sentence1
stringlengths
0
100k
sentence2
stringlengths
0
100k
score
float64
0
5
Zerfall, Vertrauensverlust und Zunkunftsangst. Das waren die Schlagworte, die Moncia Kissling alias Madame Etoile an dieser Stelle vor einem Jahr verbreitete. «2019 wird ein schwieriges Jahr», sagte sie im AstroTalk auf Tele Züri am 1. Januar 2019. Ganz so düster klingt es diesmal nicht. «Es wird ein intensives Jahr», prophezeit die Astrologin 2020. Grund dafür sei vor allem «ein grosser Globalzyklus», der am 12. Januar starte. Das heisst laut Monica Kissling nichts Geringeres als: «Alles wird neu aufgestellt, die Weltordnung neu definiert.» Ein Umbruch, der «erbitterte Machtkonflikte» mit sich bringe, aber auch «Aufbruchstimmung, Widerstand und Aktivismus». Unberechenbare Liebe Immerhin: In Liebesdingen wird es heiter im neuen Jahr. «Hyperaktiv» sei Liebesplanet Venus. «Es ist Vieles in Bewegung, der Wunsch nach Abwechslung ist gross.» Die Liebe hat im neuen Jahr also eine «unberechenbare Note». Im Besonderen erstellte Kissling für US-Präsident Donald Trump, Klimaaktivistin Greta Thunberg, Bundesrat Ignazio Cassis und die Grüne Partei der Schweiz Horoskope:
US-Präsident Donald Trump (im Bild links mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping) ließ am Silvestertag verlauten, am 15. Jänner werde in den USA der erste Teil eines umfassenden Handelsabkommens zwischen USA und China unterzeichnet. Auf chinesischer Seite gab es dafür aber auch gestern vorerst keine offizielle Bestätigung des Termins. Klar ist jedenfalls, dass ein solches Abkommen Druck aus dem seit zwei Jahren laufenden Zoll- und Handelskrieg nehmen könnte. Trump deutete an, dass sich China zur Ausweitung der Importe aus den USA verpflichten werde sowie zur Einhaltung internationaler Regeln in Sachen Know-how- und Technologieschutz sowie Wechselkurse.
1
Am Mittwoch besiegte man Fehervar zuhause 8:2 (4:0,2:1,2:1) und blieb damit auch im vierten Spiel in Serie mit einem Gesamttorverhältnis von 27:3 makellos. Die Caps kamen Leader Salzburg, der in Bozen nach Penaltys 1:2 verlor, bis auf einen Punkt nah. Die einseitige Vorstellung in Wien-Kagran war bereits nach rund zehn Minuten entschieden. Ali Wukovits mit seinem ersten Karrieredoppelpack (4., 8.), und Ty Loney (1., 10./PP) sorgten gegen die harmlosen Ungarn schnell für klare Verhältnisse, später legten die Caps durch ein weiteres Double von Brenden Kichton (24./SH, 33.) sowie Mike Zalewski (43.) und Riley Holzapfel (57.) nach. Der kommende Caps-Gegner Linz, der weiterhin in der Krise steckt, muss sich am Freitag vor eigenem Publikum auf eine ganz schwierige Partie einstellen. Zwei Tage, nachdem die Linzer ihren Negativlauf mit dem 4:3 n.V. in Szekesfehervar unterbrochen hatten, ging die Truppe von Tom Rowe bei Znojmo mit einer 2:7-(0:2,0:0,2:5)-Watschen vom Eis. Die Linzer Treffer durch Dragan Umicevic (54.) und Brian Lebler (58.) zum 1:6 bzw. 2:7 kamen viel zu spät und konnten die fünfte Niederlage in den jüngsten sechs Spielen nicht verhindern. Die Tschechen entschieden damit auch das vierte Saisonduell mit Linz zu ihren Gunsten. Zudem laufen die Oberösterreicher Gefahr, Platz fünf und den direkten Play-off-Einzug noch zu verpassen. Denn Bozen liegt nur noch einen Punkt hinter den Black Wings. Gegen Salzburg setzten sich die Südtiroler zuhause nach Penaltyschießen mit 2:1 (1:0,0:0,0:1,0:0,1:0) durch. Ähnlich wie Salzburg, dessen einzigen Treffer Filip Varejcka markierte, erging es Meister KAC. Die "Rotjacken" mussten sich bei den Graz99ers im Penaltyschießen mit 2:3 (1:0,0:2,1:0,0:0,0:1) geschlagengeben und rutschten so zwei Zähler hinter Znojmo auf Platz vier. Graz, für das Oliver Setzinger den entscheidenden Penalty verwertete, punktete im siebenten Spiel in Folge und wahrte damit die Chance auf die direkte Play-off-Qualifikation. Auf Platz fünf fehlen aktuell fünf Punkte.
Im Uniklinikum war dafür ein nichtgeplanter Kaiserschnitt vonnöten. Wie eine Hebamme der Wochenstation zur APA sagte, war das Mädchen bei der Geburt 3.380 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß. Sie ist das zweite Kind der Mutter, die sich nach dem Eingriff noch erholen musste. Was die Bundesländer Wien, Kärnten und Vorarlberg betrifft, so gab es hier noch keine Meldung über ein etwaiges Neujahrsbaby. Der erste Niederösterreicher des Jahres 2020 war indes vier Minuten nach Mitternacht im Krankenhaus Amstetten an der Reihe. Julian ist 50 Zentimeter groß und war 3.650 Gramm schwer. Für die in Waldhausen lebenden Eltern ist es bereits das dritte Kind, wie das Krankenhaus mitteilte: Eltern aus OÖ Neujahrsbaby Julian kam um 0.04 in Amstetten zur Welt Zwei Minuten später, um 0.06 Uhr war es Antonio Christian, der in Graz mit 3.305 Gramm in der dortigen Universitätsklinik im Zuge einer Spontangeburt entbunden worden ist. Nach Angaben der Klinik ist der 50 Zentimeter große Bub das erste Kind seiner Eltern, die in St. Andrä bei Graz wohnen. In Oberösterreich kam im Krankenhaus Steyr um 0.18 Uhr Lina auf die Welt und hat damit auch noch dem Jung-Bayern Leopold Frank den Titel als Neujahrsbaby des Bundeslandes weggeschnappt. 50 Zentimeter Größe und 3.290 Gramm Gewicht ergab die Vermessung des Neuankömmlings. Seine Eltern kommen aus der Ortschaft Neuzeug in der Gemeinde Sierning. Der kleine Leopold Frank wurde dann um 0.40 Uhr im Krankenhaus Braunau geboren. Seine Eltern stammen aus der Gemeinde Malching in Niederbayern. Um 0.28 Uhr war es in Tirol soweit und die kleine Leonie kam im Krankenhaus Hall durch Spontangeburt auf die Welt. Sie wog 3.760 Gramm und ist 52 Zentimeter groß. Für die im benachbarten Absam lebenden Eltern ist sie laut Mitteilung des Krankenhauses das erste Kind. Der erste offizielle Burgenländer des Jahres 2020 ließ sich hingegen ein wenig länger Zeit, um im Eisenstädter Krankenhaus seinen ersten Atemzug zu tun. Um 2.18 Uhr wurde dann ein 54 Zentimeter großer und 3.494 Gramm schwerer Bub geboren. Für seine aus Ungarn stammenden Eltern ist es nach Auskunft des Spitals das zweite Kind:
1
Polizeipräsidium Recklinghausen POL-RE: Marl: Sachbeschädigung an Auto Recklinghausen (ots) In der Zeit zwischen Montag 17:00 Uhr und Dienstag 16:00 Uhr beschossen unbekannte Täter, vermutlich mit einer Zwille, einen parkten schwarzen BMW X1 an der Hülsbergstraße. An dem Auto entstand ca. 500 Euro Sachschaden. Möglicherweise hat es im Umfeld weitere Sachbeschädigungen durch den Beschuss mit einer Zwille gegeben. Der Polizei liegt eine Anzeige vom vergangenen Samstag vor. Hier soll eine Rollade an der Recklinghäuser Straße mittels Zwille beschädigt worden sein. Hinweise zu den Sachverhalten erbittet das zuständige Kriminalkommissariat unter der 0800 2361 111. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Recklinghausen Andreas Lesch Telefon: 02361 55 1033 E-Mail: pressestelle.recklinghausen@polizei.nrw.de www.polizei.nrw.de Original-Content von: Polizeipräsidium Recklinghausen, übermittelt durch news aktuell
Mittlerweile dürfte jeder wissen, dass wir uns in einem der lukrativsten Bullenmärkte der Geschichte befinden, und im März wird er ein ganzes Jahrzehnt alt - ja, wie doch die Zeit vergeht. Seit dem 9. März 2009 ist der S&P 500 um mehr als sagenhafte 370 % gestiegen und obwohl es nicht immer einfach ist, in einem solchen Markt vielversprechende Aktien zu günstigen Preisen zu finden, habe ich mal drei Aktien herausgepickt, die sehr, sehr günstig sind und Anlegern langfristige Wachstumsmöglichkeiten ... Den vollständigen Artikel lesen ...
1
TEHERAN (dpa-AFX) - Das iranische Außenministerium hat wegen der US-Vorwürfe gegen den Iran im Zusammenhang mit den Ausschreitungen im Irak den Geschäftsträger der Schweizer Botschaft in Teheran einbestellt. Die Schweiz vertritt die diplomatischen Interessen der USA im Iran, da Teheran und Washington seit mehr als 40 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr haben. Die USA sollten mit den absurden und grundlosen Unterstellungen sowie den Drohungen gegen den Iran aufhören, teilte das iranische Außenministerium dem Schweizer Diplomaten am Mittwoch mit. Die Proteste der Iraker gegen die USA als Besatzungsmacht sind nach Ansicht Teherans verständlich und legitim, sie hätten nichts mit anderen Ländern zu tun. Die USA sollten daher lieber ihre Politik ändern und nicht anderen Ländern die Schuld zuschieben. Der Iran wolle zwar keine militärische Konfrontation, sei aber jederzeit bereit, sich gegen "Kriegstreiber" zu verteidigen, erklärte das Außenministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna weiter. Am Dienstag war es im Irak zu schweren Ausschreitungen gekommen. Nach Beerdigungen schiitischer Kämpfer, die bei US-Luftangriffen am Wochenende getötet worden waren, hatten sich Demonstranten auf den Weg in die schwer gesicherte "Grüne Zone" in der Hauptstadt Bagdad gemacht. Dort sind viele irakische Ministerien und internationale Botschaften. Nach Augenzeugenberichten wurden die teils in Militäruniform marschierenden Demonstranten von den irakischen Sicherheitskräften an einem Kontrollpunkt vor der US-Botschaft nicht aufgehalten. Die USA machen den Iran, der auch im Irak über großen politischen Einfluss verfügt, für die Vorfälle verantwortlich./str/fmb/DP/zb
Die Demonstranten warfen Steine, legten Feuer und drangen mit Rammböcken in einige Gebäude der US-Botschaft in Bagdad ein. Immer wieder skandierten die Angreifer „Tod für Amerika.“ Es waren dramatische Szenen, die sich in der diplomatischen Vertretung der USA abspielten. Die Protestler konnten zwar nicht in das Innere des insgesamt 42 Hektar großen Geländes vordringen, aber in Washington dürften unliebsame Erinnerungen aus dem Jahr 1979 in Teheran wach geworden sein. Damals hatten Studenten die Botschaft in der iranischen Hauptstadt gestürmt und 52 US-Diplomaten für 444 Tage als Geiseln genommen. Der amerikanische Präsident Donald Trump hat am Dienstag unverzüglich 750 Soldaten als Verstärkung in den Irak beordert. Kampfhubschrauber kreisen ständig zum Schutz der Botschaft in Bagdad. Die Demonstranten von heute sind nicht minder radikal und gefährlich, wie die Besetzer von 1979.
3
Grund für die Rückkehr war eine Fehleranzeige im Cockpit für eines der vier Triebwerke, wie Edelweiss-Sprecher Andreas Meier auf Anfrage sagt. Es habe sich jedoch um keinen Ausfall des Triebwerks gehandelt. Dennoch musste der Pilot aus Sicherheitsgründen das Triebwerk abschalten und zum Startflughafen zurückkehren. Um das Landegewicht zu erreichen, habe man Kerosin abgelassen. Die Maschine zog über dem Mittelland einige Kreise. In Zürich wurde die Maschine anschliessend überprüft. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Falschmeldung gehandelt hatte. Nach gut einer Stunde konnte der Airbus A340 wieder abheben und wird mit etwa 3,5 Stunden Verspätung in Cancún eintreffen. «Für die Passagiere und die Besatzung hat zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden», betont Meier.
Die letzte Nacht des alten Jahres beginnt mit einem Tinnitus im Ohr: Wir sind in der Jugi Neubad, wo kurz nach 21 Uhr die Basler Metal-Band «Tyrannosaurus Globi» aufspielt. Der Frontmann brüllt ins Mikrofon, die Gitarre kreischt, das Publikum lässt die langen Haare kreisen. Die «Metalheads» aus der Region haben sich hier eingefunden, um unter Gleichgesinnten in das neue Jahr hinein zu feiern — circa hundert Leute, mindestens hundert Dezibel, und, wie uns der Barkeeper versichert, mehrere hundert Liter Bier.
1
Kommentar : Wer Wünsche hat, muss entscheiden Neuss An Aufgaben, die auf eine Lösung warten, ist in Neuss kein Mangel. Beispiel Gewerbegebiete: Dass Unternehmen, die sich ansiedeln oder expandieren wollen, bei der Suche nach Flächen kaum noch fündig werden, könnte man als Luxusproblem betrachten. Könnte man – wäre aber falsch. Klopfen Unternehmen auf Grundstückssuche in Neuss vergeblich an, wird abgewürgt, was der Stadt bislang finanzielle Handlungsspielräume gesichert hat, von denen andere Kommunen in NRW nur träumen können: Wachstum, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen. Wer Gewerbesteuern kassieren will, muss auch Gewerbeflächen bereitstellen, sagt Andreas Galland, Leiter der Wirtschaftsförderung – ein Zitat aus unserer Zeitung Ende 2010. Das Problem besteht zehn Jahre später noch immer, wenn nicht sogar verschärft. Dass neue Gewerbeflächen Anliegern vor allem wegen der damit verbundenen Verkehrsbelastung nicht leicht zu vermitteln sind, ist klar.
OK Wir verwenden auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken, um unseren Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Zudem messen und werten wir die Besuche aus, um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können. Dafür arbeiten wir mit Partnern und Dienstleistern zusammen, welche die Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Webseite erhalten. Weitere Informationen, auch zur Deaktivierung von Cookies, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Zur Datenschutzerklärung
1.333333
Willkommen im Jahr 2020! Während ab heute das neue Jahr so richtig (ausgeschlafen und katerfrei) losgeht, dürften auch die Promis ihre rauschende Silvesternacht gut überstanden haben. Doch wie und wo haben es die Stars krachen lassen?
Eschweiler (dpa/lnw) - Zwei Jugendliche haben an Silvester in Eschweiler Raketen auf Feiernde geschossen. Als zwei Männer sie zurechtwiesen, wurden sie von den Jugendlichen attackiert und verletzt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Einen der beiden Tatverdächtigen, einen 16-Jährigen, griff die Polizei wenig später auf. Er war betrunken und verletzte bei der Kontrolle einen Polizisten leicht, wie mitgeteilt wurde. Von dpa
1.666667
Die Polizei sucht zwei Männer, die am Neujahrsmorgen nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A46 flüchteten. Mönchengladbach. Nachdem sie auf der A46 einen Ford rammten, sind der Fahrer eines A3 und sein Beifahrer auf der Flucht. Zwei Schwerverletzte ließen sie zurück. Inhalt ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN > Vorherige Seite Nächste Seite Mönchengladbach: Unfallfahrer lassen Schwerverletzte zurück Eine mysteriöse Unfallflucht beschäftigt die Düsseldorfer Polizei: Ersten Ermittlungen zufolge war ein Audi A3 mit Heinsberger Kennzeichen und drei Insassen gegen 3 Uhr auf der A46 bei Mönchengladbach in Richtung Brilon unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache prallte der A3 auf einen vorausfahrenden Ford Mondeo, in dem ein 52-Jähriger aus Erkelenz am Steuer saß. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Ford nach rechts von der Fahrbahn auf ein angrenzendes Feld geschleudert. Dort überschlug sich der Pkw mehrfach. Der Audi kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Feuerwehr musste Fahrer des Ford aus seinem Auto befreien Der Audi-Fahrer und dessen Beifahrer flüchteten zu Fuß. Ihren Mitfahrer, einen 31-Jährigen aus Wassenberg, ließen sie dabei schwer verletzt im Fond des Fahrzeuges zurück. Der Fahrer des Ford musste durch die Feuerwehr aus seinem Fahrzeugwrack befreit werden. Die beiden Verletzten kamen mit Rettungswagen zur stationären Behandlung in Krankenhäuser. Lebensgefahr konnte nicht ausgeschlossen werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei suchten großräumig nach dem flüchtigen Fahrer und dem Beifahrer des A3. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera wurde zur Unterstützung der Suche eingesetzt. Bislang blieb die Suche erfolglos. Die Polizei geht davon aus, dass beide Insassen ebenfalls schwer verletzt wurden. Die Polizei Düsseldorf bittet um Hinweise zu den beiden Männern. Zeugen die Angaben zur Identität oder zum Aufenthaltsort der beiden Unbekannten geben können, melden sich bitte beim Verkehrskommissariat 2 des Polizeipräsidiums Düsseldorf unter Tel.: 0211 8700.
Zwei Menschen wurden so schwer verletzt, dass sie in eine Spezialklinik mit Druckkammer gebracht werden mussten, wie die Polizei mitteilte. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die 27-jährige Frau und der 31-jährige Mann sich in Lebensgefahr befänden. Die neun anderen Verletzten wurden in umliegende Spitäler gebracht. Unter ihnen waren auch zwei drei Jahre alte Kleinkinder. Auch Mitarbeiter des alarmierten Rettungsdienstes wurden verletzt. Ersten Ermittlungen zufolge hatte die Gruppe zunächst ausserhalb der Wohnung gegrillt, den Grill jedoch im Verlauf des Abends abgebaut und in die Wohnung gebracht. Mehrere Stunden später klagten die ersten Feiernden über starke Kopfschmerzen. Die Gruppe alarmierte die Rettungskräfte.
1
Die Mitglieder der Bürgerinitiative Gebührenbescheide Salmsdorf kurz "BIGS", haben auf ihre letzten Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen, gegen den Widerspruchsbescheid des Landratsamt Haßberge ins Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht Würzburg zu ziehen. Dies teilte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Günther Vetter, mit. Zur Vorgeschichte: Die Salmsdorfer Bürger hatten 2006 mit der Gemeinde Rentweinsdorf Verträge über die Kostenbeteiligung im Rahmen der Dorferneuerung Salmsdorf geschlossen. Im Vertrag ist die Höhe der Beiträge der jeweiligen Anlieger festgeschrieben. Die Gemeinde Rentweinsdorf verpflichtet sich darin auch, eventuelle Mehrkosten die bei der Dorferneuerung zu tragen. Alle beteiligten Behörden einschließlich des Gemeinderats Rentweinsdorf und die betroffenen Anlieger waren sich über das Prozedere einig. Vertrag "dürfte" nichtig sein Bis zu einer Prüfung durch den Bayerischen Prüfungsverband Ende 2016 lief die Dorferneuerung in Salmsdorf wie am Schnürchen. Der Prüfer monierte die entstandenen Mehrkosten, und schrieb wörtlich: Der Vertrag "dürfte" nichtig sein. Aufgrund dieser Feststellung erließ die Gemeinde Ende 2016 Beitragsbescheide nach der damaligen bestehenden Straßenausbaubeitragssatzung ( Strabs). Dies führte dazu, dass viele Anlieger fünfstellige Beträge zusätzlich zu den bereits geleisteten Beiträgen bezahlen sollen. In einem Begleitschreiben wurde durch Bürgermeister Willi Sendelbeck hingewiesen, dass man die Bescheide noch vor Jahresende zustellen musste, um eine Verjährung der Beiträge zu vermeiden und haftungsrechtliche Ansprüche gegenüber der Verwaltung und dem Gemeinderat abzuwenden. Die Verjährung wäre am 31. Dezember 2016 eingetreten. Aufgrund dieser Umstände schlossen sich die Salmsdorfer zu einer Bürgerinitiative zusammen ( BIGS), legten größtenteils Widerspruch gegen die Beitragsbescheide ein und beantragten die Aussetzung der Vollziehung. Die Gemeinde Rentweinsdorf lehnte die Widersprüche ab, gab der Aussetzung der Vollziehung statt. "Weihnachtsgeschenk" Durch die Ablehnung der Widersprüche landeten diese auf dem Tisch der Rechtsabteilung im Landratsamt Haßberge. Nach einigen Gesprächen zwischen den Vertretern des Landratsamtes und der "BIGS" einigte man sich, einen Widerspruch als Musterwiderspruch für Bauabschnitt I (Dorfstraße, Geracher Weg) durchzuprüfen, um einen rechtsfähigen Bescheid zu erhalten. Dieser Widerspruchsbescheid flatterte nun als "Weihnachtsgeschenk " den Salmsdorfern mit negativen Ergebnis auf den Gabentisch. Alle Versuche der "BIGS", sich vor dem Klageverfahren zu einigen, wurde durch das Landratsamt Haßberge abgelehnt. Für den Bauabschnitt II ( Alte Staatsstraße) steht eine Entscheidung im Widerspruchsverfahren seitens des Landratsamtes Haßberge noch aus. In der Mitgliederversammlung erläuterte Günther Vetter das Ergebnis des Widerspruchsbescheides. Insbesondere sind die Salmsdorfer der Meinung, dass sie 2006 einen rechtsgültigen Vertrag mit der Gemeinde Rentweinsdorf geschlossen hatten und die Vertragsinhalte von beiden Vertragsparteien einzuhalten sind. Fehler die offensichtlich in der Verwaltung passiert sind, kann man nicht auf den Schultern der Anlieger abladen. Nach intensiver Diskussion beschlossen die Mitglieder, gegen den Widerspruchsbescheid mit Hilfe des bereits engagierten Rechtsanwaltes Matthias Schneider im Klageverfahren vorzugehen, mit einem hoffentlich positiven Ergebnis für die Salmsdorfer.
Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnentinnen und Abonnenten vorbehalten. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser MP+-Angebot testen. Wenn Sie bereits MP+-Nutzer sind, loggen Sie sich bitte hier ein. Wenn Sie die tägliche Zeitung abonniert haben, ist der Zugang für Sie gratis. Jetzt mit Kundennummer registrieren!
1.333333
Am 2. Januar steigen Geister angeführt vom Hardermannli aufs Bödeli hinab, um ihr Unwesen zu treiben. Und heuer erhalten die Potschen Verstärkung aus der Ostschweiz: Die Riettüfel-Triber aus Altstätten sind zu Gast an der Harder-Potscheten. Die Riettüfel-Triber wurden zwar erst 2006 gegründet, berufen sich aber auf eine alte Tradition. «Festlichkeiten und Traditionen unseres Landes sind tief in der Geschichte und der Mythologie der westlichen, ja sogar der asiatischen Welt verwurzelt», schreiben sie auf ihrer Website. «Die rituellen Zeremonien bildeten eine Art Schutzbündnis mit der Natur. Das Bewusstsein, mit der Erde, den Gestirnen und den Jahreszeiten in Einklang zu stehen, begünstigte und förderte die Aktivität der Menschen, das wirtschaftliche Gedeihen, und die sozialen Bande wurden enger geknüpft.»
(sda) Das abgelaufene Jahr erweist sich bei Start-ups als gründungsstärkstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen des schweizerischen Handelsregisters (SHAB) im Jahr 1883, wie das Institut für Jungunternehmen (IFJ) zu Jahresbeginn mitteilte. Besonders viele Neugründungen gab es den Angaben zufolge in den Branchen Hightech, IT, Mobilität, Beratung, Architektur und Ingenieurwesen, Transport und Logistik sowie im Immobilienwesen. Weniger gut lief es im vergangenen Jahr in den Bereichen Marketing und Kommunikation, Detailhandel sowie Grosshandel, wo es zu weniger Firmenneustarts kam. Profitieren vom Boom konnten die Ostschweiz (+7 Prozent), das Espace Mittelland (+6 Prozent), die Südwestschweiz (+4 Prozent) sowie die Nordwestschweiz und Zürich (+2 Prozent). Eine Abnahme an Gründungen gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Zentralschweiz (-2 Prozent) und das Tessin (-0,3 Prozent). Eine deutliche Mehrheit oder rund 76 Prozent der neuen Firmen wurde durch Männer gegründet. Der Frauenanteil belief sich somit auf knapp einen Viertel aller Neugründungen. Eine Analyse sei jedoch nicht abschliessend möglich, da viele neue Unternehmen durch mehr als eine Person gegründet und damit die Verteilung der Geschlechter verwässert werde, schreibt IFJ. Was die Anzahl Gründungen durch Frauen betreffe, liege die Schweiz im internationalen Durchschnitt grundsätzlich jedoch leicht zurück. Beliebteste Rechtsform für den Start einer neuen Firma war die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Für sie entschieden sich 39 Prozent aller Start-Up-Gründer. Laut IFJ wurden 93 Prozent aller neuen GmbHs mit dem gesetzlichen Minimum von 20'000 Franken Stammkapital gestartet. Das höchst eingetragene Kapital betrugt rekordhohe 1,81 Milliarden Franken durch die Schweizer Ansiedlung des multinationalen Konsumgüter-Konzerns Procter & Gamble mit Sitz in Petit-Lancy GE. Weitere beliebte Rechtsformen für Start-ups waren den Angaben zufolge die Einzelfirma (32 Prozent), die Aktiengesellschaft (20 Prozent) und die Kollektivgesellschaft (3 Prozent).
1
Mehr als 50 Affen kamen bei dem Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo vor rund einem halben Jahr ums Leben, nun haben die drei beschuldigten Frauen, die den Brand mit ihren Himmelslaternen ausgelöst haben sollen, die erhaltenen Strafbefehle abgelehnt: Update vom 14.08.2020: Beschuldigte Frauen lehnen Strafbefehle ab Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Affenhaus in der vergangenen Silvesternacht haben die drei beschuldigten Frauen laut Staatsanwaltschaft jeweils einen Strafbefehl abgelehnt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Damit werde es voraussichtlich zu einer Gerichtsverhandlung kommen, teilte die Krefelder Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Demnach wird den drei Beschuldigten fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen. Den Frauen wird vorgeworfen, sie hätten in der Neujahrsnacht Himmelslaternen steigen lassen. Diese sollen dann den Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos ausgelöst haben. Zahlreiche Affen starben. Laut Staatsanwaltschaft waren bereits im Juli erfolgreich Strafbefehle beim Amtsgericht Krefeld beantragt worden. Innerhalb der vorgesehenen Frist hätten aber die drei Frauen die Strafbefehle abgelehnt. Dadurch muss jetzt vor Gericht eine Hauptverhandlung angesetzt werden. Bei einem Strafbefehl setzt das zuständige Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Strafe fest, ohne dass es eine Verhandlung gegeben hat. Per Strafbefehl können nur Geldstrafen und Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr auf Bewährung verhängt werden. Update vom 17.02.2020: Abrissarbeiten im Krefelder Zoo beginnen Gut sechs Wochen nach dem schweren Brand im Krefelder Zoo beginnen am Montag die Abrissarbeiten an dem ausgebrannten Affenhaus. Wie aus einer Vorlage für den Stadtrat hervor geht, sollen zunächst die stählernen Überreste des Dachs abgetragen werden. In dem Papier wird auch erwähnt, dass das verheerende Feuer mehr als 50 Tiere getötet habe. Bisher war von rund 30 Tieren die Rede gewesen. Unter den toten Tieren waren laut der Ratsvorlage acht Menschenaffen, sowie goldene Löwenäffchen, Silberäffchen, Weißgesichtsakis, Zwergseidenäffchen, Epauletten-Flughunde "und diverse tropische Vögel". Zwei Schimpansen hatten das Feuer verletzt überlebt. Sie sind nach früheren Angaben des Zoos auf dem Weg der Besserung. Drama im Zoo Krefeld: Himmelslaterne löste Feuer aus Das Rathaus-Papier, das bereits am 6. Februar vorgelegt wurde, beschreibt auch Details des geplanten Abrisses. So solle nach der Beseitigung von Brandschutt, Glasresten und verbrannten Pflanzen mit dem Rückbau des Daches begonnen werden. Der Abrisslärm stellt laut Stadtverwaltung "eine besondere Herausforderung dar, wodurch eventuell eine Umsiedlung der benachbarten grauen Riesenkängurus notwendig wird." Das Affenhaus des Familienzoos war in der Silvesternacht komplett niedergebrannt. Nach den Ermittlungen der Polizei wurde das Feuer von einer sogenannten Himmelslaterne ausgelöst, mit der drei Frauen unwillentlich den Brand ausgelöst hatten. Update vom 21.01.2020: Comedian Felix Lobrecht macht Witze auf Kosten der toten Affen Er ist bekannt, er ist beliebt - und er ist für manche über das Ziel hinausgeschossen: Felix Lobrecht (31 - "Gemischtes Hack") hat sich bei einem Auftritt in Gelsenkirchen über die 30 Affen lustig gemacht, die bei dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo in der Silvesternacht ums Leben kamen. "Woll'n ma über die abgefackelten Affen sprechen?", fragte Lobrecht zu Beginn seines Auftritts. In einem Video auf YouTube zieht der Comedian weiter über die toten Tiere her. So findet er es doch sehr erstaunlich, dass bei diesem Unfall genau dreißig Affen ums Leben kamen. Dann setzt Lobrecht noch einen drauf: "Ich glaube auch, Affen brennen richtig gut. Wegen ihrem Fell. Die tragen ja quasi permanent eine Jacke aus Grillanzünder." Das Publikum freilich lacht über die Witze Lobrechts. Im Netz aber sorgen seine Worte für unverständliche Reaktionen. So schreibt eine Nutzerin in der Kommentarspalte auf YouTube: " Schwarzer Humor schön und gut aber das geht zu weit!!! Ihr die hier schreibt habt ihr je ein Tier voller Qual Sterben sehen??? Das gleiche gilt für Menschen!!! Was glaubt ihr eigentlich wie man sich dabei Fühlt??????". Auch andere Nutzer finden diesen Auftritt geschmacklos. Ihre Meinung: Über 30 tote Menschen würde Lobrecht keine Witze machen - also warum dann über Menschenaffen? Update vom 19.01.2020: Hannes Jaenicke fordert Böllerverbot Hannes Jaenicke, Schauspieler und Umweltaktivist, hat nach dem schweren Brand im Krefelder Affenhaus ein Böllerverbot gefordert. "Das tut mir entsetzlich Leid für diese Primaten im Krefelder Zoo", sagte der 59-Jährige am Sonntag auf der Wassersportmesse boot in Düsseldorf. Das wahre Thema hierbei sei allerdings ein Böllerverbot, so Jaenicke. "Ich verstehe nicht, warum wir das nicht verbieten, das Geböller. Die Tiere drehen alle durch - ob Hunde, Katzen oder Vögel". Jaenicke engagiert sich unter anderem für bedrohte Tierarten und drehte eine ZDF-Dokumentation über Orang-Utans. Das Affenhaus in Krefeld war in der Silvesternacht abgebrannt. Dabei waren mehr als 30 Tiere ums Leben gekommen. Zwei Schimpansen überlebten verletzt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde das Feuer von einer Himmelslaterne ausgelöst, die drei Frauen losgeschickt hatten. Update vom 16.01.2020: Polizei erklärt die Tötung des Affen Die Polizei hat die tödlichen Schüsse auf einen schwer verletzten Gorilla nach dem Brand im Krefelder Affenhaus als notwendig begründet. In einer Mitteilung am Mittwoch, 15. Januar hieß es: "Unsere Kollegen waren zur Tötung des Tieres durch Kugelschuss nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet." Die Beamten hätten sich sonst nach dem Tierschutzgesetz strafbar machen können. Über einen Bericht des Innenministeriums an den Landtag war bekannt geworden, dass ein Polizist am Morgen nach dem Großbrand im Krefelder Zoo einen schwer verletzten Gorilla mit Schüssen aus einer Maschinenpistole hatte töten müssen. Wie der Zoo am Mittwoch mitteilte, hatte eine Tierärztin zwei weitere schwer verletzte Tiere eingeschläfert. Gorilla erschossen: Polizei hatte keine Wahl "Bei einem männlichen Gorilla entfaltete das Narkotikum aufgrund der Schwere der Brandverletzungen mit großflächigen Hautschäden nicht seine volle Wirkung, so dass die schnellste Erlösung des Tieres durch Kugelschuss mit Unterstützung der Polizei Ultima Ratio war", so der Zoo. Um welches Tier es sich handelte, sagte der Zoo nicht. Die Vorgänge seien dem Zoodirektor bereits bei der ersten Pressekonferenz am Neujahrstag bekannt gewesen. "Zum emotionalen Schutz der beteiligten Personen (Tierärztin, Tierpfleger, Polizei) wurde gemeinschaftlich mit den beteiligten Behörden entschieden, diese Informationen nicht zu kommunizieren", so der Zoo am Mittwoch in der Mitteilung. Der Brand in der Nacht zu Neujahr war laut den Ermittlungen der Polizei durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden, die auf dem Dach des Affenhauses gelandet war. Drei Frauen haben gestanden, die Himmelslaternen gestartet zu haben. Gegen sie wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Update vom 15.01.2020: Polizist muss Affen mit Maschinenpistole erschießen Nach dem Brand im Krefelder Zoo in der Nacht zu Neujahr sind nun bisher unbekannte, dramatische Szenen bekannt geworden: Ein schwer verletzter Gorilla musste am Morgen von einem Polizeibeamten durch mehrere Schüsse aus einer Maschinenpistole getötet werden, da die Tierärztin es nicht schaffte, das Tier einzuschläfern. Dies geht aus einem Bericht des Innenministeriums an den nordrhein-westfälischen Landtag hervor. Laut Innenministerium hatten sich bereits während des Brandes Polizisten mit Maschinenpistolen rund um das Affenhaus postiert, um notfalls verletzte oder panische Tiere zum Schutz der Einsatzkräfte zu stoppen. Dazu kam es nicht. Die Retter gingen laut dem Bericht davon aus, dass alle Tiere tot sind. Gegen 8 Uhr morgens wurden zwei schwer verletzte Tiere gefunden, von denen die Tierärztin ein Orang-Utan-Weibchen einschläferte. Den Gorilla tötete der Beamte (34) nach Freigabe durch den Polizeiführer. Update vom 05.01.2020: Tweet von Himmelslaternen-Hersteller empört Twitter-Nutzer Ein Himmelslaternen-Hersteller aus Großbritannien sieht sich nach einem Tweet zum Affenhaus-Brand im Krefelder Zoo großer Kritik ausgesetzt. Das Unternehmen "Night Sky Lanterns" aus London hatte getwittert: "Wir sind sehr traurig über den Verlust von mehr als 30 Tieren/Affen im Krefelder Zoo. Lasst uns 30 Himmelslaternen entzünden zum Gedenken an diese Tragödie. Hoffentlich trägt dies mit dazu bei, alle daran zu erinnern, wie wichtig es ist, nur Himmelslaternen aus hochwertigem Material auszuwählen." Internet-Nutzer reagierten auf "Night Sky Lanterns" mit Kommentaren wie "Meinen Sie das ernst?" oder "Wenn eine Himmelslaterne erstmal abgeschickt worden ist, handelt es sich im Grunde um ein Feuer, das nicht mehr kontrollierbar ist. Man kann nicht kontrollieren, wo es landet." Umweltministerin sieht moralische Verantwortung bei Himmelslaternen-Verkäufer Nach dem verheerenden Brand sieht die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser eine moralische Mitverantwortung beim Verkäufer der Himmelslaterne, die das Feuer vermutlich ausgelöst hat. "Wichtig ist auch die Frage, warum solche gefährlichen Gegenstände wie Himmelslichter bei uns so einfach in den Verkehr gebracht werden können, obwohl die Anwendung verboten ist", sagte die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post" (Samstag). Sie kündigte an: "Dem werden wir nachgehen. Hier scheint mir das Handelsunternehmen, das diese Himmelslichter verkauft hat, zumindest moralisch in der Mitverantwortung zu stehen." Update vom 02.01.2020: Nürnberger Tiergartendirektor traurig über Affenhaus-Brand Nürnbergs Tiergartendirektor Dr. Dag Encke ist tieftraurig über den Tod der Tiere im Krefelder Affenhaus. Denn Encke wuchs im Krefelder Zoo auf und kannte einige der Tiere - sein Vater Walter war von 1959 bis 1996 der Direktor des Zoologischen Gartens in Krefeld. Dag Encke: "Als die ersten Schimpansen nach Krefeld kamen, habe ich als Kind mit ihnen gespielt. Die Schimpansen gehörten zum Bestand des Zoos und wir Kinder des Zoodirektor auch - der Zoo war unser Spielplatz, zusammen mit den Kindern der dort wohnenden Pfleger." Von den nun durch den Brand getöteten Tieren kannte er noch drei. Auch den Gorilla Massa, der jetzt bei dem Unglück ums Leben kam, kannte Encke. "Er war der erste Gorilla, von ihm aus hat sich die Gorilla-Gruppe aufgebaut." Die Nachricht vom Tod der Tiere nimmt ihn mit. "Wir haben nachts noch Bilder vom Feuer via Internet gesehen. Schon da war klar: Das konnte kein Tier überlebt haben. Wir fühlen uns wie alle, die ein Haustier haben - und wissen, dass es bei lebendigem Leib verbrannt ist." Er versteht die jetzigen Diskussionen und Vorschläge, wie das Unglück hätte verhindert werden können und wie weitere Tragödien dieser Art in der Zukunft zu vermeiden sind. "Das ist völlig legitim, die Brandschutzbestimmungen waren 1975 komplett andere als heute." Als der Nürnberger Tiergarten vor kurzem eine Brandschutzhelferausbildung angeboten hatte, verbannten zu diesem Zeitpunkt eine Mutter mit ihren vier Kindern in ihrem Wohnhaus in Nürnberg. "Wir haben uns damals gedacht, wie wichtig es ist, auf Brandschutz zu achten und dass man so viel wie möglich tun muss, um derartige Unglück zu verhindern. Aber wir alle wissen, dass sie nicht auszuschließen sind. Und wenn sich diese Akzeptanz in der Gesellschaft nicht mehr durchsetzen lässt, dann haben wir ein Problem." Susanne Will Update vom 02.01.2020, 17.45 Uhr: Tote Menschenaffen können nicht beerdigt werden Die durch den Brand im Krefelder Zoo umgekommenen Menschenaffen können nicht beerdigt werden. Da es sich bei ihnen nicht um Haustiere, sondern um Wildtiere handele, sei eine Beerdigung nicht erlaubt, sagte Zoosprecherin Petra Schwinn am Donnerstag (2. Januar 2020). Die Tiere seien dem Veterinäruntersuchungsamt übergeben worden. Zoointern werde es eine Trauerfeier geben. Die Anteilnahme aus der Bevölkerung sei "sehr, sehr groß". Das Affenhaus war in der Silvesternacht abgebrannt. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer durch eine Himmelslaterne verursacht wurde. Update vom 02.01.2020, 15 Uhr: Real stoppt Verkauf von Himmelslaternen Die Warenhauskette Real hat nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo den Verkauf von Himmelslaternen auf ihrem Online-Marktplatz gestoppt. "Ausgelöst durch die Diskussion, die sich im Zusammenhang mit dem tragischen Brandunglück in Krefeld entwickelt hat, haben wir entschieden, dass diese Artikel von Drittanbietern nicht länger Teil unseres Angebotes sind", sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Rheinische Post" über den Schritt berichtet. Der Real-Sprecher betonte, die Himmelslaternen seien nicht Teil des Real-Sortimentes gewesen, sondern von Dritten auf der Online-Plattform der Handelskette angeboten worden - zusammen mit rund 15 Millionen anderen Produkten. Die Himmelslaternen seien mit Warnhinweisen versehen gewesen, dass der Gebrauch "in fast allen Bundesländern verboten" sei. Weiter hieß es dort: "Bitte beachten Sie die dem Produkt beiliegenden Sicherheitshinweise und bedenken sie die möglichen Brandgefahren! Wir empfehlen die Himmelslaterne an einer Drachenschnur zu befestigen, um den Flug des Skyballons besser kontrollieren zu können." Auf zahlreichen anderen Online-Seiten waren die Himmelslaternen auch am Donnerstag weiter im Angebot. Durch das Feuer war das Affenhaus im Krefelder Zoo abgebrannt, mehrere Menschenaffen starben. Die Polizei geht davon aus, dass Himmelslaternen den Brand verursacht haben. Update vom 02.01.2020, 12.15 Uhr: Drei Tatverdächtige für Brand im Krefelder Zoo ermittelt Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine 60 Jahre alte Krefelderin und ihre beiden erwachsenen Töchter. Die drei Frauen hätten sich selbst bei der Polizei gemeldet und dort angegeben, dass sie in der Silvesternacht fünf Himmelslaternen hätten aufsteigen lassen, sagten Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag (2. Januar 2020) bei einer Pressekonferenz. Man gehe davon aus, dass diese Himmelsleuchten den Brand des Affenhauses ausgelöst hätten. Durch das Feuer war das Affenhaus abgebrannt, mehrere Menschenaffen starben. Update am 02.01.2020, 06.15 Uhr: Sachverständige ermitteln Hergang der Krefelder Feuerkatastrophe im Zoo Nach dem verheerenden Brand im Affenhaus bleibt der Krefelder Zoo am Donnerstag (2. Januar 2020) weiter geschlossen. Bei dem Feuer waren in der Nacht zu Neujahr mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Am Neujahrstag untersuchten Kriminalpolizei und Sachverständige den Brandort. Das Ergebnis wird für Donnerstag erwartet. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Es entstand ein Millionenschaden. Die Tiere, die ums Leben gekommen sind, seien ein unersetzlicher Verlust, auch für die Erhaltungsprogramme, sagte der Direktor des Kölner Zoos, Theo Pagel, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete. Fotos zeigen das Flammeninferno im Zoo Krefeld Mehr als 30 Tiere sind bei dem Brand im Kreefelder Zoo verendet. Foto: Alexander Forstreuter/dpa Alexander Forstreuter (dpa) +7 Bilder Wenige Stunden nach der Feuerkatastrophe hatten sich am Mittwoch mögliche Verursacher des Brandes bei der Polizei gemeldet. Die Ermittler meinen, dass eine in der Nacht zu Neujahr gezündete Himmelslaterne den Brand ausgelöst haben könnte. Diese in Deutschland verbotenen Leuchtkörper waren im nordrhein-westfälischen Krefeld gesichtet worden. "Die Polizei hat die Personen vernommen und wird ihre Angaben überprüfen", erklärte die Polizei. Die Überprüfung der Angaben werde aber einige Zeit dauern. Das Drama im Zoo schockierte die Tierfreunde: Vor den Toren des traditionsreichen Tierparks legten viele Menschen, oft unter Tränen, Kerzen, Blumen, Briefe und Stofftiere ab. "Gestorben für euer Silvestervergnügen", stand auf einem Karton. Die Fahnen des Zoos hingen auf halbmast. Der Brand im Krefelder Zoo ist eines der schwersten Zoo-Unglücke der vergangenen Jahrzehnte: Mehr als 30 Tiere, darunter viele Menschenaffen, starben. Die Tierpfleger hätten eine enge Bindung an diese Affen, ähnlich wie Besitzer zu ihren Haustieren, berichtete Zoo-Direktor Wolfgang Dreßen. Die Ermittler äußerten sich am Neujahrstag. Mehr als 30 Tiere sind bei dem Brand im Kreefelder Zoo verendet. Foto: Alexander Forstreuter/dpa Christoph Reichwein (dpa) +7 Bilder Einer der toten Affen ist der Gorilla Massa. "Ich habe ihn altern sehen", sagte der Direktor über den seit langem in Krefeld lebenden Senior-Affen. Eine Brandmeldeanlage hatte das Affenhaus nicht. Das sei nicht vorgeschrieben, erklärte der Zoo. Der Brand habe sich so schnell entwickelt, dass eine solche Anlage auch nicht geholfen hätte, hieß es. Eine Brandschutzversicherung bestehe aber. Unter den umgekommenen Tieren waren auch kleinere Affenarten sowie Flughunde und Vögel. Zwei Schimpansen überlebten das Feuer mit leichten Verletzungen. In einem angrenzenden Gehege blieb eine junge siebenköpfige Gorillafamilie unversehrt. Die Gorillas hätten danach normal gefressen, berichtete eine Sprecherin des Zoos. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Menschen haben nach dem Brand des Affenhaus des Krefelder Zoos als Zeichen der Trauer am Zoo Kerzen aufgestellt. Mehr als 30 Tiere sind bei dem Brand im Kreefelder Zoo verendet. Foto: Alexander Forstreuter/dpa Alexander Forstreuter (dpa) +7 Bilder Update von 19.30 Uhr: Polizei vernimmt mögliche Verursacher - verbotener Leuchtkörper im Einsatz? Nach dem verheerenden Feuer im Krefelder Zoo mit etlichen toten Menschenaffen haben sich mögliche Verursacher bei der Polizei gemeldet. "Die Polizei hat die Personen vernommen und wird ihre Angaben überprüfen", teilten die Ermittler am Mittwoch in Krefeld mit. Da die Überprüfung einige Zeit dauere, würden am Mittwoch keine weiteren Informationen zu den Tatumständen und den Verdächtigen gegeben. Der Zoo bleibt auch am Donnerstag noch geschlossen. Die Polizei vermutet, dass eine Himmelslaterne das Feuer in der Nacht zu Neujahr ausgelöst haben könnte. Diese schwebenden Leuchtkörper sind in Deutschland verboten. Mehrere von ihnen, teils auch mit handschriftlichen Zetteln daran, waren in Krefeld sichergestellt worden.Bei dem Feuer im Affenhaus starben mehr als 30 Tiere, darunter fünf Orang-Utans, zwei Flachland-Gorillas und ein Schimpanse. Dabei entstand ein Millionenschaden. Das Affenhaus brannte völlig aus. Zoo-Direktor Wolfgang Dreßen sprach vom "schwersten Tag in der Geschichte des Krefelder Zoos." Der Brand hinterließ einen Millionenschaden.Zwei Schimpansen überlebten mit leichten Verletzungen die Feuersbrunst in dem Affenhaus. Die beiden Tiere Bally und Limbo seien narkotisiert und in ein benachbartes Haus gekommen, berichtete der Zoo-Direktor, der zum Zeichen der Trauer schwarze Kleidung trug. Unter Tränen stellten vor dem Eingang am Mittag zahlreiche Menschen Fotos von Affen auf - bis zum Nachmittag war es eine große Menge von Blumen, Kerzen und Stofftieren. Dazu platzierten Zoofreunde Schilder mit Aufschriften wie "Warum" oder "Gestorben für euer Silvestervergnügen". Die Fahnen des Zoos hingen auf halbmast. Auch Notfallseelsorger waren vor Ort. Am Neujahrstag blieb der Tierpark wegen des Unglücks geschlossen: "Unsere Mitarbeiter stehen unter Schock", erklärte der Zoo und warb um Verständnis. Bei Tageslicht offenbarte sich die ganze Tragödie: Nur noch das Gerippe des im Gewächshausstil erbauten Affentropenhauses steht noch. Die Haltung von Affen soll aber weitergehen, bekräftigten Zoo-Direktor Dreßen und Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD). Laut einer Sprecherin waren unter den toten Tieren auch kleinere Affen wie goldene Löwenäffchen und Zwergseidenäffchen sowie Flughunde und Vögel. Das direkt angrenzende Gorillagehege blieb verschont. Dort lebt eine junge siebenköpfige Gorillafamilie. Der vergleichsweise kleine, familienfreundliche Zoo bekam zahlreiche Botschaften via Facebook. "Ein Tag mit einer schwarzen Trauerkante!", schrieb ein Besucher und wünschte den Pflegern und Mitarbeitern eine Menge Kraft, um mit diesem schrecklichen Verlust fertig zu werden. "Wir hatten als Familie seit Jahrzehnten viele schöne Momente im Affenhaus", schrieben andere. Erstmeldung von Mittwochmorgen: Zoo-Brand in Krefeld: Affenhaus brennt nieder Wie der Zoo mitteilt, kam es kurz nach Mitternacht zu dem verheerenden Brand, der das Gebäude bis auf das Grundgerüst zerstörte. Am Neujahrsmorgen bestätigte der Zoo schließlich über Facebook die Befürchtungen: "Es gibt keine überlebenden Tiere im Affenhaus." Dort lebten unter anderem Orang-Utans und Schimpansen. Lediglich der Gorilla-Garten und die dort lebende Gorilla-Famile blieben laut Zoo-Mitteilung verschont. Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauerten bis in die frühen Morgenstunden an - noch ist zur Brandursache nichts bekannt. Die Stadt Krefeld hat bereits eine Pressekonferenz für Mittwoch angekündigt, bei der weitere Informationen bekanntgegeben werden sollen. Vorschaubild: © Andreas Drabben (dpa)
Affenhaus in Krefeld: Schockierende Details zu Feuer-Katastrophe an Silvester Teilen Bei einem Großbrand in Krefeld ist das Affenhaus des Zoos niedergebrannt - mehr Tiere als zunächst angenommen verstarben dadurch. Die beiden überlebenden Affen scheinen sich zu erholen. In der Silvesternacht kam es in Krefelder Zoo zu einem verheerenden Brand. Das Affentropenhaus brannte völlig nieder - fast alle Affen starben. Eine Himmelslaterne ist die Brandursache - Frauen wussten nicht, was sie auslösen. Update vom 16. Februar 2020, 21.02 Uhr: Mehrere Wochen nach dem verheerenden Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo wird langsam das genaue Ausmaß der Katastrophe klar. So berichtet die dpa nun unter Berufung auf eine Vorlage für den Stadtrat, dass mehr als 50 Tiere durch das Feuer getötet worden sein sollen - also rund 20 Tiere mehr als zunächst angenommen. Die beiden Schimpansen, die das Feuer überlebt hatten, sind nach früheren Angaben des Zoos auf dem Weg der Besserung. Brand in Krefelder-Affenhaus: Ruine wird abgerissen Die Ruine des Zoos soll in den kommenden Tagen abgerissen werden, begonnen wird zunächst mit dem Abtragen der stählernen Überrisse des Daches. Der durch die Abrissarbeiten bewirkte Lärm werde laut Stadtverwaltung allerdings eine „besondere Herausforderung“ darstellen, weshalb eventuell eine Umsiedlung der benachbarten grauen Riesenkängurus notwendig werde. Feuer-Katastrophe in Krefeld: Comedian amüsiert sich - So geht es den überlebenden Affen Update vom 22. Januar 2020: Nach dem Brand im Krefelder Zoo sind die beiden überlebenden Schimpansen weiter auf dem Weg der Besserung. Männchen Limbo zeige seit vergangenem Freitag wieder Imponierverhalten. Er sträube sein Fell, klopfe laut gegen Metalltüren und wedle mit Ästen, berichtete eine Sprecherin. „Das hat er zuvor nicht gemacht.“ Dies zeige, dass der Schimpanse sich weiter psychisch stabilisiere. Für das Weibchen Bally sei dieses Dominanzverhalten des Schimpansen-Männchens normal. „Die Pfleger sind erleichtert“, sagte die Sprecherin. Für den Freitag (24. Januar) ist in Krefeld eine Gedenkveranstaltung zur Unterstützung des Zoos geplant. Nach Angaben des Zoos sind die äußeren Wunden der beiden Schimpansen verheilt. Sie haben ein neues, abgeschirmtes Domizil in den Innenanlagen des Gorillagartens auf dem Gelände - allerdings ohne Kontakt zu der im Zoo lebenden Gorillafamilie. Auf lange Sicht sollen Bally und Limbo in einen anderen Zoo umziehen und dort idealerweise mit anderen Schimpansen gemeinsam leben, teilte der Zoo mit. Feuer-Katastrophe in Krefeld: Comedian amüsiert sich über tote Tiere - „Affen brennen richtig gut“ Update vom 21. Januar 2020: Nach dem tragischen Brand im Krefelder Zoo nimmt die Bestürzung in Deutschland auch drei Wochen nach der Silvesternacht nicht ab. Dies bekam nun auch Comedian Felix Lobrecht zu spüren. Wie Bild berichtet, amüsierte sich der 31-Jährige offenbar über den Brand im Affenhaus*. In seinem aktuellen Bühnenprogramm soll Lobrecht demnach sagen: „Ich glaube auch, Affen brennen richtig gut. Wegen ihrem Fell. Die tragen permanent eine Jacke aus Grillanzündern.“ Nicht bei allen Fans soll das gut angekommen sein, wie Bild weiter erklärt. Der Comedian selbst äußerte sich über seine makaberen Aussagen bislang nicht. Feuer-Katastrophe in Krefeld: So geht es den noch lebenden Schimpansen nach der Tragödie Update vom 15. Januar: Inzwischen gibt es neue Details vom Feuer-Drama in Krefeld. Ein Polizist musste eine Maschinenpistole auf einen Affen richten. Update vom 7. Januar 2020, 9.42 Uhr: Bei der Brandkatastrophe im Krefelder Zoo sind in der Silvesternacht 21 Tiere ums Leben gekommen. Nur die Schimpansen „Bally“ und ihr Sohn „Limbo“ hatten Glück und überstanden das Feuer mit leichten Brandverletzungen. Am Montag hat der Zoo Krefeld via Facebook über den aktuellen Gesundheitszustand der beiden Affen informiert. Ihnen gehe es sechs Tage nach dem Brand gesundheitlich gut. „Sie haben Verbrennungen an Händen, Füßen und im Gesicht, aber das Haarkleid ist vollständig erhalten. Beide essen und trinken gut. Aktuell sind sie noch zusammen in den Krankenräumen, werden aber in den nächsten Tagen den dritten, nicht einsehbaren Abschnitt der Gorilla-Garten-Innenanlage beziehen“, heißt es auf der Facebook-Seite. Auch zu derzeit kursierenden Gerüchten bezüglich einer Grabstätte äußert sich der Zoo. „Die Zoomitarbeiter, die seit vielen Jahren einen engen Kontakt mit den Tieren pflegten, haben sich im Rahmen ihrer Trauerbewältigung gegen eine Urnengrabstätte auf dem Zoogelände ausgesprochen. Die Zooleitung wird diesen Wunsch respektieren“, wird im Post mitgeteilt. In fernerer Zukunft solle ein Gedenkort im Zoo eingerichtet werden. Affen-Tragödie in Krefeld: Himmelslaternen-Firma erklärt sich nach makaberer Werbung Update vom 6. Januar 2020: Nach dem die britische Firma Night Sky für ihren Tweet kritisiert wurde, in dem Verbraucher dazu aufgerufen wurden, nur hochwertige Himmelslaternen von Night Sky steigen zu lassen, hat das Unternehmen reagiert. In mehreren Tweet hat sich Night Sky entschhuldigt und auf das eigene Engagement in mehreren Wohltätigkeitsorganisationen hingewiesen. Das Unternehmen hätte lediglich auf neueste Standars in Sachen Himmelslaternen und den verantwortungsbewussten Gebrauch hinweisen wollen, heißt es in einem von mehreren nachfolgenden Tweets. Night Sky bedanke sich für die Kommentare und die Sensibilisierung für den schrecklichen Unfall von Krefeld. Himmelslaternen-Unternehmen: Makabere Werbung nach Affenhaus-Drama im Krefelder Zoo Update vom 4. Januar, 20.43 Uhr: Die Tragödie der Silvesternacht ist noch immer schwer zu verstehen, doch nun schockiert eine britische Firma mit einer wahrlich geschmacklosen Werbung. Das Affenhaus in Krefeld brannte laut Ermittlern nachweislich durch eine sogenannte Himmelslaterne ab. Die Firma Night Sky Lanterns aus Großbritannien nutzt diese Tatsache, um ihr eigenes Produkt zu bewerben. Über Twitter erklärte das Unternehmen, das genau solche Himmelslaternen herstellt und vertreibt, in Gedenken an die toten Affen und anderen Tiere 30 ihrer eigenen Himmelslaternen steigen zu lassen. In dem Tweet nach dem Brand in dem Krefelder Zoo heißt es: „Lasst uns 30 Himmelslaternen anzünden, um dieser Tragödie zu Gedenken. Hoffentlich hilft das, alle daran zu erinnern, nur Himmelslaternen aus hochwertigen Materialien zu verwenden.“ Bei Kunden des Unternehmens kommt diese Botschaft alles andere als gut an. Über Twitter entlädt sich prompt die Wut einiger User. Im Sperrzonengebiet rund um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Waldbrand ausgebrochen. Nun soll dort eine erhöhte Radioaktivität gemessen worden sein. Affenhaus-Brand in Krefeld: Zoo mit „großzügiger Absperrung“ wieder geöffnet Update vom 4. Januar, 12.28 Uhr: Der Deutsche Tierschutzbund hat es bereits gefordert, nun ziehen vier Tierparks in Sachen-Anhalt nach. Sie fordern nach dem Affenhaus-Brand in Krefeld eine Verbots-Zone für Feuerwerk rund um Zoos. Die Zoos in Halle, Magdeburg, Aschersleben und Köthen argumentieren unter anderem damit, dass die Tiere mit starkem Stress auf den Krach der Raketen und Böller reagierten. Die Knalllkörper könnten in den Zooanlagen landen und dort Feuer auslösen. Kommunalpolitiker seien nun am Zug. „Ein 500 Meter breiter Streifen um die Anlagen wäre bei zentral gelegenen Stadtzoos sinnvoll“, sagte Alexander Beck, Leiter des Ascherslebener Zoos, der Mitteldeutschen Zeitung. Zoo-Chef: Nach Krefelder Unglück Brandschutz für Tiere überdenken Update vom 4. Januar: Der verheerende Brand in einem Affenhaus in Krefeld gibt auch anderen Zoo-Chefs zu denken: Tierparks sollten aus Sicht des Karlsruher Zoo-Chefs ihre Brandschutzmaßnahmen anpassen. „Wir müssen das Thema noch mal differenzierter angehen“, sagte Matthias Reinschmidt der dpa. Denkbar sei etwa die Installation neuer Feuermelder, die bei plötzlichen Temperaturschwankungen anschlagen. Zudem könnten mehr Kontrollgänge sowie kombinierte Innen- und Außengehege, bei denen Tiere Tag und Nacht raus können, mehr Sicherheit schaffen. Speziell an Silvester könnte auch eine Art Sicherheitszone um Zoos Tiere besser schützen, meinte er. Auf keinen Fall dürfe der Brand in Krefeld Anlass sein, generell die Affenhaltung in Zoos in Frage zu stellen, sagte Reinschmidt: „Wir sehen uns als Zentren der Arterhaltung.“ Gerade für vom Aussterben bedrohte Arten wie Orang-Utans brauche man jeden verfügbaren Platz. Von ehemals rund einer Million Orang-Utans auf der Erde gebe es inzwischen nur noch 50.000 in der freien Natur - auch weil immer mehr Wälder abgeholzt werden. Derzeit leben ihm zufolge 1200 Orang-Utans in Zoos. Um die genetische Vielfalt zu sichern, sollten es nach seiner Meinung noch mehr sein. Der Krefelder Zoo ist indes zwei Tage nach dem Unglück seit Freitag wieder für Besucher geöffnet - „allerdings mit großzügiger Absperrung rund um das verbrannte Affenhaus“, wie es auf der Zoo-Facebook-Seite hieß. „Wir können verstehen, dass sicher viele von euch das Gebäude besuchen möchten, um Abschied zu nehmen; allerdings befürchten wir auch Schaulustige und bitten daher um Verständnis für diese Maßnahme", schrieb der Zoo weiter. Traurige Nachricht für überlebende Affen - das droht den verdächtigen Frauen Update 21.36 Uhr: Trotz des tragischen Unglücks, das die Himmelslaternen auslösten, nimmt Zoo-Sprecherin Petra Schwinn die Mutter und ihre beiden Töchter in Schutz: „Unser Mitgefühl ist auch bei den Frauen. Denn es ist, glaube ich, sehr klar, dass diese drei Frauen aus gutem Gewissen gehandelt haben. Sie hätten sich nie vorstellen können, dass sie solch eine Katastrophe auslösen.“ Und weiter: „Es ist ein unglaublicher Unglücksfall, der uns – und auch die drei Frauen – sicherlich das Leben lang begleiten wird.“ Kriminalhauptkommissar Gerd Hoppmann hatte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz gesagt, die Frauen würden einen „sehr verantwortungsbewussten“ Eindruck machen, hätten die fünf Todeslaternen im Internet bestellt – und gedacht, es sei erlaubt, sie steigen zu lassen. Sie wurden mitten in der Nacht von den Wassermassen überrascht: in Moskau sind fünf Menschen in kochend heißem Wasser ertrunken. Zoo-Brand in Krefeld: Traurige Nachricht für überlebende Affen - das droht den verdächtigen Frauen Update 15.20 Uhr: Drei Frauen haben sich nach dem Brand im Krefelder Zoo freiwillig bei der Polizei gemeldet und gestanden, dass sie verbotenerweise die Himmelslaternen gezündet hatten. Eine davon löste ersten Erkenntnissen zufolge das Feuer im Affenhaus aus. Nun ermittelt die Polizei gegen die 60-jährige Mutter und ihre Töchter. Ob es jedoch tatsächlich zu einer Verurteilung kommen wird, bleibt fraglich. „Problematisch ist, dass hier zunächst einmal aufgeklärt werden muss, welche Himmelslatere denn genau für das Unglück verantwortlich ist“, zitiert die Bild den Rechtsanwalt Oliver Allesch zu dem Vorfall. Man müsse jeder der drei Frauen genau nachweisen können, wer welchen Lampion angezündet hat. Weiter sagt der Anwalt: „Wenn nicht aufgeklärt werden kann, welche Laterne konkret für den Brand verantwortlich ist, müssten eigentlich alle Betroffenen freigesprochen werden bzw. bereits deren Strafverfolgung im Ermittlungsverfahren eingestellt werden.“ Affenhaus-Brand in Krefeld: Traurige Nachricht für überlebende Affen - Zeuge schildert dramatische Details Update 13.15 Uhr: Wie durch ein Wunder haben zwei Schimpansen den verheerenden Brand im Krefelder Zoo überlebt. Insgesamt 21 Affen kamen ums Leben, darunter acht Menschenaffen. „Bally“ und ihr Sohn „Limbo“ hingegen hatten Glück und überstanden die Katastrophe, sie trugen leichte Brandverletzungen davon. Die Zoo-Sprecherin Petra Schwinn sagte gegenüber der Bild: „Über das Trauma, das sie erlitten haben, können wir noch nichts sagen.“ Derzeit befinden sich die beiden Schimpansen in einem Übergangsgehege. Wie es langfristig mit den Tieren weitergeht, steht noch nicht im Detail fest. Sicher ist jedoch, dass sie „auf lange Sicht nicht im Krefelder Zoo bleiben“. Laut Schwinn hätten andere Zoos angeboten, die Schimpansen aufzunehmen. Für die restlichen Affen, die bei dem Feuer ums Leben kamen, wird es keine Beerdigung geben. Das Gesetz gibt vor, dass die Tiere in einen entsprechenden Verabeitungsbetrieb gebracht werden müssen. Jedoch sei eine Trauerfeier für die Mitarbeiter des Zoos angedacht. Update 10.50 Uhr: Nachdem sich die drei verantwortlichen Frauen für das Feuer im Krefelder Zoo im Anschluss an die Katastrophe selbst gestellt haben, ermittelt nun die Polizei gegen die 60-jährige Mutter und ihre beiden Töchter. Den Täterinnen kann nach dem Brand im Affenhaus eine schwere Strafe drohen. Affenhaus-Brand in Krefeld: Video zeigt grausame Bilder - Augenzeuge: „Das Feuer steigt und steigt ...“ Update vom 3. Januar 2020, 9.54 Uhr: Das tragische Silvester-Drama im Krefelder Zoo, es berührt tausende Menschen. Mehr als 30 Tiere starben durch einen Brand im Affengehege. „Die Anteilnahme ist riesig“, sagte Zoo-Sprecherin Petra Schwinn der Bild-Zeitung. „Es kamen Menschen aus ganz Nordrhein-Westfalen, sogar Belgien, um Blumen und Kerzen niederzulegen.“ Die Täterinnen selbst sind verzweifelt. Es handelt sich um drei Frauen aus Krefeld. Eine Mutter und ihre beiden erwachsenen Töchter (30 bis 60 Jahre), stellten sich noch an Neujahr der Polizei. Sie hatten im Radio gehört, dass eine fliegende Himmelslaterne den Brand im Affenhaus ausgelöst hatte. Bei der Polizei gaben die Frauen an, fünf solcher Papierlaternen aufsteigen gelassen zu haben. Der Leiter der Ermittlungskommission Gerd Hoppmann: „Es tut ihnen unendlich leid.“ Die Bild-Zeitung sprach mittlerweile mit einem Augenzeugen, der sich Bilal nennt und das Inferno filmte: Es zeigt die grausamen Szenen, als das Affengehege niederbrannte. „Das Feuer steigt und steigt und hört gar nicht auf“, erklärt er seine Bilder. Er habe jedoch nicht sehen können, wie es zu dem Brand kam. Als sie das Feuer entdeckt hatten, riefen die Bekannten Bilals Feuerwehr und Polizei. Wie wir nun wissen - die Hilfe kam für die meisten Affen zu spät. Update vom 3. Januar 2020, 6.43 Uhr: Nach dem verheerenden Brand im Affenhaus öffnet der Zoo in Krefeld am Freitag ab 9 Uhr wieder. Für die Tiere, die in den Flammen starben, soll es zoointern eine Trauerfeier geben. Nur zwei Schimpansen hatten in den Flammen überlebt. In Australien wüten derzeit heftige Waldbrände, die bereits mehrere Todesopfer forderten. Tausende Menschen müssen vor dem Feuer im Südosten des Landes fliehen. Ein Selfie von Feuerwehr-Männern aus Detroit sorgt gerade allerdings aus einem ganz anderen Grund für Empörung. Affenhaus-Brand in Krefeld: Zoo-Experte mit heftiger Kritik - Veraltete Bauweise Update vom 2. Januar 2020, 20.50 Uhr: Das Affenhaus im Krefelder Zoo hat erst vor kurzem eine Brandschutzprüfung bestanden. Trotzdem kam es zu dem verheerenden Brand. Zoo-Experte Willie Smits von der Borneo Orangutan Survival Foundation fordert im Gespräch mit der Bild ein Umdenken: „1975 war der Krefelder Zoo ein Vorbild für andere. Aber das war vor fast einem halben Jahrhundert.“ Mittlerweile gebe es aber neue Erkenntnisse, was den Bau von Gehegen angeht. Wichtig sei vor allem, dass es immer zugängliche Außengehege gebe. Dann hätten die Affen aus eigener Kraft raus gekonnt. Smits hofft, dass andere Tiergärten mit alten Anlagen „schnellstens Maßnahmen ergreifen, um das Risiko für die Menschenaffen zu verringern.“ Für ihn seien Menschenaffen keine Tiere, sagt er dem Blatt weiter. „Es sind Wesen mit Gefühlen, mit einer Seele. Wenn Sie einem Orang-Utan in die Augen blicken, sehen Sie eine andere Person. Darum müssen wir mit Orang-Utans auch wie mit Personen umgehen.“ Auch vom „Deutschen Tierschutzbund e.V.“ hagelt es nach der Pressekonferenz Kritik an den Brandschutz-Vorkehrungen im Krefelder Zoo. Gemäß Aussagen der Krefeld-Zoo-Verantwortlichen seien im Affenhaus aufgrund einer baurechtlichen Grauzone keine Brandmelder installiert gewesen. „Nach dieser Katastrophe muss das kritisch hinterfragt werden. Es gilt nun, das Baurecht eilig zu verschärfen und bestehende Tiergehege zu überprüfen und nachzurüsten. Neubauten dürfen nur genehmigt werden, wenn Brandschutz gewährleistet wird“, fordert der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder. Affenhaus-Brand in Krefeld: Drama um drei verdächtige Frauen - erschütternde Details Update vom 2. Januar 2020, 13.30 Uhr: Am Donnerstag-Mittag informiert die Polizei Krefeld gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft über ihre aktuellen Ermittlungsergebnisse: Demnach handelt es sich bei den mutmaßlichen Verursachern des Krefeld-Zoo-Brandes um drei Frauen im Alter zwischen dreißig und sechzig Jahren: Eine Mutter mit ihren zwei erwachsenen Töchtern habe laut Oberstaatsanwalt Jan Frobel gemeinschaftlich fünf Himmelslaternen angezündet und steigen lassen - die Handschrift auf den Laternen sind den drei Frauen zuzuordnen. Vier Laternen hat die Polizei gefunden, die fünfte Laterne dürfte den verheerenden Brand ausgelöst haben. Krefeld-Zoo-Beschuldigte stehen „unter Schock“ Die drei Frauen haben sich laut Polizei-Angabe am Neujahrstag freiwillig und ohne Anwalt gestellt - sie werden als Beschuldigte geführt. Gemäß Karin Kretzer von der Polizei Krefeld zeigen die drei Frauen besondere Reue: „Ihnen tut das alles unendlich leid. Die Frauen stehen unter Schock“. Alle drei befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Die Frauen müssen sich der fahrlässigen Brandstiftung verantworten, ihnen droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine erhebliche Geldstrafe. Frauen dachten, die Himmelslaternen seien legal „Die Menschen haben die Himmelslaternen im Internet gekauft und wollten sie mit guten Wünschen steigen lassen“, sagte Gerd Hoppmann, Leiter des Kriminalkommissariats, offenbar wussten die Frauen nicht dass die Himmelslaternen verboten seien. Hoppmann ergänzte: „Ich finde es hoch anständig, dass sich die Frauen gemeldet hätten. Die Tat ist damit weitgehend geklärt“. Weitere Details zu den Beschuldigten wollten die Ermittler nicht bekannt geben. Über den Zustand der verendeten Tiere sagte Hoppmann, dass die Tiere an Rauchvergiftungen oder Brandverletzungen gestorben seien - die verbrannten Tierkadaver ähnelten Menschenleichen, führte der erfahrene Ermittler Hoppmann aus. Auf die Krefelder Tier-Tragödie reagierte im Rahmen der Pressekonferenz auch die Supermarktkette Real: Sie nimmt das fast überall in Deutschland verbotene Produkt „Himmelslaterne“ aus ihrem Online-Shop. Den zwei überlebenden Krefelder Schimpansen geht es gut Die Sprecherin des Krefeld-Zoos, Karin Kretzer, hatte bei der Pressekonferenz am Donnerstag auch eine relativ gute Nachricht: „Den zwei überlebenden Schimpansen geht es den Umständen entsprechend gut. Sie haben von ihren Pflegern Essen und Trinken bekommen und angenommen.“ Die beiden Schimpansen könnten nicht mehr im Krefelder Zoo bleiben, da das Affenhaus aufgrund der großen Brandschäden nicht mehr aufgebaut werden kann und abgerissen wird. „Die Anteilnahme der Bevölkerung überwältigt uns“, sagte Zoo-Sprecherin Kretzer - den Krefelder Zoo hätten bereits viele Spenden und Spendenzusagen erreicht (Spendenkonto der Zoo Krefeld gGmbH: Sparkasse Krefeld, IBAN: DE 41 3205 0000 0000 0070 70, BIC: SPKRDE33XXX, Verwendungszweck: Spende Affenhaus). Der Zoo wird am Freitag wieder öffnen - für die Mitarbeiter des Zoos ist eine Trauerfeier geplant. Krefelder-Zoo-Direktor zeigt sich betroffen: „Das ist unglaublich“ Update vom 2. Januar 2020, 11.37 Uhr: Ein Meer aus Kerzen hat in der Nacht zum Donnerstag vor dem Krefelder Zoo an die mehr als dreißig verbrannten Tiere erinnert. „Das ist unglaublich“, sagte Zoo-Direktor Wolfgang Dreßen am Donnerstagmorgen im WDR2-Interview. Auch für die Mitarbeiter stehe nun - neben der Pflege der übrigen Tiere - die Trauerverarbeitung im Vordergrund. „Der Schmerz, der da ist, sitzt unglaublich tief.“ Konkrete Vorstellungen, wie es mit dem niedergebrannten Affenhaus und der Zucht der in der Wildnis teilweise bedrohten Tiere nun weitergehe, gebe es noch nicht, sagte Dreßen. Er stehe aber zur Menschenaffenhaltung im Krefelder Zoo, sagte der Direktor. Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Die Ermittler meinen, dass eine zum Jahreswechsel gezündete Himmelslaterne den Brand ausgelöst haben könnte. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sollen die Himmelslaternen laut dem Chef der Kriminalpolizei, Gerd Hoppmann, per Hand beschriftet gewesen sein. Der Zoo blieb auch am Donnerstag weiter geschlossen. Affenhaus abgebrannt: Verbotene Himmelslaternen schuld an Inferno? Mögliche Verursacher melden sich Update vom 1. Januar 2020, 21.01 Uhr: Es ist eine Tragödie - mehr als 30 Tiere hatten keine Chance. Bei dem Feuerinferno im Affenhaus des Krefelder Zoos sind 21 Affen gestorben, darunter acht Menschenaffen. Mit ihnen wurden Flughunde und Vögel aus den afrikanischen Regenwäldern Opfer der Flammen. „Wie durch ein Wunder haben die Schimpansen Bally und Limbo den verheerenden Brand überlebt“, schreibt der Zoo Krefeld auf seiner Webseite. Der Zoo bleibt am Donnerstag (2. Januar 2020) für Besucher geschlossen, heißt es weiter. Auch auf der Facebookseite bedankt sich der Zoo für die Anteilnahme: „Und nochmal möchten wir uns bei allen für die überwältigende Welle an Mitgefühl und Hilfsangeboten bedanken, die uns online wie auch offline erreichen. Danke“, ist dort weiterzulesen. Gorilla-Männchen Massa war mit 48 Jahren der älteste in einem Zoo lebende Gorilla Einer der ältesten Zoo-Gorillas der Welt ist bei dem Feuer gestorben. 45 Jahre lang lebte Gorilla-Männchen „Massa“ im Krefelder Zoo. Er wurde 48 Jahre alt, wie focus.de berichtet. Auch seine Lebensgefährtin Boma (46) ist tot. Die Population der Borneo Orang-Utans ist völlig ausgelöscht worden. Gorilla-Männchen „Massa“ (Archivfoto 2010) lebte seit 1975 im Zoo Krefeld. © Horst Ossinger/dpa Affenhaus niedergebrannt: Mögliche Verursacher melden sich Update um 16.52 Uhr: Bei dem Feuer im Krefelder Zoo sind 30 Tiere gestorben. Das Affenhaus brannte komplett nieder. Polizei sucht weiter nach der Brandursache. Es wird vermutet, dass eine verbotene Himmelslaterne den Brand im Affenhaus verursacht haben könnte. Bei der Polizei Krefeld haben sich am Mittwochnachmittag (1. Januar 2020) hätten sich mehrere Personen gemeldet, die angaben in der Silvesternacht sogenannte Himmelslaternen gestartet zu haben. Diese Himmelslaternen aus dünnem Seidenpapier sind seit 2009 in Nordrhein-Westfalen verboten. Die Personen, die als mögliche Verursacher des Brandes im Krefelder Zoo in Betracht kommen, wurden vernommen und ihre Angaben werden überprüfen, teilte die Polizei mit. Da die Verifizierung der Angaben einige Zeit in Anspruch nehmen würde, planen die Ermittler Informationen zu Tatumständen und Verdächtigen am Donnerstag bekannt zugegeben. Aktuell würde zudem ein Sachverständiger noch den Brandort untersuchen. Ergebnisse würden erst am Donnerstag (2. Januar 2020) vorliegen. Orang-Utan Mama Lea (25) ist bei dem Feuerinferno im Zoo Krefeld gestorben (Archivfoto aus dem Jahr 2016). © Roland Weihrauch/dpa Affenhaus niedergebrannt: Verbotene Himmelslaternen sollen Inferno ausgelöst haben - zwei Tiere überleben Update um 15 Uhr: Von einem Millionenschaden im Krefelder Zoo sprechen die Verantwortlichen inzwischen. Auf Fotos sieht man nur noch das stählerne Gerippe des Affenhauses. Bei dem Brand in der Silvesternacht war das Gebäude völlig niedergebrannt; die meisten Tiere starben. Der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) bezeichnete den Brand als „Tragödie für die ganze Stadt“. Unterdessen zeigte sich der Tierschutzbund „geschockt“ von dem Vorfall. Der Brand ist, nach Ansicht der Verantwortlichen ein „schrecklicher Beleg dafür welche dramatischen Folgen unkontrollierte Böllerei haben kann“. Der Tierschutzbund forderte wegen des Flammeninfernos von Krefeld Schutzzonen, in denen private Feuerwerke verboten sein sollten. Großbrand im Zoo Krefeld: Überlebendes Affenpärchen „ein Wunder“ Update um 13.30 Uhr: Die Rede ist von einem Wunder: Wie der Zoo Krefeld in einer Pressekonferenz mitteilte, haben zwei Affen das Flammeninferno des Affenhauses in der Silvesternacht gegen jede Erwartung überlebt. Bei dem Brand starben zahlreiche Affen - darunter zwei Gorillas, ein Schimpanse und fünf Orang-Utans. Doch die Schimpansen Bally und Limbo, die schon für tot geglaubt wurden, überlebten - und erlitten nach aktuellem Stand nur leichte Verbrennungen. Brand im Krefelder Zoo: Am Neujahrstag zeigte sich das ganze Ausmaß der Verwüstung. © dpa/Christoph Reichwein Niedergebranntes Affenhaus: Verbotene Himmelslaternen sollen Inferno im Krefelder Zoo ausgelöst haben Update um 13 Uhr: Offenbar haben verbotene Himmelslaternen den Brand des Krefelder Affenhauses ausgelöst. Dabei verendeten in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere, das riesige Gebäude wurde ein Raub der Flammen. Auf einer Pressekonferenz wurden nun Einzelheiten bekannt, wie es zu dem Großbrand kommen konnte, wie RP Online berichtet. Demnach seien mehrere der sogenannten Himmelslaternen in den Trümmern gefunden worden. Dabei handelt es sich um kleine Ballons, die mit Feuer zum Fliegen gebracht werden. Diese sind bereits vielen Jahren in vielen deutschen Bundesländern, darunter NRW, verboten. Laut Polizei könnten die Himmelslaternen nach aktuellem Erkenntnisstand ursächlich für den Brand im Zoo Krefeld sein. Laut Bild-Zeitung analysiert die Polizei derzeit die gefundenen Himmelslaternen. Laut Kriminalpolizei sollen sie von Hand beschriftet gewesen sein - die Polizei fordert die Verantwortlichen auf, sich zu stellen. Auch Zeugen sollen sich melden. Das Steigenlassen von Himmelslaternen kann bis zu 5000 Euro kosten. Grundsätzlich braucht es eine Genehmigung - die jedoch selten erteilt wird wegen der akuten Brandgefahr für die Umgebung. Der Lampion aus Papier hat eine Brenndauer von bis zu 20 Minuten und kann eine Flughöhe von bis zu 400 Metern erreichen. Das Steigenlassen von Himmelslaternen in der Nähe von Flughäfen ist generell verboten. Himmelslaternen (Archivbild): Sie haben offenbar den verheerenden Brand des Affenhauses in Krefeld ausgelöst, bei dem Dutzende Tiere starben. © picture-alliance/ dpa / Salzgitter Ag Krefeld/Zoo: Silvester-Tragödie: Affenhaus brennt ab - viele Tiere tot! Schimpansen sterben Update um 10.15 Uhr: Nach aktuellen Informationen kamen bei dem Brand des Krefelder Affenhauses mehr als 30 Tiere ums Leben. Dies teilte der Zoo am Mittwochmorgen mit. Demnach hätten Anwohner um 0.40 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr hat das Affenhaus aber bereits vollständig in Flammen gestanden. Noch am Neujahrstag soll es um 12 Uhr eine Pressekonferenz geben. Unter einem Facebook-Post des Zoos haben sich inzwischen Tausende Kommentare gesammelt, in denen die Menschen ihre Bestürzung zum Ausdruck gebracht haben. Auch die Krefelder Polizei meldete sich über die Sozialen Netzwerke zu Wort. Die Beamten seien „tief betroffen“, hieß es in einem Twitter-Beitrag. Silvester-Tragödie im Zoo Krefeld: Affenhaus brennt total ab - viele Tiere sterben Ursprüngliche Meldung von 6.35 Uhr: Krefeld (Nordrhein-Westfalen) - In der Silvesternacht kam es im Krefelder Zoo zu einer Tier-Tragödie. Das Affenhaus, in dem unter anderem Orang-Utans und Schimpansen lebten, ist niedergebrannt. Stundenlang kämpften die Feuerwehrkräfte gegen die Flammen. Das Feuer soll kurz nach Mitternacht ausgebrochen sein. Zoo Krefeld bestätigt am Neujahrsmorgen: Viele Tiere im Affenhaus sind tot Über Facebook bestätigte der Zoo um 5.50 Uhr: „Unsere schlimmsten Befürchtungen sind Realität geworden. Es gibt keine überlebenden Tiere im Affenhaus.“ Nur der Gorilla-Garten sei verschont geblieben. Der Zoo sprach von einer „unfassbaren Tragödie“. Der Tierpark bleibe am Neujahrstag geschlossen, die Mitarbeiter stünden „unter Schock“. Zoo-Sprecherin Petra Schwinn sagte auf Bild-Anfrage, dass die Feuerwehr den Zoo-Mitarbeitern die Hilfe von Notfallseelsorgern angeboten habe. Brand im Krefelder Zoo in der Silvesternacht: Mehr als 30 Affen starben. © picture alliance/dpa / Alexander Forstreuter Brand im Affenhaus im Zoo Krefeld: Schimpansen und Orang-Utans hatten keine Außenanlagen zur Flucht Das Affentropenhaus, das 1975 gebaut wurde, bot den Tieren auf 2000 Quadratmeter Platz. Nur ein Trockengraben trennte die menschlichen Besucher von den Affen. Neben den Menschenaffen waren auch Krallenaffen, Agutis, Flughunde und Vögel untergebracht. Bislang gab es lediglich für die Gorilla-Seniorengruppe eine Außenanlage - nicht jedoch für die Orang-Utans und Schimpansen. Das wurde diesen Tieren nun zum Verhängnis, da sie keine Fluchtmöglichkeit hatten. In vielen Zoos werden die Tiere an Silvester wegen der Böllerei aber sowieso in schallgeschützte innere Gehege gebracht, wie beispielsweise ab 16 Uhr im Münchner Tierpark Hellabrunn (tz.de* berichtete). Die Knallerei ist für die Tiere eine Belastung, zudem reagieren viele empfindlich auf die Lichtreflexe des Feuerwerks. Der Münchner Tierpark appelliert daher alljährlich, mit Feuerwerkskörpern Abstand zu halten und nicht in der Nähe der Anlagen zu feiern. Feuer im Krefelder Zoo: Kripo ermittelt - Brandursache noch unklar Über die Ursache des Brandes herrscht noch völlige Unklarheit, erfuhr die dpa von der Feuerwehr. Die Kripo ermittelt. Für den Neujahrstag haben die Stadt Krefeld und der Zoo eine gemeinsame Pressekonferenz angekündigt. Krefelds Erster Bürgermeister Frank Meyer soll nach Bild-Informationen noch in der Nacht den Brandort besucht haben. Zuletzt wurde ein Krokodil im Zoo von Zürich erschossen. Es hatte sich in die Hand einer Tierpflegerin verbissen und minutenlang nicht mehr losgelassen. Das Drei-Sterne-Restaurant "Schwarzwaldstube" war eine Institution - nicht nur in Baden-Württemberg. Jetzt ist das exklusive Lokal bei einem Brand komplett zerstört worden. Es ist eine Tragödie in einem Zoo: Ein Löwenrudel droht qualvoll zu verhungern. Durch Fotos im Netz wird nun die Öffentlichkeit weltweit darauf aufmerksam. Einen Brand hat es in einer Waffenwerkstatt in der Nähe von Saarbrücken gegeben. Dabei explodierten mehrere Geschosse. Ein Wohnungsbrand in Sachsen kostete einer 32-Jährigen Mutter und ihrer achtjährigen Tochter das Leben. Ein 7-Jähriger Sohn schwebt in Lebensgefahr. *tz.de, owl.de und echo24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes mit dpa
2.666667
Ein Armutszeugnis: die deutschen Behörden haben in den vergangenen fünf Jahren gut 9400 Menschen registriert, die trotz eines befristeten Wiedereinreiseverbots in die Bundesrepublik zurückgekommen sind. Knapp die Hälfte davon – 4145 Migranten – stellten einen neuerlichen Asylantrag. Diese Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor. Die Zahlen zeigten, daß der Fall des libanesischen Clanchefs Ibrahim Miri „kein Einzelfall“ sei, sagte FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae der AFP gegenüber. Menschen, die mit einem Einreiseverbot belegt sind, dürften „nicht durch die Drehtür nach Deutschland zurückkommen“. Deswegen sei es wichtig, „daß es nicht nur bei prominenten Einzelfällen zu schnellen Entscheidungen kommt.“ Der unerlaubt nach Deutschland eingereiste Clanchef Miri war erstmals im Juli abgeschoben worden, reiste Ende Oktober aber wieder nach Deutschland ein und beantragte Asyl. Der Antrag wurde in einem schnellen Verfahren abgelehnt, Ende November wurde Miri dann erneut in den Libanon abgeschoben.
Freiburg (ots) - Die Einigung in letzter Minute zeigt die Unsicherheiten durch die Abhängigkeit von Gasimporten. Und sie liefert starke Argumente für den Aufbau einer fossilfreien Wärmeversorgung. Die Hälfte der deutschen Haushalte heizt mit Gas, von dem etwas über die Hälfte aus Russland kommt. Deshalb hat Deutschland bei den Verhandlungen zwischen den verfeindeten Ländern vermittelt. Aus dem gleichen Grund hat die Bundesregierung das umstrittene Projekt Nord Stream 2 vorangetrieben, dessen Abschluss sich nun wegen US-Sanktionen verzögert. Deutschland befindet sich damit in einem Dilemma. Nord Stream erhöht zwar die Versorgungssicherheit für Deutschland. Die neue Röhre benachteiligt aber die Ukraine. Insgesamt steigt die Bindung an Russland, das den Westen schwächen will. http://mehr.bz/bof8551 Pressekontakt: Badische Zeitung Anselm Bußhoff Telefon: 07 61 - 4 96-0 kontakt.redaktion@badische-zeitung.de http://www.badische-zeitung.de Original-Content von: Badische Zeitung, übermittelt durch news aktuell Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/59333/4481528
1
Dettingen/Erms (www.aktiencheck.de) - Leerverkäufer GLG Partners LP hat Netto-Leerverkaufsposition in ElringKlinger-Aktien sichtbar ausgebaut: Die Shortseller des Hedgefonds GLG Partners LP steigern ihr Engagement in den Aktien des Automobilzulieferers ElringKlinger AG (ISIN: DE0007856023, WKN: 785602, Ticker-Symbol: ZIL2, Nasdaq OTC-Symbol: EGKLF) signifikant. ... Den vollständigen Artikel lesen ...
Die private Österreichische Staatsdruckerei hat ihr Ziel, den im Börsegesetz vorgesehenen Mindeststreubesitz von 2 Prozent zu erreichen, verfehlt, wie das Unternehmen am Neujahrstag mitteilte. Damit droht ihr der Entzug der Zulassung zum Handel an der Wiener Börse.Die Frist war Mitte 2019 in Abstimmung mit der Wiener Börse auf den 31.12.2019 verlängert worden.(Schluss) pro ISIN AT00000OESD0 WEB http://www.staatsdruckerei.at ... Den vollständigen Artikel lesen ...
1.333333
Zehntausende Menschen haben am Neujahrstag in Hongkong erneut gegen die Regierung demonstriert. Der von der Polizei genehmigte Marsch zog vom Victoria Park zur Chater Road im Herzen der Stadt. Auf Fahnen oder Bannern war "Kämpft", "Unabhängigkeit Hongkongs" oder "Befreit Hongkong" zu lesen. Die Organisatoren von der Civil Human Rights Front (CHRF) hatten zu der Demonstration aufgerufen, um zu Beginn des neuen Jahres ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Auch übte das Bündnis scharfe Kritik an Polizeibrutalität bei den anhaltenden Protesten. Mehr als 6000 Menschen seien dabei festgenommen worden. Während die Regierung einerseits von Aussöhnung spreche, gingen die Behörden andererseits gegen Lehrer vor und unterstellten ihnen anhand ihrer Beiträge in sozialen Medien, die Schüler zum Protest anzustiften. "Wir werden den Kampf fortsetzen und uns ohne Pause der ungerechten und grausamen Autorität widersetzen." Die Polizei rief die Demonstranten auf, von Gewalt abzusehen. Bei früheren großen Demonstrationen war es meist am Rande oder hinterher zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Aktivisten gekommen. In der Silvesternacht gab es bereits kleinere Zwischenfälle. Radikale Aktivisten warfen Brandsätze und blockierten Straßen. Die Polizei ging mit Wasserwerfer, Tränengas und Pfefferspray vor. Seit einem halben Jahr demonstrieren die Hongkonger gegen die Regierung, den wachsenden Einfluss Peking und unverhältnismäßig hartes Vorgehen der Polizei. Sie fordern echte Demokratie und mehr Selbstbestimmung. Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger genießen - anders als die Menschen in der Volksrepublik - viele Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Sie fürchten aber zunehmend um ihre Freiheiten. Auch fordern sie echte Demokratie, wie es ihnen beim Souveränitätswechsel in Aussicht gestellt worden war./lw/DP/zb AXC0015 2020-01-01/14:22
In Hongkong hat das neue Jahr mit weiteren Protesten gegen die Regierung und mit dem Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern begonnen. Mehr als eine Million Menschen kamen am Neujahrstag zu einer zunächst friedlichen Kundgebung zusammen. Sie forderten mehr Demokratie und Straferlass für die in den vergangenen Monaten festgenommenen mehr als 6500 Demonstranten. Später griff die Polizei ein, als Geldautomaten der HSBC-Bank zerstört wurden. Einige Oppositionelle werfen dem Geldinstitut eine enge Zusammenarbeit mit der chinesischen Zentralregierung vor. Die Einsatzkräfte schossen Tränengas-Granaten in die Menge und setzten Wasserwerfer ein. Hunderte Oppositionelle errichteten Straßensperren und warfen vereinzelt auch Benzinbomben. Protest mit erhobenem Haupt und ausgestreckten Armen Zu dem Protestmarsch aufgerufen hat die Menschenrechtsgruppe Civil Human Rights Front (CHRF) , die im abgelaufenen Jahr ähnliche Veranstaltungen organisiert hatte, an denen Millionen von Menschen teilnahmen. "Es ist traurig, dass unsere Forderungen aus dem Jahr 2019 auf das Jahr 2020 übertragen werden müssen", sagte Jimmy Sham, der die CHRF anführt. "Wir erwarten weitere Repressionen. Wir müssen uns aktiv auf den Kampf vorbereiten", rief Sham der Menschenmenge zu. Wieder Zusammenstöße Bereits in der Silvesternacht hatten Tausende das neue Jahr mit Slogans der Demokratiebewegung begrüßt. In einer spontanen Aktion blockierten Demonstranten für kurze Zeit eine Flaniermeile. Radikale Aktivisten warfen mit Brandsätzen. Polizisten setzten wieder Tränengas, Wasserwerfer, Gummigeschosse und Pfefferspray ein. Ausgerüstet für "robuste" Einsätze: Polizisten in Hongkong Aus Sicherheitsgründen war das städtische Feuerwerksspektakel zum Jahreswechsel abgesagt worden. Stattdessen gab es um Mitternacht eine Lichtshow. Viele Touristen zeigten sich enttäuscht. Keine Zugeständnisse Seit der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Die sieben Millionen Einwohner genießen - anders als die Menschen in der Volksrepublik - viele Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Sie fürchten aber zunehmend um ihre Freiheiten. Bei den Kommunalwahlen im November hatte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam zwar ein Debakel erlebt, dennoch machten weder sie noch Peking der Demokratiebewegung seitdem Zugeständnisse. Chinas Präsident Xi Jinping betonte in seiner Neujahrsansprache, sein Land werde den Wohlstand und die Stabilität Hongkongs entschlossen schützen. Die Zentralregierung wirft dem Westen vor, die Unruhen in der Sonderverwaltungszone anzuheizen. sti/wa/hf (afp, rtr, dpa)
4
Nassereith – Vier Fahrzeuge waren am Neujahrstag in einen Unfall auf der Mieminger Straße (B189) verwickelt. Gegen 9.35 Uhr fuhr ein 35-Jähriger in Richtung Imst, als er plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet. Das Auto prallte gegen den Wagen eines 54-jährigen Belgiers. Beide Fahrzeuge gerieten außer Kontrolle. Der Pkw des Deutschen stieß gegen den Wagen eines 50 Jahre alten Landsmanns. Das Auto des Belgiers drehte sich um die eigene Achse und kollidierte mit einem nachfolgenden Fahrzeug, das von einer weiteren Belgierin gelenkt wurde. Alle vier Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Der 35-jährige Deutsche und seine Lebensgefährtin, die mit ihm im Auto saß, wurden ebenso verletzt wie der 54-jährige Belgier und dessen Ehefrau. Die vier wurden von der Rettung in das Krankenhaus Zams eingeliefert. (TT.com)
Wenns – Mit einem Kollegen wollte Dienstagfrüh ein 54-Jähriger einen Lieferwagen entladen. Die Männer stellten einen sogenannten Rollkombi auf die Laderampe. Sie öffneten die Hecktüren des Fahrzeugs. In dem Moment machte sich der Rollkombi auf der leicht abschüssigen Rampe selbstständig und kippte über die Ladekante. Er traf den 54-Jährigen am Hinterkopf. Der Mann erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und eine Rissquetschwunde. Er wurde von der Rettung in das Krankenhaus Zams eingeliefert. (TT.com)
2.333333
Der Onlinehandel boomt seit Jahren und mit steigt die Zahl der Zusteller. Diese stellen mit ihren Autos gerade in Städten nicht nur die Straßen zu. Sie belasten auch die Umwelt. Der Betriebsrat der Post geht nun mit einem Vorschlag in die Offensive - und stößt mit diesem bei der Konkurrenz auf wenig Gegenliebe. In der Diskussion über eine umweltschonende Paketzustellung hat sich ein Vertreter der Deutschen Post für Fahrten eines einzigen Dienstleisters in jedem Zustellgebiet ausgesprochen. In der sogenannten konsolidierten Zustellung würde eine Firma die Pakete von ihren Wettbewerbern übernehmen und gegen Entgelt zustellen. "Es ist nicht mehr zeitgemäß und nicht gut für die Luft, wenn in ein und derselben Straße fünf, sechs verschiedene Paketzusteller vorfahren und ausliefern", sagte Post-Betriebsratschef Thomas Koczelnik. Einer für alle: Wird künftig ein Bote die Pakete aller Dienstleister zustellen? (Foto: imago images/Ralph Peters) Eine konsolidierte Zustellung würde den Schadstoffausstoß senken. Bei den Ausschreibungsverfahren sollten die Kommunen eingebunden sein, so der Gewerkschafter. Ihm schwebt bei dem Thema zudem eine starke Rolle der Bundesnetzagentur vor, die auch in anderen Bereichen den Netzzugang überwacht - etwa bei der Eisenbahn, bei der verschiedene Firmen dieselben Schienen nutzen. Auch in der Telekommunikation und im Gasmarkt nutzen Firmen mitunter dieselbe Infrastruktur. "Die Behörde kennt sich aus mit Netzzugängen - sie könnte auch beim Paketmarkt dafür sorgen, dass der Nutzen für die Allgemeinheit höher ist als jetzt", sagte er weiter. Post mit E-Scootern umweltfreundlich unterwegs Wegen des boomenden Online-Handels wächst der Paketmarkt seit langem. Immer mehr Menschen lassen sich Klamotten oder Elektronik zuschicken anstatt sie im Laden zu kaufen. Zugleich gewinnt die Diskussion darüber an Schärfe, die Paketbranche wegen des Schadstoffausstoßes und der Verkehrsbelastung härter an die Kandare zu nehmen. Die Deutsche Post kommt unter diesem Gesichtspunkt relativ gut weg, da sie verstärkt auf ihren umweltfreundlichen Elektrotransporter Streetscooter setzt. Die Konkurrenz ist in Sachen E-Mobilität noch nicht so weit. Der Bonner Arbeitnehmervertreter fordert, bei der Ausschreibung auf sozialverträgliche und umweltschonende Standards zu setzen. Dabei würde der Gelbe Riese vermutlich gut abschneiden. Mit seiner Forderung nimmt Koczelnik eine ähnliche Haltung wie die Post-Konzernspitze ein. Der Bonner Ex-Staatsmonopolist hat in der deutschen Paketbranche einen Umsatzanteil von 44 Prozent und ist damit mit großem Vorsprung Marktführer. Konkurrenz lehnt Ansinnen ab Wettbewerber lehnen eine konsolidierte Zustellung ab. "Die Zustellfahrzeuge von DPD sind sehr gut ausgelastet", sagt ein Sprecher der Tochterfirma der französischen Post. Auf der letzten Meile - also auf dem Streckenabschnitt bis zur Paketübergabe - sei seine Firma sehr gut aufgestellt, so der Sprecher. Und er gibt zu bedenken, dass dieser Wettbewerbsvorteil bei so einem "Einheits-Dienstleister" nicht mehr zur Geltung käme. Ferner verweist er auf eine Studie des Verbandes Biek, in dem sich die Post-Konkurrenten organisiert haben. Der Untersuchung zufolge würde eine konsolidierte Zustellung den Verkehr nur geringfügig entlasten. Kopfschütteln gibt es auch bei Hermes. Eine Firmensprecherin moniert, dass eine konsolidierte Zustellung den Wettbewerb abbremsen würde - dies wiederum würde zu Lasten des Kunden gehen. Auch sie betont, dass die Hermes-Zustellfahrzeuge in der Regel voll beladen seien. Die Auswahl eines Paketdienstleisters für die letzte Meile würde also nicht weniger Verkehr auf den Straßen bringen, sagt sie.
Die Gelben waren ein milliardenschwerer Verlustbringer, die Grauen hingegen hochprofitabel: Ein Vierteljahrhundert ist es nun her, dass die Bundespost mit ihren gelben Postdiensten und der grauen Fernmeldetechnik aufhörte zu existieren. Weltweit tätiger Großkonzern Als Nachfolger entstanden am 1. Januar 1995 die Deutsche Post und die Deutsche Telekom - beide als Aktiengesellschaften, deren Anteile der Staat aber erst Jahre später an die Börse brachte. Heute ist aus dem hochdefizitären nationalen Postdienst ein profitabler, weltweit tätiger Großkonzern geworden. Man habe eine „tolle Erfolgsgeschichte“ geschrieben, sagt Post-Chef Frank Appel im Rückblick. Wirklich toll war die Stimmung damals aber nicht, als die Privatisierung eingeleitet wurde. Gewerkschafter warnten vor Jobverlusten und miesen Arbeitsbedingungen, Verfechter der freien Marktwirtschaft vor Hemmnissen für Innovation. Im Kern ging es darum, wie Wettbewerber in den Markt kommen und das Angebot für Verbraucher verbessert wird, ohne dass die Nachfolger der Bundespost Schlagseite bekommen. Treiber der Privatisierung war die Fernmeldetechnik, also die spätere Telekom - ihr Geschäft war sehr lukrativ, der Markt hatte auch dank aufkommender Handynutzung großes Potenzial. Paket-Boom war nicht absehbar Bei der Post waren die Aussichten zunächst nicht so rosig - der heutige Paket-Boom dank des rasant wachsenden Online-Handels war noch nicht absehbar. „Die Fernmeldetechniker drängten in die Eigenständigkeit, die Postler hingegen nicht“, erinnert sich der CDU-Bundespolitiker Elmar Müller (77), der damals für die Postreform mit zuständig war. Die Debatte war hitzig, die Gräben zwischen Befürwortern und Gegnern der Post-Privatisierung tief. „Alternativlos“ sei der Schritt gewesen, sagt der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete Arne Börnsen (75). „Ohne die Privatisierung wäre die Post vor die Hunde gegangen.“ Denn jahrelang habe die Fernmeldetechnik die Postdienste quersubventioniert. Wäre diese Unterstützung nach Aufteilung der Bundespost weggefallen, hätte der Staat die Post stützen müssen, sagt Börnsen. „Ob die öffentliche Hand es sich lange hätte leisten können, die Defizite der Post auszugleichen, bezweifle ich.“ Post wird zur globalen Größe Möglicherweise hätte der Staatsbetrieb sein Angebot runterfahren müssen. Doch es kam anders. Die Post wurde eigenständig und wuchs mit der 2002 abgeschlossenen Übernahme der Kurierfirma DHL zur globalen Größe. Dienste wie Express-Sendungen und Packstationen kamen hinzu, der Konzern bestand im weltweiten Wettbewerb. Der CDU-Politiker Müller ist zufrieden, dass der Konzern schnell wettbewerbsfähig geworden sei. Personell sei der Wandel ein Kraftakt gewesen, denn die Postdienste seien völlig überbesetzt gewesen. „Selbst wenn auf einem Postamt nur eine Glühbirne ausgetauscht werden musste, rückte mitunter ein Technikteam aus dem Nachbarort an“, sagt Müller kopfschüttelnd. Ein 400 Seiten dickes Buch habe zudem die zahlreichen Zuschüsse aufgelistet, die den Beamten zustanden: Im Sommer habe es einen Zuschuss für Sprudelwasser gegeben und im Winter einen Zuschuss für warme Getränke. „Es war allen klar, dass sowas keine Zukunft hatte.“ Noch 220.000 Angestellte Rund 340.000 Mitarbeiter hatten die Bundespost-Postdienste Ende 1994 in Deutschland, heute sind es noch 220.000 - bei deutlich mehr Dienstleistungen, aber einem weitgehend an Externe abgegebenen Filialnetz. Der Einfluss des Bundes auf den Ex-Staatsmonopolisten ist noch immer groß: Die staatliche KfW hält 21 Prozent der Aktien. Müller hält es im Rückblick für einen Fehler, dass die Marktliberalisierung zu zaghaft angegangen worden sei - erst 1998 wurde der Paketmarkt hürdenfrei geöffnet und 2007 der Briefmarkt. „Das war zu langsam“, sagt Müller. Auflagen zum Schutz des einstigen Staatsmonopolisten seien für Wettbewerber erhebliche Hindernisse gewesen. Tatsächlich ist der Vorsprung vor der Konkurrenz noch immer gewaltig: Laut Bundesnetzagentur liegt der Umsatz-Marktanteil der Deutschen Post DHL im Inland bei 44 Prozent bei Paketen und 86 Prozent bei Briefen. Post dominiert die Konkurrenz Zu hoch, findet etwa die Monopolkommission - die Konkurrenz habe es zu schwer. Zu ihr gehören der Briefdienstleister Postcon und die Paketfirmen DPD, Hermes, GLS und UPS. Und wie sehen Arbeitnehmervertreter die Weichenstellung von 1995? Der Post-Betriebsratschef Thomas Koczelnik sagt, er habe damals große Befürchtungen und Ängste um den Arbeitsplatz gehabt. Zusammen mit der Postgewerkschaft setzte er sich vergeblich für eine Umwandlung in eine Anstalt des öffentlichen Rechts ein, damit die Schutzfunktion des Staats möglichst stark bleibt. Der Weg in die Privatisierung habe „zu einem riesigen Arbeitsplatzabbau geführt, der immerhin sozialverträglich war“, sagt der 52-Jährige, der seit 1985 für die Post arbeitet. Die Gewerkschaft habe damals Schutzverträge im Sinne der Belegschaft erstritten. „Im Rückblick haben sich meine Befürchtungen von damals nicht bestätigt.“ Gute Lage trotz steigender Beschwerden Die aktuelle Lage ist gut. Nur die steigenden Beschwerdezahlen wegen zu spät oder falsch zugestellter Sendungen passen nicht so recht ins Bild eines strahlenden Branchenprimus. 2019 habe es rund 17.200 Beschwerden gegeben - ein gutes Drittel mehr als 2018. Eine weitere, 2020 anstehende Postreform könnte dem Konzern betriebswirtschaftlich Aufwind geben, etwa wenn die Pflicht zur Montagszustellung von Briefen wegfällt. Der Markt ist wegen des Internets im Wandel: Der Briefmarkt schrumpft, der Paketversand boomt. Das seit Mitte 2019 geltende höhere Porto für Briefe und ein ab Anfang 2020 greifender Preisaufschlag für Pakete dürften die Bonner Kassen beim Inlandsgeschäft kräftig klingeln lassen. „Die Deutsche Post DHL Group ist stärker aufgestellt als jemals zuvor“, sagt Vorstandschef Appel und macht den Eindruck, als strotze der Konzernriese vor Kraft. Ein Riese, der 25 Jahre alt ist - und der so breite Schultern hat, dass inländische Wettbewerber neben ihm arg schmächtig aussehen. dpa
2
Heute finden die Jugendgottesdienste im Gemeindezentrum in Dillenburg statt. Knapp 500 junge Menschen kommen jeden Sonntag. Foto: Siegbert Krauss Jetzt teilen: Jetzt teilen: DILLENBURG - 20. September 2006: Im Hotel "Zum Schwan" in Dillenburg sitzen zwei Männer beim gemeinsamen Mittagessen. Sie reden über eine Idee. Keiner von beiden ahnt, welche Ausmaße ihr Plan wenige Jahre später annehmen wird. Sie planen einen ganz besonderen Jugendgottesdienst. Wöchentlich soll er stattfinden. In Dillenburg. Es ist die Geburtsstunde des "SAT" (kurz für: Sonntagabendtreff) - dem mittlerweile größten regelmäßigen Jugendgottesdienst in Deutschland. Einer der Männer ist Markus Wäsch. Ein gebürtiger Dillenburger, der deutschlandweit als Prediger und Evangelist unterwegs ist. Der Mann, dem er von seiner Idee erzählt, ist Boris Paschke. Er ist zu dieser Zeit Jugendpastor der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Dillenburg. Paschke glaubt an Wäschs Idee und sagt seine Unterstützung zu. Am 1. März 2007 stellen sie den Plan eines regelmäßigen Jugendgottesdienstes bei einem Infoabend in der Dillenburger Brüdergemeinde vor. 14 Anwesende erklären ihre Bereitschaft, mitzuarbeiten. Bis zum ersten "SAT" dauert es aber noch etwas mehr als ein halbes Jahr: Zum ersten Gottesdienst am 7. Oktober 2007 kommen 97 Jugendliche in die Räume der Brüdergemeinde in die Dillenburger Blücherstraße. DER 300. SAT An diesem Sonntag wird der 300. SAT stattfinden. Dafür haben sich die Macher etwas besonderes ausgedacht: Anstatt wie üblich knapp zwei Stunden wird der Gottesdienst 300 Minuten dauern. Los geht es um 17 Uhr im Gemeindezentrum der FeG Dillenburg in der Stadionstraße. Das Thema das Abends lautet: "Glaube im Alltag"Dazu wird es verschiedene Seminare geben. Anschließend gibt es Essen - dafür wurden Foodtrucks eingeladen. Der Abend endet schließlich mit einem Lobpreiskonzert Wäsch predigt damals über das erste Buch der Bibel: 1. Mose 1. Kein Zufall. Der Prediger hat eine Vision: Er möchte über relevante Abschnitte der Bibel predigen. Dafür muss der Gottesdienst regelmäßig stattfinden. Wäsch schwebt das Winterhalbjahr vor, im Sommer soll der SAT pausieren. So ist es bis heute. Aktuell läuft die 13. Staffel, am kommenden Sonntag wird der 300. Gottesdienst stattfinden. Und das mit deutlich mehr Besuchern als zur Gründungszeit. Denn nach leichten Anfangsschwierigkeiten - am 27. Januar 2008 kommen nur 44 Jugendliche - schießen die Zahlen damals plötzlich in die Höhe. Die Räume in der Blücherstraße werden zu klein, der SAT zieht im Oktober 2009 in die Räume der FeG Dillenburg in die Oranienstraße. Mittlerweile kommen regelmäßig über 200 Jugendliche - die Kapazitäten des Gemeindehauses sind gesprengt. Nur ein Jahr später zieht der SAT deswegen in die Aula der Gewerblichen Schulen, viermal ist auch das Forum der Wilhelm-von-Oranien Schule Veranstaltungsort. Im Jahr 2011 zieht der SAT ein letztes Mal um: ins neue Gemeindezentrum der FeG Dillenburg in der Stadionstraße. Fast wöchentlich purzeln Besucherrekorde. Zum Auftakt der sechsten Staffel kommen weit mehr Jugendliche, als der Saal aufnehmen kann. Deshalb fällt Anfang 2013 die Entscheidung, künftig sonntags zwei Gottesdienste anzubieten, um dem Ansturm Herr zu werden. Doch vier Monate später beendeten die Verantwortlichen das Experiment wieder - der Aufwand ist zu groß. Aktuell strömen zwischen Oktober und Ostern knapp 500 Jugendliche ins Dillenburger Gemeindezentrum. Etwa 100 Mitarbeiter sind involviert, kümmern sich um Auf- und Abbau, Musik, Moderation, Snacks nach dem Gottesdienst, Büchertische und vieles mehr. "Das Einzugsgebiet ist groß", sagt Siegbert Krauss. Er hat die Anfänge des SAT als Techniker miterlebt und gehört seit dem vergangenen Frühjahr gemeinsam mit David Wickel und Niklas Kilian zum neuen Leitungsteam. Denn Markus Wäsch, der viele Jahre lang das Herz und das Gesicht des Jugendgottesdienstes war, ist nach der 12. Staffel und knapp 150 Predigten ausgestiegen, um eine Gemeindegründungsarbeit in Dillenburg voranzutreiben. Viele Jugendliche kommen aus dem Dillkreis, sagt Krauss. Aber auch aus dem nahen Siegerland oder dem Raum Westerwald und Wetzlar. Einige fahren sogar jeden Sonntag von Koblenz bis nach Dillenburg, um den SAT zu besuchen. Die starken Predigten und die gute Musik ziehen die jungen Menschen an. Der Jugendgottesdienst ist über die Jahre zum Sammelbecken der talentiertesten christlichen Bands der Region geworden. In knapp 13 Jahren Bemerkenswertes geleistet In seiner nun knapp 13-jährigen Geschichte hat der SAT Bemerkenswertes geleistet. Als der Saal des Gemeindezentrums durch die Massen an Besuchern überquoll, starteten die Mitarbeiter mit mehreren Kameras eine Videoübertragung ins Foyer des Hauses. Im Zuge der Flüchtlingswelle ab 2015 luden sie junge Geflüchtete zu den Gottesdiensten ein. Über Kopfhörer wurde der SAT für sie auf Englisch, Arabisch oder Farsi übersetzt. Das Konzept "SAT" funktioniert so gut, dass es mittlerweile Ableger in Schweinfurt und Memmingen gibt. Zwei Jahre lang fand auch in Hagen ein SAT statt. Für dieses Jahr ist ein Ableger in Berlin geplant. Die Dillenburger geben ihre Erfahrungen an Mitarbeiter in den jeweiligen Städten weiter. "Ich glaube, dass Gott wirkt", erklärt Krauss das Erfolgsrezept. Das Erfolgsrezept des größten deutschen Jugendgottesdienstes.
Berlin, 01.01.20: Das neue Jahr hat begonnen. In ganz Deutschland haben die Menschen ausgelassen den Jahreswechsel gefeiert und um Mitternacht das Jahr 2020 begrüßt. Die größte Silvesterparty des Landes fand traditionell wieder in Berlin am Brandenburger Tor statt: Zu der Partymeile kamen Hunderttausende und bejubelten das enorme Feuerwerk, das den Nachthimmel über der Hauptstadt erleuchtete. Der Andrang zu der Party war dabei erneut so groß, dass die Zugänge bereits gegen 20.00 Uhr geschlossen wurden. Noch vor der Silvesternacht war bundesweit eine Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei angesichts von Klimaschutz sowie Lärm und Aggressionen entbrannt. Zum ersten Mal waren in der deutschen Hauptstadt Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile verboten, sondern auch in einigen anderen Bereichen - unter anderen galt rund um den Alexanderplatz ein Böllerverbot. Die Berliner Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, sprach aber von einem vergleichsweise normalen Einsatz-Aufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt. Feuerwehr und Polizei mussten bundesweit zu einer Vielzahl von Einsätzen ausrücken. Schon tagsüber hatte es aus mehreren Regionen Deutschlands Berichte über Verletzte und Brände gegeben.
1
Aichach-Friedberg 01.01.2020 Vorsicht Satire: Wahlkämpfer und Wahlfiesler - die Jahresglosse für 2020 Plus Die Kommunalwahl bringt Affing und Co. an seine Belastungsgrenzen. Wir sagen voraus, was im Jahr 2020 garantiert nicht passiert – oder doch? Von Christian Lichtenstern Diese Einleitung hat Tradition, darum bleiben wir auch im neuen Jahrzehnt dabei: Das Wittelsbacher Land ist und bleibt eine Wundertüte. Das beweist uns der obligatorische Rückblick am Neujahrstag in unsere AN-Jahresglossen der Vorjahre. Danach lässt sich unbewiesen verbreiten, dass die absurdesten Voraussagen von der Realität rechts und links überholt werden und die besten Geschichten sowieso das Leben schreibt. Das ermutigt uns, eine Tradition beizubehalten. In der ersten Ausgabe des Jahres sagen wir nämlich seit der Jahrtausendwende mit einem Augenzwinkern Episoden und Entwicklungen voraus, die in den nächsten zwölf Monaten garantiert nicht eintreffen und über die wir heuer mit großer Sicherheit nicht berichten müssen. Glauben wir zumindest. Aber glauben heißt halt nicht wissen und es gilt die stehende Redewendung unseres Journalisten-Kollegen Marc Twain. Der hat einst in bester Valentin-Manier prognostiziert: „Voraussagen sind immer dann besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen.“ Unsere Jahresglosse ist übrigens einigen der Hauptakteure mittlerweile so lieb geworden, dass sie durchaus enttäuscht nachfragen, wenn sie nicht erwähnt werden . . . Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Wenn Sie bereits PLUS+ Abonnent sind, loggen Sie sich bitte hier ein . Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Themen folgen
20-Jähriger bei Auseinandersetzung schwer verletzt - Spezialkräfte nehmen zweiten Verdächtigen in München fest Von: Nadja Hoffmann, Jennifer Lanzinger Teilen Ein versuchtes Tötungsdelikt ereignete sich in der Nacht auf Samstag in München-Allach. © Gaulke In München-Allach hat sich ein versuchtes Tötungsdelikt ereignet. Ein 20-Jähriger wurde attackiert, zwei Tatverdächtige wurden festgenommen. Versuchtes Tötungsdelikt in München-Allach. Ein 20-Jähriger wurde schwer verletzt aufgefunden. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen. Update vom 2. Januar 2020, 12.10 Uhr: Ein 20-Jähriger erlitt bei einer Auseinandersetzung in Allach mehrere Stichverletzungen im Oberkörperbereich (siehe Erstmeldung). Auch wurden dabei wie berichtet Schüsse abgegeben, wobei aufgrund der aufgefundenen Patronenhülsen und nach derzeitigen Erkenntnissen keine scharfen Waffen verwendet wurden, wie die Polizei München am Donnerstag (2. Januar) berichtete. Auch wies das Opfer keine Schussverletzungen auf und befindet sich inzwischen außer Lebensgefahr. Parallel zu den Ermittlungen am Tatort wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach den flüchtigen Tätern veranlasst und umfassend Spuren gesichert. Im Rahmen erster Ermittlungen konnte ein ebenfalls 20-jähriger Münchner als einer der Tatverdächtigen ermittelt werden. Dieser wurde gegen 05.30 Uhr noch am selben Tag in München durch Spezialeinsatzkräfte festgenommen. Auf der Intensivstation endete für einen jungen Münchner eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe junger Erwachsener. Die Mordkommission ermittelt.* Nach Attacke in München: Spezialkräfte nehmen zweiten Verdächtigen fest Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Montag, 30.12.2019 Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen den 20-jährigen Tatverdächtigen. Das Tatmotiv ist derzeit in einer persönlichen Beziehung der Tatbeteiligten zu suchen. Das Kommissariat 11 (Mordkommission) übernahm bereits vor Ort die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, die derzeit fortgeführt werden. Durch die intensiv geführten Ermittlungen konnte der Mittäter, ein 22-jähriger Münchner, identifiziert werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ daraufhin der zuständige Ermittlungsrichter noch am Montag, 30.12.2019 Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Durch Beamte der Zielfahndung und durch Spezialeinsatzkräfte konnte der 22-Jährige am Donnerstagvormittag in München festgenommen werden. Versuchtes Tötungsdelikt in München: 20-Jähriger schwer verletzt - Wurde Opfer von Schüssen getroffen? Update vom 29. Dezember, 18.15 Uhr: Die Mordkommission der Polizei arbeitet seit der Nacht zu Samstag auf Hochtouren. Ein Tatverdächtiger (20) konnte schon wenige Stunden nach dem verhängnisvollen Streit festgenommen werden. Der 20-jährige Münchner mit serbischen und rumänischen Wurzeln wurde gegen 5.30 Uhr vom SEK überwältigt. Nach einem zweiten Mann lief gestern noch die Fahndung. Beide sollen in einer „persönlichen Beziehung“ zu dem Opfer stehen. Dieser 20-jährige Münchner besitzt die kroatische Staatsbürgerschaft. Gemein haben alle Beteiligten, dass es laut einer Polizeisprecherin „Bezugspunkte nach Allach“ gibt. Warum sie in Streit gerieten und was dem Opfer angetan wurde: Dazu gab es bisher keine Informationen vom Präsidium. „Derzeit ist unklar, wodurch die Verletzungen dem 20-Jährigen beigebracht wurden.“ Das bedeutet wohl, dass es sich nicht um eindeutige Schusswunden handeln kann. Auch der Ablauf der Auseinandersetzung muss noch ermittelt werden. Update vom 29. Dezember, 10.39 Uhr: Im Fall des attackierten 20-Jährigen ermittelt die Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Sie suchte noch am Sonntag einen möglichen weiteren Tatverdächtigen, wie eine Sprecherin sagte. Spezialeinsatzkräfte hatten noch in der Tatnacht rund vier Stunden nach dem Vorfall den anderen Beschuldigten festgenommen. Das Tat-Opfer befindet sich nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Er befinde sich nicht mehr in akuter Lebensgefahr, teilten die Beamten am Samstagnachmittag mit. Das Tatmotiv sei wohl in einer persönlichen Beziehung der Beteiligten zu suchen. Versuchtes Tötungsdelikt in München: 20-Jähriger schwer verletzt - Tatverdächtiger festgenommen München - Was genau in der Nacht zu Samstag in München-Allach geschah, ist noch unklar. Im Kreuzungsbereich Naglerstraße Ecke Paul-Ehrlich-Weg soll ein 20-Jähriger von einem oder mehreren Tätern gegen 1.30 Uhr attackiert worden sein. Bei der Kreuzung soll es sich zugleich um den Tatort handeln. Dabei wurde der junge Mann zunächst schwer verletzt, Einsatzkräfte wurden kurz darauf alarmiert. Das Opfer hatte laut Mitteilung gegen 1.30 Uhr selbst die Polizei gerufen und gesagt, dass es bei einem Angriff an einer Straßenkreuzung im Stadtteil Allach schwer verletzt worden sei. Eine Streife fand den stark blutenden 20-Jährigen. Nach Eintreffen der Rettungskräfte wurde das Opfer zur weiteren Behandlung mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wie eine Polizeisprecherin am Samstag mitteilt. Der 20-Jährige wurde durch die Auseinandersetzung mit den zunächst Unbekannten schwer verletzt, befindet sich zurzeit jedoch nicht mehr in akuter Lebensgefahr. München: Versuchtes Tötungsdelikt auf offener Straße: 20-Jähriger schwer verletzt Ob es sich bei dem Angreifer um eine Person oder um mehrere Täter handelt, ist noch unbekannt. Aktuell wird nach einem möglichen weiteren Tatverdächtigen gefahndet. Die Ermittler sicherten umfassend Spuren am Tatort. Im Rahmen erster Ermittlungen konnte ein ebenfalls 20-jähriger Münchner als einer der Tatverdächtigen ermittelt werden. Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn gegen 05:30 Uhr in München fest. Derzeit ist unklar, wodurch dem 20-Jährigen seine Verletzungen beigebracht wurden. Auch die Hintergründe und der Ablauf der Auseinandersetzung sind unklar. Im Rahmen erster Vernehmungen wurde bekannt, dass bei der Auseinandersetzung mehrere Schüsse fielen. Die Ermittler vermuten das Tatmotiv in einer persönlichen Beziehung der Beteiligten. Eine Lagerhalle in München Garching steht in den frühen Morgenstunden in Flammen. Die Feuerwehr konnte das Feuer gegen acht Uhr am Morgen löschen, wie tz.de* berichtet. Ein 32-jähriger Autofahrer ist in Stuttgart nach einem Verkehrsunfall von der Polizei erschossen worden. Anwohner haben im Osten Münchens Schüsse gehört. Ein Mann soll diese von einem Balkon aus abgegeben haben. In Berlin läuft derzeit ein Großeinsatz der Polizei: Am Checkpoint Charlie in Berlin sind Schüsse gefallen. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.
1
Blaulicht schimmerte auf der Fassade des Marienkrankenhauses und Einsatzfahrzeug und Rettungswagen standen vor dem Gebäude. Gegen Mitternacht hatte hier die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen. Doch der Einsatz erwies sich schnell als Fehlalarm. „Wir müssen so einen Fall wie einen echten Brand behandeln“, betonte Ralf Jürgens von der Schwerter Feuerwehr am Mittwoch. Zum Einsatz mussten die Feuerwehrmänner und -frauen dann aber nicht ausrücken, weil es sich um einen Fehlalarm handelte. Am Westwall gab es Feuer auf einem Balkon. © Heiko Mühlbauer Nahezu zeitgleich wurde ein Feuer auf einem Balkon am Westwall entdeckt. Die Feuerwehr musste dort mit einer Leiter anrücken, da die Bewohner der Etage offensichtlich nicht zuhause waren. Das Feuer war dann schnell gelöscht, so die Feuerwehr. Dreimal brannten in der Nacht Mülltonnen Insgesamt drei Mal mussten die Brandbekämpfer in der Nacht zum Jahreswechsel ausrücken und brennende Mülltonnen löschen. Und am Neujahrsmorgen wurden sie dann noch zu einer sogenannten Hilfeleistung herbeigerufen. Erneut haben Vandalen in der Nacht zu Mittwoch die Glasscheiben einer Bushaltestelle zerstört. Diesmal traf es die Haltestelle Am Buschkampsweg in Geisecke. Die Feuerwehr fegte am Neujahrstag die Scherben zusammen und beseitigte sie. Insgesamt sei es aber ein sehr ruhiger Jahreswechsel gewesen, so Feuerwehrmann Jürgens.
Bei den Silvesterfeiern in Hongkong ist es in der Nacht zu Zwischenfällen gekommen. Radikale Aktivisten warfen Brandsätze und blockierten Straßen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern, Tränengas und Pfefferspray vor. Im Vergleich zu den Weihnachtstagen waren allerdings weniger Menschen aus Protest gegen die Regierung auf die Straßen gegangen. An diesem Neujahrstag wird eine größere Demonstration erwartet, die von der Polizei auch erlaubt wurde. Die Organisatoren von der Civil Human Rights Front hatten in den vergangenen Monaten bereits mehrere Groß-Demonstrationen in Chinas Sonderverwaltungsregion abgehalten. Proteste seit sechs Monaten Seit einem halben Jahr demonstrieren die Hongkonger gegen die Regierung, den wachsenden Einfluss Pekings und Polizeibrutalität bei den anhaltenden Protesten. Sie fordern echte Demokratie und mehr Selbstbestimmung. Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger genießen – anders als die Menschen in der Volksrepublik – viele Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Sie fürchten aber zunehmend um ihre Freiheiten. Auch fordern sie echte Demokratie, wie es ihnen beim Souveränitätswechsel in Aussicht gestellt worden war. Aus Sicherheitsgründen wegen der anhaltenden Proteste war das städtische Feuerwerksspektakel zum Jahreswechsel um Mitternacht abgesagt worden. Stattdessen gab es eine Lichtshow, auch wurden von einigen Hochhäusern dennoch kleinere Feuerwerksdisplays abgeschossen. Aber Touristen zeigten sich enttäuscht über die deutlich reduzierten Feierlichkeiten, die jedes Jahr viele Reisende in die asiatische Hafenmetropole locken. "Ich habe auf dem Weg nach Malaysia halt gemacht", sagte der 40-jährige Rene Naglev. "Wir haben uns hier mit Freunden getroffen und hatten erwartet, ein Feuerwerk zu sehen, und ich bin enttäuscht, sehe auch den Grund nicht, warum es abgesagt wurde." Die Proteste haben ohnehin schon zu einem starken Rückgang der Zahl an Touristen geführt.
1.333333
Itzehoe. Auf der Autobahn 23 sind in der Silvesternacht wegen starken Nebels zahlreiche Fahrzeuge ineinander gefahren. Insgesamt wurden 12 Menschen verletzt, davon 3 schwer, wie die Polizei mitteilte. In Fahrtrichtung Nord fuhren 10 Autos ineinander. Drei Menschen, die in einem Kleinwagen saßen, erlitten dabei schwere Verletzungen, eine weitere Person wurde leicht verletzt. Auf gleicher Höhe in die andere Fahrtrichtung kollidierten fünf Autos miteinander. Acht Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die Unfallaufnahme und die Aufräumarbeiten wurden durch den Nebel mit Sichtweiten von unter fünf Metern deutlich erschwert. Teilweise mussten die Beamten mit Taschenlampen nach beteiligten Autos suchen. Die A 23 war mehrere Stunden in beide Richtungen voll gesperrt.
Hannover. Mit überwiegend friedlichen Feiern haben die Menschen in Niedersachsen das neue Jahr begrüßt. Es habe zwar den "üblichen Wahnsinn an Silvester" gegeben, wie ein Sprecher der Polizei Braunschweig am Neujahrsmorgen sagte, trotzdem sei die Nacht vergleichsweise unauffällig verlaufen. Ähnlich lauteten die ersten Einschätzungen der Polizeistellen in Hannover, Göttingen und Lüneburg. In Wilhelmshaven kam es allerdings zu zwei Übergriffen auf Polizisten, bei denen sechs Einsatzkräfte leicht verletzt wurden. Ein Polizist ist demnach von einer Frau mit einer Spraydose auf den Kopf geschlagen worden, ein weiterer wurde von einem Hund gebissen, nachdem die Beamten wegen häuslicher Gewalt gegen die Frau gerufen worden waren. Bei dem zweiten Vorfall habe es sich um eine Auseinandersetzung nach einer Bedrohung vor einem Lokal gehandelt, bei der die Polizei Pfefferspray einsetzte. Alle Beamten waren zunächst weiter dienstfähig. Vier Angreifer bekamen Anzeigen. In den Morgenstunden wurde mancherorts zudem dichter Nebel zum Problem. Bei Sichtweiten von teilweise weniger als zehn Metern krachte es auf den Autobahnen des Landes mehrfach. In Rehden im Landkreis Diepholz fuhr ein Auto in eine Personengruppe beim Neujahrsspaziergang, ein Mensch kam dabei ums Leben.
2.333333
Eklat um Moderator: "BR-Führungsspitze hat meine Familie und mich mit Hass und Hetze allein gelassen" Von: Marcel Görmann Teilen Richard Gutjahr (links) erhebt schwere Vorwürfe gegen BR-Intendant Ulrich Wilhelm. © picture alliance/Felix Hörhager/dpa, picture alliance / obs / news aktuell GmbH Ein Skandal rollt auf den Bayerischen Rundfunk zu: Der bekannte Moderator Richard Gutjahr veröffentliche in einem Abschiedsbrief schwere Vorwürfe gegen Intendant Ulrich Wilhelm. Der Moderator Richard Gutjahr will nicht mehr für den Bayerischen Rundfunk arbeiten. In einem offenen Abschiedsbrief attackiert er den Intendanten Ulrich Wilhelm heftig. Gutjahr fühlt sich von ihm im Stich gelassen - und wirft ihm Lügen vor. Update 14.10 Uhr: Nun verschickte die BR-Pressestelle ein Statement zu den Vorwürfen des ehemaligen Mitarbeiters Richard Gutjahr. Die Kernbotschaften: Der Bayerische Rundfunk habe sich sehr wohl um den Fall bemüht - und Richard Gutjahr sei gar nicht jüngst aus dem Sender ausgeschieden, sondern bereits im März 2019. Die Rundfunkanstalt weist den „Vorwurf der Lüge und Täuschung durch den Intendanten strikt zurück“. Die Geschäftsleitung und der Vorsitzende des Rundfunkrats des BR hätten sich in den vergangenen drei Jahren „mehrfach und intensiv mit allen Facetten des Falles beschäftigt“. BR berichtet von Angebot an Richard Gutjahr Der BR habe Gutjahr zudem eine Weiterbeschäftigung in einem „interessanten, auf seinen Themenbereich zugeschnittenen Bereich“ angeboten, was dieser abgelehnt habe. „Daraufhin kam es bereits im März 2019 zu einem Aufhebungsvertrag in gegenseitigem Einvernehmen“. Seitdem sei der Journalist auch nicht mehr für den BR tätig gewesen, heißt es in dem Statement. Der Bayerische Rundfunk teilt zudem mit, dass er zusammen mit Justizministerium und weiteren Medien eine Initiative gegen Hass im Netz gestartet habe, auch um Angriffe auf Journalisten einfacher durch die Staatsanwaltschaft verfolgen lassen zu können. Der Hass, der Gutjahr im Netz entgegenschlage, sei „beschämend“, die Verschwörungstheorien „absurd“ und die Drohungen gegen ihn „erschütternd“. BR-Eklat: Bekannter Moderator erhebt schwere Vorwürfe - und verlässt den Sender München - Zum Jahreswechsel hat der Bayerische Rundfunk einen handfesten Eklat. Der bekannte Moderator, Reporter und Blogger Richard Gutjahr teilte am Silvestertag mit, dass er die Rundfunkanstalt nach 22 Jahren verlassen hat - und machte zeitgleich Intendant Ulrich Wilhelm schwere Vorwürfe. Damit droht der nächsten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ein Skandal, kurz nachdem der WDR nach einem umstrittenen Satire-Video in Erklärungsnot geriet. Gutjahr war beim BR unter anderem Moderator der Sendung "Rundschau-Nacht". Nun rechnete der 46-Jährige in einem Blogbeitrag mit Wilhelm ab. Gutjahr fühlt sich von dem Intendanten, der bis 2010 Regierungssprecher Merkels war, im juristischen Kampf gegen Rechtsextremisten im Stich gelassen. Mehr noch: Wilhelm soll das Kontrollgremium des BR getäuscht und belogen haben. Da andere Kommunikationswege ausgeschöpft seien, wende er sich nun an die Öffentlichkeit. BR-Eklat: Gutjahr wirft Wilhelm Lüge und Täuschung vor Gutjahr war im Juli 2016 zufällig kurz hintereinander an zwei Terror-Orten, nämlich in Nizza (Merkur.de*) und wenige Tage später am Olympia-Einkaufszentrum in München (tz.de*). Von beiden Anschlagsorten berichtete er als Reporter. Das nahmen Rechtsradikale und Antisemiten zum Anlass, um Verschwörungstheorien im Netz zu verbreiten und ihn offen zu bedrohen. Gutjahr ging juristisch dagegen vor - ebenso gegen die rechten Verlage Kopp und Compact. Hier fühlte er sich von seinem Intendanten alleine gelassen. Video: Deutsche Medien sorgen sich um rechte Gewalt gegen Journalisten Er schreibt, Wilhelm habe ihn nach seiner Bitte um Unterstützung lediglich „vertröstet“ und zunächst auch keine finanzielle Hilfe für die Prozesskosten bereitgestellt. Wilhelm hätte die Dimension der Attacke, die Verleumdungen und Morddrohungen im Netz scheinbar nie nachvollziehen können. Man habe ihn und seine Familie mit dem Hass und der Hetze, den ganzen Folgen der Berichterstattung für die ARD allein gelassen. „Erst als ich mich in der Folge an den Ombudsmann sowie an den Rundfunkratsvorsitzenden des BR wandte, ließen Sie mir finanzielle Beihilfe zukommen, eine einmalige Zahlung, weniger als ein Monatsgehalt. Verbunden mit der unmissverständlichen Ansage, dass dies eine Ausnahme sei und ich mich in Zukunft mit meinen Problemen an den Deutschen Journalistenverband wenden soll. Die begleitenden Worte Ihres Juristischen Direktors werde ich nie vergessen: Man könne ja nicht jedem freien Mitarbeiter gleich einen Anwalt stellen, nur weil man mal im Netz ‚angepöbelt‘ werde“, schreibt der Journalist in seinem Blogeintrag. Gutjahr greift BR-Intendanten an: Kontrollgremium in die Irre geführt Laut Gutjahr soll der Intendant jedoch im Kontrollgremium des BR ausgesagt haben, dass man die Prozesskosten beglichen habe und sich für die redaktionell unbearbeitete Veröffentlichung eines Handy-Videos aus Nizza, für das Gutjahr im Netz heftig attackiert wurde, entschuldigt habe. Der BR habe dieses Rohmaterial des Reporters zunächst 1:1 auf seinen Kanälen auf YouTube, Facebook und Twitter verbreitet, was einen Shitstorm auslöste. Die Behauptungen Wilhelms würden jedoch nicht stimmen, deshalb wirft ihm Gutjahr vor, die „Unwahrheit gesagt bzw. das Kontrollgremium des Bayerischen Rundfunks in die Irre geführt“ zu haben. Indirekt bezeichnete Gutjahr Wilhelm später als eine Führungskraft ohne Rückgrat, Herz und moralischem Kompass. Eklat um Richard Gutjahr: BR-Sprecher "überrascht" - Stellungnahme soll folgen Laut einer ersten Anfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland reagierte ein BR-Sprecher "überrascht" auf den Brief Gutjahrs. Es wurde eine baldige Stellungnahme angekündigt. BR-Intendant Wilhelm in der Kritik - Solidarität für Gutjahr auf Twitter Rückendeckung bekommt Gutjahr vom Medienjournalist Stefan Niggemeier: "Richard Gutjahr ist seit drei Jahren einer Vernichtungskampagne ausgesetzt. Aber er muss nicht nur gegen den Hass kämpfen, sondern auch gegen den eigenen Sender, den Bayerischen Rundfunk. Ein erschütternder Brief zum Abschied an den Intendanten", postete Niggemeier über Twitter. Auch der auf Twitter viel beachtete ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz solidarisierte sich umgehend mit Gutjahr. Er schrieb am Dienstag: "Den offenen Brief von Richard Gutjahr an den Intendanten des BR sollte jede/r lesen. Er zeigt, welchen persönlichen Bedrohungen Journalisten durch Rechtsextremisten ausgesetzt sind - und wie sehr sie unser aller Solidarität brauchen." Der ARD-Journalist Dennis Horn (u.a. "Morgenmagazin") spricht von einem "Skandal" im Bayerischen Rundfunk. In der Vergangenheit zog sich BR-Intendant Ulrich Wilhelm bereits den Unmut des damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zu. Auslöser war unter anderem ein Gastauftritt von Markus Söder in der Serie „Dahoam is dahoam“, berichtete Merkur.de. Video: Rechtliche Lage bei Cyber-Mobbing Sturmtief „Sabine“ hält Deutschland und Bayern in Atem. Doch für einen Hörer des Radiosenders Bayern 3 ist der Sturm alles andere als gefährlich. Er sorgte für einen Eklat. „Hindafing“ ist eine preisgekrönte Serie im Bayerischen Fernsehen (BR). Ein BR-Rundfunkrat ärgerte sich jedoch über die Satire – mit gravierenden Folgen. In Volkmarsen in Hessen wurden bei einem Karnevalsumzug mindestens 52 Menschen verletzt. Ein 29-Jähriger raste mit seinem Auto in den Umzug. Autos werden immer wieder als Waffe missbraucht. Die Coronavirus-Krise sowie Infizierten-Fälle haben auch Auswirkungen auf das Programm mehrerer Sender. mag *Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks
In einem offenen Brief erklärt Moderator Richard Gutjahr, warum er nicht mehr für den BR arbeiten wird. Unter anderem wirft er dessen Intendanten Wilhelm vor, Unwahrheiten zu sagen. Der Sender widerspricht. Anzeige Der Journalist Richard Gutjahr arbeitet nicht mehr für den Bayerischen Rundfunk. Im Internet veröffentlichte er einen Brief an BR-Intendant Ulrich Wilhelm, dem er unter anderem vorwirft, Unwahrheiten zu sagen. Gutjahr beklagt, dass er als sogenannter fester freier Mitarbeiter keine rechtliche und kaum finanzielle Unterstützung von dem Sender bekommen habe, als er sich gegen Hass und Hetze gegen ihn und seine Familie vor Gericht zur Wehr gesetzt habe. Zuvor hatte er für den BR über Anschläge berichtet. Weiterhin wirft er Wilhelm vor, das „Kontrollgremium des Bayerischen Rundfunks in die Irre geführt“ zu haben. „Man habe meine ‚Prozesskosten beglichen‘, soll da behauptet worden sein (eine entsprechende Aussage ist auch im Sitzungs-Protokoll schriftlich festgehalten). Dass das in Wahrheit meine private Rechtsschutzversicherung getan hat, die mir nach einem Jahr kündigte, wurde verschwiegen“, schreibt der Journalist als eines der Beispiele in seinem offenen Brief. Anzeige Der BR wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück und teilte mit: „Der BR hatte Herrn Gutjahr eine Weiterbeschäftigung in einem interessanten, auf seinen Themenbereich zugeschnittenen Bereich angeboten. Er wollte diese aber nicht annehmen.“ Lesen Sie auch Internes Handbuch Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will Daraufhin sei im März 2019 ein Aufhebungsvertrag in gegenseitigem Einvernehmen geschlossen worden. „Seitdem ist er nicht mehr für den BR tätig gewesen.“ Gutjahr hatte unter anderem die Sendung „Rundschau-Nacht“ im BR moderiert. Anzeige Gutjahr war 2016 im Urlaub Zeuge des Terroranschlags in Nizza geworden, bei dem 86 Menschen ihr Leben verloren. Er berichtete als BR-Journalist für die ARD darüber. Nur acht Tage später wurde Gutjahr wieder Zeuge eines dramatischen Verbrechens: des Amoklaufs in seiner Heimatstadt München mit neun Toten. Er berichtete erneut. Familie von Verschwörungstheoretikern terrorisiert In dem Brief an Wilhelm schreibt Gutjahr, bis heute würden er und seine Familie seither etwa von Verschwörungstheoretikern terrorisiert, bis hin zu Morddrohungen. In einem Beitrag Gutjahrs für „Zeit Online“ schreibt er beispielsweise, man habe ihn bezichtigt, Teil einer internationalen Verschwörung zu sein, die durch inszenierte Terrorakte die Weltherrschaft erreichen wolle. Lesen Sie auch Weltverschwörung Richard Gutjahr und der Hass der Trolle Anzeige In der BR-Erklärung heißt es, Geschäftsleitung und der Vorsitzende des Rundfunkrats des BR hätten sich in den drei Jahren mehrfach und intensiv mit allen Facetten des Falles beschäftigt. „Der Hass, der Richard Gutjahr seit drei Jahren im Netz entgegenschlägt, ist beschämend. Die Verschwörungstheorien sind absurd, die Drohungen Herrn Gutjahr gegenüber erschütternd.“ Wegen der Entwicklungen im Netz, wie sie auch Gutjahr beschreibe, habe der BR unter anderem mit dem bayerischen Justizministerium und weiteren Medien eine Initiative gegen Hass im Netz gestartet. Mit dieser Kooperation könnten Hass-Angriffe gegen Journalisten in Bayern nun einfacher an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet und dort verfolgt werden.
4
Am frühen Morgen des 1. Januars ist es in Gevelsberg zu einem Unfall gekommen. Gevelsberg. Ein Gevelsberger ist mit seinem Pkw in der Nacht auf Neujahr auf der Mühlenstraße gegen einen Baum geprallt. Inhalt ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN > Vorherige Seite Nächste Seite Gevelsberger fährt am Neujahrsmorgen gegen Baum Ein 35 Jahre alter Gevelsberger ist in der Nacht auf Neujahr gegen 3.10 Uhr mit seinem Audi auf der Mühlenstraße im Bereich der abknickenden Vorfahrt der AVU aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er wurde dabei leicht verletzt.
Emmerich: Auto überschlug sich und landete im Feld Die Polizei spricht von einer ruhigen Silvesternacht. Lediglich in Praest ereignete sich am Neujahrsmorgen um 5.32 Uhr ein dramatischer Unfall. Ein Fahrzeug kam auf der L 7 von der Straße ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach auf einem angrenzenden Feld liegen. Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Zwar musste der Leichtverletzte nicht im Krankenhaus behandelt werden, wohl aber eine Blutprobe abgeben, denn er war alkoholisiert. Ansonsten vermeldete die Polizei keine weiteren Vorkommnisse im rechtsrheinischen Kreis.
3
Wenn man einander "es guets Nöis" wünsche, wisse man, dass auch andere Menschen ein gutes neues Jahr haben sollten. Dass sie gesund und glücklich sein möchten. Das sagte Sommaruga am Mittwoch in ihrer Neujahrsansprache im Radio SRF. Doch das sei ein grosser Wunsch - man wisse gar nicht, wo anzufangen sei. "Aber mich dünkt, meine Bäckerei weiss, wie es geht", sagte Sommaruga. Die Bäckerei, in der sie Brot und hausgemachte Amaretti kaufe, lebe "jeden Tag vor, wie man das Leben auch für die anderen gut machen kann". Nicht nur seien die Brote und Kuchen liebevoll ausgestellt - man schaue einander in die Augen, und die Kundinnen und Kunden würden freundlich begrüsst. Manchmal gebe es einen Schwatz. Brot sei ein Grundnahrungsmittel, und sie sei froh, dass sich hierzulande alle Brot leisten könnten. Sie möchte aber, dass der Preis auch für diejenigen gut sei, die das Getreide säen und ernten. Der Preis solle auch zur Erde und zum Leben auf dem Planeten Sorge tragen. Denn man wünsche sich ja, dass sich auch die Grosskinder noch "es guets Nöis" wünschen können - auch jene auf anderen Kontinenten. Eigentlich wüssten es alle, so die Bundespräsidentin: "Damit es uns wirklich gut gehen kann, muss es auch den anderen gut gehen. Ich wünsche Ihnen von Herzen 'es guets Nöis'." (SDA)
Dresden/Bielefeld (dpa/lnw) - Gerade auch aus dem Glauben heraus kann man sich nach Meinung von Präses Annette Kurschus für die Umwelt einsetzen. Etwa «für die verletzte und bedrohte Erde, auf der wir leben», sagte Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, in einem vom ZDF übertragenen Neujahrsgottesdienst aus der Dresdner Frauenkirche. «Für die Generationen nach uns, die auch auf dieser Erde leben wollen. Für Menschen, die uns jetzt brauchen - an Ländergrenzen, an Meeresküsten, im Nachbarhaus, in meiner Familie.» dpa
3
Empfehlung - Zeichen in Österreich stehen auf Schwarz-grün dpaWien Die konservative ÖVP und die Grünen in Österreich haben sich auf ein gemeinsames Regierungsprogramm verständigt. Der alte und aller Voraussicht nach auch neue Kanzler Sebastian Kurz wagt damit einen Kurswechsel, nachdem er eineinhalb Jahre mit der rechten FPÖ regiert hatte. Das Übereinkommen muss noch von den Gremien der Grünen abgesegnet werden, entscheidend ist dabei das Votum des Bundeskongresses am Samstag. Dass die fast 300 Delegierten zustimmen werden, gilt aber als sicher. Dem Bündnis wird bereits jetzt Symbol-Charakter für Deutschland und Europa zugesprochen.(...) Link zum Artikel: https://www.gn-online.de/ticker/zeichen-in-oesterreich-stehen-auf-schwarz-gruen-337413.html
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung? Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
4
Speyer.Am Silvesterabend musste die Feuerwehr Speyer zu insgesamt vier Einsätzen ausrücken. Der erste führte die Helfer am Morgen auf die Verbindungsspange von der B9 zur Landauerstraße kurz vor dem Polygongelände. Dort kam es wahrscheinlich aufgrund der herrschenden Straßenglätte zu einem Unfall: Ein Auto landete auf dem Dach neben einem an der Straße entlang führenden Feldwegs, heißt es im Bericht der Feuerwehr. Der Fahrer des Wagens wurde vom Rettungsdienst in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Aus Brandschutzgründen klemmten die Feuerwehrleute die Batterie ab und sicherten die Unfallstelle. Wenig später rückten die Einsatzkräfte zum Festplatz aus, wo der Motorraum eines Pkw in Brand geraten war. Um an den Brandherd zu gelangen, musste die Seitenscheibe eingeschlagen werden. So konnte man die Motorhaube ohne zusätzlichen Schaden öffnen und den Schwelbrand gezielt ablöschen. Wasserrohr gebrochen Beim dritten Einsatz handelte es sich um einen Wasserschaden in einem Garten im Erlich. Ein Wasserrohr war gebrochen. Die Feuerwehr schloss das Ventil und rückte wieder ab. Der letzte Einsatz im Jahr 2019 war gleichzeitig der schwerwiegendste am Silvesterabend. Gegen 23.23 Uhr kam es zu einem Brand in einer Gartenhütte im Kleingartengebiet Schwarzer Weg. Die Anfahrt gestaltete sich auf Grund komplizierter Einfahrtbedingungen nicht leicht. Nur mit mehreren Feuerwehrschläuchen und Trupps, die mit Atemschutzgeräten ausgestattet waren, konnte das Feuer dennoch gelöscht werden. Nach dem Jahreswechsel kam es nur noch zu zwei weiteren kleinen Einsätzen, bei denen es sich um Müllbrände handelte, die von der Feuerwehr schnell abgelöscht werden konnten. Zwischendrin fanden die Einsatzkräfte einen kurzen Moment, um sich ein gesundes neues Jahr zu wünschen. fw © Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 02.01.2020
Oftersheim.Ein Fahrradunterstand in der Daimlerstraße geriet am Silvesterabend kurz vor 21 Uhr in Brand. Der Grund für den Brand des Unterstandes waren Feuerwerkskörper, die von Unbekannten gezündet wurden, erklärt die Polizei. Eine Tonne mit Wertstoffmüll fing Feuer, wodurch nicht nur der Unterstand, sondern auch sieben Fahrräder beschädigt wurden. Wegen der Hitzeentwicklung wurden auch zwei geparkte Autos in Mitleidenschaft gezogen. Die Freiwillige Feuerwehr Oftersheim löschte das Feuer. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 10 000 Euro. Von den Verursachern fehlt – wie die Polizei berichtet – bislang jeder Spur. pol © Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 02.01.2020
2
Fernverkehrstickets werden günstiger. Denn ab Januar gilt für diese Fahrkarten eine niedrigere Mehrwertsteuer. Aber aufgepasst: Wer zu früh bucht, verpasst den Vorteil. Was Verbraucher wissen müssen. Jahrelang schimpften Verbraucher über stetig teurer werdende Tickets der Deutschen Bahn. Doch im kommenden Jahr wird alles anders: Am 1. Januar senkt der Konzern die Preise im Fernverkehr um zehn Prozent. Damit gibt die Bahn eine von der Bundesregierung beschlossene niedrigere Mehrwertsteuer vollständig an die Kunden weiter. Auf diese Weise sollen mehr Menschen mit der Bahn reisen und das Klima geschont werden. Für Verbraucher gibt es Einiges zu beachten. Welche Tickets werden günstiger? Die Fahrpreissenkung betrifft sämtliche Fahrten im Fernverkehr. Sie beziehen sich nicht nur auf die gewöhnlichen Tickets, sondern auch auf Sparpreise und Zusatzkarten, etwa für Fahrräder. Im Nahverkehr hingegen sind die Preise zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,7 Prozent gestiegen, Verbundtarife erhöhten sich teils noch stärker. Was ist mit meiner Bahncard? Fest steht, dass zum 1. Januar auch die Bahncard 100 um zehn Prozent günstiger wird. Für die Bahncards 50 und 25, mit denen Kunden für Fahrkarten nur die Hälfte beziehungsweise ein Viertel zahlen, gilt das bislang nicht. „Die Deutsche Bahn würde es begrüßen, wenn auch die BahnCard 25 und BahnCard 50 Teil des Mehrwertsteuer-Paketes werden“, sagte ein Bahn-Sprecher auf Anfrage. Darüber verhandelt der Konzern derzeit mit dem Bund. „Die Botschaft ist wichtig, dass wir alle zuversichtlich sind, dass wir diese kleine Haken, die es da noch zu lösen gibt, auch in den nächsten Wochen und Monaten lösen werden“, sagte Bahn-Vorstand Ronald Pofalla kürzlich. Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, würden auch Bahncard 50 und 25 um zehn Prozent günstiger werden. Ab wann kann ich die günstigeren Tickets buchen? Laut Bahn können Kunden die günstigeren Tickets seit dem 1. Januar um 5 Uhr morgens online und zu den regulären Öffnungszeiten in den Reisezentren kaufen. Wer schon davor ein Ticket für eine Fahrt im kommenden Jahr erwarb, der zahlt noch den alten, teureren Preis. Erstatten lässt sich diese Differenz aber nicht. Warum werden die Tickets jetzt günstiger? Grund ist der Klimawandel. Damit mehr Menschen mit der Bahn fahren statt mit dem klimaschädlicheren Auto oder dem Flugzeug reisen, hat die Bundesregierung im Klimapaket eine reduzierte Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent für Fernverkehrstickets beschlossen. Diese will die Bahn vollständig an die Kunden weiterreichen. „Wir wollen noch mal viele Kunden ranholen an die Bahn, rein in die Züge“, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu den Plänen. Der bundeseigene Konzern rechnet allein durch die Absenkung der Mehrwertsteuer mit einem jährlichen Plus von mindestens fünf Millionen Fahrgästen. Wie ergibt sich die Preissenkung? Eine um zwölf ProzentPUNKTE gesenkte Mehrwertsteuer ergibt eine Fahrpreisreduzierung von zehn PROZENT. Ein Rechenbeispiel: Eine 100 Euro-Fahrkarte kostet mit 19 Prozent Mehrwertsteuer 119 Euro. Mit 7 Prozent Steuer werden es 107 Euro sein. Differenz: 12 Euro. Das sind nahezu jene 10 Prozent von 119 Euro. Gilt die niedrigere Mehrwertsteuer nur für die Bahn? Sie gilt für alle Anbieter im Schienen-Fernverkehr, der aber zu 99 Prozent von der Deutschen Bahn kontrolliert wird. Ausgenommen vom Mehrwertsteuer-Paket sind Fernbusse. Vor allem das größte Fernbus-Unternehmen in Deutschland, Flixmobility mit seiner Marke Flixbus, kritisiert das. Das Unternehmen sieht sich vor allem auf den Nebenstrecken bedroht, wo die Sparpreise der Bahn durchaus mit denen des Bus-Unternehmens mithalten können. Flixbus hat deshalb angekündigt, gegen die Mehrwertsteuer-Senkung zu klagen.
Politiker müssen bei der Durchsetzung ihrer Ziele aus der Sicht von CSU-Chef Markus Söder mehr denn je auf eine niveauvolle Debattenkultur achten. "Ich bin der festen Überzeugung, Politik muss heute qualitativ besser werden", sagte Bayerns Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in München. Deutschland sei ein Land mit einer hohen Qualität in Wissenschaft und Wirtschaft, in Kunst und Gesellschaft. "Daher muss die Politik auf qualitativer Augenhöhe diskutieren. Moderne Führung heißt mitnehmen ohne stehen zu bleiben. Es ist viel anspruchsvoller geworden als früher." Mit Blick auf die von Söder verordnete Stabilisierungsrolle der CSU im Bund betonte er, dass die Partei auch unter seiner Führung nicht ihre seit Jahrzehnten gepflegte Unberechenbarkeit verlieren werde: "Stabilität ist nicht meinungslos. Stabilität bedeutet auch nicht, nur dem anderen Recht zu geben." Jedoch komme es auf den Stil an. Dazu müsse man mit Respekt und Vernunft arbeiten und sich in die Rolle des anderen hinein versetzen können. Karte zum Artikel CSU-Zentrale, Mies-van-der-Rohe-Straße 1 München, Deutschland CSU-Zentrale, Mies-van-der-Rohe-Straße 1 München, Deutschland
1.333333
Wien. In Österreich haben sich die konservative ÖVP und die Grünen auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Verhandlerkreisen bestätigt. Das Übereinkommen muss am Samstag noch vom Bundeskongress der Grünen abgesegnet werden. Eine schwarz-grüne Regierung wäre in Österreich auf Bundesebene eine Premiere. Dem Bündnis wird bereits jetzt Symbol-Charakter für Deutschland und andere europäische Länder zugesprochen. Zuvor hatte ÖVP-Chef Sebastian Kurz eineinhalb Jahre in einer Regierung mit der rechten FPÖ zusammen gearbeitet. Anmeldung Noch nicht bei der Braunschweiger Zeitung? Kommentar-Profil anlegen Ich habe die NETIQUETTE und die DATENSCHUTZERKLÄRUNG gelesen und akzeptiere diese.* *Pflichtfelder
Offiziell wollen die Parteivorsitzenden Sebastian Kurz (ÖVP) und Werner Kogler (Grüne) die Einigung gegen 21.50 Uhr präsentieren. Das Regierungsprogramm soll wie die Ministerliste erst am Donnerstag öffentlich gemacht werden. Das Übereinkommen muss am Samstag noch vom Bundeskongress der Grünen mit fast 300 Delegierten abgesegnet werden. Eine schwarz-grüne - oder wie sie in Österreich genannt wird - eine türkis-grüne Regierung wäre auf Bundesebene eine Premiere. Dem Bündnis wird bereits jetzt Symbol-Charakter für Deutschland und andere europäische Länder zugesprochen. Aus der Parlamentswahl Ende September waren die ÖVP mit 37,5 Prozent und die Grünen mit 13,9 Prozent der Stimmen als die grossen Gewinner hervorgegangen. ÖVP-Chef Sebastian Kurz wagt nun nach eineinhalb Jahren in einer aus dem Ausland stets kritisch beäugten Regierung mit der rechten FPÖ nun einen Richtungswechsel. Dass die Verhandlungen erfolgreich enden würden, hatte sich schon in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Seit Montag teilten die beiden Parteien trotz fehlender endgültiger Einigung mit, welche Minister dem künftigen Kabinett angehören sollen. Beide Parteien betonten während der Verhandlungen, dass es zwischen ihnen grosse Unterschiede gebe und entsprechend grosse Hürden auf dem Weg zu einem Bündnis überwunden werden müssten. Während Kurz neue Steuern ablehnt, auf einen Anti-Migrationskurs Wert legt und wirtschaftsnah regieren will, benannten die Grünen den Klimaschutz, den Kampf gegen die Kinderarmut und mehr Transparenz als ihre wichtigsten Punkte.
4
West Virginia. In den USA haben 30 angehende Gefängniswärter auf einem Gruppenfoto einen Hitlergruß gezeigt. Die Aufnahme hat Konsequenzen für sie. In den USA werden 30 angehende Gefängniswärter aus dem Bundesstaat West Virginia entlassen, weil sie auf einem Gruppenfoto offenbar allesamt die Hand zum Hitlergruß gehoben haben. Der Gouverneur des Bundesstaats, Jim Justice, kritisierte das Verhalten am Montag scharf: „Unter meiner Aufsicht wird diese Art von Verhalten in keiner Regierungsbehörde des Bundesstaates toleriert werden.“ US-Medien hatten das Foto bereits Anfang Dezember publik gemacht. Darauf sind die uniformierten angehenden Gefängniswärter zu sehen, wie sie ihren rechten Arm in die Höhe recken. Darüber steht „Heil Byrd“ – ein Verweis auf die Ausbilderin Kassie Byrd. Die Behörden leiteten daraufhin Ermittlungen ein. Hitlergruß von angehenden Wärtern – Ausbilderin weist Kritik zurück Einem Untersuchungsbericht zufolge äußerte eine Mitarbeiterin der Gefängnisbehörde Byrd gegenüber Bedenken über das Foto. Die Ausbilderin habe dies zurückgewiesen: „Es ist nichts falsch daran. Wir haben Leute mit allen Hautfarben und Hintergründen auf diesem Foto, und alle machen mit.“ Die Bildüberschrift „Heil Byrd“ begründete die Ausbilderin mit dem Satz, sie sei „ein harter Hund wie Hitler“. I’m speechless. This is a real photo from the West Virginia Division of Corrections, 2019. The officers are all doing a Nazi salute. This is what we’re up against. pic.twitter.com/N7jIuTsavO — Joshua Potash (@JoshuaPotash) December 5, 2019 Dem Untersuchungsbericht zufolge liegt dem Foto keine offen rassistische Absicht zugrunde, sondern „Ignoranz“ und ein „schockierender Mangel an Urteilsvermögen“. Der Vorfall habe dem Ansehen der Gefängnisverwaltung geschadet und widerspreche den Werten der Behörde. Antisemitische Gewalttat – Mann greift Juden mit Machete an Das Foto hat auch vor dem Hintergrund einer Reihe antisemitischer Gewalttaten in den USA für Empörung gesorgt. Erst am Samstag verletzte ein Mann beim Angriff auf das Haus eines Rabbiners in Monsey im Bundesstaat New York fünf Menschen mit einer Machete. Der Angreifer wurde später festgenommen. In seiner Wohnung fanden Ermittler antisemitische Tagebucheinträge mit Verweisen auf Adolf Hitler und die NS-Zeit. Die Behörden legen dem 37-Jährigen ein Hassverbrechen zur Last. Im Oktober hatte auch in Deutschland ein antisemitischer Anschlag in Halle für Entsetzen gesorgt. Stephan B. hatte versucht, in eine Synagoge einzudringen. Als er scheiterte, erschoss er eine Passantin und einen Gast eines Döner-Imbisses. Er übertrug seine Tat über das Internet. (afp/les)
Aufregung um Nazi-Foto + © West Virginia Department of Military Affairs and Public Safety (mit Unkenntlichmachung aller Personen durch die Behörde) Foto sorgt für einen Skandal: Angehende US-Gefängniswärter zeigen den Hitlergruß. © West Virginia Department of Military Affairs and Public Safety (mit Unkenntlichmachung aller Personen durch die Behörde) Ein Gruppenfoto mit angehenden Gefängniswärtern sorgt derzeit für Bestürzung. Der Grund: Alle Abgebildeten zeigen den Hitlergruß. Nun gibt es erste Konsequenzen. In den USA wurde ein Gruppenbild mit Gefängniswärtern öffentlich öffentlich Auf dem Foto zeigen mehrere Dutzend Uniformierte den Hitlergruß Die Verantwortlichen haben nun Konsequenzen gezogen Charleston - Etwa 30 angehende Justizvollzugsangestellte in Uniform auf einem Gruppenbild, das ist nichts Ungewöhnliches. Und es hätte sicherlich auch nicht weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufregung gesorgt. Doch dieses Gruppenbild aus dem östlichen US-Bundesstaat West Virginia hat es gleich aus mehreren Gründen in sich. Denn was allen Betrachtern sofort ins Auge springt: Alle Fotografierten einer Ausbildungsklasse für Gefängniswärter zeigen den Hitlergruß. Zwar heben einige die Hände eher in die Höhe oder machen die Hand zur Faust - doch bei den allermeisten ist die Symbolik allzu offensichtlich. Dazu prangt über ihnen an der Wand der Schriftzug „Hail Byrd“ (Heil Byrd), was eine Anspielung auf den Namen der Ausbildungsleiterin ist. Bundesstaat reagiert nach dutzendfachem Hitlergruß Einige Dutzend Uniformierte zeigen den Hitlergruß - als dieses Foto vor kurzem publik wurde, war das Entsetzen vorhersehbar. Das zuständige Ministerium in West Virginia ordnete die Entlassung von drei Angestellten an, wie unter anderem die New York Times berichtete. Und 34 weitere angehende Gefängniswärter wurden ohne Bezahlung vom Dienst suspendiert. „Es ist geschmacklos, verletzend, verstörend, hochgradig unsensibel und komplett unangemessen“, so zitiert die Times den Leiter der zuständigen Abteilung. Seinen Worten zufolge wird der Vorfall nun untersucht. Dazu habe es bereits 50 Verhöre gegeben. Auch der Gouverneur des Ostküstenstaates West Virginia, Jim Justice, ordnete anderen Medienberichten zufolge die Entlassung all derjenigen an, die in diesen Vorfall involviert waren. Video: Hitlergruß bei Demonstrationen Hitlergruß von Gefängniswärtern: Nicht der erste Vorfall dieser Art Unklar blieb bislang, wie das Skandal-Foto im Dezember in die Öffentlichkeit gelangte. Doch klar ist auch: Es ist nicht der erste Vorfall in den USA. Dennoch sprach Rodney Miller, Mitglied des Abgeordnetenhauses, bereits klare Worte. Er hoffe, dass dieses Foto kein Zeichen für ein größeres Problem mit aufflammendem Nationalsozialismus oder der White-Supremacy-Ideologie (Überlegenheit der Weißen) darstelle. Doch erst im Dezember wurden Poster an einer Universität in West Virginia mit Hakenkreuzen beschmiert. Rassistische Bewegungen gibt es in den USA schon seit Jahrhunderten. Sie zeigten sich etwa in der vor allem in den Südstaaten aktiven Ku-Klux-Klan-Bewegung vor hundert Jahren. Doch in den letzten Jahren gewannen diese Strömungen wieder zunehmend an Gewicht und wurden radikaler. So kommt es immer wieder bei Veranstaltungen zum Zeigen von nationalsozialistischer Symbolik wie dem Hitlergruß, wie merkur.de* berichtet. Auch Donald Trump hat immer wieder seine geistige Nähe zu diesen Ideologien durchscheinen lassen. Diese ist auch ganz konkret im Alltag der Menschen verankert: So werden in den USA Menschen nach Gesetzen verurteilt. die im Geiste der White Supremacy verfasst wurden. rpp * merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.
4
Jetzt mit plus weiterlesen! Testen Sie jetzt unser plus Abo für nur 0,99€ im ersten Monat. Sie erhalten sofort Zugang zu allen plus Inhalten im Web und in unserer News-App. * *0,99€ im ersten Monat, danach 9,90€ mtl. Sie sind bereits Abonnent? hier einloggen
Straßen, Schienen, Kitas : Soll der Staat mehr investieren? Eine Baustelle auf einer Autobahn. Sie zeigt an: Hier wird investiert. Nach Meinung von SPD und Gewerkschaften reichen die Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen nicht aus. Foto: grafik Berlin SPD und Gewerkschaften wollen für Straßen, Schienen und Kitas zur Not Schulden aufnehmen. Union und Wirtschaft sind dagegen. Teilen Teilen Weiterleiten Weiterleiten Tweeten Tweeten Weiterleiten Weiterleiten Drucken Von Jan Drebes Der Neujahrsfriede zwischen den Koalitionspartnern Union und SPD fällt aus. Kaum hat das Jahr 2020 begonnen, geht der Koalitionsstreit um die Finanzierung notwendiger Investitionen in die nächste Runde. Die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben darauf gedrungen, beispielsweise für neue Straßen, Schulgebäude und bezahlbare Wohnungen das Prinzip des öffentlichen Haushalts ohne Neuverschuldung aufzuweichen. Auch die Gewerkschaften hatten sich für eine massive Erhöhung staatlicher Ausgaben eingesetzt und zudem die Schuldenbremse infrage gestellt. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der Deutschen Presseagentur: „450 Milliarden binnen zehn Jahren, wie führende Institute vorgerechnet haben, sind eine realistische Größenordnung.“ Die sogenannte schwarze Null sei nicht mehr zeitgemäß. Sie ist das politische Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ohne Neuverschuldung. Die Schuldenbremse soll die Neuverschuldung eindämmen, erlaubt dem Bund aber, Kredite in kleinem Umfang aufzunehmen – etwa um das Wachstum zu stärken. Sie hat entgegen der schwarzen Null Verfassungsrang, ist also im Grundgesetz verankert. Doch schon seit Monaten wachsen vor allem bei Sozialdemokraten Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Regeln im Kampf gegen das Schuldenmachen, weil die Kreditkonditionen angesichts niedriger Zinsen so günstig sind. Die Sozialdemokraten wollen vor allem in bestimmten Bereichen investieren. „Es geht um frühkindliche Bildung, Verkehrswege, Digitalisierung, Klima“, sagte SPD-Chef Walter-Borjans. „Die Zustände, die wir hier zum Teil haben, sind mit dem Wohlstandsniveau in einem Land wie Deutschland nur schwer zu vereinbaren“, erklärte der ehemalige Finanzminister von Nordrhein-Westfalen. „Wir wollen eine Perspektive für zehn Jahre“, sagte Walter-Borjans. Wenn die Kassenlage es zulasse, diese Investition ohne Kredite zu tätigen, sei das natürlich umso besser. „Wenn die Kassenlage es nicht zulässt, darf man die Investitionen aber nicht wieder zurückfahren.“ DGB-Chef Hoffmann argumentierte mit der Generationenfrage: „Es ist falsch zu behaupten, staatliche Investitionen gingen zu Lasten der jungen Menschen“, sagte er. Das Gegenteil sei der Fall. „Die Lasten für sie sind um ein Vielfaches größer, wenn wir ihnen eine marode Infrastruktur und kaputte Schulen hinterlassen.“ Unionsvertreter, aber auch Wirtschaftsverbände wollen nicht gelten lassen, dass es besser sei, von der schwarzen Null abzurücken. Eckhardt Rehberg (CDU), Haushaltsexperte der Unionsfraktion im Bundestag, erteilt den Forderungen von SPD und DGB eine Absage. „Es bleibt dabei, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde: keine neuen Schulden und keine Lockerung oder Umgehung der Schuldenbremse.“ Er hält die Debatte um die schwarze Null für „absurd“. Es brauche keine Schulden, um die Vorhaben zu finanzieren. „Wir stellen im Bund genügend Geld zur Verfügung, nun muss es endlich auch abfließen“, sagte Rehberg. Der gerade beschlossene Bundeshaushalt für das neue Jahr 2020 sehe Rekordinvestitionen von insgesamt 43 Milliarden Euro etwa für die digitale Infrastruktur, die Sanierung und den Ausbau von Kitas und Schulen, die Verkehrsinfrastruktur und den Klimaschutz vor. „Wir haben in Deutschland kein Finanzierungsproblem sondern ein Umsetzungsproblem“, so der CDU-Politiker. Auch Wirtschaftsvertreter sehen neue Schulden kritisch. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer mahnte, er würde an die Schuldenbremse „niemals rangehen.“ Wenn man nun wieder großzügig Schulden aufnehmen würde, verlagere man den Kapitaldienst auf die nächste Generation, so Kramer. Er räumte zwar einen Investitionsstau ein. Der offenbare aber vor allem Probleme bei Planungs- und Genehmigungsverfahren.
3.666667
Mannheim.Auch die Mannheimer Polizei war in der Silvesternacht im Dauereinsatz. Mehrfach kam es in der Innenstadt zu Streitigkeiten und Gewalttaten. Am Dienstag gegen 23.45 Uhr soll ein Mann in Höhe des Quadrats P 7 eine Gruppe von Frauen gefilmt haben. Als eine 17-Jährige ihn aufforderte, damit aufzuhören, trat der 22-Jährige die junge Frau in den Bauch. Die Polizei konnte den Mann vorläufig festnehmen, seinen Begleitern erteilten die Beamten einen Platzverweis. Am Mittwoch gegen 0.15 Uhr kam es nach ersten Informationen der Polizei vor einem Lokal im Quadrat Q6 zu einem Streit zwischen drei Männern und den Türstehern. Zwei der drei vor der Tür abgewiesenen Männer sollen attackiert worden sein: Ein 29-jähriger soll mehrfach ins Gesicht geschlagen worden und bewusstlos zu Boden gesunken sein, teilt die Polizei mit. Sein 27-jähriger Begleiter ist demnach mit Schlägen traktiert und im Gesicht verletzt worden. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an. Gegen 4.35 Uhr kam es im selben Lokal an der Garderobe zu einem Streit zwischen Sicherheitspersonal und Gästen. Auch da sollen die Mitarbeiter Gäste mehrfach geschlagen haben. Ein 25-Jähriger verlor der Meldung zufolge mehrere Zähne, ein 34-Jähriger wurde bewusstlos geschlagen. Beide Männer kamen ins Krankenhaus. Am Mittwoch gegen 0.30 Uhr kam es am Luisenring zu einem Streit zwischen einem 30-jährigen und einem 25-jährigen Mann. Der Ältere versuchte der Polizei zufolge, mit einem Klappmesser auf den 25-Jährigen loszugehen. Der 25-Jährige und seine Begleiter konnten den Angreifer überwältigen. Der 30-Jährige wurde vorläufig festgenommen, das Messer und ein Joint wurden beschlagnahmt. Gegen 4.45 Uhr hat ein bislang unbekannter Täter zwischen den Quadraten M7 und N7 auf einen 20-jährigen Mann eingeschlagen. Als sein Opfer am Boden lag, trat der Unbekannte der Polizei zufolge mehrfach mit seinen Lederstiefeln auf den Kopf des 20-Jährigen ein. Eine Zeugin verständigte die Polizei, der 20-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter soll etwa 35 Jahre alt, rund 1,85 Zentimeter groß sein. Er hat der Beschreibung nach westeuropäisches Aussehen, eine kräftige Statur, dunkelbraunes Haar. Zur Tatzeit trug er einen grauen Pullover, eine dunkle Jacke, dunkle Jeans sowie Lederstiefel. Gegen 5 Uhr wurde die Polizei erneut zu einer Schlägerei zwischen 10 bis 15 Personen zwischen den Quadraten Q6/Q7 gerufen. Mehrere Streifenwagen fuhren hin – trafen aber zunächst niemanden an. Sie erfuhren, dass eine Frau und zwei Männer in ein Hotel am Friedrichsring geflüchtet seien. Dort trafen die Beamten auf die drei Personen. Ein 26-Jähriger hatte sich offenbar die Schulter ausgekugelt, auch er wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach ersten Ermittlungen hatten ihn sechs Leuten angegriffen, mit Schlägen und Tritten traktiert. (akj/pol)
Ein 24 Jahre alter Mann ist in der Silvesternacht in Flensburg vor einer Diskothek durch mehrere Messerstiche tödlich verletzt worden. Tatverdächtige wurden zunächst nicht ermittelt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Mann soll vor der Tat einen Streit mit mehreren Männern in der Diskothek gehabt haben. Im Verlauf des Abends führte demnach ein weiterer Streit schließlich zu dem tödlichen Angriff auf das 24 Jahre alte Opfer. Ob die beiden Auseinandersetzungen zusammenhängen, wurde noch nicht geklärt. Der Mann starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Fünf bis sechs Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren sollen nach der Tat weggelaufen sein. Der genaue Tathergang war jedoch zunächst unklar, auch zu dem tödlichen Streit gab es noch keine verwertbaren Aussagen. Zeugen der Streitigkeiten vor und in der Diskothek sowie der eigentlichen Tat werden dringend gebeten, sich bei der Bezirkskriminalinspektion Flensburg unter der Telefonnummer +49 461 4840 zu melden.
2
Das alte Jahr ausklingen lassen und das neue mit viel Getöse begrüßen – das kann jeder. In Velpke machen sich seit 33 Jahren Frauen und Männer der Leichtathletiksparte des Velpker Sportvereins (VSV) vor dem großen Jahresfinale noch einmal so richtig auf die Socken. Sie starten auf verschiedenen Distanzen zum Silvesterlauf. Für sie ist das ein fester Termin im Kalender, zumal der sportlichen Aktivität die Geselligkeit in größerer Runde...
Melle. Die Ev. luth. St. Petri-Kirchengemeinde Melle hatte zwischen den Jahren am Samstag bei einem Meisterkonzert den Organisten und Cembalisten Léon Berben aus Köln zu Gast. Der Interpret genießt internationales Ansehen als Solist und Mitglied verschiedener Ensembles. In der festlich erleuchteten und geschmückten Kirche konnten sich die Zuhörer von der hohen Interpretationskunst des Virtuosen auf einer stimmungsvollen musikalischen Reise durch barocke Orgelkunst bezaubern lassen und den vielfältigen Klang der historischen Christian-Vater-Orgel genießen. In seiner kurzen Begrüßungsansprache erläuterte Berben seine Programmgestaltung, für die er als “roten Faden” Mitglieder der Norddeutschen Orgelschule von Sweelinck über Buxtehude bis Bach wählte. Häufige Manualwechsel und sehr eigenständiges Pedalspiel kennzeichnen unter anderem den Stil der Bewegung, als deren Zentren Hamburg, Lübeck, Lüneburg und der hannoversche Raum gelten. Zudem wies Berben auf die musikalischen und inhaltlichen Korrespondenzen der einzelnen weihnachtlich geprägten Werke hin. Im Mittelpunkt der Darbietungen stand das früher in lutherischen Gottesdiensten übliche Hauptlied für den ersten Weihnachtstag, “Gelobet seist du, Jesu Christ”. Der Solist eröffnete das Konzert mit einem Präludium von Dietrich Buxtehude, das durch kontrastierende Registrierung die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zog. In J. P. Sweelincks Choralvariationen “Puer nobis nascitur” wählte Berben zarte Klänge, um den weihnachtlichen Charakter des Chorals zur Geltung zu bringen. Bei Buxtehudes Choral-Fantasie “Wie schön leuchtet der Morgenstern” tauchte der Morgenstern bildlich vor dem Auge der Zuhörer auf, denn bei seiner abwechslungsreichen Registrierung setzte Berben auch den für barocke Orgeln typischen Zimbelstern ein, sodass ein berührender und lieblicher Klang die Aufführung prägte. In M. Weckmanns Choralbearbeitung erklangen Strophen des Kirchenliedes “Gelobet seist du, Jesu Christ”. Berben überzeugte dabei mit seinen dezenten und eher leiseren Klängen für eine sehr ansprechende Interpretation der Komposition. Einen Gegensatz dazu bildete das lebendige Präludium eines anonymen Komponisten, das das Publikum mit vollem Orgelklang und Spielfreude in seinen Bann zog. Während Buxtehudes Choralvorspiel “Gelobet seist du, Jesu Christ” sich im Anschluss durch die Registerwahl kräftiger präsentierte, wechselte der Interpret bei den Choralvariationen desselben Liedes zu einem unaufdringlichen und zurückhaltenden Klang, dessen charakteristische Registerwechsel dem Duktus und Affekt des Werkes überzeugend angepasst waren. Bei der Interpretation war die Choralmelodie deutlich vernehmbar und Berben konnte mit einer dem Cembalospiel ähnlichen Spielweise, die die einzelnen Stimmen klar voneinander absetzte, überzeugen. Das festliche und durch seinen 9/8-Takt ebenso pastoral anmutende Präludium in C eröffnete den letzen Teil des Konzertes, der Johann Sebastian Bach gewidmet war. Nach dem eher bedrückend wirkenden Choralvorspiel “Das alte Jahr vergangen ist” gelang es dem Künstler, die Zuhörer mit einem wundervoll gespielten Adagio in eine ruhige und besinnliche Stimmung zu versetzen. Anzeige Anzeige Den Abschluss des von sehr hohem künstlerischen Niveau geprägten Konzerts bildete Bachs Fuge in C, die die Kirche noch einmal festlich erstrahlen ließ. Léon Berben ist es hervorragend gelungen, dem Publikum in der gut besetzen PetrikKirche auf der historischen Christian-Vater-Orgel abseits des üblichen Trubels einen Platz des Innehaltens und der Besinnung zu bescheren.
1
Ein Rettungswagen im Einsatz - Ein Rettungswagen mit Blaulicht fährt über eine Straße. - © Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild Drei Menschen sind in der Silvesternacht bei dem Versuch, ein Feuer zu löschen, verletzt worden. Sie hätten leichte Brandverletzungen und leichte Rauchgasvergiftungen erlitten, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Brand war demnach am frühen Mittwochmorgen in einer Garage in Maxhütte-Haidhof (Landkreis Schwandorf) ausgebrochen. Die Flammen griffen den Angaben zufolge auf ein Wohnhaus über, das stark beschädigt worden sei. Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens müsse noch ermittelt werden.
Polizei-Fahrzeug - Ein Fahrzeug der Polizei ist im Einsatz. - © Foto: Jens Wolf/zb/dpa/Symbolbild Ein 14-jähriger Münchner hat laut Polizei mit einer Schusswaffe auf zwei Beamte gezielt und mehrfach abgedrückt. Dabei löste sich jedoch kein Schuss. Der Bursche sei geflohen, die beiden Polizisten hätten ihn aber erwischt und später auch die Waffe gefunden, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Dabei handele es sich um eine Gas- und Signalwaffe ohne amtliches Prüfzeichen. Der Teenager wurde in der Silvesternacht seiner Mutter übergeben. Er werde unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und eines Vergehens nach dem Waffengesetz angezeigt.
1.666667
Gezielte Nadelstiche / Leitartikel von Michael Backfisch zu USA-Iran Kurzform: Es bleibt die bittere Erkenntnis: Der Westen ist schwach, weil er keine koordinierte Linie gegenüber dem Iran hat. Trump will die Mullahs in die Knie zwingen, aber nicht zum Preis eines militärischen Schlagabtauschs. Die Europäer lavieren und möchten noch ein bisschen am internationalen Atomabkommen mit Teheran festhalten. Diese Uneinigkeit nutzt der Iran eiskalt aus. Der vollständige Leitartikel: Auf den ersten Blick sieht es wie ein Widerspruch aus: Vor wenigen Wochen hatte US-Präsident Donald Trump noch getönt, für sein Land sei Schluss mit den “endlosen Kriegen” im Nahen Osten. Rückzug auf breiter Front, hieß die Devise. Ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl erhoffte sich Trump Zuspruch bei vielen Amerikanern, die der verlustreichen und teuren Waffengänge im Irak und in Afghanistan überdrüssig sind. Doch nun kündigt Trump angesichts des Sturms auf die US-Botschaft in Bagdad die Entsendung von 750 zusätzlichen Kräften nach Kuwait an. Es ist eine Feuerwehraktion. Eine Strategie steckt nicht dahinter. Trump setzt vielmehr Amerikas Politik der Irrtümer in der explosivsten Region der Welt fort. Mit der Invasion im Irak 2003 kippte Präsident George W. Bush Machthaber Saddam Hussein. Regierung und Armee, in denen die Bevölkerungsminderheit der Sunniten die Oberhand hatte, wurden durch Schiiten ersetzt. In der Folge radikalisierte sich ein Teil der Sunniten. Die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) entstand, das Land versank im Chaos. Trump hingegen macht das Gegenteil von Bush – zu ebenfalls hohen Kosten. Er überlässt durch die weitgehende Passivität Amerikas das Feld den neuen Akteuren: Russland sowie dessen Verbündeten Iran und Türkei. Vor allem Teheran macht sich die Abwesenheit der USA zunutze. Das schiitische Mullah-Regime unterstützt im Libanon, in Syrien, im Irak und im Jemen schiitische Milizen mit Geld, Waffen und Training. Der Iran hat einige Tausend Revolutionsgardisten in der Region, die bei militärischen Aktionen die Fäden ziehen. Die Truppen vor Ort stellen jedoch viele Tausend Mitglieder schiitischer Milizen. Sie kämpfen in Syrien an der Seite von Diktator Assad oder im Jemen gegen saudi-arabische Einheiten. Zuletzt sind die iranischen beziehungsweise pro-iranischen Verbände aggressiver geworden. Hintergrund: Das Land leidet extrem unter den harschen US-Wirtschaftssanktionen. Der Export von Öl und Gas ist dramatisch eingebrochen. Dem Staatshaushalt fehlen lebenswichtige Einnahmen. Deshalb suchte die Regierung Mitte November ihr Heil in einer Erhöhung der Benzinpreise, was die größten Unruhen seit der Gründung der Islamischen Republik 1979 auslöste. Das Regime steht mit dem Rücken zur Wand, ist zu brutaler Repression nach innen und zu gewaltsamen Aktionen nach außen entschlossen. Die Mullahs wissen, dass sie in einer direkten militärischen Konfrontation mit den USA keine Chance haben. Deshalb führen sie einen asymmetrischen Krieg gegen die Supermacht. Der Iran und seine Hilfstruppen verfolgen eine Strategie der gezielten Nadelstiche gegen Amerika und den Westen. Der neuesten Eskalation liegt ein Katz-und-Maus-Spiel zugrunde. Die von Teheran ausgerüstete schiitische Miliz Kataib Hisbollah soll eine irakische Militärbasis nahe der Stadt Kirkuk angegriffen und dabei einen US-Zivilisten getötet haben. Amerika reagierte mit Luftschlägen gegen die Miliz, bei denen 25 Kämpfer getötet wurden. Kurz darauf flammten die Unruhen vor der US-Botschaft in Bagdad auf. Die iranischen Provokationen reihen sich ein in die Attacken gegen vier westliche Öltanker im Mai und Juni sowie eine Ölanlage des amerikanischen Alliierten Saudi-Arabien im September. Es bleibt die bittere Erkenntnis: Der Westen ist schwach, weil er keine koordinierte Linie gegenüber dem Iran hat. Trump will die Mullahs in die Knie zwingen, aber nicht zum Preis eines militärischen Schlagabtauschs. Die Europäer lavieren und möchten noch ein bisschen am internationalen Atomabkommen mit Teheran festhalten. Diese Uneinigkeit nutzt der Iran eiskalt aus. Pressekontakt: BERLINER MORGENPOST Telefon: 030/887277 – 878 bmcvd@morgenpost.de Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/53614/4481521 OTS: BERLINER MORGENPOST Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell
Zuvor hatte Trump geäußert, er möchte keinen Krieg gegen den Iran, dem die USA vorwerfen, hinter den jüngsten gewaltsamen Protesten rund um die US-Botschaft in Bagdad zu stecken. Außerdem warnte er, Teheran würde vollständig die Verantwortung für mögliche Todesopfer oder materiellen Schaden tragen, der einer US-Einrichtung zugefügt werden könnte. Seine Äußerung sei nicht als Warnung, sondern als eine Androhung zu verstehen, betonte der US-Staatschef. Nun ging Chamenei auf die Verwarnungen des US-Präsidenten ein: „Der Iran strebt zwar keinen Krieg an. Sollte jedoch jemand die Interessen, die Größe und den Fortschritt der iranischen Nation gefährden, so werden wir dem einen unverzüglichen schweren Schlag versetzen“, äußerte der Oberste Führer des Landes. Die Erklärung wurde auf seiner offiziellen Webseite veröffentlicht. Die jüngsten Äußerungen von Seiten der USA seien irrational. Eine weitere Hass- und Unzufriedenheitsspirale in Bezug auf die Vereinigten Staaten sei wegen deren „Verbrechen“ „selbstverständlich“, so das iranische Staatsoberhaupt. Luftangriffe auf Einrichtungen von Kataib Hisbollah” Am Sonntag hatten die Vereinigten Staaten fünf Einrichtungen der irakisch-schiitischen Miliz „Kataib Hisbollah” im Irak und in Syrien angegriffen, die das Pentagon für die Attacke auf einen US-Militärstützpunkt verantwortlich macht, bei dem ein US-Bürger und vier US-Soldaten verletzt worden waren. Laut einem Sprecher der Miliz kamen bei dem US-Luftangriff mindestens 24 Menschen ums Leben, 50 weitere wurden verletzt. Proteste vor der US-Botschaft im Irak Nach der Beerdigung der getöteten Mitglieder von „Kataib Hisbollah“ kam es zu Protesten vor der US-Botschaft in Bagdad. Am Dienstag überwanden die Protestierenden sogar den Zaun der US-Botschaft. Nach Angaben des Außenministeriums der Vereinigten Staaten kam kein US-Diplomat zu Schaden. Washington machte die iranischen Behörden für den versuchten Ansturm verantwortlich, Teheran wies die Vorwürfe zurück. Zur Unterstützung der Soldaten, die die US-Botschaft in Bagdad bewachen, wurde ein zusätzliches Militärkontingent von Kuwait aus verlegt. Nach Angaben des TV-Senders Fox News könnten in den nächsten Tagen bis zu 4000 US-Soldaten nach Bagdad verlegt werden. asch/ae
3.333333
Am Stephansplatz war viel los. Foto: APA Wien – Rund 800.000 Menschen sind bei der 30. Ausgabe des Wiener Silvesterpfads feiernd durch die Stadt gezogen. Das teilte der Veranstalter – das Stadt Wien Marketing GmbH – in einer Aussendung mit. Wegen zu starken Windes musste das Feuerwerk um Mitternacht auf dem Rathausplatz kurzfristig abgesagt werden. Sonst wurden keine nennenswerten Vorfälle gemeldet. Heuer wurden insgesamt zwölf Locations in der Innenstadt bzw. im Prater und in der Seestadt Aspern bespielt. Eine Premiere feierte heuer etwa die Begegnungszone "Friends in Vienna" auf dem Platz zwischen dem Cafe Landtmann und dem Burgtheater. Dort konnten beim Speed-Dating neue Bekanntschaften geschlossen und Gratis-Sekt an der "Bussi-Bar" geschlürft werden. Seit drei Jahrzehnten Während sich die Reihen auf der Partymeile gegen 2.00 Uhr lichteten, wurde dort bereits eifrig geputzt. Zahlreiche Mitarbeiter der MA 48 waren im Einsatz, um den Eventbereich von den Überbleibseln der Jahreswechsel-Sause zu befreien. Der Wiener Silvesterpfad gehört laut den Veranstaltern zu den größten Open-Air-Neujahrspartys Europas. In drei Jahrzehnten seines Bestehens haben rund zwölf Millionen Menschen dort den Jahreswechsel gefeiert. Wer das neue Jahr noch einmal unter freiem Himmel begrüßen möchte, hat dazu in wenigen Stunden bereits wieder Gelegenheit. Denn das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird am Vormittag live aus dem Wiener Musikverein auf den Rathausplatz, den Herbert-von-Karajan-Platz vor der Oper und den Riesenradplatz übertragen. (APA, 1.1.2020)
Die Preise für Milch und Getreide fuhren seit 2010 Achterbahn. Wien. Die heimischen Bauern hatten in den vergangenen zehn Jahren mit stark schwankenden Preisen für ihre Produkte – etwa Milch, Getreide und Zucker – zu kämpfen. Für den Agrarökonomen Franz Sinabell vom Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat die österreichische Land- und Lebensmittelwirtschaft im Vergleich zu den Nachbarländern dennoch „eine sehr günstige Entwicklung genommen“. Die stark schwankenden Preise für Agrargüter haben den Strukturwandel hierzulande nicht beschleunigt. In Österreich haben viele Bauern mit der Milchproduktion in den vergangenen Jahren aufgehört. Die Anzahl der Milchbauern ist von rund 44.000 im Jahr 2008 um 40 Prozent auf 27.000 im Jahr 2018 gesunken. Für 2019 liegen noch keine Zahlen vor. Der Erzeugermilchpreis für die Bauern hat sich nach der Liberalisierung des europäischen Milchmarkts – dem Ende der Milchproduktionsquoten – und der Milchpreiskrise 2015/16 wieder erholt. Im Sommer 2016 erhielten die Bauern für konventionelle Milch nur etwas über 27 Cent netto, zuletzt waren es 33 Cent. Für Heumilch bekommen die Landwirte einen Zuschlag von fünf Cent, für Bio-Heumilch sind es 15 Cent. Auch bei den Getreidepreisen gab es starke Schwankungen. An der Pariser Warenterminbörse Euronext kostet eine Tonne Weizen aktuell rund 189 Euro. Die weltweiten Getreide-Lagerbestände sind relativ hoch und dämpfen damit die Preise. In den vergangenen zehn Jahren hat der Weizenpreis eine Berg- und Talfahrt erlebt und pendelte zwischen 140 und 280 Euro. (APA) ("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.01.2020)
1
.Billboard { min-height: 250px; display: block !important; } .Mobile_Pos2_wrapper { min-height: 420px; } .Mobile_Pos2:not(.nofh) { min-height: 420px; display: block !important; } .Mobile_Pos3 { min-height: 280px; display: block !important; } .Mobile_Pos4 { min-height: 280px; display: block !important; } .Mobile_Pos5 { min-height: 280px; display: block !important; } .Mobile_Pos6 { min-height: 280px; display: block !important; } .Content_1 { min-height: 280px; display: block !important; } .Content_2 { min-height: 280px; display: block !important; } #traffective-ad-Mobile_Sticky:before { content: "" !important; font-size: 1px !important; } /* [data-layout="desktop"] .Superbanner, [data-layout="mobile"] .Superbanner { min-height: 300px; display: block !important; } */ .Billboard { min-height: 250px; display: block !important; } .Mobile_Pos2_wrapper { min-height: 250px; } .Mobile_Pos2:not(.nofh) { min-height: 250px; display: block !important; }
Bei einem Küchenbrand in Landshut sind am Neujahrstag drei Personen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Den Schaden schätzt die Polizei auf 10.000 Euro. Gegen 13 Uhr wurde ein Feuer in der Goldingerstraße der Polizei gemeldet. Als die Einsatzkräfte vor Ort ankamen, brannte die Küche in einer Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses. Der Inhaber der Wohnung hatte mit einer Elektropfanne und Fett hantiert, als das Feuer ausbrach und auf die Küchenschränke übergriff. Der 48-Jährige wurde schwer verletzt und musste in eine Spezialklinik geflogen werden. Ein neunjähriges Kind, das ebenfalls in der Wohnung war, blieb unverletzt. Zwei weitere Personen, die dem Mann helfen wollten, wurden leicht verletzt.
1.333333
Regierung Frankreichs Präsident bleibt bei Rentenreform hart Rudert er zurück? Dass Macron bei der Rentenreform klein beigibt, hat wohl niemand erwartet. In seiner Neujahrsansprache verteidigt er das für ihn so wichtige Projekt stattdessen - und macht deutlich, dass es kein Zurück geben wird. Streiks hin oder her. Merken Mail an die Redaktion Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, gibt sich bei der umstrittenen Rentenreform trotz Streiks unnachgiebig. Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/AP/dpa Paris.Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gibt sich bei der umstrittenen Rentenreform trotz Streiks unnachgiebig. Die Rentenreform werde umgesetzt, sagte Macron am Dienstagabend in der traditionellen Neujahrsansprache. Es handele sich um ein Projekt für Gerechtigkeit und sozialen Fortschritt. Er sei sich bewusst, dass getroffene Entscheidungen manchmal auf Widerstand stoßen. „Sollten wir es aufgeben, unser Land und unseren Alltag zu verändern? Nein“, so der Staatschef. Gegen die Reform wird in Frankreich seit dem 5. Dezember massiv gestreikt. Vor allem der öffentliche Nahverkehr in Paris und der Fernverkehr im Land sind erheblich gestört. Mit der Rentenreform will die französische Mitte-Regierung die Zersplitterung in 42 verschiedene Einzelsysteme beenden und damit auch zahlreiche Sonderrechte abschaffen. Außerdem sollen die Franzosen dazu angehalten werden, länger zu arbeiten. Macrons Neujahrsansprache war mit Spannung erwartet worden. Seit Beginn der Streiks hatte er sich auffällig zurückgehalten. Wirklich beruhigt haben dürfte der Präsident den Konflikt mit seiner Rede nicht. Er wandte sich vor allem an die gesprächsbereiten Gewerkschaftspartner und stärkte damit seinem Premierminister Édouard Philippe den Rücken. Hardliner-Gewerkschaften wie die CGT fordern die komplette Rücknahme des Projekts und hatten schon Mitte Dezember einen neuen Massenprotest am 9. Januar angekündigt. „Ich verspreche Ihnen heute Abend, dass ich all meine Energie darauf verwenden werde, unser Land zu transformieren, um es stärker, gerechter und menschlicher zu machen“, erklärte der Präsident. Bedenken dürften dabei nicht zur Untätigkeit führen. Macron verteidigte auch das umstrittene Gleichgewichtsalter. Zwar soll das gesetzliche Renteneintrittsalter von 62 Jahren beibehalten werden - allerdings sollen die Franzosen volle Bezüge in der Regel erst mit 64 Jahren erhalten. Kritiker sehen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters durch die Hintertür. In einer Welt, in der die Menschen immer später anfangen zu arbeiten und immer länger leben, sei es unerlässlich, länger zu arbeiten, sagte Macron nun. Er verteidigte auch das Punktesystem, das eingeführt werden soll. Künftig werde jeder eingezahlte Euro zählen, so der Staatschef. Das werde sich vor allem für Frauen auszahlen. Er versprach außerdem, dass mit der Reform Rücksicht auf die Menschen genommen werde, die körperlich anstrengende Berufe ausüben. Sie sollen weiter früher in Rente gehen können. In seiner Ansprache erinnerte der Präsident auch an den Tod des Ex-Präsidenten Jacques Chirac, die Brandkatastrophe von Notre-Dame sowie die große Bürgerdebatte im Zuge der „Gelbwesten“-Krise. „Ich werde mit Entschlossenheit gegen die Kräfte kämpfen, die die nationale Einheit untergraben“, kündigte er an. Eine schnelle Lösung im Streit um die Reform zwischen Regierung und Gewerkschaften hatte sich bisher nicht abgezeichnet. Auch auf eine Streikpause zu den Feiertagen hatten sich die Gewerkschaften nicht eingelassen. An den Festtagen gab es Chaos. Die Regierung will erst am 7. Januar wieder mit den Sozialpartnern zusammenkommen. Auch Zugeständnisse des Premiers Philippe hatten bisher keinen Erfolg gezeigt.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gibt sich bei der umstrittenen Rentenreform trotz Streiks unnachgiebig. Die Rentenreform werde umgesetzt, sagte Macron in seiner Neujahrsansprache. Es handele sich um ein Projekt für Gerechtigkeit und sozialen Fortschritt. Er sei sich bewusst, dass getroffene Entscheidungen manchmal auf Widerstand stoßen. Gegen die Reform wird in Frankreich seit dem 5. Dezember massiv gestreikt. Vor allem der öffentliche Nahverkehr in Paris und der Fernverkehr im Land sind erheblich gestört. Mit der Rentenreform will die französische Mitte-Regierung die Zersplitterung in 42 verschiedene Einzelsysteme beenden und damit auch zahlreiche Sonderrechte abschaffen. Außerdem sollen die Franzosen dazu angehalten werden, länger zu arbeiten. dpa/sh
4
Der Schotte verhindert die erfolgreiche Titelverteidigung des Weltranglisten-Ersten Michael van Gerwen. Er setzt sich im Finale mit 7:3 durch. Peter Wright hat sich erstmals zum Darts-Weltmeister gekrönt und die Titelverteidigung von Dominator Michael van Gerwen verhindert. Der 49-jährige Schotte schlug den Weltranglisten-Ersten im Finale in London am Mittwoch mit 7:3 und sorgte damit für eine Überraschung. Für "Snakebite", wie Wright genannt wird, ist es der größte Erfolg seiner bisherigen Laufbahn. Der Sieg im Alexandra Palace beschert dem Schotten nicht nur die 25 Kilogramm schwere Sid Waddell Trophy, sondern auch ein Preisgeld von 500.000 Pfund (587.682,18 Euro). Wright beendete damit seine Misere gegen Van Gerwen, dem er zuvor in neun Major-Finali immer unterlegen war. In der Weltrangliste verbessert sich der neue Weltmeister, dem am Mittwoch zahlreiche Aufnahmen mit der Maximalpunktzahl von 180 gelangen, auf Rang zwei. Finale auf hohem Niveau Der vom Publikum gefeierte Herausforderer holte sich schnell eine Führung von 2:0-Sets. Erst danach legte Van Gerwen zu und knüpfte an sein gewohnt hohes Niveau an. Im dritten Set warf er eine starke Aufnahme nach der anderen, sein Average von 121,9 Punkten ließ Wright keine Chance. Es entwickelte sich das erhoffte hochklassige Endspiel, bei dem sich der Schotte nicht einschüchtern ließ, obwohl Van Gerwen zeitweise angsteinflößend brüllte und jubelte. Die so wichtige 3:1-Führung verpasste Wright nur um wenige Millimeter. Das Darts-Spektakel vor 3000 Zuschauern im "Ally Pally" entschädigte für viele Partien in den finalen Runden, die deutlicher ausgefallen waren als erwartet. Es ging hin und her: Wright warf sieben perfekte Darts und checkte mit beeindruckender Sicherheit aus, das zwischenzeitliche 4:2 mit 15 von 25 Doppeltreffern verblüffte nicht nur Van Gerwen. Dass Wright zuvor bereits 59 Partien gegen van Gerwen verloren hatte, war ihm nicht anzumerken. Der schon bei seinem Einmarsch ausgepfiffene Niederländer kämpfte sich zwar noch einmal auf 3:4 heran, musste sich trotz ordentlicher Leistung aber dem vor allem in der Schlussphase herausragenden Wright geschlagen geben. (APA/dpa)
Die Darts-Weltmeisterschaft in London endet mit einer Überraschung. Der 49-jährige Schotte Peter Wright besiegt im Final den topgesetzten Titelverteidiger Michael van Gerwen aus den Niederlanden 7:3. Wright und Van Gerwen waren sich an der WM der Profivereinigung PDC auch schon 2014 im Final gegenübergestanden. Damals errang der Niederländer mit einem 7:4-Erfolg seinen ersten von bis heute drei WM-Titeln. In der Revanche hat sich nun Wright – auf unerwartet klare Weise – erstmals zum Weltmeister gekürt. Peter Wright, der nach seinem Lieblingsgetränk «Snakebite» (Schlangenbiss) genannt wird, ist der Siebte der Weltrangliste. Demnach war er an der traditionsgemäss im Alexandra Palace («Ally Pally») ausgetragenen Weltmeisterschaft als Nummer 7 gesetzt. Im Halbfinal hatte er die Weltnummer 3 Gerwyn Price aus Wales mit 6:3 Sätzen bezwungen. Wright ist überdies erst der zweite schottische Weltmeister in der 26-jährigen Geschichte der PDC-WM. Sein Vorgänger war Gary Anderson, der 2015 und 2016 siegte. Der Final zwischen Wright und Van Gerwen nach best of 13 verlief nur bis zum 2:2 ausgeglichen. Nach einem 2:4-Rückstand kam Van Gerwen auf 3:4 heran, ehe Wright drei Sätze in Folge für sich entschied.
4
Empfehlung - Grüne: Regierung muss bei Schienen-Elektrifizierung zulegen dpaBerlin Die Grünen haben die Bundesregierung zu mehr Anstrengungen bei der Elektrifizierung des Schienennetzes aufgefordert. Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel sagte der dpa: „Schwarz-Rot muss bei der Elektrifizierung des Schienennetzes endlich einen Schlag zulegen, damit der Umweltvorteil der Schiene weiter ausgebaut werden kann.“ Mit Elektrifizierung ist die Ausrüstung von Gleisstrecken mit Oberleitungen oder Stromschienen zur Versorgung elektrisch betriebener Bahnen gemeint.(...) Link zum Artikel: https://www.gn-online.de/ticker/gruene-regierung-muss-bei-schienen-elektrifizierung-zulegen-337368.html
dpa Berlin Die Hamburger Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank hat sich für eine Fortsetzung der Koalition mit der SPD nach der Bürgerschaftswahl am 23. Februar ausgesprochen. „Grün-Rot ist eindeutig mein Favorit“, sagte die Hamburger Wissenschaftssenatorin der „Welt“. Die Grünen hätten mit der SPD einen „sehr ehrgeizigen Klimaschutzplan“, das „ambitionierteste Klimaschutzgesetz Deutschlands“ sowie ein „sehr ehrgeiziges Kohleausstiegsprogramm“ vereinbart. Das seien herausfordernde Projekte, aber auch auch klare Signale für eine weitere Zusammenarbeit.
1.666667
Die Polizei sucht zwei Männer, die am Neujahrsmorgen nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A46 flüchteten. Mönchengladbach. Nachdem sie auf der A46 einen Ford rammten, sind der Fahrer eines A3 und sein Beifahrer auf der Flucht. Zwei Schwerverletzte ließen sie zurück. Inhalt ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN > Vorherige Seite Nächste Seite Mönchengladbach: Unfallfahrer lassen Schwerverletzte zurück Eine mysteriöse Unfallflucht beschäftigt die Düsseldorfer Polizei: Ersten Ermittlungen zufolge war ein Audi A3 mit Heinsberger Kennzeichen und drei Insassen gegen 3 Uhr auf der A46 bei Mönchengladbach in Richtung Brilon unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache prallte der A3 auf einen vorausfahrenden Ford Mondeo, in dem ein 52-Jähriger aus Erkelenz am Steuer saß. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Ford nach rechts von der Fahrbahn auf ein angrenzendes Feld geschleudert. Dort überschlug sich der Pkw mehrfach. Der Audi kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Feuerwehr musste Fahrer des Ford aus seinem Auto befreien Der Audi-Fahrer und dessen Beifahrer flüchteten zu Fuß. Ihren Mitfahrer, einen 31-Jährigen aus Wassenberg, ließen sie dabei schwer verletzt im Fond des Fahrzeuges zurück. Der Fahrer des Ford musste durch die Feuerwehr aus seinem Fahrzeugwrack befreit werden. Die beiden Verletzten kamen mit Rettungswagen zur stationären Behandlung in Krankenhäuser. Lebensgefahr konnte nicht ausgeschlossen werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei suchten großräumig nach dem flüchtigen Fahrer und dem Beifahrer des A3. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera wurde zur Unterstützung der Suche eingesetzt. Bislang blieb die Suche erfolglos. Die Polizei geht davon aus, dass beide Insassen ebenfalls schwer verletzt wurden. Die Polizei Düsseldorf bittet um Hinweise zu den beiden Männern. Zeugen die Angaben zur Identität oder zum Aufenthaltsort der beiden Unbekannten geben können, melden sich bitte beim Verkehrskommissariat 2 des Polizeipräsidiums Düsseldorf unter Tel.: 0211 8700.
Zwei Menschen wurden so schwer verletzt, dass sie in eine Spezialklinik mit Druckkammer gebracht werden mussten, wie die Polizei mitteilte. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die 27-jährige Frau und der 31-jährige Mann sich in Lebensgefahr befänden. Die neun anderen Verletzten wurden in umliegende Spitäler gebracht. Unter ihnen waren auch zwei drei Jahre alte Kleinkinder. Auch Mitarbeiter des alarmierten Rettungsdienstes wurden verletzt. Ersten Ermittlungen zufolge hatte die Gruppe zunächst ausserhalb der Wohnung gegrillt, den Grill jedoch im Verlauf des Abends abgebaut und in die Wohnung gebracht. Mehrere Stunden später klagten die ersten Feiernden über starke Kopfschmerzen. Die Gruppe alarmierte die Rettungskräfte.
1.666667
Im Juni startete die Suche nach den Helden des Alltags. Jetzt ist es fix: 23 neue Grätzel-Helden engagieren sich für gute Nachbarschaft im "15er Hieb". Die ersten Nominierungen zum "Grätzel-Helden" langten schon bei der Auftaktveranstaltung im Juni ein, weitere folgten telefonisch, per E-Mail oder direkt im Stadtteilbüro der Gebietsbetreuung. Rund die Hälfte der 23 Helden des Alltags sind Bezirksbewohner. Die andere Hälfte der Helden vertritt Einrichtungen oder Unternehmen im Grätzel. Alle engagieren sich für einen lebenswerten Stadtteil. Heldin des Alltags Eine der Grätzel-Helden ist Elisabeth Sirch. Seit 1976 lebt sie in Rudolfsheim. Sie ist seit fast 40 Jahren im Mieterbeirat ihres Gemeindebaus. Außerdem ist sie seit zehn Jahren im "Kulturverein 15" aktiv und bereits seit 27 Jahren hilft sie einmal pro Woche ehrenamtlich bei der Volkshilfe mit. Außergewöhnliches Engagement Brigitte Neichl arbeitet seit mehr als 24 Jahren ehrenamtlich fürs Bezirksmuseum und leitet es seit 2011. Neichl hat mit weiteren 15 ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen aus dem „Museum 15" nicht nur einen Bildungsort für lokales Wissen, sondern auch einen coolen Grätzel-Treff geschaffen. Einsatz im Nachbarschaftszentrum „Wenn etwas gebraucht wird, helfe ich mit!", sagt Hannelore Stätter. Seit acht Jahren hilft sie im Nachbarschaftszentrum 15. Egal was anfällt: Wo etwas zu tun ist, hilft die Grätzelheldin mit. Im Nachbarschaftszentrum sortiert Stätter zwei- bis dreimal pro Woche Warenspenden – wie Spielzeug, Gewand und Co - und hilft beim Flohmarkt. Markt als Grätzel-Treff Stefan Rom vom Marktstand „Landkind" am Schwendermarkt sorgt dafür, dass der Markt ein Grätzeltreff im Bezirk ist. Rom wohnt im 15. Bezirk und engagiert sich mit anderen Marktstandlern im Verein „Schwenderkinder", der den Markt zur Relax- und Genusszone machen möchte. Stadträtin bedankt sich bei Heroes „Grätzelhelden setzen sich für ein gutes Miteinander ein. Ihr Herz schlägt für ihren Stadtteil und sie machen ihr Viertel bunter, wärmer und lebendiger. Grätzelhelden sind Menschen, die sich um ihre Nachbarschaft kümmern, denen die NachbarInnen wichtig sind", so Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal.
Die Suche nach der Mutter des in Lichtenberg (Bez. Urfahr-Umgebung) weggelegten Säuglings läuft auf Hochtouren. Und mittlerweile gibt es auch eine erste richtige Spur. Drei Tage ist es her, dass ein Baby auf der Türmatte einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in Alt-Lichtenberg gefunden wurde. Das Ehepaar D. hatte den wimmernden Säugling am Sonntag gegen 1 Uhr früh vor ihrer Tür gefunden. Da war er gerade einmal eine Stunde alt. Die Polizei suchte noch in der selben Nacht mit großem Aufgebot nach der Kindsmutter. Doch ohne Erfolg. Die Polizei hätte im Keller des Hauses Blutspuren sichergestellt, hieß es einen Tag später. Die Spuren sollen in Richtung Nachbarhaus führen. Auf dem Weg dorthin sollen auch benutzte Tücher gefunden worden sein. Spur führt in Nachbarschaft Dieser Hinweis könnte nun offenbar entscheidend sein. Denn laut Pressestelle der Polizei OÖ habe man mittlerweile einen Verdacht, wer die Kindsmutter sein könnte. Die Frau, um die es sich handelt, soll aus der Nachbarschaft stammen. Man habe versucht, mit ihr Kontakt aufzunehmen, bislang jedoch ohne Erfolg. Wann die Frau hergezogen war und Näheres zu ihrer Identität ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen gehen auf Hochtouren weiter.
1.333333
Energieexperten schlagen Alarm: Hartz-IV-Empfänger könnten sich 2020 Strom nicht leisten Teilen Wird Strom für Sozialhilfe-Empfänger zu teuer? (Symbolbild) © dpa / Oliver Berg Mehr als 530 Stromversorger wollen einem Vergleichsportal zufolge jetzt ihre Preise erhöhen - für Arbeitslosengeld-Empfänger ist das bitter. Das Arbeitslosengeld II wird für Alleinstehende erhöht. Doch die Stromkosten steigen ebenfalls. Stromexperten machen jetzt eine alarmierende Rechnung auf. Berlin - Schlechte Nachrichten gleich zu Jahresbeginn: Der Hartz-IV-Regelsatz steigt 2020 leicht an - die höheren Kosten für Strom kann er dadurch aber nicht abdecken. Wie das Vergleichsportal Check 24 am Neujahrstag mitteilte, müssen alleinstehende Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) im neuen Jahr durchschnittlich 93 Euro mehr für Strom ausgeben, als der Regelsatz dafür vorsieht. „Trotz der Erhöhung des Hartz-IV-Regelbedarfs vergrößert sich die Lücke zwischen Energiepauschale und den tatsächlichen Stromkosten für Hartz-IV-Empfänger“, erklärte der Check-24-Energieexperte Lasse Schmid. Zu wenig Geld für Strom: Preiserhöhung sticht Hartz-IV-Erhöhung Alleinstehende Hartz-IV-Empfänger erhalten 2020 acht Euro mehr im Monat - insgesamt sind es 432 Euro. Davon sind 38,32 Euro als Pauschale für Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung vorgesehen. Nach Angaben von Check 24 kosten 1500 Kilowattstunden Strom in der Grundversorgung aber im Schnitt 46,08 Euro. Es fehlen pro Monat im Schnitt also knapp acht Euro. Dem Vergleichsportal zufolge hoben 533 Stomgrundversorger zum Jahreswechsel ihre Preise an beziehungsweise haben angekündigt, dies zu tun. Im Schnitt steigen die Preise um 5,5 Prozent. Hartz-IV-Reform: FDP mit Kurz nach Weihnachten hatte die FDP hat Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) aufgefordert, die Überarbeitung des Sanktionsmechanismus bei Hartz IV zu einer grundlegenden Reform des Sozialsystems zu nutzen. Es wäre jetzt zu kurz gesprungen, nach dem Urteil des Verfassungsgerichts „einfach die Sanktionen anzupassen“, sagte der FDP-Sozialpolitiker Johannes Vogel der dpa. Die SPD habe den Begriff des „Bürgergeldes“ übernommen, den die Liberalen „schon lange nutzen als unsere Version einer modernen Grundsicherung“. Das Bundesverfassungsgericht hatte im November geurteilt, dass die Jobcenter als Sanktionen für säumige Hartz-IV-Bezieher die monatlichen Leistungen nicht stärker als 30 Prozent kürzen dürfen. Doch ein Trick soll höhere Strafen angeblich ermöglichen. Die SPD hatte sich auf ihrem Parteitag Anfang Dezember dafür ausgesprochen, das Urteil umzusetzen und strengere Sanktionen für unter 25-Jährige und Kürzungen von Wohnkosten abzuschaffen. Das Bundesministerium hat kürzlich aktuelle Zahlen zu den Hartz-IV-Kosten mitgeteilt. Mehr zum Thema im Video: Hartz-IV-Sanktionen müssen entschärft werden AFP/dpa/frs
CHECK24 GmbH Trotz Erhöhung: Hartz IV deckt auch 2020 Stromkosten für Alleinstehende nicht Bild-Infos Download München (ots) - Arbeitslosengeld II (ALG II) steigt 2020 für Alleinstehende auf 432 Euro - Stromkosten in der Grundversorgung 20 Prozent über ALG-II-Regelbedarf für Energie - CHECK24-Energiexperten beraten bei Fragen zum passenden Stromtarif Der Hartz-IV-Regelsatz für Energie reicht nicht aus, um die monatlichen Stromkosten zu bezahlen. Obwohl die Bezüge für Alleinstehende in diesem Jahr um acht Euro auf 432 Euro pro Monat steigen*, zahlen Empfänger von Arbeitslosengeld II im Durchschnitt 93 Euro im Jahr mehr für Strom, als das ALG II vorsieht. Die Hartz-IV-Pauschale für Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung beträgt 2020 monatlich 38,32 Euro**, 1.500 kWh Strom kosten in der Grundversorgung durchschnittlich 46,08 Euro. Damit liegen die Stromkosten 20 Prozent über dem Regelbedarf. Durch einen Wechsel zu einem der zehn günstigsten Alternativtarife reduzieren Stromkunden ihre monatlichen Kosten auf 40,08 Euro und liegen damit noch immer über dem Regelbedarf. "Trotz der Erhöhung des Hartz-IV-Regelbedarfs vergrößert sich die Lücke zwischen Energiepauschale und den tatsächlichen Stromkosten für Hartz-IV-Empfänger", sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. 533 Stromgrundversorger hoben ihre Preise zum 1.1.2020 an oder haben angekündigt dies noch zu tun - im Durchschnitt um 5,5 Prozent. Betroffen sind hiervon ca. vier Millionen Haushalte, die ihren Strom aus der Grundversorgung beziehen. CHECK24-Energiexperten beraten bei Fragen zum passenden Stromtarif Verbraucher, die Fragen zu ihrem Stromtarif haben, erhalten bei den CHECK24-Energieexperten an sieben Tagen die Woche eine persönliche Beratung per Telefon oder E-Mail. Über das Vergleichsportal abgeschlossene oder hochgeladene Energieverträge sehen und verwalten Kunden im Haushaltscenter. Seit 2012 sind die Tarife der Alternativanbieter günstiger als die Grundversorgungstarife. Der intensive Wettbewerb zwischen den Anbietern führt zu sinkenden Strompreisen. So konnten Verbraucher innerhalb eines Jahres insgesamt 311 Mio. Euro einsparen. Das ergab eine repräsentative Studie der WIK-Consult, einer Tochter des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK).*** *Quelle: ZDF.de "Bundesrat stimmt Verordnung zu - Hartz-IV-Erhöhung beschlossen" http://ots.de/dohCYK [abgerufen am 9.12.2019] **Quelle: hartziv.org "Hartz IV Erhöhung: So setzt sich der Regelsatz 2020 zusammen" http://ots.de/20eMtz [abgerufen am 9.12.2019] ***Die vollständige Studie der WIK-Consult mit weiteren Ergebnissen unter: https://www.wik.org/fileadmin/Studien/2018/2017_CHECK24.pdf Über CHECK24 CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal. Der kostenlose Online-Vergleich zahlreicher Anbieter schafft konsequente Transparenz und Kunden sparen durch einen Wechsel oft einige hundert Euro. Privatkunden wählen aus über 300 Kfz-Versicherungstarifen, über 1.000 Strom- und über 850 Gasanbietern, mehr als 300 Banken, über 300 Telekommunikationsanbietern für DSL und Mobilfunk, über 5.000 angeschlossenen Shops für Elektronik, Haushalt und Autoreifen, mehr als 150 Mietwagenanbietern, über 1.000.000 Unterkünften, mehr als 700 Fluggesellschaften und über 90 Pauschalreiseveranstaltern. Die Nutzung der CHECK24-Vergleichsrechner sowie die persönliche Kundenberatung an sieben Tagen die Woche ist für Verbraucher kostenlos. Von den Anbietern erhält CHECK24 eine Vergütung. CHECK24 unterstützt EU-Qualitätskriterien für Vergleichsportale Verbraucherschutz steht für CHECK24 an oberster Stelle. Daher beteiligt sich CHECK24 aktiv an der Durchsetzung einheitlicher europäischer Qualitätskriterien für Vergleichsportale. Der Prinzipienkatalog der EU-Kommission "Key Principles for Comparison Tools" enthält neun Empfehlungen zu Objektivität und Transparenz, die CHECK24 in allen Punkten erfüllt - unter anderem zu Rankings, Marktabdeckung, Datenaktualität, Kundenbewertungen, Nutzerfreundlichkeit und Kundenservice. Pressekontakt: Edgar Kirk, Public Relations Manager, Tel. +49 89 2000 47 1175, edgar.kirk@check24.de Daniel Friedheim, Director Public Relations, Tel. +49 89 2000 47 1170, daniel.friedheim@check24.de Original-Content von: CHECK24 GmbH, übermittelt durch news aktuell
3.666667
Herne. Das erste Herner Baby im neuen Jahrzehnt heißt Lia. Es kam um 8.06 Uhr im Anna-Hospital zur Welt. Dort gab es schon vorher Grund zur Freude. Lia ist das erste Herner Baby im neuen Jahrzehnt Das erste Herner Baby des neuen Jahrzehnts hat nicht lange auf sich warten lassen. Um 8.06 Uhr erblickte Lia im St. Anna-Hospital das Licht der Welt. Ziemlich pünktlich. Denn Lias errechnetes Geburtsdatum sei Silvester gewesen, erzählt Mutter Michelle Möser im Gespräch mit der WAZ-Redaktion. Deshalb hätte sie mit ihrem Freund Marvin Banach die Vorbereitungen für den Silvesterabend auch quasi nur unter Vorbehalt getroffen. Zurecht, wie sich herausstellen sollte. Denn schon am frühen Silvestermorgen hätten die Wehen eingesetzt, so dass Michelle Möser den Tag und die Silvesternacht gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Freund im Krankenhaus verbracht hätten. Um 8.06 Uhr am Neujahrsmorgen kam Lia dann zur Welt - mit einer Größe von 51 Zentimetern und einem gewicht von 3330 Gramm. Und Lia ist auch ein echtes Herner Kind, denn die Eltern wohnen auch in Wanne-Eickel. 1000. Geburt im Jahr 2019 im Anna-Hospital am 27. Dezember Aber auch schon kurz vor dem Jahreswechsel gab es im St. Anna Hospital Grund zum Feiern. Der Grund: Die Geburt von Lotta am 27. Dezember war die 1000. in diesem Jahr in der Wanner Klinik. Darüber freuen sich nicht nur die stolzen Eltern, sondern auch das gesamte Team der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Jubiläumsbaby Lotta ist 52 Zentimeter groß und wiegt 3800 Gramm. Sie ist das erste Kind von Mutter Michaela und Vater Benjamin. Schwangerschaft und Geburt verliefen ohne Probleme, auch wenn die Entbindung etwas früher als geplant stattfand. Den eigentlichen Geburtstermin am 2. Januar verschob Lotta spontan ein paar Tage nach vorne. Da Mutter und Kind wohlauf sind, ging es schon nach wenigen Tagen nach Hause. Jubiläumsbaby Lotta mit ihren glücklichen Eltern und Hebamme Silke Westerhausen (l.). Foto: LECLAIRE PHOTOGRAPHIE BOCHUM Eltern fühlten sich gut betreut Obwohl die Familie aus Gelsenkirchen stammt, fiel die Entscheidung für eine Geburtsklinik auf das St. Anna Hospital Herne, wie Vater Benjamin berichtet: „Schon bei der Kreißsaalbesichtigung hatten wir einen guten Eindruck, und bei dem Geburtsplanungsgespräch hat sich die Hebamme viel Zeit für uns genommen. Auch bei der Geburt haben wir uns von Hebamme und Arzt wirklich gut betreut gefühlt.“ Prof. Dr. Sven Schiermeier, Direktor des Zentrums für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe an den Standorten Witten und Wanne-Eickel, freut sich über das entgegengebrachte Vertrauen. Mit der 1000. Geburt schon einige Tage vor dem Jahresende setzt das St. Anna Hospital Herne den positiven Trend der vergangenen Jahre fort. 2018 waren es 983, im Jahr davor 937 Geburten. Die Geburtsstation im Marien Hospital Herne zählt nicht ganz so viele Geburten, 2018 waren es 593. Lokales Wanne und Witten bilden Zentrum für Frauenheilkunde Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am St. Anna bildet seit Anfang 2019 mit seinem Pendant des Wittener Marien Hospitals ein Zentrum. Nach den Worten von Theo Freitag ist die Bildung von Zentren immer Strategie der Elisabeth-Gruppe. „Wo wir gleiche Kliniken vorfinden, wollen wir alle Qualitäten und Strukturen für die Patienten zusammenführen“, so Freitag. Im St. Anna Hospital sind die Geburtshilfe und das Brustzentrum seit Jahren etabliert, weitere Schwerpunkte sind zum Beispiel die Behandlung von Endometriose oder gynäkologisch-onkologischen Erkrankungen. Im „Anna“ wird der Schwerpunkt in der Geburtshilfe auf natürliche Geburten gelegt. Das Wittener Marien Hospital legt in diesem Bereich einen starken Akzent auf Risiko-, Mehrlings- und Frühgeburten und ist als Perinatalzentrum der höchsten Stufe zertifiziert. Zudem wird dort das komplette Spektrum der gynäkologischen Erkrankungen behandelt. Durch eine Angleichung der Strukturen und einen Austausch von Erfahrungen soll der Standort Wanne-Eickel weiter ausgebaut werden. Zahl der Geburten in Wanne und Herne liegt über wichtigen Zielmarken Mit diesen Zahlen überschreiten beide Häuser eine wichtige Zielmarke. „In einer Geburtshilfe sollen mindestens 400 Geburten im Jahr stattfinden. Diese Anzahl ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Nur wer regelmäßig Entbindungen begleitet, kann auch die nötige Routine vorweisen“, hatte Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth-Gruppe, bereits bei anderer Gelegenheit im Gespräch mit der Herner WAZ erläutert. Als Grund für die steigende Zahl der Geburten in beiden Geburtsstation sieht er neben der medizinischen Qualität auch die Atmosphäre. Beide Stationen sind erst vor wenigen Jahren renoviert worden. Dass in Herne die Zahl der Geburten angestiegen ist und konstant auf hohem Niveau ist, hängt auch damit zusammen, dass Geburtsstationen in anderen Städten geschlossen worden sind, weil sie nicht mehr wirtschaftlich waren. 44 Krankenhäuser haben in den vergangenen zehn Jahren ihre Geburtsstationen geschlossen, in der näheren Umgebung in Gelsenkirchen, Castrop-Rauxel oder Gladbeck.
Geburtstagsparty in der Silvesternacht: Das wird im Leben von Svea der neue Standard sein. Das Mädchen wurde als erstes Baby im Castrop-Rauxeler St.-Rochus-Hospital geboren. Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer holte es im OP um 10.08 Uhr per Kaiserschnitt auf die Welt. Svea kam mit 2960 Gramm vier Wochen zu früh zur Welt Dabei hätte Svea, die Erstgeborene ihrer Eltern, durchaus noch ein bisschen Zeit gehabt: Das Mädchen kam mit 2960 Gramm und 50 Zentimetern in der 36. Schwangerschaftswoche zur Welt - also rund zehn Tage vor dem geplanten Entbindungstermin*. Dennoch kann es auf der Neugeborenen-Station im Castroper Rochus-Hospital weiterversorgt werden: Nur bei Frühchen, die vor der 35. Schwangerschaftswoche geboren werden, müssen die Ärzte und Hebammen eine Verlegung in eine Frühchen-Klinik, meist ins Marienhospital Witten, verordnen. Dort gibt es, anders als im Rochus, auch eine Frühchen-Versorgung nach aktuellem medizinischen Stand. Unter anderem hält man eine Kinder-Intensivstation vor. Im Rochus kommen jedes Jahr rund 900 Babys zur Welt Das Rochus-Hospital verfügt über die einzige Entbindungsstation in Castrop-Rauxel. Hier kommen Jahr für Jahr 800 bis 900 Kinder zur Welt, 2018 waren es 892. Eine solche Statistik für 2019 liegt noch nicht vor. Mit dem Ende des Jahres 2015 schloss das Evangelische Krankenhaus, die zweite Klinik Castrop-Rauxels, ihre Geburtshilfe-Aktivitäten. Hinweis der Redaktion: In einer vorigen Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, Svea sei rund vier Wochen zu früh geboren. Das ist in Bezug auf den errechneten Entbindungstermin korrekt, aber bereits für den 10. Januar war ein Kaiserschnitt geplant.
3.333333
Paradiesvogel Einige kennen Prince Damien noch als strahlenden DSDS-Sieger. Jetzt zieht der Paradiesvogel als Kandidat im Januar 2020 ins Dschungelcamp ein. Prince Damien ist Kandidat im Dschungelcamp 2020 . ist . Gerüchte über die Teilnahme des 28-Jährigen bewahrheiteten sich laut Bild-Zeitung. bewahrheiteten sich laut Bild-Zeitung. Der Münchner ist als „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner bekannt geworden. München - „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“, diesen Satz wird sich Prince Damien im Januar 2020 tunlichst verkneifen wollen - denn der Musiker zieht laut einem Bericht der Bild-Zeitung ins Dschungelcamp. Viele erinnern sich sicherlich gut an seinen Triumph bei „Deutschland sucht den Superstar“. Nun folgt also der nächste Schritt im Privat-TV-Rummel und der Einzug im Dschungelcamp, das auch 2020 wieder von Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderiert wird. Dort trifft Prince Damien auf prominente Mitstreiter. Neben Danni Büchner und Sonja Kirchberger soll sogar ein früherer Bundesminister dabei sein. Dschungelcamp 2020: Das ist Kandidat Prince Damien Unter seinem bürgerlichen Namen „Messiah Prince Damien Ritzinger“, wurde er am 12. Dezember 1990 im südafrikanischen Johannesburg geboren. Sein Vater, ein Bayer, hatte als Gastronomie-Chef eines Kreuzfahrtschiffs den Weg ans Kap der guten Hoffnung gefunden. Unter tragischen Umständen erfolgte ein Jahr nach Prince Damiens Geburt der Umzug nach München. Seine Mutter verstarb und so nahm Vater Messiah Ritzinger ihn und seine ältere Schwester mit nach Deutschland. Dort verbrachte er seine Kindheit und schloss 2011 das Abitur ab. Prince Damien: Dschungelcamp-Kandidat ist Musik-Fachmann Prince Damien hat die Musik nicht nur im Blut, der Münchner ist ausgewiesener Fachmann. In der bayerischen Landeshauptstadt studierte der spätere DSDS-Sieger Musikproduktion und Tontechnik an der Akademie Deutsche POP. Eine Ausbildung, die sich bekanntermaßen bezahlt machen sollte. Doch der Erfolg bei Deutschlands größter Casting-Show sollte ihm dennoch nicht einfach in den Schoss fallen. Die Teilnahme an der DSDS-Staffel 2016 war nicht sein erster Anlauf im Showbiz. Schon während des Studiums startete er mit seiner Hip-Hop-Band „B-Cool“ erste Anläufe, bevor sich die Gruppe 2012 trennte. So konnte er sich wohl gut auf seine Ausbildung konzentrieren, denn nur ein Jahr später erlangte er seinen erfolgreichen Abschluss. Trotzdem sollte es noch ein weiteres Jahr dauern, ehe Prince Damien wieder in den Medien erschien. Bald im Dschungelcamp 2020: So begann die Karriere von Prince Damien Als Fotostory-Model sah man ihn in der Jugendzeitschrift BRAVO und als Komparse im Film „Die Sache mit der Wahrheit“. Für ihn wahrscheinlich allerdings noch erfreulicher: Die Veröffentlichung seines Mini-Albums „Mr. Easy“ und sein Mitwirken beim zweiten Comeback der Band „Pharao“. Trotzdem lockte dann das TV-Business. 2015 versuchte er sich zusammen mit seinem Gitarristen in der britischen Casting-Show „The X-Factor“. Als Teilnehmer der Hauptrunde durfte er im alt-ehrwürdigen Wembley-Stadium performen, zum Sieg reichte es allerdings nicht. Das sollte ihm 2016 als Solo-Künstler glücken. In der 13. Staffel der deutschen Erfolgsshow DSDS ehrte ihn Schlagerstar Michelle in der ersten Audition mit ihrer goldenen CD. Das brachte ihn ohne Umschweife in den Recall. Dank seinem schillerndem Auftreten samt Irokesen-Look und Nieten über der Augenbraue schwang er sich in der Sendung schnell zu Favoriten und Paradiesvogel auf. Das krönte er schlussendlich mit dem Triumph. Prince Damien triumphiert bei DSDS: Dieter Bohlen schrieb seinen ersten Hit Der bescherte ihm in der Folge auch seine erste, und bis heute einzige, Platzierung in den deutschen Charts. Die von Dieter Bohlen geschriebene Single „Glücksmoment“ erreichte Platz eins der Download- und Single-Charts. Das gleichnamige Album hielt sich drei Wochen lang auf dem Treppchen, was sich auch auf seine Dschungelcamp-Gage ausgewirkt hat. Seitdem wurde es ruhiger um Prince Damien, bis er 2018 erneut bei „Deutschland sucht den Superstar“ auftauchte. Diesmal aber nicht als Kandidat. Er begleitete die 16. DSDS-Staffel als Gesangslehrer für die angehenden Sternchen. Dschungelcamp 2020: Wie wird sich Prince Damien schlagen? Bleibt abzuwarten, ob sich Prince Damien im Dschungelcamp 2020 auch so erfolgreich schlägt wie bei DSDS - und wie er mit der Dschungeldiät und den anderen Gefahren, die im Dschungel lauern, zu Recht kommt. Zusätzlich zu den Ekel-Prüfunden -die im kommenden Dschungelcamp übrigens ganz anders aussehen könnten - wurde in der Nähe des Dschungelcamps sogar eine Leiche gefunden! Neben Prince Damien soll auch eine weitere DSDS-Kandidatin im Dschungelcamp dabei sein: Antonia Komljen zieht wohl ebenfalls in den australischen Busch, ebenso wie TV-Sternchen Anastasiya Avilova, die ihre TV-Karriere ebenfalls bei RTL startete. Ein Promi wird übrigens auf keinen Fall im Dschungelcamp zu sehen sein: Prinz Frederic von Anhalt gab RTL eine Abfuhr. Prince Damien: Dschungelcamp-Kandidat im Steckbrief Name Messia Prince Damien Ritzinger Geburtsdatum 12. Dezember 1990 Geburtsort Johannesburg Erfolge DSDS-Sieger 2016, smago!-Award 2017 Alben Mr. Easy (2014), Glücksmomente (2016) Singles Easy Breezy (2013), When I Think of You (2014), Beep Me (2014), Mich hält keiner auf (2016), Glücksmoment (2016) Rubriklistenbild: © dpa / Bodo Schackow
Die Kandidaten für die 14. Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" und in diesem Jahr wird auch eine Wienerin am Dschungelcamp 2020 teilnehmen. Alle Infos zu den Kandidaten. Die österreichische Schauspielerin Sonja Kirchberger - bekannt unter anderem als "Venusfalle" in Robert van Ackerens gleichnamigem Spielfilm - zieht heuer ins Dschungelcamp. Wienerin Sonja Kirchberger zieht ins Dschungelcamp 2020 Die 55-jährige Wienerin, die für RTL schon bei "Let's dance" das Tanzbein schwang, ist eine von zwölf Kandidatinnen, die von RTL für die neue Staffel der Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" bekanntgegeben wurden. Die IBES-Kandidaten im Überblick Zu den weiteren Teilnehmern zählt Danni Büchner, die Witwe des 2018 gestorbenen TV-Auswanderers Jens Büchner. Auch Ex-Profiboxer Sven Ottke, "GZSZ"-Schauspieler Raul Richter und der frühere deutsche Verkehrsminister Günther Krause ziehen ins Dschungelcamp. Aus der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" sind im Dschungel gleich zwei bekannte Gesichter dabei: Prince Damien und Toni Trips. Ebenfalls zu sehen: Claudia Norberg - die Ex von Schlagersänger Michael Wendler, "Temptation Island"-Teilnehmerin Anastasiya Avilova und Elena Miras - bekannt aus "Das Sommerhaus der Stars" und "Love Island". Auch der "Bachelor in Paradise" Marco Cerullo und Markus Reinecke ("Die Superhändler - 4 Räume, 1 Deal") sind bei der 14. Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" dabei. Start ist am 10. Jänner. Keine lebenden Tiere als Speisen mehr Eine Neuigkeit wurde schon vorab bekanntgegeben: In der neuen Staffel sollen keine lebenden Tiere, wie etwa Maden, verzehrt werden. In gewohnter Manier wird die Sendung kommentiert von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. Beim großen "IBES"-Finale am 25. Jänner entscheidet sich dann, wer König oder Königin des Dschungels wird.
2.333333
Wien Die konservative ÖVP und die Grünen haben sich in Österreich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch aus Verhandlerkreisen bestätigt. Das Übereinkommen muss am Samstag noch vom Bundeskongress der Grünen mit fast 300 Delegierten abgesegnet werden. Eine schwarz-grüne Regierung wäre in Österreich auf Bundesebene eine Premiere. Dem Bündnis wird bereits jetzt Symbol-Charakter für Deutschland und andere europäische Länder zugesprochen. ÖVP-Chef Sebastian Kurz wagt nach eineinhalb Jahren in einer aus dem Ausland stets kritisch beäugten Regierung mit der rechten FPÖ nun einen Richtungswechsel. Dass die Verhandlungen erfolgreich enden würden, hatte sich schon in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Seit Montag teilten die beiden Parteien trotz fehlender endgültiger Einigung mit, welche Minister dem künftigen Kabinett angehören sollen. Auch der Versand der Einladungen für den grünen Bundeskongress wurde als Zeichen gewertet, dass eine Einigung kurz bevorsteht. ÖVP und Grüne in Österreich stellen ihr Regierungsprogramm vor Zu den Überraschungen bei den Ministerplänen gehört die Neueinrichtung eines Integrationsministeriums, dessen Leitung Susanne Raab übernehmen soll. Die Kurz-Vertraute war bisher Leiterin der Integrationssektion im Außenministerium. Kurz lobte sie als „junge und sehr erfahrene Integrationsexpertin“. Grüne bekommen "Superministerium" Die Grünen erhalten derweil ein "Superministerium", in dem die Themen Umwelt, Verkehr und Infrastruktur, Energie, Technologie und Innovation zusammengeführt werden. Als Ministerin ist Leonore Gewessler vorgesehen. Die 43-Jährige leitete die Umwelt-NGO Global 2000, bis Grünen-Chef Werner Kogler sie zu einer Kandidatur für die Grünen bei der Nationalratswahl im September überzeugen konnte. Im Verteidigungsministerium wird in Klaudia Tanner, derzeit Bauernbunddirektorin im Bundesland Niederösterreich, erstmals eine Frau Chefin. Innenminister wird der bisherige Generalsekretär Karl Nehammer. Mit Außenminister Alexander Schallenberg darf auch ein Mitglied der Expertenregierung, die seit dem Misstrauensvotum gegen die Regierung Kurz I die Geschäfte führt, im Kabinett bleiben. Während die Parteien schon zahlreiche Personalien vor der Einigung bekannt machten, hielten sie sich zu politischen Inhalten bedeckt. Die Neuwahl und die Koalitionsverhandlungen waren nötig geworden, nachdem die rechtskonservative ÖVP-FPÖ-Regierung nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos zerbrochen war. Der ehemalige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache wirkte in den Aufnahmen anfällig für Korruption und trat zurück. Kurz rief Neuwahlen aus und wurde wenige Tage später per Misstrauensvotum aus dem Kanzleramt getrieben. Bis zur Ibiza-Affäre hatte die rechtskonservative Regierung recht reibungslos gearbeitet, wurde aber immer wieder gestört, weil die FPÖ die Abgrenzung zum rechtsextremen Rand nicht in den Griff bekam. Bei der Wahl im September konnten ÖVP und Grüne dann deutliche Gewinne verbuchen, während die sozialdemokratische SPÖ und die FPÖ viele Wählerstimmen verloren. Damit standen bereits am Wahlabend die Zeichen auf schwarz-grün in der Alpenrepublik. Beide Parteien betonten während den Verhandlungen, dass es zwischen ihnen große Unterschiede gebe und entsprechend große Hürden auf dem Weg zu einem Bündnis überwunden werden müssten. Während Kurz neue Steuern ablehnt, auf einen Anti-Migrationskurs Wert legt und wirtschaftsnah regieren will, benannten die Grünen den Klimaschutz, den Kampf gegen die Kinderarmut und mehr Transparenz als ihre wichtigsten Punkte. RND/dpa
Die Koalitionsverhandlungen in Österreich zwischen der konservativen ÖVP und den Grünen stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Drei Monate nach den vorgezogenen Parlamentswahlen wollten sich die ÖVP von Sebastian Kurz und die Ökopartei am Mittwochnachmittag (17.00 Uhr) ein letztes Mal treffen, bevor am Donnerstag das Programm der ersten österreichischen Regierung mit Beteiligung der Grünen präsentiert werden soll. Das Kabinett nahm derweil weiter Gestalt an. ÖVP und Grüne bestätigten laut der Nachrichtenagentur APA weitere Personalentscheidungen. Demnach gehen die Ministerien für Inneres und Verteidigung an die ÖVP-Politiker Karl Nehammer und Klaudia Tanner. Der Karrierediplomat und Kurz-Vertraute Alexander Schallenberg soll Außenminister bleiben. Als stärkste Partei wird die ÖVP die meisten Ministerposten erhalten. An die Grünen gehen vier Ministerien, darunter ein "Superministerium" für Umwelt, Verkehr, Energie und Technologie, das Leonore Gewessler übernehmen soll, ehemalige Geschäftsführerin der Umweltorganisation Global 2000. Der Grüne Rudi Anschober wird Sozialminister. Presseberichten zufolge gehen auch das Justiz- und das Kulturressort an die Ökopartei. Grünen-Parteichef Werner Kogler wird Vize-Kanzler. Die Grünen sollen nach einem erfolgreichen Abschluss der Koalitionsverhandlungen auf einem außerordentlichen Parteitag am Samstag über die Regierungsbeteiligung abstimmen. Ab Montag könnte dann die neue Regierung ins Amt eingeführt werden. ÖVP und Grüne lagen inhaltlich bislang teilweise weit auseinander. Ex-Kanzler Kurz vertritt beim Thema Einwanderung eine harte Linie. Er hat bereits angekündigt, weiter am "Kampf gegen illegale Einwanderung" sowie an Steuersenkungen festhalten zu wollen. Die politisch links verorteten Grünen waren die entschiedensten Gegner der Vorgängerkoalition aus ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ. Die konservative ÖVP (37,5 Prozent) und die Grünen (13,9 Prozent) waren als die großen Gewinner aus der Parlamentswahl Ende September hervorgegangen. Die FPÖ, die im Dezember 2017 mit Kurz' ÖVP eine Koalition gebildet hatte, wurde unter anderem wegen der Ibiza-Affäre um ihren Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache abgestraft. Auch die sozialdemokratische SPÖ hatte herbe Verluste hinnehmen müssen.
4
Seit 2006 arbeitet Indien mit seinem Gaganyaan-Programm daran, selbst Menschen in den Weltraum zu schicken. Jetzt ist man diesem Ziel einen Schritt näher gekommen. Das teilte die indische Raumfahrtbehörde ISRO mit. ISRO-Leiter Kailasavadivoo Sivan sagte: "Wir haben 2019 gute Fortschritte bei unserer bemannten Raumkapsel gemacht. Viele Designschritte wurden abgeschlossen, und auch die Auswahl der Astronauten ist beendet." Den Aussagen zufolge wurden vier Astronauten ausgewählt, um ins All zu fliegen. Noch im Januar sollen das Training für den Raumflug beginnen. Der Flug selbst ist für Ende kommenden Jahres vorgesehen. Daneben teilte die Agentur mit, erneut eine unbemannte Sonde zum Mond schicken zu wollen. Vergangenes Jahr hatte die indische Mondsonde Chandrayaan-2 eine Bruchlandung auf dem Erdtrabanten hingelegt.
Kurz vor 16 Uhr stehen sie mit ihren mächtigen Hörnern im Halbkreis vor dem Historischen Museum. Friedrich Nietzsche schaut auf sie herab, vom Ausstellungsplakat, das darüber hinaus den – vielleicht etwas allzu lauten – Titel «Übermensch» trägt. Heute geht es hier einfach nur um Menschliches. Es ist kalt, bei blauem Himmel. Bereits ist der schmale wachsende Mond über Basel zu sehen. Hunderte von Zuschauerinnen und Zuschauern sind gekommen, um dem Alphornsegen beizuwohnen.
1
01.01.2020 Trauer um Opernregisseur Harry Kupfer Er inszenierte Wagner in Bayreuth, fühlte sich aber auch der Moderne verpflichtet: Harry Kupfer gehörte zu den wichtigsten deutschen Opernregisseuren. Nun starb er mit 84 in Berlin. Harry Kupfer, einer der angesehensten Opernregisseure Deutschlands, ist mit 84 Jahren gestorben. Er starb am Montag in Berlin, wie seine Agentur Arsis am Dienstag in Wien mitteilte. Kupfer, der 1981 bis 2002 Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin war, hatte mit seinen Inszenierungen unter anderem bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth großen Erfolg. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller ( SPD) würdigte Kupfer für dessen Leistungen: "Seine Arbeit war wegweisend und Vorbild für viele nachfolgende Kolleginnen und Kollegen." Kulturstaatsministerin Monika Grütters ( CDU) sagte, mit seinen Inszenierungen habe Kupfer "sowohl in der ostdeutschen als auch später in der westdeutschen Opernlandschaft Maßstäbe" gesetzt. Er werde als "leiser Grenzgänger" in Erinnerung bleiben. Der Intendant und derzeitige Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, bezeichnete seinen Vorgänger als einen der "außergewöhnlichsten und einflussreichsten Musiktheater-Regisseure der vergangenen 60 Jahre". Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) teilte am Dienstag mit: "Sein Schaffen in Bayreuth war ein Glücksfall für die Festspiele und Wagner-Fans allerorten." Zu den Meilensteinen von Kupfers Karriere gehörte auch die Produktion der zehn wichtigsten Opern von Richard Wagner an der Berliner Staatsoper Unter den Linden mit dem Dirigenten Daniel Barenboim. "Seine Inszenierungen haben stets das Denken aller künstlerisch Beteiligten wie des Publikums herausgefordert", schrieb die Staatsoper, an der Kupfer viele Jahre und bis zuletzt wirkte. "Mit unbedingter Energie und Überzeugungskraft ist es ihm gelungen, immer wieder Funken aus den Werken zu schlagen, auf dass sie aktuell und aussagekräftig bleiben." Der am 12. August 1935 in Berlin geborene Schüler von Regie-Meister Walter Felsenstein gab sein Regiedebüt mit 23 Jahren bei Antonin Dvoraks "Rusalka" in Halle. Nach Stralsund, Chemnitz, Weimar und zuletzt als Staatsoperndirektor in Dresden zog es ihn 1981 wieder nach Berlin und an die Komische Oper. 1978 brachte er in Bayreuth den "Fliegenden Holländer" auf die Bühne. Zehn Jahre später produzierte er dort mit Daniel Barenboim den "Ring des Nibelungen". Er wolle auf der Bühne Menschen mit ihren Konflikten, Problemen und Widersprüchen zeigen, sagte Kupfer einmal. In den letzten Jahren arbeitete er in Dresden und Sydney, brachte den "Ring" in Barcelona und den "Parsifal" in Helsinki heraus. In Salzburg inszenierte er mit großem Jubel den "Rosenkavalier" in Shanghai ein Musical. Zur Seite stand ihm dabei immer wieder sein langjähriger Bühnenbildner Hans Schavernoch. (dpa) Komische Oper über Harry Kupfer Mitteilung Agentur Barrie Kosky Themen folgen
Es ist eine schöne, eine berührende Volte in Harry Kupfers Biografie, dass seine letzte Regiearbeit an der Komischen Oper Berlin stattfand. Selbstverständlich war das nicht. Nach seinem Weggang 2002 hat Kupfer das Haus fast zwei Dekaden lang gemieden. Mit den sinnlichen, manchmal auch bewusst unernsten Opernausdeutungen von Intendant Andreas Homoki fremdelte er, besser verstand er sich offenbar mit Homokis Nachfolger Barrie Kosky. Im März 2019 kehrte Kupfer zurück, mit einem weithin unbekannten Stück, das er freilich schon inszenieren wollte, seit er es 1956 zum ersten Mal gesehen hatte: Händels „Poros“, ein Kammerspiel für sechs Sängerinnen und Sänger. Es geht um den Indienfeldzug Alexander des Großen, um die Ankunft und den Einbruch des Fremden in Gestalt des Makedonenherrschers, den der titelgebende indische König Poros nicht nur als Feldherr, sondern auch als Konkurrent um die Gunst der Geliebten fürchtet. Natürlich hat Kupfer das nicht als antikes Federschmuck-Drama inszeniert, sondern in eine andere Zeit verlegt. „Poros“ spielt bei ihm im Uraufführungsjahr der Oper, 1731, und Alexander ist hier ein britischer Sir, der im Auftrag der East Indian Company unterwegs ist und Handelsbeziehungen knüpfen soll. Nie kulinarisches, harmloses Musiktheater Da war sie wieder: die Kupfersche Regisseurspranke, die die Stücke weder als heiteres, kulinarisches, harmloses Musiktheater durchwinken noch ihnen auf Biegen und Brechen ein Konzept, eine Meta-Ebene überstülpen will. Sondern die ihre Ästhetik aus dem Werk heraus entwickelt, als Resultat tiefer Beschäftigung mit Partitur und Libretto, konkret und, ja: realistisch. Der Ahnvater solchen Arbeitens war natürlich der Österreicher Walter Felsenstein, Gründer der Komischen Oper und einer der wichtigsten Lehrer für den 1935 in Berlin geborenen Harry Kupfer. Felsenstein benutzte nie den Begriff Oper, für ihn war das, was da auf der Bühne passierte, Theater, Musiktheater, und die Sängerinnen und Sänger selbstverständlich immer auch: Schauspieler. Die Nachvollziehbarkeit des Geschehens, seine Verankerung in einer stückimmanenten Logik, vor allem auch die Menschlichkeit der Stoffe, die Gesten, die Kommunikation untereinander – sie waren für Felsenstein wie dann auch für Kupfer elementar und wesentlich, an ihnen arbeiteten, schliffen beide unermüdlich. Bei Kupfer stand niemand einfach nur herum, sich selbst und der eigenen Initiative überlassen, alle Beteiligten wussten, was sie gerade taten und warum. Das ging weit über die übliche Personenführung hinaus. Und weil es so fein gearbeitet war, entstand daraus eine Glaubwürdigkeit, die sich immer wieder auch dem Publikum vermittelte. Ochsentour durch die großen DDR-Häuser In der DDR hat Kupfer eine regelrechte Nord-Süd-Ochsentour durch die Provinz hingelegt: Studium der Theaterwissenschaften mit 18 Jahren in Leipzig, dann Regieassistent ein paar Kilometer weiter in Halle, Oberspielleiter in Stralsund, später in Karl-Marx-Stadt, Operndirektor in Weimar, dann in Dresden. Sein Ruhm wuchs, auch beim Klassenfeind, 1978 folgte die erste Einladung nach Bayreuth mit dem „Fliegenden Holländer“. Kupfer inszenierte oft im Ausland, der DDR den Rücken zu kehren wäre ihm trotzdem nicht in den Sinn gekommen. Zu sehr hatte er das Gefühl, als Künstler zu Hause gebraucht zu werden. Bayreuth wurde ihm 1981 zum Türöffner für die Rückkehr nach Berlin, in die Hauptstadt, auf den begehrtesten Posten, den ein Regisseur in der DDR bekommen konnte: Chefregisseur der Komischen Oper, Felsensteins Haus. So begann die Sattelzeit in Harry Kupfers Biografie, jene 21 Jahre, in denen er Stil und Ästhetik des Hauses an der Behrenstraße prägte, immer wieder mit seinem langjährigen künstlerischen Partner, dem österreichischen Bühnenbildner Hans Schavernoch, der eine ausgeprägte Vorliebe für Silber und Grau besitzt. Kupfers Wirken vollzog sich in bemerkenswerter Parallelität zu dem seines Antipoden Götz Friedrich in West-Berlin an der Deutschen Oper. Auch er war ein Felsenstein-Schüler, im Gegensatz zu Kupfer aber Chefregisseur und inszenierender Intendant in Personalunion. Die Ära der beiden begann und endete fast gleichzeitig, Friedrich starb 2000 im Amt, Kupfer verabschiedete sich 2002 mit einer in ihrem bitteren Realismus nachhaltig im Gedächtnis bleibenden, mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichneten Inszenierung von Brittens „The Turn of The Screw“ von der Komischen Oper. Um im letzten Drittel seines Lebens überall zu arbeiten: in Wien, Salzburg, Barcelona, Mailand. 1988 beginnt die Zusammenarbeit mit Barenboim Und natürlich auch in Berlin, an dem Haus, das schon während seiner Zeit an der Komischen Oper zweite künstlerische Heimat für ihn wurde: der Staatsoper. Die Zusammenarbeit mit Daniel Barenboim begann 1988 in Bayreuth, wo Kupfer den „Ring“ inszenierte, mit nebeldurchzogenen Feldern und schlotternden, in Fetzen gewandeten Gestalten als Kulisse für den Walkürenritt und einer zerborstenen Betonburg als Kindheitskrippe für Siegfried. Rückwärts, beginnend mit „Parsifal“, brachte Kupfer dann auch an der Lindenoper sämtliche Werke Wagners auf die Bühne. Im Sommer 2018 inszenierte Kupfer an der Staatsoper Verdis „Macbeth“ mit Anna Netrebko und einem damals noch nicht von MeToo-Vorwürfen erschütterten Placido Domingo. Man hatte sich, auch das wurde deutlich, inzwischen etwas sattgesehen an Kupfers Stil. Und noch ein zweiter Strang zog sich durch das letzte Lebensdrittel Kupfers: Er inszenierte auch kommerzielles Musiktheater, Musicals. „Elisabeth“ etwa, ein Stück über die zur Sissi verkitschte österreichische Kaiserin, brachte er 1992 im Theater an der Wien zur Uraufführung. Musicals reizen ihn nur an der obersten Qualitätsgrenze Zur Wiederaufnahme einer überarbeiteten Fassung 2008 im Berliner Theater des Westens schrieb der Tagesspiegel: „Kupfer spricht zügig und bestimmt, wenn man ihn etwas fragt, kommen die Antworten wie aus der Pistole geschossen, und sie enthalten kein überflüssiges Wort.“ Musical würde ihn nur reizen, erklärte er, wenn es die oberste Qualitätsgrenze zumindest streife: „Es gibt so viele Musicals, die brauchen gar keinen Regisseur, das kann ein Choreograf machen, die Leute gehen nur hin, um bestimmte Nummern zu hören. Wenn die Geschichte nicht aufregend und kritisch ist, im Sozialen, Politischen oder Menschlichen, dann hat es für mich keinen Sinn.“ Mehr zum Thema Harry Kupfer zum 80. Geburtstag Die Kunst ist seine Heimat Damit hat er sein künstlerisches und handwerkliches Credo so knapp wie möglich zusammengefasst. Harry Kupfers detailgetreues Arbeiten wird Vorbild bleiben und weiterentwickelt werden, von anderen, jüngeren Regisseuren und Regisseurinnen des Musiktheaters. „Seine außerordentlichen künstlerischen Instinkte, sein virtuoses Regiehandwerk, seine leidenschaftliche Art zu kommunizieren, seine große Liebe zu Detail und Rhythmus und nicht zuletzt sein einzigartiger, wunderbarer Humor machten ihn zu einem der außergewöhnlichsten und einflussreichsten Musiktheater-Regisseure der vergangenen 60 Jahre“, sagt Barrie Kosky. Am vergangenen Montag ist Harry Kupfer mit 84 Jahren gestorben. In Berlin, seiner Geburtsstadt.
4
„Das Baby hat erbärmlich geschrien“ - Findelkind in Hinterhof entdeckt Teilen Der Fotograf Peter Kneffel hat in einem Hauseingang in einer Wohnanlage in Schwabing einen zwei Monate alten Säugling entdeckt. © S. Schneider Mitten in München ist am Neujahrstag ein Findelkind aufgetaucht. Das wenige Monate alte Mädchen ist wohlauf, der Vater wurde ausfindig gemacht. Rettungskräfte fanden in München ein Findelkind. In einem Hinterhof wurde das Baby abgelegt. Das kleine Mädchen ist wohlauf. Update vom 3. Januar, 14 Uhr: Auch zwei Tage nach dem Fund eines Säuglings in München sind die Hintergründe weiter unklar. „Der Vater des Kindes ist noch nicht vernommen worden“, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. „Die Ermittlungen laufen noch.“ Der 28-Jährige sei wegen des Verdachts angezeigt worden, sein Kind ausgesetzt zu haben. Es soll sich am Neujahrstag in seiner Obhut befunden haben. Wo die 31 Jahre alte Mutter war, ist nicht bekannt. Bis zum Donnerstag habe sich das kleine Mädchen noch im Krankenhaus befunden. Wo es nun ist und ob es sich in der Obhut des Jugendamtes befindet, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Er verwies auf das städtische Jugendamt, das sich aber nicht zu dem Fall äußern will. „Das Baby hat erbärmlich geschrien“ - Retter findet ausgesetztes Findelkind in Münchner Hinterhof Update vom 2. Januar, 18.46 Uhr: Als Peter Kneffel (50) am Neujahrstag ein kleines Baby in einem Hausdurchgang in Schwabing entdeckte, wirkte es auf ihn gleich so, als sei es ausgesetzt worden. „Es hatte eisig kalte Händchen und hat erbärmlich geschrien“, erzählt er. Der Fotograf der Deutschen Presse-Agentur war kurz vor 14 Uhr privat in der Petra-Kelly-Straße, als er den Säugling fand. „Das Baby saß in einer Autoschale, auf eine Jacke gebettet, nur ein Tuch um den Kopf, weder Mütze, noch Handschuhe, eingewickelt in eine Fleecedecke.“ Neben ihm eine fast leere Trinkflasche. Als nach etwa 20 Minuten immer noch keine Eltern auftauchten und das Baby nicht aufhörte zu schreien, wählte Peter Kneffel den Notruf. „Dann nahm ich das Kind mit in meinen VW-Bus, drehte die Standheizung auf, nahm es aus der kalten Decke und wärmte es“, erzählt er. Als ein Paar mit einem Kleinkind vorbeikam, gaben diese dem Säugling ein Fläschchen. Ein Kindernotarzt brachte das Baby in eine Klinik. Wie die Polizei später mitteilt, ergab eine Untersuchung, dass das Mädchen etwa zwei Monate alt und in einem guten körperlichen Zustand ist. Verletzt war das Baby nicht. Als die Polizei noch am Einsatzort war, kam der Vater des Kindes (28) dazu. Der Angestellte und seine 31-jährige Ehefrau, eine Verkäuferin, wohnen in der Nähe. Warum die zweimonatige Tochter in dem Hausgang stand, ist noch unklar. Wurde das Mädchen ausgesetzt oder vergessen? Findelkind in München: Baby im Hinterhof ausgesetzt - Anzeige gegen Vater Der 28-Jährige bekam laut Polizei eine Anzeige, da er im Verdacht steht, das Baby in dem Hausdurchgang abgestellt zu haben. Wo die Mutter sich am Neujahrstag aufgehalten hat, ist derzeit nicht bekannt. Der Vater wurde noch nicht vernommen. Ihm wurde Blut entnommen, um zu klären, ob er betrunken war oder Drogen genommen hatte. Die Polizei ermittelt nun, ob das Kind absichtlich ausgesetzt worden ist. Das kleine Mädchen blieb eine Nacht in der Klinik. Die Polizei informierte das Jugendamt, das nun entscheiden muss, was mit dem Baby passiert. Peter Kneffel war auch am Donnerstag noch mitgenommen. „Das hat mich ganz schön aufgewühlt.“ Baby im Hinterhof in München gefunden: Wurde das Mädchen ausgesetzt oder vergessen? © Svenja Schneider „Wir wollten eigentlich nur ein paar Sachen holen“: Passanten finden ausgesetztes Baby in Münchner Hinterhof Update vom 2. Januar, 12 Uhr: Inzwischen ist die Identität des kleinen Mädchens geklärt. Im Rahmen einer umgehend veranlassten Anwohnerbefragung konnten die Personalien des Mädchens sowie der Wohnort der Eltern (ein Ehepaar aus München – sie 31 Jahre und er 28 Jahre alt) geklärt werden, wie die Polizei München berichtet. Bezüglich der näheren Umstände des Vorfalls laufen derzeit die polizeilichen Ermittlungen, die vom Kommissariat 14 geführt werden. Der Vater wurde wegen des Verdachts einer Aussetzung angezeigt. Er wurde offenbar noch während des Einsatzes am Tatort angetroffen. Das zuständige Jugendamt wurde informiert und prüft weitere mögliche Maßnahmen in eigener Zuständigkeit. Das zwei Monate alte Mädchen war am Neujahrstag kurz nach 14.00 Uhr von einem Paar - dem dpa-Fotografen Peter Kneffel und dessen Freundin - in einem Hausdurchgang gefunden worden. „Wir wollten eigentlich nur ein paar Sachen aus der Wohnung der Tante meiner Freundin holen“, berichtet Kneffel. Neujahrs-Drama in München: Baby liegt allein hinter Glastür - Hintergründe um Findelkind rätselhaft München - In München wurde am Neujahrstag ein Findelkind gefunden. Der Säugling sei in einem Hinterhof in der Schwabinger Petra-Kelly-Straße entdeckt worden. Die Rettungskräfte schätzten das Alter des Babys auf zwei bis drei Monate, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle sagte. Das Mädchen sei demnach wohlauf gewesen, wurde jedoch vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Es habe sich in einer Baby-Transportschale befunden. Das Findelkind lag hinter einer Glastüre, die nur von innen geöffnet werden kann. München: Findelkind mitten in der Stadt entdeckt - Hintergründe unklar Warum das Baby alleine aufgefunden wurde, ist unklar. Auch die Hintergründe zu den Umständen sowie zu den Eltern sind nicht bekannt, so eine Sprecherin der Polizei. Bereits vor einigen Jahren wurde in München ein Findelkind gefunden, wie tz.de* berichtet. In Neuperlach wurde ebenfalls ein Baby ausgesetzt (tz.de*). In München kam es am Montagabend (6.Januar) zu einem Angriff auf Bundespolizisten. Zwei Männer verhielten sich sehr aggressiv - beide sind international Polizei-bekannt. Weitere Informationen folgen. dpa/mm/tz *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.
Jugendlicher (14) zielt mit Waffe auf Polizisten - dann drückt er mehrfach ab Von: Katarina Amtmann Teilen Ein Jugendlicher zielte an Silvester mit einer Waffe auf Beamte - und drückte ab. (Symbolbild) © dpa / Tobias Hase An Silvester fielen zwei Polizisten mehrere Jugendliche auf. Als sie die Gruppe kontrollieren wollten, zielte einer von ihnen mit einer Waffe auf die Beamten. Beamten fiel in München eine Gruppe Jugendlicher auf. Sie gingen auf die Gruppe zu. Ein Jugendlicher richtete daraufhin eine Waffe auf die Beamten. München - An Silvester befand sich eine Polizeistreife gegen 23.45 Uhr in der Wasserburger Landstraße. Die Beamten bemerkten dort mehrere Jugendliche. Einer aus der Gruppe schoss mit einer schwarzen Pistole in die Luft. Vorfall in München: Beamte gehen auf Jugendliche zu: Einer richtet eine Waffe auf die Polizisten Die Beamten hielten an und gingen auf die Jugendlichen zu. Der Jugendliche zielte aus wenigen Metern Entfernung auf die Beamten und betätigte mehrfach den Abzug. Es löste sich allerdings kein Schuss mehr aus der Waffe, jedoch war deutlich ein mechanisches Klicken zu hören. Der Jugendliche ergriff daraufhin die Flucht, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Polizeibeamten (24 und 22 Jahre alt) verfolgten den Jugendlichen und konnten ihn letztendlich festnehmen. Bei ihm handelt es sich um einen 14-jährigen Münchner. Jugendlicher richtet Waffe auf Münchner Beamte: 14-Jähriger erhält mehrere Anzeigen Bei der anschließenden Suche entlang des Fluchtweges konnte auch die Schusswaffe gefunden werden. Dabei handelt es sich um eine Gas- und Signalwaffe, die jedoch kein amtliches Prüfzeichen aufweist. Der 14-Jährige wurde nach der Sachbearbeitung und erkennungsdienstlichen Behandlung seiner Mutter übergeben. Den Jugendlichen erwarten nun mehrere Anzeigen - unter anderem wegen Bedrohung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie ein Vergehen nach dem Waffengesetz. Die Meldung der Polizei München im Wortlaut „Am Dienstag, 31.12.2019, gegen 23:45 Uhr, befand sich eine Streife der Polizeiinspektion 25 (Trudering-Riem) in der Wasserburger Landstraße. Dort bemerkten die Beamten mehrere Jugendliche. Einer der Jugendlichen aus der Gruppe schoss mit einer schwarzen Pistole in die Luft. Als die Beamten anhielten und auf die Gruppe zugingen, zielte der Jugendliche aus wenigen Metern Entfernung auf die Beamten und betätigte mehrfach den Abzug. Dabei löste sich jedoch kein Schuss mehr. Es war aber deutlich ein mechanisches Klicken zu hören. Der Jugendliche flüchtete daraufhin. Die beiden Polizeibeamten (24 und 22 Jahre alt) verfolgten ihn und konnten ihn schließlich festnehmen. Bei ihm handelt es sich um einen 14-jährigen Münchner. Bei der anschließenden Absuche des Fluchtweges konnte auch die Schusswaffe aufgefunden werden. Es handelt sich dabei um eine Gas- und Signalwaffe, die jedoch kein amtliches Prüfzeichen aufweist. Der 14-Jährige wurde nach der Sachbearbeitung und ED-Behandlung seiner Mutter übergeben. Ihn erwarten nun mehrere Anzeigen unter anderem wegen Bedrohung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie einem Vergehen nach dem Waffengesetz.“ Unterdessen hat in München ein bewaffneter Mann vom Balkon eines Mehrfamilienhauses geschossen - SEK-Kräfte umstellten das Haus. Keine so gute Idee hatten zwei Teenager aus Freising kürzlich am Münchner Hauptbahnhof: Sie zogen vor einem Bundespolizisten völlig unvermittelt eine Schusswaffe. (tz.de*) Ein Anwohner meldete der Polizei Jugendliche, die mit einer „Maschinenpistole“ unterwegs sein - die Beamten reagierten mit einem eindringlichem Hinweis. (tz.de*) In München kam es am Montagabend (6.Januar) zu einem Angriff auf Bundespolizisten. Zwei Männer verhielten sich sehr aggressiv - beide sind international Polizei-bekannt. Als ein Münchner (24) kürzlich spätabends in Oberföhring Waren eines Supermarktes auslieferte, wurde er mit einer Waffe bedroht. Der Unbekannte ist bislang noch nicht gefasst. Nachdem Hilferufe aus einer Wohnung in München dringen*, findet die Polizei dort eine schreckliche Szene vor. Kurz darauf stirbt eine Frau. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Video: Schweizer stimmten für schärferes Waffengesetz
1.666667
Bild: dpa/Jörg Carstensen Neujahrskinder - Der erste Neuberliner bringt 3.870 Gramm auf die Waage 01.01.20 | 17:43 Das erste Neugeborene in einer Berliner Klinik ist um zwei Minuten nach Mitternacht im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe zur Welt gekommen. Der Name des 3.870 Gramm schweren und 54 Zentimeter großen Jungen stehe noch nicht fest, teilte die Klinik mit Kurz danach – um 0:03 Uhr – sei auch im Vivantes Humboldt-Klinikum ein Junge geboren worden, sagte eine Sprecherin. Er heiße Nymar und wiege 3.610 Gramm. mehr zum thema dpa/Jessica Peterson Ranking der ersten Vornamen - Das sind die beliebtesten Vornamen in den Berliner Bezirken Wenige Minuten später um 00:09 Uhr begrüßte dann die erste Neu-Berlinerin im Virchow Klinikum das Jahr 2020. Auch in anderen Berliner Geburtskliniken gab es Nachwuchs im neuen Jahrzehnt. Um 3:34 Uhr wurde etwa ein Junge im Martin Luther Krankenhaus in Charlottenburg geboren, kurz vor 6 Uhr kam ein Mädchen im Waldfriede Zehlendorf auf die Welt. Die Charité Campus Mitte konnte sich gleich über zwei Neujahrsbabys freuen: Um 4:18 und 4:20 Uhr erblickten die Zwillingsjungs Rumen und Maxim das Licht der Welt. Es sind die ersten Zwillinge, die 2020 in einer Berliner Klinik geboren wurden. Cottbus hat ebenfalls Neujahrsnachwuchs im Cottbuser Carl Thiem Klinikum kam um 00:07 Uhr das erste Brandenburger Baby zur Welt. Der Junge sei 3.750 Gramm schwer und 52 Zentimeter groß, erklärte eine Hebamme. Ein weiterer Junge wurde im Klinikum Frankfurt (Oder) um 8:11 Uhr geboren. In der Klinik Niederlausitz begrüßten zwei Babys das neue Jahr: Marlon-Jaden wog bei einer Größe von 50 Zentimetern 3366 Gramm. Lenny war bei seiner Geburt ebenfalls 50 Zentimeter groß und 3214 Gramm schwer. Auch Potsdam hat sein erstes Neujahrsbaby. Es kam um 10:38 Uhr auf die Welt, wie eine Sprecherin des Ernst von Bergmann-Klinikums mitteilte.
Es war Immer etwas los war auf der größten Tanzfläche. Gifhorn . Die Stadthalle Gifhorn bot ihren Party-Gästen drei Tanzflächen für den unterschiedlichen Musikgeschmack, und das bis weit ins neue Jahr. Mit Musik auf drei Tanzflächen feierten rund 700 Gäste das Ende des letzten Jahrzehnts in der Stadthalle. Ob an den Tischen sitzend, den Stehtischen stehend oder tanzend auf den Tanzflächen mit mehreren DJs, die Gäste amüsierten sich in den letzten Stunden des Jahres. Je nach Naturell der Gäste gab es zudem gute Vorsätze für das neue oder das Resümee für das ablaufende Jahr. Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle Aus dem alten Jahr heraustanzen und das neue begrüßen - das konnten rund 700 Gäste der Silvesterparty in der Gifhorner Stadthalle. Foto: Burkhard Ohse Stimmen Sie ab 0 Bewertungen Kurz vor Mitternacht zählte DJ Thorsten Nieß die Sekunden herunter, und Punkt Mitternacht fielen sich die Gäste in die Arme oder prosteten sich mit einem Sekt zu und wünschten sich ein frohes neues Jahr. Dazu gab es vom Caterer Roth um den Jahreswechsel frische Berliner, wahlweise mit Puderzucker oder mit Zuckerguss. Die Musik variierte je nach Standort. Schlager dominierten im Obergeschoss des Foyers, Chartmusik und aktuelle Hits und die Gassenhauer der letzten Jahre im großen Saal und eher Techno und elektronische im abgeteilten Raum des Saals. Die Gäste kamen aus allen Generationen und mischten sich auch auf den diversen Tanzebenen, wo Single- oder Paartanz gepflegt wurde. Im Trend der Zeit und nach Kritik bei der letzten großen Party vor Jahren wurden die Getränke diesmal in ordentlichen Gläsern statt wie damals in Plastikgefäßen ausgegeben. Außer mit Sekt und Softgetränken konnte man sich in den letzten Stunden des Jahres mit Cocktails verwöhnen. Auch die Halle war dezent silvesterlich geschmückt, mit sanfter Lichtshow wurden die Räume illuminiert. Viele Gäste wechselten im Laufe des Abends die Tanzfläche oder flanierten in der Stadthalle umher. Auch noch lange nach Mitternacht wurde zum Start in das neue Jahr kräftig weitergefeiert.
1.666667
Jetzt teilen: Jetzt teilen: STEINFISCHBACH - (red). Am Neujahrsmorgen ist in der Escher Straße im Waldemser Ortsteil Steinfischbach eine Autofahrerin mit ihrem Renault von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Steinmauer geprallt. Die 50-Jährige war mit dem Clio gegen 6.50 Uhr in Richtung Waldems-Esch unterwegs, als sie im Bereich einer Linkskurve geradeaus weiter über ein Blumenbeet sowie einen Gehweg fuhr und die Steinmauer durchbrach. Das Fahrzeug kam schließlich auf dem dazugehörigen Grundstück zum Stillstand. Wie das Polizeipräsidium Westhessen an Neujahr mitteilte, stellte sich dann bei der Unfallaufnahme heraus, dass die Frau erheblich alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest bei der 50-Jährigen ergab einen Wert von mindestens 2,3 Promille, weshalb die Fahrerin die Beamten für eine Blutentnahme zur Polizeistation nach Idstein begleiten musste. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird auf mindestens 14 000 Euro geschätzt.
Am frühen Morgen des 1. Januars ist es in Gevelsberg zu einem Unfall gekommen. Gevelsberg. Ein Gevelsberger ist mit seinem Pkw in der Nacht auf Neujahr auf der Mühlenstraße gegen einen Baum geprallt. Inhalt ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN > Vorherige Seite Nächste Seite Gevelsberger fährt am Neujahrsmorgen gegen Baum Ein 35 Jahre alter Gevelsberger ist in der Nacht auf Neujahr gegen 3.10 Uhr mit seinem Audi auf der Mühlenstraße im Bereich der abknickenden Vorfahrt der AVU aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er wurde dabei leicht verletzt.
2.666667
Jetzt starten die Arbeiten an der Gaspipeline Zeelink wieder. Die Gegner in Hünxe warten aufs Verfahren und ärgern sich mit den Behörden herum. Zeelink-Gegner in Hünxe warten aufs Oberverwaltungsgericht Hünxe/Schermbeck. Inzwischen sind auch in Hünxe die Spuren des Gaspipeline-Baus nicht mehr zu übersehen: Eine tiefe Schneise durchschneidet den Wald am Krudenburger Weg in Höhe der kleinen Autobahnbrücke. Auch am Hunsdorfer Weg in Drevenack sind Bäume gefallen. Die Anwohner sehen es mit Sorge. Derweil kämpft die Initiative der Zeelink-Gegner unvermindert weiter. An der Schneise in Drevenack am Hunsdorfer Weg warnt ein Schild der Zeelink-Gegner vor den Gefahren der Gaspipeline. Foto: Markus Joosten / FFS Laut Bauherr Open Grid Europe (OGE), ein Unternehmen mit Sitz in Essen, ist inzwischen der Mutterboden bis zur A3 abgeschoben, es laufen die Vorbereitungen zur Kreuzung des Wesel-Datteln-Kanals in Form eines Microtunnels. In Voerde hat der Vorbau gestoppt und soll erst jetzt, Anfang des Jahres wieder beginnen. Auch der Abtrag von Mutterboden, die Rohrausfuhr und andere Arbeiten sind derzeit gestoppt, teilt OGE-Sprecher Helmut Rohloff auf Anfrage mit. Klagen haben keine aufschiebende Wirklung Weil die Klagen der Zeelink-Gegner keine aufschiebende Wirkung haben, können sie nicht verhindern, dass die Arbeiten weiter gehen. Wann das Verfahren eröffnet wird, ist bislang völlig unklar. „Wir haben keine Informationen darüber“, sagt Rainer Rehbein, ein Sprecher der Zeelink-Gegner. Nach wie vor ist er optimistisch, auf dem Klageweg etwas erreichen zu können. Als Beispiel nannte er die Gemeinde Stelle in Niedersachsen. „Dort musste ein Betreiber für 50 Millionen Euro eine Umleitung bauen.“ Das gibt Rehbein und seinen Mitstreitern Hoffnung. Klage gegen die Bezirksregierung Düsseldorf Aktuell verklagen die Zeelink-Gegner die die Bezirksregierung Düsseldorf. Zwei Aktive hatten im Frühjahr den Mailverkehr von Open Grid Europe mit dem Regierungspräsidium eingesehen. Das steht ihnen auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes zu. Jetzt hat die Bezirksregierung ihnen eine Rechnung über 1000 Euro gestellt. Marco Schmidt von der Initiative sieht darin einen Rechtsbruch. „Laut Gesetz dürfen solche Verwaltungsgebühren keine abschreckende Wirkung haben.“ Genau das sieht er hier aber beabsichtigt. Es bleibt nicht die einzige Klage der streitbaren Zeelink-Gegner. Die Initiative bereitet zudem Strafanzeigen gegen das Regierungspräsidium vor. Wie Schmidt erläutert, habe die Behörde die Daten zahlreicher Einwender gegen die Pipeline „derart schlecht gesichert ins Internet gestellt, dass jeder Viertklässler die Klarnamenauslesen kann“. Das sei ein klarer Verstoß gegen den Datenschutz. Im November ist die Zeelink-Trasse schon in Bucholtwelmen angekommen. Hier sieht man die Baustelle an der Weseler Straße. Foto: Gerd Hermann / FFS Es sind noch viele Fragen offen. Etwa die: Wie wird die Entschädigung für einen Grundstückseigentümer festgelegt, wenn dieser das Vertragsangebot der Open Grid ausschlägt? Gutachter legen Entschädigung fest Die Initiative weist auf die gesetzlichen Regelungen hin: Demnach obliegt die Wertermittlung der Enteignungsbehörde, die die Entschädigungssumme letztlich festlegt, in diesem Fall der Bezirksregierung. Die Behörde beauftrage in der Regel den zuständigen unabhängigen Gutachterausschuss für Grundstückswerte oder einen öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter mit der Bewertung des Grundstücks. Dennoch könnten alle Beteiligten versuchen, durch eigene Gutachten Einfluss auf die Enteignungsbehörde zu nehmen. Laut Rainer Rehbein muss das Angebot der OGE nicht unbedingt die für die Eigentümer optimale Lösung sein, „die behördlich festgesetzten Beträge könnten zwar darunter liegen, aber genau so gut darüber“. In Marl gab es deutlich mehr, als Open Grid anbietet Die Initiative bezieht sich dabei auf die Höhe der Entschädigungen, welche von Evonik und Uniper beim Bau einer Gasleitung zwischen Gelsenkirchen und Marl gezahlt werden. Dort erhielten Bauern neben dem Ausgleich für Ernteausfälle eine Entschädigung von mindestens 19 Euro je Quadratmeter. Die mit der Open Grid ausgehandelten Rahmenverträge des Westfälischen und des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes sähen lediglich zwischen 3,50 und 4,50 Euro je Quadratmeter vor. Das Zeelink-Jahr 2019 2019 war für die Zeelink-Gegner kein gutes Jahr. Die Bezirksregierung hat den Neubau der Pipeline genehmigt, der Planfeststellungsbeschluss ist ergangen. Ende Januar beginnen bereits die vorbereitenden Arbeiten. Die 216 Kilometer lange Leitung beginnt an der belgischen Grenze bei Aachen und endet im Westmünsterland bei Legden. Hünxe gehört zum 61,4 Kilometer langen Teilstück vier. Die Zeelink-Gegner kritisieren den Planfeststellungsbeschluss scharf, er lese sich, als sei er vollständig von Open Grid Europe, dem Unternehmen, das Zeelink baut, verfasst worden. Die Sorgen der Anwohner um ihre Sicherheit sind zurückgewiesen. Die Initiative und auch die Gemeinde Hünxe klagen, es geht um den geforderten Mindestabstand von 200 Metern zwischen Pipeline und Wohnbebauung. Außerdem zweifeln die Gegner das behauptete öffentliche Interesse an diesem Projekt an – es gebe eine Überversorgung an Gas. Im Oktober erleidet ein Hünxer eine Schlappe: Sein einstweiliger Rechtschutzamntrag gegen den Planfeststellungsbeschluss wird abgelehnt. Er hatte Sicherheitsbedenken, denen das Gericht nicht folgen mochte. Derweil sollen Grundstückseigentümer Gestattungsverträge unterschreiben, die Initiative rät davon ab.
Duisburg mit den meisten Einsätzen : Jahresbilanz zu Hochzeits-Korsos Die NRW-Polizei ist im vergangenen Jahr mehrere hundert Mal zu Einsätzen wegen auf der Straße auffallenden Hochzeits-Gesellschaften oder Korsos ausgerückt. Nach einer Statistik des Innenministeriums - die seit dem 1. April geführt wird - gab es bis einschließlich 29. Dezember genau 459 Einsätze. Foto: dpa/Thomas Kraus Düsseldorf Bisher unauffällig, wurden Hochzeits-Korsos 2019 zu einem neuen Phänomen für die NRW-Polizei. Das Innenministerium legt nun die Jahresbilanz vor: Ingesamt rückte die Polizei seit 1. April 459 mal wegen Hochzeitsgesellschaften aus. Schwerpunkte: Duisburg und Köln. Teilen Teilen Weiterleiten Weiterleiten Tweeten Tweeten Weiterleiten Weiterleiten Drucken Die NRW-Polizei ist im vergangenen Jahr mehrere hundert Mal zu Einsätzen wegen auf der Straße auffallenden Hochzeits-Gesellschaften oder Korsos ausgerückt. Nach einer Statistik des Innenministeriums - die seit dem 1. April geführt wird - gab es bis einschließlich dem 29. Dezember genau 459 Einsätze. Die meisten davon mit 58 in Duisburg, gefolgt von Köln (48 Einsätze) und Essen (40). Wie das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, fand jeder zehnte Einsatz - insgesamt 45 - auf Autobahnen statt. Mit der Blockade durch eine hochmotorisierte Fest-Gesellschaft auf der Autobahn 3 bei Ratingen war das Phänomen Hochzeits-Korsos Mitte März in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit geraten. Das Innenministerium initierte wenige Tage später ein Lagebild, das seitdem stetig aktualisiert wird. Die Polizeibehörden sind angewiesen, dafür jeden Einsatz mit dem Anlass „Hochzeit“ zu melden. Aus dem Lagebild geht jetzt zum Ende des Jahres unter anderem hervor, dass die meisten dieser Polizeinsätze samstags (261) und sonntags (128) . In 108 Fällen wurden von Zeugen Schüsse gemeldet - wobei die Polizei 58 Mal Schützen ausfindig machen konnten. In der Regel waren es unerlaubte Schreckschusspistolen. 49 Mal wurde der Einsatz von Pyrotechnik - zum Beispiel Bengalos - gemeldet. Im Sommer hatte die Polizei noch bis zu 40 Einsätze an einem Wochenende. Mit dem schlechteren Wetter gingen die Fälle zurück. In der Woche vom 23. bis zum 29. Dezember gab es landesweit noch acht Einsätze. Davon drei Korsos, drei Verkehrsbehinderungen und zwei Schussabgaben - von denen eine nachgewiesen werden konnte. Die Ermittlungen um den Hochzeits-Korso auf der A3, der im März sämtliche Spuren in eine Richtung blockierte, um Filme und Fotos zu machen, laufen noch immer. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, haben die Anwälte der Beschuldigten Akteneinsicht beantragt, die noch immer läuft. Der Aktion auf der Autobahn bei Ratingen war damals eine Razzia gefolgt, bei der auch ein Spezialeinsatzkommando beteiligt war. Mehrere Handys wurden beschlagnahmt, um sie auf Fotos oder Videos der Blockade zu überprüfen. Das Landeskriminalamt (LKA) analysierte das Phänomen Hochzeits-Korsos im August in einem mehrseitigen Bericht für den Landtag. Darin wurde dargelegt, dass es eskalierende Hochzeits-Korsos auch in anderen Bundesländern gab - und die Teilnehmer „sich nicht nur auf bestimmte Ethnien beziehen“. So habe man auch Anzeigen beim Hochzeitskorso des deutschen Präsidenten eines Rockerclubs in Hagen gefertigt. Bei der besagten Blockade auf der A3 habe nur einer der Tatverdächtigen die türkische Staatsangehörigkeit gehabt. Der Autor des damaligen Berichts, der Leitende Kriminaldirektor Thomas Jungbluth, hinterfragte die Motive für die wilden Feiern auf der Straße - und kam zu überraschenden Ergebnissen. So lasse sich „nicht eindeutig belegen, ob die Gründe zu überzogenen Freudenausbrüchen nur in dem eigentlichen Anlass der Hochzeit liegen oder andere Motive handlungsbestimmend sind“. Vielmehr könnte es sich auch um eine „übersteigerte Männlichkeitsinszenierung“, das „Bekunden von Patriotismus“, oder auch „das Demonstrieren von Macht und Einfluss im öffentlichen Raum“ handeln. Verstärkt werden könnte dies noch durch das Internet. Über Soziale Medien verbreitete Bilder einer Straßenblockade wirkten wie „ein Beweis der Einzigartigkeit und des Selbstbewusstseins der Blockierer“, schreibt Jungbluth. Er warnt: „Dies kann Nachahmungs- oder Steigerungseffekte auslösen.“ Innenminister Herbert Reul (CDU) gab bereits früh im Jahr die Devise aus: „Null Toleranz“. Autobahnen und Innenstädte seien „keine privaten Festsäle“, so Reul. Im Juni ließ er 5000 Flyer verteilen, in denen Hochzeitsgesellschaften vor allzu wilden Eskapaden gewarnt werden: „Halten Sie sich an die Verkehrsregeln“, „Provozieren Sie keine Staus“, „Zünden Sie keine Feuerwerkskörper“, „Führen Sie keine Waffen mit“. Das LKA betonte aber auch: „Das Fahren im Konvoi ohne Überschreiten von Verkehrsregeln oder das gelegentliche Hupen als Ausdruck überschwänglicher Freude“ lösten „in der Regel keine polizeilichen Maßnahmen aus“. (dpa)
1.333333
Wien. Die konservative ÖVP und die Grünen in Österreich haben sich auf ein gemeinsames Regierungsprogramm verständigt. Der alte und aller Voraussicht nach auch neue Kanzler Sebastian Kurz wagt damit einen Kurswechsel, nachdem er eineinhalb Jahre mit der rechten FPÖ regiert hatte. Das Übereinkommen muss noch von den Gremien der Grünen abgesegnet werden, entscheidend ist dabei das Votum des Bundeskongresses am Samstag. Dass die fast 300 Delegierten zustimmen werden, gilt aber als sicher. Dem Bündnis wird bereits jetzt Symbol-Charakter für Deutschland und Europa zugesprochen. Anmeldung Noch nicht bei der Wolfsburger Nachrichten? Kommentar-Profil anlegen Ich habe die NETIQUETTE und die DATENSCHUTZERKLÄRUNG gelesen und akzeptiere diese.* *Pflichtfelder
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung? Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
3.666667
Vor 20 Jahre hatten die USA die Verwaltung des Panamakanals wieder an den mittelamerikanischen Staat übergeben. Da in der Region immer weniger Regen fällt und die Temperaturen steigen, hat der Wasserstand des künstlichen Gatún-See im Panamakanal nachgegeben, was sich wiederum negativ auf die Schiffbarkeit der Wasserstraße auswirkt. Der Panamakanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Er verbindet in Südamerika den Atlantik mit dem Pazifik. Der Kanal ist rund 80 Kilometer lang. Er beginnt in Colón im Norden und endet nahe Panama-Stadt im Süden. Nach der Eröffnung des erweiterten Kanals 2016 verfügt die Wasserstraße über drei Schleusensysteme, über die die Schiffe auf das Niveau des 28 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Gatún-Sees angehoben und später wieder abgesenkt werden. Seit dem Ausbau des Kanals können auch große Tanker und Frachter mit bis zu 14.000 Containern durch die Wasserstraße geschleust werden. Pro Jahr passieren etwa 14.000 Schiffe den Panamakanal, etwa sechs Prozent des Welthandels werden durch ihn abgewickelt.
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung? Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
1
Wenn Sie zuvor über FB / G + angemeldet waren, verwenden Sie bitte die Funktion "Passwort vergessen" und geben Sie dort Ihre E-Mail-Adresse ein. Sie erhalten dann einen Link über den Sie sich anmelden und ein Passwort festlegen können.
Die chinesische Zentralbank senkt erneut die Reserveanforderung für Geschäftsbanken. Wien. Für Chinas Geschäftsbanken wird die Kreditvergabe im neuen Jahr wieder erleichtert. So gab die chinesische Zentralbank am 1. Jänner bekannt, dass sie die Reserveanforderung für Banken um einen halben Prozentpunkt auf 12,5 Prozent senkt. Die Senkung soll ab dem 6. Jänner in Kraft treten. Dadurch wird für die Geschäftsbanken des Landes in Summe eine zusätzliche Kreditvergabe im Ausmaß von etwa 800 Mrd. Yuan (etwa 102 Mrd. Euro) möglich. Es ist dies bereits die achte Lockerung der Reserveanforderung durch die chinesische Zentralbank seit Anfang 2018. Damit versuchen die Pekinger Währungshüter die Konjunktur anzukurbeln, die sich derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit 30 Jahren befindet. Grund für den wirtschaftlichen Einbruch ist vor allem der Handelskrieg mit den USA, die chinesische Produkte seit 2018 mit hohen Zöllen belegen. Hier gab es zuletzt jedoch eine leichte Entspannung (siehe nebenstehenden Artikel). Viele Investoren erwarten jedoch, dass es heuer noch zu weiteren Lockerungen kommen wird. Denn auch wenn jüngste Daten Anzeichen einer leichten Erholung zeigen, ist nach wie vor unklar, wie nachhaltig die wirtschaftliche Verbesserung ist. „Die Senkung der Reserveanforderung wird daher das Vertrauen von Investoren deutlich steigern und die Wirtschaft unterstützen“, sagt Ökonom Wen Bin von der Pekinger Minsheng Bank. Vor allem sei nun das Risiko einer Kreditklemme bei kleineren Banken reduziert. Dadurch seien ebenfalls vor allem kleinere und mittlere Unternehmen mitunter bereits unter Druck gewesen. (Reuters/jaz) ("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.01.2020)
2
Jetzt mit plus weiterlesen! Testen Sie jetzt unser plus Abo für nur 0,99€ im ersten Monat. Sie erhalten sofort Zugang zu allen plus Inhalten im Web und in unserer News-App. * *0,99€ im ersten Monat, danach 9,90€ mtl. Sie sind bereits Abonnent? hier einloggen
Berlin Ausschreitungen in Leipzig, Fehlalarme wegen nicht abziehenden Böller-Qualms in Stuttgart: Polizei und Rettungskräfte hatten zum Jahreswechsel einmal mehr alle Hände voll zu tun. Die Silvesternacht hat Polizei und Rettungskräften in Deutschland wieder einmal Einsätze im Minutentakt gebracht. Unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk führte vielfach zu teils schweren Verletzungen. In einigen Fällen wird nun ermittelt - beispielsweise im niedersächsischen Ilsede, wo eine 39 Jahre alte Frau von einer Silvesterrakete im Gesicht getroffen wurde. Diese sei aus einer Gruppe heraus parallel zur Straße gezündet worden, hieß es. Ein betrunkener Mann zündete in seiner Wohnung in Hessen eine Silvesterrakete, löste so ein Feuer aus und verletzte sich selbst schwer. Glück im Unglück hatte der Besitzer eines brennenden Wohnmobils in Rheinland-Pfalz: Der Brand wurde "durch Silvesterfeuerwerk hervorgerufen", wie es im Polizeibericht heißt. Dem Mann gelang es, den Brand schnell zu löschen - in unmittelbarer Nähe zum Wohnmobil hätte ein 5000-Liter-Gastank explodieren können. Vor der Silvesternacht war bundesweit eine Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei angesichts von Klimaschutz sowie Lärm und Aggressionen entbrannt. Zum ersten Mal waren etwa in Berlin Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile am Brandenburger Tor verboten, sondern auch in einigen anderen Bereichen - unter anderen rund um den Alexanderplatz. Die Berliner Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, sprach aber von einem vergleichsweise normalen Einsatz-Aufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt. Die Hauptstadt-Feuerwehr war 1523 Mal im Einsatz - das war deutlich häufiger als im Jahr zuvor. Andere Polizeisprecher, etwa in Karlsruhe und Stuttgart, sprachen von einer vergleichsweise ruhigen Silvesternacht. Allerdings: In Stuttgart führte die Kombination aus Wetterlage und Feuerwerk zu vielen Einsätzen wegen Fehlalarmen von Brandmeldern. Qualm und Rauch seien nicht abgezogen, sondern hätten sich am Boden gestaut, erklärte ein Sprecher der Leitstelle. In Hamburg zündeten Unbekannte einen Streifenwagen mit Böllern an. Die Polizisten seien im Einsatz gewesen und nicht am Wagen, als die Täter zuerst eine Scheibe am Auto einschlugen, wie ein Sprecher sagte. Die Unbekannten hätten dann durch das kaputte Fenster Böller in den Wagen geworfen - dieser sei daraufhin komplett ausgebrannt. Zu Angriffen auf Einsatzkräfte kam es in der Silvesternacht im Leipziger Stadtteil Connewitz. Dies seien "bewusste und gezielte Angriffe auf Menschenleben" gewesen, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU). Das Vorgehen grenze an versuchten Totschlag. In dem linksalternativ geprägten Stadtteil wurde ein 38 Jahre alter Polizist durch Pyrotechnik schwer verletzt. Er musste nach Angaben der Polizei im Krankenhaus notoperiert werden. Mehrere Menschen hätten Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte geworfen, erklärte die Polizei. Sie nahm neun Menschen fest, drei von ihnen wurden in der Nacht wieder entlassen. Einen ruhigeren Jahreswechsel als im Vorjahr verzeichnete die Polizei im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen: Die Beamten fuhren 2900 Einsätze, 600 weniger als beim vorigen Jahreswechsel. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) verbrachte den Jahreswechsel an der Seite von Polizeibeamten am Dom in Köln. Wie schon in den zwei Silvesternächten der Vorjahre sei es ihm wichtig, als oberster Dienstherr der Landespolizei an diesem besonderen Tag im Jahr präsent zu sein und den Polizisten für ihren Einsatz zu danken. "Die Silvesternacht in Köln ist zum Synonym dafür geworden, dass mal etwas nicht gut geklappt hat in dieser Nacht", sagte Reul der Deutschen Presse-Agentur kurz nach Mitternacht. In der Silvesternacht 2015/16 waren rund um den Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen sexuell bedrängt und bestohlen worden. Glimpflich endete ein Einsatz im Harz am Neujahrsmorgen: In der Gemeinde Südharz steckte ein nur leicht bekleideter Mann über mehrere Stunden in einem Schornstein fest. Der Oberkörper des 18-Jährigen habe aus dem etwa 15 Meter hohen Schlot herausgeschaut, teilte die Polizeiinspektion Halle mit. Als Passanten den Mann entdeckten, habe sich dieser bereits seit drei Stunden in dieser misslichen Lage befunden. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks befreiten den stark unterkühlten Mann und brachten ihn in ein Krankenhaus.
2.666667
14 Menschen starben an der neuartigen Lungenerkrankung in der Schweiz. 800 Menschen wurden innerhalb von 24 Stunden postiv auf das Virus getestet. Mehr als 2200 Menschen sind infiziert. Mit rund 800 Neuinfektionen gab es am Sonntag einen sprunghaften Anstieg der Zahl der Fälle. Insgesamt starben in der Schweiz bisher 14 Menschen am neuartigen Coronavirus, alleine sechs davon im Tessin. Drei Menschen starben im Kanton Waadt, zwei in Basel-Land, einer in Basel-Stadt sowie je eine Person in den Kantonen Wallis und Genf. Meist handelte es sich um ältere Personen, die an Vorerkrankungen litten. Das jüngste Opfer war eine ebenfalls vorerkrankte 32-jährige Frau im Kanton Genf. Nach neuesten Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gab es in der Schweiz und in Liechtenstein bereits 2200 positiv getestete Fälle. Davon lag bei 1.563 Menschen eine Bestätigung der Infektion mit der Lungenkrankheit Covid-19 vor. Bei 152 Fällen war eine Bestätigung ausstehend. In rund 440 Fällen war die Meldung noch nicht abschließend erfasst. Neben dem Tessin gingen auch den Kantonen Basel-Land und Jura die bisher verhängten Maßnahmen des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus zu wenig weit. Die Kantonsregierungen ordnete die Schließung von Restaurants, Lokalen, Hotels und Sportstätten an und verbietet ab Montag alle Anlässe mit mehr als 50 Personen. Alle Verkaufsstätten, die nicht der Grundversorgung dienen, müssen geschlossen werden. Offen bleiben dürfen in den zwei Kantonen nur noch Lebensmittelläden, Tiershops, Apotheken, Drogerien und Tankstellen. Der Kanton Tessin hatte ähnliche Massnahmen bereits am Vortag verhängt. (APA)
Dies meldeten die Parlamentsdienste am Sonntag. Am Montag hätte die dritte und letzte Woche der Frühjahrssession beginnen sollen. Es handle sich um einen Abbruch der Session, nicht um einen Unterbrechung, wie Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Neben dem Tessin gingen auch Basel-Land die bisher verhängten Massnahmen des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus zu wenig weit. Die Kantonsregierung ordnete die Schliessung von Restaurants und Lokalen an und verbietet ab Montag alle Anlässe mit mehr als 50 Personen. Nach neuesten Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gab es in der Schweiz und in Liechtenstein bereits 2200 positiv getestete Fälle. Davon lag bei 1563 Menschen eine Bestätigung für die Infektion mit der Lungenkrankheit Covid-19 vor. Bei 152 Fällen war eine Bestätigung ausstehend. In rund 440 Fällen war die Meldung noch nicht abschliessend erfasst. Zahl der Toten auf 14 gestiegen Insgesamt starben in der Schweiz bislang 14 Menschen am neuartigen Coronavirus, alleine sechs davon im Tessin. Drei Menschen starben im Kanton Waadt, zwei in Basel-Land, einer in Basel-Stadt sowie je eine Person in den Kantonen Wallis und Genf. Meist handelte es sich um ältere Personen, die an Vorerkrankungen litten. Das jüngste Opfer war eine ebenfalls vorerkrankte 32-jährige Frau im Kanton Genf. Die vom Bundesrat am Freitag verhängten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gingen einzelnen Kantonen offensichtlich zu wenig weit. Nach dem Tessin am Samstag griff auch der Kanton Basel-Land rigoros durch. Die Baselbieter Regierung rief am Sonntag die Notlage aus und ordnete die Schliessung aller Verkaufsstätten an, die nicht der Grundversorgung dienen, sowie aller Gastrobetriebe, wie sie am Sonntag vor den Medien erklärte. Geschlossen werden auch Betriebe wie Restaurants, Hotels und Sportstätten. Offen bleiben dürfen noch Lebensmittelläden, Tiershops, Apotheken, Drogerien und Tankstellen. Zudem untersagt der Regierungsrat ab Montag früh alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen. Regierungsrat: Jede Minute zählt Zur Sicherstellung der Spitalversorgung wird das Spital Bruderholz an der Grenze zum Kanton Basel-Stadt zum Spezialspital für Coronavirus-Fälle erklärt. In den Gemeinden Münchenstein und Lausen sollen Abklärungszentren für Coronavirus-Tests eingerichtet werden. Personen, die möglicherweise am Virus erkrankt sind, werden im Kanton nicht mehr in Arztpraxen und in Notfallstationen getestet. Die Baselbieter Regierung hatte diese Massnahmen nicht mit den Nachbarkantonen abgesprochen. Der Kanton sehe sich in einer Notsituation, in der jede Minute zähle, sagte Gesundheitsdirektor Thomas Weber (SVP). Deshalb habe man mit dem Beschluss nicht bis zur ordentlichen Regierungsratssitzung vom Dienstag gewartet. Der Regierungsrat beruft sich bei den Massnahmen auf eine Notlage gemäss dem kantonalen Gesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz. Die Massnahmen gelten ab Montag 6 Uhr und dauern vorerst bis 30. April. Menschenleere Piazza Grande Der Kanton Tessin hatte ähnliche Massnahmen bereits am Vortag verhängt. Das öffentliche Leben kam danach weitgehend zum Stillstand, wie ein Korrespondent von Keystone-SDA vor Ort berichtete. Auf der Piazza Grande von Locarno liefen nur vereinzelt Menschen durch die Stadt. In Chiasso kündigte die Gemeindeverwaltung ihre Schliessung bis auf Weiteres an. Unterdessen wurde der Ruf laut, dass die Landesregierung die vom Tessin und von Basel-Land getroffenen Massnahmen auf das ganze Land ausdehnen soll. Der Bundesrat müsse zum Schutz der Menschen unmittelbar wirksamere Massnahmen beschliessen, forderte die SVP in einer Mitteilung. Dazu bekräftigte die grösste Schweizer Partei die Forderung nach einer Schliessung der Grenzen und den Abbruch der Parlamentssession, die am Montag in die letzte von drei Wochen starten soll. Eingeschränkter Grenzverkehr Rund um die Schweiz schränken die Nachbarländer den Grenzverkehr zunehmend ein. Deutschland ergreift ab Montag 8 Uhr entsprechende Massnahmen, wie die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf deutsche Regierungskreise berichtete. Der Warenverkehr soll den Plänen zufolge aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften weiterhin die Grenzen passieren. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben. Österreich kündigte ebenfalls für Montagabend die Einstellung des Zug- und Flugverkehrs in die Schweiz an. In der Schweiz bereiteten sich am Wochenende im ganzen Land Schulbehörden und Eltern auf ein neues Schulregime vor. Zuvor hatte der Bundesrat am Freitag den normalen Klassenunterricht in Schulhäusern ab Montag verboten und faktisch Heimunterricht angeordnet. Die Verwaltungen aber auch Privatinitiativen organisierten unter Hochdruck Betreuungsangebote etwa für Eltern, die ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können. Monatelanger Heimunterricht? Die Kantone bereiten sich nach Aussagen der Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) auf einen monatelangen Unterrichtsausfall in den Schulen vor. "Da die Wissenschaft damit rechnet, dass es drei bis vier Monate dauert, bis die Epidemie abflacht, müssen wir auch mit Unterricht zu Hause für diesen Zeitraum rechnen", sagte EKD-Präsidentin Silvia Steiner. "Wir planen so, dass wir für eine Verlängerung der Massnahme gewappnet sind", sagte die Zürcher CVP-Bildungsdirektorin auf Anfrage zu einem Bericht der "NZZ am Sonntag". Man befinde sich in einer ausserordentlichen Situation, die eine tägliche Lagebeurteilung erfordere. Es müsse auch mit der schlimmsten Variante geplant werden. Mit Blick auf Aussagen von Experten gehe man davon aus, dass die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in die Höhe schnellen wird. Der Bundesrat hatte am Freitag weitreichende Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen und das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. So darf an den Schweizer Schulen bis 4. April kein Unterricht mehr stattfinden. Bis Ende April sind alle Veranstaltungen im Land ab 100 Personen verboten. An der Grenze werden wieder Kontrollen durchgeführt. Der Wirtschaft will die Landesregierung zehn Milliarden Franken zur Verfügung stellen. (AWP)
4
Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis POL-HSK: Verkehrsunfall mit einer Verletzten in Winterberg Winterberg (ots) Am Abend des 24.01.2020 ereignete sich um 21:10 Uhr ein Verkehrsunfall am Kreisverkehr Haarfelder Straße / Am Hagenblech. Dabei wurde eine Frau schwer verletzt. Ein Geländewagen fuhr auf einen verkehrsbedingt wartenden Pkw auf. Die Beifahrerin im wartenden Pkw wurde durch den Zusammenstoß schwer verletzt. Der Rettungsdienst musste das Dach des Pkw entfernen, um die 53jährige Winterbergerin patientengerecht zu befreien. Die Verletzte wurde im Anschluss in eine Fachklinik eingeliefert. Die übrigen Insassen beider Fahrzeuge blieben unverletzt. Für die Dauer des Rettungsdiensteinsatzes musste das angrenzende Tankstellen-Gelände gesperrt werden. Die Bundesstraße blieb frei, sodass es zu keinen Verkehrsstörungen kommen konnte. (BT) Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis Leitstelle Telefon: 0291-9020-3110 Fax: 0291-9020-3119 E-Mail: leitstelle.hochsauerlandkreis@polizei.nrw.de Original-Content von: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis, übermittelt durch news aktuell
Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis POL-HSK: Ohne Führerschein und alkoholisiert ins neue Jahr Arnsberg (ots) Am frühen Neujahrsmorgen führte die Polizei in Arnsberg eine Verkehrskontrolle anlässlich des Jahreswechsel auf der Bahnhofstraße durch. Dabei ergaben sich wegen diverser Ausfallerscheinungen Hinweise auf einen Alkoholkonsum bei einem 41-jährigen Pkw-Führer aus Arnsberg. Ein Atemalkoholtest verlief mit einem Ergebnis von fast 1,2 Promille positiv. Der Mann konnte außerdem keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt wurde untersagt. Die erste Autofahrt im neuen Jahr dürfte für den Mann vorläufig auch die letzte gewesen sein.(Mo) Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis Leitstelle Telefon: 0291-9020-3110 Fax: 0291-9020-3119 E-Mail: leitstelle.hochsauerlandkreis@polizei.nrw.de Original-Content von: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis, übermittelt durch news aktuell
2.333333
Autos kollidieren frontal: Mutter (35) und drei Kinder sterben - Helfer spricht über Tragödie Von: Katarina Amtmann, Jennifer Lanzinger Teilen Ein Unglück ereignete sich auf der B2 bei Roth. Eine Mutter (35) stirbt noch am Unfallort - ihrer drei Kinder starben später im Krankenhaus. Tragisches Unglück am Sonntagabend im bayerischen Roth. Auf der B2 krachen zwei Autos frontal ineinander. Eine Frau und zwei Kinder sterben - auch ihr drittes Kind verstirbt später. Update vom 9. Januar: Am Sonntag (5. Januar) hat sich auf der B2 bei Roth ein schwerer Unfall ereignet. Eine Mutter starb sofort, ihre drei Kinder später im Krankenhaus. Der Zustand des Vaters ist kritisch. Nun hat sich ein Helfer des Kriseninterventionsteams, das nach dem Unfall vor Ort war, zu dem Einsatz geäußert. Gegenüber Nordbayern.de erzählte Jürgen Geißler, dass es eine Alarmierung wegen eines Verkehrsunfalls gab, außerdem war von laufender Reanimation die Rede. „Das hieß für uns, alles, was Beine hat, musste da raus“, erzählt er. Das Kriseninterventionsteam arbeitet mit der Notfallseelsorge zusammen, insgesamt zehn Helfer waren vor Ort. Nach dem Einsatz waren sie noch auf der Rother Polizeiwache bei jungen Polizeibeamten, die als erstes vor Ort waren, erzählt er gegenüber Nordbayern.de weiter. Priorität habe für das Team, die Ersthelfer und Zeugen zu betreuen, die das Geschehen hautnah miterlebt haben. „Wir geben psychosoziale Unterstützung. In der Regel fangen die Menschen dann von sich aus an zu erzählen, wie sie mit der Situation klarkommen und wie sie die ganze Sache erlebt haben.“ Wichtig sei vor allem, dass den Leuten klar ist, dass sie mit Menschen reden, die wissen um was es geht. „Jeder von uns kommt aus dem Rettungsdienst und hat solche Reanimationen und Unfallszenarien schon mal live miterlebt“, berichtet er Nordbayern.de. Die Situation selbst könne man zwar nicht ändern, es helfe jedoch sehr, über die Vorfälle zu sprechen. In der kommenden Woche soll es nochmal ein Treffen mit allen beteiligten Rettungskräften geben. Dieses findet auf freiwilliger Basis statt. Nach schwerem Unfall auf B2: Vierjähriges Kind stirbt im Krankenhaus Update vom 7. Januar, 17.45 Uhr: Was das vierte Unfallopfer betrifft, gibt es nun traurige Gewissheit. Wie die Polizei nun mitteilte, ist das dritte Kind der Familie ebenfalls verstorben. Die Vierjährige erlag am Dienstagnachmittag (7.1.) im Krankenhaus ihren Verletzungen. Der 35-jährige Vater ist laut Polizei „zwischenzeitlich stabil“ - sein Zustand muss aber weiterhin als kritisch eingestuft werden. Die Ursache des Verkehrsunfalls ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Staatsanwalt und Polizei werden von einem Sachverständigen unterstützt. Autos kollidieren frontal: Drittes Kind der Familie weiter in Lebensgefahr Update vom 7. Januar, 11.30 Uhr: Bei einem Verkehrsunfall in Mittelfranken starb eine 35-jährige Mutter. Zwei ihrer drei Kinder starben kurz darauf im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Ein drittes Kind (4) der Familie schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Auch der 35-jährige Vater befinde sich noch in einem kritischen Zustand, wie ein Polizeisprecher sagte. Schwerer Unfall in Mittelfranken: Zwei Kinder im Krankenhaus gestorben Update vom 6. Januar 2020, 07.02 Uhr: Nach dem schweren Verkehrsunfall bei Georgensgmünd in Mittelfranken sind neben der getöteten Mutter auch zwei der drei lebensgefährlich verletzten Kinder gestorben. Die beiden neun und zwölf Jahre alten Kinder erlagen in der Nacht zum Montag ihren Verletzungen, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ein vier Jahre altes Kind schwebte demnach weiter in Lebensgefahr. Der Ehemann der 35 Jahre alten Mutter hatte bei dem Unfall auf der Bundesstraße 2 ebenso schwere Verletzungen erlitten wie der 19 Jahre alte Unfallverursacher. Beide schwebten früheren Angaben zufolge aber nicht in Lebensgefahr. Der Transporter des 19-Jährigen war am späten Sonntagnachmittag in Richtung Nürnberg unterwegs gewesen, als er aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet und in das Familienauto krachte. Die B2 wurde nach vierstündiger Sperrung in der Nacht wieder für den Verkehr freigegeben. Erstmeldung vom 5. Januar 2020: Autos krachen frontal ineinander: Mutter stirbt bei Zusammenstoß - Drei Kinder in Lebensgefahr Roth - Ein tragisches Unglück ereignete sich am späten Sonntagnachmittag gegen 17.30 Uhr bei Georgensgmünd in der Nähe von Roth in Bayern. Wie die Polizei kurz darauf gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur bestätigt, krachten zwei Autos aus noch ungeklärter Ursache auf der B2 bei Wernsbach frontal ineinander. Eine Person stirbt noch am Unfallort, mehrere weitere Personen werden bei dem Unfall schwer verletzt. Bei dem Todesopfer soll es sich um eine 35-jährige Frau handeln. Ihre drei Kinder werden bei dem Unfall schwer verletzt, sie schweben noch in Lebensgefahr. Sie sollen zwischen vier und zwölf Jahre alt sein. Auch der Familienvater soll bei dem Zusammenstoß schwer verletzt worden sein. Wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur erklärte, soll es sich bei dem Unfallverursacher um einen 19-jährigen Mann handeln. Auch er soll bei dem Zusammenstoß schwer verletzt worden sein. Frontalkollision auf B2: Eine Todesopfer - Mindestens drei Personen schwer verletzt Den Angaben zufolge war der 19-Jährige am späten Sonntagnachmittag auf der Bundesstraße 2 in Richtung Nürnberg unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache mit seinem Transporter bei Georgensgmünd in den Gegenverkehr geriet und gegen das Familienauto prallte. Wie nordbayern.de berichtet, soll die 17-jährige Beifahrerin des Unfallverursachers ebenfalls schwer verletzt worden sein. Bei dem Einsatz kamen auch zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die genaue Unfallursache soll nun ermittelt werden. Bei einem anderen Unglück in Südtirol wurde sechs junge Deutsche aus dem Leben gerissen. Ein betrunkener Sportwagen-Fahrer raste in eine Touristengruppe. Ein tragisches Unglück ereignete sich am Sonntagmittag in Österreich. Der Fahrer eines Geländewagens stoppte noch für eine Gruppe Kinder, dann das Unglück. Ein 28-jähriger Münchner wurde tot in Kirchberg in Tirol gefunden. Der Urlauber war offenbar auf dem Nachhauseweg zu seiner Unterkunft. Er kam dort nie an. Am Montagabend ereignete sich bei Gangkofen im Landkreis Rottal-Inn ein schwerer Unfall. Ein Audi gelangte auf die Gegenfahrbahn - und krachte in einen VW Polo.
Tragisches Unglück: Autofahrer stoppt gerade noch für Kindergruppe - doch Junge (7) gerät unter den Geländewagen Von: Jennifer Lanzinger Teilen Der Junge wurde bei dem tragischen Unglück verletzt. © dpa / Ralf Zwiebler (Symbolbild) Ein tragisches Unglück ereignete sich am Sonntagmittag in Österreich. Der Fahrer eines Geländewagens stoppte noch für eine Gruppe Kinder, dann folgt das Unglück. Ein tragisches Unglück ereignete sich am Sonntag im Stubaital in Österreich. Ein Geländewagen stoppte zunächst noch für eine Gruppe Kinder, die die Straße überqueren wollte. Doch kurz darauf wird ein Junge aus Deutschland von dem Auto überfahren. Telfes/Österreich - Ein dramatisches Unglück ereignete sich am frühen Sonntagmorgen im österreichischen Telfes im Stubaital. Wie die Landespolizeidirektion Tirol kurz darauf mitteilt, wurde dabei ein Siebenjähriger aus Deutschland verletzt. Ein 67-jähriger Österreicher steuerte seinen Geländewagen auf einem schneebedeckten Forstweg bergwärts in Richtung Mittelstation. Kurz danach kollidierte der Mann jedoch mit dem Jungen aus Deutschland. Wie schwer die Verletzungen sind, ist noch nicht bekannt. Österreich: Junge wird von Geländewagen überrollt Auf Höhe der Talstation des Schleppliftes „Schanzlin“ kreuzte eine Kindergruppe den Weg des Österreichers, um zur Talabfahrt zum Ski-Fahren gelangen. Der 67-Jährige aus Österreich hielt zunächst an, um die Kinder über die Straße laufen zu lassen. Als der Fahrer des Geländewagens jedoch anschließend wieder anfuhr, bemerkte er nicht, dass ein 7-jähriger Junge aus Deutschland aufgrund der rutschigen Fahrbahn zurück auf die Straße gerutscht war. Infolgedessen geriet der Junge unter das Auto. Dabei wurde der Siebenjährige im Bereich der Hüfte von dem Geländewagen überrollt. Eine zufällig am Unglücksort anwesende Ärztin leistete erste Hilfe, anschließend wurde das Kind mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Innsbruck geflogen. Wie schwer der Siebenjährige bei dem Unfall verletzt wurde, ist noch nicht bekannt. Bei einem anderem Unglück in Südtirol wurden sechs junge Deutsche aus dem Leben gerissen. Ein betrunkener Sportwagen-Fahrer raste in eine Touristengruppe. Ein tragisches Unglück ereignete sich am frühen Sonntagabend auf der B2 bei Roth. Eine Person stirbt noch am Unfallort, weitere werden schwerverletzt, wie merkur.de* berichtet. Ein 28-jähriger Münchner wurde tot in Kirchberg in Tirol gefunden. Der Urlauber war offenbar auf dem Nachhauseweg zu seiner Unterkunft. Er kam dort nie an. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.
2.333333
Die Filiale in der Innenstadt wird umgebaut und modernisiert: Ab 13. Januar sind Alternativen gefragt. Exklusiv für shz+ Nutzer Rendsburg | Die Filiale des Drogeriemarktes „Rossmann“ in der Rendsburger Innenstadt schließt bis Ende Februar. Nach Ladenschluss am 11. Januar macht der Drogist in der Hohen Straße umbaubedingt Pause. Konkret gehe es um „technische Erneuerungen an den Klima- und Belüftungsanlagen sowie der Optik des Ladens“, so das Unternehmen auf Anfrage. Eine Wiedereröffnung ist am 29. Februar geplant. Alternativen in der Nähe Rossmann ist der einzige Drogeriemarkt in der Innenstadt. Durch die kurzzeitige Schließung fehlt ein zentrumsnahes Angebot. Für den Kauf von Toilettenpapier, Duschgel und Rasierklingen müssen in der Zwischenzeit entweder ein Mitbewerber wie die Filiale von „dm“ in der Bismarckstraße oder die Rossmann-Filiale im Büdelsdofer Einkaufszentrum „Rondo“ herhalten. Die beiden Standorte sind die nächstliegenden Optionen. Mitarbeiter werden in anderen Märkten eingesetzt Die Mitarbeiter, die in der kommenden Woche noch in der Hohen Straße arbeiten, sollen in der Übergangszeit in den umliegenden Märkten eingesetzt werden. Ein Zwangsurlaub bleibt ihnen damit erspart.
Der mutmaßliche Täter hat sich offenbar bei der Tat verletzt. Er liegt in der Imland-Klinik und wird dort bewacht. Rendsburg | Schrecklicher Fund in einem Hotel in der Rendsburger Innenstadt: In einem der Zimmer lag eine tote Frau, neben ihr ihr Baby, das unverletzt sein soll. Die Frau ist offenbar Opfer ihres Partners geworden. Er sei „dringend tatverdächtig“. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 28-Jährige aus Schleswig-Holstein. Weiterlesen: Tote war Mutter eines Babys – M... Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab (anschließend 8,90 €/Monat), um diesen Artikel zu lesen. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in unserer App stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.
1
Beamte des Landeskriminalamtes erwischten den Albaner schon Ende Jänner bei der Übergabe vom 200 Gramm Kokain im Bezirk Vöcklabruck und nahmen ihn fest. Zuvor waren Ermittlungen nach dem Suchtmittelgesetz gegen den 43-Jährigen geführt worden, teilte die Pressestelle der Polizei am Samstag mit. Der Mann stand unter dringendem Tatverdacht, im Bezirk Vöcklabruck im großen Stil mit Kokain und Heroin gehandelt zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung nach der Festnahme stellten die Ermittler noch 30 Gramm Heroin, aus Suchtgiftverkäufen stammendes Bargeld und Suchtgiftutensilien sicher. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden noch zahlreiche Kokain- und Heroinabnehmer des 43-Jährigen ausgeforscht und der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Der 43-Jährige wurde in die Justizanstalt Wels gebracht, wo über ihn die Untersuchungshaft verhängt wurde. Interessieren Sie sich für dieses Thema? Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen. Polizei Meine Themen Für Ihre gemerkten Themen wurden neue Artikel gefunden.
Eine Überwachungskamera ist den Burschen aus Wels bei ihrer zweiten Tat zum Verhängnis geworden. Zwei Kameras hatten sie vor dem Einbruch zerstört, eine dritte allerdings übersehen. Durch die Videoaufzeichnung und mit Hilfe von Zeugen konnte die Polizei zwei der vier Verdächtigen ausforschen. Nach einer Befragung der Burschen stellten sich auch ihre Komplizen. Alle gestanden die beiden Einbrüche Anfang und Mitte Februar. Ein 16-jähriger Russe ist in die Justizanstalt Wels gebracht worden, ein 18-Jähriger und zwei 19-Jährige aus Wels wurden angezeigt. Interessieren Sie sich für dieses Thema? Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen. Polizei Meine Themen Für Ihre gemerkten Themen wurden neue Artikel gefunden.
4
Kriegsmaterial Nationalrat lehnt Waffenfinanzierungs-Verbot ohne Gegenvorschlag ab Der Nationalrat hat am Donnerstag die Volksinitiative "Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten" zur Ablehnung empfohlen. Auch einen indirekten Gegenvorschlag will der Rat nicht. Der Nationalrat lehnt die Volksinitiative "Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten" ab. Auch einen indirekten Gegenvorschlag will er nicht. (Symbolbild) KEYSTONE/PETER KLAUNZER Er sprach sich mit 120 zu 71 Stimmen bei 2 Enthaltungen gegen die Initiative der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Gsoa) und der Jungen Grünen aus. Diese verlangt, dass die Nationalbank (SNB) oder Stiftungen und Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge Kriegsmaterialhersteller nicht mehr finanzieren dürfen. Nicht mehr finanziert werden dürften Unternehmen, die mehr als fünf Prozent ihres Umsatzes mit der Herstellung von Kriegsmaterial erwirtschaften. Auch die Regierung lehnt die Initiative ab. Die Initiative würde die "marktneutrale Investitionspolitik" der Schweizerischen Nationalbank verunmöglichen, sagte Bundesrat Guy Parmelin am Donnerstag. Zudem gebe es bereits ein Verbot zur Finanzierung von atomaren, biologischen und chemischen Waffen sowie von Streumunition und Anti-Personenminen. "5-Prozent-Hürde problematisch" Problematisch sei auch die Fünf-Prozent-Hürde, sagte Parmelin. In der Praxis bedeute dies: wenn ein Unternehmen einen Auftrag eines Rüstungsunternehmens bekomme, könne der mit Rüstungsmaterial generierte Umsatz über die Schwelle hinausgehen. Im nächsten Jahr, wenn der Auftrag abgeschlossen sei, falle der Umsatz wieder darunter. Die Initiative schade daher dem Wirtschaftsstandort Schweiz. Den Schweizer KMU der Maschinen- und Metallindustrie würde der Zugang zu Krediten erschwert, wenn sie Teil einer Zulieferkette für Rüstungsbetriebe seien. Die Initiative sei gefährlich, habe keinen Einfluss auf den Weltfrieden und missbrauche die Unabhängigkeit der Nationalbank, fasste Kommissionssprecher Thomas Hurter (SVP/SH) die Meinung der Ratsmehrheit zusammen. Dazu gehörten SVP, FDP, die Mitte-Fraktion ohne EVP und die GLP. Anliegen der Bevölkerung Auf der anderen Seite hatten sich Grüne und SP für die Initiative eingesetzt. Das Begehren sei ein Bedürfnis der Bevölkerung, hiess es in der Ratsdebatte. Diese wolle nicht, dass mit ihrem Geld in Kriegswaffen investiert werde und suche nach ethisch korrekten Anlagemöglichkeiten. Das Anliegen sei zudem nötig für die Glaubwürdigkeit und Neutralität der Schweiz. Die Initiative schien aber auch der Linken zu weit zu gehen. Die SP verlangte daher, dass das Geschäft an die Kommission zurückgewiesen wird, damit diese einen indirekten Gegenvorschlag ausarbeitet. Dieser solle "Schlupflöcher" schliessen, indem das Verbot der indirekten Finanzierung verbotener Waffen gestärkt wird, wie SP-Sprecherin Edith Graf-Litscher (TG) in der Debatte erläuterte. Zudem soll mit Vorschriften die Transparenz für verantwortungsbewusste Anleger erhöht werden. Zu diesem Vorschlag bekannten sich auch GLP und EVP. Es wurde aber mit 105 zu 87 Stimmen abgelehnt. Das Geschäft geht in den Ständerat.
Der Nationalrat hat während dreieinhalb Stunden die Volksinitiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» von GSoA und Jungen Grünen beraten. Bürgerliche standen gegen SP und Grüne. Abgestimmt wird erst am Donnerstag, nachdem sich Bundesrat Guy Parmelin geäussert hat. Die Initiative will Nationalbank, Stiftungen und Pensionskassen die Finanzierung von Kriegsmaterialherstellern verbieten, wenn letztere daraus mehr als fünf Prozent des Umsatzes ziehen. Die Initiative sei aus Sicht der Staatspolitischen Kommission (SPK) nicht zielführend und kaum umsetzbar, sagte Thomas Hurter (SVP/SH). Nicht zuletzt wegen des immensen Kontrollaufwands. Das Begehren habe zudem keinen friedensstiftenden Einfluss, schade aber der Schweiz in mehreren Bereichen. Ausserdem sei die schweizerische Gesetzgebung genügend. Hurter nannte das Finanzierungsverbot für atomare, biologische und chemische Waffen sowie für Streumunition und Anti-Personenminen. SVP: Schädlich für die Schweizer Wirtschaft Die Initiative schwäche die Maschinen- und Elektroindustrie, Standbeine der Schweizer Wirtschaft, erklärte Marco Tuena (ZH) namens der SVP-Fraktion. Die Initiative treffe auch die KMU als Zulieferer, ebenso die Sozialwerke. Laut Erich Hess (SVP/BE) würde die Initiative am meisten die einheimischen Kriegsmaterialproduzenten treffen. «Die ausländischen Kriegsmaterialproduzenten werden sich auch sonst finanzieren, und die Kriege auf dieser Welt werden auch sonst irgendwie weitergehen. Auch ohne Hilfe der Schweiz. Im Gegenteil, es wird dann wahrscheinlich jemand anderes daran Geld verdienen.» FDP: Keine Einmischung bei der SNB Maja Riniker (AG) machte deutlich, dass die FDP-Fraktion die Initiative einstimmig ablehne. Unter anderem wegen der Einmischung in die operativen Belange der Nationalbank. Die Umsetzung des Verbotes würde nach ihren Worten nicht nur Schäden in Wirtschaft und Sozialwerken verursachen, sondern auch zum massiven Ausbau der Kontrollbürokratie führen. CVP: «Unklar, willkürlich, wirtschaftsfeindlich» Die Initianten täten so, als gäbe es heute nicht bereits Verbote, sagte Martin Candinas (GR) für die CVP-Fraktion. Dabei hätten sich die bestehenden Regelungen bewährt: «Die neuen Einschränkungen gehen uns dagegen zu weit. Sie sind unklar, bürokratisch, willkürlich und wirtschaftsfeindlich.» Völlig willkürlich und kaum überprüfbar sei auch die Schwelle von fünf Prozent beim Umsatz, der ohnehin jährlich schwanken könne. SP: Gegenvorschlag soll «Schlupflöcher» stopfen «Die Initiative rennt bei der Bevölkerung offene Türen ein», sagte Edith Graf-Litscher (SP/TG). Diese wolle nicht, dass ihr Geld in Kriegsmaterial investiert werde. Die SP hat daher einen direkten Gegenvorschlag entwickelt. So sollen «Schlupflöcher» geschlossen und das Verbot der indirekten Finanzierung verbotener Waffen gestärkt werden, wie Graf-Litscher ausführte. Grüne: Geld soll nicht töten dürfen Die Schweiz habe eine besondere Verantwortung mit einem der grössten Finanzplätze der Welt, sagte Marianne Schlatter (Grüne/ZH). Damit wäre die Schweiz in der Lage, einen Standard zu kreieren. Balthasar Glättli (Grüne/ZH) erinnerte daran, dass mit der zweiten Säule alle Zwangssparerinnen und Zwangssparer seien. Das Geld soll arbeiten müssen, wie ein ehemaliger Banken-Werbespruch gelautet habe: «Ich will nicht, dass es aufgrund der Gesetzeslage weiterhin heisst: Hier darf Ihr Geld, dass Sie einzahlen müssen, töten.»
4
„Ich habe seit Monaten wieder einmal Fenster geputzt, jetzt seh‘ ich wieder raus. Sie sind so sauber wie nie“, schmunzelt Helmut Tschellnig. Der Schauspieler und Extremsportler nutzt die Zeit zu Hause, um Ordnung zu schaffen, dazu gehört staubsaugen unterm Bett oder das Reinigen seiner Räder. Außerdem geht er laufen im Wald in Gablitz. „Aber nur auf den grauslichen Strecken, auf denen ich mir sicher bin, niemanden zu treffen“, meint Tschellnig. Mit dem Rad fährt er derzeit nicht, „und das, obwohl ich mir gerade ein neues Gefährt zugelegt habe“. Heuer hat er geplant, am Wüstenmarathon in Bolivien Ende September teilzunehmen. „Darauf bereite ich mich weiter vor. Aber wenn er abgesagt wird, dann geht die Welt nicht unter, dann mache ich das im nächsten Jahr.“ Einkaufen geht er nicht oft. „Ich brauche nicht viel, nur Schokolade und Süßigkeiten und davon habe ich noch genug daheim.“ Wichtig ist ihm, dass sich alle an die Regeln halten. „Schön zu sehen ist, dass die Leute zusammenrücken, wenn Not am Mann ist.“
Einige Internet Provider haben dazu eine tolle Aktion gestartet und kostenlos die Internetverbindungen für ihre Kunden erhöht.So istdabei, vorübergehend Privatkunden mit Glasfaseranschluss die Verbindung auf satte 100 Megabit pro Sekunde im Download aufzurüsten (20 Megabit im Upload). Für viele Kunden bedeutet das eine bis zu 3 Mal so schnelle Verbindung.Diehaben eine ähnliche Aktion gestartet und ihren Kunden eine Verdoppelung des Internet-Zugangs versprochen. Beide Aktionen laufen vorerst bis 30. April 2020.Die genannten Internet Provider wollen damit einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der derzeitigen schwierigen Situation leisten und der von der Regierung geforderten „Solidarietà Digitale“ Folge leisten.Ein wichtiger Hinweis obendrein: Jeder sollte sich zu Hause mit dem Internet über den Router (auch über Wi-Fi) verbinden, um das Mobilfunknetz nicht zu überlasten. stol
1
Die Volksabstimmung zur Verfassungsänderung in Russland soll am 22. April stattfinden. Die Opposition spricht von einem Staatsstreich Massenkundgebungen sind wegen des Coronavirus in Russland verboten, den Kreml-Kritikern bleiben nur Mahnwachen einzelner Bürger als Protest. Foto: REUTERS / SHAMIL ZHUMATOV Moskau – Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach der Zustimmung des Parlaments ein Gesetz zur größten Verfassungsreform der Geschichte des Landes unterschrieben. Ein Dokument dazu wurde am Samstag veröffentlicht. Damit die Änderungen in Kraft treten können, muss zunächst das Verfassungsgericht sie binnen sieben Tagen billigen. Dann folgt eine Volksabstimmung; sie ist für den 22. April geplant. Als letzten Schritt vor Inkrafttreten müsse die Mehrheit aller Abstimmenden zustimmen, heißt es in dem Dokument. Das russische Parlament und der Föderationsrat hatten die Reform in dieser Woche im Eiltempo beschlossen. Vorgesehen ist nicht nur eine Ausweitung der Machtbefugnisse des Präsidenten. Putin soll nach einem Votum der Abgeordneten auch die Möglichkeit haben, sich noch einmal für maximal zwei Amtszeiten zu bewerben – er könnte also bei Wiederwahl bis 2036 im Amt bleiben. Nach bisheriger Verfassung wäre 2024 Schluss für ihn. Opposition erzürnt Kritiker und Oppositionelle werfen Putin einen Staatsstreich vor. Massenkundgebungen sind wegen des neuen Coronavirus verboten. In Moskau gibt es jedoch Mahnwachen einzelner Bürger. Es ist zu erwarten, dass das Verfassungsgericht den Änderungen zustimmt. Unter Putin hat das Gericht bisher nie gegen den Kreml entschieden. Die Volksabstimmung werde trotz des Coronavirus stattfinden, sagte die Chefin des Föderationsrats, Valentina Matwijenko. An dem Termin wolle man bisher festhalten, die Situation werde aber genau beobachtet. (APA, 14.3.2020)
Russland verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie die Abstimmung über die größte Verfassungsänderung in der Geschichte des Landes. Das kündigte Präsident Wladimir Putin am Mittwoch bei einer Fernsehansprache an. Einen neuen Termin werde es später geben. Die Bevölkerung sollte ursprünglich am 22. April darüber entscheiden, ob die Verfassung mit erweiterten Machtbefugnissen für den Präsidenten in Kraft gesetzt wird. Die Verfassungsänderung ist sehr umstritten. Langzeit-Amtsinhaber Putin könnte dann auch die Möglichkeit haben, bis 2036 im Amt zu bleiben. Im Eiltempo hatten das Parlament und auch das Verfassungsgericht dem zugestimmt. Kritiker und Oppositionelle werfen Putin wegen der Änderung der Verfassung einen “Staatsstreich” vor. Demonstrationen sind wegen der Coronavirus-Pandemie verboten. Wegen der Lage um das Coronavirus erklärte Putin die kommende Woche für arbeitsfrei. Die Menschen sollten jetzt “besser zu Hause bleiben”, sagte der Staatschef am Mittwoch in einer seltenen Fernsehansprache. Die Lage um das Coronavirus hatte sich in den vergangenen Tagen in Russland massiv verschärft. Offiziell hatte Russland am Mittwoch 658 Coronavirus-Fälle, davon 410 in Moskau. Die russische Hauptstadt untersagte alle Veranstaltungen unter freiem Himmel. Geschlossen sind unter anderem auch Kultur- und Sporteinrichtungen. Mehr als 1,9 Millionen Menschen im Alter über 65 Jahre müssen von diesem Donnerstag an zuhause bleiben. Das russische Verteidigungsministerium überprüfte die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Das russische Parlament plant eine massive Verschärfung der Strafen wegen Verstoßes gegen die Quarantänevorschriften.
3.5
Eine Mehrheit der Österreicher würde die Aufnahme von an der griechischen Grenze gestrandeten Flüchtlingen derzeit ablehnen. Das geht aus einer Samstag veröffentlichten Umfrage von Unique research für das Magazin "profil" hervor. Dafür sprechen sich Wähler von Grünen und NEOS aus. SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner plädierte indessen erstmals zaghaft für die Aufnahme von Kindern in Österreich. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte die Regierung zuletzt aufgefordert, sich einer "Koalition der Willigen" anzuschließen und angesichts der Flüchtlingskrise an der griechisch-türkischen Grenze insbesondere Frauen und Kinder aufzunehmen. Auch Grüne und NEOS fordern eine entsprechende Initiative. Die ÖVP lehnte das innerhalb der türkis-grünen Koalition aber bisher klar ab. Bei der Mehrheit der Österreicher stößt die harte Haltung der Kanzlerpartei offenbar auf Zustimmung. Der Unique-Umfrage (500 Befragte) zufolge sind 61 Prozent dagegen, dass Österreich gemeinsam mit anderen EU-Ländern Flüchtlinge aufnimmt, um die Situation an der griechischen Grenze zu entlasten. 31 Prozent wären dafür, der Rest äußerte keine Meinung. Besonders groß ist die Ablehnung unter FPÖ- und ÖVP-Wählern (94 bzw. 75 Prozent). Anhänger der SPÖ sind zu 52 Prozent gegen, jene der NEOS zu 54 Prozent für die Aufnahme von Flüchtlingen. Klar dafür sind auch die Wähler der Grünen (83 Prozent). SPÖ-Chefin Rendi-Wagner plädierte nach längerem Zögern erstmals für die Aufnahme von Kindern in Österreich aus. "Einzelhilfe für Menschen in Not, insbesondere Kinder und unbegleitete Minderjährige, muss auch in Österreich möglich sein", sagte sie. Einem nationalen Alleingang wollte sie im "Standard" aber nicht das Wort reden und plädierte für eine Initiative, die von mehreren EU-Mitgliedsstaaten getragen werden müsse. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Freitag eine Initiative angekündigt, um gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu gewährleisten. Die NEOS wollen bei der nächsten Nationalratssitzung einen Antrag einbringen, bis zu 500 Flüchtlinge aus griechischen Lagern in Österreich aufzunehmen. "Es ist eine einmalige Aktion, um die Schande Europas in Moria zu lösen", so Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger in der "Kleinen Zeitung". Klar abgelehnt werden solche Initiativen weiterhin von der FPÖ. Deren Parteichef Norbert Hofer empörte sich am Samstag darüber, dass auch Grüne Abgeordnete an einer Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung teilgenommen hatten. "Die ÖVP hat mit der Hereinnahme der 'Refugees welcome'-Fraktion die Büchse der Pandora geöffnet", so Hofer. Auch wenn die Positionen der Grünen und der ÖVP in der Flüchtlingspolitik weit auseinanderliegen, sieht die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, die Koalition nicht in Gefahr. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass es hier eine "geringe Schnittmenge" gebe, sagte die Abgeordnete zur APA. Außerdem lebe Demokratie vom Diskurs, "davor dürfen wir uns nicht fürchten". "Eine lebhafte Debatte ist noch kein Streit", kommentierte Ernst-Dziedzic die Diskussion der vergangenen Tage über die mögliche Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln. Dass sie an der Protestaktion teilgenommen habe, bereue sie nicht, betonte Ernst-Dziedzic. Der ständige Austausch mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und der Zivilgesellschaft sei ihr sehr wichtig. Und: "Das war eine Demonstration für eine menschliche Asylpolitik und Einhaltung der Menschenrechte - dafür stehen wir Grüne". Und als der Demozug vor der ÖVP-Zentrale Halt machte, sei sie nicht mehr dabei gewesen. Um sich selbst ein Bild von der Lage in Griechenland machen zu können, besucht Ernst-Dziedzic am Samstag und Sonntag die wohl am stärksten betroffene Insel Lesbos. Derzeit halten sich dort rund 20.000 Flüchtende auf, Hilfsorganisationen beschreiben die Situation als katastrophal. Nachdem die griechische Regierung vor wenigen Tagen bekannt gab, ein Monat lang keine Asylanträge mehr annehmen zu wollen, hat sich die Lage weiter zugespitzt. Sie wolle mit allen Seiten sprechen, um sich ein "Gesamtbild" zu verschaffen, und auf Basis dessen politische Lösungen zu suchen." Wir Grüne werden alles dafür tun, damit Menschenrechte auf europäischem Boden nicht suspendiert und geschreddert werden", hielt Ernst-Dziedzic fest. Diese seien das Fundament der EU und "diesen Boden der Rechtsstaatlichkeit dürfen wir auch nicht verlassen." Quelle: APA
Eine am Donnerstag publizierte Umfrage des "Research Affairs"-Instituts für die Tageszeitung "Österreich" hatte die SPÖ gleichauf mit den Grünen bei 17 Prozent gesehen. Kanzler-Direktwahl: Rendi-Wagner hinter Hofer Bei der fiktiven Kanzler-Direktwahl kommt Sebastian Kurz laut "Unique research" auf 39 Prozent, weit abgeschlagen folgt Norbert Hofer mit zwölf Prozent auf Platz zwei. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (acht Prozent) muss sich erstmals mit dem vierten Platz im Kanzler-Ranking bescheiden, Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler kommt auf zehn Prozent. "Steuerliche Entlastung" halten die Österreicher für das vordringliche politische Anliegen (36 Prozent), der Klima- und Umweltschutz rangiert mit 28 Prozent dahinter, eine restriktive Migrationspolitik ist 16 Prozent am wichtigsten, Transparenz und Kontrolle neun Prozent. (Quelle: APA)
2
Im Jahr 2016 verzichtete das SPD-geführte Hamburg überraschend auf eine 47 Millionen hohe Steuerforderung gegen die hanseatische Warburg Bank. Zuvor soll es ein geheimes Treffen zwischen der Bank und hochrangigen SPD-Politikern gegeben haben, darunter Finanzminister Olaf Scholz. Der Hamburger Senat schweigt, doch der Druck wächst. Mitten im Hamburger Wahlkampf droht ein möglicher Finanzdeal rund um die in der Hansestadt ansässige Warburg Bank, der SPD auf die Füße zu fallen. Dabei liegt der Fall bereits einige Jahre zurück, Recherchen haben nun jedoch neue Details ans Tageslicht gefördert. Im Mittelpunkt des Geschehens: Hamburgs damaliger Erster Bürgermeister Olaf Scholz, der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs und fragwürdige Cum-Ex-Geschäfte der Hamburger Wartburg Bank. Was passierte hinter den Kulissen? Rückblick: Die Warburg Bank hatte aus Sicht der Kölner Staatsanwaltschaft zu Unrecht rund 47 Millionen Euro an Steuergeldern erhalten, entstanden durch so genannte Cum-Ex-Geschäfte. Aus den Akten der Kölner Staatsanwaltschaft geht unter anderem hervor, dass auch die Betriebsprüfer des Hamburger Finanzamtes im Herbst 2016 zu dem Schluss kamen, dass Warburg das Geld zurückzahlen müsse. Doch die Forderung verjährte, weil die Hamburger Finanzverwaltung darauf verzichtete, die 47 Millionen Euro tatsächlich einzufordern. Damals war der heutige SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher Finanzsenator in Hamburg. Im November 2017 traf sich dann der damalige Erste Bürgermeister Olaf Scholz in seinem Amtszimmer mit dem Mitbesitzer und damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank, Christian Olearius. Das hatte Scholz lange bestritten, inzwischen aber eingeräumt. Zum damaligen Zeitpunkt wurde gegen Olearius wegen schwerer Steuerhinterziehung ermittelt. Neben Scholz hat Olearius laut persönlicher Aufzeichnungen auch Gespräche mit dem Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs und dem ehemaligen Zweiten Bürgermeister Alfons Pawelczyk, ebenfalls SPD, geführt. Ein offenes Ohr für korrupte Banker? Das Brisante: Zum Zeitpunkt des Treffens zwischen Scholz und Olearius im November 2017 wurde gegen den Bankbesitzer und mehrere Manager seiner Bank ermittelt. Gleichzeitig musste zu dieser Zeit das Hamburger Finanzamt entscheiden, ob nach 2016 auch Ende 2017 wieder Forderungen der Stadt gegenüber der Warburg-Bank in Höhe von vielen Millionen Euro verjähren. Diese Verjährung wurde schließlich durch das Bundesfinanzministerium verhindert. Olearius notierte nach dem Treffen damals in seinem Tagebuch, er habe Scholz über den Sachstand bei der Finanzbehörde und der Staatsanwaltschaft berichtet. Weiter schrieb Olearius, „dass wir uns keine Sorgen zu machen brauchen“. Eine politische Einflussnahme bestreiten aber alle Beteiligten. Olearius Tagebücher.: O. schreibt er vermute #DeutscheBank werde zu Lasten #Warburg geschont (#CumEx funktioniert nur wenn kooperiert wurde, daher komische Sichtweise) #Scholz habe dies geteilt. Frage: Wer schont? Und wie kann man Sichtweise teilen wenn man „zurückhaltend“ ist! — MdB Fabio De Masi (@FabioDeMasi) February 19, 2020 ​Merkwürdig scheint in dem Zusammenhang aber Folgendes: Mehrere Firmen aus dem Umfeld der Warburg-Gruppe spendeten 2017, also dem Jahr nach der ersten Verjährung, 45.500 Euro an die SPD. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“. 38.000 Euro der Spenden gingen demnach direkt an den Bezirksverband Mitte, dessen Vorsitzender der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs ist. In den Jahren zuvor hatte die Warburg-Bank nicht an die SPD gespendet. Unklar ist also, ob es an irgendeinem Punkt zu einer politischen Beeinflussung der Entscheidung des Finanzamtes kam. Aus den vorliegenden Unterlagen lässt sich nur rekonstruieren, dass die Prüfer des Hamburger Finanzamts im Herbst 2016 zu dem Schluss kamen, die Gelder von Warburg zurückzufordern. Dann wurde ihr Bericht zur Prüfung an die Hamburger Finanzbehörde weitergeleitet. Bis Ende des Jahres wurde das Geld nicht zurückgefordert, die Zahlungen verjährten. Offen ist nun, wer im Rahmen der Prüfung in der Finanzbehörde welche Entscheidungen traf und warum der Fall dort anders als vom Finanzamt bewertet wurde. Aussage gegen Aussage … Nicht geklärt ist auch, warum der Hamburger Senat Ende 2019 auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion erklärte, Treffen zwischen Regierungsmitgliedern und Warburg-Bankern habe es im Zusammenhang mit dem Steuerverfahren nicht gegeben. Die Tagebuchaufzeichnungen von Christian Olearius zum Treffen mit Scholz sprechen aber eine andere Sprache. Die Oppositionsparteien in Hamburg, alles voran Die Linke , sowie auch der Grüne Koalitionspartner, fordern von Bürgermeister Tschentscher eine Aufklärung. Sie wollen wissen, wie genau die Hamburger Finanzverwaltung mit der Warburg Bank im Steuerverfahren umgegangen ist. Und ob es hierbei möglicherweise zu Absprachen zwischen dem Finanzamt und dem Senat gekommen ist. Die Diskussion war nach einem Bericht von „Panorama“ und der „Zeit“ erneut entflammt. Der finanzpolitische Sprecher der Linken-Fraktion in der Bürgerschaft, Norbert Hackbusch, drängt nun auf einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Der Linke-Bundestagsabgeordnete Diehter Dehm und sein niedersächsischer Landesverband forderten bereits den Rücktritt von Bundesfinanzminister Olaf Scholz.
Nach Auffliegen einer Steuerbetrugsmasche stehen dem Stadtstaat Hamburg Rückzahlungen über viele Millionen Euro zu. Doch das Geld wird nicht eingetrieben. Stattdessen finden einem Bericht zufolge merkwürdige Treffen statt zwischen einem Bankhauschef und Hamburgs Bürgermeister Scholz. Die Cum-Ex-Affäre gilt als größter Steuerraub der Geschichte. Unter Ausnutzung von Rechtslücken prellten Banken und Anleger den deutschen Steuerzahler über Jahre um viele Milliarden Euro. Whistleblower und Investigativjournalisten brachten den Betrug ans Licht. Inzwischen läuft die juristische Aufarbeitung. Ganze Banken stehen vor Gericht. Ausgerechnet der Bundesfinanzminister und selbsterklärte "truly Sozialdemokrat" Olaf Scholz könnte in der Affäre aber eine denkbar fragwürdige Rolle gespielt haben. Wie NDR und die "Zeit" berichten, soll Scholz als Oberbürgermeister von Hamburg das Privatbankhaus Warburg verschont haben, indem seine Stadtregierung auf dem Hamburg zustehende Rückzahlungen über 47 Millionen Euro verzichtete. Die Stadt sei über Ermittlungen gegen die Bank rechtzeitig informiert gewesen, habe dennoch Fristen verstreichen lassen, um das Steuergeld zurückzuholen. Merkwürdiger Tagebucheintrag Ihre Untätigkeit sollen die Behörden damit begründet haben, dass sie einen teuren Rechtsstreit mit der Bank hätten vermeiden wollen. NDR und "Zeit" zitieren den Steuerrechtler Christoph Spengel, demzufolge schon 2016 - als Hamburg über den Fall informiert war und die Frist abzulaufen drohte - Urteile von Finanzgerichten die Cum-Ex-Geschäfte als illegal eingestuft hatten. Während es keine Versuche gab, das Geld einzutreiben, fanden dem Bericht zufolge Treffen zwischen mehreren SPD-Spitzenpolitikern und Christian Olearius, dem Inhaber und damaligen Chef der Warburg-Bank, statt. Und das in einer Zeit, in der Ermittlungen gegen die Bank liefen. Olearius hatte die Treffen demnach in einem von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Tagebuch erwähnt. Nach einem Gespräch mit Scholz soll sich Oelarius eingetragen haben, dass die Bank und er sich "keine Sorgen zu machen brauchen". Scholz' Sprecher betonte, zu den Aufgaben eines Ersten Bürgermeisters gehöre es, mit den Wirtschaftsvertretern der Stadt im regelmäßigen Austausch zu stehen. "So hat es auch ein Treffen mit Herrn Olearius im November 2017 im Amtszimmer des Bürgermeisters gegeben, wie aus dem Kalender des Ersten Bürgermeisters hervorgeht", bestätigte er. Die unlauteren Cum-Ex-Geschäfte, an denen sich auch die Warburg-Bank beteiligt haben solle, seien gerade Gegenstand gerichtlicher Untersuchung. Sie seien in die Zeit des schwarz-grünen Senats in Hamburg gefallen. Später sei der Skandal, in den auch die HSH-Nordbank involviert gewesen sei, unter dem SPD-geführten Senat aufgeklärt worden. Opposition verlangt Aufklärung Die Opposition im Bundestag hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe Aufklärung verlangt. "Finanzminister Scholz muss nun dringend Transparenz schaffen und aufklären, worum es in den Treffen mit der Warburg Bank ging und wie der Verzicht auf 47 Millionen Euro begründet wurde", sagte Grünen-Fraktionsvize Anja Hajduk. Scholz und Hamburgs jetziger Bürgermeister Peter Tschentscher müssten "noch vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg Aufklärung leisten", forderte Linke-Fraktionsvize Fabio De Masi. Die Hamburger Linkenfraktion hatte dem Bericht zufolge Scholz schon im November 2019 gefragt, ob es im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften Treffen mit der Warburg-Bank gegeben habe. Das hatte Scholz verneinen lassen. Ferner berichten NDR und "Zeit" von einem Versuch der Hamburger Finanzbehörde, Steuerrückzahlungen, die ein Gericht doch noch erzwingen könnte, vorab zu senken - von 169 auf 68 Millionen Euro. Die Vereinbarung sei durch das Bundesfinanzministerium verhindert worden.
4
Frédéric Chopin (1810-1849) war ein polnischer Komponist und Pianist. Hier seine berühmte Ballade No. 1 in g-Moll, Op. 23, gespielt von Krystian Zimerman. Chopin schrieb neben weiteren Kompositionen auch Walzer und Marzuken, Sonaten, Polonaisen und Kammermusik. Alle beinhalten in irgendeiner Form das Klavier. Er selbst war für sein Improvisieren bekannt – was zur damaligen Zeit sehr geschätzt wurde. Schwieriger war es, diese zu Papier zu bringen. Er feilte manchmal jahrelang an einzelnen Kompositionen. Chopins Klavierspiel wurde zu seiner Zeit als außergewöhnlich angesehen, er nutzt die neuen technischen Möglichkeiten des Instrumentes umfangreicher aus als manch anderer Pianist.
Antonín Dvořák (1841-1904) war ein tschechischer Komponist. Vor allem seine 9. Sinfonie in e-Moll, Op. 95, die den Namen „Aus der neuen Welt“ trägt, bezaubert oft das Publikum. Hier der 2. Satz, das Largo, gespielt durch die Münchner Philharmoniker unter Leitung von Sergiu Celibidache.  Dvořáks dreijähriger Amerika-Aufenthalt inspirierte ihn zu der oft gespielten Komposition „Aus der neuen Welt“, sie war zu seiner Zeit seine 5. Sinfonie. Dvořák wurde um 1892 zum Direktor des National Conservatory of Music of America berufen. Er folgte diesem prestigeträchtigem Ruf nach New York. Als Dirigent und Lehrer am dortigen Konservatorium hatte er die Aufgabe, junge Musiker auszubilden, damit diese später einen nationalen amerikanischen Musikstil entwickeln können. Dort entstand seine 9. Sinfonie, nachdem er auch indianische Melodien studiert hatte. Das Largo wurde von ihm selbst als „Legende“ bezeichnet und vertont eine Totenklage. Er wurde durch eine Szene aus dem Poem „Hiawatha“ dazu angeregt: Hiawatha, ein legendärer Mitbegründer und Führer des Irokesenbundes, trauert um seine treue Gefährtin Minnehaha. Die Melodie des Englischhorn singt dabei in typisch indianischer Pentatonik.
3
Hannover Autos, Fahrräder, Fußgänger, E-Scooter – alle beanspruchen Raum auf den Straßen, der immer enger wird. Als Folge werde die Stimmung im täglichen Verkehr zunehmend unfreundlich, meint die Region Hannover. Deshalb hat sie ihre nächste Veranstaltung aus der Reihe „ Matinee im Foyer“ am Sonntag, 1. März, im Regionshaus an der Hildesheimer Straße 18 unter die Überschrift „Raser, Drängler, Sonntagsfahrer – raues Klima im Straßenverkehr“ gestellt. Beginn ist um 11 Uhr. Publikum kann mitdiskutieren Auf dem Podium diskutieren der Verkehrspsychologe Friedrich Voss, Detlef Hoffmann von der Polizeiinspektion Hannover, Conrad Vinken, Fachbereichsleiter Verkehr bei der Region, Christine Rettig (Autoclub ADAC), Annette Teuber (Fahrradclub ADFC) und Krzysztof Mieloch (Verein Hannover Fuß) darüber, wie sich aggressives Klima im Verkehr erklären lässt und was getan werden muss, um ein friedlicheres Miteinander zu schaffen. Die Moderation übernimmt Tanja Schulz, das Publikum kommt ebenfalls zu Wort. Der Eintritt kostet 3 Euro. Lesen Sie auch: Von Bernd Haase
Hannover 37.000 Zusammenstöße im Straßenverkehr hat die Region Hannover allein im Jahr 2018 gezählt. 6500 Verletzte gab es. 48 Menschen starben bei Unfällen im Straßenverkehr. Grund genug für die Regionsverwaltung, ihre Matinee im Foyer des Regionshauses dem mal friedlichen, mal weniger friedlichen Miteinander auf den heimischen Straßen zu widmen. „Raser, Drängler, Sonntagsfahrer – Raues Klima im Straßenverkehr“ war die von Tanja Schulz moderierte Diskussionsveranstaltung überschrieben. Dass die Stimmung im täglichen Verkehr zunehmend aggressiver wird, mochten Experten wie der Verkehrspsychologe Karl-Friedrich Voss, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Verkehrspsychologen (BNV), nicht bestätigen: eine neue Qualität oder einen generellen Trend im Hinblick auf die Aggressivität im Straßenverkehr könne er nicht feststellen, sagte Voss. Kaum mehr Anzeigen Auch ein gesteigertes Anzeigeverhalten bei der Polizei gebe es nicht oder zumindest „keine validen Zahlen“, sagte Detlef Hoffmann von der Polizeiinspektion Hannover. Wohl aber berichte der Streifendienst bei Verkehrsordnungswidrigkeiten von Veränderungen, sagte Hoffmann weiter und führte als Beispiel das unerlaubte Radfahren auf der Lister Meile an. Da könne man doch mittlerweile auch sehr aggressiv geführte Gespräche erleben, so der Polizeibeamte. Neue Fahrradparkhäuser wie in Wunstorf Insgesamt war die Diskussion an diesem Vormittag allerdings erfreulich wenig vom rauen Klima auf Deutschlands Straßen geprägt. Stattdessen wurde über Lösungen diskutiert. Conrad Vinken, Leiter des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover führte neue Park-and-ride- oder Bike-and-ride-Angebote in der Region ins Feld wie ein voll automatisiertes Fahrradparkhaus in Wunstorf, in dem künftig bis zu 240 Fahrräder – geschützt vor Diebstahl und Vandalismus – untergebracht werden könnten. Man gehe von 170.000 Fahrten in die Stadt aus. Die müsse man „anders legen“, sprich: auf Fahrräder oder öffentliche Verkehrsmittel umleiten, sagte Vinken. „Wäre nicht eine richtige Verkehrswende wie in Luxemburg dringend nötig, ein kostenloser Nahverkehr in Bus und Bahn?“, fragte bei der Publikumsdiskussion ein Besucher. Über Preise könne man 2030 diskutieren, sagte Vinken. Würden derzeit alle Verkehrsteilnehmer in den öffentlichen Nahverkehr umsteigen wollen, könne man sie gar nicht transportieren. „Das muss sukzessive gehen“, sagte Vinken. Lesen Sie auch Von Jutta Rinas
4
Die Preise für Schnittblumen in Deutschland liegen nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund um den Valentinstag in der Regel ein ganzes Stück höher als sonst. Im Februar 2019 kosteten die Blumen 4,7 Prozent mehr als im Durchschnitt des gesamten Vorjahrs, wie die Behörde am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im Jahresvergleich lag die Inflation bei Schnittblumen bei 2,4 Prozent, die Preise für Blumenlieferservices stiegen von 2018 auf 2019 um drei Prozent. Pralinen wurden dagegen etwas billiger. Die Preise sanken um 0,5 Prozent. Der Valentinstag am Freitag wird jedes Jahr am 14. Februar begangen und gilt als Tag der Liebenden.
Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag. Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
1.333333
Gegen die Milliardärin und ihren nun tot aufgefundenen Mitarbeiter sowie gegen weitere Personen hatte die Staatsanwaltschaft in Angola erst am Mittwoch Anklage unter anderem wegen Unterschlagung erhoben (zum Bericht). Wegen der Korruptionsvorwürfe waren bereits im Dezember alle Vermögenswerte von dos Santos in Angola eingefroren worden. Die Leiche des Mannes, die mehrere Verletzungen aufweise, sei am späten Mittwochabend in einer Garage eines Wohnhauses im Westen Lissabons gefunden worden. Alles deute zwar auf einen Freitod durch Erhängen hin. Es werde aber auch ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen. Ermittlungen seien aufgenommen worden, hiess es. Unliebsamer Geheimnisträger? Berichte portugiesischer Medien, der Mann habe Anfang Januar versucht, sich das Leben zu nehmen, konnte die Polizei in Lissabon zunächst nicht bestätigt. Der 45-Jährige war Private-Banking-Direktor der portugiesischen Bank Eurobic, an der Isabel dos Santos 42,5 Prozent des Kapitals hält. Er war auch Kontoführer von dos Santos. Das Eurobic-Konto der in Baku in Aserbeidschan geborenen Frau, die in Angola und Portugal oft nur «die Prinzessin» gerufen wurde, war im November 2017 unter dubiosen Umständen leergeräumt worden, kurz nachdem die heute 46-Jährige als Präsidentin der staatlichen angolanischen Ölgesellschaft Sonangol abgesetzt worden war. Nach Medienberichten wurden damals innerhalb weniger Stunden insgesamt rund 52 Millionen Euro auf ein Offshore-Konto überwiesen. Vater hatte sich an bitterarmem Land bereichert José Eduardo dos Santos, Isabels Vater, hatte Angola, das zu den ärmsten und korruptesten Ländern der Welt gehört, von 1979 bis 2017 autokratisch regiert. Am Sonntag veröffentlichte Recherchen des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIJ), zu dem auch der «Tages-Anzeiger», die «Süddeutsche Zeitung» sowie die deutschen Sender NDR und WDR gehören, legen den Verdacht nahe, dass Isabel dos Santos erhebliche Vorteile aus dem korrupten System in Angola zog. Demnach hat die 46-Jährige «systematisch» von Vetternwirtschaft und Vorteilsnahme in Angola profitiert, um ihr Milliardenvermögen anzuhäufen. Dos Santos, ihr Ehemann Sindika Dokolo und weitere Vertraute gründeten den Dokumenten zufolge in den vergangenen Jahren mehr als 400 Firmen, fast hundert davon in Steueroasen wie Malta, Mauritius und Hongkong. Immer wieder hätten diese Firmen von öffentlichen Aufträgen in Angola, von Beratertätigkeiten und von Darlehen profitiert, hiess es.
Die Justiz in Angola hat gegen die reichste Frau Afrikas, Isabel dos Santos, Anklage erhoben. Der Tochter des ehemaligen Präsidenten des Landes werden Betrug und Geldwäsche vorgeworfen. Die angolanische Justiz hat gegen Isabel dos Santos Anklage wegen Betrugs und Geldwäsche erhoben. Der Tochter des ehemaligen angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos würden unter anderem Missmanagement, unerlaubte Einflussnahme und Urkundenfälschung während ihrer Zeit an der Spitze des staatlichen Ölkonzerns Sonangol vorgeworfen, sagte der angolanische Generalstaatsanwalt Helder Pitta Gros. Dos Santos lebt in London und Dubai Der frühere Präsident dos Santos hatte Angola, das zu den ärmsten und korruptesten Ländern der Welt gehört, von 1979 bis 2017 autokratisch regiert. Seine Tochter lebt seit dem Rücktritt ihres Vaters im August 2017 in London und Dubai. Die Justiz in Angola will nach eigenen Angaben "alle möglichen Mittel" einsetzen, um die 46-Jährige in ihr Heimatland zurückzubringen, um sie dort vor Gericht zu stellen. Die am Sonntag veröffentlichten Recherchen des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIJ), zu dem auch "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR gehören, legen den Verdacht nahe, dass dos Santos erheblich von der Hilfe ihres Vaters profitierte. Für die Recherchen zu den "Luanda Leaks" werteten rund 120 Journalisten aus 20 Ländern mehr als 700.000 Dokumente aus, die zuerst der afrikanischen Journalistengruppe PPLAAF zugespielt wurden. 400 Firmen und öffentliche Aufträge Eine Firma, die dos Santos gegründet hatte, erhielt laut "SZ" von der Regierung eine Mobilfunklizenz. Dann bekam ihr Ingenieurbüro einen Planungsauftrag für die Modernisierung Luandas. Weiterhin ließ sich der staatliche Ölkonzern Sonangol von einer Firma beraten, die dos Santos gehörte - später übernahm sie selbst die Führung des Konzerns. Dos Santos, ihr Ehemann Sindika Dokolo und weitere Vertraute haben den Dokumenten zufolge in den vergangenen Jahren mehr als 400 Firmen gegründet, fast hundert davon in Steueroasen wie Malta, Mauritius und Hongkong. Immer wieder hätten diese Firmen von öffentlichen Aufträgen in Angola, von Beratertätigkeiten und von Darlehen profitiert. Dos Santos bestreitet alle Vorwürfe und spricht von einer politischen Kampagne gegen ihre Familie.
4
Gewessler kündigt Fortführung des „Raus aus dem Öl“-Bonus‘ an Details folgen nach Budgetbeschluss – Grüne Handschrift soll sichtbar werden Wien (OTS) - Bundesministerin Leonore Gewessler kündigte die Fortführung des „Raus aus dem Öl“-Bonus‘ im Rahmen der Eröffnung der Energiesparmesse Wels am 6. März an. Dieser soll mit dem Budgetbeschluss am 18. März reaktiviert werden und auch rückwirkend gelten. Detaillierte Informationen sollen folgen – insbesondere das Fördervolumen. Dazu meinte Gewessler nur, dass die grüne Handschrift bei der Förderung sichtbar sein wird. Der Österreichische Biomasse-Verband begrüßt die Fortsetzung des Zuschusses, der als wichtiges Signal für die Konsumenten, aber auch für Kesselhersteller gilt. „Eine Kontinuität bei der Förderung ist sehr wichtig, damit sich alle Beteiligten auch darauf einstellen können“, erklärt Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Nunmehr gilt es, die Regierungspläne umzusetzen: Das Verbot von Ölheizungen bei Heizungswechsel ab 2021, der verpflichtende Austausch von Ölkesseln älter als 25 Jahre ab 2025 und der Austausch aller Kessel bis 2035. Der Einbau von Ölkesseln im Neubau ist bereits seit Jahresbeginn verboten. Infos zum „Raus aus dem Öl“-Bonus Im Vorjahr wurde der Tausch eines fossilen Kessels auf ein erneuerbares Energiesystem vom Bund mit bis zu 5.000 Euro unterstützt. Die bereitgestellten 42,6 Millionen Euro wurden aber bereits im Juni aufgrund der hohen Nachfrage ausgeschöpft. Im Herbst wurde auch die zweite Tranche von zusätzlichen 20 Millionen Euro innerhalb weniger Wochen abgeholt. Rückfragen & Kontakt: Österreichischer Biomasse-Verband Antonio Fuljetic-Kristan +43 (0)1 533 07 97 – 31, 0660 855 6804 fuljetic @ biomasseverband.at
ÖSTERREICH: Gewessler stoppt Tempo 140 "in den nächsten Wochen". Umweltministerin im Interview: "Die 140 waren leider die falsche Richtung" - Verordnung bereits in Arbeit Wien (OTS) - Die neue Umwelt- und Verkehrsministerin, Leonore Gewessler, kündigt im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) an, den Tempo-140-Testbetrieb auf der Autobahn einzustellen. Gewessler: "Die Verordnung ist schon in Arbeit." Die Ministerin weiter: "Das wird in den nächsten Wochen sein. Wir haben beim Klimaschutz so große Aufgaben, dass es wichtig ist, dass man auch in einzelnen Bereichen nicht in die falsche Richtung läuft. Die 140 waren leider die falsche Richtung, deswegen ist das eines der Themen, die wir rasch angehen." Rückfragen & Kontakt: ÖSTERREICH, Chefredaktion (01) 588 11 / 1010 redaktion @ oe24.at
2.333333
Hannover/Bremen. In Turnhallen soll niemand mehr schlafen müssen, falls wieder mehr Flüchtlinge nach Niedersachsen kommen. Die Städte haben genügend Unterkünfte. Die Städte in Niedersachsen sehen sich gewappnet für den Fall, dass über die türkisch-griechische Grenze wieder mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die meisten Kommunen erwarteten in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass sie zusätzliche Ankömmlinge in bestehenden Unterkünften unterbringen können. Wolfsburg sieht diplomatisches Krisenmanagement der EU Eine Situation wie 2015, als Flüchtlinge auch in Turnhallen oder anderen öffentlichen Räumen leben mussten, werde sich nicht wiederholen. „Wir gehen davon aus, dass das diplomatische Krisenmanagement der EU besser und vorausschauender als 2015 funktioniert“, sagte eine Sprecherin der Stadt Wolfsburg. In den Städten und Gemeinden der Region Hannover stünden noch mehr als 1500 freie Plätze in Gemeinschaftsunterkünften zur Verfügung, sagte eine Sprecherin. Dazu gebe es weitere Unterbringungen in dezentralen Wohnungen in den Kommunen. „Die Region Hannover sieht daher derzeit keinen Anlass, die bestehenden Kapazitäten auszuweiten.“ Demonstration unter dem Motto „Evakuiert die Inseln!“ Angesichts der Not in überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln sind viele Städte sogar bereit, mehr Geflüchtete aufzunehmen. In Bundesland Bremen rief vergangene Woche das Regierungsbündnis aus SPD, Grünen Linkspartei zu einer Demonstration unter dem Motto „Evakuiert die Inseln!“ auf. Platz gebe es, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Die derzeit 4500 Unterbringungsplätze in der Hansestadt seien zu etwa drei Vierteln belegt. Auch Osnabrück habe als politisches Signal bei Land und Bund hinterlegt, dass die Stadt bereit sei, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, sagte ein Stadtsprecher. Doch die grundsätzliche Entscheidung über eine Aufnahme in Deutschland liegt beim Bund, vor allem bei Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Die Bundesregierung und die EU wollen die Grenzen gegen die neuen Flüchtlinge aus der Türkei geschlossen halten. Ankara hat die türkischen Grenzen für offen erklärt, so dass dort Tausende Menschen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder Irak auf einen Weg nach Europa hoffen. Rückbau der Unterkünfte verlangsamt sich Weil die Flüchtlingszahlen in Niedersachsen seit 2015 gesunken sind, haben viele Kommunen die damals eilig errichteten oder gemieteten Unterkünfte wieder geschlossen, zurückgegeben oder abgebaut. Nun könnte sich die Lage wieder ändern, deshalb verlangsamt sich der Rückbau an manchen Orten. Die Stadt Lüneburg stoppte einem Bericht der „Landeszeitung“ zufolge den Abbau einer Gemeinschaftsunterkunft. Eine andere Unterkunft werde vorläufig nicht in reguläre Wohnungen umgewandelt. In der Region Hannover hieß es: „Der Abbau von Überkapazitäten wird aufgrund der derzeitigen Ereignisse mit besonderem Augenmaß betrieben.“ Stadt Hildesheim engagiert sich Auch Oldenburg und Hildesheim gehen davon aus, dass sie eine gewisse höhere Zahl von Flüchtlingen in ihren bestehenden Einrichtungen unterbringen können. Ungeachtet eines möglichen Anstiegs läuft die ständige Verteilung von Asylbewerbern im Land weiter. „Bisher hat sich die Stadt Hildesheim bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen bereits über das normale Maß hinaus engagiert, trotz der nicht einfachen Wohnungsmarktlage“, sagte ein Sprecher. dpa
Bremen. Bremens Landesregierung ist bereit, weitere Geflüchtete aufzunehmen. „Wir brauchen einen Schulterschluss von EU-Staaten, die bereit sind, ein Teilkontingent aufzunehmen“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) dem „Weser-Kurier“ (Dienstag). Der Senatorin zufolge drängt die Zeit, man könne nicht warten, bis sich alle EU-Staaten geeinigt hätten. In der EU wird seit Jahren über die Verteilung von Asylsuchenden verhandelt und gestritten. In Deutschland entscheidet der Bund über die Aufnahme von Geflüchteten. Das Land Bremen hat nach Angaben der Senatorin noch Kapazitäten. „Die städtischen Aufnahmeeinrichtungen sind zu rund 75 bis 80 Prozent ausgelastet.“ Es stünden rund 4500 Plätze zur Verfügung. „Ich will nicht sagen: Weil wir möglicherweise keine optimale Versorgung bieten können, bieten wir lieber gar keine“, sagte Stahmann der Zeitung. Die Bremer Regierungsparteien SPD, Grüne und Linkspartei riefen für Dienstag zu einer Kundgebung unter dem Motto „Aktion: Evakuiert die Inseln!“ auf. „Die Situation für Geflüchtete in Griechenland eskaliert“, schrieben sie. „Wir fordern: Schritte zur Evakuierung der Lager auf den griechischen Inseln sofort einleiten und Kontingente für die Aufnahme der Geflüchteten zur Verfügung stellen.“ Seit Erdogan die Öffnung der türkischen Grenzen zur EU angekündigt hat, sind Tausende Menschen auf dem Weg Richtung Griechenland. Nach UN-Angaben harren rund 13 000 Migranten bei Kälte auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus. Viele wollen weiterziehen. Griechische Sicherheitskräfte setzten mehrfach Blendgranaten und Tränengas ein, um Menschen zurückzudrängen.
3.5
Die kühlen Temperaturen haben die Wanderung der Amphibien in Mülheim nun vorläufig zum Erliegen gebracht. Zwischenzeitlich sind Sperrungen der Straßen aufgehoben. Mülheim Der Temperatureinbruch hat Wanderung der Amphibien in Mülheim nun vorläufig zum Erliegen gebracht. Zwischenzeitlich sind Sperrungen aufgehoben. Die Krötenwanderung in Mülheim ist aufgrund der kühlen Witterung zum Erliegen gekommen. Daher werden derzeit auch die Straßensperrungen ausgesetzt, teilte die Stadt mit. Ab diesem Dienstag, 24. März, werden die Straßensperrungen wegen der Amphibienwanderung ausgesetzt. Bereits seit Ende Februar sind die Horbeckstraße, die Klingenburgstraße, die Großenbaumer Straße sowie die Mühlenbergheide für wandernde Amphibienarten in den Abend- und Nachtstunden gesperrt. Wenn Temperaturen in Mülheim steigen, werden die Straßen wieder gesperrt Der Temperatureinbruch hat die Wanderung der Amphibien nun vorläufig zum Erliegen gebracht. Sobald die Witterungsverhältnisse den Salamandern, Kröten, Fröschen und Molchen die Wanderungen zu ihren Laichplätzen wieder erlauben, werden die Straßensperrungen fortgeführt, so die Stadt.
Im Herbst hat auf dem Schlachthofgelände die Sanierung des "Weißen Turms" begonnen. Der denkmalgeschützte, 40 Meter hohe Turm soll im Erdgeschoss mit einer Gastronomie wiederbelebt werden, in den oberen Stockwerken entstehen Wohnungen und Büros. Außerdem könnte sich im Inneren der ehemaligen Durchfahrtshalle baulich bald etwas tun. Weil sich die Halle - in der seit 2017 ein Feinkostgeschäft beheimatet ist - nur sehr schwer beheizen lässt, ist der Eigentümer mit der Anfrage, eine Zwischendecke in der Halle einzuziehen, an die Stadt herangetreten. Dadurch würden sich die Heizkosten reduzieren, die zweite Ebene könnte dann beispielsweise für Büros genutzt werden. Die untere Denkmalschutzbehörde sieht eine Zwischendecke allerdings kritisch.
1
Mülheim. Eine 82-jährige Mülheimerin hat einen angeblichen „Wasserwerker“ durchschaut und die Tür zugeschlagen. Die Polizei sucht jetzt Zeugen. Mit dem alten Wasserwerkertrick hat ein Betrüger am Dienstagnachmittag, 25. Februar, sein Glück bei einer Seniorin in Speldorf versucht. Ohne Erfolg - die 82-Jährige vermutete bereits eine Betrugsmasche und schlug dem Unbekannten die Tür vor der Nase zu. Wie die Polizei meldet, klingelte es gegen 16.15 Uhr mehrfach in der Wohnung, die an der Karlsruher Straße, Ecke Duisburger Straße liegt. Über die Gegensprechanlage habe ein unbekannter Mann einige Sätze genuschelt. Die Seniorin öffnete die Tür, sah den Fremden im Hausflur und sprach ihn an. Unbekannter flüchtete, bevor die Polizei vor Ort war Er erklärte, er müsse einen Wasserrohrbruch in der Straße reparieren und dazu die Leitungen in der Wohnung überprüfen. Die 82-Jährige schöpfte sofort Verdacht, schloss die Wohnungstür und ließ den Unbekannten im Hausflur stehen. Anschließend alarmierte sie die Polizei. Der mutmaßliche Betrüger flüchtete, bevor ein Streifenwagen vor Ort war. Der Mann wird folgendermaßen beschrieben: ca. 155 bis 165 cm groß, zwischen 30 und 45 Jahre alt, füllige Statur. Er hatte kurze dunkle Haare und sprach akzentfrei Deutsch. Bekleidet war der Verdächtige mit blauer Arbeitskleidung (Emblem auf dem Ärmel). Hinweise nimmt die Polizei unter 0201/829-0 entgegen. Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Mülheim
In einem Mülheimer Supermarkt wollte ein 37-jähriger Mann unter anderem Lebensmittel klauen. Kriminalität Mülheim: Ladendieb verrät sich durch seine ausgebeulte Jacke Mülheim. Ein offenbar suchtkranker Mann wollte in einem Supermarkt in Mülheim Lebensmittel und Kosmetika stehlen. Die Kassiererin schaute aber genau hin. Inhalt ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN > Vorherige Seite Nächste Seite Mülheim: Ladendieb verrät sich durch seine ausgebeulte Jacke In einem Supermarkt auf der Duisburger Straße in Speldorf wurde am Freitagabend, 31. Januar, ein offenbar drogensüchtiger Mann festgenommen. Der 37-Jährige wollte Lebensmittel und Kosmetikartikel stehlen. Wie die Polizei meldet, war der Mann gegen 19.10 Uhr im Supermarkt und wollte an der Kasse einige Lebensmittel bezahlen. Der Kassiererin fiel aber auf, dass seine Daunenjacke am Rücken ungewöhnlich ausgebeult war. Daraufhin stellte das Personal den mutmaßlichen Ladendieb zur Rede und rief die Polizei. Mann hat keinen festen Wohnsitz und ist der Polizei schon bekannt Diese nahm den Mann vorläufig fest. Der 37-Jährige hat keinen festen Wohnsitz und ist wegen ähnlicher Delikte, mit denen er seinen Drogenkonsum finanziert, der Polizei bereits bekannt.
2
Vaduz (ots) - Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 3. März 2020 die Stellungnahme zu den anlässlich der ersten Lesung betreffend die Abänderung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) und des Unfallversicherungsgesetzes (UVersG) aufgeworfenen Fragen verabschiedet.Die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen beinhalten die Befreiung von der Kostenbeteiligung bei Mutterschaft, die erleichterte Schaffung von Versorgungsnetzen, die Angleichung des versicherten Verdienstes beim Krankengeld an die Definition gemäss Unfallversicherungsgesetz, die Kontrolle der Versicherungspflicht für Krankengeld und Unfall, die Entschädigung von Versicherungsvermittlern, die gesetzliche Verankerung der Massnahmen bei Zahlungsverzug sowie die Auszahlung der Prämienverbilligung an die Kassen.In ihrer Stellungnahme beantwortet die Regierung die anlässlich der ersten Lesung am 5. Dezember 2019 vom Landtag aufgeworfenen Fragen. Wie sich zeigte, erfordert die Umstellung der Zahlungsmodalitäten bei der Prämienverbilligung prozessuale und technische Anpassungen auf Seiten der Kassen und des Amtes für Soziale Dienste. Um einen geordneten Übergang sicherzustellen, soll die Umstellung erst für das Antragsjahr 2022 erfolgen. Die Vorlagen wurden ansonsten gegenüber der ersten Lesung nicht abgeändert.Der Landtag wird die Gesetzesvorlage voraussichtlich in seiner Sitzung im April in zweiter Lesung behandeln. Die Stellungnahme kann bei der Regierungskanzlei oder über www.rk.llv.li (Berichte und Anträge) bezogen werden.Kontakt:Ministerium für GesellschaftManuel FrickT +423 236 60 19Original-Content von: Fürstentum Liechtenstein, übermittelt durch news aktuellOriginalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100843134
Vaduz (ots) - Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 24. März 2020 den Vernehmlassungsbericht betreffend die Umsetzung des EuGH-Urteil C-236/09 (Test-Achats Urteil) sowie die Abänderung des Gleichstellungsgesetzes (GLG) verabschiedet. Die Vorlage beinhaltet die aufgrund des im Test-Achats Urteil erklärten Verbotes der Berücksichtigung des Faktors Geschlecht bei der Berechnung von Versicherungsprämien und -leistungen notwendigen Gesetzesanpassungen.Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erklärte mit seinem Test-Achats Urteil vom 1. März 2011 Art. 5 Abs. 2 der Richtlinie 2004/113/EG, welcher eine Ausnahme vom Verbot der Berücksichtigung des Faktors Geschlecht bei der Berechnung von Versicherungsprämien und -leistungen vorsah, für ungültig.Aus diesem Grunde soll das Test-Achats Urteil in das EWR-Abkommen übernommen werden. Dementsprechend muss auch die Ausnahmebestimmung im Gleichstellungsgesetzes (GLG) aufgehoben werden, was Gegenstand dieser Vorlage ist.Grundsätzlich sind von der Umstellung auf Unisex-Tarife alle Versicherungsprodukte betroffen, bei denen bei der Tarifierung zwischen Mann und Frau unterschieden wird. In erster Linie sind dies die KFZ-Haftpflicht- und die Lebensversicherung.Das Gesetz über die Abänderung des Gleichstellungsgesetzes soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten, sodass den Versicherungsunternehmen genügend Anpassungszeit verbleibt. Das neue Recht soll auf nach dem in Kraft treten dieses Gesetzes abgeschlossene oder verlängerte Versicherungsverträge Anwendung finden.Der Vernehmlassungsbericht kann bei der Regierungskanzlei oder über deren Homepage (www.rk.llv.li) bezogen werden. Die Vernehmlassungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2020.Kontakt:Ministerium für GesellschaftManuel FrickT +423 236 60 19Original-Content von: Fürstentum Liechtenstein, übermittelt durch news aktuellOriginalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100845001
3
«And we're out» (und wir sind draussen). Mit diesen Worten verkündete die BBC im Juni 2016 das Wahlresultat. Grossbritannien stimmte knapp aber überraschend für den Brexit. Was folgte, war jahrelange Verwirrung, Ungewissheit, und Unsicherheit. Denn es war lange nicht klar, wie das Verhältnis zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU aussehen soll nach dem Austritt aus der Union. Zwar verlässt Grossbritannien heute Abend um 23 Uhr Ortszeit die EU, was danach folgt, ist jedoch weiterhin ungewiss. Und auch das Land selber ist so gespalten wie nie zuvor. Und der Weg zum heutigen «Brexit Day», der für die einen ein Freudentag und für die anderen ein Trauertag ist, war kein leichter. Ein Blick zurück. Moment of unity: EU Parliament comes together to sing #AuldLangSyne We keep fighting for this EU project & we'll see you again UK colleagues🇬🇧🇪🇺 "And there's a hand my trusty friend And give me a hand o' thine And we'll take a right good-will draught for auld lang syne"#Brexit pic.twitter.com/hMGlt8c7AE — Greens/EFA in the EU Parliament 🌍 (@GreensEFA) January 29, 2020 Der Brexit: Von der Abstimmung zum Austritt – eine Chronologie des Chaos 23. Juni 2016: Grossbritannien stimmt für den Brexit Nach einem äusserst emotionalen Abstimmungskampf stimmen rund 52 Prozent der Britinnen und Briten für den Austritt des Landes aus der EU. Das Resultat überrascht, da Prognosen einen Verbleib vorausgesehen haben. Es ist der Beginn eines Problems, das mit dem heutigen Brexit, während drei Jahren die Menschen in Europa beschäftigte. 13. Juli 2016: Theresa May wird Premierministerin Theresa May galt lange als erklärte Brexit-Gegnerin, sagt nach Ihrer Wahl dann aber, dem Votum der Bürger für den Austritt des Landes aus der EU zu folgen. Einen Deal oder eine klare Absicht gebe es jedoch noch nicht, die Regierung von Vorgänger David Cameron sei schlicht nicht auf das Abstimmungsresultat vorbereitet gewesen. 29. März 2017: Offizieller Kündigungsbrief In einem symbolischen Akt unterzeichnet Theresa May am 29. März den Kündigungsbrief an die Europäische Union. Praktisch alle britische Zeitungen drucken das obenstehende Foto ab und nennen es den «Moment der Unabhängigkeit». 18. April 2017: Theresa May kündigt überraschend Neuwahlen an – und verliert dabei die Mehrheit Entgegen aller Erwartungen kündigte Theresa May vorgezogene Neuwahlen für den 8. Juni 2017 an. Dabei verlor die konservative Tory Partei dann ihre Parlamentsmehrheit und war fortan auf die Unterstützung der konservativen nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) angewiesen. 19. Juni 2017: Die Verhandlungen beginnen Die Brexit-Unterhändler Grossbritanniens und der EU beginnen mit den Verhandlung für einen Austrittsvertrag. Der Prozess gestaltet sich als äussert schwierig und umständlich, da beide Parteien kaum zu Zugeständnissen bereit sind. 25. November 2018: Ratifizierung des Vertrags Grossbritannien und die EU einigen sich auf einen Austrittsvertrag, der von den 27 Mitgliedsstaaten ratifiziert wird. 15. Januar 2019: Erste Ablehnung des Deals Am 15. Januar stimmt das britische Parlament zum ersten Mal über das langwierig ausgehandelte Brexit-Abkommen ab. Theresa May erlitt dabei eine historische Niederlage mit 432 Nein- zu 202 Ja-Stimmen. Über 100 Abgeordnete der eigenen Regierungspartei stimmen im Parlament gegen das Brexit-Abkommen. Die Ablehnung im Parlament ist deshalb so gross, weil viele Parteien mit der Backstop-Lösung der EU nicht einverstanden sind. Gerade bei Brexit-Hardlinern gilt der Backstop als eine Art Zwangsjacke, welche das Land noch Jahre in der EU halten werde und eine demokratische Lösung verunmögliche. Denn wenn Grossbritannien mit seinen vier Landesteilen (England, Schottland, Wales und Nordirland) aus der EU austritt, entsteht eine Grenze zwischen dem britischen Nordirland, das nicht mehr in der EU wäre, und der Republik Irland, die weiterhin zur EU gehört. Der Backstop wird während der kommenden Monate der Hauptstreitpunkt zwischen Grossbritannien und der EU sein. Der Backstop war eine der grössten Hürden bei den Brexit-Verhandlungen. Um was genau ging es da nochmals? Seit Beginn der Verhandlungen haben sich Grossbritannien und die EU vor allem um einen Punkt gestritten: den Backstop. Dieser besagte, dass wenn nach dem Austritt bis 2020 keine bessere Lösung gefunden würde, automatisch eine Klausel in Kraft getreten wäre, die Nordirland weiterhin EU-Regeln unterworfen hätte – obwohl Nordirland nicht mehr Teil der EU gewesen wäre. Dies wäre eine Gefahr für den Zusammenhalt Grossbritanniens gewesen, kritisierten viele Briten, da für Nordirland andere Regeln gegolten hätten als für den Rest des Vereinigten Königreichs. 12. März 2019: Zweite Ablehnung des Deals Das Brexit-Abkommen wird mit 391 zu 242 Stimmen erneut abgelehnt. Gleichzeitig stimmt das Parlament gegen einen «No-Deal-Brexit» und spricht sich am Folgetag für einen Terminaufschub des Brexit aus. 21. März 2019: EU genehmigt Terminaufschub Die EU zeigt sich bereit, die Bitte Theresa Mays zu erfüllen und den Briten mehr Zeit für den Brexit zu geben. 27. März 2019: Alle Alternativen werden abgelehnt Dem Parlament werden acht verschiedene Alternativen zum Brexit-Deal von Theresa May vorgelegt. Das Parlament lehnt alle Alternativen ab. 29. März 2019: Dritte Ablehnung des Deals Das Brexit-Abkommen wird mit 344 zu 286 Stimmen erneut abgelehnt. 05. April 2019: Bitte um Fristverlängerung Theresa May bittet die EU um eine Fristverlängerung bis zum 30. Juni. 11. April 2019: EU gewährt einen weiteren Aufschub Die 27 EU Staaten gewähren dem Vereinigten Königreich eine Fristverlängerung bis zum 31. Oktober 2019. Dies allerdings mit der Bedingung, dass Grossbritannien an den EU-Wahlen am 23. Mai 2019 teilnimmt. 23. Mai 2019: Tories verlieren Europa-Wahl An den Europa-Wahlen schneiden die Tories extrem schlecht ab. Grosse Gewinner sind die Brexit-Partei, die sich für einen No-Deal einsetzt und die Liberalen, die den Brexit verhindern wollen. 24. Mai 2019: Theresa May kündigt Rücktritt an Theresa May erklärt vor den Medien, dass sie am 7. Juni ihr Amt als Parteivorsitzende der Tories niederlegen will. May will Premierministerin bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist. 10. Juni 2019: Das Rennen um die Nachfolge Zehn Kandidaten treten an im Rennen um Theresa Mays Nachfolge als Premierminister des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Nordirland. Während der folgenden Wochen findet im ganzen Land ein Wahlkampf mit mehreren Wahlgängen innerhalb der Tory-Partei statt. 24. Juli 2019: Boris Johnson wird Premierminister Grossbritannien erhält mit Boris Johnson einen neuen Premierminister. Theresa May tritt zurück und die Queen betraut Johnson mit der Bildung einer neuer Regierung. 28. August 2019: Johnson verordnet Zwangsferien Boris Johnson verfügte eine fünfwöchige Zwangsbeurlaubung des britischen Parlaments. In dieser Zeit dürfen die Parlamentarier nicht tagen. Der Entscheid führt zu massiven Protesten im ganzen Land 04. September 2019: Parlament untersagt No-Deal Das Parlament verabschiedet ein Gesetz, wonach die britische Regierung einen Deal mit der Europäischen Union vorweisen muss. Sollte dies nicht geschehen, muss Johnson in Brüssel eine erneute Verschiebung des Brexit-Datums bis zum 31. Januar 2020 beantragen. 10. September 2019: Parlament schliesst Neuwahlen aus und verfügt Herausgabe-Zwang für Dokumente In einem letzten Kraftakt vor der Zwangsbeurlaubung lehnt das Parlament Neuwahlen klar ab und verabschiedet zudem ein Gesetz, welches die britische Regierung dazu zwingt, Dokumente und Kommunikations-Verläufe zum Brexit offenzulegen. Die danach veröffentlichen «Operation Yellowhammer»-Dokumente, welche die Risiken und Folgen eines ungeregelten Brexits aufzeigen, schrecken viele Britinnen und Briten auf. 10.-11. September 2019: Parlament wird aufgelöst Mit tumultartigen Szenen, Sitzblokaden, viel Geschrei und Beleidigungen wird das Parlament in der Nacht vom 10. auf den 11. September um 02.30 Uhr (Schweizer Zeit) in die Zwangsbeurlaubung geschickt. Gegen die Parlamentsauflösung wird vor dem Court of Sessions in Schottland und dem High Court in England Klage eingereicht. Beide Gerichte fällen ein Urteil und geben die Klage weiter an den UK Supreme Court, das höchste Gericht des Vereinigten Königreichs. 24. September 2019: UK Supreme Court entscheidet Mit dem «Gerichtsprozess des Jahrhunderts» kippt der UK Supreme Court, das höchste Gericht Grossbritanniens, Boris Johnsons Entscheidung, das Parlament in die Zwangsferien zu schicken. Das Gericht verurteilt die Regierung verfassungswidrig gehandelt zu haben und beschuldigt indirekt Boris Johnson, die Queen belogen zu haben. Das Parlament wird daraufhin sofort wieder zusammengerufen. 02. Oktober 2019: Neuer Brexit-Vorschlag Boris Johnson präsentiert am Parteitag der Tories in Manchester seinen neuen Vorschlag zur Lösung des Brexit und der Nordirland-Frage. Diesen sendet an die EU. 17. Oktober 2019: Ein neuer Brexit-Deal steht Die beiden Verhandlungsführer Michel Barnier, Brexit-Chefunterhändler der EU, und sein britischer Amtskollege Stephen Barclay, Staatssekretär für den Brexit, einigen sich auf ein neues Austritts-Abkommen. Der Brexit soll so Wirklichkeit werden. 19. Oktober 2019: Parlament verschiebt Abstimmung – Johnson muss Verlängerung beantragen Nachdem Johnson einen neuen Deal mit der Eu sichern konnte, will er diesen im Eilverfahren durch das Parlament peitschen. Diese weigert sich und verschiebt die Entscheidung. Johnson ist nach seiner Niederlage verpflichtet, eine Verlängerung der Ausstiegs-Frist über den 31. Oktober hinaus bei der EU zu beantragen, was er auch tut. In einem Brief bittet er um einen Aufschub bis zum 31. Januar 2020. 22. Oktober 2019: Parlament stimmt für Ratifizierungsgesetz aber gegen Zeitplan Der Premierminister versuchte in einer erneuten Abstimmung, den Brexit doch noch per 31. Oktober zu vollziehen. Das Parlament lehnt diesen Vorschlag deutlich ab und spricht sich für eine Verschiebung auf den 31. Januar 2020 ab. Gleichzeitig nimmt das Parlament aber Johnsons Brexit-Gesetz an. 28. Oktober 2019: Die Verschiebung wird von der EU bestätigt Zum vierten Mal wird der Brexit verschoben. Alle 27 verbleibenden EU-Staaten stimmen der britischen Bitte, den Brexit auf dem 31. Januar 2020 zu verschieben, zu. 29. Oktober 2019: Das britische Parlament stimmt für Neuwahlen Mit 438 zu 20 Stimmen spricht sich das House of Commons für Neuwahlen aus. Somit werden die eigentlich für das Jahr 2022 vorgesehenen Wahlen vorgezogen und sollen am 12. Dezember 2019 stattfinden. Für das Ringen um den Brexit bedeutet dies vorerst nun Stillstand. 31. Oktober 2019: Der Speaker of the House tritt zurück Nach zehn Jahren im Amt tritt John Bercow als Speaker of the House of Commons, also als Parlaments-Sprecher zurück. Von den einen geliebt, von den anderen gehasst, war Bercow eine äusserst kontroverse Figur. Sein grösstes Vermächtnis ist aber klar die Stärkung der Position des britischen Unterhauses. 12. Dezember 2019: Grossbritannien wählt – die Tories gewinnen Die Konservativen erreichten in der britischen Unterhauswahl 365 Sitze und holen somit die absolute Mehrheit im Parlament. Die Labour-Partei verliert deutlich und kommt noch auf 203 Sitze. Mehrere Parteivorsitzende kündigen ihre Rücktritte an. Die Konservativen haben mit 365 von 650 Sitzen die absolute Mehrheit erlangt und Boris Johnson kann seine Brexit-Pläne durch diese Mehrheit weiter vorantreiben. 20. Dezember 2019: Entwurf des Brexit-Gesetz wird angenommen Das britische Unterhaus stimmt mit 358 zu 234 Stimmen für den von Boris Johnson vorgelegten Entwurf des Brexit-Gesetz. Danach verabschiedet sich das Parlament in die Weihnachtsferien. Die Ratifizierung durch das Oberhaus steht noch aus.
Zehn Tage vor dem geplanten Brexit-Termin hat Großbritanniens Premier eine Niederlage im Oberhaus erlitten. Dabei ging es um das Bleiberecht von EU-Bürgern. Brexit am 31.1.2020 geplant am 31.1.2020 geplant Auf den EU-Austritt folgen schwierige Verhandlungen folgen schwierige Verhandlungen Ursula von der Leyen trifft Boris Johnson Den neuen Entwicklungen entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Brexit-Ticker. Update vom Dienstag, 21. Januar 2020, 06.50 Uhr: Rund zehn Tage vor dem planmäßigen Brexit-Termin hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson im Oberhaus eine Niederlage erlitten. Die Mitglieder des House of Lords stimmten am Montag für eine Anpassung des Brexit-Gesetzes, mit der das Bleiberecht von in Großbritannien lebenden EU-Bürgern nach dem Brexit zusätzlich abgesichert werden soll. Mit 270 zu 229 Stimmen votierten die nichtgewählten Mitglieder des Oberhauses dafür, die rund 3,6 Millionen in Großbritannien lebenden EU-Bürger und Schweizer mit einem Dokument auszustatten, mit dem sie ihren Aufenthaltsstatus in Großbritannien jederzeit dokumentieren können. In seiner jetzigen Fassung sieht das Brexit-Gesetz vor, dass die europäischen Ausländer in Großbritannien einen Antrag auf künftiges Bleiberecht stellen müssen. Wird ihnen dieses gewährt, sollen sie laut dem Gesetz einen elektronischen Code erhalten, mit dem sie bei Behörden oder an Flughäfen ihren Aufenthaltsstatus nachweisen können. Code Ping-Pong-Prozess droht Ein elektronischer Code sei jedoch nicht praktikabel, sagte der zur liberalen Opposition gehörende Oberhaus-Abgeordnete Jonathan Oates unter Verweis auf mögliche Schwächen in der IT-Infrastruktur. „Im wahren Leben und aus Respekt vor dem permanenten Bleiberecht“ müsse der Nachweis für den Aufenthaltsstatus ein „physisches Dokument“ sein, sagte Oates vor den Abgeordneten. Die vom Oberhaus beschlossene Anpassung des Brexit-Gesetzes muss am Mittwoch von den Abgeordneten des Unterhauses gebilligt werden. Sollten die Unterhausabgeordneten die Anpassung ablehnen, geht der Gesetzentwurf zurück an das House of Lords. In diesem Fall könnte ein sogenannter Ping-Pong-Prozess beginnen, der so lange andauert, bis eine der Kammern ihren Widerstand aufgibt. Am heutigen Dienstag stimmen die Abgeordneten im Oberhaus erneut über eine kontroverse Anpassung des Brexit-Gesetzes ab. Dabei geht es um das Recht unbegleiteter Flüchtlingskinder, zu Verwandten in Großbritannien zu ziehen. Update vom Mittwoch, 8.1.2020, 10.25 Uhr: Nun ist es bald soweit. Am 31. Januar 2020 wird das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen. Zuvor wird aber noch weiter verhandelt. So auch heute. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist nämlich nach London, wo sie den britischen Premierminister Boris Johnson treffen wird. Bei einem Gespräch in der Downing Street soll es um den Brexit und die kommenden knapp zwölf Monate gehen. Bis Ende 2020 sollen die künftigen Beziehungen zwischen London und Brüssel geklärt sein. In einer Mitteilung betonte Johnson in der Nacht zum Mittwoch erneut, dass er nicht zu einer Verlängerung bereit sei. Die Briten hätten bereits vor mehr als drei Jahren für den Brexit gestimmt. Ziel sei nun ein ambitioniertes Freihandelsabkommen. An dem Gespräch wird zeitweise auch Brexit-Minister Stephen Barclay teilnehmen. Brexit: Skuriller Streit um Big Ben - darf die Glocke läuten? Begleitet wird von der Leyen von EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Der Franzose leitete bereits die Gespräche über den Austritt und soll nun im Auftrag der EU auch über das künftige Verhältnis verhandeln. Nötig ist dafür jedoch ein Mandat, das die EU-Staaten Ende Februar erteilen könnten. Erst danach können die Verhandlungen starten. Brexit: Von der Leyen schließt Verlängerung der Übergangsphase nicht aus Update, 27.12, 11.00 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich offen für eine längere Übergangsphase nach dem Brexit gezeigt. „Ich bin sehr besorgt über die kurze Zeit, die wir zur Verfügung haben“, sagte sie der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“ vom Freitag mit Blick auf die elfmonatigen Verhandlungen, die nach dem britischen EU-Austritt am 31. Januar angesetzt sind. „Wir müssen nicht nur ein Freihandelsabkommen schließen, sondern auch über zahlreiche andere Themen sprechen“, sagte von der Leyen. Die EU und Großbritannien sollten sich deshalb „ernsthaft fragen, ob die Verhandlungen in so kurzer Zeit machbar sind“, betonte die Kommissionschefin. „Es wäre vernünftig, Mitte des Jahres Bilanz zu ziehen und sich - wenn nötig - auf eine Verlängerung der Übergangsphase zu verständigen“, sagte von der Leyen. Boris Johnson will nicht verlängern Nach dem bisherigen Zeitplan wollen sich die EU und das Vereinigte Königreich bis Ende 2020 auf ein Handelsabkommen verständigen. Gelingt dies nicht, könnten Zölle und andere Handelshemmnisse den Waren- und Dienstleistungsaustausch beeinträchtigen. In so kurzer Zeit wurde jedoch noch nie eine solche Vereinbarung mit der EU geschlossen. Der britische Premierminister Boris Johnson schließt es bislang aus, die Übergangsphase über 2020 hinaus zu verlängern. Beobachtern zufolge will er so Druck auf Brüssel ausüben, um Zugeständnisse etwa bei den Standards für Umwelt- und Verbraucherschutz in den künftigen Handelsbeziehungen zu erzwingen. Update, 20.12., 15.45 Uhr: Das britische Parlament in London hat am Freitag für das Brexit-Abkommen von Premierminister Boris Johnson gestimmt. Der Entwurf für das entsprechende Ratifizierungsgesetz wurde mit großer Mehrheit in zweiter Lesung angenommen. Großbritannien ist damit einem Austritt am 31. Januar einen großen Schritt näher gekommen. Die weiteren Stufen im Gesetzgebungsverfahren sollen im Januar vollzogen werden. Doch das gilt beinahe als Formalie, denn nach dem überwältigenden Wahlsieg Johnsons hat die Opposition keine Möglichkeiten mehr, ihm Steine in den Weg zu legen. Auch vom Oberhaus, das dem Gesetz zustimmen muss, wird kein Widerstand erwartet. Der Deal bahne den Weg zu einem neuen Abkommen über die künftige Beziehung mit der EU, basierend auf einem ambitionierten Freihandelsabkommen „ohne Bindung an EU-Regeln“, so Johnson während der Debatte. Er weckte damit Befürchtungen der Opposition, er könnte das Land auf ein dereguliertes Wirtschaftsmodell nach US-Vorbild zusteuern. Für Kritik sorgte vor allem die Absage an eine mögliche Verlängerung der Übergangsfrist nach dem Brexit, die in dem Gesetzentwurf festgelegt ist. Beide Seiten haben nun nur bis Ende 2020 Zeit, um ein Anschlussabkommen auszuhandeln. Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, bezeichnete Johnsons mit Brüssel nachverhandelten Deal als „schrecklich“ und schädlich für das Land*. Update, 19.12., 15.30 Uhr: Heute war mal wieder Königin Elizabeth II. an der Reihe. Die 93-Jährige verlas die Regierungserklärung von Premier Boris Johnson vor den Parlamentariern beider Kammern im Oberhaus und benannte dabei den Brexit als oberstes Ziel der neuen Regierung. „Die Priorität meiner Regierung ist es, den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union zum 31. Januar abzuschließen“, sagte die Queen bei der Zeremonie zur Eröffnung der neuen Sitzungsperiode des britischen Parlaments. Nach dem Abschluss des Brexit-Verfahrens werde sich die Regierung um „die künftige Beziehung mit der EU auf der Grundlage eines Freihandelsabkommens“ kümmern, das „dem ganzen Königreich zugutekommt“, kündigte die Königin an. Zu den zentralen Vorhaben der Regierung Johnsons zählt zudem eine gesetzliche Verankerung staatlicher Zahlungen für den chronisch überlasteten Gesundheitsdienst NHS (National Health Service). Sturgeon fordert neues Referendum über Unabhängigkeit Schottlands Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon forderte derweil ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien. Die Fixierung Johnsons auf den Brexit hat in Schottland die Kritik an der seit mehr als 300 Jahren bestehenden Union mit England und Wales angeheizt. Sturgeon bezeichnete es als einen klaren „demokratischen Fall“, dass es nun eine neue Volksabstimmung geben müsse. Es sei „unbestreitbar“ erforderlich, die Schotten in einer Volksabstimmung über ihre Zukunft entscheiden zu lassen, sagte Sturgeon. Die Schotten hätten es durch ihr Wahlverhalten „sehr klar“ gemacht, dass sie nicht von einer konservativen Mehrheit unter Premierminister Johnson „aus der Europäischen Union herausgenommen werden“ wollten. Dies sei allerdings die vorhersehbare Zukunft, sofern die Schotten nicht „die Alternative der Unabhängigkeit in Betracht“ zögen. Sturgeon erwartet von der Regierung in London die Vollmacht zum Abhalten eines Referendums. Es ist jedoch nicht absehbar, dass sie diese erhält. Johnson sagte zu dem Thema mehrfach, eine solche Abstimmung könne nur „einmal in einer Generation“ abgehalten werden. Am Freitag will die Regierung den Abgeordneten das mit der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen vorlegen, damit Großbritannien wie von Johnson geplant Ende Januar die EU verlassen kann. Erneute Furcht vor einem No-Deal-Brexit: Boris Johnson setzt seinen harten Kurs fort Erstmeldung, 17.12. London - Der Brexit scheint unausweichlich. Spätestens seit dem klaren Wahlsieg der britischen Konservativen ist der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs wohl nicht mehr aufzuhalten. Noch vor Weihnachten will Boris Johnson die Ratifizierung des Austrittsabkommens im britischen Unterhaus einleiten. Bereits am Freitag (20.12.) will der Premier seinen Brexit-Deal den Abgeordneten zur Abstimmung vorlegen. Da Johnsons Konservative einen Vorsprung von 80 Sitzen vor allen anderen Parteien haben, gilt die Zustimmung zum Abkommen als sicher. Brexit: Boris Johnson will Übergangsphase per Gesetz beschränken Außerdem will Johnson offenbar eine Verlängerung der Übergangsphase nach dem Brexit per Gesetz ausschließen. Johnson will Großbritannien am 31. Januar aus der EU führen. In einer Übergangsphase bis Ende 2020 bleibt aber zunächst so gut wie alles beim Alten. Bis dahin wollen beide Seiten ein Freihandelsabkommen aushandeln. Die Zeit gilt dafür jedoch als äußerst knapp. Eine Verlängerung der Übergangsphase um bis zu zwei Jahre ist noch bis Juli möglich, doch Johnson lehnt das vehement ab. Trotzdem wurde spekuliert, der Regierungschef könne möglicherweise seine Meinung noch ändern. Doch das soll nun eine ergänzende Passage im Ratifizierungsgesetz für den Brexit-Deal ausschließen. Die Labour-Opposition warnte, der Schritt erhöhe die Gefahr eines EU-Austritts ohne Anschlussabkommen und damit die Einführung von erheblichen Handelshemmnissen. Auch in Brüssel traf Johnsons Plan auf Unverständnis und Kritik. „Es wird verdammt schwierig, in nur elf Monaten einen Deal fertig und ratifiziert zu bekommen“, sagte ein EU-Diplomat. Die Verhandlungen würden sehr schwierig und im Falle eines Scheiterns drohe doch noch ein harter Bruch Ende 2020. „Es scheint nicht logisch, sofort die Tür zu einer Verlängerung zu schließen“, sagte der Diplomat. „Wenn man seine Optionen ohne Not begrenzt, indem man Türen verrammelt, hat man wohl besser einen David Copperfield im Raum, um nötigenfalls einen Ausweg zu finden.“ + Boris Johnson forciert nun die Abstimmung über seinen Brexit-Deal. © picture alliance/dpa Die Position der Europäischen Union habe sich nicht verändert. „Wir wollen ein gutes Abkommen mit unseren engen britischen Nachbarn abschließen.“ Sollte Großbritannien jedoch wie ein Schlafwandler in ein No-Deal-Szenario taumeln, das niemand wolle, werde die EU vorbereitet sein, die Auswirkungen auf ihre Mitglieder in Grenzen zu halten, sagte der Diplomat. Wegen der erneuten Furcht vor einem möglichen No-Deal-Brexit verlor das Pfund an der Börse kräftig, nachdem es seit der Wahl vom 12. Dezember massiv dazugewonnen hatte. Brexit: Britisches Parlament wählt Präsidenten Das Parlament tritt schon am heutigen Dienstag (17.12.) zur konstituierenden Sitzung nach der Wahl vom 12. Dezember zusammen. Als erste Amtshandlung wählen die Abgeordneten einen Parlamentspräsidenten. Der ehemalige Labour-Politiker Lindsay Hoyle gilt für den Posten als gesetzt. Er trat erst im November die Nachfolge von John Bercow an. Der Speaker of the House of Commons legt seine Parteizugehörigkeit mit dem Amt traditionell nieder und ist zu politischer Neutralität verpflichtet. Bercow wurde immer wieder vorgeworfen, gegen diese Regel zugunsten der Brexit-Gegner im Unterhaus verstoßen zu haben. Außerdem steht noch die Vereidigung der 650 Abgeordneten an, bevor Königin Elizabeth II. am Donnerstag das Parlament mit der Queen’s Speech offiziell wiedereröffnet. Die Königin verliest bei der feierlichen Zeremonie das Regierungsprogramm des Premierministers. Wie geht es mit dem Brexit weiter? Doch wie geht es mit dem Brexit weiter? Nach dem Austritt beginnen erst mal äußerst schwierige Verhandlungen über die künftigen Beziehungen. Hier ein Überblick über den geplanten Ablauf: 20. Dezember 2019: Boris Johnson bringt den mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag in das britische Unterhaus zur Ratifizierung ein. Die 535 Seiten starke Vereinbarung legt unter anderem die finanziellen Verpflichtungen Londons gegenüber der EU sowie die künftigen Rechte der Bürger beider Seiten fest. 13. bis 16. Januar 2020: Nach der Billigung durch das Unterhaus könnte auch das Europaparlament bei seiner Plenarsitzung in Straßburg über den Brexit-Vertrag abstimmen. Wird er angenommen, wäre der Ratifizierungsprozess auch auf EU-Seite abgeschlossen. Nationale Parlamente müssen den Vertrag nicht billigen. 31. Januar 2020: Um Mitternacht deutscher Zeit endet die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens (23.00 Uhr britischer Zeit). 1. Februar 2020: Nun beginnt eine Übergangsphase bis mindestens Ende 2020. Großbritannien bliebe vorerst noch im Binnenmarkt und in der Zollunion. Diese Periode wollen beide Seiten nutzen, um die künftigen Beziehungen und insbesondere ein Freihandelsabkommen auszuhandeln. 25. Februar 2020: Nach den Beschlüssen des letzten EU-Gipfels würden die Europaminister der Mitgliedstaaten das Mandat für die Verhandlungen verabschieden. Sie kommen Ende Februar zusammen. Nehmen sie das Mandat an, könnten die Gespräche über das Freihandelsabkommen voraussichtlich im März starten. Auf EU-Seite werden sie wie schon die Austrittsverhandlungen von dem Franzosen Michel Barnier geführt. 1. Juli 2020: Die britische Regierung muss bis zu diesem Termin entscheiden, ob sie die Verhandlungsphase für das Freihandelsabkommen über Ende 2020 hinaus verlängert. Nach den Bestimmungen im Austrittsvertrag ist dies einmal für ein oder zwei Jahre möglich - also bis Ende 2021 oder Ende 2022. Johnsons Konservative haben eine Verlängerung bisher aber ausgeschlossen. Oktober/November 2020: Ohne Verlängerung müssen die Verhandlungen jetzt abgeschlossen sein, um die Vereinbarung noch zu ratifizieren. Geht es um ein reines Handelsabkommen, muss auf EU-Seite nur das Europaparlament zustimmen. Sind aber auch Bereiche wie Dienstleistungen, Finanzgeschäfte, Daten- oder Investitionsschutz enthalten, könnte auch das grüne Licht der nationalen - und je nach Mitgliedstaat - sogar regionaler Parlamente nötig sein. 31. Dezember 2020: Ist das Freihandelsabkommen verabschiedet, scheidet Großbritannien auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion aus. Damit wären die letzten direkten Verbindungen aus 47 Jahren britischer EU-Mitgliedschaft endgültig gekappt. (mit dpa/afp) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.
3
neues deutschland: “Rhetorik der Gesetzlosigkeit” heizt Lage auf Lesbos an Berlin. Die Regionalregierung auf den nördlichen Ägäisinseln Griechenlands heizt die schwierige Situation der Geflüchteten durch eine “Rhetorik der Gesetzlosigkeit” zusätzlich an. Das konstatiert der Friedens- und Konfliktforscher Maik Fielitz im Interview der in Berlin erscheinenden Tageszeitung “neues deutschland” (Mittwochsausgabe). Die auf den Inseln regierende konservative Nea Dimokratia habe Ängste geschürt, wodurch sich die Bürger der Inseln animiert fühlten, “das Recht selbst in die Hand zu nehmen”, so der Politikwissenschaftler von der Universität Jena gegenüber der Zeitung. Pressekontakt: neues deutschland Redaktion Telefon: 030/2978-1722 Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/59019/4543293 OTS: neues deutschland Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
neues deutschland: Kommentar zum Sterbehilfe-Urteil Die ablehnenden Reaktionen auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Sterbehilfe sind einerseits verständlich. Andererseits scheint der Chor der Aufgeregten, vor allem in Kirchen und anderen eher konservativen Kreisen, zu übersehen, dass die Vorgabe aus Karlsruhe frischen Wind in die Diskussion der ewigen Fragen um Leben und Tod bringen kann. Es ist zum Beispiel durchaus nicht so, dass nunmehr die Versorgung Schwerstkranker bis hin zur Palliativpflege auf völlig verlorenem Posten steht. Vielmehr eröffnet Karlsruhe auch die Möglichkeit, in die gesellschaftliche Debatte – nicht nur um eine angemessene Ausstattung der Pflege – mit neuer Dringlichkeit einzusteigen. Das sollte auch allen bisherigen Befürwortern eines Sterbehilfeverbotes klar sein: Sie haben jetzt keine restriktive Regelung, keine Strafandrohung mehr zur Seite. Sie haben nur noch ihre Argumente dafür, was Leben sinnvoll und lebenswert macht. Damit sollten sie überzeugen. Mit dem Ausblick auf eine nunmehr einfacher mögliche Selbsttötung gibt es noch eine stärkere Motivation dafür, Pflege und Medizin menschenfreundlicher zu gestalten als bisher. Damit niemand zu früh geht, den vor allem ein Gefühl von Ausgeliefertsein und Aussichtslosigkeit in den Tod treibt. Schaut man sich die Zahlen an, die zeigen, wie wenig Menschen bisher auf die Dienstleistungen der Sterbehilfe zurückgriffen, gilt das erst recht. Pressekontakt: neues deutschland Redaktion Telefon: 030/2978-1722 Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/59019/4531634 OTS: neues deutschland Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
1
In Bolivien finden am 3. Mai Präsidentschaftswahlen statt. Das teilte die Wahlkommission in La Paz am Freitag (Ortszeit) mit. Die vorgezogene Neuwahl werde am «ersten Sonntag im Mai» stattfinden, sagte der Vize-Präsident der Wahlkommission, Oscar Hassenteufel. Seit dem Rücktritt des langjährigen Präsidenten Evo Morales im November führt die konservative Interimspräsidentin Jeanine Áñez eine Übergangsregierung in dem südamerikanischen Land an. Die vorgezogene Neuwahl erfolgt damit mehr als sechs Monate nach der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl im Oktober, aus welcher der linksgerichtete Morales als Sieger hervorgegangen war. Nach anhaltenden Massenprotesten trat Morales Anfang November schliesslich zurück und flüchtete zunächst nach Mexiko. Inzwischen hält er sich in Argentinien auf. Ende Dezember erliess die bolivianische Justiz Haftbefehl gegen Morales. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm «Terrorismus» und Aufruhr vor. Der frühere Staatschef weist die Vorwürfe zurück. Die konservative Interims-Staatschefin Áñez hat seit ihrer Amtsübernahme die Aussenpolitik neu ausgerichtet. Als eine ihrer ersten Amtshandlungen wandte sie sich aussenpolitisch von Kuba und von Venezuelas umstrittenen Präsidenten Nicolás Maduro ab, zwei der wichtigsten Verbündeten von Morales. Darüber hinaus nominierte Bolivien erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder einen Botschafter für die USA.
De-facto-Regierung in Bolivien lässt ihr Mandat verlängern Harald Neuber Präsidentin Jeanine Áñez mit den Verfassungsrichtern. Bild: presidencia.gob.bo Rechtskonservative Áñez will bis August im Amt bleiben und schickt Militär und Polizei auf die Straßen Das bolivianische Verfassungsgericht hat die Mandate der selbsternannten Interimspräsidentin Jeanine Áñez und der amtierenden Parlamentarier bis zur Übernahme einer neuen Regierung und eines neuen Kongresses nach den Wahlen im Mai verlängert. Die rechtskonservative Áñez kann damit womöglich bis August kommenden Jahres im Amt bleiben. "Es wurde festgestellt, dass die Amtszeit der Behörden der Regierungsorgane auf zentraler und subnationaler, exekutiver und legislativer Ebene verlängert werden soll, bis neue Gremien, die in den allgemeinen Wahlen bestimmt werden, ihr Amt antreten", heißt es in der Entscheidung, die von Verfassungsrichter Carlos Alberto Calderon verlesen wurde. Der Beschluss soll nun vom Kongress gebilligt und dann von der Áñez-Führung in Kraft gesetzt werden. Die Verlängerung der Amtszeit war nötig, da die Verfassung eine Frist von maximal sechs Monaten für eine Interimspräsidentschaft vorsieht. In dieser Zeit müssten Neuwahlen anberaumt werden. Nach dem Sturz des letzten gewählten Amtsinhabers Evo Morales am 10. November würde diese Frist am 10. Mai dieses Jahres auslaufen, knapp eine Woche nach dem Termin für die Neuwahlen. Damit bliebe keine Zeit für einen absehbaren zweiten Wahlgang am 14. Juni. Die Amtszeit der Morales-Regierung endet offiziell am Mittwoch dieser Woche. Zeitgleich zur Verlängerung des Mandats mobilisierte Áñez das Militär und die Polizei, um möglichen Protesten in La Paz, El Alto und der Region Chapare zu begegnen. Chapare gilt als Hochburg der Anhänger von Evo Morales. Sie hatten Proteste gegen die Verlängerung des Mandats der Interimsregierung angekündigt. Fernando López, der das Verteidigungsministerium kontrolliert, kündigte an, die Armee- und Polizeipräsenz werde bis zum 24. Januar aufrechterhalten. Insgesamt seien 70.000 Mann einsatzbereit. Die Armee werde niemanden um Erlaubnis bitten, um die indigenen Gebiete in Chapare zu betreten. Unmittelbar nach der Ankündigung kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten staatlichen Kräften und Morales-Anhängern. Morales war nach seinem Sturz zunächst nach Mexiko und dann nach Argentinien ins Exil gegangen. Er war aus dem Land gedrängt worden, nachdem die Opposition ihm Wahlbetrug vorwarf und sich Armee und Polizei gegen ihn stellten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen seiner angeblichen Verantwortung für Aufruhr, Terrorismus und Finanzierung des Terrorismus. Die Anklage stützt sich auf eine Tonaufnahme, die das Innenministerium veröffentlicht hat. Darin soll Morales zu hören sein, wie er einem Anführer der Kokabauern, Faustino Yucra, per Telefon Anweisungen gibt, Städte zu umzingeln und die Nahrungsmittelzufuhr zu kappen. Die Authentizität der Aufnahme wird in Bolivien und international in Frage gestellt. (Harald Neuber)
2.666667
Lässt die Kommunalpolitik nach 36 Jahren Engagement links liegen: Roland Stadler hat nicht mehr kandidiert. −Foto: Kleiner Der momentan noch amtierende Zweite Bürgermeister Roland Stadler kennt die Arbeit im Gemeinderat wie nur noch ein Zweiter, Hubert Gschwendtner, der ebenfalls nicht mehr kandiert hat und am 30. April als Erster Bürgermeister aufhört. Beide sind vor 36 Jahren auf der SPD-Liste in den Markgemeinderat gekommen. Stadler war in diesen 36 Jahren sechs Jahre Dritter und zwölf Jahre Zweiter Bürgermeister sowie zeitweise Schulreferent und Sportreferent. Wenn er sich jetzt als Gemeindepolitiker zur Ruhe setzt, wird es ihm gewiss nicht langweilig. Stadler bleibt ja weiter Vorstand des TSV Marktl (wie seit 32 Jahren), außerdem unterrichtet der 68-jährige Lehrer immer noch an drei Tagen in Abschlussklassen an der Comenius-Mittelschule in Töging. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Marktl hätte der Politprofi in dieser Deutlichkeit (60,9 Prozent für Benedikt Dittmann, CSU) nicht vorausgesagt. "Ich hätte mir mehr weibliche Räte erwartet und gewünscht im Gremium. Es kann eigentlich nicht sein, dass vor allem auf dem Land hier nicht annähernd eine Aufwertung der Frauen stattfindet", bemerkt er zur Wahl. Wegbegleitern und Insidern im Gemeinderat wird seine ausgleichende Art fehlen. Wird es mal emotional in der Runde, ist er einer der Ersten, die zur Vernunft mahnen und schlichten – er scheut aber auch kein deutliches Wort zur rechten Zeit. Blickt Roland Stadler auf seine 36 Jahre Gemeinderatsarbeit zurück, überwiegen seiner Aussage nach die schönen Erinnerungen und die gemeinsamen Erfolge. Als einen der aktuell größten Erfolge betrachtet er die Aufwertung der Ortsmitte durch die Errichtung des Gesundheitszentrums nach dem Abbruch des ehemaligen Gasthofs "Zur Post". − mkMehr dazu lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der Heimatzeitung.
Benedikt Dittmann und seine Freundin Sabrina Schneidermeier strahlen und freuen sich über das klare Wahlergebnis. −Foto: Kleiner In Marktl bricht eine neue Ära an: Nach 24-jähriger Amtszeit von Bürgermeister Hubert Gschwendtner (SPD) ist jetzt Benedikt Dittmann (CSU/FLM) mit 60,9 Prozent der Stimmen zum Gemeindeoberhaupt gewählt worden und mit 29 Jahren der jüngste Bürgermeister aller Zeiten. 39,1 Prozent entfielen auf Max Gschwendtner von der Bürgerliste, der Haltung bewahrte und seinem Gegenkandidaten gratulierte. Auch Gschwendtner und seine Mannschaft hatten sich über Monate reingehängt. Es kann gewiss keinem der beiden Kandidaten der Vorwurf gemacht werden, er hätte zu wenig getan. In einem dicht gedrängten aber durchwegs fairen Wahlkampf hat ein jeder mit seinem Team eine große Veranstaltungs- und Aktionsvielfalt durchgezogen und war von Tür zu Tür gegangen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 73,7 Prozent. Bei der Analyse des Wahlergebnisses fällt auf, dass Dittmann vor allem bei den Briefwählern vorne liegt, ebenso bei den Wählern aus dem Bezirk Marktlberg und Bruckbergsiedlung. Dittmann konnte 1005 Stimmen gewinnen, 646 Stimmen fielen auf Gschwendtner. − mk
3
Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen kommen am Sonntag (13.30 Uhr) Akteure rund um den Libyen-Konflikt im deutschen Bundeskanzleramt in Berlin zusammen. Ziel der Konferenz mit Vertretern aus mehr als zehn Ländern ist, die jüngst vereinbarte Feuerpause zu festigen und eine konsequente Durchsetzung des Waffenembargos für das Bürgerkriegsland zu vereinbaren. Erwartet werden unter anderem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der russische Staatschef Wladimir Putin und US-Außenminister Mike Pompeo. In Libyen brach nach dem Sturz und der Tötung von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg aus. Die Regierung von Ministerpräsident Fayez al-Serraj ist international anerkannt, hält aber nur kleine Gebiete rund um die Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes. Gegen ihn kämpft der General Khalifa Haftar mit seinen Verbündeten, die weite Teile des ölreichen Landes beherrschen. Eine Reihe ausländischer Akteure mischt mit, teils auch mit militärischer Unterstützung. Libyen ist ein wichtiges Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa. Sowohl Serraj als auch Haftar werden nach Angaben des deutschen Außenministers Heiko Maas bei der Konferenz in Berlin dabei sein. Deutschland hat keine unmittelbaren Interessen in Libyen und gilt damit als geeigneter Vermittler. Auch Großbritannien, Frankreich, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Republik Kongo, Italien, Ägypten, Algerien, sowie die Vereinten Nationen, die Europäische Union, die Afrikanische Union und die Arabische Liga sollen bei dem Treffen vertreten sein. Die Polizei war seit Samstag mit einem Großaufgebot im Einsatz. Straßen rund um das Kanzleramt und den Reichstag sind abgesperrt, Hotels und Botschaften werden abgesichert. Quelle: Apa/Dpa
Der Berliner Libyen-Gipfel endet offenbar erfolgreich. Die Teilnehmer einigen sich laut Medienberichten auf einen Waffenstillstand in dem Bürgerkriegsland. Zudem soll ein Waffenembargo endlich durchgesetzt werden. Die militärische Unterstützung der Kriegsparteien soll enden. Die in den Bürgerkrieg in Libyen verwickelten Staaten haben sich auf einen internationalen Mechanismus zur Beilegung des Konflikts geeinigt. Die Teilnehmer des Berliner Libyen-Gipfels verpflichteten sich zur Einhaltung eines UN-Waffenembargos und zu einem Ende der militärischen Unterstützung für die Konfliktparteien. Zudem sollen internationale Anstrengungen zur Überwachung des Embargos verstärkt werden, heißt es in einer Erklärung von 16 Staaten und Organisationen. Gefordert wird eine umfassende Demobilisierung und Entwaffnung der Milizen. Aus der derzeit geltenden Waffenruhe soll ein Waffenstillstand werden, dessen Verletzung sanktioniert werden soll. "Wir können feststellen, dass alle einig sind, dass wir das Waffenembargo respektieren wollen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach rund achtstündigen Verhandlungen in Berlin. Übereinstimmung bestehe auch darin, dass es keine militärische Lösung für den Konflikt gebe und solche Versuche das Leid der Menschen nur vergrößern würden. Merkel sprach von einem neuen politischen Anlauf und einem Impuls zur Unterstützung der Bemühungen der Vereinten Nationen in dem Bürgerkriegsland. Merkel lobte den Gipfel als Erfolg. Ziel sei es gewesen, dass alle Parteien in Verbindung mit dem Konflikt in dem nordafrikanischen Land mit einer Stimme sprechen, sagte sie. Dieses Ziel sei erreicht worden. Allerdings seien die beiden Konfliktparteien, die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch und General Chalifa Haftar, nicht Teil der Konferenz gewesen. Sie seien aber in Berlin gewesen und jeweils separat über den Gang der Gespräche informiert worden. Laut Merkel sagten beide Kriegsparteien zu, dass sie eine gemeinsame Militärkommission besetzen wollten, um an einer Deeskalation der Lage zu arbeiten. Waffenruhe soll Waffenstillstand werden Merkel betonte, dass der Gipfel nur ein erster Schritt in einem längeren Prozess sei. Erste Schritte zur Umsetzung der Gipfel-Ergebnisse sollten rasch folgen. Es solle bald ein erstes Treffen geben, das die Grundlage für einen gefestigten Waffenstillstand schaffen solle, sagte sie. Aktuell gibt es in dem Bürgerkriegsland nur eine Waffenruhe. Alle Teilnehmer der Konferenz hätten zugesagt, zunächst keine weiteren Unterstützungsleistungen für die libyschen Konfliktparteien zu leisten, sagte Merkel. Russland bewertete die Konferenz als nützlich und einen "kleinen Schritt nach vorn". So würden nun beide Konfliktseiten jeweils fünf Vertreter in einen Militärausschuss entsenden, um weitere Schritte für eine dauerhafte Waffenruhe auszuloten, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Interfax zufolge. Zwar hätten Ministerpräsident al-Sarradsch und sein Widersacher General Haftar nicht direkt miteinander gesprochen. Trotzdem hätten die ausländischen Kräfte vereinbart, Schritte zu vermeiden, die zu einem Aufflammen der Kämpfe führen könnten. Lawrow betonte, dass eine auf Vermittlung Russlands und der Türkei am 12. Januar eingeführte Waffenruhe weitgehend halte. 16 Staaten und Organisationen unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung. (Foto: REUTERS) UN-Generalsekretär António Guterres dankte Merkel für ihren Einsatz für eine friedliche Lösung des Konfliktes. "Wir haben eine Waffenruhe, aber noch keinen echten Waffenstillstand", sagte er, und rief alle Teilnehmer auf, nichts zu unternehmen, was den Weg zu einer friedlichen Lösung beinträchtigen könnte. Er wies darauf hin, dass es im wirtschaftlichen Bereich bereits erste Reformerfolge in Libyen gebe, etwa bei der Vereinheitlichung der Zentralbank oder bei der nationalen Ölorganisation. Die künftigen Reformen müssten aber von beiden Bürgerkriegsparteien akzeptiert werden. Europa müsse dabei eine wichtige Rolle auf diplomatischer Ebene spielen, ebenso wie beim Wiederaufbau des Landes. In Libyen war nach Sturz und Tötung des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Die Regierung von Ministerpräsident Fajis Al-Sarradsch ist international anerkannt, hält aber nur kleine Gebiete rund um die Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes. Gegen Al-Sarradsch kämpft der General Chalifa Haftar mit seinen Verbündeten, die weite Teile des ölreichen Landes beherrschen und auch aus dem Ausland unterstützt werden. Stärkung der zentralen Institutionen Das Papier formuliert einen neuen politischen Prozess, der eine Stärkung der zentralen Institutionen zum Ziel hat und auf eine Rückkehr zum politischen Prozess unter Führung der Vereinten Nationen abzielt. Eine Reform des Sicherheitssektors müsse das Gewaltmonopol des Staates wieder herstellen, heißt es darin. Gefordert wird die Respektierung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte. Wer für Angriffe auf Zivilisten und bewohnte Gebiete, Entführungen, außergerichtliche Tötungen und sexuelle Gewalt, Folter und Menschenschmuggel verantwortlich sei, müsse zur Verantwortung gezogen werden. Die Konferenz fordert auch eine transparente und gerechte Verteilung der Öleinnahmen in dem Land. Auch Großbritannien, Frankreich, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Republik Kongo, Italien, Ägypten, Algerien sowie die Vereinten Nationen, die Europäische Union, die Afrikanische Union und die Arabische Liga waren bei dem Treffen vertreten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Straßen rund um Kanzleramt und Reichstag waren abgesperrt, Hotels und Botschaften schwer gesichert. Weitere Ölanlagen blockiert Zeitgleich zur Konferenz in Berlin blockierten Anhänger Haftars im Land weitere Ölanlagen und erhöhten damit den Druck auf die Regierung von Al-Sarradsch. Haftars Unterstützer schlossen Augenzeugen zufolge eine Pipeline, durch die Erdöl von zwei Feldern im Südwesten des Landes zum Hafen Al-Sawija westlich von Tripolis transportiert wird. Bereits am Samstag hatten Haftars Anhänger wichtige Häfen für die Ölproduktion blockiert. Die staatliche Ölgesellschaft NOC erklärte, sie habe die Produktionsmenge wegen der Schließungen senken müssen. Ölexporte sind mittlerweile nahezu die einzige Einnahmequelle in dem Bürgerkriegsland. Nach Opec-Angaben lag die Exportmenge bei rund eine Million Barrel Rohöl pro Tag. Die Einnahmen fließen an die Al-Sarradsch-Regierung in Tripolis. Damit werden aber auch Gehälter von Mitarbeitern der Gegenregierung im Osten des Landes gezahlt, die Haftar unterstützt. Al-Sarradschs Truppen warfen Haftars Einheiten zudem erneut einen Verstoß gegen die seit einer Woche geltende Waffenruhe im Raum Tripolis vor. Haftars Verbündete hätten im Süden der Hauptstadt das Feuer eröffnet, teilte Militärsprecher Mohammed Gnunu mit.
4
: Eine griechische Power-Lady Kommt ins TiG mit „Wer bremst, verliert“: Panagiota Petridou. Foto: Liborio Cappello Mönchengladbach Aufgeben kannst du bei der Post! Das ist die Philosophie der griechischen Powerfrau Panagiota Petridou. Teilen Teilen Weiterleiten Weiterleiten Tweeten Tweeten Weiterleiten Weiterleiten Drucken . Wer sie aus dem Fernsehen kennt, etwa aus „Biete Rostlaube, suche Traumauto“, weiß, dass sie nicht nur eine hartnäckige, mit allen Wassern gewaschene Autoverkäuferin ist, sondern vor allem schlagfertig und witzig. In ihrem Liveprogramm „Wer bremst, verliert!“ mixt sie griechische Leidenschaft und deutschen Humor – am Freitag, 24.April, 20 Uhr, im Theater im Gründungshaus Mönchengladbach. Panagiota Petridou hat schon Computersysteme, Schuhe, Mobilfunkverträge und Triathlon-Bekleidung verkauft, doch erst der Handel mit Autos hat sie dahin gebracht, wo sie heute ist. Über sechs Jahre lang war sie im Ranking der besten MINI-Neuwagen-Verkäufer Deutschlands unter den Top Ten – mehrmals sogar als beste Verkäuferin in Deutschland! Der Weg dorthin war alles andere als leicht. Mit ihrer rheinisch-griechischen Art hangelte sie sich vom Autohaus bis auf die roten Teppiche. Dabei trägt sie gnadenlos das Herz auf der Zunge. Komme, was wolle: Der Autojägerin Panagiota Petridou ist noch nie eine potenzielle Beute entkommen. Mit viel Charme und Witz erreicht sie stets zuverlässig ihr Ziel! Sich selbst bezeichnet sie als sehr laut, selten zurückhaltend. Sie ist offensiv, und ihre burschikose, selbstbewusste Art hat sie 2010 ins Fernsehen und nun auf die Bühnen der Republik gebracht.
Bitte melden Sie sich an! Sie haben noch keinen Zugang zum Archiv? Registrieren Sie sich jetzt kostenlos, um weiterzulesen. Bitte überprüfen Sie die rot markierten Pflichtfelder. Ihre E-Mail Weiter Warum muss ich mich anmelden? Nachdem Sie sich eingeloggt haben, können Sie Inhalte aus unserem digitalen Archiv lesen. Die Mittelbayerische bietet einige Millionen Artikel in ihrem Webangebot. Angemeldete Nutzer können Geschichten bis ins Jahr 2008 recherchieren. Unser Nachrichtenportal dokumentiert damit die Zeitgeschichte Ostbayern. Mehr erfahren.
3
Prenzlau. Glasscherben im Sand oder Bauschutt unter der Schaukel – dass sich auf dem Spielplatz am Robert-Schulz-Ring in Prenzlau noch kein Kind verletzt hat, liegt an den wachsamen Augen der Wohnbau-Mitarbeiter. Wie das Unternehmen Wohnbau Prenzlau, das für den Spielplatz zuständig ist, meldete, würden alle Wohnbau-Spielplätze wöchentlich kontrolliert. Auf dem Spielplatz am Robert-Schulz-Ring 52-54 wurden dabei in den letzten Wochen wiederholt schwerwiegende Verunreinigungen und damit einhergehende Gefahrenquellen beseitigt”, sagte Geschäftsführer René Stüpmann. Scherben und Schutt offenbar mutwillig verteilt In Anbetracht der Umstände erklärte das Unternehmen, da sich die Vorfälle auf dem benannten Spielplatz häuften, gehe die Wohnbau von einer mutwilligen Tat aus. „Wir bitten die Eltern, die diesen Spielplatz mit ihren Kindern besuchen, besonders wachsam zu sein, damit kein Kind zu Schaden kommt”, betonte der Wohnbau-Geschäftsführer. „Des Weiteren sind wir dankbar für Hinweise, um den Verursacher ausfindig machen zu können.”
Jetzt teilen: Jetzt teilen: DEXHEIM - (fsw). Vermutlich in der Nacht zum Donnerstag oder am Donnerstagmorgen ist der in der Straße Am Weihergarten geparkte Wagen eines Dexheimers beschädigt worden: Am vorderen linken Kotflügel fanden sich frische Unfallspuren. Der Schaden wird auf rund 500 Euro geschätzt. Der Besitzer erstattete am Samstag Strafanzeige. Bislang hat sich der Verursacher nicht gemeldet. Der Unfall muss sich zwischen 1 Uhr nachts und 12 Uhr mittags ereignet haben. Hinweise an die Polizei Oppenheim, Telefon 06133-93 30.
1.5
Polizeipräsidium Konstanz POL-KN: (VS-Schwenningen) Unfallflucht auf dem Parkplatz des Eisstadions - Polizei bittet um Hinweise VS-Schwenningen (ots) Vermutlich beim Ein- oder Ausparken ist ein derzeit noch Unbekannter in der Zeit von Sonntagmittag bis zum frühen Montagmorgen auf dem Parkplatz des Eisstadions mit einem Fahrzeug gegen einen dort abgestellten Toyota gefahren und anschließend geflüchtet. Der Toyota parkte im Zeitraum von Sonntag, 12.00 Uhr, bis Montagmorgen, 01.15 Uhr, auf einem der hinteren, zur Salinenstraße gelegenen Parkplätze des Eisstadions, als es zu dem Unfall kam. An dem mit rund 1500 Euro beschädigten Toyota lagen Splitterteile vom Fahrzeugrücklicht des Unfallverursachers, so dass dessen Wagen zumindest an einem Rücklicht beschädigt sein müsste. Die Polizei Schwenningen (07720 8500-0) ermittelt nun wegen der begangenen Unfallflucht und bittet um sachdienliche Hinweise zum Verursacher. Rückfragen bitte an: Dieter Popp Polizeipräsidium Konstanz Pressestelle Telefon: 07531 995-1012 E-Mail: konstanz.pp.sts.oe@polizei.bwl.de http://www.polizei-bw.de/ Original-Content von: Polizeipräsidium Konstanz, übermittelt durch news aktuell
Polizeipräsidium Konstanz POL-KN: (VS-Schwenningen) Polizei sucht unabhängige Zeugen zu einer Auseinandersetzung um einen Mülleimer vergangenen Sonntag in der Hans-Sachs-Straße VS-Schwenningen (ots) Zu einem eskalierten Streit wegen des Aufstellens eines Mülleimers in einer Grundstückseinfahrt, der sich am vergangenen Sonntagnachmittag in der Hans-Sachs-Straße ereignet hat und schließlich in einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen mündete (wir berichteten bereits https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110973/4535289) sucht die Polizei Schwenningen unabhängige Zeugen. Personen, die den Streit beobachtet haben oder sonst Angaben zu der am vergangenen Sonntagnachmittag in der Hans-Sachs-Straße erfolgten Auseinandersetzung machen können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Schwenningen (07720 8500-0) in Verbindung zu setzen. Rückfragen bitte an: Dieter Popp Polizeipräsidium Konstanz Pressestelle Telefon: 07531 995-1012 E-Mail: konstanz.pp.sts.oe@polizei.bwl.de http://www.polizei-bw.de/ Original-Content von: Polizeipräsidium Konstanz, übermittelt durch news aktuell
2
Werbung Arbeit mit Verantwortung Anzeige Montageprofi sichert Europas Straßen Rechnet man die zwei erkrankten Personen aus dem Magistratsbereich Waidhofen an der Ybbs hinzu, gibt es im Bezirk insgesamt 68 Menschen, die am Coronavirus leiden. Gestern ist ja leider ein 81-jähriger Waidhofner im Universitätsklinikum St. Pölten verstorben. Der Mann war am Donnerstag in die Intensivstation des Krankenhauses eingeliefert worden. Wie viele Personen derzeit im Bezirk unter Quarantäne stehen, darüber gibt es auch keine offiziellen Zahlen, es dürften aber einige hundert sein. Im Bezirk werden mit den 66 Fällen (68 mit Waidhofen) nach wie vor die meisten Corona-Erkrankungen im Land gezählt. An zweiter Stelle liegt der Bezirk Korneuburg mit 61 Erkrankten gefolgt von Tulln mit 52. Insgesamt hat sich in Niederösterreich die Zahl der Erkrankungen von Samstag auf Sonntag um 31 auf 422 erhöht. Vielleicht ein kleiner Lichtblick. Die Zahl der Neuinfektionen hat sich mehr als halbiert. Von Freitag auf Samstag wurden nämlich 74 gezählt. Laut Information des Gesundheitsministerium, Stand 18 Uhr, hat sich die Anzahl der Infizierten im Bezirk auf 69 Personen erhöht, in Waidhofen an der Ybbs gibt es weiterhin zwei Erkrankte. Keine Nachrichten aus Amstetten mehr verpassen? Mit dem NÖN-Newsletter bleibt ihr immer auf dem Laufenden und bekommt alle zwei Wochen die Top-Storys direkt in euer Postfach! Gratis anmelden Danke für dein Interesse an NÖN.at. Bleib mit unserem Newsletter immer auf dem Laufenden. Jetzt gratis abonnieren und Top-Storys und Aktionen alle 2 Wochen direkt ins Postfach erhalten.
704 Personen wurden in Niederösterreich in den vergangenen Tagen auf das neuartige Coronavirus getestet. Bei 51 Personen war das Ergebnis positiv. Während sich 49 in häuslicher Quarantäne befinden, müssen zwei Patienten in Krankenhäusern versorgt werden. Einer davon befindet sich in Wien in stationärer Versorgung, der zweite wurde am Mittwoch in das Universitätsklinikum wegen einer anderen medizinischen Indikation eingeliefert. Im Zuge der Untersuchungen wurde der Mann dann aber positiv auf das Coronavirus getestet. Er wird laut einer Aussendung des Sanitätsstabs intensivmedizinisch versorgt. Alle Personen, die mit ihm Kontakt hatten, wurden sofort verständigt und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Der Großteil der 51 in Niederösterreich Erkrankten lasse sich auf die Infektionskette im Bezirk Korneuburg zurückführen, heißt es. Ein sehr kleiner Teil seien Reiserückkehrer, die sich im Ausland angesteckt hätten.
3.5
e Intensivstation des St.-Elisabeth-Hospitals wird derzeit für Corona-Patienten frei gehalten – es laufen nur geplante Operationen, für die keine Intensivbehandlung erforderlich ist. Iserlohn. Die Notaufnahmen der Iserlohner Krankenhäuser unterschiedlich hoch belastet. Einen dringenden Appell richtet das evangelische Agaplesion-Krankenhaus Bethanien zum Wochenende an die Bürger. „Bei fehlender medizinischer Indikation dürfen wir Sie nicht auf Corona testen!“ Das ist auf einem Flyer zu lesen, der eigens gedruckt wird, um das medizinische Personal zu entlasten. Getestet werden dürfen in Kliniken nur diejenigen, die Kontakt zu Infizierten hatten, aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind oder eindeutige Symptome aufweisen. Bethanien-Sprecherin Tine Droste betont im Gespräch mit unserer Zeitung, dass dies eine Vorgabe und keine hauseigene Entscheidung sei. Die Notaufnahme sei dieser Tage durch besorgte Bürger dermaßen überlastet, dass die Mitarbeiter sich während ihres achtstündigen Dienstes mehr durch Telefonate als durch die Behandlung „normaler“ Notfälle gebunden seien. Für Nachfragen rund um die Pandemie rät sie zu Anrufen beim Gesundheitstelefon des Märkischen Kreises (02351/9667272), bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (116117) oder beim NRW-Gesundheitsministerium (0211/91191001). Regeln sind teils hart,aber unumgänglich Täglich haben sich die Bethanien-Verantwortlichen dieser Tage getroffen, um die neuesten Entwicklungen abzusprechen. „Wir sind nach wie vor gut vorbereitet, haben bisher ausreichend Material und bislang keine bestätigten Corona-Fälle im Haus“, erzählt Tine Droste. Die Situation im durch das Besuchsverbot „leeren“ Haus sei gespenstisch, aber auch dieser Schritt sei eben erforderlich gewesen. Es gebe nur ganz wenige Ausnahmen, in denen Besucher eingelassen würden. Wenn eine Frau ein Kind zur Welt bringe, dürfe der Partner selbstverständlich dabei sein. Danach allerdings müsse auf Telekommunikation ausgewichen werden. „Das ist richtig, richtig schlimm, das wissen wir. Aber in der Regel werden die Frauen ja nach 48 Stunden wieder entlassen“, weißt Tine Droste um die harten Regeln, die die derzeitige Situation erfordere. „Wir wollen Besucher, Patienten und Mitarbeiter schützen“, betont die Sprecherin. Das Team sei sehr motiviert und engagiert, verzichte beispielsweise freiwillig auf freie Tage oder biete den sonst eher unüblichen Wechsel auf andere Stationen an. Anders als in der Bethanien-Notaufnahme stellt sich aktuell die Lage im St.-Elisabeth-Hospital dar. Dr. Markus Berghoff, Ärztlicher Direktor der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis und auch zuständig für deren Mendener Haus, sagt: „In der Notaufnahme ist weniger los, die Menschen haben wohl Angst.“ Doch diejenigen, die kämen, würden zu seiner Verwunderung teils dicht gedrängt stehen. „Mit Augenmaß“wird operiert Seit dem letzten Gespräch mit der Heimatzeitung habe sich in den beiden katholischen Krankenhäusern nicht viel geändert. „Wir haben zwei Infektionsbereiche ausgewiesen: Verdachtsfälle kommen in die gelbe Zone, und bestätigte Fälle – davon hatten wir bisher noch keinen – in die rote Zone“, erklärt Dr. Berghoff. Weiterhin würden geplante Operationen, die nicht intensivpflichtig sind, „mit Augenmaß“ vorgenommen. „Ruhig und gut vorbereitet“ seien die Mitarbeiter der beiden Häuser. Doch Dr. Berghoff weiß auch: „Man kann nur bis zu einer gewissen Kapazität planen. Bis jetzt haben wir im Märkischen Kreis noch Glück gehabt, aber man weiß ja nicht, wie sich die Zahlen entwickeln.“ Die immer wiederkehrende Frage, warum nicht das Marienhospital reaktiviert werde, beantwortet Dr. Berghoff mit dem Hinweis, dass vor allem fehlendes Personal ein Ausschlusskriterium sei. „Ich könnte keine Abordnung dorthin schicken, dann müssten wir andere Abteilungen schließen“, erklärt er. Ausreichend Material wie Schutzmasken oder Desinfektionsmittel sei bei den Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis dagegen vorhanden.
Iserlohn. Tägliche Schulungen für Mitarbeiter, Zentralisierung der Materialausgabe und viel mehr gehört zu den Vorbereitungen der Kliniken. Schon längst auf das Coronavirus vorbereitet haben sich die Iserlohner Krankenhäuser. Auch wenn sie nicht die ersten Anlaufstellen sind, wenn Infizierte stationär versorgt werden müssen – die Märkischen Kliniken in Lüdenscheid und die Hemeraner Lungenklinik sind zunächst dafür vorgesehen. Dr. Richard Kampmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin/Gastroenterologie am evangelischen Agaplesion-Krankenhaus Bethanien, sagt im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir haben bereits Teile unserer Intensivstation als Isolierbereich definiert, in der Zentralen Notaufnahme können wir einen Bereich abtrennen, wenn Verdachtsfälle zu uns kommen.“ Für bis zu vier Patienten stehen im Ernstfall Intensivbetten zur Verfügung. Er selbst empfindet die derzeitige Situation als „viel zu ausgeprägten Hype“. „Eine normale Grippe ist genauso gefährlich, Corona reicht da noch lange nicht ran“, betont er. Händewaschen wichtiger als Desinfektion Auch im Bethanien-Krankenhaus habe es bereits Diebstähle von Desinfektionsmitteln – übrigens auch von Windeln – gegeben. In frei zugänglichen Bereichen wurden mittlerweile die Spender abmontiert, was aber nicht heißen soll, dass es für Besucher keine Möglichkeit gibt, die Hände zu desinfizieren. Viel wichtiger sei ohnehin das Händewaschen. „Wer das Desinfektionsmittel nicht richtig nutzt, dem bringt es ohnehin nichts“, so Dr. Kampmann. Desinfektionsmittel, Schutzmasken und weiteres Material seien in ausreichendem Maße vorhanden. Doch der Zugriff auf die Bestände sei ganz klar geregelt, durch das Zentrallager sei außerdem ein besserer Überblick möglich. Haushygieniker Andreas Hinricher steht nicht nur in engem Kontakt mit dem Team, sondern schult derzeit täglich Mitarbeiter, auch die Reinigungskräfte beispielsweise, damit jeder alle Informationen hat. Die Besuchszeiten wurden von bisher 24 Stunden auf 11 bis 12 sowie 15 bis 17 Uhr deutlich eingeschränkt. Nur eine Person pro Patient ist zulässig. Alle internen und externen Veranstaltungen sowie Gottesdienste wurden abgesagt, auch minderjährigen Praktikanten wurde abgesagt. Der Forderung aus sozialen Netzwerken, das geschlossene Marienhospital Letmathe beispielsweise als Isolierstation zu nutzen, erteilt Dr. Kampmann eine deutliche Absage: „Hygienische Maßnahmen sind dort ja nicht mehr vorhanden.“ Die Brandschutzrichtlinien seien vor der Schließung schon nicht mehr erfüllt worden – wenn dort mit Blick auf Corona mit noch mehr Desinfektionsmitteln gearbeitet würde, sei dies ein Unding. Ärztliche und pflegerische Versorgung sowie Logistik müssten wieder hergestellt werden, die Intensivbetten seien ohnehin schon stark eingeschränkt gewesen. „Gerade in Situationen wie heute zeigt sich, dass Krankenhausschließungen der genau falsche Schritt sind. Das merken wir ganz deutlich“, sagt Dr. Kampmann. Dr. Markus Berghoff, Ärztlicher Direktor der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis mit dem St.-Elisabeth-Hospital in Iserlohn und dem Mendener St.-Vincenz-Krankenhaus, erklärt: „Wir haben schon vor etwa zweieinhalb Wochen mit Gesundheitsamt, Feuerwehr, Hygienikern und weiteren Beteiligten in großer Runde mit den Vorbereitungen begonnen.“ Täglich müsse aufgrund der „großen Dynamik“ neu entschieden werden. Auch in den beiden Häusern seien bereits Bereiche für die isolierte Aufnahme und Unterbringung von Corona-Patienten definiert worden. Die Information aus der Pressekonferenz der Bundeskanzlerin von Donnerstag, dass nicht lebensnotwendige Operationen verschoben werden sollten, werde bislang noch nicht umgesetzt. Würden Infizierte eingeliefert, ergebe sich natürlich eine ganz andere Situation. Schutzmasken werden unter Verschluss gehalten Hochwertige Schutzmasken werden am St.-Elisabeth-Hospital und am St.-Vincenz-Krankenhaus unter Verschluss gehalten. Für den medizinischen Bereich sei ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden, es werde „mit Augenmaß“ verteilt. Wie das Bethanien-Krankenhaus haben die Katholischen Kliniken sämtliche Veranstaltungen abgesagt und die Besuchszeiten eingeschränkt. Was Dr. Berghoff seit Freitag zusätzlich beschäftigt, sind die Schulschließungen, die im medizinischen und pflegerischen Bereich für größere Personalausfälle sorgen könnten.
3.333333
Reichenbach.Der TSV Reichenbach stellt künftig keinen Container für Altpapier mehr am Sportplatz am Falltorweg zur Verfügung. Die Firma, die den Container anlieferte und auch abfuhr, sei dazu nicht mehr in der Lage, teilte der Verein mit. Grund sei einerseits die deutlich gesunkenen Preise für Papier. Dadurch sei der Transport nicht mehr rentabel. Ein Problem sei aber auch, dass in den Containern außer Restmüll auch immer große Kartonagen abgelegt worden seien. Diese könnten aber nicht verarbeitet werden. Die Container sollen daher Ende des Monats abgezogen werden. Papiersammlungen werde es aber weiterhin geben, so der TSV. Es würden zusätzliche Sammeltermine eingerichtet, damit die Bürger das Papier nicht zu lange zu Hause lagern müssten. Dabei sei aber zu beachten, dass Zeitungen, Zeitschriften gebündelt werden sollten. Loses Papier könne in kleinen Kartons mitgegeben werden. Kartonagen würden aber nicht mehr mitgenommen. Die Papiersammlungen des Sportvereins haben Tradition. Heinrich Laut, Trainer der A-Jugend beim TSV Reichenbach, hatte 1978 die Idee dazu. Mit dem Erlös aus dem Altpapier sollte eine Freizeit der Jugendlichen in Österreich finanziert werden. Karlheinz Peter griff die Idee dann auf und setzte sie um. Im folgenden Jahr war dann auch schon die erste Freizeit in Burgstall im Zillertal. Finanziert wurden alle weiteren Freizeiten durch die Altpapiersammlungen in Reichenbach, die die Jugendabteilung auch selbst organisierte. Über die Jahre hat sich das geändert. Die Sammlungen werden nun von der Fußballabteilung unter wechselnder Federführung durchgeführt. Früher wurde das gesammelte Papier zunächst in mittlerweile abgerissenen Gebäuden am TSV-Turnplatz zwischengelagert. Es musste dann von dort aus wieder auf Lkw verladen und zum Teil auch zum Händler gefahren werden. Später stellte der Abnehmer des Materials dann zu den Sammelterminen Container bereit. Um Papiermengen zu erfassen, die zwischen den Sammlungen anfallen, wurden dann auch dauerhaft Container am Sportplatz aufgestellt. red © Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 20.02.2020
Reichenbach.Nachdem die Vereine in Lautertal die Sammlung von Papier über stationäre Container an den Sportplätzen einstellen mussten, hat der TSV Reichenbach entschieden, die Zahl der Haussammlungen zu erhöhen. In Reichenbach gab es bisher die Möglichkeit, an den Sportplätzen von TSV und SSV Papier abzugeben. Auch bei den Sammlungen an den Häusern seien allerdings einige Regeln zu beachten, schreibt der TSV. Zeitungen und Zeitschriften sollten gebündelt werden. Loses Papier könne in kleine Kartons gegeben werden und werde dann auch mitgenommen. Größere Kartonagen würden allerdings nicht abgefahren. Die nächste Sammlung ist – wie im Abfuhrkalender der Gemeinde Lautertal angegeben – am Samstag, 9. Mai. Der erste zusätzliche Termin ist am Samstag, 27. Juni. Weitere zusätzliche Termine würden rechtzeitig bekanntgegeben, schreibt der TSV weiter. red © Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 18.03.2020
4
Am Dienstag ist die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen auf über 5.000 gestiegen. Stand 20.00 Uhr waren es exakt 5.182, die positiv auf das Virus getestet wurden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Österreicher indes auf ein Ausharren im Status quo der Corona-Krise eingestellt. Seit 15.00 Uhr (4.867 Fälle) ist die Zahl somit um 296 Personen gestiegen. Angesichts der steigenden Zahlen zeigte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sehr vorsichtig bei seiner Einschätzung: „Wir werden nach Ostern in einer Phase sein, die der heutigen mehr ähnelt, als dem Normalzustand“, sagte er am Dienstag in einer Pressekonferenz. Kurz betonte: „Es wird nicht das Leben von heute auf morgen wieder so sein, wie es war.“ „Wir müssen in den einstelligen Bereich, was das Wachstum der Kurve betrifft“, sagte Kurz zur Frage, wann es Lockerungen der Maßnahmen geben könnte. Gleichzeitig müsse dann vorgesorgt werden, dass es nicht zu einem neuerlichen Anstieg der Krankheitsfälle kommt. Der Bundeskanzler brachte hier auch „Big Data“ ins Spiel, ohne konkret zu werden. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte an, nun doch auch Schnelltests durchführen zu wollen, dies sei keine Strategieänderung der Regierung. Vielmehr sei man immer der Meinung gewesen, möglichst viele Tests durchführen zu wollen. Man habe bewusst abgewartet, bis die Qualität der Schnelltests dort ist, dass man spezifische Aussagen treffen kann - das sei nun der Fall. Die ersten Schnelltests könnten schon diese Woche in Österreich eintreffen. Der Kanzler rechnet damit, dass man dann „sicherlich in den nächsten Wochen“ mit diesen Schnelltests „in die Fläche“ gehen kann, sie also breit anwenden kann. TT-ePaper gratis lesen Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen Jetzt lesen Ich bin bereits Abonnent Österreichweit hat das Virus (Stand Dienstag 15.00 Uhr) bisher 28 Tote gefordert, wobei in Wien mit elf die höchste Zahl zu beklagen war. Die restlichen Todesopfer nach Bundesländern: Burgenland (2), Kärnten (1), Niederösterreich (3), Oberösterreich (2), Steiermark (5) und Tirol (4). Dabei divergierten die Zahlen der Landessanitätsdirektionen mit denen des Gesundheitsministeriums allerdings erheblich. So gab die steirischen Landessanitätsdirektion am Abend bereits den achten Todesfall für das Bundesland bekannt. Die Fallzahlen schnellen besonders in Tirol in die Höhe, um 20.00 Uhr waren es bereits 1.330. Die Causa um die Hotspots in Tiroler Skiorten beschäftigt mittlerweile auch die Justiz. Verbraucherschützer Peter Kolba brachte am Dienstag bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung ein, weil die Tiroler Behörden die Sperren von Hotels und Pisten hinausgezögert haben sollen. Die Anzeige richtet sich u. a. gegen den für Tourismus zuständigen Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Nach und nach wurde auch weiter sichtbar, welch umfassende Auswirkungen die Pandemie auf Österreich hat. Aufgrund der Einreisebeschränkungen werden etwa tausende Pflegekräfte aus dem Ausland wegfallen. Wie viele das sein werden, weiß man offenbar noch nicht. Die Regierung versucht einen Pflegenotstand abzuwenden, indem die Länder zusätzliche stationäre Plätze schaffen und die mobilen Dienste verstärken. Anschober und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) informierten am Dienstag, dass man über eine Kooperation mit den Ländern ein Konzept aufgestellt habe, „um Notsituationen zu bewältigen und damit niemand allein gelassen wird“, sagte Anschober. Betroffen sind potenziell Hunderttausende. Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gibt es vom 16. bis 23. März zusammengerechnet um 138.000 mehr registrierte Arbeitslose als noch am 15. März, sagte AMS-Vorstand Johannes Kopf am Dienstagnachmittag zur APA. Gestern hatte der AMS-Chef ein Plus von 115.600 Arbeitslosen bekanntgegeben.
6.398 Menschen waren heute (Stand: 15.00 Uhr) mit dem Coronavirus infiziert. Am Nachmittag waren laut Website des Gesundheitsministeriums 49 Todesfälle bestätigt. Die Zahl der Tests stieg von 32.407 auf 35.995. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte am Vormittag, dass mittlerweile 112 Menschen als „genesen“ gemeldet worden seien. Diese Zahl sei jedoch mit Vorsicht zu behandeln und „sicher schon höher“, so Anschober, der dabei auf das neue Meldesystem verwies. Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten Meiste Infizierte weiter in Tirol Aus dem Burgenland wurden 115 Infizierte gemeldet, aus Kärnten 183 und aus Niederösterreich 873. In Oberösterreich erreichte die Zahl mit 1.054 den vierstelligen Bereich. In Salzburg gab es 591 Fälle, in der Steiermark 699 und in Tirol weiterhin die höchste Zahl mit 1.623. In Vorarlberg waren 435 Personen infiziert und in Wien 825. Die 49 Todesfälle verteilen sich auf acht Bundesländer. Im Burgenland gab es zwei Verstorbene, in Kärnten zwei, in Niederösterreich zwölf, in Oberösterreich drei und in Salzburg eine. In der Steiermark waren elf, in Tirol vier und in Wien 14 Menschen dem Virus erlegen. Noch nicht in der Statistik erfasst ist das erste Todesopfer in Vorarlberg: Ein 79-jähriger Patient mit schwerwiegenden Vorerkrankungen verstarb an der Viruserkrankung. Mehrdazu in vorarlberg.ORF.at
3.5
Die Raupe der Grossen Wachsmotte ist in der Lage, Polyethylene zu fressen und Glykol auszuscheiden. Möglich machen das Mikroben im Darm. 1 / 9 Die Raupe der Grossen Wachsmotte hat ein spezielles Talent. Harald Grove Sie kann mithilfe ihrer Darmbakterien Polyethylen in Glykol umwandeln. Wikimedia Commons/Sam Droege/PD Das hat ein Forscherteam der Universität Brandon herausgefunden. (Im Bild: Bryan Cassone, Harald Grove, Christophe LeMoine und Sachi Villanueva, v.l.) Brandon University Die Raupen der Grossen Wachsmotte verbringen ihre Zeit für gewöhnlich damit, sich in Bienenstöcken mit Wachs und Honig vollzustopfen, bis sie sich schliesslich verpuppen und zu Faltern werden. Doch Forscher der Brandon-Universität in der kanadischen Provinz Manitoba haben gezeigt, dass die Raupen auch problemlos von Polyethylen leben können. Aus diesem Kunststoff werden unter anderem Plastiksäcke hergestellt. Zu verdanken haben die Raupen diese Fähigkeit Mikroben in ihrem Darm. Im Labor konnten 60 dieser Raupen 30 Quadratzentimeter eines Plastiksacks in weniger als einer Woche verputzen, wie die Forscher in einer Mitteilung schreiben. Synergie von Raupen und Bakterien Die Forscher haben zudem die für die Plastikverdauung verantwortlichen Mikroben isoliert und ebenfalls Plastik fressen lassen. Die Mikroorganismen konnten mehr als ein Jahr lang von Polyethylen als einzige Nahrungsquelle überleben. Allerdings funktionierte die Plastikbeseitigung weniger gut als bei den Raupen. Die Forscher vermuten, dass eine Form der Synergie zwischen Raupen und Darmbakterien den Plastikabbau beschleunigt. Bryan Cassone, Co-Autor der Studie, sagt in der Mitteilung, die Plastikmüll-Krise sei viel zu gross, als dass man sie mit diesen Raupen lösen könnte. «Wir wollen mit unserer Forschung herausfinden, wie die Raupen und ihre Darmbakterien zusammenarbeiten, um Plastik derart effizient abbauen zu können. Mit diesem Wissen können wir dereinst bessere Werkzeuge entwickeln, um Plastik in der Umwelt loszuwerden.» Was tun mit dem produzierten Glykol? Die Forscher haben zudem festgestellt, dass die Raupen in den Bienenstöcken solide Ausscheidungen haben, diese bei einer Plastikernährung jedoch flüssig sind. Die Raupen wandeln das Polyethylen in das Stoffwechselprodukt Glykol, einen Alkohol, um. «Wir haben noch keine Verwendung für dieses Glykol gefunden. Es braucht weitere Studien um herauszufinden, was dieses Glykol ist und ob man diesen Alkohol nutzbar machen kann», so Cassone weiter. Dass die Raupe der Grossen Wachsmotte Plastik vertilgt, berichteten Forscher um Paolo Bombelli bereits 2017. Allerdings war damals nicht klar, ob die Raupen Plastik wirklich verdauen oder nur zerkleinern. Die kanadischen Forscher erklären dazu in ihrer im Fachjournal «Proceedings of the Royal Society B» veröffentlichten Studie: «In einer Reihe von Experimenten präsentierten wir den Nachweis einer komplexen Beziehung zwischen einem intakten Mikrobiom, dem Abbau von Polyethylen niederer Dichte und der Produktion von Glykol als Stoffwechsel-Nebenprodukt.»
Die Fähigkeit der Würmer, sich von Polyethylen und Kotglykol zu ernähren, scheint auf den besonderen Bakterien zu beruhen, die in ihrem Darm leben. Forscher von der Brandon University in Kanada haben Fortschritte beim Verständnis der Natur eines winzigen Wurms erzielt, der offenbar mit einer Plastikdiät überleben kann, berichtet Forbes. Lösung für Verschmutzungsprobleme Wie das Magazin betont, wurde die winzige Kreatur, bekannt als Wachswurm, bereits 2017 ins Rampenlicht gerückt, als Wissenschaftler postulierten, dass diese Wurmart, die normalerweise in Bienenstöcken lebt und Wachs frisst, die Antwort auf zumindest einige Aspekte sein könnte. Die Verschmutzungsprobleme, mit denen die Menschheit heutzutage konfrontiert ist, könnten durch die Fähigkeit des Wurms gelöst werden, Polyethylen zu essen - die Art von Kunststoff, die üblicherweise in Verpackungen wie Plastiktüten verwendet wird und bekanntermaßen nur langsam biologisch abgebaut wird. Dank Darmbakterien Jetzt hat das Forscherteam festgestellt, dass etwa 60 Wachswürmer in weniger als einer Woche mehr als 30 Quadratzentimeter einer Plastiktüte auffressen konnten und dabei Glykol, „eine Form von Alkohol“, ausscheiden. Die Würmer sind offenbar in der Lage, solche Leistungen dank der besonderen Bakterien zu erbringen, die in ihrem Darm leben. „Unsere Studie versucht herauszufinden, wie der Wachswurm und seine Darmbakterien zusammenarbeiten, um einen so effizienten Abbau von Kunststoff zu ermöglichen. Sobald wir dies herausgefunden haben, können wir die Informationen verwenden, um bessere Werkzeuge zu entwickeln, Kunststoffe aus unserer Umwelt zu entfernen", sagte Dr. Bryan Cassone, ein Mitautor der neuen Studie. Er bemerkte jedoch, dass „die Plastikverschmutzungskrise viel zu groß ist, um diese Raupen einfach unbeachtet zu lassen", und wies darauf hin, dass die Würmer, die eigentlich die Larven einer größeren Wachsmotte sind, „unersättliche Wesen während der Larvenstadien“ sind. Die Motten selbst fressen nichts und kümmern sich nur um die Fortpflanzung. "Synergie" weiter im Fokus Nun versuchen Dr. Cassone und sein Kollege und Co-Autor der Studie, Dr. Christophe LeMoine, die Beziehung zwischen den Würmern und ihren Darmbakterien weiter zu untersuchen, um die „Synergie“ zwischen ihnen, die „den Plastikabbau beschleunigt“, besser zu verstehen, so LeMoine. ek/mt
4
Stand: 10.03.2020 13:47 Uhr - NDR 1 Welle Nord Geiselnahme in JVA Lübeck: Mann gesteht Tat Knapp neun Monate nach der Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt Lübeck hat heute vor dem Lübecker Landgericht der Prozess begonnen. Einem 37-jährigen Mann wird vorgeworfen, im Juni 2019 auf der sozialtherapeutischen Station der JVA eine Psychologin in seine Gewalt gebracht und mit einem Küchenmesser bedroht zu haben. Der Angeklagte wurde in Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht. Er gestand die Tat - von Reue war jedoch keine Spur: Entschuldigen wollte er sich nicht. Zum Motiv sagte er, er habe vorzeitig aus der Haft entlassen und in sein Heimatland Rumänien abgeschoben werden wollen. Außerdem sagte er, er fühlte er sich von Mitarbeitern der JVA schikaniert und als Rumäne gegenüber Deutschen benachteiligt. Prozess um Geiselnahme in JVA: Geständnis NDR 1 Welle Nord - Nachrichten für Schleswig-Holstein - 10.03.2020 12:00 Uhr Autor/in: Hauke von Hallern Heute hat der Prozess gegen einen mutmaßlichen Geiselnehmer aus der JVA Lübeck begonnen. Ihm wird vorgeworfen, eine Psychologin in seine Gewalt gebracht und mit einem Küchenmesser bedroht zu haben. 0 bei 0 Bewertungen Mit von 5 Sternen bewerten Vielen Dank. schließen Sie haben bereits abgestimmt. schließen Vier Verhandlungstage und zwölf Zeugen In Gänze wollte der mutmaßliche Geiselnehmer seine Taten allerdings nicht einräumen. "Er bestreitet zum Beispiel, die Stationspsychologin mit dem Tode bedroht zu haben - oder ihr auch gedroht zu haben, einen Finger abzuschneiden", sagte die Oberstaatsanwältin Ulla Hingst. Das Gesetz sehe für den Tatbestand der Geiselnahme einen Strafrahmen von fünf Jahren bis 15 Jahren Freiheitsstrafe vor. Das Gericht werden außerdem zu prüfen haben, ob gegen den Angeklagten die Sicherungsverwahrung zu verhängen ist, weil er für die Allgemeinheit gefährlich ist, so Hingst. Außerdem soll eine Gutachterin die Frage klären, ob der Angeklagte psychisch gesund und damit zurechnungsfähig war. Das Gericht hat für den Prozess vier Verhandlungstage geplant. Es sollen zwölf Zeugen aussagen. JVA Lübeck - mehrfach Geiselnahmen Die Polizei hatte die Geiselnahme nach mehr als fünf Stunden ohne Blutvergießen beendet. Sie überwältigte den Mann, als er zwei von ihm verlangte Döner in Empfang nahm. Der zu sechs Jahren und zehn Monaten verurteilte Sexualstraftäter lebte zuletzt in der psychosozialen Station der JVA Lübeck. Der Vorfall hatte eine Diskussion über die Sicherheitsvorkehrungen in der JVA Lübeck ausgelöst. Dort war es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Geiselnahmen gekommen, zuletzt an Heiligabend 2014. Damals hatten vier Männer einen Justizvollzugsbeamten in ihre Gewalt gebracht, um ihre Flucht aus dem Gefängnis zu erzwingen. Weitere Informationen JVA Lübeck: Geiselnehmer bekam Messer für Kuchen Der Lübecker Geiselnehmer hatte in der Haft regelmäßig Zugang zu Küchenmessern. Das teilte Ministerin Sütterlin-Waack mit. Er hatte eine Psychologin mit einem Messer bedroht und als Geisel genommen. mehr Geiseldrama in JVA Lübeck nach fünf Stunden beendet Die Polizei hat am Montagabend die Geiselnahme in der JVA Lübeck beendet. Der Täter wurde beim Zugriff leicht verletzt, die Frau blieb unverletzt. Beamte - zum Teil in Zivil - und das SEK waren vor Ort. mehr Dieses Thema im Programm: NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.03.2020 | 12:00 Uhr
Ein 42-jähriger Fußgänger wird an der Hamburger Stadtgrenze von einem Auto angefahren und tödlich verletzt. Nun äußert sich der Tatverdächtige und erklärt, warum er weitergefahren ist. An dieser Stelle an einer Landstraße bei Hamburg war ein Fußgänger angefahren und tödlich verletzt worden. Seine Ehefrau sah alles mit an Anzeige Fast drei Wochen nach einem tödlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht bei Reinbek im Kreis Stormarn hat sich der mutmaßliche Unfallfahrer erstmals zu den Vorwürfen geäußert. In seiner Vernehmung habe er ausgesagt, dass er bei dem Aufprall von einem Steinschlag ausgegangen sei, sagte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst am Freitag. Er habe aber zugegeben, mit seinem Auto zur fraglichen Uhrzeit an der Unfallstelle gewesen zu sein. Gegen den 36 Jahre alten Mann aus dem Kreis Stormarn wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Zuvor hatte „Bild.de“ darüber berichtet. So begründet der Mann seine Weiterfahrt Nach Angaben der Staatsanwältin hat der Mann ausgesagt, er habe einen lauten Knall gehört. Er habe angehalten, aber auf der vollkommen dunklen Straße keine Menschen oder andere Fahrzeuge gesehen. Deshalb sei er von einem Steinschlag ausgegangen und weitergefahren, sagte Hingst. Bei dem Unfall am Abend des 21. Dezember 2019 war ein 42 Jahre alter Fußgänger ums Leben gekommen. Anzeige Der mutmaßliche Unfallfahrer befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß. Ein Gutachter soll nun den genauen Unfallhergang rekonstruieren.
1.333333
Mit Glück gewinnen Sie 20.000 Euro für Ihre Traum­küche in Ihrem neuen zu Hause. Das ist doch ein Grund mehr, mit den erfahrenen Finanzierungsexpert(inn)en der Hypo Vorarlberg zu reden. Über Ihre persönliche Lebenssituation und Zukunftsplanung oder individuelle Finanzierungsvarianten für den geplanten Hausbau bzw. Umbau/Sanierung. Zudem wickelt die Hypo Vorarlberg treuhänderisch für das Land Vorarlberg alle Landeswohnbau-Förderungsdarlehen ab und ist damit der Kompetenzträger, wenn es um die Abklärung von Förderungsmöglichkeiten geht. Neben klassischen Finanzierungen beraten wir auch über Sonderfinanzierungsformen wie beispielsweise den Hypo-Lebenszeit-Kredit für junge Menschen in der Startphase. Leistbares Wohnen ist nicht zuletzt auch eine Frage der ­Finanzierung. Die maßgeschneiderten und flexiblen ­Finanzierungen der Hypo Vorarlberg sind individuell auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Die Berater der Hypo Vorarlberg sind aber nicht nur Experten bei der Finanzierung von Immobilien – Neubau, Umbau, Zubau, Sanierung –, sie kennen den Markt und können Sie auch bei der Suche und der Bewertung eines passenden Objekts unterstützen.
In Abstimmung mit dem Land Vorarlberg und dem Gemeindeverband Vorarlberg hat sich Dornbirn entschlossen, den Wochenmarkt für morgen Mittwoch, den 18. März und Samstag, den 21. März abzusagen. Dornbirn. Auch bei einem reduzierten Angebot in den Märkten, können die hygienischen Erfordernisse, wie ausreichend gesicherte Desinfektionsmöglichkeit bei Kontakten, nicht eingehalten werden. Auch die Barzahlung ist problematisch. Durch die Absage wird die Gesundheit der Marktfahrer und deren Familien sowie die der Bevölkerung geschützt.
1
(sat) Die SVP hat die Wahl des Nachfolgers von Albert Rösti bereits seit längerem abgesagt. Nach den am Freitag bekannt gewordenen verschärften Kriterien zur Vorbeugung gegen das Corona-Virus sagten die Grünen ihre Delegiertenversammlung vom 28. März ab. Dort hätte unter anderem Balthasar Glättli zum Nachfolger von Regula Rytz gewählt werden sollen. Ob Rytz bis zur Wahl des Nachfolgers im Amt bleibt, will die Partei nächste Woche entscheiden. Bei der SP wiederum steht bereits fest: Christian Levrat bleibt ein weiteres halbes Jahr an der Parteispitze. Der Parteitag von Anfang April in Basel wurde auf den 17./18. Oktober verschoben. Damit können laut Mitteilung vom Freitag auch wieder neuen Kandidaturen eingereicht werden. Bislang bewerben sich zwei Duos – Mattea Meyer und Cédric Wermuth sowie Priska Seiler-Graf und Mathias Reynard – um die SP-Spitze. Zudem eine dritte, allerdings wenig aussichtsreiche Einzelkandidatur.
(dpo) Die FDP hat ihre Delegiertenversammlung vom 4. April in Biel bereits abgesagt und nun tut es ihr die SVP gleich. In einer Medienmitteilung gibt die SVP Schweiz am Montagabend bekannt, dass die für den 28. März geplante Delegiertenversammlung in Basel nicht stattfindet. Dies habe der Parteileitungsausschuss entschieden. Durch die Verschiebung fällt auch die Präsidentenwahl ins Wasser. An der Delegiertenversammlung soll die Nachfolge des abtretenden Parteipräsidenten Albert Rösti (BE) bestimmt werden. Die SVP begründet die Verschiebung mit dem grassierenden Corona-Virus und dem Verbot von Grossanlässen, das vorerst bis zum 15. März gilt. Das neue Datum der Delegiertenversammlung werde laut Mitteilung «rechtzeitig kommuniziert». Das sagt Albert Rösti zur Absage: Ob die SP Schweiz den Parteitag vom 4. April in Basel nun ebenfalls absagen wird, ist noch offen. Stand heute finde er statt, sagt ein Sprecher auf Nachfrage. Allerdings werde man weitere Entscheide des Bundesrats und der kantonalen Behörden abwarten. «Falls das Verbot von Grossanlässen bis im April bestehen bleibt, werden wir die Regelung selbstverständlich befolgen und entsprechend den Parteitag verschieben», so der Sprecher. Dieser würde dann im Herbst 2020 stattfinden. Am Parteitag will die SP ebenfalls über ihr Parteipräsidium bestimmen. Als Nachfolge von Christian Levrat haben sich unter anderem die zwei Duos Mattea Meyer (ZH) und Cédric Wermuth (AG) sowie Priska Seiler Graf (ZH) und Mathias Reynard (VS) beworben.
4
Kiel Als angebliches Raubopfer wollte der Drogenabhängige (31) möglicherweise die Unterschlagung von 2000 Euro aus der Kasse vertuschen. Zur Ausführung seines Plans hatte der Angeklagte einen unbekannten Komplizen eingespannt, dessen Namen er für sich behielt: Kurz nach Mitternacht erfasste die Überwachungskamera am Eingang des Gewerbekomplexes einen Kapuzenmann, der an der Tür klingelt. Der Angeklagte gab an, den Türsummer im Büro „reflexartig“ ohne Blick auf den Monitor betätigt zu haben. Den Ermittlungsbeamten kam es merkwürdig vor, dass der 31-Jährige vom Obergeschoss aus ohne Rückfrage einen Unbekannten in das weiträumige Gebäude ließ. Zumal Angestellte des Taxiunternehmens erklärten, der Angeklagte habe sonst bei ihrer nächtlichen Rückkehr vom Fahrdienst stets nachgefragt, wer da vor der Tür stehe. Inszenierung war verabredet Erst vor Gericht räumte der Angeklagte ein, sich mit einem Bekannten zur Inszenierung des Überfalls verabredet zu haben: Von dem angeblich maskierten „Räuber“ ließ er sich in einem Toilettenraum mit betriebseigenen Starthilfekabeln an Händen und Füßen fesseln, um überzeugend das Opfer spielen zu können. Zum Paket verschnürt will der Angeklagte ins Büro gerobbt sein, um sich an einem Schreibtisch aufzurichten und mithilfe von Mund und Nase den Notruf zu betätigen. Zuvor sei es ihm gelungen, seine Fixierung an einem Heizkörper zu lösen. Nur unter Verlust einer Zahnprothese will er sich von seiner Knebelung befreit haben. Zwei anonyme Briefe Als die Kripo am Tatort eintrifft, steht das verängstigt wirkende Opfer „unter Schock“. Die Beamten bestellen vorsichtshalber einen Rettungswagen. Die Besatzung kümmert sich um den zitternden Mann, dessen Stress wohl auch dem Lampenfieber als Schauspieler zuzuschreiben ist. Wenig später werden der Polizei zwei anonyme Hinweise per Brief und per Telefon zugespielt. Sie stellen das angebliche Raubopfer ins Zwielicht: Der Drogenabhängige sei vorbestraft und hoch verschuldet, heißt es. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung stößt die Polizei auf Dokumente eines Insolvenzverfahrens und Hinweise auf 26 000 Euro Schulden. Die Beamten stellen zudem einen gefälschten 20-Euro-Schein und einen leere Lohntüte sicher. Die beiliegende Quittung über 250 Euro wurde vom betreffenden Taxifahrer nicht unterschreiben. Schon früher soll im Betrieb Geld weggekommen sein, hieß es. Ein Ermittlungsverfahren wegen Unterschlagung verlief jedoch im Sande. Verdachtsmomente verdichten sich Doch diesmal verdichten sich die Verdachtsmomente: Wie ein Kripo-Ermittler (50) als Zeuge berichtete, hatte der Angeklagte vor der Fesselung seine Sandalen allzu ordentlich abgestellt. Der ganze geschilderte Ablauf sei unschlüssig. Das Vorgehen des „Räubers“, der sich verdächtig lang am Tatort aufhielt, verriet Ortskunde und Insider-Wissen. Das „Opfer“ wurde nach eigenen Angaben weder nach Bargeld noch nach der Kasse gefragt. Das milde Urteil entsprach dem Ergebnis einer Verständigung. Diebstahl oder Unterschlagung war mangels Beweisen nicht Gegenstand der Anklage. Die Strafobergrenze war dem 31-Jährigen ausschließlich als Gegenleistung für ein Geständnis seiner falschen Darstellung zugesagt worden. Zuvor hatte der Verteidiger massive Kritik an den angeblich einseitigen und „ziemlich schlampigen“ Ermittlungen der Kripo geübt und Lücken in der Indizienkette ausgemacht. Die Vernehmung der von ihm geforderten weiterer Zeugen hätte den Prozess um Tage in die Länge ziehen können – mit zweifelhaftem Ergebnis. Mehr aus Kiel lesen Sie hier.
Bremen Ein Mann hat am Mittwoch gegen 17.30 Uhr in Bremen-Oberneuland zwei zehn Jahre alte Kinder mit einem Messer bedroht. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, packte der Mann den Jungen und das Mädchen an den Armen und zerrte sie in eine Sackgasse. Dort zückte er das Messer und verletzte den Jungen damit leicht im Gesicht. Danach drückte er das Mädchen zu Boden und berührte es unsittlich. Laut Polizei handelte es sich bei der Verletzung des Jungen um keinen Schnitt, sondern lediglich um eine Rötung. Nach ersten Erkenntnissen riefen die Kinder laut um Hilfe. „Sie haben sich mit Händen und Füßen versucht zu wehren“, sagte eine Polizeisprecherin. Daraufhin flüchtete der Angreifer im geschätzten Alter zwischen 25 und 30 Jahren. Die beiden Kinder liefen nach Hause zu ihren Eltern. Von dort wurde die Polizei verständigt.
1
Konjunkturexperten des KOF senken ihre Prognosen für 2020 deutlich Experten der Konjunkturforschungsstelle (KOF) revidieren ihre Prognosen hinsichtlich der Wirtschaftsleistung deutlich nach unten. Sie erwarten einen Rückgang des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 0,2 Prozent. Die Konjunkturexperten des KOF senken ihre Prognosen für 2020. (Symbolbild) Keystone (dpo) Die vom KOF befragten Experten gingen letzten Dezember noch von einem Anstieg des BIP um 1,3 Prozent aus. Nun ist ihre Bewertung deutlich pessimistischer. Für das Jahr 2020 erwarten die Ökonomen eine Abnahme des BIP um 0,2 Prozent, wie das KOF in einer Mitteilung bekannt gab. Ihre Einschätzung zur Entwicklung des Arbeitsmarktes haben die Experten seit der letzten Befragung hingegen trotz Corona-Krise kaum revidiert. Für dieses Jahr erwarten sie eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent und für das kommende Jahr eine nur leicht höhere Quote von 2,8 Prozent. Mittelfristig rechnet das KOF wieder mit einer Entspannung und erwartet für das Jahr 2021 einen Anstieg des BIP von 1,3 Prozent. Langfristig gehen sie von einem Zuwachs des BIP von 1,4 Prozent aus, was leicht tiefer ist als bei der Dezember-Befragung (1,5 Prozent). Insolvenzen im Detailhandel und Hotelmarkt In der am Dienstag publizierten Ausgabe der Quartalspublikation «Monitor Schweiz» gehen die Ökonomen der Credit Suisse auch von einem Wirtschaftsabschwung aus. Eine Rezession in der Schweiz scheine laut Bericht «kaum vermeidbar». Vor allem die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie die Uhren-Branchen seien von der Abschwächung betroffen. Darüber hinaus erwartet die Credit Suisse Rückschläge bei den Gewerbeflächen. Insbesondere im stationären Detailhandel und im Hotelmarkt sei mit einer Reihe von Insolvenzen, Geschäftsaufgaben und Gesundschrumpfungen zu rechnen.
Bundesrat legt Ausnahmen für Heimatreisen in Nachbarstaaten fest Reisen von anerkannten Flüchtlinge in ein Nachbarstaat ihres Herkunftslandes sind dann erlaubt, wenn ein Familienmitglied schwer erkrankt, verunfallt oder stirbt. Das hat der Bundesrat beschlossen. Reisen in Nachbarländern sollen für anerkannte Flüchtlinge nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich sein. Keystone (rwa) Anerkannten Flüchtlingen ist es bereits heute untersagt, in ihr Heimat- oder Herkunftsland zu reisen. Wird dieses Reiseverbot missachtet, kann die Schweiz das Asyl widerrufen. Das Parlament hat zudem beschlossen, anerkannten Flüchtlingen die Reise in Nachbarstaaten ihres Herkunftslandes zu verbieten, wenn der begründete Verdacht besteht, dass Flüchtlinge über dieses Land in ihren Heimatstaat reisen. Allerdings sah es vor, im Einzelfall eine Reise zu bewilligen, wenn wichtige Gründe vorliegen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Details in einer Verordnung geregelt. Reisen sollen demnach möglich sein, wenn ein Familienmitglied des Flüchtlings schwer erkrankt, verunfallt oder stirbt. In der Vernehmlassung gab es Forderungen nach restriktiveren Bestimmungen.
1
Wegen der schnellen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird das öffentliche Leben in Niedersachsen weiter runtergefahren. Seit einer Allgemeinverfügung von Sonntag sind auch Baumärkte im Land davon betroffen. Baumärkte in Niedersachsen wegen Corona für Privatpersonen geschlossen in Niedersachsen wegen für Privatpersonen geschlossen In Bremen bleiben Baumärkte trotz des Coronavirus geöffnet trotz des geöffnet Individuelle Dienstleistungen und Handwerker-Arbeiten unter Auflagen erlaubt Hannover - Baumärkte dürfen dem Niedersächsischen Gesundheitsministerium zufolge ihre Waren während der Corona-Krise seit Montag ausschließlich an gewerbliche Kunden abgeben. Kunden müssen nun nachweisen, dass sie ein entsprechendes Gewerbe führen. Für Bremen gilt diese Regelung trotz Corona-Krise nicht, dort gelten andere Corona-Vorgaben. Im toom Baumarkt gibt es nun vor der Kasse alle paar Meter so eine Linie die man nicht übertreten darf, wenn man jemanden vor sich hat. #Sicherheitsabstand #corona pic.twitter.com/rmxdcbiLhN — mwde (@mwde) March 18, 2020 Die ersten Baumarkt-Ketten reagierten auf diese Maßnahme bereits. „Toom“ veröffentlichte ein Statement, in dem auf den Online-Shop hingewiesen wurde. Dieser stünde auch in der Corona-Krise nach wie vor allen Kunden zur Verfügung, es müsse jedoch vereinzelt mit Lieferverzögerungen gerechnet werden. Corona: Hörgeräteakustiker und Optiker bleiben geöffnet Über die Baumärkte hinaus sind seit Montag alle nicht dringend notwendigen Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann, wegen Corona untersagt. Diese Regelung gilt für Frisöre, Tattoostudios, Nagelstudios, Kosmetikstudios und Physiotherapeuten - es sei denn, eine Behandlung ist durch ärztliche Bescheinigung als unaufschiebbar erklärt - sowie für Fahrschulen und anerkannte Aus- und Weiterbildungsstätten. Hörgeräteakustiker und Optiker haben hingegen trotz der Corona-Krise in Niedersachsen weiterhin geöffnet. + In Niedersachsen dürfen Privatpersonen aktuell nicht in Baumärkten einkaufen. © pixabay Betreiber von Restaurants, die einen Außer-Haus-Verkauf anbieten, sind dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen gewährleistet ist. Auf Wochenmärkten sind wegen Corona nur Verkaufsstände für Lebensmittel erlaubt. In Bremen gelten andere Corona-Regelungen In Bremen sind die Maßnahmen gegen das Coronavirus auch mit Blick auf Baumärkte etwas abweichend. Dort sind aktuell noch der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Kioske, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel geöffnet. Natürlich müssen die Betreiber auch hier Maßnahmen gegen das Virus ergreifen, damit die gesteigerten hygienischen Anforderungen und die Vermeidung von Warteschlangen in Zeiten von Corona sichergestellt sind. Handwerker oder Dienstleister mit individuellem Kundenverkehr können in beiden Ländern weiterhin ihrer Arbeit nachgehen. Bei der Möglichkeit zu Einzelterminen ist das auch in den Räumen des Anbieters möglich, wenn der Anbieter gewährleisten kann, dass es durch organisierte Terminvergabe zu keinen Ansammlungen von Menschen in dessen Räumen oder vor dessen Tür kommt. Alle Maßnahmen gegen das Coronavirus können nach Bedarf vom jeweiligen Ministerium des Landes verändert und angepasst werden. Rubriklistenbild: © pixabay
Lüneburg/Hannover. Gerade ist der Landkreis Lüneburg der Weisung der Landesregierung gefolgt und hat die Öffnungszeiten der Gastronomien eingeschränkt, da wurde bereits in Hannover entschieden, Speisegaststätten komplett für den Publikumsverkehr zu schließen. Es ist schwer, den Überblick zu behalten. Was ist eigentlich noch erlaubt? Und was verboten? Am 22. März haben die Regierungschefinnen und -chefs der Länder gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den folgenden Beschluss gefasst: „Die rasante Verbreitung des Coronavirus in den vergangenen Tagen in Deutschland ist besorgniserregend. Wir müssen alles dafür tun, um einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dafür ist die Reduzierung von Kontakten entscheidend.“ Bund und Länder haben sich auf eine Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte verständigt. In diesem Artikel schlüsseln wir einmal auf, was die Allgemeinverfügung beinhaltet: Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, sind auch ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Kontakte außerhalb der eigenen Wohnung sind nur erlaubt, wenn in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird. Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind auf höchstens zwei Personen beschränkt. Ausgenommen von dieser Beschränkung sind Angehörige sowie Personen, die in einer gemeinsamen Wohnung leben. Weiterhin zulässig sind: körperliche und sportliche Betätigung im Freien Ausübung beruflicher Tätigkeiten Arztbesuche, medizinische Behandlungen, Blutspenden Besuch von Apotheken, Sanitätshäusern, Optikern, Hörgeräteakustikerin, Drogerien Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs: Lebensmittelhandel, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Großhandel, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Post, Banken, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Waschsalons Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen Betreuung & Versorgung hilfsbedürftiger Personen und Minderjähriger Begleitung Sterbender und Teilnahme an Beerdigungen (jedoch nur im engsten Familienkreis) Wahrnehmung einer seelsorgerischen Betreuung Begleitung und Abholung von Kindern im Rahmen einer Notbetreuung Besuch von Behörden, Gerichten Versorgung, Betreuung oder Ausführung von Haustieren Wahrnehmung der Aufgaben oder des Dienstes des Landtages oder der Landesregierung etc. Was in der Berufswelt erlaubt oder verboten ist: Presse-, Rundfunk- oder andere Medienvertreter dürfen sich zum Zweck der Berichterstattung noch im öffentlichen Raum aufhalten Betreiber von Restaurationsbetrieben, die einen Außer-Haus-Verkauf anbieten, und Betreiber von Verkaufsstellen und Ladengeschäften sind verpflichtet, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden sicherzustellen (eine Person auf 10 Quadratmetern) Weil dieser Mindestabstand hier nicht eingehalten werden kann, wurden alle nicht dringend notwendigen Dienstleistungen folgender Betriebe untersagt: Frisöre, Tattoostudios, Nagelstudios, Kosmetikstudios, Fahrschulen. Physiotherapie-Einrichtungen (bei laufenden Verordnungen dürfen Therapeuten entscheiden, ob eine weitere Behandlung notwendig ist). notwendige Dienstleistungen erbringen Optiker und Hörgeräteakustiker auf Wochenmärkten sind nur Lebensmittel-Verkaufsstände erlaubt (hier gilt ebenso der Mindestabstand) Baumärkte und Gartenfachmärkte dürfen nicht mehr an Privatkunden verkaufen. Zu beruflichen Zwecken sind Zusammenkünfte von mehreren Personen zulässig.
2.666667
Der Bayerischen Fußball-Verband (BFV) will am Freitag über die anstehenden Amateurpartien im Freistaat entscheiden. Weil Vereine Sorgen angesichts der aktuellen Coronavirus-Krise vorgebracht haben, soll dann beschlossen werden, ob und wie die nächsten Spieltage abgehalten werden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sind in Bayern verboten. Während manche kleineren Vereine damit keine Probleme haben, schränkt die Regelung andere ein. Zudem werde das Verbot von lokalen Behörden unterschiedlich interpretiert. "Der BFV erwartet jetzt aber gerade nach den Entwicklungen der letzten 48 Stunden klare Aussagen der Behörden, ob in Bayern noch weiter Fußball gespielt werden kann", hieß es am Donnerstag. Karte zum Artikel Bayerischen Fußball-Verband (BFV), Mußstraße 28 Bamberg, Deutschland Bayerischen Fußball-Verband (BFV), Mußstraße 28 Bamberg, Deutschland
Viele bayerische Unternehmen ächzen unter den mit der Corona-Pandemie einhergehenden Auflagen. Die aktuelle Situation habe wesentlich stärker zugeschlagen als die Finanzkrise 2009, sagte ein Experte aus dem Arbeitsministerium. Der Handelsverband Bayern rechnet derzeit im Einzelhandel - ohne die Lebensmittelgeschäfte - mit Umsatzeinbußen von 185 Millionen Euro pro Tag. Verbandspräsident Ernst Läuger plädierte für einen Steuererlass, um der gebeutelten Wirtschaft unter die Arme zu greifen. "Die beschlossenen Stundungen von Steuern helfen nur kurzfristig." Der Einreisestopp für viele Saisonarbeiter wegen des neuen Coronavirus bereitet den Bauern Sorgen - ihnen fehlen Erntehelfer. Und der deutschen Autoindustrie droht aus Sicht von Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer der Verlust von mehr als 100 000 Arbeitsplätzen. Firmen vor allem aus Bayern beantragen derzeit in großer Zahl die von der Bundesregierung beschlossenen Milliardenhilfen. Bei den zuständigen Stellen seien binnen weniger Tage mindestens 360 000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern eingegangen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage unter den Ländern. Es seien bereits 138,5 Millionen Euro zur Zahlung angewiesen worden. Den Großteil machten demzufolge Zahlungen aus Bayern aus. Über seine Landeshilfen habe der Freistaat bereits gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen, die diese nicht zurückzahlen müssen. Aus dem Arbeitsministerium hieß es, eine genaue Prognose über die Entwicklung der Arbeitslosen- und Kurzarbeiterzahlen in den nächsten Monaten sei derzeit nicht möglich. Sicher sei aber, dass sich die Kurzarbeit massiv erhöhen werde. Auch von steigenden Arbeitslosenzahlen sei auszugehen. "Die Lage ist momentan extrem schwierig. Alles hängt von der Länge der Pandemie und der Wirkung der notwendigen Maßnahmen zu deren Eindämmung ab", sagte der Fachmann. Obwohl die Umsätze der Einzelhändler massiv eingebrochen sind, hat der Handelsverband für die Maßnahmen der Politik Verständnis. "Wir stehen als Einzelhandelsverband voll und ganz hinter den Entscheidungen", sagte Verbandspräsident Läuger dem "Münchner Merkur" (Samstag). Seit dem 18. März sind viele Geschäfte wegen der Corona-Krise geschlossen. Nicht alle Hilfsmaßnahmen greifen Läuger zufolge wie gewünscht: "Wir bekommen von Händlern gemeldet, dass die Hürden bei Krediten, für die der Staat bürgt, so hoch sind, dass sie in den kommenden vier Wochen nicht zum Greifen kommen." Seiner Einschätzung nach werden in Bayern im April 180 000 Beschäftigte in Kurzarbeit gehen. Die Zahlen für März, die die Regionaldirektion der Bundesagentur am Dienstag (31. März) veröffentlichen wird, werden nicht die aktuelle Situation des Arbeitsmarkts widerspiegeln: Der Stichtag für die Berechnung, der 12. März, habe vor den von Bund und Freistaat verhängten Ausgangsbeschränkungen sowie Betriebs- und Schulschließungen gelegen, so der Fachmann aus dem Arbeitsministerium. Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung eines Wissenschaftlers von der Technischen Universität München die Verbraucher stärker an regionale Händler binden. "Mittelfristig ist davon auszugehen, dass diese globale Krise ein stärkeres Rückbesinnen auf regionale Angebote bewirken wird", sagte Betriebswirtschaftler Alexander Hübner der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Davon werden vor allem die kleinen lokalen Betriebe profitieren." Der Einreisestopp für Saisonarbeiter bereitet den Hopfenbauern Sorgen. Aktuell müssten auf den Feldern die Drähte gespannt werden, an denen sich die Hopfenpflanzen hinaufranken können, sagte Lukas Raith, Geschäftsführer beim Hopfenring in Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) in der Hallertau. Die Region an der Grenze zwischen Oberbayern und Niederbayern gilt als das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. "Die Situation ist sehr schwierig." Auch Spargelbauern und Co. fürchten um ihre Saisonkräfte. Am Freitag hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Ausländerbehörden im Freistaat aufgefordert, Asylbewerbern Beschäftigungserlaubnisse zu erteilen, um Landwirten in der Corona-Krise zu helfen. Karte zum Artikel Bayerisches Arbeitsministerium München, Deutschland Bayerisches Arbeitsministerium München, Deutschland
1.666667
„Actemra“ basiert auf dem Antikörper „Tocilizumab“. „Derzeit gibt es keine klinische Evidenz für die Sicherheit oder Wirksamkeit von Tocilizumab (Actemra) bei der Behandlung von Covid-19“, sagt Gaber. Das genannte Mittel ist am Dienstag im siebten aktualisierten Diagnose- und Behandlungsplan für Covid-19 aufgenommen worden, welcher von der „China National Health Commission“ (NHC) herausgegeben wurde. Während es gegenwärtig also noch keine Medikamente zur Behandlung von menschlichen Coronaviren gibt, unterstütze Roche in diesem Zusammenhang die Weltgesundheitsorganisation WHO und andere relevante Interessengruppen aber mit Fachwissen und Einschätzungen, hält Gaber fest und ergänzt: „Mit unseren Diagnostik-Lösungen leisten wir außerdem einen wichtigen Beitrag bei der Diagnose der Erkrankung.“
Rom. "Das dürfte viele Eltern und Grosseltern beruhigen. Das Coronavirus an sich scheint derzeit kein Problem von Kindern zu sein", sagte Villani bei einer Pressekonferenz des Zivilschutzes in Rom. Insgesamt gibt es in Italien Zehntausende Infizierte und Tausende Tote. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte mehrfach betont, dass es bei Kindern nur extrem selten zu schweren Verläufen komme. Kinder steckten sich meist bei Erwachsenen an, Erwachsene hingegen selten bei Kindern, hiess es zudem. Das ist ein grosser Unterschied zur saisonalen Grippe, bei der Kinder ein Treiber der Ansteckungswelle sein können. Warum Kinder kaum an Covid-19 erkranken, ist bisher unklar. (sda/dpa)
1
Beim Blick auf die Einkommensverteilung gibt es nach wie vor recht große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. (Grafik: stock.adobe) Jetzt teilen: Jetzt teilen: DÜSSELDORF - Trotz einiger Fortschritte in Sachen Gleichstellung verdienen berufstätige Frauen in Deutschland weiterhin im Durchschnitt weniger als ihre männlichen Kollegen. Die wirtschaftliche Situation von Frauen ist immer noch oft schlechter als die von Männern. Das hat das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in seinem aktuellen Datenreport festgestellt. So lag zum Beispiel die Erwerbstätigenquote bei Frauen im Jahr 2018 bei 72 Prozent, bei den Männern betrug sie knapp 80 Prozent. Im Jahr 1991 hatte die Differenz noch 26 Prozentpunkte betragen. Durchschnittlicher Stundenverdienst von Männern und Frauen im Vergleich – Entwicklung seit 2006 Ein wesentlicher Grund für die Unterschiede ist den Angaben zufolge die ungleiche Aufteilung der unbezahlten Arbeit in Familie und Haushalt - etwa für Kinderbetreuung und Pflege. Bei Frauen macht die unbezahlte Arbeit den aktuellen Zahlen zufolge 45 Prozent ihrer Gesamtarbeitszeit aus. Bei Männern sind es nur 28 Prozent. Dieser Inhalt stammt aus einer externen Quelle, der Sie aktiv zugestimmt haben. Ihre Zustimmung ist 24 Stunden gültig. Sollten Sie Ihre Zustimmung vorher widerrufen möchten, können Sie dies jederzeit über den Cookie-Widerruf anpassen. Um Familie und Erwerbsarbeit unter einen Hut zu bringen, arbeiten Frauen statistisch gesehen gut viermal so häufig in Teilzeit wie Männer. Von den Beschäftigten, die ausschließlich einen Minijob haben, sind 62 Prozent weiblich. Durchschnittliche Wochenarbeitszeiten von Männern und Frauen Eine weitere Ursache für den Verdienstrückstand sind nach Angaben der WSI-Wissenschaftler sehr stabile geschlechtsspezifische Präferenzen bei der Berufswahl. So übten Frauen nach wie vor "typisch weibliche" Berufe aus, etwa im Pflege- und Gesundheitsbereich, die meist schlechter bezahlt werden als technische Berufe, in denen Männer dominieren. 25 Prozent der weiblichen Beschäftigten mit Vollzeitstelle verdienten weniger als 2.000 Euro brutto im Monat, bei den Männern seien es 14 Prozent. Abstand der Erwerbstätigenquote Noch gravierender ist die Lücke bei der Absicherung im Alter: Nimmt man gesetzliche Rente, betriebliche und private Alterssicherung zusammen, beziehen Frauen nach der WSI-Studie durchschnittlich ein um 53 Prozent niedrigeres Alterseinkommen als Männer. Anfang der 90er Jahre lag die Differenz sogar noch bei 69 Prozent. "Diese Entwicklung zeigt beispielhaft: Der Rückstand der Frauen wird in wichtigen Bereichen kleiner", sagte die WSI-Forscherin Karin Schulze Buschoff. "Aber Fortschritte bei der Gleichstellung vollziehen sich meist sehr langsam." Erwerbstätigenquote der 15- bis unter 65-Jährigen Höchster Schulabschluss nach Geschlecht
Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist weiter deutlich gestiegen. Sie lag laut einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Jahr 2018 bei 72 Prozent, acht Prozentpunkte unter der der Männer. Im Jahr 1991 hatte der Unterschied zwischen Männern und Frauen noch 26 Prozentpunkte betragen. Trotz Fortschritten in Sachen Gleichstellung verdienen berufstätige Frauen aber in Deutschland weiterhin im Durchschnitt weniger. Ein Grund für die Unterschiede ist den Angaben zufolge die ungleiche Aufteilung der unbezahlten Arbeit in Familie und Haushalt - etwa für Kinderbetreuung und Pflege. Aus diesem Grund gehen Frauen statistisch gesehen gut viermal so häufig in Teilzeit wie Männer.
4
Isolierung von Risikopersonen, Tragpflicht von Schutzmasken, strenge Einreisekontrollen: Die SVP fordert den Bund auf, seine Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus ab Mitte April zu ändern. Ansonsten wären die wirtschaftlichen Schäden nur schwer reparierbar. Die vom Bund via Notrecht bis zum 19. April 2020 getroffenen Massnahmen schützten die gefährdeten Bevölkerungsgruppen, attestiert die SVP in einem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier, das die Fraktion einstimmig verabschiedet hat. Danach brauche es aber einen neuen wirtschafts- und gesundheitspolitischen Weg. Sonst drohten Massenarbeitslosigkeit und Firmenzusammenbrüche. Die SVP schlägt vor, dass sich besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen bis zur Eindämmung des Virus so weit wie möglich isolieren sollten. Der verstärkte Grenzschutz sei aufrechtzuerhalten. Einwanderer und Einreisende aus Risikogebieten seien ebenso abzuweisen wie Personen, die nicht zweifelsfrei nachweisen könnten, dass sie frei vom Coronavirus seien. Daneben fordert die SVP die Einführung einer allgemeinen Tragepflicht von Schutzmasken, «wo ein Kontakt zwischen Menschen stattfindet». Die nicht gefährdete Bevölkerung soll so wieder arbeiten dürfen. Ab sofort müsse der Bund die «Mängel in der Krisenvorsorge» sofort beheben, schreibt die Fraktion weiter. Dies gelte vor allem für die Beschaffung von Schutzmasken und -kleidung, von Tests sowie von Beatmungsgeräten. Dieser Forderung sei höchste Priorität einzuräumen.
Interview «Die Massnahmen reichen nicht.» Ein Professor kritisiert die Strategie der Schweiz gegen das Coronavirus Professor Richard Neher fordert ein rigoroseres Vorgehen des Bundes gegen die Ausbreitung des Virus. Richard Neher, Professor für Biophysik am Bioinstitut der Universität Basel. Universität Basel NZZ am Sonntag: Der Bund will die ältere Bevölkerungsgruppe vor dem Coronavirus schützen. Sie ist gesundheitlich besonders gefährdet. Für den Rest gilt Eigenverantwortung bei einer möglichen Ansteckung. Reicht das, um die Verbreitung einzudämmen?
3
Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch POL-DEL: Landkreis Oldenburg: Pkw nach Verkehrsunfall in Sage zurückgelassen +++ Zeugen gesucht Delmenhorst (ots) Die Polizei Großenkneten sucht nach Zeugen, die Angaben zu einem Verkehrsunfall machen können, der sich am Dienstag, 28. Januar 2020, gegen 21:05 Uhr, in Sage ereignet hat. Der Fahrer eines schwarzen BMWs der 7er-Reihe befuhr die Straße Sager Esch in Richtung Großenkneten und kam aus bislang ungeklärter Ursache kurz nach dem Ortsausgang Sage nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte hier mit einem Straßenbaum. Anschließend ließ der Verursacher seinen verunfallten Pkw zurück und entfernte sich vom Unfallort. Einige Zeit später meldete sich der vermeintliche Unfallverursacher telefonisch und gab an, zum Unfallzeitpunkt der verantwortliche Fahrer gewesen zu sein und schilderte den Unfallhergang. Zeugen, die Angaben zum Unfallverursacher oder zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04435/91919-0 zu melden (00124041). Rückfragen bitte an: Daniela Seeger Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch Pressestelle Telefon: 04221-1559104 E-Mail: pressestelle@pi-del.polizei.niedersachsen.de Internet: www.polizei-delmenhorst.de Original-Content von: Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch, übermittelt durch news aktuell
Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch POL-DEL: Stadt Delmenhorst: Einbruch in Räumlichkeiten eines Tennis Clubs +++ Zeugen gesucht Delmenhorst (ots) Bislang unbekannte Täter drangen in der Nacht zu Sonntag, 23. Februar 2020, gewaltsam in den Gastronomiebereich eines Tennis Clubs in der Lethestraße ein. Sie warfen mit einem Stein eine Fensterscheibe im rückwärtigen Bereich ein und hebelten die Tür zur Gaststätte auf. Ob sie Diebesgut erbeuten konnten, ist derzeit unbekannt. Der Sachschaden wurde auf etwa 800 Euro geschätzt. Zeugen, die Angaben zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Delmenhorst unter der Telefonnummer 04221/1559-0 zu melden (0023415). Rückfragen bitte an: Daniela Seeger Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch Pressestelle Telefon: 04221-1559104 E-Mail: pressestelle@pi-del.polizei.niedersachsen.de Internet: www.polizei-delmenhorst.de Original-Content von: Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch, übermittelt durch news aktuell
2
Landesmedienanstalt bittet Söder um Hilfe München (dpa/lby) - Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Corona-Krise um Hilfe für den privaten Lokalfunk gebeten. Vor dem Hintergrund wegbrechender Werbeeinnahmen und erschwerter Arbeitsbedingungen gelte es, „die Handlungsfähigkeit der lokalen Redaktionen in Bayern aufrecht zu erhalten und die Vielfalt unserer Rundfunklandschaft in Bayern auch für die Zukunft zu sichern“, teilte BLM-Präsident Siegfried Schneider am Dienstag mit. Einer der Vorschläge der BLM: Radio-Anbieter dürfen die nötigen Frequenzen zur Verbreitung ihrer Sendungen vorübergehend vergünstigt nutzen. Für lokale Fernsehsender, die keine Gewinne erzielen dürfen und daher kaum Rücklagen haben, sind aus Schneiders Sicht Soforthilfemaßnahmen nötig. Auch die BLM selbst will ihren Mitgliedern nach eigenen Angaben sowohl finanziell als auch mit Erleichterungen helfen, beispielsweise bei Kooperationswünschen und Sendungsverlegungen. Die BLM ist eine von 14 deutschen Landesmedienanstalten und beaufsichtigt das private Rundfunkangebot in Bayern.
Viel Prominenz bei Söders Neujahrsempfang in der Residenz München (dpa/lby) - Es war einer der Höhepunkte zum Auftakt des politisch-gesellschaftlichen Jahres in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Freitagabend wieder zum traditionellen Neujahrsempfang in die Münchner Residenz geladen - zum zweiten Mal nach seinem Amtsantritt im März 2018. Erwartet wurden bis zu 1800 Gäste. Darunter waren Minister und Abgeordnete aus Bund und Land sowie viele Prominente aus Politik, Kultur, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. Zu Beginn gab es wieder ein Defilee: Wer Geduld mitbrachte, konnte sich in eine lange Schlange einreihen, um dem Regierungschef und seiner Frau persönlich die Hand zu schütteln.
1
In welchen Städten und Gemeinden im Kreis Olpe leben die meisten Infizierten? Unsere Karte gibt einen aktuellen Überblick. Das Coronavirus breitet sich weiter im Kreis Olpe aus. Bei mittlerweile 127 Personen im Kreis (Stand Montag 30. März) wurde das Coronavirus nachgewiesen. Zudem stehen immer noch hunderte Testergebnisse aus, daher kann es auch in den nächsten Tagen noch einmal einen Anstieg geben. Auf unserer Karte lässt sich nachvollziehen, in welchen Städten und Gemeinden die Fälle vom Kreis Olpe bestätigt worden sind. Grundlage sind die Daten der Kreisverwaltung. So verteilt sich die Zahl der Corona-Fälle im Kreis Olpe Ein Blick in den Kreis zeigt, dass sich die Corona-Fälle (Stand Montag, 30. März) recht ungleich verteilen. Die meisten bestätigten Infektionen (28) wurden in der Gemeinde Lennestadt registriert. In Finnentrop waren es 26 Fälle. In Attendorn meldet der Kreis 18 bestätigte Fälle. In der Stadt Olpe waren es 15, in Kirchhundem 13, in Drolshagen 13 und in Wenden 14. Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Kreis Olpe finden Sie in unserem Newsblog.
Die Polizei im Kreis Olpe führt Geschwindigkeitskontrollen durch. Polizei Blitzer im Kreis Olpe: Hier müssen Autofahrer aufpassen Kreis Olpe. Die Polizei überwacht die Geschwindigkeit auf den Straßen im Kreis Olpe. Wo in den nächsten Tagen geblitzt werden sollen, zeigt der Überblick. Inhalt ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN > Vorherige Seite Nächste Seite Blitzer im Kreis Olpe: Hier müssen Autofahrer aufpassen Die Polizei im Kreis Olpe weist darauf hin, dass auch in den kommenden Tagen wieder zahlreiche Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Die Messungen erfolgen insbesondere an unfallkritischen Stellen, Kindergärten, Bushaltestellen sowie Senioren- und Behindertenheimen. Überwacht wird das Tempo der Verkehrsteilnehmer unter anderem an folgenden Stellen: Freitag, 17. Januar: Drolshagen, L 351 Drolshagen, L 351 Samstag, 18. Januar: Kirchhundem, Welschen-Ennest. Kirchhundem, Welschen-Ennest. Sonntag, 19. Januar: Finnentrop, L 880. Finnentrop, L 880. Montag, 20. Januar: Kirchhundem, L 728 Kirchhundem, L 728 Dienstag, 21. Januar: Drolshagen, Schreibershof Drolshagen, Schreibershof Mittwoch, 22. Januar: Finnentrop, Ortsbereich Finnentrop, Ortsbereich Donnerstag, 23. Januar: Attendorn, L 880 Attendorn, L 880 Freitag, 24. Januar: Olpe, Siegener Straße Olpe, Siegener Straße Samstag, 25. Januar: Wenden, K 1 Wenden, K 1 Sonntag, 26. Januar: Lennestadt, Grevenbrück Weitere Kontrollen können andernorts auch ohne Ankündigung erfolgen. Eine Änderung der oben genannten Planung aus unvorhersehbaren organisatorischen oder örtlichen Gründen (zum Beispiel technische Probleme, widrige Witterung oder Personalausfall) bleibt vorbehalten. Es besteht kein Anspruch auf Durchführung der geplanten Messungen.
1
Momentan unterrichten über 8.000 Lehrer ohne abgeschlossene Lehrerausbildung in Österreich, „ohne sie stünde unser Bildungssystem schon vor dem Kollaps“, sagt Paul Kimberger, Vorsitzender der Gewerkschaft für Pflichtschullehrer. Angestellt werden die Lehrkräfte mittels Sondervertrag. Besonders hoch ist die Zahl im Pflichtschulbereich in Wien – sie liegt bei 12,1 Prozent, das sind 1.830 Stellen. „Ich bin seit 2012 Direktorin, damals gab es hier zwei Lehrkräfte im Sondervertrag. Aktuell sind es sechs“, erzählt die Direktorin. Martin Netzer, Generalsekretär des Bildungsministeriums, relativiert diese Zahlen gegenüber dem KURIER: „ Sonderverträge sind ein wichtiges Werkzeug für uns, vor allem in technisch-gewerblichen Schulen. Quereinsteiger sind sehr wertvoll. Außerdem gibt es große regionale Unterschiede beim Lehrerbedarf, wir müssen ein flexibles System schaffen. Dass die Qualität gefährdet ist, sehen wir nicht“. Ein Problem sei die Erwartung an den Job. Dass der Lehrerberuf nicht nur aus dem Unterrichten an sich bestehe, sei vielen nicht bewusst, so Poppe. „Da gibt es ganz viele organisatorische Dinge nebenbei. Wir alle sind verantwortlich, dass der gesamte Schulbetrieb funktioniert“, schildert die Direktorin. „Der ganze Sonntag ist bei mir immer eingeplant zur Vorbereitung“, schildert der junge Lehrer, Dominik B.
von Josef Ertl Paul Kimberger (53) ist oberster Pflichtschullehrervertreter Österreichs und Obmann des 14.000 Mitglieder starken Christlichen Lehrervereins (CLV) in Oberösterreich. KURIER: Gibt es den immer wieder behaupteten Lehrermangel? Paul Kimberger: Ja, den gibt es, er wird uns noch große Probleme machen. In den nächsten zehn Jahren werden rund 50 Prozent der österreichischen Lehrerinnen und Lehrer in Pension gehen, das sind ca. 60.000. In Oberösterreich sind es rund 12.000. Die Ausbildung ist aber verlängert worden, man braucht jetzt den Bachelor und den Master. Wir haben jetzt schon Probleme, die flächendeckende Versorgung in ganz Österreich sicherzustellen. Wir müssen Leute mit Sonderverträgen für die Schulen engagieren, die entweder keine Ausbildung haben oder sie haben sie noch nicht abgeschlossen haben. Oder sie sind Quereinsteiger. In Wien sind das schon mehr als 2000. Wir brauchen dringend eine Korrektur der Lehrerausbildung. Die Studierendenzahlen sinken dramatisch, der Dropout ist mit mehr als 60 Prozent extrem hoch. Wir müssen vom achtsemestrigen Bachelor dringend zum sechssemestrigen zurück. Ab dem ersten Studientag sollten die Studenten Erfahrung in der Praxis machen. Und nicht erst nach dem Abschluss des Studiums, wie das jetzt der Fall ist. Die Studenten müssen sofort in die Schulen, damit sie sehen, ob der Beruf für sie geeignet ist. Dann bekommen wir die richtige Selektion. Ohne Quereinsteiger, ohne attraktive Angebote, ohne Verbesserung der Rahmenbedingungen sind die Zahlen nicht zu erreichen, die wir an jungen Lehrerinnen und Lehrer brauchen würden. Sie haben massiven Widerstand gegen jene App angekündigt, mit der die Leistung der Lehrer bewertet werden soll. Wir gehen inzwischen den Rechtsweg, wir haben Musterklagen eingebracht. Es gibt erhebliche Skepsis über die Qualität der App, über die Frage der Sicherheit und über die Frage der Anonymität. Wir sollten uns als Gesellschaft Gedanken machen, ob wir alles und jeden in so ein simples Schema hineinpressen. Man kann jeden Menschen mit Sternchen bewerten, aber das Ganze ist wesentlich komplexer, weil es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Schulbildung ist etwas anderes als eine Pizzabestellung. Wir brauchen andere Formen der Bewertung als ein Sternchenapp. Die Landesschulratspräsidenten sind abgeschafft worden, sie sind durch beamtete Bildungsdirektoren ersetzt worden. War das eine Schnapsidee? Es hätte meiner Meinung nach bessere Lösungen gegeben. Man muss gewisse Dinge weiterentwickeln, das hätte mit den Landesschulräten gemacht werden können. Mich stört an der Reform die extreme Zentralisierung in Wien. Ich bin ein Anhänger der Subsidiarität und der Autonomie. Es sollten möglichst viele Entscheidungen an den Schulstandorten fallen, man sollte stärker auf die Expertise der Lehrerinnen und Lehrer setzen. Ich habe Verständnis dafür, dass so ein Veränderungsprozess Zeit braucht. Die Leute in den Bildungsdirektionen tun, was sie können, aber die negativen Phänomene schlagen massiv in die Schulen hinein. Sie machen sich bemerkbar in Frustrationen der Schulleiter, weil sich die Zuständigkeiten völlig verändert haben. Wer ist der Ansprechpartner direkt vor Ort? Abläufe wurden vollkommen verändert. den Schulen ist das Backoffice abhanden gekommen. In den Schulen sind jeden Tag Entscheidungen zu treffen. Das geht es um Noten, um Fragen des sonderpädagogischen Förderbedarfs, um Entscheidungen im Bereich der Schulgesetze.
2.666667