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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,129 | 1,615 | Von denen dingen/ ſo nicht liegen koͤnnen. | Von denen Dingen / so nicht liegen können. | de | de | de | 1 | 7.1261 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,130 | 1,615 | Selig iſt der Pilgram/ welcher mit ſolchen Augen alle Creaturen anſchawet/ als ein zeichen zu der Goͤttlichen erkaͤndtnuß zugelangen. | Selig ist der Pilgram / welcher mit solchen Augen alle Kreaturen anschauet / als ein Zeichen zu der göttlichen Erkenntnis zugelangen. | de | de | de | 1 | 5.1978 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,131 | 1,615 | Das thun aber die Naßwitzige Weltweiſen nicht/ dann ſie nemen die ſichtbarliche ding diſer Welt nicht an/ als zeichen/ ſondern quaſi materialiter, Jnnmaſſen die junge Knabatzen in den Schulen thun vnd in den ſchoͤnen vergulten Buͤchern nur die ſchoͤnheit der Buchſtaben warnemen/ den Jñhalt aber der Schrifft verachten. | Das tun aber die Nasswitzige Weltweisen nicht / dann sie nehmen die sichtbarliche Ding dieser Welt nicht an / als Zeichen / sondern quasi materialiter, Inmassen die junge Knabatzen in den Schulen tun und in den schönen vergüldeten Büchern nur die Schönheit der Buchstaben wahrnehmen / den Inhalt aber der Schrift verachten. | de | de | de | 1 | 6.342 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,132 | 1,615 | An den Liebhabern diſer Welt/ nemblich von Eſeln vnnd Edelleuthen/ iſts nit/ daß ſie die Creaturen brauchen wie zeichẽ/ ſo vns zu Gott fuͤhren/ ſondern ſie brauchen Eſels Noten: dann wann jhnen etwann ein gutes gluͤck zuſtehet/ vnnd ein ſchoͤne Creatur begegnet/ als dañ wolten ſie es geꝛn geſchwind anbeiſſen/ anzepffen vnd durchs Maul ziehen/ im wenigſten betrachtendt/ was ſie bedeute/ noch auff jhꝛen Erſchaffer gedenckent. | An den Liebhabern dieser Welt / nämlich von Eseln und Edelleuten / ist es nicht / dass sie die Kreaturen brauchen wie Zeichen / so uns zu Gott führen / sondern sie brauchen Esels Noten: dann wann ihnen etwan ein gutes Glück zustehet / und ein schöne Kreatur begegnet / als dann wollten sie es gern geschwind anbeißen / anzapfen und durchs Maul ziehen / im wenigsten betrachtend / was sie bedeute / noch auf ihren Erschaffer gedenkend. | de | de | de | 1 | 5.1752 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,133 | 1,615 | Billich aber werden ſolche Eſelleut von allẽ Menſchen verhaſt. | Billig aber werden solche Eselleut von allen Menschen verhasst. | de | de | de | 1 | 5.8215 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,134 | 1,615 | Egirtus ein kleines Voͤgelein niſtet gern in Diſteln vnnd Doͤrnern/ vnd iſt dem Eſel von hertzen feindt (Jnmaſſen jhm auch die Raben feindt ſeindt/) | Egirtus ein kleines Vögelein nistet gern in Disteln und Törnern / und ist dem Esel von Herzen Feind (In Maßen ihm auch die Raben Feind sind /) | de | de | de | 1 | 6.2282 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,135 | 1,615 | Weil der Eſel die Diſteln im Feldt abbeiſt vnd friſt/ oder zertritt/ Alsbaldt derwegen diſes Voͤgelein den Eſel kommen ſihet/ ſo ſetzet es ſich auff ſeinen Rucken/ becket vnd beiſſet jne auch ſo lang vnd ſtarck hinden vnderm Schwantz/ biß er letztlichen auß vngedult daruon lauffet: | Weil der Esel die Disteln im Feld abbeißt und frisst / oder zertritt / alsbald derentwegen dieses Vögelein den Esel kommen sieht / so setzet es sich auf seinen Rucken / bäckt und beißet jene auch so lang und stark hinten unterm Schwanz / bis er letztlichen aus Ungeduld davon lauft: | de | de | de | 1 | 5.0469 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,136 | 1,615 | Die kleine Voͤgelein ſeindt die Bawren inn Feldern/ Doͤrffern vnnd Einoͤden/ die niſten nahe bey den Zaͤunen vnd Hecken/ vnnd ſeind den Welteſeln/ das iſt/ den gartenden Landtsknechten/ Landtfahrern/ Stationirern, ſtarcken Betiern vnd Landzwingern billich feind/ dann dieſelbigen freſſen jnen alles ab/ zertretten vnd verderben jhnen jhꝛe aͤcker vnd Felder/ ſtehlen jhnen jhre Hennen/ Gaͤnß/ vnnd was ſie im Hauß haben/ vnnd trucken ſie dermaſſen/ daß ſie letztlichen Hauß vnd Hof laͤr ſtehen laſſen muͤſſen: | Die kleine Vögelein sind die Bauern in Feldern / Dörfern und Einöden / die nisten nahe bei den Zäunen und Hecken / und sind den Welteseln / das ist / den gearteten Landsknechten / Landfahrern / Stationierern, starken Betiern und Landzwingern billig Feind / dann dieselbigen fressen ihnen alles ab / zertreten und verderben ihnen ihre Äcker und Felder / stehlen ihnen ihre Hennen / Gens / und was sie im Haus haben / und trocken sie dermaßen / dass sie letztlichen Haus und Hof leer stehen lassen müssen: | de | de | de | 1 | 4.9451 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,137 | 1,615 | Aber die Raben/ das iſt/ die Beampten/ Pfleger/ Schoͤrgen vnnd Gerichtsdiener wiſchen bißweiln hinder ſolchen Landtſtreichern/ vñ andere Bawrenſchinder her/ nemen ſie gefaͤngklich an vnd tractierens dermaſſen/ daß ſie nit ſo bald wider kommen. | Aber die Raben / das ist / die Beamten / Pfleger / Schören und Gerichtsdiener wischen bisweilen hinter solchen Landstreichern / und andere Bauernschinder her / nehmen sie gefänglich an und Traktierens dermaßen / dass sie nicht so bald wieder kommen. | de | de | de | 1 | 5.6957 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,138 | 1,615 | Das dritte directorium vñ wegweiſung deß Pilgrams iſt ein Mappa oder verzeichnuß/ welche die gelegenheit deß Wegs vnnd alle Gefahr der abwegen begreifft. | Das dritte directorium und Wegweisung des Pilgrams ist ein Mappa oder Verzeichnis / welche die Gelegenheit des Wegs und alle Gefahr der Abwegen begreift. | de | de | de | 1 | 5.5747 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,139 | 1,615 | Vnſers Chriſtlichen Wallfahrters Mappa oder Zedel/ oder Libel, begreifft alles was in dem alten vnd newen Geſaͤtz veroꝛdnet wirdt/ Jtem der Kirchen formas ritus vnd zierden/ Jtem die habitus oder Kleider der Geiſtlichen Perſonen vnd jhre Geheimnuſſen: | Unseres Christlichen Wallfahrers Mappa oder Zedel / oder Liebel, begreift alles was in dem alten und neuen Gesetz verordnet wird / Item der Kirchen formas ritus und Zierden / Item die habitus oder Kleider der geistlichen Personen und ihre Geheimnissen: | de | de | de | 1 | 5.5186 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,140 | 1,615 | Alle diſe ding ſeindt gleichſamb geſetzte zeichen vnd gemachte Buͤcher/ darinn der Pilgram leſen kan was zu ſeinem heyl vonnoͤthen/ Wehe aber den aſinis ad lyram oder Eſeln/ ſo ſich hierauff ſo vil verſtehen/ als ein Eſel auffs Lautenſchlagen/ vnnd welche diſe Zettel verachten/ vnd mit Fuͤſſen tretten/ jnnmaſſen die Heyden/ Juden vnd boͤſe Chriſten thun/ ſo da nach der Schrifft wenig fragen/ dann ſie ſchawen dieſelbe anderer geftallt nicht an/ als wie die Eſel/ nemblich außwendig/ aber jnnwendig leſen vñ verſtehen ſie dieſelbe nit/ dann ſie habẽ die gab deß verſtands nit/ ſonder ſeind grobe vnuerſtaͤndige toͤlpel/ knoͤpff vnd bengl. | Alle diese Ding sind gleichsam gesetzte Zeichen und gemachte Bücher / darin der Pilgram lesen kann was zu seinem Heil vonnöten / Wehe aber den asinis ad lyram oder Eseln / so sich hierauf so viel verstehen / als ein Esel aufs Lautenschlagen / und welche diese Zettel verachten / und mit Füßen treten / inmassen die Heiden / Juden und böse Christen tun / so danach der Schrift wenig fragen / dann sie schauen dieselbe anderer gestallt nicht an / als wie die Esel / nämlich auswendig / aber inwendig lesen und verstehen sie dieselbe nicht / dann sie haben die gab des Verstands nicht / sonder sind grobe unverständige tölpel / knöpf und Bengel. | de | de | de | 1 | 5.6077 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,141 | 1,615 | Andere laſſen jhnen die Ehr Gottes/ das Religion weſen/ die Kirchenzierdt vnnd Kleider der Prieſter wenig angelegen ſein: Seind nur Hof- vnnd Maul Chriſten/ tragen das Creutz/ (wie der Eſel) nur hinben auffm Rucken/ ohne einige Buͤrd: | Andere lassen ihnen die Ehre Gottes / das Religion Wesen / die Kirchenzierdt und Kleider der Priester wenig angelegen sein: Sind nur Hof- und Maul Christen / tragen das Kreuz / (wie der Esel) nur hinben aufm Rucken / ohne einige Bürde: | de | de | de | 1 | 6.3371 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,142 | 1,615 | Keine Vigilias noch Faſten/ keine ſtationes noch gemeine Gebett halten ſie niemaln/ ſonder tragen das Creutz nur auffm hindern theil/ laſſen die poſterioribus alle añiuerſaria reſtitutiones vñ dergleichen/ welche ſo vil als nichts thun. | Keine Vigilias noch Fasten / keine stationes noch gemeine Gebet halten sie niemals / sonder tragen das Kreuz nur aufm hindern Teil / lassen die posterioribus alle anniuersaria restitutiones und dergleichen / welche so viel als nichts tun. | de | de | de | 1 | 6.788 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,143 | 1,615 | Jn der gantzen faſtenzeit faſten ſie kaum einen einigen tag/ vnd ſeind den Eſeln nur in einem einigen fall gleichfoͤrmig/ dann wie der Eſel ſich vor dem kalten Waſſer zutrincken huͤtet/ an keinem kalten ort gern wohnet/ vnnd im trincken kaum ſeine Lefftzen netzet/ alſo ſehen wir/ daß ſolche Welt Chꝛiſten das Waſſer der guten wercken kaum beruͤhꝛen/ dann ſie foͤrchten den Reiff der muͤhe vnd arbeit/ aber vberfallen wirdt ſie ein groſſer Schnee der ewigen Straff. | In der ganzen Fastenzeit fasten sie kaum einen einigen tag / und sind den Eseln nur in einem einigen Fall gleichförmig / dann wie der Esel sich vor dem kalten Wasser zutrinken hütet / an keinem kalten Ort gern wohnet / und im Trinken kaum seine Lefzen netzet / also sehen wir / dass solche Welt Christen das Wasser der guten Werken kaum berühren / dann sie fürchten den reif der Mühe und Arbeit / aber überfallen wird sie ein großer Schnee der ewigen Strafe. | de | de | de | 1 | 5.6204 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,144 | 1,615 | Andere verachten gleichwol diſe Zettel nit/ ſondern leſens/ aber verſtehens nicht: Vnnd dieſelbigen ſeind die Layen/ vnnd vermeinen daß ſie die Schrifft verſtehen/ da ſie doch nit recht leſen koͤnnen/ ſonder eines Meiſters vnd Außlegers bedoͤrffen. | Andere verachten gleichwohl diese Zettel nicht / sondern Lesens / aber Verstehens nicht: Und dieselbigen sind die Laien / und vermeinen dass sie die Schrift verstehen / da sie doch nicht recht lesen können / sonder eines Meisters und Auslegers bedürfen. | de | de | de | 1 | 5.1208 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,145 | 1,615 | Andere leſen vnd verſtehens/ aber auff den Eſeliſchen foꝛm/ dañ nit leſen ſie in meinung etwas drauß zulernen/ oder den weg der goͤttlichen Gebotten zuergreiffen/ ſonder von deß zeitlichen gewiñs wegen: | Andere lesen und Verstehens / aber auf den Eselischen form / dann nicht lesen sie in Meinung etwas daraus zulernen / oder den weg der göttlichen geboten zuergreifen / sonder von des zeitlichen Gewinns wegen: | de | de | de | 1 | 6.7116 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,146 | 1,615 | Vnd wie jener Eſel Eſopi im leſen der geſtalt abgericht ward/ dz/ als man jm ein groſſes Buch fuͤrlegte vñ zwiſchẽ einẽ jeglichẽ hoͤltzinẽ blat dẽ habeꝛn miſchte er die blaͤter mit dẽ maul vm̃keꝛte vñ dẽ habern fein ordenlich auffraß: | Und wie jener Esel Esopi im Lesen der Gestalt abgerecht wurde / dass / als man ihm ein großes Buch vorlegte und zwischen einen jeglichen höltzinen Blatt den haben mischte er die Blätter mit den maul umkehrte und den haben fein ordentlich auffraß: | de | de | de | 1 | 6.3211 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,147 | 1,615 | Alſo vnd ebner geſtallt habẽ auch vnſere Bauch Chriſtẽ die kunſt deß leſens der H. ſchrifft nur zu jrẽ eygnen nutz ergreiffen/ ſeind derwegen fuͤr keine Chriſtliche vnnd fromme peregrinantes, ſondern aſinantes zuhalten: Du aber/ O frommer Pilgram thue nicht alſo/ ſonder leſe die zetl diſer Schrifft/ Gemaͤld vnd Kleidungen dermaſſen/ darmit du darauß den Weg deß Herꝛen erkennen vnd wandern moͤgeſt. | Also und ebener Gestalt haben auch unsere Bauch Christen die Kunst des Lesens der H. Schrift nur zu Iren eigenen Nutz ergreifen / sind derentwegen für keine Christliche und fromme peregrinantes, sondern asinantes zuhalten: Du aber / O frommer Pilgram tue nicht also / sonder lese die zetl dieser Schrift / Gemälde und Kleidungen dermaßen / damit du daraus den Weg des Herren erkennen und wandern mögest. | de | de | de | 1 | 6.1115 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,148 | 1,615 | Nicht begere zuwerden ein Eſel vnnd Maulthier/ in denen kein verſtandt iſt/ ſonder wann du die zeichen der Creaturen ſiheſt/ ſo ſtehe geſchwindt auff/ vnnd gedencke an jhren Erſchaffer: ſiheſtu die truͤbſeligkeiten deß Creutzes/ ſo erſchricke nit/ ſondern paſſire fort: | Nicht begehre zuwerden ein Esel und Maultier / in denen kein verstand ist / sonder wann du die Zeichen der Kreaturen siehst / so stehe geschwind auf / und gedenke an ihren Erschaffer: siehst die Trübseligkeiten des Kreuzes / so erschrick nicht / sondern passiere fort: | de | de | de | 1 | 4.8181 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,149 | 1,615 | Siheſt du auf der Straſſen einen Saͤwhirten/ ſo gedencke an jenen verlohrnen Sohn: | Siehst du auf der Straßen einen Säuhirten / so gedenke an jenen verlorenen Sohn: | de | de | de | 1 | 5.7233 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,150 | 1,615 | Siheſtu einen Bettler/ ſo gedencke an den armen Lazarum vnd den reichen Mann: Woferꝛn du ſolches thuſt/ ſo wirdt dir beſchert werden was Dauid verheiſſet ſprechendt: | Siehst einen Bettler / so gedenke an den armen Lazarus und den reichen Mann: Wofern du solches tust / so wird dir beschert werden was David verheißt sprechend: | de | de | de | 1 | 5.1406 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,151 | 1,615 | Intellectum tibi dabo & inſtruam te in via hac qua gradieris, ſcilicet ad vitam æternam. | Intellectum tibi dabo & instruam te in via hac qua gradieris, scilicet ad vitam aeternam. | la | la | la | 0 | 5.677 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,152 | 1,615 | Das zwoͤlffte requiſitum von der guten vnd boͤſen Geſellſchafft deß Pilgrams. | Das zwölfte requisitum von der guten und bösen Gesellschaft des Pilgrams. | de | de | de | 1 | 5.4061 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,153 | 1,615 | DJE zwoͤlffte notwendigkeit deß Pilgrams iſt die gute Geſellſchafft/ vnnd die meidung der boͤſen. | Die zwölfte Notwendigkeit des Pilgrams ist die gute Gesellschaft / und die Meidung der bösen. | de | de | de | 1 | 5.327 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,154 | 1,615 | Ein kurtzweiliger Gefehrt iſt an ſtatt eines Rollwagens: | Ein kurzweiliger Gefährt ist anstatt eines Rollwagens: | de | de | de | 1 | 5.9051 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,155 | 1,615 | ein ſolcher war Chriſtus jenen zween Juͤngern/ ſo gen Emaus gingen/ als ſie zu einander ſagten: | ein solcher war Christus jenen zweien jüngeren / so gen Emaus gingen / als sie zueinander sagten: | de | de | de | 1 | 6.9843 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,156 | 1,615 | Brann nicht vnſer Hertz auffm weg? | Brann nicht unser Herz aufm weg? | de | de | lb | 0.667 | 7.2743 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,157 | 1,615 | Die Welt aber vnnd die Weltmenſchen begeren Chriſtum nit fuͤr einen gefehrten auff jhꝛen Raiſen/ ſonder haben vil lieber den Teufel/ derſelb gehet anfangs mit jnen auß/ er iſt bey jhnen mitten auffm weg/ beglaitet ſie wider heimb/ fuͤhret ſie letztlichen inn den Todt. | Die Welt aber und die Weltmenschen Begehren Christus nicht für einen Gefährten auf ihren Reisen / sonder haben viel lieber den Teufel / derselbe geht anfangs mit ihnen aus / er ist bei ihnen mitten aufm weg / begleitet sie wieder heim / führt sie letztlichen in den Tod. | de | de | de | 1 | 5.3327 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,158 | 1,615 | Vnd ſpricht liſtiglich zum Pilgram: incuruare vt tranſeamus: | Und spricht listig zum Pilgram: incuruare ut transeamus: | de | de | de | 1 | 8.8917 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,159 | 1,615 | Dann weil er ſihet daß bißweiln die Menſchen mit auff gerecktem Leib vnnd guter mainung auff dem weg der Goͤttlichen gebotten wandern vnd jr Hertz allzeit ſurſum hinauff gen Himmel richten/ auff das ewige Vatterlandt gedencken/ vnnd den groben Weg der ſtrengen Bußfertigkeit beharꝛen/ ſo ſpricht er: incuruare frater, buck dich Jaͤckel/ laß ab von deinem ſtrengen Leben/ naige dich ein wenig zum leiblichen Troſt/ faſte vnnd arbeite dich nicht zu todt/ collationire bißweilen/ vnnd trinck ein Krafft Truͤnckel/ du kanſt dannocht die Gebott deß HERREN wol halten/ ich begere dich nicht daruon abzuwenden/ ſondern du wirſt dardurch deſto ſtaͤrcker. | Dann weil er sieht dass bisweilen die Menschen mit auf gerecktem Leib und guter Meinung auf dem Weg der Göttlichen geboten wandern und ihr Herz allzeit sursum hinauf gen Himmel richten / auf das ewige Vaterland Gedenken / und den groben Weg der strengen Bußfertigkeit beharren / so spricht er: incuruare frater, buk dich Jäckel / lass ab von deinem strengen Leben / neige dich ein wenig zum leiblichen Trost / faste und arbeite dich nicht zu tot / kollationiere bisweilen / und trink ein Kraft Trünckel / du kannst dennoch die Gebot des HERREN wohl halten / ich begehre dich nicht davon abzuwenden / sondern du wirst dadurch desto stärker. | de | de | de | 1 | 5.5869 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,160 | 1,615 | Zum Religioſo ſpricht er: Mein Bruder/ incuruare ſuche ein relaxation, ein recreation, ein gelegenheit/ damit du auſſer deß Cloſters etwan ein Pfarꝛ vbeꝛkommeſt/ ein mehrere freyheit vnd ergoͤtzlichkeit erlangeſt/ ein feines Gelt erſambleſt/ incuruare vt tranſeamus cum cæteris’; & nequaquam pereamus’. | Zum Religioso spricht er: Mein Bruder / incuruare suche ein Relaxation, ein Rekreation, ein Gelegenheit / damit du außer des Klosters etwan ein Pfarre überkommest / ein mehrere Freiheit und Ergötzlichkeit erlangest / ein feines Geld ersamblest / incuruare ut transeamus cum caeteris ’; & nequaquam pereamus'. | de | de | de | 1 | 6.0876 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,161 | 1,615 | Thu wie andere feine Prieſter auff dem Landt/ denen alles hingehet. | Tue wie andere feine Priester auf dem Land / denen alles hingehet. | de | de | lb | 0.667 | 6.1564 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,162 | 1,615 | Zum Canonico ſpricht er: Du biſt ein feiner gelehꝛter Mañ vnd eines mehrern wol wuͤrdig: Deine Corherꝛen Pfruͤndt erklecke dir nicht/ trachte nach einem faiſten beneficio oder einer reichen Pfarꝛ/ genieſſe du daruon das beſte einkommen/ vnd gib einem Vicario der die Seelſorg verſehe/ etwas wenigs auffm Spaͤndl/ der Biſchoff vnnd Vicarius ſeind dir guͤnſtig/ vnd koͤnnen gar wol mit dir diſpẽſiren, Aber ô nequam, nequaquam. | Zum Canonico spricht er: Du bist ein feiner gelehrter Mann und eines mehreren wohl würdig: Deine Corherren Pfründt erklecke dir nicht / trachte nach einem feisten beneficio oder einer reichen Pfarre / genieße du davon das Beste einkommen / und gib einem Vicario der die Seelsorge versehe / etwas weniges aufm Spändl / der Bischof und Vicarius sind dir günstig / und können gar wohl mit dir dispensieren, Aber o nequam, nequaquam. | de | de | de | 1 | 5.6875 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,163 | 1,615 | Dann die diſpenſationes iniquæ ſeu perperam impetratæ non tollunt peccata mundi, ſed augent, niſi fuerit rationabilis diſpenſandi cauſa, ſine cauſa diſpenſare quid eſt niſi cum licentia ad infernum intrare. | Dann die dispensationes iniquae seu perperam impetratae non tollunt peccata mundi, sed augent, nisi fuerit rationabilis dispensandi causa, sine causa dispensare quid est nisi cum licentia ad infernum intrare. | la | la | la | 0 | 4.4087 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,164 | 1,615 | Zu einem ſtillen eingezognen Menſchen kompt er vnd ſpricht: incuruare, nit fliehe ſo ſehr/ alle gute Geſellſchafft/ warumb biſtu ſo gar ſingularis’? | Zu einem stillen eingezogenen Menschen kommt er und spricht: incuruare, nicht fliehe so sehr / alle gute Gesellschaft / warum bist du so gar Singulare? | de | de | de | 1 | 6.5822 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,165 | 1,615 | Du wirſt letztlichen gar ein Fantaſt/ ein Stockfiſch vnnd Narꝛ werden/ mennigklichen wirſtu verhaſt/ vnnd dir ſelbſt beſchwerlich vnnd verdrießlich/ incuruare, relaxarigorẽ; gehe her/ zu der Geſellſchafft/ vnnd recreire dich ein wenig. | Du wirst letztlichen gar ein Fantast / ein Stockfisch und Narr werden / menniglichen wirst du verhasst / und dir selbst beschwerlich und verdrießlich / incuruare, relaxarigoren; gehe her / zu der Gesellschaft / und rekreiere dich ein wenig. | de | de | de | 1 | 5.6969 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,166 | 1,615 | Aber du O frommer Pilgram/ gib dem Teuffel kein gehoͤr/ dann er leugt/ nicht glaube was er ſagt vom incuruare vt tranſeamus, nam non eſt tranſiturus ſed te oppreſſurus’. | Aber du O frommer Pilgram / gib dem Teufel kein Gehör / dann er lügt / nicht glaube was er sagt vom incuruare ut transeamus, nahm non est transiturus sed te oppressurus'. | de | de | de | 1 | 7.3795 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,167 | 1,615 | Wirſt du dich ein wenig biegen vermittelſt der laͤßlichen Suͤnd vnnd Weltlichen troſts/ ſo wird er dich zu boden werffen/ vnd machen daß du ſchꝛeyen wuͤrdeſt: adhæſit pauimento anima mea: Wirſtu dich vor dem Teufel bucken/ ſo wirdt er auff dir reiten vnd dich ducken: | Wirst du dich ein wenig biegen vermittels der lässlichen Sünde und Weltlichen Trosts / so wird er dich zu Boden werfen / und machen dass du schreien würdest: adhaesit pauimento anima mea: Wirst du dich vor dem Teufel buken / so wird er auf dir reiten und dich ducken: | de | de | de | 1 | 4.9279 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,168 | 1,615 | & ſicut onus graue grauabitur ſuper te: | & sicut onus graue grauabitur super te: | en | la | gd | 0 | 9.3582 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,169 | 1,615 | Reiten wirdt er dich ohne alle Barmhertzigkeit durch alle Berg vnd Thal/ durch alle Kotlachen/ Hecken/ Doͤrner vnnd Stauden. | Reiten wird er dich ohne alle Barmherzigkeit durch alle Berg und Tal / durch alle Kotlachen / Hecken / Dornen und Stauden. | de | de | de | 1 | 5.975 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,170 | 1,615 | Vnd wirdt dich letztlichen loſieren vnd ſtellen in den Stall der ewigen verdam̃nuß: alsdann aber wirſtu ſambt andern vergeblich ſchreyen vnd ſprechen: | Und wird dich letztlichen lasieren und stellen in den Stall der ewigen Verdammnis: alsdann aber wirst du samt anderen vergeblich schreien und sprechen: | de | de | de | 1 | 5.0982 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,171 | 1,615 | vias difficiles ambulauimus. | vias difficiles ambulauimus. | la | es | la | 0 | 8.3179 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,172 | 1,615 | Der ander boͤſe Gefehrt iſt die Welt vnnd Weltliche conuerſation vnd gemeinſchaft/ welche vns ſehꝛ koͤſtlich vnd ſtattlich mit Kleidern vnnd Speiſen zu tractiren rathet/ vnnd beynebens verurſachet daß wir vnſere edle zeit der Gnaden/ vnnd deß heyls ſo vbel verwenden vnnd verlieren/ aber du/ O Chriſtlicher Pilgram/ meide dergleichen ſchaͤdliche Geſellſchafft/ verwende dein zeit in aller Bußfertigkeit/ zu erlangung der Gnad vnnd Glory. | Der ander böse Gefährt ist die Welt und weltliche Konversation und Gemeinschaft / welche uns sehr köstlich und stattlich mit Kleidern und Speisen zu traktieren ratet / und beinahe verursachet dass wir unsere edle Zeit der Gnaden / und des Heils so übel verwenden und verlieren / aber du / O Christlicher Pilgram / meide dergleichen schädliche Gesellschaft / verwende dein Zeit in aller Bußfertigkeit / zu Erlangung der Gnade und Glory. | de | de | de | 1 | 5.3108 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,173 | 1,615 | Nicht ſprich wie etliche Speyvoͤgel vnd Lottersbuben: | Nicht sprich wie etliche Speivögel und Lottersbuben: | de | de | de | 1 | 8.6705 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,174 | 1,615 | Was woͤllen wir nach der Mahlzeit thun? | Was wollen wir nach der Mahlzeit tun? | de | de | de | 1 | 4.4263 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,175 | 1,615 | Weil wir nicht nehen vnd Spinnen koͤnnen wie die Weiber/ ſo woͤllen wir entweder ſauffen oder ſpilen: | Weil wir nicht nähen und Spinnen können wie die Weiber / so wollen wir entweder saufen oder spielen: | de | de | de | 1 | 5.2879 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,176 | 1,615 | ſondern ſprich: nach dem eſſen woͤllen wir ein ehrliche Leibsvbung fuͤr vns nemen/ oder zu der Nachpꝛedig zu der Engliſchen Geſellſchafft eylen/ die colloquia der andaͤchtigen confraterniteten vnd Bruderſchafften beſuchen/ etwas heilſames hoͤren/ folgents zu der Veſper gehen/ vns mit Gott verſoͤhnen/ GOtt anruffen/ nach dem verlohrnen Erbtheil ſeufftzen/ nach der verheiſſenen ſeligkeit trachten/ vnd die begangene miſſethaten beweinen/ dann das ſeindt wahꝛe Chꝛiſtliche/ ja Koͤnigliche werck/ lachrimæ mea ſicut panes die & nocte, &c. | sondern sprich: nach dem Essen wollen wir ein ehrliche Leibsvbung für uns nehmen / oder zu der Nachpredige zu der englischen Gesellschaft eilen / die colloquia der andächtigen confraterniteten und Bruderschaften besuchen / etwas Heilsames hören / folgend zu der Vesper gehen / uns mit Gott versöhnen / Gott anrufen / nach dem verlorenen Erbteil seufzen / nach der verheißenen Seligkeit trachten / und die begangene Missetaten beweinen / dann das sind wahre christliche / ja königliche Werk / lachrimae mea sicut panes die & nocte, etc. | de | de | de | 1 | 5.0157 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,177 | 1,615 | Der dritt boͤſe gefehrt iſt Stuttfaul/ nemblich das Fleiſch/ dann ſpiritus quidem eſt promptus, caro autem infirma: | Der dritt böse gefehrt ist Stuttfaul / nämlich das Fleisch / dann spiritus quidem est promptus, caro autem infirma: | de | la | lb | 0.333 | 7.6601 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,178 | 1,615 | Caro concupiſcit aduerſus ſpiritum, & ſpiritus aduerſus carnem. | Caro concupiscit aduersus spiritum, & spiritus aduersus carnem. | en | la | la | 0 | 5.8023 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,179 | 1,615 | Ob nun wol du O Pilgram/ diſen Gefehrten nicht verwerffen kanſt/ ſondern mit dir fuͤhren muſt/ ſo wirſtu doch nicht leyden/ daß er vber dich herꝛſche/ dann ſonſten wirſt du vmbkommen vnnd ins Vatterlandt nicht gelangen/ dann caro & ſanguis regnum Dei non poſſidebunt. | Ob nun wohl du O Pilgram / diesen Gefährten nicht verwerfen kannst / sondern mit dir führen musst / so wirst du doch nicht leiden / dass er über dich herrsche / dann sonsten wirst du umkommen und ins Vaterland nicht gelangen / dann caro & sanguis regnum Dei non possidebunt. | de | de | de | 1 | 5.0176 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,180 | 1,615 | Hergegen woferꝛn dir das Fleiſch gehoꝛſamet vnd du es mortificireſt, aber doch langſamb/ ſo wirſt du gleichwol zum verlangten zihl gelangen/ aber ſehr ſpat/ vnnd wirſt muͤſſen in der Mittags Hitz wanderen. | Hergegen wofern dir das Fleisch Gehorsammet und du es mortifizierest, aber doch langsam / so wirst du gleichwohl zum verlangten Ziel gelangen / aber sehr spät / und wirst müssen in der Mittags Hitze wandern. | de | de | lb | 0.667 | 5.9807 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,181 | 1,615 | Dann du ſolt wiſſen/ daß die zeit diſes Lebens ein fruͤh morgige vnnd zwar ein zeit deß Thaws/ der Barmhertzigkeit vnnd erkuͤhlung iſt: | Dann du sollt wissen / dass die Zeit dieses Lebens ein früh morgige und zwar ein Zeit des Thaws / der Barmherzigkeit und erkühlung ist: | de | de | de | 1 | 6.0586 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,182 | 1,615 | Jm Fegfewer iſt die Mittags zeit/ zu deren die Sonn der Straff ſcheinet: | Im Fegefeuer ist die Mittags Zeit / zu deren die Sonne der Strafe scheinet: | de | de | de | 1 | 6.3547 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,183 | 1,615 | Aber in der Hoͤllen iſt die Nacht/ in dern man nichts laͤſt wuͤrcken. | Aber in der Höllen ist die Nacht / in deren man nichts lässt wirken. | de | de | de | 1 | 5.7765 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,184 | 1,615 | Woferꝛn derwegen du deß morgens im Thaw nicht wandereſt/ ſo muſtu in der Mittags Hitz deß Fegfewers wanderen: Derwegen O Chriſt/ wandere allweil du das Liecht haben kanſt/ vnnd ſonderlich deß morgens wann die Hitz der Sonnen noch nicht vberhandt genommen hat: Zwinge deinen faulen Gefehrten/ das Fleiſch/ daß er mit dir in diſer fruͤhen Tagszeit deß Thaws wandere/ ſo wirſtu in kurtzer zeit vil verꝛichten. | Wofern derentwegen du des morgens im Tau nicht wanderst / so musst du in der Mittags Hitze des Fegfewers wandern: Derentwegen O Christ / wandere allweil du das Licht haben kannst / und sonderlich des morgens wann die Hitze der Sonnen noch nicht überhandgenommen hat: Zwinge deinen faulen Gefährten / das Fleisch / dass er mit dir in dieser frühen Tagszeit des Thaws wandere / so wirst du in kurzer Zeit viel verrichten. | de | de | de | 1 | 5.2008 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,185 | 1,615 | Diſes ſeindt nun die drey Gefehrten deß wegs diſer Wanderſchafft vor denen du dich fleiſſig huͤten/ vnd ſie/ woferꝛn du ſie allbereit zu dir genommen/ beurlauben vnnd andere gute fromme vnnd getrewe Geſellen deines gleichen vnnd vorhabens/ ſo jhr Angeſicht nach dem Himmliſchen Jeruſalem gewendt/ erwoͤhlen ſolleſt. | Dieses sind nun die drei Gefährten des Wegs dieser Wanderschaft vor denen du dich fleißig hüten / und sie / wofern du sie allbereits zu dir genommen / beurlauben und andere gute fromme und getreue Gesellen deines gleichen und Vorhabens / so ihr Angesicht nach dem Himmlischen Jerusalem gewendet / erwählen sollest. | de | de | de | 1 | 5.2459 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,186 | 1,615 | Bitte auch deinen Schutz- Engel daß er dich beglaidte/ beſchuͤtze vnnd erhalte: | Bitte auch deinen Schutz-Engel dass er dich begleite / beschütze und erhalte: | de | de | de | 1 | 5.7267 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,187 | 1,615 | An ſtatt deß Fleiſches erwoͤhle dein rationem oder geiſt/ an ſtatt der Weltmenſchen fromme Leuth/ vnd an ſtatt deß Teuffels den Engel/ ꝛc. | Anstatt des Fleisches erwähle dein rationem oder Geist / anstatt der Weltmenschen fromme Leute / und anstatt des Teufels den Engel / etc. | de | de | lb | 0.667 | 5.9888 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,188 | 1,615 | Das dreyzehende requiſitum von dem kleinen Huͤndlein deß Pilgrams. | Das dreizehnte requisitum von dem kleinen Hündlein des Pilgrams. | de | de | de | 1 | 5.59 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,189 | 1,615 | DAS Huͤndtlein iſt dem Pilgram ſehr nothwendig/ jnnmaſſen Tobias eins auff ſeiner Reiß gehabt: | DAS Hündlein ist dem Pilgram sehr notwendig / inmassen Tobias eins auf seiner Reise gehabt: | de | de | de | 1 | 8.0312 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,190 | 1,615 | Durch diß Huͤndtlein wirdt verſtanden der gute beſcheidene vnd Goͤttliche eyfer vnd ernſt: | Durch dies Hündlein wird verstanden der gute bescheidene und göttliche Eifer und ernst: | de | de | de | 1 | 6.7188 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,191 | 1,615 | Dañ erſtlich wie der Hundt ein jnnbruͤnſtiges embſiges vnd keckes thier iſt/ alſo ſoll der Menſch alle Menſchliche forcht hindan ſetzen/ vnd die Warheit kecklich vnd jnnbruͤnſtiglich verthedigen. | Dann erstlich wie der Hund ein inbrünstiges emsiges und keckes Tier ist / also soll der Mensch alle Menschliche fürchtet hintan setzen / und die Wahrheit kecklich und inbrünstig verthedigen. | de | de | de | 1 | 4.9516 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,192 | 1,615 | Am andern wie der Hundt ein feindt der feinde ſeines Herꝛen iſt/ ſie verfolget/ angreiffet/ vnnd doch ſie nicht haſſet/ alſo ſehen wir daß ein eyferiger Menſch alle die jenigen fuͤr ſeine Feinde haͤlt/ welche GOttes feinde ſeindt/ vnangeſehen dieſelbigen ſo gar ſeine leibliche Schweſtern vnd Bruͤder weren: vermuͤg der Wort: | Am anderen wie der Hund ein Feind der Feinde seines Herren ist / sie verfolget / angreift / und doch sie nicht hasset / also sehen wir dass ein eifriger Mensch alle diejenigen für seine Feinde hält / welche Gottes Feinde sind / unangesehen dieselbigen so gar seine leibliche Schwestern und Brüder wären: vermög der Wort: | de | de | de | 1 | 5.2226 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,193 | 1,615 | Inimici facti ſunt mihi: | Inimici facti sunt mihi: | la | bs | la | 0 | 5.8498 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,194 | 1,615 | Item: qui non odit, Patrem & matrem, non eſt me dignus. | Item: qui non odit, Patrem & matrem, non est me dignus. | it | la | la | 0 | 5.2266 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,195 | 1,615 | Gleichwol iſt er jhnen anderer geſtallt nit feind/ als/ wie gemelt/ der Hund. | Gleichwohl ist er ihnen anderer Gestalt nicht Feind / als / wie gemeldet / der Hund. | de | de | de | 1 | 6.9474 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,196 | 1,615 | Drittens wie der Hundt fuͤr ſeinen Herꝛen ſtreitet biß in den todt/ alſo verthaͤdiget ein eyferiger Chriſt die Goͤttliche Warheit biß in den todt/ vnd wann er hoͤꝛet daß man fluchet/ ſchweret vnd Gott laͤſtert/ alsdann erzuͤrnet/ ergrimmet vnd verſchmachtet er gleichſamb/ wie Dauid/ ſprechent/ Super inimicos tuos tabeſcebam: | Drittens wie der Hund für seinen Herren streitet bis in den tot / also verteidigt ein eifriger Christ die göttliche Wahrheit bis in den tot / und wann er höret dass man fluchet / Schwert und Gott lästert / alsdann erzürnet / ergrimmet und verschmachtet er gleichsam / wie David / sprechend / Super inimicos tuos tabescebam: | de | de | de | 1 | 5.4109 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,197 | 1,615 | Item: Nonne quioderunt te oderam perfecto odio oderam illos. | Item: Nonne quioderunt te oderam perfecto odio oderam illos. | es | la | la | 0 | 6.8389 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,198 | 1,615 | Viertens wie der Hundt ſeines Herꝛen Hauß verwahꝛet/ die ſchaͤdliche Leuth in der Nacht durch ſein bellen verꝛathet/ alſo pflegt ein eyferiger Chriſt fuͤr ſeine Nechſten vnnd Bruͤder zuſorgen/ damit der allergroͤſt Dieb vnd Moͤrder/ der Teufel jhnen nichts ſchade/ Jnmaſſen Paulus gethan vnnd geſagt: | Viertens wie der Hund seines Herren Haus verwahret / die schädliche Leute in der Nacht durch sein Bellen verratet / also pflegt ein eifriger Christ für seine Nächsten und Brüder zusorgen / damit der größt Dieb und Mörder / der Teufel ihnen nichts schade / In Maßen Paulus getan und gesagt: | de | de | de | 1 | 5.7076 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,199 | 1,615 | Quis ſcandaliſatur & ego non vror. | Quis scandalisatur & ego non vror. | la | la | fr | 0 | 7.3383 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,200 | 1,615 | Ferꝛner vnd zum fuͤnfften beiſt der Hundt bißweiln/ vñ der eyfer deß Herꝛn bricht gleichfals bißweiln mit ſchelt wortẽ herfuͤr/ vermuͤg der Wort: | Ferner und zum fünften beißt der Hund bisweilen / und der Eifer des Herrn bricht gleichfalls bisweilen mit schelt worten herfür / vermög der Wort: | de | de | de | 1 | 6.5802 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,201 | 1,615 | O inſenſati Galathæ: Item: | O insensati Galathae: Item: | pt | da | vi | 0 | 7.2411 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,202 | 1,615 | O ſtulti & tardi corde. | O stulti & tardi corde. | en | id | yo | 0 | 6.5041 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,203 | 1,615 | Gleichwol wirdt ein ſolcher guter eyfer bißweiln widerumb gebiſſen/ vermuͤg der Woꝛt: | Gleichwohl wird ein solcher guter Eifer bisweilen wiederum gebissen / vermög der Wort: | de | de | de | 1 | 7.0823 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,204 | 1,615 | Extraneus factus ſum fratribus meis’, peregrinus filiis’ matris meæ, quoniam zelus domus tuæ comedit me, & opprobria ex probrantium tibi ceciderunt ſuper me. | Extraneus factus sum fratribus meis', peregrinus filiis' matris meae, quoniam zelus domus tuae comedit me, & opprobria ex probrantium tibi ceciderunt super me. | la | la | la | 0 | 5.368 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,205 | 1,615 | Hierauß erſcheint nun/ daß es nichts newes iſt/ daß der gute eyſer vbel angeſehen vnd ſcheutzlich abdanckt wirdt/ non enim modo peccatores & criminoſi puniuntur, ſed qui criminoſos corripere nituntur, nicht wer die laſter thut/ ſondern der ſie beredet/ wirdt geſtrafft. | Hieraus erscheint nun / dass es nichts Neues ist / dass der gute Eiser übel angesehen und scheußlich abdankt wird / non enim modo peccatores & criminosi puniuntur, sed qui criminosos corripere nituntur, nicht wer die Laster tut / sondern der sie beredet / wird gestraft. | de | de | de | 1 | 5.1984 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,206 | 1,615 | Vor vilen alten zeiten hat man geſagt: Obſequium amicos, veritas odium parit: | Vor vielen alten Zeiten hat man gesagt: Obsequium amicos, veritas odium parit: | de | de | de | 1 | 5.6708 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,207 | 1,615 | Aber doch ſolleſtu/ O Pilgram/ diſen Hund deß jnnbruͤnſtigen eyfers keins wegs dahinden laſſen/ ſondern mit dir fuͤhren/ Jnmaſſen Elias/ Moyſes/ Joannes der Taͤuffer/ Chriſtus der Herꝛ: Bernardus, Benedictus vnnd Dominicus gethan: | Aber doch sollest / O Pilgram / diesen Hund des inbrünstigen Eifers keins Wegs dahinten lassen / sondern mit dir führen / In Maßen Elias / Moses / Joannes der Täufer / Christus der Herr: Bernardus, Benedictus und Dominicus getan: | de | de | lb | 0.667 | 5.6427 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,208 | 1,615 | Wehe aber denen/ ſo nit das Fewer diſes eyfers/ ſondern ein Waſſer/ kein Fackel/ ſondern ein Koth im Mundt fuͤhren. | Wehe aber denen / so nicht das Feuer dieses Eifers / sondern ein Wasser / kein Fackel / sondern ein Kot im Mund führen. | de | de | de | 1 | 5.7329 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,209 | 1,615 | O wie vil feine Maͤnnl findt man/ welche das boͤſe gut/ vnnd das gute boͤß ſprechen/ vnnd behaupten daß die vngerechte contract gerecht/ die pluralitas der beneficien paſſierlich vnd zulaͤſſig/ die diſpenſationes genugſamb/ die offentliche Suͤnd nicht ſtraffmaͤſſig ſeyen/ ꝛc. Etliche haben Mehl im Mundt/ vnd ein verlangen nach dem Traidt vnd Wein/ vnnd koͤnnen derwegen wider die Laſter nicht bellen: | O wie viel feine Männl findet man / welche das böse gut / und das gute böse sprechen / und behaupten dass die ungerechte Kontrakt gerecht / die pluralitas der Benefizien possierlich und zulässig / die dispensationes genugsam / die öffentliche Sünde nicht straffmäßig seien / etc. Etliche haben Mehl im Mund / und ein Verlangen nach dem Trait und Wein / und können derentwegen wider die Laster nicht bellen: | de | de | de | 1 | 5.4873 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,210 | 1,615 | dann ſie foͤrchten ſich/ daß man jhnen das Mehl vnd die vnderhaltung benemmen werde. | dann sie fürchten sich / dass man ihnen das Mehl und die Unterhaltung benehmen werde. | de | de | de | 1 | 5.8575 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,211 | 1,615 | Etliche andere reden gleichwol kein falſchheit/ ſondern die Warheit/ aber doch karg vnd kalt/ damit dir zarte Ohren der Zuhoͤrer nicht offendirt oder belaidiget werden/ allermaſſen bey außſprengung deß Weyhbrunnens beſchicht/ dann wann derſelb kaͤrglich außgeworffen wirdt/ alsdann embloͤſſet ein jeglicher ſein Haupt vnd Haͤnd/ vnd empfahets andaͤchtigklich/ aber wann er vberfluͤſſig außgeworffen wirde/ alsdann zeucht ein jeder ſein Geſicht daruon ab. | Etliche andere reden gleichwohl kein Falschheit / sondern die Wahrheit / aber doch karg und kalt / damit dir zarte Ohren der Zuhörer nicht offendirt oder beleidigt werden / allermaßen bei Aussprengung des Weihbrunnens beschichte / dann wann derselbe kärglich ausgeworfen wird / alsdann emblösset ein jeglicher sein Haupt und Hände / und empfahets andächtig / aber wann er überflüssig ausgeworfen würde / alsdann zieht ein jeder sein Gesicht davon ab. | de | de | de | 1 | 5.4592 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,212 | 1,615 | Eben diſer geſtallt gehets mit dem gepredigten wort Gottes zu/ dann wañ man die Laſter maͤſſiglich/ huͤbſchlich vnd hoͤflich ſtraffet vnd niemandte trifft/ ſo ſtehet deß Predigers ſach wol/ wirfft er aber den Weyhbrunnen der correction etwas vberfluͤſſig in jemands Angeſicht/ ſo wendet man alsbaldt das Geſicht vnd Hertz von jhm ab. | Eben dieser Gestalt geht es mit dem gepredigten Wort Gottes zu / dann wann man die Laster mäßig / Hübschlich und höflich straft und niemand trifft / so steht des Predigers Sache wohl / wirft er aber den Weihbrunnen der Korrektion etwas überflüssig in jemandes Angesicht / so wendet man alsbald das Gesicht und Herz von ihm ab. | de | de | de | 1 | 5.1768 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,213 | 1,615 | Villeicht aber ſprichſt du: | Vielleicht aber sprichst du: | de | de | de | 1 | 6.0096 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,214 | 1,615 | Jch bin nicht karg/ ſondern freygebig gnug mit dem außwerffen deß Weyhbrunnens der correction, kan aber doch nichts proficiren noch außrichten? | Ich bin nicht karg / sondern freigebig genug mit dem Auswerfen des Weihbrunnens der Korrektion, kann aber doch nichts proficiren noch ausrichten? | de | de | de | 1 | 5.5617 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,215 | 1,615 | Antwort: die vrſach deſſen iſt/ quod ignem non adminiſtras ſed aquam frigidam: non eſt ignitum eloquium tuum, quamuis abundans ſit: os habes plenum verborum frigidorum: | Antwort: die Ursache dessen ist / quod ignem non administras sed aquam frigidam: non est ignitum eloquium tuum, quamuis abundans sit: os habes plenum verborum frigidorum: | la | la | la | 0 | 4.9172 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,216 | 1,615 | Die fewrige Kohl/ welche der Seraphin vom Himmliſchen Altar zu ſich genommen/ vnd der die Lefftzen Eſaiæ beruͤhrte/ hat vnſere Lefftzen nit beruͤhrt/ derwegen pflegen wir das Fewer der andacht in den Hertzen der Menſchen nicht ſo ſehr zu entzuͤnden/ als zu loͤſchen: | Die feurige Kohl / welche der Seraphin vom himmlischen Altar zu sich genommen / und der die Lefzen Esaias berührte / hat unsere Lefzen nicht berührt / derentwegen pflegen wir das Feuer der Andacht in den Herzen der Menschen nicht so sehr zu entzünden / als zu löschen: | de | de | de | 1 | 4.343 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,217 | 1,615 | Jnn den Lefftzen ſolcher kalten vnnd lawen Prediger ſteckt der Todt/ an ſtatt daß in jhren Lefftzen das wort GOttes/ der Geiſt vnd das Leben ſein ſolte/ Nicht allein aber ſollen diſe Hundt deß guten eyfers die Prediger bey ſich habẽ die Lieb/ ſondern auch alle vnd jede fromme Chriſten/ dañ einem jeglichen Menſchen hat Gott das Gebott der Lieb auffgegeben/ ſprechendt: | In den Lefzen solcher kalten und lauen Prediger steckt der Tod / anstatt dass in ihren Lefzen das Wort Gottes / der Geist und das Leben sein sollte / Nicht allein aber sollen diese Hund des guten Eifers die Prediger bei sich haben die Liebe / sondern auch alle und jede fromme Christen / dann einem jeglichen Menschen hat Gott das Gebot der Liebe aufgegeben / sprechend: | de | de | de | 1 | 5.236 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,218 | 1,615 | Diliges proximum ſicut te ipſum: | Diliges proximum sicut te ipsum: | en | da | co | 0 | 5.4314 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,219 | 1,615 | Wer nun diſe Liebe hat/ der bewilliget nicht/ daß ſein Nechſter durch die Suͤnd vmbkomme/ ſonder er erhaͤlt jne ſo vil muͤglich/ vermittelſt der Bruͤderlichen correction, derwegen laſſet auch vns diſen Hundt deß guten eyfers mit vns fuͤhren/ eines jnnbruͤnſtigen Hertzens vnd Gemuͤts/ vnnd feinde der feinde Gottes ſein/ fuͤr die ehr deß allerhoͤchſten mannlich ſtreiten/ wider die Teuffel vnnd verfuͤhrer weidlich ſchreyen/ vnd bißweilen wanns vonnoͤten iſt/ von vns beiſſen/ damit wir getrewe Knechte vnſers Herꝛn erfunden/ vnnd wuͤrdig werden moͤgen einsmals anzuhoͤren die liebliche Wort: | Wer nun diese Liebe hat / der bewilliget nicht / dass sein nächster durch die Sünde umkomme / sonder er erhält jene so viel möglich / vermittels der Brüderlichen Korrektion, derentwegen lasst auch uns diesen Hund des guten Eifers mit uns führen / eines inbrünstigen Herzens und Gemüts / und Feinde der Feinde Gottes sein / für die Ehre des allerhöchsten mannlich streiten / wider die Teufel und Verführer weidlich schreien / und bisweilen wann es vonnöten ist / von uns beißen / damit wir getreue Knechte unseres Herrn erfunden / und würdig werden mögen einsmals anzuhören die liebliche Wort: | de | de | de | 1 | 5.0786 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,220 | 1,615 | Euge ſerue bone & fidelis intra in gaudium Domini tui. | Euge serue bone & fidelis intra in gaudium Domini tui. | it | la | la | 0 | 6.7903 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,221 | 1,615 | Continuatio diſer Materi/ vnnd von einem groſſen wuͤtenden Dorff- Ruͤdt. | Continuatio dieser Materie / und von einem großen wütenden Dorff-Rüd. | de | de | de | 1 | 6.9886 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,222 | 1,615 | Huͤten aber ſoll ſich vnſer Pilgram/ daß er an ſtatt eines kleinen Hundts deß guten eyfers keinen wuͤtigen groſſen Ruͤdt deß vnbeſcheidenen eyfers zu ſich neme/ Dann dergleichen Hundt pflegen die Gaͤnß/ Aendten/ Schaf/ Schwein vnd Hennen zuuerjagen: | Hüten aber soll sich unser Pilgram / dass er anstatt eines kleinen Hunts des guten Eifers keinen wütigen großen Rüd des unbescheidenen Eifers zu sich nehme / Dann dergleichen Hund pflegen die Gens / Enten / Schaf / Schwein und Hennen zuverjagen: | de | de | lb | 0.667 | 6.1413 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,223 | 1,615 | Auff diſen ſchlag findt man etliche Prediger/ welche auß einem vnbeſcheidenen eyfer ohne allen reſpect jmmerdar bellen/ beiſſen vnd von ſich ſtechen/ derwegen nit allein nichts fruͤchten/ ſonder die Gemuͤter der Zuhoͤrern wider jhne veralieniren, abwenden vnd verbitteren: | Auf diesen Schlag findet man etliche Prediger / welche aus einem unbescheidenen Eifer ohne allen Respekt immerdar bellen / beißen und von sich stechen / derentwegen nicht allein nichts Früchten / sonder die Gemüter der Zuhörern wieder ihn veralienieren, abwenden und verbittert: | de | de | de | 1 | 6.0201 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,224 | 1,615 | Jmmerdar ſchreyen ſie/ crucifigatur, deponatur, eijciatur, ſo gar nennen ſie bißweiln die Leuth/ oder deuten gleichſamb mit Fingern auff ſie/ laſſen jhr rachgirigs Gewuͤth auff der Cantzel auß/ vnnd reſeruiren dem Goͤttlichem vril nichts: | Immerdar schreien sie / crucifigatur, deponatur, eijciatur, so gar nennen sie bisweilen die Leute / oder deuten gleichsam mit Fingern auf sie / lassen ihr rachgirigs Gewüth auf der Kanzel aus / und reservieren dem Göttlichem vril nichts: | de | de | de | 1 | 6.1297 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,225 | 1,615 | Mit ſolchem jhrem vnbeſcheidenen eyfer verſchoneu ſie weder der alten noch der jungen/ weder hohes noch nidern ſtandts: | Mit solchem ihrem unbescheidenen Eifer verschoneu sie weder der alten noch der jungen / weder hohes noch niedern Stands: | de | de | de | 1 | 6.2373 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,226 | 1,615 | Woher entſpringt aber ſolche wuͤtigkeit deß Hunds? | Woher entspringt aber solche Wütigkeit des Hunds? | de | de | de | 1 | 6.4316 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,227 | 1,615 | Antwort: Einen nagenden Wurm haben ſie vnder der Zungen/ nemblich den wurm der hoffart vnd eyteln ehr/ derſelb machet/ daß ſolche Prediger fuͤr Iuſtitiarios vñ groſſe Liebhaber der Iuſtici vnd Goͤttlichen ehr gehalten werden woͤllen/ derwegen laſſen ſie ſich mit dem vnbeſcheidenen corrigiren vnd ſtraffen der Laſter auff der Cantzel ſo ſteiff hoͤꝛen. | Antwort: Einen nagenden Wurm haben sie unter der Zungen / nämlich den wurm der Hoffart und eyteln Ehre / derselbe macht / dass solche Prediger für Justitiarios und große Liebhaber der Justiz und göttlichen Ehre gehalten werden wollen / derentwegen lassen sie sich mit dem unbescheidenen korrigieren und strafen der Laster auf der Kanzel so steif hören. | de | de | de | 1 | 5.6376 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,228 | 1,615 | Andere haben einen Wurm deß neidts vnd haſſes/ vnd derſelb heiſt correctio mendax in ira contumelioſi: | Andere haben einen Wurm des Neids und Hasses / und derselbe heißt correctio mendax in ira contumeliosi: | de | de | de | 1 | 5.3643 |
Subsets and Splits
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