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|---|---|---|---|
ab | li | Da bist du, Mama! | Rakete gezündet! |
ab | li | (TV) und Würdigung außerordentlicher Verdienste beim Aufbau... und bei der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaftsordnung. | Ich stellte mir vor, wie ich zum Wohle der Menschheit den Kosmos erforsche, auf unseren Planeten herunterblicke und stolz meiner Mutter zuwinke. |
ab | li | (Klopfen) | - Doch, Brüderchen. |
ab | li | (Klopfen) Was? | - Der hat heute Bereitschaftsdienst. |
ab | li | Der hat heute Bereitschaftsdienst. | Punkt. - Das ist gut. Lhr seid nicht unten? |
ab | li | Punkt. | Kenn ja keinen. |
ab | li | Läuft schon. Ist ja nicht zu überhören! | - Mama, merkst du nicht, was da passiert? |
ab | li | Wo ist Paula? Schläft die schon wieder? | Es wird sich nischt ändern, wenn alle abhauen. |
ab | li | Aus'm Palast? Da kannst du aber mit der Lupe suchen. | Es kann ja nicht möglich sein, dass die etwas kräftigeren... |
ab | li | Ich weiß gar nicht, ob ich da hingehe. | Arbeiter und Bäuerinnen... durch unsere Modekombinate... noch im 40. |
ab | li | Kenn ja keinen. | Mit sozialistischem Gruß... |
ab | li | Leider kamen die Wiederbelebungsmaßnahmen sehr spät. | Hörst du mich, Mama? |
ab | li | Wann kann man mit ihr sprechen? Alex, Mama liegt im Koma! Wir wissen noch gar nicht, ob Ihre Mutter jemals wieder aufwacht. | In ihrem nicht enden wollenden Schlaf... kreiste sie wie ein Satellit um das menschliche Treiben... auf unserem kleinen Planeten und in unserer noch kleineren Republik. |
ab | li | Ihr Schlaf verdunkelte den Abgang des werten Genossen Erich Honecker, | Und wie einige Genossen pflichtbewusst uns Arbeiter und Bauern schützten. |
ab | li | Heute Abend ist die Mauer gefallen. (Gesang) Einigkeit und Recht und Freiheit... | Mutters tiefe Ohnmacht erlaubte ihr nicht, an den ersten freien Wahlen teilzunehmen. |
ab | li | Mutter verschlief ein klassisches Konzert vor dem Rathaus Schöneberg. | Helmut! Helmut! Helmut! |
ab | li | Natürlich entgingen ihr auch meine ersten kulturellen Entdeckungen... in einem neuen Land. | ...und Rainers Begeisterung für die Sitten und Gebräuche des Morgenlandes. |
ab | li | 'Tschuldigung. 'tschuldigung. Mutters tiefe Ohnmacht erlaubte ihr nicht, an den ersten freien Wahlen teilzunehmen. | In ihre Nacht drang nicht die große hormonelle Verzückung, in die ich beim Anblick einiger schöner Beine geraten war. |
ab | li | Ihr entging die zunehmende Verwestlichung unserer 79-m2-Plattenbauwohnung... | Da bist du ja wieder. - Hallo. |
ab | li | Der alte Krempel mit dem roten Punkt drauf kommt runter auf den Sperrmüll, ja? | Ich hab mir Sorgen um dich gemacht. |
ab | li | Mutter verschlief den Siegeszug des Kapitalismus. | Lhr Schlaf ignorierte, wie Helden der Arbeit arbeitslos wurden. |
ab | li | Und die Terminkoordination meiner Besuche im Krankenhaus. | Ich war der Letzte und ich machte das Licht aus. Dann kam der Aufschwung. Im Ost-West-Team praktizierte ich die Wiedervereinigung. |
ab | li | Findest du nicht auch, dass sie ein wunderschönes Lächeln hat? | Hallo, Mama. Dr. Wagner sagte, wir sollen mit dir sprechen. |
ab | li | Ihr Schlaf ignorierte, wie Helden der Arbeit arbeitslos wurden. | Es ist jetzt... 5 Uhr. Da sind die meisten Ärzte schon weg und du hast endlich deine Ruhe. |
ab | li | Ich War der Letzte und ich machte das Licht aus. | Könntest du sie sehen, würdest du bestimmt aufwachen. |
ab | li | Sie kümmert sich gerade um Paula. Die kriegt Zähne und schreit viel. | Der Wind der Veränderung blies bis in die Ruinen unserer Republik. |
ab | li | Mutter verschlief meine unaufhaltsamen Fortschritte bei Lara. | Der Sommer kam und Berlin war der schönste Platz auf Erden. |
ab | li | Laut hier! | Hat sich nie mehr gemeldet. |
ab | li | Der Sommer kam und Berlin War der schönste Platz auf Erden. Wir hatten das Gefühl, im Mittelpunkt der Welt zu stehen. | Die Zukunft lag in unseren Händen, ungewiss und verheißungsvoll. |
ab | li | Er ist in den Westen abgehauen. | Dann hätten wir was! Guten Tag. |
ab | li | (romantische Musik) | Auf die Fußball-WM! Auf uns! |
ab | li | Die Zukunft lag in unseren Händen, ungewiss und verheißungsvoll. | Unterm selben Label, versteht sich. Pass mal auf, ich zeig dir mal was. Pass mal auf, ich zeig dir mal was. |
ab | li | Im Moment läuft das noch so 'n bisschen nebenbei. | Die Torte ist quasi das Raumschiff. |
ab | li | Und später mal... da mach ich mal so richtige Spielfilme. | Haste's jetzt erkannt? Ja? - Genial. |
ab | li | So, nun lacht alle mal ganz schön. | Es gibt Fälle, da erkannten Patienten ihre eigenen Kinder nicht wieder. Amnesie. Gedächtnisverlust. |
ab | li | Hörst du mich? | Jedwede Aufregung. |
ab | li | Das Erwachen Ihrer Mutter ist ein Wunder. | Und das hier? Ist das kein Grund zur Aufregung? |
ab | li | Ich kann Ihnen kaum Hoffnungen machen, dass sie die nächsten Wochen überlebt. | Das ist normal so. Das kommt schon wieder. Du musst nur Geduld haben. |
ab | li | Können wir sie denn... mit nach Hause nehmen? | Und... da war so 'ne Riesenschlange vor der Kaufhalle. Und dann war's so heiß, da bist du einfach umgekippt. |
ab | li | Sie ist hier viel besser aufgehoben. Es ist auch einfacher für Sie. | Es war ein ganz besonders heißer Oktober. |
ab | li | Einen zweiten lnfarkt übersteht sie nicht. | Damals. Ja. |
ab | li | Hier erfährt sie alles sofort. | Mama ist todkrank! |
ab | li | Vor 8 Monaten. | So, der ganze Krempel muss hier raus. |
ab | li | Und dann war's so heiß, da bist du einfach umgekippt. | Lm Osten wartest du 10 Jahre auf 'nen Telefonanschluss! - Aber... |
ab | li | Es war ein ganz besonders heißer Oktober. | Der Arzt sagte, sie soll im Bett liegen, ja? Gut. |
ab | li | Ich verspreche dir das. | Dass du dein Studium geschmissen hast, weil du jetzt Hamburger verkaufst? |
ab | li | Hier hört sie sofort, was draußen los ist. | - Scheiße. Real existierende. |
ab | li | 47 Mark 80! | Mein Leben veränderte sich gewaltig. |
ab | li | Das reicht im Westen nicht mal für 'ne Telefonrechnung! | Mein Leben veränderte sich gewaltig. |
ab | li | Der Arzt sagte, sie soll im Bett liegen, ja? | - Das ist aus der Altkleidersammlung. Was schnüffelst du in meinem Schrank? |
ab | li | Es geht also nur um dieses eine Zimmer. | Wie läufst du überhaupt rum? |
ab | li | Bis es ihr wieder besser geht. Der Arzt sagte, Mama wird wohl... | Wär schön, wenn du mal mitdenken würdest. |
ab | li | "Guten Appetit und danke, dass Sie sich für Burger King entschieden haben." | Sie wissen ja, was ich davon halte. Wo ist eigentlich der letzte Arzt? |
ab | li | Und der Tag, an dem Mutter nach Hause kam, rollte mit der Unerbittlichkeit eines tonnenschweren russischen Panzers heran. | Den bestraft das Leben. - Entschuldigung! Können Sie das Radio bitte leiser stellen? |
ab | li | Wär schön, wenn du mal mitdenken würdest. | Willst du uns nicht vorstellen? |
ab | li | Wagner ging nach Düsseldorf. Verstehe. | Hallo, Christiane! |
ab | li | Wann hauen Sie ab? | Alex! Was ist denn los? |
ab | li | Die Krankengymnastin ist auch noch da. Einer ist immer bei ihr. | Schön, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist. |
ab | li | Lassen Sie mich mal vorbei? | Es tut mir Leid, dass ich euch so viel Arbeit mache. |
ab | li | Alex! Was ist denn los? | Das macht doch nichts. |
ab | li | Hat sich ja gar nichts verändert hier. | Ich geh noch kurz was einkaufen, aber Ariane ist noch da. |
ab | li | Und du hast von der Schule erzählt und von Sigmund Jähn. | Getauscht wurde 2:1. Deutschland gewann 1:0! Unhaltbar! |
ab | li | Ich geb mir Mühe. | Spreewaldgurken? - Auch nich. Junge, wo lebst du? |
ab | li | Ich geh noch kurz was einkaufen, aber Ariane ist noch da. | Über Nacht wurde unsere graue Kaufhalle zu einem bunten Waren-Paradies. |
ab | li | (Gesang) So ein Tag, so wunderschön... | Ich wollte Rainer heut Mama vorstellen. |
ab | li | Getauscht wurde 2:1. | Später. |
ab | li | Deutschland führt 1:0 durch Matthäus! | Vielleicht hast du ja Recht. |
ab | li | Und da kommst du mir mit Mocca Fix und Filinchen? | - Mama. Nein, wirklich. |
ab | li | Die sind aus Holland. | Warum soll ich... denn nicht Fernsehen gucken können? |
ab | li | Tag, Herr Ganske. | Mama, wir müssen was mit dir besprechen. |
ab | li | Tut mir leid, junger Mann. Ich bin selbst arbeitslos. 'n leeres Glas tut's auch! | Und da wär's einfach besser, wenn... wenn du das hier unterschreibst. |
ab | li | Später. | Na gut. |
ab | li | Wir wollen sie mal nicht überfordern. Hm. | Es sollte eigentlich 'ne Überraschung werden, aber... |
ab | li | Ihr verheimlicht mir doch irgendwas. | Wie jedes Jahr. Mit der Hausgemeinschaft. |
ab | li | Wir können unseren Trabant abholen. | Beim Ungarn-Urlaub. |
ab | li | Wir feiern doch bald deinen Geburtstag. | Wahnsinn! Das funktioniert! |
ab | li | Wie jedes Jahr. | - Wahnsinn! |
ab | li | Mit der Hausgemeinschaft. Wir haben ihn doch immer gefeiert. | Globus grüne Erbsen! |
ab | li | Globus grüne Erbsen! | Ich geh zu Pollnicks. |
ab | li | Krieg ich die? | So altes Ost-Fernsehzeug auf Video. |
ab | li | Ja, Houston, wir haben ein Problem. | Und unsere 20 Mark? |
ab | li | (Deutsche Nationalhymne erklingt) | - Erst die Arbeit. Die ersten Gäste waren eingeladen. |
ab | li | Sind das Gurken aus'm Spreewald? | Ich hab deine Mutter bewundert. Sie war eine hervorragende Pädagogin. |
ab | li | Merkt sie doch. Ach, war doch immer derselbe Quatsch! | Seit dein Vater... |
ab | li | Woher soll ich die Videos kriegen? Ich hab nicht mal 'n Rekorder. Schlimm genug. | lhr Idealismus in Ehren, aber... im Schulalltag, da... kann das manchmal problematisch werden. |
ab | li | Sind die Kreuzworträtsel schon ausgefüllt? | Und bei den Pionieren warst du Gruppenratsvorsitzender. |
ab | li | Unberührt wie Jungfrau. | - Was? Gruppenratsvorsitzender. |
ab | li | Super. Nehm ich alle. | - Mir reicht's! |
ab | li | Das Fernsehballett setzen sie auch ab. | Alles überspielt. |
ab | li | Erst die Arbeit. | Wir haben die Fußball-WM. |
ab | li | Die ersten Gäste Waren eingeladen. | Ein Geschenk! |
ab | li | Andere mussten erst noch überzeugt werden. | Es gibt keine bessere Zeit, den Osten mit SAT-Anlagen zu versorgen. |
ab | li | Einst Schulleiter und verdienter Lehrer des Volkes. | Was war das? |
ab | li | Ihr Idealismus in Ehren, aber... im Schulalltag, da... kann das manchmal problematisch werden. | Morgen, Alex. Is' schon so weit? |
ab | li | Ich steck meine Tochter nicht mehr in Windeln aus Plastik. | Während sich viele schon lautstark für die Meister von morgen hielten, |
ab | li | Kommen wir zur Phase 3... | Danke. Danke, Kinder. |
ab | li | Was war das? | Ja. |
ab | li | Chip-Macht DDR. Auslandspresse würdigt Leistungen... | Und... ich möchte dir... im Namen der Parteileitung... alles Gute wünschen. |
ab | li | Ich weiß nicht. | Das ist lieb von euch. |
ab | li | (lallt) Morgen, Alex. ls' schon so weit? | Rosenthaler Kadarka... Mocca Fix Gold... |
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