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Eine Pier ist ein Hafenbauwerk aus Holz, Stahl oder Stahlbeton. Sie ragt im rechten Winkel vom Kai aus ins Wasser und bildet Anlegestellen, die dem Ein- und Aussteigen von Schiffspassagieren dienen, sowie dem Be- und Entladen von Frachtschiffen. Größe und Bauart einer Pier sind vom Einsatzzweck abhängig. Es gibt spezielle Piers zum Löschen von Standardcontainern, Gefahrgut (zum Beispiel Erdgas, Erdöl oder Chemikalien) oder Stückgut. Für den Fährverkehr verfügen Piers über Rampen für Passagiere und Fahrzeuge. Die hölzerne Form der Pier wurde häufig als Vorsetzen angelegt.
Unter einer Pietà versteht man in der bildenden Kunst, wie im religiösen Bereich, die künstlerische Darstellung der schmerzvollen Mutter Maria mit dem vom Kreuz abgenommenen toten Sohn Jesus. Eine künstlerisch wertvolle Pietà aus geschnitzem Eichenholz befindet sich in der Lüdingworther St.-Jacobi-Kirche. Sie stammt von einem unbekannten Künstler aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und war ursprünglich bemalt. Leider fehlen der Kopf, das linke Bein und der rechte Fuß Christi. Sie steht auf einem Osterleuchter aus dem 14. Jahrhundert, der in katholischer Zeit das Tabernakel getragen hat. Die vielleicht schönste Pietà befindet sich im Petersdom in Rom, gefertigt von Michelangelo. Bilder Osterleuchter als Untersatz für die Lüdingworther Pietà
alte Pingiun-Apotheke bis 2014 Die Pinguin-Apotheke ist eine Apotheke in Cuxhaven-Altenwalde. Adresse Pinguin-Apotheke Dr. Holger Franckenstein Hauptstraße 46 27478 Cuxhaven Telefon: (047 23) 2353 Öffnungszeiten Montag bis Freitag: 08:00 bis 13:00 / 14.oo - 18.30 Samstag: 08:00 bis 13:00 Uhr Weblink Homepage
Das Pinguin-Museum ist ein privates Museum in Cuxhaven. 1 Anschrift 2 Öffnungszeiten 3 Eintrittspreise 4 Weblink 5 Bilder Anschrift Schillerstraße 64 27472 Cuxhaven Öffnungszeiten Das Museum wurde Ende 2023 geschlossen und aufgelöst. Eintrittspreise 2,50 € Erwachsene 1,50 € für Kinder wurden als Spende erwartet. Weblink Homepage des Pinguin-Museums Bilder Schild am Pinguin-Museum 2023 Briefkasten am Pinguin-Museum 2023 Eingang zum Pinguin-Museum 2023
Eine Pipeline für Treibstoff verband den Minensucherhafen mit dem Flugplatz Nordholz. 1 Bau 2 Verlauf 3 Bauweise 4 Rückbau 5 Mineralöllager Nordholz 6 Bilder Bau Baubeginn für den Minensucherhafen war das Jahr 1936. Für diesen Hafen war ebenfalls ein Mineralöllager vorgesehen, das den damaligen "Luftwaffenstützpunkt Nordholz" mit Treibstoff versorgen sollte. Am 1. Juli 1938 wurden die neuen Brücken des Minensucherhafens eingeweiht. Die für die Mineralölverladung maßgebliche Brücke 3 erhielt dabei den Namen "Königin-Louise-Brücke". Ende des Jahres 1939 erfolgte die Fertigstellung des Mineralöllagers Groden, bestehend aus 6 Tanks. Von dem Pumpenhaus dieses Lagers führten Pipelines zum "Osterhöft", zur "Königin-Louise-Brücke" und zum Flugplatz Nordholz. Die Pipeline zum Flugplatz wurde etwa zeitgleich mit dem Mineralöllager im Jahre 1939 fertiggestellt. Verlauf Beginn der Pipeline an Brücke 3 (linker Pfeil) und Öllager Groder (rechter Pfeil) auf einer Luftaufnahme vom 18.04.1944 Die Pipeline verlief westlich der Eisenbahntrasse Cuxhaven - Bremerhaven bis Franzenburg. Von dort aus führte sie entlang der Marinebahn bis zum Flugplatz. Aufgrund der Betonreste, die sich an der Ostseite der ehemaligen Marinebahn finden, ist zu vermuten, dass die Pipeline ab Franzenburg östlich der alten Bahntrasse verlief. Darauf weisen auch die Einstiegsschächte hin, die sich noch heute auf dem Gelände des Marineflugplatzes befinden. Insgesamt war die Pipeline ca. 18 km lang. Bauweise Die Pipeline wurde ca. 6 m unter der Geländeoberfläche eingegraben. Sie bestand aus zwei Rohren mit einem Durchmesser von 25 und 30 cm. Die Rohre verliefen in einem Schacht, der 1,80 m hoch und 1,00 m breit war. Die Abnahme der Fließfähigkeit der Betriebsstoffe -gerade bei niedrigen Temperaturen- versuchte man damit zu verhindern, dass man das Öl mittels Dampf beheizte. Rückbau Nachdem die Pipeline nach der Kapitulation noch bis zum Jahre 1948 von der US-Airforce genutzt wurde, begann man, vom Flugplatz ausgehend, die Rohrleitungen zu entfernen und die Schächte zu sprengen. Die Leitungen zum "Osterhöft" und im Bereich des Pumpenhauses wurden 1993 entfernt. In diesem Jahr wurden auch die Anschlüsse vom Pumpenhaus zur "Königin-Louise-Brücke" demontiert. Die Brücken des Amerikahafens - mit Ausnahme der "Königin-Louise-Brücke" - wurden im selben Jahr entfernt und im Umfeld Land aufgespült. Wenn von der Pipeline in diesem Bereich noch Reste vorhanden sein sollten, liegen sie heute unter der Auto-Umschlagsanlage der Fa. Harms. Im Gebiet des "Neuen Fischereihafens" wurden die Reste der Pipeline bereits Anfang der 60er Jahre durch das Niedersächsische Hafenamt Cuxhaven beseitigt. Mineralöllager Nordholz Die aus Groden kommende Pipeline versorgte an ihrem südlichen Ende das Mineralöllager Nordholz. Dieses war zum Teil Ende des Jahres 1939 betriebsbereit. Das Lager bestand aus 40 Tanks mit einer Gesamtkapazität von 640.000 m³, von denen vermutlich jedoch nur 12 Tanks mit einer Kapazität von jeweils 20.000 m³ (Tankgruppen 1 und 2) in Betrieb gingen. Ein Drittel dieser Tanks war eingegraben. Sie bestanden aus genietetem Stahl mit Stahlbetonschutz. Drei Pumpenhäuser verteilten das Öl auf die einzelnen Tanks. Ursprünglich waren 81 Tanks mit einer Gesamtkapazität von 1.500.000 m³ geplant. Nach Aufgabe des Lagers durch die amerikanische Luftwaffe 1948 wurden sämtliche Tanks gesprengt. Bilder Schacht der Pipeline zwischen Abschnede und Heerstraße Schacht der Pipeline an der Bahnkreuzung Heerstraße Lageplan des Tanklagers Nordolz 1944 Das Öllager Nordholz auf einer britischen Luftbildaufnahme vom 3. Mai 1945. Nach links oben aus dem Bild laufen zwei Bahngleise und die Pipeline.
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Mit Leine belegter Poller an Bord eines Lotsentenders in Cuxhaven Ein Poller ist ein kurzer Pfahl aus Metall oder Holz zum Festmachen eines Schiffes. Landseitig, am Kai oder an der Pier, sind Poller meist gegossene pilz- oder hakenförmige Metallkörper, um die der Schiffsbefestiger die Festmacherleine legt. Bordseitig sind Poller meist als Schweißkonstruktion ausgeführt, oben mit einer gegossenen oder geschweißten Verdickung versehen und paarweise vorhanden. Ein bordseitiger Doppelpoller dient nicht nur dazu, die Festmacherleine zu belegen (achtförmig herumzuwickeln), sondern kann auch als Bremse benutzt werden, um das Schiff mit der allerersten Festmacherleine vollständig abzubremsen. Hierzu wird sie mit nur wenigen Törns (Windungen) belegt, und mit dem losen Ende wird von Hand gefühlvoll nachgegeben, so dass die Festmacherleine rutscht anstatt zu brechen (reißen). Man bezeichnet dies als schricken.
Seitenlichter Bei Schiffen über 7 m vorgeschriebe Anzeige der Schiffsseite mittels verschiedenfarbiger Lichter. Links = Backbord = rot Rechts = Steuerbord = grün Topplichter Bei Schiffen über 7 m vorgeschriebene Anzeige der Fahrtrichtung mittels zwei in Linie hintereinander angebrachten weißen Lampen, deren hintere erhöht positioniert ist. Aufgabe ist, gemeinsam mit Seiten- und Toplichtern, die Anzeige der eigenen Fahrtrichtung.
Bis 1971 gab es eine Post in Holte-Spangen. Postversorgung in Holte-Spangen Daten zur Postgeschichte Datum Ereignis 11. November 1899 Die Post in Holte-Spangen wird von Altenwalde aus vom Landbriefträger zu Fuß zugestellt. 1. Juli 1920 Der Zustelldienst für Holte-Spangen wird von der Postagentur Altenwalde zum Postamt Cuxhaven verlagert. Die Post wird werk- und sonntäglich zugestellt. 20. Juni 1933 Im Haus Holte Nr.8 wird eine Poststelle eröffnet. Posthalter ist der Gastwirt Ludwig Thode. Die amtliche Bezeichnung lautet Holte-Spangen über Cuxhaven 1. Februar 1958 Ernst Schönefeldt wird neuer Posthalter in Holte-Spangen. 1. September 1963 Nach dem Tode von Ernst Schönefeld wird seine Witwe Klara neue Posthalterin 1. April 1971 Die Zustellung der Post wird zum Postamt Cuxhaven verlagert. Die Poststelle in Holte-Spangen wird umbenannt in Poststelle II - Cuxhaven 112 20. Juni 1977 Die Poststelle wird aufgelöst
Posterholungsheim Berensch nach Gründung Das Posterholungsheim bei Berensch war ein Erholungsheim für kriegsgeschädigte Postbedienstete in Berensch. Im Jahre 1930 wurde in den Berenscher Dünen ein neues Gebäude eingerichtet als Seefunkstelle Elbe-Weser Radio. Schnell stellte sich heraus, dass der Standort ungeeignet war, da der Dünengrund zu trocken war, was den Funkverkehr beeinträchtigte. So wurde der komplette Sendebetrieb in die Sahlenburger Marsch verlegt. 1945 wird die Anlage im Zuge der Versuche zur Operation Backfire mit englischen Truppen und Wissenschaftlern belegt, gemeinsam mit dem Lager des Schützenhauses Brockeswalde. Als es nach Abschluss der Versuche darum ging, dass die Berenscher Anlage von den englischen Besatzern gesprengt werden sollte, erbat sich die Oberpostdirektion der Deutsche Bundespost, in dem Gebäude ein Erholungsheim für schwerbeschädigte Postbedienstete einrichten zu dürfen. Es wurde 1949 eingeweiht. Neben Auffahrrampen für Rollstühle war es auch mit einem Fahrstuhl ausgestattet und somit entsprechend dem damaligen Stand behindertengerecht. Damit war es einzigartig unter den insgesamt 13 posteigenen Erholungsheimen. Es bestand aus einem Hauptgebäude und mehreren Nebengebäuden. Dazu mehrere große pavillonartige Anbauten am Haupthaus, zur Nordsee gerichtet zum Tagesaufenthalt. Auch eine Kegelbahn fehlte nicht. Am 14. August 1968 konnten zwei Erweiterungsbauten eingeweiht werden. Nunmehr kam man auf eine Kapazität von 88 Gastplätzen in 36 Zwei- und 16 Einbettzimmern. Weitere Erweiterungen folgten in späteren Jahren. Ehemals weitgehend frei stehend in der Küstenheide ist es heute von Kratteichenwald umgeben. Als mit der Zeit die Schwerbehinderten des Krieges zunehmend weniger wurden und damit die Belegung des Heimes nachließ, wurde es um 2005 an die Cuxhavener `Weggemeinschaft e.V.´ abgetreten, die es als (Freizeit-)Hotel betreibt. Siehe Jugendfreizeitheim Berensch
Arno Pötzsch (* 23. November 1900 in Leipzig; † 19. April 1956 in Cuxhaven) war Erzieher, evangelischer Pfarrer und Kirchenliederdichter. Arno Pötzsch war nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg als Erzieher und Fürsorger in den Brüdergemeinden Kleinwelka und Herrnhut tätig. 1930 entschloss er sich zum Theologiestudium. Pötzsch wurde 1935 Pfarrer in Königshain-Wiederau bei Rochlitz (Sachsen). Ab 1938 war er als Seelsorger an der Cuxhavener Garnisonkirche (Seit Januar 1950 St. Petri-Kirche) tätig. Während des Krieges ging er als Marine-Oberpfarrer nach Den Haag und war später auch in derselben Funktion in Cuxhaven und Helgoland. Seit 1946 amtierte er schließlich als Pfarrer an der Garnisonkirche Cuxhaven. Ab 1948 unterstand er dann als Zivilpfarrer der Landeskirche Hamburg. Neben seiner geistlichen Tätigkeit rührt seine Bekanntheit vor allem von seinem weiteren Schaffen her. So initiierte er eine "Weihnachtsstube für Einsame", sowie das Gefallenen-Ehrenmal auf dem Friedhof Brockeswalde. Darüber hinaus war er dichterisch tätig. Er schrieb eine Reihe von Kirchenliedern, die auch heute noch gesungen werden. Darüber hinaus stammt z.B. das Sonett "Vor der Weihnachtsmadonna von Stalingrad" oder das "Cuxhavener Krippenspiel" von ihm. Seine geistlichen Gedichte aus der Kriegs- und Nachkriegszeit finden sich in vielen Andachts- und Gesangbüchern wieder. Pötzsch verstand diese als "Notlieder der Kirche". Diese Passion schafft ihm den Ruf als Dichterpfarrer. Von Arno Pötzsch stammen die Texte der Kirchenlieder: Du hast zu deinem Abendmahl als Gäste uns geladen (Evangelisches Gesangbuch 224) Meinem Gott gehört die Welt (Evangelisches Gesangbuch 408) Du kannst nicht tiefer fallen (Evangelisches Gesangbuch 533) Bleib bei uns, wenn der Tag entweicht (Evangelisches Gesangbuch 542: Regionalteil Württemberg) Du gabst der Welt das Leben (Evangelisches Gesangbuch 668: Regionalteil Württemberg) Es ist ein Wort ergangen (Evangelisches Gesangbuch 586: Regionalteil Baden, Elsass, Lothringen, Pfalz / 590 - Regionalteil West) Herr Gott, gib uns das täglich Brot (Evangelisches Gesangbuch 633: Regionalteil Niedersachsen, Bremen / 630 - Regionalteil Nordelbien) Seine Ehrung in Cuxhaven findet er im Mai 1995 durch die Benennung des Platzes vor der St.-Petri-Kirche als "Arno-Pötzsch-Platz". Außerdem wird an der Außenwand des Kirchenbüros eine Büste von ihm angebracht. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Brockeswalde in nächster Nähe zum Kriegsgräberfeld. Wohnhaft war er in der Badehausallee in direkter Nachbarschaft zum Seedeich. Weblinks Literatur von und über Arno Pötzsch
Pricken am Wattwanderweg nach Neuwerk Die Pricke (evtl. vom engl."to prick" = einstechen), auch Prigge genannt, ist eine häufig im Watt oder Flachwasser verwendete Fahrwasserkennzeichnung. Dazu werden meistens junge, ca. 5 bis 7 m hohe Birken oder Stangen benutzt. Für die Kennzeichnung von Fußwegen verwendet man zumeist der Einfachheit wegen einfache, in den Wattboden gesteckte Sträucher. Die Pricke kennzeichnet ein kleines Fahrwasser (meistens im Wattenmeer), in dem eine Betonnung nicht möglich ist (Wassertiefe) oder zu kostenaufwändig wäre. Im Gegensatz zur „normalen“ Betonnung wird meistens nur eine Seite des Fahrwassers mit Pricken abgesteckt. Steuerbordpricke: die Äste sind nach unten gebogen, daher spitze Form und kleines grünes Bändchen (umgangssprachlich "Tannen" genannt). Backbordpricke: die Äste bleiben in ihrer Form, daher stumpfe Form und kleines rotes Bändchen (umgangssprachlich "Birken"). Es werden überwiegend Backbordpricken verwendet, da die Äste nicht zusätzlich bearbeitet werden müssen. Ein Fahrwasser mit Backbordpricken wird im Volksmund oft auch Besenstraße genannt, aufgrund des Aussehens wie auf den Kopf gestellte Reisigbesen. Der zu passierender Abstand zur Pricke beträgt ca. 3 bis 5 Meter. Pricken überstehen in der Regel die Sturmfluten des Winters nicht und müssen jedes Jahr neu gesetzt werden. Die Fahrwasserrichtung wird den Seekarten entnommen.
Ritzebüttel ist die Bezeichnung für den vermutlich ältesten Ortsteil Cuxhavens (Flecken Ritzebüttel) und den hamburgischen Außenposten an der Elbmündung (Amt Ritzebüttel) auf dem heutigen Gebiet der Stadt Cuxhaven. 1 Begriff 2 Der Flecken Ritzebüttel 3 Das Amt Ritzebüttel 3.1 Amtsgründung 3.2 Das 18. Jahrhundert 3.3 Das 19. Jahrhundert 3.4 Von der Stadtwerdung Cuxhavens bis zur Auflösung des Amtes 4 Artikel der Kategorie Ritzebüttel 5 Literatur Begriff Die Herkunft des Namens „Ritze“ ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Es könnte sich um eine Abwandlung des Vornamens „Richard“ bzw. „Rike“ handeln. Ebenso ist es möglich, dass „Ritze“ sich auf den Schleusenpriel bezieht, der den Ort durch eine „Ritze“ spaltete. Die Silbe „büttel“ ist eine Abwandlung des altsächsichen Begriffs „bodal“ für Grundbesitz, Anwesen. Der Flecken Ritzebüttel Der Flecken bzw. die Siedlung Ritzebüttel (Ritsebutle) wurde gemeinsam mit den Dörfern Duhnen und Sahlenburg urkundlich das erste Mal am 19. Juli 1325 erwähnt, als der Wolderich Lappe von Vergeltungsmaßnahmen gegenüber Graf Johann von Stotel und Ritter Luder von Wersebe Abstand nimmt. Der Flecken Ritzebüttel ist geografisch das heutige Zentrum Cuxhavens (Schloss, Nordersteinstraße, Hardewiek, Lehmkuhle...). Bis kurz vor der Vereinigung Ritzebüttels mit dem Flecken Cuxhaven (Alt-Cuxhaven) zur Landgemeinde Cuxhaven war Ritzebüttel der bedeutendere Ort. Sichtbar auch an der Bevölkerungszahl: Jahr Cuxhaven Ritzebüttel 1811 386 Einwohner 1451 Einwohner 1817 478 Einwohner 1549 Einwohner 1872 1889 Einwohner 1813 Einwohner Heute ist der Name Ritzebüttel aus dem Cuxhavener Stadtleben fast vollkommen verschwunden. Das Amt Ritzebüttel Amtsgründung Cuxhaven, Schloss Ritzebüttel Alte Wache am Schloss Ritzebüttel Weihnachtsmarkt 2013 am Schloss Ritzebüttel 1394 erobert bzw. kauft Hamburg das Schloss Ritzebüttel von den Rittern Lappe, welche bisher als Lehnsherren des Herzogs von Sachsen-Lauenburg die Herrschaft ausübten und gründet das hamburgische Amt Ritzebüttel. Das heißt, dass Ritzebüttel von da an mit den heutigen Gebieten Cuxhaven, Döse, Duhnen, Groden, Stickenbüttel, Arensch, Berensch, Gudendorf, Holte-Spangen, Oxstedt, Süderwisch und Westerwisch sowie die vorgelagerte Insel Neuwerk samt der Düne Scharhörn von Hamburg regiert wird. Verantwortlich für alle Menschen im Amt ist ein Amtmann, welcher aus Hamburg kommt und seinen Sitz im Schloss Ritzebüttel hat. Die Annahme des Amtes gilt als freiwillig, da das Leben sehr einfach und die Verbindungen nach Hamburg sehr schlecht sind. Eine Fahrt von Hamburg nach Ritzebüttel bedeutet eine dreitägige Reise. Das 18. Jahrhundert Ab 1735 wird Ritzebüttel von dem hamburgischen Amtmann und Dichter Barthold Hinrich Brockes verwaltet. Brockes´ Dichtung galt als etwas unerhört neues und bildete ein Fundament für die Dichtung deutscher Lyriker wie Klopstock. Die Freude an seinem Leben in Ritzebüttel schwand 1736 nach dem Tod seiner Frau. 1741 kehrte er als seelisch gebrochener Mann nach Hamburg zurück. Einer Volkszählung aus dem Jahre 1755 zu Folge lebten damals im Amt 3010 Menschen auf insgesamt 587 Häuser verteilt. Davon lebten 967 direkt im Flecken Ritzebüttel in insgesamt 191 Häusern. 1793 wird Cuxhaven von dem Göttinger Philosophen Christoph Lichtenberg als geeigneter Platz für ein Seebad vorgeschlagen. Das 19. Jahrhundert 1810, vier Jahre nach dem preußischen Zusammenbruch, annektiert Napoléon Bonaparte (Napoleon I.) in Zusammenhang mit der Kontinentalsperre gegen England die gesamte deutsche Nordseeküste. Cuxhaven, inzwischen geleitet durch Amtmann Amandus Augustus Abendroth, wird für relativ kurze Dauer Kanton des „departements des bouches de l´Elbe". 1813 findet während der Gegenwehr Preussens, Österreichs und Russlands die Völkerschlacht bei Leipzig statt. Napoleon unterliegt und muss bis zum linken Rheinufer zurückweichen. Am 18. März wird Ritzebüttel befreit. Die hamburgische Verfassung wird wieder eingeführt. 1816 gründet Abendroth das Seebad Cuxhaven. 1848 kommt es durch den Wunsch nach Liberalismus europaweit zu Revolutionen gegen die bestehenden Herrschaftssysteme. Im März werden in Hamburg Aufhebung der Zensur, Reformen in der Verwaltung Ritzebüttels, und die Aufhebung der Feudalrechte für den Amtmann durchgesetzt. Am 25. März werden im Amte Ritzebüttel die Farben Schwarz-Rot-Gold eingeführt. Dr. Gustav Heinrich Kirchenpauer ist der letzte Hamburger Senator, der von 1858 - 1864 Amtmann ist. 1864 führen Preussen und Österreich Krieg gegen Dänemark um Schleswig-Holstein. In Cuxhaven werden preussische und österreichische Kriegsschiffe stationiert und eine Batterie errichtet. Am 9. Mai findet vor Helgoland eine Seeschlacht statt. Im selben Jahr bekommt Ritzebüttel eine neue Verfassung. Die Verwaltung übernimmt ein Amtsverwalter, die Rechtspflege ein Amtsrichter. Somit ist 1864 das Gründungsjahr des Cuxhavener Amtsgerichtes. 1870/71 verweigern die Lotsen Dienst auf französischen Schiffen, da ein Deutsch-Französischer Krieg ausgebrochen ist. Aufgrund der französischen Schiffe wird eine Küstenwehr aufgestellt, Sanitätsdienst gelehrt und das Betreten des Deiches während der Dunkelheit verboten. Ab dem 22. August wird die Nordseeküste durch die französische Flotte vor Helgoland blockiert. Die Leuchttürme Cuxhavens sind außer Betrieb. Erst nach dem deutschen Sieg durch die Sedanschlacht im September 1870 verlässt die französische Flotte Helgoland, kehrt aber im Oktober zurück und betreibt Kapereien und Raubzüge. Nach der endgültigen Niederlage Frankreichs in Februar wird Ritzebüttel für seine Kriegskosten entschädigt. 1872 gewinnt der Name Cuxhaven an Bedeutung, da sich sich Ritzebüttel und Cuxhaven auf Antrag des hamburgischen Senats zur Landgemeinde Cuxhaven vereinigen. 1888 tritt Hamburg dem Deutschen Zollverein bei. Von der Stadtwerdung Cuxhavens bis zur Auflösung des Amtes 1907 wird Cuxhaven Samtgemeinde. Die Einwohnerzahl ist nach der Eingemeindung von Döse (1905) auf über 10.000 gestiegen, so dass Cuxhaven am 15. März 1907 die Stadtrechte verliehen werden. 1908 wird von Hamburg ein Großfischmarkt und Fischereihafen eingerichtet. Die Hafenanlagen werden in den folgenden Jahren immer weiter vergrößert, so dass 1912 das Steubenhöft und 1914 der Amerikahafen ausgebaut werden. 1914 bricht der Erste Weltkrieg aus. Ab August gilt eine Verdunkelungsanordnung für alle Fenster mit Seeblick. Für Lebensmittel müssen Höchstpreise gezahlt werden. 1918, nach Kriegsende, bilden sich in vielen Städten Arbeiter- und Soldatenräte. So auch in Cuxhaven, wo am 5. November 1918 ein radikaler Soldatenrat die Macht übernimmt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Stadt ca. 15.000 Einwohner, die Garnison zählt etwa ebenso viele Militärpersonen. Die Kommandantur und die etwa 290 Offiziere der Garnison wurden entmachtet. In den folgenden Wochen herrschen starke Unruhen in Cuxhaven. Dem Soldatenrat gegenüber steht die Stadtverwaltung unter Bürgermeister Bleicken, welcher versucht, als Vermittler zu erscheinen. Bleicken wird seines Amtes enthoben. Am 11. Januar 1919 ruft der Soldatenrat die "Sozialistische Republik Cuxhaven" nach Vorbild der Ereignisse in Bremen aus. Aufgrund mangelnder Unterstützung aus der Bevölkerung und starken Widerstandes aus Hamburg wird diese nach sechs Tagen wieder aufgelöst. Am 9. Februar tritt der Arbeiter- und Soldatenrat zurück, so dass Ende des Monats wieder gesetzmäßige Zustände in Cuxhaven herrschen. 1920 wird der ehemalige Cuxhavener Soldatenrat vor Gericht gestellt. Gleichzeitig findet ein Untersuchungsverfahren gegen Offiziere der Garnison der Grimmerhörnkaserne im Zusammenhang mit dem Kapp-Putsch statt. 1935 werden die Landgemeinden Groden, Süderwisch, Westerwisch, Stickenbüttel, Teile von Sahlenburg sowie Neuwerk und Scharhörn eingemeindet. Die Stadt Cuxhaven wird im gleichen Jahr der Landherrenschaft Hamburgs unterstellt. Am 1. April 1937 wird durch das Groß-Hamburg-Gesetz das Amt Ritzebüttel aufgelöst und Cuxhaven gegen Altona und Harburg-Wilhelmsburg eingetauscht. Der neugebildete Stadtkreis Cuxhaven wird Teil der peußischen Provinz Hannover. Artikel der Kategorie Ritzebüttel Artikel und Dateien der Kategorie "Ritzebüttel" Literatur Borrmann, Hermann : Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven; Verlagsgesellschaft Cuxhaven, Cuxhavener Nachrichten, 1982 Borrmann, Hermann :Bilder zur Geschichte des hamburgischen Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven, Teil 1; Niederelbe Verlag; 1983 ISBN: 3-920709-07-1 Borrmann, Hermann : Bilder zur Geschichte des hamburgischen Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven, Teil 2; Niederelbe Verlag; 1983; ISBN: 3-920709-03-9 Borrmann, Hermann :Der Flecken Ritzebüttel, Teil 1; Niederelbe Verlag; 1985; ISBN: 3-920709-12-8 Borrmann, Hermann :Der Flecken Ritzebüttel, Teil 2; Niederelbe Verlag, 1987 Bussler, Peter : Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Männer vom Morgenstern; 2002 http://www.cuxhaven.de
Een Priel is een Waterloop dör dat Watt. De Strömung kümmt vun de Tide. Bi oploopend Water löppt dat Water in den Priel rin, bi afloopend Water löppt dat wedder rut. De Strömung kann bannig gau sien, mehr as 10 km/h. Faaken löppt de Prielen in Mäander. Denn gifft dat een Prallhang, de steep is un tomeist ut faster Sediment is un een flacken Gliedhang, woneem de Strömung sachter geiht un faaken Slick is. De Loop vun een Priel kann sick vun een Johr to dat anner bannig ännern, besünners bi Stormflood. För Wattenlooper sünd de Prielen dorüm nich ahn Gefahr. De meesten Lü, de in dat Watt versupen, harrn sick vun Prielen afsneeden laaten oder sünd dor versackt. Dorüm warden Johr för Johr menniche Wechs int Watt ni mit Pricken verklort. Dat gifft ook Prielen, de as Fohrwater un as Waterstraat bruukt warn. So dat Weser - Elv - Wattfohrwater, wat mank den Wurster Arm und Buchloch dör dat Cuxhobener Watt dwas geit.
Als Punkthaus wurden die ersten Cuxhavener Großwohnhäuser bezeichnet. Um der herrschenden Wohnungsnot in Cuxhaven Herr zu werden, wurde ab September 1964 von der Bremer Treuhand Gesellschaft für Wohnungsbau und dem Architektenbüro Gerdes & Glimmann das erste Großwohnhaus zwischen der Wagner- und der Brahmsstraße errichtet. Das Haus wurde im Januar 1966 von 48 Familien bezogen und war damals mit seinen acht Geschossen das höchste Wohngebäude der Stadt. Das Punkthaus war das erste Wohnhaus in Cuxhaven, welches mit einem Fahrstuhl ausgerüstet war. Wie groß die Wohnungsnot in den 1960er Jahren war, ergibt sich daraus, daß es für jede der 48 Wohnungen 500 Bewerber gab. Lage Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Pütte mit spielenden Kindern im Deichvorland der Grimmershörnbucht Grodener Pütten vor der Aufspülung 1990 Die Pütte ist ein Wasserloch im Deichvor- oder -hinterland. Sie entsteht zumeist durch Aushub für den Deichbau. Aber auch natürlich entstandene Löcher oder Rinnen im Deichbereich werden so bezeichnet. In Cuxhaven gab es diverse Pütten. So waren das ehemalige Seehundsbecken, wie auch das alte Sportbad Aushubpütten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden, um die natürlichen Pütten des Deichvorlandes zwischen Seepavillon und Kugelbake zu planieren. Während das Seehundsbecken direkt anschließend vollendet wurde, musste das Sportbad noch Jahrzehnte auf seine Einrichtung warten. Weitere Pütten fanden sich hinter dem Steinmarner Seedeich, sowie die `Grodener Pütten´ zwischen dem Neufelder Deich und dem alten Hadeler Seebandsdeich in Groden. Diese letzten großen Cuxhavener Pütten gingen bei der Aufspülung für den Offshore-Basishafen verloren.
Der Eimerbagger Ritzebüttel war ein Bagger des Niedersächsischen Hafenamtes. 1 Beschreibung 2 Verbleib 3 Erinnerung 4 Bilder Beschreibung Die Ritzebüttel wurde 1942 als dampfbetriebener Eimerbagger erbaut. Über Jahrzehnte prägte das rasselnde und quietschende Stahlungetüm das Bild und die Geräuschkulisse in den Cuxhavener Häfen. Der Bagger verfügte über eine aus 45 Eimern bestehende Förderkette. Jeder dieser Eimer hatte ein Fassungsvermögen von ca. 450 Litern. Somit konnte der Bagger mit einer Förderleistung von 400 Kubikmetern pro Stunde aufwarten. Der Eimerbagger "Ritzebüttel" war bis 1989 in Cuxhaven im Einsatz. Während seiner Dienstzeit wurden mehrfach Änderungen an der Konstruktion durchgeführt mit dem Ziel, Personal und Kosten einzusparen um einen Zweischichtbetrieb zu gewährleisten. Dieser war erforderlich geworden, da sich die Hafenflächen vergrößert hatten. Die sichtbarste Änderung war der Bau eines Steuerstandes, der es ermöglichte, mit nur noch einer, statt bisher vier, Arbeitskräften die Position des Baggers während des Baggervorganges zu verändern. Das Baggergut gelangte über die Eimerkette in eine seitlich am Bagger angelegte Schute, mit welcher das Baggergut im Elbstrom verklappt wurde. Verbleib Im Rahmen der von der damaligen niedersächsischen Finanzministerin Birgit Breuel (CDU) verordneten Privatisierung der Nassbaggerei wurde die "Ritzebüttel" im Dezember 1989 nach Holland verkauft. Erinnerung In der Fährstraße in unmittelbarer Nähe zur Klappbrücke erinnerten bis 2012 drei Eimer aus der Reservekette des Baggers an die "Ritzebüttel". Der Verbleib ist nicht bekannt. Bilder Die Ritzebüttel mit zusätzlich aufgebrachtem Steuerstand im Fährhafen Baggerarbeiten im Hafen Schleppen der Schute in den Elbstrom
Der Queller (Salicornia) ist eine Gattung aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Kennzeichnendes gemeinsames Merkmal dieser Pflanzen ist ihr dickfleischiges, kaktusähnliches Erscheinungsbild. Sie sind Pionierpflanze der oft überfluteten Wattböden der Meeresküsten. Der Name Salicornia ist lateinischen Ursprungs und bedeutet sal, sális = Salz und córnu = Horn. Letzteres bezieht sich auf die oft hornartig gebogenen Sprossenden der Pflanzen. Verbreitung und Standort Queller wachsen entlang der Meeresküsten der Nordhalbkugel. Gelegentlich wachsen sie auch an Binnenlandsalzstellen. Sie bevorzugen salzhaltige feuchte bis nasse, gelegentlich überflutete Standorte auf Schlick oder Sand. Beschreibung Queller sind einjährige, Salzpflanzen. Sie sind unbehaart. Die Stängel wachsen niederliegend bis aufsteigend und sind je nach Art einfach bis mehrfach verzweigt. Junge Pflanzen sind fleischig und gelenkartig bis knotig gegliedert; ältere Exemplare können geringfügig verholzt sein. Die Blätter stehen gegenständig. Die Blattspreiten sind zu Schuppen reduziert und formen fleischige, den Spross umfassende Segmente. Die unscheinbaren Blütenstände stehen endständig an jedem Spross. Die Blüten sind zwittrig und in der Regel sind zwei bis drei Blüten in Vertiefungen zwischen einem winzigem Tragblatt und der Hauptachse eingesenkt. Die Einzelblüten sind radiär-symmetrisch und verfügen über drei fleischige Perigonblätter und bis zu zwei Staubgefäße. Die Samen sind gelblich-braun, dünn und behaart Die Pflanzen sind essbar und wohlschmeckend, wenn auch recht salzig und eher im gastronomischen oder Großhandel erhältlich. Weblinks Shrimps(futter) aus der Wüste The Seawater Foundation
(Weitergeleitet von Pudelwehl) Das Kalkofenwehl ist ein Wehl in Cuxhaven. In einer Sturmflut 1825 war der östliche Obdeich (heute Kapitän-Alexander-Straße) vom Schleusenpriel her gebrochen und ließ dort das Kalkofen- (Ungefähr beim Schwarzen Weg stand eine Kalkbrennerei, heute steht dort ein Wohnhaus.) oder auch Pudelwehl entstehen. Dieses bildete als Teil das Bahnhofswasserloches den einen Teil des Doppelteiches zwischen Wasserturm und Holstenstraße. Bilder Vorn links die ehem. Kalkbrennerei Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Ein Ritzebütteler Kooghafen wurde bereits um 1550 urkundlich erwähnt. Hamburg hat seinen Außenposten Ritzebüttel an der Elbmündung bis über die Mitte des 16. Jahrhunderts über den Kooghafen von Altenbruch versorgt. Der Hafen von Altenbruch war damals besser zu erreichen, als der Ritzebütteler Hafenpriel vor dem damals Sandbänke lagen. Erst danach wurde aufgrund von Streitigkeiten mit dem Erzbistum Bremen am Ausfluss des Schleusenpriels in die Elbe ein Kooghafen angelegt. Er ist die Urzelle des heutigen Alten Hafens.
Von 1852 - 1860 bewohnte der Gastwirt und Chirurg Heinrich Thode das erste Haus der ehem. Ostseite in Höhe der Gastwirtschaft Kuttereck (Kiste). Zu ihm wurden totkranke Seuchenopfer gebracht. Hinter seinem Haus war auf Anweisung des Amtmannes Kirchenpauer ein Quarantänefriedhof für Seuchentote und verunglückte Seeleute angelegt. Es war ein Ersatz für den aufgegebenen Paul-Ahrens-Kirchhof. 1920 wurde der Quarantänefriedhof beim Ausbau des Alten Fischereihafens überbaut. Er befand sich auf dem Platz des späteren Eiswerkes. Es handelt sich um Überlieferung, die jedoch durch erhaltene gebliebene Sterbekarten gestützt wird. Der Quarantänefriedhof wurde vermutlich im Jahre 1884 mit der Inbetriebnahme der Quarantäneanstalt am Grodener Deich aufgegeben.
Quarantäneanstalt Groden um 1933 Die Quarantäneanstalt war eine Einrichtung zum Schutz der Bevölkerung vor ansteckenden Krankheiten, welche von Schiffsbesatzungen aus verseuchten Gebieten eingeschleppt werden konnten. In den vergangenen Jahrhunderten war die Quarantäneanstalt eine der wichtigsten Institutionen im Hafen. 1754 wurde auf Tamm`s Hof bei der Kugelbake die erste Quarantänestation (Quarantänegehöft) eingerichtet, welche bis 1803 genutzt wurde [1] [2]. Neben dieser stationären Einrichtung an Land existierten von 1770 bis 1863 auch Quarantänewachtschiffe wie die "Johannes", die ab 1770 zur Überwachung der Elbmündung eingesetzt war. Ein erstes Isolierhospital für Seuchenkranke wurde 1875 in der Neuen Reihe erbaut. Bereits drei Jahre später wurde dieses Haus den Gemeinden des Amtes Ritzebüttel als Hospital überlassen. Als Ersatz wurde 1884 in einem Gebiet östlich des Hafens in Groden hinter dem Neufelder Seedeich ein neues Quarantänehospital errichtet und bis zum 1893 entsprechend den Anforderungen ausgebaut. Von 15 Gebäuden dienten 6 zur Aufnahme von bis zu 200 Patienten. Ankommenden Seeschiffe, die aus Seuchengebieten kommend die Elbe hinauffuhren, erreichten die Quarantäneanstalt über eine 137 m lange Landungsbrücke. Nach einem Zeitungsbereicht aus dem Jahre 1902 wurden innerhalb eines Jahres 846 quarantänepflichtige Schiffe mit insgesamt 34.236 Mann Besatzung abgefertigt; darunter befanden sich 1.008 erkrankte Seeleute. 1913 erhielt die Quarantäneanstalt eine Zufahrtsstraße von der Grodener Chaussee aus über den "Hof Wolfenbüttel", den heutigen Wolfenbütteler Weg. Während des 1. Weltkrieges wurde die „Quarantäne“ zum Heereslazarett. Danach wurde das ehemalige Hospital genutzt als Haftanstalt, als Arbeitsdienstlager und nach dem 2. Weltkrieg als Notunterkunft für Flüchtlinge. Die Gebäude der Quarantäneanstalt in Groden wurden ab 1963 [3] im Zuge der Erweiterung des Neuen Fischereihafens abgebrochen. Bilder Karte von 1930 1884 1920 1933 Britische Luftaufnahme März 1945[4] Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Fußnoten Hochspringen ↑ Karl B. Kühne: Cuxhaven, der lange Weg zum Universalhafen Hochspringen ↑ Auf dem Dach dieses Gebäudes wurde 1850 das sogenannte Kugelbakenlicht installiert. Hochspringen ↑ Die neue Seeschleuse: Sonderdruck der Cuxhavener Zeitung Hochspringen ↑ In der linken unteren Ecke der "Hof Arnhausen".
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Der Ritzebüttel Portugaleser ist eine Sonderprägung der Hamburgischen Münzprägeanstalt anlässlich der 500. Wiederkehr der Übernahme Ritzebüttels durch die Stadt Hamburg. Begriff Herkunft Portugaleser oder auch Portugalöser ist die Bezeichnung für die vor allem in Norddeutschland und im Ostseeraum verbreitete Nachahmung der portugiesischen Goldmünze Portuguez. Die meisten dieser Münzen wurde von 1553 an in der Hamburger Münzstätte geprägt. Es gab ganze, halbe und Viertel-Stücke. Da nach den Augsburger Reichsmünzordnungen im Deutschen Reich nur mehr Gulden und Dukaten als Goldmünzen zugelassen waren, kamen die Portugaleser Mitte des 17. Jahrhunderts allmählich außer Gebrauch und wurden ab 1676 nur mehr als Medaillen, die dem Wert von 10 Dukaten entsprachen, ausgeprägt. Heute werden Portugaleser als Ehrenmedaille der Hansestadt Hamburg, zum Beispiel für besonderes ehrenamtliches Engagement oder an ausländische Staatsgäste verliehen. Geschichte Über Jahrhunderte war die Nordsee und mit ihr die Elbe immer wieder Ziel und Heimat diverser Seeräuber. Daran nicht unbeteiligt waren auch die Herren von Lappe und zeitweilig dort gastierende andere Seeräuber auf Haus Ritzebüttel im heutigen Cuxhaven. Zur Sicherung ihrer Handelsinteressen, zu denen die freie Schifffahrt auf der Elbe gehörte, hatte Hamburg mit den Lappes Verträge zu Schutz und Unterstützung gegen Übergriffe abgeschlossen, was diese jedoch nicht von weiteren Übergriffen abhielt, nicht zuletzt auch gegen die von Hamburg errichtete Feste auf der Cuxhaven vorgelagerten Insel Neuwerk. Unter Mithilfe von 800 angeheuerten Wurstfriesen eroberten die Hamburger dann im Jahre 1394 die Ritzebütteler Festung der Lappes im Sturm und behielten Haus und Boden gegen eine entsprechende Zahlung als Eigentum. Aus Anlass der 500. Wiederkehr dieses Tages wurde 1894 von der Hamburger Münzprägeanstalt der `Ritzebüttel Portugaleser´ geschlagen. Er zeigt auf der Vorderseite Hamburgs Bürgermeister von 1394 (Kersten Miles) und 1894 (Johannes Versmann) mit ihren Familienwappen und auf der Rückseite eine Kogge vor dem Leuchtturm Neuwerks mit dem Text über das Ereignis: Zum Gedächtnis des Tages, an welchem vor 500 Jahren das mit Waffengewalt genommene Schloss Ritzebüttel zu dauerndem friedlichen Besitze abgetreten wurde. 1894, Juli 31. Die Medaille `Ritzebüttel Portugaleser´ ist in Feinsilber gehalten und kann bei der Hamburger Münze erworben werden. Den Entwurf der Medaille lieferte der Hamburger Kunstmaler, Bildhauer und Münzmedailleur Franz Paul Johann Düyffcke, der auch eine Zeit in Cuxhaven zugebracht hatte. Mit einer ersten Prägung im Jahre 834 ist die Hamburgische Münzprägeanstalt die älteste in Deutschland. Die heute von ihr geprägten Euromünzen sind mit dem Prägezeichen `J´ versehen. Quelle Hamburgische Münze
Die Ritzebütteler Stackdeputation war eine Behörde zur Verwaltung der Hafen- und Uferbauwerke. Geschichte Da nach Hamburger Ansicht die Einwohner des Amtes Ritzebüttel nicht in der Lage waren, die Deichlasten alleine finanziell leisten zu können und für die Instandhaltung der Seesignale und des damaligen Nothafens deshalb nicht herangezogen werden konnten, hatten Admiralität und Kämmerei Hamburgs bereits im Jahre 1725 beschlossen, diese Ausgaben aus öffentlichen Mitteln zu bestreiten. Nach dem immer wieder eintretenden Landverlust durch Strömungsänderungen der Elbe und der insgesamt sieben mal zurückverlegten Deichlinie in den vergangenen hundert Jahren setzte sich die Erkenntnis durch, dass es nicht ausreichte, nur einzelne Punkte zu befestigen, sondern durch geeignete Stack- und Uferbauten dem Landverlust vorgebeugt werden musste. Hierfür setzte man im Jahre 1733 [1] die Stackdeputation ein, die aus Hamburger Ratsmitgliedern, Deputierten der Kämmerei und Schifferalten [2] bestand. Die Stackdeputation beaufsichtigte und leitete die Stack- und Uferbauarbeiten sowie die Arbeiten an den Seezeichen auf dem Lande. Der bekannteste Leiter dieser Behörde war der hamburgische Strom- und Wasserbaudirektor Reinhard Woltman. Die Ritzebütteler Stackdeputation wurde im Jahre 1864 umbenannt in Wasserbauinspektion Cuxhaven, danach hieß die Behörde u.a. Niedersächsisches Hafenamt Cuxhaven und Niedersächsisches Hafenamt Elbe. Heute heißt sie Niederlassung Cuxhaven der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG. Fußnoten Hochspringen ↑ gemäß Joachim, Hermann, "Woltmann, Reinhard", in: Allgemeine Deutsche Biographie 44 (1898); im Niedersachsenbuch 2007 wird von Hans-Gerd Janssen das Jahr 1751 angegeben. Hochspringen ↑ Schifferalte = nautische Sachverständige, deren Existenz innerhalb der Hamburger Schifffahrtsbehörde, der Admiraltät, bis zum Jahre 1623 nachgewiesen werden kann
Alma Rogge (* 24. Juli 1894 in Brunswarden, † 7. Februar 1969 in Bremen) war eine niederdeutsche Autorin. Alma Rogge wird in Stadland-Brunswarden bei Rodenkirchen als Tochter eines Marschenbauerns geboren. Sie besucht hier die Dorfschule und danach die Bürgerschule Rodenkirchen. Mit 17 Jahren schicken die Eltern sie auf ein Internat nach Bad Kreuznach. Nach ihrer Rückkehr nimmt sie beim Pastoren in Rodenkirchen Unterricht, um sich auf die Mittlere Reife vorzubereiten. In Delmenhorst machte sie als Externe an der Oberrealschule das Abitur und studiert in Berlin und Hamburg (Literatur, Kunstgeschichte und Niederdeutsch). 1926 promoviert sie, wird danach Volontärin beim Bremer Verlag Schünemann und übernimmt bald die Redaktion der Zeitschrift "Niedersachsen". 1932 wird sie freie Schriftstellerin, nach dem 2. Weltkrieg übernimmt sie wieder die Schriftleitung der Zeitschrift "Niedersachsen". Sie kauft sich in Bremen an der Weser zwischen Blumenthal und Farge ein Haus. Am 7. Februar 1969 stirbt sie in Bremen-Rönnebeck. Ihr Grab bedindet sich auf dem Friedhof von Rodenkirchen. Ehrungen 1936 Literaturpreis der Provinz Hannover 1964 Quickborn-Preis 1966 Oldenburg-Preis [Oldenburgische Landschaft] Werke Werke nach Erscheinungsjahr: Up de Freete : Ein plattdeutsches Lustspiel in vier Aufzügen / von Alma Rogge. Mit Inbandteiknung ut Th. Herrmann sin Warkstäd. - Hamborg : Hermes, 1918. - 85 S. - (Nedderdütsch Bökeri ; 41) UA: Rodenkirchen 1916, Liebhaberaufführung. EA: Thalia-Theater Hamburg, 19.11.1917 Rez.: Butjadinger Zeitung, abgedr. in: QU 9,1915/16,114-115. - H. Kuhlmann in: QU 11,1917/18,55 (Insz. Thalia-Theater). - P. Weerth H. Kuhlmann in: QU 11,1917/18,58. PBuB-ID: 8312 Quelle: GBV Up de Freete : Ein plattdeutsches Lustspiel in vier Aufzügen / von Alma Rogge. Mit Inbandteiknung ut Th. Herrmann sin Warkstäd. - 2. Upl. - Hamburg : Hermes, 1919. - 85 S. - (Nedderdütsch Bökeri ; 41) PBuB-ID: 12051 Quelle: GBV De Straf : Pläseerlich Spill in eenen Törn. - 1.-3. Tsd - Hamburg : Hermes, [1919]. - 46 S. - (Niederdeutsche Bücherei ; 103) - GBV: '[1924]'. PBuB-ID: 8082 Quelle: HBV; GBV De Vergantschoster : Een lustig Spill in 4 Törns. - Hamborg : Hermes, 1922. - 68 S. - (Nedderdütsch Bökeri ; 94) Auff.: 8.12.1926, Niederdt. Bühne Hamburg u.d.T.: De Aukschons-Schooster; Lessing-Theater Berlin, hochdt. u.d.T.: Wer bieter mehr?. UA: Ammerländer Bauernhaus, 21.08.1921 Rez.: D. Steilen in: Quickborn Jg. 15, S. 16 -17. - C. St. in: Modersprak 9 (1922), S. 62; Niedersachsenbuch 6 (1922), S. 141; A. Strempel in: Quickborn 20 (1926/27), S. 53; Niedersachsen 34 (1929), S. 179-180 PBuB-ID: 8393 Quelle: GBV De Straf : Pläseerlich Spill in eenen Törn. - 4.-5. Tsd. - Hamburg : Hermes, 1925. - 46 S. - (Niederdeutsche Bücherei ; 103) Rez.: H. Böttcher in: Quickborn Jg. 18, S. 101 PBuB-ID: 8083 Quelle: GBV Sine : Vertelln in Ollnborger Platt. - Hamburg : Quickborn-Verl., [1929]. - 64 S. - (Quickborn-Bücher ; 39) PBuB-ID: 12052 Quelle: GBV In de Möhl : Irnstet Spill in dree Törns. - Hamborg : Hermes, 1930. - 43 S. - (Niederdeutsche Bücherei ; 114) UA: Niederdeutsche Bühne Hamburg, 27.11.1929 Rez.: A. Strempel in: Quickborn Jg. 23, S. 55 -56 PBuB-ID: 8080 Quelle: GBV Up de Freete : Ein plattdeutsches Lustspiel in vier Aufzügen. - 3. Aufl. - Hamburg : Hermes, 1933. - 83 S. - (Niederdeutsche Bücherei ; 41) PBuB-ID: 12053 Quelle: GBV Alma Rogge : Auswahl. - Hamburg : Meißner, [1934]. - 46 S. - (Nordmark-Bücherei ; Reihe 1 ; 21) PBuB-ID: 12054 Quelle: GBV Hinnerk mit'n Hot : Geschichten / Alma Rogge. Mit Zeichnungen von Edmund Schaefer. - 1.-10. Tsd. - Bremen : Schünemann, 1937. - 124 S. PBuB-ID: 8670 Quelle: GBV Twee Kisten Rum : Lustig Spill in 3 Törns. - Hamburg : Quickborn-Verl., [1939]. - 71 S. UA: August-Hinrichs-Bühne Oldenburg, 15.04.1939 Rez.: Otto Specht in: Quickborn Jg. 33, S. 89. - Carl Stolle in: Niederdt. Welt 14 (1939), S. 186; D. in: Quickborn 41 (1950), S. 10; G. Mester in: Quickborn 71 (1981), S. 374-375 PBuB-ID: 9148 Quelle: GBV Hinnerk mit'n Hot : Geschichten / Alma Rogge. Mit Zeichn. von Edmund Schaefer. - 11.-15. Tsd. - Bremen : Schünemann, 1941. - 124 S. PBuB-ID: 8671 Quelle: GBV Dar harr 'n Uhl seten : Lustig Spill in 1 Törn. - Hamburg : Quickborn-Verl., 1954. - 24 S. PBuB-ID: 7650 Quelle: 4,907; GBV De Straf : Pläseerlich Spill in eenen Törn. - Verden : Mahnke, [ca. 1958]. - 30 S. - (Speeldeel [SP] ; 589) PBuB-ID: 8084 Quelle: 4,1309 In de Möhl : Irnstet Spill in dree Törns. - Verden : Mahnke, [ca. 1958]. - 41 S. - (Speeldeel [SP] ; 592) PBuB-ID: 8081 Quelle: 4,1308 De Vergantschoster : [De Aukschoonsschoster] ; en lustig Spill in veer Törns. - Verden/Aller : Mahnke, [ca. 1960]. - 79 S. - (Speeldeel [SP] ; 590) PBuB-ID: 8392 Quelle: 4,1517; BVB Rogge, Alma ; Schepper, Rainer [Übers.] De Straof : En plaseerlick Spiell in eenen Uptog / Alma Rogge. Münsterländisch von Rainer Schepper. - Verden : Mahnke, [1960]. - 28 S. - (Westfälische Stücke [W] ; 28) 4: '2. Aufl. 1991'. PBuB-ID: 8391 Quelle: 4,1516 Hinnerk mit'n Hot : Plattdeutsche Geschichten. - neue verm. Ausg., 16.-19. Tsd. - Oldenburg : Holzberg, 1964. - 159 S. 4: 'Jub.-Ausg. zum 70. Geburtstag v. A. Rogge am 24. 07. 1964'. Rez.: E. Plümer in: QU 55,1965,28-29. - U. Stille in: NS 65,1965,335-336 PBuB-ID: 8672 Quelle: 4,1823; GBV Tonträger Hinnerk mit'n Hot : Alma Rogge erzählt: "Hinnerk mit'n Hot" und andere Geschichten. - Leer : Schuster, [1965]. - [Schallplatte] : 25 cm, 33 UpM. - Niederdeutsche Stimmen. Rez.: O.C. Carlsson in: NS 66/67,1966/67,159-160 PBuB-ID: 8673 Quelle: 4,1986; HBZ Wat een sick inbrockt : Lustig Spill in 3 Törns. - Verden (Aller) : Mahnke, [1965]. - 69 S. - (Speeldeel [SP] ; 675) PBuB-ID: 8858 Quelle: 4,1974; GBV Twee Kisten Rum : Lustig Spill in 3 Törns. - Verden : Mahnke, [ca. 1967]. - 97 S. PBuB-ID: 9149 Quelle: 4,2157 Hinnerk mit'n Hot : Plattdeutsche Geschichten. - Neue verm. Ausg., 4. Aufl. - Oldenburg : Holzberg, 1972. - 147 S. - ISBN: 3-87358-023-3 PBuB-ID: 8674 Quelle: GBV Hinnerk mit'n Hot. - 5. Aufl. - Oldenburg, 1978. - 147 S. : Ill.. - ISBN: 3-87358-023-3 PBuB-ID: 8675 Quelle: GBV Rogge, Alma ; Ehlers, Dieter [Beteil.] Wind in de Seils : Vergnöögt Spill in 3 Törns / `n beten överpoleert von Dieter Ehlers. - Norderstedt : Vertriebsstelle u. Verl. Dt. Bühnenschriftsteller u. Bühnenkomponisten, [ca. 1984]. - 75 S. PBuB-ID: 12866 Quelle: GBV Wenn de Steerns so staht : 6 heitere Viertelstunden-Spiele. - Verden : Mahnke, 1984. - Getr. Zählung. - (Plattdeutsche Kurzspiele [PLKS] ; 12/17) Enth.: Gruus un Muus. Harm un Heini. Anna Sophie. Wenn de Steerns so staht. Korl un Minna. Hinnerk mit 'n Hoot.. PBuB-ID: 12055 Quelle: GBV Hinnerk mit'n Hot : Plattdeutsche Geschichten. - 6. Aufl. - Oldenburg : Holzberg, 1986. - 147 S. - ISBN: 3-87358-023-3 PBuB-ID: 8676 Quelle: GBV Hinnerk mit'n Hot : Plattdeutsche Geschichten. - 8. Aufl. - Oldenburg : Holzberg, 1992. - 147 S. - ISBN: 3-87358-023-3 PBuB-ID: 8677 Quelle: GBV
Prof. Dr. Johann Diedrich Rohde (*1. August 1842 in Anten, † 10. Dezember 1908 in Cuxhaven) war der erste Direktor des heutigen „Amandus-Abendroth-Gymnasiums“. 1 Leben 2 Werke 3 Ehrung 4 Quellen Leben Johann Diedrich Rohde wurde am 1. August 1842 in Anten (heute Teil der Gemeinde Berge in der Samtgemeinde Fürstenau) geboren. Er besuchte in Berge zunächst eine zweiklassige Volksschule, danach wechselte er auf eine Privatschule in Berge. Nach der Konfirmation begann Rohde eine Tätigkeit in der heimischen Landwirtschaft, bis er sich 1858 entschloss, Lehrer zu werden und ab 1860 das Lehrerseminar in Osnabrück besuchte, um dort Volksschullehrer zu werden. Nach der Abschlussprüfung hatte er zunächst ab dem 19. Oktober 1863 eine Stelle an einer höheren Schule in Quakenbrück inne. Nach zweijähriger Lehrertätigkeit in Quakenbrück wechselte er an die Realschule nach Vegesack, die kurz darauf zu einem Realgymnasium umstrukturiert wurde. Neben der Lehrtätigkeit erwarb er die Befähigung zum Unterricht in den neueren Sprachen und holte das Abitur nach. Daraufhin studierte er in Göttingen klassische und moderne Sprachen, legte das Staatsexamen ab und promovierte. Hiernach nahm er seine Tätigkeit in Vegesack wieder auf. Am 29. September 1874 wechselte Rohde an das Gymnasium von Bremen, bevor er 1880 eine Stelle als Oberlehrer an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg antrat. Das Wirken Rohdes in Cuxhaven (Ritzebüttel) begann am 1. April 1888, als er als zunächst kommissarischer Leiter des Cuxhavener Schulwesens hier vor Ort eingesetzt wurde. Im Jahr 1891 übernahm er die Stelle als Direktor der an der damaligen Deichstraße gelegenen „Staatlichen Höheren Bürgerschule mit Lateinabteilung“. Nach der Fertigstellung des heutigen „Amandus-Abendroth-Gymnasiums“ an der Abendrothstraße wurde er auch dessen Direktor. Werke Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der Sprachforschung war Rohde auch als Heimatforscher und Biologe, der sich mit der Flora der Marschen befasste, tätig. Unter anderem erschienen von ihm: Geschichtliches über das Cuxhavener Schulwesen, Cuxhaven 1892 Die Ortsnamen des Amtes Ritzebüttel, Cuxhaven 1894 Über unsere Ortsnamen, Jahresbericht der Männer vom Morgenstern, Heft 2, Bremerhaven 1899 Ehrung Am 6. August 1909 wurde in Cuxhaven die Rohdestraße nach ihm benannt. Quellen Aus einem von Prof. G. Hindrichson verfassten Lebenslauf Rohdes. Abgedruckt am 12.12.1908 im Cuxhavener Tageblatt.
1 Dies ist der Sandkasten zum Üben der Funktionen im -Wiki 2 Baudenkmal 3 Cuxhaven, Stadt 4 Bilder Dies ist der Sandkasten zum Üben der Funktionen im -Wiki Hier könnt ihr alles ausprobieren um zu sehen wie Die Textgestaltung funktioniert. Wenn mal etwas nicht klappt versucht mal die "ersten Schritte" Test test test test Mine gesprengt Die Liste der Baudenkmale zeigt alle Baudenkmale der Stadt Cuxhaven und der Außenbezirke. Stand der Liste ist das Jahr 1997. Baudenkmal Die Baudenkmalpflege dient dem Erhalt und dem Schutz der im Gebiet der Stadt Cuxhaven befindlichen Baudenkmale.Ein Baudenkmal ist ein Kulturdenkmal im Sinne des § 3 des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes (NDSchG). Sämtliche Baumaßnahmen, die das Innere oder Gebäudeäußere oder auch die unmittelbare Umgebung des Denkmales betreffen, sind genehmigungspflichtig. Cuxhaven, Stadt Lage Offizielle Bezeichnung Beschreibung Bild Abendrothstraße 6 Mehrfamilienhaus Das Haus ist der Kopfbau der Häuser in der Delftstraße. Bild folgt Abendrothstraße 8 Mehrfamilienhaus Das Haus ist der Kopfbau der Häuser in der Delftstraße. Bild folgt Abendrothstraße 16 Ehemalige Berufsschule Die Berufsschule wurde 1926 bis 1927 erbaut. Das Gebäude ist dreistöckig mit einem Mansarddach. Auf dem Dach befinden sich drei Dachhäuser mit geschweiften Giebel. Abendrothstraße 20 Abendrothschule Die Volksschule für Knaben wurde am 14. Oktober 1907 eröffnet. Das Gebäude ist dreigeschossig mit einem Walmdach. Blickfang ist der Haubendachreiter über der mittleren Achsen, hier befindet sich die Schulglocke. Abendrothstraße 32 Wohnhaus Das sechsachsige Haus wurde 1873 im spätklassizistischen Stil erbaut. Das traufständige Haus hat ein Satteldach, die beiden mittleren Achsen sind als Risalit ausgebildet. Altenwalder Chaussee 2 Stadtarchiv Altenwalder Chaussee 2b Lazarett Altenwalder Chaussee 10-12 Stadtkrankenhaus Altenwalder Chaussee 35 Wohnhaus Alter Deichweg 1 Restaurant und Hotel Alter Deichweg 3 ehemals Schlachterei Bohls, Wohnhaus 2008 abgerissen Alter Deichweg 14 Wohn- und Geschäftshaus Alter Deichweg 17 Wohn- und Geschäftshaus Architekt Rud.Glocke Alter Deichweg 21 Wohn- und Geschäftshaus Alter Deichweg 25 Badeanstalt Alter Hafen Hafen Am Alten Hafen 5 Hotel Continental Am Bauhof 1 Heute: Werner-Kammann-Straße Wohn- und Geschäftshaus Am Seedeich Bedürfnisanstalt Am Seedeich 5 Wohnhaus Architekt Rud. Glocke Am Seedeich 7 Mehrfamilienhaus Am Seedeich 12 Mehrfamilienhaus Am Seedeich 13 Mehrfamilienhaus Am Seedeich 26 Hotel Am Seedeich 27 Ehemaliges Seefahrerkrankenhaus Das Gebäude wurde um 2000 abgebrochen Bahnhofstraße 11 Wasserturm Der Wasserturm wurde 1897 erbaut. Er hat eine Höhe von 48 Meter. Heute befinden sich hier Wohnungen. Bahnhofstraße 12 Wohnhaus Das Wohnhaus wurde 1905 erbaut. Das Haus ist mit hellen Ziegel verblendet. Der Dekor mischt Rokokoelemente mit Jugendstilelementen. Bahnhofstraße 14 Wohnhaus Das Wohnhaus wurde 1904 erbaut. Der Archtekt war R. Glocke. Das Haus ist mit hellen Ziegel verblendet. Der Dekor mischt Rokokoelemente mit Jugendstilelementen. Bei der Alten Liebe Minensucher-Ehrenmal Das Denkmal wurde am 9. Juni 1935 eingeweiht. Auf einem Ziegelsockel befindet sich eine Mine aus dem Ersten Weltkrieg. Bei der Alten Liebe Radarturm Der unmittelbar an der Wasserlinie stehende, sechsgeschossige, seeseitig halbrund gestaltete Radarturm wurde von 1958 bis 1960 erbaut. Er ist mit einem halbrund ausschwinden Flugdach versehen. Bei der Alten Liebe Semaphor Der Semaphor wurde 1884 erstellt. Mit den Signalarmen an dem Gittermast wurde den Schiffen Windstärke und Windrichtung der Wetterstationen Borkum und Helgoland angezeigt. Bei der Alten Liebe Leuchtturm Der Leuchtturm wurde 1802/1803 erbaut. Bei der Alten Liebe 1 Wetterwarte Das zweigeschossige Gebäude der ehemaligen Wetterwarte wurde um 1925 erbaut. Besonderheit ist der an der nördlichen Giebelseite integrierte polygonal gebrochene Beobachtungsturm Burggrabenstraße 2 Wohnhaus Das Haus wurde 1925/1926 erbaut. Burggrabenstraße 4 Wohnhaus Das Haus wurde 1914/1915 erbaut. Der Architekt war August Küchenmeister. Catharinenstraße 1 Mehrfamilienhaus Catharinenstraße 2 Wohnhaus Catharinenstraße 3 Wohnhaus Catharinenstraße 4 Wohnhaus Catharinenstraße 5 Wohnhaus Catharinenstraße 6 Wohnhaus Catharinenstraße 7 Wohnhaus Catharinenstraße 8 Wohnhaus Catharinenstraße 9 Wohnhaus Catharinenstraße 10 Wohnhaus Catharinenstraße 11 Wohnhaus Catharinenstraße 12 Wohnhaus Catharinenstraße 13 Wohnhaus Catharinenstraße 17 Wohnhaus Catharinenstraße 18 Wohnhaus Catharinenstraße 22 Wohnhaus Architekt Rud.Glocke Catharinenstraße 23 Wohnhaus Catharinenstraße 25 Wohnhaus Catharinenstraße 26 Wohnhaus Catharinenstraße 27 Wohnhaus Catharinenstraße 46 Wohnhaus Catharinenstraße 47 Wohnhaus Catharinenstraße 49 Wohnhaus Catharinenstraße 50 Wohnhaus Catharinenstraße 55 Wohnhaus Catharinenstraße 56 Wohnhaus Catharinenstraße 57 Wohnhaus Catharinenstraße 59 Wohnhaus Catharinenstraße 60 Wohnhaus Catharinenstraße 61 Wohnhaus Catharinenstraße 62 Wohnhaus Catharinenstraße 63 Wohnhaus Catharinenstraße 64 Wohnhaus Deichstraße Gaffelschoner „Hermine“ Der Gaffelschoner war ein Frachtsegler, der im Ostseeraum unterwegs war. Erbaut wurde der Schoner im Jahre 1904 auf der Werft Joachim Behrens in Finkenwerder. Stand 2023: Denkmalstatus: Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG), Denkmalverzeichnis Objekt-ID 12086796 Objekt-Nr. 334 Deichstraße 4 Wohnhaus Das Gebäude ist 1900 von dem Architekten Rudolph Glocke für den Hotelbesitzer Roloff Siebers als repräsentatives Einzelwohnhaus errichtet worden. In den Jahren 1989 bis 1995 erfolgte jedoch eine umfangreiche Restaurierung. Deichstraße 5 Wohn- und Geschäftshaus Deichstraße 6 Wohn- und Geschäftshaus Deichstraße 7 Wohn- und Geschäftshaus Deichstraße 8 Wohn- und Geschäftshaus Deichstraße 9 Wohnhaus Deichstraße 10 Wohn- und Geschäftshaus, Löwen-Apotheke Deichstraße 12 Dienstgebäude Das ehemalige Haus des Lotskommandeurs wurde im Dezember 2018 aus dem Denkmalschutz herausgenommen. Deichstraße 12A Amtsgericht Deichstraße 13A ehem.Polizeiwache und Ordnungsamt jetzt Privat Deichstraße 20 Wohn- und Geschäftshaus, ehem. Gloria-Palast Buchhandlung Deichstraße 40 Wohn- und Geschäftshaus Delftstraße 1 Mehrfamilienhaus Delftstraße 2 Mehrfamilienhaus Delftstraße 3 Mehrfamilienhaus Delftstraße 4 Mehrfamilienhaus Delftstraße 5 Mehrfamilienhaus Delftstraße 6 Mehrfamilienhaus Delftstraße 7 Mehrfamilienhaus Delftstraße 8 Mehrfamilienhaus Delftstraße 9 Mehrfamilienhaus Delftstraße 10 Mehrfamilienhaus Delftstraße 11 Mehrfamilienhaus Delftstraße 12 Mehrfamilienhaus Delftstraße 13 Mehrfamilienhaus Delftstraße 15 Mehrfamilienhaus Delftstraße 17 Mehrfamilienhaus Delftstraße 19 Mehrfamilienhaus Elfenweg 6 Wohnhaus, Gaststätte, Haus Handwerk Elfenweg 15 ehemals Frauenwohnheim, Gewerbeaufsichtsamt Elfenweg 17 ehem. Frauenwohnheim, Gewerbeaufsichtsamt Fahrenholzstraße 11 Fischräucherei Steffens Friedrich-Carl-Straße 15 Wohnhaus Arcitekt: Rud.Glocke Grodener Chaussee 11 Ritzebüttler Schule Erbaut 1914/1915. Der unter einem Mansardenwalmdach sich über 15 Achsen mit ursprünglich kleinteilig versproßten Fenstern erstreckende, wuchtige Baukörper gehört mit der Verwendung des Backsteins und der formalen Orientierung an Bauten der Zeit um 1800 einer in Abgrenzung zum vorausgegangenen Historismus um sachlichen Ausdruck bemühten, aber dennoch traditionsverbundenen Architekturströmung an. Grodener Chaussee 21 Wohnhaus 1894 als Wohnhaus eines großen Bauernhofes erbaut. Die sechsachsige, durch Putzlisenen gegliederte Fassade zeigt spätklassizistisches Dekor Große Hardewiek 35 Wohnhaus Große Hardewiek 36 Wohnhaus Grüner Weg 18 Freimauerloge Grüner Weg 25 Grüner Weg 31 Wohnhaus Grüner Weg 37 Wohnhaus Grüner Weg 42 Rathaus Grüner Weg 45 Wohnhaus Grüner Weg 46 Wohnhaus Hafen Die Anfänge des Hafen gehen bis auf das 16. Jahrhundert zurück. Holstenplatz 1 Wohnhaus Das Haus wurde 1925/1926 erbaut. Kapitän-Alexander-Straße 31 Magazingebäude Das Gebäude war Teil des Marinestandortes Cuxhaven. Es wurde in den 1890er Jahren erbaut. Kapitän-Alexander-Straße 34-40 ehem. Verwaltungsgebäude der Nordsee-Reederei Das Haus wurde 1920 für die 1908 gegründete Cuxhavener Hochseefischerei AG gebaut. Karpfangerstraße 1 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 2 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 3 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 4 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 5 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 6 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 7 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 8 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 9 Mehrfamilienhaus [ Karpfangerstraße 10 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 12 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 14 Mehrfamilienhaus Karpfangerstraße 16 Mehrfamilienhaus Kasernenstraße 8 Arrestgebäude Anfang 2013 wurden die vergitterten Fenster der Arrestzellen entfernt. Kirchenpauerstraße 1 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 2 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 3 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 4 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 5 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 6 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 14 Wohnhaus, ehemals Schule für Elektrotechnik der Marine Kirchenpauerstraße 20 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 22 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 23 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 24 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 25 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 26 Wohnhaus Kirchenpauerstraße 27 Wohnhaus Lappestraße 1 Mehrfamilienhaus Lappestraße 3 Mehrfamilienhaus Lappestraße 5 Mehrfamilienhaus Lehfeldplatz 5 Wohnhaus Lentz-, Woltmannstraße HAPAG-Hallen Leuchtturmweg 3 Reedereigebäude Erbaut 1923, Architekt: Otto Hoyer, Hamburg Leuchtturmweg 5 Lotsenwachhaus Einweihung am 21. Oktober 1924, Architekt: Otto Hoyer, Hamburg Marienstraße Große Wetternkaserne Marienstraße Wirtschaftsgebäude Marienstraße 50 Kirchenkreisamt des Ev.-luth. Kirchenkreises Cuxhaven Die wechselvolle Geschichte des Hauses Marienstraße 50 ist hier beschrieben. Marktplatz 5 Wohnhaus Marktplatz 8 Wohnhaus Mittelstraße 6 Wohnhaus Neue Reihe 18 Wohnhaus Neue Reihe 31 Wohnhaus Neue Reihe 33 Stabsgebäude mit Offizierskasino Neue Reihe 39 Wohnhaus Neue Reihe 40 Wohnhaus Neue Reihe 41 Wohnhaus Neue Reihe 42 Wohnhaus Neue Reihe 43 Wohnhaus Neue Reihe 44 Wohnhaus Neue Reihe 47 Wohnhaus Neue Reihe 48 Wohnhaus Neue Reihe 49 Wohnhaus Neue Reihe 50 Wohnhaus Neue Reihe 51 Wohnhaus Neue Reihe 52 Wohnhaus Neue Reihe 53 Wohnhaus Neue Reihe 54 Wohnhaus Neufelder Straße 12 Versandhalle, Fischversandbahnhof Nordersteinstraße 21 Wohnhaus Nordersteinstraße 22 Wohnhaus Nordersteinstraße 24 Wohnhaus Nordersteinstraße 42 Wohnhaus Nordersteinstraße 43 Wohnhaus Nordersteinstraße 44 Wohnhaus Nordersteinstraße 52 Wohnhaus Nordersteinstraße 53 Wohnhaus Nordersteinstraße 54 Wohnhaus Nordsee- Duge- Meinkenkai Alter Fischereihafen Poststraße 20 Wohn- und Geschäftshaus Poststraße 22 Wohn- und Geschäftshaus Poststraße 24 Wohnhaus Poststraße 33 Wohnhaus Poststraße 37 Mehrfamilienhaus Präsident-Herwig-Straße Fischereihafen IV, V, VI Reinekestraße 1 Wohnhaus Reinekestraße 2 Wohnhaus Reinekestraße 3 Wohnhaus Reinekestraße 4 Wohnhaus Reinekestraße 5 Wohnhaus Reinekestraße 6 Wohnhaus Reinekestraße 7 Wohnhaus Reinekestraße 9 Wohnhaus Reinekestraße 10 Wohnhaus Ritzebütteler Schleusenpriel Schillerstraße 7 Wohnhaus Schillerstraße 10 Wohnhaus Schillerstraße 17 Wohnhaus Schillerstraße 34 Wohnhaus Schillerstraße 42 Wohnhaus Schillerstraße 47 Wohnhaus Schulstraße 18 Lichtenberg-Gymnasium Simon-von-Utrecht-Straße 2 Mehrfamilienhaus Simon-von-Utrecht-Straße 4 Mehrfamilienhaus Steubenhöft Empfangsgebäude Strichweg 5B Herz Jesu-Kirche Südersteinstraße Amtshausbezirk mit Amtshaus und weiteren Gebäuden Südersteinstraße Friedhof Ritzebüttel Südersteinstraße Kirche St. Martin Südersteinstraße 38 Fahrradhandel Das Reyesche Haus ist ein altes Kaufhaus der Familie Reye Südersteinstraße 42 Wohnhaus Ein 1898 nach einem Entwurf von Rudolph gebauter, ziegelverblendeter Bau mit reichem Putzdekor. Südersteinstraße 44 Ringelnatz-Museum Das 1984 vollständig renovierte Haus Nr 44 gehört zu den altbebauten Grundstücken in der Südersteinstraße. Seit 1981 befindet sich das Im Besitz der Stadt Cuxhaven, wurde wegen Baufälligkeit 1983 abgerissen. Der Wiederaufbau in seinem ursprünglichen Zustand erfolgte 1984. Südersteinstraße 46 Wohnhaus Südersteinstraße 48 Wohnhaus Südersteinstraße 50 Wohnhaus Südersteinstraße 52 Wohnhaus Südersteinstraße 56 Wohnhaus Südersteinstraße 94 Wohnhaus Wendtstraße 4 Wohnhaus Wendtstraße 5 Wohnhaus Wendtstraße 6 Wohnhaus Wendtstraße 7 Wohnhaus Wendtstraße 8 Wohnhaus Wendtstraße 9 Wohnhaus Wendtstraße 10 Wohnhaus Wendtstraße 12 Wohnhaus Wendtstraße 14 Wohnhaus Wernerstraße 59-69 Mehrfamilienhaus Wernerstraße 64-90 Mehrfamilienhaus Der dreigeschossige, nach Plänen des Architekten Steinmetz, mit Ziegelverblendung ausgeführte Bau erstreckt sich auf der Westseite der Wernerstraße Die ungegliederten, lediglich durch die eingeschnittenen Fenster unterbrochenen Wandflächen schließen sich durch die Backsteinverblendung zu einem einheitlichen Gesamtbild zusammen, welches nur durch die an ein Stufenportal erinnernde Gestaltung der Eingangsbereiche und die darübein ihrem Format von den übrigen Fenstern abweichenden, querliegenden Treppenhausfenstern aufgelockert wird. Wernerstraße 71-81 Mehrfamilienhaus Westerreihe Krähenhofbrücke Westerreihe 7 Mehrfamilienhaus Westerreihe 9 Mehrfamilienhaus Westerreihe 18 Wohnhaus Typischer kleinstädtischer Wohnhaustyp der 2. Hälfte des 19.Jh., auffallend durch den Balkon mit gußeisener Brüstung. Wetternstraße 1 Wohnhaus Das Haus wurde 1924/1925 erbaut. Wilhelminenstraße 14 Wohnhaus Wilhelminenstraße 16 Wohnhaus Wilhelminenstraße 17 Wohnhaus Wilhelminenstraße 18 Wohnhaus Wilhelminenstraße 19 Wohnhaus Zollkaje Klappbrücke Die Klappbrücke wurde 1954/1955 erbaut. Sie ersetzte eine Drehbrücke aus dem Jahre 1903. Zollkaje Feuerschiff Elbe 1 Das Feuerschiff Bürgermeister O’Swald II war das letzte bemannte Feuerschiff auf der Position Elbe 1. Erbaut wurde es ab 1939 auf der Werft Jos. L. Meyer in Papenburg. In Dienst war es vom 7. November 1948 bis zum 22. April 1988. Bilder Blick von der Deichstraße 1918 Bäckerei Döscher, später Spreckels und Stolte Bäckerei Döscher, später Spreckels und Stolte
Die Schriftstellerin und Malerin Magda Roos (* 29. April 1920 in Cuxhaven; † 16. Juli 1976 ebenda) war die geistige Mutter von Jan Cux. Magda Roos, wurde am 29. April 1920 in Cuxhaven in der Schillerstraße 33 als jüngste von drei Schwestern geboren. Ihr Vater kam aus dem Rheinland, war Kaufmann und sehr kunstsinnig. Ihre Mutter entstammte einer seit langem ortsansässigen Familie. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte sie an das Cuxhavener Mädchen-Gymnasium über, wo man schon bald ihr künstlerisches Talent entdeckte. Auf besondere Empfehlung ihrer Lehrer nahm sie bereits im Alter von 17 Jahren ihr Studium an der Kunstakademie Lerchenfeld in Hamburg auf. Dort erlernte sie die verschiedenen Zeichen- und Maltechniken. Zum Abschluss ihrer Studien ging sie nach München an die Akademie der bildenden Künste. Während der Kriegsjahre war sie als technische Zeichnerin dienstverpflichtet bei einer Münchner Flugmotorenfirma (BMW), wo sie auch ihren späteren Ehemann kennenlernte. Sie heiratete und bekam ein Kind. Nach ihrer Scheidung 1958, weil ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen hatte, kehrte sie zusammen mit ihrem Sohn in den Norden zurück - zunächst nach Hamburg, dann wieder nach Cuxhaven. Obwohl sie es in der Nachkriegszeit als alleinerziehende Mutter und noch dazu Künstlerin ziemlich schwer hatte, hielt sie der Kunst die Treue. Auch stellte es sich als schwierig heraus, ihre Bücher in Verlagen unterzubringen, da der Krieg ihre Beziehungen zerschlagen hatte. Mitte der sechziger Jahre erfuhr sie, dass sie an Krebs litt. Dennoch kämpfte sie viele Jahre mit ihrer Arbeit dagegen an. Nach Jahren intensiver Arbeit an Geschichten, Zeichnungen und der geliebten Malerei verstarb sie am 16. Juli 1976 nach schwerer Krankheit in ihrer Heimatstadt. Künstlerisch geht die geistige Urheberschaft der bekannten und beliebten Cuxhavener Werbefigur des Jan Cux auf sie zurück. Ihr vielleicht `cuxhavenstes´ Werk war die Sammlung der `Cuxhavener Geschichten´. Bilder
Prof.Franz Rotter in seinem Atelier Prof. Franz Rotter (* 27. Oktober 1910 in Ungarn; † 6. September 1989) 1 Leben und Werk 2 Würdigungen 3 Werke 4 Bilder 5 Literatur Leben und Werk Der Bildhauer und Grafiker Franz Rotter wurde am 27. Oktober 1910 in Komorn (Ungarn) als Sohn eines KuK-Offiziers geboren. Er studierte in Prag an der Kunstgewerbeschule wo er bis 1948 lehrte. 1948 verschlug es Franz Rotter als Internierten nach Cuxhaven wo er bis zu seinem Tod am 6. September 1989 lebte und wirkte. Würdigungen Franz Rotter erhielt 1985 zu seinem 75. Geburtstag die Schlossmedaille. Zu seinen Ehren wurde nach ihm 1990 die Franz-Rotter-Allee in Cuxhaven benannt. Werke Zu den zahlreichen von ihm geschaffenen Plastiken, die man auch weltweit findet, zählen u.a.: Beethoven-Denkmal in Madrid "Junge auf der Robbe reitend" (im Döser Kurpark) "Krabbenfischer" (Bronzeplastik im Döser Kurpark) "Flucht" (Vertriebenendenkmal am Schneidemühlplatz) "Faun" (Lisztstraße) "Junge" (Eingangshalle des Amandus-Abendroth-Gymnasium) "Hochseefischer" (Eingang zur Stadtbibliothek, vorher LZB an der Abendrothstraße Reproduktion des Doppeladlers auf dem Ehrenmal für die in der Seeschlacht vor Helgoland 1864 gefallenen Marinesoldaten (Ritzebütteler Friedhof) Bilder "Schipperjunge auf Seelöwe" (1952) "Flucht" (1962) "Liegender Knabe" (1963) "Faun" (1966) "Mädchen im Wind" (1968) F. Rotter - Junge F. Rotter - Krabbenfischer Literatur Peter Bussler; Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Heimatbund der Männer vom Morgenstern; 2002 Günter Wolter; Die Cuxhavener Straßennamen; 1997
Sanftleben & Co. war eine Werft in Cuxhaven. Der aus Belum stammende Schmied, Hufschmied und Schlossermeister Johann Sanftleben hat 1788 in der Nordersteinstraße ein Grundstück als "Eigengut" erworben, um hier eine Schlosserei zu betreiben. Dieses bereits 1621 im Hamburger Ratgüter-Verzeichnis genannte Grundstück hatte bereits vorher verschiedene Schmiede als Eigentümer. Nach dem Tod von Johann Sanftleben im Jahre 1824 ging das Grundstück 1825 an H.J. Wächter, einem Halbbruder von Johann Sanftleben. In der Gründungszeit wurden hauptsächlich Schmiedearbeiten durchgeführt, z.B.Anker 1815 zieht der Betrieb um zur Ostseite und gründet dort eine Ketten- und Ankerschmiede. 1818 wird dazu ein Kaufkontrakt von Amtmann Abendroth unterzeichnet. Entsprechend der speziellen Cuxhavener Bedürfnisse werden vermutlich zur Hauptsache Pilzanker für Feuerschiffe, aber auch Fahrwassertonnen hergestellt. Betrieben wird das florierende Geschäft nach Johann von Johann-Wilhelm, Wilhelm und Hermann Sanftleben. Als nach dem 1. Weltkrieg der Alte Fischereihafen erweitert und damit auch die Ostseite komplett umgestaltet, sprich Hafenindustriegebiet wird, muss auch Sanftleben mit seinem Betrieb weichen. Evtl. aus diesem Grund gründet Sanftleben am 1. Januar 1920 gemeinsam mit dem Schiffsingenieur Otto-Georg Beckmann die Firma `Sanftleben und Co.´. Sie kaufen das Restaurant `Seegarten´ am Kopfende des Ewerhafens und übersiedeln am 15. Oktober 1920 mit ihrer Firma dorhin. Hier erweitert das Unternehmen erheblich. Der Restaurantsaal wird zur Maschinenhalle. Es wird eine große Gießerei für Teile bis 1.200 kg gebaut, eine Kesselschmiede, eine Schiffszimmerei sowie weitere Werkstatt- und andere Gebäude. Die Schmiede besaß 1925 drei neuzeitlich Lufthämmer bis 150kg Bärgewicht. Hier wurden Anker, Draggen, Zentiped-Anker, Schäkel, Blöcke, Ketten und Beschläge auch für die Großschiffswerften fabrikmäßig hergestellt. Dieser Abteilung war auch die Feuerverzinkerei angeschlossen, sodass sämtliche Stücke verzinkt werden konnten. Die drei Slipanlagen der Werft Aufgrund der direkten Hafenanbindung entschließt man sich, auch einen Werftbetrieb aufzubauen. Hierzu werden nacheinander drei Slipanlagen erstellt (1927 und 1929; eine dritte 1936). Diese konnten Schiffe bis 50m Länge aufnehmen, 1930 scheidet Sanftleben aus der Firma aus und Beckmann wird Alleininhaber. 1942 dann wird die Firma umbenannt in `Beckmannwerft´.
Für mehr Informationen auf die Schriften im Bild klicken. Als Vorlage Hafen <googlemap lat="53.817477" lon="8.607574" zoom="15"> 53.817477,8.607574, Sockel des Würzburg-Riese östlich von Berensch </googlemap> Empting Antriebstechnik & Anlagenbau GmbH (gleiche Anschrift) Geschäftsbereiche: Empting Antriebstechnik (Offshore-Bereich; Schiffsdieselaggregate; Stromaggregate) Empting Anlagenbau (Transport- und Verarbeitungstechnik für die Lebensmittelindustrie, insbesondere für die Fischverarbeitung; diverse Förderanlagen; ... Arbeitsbühnen) Empting Dockbetrieb (Schiffsreparaturen) Empting Ölbekämpfung (Ölbekämpfungssystem; Auslegersysteme; Dieselaggregate; Ölwehrcontainer mit Spezialzubehör) _______________________________ ø Æ ñ ğ æ å ã 2 ç ą ł ô Å Č 1 Schloss Ritzebüttel 2 Altes Amtsgericht 3 Schlosswache 4 Gärtnerhaus 5 Schweizerhaus 6 Kriegerdenkmal 7 Krähenhofbrücke 8 Freilichttheater 9 Ringelnatz-Museum 10 Martinskirche 11 Krähenhof __________________________ ___________________________________________ ___________________________________________ https://tube.network.europa.eu/w/9Dszwkrk2YwhbWhsTPrg3A ___ ___ NVC Vorsitzende Person Jahr Kapitän Hans Westphal 1969-1975 Kapitän Karl-B. Kühne 1975-1993 Kapitän Günter Rubach 1993-2007 Kapitän Jürgen Feldmann 2007-2011 Kapitän Dr.-Ing. Jürgen Pause 2011 Peter Kramp 2011-2013 Kapitän Ralf Gütlein 2013-2019 Kapitän Arne Ehlers 2019- _________________________________________ https://youtu.be/nydwk87iEuM?si=JSMOf_CuAwTW1Kd9 ________________________________________________ Vorlage:Ev:youtube _____________ https://www.arte.tv/de/videos/104841-008-A/was-macht-wellen-zu-monstern/ _________________________________________________ https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjMzMjU5OV9nYW56ZVNlbmR1bmc Video ARD Vorlage:Ev:ARD Mediathek ___ https://www.youtube.com/watch?v=4AcEmR5pdAM __________________ Vorlage:Ev:youtube https://youtu.be/4AcEmR5pdAM?si=C0F1ymO8EBTvTsJ5 Video Youtube
Uwe Santjer (*23. Oktober 1965 in Cuxhaven) ist SPD-Lokalpolitiker in Cuxhaven. 1 Adresse 2 Ausschüsse/Funktionen 3 Kandidaturen 4 Weblinks Adresse Uwe Santjer Tizianweg 3 27478 Cuxhaven Ausschüsse/Funktionen Seit 2001 Ortsrat in Altenwalde und dem Rat der Stadt Cuxhaven. Stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Zweiter Bürgermeister Altenwaldes Fraktionsvorsitzender im Ortsrat Altenwalde Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Stadtratsfraktion Ausschüsse im Stadtrat: Wirtschaft/Häfen Tourismus Jugend, Soziale, Gleichstellung Schule Beirat für Menschen mit Behinderung Kandidaturen 2008 Kandidat zur Landtagswahl 2008 Weblinks Homepage Uwe Santjer SPD-Cuxhaven]
Die Saure Ecke ist ein Wohn- und (ehemaliges) Gasthaus in der Westerreihe. Der Name des Hauses ist am Nordgiebel in großen Buchstaben angebracht und von der Südersteinstraße aus gut erkennbar. Das Haus wurde im Jahre 1908 errichtet. Die Namensherkunft erklärt Borrmann wie folgt: Entweder handelt es sich um die Übernahme einer alten Flurbezeichnung, sumpfiges = saures Gelände. Dagegen spricht die Tatsache, dass bei den Ausschachtungsarbeiten für das Gebäude drei frühgeschichtliche Urnen gefunden wurden.[1] Eine andere Erklärung ist die Ableitung von "Süden" (Suur). Der Ort Süderleda z.B. wird auch als "Suurlee" bezeichnet. Demnach handelte es sich um die südlichste Ecke des Amtes Ritzebüttel. [2] Eine weitere mögliche Herkunft des Namens ist folgende: In der Westerreihe befand sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Essigbrauerei `Pfeifer & Jungclaus´. Auf Grund des von dort ausgehenden sauren Geruchs entstand die volkstümliche Bezeichnung "Saure Ecke". Zwischen 1807 und 1816 richtet Peter Nicolaus von Freuden im damaligen `Altenwalderweg´ 110 einen Schankbetrieb ein. Dieser geht 1845 an Claus Jungclaus, der den Betrieb auf dem Nachbargrundstück um eine Essigbrauerei erweitert. 1849 steigt der ehemalige Dielen- und Lattenhändler Johann Pfeifer mit in die Essigfirma ein, die nun als `Pfeifer & Jungclaus´ firmiert. 1856 ist allein Pfeifer für den Betrieb eingetragen, während Jungclaus die Gastwirtschaft führt. Es ist nicht klar, ob es zu einer Trennung gekommen war. Zwei Jahre später geht die Wirtschaft an T.W. Teens über, während Jungclaus in der Straße eine Muschelkalkbrennerei betreibt. Von 1862 bis 1863 wird die Essigbrauerei von der Witwe Pfeifer betrieben und dann aufgelöst. Im Namen des Wohn- und Gasthauses, welches 1908 an gleicher Stelle erbaut worden ist und noch über viele Jahre als Gaststätte geöffnet war, hat sich der Name "Saure Ecke" erhalten. Im Anschluss folgt eine Auflistung der jeweiligen Betreiber der Betriebe. Interessant sind dabei auch die diversen Adressänderungen der stets gleichen Örtlichkeit der Gastwirtschaft: 1816: nachweisbar: Peter Nicolaus von Freuden, Gastwirth, Altenwalderweg 110 1820: Schankwirtschaft Hinrich Rinckhoff 1822: wiederum von Freuden 1843: dito, jedoch Altenwalder Weg 135 1845: Claus Jungclaus: Gastwirschaft und Eröffnung einer Essigfabrik 1846: Altenwalderweg beim Baum [3] 1849: Johann Pfeifer steigt bei Jungclaus mit ein 1850: Pfeifer: Essigfabrik Altenwalderweg 137, Jungclaus beides 1856: Jungclaus, Wirtshaus, Westerreihe 135, Pfeifer, Essigfabrik, Ritzebüttel 137 1858: Jungclaus, Kalkbrennerei, Westerreihe 134, Johann Pfeiffer, Essigfabrik, Ritzebüttel 137, T.W. Teens, Gastwirth, Ritzebüttel 135 1862: Pfeifer Wwe. leitet die Essigfirma 1863: Ende der Essigfabrik 1883: B. Luc(c)a, Gastwirth, Schlachter und Fuhrmann, Westerreihe 135 1885: dito., jedoch Westerreihe 2 1896: C. Ch. Rettberg, Gastwirth, Westerreihe 2 1898: Edmund Rüsch, Westerreihe 2 1908; Abriss und Neubau 1914: Wwe. Emma Rüsch, Westerreihe 4, Fuhrwerksbesitzerin und Wirtschaft. 1920: Heinrich Petschow, Schmied und Gastwirt, Westerreihe 4, zuvor Huf- und Wagenschmied, Westerreihe 25 am Holzplatz 1925: Wilhelm Bruns, Gastwirtschaft, Westerreihe 4, Inh. Emma Rüsch. Petschow übernimmt den `Schwarzen Walfisch´ in der Bahnhofstraße 8 1936: Bruns Quelle Einwohnerverzeichnis der Stadt Hamburg [4] Fußnoten Hochspringen ↑ Quelle: Borrmann Hochspringen ↑ Quelle: Borrmann Hochspringen ↑ Für eine vorgesehene Pflasterung der Altenwalder Chaussee wurde hier eine Mautstelle mit Schlagbaum eingerichtet. Hochspringen ↑ Bis 1937 gehört das Amt Ritzebüttel als Landbezirk zu Hamburg
Roy Clark war ein in Cuxhaven-Altenbruch wohnhafter Eisenbahn-Erpresser. 1 Prolog 2 Einleitung 3 Geschichte 4 Schlusspunkt 5 Abrechnung 6 Nachwort 7 Fußnoten 8 Quellen Prolog 1967 bringt der Sänger `Hektor von Usedom´ einen Schlager unter dem Titel: `Roy Clark Ballade´ auf den Markt. Dieser Schlager beinhaltet nicht nur das bis heute andauernde Rätsel um den Interpreten [1], er beinhaltet in seinem Text gleichzeitig den Abschnitt: "Ein Zug entgleist und keine Spur - Roy Clark. Wer weiß, wo's morgen wieder tickt, wenn er den nächsten Zug zur Hölle schickt." Worum handelt es sich hier? Zu der Zeit hielt eine Erpressungs- und Attentatsserie Deutschland gleichermaßen in Atem wie Jahre später der sogenannte `Dagobert´, nur dass erstere heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Der Mann dahinter nannte sich `Roy Clark´ oder auch das `Fantom´. Einleitung Alexander Bordan H. [2], am 1. Mai 1927 in Celle als Sohn eines Ukrainers und einer Polin aus Tschenstochau geboren, gehört während der Hitlerzeit als Nicht-Arier zur untersten völkischen Rasse. Unter anderem ist dieses der Hemmschuh für den intelligenten Mann. Nach achtjähriger Volksschule bricht er eine Malerlehre ab, weil er wegen Diebstahls in seinem Betrieb verurteilt wird. Er hatte Material kaufen wollen, um sich etwas zu verdienen, was ihm jedoch sein Lehrherr versagte. Ein zweiter Diebstahl folgt. Er stiehlt 26 Eier, um sie hungernden russischen Gefangenen zu geben. Wieder wird er inhaftiert, heftig misshandelt und bekommt Tuberkulose. Später wird er in Frankreich Bergmann, geht dann für fünf Jahre in die Fremdenlegion [3] nach Indochina [4], ohne mental wirklich Soldat zu werden. Danach, wieder in Deutschland, verdingt sich der staatenlose H. abwechselnd bei einer Spreng- und Tauchfirma, als Hafenarbeiter, zumeist aber als Kraftfahrer verschiedener Cuxhavener Unternehmen. Er ist überall als fleißig, aber verschlossen bekannt. Er heiratet zweimal, bekommt Kinder. Die Ehen scheitern, seine zweite Frau überzieht ihn, mehr noch als die erste, mit Unterhaltsforderungen, versucht des in dritter Ehe für 28.000 DM erworbenen Hauses habhaft zu werden. Mit dieser dritten Frau Waltraut lebt er ab 1965 in Altenbruch im Wehdemacker 10 und hat nun für 5 Kinder Unterhalt zu leisten. Folgerichtig wird er durch den fortwährenden sozialen Druck der ständig wachsenden Schulden zum Trinker. 1959 hat H. durch die Belastungen hohe Schulden angehäuft. Diese führen ihn in die Kriminalität. Den Ausschlag dafür gibt ein Fortsetzungsroman in der Bild-Zeitung mit dem Titel: `Teufel am Telefon´, der zwischen dem 23. Februar und dem 25. März 1959 abgedruckt wird. Darin bombt sich ein kleiner, untersetzter, glatzköpfiger Mann um die 50 namens Roy Clark durchs Leben, um sich mit Erpressungen und Sprengstoff-Attentaten mit Nitroglycerinbomben an der Gesellschaft zu rächen für erlittenes Unbill. Damit hat H. sein Vorbild, nur will er es besser machen, geschickter, sich nicht erwischen lassen. So beginnt er drei Monate später seinen `Aufstand´ gegen sein Leben. Er bringt ihm etliche Titel ein wie: `Deutschlands Staatsfeind Nr. 1´ [5], `gemeingefährlichster Erpresser und Bombenleger der Nachkriegszeit´ [6] oder `Bestie in Menschengestalt´ [7]. Kaum ein anderer Verbrecher hatte zuvor eine derartige Publicity in der Bundesrepublik. Am Ende stehen 12 Erpresserbriefe, 3 Sprengstoffattentate und 2 weitere Anschläge sowie seine Verhaftung. Geschichte Im Mai 1959 schickt er aus Pforzheim sein erstes Schreiben an die Bundesbahndirektion Hamburg 50. Darin fordert er 300.000 DM und droht, einen Zug bei vollem Tempo entgleisen zu lassen. Dummerweise vergisst er, einen Übergabeort anzugeben und ein Anschlag erfolgt nicht. Am 15. Oktober 1966 beginnt er, ernst zu machen. In der Zeitung hatte es einen Aufruf an einen anderen Erpresser gegeben, sich zu melden. Dieses sieht er als ein `Zeichen´ an. Nunmehr verlangt er von Buxtehude aus 50.000 DM. Als es keine Reaktion der Bahn gibt, lässt er am 8. Dezember nach vorheriger telefonischer Warnung an die Hamburger Bildzeitung im Hamburger Hauptbahnhof das Schließfach 134 explodieren. Im Gegensatz zur Romanfigur verwendet er eine Trinitrotoluol-Zeitzünderbombe. Es kommt zu keinen Geschädigten. Bereits am nächsten Tag fordert er 120.000 DM, wiederum reagiert die Bahn nicht. Erst am 13. Mai 1967 antwortet das Fantom darauf. An der Nordseebahnstrecke zwischen Bremerhaven und Bederkesa biegt er mit einem Wagenheber ein Gleisende [8] 32 cm hoch und unterfüttert es mit Holzbalken. Der Anschlag gilt einem Arbeiter-Triebwagen, der besetzt mit ca. 100 Personen `wie eine Rakete abheben´ würde [9]. Jedoch irrt sich Clark im Fahrplan und übersieht einen Güterzug, der mit seiner 50 Tonnen-Lokomotive das Hindernis platt walzt. Jetzt erklärt sich die Bahn bereit, auf seine am Ort hinterlassene Forderung von (dieses Mal) 200.000 DM einzugehen, sofern er fünf (Fang-) Fragen beantwortet. Er durchschaut das Spiel und antwortet erbost. Es kommt zu keiner Übergabe. Weiter geht es am 16. September. Er spannt auf der Strecke Hamburg - Harburg eine 50 kg schwere Stahltrosse 12 Meter weit quer über die Schienen zwischen zwei Leitungsmasten. Sie wird von einem Zug zerrissen. Tags darauf explodiert wieder am Hamburger Hauptbahnhof das Schließfach 236. Es kommt zu einem Verletzten. Am 25 d.M. kappt er auf einer 500 Meter langen Strecke zwischen Bremen und Oldenburg alle Signalkabel, der Anschlag wird jedoch entdeckt. Am 2. Oktober explodiert unter einem Triebwagen eine Bombe. Sie durchschlägt den Boden, verletzt wird ein Postoberschaffner. Wieder entschließt sich die Bahn zur Zahlung, dieses Mal in Höhe der ursprünglichen Forderung von 300.000 DM, und gibt dieses durch ein geheimes Zeichen in der Bild bekannt. Am 16. Oktober teilt Clark die Übergabemodalitäten mit. Drei Tage später gelingt der Polizei die Aufnahme der Stimme des Täters am Telefon. Diese ist jedoch ebenso verstellt wie die Schrift seiner Mitteilungen, sodass eine Veröffentlichung über Radio und Fernsehen nicht weiterführt. Ergebnis der Aktion ist lediglich ein Erfolgsschlager (s.o.) sowie weitere Anschläge. So explodiert am 5. November ein Zementrohr auf dem Gelände der DB-Direktion Hamburg. Mit den Absprachen über die 300.000 DM-Übergabe kommt es zu einem furiosen Finale. Mehrfach scheitern Übergaben, da es Clark zu riskant erscheint. Einmal scheitert eine Übergabe in Lüneburg, ein andermal auf einer Autobahnraststätte. Es kommt zu Neuabsprachen, Neuforderungen einerseits und einer gewaltigen Polizeiaktion im norddeutschen Raum andererseits. In einer langfristigen Ring-Fahndung werden alle Fahrzeugbewegungen um die Übergabeorte erfasst. Dabei wird mehrfach ein hellblaues Goggomobil erfasst, welches im observierten Gebiet kreuz und quer fahrend angetroffen wird. Am 22. Dezember 1967 wird am Rande der Wingst in der Nähe einer neuerlich abgemachten Übergabestelle der Goggofahrer beim Wasserlassen am Baum angetroffen und erneut erfasst. Dieses Mal sollte es um 700.000 DM gehen. Wieder fällt das himmelblaue Goggomobil auf und man reagiert. Es werden Clarks Mitteilungen mit vorhandenen Schriftproben auf Anträgen des erfassten Goggofahrers in der Kreisverwaltung verglichen, wobei sich eine immanente Übereinstimmung herausstellt. Kurze Zeit später findet die Polizei im Hause H.s 10,4 kg seines Sprengstoffes. Dieses reicht zu seiner Festnahme drei Tage vor Weihnachten 1967. Schlusspunkt Knapp ein Jahr danach, am 20. Dezember 1968 wird H. zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, da das Gericht es als erwiesen ansieht, dass er Verletzte und sogar Tote billigend in Kauf genommen hat. Er sitzt im Hamburger Zuchthaus Santa Fu in Fulsbüttel ein. Über die gesamte Zeit ist die Bild-Zeitung die Kommunikationsstrecke zwischen dem Fantom und den Behörden. So hatte es der Bild-Leser Clark gefordert. In einem Schreiben an die Bundesbahn stellt er fest: "Bildzeitung hat für mich schon beste Arbeit geleistet. Verspreche, sie bekommt einmal meine Memoiren." Tatsächlich kam es dann auch so, nicht jedoch von ihm, sondern von seiner Frau, die der Bild das Exklusivrecht ihrer Geschichte mit Alexander Bordan H. vergab. Mit dem erhaltenen Betrag aus dem Interview kann sie die Schulden abtragen. Bis zuletzt war sie unwissend über das Doppelleben ihres Mannes, den sie als "voller Energie und Ideen" beschrieb. So baut er im Gefängnis ein `Drehflügel-Flugzeug´, für welches er ein Patent erhält. Nach seiner Entlassung zieht er mit seiner Frau nach Hamburg-Billstedt, wo er als Kraftfahrer arbeitet. Mit dem Rat: "Ich kann jedem nur von Erpressung abraten. Man hat keine Chance." tritt er 1997 letztmalig öffentlich auf. Abrechnung Was hatte die Aktion am Ende gekostet? Die `Arbeitsgemeinschaft Roy Clark´, ein Topteam von 23 Spitzenfahndern aus dem Bundeskriminalamt und den Küstenländern sowie ein Heer von Kriminal-, Schutz- und Bahnpolizisten hatte etwa 2.000 Spuren verfolgt. Es waren Hubschrauber und Hunde, Radio, Fernsehen und die Printmedien eingesetzt. Durch Norddeutschland tourte eine `Wanderausstellung´ mit Asservaten, die an den Tatorten gefunden wurden. Mehrfach lässt die Bundesbahn, wie in kriegsbesetzten Gebieten im 2. Weltkrieg, Waggons vor die eigentlichen Züge kuppeln zum Schutz gegen Sprengsätze. Darüber hinaus blieben die Schließfächer im Hamburger Hauptbahnhof für drei Monate gesperrt. Gekostet hat das Ganze etwa den Betrag der letzten Forderung H.s - 700.000 DM. Dazu kamen die menschlichen Folgen. Hatten H.s Anschläge nur zwei Leichtverletzte gefordert, so erlitt ein Polizeibeamter nach einem Verkehrsunfall während einer Ermittlungsfahrt eine Gehirnerschütterung. Ein als Täter bezichtigter Mann erlitt während der Vernehmung einen Herzanfall. Ein weiterer, von der Polizei aufgrund einer Anzeige vernommener Mann, verstirbt drei Tage hernach. Ebenso hat sicherlich H. gezahlt, mit einem Leben ohne Erfüllung und in ständiger Not. Im Nachhinein betrachtet war Alexander Bordan H. alias Roy Clark alias das Fantom eine tragische Person der Geschichte, die von Kindheit an nie eine wirkliche Chance zum erfüllten Leben bekommen hat. Der Spiegel schreibt dazu: "Er ist intelligent, die Psychiater werden es noch bestätigen. Studieren können hätte er, doch niemandem ist das von vornherein so unmöglich gewesen wie ihm. Er erfährt nicht einmal von seiner Intelligenz, er ist überrascht und - geschmeichelt - ungläubig, als sie ihm nach den einschlägigen Tests mitgeteilt wird. Wir müssen diese Menschen fürchten, solange wir nicht alles getan haben, um ihnen zu ihrem Platz, zu der ihnen angemessenen Ausbildung zu helfen. Denn ihre missachtete Anlage bringt sie zwangsläufig in Gegensatz zur Realität, in der sie mehr darstellen könnten, als man sie sein lässt." Die größte Last aber hatten ab der Verhaftung die Kinder der Familie zu tragen. Sie konnten sich nicht wehren und nicht verteidigen gegen die Projektion des Vaters und seiner Taten durch die Bevölkerung auf sie, unter deren Folgen sie noch heute zu leiden haben. Nachwort Im Nachhinein kam es zu mehreren Nachahmern der DB-Erpressungen, u.a. zwei 16-jährige Lehrlinge, die 1970 versuchten, die Bahn um 15.000 DM zu erpressen und in der Tagesschau genannt zu werden. Den zweiten Erpresserbrief gaben sie bei der Bahnpolizei ab, die dabei vorsorglich Fingerabdrücke nahm und mit denen auf den Briefen verglich. Sie alle führten nicht zu ernsthaften Erfolgen der Erpresser. Fußnoten Hochspringen ↑ . Bis dato nicht zweifelsfrei geklärt ist die Identität Drafi Deutschers mit einem gewissen `Hektor von Usedom´, dessen 3 Singles (zwischen 1967 und 1969 erschienen) in vielen Discographien als Drafi-Scheiben erwähnt werden. Zu einiger Berühmtheit gelangte dabei vor allem die "Roy Clark Ballade". Von Deutscher selbst, der nach seinem Niedergang infolge von Exhibitionismus verschiedene Pseudonyme verwandte, gibt es Statements in beide Richtungen: Mal verneint er jede Beteiligung an diesen Platten, mal erklärt er, dass er Hektor gewesen sei. Eindeutig nicht um Drafi-Produkte handelt es sich jedoch bei einer Single und einem Album aus dem Jahre 1975, auf denen `Gary und die Quickborner´ als Interpreten genannt werden. Als Gary agierte ein in Quickborn lebender Musiker namens Günter Beyer. Hochspringen ↑ Aus Rücksicht auf die noch lebenden Familienangehörigen verzichtet Cuxpedia auf die volle Namensnennung. Hochspringen ↑ Er bezeichnet sich später als Allroundman Hochspringen ↑ heute Korea Hochspringen ↑ Bild Hochspringen ↑ Hamburger Abendblatt Hochspringen ↑ Hamburger Morgenpost Hochspringen ↑ Zu der Zeit noch nicht, so wie heute, verschweißt Hochspringen ↑ Kommentar der Eisenbahn Quellen DER SPIEGEL 43/1967: Hat mei Bomb gezünd DER SPIEGEL 1/1968: Krachen wird es DER SPIEGEL 49/1968: So einen Donnerschlag musste ich haben - SPIEGEL-Reporter Gerhard Mauz Christian Mangels: Küstenklatsch und Strandgeflüster, ISBN 978-3-8313-1973-2 Hamburger Abendblatt, 10. Dezember 2006: Bahn-Bomber Roy Clark - Dierk Strothmann Handwörterbuch der Kriminologie, Band 4, herausgegeben von Alexander Elster, Rudolf Sieverts
Ein Schardeich ist ein Deich, der direkt am Fluss oder am Meer liegt, ohne durch Vorland geschützt zu sein. Es bedarf eines besonderen Schutzes des zum Wasser liegenden Deichfußes. Die Schardeiche werden seit dem 18. Jahrhundert mit flacher Außenböschung gebaut und an ihrem Fuß mit Stroh bestickt. Das Stroh wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch Steine ersetzt, heute sind die Deichfüße meist durch Asphalt geschützt. Viele deutsche Flussdeiche, die im Tidebereich der Nordsee liegen, sind allerdings noch immer mit Steinen geschützt. Wirtschaftliche Aspekte erforderten in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine Vertiefung der Flusssohlen. Dadurch kommt es zu einer Vergrößerung des Tidenhubs und zu einer zusätzlichen Beanspruchung ursprünglich standsicherer Deichfüße durch erhöhten Wellenschlag passierender Schiffe.
Der Hauptforstwart Otto Röhl (* 1901 in Königsberg; † 14. Mai 1977 Cuxhaven) war langjähriger Förster im Wernerwald. Der 1901 in Königsberg geborene Ostpreuße wurde 1918 als Forstlehrling eingestellt. Drei Jahre später bestand er die Abschlußprüfung. Zusätzlich legte Otto Röhl im Jahr 1928 noch eine Landwirtschaftsprüfung ab. Lange Jahre war er dann im staatlichen Forstamt Altchristburg tätig. Im 2. Weltkrieg geriet Otto Röhl in russische Gefangenschaft, aus er erst 1950 zurückkehrte. Es verschlug ihn dann nach Norddeutschland, wo er beim Forstamt Bederkesa in Sahlenburg eine Anstellung fand. Seit dieser Zeit war der Wernerwald sein Revier, dass er auch elf Jahre nach seiner Pensionierung täglich besuchte.
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Der Begriff Ruder bezeichnet im seemännischen Sprachgebrauch die Ruderanlage des Schiffes, also die Vorrichtung, mit welcher dem Schiff die gewünschte Richtung verliehen wird.
Das Dampfschiff SCHAARHÖRN war ein Vermessungsschiff, welches bis zum 15. Januar 1972 in Cuxhaven beheimatet war. 1 Geschichte 2 Technische Daten 3 Internet 4 Fußnoten Geschichte Das von der "Hamburg-Steinwärder Schiffswerft und Maschinenfabrik" gebaute Schiff war von 1908 - 1914 als "Peildampfer" und für Repräsentationszwecke des Hamburger Senats in Fahrt. Ab 4. August 1914 war die Schaarhörn der kaiserlichen Marine unterstellt und diente als Führerboot der Hilfs-Minensuch-Division Cuxhaven. Das Schiff war ab 16. März 1918 Untersuchungsfahrzeug und ab 15. November 1918 Wohn- und Untersuchungsfahrzeug alte Ems sowie Wohn- und Verpflegungsschiff des Arbeiter- und Soldatenrates, bevor es am 4. Februar 1919 bis 1925 aufgelegt wurde. Ab 1925 war die Schaarhörn dann wieder als Peil- und Bereisungsdampfer in Fahrt. Im 2. Weltkrieg evakuierte das Schiff ab 1. März 1945 Flüchtlinge aus Swinemünde, Pillau, Hela, Neufahrwasser, Stolpmünde und Sassnitz mit ziviler Besatzung. Danach war es als Vermessungsschiff ab Cuxhaven in der Elbmündung bis 15.1.1972 im Staatsdienst. Als Museumsschiff lag die SCHAARHÖRN in Cuxhaven im Kugelbakehafen und am Brunsbüttelhöft, bevor es am 30. August 1973 nach England verkauft wurde. In England wurde es bis 1979 an der Ostküste (Newcastle) gastronomisch genutzt, 1979 an die Westküste überführt und dort aufgelegt. Die SCHAARHÖRN sollte die Keimzelle eines Museumshafens in Maryport werden, verkam dort jedoch völlig. 1990 wurde sie mit Mitteln des Commerz-Collegiums zu Altona, einer Traditionseinrichtung Altonaer Kaufleute, gekauft und per Dockschiff nach Hamburg überführt. 1993 erfolgte die Aufnahme als erstes Schiff in die Hamburger Denkmalliste. 1990 - 1995 wurde das Schiff als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durch Jugend in Arbeit Hamburg e.V. auf der Vereinswerft im Hamburger Binnenhafen unter Aufsicht des Germanischen Lloyd grundlegend restauriert. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln der Bundesanstalt für Arbeit (Personalkosten), der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Restpersonalkosten und Sachkosten) sowie durch Spenden aus der Hamburger Wirtschaft. Nach der Fertigstellung erfolgte die Übergabe an den neuen Eigentümer, den Förderverein DS SCHAARHÖRN e.V., der sich später in Dampfer SCHAARHÖRN e.V. umbenannte. Die SCHAARHÖRN wird seit 25. Mai 1995 von einer ausschließlich ehrenamtlich tätigen Besatzung als fahrendes Museum in Betrieb gehalten. Das Schiff bietet in der Fahrsaison (Mai - Oktober) Traditionsfahrten für jedermann an und kann auch für Gesellschaften gechartert werden. Im Winterhalbjahr liegt die SCHAARHÖRN im Traditionsschiffhafen/Sandtorhafen in Hamburg und kann für Veranstaltungen gemietet werden . Technische Daten Schiffsart: Stählerner Zwei-Schrauben-Dampfer Bauort: Hamburg-Steinwärder WerftSchiffswerft und Maschinenfabrik (vormals Janssen & Schmilinsky AG) Baujahr: 1908 Baunummer: Bau-Nr. 496 Baukosten: 213.000 Goldmark[1] Länge: 41,66 m Breite: 6,80 m Tiefgang: ca. 3,00 m Elektrik: Landanschluss 32 A Drehstrom (seit 1995) Betriebsnetze: 380 V Drehstrom, 220 V Wechselstrom 110 V Gleichstrom, 24 V Gleichstrom, 12 V Gleichstrom, Notstromaggregat mit Dieselantrieb VermessungLloyds Register 1910 ff: 140 BRT Messbrief 1938: 231,9 BRT, 83,6 NRT Messbrief 1995: BRZ 225, NRZ 67 Antriebsanlage:2 Dreifach-Expansions-Dampfmaschinen, je 412 PSi bis 150 Umdrehungen i.d.Min. Hersteller: Janssen & Schmilinsky, 1908 Dampfgetriebene Elektrizitätsgenerator, Rudermaschine, Duplexpumpe Hilfsmaschinen: Zirkuline, Injektor, 2 Ejektoren Kessel: kohlebefeuerter Kessel, Ottenser Eisenwerke, 1908 Heizfläche: 186 qm, Dampfdruck 14 atü Kohleverbrauch: ca. 0,5 t pro Stunde Besatzung 1908: 8 Mann; heute ca. 20 Personen Propeller: 2 x 4-flügelige Propeller Ø 2000 mm Farben: Rumpf unter Wasser Dunkelrot RAL 3002, über Wasser und Aufbauten Reinweiß RAL 9010, Schornstein, Masten, Oberlichter, Lüfter Gelb RAL 1017, Türen, Fenster, Brücke, Salonoberlicht Mahagoni, Verzierungen Goldfarben Internet Homepage SCHAARHÖRN Fußnoten Hochspringen ↑ Der Betrag entspricht heute etwa 1.101.210 €
Scharhörn ist eine deutsche Insel, die zum Bundesland Hamburg gehört und etwa 20 ha groß ist. Sie liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich vom Festland bei Cuxhaven und 4 km von der Insel Neuwerk entfernt in der "Zone I" des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer. Abgesehen von einem Vogelwart ist die Insel unbewohnt und dem Sinne nach eine Hallig; gleichfalls Nigehörn. Wanderung der Insel Scharhörn Gemeinsam mit der ebenfalls grundsätzlich hochwasser-sicheren Insel Nigehörn liegt Scharhörn auf einer Sandbank. Da die Ufer des bis zu sechs Meter über Normalnull hohen Eilandes nicht befestigt sind, drohen ihr bei Sturmflut im Westen ständig Landverluste, während sie durch Sandablagerungen jährlich etwa 16 m weiter ostwärts wandert. `Schaar´ = eine ins Meer abfallende Schräge. Z.B. Schaardeich = ohne Deichvorland. Erstmals im Jahre 1466 findet Scharhörn Erwähnung. Im 16. Jahrhundert waren die Bezeichnungen `Alt-Scharhörn´ und `Neu-Scharhörn´ geläufig. Es ist nicht bekannt, wofür die Bezeichnungen standen; möglicherwiese gab es zu der Zeit zwei Düneninseln. In der Tat ist Scharhörn nicht von Kontinuität. So bildet sich das heutige Scharhörn erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Watt. 1868 hat es eine Höhe von 1,50 m über NN, um 1880 sogar 5,40 m erreicht. Danach nimmt sie wieder an Höhe ab; 1927 war die Insel auf etwa 2 m über NN abgetragen. Darauf begann man sie mit Sandfangzäunen und der Bepflanzung mit Strandhafer zu sichern. Schon 1929 war die Insel im Zentrum wieder Sturmflutsicher, 1936 war sie auf 4 ha angewachsen. Zur Zeit hat Scharhörn eine Fläche von 20 ha. Die gesamte Vogelschutzsandbank mit den beiden Inseln wird vom Verein Jordsand betreut. Sie hat mit einer Länge von 3 km und einer Breite von 1,5 km eine Größe von fast 500 ha und darf außer bei offiziellen Führungen oder nach telefonischer Voranmeldung beim zuständigen Vogelwart nicht betreten werden. Die Insel Scharhörn ist Namengeberin zahlreicher Arbeitsschiffe der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Das interessanteste dieser Schiffe dürfte das Dampfschiff SCHAARHÖRN (alte Schreibweise für Scharhörn) sein. Es wurde 1908 gebaut und ist noch heute als Museumsschiff in Hamburg in Betrieb. Ebenfalls namensgebend ist Scharhörn für Scharhörnriff, eine für die Seefahrt nicht ungefährliche Wattkante der Scharhörnplate zur offenen See. Bis zum Jahre 1979 befand sich auf Scharhörn die Scharhörnbake. Bilder dito. Ankunft von Neuwerk Der Wohnbereich des Vogelwartes Der Wohncontainer Und auch das gehört dazu Das hoffentlich nicht - - - Blick von Scharhörn auf die Schiffswracks Ondo und Fides Wartender Pferdewagenfahrer. Vorherige Scharhörner Schutzhütte Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Weblinks www.nationalpark-hamburgisches-wattenmeer.de www.jordsand.de Dampfschiff Schaarhörn
Scharhörnbake 1898 - 1914 mit Rettungsraum Die Scharhörnbake war eine der wenigen als Rettungsbake ausgeführten nautischen Baken (Seezeichen). Seit mindestens 1466 nachgewiesen befand sich auf der Watteninsel Scharhörn eine nautische Bake zur Orientierung der Seefahrt in den gefährlichen Gewässern der Elbeinfahrt. Aufgrund der Holzbauweise musste sie naturgemäß immer mal wieder erneuert werden, wenn Sturm oder Verrottung wieder eine gefällt hatte. Letztmalig wurde sie 1923 erneuert und 1967 endgültig abgebrochen und durch eine einfach Bake ohne Schutzraum ersetzt. Da funktechnische Möglichkeiten die Zeit der Sichtzeichen beendet hatten, wird die letze Bake 1979 durch eine Navigationsbake ersetzt. Scharhörnbake von 1923 bis 1967 mit Rettungsraum Ihrer Vorpostenlage an der Wattenkante zur Nordsee wegen, war sie mit einem sturmflutsicheren Schutzraum ausgerüstet, in den sich in Seenot geratene Seeleute retten konnten. Aufgrund ihrer exponierten Lage ist sie Bestandteil vieler Romane, Novellen oder anderer Werke. So schreibt Otto Behneke 1851: "... Abendroth erzählte von der großen Bake auf Scharhörn, in deren Spitze eine Art Stube angebracht ist - als Asyl für arme Schiffbrüchige, die darin wollene Decken, Feuerzeug, Zwieback und Madeira finden. Schon oft ist dies menschenfreundliche Asyl benutzt, wohl das schauerlichste Wirtshaus der Welt..." Die Hütte wurde 14-tägig kontrolliert und die Vorräte ergänzt, bzw, erneuert. Vermutlich wegen der häufigen Beschwerden über Verluste wurde später der Madeira gegen einen Eimer Wasser ausgetauscht. 1939 wurden die Vorräte eingezogen, da die Insel durch einen Vogelwärter in einer Schutzhütte besetzt war.
Inspekteur der Marine Vizeadmiral Friedrich Ruge Friedrich Oskar Ruge (* 24. Dezember 1894 in Leipzig, † 3. Juli 1985 in Tübingen) war ein deutscher Marineoffizier und Marineschriftsteller. 1 Leben 1.1 Schulzeit 1.2 Kaiserliche Marine 1.3 Zwischen den Weltkriegen 1.4 Zweiter Weltkrieg 1.5 Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Bundeswehr 1.6 Im Ruhestand 2 Auszeichnungen 3 Auswahl seiner Schriften und Bücher 4 Quellen 5 Fußnoten Leben Schulzeit Die Eltern Friedrich Ruges waren der Philologe und Gymnasiallehrer am König-Albert Gymnasium in Leipzig, Dr. Walther Ruge, und seine Ehefrau Friederike Martha, geborene von Zahn. Um nicht dieselbe Schule wie der Vater zu besuchen, wurde Friedrich Ruge auf der Thomasschule zu Leipzig eingeschult, wechselte aber im Jahre 1911 auf das humanistische Gymnasium in Bautzen, an das sein Vater als Direktor berufen worden war. Im März 1914 legte er an diesem Institut sein Abitur ab. Kaiserliche Marine Am 1. April 1914 trat Friedrich Ruge als Seekadett [1] in die Kaiserliche Marine ein. Dieser Entschluss kann mitgeprägt worden sein durch eine Mitfahrt auf der SMS Hessen am 13. April 1912, über die er einen Tag später eine "Reisebeschreibung" verfasste, wie er auch seiner Schreibleidenschaft in Tagebüchern seiner Mitgliedschaft in der Wandervogel-Bewegung bereits Ausdruck gab und auch bereits Gedichte und Kurzgeschichten verfasste. Nach einer 6-wöchigen Ausbildung an der Deckoffiziersschule in Kiel-Wik folgte eine kurze Einschiffung auf dem Linienschiff LOTHRINGEN (9. – 26. November 1914), danach auf dem Großen Kreuzer HERTHA (30. September. – 9. November 1914). Als dieses Schiff außer Dienst gestellt wurde, besuchte Ruge vom 10. November bis 23. November 1914 die Schule für Funkentelegrafie in Flensburg. Hiernach erhielt er ein Bordkommando auf dem Kleinen Kreuzer LÜBECK. Mit dem Dienstantrittsdatum am 24. Dezember 1914 wurde er auch zum Fähnrich zur See befördert. Krankheitsbedingt wurde er im Januar 1915 auf ein Lazarettschiff verlegt. Nach Wiederherstellung der Gesundheit wurde er am 20. Februar 1915 auf das Linienschiff ELSASS versetzt. Dieses verließ er Ende 1915, um ab 1. Dezember 1915 die Marineschule Mürwik in Flensburg zu besuchen. Weitere Lehrgänge folgten, während derer er auch zum Leutnant zur See (13. Juli 1916) befördert wurde. Von November 1916 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges im November 1918 fuhr Ruge als Wachoffizier auf dem Torpedoboot B 110. Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes (11. November 1918) wurde Ruge Kommandant des Torpedobootes B 112 und mit diesem gemeinsam mit der Kaiserlichen Hochseeflotte im britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow interniert. Am 21. November 1919 befahl Konteradmiral Ludwig von Reuter, der Befehlshaber der Hochseeflotte, die Selbstversenkung aller internierten Einheiten. Auch Ruge ließ sein Boot an diesem Datum versenken. Zwischen den Weltkriegen Nach der Selbstversenkung seines Bootes geriet Ruge in britische Gefangenschaft, aus der er am 31. Januar 1920 nach Wilhelmshaven zurückkehrte und sich entschied, das Angebot der Reichsmarine anzunehmen und in die Reichsmarine zu wechseln. Im Verlaufe des Jahres 1920 heiratete er in Bautzen Ruth Greef (28. August). Vier Wochen später erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant zur See (28. September 1920). Die Patentierung war vorbehalten und wurde am 14. Mai 1921 rückwirkend vollzogen. Während der Zeit von 1920 bis September 1924 war Ruge unter anderem Kompanieführer in der Küstenwehrabteilung I, Adjutant beim Sperrversuchskommando in Kiel und Wachoffizier auf dem Tender T 168. Von Oktober 1924 bis September 1926 wurde er an die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg kommandiert, um dort "Minenwesen" im Rahmen eines Pilotprojektes zu studieren. Während dieser Zeit, am 1. Oktober 1925, wurde er zum Kapitänleutnant befördert. Parallel zum naturwissenschaftlichen Studium hatte Ruge Sprachstudien in Englisch, Italienisch, Schwedisch und Spanisch betrieben und 1927 mit dem Dolmetscher-Examen in Englisch an der Universität Kiel abgeschlossen. Vom 11. Oktober 1926 bis zum September 1928 war Ruge Kommandant des Minensuchbootes M 136, danach bis 1932 Referent an der Inspektion des Torpedo- und Minenwesens sowie Referent für Minenwesen am Sperrversuchs- und Lehrkommando in Kiel. Zwischenzeitlich hatte Ruge 1930 an der Universität Kiel auch die Diplom-Prüfung für Englisch abgelegt und verstärkt mit schriftstellerischer Tätigkeit begonnen. Im Oktober 1932 wurde er Chef der 1. Minensuchhalbflottille, am 1. April 1933 zum Korvettenkapitän befördert und gehörte ab 30. September 1934 als 3. Admiralstabsoffizier zum Stab des kommandierenden Admirals des Marinekommandos in Kiel, dort zuständig für das Minenwesen. Am 1. Januar 1937 wurde Friedrich Ruge zum Fregattenkapitän befördert und ab 1. Juni 1937 war er Führer der Minensuchboote in Cuxhaven. Die Reichsmarine war inzwischen in Kriegsmarine umbenannt worden. In Cuxhaven trug Ruge Verantwortung für je zwei Minensuch-, Geleit- und Räumbootflottillen, insgesamt 39 Schiffe (Boote). Am 1. Dezember 1937 bezog er ein in Cuxhaven gemietetes Haus. Zweiter Weltkrieg Die Aufgabe in Cuxhaven erfüllte Friedrich Ruge bis zum 31. August 1939. Ab dem 1. September 1939 wurde der zwischenzeitlich am 1. Januar 1939 zum Kapitän zur See ernannte Ruge zum Führer der Minensuchboote Ost und nahm als dieser mit seinen Einheiten am Polenfeldzug teil. Am 17. Oktober 1939 wurde er Führer der Minensuchboote West und nach seiner Ernennung zum Kommodore[2] am 1. Februar 1940 befehligte er gleichzeitig die Kriegsschiffgruppe 10 während des Norwegenfeldzuges, der so genannten "Weserübung". Im Jahre 1940 verlegte er seinen Stab auch von Cuxhaven nach Trouville in der Normandie. Am 17. Februar 1941 wurde er zum Befehlshaber der Sicherung West mit Dienstsitz in Paris ernannt. Als solcher hatte er maßgeblichen Anteil am berühmten Durchbruch der Schlachtschiffe GNEISENAU und SCHARNHORST sowie des Schweren Kreuzers PRINZ EUGEN durch den Ärmelkanal (Unternehmen Cerberus). Am 1. April 1942 wurde er zum Konteradmiral befördert. Am 1. Februar 1943 folgte die nächste Beförderung zum Vizeadmiral und der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, übertrug ihm die Leitung des Sonderstabes Tunesien bei der Königlichen italienischen Marine. Am 18. Mai 1943 wurde er Befehlshaber des Deutschen Marinekommandos Italien in Rom. Nach der Kapitulation Italiens hatte Friedrich Ruge sich gegen ein gewaltsames Einschreiten der deutschen Truppen in Italien ausgesprochen und bei Großadmiral Dönitz ein Abschiedsgesuch eingereicht, welches aber den Großadmiral nie erreicht haben soll. Am 13. August 1943 wurde er in die Führerreserve versetzt, bevor er am 10. November 1943 dem Stab der Heeresgruppe B als Admiral z.b.V[3] zugeteilt wurde. Mit dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B, Generalfeldmarschall Rommel, verband ihn eine bis zu dessen Tode im Jahre 1944 andauernde Freundschaft. Als Folge der Invasion im Juni 1944 wurde er im August 1944 für kurze Zeit Chef des Konstruktionsamtes beim Oberbefehlshaber der Marine, bevor er am 1. November 1944 Chef des Amtes für Kriegsschiffbau im Oberkommando der Marine in Berlin wurde. Letzter Sitz dieses Amtes war in Flensburg-Mürwik, und Vizeadmiral Ruge geriet bei Eckernförde am 8. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Bundeswehr Vizeadmiral Ruge besichtigt am Tag der Hochseefischerei 1956 in Cuxhaven die Marinejugend Widmung von Vizeadmiral a.D. Ruge auf der Rückseite des o.a. Fotos Ruge verbrachte die Kriegsgefangenschaft in Jabbeke und Zedelghem (Belgien). Dort übernahm er u.a. Aufgaben eines Lagerdolmetschers, bevor er im Juli 1946 nach Munsterlager überführt wurde. Dort unterrichtete er seine Mitgefangenen in Englisch, Geographie und Geschichte. In Munsterlager wurde er am 30. November 1946 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Fortan arbeitete er in Cuxhaven in der Predöhlstraße 22 als Dolmetscher, Englischlehrer und Bibliothekar. Im Jahre 1949 begann er auf amerikanische Empfehlung seine Mitarbeit im US-Naval Historical Team in Bremerhaven. Weitere schriftstellerische Tätigkeit war mit der Mitarbeit im Deutschen Marinebund verbunden, für den er in der Verbandszeitschrift "Leinen los" schrieb. Als Mitglied einer von der Bundesregierung unter Adenauer eingesetzten Expertengruppe beriet er den Bundeskanzler bei seinen Verhandlungen mit den Alliierten auch über die Neugründung einer deutschen Marine. Seine Ansichten hierzu wurden 1950 in der Himmeroder Denkschrift[4] manifestiert. In dieser Zeit setzte er seine marinehistorische, schriftstellerische Tätigkeit fort und engagierte sich auch kommunalpolitisch. Bei den Kommunalwahlen des Jahres 1952 wurde er als parteiloses Mitglied in den Rat der Stadt Cuxhaven gewählt, in dem er Vorsitzender des Kulturausschusses und Mitglied im Schulausschuss sowie im Hauptausschuss wurde. Im Jahre 1954 verließ Friedrich Ruge Cuxhaven und zog nach Tübingen um. Begründet war dieser Umzug mit dem milderen süddeutschen Klima, das seine Frau gegenüber dem rauen norddeutschen Klima bevorzugte. Auch in Tübingen setzte er seine schriftstellerischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten fort. 1950 war durch Bundeskanzler Adenauer das Amt Blank[5] aufgestellt worden, in das Ruge 1955 berufen wurde. Bereits am 1. März 1956 ernannte Bundeskanzler Adenauer Friedrich Ruge zum Leiter der Abteilung VII – Marine im Bundesministerium für Verteidigung. Die Abteilung wurde mit Wirkung vom 1. Juni 1957 in den "Führungsstab der Marine" (FüM) umgewandelt und mit gleichem Datum wurde Vizeadmiral Ruge erster Inspekteur der Marine in der Bundeswehr. Durch sein wirkungsvolles Planen und Handeln gelang eine schnelle Integration der Marine innerhalb der Bundeswehr in die NATO. Hatte er bereits im Jahre 1931 mit einer Winterarbeit mit dem Titel "Ausbildung zum Seeoffizier" gezeigt, dass ihm Aus- und Fortbildung der Marineoffiziere am Herzen lagen, so war ihm dieses auch während seiner Dienstzeit als Inspekteur der Marine ein besonderes Anliegen. Am 30. September 1961 wurde Vizeadmiral Ruge pensioniert. Im Ruhestand Ruge nutzte die Zeit nun für weitere schriftstellerische Tätigkeiten und viele Reisen. Daneben war er von 1961 bis 1971 Präses des Arbeitskreises für Wehrforschung, von 1962 bis 1965 Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr und von 1964 bis 1965 Präsident der Gesellschaft für Wehrkunde. Im Jahr 1962 wurde er Lehrbeauftragter für wissenschaftliche Politik an der Universität Tübingen und ab dem Jahr 1967 Honorarprofessor. Friedrich Ruge, dessen Andenken in Cuxhaven durch die Marinekameradschaft Cuxhaven von 1897 "Admiral Ruge" - Kameradschaft der Minensucher e.V - wach gehalten wird, starb am 3. Juli 1985 in Tübingen. Auszeichnungen Eisernes Kreuz II. Klasse (EK II) am 26. August 1917 Eisernes Kreuz I. Klasse (EK I) am 2. März 1918 Ehrenkreuz für Frontkämpfer 1934 Dienstauszeichnung der Wehrmacht II. bis IV. Klasse am 2. Oktober 1936 Deutsches Olympia-Ehrenzeichen II. Klasse am 21. Dezember 1936 Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 Wiederholungsspange zum EK II am 17. September 1939 Wiederholungsspange zum EK I am 2. Oktober 1939 Kriegsabzeichen für Minensuch-, U-Boots-Jagd- und Sicherungsverbände am 15. Februar 1940 Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz am 21. Oktober 1940 Großoffizierskreuz des Verdienstordens der Republik Italien (Corona d`Italia) am 1. Juni 1958 Kommandeurskreuz der US Legion of Merit am 2. August 1961 Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 28. September 1961 Auswahl seiner Schriften und Bücher Weihnachten in Scapa Flow, in: Auf See unbesiegt. Erlebnisse im Seekrieg erzählt von Mitkämpfern, hrsg. von Eberhard von Mantey, Band 2, München 1922 Die Verwendung der Mine im Seekrieg 1914-1918, in: Marine-Rundschau, Hefte Juni und Juli 1927 Ausbildung zum Seeoffizier, in: Marine-Rundschau, Heft März 1932 Minen an der amerikanischen Küste, in: Marine-Rundschau, Heft September 1934 The New German Navy, in: Brassey`s Navy Annual, 1937 Torpedo- und Minenkrieg, Lehmanns Wehrmachtsbücherei, Band 3, München 1940 Ottern und Drachen. Lustige Treibminen auch für Landratten (Kleine Feldpostreihe), Gütersloh 1941 Die Sicherungsstreitkräfte im Küstenvorfeld, Leipzig 1944 Entscheidung im Pazifik, Die Ereignisse im Stillen Ozean 1941-1945, Hamburg 1951 In vier Marinen. Lebenserinnerungen als Beitrag zur Zeitgeschichte, Hamburg 1951 Der Seekrieg 1939-45, Stuttgart 1954 Seemacht und Sicherheit. Die deutsche Wiederbewaffnung, in: Leinen los!, Heft 11 1955 Rommel und die Invasion: Erinnerungen, Stuttgart 1959 Politik, Militär, Bündnis, Stuttgart 1963 Politik und Strategie. Strategisches Denken und politisches Handeln, Frankfurt am Main 1967 Scapa Flow 1919. Das Ende der deutschen Flotte, Oldenburg 1969 The Soviets as Naval Opponents, Bar Hill/Cambridge 1979 Spätlese gereimt, Herford 1980 Marineschule und Studium generale navale, in: Dieter Matthei, Jörg Duppler, Karl-Heinz Kuse (Hg.): Marineschule Mürwik, Herford 1985 Quellen Jörg Hillmann (Hg.): „Erleben – Lernen – Weitergeben“ Friedrich Ruge (1894-1985), Bochum 2005, ISBN 3-89911-041-2 Kt www.lexikon-der wehrmacht.de/Personenregister/R/RugeF-R.htm, abgerufen am 31.01.2013 Admiral Friedrich Ruge, der erste Inspekteur der Bundesmarine, auf: www.marine.de, abgerufen am 31.01.2013 Vizeadmiral Prof. Friedrich Ruge, auf: www.deutsches-marinearchiv.de, abgerufen am 31.01.2013 Friedrich Ruge, auf: de.wikipedia.org, abgerufen am 31.01.2013 Vizeadmiral Friedrich Ruge auf: www.geocities.com/~orion47/WEHRMACHT/KRIEGSMARINE/Vizeadmirals/RUGE_FRIEDRICH.html Eintrag „Ruge, Friedrich“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de/document/00000005574, abgerufen über Stadtbibliothek Cuxhaven am 5.2.2013 Fußnoten Hochspringen ↑ Dienstgrad eines Offizieranwärters in der Marine Hochspringen ↑ mit der Aufgabe und Verantwortung eines Admirals Hochspringen ↑ zur besonderen Verwendung Hochspringen ↑ Denkschrift einer Expertengruppe "über die Aufstellung eines deutschen Kontingents im Rahmen einer übernationalen Streitmacht zur Verteidigung Westeuropas“ und zu den Konzepten der „Inneren Führung” und des "Staatsbürgers in Uniform”, die im Oktober 1950 im Kloster Himmerod entstand. Hochspringen ↑ Die korrekte Bezeichnung der von Theodor Blank geführten Dienstelle lautete: „Der Beauftragte des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen“ und bereitete die Gründung der Bundeswehr vor. Es wurde am 7. Juni 1955 in "Bundesministerium für Verteidigung" umbenannt.
Professor Heinrich Saffer (*10. Oktober 1856 Bamberg, †27. April 1936 Cuxhaven) wurde berühmt als Kunstmaler. Heinrich Saffer studierte zunächst Medizin, wechselte dann zur Kunst. 1902 zog er nach Cuxhaven. Atelier und Wohnung hatte er im `Nachtigallschen Vorwerk´, einem der drei ehemaligen Ritzebütteler Vorwerke. Es war der ehemalige Hof des Landwirts Willy Nachtigall, Vorwerk 1 in Ritzebüttel. Dort lebte er mit seiner Frau bis zu seinem Tode 1936. 1939 wurde auch der Hof niedergelegt, worauf der Ritzebütteler Friedhof erweitert und der (neue) Marktplatz geschaffen werden konnte. Saffers Spezialität waren Historienbilder, Portraits und Altarbilder. Als Modelle dienten ihm Cuxhavener Fischer und Seeleute. Portraits von bekannten Cuxhavenern entstanden von Prof. Dr. Rohde oder den beiden Schultheißen Otto Andreas Benöhr und Ferdinand Hinrich Segelcke. Seine realistische Historen- und Kirchenmalerei brachte ihm die Beachtung des Kaisergattin Auguste Viktoria ein, die zu seiner Förderin wurde. So malte er in Kaiserlichem Auftrag zahlreiche Bilder für Kirchen in ganz Deutschland; ja sogar im Ausland (Santiago de Chile) finden sich seine Bilder. Daneben malte er aber auch landschaftliche Bilder, wie so viele seiner Kollegen zu seiner Zeit in Cuxhaven. Neben der Bildermalerei hatte er aber auch umfangreichere Projekte inne. So oblag ihm die künstlerische Ausgestaltung der Berliner Versöhnungskirche in der Hussittenstraße; ebenfalls eine Protektionsarbeit. Ein Sohn Saffers, Arved, geb. 1901 in Hamburg, trat sein malerisches Erbe an. So ist das Bild `Knieender Armbrustschütze´ (s.u.) ein Gemeinschaftswerk beider. Bilder `Das Abendmahl´ `Schiffszimmermann´ `Küstenheide´ `Knienender Armbrustschütze in abendlicher Landschaft´
Wattfläche im Außenbereich des Cuxhaven vorgelagerten Wattgebietes seewärts der Insel Neuwerk, auch `Scharhörnsand´ genannt. Alter Name: `Sand des heiligen Anscharius´. `Schaar´ = eine ins Meer abfallende Schräge. Z.B. Schaardeich = ohne Deichvorland. In seinem Bereich liegen die Vogelschutzinseln Scharhörn und Nigehörn. Die Scharhörnplate fällt seewärts mit dem Scharhörnriff in die offene See ab.
Wattkante der Scharhörnplate zur offenen See. Zumeist erkennbar durch eine steile Brandung. `Schaar´ = eine ins Meer abfallende Schräge. Z.B. Schaardeich = ohne Deichvorland.
Peter Scharnst war ein Lotse, der im Anschlussbereich der Großen Hardewiek an die Bahnhofstraße wohnte. Sein Name wurde bekannt durch das nach ihm benannte Scharnstwehl, welches ein Deichbruch 1825 auf seinem Grundstück hinterlassen hatte. Dieses Grundstück ist heute mit dem Haus Atlantic bebaut.
Wappen Karte Basisdaten Einwohner 3.578 - stand 31.12.2006 Fläche 939 ha Ortsbürgermeister Herbert Kihm Postleitzahl: 27476 Telefonvorwahl: 04721 Sahlenburg ist ein Ortsteil der Stadt Cuxhaven an der Elbmündung in Niedersachsen. Es hat 3.578 Einwohner (Stand 13.12.2006) und ist eines der Tourismus-Zentren Cuxhavens. 1 Allgemein 2 Geschichte 3 Ringelnatz 4 Kriegsopfer 5 Artikel der Kategorie Sahlenburg 6 Bilder 7 Karte Allgemein Bei den Touristen beliebt ist der Sahlenburger Strand. Neben der Möglichkeit, im Sommer bei Flut am Strand im Meer zu baden, bieten sich auch Spaziergänge in die Duhner Heide und in den Wernerwald, in dem das Naturschutzgebiet Finkenmoor liegt, sowie nach Duhnen und nach Neuwerk an. Nach Neuwerk fahren täglich auch viele Pferdekutschen, die so genannten Wattwagen. Geprägt wird Sahlenburg durch zwei große Campingplätze. Außerdem sind von weither zwei Hochhäuser zu sehen. Geschichte Auf 18.000 v. Chr. werden die ersten Funde von Feuersteinwerkzeugen eiszeitlicher Rentierjäger im Sahlenburger Pennworthmoor datiert. 1325 wird die Sahlenburg der Herren von Lappe, einem Adelsgeschlecht, erstmals urkundlich erwähnt. Um 1400 verlegen die Grundherren ihren Wohnsitz in eine Steinburg nach Ritzebüttel in Cuxhaven. Dieses Gebäude gilt als Vorläufer für das Schloss Ritzebüttel. Eine sichere Erklärung für den Ortsnamen "Sahlenburg" gibt es bis heute nicht. 1871 bekommt Sahlenburg mit der Einführung der "Hamburgischen Gemeindeordnung" eine eigene Gemeindevertretung. 1924 Sahlenburg wird an das Hamburgische Elektrizitätswerk, Betrieb Cuxhaven, angeschlossen 1926 Sahlenburg wird an das Cuxhavener Wassernetz angeschlossen Nach dem Ersten Weltkrieg förderte die Gemeinde Sahlenburg bewusst den Fremdenverkehr. Doch zunächst sahen viele Gäste den Ort mehr als Luftkurort an. Zum Baden ging man nach Duhnen. Das wurde anders, als die Gemeinde ein Stück des Strandes kaufte und als Badestrand zur Verfügung stellte. Dazu baute sie im Jahre 1929 ein Strandhaus aus Holz, in dem mehrere Badekabinen und eine Kantine eingerichtet wurden. Diese Strandhalle überstand noch den Zweiten Weltkrieg. Bald aber wurde der Gemeinde die Arbeit mit dem Fremdenverkehr zu viel, und so lud der damalige Gemeindevorsitzende C.v.Elm am 24. Januar 1930 zu einer Versammlung zwecks Gründung eines Fremdenverkehrsvereins ein, der dann wie folgt zustande kam: Vorsitzender: O.Remanowski Kassenwart: J.Meyn Schriftführer: F.Paap Beisitzer: J.Hinrichsen und W.Bosse Schon 1930 erschien der erste Prospekt, der bereits 123 Betten auswies. 1933 Beim Kaufmann H.Stein wurde die erste Sahlenburger Poststelle eingerichtet Nachdem der Verein festgestellt hatte, dass die Mehrzahl der Besucher aus Hamburg kam, sollte Werbung hauptsächlich durch Zeitungsanzeigen in Hamburg durchgeführt werden. Ein neuer Prospekt aus dem Jahre 1932 wies zwar nur noch 119 Betten aus, hatte aber durch Anzeigen an Umfang erheblich zugenommen. Von Jahr zu Jahr wurde nun eine steigende Besucherzahl gemeldet. 1933 wurde zum ersten Male Kurtaxe erhoben; 1935 waren es 20 Pfennige pro Kopf und Tag, ein Beitrag, der sich bis 1959 nicht verändert hat. Für 1936 wurde eine Zahl von 940 Besuchern mit rund 10.000 Übernachtungen genannt. 1937 wird Sahlenburg durch das Groß-Hamburg-Gesetz dem Kreis Hadeln zugeordnet. Ebenfalls 1937 wurden zum ersten Male Zeltgäste erwähnt, wenngleich anzunehmen ist, dass das Zelten schon früher eingesetzt hat. Ab 1938 durfte sich Sahlenburg "Heilbad" nennen. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die stetige Entwicklung des Fremdenverkehrs unterbrochen. In seiner ersten Nachkriegssitzung im September 1945 beschloss der neue Gemeindeausschuss den Verkauf der Strandhalle, die in den Wirren der Nachkriegszeit nicht mehr zu halten war. 1947 erfolgte die Neugründung des Fremdenverkehrsvereins, dessen Vorläufer durch das Vereinigungsverbot der Besatzungsmächte aufgelöst worden war. Am 23. April 1951 erschien ein Presseartikel, der mit den Sätzen beginnt: "Bürgermeister Hans Claußen hatte vorgestern alle interessierten Kreise in das Kurhotel Zur Sahlenburg geladen, um über die mit der bevorstehenden Kursaison zusammenhängenden Fragen zu beraten. In erster Linie war hierbei an die Neugründung des 1930 ins Leben gerufenen Fremdenverkehrsverein gedacht." Wie bei der ersten Gründung, war für die Gemeinde ausschlaggebend, dass sie nicht mehr in der Lage war, die sich häufenden Anfragen von Gästen zu erledigen und die Werbung für den als dringend notwendig erachteten Fremdenverkehr zu übernehmen. Werbung und Zimmervermittlung waren die Hauptaufgaben des Fremdenverkehrsvereins, der seit seiner Neugründung Jahr für Jahr neue Wohnungsanzeiger und Prospekte herausgebracht hat und der im Jahre 1960 erstmalig ein eigenes Büro in den Räumen der neu errichteten Volksbank erhielt. 1951 wurde vom Fremdenverkehrsverein der erste Nachkriegsprospekt herausgegeben. Zwar war am Strand die Strandhalle von 1929 nicht mehr vorhanden, doch es gab neue Gaststätten am Sahlenburger Strand. Zum einen das massiv gebaute Strandcafe an der Nordwestecke der Wolskermarsch und der zunächst noch behelfsmäßig in Holzbauweise errichtete "Seehund". In dem Dünengelände zwischen Wernerwald und Watt wurde bereits gezeltet. Video vom Sahlenburger Strand Einen entscheidenden Schritt für die Entwicklung des Sahlenburger Strandes bedeutete 1953 der Bau einer Betonstraße, die für eine Beobachtungsstation für Bombenabwürfe auf den Knechtsand erforderlich wurde. Bürgermeister Hans Claußen sah hier eine Gelegenheit, das Wegeproblem zum Strand, das seit 1930 ständiger Anlass zu Ärger war, zu einer Lösung zu führen. Das bedeutete aber, die Straßenführung so zu erreichen, dass sie für die Gemeinde von Nutzen sein konnte, nämlich am Nordrand der Wolskermarsch zum Strand und dann im rechten Winkel nach Süden. In zähen Verhandlungen mit hannoverschen und Bonner Regierungsstellen gelang es Claußens Nachfolger Christiansen tatsächlich, die gewünschte Straßenführung bei einer Kostenbeteiligung der Gemeinde zu erreichen. Um die Straße vor Sturmfluten zu schützen, war jetzt ein aktiver Küstenschutz notwendig geworden. So wurden vom Niedersächsischen Hafenamt Buhnen ins Watt gebaut und riesige Mengen Sand vor die Abbruchkante der Küste geschüttet, der aus den `Wittendünen´ des Wernerwaldes entnommen wurde. Gleichzeitig erfolgte so eine wesentliche Verbesserung des Strandes. Hierdurch entstand das `Witte Kliff´ mit dem davor entstandenen so genannten Albertsee. Zum ersten Mal wurden jetzt auch Wattwagenfahrten zur Insel Neuwerk aufgenommen. 1955 wurde die Entwicklung des Sahlenburger Strandes von einer wichtigen Entscheidung bedroht; Badebetrieb oder Landgewinnung vor Sahlenburg? Glücklicherweise gelang es die maßgeblichen Stellen von der Notwendigkeit und den Vorteilen eines Kurbetriebes zu überzeugen. Die Gemeinde konnte daraufhin von der Fortsverwaltung eine Ecke zum Ausbau eines Campingplatzes erwerben. Da für die Betreuung der Gäste auch Versorgungsbetriebe benötigt wurden, begann man an der Südwestecke der Wolskermarsch mit dem Bau der Gastätte "Seehund" sowie dem Bau eines Schlachterlades und einer Drogerie. Die Ladenstraße am Sahlenburger Strand wurde 1961 zu einer Promenade ausgebaut, eine Runderneuerung fand 2008/2009 statt. Dem zunehmenden Autoverkehr am Sahlenburger Strand wurde 1959 durch den Bau der Wernerwaldstraße am Südrand der Wolskermarsch Rechnung getragen. 1963 bildet die Gemeinde mit Holte-Spangen eine Samtgemeinde und seit 1970 gehört Sahlenburg zur Stadt Cuxhaven. Sahlenburg war Standort einer Küstenfunkstelle. Ringelnatz In seinem Buch "Als Mariner im Krieg" schreibt Ringelnatz über die beiden von ihm befehligten Batterien Seeheim und Nordheim, welche sich beide am Sahlenburger Strand befanden. Ringelnatz: Ich fuhr nach Seeheim. Eine Maschinengewehrbatterie, die...mir künftig unterstellt sein sollte ... mein Wohnzimmer und mein Schlafzimmer freundlich einzurichten. Diese Räume befanden sich in einem Steinhaus, sonst gab es nur Holzbaracken in Seeheim. Kriegsopfer Wie jeder deutsche Ort hat auch Sahlenburg in den beiden Weltkriegen Opfer zu beklagen gehabt. Von den gut 400 Einwohnern der Gemeinde fielen im ersten Weltkrieg 12 und von den rund 600 Einwohnern im zweiten Weltkrieg 24. Dazu kommen noch 7 Vermißte.< Insgesamt weist das Kriegerdenkmal Sahlenburg für den zweiten Weltkrieg 115 Opfer aus, nicht alle stammen aus Sahlenburger Familien. Artikel der Kategorie Sahlenburg Artikel und Dateien der Kategorie "Sahlenburg" Bilder Anfänge am Sahlenburger Strand 1956 Am Sahlenburger Strand Feuerwache, ehem. Gemeindehaus Sahlenburger Schule Sonnenuntergang am Sahlenburger Strand. Ehemalige Fußwaschanlage am Sahlenburger Strand nach Sturmflut Trampolinanlage 1963 Karte Für mehr Informationen mit dem Mauszeiger auf die Marker fahren und ggf klicken. Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Beschreibung Wellengeteilt von Blau und Silber; oben eine fliegende Möwe, unten eine rote Zinnenmauer Begründung Die Möwe versinnbildlicht die Lage des Ortes "Sahlenburg" an der Nordsee, desgleichen die Wellen; beide weisen zugleich auf den Charakter des Ortes als Seebad hin. Die Zinnenmauer erinnert an die Endsilbe des Ortsnamen.
Das Scharnstwehl war ein ehemaliges Wehl in Cuxhaven. Es handelte sich um ein 1825 während einer Sturmflut durch einen Bruch des alten Hadeler Seebandsdeiches entstandenes Wehl auf dem Hof des Lotsen Peter Scharn. Das Wehl war 9 Meter tief und befand sich dort, wo heute das Haus Atlantic steht. Wie zur damaligen Zeit üblich, wurde das Wehl ausgedeicht, d.h., der neue Deich wurde landseitig um das Wehl verlegt. Die Weiterführung des Deiches verlief an der Straße `Am Wehl´, die später hiernach benannt wurde. Bis zur Jahrhundertwende 1900 war das Wehl weitgehend zugeschüttet mit den Abfällen Ritzebüttels. Nach 1900 wurde es eingeebnet und 1928 mit dem Haus `Heimstätte´, dem späteren `Haus Atlantic´ überbaut.
Der Sahlenburger Forstweg ist ein Weg in Sahlenburg 1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Geschichte 4 Bebauung 5 Bilder 6 Karte Geographische Lage Von dem Weg "Achtern Kugelfang" in die Sahlenburger Heide östlich des Wernerwaldes führend Herkunft des Namens Nördlich des Weges befand sich östlich des Wernerwaldes der Schießstand Sahlenburg. Der Weg grenzte unmittelbar an den Kugelfang des Schießstandes Geschichte Benannt am 16. Februar 1928 Bebauung Wenige Häuser Bilder Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Das Sahlenburger Heidelied Das Sahlenburger Heidelied ist ein von Georg Wolgast getextetes Lied. Der Text soll dem Hamburger Zöllner Georg Wolgast zugeflogen sein, als er, hoch zu Roß, nach Schmugglern spähend über die Sahlenburger Heide ritt. Sein Kollege im Amt, der Zöllner Georg Schwarz vertonte den Text. Quelle: Henny Wiepking "Es war einmal. Erinnerungen an Ritzebüttel" Liedtext Ich reit' auf grünen Wegen am Heiderand dahin, Dem jungen Tag entgegen mit frohem heit'rem Sinn. Durch Heidekraut und Ried der Sommer Fäden zieht, im leisen Herbsteswehen und rings die Heide blüht. Hier fern vom wirren Leben da draußen in der Welt, von Blütenduft umgeben es mir gar sehr gefällt. Die Sommersonne glüht, wie Diamanten sprüht der Tau auf allen Wegen und rings die Heide blüht. Der Menschen Hassen, Neiden, das soviel Glück zerbricht, kennt hier auf brauner Heiden den stillen Frieden nicht. Vorüber weit hier zieht Frau Sorge, weil sie sieht, daß lauter Glück hier wohnt und rings die Heide blüht. Im Heidekrug zur Linde da kehr ich durstig ein, im frischen Morgenwinde sitz ich hier ganz allein. Der Lerche Jubellied erquickt mir das Gemüt, ich denk' vergang'ner Zeiten und rings die Heide blüht. Und wenn ich wieder scheide von hier und weiterzieh, werd' ich auch fern der Heide es doch vergessen nie: wie dort durch Kraut und Ried der Sommer Fäden zieht im leisen Herbsteswehen, wenn rings die Heide blüht.
Schauermann, plural Schauerleute, heute weitgehend ausgestorbener Beruf der Be- und Entlader von Schiffen. Zumeist waren es feststehen Mannschaften, die Schauergang, die in größeren Häfen nach Bedarf beim Einlaufen eines Schiffes angeheuert, bzw. aufgerufen wurden. Dieses geschah z.B. in der Nachkriegszeit in Hamburg täglich im Radio. Die Arbeit geschah im Akkord und wurde auf Tagelohn honoriert.
Marianne Sahlmann, (* 1909 in Schleswig; † 20. Januar 1997), war eine engagierte Sozialdemokratin und langjährige Ratsfrau in Cuxhaven 1 Über 2 Historie 3 Nur noch verdeckt 4 Flüchtlingshilfe 5 Jugend 6 Beratend in der Fraktion 7 Fußnoten Über Marianne Sahlmann hat den kommunalpolitischen Bereich der Stadt Cuxhaven nach dem 2. Weltkrieg auf Grund ihrer Erfahrung aus Familie und Beruf verantwortlich mitgestaltet. Es entspricht ihrem Wesen, dass sie stets ihre Arbeit uneigennützig und in aller Stille zum Wohle der Allgemeinheit verrichtet. Als der damalige Oberstadtdirektor Dr. Hans-Heinrich Eilers die Cuxhavener Sozialdemokratin Marianne Sahlmann (1909 - 1997) am 30. April 1970 anlässlich der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland unter anderem mit diesen Sätzen würdigte, galt diese Würdigung in der Tat einer der ganz wenigen »Frauen der ersten Stunden« im Nachkriegs-Cuxhaven. Geehrt wurde die noch im alten sozialdemokratischen Geist politisch groß gewordene Marianne Sahlmann damals für ihren nimmermüden Einsatz für die Menschen in der Stadt Cuxhaven, die der in Schleswig an der Schlei Geborenen ein Leben lang Heimat war. Im Jahre 1912 im Alter von drei Jahren mit den Eltern hierher gekommen, erhielt Marianne Sahlmann in der Stadt an Elbmündung und Nordsee ihre frühen, prägenden Eindrücke. Uneigennützig und in aller Stille habe sie zum Wohle der Allgemeinheit gewirkt, so hatte es in der Würdigung 1970 geheißen. Zwei ganz entscheidende Aspekte, die in der politischen Arbeit unserer Zeit, gleich welcher parteipolitischen Couleur diese Arbeit ist, schon längst nicht mehr zu den weit verbreiteten Tugenden gehören. Vielmehr werden sie - wenn heute überhaupt noch existent - als Relikte längst vergangener Zeiten eher mitleidig belächelt. Jede Politiker- oder in diesem Fall Politikerinnen-Biographie hat immer auch mit der eigenen Historie zu tun. Historie Die eigene Historie, die sich auch zusammensetzt aus den Lebens-Prägungen und -Erfahrungen, aus den selbst gewählten Vorbildern und Einflüssen, denen man ausgesetzt ist, ist entscheidend für den weiteren Weg, den die jeweilige Biographie nimmt. Nicht anders war es auch bei Marianne Sahlmann (geborene Lorenzen). Wenn in ihrer Biographie am Ende konstatiert werden konnte, dass sie fast ein Vierteljahrhundert in Cuxhavens Stadtvertretung, später dann im Rat der Stadt prägend tätig war und darüber hinaus bis weit in ihr hohes Alter auf ihre Weise kommunalpolitisch aktiv und engagiert blieb, so ist auch das begründet in ihren sozialdemokratischen Anfängen. Die lagen zum einen in ihrem Elternhaus begründet, wo beide Elternteile bereits Sozialdemokraten waren. Zum anderen aber auch in dem beruflichen Umfeld, in das die junge Marianne Lorenzen nach ihrem Mittelschulabschluss im Lyzeum an der Friedrich-Carl-Straße 1927 rückte. Sie begann nämlich beim Cuxhavener Volksblatt Alte Liebe eine kaufmännische Lehre. Die von dem später im KZ Neuengamme umgekommenen Wilhelm Heidsiek redigierte sozialdemokratische Zeitung bedeutete für das junge Mädchen damals weit mehr als nur der Ort einer normalen kaufmännischen Lehre. Der Zeitungsalltag bei einem Blatt, das wegen der von ihm und seinen Redakteuren vertretenen Überzeugung nicht selten in Bedrängnis war, sensibilisierte auch Marianne Sahlmann, die sich von nun an stärker politisch engagierte - zuerst in der Sozialistischen Arbeiterjugend, dann in der SPD selbst. Die junge Frau, die inzwischen bei ihrem sozialdemokratischen Engagement ihren späteren Ehemann Willi Sahlmann kennen gelernt hatte, sollte schon wenige Jahre darauf eine ihr privates wie berufliches und politisches Leben kennzeichnende Veränderung erleben. Sie, die nach ihrer Lehre bei der "Alten Liebe" in ein Arbeitsverhältnis übernommen worden war, verlor ihre Stelle als die sozialdemokratische Zeitung 1933 verboten wurde. Was damals ihren Beruf anging, so war die Arbeit als Kontoristin in einer Cuxhavener Fischfirma da eine gewisse Sicherheit, doch privat wie politisch gab es ganz erhebliche Unsicherheiten. Nur noch verdeckt Dazu gehörte 1934 die Verhaftung ihres Verlobten, der verdächtigt wurde, verbotene Schriften mit verteilt zu haben, und dazu gehörte auch die Tatsache, dass politische Arbeit für die überzeugte Sozialdemokratin nur noch verdeckt möglich war. So hat Marianne Sahlmann viel später den Initiatorinnen der Publikation »Frauenpower Powerfrauen - Ratsfrauen in der Stadt Cuxhaven seit 1919« berichtet, wie häufig Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten als eher harmlose Gartenfeste, ganz normale Deichwanderungen der eben unverfängliche Begegnungen daherkamen - daherkommen mussten, wollte man sich nicht in akute Gefahr begeben. Am Ende des Buchabschnitts über Marianne Sahlmann ist eine Liste mit ihrer Ausschuss- und Gremienzugehörigkeit in den verschiedenen Wahlperioden (von 1946 bis 1972) angefügt. Und wenn in der Zeit der von der britischen Militärregierung ernannten Stadtvertretung vom Juni bis Oktober 1946 als Ausschüsse, denen die Sozialdemokratin angehörte, Wohlfahrtsausschuss und Jugendamtausschuss benannt sind, dann verbirgt sich hinter diesen zwei eher spröden Begriffen eben jenes Stück Cuxhavener Nachkriegsgeschichte dieser Frau der ersten Stunden. So zählte denn Marianne Sahlmann selbst zu den effektivsten Auftritten zu Beginn ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit ihren Einsatz im Rahmen der Hausratsammlung im Jahre 1946. Flüchtlingshilfe Die junge Ratsfrau war zugleich Initiatorin und Praktikerin, eine pragmatische zudem. Dass sie in der Sitzung der Stadtvertretung vom 22. August des Jahres ganz konkrete Vorschläge machte, wie man an den so notwendigen Hausrat für die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen herankommen konnte, das war für Marianne Sahlmann selbstverständlich. Denn nur mit Reden war es schließlich nicht getan, das wusste sie. Und sie wusste auch, wer - wie sie später erzählte - »keine kleinen Kinder mehr, dafür aber noch die Kinderbetten auf dem Boden hatte«. Als Frau der Praxis wusste sie zudem worauf es ankam, und sie verfolgte bei ihrer Von-Haus-zu-Haus-Sammlung ihren Weg in der ihr eigenen bescheidenen, aber zielstrebigen Art. Die schwierigen Zeiten nach dem Krieg, als die engagierte Sozialdemokratin auf sich allein gestellt war (ihr Mann kam erst 1948 aus französischer Gefangenschaft nach Hause zurück), haben Marianne Sahlmann zutiefst geprägt. In Nachbarschaftshilfe führte sie, wie in »Powerfrauen Frauenpower« nachzulesen ist, die Bücher für eine Straßenbaufirma und wurde dafür mit reichlich Lebensmitteln entlohnt, womit sie sich und ihre Tochter über Wasser halten konnte. Nach dem Tode ihres Mannes im Jahre 1954 trat sie in seinen Arbeitsplatz bei der Vermögensverwaltung der Gewerkschaft ÖTV ein. Dort war sie, bis zu ihrem Ruhestand 1964, für die Hausverwaltung des gewerkschaftseigenen Hauses "Atlantic" zuständig. Jugend Marianne Sahlmanns Ratszugehörigkeit, ihre Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen war stets von ihrem sozialen Engagement getragen. Als Sozialdemokratin hegte sie eine tiefe Überzeugung, dass der Grund von Veränderungen in früher Jugend zu legen sei, in der Erziehung im Kindergarten und in der Schule. So waren denn auch in ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit Kindergärten und Schulen, aber auch Altenpflegeheime ihre Themen. Schon in den Anfängen ihres Nachkriegs-Engagements hatte sie sich zusammen mit den beiden anderen Ratsfrauen - mit ihrer Fraktionskollegin Louise Behncke und mit Berta Kohfahl (FDP) - um dieses Thema gekümmert und auch das ganz im Sinne der Praxis, der genauen Informationssuche vor Ort. Die drei Frauen hatten sich nämlich auf den Weg in die städtischen Schulen gemacht, um zu erkunden, wie es denn aussehe mit den hygienischen und baulichen Voraussetzungen dort und um ermessen zu können, was von der Kommune getan werden müsse, damit die heranwachsende Schüler-Generation auch akzeptable Lehr - und Lernbedingungen vorfinde. Der Bericht der drei Ratsfrauen vom 16. Oktober 1950 fasst nicht nur die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, sondern nennt auch pragmatische Lösungen. Frauen mit Beharrungsvermögen, mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und einem Hang zum Ausgleich sind nicht unbedingt gern gesehen, in der Politik von damals schon gar nicht, die doch noch viel mehr als heute eine Politik der Männer war. Und so hat denn auch Marianne Sahlmann später, aus der Distanz heraus, festgestellt, dass sie »nicht immer so gern gesehen« war. Zumal sie nach eigenen Aussagen auch zu den Frauen gehörte, die sagten, wenn ihnen etwas nicht gefiel und die sich von Männern ohnehin nicht bevormunden ließ. Letzteres, so bekannte sie seinerzeit in einem Gespräch, sei sie auch nicht gewohnt gewesen, denn ihre Eltern hätten ihr schon früh beigebracht, für soziale Ziele einzutreten. Marianne Sahlmann widmete sich in den Jahren nach dem Kriege den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeiterwohlfahrt, übernahm die Funktion des Vormunds beim Jugendamt und wirkte bis Oktober 1981 im Ausschuss zur Auswahl der Schöffen, Geschworenen und Jugendschöffen beim Amtsgericht Cuxhaven als Vertrauensperson mit. Das Ende ihrer Ratstätigkeit Anfang der 70er Jahre war keineswegs das Ende ihrer Arbeit in der SPD-Fraktion. Hier blieb Marianne Sahlmann Ratgeberin, führte die Fraktionskasse weiter. Beratend in der Fraktion Politisch tätig blieb die engagierte Sozialdemokratin auch noch, als sie 1993 nach Buxtehude zog, um ihrer Tochter und deren Familie näher zu sein - dort traf sie sich regelmäßig mit Frauen aus der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). Groß blieb bis zuletzt ihr Interesse an allem, was politisch in ihrer Heimatstadt Cuxhaven geschah. »Hellhörig« war die einstige Ratsfrau stets, das Leben - besonders auch das politische - hatte sie hellhörig gemacht. Und ihr Interesse, das einem entgegenschlug, wenn man sie in der Stadt traf, war ein ungemein waches und ehrlich gemeintes Interesse. Fußnoten
Schedenhörner Mühle, Aufnahmedatum unbekannt. Die Schedenhörner Mühle, besser bekannt als Weges Mühle, wurde in den Jahren 1835/1836 als Erdholländer mit Steert gebaut. An ihrer Stelle standen bereits Mühlen, von denen die erste urkundlich genannte Mühle bereits 1590 erwähnt wird, als sie von Magnus Ranke an Herzog Franz II. von Sachsen-Lauenburg verkauft worden ist. Diese Mühle wurde um 1735 wegen Baufälligkeit abgebrochen und neu aufgebaut, bevor auch sie 1835/36 neu errichtet wurde. Für die Erstellung des Mühlenberges wurde seinerzeit ein Teil des alten Kirchspieldeiches (Norderscheidung) abgetragen. Diese Mühle erwarb 1895 der Müller Johann Wege. Nach einem Blitzschlag, bei dem die Mühle zwei Flügel verlor, ließ er bereits im Jahre 1913 für windarme Zeiten einen Benzolmotor installieren, der in ein gesondert erbautes Motorenhaus am Fuße des Mühlenberges installiert wurde. Dieser Benzolmotor ist später durch einen Dieselmotor ersetzt worden. 1928 übernahm die Mühle Johann Weges Sohn Otto. Nach dem Verlust von Flügeln während des 2. Weltkrieges und durch Sturm (1949) wurde die Mühle im Jahr 1950 auf den Betrieb mittels Elektromotor umgestellt. Gleichzeitig wurde der Mühlenkopf abgenommen und die verbleibende Öffnung mit einem Dach versehen. Der Mühlenbetrieb ist 1953 endgültig eingestellt und das Gewerbe abgemeldet worden. Die Mühle wurde 1954 abgerissen. Das Motorenhaus wird noch heute als Garage genutzt. Im Gegensatz zu Steffens Mühle (heute "Betty") befanden sich hier Mühle und Motorenhaus an der Norderscheidung auf Altenbrucher Gebiet, während das Wohnhaus auf Lüdingworther Gebiet stand. Die Schedenhörner Mühle auf einer Postkarte 1909 Das verbliebene Motorenhaus (rechts) Karte https://umap.openstreetmap.fr/de/map/muhlen-in-cuxhaven_1039560#14/53.8138/8.7654 Quellen Wilhelm Kleeberg, Niedersächsische Mühlengeschichte, Hannover 1979 Gisela Tiedemann, Wind- und Wassermühlen zwischen Elbe und Weser, Bremerhaven 2009 Hinrich Gerkens u.a., Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000
Salzwiesen oder Haloserien (friesisch: Inge) findet man an Uferbereichen von Meeren, seltener an Salzquellen, Brüchen über Salzlagerstätten, beispielsweise bei Staßfurt. Vereinfacht gesagt, liegt die Salzwiese zwischen Land und Meer. Sie befindet sich im aufgeschlickten Marschgebiet, das über der mittleren Hochwasserlinie liegt und nur noch bei höheren Wasserständen überflutet wird. Salzwiesen waren früher eng verbunden mit Landgewinnungs-Maßnahmen: es wurden vorzüglich Salzwiesen eingedeicht, und unter günstigen Umständen entwickelte sich vor dem neuen Deich innerhalb einiger Jahrzehnte eine neue Salzwiese. 1 Zonierung 2 Anpassungen an Standortfaktoren 3 Rückzugsgebiet für Vögel 4 Weblinks Zonierung In Salzwiesen findet man auf Grund der starken Versalzung des Bodens eine gänzlich andere Vegetation als in den Dünen und auf der Geest. Für solche Wiesen ist der Strandflieder, der Strandwermut, die Strandaster und die Portulak-Keilmelde eine charakteristische Pflanzenart. In den Prielen ist häufig der Queller zu finden. In den mitteleuropäischen Salzwiesen findet sich folgende Zonierung: Die Seegraswiesen (Zosteretum marinae und Zosteretum noltii) liegen rund drei bis vier Meter tief und fallen nur selten trocken. Die Quellerzone (Salicornietum) liegt im Extrembereich etwa 40 Zentimeter unterhalb bis mittig der Flutlinie, das heißt der Bereich liegt bei Flut mehrere Stunden unter Wasser. Hier wachsen lückig nur zwei salzresistente Blütenpflanzen: das Schlickgras und der Queller. Daran anschließend folgt der Andelgrasrasen (Puccinellietum maritimae) in der Verlandungszone oberhalb des Flutungsbereiches. Diese Salzwiesenzone wird noch bei jeder Springtide oder anderen leicht erhöhten Wasserständen erreicht und erstreckt sich bis etwa 40 Zentimeter oberhalb der mittleren Hochwasserlinie. Das Gedeihen des Andelgrases wirkt als Indikator zur Begrenzung der Zone, in der salztolerante Arten wie die Strandsode, der Stranddreizack oder die Strandaster wachsen. Die Rotschwingelzone liegt in der Vielfältigkeitszone, die nur noch selten vom salzhaltigen Meerwasser erreicht wird. Hier nimmt der Artenreichtum kontinuierlich zu und wird ebenfalls durch Salz tolerierende Pflanzen (Rotschwingel und Binsenarten) charakterisiert. Ähnliche Abstufungen, nach der Stärke der Salzwirkung, finden sich auch in Salzwiesen des Binnenlandes, welche neben den Küstensalzwiesen bestehen und die gleichen Artenzusammensetzungen aufweisen. Anpassungen an Standortfaktoren Für Anpassungen an den Faktor Salz, siehe Salzpflanze. Außer dem prägenden Einfluss des Salzes spielen in maritimen Biotopen sowohl stark mechanische Faktoren der Überflutung, Umspülung oder mit Sandkörnern angereicherter Wind als auch Sauerstoffmangel eine wichtige Rolle. Daher besitzen verschiedene Vertreter der Salzflora im Wurzelbereich besondere Stützgewebe, die aus abgestorbenen Zellen mit extrem verdickten Zellwänden bestehen, so genannte Sklerenchymen. Für die Sauerstoffzufuhr entwickelt sich ein spezielles Luftgewebe, das Aerenchym. Lange Wurzelstöcke erweisen sich als das beste Mittel gegen fortwährende Überschüttung mit Dünensand, um sich dessen erstickender Wirkung zu entziehen. Gleichzeitig helfen zahlreiche Nebenwurzeln, den Dünensand zu befestigen und die Nährstoffe, die er besitzt, besser auszunutzen. Während der Sturmfluten versinkt eine Salzwiese oft vollkommen im aufgewühlten Meer. Die Pflanzen müssen in diesen Momenten enormen Kräften standhalten. Strandflieder (Limonium vulgare) und Meerstrandbinse besitzen aus diesem Grund ein mit gestreckten Zellen aus dicken, verholzten, braunen Membranen bestehendes, hartes Gewebe. Sklerenchyme entstehen in der Entwicklungsphase (Streckungswachstum) der Pflanzen oft aus dem lebenden, elastischen Kollenchym und durchziehen den gesamten Pflanzenkörper. Sie verleihen somit eine große Festigkeit, ordnen sich allerdings, abhängig vom Pflanzentyp, in charakteristischer Weise an. In tiefgehende Ankerwurzeln der Salzpflanzen sind die Sklerenchymfasern entweder zentral oder in Einzelsträngen über den Wurzelquerschnitt verteilt, um Zugkräften standhalten zu können und ein Freispülen zu verhindern. In krautigen Stängeln sind die Fasern dagegen peripher angeordnet, da sie biegungsfest sein müssen, meistens in Form von einzelnen Strängen oder als geschlossene Zylinder. Auch bezüglich der Blätter- und Sprossteile sind Pflanzen der Salzwiesen an die Bedingungen der Umgebung angepasst. Die stärkere mechanische Wirkung des Windes an der Seeküste bedingt eine größere Festigkeit der Sprossachse als im Binnenland. Grundsätzlich wird bei Salzpflanzen neben dem Sklerenchym eine Stamm- und Blattsukkulenz ausgeprägt, um der Trockenheit entgegen zu wirken. Zumeist bieten die offenen Standorte zusätzlich nur wenige Schattenplätze, damit also intensiven Lichteinfall. Aufgrund dieser Tatsache gehören fast alle Repräsentanten der Salzvegetation zu den extremen Lichtpflanzen, das heißt, sie erreichen die maximale Photosyntheseleistung erst bei hohen Lichtintensitäten. Sie verfügen über kleine, harte Blätter mit dicken, mehrschichtigen Palisaden- und Schwammgeweben und einer auf den Epidermiszellen aufliegenden Cuticula. Die Grana- und Stromathylakoide, der regelmäßig um die Zellmembran angeordneten Chloroplasten, sind relativ Chlorophyllarm und enthalten nur wenige Pigmentkollektive, da die Lichtfaktoren ein schnelles Erreichen des Kompensationspunkts ermöglichen. Rückzugsgebiet für Vögel Salzwiesen, wie auch das Watt, bieten ein ideales Rast- und Brutgebiet für Wasservögel. Im Gegensatz zum Wattenmeer, in dem Wattwanderungen möglich sind, sollten diese Wiesen daher nicht oder nur auf zugelassenen Wegen betreten werden. Vielfach stehen in Deutschland Salzwiesen unter Naturschutz oder liegen in streng geschützten Ruhezonen der Nationalparks Hamburgisches, Schleswig-Holsteinisches oder Niedersächsisches Wattenmeer. Weblinks Schutzstation Wattenmeer - Salzwiese http://www.erft.de/schulen/ggb/salzw/swinh.html - (priv. Seite einer Schule)
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Schichau Unterweser Werft Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Die Schichau Unterweser Werft ist ein Bremerhavener Werftbetrieb, der 1970 die Cuxhavener Beckmannwerft übernahm und sie 1981 aufgab.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Samstag Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Wöchentlich wiederkehrende Termine 1 Markt 2 Museen 3 Schiffe 4 Sonstiges Markt Wochenmarkt an der Beethovenallee 7 - 13 Uhr Flohmarkt auf dem Ritzebütteler Marktplatz Südersteinstraße 7 - 15 Uhr Museen Aeronauticum 10 – 18 Uhr Feuerschiff Elbe 1 11 - 16 Uhr (vom 3. April bis zum 7. Oktober) Fischereimuseum 10 - 17 Uhr Ringelnatz-Museum 10 – 13 Uhr und 14 - 17 Uhr Schloss Ritzebüttel 9.30 - 12.30 Uhr Wrackmuseum 10 - 17 Uhr Schiffe Helgolandverkehr MS Atlantis ab Fährhafen 10.30 Halunder Jet ab Alte Liebe 11.30 Sonstiges Stadtbibliothek Cuxhaven 10 - 13 Uhr
Das Saigon ist eine vietnamesische Gaststätte in Cuxhaven Das Saigon bietet vietnamesische, chinesische und thailändische Spezialitäten. Neben einer kleinen Gaststätte wird auch ein außer Haus Verkauf vertrieben. 1 Anschrift 2 Öffnungszeiten 2.1 Im Sommer 2.2 Im Winter Anschrift Saigon Brockeswalder Chaussee 2 27474 Cuxhaven Tel. 04721 / 238 12 Öffnungszeiten Im Sommer 11.oo bis 15.oo 17.3o bis 22.30 Im Winter 11.oo bis 15.oo 17.oo bis 22.oo
Der Schießstand Sahlenburg war ein militärischer Schießstand am Ostrand des Wernerwaldes. Die Errichtung des Sahlenburger Schießstandes begann ab 1890, ein Wachhaus im Norden des Schießstandes am Berenscher Weg gelegen, wurde 1911 errichtet. Auf dem Schießstand Sahlenburg sind nach Urteilen der nationalsozialistischen Militärjustiz während des 2. Weltkrieges mindestens 38 Menschen hingerichtet worden. Am 21. April 1945 wurden hier fünf Helgoländer Einwohner standrechtlich erschossen, weil sie versucht hatten, die Insel Helgoland kampflos an die Engländer zu übergeben. Die Männer wurden in der Nacht zum 18. April 1945 verhaftet und in der Nacht zum 19. April nach Cuxhaven überstellt. Erich Friedrichs, Helgoländer Georg Braun, aus Süddeutschland Kurt Pester, aus Thüringen Karl Fnouka (* 10.10.1908, † 21.04.1945), aus Wien Martin Wachtel, aus Sachsen-Anhalt Vielfach wird von sieben hingerichteten Helgoländer Widerständlern berichtet. Zuverlässige Zeitzeugen, wie der Geschwaderrichter Bielenberg und die beiden Pfarrer, die die Verurteilten zu ihrer Hinrichtung begleiteten, berichten von fünf Helgoländern. Diese fünf Männer wohnten auf Helgoland oder waren dort stationiert und sind auch dort verhaftet worden. Am 21. April 1945 kam ein Schnellgericht ohne Verteidiger zusammen, verurteilte die fünf Widerständler zum Tode und die Ehefrau Brauns, Julia Braun, als Mitwisserin zu drei Jahren Zuchthaus. Die Todesurteile an Georg Braun, Karl Fnouka, Erich Friedrichs, Kurt Pester und Martin Wachte wurden durch Konteradmiral Rolf Johannesson bestätigt. Das Gesuch eines Pastors um Aufschub wurde abgelehnt. Abends erfolgte die Hinrichtung Am 18. April 2015 wurde am Schießstand ein Gedenkstein zur Erinnerung an die fünf ermordeten Männer enthüllt. Ebenfalls am 21. April 1945 wurden in Sahlenburg hingerichtet: Wilhelm Reinhardt, Matrose vom Vorpostenboot "Flakjäger 23" Joachim Hans Edel, Matrose der 21. Minensuchflottille (* 28.03.1921, † 21.04.1945) Der Schießbetrieb durch die Bundeswehr wurde am 30. Juni 1989 eingestellt und in der neu erstellten Standortschießanlage Altenwalde ab 1. Juli 1989 fortgeführt. Am 1. April 1993 wurde die Anlage in Sahlenburg in das Allgemeine Grundvermögen (Bundesvermögensamt) zurückgegeben. Im Jahr 2001 wurde die Anlage abgerissen. Stolpersteine Zur Erinnerung an die sieben am 21. April 1945 hingerichteten Widerständler wurden am 17. April 2010 auf der Insel Helgoland Stolpersteine installiert. Heute erinnert der Gedenkstein Schießstand Sahlenburg an die ermordeten Helgoländer. Georg Eduard Braun Dachdeckermeister Karl Fnouka Fähnrich Erich Friedrichs Obermaat Kurt Pester Obergefreiter Martin Wachtel Fähnrich Karte
Die Samtgemeinde Land Hadeln ist die östliche Nachbargemeinde der Stadt Cuxhaven. Basisdaten Samtgemeinde: Land Hadeln Einwohner 15.644 (31.12.2010) Fläche 228,48 km² Samtgemeinde-Bürgermeister Harald Zahrte Telefonvorwahl: s. Artikel zu den Einzelgemeinden Adresse der Verbandsverwaltung: Samtgemeinde Land Hadeln Marktstr. 21 21762 Otterndorf 1 Lage 2 Geschichte 3 Zusammensetzung 4 Weblink Lage Im Westen stößt die Samtgemeinde Land Hadeln an das Gebiet der Stadt Cuxhaven, der Gemeinde Nordholz sowie der Stadt Langen, im Süden an die Samtgemeinde Bederkesa, im Osten bildet hauptsächlich der Hadelner Kanal die Grenze. Geschichte Die Geschichte der Samtgemeinde Land Hadeln beginnt erst am 1. Januar 2011. An diesem Tag schlossen sich die ehemalige Samtgemeinde Hadeln und die ehemalige Samtgemeinde Sietland zu der neuen Samtgemeinde zusammen. Beide Vorgängerinnen umfassen in etwa das historische Land Hadeln, allerdings ohne die Gemeinden Altenbruch und Lüdingworth, die 1972 nach Cuxhaven eingemeindet wurden. Zusammensetzung Aus der Samtgemeinde Hadeln, gegründet 1970, stammen die Gemeinden Neuenkirchen, Nordleda, Osterbruch und die Stadt Otterndorf. Die Samtgemeinde Sietland bestand vorher aus den Gemeinden Ihlienworth, Odisheim, Steinau und Wanna. Mit Ausnahme von Wanna, das 1972 der Samtgemeinde beitrat, bestand diese seit 1970. Weblink website der Samtgemeinde Land Hadeln
Die Schlacht in der Hadeler Heide war ein historisches Ereignis in Lüdingworth-Westerende. 1 Vorgeschichte 2 Aufmarsch vor Ritzebüttel 3 Aufmarsch in der Hadeler Heide 4 Fußnoten Vorgeschichte Anfang des 16. Jahrhunderts wüteten Truppen des Erzbischofs Christoph von Bremen im Land Hadeln, um dessen Forderungen nach dem Zehnten einzutreiben. Dieser musste bisher nur an den weltlichen Landesherren, Herzog Magnus von Sachsen-Lauenburg, entrichtet werden. Die doppelte Forderung wurde von den Hadlern nicht eingesehen und sie setzten sich mit allen Mitteln zur Wehr. Die Forderungen des Bischofs wurden von seinen Soldaten aber brutal eingetrieben, wobei sie weitere Forderungen, wie z.B. ihre Verköstigung, erhoben. Nach der Beschwerde des Herzogs beim Kaiser lenkte der Bischof 1526 ein. Hadeln litt jedoch weiter unter den durchziehenden Horden ehemaliger Soldaten des Bischofs. Aufmarsch vor Ritzebüttel Am 13. März 1541 tauchte die so genannte "Große Garde" an der Grenze zu Ritzebüttel auf. Sie bestand aus 10 Fähnlein [1] ehemaliger Soldaten und kam aus dem Lande Wursten, das sie brandschatzend durchzogen hatte. Sie versuchte, über Ritzebüttel in das reiche Hadeln vorzudringen. Der damalige Ritzebütteler Amtmann Jürgen Plate versagte jedoch den Durchzug. Einen gewaltsamen Durchzugsversuch verhinderte er mit Geschützfeuer von den Wällen des Schlosses Ritzebüttel. Aufmarsch in der Hadeler Heide Die "Große Garde" versuchte nun unter Umgehung des hamburgischen Gebietes von Süden her nach Hadeln einzumarschieren. Von den Hadelern wurden ihnen Deputierte entgegengesandt, um zu verhandeln. Die verstreichende Zeit nutzten sie, um eine Streitmacht zu sammeln und sich zu verstärken. Am ersten Ostertag, dem 17. April 1541, hielten die Hadeler ihren Ostergottesdienst in Lüdingworth und zogen danach zur "Lüdingworther Schanze" [2]. Diese Schanze ist heute in der Nähe der Lüdingworther Straße 125 zu vermuten. Ein pikantes Ereignis soll den Beginn der Schlacht eingeleitet haben. Nach Kiep: Als der Feind sah, dass er gutwillig sein Ziel nicht erreichen würde, stellte er sich in Schlachtordnung, und ein Fähnrich drang aus der Reihe hervor, sprang auf den Deich, und beschimpfte die Hadeler, zeigte ihnen zum Beweis seiner größten Verachtung seine Rückseite und zeigte mit dem Finger dorthin. Da schoss ein Hadeler auf ihn und traf ihn an der richtigen Stelle, sodass er sein Schmähen bald vergaß. Das war das Signal zum allgemeinen Angriff. Nach heftigem Kampf schlugen die Hadeler die Eindringlinge in die Flucht. Die "Große Garde" hatte über 800 Tote und eine große Anzahl Gefangener zu beklagen. Zu den Gefangenen gehörten auch zwei Anführer der Garde, Hans von Essen und Hänselein von Geldern. Fußnoten Hochspringen ↑ ein Fähnlein bestand aus ca. 400 Soldaten Hochspringen ↑ nach dem Chronisten Bruno Kiep in seiner "Hadler Chronik" aus dem Jahre 1923
Eine Sandbank ist eine Ablagerung von Sand oder Kies am Grund von Meeren und Flüssen, gebildet durch die Tide und Strömung. Sandbänke können durch Strömungseinfluss wandern und daher eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen. Wenn Sandbänke wachsen, entstehen daraus Inseln. Ein Beispiel ist die Insel Scharhörn im hamburgischen Wattenmeer vor Cuxhaven.
Der Signalmast für Schifffahrtshindernisse Das Signal für Schifffahrtshindernisse war eine Signaleinrichtung an der Alten Liebe An der westlichen Giebelwand des Bootsleutehauses nahe der Alten Liebe war oberhalb des Balkons ein Mast angebracht, der zur Anzeige von Hindernissen im Fahrwasser der Elbe diente. Er wurde von den hier ansässigen Leuten des Schiffsmeldedienstes beschickt. Nach dem Umzug des Schiffsmeldedienstes in den neuen Radarturm und dem Abriss des Hauses im Jahre 1961 entstand an gleicher Stelle ein kleineres Betonfundament, auf dem ein 19,5 m hoher Ersatzmast installiert wurde. Auch er wurde zumeist vom Personal des Schiffsmeldedienstes bedient. Nachdem die Anlage dann aufgrund der fortschreitenden Technik der Nachrichtenübermittlung jahrelang nicht mehr betrieben wurde, wird er am 3. Oktober 1988 niedergelegt. An seine Stelle wird des maritimen Flairs wegen ein Anker gelegt. Bilder
Schiffsmeldedienst im Radarturm (Presseseite) Der Schiffsmeldedienst (SMD) stellt Schiffsinformationen im gesamten Bereich der Deutschen Bucht, auf der Elbe und Weser, im Nord-Ostseekanal und in zahlreichen Häfen entlang der nordeuropäischen See-und Wasserstrassen bereit. Seinen Ursprung hat der SMD in einer optischen Telegraphenlinie Cuxhaven - Hamburg. Erste Übermittlung 18. März 1838; eine Mitteilung des Hamburger Senats. Der SMD kann Stammdaten von über 26.000 Schiffen, kombiniert mit den jeweils dynamischen Reiseinformationen, jederzeit und für den Kunden individuell abrufbar bereitstellen. Der SMD verfügt ebenfalls über die notwendige Systemanbindung zum Rotterdamer Hafen und kann somit auch von dort umfangreiche Stamm- und Bewegungsdaten liefern. Damit steht eine lückenlose Kette an Schiffsinformationen in der gesamten Nordrange zur Verfügung. Gleichermaßen wichtig für Dienstleistungs- und Abfertigungsbetriebe in den Häfen als auch für Industrie-, Service- und Zulieferbetriebe. Aufgrund der vom SMD gelieferten Daten werden Technikereinsätze, z.B. für Wartungs- und Garantiearbeiten praktisch just in time disponiert. Die Einsatzoptimierung von Mensch und Material wird unterstützt. Zahlreiche Servicebetriebe nutzen den SMD, um pro aktiv agieren zu können. Auswertungen und Statistiken in Verbindung mit Schiffsanläufen, -bewegungen ergänzen das weitreichende Angebot. Anfangs von den Bootsleuten ausgeführt, war das Quartier des SMD zunächst in einem Raum innerhalb der Alten Liebe, später in Bootsleutehaus und Telegraphengebäude. Ab 1960 über lange Jahre im Radarturm und zuletzt im Cuxhavener Steubenhöft beheimatet, wurde die Außenstelle des Schiffsmeldedienstes Hamburg zum 31. Dezember 2008 geschlossen. Weblink Schiffsmeldedienst
Die Schiffsausrüstung Robert Schmoldt war eine Firma in der Kapitän-Alexander-Straße.22. Die Firmengründung war am 1. September 1913. Bericht aus dem Jahre 1965 Am 1. 9.1963 feierte man im Hause der Firma Robert SchmoIdt , Schiffsausrüster, Kapitän-Alexander-Straße 22, das 50-jährige Geschäftsjubiläum. Das Unternehmen erfreut sich seit seiner Gründung großer Beliebtheit und ist im Laufe der langen Jahre als Lieferant für die Schifffahrt und Marine bekannt geworden. Das Hauptgeschäft liegt im Zollgutlager. In seinen Lagerräumen, durch dicke Türen gesichert, liegen unverzollte Waren aus aller Herren Länder. Alles, was an Schiffsproviant gebraucht wird, führt die Firma Schmoldt direkt aus dem Hamburger Freihafen ein und gibt es an seewärts auslaufende Schiffe zu billigen Preisen ab. Die Waren werden in verplombten Paketen verkauft. Nach dem Tode des Firmengründers Robert Schmoldt übernahm Frau Bertha Schmoldt die Geschäftsführung und leitet das Unternehmen, unterstützt durch ihre Mitarbeiter. Sie führt das Werk ihres Mannes fort. Das 125 Jahre alte Haus nahe der Klappbrücke auf der Ostseite hat sein Gesicht äußerlich kaum gewandelt. Es ist sozusagen ein kleines Stückchen Stadtgeschichte. In seinen Räumen hängen Bilder von Anno dazumal an den Wänden. Dazu viele Schiffsfotografien. Mit einem Wort, bei Schmoldt geht alles traditionell zu. Unser Foto zeigt das Haus der Firma Schmoldt - so, wie es heute (1965) aussieht, so, wie es aber auch schon 1913 auf der Ostseite stand.
Das Schiffsmuseum Duhnen war eine private Sammlung maritimer Gegenstände. Teile des Museums befinden sich heute im maritimen Museum Windstärke 10 ehemalig Anschrift Peter Weber Wehrbergsweg 7 27476 Cuxhaven Tel. 04721-48158 Öffnungszeiten Dauerhaft geschlossen Beschreibung Schiffsmodelle, nautische Instrumente, Buddelschiffe, alles über Wale, die Chronik der Seenotrettung (DGzRS), Marinemaler und vieles mehr hat Peter Weber in über 20 Jahren Sammelleidenschaft zusammengetragen.
Schleuse an der Baumrönne 2009 Werden unter Schleusen im heutigen Sprachverständnis doppeltorige Vorrichtungen zum Heben oder Senken von Schiffen verstanden, so spricht man häufig auch von dem heute als Siel verstandenen Wasserdurchlass durch einen Deich als Schleuse. Hinweis: Die Seeschleuse als Einfahrt zum Neuen Fischereihafen findet sich daselbst. 1 Cuxhavener Schleusen 2 Geschichtsdaten 2.1 Altenbrucher Schleuse 2.2 Döser oder kleine Schleuse 2.3 Ritzebüttler Schleuse 3 Bilder Cuxhavener Schleusen In diesem Sinne gab es im heutigen Stadtgebiet Cuxhavens um 1594 mehrere Schleusen durch den alten Hadeler Seebandsdeich: 1 in Altenbruch zur Entwässerung des Braakstromes, 2 in Groden zur Entwässerung des Grodener Tiefs und des Lehstromes, 1 in Ritzebüttel zur Entwässerung der Altenwalder Wettern, sowie durch den 1530 gelegten westlichen Obdeich: 1 in Cuxhaven zur Entwässerung der Döser Wettern am Slippen in den Schleusenpriel. Im Jahre 1568/69 wird unter Amtmann Schaffhausen im Anwachs vor der Elbe der Neue Deich, sowie ein Hafen am Schleusenpriel angelegt. Nicht klar ist, ob für die Wasserläufe auch Schleusen angelegt werden. Ein Fehlen ist jedoch schwer vorstellbar und würde den Sinn des Deiches zunichte machen. Mit dem Bau des Deiches zur Eindeichung des Döser und Grodener Neufeldes um 1618 erhöhte sich nachweislich die Zahl infolge etlicher im Vorland verlaufender Priele erheblich. Hier sei explizit die seewärtige Schleuse des Ritzebüttler Schleusenpriels am Hafen erwähnt. Sie war als Doppelschleuse bzw. Doppelsiel ausgelegt, um bei gleichem Wasserdurchsatz kleiner und damit stabiler zu sein. Dadurch erhielt sie die Bezeichnung `Große Schleuse´. Mit zunehmendem Abbruch des Neuen Feldes und mehrfacher Rücknahme des Deiches und der Schleusen sind im 18. Jahrhundert noch vier verblieben: Altenbruch, die Altenbrucher Braakschleuse Groden, die Grodener Baumrönneschleuse `Deichhammsiel´ Cuxhaven, die Ritzebüttler Schleuse Cuxhaven, die Döser Schleuse. Um 1890 kam mit dem Bau des Dammes und der Neuen Schleuse über den Schleusenpriel für die Kanonenbahn eine weitere dazu. Noch eine weitere Schleuse brachte die neuerliche Überdämmung für die Konrad-Adenauer-Allee 1983. Damit waren die zurückliegenden nicht mehr von Nöten und wurden geöffnet, bzw. der Bahndamm samt Schleuse abgetragen. Erstmalig wurden in den beiden neuen Sielen auch Sielpumpen vorgesehen, die bei länger geschlossenen Toren das dahinterliegende Stauwasser abpumpen konnten. 1990/91 entstand infolge der Aufschüttung des Kajedeiches zum Hauptdeich an der Grodener Baumrönne eine neue Schleuse im Vorland. Sämtliche Mündungs- und Stufenschöpfwerke Cuxhavens werden von der Schaltwarte der Otterndorfer Schleuse zentral wasserstandsüberwacht und gesteuert. Geschichtsdaten Altenbrucher Schleuse Altenbrucher Schleuse 2009 1313, 5. Juli, erste Erwähnung einer Braakschleuse anlässlich der Gründung eines Schleusenverbandes zwischen den Kirchspielen Altenbruch und Lüdingworth. Es ist allerdings anzunehmen, dass es sich um eine Braakschleuse im Ochsenhemmer Deich in Wehldorf handelt. Im Jahre 1980 wurde bei Deicharbeiten dort eine Holzschleuse gefunden, deren Entstehung auf das Jahr 1470 datiert werden konnte. 1418 wird die Schleuse im Sturm zerstört und 1436 wieder aufgebaut. 1511, 16./17. Januar, Zerstörung der Schleuse durch die St. Antonius-Flut. 1631 Möglicherweise Erneuerung der Altenbrucher Schleuse im Zusammenhang mit einem Neubau des Hafens. 1681 4. Dezember Vernichtung der Altenbrucher Schleuse. Der Ort wird unter Wasser gesetzt. 1682 erneuert. 1729 Neubau aus Holz. 1858 wird die erste massive Schleuse gebaut. Vermutlich gemeinsam damit wird von dem dortigen Landwirt Döscher das `Schleusengehöft´, die heutige Gastwirtschaft `Zur Schleuse´, als Wohnhaus für den Schleusenwärter erbaut. Die Schleuse war neben der Wasserabfuhr auch als Schifffahrtsschleuse zuständig, da Altenbruch neben dem Außenhafen auch einen Binnenhafen hatte (siehe Altenbrucher Hafen). So ließ sich die Fa. Wahlen, später Labag, per Schiff beliefern. 1960 Bau des Mündungsschöpfwerkes Altenbruch. Leistung = 5,5 m³/s mit zwei Pumpen. Einzugsgebiet 67 km². 1976 wird das alte Stemmtor gegen ein Hubtor ausgetauscht. 1986/87 wird aufgrund der Deicherhöhung von 1980 - 83 die Schleuse komplett erneuert. Sie hat danach eine LW = 4 m, lH = 4,60 m und Länge der Schleusenkammer = 71 m. Ebenso mussten die Auslaufrohre des Schöpfwerkes verlängert werden. Außerdem wurde die Pumpleistung auf 7,6 m³/s erhöht, sowie eine automatische Rechenreinigungsanlage installiert. Schleuse von 1858 Altenbrucher Schleuse, Außenbereich Döser oder kleine Schleuse Sperrschott am Ausgang der Döser Wettern in den Schleusenpriel Vermutlich aus 1530. 1931 im Zuge der Verrohrung des unteren Teiles der Döser Wettern entsteht ein Pumpwerk mit mehreren Pumpen. In den 1970er Jahren werden die Pumpen entfernt. Es bleibt ein Auslass mit Stemmtoren. 2003 werden zwei Wasserauslässe installiert. Einer als Freifluss mit Stemmtor innerhalb der Verrohrung, ein zweiter mit einer Entwässerungspumpe, Leistung 290 l/s. Von außen sichtbar ist lediglich der Rechen. Ritzebüttler Schleuse Ehem. Ritzebütteler Schleuse 2009 Entstehung vermutlich im Zuge der Anlage des Alten Hadeler Seebandsdeiches um 1100. Es ist jedoch nicht endgültig geklärt, ob es nicht statt dessen an der Querung des Westerwischweges eine Dreifachschleuse gegeben hat. Zwischen 1465 und 1471 beginnen intensive Entwässerungsarbeiten. 1469 beschließt der Hamburger Rat den Bau einer neuen Schleuse. 1471 Neubau der Schleuse unter Hauptmann Georg von Holte. 1561 Zerstörung der Ritzebüttler Schleuse durch Sturmflut. 1626 Einsetzung eines Ritzebüttler Schleusen- und Hafenmeisters. 1653/54 Die Große Schleuse geht verloren. 1708 Erneuerung der Ritzebüttler Schleuse. 1718 dito. 1846 dito. 1858 dito. 1884 10.10. Inbetriebnahme der erneuerten Ritzebüttler Schleuse mit ausgebautem Schleusenbecken. 1885, 4. März, Verkündung der Schleusenordnung für die Cuxhavener Schleusen Ritzebüttel und Groden. 1890 wird infolge des neuen Schleusendammes einschließlich neuer Schleuse die Funktion der alten Schleuse hinfällig. 1910 wird eine neue längere und breitere Brücke für die Bahnhofstraße über die nun ehemalige Ritzebüttler Schleuse geschlagen, die sogenannte Schleusenbrücke. 1961 neue Deichlinie einschließlich Schleuse (Konrad-Adenauner-Allee). Lichte Weite = 4 m. 1967 Rückbau des neuen Schleusendammes sowie der Schleuse. 1971 - 73 Bau des Schöpfwerkes (2 x 2,5 m³/s) 2000 wird die Schleusenbrücke an der alten Schleuse erneuert. Bilder Außenstemmtor der Altenbrucher Schleuse, geschlossen Im Vordergrund links unterhalb der Brüstung der Auslass der Döser Schleuse im Schleusenpriel Ehem. alte Ritzebüttler Schleuse Ehem. alte Ritzebüttler Schleuse
Seebad ist heute ein Qualitätsprädikat für Kurorte. Es wird an Orte vergeben, in denen medizinische Einrichtungen zur Durchführung von Kuren vorhanden sind, die jedoch keine Heilbäder sind. Das Prädikat Seebad erfordert außerdem die Nutzung des Seeklimas im Kurbetrieb. Die meisten deutschen Seebäder bezeichnen sich nach ihrer Lage als Nordseebad oder Ostseebad. Diese Bezeichnung darf im Ortsnamen geführt werden, viele Orte verzichten jedoch darauf. Seebäder, die den Status eines Heilbades haben, werden als Seeheilbad bezeichnet. Das älteste deutsche Seebad ist Heiligendamm bei Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern (gegründet 1796). Die staatliche Anerkennung als Seebad, Nordseebad usw. richtet sich nach den "Begriffsbestimmungen – Qualitätsstandards für die Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbrunnen" des Deutschen Tourismusverbandes e.V. und des Deutschen Heilbäderverbandes e.V und speziell in Niedersachsen nach der Verordnung über die staatliche Anerkennung von Kur- und Erholungsorten (KurortVO). Geschichte des Seebades Cuxhaven Bereits 1793 forderte der Philosoph Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) in seinem Aufsatz „Warum hat Deutschland noch kein großes öffentliches Seebad“ in Ritzebüttel, in Cuxhaven oder auf Neuwerk ein Seebad nach englischem Vorbild zu gründen. Der Wunsch, dieses Seebad ausgerechnet im Amt Ritzebüttel zu errichten, beruhte auf seiner Freundschaft mit dem hamburgischen Wasserbau-Conducteur Reinhard Woltman, der Lichtenberg die Einrichtung eines Seebades in Cuxhaven immer wieder ans Herz legte. Dem Aufruf zur Gründung eines solchen Seebades kamen jedoch Doberan (1796), Dangast (1797) und Norderney (1799) zuvor. In Cuxhaven konnte man sich erst nach der Befreiung von den Franzosen dieser Forderung widmen. Der Amtmann Abendroth setzte diesen Vorschlag schließlich am 24. Juni 1816 in die Tat um. Zu diesem Zweck wurden drei Anlagen geschaffen, die den Badebetrieb ermöglichten: das Warm-Badehaus an der Alten Liebe das Karrenbad in Döse und das Bassinbad an der Spülschleuse im Alten Hafen Der Bau dieser drei Anlagen wurde von einer Seebade-Aktiengesellschaft finanziert, die von Abendroth und vielen seiner Hamburger Freunde gegründet wurde. Die Aktionäre kauften hierzu 100 Aktien zu je 100 Mark (Gründungskapital also 10.000 Mark). Obwohl die erste Badesaison in Cuxhaven erst am 17. Juli begann und witterungsbedingt nur 6 Wochen dauerte, konnten bereits 353 warme Bäder, 182 Karrenbäder und 134 Bassinbäder an die ersten Badegäste verabreicht werden. Im zweiten Jahr stiegt diese Zahl bereits auf 2743 Bäder. Betreut wurden diese ersten Badegäste durch den Badearzt Dr. Erdmann Gottwerth Neumeister (1747-1823) und dessen Stellvertreter Dr. August Ruge. Die Mehrheit der Badegäste logierte in diesen Anfangsjahren in Ritzebüttel im Hotel „König von England“ (später „Deutsches Haus“), wo sie sogar mit dem Amtmann speisen konnten. Aber bereits 1817 gesellten sich weitere Gasthäuser und Hotels dazu. In Döse wurde für die Badegäste das „Kalte Badehaus“ (durch die Seebade-Aktiengesellschaft) und in Ritzebüttel die „Harmonie“ (durch den Ritzebüttler Samuelson) eröffnet. Am 2. April 1838 wird die Verwaltung des Seebades (die Seebade-Aktiengesellschaft) an den „Neuen Seebade-Verein von 1838“ für 17.100 Mark verkauft. Dadurch soll der Seebadebetrieb belebt werden. Der Verein wird jedoch 1856 wieder aufgelöst und an einen Unternehmer verkauft, unter dessen Leitung 1859 am Alten Hafen neue Badeplätze abgesteckt werden. 1862 brennt das Warm-Badehaus an der Alten Liebe nach 1823 ein zweites Mal ab. Danach nennt sich die Badeanstalte beim "Kalten Badehaus" in Döse „Nordseebad Cuxhaven“. Die Situation des Seebades war für einige Cuxhavener Bürger unbefriedigend, und sie gründeten 1882 die „Cuxhavener Seebade-AG“ und verbessern durch die Eröffnung eines Herren- und Damenbades in der Grimmershörnbucht das Angebot an Seebadeanstalten. Der am 10. März 1890 gegründete „Verein zur Hebung des Nordseebades Cuxhaven“ unterstrich diese Unzufriedenheit. Die Forderung nach Übergang des Seebades in öffentliche Hände stieg. Mit dem Verkauf der Seebade-Anstalt in Grimmershörn am 1. April 1899 an die Gemeinde Cuxhaven wird diese Forderung erfüllt und sowohl der Verein als auch die AG lösen sich auf. Nach Cuxhaven und Döse, die sich langsam Konkurrenz machten, steigt 1902 auch Duhnen in den Seebäderbetrieb ein. Die Gemeinde Cuxhaven führt am 1. Mai 1906 eine Kurtaxe zur Finanzierung der notwendigen Investitionen in den Kurbetrieb ein. In den folgenden Jahren wird der Seebäderbetrieb durch weitere Bäder, z.B. 1912 das Familienbad in Steinmarne, und anderer Bauten wie z.B. dem Musikpavillon Grimmershörn (1934) ausgebaut. Am 14. April 1949 wird Cuxhaven schließlich amtlich als Nordseeheilbad anerkannt. Die Kurteile Grimmershörn, Döse und Duhnen werden am 13. September 1964 ebenfalls als Nordseeheilbäder anerkannt. Heute gilt Cuxhaven als das größte Nordseeheilbad in Deutschland und liegt mit dem bayerischen Bad Füssing im steten Wettstreit um die höchste Gästezahl Deutschlands. Entwicklung der Zahl der Badegäste 1817 295 Gäste 1895 5.682 Gäste 1896 6.679 Gäste 1898 7.626 Gäste 1905 18.136 Gäste 1906 23.498 Gäste 2006 348.160 Urlaubs- und 288.375 Tagesgäste
Schlepper "Taucher O. Wulf 8" Schlepper sind besonders stark motorisierte Schiffe, die zum Ziehen und Schieben anderer Schiffe eingesetzt werden. Meist werden zum Ziehen Schlepptrossen verwendet, die am Schlepper an Haken eingehängt oder an Seilwinden aufgerollt sind. In Deutschland gibt es zusammen mit den Schubschiffen 450 Stück (Stand: 2000). 1 Bauweisen 2 Leistung, Pfahlzug, Propellercharakteristik 3 Wendigkeit 4 Bugsieren 5 Schuber 6 Gefahren 7 Bilder 8 Weblinks Bauweisen Ankerziehschlepper "Primus", 2005 gebaut in Cuxhaven bei der Mützelfeldwerft Nach Bauweise und Einsatzzweck unterscheidet man Hochseeschlepper, die für den Transport von Hochseeleichtern, havarierten Schiffen oder anderen Objekten eingesetzt werden Ankerziehschlepper (AHT - Anchor Handling Tugs), die zum Verschleppen von Bohrinseln eingesetzt werden; sie dienen manchmal zugleich auch als Versorger für Bohrinseln (AHTS - Anchor Handling Tugs Supply) Bergungsschlepper, die zur Bergung von havarierten Schiffen dienen, Hafenschlepper, die größere Schiffe in Häfen zum Liegeplatz schleppen, Flussschlepper, die motorlose Lastkähne oder Schuten durch Kanäle und Flüsse schleppen. Schubboote, auch Schuber genannt. Spezialisiert für die Verbringung von Schubverbänden, i.d.R. auf Flüssen. Die Schubverbände bestehen aus Bargen. Leistung, Pfahlzug, Propellercharakteristik Die Leistung der Schlepper variiert je nach Typ. Ein wesentliches Maß ist der sogenannte Pfahlzug, der in Tonnen gemessen wird. Hochseeschlepper haben Motorleistungen von 15.000 kW und mehr, der Pfahlzug kann über 250 Tonnen betragen. Moderne größere Hafenschlepper entwickeln bei Motorleistungen von 2.000 kW bis 4.000 kW einen Pfahlzug von 20–60 Tonnen. Dass ein Schlepper einen viel größeren Schub aufzubringen in der Lage sein muss, als nur seinen eigenen Widerstand bei der jeweiligen Geschwindigkeit, bedeutet, dass seine Propeller ihren optimalen Betriebspunkt bei einer relativ kleinen Fortschrittsziffer aufweisen müssen. Deswegen sind die Propeller von Schleppern meistens als Düsenpropeller ausgeführt, d.h. sie sind von einer Kortdüse ummantelt. Die leistungsstärksten Schlepper deutscher Reedereien sind die beiden Ankerziehschlepper "Magnus" und "Taurus" des Hamburger Unternehmens Harms Bergung Transport & Heavylift GmbH & Co. KG mit einem Pfahlzug von 200 Tonnen, gefolgt vom Hochseeschlepper "Oceanic" der Hamburger Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG. Im Jahr 2007 sollen an Harms Bergung die beiden Ankerziehschlepper "Janus" und "Ursus" mit je 220 Tonnen Pfahlzug, in 2008 die beiden Ankerziehschlepper "Uranus" und "Orcus" mit je 280 Tonnen Pfahlzug ausgeliefert werden. Magnus, Taurus, Janus und Ursus wurden auf der Cuxhavener Mützelfeldtwerft hergestellt. Wendigkeit Hafenschlepper müssen besonders wendig sein. Daher werden für den Antrieb im Gegensatz zu früheren Ausführungen keine konventionellen Propeller eingesetzt, sondern beispielsweise der Schottelantrieb, ein unbegrenzt um die Hochachse drehbarer Düsenpropeller. Der Schottelantrieb kann auch mittschiffs oder im vorderen Bereich unter dem Rumpf liegen und wird als einziger Antrieb oder als primärer Manövrierantrieb eingesetzt. Eine andere Variante ist der Voith-Schneider-Antrieb, bei dem nach unten gerichtete messerartige Flügel durch eine trickreiche Mechanik zum Antrieb eingesetzt werden. Durch die beliebige Verstellbarkeit der Flügel können die Schlepper problemlos mit voller Leistung in alle Richtungen, also auch seitwärts, fahren und ziehen oder sich selbst auf der Position im Kreis drehen. Schlepper, die mit einem Voith-Schneider-Antrieb ausgestattet sind, werden oft auch als Voith-Schneider-Trecker bezeichnet. Bugsieren Oft werden Schlepper auch nicht nur zum Ziehen von Schiffen, sondern auch zum Drücken, dem sogenannten Bugsieren verwendet. Dies ist von Vorteil, da keine Leinenverbindung hergestellt werden muss, jedoch zum Drehen eines Schiffes in vielen Fällen ausreichend ist. Dazu muss jedoch der Rumpf besonders verstärkt sein, da er die komplette Kraft aufnehmen muss. So haben Bugsierschlepper (nicht zu verwechseln mit der Bugsier-Reederei) neben den üblichen Scheuerleisten große Gummipuffer am Bug und je nach Antriebssystem auch am Heck. Schuber Neben den Schleppern mit Bugsiermöglichkeit gibt es noch den `Schuber´, das Schubboot. Es wird überwiegend auf Flüssen zum Transport von Schubverbänden verwandt. Dazu werden mehrere antriebslose Schuten, Bargen o. Ä. fest miteinander vertäut, auf großen Flüssen häufig in Zweierreihe nebeneinander und von hinten mit dem Schuber geschoben. Diese sind baulich durch einen breiten platten Bug auf eine große `Kontaktfläche´ ausgelegt. Vorteil dieses monolithischen Schubverbandes ist die wesentlich bessere Manövrierfähigkeit gegenüber Schleppverbänden. Dadurch können wiederum wesentlich größeren Einheiten gleichzeitig mit nur einem Schuber transportiert werden. Gefahren Dass der Betrieb eines Schleppers auch gefährlich sein kann, beweist u.a. der Unfall des Schleppers `FAIRPLAY I´ im Jahre 1954 vor dem Steubenhöft. Eine weitere Gefahr geht bei älteren Schleppern mit konventionellem Heckantrieb aus der Physik hervor. Da sich der Schlepphaken in diesem Fall zumeist weit vor dem Antrieb befindet, ist stets die Gefahr gegeben, dass das Heck bei seitlichen Ausschlägen während des Manövrierens praktisch den jetzt seitlich dazu liegenden Haken überholt und sich somit das Schleppschiff quer stellt. Hierdurch ist es möglich, dass das geschleppte Schiff den Schlepper überrennt. Bilder Schlepper Seeschlepper "Wangerooge" der Deutschen Marine vor Cuxhaven Schlepper Taucher O. Wulf 8 Weblinks Tugspotters www.tugboats.de www.seatowage.de Firma Schottel Firma VOITH TURBO MARINE GmbH&Co. KG BUGSIER Reederei Emder Schlepp-Betrieb Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel Petersen & Alpers
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Seebäderbrücke Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit dem gleichen Wort bezeichneter Begriffe. Alte Seebäderbrücke Neue Seebäderbrücke
Zu Ehren der verstorbenen Seeleute des 1. Weltkrieges wurde 1939 auf dem Brockeswalder Friedhof ein Seefahrer-Ehrenmal errichtet. Es beinhaltet die Inschrift: “Sie blieben für uns im Kampf mit der See.“ Daten
1 Anschrift 2 Stellung und Aufgaben einer Fachschule “Seefahrt” 3 Die Geschichte der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven 4 Allgemeines 5 Fußnoten 6 Quelle 7 Weblink Anschrift Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven Am Seedeich 36 D- 27472 Cuxhaven +49 (4721) 55 47 74 E-Mail office@seefahrtschule.de Stellung und Aufgaben einer Fachschule “Seefahrt” Fachschulen für Seeschifffahrt finden ihren Aufgabenbereich primär in der fachlichen Ausbildung des leitenden nautischen Führungspersonals, sowie des verantwortlichen Maschinenpersonals seegehender Schiffe sowohl in der Handels- wie in der Fischereischifffahrt. Es soll in die Lage versetzt werden, den jeweiligen Anforderungen des Betriebes eines Schiffes in jeder Situation gewachsen zu sein. Dazu gehört auch die Befähigung zur Menschenführung und die Vermittlung einer guten Allgemeinbildung, da den Schiffsoffizieren neben dem Betrieb des Schiffes auch die Führung des Schiffspersonals, sowie ggf. der Umgang mit den Passagieren obliegt. Die Fachschulen für Seefahrt, kurz Seefahrtschulen genannt, sind erwachsen aus den frühen privaten Initiativen erfahrener Seeleute, zumeist Ruheständler, ihr nautisches Wissen an den interessierten Seefahrernachwuchs weiterzuvermitteln. Sie waren überall im Küstenbereich angesiedelt und unterlagen keinerlei Reglement. Mit der zunehmenden Komplexität der Erfordernisse bildeten sich, zum Teil auch aus diesen Privatinitiativen, erste Seefahrtschulen, die dann zu zertifizierten Abschlüssen führten und, aufgrund der zunehmenden staatlich geregelten Verkehrslenkung der Schifffahrt, entsprechenden Regularien unterworfen wurden. Mit dem Einsetzen der maschinengetriebenen Schifffahrt musste sodann auch der Bereich des Maschinen-Offiziers als Unterrichts-Fachsparte eingeführt werden. Auch wenn aufgrund des hohen Abschlussniveaus der Ausbildung ein entsprechend hohes Einstiegsniviau gefordert ist, beruht die Ausbildung nicht allein in der theoretischen Vermittlung von Fachwissen, sondern im hohen Maße auch in der praktischen Umsetzung und Einübung in Simulatoren, Gerätelaboren und ähnlichen Einrichtungen. Ebenso besteht die Ausbildung aber auch in einer Art Blockunterrricht, bestehend aus dem Wechsel von Fahrenszeit und Schulzeit. Die Zuordnung der Seefahrtschule als Fach- oder Fachoberschule entstand mit der Zuordnung der Ausbildung für den Erwerb der Befähigungszeugnisse zum Kapitän auf Großer Fahrt und zum Schiffsingenieur in den Hochschulbereich. Die Geschichte der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven Schon früh war Cuxhaven aufgrund seiner exponierten Lage am Ausgang der Elbe in die Nordsee und der damit verbundenen steten Kauffahrteischiffahrt von und zu den Handelsplätzen im höheren Elbebereich (Hamburg, Altona, Harburg und Stade), stark in die Seefahrt eingebunden. Nicht als fahrender Zweig, sondern als Not- und Schutzhafen, als Lotsenstandort, sowie als verantwortlicher Stützpunkt für die Regulierung und Sicherung des Seeweges und der Schifffahrt im gesamten Unterelbebereich. Hierzu hatte die Stadt Hamburg, als Hauptpartizipant des Schiffsverkehrs, schon früh in Cuxhaven einen Stützpunkt eingerichtet für die Markierung und Instandhaltung des Wasserweges mittels Seezeichen. Erst spät kam mit dem Ausbau des Cuxhavener Hafens eine Bedeutung als Winterliegeplatz und danach mit dem Anschluss Cuxhavens an die Infrastrutur zum Hinterland auch eine bescheidene eigene Schifffahrt zustande. Einen großen Sprung machte Cuxhaven seefahrerisch mit der Verlegung des Passgierverkehrs von Hamburg nach Cuxhaven, dem Aufbau der Fischereiflotte sowie der Einrichtung des Marinestandortes um die Jahrhundertwende 1900. Mit den teilweise über lange Zeit festliegenden Winterliegern, den ansässigen Seeleuten und dem Lotsenpersonal [1] trat das Erfordernis einer seemännischen Ausbildung in Erscheinung. Im Jahre 1825 reichten deshalb `Cuxhavener´ Bürger einen Antrag auf Unterstützung einer Seefahrtschule beim Hamburger Senat ein. Obwohl vom dortigen Bürgermeister und ehemaligen Ritzebütteler Amtmann Abendroth befürwortet, wurde er vom Senat abgelehnt. So wurde die Grundlage für eine solche Bildungseinrichtung bereits im Jahre 1826 durch den von der Deichschule abgezogenen Lehrer Rensch geschaffen, welcher in einem Haus in der Nähe des Hafens Navigationsunterricht erteilte. Neben Navigation standen damals die Fächer Algebra, Trigonometrie und Geometrie auf dem Stundenplan. Das Honorar wurde von begüterten Eltern entrichtet. Im Jahre 1835 war es dem damaligen Rektor der höheren Bürgerschule, Dr. Danzel, aufgrund gravierender Kenntnismängel seitens der Lotsenschüler und Fahrensleute ein wichtiges Anliegen, eine Navigationsschule zu errichten. Die Teilnehmer sollten durch gezielten Unterricht dahin gebracht werden, sich selbst helfen zu können und anderen bei ihren Vorbereitungen für den Besuch der seit 1749 bestehenden Hamburger Navigationsschule dienlich zu sein. Damals war dieser Vorbereitungsunterricht ein notwendiger Bestandteil der theoretischen Nautikerausbildung. Die Schüler wurden nicht in geschlossenen Klassen bis zur Prüfung geführt, sondern wurden im Einzel- und Gruppenunterricht gesondert angesprochen. Durch intensive Mitarbeit sowie selbständige Vor- und Nachbereitung des Stoffes konnte die Navigationsschulzeit individuell abgekürzt werden; der Unterschied zwischen privater Vorbereitung und Unterricht war also noch wenig ausgeprägt. Der Versuch des Amtmannes Meier im Jahre 1836, die Schule zu einer staatlichen Einrichtung zu machen, gelang nicht, sie blieb weiterhin eine Privatschule mit staatlicher Unterstützung. Seit dem Jahre 1863 wurden die Seemannskandidaten auf Vorschlag des Amtmannes Kirchenpauer in einem zweijährigen Kursus mit zwei Wochenstunden von dem Lehrer Remm der Rektorschule in den dortigen Räumen in der Nordersteinstraße auf den Besuch der Hamburger Navigationsschule vorbereitet. Dieser Unterricht fand zunächst nur bis zu Beginn der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts statt, wurde dann aber in den Jahren 1912/13 durch einen Lehrer der Hamburger Schule wieder aufgegriffen. Der neue und letzte Anstoß zur Wiedereröffnung der Seefahrtschule Cuxhaven ging von der Fischerei aus, als im Jahre 1908 mit der Gründung des Seefischmarktes eine schnelle Entwicklung der Stadt zu einem der bedeutendsten deutschen Fischereihäfen einsetzte. Zwischen 1908 und 1926 stieg die Zahl der in Cuxhaven beheimateten Fischdampfer von zwölf auf hundert, was ein stetes Anwachsen der in der Fischerei tätigen seemännischen Bevölkerung und somit einen expandierenden Bedarf an nautischen und technischen Patentinhabern mit sich brachte. In den zwanziger Jahren wurde der Wunsch nach einer Wiedereröffnung der Seefahrtschule immer dringender, zumal auch die Prüfungsordnung von 1925 die private Vorbereitung auf eine nautische Prüfung als nicht ausreichend bezeichnete. Der Schulbesuch wurde für alle Patente von A 2 und B 2 an aufwärts obligatorisch. Im Jahre 1928 erreichte der damalige Fischereidirektor Meinken, dass in Cuxhaven eine Zweigstelle der Seefahrtschule Hamburg eingerichtet wurde. Sie begann mit sechs Teilnehmern mit einem Lehrgang für Steuerleute auf kleiner Fahrt. Die hauptamtliche Lehrkraft, Kapitän Lindemann, führte abwechselnd einen B 2 / B 4 und einen B 5-Lehrgang durch. Für den zusätzlichen Unterricht in Gesundheitslehre war lange Zeit Dr. med. Friedrich Winckler zuständig. Mangels fester Räumlichkeiten fand der Unterricht in der Folgezeit in der Berufsschule Ecke Abenroth-/Schulstraße, dem alten Lyzeum und der Herrmann Göring-Schule statt. Nach dem Tode von Kapitän Lindemann wurde 1935 Kapitän Kiesewetter, damals Studienrat an der Hamburger Seefahrtschule, mit der Durchführung der nautischen Lehrgänge in Cuxhaven beauftragt. Seinen Bemühungen und Beziehungen verdankt die Schule einige Verbesserungen in Bezug auf Ausstattung und Unterbringung. Zunächst gelang ihm die Einrichtung eines zweiten Lehrganges, sodass ein Steuermannskurs und ein Kapitänskurs gleichzeitig angeboten werden konnten. Nach Inkrafttreten des Groß-Hamburg-Gesetzes und der damit verbundenen Zugehörigkeit zu Preußisch-Hannover wurde die Cuxhavener Seefahrtschule an die Reichs-Seefahrtschule in Wesermünde angegliedert. So wurde im Jahre 1937 als zweite Lehrkraft Kapitän Kumm aus Wesermünde nach Cuxhaven versetzt. Die Prüfungen nahm seitdem der damalige Direktor in Wesermünde, Kapitän Dittmer, ab. Im Jahre 1938 bekam die Schule endlich eigene Räumlichkeiten am Seedeich 23 im den Räumend des ehemaligen Stadt-Cafés, dem späteren Karl Waller-Museum, mit freiem Blick auf die Elbmündung. Der Kriegsausbruch machte dieser Entwicklung ein Ende. Während der folgenden Jahre wurde der Unterricht zwar mit einem Lehrgang durch Kapitän Kumm weitergeführt, doch das gesamte Material ging verloren. Im Jahre 1949 baute Kapitän Kiesewetter mit Hilfe der Cuxhavener Fischerei die Schule wieder auf, nun als Abteilung der Seefahrtschule Elsfleth. Gemeinsam mit Kapitän Brockert aus Leer konnte er wieder zwei Kurse gleichzeitig anbieten, bis er 1953 in den Ruhestand trat. Unter seinem Nachfolger als Schulleiter, Kapitän Wiese, wurde der Ausbau der Schule fortgesetzt. In den folgenden fünf Jahren wurden zahlreiche Lehrmittel und Geräte für die technische Navigation angeschafft und das Kollegium wurde auf sechs Lehrkräfte erweitert, sodass im Schichtunterricht fünf verschiedene Lehrgänge angeboten werden konnten. Trotzdem konnte nur ein Teil der zahlreichen Bewerber für einen Kursus angenommen werden. Der Mangel an nautischen Nachwuchskräften in der Fischerei und der Frachtfahrt hielt weiter an. Durch Umwandlung der bisherigen Stelle des Schulleiters in eine Direktorstelle erreichte die Schule im November 1959 auch in Bezug auf Prüfungen ihre Eigenständigkeit. Der Schwerpunkt des Ausbildungsprogramms lag in den ersten Nachkriegsjahren hauptsächlich auf den Patenten der Fischereifahrt. Obwohl zeitweise parallel dazu zwei Steuermannslehrgänge liefen, konnte der Mangel an nautischen Patentinhabern in der Hochseefischerei noch nicht behoben werden. In den Jahren 1958 und 1959 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Forts Grimmerhörn der seit 1953 geplante Neubau des Schulgebäudes errichtet, wodurch der jahrzehntelangen behelfsmäßigen Unterbringung mit Raumnot und Schichtunterricht ein Ende gesetzt wurde. Von nun an fand die technische Ausbildung in zahlreichen Spezialräumen statt, welche vor allem in den Fächern Nautik und Seemannschaft einen sehr praxisnahen Unterricht ermöglichten. Vervollständigt wurde das Raumangebot durch ein Manövrierbecken für selbstfahrende Modellschiffe sowie ein kleines Planetarium. Die neue Schiffsbesetzungs- und Ausbildungsordnung aus dem Jahre 1970, die Bestimmungen über Errichtung und Betrieb von Fachschulen Seefahrt vom 15. März 1974 des Niedersächsischen Kultusministeriums und das Niedersächsische Schulgesetz aus dem Jahre 1975 setzten neue Maßstäbe und führten zu einem erweiterten Angebot an Studien- und Ausbildungsgängen. In den folgenden Jahren wurden folgende Studiengänge zu einer festen Einrichtung: - Studiengang AM (4 Semester): Kapitän und nautischer Schiffsoffizier, Mittlere Fahrt - Studiengang CT (4 Semester): Schiffsbetriebstechniker/ technischer Schiffsoffizier, ein begleitender Lehrgang zur Erlangung der Fachhochschulreife - Studiengang BG (4 Semester): Kapitän und Schiffsoffizier in der Großen Hochseefischerei - Studiengang AM (2 Semester): Kapitän und nautischer Schiffsoffizier, Durchstieg/ Mittlere Fahrt - Zwei Studiengänge CT (3 Semester): Schiffsbetriebstechniker/ technischer Schiffsoffizier, Durchstieg - Studiengang AK (3 Semester): Kapitän und nautischer Schiffsoffizier auf Kleiner Fahrt - Studiengang Cma (2 Semester): Seemaschinist/ technischer Schiffsoffizier - Fachschulreifelehrgang (1 Semester) für AK-, BG- und Cma- Patentinhaber. In 2003 richtet die Seefahrtschule in Cuxhaven ein Institut für Schifffahrtstechnische Ausbildung ein. Im Jahre 2006 wird zusätzlich zum vorhandenen Radarsimulator ein Schiffsführungssimulator in Betrieb genommen. Mit ihm können diverse Situationen verschiedener Schiffstypen in verschiedenen Gewässern realistisch gefahren werden. Im technischen Bereich wird neben realen Anlagen, wie z.B. Dampfturbine oder Dieselmotor im Wärmekraftlabor an einem modernen Schiffsmaschinen-Simulator ausgebildet. Mit den ständig weiter wachsenden Teilnehmerzahlen, zum Wintersemester 2006/2007 trugen sich 276 Teilnehmer ein, melden sich auch zunehmend weibliche Teilnehmer; an manchen Lehrgängen mit einem Anteil bis zu 10 %. Damit ist die Kapazität der Seefahrtschule erneut überschritten, sodass Räumlichkeiten in der Großen Wetternkaserne angemietet, umgebaut und eingerichtet werden müssen. Jedoch ist für das Frühjahr 2011 der Baubeginn für einen Erweiterungstrakt vorgesehen. Allgemeines In 2007 unterrichten an der Seefahrtschule Cuxhaven 16 hauptamtliche Lehrer, davon 1 weibliche Lehrkraft, sowie 3 Lehrbeauftragte. Voraussetzung dafür ist das große technische oder nautische Befähigungszeugnis, sowie Fahrenserfahrung als leitender Offizier. Die Schule koopperiert mit der Fachhochschule Elsfleth und der Fachschule Bremerhaven. Sie ist seit 2001 vom `Germanischen Lloyd´ nach DIN EN 9001:2000 zertifiziert. Dieses wird regelmäßig überprüft. Hierdurch wird die weltweite Anerkennung der erworbenen Abschlüsse sichergestellt. Ebenso wird die Schule von der Landesbehörde überwacht. Die Schule wird unterstützt von der 1969 gegründeten `Gesellschaft der Freunde und Förderer der Seefahrtschule´. Fußnoten Hochspringen ↑ Lotsen waren in ihrer Frühzeit erfahrene Seeleute, jedoch zumeist ohne theoretisch-fachliche Kenntnisse Quelle Seefahrtschule Weitere Quellen Weblink Homepage Seefahrtschule
Seebäderschiffe sind Passagierschiffe zum Personentransport zwischen den Badeorten an der deutschen Ostseeküste, nach Helgoland oder zu den ostfriesischen und nordfriesischen Inseln. Sie sind teilweise, vor allem im Helgoland-Verkehr, hochseetauglich, aber aufgrund ihrer Ausstattung nicht für die große Fahrt ausgelegt. Sie verfügen i.d.R. nicht über Kabinen. Meistens gibt es mehrere Decks mit großen Salons. In einzelnen Fällen – für die Inselfahrt (Ausnahme Helgoland) – haben sie ein kleines Deck, auf dem auch einzelne Autos mitgenommen werden können. Auf Helgoland wird in der Regel während der Touristensaison nicht an einer Brücke festgemacht (Ausnahme: die Katamaran-Schnellfähren, die den Hafen der Insel anlaufen dürfen), sondern die Ausschiffung der Passagiere erfolgt mittels Börtebooten. Während des Winters dagegen darf die MS Funny Girl der Reederei Cassen Eils, die als einziges Schiff ganzjährig Helgoland anläuft, im Hafen anlegen, da ein Ausbooten bei dem rauheren Wetter im Winterhalbjahr ein erhebliches Risiko birgt. Auch in der Vor-und Nachsaison wird in der Regel nicht ausgebootet. Schiffe Die MS Wappen von Hamburg war mit 109,60 Metern Länge und 15,00 Metern Breite das größte Seebäderschiff. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 22 Knoten (10160 PS) können bis zu 1800 Passagiere befördert werden. Reederei FRS Förde Reederei Seetouristik. Anfang Dezember 2006 gab die FRS bekannt, die MS Wappen von Hamburg nach Saisonende 2006 außer Dienst zu stellen. Die MS Atlantis ( BRZ: 1586, 2300 PS) ist 76 Meter lang und 12 Meter breit. Sie kann bei einer Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten 1000 Passagiere befördern. Reederei Cassen Eils. Die MS Funny Girl ist 68,57 Meter lang und 10 Meter breit. Sie befördert maximal 800 Passagiere mit einer Geschwindigkeit von 19 Knoten (3800 PS, BRZ: 999)Reederei Cassen Eils. Die MS Lady von Büsum ist 45,70 Meter lang und 8,50 Meter breit. Es passen max. 483 Passagiere an Bord. Die Geschwindigkeit beträgt 14 Knoten (1700 PS)Reederei Rahder. Die MS Helgoland ist 77,90 Meter lang und 12,60 Meter breit. Sie befördert max. 1200 Fahrgäste mit einer Geschwindigkeit von 16 Knoten (BRZ: 1850) Reederei AG Ems. Die MS Harlingerland ist 46,40 Meter lang und 9,00 Meter breit. Sie kann bis zu 635 Personen bei einer Geschwindigkeit von 11 Knoten befördern (BRZ:477, 820 KW).Reederei DB AG. Die MS Adler Nordica ist 68,40 Meter lang und 10 Meter breit. Sie befördert max. 800 Personen mit einer Geschwindigkeit von 18,5 Knoten. Reederei Paulsen (Adler Schiffe). Die MS Spiekeroog II ist 48 Meter lang und 9 Meter breit. Sie kann bis zu 680 Passagiere befördern mit einer Geschwindigkeit von 10 Knoten. Reederei Nordseebad Spiekeroog GmbH. Bilder Liste der Helgolandschiffe Liste der Schiffe, die von Cuxhaven aus im Seebäderdienst zur Hochseeinsel Helgoland gefahren sind: Schiffsname Baujahr Helgolandverkehr Reederei BRT Länge Bemerkung Bild Lady of the Lake 1814 Priviligierte Dampfschiffahrt auf der Niederelbe bis Cuxhaven 76 20 Erstes Dampfschiff vor Cuxhaven ELBE 1833 Hamburger-Dampfschiffahrts-Compagnie 43? 34,7 PATRIOT I 1836 Hamburger-Dampfschiffahrts-Compagnie 48 36,36 HENNRIETTE 1829 Heinrich Spliet 49 HELGOLAND 1854 Johann Cesar Godeffroy 98 HELGOLAND (II.) 1845 Rübcke&Wüllmer CUXHAVEN (I.) 1864 HAPAG 402 67,6 m Seitenraddampfer von 1866 - 1890 im Helgolanddienst PATRIOT II 1857 PATRIOT III 1869 Cuxhavener Dampfschiffs-Gesellschaft A.G. 130 36,50 HELGOLAND (III.) 1866 Hamburg-Amerika-Linie 398 69,92 HELGOLAND (IV.) 1858 Hamburg-Amerika-Linie 618 FREIA 1884 Blohm&Voss 683 ARIADNE 1889 Ballin`sche Dampfschiffs Rhederei 427 PRINZESSIN HEINRICH 1896 Ballin`sche Dampfschiffs Rhederei 919 COBRA (I.) 1889 Ballin`sche Dampfschiffs Rhederei 1.146 VORWÄRTS GLÜCKAUF COBRA (II.) 1926 HAPAG 2.132 82,40 Ab 1939 Minenleger, 1942 im holländischen Schiedam durch Bombentreffer zerstört KEHRWIEDER 1901 Hamburg-Amerika-Linie 541 WILLKOMMEN 1895 Hamburg-Amerika-Linie 510 SILVANA 1897 1905-1914 Ballin´sche Dampfschiffs Rhederei; später HAPAG 804 63 1914-1918 Marine; 1921-1924 HH-Danzig; 1924 verschrottet KÖNIGIN LUISE I. 1913 Hamburg-Amerika-Linie 2.163 1914 im Kriegseinsatz in der Themsemündung gesunken KÖNIGIN LUISE II. 1934 HAPAG 2.400 1941 im Kriegseinsatz Höhe Helsinki gesunken KAISER 1905 HAPAG 1.916 96,40 Erstes zivile deutsche Schiff mit Dampfturbinen aus deutscher Konstruktion und Herstellung. BÜRGERMEISTER ROSS 1947 1952-1957 HAPAG-HADAG 299 32,0 Die BÜRGERMEISTER ROSS machte am 12. Juli 1952 die erste Nachkriegsreise eines Seebäderschiffes nach Helgoland RUDOLF 1894 1952-1956 Cassen Eils 96 28,3 STADE 1938 1952 HAPAG-HADAG 273 34,20 SÜLLBERG 1928 1952 HAPAG-HADAG 362 50,4 BÜRGERMEISTER DIESTEL 1927 1952-1953 HAPAG-HADAG ELBE 1941 1952-1953 HAPAG-HADAG WAPPEN VON HAMBURG (I) 1955 1955-1960 HADAG 2.496 89,50 Erster Seebäderschiff-Neubau nach dem 2. Weltkrieg BUNTE KUH 1957 1957-1961 HADAG 2.520 91,00 Zweiter HADAG-Neubau, 1962 im Zuge der Flottenmodernisierung nach Griechenland verkauft ALTE LIEBE (I) 1959 1959 HADAG, Hamburg 919 54,30 Nur gelegentlich im Helgolanddienst WAPPEN VON HAMBURG (II) 1962 1962 HADAG 3.819 104,00 ... 1966-1984 "ALTE LIEBE" (2) HEIN GODENWIND 1960 1960-1965 HADAG 1.024 59,70 2008 verschrottet GORCH FOCK 1963 1963-1970 HADAG 980 55,20 MS HELGOLAND (I) 1963 1963-1965 HADAG 3.001 91,50 bis 1972 Lazarettschiff in Vietnam WAPPEN VON HAMBURG (III) 1965 1965-2006 HADAG 4.438 109,60 2007 als MERCATOR II nach Bremerhaven in Dänemark abgewrackt MS HELGOLAND (II) 1972 1972-1982 HADAG 1586 91,50 1982 an Cassen Eils verkauft 2000 umbenannt in ATLANTIS Helgolanddienst bis 2015 2020 verschrottet MS HELGOLAND (III) 2015 2015 - Cassen Eils 1816 80 Nachfolger der ATLANTIS Helgolanddienst ab 2015
Als Schlanke Anna wurde ein Leuchtturm in der Nähe von Altenbruch bezeichnet. 1 Leuchtturm Schlanke Anna 2 Familie Miethbauer 3 thom Suden 4 Galerie Leuchtturm Schlanke Anna Als "Schlanke Anna" wurde das Oberfeuer Osterende-Groden, ein rot-weiß gestreifter Eisenturm von 34 Metern Feuerhöhe, bezeichnet. Im Jahre 1897 wurde vom Leiter der Cuxhavener Wasserbauinspektion, Hugo Lentz, beim Grodener Osterende ein 36 m hoher Eisenturm errichtet. Dieser war in seiner schlanken Posaunenform der ebenfalls von ihm konstruierten Zeitballsäule nachempfunden. Das feste weiße Feuer bildete mit dem Leuchtturm Altenbruch, der Dicken Berta ein Leitfeuer in Richtung Ostebank und elbabwärts, mit dem Blinkfeuer Neufelder Deich, ein Leitfeuer in Richtung Feuerschiff Elbe 3. Nach anfänglicher Verwendung von Gas und Petroleum wurde der Turm 1927 auf elektrische Beleuchtung umgestellt. Bereits nach dem 1. Weltkrieg wurde der Leuchtturm als Navigationshilfe seinen Anforderungen nicht mehr gerecht, er blieb aber trotzdem noch bis 1968 in Betrieb. Wegen der kleinen Laterne konnten anstehende Umbauarbeiten nicht ausgeführt werden. Mit dem Ausbau des Elbefahrwassers auf 13,5 m unter Seekartennull war eine Modernisierung nicht mehr möglich und so fiel der Turm 1976 dem Schneidbrenner zum Opfer. In der Nähe der Bundesstraße 73 wurde 1971 ein 59 m hoher Betonturm, die "Neue schlanke Anna" erbaut. In dem Turm ist neben dem Oberfeuer auch ein Quermarkenfeuer untergebracht. Im Herbst 1995 erhielt das Bauwerk einen neuen Anstrich. Der Leuchtturm mit Zusatzdreieck Im Februar 2008 wurde der Kopf des Leuchtturmes signalrot angestrichen, damit er sich besser von den Hallenneubauten der Firma CSC abhebt. Aus gleichem Grunde wurde Ende Mai ein großes, auf der Spitze stehendes Dreieck hinter dem Turm (aus Seesicht) errichtet. Zu der Richtfeuerlinie Altenbruch - Wehldorf gehört auch das 29 m hohe Oberfeuer Wehldorf, ein Betonturm hinter dem Deich bei Wehldorf zwischen Altenbruch und Otterndorf. Das Gleichtaktfeuer ist 11 Seemeilen weit sichtbar. Im Altenbrucher Unterfeuer in 599 m Entfernung befindet sich das Unterfeuer Wehldorf. Familie Miethbauer Die Familie Miethbauer betreute das Leuchtfeuer seit dem Jahre 1906. Nach dem Tod des Leuchtturmwärters Johannes Miethbauer, betreute seine Witwe Emma Miethbauer den Turm vom 26. November 1929 bis zum 28. Februar 1954. Emma Miethbauer beendete ihren Dienst mit 74 Jahren. Bis dahin stieg sie zweimal täglich die 181 Stufen hinauf, um das Leuchtfeuer zu überwachen. thom Suden Nach Emma Miethbauer zog die Familie thom Suden in das Haus an der "Schlanken Anna" ein. Alfred thom Suden war der letzte Leuchtturmwärter, der in den Jahren von 1954 bis 1968 täglich die 181 Stufen des Turmes besteigen musste. Galerie Die "neue" Schlanke Anna Letzter Leuchtturmwärter Alfred thom Suden Der Leuchtturm Altenbruch im Februar 2008 Der Leuchtturm mit zusätzlichem Dreieck, Mai 2008
Bildmitte: Eingang zum Seegarten Der Seegarten war eine Restauration am Cuxhavener Hafen und wahrscheinlich das älteste Cuxhavener Unterhaltungslokal. Zwischen der alten Woltmanstraße und dem Ewerhafen lag das am 25. Juli 1886 eröffnete `Webersche Gartenetablissement´. Besitzer war damals der Hamburger Staat. Im Jahre 1899 pachtet der Gastwirt Ernst Eickhoff die Lokalität und ändert den Namen in `Seegarten´. In einem exotisch anmutenden Gebäude und dem großen dazugehörigen Garten eröffnet er zunächst ein Cafe mit Konditorei. Sehr schnell, bereits 1902, wird die Anlage umgestaltet und entwickelt sich zu einem gut besuchten Treffpunkt Cuxhavens mit Unterhaltung. Es wird Varieté geboten, ebenso wie Konzerte. Nach dem Ende des des 1. Weltkrieges pachtet Julius Laatzen im Frühjahr 1918 den Garten und erwirbt ihn am 1. April 1920. Nachkriegsbedingt erfüllt die Nachfrage jedoch nicht die Erwartungen, so dass der Garten bereits am 15. Oktober d.J. an die Firma Sanftleben & Co. über geht, die das Grundstück benötigt, um ihren Betrieb zu einer Werft zu erweitern. Als letztes verbleibt das Gartenlokal, welches zur Werkhalle wird. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Verlauf der K5 durch Seehausen Die ehemalige Nebenschule in Seehausen Seehausen ist ein Ortsteil von Lüdingworth. Name und Lage Bedingt durch die Lage Seehausens zwischen Lüdingworth und Wanna, also zwischen der Marsch und einer Geestinsel, ist in Seehausen überwiegend mooriger Boden vorzufinden. In den Niederungen dieser Gebiete sammelten sich früher aufgrund mangelnder Entwässerung die Niederschläge und bildeten größere Wasserflächen, kleine Seen. Ob die Benennung von den heute verlandeten Seen abzuleiten ist oder von den an den Seen "hausenden" Bewohnern, kann heute nicht mehr festgestellt werden. Der Weg durch Seehausen ist heute auf voller Länge asphaltiert. In Seehausen befindet sich mit 0,0 m über NN der tiefste Punkt Cuxhavens. Bereits seit dem Jahre 1875 existierte in Seehausen eine Nebenschule, die im Jahre 1922 durch einen Neubau ersetzt wurde. Sie wurde erst am 9. April 1959 aufgelöst. Ausgleichsflächen Ausgleichsflächen in Seehausen Für Baumaßnahmen der Stadt Cuxhaven (z.B. Verlegung der Baumrönne) wird gern auf Lüdingworther Flächen zurückgegriffen. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Seeheim war ein Kinderheim und eine Küstenbatterie in Sahlenburg. 1 Geschichte 2 Lage 3 Bilder 4 Fußnoten 5 Karte 6 Ringelnatz: Als Mariner im Krieg - über Seeheim 7 Ringelnatz: Als Mariner im Krieg - über Nordheim Geschichte Am 7. Juli 1911 wurde das Seeheim `Wernerwald´ als Erziehungs- und Erholungsheim der `Ferienkommission des wohltätigen Schulvereins zu Hamburg´ am westlichen Rand des Wernerwaldes eröffnet, u.a. unter Teilnahme von Bürgermeister Bleicken. Es wurde dem Verein für eine jährliche `Rekognition´ von 3.- RM vom Hamburger Senat zur Verfügung gestellt und geleitet von Frl. Matthaei. Seeheim befand sich in der Nähe des 2014 abgerissenen Marineturms. Es gab in Seeheim: Mittig ein Wirtschaftsgebäude aus Stein für die Leitung des Heimes mit 5 Schlafräumen für das Personal im Dachgeschoss. Im Erdgeschoss einen Raum für die Verwaltung, eine Wohnstube, Vorratsraum und große Küche. Nördlich davon eine Wohnbaracke mit drei Schlafsälen und Essraum für 56 Kinder. Maße: 24 x 6 Meter. Südlich ein zweiter gleich großer Pavillon mit Ess- und Spielsaal. Nebengebäude, Klosett, ein Stall für einige Schweine und einen Esel und eine `4-pferdige Wind-Kraftstation für Beleuchtung und Trinkwasserpumpe. Die Windanlage wurde in einem Sturm umgelegt. Einen durch Schmiedemeister Meyer aus Altenwalde erstellten Brunnen. Die Anlage gehörte ursprünglich zur Realschule an der Bismarckstraße in Hamburg. Zur Deckung der Kosten bewilligte der hamburgische Staat im Jahre 1913 eine Summe von 19.000 Mark, sodass im diesem Jahr 400 bedürftige Hamburger Kinder aufgenommen und betreut werden konnten. Die Kinder blieben jeweils 28 Tage zum Preis von 50 RM, sofern sie nicht durch die Armenverwaltung kostenlos verschickt wurden. Während des ersten Weltkrieges wurde Seeheim von der Kaiserlichen Marine übernommen und eine Maschinengewehrbatterie der Luftabwehrabteilung (L.A.A.) der Kaiserlichen Marine stationiert. Zur Batterie Seeheim gehörte auch die Batterie Nordheim, in der Nähe der Nordheimstiftung. Die Aufgabe der Luftabwehr war der Schutz der weithin sichtbaren Zeppelin-Hallen des Luftschiffhafens in Nordholz vor feindlichen Fliegerangriffen. Zur Ausrüstung gehörten in Seeheim 11 Maschinengewehre, in Nordheim ein Scheinwerfer G90, ein Horchtrichter und vier 3,7 cm Revolverkanonen. Im November 1915 waren in Seeheim 1 Offizier, 1 Feldwebel, 11 Unteroffiziere und 107 Mannschaften stationiert. Ab März 1918 bis Kriegsende im November führte Leutnant z. S. Hans Bötticher (alias Joachim Ringelnatz) die Batterie. Während des Krieges nannte er sich Gustav Hester. Seeheim und Nordheim bestehen heute nicht mehr. Ein Modell der Anlage befindet sich im Aeronauticum in Nordholz. Nach dem Krieg übernahm der wohltätige Schulverein Hamburgs ab 1921 das ehemalige Kurhaus Duhnen und spätere Ove-Ovens-Haus für mehrere Jahre (s.d.). Lage Seeheim lag nordöstlich des 2014 abgerissenen Marineturmes zwischen Waldrand und Campingplatz. 2009 waren noch Fundamentreste vorhanden, die offenbar zu Seeheim gehörten [1] Bilder Lage der Anlage Seeheim im Wernerwald Seeheim Blickrichtung West Fundamentreste 2009[1] Fußnoten ↑ Hochspringen nach: 1,0 1,1 Bestätigt durch Zeitzeugen Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Ringelnatz: Als Mariner im Krieg - über Seeheim Ich fuhr nach Seeheim. Eine Maschinengewehrbatterie, die ebenso wie die in der Nähe gelegene 3,5 Revolverkanonenbatterie Nordheim mir künftig unterstellt sein sollte. Nordheim lag eine Stunde weit von Duhnen ab, Seeheim noch eine Viertelstunde weiter, beide zwischen Sanddünen und Kiefergebüsch versteckt. In Duhnen war jetzt Kapitänleutnant Reye als mein Kompanieführer. Ich stapste mit bangen Gefühlen dorthin und fand Reye noch banger und mißgelaunter. Er übermittelte mir den Befehl des Herrn Schröder, mich schleunigst und intensiv mit dem Maschinengewehr, der Revolverkanone und dem Batteriebetrieb vertraut zu machen. Ich wußte ja schon mancherlei davon, aber viel nicht, und die Materie reizte mich herzlich wenig. So trug ich zunächst einmal dafür Sorge, mein Wohnzimmer und mein Schlafzimmer freundlich einzurichten. Diese Räume befanden sich in einem Steinhaus, sonst gab es nur noch Holzbaracken in Seeheim. Mein Wohnraum lag im Parterre; ein Flügel stand darin, der meinem Vorgänger gehörte, dem musikalischen Sänger und Leutnant de Harde. Der war krank ins Lazarett gekommen. In Seeheim unterstanden mir vorläufig zwei Feldwebel, ein Obermaat und dreiundzwanzig Mann. In Nordheim war ein B.-G.-Entfernungsmesser und ein Horchtrichter. Ich ließ mir alles erklären, ließ mir Meldungen erstatten und hatte den ganzen Tag Befehle zu unterschreiben. Seeheim war vor dem Kriege ein Kindererholungsheim gewesen und mit Bettzeug, Porzellan, Glas usw. reichlich ausgerüstet. Ein hoher eiserner Turm neben den Baracken trug eine Windmühle, die das elektrische Licht speiste und das Brunnenwasser pumpte. Auch ein großes Terrarium fand ich vor, dessen Scheiben zerschlagen waren. Ich ließ es sofort ausbessern von dem geschickten bayrischen Obermaat Brandmeier, der für alles Rat wußte. Es wurde derzeit eine Abteilung von Reserveoffiziersaspiranten in Seeheim ausgebildet. Dafür war Bobby als Kommandant ersehen. Das war mir gar nicht recht, ich wollte am liebsten dort allein herrschen. Der Umstand, daß meine Vorgesetzten mehr als eine Stunde weitab in Duhnen lebten, hatte mir Seeheim sofort sympathisch gemacht. Gerade weil ich allein war, ging ich mit größtem Eifer an meine Arbeit. Als ich mich mittags zu kurzer Rast auf meinen Diwan ausstreckte, kam mein Bursche Becker gelaufen und rief: »Herr Leutnant! Herr Leutnant! Es kommen Offiziere.« Ich wollte mich vor meinen Vorgesetzten nicht auf dem Diwan überraschen lassen und beeilte mich also, diesen und meine Uniform in Ordnung zu bringen. Die Neuankommenden waren zwei Offiziere und ein Flugmeister, die im Nebel mit einem Flugzeug abgestürzt waren. Das Flugzeug war aufs Watt gestürzt. Die drei Insassen waren lebend davongekommen und hatten, nur nach dem Kompaß sich richtend, den sechsstündigen, schwierigen und gefährlichen Weg durch Nebel und Priels gefunden. Geradezu ein Wunder, das außerdem nur bei Ebbe möglich war. Nun trafen sie mit Schmutz bedeckt und aus vielen Wunden blutend bei mir ein. Selbstverständlich setzte ich alle Hebel in Bewegung, gab ihnen Waschgelegenheit, ließ ihre Kleider reinigen, und weil unser Sanitätsgast gerade abwesend war, rief ich telefonisch den Stabsarzt Kneise aus Duhnen herbei. Es stellte sich heraus, daß dieser humorvolle und begabte Herr mit mir entfernt verwandt war. Mein Vorgänger de Harde hatte außer dem Flügel auch einen stattlichen Weinvorrat zurückgelassen, und es war mir keine leichte Selbstverständlichkeit gewesen, diesen Privatbestand nicht anzurühren. Nun lag hier aber ein Unglücksfall vor, und so saßen denn die Abgestürzten und der Stabsarzt mit mir bald bei Rührei und Wein, und wir tranken eine Flasche nach der andern, so daß wir in die harmonischste Stimmung gerieten. Sie erzählten, daß das Flugzeug sich tief ins Watt eingebohrt hätte, total zerschmettert und nicht mehr zu brauchen wäre. Sie hatten nur Chronometer und andere wertvolle kleine Gegenstände mitgenommen. Sie hatten Notraketen abgeschossen, die aber von Neuwerk nicht bemerkt waren. Ich ließ ein Auto aus Cuxhaven kommen und die Verwundeten ins Lazarett fahren. Heimlich hatte ich mir in den Kopf gesetzt, das Flugzeug oder wenigstens seinen wertvollen Motor zu bergen. Am siebenten April, drei Uhr morgens machte ich mich mit sechs Mann und einem Handwagen auf. Wir liefen im Laufschritt – um vor der Flut noch zurück zu sein – über das Watt, mußten häufig tiefe Priels durchwaten. Manchmal wurden diese so tief, daß wir umkehren und sie in weitem Bogen umgehen mußten. Dann wieder ging es durch tiefen Schlamm, dann über Muschelbänke oder über festen, überrieselten und durch das Rieseln hübsch gemusterten Boden. Vom diesigen Hintergrund hoben sich Reiher und Möwen ab. Indes fanden wir das Flugzeug nicht, und es war ein Glück, daß ich einen kleinen Kompaß bei mir hatte. So konnten wir vor der Flut zurückeilen. Aber nachmittags mit Ebbe zogen wir abermals aus. Obermaat Brandmeier riß mit seiner Begeisterung die anderen mit, die sonst, besonders in den kalten Prielwassern, wohl ihren Mut verloren hätten. Endlich sichteten wir das Wrack in der Ferne, und wenn wir es auch für diesmal nicht erreichen konnten, so merkten wir uns doch Weg und Richtung. Auf dem Rückzug fanden wir eine angeschwemmte, offene Kiste mit Butter, davon allerdings die Hälfte schon von den Möwen ausgepickt war. Den Rest machten wir uns genießbar, indem wir ihn mit Brotstücken ausbrieten. Auch für Seife blieb etwas übrig. Bei der dritten Expedition erreichten wir, die letzte Strecke mit Hurra zurücklegend, das Wrack, ein großes Wasserflugzeug, das sich tief in den harten Grund eingebohrt hatte und so zersplittert war, daß wir gar nicht begriffen, wie die Insassen mit dem Leben davongekommen waren. Wir führten Äxte und Sägen mit uns und machten uns nun geschwind daran, die Trümmer zu zerkleinern und abzutragen und den Motor herauszuhauen, den wir am nächsten Tag mit einem Wagen holen wollten. Denn die Flut kam schon. Wir beeilten uns, nahmen aber jeder etwas »Weggeschwemmtes« zum Andenken mit, ich einen Pelzmantel, ein Lederkissen und einen Kompaß in kardanischer Aufhängung..... Ringelnatz: Als Mariner im Krieg - über Nordheim Nahe bei Nordheim, auch am Strande, nach Duhnen zu, lag das Privathospital Nordheimstiftung. Ich stattete der Oberin einen Besuch ab. Sie war eine ältere, aber frisch aussehende Dame mit blanken Zähnen und einer duftigen Schürze.
Seenotkreuzer, sind Spezialschiffe, die der Rettung aus Seenot und der Brandbekämpfung auf See dienen. Diese Schiffe werden durch die gemeinnützige Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger betrieben. Folgende Seenotkreuzer waren, bzw. sind in Cuxhaven stationiert: SK Ruhr-Stahl von April 1958 bis Mai 1965 SK Arwed Emminghaus von Mai 1965 bis Oktober 1985 SK Hermann Helms von Oktober 1985 bis Juni 2017 SK Anneliese Kramer seit Juni 2017
Die Schneidemühler Heimatstube ist ein Archiv und eine Begegnungsstätte in Cuxhaven Anschrift Schneidemühler Heimatstube Abendrothstraße 16 27472 Cuxhaven Tel.04724/1788 Öffnungszeiten: April - Oktober jeweils am 1. Mittwoch im Monat von 14:30-17.30 Uhr andere Termine auf Anfrage
ADMIRAL WILHELM VON TEGETTHOFF Während des Deutsch-Dänischen Krieges um Schleswig-Holstein findet am 9. Mai 1864 vor Helgoland ein entscheidendes Seegefecht statt. Beteiligt sind die österreichischen Fregatten "Schwarzenberg" und "Radetzky" sowie die preußischen Kanonenboote "Adler", "Blitz" und "Basilisk", die wenige Tage zuvor (am 4. Mai) auf der Cuxhavener Reede stationiert wurden. Nach einer blutigen Schlacht konnte die österreichisch-preußische Flotte unter Kapitän Tegetthoff die Schlacht für sich entscheiden. Für seine Leistung wurde Tegetthoff am 12. Mai zum Konteradmiral ernannt. Am 10. Mai kehrt das Geschwader nach Cuxhaven zurück, wo die 16 Verwundeten versorgt werden. Die Dänen mit den Fregatten "Niels Juel", "Jylland" und der Korvette "Hejmdal" unter dem Befehl von Kapitän Edouard Suenson ziehen ab. Die 38 gefallenen Soldaten werden am 11. Mai 1864 auf dem Ritzebütteler Friedhof beigesetzt. Weitere 3 Soldaten sterben in Hamburg an den Folgen der Schlacht. Eine anschließende Trefferzählung erbrachte an der Fregatte "Schwarzenberg" 80 Einschüsse. Dies war das letzte offene Seegefecht, das mit Holzschiffen ausgetragen wurde, und gleichzeitig auch das letzte, an dem Dänemark beteiligt war. Die beteiligten Schiffe Dänemark (Edouard Suenson) Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän Niels Juel Schraubenfregatte 42 422 Gottlieb Jylland Schraubenfregatte 44 327 Holm Hejmdal Schraubenkorvette 16 260 Lund Österreich (Wilhelm Freiherr von Tegetthoff) Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän Schwarzenberg Schraubenfregatte 51 498 Tegetthoff Radetzky Schraubenfregatte 37 372 Jeremiasch Preußen Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän Preussischer Adler Raddampfer 4 110 Klatt Blitz Kanonenboot 3 66 Mac Lean Basilisk Kanonenboot 3 66 Schau Ehrenmal Zur Erinnerung an dieses Seegefecht und die Toten der Schlacht wird am 9. Mai 1866 auf dem Ritzebütteler Friedhof ein von Kaiser Franz Josef I. gestiftetes Denkmal errichtet.
Wilhelm Simoneit (* 19. Dezember 1894 in Jungnaten/Ostpreußen; † 26. Juli 1941) gefallen. Wilhelm Simoneit war seit 1922 bei der Cuxhavener Flotte und fuhr auf den Schiffen HENRY P. NEWMAN, SENATOR STAHMER und DR. CARL MELCHIOR. 1926 bekam er sein erstes Kommando als Kapitän auf dem FD RICHARD C. KROGMANN. 1935 übernahm er den Neubau TANNENBERG, ein Schiff, welches später von Kpt. Alexander geführt wurde. Von 1937 bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges führte Wilhelm Simoneit den Neubau MASUREN. Wilhelm Simoneit fiel am 26. Juli 1941. Er wurde in Memel begraben.
Auf diesem Bildnis an der Golzwardener Orgel soll Arp Schnitger von hinten abgebildet sein. Andere Bilder sind nicht vorhanden. Arp Schnitger (* in Schmalenfleth, getauft am 9. Juli 1648 in Golzwarden, † vermutlich in Itzehoe, begraben am 28. Juli 1719 in Neuenfelde) war ein berühmter norddeutscher Orgelbauer. Wirken Arp Schnitger war der Sohn eines Schmalenflether Tischlers, der sich auch mit Orgelreparaturen befasste. Er erlernte bei seinem Vater den Beruf des Tischlers und absolvierte danach in Glückstadt eine fünfjährige Orgelbauerlehre. Bereits während seiner Gesellenzeit fertigte er die Orgel von St. Cosmae in Stade. Berühmt wurde er jedoch durch den Bau der Orgel für die St. Nicolai-Kirche in Hamburg (1682-1687), damals die größte Orgel Deutschlands. Die Wilde/Schnitger-Orgel in St. Jacobi Lüdingworth Sein Ruhm verbreitete sich im gesamten nordwestdeutschen Raum und wohlhabende Kirchspiele gaben ihre Orgeln bei ihm in Auftrag. So hat Schnitger etwa 170 Orgeln gebaut oder entscheidend umgebaut, darunter die Orgel der Lüdingworther St.-Jacobi-Kirche (1682/83), die ursprünglich von Antonius Wilde in den Jahren 1598/99 erbaut worden war. Die Pläne für den Umbau der Lüdingworther Orgel stammen von Schnitger selbst, auch ein Teil der Arbeiten wurde von Arp Schnitger durchgeführt; als er Lüdingworth wegen des Orgelbaues an St.-Nicolai verließ, vollendete sein Thüringer Meistergeselle Andreas Weber das Werk. Ein weiterer Geselle Schnitgers war Johann Werner Klapmeyer, der seinen Sohn Johann Hinrich Klapmeyer (1690-1757) im Orgelbau unterrichtete. Von diesem stammt die Orgel von St.-Nicolai in Altenbruch. Arp Schnitger starb vermutlich in Itzehoe und wurde in Neuenfelde begraben. Hier hatte er in den letzten Jahren auf seinem Orgelbauerhof gelebt und gearbeitet. Von seinen Arbeiten sind noch etwa 30 Orgeln erhalten, die den Namen Schnitger-Orgeln verdienen. Hierzu gehören die Orgeln in Cappel und Lüdingworth. Weblinks Arp-Schnitger-Gesellschaft Stiftung Historische Orgeln in Altenbruch und Lüdingworth Quelle: Walter Bornemann in: Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000
Simon von Utrecht-Denkmal an der Hamburger Kersten Miles-Brücke Simon von Utrecht (Simon van Utrecht; † 14. Oktober 1437) war ein Hamburger Ratsherr und Schiffshauptmann. Simon stammte vermutlich aus Utrecht in den Niederlanden und war bereits vor 1400 in Hamburg eingewandert, denn im Jahre 1400 erhielt er das Bürgerrecht. Der Überlieferung nach hat Utrecht am 22. April 1401 in einer Seeschlacht den Piraten Klaus Störtebeker nach erbittertem Kampf vor Helgoland gefangen genommen und mit seinem Schiff, der „Bunte Kuh“, nach Hamburg gebracht. Andere Autoren legen seine Gefangennahme in das Jahr 1400, seine Enthauptung auf den 21. Oktober 1400. Vermutlich wird beides nicht zutreffen, denn u.a. war die "Bunte Kuh" im Herbst 1400 noch gar nicht fertiggestellt. In den Hamburger Kämmereirechnungen findet sich auch kein Hinweis auf eine Gefangennahme Störtebekers. Es findet sich für 1401 eine einzige Rechnung über Hinrichtungskosten für 30 Seeräuber. Der Bericht in der Hamburger Chronik von 1457, der von Störtebeker spricht, wird von den Historikern als zu spät verfasst angesehen, um als Beweis zu dienen. Nach den Kämmereirechnungen fand 1401 eine bewaffnete Expedition statt, die sich gegen Gödeke Michels richtete. Hier war v. Utrecht mit Sicherheit dabei. Gödeke Michels war seinerzeit wesentlich bekannter als Störtbeker, deshalb wird dieser auch nicht erwähnt worden sein. Nach verschiedenen Berichten ist Gödeke Michels im Jahre 1401 hingerichtet worden, ein Jahr nach Störtebeker. Das kann aber wiederum nicht sein, weil s. o. Noch ein Grund spricht für die Geschichte als Sage: Simon von Utrecht hatte nicht das Kommando auf der "Bunte Kuh", sondern Hermann von Nyenkerken. Dieses lässt sich evtl. dadurch erklären, dass Nyenkerken Schiffsführer war, v. Utrecht Konvoikommandant. In den Jahren 1432 und 1433 befehligte v. Utrecht ebenfalls die Hamburger Flotte gegen Piraten in der Nordsee. Er wurde für seine Verdienste zum einzigen Hamburger „Bürgermeister ehrenhalber“ ernannt. Da er sehr bekannt durch seine Jagd auf Piraten war, wurde er bereits 1425 in den Rat gewählt. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiterhin auf See zu ziehen, so nahm er am Hansischen Seezug gegen die Dänischen Inseln und Flensburg im Jahre 1428 teil. Weiterhin bekämpfte er die Strandfriesen zur See, wie auch an Land, legte die Sebaldusburg nieder und nahm Emden ein. Dort wurde seitdem, wie in Ritzebüttel, ein Hamburger Ratsherr als Statthalter eingesetzt. Deren Erste war Detlef Bremer. Am 14. Oktober 1437 gestorben, wurde er in der Hamburger Nicolaikirche beerdigt. Würdigung In Cuxhaven ist die Simon-von-Utrecht-Straße nach Utrecht benannt.
Gustav Schönleber (* 3. Dezember 1851 in Bietigheim a.d. Enz; † 1. Februar 1917 in Karlsruhe/Belgien) Schönleber entstammte einer angesehenen Tuchfabrikantenfamilie. Sein Talent zum Zeichnen und Malen zeigte sich schon in seiner Kindheit. Mit Skizzenblock und Stift war er an der nahe fließenden Enz und Metter unterwegs. Das strömende Wasser und das belebte Ufer waren die Vorlagen. Trotz wohlwollender Unterstützung dieser Liebhaberei durch den Vater war die Kunst nicht als Beruf für ihn gedacht. Er trat eine Maschinenbaulehre in Hemmingen an, wo der Fabrikant den jungen Schönleber bald zum Zeichnen von Maschinenteilen, Preislisten und Werbebroschüren verwendete. Hier in der Maschinenfabrik verlor er sein rechtes Auge durch einen Betriebsunfall. Nach der Maschinenbaulehre ging der neunzehnjährige Schönleber zum Polytechnikum nach Stuttgart. Die endgültige Wende zur Kunst kam, als Professor Conz in Stuttgart das Talent des Jungen erkannte und eine Ausbildung empfahl. Von 1870 bis 1873 besuchte Schönleber dann in München die Privatschule für Landschaftsmalerei von Adolf Lier, der in Frankreich, u. a. bei Dupré die neue Freilichtmalerei der Barbizon-Schule schätzen lernte. Schönlebers malerisches Interesse galt der Bedeutung des Lichts in der Natur, eine Erkenntnis, die er durch zahlreiche Reisen nach Italien, Holland, an die deutsche und englische Küste sowie in die Bretagne und Normandie vertiefte und in Studien und Skizzen festhielt. Diese dienten ihm später als Ausgangspunkt für seine größeren, im Atelier ausgearbeiteten Bilder. Würdigung In Cuxhaven wurde der Gustav-Schönleber-Weg nach ihm benannt. Literatur Miller-Gruber, Renate: Gustav Schönleber : 1851 - 1917 ; Monographie und Werkverzeichnis. - Karlsruhe, 1990. - 258 S. : zahlr. Ill.; (dt.). Der Band enthält neben einer ausführlichen Biographie und Werkanalyse ein Verzeichnis von über 1100 nachweisbaren Gemälden von Gustav Schönleber. Chronologisches Verzeichnis der Gemälde, technische Angaben, Provenienz, Literaturangaben, Kurzkommentar. Literaturverzeichnis, Konkordanz. ISBN 3-9802613-0-1, ISBN 3-9802613-1-X
Das Schützenhaus in Brockeswalde ist eine Speisegaststätte. Der ehemalige Eigentümer, die Ritzebütteler Schützengilde, hat am 8. Juni 2009 den Verkauf an das Ehepaar Rudat beschlossen. Anschrift Barnhope 6 27476 Cuxhaven Tel. 04721 395113
Die Siemens Windkraft-Fabrik entstand zwischen 2015 und 2017 auf dem aufgespültem Gelände der östlichen Hafenerweiterung östlich der alten Baumrönne. Es handelt sich um eines der bedeutendsten Neubauvorhaben im Produktionsbereich der Siemens AG in Deutschland der letzten Jahre. Die neue Produktionsstätte entstand direkt am Hafen (Liegeplatz 9) auf einer Fläche von 17 Hektar. Seit Mitte 2017 werden hier Maschinenhäusern für die neue Windturbinengeneration D7 hergestellt. Das beinhaltet die Endmontage von Generatoren, Naben und Gondelteilen, aus denen dann die Maschinenhäuser für die Offshore-Windenergieanlagen entstehen. Durch die günstige Lage des neuen Standorts lassen sich teure Transporte über Land vermeiden, da schwere Komponenten direkt auf Transportschiffe geladen werden können. Siemens investierte rund 200 Millionen Euro für den Bau dieser Fabrik. Die Unterschriftenzermonie, die diese Ansiedlung besiegelt fand am 13. August 2015 auf dem zukünftigen Fabrikgelände statt. Der Produktionsbeginn für die Komponenten war Mitte 2017. Die offizielle Eröffnung des Werkes mir großem Festakt war am 5. Juni 2018. 1 Bauphase 2 Bilder 3 Video 4 Karte Bauphase Ende 2015 wurde begonnen den Baugrund östlich der Baumrönne zu verdichten. Der erste Rammschlag für insgesammt 1.800 Pfählen erfolgte am 7. März 2016. Bilder Dezember 2015 Januar 2016, Arbeiten zur Bodenverdichtung Erste Umrisse erkennbar 13. August 2016 Anlieferung erster Stahlbauteile 16. Oktober 2016 Die Stahlarbeiten haben begonnen 3. November 2016 3. September 2017 Video Videos bei youtube Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Die Seeschleuse dient als Zufahrt zum Neuen Fischereihafen 1 Planung 2 Bau der Schleuse 3 Die Schleusenanlage 4 Bilder 5 Karte 6 Links Planung Immer größer werdende Fischdampfer erforderten nach dem 2. Weltkrieg eine größere Wassertiefe im Neuen Fischereihafen. Das Hafenbecken auszubaggern war nicht möglich, da dann die Kaimauern, die nur für eine bestimmte Wassertiefe konstruiert sind, ausweichen würden. Neue Kaimauern vor die alten zu bauen, war zu kostspielig und auch unzweckmäßig, da hiermit allein die Enge und Unzulänglichkeit des Hafens nicht beseitigt werden würde. Es blieb nur die Möglichkeit, den Neuen Fischereihafen durch den Bau einer Schleuse vom offenen Wasser zu trennen und damit zu verhindern, dass bei jeder Ebbe das Wasser aus dem Hafenbecken abläuft. Dieser Gedanke tauchte erstmalig im Jahr 1954 auf. Nachdem in mühevoller Kleinarbeit die infrage kommenden Instanzen von dieser Notwendigkeit überzeugt worden waren, nahm das Projekt drei Jahre später greifbare Formen an, als beim Niedersächsischen Hafenamt eine Planungsabteilung unter Dipl.Ing. Sellmer eingerichtet wurde. Diese hatte sich mit den erforderlichen Vorarbeiten zu befassen. Gleichzeitig mit dem Schleusenbau sollte eine Verlängerung und Verbreiterung des Hafenbeckens vorgesehen werden. Mit diesen beiden Vorhaben sollten folgende grundlegende Verbesserungen erreicht werden: Eine konstante Wassertiefe von rund 10 Meter (bisher bei Ebbe im ungünstigen Fall nur 5 Meter) ermöglicht Schiffen mit einem Tiefgang vom 9 Meter (Fabrikschiffe) die Benutzung des Hafenbeckens. Die konstante Wasserspiegellage lässt den besseren Einsatz von mechanischen Löschgeräten zu Das Einlaufen der Schiffe von der Elbe aus wird in nautischer Hinsicht erleichtert Die Aufschlickung des Hafenbeckens wird bedeutend verringert. Bisher betrug der Schlickfall jährlich bis zu einem Meter. Man wird erheblich an Baggerkosten sparen Löschen und Ausrüsten der Fangflotte finden im gleichen Hafenbecken statt. Die Kaimauern der Hafenerweiterung können im Schutz der Schleuse mit bedeutend geringeren Kosten gebaut werden. Die vorgesehene Verbreiterung des Hafenbeckens von 100 auf 200 Meter beseitigt die große Enge im Hafen und ermöglicht den großen Schiffen ein ungefährliches Wenden. Sämtliche Anlagen im Neuen Fischereihafen werden sturmflutsicher Es wurde zuerst untersucht, ob man die Verbindung des Neuen Fischereihafens zur Elbe im Osten in dem unbesiedelten Gelände hinter der Quarantäneanstalt schaffen könnte. Dabei ergab sich, dass der erforderliche Schleusenvorhafen, der für die Einfahrmanöver der Schiffe unbedingt notwendig ist, in den Strom hinausgebaut werden müsste. Da hier die Flusssohle sehr steil auf große Tiefe abfällt, hätten die erforderlichen Molen nur mit erheblichen Kosten gebaut werden können. Auch gefährdeten Ebbstrom und im Winter Eisgang die Schiffe. Man entschied sich für einen Durchstich vom Alten zum Neuen Fischereihafen, der die Schleuse aufnimmt und die bisherige Durchfahrt vom Amerikahafen aus durch einen Damm abzuschließen. Bei dem Entwurf der Schleuse stand der Ingenieur vor der schwierigen Aufgabe, mindestens 50 Jahre im Voraus zu planen. Das heißt: er musste überlegen, wie sich die Abmessungen der Schiffe in den nächsten Jahrzehnten ändern werden. Also wurde die Seeschleuse für die damaligen Verhältnisse "eine Nummer zu groß" gebaut. Leider kam die Schleuse zu spät, da bei ihrer Inbetriebnahme bereits der Zenit der deutschen Hochseefischerei in Sicht war. Bau der Schleuse Mit dem Bau der Seeschleuse begonnen wurde im August 1961 begonnen. Bereits 1960 wurde als Vorbereitung der Fischindustriebetrieb von Brinkmann & Schumacher abgerissen und in die Neufelder Straße verlegt. In den Jahren 1961 - 1965 (Fertigstellung am 30. März 1965) auf teilweise ehem. Hamburger Gebiet erbaut (Der Amerikahafen war nach 1937 hamburgisch geblieben), musste dieses zuvor im Tausch gegen die Watteninseln Neuwerk und Scharhörn von Niedersachsen erworben werden. Zusammen mit dem Bau der Seeschleuse wurde auch der Neue Fischereihafen erheblich vergrößert. Die Länge des Hafens wuchs um 500 m, die Breite auf 200 m. Die Kosten für dieses gigantische Bauprojekt waren im Jahre 1959 mit 85.000.000 DM veranschlagt worden. Durch Aufträge mit Garantieklauseln wurde der gesteckte Kostenrahmen eingehalten. Die dreitorige Schleuse hat eine Länge von 190 m, eine Breite von 24 m und eine Tiefe von 9 Metern. Sie verbindet den Vorhafen mit dem Neuen Fischereihafen. Die Tore dienen gleichzeitig als Verkehrsstraße und verbinden den Bereich der Präsident-Herwig-Straße mit dem Bereich Steubenhöft / Amerikahafen. Restaurant Grimm Standort etwa äußeres Schleusentor Für den Bau der Schleuse wurden bereits 1960 der Fischverarbeiter Brinkmann & Schumacher und die Verwaltung der Seefischmarkt Cuxhaven GmbH verlegt. Das ehemalige Restaurant "Fischbratküche Grimm" an der ehemaligen Hafenstraße wurde abgerissen. Am 20. Juli 1965 wurde das erste Schiff geschleust, ein Bunkerboot der Firma Glüsing. Mit dem für den Schleusenbau und der gleichzeitigen Erweiterung des Neuen Fischereihafens ausgebaggerten Sand wurde der Bereich zwischen Seepavillon und ehem. Seeterrassen aufgespült. So gewann man nebenbei das Gelände für die Anlage den Fährhafens. Die Schleusenanlage In der Schleusenkammer sind drei Tore montiert, von denen jedes rund 350 Tonnen wiegt. Die Tore sind 6 Meter breit, 17 Meter hoch und 26 Meter lang. Die Schleuse hat zwischen dem Außen- und Binnentor eine Nutzlänge von 192 Meter. Das Binnentor ist anderthalb Meter niedriger als Mittel- und Außentor, die zugleich den Hochwasserschutz für den Hafen übernehmen. Die Schleuse hat eine Durchfahrtsbreite von 25 Metern. Die Schleusensohle liegt 15 Meter tiefer als ihre Umgebung und 9,5 Meter unter dem mittleren Tide-Niedrigwasser. Durch das Mitteltor kann die Schleuse in zwei kleinere Kammern von 90 und 96 Metern Länge unterteilt werden. Die Anordnung eines Mittelhauptes ist für Seeschleusen ungewöhnlich. Diese Lösung bringt hier in Cuxhaven große Vorteile. Normalerweise wird ein Hafen durch Doppelschleusen (zwei Kammern nebeneinander) abgeschlossen, um stets eine Zufahrtsmöglichkeit zu haben, falls einmal ein Schleusentor ausfällt. Eine solche Anlage erfordert viel Platz, der hier nicht vorhanden ist, und ist zudem kostenintensiv. Deshalb wurden hier beide Kammern hintereinander gelegt, wodurch allein schon ein Schleusentor weniger nötig ist. Einzelne Schiffe werden in einer kleinen Kammer geschleust. Dadurch wird Zeit und vor allem Wasser gespart. Denn da der Wasserstand im Neuen Fischereihafen möglichst auf der Höhe des normalen Tidehochwassers gehalten werden soll, geht bei jeder Schleusung Wasser verloren, wenn der Außenwasserstand niedriger ist. Da das Hafenbecken keinen natürlichen Zulauf hat, muss der Verlust bei Tidehochwasser wieder ausgeglichen werden. Sollte das Tidehochwasser seine normalen Werte längere Zeit nicht erreichen, so wird Wasser in den Hafen gepumpt. Der wichtigste Grund für die Anordnung des Mittelhauptes ist aber, dass die Betriebssicherheit der ganzen Anlage dadurch erhöht wird. Denn auch, wenn ein Tor beschädigt ist oder überholt werden muss, kann der Schleusenbetrieb aufrechterhalten werden. Selbst wenn einmal zwei Tore gleichzeitig ausfallen sollten, ist der Wasserstand im Hafenbecken zu halten. An der Südseite des Schleusenbeckens steht der Befehlsstand für den Schleusenmeister. Eine Plattform gibt in 10 Metern Höhe die Sicht nach beiden Seiten frei. Von einem Stehpult aus können die Schleusentore in Bewegung gesetzt, Signale gegeben und Schranken betätigt werden. Fußgänger und Fahrzeuge können die Schleusenkammer sowohl über das äußere, als auch über das innere Schleusentor überqueren. Ist eines der beiden Tore geöffnet, wird dem Verkehr in der Präsident-Herwig-Straße mit einer Lichtzeichenanlage angezeigt, welches der Tore befahrbar ist und welches nicht. Bilder Maschinenhaus des Außenhaupts Lichtzeichenanlage für die Schiffahrt Leitstand von der Hafenseite Leitstand von der Schleuseneinfahrt geöffnetes Innentor unter angehobener Straße Innentor während des Öffnungsvorgangs angehobene Fahrbahn des Außenhauptes Außenhaupt während der Öffnung Außenhaupt geöffnet Seeschleuse in Bau mit Behelfsüberfahrt Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Links Karte Seeschleuse Cuxhaven
Seeterrassen Grimmershörn 1959 Die Seeterrassen Grimmershörn sind der Nachfolger der Seebadeanstalt Grimmershörn, welche sich vor dem 2. Weltkrieg an gleicher Stelle befand. Diese wiederum war Nachfolger der der Militärbadeanstalt Grimmerhörn. Am 4. Juni 1925 fand das 1. Kurkonzert in der Konzertmuschel Grimmershörn statt. Das Konzert- und Badeleben begann nach dem Ende des 2. Weltkrieges unter Resten der alten Grimmershörn-Anlage. Die Frage, ob die alte Anlage wieder aufgebaut oder aufgegeben werden soll, wurde am 19. März 1951 zugunsten des Wiederaufbaus entschieden. Noch im Januar des gleichen Jahres hatte sich der Rat gegen einen Wiederaufbau entschieden; eine Volksbefragung war Grund für den Meinungswechsel. Bereits am 31. Mai 1952 wurde die Anlage mit einem Restaurant im Mittelbau eingeweiht. Fast zwanzig Jahre lang erlebte dieser Platz eine neue Blüte. Zu nennen ist hier das über lange Jahre beliebte Kur-Orchester `Bückeburger Jäger´. Im April 1970 setzten sich hafenwirtschaftliche Interessen durch und die Seeterrassen wurden für den Bau einer Fähranlage Cuxhaven-Brunsbüttel, sowie dem Norwegen-Anleger abgerissen. Da von dem Standort der Seeterrassen jedoch nie gebrauch gemacht wurde und die Sockelplatte noch immer brach liegt, lässt sich sagen, dass der Abriss vergebens war, was Cuxhaven einen der beliebtesten Aufenthaltsplätze gekostet hat. Bilder Vorläufer der Seeterrassen um 1900 Bekanntmachung über die Volksbefragung 1960er Jahre Abriss der Seeterrassen Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Die ANNELIESE KRAMER ist ein im Fährhafen stationierter Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Das für die einsatzreichste Stationen gebaute Schiff wurde am 28. April 2016 auf Kiel gelegt. Der dritte Seenotrettungskreuzer der 28-Meter-Klasse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) löste im Juni 2017 die HERMANN HELMS ab. Er entstand auf der Fassmer-Werft an der Unterweser. Schauspielerin und Taufpatin Birge Schade wünschte dem Schiff und seiner Besatzung bei der Taufe am 10. Juni 2017 eine «allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr». Der Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) löst die «Hermann Helms» ab, die nach 32 Dienstjahren außer Dienst gestellt und verkauft wird. Das Tochterboot wurde auf den Namen «Mathias» getauft. Anneliese Kramer ist der Name einer verstorbenen Förderin aus dem Binnenland. Ihr Vater hieß Mathias. 1 Schiffsdaten 1.1 Daten Tochterboot "MATHIAS" 2 Video 3 Werftttagebuch Schiffsdaten Schiffsklasse: 28 m-Klasse Rufzeichen: DBAM Verdrängung: 120 t Länge: 27,9 m Breite: 6,2 m Tiefgang: 1,95 m Geschwindigkeit: 24 kn Reichweite: ca. 600 / 800 sm Motorleistung: 2* 1440 kW (2* 1958 PS) Antriebsleistung: 2880 kW (3916 PS) Stammbesatzung: 9 Mann Technische Ausstattung: Elektronische Seekarte, Funkanlagen, Funkpeiler, Handsprechfunkgeräte, Feuerlöscheinrichtung u. a. Daten Tochterboot "MATHIAS" Schiffstyp: Tochterboot Verdrängung: 4,3 t Länge: 8,2 m Breite: 2,9 m Tiefgang: 0,8 m Geschwindigkeit: 19 kn Motorleistung: 170 kW (231 PS) Technische Ausstattung: UKW-Funk, Radar, Echolot, AIS, Plotter, Intercomsystem, GPS, Handsprechfunkgeräte Video Videos Werftttagebuch zum Werfttagebuch
Die Seezeichen der Elbmündung 1818 Seezeichen erleichtern die Orientierung in Küsten- und Flussgewässern. Geschichte Sie bezeichnen Schifffahrtsstraßen, erleichtern die Ansteuerung von Häfen und warnen vor Gefahrenstellen. Ihre Geschichte geht zurück in die Antike. Eines der ersten festen Seezeichen war der Pharos (Leuchtturm) von Alexandria aus dem 3. Jh. v. Ch. In Deutschland wurden vor der Einführung spezieller Schifffahrtszeichen auch Baumgruppen ( z.B. vor dem Bau der Kugelbake), auffällige Küstenformen und auch Kirchtürme als Seezeichen verwandt. Im Jahre 1111 wurden mit Erlaubnis Kaiser Heinrichs des V. von der Stadt Bremen erstmalig 2 Tonnen und 7 Baken zur Kennzeichnung des Weserfahrwassers angebracht. Bald danach sind von der Elbe ebenfalls Baken, Tonnen, sowie der Neuwerker Seeturm zu vermelden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Küstenbewohnern, die häufig gegen diese Seezeichen waren, da diese ihnen ihre Einnahmen aus Schiffsstrandungen verringerten, wurden sie mit dem Anwachsen der Hanse und Verträgen zwischen den großen Städten wie Hamburg oder Bremen und den Küstenanrainern allmählich beständiger. Mit dem Aufkommen der schnelleren Maschinenschifffahrt erweiterte sich zunehmend das Netz der Seezeichenführung auf den Wasserstraßen. Hinzu kam eine internationale Vereinheitlichung der Seezeichen zwischen den Nord- und Ostseeanrainern inkl. Russland und Amerika. In Deutschland existierte sie bereits seit dem 1. April 1889. Seezeichen Es wird unterschieden zwischen festen, starr mit dem Grund verbundenen und schwimmenden Seezeichen. Im einzelnen kann man alle Seezeichen nach ihrer Form und Farbe unterscheiden, oft auch nach Form und Farbe der Toppzeichen. Feste Seezeichen sind: Baken Blüsen Leuchttürme / Leuchtfeuer Pricken Schwimmende Seezeichen sind: Tonnen Feuerschiffe Aus einer zeitgenössischen Notiz von 1909: So sind von den Schiffern und Bewohnern der Handelsstädte an den Mündungen der Elbe, Weser und Ems unendlich viele Hünengräber zerstört worden, indem ... "viele schöne Denkpfeiler von ihren Postamenten genommen worden sind", um sie im Meer zu versenken als Anker für die Tonnen. (Siehe hierzu auch unter Stack.) Bilder
Schützenverein "Gut Ziel" Köstersweg von 1950 e.V. Anschrift Schützenverein "Gut Ziel" Köstersweg von 1950 e.V. Köstersweg 48a 27478 Cuxhaven Verein Am 27. August 1950 trafen sich 23 Köstersweger Bürger im ehemaligen Gasthaus Brandt und gründeten den Schützenverein "Gut Ziel" Köstersweg von 1950 e.V.. Eine Jungschützenriege wurde dem Verein 1952 angegliedert. Das 1. Schützenfest konnte am 21. Juli 1951 gefeiert werden. Im Jahre 1954 wurde auf dem Gelände des Gastwirtes Brandt ein eigener Schießstand erbaut. 1978 bildete sich eine Damenriege. Nach der Veräußerung des ehemaligen Vereinslokals konnte der Verein zum 50-jährigen Bestehen im Jahre 2000 einen neuen Schießstand errichten. Weblink Schützenverein "Gut Ziel" Köstersweg von 1950 e.V.
Rettungskreuzer `Ruhr-Stahl´ Die Ruhr-Stahl war ein Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) der 23,2-m-Klasse, der 1958 von der Schweers-Werft in Bardenfleth unter Werft-Nr. 6337 erbaut wurde. Die DGzRS-interne Bezeichnung lautete KRS 3. Das Tochterboot Tünnes (Baunummer 6342) hatte die interne Bezeichnung KRT 3. 1 Schiffsdaten 1.1 Daten Tochterboot TÜNNES 2 Namensgebung 3 Stationierungen 4 Verbleib 5 Weblink 6 Bilder Schiffsdaten Schiffsklasse: alte 23m-Klasse, auch „Theodor Heuss“-Klasse Verdrängung: 60 t Länge: 23,20 m Breite: 5,30 m Tiefgang: 1,42 m Geschwindigkeit: 20 kn Bauwerft: Fr. Schweers (Berne-Bardenfleth) Baujahr // Baunr.: 1958 // 6337 Motorleistung: Mittelmotor 1350 PS, 2 Außenmotoren je 200 PS Antriebskraft: 1750 PS (3 Propeller) Stammbesatzung: 9 Mann/ 4 ständig an Bord Technische Ausstattung: Funkanlagen, Echolot, Radar, Fremdlenzpumpe Daten Tochterboot TÜNNES Schiffstyp: Tochterboot Rufzeichen: DA 6212 Länge: 6,50 m Breite: 2,20 m Tiefgang: 0,60 m Geschwindigkeit: 8,5 kn Motorleistung: 32 PS Namensgebung Der Kreuzer erhielt seinen Namen auf Grund der Unterstützung der DGzRS seitens der hauptsächlich an der Ruhr beheimateten Stahlindustrie. Die Taufe erfolgte am 15. April 1958 auf dem Gelände der Herstellerwerft in Bardenfleth. Das Tochterboot erhielt den Namen Tünnes nach einer volkstümlichen Figur aus dem Rheinland. Stationierungen Von April 1958 bis Mai 1965 war die Ruhrstahl in Cuxhaven stationiert. Danach war sie auf der DGzRS-Station auf der Insel Amrum, wo das Schiff bis zur Außerdienststellung im Mai 1985 lag. Verbleib 1985 wurde das Schiff nach Uruguay verkauft, wo es als Ades III als Seenotkreuzer verwendet wurde. Später erfolgte ein Weiterverkauf innerhalb Uruguays, seitdem wird das Schiff unter dem Namen Ana Isabel in Montevideo als Taucherbasisschiff und Offshore-Versorger eingesetzt. Weblink http://www.dgzrs.de/ DGzRS http://www.sar-museum.de/ Schwesterschiff Hamburg Bilder Rettungskreuzer `Ruhr-Stahl´ im Elbrevier.
SK Hermann Helms war ein Seenotkreuzer der 27 m-Klasse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Hermann Helms wurde 1985 von der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack unter Werft-Nr. 13505 gebaut. Die DGzRS-interne Bezeichnung lautet KRS 15. Das Tochterboot Biene (Baunummer 13507) hat die interne Bezeichnung KRT 15. 1 Namensgebung 2 Schiffsdaten 2.1 Daten Tochterboot Biene 3 Stationierung 4 Video 5 Bilder 6 Weblink Namensgebung Getauft wurde das Schiff in Bremen-Vegesack am 21. September 1985 zu Ehren des in den Jahren 1943 bis 1980 amtierenden ehemaligen Vorsitzenden der DGzRS, Hermann Helms. Er starb im Anfang Januar 2006 nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren. Das Beiboot erhielt den Kosenamen von Helms´ Tochter Sabine, Biene. Schiffsdaten Schiffstyp: Seenotkreuzer Rufzeichen: DBAM Schiffsklasse: 27 m-Klasse Verdrängung 103 t Länge: 27,50 m Breite: 6,53 m Tiefgang: 2,10 m Geschwindigkeit: 24 kn Heimathafen: Cuxhaven Bauwerft: Lürssen-Werft Baujahr: 1985 Werft-Nr. 13507 Motorleistung Mittelmaschine: 1.632 PS, Motortyp MTU Dieselmotor Typ 12 V 396 TB 93 Motorleistung 2 Seitenmaschinen: je 781 PS Motortyp MTU Dieselmotor Typ TBD 234 V 12 Antriebskraft: 3.194 PS (3 Propeller) Besatzung: 8 Mann, davon 4 ständig an Bord Technische Ausstattung: Funkanlagen, Echolot, Radar Homing, Selbststeueranlage, Funkpeiler, DGPS, Videoplotter Fremdlenzpumpe, Bordhospital Feuerlöschanlage 2.200 t/h Im Jahre 2010 wurde das Schiff nach 25 Dienstjahren einer Grundüberholung unterzogen. Daten Tochterboot Biene Schiffstyp: Tochterboot Rufzeichen: DD 9679 Länge: 7,50 m Breite: 2,50 m Tiefgang: 0,75 m Verdrängung: 3,1 t Geschwindigkeit: 17 kn Motorleistung: 180 PS Motortyp: BMW Dieselmotor D190 Technische Ausstattung: Funkanlagen, Echolot, Kompaß, DGPS Stationierung Seit Oktober 1985 ist die Hermann Helms in Cuxhaven stationiert. Vormann: Jörg Bünting Stationsadresse Am Seedeich 36 27472 Cuxhaven Tel. 04721/34622 Video Bilder Unterer Steuerstand SK Hermann Helms Weblink Seenotkreuzer der DGzRS Weiter Bilder
Schützenverein Lüdingworth e.V. von 1951 Anschrift Präsident: Jens Struß Am Rehberge 51 27637 Nordholz Tel.: 04741-602180 Verein Am 21. April 1951 fand eine erste Zusammenkunft von Lüdingworther Bürgern statt, deren Bestreben es war, einen Schützenverein zu gründen. Dieses geschah dann wenig später; am 31. Oktober 1951 wurde die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Otterndorf beantragt. Nachdem der erste Schießstand noch auf dem Sportplatz errichtet wurde, befindet er sich heute hinter dem Parkplatz des Hotels "Norddeutscher Hof". Der Verein, dem seit 1972 auch eine Damenriege angehört, hat ca. 200 Mitglieder.
In Schiffswerften gebräuchliche Anlage um Schiffe ins Wasser oder aufs Trockene zu setzen. Es handelt sich um eine schiefe Ebene, auf der Schienen ins Wasser verlaufen. Auf diesen Schienen kann ein Wagen mit gerader Oberseite in Wasser abgelassen werden, auf den dann ebenso wie bei einem Dock ein Schiff gefahren und befestigt wird, um es dann auf dem Wagen aus dem Wasser zu ziehen. Eingesetzt wird die Anlage für Schiffsreparaturen oder -neubauten.
Die Schule am Schillerzentrum war eine Schule für geistig Behinderte in Cuxhaven. 1 Anschrift 2 Schule 3 Förderverein 4 Lage Anschrift Schule am Schillerzentrum Friedrichstraße 26 27472 Cuxhaven Schule Die `Schule am Schillerzentrum´ ist hervorgegangen aus der `Wichernschule´ für lernschwache Kinder. Die Schule am Schillerzentrum war eine städtische Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung und bestand als eigenständige Schule seit dem Jahr 1989. Der Unterricht wurde erteilt nach den Rahmenrichtlinien der Schulen für geistig Behinderte in Niedersachsen. Für jeden Schüler wurde ein individueller Förderplan erarbeitet. Übergeordnetes Ziel war, den Schülerinnen und Schülern zu Selbstverwirklichung in sozialer Integration zu verhelfen. Als Ganztagsschule ist die Schule am Schillerzentrum an den Wochentagen von Montag bis Donnerstags von 8.00 bis 15.00 Uhr geöffnet und bietet ein Mittagessen. Am Freitag endet der Unterricht um 12.30 Uhr. Die Klassen setzen sich in der Regel aus 7 Schülern-/innen zusammen. Im Jahr 2006 besuchen 43 Schülern und Schülerinnen die sieben Klassen. Während der gesamten Unterrichtszeit sind eine Lehrkraft und eine pädagogische Mitarbeiterin in der Klasse tätig. Zur Zeit arbeiten insgesamt 23 Lehrkräfte und ein Therapeut in den Klassen. Das Team der Schule wird ergänzt durch die Schulsekretärin, die Hausmeisterin und Raumpflegerinnen. 2008 erfolgt ein Umzug der Geistigbehinderten von der Friedrichstraße an die Döser Schule unter den neuen Bezeichnung als `Schule am Meer´. Das Gebäude in der Friedrichstraße wird verkauft. Förderverein Der Förderverein wurde 1989 gegründet, als die Schule selbstständig wurde. Viele Jahre hat der Förderverein die unterschiedlichsten Projekte, Vorhaben und Anschaffungen der Schule mit finanziert. Im Jahre 2002 hat der Förderverein sein großes Ziel bei der Gründung verwirklichen können: Die Anschaffung eines Schulbusses mit Rolli – Stellplätzen. Er trägt dazu bei, dass der Unterricht der Schule an außerschulischen Lernorten stattfinden kann. Seitdem widmet sich der Förderverein ausschließlich dem Betrieb des Busses, sowie der Ansparung für eine irgendwann notwendige Neubeschaffung. Wenn Sie den Förderverein bei diesem Vorhaben unterstützen wollen, können Sie entweder Mitglied werden (Jahresbeitrag 15,- €) oder durch eine einmalige Spende unterstützend wirken. Förderverein der Schule für geistig Behinderte Kto.Nr.: 283960 Blz: 24150001 Stadtsparkasse Cuxhaven Lage <googlemap version="0.9" lat="53.868674" lon="8.700421" zoom="16"> 53.868964, 8.700573 </googlemap>
Ferdinand Hinrich Segelcke Ferdinand Hinrich Segelcke (*4. August 1834 in Ritzebüttel † 26. März 1902 in Cuxhaven-Ritzebüttel) war unter anderem Schultheiß von Groden-Ritzebüttel. Segelcke entstammte dem väterlichen Hof an der Westerreihe, auf dessen Grundstück er nach dem Abbruch des Bauernhauses sein Wohnhaus, das sogenannte Mehren'sche Haus (Westerreihe 18) errichtete. Als erster einheimischer Vertreter des Amtes Ritzebüttel war Segelcke vom 25. Februar 1889 bis zum 17. Februar 1893 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Vorher war dieses Amt ausschließlich von Hamburgern wahrgenommen worden. Von Januar 1891 bis Dezember 1891 war er außerdem Gemeindevorsteher von Cuxhaven. Segelcke bekleidete vom 19. Juli 1867 bis zu seinem Tode das Amt des Schultheißen von Groden und Ritzebüttel. Zur Erinnerung an Segelcke wurde die quer zur Nordersteinstraße verlaufende Straße im Jahre 1935 nach ihm benannt (Segelckestraße). Literatur Quelle:Historisches Stadtlexikon, ISBN 3-931771-36-9
Der Windsemaphor an der Alten Liebe. Ein Semaphor (von griechisch sema, „Zeichen“ und pherein, „tragen“) ist allgemein ein Signalmast oder ein Winksignal. Ein Semaphor wird als "der Semaphor" oder auch als "das Semaphor" bezeichnet. Beides ist richtig, nur im Österreichischen ist ein Semaphor immer männlich: der Semaphor. Ein Semaphor ist ein Telegraphiemast zur Übermittlung von Nachrichten. Der Semaphor an der Alten Liebe ist ein Windsemaphor, der ausschließlich zur Übermittlung von Wind-Daten diente. Für den Küstenfahrer ist es von großer Bedeutung zu wissen, welche Windstärken vor der Küste herrschen. Der Semaphor von Cuxhaven informierte die auslaufenden Schiffe über die Windstärke und die Windrichtung auf den Inseln Borkum (B) und Helgoland (H). Die drehbaren Arme weisen auf die zu meldende Windrichtung. Die Windstärke zeigen die waagerecht gestellten Flügel am oberen Ende des Mastes. Jeder Flügel bedeutet zwei Windstärken. An dem Semaphor in nebenstehendem Bild ist folgendes abzulesen: Wind bei Borkum und bei Helgoland NW Stärke 4 Bei Windstille hängen die Stärkeanzeiger nach unten und die Richtungsanzeiger stehen auf Süd. Geschichte Wer heute wissen will, woher der Wind weht, braucht nur das Fernsehen einzuschalten oder ins Internet schauen. Vor 120 Jahren war das ganz anders. Damals machte sich der Hamburger Verein Deutscher Seeschiffer dafür stark, in Cuxhaven ein Semaphor zu errichten. Die für Ritzebüttel und Umgebung erscheinende Zeitung meldete am 3. August 1884, dass seit dem 1. August 1884 das Semaphor in Tätigkeit sei und zwei Mal täglich eingestellt würde. Beschrieben worden war das Semaphor bereits ein Jahr zuvor. Es sollte ein rund 16 Meter hoher Signalmast mit zwölf Armen sein, sechs für Borkum, sechs für Helgoland. Ein Arm entsprach schwachem Wind, zwei Arme bedeuteten mäßigen Wind und bei drei Armen wehte schon eine frische Brise. Bei vier Armen mussten sich die Schiffer auf steifen Wind gefasst machen, bei fünf sogar auf Sturm und bei sechs Armen blies ein Orkan. Die Richtung gab ein Zeiger an, für Borkum und Helgoland selbstverständlich getrennt. Bedient wurde das Semaphor zuerst von der Seewarte, ab 1902 waren es dann die Soldaten der Marinestation. Vermutlich um Kosten zu sparen wurde bei der Errichtung des Semaphors auf den Mast des in der Unterelbe gestrandeten Schiffes "Aurora" zurückgegriffen. Er hielt immerhin fast 20 Jahre in seiner neuen Funktion Wind und Wetter stand, bis ihm am 21. November 1903 ein Orkan zum Verhängnis wurde. Für Cuxhaven begann nun eine semaphorlose Zeit, die wiederum vom Hamburger Verein Deutscher Seeschiffer sehr beklagt wurde. Doch jetzt sollten Nägel mit Köpfen gemacht werden: Eine neue schwere Konstruktion wurde bei der Signalbau-Gesellschaft in Cöslin in Auftrag gegeben. Am 1. Dezember 1904 wurde die Anlage aufgestellt. Eine Kommission begab sich auf ein Schiff, um die Sichtbarkeit des neuen Semaphors zu prüfen. Sie war mit dem abgelieferten Werk offenbar zufrieden, doch der Chronist vermerkte in der Zeitung: "Leider wird die Wirkung durch den in nächster Nähe stehenden Signalmast der Marinestation stark gemindert." Danach wurde es still um das Semaphor. Es überdauerte zwei Weltkriege und leistete immer dann gute Dienste, wenn der Fluss der Wettermeldungen gestört war. Es gehörte einfach zum Hafenbild. Um so größer war das Entsetzen bei den Cuxhavenern, als sie am 13. November 1968 in der Zeitung lesen mussten: "Ist das Cuxhavener Wahrzeichen zum Abbruch verurteilt?". Der Rost hatte Zeiger und Arme unbeweglich gemacht; das Semaphor wurde in seine Einzelteile zerlegt. Da lag es nun, und guter Rat war wirklich teuer. Auf ihr Semaphor wollten die Cuxhavener aber nicht verzichten. Also wurde eine Art Bürgerinitiative für die Erhaltung des Signalgeräts ins Leben gerufen. Doch die Spendenbegeisterung der Bevölkerung war mäßig, und ohne die Unterstützung der Stadt, die mit 20000 Mark die Hälfte der Instandsetzungskosten trug - die andere Hälfte hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt übernommen - wäre das Semaphor vermutlich auf dem Schrottplatz gelandet. Die Spendengelder wurden schließlich in eine Bronzeplakette investiert. Am 9. Juni 1970 stand dann das Semaphor wieder in alter Schönheit auf seinem Platz, und die Cuxhavener konnten ihren Gästen erneut die Döntjes von den Bückeln und Heringen erzählen, die da angeblich angekündigt wurden. Das ging so lange gut, bis am 10. Dezember 1982 eine Anordnung aus Bonn beim Wasser- und Schifffahrtsamt eintraf: "Das Semaphor soll weg." Der Grund war ein Sparerlass, dem alle optischen Sturmwarnstellen und Aushänge an den deutschen Küsten zum Opfer fallen sollten, weil sie im Zeitalter der Elektronik keine Daseinsberechtigung mehr hätten. Jetzt machten sich sogar die Politiker für das Semaphor stark. Es gelang, das Semaphor in die Liste der Technischen Denkmäler aufzunehmen. Damit war der Bestand des Semaphors gesichert. Doch wer sollte für die Kosten und den Betrieb des stählernen Windanzeigers aufkommen? Wieder waren es die Stadt und einige Bürger, die sich für das Semaphor stark machten. Der Verwaltungsausschuss beschloss einstimmig, dass die Stadt in Zukunft die Kosten für die Unterhaltung übernehmen wird. Die Mützelfeldtwerft und Reeder Cassen Eils signalisierten ihre Mithilfe. Noch vor wenigen Jahren stellten Mitarbeiter der Reederei täglich Windrichtung und -stärke nach den neuesten Wettermeldungen ein. Ab 1993 kümmerte sich der Altenwalder Holger Carstensen um das Signalgerät, seit einigen Jahren erfolgt die Einstellung der Windarme und der Richtungspfeile durch den Verein Feuerschiff ELBE 1 - e.V. Signaleinrichtungen an der Alten Liebe (1914) 5 1 Leuchtturm 2 Telegraphengebäude 3 Zeitball 4 Marinesignalstation 5 Semaphor 6 Sturmsignal 7 Bootsleutehaus 8 Alte Liebe
Berthold Seliger (* 1928 in Dauba, Böhmen) ist ein deutscher Raketenkonstrukteur. Berthold Seliger bekam 1942 ein Stipendium an der Ingenieursschule von Mittweida in Sachsen und wurde nach Abschluss seines Studiums Assistent des berühmten Theoretikers Professor Dr. Eugen Sänger. Ab 1960 war Berthold Seliger Mitglied der Deutschen Raketengesellschaft und gründete 1961 eine Gesellschaft für Raketenbau, die "Berthold Seliger Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH". 1962/1963 startete diese Gesellschaft diverse Raketen im Cuxhavener Wattengebiet, u.a. eine Dreistufenrakete mit einer Gipfelhöhe von über 100 Kilometern (Erstflug: 2. Mai 1963). Diese Rakete war die einzige im Nachkriegsdeutschland entwickelte Rakete, die bis in den Weltraum vorstoßen konnte! Am 5. Dezember 1963 gab Berthold Seliger eine Vorführung militärisch verwertbarer Raketen vor Militärvertretern aus Nicht-NATO-Staaten im Cuxhavener Wattengebiet, was mit zur Einstellung der Raketenversuche im Cuxhavener Wattengebiet im Jahr 1964 beigetragen haben dürfte.
Die Sahlenburger Schule von Westen (2007) Die Sahlenburger Schule von Osten (2007) 1 Anschrift 2 Über diese Schule 3 Chronik 4 Bilder Anschrift An der Johanneskirche 10 27476 Cuxhaven Tel. 04721 29466 Fax. 04721 681974 Über diese Schule Die Sahlenburger Schule ist eine zweizügige Grundschule mitten im Ortskern von Sahlenburg. 2008 werden ca. 150 Schüler und Schülerinnen von neun Lehrerinnen unter der Leitung von Rita Köhler in freundlich gestalteten Klassenräumen unterrichtet. Vier pädagogische Mitarbeiterinnen, eine Sekretärin, ein Hausmeister und zwei Reinigungskräfte vervollständigen das Schul-Team. Die Sahlenburger Schule verfügt über mit fröhlichen Bildern bemalten Flure und einen zur Bewegung einladenden Schulhof. Die Arbeit der Schulleitung wird in besonderem Maße von dem 1998 gegründeten Förderverein unterstützt. Zahlreiche Aktivitäten bereichern das Schulleben: Nana - Projekt, Aktionswoche zum Thema „Herbst” sowie eine Gewaltpräventionswoche (Defending). Das Sahlenburger Dorffest findet alljährlich auf dem Schulhof statt. Die „Piratenbar” ist fester Bestandteil des Dorffestes. Auf dem Sahlenburger „Nikolausmarkt” wird selbstgebastelte Weihnachtsdekoration verkauft. Jährlich wiederkehrend gibt es eine Verabschiedungsfeier der 4. Klassen am letzten Schultag mit einem selbstgestalteten Programm. Ein Highlight ist die jährliche Einschulung mit der Übergabe der Schultüten durch die * Klassenlehrerinnen. Gemeinsam vorbereitete Einschulungs- und Schulgottesdienste verbinden uns mit der Sahlenburger Johanneskirche. Chronik 15. September 1951 die Schule wird eingeweiht (mit Herrn Holm als Schulleiter). 18. September 1951 der Unterricht beginnt: Fünf Lehrer unterrichten 243 Kinder in fünf Klassen. Da es nur vier Klassenräume gibt, wird eine Klasse im Konfirmandensaal unterrichtet. 1954 Der Schulhof wird mit Rasen befestigt; Bäume und Sträucher werden angepflanzt. Mit 300 DM Zuschuss des Landjugendberatungsdienstes Hannover können die nötigen Geräte, Pflanzen und auch Bücher gekauft werden. 1. April 1959 Neuer Schulleiter wird Herr Sack. Es wird entschieden, dass die Volksschule bis 1966 erweitert werden soll: Statt fünf Klassen soll es bis dahin acht Klassen geben; außerdem sollen eine Turnhalle und ein Sportplatz gebaut werden. 1. Mai 1965 In der "Pausenhalle" (heute die Aula) wird die erste Schulentlassung gefeiert. Nach Ostern werden die neuen Klassenräume genutzt: Erstmals können alle Schüler in Jahrgangsklassen unterrichtet werden. Die Klassenräume werden "Wohnstuben" genannt. 1967 Aus der Volksschule wird eine Grundschule (mit den Klassen 1 bis 6). 1971 Die Klassen 5 und 6 werden abgeschafft; es gibt nur noch Klasse 1 bis 4. Am 19. November wird die neue Turnhalle feierlich eröffnet. 1981 Wegen des "Pillenknicks" werden nur 18 Kinder eingeschult. Bilder Einschulung 1960 Einschulung 1964