text
stringlengths
10
54.8k
Neuer Fischereihafen 2015 Der Neue Fischereihafen aus der Luft Der Neue Fischereihafen ist ein Hafenteil von Cuxhaven. Die Planungen für den Neuen Fischereihafen reichen bis in das Jahr 1935 zurück. Baubeginn für diesen Hafenteil war im September 1937, die Fertigstellung datiert auf das Jahr 1939. Die Größe des Hafenbeckens betrug 400m x 50m. Die Zufahrt zum Neuen Fischereihafen erfolgte durch den Amerikahafen. Gleichzeitig wurde die Auktionshalle Halle IX am Südkai des Hafenbeckens noch vor Kriegsausbruch fertiggestellt, aber nicht mehr in Betrieb genommen, die Marine zog hier während des Krieges ein. Nach dem 2.Weltkrieg mussten zur Ernährung der Bevölkerung große Mengen Hering importiert werden, wofür die Hallenkapazitäten nicht ausreichten. An der Verlängerung des Lentzkais wurde 1947 mit dem Bau der mit zwei Kränen ausgestatteten Heringshalle begonnen, welche am 1. April 1949 in Betrieb genommen werden konnte. Durch den Bau der Seeschleuse wurde der Lentzkai im Bereich des Neuen Fischereihafens abgetrennt und umbenannt zum Heringskai. 1954 wurde der Neubau der Halle X fertiggestellt. Der letzte verbliebene Rest an Kaifläche östlich der neuen Fischhalle ging 1957 an den Industriebetrieb "Seeadler". Aufgrund der rasanten Nachkriegsentwicklung der Fischwirtschaft stellte sich schon bald heraus, das der neue Fischereihafen den Erfordernissen nicht mehr genügte. Einerseits war die Größe nicht mehr hinreichend, andererseits war die Löschlogistik infolge der Tidenabhängigkeit nicht optimal. Jedoch war eine Hafenerweiterung nicht möglich, da der Niedersächsische Hafenteil gebietsmäßig an seine hamburgischen Grenzen gelangt war. Erst durch einen Staatsvertrag zwischen Niedersachsen und Hamburg im Jahre 1961 war eine Erweiterung des Neuen Fischereihafens möglich geworden. Hamburg benötigte einen Gebietstausch für einen geplanten Tiefwasserhafen bei Scharhörn, der nie realisiert wurde 1961 wurde der Hafen um 500 m in östlicher Richtung erweitert. Gleichzeitig entstand das 200m breite Wendebecken am Ostende. Anfang der 1960er-Jahre wurde eine Seeschleuse mit zwei Kammern gebaut und die Durchfahrt zum Amerikahafen geschlossen. Der Neue Fischereihafen ist seitdem tidenunabhängig, was einer Maschinenunterstützung der Fischlöscherei zugutekam. Bei der Erweiterung des Neuen Fischereihafens wurden verbaut, verlegt und bewegt: 35.000 cbm Stahlbeton 15.000 t Stahl 60.000 qm Straße 7 km Eisenbahnstrecke 8 km Kanalisation 1,5 Millionen cbm Erde Die erste Schleusung fand am 20. Juli 1965 statt. Die Länge der Schleuse beträgt: 190 m, Breite: 24 m, Tiefe: 9 m unter MTnW. Das Baggergut der Hafenerweiterung und des Schleusenbaus fand in der Aufspülung des Areals zwischen Alte Liebe und Fährhafen Verwendung. Nutzung Seit dem Niedergang der großen Cuxhavener Fischfangära haben sich an dem tidenunabhängigen Hafenbecken auch diverse andere Branchen angesiedelt. So dient er heute als Mehrzweckhafen mit Umschlag- u. Ausrüstungskais für Trawler und Logger, Offshore-Versorger, Massengutumschlag (Dünger u.a.). Fischauktions- und Verarbeitungshallen, Fischindustrie, Schiffsausrüstungsbetriebe, Tiefkühlhäuser, Eiswerk, Freilagerflächen. Ein- u. Ausfahrt zu jeder Zeit durch die Seeschleuse. Nach wie vor ist Cuxhaven einer der führenden Standorte der deutschen Fischindustrie, mit nur noch 11 Trawlern und einer Fischanlandung von 93.564 t, verarbeitet in 31 örtlichen Betrieben (Stand 2005). Bilder Ausbau der neuen Fischereihafens Auktionshalle einer Fischhalle
Der Neue Lentzkai ist ein Kai im Amerikahafen Er entstand im Zuge des Neubaus der Seeschleuse in den Jahren 1961 - 1964, da die alte Einfahrt in den Neuen Fischereihafen nicht mehr gebraucht wurde. Seine Verwendung findet er seitdem als Umschlagkai und Lagerplatz für Schüttgüter, zumeist Steine. Der Neue Lentzkai hat eine Länge von 150 m bei einer Wassertiefe von 6,50 m. Bilder Kampnagel-Kran, 2011 verschrottet
Das Motorschiff Altenbruch war ein für die Außenelbe bestimmtes Lotsenschiff . 1 Schiffsdaten 2 Schiffsgeschichte 3 Schiffsunglück 4 Gedenkstelle 5 Bilder 6 Fußnoten Schiffsdaten Das 1927 auf der Norderwerft von Köser & Meyer in Hamburg gebaute Schiff von 220 BRT hatte eine Länge von knapp 35,25 m, war 6,96 m breit und hatte mit seinem 8-Zylinder MAN 4-Takt-Motor eine Motorleistung von 600 PS [1]. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 12,2 Knoten. Das 1927 vom Altenbrucher Schultheiß Otto Wöllber getaufte Schiff war als Lotsenzubringer für die Außenelbe bestimmt. Schiffsgeschichte Die MS Altenbruch diente als reines Lotsenbeförderungsschiff zu der Außenstation. Schnell stellt sich heraus, dass das schmucke Schiff einen zu hohen Schwerpunkt hatte, wodurch es sich schon bei mäßigem Seegang stark aufschaukelte, weshalb ihm die Lotsen schnell den Namen "Schaukelpferd" verpassten. Die "MS Altenbruch" kam wegen dieser Eigenschaft möglichst nur bei gutem Wetter zum Einsatz, es war also eine Fehlkonstruktion. Als Minensucher auf der Elbe (1943) Auf Grund mangelnder Stabilität wurde das Schiff schon im Jahre 1938 von der Lotsenschaft außer Dienst gestellt und 1939 mit Kriegsbeginn der Kriegsmarine unterstellt in der IV. Hafenschutzflottille. 1939 wurde die "MS Altenbruch" zum Minensuchschiff umgebaut, wobei der hohe Schwerpunkt abgesenkt werden konnte. Der Schornstein wurde abgebaut und dafür ein Abgasrohr in den hinteren Mast verlegt. Die großen Fenster der achterlichen Messe wurden verschlossen, die Rettungsboote wurden entfernt. Zum Aufgabengebiet des Schiffes und seiner Besatzung gehörte das Räumen von Minen, der Geleitschutz nach Helgoland sowie die Überwachung der Elbe. Das Kommando führte Wilhelm Janzen im Range eines Oberleutnants, der spätere Wirt der Gaststätte "Zur Schleuse" in Altenbruch Schiffsunglück Am 21. Februar 1945 erhielt die ALTENBRUCH unter Kapitän Martin Woltmann den Auftrag, das Fahrwasser bis nach Brunsbüttelkoog nach Minen abzusuchen. Die Minen waren in der Nacht zuvor von Flugzeugen aus abgeworfen worden. In der Höhe von Glameyer Stack lief das Schiff auf eine Elektro-Mine und sank innerhalb weniger Minuten. 15 Seeleute verloren bei dem Unglück ihr Leben, 10 konnten gerettet werden. Mehrere Bergungsversuche waren erfolglos, erst 1954 gelang es, das Wrack anzuheben und unter Wasser nach Hamburg zu schleppen. Gedenkstelle Die sterblichen Überreste der Opfer dieses Unglücks wurden nach der Schiffsbergung auf dem Friedhof Brockeswalde beigesetzt. Ein Fenster in der Grab- und Gedenkstätte für Kriegsopfer auf dem Friedhof Brockeswalde erinnert an das Unglück vom 21. Februar 1945. Auf einem Gedenkstein der Grab- und Gedenkstätte für Kriegsopfer auf dem Brockeswalder Friedhof sind die Namen der Opfer verzeichnet. Im Jahre 1996 wurde zu Ehren der Gefallenen eine Gedenktafel an der Altenbrucher Gaststätte "Zur Schleuse" befestigt. Bilder Gedenktafel Gedenktafel Kapellenfenster Die Namen der Opfer Fußnoten Hochspringen ↑ Nach Theodor F. Siersdorfer: Wächter am Strom, Hamburg 1975, hatte die MS Altenbruch folgende Maße: Länge: 33,42 m, Breite: 6,87 m, Tiefgang: 3,35 m, Seitenhöhe: 3,91 m
(Weitergeleitet von MS Fair Lady) Die "Fair Lady" ist ein deutsches Seebäderschiff, das 1970 als erstes von drei annähernd baugleichen Schiffen im Auftrag der Reederei Cassen Eils von der Mützelfeldtwerft GmbH, Cuxhaven abgeliefert wurde. Charakteristisch für die Schiffe dieser Bauserie (Schwesterschiffe: MS Funny Girl, MS Westerland, HADAG) ein entlang einer geschwungenen Linie über die gesamte Rumpflänge verlaufender Knick. Neben dem ästhetischen Zugewinn wird hierdurch ein effektiver Schutz vor Spritzwasser auf den Außendecks erzielt. Chronologie Übergeben am 9. Mai 1970 an Reederei Cassen Eilsen GmbH & Co., Cuxhaven In den 1970er Jahren eingesetzt im Verkehr auf Nord- und Ostsee. In den 1970er Jahren im Herbst verchartert an Sund-Linien Gefion für den Verkehr zwischen Kopenhagen, Dänemark - Malmö, Schweden. 19? - Juli 1999 eingesetzt zwischen Kiel - Bagenkop, Langeland/Dänemark. April 2000 verchartert an Adler Schiffe, Westerland. Umgetauft auf ADLER Baltica. Ab 15. April eingesetzt zwischen Zinowitz - Swinemünde, Ostsee. Juli 2005 Verchartert an Zegluga Gdanska. Gdansk, (Danzig) Polen. Umgetauft auf LADY ASSA. 2005 eingesetzt zwischen Darlowo, Polen - Neksø, Bornholm/Dänemark. März 2006 eingesetzt zwischen Gdynia (Gotenhafen), Polen - Baltijsk (Pillau),Russland. April 2006 große Reparatur Remontowa Werft, Gdynia. August 2006 Gekauft von Zegluga Gdanska dito. eingesetzt zwischen Kolobrzeg (Kolberg), Polen - Neksø, Bornholm/Dänemark. Februar 2011 Rückkauf duch die Reederei Cassen Eils. Mai 2011 Saisondienst Bremerhaven - Helgoland Technische Daten Kenngröße Daten Baujahr 1973 Länge über alles 68,57 m Breite 10,42 m Bruttoraumzahl 935 BRZ Tiefgang 2,25 m Masch. Leistung 3800 PS Passagierkapazität 900 Personen Besatzung 8 Reisegeschwindigkeit 18 Knoten IMO-Nummer 7016474 Weblinks Reederei Cassen Eils Fair Lady auf www.faktaomfartyg.se
Wappen Karte Basisdaten Staat: Deutschland Bundesland: Hamburg Stadtbezirk: Hamburg-Mitte Fläche: 3 km² Max. Ausdehnung: 2,2 mal 1,9 km Höhe: 0 bis 7 m. ü. NN. Einwohner: 36 (2006) Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner je km² Postleitzahl: 27499 Telefonvorwahl: 04721 Geografische Lage: 53° 55' 16" n. Br., 8° 30' 2" ö. L. Kfz-Kennzeichen: HH Neuwerk ist eine bewohnte, zur Freien und Hansestadt Hamburg gehörende Insel im südöstlichen Teil der Nordsee bzw. im nordwestlichsten Teil der Elbmündung. Die Insel Neuwerk gehört zu Friesland, friesische Sprache und Kultur sind jedoch auf der Insel kaum noch nachzuweisen. 1 Geographie 1.1 Lage 1.2 Erreichbarkeit 1.3 Nachbarinseln 2 Geschichte 2.1 Früher 2.2 Besiedelung 2.3 Vertreibung 1813 2.4 Neuzeit 3 Wirtschaft 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten 5 Friedhof der Namenlosen 6 Galerie 7 Chronik 8 Geschichte 8.1 Frühzeit bis 16. Jahrhundert 8.2 17. - 18. Jahrhundert 8.3 19. Jahrhundert 8.4 20. Jahrhundert 8.4.1 1. Hälfte 8.4.2 2. Hälfte 8.5 21. Jahrhundert 9 Einrichtungen auf Neuwerk 10 Literatur 10.1 Geschichtliches und Allgemeines 10.2 Maritimes 10.3 Flora, Fauna und Geologie 10.4 Prosa, Lyrik und Kunst 11 Weblinks Geographie Lage Die Insel Neuwerk liegt ungefähr 13 km nordwestlich von Cuxhaven, das sich auf dem Festland in Niedersachsen befindet. Sie ist die Hauptinsel des Stadtteils Neuwerk im Bezirk Hamburg-Mitte, zu dem auch die Nachbarinseln Scharhörn und Nigehörn gehören. Die Kernstadt Hamburg liegt etwa 100 km weiter ost-südöstlich. Die Insel, die vom Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer umgeben ist, hat etwa 3 km² Fläche, ihre höchste Erhebung beträgt 7 m. Erreichbarkeit Die Insel Neuwerk ist bei Niedrigwasser bzw. Ebbe von den zu Cuxhaven gehörenden Ortsteilen Sahlenburg oder Duhnen durch Wattwanderung (zu Fuß, per Pferd oder Wattwagen) und bei Hochwasser per Schiff erreichbar. Die Wanderung zur Insel Neuwerk dauert etwa zweieinhalb Stunden. Nachbarinseln Die wie die Insel Neuwerk ebenfalls zu Hamburg gehörenden nahe gelegenen Schwesterinseln Scharhörn und Nigehörn bilden ein Vogelschutzgebiet. Besucher dürfen es nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Vogelschutzwart über einen fünf Kilometer langen Wattenweg betreten, damit der größtmögliche Schutz der dort anzutreffenden bedrohten Arten sichergestellt bleibt. Das gesamte Areal bildet mit dem umliegenden Wattenmeer den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Geschichte Früher Im Jahr 1316 wird im Bündnisvertrag der Wurtfriesen der Marsch Land Wursten und der Stadt Hamburg die Hallig Neuwerk als "Nige O" bezeichnet (O oder auch Oog = Insel). Es war der alte Name Neuwerks. Bereits seit 700 Jahren gehört Neuwerk - mit Unterbrechung - zu Hamburg. Schon 1299, als Hamburg das Recht dazu erhielt, wurde auf der Insel ein 35 Meter hoher Turm als Seezeichen und als Vorposten gegen See- und Strandräuber errichtet und nach einem Brand in Stein als Festung von 1367 bis 1369 neu gebaut. Der Leuchtturm ist eines der ältesten Bauwerke Hamburgs (zumindest die Sinstorfer Feldsteinkirche ist älter) und zudem Hamburgs letztes Festungsgebäude. Der Wächter des Turmes (Vogt) wurde im Laufe der Zeit zum Oberhaupt der Insel und als Neuwerk 1388 unter die Verwaltung des hamburgischen Amtes Ritzebüttel kam, zudem Stellvertreter des dortigen Amtmannes. Besiedelung Von alters her ist Neuwerk Umschlagplatz für Fische. Neuwerk wurde erst Mitte des 16.Jahrhunderts besiedelt. Nach einem ersten erfolglosen Versuch der Verpachtung von 36 Morgen Land an drei Erbpächter war der 2.Versuch des Hamburger Rates 1572 mit den Pächtern Helmecke Schmidt, Nanne Heerssen und Hinrich Joelssen erfolgreicher. 1575 wurden 2 weitere Siedlerstellen für die Fischer Foko Moensen und Harm Meyer geschaffen. Bei diesen 3 Höfen (dem Ost-, Mittel- und Westhof) und nur wenigen weiteren Familien (vor allem Fischer, Leuchtturmwärter und Lehrer) blieb es im Wesentlichen bis heute. Die Höfe wurde zum Teil innerhalb der Familien vererbt und zum Teil an Außenstehende verkauft. Insgesamt kann man aber eine starke "Versippung" der Neuwerker im Laufe der Zeit beobachten, sodass zeitweise fast alle Neuwerker miteinander verwandt waren. Vertreibung 1813 Während der napoleonischen Besatzungszeit müssen 1813 alle 33 Einwohner samt Vieh auf Befehl des Marshalls Davoust die Inseln innerhalb von 4 Tagen räumen. Grund dieses Befehls ist Konspiration mit den Engländern während der Kontinentalsperre. Alle Gebäude werden abgebrochen. Die geplante Sprengung des Turmes wird durch den Einspruch des Ritzebütteler Maire, des Kaufmannes de Sarz verhindert. Es werden vertrieben: 33 Bewohner, 26 Pferde, 46 Milchkühe, 86 Stück Hornvieh, 285 Schafe, 165 Lämmer, 76 Gänse und 236 Gänseküken. Neuzeit Die Insel diente ab 1905 als Erholungsort und Seebad, eine eigene Feuerwehr besteht seit 1929. Infolge des Groß-Hamburg-Gesetzes kamen Cuxhaven und Neuwerk 1937 an Preußen und nach dem 2. Weltkrieg an Niedersachsen. Durch einen Staatsvertrag zwischen Niedersachsen und Hamburg werden die Inseln Neuwerk und Scharhörn 1969 wieder ins Hamburger Staatsgebiet eingegliedert und Hamburg in seine alten Rechte wieder eingesetzt, indem weitere Rechte an Hafenanlagen im Gebiet von Cuxhaven aufgegeben wurden. Hintergrund dieses Vertrages war auf Hamburger Seite die Sicherung eines Standortes für einen Tiefwasserhafen für Hamburg, der jedoch nicht realisiert wurde. Auf Cuxhavener Seite die Überlassung eines kleinen Teiles des Amerikahafens für den Bau der Seeschleuse zum Neuen Fischereihafen. Wirtschaft Die Insel Neuwerk wird von etwa 40 Einwohnern bewohnt, die von Tourismus und Landwirtschaft leben. Neuwerk wird jährlich in den Sommermonaten von etwa 120.000 Touristen besucht. Im Sommer kann man in einer der drei Pensionen, in Ferienwohnungen oder in zwei rustikalen Heuhotels (Übernachtung im Strohlager) oder in einer Jugendherberge übernachten. Auf der Insel wird von privat eine Rehabilitations-Pension für Pferde, besonders Traber, mit Sehnenproblemen betrieben. Kultur und Sehenswürdigkeiten Sehenswert ist der als Seeturm erbaute Leuchtturm auf der Insel. Er wurde 1310 fertiggestellt und diente auch als Schutz vor Seeräubern. Er ist das zweitälteste Gebäude der Hansestadt Hamburg. Das heute noch funktionsfähige Leuchtfeuer auf dem Turm wurde 1814 eingerichtet. Wegen seiner Lage am Zusammenfluss von Elbe- und Wesermündung war es ein wichtiges Seezeichen. Das 2004 eröffnete Nationalpark-Haus der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) beherbergt eine Ausstellung über den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Das Neuwerker Watt und das schützende Außendeichgebiet, das Vorland, ermöglichen sehr anschaulich, die Prozesse der Gezeitenwechsel zu verfolgen, durch den regelmäßig (und besonders nach Stürmen) Bernstein angeschwemmt wird und der generell den Lebensrhythmus auf der Insel prägt. Im Vorland der eingedeichten Insel, das durch einen begrenzenden Steinring seit 1931 die Insel vor weiterer Erosion schützen soll, können Pferde und Ochsen im Sommerhalbjahr frei gehalten werden. Im Sommer dient die Insel als Zuchtstation zur Begattung von Bienenköniginnen. Dafür ist die Insel wegen ihrer isolierten Lage bestens geeignet. Betreiber ist das Institut für Bienenkunde Celle. Friedhof der Namenlosen Auf dem "Friedhof der Namenlosen" wurden alle Leichen bestattet, die von der Flut in früheren Tagen an Neuwerks Ufer geschwemmt wurden. Heute werden diese an das Festland überführt. Einheimische haben ihre letzte Ruhestätte schon immer auf dem Festland gefunden. Galerie Friedhof der Namenlosen Erklärungs-Tafel Wattwanderung nach Neuwerk Leuchtturm Neuwerk Briefmarke "Leuchttürme" Blickrichtung süd-west Blickrichtung nord-ost Fischerhof Leuchtturmwarft Verlegung einer Wasserleitung nach Neuwerk 2010 Blick vom Leuchtturm um 2021 Blick vom Leuchtturm um 2021 Blick vom Leuchtturm zur Leuchtturmwarft um 2021 Schiffsanleger auf Neuwerk um 2021 Chronik Geschichte Aufgrund der engen Beziehungen der Insel Neuwerk zur Hansestadt Hamburg und den vielen Sturmfluten, die die Insel erleben musste, ist die Geschichte relativ gut dokumentiert. Frühzeit bis 16. Jahrhundert Um 950 Der erste sächsische Geschichtsschreiber Widukind beschreibt die Besiedlung des Landes "Hadolaun" durch die Sachsen. 1286 Erstmalige Erwähnung der "0", die dem Land Hadeln zugeordnet wird. Die unbedeichte, zum Land Hadeln gehörige Insel wird während der Heringsfangzeit von Kaufleuten aus Bremen, Stade und Hamburg als Fischmarkt aufgesucht. Erste Erwähnung des Planes der Errichtung eines Seezeichens durch Hamburg. 1. November 1299 Die Herzöge von Sachsen-Lauenburg geben als Landesherren von Hadeln der Stadt Hamburg die Erlaubnis, auf der Insel ein "Werk" zur Kennzeichnung der Elbmündung zu errichten. Die entscheidenden Verhandlungen finden in Mölln statt. 1300 – 1310 Der Rat der Stadt Hamburg lässt unter finanzieller Beihilfe Lübecks auf der Insel den heute noch stehenden Turm zur Kennzeichnung der Elbmündung als Seezeichen und zugleich Festungswerk errichten. April 1316 Der hamburgische Rat schließt zum Schutze des Turmes mit den Ratgebern der friesischen Marsch Land Wursten ein Verteidigungsbündnis. 22. Juni 1319 Der noch heute bestehende Friedhof der Insel wird durch einen Bischof und drei Geistliche geweiht. 2. Februar 1349 Die Edelherren Lappe, Burgherren zu Ritzebüttel und Grundherren in den Hadeler Kirchspielen Altenwalde und Groden, verpflichten sich gegen Hamburg, die Schifffahrt auf der Niederelbe zu beschirmen. Der Vertrag wird in den folgenden Jahren mehrmals erneuert. 1376 – 1379 Ein Brand verursacht am Holzwerk und Dach des Neuwerker Turmes größeren Schaden. Nach Besichtigung durch zwei Hamburger Ratsherren werden größere Reparaturarbeiten ausgeführt. Neben dem Turm werden Viehställe, ein "Haubarg" und eine Windmühle gebaut. 12. Juli 1393 Nach einem Überfall der Ritter Lappe auf die Insel erneuert der Hamburger Rat das mit den Ratgebern des Landes Wursten geschlossene Bündnis gegen sie. Gemeinsam erobern Hamburger und Wurster deren Burg Ritzebüttel. 1. August 1394 Beim Friedensschluss nach der Fehde treten die Edelherren Lappe ihre Grundherrschaft in den Hadeler Kirchspielen Altenwalde und Groden mit der Burg Ritzebüttel an Hamburg ab. Aus der Gerichts- und Grundherrschaft der Lappes bildet Hamburg das Amt Ritzebüttel. Dem hamburgischen Ratsherrn und Amtmann zu Ritzebüttel wird die Insel Neuwerk unterstellt. Seit etwa 1400 ist ein Vogt dort sein Vertreter. 22. Februar 1431 In der Fehde zwischen Hamburg und Dithmarschen wegen Radelef Kersten überfallen und plündern die Dithmarscher Neuwerk, ohne den Turm zu erobern. 1460/1461 Durch bauliche Instandsetzung des Turmes und der übrigen Gebäude entstehen größere Ausgaben für die Hamburger Kämmerei. Bleidecker, Schmiede, Ziegler und andere Handwerker arbeiten bis zu dreizehn Wochen auf der Insel unter Aufsicht des Vogtes Ludekin van Rode. 1536 Der Neuwerker Vogt Bernd Beseke wird wegen schweren Seeraubs mit dreien seiner Knechte in Hamburg enthauptet. Als sein Nachfolger wird Ratsherr Willehad Wiese durch den Ratsherrn Ditmar Koel in Neuwerk als Amtmann eingeführt. 1554/1555 Neben dem Turm wird eine neue Viehtränke mit erhöhtem Wall ("Soot") gegen die Meeresflut unter Aufwand von 636 lübischen Pfund durch die hamburgische Kämmerei angelegt. 1556 – 1559 Unter Aufsicht des hamburgischen Bürgermeisters Memo von Eitzen und des Neuwerker Vogtes Joachim Schröder entsteht der erste Deich der Insel, für dessen Bau die Kämmerei in drei Jahren die hohe Summe von etwa 6.134 lübischen Pfund aufbringt. 1568 Auf der im Auftrage des Rates durch den Maler Melchior Lorichs hergestellten Elbkarte ist zum ersten Male die Außenelbe mit der Insel Neuwerk dargestellt. 1572 Das eingedeichte Land und die Graserei des Außendeiches werden durch die hamburgische Kämmerei je zur Hälfte dem Vogt Sebastian Ruhe und den drei Erbpächtern Nanne Heerßen, [[Helmcke Schmidt und Hinrick Joelssen verpachtet, die bis Ostern 1574 ihre Hofwurten am Norddeich fertig zustellen haben. 1575 Bei der Südwestecke des Deiches werden zwei Fischerhäuser errichtet. Die Bewohner versehen auch den Lotsendienst in den Gewässern bei der Insel. 17. - 18. Jahrhundert 21. Januar, 10. und 16. Februar 1625: Hohe Sturmfluten mit Eisgang, die auf der Insel gewaltige Schäden anrichten. 30. Juli 1626: Die Insel wird durch Söldner des Markgrafen Christian Wilhelm von Brandenburg, der das Schloss Ritzebüttel besetzt hat, gebrandschatzt, jedoch der Turm nicht eingenommen. September 1628: Die Absicht des kaiserlichen Generals Tilly, dessen Kriegsvolk das Amt Ritzebüttel besetzt hält, auch Neuwerk einzunehmen, wird durch Nebel vereitelt. 1644: Auf dem nördlichen Deichvorland wird eine hölzerne Feuerblüse zur Aufnahme eines Kohlenfeuers erbaut, das in den Winternächten als Leuchtfeuer brennt. 24. / 25. Dezember 1717: Die Weihnachtsflut überflutet die Insel und richtet am West- und Norddeich schwere Schäden und Deichbrüche an. Zwölf Einwohner kommen in den Fluten um. Alles Vieh ertrinkt. Claus Tiedemanns Mittelhof und Claus Höpckes Fischerhaus werden "weggespület”. 25. Januar / 25. Februar 1718: Erneute Sturmfluten; zum Schutz wird ein Notdeich um die Hochstelle gebaut. Anschließend erfolgt die Wiederherstellung der Deiche mit Hilfe der hamburgischen Kämmerei, des Amtes Ritzebüttel und durch kirchliche Kollekten. Dezember 1723: Eine Gruppe von 18 Walen verendet auf Watt und Sänden bei Neuwerk; sie werden von Neuwerker, Duhner, Blankeneser und Altonaer Fischern abgespeckt. 11. September 1751: Bei einer schweren Sturmflut bricht der Neuwerker Deich an der Südwestecke beim Fischerhaus; zu beschleunigter Ausbesserung werden vom Ritzebüttler Amtmann Einwohner der Küstendörfer Duhnen, Döse und Stickenbüttel mit Sturzkarren dorthin geschickt. 7. Oktober 1756: Bei schwerem Sturm wird die Insel überschwemmt; im Süddeich entsteht ein Grundbruch; das Turmdach verliert 1300 Ziegel; viele Häuser werden beschädigt. 22. März 1791 und 11. Dezember 1792: Schwere Sturmfluten verursachen bedeutende Schäden auf der Insel, die in den nächsten Jahren ausgebessert werden. 1795 – 1797: Zum Schutz des Deiches wird an der Südwestecke beim Fischerhaus eine 900 m lange eichene Pfahlwand erbaut. 1795 wird für Wattschiffe südlich von Neuwerk durch die Kinderbalje infolge häufigen Verkehrs von Weser, Jade und Ems auch die durch Stickers Gatt unfern der Duhner Küste in das Elbwasser führende Fahrrinne mit Buschbaken besteckt. 19. Jahrhundert 1814: Nach dem Abzug der Franzosen beziehen die Neuwerker ihre Wohnstellen wieder. 20. Dezember 1814: Auf dem Turm brennt erstmalig das durch die Hamburger Optische Anstalt von Joh. G. Repsold eingerichtete Laternenfeuer als Nachtsignal. Daneben brennt noch das alte Kohlenfeuer der Blüse, für die ein besonderer Kohlenhafen die aus Schottland eingeführte Kohle aufnimmt. 1815: Für die bisherige Feuerblüse wird am Norddeich ein kleiner Leuchtturm errichtet. Die durch die Feuer des großen und kleinen Turms bezeichnete nordwestliche Linie gibt den einsegelnden Schiffen den Kurs auf die Elbmündung. Für beide Feuer werden je zwei Blüsener angestellt. 1816: Auf der Insel leben 42 Menschen. Der Viehbestand beträgt: 30 Pferde, 132 Rinder, 5 Schweine und 136 Schafe. 3. / 4. Februar 1825: Die Sturmflut bricht und beschädigt den äußeren und inneren Deich, insbesondere an der Nordseite. Während die Bewohner sich auf den Turm retten können, kommt alles Vieh in den Fluten um. Nur ein Haus bleibt bewohnbar. Alle Brunnen sind voll Schlamm und Salzwasser. Hilfe für Neuwerk erfolgt durch hohe Sammlungsspenden aus Hamburg und England. 12. Juni 1827: Ein neben dem Turm erbautes kleines Schulhaus, dessen Schulstube auch als Betsaal dient, wird durch Pastor Weiß aus Döse eingeweiht. 1839: Die Insel erhält ein staatliches Rettungsboot. 1867: Es wird eine neue Bergungsordnung für Neuwerk erlassen, die in fünf Sprachen für die Schiffsführer bekannt gemacht wird. 30. Juli 1870: Über das von Cuxhaven/Duhnen nach Neuwerk gelegte Telegraphenkabel wird die erste Depesche durchgegeben. 1. Dezember 1873: Die Insel wird eine Landgemeinde mit einem Ortsvorstand von drei Personen nach der Hamburgischen Landgemeindeordnung. 1875: Die Einwohnerzahl beträgt 54. Der Osthof wird in zwei Halbhöfe aufgeteilt. 4. Juni 1885: Das 1815 eingerichtete Feuer des kleinen Leuchtturms wird eingestellt. 20. Jahrhundert 1. Hälfte 1905: Das am Ostdeich erbaute Hotel "Zur Meereswoge" gewährt Badegästen Aufenthaltsmöglichkeit. Neuwerk wird Erholungsort und Seebad. 12. und 13. März 1906: Eine hohe Sturmflut schlägt Wellen über die Deiche, die standhalten, jedoch Beschädigungen aufweisen. Alle Gräben und Tränken, mit Ausnahme des Turmteiches, füllen sich mit Seewasser. 1911: Die Außenmauer des Leuchtturms wird mit einem Kostenaufwand von 17.000 Reichsmark durch Hamburg gründlich ausgebessert und erneuert. Juli 1912: Das mit einem Kostenaufwand von 30.000 Reichsmark errichtete Schulgebäude am Norddeich wird in Benutzung genommen. Es liegt an der Stelle des früheren kleinen Leuchtturms, dessen Wärterhaus seit 1887 als Schule diente. 1914 – 1918: Während des Ersten Weltkrieges ist die Insel militärisch besetzt. Nach dem Kriege erbaut die Kriegsmarine anstelle von Holzständen vier Beobachtungsstände in Ziegelstein am Deich. 13. Januar und 16. Februar 1916: Hohe Sturmfluten treiben auf Neuwerk die Wogen über die Deiche. 1925: Für Hamburger Schulkinder, die vorher behelfsmäßig im Turm untergebracht waren, wird das bisherige Vorwerksgebäude als Schulheim eingerichtet. 1926: Ein mit einem Windmotor betriebenes Elektrizitätswerk für die Insel wird in Betrieb genommen, das auch anstelle des Petroleumglühlichts Strom für das Leuchtfeuer des Turmes liefern kann. 1931: Der steinerne Ring um das Vorland des Deiches wird vollendet. Der hamburgische Staat hat darin vier Schleusen zum Durchlass der Hauptpriele erbauen lassen. 1932 – 1945: Ein Barackenlager des Arbeitsdienstes befindet sich auf der Insel. Die Arbeitsmänner helfen bei Uferschutzarbeiten, Erdarbeiten am Außendeich und bei Landgewinnungsarbeiten auf dem Watt im Südosten der Insel. Nach dem Abbruch der Arbeiten im Jahre 1945 verfallen die Anlagen zur Aufhöhung des Watts. 1934: Die in den Jahren 1795 bis 1797 errichtete Eichenpfahlwand vor der Südwestecke der Insel wird erneuert und erweitert. 1. April 1937: Die Insel wird mit Cuxhaven und dem Amt Ritzebüttel durch das Groß-Hamburg-Gesetz im Austausch anderer Gebiete von Hamburg an Preußen abgetreten. Sie wird damit ein Ortsteil der Stadt Cuxhaven. 1939 – 1945: Im Zweiten Weltkrieg wird auf der Insel eine Flakbatterie eingerichtet. In den Jahren 1944 bis 1945 werden am nördlichen Deich durch die Kriegsmarine schwere, in Betonstände eingemauerte Küstenfestungsgeschütze eingebaut. Nach der Kapitulation erfolgt die Sprengung durch die britische Besatzungsmacht. Auf Scharhörn befindet sich eine Flakbeobachtungsstelle. 1946: Auf dem Turm wird eine Vogelschutzstelle der Vogelwarte Helgoland eingerichtet, ebenso auf Scharhörn. 1. Januar 1947: Seit der Bildung des Landes Niedersachsen nach Auflösung Preußens gehört die Insel zu Niedersachsen. April 1949: Die im Gewölbe des Leuchtturms eingerichtete Turmschänke wird eröffnet. Ab 1949 verkehrt wieder regelmäßig ein Motorboot zwischen der "Alten Liebe” in Cuxhaven und der Insel. 2. Hälfte 28. Juni 1952: Bundespräsident Heuß besucht die Insel in Begleitung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Kopf und des Cuxhavener Oberbürgermeisters Olfers. August / [September 1958: Neuwerk wird an das E-Netz angeschlossen. Mit einem durch das Watt verlegten Kabel wird die Insel jetzt vom Überlandwerk-Nord Hannover AG ständig mit Strom versorgt. Das Windkraftwerk wird stillgelegt und später demontiert. 16. / 17. Februar 1962: Eine der schwersten Sturmfluten seit Jahrzehnten mit einem Wasserstand von 3,60 m über Normalnull. Starke Ausspülungen außen- und binnendeichs der Insel an mehreren Stellen, vorwiegend im Nordwest-Bereich, an einigen Stellen auch Deichkronen-Ausspülungen. Bis auf einige höher gelegene Stellen und den Wurten, auf denen die Höfe stehen, wird die gesamte Insel überflutet. 5. Oktober 1962: Ratifizierung des Staatsvertrages zwischen Hamburg und dem Lande Niedersachsen über den Geländeaustausch Neuwerk-Scharhörn gegen hamburgisches Hoheitsgebiet im Cuxhavener Fischereihafengelände durch Hamburgs Bürgermeister Dr. Nevermann und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Dr. Diederichs. Neuwerk, Scharhörn und das umliegende Wattengebiet (insgesamt 95 Quadratkilometer) fallen an Hamburg, das in diesem Gebiet den Bau eines Tiefwasserhafens plant. Das Land Niedersachsen erhält als Gegenleistung eine ca. 200 ha große Fläche für die Erweiterung des Cuxhavener Fischereihafengeländes. 6. Mai 1963: Offizielle Übergabe der Insel Neuwerk von Niedersachsen an Hamburg hinsichtlich des fiskalischen Gebiets und der Gebäude gemäß Staatsvertrag vom 5.Oktober 1962. Die Übertragungsurkunden werden am 7. Mai in Cuxhaven ausgehändigt. 29. Juli 1963: Kapitän Werner Schaal eröffnet mit der `MS Christiane´ als Reeder den `Neuwerk-Dienst´, nachdem die Linie durch die Cuxhavener Seelotsen eingestellt worden war. 1966: Indienststellung des Motorschiffes "Nige Ooge" durch die Reederei W. Schaal, Cuxhaven. 14. Juni / 7. August 1967: Das Durchführungsabkommen zum Staatsvertrag zwischen der Freien u. Hansestadt Hamburg und dem Lande Niedersachsen wird geschlossen. 11. Juli 1967: Das niedersächsische Kabinett billigt die Vorlage für das Durchführungsabkommen zum Neuwerk-Vertrag vom 5.Oktober 1962. Damit wird der Flaggenwechsel auf der Insel Neuwerk vollzogen. 12. Juni 1968: Die Insel wird an das Wassernetz des Festlandes angeschlossen. Eine von der Nordheimstiftung durch das Watt verlegte Leitung sichert von nun an die Trinkwasserversorgung. 1. Oktober 1969: Der Staatsvertrag Niedersachsen-Hamburg tritt in Kraft. Mit dem Austausch der Ratifizierungsurkunden geht das Gebiet Neuwerk-Scharhörn von Niedersachsen in den Besitz der Freien- und Hansestadt Hamburg über. 30. Mai 1970: Hamburgs Bürgermeister Prof. Herbert Weichmann weilt zur Begrüßung der neuen hamburgischen Bürger auf Neuwerk und vollzieht die symbolische Übernahme der Insel aus der niedersächsischen bzw. Cuxhavener Obhut in die der Freien- u. Hansestadt Hamburg. 11. Februar 1971: Die hamburgischen Voruntersuchungen für das Vorhafenprojekt durch die Forschungsgruppe Neuwerk werden nach 8 Jahren abgeschlossen. 20. März 1971: In unmittelbarer Nähe zum Schiffsanleger bohrt die Deutsche Texaco AG. nach Erdöl. Etwa Mitte April werden die Bohrungen bei 3.000 m Tiefe ergebnislos eingestellt. 3. Januar 1976: Eine "Jahrhundertsturmflut" mit 10,12 m über Pegel-Null. Sie steigt noch 16 cm höher als die Februarflut von 1962. 20. / 21. Januar 1976: Eine zweite Sturmflut innerhalb eines Monats. 9,70 m über Pegel-Null werden in Cuxhaven gemessen. Diese beiden Fluten zerschlagen die Dünenkette an der Nordwestseite von Scharhörn. 1981: Auf Grund einer Anfrage in der Hamburger Bürgerschaft erklärt der Hamburger Senat, das Tiefwasserhafenprojekt zunächst nicht mehr weiter betreiben zu wollen. 1982: Der Hamburger Senat stellt die Insel Neuwerk unter Landschaftsschutz, z. T. unter Naturschutz. Mit dieser Regelung wird auch der der Insel im Norden und Osten vorgelagerte "Kleine Vogelsand" unter Natur-, Vogel- und Landschaftsschutz gestellt. 1986: Das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven errichtet an der Westküste Neuwerks einen 52 m hohen Antennenträger zur besseren Überwachung des Schiffsverkehrs in der Elbmündung. 28. Oktober 1986: Verordnung über das NSG Neuwerker und Scharhörner Watt sowie Verordnung über das NSG Insel Neuwerk/Kleiner Vogelsand. September 1989: Aufspülung der Insel Nigehörn . 1997 / 1998: Erneuerung des Staatsanlegers. Mai – 15. Juli 1999: Ausbaggerung des Elbe-Neuwerk-Fahrwassers auf eine Tiefe ± 0 m Seekarten-Null und Verspülen der Baggermassen an das Deckwerk der Insel (Bereich Nordende der hölzernen Pfahlwand bis südlicher Anleger – ca. 750 m). 14. / 15. Juli 1999: Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ortwin Runde, besucht Neuwerk aus Anlass des Jubiläums "700 Jahre - Hamburg verbunden mit Neuwerk". Bei einem Treffen mit den Neuwerker Bürgern tragen diese ihren Wunsch nach einem Nationalparkhaus für die Insel vor. 21. Jahrhundert 4. Juli 2000: Der Senat beschließt die Errichtung eines Nationalparkhauses für die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung auf der Insel Neuwerk. 2010: Verlegung einer neuen Wasserleitung vom Gelände der Nordheimstiftung zur Insel Neuwerk Einrichtungen auf Neuwerk Umweltbehörde, Nationalparkstation Neuwerk Wirtschaftsbehörde, Amt Strom und Hafenbau/Stackmeisterei Neuwerk Nationalpark-Informationszentrum, 10 Restaurations- und/oder Pensionsbetriebe 3 landwirtschaftliche Betriebe 1 Schule (1 Lehrer) 2 Schullandheime (Stadt Hamburg) 1 Jugend-Zeltlager (Stadt Salzgitter) 1 Feuerwehrhaus (je 1 Löschfahrzeug, Rettungswagen und Rettungsboot) 1 Kläranlage (einschl. Schönungsteichen) 1 Inselladen 1 Badestelle mit Badehaus 2 Anlegestellen (ohne Infrastruktur) 1 kleiner Hafen für Sportboote (ohne Infrastruktur) Literatur Geschichtliches und Allgemeines Andree, Karl (Hsg.): Die Insel Neuwerk; Globus, Illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde, Sechster Band, Hildburghausen 1864, S. 64 Becker, F. A.: Cuxhaven und das Amt Ritzebüttel, Ein Beitrag zur Geschichte und Entwickelung des Landes nebst topographischen, statistischen und chronologisch geordneten Mittheilungen und einer Karte; Hamburg 1880 Beneke, Ferdinand: Die Insel Neuwerk; Hanseatisches Magazin 2 (1799) S. 198 f und S. 302-307 Beneke, Otto: Hamburgische Geschichten und Denkwürdigkeiten, zum Theil nach ungedruckten Quellen; Hamburg 1856, cap. Bernd Beseke´s Glück und Unglück (Um 1525-1536), S. 63-96 Borrmann, Hermann: Zwei Inseln im Wattenmeer: Neuwerk und Scharhörn; 2. Aufl. Cuxhaven 1962 Borrmann, Hermann: Bilder zur Geschichte des hamburgischen Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven, Teil 1; Cuxhaven 1983, insbes. S. 60-65 sowie div. Karten Bünning, Wolfgang: Neuwerk- fast ein ganzes Leben, 60 Jahre und ein bisschen weiser; Neuwerker Rundschau 3 (2008) S. 3-6 Bussler, Peter: Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven, Cuxhaven 2002, Stichworte Neuwerk (Insel) und Neuwerk (Brunnen) Bussler, Peter: Gab es auf Neuwerk einen Wasserbrunnen?; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 651 (2004) Bussler, Peter: 1310-2010, 700 Jahre Turm auf Neuwerk; Cuxhaven/Hamburg 2010 Bussler, Peter: Dichtung und Kunst in Neuwerks Turmbüchern; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 775 (Juli 2014) S. 1 f Bussler, Peter: Neuwerk: Insel im Wattenmeer; Ottersberg 2016 Clasen, Armin: Das Schulheim Neuwerk; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 159-162 Dannmeyer, Ferdinand/ Lehe, Erich von/ Rüther, Heinrich (Hsg.): Ein Turm und seine Insel, Monographie der Nordseeinsel Neuwerk; Cuxhaven 1952 [der Nachdruck von 1982 hat kleine Fehler] Drägert, Erich: Die Karte des Amtes Ritzebüttel von Johan Schröter (1594); Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 46 (1965) S. 105-119 Drägert, Erich: Schweden wollten Neuwerk; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 238 (1969) Eisermann, Kurt: Die Vogtfamilie Thode; Neuwerker Rundschau 2 (2008) S. 8 Eisermann, Kurt: Der Neuwerker Maler Erich Brodkorb; Neuwerker Rundschau 3 (2008) S. 10 Eisermann, Kurt: Durchtanzte Nächte und Ehrenjungfrauen – Die Anfänge des Tourismus auf der Insel Neuwerk; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 707 (2008) = Neuwerker Rundschau 3 (2008) S. 18 Eisermann, Kurt: Kränze aus Inselblumen am Grabe – Der Friedhof der Namenslosen auf Neuwerk; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 709 (2009) = Neuwerker Rundschau 4 (2009) S. 12 Eisermann, Kurt: Grober Unfug des Lehrers; Neuwerker Rundschau 5 (2010) S. 10 f Eisermann, Kurt: Hinrich Wilhelm Kopf auf Neuwerk, Skatspielen in der Turmschänke als Erholung; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 730 (Oktober 2010) Eisermann, Kurt: NEUWERK, Erholungsinsel mit Geschichte, Mit Scharhörn und Nigehörn, Die Hamburger Inseln im Weltnaturerbe Wattenmeer; Bremerhaven 2011 Eisermann, Kurt: Lehrer- und Schülerdasein auf Neuwerk; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 770 (Feb. 2014) Fischer, Silke: Das „erste Haus am Platz“: Meereswoge; Neuwerker Rundschau 1 (2007) S. 19 Fischer, Silke Neuwerks Turm wird 700 Jahre, Sensation: Tagebuch des Turmgeistes entdeckt; Neuwerker Rundschau 4 (2009) S. 3-5 und S. 24 f Flechner, Ralf: Von OTTOs Gartenlokal zum INSELKAUFMANN; Neuwerker Rundschau 3 (2008) S. 8 Gechter, Heinrich: Hamburgisches Nordsee-Insel-Bad Neuwerk: Den Besuchern Neuwerks – vornehmlich den Bewohnern Hamburgs – zur Kenntnis der Insel; Cuxhaven 1906 Gechter, Heinrich: Neuwerk - Insel und Schulheim -; Hamburg 1928 Goß, Fritz: Durch Watt nach Neuwerk; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 4 (1924) Grandauer, Johann Jasper Guilliam Casper: Gedenkbuch des Hamburgischen Amtes Ritzebüttel; 1. Aufl. Ritzebüttel 1852; 2. durch Arthur Obst verbesserte Aufl. Cuxhaven 1892 Hauschild-Thiessen, Renate: Ritzebüttel und Neuwerk im Sommer 1797; Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 53 (1973) S. 49-67 Heinold, Rolf: Neuwerk ist eine Reise wert; mit Zeichnungen von Pfeiffer,1978 Hellwig, Ulrich/ Krüger-Hellwig, Levinia: - Zeugnisse der historischen Kulturlandschaft - Fremdenverkehr in: Nationalpark-Atlas Hamburgisches Wattenmeer Heß, Jonas Ludwig von: Hamburg topographisch, politisch und historisch beschrieben, § 73 Die Insel Neuwerk; 2. Aufl. Hamburg 1811, Dritter Theil, S. 188 ff Höpcke, Walter: Die Bevölkerung der Insel Neuwerk; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 99-112 Höpcke, Walter Die eingesessenen Familien der Nordseeinsel Neuwerk und ihre 380jährige Geschichte; Cuxhaven 1953; ebenso in: Zeitschrift für Niedersächsische Familienkunde 28 (1953) S. 126-143 und S. 149-156 Janke, Klaus/ Körber, Peter: - Neuwerker Inselchronik - Der Neuwerker Turm - Versorgung und Entsorgung in: Nationalpark-Atlas Hamburgisches Wattenmeer Joachim, Hermann: Die Erwerbung des Amtes Ritzebüttel durch Hamburg; Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Band IX., Heft 2 Nr. 12, Dez. 1906; S. 353-380 Kern, Klaus: 700 Jahre Turm auf Neuwerk; Leuchtfeuer, Mitteilungen über Leuchttürme, Feuerschiffe und andere Seezeichen 56 (2010) S. 16-32 Kindervater, Erich: Eine Wattenfahrt zur Insel Neuwerk von 130 Jahren lt. Tagebuch vom 8.8.1796; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 11 (1926) Königsdorf, Karina/ Tiedemann, Giesla: Schule hintern Deich; Neuwerker Rundschau 1 (2007) S. 19 Kohl, Johann Georg: Die Insel Neuwerk; Bremer Sonntagsblatt, 10. Jahrgang, 1862 Nr. 2 (12. Jan.1862) S. 9-12 Kuke, Herbert: Ein Turm und seine Insel; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 291 (März 1974) Lappenberg, J. M.: Ueber ältere Geschichte und Rechte des Landes Hadeln; Lüneburg 1829 Lappenberg, J. M.: Tratziger´s Chronica der Stadt Hamburg; Hamburg 1865 Lehe, Erich von: Die Nordseeinsel Neuwerk – einst und jetzt; Neues Archiv für Landes- und Volkskunde von Niedersachsen 1948 S. 261-279 Lehe, Erich von: Neuwerk im Strom der Zeiten; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 11-52 Lehe, Erich von: Kleine Inselchronik; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 165-169 Lehe, Erich von: Bündnisverträge zwischen dem Lande Wursten und der Stadt Hamburg im späten Mittelalter (1316-1525); Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 40 (1959) S. 51-67 Lehe, Erich von: Hamburgische Schutzverträge mit Land Wursten zum Schutze Neuwerks und Ritzebüttel, Ein Beitrag zur hamburgischen Territorialpolitik der Hansezeit; Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 45 (1959) S. 109-117 Lehe, Erich von: Hamburger Privileg für die Fischerei bei Neuwerk von 1300, Eine bisher unbekannte Urkunde; Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 46 (1965) S. 101-104 Lehe, Erich von Schipp op Scharhörn; Cuxhaven 1967 Linde, Richard: Die Niederelbe; Bielefeld/Leipzig 1921, cap. Neuwerk und Scharhörn, S. 160-166 mit Photographien S. 165, 167, 169, 171, 173, 175, 177-179, 181 Nationalpark-Atlas Hamburgisches Wattenmeer – Nationalparkplan: Teil I; Naturschutz und Landschaftspflege in Hamburg, Schriftenreihe der Umweltbehörde Heft Nr. 50, 2001, Abschnitt Insel Neuwerk, S. 28-75 Neß, Oliver: Zu Besuch auf Neuwerk; Hamburg 2001 Obst, Arthur: Die Insel Neuwerk, Geschichtliche Darstellung; Cuxhaven 1888 Oetker, Friedrich: Helgoland, Schilderungen und Erörterungen; Berlin 1855, cap. Neuwerk, S. 19-21 Plaß, Hans-Peter: Bernd Beseke, ein Radikaler der Reformationszeit?; Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 67 (1981) S. 1-46 Reincke, Heinrich: Hamburgische Territorialpolitik; Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 38 (1939) S. 51-116 Richter, Arwed: Das hamburgische Amt Ritzebüttel und die Elbmündung in den Jahren 1795-1814, hauptsächlich auf Grund von Archivalien dargestellt; Cuxhaven 1892 Riemer, Dieter: Die Hinrichtung des Bernd Beseke am 16. August 1536 in Hamburg; in: Claudia Schilling (Hsg.), Festschrift für Uwe Lissau, Beiträge aus Justiz, Kultur und Wissenschaft, Bremerhaven 2012, S. 207-220 Riemer, Dieter: Wasser auf Neuwerk; Koggebrief 1/2013 S. 6/7 Riemer, Dieter: Neuwerk - das älteste Leuchtfeuer Deutschlands; Maritimer Denkmalschutz 17 (2013) Heft 2 S. 5/6 Riemer, Dieter: Begäbnisz Platz für Unglückliche, Koggebrief 2/2014 S. 6/7 Riemer, Dieter: Ein Erzbischof auf Neuwerk? Koggebrief 1/2016 S. 4/5 Römer, Christoph/ Römer-Johannsen, Ute: Die Niederländer und die Freiheit der Friesen bei der Schiffahrt auf der Elbe zu Beginn des 17. Jahrhunderts; Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 60 (1974) S. 111-124 Sagert, Gerhard: Wattenmeer-Insel Neuwerk, Grüne Insel vor Cuxhaven; Hannover 1974 Schlotte, Thomas: Schullandheim Neuwerk am Turm; Neuwerker Rundschau 4 (2009) S. 7 Schröter, Jan: Cuxhaven und Umgebung, Ein illustriertes Reisehandbuch, cap. Neuwerk; Bremen, 6. Aufl. 2010 Schröter, Th. A.: Neuwerker Watt und Rotes Meer, um Carsten Niebuhrs Vergleich zwischen beiden; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 49 (1954) Schucht, F.: Blatt Altenwalde und die Insel Neuwerk, Gradabteilung 23, No. 8; Lieferung 151 der Erläuterungen zur Geologischen Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Berlin 1909 Siebs, Benno Eide: Land meiner Jugend, cap. Im Wattenmeer; 2. Aufl. Bremerhaven 1955, S. 124-131 Smidt, Heinrich: Neuwerk; Hermann J. Meyer (Hsg.) Meyer´s Universum, Ein Jahrbuch für Freunde der Natur und Kunst mit Abbildungen der interessantesten Stätten der Erde, Dritter Band Hildburghausen 1864, S. 197-200 mit. Abb. Tietjen, Steff: 35 Jahre Anker: Wo soll das nur hinführen; Neuwerker Rundschau 4 (2009) S. 28 Tschentscher, Horst: Die Entstehung der hamburgischen Elbhoheit (1189-1482); Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 43 (1956) S. 1-48 Voigt, F.: Aus dem Fremdenbuche vom Thurm zu Neuwerk; Mitheillungen des Vereins für Hamburgische Geschichte 10 (Okt. 1887) S. 121-132 Waller, Karl: Führer durch Cuxhaven . Döse . Duhnen . Neuwerk . Sahlenburg (Cuxhaven-Buch), cap. Nach Neuwerk; 3. Aufl. S. 31-34 ohne Verfasser: Aus dem Amte Ritzebüttel; Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Band [x]VI., 1893/94, Heft 1, No 4, S. 54-95, S. 56: Neuwercker Handhaur [um 1625 bis 1632], S. 94/95: Inventarium des Turm von Neuwerk vom 25. April 1620 Maritimes Bussler, Peter: Die ehemalige Feuerblüse auf Neuwerk; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 673 Januar 2006 Bussler, Peter: Eine enge Freundschaft zum Wohle des Amtes Ritzebüttel, Johann Georg Repsold und Amandus Augustus Abendroth [Leuchtfeuer für Neuwerk 1810/14], Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 814 Oktober 2017 Dannmeyer, Ferdinand: Neuwerk auf alten Seekarten; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 87-98 Dieckhoff, Artur/ Zielke, Hagen: Orkan über Neuwerk oder: Das Geheimnis der Ostbake; Hamburg-Neuwerk 2008 Ebert, Peter: Meine Bake, Neuwerk ist nicht nur ein Turm; Neuwerker Rundschau 2 (2008) S. 3-5 Eisermann, Kurt: Die Scharhörnbake; Neuwerker Rundschau 2 (2008) S. 16 Eisermann, Kurt: Von Nordfriesland über Neuwerk nach Finnland, Die Geschichte der „Nige Ooge“; Neuwerker Rundschau 4 (2009) S. 21 Eisermann, Kurt: Die Ostbake auf Neuwerk, Ein Kulturdenkmal wurde wieder aufgebaut; Heimat Nordseeküste 63 (2011) S. 82 f Eisermann, Kurt: Flutkatastrophe vor 300 Jahren, Die Weihnachtsflut 1717 auf Neuwerk und die Vogtfamilie Thode; Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 815, November 2017 Ferber, Kurt: Der Turm und das Leuchtfeuer auf Neuwerk; Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte XIV (1909) S. 1-36 Ferber, Kurt: Die Entwickelung des Hamburger Tonnen-, Baken und Leuchtfeuerwesens; Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte XVIII (1914) S. 1-103 Fischer, Jörg: Neubau der Ostbake Neuwerk; HOLT FAST Nr. 197 (2009) Koch, Jürgen W.: Der Hamburger Spritzenmeister und Mechaniker Johann Georg Repsold (1770-1830), ein Beispiel für die Feinmechanik im norddeutschen Raum zu Beginn des 19. Jahrhunderts; Diss. Hamburg 2000 Lang, Arend-Wilhelm: Cornelis Anthonisz (+ 1557), der Begründer der Hydrographie Niedersachsens; Neues Archiv für Niedersachsen 6 (1953) S. 219-242 Lang, Arend-Wilhelm: Das Wurster und Neuwerker Watt auf alten Karten; Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 45 (1964) S. 94-124 Lang, Arend-Wilhelm: Die „Caerte van oostlant“ des Cornelis Anthonisz. 1543, Die älteste gedruckte Seekarte Nordeuropas und ihre Segelanweisung; Hamburg 1986 Laucht, Hans/ Göhren, Harald: Zwischenbericht über die Forschungsarbeiten im Wattengebiet Neuwerk/Scharhörn; Hamburg 1967 Laucht, Hans: Neuwerk/Scharhörn, Industriehafen am tiefen Wasser; Hamburg 1970 Laucht, Hans (Hsg.): Die Aussenelbe und das Neuwerker Watt in einigen älteren Schilderungen; Hamburg 1971 Lehmann, Mathias: Bautagebuch Ostbake Neuwerk; Neuwerker Rundschau 5 (2010) S. 6-9 Liedtke, Gerd/ Toussaint, Frank: Hilfe ist nötig: Die Nordbake von Neuwerk; Neuwerker Rundschau 5 (2010) S. 16 f Müller, Heinz-Olaf: Die Leuchtfeuer von Cuxhaven und Neuwerk; Herford 1984 Riemer, Dieter: Die Klappmützbake auf Neuwerk, Koggebrief 1/2017 S. 4/5 Sandvoss, Dirk: Die Sturmflut 1976; Neuwerker Rundschau 5 (2010) S. 19 Schmidt, Helmut: Turm und Leuchtfeuer in ihrer Bedeutung für die Schiffahrt; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 63-72 Schrey, Imme: Die Insel Neuwerk hat ihr Wahrzeichen zurück; Seevögel 2009 S. 120 Spring, Karl: Hochwasserschutz, in: Nationalpark-Atlas Hamburgisches Wattenmeer, S. 48-51 Uhl, Johannes: Wasserbauten und Deiche; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 75-86 Waller, Karl: Der Turm auf Neuwerk; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 53-62; auszugsweise: Neuwerker Rundschau 5 (2010) S. 3-5 Wiese, Eigel: Leuchttürme der deutschen Nord- und Ostseeküste, cap. Die Elbe, Ein Wehrturm gegen Piraten machte den Anfang; Hamburg 1991, S. 86-70 Woltmann, Reinhard: Kurzgefaßte Geschichte und Beschreibung der Uferbauwerke auf der Insel Neuwerk; Hamburg 1807; auch als 6. Abschnitt in: Kurzgefaßte Geschichte und Beschreibung der Wasserbauwerke im Amte Ritzebüttel; Hamburg 1826 Flora, Fauna und Geologie Böttger, Manfred: Die Flechten der Inseln Neuwerk und Scharhörn (Elbmündung); Veröffentlichungen des Instituts für Meeresforschung in Bremerhaven 11 (1969) S. 293-302 Buchenau, Franz: Bemerkungen über die Flora der Insel Neuwerk und des benachbarten Strandes bei Duhnen; Abhandlungen herausgegeben vom naturwissenschaftlichen Vereine zu Bremen 6 (1880) S. 619-622 Drost, Rudolf: Die Vogelwelt der Inseln Neuwerk und Scharhörn und ihre Erforschung; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 129-142 Gechter, Heinrich: Vogelleben und winterliche Jagd auf der Insel Neuwerk; Seevögel 29 (2008) S. 86-90; Nachdruck aus der Cuxhavener Zeitung vom 7. Jan. 1932 Hartleb, Ottomar/ Walther, Johannes: Bioklimatische Beobachtungen; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 155-158 Hellwig, Ulrich/ Krüger-Hellwig, Levinia: - Wildlebende Säugetiere - Pflanzenwelt und Vegetation im Binnengroden - Die Brut- und Rastvögel im Binnengroden - Die wirbellose Tierwelt im Binnengroden - Nutzungen im Binnengroden - Pflanzenwelt und Vegetation im Vorland - Die Brut- und Rastvögel im Vorland - Die Ringelgänse im Vorland - Die wirbellose Tierwelt im Vorland - Nutzungen im Vorland - Auswirkungen der Viehbeweidung auf die Pflanzen- und Tierwelt im Vorland in: Nationalpark-Atlas Hamburgisches Wattenmeer Janke, Klaus/ Körber, Peter: - Bodenaufbau in: Nationalpark-Atlas Hamburgisches Wattenmeer, S. 30 f Junge, Elisabeth/ Trapp, Simon: Die Insel Neuwerk, Hamburgs Vorposten im Wattenmeer, Studienarbeit; Norderstedt 2009 Lemke, Wilhelm: Die Vögel Neuwerks, Nordseeinsel im Wattenmeer; Hamburg 1982 mit weiterer Literatur S. 229-236 Linke, Gerhard: Die Entstehung der Insel Neuwerk – unter Berücksichtigung der Verhältnisse bei Scharhörn; Probleme der Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet 27 (2001) S. 11-37 Pratje, Otto: Die geologische Geschichte Neuwerks; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 123-128 Ringleben, Herbert: Neuwerk und Scharhörn – ein ornithologischer Vergleich; in: Lemke, Die Vögel Neuwerks, S. 39-43 mit weiterer Literatur von 1885 bis 1978 auf S. 43 Sandstede, Heinrich: Übersicht der auf der Nordseeinsel Neuwerk beobachten Lichenen; Abhandlungen herausgegeben vom naturwissenschaftlichen Vereine zu Bremen 12 (1893) S. 206-208 Schrey, Imme: Was kreucht und fleucht im Sommer auf Neuwerk; Neuwerker Rundschau 1 (2007) S. 6 f Schrey, Imme: Vom Kampfläufer zur Zitronenstelze, Der Vogel-Sommer auf Neuwerk; Neuwerker Rundschau 2 (2008) S. 6 f Schrey, Imme: Ungewöhnliche Flugobjekte auf Neuwerk; Neuwerker Rundschau 3 (2008) S. 22-24 Schrey, Imme: Der Verein Jordsend auf Neuwerk; Neuwerker Rundschau 4 (2009) S. 26 f Wagner, Paul: Scharhörn, Seine Entwicklung vom Sand zur Düneninsel; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 163-164 Wrage, Werner: Das lebende Watt; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 147-154 Prosa, Lyrik und Kunst Barth, Rosa Maria: Die Heldin der Insel, Reutlingen 1936 Bussler, Peter: Cuxhaven und Ritzebüttel in der graphischen Darstellung des 19. Jahrhunderts; Bremerhaven 1997 Brockes, Barthold Hinrich: Das neue Werk ohnweit Ritzebüttel; in: Land-Leben in Ritzebüttel, als des Irdischen Vergnügens in Gott, Siebender Theil, Tübingen 1746, S. 257-267 Dieckhoff, Artur/ Zielke, Hagen: Störtebekers Schatz oder: Das Geheimnis des Wattwurms; Hamburg-Cuxhaven 1997 Dieckhoff, Artur/ Zielke, Hagen: Orkan über Neuwerk oder: Das Geheimnis der Ostbake; Hamburg-Neuwerk 2008 Falke, Gustav: HEIMATLOS Inschrift auf dem Friedhof der Namenlosen auf Neuwerk; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 73 Gerhard, Anna: Ludekin von Winthem, Aus Cuxhavens Franzosenzeit; Hamburg 1909; 2. Aufl. Cuxhaven 1923 als Anna Hindrichson Hoffmann, Franz: Kleines Sagenbuch, Ein Nachtrag zu der größeren Sammlung; 4. Aufl. Stuttgart 1865, cap. Die Prinzessin Augentrost von Neuwerk, S. 132-139 Iba, Eberhard Michael (Hsg.): Hake Betken siene Duven, Das große Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung; Bremerhaven 1988, cap. [Heinrich Smidt] Insel Neuwerk S. 288-292, cap. [Karl Waller] Vom Christkind und dem bösen Meerkönig, S. 292-298, Jensen, Wilhelm: Vor der Elbmündung, Dresden 1905 Kück, Arnold: Unterm Regenbogen – Gedichte rund um Neuwerk; Hamburg 1988 mit zahlreichen Photos Leip, Hans: Der Nigger auf Scharhörn, Hamburg 1927; Neuauflage Frankfurt M./Berlin, Wien 1982 mit Zeichnungen des Verfassers von Neuwerk auf S. 4, 21, 36, 63, 92 und 123 Lohmeyer, Karl: Die Insel Neuwerk bei Schriftstellern und Dichtern; in: Dannmeyer, Ein Turm und seine Insel, S. 113-122 Poeck, Wilhelm Turmschwalben; Stuttgart/Berlin/Leipzig 1890 Reinhardt, Carl: Von Hamburg nach Helgoland, Skizzenbuch; Leipzig 1856 Reinhardt, Carl: Der fünfte May, Ein Lebensbild von der Unterelbe, 2. Band, Leipzig 1867, Heimkehr; S. 1-21 und Sturmfluth; S. 329-352 mit Holzschnitt „Der alte Feuerthurm von Neuwerk in der Sturmfluth“ auf S. 329 Riemer, Dieter: Die Hanse, Störtebeker und der Teufel; Koggebrief 2/2010 S. 6 Riemer, Dieter: Tod und Teufel; Koggebrief 2/2011 S. 4-5 Riemer, Dieter: Neuwerk und seine Märchen; Sievern 2012 Smidt, Heinrich: Binnen der rothen Tonne, Eine Seenovelle; Westermann´s Jahrbuch der Illustrirten Deutschen Monatshefte, Ein Familienbuch für das gesammte geistige Leben der Gegenwart, 10 (April 1861-September 1861) S. 419-422 Smidt, Heinrich: Neuwerk; in: Hermann J. Meyer (Hsg.), Meyer´s Universum, Ein Jahrbuch für Freunde der Natur und Kunst mit Abbildungen der interessantesten Stätten der Erde 3 (1864) S. 197-200 mit Stich von P. Ahrens Smidt, Heinrich: Neuwerk und Kugelbaak; in: Binnen der rothen Tonne, Novellenbuch der Nieder-Elbe, Vierter Band, Berlin 1865, S. 1-74 = Einzelnachdruck Stade 1929 Smidt, Heinrich: Das war vordem; in: Binnen der rothen Tonne, Novellenbuch der Nieder-Elbe, Vierter Band, Berlin 1865, S. 75-182 Solitaire, M.: Trauter Herd und fremde Woge, Seenovellen, cap. Zwei Abende bei den Feuerschiffern; Leipzig 1856 S. 7-231 v. Trauwitz-Hellwig, Ingeborg: Turm wider Turm; geschrieben 1930, hsg. ca. 1993 von den Töchtern Ottonie v. Bornstaedt und Eveline Marnecke Weblinks private Neuwerk-Seite Cuxiland über Neuwerk Schullandheim Meereswoge auf Neuwerk Schullandheim Neuwerk am Turm
Vor Cuxhaven befindet sich einer der Schwerpunkte von Munitionsfunden an der Niedersächsischen Nordsee. Das Wattgebiet vor Sahlenburg ist auffällig bei der Suche nach Munition im Watt.[1] Im Sahlenburger Wattgebiet befindet sich ein Restinventar an Munition, durch welches eine Gefahr für Wattwanderer und Fischer ausgeht. Auch im Duhner Wattgebiet kommt es zu Munitionsfunden. Zwischen 2006 und 2009 wurden folgenden Munitionsmengen gefunden: Überschrift Fundort Anzahl Gewicht Schwerpunkt Sahlenburger Watt 326 1923 kg 15cm Granaten Duhner Watt 223 209 kg kleinere Granaten Im Sahlenburger Watt wird seit 1970 Munition geräumt. Dokumentiert ist in den Jahren 1971 bis 1974 eine geräumte Menge von 9.035 Granaten und weiterer Munition (Insgesamt 9.553 Stück Munition und 1.050kg Munitionsteile). In den Jahren von 1975 bis 1990 wurden im Bereich des Sahlenburger Watts etwa 35.800 Granaten (insgesamt 43.655 Stck. Munition und 29.450 kg Munitionsteile) geräumt. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass es sich überwiegend um Munition handelte die vom Altenwalder Schießstand aus verschossen worden war. Auf Grund der Fundstellen überwiegend an den Wattkanten zu den Prielen hin, ging man später eher von einer Versenkung mit Hilfe von Kuttern aus, wenngleich das Sahlenburger niemals offizielles Versenkungsgebiet war. Auch ist von Versuchskörpern bzw. Übungsmunition die Rede, die von Altenwalde aus verschossen worden sind. Das Gelände bei Altenwalde, das früher bis an das Wattenmeer heranreichte, wurde schon ab 1892 für Manöver der kaiserlichen Truppen genutzt. Ab 1912 richtete man auf der Liegenschaft den Marineartillerie-Schießplatz Altenwalde zur Erprobung Großkalibriger Schiffsmunition und zum Einschießen von Krupp-Schiffsgeschützen ein. Der Schießbetrieb ist vom Schießplatz Altenwalde aus in das Sahlenburger Watt erfolgt. Im Sahlenburger Watt wurden zwischen 1971 und 1974 im Sahlenburger Watt ohne gezielte Räumung etwa 3.000 Munitionsteile je Jahr gefunden. In den letzten Jahren waren es nur noch etwa 100 Stck./Jahr. Der überwiegende Teil der Fundmunition weist mehr oder weniger starke Korrosionsspuren auf, enthält aber nach wie vor noch Sprengstoff. Munitionsbruchstücke machen nur einen kleinen Teil der gesamten Munitionsfunde aus. Weblink Weiterführende Informationen unter schleswig-holstein.de Fußnoten Hochspringen ↑ Quelle KBD Niedersachsen 2009
Emblem des Neuwerk-Dienstes Der Neuwerk-Dienst war die Gründungsreederei für den Schiffsverkehr zwischen Cuxhaven und der Wattenmeerinsel Neuwerk. Es ist nicht bekannt, wann eine Linien-Schiffsverbindung zur Cuxhaven vorgelagerten Insel Neuwerk einsetzte. Zwischen den Weltkriegen bereits gab es eine Verbindung mit einem umgebauten Motor-Fischerboot, dem Kutter `Nige Oge´ (hier mit einem O) unter dem Schiffer Klaus Struck. Nähere Daten hierzu sind jedoch nicht bekannt. Geblieben ist traditionsgemäß und auf Wunsch der Neuwerker Einwohner der Schiffsname, der alte Name der Insel. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Neuwerk von den Schiffen "Ingeborg", "Wega" und "Seelotse" angelaufen. Werner Schaal Nach dem Zweiten Weltkrieg macht der gebürtige Westfale Werner Schaal sein Steuermannspatent und siedelt sich in Brunsbüttel an. Er findet Anstellung bei der dortigen Greifen-Reederei und fährt als Steuermann auf der Elbe-Fähre `Germania´, bis diese aus dem Verkehr gezogen wird. Auf Anraten und mit wirtschaftlicher Unterstützung durch Otto Wulf macht er sein Kapitänspatent und wird, unter der Maßgabe, nach Cuxhaven überzusiedeln, bei der Cuxhavener `Fährschiff Seelotse GmbH´, der neu gegründeten Brunsbüttel-Fährgesellschaft der Cuxhavener Seelotsen als Kapitän angestellt. Diese sind ihm auch behilflich, in der extrem wohnungsknappen Zeit nach dem Weltkrieg, ein Haus in der Badehausallee zu finden, in dem er bis zuletzt wohnhaft blieb. Hier fährt er zunächst die erste Cuxhavener Nachkriegs-Brunsbüttelfähre `Seelotse (2)´. Später fährt er ebenso die Neuerwerbung `Niedersachsen´ und den Neubau `Wiking´ . Als mit den beiden neuen großen Schiffen nach 1960 die `Seelotse´ für den Brunsbüttelverkehr überzählig wird, wird sie von der Gesellschaft während der Sommersaison für den täglichen Liniendienst nach Neuwerk eingesetzt. Bereits in der übernächsten Saison macht sich Werner Schaal mit einem eigenen Schiff selbstständig im Neuwerkdienst, da die Lotsengesellschaft diesen nicht weiter betreiben möchte und die Seelotse verkauft. Wiederum auf Anraten von Otto Wulf übernimmt er das Schiff jedoch nicht, da dieser das Schiff von Anfang an für zu klein hält angesichts des sich rasant entwickelnden Tourismus. Daraufhin kauft er ein Ausflugsschiff und überführt es vom Neckar nach Cuxhaven: die `Christiane´ mit 101 BRT, 30 m lang, 5 m breit, 200 PS über zwei Schrauben, 10 kn, 90 Personen. Während des Krieges war das in Dänemark erbaute Schiff als Minenräumboot gelaufen. Als solches hatte es einen Voll-Eichenholzrumpf und war mit einem 1.500 PS-Hochleistungsmaschine ausgerüstet. 1958 wurde es in den Niederlanden mit einem kleineren Motor zum Ausflugsschiff umgebaut und ging von dort an den Neckar. Mit ihr begründet Schaal am 29. Juni 1963 seinen selbstständigen Linienverkehr nach Neuwerk unter dem Reedereinamen `Neuwerk-Dienst´ und mit eigenem Wappen. Das jedoch das Schiff nicht den Traditionsnamen `Nige Ooge´ führte, nahmen ihm die Neuwerker übel, war aber dadurch bedingt, dass die Finanzen für eine Änderung des Schiffsnamens nicht vorhanden waren. MS. Pellworm vor dem Kauf Bereits zwei Jahre später stellt sich mit 15.000 Fahrgästen auch die `Christiane´ als zu klein heraus und wird verkauft. Es wird ein Fährschiff der Pellworer Dampfschifffahrtsgesellschaft übernommen, die `Pellworm´, 1930 auf der Kremer Werft in Elmshorn erbaut. Sie fuhr bis dato im Liniendienst zwischen Pellworm und Husum. Als auf Nordstrand der Hafen Strucklahnungshörn in Betrieb geht und von dort eine Autofähre eingesetzt wird, wird die Pellworm hier überflüssig. Ihr Vorteil lag zum einen darin, dass sie als Wattenschiff konstruiert war und damit eine Außenwandkühlung für den Motor hatte, wie auch die Seenotkreuzer der DGzRS, dafür aber keinen Kiel. Das versetzte sie in die Lage, bei zu geringem Wasser einfach mal auf dem Boden aufzusetzen, ohne auf die Seite zu kippen. Außerdem hatte es eine Eisverstärkung und konnte notfalls auch als Eisbrecher eingesetzt werden. Dieses Mal bereits zur `Nige Ooge´ (hier mit zwei O) umgetauft, wird sie nach Cuxhaven überführt. Dort wird sie auf der Beckmannwerft für die neuen Erfordernisse umgebaut und ab 4. Mai 1966 wird die Neuerwerbung eingesetzt. Sie wird im Laufe der Jahre Stück für Stück entsprechend den Bedürfnissen modernisiert, erweitert und verlängert. Am Ende ist die `Nige Ooge´ 31 m lang, 6,50 m breit bei 180 BRT und kann bei einer Geschwindigkeit von 10 kn ca. 270 Personen befördern. Die Arbeit verrichtet zwei 225 PS-Maschinen an 2 Schrauben. Nige Ooge vor dem Verkauf Eine Attraktion der Neuwerk-Fahrten war die tägliche Übergabe von Post und Tageszeitung an die Besatzung des Feuerschiffes Elbe 3. Neben dem Neuwerk-Dienst unternimmt Kapitän Schaal in Nipptiden Fahrten in den Nord-Ostsee-Kanal bis Rendsburg. Dieses ist dann der Fall, wenn er Neuwerk aufgrund extrem niedigen Wassers nicht anlaufen kann. Ebenso werden Abend-Tanzfahrten mit Beleuchtung über die Toppen, Fahrten zu den Seehundbänken und Charterfahrten angeboten. Im Winter fährt die Nige Ooge von Kappeln an der Schlei zu Angelfahrten aus. Ab 1974 wird auf den Heimfahrten mit einem Selbstbedienungstresen der Verkauf von Artikeln der kleinen und ggf. der großen Butterfahrt angeboten. Mit diesem Schiff führt Kapitän Schaal seinen Neuwerk-Dienst aus, bis er den Betrieb aus Altersgründen am 31. Oktober 1984 zum Saisonende abgibt an den neuen Eigner Peter Ahlf. Dieser führt den Liniendienst unter der Bezeichnung `Reederei Peter Ahlf, Neuwerkdienst und Seetouristik´ weiter und kauft bereits 1985 trotz Warnung von Cassen Eils zusätzlich den Hamburger Alsterdampfer `Max Brauer´ an, um dann mit beiden Schiffen den Dienst zu betreiben. Da für beide Schiffe das Fahrgastaufkommen bei Weitem nicht ausreichte, geht die Linie 1986 in Konkurs und wird an die Reederei Cassen Eils übergeben, die sie seitdem mit eigenem, neueren Schiff betreibt. Hier ist zunächst die `Wappen von Cuxhaven´ zu nennen. Erbaut 1967 auf der Husumer Schiffswerft unter dem Namen `Dybbol´, später `Holtenau´, hatte sie 172 BRT, war 31 m lang und 6,60 m breit, lief 12 Knoten und konnte 250 Passagiere befördern. Bereits 1988 wird sie abgelöst von der `Flipper´. Diese glänzt mit 406 BRT, 47 m Länge, 8 m Breite, 900 PS bei 12 kn und 500 Personen Zulassung. Die `Nige Ooge´ wird für 280.000 DM zwangsversteigert und geht über Finnland nach Schweden, wo sie in den Schären eingesetzt wird, bis sie ausbrennt. Es ist nicht klar, ob sie danach abgewrackt oder wieder hergestellt wird. Kapitän Werner Schaal, geboren am 24. Mai 1924, stirbt am 26. Oktober 1986 in Cuxhaven an Krebs. In den etwa 20 Jahren als Reeder kommt es als einzige Unfälle lediglich zu einer Berührung des Leitdammes und einer weiteren mit einem Poller der Hafeneinfahrt. Den Untergang seiner Linie binnen zwei Jahren musste er noch miterleben. Bilder Fährboot `Nige Oge´ bei der Passagier- und Gepäckaufnahme vor Neuwerk Fährboot `Nige Oge´ Fährboot `Nige Oge´, Abfahrt nach Neuwerk Fährboot `Nige Oge´ am Brunsbüttelhöft. Fährschiff `Seelotse´ `Christiane´ `Christiane´ `Nige Ooge´ vor dem Neuwerker Anleger. Erste Ausbaustufe. `Nige Ooge´ in der Nord-Ostsee-Kanalschleuse Brunsbüttel. `Nige Ooge´, anlegen an der Alten Hafenkaje. Weitere Ausbaustufe. `Nige Ooge´, Abfahrt nach Neuwerk `Nige Ooge´ in ihrer letzen Ausbaustufe nach 1980. Kapitän Werner Schaal vor seinem Reedereiwappen ... an seinem Arbeitsplatz Feierabend `Nige Ooge´ am Neuwerker Anleger Am Neuwerker Anleger bei Hochflut. dito. Nige Ooge um 1966 Internetlink Reederei Cassen Eils
Nicolai-Heim am Colonnenweg ca. 1910 Das Nicolai-Armenhaus (später: Nicolai-Heim) war eine Einrichtung der Wohlfahrtspflege für arme und alte Bürger. Bereits im 15. Jahrhundert wurde unter dem damals residierenden Amtmann Nicolaus Thode eine Bruderschaft gegründet, die unter anderem zum Ziel hatte, Armen und Bedürftigen zu helfen. Der Name der Bruderschaft wurde abgeleitet vom Heiligen Nicolaus, dem Schutzheiligen der Schiffer und Fischer, der auch Namensgeber für die im Schloss Ritzebüttel eingerichtete „Nicolai-Kapelle“ war. Unter Amtmann Abendroth entstand in der Lehmkuhle das so genannte „Nicolai-Armenhaus“. Nach dem „Gedenkbuch des Hamburgischen Amtes Ritzebüttel“ wurde es am 7. Oktober 1818 eingeweiht. Ihm waren neben weiteren Arbeitsräumen zwei Spinnsäle, eine Korbflechterei und eine Reeperbahn angegliedert. Am 12. November 1828 wurde ein zweites Gebäude in der Lehmkuhle eingeweiht, das nun auch eine Schule mit Lehrerwohnung und ein Hospital enthielt. Im Jahre 1918 wurden die Häuser des Nicolai-Heimes zu Wohnungen umgebaut. Heute befindet sich auf dem Gelände das „Betreute Wohnen“ der „Nordseepflege“. Bereits am 27. Mai 1909 wurde in der Papenstraße 152 (am Colonnenweg) ein neues „Nicolai-Heim“ (auch: Versorgungsheim) eingeweiht. Die Pläne für dieses Gebäude stammten von dem Grodener Architekten Achmet Steinmetz. Dieses schützenswerte Gebäude wurde am 2. November 1990 abgebrochen, weil nach Angaben der Stadt Cuxhaven eine Sanierung unwirtschaftlich gewesen wäre. So verschwand ein weiteres historisches Cuxhavener Gebäude, im vorliegenden Falle zu Gunsten eines Baumarktes. Quelle Peter Bussler: „Ein Armenhaus gegen die Plage der Bettelei“, in: Niederdeutsches Heimatblatt, Nr. 711, herausgegeben vom Heimatbund der „Männer vom Morgenstern“, 2009
Mit Murmansk hat die Stadt Cuxhaven am 14. August 2004 einen Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Murmansk ist die größte Stadt der Arktis sowie die nördlichste Großstadt Europas. Die Stadt wurde 1916 unter dem Namen Romanow-na-Murmanje gegründet und nach der Oktoberrevulotion von 1917 in Murmansk umbenannt. Die Initiative zu dem Freundschaftsvertrag geht auf die Deutsch-Russische-Gesellschaft in Cuxhaven zurück. 1 Lage 2 Karte 3 Einwohner 4 Wirtschaft Lage Auf der russischen Halbinsel Kola, nördlich des Polarkreises nahe der norwegischen Grenze. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Einwohner 321.000 (Stand 2006) Wirtschaft Fischerei, Hauptstützpunkt der russischen Nordmeerflotte, Heimathafen der russischen Eisbrecherflotte
Carsten Niebuhr nach einem Kupferstich von C.C. Glassbach, nach 1770 Carsten Niebuhr (* 17. März 1733 in Lüdingworth, † 26. April 1815 in Meldorf) 1 Leben und Werk 2 Leben 3 Teilnehmende Personen 4 Die Reise 5 Rückkehr 6 Landschreiber zu Meldorf 6.1 Lage von "Niebuhrslust" 7 Ehrungen 8 Niebuhrs "Stammbuch" 9 Denkmal 10 Werke 11 Niebuhrs Schriften als PDF-Downloads 12 Literatur 13 Fußnoten Leben und Werk Carsten Niebuhr war ein deutscher Mathematiker, Kartograf und Forschungsreisender in dänischen Diensten. Niebuhr war der erste, der die Methode der Monddistanzen auf dem Festland zur Bestimmung der geographischen Länge anwandte. Damit erzielte er ausgezeichnete Ergebnisse für das nördliche Rote Meer. Mit Hilfe seiner Karte konnte es Kapitän Holford 1772 wagen, den Seeweg von Kalkutta nach Sues zu suchen. Niebuhr war in Kopenhagen in freundschaftlichen Kontakt zu dem noch jungen Deutsch-Dänen Friedrich Münter gekommen, welchen er für die Archäologie zu begeistern verstand und der später ein bekannter Orientalist, Altertumsforscher und Bischof in dänischen Diensten werden sollte. Leben Niebuhrs Geburtseintrag im Lüdingworther Kirchenbuch Carsten Niebuhr wurde am 17. März 1733 in Lüdingworth im Lande Handeln im dortigen Westerende (heute Lüdingworther Straße 95) als Sohn des Hofbesitzers Barthold Niebuhr und dessen Ehefrau Cäcilia geboren. Sechs Wochen nach seiner Geburt starb seine Mutter. Zweieinhalb Jahre später heiratete sein Vater die Witwe des Altenbrucher Landschöpfen Carsten Bulle, Engel Witke. So zog Carsten Niebuhr auf den Hof seiner Stiefmutter nach Altenbruch[1]. Hier erhielt er seinen ersten Schulunterricht, bis ihn sein Vater auf die Lateinschule nach Otterndorf schickte. Carsten Niebuhrs Vater starb, als dieser erst 16 Jahre alt war, und seine Vormünder holten ihn zurück auf die Altenbrucher Schule, die damals auch eine Lateinklasse besaß. Mit Vollendung des 16. Lebensjahres musste er jedoch auch diese Schule verlassen und arbeitete vier Jahre auf dem Hof seines Onkels (heute Heerstraße 72), denn den elterlichen Hof in Lüdingworth hatte sein jüngerer Stiefbruder übernommen. In dieser Zeit gab es in Otterndorf einen Prozess um die Aufteilung eines Hofes zwischen Verkäufer und Käufer, der nur durch die Vermessung des Hofes beendet werden konnte. Da es in Hadeln keinen Landmesser gab, empfand Niebuhr es als Schmach, einen auswärtigen Landmesser bestellen zu müssen und in ihm reifte der Entschluss, selbst Landmesser zu werden. Im Alter von 22 Jahren schließlich ging Niebuhr nach Hamburg, lernte bei einem Landsmann Hochdeutsch und Latein, um auf dem Hamburger Gymnasium dem Unterricht folgen zu können. Zwanzig Monate studierte er in Hamburg unter anderem Mathematik bei Professor Büsch. Schließlich schrieb er sich Ostern 1757 an der Universität Göttingen ein, um sein Wissen insbesondere in Mathematik und Feldmessen zu vertiefen. Zur Finanzierung seines Studiums trat er in das Hannoversche Ingenieurcorps ein. Während dieser Zeit hatte der Göttinger Professor David Michaelis den Plan zu einer Forschungsreise nach Arabien entwickelt und wandte sich damit an den dänischen Minister Freiherr von Bernstorff. Von ihm erhielt Michaelis den Auftrag, einen Mathematiker und Naturforscher auszuwählen, den er an den Göttinger Mathematikprofessor Gotthelf Kästner weitergab. Kästner überzeugte Niebuhr, an dieser Expedition teilzunehmen, da er während einer ihm bewilligten, zweijährigen Vorbereitungszeit eine jährliche Pension von 500 Talern erhielt. Seine Vorbereitung bestand aus einem Studium der Astronomie bei dem berühmten Mathematiker, Physiker und Astronomen Johann Tobias Mayer, der ursprünglich selbst an der geplanten Expedition hatte teilnehmen wollen, aber aus gesundheitlichen und Altersgründen zurückgetreten war. Im Herbst 1760 übersiedelte Niebuhr nach Kopenhagen und wurde dort zum Ingenieur-Leutnant ernannt. Er war 28 Jahre alt, als von Bernstorff mit der Zusammenstellung der Reisegruppe begann, der Niebuhr als Astronom, dem die Beschreibung Arabiens oblag, angehörte. Als Bernstorff erfuhr, dass Niebuhr die für die Expedition benötigten Instrumente aus eigener Tasche bezahlt hatte, erstattete er ihm sämtliche Kosten und übertrug Niebuhr die Führung der Reisekasse. Teilnehmende Personen Neben C. Niebuhr nahmen an der Expedition die folgenden Personen teil: Professor Friedrich Christian von Haven (1727-1763) als Philologe und Kenner der arabischen Sprache; Professor Petrus Forsskål (1732-1763), als Naturkundler; Doktor Christian Carl Cramer (1732-1764), als Arzt; Georg Wilhelm Baurenfeind († 1763), als Kupferstecher und Maler; Berggren († 1763), ein schwedischer Dragoner als Diener - dieser wird häufig übersehen, so dass meist nur von einer fünfköpfigen Expedition gesprochen wird. Niebuhr sprach selber nur von einer fünfköpfigen Reisegesellschaft. Die Reise Im Dezember 1760 erteilte König Friedrich V. den Befehl zur Abreise. Am 4. Januar 1761 begab man sich an Bord des dänischen Kriegsschiffes "Grönland" und erreichte bei widrigem Wetter und mit vielen Verzögerungen am 15. Mai 1761 Marseille, von wo aus es mit einem Handelsschiff über Malta und Smyrna (heute İzmir) nach Konstantinopel (heute Istanbul) weiterging. Konstantinopel erreichte man am 30. Juni 1761. Hier erkrankte Niebuhr, so dass die Reise erst am 8. September in Richtung Rhodos, das man am 21. September erreichte, fortgesetzt werden konnte. Seit Konstantinopel trug Niebuhr morgenländische Kleidung, um von den Einheimischen nicht verspottet zu werden. Von Rhodos ging es per Schiff weiter über Alexandria nach Rosette und Kairo. Unterwegs notierte Niebuhr sehr genau alles Erlebte und Gesehene. Er beschrieb die Länder und ihre Bewohner, Sitten und Gebräuche, Religionen und Bekleidung. Er zeichnete Stadtpläne und Karten der Länder und Meere. Auch Kairo wurde erstmals von Niebuhr vermessen, ein Stadtplan wurde angefertigt und nach dem Besteigen der großen Pyramide bestimmte Niebuhr die Höhe der beiden großen Pyramiden, die von heutigen Höhenbestimmungen lediglich einen halben Prozentpunkt abweicht. Selbst Napoleon nutzte später Niebuhrs Pläne und Karten. Er soll auch Niebuhrs Reisebeschreibung von Arabien im Gepäck gehabt haben. Am 28. August 1762 brach man mit einer Karawane in Richtung Sinai auf. Reiseziel war der Berg Sinai mit dem berühmten St.Katharinenkloster, wo man hoffte, der Aufgabenstellung der Reise, die Kultur des Morgenlandes zu ergründen und Beweise für den Wahrheitsgehalt der Bibel zu finden, näher zu kommen. Leider erlangte man aufgrund unzureichender Vorbereitung seitens von Havens keinen Zugang zu dem Kloster, sodass man unverrichteter Dinge auf einem Schiff von Suez nach Dschidda und Mochha (Mokka) zurückkehrte. Hier starb als erster am 26. Mai 1763 Professor Christian von Haven. Während der Fahrt durch das Rote Meer hatte Niebuhr Karten angefertigt, die später von Ferdinand Lesseps als Grundlage für den Bau des Suezkanals dienten. Die Reise ging weiter nach Thaäs und Sana, wo am 11. Juli 1763 Petrus Forsskål starb. Auf der Überfahrt nach Bombay starben auch Niebuhrs Begleiter Wilhelm Baurenfeind (29. August 1763) und der Diener Berggren (30. August 1763). Beide Leichname wurden der See übergeben. Am 11. September 1763 erreichten Niebuhr und der letzte verbliebene Reisegenosse, Dr. Cramer, Bombay. Hier verstarb auch Dr. Cramer am 10. Februar 1764. Heute kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Tod von Niebuhrs Reisebegleitern durch die Malaria, einer damals noch unbekannten Krankheit, ausgelöst wurde. Niebuhr sandte seine bisher gefertigten Arbeiten und die gesammelten Werke seiner Begleiter per Schiff über London nach Kopenhagen. Leider gingen auf der Reise viele Unterlagen verloren bzw. verdarben Exponate. Nach der Vermessung von Bombay und der Fertigung von Karten wurde die Reise nach einem Abstecher in die indische Stadt Surat mit einem Segelschiff von Bombay nach Maskat und Abuschehr am Eingang des Persischen Golfes fortgesetzt. Dann folgte eine Reise mit der Karawane nach Schiras und Persepolis. In glühender Hitze kopierte Niebuhr in Persepolis Schrifttafeln und fertigte Grundrisse und Ansichten. Die Arbeiten in greller Sonne sollten später dazu führen, dass sich sein Augenlicht bis zur Erblindung verschlechterte. Niebuhrs Abschriften von Keilschriften in Persepolis. Die Abschnitte B und G waren die Grundlage für Grotefends Entschlüsselung In den Ruinen von Persepolis leistete Niebuhr Epoche machende Vorarbeit für die Entzifferung der altpersischen Keilschrift durch den Göttinger Gymnasiallehrer Georg Friedrich Grotefend (1775-1853). Niebuhr war der erste, der erkannte, dass es sich um eine Buchstabenschrift handeln müsse, er erarbeitete ein Keilschriftalphabet von 42 verschiedenen Zeichen. In Mesopotamien erkannte Niebuhr richtig, dass das alte Babylon nicht bei Bagdad, sondern bei Helle lag. Auch lokalisierte er die biblische Stadt Ninive richtig. Rückkehr Die Reise ging weiter über Mossul, Aleppo, Zypern, Jerusalem und Damaskus. Im Herbst 1766 ging es per Karawane weiter in die Türkei, dann durch die Walachei über Lemberg nach Warschau, wo Niebuhr von König Stanislaus empfangen wurde. Er kehrte dann über Breslau, Göttingen und Hannover nach Lüdingworth und Altenbruch zurück. Da er überall auf seinen Reisen astronomische Eintragungen vornahm, enden diese mit den Vermessungen in Altenbruch und Meldorf. Niebuhrs Berechnungen seines Hofes in Altenbruch Weil zwischenzeitlich in Altenbruch sein Onkel verstorben war, verkaufte er den Hof und kehrte am 20. November 1767 nach Kopenhagen zurück. Dort hatten sich die Verhältnisse grundlegend verändert. König Friedrich V. war gestorben und sein Sohn Christian VII. zeigte wenig Interesse an den Ergebnissen der Expedition. Graf Bernstorff wurde von Struensee aus den Diensten des Königs entlassen, doch gelang es ihm noch, eine beachtliche Unterstützung der dänischen Regierung für die Herausgabe der Reisebeschreibungen zu erwirken. Der erste Band erschien 1774, der zweite Band 1778. Der dritte Band der Reisebeschreibungen wurde erst nach Niebuhrs Tod durch Gloyer und Olshausen im Jahre 1837 herausgegeben. Im Jahr 1768 wurde Niebuhr in Kopenhagen zum Ingenieur-Kapitän ernannt. Landschreiber zu Meldorf Im Sommer 1773 heiratete Niebuhr in Kopenhagen Catharina Blumenberg, Tochter eines Arztes aus Thüringen. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, ein Sohn und eine Tochter. Der Sohn, Barthold Georg Niebuhr, war später Professor für römische Geschichte an den Universitäten in Berlin und Bonn. Nachdem Niebuhr einige Jahre in Kopenhagen gelebt hatte, davon von 1773 - 1778 im Prinzenpalais, sollte er als Vermessungsingenieur nach Norwegen entsandt werden. Da dieses die Trennung von seiner Familie bedeutet hätte, bat er um seine Entlassung aus dem Militärdienst. Diese Bitte wurde ihm erfüllt, und er erhielt eine Stelle als Landschreiber in Meldorf. Im Sommer 1778 zog er nach Meldorf, wo er seiner Hadler Heimat sehr nahe war. Vom König wurde er zum Wirklichen Justizrat ernannt. In Meldorf erwarb er ein ehemaliges Klostergebäude, das er umbaute und in dem er bis zu seinem Tode wohnte. Oft besuchte er noch seinen Neffen, den Otterndorfer Bürgermeister Heinrich Wilhelm Schmeelke und erkundigte sich im Sietland nach der Möglichkeit, Moorland fruchtbar zu machen. Niebuhr hatte sich im Jahr 1799 im Meldorfer Moor in der Nähe des damals noch existierenden Fuhlensees ca. 7,5 ha Ländereien gekauft, die er urbar machen wollte. Er begann auch zügig mit den Kultivierungsarbeiten. Im Jahr 1800 kaufte er einen Hof in Elpersbüttel bei Meldorf und ließ ihn auf seine gekaufte Fläche umsetzen. In älteren Karten ist dieser Hof als „Niebuhrslust“ verzeichnet. Zwanzig Jahre nach Niebuhrs Tod brannte der Hof ab, ein Nachfolgebau wurde schließlich Anfang der 1950er Jahre abgebrochen. Ab dem Jahr 2006 erfolgte eine Herrichtung der ehemaligen Hofstätte als Kulturstätte. Diese wurde am 22. Mai 2007 offiziell eröffnet und steht Besuchern offen. Lage von "Niebuhrslust" Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Leider machte sich zunehmend das in Persepolis zugezogene Augenleiden bemerkbar, das schließlich zur Erblindung führte. Darüber hinaus zog er sich bei einem unglücklichen Sturz im März 1814 eine Lähmung der Hüfte zu. Am 26. April 1815 starb Niebuhr im Alter von 82 Jahren und wurde neben seiner Gattin, die bereits im Dezember 1807 verstorben war, im Dom zu Meldorf beigesetzt. Ehrungen Carsten Niebuhr wurden zahlreiche Ehrungen zuteil. Unter anderem wurde er - Dänischer Etatsrat, - zum Ritter des Danebrogordens vierter Klasse ernannt, - Mitglied der Göttinger Sozietät der Wissenschaften, - Mitglied der Schwedischen und Norwegischen naturforschenden Gesellschaft, - auswärtiger Assoziierter des Französischen Nationalinstitus. Eine Erhebung in den Adelsstand hatte Niebuhr abgelehnt. Das größte skandinavische Universitätsinstitut auf dem Forschungsgebiet Naher Osten mit dem Sitz an der Universität Kopenhagen ist nach Carsten Niebuhr benannt (Carsten Niebuhr Centre for Multicultural Heritage; Archaeology, Environment, Identity and Values in Contemporary Societies). Zu Ehren von Carsten Niebuhr wurde am Dom eine Büste errichtet. Eine Gedenktafel für Vater und Sohn Niebuhr auf Plattdeutsch befindet sich gegenüber dem Meldorfer Dom am Eingang zum Gebäude der Domgoldschmiede, ein altes ehemaliges Klostergebäude, das Niebuhr für sich umbaute und in dem Barthold Georg Niebuhr aufgewachsen ist. Zu seinen Ehren wurde an der Außenwand der Lüdingworther Kirche eine Gedenktafel angebracht und 1971 in Cuxhaven-Lüdingworth eine Straße nach ihm benannt (Carsten-Niebuhr-Straße). In Kopenhagen ist die Carsten Niebuhrs Gade nach ihm benannt. Die Niebuhrstraße in Berlin-Charlottenburg ist nach seinem Sohn Barthold Georg Niebuhr benannt worden. Niebuhrs "Stammbuch" Niebuhrs "Stammbuch" in einer Ausstellung der Königlichen Bibliothek Kopenhagen Die Königliche Bibliothek Dänemarks hat 2010 in Neuseeland das "Stammbuch", eine Art Poesiealbum Carsten Niebuhrs, ersteigert. Das "Stammbuch" enthält Eintragungen samt Unterschrift von Freunden und Bekannten Niebuhrs vor allem aus seiner Göttinger Zeit. Bis ins 19. Jahrhundert waren solche Bücher vor allem bei Studenten beliebt, die damit gegenseitig ihre Freundschaft bekunden oder Kontakte zu sozial höher rangierenden Respektspersonen sowie Prominenten dokumentieren wollten. Wie Niebuhrs Stammbuch nach Neuseeland gelangen konnte, ist nach Angaben der Königlichen Bibliothek ungeklärt. Der Preis bei einer Auktion in Wellington betrug 70.000 neuseeländische Dollar (39.000 Euro). Denkmal In der Ortsmitte von Lüdingworth wurde im Jahr 2004 ein Carsten-Niebuhr-Denkmal errichtet. Dieses Denkmal wurde durch die Initiative des Lüdingworther Ortsheimatpflegers Hinrich Gerkens und weiterer Lüdingworther ermöglicht und finanziert. Geschaffen wurde es vom Hemmoorer Künstler Frijo Müller-Belecke. Werke Beschreibung von Arabien, Kopenhagen 1772 (Digitalisat) Reisebeschreibung nach Arabien und anderen umliegenden Ländern, 2 Bände, Kopenhagen 1774-1778; Band 3: Reisen durch Syrien und Palästina, Hamburg 1837 Niebuhrs Schriften als PDF-Downloads Beschreibung von Arabien 1772 Weitere (bessere) Digitalisierung der "Beschreibung von Arabien"] Literatur Carsten Niebuhr, Reisebeschreibung nach Arabien und andern umliegenden Ländern, Mit einem Vorwort von Stig Rasmussen und einem biographischen Porträt von Barthold Georg Niebuhr. Manesse Bibliothek der Weltgeschichte, Zürich 1992, ISBN 3-7175-8192-9 Carsten Niebuhr, "Reisebeschreibung nach Arabien und anderen umliegenden Ländern", mit einem Vorwort von Frank Trende, Die Andere Bibliothek, Berlin 2018, ISBN 978-3-8477-0020-3 Carsten Niebuhr, Entdeckungen im Orient, Reise nach Arabien und anderen Ländern, Erdmann, Tübingen 1973, ISBN 3-7711-0161-1 Carsten Niebuhr, Entdeckungen im Orient, Reise durch Arabien im Auftrag des dänischen Königs, Edition Erdmann, matrixverlag, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-86539-842-0 Stephan Conermann, Josef Wiesehöfer (Hg.): Carsten Niebuhr und seine Zeit. Beiträge eines interdisziplinären Symposiums vom 7.-10. Oktober 1999 in Eutin. (= Oriens et Occidens; 5). Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08073-2 Peter Bussler; Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Heimatbund der Männer vom Morgenstern; 2002 Hinrich Gerkens u.a., Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000 Thorkild Hansen: Reise nach Arabien, Hoffmann und Campe, 1965 Benjamin Kober: Reisebeschreibung nach Arabien und andern umliegenden Ländern: Aus der Welt der Bibel ins reale Arabien, Grin Verlag, 2007, ISBN 978-3-638-84551-9 Dieter Lohmeier (Hg.): Mit Carsten Niebuhr im Orient. Zwanzig Briefe von der Arabischen Reise 1760-1767. Boyens, Heide 2011, ISBN 978-3-8042-1339-5 Dieter Salto: Begegnung mit Carsten Niebuhr auf der Insel Malta: Ganz am Anfang einer langen Reise, Books on Demand, 2009, ISBN 978-3-8370-3355-7 Fußnoten Hochspringen ↑ Dieser Hof ist 1926 abgebrannt. Heute befindet sich auf dem Grundstück Heerstraße 41 eine neue Hofstelle.
Auf einer Karte des Schleusenpriels von den Wasserbauexperten Spanniger und Schnell aus dem Jahre 1733 ist zu einer Insel inmitten des Schleusenprieles etwa in Höhe des Lotsenkommendeurshauses der Eintrag zu lesen: "Runder Platz wo der Muschel Kalk gebrannt wird." Noch vor 125 Jahren war Zement als Mörtel im Ziegelbau recht selten und als selbstständiger Baustoff praktisch unbekannt. Gebaut wurde mit Muschelkalk. Dieser wurde an der Küste aus Muschelschalen aus dem Watt gewonnen. Dafür gab es speziell den Beruf des Muschelfischers. Er war in den Küstenhäfen beheimatet und baute die Muschelbänke des Wattenmeeres ab. Einer der letzen war der Otterndofer Harm Bohn, der noch weit in das 20 Jahrhundert hinein treffsicher seine Quellen vor Cuxhaven zu finden wusste, wie berichtet wird. Ebenso wurden aber auch Frachtewer nach Hamburg oder Bremen ohne Ladung zu Schillewern. Schill war das gebräuchliche Wort für Muscheln. In der Regel bestand eine Crew aus 4 bis 5 Schillern und der Kööksch (Köchin), zumeist die Frau des Schiffseigners. Schillfahrer waren im Gegensatz zu den Krabbenfischern schon mal 10 - 14 Tage auf See, bis das Schiff gefüllt war. Die Proviantliste bestand dann vornehmlich aus: Ein paar Flaschen Rum, ein kleines Fass Sauerkraut, ein Sack mit getrockneten Bohnen, mehrere Pfund Pökelfleisch, Speckseiten, Mettwürste, Schinken, Kaffee, Tee und Zuckerhüte. Muschelfischer im Wattenmeer Man fuhr mit flachen Wattewern hinaus und ließ sich bei Ebbe trockenfallen. Dabei war es wichtig, dass das Schiff möglichst dicht an der Muschelbank zu liegen kam. Dann zog man mit der flachen, 3 - 4 Meter langen `Pütz´, Körben und den Schillforken zu den oftmals hunderte Meter langen Muschelbänken. Hier wurden die sehr harten Muschelschalen abgebrochen. Dieses war eine sehr schwere Arbeit, da die Bänke sehr fest verwachsen waren. An günstigen Wattstellen findet man bis zu 4500 Herzmuscheln auf einem Quadratmeter.Die gefüllten Rücken-Tragekörbe wurden zunächst mit Prielwasser vom Schlick gereinigt und auf die Pütz entleert. Dann wurde die Ladung zum Ewer geschafft, um über eine ausgelegte Planke an Bord geschafft zu werden. In der Regel kam dann auch die Flut, womit der Feierabend an Bord begann bis zur nächsten Ebbe. War das Schiff dann gefüllt, wurde die Ladung zu einem Ort gebracht, an dem sich der Eigner den besten Preis versprach. Der richtete sich nicht zuletzt auch nach der Art der gewonnenen Muscheln. Am beliebtesten waren Herzmuschelschalen (Cardium edule), ihrer krausen Oberfläche wegen `de Krusen´ genannt. Ihre Schalen waren am besten zur Muschelkalkbrennerei geeignet und lieferten schneeweißen Kalk. Die Sandklaffmuscheln, `Poggenogen ´genannt, schätzte man nicht, weil ihre Schalen hart waren und im Brande nur schwer zerfielen. Auch die Miesmuscheln, die Schillfischer nannten sie „de Blauen“, hinterließen im Kalkofen viel schwarze Asche. Die Herzmuschel gräbt sich auch nur wenige Zentimeter tief in den grauschlickigen Sandboden ein und streckt dann ihre beiden Siphone aus, um damit Nahrungsstoffe zu filtern, beziehungsweise um Atem zu holen. Ihre Schalen treiben durch Wasserströmung zu großen Haufen zusammen, auch Muschelbänke genannt. An Land wurde der Schill dann mit Pferdefuhrwerken zur Kalkbrennerei gebracht, wenn sich diese nicht, wie in Cuxhaven, direkt am Hafen befand. Dort wurde er in Kalköfen gebrannt. Dazu wurde der Ofen auf einem Rost nach Sandwichart abwechselnd mit Torf und Schill befüllt, jeweils eine fünf Soden starke Torfschicht, darauf der Schill, eine Torfsodenschicht hoch und das in neun Schichten. Danach wurde der restliche Raum von oben her mit beidem vollgeschüttet. Dabei musste beachtet werden, dass in der Mitte ein senkrechter Brennraum frei blieb. Als Brenntorf diente leichter Weißtorf vor allem aus Hymendorf, der in Torfhäusern gelagert wurde. Nach dem Befüllen wurden die Luken geschlossen oder mit Steinen verstellt. Dann warf der `Anstecker´ petroleumgetränkte brennende Torfsoden auf das Rost, womit der Ofen in Betrieb war. Stieg der Rauch aus dem Ofen, spendierte der Unternehmer oftmals zwei Schluck Korn `auf guten Brand´. Das dritte Glas wurde `auf die gute Kalkware´ geleert. Während des Brandes wird kohlensaures Gas freigesetzt. Dabei zerspringt der feste Kalk zu sog. ungelöschtem Kalkpulver. [1] Kalkfugen an einem Bauernhaus Wenn nach zwei, drei Tagen das über 800° heiße Feuer erlosch, wurde das mit der Torfasche vermischte Kalkmehl aus der unteren Luke gezogen und zum Löschplatz transportiert. Hier wurde der heiße Kalk vom `Löscher´ mit viel Wasser gelöscht, ein stark exothermer Vorgang. Der fertige Kalk wurde noch für einige Zeit in Gruben gelagert, bevor er in den Handel kam. Damit war der Kalk verkaufsfertig. Eine mit Muschelkalk gefüllte Tonne kostete vor 100 Jahren rund vier Reichsmark. Da Muschelkalk als Mörtel eine hohe Festigkeit hatte, wurde er nicht nur nach Hamburg oder Bremen, sondern auch nach Thüringen oder in die Mark Brandenburg, wo es keinen eigenen Kalk gab, geliefert. Hierbei wurde ab 1896 auch die neu erbaute Nordsee-Bahn zwischen Bremerhaven und Cuxhaven eingesetzt. Doch der Bau war nicht die alleinige Verwendung. Auch in der Landwirtschaft fand er Anwendung als Futterbeimischung für die Hühner. Sie benötigen ihn, um Eierschalen zu entwickeln. So stellte die ehemalige Otterndorfer Düngemittelfabrik Baumann (heute Raiffeisen) in der Schleusenstraße, `Geflügelkalk´ her. Darüber hinaus diente der Kalk auch noch als Düngemittel. Zur Zeit ist noch nicht bekannt, wie lange die Cuxhavener Muschelkalkbrennerei bestanden hat, aber in den Jahren nach 1900 begann sich der Zement durchzusetzen, was dann zum Niedergang des Muschelkalkes führte. Die Bezeichnung des Kalkofenwehles am Wasserturm lässt erkennen, dass es dort vermutlich zumindestens bis 1825 eine Kalkbrennerei gegeben hat. Später war dort eine Ziegelei ansässig, die früher ebenfalls weitverbreitet waren an der Küste. Eine weitere Kalkbrennerei hat es in Duhnen, Am Grooten Steen, in Höhe des Büttpedderweges gegeben. Dort finden sich in der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1877 zwei Gebäude außerhalb des Dorfes Duhnen, ebenso 1897. In gleicher Karte von 1926 findet sich nur noch die örtliche Bezeichnung, nicht mehr die Bauten. Weiteres ist leider nicht bekannt. Fußnoten Hochspringen ↑ CaCO3 = CaO + Co2 Quelle Karl-Heinz (Hein) Carstens, Langen Hadeler Kurier
Die Niederelbebahn, oder auch Unterelbebahn genannt, ist eine zweigleisige Eisenbahnstrecke, die Cuxhaven mit Hamburg verbindet. Sie ist 103,6 Kilometer lang und wird bei der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 121 geführt. Geschichte In den 1870er Jahren plante die Cuxhavener Eisenbahn-, Dampfschiff- und Hafen-Actiengesellschaft in Cuxhaven den Bau eines neuen Hafens zur Einschiffung von Passagieren auf die zunehmend wachsenden Passagierdampfer. Er erhielt später wegen seines englischen Konstrukteurs die Bezeichnung `Englischer Hafen´ und wurde ein finanzielles Fiasko. Zur Andienung des Hafens benötigte man natürlich eine Eisenbahnverbindung von Hamburg nach Cuxhaven. Erste Streckenteile wurden bereits gebaut, als die Actiengesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten geriet. So wurde im Jahre 1879 die Unterelbische Eisenbahngesellschaft, mit Hilfe der „Société Belge de chemins de fer“ in Brüssel, gegründet. Sie sollte den Bau der Strecke fortsetzen. Bereits am 1. April 1881 konnte der erste Streckenabschnitt von Harburg (heute: Hamburg-Harburg) über Buxtehude zur damaligen Bezirkshauptstadt Stade (41,83 km) eröffnet werden. Nach nur ein paar Monaten Bauzeit, am 1. Juli wurde der der zweite Abschnitt von Stadt bis Himmelphorten (11,43 km) eröffnet. Am 1. November 1881 konnte dann der letzte – 50,42 km lange – Abschnitt bis Cuxhaven, das damals zur Hansestadt Hamburg gehörte, vollendet werden. Damit war Cuxhaven von der Hansestadt Hamburg aus per Zug zu erreichen. Zu dieser Zeit verlief die Strecke noch eingleisig. Am 2. September 1882 wurde mit einer Gleislänge von 1,15 km der Hafenbahnhof angeschlossen, womit das angestrebte Ziel erreicht war. Bahnhöfe Allein Cuxhaven verfügte über eine Anzahl von Bahnhöfen: Stadtbahnhof Amerikabahnhof Hafenbahnhof Fischversandbahnhof I und II Bahnhof Altenbruch Im Hafengebiet von Cuxhaven sind heute noch alte Gleisreste der einst komplexen Gleisanlagen zu finden. Heute liegen an der Strecke 17 Bahnhöfe und Haltepunkte. Auch viele Bahnhöfe sind stillgelegt oder sogar ganz verschwunden. Diese sind: Ort Bemerkung Altenbruch kein Haltepunkt mehr Neuhaus / Oste kein Haltepunkt mehr. Höftgrube / Wingst unbesetzter Haltepunkt Warstade-Hemmoor nur noch Gleisreste und ein altes Gebäude zu sehen Hamburg Hausbruch aufgrund der Eröffnung der S-Bahnlinie S 3/S 31 im Jahre 1984 stillgelegt. Schweres Zugunglück im Jahre 1975 Hamburg-Tempowerk wegen der Eröffnung der S-Bahnlinie S 3/S 31 im Jahre 1984 stillgelgt. Hamburg-Unterelbe ehem. Endpunkt der Unterelbebahn Das Nadelöhr der Niederelbebahn Zwischen den Bahnhöfen Hechthausen und Himmelpforten verläuft die Strecke eingleisig. Grund dafür ist, das die sogenannte Ostebrücke am 3. Mai 1945 von deutschen Wehrmachtssoldaten gesprengt wurde. In den Folgemonaten wurde eine eingleisige Behelfsbrücke von britischen Pionieren gebaut. Dieses Provisorium überquert auch heute noch die Oste. Erst im Jahre 1936 wurde mit dem Bau einer festen Ostebrücke neben der alten Drehbrücke begonnen. Der Neubau konnte 1940 dem Verkehr übergeben werden. Seit Eröffnung der Strecke im Jahr 1881 bestand bis zu diesem Zeitpunkt wegen des Segelschiffsverkehrs auf der Oste zunächst eine Drehbrücke, die von 2 Personen bedient wurde.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Museum Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Niedersächsische Hochseefischerei GmbH war eine Fischfangfirma in Cuxhaven. Die "Niedersächsiche Hochseefischerei GmbH" wurde im Mai 1956 durch die Firma Lohmann & Co. KG mit einem Stammkapital von 20.000,- DM gegründet. Die Geschäftsführer waren der Hamburger Kaufmann Heinz Lohmann und der Cuxhavener Reeder Robert Ahlf. Unternehmensziel war der Fischfang, die Verarbeitung und der Verkauf von Fisch und Fischerzeugnissen. Der Geschäftssitz befand sich in der Fischhalle IX. Am 25. Mai 1956 übernahm die Firma von der "Finkenwärder Hochseefischerei Kapitän Paul J. Müller & Sohn" den Fischdampfer "Otto F.C. Bertram" sowie den Fischdampfer "Paul J. Müller", dessen Heimathafen fortan Cuxhaven war. Bereits im Juli 1956 schied der Cuxhavener Reeder Ahlf aus der Geschäftsführung aus. An seiner Stelle trat der Bremerhavener Friedrich Carl Busse ein. Im gleichen Monat wurden der Fischdampfer "Paul J.Müller" umbenannt in "NC420 Norderney". Einen Monat später, im August 1956, wurde aus der "Otto F.C. Bertram" der FD "Borkum". Die Bereederung der beiden Schiffe wurde 1959 der "Nordsee" übergeben. Die kurze Geschichte der Niedersächsischen Hochseefischerei endete mit dem Verkauf der "Norderney" im September 1960 und der "Borkum" im Januar 1961. Schiffsliste Schiffsliste lfd.Nr. Name Baujahr von - bis 1 NC403 Borkum 1944 1956 - 1961 2 NC420 Norderney 1949 1956 - 1960 Schiffsbilder NC403 Borkum
Frijo Müller-Belecke (* 24. März 1932 als Friedrich-Josef (Frijo) Müller in Delitzsch/Sachsen; † 5. Juli 2008 in Hemmoor) war ein Bildhauer in Hemmoor. Der ursprüngliche Künstlername „Müller-Belecke“, mit dem er immer seine Werke signierte, wurde 1981 mit Genehmigung des Regierungspräsidenten offizieller Familienname. Die Familie Müller stammt ursprünglich aus dem Ort "Belecke" im Sauerland, bevor es sie nach Delitzsch in Sachsen verschlug. 1948 ging die Familie Müller nach ihrer Zeit in Delitzsch und Wittenberg wieder in ihren ursprünglichen Heimatort zurück. Die über 1.000-jährige Stadt Belecke wurde nach der Gebietsreform ein Teil der Stadt Warstein. Frijo Müller-Belecke begann seine Bildhauerlehre am 1. März 1948 bei Alwin Murche in Wittenberg, fortgesetzt wurde diese Lehre vom 16. Oktober 1948 bis 16. Mai 1949 bei Heinrich Sprick in Erwitte. Darauf folgte eine Lehre bei dem Bildhauer Heinrich Püts in Wiedenbrück vom 1. Oktober 1950 bis 15. November 1952. Ab 1954 folgte ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Henselmann. 1959 wechselte Frijo Müller-Belecke in das Kunstlehramt und arbeitete von 1963 bis 1986 als Kunsterzieher am Gymnasium Warstade in Hemmoor. Von 1974 bis 1979 arbeitete er als Kunsterzieher an der Deutschen Schule in Bogotá in Kolumbien und kehrte danach wieder an das Gymnasium Warstade zurück, wo er als Fachobmann für Kunst und Werken tätig war. 1986 ließ er sich ohne Bezüge beurlauben, um sich ganz seiner künstlerischen Tätigkeit zu widmen. Seine Werke sind heute überwiegend im norddeutschen Raum zu sehen. Werke in Cuxhaven Webseite zur Webseite
Der Niedersachsenkai ist der Kai am Südufer des Neuen Fischereihafens Der Kai wurde benannt am 14. März 1950. Am Niedersachsenkai befinden sich die Fischhallen IX, X und XI. Die Namensgebung von Niedrsachsenkai und Niedersachsenstraße erinnert an das Engagement der niedersächsischen Landesregierung, welches dem Fischereistandort Cuxhaven zugute gekommen ist, Bilder Blickrichtung Ost 2006 Blickrichtung West 2006 Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Die Müllersiedlung war eine Siedlung nördlich Grodens und westlich der Straße Tamms Trift. Sie bestand aus den beiden Straßen Am Deich und Müllersiedlung. Die Müllersiedlung wurde von dem damaligen Dienststellenleiter des Sperrwaffenarsenals, Heinrich Müller, gegründet. Im Jahre 1944 wurden 15 Häuser für ausgebombte Angehörige des Arsenals Groden gebaut. An die Siedlungsgründung erinnerte ein Gedenkstein am ehemaligen Löschwasserbrunnen mit dem Datum 13. November 1944, dem Datum der Fertigstellung der Siedlung. Das erste Haus war bereits am 2. Januar 1944 bezogen worden. Die Häuser waren bis zum Abriss im Stadtbesitz der Wohn-und Obdachlosenbehörde, den Mietern wurden Ausweichquartiere angeboten. Nach Auszug der Mieter wurden die Häuser bis auf eines umgehend eingeebnet. Der letzte Mieter war bis vor das Oberlandesgericht Stade gezogen, gewann gegen die Stadt und durfte wohnen bleiben. Im Jahre 2008 zog dieser Mieter aber auch aus. Die "Gewerbepark Europakai GmbH" wollte dieses hafennahe Gebiet an hafengebundene Firmen vermarkten. Die Müllersiedlung wurde mittlerweile auf Grund von anstehende Hafenerweiterungen komplett eingeebnet und für den Verkehr gesperrt. Z.Z. liegt das Gelände brach und verwildert. Anmerkung Anfang der 1980er Jahre wurde ein neuer Hafenzubringer geplant. Es war vorgesehen, die Müllersiedlung zu schleifen, um die Hafenanbindung über dieses Gelände führen zu können. Dagegen machte eine "Bürgervereinigung Groden" Front. Nach Meinung der rücke dadurch der "Sonderbereich Hafen" zu dicht an die bestehende Wohnbebauung. Mehr noch, es wurde über eine Grünanlage zwischen Minendepot Groden und Autobahnkreisel nachgedacht, um die Grodener Wohnbebauung vom Hafengebiet abzugrenzen. Im März 2009 ist der Gedenkstein nicht mehr vorhanden. Im Sommer 2009 wird die Zufahrtstraße `Am Deich´ zurückgenommen zum Weg. Dezember 2010: Die Stadt Cuxhaven verkauft das Gelände der ehemaligen Müllersiedlung für rund 5 Mio.€ an die Firma Cuxport GmbH. [1] Im Jahr 2023 ist das gesamte als Grünanlage angedachte Gelände versiegeltes Hafengebiet (Logistikfläche). Bilder Müllersiedlung Müllersiedlung vom Tamms Trift gesehen, 1957 Müllersiedlung um 1970 Müllersiedlung vom Tamms Trift gesehen, 1981 Gedenkstein der Müllersiedlung Sommer 2007 Haus 20/21 Lage der Müllersiedlung Juni 2023 Fußnoten Hochspringen ↑ Quelle: CN vom 27.12.2010
Das Normalnull (NN) war die amtliche deutsche Bezugsfläche für Höhe über dem Meeresspiegel im 20. Jahrhundert. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Normalnull oft für den mittleren Meeresspiegel verwendet. Mitte der 1990er wurde das Deutsche Haupthöhennetz auf eine andere Höhendefinition umgestellt. Zur Unterscheidung der Höhensysteme wird die neue Höhenbezugsfläche Normalhöhennull (NHN) genannt. Jedoch enthalten aktuelle Karten meist noch Höhen über den alten Bezugsflächen. Literatur Wolfgang Torge: Geodäsie. 2. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin u. a. 2003, ISBN 3-1-017545-2 Weblinks Wo liegt eigentlich Normalnull? spektrumdirekt Höhenreferenzsysteme. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Firmendaten Gründung 1.1.2005 Mitarbeiter 701 Standorte 16 Hafenfläche 2.700 ha Güterumschlag 25 Mio. t Passagiere 7,5 Mio. t Stand April 2011 Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG ist der größte Betreiber öffentlicher Seehäfen in Deutschland zu denen auch der Hafen Cuxhavens gehört. 1 Anschriften 1.1 Zentrale 1.2 Standort Cuxhaven 2 Selbstverständnis 3 Weblink 4 Fußnoten Anschriften Zentrale Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG Hindenburgstr. 26-30 26122 Oldenburg Tel.: 0441/ 350200. E-Mail: info(at)nports.de Standort Cuxhaven Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG Am Schleusenpriel 2 27472 Cuxhaven Tel.: +49 (47 21) 5 00-0 Fax: +49 (47 21) 5 00-1 00 E-Mail:cuxhaven(at)nports.de Selbstverständnis Nports sieht sich als Dienstleister für seine Kunden und stellt dafür in erster Linie die erforderliche Hafeninfrastruktur bereit. Nports übernimmt nach eigener Darstellung Verantwortung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und ist nach eigenem Bekunden ein verläßlicher Partner[1]. Weblink nports.de Fußnoten Hochspringen ↑ Siehe NPorts-Homepage
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Niedrigwasser Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Korrekt: Mittleres Tideniedrigwasser (MTnW), auch Ebbe genannt.
Diese und die anderen Seiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dieser Beitrag wird niemals ganz fertig werden. Jeder Leser, der Fotos, Bilder oder Informationen dazu beitragen kann, wird hiermit herzlich gebeten, sich mit cuxpedia in Verbindung zu setzen. Die Nordheimstiftung war eine Klinik am Sahlenburger Strand 1 ehemalige Anschrift 2 Nordheimstiftung 3 Baubeschreibung von 1906 4 Einweihung 1906 5 Mathilde-Emden-Haus 6 1914 - 1918 7 1919 - 1945 8 Nach 1945 9 Bilder 10 Bilder aus einem privaten Album ehemalige Anschrift HELIOS Seehospital Sahlenburg Nordheimstraße 201 27476 Cuxhaven Tel. 04721 / 508 02-0 Nordheimstiftung In seinem Testament hatte der am 25. November 1899 verstorbene Hamburger Kaufmann Marcus Nordheim bestimmt, dass der nach Abzug aller sonst von ihm hinterlassenen Vermächtnisse verbleibende Restnachlass der Stadt Hamburg für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt werden soll. Nordheim hatte es seinem Bruder Jacob und dem Hamburger Rechtsanwalt Dr. Albert Wolffson als Testamentsvollstreckern überlassen, zu bestimmen, wie am geeignetsten und wirksamsten seine Absicht hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, umgesetzt werden kann. Die für wohltätige Zwecke zur Verfügung stehende Summe betrug zwei Millionen Reichsmark, andere Quellen schreiben von 1,5 Millionen Goldmark. In Hamburg wurde in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts die Notwendigkeit erkannt, eine an der See liegende Heilstätte für knochen- und gelenktuberkulöse Kinder zu errichten. Der Vertrauensarzt der Hamburger Allgemeinen Armenanstalt, Dr. Buehl, hatte den Bedarf an einer solchen Heilstätte nachgewiesen. Er wandte sich an Nordheims Testamentsvollstrecker und fand Verständnis und Zustimmung einer solchen Heilstätte. Am 14. Mai 1903kam dann in Verbindung mit dem Hamburger Bürgermeister Dr. Hachmann die Errichtung der Nordheim-Stiftung zustande. Der Stiftungszweck war die Errichtung einer Heilanstalt auf Hamburger Staatsgebiet im Amt Ritzebüttel. Behandelt werden skrofulöse und tuberkulöse Kinder, von denen anzunehmen war, dass sie durch die Heilkraft des Seeklimas und die Heilmittel der Anstalt ihre Gesundheit wiedererlangen oder zumindest erheblich verbessern konnten. Die Anstalt wurde als Krankenhaus errichtet, welches 1. ...nur Kinder aufnimmt, die tatsächlich an ausgesprochener Skrofulose oder Tuberkulose leiden, also ernstlich krank sind, aber nach ärztlicher Überzeugung noch als heilbar oder besserungsfähig anzusehen sind. 2. ... alle zur Behandlung solcher Kinder erforderlichen Einrichtungen enthält, was Bau, Inventar und Personal betrifft. 3. ... immer Sommer und im Winter betrieben wird 4. bezüglich der Behandlungsdauer des einzelnen Patienten an keinerlei Schema gebunden ist. Die Kranken wurden so lange behandelt, bis entweder Heilung oder der bestmögliche Grad der Besserung eingetreten ist. Der Bau des als "Nordheimstiftung" bekannt gewordenen Krankenhauses erfolgt zwischen 1904 und 1906 auf einem 35 ha großen Heidegelände weitab jeder Bebauung. Der Hauptteil des Grundstückes liegt auf dem nahe an den Strand heranreichenden, heidebewachsenen Geestrücken, der sich als letzter schmaler Ausläufer der Lüneburger Heide am Ostrand der breiten Elbeniederung erhebt und bis Duhnen erstreckt. Das Klinikgelände liegt durchschnittlich 5 bis 10m über dem Meeresspiegel. Die Bauarbeiten wurden nach Plänen des Architekten Groothoff] ausgeführt und 1906 beendet. Baubeschreibung von 1906 Wenn sonach die Anstalt in ihrer Gesamtheit so recht mitten in die Seeluft hineingestellt, der frischen Kraft des Seewindes voll ausgesetzt wurde, so mussten doch in der Nähe der Baulichkeiten auch geschützte Plätze zur Freiluftbehandlung der empfindlicheren Kranken geschaffen werden. Auch war bei der Rauheit unseres Küstenklimas in der kalten Jahreszeit nicht daran zu denken, die Anstalt im Pavillonstil zu erbauen. Alle Transporte von einem Gebäude zum anderen wären bei schwerem Wetter und auch bei Sandwehen völlig unmöglich geworden. So sind denn alle Betriebs- und Krankenräume miteinander in Verbindung gebracht, und es hat sich eine Anordnung der Gebäude entwickelt, die mit einer Armbrust oder einem "T" eine gewisse Ähnlichkeit hat. Der von Südost nach Nordwest gerichtete, teilweise mehrstöckige Mittelbau enthält, von Südosten beginnend: Maschinenhaus. Waschanstalt, Verwaltungsräume und Dienstwohnungen, Küche und Speisesaal, endlich das Zentralbad. Am Nordwestende des Mittelbaues sind rechtwinklig nach beiden Seiten abgehende Flügel angesetzt, deren Enden nach dem Mittelbau zu einem stumpfen Winkel zurückgebogen sind. In dem rechtwinkeligem Teil liegen die gut und vollständig ausgestatteten ärztlichen Räume, Operationszimmer, Gipszimmer, Untersuchungszimmer, ferner Schule und Schwesternzimmer. An den Seiten schließen sich an: südwestlich die Tagesräume und Krankensäle der Knabenabteilung mit den zugehörigen Nebenräumen, nordöstlich die fast völlig gleichen Räume der Mädchenabteilung. Nur ein Teil des Mittelbaus ist unterkellert worden. In den Obergeschossen befinden sich nur Wohnungen für Beamte und Angestellte. Alle für den Gebrauch der kranken Kinder bestimmten Räume liegen zu ebener Erde und bieten durch bequeme Rampen zahlreiche Ausgänge ins's Freie. Auch die schwerkranken Kinder können daher leicht auf Räderbahren oder auf Liegestühlen an den Strand oder in die weiten, verhältnismäßig geschützten Höfe gebracht werden, die sowohl auf der Mädchen- wie auf der Knabenseite zwischen den zurückgebogenen Krankengebäuden und dem Mittelbau entstanden sind. Einweihung 1906 Bei der offiziellen Einweihung am 4. September 1906 durch den Bürgermeister Dr.Mönckeberg waren bereits 30 Kinder aufgenommen, denn der Betrieb des Krankenhauses hatte schon am 29. Juli 1906 begonnen. Die Gesamtkosten der gesamten Anlage betrugen 665.000,- Mark. Für die damaligen Verhältnisse, mit rund 8.300.- Mark pro Krankenbett, war es eine sehr großzügige Planung Bereits nach wenigen Jahren war das Hospital so weit ausgelastet, dass zusätzliche Baracken aufgestellt werden mussten, die 1912 zu Steinhäusern umgebaut wurden. Mathilde-Emden-Haus 1913 erhielt die Anstalt ein Vermächtnis (300.000,- Mark) von Frau Mathilde Emden. Dieses Geld sollt u.a. für einen Erweiterungsbau verwendet werden. Im Mai 1914 wurde das Mathilde-Emden-Haus seiner Bestimmung übergeben werden. Das Gebäude trug dem Bedarf an Einzelzimmern für Kinder aus wohlhabenderen Familien Rechnung. Wie auch bei dem Hauptgebäude wirkte auch hier der Hamburger Architekt Hugo Groothoff. Das Cuxhavener Tageblatt beschrieb den Bau folgendermaßen: Das Mathilde-Emden-Haus besteht aus einem Mittelgebäude, das von zwei Seitenflügeln flankiert wird. Der Mittelbau enthält im Erdgeschoss den gemeinsamen Speisesaal, in dem in bequemer Weise aus der Küche durch ein Schiebefenster die Schüsseln hereingereicht werden können. Außerdem findet sich hier das gut ausgestattete Verbandszimmer und ein freundliches Besuchszimmer für die ihre Kinder aufsuchenden Eltern. Im ersten Stock sind dann Wohnräume für das Personal. Außer Schwestern und Dienstmädchen ist hier auch ein Medizinpraktikant untergebracht, damit auch in diesem Haus stets ein Arzt zur Hand ist, ausgedehnte Bodenräume dienen wirtschaftlichen Zwecken und der Unterbringung der mitgebrachten Kleidungsstücke der Kinder. Den Frontgiebel des Gebäudes ziert eine von Frau Caroline Hinrichsen gestiftete Turmuhr, deren kräftige Stimme weithin über das Nordheim-Terrain zu hören ist. Der Westflügel ist durch einen gedeckten Gang mit dem alten Gebäude der Stiftung verbunden. An diesem Verbindungsgang sind in einem besonderen Gebäude zwei große helle Schlafzimmer angebaut. Ein Speisesaal mit vorgelagerter geräumiger Liegehalle bildet die Verbindung mit dem Mittelbau. Der Ostflügel enthält dann hauptsächlich die Einzelzimmer, die für Kinder aus Häusern mit besonderen Ansprüchen gedacht sind. Die großen Tagesräume dieses Ostflügels sowie die Kleinkinderstation sind mit hübschen Bildern aus dem Kinder- und Tierleben verziert. Der große Hof zwischen dem Altbau der Nordheimstiftung und dem Emden-Haus ist geschmackvoll gärtnerisch angelegt. 1914 - 1918 Im 1. Weltkrieg wurde die Nordheimstiftung ihrer eigentlichen Zweckbestimmung als Krankenhaus entzogen. Das Militär rückte ein, die Gebäude mussten der Küstenabwehr als Quartier überlassen werden. So wird allgemein berichtet. Dem widerspricht der Leutnant Hans Bötticher, besser bekannt als Joachim Ringelnatz, dem zeitweilig die Sahlenburger Stellungen "Seeheim" und "Nordheim" unterstanden. Er berichtet in seiner Autobiografie "Als Mariner im Krieg" von seinen Ausflügen "zu den Schwestern der Nordheimstiftung". 1919 - 1945 Die Wiedereröffnung des Seehospitals nach dem 1. Weltkrieg erfolgte 1919. In den Folgejahren war die Existenz der Anstalt durch Inflation und unübersehbare wirtschaftliche Verhältnisse ernsthaft gefährdet. Das Vermögen der Nordheim-Stiftung wurde in dieser Zeit fast vollständig vernichtet. Durch Zuschüsse des Hamburger Staates konnte die Anstalt in den kommenden Jahren erhalten werden. Es wurden weitere Stationen in Barackenform sowie ein Schulgebäude errichtet. Bald nach Beginn des dritten Reiches wurde die Inschrift "Nordheim-Stiftung" vom Hauptgebäude entfernt. Im Jahr 1943, nachdem der Vorstand der Stiftung vollständig gereinigt war, wurde durch eine Satzungsänderung angeordnet, dass Juden nicht Mitglieder des Vorstandes der Nordheimstiftung sein dürften. Während dieser Zeit wurden auf dem Gelände weitläufige Luftschutzeinrichtungen installiert. Die Patienten wurden oft abends, auch mithilfe von Jugendlichen aus der Nachbarschaft, für die Nacht zum Schutz vor den in die Deutsche Bucht einfliegenden Bomberverbände in die Bunker gebracht. Bis 1935 gehörte das Gelände der Nordheimstiftung zur Gemeinde Sahlenburg. Die Nordheimstiftung war der bedeutendste Steuerzahler für die Gemeinde, bis sie 1935 Duhnen zugeschlagen wurde. Mit der Reichstagswahl im März 1933waren die Gemeindewahlen derart gekoppelt, dass die für die Parteien zum Reichstag abgegebenen Stimmen gleichzeitig für die parteimäßig zu gliedernde Gemeindeverwaltungen galten. Dabei stellte sich für Sahlenburg das Kuriosum heraus, dass, obwohl über die Hälfte der Stimmen für nationalsozialistische Reichstagskandidaten abgegeben war, nur zwei Parteimitglieder in der Gemeinde Sahlenburg vorhanden waren, die zudem das Amt eines Gemeindevertreters nicht übernehmen konnten oder wollten. In aller Eile lud die Kreisleitung der NSDAP interessierte Gemeindeangehörige zu einer Zusammenkunft ein und warb Parteigenossen, damit die Gemeindevertreterstellen besetzt werden konnten. So entstand in Sahlenburg eine Vertretung mit nationalsozialistischer Mehrheit. Daneben wurde nun auch ein Parteiapparat aufgezogen und mit einem zugezogenen Ortsgruppenleiter an der Spitze, sodass von einer freien Willensbildung nicht mehr die Rede sein konnte. So ist es zu verstehen, dass die Nordheimstiftung 1935 an Duhnen fiel und die Gemeinde ihren wichtigsten Steuerzahler verlor. Die Sahlenburger waren zu wenig linientreu. Nach 1945 Nach dem Krieg wuchs das Krankenhaus durch Anmietung von zusätzlichen Gebäuden in der Umgebung und den Neubau weiterer Stationen auf 485 Betten. Diese Erweiterung war notwendig, um einer durch die schlechten Lebensverhältnisse und den Flüchtlingsstrom hervorgerufenen neue Tuberkulosewelle zu begegnen. Das neue Kesselhaus mit einer hochmodernen, automatischen Kohlefeuerungsanlage wurde 1948 gebaut. Die Trinkwasserversorgung und die Bäderabteilung wurden erneuert. Mit Hilfe des Landes Niedersachsen wurde moderne Abwasseranlage (Klärwerk) geschaffen. Ab 1955 verfügte die Nordheimstiftung über eine Urologie sowie über eine Abteilung für rheumatische Erkrankungen. Durch Aufforstung mit Kiefern und Mischwald ist aus dem kahlen Heidegelände eine ansprechende Parklandschaft entstanden, die die heftigen Seewinde abhält und von Patienten und Besuchern zum Aufenthalt im Freien gern genutzt wird. Ein kleiner Bereich des Geländes ist am 26. Juni 2009 in die UNESCO-Liste des `Weltnaturerbes Wattenmeer´ aufgenommen worden. Einen Namen hat sich die Klinik in den Jahren vor allem als renommierte Fachklinik für Tuberkulose, Orthopädie und als Rheumazentrum gemacht. Am 1. April 2002 ging das Seehospital Sahlenburg von der Nordheim-Stiftung an die Helios-Kliniken-Gruppe über. Bilder um 1958 Bereich des Weltnaturerbes Wattenmeer Bilder aus einem privaten Album Aus einem privaten Album wurden uns eine Vielzahl von Bildern zur Verfügung gestellt. Der Urheber hat der Verwendung bei cuxpedia ausdrücklich zugestimmt, möchte selber nicht genannt werden. Eine Weiterverwendung der Bilder ist nicht gestattet. Nordheimstiftung Verwaltungsgebäude Kohlebefeuertes Heizkraftwerk Garagenanlage ehemalige Tischlerei Werkstatt Kläranlage Klärbecken Kläranlage Maschinenhaus Kläranlage Faulturm Küchentrakt ehem. Schwesternwohnheim Liegehalle Mathilde-Emden-Haus Spieltisch Mathilde-Emden-Haus Liegehalle Eingang zum unterirdischen Notkrankenhaus Hinweisschild über Besuchszeiten
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Norderstein-Apotheke (ehemals) Aus cuxpedia (Weitergeleitet von Norderstein-Apotheke) Wechseln zu: Navigation, Suche Die Norderstein-Apotheke war eine Apotheke in Cuxhaven. Adresse Norderstein-Apotheke Inhaber:Wolfgang Diemer Nordersteinstraße 29 27472 Cuxhaven Telefon: (047 21) 55 45 55 Öffnungszeiten Montag bis Freitag: 08:30 bis 18:30 Uhr Samstag: 08:00 bis 14:00 Uhr Weblink Homepage
Nordheim war eine Küstenbatterie in Sahlenburg. Die Batterie Nordheim befand sich im 1. Weltkrieg auf der südwestlichen Ecke des Geländes der Nordheimstiftung. Vermutlich handelt es sich um die Batterie Nordheim, die Joachim Ringelnatz im Jahre 1918 zusammen mit Seeheim befehligte. Wie auch Seeheim diente diese Batterie im 1. Weltkrieg zum Schutz der Zeppelinhallen von Nordholz gegen Fliegerangriffe. Sie bestand aus einer 3,5 cm Revolverkanonenbatterie, einer Trichter-Horchanlage, sowie einem B.-G.-Entfernungsmesser [1]. Noch im Jahre 2009 findet man die vier Fundamente von den vier 10,5cm Geschützen sowie den gesprengten Munitionsbunker der Küstenbatterie "Nordheim". Die 4 Geschütze waren im Abstand von 15 Metern in unmittelbarer Nähe der Wattwagenauffahrt in Sahlenburg aufgestellt. Die Betonfundamente mit einer Grundfläche von 4m x 4m und einem Bolzenkreis von ca. 1,20m Durchmesser sind im Jahr 2010 ebenso zu finden, wie die Reste des gesprengten Munitions-Bunkers östlich der Geschützfundamente. Die ehemalige Zufahrt von der Hans-Claußen-Straße lässt sich noch erahnen, genau wie die künstliche Geländevertiefung für die Mannschaftsbaracke. Karte In diesem Gebiet sind Gräben, Wälle und Fundamente von Nordheim zu finden. Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Fußnoten Hochspringen ↑ (B.-G.-Entfernungsmesser: Möglicherweise Entfernungsmessung nach dem Prinzip der Lochkamera: Aus der geschätzten Größe eines Objektes (Person = 1,80 m) und der Größe der Abbildung in einer bestimmten Entfernung hinter einer Lochblende lässt sich die Entfernung zum Objekt bestimmen. B steht hier für die Abbildung, G für das Objekt
Marcus Nordheim (* 23. September 1812 in Unterfranken, † 25. November 1899 ) Der jüdische Kaufmann Marcus Nordheim wurde am 23. September1812 in Memmelsdorf in Unterfranken, als Marx Nordheimer, geboren. Nachdem er von 1825 bis 1827 das Schlachterhandwerk in Zeckendorf bei dem Metzgermeister Salzmann erlernt hat, kam er 1828 zunächst nach Harsefeld, zu Herrn Leffmann. Dort arbeitete Nordheim selbstständig als Metzger bei Herrn Leffmann, der zwar die Erlaubnis hatte, eine Metzgerei zu führen, diese aber nicht nutze, für eine Gewinnbeteiligung von 50%. Die Geschäfte liefen so gut, daß er bereits nach 9 Monaten über einige Ersparnisse verfügt. 1829 ging er dann nach Altona. Zunächst arbeitete er dort bei einem Fleischhändler. 1836 gründete er dann in Hamburg seine erste Firma, einen Viehhandel. Schon kurze Zeit später stellte er fest, daß das Häute- und Fellgeschäft mehr einbrachte. Aus diesem Handel erschuf er ein Handelshaus mit Weltgeltung. Zwar war er zweimal verheiratet, blieb jedoch Kinderlos. Im Laufe seines Lebens hat Marcus Nordheim zahlreiche Stiftungen auf dem Gebiet der Armenpflege und des Schulwesens ins Leben gerufen. Nach seinem Tod am 25. November 1899 belief sich das Vermögen von M. Nordheim auf mindestens 10 Millionen Mark. Mit großzügigen Legaten bedacht waren sämtliche Nichten und Neffen, sein Personal sowie diverse wohltätige und geminnützige Institutionen. Nach Erfüllung sämtlicher Testamentverpflichtungen, blieben 1,5 Millionen Goldmark. Mit dieser Summe wurde von den Testamentsvollstreckern die "Nordheim-Stiftung" ins Leben gerufen. Diese Stiftung erbaute auf einem ca. 35 ha großen Heidegrundstück in Sahlenburg das erste deutsche Seehospital, welches am 4. September 1906 eröffnet wurde, nachdem bereits am 31. Juli die ersten drei Patienten aufgenommen worden waren.
Telegrafenverbindung Duhnen - Neuwerk Optische Telegrafenstation Neuwerk Standort der Telegrafenstation Duhnen 1810 wurde von den französischen Besatzern eine Telegrafenverbindung Duhnen - Neuwerk eingerichtet, deren Übertragungssystem heute nicht mehr bekannt ist. Anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges wurde am 18. Juli1870 nochmals eine optische Telegrafenstrecke von Duhnen nach Neuwerk installiert. Der Duhner Telegraf befand sich auf dem heutigen Grundstück Wehrbergsweg 3 zwischen dem Dorfbrunnen und dem Rugenbargsweg. Der Neuwerker Signalmast steht noch heute in der Nähe des Bauhofes, eingerahmt von zwei Kanonen. Aufgrund der mangelhaften Übertragungssicherheit wurde die optische Übertragung jedoch bereits am 30. Juli 1870 wieder eingestellt und eine elektromagnetische Telegrafenverbindung in Betrieb genommen. Damit war jedoch noch nicht das Ende der optischen Signalübermittlung im Raum Cuxhaven gekommen. So gibt es ein Zitat des Cuxhavener Hauptlehrers Becker aus dem Jahre 1880: "Nach dem Lande zu steht eine Signalstange, an der durch aufgezogene Bälle Nachrichten über gestrandete Schiffe nach Duhnen telegrafiert werden; eine dabei befindliche Kanone dient wahrscheinlich dazu, den Strandvogt in Duhnen aufmerksam zu machen ... ". Telegrafenverbindung Cuxhaven - Hamburg Zeichentabelle der Telegrafenstation von 1848 Im Jahre 1836 erfolgte die Gründung einer Aktiengesellschaft in Altona zum Zwecke der Einrichtung einer optischen Telegrafenanlage von Hamburg nach Cuxhaven. Die Erlaubnis hierzu erteilte der Hamburger Senat am 17. März 1837. Folgende Stationen waren eingerichtet: Hamburg, auf dem Baumhaus Altona Kosterberg b. Blankenese Schulau/Wedel Stade (hoher Wedel) Klindtberg b. Hechthausen Wingst (auf dem Fahlenberg, seit 1852 "Deutscher Olymp") Otterndorf (auf einer Plattform des Kirchturmes) Cuxhaven (auf dem Krögerschen Speicher). Die erste Übertragung erfolgte am18. März 1838, es handelte sich um eine Mitteilung des Hamburger Senats. Die Anlage war für Hamburgs Handel und Schifffahrt erforderlich geworden, sie kann als der erste Schiffsmeldedienst bezeichnet werden. Bedieneinheit der Telegrafenstation Geplant und betrieben wurde die Anlage zunächst vom Altonaer Kaufmann Johann Ludwig Schmidt, ab 1841 übernahm Friedrich Clemens Gerke den Betrieb der Anlage. Sie konnte 2⁹ = 512 verschiedene Signale übermitteln. Im Jahre 1837 entwickelte Schmidt einen eigenständigen Signalcode. Ab 1846 errichtete er eine Zweigstrecke von Klindtberg/Hechthausen nach Bremerhaven und Bremen. Nach Inbetriebnahme einer elektrischen Telegrafenanlage 1847 stellte der optische Telegraf seinen Dienst 1849/50 ein.
Basisdaten Samtgemeinde: Land Hadeln Einwohner 1123 (30.06.2012) Fläche 21,29 km² Bürgermeister Eugen Böhm (CDU) Postleitzahl: 21765 Telefonvorwahl: 04758 Adresse der Gemeindeverwaltung: Gemeinde Nordleda Otterndorfer Straße 11 21765 Nordleda Nordleda (plattdeutsch De Lee) ist eine dörfliche Gemeinde der Samtgemeinde Land Hadeln, die zum 1. Januar 2011 aus der Samtgemeinde Hadeln und der Samtgemeinde Sietland gebildet wurde. Der Name entstand aus einer Ansiedlung nördlich des Flusses Lee (auch Leh), einem ehemaligen Nebenfluss der Medem. Nordleda gehört zum Landkreis Cuxhaven und grenzt im Norden und Westen an den Cuxhavener Ortsteil Lüdingworth. Es besteht aus den Ortsteilen Fresenhörne, Heringskoop, Kampen, Mittelteil, Neuer Weg, Oberwettern, Osterende und Westerende. Die südlich des ehemaligen Flusses Lee gelegene Siedlung Süderleda gehört indes zur Gemeinde Wanna. Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung Nordledas stammt aus dem Jahre 1312, man kann aber davon ausgehen, dass Nordleda erheblich älter ist. Beleg hierfür ist unter anderem die aus dem 12./13. Jahrhundert stammende St. Nicolai-Kirche. Nordleda gehörte Jahrhunderte zu den sieben Hochlandgemeinden des Landes Hadeln. Mit den Nachbarkirchspielen Altenbruch und Lüdingworth verfasste es bereits im Jahre 1439 ein so genanntes Weistum, mit dem Hollisches Recht festgeschrieben wurde. Weblinks www.nordleda.de Samtgemeinde Land Hadeln
Die Operation Backfire war eine Aktion, bei der drei Raketen des Typs A4 von einer eigens dafür im Wernerwald errichteten Betonplattform, an deren Standort sich heute eine Bodenmulde befindet, gestartet wurden, um den alliierten Besatzungsmächten die Technik der in der NS-Propaganda als V2 bezeichneten Wunderwaffe zu erklären. Die Raketen wurden auf ein Gebiet in der Nordsee, ca. 80 km südwestlich von Ringkobing, abgefeuert. 1 Chronologie 1.1 1. Start 1.2 2. Start 1.3 3. Start 2 Dokumentation 3 Video 4 Weblinks Chronologie Datum Uhrzeit Flughöhe Flugweite Bemerkungen 2. Oktober 1945 14.41 Uhr 69,4 km 249,4 km 4. Oktober 1945 14.16 Uhr 17,4 km 24 km Der Raketenmotor fiel kurz nach dem Start aus 15. Oktober 1945 15.06 Uhr 64 km 233 km Manche Quellen nennen auch den 14. Oktober 1945 als Starttag Manche Quellen behaupten, daß am 17. Oktober 1945 noch ein weiterer Start erfolgte, doch dies ist sehr zweifelhaft. 1. Start Die erste A4 sollte am 1.10.1945 im Wernerwald, allerdings musste dieser Start wegen eines Defekts im Zündsystem abgesagt werden. Am folgenden Tag wurde ein erneuter Startversuch durchgeführt, mit der ursprünglich für den 2. Flug vorgesehenen Rakete. Die Rakete erreichte bei ihrem Start um 14.41 Uhr eine Höhe von 69,4 km und eine Flugweite von 249,4 Kilometern.< 2. Start Der zweite Start wurde am 4.10.1945 um 14.16 Uhr mit der ursprünglich für den 1.10.1945 vorgesehene Rakete durchgeführt. Kurz nach dem Start fiel der Motor aus, sodass die Rakete nur 17,4 Kilometer hoch und 24 Kilometer weit flog. 3. Start Eine dritte Rakete der Operation „Backfire“ wurde am 14./15. 10.1945 um 15.06 Uhr gestartet. Bei schlechtem Wetter flog die Rakete 64 Kilometer hoch und 233 Kilometer weit. Dieser Flug fand vor den Augen zahlreicher prominenter alliierter Wissenschaftler und Pressevertreter statt. Dokumentation Die gesamte Operation wurde detailliert in Film und Bild festgehalten. Die Briten legten Wert darauf, die Betriebsabläufe der Raketenstarts unter möglichst authentischen Bedingungen durchzuführen, dazu ist das gesamte Original-Equipment der Wehrmacht, inklusive aller Fahrzeuge, in seiner jeweiligen Bestimmung benutzt worden. Es gibt zahlreiche historische Fotos dieser Aktion. Die Vielzahl heute verfügbarer Aufnahmen der V 2, erweckt den Eindruck, während des Krieges entstanden zu sein, sie wurden aber überwiegend im Wernerwald und Altenwalde produziert. Video Weblinks Nach http://www.rocketservices.co.uk/spacelists/sounding_rockets/decades/1944-1949.htm soll am 17. Oktober 1945 noch eine vierte A4 erfolgreich gestartet worden sein. Quelle: http://www.modellraketenbau.de/countdown/cdo030301.htm http://www.raketen-modellbau-technik.de/geschichte/cuxhaven/bericht.htm http://www.relikte.com/arensch/index.htm http://www.v2rocket.com/start/chapters/backfire.html
Bezeichnung für nach Beaufort-Skala größtmögliche Windstärke, nach oben offen. Ordnungszahl der Windstärke für Orkan: 12. Kriterien für Orkan nach Beaufort: Windgeschwindigkeit: Ab ca. 120 km/h Wellenhöhe: Tiefsee (Atlantik): > 20 m Auswirkung an Land: Schwerste Sturmschäden und Verwüstungen; sehr selten im Landesinneren Auswirkung auf See: See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr
Die Firma Nordmark Maskinefabrik ist ein Stahlbearbeitungsspezialist aus Dänemark und Zulieferer für die Siemens Windkraft-Fabrik zwischen Groden und Altenbruch. Anschrift Nordmark Properties AsP An der Baumrönne 16 27472 Cuxhaven Allgemeines Das Unternehmen Nordmark wurde im Jahr 2002 in Dänemark gegründet und hat sich im Bereich der Serienproduktion auf die zerspanende Bearbeitung von Rotornaben, Maschinenträger und Lagergehäuse für die Windkraftindustrie eine starke Marktposition gesichert. Nordmark ist heute in der Lage, auf Basis höchster Qualitätsstandards eine gesamte Produktionslinie anzubieten, die speziell auf Offshore-Windkraftanlagen zugeschnitten ist - vom Empfang der Rohteile über die Entwicklung von Werkzeugen bis hin zum europaweiten Versand von fertigbearbeiteten und oberflächenbeschichteten Maschinenteilen. Die Nordmark Maskinfabrik ist das erste dänische Unternehmen, das zusammen mit Siemens in Deutschland als strategischer Partner auftritt. Die Höhe der Investition von Nordmark in eine neue Produktionsstätte mit einer Größe von rund 5.000 m 2 beläuft sich auf rund 100 Millionen DKK. Wenn die neue Fabrik fertiggestellt ist, werden dort ca. 35, hauptsächlich deutsche, Mitarbeiter beschäftigt sein. Das Unternehmen aus Dänemark wird in Zukunft Naben für Siemens Windturbinen bearbeiten und bereitstellen. Die Fertigungshallen entstehen seit Herbst 2017 zwischen dem Siemenswerk und dem Landschaftspark Altenbruch direkt am Deich, als Produktionsbeginn wird bei Baubeginn der April 2018 genannt. Bilder Baubeginn August 2017 September 2017 Juni 2018
ORLEN ist eine polnische Mineralöl-Gesellschaft, die seit Juni 2003 mit eigenen Tankstellen in Deutschland vertreten ist. Das Tankstellennetz in Deutschland umfaßt mehr als 500 Tankstellen. 1 Adresse 2 Tankstellen 2.1 Altenwalde 3 Weblinks Adresse ORLEN-Deutschland GmbH Ramskamp 71-75 25337 Elmshorn Telefon: (04121) 471-1 Telefax: (04121) 471-271 Tankstellen Altenwalde T.Koch Hauptstraße 24 27478 Cuxhaven Tel. 04723 / 4100 Weblinks Homepage Orlen Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Orlen”
Der Nord-Ostsee Kanal (NOK), englisch auch “Kiel Canal“, ist eine künstliche Wasserstraße und verbindet die Nordsee (Elbmündung) mit der Ostsee. Er ist die am meisten befahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. 1 Geschichte 2 Weichen 3 Schleusen 4 Brücken 5 Tunnel 6 Fähren 7 Fußnoten Geschichte Um den Umweg über das Skagerrak zu sparen, gab es bereits vor über tausend Jahren eine „Abkürzung“, die von den Wikingern genutzt wurde. Aus der Ostsee kommend, befuhren sie die Schlei bis Haithabu, luden ihre Güter auf Karren um und beluden ihre Schiffe nach 16 km Landweg dann wieder in Hollingstedt, um über die Treene und Eider in die Nordsee zu gelangen. Seit dem 16. Jahrhundert gab es immer wieder Pläne zum Bau eines Kanales, aber erst im 18. Jahrhundert wurde durch den Dänenkönig Christian VII. in den Jahren 1777 bis 1784 der so genannte „Schleswig-Holsteinische Kanal“ oder „Eiderkanal“ angelegt. Als direkter Vorgänger des Nord-Ostsee Kanals verlief er von Kiel-Holtenau nach Rendsburg. Dort mündete er in die Untereider und erhielt so Zugang bei Tönning in die Nordsee. Dieser Kanal wurde dem stetig wachsenden Schiffsverkehr nicht lange gerecht. Im Jahre 1878 wurde daher ein neuer Kanal projektiert, der von Kiel aus, das zum Haupthafen der kaiserlichen Marine werden sollte, statt in die Eider nun bei Brunsbüttel in die Elbe münden sollte. Gegen den Willen von Generalstabschef von Moltke erwirkte Bismarck 1885 die Unterzeichnung des „Gesetzes betreffend die Herstellung des Kanals“ durch Kaiser Wilhelm I. Kaiser Wilhelm I. war es auch, der am 3. Juni 1887 den Grundstein für den Kanal in Holtenau legte. Von 1887 bis 1895 wurde dann von ca. 8.900 Arbeitern der damals ca. 99 km lange Kanal bei einer Breite von 67 Metern und einer Tiefe von neun Metern ausgehoben. Mit der Schlusssteinlegung durch Kaiser Wilhelm II. (Enkel von Wilhelm I.) am 21. Juni 1895 wurde der Kanal als „Kaiser-Wilhelm-Kanal“[1] eröffnet. In den Jahren von 1907 bis 1914 waren Baumaßnahmen zur Verbreiterung des Kanals notwendig, um den Großkampfschiffen der Kaiserlichen Marine die Passage zu ermöglichen. Die Breite betrug nun 102,50 Meter und die Tiefe elf Meter. Seit 1965 werden Baumaßnahmen zur Stabilisierung der Böschungen durchgeführt, die den Kanal teilweise auf bis zu 162 Meter verbreitert haben. Weichen Zur Regelung des Begegnungsverkehrs von großen Schiffen beobachtet eine Verkehrszentrale den Schiffsverkehr und weist bei Bedarf per Ampelsteuerung einem Schiff eine von zwölf Ausweichstellen zu, an denen sich große Schiffe gefahrlos begegnen können. Schleusen An beiden Enden des Kanales sowie am Gieselau-Kanal[2] befinden sich Schleusenanlagen. In Brunsbüttel und Kiel-Holtenau bestehen die Schleusenanlagen aus großen und kleinen (auch: alte und neue) Schleusenanlagen. Die kleinen Schleusen, die 1895 in Betrieb genommen wurden, besitzen je zwei Schleusenkammern mit einer Nutzlänge von 125 m und einer Nutzbreite von 22 m. Die großen Schleusen (Inbetriebnahme 1914) warten mit einer Nutzlänge von 310 m und einer Breite von 42 m auf. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel betreibt in der Nähe der Schleusen das „Atrium“, ein sehenswertes Museum zum NOK. Öffnungszeiten: Täglich vom 15. März bis zum 15. November in der Zeit von 10:30 bis 17:00 Uhr. Brücken Insgesamt führen zehn Brücken mit einer zugelassenen Durchfahrtshöhe von 40 m über den Kanal. Die sehenswertesten hiervon sind sicher die Hochbrücken von Hochdonn und Rendsburg. Tunnel Zur Entlastung der Rendsburger Drehbrücke und letztlich zu deren Ersatz wurden in Rendsburg ein Straßentunnel in den Jahren 1957 bis 1961 und ab 1962 bis zur Eröffnung am 28. Mai 1965 ein Fußgängertunnel unter dem NOK hinweg gebaut. Die Tunnelröhre des Fußgängertunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal ist ca. 130 m lang, hat ca. 4,50 m Durchmesser und zu ihr hinab führen vier Rolltreppen, die mit ihrer Länge von je 55,19 m zum Zeitpunkt ihrer Erbauung die längsten in Westeuropa waren. Fähren Fähre "BRESLAU" in Brunsbüttel Insgesamt queren den Kanal zwölf 45-Tonnen-Fähren, zwei 100-Tonnen-Fähren (in Brunsbüttel ) und eine Personenfähre in Kiel-Holtenau. Hinzu kommt als Attraktion der Stadt Rendsburg die Schwebefähre[3] unter der Eisenbahnhochbrücke aus dem Jahre 1913. Alle Fähren sind für ihre Nutzer kostenlos. Fußnoten Hochspringen ↑ 1948 wurde der Kanal auf Weisung der Alliierten in Nord-Ostsee Kanal umbenannt. Unter diesem Namen war er auch projektiert worden, jedoch von Wilhelm II. bei der Eröffnung spontan „Kaiser-Wilhelm-Kanal“ benannt worden. Hochspringen ↑ Verbindungskanal zwischen der Untereider und dem NOK bei Oldenbüttel mit einer Länge von 2,8 km. Er ist nur von Sportbooten befahrbar. Hochspringen ↑ Die Schwebefähre aus dem Jahre 1913 hatte bei einer Breite von 6 m und einer Länge von 14 m Platz für 6 Autos und 60 Fußgänger. Sie stieß Anfang 2016 mit einem Frachter zusammen und wurde schwer beschädigt (nicht reparierbar). Als Ersatz fährt die neue Fähre seit März 2022. Neben ihr und der Schwebefähre in Osten gibt es weltweit nur noch sechs aktive Schwebefähren.
Ortsräte sind Verwaltungseinheiten in den Cuxhavener Stadtteilen, die gem. § 90 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) vom 17. Dezember 2010 und § 3 der Hauptsatzung der Stadt Cuxhaven vom 2. Mai 2013 gebildet wurden. Nach o.a. § 90 des NKomVG können Gebietsteile einer Gemeinde, deren Einwohnerinnen und Einwohner eine engere Gemeinschaft bilden, zu Ortschaften bestimmt werden. Nach § 3 der Hauptsatzung der Stadt Cuxhaven bilden die Cuxhavener Stadtteile Altenbruch, Altenwalde, Lüdingworth und Sahlenburg je eine Ortschaft mit Ortsrat. Die Mitgliederzahl des Ortsrates wird durch die Hauptsatzung bestimmt, es sind jedoch mindestens fünf Ortsratsmitglieder zu wählen. In Cuxhaven haben die Ortsräte in Altenbruch = 9 Mitglieder, Altenwalde = 11 Mitglieder, Lüdingworth = 7 Mitglieder, Sahlenburg = 9 Mitglieder. Die Ortsräte vertreten die Interessen der Ortschaft und fördern deren positive Entwicklung innerhalb der Stadt Cuxhaven (§ 93 NK omVG) und sind zu allen wichtigen Fragen des eigenen und übertragenen Wirkungskreises rechtzeitig anzuhören (§ 94 NKomVG). Für die Erfüllung seiner Aufgaben sind ihnen die nötigen Haushaltsmittel (Ortsratsmittel) zur Verfügung zu stellen. An der Spitzes des Ortsrates befindet sich der Ortsbürgermeister als Ehrenbeamter, der in der Ortschaft wohnen muss. Er soll Hilfsfunktionen für die Stadtverwaltung übernehmen, kann dieses jedoch auch ablehnen (§95 NKomVG). Er ist nicht der Vertreter des Oberbürgermeisters. Neben den o.a. Ortschaften mit Ortsrat bilden in Cuxhaven die Stadtteile Berensch-Arensch und Holte-Spangen je eine Ortschaft mit Ortsvorsteher.
Die Nordsee liegt größtenteils auf dem europäischen Kontinentalschelf. Eine Ausnahme bildet lediglich ein schmales Gebiet der nördlichen Nordsee vor Norwegen. Die Nordsee wird begrenzt von der Insel Großbritannien im Westen und dem nord- und mitteleuropäischen Festland mit Norwegen (Nordost), Dänemark (Ost) sowie Deutschland (Südost), Niederlande (Süd), Belgien und Frankreich (Südwest). Im Südwesten geht die Nordsee durch die Straße von Dover in den Ärmelkanal über, im Osten hat sie über Skagerrak und Kattegat Kontakt zur Ostsee und nach Norden öffnet sie sich trichterförmig zum Europäischen Nordmeer, das im Osten des Nordatlantiks liegt. Neben den offensichtlichen Grenzen durch die Küsten der Anrainerstaaten wird die Nordsee durch eine gedachte Linie vom norwegischen Lindesnes hin zum dänischen Hanstholm in Richtung Skagerrak abgegrenzt. Die nördliche Grenze zum Atlantik ist naturräumlich weniger eindeutig. Traditionell wird eine gedachte Linie von Nordschottland über die Shetlands bis hin zum norwegischen Ålesund angenommen; nach dem Oslo-Pariser-Abkommen von 1962 verläuft sie etwas weiter westlich und nördlich entlang von 5° westlicher Länge und 62° nördlicher Breite auf Höhe des norwegischen Geirangerfjords. Die wichtigsten Zuflüsse sind vom Festland her die Schelde, die Maas, der Rhein, die Ems, die Weser und die Elbe, sowie die Themse, die in England nördlich der Straße von Dover in dieses Meer mündet. Die Oberfläche der Nordsee beträgt ungefähr 575.000 km² bei einer Wassermenge von ca. 54.000 km³. Weblink [Nordsee]
Die Ostbake war eine Bake auf der Insel Neuwerk. Der Bau der Ostbake geht auf den Barsenmeister Peter Petersen, genannt Klappmütz, zurück. Sie ist unter dem Namen Klappmützenbake bis Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt gewesen. Danach wurde die Bezeichnung Ostbake gebräuchlich. Die Ostbake wurde erstmals zwischen 1631 und 1635 errichtet. Die Bake in ihrer letzten Form wurde 1894 erbaut, nachdem die alte am 3. Juni 1894 einem Brand zum Opfer gefallen war. Der Neubau war 23,5 Meter hoch. Diese Bake wurde am 7. Oktober 1925 durch eine neue ersetzt. Sie fiel am 23. Dezember 1954 einem Sturm zum Opfer, wurde jedoch 1956 wieder aufgebaut. Diese letzte Ostbake fiel am 19. Januar 2007 dem Orkan Kyrill zum Opfer. Auf Initiative der Neuwerker Einwohner hat ein Bautrupp des THW Hamburg-Altona ab Ende August 2009 mit Unterstützung durch Hamburg Port Authority die fast 24 m hohe Balkenkonstruktion neu errichtet und am 19. September 2009 eingeweiht. Eine Funktion für die Schifffahrt hat die Bake nicht mehr. Neuwerker Ostbake mit Badehaus Neuwerker Ostbake vom Orkan Kyrill umgeworfen Neubau der Ostbake 2009 Neue Ostbake 2010
Die „Nordsee“ Deutsche Hochseefischerei GmbH war die mit Abstand größte Reederei in der deutschen Hochseefischerei. Bei cuxpedia betrachten wir hauptsächlich den Cuxhavener Standort der Reederei, deren Ursprung in Nordenham lag und die auch in Bremerhaven vertreten war. Die Geschichte der "Nordsee" ist so umfangreich, daß sie ein eigenes Wiki füllen könnte. 1 Entwicklung 2 Rolle von Richard Ohlrogge 3 Die Bilanz des Krieges 4 Wandel im Landbetrieb 5 Niedergang der Hochseefischerei 6 Daten der "Nordsee" 7 Bilder Entwicklung Ende des 19. Jahrhunderts war es durch bessere Verkehrsmittel möglich geworden, frischen Fisch ohne Qualitätsverlust ins Binnenland zu bringen. Die jetzt größeren Mengen an absetzbarem Frischfisch konnte nur durch Dampfer in weiter entfernten Fanggebieten herangeschafft werden. Dazu war nur ein Unternehmen in der Lage, das neben einer ausreichenden Fangflotte auch über eine Absatzorganisation verfügte, mit deren Hilfe der Seefisch als verbreitetes Nahrungsmittel überall in Deutschland eingeführt werden konnte. Dies hatte eine Gruppe Bremer Reeder und Kaufleute erkannt. Sie gründeten am 23. April 1896 im Bremer Bankhaus Loose & Co. die Deutsche Dampffischerei Nordsee AG. Die Reederei wuchs stetig. In Cuxhaven bestand seit 1907 die Cuxhavener Hochseefischerei AG. Sie besaß anfangs eine Flotte von 14 Fischdampfer, die durch Neubauten erweitert wurde. Der erste Weltkrieg hatte die Entwicklung Cuxhavens als Fischmarkt zum Stillstand gebracht. Nach dem Krieg entstand in Cuxhaven als zweite Fischdampfer-Reederei die Deutsche Seefischerei AG, die bald über eine Flotte von 36 Dampfern verfügte. Rolle von Richard Ohlrogge Auf Initiative von Richard Ohlrogge vereinigten sich die beiden Cuxhavener Fischereibetriebe, nachdem vorher schon die Dampfer der "Hamburger Hochseefischerei" in deren Besitz übergegangen waren. Durch die Zusammenlegung stieg der Bestand an Fischdampfern bei der „Cuxhavener Hochsee“ auf 108 Einheiten, die allesamt in Cuxhaven beheimatet waren. Aus der Erkenntnis heraus, dass die Cuxhavener Hochsee für ihre große Flotte mit 13 eigenen Verkaufsstellen keine ausreichende Absatzbasis hatte, kam es zum Zusammenschluß von der Cuxhavener Reederei mit der Deutschen Dampffischerei Nordsee AG. Letztere verfügte 1927 über 130 Fischgeschäfte, hatte jedoch nur noch 27 Dampfer. Die neue „Nordsee“ erhielt mit Cuxhaven neben ihrem Stammsitz in Nordenham einen neuen Fischereihafen (den heutigen Alten Fischereihafen, dessen Größe und Betriebsanlagen dem erweiterten Flottenbestand angepasst waren. Rund 60% der „Nordsee“-Flotte waren in Cuxhaven stationiert. Auch an dem Cuxhavener Eiswerk war die „Nordsee“ beteiligt. Ende der 1930er Jahre fuhren täglich Fischdampfer der „Nordsee“ in die Fanggebiete nach Island, nach West- und Nordnorwegen sowie in die Barentsee und zu anderen Fischgründen des nördlichen Eismeeres. 1939 beschäftigte die „Nordsee“ mehr als 5.000 Mitarbeiter. Mitte des Jahres bestand die Flotte aus 150 Trawlern, von denen 88 in Cuxhaven beheimatet waren. Am 18. September 1944 wurde bei einem Bombenangriff auf Bremerhaven fast der gesamte Gebäudekomplex der Zentralverwaltung mit dem Reedereibetrieb der „Nordsee" am alten Handelshafen zerstört. Bereits am 10. Juli 1943 war in Cuxhaven das Werk II des Seeadler-Betriebes schwer getroffen worden. Zwar wurde dabei die Räucherei völlig zerstört, die übrigen Anlagen blieben jedoch weitgehend unversehrt, so dass nach dem Angriff auf Bremerhaven wichtige Teile der Zentralverwaltung nach Cuxhaven verlegt werden konnten. Auch andere Betriebseinrichtungen und Maschinen wurden nach Cuxhaven verlegt. Die Bilanz des Krieges Von den 150 Fischdampfern vor Kriegsbeginn standen der „Nordsee“ nach dem Krieg noch 55 Fischdampfer zur Verfügung, die teilweise zu Vorpostenbooten umgebaut waren. Es waren überwiegend alte und kleine Fischdampfer, die sich kriegsbedingt in einem schlechten Zustand befanden. Als erstes Schiff der „Nordsee“ löschte nach dem Krieg die ELBERFELD am 5. August 1945 ihren Fang in Bremerhaven. Hatten die „Nordsee“-Dampfer im Jahre 1938 noch fast 4 Mill. Zentner Fisch gefangen, so waren es im Geschäftsjahr 1945/46 gerade einmal 728.600 Zentner. Auch im Binnenland war die „Nordsee“ geschrumpft. Von den ehemals 302 Geschäften und Großhandelsbetrieben im Reichsgebiet blieben 152 in den westlichen Besatzungszonen. Davon waren nur 25 unbeschädigt. Mit dem Wiederaufbau der Anlagen in Bremerhaven und Cuxhaven wurde 1946 begonnen. 1946 wurde vom alliierten Kontrollrat der Bau von 100 Fischdampfern von max. 400 BRT freigegeben. Mit dem Petersburg-Abkommen im November 1951 konnten endlich wieder Fischdampfer in ausreichender Größe gebaut werden. Die Flotte wurde modernisiert, alte Schiffe wurden abgewrackt. Die Flotte der gesamten deutschen Hochseefischerei wuchs zum Ende der 1950er Jahre auf 230 Trawler, verteilt auf 40 Reedereien. In den Jahren 1950/51 stellte die „Nordsee“ 5 Motorschiffe in Dienst, davon vier mit dieselelektrischem Antrieb, eine Neuerung in der deutschen Hochseefischerei. Nach alter „Nordsee“-Tradition trugen die Schiffe wieder Namen deutscher Städt: FREIBURG, TÜBINGEN, HEIDELBERG und BONN. Schon 1952 kamen die etwas größeren Fischdampfer DUISBURG, HANNOVER, WUPPERTAL, DORTMUND und NÜRNBERG hinzu. Wandel im Landbetrieb Im Jahr 1961 gab es größere Änderungen im Landbetrieb der „Nordsee“. Der gesamte Reedereibetrieb wurde in Cuxhaven am Nordseekai zusammengefasst. Mit dem Bau der Seeschleuse und dem Ausbau des Neuen Fischereihafens begann der Alte Fischerei den Ansprüchen an einen modernen Hafen nicht mehr gerecht zu werden. Ebenso wie das zu klein gewordene Hafenbecken entsprachen die alten Anlagen der „Nordsee“ nicht mehr den neuesten Erfordernissen. Darum begann die Reederei, die Versorgungsbasis der Flotte an einen Platz mit besseren Raumverhältnissen zu verlegen. In nur eineinhalb Jahren Bauzeit war im neuen, durch die Schleuse tidenunabhängigen, Hafen gegenüber von Seeadler auf 44.000 m² ein Reedereikomplex entstanden, der keine Parallelen kennt. Die Ausmaße , die Gliederung und der Zuschnitt der war sorgfältig geplant und zukunftsorientiert. Zur offiziellen Eröffnung des neuen Reederei-Landbetriebes am 1. März 1968 erschienen viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Cuxhaven. Zusammen mit der 1969 eingegliederten „Cuxhavener Hochseefischerei“ erstreckte sich der Reederei-Komplex am Hansakai über eine Kajenlänge von 1.120 Metern. Der fünfstöckige Verwaltungsbau beherbergte das Personalbüro, die technischen Abteilungen und die Reedereileitung. Das Heuerbüro, die Sozialräume und die Kantine waren in den angrenzenden Gebäuden untergebracht. Niedergang der Hochseefischerei Kurz nach Fertigstellung der neuen Anlagen begann durch Ausweitung von Hoheitszonen und durch Fangmengenbeschränkungen der Niedergang der deutschen Hochseefischerei. Am Neuen Fischereihafen waren große Überkapazitäten geschaffen worden, „Nordsee“-Mitarbeiter wurden frühpensioniert oder mussten sich einen anderen Arbeitgeber suchen. Die „Nordsee“-Flotte musste stark verkleinert werden. Ende 1980 waren noch 3 Frischfischfänger und zehn Fangfabrikschiffe im Einsatz. Im Zuge der Gründung der „Deutschen Fischfang-Union“ wurden die letzten „Nordsee“-Schiffe in die DFFU-Flotte integriert. Die „Nordsee“ war zu dieser Zeit mit 27% an der „DFFU“ beteiligt. Mit der Übergabe dieser Anteile an die isländische „Samherji hf.“ endete 1990 die fast hunderjährige Geschichte der größten deutschen Hochseefischerei-Gesellschaft. Daten der "Nordsee" Datum/Jahr Ereignis Bemerkung Bild 23. April 1896 Die „Deutsche Dampfschiffischerei-Gesellschaft“ wird durch den Segelschiff-Reeder Adolf Vinnen gegründet Das Gründungskapital betrug 3 Millionen Mark. Ein großer Teil davon wurde in den Bau von 16 Fischdampfern investiert. Heimathafen der ersten Flotte war Nordenham kein Bild 1897 Die „Nordsee“ besitzt 23 Fischdampfer Es werden die ersten eigenen Ladenlokale eröffnet - 1899 Die „Nordsee“ besitzt 12 eigene Kühlwaggons Die Zügen fahren vom Nordenhamer Bahnhof ins Binnenland - 1914-1918 Die „Nordsee“ musste 27 ihrer Schiffe an die Kaiserliche Marine abgeben Die meisten Schiffe wurden nach Kriegsende zurückgegeben - 1925 Die „Nordsee“ verfügt über 33 Fischdampfer In 17 deutschen Städen werden 66 Verkaufsfilialen unterhalten - 1926 - Die „Nordsee“ ist in 43 Städten mit 123 Filialen vertreten - 1927 Richard Ohlrogge gelang es, die „Deutsche Seefisch AG“ mit der „Cuxhavener Hochseefischerei“ zu vereinigen (Cuxhavener Hochsee) - 7. November 1928 Anschluss der „Cuxhavener Hochsee“ mit der „Nordsee – Deutsche Dampffischerei AG Bremen/Nordenham“. So erhielt die „Nordsee“ mit Cuxhaven neben ihrem Stammsitz in Nordenham einen neuen Fischereihafen. 60% der „Nordsee“-Flotte waren jetzt in Cuxhaven beheimatet - 1929 Die „Hochseefischerei Bremerhaven kommt zur „Nordsee“ die 15 Schiffe werden in Nordenham beheimatet - Januar 1930 Der FD SENATOR SANDER wurde zuletzt gesichtet Der Dampfer gilt seither als verschollen -]] Februar 1930 Der FD WUPPERTAL strandet in den norwegischen Schären Totalverlust - 1930 Im Herbst wurde die „V.Putz & Co. Hochseefischerei AG“ Wesermünde übernommen Deren vier Schiffe werden umbenannt und kommen nach Cuxhaven - Dezember 1930 Der FD BONN geht westlich von Stavanger in der Nordsee unter - - 1. Januar 1938 Die „Nordsee“ besitzt eine Flotte von 153 Schiffen, davon 76 in Cuxhaven insgesamt gibt es 350 deutsche Fischdampfer - 1931 Die „Leerer Heringsfischereigesellschaft“ und die „Bremen-Vegesacker Heringsfischereigesellschaft Grohn“ werden übernommen Die „Nordsee“ verfügt jetzt über 170 Fischdampfer 5 Heringsdampfer 43 Dampflogger 24 Motorlogger 4 Segellogger Die Verbindlichkeiten der „Nordsee“ betrugen 12,30 Millionen Mark]] 1933 FD GRIMM und FD Volksdorf erleiden Totalverlust - - März 1935 Der FD DÜSSELDORF strandet bei Island Totalverlust - 1935/1936 Unilever steigt mit 50% bei der „Nordsee“ ein - - 1938 Die von der „Nordsee“ bereederten Schiffe der „Deutschen Heringsfischerei GmbH“ werden von Nordenham nach Cuxhaven verlegt - - 1938 Die „Danziger Heringsfischerei GmbH“ wird gegründet Die Schiffe laufen von Cuxhaven zum Fang aus - 12. April 1933 Als Folge des Groß-Hamburg-Gesetzes“ tragen alle Cuxhavener Fischereifahrzeuge das Fischereizeichen „PC“ vorher „HC“ - September 1944 Bei einem Angriff alliierter Flugzeuge auf Wesermünde werden die Zentralverwaltung und der Reedereibetrieb der „Nordsee“ fast vollständig zerstört Der Cuxhavener Fischereihafen bleibt von solchen Angriffen verschont - März 1946 Die Militärregierung unterstellt das Vermögen der „Nordsee“ und der Tochtergesellschaften einer Treuhandelsverwaltung Aufgehoben im Geschäftsjahr 1948/1949 - Oktober 1946 Vier Fischdampfer der „Danziger Heringsfischerei GmbH“, Cuxhaven, kommen wieder in Fahrt - - 1949 Der alliierte Kontrollrat gibt den Bau von 34 Fischdampfern frei. Davon bekam die „Nordsee“ 10 Schiffe, die „Deutsche Heringsfischerei“ 1 Schiff Nach Cuxhaven kamen die Schiffe CUXHAVEN, DETMOLD, STADE, ALTE LIEBE, NIEDERSACHSEN und DÜSSELDORF - April 1949 Die Cuxhavener Fischereifahrzeuge bekommen die Kennung „NC“ NC = Niedersachsen Cuxhaven - 1950/1951 4 Fischereifahrzeuge mit dieselelektrischem Antrieb werden in Dienst gestellt (450 BRT) Als Neuerung können die Schiffe von der Brücke aus gesteuert werden und waren mit Radar ausgerüstet. Sie trugen die Namen FREIBURG, TÜBINGEN, HEIDELBERG und BONN - 1952 Fünf Neubauten mit 525 bis 620 BRT DUISBURG, HANNOVER, WUPPERTAL, DORTMUND und NÜRNBERG - 1953 Drei neue Fischdampfer BREMEN, PASSAU und STUTTGART - 1957/58 Die Schiffe der Essen-Klasse kommen heraus Die Fangschiffe sind mit einer Fischmehlanlage ausgerüstet. Sie stellen als Motorschiff das Ende der Dampfschiffe dar. - 1957 Richtfest für die fischverarbeitende Firma „Seeadler“ am Neuen Fischereihafen in Cuxhaven - - 1960 Die „Nordsee“ AG wird in eine GmbH umgewandelt Hauptgesellschafter bleiben der Unilever-Konzern und die Dresdner Bank - 1961 Mit der Augsburg-Klasse werden die ersten Teilfroster in Fahrt genommen - - Ab 1961 Die „Nordsee“ lässt nur noch Heckfänger bauen Die BERLIN, CUXHAVEN, MÜNCHEN und BREMERHAVEN waren die ersten in der BRD gebauten Vollfroster - 1968 Die „Nordsee“ kauft vom Land Niedersachsen ein 44.000 m² großes Gelände an der Ostseite des Neuen Fischereihafens Der 800m Pier, die Werkstätten, eine Netzmacherei, Lagerhallen und der fünfstöckige Verwaltungsbau wurden in nur einem Jahr Bauzeit errichtet - 1969 Die Flotte der „Nordsee“ umfasst 25 Frischfischfänger und 15 Fangfabrikschiffe Durch Quotenregelung beginnt der Niedergang der deutschen Hochseefischerei - 1980 Es sind noch 3 Frischfischfänger und 10 Fabrikschiffe im Einsatz - - 1982 Die Dresdner Bank gibt ihr Engagement bei der „Nordsee“ auf Die Anteile der Bank übernahm der Unilever-Konzern, der damit 99% des Stammkapitals hielt - 1986 Mit der Gründung der DFFU wurden die letzten verbliebenen Schiffe der „Nordsee“ in die DFFU-Flotte in Cuxhaven übernommen Die „Nordsee“ ist mit 27% an der DFFU beteiligt - 1990 Die „Nordsee“ gibt ihren 27%-Anteil an die isländische Samherji ab Die fast 100-jährige Geschichte der größten deutschen Hochseefischereigesellschaft ist beendet - Bilder Verwaltung Hafenseite 2016 Verwaltungsgebäude 2017 Werkstatt 2015 Abbruch des Verwaltungsgebäudes 2019
Nordseebahn 2010 am BW-Abzweig-Gleis Altenwalde Nordseebahn im Bahnhof Cuxhaven 2010 Die Nordseebahn verbindet Cuxhaven mit Bremerhaven. 1 Geschichte 2 Technische Angaben 2.1 Streckenlänge 2.2 Abzweige 2.3 Bahnhöfe 2.4 Haltepunkte 2.5 Aufgegebene Bahnhöfe 3 Fußnoten Geschichte Erst 1830 wurde das Land Wursten durch den Ausbau der `Wurster Landstraße´, [1] eines alten Heerweges, verkehrstechnisch erschlossen. Erstmalig gab es eine `gut´ befahrbare Straßenverbindung zwischen Cuxhaven, zu jener Zeit noch Amt Ritzebüttel, und Geestemünde, heute Bremerhaven. Eine damals eingesetzte Postkutsche brauchte für die Strecke gut sechs Stunden. Erst jetzt lohnte es, die anliegenden Gemeinden verkehrstechnisch zu erschließen. 1862 bekommt Gestemünde einen Bahnanschluss an Bremen; dieses geschieht noch unter dem Hannoverschen König. 1881 wird Cuxhaven bahntechnisch nach Hamburg angeschlossen mit der Niederelbebahn Was fehlte, war eine Verbindung von Cuxhaven in Richtung Süden. Diese kam am 30. Mai 1896 mit der Einweihungsfahrt der Nordseebahn. Unter Teilnahme des Oberpräsidenten der Provinz Hannover, Rudolf von Bennigsen, sowie anderer Honoratioren wird der Sonderzug mit der bekränzten Lokomotive auf die neue Strecke geschickt. Während die Menschen der anliegenden Gemeinden den Anschluss begeistert aufnahmen, wurde die Ankunft in Cuxhaven von der Bevölkerung eher gleichgültig aufgenommen. In der Tat hatten sich fast nur die offiziellen Stadtvertreter am neuen Bahnhof eingefunden, um den Zug zu begrüßen. Tatsächlich aber war die neue Verbindung nicht nur für die Wurster Einwohner, sondern ebenso für Cuxhaven ein wichtiges Ereignis. Erstmals hatten die Wurster nun die Möglichkeit, ihre zumeist bäuerlichen Erzeugnisse schnell und einfach auf die Märkte in die großen Städte Cuxhaven und Bremerhaven zu schaffen. [2] Ebenso war es nun auch möglich, eine bescheidene Kleinindustrie zu etablieren, zumeist nahe der Bahnhöfe an der Strecke. Darüber hinaus war die neue `Leichtigkeit des Verkehrs´ nicht zuletzt dem Tourismus zuträglich, sodass hierin der Ursprung vieler neuer Hotels und Gaststätten liegt. Genannt seien die allerörtlichen Bahnhofshotels. Ebenso hatte Cuxhaven seine Vorteile zu verzeichnen, konnte auf diesem neuen Wege die Versorgung der Stadt mit angelieferten Artikeln jeder Art erheblich vereinfacht werden. Ob nun die schon genannte Lebensmittel-Frischversorgung, ob Baustoffe oder andere Artikel, es war ein erheblicher Fortschritt. So wäre ein Wachstum des Cuxhavener Fischereihafens nur schwer denkbar, da hierfür Kohle für die Fischdampfer benötigt wurde. Dieser Fortschritt drückte sich schon dadurch aus, dass bereits ein Jahr später mit dem Bau eines neuen Hauptbahnhofes begonnen werden musste, da der alte nicht genügend Kapazität hatte. Bei einer Reisezeit zwischen den beiden Punkten von etwa zwei Stunden gegenüber der Postkutsche mit sechs Stunden ist dieses leicht verständlich. Jetzt war eine Tages-Badetour an die Nordsee keine Wochenend-Expedition mehr. Ebenso werden jetzt, was besonders wichtig für Cuxhaven ist, die Fischtransporte per Bahn erheblich vereinfacht, da sie nicht erst über Hamburg geführt werden müssen, um in den Süden und Westen (Ruhrgebiet) Deutschlands zu gelangen. 1908 bekommt Cuxhaven dafür seinen ersten direkten Fischversandbahnhof. Nicht vergessen werden soll der militärische Aspekt der Trasse. Als erstes nutzt der Luftschiffhafen Nordholz die Verbindung mit einem separaten Abzweig ab dem Nordholzer Bahnhof mit direktem Gleis zum Gaswerk. Es sollte die Versorgungssicherheit mit Gas für die Luftschiffe sicherstellen, falls das dortige Gaswerk ausfallen sollte. Eigens dafür war ein bombensicheres Hochdrucklager mit 125.000 m³ Fassungsvermögen angelegt worden. Ebenso waren Gleise an die Zeppelinhallen verlegt. Es ist nicht recht klar, wann die Strecke zweispurig wird. Klar ist, dass gegen Ende der 1930er Jahre die Strecke ausgebaut wird. Weichen und Signalanlagen werden automatisiert, was eine größere Verkehrsdichte erlaubt. Die Bahnhöfe bekommen z. T. Bahnhofsgebäude und lange Neben- und Abstellgleise. Es werden Verladerampen gebaut. Das Minendepot Oxstedt bekommt seinen eigenen Anschluss. Besonders der Bahnhof Altenwalde tut sich während und nach dem Kriege militärisch hervor mit der Verladung von Raketen und anderem Militärgut. Schlussendlich dient die Strecke zwischen Groden und dem Luftwaffenflugplatz Nordholz mit einem Abzweiggleis bei Gudendorf als Trasse für eine Ölpipeline zwischen Minensucherhafen und Flugplatz. Natürlich wurde auch das Minensucherhafengelände mit einem Gleis angeschlossen. Mit zunehmender Entwicklung des Straßenverkehrs nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt zum Ende der 1950er Jahre ein schleichender Rückgang, der zur Schließung mehrerer Bahnhöfe und zur Rückführung anderer zu Haltepunkten führt. Um 1980 wird sogar eine Schließung der Strecke diskutiert. Geblieben ist eine Eisenbahnlinie, die heute kaum noch durch Güterverkehr genutzt wird, geschweige von den vielen Fischzügen wie vor und nach dem Kriege. Seit einigen Jahren hat sich eine private Regio-Verbindung im Dreieck Cuxhaven-Bremen-Hamburg installiert, die wieder zu etwas Belebung des Personenverkehrs geführt hat. Die Strecke ist ab Bremerhaven-Speckenbüttel bis Cuxhaven als Nebenstrecke geführt und nicht elektrifiziert. Technische Angaben Kursbuchstrecke 125 Streckennummer 1310 Streckenkilometer Bahnhof Cuxhaven: 228,4 Streckenlänge Bremerhaven-Hauptbahnhof - Cuxhaven: 44,1 km Bremerhaven-Speckenbüttel - Cuxhaven: 36 km. Abzweige Bederkesa Kolumbusbahnhof/Seehaben Bhv. Niederelbebahn nach Hamburg Bahnhöfe Bremerhaven Hauptbahnhof Bremerhaven-Lehe Dorum Cuxhaven Haltepunkte Wremen Nordholz Aufgegebene Bahnhöfe Bremerhaven-Speckenbüttel Imsum Mulsum Cappel-Midlum Spieka Altenwalde Fußnoten Hochspringen ↑ Heute Landestraße 135 Hochspringen ↑ Anekdote hierzu: Mitteilung in der `Wurster Zeitung´ von Januar 1910: "Ferkel durften bisher als zulässige Traglast vom reisenden Publikum mit in die 4. Klasse genommen werden und wurden durch ihr Quieken zwar als unterhaltsame, aber sonst nicht angenehme Reisegesellschaft empfunden. Sie müssen sich jetzt gefallen lassen, im Packwagen befördert zu werden."
Die Nordseegarnele (Crangon crangon), auch Krabbe, Granat oder Porre genannt, ist ein kleiner Zehnfußkrebs. Anatomie Garnelen können ausgewachsen eine Länge von bis zu 9,5 Zentimetern erreichen. Sie haben lange Fühler und zwei scherenähnliche Gliedmaßen. Verhalten Die größeren Tiere halten sich bevorzugt im tieferen Wasser auf. Der Nachwuchs der Nordseegarnele nutzt das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit, um sich vor Räubern zu schützen. Im Herbst zieht es sie ins Tiefwasser. Mit der Flut kommen sie auf das Watt, mit der Ebbe sammeln sie sich in Prielen. Sie vergraben sich meist flach im Sand, um Schutz vor Vögeln, Fischen und jungen Robben zu suchen. Pigmentzellen ermöglichen der Garnele, dass sich der Krebspanzer farblich perfekt an den Wattboden anpassen kann. Nordseegarnelen werden erst mit eintretender Dunkelheit zum Fressen aktiv. Die Garnele ist ein Räuber, der allerlei Kleingetier frisst. Vögel, Fische, junge Seehunde und Fischer machen Jagd auf die Garnelen. Fang und Verarbeitung Garnelen werden mittlerweile ganzjährig gefischt. Früher erfolgte der Fang von Mai bis in den Herbst mit Körben und Netzen. Üblicherweise wird jetzt auf ertragreichere Weise Krabbenkuttern mit der sogenannten Baumkurre gefischt. Der Beifang (Gammel) wird wieder zurück ins Meer geworfen. Die Garnelen werden sofort nach dem Fang an Bord in Seewasser gekocht. Sie verfärben sich dadurch rosa bis rotbraun. Die verschiedenen Zubereitungen gelten als norddeutsche Delikatesse.
Der Ortsverschönerungsverein Lüdingworth ist ein Verein in Lüdingworth. Anschrift Ortsverschönerungsverein Lüdingworth 1. Vorsitzender: Günter Apelt Altländer Straße 28 27478 Cuxhaven Verein Der Ortsverschönerungsverein Lüdingworth wurde als Nachfolgeverein für den von 1962 bis zur Eingemeindung in die Stadt Cuxhaven im Jahre 1972 bestehenden Dorfverschönerungsverein am 2. Februar 1984 gegründet. Ziel des Vereines ist es, im Ort Lüdingworth einschließlich seiner entfernten Ortsteile Köstersweg, Seehausen und Feuerstätte Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes zu treffen. So wurden durch den Verein bisher unter anderem Bäume und Blumen gepflanzt, Bänke aufgestellt und Blumenkästen an den Brücken angebracht. Ferner half der Ortsverschönerungsverein durch Übernahme der Kosten für die Beschaffung eines historischen Leuchters in der St.-Jacobi-Kirche und hilft anderen Vereinen und Institutionen bei der Verwirklichung ihrer Projekte. Der Verein zählt derzeit 111 Mitglieder (Stand: 31.12.2016).
Das Normalnull (NN) war die amtliche deutsche Bezugsfläche für Höhen über dem Meeresspiegel im 20. Jahrhundert. Seit Mitte der 1990er wird das Deutsche Haupthöhennetz auf eine andere Höhendefinition umgestellt. Zur Unterscheidung der Höhensysteme wird die neue Höhenbezugsfläche Normalhöhennull (NHN) genannt. Jedoch enthalten aktuelle Topografische Karten meist noch Höhen über den alten Bezugsflächen. 1 Definition 2 Normalnull im DHHN 3 Literatur 4 Weblinks Definition Unter Normalnull versteht man die Höhenbezugsfläche für normal-orthometrische Höhen, die durch den Normalnullpunkt verläuft. Der Normalnullpunkt liegt 37,000 m unter dem an der früheren Berliner Sternwarte eingerichteten Normalhöhenpunkt. Der Normalhöhenpunkt (NH) ist 1879 durch Nivellements mit einer Unsicherheit von +/- 1 Dezimeter vom Amsterdamer Pegel abgeleitet worden. Er wurde 1912 wegen Abbruchs der Sternwarte durch mehrere Punkte in Hoppegarten bei Berlin ersetzt. Eine Höhe über Normalnull (ü. NN) ist der lotrechte Abstand vom Normalnull. Normalnull im DHHN Das Deutsche Haupthöhennetz von 1912 (DHHN12) bezog sich auf Normalnull. Beim Anlegen des Netzes wurden keine Schweremessungen durchgeführt. Die Schwerekorrektion wurde stattdessen mit der einfach zu berechnenden Normalschwere durchgeführt. Die so abgeleiteten Höhen werden normal-orthometrische Höhen genannt. Die Normalnullfläche nähert das Geoid nur schlecht an - im Hochgebirge kann es zu Abweichungen von mehreren Dezimetern kommen. Außerdem kommt es bei der Bestimmung von Höhen auf verschiedenen Wegen neben den kleinen zufälligen Fehlern zu modellbedingten Abweichungen, den sogenannten theoretischen Schleifenabschlussfehlern. In den 1980er Jahren wurde in der Bundesrepublik Deutschland daher die Umstellung des Höhensystems auf ein physikalisches Höhenmodell, den orthometrische Höhen, beschlossen (DHHN85). Das als Bezugsfläche dienende Geoid sollte weiterhin Normalnull genannt werden. Dieses Höhensystem wurde nur in wenigen Bundesländern umgesetzt und wird dort auch vom DHHN92 abgelöst. Literatur Wolfgang Torge: Geodäsie. 2. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin u.a. 2003, ISBN 3-11-017545-2 Weblinks Wo liegt eigentlich Normalnull?. spektrumdirekt Höhenreferenzsysteme. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Ostblock Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit dem gleichen Wort bezeichneter Begriffe. Ostblock ist ein historischer Straßenname Ostblock ist eine gebräuchliche Bezeichnung für das Wohngebiet Auf dem Lehfeld
Henry O'Swald (* 23. August 1832 in Blankenese; † 7. Mai 1923 in Hamburg) war ein Überseekaufmann, hamburgischer Senator und zweiter hamburgischer Bürgermeister. Ab 1869 gehörte O'Swald für 40 Jahre dem Hamburger Senat an. Im April 1908 wurde O'Swald Zweiter Bürgermeister, ein Amt, das kaufmännischen Senatoren normalerweise nicht vergeben wurde. Grund für die Ernennung waren seine besonderen Verdienste um den Zollanschluss Hamburgs. Der Vater Henry O'Swalds, William H. O’Swald (1798–1859) hatte 1831 die Firma Wm. O'Swald & Co. in Hamburg gegründet und 1847 den Handel mit Sansibar begonnen. Die später auf Sansibar errichtete Niederlassung bildete dem Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Nach Henry O’Swald wurde der O'Swaldkai in Hamburger Hafen, die O’Swaldstraße in Hamburg-Horn und die Feuerschiffe „Bürgermeister O'Swald I“ und „Bürgermeister O'Swald II benannt, letzteres besser bekannt als ELBE 1.
Ostblock wurde nur ein erster Häuserblock im Osten des ehemaligen Fleckens Ritzebüttel genannt. Am 31. Dezember 1920 wurde eine Straße als Ostblock benannt. Durch Ratsbeschluss vom 25. März 1955 erhielt die Straße Ostblock den neuen Namen Ditmar-Koel-Straße. Hier wohnten die Fischdampferbesatzungen der Cuxhavener Hochseefischerei AG. Gemäß Ratsbeschluss sollte das gesamte Wohngebiet die Bezeichnung "Auf dem Lehfeld" führen. Diese Bezeichnung konnte sich nicht einbürgern, so dass bis heute von dem "Ostblock" gesprochen wird. Im Zusammenhang mit der Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg wurde von der Stadt Cuxhaven als Bauträger zusammen mit der Gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft das Weideland östlich des Ritzebütteler Friedhofes weiter erschlossen. Es entstanden kleine zusammenhängende Häuser und nach 1933 auch Wohnblöcke. Die Bautätigkeit setze sich nach dem 2. Weltkrieg fort und erreichte in den Jahren 1952-1953 einen Höhepunkt. Lange Zeit hatte der "Ostblock" ein etwas "schmuddeliges" Image. Seit etwa dem Jahr 2000 wurden die Gebäude umfangreich saniert und das Gebiet hat ein deutlich besseres Ansehen als vor den Sanierungsarbeiten.
Eine Normaluhr ist eine öffentliche Uhr, welche die Normalzeit anzeigt, also die MEZ bzw. Sommerzeit MESZ. 1 Normaluhr 2 Normaluhren in Cuxhaven 3 ehemalige Normaluhren 4 Lulus Uhr 5 weitere Uhren Normaluhr Das erste Normal in Cuxhaven war der Zeitball an der Alten Liebe der bereits 1875 die "Normalzeit" anzeigte. Früher wurde die Zeit lokal ermittelt. In Hamburg beispielsweise war dies die Aufgabe der Hamburger Sternwarte, die mehrere Normaluhren steuerte. Heute wird die Normalzeit vom Zeitdienst der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt bei Braunschweig bereitgestellt. Da Normaluhren die Funktion haben und hatten, die Normalzeit einer Zentraluhr für jedermann zugänglich zu machen, waren sie an zentralen Stellen der Stadt, zum Beispiel auf dem Kaemmererplatz, positioniert. Sie hatten häufig vier verglaste, im Würfel angeordnete Zifferblätter, sodass sie von allen Seiten abzulesen war. Heute ist die Funktion, die Normalzeit anzuzeigen, durch die Verbreitung von quarzgesteuerten Armbanduhren überholt. Die Normaluhr dient meist nur noch als Werbeträger oder als markanter Treffpunkt. Während z.B. in Hamburg an nahezu jeder Kreuzung eine Normaluhr steht, sterben diese Zeitanzeiger in Cuxhaven aus. Von den vielen Geschäften, die früher einen Uhr vor der Tür hatten, ist auch kaum noch eine übrig. Normaluhren in Cuxhaven Döse, Rettungsstation Kugelbake Sahlenburger Strand Wattwagenauffahrt Sahlenburg ehemalige Normaluhren dito. Duhnen, Wattwagenauffahrt Döser Strand Marktkauf-Parkplatz, bis Nov 2009 Ladenstraße Sahlenburger Strand Lulus Uhr Lulus Uhr war eine Normaluhr an der Ecke Abendrothstraße / Westerreihe, benannt nach der Gaststätte "Bei Lulu" in der Westerreihe. weitere Uhren
Die Osterreihe war eine Straßenbezeichnung in Ritzebüttel. Bereits 1755 wurde auf alten Flurkarten der Straßenzug der heutigen Südersteinstraße als Flecken-Osterende bezeichnet. Daraus wurde später die Osterreihe. Durch Ratsbeschluss vom 26. November 1969 wurde die Osterreihe in Südersteinstraße umbenannt.
Notgeld war eine Geldersatzlösung nach dem 1. Weltkrieg. Im und nach dem 1. Weltkrieg kam es in ganz Deutschland zu einer drastischen Verknappung von Hartgeld. Um dem zu begegnen und damit den Handel am Laufen zu halten, wurden zahlreiche verschiedene `Währungen´ eingeführt; vom Staat, aber auch unter der Hand. Als Notgeld fungierten Briefmarken und auch Naturalien für Hamsterfahrten, zur Währung wurde aber auch Leder, Metall und Porzellan. Traurige Bekanntheit als Naturalwährung erlangten Silberbestecke, Pelze oder Teppiche für einen Beutel Obst oder eine Handvoll Fische. "Aber unser `Flaggschipp´ roch wie ein Fischdampfer. wenn 2000 hungernde Hamsterer ihre Bügeleisen, Operngläser, Briefmarkenalben oder Geigen gegen ein paar Heringen, Fischöl oder Transeife eingetauscht hatten". (Originalzitat Otto Uken, Kapitän der Jan Molsen (siehe da)). Besonders nach dem 2. Weltkrieg galt weitgehend die Zigarettenwährung: Einzelne Zigaretten, Schachtel-, Stangenweise. Offiziell gab es das gedruckte Notgeld, ausgestellt von Staat, Gemeinden und sogar Betrieben. Es waren kleine, meist bunte, künstlerisch gestaltete Geldscheine in kleiner Währung. So wird im Dezember 1919 von der Stadt Cuxhaven der erste Notgeldschein ausgegeben. Sein Betrag: 25 Pfennige. Dazu kommen andere kleinwertige Scheine. Sie waren nummerisch erfasst, abgezeichnet vom damaligen Bürgermeister Max Bleicken, abgesichert von der Stadtkasse und begrenzt gültig. War die Erstausgabe von 1919 noch auf den 31. Dezember 1921 begrenzt, so waren die nachfolgenden Scheine bereits bis auf Widerruf ausgegeben. Mit der Hyperinflation 1923 wuchsen die Beträge dann sprunghaft ins Unermessliche, sodass die Druckereien in Verzug gerieten. Am 24. August 1923 vermeldet die Cuxhavener Ortszeitung `Alte Liebe´, dass das Monatseinkommen einer Familie mit zwei Kindern bei 85 Mio. RM liegt. Ein Pfund gekochtes Freibank-Schweinefleisch kostet lt. einem Zeitungsinserat 270.000 RM. Kosten für ein Pfund Brot: 1. November 1923 = 3 Mia, 15. November = 80 Mia, 1. Dezember = 260 Mia.. Gleichzeitig tritt am 1. Dezember d. J. der Umtausch des mittlerweile wertlosen Papiergeldes gegen Gold- oder Rentenmark in Kraft. 1 Billion = 1. Mit dieser Währungsreform tritt endlich eine Festigung der Währung und damit ein Ende des Notgeldes und des Geldwertverfalls ein. Die Cuxhavener Scheine waren häufig von bekannten Künstlern und mit örtlichen Motiven gestaltet. So wurden die 25- und 50-Pfennig-Scheine von 1921 von dem aus Finkenwärder stammenden erst 20-jährigen Maler Eduard Bargheer entworfen. Später erstellte er noch weitere Scheine. Ebenso wurden Vorlagen des Malers Ernst Gock ausgegeben. Die zweite Serie von 1921 hatte oben auf dem Schein den Schriftzug `Nordseebad Cuxhaven´. Hiervon erhoffte sich der Magistrat der Stadt einen Werbeeffekt. Heute sind die Scheine begehrte Sammlerobjekte.
Die Ostseite war eine Straße östlich des Schleusenpriels. Ursprünglich hat die Straße ihren Namen nach dem Verlauf auf dem ehemaligen östlichen Hafendeich am Schleusenpriel erhalten. Sie verläuft zwischen Fährstraße / Zollkaje und Bahnhofstraße. Im Zuge der Erhöhung des Obdeiches und der angrenzenden östlichen Fläche um 1900 wird auf dem Deich die Straße Ostseite als Erschließungsstraße für das Gebiet zwischen Schleusenpriel und den neu zuschaffenden verlängerten Fischereihafen angelegt. Die an ihr gelegenen 21 Lotsen- und Kapitänshäuser der `Ostsieders´, umgeben von Bäumen, werden 1916 enteignet und bis 1921 für die Erweiterung des Alten Fischereihafens geräumt. Einzig geblieben ist das Zollamt II, die heutige Gastwirtschaft `Kuttereck´. Das südliche Ende durchgehend bis Nordersteinstraße wird 1915 von Neufelder Straße umbenannt in Holstenstraße. Die Ostseite wurde 4. Juni 1948 bis zur Bahnhofstraße in Kapitän-Alexander-Straße umbenannt.
Obdeiche sind Deiche, die nicht als Hauptdeiche vor der offenen See oder Flüssen liegen. Sie dienen als Anschluss- oder Hafendeiche. Der Cuxhavener Obdeich begleitet als östlicher und westlicher Obdeich, auch Hafenobdeich genannt, beidseitig den Schleusenpriel. Westlicher Hafenobdeich Seine ehemalige Bezeichnung war `Döser Opdeich´, da er Teil der Deichverbindung nach Döse war. Lt. Oellerich vermutlich in zwei Etappen gebaut. Ab Ritzebüttler Schleuse bis Alter Deichweg vermutlich vor 1500. Hier schloss er an eine alte Deichlinie entlang der Alten Deichstraße, heute Schillerstraße, an. Ab Alter Deichweg weitergeführt bis zum Seepavillon i.J. 1530 als Anschluss an den neuerrichteten Deich querab des Seepavillon zur Kugelbake. Die ehemalige Höhe betrug lt. Oellerich etwa 1,43 m über das umliegende Bodenniveau. Später wurde er mehrfach aufgehöht und verbreitert. Zwei Deichbrüche mit hinterlassenen Wehlen wurden ausgedeicht: a) zwischen Amtsgericht und dem Anschluss des Mühlenweges an die Deichstraße und b) entlang des Alten Weges, jetzt Alter Deichweg. Damit verlief die alleinige Zufahrt von der Schleuse zum Hafen entlang des Mühlenweges bis zum Deich. Dann entlang des Deiches und durch den heutigen Alten Deichweg in Richtung Hafen. 1797 wurden die mittlerweile verlandeten Wehle mit einer Deichbegradigung überbaut. 1836/37 wurde die Deichkrone gepflastert, nachdem sie bis dahin unbefestigt als Fußweg gedient hatte. Ab 1891 wurde die heutige Deichstraße etappenweise ausgebaut und gepflastert. Nach dem Bau zweier neuer Schleusendämme in den Jahren 1891 und 1983 wurde der westliche Obdeich 1890 vom Kaemmererplatz bis zum Schwarzen Weg und später weiter bis Konrad-Adenauer-Allee abgetragen. Am Slippen, dem Nordende der Deichstraße, wurde einen Deichdurchfahrt in den Hafenbereich ab 1899 mehrfach verbreitert, um- und ausgebaut. An der Innenseite des Deiches verläuft eine Straße, analog zur Ostseite hier Westseite genannt; heute Am Schleusenpriel. 1939 wird der Deich bis zur Hafeneinfahrt einige Meter östlich versetzt um Platz für eine Verbreiterung der Deichstraße zu gewinnen. Dadurch das versetze Zusammenstoßen der beiden Deichlinien an der Deichstöpe. Östlicher Hafenobdeich Vor 1653 wird von den Grodenern ein Obdeich östlich direkt neben dem Schleusenpriel erbaut. Dieser war nötig geworden, als abzusehen war, dass auf der westlichen Seite des Schleusenpriels der äußere Koogdeich des Döser Neufeldes nicht länger zu halten ist. In einer Karte von Spanniger aus dem Jahre 1733 werden seine Rudimente als "des alten eingegangenen Deichs" bezeichnet. Ehemals genannt `Neufelder Opdeich´ wurde er im ersten Drittel des 18. Jh. als Teilstück des Neufelder Deiches etwas weiter Landeinwärts verlegt. 1856 wird der Deich erneuert und erhöht. 1899 abermals erhöht und verbreitert mit Sand aus Altenwalde. Auf der Deichkuppe wird eine Straße angelegt, genannt Ostseite, 1948 in Kapitän-Alexander-Straße unbenannt. Westlich der Deichlinie verlief die Bahnlinie zum alten Hafenbahnhof auf der ehemaligen Reeperbahn. 1897 wird aufgrund des zweiten neunen Schleusendammes das südliche Ende des Obdeiches zwischen Schwarzer Weg und Bahnhofstraße abgeschrägt, um die unterschiedlichen Höhenniveaus anzupassen.
Wappen Karte xxx xxx Basisdaten Staat Grönland/Dänemark Einwohner 15.047 - Stand 01.2007 Internet nuuk.gl Nuuk (deutsch „Nase“) ist Hauptstadt und größte Stadt des zu Dänemark gehörenden, aber unter Selbstverwaltung stehenden Grönland und Partnerstadt Cuxhavens. Nuuk liegt circa 250 km südlich des nördlichen Polarkreises. Der Golfstrom streift diesen Teil von Grönland und verhindert im Winter das Zufrieren des Meeres. Es herrscht ein subpolares Klima. Haupterwerbszweig ist der Fischfang, besonders der von Krabben und Heilbutt. Daneben ist Nuuk inzwischen ein exotisches Reiseziel für Touristen, die per Flugzeug oder auf Kreuzfahrten anreisen. Der Partnervertrag mit Nuuk wurde am 22. Februar 1987 unterzeichnet. Aufgrund einer Gebiets- und Verwaltungsreform in Nuuk wurde die Partnerschaft im März 2011 beendet Städtepartnerschaften Aalborg, Dänemark Askim, Norwegen Barrow, Alaska Changchun, VR China Cuxhaven, Deutschland Huddinge, Schweden) Ittoqqortoormiit, Grönland Lyngby-Taarbæk, Dänemark Pangnirtung, Kanada Seyðisfjörður, Island Vantaa, Finnland
Helft cuxpedia zu verbessern („Stub”) Otterndorf Johann-Heinrich-Voss-Haus mit Büste des Odyssee-Übersetzers, der von 1778 bis 1782 Rektor der Lateinschule in Otterndorf war Otterndorf oder die grüne Stadt am Meer genannt, ist eine wunderschöne Altstadt, im hohen Norden. Sie ist ein sehr beliebter Ferienort und vor allem bei älteren Menschen jedes Jahr eine Rückkehr wert. Dies kann aber nur jemand verstehen, der schon einmal in Otterndorf war und sich die tollen Sehenswürdigkeiten wie die historische Altstadt, das Kranichhaus oder den atemberaubenden Strand angesehen hat. Otterndorf ist einer der Kurorte schlechthin. Die klare Landluft und der strahlend blaue Himmel lassen jeden noch so gestressten Menschen entspannen und bringen die lang ersehnte Ruhe zurück. Und falls man nicht den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen will, kein Problem, denn es gibt eine Menge Freizeitangebote für Jung und Alt. Für die kleinen gibt es z.B. die Spielscheune, welche direkt am Feriengebiet gelegen ist, oder den ebenfalls am Strand gelegenen Spielplatz inklusive Grillplätze. Es befindet sich sogar eine kleine Skateranlage gleich neben dem Großraumparkplatz. Des Weiteren werden angeboten: eine entspannte Medemfahrt, eine Kutschenfahrt oder eine Stadtführung. Natürlich noch etliches mehr, aber da sollte man sich einfach überraschen lassen und die nächsten Ferien oder Urlaubstage in Otterndorf verbringen.
Das Ove-Ovens-Haus in den 50er Jahren. Das Ove-Ovens-Haus war eine Jugendherberge in Duhnen. Geschichte Erbaut wurde das Ove-Ovens-Haus im Jahre 1904 als Kurhaus Duhnen. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm der Wohltätige Schulverein (ab 1937 "Hamburger Schulverein") das Anwesen und führte es als Landschulheim. In den Inflationsjahren wechselte jedoch schon bald wieder der Eigentümer. Die Stadt Köln erwarb das Gebäude und richtete in ihm das "Kölner See-Kinderheim Duhnen" ein. Im Jahre 1933 ging das Gebäude in das Eigentum des Nationalsozialistischen Lehrerbundes Hamburg (NSLB) über. Der Erwerb erfolgte nach einem Aufruf des Führers des NSLB, Wilhelm Schulz, im Jahre 1933 und wurde nur ermöglicht durch die "nicht ermüdende und geschickte Verhandlungsweise unseres Geschäftsführers und Parteigenossen Kurt Holm" [1]. Auf Betreiben Holms wurde das Gebäude zum Teil auch an das Deutsche Jugendherbergswerk, zur damaligen Zeit der Hitlerjugend zugehörig, übergeben. Die Hitlerjugend übernahm das Gebäude in Anwesenheit von Reichsjugendführer Baldur von Schirach am 9. April 1934 und nahm es als Jugendherberge offiziell am 22. April 1934 in Betrieb. Im gesamten Gebäude standen 365 Betten zur Verfügung, davon gehörten noch 140 zum Landschulheim des NSLB. Den Namen Ove-Ovens-Haus erhielt die Einrichtung nach dem Hamburger Lehrer Ove Ovens, der während der so genannten Hunger-Unruhen in Bahrenfeld im Jahre 1919 als Zeitfreiwilliger bei Straßenkämpfen ums Leben kam und von den Nationalsozialisten als Märtyrer angesehen wurde[2]. In den Jahren von 1939 – 1947 war das Gebäude fremdbelegt und konnte erst am 16. Mai 1948 als Jugendherberge wiedereröffnet werden. Nachdem die Stadt Cuxhaven für eine neue Jugendherberge ein Grundstück am Schlensenweg zur Verfügung gestellt hatte, wurde das Gebäude im Jahr 1973 gesprengt. Quelle Hermann Borrmann, Peter Bussler: Bilder zur Geschichte des Hamburgischen Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven, Stadtteil Duhnen. Vom Dorf in den Dünen zum modernen Nordseeheilbad, Teil 2. Otterndorf 1998, ISBN 3-924239-43-6 Fußnoten Hochspringen ↑ Uwe Schmidt: Lehrer im Gleichschritt: Der Nationalsozialistische Lehrerbund Hamburg, Hamburger Historische Forschungen, Band 2, Hamburg University Press 2008, ISBN 978-3-937816-49-4 Hochspringen ↑ Uwe Schulte-Varendorff: Die Hungerunruhen in Hamburg im Juni 1919 – eine zweite Revolution?, Beiträge zur Geschichte Hamburgs, Band 65, Hamburg University Press, 2010, ISBN 978-3-937816-63-0
Der Bürgermeister ist das gewählte Oberhaupt einer Stadt. Je nach Gemeindeordnung wird der Bürgermeister direkt von den Bürgern oder vom Rat gewählt. Der (seit 2000 hauptamtliche) Bürgermeister einer großen selbstständigen niedersächsischen Stadt wie Cuxhaven nennt sich Oberbürgermeister. Er wird für 8 Jahre gewählt. Seine Hauptaufgaben sind die gesetzliche Vertretung der Stadt und die Leitung der Stadtverwaltung (von 1947 bis 2000 Aufgabe des Oberstadtdirektors). Außerdem ist er Kraft Amtes Mitglied des Stadtrates. Zur Unterstützung seiner Arbeit kann ein Oberbürgermeister von bis zu 3 ehrenamtlichen Bürgermeistern vertreten werden. Sie werden durch den Rat aus den Ratsmitgliedern gewählt. Der Oberbürgermeister Hamburgs nennt sich traditionell „1. Bürgermeister“, deshalb gab es in Cuxhaven bis zum 1. April 1937 keinen Oberbürgermeister, sondern nur Bürgermeister. In hamburgischer, Preußischer und niedersächsischer Zeit wirkten in Cuxhaven seit der Stadtwerdung im Jahre 1907 folgende Bürgermeister: Bürgermeister von 1907 – 1937 (hamburgische Zeit) Ernennung Name Partei 1. Juli 1907 Bleick Max Bleicken deutsch demokratisch 1. Juli 1931 Dr. Werner Grube DVP 18. März 1933 Baurat Schätzler (kommissarisch) NSDAP 26. Mai 1933 Wilhelm Klostermann NSDAP Bürgermeister seit 1937 Ernennung Oberbürgermeister Bürgermeister 1. April 1937 Wilhelm Klostermann (NSDAP) 1. August 1938 Horst Brandeis (NSDAP) 19. Mai 1945 Karl Stolte (FDP) 24. Januar 1946 Karl Olfers (SPD) Johann Krooß (FDP) Leo Hoppe (FDP) 5. Dezember 1952 Heinz Wachtendorf (parteilos) Karl Lüpke (SPD) 5. Juni 1956 Dr. med Bruno Duge (Cuxhavener Gemeinschaft, bzw. FDP) 27. November 1956 Karl Olfers (SPD) Dr. med Bruno Duge (Cuxh. Gem.) Karl Lüpke (SPD), gest. 31. März 1958 29. Oktober 1964 H.J. Wegener (CDU) Werner Kammann (SPD) 11. Februar 1966 Heinz Diestel (SPD) H.-J. Wegener (CDU) 5. Oktober 1967 Werner Kammann (SPD) H.-J. Wegener (CDU) Kurt Tschorn (SPD) 28. Oktober 1968 H.-J. Wegener (CDU) Werner Kammann (SPD) Kurt Köhler (FDP) 15. November 1972 Werner Kammann (SPD) H.-J. Wegener (CDU) Wolfgang Geiger (SPD) 12. November 1981 Albrecht Harten (CDU) Werner Kammann (SPD) Werner Schütt (CDU) 1986 Klaus Fossgreen Werner Schütt (CDU) 1991 Reiner Itjen Werner Schütt (CDU) 1996 Hans-Heinrich Eilers (SPD) Beate Haas-Heinrich Gerd Raulff (SPD) 1999 Hans-Heinrich Eilers (SPD) Albrecht Harten (CDU) Gerd Raulff (SPD) 18. Juni 2000 Helmut Heyne Gerd Raulff (SPD) Albrecht Harten (CDU) 22. Mai 2005 Arno Stabbert (CDU) November 2006 Albrecht Harten (CDU) Bernd Jothe (B 90/Die Grünen) Bernd Luetgebrunne (FDP) 1. November 2011 Dr. Ulrich Getsch (parteilos) Uwe Santjer (SPD) Erika Fischer (SPD) Rüdiger Kurmann (Die Cuxhavener) 1. November 2019 Uwe Santjer (SPD)
Wappen Karte Basisdaten Einwohner 710 Stand 05.2011 Fläche 0,767 km² Postleitzahl: 27478 Telefonvorwahl: 04723 Oxstedt ist seit 1. Februar 1971 ein Ortsteil der Stadt Cuxhaven und umfasst im Groben den Ortskern, den Küstengolfplatz und das ehem. Marine Munitionsdepot. Im Süden und Westen grenzt Oxstedt an die Wurster Nordseeküste (Nordholz und Spieka-Neufeld), im Norden an Bereich und Altenwalde, und im Westen an Franzenburg. Bilder ehem. Gemeindeamt
Beschreibung Drei goldene Eichenblätter (2:1) und eine silberne durchbrochene Raute in Balkenstellung als Odalrune auf grünem Grund Begründung Die Eichenblätter weisen auf den örtlichen Wald hin. Die Odalrune erinnert an die frühere Form des Ortsnamens = Ockenstede (Siedlungsstätte des Ocko). Der Personenname Ocko soll sich vom altgermanischem Wort "odal" = Besitz herleiten
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Oberstadtdirektor Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Der Oberstadtdirektor war von 1947 bis 2000 der Oberste Verwaltungsbeamte der Stadt Cuxhaven. Mit der Verwaltungsreform 2000 wurde das Amt mit dem des (ehrenamtlichen) Oberbürgermeisters zum eingleisigen (hauptamtlichen) Oberbürgermeister zusammengelegt.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... November Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche
Durch einen automatischer Klappmechanismus gesteuerte Blenden zur (partiellen) Verdunklung des Lichtstrahles von Leuchtfeuern. Aufgabe ist die Ermöglichung von Kennungen.
(Weitergeleitet von Oberfeuer) Richtfeuer sind als Seezeichen ein Untertyp von Leuchtfeuern und werden dazu verwendet, einem Wasserfahrzeug ein Fahrwasser aufzuzeigen. Das Richtfeuer besteht aus Oberfeuer und Unterfeuer, in seltenen Fällen auch einem Mittelfeuer. Im Normalfall sind die Feuerträger so konstruiert, dass eine gewisse Zugehörigkeit zueinander auch aus größerer Entfernung erkennbar ist. Die beiden Feuer werden so positioniert, dass ein Schiff sich dann in einem sicheren Fahrwasser befindet, wenn beide Leuchtfeuer sich in vertikaler Deckpeilung befinden. Diese Linie wird als Richtfeuerlinie bezeichnet. Das Unterfeuer in niedrigerer Position steht näher an einer Fahrrinne als das weiter entfernte Oberfeuer, das zumeist größer ist oder an einem höheren Standort aufgestellt wird. Um auch nachts eine deutliche Zugehörigkeit der beiden Feuer zu verdeutlichen, wird normalerweise ein identisches Lichtsignal verwendet. Die Kennung sowie die genaue Ausrichtung der Richtfeuerlinien werden in Seekarten vermerkt. Um Kollisionen von ein- mit ausfahrenden Schiffen zur vermeiden, sollen beide Schiffe leicht Steuerbord (rechts) von der Linie fahren. Solch eine Leitlinie kann auch durch anderen Seezeichen gegeben sein, z.B. einem Leuchtturm und einer Verdunkelungsbake. Weblinks Leuchttürme.net -> Richtfeuer
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Pegelnull (PN) oder Pegelnullpunkt (PNP). Der Pegelnullpunkt der deutschen Küstenpegel liegt im Allgemeinen 5 m unter Normalnull
Die Partner- und Freundschaftsstädte Cuxhavens sortiert nach der Dauer der Patenschaft Städtpartnerschaften der Stadt Cuxhaven Vannes Vannes, (Frankreich), Beginn der Partnerschaft 1963 Penzance Penzance, (England), Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde 1967 Hafnarfjördur Hafnarfjördur, (Island), Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 17. September 1988 Binz Binz, (Insel Rügen), Vereinbarungen der Städtpartnerschaften von 3. Oktober 1990 Sassnitz Sassnitz, (Insel Rügen), Vereinbarungen der Städtpartnerschaften vom 26. April 1990 Pila Schneidemühl, heute Pila (Polen), Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages am 24. Mai 1996 Vilanova de Arousa Vilanova de Arousa (Spanien), Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages im Sommer 2001 Ílhavo Ílhavo, Portugal. Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages am 4. Mai 2002 Murmansk Murmansk, Russland, Freundschaftsvertrag unterzeichnet am 14. August 2004 ehemalige Partnerschaften Nuuk Nuuk (Grönland), Partnerschaft mit der grönländischen Stadt Nuuk seit dem 20. Februar 1987. Aufgrund einer Gebiets- und Verwaltungsreform in Nuuk wurde die Partnerschaft im März 2011 beendet
Claus Oellerich (*10. Oktober 1876 in Isensee, † 29. Mai 1961 in Cuxhaven) 1 Leben und Werk 2 Würdigungen 3 Veröffentlichungen 4 Literatur 5 Links Leben und Werk Claus Oellerich wurde am 10. Oktober 1876 in Isensee bei Osten (Landkreis Cuxhaven) als fünftes Kind eines Schmiedemeisters geboren. Nach dem Besuch des Lehrerseminars in Stade wurde er bis 1906 Lehrer in Warstade. Er begann seine Lehrtätigkeit in Cuxhaven an der Döser Schule, dann an der Deichschule und ab dem 14.10.1907 an der neu eingeweihten Abendrothschule. Claus Oellerich war ein bedeutender Cuxhavener Heimatforscher, der sich hauptsächlich mit Botanik, Ornithologie und Geologie beschäftigte. Er gründete bereits 1904 den „Verein für Naturfreunde Cuxhaven“ (ab 1920 Heimatverein für das Amt Ritzebüttel), wurde in den 30er-Jahren Naturschutzbeauftragter in der Bezirksstelle Stade und rief 1922 mit Walter Höpcke zusammen das „Cuxhavener Heimatmuseum“ ins Leben, dessen erster Leiter er wurde. Claus Oellerich starb am 29. Mai 1961 in Cuxhaven. Würdigungen Nach Claus Oellerich wurde 1988 ein Wanderweg in Cuxhaven (Claus-Oellerich-Weg) benannt. Veröffentlichungen 1911, gemeinsam mit J. Hämmerle: Exkursionsflora für Amt Ritzebüttel, Land Wursten, Land Hadeln, Ostemarsch, Land Kehdingen, Dobrock, Helgoland 1929: Geschichte des Volksschulwesens im Amte Ritzebüttel; verlegt von A. Rauschenplat 1929: Altgermanisches Recht in Ritzebüttel ab 1920 diverse heimatkundlicher Beiträge in der Cuxhavener Zeitung 1930: Geschichte des höheren Mädchenschulwesens 1936: Bibliographie der Landes- u. Heimatkunde über Cuxhaven und das Amt Ritzebüttel; verlegt von A Grüter 1946: Landschaft und Naturschutzpflege in Hadeln und Ritzebüttel 1955, gemeinsam mit Wilhelm Volkmar: Chronik von Sahlenburg; verlegt vom Sahlenburger Gemeinderat Literatur Peter Bussler; Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Heimatbund der Männer vom Morgenstern; 2002 Links
Auf dem Offshore-Windenergieanlagen-Testfeld wurden von 2005 - 2013 große Offshore-Windkraftanlagen getestet. Betrieben wurde das Testfeld von der DEWI-Offshore and Certification Center GmbH. Der besondere Vorteil des direkt an der Elbe gelegenen Testfelds war, dass die Multimegawatt-Windenergieanlagen direkt hinter dem Deich unter Seewetterbedingungen erprobt werden konnten. Auf dem Testgelände nahe der alten Baumrönne wurde 2005 die erste Windkraftanlage (Enercon E-112) mit einer Gesamthöhe von ca. 180m errichtet (Turmhöhe 90m). Die zweite und dritte Windkraftanlage (REpower 5M) wurde 2006 erstellt Östlich der Baumrönne wurde 2006 eine Windkraftanlage vom Typ D8.2 errichtet, die etwas kleiner als die beiden anderen Windkraftanlagen ist. Im Jahr 2007 folgte eine fünfte Windkraftanlage. Wegen der geplanten Hafenerweiterung in Cuxhaven wurden die Anlagen im Herbst 2013 demontiert. Sie sollen nahe Hymendorf wieder aufgebaut werden. Bilder Lage Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Der Ahrensberg war eine Wachstation an der Einfahrt in den Quarantänehafen. Die Ein-/Ausfahrt des ehemaligen Quarantänehafens wurde vom Tonnenleger, Hafenmeister und Quarantänewächter Paul Ahrens bewacht. Dieser hatte seinen Posten auf dem sogen. `Ahrensberg´, einer Wurt mit Wärterhaus und drei Kanonen, der Quarantänebatterie, heute im Alten Hafen nahe dem Liegeplatz der Wulfschlepper gelegen. Seine primäre Aufgabe war das Verhindern von Ausbruchsversuchen unter Quarantäne gestellter Schiffe und deren Mannschaften, bzw. Passagieren. Hierzu war er autorisiert, notfalls von den Kanonen Gebrauch zu machen. Direkt daran angegliedert war der nach ihm genannte `Paul-Ahrens-Kirchhof´ für aus der Elbe geborgene oder angeschwemmte unbekannte Tote, sowie für Verstorbene der in Quarantäne liegenden Schiffe. Für die Jahre von 1839 - 1859 verzeichnet das Sterberegister von St.Abundus in Groden über 100 Tote. Als hauptsächliche Todesursache wird die Cholera genannt. Die Verstorbenen fanden auf dem Quarantänefriedhof am Ahrensberg ihre letzte Ruhe. Des Weiteren war ab 1862 auf der Wurt ein Bootsschuppen für das Rettungsboot, später DGzRS. Für Paul Ahrens war im Einwohnerverzeichnis die Adresse `Cuxhaven 45´ eingetragen. Es ist nicht klar, ob es sich dabei um die Wachtstation handelte oder ob er einen anderen Wohnsitz hatte. Batterie, Warft und Friedhof fielen der Erweiterung des Alten Hafens im Jahre 1868 zum Opfer. Bilder Ahrensberg, Lotsenwachthaus Historischer Hafenblick, links angerissen der Ahrensberg
Der Palstek (auch Rettungsschlinge) ist ein Seemannsknoten mit fest stehendem Auge. Ein Palstek öffnet sich nicht von selber und zieht sich -auch unter hoher Last - nicht zusammen. Selbst nach hoher Belastung oder Durchnässung lässt sich der Palstek leicht und ohne Hilfsmittel wieder öffnen.
Richard Ohlrogge (* 9. Juli 1866 in Brake; † 2. April 1949 in Bremen) war erster Direktor der "Cuxhavener Hochseefischerei AG". Ohlrogge war Vorstandsmitglied der Cuxhavener Hochseefischerei AG. Er war Nautiker in der Großschiffahrt und später Betriebsleiter in Nordenham. Richard Ohlrogge ist Namensgeber der Ohlroggestraße im Fischereihafen, die inzwischen überdacht ein Teil des Museums Windstärke 10 ist. Nach Ohlrogge benannt war auch die "Richard Ohlrogge", ein Fischereimotorschiff des Baujahres 1925, das mit 246 BRT vermessen war und am 20. Juli 1943 als eine Einheit der 10. Vorpostenflottille im Großen Belt nach Minentreffer sank. Die Reederei der "Richard Ohlrogge" war die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei Bremen - Cuxhaven A.G.
Liegeplatz 8 Aufnahme von 2014 Der Offshore-Basishafen (Liegplatz 8) ist ein Hafenteil in Cuxhaven. Bis dato hat es für den neuen Hafenteil noch keine offizielle Namensnennung gegeben. Momentane Amtsbezeichnung ist Liegeplatz 8. Der Offshore-Basishafen wurde am 23. März 2009 durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Philip Rösler eröffnet, auch wenn der letzte Rammschlag erst am 9. Juni 2009 erfolgte. Das Land Niedersachsen hat rund 48 Millionen Euro in diesen Hafen investiert, der in einer Rekordzeit von nur 12 Monaten gebaut wurde. Der Hafen komplettiert die Offshore Basis Cuxhaven mit ihrer einzigartigen branchenspezifischen Infrastruktur und den Produktionsstätten der Cuxhaven Steel Construction GmbH (CSC) und der Ambau GmbH. CSC baut und montiert Gründungsstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen, während AMBAU Offshore-Türme für verschiedene Hersteller von Windenergieanlagen in Serie produziert. Baubeginn war am 12. März 2008 auf einer grünen Wiese im Deichvorland Grodens zwischen Cuxport und Baumrönne. Es wurden 55.000 m³ Deckwerkssteine ausgebaut und weiterverwendet sowie im Mai und Juni 2008 mehr als 600.000 m³ Sand aus der Elbe im Deichvorland aufgespült. Der Neubau des Liegeplatzes 8 in Cuxhaven umfasst eine Hafenfläche von ca. 11,5 Hektar außerhalb des Deiches entlang der Elbe. Die Oberkante des Hafens befindet sich auf 6,50 Meter über Normal Null und damit über dem in Cuxhaven höchsten je gemessenem Hochwasser. Der Hafenneubau unterteilt sich in drei Schiffsliegeplätze: Der Hafenliegeplatz ist 116 Meter lang und 42 Meter breit und präsentiert sich als dreiseitig umschlossenes Hafenbecken. Der rund 100 Meter lange Warteliegeplatz verläuft senkrecht zur Elbe; der 160 Meter lange Stromliegeplatz liegt parallel zum Fahrwasser. Außerdem werden noch zwei Molen mit einer Gesamtlänge von ca. 200 Metern hergestellt. Der gesamte Hafenbereich ist für Lasten von 20 Tonnen pro Quadratmeter ausgelegt; das Hafenbecken sowie die Vorstauflächen südlich davon überspannt ein Brückenkran mit 65 Metern Spurbreite und eine Lastaufnahme von 600 Tonnen. Die Erschließung des Offshore-Basishafens erfolgt über zwei jeweils 40 Meter bzw. 25 Meter breite Deichrampen, die ebenfalls für Schwerlastverkehr konstruiert sind. Als Erweiterung der Offshore-Basis erfolgte am 21. Mai 2010 der erste Rammschlag für den Liegeplatz 9. Bilder Bauschild 2009 Ehem. Grodener Pütten, jetzt Offshore-Basishafen Hafenbecken Brückenkran Video
Der Pavillon Schillerzentrum ist ein Kiosk am Leberwurstgang 1 Anschrift 2 Inhaber 3 Warensortiment 4 Öffnungszeiten Anschrift Pavillon Schillerzentrum Schillerstraße 46 27472 Cuxhaven Tel. 04721/37987 Inhaber Völkers Warensortiment Zeitschriften Tabakwaren Süßwaren Getränke Öffnungszeiten Mo.- Fr. 6.oo - 13.oo und 15.oo bis 18.oo Sa. 7.oo - 13.oo So. geschlossen
Das Peilfunknetz Nordsee diente der Standortbestimmung von Schiffen. Zur Unterstützung der Navigation und zur Verbesserung des Seenotdienstes in der Nordsee wurde in den vierziger Jahren auf Anordnung der britischen Besatzungsmächte ein Peilfunknetz aufgebaut. Dessen eigentliche Aufgabe war es, Schiffen mit Peilfunkanlage zu ermöglichen, ihren eigenen Standort auf den minenfreien Zwangswegen bestimmen zu können. Später wurde die Funktion umgekehrt, sodass der Standort in Seenot geratener Schiffe bestimmt werden konnte, die nicht mehr in der Lage waren, selbst ihren Standort zu bestimmen und durchzugeben. Eine Peilfunkstelle war zunächst 1946 auf der Insel Neuwerk eingerichtet worden, weitere Peilfunkstellen befanden sich parallel dazu in Sankt Peter-Ording und auf der Insel Norderney. Elbe-Weser Radio war die Leitpeilfunkstelle. 1949 wurde die Peilfunkstelle dann wegen der schwierigen Versorgung der Besatzung auf der Insel (vor allem im Winter und bei schlechtem Wetter) von Neuwerk auf die Holter Höhe bei Cuxhaven und somit zu Elbe-Weser Radio verlegt. Im Jahre 1949 ereigneten sich dann zwei Seenotfälle, in denen es nicht möglich war, mit der vorhandenen Technik die Position der havarierten Schiffe genügend genau zu orten. Daher wurde nun eine neue Anlage im Grenzwellenbereich im Pferdemoor bei Altenwalde gebaut. Bereits 1950 wurden die Peilanforderungen der Schiffe geringer, da diese mittlerweile über eigene, modernere Navigationsanlagen verfügten. Das Netz wurde am 31. Dezember 1994 abgeschaltet. Anmerkung: Siehe zum Thema auch Marine-Peilfunkstelle Altenwalde Weblinks Kleine Anfrage im Bundestag zur Einstellung des Peilfunknetzes
Karl Olfers (* 14. April 1888 in Dorum; † 22. April 1968 in Cuxhaven). 1 Leben und Werk 2 Würdigungen 3 Literatur 4 Links Leben und Werk Karl Olfers wurde am 14. April 1888 in Dorum als jüngerer Sohn eines Hofbesitzers geboren. 1907 wurde der Zimmermann Karl Olfers Gewerkschaftsmitglied und 1912 trat er in die SPD ein. Nach seinen Zeit als Wandergeselle trat er seine erste Arbeitsstelle in Cuxhaven am Steubenhöft an, das damals auf 360 Meter verlängert wurde. Nach dem 1.Weltkrieg wurde Karl Olfers am 16. März 1919 gemeinsam mit Bleick Max Bleicken und K. Kraatz in die Hamburger Bürgerschaft gewählt. Karl Olfers ist 30 Jahre alt und damit das jünste Mitglied der damaligen Bürgerschaft. Am 13. April 1919 wird er in die Cuxhavener Bürgervertretung gewählt und am 27. Januar 1920 als Stadtvertreter zum Ratsmann und Vorsitzenden des Finanzausschusses gewählt. Seine politische Karriere setzt sich am 20. Februar 1921 mit der erneuten Wahl in die Hamburger Bürgerschaft und der Übernahme des Vorsitzes des Cuxhavener Finanzausschusses im selben Jahr fort. 1924 wird er zum stellvertretenden Bürgermeister. Zu seinen fast vergessenen, aber genialen Leistungen gehört es, während der Inflation Anfang der 20er Jahre als Finanzausschussmitglied in Backsteine zu investieren. Diese prägen nicht nur in den nächsten 10 Jahren das architektonische Bild Cuxhavens sondern werden zeitweise sogar zur Vertrauensbasis des Cuxhavener Notgeldes. Man nennt das Notgeld deshalb zeitweise auch "Olfersche Steinwährung". Neben seiner politischen Karriere übernimmt Karl Olfers, der sich ja bereits als ökonomisch erfolgreich im Finanzausschuss beweisen konnte, 1925 die Geschäftsführung des 1922 von der Arbeiterbewegung gegründeten Wohnungsbauunternehmen „Cuxhavener Bauhütte“. Ihm gelingt es, die durch die Wirtschaftskrise angeschlagene Bauhütte ökonomisch erfolgreich zu machen und hilft so auch, Cuxhaven aus der Wirtschaftskrise zu holen. Die Backsteinbauten der Bauhütte (gebaut mit seiner "Steinwährung") wie z.B. das „Olfers Eck“, das Genossenschaftshaus an der Ecke Nordersteinstraße/Segelckestraße, das Pressehaus am Kaemmererplatz u.v.m. prägen noch heute das Stadtbild. Mit Hitlers Machtübernahme ändert sich das Leben des Sozialdemokraten Karl Olfers. Neben dem Verlust seines Mandates verliert er auch seinen Arbeitsplatz, als die Bauhütte 1933 aufgelöst wurde. Er zieht nach Midlum, um dort als Versicherungsvertreter zu arbeiten. Er wird wegen Widerstandes zwar wiederholt verhaftet, teilt aber nicht das Schicksal seiner Parteifreunde Wilhelm Heidsiek und Heinrich Grube. Stattdessen wird der 56jährige Olfers 1944 "rechtzeitig" in die Wehrmacht eingezogen, so dass er bei der Operation "Gewitter" nicht festgenommen wird sondern in der Wehrmacht verbleibt. Obwohl er mit Heidsiek und Grube auf der Liste für das KZ Neuengamme steht, bleibt ihm dieses Schicksal erspart. Nach dem Krieg wird Karl Olfers am 24. Januar 1946 von der britischen Besatzung zum Oberbürgermeister ernannt. Auch der neue Stadtrat bestätigt diese Entscheidung, als sie Olfers nach der Kommunalwahl am 13. Oktober zum Oberbürgermeister wählen. Zum dritten Mal innerhalb von nur 12 Monaten wird Olfers am 2. Januar 1947 von Stadtparlament zum Oberbürgermeister gewählt, nachdem, durch die Britische Besetzung das Oberbürgermeisteramt vom Verwaltungschef zum politischen Repräsentanten geändert wird. Rund 10 Monate später gibt es Neuwahlen zum Stadtparlament und Karl Olfers wird erneut zum Oberbürgermeister gewählt. Seine (einstimmige) Wiederwahl erfolgt am 9. November 1950. Bei der Wahl 1952 unterliegt Karl Olfers dem parteilosen Dr. Heinz Wachtendorf. Bei der Kommunalwahl 1956 wird die SPD stärkste Fraktion im Cuxhavener Stadtparlament und Karl Olfers wird am 27. November erneut zum Oberbürgermeister. Nach der Kommunalwahl 1961 wird er in seinem Amt bestätigt und als er 1964 die meisten Stimmen erhält ist seine Wiederwahl zum Oberbürgermeister selbstverständlich. Er bleibt bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden am 30. Januar 1966 Oberbürgermeister. Am 20. April 1947 wird Karl Olfers bei der 1. Landtagswahl Mitglied des Landtages und Landtagspräsident. Sein Mandat wird am 6. Mai 1951, am 24. April 1955, am 19. April 1959 und zum 5. Mal mit 50,1% aller Stimmen bestätigt Das Amt des Landtagspräsident bekleidet Karl Olfers von 1946 bis 1955 und erneut von 1959 bis 1963. Ab Ende Januar 1966 zieht sich der 77jährige Karl Olfers langsam aus der Politik zurück. Er behält lediglich sein Landtagsmandat bis 1967. Kurz nach seinem 80. Geburtstag stirbt Karl Olfers am 22. April 1968 in Cuxhaven. Würdigungen Am 31. Januar 1954 erhält Karl Olfers das Großkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus der Hand des Bundespräsidenten Theodor Heuss. Am 1. Mai 1954 folgt die Niedersächsische Landesmedaille. Bereits am 14. Mai 1948 hatte ihm der Staat Israel die Theodor-Herzl-Medaille in Gold verliehen und am 1. November 1961 erhält er das Große Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens. Anlässlich des 76. Geburtstages von Karl Olfers wird am 14. April 1964 die Bezeichnung „Olfers Eck“ für das von der Bauhütte gebauten Wohngebäudes am Elfenweg, gegenüber dem Haus Handwerk, wiedereingeführt. Auf der Sondersitzung des Cuxhavener Stadtrates, bei der er sein Oberbürgermeisteramt aufgibt, wird er zum Ehrenbürger der Stadt Cuxhaven ernannt und der Platz zwischen Poststraße und Elfenweg, an dem er zwischen 1925 und 1933 als Geschäftsführer der Bauhütte gewirkt hat, wird ihm zu Ehren in Karl-Olfers-Platz umbenannt. Literatur Peter Bussler; Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Heimatbund der Männer vom Morgenstern; 2002 Hermann Borrmann; Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven; Verlagsgesellschaft Cuxhaven, 1982 Stadt Cuxhaven (Hrsg.): Jahrgang 1888, Karl Olfers und seine Weggefährten Heinrich Grube und Wilhelm Heidsiek; Sachbuchverlag Karin Mader, 1989 Links
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Oktober Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Pennworthmoor ist eine alte Siedlungsstätte in Sahlenburg Das Pennworthmoor befindet sich nördlich der Straße Butendieksweg im Ortsteil Sahlenburg. Der Cuxhavener Heimatforscher Paul Büttner hat dort in den 1930er Jahren Grabungen durchgeführt und Fundstellen der sogenannten Hamburger Kultur aufgetan. Vor rund 12.000 Jahren befand sich an dieser Stelle ein See, an dessen Ufer sich Jäger aufgehalten haben. Die Landschaft glich damals - in der Späteiszeit - der nordischen Tundra und wurde nur während des kurzen arktischen Sommers von Menschen aufgesucht. In den Jahren nach 1991 wurden im Pennworthmoor Grabungen vorgenommen, bei denen Flintreste entdeckt wurden. Das sind Schlagabfälle vom Feuerstein, die bei der Herstellung von Steinwerkzeugen anfallen. Das Pennworthmoor gilt als das älteste Zeugnis der Siedlungsgeschichte auf Cuxhavener Stadtgebiet. Die Straße Am Pennworthmoor ist nach diesem Gebiet benannt.
Der Radarturm an der Alten Liebe 2006 Der Radarturm gehört zur Landradarkette im Elbmündungsbereich. Als Ergänzung zu den herkömmlichen Seezeichen begann das Radar, sich in den 50er Jahren immer mehr durchzusetzen. Insbesondere in der Elbmündung, mit der am stärksten befahrenen Schifffahrtsstraße der Welt, versprach die neue Technik ein geeignetes Mittel zur Verbesserung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs zu sein. 1 Planung 2 Bau 3 Weitere Geschichte 4 Zuständigkeit 5 Bilder 6 Karte Planung Die Planung für den Radarturm in Cuxhaven in unmittelbarer Nähe zur Alten Liebe begann bereits im Jahre 1953, als auf dem Turm des alten Telegraphengebäudes die ersten Radarversuche stattfanden. Bau Der Radarturm wurde errichtet durch die Cuxhavener Firma Ludwig Voss Die ersten Vorarbeiten für den Bau des Radarturmes begannen am 23. April 1958, das Richtfest wurde am 21. November 1958 gefeiert. Der Turm wurde direkt am Fahrwasser errichtet, um etwaige Abschattungen zu verhindern. Über dem "Keller" des Bauwerkes befindet sich das über einen langen Steg zu erreichende Erdgeschoss, darüber fünf Obergeschosse. Der Stahlbetonskelettbau ruht auf insgesamt 64 hölzernen Pfählen. Die Höhe des Turmes beträgt 34 Meter. Die Baukosten betrugen 790.000.- DM. Am 15. Mai 1960 wurde der Radarturm durch den damaligen Bundesverkehrsminister Seebohm zum Betrieb übergeben. Weitere Geschichte 1962/63 wurde der Turm mit der Aufspülung des Deichvorlandes weitgehend landfest gemacht. 1996 wurde die Tidenrichtungsanzeige stillgelegt. Ebenfalls bis Juni 1996 befand sich die Dienststelle des Schiffsmeldedienstes im obersten Stockwerk des Gebäudes. Sie wechselte in das Gebäude des Steubenhöftes, bis sie auch dort am 31. Dezember 2008 geschlossen wurde. Zuständigkeit Die Außenstelle Cuxhaven beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee betreibt den Radarturm mit der Verkehrszentrale "Cuxhaven Elbe Traffic". Bilder Im Bau Radarturm nach Fertigstellung Radarturm in der Presse Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Die ONDO war ein 1962 in der Elbemündung gestrandetes Frachtschiff. Die ONDO lief am 7. Juni 1956 in der Werft Harland & Wolff in Belfast als Schiff Nr. 1554 vom Stapel. Sie war mit 5.435 BRT vermessen, hatte eine Tragkraft von ca. 8.000 Tonnen und gehörte seit dem 24. Oktober 1956 der "Elder Dempster Line" aus Liverpool. Am 6. Dezember 1961 kam es bei der schwerem Wetter zu einem Unglücksfall bei der Lotsenübernahme in Höhe des Feuerschiffes Elbe 2. Um 4.22 Uhr meldet der Lotsendampfer Kpt.Hilgendorf, daß sein Versetzboot mit drei Mann gekentert sei. Sofort lief der Seenotrettungskreuzer SK Ruhr-Stahl von Cuxhaven aus zur Unglücksstelle. Die Suche nach Überlebenden blieb jedoch erfolglos. Um die im Wasser treibenden Personen nicht durch die sich drehende Schiffsschraube zu gefährden, wurde die Schraube gestoppt. Dadurch trieb die ONDO antriebslos 800m weit auf die Sandbank Großer Vogelsand. Vier Schlepper und der Rettungskreuzer SK Ruhr-Stahl waren zur Stelle, konnten aber an diesem Tag und in der folgenden Nacht keine Schleppverbindung herstellen. Am folgenden Tag - die ONDO war 3/4 sm weiter auf den Großen Vogelsand getrieben, beruhigte sich das Wetter. Es konnten zwei Schleppverbindungen hergestellt werden, die bei einer Länge von 1.600m ein Gewicht von 8t hatten. Zwei Stunden nach Hochwasser mußten die Schleppversuche eingestellt werden. Am folgenden Tag wurden die Schleppversuche endgültig eingestellt. Der Mahlsand gab das Schiff nicht wieder frei. Alle Bergungsversuche scheiterten, das Schiff musste aufgegeben werden. Raketenstart Am 15. Februar 1962 diente das Wrack der Ondo als Startrampe für den Start einer Postrakete. Die Rakete wurde von der Ondo aus in Richtung des Rettungkreuzers "Ruhr-Stahl" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gestartet. Bilder
RAD Abteilung "Kapitän König" 2/173 Stickenbüttel Die RAD Abteilung "Kapitän König" 2/173 war ein Reichsarbeitsdienstlager am Waldweg in Stickenbüttel. Baubeginn für das Lager der RAD-Abteilung 2/173 war im Frühjahr 1935. Es wurde von einem Zug der Nachbarabteilung RAD-Lager "Simon von Utrecht" 1/173 Sahlenburg aufgebaut. Im Juni 1935 wurde das Lager belegt und erhielt die Dienststellennummer 7/170, die sich durch die Umstrukturierung der Gaue des RAD am 1. April 1937 in 2/173 änderte. Die offizielle Lagereinweihung und Fahnenweihe fand am 7. März 1936 statt. Namensgeber für die Abteilung war Kapitän Paul Leberecht König (1867 - 1933), der mit seinem Handels-Unterseeboot "U-Deutschland" im Jahre 1916 zweimal die Seeblockade durchbrochen hatte. Durch diese RAD-Abteilung wurde unter anderem ein Weg zwischen den damaligen Dörfern Holte und Berensch gebaut, der gleichzeitig der Erschließung eines Siedlungsgebietes dienen sollte. Ein weiteres Einsatzgebiet war der Uferschutz und die Neulandgewinnung in Arensch und Duhnen. Ehemalige RAD-Baracke im Jahr 2010 Nach dem Krieg fanden in den Baracken des Lagers zunächst Flüchtlinge Unterkunft, später wurden Teile des Lagers von der Knopffabrik Machorny genutzt. Auch das Wasser- und Schifffahrtsamt war vorübergehend in den Baracken untergebracht. Eine der Baracken wird noch heute durch die Friedhofsgärtnerei genutzt. Bilder Hinweisschild zum Lager Brief vom 20.10.1938 aus der Arb.Dienstabteilung 2/173 Karte "Waldweg" Siehe auch Lost Places: Friedhof Brockeswalde Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Penzance ist eine Stadt im Südwesten Cornwalls an der Mounts Bay, einer Meeresbucht des Atlantiks am Eingang des Ärmelkanals, in der auch der St. Michael’s Mount zu finden ist. Der Name Penzance entstammt der cornischen Sprache: „Pen Sans" bedeutet soviel wie "heilige Landspitze", was sich auf eine Kirchengründung in frühchristlicher Zeit bezieht. Die Stadt hat ca. 21.200 Einwohner (Stand: 2011) und ist Verwaltungssitz des Distrikts Penwith. Das angenehme Atlantikklima mit seinem Golfstrom begünstigt eine üppige, teils subtropische Vegetation, so sind die Strandpromenade sowie zahlreiche Gärten und Vorgärten gekennzeichnet durch hohe Cordylinen (Keulenlilien). Neuerdings findet man in der Stadt sogar ausgepflanzte Kanarische Dattelpalmen. Penzance und Umgebung sind stark durch den Tourismus geprägt. Söhne der Stadt Humphry Davy (1778-1829), Chemiker Städtepartnerschaft Die erste Partnerschaftsurkunde zwischen Penzance und Cuxhaven wurde im Jahr 1967 unterzeichnet. Nach einer kommunalen Verwaltungsreform bestand die Partnerschaft mit dem gesamten Distrikt Penwith, ab 2011 wurde sie zurückgeführt auf die Stadt Penzance. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Das RAD-Lager "Simon-von-Utrecht" war ein Reichsarbeitsdienstlager in Sahlenburg. Das Lager der RAD-Abteilung 1/173 befand sich an der Nordheimstraße, gegenüber vom Von-Elm-Weg. Das Lager wurde im Herbst 1934 errichtet und am 1. November 1934 bezogen, wobei die Lager Groden und Arensch hier vereinigt wurden. Durch die Umstrukturierung des Reichsarbeitsdienstes erhielt es am 1. April 1937 die Dienststellennummer 1/173, bis dahin war die Dienststellennummer 1/170. Ab Kriegsende war in dem Lager eine Kraftwagenkolonne der Engländer untergebracht. Nach deren Abzug stand das Lager, welches dem Finanzamt als Rechtsnachfolger des Reiches zugefallen war, einige Zeit leer. In der kurzen Zeit des Leerstandes haben Unbekannte die elektrische Installation, Fenster, Türen und Fußböden weitgehend abgebaut. Dem Eingreifen des kommissarischen Bürgermeisters war es zu verdanken, daß das Finanzamt das Lager freigab um als Wohnraum für immer mehr einströmende Flüchtlinge zu dienen. Zur Instandsetzung der Unterkünfte flossen erhebliche Mittel von der Regierung und dem Kreis. 25 heimatvertriebene Familien haben hier eine Unterkunft gefunden, die bis in die frühen 1960er-Jahre genutzt wurde. Karte Lage des Lagers Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Bilder Hinweisschild zum Lager Lagerinneres Weitere RAD-Abteilungen Der Vollständigkeit halber hier eine Aufstellung der zur Gruppe 173 (Sitz Otterndorf) gehörenden Abteilungen: Abteilung "Simon von Utrecht" 1/173 Sahlenburg Abteilung "Kapitän König" 2/173 Stickenbüttel Abteilung "Berend Jakobsen Karpfanger" 3/173 Neuwerk Abteilung "Wilder Jäger Wode" 4/173 Ihlienworth Abteilung "Kurfürst Johann Cicero" 5/173 Osterwanna Abteilung "Ditmar Koel" 6/173 Bornberg Abteilung "Karl von Holtei" 7/173 St. Joost Abteilung 8/173 Altkehdingen
Das Kunstwort Radar ist die engliche Abkürzung für "Radio Detection and Ranging" (Funkortung und -messung) und bezeichnet ein Ortungssystem, welches auf Aussendung und Auswertung reflektierter, hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung beruht. Die erstmalige Anwendung im Zweiten Weltkrieg geschah zur frühzeitigen Erkennung anfliegender Flugzeugverbände. Hauptanwendungsbereiche sind heute die Seefahrt und der Flugverkehr, jedoch wird Radar auch in vielen anderen Bereichen angewandt.
Die RAD Abteilung 1/170 war ein Reichsarbeitsdienstlager in Duhnen. Bereits im Jahre 1932 wurden in Arensch, Duhnen und Neuwerk kleinere Lager gegründet, deren Unterkünfte teilweise aber völlig unzureichend waren. 1933 wurden die kleinen Lager durch den nationalsozialistischen Arbeitsdienst übernommen und zu der Abteilung 1/170 Duhnen zusammengefasst. Arensch und Neuwerk blieben Außenzüge dieser Abteilung. Der Außenzug des so genannten Küstenlagers Duhnen existierte, bis sich Hamburg 1935 zum Bau eines eigenen Barackenlagers entschloss. Die Abteilung in Duhnen wurde jedoch schon bald wieder aufgelöst und in dem schon bestehenden Lager Groden untergebracht, während der Neuwerker Außenzug zunächst nach Arensch verlegt wurde. In Groden war bis Ende 1933 gleichzeitig der Gruppensitz. Im Herbst 1934 wurde in Sahlenburg das RAD-Lager "Simon von Utrecht" 1/173 Sahlenburg errichtet. Hier wurden die Lager Groden und Arensch vereinigt.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Radweg Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Auf dieser Seite sind diverse Radwege in der Region Cuxhaven aufgelistet. Radweg Cuxhaven - Altenbruch Radweg Duhnen - Spieka
Radweg vom Zentrum in Richtung Otterndorf <googlemap version="0.9" lat="53.847362" lon="8.75061" zoom="13" width="700"> 3#FFFD052E 53.863784, 8.702861 53.863556, 8.703333 53.862822, 8.70329 53.861329, 8.706552 53.861405, 8.708698 53.856571, 8.717925 53.855457, 8.718482 53.854166, 8.719512 53.853128, 8.721572 53.852521, 8.724233 53.851711, 8.726937 53.850268, 8.730499 53.849356, 8.732645 53.847483, 8.734662 53.847255, 8.733374 53.845331, 8.732044 53.844951, 8.731357 53.845128, 8.73037 53.8449, 8.729555 53.841305, 8.727323 53.840723, 8.727795 53.840267, 8.727838 53.839305, 8.734232 53.838317, 8.736207 53.837177, 8.738739 53.836494, 8.741228 53.835886, 8.741871 53.834822, 8.745605 53.834822, 8.746678 53.833784, 8.750583 53.833151, 8.753501 53.833125, 8.755476 53.832036, 8.760368 53.831479, 8.762042 53.83077, 8.765046 53.830415, 8.768565 53.831707, 8.768436 53.833227, 8.769294 53.835329, 8.769895 53.836038, 8.770195 53.835177, 8.773028 53.834138, 8.777148 53.833429, 8.781997 53.834442, 8.782598 53.833936, 8.782984 53.832568, 8.791653 53.831859, 8.804399 </googlemap> Durch die Erweiterung des Hafens östlich des Neuen Fischereihafens ist der Fahrradweg in Richtung Altenbruch und weiter bis Otterndorf nicht mehr so zu fahren wie in vielen Karten angegeben. Vom Südende des Alten Fischereihafens die Neufelder Straße entlang in Richtung Osten. Dort wo die Neufelder Straße für Radfahrer gesperrt ist, nach recht abbiegen in die Straße Tamms Trift. Über die Bahnline Cuxhaven-Hamburg und weiter über die vierspurige Hauptstraße in den Ortsteil Groden auf die Papenstraße. Kurz hinter der St. Abundus-Kirche die Hauptstraße nach links verlassen und auf der Alten Marsch weiterfahren. Unmittelbar vor der Brücke des Altenbrucher Kanales nach links in Richtung Deich abbiegen. Dann weiter bis zum Deich, vorbei an der Dicken Berta in Richtung Otterndorf. Kurz hinter Altenbruch befindet sich eine Pizzeria auf dem Deich, mit dem wohl besten Blick in Cuxhaven auf den Schiffahrtweg "Elbe". Die Pizza ist sehr empfehlenswert.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Raiffeisen-Markt Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Das Gartencenter Raiffeisen-Markt liegt an der Brockeswalder Chaussee. Adresse Raiffeisen-Markt Brockeswalder Chaussee 65 27474 Cuxhaven Tel. 04721-665657 Fax. 04721-665659 Öffnungszeiten Mo-Fr 8.30 - 18.30 Uhr, Sa 8.00 - 14.00 Uhr Weblinks Raiffeisen-Elbe-Weser
Das Rathaus ist der Hauptsitz der Verwaltung der Stadt Cuxhaven. Anschrift Stadt Cuxhaven Rathausplatz 1 27472 Cuxhaven Geschichte Nachdem am 15. März 1907 Cuxhaven die Stadtrechte verliehen bekommt, zieht Bleick Max Bleicken als erster gewählter Bürgermeister in das Haus Deichstraße 1 am Kaemmererplatz ein. Es bekommt aufgrund dessen die Bezeichnung `Bürgermeisterhaus´. Bereits seit dem 22. Januar 1898 hatte das Gemeindebüro dort im Umland`schen Haus seinen Sitz unter dem bisherigen Gemeindevorsteher Sede Balsen, nachdem es sich bis dahin noch im Schloss Ritzebüttel befand. Bewusst wurde eine Unterkunft an der Nahtstelle der ehemaligen eigenständigen Gemeinden Ritzebüttel und Cuxhaven gewählt. Die Gemeindeversammlungen fanden im Hotel Feldhusen neben dem Schleusenpriel auf dem Gelände des Kaufhauses Karstadt, später Hertie, statt. Nach dem Zusammenschluss der Gemeinde Cuxhaven mit der Gemeinde Döse 1905 und der darauf folgenden Stadtwerdung 1907 suchte man einen neuen Versammlungsort für die Ratssitzungen, der Bürgervertretung und des Magistrats. So wird in der Küverschule in der Friedrichstraße ein Sitzungssaal eingerichtet. Die ehemalige Schule, das spätere Arbeitsamt, befand sich auf dem Platz der heutigen Sonderschule. Am 1. Februar 1909 findet die erste Ratssitzung statt. Aufgrund des rasanten Wachstums der Stadt wird das Gemeindebüro schnell zu klein. So beauftragt Bleicken gemäß Ratsbeschluss vom 28. Januar 1915 den Bau eines Rathauses im Grünen Weg. Der Grundstein wird am 24. September 1915 gelegt, die Einweihung findet am 13. März 1917 statt. Des Krieges wegen hatte man sich für einen schlichten aber repräsentativen Zweckbau entschieden. Erbaut auf einer Wurt, besteht er aus einem Mittelbau, der unten den Eingangsbereich, oben den Sitzungssaal und zwei Seitenflügel mit Verwaltungsräumen umfasst. Daneben ist das Dachgeschoss ausgebaut. Einzig der Sitzungssaal verfügte über eine noble Ausstattung mit vertäfelten Wänden und einem Gestühl als Geschenk der Hansestadt Hamburg. Ab 1921, nach dem Anschluss des Rathauses an das Stromnetz, verfügte der Saal über einen elekrischen Kronleuchter. Über dem Eingang waren unterhalb der Fenster drei Wappen vorgesehen, die jedoch erst 1927 angebracht wurden: Das Hamburger Stadtwappen, das 1912 genehmigte Stadtwappen und der Bundesadler. 1935 wird der Bau renoviert, der Kronleuchter wird gegen das 1,70 m große Steuerrad des ehemaligen Dampfers `Volos´ der Levante-Linie ausgetauscht. Bei diesem Steuerrad handelte es sich um ein Geschenk der HAPAG-Reederei. 1931 bekommt der Bau eine südseitige Erweiterung als Basis für einen erheblichen Anbau entlang der Rathausstraße im Jahr 1939. Markantes Merkmal sind die gotischen Spitzbogen-Eingänge sowie die offene Kolonnade am Westende, die ebenfalls Spitzbögen aufweist. Sie war mit Sitzbänken ausgestattet und diente der dortigen Bushaltestelle als `Wartehäuschen´. 1953 wird der Frontbereich des Rathausvorplatzes im Grünen Weg neu gestaltet. Dazu wird auch das Treppenportal geändert. Die Steinbrüstung wird entfernt und durch ein Geländer ersetzt. Dieses ist geschmückt mit diversen künstlerischen Gusseisen-Motiven des Cuxhavener Kunstmalers Hubert Grüter. Die Kunstschmiedearbeiten wurden ausgeführt von der Firma Techen und Steffens. 1973 erhält das Rathaus im Westen einen weiteren Anbau. Leider wird dieser aus Kostengründen ein architektonischer Fehlgriff in Form von zweietagig gestapelten Containern. Ein weiterer Anbau wird nötig und am 21. Mai 2005 an der Kirchenpauerstraße begonnen. Hierfür wird der unpassende Fertigteilbau zurückgebaut. Es entsteht ein großer Atriumbau, der am 14. Oktober 2005 Richtfest feiert. Im Mai 2006 wird er, wie die renovierten Räume des Altbaues, bezogen.
Realschule Cuxhaven Schulstraße 14 27474 Cuxhaven Telefon: 04721/ 667980 Fax: 04721/6679829 Die Struktur der Realschule Cuxhaven hat sich seit dem neuen Schulgesetz verändert. Seit dem Schuljahr 2004/2005 umfasst die Schule wieder die Jahrgänge 5-10. Von rund 45 Lehrern und Lehrerinnen werden ca. 700 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Neben dem Pflichtunterricht bietet die Realschule Cuxhaven ab der Klasse 6 Wahlpflichtkurse mit verschiedenen Fachbereichen an, die jeder frei nach seinen Interessen wählen kann. Im Vordergrund stehen der naturwissenschaftliche und der sprachliche Bereich. Auch der Informatikbereich wird immer ausgeprägter, da sich die Realschule auf einem technisch hohen Niveau befindet. Der technische Fortschritt in den Fachräumen wird häufig in den Unterricht mit eingebracht. AGs: Außerdem bietet die Realschule Cuxhaven verschiede AGs zum Thema Sport, hierzu gehören die Reit-, Kanu- und Segel- AG, die immer wieder viele Interessenten findet. Besonderheiten: Die Realschule Cuxhaven besitzt einige Obstbäume, Feuchtbiotope und eine Beetanlage, die in Form von Wahlpflichtkursen und Arbeitsgemeinschaften von Schülern auch während der Ferien betreut werden. Zudem sind auch verschiedene Tiere in Aquarien vorhanden. Austausch: Schüler und Schülerinnen, die am Französisch-Unterricht teilnehmen, haben die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch teilzunehmen. Seit mehreren Jahren wird der Austausch zum Collège Antoine-de-Saint-Exupéry in der französischen Partnerstadt Vannes/Bretagne angeboten. Abschlüsse: In der Realschule Cuxhaven kann man den Sekundarabschluss I oder bei besonderes guter Leistung auch den erweiterten Sekundarabschluss I erhalten. Internet: Realschule Cuxhaven
Tonnenleger auf Neuwerk Reede Außerhalb des Hafens gelegene Bereiche, die vorgesehen und/oder geeignet sind zum Verweilen (Ankern) von Schiffen. Vor Cuxhaven finden sich die folgenden Reeden: "Außenelbe-Reede", "Neuwerk-Reede", "Medem-Reede" und "Neufelder Reede".
ehemaliger Laden Rauschenplat, Deichstraße 21 Rauschenplat gehörte zu den drei ältesten bestehenden Unternehmen der Stadt Cuxhaven, es wurde Ende 2017 geschlossen. 1 Anschrift 2 Geschichte 2.1 Buchdruckerei 2.2 Buchhandlung 2.3 Verlag 3 Bilder 4 Fußnoten Anschrift Buchhandlung Rauschenplat Inh. Nic Schumann Deichstraße 20 27472 Cuxhaven Tel. (04721) 37137 Geschichte 1801 gründete Barthold Georg Rauschenplat aus Göttingen eine Papierhandlung und Buchbinderei in Ritzebüttel. Einige Jahre später nimmt er einen Teilhaber namens Kniesch auf und firmiert fortan unter `Kniesch & Rauschenplat´. 1834 übernehmen sie die 1831 gegründete Buchdruckerei `F. S. Pforte´, in der die 1932 von dem Hamburger Verleger Edward Roß gegründete Zeitung `NEPTUNUS´ gedruckt wird. 1836 gingen Druckerei, Buchbinderei und Papierhandlung sowie der NEPTUNUS in den alleinigen Besitz von Erdmann Reinhard August Rauschenplat über, in dessen Familie es bis 1923 verblieb. 1922 musste der Druck des mehrfach umbenannten `Neptunus´ in den Nachkriegswirren der Inflation wegen eingestellt werden. Der Firmensitz von Rauschenplat befand sich ursprünglich in der Westerreihe, später in der Nordersteinstraße 8. Im Jahr 1891 wurde eine Abteilung abgezweigt in die Deichstraße 37. 1895 wurde zusätzlich das Haus Deichstraße 21 übernommen. Hier wurde 1903 der gesamte Betrieb vereinigt. Als `G. Rauschenplat & Sohn´ [1] betrieb man jetzt Druckerei, Verlag, Buch- Kunst- und Musikalienhandlung, sowie eine Filiale auf Helgoland. Der Verlag hatte Geltung in der Verlagslandschaft und gab ansehnliche Bücher zur Cuxhavener und Helgoländer Geschichte heraus, daneben Reiseführer, Kinderbücher und auch christliche Literatur. 1923 Jahren wurde die Firma dann im Erbe aufgeteilt: Die Buchdruckerei auf den Enkel Otto Rauschenplat, Buchhandlung und Verlag auf den Enkel Reinhard Rauschenplat. Buchdruckerei Otto Rauschenplat führte die Druckerei in der Deichstraße 21 weiter, musste aber 1928 wegen finanzieller Probleme einen Teilhaber namens Leo Schmitt aufnehmen. Unter dem Namen `Rauschenplat & Schmitt´ wurde die Druckerei weitergeführt und ging 1957 an Norbert Gerdts, dem Schwiegersohn Schmitts, über. Sie wurde 1971 in den Strichweg verlegt und noch bis in die 90er Jahre weiter betrieben. Buchhandlung Reinhard Rauschenplat verkaufte die Buchhandlung 1937 an den Hamburger Kaufmann Hommes, der sie 1959 an Peter Otto Schumann veräußerte. Dieser übergab sie an den Sohn Nik Schumann, der sie seit nunmehr vielen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Elke leitet. Neben der "Buchhandlung Lotsenviertel" in der Schillerstraße bietet sie das letzte inhabergeführte Buchsortiment in Cuxhaven. [2] Sie bietet neben einem Vollsortiment eine weithin bekannte Abteilung für Seefahrtsliteratur, ist einzige Seekartenhandlung am Ort, hat eine Antiquariats- und eine Bilderabteilung, die in letzter Zeit in Kooperation mit der Galerie FormArt ausgebaut wurde. Hier finden sich Originale und Reproduktionen alter dekorativer Grafiken von Cuxhaven, historische Landkarten, Kunstfotos von Plisson u.a. Insbesondere sind es die Drucke und Originale von Ole West, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Im Oktober 2011 zieht die Buchhandlung um in den benachbarten, ehemaligen Gloria-Palast. Am 25. November 2017 stellt die Buchhandlung Rauschenplat den Geschäftsbetrieb ein. Am 18.12.2017 stellt das Unternehmen Insolvenzantrag. Verlag Auch der Verlag hat in den letzen Jahren wieder Fahrt aufgenommen mit diversen Büchern zu Cuxhaven und Umgebung, sowie Cuxhavener Themen. Dazu kommt eine Reihe Replikate historischer Bücher, ebenfalls Cuxhaven-bezogener Inhalte, die mehr oder weniger überarbeitet neu aufgelegt wurden. Mit dem Buch von Dr. Paul Schulz „CODEX ATHEOS“ war man im Jahr 2006 sogar zweimal im Fernsehen (in den Talk-Shows von Maischberger u. Kerner bzw. Nina Ruge). Ein weiters Haus entstand zwischen 1894 und 1898 am Südende der Deichstraße mit der Hausnummer 5. Hierin die Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung August Rauschenplat. Der Zusammenhang zum Betrieb Georg Rauschenplat (Deichstraße 21) ist nicht recht klar, es steht aber zu vermuten, dass es sich um Brüder handelte. 1934, anlässlich des Verkaufs des Hauses an den Uhrmacher Oellerich, ist als Inhaber der Kunsthändler Ernst Böckmann eingetragen. Bilder Grundungshaus Rauschenplat, Westerreihe 9 (Später Gemüse-Plagmann) Nordersteinstraße 8 Deichstraße 37 Deichstraße 5 Anzeige um 1910 Fußnoten Hochspringen ↑ G = Georg R., Sohn des E.R.A. Rauschenplat mit Sohn Reinhard, † 1912 Hochspringen ↑ Auch in Cuxhaven haben sich, wie überall in Deutschland, mittlerweile die nationalen Buchkonzerne und Filialisten etabliert.
Im Hintergrund Mitte die Gebäude der Reepschlägerei um 1900 Reeperbahn ist ein Arbeitsplatz zur Herstellung von Tauen, Seilen und Trossen, sowie zur Ablage gefertigter Taue. Es handelte sich um eine bis zu 400 m lange glatte Bahn, auf der dünne Seile (seemännisch: Reepe) durch den Reepschläger zu einem dicken Seil oder Trosse verdrillt oder verflochten werden. In der Reepschlägerei oder auch Seilerei wurden dann die Kleinarbeiten am Tau durchgeführt (Seilkauschen...). Im 18. Jh. beginnt sich in Cuxhaven die Hafenwirtschaft und damit zunehmend der Bedarf an Seilen, Tauen und Trossen zu entwickeln. Daher wird erstmals 1794 von Wasserbaudirektor Reinhard Woltman vorgeschlagen, in Cuxhaven eine zweibahnige Reepschlägerei einzurichten. Dabei hat sich in einem Antrag vom 14. Februar 1794 an den Amtmann Daniel Linau (Amtmann von 1788 - 1794) für den Reepschläger Gottfried Jacob Gammlien eingesetzt. 1818/19 richtet der damalige Amtmann Abendroth diese als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Armen des neu eingerichteten Nicolai-Armenhauses ein. Die Reepschlägerei wurde zwischen dem Bahnhof und der heutigen Neufelder Straße eingerichtet. Über die Lage der Reeperbahn scheint es unterschiedliche Aussagen zu geben. Zum einen wird sie außendeichs des östlichen Hafenobdeiches, der heutigen Kapitän-Alexander-Straße angenommen. In einer Karte von 1894 ist sie dagegen am südlichen Ende der Präsident-Herwig-Straße verzeichnet. In der Sturmflut von 1825 wird die Reepschlägerei inkl. der Wohnung des Reepschlägermeisters Mangels vernichtet. Seine Frau und fünf Kinder finden dabei den Tod. Am 1. November 1825 beantragt Hans Simon Rickmers eine Konzession für eine Reepschlägerei. Es ist nicht klar, ob er die untergegangene übernommen oder eine neue eröffnet hat. Klar ist, dass die alte Reepschlägerei hinter dem Bahnhof noch zumindestens bis 1880 betrieben wurde durch den Reepschläger H. Gödecke. Als in dem Jahre die Eisenbahn nach Cuxhaven kam, wurde die Reeperbahn je nach Lage Trasse für die Anbindung des alten Hafenbahnhofes an der Hafenkaje oder durch das Bahnhofsgelände überbaut.
Ein Reeder ist Eigentümer eines oder mehrerer Schiffe, die von ihm kommerziell eingesetzt werden. Dieses kann sein in der See- oder Binnenschifffahrt. Das Unternehmen eines Reeders trägt die Bezeichnung Reederei. Sie kann eine Linienreederei, also im festgelegten Liniendienst, sozusagen nach Fahrplan, oder in der Trampschifffahrt tätig sein. Dabei ist es egal, ob sie Personen, Fracht oder beides befördert. Ebenso kann es sich aber auch um Arbeits- (Schlepper-, Kran-, Bagger- ...), Charter- (Mietfahrten) oder andere Reedereiformen handeln. Der Reeder, bzw. die Reederei sind somit die seeseitigen Pendants zum Transport- oder Fuhrunternehmer/-unternehmen an Land.
Das RAD-Lager "Simon-von-Utrecht" war ein Reichsarbeitsdienstlager in Sahlenburg. Das Lager der RAD-Abteilung 1/173 befand sich an der Nordheimstraße, gegenüber vom Von-Elm-Weg. Das Lager wurde im Herbst 1934 errichtet und am 1. November 1934 bezogen, wobei die Lager Groden und Arensch hier vereinigt wurden. Durch die Umstrukturierung des Reichsarbeitsdienstes erhielt es am 1. April 1937 die Dienststellennummer 1/173, bis dahin war die Dienststellennummer 1/170. Ab Kriegsende war in dem Lager eine Kraftwagenkolonne der Engländer untergebracht. Nach deren Abzug stand das Lager, welches dem Finanzamt als Rechtsnachfolger des Reiches zugefallen war, einige Zeit leer. In der kurzen Zeit des Leerstandes haben Unbekannte die elektrische Installation, Fenster, Türen und Fußböden weitgehend abgebaut. Dem Eingreifen des kommissarischen Bürgermeisters war es zu verdanken, daß das Finanzamt das Lager freigab um als Wohnraum für immer mehr einströmende Flüchtlinge zu dienen. Zur Instandsetzung der Unterkünfte flossen erhebliche Mittel von der Regierung und dem Kreis. 25 heimatvertriebene Familien haben hier eine Unterkunft gefunden, die bis in die frühen 1960er-Jahre genutzt wurde. Karte Lage des Lagers Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Bilder Hinweisschild zum Lager Lagerinneres Weitere RAD-Abteilungen Der Vollständigkeit halber hier eine Aufstellung der zur Gruppe 173 (Sitz Otterndorf) gehörenden Abteilungen: Abteilung "Simon von Utrecht" 1/173 Sahlenburg Abteilung "Kapitän König" 2/173 Stickenbüttel Abteilung "Berend Jakobsen Karpfanger" 3/173 Neuwerk Abteilung "Wilder Jäger Wode" 4/173 Ihlienworth Abteilung "Kurfürst Johann Cicero" 5/173 Osterwanna Abteilung "Ditmar Koel" 6/173 Bornberg Abteilung "Karl von Holtei" 7/173 St. Joost Abteilung 8/173 Altkehdingen
Die Reederei wurde im November 1936 gegründet und bildete eine eigene Abteilung innerhalb des Fischgroßhandel- und Fischverarbeitungsunternehmens in Cuxhaven. Im gleichen Jahr hatte sie bereits zwei Fischdampfer bei deutschen Werften bestellt, über den Bau weiterer Schiffe wurde verhandelt. Bei den einzelnen Schiffen hielten neben Hussmann & Hahn auch Diedrich Hahn und weitere Mitreeder Partenanteile. Bei diesen Dampfern handelte sich es sich um die beiden Schwesterschiffe GAULEITER FORSTER (PC 306) und die erste GAULEITER TELSCHOW (PC 307) vom Typ Uranus der Schiffbaugesellschaft Unterweser im heutigen Bremerhaven. 1938 folgte der dritte Neubau GAULEITER BÜRCKEL (PC 315) von der Seebeckwerft in Bremerhaven. Es waren nach dem letzten Stand der Technik gebaute Schiffe mit einem Rumpf in Maierform. Heimathafen der Schiffe wurde Cuxhaven. Zur Versorgung der Schiffe unterhielt das Unternehmen eine Reparaturwerkstatt und eine Netzmacherei. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die drei Fischdampfer im Rahmen der Mobilmachung im September 1939 von der Kriegsmarine übernommen, umgebaut und als Hilfsminensuchboote bzw. Vorpostenboote eingesetzt. Alle drei Schiffe wurden während des Krieges versenkt. Die Anschaffung von drei weiteren Schiffen für die Reederei war trotz des Krieges geplant: Der vierte Fischdampfer, die GAULEITER BOHLE, lief 1940 bei der Seebeckwerft vom Stapel und wurde sofort in die Kriegsmarine als Vorpostenboot eingegliedert – auch dieser Dampfer wurde im Krieg versenkt. Im Frühjahr 1941 übernahm Hussmann & Hahn die Bereederung des Fischdampfers GÜNTHER von Gerhard und Elisabeth Schütze aus Brandenburg/Havel, mit dem der Fischfang wieder aufgenommen werden konnte. Auch dieses Schiff ging noch 1941 nach einem Minentreffer verloren. Als letzten Neubau im Krieg bestellte die Reederei die zweite GAULEIER TELSCHOW. Die Seebeckwerft gab den Auftrag an die niederländische Werft de Merwede in Hardinxveld weiter, lieferte die Baupläne und Materialien. Kurz vor Kriegsende wurde das zu etwa 80 Prozent fertig gestellte Schiffe nach Deutschland geschleppt und nach Kriegsende fertig gebaut. Nach Kriegsende nahm die Reederei als erstes einen reparierten Dampfer in Betrieb: Die ursprünglich von der Sowjetunion beauftragte SEVERYANKA wurde nach Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion beschlagnahmt, als V1111 in Dienst und im Juli 1944 nach einem sowjetischen Fliegerangriff ausgebrannt außer Dienst gestellt. Repariert stellte Hussmann & Hahn den Dampfer am 20. Dezember 1945 als FAHRWOHL wieder in Dienst. Allerdings musste sie das Schiff bereits im Februar 1946 an die Sowjetunion abliefern. Bereits einen Monat zuvor, im Januar 1946, hatte die Reederei den als zweite GAULEITER TELSCHOW begonnene und als VORWÄRTS fertig gebauten Fischdampfer auf Fangreise geschickt. Bis 1949 war der Dampfer für Hussmann & Hahn im Einsatz, dann musste er an die Niederlande abgeliefert werden. Noch 1948 hatte Hussmann & Hahn die am Kriegsende versenkte und wieder reparierte GAULEITER BÜRCKEL als GLÜCKAUF übernommen. 1952 verkaufte sie den Dampfer an die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei in Cuxhaven, die sie als DONAU in Dienst stellte. Als Ersatz für die abgelieferte VORWÄRTS charterte die Reederei von der Fischdampfer-Treuhandgesellschaft das kleine von den USA zur Verfügung gestellte Fischereimotorschiff MARGEE AND PAT II. 1952 wurde das Schiff an die USA zurückgegeben. Als letztes Schiff übernahm die Reederei 1951 den Neubau ELBE von der Seebeckwerft. 1954 verkaufte sie ihn wieder, ebenfalls an die Nordsee Deutsche Hochseefischerei. Das Schiff sank ein Jahr später bei einer Kollision, bei der 15 Seeleute ums Leben kamen. Nach dem Verkauf der ELBE 1954 gaben Hussmann & Hahn den Reedereibetrieb auf. Eigene und bereederte Schiffe Daten zum Zeitpunkt der Ablieferung. Schiffsname Baujahr Werft Tonnage in Fahrt Foto Anmerkungen GAULEITER FORSTER (PC 306) 1937 Schiffbaugesellschaft Unterweser, Bremerhaven 425 BRT 1937–1939 25. Oktober 1939 zur Kriegsmarine als M 1208, am 11. Februar 1942 nach Minentreffer gesunken. GAULEITER TELSCHOW (1) (PC 307) 1937 Schiffbaugesellschaft Unterweser, Bremerhaven 428 BRT 1937–1939 16. September zur Kriegsmarine als V 206, am 20. Oktober 1939 als V 209. Am 20. November 1939 nach U-Boot-Torpedotreffer gesunken. GAULEITER BÜRCKEL (PC 315) 1938 Seebeckwerft, Bremerhaven 489 BRT 1938–1939 1948–1952 24. September 1939 zur Kriegsmarine als M 1501, ab 19. März 1943 als NH 05 beim Sperrversuchskommando. Am 9. April 1945 in Kiel durch Luftangriff gesunken, 1946 repariert, 1948 als GLÜCKAUF bei Hussmann & Hahn. 1952 an Nordsee verkauft, als DONAU in Dienst, 1961 abgebrochen. GAULEITER BOHLE (PC 326) 1940 Seebeckwerft, Bremerhaven 505 1940–1940 Am 6. November 1940 zur Kriegsmarine als M 1902, am 14. Juli 1943 als V 5911 und am 1. April 1944 als V 6101. Am 25. September versenkt. GÜNTER (PG 271), ex SEELÖWE, ex FRITZ BUSSE 1918 Eiderwerft in Tönning 237,5 BRT 1941–1941 Am 7. Oktober 1941 durch eine Mine gesunken. FAHRWOHL (PC 335), ex CHRISTIAN WENDIG, ex SEVERYANKA 1941 Norderwerft, Hamburg 589 BRT 1945–1946 1939 sowj. Auftrag SEVERYANKA, 1941 beschlagnahmt, im November als CHISTIAN WENDIG fertiggestellt, Dienst als V 1111. Am 21. Juli 1944 bei Fliegerangriff ausgebrannt. Am 20. Oktober 1945 als FAHRWOHL bei Hussmann & Hahn. Ab 7. Februar 1946 sowjetisches Vermessungsschiff PLANETA und ab 30. November 1946 Fischereischiff DVINA. Abgewrackt:1966 GAULEITER TELSCHOW (PC 336) 1943–1945 de Merwede, Hardinxveld/Niederlande 525 BRT 1946–1949 Bau für Hussmann & Hahn begonnen, ab 1944 für Kriegsmarine als UJ 1228 vorgesehen, 1945 Fertigstellung bei Seebeck, Januar 1946 als VORWÄRTS bei Hussmann & Hahn. 1949 an Niederlande abgeliefert, in Dienst als TZONNE, ab 1959 mehrere Eignerwechsel. 1982 vor Marokko gestrandet. MAGEE & PAT II, (BX 565) 1946 Wheeler, Whitestone / New York 188 BRT 1949–1952 1949 als Ersatz für VORWÄRTS von den USA zur Verfügung gestellt. 1952 erfolgt die Rückgabe an die USA. ELBE (NC 390) 1951 Seebeckwerft, Bremerhaven 397 BRT 1951–1954 1951 in Dienst gestellt, 1954 an die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei in Cuxhaven verkauft, 1955 gesunken.
Rettungsbake im Cuxhavener Watt Rettungsbake im Cuxhavener Watt Als Rettungsbake versteht man eine Bake, primär als Zuflucht für in Seenot geratene Personen. Das heißt, sie hat entgegen anderer Baken i.d.R keine nautische Relevanz für die Seefahrt. Andererseits haben diverse nautische Baken integrierte Rettungsräume oder Plattformen. Dies ist z.B. bei der Bake auf dem Süderoogsand oder der Scharhörnbake, auch der ehemaligen Buschsandbake der Fall. Im Cuxhavener Wattgebiet stehen an sieben neuralgischen Punkten seit den 1970er Jahren stählerne Rettungsbaken für Wattwanderer, die die Gefahren des auflaufenden Wasser ignoriert haben. Diese auf Stahlsäulen montierten Stahlkäfige sind über eine angebrachte Leiter durch Bodenluken zu betreten und bieten Platz für 6 Personen. Sie sind als Stahlkäfige ausgebildet, damit sie auch bei Blitzschlag Sicherheit bieten (Faradayscher Käfig). Auch bei Hochwasser ragen sie noch 2 Meter aus dem Wasser. Zumeist sind sie mit Signalgeräten ausgestattet (Signalfackeln, -raketen oder -pistolen oder auch Notfunkgeräten). Die farbigen Streifen unterhalb des Schutzkäfigs sind Reflexions-Streifen, die ein Auffinden der Baken bei Dunkelheit ermöglichen. Seit Bestehen der Baken hat es im Cuxhavener Wattenmeer keine Ertrunkenen mehr gegeben. Um ihre ständige Betriebsbereitschaft zu gewährleisten, gibt es in der Wattwagenverordnung eine Pflicht der Wattwagenführer, Auffälligkeiten an den Baken zu melden: § 6 der Hamburgischen Wattwagenverordnung vom 23. August 2005: Meldepflichten (1) Wesentliche Veränderungen der Wegebeschaffenheit oder der Reisigbündel und Rettungsbaken sind von den Fahrerinnen bzw. Fahrern oder ihren Unternehmerinnen bzw. Unternehmern unverzüglich der zuständigen Behörde zu melden. Ein missbräuchliches Besteigen oder gar Beschädigen der Baken ist strafbar. So ist ein durch bloßes Besteigen ausgelöster Rettungseinsatz i.d.R. zu bezahlen. Im Winterhalbjahr werden die Rettungsbaken zum Teil demontiert, um sie vor Schäden durch Sturm oder Eisgang zu schützen.
Richtfeuer sind als Seezeichen ein Untertyp von Leuchtfeuern und werden dazu verwendet, einem Wasserfahrzeug ein Fahrwasser aufzuzeigen. Das Richtfeuer besteht aus Oberfeuer und Unterfeuer, in seltenen Fällen auch einem Mittelfeuer. Im Normalfall sind die Feuerträger so konstruiert, dass eine gewisse Zugehörigkeit zueinander auch aus größerer Entfernung erkennbar ist. Die beiden Feuer werden so positioniert, dass ein Schiff sich dann in einem sicheren Fahrwasser befindet, wenn beide Leuchtfeuer sich in vertikaler Deckpeilung befinden. Diese Linie wird als Richtfeuerlinie bezeichnet. Das Unterfeuer in niedrigerer Position steht näher an einer Fahrrinne als das weiter entfernte Oberfeuer, das zumeist größer ist oder an einem höheren Standort aufgestellt wird. Um auch nachts eine deutliche Zugehörigkeit der beiden Feuer zu verdeutlichen, wird normalerweise ein identisches Lichtsignal verwendet. Die Kennung sowie die genaue Ausrichtung der Richtfeuerlinien werden in Seekarten vermerkt. Um Kollisionen von ein- mit ausfahrenden Schiffen zur vermeiden, sollen beide Schiffe leicht Steuerbord (rechts) von der Linie fahren. Solch eine Leitlinie kann auch durch anderen Seezeichen gegeben sein, z.B. einem Leuchtturm und einer Verdunkelungsbake. Weblinks Leuchttürme.net -> Richtfeuer
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Der Begriff Riemen steht im seemännischen Sprachgebrauch für das Ruder des Ruderbootes, während das Ruder seemännisch die Ruderanlage ausdrückt. Also jeden Teil, der dem Schiff, ebenso wie dem Flugzeug, die Kurvenfahrt verleiht.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Personen Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Personen-Register Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z A Abendroth, Amandus Augustus; (Amtmann); 1767-1842 Alexander, Karl (Fischdampferkapitän, Opfer des Nationalsozialismus); 1890-1940 B Bleicken, Bleick Max; (Bürgermeister); 1869-1959 Borrmann, Hermann; (Heimatforscher, Lehrer, Schuldirektor der Wichernschule); 1911-1998 Brockes, Barthold Heinrich; (Amtmann); 1680-1747 C D Dölle, August; (Hotelier); 1802-1879 Dölle, Charles Eduard Emil; (Hotelier); 1849-1909 Dölle, Johann Heinrich; (Schuldirektor der Höheren Bürgerschule); 1772-1826 Dohrmann, Ludwig Robert; (Unternehmer, Ehrenbürger, Initiator des Duhner Wattrennens); 1850-1932 Duge, Bruno; (Arzt, Oberbürgermeister); 1884-1970 E F Fitter, Peter Herbert; (Unternehmer, Politiker); 1905-1991 G Gerdts, Peter Hinrich; (Schultheiß); 1812-1895 Gock, Ernst; (Maler); 1869-1957 H Heidsiek, Wilhelm; (Politiker, Verlagsleiter "Alte Liebe", Opfer des Nationalsozialismus); 1888-1944 I J K Kirchenpauer, Gustav Heinrich; (Amtmann und Landherr); 1808-1887 Kirchhof, Alex; (Maler); 1895-1961 L Lübbert, Hans Julius; (Förderer des Cuxhavener Fischmarktes, Ehrenbürger); 1870-1951 M N Niebuhr, Carsten; (Arabienforscher); 1733-1815 Nordheim, Marcus; (Unternehmer, Stifter); 1811-1899 O Oellerich, Claus; (Heimatforscher, Lehrer); 1876-1961 Olfers, Karl; (Oberbürgermeister, Politiker, Ehrenbürger); 1888-1968 P Peycke, Arnold; (Unternehmer) Q R Repsold, Johann Georg; (Forscher, Mechaniker); 1770-1830 Retzlaff, Hans; (Sahlenburger Bürgermeister); 1904-1991 Ringelnatz, Joachim; (Schriftsteller); 1883-1934 Rotter, Franz; (Bildhauer); 1910-1989 S Seliger, Berthold; (Raketenforscher); geb. 1928 T U V W Waller, Karl; (Heimatforscher); 1892-1963 Werner, Charles Anthony, (Amtsverwalter); 1838-1891 Woltman, Reinhard; (Leiter der Wasserbaubehörde, Erfinder); 1757-1837 X Y Z
Johann Georg Repsold (* 19. September 1770 in Wremen; † 14. Januar 1830 ). 1 Leben und Werk 2 Würdigungen 3 Arbeiten 4 Literatur 5 Links Leben und Werk Johann Georg Repsold wurde am 19. September 1770 in Wremen (Land Wursten), als eines von 9 Kindern des Predigers Johann Repsold, geboren. Er besuchte 1780 die Lateinschule in Stade, um Theologe zu werden. Seine Begabungen lagen jedoch eher in der Mathematik und im Zeichnen. Ab 1788 erhielt er von Wasserbauinspektor Reinhard Woltman in Ritzebüttel Privatunterricht in Wasserbau, Instrumentenbau, Zeichnen, Seefahrt, Astronomie und Mathematik. Der Kontakt zu Woltman, der sein Förderer und Freund wurde, blieb auch nach seiner Ausbildung erhalten und führte Repsold auch, nachdem er 1791 in Hamburg zuerst eine Anstellung als Geometer fand, immer wieder zurück nach Cuxhaven. 1795 schlug Woltman Repsold als „Elb-Conducteur“, d.h. als Aufseher über einen Elbabschnitt (Deichkontrolle) vor und nachdem J.G. Repsold eine notwendige Mathemtik-Prüfung bestanden hatte, erhielt er diesen Posten. 1799 wurde Repsold Spritzenmeister (Leiter der Feuerwehr) in Hamburg und heiratete Margaretha Eleonore Scharf, die Tochter seines Vorgängers. Zu seinen Tätigkeiten als Spritzenmeister gehörte die Anfertigung notwendiger feinmechanischer Geräte. Aus diesem Teil seiner Arbeit machte Repsold zuerst ein Steckenpferd und schließlich ein Unternehmen für astronomische und geodätische Instrumente und Werkzeuge, dass unter seinen Nachfahren bis 1919 unter dem Namen A. Repsold & Söhne bestand. Gleichzeitig pflegte Repsold Kontakte zu bedeutenden Wissenschaftlern (u.a. Johann Caspar Horner und Carl Friedrich Gauß), für die er z.B. astronomische Geräte konstruierte. Er selber baute in Hamburg eine eigene Sternwarte. Die Leuchttürme und Leuchtschiffe an der Elbmündung wurden von Repsold beaufsichtigt und in ihrer technischen Ausstattung verbessert. Den Leuchtturm an der Alten Liebe hat Johann Georg Repsold 1805 mit seiner Konstruktion einer „Argandschen Lampe“ (mit Parabolspiegel) ausgestattet. 1809 baute er Laternen und Lampen für die Leuchttürme auf Neuwerk. Dieses „Repsoldsche Feuer“ konnte wegen der Besetzung durch die Franzosen jedoch erst 1814 eingebaut werden. 1816 ging auf seine Initiative hin das erste Elb-Feuerschiff „Seestern“ in der Außenelbe vor Anker. Er erweiterte die Elbe-Betonnung, entwickelte Navigationsinstrumente und sorgte für bessere Ausbildung der Seeleute. Damit hat J.G. Repsold sich als Pionier in Sachen Sicherheit im Schiffsverkehr große Verdienste erworben. Am 14. Januar 1830 starb Johann Georg Repsold bei einem Löscheinsatz in Hamburg, als er von einer einstürzenden Mauer erschlagen wurde. Würdigungen 1833 wurde Repsold im Hamburg ein Denkmal gesetzt, 1918 wurde der von Friedrich Karl Arnold Schwassmann in Hamburg entdeckte Asteroid Repsolda und 1996 die Repsoldstraße in Cuxhaven nach ihm benannt. 1964 wurde der Tonnenleger JOHANN GEORG REPSOLD nach ihm benannt. Arbeiten Astronomisches Federpendel Kometensucher aus Messing mit Stativ Pendeluhren mit Gehäuse Repsold-Längen-Teilmaschine (zu bewundern im Deutschen Museum in München) der Meridiankreis in Göttingen der Pendelapparat Über die Nachtsignäle und Leuchtfeuer an der Mündung der Elbe; in: Ritzebüttel und das Seebad zu Cuxhaven. Von Amandus Augustus Abendroth, Hamburg 1818. und vieles mehr Literatur Peter Bussler; Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Heimatbund der Männer vom Morgenstern; 2002 Jürgen W. Koch (Hrsg.): Der Briefwechsel von Johann Georg Repsold mit Carl Friedrich Gauß und Heinrich Christian Schumacher. Koch, Holm 2000, ISBN 3-89811-624-7 Jürgen W. Koch: Der Hamburger Spritzenmeister und Mechaniker Johann Georg Repsold (1770-1830): ein Beispiel für die Feinmechanik im norddeutschen Raum zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Univ. diss., Hamburg 2001 Karin Reich: Der Hamburger Mechanikus und Sprützenmeister Johann Georg Repsold. Univ. Hamburg 1998 Johann A. Repsold: Vermehrte Nachrichten über die Familie Repsold und insbesondere über Johann Georg Repsold. Pont & von Döhren, Hamburg 1915 Links http://www.repsold.de/ http://www.friedensblitz.de/sterne/repsold/JG-Repsold-frueh.html http://www.math.uni-hamburg.de/spag/ign/hh/biogr/repsold.htm
Joachim Ringelnatz (Pseudonym, * 7. August 1883 in Wurzen bei Leipzig; † 17. November 1934 in Berlin; Sohn des Schriftstellers Georg Bötticher, bürgerlich Hans Bötticher) war ein deutscher Schriftsteller und Maler. 1 Leben und Werk 2 Würdigung 3 Werke 4 Literatur 5 Bilder 6 Weblinks Leben und Werk Ringelnatz ist vor allem durch tragikomische und kabarettistische Lyrik bekannt geworden, unter anderen um Kuttel Daddeldu, den Seemann mit dem großen Herzen, der an Land regelmäßig Schiffbruch erleidet. Der spätere Dichter wurde des Gymnasiums verwiesen, als er sich in der Großen Pause bei Hagenbecks Völkerschau hatte tätowieren lassen, und ging als Schiffsjunge und Matrose auf See. Danach absolvierte er in Hamburg eine kaufmännische Lehre, arbeitete als Hausmeister in einer Pension in England, war Lehrling in einer Dachpappenfabrik, Angestellter in einem Münchner Reisebüro, und anderes mehr. 1908 trug er in dem Schwabinger Künstlerlokal Simpl (München) erstmals eigene Verse vor und wurde zum »Hausdichter« der Wirtin Kathi Kobus. In der Nähe eröffnete er ein Zigarrengeschäft, das er wegen des ausbleibenden geschäftlichen Erfolgs nach neun Monaten aber wieder schließen musste. Von der im Künstlerlokal verkehrenden Schwabinger Bohème wurde er zu eigenen Veröffentlichungen angeregt, die aber alle nur kleine Auflagen erreichten; auch malte er in Öl. Den Ersten Weltkrieg machte er als Marinekriegsfreiwilliger zuerst als Maat und zuletzt als Leutnant zur See und Kommandant eines Minensuchbootes mit. Während dieser Zeit diente er mit Unterbrechungen von 1915 bis 1918 in Cuxhaven-Sahlenburg. Seine (nicht immer positiven) Erinnerungen an Cuxhaven finden sich in seinem Werk "Als Mariner im Krieg". Das Pseudonym Joachim Ringelnatz gab sich der Künstler selbst vermutlich nach dem seemännischen Ausdruck "Ringelnass" für das glückbringende Seepferdchen, möglicherweise aber geht es jedoch auf seine Zeit 1918 als Leutnant bei der Küstenbatterie Seeheim zurück, wo er Ringelnattern fing (dargestellt im 14. Kapitel seines autobiografischen Romans "Als Mariner im Krieg"). Große Popularität erlangte Ringelnatz durch seine unkonventionelle und spielerische Lyrik. Die Mischung aus Seemannsgarn, Moritaten, Nichtsnutz-Erkenntnissen, bitterer Zeitkritik und Schwermut traf das Lebensgefühl der Erster Weltkrieg-Generation. Ringelnatz' tiefer Ernst wurde über die spaßigen Dichtungen jedoch vielfach nicht wahrgenommen. Seinen Durchbruch als Dichter und reisender Vortragskünstler erreichte er 1920 mit seinem Gedichtbändchen "Turngedichte", das bei dem Verlag Alfred Richard Meyer oder Munkepunke erschien. An diesen großen Erfolg knüpfte er 1923 mit dem Gedichtband Kuttel Daddeldu an. Im Februar 1932 zog er nach Berlin-Westend. Seine damalige Stammkneipe, die "Westend-Klause" am Steubenplatz, kann heute noch bewundert werden. Ringelnatz erhielt im Februar 1933 Auftrittsverbot, seine Veröffentlichungen wurden beschlagnahmt und seine Gemälde aus der Berliner Nationalgalerie als "Entartete Kunst" entfernt. Schwer erkrankt, konnte er seine Heilbehandlung nicht mehr finanzieren und verstarb im November 1934 in seiner Wohnung "Am Sachsenplatz" (heute "Brixplatz") in Berlin. Ringelnatz' Frau Leonharda Pieper ("Muschelkalk"), gab seinen Nachlass mit heraus. Er hat ihr etliche Gedichte gewidmet, so diese Zeilen aus dem Gedicht Ansprache eines Fremden an eine Geschminkte vor dem Wilberforcemonument: "Mein richtiges Herz. Das ist anderwärts, irgendwo | Im Muschelkalk." Würdigung Nach dem Dichter ist der Cuxhavener Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik und seit 1975 ein Straße (Joachim-Ringelnatz-Straße) benannt. Werke 1910 Gedichte 1911 Was ein Schiffsjungen-Tagebuch erzählt 1912 Die Schnupftabakdose. Stumpfsinn in Versen und Bildern von Hans Bötticher und Richard Seewald 1913 Ein jeder lebt's. Novellen 1920/1923 Turngedichte 1920 Kuttel Daddeldu oder das schlüpfrige Leid 1921 Die gebatikte Schusterpastete 1922 Die Woge. Marine-Kriegsgeschichten 1923 Kuttel Daddeldu 1924 ...liner Roma... Mit 10 Bildern von ihm selbst. 1924 Nervosipopel. Elf Angelegenheiten 1927 Reisebriefe eines Artisten 1928 Allerdings 1928 Als Mariner im Krieg (unter dem Pseudonym Gustav Hester) 1928 Matrosen. Erinnerungen, ein Skizzenbuch, handelt von Wasser und blauem Tuch 1929 Flugzeuggedanken 1931 Mein Leben bis zum Kriege 1931 Kinder-Verwirrbuch mit vielen Bildern [neu 2006, Wegberg: Aurel Verlag, ISBN 3-938759-04-6] 1932 Die Flasche und mit ihr auf Reisen 1932 Gedichte dreier Jahre 1933 103 Gedichte 1934 Gedichte. Gedichte von einstmals und heute Postum 1935 Der Nachlaß 1939 Kasperle-Verse Viele von Ringelnatzens Gemälden sind im Krieg untergegangen, das Kunsthaus Zürich hat eines magaziniert. Literatur Helga Bemmann: Joachim Ringelnatz: Leben und Werk des Dichters, Malers und Artisten. Propyläen-Verlag, 1996. ISBN 3-549-05596-X Herbert Günther: Joachim Ringlnatz. 8. Auflage. Rowohlt-Verlag, 2001. ISBN 3-499-50096-5 Bilder Ringelnatz während eines Vortrages 1926 Hans Bötticher auf dem Hilfsminensucher "Fairplay VI" Grabstätte Ringelnatz Weblinks Ringelnatz in Cuxhaven, Karte (in Bearbeitung) Biographie im Deutschen Historisches Museum Ringelnatzverein mit Infos zur Ringelnatz- Gedenkausstellung und vielen Links Joachim Ringelnatz-Stiftung Sein Werk, Museum, Veranstaltungen zahlreiche Gedichte als kostenlose mp3-Hörbücher bei Vorleser.net
Pferdebus der Firma August Uhe in Duhnen Ab wann es eine öffentliche Personenbeförderung in Cuxhaven gegeben hat, ist nicht belegt. Zu vermuten ist aber, dass es mit der Gründung des Seebades Cuxhaven im Jahre 1816 Transportmöglichkeiten für die gut betuchten Badegäste gegeben hat, da der Badebetrieb im Bereich des Alten Hafens stattfand, während eine Reihe der ersten Hotels am Platze sich in Ritzebüttel befand. So die Harmonie in der Osterreihe, heute Südersteinstraße oder der König von England in der Nordersteinstraße. Die ersten Vermerke kommerzieller Beförderung finden sich ab 1904: 1904, 29. Mai August Uhe eröffnet eine Busverbindung nach Duhnen. 1905, 14. Mai H. Höppke eröffnet eine regelmäßige Omnibusverbindung zwischen Cuxhaven und Brockeswalde. 1907, 7. April A. Kempe eröffnet eine Automobilverbindung nach Brockeswalde und Duhnen. 1910, [18. Oktober]] Verkündung einer Polizeiverordnung zur Regelung der gewerblichen Personenbeförderung. 1914 Für etwa einen Monat verkehrt regelmäßig eine Straßenbahn zwischen Bahnhof und den Forts Grimmerhörn und Kugelbake. Sie muss mit Ausbruch des 1. Weltkrieges ihren Dienst wieder einstellen. 1922 o. 24, 8. Juni Die Kraftverkehrsgesellschaft `Nordmark´ (Altona) eröffnet eine Autobuslinie vom Bahnhof nach Duhnen, vermutlich i.A. der Kurverwaltung. Belegbar bis 18. September, dann musste sie wegen Bürgerprotesten wieder geschlossen werden, da der Buss "mit der wahnsinnigen Geschwindigkeit von 35 - 40 km/h die Häuser und deren Inventar erschüttere und zuviel Staub aufwirbele". Außerdem gab es Äger mit den Droschkenbesitzern. Als Ersatz fuhr der Uhe-Pferdebus wieder. Fahrpreis der Nordmark vom Bahnhof bis Lichtenbergplatz war 50 Rpf., bis Duhnen nochmals 50 Rpf.. Während bis dahin nur sporadisch bis regelmäßig im Sommer eine Personenbeförderung angeboten wurde, z.B. von der Kurverwaltung, war man während der restlichen Jahreszeit auf Kraft- oder Pferdedroschken angewiesen, so nach wie vor Uhes Pferde-Omnibus mit täglich drei Fahrten nach Duhnen. Diese fuhren unregelmäßig und waren teuer. Während der Bus vom Bahnhof nach Duhnen 1 RM verlangte, kostete die Kutsche für 2 Personen 3,75 RM und die Kraftdroschke gar 6,25 RM. Dieses änderte sich im Jahre 1925 durch die Gründung der `Cuxhavener Omnibus-Gesellschaft´, allseits bekannt als COG. `Omni´ bedeutet `für alle´. Dieses sollte damit finanziell für jedermann jederzeit möglich sein. 1925, 13. Januar Erste Fahrt des neuen Busses der noch zu gründenden Gesellschaft im nun ständigen Liniendienst. Die Fahrstrecke geht vom Bahnhof aus. 1925, 16. Januar Die `Cuxhavener Omnibus-Gesellschaft´ (COG) wird gegründet. 1926 Die COG eröffnet eine Buslinie nach Altenwalde - Oxstedt - Berensch - Nordholz. 1928 eröffnet die zweite große Cuxhavener Busgesellschaft `Maass Reisen´, die einzig noch heute existiert. 1928, 24. November Das Busunternehmen Maass eröffnet eine Buslinie nach Dorum. Gleichzeitig stellt die COG die vorgenannte Linie ein. 1974, 1. Januar Die `COG´ wird von der `Kraftverkehrsgesellschaft´ (KVG) Stade übernommen. Seither wird Cuxhaven und das Umland, sowie der Reisedienst von diesen beiden Gesellschaften bedient. Aus kleinsten Anfängen hat es eine rasante Entwicklung dieser Branche gegeben. Allein die COG hat in den 1960er Jahren 2.000 Busplätze zur Verfügung. Aus dem Droschkengeschäft entwickelten sich teilweise Taxenunternehmen, nach dem Kriege als Taxi bezeichnet. Dazu kamen zu Beginn der 1960er Jahre die so genannten Minicars, Mietfahrzeuge nach Art der Taxe, aber nicht deren Richtlinien unterliegend und unter Ausschluss gewisser Rechte der offiziellen Taxen. So dürfen diese z.B. weder an ausgewiesenen Taxenstandplätzen stehen, noch auf der Straße auf Handzeichen Personen aufnehmen. Es sind also reine Ruf-Mietwagen, die telefonisch angefordert werden müssen.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Peycke, Arnold Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Arnold Peycke war Direktor des Gaswerkes, welches am 25. Oktober 1884 als Cuxhavener Gas-Aktien-Gesellschaft seinen Betrieb aufnahm.
Das Ringelnatz-Museum ist ein Museum im Stadtteil Ritzebüttel 1 Anschrift 2 Öffnungszeiten 3 Ausstellungen 4 Lageplan 5 Weblinks Anschrift Ringelnatzmuseum Südersteinstraße 44 27472 Cuxhaven Tel 04721 / 39 44 11 / 12 Öffnungszeiten Di.-So. 10-13 und 14-17 Uhr Führungen nach Vereinbarung Der Cuxhavener Stadtteil Ritzebüttel beherbergt das am 2.11. 2002 eröffnete "Ringelnatz-Museum". Joachim Ringelnatz, mit bürgerlichem Namen Hans Gustav Bötticher, war während des Ersten Weltkrieges als Mariner in Cuxhaven stationiert (Batterie Seeheim und Nordheim). Im Sommer 2001 wurde hier die gemeinnützige Joachim-Ringelnatz-Stiftung gegründet.Die Aufgabe dieser Stiftung besteht in der Förderung der Sammlung und der Pflege des Nachlasses des Künstlers. Das vielschichtige, qualitätvolle und mitunter sehr überraschende Gesamtwerk von Joachim Ringelnatz wird nun dauerhaft in dem kleinen Museum in der Südersteinstraße 44 präsentiert, das von der Stiftung betrieben wird. Das Haus wurde von der Stadt Cuxhaven zur Verfügung gestellt; es wird ausschließlich aus Spenden und Stiftungsmitteln finanziert. Alle Mitglieder der Stiftung arbeiten ehrenamtlich. Ausstellungen 2010 "Ringelnatz an Bord" Lageplan 9 1 Schloss Ritzebüttel 2 Altes Amtsgericht 3 Schlosswache 4 Gärtnerhaus 5 Schweizerhaus 6 Kriegerdenkmal 7 Krähenhofbrücke 8 Freilichttheater 9 Ringelnatz-Museum 10 Martinskirche 11 Krähenhof Weblinks Ringelnatzmuseum Ringelnatzmuseum bei facebook
Der Ringwall, auch `Judenkirchhof´ genannt, ist ein Bodendenkmal in der Duhner Heide, rund 300 m von der heutigen Küste entfernt. Der Ringwall befindet sich zwischen Duhnen und Sahlenburg westlich des Scharmoorweges. Er wird auf das 9. Jahrhundert datiert und den Sachsen zugeschrieben und gehört zu der Ringwallanlage "Am Kirchhof". Die annähernd kreisförmige Anlage besteht aus einem Haupt- und einem Vorwall, die durch eine Berme voneinander getrennt sind. Die Scheitelpunkte beider Wälle verlaufen in einem Abstand von 12 m parallel zueinander. Inwieweit ein dem Vorwall vorgelagerter kleinen Sohlgraben auch zur Anlage gehört, ist noch unklar. Der Innenraum der Wallanlage besitzt einen Durchmesser von gut 40 m und hatte früher einen nach Osten gerichteten Eingang. Im Innenraum befanden sich zwei kleinere Hügel, von denen nur noch einer erhalten ist. In der näheren Umgebung der Anlage befinden sich weitere Hügel. Es ist noch nicht geklärt, ob es sich dabei um Grabanlagen handelt. Ausnahme: Der größte Hügel, der Twellberg. Erste archäologische Untersuchung erfolgten 1905. Eine damals im ehemaligen Torbereich im Osten der Anlage durchgeführte Grabung konnte zwei die Torgasse flankierende Fundamentgräbchen mit Pfostenspuren dokumentieren. Archäologische Funde traten bei dieser Grabung nicht zu Tage. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Pfahlzug ist das allgemein gültige Maß für die Zugkraft eines Schleppers. Er wird angegeben in Tonnen. Gemessen wird er häufig in Norwegen, da dort infolge der steil abfallenden Felshänge küstennah tiefe Gewässer vorhanden sind. Zur Messung wird der Schlepper über eine mehrere hundert Meter lange Schleppleine an Land befestigt. Beides ist Voraussetzung für eine horizontal, wie vertikal unbeeinflusste Pfahlzugmessung neuer Schlepper. Gemessen wird die Zugkraft bei Vollleistung des Antriebes.
Das Pfadfinderheim ist ein Haus in Holte-Spangen Beschreibung Das Mitte der 1960er Jahre in Eigenleistung errichtete Pfadfinderheim des Stamm Adler bietet Unterkunft für etwa 20 Personen. Ein etwa 30 m² großer Gruppenraum mit Kaminofen bildet zusammen mit einer kleinen Küche und einem Waschraum das Untergeschoß. Im Obergeschoss gibt es einen großen Schlafraum für ca. 15 Personen und einen kleinen Schlafraum für 5 Personen. Das Haus östlich des Ortes Holte-Spangen liegt am Voßbusch in einer Wald-, Heide- und Wiesenlandschaft etwa an der Stelle, an der der Kunstmaler Alex Kirchhof seinen "Malerwinkel" hatte. Auf dem Hausgelände befindet sich eine Feuerstelle mit Sitzbänken. Zu dem Haus gehört eine ca. 3 Hektar große Wiese, die ausschließlich für Spielaktivitäten gedacht ist. Die umliegenden Wiesen dürfen nicht betreten werden. Bilder Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.