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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
2. § 50 Abs. 2 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 31. Dezember des vorangegangenen Jahres der 31. Oktober 2008 tritt. (2) Pensionen mit einem Stichtag 1. November 2008 und 1. Dezember 2008 sind mit Wirksamkeit ab ihrer Zuerkennung nach den Bestimmungen für die Pensionsanpassung für das Jahr 2009 zu erhöhen. (3) Die Richtsätze nach § 150 Abs. 1 sind für das Kalenderjahr 2009 abweichend von § 150 Abs. 2 in Verbindung mit § 51 bereits mit Wirksamkeit ab 1. November 2008 zu vervielfachen. Schlussbestimmungen zu Art. 2 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 (1) Die §§ 50 Abs. 1, 298 Abs. 12 und 13a sowie 320 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 treten rückwirkend mit 1. August 2008 in Kraft. (2) Werden die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension nach § 298 Abs. 12 erst unter Berücksichtigung der im vierten und fünften Teilstrich dieser Bestimmung in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 genannten Ersatzzeiten als Beitragszeiten erfüllt, so fällt die Leistung abweichend von § 55 Abs. 2 Z 2 jedenfalls auch dann mit dem Monatsersten an, an dem die Voraussetzungen erfüllt werden oder der der Erfüllung der Voraussetzungen nachfolgt, frühestens jedoch mit 1. August 2008, wenn die Leistung bis zum Ablauf des 31. Dezember 2008 beantragt wird. Die Rechtskraft bereits ergangener Entscheidungen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Die §§ 50 Abs. 1, 298 Abs. 12 und 13a sowie 320 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 treten rückwirkend mit 1. August 2008 in Kraft. (2) Werden die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension nach § 298 Abs. 12 erst unter Berücksichtigung der im vierten und fünften Teilstrich dieser Bestimmung in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 genannten Ersatzzeiten als Beitragszeiten erfüllt, so fällt die Leistung abweichend von § 55 Abs. 2 Z 2 jedenfalls auch dann mit dem Monatsersten an, an dem die Voraussetzungen erfüllt werden oder der der Erfüllung der Voraussetzungen nachfolgt, frühestens jedoch mit 1. August 2008, wenn die Leistung bis zum Ablauf des 31. Dezember 2008 beantragt wird. Die Rechtskraft bereits ergangener Entscheidungen steht dem nicht entgegen. Zuschuss zu den Energiekosten (1) Personen, die im November 2008 eine Ausgleichszulage zu einer Pension aus der Pensionsversicherung nach diesem Bundesgesetz beziehen, gebührt in diesem Monat zur Pension ein Zuschuss zu den Energiekosten für die Monate Oktober 2008 bis April 2009. Dieser Zuschuss beträgt 210 €. Haben beide Eheleute Anspruch auf Ausgleichszulage und leben sie im gemeinsamen Haushalt, so gebührt der Zuschuss nur zur höheren Pension; haben BezieherInnen einer Witwen(Witwer)pension und von
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(6) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sind im Kalenderjahr 2011 nur jene Pensionen, die den Betrag von 2 310 € monatlich nicht übersteigen, zu erhöhen. Beträgt die Pension monatlich 1. nicht mehr als 2 000 €, so ist sie mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen; 2. mehr als 2 000 € bis zu 2 310 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 1,2% auf 0,0% linear absinkt. (6a) Abweichend von § 149 Abs. 7 dritter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 111/2010 gilt für die Ermittlung der Ausgleichszulage als monatliches Einkommen 1. im Jahr 2011 ein Betrag von 19 %, 2. im Jahr 2012 ein Betrag von 18 %, 3. im Jahr 2013 ein Betrag von 16 % des jeweiligen Richtsatzes. (7) Auf Personen, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine vorzeitige Alterspension nach § 298 Abs. 12 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2010 erfüllt haben, ist die zitierte Bestimmung in der am 31. Dezember 2010 geltenden Fassung weiterhin anzuwenden. (8) Beiträge, die nach § 298 Abs. 12 erster Satz fünfter Teilstrich entrichtet wurden, damit Ersatzzeiten
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(2) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sind im Kalenderjahr 2012 nur jene Pensionen, die den Betrag von 3 300 € monatlich nicht übersteigen, mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen. Beträgt die Pension monatlich 1. mehr als 3 300 € bis zu 5 940 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 2,7 % auf 1,5 % linear absinkt; 2. mehr als 5 940 €, so ist sie um 1,5 % zu erhöhen. Ein besonderer Steigerungsbetrag (§ 141) ist jedenfalls mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen. RIS - Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 171 von 212 07.12.25, 22:12§ 345. § 347. § 348. Schlussbestimmung zu Art. 4 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 17/2012 § 343. Die §§ 128 Abs. 2 sowie 149 Abs. 4 lit. p und r in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 17/2012 treten mit 1. Juni 2012 in Kraft. Schlussbestimmung zu Art. 49 Teil 1 des 2. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. 35 (39. Novelle)
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sind die Pensionen in den Kalenderjahren 2013 und 2014 so zu erhöhen, dass der dem jeweiligen Anpassungsfaktor (§ 108f ASVG) entsprechende Erhöhungsprozentsatz 1. im Kalenderjahr 2013 um einen Prozentpunkt und 2. im Kalenderjahr 2014 um 0,8 Prozentpunkte vermindert wird. (4) § 133 Abs. 3 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 35/2012 ist nur auf Versicherungsfälle anzuwenden, in denen der Stichtag nach dem 31. Dezember 2012 liegt, und zwar so, dass an die Stelle des vollendeten 60. Lebensjahres in den Kalenderjahren 2013 und 2014 das vollendete 58. Lebensjahr und in den Kalenderjahren 2015 und 2016 das vollendete 59. Lebensjahr tritt. (5) Abweichend von § 149 Abs. 7 dritter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 35/2012 gilt für die Ermittlung der Ausgleichszulage als monatliches Einkommen im Jahr 2015 ein Betrag von 14 % des jeweiligen Richtsatzes. Besondere Pensionsanpassung § 346. Alle Pensionen, die am 1. Oktober 2012 bezogen werden, sind zu diesem Zeitpunkt mit dem Faktor 1,011 zu vervielfachen, wenn
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz und Abs. 2 ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2018 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 500 € monatlich beträgt, um 2,2%; 2. wenn es über 1 500 € bis zu 2 000 € monatlich beträgt, um 33 €; 3. wenn es über 2 000 € bis zu 3 355 € monatlich beträgt, um 1,6%; 4. wenn es über 3 355 € bis zu 4 980 € monatlich beträgt, um einen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 1,6% auf 0% linear absinkt. Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als 4 980 € monatlich, so findet keine Erhöhung statt. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2017 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch mit Ausnahme der Kinderzuschüsse und der Ausgleichszulage und vor Anwendung von Ruhensbestimmungen. Ausgenommen sind auch Pensionen, die nach § 50 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2018 nicht anzupassen sind, sowie befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2017 endet. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen,
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Anwendung von Ruhensbestimmungen. Ausgenommen sind auch Pensionen, die nach § 50 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2018 nicht anzupassen sind, sowie befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2017 endet. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014, erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2017 darauf Anspruch hat. (3) Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, die zum Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 zählen, so ist der Erhöhungsbetrag nach Abs. 1 auf die einzelne Pension im Verhältnis der Pensionen zueinander aufzuteilen. (4) Abweichend von den §§ 150 Abs. 2 und 365 Abs. 2 sind die Ausgleichszulagenrichtsätze für das Kalenderjahr 2018 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern mit dem Faktor 1,022 zu vervielfachen. (5) Rechtsträger, die Leistungen nach Abs. 2 dritter Satz auszahlen, haben die Höhe dieser Leistungen dem Versicherungsträger mitzuteilen, wenn dieser für die gesetzliche Pension leistungszuständig ist. Der Versicherungsträger hat sodann diesen Rechtsträgern das Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 mitzuteilen. Schlussbestimmungen zu Art. 2 des Bundesgesetzes BGBI. I Nr. 151/2017
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2019 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 115 € monatlich beträgt, um 2,6%; 2. wenn es über 1 115 € bis zu 1 500 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 2,6% auf 2% linear absinkt; 3. wenn es über 1 500 € bis zu 3 402 € monatlich beträgt, um 2%; 4. wenn es über 3 402 € monatlich beträgt, um 68 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2018 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, Pensionen, die nach § 50 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2019 nicht anzupassen sind, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2018 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2018 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Ausgleichszulage, Pensionen, die nach § 50 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2019 nicht anzupassen sind, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2018 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2018 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen: 1. eine Hinterbliebenenpension in der Höhe, in der sie im Dezember 2018 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer Erhöhung nach § 145 Abs. 6 oder einer Verminderung nach § 145 Abs. 6a gebührt hat; 2. eine Erwerbsunfähigkeitspension in der Höhe, in der sie im Dezember 2018 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer sich nach § 132 Abs. 5 und 6 ergebenden Teilpension gebührt hat. (3) Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, die zum Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 zählen, so ist der Erhöhungsbetrag nach Abs. 1 auf die einzelne Pension im Verhältnis der Pensionen zueinander aufzuteilen. (4) Bei Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2018 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt, ist abweichend von den Abs. 1 und 2 die mit dem Hundertsatz
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2020 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 111 € monatlich beträgt, um 3,6%; 2. wenn es über 1 111 € bis zu 2 500 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,6% auf 1,8% linear absinkt; 3. wenn es über 2 500 € bis zu 5 220 € monatlich beträgt, um 1,8%; 4. wenn es über 5 220 € monatlich beträgt, um 94 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2019 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2019 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2019 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen,
7,509
JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2021 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 000 € monatlich beträgt, um 3,5%; 2. wenn es über 1 000 € bis zu 1 400 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,5% auf 1,5% linear absinkt; 3. wenn es über 1 400 € bis zu 2 333 € monatlich beträgt, um 1,5%; 4. wenn es über 2 333 € monatlich beträgt, um 35 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2020 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2020 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2020 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen:
7,510
JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
2. mit 1. Jänner 2022 die §§ 50 Abs. 1a und 144a samt Überschrift. (2) § 120 Abs. 7 tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft. (3) § 50 Abs. 1a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist nur auf Leistungen anzuwenden, deren Stichtag (§ 113 Abs. 2) nach dem 31. Dezember 2020 liegt. (4) Auf Personen, die die Anspruchsvoraussetzungen nach § 120 Abs. 7 in der am 31. Dezember 2021 geltenden Fassung spätestens am 31. Dezember 2021 erfüllen, ist die genannte Bestimmung weiterhin anzuwenden; § 144a ist dabei nicht anzuwenden. (5) § 144a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist auf Pensionen anzuwenden, deren Stichtag nach dem 31. Dezember 2021 liegt. Impfung gegen SARS-CoV-2 im niedergelassenen Bereich (1) Die im niedergelassenen Bereich tätigen Ärztinnen und Ärzte, Gruppenpraxen bzw. Primärversorgungseinheiten sowie die selbständigen Ambulatorien sind berechtigt, Impfungen gegen SARS- CoV-2 mit dem vom Bund zur Verfügung gestellten und finanzierten Impfstoff auf Rechnung der Sozialversicherungsanstalt durchzuführen. (2) Die Sozialversicherungsanstalt hat für die Durchführung der Impfung samt Aufklärung und
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) § 50 Abs. 1a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist nur auf Leistungen anzuwenden, deren Stichtag (§ 113 Abs. 2) nach dem 31. Dezember 2020 liegt. (4) Auf Personen, die die Anspruchsvoraussetzungen nach § 120 Abs. 7 in der am 31. Dezember 2021 geltenden Fassung spätestens am 31. Dezember 2021 erfüllen, ist die genannte Bestimmung weiterhin anzuwenden; § 144a ist dabei nicht anzuwenden. (5) § 144a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist auf Pensionen anzuwenden, deren Stichtag nach dem 31. Dezember 2021 liegt. Impfung gegen SARS-CoV-2 im niedergelassenen Bereich (1) Die im niedergelassenen Bereich tätigen Ärztinnen und Ärzte, Gruppenpraxen bzw. Primärversorgungseinheiten sowie die selbständigen Ambulatorien sind berechtigt, Impfungen gegen SARS- CoV-2 mit dem vom Bund zur Verfügung gestellten und finanzierten Impfstoff auf Rechnung der Sozialversicherungsanstalt durchzuführen. (2) Die Sozialversicherungsanstalt hat für die Durchführung der Impfung samt Aufklärung und Dokumentation ein pauschales Honorar in Höhe von 15 Euro zu bezahlen. Zuzahlungen der Patientinnen und Patienten sind unzulässig. Der Bund hat der Sozialversicherungsanstalt die ausgewiesenen tatsächlichen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 1a bis 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2022 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 000 € monatlich beträgt, um 3,0%; 2. wenn es über 1 000 € bis zu 1 300 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,0% auf 1,8% linear absinkt; 3. wenn es über 1 300 € monatlich beträgt, um 1,8%. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2021 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 156a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2021 endet, Pensionen, die nach § 50 Abs. 1a vorletzter Satz für das Kalenderjahr 2022 nicht anzupassen sind, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2021 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
31. Dezember 2021 endet, Pensionen, die nach § 50 Abs. 1a vorletzter Satz für das Kalenderjahr 2022 nicht anzupassen sind, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2021 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2021 darauf Anspruch hat und die Leistung für das bzw. im Jahr 2022 anzupassen ist. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen: 1. eine Hinterbliebenenpension in der Höhe, in der sie im Dezember 2021 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer Erhöhung nach § 145 Abs. 6 oder einer Verminderung nach § 145 Abs. 6a gebührt hat; 2. eine Invaliditäts(Berufsunfähigkeits)pension in der Höhe, in der sie im Dezember 2021 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer sich nach § 132 Abs. 5 und 6 ergebenden Teilpension gebührt hat. Zum Gesamtpensionseinkommen zählen auch die Ruhe- und Versorgungsbezüge nach dem Bundestheaterpensionsgesetz, BGBl. Nr. 159/1958, und nach dem Bundesbahn-Pensionsgesetz, BGBl. I Nr. 86/2001, die im Dezember 2021 gebühren und der Pensionsanpassung zum 1. Jänner 2022 unterliegen.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Erhöhungsbetrages ist § 50 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (4) Bei Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2021 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt, ist abweichend von den Abs. 1 und 2 die mit dem Hundertsatz von 60 bemessene Pension mit dem Anpassungsfaktor für das Kalenderjahr 2022 zu vervielfachen. (5) Abweichend von § 150 Abs. 2 sind die Ausgleichszulagenrichtsätze einschließlich der Richtsatzerhöhung für Kinder für das Kalenderjahr 2022 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern mit dem Faktor 1,030 zu vervielfachen. (6) Abweichend von § 156a Abs. 9 sind für das Kalenderjahr 2022 die Beträge nach § 156a Abs. 1 Z 2 und Abs. 2 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern mit dem Faktor 1,02546 zu vervielfachen. (7) Rechtsträger, die Leistungen nach Abs. 2 dritter Satz auszahlen, haben die Höhe dieser Leistungen dem Versicherungsträger bis zum 31. Dezember 2021 im Wege der zu diesem Zweck beim Dachverband eingerichteten Meldeschiene mitzuteilen, wenn der Versicherungsträger für die gesetzliche Pension leistungszuständig ist. Auf dieselbe Weise hat der Versicherungsträger sodann diesen Rechtsträgern das Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 mitzuteilen. Einmalzahlung 2022
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz und Abs. 1a bis 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2023 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 5 670 € monatlich beträgt, um 5,8%; 2. wenn es über 5 670 € monatlich beträgt, um 328,86 €. Dies gilt auch in den Fällen des Abs. 6. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der RIS - Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 185 von 212 07.12.25, 22:12§ 402. gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2022 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 156a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2022 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2022 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
ist § 50 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (4) Bei Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2022 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt, ist abweichend von den Abs. 1 und 2 die mit dem Hundertsatz von 60 bemessene Pension mit dem Anpassungsfaktor für das Kalenderjahr 2023 zu vervielfachen. (5) Rechtsträger, die Leistungen nach Abs. 2 dritter und letzter Satz auszahlen, haben die Höhe dieser Leistungen dem Versicherungsträger bis zum 31. Dezember 2022 im Wege der zu diesem Zweck beim Dachverband eingerichteten Meldeschiene mitzuteilen, wenn der Versicherungsträger für die gesetzliche Pension leistungszuständig ist. Auf dieselbe Weise hat der Versicherungsträger sodann diesen Rechtsträgern das Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 mitzuteilen. (6) § 50 Abs. 1a ist so anzuwenden, dass die erstmalige Anpassung mindestens in jener Höhe gebührt, die sich aus der Vervielfachung mit dem Faktor 1,029 ergibt; auch Leistungen mit Stichtag im November und Dezember des der Anpassung vorangegangenen Kalenderjahres sind in diesem Ausmaß zu erhöhen. Direktzahlung für das Jahr 2023 (1) Personen, die im Jänner 2023 Anspruch auf eine oder mehrere Pensionen und ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, gebührt eine Direktzahlung für das Jahr 2023. Die Direktzahlung
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(6) § 50 Abs. 1a ist so anzuwenden, dass die erstmalige Anpassung mindestens in jener Höhe gebührt, die sich aus der Vervielfachung mit dem Faktor 1,029 ergibt; auch Leistungen mit Stichtag im November und Dezember des der Anpassung vorangegangenen Kalenderjahres sind in diesem Ausmaß zu erhöhen. Direktzahlung für das Jahr 2023 (1) Personen, die im Jänner 2023 Anspruch auf eine oder mehrere Pensionen und ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, gebührt eine Direktzahlung für das Jahr 2023. Die Direktzahlung beläuft sich bei Zutreffen der in der linken Spalte genannten monatlichen Höhe des Gesamtpensionseinkommens auf den in der rechten Spalte genannten Prozentsatz (Betrag): nicht mehr als 1 666,66 € 30% des Gesamtpensionseinkommens über 1 666,66 € bis zu 2 000 € 500 € ab 2 000 € bis zu 2 500 € ein Betrag, der von 500 € linear auf 0 € absinkt (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung einschließlich einer Ausgleichszulage, auf die nach den im Jänner 2023 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) § 50 Abs. 1a ist bei den Pensionsanpassungen für die Kalenderjahre 2024 und 2025 nicht anzuwenden. Schlussbestimmungen zu Art. 5 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 (1) § 380 Abs. 1 in der Fassung der Z 2 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt rückwirkend mit 5. Mai 2023 in Kraft und mit Ablauf des 30. Juni 2023 außer Kraft. (2) § 380 samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt mit 1. Juli 2023 in Kraft und mit Ablauf des 31. März 2024 außer Kraft. (2a) § 380c samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt mit 1. Juli 2023 in Kraft und mit Ablauf des 31. Jänner 2024 außer Kraft. (3) § 384 samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt mit 1. Juli 2023 in Kraft und mit Ablauf des 31. März 2025 außer Kraft. RIS - Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 187 von 212 07.12.25, 22:12§ 408a. § 408b. (4) § 380a samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 238/2021 , § 393a samt
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a sowie unter Bedachtnahme auf § 407 Abs. 3 ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2024 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 5 850 € monatlich beträgt, um 9,7%; 2. wenn es über 5 850 € monatlich beträgt, um 567,45 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2023 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 156a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2023 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2023 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2023 darauf Anspruch hat und die Leistung nach dem jeweiligen Materiengesetz für das bzw. im Jahr 2024 anzupassen ist.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a sowie unter Bedachtnahme auf RIS - Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 190 von 212 07.12.25, 22:12§ 418. § 407 Abs. 3 ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2025 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 6 060 € monatlich beträgt, um 4,6%; 2. wenn es über 6 060 € monatlich beträgt, um 278,76 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2024 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 156a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2024 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2024 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz,
7,521
JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
§ 419. § 50 Abs. 1a und § 417 in der Fassung des Budgetbegleitgesetzes 2025, BGBl. I Nr. 25/2025 , treten mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Schlussbestimmung zu Art. 1 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 40/2025 § 420. Die §§ 149 Abs. 2 und Abs. 7 dritter Satz, 150 Abs. 1, 151 Abs. 4, 153 Abs. 4 zweiter Satz und § 156a Abs. 5 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 40/2025 treten mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Pensionsanpassung 2026 (1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2026 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 2 500 € monatlich beträgt, um 2,7 %; 2. wenn es über 2 500 € monatlich beträgt, um 67,50 €. Auf den so ermittelten Erhöhungsbetrag ist § 50 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2025 in Geltung gestandenen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 50 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2026 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 2 500 € monatlich beträgt, um 2,7 %; 2. wenn es über 2 500 € monatlich beträgt, um 67,50 €. Auf den so ermittelten Erhöhungsbetrag ist § 50 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2025 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 156a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2025 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2025 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2025 darauf
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Auf den so ermittelten Erhöhungsbetrag ist § 50 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2025 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 55 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 156a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2025 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2025 durch die Anwendung des § 145 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2025 darauf Anspruch hat und die Leistung nach dem jeweiligen Materiengesetz für das bzw. im Jahr 2026 anzupassen ist. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen: 1. eine Hinterbliebenenpension in der Höhe, in der sie im Dezember 2025 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer Erhöhung nach § 145 Abs. 6 oder einer Verminderung nach § 145 Abs. 6a gebührt hat;
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
gebührt unter Bedachtnahme auf § 50 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes ab 1. Juni 1981 zu einem Drittel, ab 1. Jänner 1989 zu zwei Drittel und ab 1. Jänner 1995 in voller Höhe. Die Teilung erstreckt sich verhältnismäßig auf den als Grundbetrag und den als Steigerungsbetrag geltenden Betrag. (5) Abs. 4 gilt nicht für Witwerpensionen, die auch bei Weitergeltung der am 31. Mai 1981 in Geltung gestandenen Fassung des § 137 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes gebührt hätten. (6) Die Bestimmung des § 139 Abs. 4 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes in der Fassung des Art. I Z 8 ist nur in den Fällen anzuwenden, in denen der Stichtag nach dem 31. Mai 1981 liegt. (7) Die Bestimmung des § 146 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes in der Fassung des Art. I Z 10 ist nur in den Fällen anzuwenden, in denen die Wiederverehelichung nach dem 31. Mai 1981 erfolgt. Artikel II Übergangsbestimmungen (Anm.: aus BGBl. Nr. 589/1981, zu BGBl. Nr. 560/1978) (1) § 102 Abs. 5 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes in der am 31. Dezember 1981 in Geltung gestandenen Fassung ist nur auf Versicherungsfälle anzuwenden, in denen die Entbindung vor dem 1. Jänner 1982 erfolgt.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(6) Abweichend von § 50 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes ist die Anpassung der Pensionen im Jahr 1988 mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1988 vorzunehmen. (7) Abweichend von den §§ 74 Abs. 2 und 144 Abs. 2 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes sind die dort genannten festen Beträge in Verbindung mit § 51 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes RIS - Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 205 von 212 07.12.25, 22:12im Jahr 1988 mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1988 anzupassen. (8) Pensionsberechtigte, die im Jänner 1988 ausschließlich wegen der Verschiebung der Anpassung auf den 1. Juli 1988 Anspruch auf Ausgleichszulage hätten, erhalten den Unterschiedsbetrag zwischen der Summe aus Pension, Nettoeinkommen (§ 149 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes) und den gemäß § 151 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes zu berücksichtigenden Beträgen einerseits und dem Richtsatz (§ 150 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes) andererseits für die Monate Jänner bis Juni 1988 als Zuschlag zur Pension. Dieser Zuschlag gilt für den Pensionsbezieher als Pensionsbestandteil, ist aber bei der Bemessung eines allfälligen Hilflosenzuschusses außer Betracht zu lassen. (9) Der Zuschlag zur Pension nach Abs. 8 ist bei Anwendung der Rechnungsvorschriften nicht als Pensionsaufwand, sondern als Aufwand für Ausgleichszulagen zu verrechnen.
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
bestanden hätte, wobei im übrigen § 50 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes entsprechend anzuwenden ist. (2) Zu a) allen Pensionen aus der Pensionsversicherung, für die der Stichtag (§ 113 Abs. 2 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes) vor dem 1. Jänner 1990 liegt, b) allen Hinterbliebenenpensionen, für die der Stichtag (§ 113 Abs. 2 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes) in der Zeit vom Jänner bis Juli 1990 liegt, wenn diese Pensionen von der Pension bemessen wurden, auf die der Verstorbene am Todestag Anspruch hatte, die im Monat Juli bezogen werden, gebührt eine außerordentliche Sonderzahlung. In den Fällen der lit. b gebührt die außerordentliche Sonderzahlung nicht, wenn der Stichtag für die Pension des Verstorbenen gleichfalls in der Zeit vom Jänner bis Juli 1990 liegt. Die außerordentliche Sonderzahlung gebührt in der Höhe von 7 vH der für den Monat Juni ausgezahlten Pension einschließlich der Zuschüsse und der Ausgleichszulage. Ein allfälliges Ruhen ist außer Betracht zu lassen. (3) Sind nach den Bestimmungen des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes feste Beträge – ausgenommen die Richtsätze nach § 150 und der Betrag nach § 74 Abs. 2 zweiter Satz des Gewerblichen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
mit § 50 Abs. 4 zur Anwendung gelangt ist, sind mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1990 neu zu bemessen. Artikel IV Inkrafttreten (Anm.: aus BGBl. Nr. 648/1982, zu BGBl. Nr. 560/1978) (1) Dieses Bundesgesetz tritt am 1. Jänner 1983 in Kraft. (2) Zur Vorbereitung der Durchführung kann schon vor dem 1. Jänner 1983 von dem der Kundmachung dieses Bundesgesetzes folgenden Tag an eine Verordnung im Sinne des § 229 Abs. 3 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes in der Fassung des Art. I Z 18 erlassen werden. Diese Verordnung tritt frühestens RIS - Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 207 von 212 07.12.25, 22:12mit dem der Kundmachung dieses Bundesgesetzes folgenden Tag in Kraft. Artikel IV Übergangsbestimmungen zu Art. II (Anm.: aus BGBl. Nr. 158/1987, zu BGBl. Nr. 560/1978) Soweit für das Kalenderjahr 1987 oder für die Kalenderjahre 1987 und 1988 bei Personen, die ihre Pflichtversicherung vor dem 1. Jänner 1987 begonnen haben, eine Beitragsgrundlage gemäß § 25 des
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
mit § 50 Abs. 4 zur Anwendung gelangt ist, sind mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1990 neu zu bemessen.“ (Anm.: Abs. 9 betrifft eine andere Rechtsvorschrift) Artikel VIII Zuschuß zu den Energiekosten (Anm.: aus BGBl. Nr. 741/1990, zu BGBl. Nr. 560/1978) (1) Personen, die keinen Anspruch auf Abgeltung für Erhöhungen der Energiekosten gemäß Abs. 6 haben und die im Monat Jänner 1991 eine Ausgleichszulage zu einer Pension aus der Pensionsversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz, dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz oder dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz beziehen, gebührt in diesem Monat zur Pension ein Zuschuß zu den Energiekosten. Der Zuschuß beträgt 1 000 Schilling. Haben beide Ehegatten Anspruch auf eine Pension mit Ausgleichszulage und leben sie im gemeinsamen Haushalt, so gebührt der Zuschuß nur zur höheren Pension. Haben Bezieher einer Witwen(Witwer)pension und von Waisenpensionen Anspruch auf Ausgleichszulage und leben sie im gemeinsamen Haushalt, so gebührt der Zuschuß nur zur Witwen(Witwer)pension. (2) Der Zuschuß ist zu im Monat Jänner 1991 laufenden Pensionen in diesem Monat, sonst zugleich mit der Aufnahme der laufenden Pensionszahlungen flüssigzumachen. Die Zuschußbeträge nach Abs. 1 gelten für
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
48 von 228 07.12.25, 22:04§ 46. Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung davon umfasst. Abs. 1 ist nicht anzuwenden. Der zuständige Versicherungsträger hat die überwiesenen Beitragsteile auf die ihm geschuldeten Beiträge anzurechnen. Übersteigen die anzurechnenden die dem zuständigen Versicherungsträger geschuldeten Beiträge, so ist der Überschuss dem Beitragsschuldner/der Beitragsschuldnerin nach diesem Bundesgesetz durch den zuständigen Versicherungsträger zu erstatten. (4) Abs. 2 gilt nicht für Beiträge, die zwar nicht zur Gänze ungebührlich, jedoch von einer zu hohen Beitragsgrundlage oder unter Anwendung eines zu hohen Beitragssatzes entrichtet worden sind, sofern innerhalb des in Betracht kommenden Zeitraumes nur solche Leistungen erbracht wurden, die auch dann, wenn die Beiträge in richtiger Höhe entrichtet worden wären, im gleichen Ausmaß gebührt hätten. (5) Die Rückforderung ungebührlich entrichteter Beiträge steht dem Beitragsschuldner (§ 33 Abs. 2), in den Fällen des § 2 Abs. 5 und § 3 Abs. 3 der Verlassenschaft zu. ABSCHNITT VII Pensionsanpassung und Anpassung der Renten aus der Unfallversicherung Aufwertungszahl, Aufwertungsfaktoren, Anpassungsrichtwert, Anpassungsfaktor
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
§ 48. Die Anpassung der Leistungen gemäß § 46 ist von Amts wegen vorzunehmen. § 49a. Die Aufwertungszahl (§ 45) beträgt für das Kalenderjahr 1992 1,055. ZWEITER TEIL Leistungen ABSCHNITT I Allgemeine Bestimmungen über Leistungsansprüche Entstehen der Leistungsansprüche § 50. Die Ansprüche auf die Leistungen aus der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung entstehen in dem Zeitpunkt, in dem die hiefür vorgesehenen Voraussetzungen erfüllt werden. Beachte für folgende Bestimmung Abs. 2 Z 1: zum Bezugszeitraum vgl. § 407 Abs. 2 Anfall der Leistungen (1) Soweit nichts anderes bestimmt ist, fallen die sich aus den Leistungsansprüchen ergebenden Leistungen mit dem Entstehen des Anspruches (§ 50) an. (2) Pensionen aus der Pensionsversicherung fallen an:
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
4. eine auf Grund ärztlicher Verschreibung erforderliche Leistung eines Heilmasseurs, der nach § 46 des Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetzes, BGBl. I Nr. 169/2002 , zur freiberuflichen Berufsausübung berechtigt ist. (2) In der Regel soll die Auswahl zwischen mindestens zwei zur Behandlung berufenen, für den Erkrankten in angemessener Zeit erreichbaren Ärzten oder Gruppenpraxen freigestellt sein. Hat der Versicherungsträger eigene Einrichtungen für die Gewährung der ärztlichen Hilfe oder wird diese durch Vertragseinrichtungen gewährt, muß die Wahl der Behandlung zwischen einer dieser Einrichtungen und einem oder mehreren Vertragsärzten (Wahlärzten) bzw. einer oder mehreren Vertrags-Gruppenpraxen (Wahl- Gruppenpraxen) unter gleichen Bedingungen freigestellt sein. Insoweit Zuzahlungen zu den Leistungen vorgesehen sind, müssen diese in den Ambulatorien, bei den freiberuflich tätigen Vertragsärzten und in den Vertrags-Gruppenpraxen gleich hoch sein. (3) Bei der Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe durch einen Vertragsarzt, in einer Vertrags-Gruppenpraxis oder in eigenen Einrichtungen (Vertragseinrichtungen) des Versicherungsträgers hat der (die) Erkrankte die innerhalb des ELSY als Krankenscheinersatz zu verwendende Chipkarte vorzulegen. (4) Im Falle der Notwendigkeit der Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe kann der Ersatz der
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
1. aus Anlaß jeder Anpassung von Pensionen gemäß § 46; 2. bei jeder Neuaufnahme einer Erwerbstätigkeit; 3. auf besonderen Antrag des Pensionisten. (____________________ Anm. 1: gemäß BGBl. II Nr. 391/2016 für 2017: 1 177,25 € gemäß BGBl. II Nr. 339/2017 für 2018: 1 196,09 € gemäß BGBl. II Nr. 329/2018 für 2019: 1 220,01 € gemäß BGBl. II Nr. 348/2019 für 2020: 1 241,97 € gemäß BGBl. II Nr. 576/2020 für 2021: 1 260,60 € gemäß BGBl. II Nr. 590/2021 für 2022: 1 283,29 € gemäß BGBl. II Nr. 459/2022 für 2023: 1 357,72 € gemäß BGBl. II Nr. 407/2023 für 2024: 1 489,42 € gemäß BGBl. II Nr. 417/2024 für 2025: 1 557,93 € gemäß BGBl. II Nr. 263/2025 für 2026: 1 599,99 € RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno...
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
gemäß § 46 vorangeht. Aus Anlaß jeder Anpassung von Pensionen gemäß § 46 ist die Erhöhung der Witwen(Witwer)pension gemäß Abs. 6 neu festzustellen. (7a) Die Verminderung der Witwen-(Witwer-)Pension erfolgt ab dem Beginn des Monats, in dem die Voraussetzungen nach Abs. 6a vorliegen. Ihr Ausmaß ist erstmalig auf Grund des Pensionsantrages festzustellen. Umstände, die zu einer Erhöhung oder Herabsetzung dieser Verminderung führen (insbesondere die Aufwertung der Höchstbeitragsgrundlage) sind auch von Amts wegen wahrzunehmen. Die Verminderung erfolgt bis zum Ablauf des Monats, in dem die Voraussetzungen hiefür weggefallen sind. (7b) Gebührt neben der Witwen(Witwer)pension auch ein Versorgungsgenuss nach Abs. 5 Z 3 und 4, so gebührt die Erhöhung nach Abs. 6 bis zum zulässigen Höchstausmaß zuerst zur höheren Leistung. Sind die Abs. 6a und 7a bei Vorliegen von zwei oder mehreren Witwen(Witwer)pensionen anzuwenden, so ist beginnend mit der jeweils betraglich niedrigeren Pension zu vermindern. (8) Die Witwen(Witwer)pension nach § 127 Abs. 4 lit. a bis c darf den gegen den Versicherten (die Versicherte) zur Zeit seines (ihres) Todes bestehenden und mit dem im Zeitpunkt des Pensionsanfalles für das Jahr des Todes geltenden Aufwertungsfaktor (§ 45) aufgewerteten Anspruch auf Unterhalt (Unterhaltsbeitrag), vermindert um eine der (dem) Anspruchsberechtigten nach dem (der) Versicherten gemäß § 215 Abs. 3 des
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) Der Anspruch lebt in der unter Bedachtnahme auf § 46 sich ergebenden Höhe mit dem der Antragstellung folgenden Monatsersten, frühestens jedoch mit dem Monatsersten wieder auf, der dem Ablauf von zweieinhalb Jahren nach dem seinerzeitigen Erlöschen des Anspruches folgt. (4) Auf die wiederaufgelebte Witwen(Witwer)pension sind laufende Unterhaltsleistungen und die im § 2 des Einkommensteuergesetzes 1988, BGBl. Nr. 400, angeführten Einkünfte anzurechnen, die der Witwe (dem Witwer) aufgrund aufgelöster oder für nichtig erklärter, vor dem Wiederaufleben der Witwen(Witwer)pension geschlossener Ehen gebühren oder darüber hinaus zufließen. Eine Anrechnung laufender Unterhaltsleistungen erfolgt nur in der Höhe eines Vierzehntels der jährlich tatsächlich zufließenden Unterhaltsleistung. Hinsichtlich der Ermittlung des Erwerbseinkommens aus einem land(forst)wirtschaftlichen Betrieb ist § 140 Abs. 5 und 6 entsprechend anzuwenden. Erhält die Witwe (der Witwer) statt laufender Unterhaltsleistungen eine Kapitalabfindung, so ist auf die Pension ein Vierzehntel des Betrages anzurechnen, der sich bei der Annahme eines jährlichen Ertrages von 4 vH des Abfindungskapitals ergeben würde. Geht das Abfindungskapital ohne vorsätzliches Verschulden der Witwe (des Witwers) unter, so entfällt die Anrechnung. (5) Werden laufende Unterhaltsleistungen bzw. Einkünfte im Sinne des Abs. 4 bereits im Zeitpunkt des Wiederauflebens der Witwen(Witwer)pension bezogen, wird die Anrechnung ab diesem Zeitpunkt wirksam, in
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Anwendung des § 46 Abs. 4. Ist die Bemessungsgrundlage nach § 113 zu der am Stichtag der neu anfallenden Leistung geltenden Rechtslage jedoch höher, so ist für die Berechnung des Steigerungsbetrages ausschließlich diese Bemessungsgrundlage heranzuziehen. 5. Der Steigerungsbetrag nach Z 4 ist nach oben hin mit 80% der zur Anwendung kommenden Bemessungsgrundlage begrenzt. 6. Die Z 3 bis 5 sind auch bei einem Antrag auf vorzeitige Alterspension nach § 122 oder § 122a anzuwenden, wenn bereits ein rechtskräftig zuerkannter Anspruch auf eine Pension aus dem Versicherungsfall der dauernden Erwerbsunfähigkeit nach diesem Bundesgesetz oder dem GSVG oder aus dem Versicherungsfall der Invalidität oder Berufsunfähigkeit nach dem ASVG, deren Stichtag vor dem 1. Juli 1993 liegt, besteht oder bestanden hat und nicht entzogen wurde. (6) Personen, die am 31. Dezember 1999 Anspruch auf eine Zuschußleistung des Pensionsinstitutes für Verkehr und öffentliche Einrichtungen haben, gebührt ein besonderer Steigerungsbetrag im Sinne des § 132 Abs. 7 nach Maßgabe der folgenden Sätze. Die Beiträge, die der Bemessung dieses besonderen Steigerungsbetrages zugrunde zu legen sind, gelten als zur Höherversicherung geleistet. Über den besonderen Steigerungsbetrag hat das Pensionsinstitut für Verkehr und öffentliche Einrichtungen einen Bescheid zum
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Versicherungsdauer sind – mit Ausnahme der §§ 46 Abs. 1, 113, 114, 130 und 134 – auf Versicherungsfälle, in denen der Stichtag nach dem 30. Juni 2004 liegt, weiterhin anzuwenden, jedoch tritt abweichend von § 122 Abs. 1 1. an die Stelle des 738. Lebensmonates, wenn der Versicherte diesen Lebensmonat vollendet RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 168 von 228 07.12.25, 22:041. an die Stelle des 738. Lebensmonates, wenn der Versicherte diesen Lebensmonat vollendet – im Juli oder August oder September 2004 der 740. Lebensmonat, – im Oktober oder November oder Dezember 2004 der 742. Lebensmonat, – im Jänner oder Februar oder März 2005 der 743. Lebensmonat, – im April oder Mai oder Juni 2005 der 744. Lebensmonat, – im Juli oder August oder September 2005 der 745. Lebensmonat, – im Oktober oder November oder Dezember 2005 der 746. Lebensmonat, – im Jänner oder Februar oder März 2006 der 747. Lebensmonat, – im April oder Mai oder Juni 2006 der 748. Lebensmonat, – im Juli oder August oder September 2006 der 749. Lebensmonat,
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer – mit Ausnahme der §§ 46 Abs. 1, 113, 114, 130 und 134 (die in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden sind) – so anzuwenden, dass abweichend von § 122 Abs. 1 1. an die Stelle des 738. Lebensmonates das 60. Lebensjahr tritt, wenn und sobald der Versicherte 540 Beitragsmonate erworben hat, 2. an die Stelle des 678. Lebensmonates das 55. Lebensjahr tritt, wenn und sobald die Versicherte 480 Beitragsmonate erworben hat; dabei gilt § 110 Z 1 mit der Maßgabe, dass Zeiten der freiwilligen Versicherung den Ersatzzeiten vorgehen; weiters sind als Beitragsmonate zu berücksichtigen: – bis zu 60 Ersatzmonate für Zeiten der Kindererziehung (§§ 107a oder 107b dieses Bundesgesetzes oder §§ 227a oder 228a ASVG oder §§ 116a oder 116b GSVG), die sich nicht mit Beitragsmonaten decken, – Ersatzmonate wegen eines Anspruches auf Wochengeld (§ 227 Abs. 1 Z 3 ASVG), die sich nicht mit Ersatzmonaten nach § 227a ASVG oder nach § 228a ASVG decken, – Ersatzmonate für Zeiten eines Präsenz- oder Zivildienstes (§ 107 Abs. 1 Z 3 dieses
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Beitragserhöhung, wenn die Versicherungspflicht im Jahr 2007 eingetreten ist und nach § 46 Abs. 1 keine Anpassung erfolgt ist. (4) Die Richtsätze nach § 141 Abs. 1 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 101/2007 sind abweichend von § 141 Abs. 2 in Verbindung mit § 47 für das Kalenderjahr 2008 nicht zu vervielfachen. (5) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz ASVG sind im Kalenderjahr 2008 alle Pensionen, die mehr als 746,99 € monatlich betragen, nicht mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen, sondern wie folgt zu erhöhen: Beträgt die Pension monatlich 1. mehr als 746,99 € bis zu 1 050 €, so ist sie um 21 € zu erhöhen; 2. mehr als 1 050 € bis zu 1 700 €, so ist sie mit dem Faktor 1,020 zu vervielfachen; 3. mehr als 1 700 € bis zu 2 161,50 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 2,0% auf 1,7% linear absinkt; 4. mehr als 2 161,50 €, so ist sie um 36,75 € zu erhöhen. (6) Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen, die jeweils den Richtsatz nach § 141 Abs. 1 lit. a sublit. bb in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 101/2007 nicht erreichen, so ist ausschließlich die Summe dieser Pensionen nach Abs. 5 zu erhöhen, wobei der Erhöhungsbetrag auf die einzelne Pension im
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
1. § 46 Abs. 1 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 1. Jänner eines jeden Jahres und an die Stelle des 1. Jänner dieses Jahres jeweils der 1. November 2008 tritt; 2. § 46 Abs. 2 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 31. Dezember des vorangegangenen Jahres der 31. Oktober 2008 tritt. (2) Pensionen mit einem Stichtag 1. November 2008 und 1. Dezember 2008 sind mit Wirksamkeit ab ihrer Zuerkennung nach den Bestimmungen für die Pensionsanpassung für das Jahr 2009 zu erhöhen. (3) Die Richtsätze nach § 141 Abs. 1 sind für das Kalenderjahr 2009 abweichend von § 141 Abs. 2 in Verbindung mit § 47 bereits mit Wirksamkeit ab 1. November 2008 zu vervielfachen. (4) § 45 letzter Satz ist unter Bedachtnahme auf § 636 Abs. 4 ASVG anzuwenden. Schlussbestimmungen zu Art. 3 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 (1) Die §§ 46 Abs. 1, 287 Abs. 12 und 13a sowie 310 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 treten rückwirkend mit 1. August 2008 in Kraft. (2) Werden die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension nach § 287 Abs. 12 erst unter Berücksichtigung der im vierten und fünften Teilstrich dieser Bestimmung in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 genannten Ersatzzeiten als Beitragszeiten erfüllt, so fällt die Leistung abweichend von
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
2. § 46 Abs. 2 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 31. Dezember des vorangegangenen Jahres der 31. Oktober 2008 tritt. (2) Pensionen mit einem Stichtag 1. November 2008 und 1. Dezember 2008 sind mit Wirksamkeit ab ihrer Zuerkennung nach den Bestimmungen für die Pensionsanpassung für das Jahr 2009 zu erhöhen. (3) Die Richtsätze nach § 141 Abs. 1 sind für das Kalenderjahr 2009 abweichend von § 141 Abs. 2 in Verbindung mit § 47 bereits mit Wirksamkeit ab 1. November 2008 zu vervielfachen. (4) § 45 letzter Satz ist unter Bedachtnahme auf § 636 Abs. 4 ASVG anzuwenden. Schlussbestimmungen zu Art. 3 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 (1) Die §§ 46 Abs. 1, 287 Abs. 12 und 13a sowie 310 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 treten rückwirkend mit 1. August 2008 in Kraft. (2) Werden die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension nach § 287 Abs. 12 erst unter Berücksichtigung der im vierten und fünften Teilstrich dieser Bestimmung in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 genannten Ersatzzeiten als Beitragszeiten erfüllt, so fällt die Leistung abweichend von § 51 Abs. 2 Z 2 jedenfalls auch dann mit dem Monatsersten an, an dem die Voraussetzungen erfüllt werden oder der der Erfüllung der Voraussetzungen nachfolgt, frühestens jedoch mit 1. August 2008, wenn die Leistung
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Die §§ 46 Abs. 1, 287 Abs. 12 und 13a sowie 310 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 treten rückwirkend mit 1. August 2008 in Kraft. (2) Werden die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension nach § 287 Abs. 12 erst unter Berücksichtigung der im vierten und fünften Teilstrich dieser Bestimmung in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 genannten Ersatzzeiten als Beitragszeiten erfüllt, so fällt die Leistung abweichend von § 51 Abs. 2 Z 2 jedenfalls auch dann mit dem Monatsersten an, an dem die Voraussetzungen erfüllt werden oder der der Erfüllung der Voraussetzungen nachfolgt, frühestens jedoch mit 1. August 2008, wenn die Leistung bis zum Ablauf des 31. Dezember 2008 beantragt wird. Die Rechtskraft bereits ergangener Entscheidungen steht dem nicht entgegen. Zuschuss zu den Energiekosten (1) Personen, die im November 2008 eine Ausgleichszulage zu einer Pension aus der Pensionsversicherung nach diesem Bundesgesetz beziehen, gebührt in diesem Monat zur Pension ein Zuschuss zu den Energiekosten für die Monate Oktober 2008 bis April 2009. Dieser Zuschuss beträgt 210 €. Haben beide Eheleute Anspruch auf Ausgleichszulage und leben sie im gemeinsamen Haushalt, so gebührt der Zuschuss nur zur höheren Pension; haben BezieherInnen einer Witwen(Witwer)pension und von
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(6) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sind im Kalenderjahr 2011 nur jene Pensionen, die den RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 183 von 228 07.12.25, 22:04§ 330. § 332. Betrag von 2 310 € monatlich nicht übersteigen, zu erhöhen. Beträgt die Pension monatlich 1. nicht mehr als 2 000 €, so ist sie mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen; 2. mehr als 2 000 € bis zu 2 310 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 1,2% auf 0,0% linear absinkt. (6a) Abweichend von § 140 Abs. 7 dritter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 111/2010 gilt für die Ermittlung der Ausgleichszulage als monatliches Einkommen 1. im Jahr 2011 ein Betrag von 19 %, 2. im Jahr 2012 ein Betrag von 18 %, 3. im Jahr 2013 ein Betrag von 16 % des jeweiligen Richtsatzes. (7) Auf Personen, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine vorzeitige Alterspension nach § 287
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(2) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sind im Kalenderjahr 2012 nur jene Pensionen, die den Betrag von 3 300 € monatlich nicht übersteigen, mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen. Beträgt die Pension monatlich 1. mehr als 3 300 € bis zu 5 940 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 2,7 % auf 1,5 % linear absinkt; 2. mehr als 5 940 €, so ist sie um 1,5 % zu erhöhen. Ein besonderer Steigerungsbetrag (§ 132) ist jedenfalls mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen. Schlussbestimmung zu Art. 5 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 17/2012 § 333. Die §§ 119 Abs. 2 sowie 140 Abs. 4 lit. p und r in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 17/2012 treten mit 1. Juni 2012 in Kraft. RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 184 von 228 07.12.25, 22:04§ 335. § 337. Schlussbestimmung zu Art. 50 Teil 1 des 2. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. 35 (39. Novelle) § 334. § 30 Abs. 3 letzter Satz und Abs. 5 sowie § 204 Abs. 6 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(2) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sind die Pensionen in den Kalenderjahren 2013 und 2014 so zu erhöhen, dass der dem jeweiligen Anpassungsfaktor (§ 108f ASVG) entsprechende Erhöhungsprozentsatz 1. im Kalenderjahr 2013 um einen Prozentpunkt und 2. im Kalenderjahr 2014 um 0,8 Prozentpunkte vermindert wird. (3) § 124 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 35/2012 ist nur auf Versicherungsfälle anzuwenden, in denen der Stichtag nach dem 31. Dezember 2012 liegt, und zwar so, dass an die Stelle des vollendeten 60. Lebensjahres in den Kalenderjahren 2013 und 2014 das vollendete 58. Lebensjahr und in den Kalenderjahren 2015 und 2016 das vollendete 59. Lebensjahr tritt. (4) Abweichend von § 140 Abs. 7 dritter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 35/2012 gilt für die Ermittlung der Ausgleichszulage als monatliches Einkommen im Jahr 2015 ein Betrag von 14 % des jeweiligen Richtsatzes. Besondere Pensionsanpassung § 336. Alle Pensionen, die am 1. Oktober 2012 bezogen werden, sind zu diesem Zeitpunkt mit dem Faktor 1,011 zu vervielfachen, wenn
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz und Abs. 2 ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2018 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 500 € monatlich beträgt, um 2,2%; 2. wenn es über 1 500 € bis zu 2 000 € monatlich beträgt, um 33 €; 3. wenn es über 2 000 € bis zu 3 355 € monatlich beträgt, um 1,6%; 4. wenn es über 3 355 € bis zu 4 980 € monatlich beträgt, um einen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 1,6% auf 0% linear absinkt. Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als 4 980 € monatlich, so findet keine Erhöhung statt. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2017 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch mit Ausnahme der Kinderzuschüsse und der Ausgleichszulage und vor Anwendung von Ruhensbestimmungen. Ausgenommen sind auch Pensionen, die nach § 46 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2018 nicht anzupassen sind, sowie befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2017 endet. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen,
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Anwendung von Ruhensbestimmungen. Ausgenommen sind auch Pensionen, die nach § 46 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2018 nicht anzupassen sind, sowie befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2017 endet. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014, erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2017 darauf Anspruch hat. (3) Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, die zum Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 zählen, so ist der Erhöhungsbetrag nach Abs. 1 auf die einzelne Pension im Verhältnis der Pensionen zueinander aufzuteilen. (4) Abweichend von den §§ 141 Abs. 2 und 357 Abs. 2 sind die Ausgleichszulagenrichtsätze für das Kalenderjahr 2018 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern mit dem Faktor 1,022 zu vervielfachen. (5) Rechtsträger, die Leistungen nach Abs. 2 dritter Satz auszahlen, haben die Höhe dieser Leistungen dem Versicherungsträger mitzuteilen, wenn dieser für die gesetzliche Pension leistungszuständig ist. Der Versicherungsträger hat sodann diesen Rechtsträgern das Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 mitzuteilen. Schlussbestimmung zum Bundesgesetz BGBl. I Nr. 7/2018
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2019 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 115 € monatlich beträgt, um 2,6%; 2. wenn es über 1 115 € bis zu 1 500 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 2,6% auf 2% linear absinkt; 3. wenn es über 1 500 € bis zu 3 402 € monatlich beträgt, um 2%; 4. wenn es über 3 402 € monatlich beträgt, um 68 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2018 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, Pensionen, die nach § 46 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2019 nicht anzupassen sind, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2018 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2018 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Ausgleichszulage, Pensionen, die nach § 46 Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2019 nicht anzupassen sind, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2018 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2018 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen: 1. eine Hinterbliebenenpension in der Höhe, in der sie im Dezember 2018 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer Erhöhung nach § 136 Abs. 6 oder einer Verminderung nach § 136 Abs. 6a gebührt hat; 2. eine Erwerbsunfähigkeitspension in der Höhe, in der sie im Dezember 2018 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer sich nach § 123 Abs. 5 und 6 ergebenden Teilpension gebührt hat. (3) Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, die zum Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 zählen, so ist der Erhöhungsbetrag nach Abs. 1 auf die einzelne Pension im Verhältnis der Pensionen zueinander aufzuteilen. (4) Bei Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2018 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt, ist abweichend von den Abs. 1 und 2 die mit dem Hundertsatz
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2020 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 111 € monatlich beträgt, um 3,6%; 2. wenn es über 1 111 € bis zu 2 500 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,6% auf 1,8% linear absinkt; 3. wenn es über 2 500 € bis zu 5 220 € monatlich beträgt, um 1,8%; 4. wenn es über 5 220 € monatlich beträgt, um 94 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2019 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2019 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2019 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen,
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2021 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 000 € monatlich beträgt, um 3,5%; 2. wenn es über 1 000 € bis zu 1 400 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,5% auf 1,5% linear absinkt; 3. wenn es über 1 400 € bis zu 2 333 € monatlich beträgt, um 1,5%; 4. wenn es über 2 333 € monatlich beträgt, um 35 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2020 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2020 endet, RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 193 von 228 07.12.25, 22:04§ 377.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
2. mit 1. Jänner 2022 die §§ 46 Abs. 1a und 135a samt Überschrift. (2) § 111 Abs. 8 tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft. (3) § 46 Abs. 1a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist nur auf Leistungen anzuwenden, deren Stichtag (§ 104 Abs. 2) nach dem 31. Dezember 2020 liegt. (4) Auf Personen, die die Anspruchsvoraussetzungen nach § 111 Abs. 8 in der am 31. Dezember 2021 geltenden Fassung spätestens am 31. Dezember 2021 erfüllen, ist die genannte Bestimmung weiterhin anzuwenden; § 135a ist dabei nicht anzuwenden. (5) § 135a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist auf Pensionen anzuwenden, deren Stichtag nach dem 31. Dezember 2021 liegt. Impfung gegen SARS-CoV-2 im niedergelassenen Bereich (1) Die im niedergelassenen Bereich tätigen Ärztinnen und Ärzte, Gruppenpraxen bzw. Primärversorgungseinheiten sowie die selbständigen Ambulatorien sind berechtigt, Impfungen gegen SARS- CoV-2 mit dem vom Bund zur Verfügung gestellten und finanzierten Impfstoff auf Rechnung der Sozialversicherungsanstalt durchzuführen. (2) Die Sozialversicherungsanstalt hat für die Durchführung der Impfung samt Aufklärung und
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) § 46 Abs. 1a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist nur auf Leistungen anzuwenden, deren Stichtag (§ 104 Abs. 2) nach dem 31. Dezember 2020 liegt. (4) Auf Personen, die die Anspruchsvoraussetzungen nach § 111 Abs. 8 in der am 31. Dezember 2021 geltenden Fassung spätestens am 31. Dezember 2021 erfüllen, ist die genannte Bestimmung weiterhin anzuwenden; § 135a ist dabei nicht anzuwenden. (5) § 135a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 28/2021 ist auf Pensionen anzuwenden, deren Stichtag nach dem 31. Dezember 2021 liegt. Impfung gegen SARS-CoV-2 im niedergelassenen Bereich (1) Die im niedergelassenen Bereich tätigen Ärztinnen und Ärzte, Gruppenpraxen bzw. Primärversorgungseinheiten sowie die selbständigen Ambulatorien sind berechtigt, Impfungen gegen SARS- CoV-2 mit dem vom Bund zur Verfügung gestellten und finanzierten Impfstoff auf Rechnung der Sozialversicherungsanstalt durchzuführen. (2) Die Sozialversicherungsanstalt hat für die Durchführung der Impfung samt Aufklärung und Dokumentation ein pauschales Honorar in Höhe von 15 Euro zu bezahlen. Zuzahlungen der Patientinnen und Patienten sind unzulässig. Der Bund hat der Sozialversicherungsanstalt die ausgewiesenen tatsächlichen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 1a bis 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2022 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 000 € monatlich beträgt, um 3,0%; 2. wenn es über 1 000 € bis zu 1 300 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,0% auf 1,8% linear absinkt; 3. wenn es über 1 300 € monatlich beträgt, um 1,8%. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2021 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 147a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2021 endet, Pensionen, die nach § 46 Abs. 1a vorletzter Satz für das Kalenderjahr 2022 nicht anzupassen sind, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2021 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
31. Dezember 2021 endet, Pensionen, die nach § 46 Abs. 1a vorletzter Satz für das Kalenderjahr 2022 nicht anzupassen sind, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2021 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2021 darauf Anspruch hat und die Leistung für das bzw. im Jahr 2022 anzupassen ist. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen: 1. eine Hinterbliebenenpension in der Höhe, in der sie im Dezember 2021 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer Erhöhung nach § 136 Abs. 6 oder einer Verminderung nach § 136 Abs. 6a gebührt hat; RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 195 von 228 07.12.25, 22:04§ 386a. § 386b. § 387. 2. eine Invaliditäts(Berufsunfähigkeits)pension in der Höhe, in der sie im Dezember 2021 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer sich nach § 123 Abs. 5 und 6 ergebenden
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Erhöhungsbetrages ist § 46 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (4) Bei Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2021 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt, ist abweichend von den Abs. 1 und 2 die mit dem Hundertsatz von 60 bemessene Pension mit dem Anpassungsfaktor für das Kalenderjahr 2022 zu vervielfachen. (5) Abweichend von § 141 Abs. 2 sind die Ausgleichszulagenrichtsätze einschließlich der Richtsatzerhöhung für Kinder für das Kalenderjahr 2022 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern mit dem Faktor 1,030 zu vervielfachen. (6) Abweichend von § 147a Abs. 9 sind für das Kalenderjahr 2022 die Beträge nach § 147a Abs. 1 Z 2 und Abs. 2 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern mit dem Faktor 1,02546 zu vervielfachen. (7) Rechtsträger, die Leistungen nach Abs. 2 dritter Satz auszahlen, haben die Höhe dieser Leistungen dem Versicherungsträger bis zum 31. Dezember 2021 im Wege der zu diesem Zweck beim Dachverband eingerichteten Meldeschiene mitzuteilen, wenn der Versicherungsträger für die gesetzliche Pension leistungszuständig ist. Auf dieselbe Weise hat der Versicherungsträger sodann diesen Rechtsträgern das Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 mitzuteilen. Einmalzahlung 2022
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz und Abs. 1a bis 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2023 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 5 670 € monatlich beträgt, um 5,8%; 2. wenn es über 5 670 € monatlich beträgt, um 328,86 €. Dies gilt auch in den Fällen des Abs. 6. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2022 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 147a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2022 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2022 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2022 darauf
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
ist § 46 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (4) Bei Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2022 durch die Anwendung des § 136 RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 199 von 228 07.12.25, 22:04§ 396. § 398. Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt, ist abweichend von den Abs. 1 und 2 die mit dem Hundertsatz von 60 bemessene Pension mit dem Anpassungsfaktor für das Kalenderjahr 2023 zu vervielfachen. (5) Rechtsträger, die Leistungen nach Abs. 2 dritter und letzter Satz auszahlen, haben die Höhe dieser Leistungen dem Versicherungsträger bis zum 31. Dezember 2022 im Wege der zu diesem Zweck beim Dachverband eingerichteten Meldeschiene mitzuteilen, wenn der Versicherungsträger für die gesetzliche Pension leistungszuständig ist. Auf dieselbe Weise hat der Versicherungsträger sodann diesen Rechtsträgern das Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 mitzuteilen. (6) § 46 Abs. 1a ist so anzuwenden, dass die erstmalige Anpassung mindestens in jener Höhe gebührt, die sich aus der Vervielfachung mit dem Faktor 1,029 ergibt; auch Leistungen mit Stichtag im November und Dezember des der Anpassung vorangegangenen Kalenderjahres sind in diesem Ausmaß zu erhöhen.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(6) § 46 Abs. 1a ist so anzuwenden, dass die erstmalige Anpassung mindestens in jener Höhe gebührt, die sich aus der Vervielfachung mit dem Faktor 1,029 ergibt; auch Leistungen mit Stichtag im November und Dezember des der Anpassung vorangegangenen Kalenderjahres sind in diesem Ausmaß zu erhöhen. Direktzahlung für das Jahr 2023 (1) Personen, die im Jänner 2023 Anspruch auf eine oder mehrere Pensionen und ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, gebührt eine Direktzahlung für das Jahr 2023. Die Direktzahlung beläuft sich bei Zutreffen der in der linken Spalte genannten monatlichen Höhe des Gesamtpensionseinkommens auf den in der rechten Spalte genannten Prozentsatz (Betrag): nicht mehr als 1 666,66 € 30% des Gesamtpensionseinkommens über 1 666,66 € bis zu 2 000 € 500 € ab 2 000 € bis zu 2 500 € ein Betrag, der von 500 € linear auf 0 € absinkt (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung einschließlich einer Ausgleichszulage, auf die nach den im Jänner 2023 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) § 46 Abs. 1a ist bei den Pensionsanpassungen für die Kalenderjahre 2024 und 2025 nicht anzuwenden. Schlussbestimmungen zu Art. 6 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 (1) § 374 Abs. 1 in der Fassung der Z 2 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt rückwirkend mit 5. Mai 2023 in Kraft und mit Ablauf des 30. Juni 2023 außer Kraft. (2) § 374 samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt mit 1. Juli 2023 in Kraft und mit Ablauf des 31. März 2024 außer Kraft. (2a) § 374c samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt mit 1. Juli 2023 in Kraft und mit Ablauf des 31. Jänner 2024 außer Kraft. (3) § 378 samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 69/2023 tritt mit 1. Juli 2023 in Kraft und mit Ablauf des 31. März 2025 außer Kraft. (4) § 374a samt Überschrift in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 238/2021 , § 387a samt Überschrift und § 372 Abs. 1 bis 4 treten mit Ablauf des 30. Juni 2023 außer Kraft. (5) Die für die Abrechnung des Kostenersatzes durch den Bund aus dem COVID-19- Krisenbewältigungsfonds nach den §§ 372, 374, 374a, 374b, 374c und 378 erforderlichen Unterlagen und
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a sowie unter Bedachtnahme auf § 402 Abs. 3 ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2024 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 5 850 € monatlich beträgt, um 9,7%; 2. wenn es über 5 850 € monatlich beträgt, um 567,45 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2023 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 147a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2023 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2023 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2023 darauf Anspruch hat und die Leistung nach dem jeweiligen Materiengesetz für das bzw. im Jahr 2024 anzupassen ist.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a sowie unter Bedachtnahme auf § 402 Abs. 3 ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2025 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 6 060 € monatlich beträgt, um 4,6%; 2. wenn es über 6 060 € monatlich beträgt, um 278,76 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2024 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 147a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2024 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2024 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2024 darauf Anspruch hat und die Leistung nach dem jeweiligen Materiengesetz für das bzw. im Jahr 2025 anzupassen ist.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
§ 414. § 46 Abs. 1a und § 412 in der Fassung des Budgetbegleitgesetzes 2025, BGBl. I Nr. 25/2025 , treten mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft. RIS - Bauern-Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, F... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 204 von 228 07.12.25, 22:04§ 416. Schlussbestimmung zu Art. 2 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 40/2025 § 415. Die §§ 140 Abs. 2 und Abs. 7 dritter Satz, 141 Abs. 1, 142 Abs. 4, 144 Abs. 4 zweiter Satz und § 147a Abs. 5 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 40/2025 treten mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Pensionsanpassung 2026 (1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2026 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 2 500 € monatlich beträgt, um 2,7 %; 2. wenn es über 2 500 € monatlich beträgt, um 67,50 €. Auf den so ermittelten Erhöhungsbetrag ist § 46 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 46 Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das bzw. im Kalenderjahr 2026 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 2 500 € monatlich beträgt, um 2,7 %; 2. wenn es über 2 500 € monatlich beträgt, um 67,50 €. Auf den so ermittelten Erhöhungsbetrag ist § 46 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2025 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 147a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2025 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2025 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2025 darauf
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Auf den so ermittelten Erhöhungsbetrag ist § 46 Abs. 1a erster Satz entsprechend anzuwenden. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2025 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 51 Abs. 2 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, der Bonus nach § 147a, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2025 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2025 durch die Anwendung des § 136 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2025 darauf Anspruch hat und die Leistung nach dem jeweiligen Materiengesetz für das bzw. im Jahr 2026 anzupassen ist. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen: 1. eine Hinterbliebenenpension in der Höhe, in der sie im Dezember 2025 bei Zutreffen der Voraussetzungen unter Berücksichtigung einer Erhöhung nach § 136 Abs. 6 oder einer Verminderung nach § 136 Abs. 6a gebührt hat;
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
unter Bedachtnahme auf § 46 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes ab 1. Juni 1981 zu einem Drittel, ab 1. Jänner 1989 zu zwei Drittel und ab 1. Jänner 1995 in voller Höhe. Die Teilung erstreckt sich verhältnismäßig auf den als Grundbetrag und den als Steigerungsbetrag geltenden Betrag. (10) Abs. 7 gilt nicht für Witwerpensionen, die auch bei Weitergeltung der am 31. Mai 1981 in Geltung gestandenen Fassung des § 128 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes gebührt hätten. (11) Die Bestimmung des § 130 Abs. 4 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes in der Fassung des Art. I Z 11 ist nur in den Fällen anzuwenden, in denen der Stichtag nach dem 31. Mai 1981 liegt. (12) Die Bestimmung des § 137 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes in der Fassung des Art. I Z 13 ist nur in den Fällen anzuwenden, in denen die Wiederverehelichung nach dem 31. Mai 1981 erfolgt. Artikel II Übergangsbestimmungen (Anm.: aus BGBl. Nr. 590/1981, zu BGBl. Nr. 559/1978) (1) Die Bestimmungen des § 99 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes in der Fassung des Art. I Z 11 sind nur anzuwenden, wenn der Versicherungsfall nach dem 31. Dezember 1981 eingetreten ist. (2) Bis zur satzungsmäßigen Festsetzung des Ausmaßes des Kostenersatzes, des Kostenanteiles bzw.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(5) Abweichend von § 46 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes ist die Anpassung der Pensionen mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1988 vorzunehmen. (6) Abweichend von den §§ 70 und 135 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes sind die dort genannten festen Beträge in Verbindung mit § 47 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes im Jahr 1988 mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1988 anzupassen. (7) Pensionsberechtigte, die im Jänner 1988 ausschließlich wegen der Verschiebung der Anpassung auf den 1. Juli 1988 Anspruch auf Ausgleichszulage hätten, erhalten den Unterschiedsbetrag zwischen der Summe aus Pension, Nettoeinkommen (§ 140 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes) und den gemäß § 142 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes zu berücksichtigenden Beträgen einerseits und dem Richtsatz (§ 141 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes) andererseits für die Monate Jänner bis Juni 1988 als Zuschlag zur Pension. Dieser Zuschlag gilt für den Pensionsbezieher als Pensionsbestandteil, ist aber bei der Bemessung eines allfälligen Hilflosenzuschusses außer Betracht zu lassen. (8) Der Zuschlag zur Pension nach Abs. 7 ist bei Anwendung der Rechnungsvorschriften nicht als Pensionsaufwand, sondern als Aufwand für Ausgleichszulagen zu verrechnen. (9) Art. II Abs. 6 der 8. Novelle zum Bauern-Sozialversicherungsgesetz, BGBl. Nr. 486/1984 , wird
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
bestanden hätte, wobei im übrigen § 46 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes entsprechend anzuwenden ist. (2) Zu a) allen Pensionen aus der Pensionsversicherung, für die der Stichtag (§ 104 Abs. 2 des Bauern- Sozialversicherungsgesetzes) vor dem 1. Jänner 1990 liegt, b) allen Hinterbliebenenpensionen, für die der Stichtag (§ 104 Abs. 2 des Bauern- Sozialversicherungsgesetzes) in der Zeit vom Jänner bis Juli 1990 liegt, wenn diese Pensionen von der Pension bemessen wurden, auf die der Verstorbene am Todestag Anspruch hatte, die im Monat Juli bezogen werden, gebührt eine außerordentliche Sonderzahlung. In den Fällen der lit. b gebührt die außerordentliche Sonderzahlung nicht, wenn der Stichtag für die Pension des Verstorbenen gleichfalls in der Zeit vom Jänner bis Juli 1990 liegt. Die außerordentliche Sonderzahlung gebührt in der Höhe von 7 vH der für den Monat Juni ausgezahlten Pension einschließlich der Zuschüsse und der Ausgleichszulage. Ein allfälliges Ruhen ist außer Betracht zu lassen. (3) Sind nach den Bestimmungen des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes feste Beträge – ausgenommen die Richtsätze nach § 141 und der Betrag nach § 70 Abs. 2 zweiter Satz des Bauern-
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
mit § 46 Abs. 4 zur Anwendung gelangt ist, sind mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1990 neu zu bemessen. Artikel III Übergangsbestimmung (Anm.: aus BGBl. Nr. 678/1991, zu BGBl. Nr. 559/1978) (Anm.: Abs. 1 aufgehoben durch VfGH, BGBl. I Nr. 81/1997) (2) Personen, die durch das Inkrafttreten des § 2a in der Fassung des Art. I Z 2c der 16. Novelle zum Bauern-Sozialversicherungsgesetz, BGBl. Nr. 678/1991 , der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung nach dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz unterliegen würden, die jedoch am 1. Jänner 1992 das 45. Lebensjahr vollendet haben und am 31. Dezember 1991 nicht der Pflichtversicherung in dieser Pensionsversicherung unterlegen sind, sind auf Antrag von der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung zu befreien, wenn dieser Antrag bis spätestens 31. Dezember 1993 bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern gestellt wird. Die Befreiung gilt rückwirkend ab 1. Jänner 1992 für jene Zeiten, in denen nach § 2a in der Fassung der 16. Novelle zum Bauern-Sozialversicherungsgesetz, BGBl. Nr. 678/1991 , beide Ehegatten pflichtversichert wären. Die Befreiung endet jedenfalls mit dem Ende der Führung jenes land(forst)wirtschaftlichen Betriebes, der am 31. Dezember 1991 dann zu einer
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Bedachtnahme auf § 46 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes ab 1. Juni 1981 zu einem Drittel, ab 1. Jänner 1989 zu zwei Drittel und ab 1. Jänner 1995 in voller Höhe.“ (2) Abweichend von den Bestimmungen des § 26 Abs. 1 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes beträgt das Ausmaß des aus Mitteln der Pensionsversicherung zur Krankenversicherung der Pensionisten zu leistenden Beitrages für das Jahr 1985 10,0 vH, für das Jahr 1986 10,3 vH. (3) Art. IV Abs. 3 der 7. Novelle zum Bauern-Sozialversicherungsgesetz, BGBl. Nr. 592/1983 , wird aufgehoben. Artikel V Übergangsbestimmungen (Anm.: aus BGBl. Nr. 157/1991, zu BGBl. Nr. 559/1978) (1) bis (7) ... (8) § 63 Abs. 3 Z 2 und 3 des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes in der Fassung des Art. III Z 4 gilt nur für jene Pensionen aus dem Versicherungsfall des Alters, deren Stichtag nach dem 31. März 1991 liegt.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
mit § 46 Abs. 4 zur Anwendung gelangt ist, sind mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1990 neu zu bemessen.“ Artikel VIII Zuschuß zu den Energiekosten (Anm.: aus BGBl. Nr. 741/1990, zu BGBl. Nr. 559/1978) (1) Personen, die keinen Anspruch auf Abgeltung für Erhöhungen der Energiekosten gemäß Abs. 6 haben und die im Monat Jänner 1991 eine Ausgleichszulage zu einer Pension aus der Pensionsversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz, dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz oder dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz beziehen, gebührt in diesem Monat zur Pension ein Zuschuß zu den Energiekosten. Der Zuschuß beträgt 1 000 Schilling. Haben beide Ehegatten Anspruch auf eine Pension mit Ausgleichszulage und leben sie im gemeinsamen Haushalt, so gebührt der Zuschuß nur zur höheren Pension. Haben Bezieher einer Witwen(Witwer)pension und von Waisenpensionen Anspruch auf Ausgleichszulage und leben sie im gemeinsamen Haushalt, so gebührt der Zuschuß nur zur Witwen(Witwer)pension. (2) Der Zuschuß ist zu im Monat Jänner 1991 laufenden Pensionen in diesem Monat, sonst zugleich mit der Aufnahme der laufenden Pensionszahlungen flüssigzumachen. Die Zuschußbeträge nach Abs. 1 gelten für Zwecke der Bemessung des Bundesbeitrages als Aufwand.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
§ 108h. 1959 6,514 1983 1,332 1960 6,031 1984 1,288 1961 5,594 1985 1,240 1962 5,161 1986 1,213 1963 4,819 1987 1,187 1964 4,503 1988 1,165 1965 4,166 1989 1,135 1966 3,915 1990 1,089 1967 3,656 1991 1,041. 1968 3,469    Festsetzung des Anpassungsfaktors (1) Der Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz hat für jedes Kalenderjahr den Anpassungsfaktor unter Bedachtnahme auf den Richtwert festzusetzen. (2) Der Richtwert ist so festzusetzen, dass die Erhöhung der Pensionen auf Grund der Anpassung mit dem
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
1. aus Anlaß jeder Anpassung von Pensionen gemäß § 108h; 2. bei jeder Neuaufnahme einer Erwerbstätigkeit; 3. auf besonderen Antrag des Pensionisten. (________________________ Anm. 1: gemäß BGBl. II Nr. 391/2016 für 2017: 1 177,25 € gemäß BGBl. II Nr. 339/2017 für 2018: 1 196,09 € gemäß BGBl. II Nr. 329/2018 für 2019: 1 220,01 € gemäß BGBl. II Nr. 348/2019 für 2020: 1 241,97 € RIS - Allgemeines Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 186 von 478 07.12.25, 22:01gemäß BGBl. II Nr. 576/2020 für 2021: 1 260,60 € gemäß BGBl. II Nr. 590/2021 für 2022: 1 283,29 € gemäß BGBl. II Nr. 459/2022 für 2023: 1 357,72 € gemäß BGBl. II Nr. 407/2023 für 2024: 1 489,42 € gemäß BGBl. II Nr. 417/2024 für 2025: 1 557,93 € gemäß BGBl. II Nr. 263/2025 für 2026: 1 599,99 €
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Monats, der einer Anpassung von Pensionen gemäß § 108h vorangeht. Aus Anlaß jeder Anpassung von Pensionen gemäß § 108h ist die Erhöhung der Witwen(Witwer)pension gemäß Abs. 6 neu festzustellen. (7a) Die Verminderung der Witwen-(Witwer-)Pension erfolgt ab dem Beginn des Monats, in dem die Voraussetzungen nach Abs. 6a vorliegen. Ihr Ausmaß ist erstmalig auf Grund des Pensionsantrages festzustellen. Umstände, die zu einer Erhöhung oder Herabsetzung dieser Verminderung führen (insbesondere die Aufwertung der Höchstbeitragsgrundlage), sind auch von Amts wegen wahrzunehmen. Die Verminderung erfolgt bis zum Ablauf des Monats, in dem die Voraussetzungen hiefür weggefallen sind. (7b) Gebührt neben der Witwen(Witwer)pension auch ein Versorgungsgenuss nach Abs. 5 Z 3 und 4, so gebührt die Erhöhung nach Abs. 6 bis zum zulässigen Höchstausmaß zuerst zur höheren Leistung. Sind die Abs. 6a und 7a bei Vorliegen von zwei oder mehreren Witwen(Witwer)pensionen anzuwenden, so ist beginnend mit der jeweils betraglich niedrigeren Pension zu vermindern. (8) Die Witwen(Witwer)pension nach § 258 Abs. 4 lit. a bis c darf den gegen den Versicherten (die Versicherte) zur Zeit seines (ihres) Todes bestehenden und mit dem im Zeitpunkt des Pensionsanfalles für das Jahr des Todes geltenden Aufwertungsfaktor (§ 108 Abs. 4) aufgewerteten Anspruch auf Unterhalt (Unterhaltsbeitrag), vermindert um eine der (dem) Anspruchsberechtigten nach dem (der) Versicherten gemäß § 215 Abs. 3 gebührende Witwen(Witwer)rente, nicht
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
gemäß § 108h ist die Erhöhung der Witwen(Witwer)pension gemäß Abs. 6 neu festzustellen. (7a) Die Verminderung der Witwen-(Witwer-)Pension erfolgt ab dem Beginn des Monats, in dem die Voraussetzungen nach Abs. 6a vorliegen. Ihr Ausmaß ist erstmalig auf Grund des Pensionsantrages festzustellen. Umstände, die zu einer Erhöhung oder Herabsetzung dieser Verminderung führen (insbesondere die Aufwertung der Höchstbeitragsgrundlage), sind auch von Amts wegen wahrzunehmen. Die Verminderung erfolgt bis zum Ablauf des Monats, in dem die Voraussetzungen hiefür weggefallen sind. (7b) Gebührt neben der Witwen(Witwer)pension auch ein Versorgungsgenuss nach Abs. 5 Z 3 und 4, so gebührt die Erhöhung nach Abs. 6 bis zum zulässigen Höchstausmaß zuerst zur höheren Leistung. Sind die Abs. 6a und 7a bei Vorliegen von zwei oder mehreren Witwen(Witwer)pensionen anzuwenden, so ist beginnend mit der jeweils betraglich niedrigeren Pension zu vermindern. (8) Die Witwen(Witwer)pension nach § 258 Abs. 4 lit. a bis c darf den gegen den Versicherten (die Versicherte) zur Zeit seines (ihres) Todes bestehenden und mit dem im Zeitpunkt des Pensionsanfalles für das Jahr des Todes geltenden Aufwertungsfaktor (§ 108 Abs. 4) aufgewerteten Anspruch auf Unterhalt (Unterhaltsbeitrag), vermindert um eine der (dem) Anspruchsberechtigten nach dem (der) Versicherten gemäß § 215 Abs. 3 gebührende Witwen(Witwer)rente, nicht übersteigen. Eine vertraglich oder durch gerichtlichen Vergleich übernommene Erhöhung des Unterhaltes
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) Der Anspruch lebt in der unter Bedachtnahme auf § 108h sich ergebenden Höhe mit dem der Antragstellung folgenden Monatsersten, frühestens jedoch mit dem Monatsersten wieder auf, der dem Ablauf von zweieinhalb Jahren nach dem seinerzeitigen Erlöschen des Anspruches folgt. (4) Auf die wiederaufgelebte Witwen(Witwer)pension sind laufende Unterhaltsleistungen und die im § 2 des Einkommensteuergesetzes 1988 angeführten Einkünfte anzurechnen, die der Witwe (dem Witwer) aufgrund aufgelöster oder für nichtig erklärter, vor dem Wiederaufleben der Witwen(Witwer)pension geschlossener Ehen gebühren oder darüber hinaus zufließen. Eine Anrechnung laufender Unterhaltsleistungen erfolgt nur in der Höhe eines Vierzehntels der jährlich tatsächlich zufließenden Unterhaltsleistung. Hinsichtlich der Ermittlung des Erwerbseinkommens aus einem land(forst)wirtschaftlichen Betrieb ist § 292 Abs. 5 und 7 entsprechend anzuwenden. Erhält die Witwe (der Witwer) statt laufender Unterhaltsleistungen eine Kapitalabfindung, so ist auf die Pension ein Vierzehntel des Betrages anzurechnen, der sich bei der Annahme eines jährlichen Ertrages von 4 vH des Abfindungskapitals ergeben würde. Geht das Abfindungskapital ohne vorsätzliches Verschulden der Witwe (des Witwers) unter, so entfällt die Anrechnung. (5) Werden laufende Unterhaltsleistungen bzw. Einkünfte im Sinne des Abs. 4 bereits im Zeitpunkt des Wiederauflebens der Witwen(Witwer)pension bezogen, wird die Anrechnung ab diesem Zeitpunkt wirksam, in allen anderen Fällen mit dem Beginn des Kalendermonates, der auf den Eintritt des Anrechnungsgrundes folgt.
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
2. Der besondere Steigerungsbetrag ist abweichend von § 108h mit jenem Faktor zu vervielfachen, der gegenüber der Vervielfachung mit dem Anpassungsfaktor nur eine Erhöhung von 50 % mit sich bringt. Über den besonderen Steigerungsbetrag hat das Pensionsinstitut einen Bescheid zum Stichtag 31. Dezember 2011 zu erlassen. Besonderer Steigerungsbetrag für Anwartschaften auf Zuschussleistungen § 481. Personen, die am 31. Dezember 2011 eine Anwartschaft auf eine Zuschussleistung aus dem leistungsorientierten System des Pensionsinstitutes haben, gebührt an Stelle dieser Anwartschaft im Leistungsfall ein besonderer Steigerungsbetrag im Sinne des § 248 Abs. 5, der vom zuständigen Pensionsversicherungsträger (§ 29) nach folgenden Maßgaben zu erbringen ist: 1. Die Höhe des Ausgangsbetrages für den besonderen Steigerungsbetrag entspricht dem Ausmaß jener Ruhegenuss-Zuschussleistung zum Regelpensionsalter (§ 253), die der anwartschaftsberechtigten Person in einem angenommenen Leistungsfall zum 31. Dezember 2011 satzungsmäßig gebührt hätte. 2. Die Beiträge zur Höherversicherung, die der Bemessung des Ausgangsbetrages für den besonderen Steigerungsbetrag zugrunde zu legen sind, sind vom Pensionsinstitut an den Versicherungsträger zu leisten; § 77 Abs. 2 zweiter Satz ist nicht anzuwenden.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
4. Der besondere Steigerungsbetrag ist abweichend von § 108h mit jenem Faktor zu vervielfachen, der gegenüber RIS - Allgemeines Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 278 von 478 07.12.25, 22:01§ 483. § 484. § 487. der Vervielfachung mit dem Anpassungsfaktor nur eine Erhöhung von 50 % mit sich bringt. Über den Ausgangsbetrag für den besonderen Steigerungsbetrag hat das Pensionsinstitut einen Bescheid zum Stichtag 31. Dezember 2011 zu erlassen. Kapitalübertragung an die Versicherungsanstalt § 482. Jenes Kapital des Pensionsinstitutes, das nach Anwendung des § 481 gemäß der versicherungstechnischen Bilanz zum 31. Dezember 2011 zur Deckung der Ansprüche und Anwartschaften aus dem leistungsorientierten System verbleibt, ist – mit Ausnahme der Urlaubs-, Abfertigungs- und Verwaltungskostenrückstellungen – bis längstens 30. November 2012 an die zuständigen Versicherungsträger zu übertragen. Beitragsorientiertes System (1) Ab 1. Jänner 2012 hat das Pensionsinstitut ausschließlich beitragsorientiert zu verfahren. Der
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Ergänzungsbetrag gemäß Z 2 unterliegt nur der Anpassung gemäß § 108h. Er gebührt nur in Verbindung mit der Pension gemäß Z 1. (10) Bei einem Antrag auf eine vorzeitige Alterspension gemäß § 253a, § 253b, § 276a oder § 276b oder auf eine Alterspension gemäß § 253 oder § 27 ist das am 30. Juni 1993 geltende Recht weiter anzuwenden, wenn bereits ein rechtskräftig zuerkannter Anspruch auf eine Pension aus dem Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit nach diesem Bundesgesetz oder aus dem Versicherungsfall der dauernden Erwerbsunfähigkeit nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz oder dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz, deren Stichtag vor dem 1. Juli 1993 liegt, besteht oder bestanden hat und nicht entzogen wurde. Ein Antrag auf eine vorzeitige Alterspension gemäß § 253c, § 253d, § 276c oder § 276d ist in diesem Fall unzulässig. Dasselbe gilt bei einem Antrag auf Alterspension gemäß § 253 oder § 276, wenn bereits ein rechtskräftig zuerkannter Anspruch auf eine vorzeitige Alterspension bei Arbeitslosigkeit oder bei langer Versicherungsdauer nach diesem Bundesgesetz, dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz oder dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz, deren Stichtag vor dem 1. Juli 1993 liegt, besteht oder bestanden hat. Wird bei einer Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension nach diesem Bundesgesetz, bei einer Erwerbsunfähigkeitspension nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz oder dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz oder bei einer vorzeitigen Alterspension bei langer Versicherungsdauer oder bei Arbeitslosigkeit nach diesem Bundesgesetz, dem Gewerblichen
7,579
JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
4. bei der Berechnung der Bemessungsgrundlage zum 1. August 1996 ist § 108h Abs. 4 anzuwenden; 5. Stichtag ist der dem Tag des Ausscheidens aus dem Amt folgende Monatserste. (13) Für Zeiten, die von den gemäß § 4 Abs. 1 Z 13 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 411/1996 in die Vollversicherung einbezogenen Personen ab dem Zeitpunkt der Ordination (Bestellung) bis zum 1. August 1996 zurückgelegt worden sind, gilt folgendes: 1. diese Zeiten gelten als Beitragszeiten der Pensionsversicherung, wenn hiefür Beiträge gemäß Abs. 16 entrichtet werden; 2. für die letzten 180 vor dem 1. August 1996 gelegenen Beitragsmonate nach Z 1 gilt als Beitragsgrundlage gemäß § 244 das monatliche Einkommen aus einer Tätigkeit, die die Pflichtversicherung gemäß § 4 Abs. 1 Z 13 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 411/1996 begründet hätte; von der Kirche erhaltene Sachbezüge bleiben hiebei bis zum Ablauf des 31. Dezember 1997 unberücksichtigt; 3. § 70 findet keine Anwendung. (14) Beziehen die im § 4 Abs. 1 Z 13 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 411/1996 genannten Personen bzw. ihre Hinterbliebenen am 1. August 1996 bereits eine Pension aus der Pensionsversicherung nach diesem Bundesgesetz, so ist diese Pension zu diesem Zeitpunkt unter Berücksichtigung des Abs. 12 neu zu berechnen.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
die Summe der für diesen Steigerungsbetrag maßgebenden Hundertsätze unter Anwendung des § 108h Abs. 4. Ist die Bemessungsgrundlage nach § 238 zu der am Stichtag der neu anfallenden Leistung geltenden Rechtslage jedoch höher, so ist für die Berechnung des Steigerungsbetrages ausschließlich diese Bemessungsgrundlage heranzuziehen. 5. Der Steigerungsbetrag nach Z 4 ist nach oben hin mit 80% der zur Anwendung kommenden Bemessungsgrundlage begrenzt. 6. Die Z 3 bis 5 sind auch bei einem Antrag auf vorzeitige Alterspension nach § 253a oder § 253b bzw. nach § 276a oder § 276b anzuwenden, wenn bereits ein rechtskräftig zuerkannter Anspruch auf eine Pension aus einem Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit nach diesem Bundesgesetz oder aus dem Versicherungsfall der dauernden Erwerbsunfähigkeit nach dem GSVG oder nach dem BSVG, deren Stichtag vor dem 1. Juli 1993 liegt, besteht oder bestanden hat und nicht entzogen wurde. Schlußbestimmungen zu Art. XVIII des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 106/1999 (1) Die §§ 58 Abs. 6, 103 Abs. 1 Z 1 und 110 Abs. 1 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 106/1999 treten mit 1. Oktober 1999 in Kraft. (2) § 110 Abs. 2 tritt mit Ablauf des 30. September 1999 außer Kraft.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2000 abweichend von § 108h nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 7 000 S monatlich beträgt, um 1,5%; 2. wenn es über 7 000 S bis zu 8 000 S monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der sich aus der Summe des Betrages des Prozentsatzes nach Z 1 und jenem Betrag ergibt, der sich im Verhältnis des um 7 000 verminderten Gesamtpensionseinkommenswertes zur Zahl 1 000 errechnet; 3. wenn es über 8 000 S bis zu 9 750 S monatlich beträgt, um 200 S; 4. wenn es über 9 750 S bis zu 10 400 S monatlich beträgt, um jenen Betrag, der sich aus der Verminderung des Erhöhungsbetrages nach Z 3 um zehn Groschen für jeden Schilling, der 9 750 S übersteigt, ergibt. Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als 10 400 S monatlich, so ist es jedenfalls um mindestens 135 S zu erhöhen. (4) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 1999 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch mit Ausnahme der Kinderzuschüsse, der Ausgleichszulage und des besonderen Steigerungsbetrages und vor Anwendung von Ruhensbestimmungen.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3a) Abweichend von § 108h Abs. 1 hat der Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz in der Verordnung nach § 108 Abs. 5 für die Kalenderjahre 2004 und 2005 die Pensionsanpassung so vorzunehmen, dass anstelle der Vervielfachung mit dem Anpassungsfaktor wie folgt zu erhöhen ist: 1. Die Erhöhung jener Pensionen, die die Höhe der Medianpension nach diesem Bundesgesetz nicht überschreiten, ist auf Grund der Erhöhung der Verbraucherpreise nach § 299a Abs. 2 vorzunehmen. 2. Alle übrigen Pensionen sind mit einem Fixbetrag zu erhöhen, der der Erhöhung der Medianpension nach Z 1 entspricht. Medianpension im Sinne der Z 1 und 2 ist die Medianpension des Monates Jänner des dem jeweiligen Anpassungsjahr vorangegangenen Kalenderjahres. Die Höhe der Medianpension ist von der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung (§ 108e) jeweils bis zum 31. Oktober des dem Anpassungsjahr vorangehenden Jahres festzustellen. (3b) § 108h Abs. 1 letzter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 71/2003 ist nur auf Leistungen anzuwenden, deren Stichtag (§ 223 Abs. 2) nach dem 31. Dezember 2003 liegt. (4) § 238 Abs. 1 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 71/2003 ist nur auf Versicherungsfälle anzuwenden, in denen der Stichtag nach dem 31. Dezember 2003 liegt, und zwar so, dass das Höchstausmaß von 480 monatlichen Gesamtbeitragsgrundlagen
7,583
JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3b) § 108h Abs. 1 letzter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 71/2003 ist nur auf Leistungen anzuwenden, deren Stichtag (§ 223 Abs. 2) nach dem 31. Dezember 2003 liegt. (4) § 238 Abs. 1 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 71/2003 ist nur auf Versicherungsfälle anzuwenden, in denen der Stichtag nach dem 31. Dezember 2003 liegt, und zwar so, dass das Höchstausmaß von 480 monatlichen Gesamtbeitragsgrundlagen im Jahr 2004 durch 192, im Jahr 2005 durch 204, im Jahr 2006 durch 216, im Jahr 2007 durch 228, im Jahr 2008 durch 240, im Jahr 2009 durch 252, im Jahr 2010 durch 264, im Jahr 2011 durch 276, im Jahr 2012 durch 288, im Jahr 2013 durch 300,
7,584
JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
§§ 108h Abs. 1, 238, 239, 261, 261b, 284 Z 3 und 284b – auf Versicherungsfälle, in denen der Stichtag nach dem 30. Juni 2004 liegt, weiterhin anzuwenden, jedoch tritt abweichend von § 253b Abs. 1 1. an die Stelle des 738. Lebensmonates, wenn der Versicherte diesen Lebensmonat vollendet – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Juli oder August oder September 2004 der 740. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Oktober oder November oder Dezember 2004 der 742. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Jänner oder Februar oder März 2005 der 743. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im April oder Mai oder Juni 2005 der 744. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Juli oder August oder September 2005 der 745. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Oktober oder November oder Dezember 2005 der 746. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Jänner oder Februar oder März 2006 der 747. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im April oder Mai oder Juni 2006 der 748. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Juli oder August oder September 2006 der 749. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Oktober oder November oder Dezember 2006 der 750. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im Jänner oder Februar oder März 2007 der 751. Lebensmonat, – . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . im April oder Mai oder Juni 2007 der 752. Lebensmonat,
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Ausnahme der §§ 108h Abs. 1, 238, 239, 261, 261b, 284 Z 3 und 284b (die in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden sind) – so anzuwenden, dass abweichend von § 253b Abs. 1 1. an die Stelle des 738. Lebensmonates das 60. Lebensjahr tritt, wenn und sobald der Versicherte 540 Beitragsmonate erworben hat, 2. an die Stelle des 678. Lebensmonates das 55. Lebensjahr tritt, wenn und sobald die Versicherte 480 Beitragsmonate erworben hat; dabei gilt § 231 Z 1 mit der Maßgabe, dass Zeiten der freiwilligen Versicherung den Ersatzzeiten vorgehen; weiters sind als Beitragsmonate zu berücksichtigen: – bis zu 60 Ersatzmonate für Zeiten der Kindererziehung (§§ 227a oder 228a dieses Bundesgesetzes oder §§ 116a oder 116b GSVG oder §§ 107a oder 107b BSVG), die sich nicht mit Beitragsmonaten decken, – Ersatzmonate wegen eines Anspruches auf Wochengeld (§ 227 Abs. 1 Z 3), die sich nicht mit Ersatzmonaten nach § 227a oder nach § 228a decken, – Ersatzmonate für Zeiten eines Präsenz- oder Zivildienstes (§ 227 Abs. 1 Z 7 und 8 dieses Bundesgesetzes oder § 116 Abs. 1 Z 3 GSVG oder § 107 Abs. 1 Z 3 BSVG), – Ersatzmonate wegen eines Krankengeldbezuges (§ 227 Abs. 1 Z 6),
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(9) Abweichend von § 108h Abs. 1 hat der Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz in der Verordnung nach § 108 Abs. 5 für die Kalenderjahre 2006 und 2007 die Pensionsanpassung so vorzunehmen, dass 1. nur jene Pensionen, die das Fünfzehnfache der Höchstbeitragsgrundlage nach § 45 nicht überschreiten, mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen sind; 2. alle übrigen Pensionen mit einem Fixbetrag zu erhöhen sind, der der Erhöhung des Fünfzehnfachen der Höchstbeitragsgrundlage nach § 45 mit dem Anpassungsfaktor entspricht. (10) Abweichend von § 227 Abs. 1 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 142/2004 sind nach dem 31. Dezember 2004 gelegene Monate des Besuches einer Bildungseinrichtung nach Z 1 dieser Bestimmung weiterhin als Versicherungsmonate für die Erfüllung der Wartezeit für Leistungen aus dem Versicherungsfall des Todes zu berücksichtigen. (11) Abweichend von § 253 Abs. 1 in der am 31. Dezember 2004 geltenden Fassung bestimmt sich das Anfallsalter für weibliche Versicherte, die das 60. Lebensjahr am oder nach dem 1. Jänner 2024 vollenden, nach § 3 des Bundesverfassungsgesetzes über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten, BGBl. Nr. 832/1992. Es ist das in der rechten Spalte genannte vollendete Lebensjahr, wenn die Versicherte in dem in der
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
§ 108h Abs. 1 keine Anpassung erfolgt ist. (6) Die landesgesetzlichen Ausführungsbestimmungen zu den §§ 148, 189 Abs. 3 und 302 Abs. 3 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 179/2004 bzw. in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 101/2007 sind innerhalb von sechs Monaten zu erlassen und mit 1. Jänner 2008 in Kraft zu setzen. (7) Die §§ 138 Abs. 1 und 2 sowie 162 Abs. 1, 3 und 3a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 101/2007 sind auf Personen anzuwenden, bei denen der Versicherungsfall nach dem 31. Dezember 2007 eingetreten ist. (8) Zur finanziellen Absicherung der gesetzlichen Krankenversicherung hat der Hauptverband bis zum 30. Juni 2008 in der Trägerkonferenz konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostendämpfung in der gesetzlichen Krankenversicherung im Ausmaß von 150 Millionen Euro zu beschließen. Diese Maßnahmen sind in der Weise darzustellen, dass daraus entsprechend dem § 14 Abs. 1 BHG die finanziellen Auswirkungen für die Krankenversicherungsträger hervorgehen. Stellt die Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen durch eine längstens bis zum 31. Oktober 2008 zu erlassende Verordnung fest, dass durch die beschlossenen Maßnahmen und auf Grund deren finanzieller Darstellung die Effizienzsteigerung und die Kostendämpfung nicht erreicht werden können, so treten 1. die §§ 51 Abs. 1 Z 1 lit. a bis f in der Fassung der Z 10, 12, 14, 16, 18 und 20, Abs. 3 Z 1 lit. a bis c in der
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(10) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz sind im Kalenderjahr 2008 alle Pensionen, die mehr als 746,99 € RIS - Allgemeines Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 354 von 478 07.12.25, 22:01§ 635. § 636. § 637. monatlich betragen, nicht mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen, sondern wie folgt zu erhöhen: Beträgt die Pension monatlich 1. mehr als 746,99 € bis zu 1 050 €, so ist sie um 21 € zu erhöhen; 2. mehr als 1 050 € bis zu 1 700 €, so ist sie mit dem Faktor 1,020 zu vervielfachen; 3. mehr als 1 700 € bis zu 2 161,50 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 2,0 % auf 1,7 % linear absinkt; 4. mehr als 2 161,50 €, so ist sie um 36,75 € zu erhöhen. (11) Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen, die jeweils den Richtsatz nach § 293 Abs. 1 lit. a sublit. bb in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 101/2007 nicht erreichen, so ist ausschließlich die Summe dieser Pensionen nach Abs. 10 zu erhöhen, wobei der Erhöhungsbetrag auf die einzelne Pension im Verhältnis der Pensionen
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(12) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz hat der Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz in der Verordnung nach § 108 Abs. 5 für die Kalenderjahre 2009 und 2010 die Pensionsanpassung so vorzunehmen, dass 1. jene Pensionen, die 60 % der Höchstbeitragsgrundlage nach § 45 nicht überschreiten, für das Kalenderjahr 2009 mit dem Faktor 1,034 und für das Kalenderjahr 2010 mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen sind und 2. alle übrigen Pensionen mit einem Fixbetrag zu erhöhen sind, der der Erhöhung von 60 % der Höchstbeitragsgrundlage nach § 45 mit dem Faktor 1,034 für das Kalenderjahr 2009 und mit dem Anpassungsfaktor für das Kalenderjahr 2010 entspricht. Schlussbestimmungen zum Bundesgesetz BGBl. I Nr. 91/2008 (1) Die §§ 67a bis 67d samt Überschriften, 112a samt Überschrift, 545 Abs. 8 und 625 Abs. 12 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 91/2008 treten zu dem Zeitpunkt in Kraft, in dem der Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz durch Verordnung feststellt, dass die zur Verfügung stehenden technischen Mittel für die Vollziehung der Bestimmungen über die AuftraggeberInnenhaftung für die von den Krankenversicherungsträgern einzuhebenden Beiträge und Umlagen geeignet sind. Bis zur Erlassung dieser Verordnung hat der Hauptverband dem Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz ab 1. Jänner 2009 monatlich einen Bericht über die technische Umsetzung der Bestimmungen über diese AuftraggeberInnenhaftung zu erstatten.
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GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
3. § 108h Abs. 1 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 1. Jänner eines jeden Jahres und an die Stelle des 1. Jänner dieses Jahres jeweils der 1. November 2008 tritt; 4. § 108h Abs. 2 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 31. Dezember des vorangegangenen Jahres der 31. Oktober 2008 tritt. (2) Pensionen mit einem Stichtag 1. November 2008 und 1. Dezember 2008 sind mit Wirksamkeit ab ihrer Zuerkennung nach den Bestimmungen für die Pensionsanpassung für das Jahr 2009 zu erhöhen. (3) Die Richtsätze nach § 293 Abs. 1 sind für das Kalenderjahr 2009 abweichend von § 293 Abs. 2 in Verbindung mit § 108 Abs. 6 bereits mit Wirksamkeit ab 1. November 2008 zu vervielfachen. (4) Die Anpassung der Renten aus der Unfallversicherung für das Jahr 2009 hat unter Bedachtnahme auf § 640 nach folgenden Maßgaben zu erfolgen: 1. § 108g Abs. 1 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 1. Jänner eines jeden Jahres der 1. November 2008 tritt; 2. § 108g Abs. 2 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 31. Dezember des vorangegangen Jahres der 31. Oktober 2008 tritt; 3. Renten, die im November und Dezember 2008 gebühren, sind nach ihrer Zuerkennung nach den
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
4. § 108h Abs. 2 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 31. Dezember des vorangegangenen Jahres der 31. Oktober 2008 tritt. (2) Pensionen mit einem Stichtag 1. November 2008 und 1. Dezember 2008 sind mit Wirksamkeit ab ihrer Zuerkennung nach den Bestimmungen für die Pensionsanpassung für das Jahr 2009 zu erhöhen. (3) Die Richtsätze nach § 293 Abs. 1 sind für das Kalenderjahr 2009 abweichend von § 293 Abs. 2 in Verbindung mit § 108 Abs. 6 bereits mit Wirksamkeit ab 1. November 2008 zu vervielfachen. (4) Die Anpassung der Renten aus der Unfallversicherung für das Jahr 2009 hat unter Bedachtnahme auf § 640 nach folgenden Maßgaben zu erfolgen: 1. § 108g Abs. 1 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 1. Jänner eines jeden Jahres der 1. November 2008 tritt; 2. § 108g Abs. 2 ist so anzuwenden, dass an die Stelle des 31. Dezember des vorangegangen Jahres der 31. Oktober 2008 tritt; 3. Renten, die im November und Dezember 2008 gebühren, sind nach ihrer Zuerkennung nach den Bestimmungen für die Anpassung der Renten für das Jahr 2009 zu erhöhen. Schlussbestimmungen zu Art. 1 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Die §§ 108h Abs. 1, 607 Abs. 12 und 14 sowie 636 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 treten rückwirkend mit 1. August 2008 in Kraft. (2) Werden die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension (vorzeitige Knappschaftsalterspension) nach § 607 Abs. 12 erst unter Berücksichtigung der im vierten und fünften Teilstrich dieser Bestimmung in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 129/2008 genannten Ersatzzeiten als Beitragszeiten erfüllt, so fällt die Leistung RIS - Allgemeines Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 355 von 478 07.12.25, 22:01§ 638. § 639. § 641. § 642. abweichend von § 86 Abs. 3 Z 2 jedenfalls auch dann mit dem Monatsersten an, an dem die Voraussetzungen erfüllt werden oder der der Erfüllung der Voraussetzungen nachfolgt, frühestens jedoch mit 1. August 2008, wenn die Leistung bis zum Ablauf des 31. Dezember 2008 beantragt wird. Die Rechtskraft bereits ergangener Entscheidungen steht dem nicht entgegen. Zuschuss zu den Energiekosten
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(6) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz sind im Kalenderjahr 2011 nur jene Pensionen, die den Betrag von 2 310 € monatlich nicht übersteigen, zu erhöhen. Beträgt die Pension monatlich 1. nicht mehr als 2 000 €, so ist sie mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen; 2. mehr als 2 000 € bis zu 2 310 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 1,2 % auf 0,0 % linear absinkt. (7) Auf Personen, die Anspruch auf Invaliditätspension nach § 254 Abs. 2 oder auf Berufsunfähigkeitspension nach § 271 Abs. 2 oder auf Knappschaftsvollpension nach § 279 Abs. 2 haben, ist weiterhin die am 31. Dezember 2010 geltende Rechtslage anzuwenden, wenn der Stichtag vor dem 1. Jänner 2011 liegt. (7a) Abweichend von § 292 Abs. 8 dritter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 111/2010 gilt für die Ermittlung der Ausgleichszulage als monatliches Einkommen 1. im Jahr 2011 ein Betrag von 19 %, 2. im Jahr 2012 ein Betrag von 18 %, 3. im Jahr 2013 ein Betrag von 16 % des jeweiligen Richtsatzes. (8) Auf Personen, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine vorzeitige Alterspension nach § 607 Abs. 12
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(4) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz sind im Kalenderjahr 2012 nur jene Pensionen, die den Betrag von 3 300 € monatlich nicht übersteigen, mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen. Beträgt die Pension monatlich 1. mehr als 3 300 € bis zu 5 940 €, so ist sie um einen Prozentsatz zu erhöhen, der zwischen den genannten Werten von 2,7 % auf 1,5 % linear absinkt; 2. mehr als 5 940 €, so ist sie um 1,5 % zu erhöhen. Ein besonderer Steigerungsbetrag (§ 248) ist jedenfalls mit dem Anpassungsfaktor zu vervielfachen. Schlussbestimmung zu Art. 3 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 17/2012 § 664. Die §§ 4 Abs. 1 Z 11 sowie Abs. 2 Z 2 und 3, 10 Abs. 5, 14 Abs. 1 Z 9, 35 Abs. 2, 44 Abs. 1 Z 8a, 51 Abs. 4, 138 Abs. 2 lit. e, 162 Abs. 5 Z 1, 252 Abs. 2 sowie 292 Abs. 4 lit. p und r in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 17/2012 treten mit 1. Juni 2012 in Kraft. Schlussbestimmungen zu Art. 48 Teil 1 des 2. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. 35 (77. Novelle) (1) Es treten in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 35/2012 in Kraft: 1. mit 1. Jänner 2013 § 8 Abs. 1 Z 3 lit. e; 2. rückwirkend mit 1. Jänner 2012 die §§ 447a Abs. 4 erster Satz und Abs. 6 sowie 447f Abs. 11; 3. rückwirkend mit 1. Jänner 2012 § 658 Abs. 4.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(3) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz sind die Pensionen in den Kalenderjahren 2013 und 2014 so zu erhöhen, dass der dem jeweiligen Anpassungsfaktor (§ 108f) entsprechende Erhöhungsprozentsatz 1. im Kalenderjahr 2013 um einen Prozentpunkt und 2. im Kalenderjahr 2014 um 0,8 Prozentpunkte vermindert wird. (4) § 255 Abs. 4 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 35/2012 ist nur auf Versicherungsfälle anzuwenden, in denen der Stichtag nach dem 31. Dezember 2012 liegt, und zwar so, dass an die Stelle des vollendeten 60. Lebensjahres in den Kalenderjahren 2013 und 2014 das vollendete 58. Lebensjahr und in den Kalenderjahren 2015 und 2016 das vollendete 59. Lebensjahr tritt. RIS - Allgemeines Sozialversicherungsgesetz - Bundesrecht konsolidie... https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesno... 362 von 478 07.12.25, 22:01§ 668. § 669. (5) Abweichend von § 292 Abs. 8 dritter Satz in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 35/2012 gilt für die Ermittlung der Ausgleichszulage als monatliches Einkommen im Jahr 2015 ein Betrag von 14 % des jeweiligen Richtsatzes.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz und Abs. 2 ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2018 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 500 € monatlich beträgt, um 2,2%; 2. wenn es über 1 500 € bis zu 2 000 € monatlich beträgt, um 33 €; 3. wenn es über 2 000 € bis zu 3 355 € monatlich beträgt, um 1,6%; 4. wenn es über 3 355 € bis zu 4 980 € monatlich beträgt, um einen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 1,6% auf 0% linear absinkt. Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als 4 980 € monatlich, so findet keine Erhöhung statt. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2017 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch mit Ausnahme der Kinderzuschüsse und der Ausgleichszulage und vor Anwendung von Ruhensbestimmungen. Ausgenommen sind auch Pensionen, die nach § 108h Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2018 nicht anzupassen sind, sowie befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2017 endet. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I
7,597
JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
Ausgenommen sind auch Pensionen, die nach § 108h Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2018 nicht anzupassen sind, sowie befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2017 endet. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014, erfasst sind, wenn die pensionsbeziehende Person am 31. Dezember 2017 darauf Anspruch hat. (3) Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, die zum Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 zählen, so ist der Erhöhungsbetrag nach Abs. 1 auf die einzelne Pension im Verhältnis der Pensionen zueinander aufzuteilen. (4) Abweichend von den §§ 293 Abs. 2 und 700 Abs. 5 sind die Ausgleichszulagenrichtsätze für das Kalenderjahr 2018 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern mit dem Faktor 1,022 zu vervielfachen. (5) Rechtsträger, die Leistungen nach Abs. 2 dritter Satz auszahlen, haben die Höhe dieser Leistungen dem zuständigen Pensionsversicherungsträger mitzuteilen. Der Pensionsversicherungsträger hat sodann diesen Rechtsträgern das Gesamtpensionseinkommen nach Abs. 2 mitzuteilen. (6)(Verfassungsbestimmung) Die Anpassung für das Kalenderjahr 2018 von Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz, BGBl. I Nr. 46/2014 , erfasst sind, darf die Erhöhung nach Abs. 1 unter Heranziehung des Gesamtpensionseinkommens (Abs. 2) nicht überschreiten.
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JFR_20231204_23G00197_01
GerichtVerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.12.2023GeschäftszahlG197/2023 uaSammlungsnummer20646LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen des ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf des Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen könnenRechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021, des §41 Abs8 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §41 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021, des §11 Abs9 leg cit idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 leg cit idF BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG idF BGBl I 28/2021, des §775 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, des §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und des §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG idF BGBl I 28/2021, des §401 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG idF BGBl I 28/2021, des §395 Abs6 leg cit idF BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §41 Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §41 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,, des §11 Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie des §37 Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung des §108h Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §775 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, des §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und des §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung des §50 Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §401 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung des §46 Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,, des §395 Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 idF BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung des §41 Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BThPG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember desselben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden.Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat des Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate.Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen des ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge des Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen des angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten.Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus.Mit Erlassung des BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen.Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf des Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden.Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken des Antragstellers zu G266/2023 ua ob des Rechtes auf Unversehrtheit des Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp des EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist.European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023
(1) Abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz sowie Abs. 2 und 2a ist die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2019 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorzunehmen: Das Gesamtpensionseinkommen (Abs. 2) ist zu erhöhen 1. wenn es nicht mehr als 1 115 € monatlich beträgt, um 2,6%; 2. wenn es über 1 115 € bis zu 1 500 € monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 2,6% auf 2% linear absinkt; 3. wenn es über 1 500 € bis zu 3 402 € monatlich beträgt, um 2%; 4. wenn es über 3 402 € monatlich beträgt, um 68 €. (2) Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe aller ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2018 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen sowie der Bestimmungen nach § 86 Abs. 3 Z 2 dritter und vierter Satz. Ausgenommen sind Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, Pensionen, die nach § 108h Abs. 1 letzter Satz für das Kalenderjahr 2019 nicht anzupassen sind, befristete Pensionen, deren Anspruchsdauer mit Ablauf des 31. Dezember 2018 endet, sowie Hinterbliebenenpensionen, für die sich am 31. Dezember 2018 durch die Anwendung des § 264 Abs. 2 oder 6a kein Auszahlungsbetrag ergibt. Zum Gesamtpensionseinkommen sind heranzuziehen:
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