwei Löffel gebracht, weil wir jeder keine ganze Portion mehr geschafft hätten. Die Getränke bewegen sich im oberen normalen Bereich. Bei den Weinen gibt es eine ordentliche Auswahl, wo jeder etwas finden sollte. Das Ambiente ist gediegen-elegant. Es passt zum leicht gehobenen Standard der Küche. Die bereits erwähnte Sommerterrasse ist geräumig, mit etlichen Tischen. Sie liegt an einer ruhigen Seitenstraße, Verkehrslärm stört hier nicht. Nur Parkplätze sind nicht ganz leicht zu finden. Das Personal haben wir freundlich erlebt. Beim ersten Besuch war man freundlich-distanziert, mit der Betonung auf freundlich. Ostersonntag findet sich sicherlich Laufkundschaft ein, die sonst nicht in der Gegend zu Hause ist. Man kannte uns ja nicht. Beim zweiten Besuch wurden wir von einem älteren Herrn, der offenbar zur Familie gehörte, bedient. Er war freundlich-kumpelhaft und sehr aufmerksam. Er gab sich alle Mühe, uns zu weiteren Besuchen zu animieren. Das hat er erreicht. Wir waren inzwischen öfter im Amera essen und jedes Mal von dem guten Essen angetan. Wir können einen Besuch im Amera empfehlen. Auf das Amera wurde ich durch einen Internet-Eintrag aufmerksam. Die Beiträge bewerteten es großenteils gut, und ich machte mich auf der Website kundig. Der erste Besuch fand an einem Ostersonntag statt. Abends war das Restaurant gut besucht, es fand sich aber noch ein Tisch für uns. Wir mussten nicht lange auf die Karte warten. Dazu wurden ein Schälchen Oliven und Ciabatta serviert. Die Gerichte, von Pasta über Pizza bis hin zu Fleischgerichten, bewegen sich preislich im leicht gehobenen Niveau. Dafür sind die... mehr lesen konnie hat Trattoria Pane e Vino in 12357 Berlin bewertet "Nachdem das Lokal lange geschlossen..." Geschrieben am 24.07.2013 2013-07-24 Nachdem das Lokal lange geschlossen war, wird es vom jetzigen Betreiber seit einigen Jahren erfolgreich bewirtschaftet. Wir sind versuchsweise nach langen Jahren wieder hingegangen. Das italienische Essen hat gehobenes Niveau zu durchschnittlichen bis leicht gehobenen Preisen. Egal ob Pasta, Pizza oder Fleischgerichte - uns hat es bisher immer geschmeckt (Fisch mögen wir nicht besonders, können wir daher nicht beurteilen). Zusätzlich zur Standardkarte gibt es eine monatlich wechselnde Extrakarte. Im Sommer besonders lecker finde ich Scaloppa al Limone – Schweineschnitzel mit Zitronensauce. Das schmeckt an heißen Tagen hervorragend. Einer meiner weiteren Favoriten ist Petti di Pollo alla Senape – Hühnerbrustfilet mit Senfsauce. Und Saltimbocca alla Romana geht immer. An Getränken gibt es Pils und Köstritzer Schwarzbier vom Fass. Dazu die in vielen Restaurants üblichen offenen italienischen Weine sowie eine gute Auswahl an Flaschenweinen. In einer Vitrine sind diverse Grappasorten in unterschiedlichen Preislagen ausgestellt. Es ist empfehlenswert, vor der Bestellung einen Blick auf die Preise zu werfen. Das Ambiente ist gediegen – gemütlich. Es gibt einen separaten Raum für Festlichkeiten sowie eine Raucher-Lounge. Im Sommer kann man im Garten vor dem Haus sitzen. Das Personal ist freundlich. Besonders hervorzuheben ist der Chef des Hauses, der immer äußerst zuvorkommend zu seinen Gästen ist. Einen Besuch können wir empfehlen. Das Lokal liegt eher versteckt an der Stubenrauchstraße. Wer mit dem Pkw anreist, hat es nicht weit bis zur Stadtautobahn-Auffahrt an der Stubenrauchstraße. Eine Haltestelle des M11 befindet sich direkt vor der Tür. Zum U-Bahnhof Zwickauer Damm läuft man ca. 5 Minuten. Nachdem das Lokal lange geschlossen war, wird es vom jetzigen Betreiber seit einigen Jahren erfolgreich bewirtschaftet. Wir sind versuchsweise nach langen Jahren wieder hingegangen. Das italienische Essen hat gehobenes Niveau zu durchschnittlichen bis leicht gehobenen Preisen. Egal ob Pasta, Pizza oder Fleischgerichte - uns hat es bisher immer geschmeckt (Fisch mögen wir nicht besonders, können wir daher nicht beurteilen). Zusätzlich zur Standardkarte gibt es eine monatlich wechselnde Extrakarte. Im Sommer besonders lecker finde ich Scaloppa al Limone – Schweineschnitzel mit Zitronensauce. Das... mehr lesen konnie hat Café & Crêperia in 12357 Berlin bewertet "Ein schönes Café mit einem ungew�..." Geschrieben am 22.07.2013 2013-07-22 Ein schönes Café mit einem ungewöhnlichen Angebot: es gibt Crepes in alles Variationen. Süß mit diversen Füllungen und Eis dazu, oder einige herzhafte Varianten. Außerdem sind Kuchen, Eisbecher und Frühstück erhältlich. Dazu verschiedene Kaffeespezialitäten und Teesorten. Wir haben uns im Lauf der Zeit durch das Angebot probiert und waren von allem angetan. Hauptsächlich werden von uns Crepes bestellt, wir haben auch schon einige Male hier gefrühstückt. Am Wochenende ist eine Reservierung zum Frühstück empfehlenswert. Es gibt eine Gutscheinkarte, in die für jede Tasse Kaffee oder Tee ein Stempel kommt. Ist die Karte nach 10 Stempeln voll, gibt es die 11. Tasse gratis. Die Speisen gibt es auch zum Mitnehmen, bis auf wenige Ausnahmen. Diese sind in der Karte entsprechend gekennzeichnet. Das Personal ist ausgesprochen freundlich und zuvorkommend. Das Ambiente entspricht einem Café und wirkt gemütlich. Die Atmosphäre ist entspannt und familiär. Viele Rudower und weitere Gäste kehren gern hier ein. Die netten Damen sind immer für einen Plausch zu haben. Im Sommer kann man im Garten hinter dem Haus sitzen. Auf den kleinen Parkplatz des Cafés passen höchstens vier Wagen. Weitere Parkplätze finden sich in den anliegenden Straßen. Rollstuhlfahrer gelangen durch den Garten und die Hintertür in das Lokal. Ein schönes Café mit einem ungewöhnlichen Angebot: es gibt Crepes in alles Variationen. Süß mit diversen Füllungen und Eis dazu, oder einige herzhafte Varianten. Außerdem sind Kuchen, Eisbecher und Frühstück erhältlich. Dazu verschiedene Kaffeespezialitäten und Teesorten. Wir haben uns im Lauf der Zeit durch das Angebot probiert und waren von allem angetan. Hauptsächlich werden von uns Crepes bestellt, wir haben auch schon einige Male hier gefrühstückt. Am Wochenende ist eine Reservierung zum Frühstück empfehlenswert. Es gibt eine Gutscheinkarte, in die für jede... mehr lesen Café & Crêperia Dieses Profil wurde 30350x aufgerufen. konnie hat 183 Bewertungen mit einer Durschnittsbewertung von 3.9 Sternen geschrieben. konnie hat am 01.Jan Geburtstag 1.125 Punkte 1.025 Punkte 43.934 Punkte 1.075 Punkte
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Die Entdeckung von Platons Atlantis VII a – Atlantisforschung Die Entdeckung von Platons Atlantis VII a 7. Die Industal-Kultur - Teil 1 Die Industal-Kultur stellte keinen vereinigten, zentralisierten Staat dar. Sie bestand vielmehr aus einzelnen, durch eine gemeinsame Kultur, Sprache, Keramik und effektiven Warenaustausch zusammengebundene Stadtstaaten. Die größten Gemeinschaften der Industal-Kultur könnten nicht weniger als 40.000 Einwohner beherbergt haben. Diese Städte hießen Harappa, Mohenjodaro, Dholavira, Lhotal und andere. All die identifizierten Gemeinschaften teilen bedeutsame gemeinsam Merkmale. Die Städte lagen in der Nähe von Flüssen. In den Zeiten ihrer höchsten Blüte waren sie in drei Teile geteilt - in die obere Stadt, die untere Stadt und die freien Gebiete zwischen den oberen und unteren Städten. Die obere Stadt lag gewöhnlich im Westen, wo ein künstlicher kleiner Hügel (Akropolis) aus Lehm und Ziegel erbaut wurde. Auf diesem kleinen Hügel befand sich eine Zitadelle, die sogenannte Kornkammer und manchmal auch ein Wasserreservoir, das wahrscheinlich für rituelle Bäder beutzt wurde (Mohenjodaro). Die ganze Akropolis wurde von einer verstärkten Mauer umgeben. Abb. 1 Das Kerngebiet der alten Industal-Kultur mit den beiden Metropolen Harappa u. Mohenjodaro Die untere Stadt, mit in einem regelmäßigen Gittermuster geordneten Häusern, lag an die obere Stadt mit den größten Gebäuden angrenzend. Ein- und zweigeschossige Bauwerke aus gebackenem Ziegel waren in Häuserblocks um den zentralen Hof gruppiert. Die Häuser konnten nur von den Seitenstraßen betreten werden, die die Hauptstraßen in einem gleichmäßigen, rechteckigen Muster kreuzten. Die meisten Häuser besaßen ihre eigenen Brunnen. Die handwerkliche Produktion in der unteren Stadt war im allgemeinen nur auf bestimmte Gebiete konzentriert. Der Friedhof lag immer neben der Stadt; die Gräber waren länglich und die Toten wurden zusammen mit Grabgefäßen, ihre Köpfe gen Norden weisend, beerdigt. Den meisten der Häuser hatten ihren eigenen Baderaum und Toiletten mit Wasserspülung. Die Badezimmer erfüllten wahrscheinlich nicht nur hygienische sondern auch rituelle Zwecke (Wäsche). Die Entwässerung des Wassers war auf Schwerkraftbasis konzipiert und das Wasser über einen schiefen Boden an den Ausgang floss. Die Röhren für das Haushaltsabwasser waren aus Ziegeln gemacht und mit einem Abwassersystem, das den Hauptstraßen folgte und mit großen Steinplatten oder Ziegeln bedeckt war, verbunden. Ein Hauptmerkmal der Industal-Kultur war die Herstellung von gebrannten Ziegeln mit einer Normgröße von 1:2:4. Die Industal- oder Indus-Sarasvati-Kultur entwickelte sich unabhängig von der sumerischen Kultur. Ihre Ursprünge führten auf ältere Überlieferungen von lokalen neolitischen und ersten chalcolithischen Gruppen der Bevölkerung zurück. Die ersten Spuren von ländlich-städtischen Siedlungen auf dem indischen Subkontinent wurden von französischen und pakistanischen Archäologen am Fluß Bolan im Belutschistan-Gebiet in Pakistan gefunden [...]. Die archäologische Mehrgarh-Lage, in diesem Gebiet liegend, war vom 7. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. bewohnt. Die früheste Siedlung bei Mehrgarh wird vertreten durch Funde von Seemuscheln vom Indischen Ozean und Pendants von zentral asiatischem Türkis, später ferner von Karneol und Lazurit. Um rund 3000 v. Chr. wuchs die Gemeinschaft von Mehrgarh zu einer Fläche von schätzungsweise 75 Hektar (185 Morgen). Muster seiner typischen Keramik, geschmückte mit schwarzer Farbe auf roter Farbe, wurden bis nach Baluchistan, Sindh und Afghanistan gefunden. Andere vorhergehende Kulturen, oder gleichzeitig mit der sich ausbreitenden Industal-Kultur, erschien im Kveta-Tal, Gemeinschaften bei Amri, Harappa und Kot Diji im Indus-Flußtal, Kalibangan im nördlichen Rajasthan und frühe landwirtschaftliche Gemeinschaften aus dem Sarasvati-Flußtal ab dem 4ten Jahrtausend. Die Indus-Tal-Kultur existierte zwischen 3300 (3500) v. Chr. und 1300 v. Chr. Die ältesten Phasen der Indus Tal-Kultur wurden neu festgelegt auf der Grundlage der Untersuchungen von Harappa durch von Dr. Jonathan Mark Kenoyera und Dr. Richard H. Meadowav in den Jahren 1996-1998 [...]. Die Ravi-Phase, benannt nach dem nahegelegene Fluss Ravi, wird nunmehr die älteste Periode von Harappa erachtet. Jetzt kommt als eine präzisere Bestimmung des Anfangs dieses Phase auf ca. 3500 v. Chr. in Betracht: in dieser Zeit existierte ein kleines Dorf an der Stelle des späteren Harappa mit einer Bevölkerung von mehreren Zehntausend Menschen. Funde aus dieser frühesten Periode enthalten außerdem Fragmente von keramischen Gefäße (ca. 3300 v. Chr.) mit den ersten Inschriften. Einige Inschriften wurden vor dem Brennen auf dem Boden der Keramik angebracht. Andere Inschriften wurden nach dem Brennen gemacht. (W155) Abb. 2 Rekonstruktion eines Teils der Industal-Metropole Harappa Die Industal-Kultur entwickelte sich unter etwas anderen klimatischen Bedingungen als die heutigen in diesem Gebiet. Monsune, Niederschläge vom Arabischen Meer tragend, erreichen den südlichsten Teil der ehemaligen Industal-Kultur (Golf von Khambhat und Kathiawar Peninsula) irgendwann nach dem 10. Juni. Weiter nordwestlich, kommen Monsune etwa um den 15. Juni bis zum Indus Fluß-Tal. Die durchschnittlichen monsunalen Niederschläge verringern sich von 800 mm auf 50 mm vom Golf von Khambhat bis an die Küste von Makran. Das heute vollständig abgeforstete Indus Fluß-Tal einschließlich seiner peripheren Teile und die Küste von Makran in Richtung Baluchistan wird geformt durch Wüsten und Semi-Wüsten und hochsalzigen Weideplätzen. Das Gebiet zwischen der pakistanischen Grenze und Kathiawar Peninsula, ein 45.652 km² großes Gebiet, wo Dholavira liegt, heißt Kutch (Kachchh). Ein großer Teil von Kutch wird von Rann von Kutch und Klein-Rann von Kutch deckend eine Fläche von ca. 23.300 km² gebildet. Das Gebiet von Rann von Kutch besteht für die meiste des Jahres aus trocken salzigen Ebenen bedeckt mit allgegenwärtigen Gipssalz-Sand ohne jegliche Vegetation und Wasser, mit Reste der letzten überlebenden indischen Wildesel, getrennt voneinander durch epithelische Zellen von Quatieär-Felsen. Die Sommertemperaturen in diesem Gebiet erreichen 46 C. Während des monsunalen Regens wird das Gebiet von Rann von Kutch von schnell vergehenden Bächen aus den umgebenden Hochländern überflutet. Die Überschwemmung bedeckt dann ein Gebiet von über 30.000 km2. Die vorherrschend wasserarme Halbinsel Kathiawar erstreckt sich weiter südlich (siehe Bildtafel 5 auf S. 132 (A)). An der Grenze der Halbinsel Kathiawar und dem Rest des indischen Subkontinents, ca. 20 km von der Mündung des Sabarmati-Flusses bis zum Golf von Khambhat, liegt die Stadt Lothal der Industal-Kultur, mit dem südlichsten Hafen für Seeschiffe des Bronze-Zeitalters. Solches Klima beeinflusste nicht, wie auch immer, die Entwicklung der Industal-Kultur. Dies wird dem einmaligen Überfluss oder den sorgfältig gebauten Ziegel-Wassergräben in den Indus-Städten zugeschrieben und zum Teil dem Zwang, den starken und häufigen Regen kanalisieren und verteilen zu müssen. (x161) Lieblingsmotive auf den gefundenen Siegeln sind Büffel, Elefanten, Nashörner, Tiger und Krokodile, die den Künstlern offensichtlich vertraut waren und als Sumpfland - oder Dschungel - Tiere gelten. Es kann deshalb bestimmt werden, daß die ersten Städte der Industal-Kultur sich in einer Monsun-Region in bewaldeten Tälern der Flüsse Indus und Sarasvati entfaltete, mit Wäldern, die genügend Feuchtigkeit von den zwei Hauptflüssen - Indus und Sarasvati - und vielen anderen Nebenflüssen vom Himalayas in das Gebiet des damaligen Rann von Kutch enthielten. Die Industal-Kultur begann die früher bewaldeten Täler des Indus und des Sarasvati durch zügellose Bauholzausbeutung zu verwüsten. Holz wurde benutzt zum Brennen von Millionen Tonnen von Ziegelsteinen für die Errichtung von Städten. Kein anderes Material war wahrscheinlich imstande, der hohen Luftfeuchtigkeit in den Tiefebenen für eine längere Zeit zu widerstehen. Dies wird schließlich dadurch bestätigt, dass gebrannte Ziegel fast nie in den die Städte umgebenden Bergen benutzt wurden. Nach mesopotamischen Quellen war Bauholz für Bauten und als Handelsware außerdem für Bahrain und Mesopotamien beliebt. Offensichtlich wurde Bauholz auch für Bauten in Indien benutzt. Gleichzeitig war Weidehaltung auf dem Vormarsch. Viehweiden an Stellen ehemaliger Waldungen wurden durch Haustiere (Rinder, Ziegen, Schafe) verwüstet. Bewässerungsunterstützte Landwirtschaft bewirkte ein versalzen des Erdreichs. Derselbe Prozess ereignete sich in Mesopotamien. Diese menschlich und zivilisationsbedingten Veränderungen der Landschaft führten zwangsläufig zur Entstehung von Wüsten und Semi-Wüsten. Außerdem begann im 4. Jahrtausend v. Chr. der Anstieg der nördlichen Küste des Arabischen Meeres. Abb. 3 Der legendäre Fluß Saraswati. Links: Darstellung des vedischen Sarasvati nach Shridhar. Rechts: Die heutige Saraswati-Region (2000 n. Chr.) Auf diese Tatsache wurde bereits von dem Hydrologen R. L. Raikes hingewiesen. Seine Schlussfolgerungen bestätigten die Untersuchungen von G.F. Dales, der bewies, dass die Industal-Gemeinschaften an der Küste von Makran faktisch als Seehäfen fungierten, obwohl sie jetzt weitab vom Meer liegen: Sotoka-Koh 13 km, Sutkagen-Dor 56 km und Bala-Kot 19 km. Dales bemerkte, dass drei Naturgewalten hier zusammentrafen: andauernder Anstieg der Meeresküste, schnelles Absetzen von Ablagerungen in den Mündungen der Flüsse Dasht und Shadi Kaur, wo zwei der Gemeinschaften lokalisiert wurden, und permanente Vermehrung von Stränden auf Grund der Ablagerungen von durch die Wellen transportiertem Sand. Eine ähnliche Situation trat außerdem in der Mündung des Indus und anderer Flüsse auf. Nordwestliche Monsune brachten Sand in die Flussmündungen. Der Anstieg der Küste verursachte mehrmals Flussverlagerungen, wie durch archäologische Funde in Lothal (Abb. 5) und Mohenjodaro bewiesen wurde. Die Existenz des verschwundenen vedisch-mythologischen Sarasvati (Abb. 3), in Indien, ebenfalls bestätigt von der Rigveda, wurde schließlich von französischen Satellitenbilder-Untersuchungen - SPOT - bestätigt. Basierend auf großflächigen geologischen Forschungen, verbunden mit der Entdeckung des ehemaligen Flußbettes des vedischen Sarasvati (), unterstützt durch Studien in Seismologie, Gemorphologie, Geoarchäologie, Apleoklimatologie und vielen anderen wissenschaftlichen Disziplinen, kann die zeitliche Abfolge der Austrocknung des Sarasvati-Fluß-Systems genau beschrieben werden. Nach Dr. Radhakrishna begann die Austrocknung des Sarasvati um rund 3000 v. Chr. als Ergebnis tektonischer Bewegungen und anderer natürlicher Prozessen; der Sarasvati hörte auf, in das Arabische Meer im Rann von Kutch-Gebiet nicht später als um rund 2000 v. Chr. zu fließen. (x165) Der seichte Golf dieser Zeit stieg wie die Küste von Makran. Das Fehlen des Zuflusses des Sarasvati-Wassers in den Golf bewirkte sein Austrocknen und die Entstehung von Rann von Kutch. Der Sarasvati schwenkte in den Osten und sein Wasser wurde vermutlich vom Fluß Yamuna eingefangen. Das Flußbett des Sarasvati trocknete schließlich um rund 1500 v. Chr. bis 1300 v. Chr. vollkommen aus. Intensive bewässerungsabhängige Landwirtschaft, Weidehaltung, Abforstung, Bauholzausbeutung und das Backen von Ziegelsteinen in den Tälern sowie natürliche Vorgänge, wie etwa die Austrocknung des Sarasvati, die Entstehung des Rann von Kutch, der Anstieg der nördlichen Küste des Arabischen Meeres, häufige tektonische Bewegungen verursachen - nebst Monsunen - weitläufige Überschwemmungen, ebenso wie die Änderung des Verlaufs des Indus-Flussbettes und der Anstieg seines Wassers, beschleunigten den allmählichen Rückgang der Industal-Kultur und den Wandel der blühenden grünen Täler der Flüsse Indus und Sarasvati in das heute jämmerliche Land. Die Industal-Kultur erfüllt alle die Voraussetzungen der sumerisch mythologischen und administrativen Dokumente aus ägyptischen, assyrischen und griechischen Quellen, die in den Tabellen 11, 12, 13 und 15 auf den Seiten 93-98 (A) aufgezählt sind und Dilmun und Atlantis beschreiben. Die Region der Industal-Kultur ist identisch mit der Beschreibung von Atlantis in den Dialogen Kritias und Timaios (siehe Tabelle 12 auf S. 94 (A)) und liegt in der Region, wo Atlantis gemäß Platon liegen sollte (siehe Karte Nr. 5 Lage von Atlantis, S. 59 (A)). Diese Kultur lag an der Küste des Äußeren Weltmeeres (dem Atlantischen Meer der Griechen). Die Region der Industal-Kultur wurde vom Flachland des Indus-Flußtales im Westen und vom Sarasvati-Flußtal, jetzt ausgetrocknet, im Osten abgegrenzt. Das Tal war nach Süden abfallend, wie von Platon angegeben und die Flüsse flossen in das Arabische Meer. (Der Sarasvati-Fluss floss an der Stelle des heutigen Rann von Kutch in der Nähe der Insel Khadir in das Arabische Meer.) Das Gebiet der Industal-Kultur erstreckte sich über die Halbinsel Kathiawar, wo an ihrer Grenze mit dem Rest des indischen Subkontinent in der Nähe des Sabarmati-Flusses die Stadt Lothal ausfindig gemacht wurde. Mehrere Inseln lagen zwischen der Mündung des Sarasvati Flusses und der Kathiawar Halbinsel. Auf einer von ihnen wurde eine andere Industal-Stadt entdeckt – Dholavira. Die Industal-Kultur war im Norden begrenzt und geschützt von den Bergketten des Himalaya (Abb. 4) - nach Platon das größte und schönste Gebirge der Welt. Im Westen wurde das Territorium der Industal-Kultur begrentzt von den Bergen in Belutschistan und von der Zentral-Makaran-Bergkette bis an das Meer. Im Osten grenzten die Täler der Flüsse Indus und Sarasvati an das gebirgige Rajasthan. Die Bergkette des westlichen Ghats, steil zum Meer abfallend, liegt an der westlichen Küste südlich von Lothal (siehe Bildtafel 17, S. 145 (A)), wie ebenfalls von Platon im Kritias-Dialog angegeben. Anders als Bahrain wurde die Indus Tal-Kultur in einer Monsun-Region lokalisiert, wie Atlantis nach Platon und Dilmun gemäß des sumerischen Mythos' "Enki und Ninhursanga". Es war eine Region mit einer Menge an Bäumen, die für Erzeugung von Bauholz und zum Schiffsbau verwendet wurden, Kokosnuß-Palmen (siehe Bildtafel 15, S. 144 (A)) und Bananen (siehe Bildtafel 16, S. 144 (A)). Elefanten lebten ebenfalls hier. Die Industal-Kultur war vertraut mit bewässerungsunterstützter Landwirtschaft und baute Kanäle und Deiche. Abb. 4 Die Bergketten des Himalaya begrenzten das Kerngebiet der Industal-Kultur im Norden. Industal-Städte lagen in Indien östlich von Mesopotamien, "wo die Sonne aufgeht" gemäß des sumerisch mythologischen Textes "Die Sintflut- Geschichte". In der sumerischen Mythologie wird gesagt, "sauber ist das Dilmun Land". (E1-4). Von allen im 3. Jahrtausend v. Chr. existierenden Zivilisationen zollten nur die Bewohner der Indus Tal-Städte ihrer persönlichen Hygiene konsequente Beachtung. Sie benutzten Badezimmer, Toilettenspülung und ausgeklügelte Abwassersysteme. Ihre Religion war wahrscheinlich ebenfalls mit einem reinigenden Bad verbunden. Die Industal-Kultur kann zurecht mit den Worten "sauber ist das Dilmun Land" charakterisiert werden. Ein sumerischer Text, ungefähr auf 1900 v. Chr. datiert, erwähnt ein "mina" von Dilmun, das dasselbe Gewicht wie die Standardgewichtseinheit hatte, wie das von der Industal-Kultur verwendete. Die Industal-Kultur trieb mit Mesopotamien, Oman und Afrika schon während des 3ten Jahrtausend v. Chr. und exportierte besonders Halbedelsteine, verschiedene Korallen, Elfenbein, Erzeugnisse aus Elfenbein, Kupfer, Silber, Gold, Goldstaub, Bauholz, hölzerne Produkte, Karneol, Lazurite und Tücher aus Baumwolle, d.h.., Erzeugnisse, die allgemein auf die Güter von Dilmun verwiesen. Kupfer wurde von den Indus-Tal (Dilmun) Kaufleuten nicht nur aus Rajasthan bezogen, sondern auch von Oman eingeführt. Nach Weisgerberg enthielt das Kupfer aus Oman Arsen. Nur in Lothal wurde arsenhaltiges Kupfer durch Veredelung und andere chemische Vorgänge gereinigt. Von über 3000 Kupfer/Bronze-Objekten, die von Dr. B. B. Lal, Hauptarchäologie-Chemiker in Indien, chemisch untersucht und analysiert wurden, enthielt nicht ein einziges Objekt Arsen. Reines Kupfer, verarbeitet mit solchen Methoden, wurde von den Industal-Kaufleuten in Form von Barren nach Mesopotamien exportiert. Handel mit Afrika wird eindeutig dokumentiert durch archäologische Funde in Lothal, beginnend um 2400-1900 v. Chr. Das Lothal dieser Zeit (siehe Bildtafel 8 auf S. 140 (A)) war ein bedeutsamer Handelshafen mit der ganzen Welt. Abb. 5 Der große Handelshafen der alten Industal-Stadt Lhotal in einer neuzeitlichen Darstellung. Lothal rühmte sich ebenfalls eines Hafens aus gebrannten Ziegelsteinen für 216 m lange und 37 m breite Seeschiffe, umringt von einem 3 m hohen Ziegeldamm [...]. In Lothal wurden eine Terrakottafigur, die an eine ägyptische Keramik erinnert, und eine Terrakottafigur eines afrikanischen Gorillas gefunden. Eine ähnliche Figur wie der afrikanische Gorilla wurde aus feinem Alabaster im Tempel der Göttin Isthar Kititum bei Nerebtum (Tell Ichcali) östlich des Diyala-Flusses in Sumer aus der Periode von Isin und Larsa entdeckt. Teile von Fayence-Korallen, gefunden in großer Zahl im Flusstal des Indus, kommen auch im nördlichen Syrien, auf Kreta und in Ägypten zwischen 3000 v. Chr. und 1500 v. Chr. vor. Andere Belege einschließlich einer örtlichen Verzierung in Form eines Kleeblattes, das aller Voraussicht nach von astraler Bedeutung war, lassen Kontakte zwischen der Indus Tal-Kultur und Sumer, dem Mittelmeer und Afrika vermuten. Es wurde auf einer Skulptur und einem Steinsockel in Mohenjo Daro ebenso wie auf einem Stein, Keramik und hölzernen Erzeugnissen in Mesopotamien, auf Kreta und in Ägypten, datiert auf den Zeitraum zwischen 2300 v. Chr. und 1300 v. Chr. gefunden. Verbindungen existierten ebenfalls zwischen Mesopotamien und Afrika schon ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.: Ein Bernsteinanhänger, in der frühdynastischen Schicht bei Tell Asmar gefunden, stammt, nach einer geologischen Analyse, von der Insel Sansibar. Vermischungen von mythischen Motiven treten zwischen den Kulturen in Afrika, Mesopotamien und den Indus- und Sarasvati-Flusstälern auf. Das wird bewiesen durch den Fund eines prä-dynastischen Feuersteinmessers mit einem Griff aus einem Flusspferd-Stoßzahn, das im Gabal el Arak Gebiet in Zentralägypten ausgegraben wurde: eine Seite des Handgriffs zeigt einen Helden, der zwei getötete Löwen in seinen Armen hält. Dasselbe Motiv wird ebenfalls auf einer Stele aus Uruk beurkundet, die aus der gleichen Zeit stammt. Die Stele stellt vermutlich Gilgamesch dar: das Epos von "Gilgamesch" beschreibt Gilgamesch, gekleidet in einem Löwenfell, wie er auf einem Bergpass auf seinem Weg nach Dilmun zwei Löwen tötet. Ein grundsätzlich ähnliches Motiv wird auf einer konvexen Terracotta-Tafel aus Harappa gezeigt: ein Held tötet zwei Tiger (statt Löwen) und hält sie in seinen Armen [...]. Im gleichen Epos behauptet Gilgamesch auch, dass er unter anderem Tiger getötet hätte. Mythen beschreiben Gilgamesch als mit einem Löwenfell bekleidet und um die ganze damals bekannte Welt im 3. Jahrtausend v. Chr. herumziehend. Die Mythen könnten der Industal-Kultur bekannt gewesen sein wie die Herakles-Abenteuer, die viele ähnliche Parallelen mit dem Abenteuer von Gilgamesch zeigen und später der ganzen Mittelmeer-Region bekannt waren. Die Möglichkeit von Schiffahrt zwischen Mesopotamien, Oman, Indien und Afrika im 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. wurde durch Thor Heyerdahl in seinem Experiment ausprobiert. Im Jahre 1977 baute er ein Schilfboot, Tigris, das eine genaue Kopie der ursprünglichen Schiffe der alten Sumerer war und wie auf sumerischen Siegeln, aber auch auf Felsmalereien in ägyptischen Wadis zwischen dem Nil und dem Roten Meer zu sehen sind. Seine traurige Expedition begann er von Irak nach Bahrain, über den persischen Golf nach Oman und von Oman nach Pakistan an die Mündung des Indus. Von dort steuerte er über den indischen Ozean und beendete seine Expedition in Eritrea im März 1978. Abb. 6 Java und Sumatra könnten mit Yavana Dvips und Suvarna Dvipa aus dem Rigveda identisch sein. Kontakte zwischen der Industal-Kultur und Afrika werden ebenfalls durch die Sammlungen der Veden bestätigt, deren Anfänge - gemäß der heutigen Schätzungen von Experten - mindestens in das 3. Jahrtausend v. Chr. reichen. Zum Beispiel gibt die Rigveda eine Beschreibung des noch nicht ausgetrockneten Sarasvati mit grünem Land und entwickelter Kultur. Die Rigveda liefert auch Verweise auf verschiedene Überseereisen und Abschnitte beschreiben habgierige Kaufleute, die Schiffe in fremde Länder senden. Das Ramajana liefert ferner eine Beschreibung vom Überseehandel zwischen Indien und anderen Ländern. Einer der Abschnitte verweist auf Yavana Dvips und Suvarna Dvipa, die normalerweise mit den Inseln Java und Sumatra der Malaisischen Inselgruppe identifiziert werden und es gibt ebenfalls einen Verweis auf Lohita Sagara oder das Rote Meer.) Aufgrund der oben gegeben Erkenntnisse kann geschlossen werden, daß der sumerische Spruch "sauber und jungfräulich und ursprünglich ist das Land Dilmun" aller Voraussicht nach die Industal-Kultur oder, genauer, seine nahegelegenen Städte Dholavira und Lothal meinte. Im Gegenteil kann diese Kultur niemals gleichzeitig Meluha genannt worden sein. Einige Passagen im Mahbharata beziehen sich die See und Seereisen. Die Sabha Parva besschreibt, wie Sahadeva, der jüngste Bruder der fünf Pandavas, mehrere Inseln im Meer besuchte und die Mlechcha-Bewohner besiegte. Der Ausdruck Mlechcha stützt sich wahrscheinlich Meluha. Aufgrund des alten Hindu-Epos muß Mlechcha irgendwo im Meer liegen, aber es war nicht Indien. Nur drei Gebiete existierten zu Beginn des 4. und 3. Jahrtausends, die mit Mesopotamien Handel betreiben konnten: 1. Die Industal-Kultur (Dilmun), 2. Oman und der innere Teil des Persischen Golfs (Magan) und 3. afrikanische Länder an der nordöstlichen Küste, von den Ägyptern Punt genannt. Damit bleibt Afrika als einziger Kandidat für Meluha. Das wird durch viele Hinweise in der sumerischen Literatur bestätigt. Der Mythos "Enki und die Weltordnung" betont den Anbau von hochwachsenden Schilf in Meluha. Es ist ganz klar, daß die Beschreibung auf Papyrus geschrieben wurde. Papyrus ist eine Pflanze, die 6 m Höhe erreicht, einen dicken, dreieckigen Stengel besitzt, in einem großen Kegel endet und früher in großen Mengen entlang des ganzen Nil-Verlaufs angebaut wurde. Meluha wird in akkadischen Texten als ein fremdes schwarzes Land beschrieben. Die Bezeichnung 'schwarzes Land' könnte zurückgreifen auf die schwarze Bevölkerung, die die nordöstliche Küste von Afrika bewohnt. Ebenfalls ist eine zweite Erklärung möglich: der von den Ägyptern benutzte Ausdruck schwarzes Meluha, genannt Takemet (Kemet) oder Schwarzes Land könnte sich auf Ägypten selbst beziehen. Nach sumerischen Quellen, vertreten von Übersetzern, vermittelt Mesopotamien auch die Verbindung mit den Kaufleuten von Meluha. Abb. 7 Ein Artefakt aus dem Industal, das der Kultur von Meluha zugeschrieben wird. Überdies wurde Meluha als ein fremdes Land verstanden, anders als Dilmun und Magan. Das kann man nur durch ein Faktum erklären. Die Einwohner von Meluha sprachen eine fremde Sprache, nicht verständlich für die Sumerer und ihre Hautfarbe war schwarz. Andererseits wurden die Bewohnern von Dilmun und Magan nicht als Ausländer in Sumer betrachtet. Deshalb müssen sie eine ähnliche, verwandte Sprache gesprochen haben und sie müssen auch ähnlich in ihrem physischen Erscheinungsbild ausgesehen haben. Die Gründer der Industal-Kultur waren, aufgrund der neuesten Forschungen von vielen wissenschaftlichen Disziplinen, Dravidier. Die meisten Wissenschaftler neigen zu der Ansicht, daß die sumerische Sprache außerdem ihren Stamm von den Dravidianern hat. Die Analysen von Skelettstücken aus Indien, Mesopotamien, Oman und Bahrain aus dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. liefern im wesentlichen dieselben Resultate. Die Einwohner dieser Ländern waren zwei anthropologische Typen - der kurzschädelige Typ und langschädelige Typ. Die Sumerer nannten sich selbst "Schwarzköpfe" wegen der Farbe ihres Haares. Die Dravidier, nach wie vor am häufigsten im südlichen Indien lebend, besitzen ebenfalls ausschließlich schwarzes Haar. Wie durch die genetischen Forschungen von Dr. Hussain, der die genetischen Veränderungen, die verantwortlich für Thalassaemia und Fathalassaemia sind, studierte, gezeigt, kann eine klare genetische Ähnlichkeit zwischen der Bevölkerung von Kuwait über das östliche Saudi Arabien bis nach Bahrain und Indien aufgespürt werden. Gemäß mesopotamischen Aufzeichnungen fungierte Magan als eine Transferstelle für Waren nach Meluha. Dies besagt, daß Meluha weiter von Mesopotamien als Magan gelegen haben muß. Es war einzig Magan zu dem Sumerer eine groß Menge von Lebensmittel-Erzeugnisse exportierten. Deshalb muß Magan in der Nähe der sumerischen Städte gelegen haben. In den meisten mesopotamischen Quellen wird Dilmun in Beziehung mit Magan gestellt und seine Nähe zu Dilmun wird nachdrücklich betont. Die westlichsten Gemeinschaften der Industal-Kultur längs der Makran-Küste in Richtung Iran liegen weniger als 300 km von der Küste von Oman - Magan - jenseits der See. Im Gegensatz dazu lag Meluha nicht nur erheblich weiter von Magan, das als eine bloße Transferstelle für die Waren für Meluha fungierte, sondern auch von Dilmun. Nach hinduistischen Epen wurde Meluha, oder Mlechcha, im Meer weit von Indien ausfindig gemacht. Abb. 8 Eine Karte mit vermuteten Hochkulturen Afrikas. In welcher Verbindung könnten sie mit der Industal-Zivilisation gestanden haben? Meluha kann deshalb nur westlich der Küste von Oman, irgendwo an der afrikanischen Küste, gelegen haben. Die Nennung der afrikanischen Küste unter dem Namen Meluha ist bereits wahrnehmbar ab dem 14. Jahrhundert v. Chr., wie aus seiner Benutzung in der el-Amar Korrespondenz zu vermuten ist. Die Bezeichnung "Schwarzes Land" für Meluha, bezugnehmend auf die Gesichtsfarbe der Herrscher von Meluha, wird ebenfalls von der Inschrift des assyrischen Königs Sargon II. und seinem Nachfolger Sennacherib angedeutet. Sie verlegten Meluha nach Oberägypten, das in der 25. Dynastie von schwarzen Monarchen nubischer Abstammung in den Jahren 745-664 v. Chr. beherrscht wurde (das heutige südliche Ägypten und der nördliche Sudan) und die nach und nach Macht über das ganze Ägypten gewannen. Eine Synthese der obigen Information zeigt, daß die wahrscheinlichste Stelle, wo Meluha im 3. Jahrtausend v. Chr. lokalisiert wurde, die nordöstlichste Küste von Afrika (8) ist, d.h., die Region des östlichen Sudan und Eritrea. Dort ist es auch, wo das Land Punt erwartet wird, von wo ähnliche Arten von Gütern von den ägyptischen Monarchen ab dem 3ten Jahrtausend v. Chr. importiert wurden, wie auch die Warenimporte der Sumerer und Akkadier von Meluha. Später, nachdem das geographische Wissen der Babylonier und Assyrer eine höhere Stufe erreichte, wurde Meluha unmittelbar mit Ägypten identifiziert. Mutmaßliche Standorte von Dilmun, Magan und Meluha im 3ten Jahrtausend v. Chr. werden auf Karte Nr. 8 auf S. 115 (A) gezeigt. (Auf Karte Nr. 8 ist die Industal-Kultur = "Protoindicks civilizace") Eine Wechsel in der traditionellen Terminologie in der Bezeichnung von Dilmun könnte wirklich irgendwann nach 2000 v. Chr. geschehen sein. Dem folgte der Niedergang der Stadt Dholavira mit einer Bevölkerung von 20.000, wahrscheinlich im Zuge der Austrocknung des Sarasvati und dem Versagen des ganzen Sarasvati-hydrologischen Systems. Die Kaufleute von Dilmun zogen wahrscheinlich in der gleichen Periode nach Bahrain, worauf später die Übertragung des Namens von Dilmun auf Bahrain resultieren könnte. (1) http://www.saxakali.com/COLOR_ASP/harappa.htm (nicht mehr online) (2) http://www.yrec.org/images/harappa_reconstruction.gif (nicht mehr online) (3) http://www.geocities.com/narenp/history/info/river.htm (4) http://terra.kueps.kyoto-u.ac.jp/~sake/himalaya.jpg (nicht mehr online) (5) http://www.harappa.com/lothal/index.html (nnicht mehr online) (6) http://www.reptilienundco.de/Karte-Javagr.jpg (nicht mehr online) (7) http://www.archaeology.gov.ae/bronze_pic.html#images/bronze_p7_1.jpg (nicht mehr online) (8) http://community-2.webtv.net/BARNUBIANEMPIRE/BLACKPEOPLEBLACK/index.html (nicht mehr online) Abgerufen von „http://atlantisforschung.de/index.php?title=Die_Entdeckung_von_Platons_Atlantis_VII_a&oldid=12221“ Diese Seite wurde zuletzt am 26. November 2009 um 22:57 Uhr bearbeitet.
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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q-de-2217
Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Eine Darstellung des Faschismus über seine Entstehung, Bedeutung ... | Hausarbeiten publizieren Die Entstehung des Faschismus Gründung und Aufstieg der „fasci di combattimento“ Der „Marsch auf Rom“ Bundeszentrale für politische Bildung, Informationen zur politischen Bildung 123/126/127, Sonderauflage 1982, Seite 11,66 Geschichte und Geschehen A 4, Klett-Verlag, Stuttgart 1997, Seite 28 - 30 MANTEI, Christian, Der italienische Faschismus, Internet, www.unimagdeburg.de MAY, Dieter, Die faschistische Herausforderung, Internet, www.grin.de/hausarbeiten ZANGE, Melanie, Die Entstehung des Faschismus in Italien, Internet, www.hausarbeiten.de Seit Aufkommen des Faschismus beschäftigen sich Anhänger und Gegner mit dem Phänomen „Faschismus“. In der politischen Publizistik ebenso wie in der wissenschaftlichen Literatur wurden zahlreiche Theorien über Entstehungsursachen und Erscheinungsformen des Faschismus entwickelt. - Die früheste Deutung stammt von Kommunisten/Marxisten; sie besagt, faschistische Parteien entstünden immer aus wirtschaftlichen Interessen von Kapitalisten, die durch faschistische Diktatur ihre Macht zu erhalten suchten. - In der westlichen Faschismusforschung wird von Wissenschaftlern die Auffassung vertreten, der Faschismus sei aus dem Abwehrwillen gegenüber Kommunismus und Bolschewismus entstanden. - Eine wiederum andere Interpretation hebt stärker die Bedeutung der einzelnen Persönlichkeit für Entstehung und Entwicklung faschistischer Parteien hervor. Insbesondere beim deutschen Nationalsozialismus müsse dem „Faktor Hitler“ eine entscheidende Rolle zugemessen werden. Karl Dietrich Bracher warnt vor einer undifferenzierten Verwendung des Begriffs Faschismus: „ Der inflationäre Gebrauch des Faschismusbegriffes, gängig nicht nur in kommunistischer Propaganda, sondern auch wieder verstärkt in liberaler Publizistik und Wissenschaft, bedeutet im Grunde die Bagatellisierung einer wirklich totalitären Diktatur wie der nationalsozialistischen, weil damit alles in einen Topf geworfen wird; ob es sich um Militärregime oder Entwicklungsdiktaturen oder lateinamerikanische Oligarchien 1 handelt, oder ob westliche Demokratien in ihren Krisenpunkten als faschistisch bezeichnet werden. Das läuft entweder auf eine Dämonisierung aller Diktaturtendenzen oder aber auf eine Bagatellisierung derjenigen Regime hinaus, die wie das nationalsozialistische Gewalt und Vernichtungssystem auch vom italienischen Faschismus weit und prinzipiell unterschieden sind “ . Mussolini selbst beschrieb 1932 seine Lehre des Faschismus wie folgt: „Der Faschismus ist eine antiindividualistische Idee, welche für den Staat eintritt. Das Individuum wird akzeptiert, soweit es im Staat aufgeht. Der Faschismus ist gegen den Liberalismus, da dieser im Sinne des einzelnen Individuums regiert und handelt. Die einzige Freiheit, die der Faschismus akzeptiert, ist die des Staates und des Individuums im Staat. Der Faschismus ist totalitär ( alle Lebensbereiche erfassend ) und der faschistische Staat, als Zusammenfassung und Vereinheitlichung aller Werte gibt dem Volk Bedeutung, bringt es zur Entfaltung und kräftigt es. Außerhalb des Staates werden keine Parteien, Syndikate, Vereine oder Klassen geduldet. Der Faschismus geht in seinem Denken von der Realität aus und glaubt nicht an den ewigen Frieden. Daher lehnt er auch den Pazifismus ab. Nur der Krieg allein bringt die Menschen zu Höchstleistungen und verleiht ihnen die Würde des Adels. Alle anderen Erprobungen sind nur Ersatz, da sie den Mann nicht vor die Alternative von Leben und Tod stellen. In der Lehre des Faschismus ist „impero“, die Ausdehnung der Nation, ein geistiger und moralischer Begriff, „impero“ gilt als Zeichen der Vitalität. Der Faschismus ist die angemessene Lehre, um die Bestrebungen und den Geist eines Volkes darzustellen, welches sich nach Niederlagen und Jahren der Fremdherrschaft wieder erhebt. Doch das „impero“ erfordert viel Disziplin, Zusammenwirken der Kräfte, Pflichten und auch Opfer von den Menschen“. Was den italienischen Faschismus abhob von anderen Formen und „Bewegungen“ in Europa, die dem Nationalsozialismus verwandte Merkmale aufwiesen, war sein früher Erfolg, der ihn zum Vorbild für die Machtergreifungspläne in anderen Ländern werden ließ. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Zerstörung der alten Ordnung suchten viele Menschen in Europa nach neuen Orientierungen. Große Anziehungskraft besaß die sozialistische Umwälzung in Russland. Vielen galt aber auch die faschistische Diktatur in Italien als Vorbild für eine erstrebenswerte politische Ordnung. Wie war der Faschismus entstanden und was waren seine Kennzeichen ? Viele Menschen in Italien waren vom Kriegsausgang enttäuscht. Obwohl das Land den Siegern des Krieges gehörte, erhielt es nur einen Teil der Gebietsgewinne, die die Alliierten zugesagt hatten. Die Nationalisten beklagten den „verlorenen Sieg“ und forderten weiterhin Landbesitz rings um Adria und Ägäis sowie Kolonialgebiete in Afrika. Der besitzlosen Landbevölkerung war während des Krieges eine Landreform versprochen worden. Aber sie bleib aus. Deshalb schlossen sich viele Landarbeiter zu Gewerkschaften ( Ligen ) gegen die Großgrundbesitzer zusammen. Es gelang ihnen, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen. Auch die Gewerkschaften der Industriearbeiterinnen und -arbeiter konnten durch Streiks und Fabrikbesetzungen bessere Einkommen und Lebensbedingungen durchsetzen. Wegen der Erfolge der Arbeiterbewegung befürchteten die bürgerlichen Mittelschichten, deren Situation sich vergleichsweise verschlechterte, eine Revolution wie in Russland. In dieser wirren und unsicheren Nachkriegssituation entstand der Faschismus. Im März 1919 gründete Benito Mussolini, ursprünglich führender Funktionär des radikalen Flügels der Sozialistischen Partei, faschistische „Kampfbünde“. Ihr Symbol waren die „Fasces“, das Rutenbündel mit dem Beil als Zeichen der Amts- und Gerichtsgewalt im antiken Rom. Mit bescheidenem Kapital wurde die Partei „fasci di combattimento“ gegründet. Es schlossen sich Menschen aus verschiedensten Bevölkerungsgruppen Mussolinis Partei an. Das Parteiprogramm war eher linksgerichtet. Die Partei forderte: Acht- Stunden Woche, Mindestlöhne, Versicherungen ... und die Einführung der Republik. Aber die Partei erzielte nirgends den erhofften Sieg, nein im Gegenteil, sie schafften es bei der Parlamentswahl 1919 nicht einmal einen einzigen Abgeordneten ins Parlament zu bringen. Mussolini zog die Konsequenzen. Er merkte, dass mit dem linken Parteiprogramm nichts zu holen war, da hier sowieso die Sozialisten dominierten, stattdessen folgte er nun der politisch Rechten, die führerlos durch die Gegend irrte. Hier konnte er wieder eine politische Basis finden. Man warf das linke Programm über Bord und fing an die Sozialisten anzugreifen, anfangs mit Worten, später auch mit Gewalt, was der Partei Sympathisanten im Großbürgertum verschaffte, da sie es gerne sahen, wie die Sozialisten einen Dämpfer bekamen. Bald fraß sich die Partei immer tiefer in die bürgerlichen Schichten. Es bildeten sich sogenannte „Squadren“, deren Überfälle bald Schule machen sollten. Die Landbesitzer waren die Gönner der Faschisten, die sie mit Geld unterstützten. Bald gingen die Faschisten zum Angriff über und erkämpften für die Großgrundbesitzer wieder die alten Rechte. Auch das äußerst militante Auftreten war ein Grund für den Erfolg der Faschisten. Die „fasci“ wurden zum Teil eher als militärischer Stoßtrupp gesehen, statt als Partei. Dabei verloren fast 2000 Menschen ihr Leben. Der Begriff „Marsch auf Rom“ geisterte schon seit 1919 in zahllosen Gruppierungen der nationalen Rechten durch die Gegend. Von Bedeutung wurde er aber erst drei Jahre später, als die faschistische Partei zu einer mitreißenden Kraft geworden war, die die totale Macht beanspruchte. Die Faschisten waren kaum noch aufzuhalten; sie hatten unglaubliche Erfolge in der Provinz, aber waren damit ihrem eigentlichen Ziel nicht sehr viel näher gekommen. Es gab in Rom Anzeichen dafür, dass sich eine handlungsfähige Regierung bilden würde, die dem Aufstieg der Faschisten nicht weiter zusehen wollte, wie es die jetzige Regierung tat. Es gab Pläne für eine große Koalition gegen die Faschisten, aber auch welche für ein links-mitte-rechts-Bündnis, welches die Faschisten in sich aufsaugen wollten. Jede dieser Lösungen wäre für den Faschismus Gift gewesen, das wusste Mussolini, aber er wusste auch, dass sie zu schwach für eine Revolution waren. Im Ernstfall hätten die Schwarzhemden der Polizei und dem Militär gegenüber den Kürzeren gezogen. Er entschloss sich deshalb für die „psychologische Kriegsführung“, die darauf abzielte, mit illegalen Mitteln eine legale Machtergreifung der Faschisten zu erzwingen. Das faschistische Generalkomitee einigte sich am 13./14.August 1922 darauf, eine faschistische Generalmobilmachung zu starten, die einerseits den Zweck hatte die Parteispitze zu ermutigen und andererseits die Liberalen zu schwächen. Parallel dazu verhandelte Mussolini mit allen führenden Leuten in der Politik. Keiner war sich dazu zu schade. Alle dachten man könne den Faschismus domestizieren1 und für die eigenen Zwecke einspannen. Am 16. Oktober 1922 war es fast soweit, man traf sich in Mailand und plante das Wann und Wie des Marsches auf Rom; ein Datum wurde nicht festgelegt. In Neapel setzte man den 28.Oktober 1922 als Termin fest. In der Nacht davor sollten von den Milizen Präfekturen, Bahnhöfe, Telegrafenstationen und Ähnliches besetzt werden. Mussolini überließ die Vorbereitungen dem Quadriumvirat und ging nach Mailand um Handlungsspielraum zu bekommen. Er verhandelte weiter mit Politikern. Er stellte ihnen sogar ein Regierungsbündnis in Aussicht, gleichzeitig ließ er den Monarchen wissen, dass er nichts von Faschisten zu befürchten habe, wenn der König die schützende Hand über die Regierung Facta wegziehe. Damit wollte er die Regierung entmachten und sich selbst als der Einzige präsentieren, der in der Lage war die Schwarzhemden zurückzupfeifen. Die meisten durchschauten den „Duce“, wie Mussolini genannt wurde, nicht. Entsprechend ernst war deshalb die Lage, als er am 27.Oktober 1922 den Befehl zum Losschlagen gab. An diesem einen Tag eroberten die Schwarzhemden mehrere Dörfer. Die Regierung Facta reagierte beinahe panisch, als sie von dem beginnenden Aufmarsch hörte. Luigi Facta war sich nicht sicher, wie er reagieren sollte. Man entschloss sich dazu, dass die Minister ihre Ämter zur Verfügung stellten, aber auch der Belagerungszustand über die Stadt verhängt wurde, um den Schwarzhemden die Stirn bieten zu können. Damit kam der König ins Spiel, der den Gesetzesentwurf bestätigen musste, was er auch tat. Die Regierung war nun in dem Glauben, den König als Stütze zu haben. Man entschloss sich für Gegenmaßnahmen, es wurde ein Manifest aufgestellt, welches zum Widerstand gegen die Faschisten aufrief und den Präfekten Anweisung gab, faschistische Rädelsführer zu verhaften. Emanuel III. weigerte sich aber auf einmal doch den Dekret über den Belagerungszustand abzuschließen. Was diesen Sinneswandel des Königs bewirkt hatte ist bis heute noch nicht geklärt. Vielleicht hatte er Angst vor dem Verlust seines Postens, vielleicht dachte er, die Faschisten würden einen besseren Schutz gegen die rote Gefahr bieten, als die Regierung der Liberalen. Man weiß es nicht. Am 29.Oktober 1922 wurde der „Duce“ zum Ministerpräsidenten ernannt. Der Marsch auf Rom fand also gar nicht statt, er blieb im Schlamm stecken. Die Truppenstärke war inzwischen auf 40.000 Mann angestiegen, die aber nur mit dem Regen kämpften. Am 31.Oktober 1922 inszenierte er dann doch noch den Einmarsch, der deutlich machte, dass der Regierungswechsel kein normaler war, sondern revolutionäres Ausmaß hatte. „Entweder man vertraut uns die Regierungsgewalt an, oder wir werden sie uns nehmen, indem wir nach Rom marschieren!“ Diese tollkühne Drohung wurde auf dem Parteitag der italienischen Faschisten ausgestoßen, der gegen Ende 1922 in Neapel stattfand und von den 40.000 Besuchern und Delegierten mit dem vielstimmigen Schrei: „Roma ! Roma ! Roma!“ beantwortet wurde. Redner war kein Geringerer als „Duce“ Benito Mussolini. In vier Kolonnen aufgeteilt marschieren 26.000 Faschisten sternförmig auf Rom zu und erreichten die Stadt am 28.Oktober 1922. Die Regierung wollte das Kriegsrecht verhängen, doch der König weigerte sich, die Verordnung zu unterzeichnen. Als sich herumsprach, dass er bereit war, Mussolini zu akzeptieren, legten Polizei und Armee die Hände in den Schoß und ließen die Schwarzhemden, die mit Zügen, Bussen und teilweise auch zu Fuß in die Stadt stürmten, gewähren. Mussolini, bislang in Mailand, traf am Morgen des 30.Oktober 1922 mit dem Zug in Rom ein. Der Marsch auf Rom machte dennoch Geschichte, denn hier deutete sich eine Alternative zur ausgelaugten liberal-demokratischen Demokratie, zur Königs- und Militärdiktatur und zum Bolschewismus an, die nicht auf der Machtgrundlage legitimiert wurde, sondern auf der Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten beruhte. Es entwickelte sich die große faschistische Herausforderung, die sich gegen alles richtete, was sich Demokratie, Liberalismus, und Menschenrechte nannte und nur in einer Kraftanstrengung der demokratischen und kommunistischen Welt zu bestehen war. Italien blieb von modernen Strömungen der Internationalen Kultur lange unberührt. Faschistische Werte beherrschten das Denken der Italiener und haben tiefe Spuren hinterlassen. Diese in Italien und Europa entstandene Situation waren die hauptsächlichen Ursachen für den Erfolg des Faschismus und damit für den Erfolg Mussolinis in Italien. Mussolini stellte sich ab dem Frühjahr 1922 jeder antifaschistischen Regierung entgegen und drohte mit Terror und Gewalt, falls eine solche an die Macht kommen sollte. Am 30.10.1922 bildete Mussolini sein erstes Kabinett. Er selbst behielt das Amt des Außen- und Innenministers für sich und besetzte die anderen Ämter mit selbst gewählten Persönlichkeiten aus den Koalitionsparteien. Damit war der Weg für den Faschismus in Italien geebnet. Durch Kontakte zur katholischen Kirche, die Umbildung der Squadre zur Sicherheitspolizei, die Reform der höheren Bildung, der Neuordnung der öffentlichen Verwaltung, hatte Mussolini in kurzer Zeit einen Großteil der Macht in seinen Händen konzentrieren können. Um die volle Handlungsgewalt zu bekommen, versuchte er politisch konservative Schichten aus der Reserve zu locken um Stellung zu beziehen. Es erfolgten verschiedene Aktionen und Maßnahmen, wie Eingliederung der Wirtschaft in den internationalen Markt, Abwertung der Lira, Freigabe der Mietpreise, Privatisierung von Telefon und Versicherungsgesellschaften. Unter der Regierung Mussolinis blieben in den ersten Jahren die Löhne konstant, während die öffentlichen Investitionen fast um das Zehnfache stiegen. Dies war ein Grund für die -trotz der wirtschaftlichen Erfolge- aufkommende Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Die Ergebnisse der Wahlen 1924 entsprachen voll und ganz den Erwartungen der Faschisten. Mit diesem Ergebnis bekamen sie ungefähr 80 % der Sitze im Parlament. Im Frühjahr 1924 wurde einer der wenigen stärkeren Widersacher Mussolinis, der Sozialist Matteotti, entführt und getötet. Mussolini selbst sah sich nicht als Schuldiger, sondern wälzte alles auf seine Mitarbeiter ab, von denen er einige entließ und gegen Genehmere austauschte. Aufgrund dieser Tatsache zogen sich 1924 alle oppositionellen Parteien aus dem Parlament zurück. Von 1929 bis 1935 steckte Europa und damit auch Italien in einer tiefen Krise. Im September 1930 kam es in Europa zu einer neuen politischen Konstellation. Der Erfolg der nationalsozialistischen Parteien in Deutschland und einigen anderen Staaten kam Mussolinis Bestrebungen sehr entgegen. Der Gedanke eines „rechten“ Deutschlands an der Seite Italiens war ihm nicht unlieb. Bei den Wahlen 1932 in Deutschland errang die NSDAP sogar die Mehrheit im Parlament und übernahm die Regierung. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum deutschen Kanzler erhoben und errichtetet mit der Weimarer Republik eine Diktatur. Nach eigenen Aussagen wurde Hitler von Mussolini und dessen Erfolg inspiriert und bewunderte ihn sogar. Auf Grund dieser neuen Situation übernahm Mussolini wieder die Ämter des Außenministers und die der militärischen Ministerien, die er zeitweise abgegeben hatte. Die wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland wurden tiefer gefestigt und sogar noch verstärkt. Italien begab sich nach und nach in eine wirtschaftliche Abhängigkeit zu Deutschland. In den Jahren 1933 und 34 kam es erneut zu Spannungen in Europa. Einige Staaten, darunter auch Italien, stellten Gebietsrückforderungen und inszenierten Pressekampagnen gegen andere Staaten. Es kam vereinzelt auch wieder zu aggressiven Handlungen und Anschlägen. Italien war wiederum der erste Staat, der in den offenen Krieg zog, indem es am 3.10.1935 in Äthiopien einfiel. Großbritannien und Frankreich waren gegen diesen Krieg. Sie übten wirtschaftlichen und politischen Druck auf Italien aus, wobei es aber nicht zu einer Kriegserklärung kam. In Spanien kam es erstmals zu einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen Faschismus und Antifaschismus. Aufgrund dieser Vorkommnisse im Jahre 1936 trat Italien aus dem Völkerbund aus und es kam zu einem Abkommen zur Bildung einer Allianz zwischen Deutschland und Italien. Beide Staaten sprachen sich für einen Kampf gegen den Bolschewismus und damit auch gegen die Sowjetunion aus. Am 1. November 1936 verkündete Mussolini die Gründung der „Achse“ zwischen Rom und Berlin, um die sich in Zukunft in Europa alles drehen sollte. Anfang des Jahres 1938 wurden erstmals in Italien antisemitische Gesetze erlassen. Bis 1937 hatte nur das nationalsozialistische Deutschland eine judenfeindliche Gesetzgebung, aber ab 1938 schlossen sich neben Italien auch Rumänien und Ungarn an. Die italienische Regierung erließ verschiedene diskriminierende Verfügungen. Diese wurden durch 2 Standpunkte unterstützt. Erstens übte Deutschland hinsichtlich der Juden Druck auf Italien aus und bedrängte den Verbündeten zur Nachahmung der in Deutschland eingeführten Maßnahmen. Zweitens entschieden sich Mussolini und einige andere hohe Parteifunktionäre, dem deutschen Staat nachzueifern. In dieser Zeit wurde erstmals zugegeben, dass der Rassismus eine Eigenschaft des Faschismus ist. Im Gegensatz zu Deutschland gab es in Italien jedoch Unterschiede in der Behandlung von Juden. Der Antisemitismus wurde in Italien nicht mit der Konsequenz und Gewalt verfolgt wie im Dritten Reich. Am 31. August 1939 fielen deutsche Truppen in Polen ein, woraufhin Großbritannien und Frankreich Deutschland am 03. September den Krieg erklärten. Damit hatte der Zweite Weltkrieg begonnen. Rom hingegen verkündete eine Nicht- Kriegsführung, was ein strategisch wichtiger Zug war. Italien bezog damit keine neutrale Position in diesem Krieg, sondern hielt sich nur mit militärischen Handlungen zurück. Eine neutrale Position hätte Italien auch nicht vertreten können, da es inzwischen zu sehr von Deutschland abhängig geworden war. Es war zu einer strategischen Reserve für Deutschland geworden. Um von Seiten der anderen europäischen Staaten Druck auf Mussolini auszuüben, kam es zu einer Seeblockade gegen Italien und Deutschland. Somit war Italien von Rohstoffimporten aus Deutschland auf dem Seeweg abgeschnitten. Italiens Abhängigkeit wurde immer stärker. Im Laufe des Jahres 1940 fiel Deutschland in eine Reihe neutraler Länder ein und errang somit eine Vorherrschaft über Europa. An dieser Stelle sah Mussolini seine Chance, am Ende des Krieges mit auf der Seite der Gewinner zu stehen und beschloss, am 10. Juni 1940, an der Seite Hitlers in das Kriegsgeschehen einzugreifen. Im gleichen Monat ergab sich Frankreich, und dies gab Mussolini die Möglichkeit, seine Expansionspläne auf dem Balkan in Angriff zu nehmen. 1940 fiel Mussolini mit seinen Truppen in Griechenland ein. Mussolini hegte weiterhin Eroberungspläne in Nordafrika und verweigerte Deutschland die Unterstützung gegen Frankreich. Im Krieg gegen Ägypten gab es große Verluste, zudem verlor Italien Kolonien und Provinzen in Äthiopien, Somalia, etc. In deutschen Führungsetagen regten sich nach diesen Blamagen ernste Zweifel an dem Verbündeten, welche nicht ohne Folgen blieben. Italien wurde immer abhängiger von Deutschland und Hitler forderte Mussolini auf, ihn bei seinen Vorstößen im Osten zu unterstützen. Italien nahm alles aus seiner Reserve und schickte sämtliche Truppen an die Ostfront und vergaß dabei die Heimatverteidigung. 1941/42 forderte der harte Winter, in dem auch eine große Hungersnot herrschte, seine Opfer. So langsam kam auch in der italienischen Bevölkerung eine Missstimmung auf. Es kam zu Missernten, Hungersnöten, die Inflation nahm wieder stark zu. Die Regierung aber kümmerte sich hauptsächlich um die Kriegsführung. Anfang 1943 zeigten sich bereits erste Risse im deutsch - römischen Bündnis. Im Juli 1943 war es dann soweit. Sizilien musste sich der Übermacht der Alliierten ergeben, die wenig später auf der Insel landeten. Nach dieser Niederlage kam es erneut zu sozialen Konflikten in der italienischen Bevölkerung. Es kam sogar zu Demonstrationen für Frieden in Europa. Dies war ein Zeichen dafür, dass sich die Arbeiter das Streikrecht wieder erkämpft hatten. Auf diesem Boden hatten natürlich auch antifaschistische Bewegungen einen festen Halt. In der Bevölkerung sah man den Krieg schon eine Weile als aussichtslos und verloren an, doch erst im Frühjahr 1943, nachdem die Alliierten bereits im Januar schon die bedingungslose Kapitulation gefordert hatten, gewann auch in der Führungsebene und in der PNF die Einsicht, dass der Krieg verloren war, die Oberhand. Während dessen sah Mussolini seinen letzten Ausweg in der Zentralisierung der gesamten Macht in seinen Händen. So unternahm er einen letzten Versuch, indem er noch einmal die Regierung umbaute. Er tauschte viele seiner Minister gegen neue, ihm noch völlig untergebene aus. Parallel erstarkten aber auch die demokratischen und kommunistischen Parteien wieder. In Italien gab es zwei Strömungen, welche die Absetzung Mussolinis als Ziel hatten. Einmal waren da Teile der Faschisten, die unter Dino Grandi eine faschistische Regierung ohne Mussolini wollten, und zum anderen gab es verschiedene gemäßigte liberale Vertreter, die den Faschismus ganz absetzen wollten. Folge dieser Wiedererstarkung antifaschistischer Kräfte war der Staatsstreich vom 25. Juli 1943. Am Nachmittag dieses Tages erfuhr Mussolini vom italienischen König, dass er abgesetzt wurde. Noch am gleichen Tage wurde er verhaftet. Zum neuen Regierungschef wurde Marschall Badoglio ernannt. Am 3. September 1943 unterzeichnete General Giuseppe Castellano die Kapitulation Italiens vor den Alliierten. Deutsche Truppen besetzten Gebiete Nord und Mittelitaliens und befreiten Mussolini aus seinem Gefängnis. Mit ihm und der neugegründeten PFR-Partei sollte ein neues faschistisches Regime aufgebaut werden. Die neue Regierung unter Mussolini zog aus Sicherheitsgründen in den Norden, an den Gardasee. So war Mussolini mit Hitlers Hilfe wieder an die Macht gekommen. Es gab eine erneute Judenverfolgung. Diese und andere Staatsfeinde wurden verhaftet, in Konzentrationslager gesteckt und zum Teil auch hingerichtet. Italien war trotz dieser Regierung kein richtiger Staat mehr. Am 11. Mai 1944 brach dann die sogenannte Gustav-Linie zusammen. Die Alliierten drangen nach Mittelitalien vor, befreiten Rom und Florenz von den deutschen Besatzern. Die Alliierten wurden durch die Hilfe der Partisanen unterstützt, die die flüchtende Regierung Mussolinis abfingen und gefangen nahmen. Mussolini wurde am 28. April 1945 von den Partisanen erschossen. Für Italien war der Krieg beendet und damit auch der Faschismus. Der „Duce“, wie Mussolini genannt wurde, ist 1883 in einem kleinen Dorf in der Region Emilia- Romangna geboren. Er war ausgebildeter Lehrer, ging diesem Beruf aber nur sporadisch nach. Er versuchte sein Glück im Ausland, wo er bei der Politik und dem Journalismus blieb. Er schrieb sozialistische Flugblätter, die ihm bald zu einem Namen unter der sozialistischen Parteiführung verhalfen. Von 1912-14 war er Chefredakteur des sozialistischen Parteiorgans „L´Avanti“, einer Zeitschrift in Mailand. 1919 Gründung des Kampfbundes 1921 Abgeordneter des Partitio Nazionale Fascista ( PNF ) 1922 wurde er mit der Regierungsbildung beauftragt 1925 durch einen Staatsstreich erlangte er absolute Vollmacht 1943 der große Faschistische Rat sprach ihm das Misstrauen aus; er wurde auf Befehl des Königs gefangengenommen; er wurde von deutschen Fallschirmjägern aus der Haft befreit, Mussolini wurde vollkommen von Hitler abhängig. 1945 kurz vor Kriegsende wurde Mussolini von italienischen Partisanen erschossen. Mussolini besaß das Potential eines Revolutionärs, dass er aus koalitionspolitischer Rücksicht nicht ausnutzen konnte. Er war ein Verächter der rechtsstaatlichen und demokratischen Regeln. Des weiteren war er ein hervorragender Populist, der wohl erkannte, dass sich die Menschen nicht nach Partizipation, sondern nach Führung sehnten. Nationalist war Mussolini anfangs nicht, aber mit dem Kampf für den Kriegseintritt 1914 geriet er in den Kreis der völkischen Ideologen und Propagandisten, aus dem er schließlich sogar als Imperialist hervorging. März 1919: Benito Mussolini gründet in Mailand aus nationalistischen Gruppen die faschistische Partei. Oktober 1922: „Marsch auf Rom“ Mussolini wird von Viktor Emanuel III. zum Regierungschef ernannt und erhält auf ein Jahr befristete diktatorische Gewalt. 1924: Bei den Parlamentswahlen erreicht Mussolini die Mehrheit 10.06.1924: Ermordung von Giacome Mattiotti, dem Generalsekretär der „Unitaristischen Sozialistischen Partei“ durch Faschisten 1925: Faschistische Syndikate treten an die Stelle von Gewerkschaften, Einschränkung der Grundrechte, Verfolgung der Opposition 1926: Die faschistische Partei wird dem Staat gleichgesetzt. Verbot von allen Gewerkschaften und nichtfaschistischen Organisationen, Abschaffung des Streikrechts 1929: „Lateranverträge“ mit der katholischen Kirche 1935: Erste Zusammenarbeit mit Adolf Hitler, Angriff auf das Kaiserreich Äthiopien, um sich Kolonien in Ostafrika zu schaffen. 1936: Annäherung an das Deutsche Reich 1936-39: Eroberung Abessiniens, Unterstützung Francos im Spanischen Bürgerkrieg 1939: Annexion Albaniens 1940: Eintritt in den Zweiten Weltkrieg 1943: Absetzung Mussolinis durch führende Faschisten In fast allen Staaten Europas gab es in den 1920er und 1930er-Jahren faschistische Bewegungen: Letztendlich bleibt zu sagen, dass sich der italienische Faschismus durch seine Charakteristiken von den anderen faschistischen Regimen unterschied. Im großen und Ganzen war der italienische Faschismus jedoch gemäßigter als der deutsche Nationalsozialismus, auch was die Härte der Judenverfolgung betraf. Mussolinis Diktatur war beispielgebend für politische Führer, Bewegungen und Parteien in ganz Europa. 1 Oligarchien, die Oligarchie: Herrschaft einer kleinen Gruppe 1 domestizieren : zähmen Andreas Nickel (Autor) V100903 Eine Darstellung Faschismus Entstehung Bedeutung Aufstieg Benito Mussolinis Andreas Nickel (Autor), 2001, Eine Darstellung des Faschismus über seine Entstehung, Bedeutung und den Aufstieg Benito Mussolinis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/100903 Andreas Nickel - Faschismus. Vor der von Andreas Nickel ins Internet gestellten Arbeit kann nur gewarnt werden! - Sicherlich geht der Schreibling ausführlich auf das Italien der 30er Jahre ein, allerdings stellt sich die Frage, wie kann er dies tun, wenn der KRITISCHE Betrachter einen Blick auf die Bibliographie wirft, die Nickel anführt! - Wer sich ERNSTHAFT mit dem italienischen Faschismus auseinandergesetzt hat, vermißt in Nickels Bibliographie : erstens: sämtliche Werke von RENZO DE FELICE (WIe könnte ohne DE FELICE jemals eine Diskussion über den italienischen Faschismus stattfinden?) zweitens: auch die links orientierten Historiker wie Enzo Collotti oder Nicola Tranfaglia (der mit seinem Opus LA PRIMA GUERRA MONDIALE E IL FASCISMO ein wahres Meisterwerk vorgelegt hat) fehlen bei Nickels ausführen! drittens: sämtliche ´faschistischen`Quellen fehlen! (Seit 1951 existiert die OPERA OMNIA DI benito mussolini - ein Gesamtwerk der Schriften des ´duce` - dieses Werk noch nicht einmal zu erwähnen grenzt schon an IGNORANZ!) viertens: es wäre zu wünschen gewesen, daß Nickel wenigstens auf Rudolf Lill poder Jens Petersen -die als beste deutschsprachige Italienkenner gelten können - bezug genommen hätte! Da all dies nicht geschehen ist, bleibt Nickels Arbeit eine ´Lächerlichkeit`
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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Nicolas2017-04-19T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für6SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichVilla de plain pied 3 chambres avec spa/jacuzziPreis83€ Villa de plain pied 3 chambres avec spa/jacuzziGanze Unterkunft · 3 Betten2 BewertungenSave to Wish List Das Hotel liegt 3 km vom Stadtzentrum von Carpentras, in einem Luxus-Viertel in der Landschaft am Fuße des Mont Ventoux, unsere Villa von 140m², voll klimatisiert, begrüßt mit privatem Pool bis zu 11 Personen auf einem geschlossenen Gelände von 2000m auf. Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für11SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichLe Clos du Martinet - CarpentrasPreis154€ Le Clos du Martinet - CarpentrasGanze Unterkunft · 8 Betten10 BewertungenSave to Wish List Vermietung zu einer einzigen Gruppe von 4 bis 10 Personen. Ruhig auf dem Land nah an allen Dienstleistungen. Ideal gelegen Provence zu besuchen. 28 ° Swimming Pool, große Poolhaus und Outdoor-Küche, Wi-Fi, sonos, Tischtennis, Pferde und Koi-Karpfen ... Haus und in sich geschlossene Wohnung gemeinsam mit dem Eigentümer Traditionelle provenzalischen Landhaus, 2 km von Carpentras entfernt (28.000 Einwohner). 6 Morgen Land, Pool 20ft von 40ft, ruhig und abgeschieden. Beheizte Schwimmbad: 28 Grad Celsius (Zodiac 21 KW Wärmepumpe, Heizung oder abrideal Abdeckung nach klimatischen Bedingungen). Unterkunft für 4 - 10 Personen: - Pool-Suite, 650 sq ft, für 2 Personen (Bett (160 x 200), mögliche Verlängerung bis 4 Personen mit Sofa Cabrio Bett (160 x 220), ein eigenes Bad sowie ein Türkisches Bad, TV, Klimaanlage, Wi-Fi. - Suite auf der zweiten Etage des Haupthauses, 870 sq ft, Zimmer für 2 Personen Bett (160 x 200), Zimmer für 2 Personen Betten (120 x 200 und 90 x 200), ein eigenes Bad, TV, Klimaanlage, Wi -Fi. - Schlafzimmer im ersten Stock des Haupthauses, für 2 Personen (Bett 160 x 200), ein eigenes Bad, Wi-Fi. - Schlafzimmer im ersten Stock des Haupthauses für 2 Personen (Bett 160 x 200), Wi-Fi. Bettwäsche und Handtücher sind ebenfalls vorhanden. Ausstattung vor Ort gehören 6 Morgen Grundstück, Schwimmbad und Deck, komfortable Terrasse von 760 qm mit offener Küche und neben dem Pool-Bar und mit WLAN ausgestattet, hallo-Fi-Audiosystem und Deezer Musik-Feed sowie die Einrichtungen des Haupthauses. Der TGV-Bahnhof in Avignon liegt nur zwanzig Minuten mit dem Auto, und Flughafen Marignane bei Marseille ist 50 Minuten entfernt. Die Küste und die Camargue Region sind eine Stunde Fahrt. Carpentras selbst befindet sich im Herzen des Comtat Venaissin gelegen, zwanzig bis dreißig Minuten vom Mont Ventoux, les Dentelles de Montmirail, Isle sur la Sorgue, Luberon, Avignon, Orange und Vaison la Romaine, allen Städten bekannt für ihre Feste. Weinliebhaber haben eine große Auswahl an Weingüter, einschließlich Chateauneuf-du-Pape, Gigondas, Beaume de Venise. Für diejenigen auf der Suche nach körperlicher Aktivität, gibt es viele Wander- und Radwege sowie Langlaufstrecken für Mountainbiker. Und wenn Sie bis zu ihm sind, gibt es immer die Mont Ventoux ... .. Und wir werden immer in der Nähe sein, um Sie kümmern, Ihnen Informationen und Ideen zu geben, wohin sie gehen. Notre séjour chez Christian s'est très bien passé. C'est un hôte charmant, disponible, discret et accueillant. La maison correspond parfaitement à l'annonce. L'équipement est parfait , rien ne manque, de la machine à glaçons au BBQ en passant par l'expresso ou le congélateur et les immenses TV. L'organisation de la maison permet d'être assez isolé, la cuisine extérieure est suffisamment équipée pour ne pas se servir de la cuisine intérieure. Les salles de bain sont très bien équipées et le linge de maison est fourni avec profusion. Propreté impeccable. Le chien, Dali, est souvent avec nous mais c'est un gros chien attachant et doux (ma fille qui est habituellement très peureuse s'est beaucoup occupé de de lui) La piscine est parfaite, grande et propre. Le seul problème de notre séjour a été le vent, soufflant froid et fort, mais c'est la région qui veut ça !Lilau2016-07-17T00:00:00ZThe reservation was canceled 16 days before arrival. This is an automated posting.Alice2014-06-05T00:00:00ZChristian is a lovely host! He is very welcoming and helpful, always there when you need him but never intruding... He happily answers questions about things to do or how to get to places (e. g. the first day he took us to the best supermarket nearby). How about the house then? Simply put, it is AMAZING. Everyone in our company LOVED IT, from our 1 year old to our jubilar, the 80 year old. :-) The outside area is perfect, well planned and fully equipped (hello dishwasher and ice machine!). The Sonos sound system is a nice bonus. The pool is awesome and the garden is beautiful. Just by the pond (complete with koi carps) is a beautiful peach tree, which Christian was nice enough to let us pick from. Delicious peaches and a really nice gesture! As for the bedrooms inside the house, they are charming and quirky, very "bastide"-ish. ;-) Beams in the cealing and stone walls in the bathroom. Could I wish for something it would be a door to the bathroom on the top floor, not just a curtain. But it works this way too. :-) The beds are not the best but certainly not the worst either. Some rooms have air condition. Overall, this place is cosy, beautiful, comfortable, price worthy, hosted perfectly. All of us in our company (8 adults, 2 teenagers and a baby) had a great time at Christian's house and we can't wait to go back in the future! Angelica2016-08-07T00:00:00ZAs a family we have already enjoyed quite a few wonderful vacations in various airbnb places - however, this one was simply the best! The house itself is marvellous: a great pool, fancy equipment ranging from app controled music outside and inside, huge TV screens, etc. to a well equipped outdoor kitchen. The rooms are very cosy, all with a personal touch. And there is space. It is not a garden, it is a park surrounding the house. The children loved the animals: dogs, cats and as a highlight 3 horses. Then there is the Provence with an amazing variety of things to do (don't miss the kajak tour at Fontaine-de-Vaucluse). But finally, it is the owners, Christian and Sophie, that make it a wonderful stay thanks to their warm hospitality and hints on how to get the most out of your time. Highly recommended.Giovanni2013-09-05T00:00:00ZWe were a group of 2 families including 5 children between the ages of 3 and 8. The house is beautiful and the grounds it sits on are stunning. Christian was most helpful in all our needs. The outdoor area and pool house is a perfect setting with a huge pool where we all had so much fun. We walked into Carpentras a few times which took about 20 minutes. There is a huge supermarket where you can get everything you need for your stay. The house was spotless and could not fault it in anyway at all. There is lots to do in the area but was happy to keep ourselves entertained at the house. We had a fantastic holiday and would love to go back. Thank you Christian for making our stay a good one. Stephanie2016-08-14T00:00:00ZChristian and Sophie made us feel extremely welcome from the moment we arrived. When our Sat Nav let us down Christian came to guide us to the villa where he had prepared a delicious meal for our first night. He showed us round his wonderful villa and grounds and then the next day gave us a tour of the town and pointed out all the important places such as the Boulangerie, Supermarket, and fabulous Fromagerie! Christian respects your privacy but is always on hand to assist when you need him. The accommodation was very comfortable, spacious and flexible for our large family. The air conditioning was brilliant as the two weeks we stayed the temperature was in the high 30s! There is so much to do in the surrounding area, we had several local wine tastings including Vacqueyras and Chateauneuf Du Pape. Great trips to Avignon and Carpentras and we were lucky to be there during Festival time, which gave the towns a great atmosphere. We found some excellent restaurants and cafes but also enjoyed relaxing by the heated pool and having a BBQ in the extremely well kitted out outdoor kitchen. We would highly recommend staying at this Villa which has something for all the family such as the Petanque area, table tennis, feeding the fish and strolling around watching the horses! Definitely planning a return trip.Fraser2015-07-11T00:00:00ZA wonderful experience! A family holiday with our three children (our two sons of 27 and 25, each with their girlfriend and our 23-year old daughter) was magnificent and was given a quotation of 11/10! Christian was very welcoming, gave us lots of advice on everything and was very respectful towards our privacy. A beautiful swimming pool, outside kitchen and lounge area, a big garden was more than everyone expected. Dali, the owner's dog, was a welcoming compagnon for all of us. Many thanks!Sabine2015-08-08T00:00:00ZWhen writing this short review all the memories to our great holiday are popping up again. It reminds us to a wonderful holiday we had at the residence of Christian & Sophie. After a 10 hour travel we finally arrived at our holiday place. Even though it was late, the owner of the house was very glad to welcome us and offered us some nice wine and beers. Unfortunately Sophie was abroad during our stay so Christian was on his own to provide us with the best services. Everything we could think of was there: a park with a great house and pool house, fully equipped (outdoor) kitchens, airco, sound installations, flatscreens (nice in case of a world cup) and a very nice pool. The residence is close to Carpentras with a view at the Mont-Ventoux. It's also very near to some nice places like Avignon,Isle sur Sorgue, Sainte Marie de la Mer, all recommended by Christian. Actually we needed some more time to visit all these nice places and to enjoy the nice pool. To conclude we would like to thank Christian for the wonderful stay! Hoping to see you again soon ;). Arne & Inne, Kristof & Birgit, Thijs & Tamara, Wim & LienKristof2014-07-06T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für10SchlafzimmerCarpentras, Vaucluse, Frankreichbastide sur 2,5 ha à CarpentrasPreis329€ bastide sur 2,5 ha à CarpentrasGanze Unterkunft · 7 Betten26 BewertungenSave to Wish ListLa Bastide 1881 est située en campagne, sur un terrain entièrement clos, à la sortie de Carpentras vers Serres avec le Mont Ventoux en point de mire. proche des commodités. Villa *** 240 m² - 10 personnes - Piscine chauffée - Provence.Villa *** 240 m² - 10 personnes - Piscine chauffée - Provence,au pied du Ventoux La Bastide 1881 est située en campagne, sur un terrain entièrement clos, à la sortie de Carpentras vers Serres avec le Mont Ventoux en point de mire et vous accueillera pour des vacances à la semaine (ou plus) dans un environnement reposant. Vous jouirez d'une position centrale et facile d'accès pour visiter les plus beaux sites de la Provence et plus particulièrement du Vaucluse et du Lubéron. Vous vous trouverez à quelques km du nouveau centre aquatique SplashWorld ainsi que du parc Spirou. Plus d'informations et photos détaillées de la propriété sur (URL HIDDEN) Au total : 4 chambres, 3 salles de douche/bain et 3 WC + les pièces de vie (voir plan en annexe).Commerces à proximité : - La visite de Marchés provençauxArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für10SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichLa Bastide 1881 - Villa ***Preis161€ La Bastide 1881 - Villa ***Ganze Unterkunft · 7 BettenSave to Wish List Es verfügt über einen eigenen Parkplatz und Garten mit Gartenmöbeln und Grill auf der Süd-West-Terrasse, ideal für ein Essen im Freien das Wohnzimmer hat viel Charakter mit originalen Balken und einem Kamin (parkray). Es gibt auf eine offene das Wohnzimmer hat viel Charakter mit originalen Balken und einen Kamin (parkray). Es gibt auf eine offene, Einbauküche mit Geschirrspüler Mikrowelle, Ofen einen Herd, Kühlschrank etc ....) gibt es 3 Schlafzimmer: eines mit einem Kingsize-Bett, eines mit einem Doppelbett und 2 Betten 90/200, eines mit einem Doppelbett und einem qeen Size-Bett. Es gibt ein Badezimmer mit Badewanne und Dusche, ein Waschraum mit WC, und eine separate Toilette. Zwischen dem Luberon Naturpark und den Mont Ventoux Gipfeln, im Zentrum der Provence, auf einer Landstraße aus dem nahe gelegenen Saint Didier zu dem malerischen Dorf Pernes les Fontaines, der Mas Saint Gens, ein 17 Jahrhundert im Besitz des Charakters bietet den Touristen eine Auswahl von 4 Häusern und Wohnungen, Es hat eine Bewertung von drei Sternen. Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für10SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichThe Romarin in The Mas Saint GensPreis52€ The Romarin in The Mas Saint GensGanze Unterkunft · 6 Betten1 BewertungSave to Wish ListVilla au calme mais à 1 km des commerces dont un Lidl et à 3 Km du centre ville de Carpentras. A 10 minutes du Splashworld de Monteux (Aqualand). A 30 minutes d'Avignon et de son festival en juillet.Le logement se compose de 2 parties une principale avec 4 couchages et un studio attenant et communiquant avec 2 couchages. Ce studio est également équipé en douche et toilettes. Lave-linge, sèche-cheveux, linge de toilette fourni, équipement ménager de base, TV.Il n'y a pas de vis à vis l'entrée se fait par un portail et une allée distante d'une trentaine de mètres de l'habitation.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für6SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich"SOUS LES OLIVIERS"Preis248€ "SOUS LES OLIVIERS"Ganze Unterkunft · 3 BettenSave to Wish List Schöne Villa in der Nähe von Avignon, 200m2, 4 Schlafzimmer, offene Wohn-, Ess-, Küchenbereich, WiFi. Fantastische Umgebung Pool bestehend aus 12x5m Pool, Pool-Bar und Küche. Voll Gärten von 2500m2 eingeschlossen. Praktisch für Avignon, Mont Ventoux, L'Isle-sur-la-Sorgue, Splashworld Waterpark usw. Alle lokalen Annehmlichkeiten innerhalb von wenigen Minuten. Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für8SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichBeautiful 4-bed villa, Fab Pool!Preis258€ Beautiful 4-bed villa, Fab Pool!Ganze Unterkunft · 6 BettenSave to Wish Listtes agréable villa sur terrain clos toute équipé dans cartier calme proche de tout commerce a 14km de l’office de tourisme de bedoin village au pied du mont ventoux et de 20mn D,AVIGNON palais des papes : vous vous sentirez comme chez vousvilla proche de toute commodité, dans quartier calme,clôturer,portail, 3 chambre,lits en 140(URL HIDDEN) cuisine équipé(URL HIDDEN)ENVIRONNEMENT: a visiter très recherche(URL HIDDEN)MONT VENTOUX /ISLE SUR SORGU E /VAISON LA ROMAINE /AVIGNON /DENTELLES DE MONTMIRAIL /Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für6SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreichvilla proche du mt ventoux/ avignonPreis51€ villa proche du mt ventoux/ avignonGanze Unterkunft · 3 BettenSave to Wish ListC'est dans un environnement admirablement préservé, à 2 km de Carpentras, que se trouve LA VILLA CAMPAGNE. Sur 7500 m2 de terrain, c'est une villa de plain pied, un studio à l'étage de celle-ci, ainsi qu'une maisonnette dans le jardin, devant la piscine, que nous appelons LA VILLA CAMPAGNE. Cet ensemble de 3 logements distincts permet d'accueillir jusqu'à 14 personnes.LA VILLA : datant des années 60, elle a été redécorée dans le style Campagne, et permet de loger 4 personnes confortablement : 2 chambres (une chambre avec 1 lit en 160, et une chambre avec 2 lits en 90 pouvant se rapprocher) 1 alcôve (avec un lit en 90) et son cabinet de toilette attenant (WC + lavabo) 1 salle d’eau avec WC, douche à l'italienne et lavabo 1 cuisine ouverte donnant sur le séjour (avec plaque à induction, four, micro-ondes, lave-vaisselle, cafetière, grille-pain,...) 1 grand séjour-salon avec TV 1 terrasse devant la cuisine, dominant le jardin Wi-fi gratuit LE STUDIO : à l'étage de la Villa, il dispose d'une entrée indépendante et permet d'accueillir 2 personnes, 3 éventuellement dormant dans la même pièce. Il est équipé : D'une cuisine (avec plaque, mini-four, micro-ondes, cafetière, grille-pain,...), D'une salle d’eau (avec douche, WC et lavabo),D'une pièce à vivre avec un lit en 160, un lit en 90, un canapé, une table et (URL HIDDEN) dispose également de sa terrasse avec barbecue, à l'est, au RDC. Wi-fi gratuit LA MAISONNETTE : Plus loin, dans le jardin, c'est un petit cabanon traditionnel provençal, qui a été agrandi au fil des ans, et qui comprend : Un petit séjour-cuisine donnant sur une terrasse avec barbecue, Une chambre en RDC dont la baie s'ouvre directement sur la piscine, avec un lit en 140. Une chambre à l'étage avec sa petite terrasse privative surplombant la piscine. Pour les 3 logements : emplacement véhicule ombragé, garage à vélo fermé, chaises longues et parasols, salons de jardin, buanderie avec machine à laver. La piscine(13m x 6m) est protégée par alarme, et est accessibles aux hôtes des trois logements. Le point fort de LA VILLA CAMPAGNE, c'est son magnifique jardin qui invite à la détente, aux jeux autour de la piscine (pétanque sur son boulodrome, ping-pong, ...), aux repas pris au bord de la piscine, dans le pool-house équipé d’une cuisine extérieure avec plancha. De plus, nous sommes situés dans un quartier totalement préservé, et depuis la maison, vous pouvez directement partir vous balader à vélo ou à pied, en empruntant de jolies petites routes typiques de la Provence. Et si vous souhaitez faire du sport pendant vos vacances, les propriétaires, éducateurs sportifs eux- mêmes, vous proposent des options de séjours sportifs à thème (vélo, running, remise en forme, aquafitness). Tous les renseignements par mail (EMAIL HIDDEN) ou sur notre site (URL HIDDEN) Carpentras est une jolie ville provençale, très bien desservie par les transports (TGV à Avignon, puis TER jusqu'à Carpentras), proche de tous les sites touristiques de la région (Festival d'Avignon,de Vaison, Parc à thème aquatique Splash World, Festival de piano à La Roque d'Anthéron, Chorégies d'Orange, antiquités de l'Isle-sur-Sorgue, Mont-Ventoux, Dentelles de Montmirail...)Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für10SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichVilla avec piscine pour 10 à 14 PersonnesPreis329€ Villa avec piscine pour 10 à 14 PersonnesGanze Unterkunft · 6 BettenSave to Wish ListDans parc arboré SANS VIS à VIS, maison d'architecte de 220 m2 à 25Km d'Avignon. Villa sur 2 niveaux avec 4 chambres climatisées. Piscine 11x5 sécurisée. Salle à manger couverte d'été. Bureau WIFI. Très bien située car proche des accès routiers pour visiter la région.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für9SchlafzimmerCarpentras, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichVILLA AVEC PISCINE DANS PARC ARBOREPreis227€ VILLA AVEC PISCINE DANS PARC ARBOREGanze Unterkunft · 6 Betten1 BewertungSave to Wish ListLoue villa pour 6/7 personnes au cœur d'un village provençal. Idéal pour des vacances familiales sous le soleil de Provence!Présence d'escaliers, piscine clôturée, tous les appareils électroménagers sont à votre disposition (four, hotte, plaque, lave vaisselle, lave linge, sèche linge, sèche cheveux, aspirateur, plancha, réfrigérateurs, congélateur...)Maison dans le centre du villageArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für6SchlafzimmerSarrians, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichVilla familiale au coeur d'un village provençalPreis258€ Villa familiale au coeur d'un village provençalGanze Unterkunft · 4 BettenNEUSave to Wish ListMon logement est proche de Mon logement est proche de Avignon / Orange. . Vous apprécierez mon logement pour Vous apprécierez mon logement pour les espaces extérieurs / la piscine / le calme / le luxe.. Mon logement est parfait pour les couples, les voyageurs en solo, les voyageurs d'affaires, les familles (avec enfants) et les compagnons à quatre pattes.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für4SchlafzimmerSarrians, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichL'OUVEZE - 2 PIECES OUEST - LUXE CALME VOLUPTEPreis87€ L'OUVEZE - 2 PIECES OUEST - LUXE CALME VOLUPTEGanze Unterkunft · 1 Bett1 BewertungSave to Wish ListMon logement est proche de , les activités adaptées aux familles, les transports en commun. Vous apprécierez mon logement pour la luminosité, le lit confortable, la cuisine et le confort. Mon logement est parfait pour les couples, les familles (avec enfants) et les grands groupes.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für12SchlafzimmerSarrians, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichBastide avec piscine et beau jardinPreis359€ Bastide avec piscine et beau jardinGanze Unterkunft · 10 BettenSave to Wish ListLittle can compare to the majestic horizons offered at Chateau Ventoux in Provence. This peaceful and private eighteenth century estate is located between Carpentras and Orange near Avignon.Little can compare to the majestic horizons offered at Chateau Ventoux in Provence. This peaceful and private eighteenth century estate is located between Carpentras and Orange near Avignon. The enclosed estate comprises seventeen acres and is surrounded by lush vineyards and orchards. Chateau Ventoux has been immaculately restored and offers full service luxury accommodations for up to thirty-two fortunate guests. 100 km from MarseillesArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für16SchlafzimmerSarrians, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichChateau Ventoux: 110016Preis5,047€ Chateau Ventoux: 110016Ganze Unterkunft · 16 BettenSave to Wish ListMon logement est proche d'Avignon et d'Orange. Vous apprécierez mon logement pour Vous apprécierez mon logement pour les espaces extérieurs / la piscine / le calme / le luxe. Mon logement est parfait pour les couples, les voyageurs en solo, les voyageurs d'affaires et les compagnons à quatre pattes.Art der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypVillaUnterkunft für2SchlafzimmerSarrians, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichL'AUZON - 2 PIECES EST - LUXE CALME VOLUPTEPreis83€ L'AUZON - 2 PIECES EST - LUXE CALME VOLUPTEPrivatzimmer · 1 Bett1 BewertungSave to Wish ListMon logement est proche d'Avignon et d'Orange. Vous apprécierez mon logement pour les espaces extérieurs / la piscine / le calme / le luxe. Mon logement est parfait pour les couples, les voyageurs en solo et les voyageurs d'affaires.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für3SchlafzimmerSarrians, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichL'AYGUES - STUDIO - LUXE CALME VOLUPTEPreis83€ L'AYGUES - STUDIO - LUXE CALME VOLUPTEGanze Unterkunft · 1 Bett1 BewertungSave to Wish ListVilla “Vanesse” is a pretty gated house w/exceptional amenities, heated pool & AC, in a residential area, walking distance from the picturesque downtown.Tucked at the end of a private road. High colorful hedges provide complete privacy & comfort. All the windows and most of the doors of the house are equipped with mosquito screens. Many smoke detectors provide security in the house. Sarrians is a cute and self-sufficient Provencal village located between Avignon (Pope's Palace and Theatre festival) and Orange (Choregies in the Roman Arena). It offers very interesting touristic sites, and also the commodities you like to enjoy during your vacation. You can admire historical treasures such as a 11th century church, and a 15th and 18th century chateaux . Guided tours are regularly available. If you plan on taking advantage of the relaxed ambiance on your vacation for performing in the the great kitchen, then you will appreciate Sarrians excellent bakeries, pastry and butcher shops, farmer markets and super market. A small health food and organic market is also very close by. Some of the best wineries of Beaumes de Venise, Gigondas, Vacqueras offering wine tasting are at short driving distances.. Post office, banks, doctors, dentist, pharmacies, medical laboratory, and mechanical repair shops are also part of the commodities of Sarrians. Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für6SchlafzimmerSarrians, Provence-Alpes-Côte d'Azur, FrankreichVilla Vanesse near Avignon & OrangePreis255€ Villa Vanesse near Avignon & OrangeGanze Unterkunft · 4 Betten123…1412…141 – 18 von 236 VillenGib deine Reisedaten ein, um den Gesamtpreis pro Nacht zu sehen.Frankreich>Provence-Alpes-Côte d'Azur>CarpentrasOrte in der Nähe:Ferienwohnungen in CassisFerienwohnungen in GrasseFerienwohnungen in MentonCannesMontpellierSaint-RaphaëlLyonVenceVillefranche-sur-MerMarseilleSèteNizzaKarteFilterNutzungsbedingungenDatenschutzSitemap
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
kau-gummi.de - DAS Kaugummi-Portal - Inhaltsstoffe Woraus wird Kaugummi hergestellt? Die genaue Rezeptur jedes Kaugummis bleibt natürlich das Geheimnis des jeweiligen Herstellers. Schauen wir uns aber die Angaben auf den Verpackungen einmal näher an, sind sich viele Kaugummis in ihrer Zusammensetzung sehr ähnlich. Hier sind die wichtigsten Zutaten kurz erklärt: Kaumasse: auch Gumbase genannt; sie bildet das Herz eines jeden Kaugummis. Sie bestimmt die Kaueigenschaften und ist somit erheblich für die Qualität verantwortlich. Früher verwendete man hierfür natürliche Gummis und Harze, heute sind es überwiegend synthetische Elastomere. natürlich oder künstlich hergestellt, verleihen sie dem Kaugummi das richtige Volumen und ein angenehmes Mundgefühl; z.B Pektin (E 440) oder modifizierte Stärke. wie der Name schon sagt, machen sie den Kaugummi geschmeidiger (z.B Glyzerin). Sie erleichtern das Mischen von einzelnen Zutaten wie Öl und Wasser, z.B. Lecitin (E 322). Zucker oder Süßstoff: die meisten Kaugummis werden heute ohne Zucker angeboten. Sorbitol: E 420 auf deutsch auch Sorbit genannt; es ist ein Zuckeraustauschstoff und gehört zu der Familie der Zuckeralkohole. Sorbit wird vom Körper wie Zucker verwertet, hat aber nicht die gleiche Süßkraft. Es kommt in kleine Mengen natürlich vor und ist daher in der Gewinnung sehr teuer. Sorbit wird neben Xylit vorzugsweise bei der Herstellung von Zahnpflegekaugummis verwendet. Der Vorteil von Sorbit ist, dass es die Säurebildung im Mund reduziert, weil viele Bakterien über kein Enzymsystem verfügen, um Sorbit abzubauen. Xylitol: E 967 auf deutsch auch Xylit genannt, ist wie Sorbit ein Zuckeraustauschstoff, wird aus Holz gewonnen und gehört ebenfalls zur Familie der Zuckeralkohole. Xylit hat eine größere Süßkraft als Sorbit, ist aber in der Gewinnung auch sehr teurer. Da Xylit besonders die Bildung von Kariesbakterien im Mund verhindert, wird es überwiegend bei der Herstellung von Zahnpflegekaugummis als Süßstoff verwendet. Acesulfam K: E 950 Acesulfam K ist ebenfalls ein künstlicher Süßstoff und hat eine etwa 150 mal größere Süßkraft als Aspartam: E 951 Aspartam ist ein künstlicher Süßstoff. Er besteht aus zwei Aminosäuren: Phenylalanin und Asparaginsäure. Seine Süßkraft entspricht ungefähr der 200-fachen von Zucker. Aspartam wird in den meisten Kaugummis ohne Zucker verwendet und verleiht ihnen die richtige Süßkraft. Saccharin: E 954 Saccharin ist ein künstlicher Süßstoff und ist 300 bis 700 mal süßer als Zucker. Es hat allerdings den Nachteil, dass es einen bitteren Nachgeschmack haben kann - daher wird Saccharin gern zusammen mit Aspartam verwendet. Maltit: E 965 Der Süßstoff Maltit wird aus Kartoffel-, Mais- oder Getreidestärke hergestellt. Maltit hat nur ca 80% der Süßkraft von Zucker, wird aber vom Körper nicht voll verwertet. Aromen verleihen den Kaugummis ihren eigenen Geschmack. Welche Aromen aber und in welchen Mengen und Kombinationen verwendet werden, bleibt natürlich auch ein Geheimnis der Hersteller. Es sind natürliche oder künstlich hergestellte Substanzen. Sie verleihen dem Kaugummi das richtige Aussehen und sind vor allem in Bubble Gums zu finden. Damit Kaugummis nicht durch Luftsauerstoff oxydieren (das täte auch ihrem Aussehen nicht gut), müssen entsprechende Mittel wie z.B Tocopherol (Vitamin E, E 307) oder Ascorbinsäure (Vitamin C, E 300) zugesetzt werden. Carnabau: Carnabau-Wachs ist ein natürliches Wachs und wird über die Kaugummis gezogen, damit sie nicht durch Luftfeuchtigkeit aneinander kleben. Dies ist besonders bei Kaugummis ohne Zucker wichtig, da Zuckeralkohole Wasser bzw.Feuchtigkeit anziehen. Der Gummi im Kaugummi Was ist nun eigentlich der “Gummi”, auf dem man kaut? Kaugummi besteht zu einem Anteil von ca. 20 bis 25 % aus einer nicht verzehrbaren, speichelunlöslichen sogenannten Kaugummibase. Vorwiegend in Südamerika sowie in Indonesien und Malaysia wachsen bestimmte Bäume, aus deren eingedicktem Milchsaft oder Harzen die natürliche Kaumasse besteht. In Südamerika gewinnt man aus der Rinde des Sapodill-Baumes einen Milchsaft, der durch Kochen eingedickt wird und unter der Bezeichnung „Chicle“ als Grundstoff für die Kaugummi-Herstellung dient. Der eingedickte Saft wird nach dem Abkühlen in „Marqueta" (Blöcke) von mehreren Kilogramm gepresst und so zur Weiterverarbeitung zu den Herstellern geschickt. In ausgefeilten technischen Verfahren wird durch Kombinieren natürlicher und künstlicher Rohstoffe dem Kaugummi der bestmögliche „Biss“ verliehen. Nach dem deutschen Lebensmittelrecht, durch das die grundsätzliche Zusammensetzung von Kaugummis festgelegt wird, müssen alle Inhaltsstoffe von bester Qualität und für den menschlichen Körper gut verträglich sein. Alle Hersteller entwickeln natürlich eigene Rezepte, mit der sie ihre Marke mit einer außergewöhnlichen Geschmacksnote ausstatten. Als Zutaten bekommen beispielsweise natürliche oder naturidentische Aromastoffe für den erfrischenden oder besonderen Geschmack, wie z.B. Pfefferminze oder Frucht- und Gewürzextrakte, zum Einsatz. Zucker und Maissirup bzw. Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sorgen für eine angenehme Süße. Weichmacher aus pflanzlichen Ölen stellen sicher, dass der Kaugummi nicht austrocknet und hart wird. Wie kommt der Geschmack in den Kaugummi? Nach strengen Qualitätskontrollen der einzelnen Zutaten beginnt die Kaugummi-Produktion mit dem Zerkleinern und Mahlen der jeweiligen Basismaterialien. Im nächsten Schritt wird die in der Regel aus verschiedenen Gummiarten bestehende Kaugummibase geschmolzen und mittels Zentrifugen und Filteranlagen gereinigt. In Mischtrommeln aus Edelstahl werden der nun flüssigen Masse entsprechend der Rezeptur die weiteren Zutaten wie z.B Aromastoffe in genau vorgegebenen Mengen zugefügt und alles intensiv durchmischt. Der nun fertige Teig, der in seiner Konsistenz einem Brotteig ähnelt, wird anschließend mittels Maschinen und Rollen immer dünner ausgewalzt, bis ein endloses Kaugummiband entsteht. Dieses Band wird danach in einzelne Portionen oder Streifen geschnitten, teilweise mit farbigen Lebensmittellacken beschichtet und schließlich in einem Klimaraum bei exakt vorgegebener Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehärtet. In komplexen Verpackungsmaschinen werden die einzelnen Kaugummis abschließend verpackt und nach der Endinspektion zum Verkauf freigegeben. Die maßgeschneiderte Produktverpackung garantiert zum einen, dass der Kaugummi lange weich und aromatisch bleibt und den Transport zu den Händlern unbeschadet übersteht. Zum anderen dient die Verpackung auch zur Information von Handel und Endkunden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, insbesonders auch zur Deklaration der Inhaltsstoffe.
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q-de-2217
Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Cucumber dipping sauce — Rachel Redlaw Newer PostYam ruam mit - hot sour salad with pork, prawns and squid Older PostPad keemao gai - drunken noodles with chicken
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
Risotto mit Kürbis und Mais Rezept | EAT SMARTER Risotto mit Kürbis und Mais 1 Std. Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In heißem Öl anschwitzen, Reis untermengen und glasig anschwitzen. Dann mit Weißwein ablöschen und die Brühe angießen. Etwas salzen und pfeffern und im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 30-40 Min. schmoren lassen. Videohilfe Währenddessen Kürbis würfeln und nach ca. 15 Min. mit den Maiskörnern unter den Reis rühren. Bis zum Ende der Garzeit einige Male umrühren. Evtl. noch etwas Brühe angießen. 3 Spinat waschen, putzen und gut abtropfen lassen. 4 Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Videohilfe Risotto aus dem Ofen nehmen, Butter, Spinat und Parmesan untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Pinienkernen bestreut servieren. Kommentieren Top-Deals des Tages Gegrillter Mais und Kürbis KategorieBlütengemüse Schwierigkeitleicht Fertig55 Min. 0
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Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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q-de-2217
Was sind die Hauptbestandteile der italienischen Küche?
Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl regionaler Küchen, und bedingt durch die geografische Lage und lange Kochtradition Italiens kann sie auf zahlreiche Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der (der regionalen bäuerlichen und städtischen Küche). Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot (zum Beispiel Chianti und Barolo). In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise (Antipasto), zwei Hauptgängen und der Nachspeise besteht. Wie wenig andere kulinarische Traditionen fand die italienische Küche seit dem 20. Jahrhundert weltweite Verbreitung, und ihre bekanntesten Gerichte wie Pasta und Pizza werden heute auf allen Kontinenten zubereitet. Andere international bekannte Produkte sind italienisches Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), sowie Wurst und Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken). Seit 2010 wird die italienische Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt. Regionalküchen Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen klimatischen und geografischen Verhältnissen und mit verschiedenen Volksgruppen. Die einzelnen Regionen hatten eine oft voneinander unabhängige historische Entwicklung. Diese Umstände bringen es mit sich, dass die einzelnen Regionen – oft sogar einzelne Städte und Orte – verschiedene kulinarische Spezialitäten hervorgebracht haben und sich die regionalen Küchen so sehr unterscheiden, so vielfältig sind, dass eigentlich von einer „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Folgende Regionalküchen können unterschieden werden: Friaul (siehe: Friaulische Küche), Venetien, Trentino-Südtirol (siehe: Südtiroler Küche), die Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien (siehe: Ligurische Küche), Emilia-Romagna, die Toskana (siehe: Toskanische Küche), Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Abruzzen mit Molise, Kampanien (siehe: Kampanische Küche), Apulien, die Basilicata, Kalabrien und die Regionalküchen der beiden Inseln Sizilien (siehe: Sizilianische Küche) und Sardinien. Italienische Menüfolge Auch im privaten Alltag werden in allen italienischen Regionen die Speisen zum Mittag- und Abendessen in der Regel in zwei Gänge aufgeteilt, nämlich den kohlenhydratbetonten ersten Gang () und den proteinreichen zweiten Gang (). Zuvor werden oft kalte oder warme Vorspeisen () serviert, danach meist auch Desserts (). Das Essen wird meist mit einem Espresso () abgeschlossen. Bei festlichen Anlässen werden statt der eben genannten Gänge oft auch verschiedene Gerichte zur Auswahl oder nacheinander gereicht. Antipasti (Vorspeisen) Vor den Hauptgängen ist es in Italien üblich, verschiedene kleine, meist leichte Gerichte zu servieren. Im größeren Rahmen beginnt man mit kalten Antipasti, worauf warme Antipasti folgen. Dabei gibt es eine große und regional unterschiedliche Vielfalt an Gerichten. In Küstengebieten werden oft Antipasti auf Basis von Meeresfrüchten gereicht, während ansonsten Wurst- und Schinkenaufschnitt üblich sind. Anders als in anderen Ländern zählt auch Käse zu den Antipasti. Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorspeisengerichte, die auf Gemüse basieren. Primo piatto (erster Hauptgang) Der erste Hauptgang besteht zumeist aus einem Pasta- oder Gnocchi-Gericht. Vor allem im Norden Italiens wird oft ein Risotto serviert. Auch verschiedene Suppen – , oder – können als erster Gang serviert werden. Zu den Primi piatti werden ebenfalls Salate aus Pasta oder Reis gezählt. Secondo piatto (zweiter Hauptgang) Der zweite Hauptgang ist meist ein Fleischgericht oder eines mit Fisch oder anderen Meerestieren. Auch Frittiertes oder Gebratenes, z. B. gebratene Steinpilze (), Käse- oder Eierspeisen können als Secondo piatto gereicht werden. Typische Gerichte Antipasti (Vorspeisen) Caprese: Vorspeisensalat aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl. Bruschetta oder Crostini: frisch geröstetes Brot mit Knoblauch und Olivenöl Tramezzini: belegte Scheiben von Weißbrot Carpaccio: dünne Scheiben von Rinderfilet Supplì oder Arancini: frittierte Reiskroketten bzw. -bällchen Vitello tonnato: dünne Kalbsfleischscheiben mit Thunfischsauce Parmigiana: überbackene Gemüsescheiben Suppen Acquacotta: Brotsuppe aus der Toskana Cacciucco: Fischsuppe aus der Toskana Ginestrata: Eierschaumsuppe aus der Toskana Jota: Eintopfgericht aus dem Nordosten Italiens Minestrone: gehaltvolle Suppe, Eintopf Stracciatella: Einlaufsuppe mit geriebenem Käse Zuppa alla pavese: eine abgewandelte Acquacotta Saucen Bagna cauda: warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch (wird im Silberlöffel als Sauce beschrieben) Pesto: ungekochte pastöse Sauce Ragù Ragù alla bolognese: Hackfleischsauce Ragù napoletano Pizza Pizza wird meist als alleiniger Gang verzehrt (). Pastagerichte Bucatini all’amatriciana Fettuccine Alfredo Lasagne Pasta con le sarde Penne all’arrabbiata Rigatoni con la pajata Spaghetti alla carbonara Spaghetti alle vongole Spaghetti aglio e olio Spaghetti alla puttanesca Tagliatelle al ragù Verschiedene Arten von Pasta und Hülsenfrüchten: Pasta und Erbsen, Pasta und Bohnen. Reisgerichte Reisgerichte (Risotti) haben ihren Ursprung zumeist in Norditalien und sind dort besonders beliebt. Das liegt daran, dass Risotto-Reis vorwiegend in den nördlichen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna angebaut wird. Fischgerichte Acciughe fritte in pastella, Acciughe in carpione, Acquadella o latterino fritto, Agghiotta di pesce spada, Anguilla marinata Baccalà alla vicentina, Baccalà fritto, Branzino al sale, Brodetto di arselle, Burrida Cacciucco, Calamaretti fritti, Calamari in zimino, Calamari ripieni, Capesante alla veneziana, Cappon magro, Carpaccio di pesce, Cartoccio di pesce spada, Cozze alla tarantina, Cozze fritte alla viareggina, Cozze ripiene Filetti di Baccalà, Filetti di orata al cartoccio, Fritto misto, Frittata di bianchetti, Frittura mista di pesce Grancevola alla Veneziana Impanata di pesce spada – Kuchen aus Mürbeteig gefüllt mit Ragout vom Schwertfisch, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Kapern Involtini di pesce Missultin e Polenta, Moscardini lessati alla genovese, Murena fritta Nasello al forno – Im Ofen gebackener Seehecht Orata arrosto, Orata al forno, Orata al finocchio – Gebratene Goldbrasse, im Ofen gebackene Goldbrasse, Goldbrasse mit Fenchel Pepata di cozze, Pesce a scabecciu, Pesce al cartoccio, Pesce alla pizzaiola, Pesce spada alla siciliana, Pesce spada arrosto in salmoriglio, Polpettine di mare Sarde a beccafico, Sarde arraganate (Sarde con origano e pane), Sarde grigliate, Sarde ripiene, Sarde Sfiziose Panate, Sardele in saor, Sbroscia bolsenese, Scampi a zuppetta, Scampi gratinati, Seppie col nero alla veneziana, Seppie con i piselli, Seppie ripiene, Seppioline in umido, Sogliole alla mugnaia, Spiedini ai frutti di mare, Spiedini di alici, Spiedini di anguilla, Stoccafisso alla genovese, Stoccafisso alla ligure Tonno sott’olio, Tortiera di cozze, Triglie alla livornese Zuppa di pesce, Zuppa di cozze Fleischgerichte Agnello al forno – Im Ofen gebratenes Lamm Arrosticini – Eine Grillspezialität aus den Abruzzen Arrosto di vitello – Kalbsbraten Bistecca alla fiorentina – T-Bone-Steak nach Florentiner Art Bollito misto – Gemischtes, gekochtes Fleisch Coda alla vaccinara – Geschmorter Ochsenschwanz Costoletta alla milanese – Mailänder Schnitzel Involtini di vitello – Kleine Kalbsrouladen Ossobuco – Geschmorte Kalbshaxenscheiben Pezzetti di cavallo – Geschmortes Pferdefleisch Piccione in forno – Im Ofen gebackene Taube Porchetta, junges Schwein als Rollbraten Saltimbocca alla Romana – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei Zampone – Gefüllter Schweinsfuß Salumi ist der italienische Oberbegriff für Fleisch- und Wurstwaren, einschließlich anderer Pökelwaren. Wurstwaren werden im Italienischen als Insacatti bezeichnet. Bresaola Capocollo di Calabria Cotechino Culatello Lardo Mortadella Pancetta Parmaschinken Salami Käse Italien gilt als eines der Länder mit den meisten Käsesorten und langer Tradition in Herstellung und Verarbeitung, siehe Käse aus Italien. Desserts Budino (Pudding) Früchte Gelato (italienisches Speiseeis) Granita Macedonia (Obstsalat) Panna Cotta Pignolata Sorbet Tiramisù Uovo sbattuto (verrührtes Eigelb, Zucker und ein Schuss Espresso) Zabaglione Zuccotto Backwaren Gebäck: Amaretti, Cannoli, Cantuccini, Cassata, Colomba pasquale, Crostata, Pandoro, Panettone, Panforte, Profiterole, Sfoglio, Sfogliatelle Brot: Ciabatta, Panini, Focaccia, Grissini, Piadina, Vinschgauer Getränke Weine Der Weinbau in Italien hat eine lange Tradition und jede Region ihre eigenen Weine. Es gibt über 350 Rebsortenvarietäten. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Bedingungen bestehen große geschmackliche Unterschiede zwischen den Weinen, die dementsprechend den regionalen Charakter der unterschiedlichen Küchen bereichern. Qualitativ wird zwischen Qualitätswein und Landwein unterschieden und ausgezeichnet. Mehr als ein Fünftel aller in Italien angebauten Rebsorten sind autochthon. Zu den berühmtesten gehören Sangiovese sowie Nebbiolo. Der Charakter des Weins entscheidet, zu welchem Gang er serviert wird. Der toskanische Vin Santo ist zum Beispiel ein Dessertwein. In Italien werden neben Stillweinen () auch Perl- () und Schaumweine () gekeltert. Aperitifs Zu den bekanntesten Likören, die in Aperitifs wie dem Spritz gemischt werden, gehören Campari, Cinzano und Aperol. Digestifs Grappa Amaro (Kräuterbitter), z. B. Fernet Branca, Ramazzotti, Averna etc. Limoncello Brandy, z. B. Vecchia Romagna, Stock 84 Kaffee Im 16. Jahrhundert war der Kaffee auf italienischsprachigem Territorium ein Getränk der Avantgarde, beispielsweise auf dem Campus der Universität Padua. Im Jahr 1600 verfügte Papst Clemens VIII., dass Kaffee ein für Christen geeignetes Getränk sei. Daraufhin hatten ihn die Straßenhändler, die auch Limonade führten, im Angebot. Das erste nachzuweisende Kaffeehaus italienischer Art wurde 1683 in Venedig eröffnet. Typische italienische Kaffeespezialitäten sind: Caffè Corretto, Caffè Latte, Latte macchiato, Espresso, Cappuccino. Projekte und Kulturerbe 1953 wurde in Mailand auf Initiative Orio Verganis die gegründet. Diese möchte das Wissen um die italienische Küche und Tischkultur bewahren und an die folgenden Generationen weitergeben. Hierzu organisiert sie Versammlungen und Tagungen, hat das Studienzentrum Franco Marenghi eingerichtet und verleiht Preise sowie Auszeichnungen. Die Akademie gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift heraus. Ein weiteres Projekt um zunächst unter anderem die italienische Kochkunst zu erhalten, die Associazione Slow Food, wurde 1986 in Bra von Carlo Petrini gegründet. Gemeinsam mit den Regierungen Spaniens, Griechenlands und Marokkos hat die italienische Regierung bei der UNESCO den Antrag gestellt, die Mittelmeerküche in das immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Im November 2010 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Literatur Der Silberlöffel (Il cucchiaio d’argento, ab 1950) ist eines der erfolgreichsten italienischen Kochbücher, Phaidon, Berlin, 2007, ISBN 0-7148-9665-9 Larissa Bertonasco: La cucina dolce (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2012. ISBN 978-3-941787-91-9 Ulrike Thoms: Von der Migranten- zur Lifestyleküche: Die Karriere der italienischen Küche in Europa, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 18. April 2020. Larissa Bertonasco: La cucina verde (Text: Carlo Bernasconi) Berlin, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2010. ISBN 978-3-941087-79-8 Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche. Collection Rolf Heyne 2010, ISBN 978-3-89910-479-0 Peter Peter: Cucina & Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche. Zweite Auflage. München 2007. ISBN 3-406-55063-0 Larissa Bertonasco: La nonna, la cucina, la vita Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2005. ISBN 3-8067-2560-8 Pellegrino Artusi: Die klassische Kochkunst Italiens. Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens, Kosmos Verlag, 2. Aufl. 2005, ISBN 3-440-10505-9 Alberto Capatti, Massimo Montanari, La cucina italiana. Storia di una cultura, Roma-Bari, Laterza, 2002. ISBN 978-88-420-7675-9 Paolo Sorcinelli, Gli Italiani e il cibo. Dalla polenta ai cracker, Milano, Bruno Mondadori, 1999. ISBN 978-88-424-9659-5 Alice Vollenweider: Italiens Provinzen und ihre Küche, Wagenbach, Mai 1999. ISBN 3-8031-3052-2 Cettina Vicenzino: ITALIA – Das beste aus allen Regionen. Christian Verlag, München 2016. ISBN 978-3-86244-761-9 Cettina Vicenzino: DOLCI ITALIANI – Süsse Verführung auf italienisch. Fackelträger Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7716-4629-5 Weblinks Kulturinstitut Akademie der italienischen Küche, teils mehrsprachig. Rezeptseite italienisch Website gewidmet Pellegrino Artusi, sein Buch ist als Download verfügbar (italienisch) Schlemmen für das Vaterland, Artikel in der Zeit Italienische Küche im Koch-Wiki Einzelnachweise Italienische Kuche
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