Datasets:

file name
stringlengths
12
12
text
stringlengths
1
33k
wc
listlengths
0
5.17k
ppn
stringlengths
9
12
language
stringlengths
2
2
language_confidence
float64
0.12
1
publisher
stringlengths
2
88
place
stringlengths
3
27
date
stringlengths
4
4
title
stringlengths
1
975
aut
stringlengths
2
54
00000382.xml
610 Verwaltung 5. Die Verwaltung dieses Fonds führt das Konsistorium. Das selbe stellt die Voranschläge ans und besorgt die Fondsrechnung; die Festsetzung dieser Voranschläge und Rechnungen erfolgt durch die Bc- zirkssynode nach Maßgabe der im Einverständnis mit der Bezirks synode festzustellcnden Verwaltnngsordnung. Eine vorläufig geltende Verwaltungsordnung, sowohl für diesen, als den Central-Witwen- und Waisenfonds der Geistlichen, wurde unterm 18. Februar 1880 vom Konsistorium mit dem Bezirkssynodal ausschuß vereinbart und hiernach verfahren. Die Kassen- und Rechnungsführung des Centralkirchenfonds ist dadurch der Rcgicrnngshanptkassc zu Wiesbaden übertragen und diese hat mit Einziehung der Einnahmen und Auszahlung der Ausgaben des Fonds die Domänen-Rentäinter, beziehungsweise die mit den Domänenrezepturen verbundenen Stenerkassen beauftragt, deren An forderungen rc. also in dieser Beziehung Folge zu leisten ist. Weil die ordentliche Bezirkssynode nur alle drei Jahre Zusammen tritt, so ist der Etat des Fonds jedesmal auf drei Jahre gültig; die Rechnungslegung erfolgt jährlich. Nach erfolgter Festsetzung des Etats sorgt das Konsistorium für dessen Vollziehung. (S. o. S. 225, pos. 43.) 6. Der Ausschlag von Beiträgen auf die Lokalkirchcnfonds (s. o. S. 606 pos. 13), wenn die eigenen Einnahmen des Fonds zur Deckung seiner Ausgaben nicht hinreichen, erfolgt nach Maßgabe der Matrikular- verhältnissc der einzelnen Kirchengemeinden und tritt von selbst ei», sobald sich ein Defizit ergiebt. Zn diesem Zwecke haben die Dekane alljährlich eine Zusammen stellung der Jahressteuerbeträge der Kirchengemeinden ihres Dekanats auf Grund der einzuzieheudeu desfallsigen Angaben der Kirchenvorständc anfzustcllcn und längstens bis zum 15. Februar ans Konsistorium ein- zureichen. Diese Einreichung ist von der Vorlage der Rechnungsvoran schläge unabhängig. Die Angaben sind jedesmal auf den Staats- steuerbetrag der Kirchenglieder für das laufende Jahr (resp. die Kirchcn- steuerheblisteu für dasselbe) zu gründen und sind nach den einzelnen Steuerarten gesondert und daun im Gesamtbetrag derselben zu machen. Wenn das Ergebnis der Heblistcu in dem Jahre, auf welches sich der Etat bezieht, von den so ermittelten Gesamtbeträgen abwcichcn sollte, so kann ebensowenig eine Rückvergütung etwa zu viel bezahlter
[ 0.8600000143, 0.4269999862, 0.9150000215, 0.7133333087, 0.8980000019, 0.5916666389, 0.7960000038, 0.9419999719, 0.6266666651, 0.7546153665, 0.8466666937, 0.4900000095, 0.6449999809, 0.6299999952, 0.7475000024, 1, 0.7599999905, 0.7642857432, 0.5600000024, 0.8278571367, 0.60666...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000464.xml
692 Gesetz vom 13. März 1378 über die soweit nötig, für ein angemessenes Unterkommen noch Beendigung der Zwangserziehung zu sorgen. Verpflichtet zur Unterbringung ist derjenige Kommunalverband, in dessen Gebiet das beschließende Vormnndschaftsgericht seinen Sitz hat. § 8. Die Unterbringung darf nicht in Anstalten erfolgen, welche zur Detention der in 8 362 des Strafgesetzbuchs bezeichnctcn Personen oder zur Unterbringung von Kranken, Idioten, Landarmen »nd Ge brechlichen bestimmt sind. 8 9. In betreff der nach diesem Gesetze untergebrachten nicht bcvormnndctcn Kinder üben die Waisenräte eine gleiche Aufsicht, ivic ihnen solche die Vormundschaftsordnnng vom 5. Juli 1875, insbesondere in den §8 53 und 54 in betreff der Mündel übertragen hat. Die Kommunalverbände haben von der Unterbringung und von jedem Wechsel des Aufenthalts eines Zöglings dem Waisenratc des Aufenthaltsortes Kenntnis zu geben. Jngleichcn ist dem Vormnndschaftsgcrichtc von der Unterbringung und Entlassung eines Zöglings Mitteilung zu machen. 8 kO. Das Recht der Zwangserziehung hört, abgesehen von der Aufhebung des Unterbringnngsbeschlusses im Falle des 8 5, ans: 1. mit dem vollendeten 16. Lebensjahre des Zöglings, 2. mit dem Beschlüsse der Entlassung ans der Zwangserziehung. Die Entlassung aus der Zwangserziehung ist von dem verpflich teten Kommunalverbande zu beschließen, sobald die Erreichung des Zweckes der Zwangserziehung anderweit sichcrgestellt oder dieser Zweck erreicht ist. Ist dies zweifelhaft, so kann von dem Verbände eine wider rufliche Entlassung verfügt werden, welche das Recht zur Zwangs erziehung nicht berührt. Wird von den Eltern, beziehungsweise Großeltern, dem Vormnnde oder Pfleger die Entlassung aus der Zwangserziehung beantragt, tvcil der Zweck dieser Erziehung anderweit sichcrgestellt sei, so entscheidet über den Antrag beim Widerspruch des Kommunalverbandes auf Anrufen des Antragstellers das Vormundschaftsgericht. Gegen den abweisenden Beschluß des Gerichts steht dem Antragsteller, gegen de» auf Entlassung lautenden dem Verbände das Recht der Beschwerde zu. Die Beschwerde muß innerhalb einer Woche bei dem Vormnndschaftsgericht eingereicht werden und hat aufschiebende Wirkung.
[ 0.9200000167, 0.3616666794, 0.4833333194, 0.4466666579, 0.5299999714, 0.349999994, 0.5600000024, 0.5400000215, 0.7783333063, 0.5833333135, 0.4166666567, 0.3466666639, 0.5724999905, 0.5636363626, 0.3650000095, 0.6179999709, 0.4233333468, 0.7680000067, 0.4149999917, 0.9342857003,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000216.xml
444 Die Slaatszuschüsse. I. Nachdem schon durch die früheren Bewilligungen die Anfangs besoldungen der Pfarrer auf den Minimalbetrag von 1800 Mark gebracht waren, was unter den gegenwärtigen Verhältnissen als für die ersten Dienstjahre ausreichend erachtet wurde, sollten die weiter verfügbaren Mittel zunächst dazu verwendet werden, das Einkoninicn der von der ersten Amtseinweisung ab bereits 5 Jahre i»i Amte be findlichen Geistlichen neben freier Wohnung in evangelischen Pfarreien auf 2400 Mark zu erhöhen. (Erl. des Minist, der geistl. Angel, v. 6. April 1875, 6.1. Nr. 1937.) Diejenigen Geistlichen, welche zwanzig und mehr Dienstjahre zählen, solle», wenn ihr Gehalt geringer als dreitausend Mark ist, den selben durch Zuschüsse auf diesen Betrag erhöht bekommen. (Erl. des Minist, der geistl. Angel, v. 10. Nov. 1875.) Die anfangs nur in widerruflicher Weise geleisteten Staatszuschüsse werden nunmehr den Geistlichen auf die Amtsdauer gewährt. Doch werden dieselben bei Bercchnnng des Ruhegehalts eines Geistlichen nicht in betracht gezogen. Es wird bei Bewilligung derselben daran fest- gehalten, daß zunächst die Gemeinde für den Unterhalt des Geistlichen zu sorgen verpflichtet ist, und der Staat nur subsidiarisch unter der Voraussetzung mit einer Bcihülfc eintreten kann, daß die Nächstvcr- pflichtetcn außer stände sind, den schlcndcn Betrag aufzubringe». Die Weitergewährung dieser Bcdürfniszuschüsse aus Staatsfonds bleibt auch von dem Ergebnis der von Zeit zu Zeit wiederholten Prüfung über die Fortdauer der Prästationsfähigkcit der Nächstverpflichteten abhängig. Doch sollen die Zuschüsse zu den dotierten Besoldungen nicht zwangs weise auferlegt werden. (Minist-.Erl. v. 7. April 1876. G. I. 1290.) Der nach Erhöhung der Minimalbesoldnng auf 2400 Mark ver bleibende Rest des dafür ausgesetzten Fonds wird dazu verwendet, den älteren Geistlichen weitere Zulagen nach Maßgabe des höheren Dienst alters zu gewähren. Das Dienstalter wird hierbei von dem Zeitpunkt der Ordination ab berechnet; jedoch wird diejenige Zeit, während welcher ein Geistlicher im Schulamte fest angcstcllt ist, auf das kirchliche Dienst- alter mit in Anrechnung gebracht. Die Zuschüsse über 2400 Mark erfolgen aus der Staatskasse ohne Rücksicht auf die Prästationsfähigkeit der Gemeinden. (Minist.-Bcrf. v. 14. Febr. 1876, G. I. 1131. Desgl. V. 10. Juni 1886, G. I, Nr. 917, G, II.)
[ 0.4033333361, 0.3933333457, 0.4443750083, 1, 0.4428571463, 0.6159999967, 0.4779999852, 0.4933333397, 0.8999999762, 0.5707692504, 0.7200000286, 0.5871428847, 0.7027272582, 0.6566666961, 0.8414285779, 0.9166666865, 0.6966666579, 0.6584615111, 0.3433333337, 0.9275000095, 0.66500...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000503.xml
null
[]
812437381
null
null
null
null
null
null
null
00000124.xml
352 Rcichsgcsetz vom 6. Februar 1875. erfolgt ausschließlich durch die vom Staate bestellten Standesbeamten mittels Eintragung in die dazu bestimmten Register. § 2. Die Bildung der Standesamtsbezirke erfolgt durch die höhere Verwaltungsbehörde. Die Standesamtsbezirke können aus einer oder mehreren Ge meinden gebildet, größere Gemeinden in mehrere Standesamtsbezirke geteilt werden. Z 3. Für jeden Standesamtsbezirk ist ein Standesbeamter und mindestens ein Stellvertreter zu bestellen. Für den Fall vorüber gehender Behinderung oder gleichzeitiger Erledigung des Amtes des Standesbeamten und der Stellvertreter ist die nächste Aufsichtsbehörde ermächtigt, die einstweilige Beurkundung des Personenstandes einem benachbarten Standesbeamten oder Stellvertreter zu übertragen. Die Bestellung erfolgt, soweit nicht im § 4 ein anderes bestimmt ist, durch die höhere Verwaltungsbehörde. Geistlichen und anderen Religionsdienern darf das Amt eines Standesbeamten oder die Stellvertretung eines solchen nicht übertragen werden. 8 4. In den Standesamtsbezirken, welche den Bezirk einer Ge meinde nicht überschreiten, hat der Vorsteher der Gemeinde (Bürger meister, Schultheiß, Ortsvorsteher oder deren gesetzlicher Stellvertreter) die Geschäfte des Standesbeamten wahrzunehmen, sofern durch die höhere Verwaltungsbehörde nicht ein besonderer Beamter für dieselben bestellt ist. Der Vorsteher ist jedoch befugt, diese Geschäfte mit Ge nehmigung der höheren Verwaltungsbehörde anderen Gemcindebcamten widerruflich zu übertragen. Die Gemeindebehörde kann die Anstellung besonderer Standes beamten beschließen. Die Ernennung der Standesbeamten erfolgt in diesem Falle durch den Gemeindevorstand unter Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde. In der gleichen Weise erfolgt die Bestellung der Stellvertreter. Die durch den Gemeindevorstand ernannte» besonderen Standes beamten und deren Stellvertreter sind Gemeindebeamte. 8 5. Die durch die höhere Verwaltungsbehörde erfolgte Be stellung und Genehmigung zur Bestellung ist jederzeit widerruflich. 8 6. Ist ein Standesamtsbezirk aus mehreren Gemeinden gebildet,
[ 0.6899999976, 0.5858333111, 0.3899999857, 1, 0.7071428299, 0.6179999709, 0.5457142591, 0.7964285612, 0.4339999855, 0.5199999809, 0.5666666627, 0.6449999809, 0.7969999909, 0.6792857051, 0.9357143044, 0.7829999924, 0.5500000119, 0.6000000238, 0.75, 0.6359999776, 0.8188889027, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000044.xml
272 Die Verhältnisse des Vikars. Pfarrort verbleibende emeritierte Pfarrer weder mit Versehung kirchlichen Dienstes, noch mit der Seelsorge, noch mit der übrigen Verwaltung des Pfarramtes weiter etwas zu thun hat. Nur wenn er seinen Ruhe gehalt ganz oder teilweise ans dem Pfarrfonds erhält, hat er alljähr lich die Pfarreircchnung durch seine Unterschrift als richtig anzuerkenncn. Der Vikar wohnt im Pfarrhause. Zwar verbleibt auch dem pensionierten Pfarrer das Recht, irn Pfarrhause zu wohnen, er ist aber alsdann verpflichtet, nach Anweisung des Konsistoriums zwei Zimmer des Pfarrhauses dein Vikar unentgeltlich cinzuräuinc», ist dagegen zu weiteren Leistungen an denselben nicht verpflichtet. Verläßt aber der Pensionär den Pfarrort oder das Pfarrhaus, so ist er nicht berechtigt, dieses anderweit zu vernutzen, sondern cs kann dein- Vikar alsdann gegen Anrechnung des Anschlags hingewiescn werden. Nur den bereits am 28. März 1883 in den vormals Hessen- Darmstädtischen Kirchengeineinden angcstclltcn Geistlichen bleibt cs, falls sic auf ihrer damaligen Stelle pensioniert werden, freigestellt, die Anwen dung der Hessen^ Darmstädtischen Verordnung vom 6. September 1820 zu beanspruche», wonach dieselben im Genuß der Pfarrkoinpetenz ver bleiben, jedoch dem beigegebenen Vikar freie Station oder ein ent sprechendes Äquivalent zu gewähren haben. Dem Vikar wird in diesem Falle ein Bargehalt von 600 Mark jährlich aus dem Centralkirchcn- fonds gezahlt. (K.-Gesetz v. 28. Mai 1883, § 3). Die Besoldung des Vikars ist neben der freien Wohnung auf 1200 Mark jährlich bestimmt. Es kann ihm aber auch ein Drittel bis zur Hälfte des Gehaltes, welcher mit der von ihm versehenen Pfarrstelle verbunden ist, vom Konsistorium zugewiesen werden. (Verh. d. 2. Ord. Bez.-Syn. 1882, S. 164. Nass. Edikt v. 8. April 1818, § 8). Außerdem kommen auch den Vikarien die unten näher anzuführcn- den außerordentlichen Staatsznschüsse je nach den Umständen zngnt. (S. unten Abschn. III, Kap. 1, II). Die Einführung der Pfarrvikare in ihren Dienst erfolgt in der Regel durch den zuständigen Dekan, in gleicher Weise wie diejenige der Pfarrer. Je nach Umständen wird dem Vikar auch der Titel als Pfarrverwalter und als Pfarrer verliehen. Die Vikare stehen i» ganz gleichem Verhältnisse sowohl zu den Kirchengemcindeorgancn und zur Schule, als zu den kirchlichen Auf sichtsbehörden, wie die wirklichen Pfarrer. Sic haben auch, sobald
[ 0.6866666675, 0.5533333421, 0.6650000215, 0.5066666603, 0.7099999785, 0.7712500095, 0.6933333278, 0.7436363697, 0.7542856932, 0.3899999857, 1, 0.6055555344, 0.7381818295, 0.9177777767, 0.5674999952, 0.7633333206, 0.6366666555, 0.7799999714, 0.5099999905, 0.8366666436, 0.75333...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000020.xml
248 Praktische Vorbildung der Geistlichen. „Da die für Stipendien an Theologiestudicrcnde aus dem Ccntral- kirchenfonds verwendbare Summe vom 1. April dieses Jahres ab eine festbcgrcnzte ist, so kann für die Folge die Bewilligung solcher Stipcn dien in jedem Semester erst dann erfolgen, wenn sich übersehen läßt, welche Gesuche im ganzen gestellt sind. Die Verfügung auf die rim gehenden Gesuche wird daher rücksichtlich des Universitätsstndiliins künftig nicht mehr sofort, sondern für das Sommerscinester zu Anfang des Monats Juli, für das Wintersemester zu Anfang des Monats Januar erfolgen. Wir bringen dies hierdurch zur Kenntnis der Interessenten mit dem Bemerken, daß Gesuche, welche nach dem 1. Juli beziehungsweise k. Januar cingchc», für das laufende Semester keine Berücksichtigung mehr finden können." (K. A. S. 28.) 3. Der Minister der geistlichen Angelegenheiten ist ermächtigt, von dem vorgeschricbenen dreijährigen theologischen Studium an einer deutschen Staatsnniversität zn dispensieren. (Ges. v. 3k. Mai 1882, Art. III, Abs. 2.) Zweites Kapitel. Die praktische Vorbildung. Unmittelbar an das Univcrsitätsstndinm soll sich die Vorbereitung der Theologie Studierenden zum praktischen Dienste ans dem evan gelisch-theologischen Seminariilin zu Herborn anreihen. a. Theologische Prüfung. Vor dein Eintritt in das Seminar ist eine Aufnahmc-Prüfnng abzulegen, welche zugleich als Prüfung pro licentia concionandi zur Predigtbefugnis gilt. Durch das Bestehen derselben wird der Studierende zugleich Kandidat der Theologie. Nach dem Seminarkursus ist noch eine zweite Prüfung pro ministerio zur Amtsanwartschaft abzulegen. Die Zulassung zum geistlichen Amte im Bezirke ist — außer der Erfüllung der oben angeführten staatsgcsetzlichen Bedingungen — vom Bestehen dieser beiden theologischen Prüfungen abhängig. Für beide hat das Konsistorium mit Ermächtigung des Ministers der geistlichen Angelegenheiten unterm 7. Mai 1880 die folgende Prüfungsordnung fcstgestellt.
[ 0.853333354, 0.3179999888, 0.6600000262, 0.4966666698, 0.5566666722, 0.75, 0.7766666412, 0.4600000083, 0.7450000048, 0.4650000036, 0.67900002, 0.8866666555, 0.8133333325, 0.5812500119, 0.635833323, 0.6927272677, 0.7340000272, 0.6066666842, 0.8349999785, 1, 0.9533333182, 0.8...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000269.xml
Die Pfan'gcbälide. 497 In Nassau müssen die Kirchen- und Pfarrgebände bei der all gemeinen Brandversichernngsanstalt versichert werden und nehmen an den Vorteilen und Lasten derselben teil. Die dafür zu leistenden Bei träge hat in der Regel der betreffende Kirchenfonds zu tragen. Sollte jedoch die Banpflicht ganz oder teilweise anderen Fonds obliegen, so haben diese nach Verhältnis ihrer Unterhaltnngspflicht auch die Brand- stcner zu berichtigen. (Nass. Ed. v. 17. Jan. 1806, § 4. Dcsgl. v. 15./17. März 1808, § 3. Nass. Gcn.-Ncg.-Neskr. v. 10. März 1821.) Eine Ausnahme macht hier der Königliche Patronatsbanfonds, welcher die von ihm zu unterhaltenden Gebäude oder Teile von Ge bäuden nicht versichern läßt. Dieser Teil der Brandsteuer kommt also in Wegfall. (Beschluß d. Staatsminist, v. 19. Nov. 1850, Nr. 4564. Neskr. d. Finanzminist, v. 29. Sept. 1867, I. 13327.) 2. Die pfarrgebände. 1. Hierzu sind nicht bloß die Wohnhäuser der Pfarrer und anderer Kirchcnbcamtcn zu zählen, sondern auch die zu denselben gehörigen Nebengebäude, soweit sic zum Gebrauche derselben bestimmt sind. Dieselben stehen sämtlich dem Nutznießer dergestalt zu freier Ver fügung, daß er sic entweder selbst benutzen, oder sie zu seinem Vorteile ganz oder teilweise vermieten kann. Indes ist zur Vermietung von Wohngebäuden eines Pfarrers die Genehmigung des Konsistoriums erforderlich. (Erl. d. Minist, d. gcistl. Angel, v. 28. Juni 1879, Lit. k.) In jedem Falle aber hat der Pfarrer die Verbindlichkeit, ebenso fleißige Aufsicht auf sic zu halten, als wenn sie sein Eigentum wären und nichts zu unterlassen, was Gefahr und Schaden abwcnden kann. Auch hat er die inquilinischen Schuldigkeiten zu erfüllen; wenn dieselben im Mietkontrakte den Pächtern zugewicsen sind, bleibt er für die Er füllung derselben verantwortlich. Über den Umfang dieser Schuldigkeiten in den einzelnen Teilen des Bezirks ist bereits im dritten Teile (3. Abschn., Kap. 1) das nähere angegeben. (Nass. Gcn.-Ncg.-Neskr. v. 8. Nov. 1816. S. o. S. 430.) 2. Die übrigen im kirchlichen Besitz befindlichen Gebäude werden gleich anderem Kirchcngut von den zuständigen Behörden beaufsichtigt und unterhalten, genießen aber keiner besonderen Vorrechte, so daß hinsichtlich derselben hier nichts weiteres zu bemerken ist.
[ 0.5333333611, 0.4278571308, 0.3000000119, 0.8600000143, 0.7366666794, 0.9150000215, 0.7633333206, 0.9275000095, 0.3533333242, 0.7141666412, 0.5066666603, 0.5433333516, 0.3566666543, 0.6462500095, 0.784799993, 0.8230000138, 0.6750000119, 0.4699999988, 0.5550000072, 0.6549999714,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000165.xml
für kirchliche Statistik. 393 1. bcr evangelischen Geineinbeglieber, 2. der Selbständigen (Steuerzahler), 3. der Taufen, 4. der Trauungen, 5. der Beerdigungen, 6. der Konfirmierten überhaupt, 7. derjenigen ans Mischehen, 8. der Konimunikante» überhaupt, 9. der männlichen Koinmunikanten, 10. der weiblichen „ 11. der Privatkommunionen, 12. der Wähler überhaupt, 13. der zur letzten Wahl Erschienenen, 14. der Wählenden, 15. Prozentverhältnis der Erschienenen und Berechtigten, 16. Zahl der Jugendgottesdienste überhaupt, 17. der für Nichtkonfirnnerte überhaupt, 18. der katechetischen, 19. der nach Gruppen geordneten, 20. die Durchschnittszahl der Teilnehmer dabei, 21. Zahl der Katechismuslehrer für Konfirmierte, 22. der Übertritte'überhaupt, 23. der Übertritte von Juden, 24. „ „ „ Katholiken, 25. „ „ „ sonstigen Gemeinschaften, 26. der Austritte überhaupt, 27. der Austritte zu den Juden, 28. „ „ „ „ Katholiken, 29. „ „ „ „ sonstigen Gemeinschaften, 30. Ertrag der Kirchenkollekten. Hiernach gestalten sich Tabelle I und II, wie folgt:
[ 0.7866666913, 0.8119999766, 0.6140000224, 1, 0.6200000048, 0.2833333313, 0.6907692552, 0.8276470304, 1, 0.5666666627, 0.6538461447, 0.7839999795, 1, 0.5866666436, 0.7671428323, 0.5799999833, 0.5899999738, 0.6830000281, 0.9750000238, 0.5, 0.6492307782, 0.8500000238, 0.5299...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000415.xml
über daS kirchliche Lebe». 64 Z 8. Dic Staatsbehörde bestätigt die Matrikel, wonach die Beiträge der Kreissynodalkassen zur Bezirkssynodalkasse, nach §77 und 78 der Kirchengeineinde- und Synodal-Ordnnng, aufgebracht werden. Dieselbe versagt diese Bestätigung insbesondere dann, wenn Bedenken hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit des Beschlusses, der Angemessenheit des Ver- teilnngsrnaßstabes oder der Leistungsfähigkeit des Bezirks bestehen. 9. Der Genehmigung durch ein Staatsgesctz bedarf eine Ver- ändcrnng der kollegialen Verfassung des Konsistoriums. 10. Der Staatsbehörde steht außerdem noch zu: a. die Anordnung und Vollstreckung der zur Anfrechthaltung der äußeren kirchlichen Ordnung erforderlichen polizeilichen Vor schriften; l>. die Regelung der streitigen Kirchen-, Pfarr- und Küstereibau sachen, sowie die Vollstreckung der einstweiligen Entscheidungen in diesen Sachen; e. die Beitreibung kirchlicher Abgaben; st. die Leitung der Kirchenbuchführung, soweit die Kirchenbücher noch zur Beurkundung des Personenstandes dienen; e. die Ausstellung von Attesten über das Vorhandensein der jenigen Thatsachen, welche den Anspruch ans Kostenfreiheit be gründen ; f. dic Mitwirkung bei Veränderung bestehender, sowie bei der Bildung neuer Pfarrbezirke. 11. Der Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörde bedürfen dic Beschlüsse der kirchlichen Organe zu ihrer Gültigkeit in folgenden Fälle»: a. bei dem Erwerb, der Veräußerung oder dinglichen Belastung von Grundeigentum; b. bei der Veräußerung von Gegenständen, welche einen geschicht lichen, wissenschaftlichen oder Kunstwert haben; o. bei Anleihen, soweit sie nicht bloß zu vorübergehender Ans hülfe dienen und ans der laufenden Einnahme derselben Vor anschlagsperiode zurückerstattet werden können; <1. bei der Einführung und Veränderung von Gebührentafel!; e. bei der Errichtung neuer, für den Gottesdienst, dic Geistlichen oder andere Kirchendiener bestimmter Gebäude; f. bei der Anlegung oder veränderter Benutzung von Begräbnis plätzen;
[ 0.2475000024, 0.5033333302, 0.5389999747, 0.8833333254, 0.3000000119, 0.3799999952, 0.7599999905, 0.6000000238, 0.5007692575, 0.7155555487, 0.75, 0.6344444156, 0.4466666579, 0.3700000048, 0.6837499738, 0.4433333278, 0.7144444585, 0.7733333111, 0.7975000143, 0.7699999809, 0.19...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000154.xml
382 Äansistorialverfügung vom 18. November 1885. § 18. Die Kosten der Kirchenbuchführung werde», soweit sic nicht von einzelnen physischen oder juristischen Personen kraft privat- rechtlichen Titels zu tragen sind, aus den Kirchenkassen bestritten. 8 19. Die Aufsicht über die Kirchenbuchführung wird von dem zuständigen Dekane, in höherer Instanz von dem Konsistorium geführt. Bei Kirchcnvisitationcn sind die Kirchenbücher einer Revision zu unter ziehen und ist auf Abstellung wahrgenommener Unregelmäßigkeiten hinzuwirken. § 20. In betreff der Verzeichnisse der Konfirmierten und Kom munikanten, sowie hinsichtlich der Führung der Pfarrchronik hat cs bei den bestehenden Vorschriften sein Bewenden. 8 21. Vorstehende Bestimmungen treten sogleich in kraft. Soweit die bisherigen Kirchenbücher noch Raum bieten, ist die fernere Benutzung derselben gestattet, doch müssen sic den vorstehenden Bestimmungen gemäß eingerichtet, namentlich die nach den anliegenden Probcschcmatcn erforderlichen neuen Kolonnen cingcfügt werden. (C. N. 432. K. A. 1875, S. 47.) In diesen Bestimmungen sind durch Verfügung des Kon sistoriums v. 18. Nov. 1885 folgende Änderungen eingetreten: 1. Die in 8 2 pos. 2 der Verfügung vom 31. Juli 1875 als Trauungsverzeichnis angeführte Abteilung der Kirchenbücher führt nun die Bezeichnung „Verzeichnis der Ansgebotenen und Getrauten". 2. In demselben erfolgt die Eintragung aller Aufgebote, welche in der betreffenden Parochie vollzogen werden. 3. Wo nur das Aufgebot, nicht aber die Trauung des Paares stattfindet, wird die laufende Nummer Kol. 1 fortgefllhrt, die Kol. 2 und 3, 7 und 8 aber mit einem Querstriche versehen und in den „Bemerkungen" angegeben, wann und wohin das Paar zur Trauung dimittiert, eventuell wann und wo die Trauung vollzogen wurde. 4. In Kolumne 5 wird nicht der zukünftige, sondern nur der von der Aufgebotenen bis dahin geführte Familienname an gegeben. lKonsist.-Vcrf. v. 18. Nov. 1885. X. A. S. 67.) Die Einträge geschehen also nach folgenden Mustern:
[ 0.7799999714, 0.6290476322, 0.3600000143, 0.7766666412, 0.6449999809, 0.7480000257, 0.05000000075, 0.9833333492, 0.7666666508, 0.7900000215, 0.5833333135, 0.6349999905, 0.812857151, 0.5450000167, 0.7733333111, 0.6539999843, 0.3166666627, 0.6622222066, 0.6169999838, 0.5249999762...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000012.xml
II Inhaltsverzeichnis. Seite b. Kasualhandlungen 280 1. Die Taufe 280 2. Die Konfirmation 286 3. Die Abendmahlsfeicr 292 4. Die Trauung 297 5. Die Beerdigung 304 c. Seelsorge 809 Zweites Kapitel: Die Schulaufsicht 320 a. Schulvorstand 322 I. In Nassau 322 1. Die Bildung der Schulvorstände 322 2. Der Wirkungskreis 324 3. Die Dienstverhältnisse 327 4. Die Geschäftsordnung 827 II. In den ehedem Heficn-Darmstädtischcn Gemeinden .... 328 1. Die Bildung des Schulvorstands 329 2. Die Geschäftsordnung 330 3. Der Wirkungskreis 330 III. I» Leu ehedem Hessen Homburgcr Gemeinden 332 b. Religionsunterricht 333 Allgemeine Bestimmungen des Ministers über Ausgabe und Ziel desselben vom 15. Oktober 1872 334 Bestimmungen des Konsistoriums über Leu Lehrplan v. Il.Febr. 1870 337 Drittes Kapitel: Die äußere Geschästssührung 348 a. Versetzung der Pfarreigeschäfte 348 b. Führung der Bücher 351 1. Tie Civilstaudsregister 351 Reichsgesetz vom 6. Februar 1875 über Beurkundung des Personenstands 351 2. Die Kirchenbücher 377 3. Die Pfarrchronik 398 4. Tie Matrikel und andere Berzcichnifie 400 c. Dicnstkorrcspondcuz 403 d. Registratur 417 Dritter Abschnitt: Einkünfte. Erste« Kapitel: Die Besoldung 422 a. Allgemeines 422 b. Besoldungsteile 427 A. Gcldbcsolduug 427 B. Naturalbesoldung 428 1. Die Amtswohnung 428 2. Die Grundstücke 432
[ 0.6700000167, 0.6542105079, 0.4219999909, 1, 0.478125006, 0.2399999946, 0.9649999738, 0.5033333302, 0.6420000196, 0.7366666794, 0.6899999976, 0.5199999809, 0.4933333397, 0.4233333468, 0.625, 0.7200000286, 0.5426666737, 0.6000000238, 0.6999999881, 0.5266666412, 0.5528571606, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000222.xml
450 Reisckosteiwergüiung Der Generalsnperintendent bezieht einen Bureauaufwand aus Staatsmitteln und überdies für Staudcsaufwaud 1714 M. 29 Pf. aus demselben Fonds. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 7.) c. HcilcKollcnvcrgiitung. Wegen auswärtiger Dicnstgcschäfte werden den Geistlichen Ber- gütniigen an Tag- und Wcggeld gewährt. 1. Die Pfarrer. I. In Nassau erhalten die Pfarrer und Vikare bei Geschäften außerhalb ihres Pfarrbezirks, sowie Kandidaten bei ihnen übertragenen Dicnstverrich- tungcn außerhalb des Pfarrbezirks ihres Wohnorts eine Vergütung; und zwar 1. bei Dekanats-Konferenzen, insofern sie außerhalb des Wohn orts gehalten werden, aus den betreffenden Kirchenfonds der Pfarrer und Vikare, soweit cs diese angeht, und in Be ziehung auf die Kandidaten aus den Kirchenfonds des Dekanats gemeinschaftlich, auf Anweisung des Dekans; 2. bei Dienstverrichtungen in Vakanzfällen von Pfarreien durch den Tod über das Sterbequartal hinaus, oder nach geschehener Versetzung des Geistlichen vor Wicderbesetzung der Pfarrrci, also für den in den Genuß der Pfarreigcfälle mit der Verbind lichkeit der Übernahme der Pfarradministrationskostcn tretenden Centralkirchenfonds, zahlbar aus dem besonders sich bildenden Jntercalargefällefonds auf Anweisung des Dekans. Diese Vergütung zerfällt in folgende Ansprüche: 1. Diäten für eine der bezeichneten Verrichtungen als Ent schädigung für auswärtige Zehrung: a. die Pfarrer und ordinierten Kandidaten fünf Mark 14 Pf. (3 Gulden) Taggeld; a. die nicht ordinierten Kandidaten drei Mark 43 Pf. (2 Gulden) Taggeld. (Minist.-Erl. v. 5. Sept. 1865, Nr. 31177. Reg.-Berf. v. 28. Aug. 1868. Iv. A. S. 23.). 2. Servis wird, wenn das Geschäft länger als einen Tag
[ 0.5299999714, 0.4605000019, 0.8899999857, 0.7857142687, 0.7071428299, 0.7940000296, 0.752307713, 0.7666666508, 0.7823076844, 0.4333333373, 0.8000000119, 0.3666666746, 0.6442857385, 0.6875, 1, 0.7950000167, 1, 0.676666677, 0.6577777863, 0.7599999905, 0.8816666603, 0.78666669...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000117.xml
in Nassau. 345 c. das numerische Verhältnis der Konfession der selbständigen Einwohner des betreffenden Orts- resp. Schulbezirks aus den letzten 5 Jahren; und ergänzend überall <1 dasselbe Verhältnis der Konfession der schulpflichtigen Jugend innerhalb der letzten Jahre. tz 2. In Schulorten resp. Schulbezirken mit einem Lehrer (Lehr- vikar) ist, wenn die Zahl der selbständigen Einwohner beider Konfessionen aus den letzten 5 Jahren gleich oder annähernd gleich ist, a. die Lehrvikarschule von 4 zu 4 Jahren, b. die Lchrerschule von 8 zu 8 Jahren alternierend mit einem Lehrer beider Konfessionen zu besetzen. Steht die Zahl der selbständigen Einwohner beider Konfessionen ganz oder annähernd in dem Verhältnis von 1 zu 2, so wird ein Turnus bestimmt für: a. Lehrvikarstellen von 4 zu 8 Jahren, d. Lehrerstclten von 8 zu 12 Jahren. Sonst richtet sich die Konfession des Lehrers nach der Konfession der Mehrzahl der selbständigen Einwohner. § 3. In Orten mit zwei Schulen wird, wenn die Zahl der selbständigen Einwohner seit 5 Jahren aus den beiden christlichen Kon fessionen wie 1 zu 2 steht, der Lehrer für die zweite Schule aus der Konfession der Minorität genommen. 8 4. In Orten mit drei Schulen erhält eine konfessionelle Minorität, welche zur Majorität bereits 5 Jahre lang im Verhältnis von 1 zu 9 steht, einen Lehrer ihrer Konfession. Die Konfession des 3. Lehrers richtet sich hier nach der Majorität der Einwohner, es sei denn, daß nach 8 2 für diese Stelle ein Turnus einzurichten wäre. 8 5. In Orten mit 4 oder mehr Schulen richtet sich die Kon fession der an derselben fungierenden Lehrer nach der Zahl der zu jeder Konfession gehörenden Einwohner unter den in 8 2—5 gegebenen Modifikationen. Übrigens sollen hier schon 20 selbständige Einwohner, welche an dem Orte bereits 5 Jahre domizilieren, einen Lehrer ihrer Konfession haben. Diese Verwaltungsgrundsätze sind bei der Besetzung der Schulen bisher zur Anwendung gekommen. Auf Grund derselben werden an uns gelangende Anträge wegen Besetzung einer Stelle entschieden.
[ 0.7049999833, 0.6471428275, 0.6299999952, 0.9850000143, 0.5400000215, 0.7699999809, 0.7570000291, 0.5966666937, 0.6169999838, 0.5799999833, 0.6669231057, 0.5577777624, 0.8799999952, 0.8166666627, 0.7379999757, 0.726000011, 0.8874999881, 0.8366666436, 0.8299999833, 0.4785714149,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000103.xml
des Schulvorstands in den hessendarmstädtischen Gemeinden. 331 a) Die Geistlichen, welchen die Aufsicht vorzugsweise zusteht, haben dein Unterricht öfters beiznwohnen und auf Ordnung in der Schule und das Ansehen des Lehrers zu halte». Sie sollen die Schule ihres Wohnorts wöchentlich wenigstens zweimal, an Filialen einmal besuche», wobei sic zugleich Religionsunterricht zu erteilen haben. b. Außerdem hat der Schulvorstand selbst die Schule wenigstens einmal tut Monat zu besuchen und nachzusehen, ob den Schulgesetzen Genüge geleistet wird. Er hat den jährlichen öffentlichen Schulprüfnngen beizuwohnen und über das Resultat ein Protokoll zu führen. Zum Berichte des Lehrers fügt der Geistliche eine Erklärung über die Ausbildung der Kinder in seinem Unterricht. o. Der Schulvorstand weist die Lehrer in ihren Dienst ein, beob achtet ihre Dienstführung und ihren Lebenswandel, kann bei Pflicht- Versäumnissen ihnen Vorstellungen machen, hat aber keine Strafgewalt gegen den Lehrer. ll. Er zeigt höheren Orts an, wenn eine Schulstelle erledigt oder ein Lehrer an der Erfüllung seiner Dienstpflicht verhindert wird. Er sucht Kollisionen zwischen Lehrern und ihren Gehülfen, zwischen Ncnangcstclltcn und den Erben verstorbener Lehrer zu vermitteln und erstattet im Falle der Nichtvcrcinigung Bericht an die kompetente Behörde. 0. Er hat zu berichten, vorzuschlagcn und beziehungsweise zu bestimmen über alle Gegenstände, die den Besuch der Schule, Zahl der Lehrstunden, Errichtung neuer Schulen, Mittel zur Bestreitung der Kosten betreffen. f. Er sendet den vom Lehrer entworfenen Stunden- und Lektions plan, mit seiner Unterschrift und etwaigen Bemerkungen versehen, dem Schulinspcktor zur Genehmigung ein. g. Er überwacht den Schulbesuch. Die Erlaubnis zu einzelnen Bersäumnissen und die zeitweise Befreiung voin Unterricht erteilt in seinem Aufträge in der Regel der Geistliche schriftlich, und sind diese Scheine vom Lehrer ein Jahr lang aufzubewahren. h. Er kann die ohne Erlaubnis fehlenden Kinder durch den Ge- meindediener holen lassen. 1. Er prüft die voin Lehrer quartalweise aufgestellten Bersäum- nislisten und verfügt das Geeignete.
[ 0.5233333111, 0.6707142591, 0.6150000095, 0.6100000143, 0.667142868, 0.6290000081, 1, 0.9549999833, 0.8100000024, 0.6866666675, 0.6328571439, 0.6233333349, 0.9399999976, 0.5724999905, 0.7149999738, 0.4799999893, 0.6675000191, 0.7350000143, 0.6483333111, 0.8554545641, 0.529999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000485.xml
und Zusätze. 713 2. Jeder Einziehung von Umlagebeträgen muß ferner die ord- nungsmäßige Aufstellung und öffentliche Auslegung einer Heberolle vorausgehc». Die Heberolle hat außer den Fälligkeitsterminen den Umlage anteil und den der Berechnung desselben zum Grunde liegenden Staats- stenerbetrag jedes einzelnen Verpflichteten, sowie die Gesamtbeträge der Umlage und die der Berechnung derselben zum Grunde gelegte Staats- steucr nebst dem herangezogeuen Prozentsätze der letzteren deutlich er sichtlich zu machen. Die Offenlegung der Heberolle muß in der Regel vierzehn Tage lang stattfinden. Ort und Dauer der Offenlegung sind in ortsüblicher Weise öffentlich bekannt zu machen. Für besonders einfache oder eilige Fälle kann das Konsistorium ausnahmsweise eine kürzere Dauer der Offenlegung gestatten. Die erteilte Genehmigung ist in der Bekannt machung zu erwähnen. Bei den im Laufe des Jahres etwa notwendig werdenden Nach- besteucrnngen muß eine besondere Benachrichtigung der Verpflichteten erfolgen (8 1 des Gesetzes v 18. Juni 1840, Ges.-Samml. S. 140 in Verbindung mit dem Gesetze v. 12. April 1882, Ges.-Samml. S. 297). 3. Eine Zwangsvollstreckung von Umlagen kann nur auf Grund vorheriger, durch den Regierungspräsidenten erteilter Vollstreckbar keitserklärung der Heberolle vollzogen werden (Art. 15 Abs. 3 des Gesetzes vom 6. April 1878, Ges.-Samml. S. 145 und Art. 3 Nr. 2 der Allerhöchsten Verordnung vom 19. August 1878, Ges.- Samml. S. 287). Diese ist vom Kirchenvorstande unter Vorlegung des Umlagebcschlusses (Nr. 1) und eines Nachweises über die ordnungs mäßige Offenlegung der Heberolle, bezw. über die besondere Benach richtigung der Verpflichteten (Nr. 2) beim Regierungspräsidenten nachzusuchen. Gegen die Versagung der Vollstreckbarkeitserklärung steht dem Kirchenvorstande die Beschwerde an den Oberpräsidenten offen, welche beim Konsistorium anzubringen ist. Der Oberpräsident entscheidet endgültig (zu vergleichen die Schlnß- bcstinimung des Artikels 3 der Verordnung vom 19. August 1878). Um Umarbeitungen von Heberollen möglichst zu vermeiden, em pfiehlt cs sich, vor Aufstellung der Heberollen den Umlagebcschlnß dem Regierungspräsidenten zur Erklärung vorzulegen, ob gegen denselben etwas zu erinnern ist.
[ 0.5500000119, 0.5849999785, 0.676666677, 0.6150000095, 0.6800000072, 0.8870000243, 0.9466666579, 0.6257143021, 0.7366666794, 0.7533333302, 0.7066666484, 0.7724999785, 0.8036363721, 0.5763636231, 0.8299999833, 0.6309090853, 0.8377777934, 0.8560000062, 0.6733333468, 0.6150000095,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000331.xml
Der Voranschlag int Kreis Biedenkopf. 559 3. Diese Rechnmigsübcrschläge hat der Pfarrer aufzustellen, dieselbe» dem Kirchenvorstaude und der Gemeindevertretung zur Be ratung mitzuteilen, auch für deren Offenlegung während 8 Tagen zur Einsicht der Geuieiudeglieder zu sorgen. Die deshalb etwa gemachten Bemerkungen sind im Protokoll auf dem ersten Bogen des Kirchenfoudsbudgets einzutragen. Dieselben sind alsdann dem Dekan so zeitig cinzusenden, daß dieser sie mindestens 2 Monate vor Beginn der neuen Etatsperiode weiter geben kann. Der Dekan vollzieht die Vorprüfung derselben und gicbt sic zur Festsetzung ans Konsistorium. Die Budgets jedes Kirchspiels (mit denjenigen der etwaigen Filial- und Kapellenfonds) werden vom Dekan einzeln cingereicht und zwar mittelst Nandberichts zum Berichte des Kirchen vorstandes. (S. oben S. 145 u. 196. Reg.-Verf. v. 31. Okt. 1869.) Weil die Festsetzung sich verzögern könnte, so ist eine beglaubigte Abschrift der Budgets zurückzubehalten. II. In Hessen gelten hinsichtlich der Aufstellung des Rechnungs voranschlags folgende Bestimmungen: A. für die ehedem hessen-darmstädtischcn Gemeinden. I. Zu jedem besonderen kirchlichen Fonds ist ein Voranschlag nach dem vorgcschriebcncu Muster und seinen Rubriken anfzustellcn. In demselben muß für das künftige Jahr (rcsp. die Etatspcriodc) jede Einnahme und Ausgabe mit möglichst großer Wahrscheinlichkeit verzeichnet und ein Kredit für unvorhergesehene Fälle, ein Reservefonds, angcsetzt und jedes Deckungsmittel für die Ausgabe enthalten sein. Vorgeschriebe» ist das folgende Muster. (Hess. Ob.-Kvnsist.- Ausschr. v. 11. März 1856.) Voranschlag der Einnahmen und A us g a b e n der evangelischen Kirche zu IST. N. im Kreise Biedenkopf (Dekanat X. N.) für das Etatsjahr 18 ... (die Etatsperivde..... ),
[ 0.3966666758, 0.5600000024, 0.3733333349, 0.4779999852, 0.5963636637, 0.4666666687, 1, 0.9039999843, 0.6100000143, 0.6100000143, 0.5233333111, 0.7457143068, 0.8115384579, 0.7255555391, 0.9866666794, 0.7393749952, 0.7966666818, 0.7533333302, 0.8277778029, 0.8733333349, 0.57999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000398.xml
626 Dir kirchlichen Fest- und Feiertage Zweites Kapitel. Die Fest- und Feiertage. Außer den Sonntagen werden als kirchliche Fest-und Feier tage mit öffentlichem Gottesdienst begangen: a. Im ganzen Bezirk. 1. Weihnachten mit zweitägiger Feier. 2. Als Vorbereitung auf dieses Fest dienen die vier Adventsonntage, mit deren erstem das Kirchenjahr beginnt. 3. Der Neujahrstag, welcher als ganzer Feiertag gilt. 4. Der Karfreitag mit eintägiger; 5. Ostern mit zweitägiger Feier. 6. Himmelfahrt, eintägig und 7. Pfingsten, zwei tägig. (Nass. Lit. 1843, S. 33. Hess. K.-Ordn. 1724, S. 15, 16.) b. In Nassau 1. wird das Fest Epiphania nur dann kirchlich begangen, wenn der 6. Januar auf einen Sonntag fällt. 2. Nach den sieben Fastensonntagen, an welchen Passions predigten und die bereits im dritten Teil erwähnten Wochcngottesdicnste stattfindcn, folgt der grüne Donnerstag als halber Feiertag. 3. Der Karfreitag ist zugleich der allgemeine jährliche Bnß- nnd Bettag für die nassauischen Gemeinden. 4. Der Konfirmationssonntag gilt, wenn die Konfirmation nicht aufs Pfingstfest fällt, als besonderer Festtag. 5. Das Erntefest findet am letzten Sonntage des September statt. 6. Das Reformationsfest, zugleich zum Gedächtnis der Union der beiden evangelischen Kirchen, wird am nächsten Sonntage nach dem 31. Oktober oder an diesem selbst, wenn er auf einen Sonntag fällt, abgehalten. 7. Das Totenfest, zum Gedächtnis der im Laufe des Jahres verstorbenen Mitglieder der Gemeinde, am Sonntag nach Weihnachten, oder wenn dieser ausfällt, am zweiten Christtage. (Nass. Gcn.-Neg.- Rcskr. v. 28. Febr. 1818. Desgl. v. 11. April 1818. Desgl. v. 3. Juni 1826. Nass. Lit. 1843. S. 33.)
[ 0.3633333445, 0.3633333445, 0.6427272558, 0.4059999883, 0.5799999833, 0.3922222257, 0.4771428704, 0.6662499905, 0.5899999738, 0.59799999, 0.5333333611, 0.6899999976, 0.5640000105, 0.7599999905, 0.5500000119, 0.8366666436, 0.6133333445, 0.7059999704, 0.4699999988, 0.6800000072, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000482.xml
710 Berichtigungen Im Falle des 8 37 im Gesetz vom 20. Juni 1675 (Ges.- Samml. S. 241) findet nur noch Beschwerde an den Minister der geistlichen Angelegenheiten statt. Art. 11. Der Artikel 2 des Gesetzes vom 14. Juli 1880 (Ges.- Saniml. S. 285) tritt mit der Bcrkiindignng des gegenwärtigen Ge setzes wieder in kraft. Art. 12. Unter die Bestimmungen des Gesetzes vom 13. Mai 1873 (Ges.-Saniml. S. 205) fällt die Bersagung kirchlicher Gnaden- mittel nicht. Art. 13. Die Bestimmungen des Artikels 6 des Gesetzes vom 14. Juli 1880 werden ausgedehnt ans die Übernahme der Pflege und Leitung in Waisenanstalten, Armen- und Pfriindnerhänsern, Rettnngs- anstaltcn, Asylen und Schntzanstalten für sittlich gefährdete Personen, Arbeiterkolonien, Berpflegungsanstalten, Arbciterherbcrgen, Mägdehänsern, sowie auf die Übernahme der Leitung und Unterweisung in Haus- haltnngsschnlen und Handarbeitsschnlen für Kinder in nicht schulpflich tigem Alter, als Ncbcnthätigkeit der ausschließlich krankenpflegenden Orden und ordcnsähnlichen Kongregationen, welche int Gebiete der Preußischen Monarchie gegenwärtig bestehen. Art. 14. In denjenigen Landesteilen, in welchen der Borsitz im Vorstand einer katholischen Kirchcngemeinde — Kirchcnrat — nicht bereits vor Erlaß dcS Gesetzes vom 20. Juni 1875 (Ges.-Samml. S. 241) einem weltlichen Mitglied zustand, geht der Vorsitz ans den ordnungs mäßig bestellten Pfarrer und Pfarrvcrwcscr, in Filialgemeinden auf die für dieselben ordnungsmäßig bestellten Pfarrgcistlichen über. In der Erzdiöcese Gnesen-Posen und in der Diöcese Kulm erfolgt die Regelung im Wege Königlicher Verordnung. Art. 15. Das Lesen stiller Messen und das Spenden der Sterbe sakramente unterliegt nicht den Strafbestimmnngen der Gesetze vom Il.Mai 1873, 12. Mai 1873, 21. Mai 1874 (Ges.-Samml. S. 139) und 22. April 1875 (Ges.-Samml. S. 194). Urkundlich u. s. w. Gegeben Berlin, den 21. Mai 1886. Wilhelm. Fürst v. Bismarck, v. Putt kam er. Maybach. Lucius. Friedberg, von Boetticher. von Goßlcr. von Scholz. Bronsart von Schellendorff. (K. A. S. 29.)
[ 0.453333348, 0.5642856956, 0.6349999905, 0.8539999723, 0.5266666412, 0.2199999988, 0.3899999857, 0.9350000024, 0.6416666508, 0.3866666555, 0.7400000095, 1, 0.6650000215, 0.6866666675, 0.5183333158, 0.9649999738, 0.5174999833, 0.5400000215, 0.453333348, 0.4675000012, 0.6000000...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000049.xml
2)ic Predigt. 277 Geistlichen unbenommen, auch freie Texte zu wählen. (Nass. Ed. V-. 11. Aug. 1817, 8 7. Hess. K.-O. v. 1724, S. 39. Konsist.-Erl. v. 9. Sept. 1834). Es wird vorausgesetzt, ist aber nicht vorgeschrieben, daß der Geistliche seine Predigt schriftlich konzipiert und dann frei vorträgt. Nur bei der Kirchcnvisitation hat derselbe seine Predigt in Reinschrift vorzulegen. (Jnstr. v. 30. April l 884. Kirch.-Visit. Frg. Nr. 49, s. oben S. 188 und 192). 2. Durch die Reihenfolge der Predigten soll die Idee des Kirchen jahres zur Geltung kommen, und außerdem ist zu gewissen Zeiten über spezielle Materien, z. B. Hcilighaltung des Eides, Erziehung u. dcrgl. zu predigen. Desgleichen sind Katechismuspredigten empfohlen, welche auf Grund eines Bibelwortes ein Lehrstück des Katechismus, oder wenn angänglich, eine Reihe von solchen behandeln. Für die hessischen Gemeinden sind als spezielle Predigtgegcnstände vorgeschrieben: 1. eine Schulpredigt, nach 3 jährigem Cyklus an verschiedenen Sonntagen zu halten: a) am Sonntage, wo der Beginn der Winterschule verkündigt wird, b) Miseric. Dom. am Ende der Winterschule, o) am 1. p. Epiph., 2. eine Predigt über den Eid, 3. Predigt zum Gedächtnis der Reformation am letzten Sonn tage im Oktober oder ersten im November. 4. Die Armenpredigt am 4. p. Trin. und die nur empfohlene Predigt über Kindespflichten sind meistenteils außer Übung gekommen. (Hess. Visit.-Jnstr. v. 15. März 1834. Verordn, v. 24. Juli 1809. Hess. Ausschr. d. K. u. Schnlr. zu Gießen v. 20. März 1828. Hess. O.-Konsist.-Erl. v. 12. Dez. 1843. Hess. Konsist.-Vcrf. v. 18. Dez. 1777 u. v. 9. Dez. 1800). 3. Predigten werden beim Hanptgottesdienst immer gehalten. Beim Nachmittagsgottesdienst wird in der Regel in Städten und in Kirchcngemeinden, wo mehrere Pfarrer angcstcllt sind, wie am Vor mittag gepredigt. Dies geschieht allenthalben: am Buß- und Bettage, am ersten Feiertage der 3 hohen Feste und an den Sonntagen, wo vor mittags die Feier des heil. Abendmahls stattfand. (Nass. Lit., S. 3. u. 34). 19
[ 0.349999994, 0.7862499952, 0.7166666389, 0.7554545403, 0.6954545379, 0.5174999833, 0.5400000215, 0.621999979, 0.474999994, 0.6857143044, 0.6083333492, 0.7533333302, 1, 1, 0.9150000215, 0.8199999928, 0.2199999988, 0.7699999809, 0.8320000172, 0.8080000281, 1, 0.7639999986, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000075.xml
Versäumnis der Trauung. 303 des Kirchcnvorstands. Die gegen eine Entscheidung rechtzeitig erhobene Beschwerde hat aufschiebende Wirkung. (K.-Gcs. v. 10. Dez. 1884, 8 8 - 11 .) Abgesehen von diesen Hindcrnngsgründen steht cs dein Geistlichen nicht zu, eine erbetene Trauung zu verweigern. Auf Bcrlangen der Getrauten hat er eine Bescheinigung über den Vollzug der Trauung unentgeltlich zu verabfolgen. Die Trauungen sind zur Beurkundung in das Kirchenbuch der Pfarrei cinzutragcn, in welcher sic vollzogen wurden. (K.-Gcs. v. 10. Dez. 1884, 8 12). 7. Der Pfarrer soll auf diejenigen Glieder seiner Gcineindc, welche die Pflicht versäumen, für ihr Ehcbündnis die Trauung nach zu suchen, oder die eine Ehe eingehen wollen, für welche die Trauung zu versagen sein würde, vorerst durch scclsorgerlichen Zuspruch einwirken, auch die Kirchenvorsteher zu freundlicher und ernster Mah nung an dieselben veranlasse». Ilm diese Einwirkung rechtzeitig er folgen zu lassen, ist schon auf die Unterlassung der Anmeldung zur Trauung zu achten, wenn das bürgerliche Aufgebot bekannt geworden ist. Beide Nnplnricntcn sind hierbei als verantwortlich für die Ver letzung der kirchlichen Pflichten anzusehen. Wer ungeachtet dieser Einwirkung die Erfüllung der kirchlichen Pflicht beharrlich verweigert, verfällt den im Kirchengesetz vom 10. De zember 1884 näher angegebenen disziplinären Maßregeln, die indes erst nach erfolgter Eheschließung bei dem Standesbeamten cintrcten können. (Jnstr. zum K.-Disziplin.-Ges. v. 29. Ang. 1865. X. A. S. 42.) 8. Mischehen sind solche, bei welcher nur ein Teil evangelisch, der andere römisch-katholisch oder einer anderen christlichen Neligions- partci angehörig ist, (denn Ehen zwischen Christen und Nicht- christcn sind kirchlich unzulässig. S. o. S. 302). — Für den nicht evangelischen Teil würde hier zuständig zu Aufgebot und Trauung der Pfarrer seiner Konfession sein. Daher steht dem Paare frei, die eine oder andere Kirche für beides zu wählen. Doch ist der evangelische Teil von seinem Pfarrer darauf hinzuweisen, daß vom römisch-katholischen Geistlichen die Erziehung sämtlicher aus solcher Ehe zu erwartenden Kinder in dieser Konfession als Bedingung seiner Trauung verlangt wird. Wenn auch ein so abgefordcrtes Versprechen oder schriftliche
[ 0.6710000038, 0.3000000119, 0.8762500286, 1, 0.6233333349, 0.7147058845, 0.7466666698, 0.3939999938, 0.7900000215, 0.6241666675, 0.5627272725, 0.9524999857, 0.7450000048, 0.6066666842, 0.6169230938, 0.5124999881, 0.6287500262, 1, 1, 0.6825000048, 0.6999999881, 0.8100000024,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000262.xml
490 Ausführung der Reichsgesctze beauftragen. Bei der Voruntersuchung kommen die entsprechenden Be stimmungen der Strafprozeßgcsetzc zur Anwendung. Die Verrichtungen der Staatsanwaltschaft werden durch einen von dem Minister der geistlichen Angelegenheiten ernannten Beamten wahrgenommen. Der Gerichtshof kann mit Rücksicht auf den Ausfall der Vor untersuchung das Verfahren einstellen. In diesem Fall erhält der An geschuldigte Ausfertigung des darauf bezüglichen mit Gründen ausgc- fertigten Beschlusses (a. a. O., § 27 u. 28). Wird das Verfahren nicht eingestellt, so wird der Angeschuldigte unter Mitteilung der Anschuldigungsschrift zur mündlichen Verhandlung vorgeladen. Er'kann sich des Beistandes eines Rechtsanwalts als Ver teidigers bedienen. In dem Urteil wird entweder die Freisprechung, oder die Ent lassung des Angcschnldigtcn aus den von ihm bekleideten kirchlichen Ämtern ausgesprochen (a. a. O., § 29, 30). Kirchendiener, welche Amtshandlungen vornehmen, nachdem sie in Gemäßheit des Vorstehenden aus dem Amte entlassen sind, werden mit Geldbuße bis zu 300 Mk., im Wiederholungsfälle bis zu 3000 Mk. bestraft (a. a. O., 8 31). 2. Außer diesem Einschreiten des Staats in Diszipliuarsachen der Geistlichen hat derselbe die folgenden gegen dieselben gerichteten reichs- gesetzlichen Bestimmungen zu überwachen und anszuführen. Durch das Gesetz vom 10. Dezember 1871 ist hinter den 8 130 des Strafgesetzbuchs für das deutsche Reich als 8 130 a eingestellt worden: Ein Geistlicher oder anderer Religionsdiener, welcher in Aus übung oder in Veranlassung der Ausübung seines Berufes öffentlich vor einer Menschenmenge, oder welcher in einer Kirche oder an einem anderen, zu religiösen Versammlungen bestimmten Orte vor Mehreren Angelegenheiten des Staates in einer den öffentlichen Frieden gefähr denden Weise zum Gegenstände einer Verkündigung oder Erörterung macht, wird mit Gefängnis oder Festungshaft bis zu zwei Jahren be straft. (Ges. v. 10. Dez. 1871. R.-Ges.-Bl. S. 442.) Das Reichsgesetz vom 4. Mai 1874, betreffend die Verhinde rung der unbefugten Ausübung von Kirchcnämtcr», bestimmt:
[ 0.5600000024, 0.7089999914, 0.4699999988, 0.6838461757, 0.8550000191, 0.5666666627, 0.6399999857, 0.7553333044, 0.8116666675, 0.5266666412, 0.6607142687, 0.6949999928, 0.5070000291, 1, 0.728333354, 0.7033333182, 0.7680000067, 0.7599999905, 0.6930769086, 0.926666677, 0.7955555...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000066.xml
294 Dic Buchte. Gesang und Entfernung der Schulkinder und Nichtbcichtcndcn der litur gische Teil: Bcichtgebet, Frage an die Beichtenden, welche dieselbe mit „Ja" beantworten, Absolution, Gebet und Segen vorznnehmen. Die Teilnahme an der Beichte ist Bedingung der Beteiligung beim heiligen Abendmahl. (Nass. Lit. 281. Kirchenvisit. Frage Nr. 12. S. oben S. 192). Auch nachdem die Privatbeichte allenthalben abgcschafft ist (in Hessen 1769), bleibt cs dem Pfarrer nicht bloß gestattet, einzelnen, bei welchen er für nötig erachtet, besondere Belehrung, Ermahnung, Rat, Trost und Warnung zu erteilen, sondern er darf auch erwarten, das; von den Kommunikanten ein jeder, der ein besonderes Anliegen hat, sich mit Vertrauen an ihn wende und seinen Beistand annchmen werde. Die Verbindlichkeit des Geistliche», dasjenige, was ihm in solcher Beichte unter Bedingung der geistlichen Amtsverschwiegenheit mitgc- tcilt wurde, geheim zu halten, ist nicht bloß kirchlich angeordnet, sondern auch staatlich anerkannt. Das Nähere wird unten bei der Seelsorge hierüber mitgctcilt werden. (Hess. K.-O. 1724, S. 161, 162, 487. Reichs-Civil-Prozeß-Ordn., § 348). 3. Die Kommunion erfolgt nach der sonn- und festtäglichen Vormittags-Predigt, wobei die Kommunikanten in das Kirchengebct ein- znschlicßcn sind. Je nach Ortsgebranch bleibt die Gemeinde bei dieser Feier gegenwärtig, oder cs entfernen sich die Nichttcilnehmer nach em pfangenem passenden Segensspruche. Durchaus erforderlich hierbei ist die Austeilung in beiderlei Ge stalt mit Gebrauch von Brot und Wein und die feierliche Recitation der Stiftnngsworte, die Konsekration. Als liturgisch erforderlich ist weiter anzusehen: eine Abciidmahlsermahnniig nach vorausgcgangcncm Gesang, das Einleitungsgebet vor, und das Danksagungsgebet nach der Handlung. Im N a s s a u i s ch c n erfolgt die Feier nach Maßgabe der Liturgie, wonach die Austeilung erst an die männlichen, dann an die weiblichen Kommunikanten erfolgt, die ohne Rangnnterschied je zwei und zwei hcrantretcn. Brot und Kelch wird denselben in die Hand gegeben; nur Schwachen und Zitternden ist beides zum Mund zu reichen. Die hier vorgeschriebcnc Darrcichungsformel ist:
[ 0.5433333516, 0.5366666913, 0.4199999869, 0.6816666722, 0.3866666555, 0.7269999981, 0.7466666698, 0.6109091043, 0.6399999857, 0.5518749952, 0.7533333302, 0.9100000262, 0.7950000167, 0.7379999757, 0.5450000167, 0.5260000229, 0.3950000107, 0.7599999905, 0.5591666698, 0.6449999809...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000268.xml
496 Aussicht über die Kirchengcbäude. Mark dcr Regierungspräsident, bei höherer Summe der Minister der geistlichen Angelegenheiten. (S. oben S. 22, pos. 23. Ges. v. 6. April 1878, Art. 32. König!. Verordn, v. 19. Ang. 1878, Art. 1 und 3.) 3. Die nächste Aufsicht über die Kirchengcbäude steht dem Kirchenvorstande z». Wo derselbe einen Kirchmcistcr bestellt hat, führt dieser die besondere Aufsicht und hat in jedem Jahre wenigstens einmal eine amtliche Revision derselben vorzunehmen. Auch stellt er Anträge über die nötigen Verbesserungen derselben in den Sitzungen des Kirchenvorstands. Für größere Gemeinden ist außerdem die Bildung einer ständigen Baukommission empfohlen. Diese hat alsdann den baulichen Zustand dcr Kirche und aller der Gemeinde oder Pfarrei gehörenden Gebäude zu überwachen, in jedem Jahre wenigstens eine amtliche Revision derselben vorzunehmcn, auf die Erfüllung dcr inquilinischen Verpflich tungen von seiten dcr Nutznießer zu achten und darauf zu halten, daß alle der Gemeinde und Pfarrei gehörenden Gebäulichkeiten sich in gutem Zustande befinden. (Geschäftsordn. u. Jnstrukt. v. 30. März 1880, I. Art. 2 u. 3. S. oben S. 153.) Diese Behörde hat auch dafür zu sorgen, daß die Kirche gehörig verschlossen gehalten, daß sie öfters gereinigt und ausgelüftet, und daß alles von ihr fern gehalten wird, was den Anstand beleidigt. (Nass. Gen.-Reg.-Reskr. v. 21. Nov. 1817.) In höherer Instanz führt der Dekan eine allgemeine Aufsicht über die kirchlichen Gebäude und hat namentlich bei der Kirchenvisitation die Pfarr- und Kirchengebäude zu revidieren. (Jnstrukt. v. 30. April 1884, III pos. 5. S. oben S. 187.) Die Oberaufsicht hierüber steht dem Konsistorium zu. Insbesondere ist demselben die Aufsicht über die bauliche Unterhaltung und Wiederherstellung dcr Kirchen-, Pfarr-, Küster- und anderer kirch lichen Gebäude übertragen, vorbehaltlich dcr Bestimmung im Artikel 31 Nr. 2 des Gesetzes vom 6. Ang. 1878, wonach die Regelung streitiger Kirchen-, Pfarr- und Küsterci-Bausachen, sowie die Vollstreckung dcr einst weiligen Entscheidungen in diesen Sachen den Staatsbehörden verbleibt. Weiter ist dem Konsistorium noch die Vorsorge für die Versicherung dieser Gebäude gegen Feuersgefahr zugewiesen. (Erlaß d. Minist, d. gcistl. Angel, v. 28. Juni 1879, I-ir. I.)
[ 0.5466666818, 0.5112500191, 0.6499999762, 0.4900000095, 0.5546666384, 0.8899999857, 0.4133333266, 0.8475000262, 0.7733333111, 0.6228571534, 0.6999999881, 0.4399999976, 0.8862500191, 0.5866666436, 0.7763636112, 0.6868749857, 0.6200000048, 0.5600000024, 1, 0.4300000072, 0.77249...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000152.xml
380 Koilsislonalvcrfüguiig vom 31. Juli 1875 8 12. Werden kirchliche Amtshandlungen von evangelischen Geist- lichcn an Orten vorgenommcn, welche zu einer evangelischen Parochic nicht gehören, so sind sie in das Kirchenbuch der Parochic anfznnchmcn, in welcher der den Akt verrichtende Geistliche das kirchliche Amt verwaltet. 8 13. Die Eintragungen in die Kirchenbücher sollen dem be treffenden kirchlichen Akte thnnlichst bald Nachfolgen. Vor jedem Einträge hat sich der Kirchenbuchführer den die Namen der einzutragenden Personen erweisenden Auszug aus dem betreffenden bürgerlichen Standcsregistcr geben zu lassen und danach die entsprechenden Rubriken des Kirchenbuches anszufüllcn. Die Einträge in die Kirchen bücher müssen, insoweit die entsprechenden Angaben schon in den Standcs- registcrn enthalten sind, letzteren genau, auch bezüglich der Naincnschrcibung entsprechen. Ergeben sich Zweifel an der Richtigkeit dieser Angaben, so sind die betreffenden Personen oder der Standesbeamte darauf auf merksam zu machen. Erfolgt dann eine Berichtigung im Standcs- rcgistcr, so ist diese als Nachtrag in das Kirchenbuch aufzunchmen. Andernfalls ist, wenn der Kirchcnbnchführcr dennoch bei seinem Zweifel beharrt, eine diese darlegendc und begründende Ausführung unter den Anlagen des Kirchenbuchs nicdcrznlcgcn und auf dieselbe in der Rubrik: „Bemerkungen" zu verweisen. Soweit die Daten für die Kirchenbuchseinträge aus den Aus zügen der Standesbnchrcgister sich nicht ergeben, hat der Kirchcnbnch- führer durch Befragen der Beteiligten, sowie durch Nachschlagen der in seinem Gewahrsam befindlichen Kirchenbücher, nötigenfalls auch durch Erfordern weiterer Nachweise von den Beteiligten sich die Überzeugung von der Richtigkeit der einzutragenden Namen, Daten und Thatsachcn zu verschaffen. Ist die einzutragende Handlung, ohne daß der Kirchcnbnchführcr dabei zugegen gewesen ist, in der amtlichen Gegenwart eines anderen Geistlichen vorgenommcn, so muß dieser dem Kirchenbuchführcr darüber unverzüglich entweder persönlich eine mündliche oder eine mit seiner eigenhändigen NamenSuntcrschrift versehene schriftliche Anzeige machen. 8 14. In die Rubrik: „Bemerkung" soll dasjenige eingetragen werden, was nach den Umständen des einzelnen Falles für die Zwecke der Kirchcnbnchführnng von Wichtigkeit ist.
[ 1, 0.5545454621, 0.4066666663, 0.7400000095, 0.6675000191, 0.7925000191, 0.2199999988, 0.453333348, 0.7933333516, 0.5899999738, 0.474999994, 0.4033333361, 0.7292307615, 0.6499999762, 0.5899999738, 0.3300000131, 0.8299999833, 0.6775000095, 0.6499999762, 0.3449999988, 0.6959999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000168.xml
396 Formular der Tabelle II betreffend Äußerungen des kirchlichen Lebens in den Kirchenkreiscn der evangelischen Landeskirche in den neuen Preußischen Landesteilcn. (Bezirk des Konsistoriums zu ) -§ S 'S .2 ^ g S rS. % £ ö CQ -2 g K 'ushZ ^ us;tz)j;mäv tznv ■ä ■ajjjiuuojojg cs -oh>jiaoh,uz uTuvb mg j& £f » S 5 ’S ”§ c_> -u n ■>—' w * I| u H S 0,2° g ogH’.g g=’S '5s “ g Q 52 £ ® "= 5* ° II Iw S* 5. CS >C CQ-H . 'S » 2 CS K jä •jj.iauiuoJjfß <3 -ochjia^hniz «j -uTuvb uiI ■ Sd j_: ! 5 *^7 o 5 ^ a w S- b CS -~ CQ ~ « g G K jä •ojaoiiu.ioJojß 5 -chjii,h,nz <j •ltoSituB m C ® Ä § 'S s, ^ . CO *Ö _ co g ö g öS 'S- “? 1 ■» y a S- ■" WBÄ o 2 CS K -ö •JJ.lOUtUOjOJß es -zchsuohinz •(.ISJ^dS.UIIO)®) a sbiguvsigpA <s -uTuvb Ulg
[ 0.3600000143, 0.5537499785, 0.453333348, 0.8585714102, 1, 0.5230000019, 0.7049999833, 0.7566666603, 0.5600000024, 0.7133333087, 0.5049999952, 0.5866666436, 0.7235714197, 0.3633333445, 0.7015384436, 0.6091666818, 0.3799999952, 0.6833333373, 0.5559999943, 0.5500000119, 0.552307...
812437381
lb
1
null
null
null
null
null
00000190.xml
418 Einrichtung Die Schriftstücke müssen hier unter die gehörigen Rubriken ge bracht, die zn einer Rubrik kommenden Aktenstücke chronologisch geordnet und in einem oder mehreren Fascikeln znsammengekegt, mit einer Decke Umschlägen lind in das bestimmte Fach gelegt werden. Jedes Fach ist mit einer den Inhalt bezeichnenden Überschrift versehen. Die darin nntergebrachten Aktenstücke sind mit Nummern, Qnadrangeln, zu versehen, und zn leichterer Übersicht befindet sich an der Spitze eines jeden Fascikels ein Jnhaltsrcgister, der Elcnchus, dessen Nummern auf die Qnadrangeln Hinweisen. Es empfiehlt sich außerdem, über sämtliche Verordnungen ein nach dem Betreffen alphabetisch geordnetes Register zn führen. Die Fächer und Rubriken der Pfarr-Registratur gestalten sich nach den jetzigen Verhältnissen zweckmäßig in folgender Ordnung: 1. Jnventarien der Kirche, (Filialkirche, Kapelle :c.) und der Pfarrei. Urkunden über Stiftungen. Veränderungen in Besitz und Recht. 2. Geistliche Angelegenheiten. Verordnungen der Behörden über Gottesdienst, kirchliche Handlungen, Religionsunterricht, Seelsorge u. s. w. Verfassungs- und Synodalangclegenheite». Ehesachen. 3. Äußere Angelegenheiten der Kirche und Pfarrei. Pfarrei- Verwaltung. Personalien des Pfarrers und der Kirchendiener. Visi tationen und Konferenzen. Mitwirkung zu Staatszwecken. Öffentliche Sittlichkeit. 4. Kirchen- und Pfarr-Vcrmögen. Verfügungen über Ver waltung des Kirchen- und Pfarr-Gnts. Kapitalien. Rechte und Nutzungen. Kontrakte und Pachtprotokolle. 5. Rechnungen und Etats (Nechnungsüberschläge) der Kirche und Pfarrei. Urkunden und Verhandlungen deshalb. 6. Bauwesen. Unterhaltung der Kirchen- und Pfarrgebände. Neue Anschaffungen. Orgeln, Glocken, Mobiliar. 7. Wohlthätigkeitssachcn. Vereinswesen (Gustav-Adolf-, Missions-Angelegenheiten :c.). Kollekte». Armensachen. 8. Schulsachen. Verfügungen der Behörden. Schnlvorstands- angelegenheiten. Schnlinventar und Apparat. Lehrerpersonalicn. Unter richt. Prüfungen. Einzelne Schüler betreffendes. 9. Kirchenvorstandssachen. Den Vorstand selbst und die Gc- meinde-Vertretnng betreffendes. Ausführung der Beschlüsse. Wahlakten. Parochialverhältnisse.
[ 0.4600000083, 0.7345454693, 0.6100000143, 0.7438461781, 0.8283333182, 0.7925000191, 0.925999999, 0.5633333325, 0.6555555463, 0.7562500238, 0.6549999714, 0.4785714149, 0.7566666603, 0.400000006, 0.9120000005, 0.8299999833, 0.8133333325, 0.75090909, 0.6046153903, 0.8075000048, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000149.xml
Führung der Kirchenbücher. 377 lichcn Auszüge unentgeltlich vorzulegcu. (Rcichsmilitärges. v. 2. Mai 1874, 8 32. K. Ä. S. 43.) Hierzu werden dem Pfarrer gedruckte Formulare für Geburts und Todesschcine kostenlos vom Bürgermeister eiugchändigt. 2 . Die Kirchenbücher. 1. Die Aufsicht über die Führung der seit dem 1. Oktober 1874 an die Stelle der seitherigen getretenen Kirchenbücher wurde dein Konsistorium zugewiesen, welches hierüber unterm 31. Juli 1875 folgende Verfügung für den Konsistorialbezirk erließ. Nachdem durch Allerhöchsten Erlaß vom 6. März d. Js. die Aufsicht über das Kirchenbuchwesen rücksichtlich derjenigen Kirchenbücher, welche die seit dem 1. Oktober 1874 vorgenommcncn kirchlichen Hand lungen enthalten, den Konsistorien für die evangelischen Kirchen ihres Amtsbereichs übertragen und uns von dem Herrn Minister der geist lichen Angelegenheiten unter dem 16. April d. Js. die Ordnung dieser Angelegenheit für den Konsistorialbezirk Wiesbaden überwiesen worden ist, so haben wir die nachfolgenden Bestimmungen getroffen, welche wir hiermit bekannt machen und den Herren Geistlichen des Konsistorial- bczirks zur Nachachtung übergeben. tz 1. Die Führung der Kirchenbücher liegt den Parochialgcistlichcn ob. Für Parochien, in denen mehrere Personen das geistliche Amt verwalten, werden wir einen Geistlichen zur Führung der Kirchenbücher bestimmen, wenn diese Verpflichtung nicht bereits durch Berufs-Urkunde oder Herkommen fcststeht. 8 2. Die Kirchenbücher sollen aus drei Abteilungen bestehen: 1. dem Tarifverzeichnis; 2. dem Trauungsverzeichnis; 3. dem Bcgräbnisverzcichnis, welche mit Anwendung gedruckten Formularpapiers nach den anliegenden Probeschematcn zu führen sind. Die Verzeichnisse sind vor der Ingebrauchnahme in entsprechendem Umfange dauerhaft zu binden. Die einzelnen Blätter sind mit fort laufenden Zahlen zu versehen. 8 3. Jedem Bande ist ein Titelblatt vorzuheften, welches crgiebt: 1. Die Bezeichnung als Tauf-, Trainings- oder Begräbnis-Ver zeichnis;
[ 0.5371428728, 0.1700000018, 0.6071428657, 1, 0.6600000262, 0.7628571391, 0.75, 0.6845454574, 0.5844444633, 0.6449999809, 0.6100000143, 0.75, 0.6740000248, 0.2199999988, 1, 0.5649999976, 0.5699999928, 0.4699999988, 0.6324999928, 0.7533333302, 0.6200000048, 0.646666646, 0.6...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000367.xml
im Kreis Biedenkopf und Dekanat Homburg. 595 Alle Nechnungsexemplare werden gebunden oder steif broschiert, mit Schild und Titel versehen, ebenso die Urkunden, die einen besonderen Band bilden. (Jnstrukt. 8 58, 60, 80.) 3. Ende Mai jedes Jahres wird die Rechnung abgeschlossen an den Kirchenvorstand eingereicht. (Verordn, v. 6. Juni 1832, Art. 2.) Derselbe legt sic nach ortsüblicher Bekanntmachung acht Tage lang offen, und während dieser Frist ist es jedem Interessenten gestattet, Einsicht davon zu nehmen und Bemerkungen dazu niederznschrciben. Sodann hat der Kirchenvorstand die Rechnung zu untersuchen, Erinnerungen zu machen und mit seinem Gutachten über die beim Offenliegen gemachten Bemerkungen oder der Bescheinigung, daß solche nicht da sind, dem Dekan vorzulegen. Durch ihn gelangt sic ans Konsistorium. Dieses schließt dann mit oder ohne von Oberaufsichts- Wegen zu machenden Bemerkungen ab. Auch hier ist zu bemerken, daß die Revision dieser Behörde nur eine beschränkte ist und die Kirchenvorstände und Gemeindevertretungen für die Sicherheit der Berechnung selbst zu sorgen haben. Der Rechner hat die Revisionsbemerkungen zu beantworten, worauf das Konsistorium Beschlüsse faßt. Gegen den so erfolgten Abschluß kann der Rechner binnen drei Monaten Rekurs an den Minister ergreifen. Die Gemeindevertretung hat die Rechnung abzunehmen und dem Kirchenrechner Entlastung zu erteilen. Die Rechnungsoriginale und Urkunden werden vom Kirchcn- vorstand aufbewahrt. Die vorjährigen Reste sind ohne Dekretur in der nächsten Rech nung zu vereinnahmen. (K.-G.- u. S.-O., 8 33, pos. 9. Hess. Verw.- Ordn. v. 6. Juni 1832. Jnstrukt. 8 58, 60, 101.) B. Für die ehedem homburgischeu Gemeinden. Die Kirchenrechnungen sind innerhalb der zwei ersten Monate nach Ablauf des Rechnungsjahres aufzustcllen und in dreifacher Aus fertigung an den Kirchenvorstand einzureichen. Dieser prüft sie und sendet sic im dritten Monat mit einem Nevisionsprotokoll durch den Dekan ans Konsistorium. Nach erfolgtem Abschluß gehen zwei Exemplare an den Kirchen vorstand zurück, eins zum Aufbewahren, eins für den Rechner.
[ 0.8349999785, 0.7799999714, 0.5120000243, 0.5199999809, 0.437142849, 0.5462499857, 0.6999999881, 0.5500000119, 0.8488888741, 0.5833333135, 0.4199999869, 0.6449999809, 0.7979999781, 0.7254545689, 0.6733333468, 0.7616666555, 0.6366666555, 0.7480000257, 0.5577777624, 0.5666666627,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000465.xml
Unterbringung verwahrloster Kinder. 693 Ein abgewiescner Antrag darf nicht vor Ablauf von 6 Monaten erneuert werden. In außergewöhnlichen Fällen kann das Recht der Zwangserziehung auf den Antrag des verpflichteten Kommnnalverbandes durch Beschluß des Bormundschaftsgerichts bis "-zum vollendeten 18. Lebensjahre des Zöglings ausgedehnt werden, wenn eine solche Ausdehnung zur Er reichung des Zweckes der Zwangserziehung erforderlich erscheint. 8 11. Die gerichtlichen Verhandlungen sind gebühren- und stempel- frei. Die baren Auslagen fallen der Staatskasse zur Last. Beschwerden werden in dem für Vormnndschaftssachen bestehenden Jnstanzenzuge erledigt. 8 12. Die in 8 7 genannten Kominunalverbände haben für die Einrichtung öffentlicher Erziehungs- und Besserungsanstalten zu sorgen, wenn und insoweit es an Gelegenheit fehlt, durch Abkommen mit geeig neten Familien, Vereinen und Privatanstalten oder bestehenden öffent lichen Anstalten die Unterbringung der verwahrlosten Kinder zu bewirken. Die Kosten, welche durch Einliefernng in die Familie oder Anstalt und die dabei nötige reglementsmäßige erste Ausstattung des Zöglings und durch die Rückreise der Entlassenen erwachsen, fallen dem Orts- armenverbande, in welchem der Zögling seinen Unterstützungswohnsitz hat, alle übrigen Kosten des Unterhalts und der Erziehung, sowie der Fürsorge bei der Beendigung der Zwangserziehung den vorerwähnten Verbänden zur Last, soweit sie nicht aus dem eigenen Vermögen des Zöglings getragen oder von den aus privatrechtlichen Titeln zur Ali mentation Verpflichteten eingezogcn werden können. Die Verbände sind befugt, zur Bestreitung der Kosten die ihnen zufolge der Gesetze vom 8. Juli 1875 (Ges.-Samml. S. 497), vom 7. März 1868 (Ges.-Samml. S. 223), der Allerhöchsten Kabinctts- ordre vom 16. September 1867 (Ges.-Samml. S. 1528) und des Gesetzes vom 11. März 1872 (Ges.-Samml. S. 257) aus der Staats kasse gewährten Renten und Fonds zu verwenden. Sie erhalten dazu aus der Staatskasse einen Zuschuß i» der Höhe der Hälfte der ihnen nach dem zweiten Satze dieses Paragraphen obliegenden Ausgaben, dessen Betrag entweder im Einverständnis mit den einzelnen Verbänden periodisch als Pauschsumme, oder soweit ein Einverständnis nicht erreicht ist, jährlich auf Liquidation der im Vorjahre anfgewendcten Kosten vom Minister des Innern festgestellt wird.
[ 0.6153846383, 0.5400000215, 0.6585714221, 0.8266666532, 0.7400000095, 0.5475000143, 0.9300000072, 0.6200000048, 0.628000021, 0.603333354, 0.5633333325, 0.75, 1, 0.6442857385, 0.9462500215, 0.6885714531, 1, 0.6688235402, 0.5066666603, 0.5924999714, 0.7099999785, 0.7480000257...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000027.xml
Die Semiliarbibliothek. 255 Weitere Anschaffungen werden aus dem evangelischen Central- kircheufonds bestritten und haben die Professoren ihre Anträge über an zuschaffende Werke an das Konsistorium zur Genehungung einzusenden. Dermalen besteht diese Bibliothek aus 10500 Bänden, darunter 3000 neuere Werke. Dieselbe ist zunächst für die Professoren und Kandidaten in Herborn bestimmt; da aber durch die Anstalt zugleich die fortschreitende Bildung der Geistlichen des Bezirks gefördert werden soll, so können die dort augenblicklich entbehrlichen Werke auch an andere Geistliche auf angemessene kurze Zeit verliehen werden. (Nass. Reg.- Bcr. v. 25. Juli 1818, 8 2). Hierüber sind unterm 28. Oktober 1884 folgende nähere Be stimmungen des Konsistoriums getroffen worden: Bekanntmachung. Nachdem seitens der Verwaltung der Semiliarbibliothek zu Her born Beschwerden über Unregelmäßigkeiten in der Benutzung dieser Bibliothek und über Beschädigung der ans derselben entliehenen Bücher bei uns vorgcbracht worden sind, erlassen wir hierdurch über die Bc- nutznng genannter Bibliothek folgende Bestimmungen: 1. Die Bibliothek des theologischen Seminars zu Herborn ist gemäß der Verordnung vom 25. Juli 1818, 8 2, zunächst bestimmt für die Professoren und Mitglieder des Seminars. Es können aber die für den Augenblick dort entbehrlichen Werke auch an Geistliche des Bezirks ausgeliehen werden. An andere Personen werden Bücher nur aus nahmsweise, und wenn cs sich um Verleihung der Bücher über die Grenzen des Bezirks hinaus handelt, nur mit unserer Genehmigung verliehen. 2. Besonders kostbare Werke oder Teile derselben werden nicht verschickt, sondern sind zu bestimmten Stunden im Auditorium des Seminars zu benutzen. 3. Die zu entleihenden Bücher sind schriftlich bei der Bibliotheks- Verwaltung zu bestellen, über den Empfang ist auf vorgcdrucktem For mular umgehend eine Quittung franko einzusende». 4. Die Verleihung erfolgt zunächst auf vier Wochen und wird, sofern das Buch nicht anderweit bestellt ist, auf weitere vier Wochen stillschweigend verlängert. Dann aber ist das Buch zurückznsenden oder Verlängerung der Frist nachzusnchen; andernfalls ergeht eine unfran kierte Erinnerung.
[ 0.6066666842, 0.6568421125, 0.676666677, 0.7714285851, 0.8446153998, 0.9016666412, 0.676666677, 0.5299999714, 0.746923089, 0.7087500095, 0.8075000048, 0.6779999733, 0.4199999869, 0.621999979, 0.5199999809, 0.7972727418, 0.8100000024, 0.8742856979, 0.7825000286, 0.6200000048, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000099.xml
des Schulvorstands in dm ncissanischcn Gemeinden. 327 mit seinen Bemerkungen begleitet, an den Schnlinspcktor zur Genehmigung sendet; 2. er überwacht die Ausführung dieser Lehrstundcntabcllc, die Lehrmethode des Lehrers, sowie daß nur die vorgeschriebenc» Lehrbücher gebraucht werden; 3. er zieht bei den anderen Pfarrern Erkundigungen über den von ihnen erteilten konfessionellen Religionsunterricht ein und berichtet darüber vierteljährlich an den Schnl inspcktor; 4. er sorgt für den Unterricht taubstummer Kinder; 5. er soll sich bemühen, passende Lehrerinnen für die In dustrieschule ausfindig zu machen. 5 . Die Mitanfsicht über die Lokalschulfonds kommt dem Gesamtschnlvorstandc zu, sofern sie durch besondere Stiftungen entstanden sind und besonders verwaltet werden. 3. Die Dienstverhältnisse. Die Schulvorstände sind dem Schnlinspcktor für ihre Dicnst- führnng verantwortlich und haben ihm ihr Gcschäftsprotokoll vorzulcgen. Sic sind in Bezug auf Herstellung und Erhaltung der Schnl- gebäulichkeiten der Verwaltungsbehörde untergeben und erhalten von ihr in dieser Beziehung Weisungen, für deren Vollzug sic verantwort lieh sind. Hierüber haben sic auch an den Schnlinspcktor zu berichten. 4. Die Geschäftsordnung. 1. Den Vorsitz im Schulvorstand führt, wenn nicht der Schnl inspcktor oder Seminardirektor am Orte wohnt, der Pfarrer; bei mehreren Geistlichen einer Konfession der Dienstälteste; bei verschiedenen Konfessionen derjenige, dessen Konfession die Mehrheit der Einwohner angehört; wenn beide Konfessionen gleich stark sind, die Geistlichen beider in vierteljährlichem Wechsel. An gemischten Orten, wo kein Pfarrer wohnt, hat den Vorsitz der Kirchspielspfarrer, dessen Konfession die Mehrzahl der Einwohner angehört. An Orten, wo zwei Geistliche mit verschiedenen Pfarrsprengeln wohnen, dirigiert jeder die Schulvorstände der zu seinem Pfarrsprengel gehörenden Schulbezirke. Die Regierung kann vom Vorsitz entbinden oder dcn- 22 *
[ 0.5299999714, 0.495714277, 0.349999994, 0.4149999917, 0.6492307782, 0.4850000143, 0.2866666615, 0.8166666627, 0.7633333206, 0.9027272463, 0.6999999881, 0.2599999905, 0.6233333349, 0.7007142901, 1, 0.5281817913, 0.7214285731, 0.7549999952, 0.4799999893, 0.8188889027, 0.5799999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000436.xml
064 Kirchliche Armen- und Krankenpflege. der gesetzlich vorgeschriebenen Verrechnung der Kollcktengelder bei der jährlichen Kirchenrechnung, über die Verwaltung derselben dein Kirchenvorstande Rechnung. 3. Sie sorgen dafür, daß die zuvor angeführten gesetzlichen Bc- stiminungen über die kirchliche Armenpflege, sowie die erforder liche Beiordnung von Helfern und das Einvernehmen mit den bürgerlichen Armenbehörden :c. zur Ausführung gelangen. (Gcschäftsordn. und Jnstrukt. v. 30. März 1880, Art. 2. S. o. S. 153.) 3. Als Mittel zur Leitung der Armen- und Krankenpflege sind dem Kirchenvorstande, außer den bereits hierzu verhandenen Fonds an Stiftungen und Schenkungen, sowie den besonderen Gaben, die Erträgnisse der gewöhnlichen Kirchcnkollcktcn hingewiesen. Zur gleichmäßigen Ausführung dieser Ordnung hat das Kon- sistorium unterm 30. Januar 1880 folgende Verfügung erlassen, be treffend: Die Verwendung der Kirchenopfer. In dem von dem Ausschüsse der 2. ordentlichen Bezirkssynode am 15. Oktober a. pr. der 3. ordentl. Bezirkssynode erstatteten Bericht war bemerkt worden, daß die für die Ortsarmenpflege bestimmten kirchlichen Opfer in einzelnen Gemeinden mißbräuchlich für laufende kirchliche Aus gaben verwendet würden. Infolge dessen hat die 3. ordentl. Bezirkssynode diese, auch von ihr als mißbräuchlich bezeichnete Verwendung in ihrer X. Sitzung ausdrücklich gemißbilligt und uns ersucht, ans Abstellung derselben in allen Gemeinden hinzuwirken. Wir teilen die Auffassung der Bezirkssynode, daß die bei den öffentlichen Gottesdiensten an Sonn- und Festtagen erfüllenden Opfer, soweit nicht durch kirchenregimentliche Verfügung über den Ertrag derselben an bestimmten Tagen anderweite Bestimmung getroffen wird, zur Ortsarmenpflege zu verwenden und dem Kirchenvorstande, dem nach 8 18 der Kirchengemeinde- und Synodal-Ordnung vom 4. Juli 1877 die Leitung der kirchlichen Armen- und Krankenpflege obliegt, zu genanntem Zwecke zu überweisen sind. Die Kirchenvorstände veranlassen wir hierdurch, für die Folge dementsprechend zu verfahren und die betreffenden Einnahme- und Ans gabeposten nach Maßgabe dieser Bestimmung zu budgetieren. (Konsist.- Verf. v. 30. Jan. 1886. C. Nr. 195. X. A. S. 5.)
[ 0.4699999988, 0.7120000124, 0.6299999952, 0.473333329, 0.4257142842, 0.3433333337, 0.4819999933, 0.5456249714, 0.8954545259, 0.7400000095, 0.5626666546, 0.7166666389, 0.5033333302, 0.7979999781, 0.8468750119, 0.7074999809, 0.6999999881, 0.6710000038, 0.8366666436, 0.5074999928,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000142.xml
370 Entschädigung der Geistlichen ferne» enthält, so wird dafür die einfache Taxe für beide berechnet, für jede dritte nnd weitere Person aber werden immer 29 Pfennige (=10 Kreuzer) als Vergütung weiter entrichtet. (Nass. Gen.-Rcg.- Rcskr. v. 30. Scpt. 1817, 8 20. Dcsgl. v. 27. Juni 1818 nnd v. 23. Jan. 1826.) In dem Kreis Biedenkopf bestehen nur ortsübliche Taxen für solche Scheine; im Amt Homburg werden für jeden Auszug 86 Pfennige (= 30 Kreuzer) berechnet. Gebührenfrei sind die Auszüge, welche von öffentlichen Behörden ausdrücklich und schriftlich als gebührenfrei erfordert werde», oder die einer anderen Behörde ex officio zur Erreichung eines öffentlichen Zweckes mitzuteilcn sind, so namentlich an die Standesbeamten; und in der Regel die zu den Bormundschaftsakten zu requirierenden Register- auszüge. (Berf. d. Reg. I v. 31. Mai und II v. 31. Oktbr. 1876. X. A. 74. Gesetz v. 13. Aug. 18.69, § 3, Nr. 1 u. 17.) Nach Z 54 des Civilstandsgesetzcs 7voin 9. März 1874 soll ein besonderes Gesetz die Vorbedingungen, die Quelle und das Maß der Entschädigung derjenigen Geistlichen und Kirchendiener bestimmen, welche nachweislich iitfolgc desselben einen Ausfall in ihrem Einkommen er leiden, nnd es bleiben diese landesgesetzlichen Vorschriften vom späteren Reichsgesetzc unberührt. (Reichsgesetz v. 6. Febr. 1875, § 73, pos. 1). Bis zum Erlaß dieses Gesetzes erhalten die zur Zeit der Ema nation des Gesetzes vom 9. März 1874 im Amte befindlichen Geist lichen und Kirchendiener für den nachweislichen Ausfall an Gebühren eine vom Minister der geistlichen re. Angelegenheiten nnd dem Finanz- minister festzusetzende Entschädigung aus der Staatskasse. 3. Zur Ausführung dieser Vorschrift hat der Minister der geist lichen re. Angelegenheiten im Einverständnis mit dem Finanzministcr folgende Bestimmungen getroffen: I. Berechtigt zur Entschädigung sind nur diejenigen Geistlichen*), welche sich bereits am 26. März 1874 im Amte befunden haben nnd ans Stolgcbührcn als einen Teil ihres Amtseinkommens angewiesen sind. Fließen die Gebühren zur Kirchcnkassc und steht den Geistlichen nur eine Quote ihres Gesamteinkommens an Gebühren zu, so wird die Entschädigung nach dieser Quote berechnet. Ist dem Geistlichen ein *) Andere Kirchendiener haben im Bezirke keine solche Ausfälle erlitten.
[ 0.8899999857, 0.7453846335, 0.276666671, 0.6263636351, 0.4683333337, 0.7112500072, 0.4850000143, 0.9549999833, 0.8280000091, 0.5500000119, 0.6424999833, 0.5550000072, 1, 0.7200000286, 0.7620000243, 0.8833333254, 0.7875000238, 0.6883333325, 0.5933333039, 0.9442856908, 0.801666...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000215.xml
Zuschüsse zu derselbe». 443 1. dcr Pacht dcr Grundstufe; 2. der Stcigschilling von versteigertem Holz und andern Wald- nutzungen; 3. die Kapitalzinsen der Pfarrei; 4. der Geldertrag von Gerechtsamen. Alle Besoldungszahlungcn müssen aufs Kalenderjahr reguliert sein, und die Zahlungen ans dem Kirchenfonds werden in Quartal raten pränumerando vom Kirchenrechncr geleistet. Die Relnition für Blutzehnten erfüllt den 31. Dezember. Die übrigen Gefälle werden auf den Termin entrichtet, welcher durch Vertrag oder Observanz bestimmt ist; Kapitalzinscn und Pachtgelder am Erfalltage. II. In Hesse» kann dcr Pfarrer die Pachtgelder von Bcsoldnngs- gütcrn selbst cinzichcn oder durch einen von ihm zu bezahlenden Erheber vereinnahmen lassen. Die Beitreibung dcr Zinsen von Bcsoldnngskapitalien ist Sache des Kirchenrechners. Im übrigen hat dcr Vcsoldnngsinhabcr die Ent richtung dcr ihm zukomincnden Besoldnngsteile selbst zu fordern, event. ans dem Wege gerichtlicher Klage. Nur wo dcr rechtliche Anspruch dcr Stelle als solcher ans einen Bcsoldungstcil bestritten wird, geschieht die Verfolgung desselben zu Lasten des betreffenden Fonds durch die Kirchenbehörde. (Küchlcr, Großh. Hess. Verwaltungsgesetzgebung, II. S. 568.) Zweites Kapitel. Die Zuschüsse. Weil die festdoticrten Besoldungen dcr Geistlichen zum Unterhalte dcr Pfarrfamilie nicht ansrcichten, hat man darauf Bedacht genommen, das Einkommen der Pfarrer durch Zuschüsse aus anderen Kassen zu erhöhen. Solche werden für den Bezirk aus Staats- und Shnodal- kasscn geleistet. a. Ataatsziifchnsle. Die Verbesserung dcr äußeren Lage dcr Geistlichen dcr preußischen Landeskirche wurde im Jahre 1873 durch Zuschüsse aus Staatsmitteln begonnen, und um dieselbe in nachhaltigerer Weise fortznführen, wurde im Staatshaushaltsctat von 1876 dcr dafür ansgcsctztc Fonds durch die Neubewilligung pon zwei Millionen Mark verstärkt.
[ 0.6999999881, 0.3199999928, 0.6029999852, 0.5366666913, 1, 0.7033333182, 0.5899999738, 0.4166666567, 0.8163636327, 0.7250000238, 0.7466666698, 0.75, 0.6499999762, 0.6923077106, 0.3425000012, 0.4566666782, 0.5633333325, 0.628000021, 0.8690000176, 0.6100000143, 0.6166666746, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000446.xml
674 (Statuten fee« Bei den Abstimmungen entscheidet einfache Stimmenmehrheit. Über die Verhandlungen wird ein Protokoll ausgenommen und von den Mit gliedern des abgehenden, wie des neugewählten Vorstandes (8 9), so weit dieselben anwesend sind, unterzeichnet. § 7. Die Generalversammlung entscheidet endgültig über alle Anträge, welche von dem Vcrcinsvorstandc, den Direktionen der Vcr- eiusaustaltcn und von einzelnen Vercinsmitgliedcrn an sie gebracht werden. Sie kann jede Maßnahme des Vcrcinsvorstandes, soweit nicht erworbene Rechte Dritter entgegenstehen, außer Kraft setzen. Sic allein kann die Gründung neuer und die Aufhebung bestehender Anstalten und Unternehmungen des Vereins beschließen. Zur Aufnahme von Passiv-Kapitalien und zur Veräußerung von Immobilien ist die vorgängige und zur Bewilligung von etwaigen Remunerationen an Vorstandsmitglieder mindestens die nachträgliche Genehmigung der Generalversammlung cinzuholen. 8 8. Der ordentlichen Generalversammlung hat der Vorstand von Amtswcgcn ein Verzeichnis der Vereinsmitglieder, eine Übersicht über den Vermögcnsstand und die Jahresrechnnngen, letztere unter Anschluß eines Prüft,ngszeugnisses, vorzulcgen, über die Entwicklung »nd Thätig- feit des Vereins Bericht zu erstatten und über seine eigene Verwaltung Rechenschaft abzulegen. Der außerordentlichen Generalversammlung sind, soweit als mög lich, alle gewünschten Aufschlüsse über die Lage des Vereins zu geben. 8 9. Der Vereinsvorstand besteht aus 6 Mitgliedern, die von der Generalversammlung gewählt werden und von denen jährlich zwei ansscheidcn, die wieder wählbar sind. Die Wirksamkeit des gewählten Vorstandes beginnt mit dem Schluß der Generalversammlung und dauert bis zum Eintreten eines neuen Vorstandes. 8 10. Der Vorstand wählt ans seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter desselben. Die Geschäftsbehandlung im Vor stand ist kollegialisch. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Zur Beschlußfassung ist die Mitwirkung von min destens fünf Mitgliedern des Vorstandes erforderlich. Die Beschlüsse werden von dein Vorsitzenden mitvollzogen, die Ausfertigungen unter der Firma des Vereins von ihm allein nntcr- zeichnct; nur Urkunden, durch welche der Verein vermögcnsrcchtlich ver-
[ 0.426666677, 0.5066666603, 0.4524999857, 0.7533333302, 0.5233333111, 0.7591666579, 0.7554545403, 0.5475000143, 0.7868750095, 0.3899999857, 0.5333333611, 0.5676922798, 0.8475000262, 0.8433333039, 0.4099999964, 0.7154545188, 0.926666677, 0.473333329, 0.6966666579, 0.5266666412, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000093.xml
Die Schulaufsicht der Gcistlicheu. 321 der Kirchengemeinde in bezug auf die Schule zu vertreten, eine un mittelbare Einwirkung auf dieselbe steht ihm aber nicht zu; sondern er hat Mißstände in der religiösen Unterweisung oder in sittlicher Be ziehung bei den Organen der Schulverwaltung zur Anzeige zu bringen. (K.-G. ii. S.-O., § 17, Abs. 1). Die alleinige Beaufsichtigung des Unterrichts- und Erzichnngs- wescns ist dem Staat zugewiesen durch das Gesetz vom 11. März 1872: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen :c. ver ordnen, in Ausführung des Artikels 23 der Verfassungs-Urkunde vom 31. Januar 1850, mit Zustimmung der beiden Häuser des Landtags für den Umfang der Monarchie, was folgt: § 1. Unter Aufhebung aller in einzelnen Landesteilcn cntgcgcn- stehcnden Bestimmungen steht die Aufsicht über alle öffentlichen und Privat-Untcrrichts- und Erziehungs-Anstalten dein Staate zu. Demgemäß handeln alle mit dieser Aufsicht betrauten Behörden und Beamten im Aufträge des Staates. Z 2. Die Ernennung der Lokal- und Krcisschnlinspcktorcn und die Abgrenzung ihrer Aufsichtsbezirke gebührt dem Staate allein. Der vom Staate den Inspektoren der Volksschule erteilte Auftrag ist, sofern sic dies Amt als Neben- oder Ehrenamt verwalten, jederzeit widerruflich. Alle entgegenstehenden Bestimmungen sind aufgehoben. 8 3. Unberührt durch dieses Gesetz bleibt die den Gemcinden und deren Organen znstchcnde Teilnahme an der Schulaufsicht, sowie der Artikel 24 der Berfassnngsnrkunde vom 31. Januar 185)0. 8 4. Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Mcdizinal- angelegenheiten wird mit der Ausführung dieses Gesetzes beauftragt. Urkundlich re. (Gesetz-Samnilnng, S. 183). Wenn hiernach auch die Ernennung des Lokalschulinspcktors dem Staate Vorbehalten, und dieser Auftrag jederzeit widerruflich ist, so wird doch, wenn nicht ganz besondere Gründe vorliegcn, jedem in ein Pfarramt cintrctendcn Geistlichen zugleich diejenige Funktion an der Schule zngewiescn, die nach den früheren Bestimmungen hierüber mit diesem Amte verbunden ist, namentlich der mit der Schnlinspcktion ver- bnudcne Vorsitz im Schulvorstand. Er empfängt darüber ein besonderes Dekret, sobald ihm die betreffende Stelle definitiv verliehen wird.
[ 0.3600000143, 0.6892307401, 0.5099999905, 0.7383333445, 0.5299999714, 0.426666677, 0.7080000043, 0.375, 0.8460000157, 0.3666666746, 0.7533333302, 0.7733333111, 0.3199999928, 0.7129999995, 0.7049999833, 0.7549999952, 0.7850000262, 0.7889999747, 0.3100000024, 0.5849999785, 0.62...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000264.xml
492 Die kirchliche Disziplin. Personen, welche nach den Vorschriften des Gesetzes ihrer Staats angehörigkeit in einem Bundesstaate verlustig erklärt worden sind, ver lieren dieselbe auch in jcdcin anderen Bundesstaate lind können ohne Genehmigung des Bundesrates in keinem Bundesstaate die Staats angehörigkeit von neuem erwerben. Personen, welche wegen Vornahme von Amtshandlungen in einem Kirchenamte, das den Staatsgesetzen zuwider ihnen übertragen, oder von ihnen übernommen ist, zur Untersuchung gezogen werden, kann nach Eröffnung der gerichtlichen Untersuchung durch Verfügung der Landcspolizeibehörde bis zur rechtskräftigen Beendigung des Verfahrens der Aufenthalt in bestimmten Bezirken oder Orten versagt werden. (Ges. v. 4. Mai 1874. K, A. S. 29.)
[ 0.5299999714, 0.4600000083, 0.773999989, 0.7480000257, 0.8088889122, 0.7366666794, 0.6449999809, 0.5966666937, 0.7925000191, 0.7966666818, 0.8050000072, 0.8019999862, 0.3933333457, 0.6315384507, 1, 0.523999989, 0.7933333516, 0.8733333349, 0.675714314, 0.6349999905, 0.91000002...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000323.xml
KirchcnfondZbiidgetS in Nassau. 551 Sollen solche Kapitalien zur Bestreitung laufender Ausgaben ver wendet werden, so ist die Zustimmung der Gemeindevertretung ebenso wie bei Nr. 9 nachzuweisen. 12. Aufgenommene Passiv-Kapitalien. Die Notwendigkeit der Aufnahme, sowie die Zustimmung der Gemeindevertretung ist hier nachzuweisen. Bei allen Anleihen, welche nicht im Laufe der Voranschlagsperiode zurückerstattet werden können, muß die Zustimmung der Staatsbehörde beigcbracht werden. Desgleichen, wenn damit eine dingliche Belastung des Grundeigentums der Kirche verbunden ist. 13. Erlös aus veräußerten Grundstücken. Die zum Ver kauf bestimmten Immobilien (Grundstücke, Gebäude rc.) werden nach ihrem abgcschätztcn Wert oder mutmaßlichen Erlöse in Einnahme gebracht und im Spezialetat unter Angabe der Vcrfalltermine der Beträge einzeln nachgewiescn. Wenn die höhere Ermächtigung dazu schon früher erfolgt ist, die Beträge jetzt aber erst in Einnahme vorzusehen sind, so muß auf die genehmigende Verfügung Bezug genommen werden. Sowohl die Zu stimmung der Gemeindevertretung, als auch der Staatsbehörde ist hierbei nachzuweisen. 14. Schenkungen und Vermächtnisse. Die bekannt gewordenen werden mit dem Namen des Gebers und der Zeit ihres Eingangs nachgetviesen. Dabei ist stets die Zweckbestimmung vorzumcrkcn, damit die Stiftungen evident erhalten und nach dem Willen des Stifters zur Verwendung gebracht werden. Auch hier ist die höhere Genehmigung nachzuweisen. 15. Einnahmen zu besonderen Zwecken sind Stiftungen und Gaben, die zu bestimmten Zwecken zu verwenden sind. Sie werden mit vollständiger Beschreibung und die neu eintretcnden mit Beifügung der zurAufklärung dienenden Urkunden in beglaubigter Abschrift aufgeführt. 16. Verwaltungsausgaben. Zu denselben gehören und sind im Spezialctat einzeln aufzuführen: die Kosten für Anschaffung des Amtsblatts der Regierung und für Einband des gratis der Pfarrei gelieferten Kirchlichen Amtsblatts, Schreibmaterialien für den Kirchcn- vorstand, Kirchenbücher, Formularien zu Budget und Rechnung, Porto, Buchbinderlohn und dergl., sowie die Hebgebühren des Rechners. Hierbei ist anzugeben, von welchen Einnahmen der Kirche und Pfarrei solche in Aussicht genommen sind. (S. oben S. 173.) 36 *
[ 0.6115000248, 0.9700000286, 0.5457142591, 0.4633333385, 0.9066666961, 0.6816666722, 0.6029999852, 0.7933333516, 0.6545454264, 0.6255555749, 0.6012499928, 0.5066666603, 0.5566666722, 0.675714314, 0.6600000262, 0.8466666937, 0.8566666842, 0.6299999952, 0.6166666746, 0.6200000048,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000223.xml
"bcv Pfarrer in Nassau. 451 dauert, für jede Nacht als Vergütung für Logis, Beleuchtung und etwaige Heizung vergütet: a. den Pfarrern und Vikaren mit 1 Mark 72 Pf. (einem Gulden); b. den nicht ordinierten Kandidaten mit 1 Mark 15 Pf. (vierzig Kreuzer), ohne das; sie Quittung hierüber bci- bringen müssen. 3. Für Transportkosten werden vergütet: a. den Pfarrern und Vikaren innerhalb ihres Kirchspiels nichts; außerhalb ihres Bezirks auf die Entfernung von mehr als 4,5 Kilometer (einer Stunde) 2 Mark 5? Pfg. (ein Gulden 30 Kreuzer) für den Hin- und Rückweg zusammen ohne Quittung für den Tag; dauert das Geschäft länger als einen Tag oder auch nur einen, jedoch so, daß der Rückweg an demselben nicht mehr gemacht werden konnte, so wird das Doppelte der Reisekosten ohne Quittung ver gütet. Höhere Auslagen aber werden belegt mit der Quittung des Transportmittelverleihers, wobei auch die etwaige Auslage für Futtergeld und Trinkgeld in Rechnung gebracht werden darf; b. den Kandidaten auf Entfernung von mehr als 4,5 Kilo meter eine Vergütung von 2 Mark 57 Pfennig. Zur näheren Beurteilung, ob die Pfarrer, Vikare und Kan didaten der Theologie Transportvergütnng anzusprcchen haben, ist überall, wo Transportkosten von den Dekanen angewiesen werden, von denselben die Entfernung von mehr als 4,5 Kilometer zu bescheinigen. Die Diätenrechnungen der Pfarrer, Vikare und Kandidaten sind binnen 8 Tagen nach Beendigung des Geschäfts an die Dekane zur Anweisung auf die betreffenden Fonds vorzulegen. Der Pfarrer dagegen darf sich selbst keinerlei Vergütung aus dem Kirchenfonds anweiscn. Auf der Diätenrechnnng ist das Datum der Reise, die Ursache derselben nebst der Entfernung des Wohnorts vom Ort des Geschäfts (nach der Wagner'schcn Entfernungskarte) anzugeben. (Nass. Ed. vom 8. Sept. 1816, Z 6. Desgl. v. 8. April 1818, § 7. Nass. Gcn.- Reg.-Reskr. v. 2. März 1822. Desgl. v. 25. April 1828. Desgl. v. 6. Dez. 1830.)
[ 0.337500006, 0.5785714388, 0.7099999785, 0.7242857218, 0.7699999809, 0.5885714293, 0.7633333206, 0.6150000095, 0.6179999709, 0.7733333111, 0.4744444489, 0.7666666508, 0.6566666961, 0.7372727394, 0.5033333302, 0.612857163, 0.6357142925, 0.9033333063, 0.9250000119, 0.7599999905, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000357.xml
in Nassau. 585 4. Die Wicdcnnlürssctzung darf keine andere Fassung erhalten als die nachstehende: „Wieder in Kurs gesetzt." N., den ... tcn 18 ... Der Kirchenvorstand der Gemeinde. Diesem Vermerk muß das Kirchensiegel in schwarzer Farbe, sowie die Unterschrift des Vorsitzenden und noch zweier Mitglieder bci- gcfügt sein. 5. Sowohl bei den Außer-, als bei de» Wicdcrinkurssetzungs-Vcr- mcrken ist auf die größte Raumersparnis Bedacht zu nehmen. (Minist.- Erl. v. 5. Nov. 1880. K. A. 71. Reg.-Berf. v. 18. Okt. 1869.) Nr. 6. Numn Posten. er der Belege. Rcchnnngsübcrschnsse und Ansständc. — 508 M. 18 Pf. — Betra M. 3- Pf. Anmerkung. I. 9tach dem Abschlüsse der 18.. Rcch- »nng verblieb ein hier z» verein nahmender Überschuß von 484 M. 91 Pf. Hiervon ab der i» Nr. 6 der Rechnung pro 18... irriger Weise vereinnahmte Betrag von 1 M. 43 Pf., welcher nicht verein nahmt, sondern ver ausgabt^ werden mußte, mit ... 1 „ 43 „ bleiben . . 483 M. 48 Pf. 483 48 S. Nr. 24. Summa für sich — — Nr. 8?) Nnmnier der Posten. ^Belege. Erlös ans Gerätschaften und Naturalien. — 680 Dt. 40 Pf. — Betrag. M. ,Pf. Anmerkung. l. 34. Die kleine Orgel, welche re. . . . 75 — 2. 35. Ein abgängiger silberner Äclch rc. . 60 40 3. 36. Abfälle, welche rc., versteigert zu. . u. s. w. Summa . 10 *) Die früher hier angefügte Naturaliciirechnung kommt jetzt im Bezirk nicht mehr vor.
[ 0.7400000095, 0.5871428847, 0.6066666842, 0.7149999738, 0.7799999714, 0.5955555439, 0.5525000095, 0.5059999824, 0.6416666508, 0.6728571653, 0.6862499714, 0.8799999952, 0.7333333492, 0.8323076963, 0.9357143044, 0.5299999714, 0.8949999809, 0.8799999952, 0.6133333445, 0.7966666818...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000141.xml
Auszüge aus de» alteren Ständesregistcrn. 369 1. März 1875 für die Preußische Monarchie in kraft. Das übrige Gesetz kam laut § 79 mit dem 1. Januar 187(5 in Geltung. (Königl. Verordn, v. 14. Fcbr. 1874. K. A. S. 17.) 2. Diejenigen Bücher, welche bei uns bis zum 1. Okt. 1875 zur Beurkundung des Personenstandes dienen, bleiben in Verwahrung und unter der Verantwortlichkeit der Geistlichen, stehen aber unter Ans- sicht der Staatsbehörde. Es sind dies in Nassau die Civilstandsregister, in Hessen die diesen gleichgeltenden Kirchenbücher bis zum genannten Zeitpunkt. (Nass. Gen.-Neg.-Reskr. v. 30. Sept. 1817. Großh Hess. O.-Konsist.-Bcrf. v. 24. Sept. 1807. Gesetz v. 6. April 1878, Art. 31, pos. 4. S. oben S. 82.) Nach ß 53 des Preußischen Civilstandsgcsetzes und nach § 73 des Reichsgesetzes verbleibt den bis zu deren Erlaß mit der Führung der Standesregister oder Kirchenbücher betrauten Geistlichen die Be rechtigung und Verpflichtung, über die bis zur Wirksamkeit dieser Ge setze eingetretenen Geburten, Heiraten und Stcrbcfällc Atteste zu erteilen. (Ges. v. 9. März 1874. X. A. S. 13. Neichsgesctz v. 6. Febr. 1875, § 73. S. oben S. 365.) Diese Atteste und Auszüge sind in deutscher Sprache auszufertigen und mit Unterschrift des die Civilstandsregister führenden Geistlichen und dem Kirchensiegel zu beglaubigen. Müssen sie auf frühere Kirchen bücher begründet werden, so werden sie von dem Geistlichen, welcher diese besitzt, durch wörtliche Auszüge ans denselben ausgefertigt und auf dessen Unterschrift von demjenigen, welcher die Civilbücher führt, als richtig und Glauben verdienend legalisiert, unterschrieben und be siegelt. Die Gebühr dafür kommt alsdann demjenigen zu, welcher die Extrakte fertigt. (Nass. Neskr. v. 30. September 1817, 8 21 und v. 17. Juni 1818.) Diese Auszüge, sowie alle Geburts-, Tauf-, Aufgebots-, Ehe-, Trau-, Toten- und Beerdigungsscheine sind stempelfrei. (Gesetz vom 26. März 1873. K. A. S. 25.) Die Gebühren für solche Auszüge betragen in Nassau 1 M. 10 Pf. (= 40 Kreuzer) für jeden einzelnen. Es sollen nicht mehrere ans einen Bogen geschrieben werden, mit Ausnahme des Falls, wo zum Bchufc der Aufstellung eines Stammbaums oder eines Gcschlcchts- registers Auszüge verlangt werden. Wenn der Stammbamn nur 2 Per-
[ 0.6185714006, 0.5633333325, 0.7433333397, 0.5699999928, 0.6470588446, 0.8600000143, 1, 0.8575000167, 0.8725000024, 0.9066666961, 0.4433333278, 0.7409999967, 0.8111110926, 0.75, 0.8083333373, 1, 0.6633333564, 0.7333333492, 0.5766666532, 0.6675000191, 0.4199999869, 0.39500001...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000203.xml
Die Unterhaltung der Pfarrgebäudc. 431 Alle sonstigen zur ständigen baulichen Unterhaltung notwendigen Baukosten, namentlich auch die Kosten für die nicht durch excessivcn Gebrauch notwendig gewordene Erneuerung des Ölfarbanstrichs sind ans die Kasse zu übernehmen, auf welcher die Berbindlichkeit zur Untcr- haltung des Gebäudes ruht. Dagegen haben die Bewohner keinen An spruch ans alle diejenigen Herstellungen und Anschaffungen, welche zu ihrer Annehmlichkeit und Bequemlichkeit dienen. Kochöfcn und Kochherde werden in der Regel nicht auf Kosten der öffentlichen Kassen angeschafft. (Nass. Minist.-Erl. über Landbauwesen v. 2. Okt. 1858, § 6, 7.) II. In Hessen dagegen hat der nenaufziehende Pfarrer ans seine Kosten vorzunchmcn: alles Auswcißen, Bemalen und Tapezieren der Zimmer, Vorplätze, Gänge, Küchen re., die durch den Gebrauch nötig gclvordcnc geringe Ansbcsscrnng des Tünchcns, allen Anstrich mit Leim farben, Lackfirnis, sowie die Herstellung des Ölanstrichs an Thüren, Lambris und Fcnstcrrahincn im Innern der Wohnungen. (Großh. Hess. Verordn, vom 16. Juli 1830. Hess.-Homburg. Alterh. Verordn, v. 27. Ang. 1835.) 4. Werden zur Pfarrei gehörige Gebäude veräußert, wozu die erforderlichen Genehmigungen cinzuholcn sind, so erfolgt die Veräußerung zum Besten des Pfarrfonds, und wenn der Kanfschilling als Kapital angelegt wird, so erhält der Pfarrer die Zinsen davon, statt der früheren Benutzung des Gebäudes. Er hat daher dafür zu sorgen, daß solche Gelder alsbald für den Pfarrfonds angelegt werden. Es bedarf einer besonderen Bestimmung des Konsistoriums im Beräußernngsdckrctc, wenn in einzelnen Fällen der Erlös nicht zum Pfarrfonds, sondern zum Kirchenfonds fließt. (K.-G.- u. S.-O., § 33, pos. 1. Gesetz v. 6. April 1878, Art. 32 pos. 1. Konsist.-Bcrf. v. 19. Ang. 1878, Art. 1 pos. 1, Art. 3 pos. 7. Nass. Jnstrukt. z. Pfarrfonds-Rechn., Nr. 14.) Sofern nicht die Staatskasse, der Königliche Patronatsbanfonds, die Kirchcnpatrone oder Privatpersonen dazu verpflichtet sind, wird der Ban und die Unterhaltung der Pfarrgebäudc, letztere nach ihren wesent lichen Teilen, Reparaturen, welche zur Erhaltung des Dachwerks', der Mauern und Wände, Balkenlagen, Decken und Fundamente dienen, von Kirchenfonds bestritten. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 17. Hess. Banordn. p. 27 . Mai 1820, § 19.)
[ 0.5133333206, 0.5608333349, 0.3366666734, 0.6669231057, 0.4933333397, 0.5525000095, 0.6511111259, 0.8033333421, 0.6888889074, 0.8522222042, 0.5191666484, 0.6663636565, 0.7099999785, 0.6340000033, 0.8525000215, 1, 0.4149999917, 0.7400000095, 0.8266666532, 0.6200000048, 0.76599...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000026.xml
254 Äußere Verhältnisse des Seminars. Nach gesetzlicher Bestimmung sind dein Minister der geistlichen Angelegenheiten die Statuten dieser Anstalt und die für dieselbe geltende Hausordnung cinzureichcn, sowie die Namen der Leiter und Lehrer, welche Deutsche sein müssen, untzuteilen. Letzteres vollzieht sich dadurch, daß ihm die Leiter und Lehrer des Seminars vom Konsistorium vorgc- schlagcn werden und er deren Ernennung selbst beim König zum Bor trag bringt. (Ges. v. 21. Mai 1686, Art. 4. K.-G. n. S.-O., S. 75, 4. a. Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 4). 1. Die äußeren Verhältnisse. 1. Dem Seminar war ursprünglich das dem nassauischcn Ccnlral- studicnfonds gehörende akademische Gebäude zu Herbor», soweit cS für seine Zwecke erforderlich sei, auf so lange zugewiescn, bis für seine Be dürfnisse anderweitig gesorgt werden könne. Dies ist insoweit geschehen, als das der Staatsdomäne gehörige Schloß zu Hcrborn im Jahr 1869 der Anstalt zur nncntgcltlichcn Benutzung überwiesen wurde. Hierin befindet sich die Dienstwohnung des Dirigenten der Anstalt und des Pedellen, dort ist die Bibliothek aufgestellt, und sind die Lokale für die Borträge der Professoren und die praktischen Übungen der Kandidaten. Der übrige verfügbare Raum ist zu Frciwohnungen für die Kandidaten eingerichtet. Diese sieben mit Mobilien versehenen Zimmer werden ebenso vielen Kandidaten zur unentgeltlichen Benutzung überwiesen, und wird den selben auch die Bettwäsche geliefert. Für Bedienung bezahlen sie pro Semester 5 Mark an den im Schloß wohnenden Kastellan. Ihre Kost nehmen sic in der Stadt. Die freie Bewegung derselben ist nur durch die Gesetze des Anstands und die nachbarliche Rücksichtnahme ans die Mitbewohner beschränkt. Der Schluß des Hauses erfolgt im Sommer um l l, im Winter um 10 Uhr abends. Diejenigen Kandidaten, welche im Schlosse keine Unterkunft finden, mieten eine Wohnung in der Stadt. (Nass. Ncg.-Bcrf. v. 25. Juli 1818, 8 1. Bcr. d. Syn.-Anssch., Syn.- Bcrh. v. 1882, Aul. S. 38 u. 47). 2. Der Seminarbibliothck wurden bei Errichtung der Anstalt die der theologischen Fakultät zu Hcrborn testamentarisch hintcrlasscncn Causenius'sche und Heidefeld'sche Bibliotheken zugewiesen, sowie diejenigen Bücher der übrigen Bibliothek der Herborner Akademie, welche zum Gebrauche der Anstalt nützlich erschienen.
[ 0.6333333254, 0.5633333325, 0.6399999857, 0.4833333194, 0.678888917, 0.6499999762, 0.7524999976, 0.7590000033, 0.6225000024, 0.6924999952, 0.8974999785, 0.6800000072, 0.7736363411, 0.6846666932, 0.5500000119, 0.7724999785, 0.7699999809, 0.8185714483, 0.6833333373, 0.9399999976,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000322.xml
550 Einrichtung dc-5 durch dcu Boranschlag von der Vorgesetzten Behörde aufgegeben, aber nicht vollzogen worden, so ist die Verfügung der Ober behörde mit Datum und Nummer anzugeben, wodurch Dis pensation erteilt worden ist. Gleiches gilt für den Fall, das; die festgesetzte Kirchenstencr- erhebnng ganz oder teilweise unterblieben, oder die Erhebung eines höheren Prozentsatzes genehmigt worden ist. f. Die nach den Erläuterungen zu der Nachweisung nicht voll zogenen, sondern in das folgende Jahr zu übertragenden Ein nahmen und Ausgaben sind unter den betreffenden Nummern des aufzustcllendcn Budgets aufs neue wieder vorzusehen. 7. Kollekten und freiwillige Gaben sind nach Maßgabe des Ertrags der vorhergehenden Jahre vorzuschlagen und ist dieser iin Spczialetat vor der Linie nachzuweisen. Der Ertrag der von der Behörde angeordneten nach auswärts gehenden Kirchcnkollcktcn ist von den übrigen, für Armcnzweckc der Gemeinden bestimmte», zu trennen. 8. Erlös aus Gerätschaften und Naturalien wird nach ungefährem Anschläge summarisch ausgenommen und nachgewiesen. 9. Kirchensteuern. Hierbei ist darauf Bedacht zu nehmen, daß die zur Erhebung festgesetzte Quote der Gesamtjahresstener durch eine Division in letztere erreicht und damit der Ausschlag der Steuer erleichtert wird. Es entsprechen z. B. 25 % gleich % der Jahressteuer (100%), 20 „ „ 1 /5 „ ii 16 2 /s „ „ Ve „ „ IO W. l/s u rr ff /ö „ rr u. s. w. Darüber, daß die Zustimmung der Gemeindevertretung zur Steuer erhebung erteilt sei, oder welche abweichenden Beschlüsse dieselbe gefaßt, und wie diese begründet worden sind, ist ein Auszug aus dem Protokoll buch beizufügen, welcher vom Pfarrer zu beglaubigen ist und worauf der Kirchenvorstand, falls er mit dem Beschluß der Gemeindevertretung nicht einverstanden ist, seine Meinung auszusprechen hat. 10. Unvorhergesehene Einnahmen können nur in allgemeinen Anschlag gebracht werden. 11. Abgetragene Aktiv-Kapitalien. In den Anmerkungen des Sp ezialctats ist die geschehene oder notwendige Aufkündigung und der wahrscheinliche Eingang zu bemerken.
[ 0.5899999738, 0.6327272654, 0.6324999928, 0.2800000012, 0.4166666567, 0.4190908968, 0.6333333254, 0.4066666663, 0.6458333135, 0.4571428597, 0.8199999928, 0.5124999881, 0.6480000019, 0.6411111355, 0.6471428275, 0.8000000119, 1, 0.8466666937, 0.9144444466, 0.7433333397, 0.52999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000072.xml
300 Fon» bcr Trauung. gesehes vom 10. Dezember 1884 Zweifel gegen die Zulässigkeit der Trauung vorliegen. Die Entscheidung über die Bersagung des Aufgebots erfolgt unter entsprechender Anwendung der über die Bersagung der Trauung geltenden Bestimmungen. Der zuständige Dekan kann nach pslichtmäßigem Ermessen vom kirchlichen Aufgebot dispensieren. Hat die Trauung ohne kirchliches Aufgebot stattgcfunden, so kann dieselbe auf Wunsch der Verehelichten nachträglich mit Fürbitte bekannt gemacht werden. (K.-Ges.v. 10.Dcz.1884. Nass. Sit., S. 311). Behufs der Trauung an einem anderen Orte hat der Pfarrer auf Verlangen der Beteiligten ein Zeugnis darüber auszustcllcn, daß das ordnungsmäßige Aufgebot geschehen sei und ein kirchliches Ehc- hindcrnis sich nicht ergeben habe, den Dimissorialschcin. Die Aufgebote sind zur Beurkundung in das „Verzeichnis der Aufgebotenen und Getrauten" einzutragen, und ist dabei zu bemerken, wann und wohin das Paar dimittiert, event. wann und wo cS getraut wurde. (Konsist.'Bcrf. v. 18. Nov. 1885. X. A. S. 67). 4. Die Trauung selbst erfolgt in der Kirche entweder vor versammelter Gemeinde, oder in der Stille. Sic kann auch nach bei- gebrachter Dispensation des zuständigen Dekans im Hause stattfinden. In betreff des anzuwcndenden Traunngsformulars behält cs einstweilen bis zur etwaigen Schaffung einer neuen Agende sein Be wenden bei den Vorschriften der Instruktion des Konsistorinnis vom 25. Scpt. 1874, Art. 4. (K.-Ges. v. 10. Dcc. 1884, § 7). Derselbe lautet: Für die kirchliche Einsegnung sind im allgemeinen die Trauungs- formulare beiznbehaltcn, welche bisher üblich waren und nur die Ab änderungen zu treffen, welche durch die Ehe begründende Wirkung der bürgerlichen Eheschließung geboten sind. Wir wollen die folgenden Formulare beispielsweise zur Benutzung darbieten. I. Für den Teil des Konsistorialbezirks, in welchem die nas- sauische „Liturgie" von 1843 in Gebrauch ist. (Formular S. 326.) „Ist es nun euer Vorsatz, Geliebte in dem Herrn, den Bund einer christlichen Ehe nach Anweisung des göttlichen Wortes zu führen, so erkläret dies mit einem feierlichen ernsten Jawortc auf die Fragen, die ich nach der Ordnung der Kirche euch jetzt vorlegen werde."
[ 0.5199999809, 0.4875000119, 0.25, 0.6600000262, 0.6399999857, 0.6633333564, 1, 0.6625000238, 0.5475000143, 0.667142868, 0.4379999936, 0.3033333421, 0.6558333039, 0.6366666555, 0.5128571391, 0.7720000148, 0.9133333564, 0.7816666961, 0.7300000191, 0.296666652, 0.5122222304, 0...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000424.xml
652 Die Verletzung der kirchliche» Pflichten. Drittes Kapitel. Die Verletzung der Pflichten. Weil die Kirche und Gemeinde die aus der Verletzung ihrer Forderungen hervorgehende Unordnung, sowie grobes Ärgernis in ihrer Mitte nichk stillschweigend dulden kann, ihre heiligen Handlungen gegen offenkundige Enttvürdigung schützen muß und ihre irrenden Glieder durch angemessene Erziehungsmittel zurecht zu weisen hat, so treten, wenn Kirchenglieder ihre Pflichten verletzen, gewisse Maßregeln der Zucht gegen dieselben ein. Der zulässige Umfang der kirchlichen Zuchtmittcl ist durch ein Staatsgesetz festgestellt; die Zuchtübung selbst durch ein Kirchengesetz. a. Grenzen der kirchlichen öuchtmitlcl. Das Gesetz vom 13. Mai 1873 über die Grenzen des Rechts zum Gebrauche kirchlicher Straf- und Zuchtmittel nebst der Novelle desselben vom 21. Mai 1886 bestimmt hierüber: 1. Keine Kirche ist befugt, andere Straf- und Zuchtmittcl anzu drohen, zu verhängen oder zu verkündigen, als solche, welche dem rein- religiösen Gebiete angehörcn oder die Entziehung eines innerhalb der Kirche wirkenden Rechts oder die Ausschließung aus der Kirchcn- gescllschaft betreffen. 2. Straf- oder Zuchtmittel gegen Leib, Vermögen, Freiheit oder bürgerliche Ehre sind unzulässig. 3. Jedoch fällt die Versagung kirchlicher Gnadenmittel nicht unter diese Bestimmungen. 4. Die zulässigen Straf- und Zuchtmittcl dürfen über ein Kirchcn- glicd nicht deshalb verhängt oder verkündigt werden: a. weil dasselbe eine Handlung vorgenommen hat, zu welcher die Staatsgesetze oder die von der Obrigkeit innerhalb ihrer gesetzlichen Zuständigkeit erlassenen Anordnungen verpflichten: l>. weil dasselbe öffentliche Wahl- oder Stimmrechte in einer bestimmten Richtung ansgeübt oder nicht ausgcübt hat. 5. Ebensowenig dürfen derartige Straf- oder Zuchtmittcl angedroht, verhängt oder verkündigt werden: a. um dadurch zur Unterlassung einer Handlung zu bestimmen, zu welcher die Staatsgesetze oder die von der Obrigkeit er lassenen Anordnungen verpflichten;
[ 0.5266666412, 0.5799999833, 0.55400002, 0.3133333325, 0.6336363554, 0.5230000019, 0.8600000143, 0.5512499809, 0.7533333302, 0.6269999743, 0.7533333302, 0.6650000215, 0.8650000095, 0.7533333302, 0.8083333373, 0.7733333111, 0.7375000119, 0.7400000095, 0.5466666818, 0.6899999976, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000369.xml
39 Die Kreissynodalkasse. 597 teils durch die Einkünfte ihres eigenen Vermögens, teils durch Beiträge der Synodalkreise und Gemeinden. (K.-G.- u. S.-O., § 76.) a. Die Kreissynodalkasse. Die Kasse eines Synodalkreises wird unter Aufsicht der Kreis synode und Mitanfsicht der Bezirkssynode durch den Vorsitzenden der Krcissynodc und einen von derselben bestellten Synodalrechner ver waltet. (K.-G.- u. S.-O., ß 62 pos. 8, § 72 pos. 5. Gesetz vom 6. April 1878, Art. 22, 1.) 1. Die Kosten der Kreissynode, welche aus dieser Kasse zu bestreiten sind, werden von der Synode auf die Kirchengemeinden des Kreises nach der Staatsstenerheberolle verteilt. In den einzelnen Kirchengcmeindcn werden sowohl die Synodal- kosten-Bciträge, als auch die ans der Bildung und Wirksamkeit der Kirchenvorständc und Gemeindevertretungen entstehenden Kosten aus den Kirchcnkassen, soweit diese dazu bei Berücksichtigung ihrer übrigen Ver pflichtungen im stände sind, sonst durch Gemeindenmlagen (Kirchensteuer) bestritten. Beide Arten von Kosten haben die Natur von notwendigen kirch lichen Aufwendungen. Die Kreissynodalmitgliedcr und Vorstände erhalten bei der Teil nahme an der Synode und den Vorstandssitzungen und bei Ausübung dienstlicher Geschäfte Tagegelder im Betrag von fünf Mark täglich; an Reisekosten 10 Pfennig für jedes Kilometer Eisenbahn oder Dampf schiff, zwei Mark für jede 7,5 Kilometer, welche nicht ans diesem Wege znrückzulegen sind. (S. oben Teil III, Reisekosten S. 453.) Außer diesen Ausgaben haben die Kreissynodalkasscn Beiträge zur Bezirkssynodalkasse zu geben, welche nach einer von der Bczirks- synode unter Zustimmung des Konsistoriums ausgestellten Matrikel aufgebracht werden. (K.-G.- n. S.-O., § 77, 78, 79.) 2. Für die Verwaltung dieser Kasse besteht folgende von der zweiten ordentlichen Bczirkssynode beschlossene Ordnung, welche vom Konsistorium unterm 7. Mai 1883 mit der Bemerkung veröffentlicht wurde, daß selbstverständlich die den Behörden zustehcndcn Anfsichts- rechte dabei aufrecht erhalten bleiben.
[ 1, 0.4799999893, 0.4894444346, 0.7766666412, 0.6480000019, 0.4339999855, 0.5833333135, 0.8188889027, 0.8579999804, 0.6171428561, 0.7289999723, 0.6399999857, 0.7200000286, 0.7862499952, 0.5433333516, 0.7823076844, 0.6600000262, 0.8899999857, 0.7871428728, 0.6499999762, 0.85500...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000219.xml
Dic Syiwdatznschüsse. 447 dcn Pfarr-Kompctcnzcn bezüglich der gewährten Zulagen Berücksichtigung finden sollen, hat der Minister der geistlichen Angelegenheiten bcstinnnt: Es wird davon auszugehen sein, daß wenn dic Stellencinkünfte sich vermehren, die Staats,zuschüssc entsprechend gekürzt werden müssen, da dieselben nur unter der Voraussetzung der Fortdauer des Bedürf nisses bewilligt sind. Dagegen wird eine Erhöhung der Zuschüsse bis zum Ablauf der Bewilligungsperiode in der Regel nicht erfolgen können. Sollte dennoch in dieser Beziehung von einzelnen Geistlichen mit Rück sicht auf eine erhebliche und dauernde Verringerung der Stelleneinkünftc Anträge gestellt werde», so würde in solchen Fällen nach näherer Er örterung der thatsächlichcn Verhältnisse zu berichten sein. Eine Ver ringerung des Einkommens von nicht erheblichem Betrage kann jeden falls nicht in betracht kommen. (Konsist.-Verf. v. 3. Februar 1886. C. Nr. 338.) Eine Ausgleichung der Schwankungen bei dcn Pfarrei-Einnahmen, wie sie alljährlich, namentlich bei unbeständigen Gefällen, dcn Accidenzicn oder sonstigen Gebühren vorzukommcn pflegen, findet nicht statt. Der nach 6 jähriger Fraktion ermittelte Durchschnitt dieser Einnahmen muß vielmehr für dic Amtsdancr des betreffenden Geistlichen, rcsp. für die sonstige Bewilligungspcriode seiner Aufbesserungs-Zulage, sofern nicht besondere Umstände eine Abweichung nottvendig machen, als fest stehend betrachtet werden. (Minist.-Berf. v. 10. Juni 1886.) )>. Kynodalzuschüsse. Außer diesen Zuschüssen aus Staatsfonds werden dcn älteren Geistlichen Alterszulagcn aus der Bezirkssynodalkasse gegeben; laut Be schluß der Bezirkssynode vom 22. November 1882 folgenden Inhalts: Nach fünfunddreißigjähriger Dienstzeit erhalten diejenigen tut aktiven Dienst stehenden Geistlichen, deren Dicnstcinkommcn abzüglich des Wohnungsanschlags und zuzüglich dcS ihnen bewilligten Staats- znschnsscs dcn Jahresbetrag von 3300 Mark nicht erreicht, dcn fehlenden Betrag, soweit derselbe 300 Mark nicht übersteigt, als Alterszulage in Quartalraten postuumoranclo aus der Bezirkssynodalkassc. (Verhand lungen, S. 184.) Dieser Beschluß ist von der dritten ordentlichen Bezirkssynode auch für dic Synodalpcriode 1886—1889 erneuert worden. Die Einrichtung ist nur eine provisorische,
[ 0.5566666722, 0.4699999988, 0.3300000131, 0.5033333302, 0.6182352901, 0.5811111331, 0.5899999738, 0.5844444633, 0.5185714364, 0.7737500072, 0.7866666913, 0.8600000143, 0.573333323, 0.676666677, 0.7512500286, 0.8133333325, 0.7127272487, 0.7066666484, 0.4990000129, 0.9549999833, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000492.xml
720 Sachregister. Grundsteuer, Befreiung von 469,475,526. Grundstücke der Pfarrei 432. Gustav-Adolf-Stiftung 666. Güter der Pfarrei 432. H. Handbuch des Kirchenrechners 176, 571. Hand- und Spanndienste der Kirchcn- gliedcr in Naffan 423, 498. Handhabung der Disziplin 481. Hauptkirchengemeindc 130 Hausgärten, befreit von Steuer 469. Haustaufen 281 Heberolle der Kirchensteuer 713 Heidenmission 683. Heiratskonsens für die Geistlichen 477. Höhere Lehranstalten, Beaufsichtigung des Religionsnnter. durch d. Gen.-Sup. 2 l l. Holzbesoldung der Geistlichen 438. — — —, Ablösung der 440. Hülfsquellcn des Lokalkirchensonds 538. Hülssverein für Töchter cvang. Geist lichen 687. I. Injurien gegen Geistliche 464. Jngnilinische Schuldigkeiten 430, 478, 496, 501, 502, 507. Installation der Geistlichen 269. Jntercalargcfälle 350, 6ll. Instruktion (Geschäftsordnung) für den Kirchenvorstand 151. — für den Generalsuperintcndcnten 205. — — die Konsistorien 214. — zur Pfarrwahl 133. — zu dein Kirchengesetz, Verletzung kirch licher Pflichte» betr. 655. Jnvcntarie», Ausstellung u. Berichtigung der 145, 196. — Übergabe und Führung der 27 l, 402. — Einrichtung dcrsclb. in Naffan 532,534. — — — in Hessen 535. Jrrenhcilanstalt (Seelsorge) 316. Jahresbericht über kirchl. Statistik 392. Jähtaufe 284. Jagd an Sonntagen 631, 633. Jerusalems-Verein 679. Journal des Pfarrers 416. Jugendbildung 320. Jugend, Aufsicht über die 310. K. Kandidaten 182, 195, 261. — Prüfung der 248. — Stellung der Seminar- 258. — Anstellung der 262. Kanzleiaufwand 449. Kapellen 494. Kapellenfonds 534. — -Rechnungen 588. Kapitalien 523. Karfreitag 623, 631, 633. Kaffcnübergabc des Kirchenrcchners 591. Kaffenübergabskommiffarins 59 l. Kasualhandlungen 280. Kasualien-Bcrschung 350. Katechctischer Unterricht 140. Katechismnspredigten 277. Katcchismusunlerricht 335, 339. Katcchnmenenunterricht 140, 212, 286. Kaution bei Banarbeiten 503. — des Kirchenrcchners 178. Kinder, religiöse Erziehung der 280, 649, 651. Kirchen 494. Kirchenämter 131, 169. Kirchenbeamtenrcchtc 47 l. Kirchenbücher 377. Kirchendiener 169, 474, 479. Kirchendienst der Geistliche» 273. Kirchenfonds 531. Kirchcnfondsbndget i» Nassau 542. Kirchenfondsinvcntarinm 532. Kirchenfondsrcchnung in Naffan 579. — — Hessen 593, 595.
[ 0.6433333158, 0.5446153879, 0.5699999928, 0.5133333206, 0.3466666639, 0.6999999881, 0.5154545307, 0.7266666889, 0.7985714078, 0.75, 0.6738095284, 0.875, 0.5099999905, 0.926666677, 0.6800000072, 0.6449999809, 0.7350000143, 0.6162499785, 0.75, 0.6693333387, 0.6075000167, 1, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000356.xml
584 Muster der Kirchensondsrcchnnng Nr. 5. A Betrag de? * Kapital?. M. | Pf. Zinsen von Aktiv- Kapitalien. - 128 M. - Verfalltag der Zinsen. Betrag der Zinsen. M. | Pf. An merkung. A. Kirchenfonds. °/°.I i. 200 — Simon Lang Hierselbst . . 0 1 20. März. 10 — 1 2. 120 — F. B. Witwe und Ludwig' B. hier 5 ' 16. Jnli. 6 — 3. — — 600 M. J. D. ;n B„ hier- her Zinsen vom 10. Fcbr. 18.. bis 10. Mai 18.., 1 Jahr 3. Monate . . — — 39 10 u. s. w. 4750 68 Sa. Sa. ... Bilanz. 4737 87 nach voriger Rechnung. 4750 68 ! nach oben. 12 81 Mehranlage. B. Banfonds. l. 600 — Schuldverschreibung der Nass. Landesbank, Lit. E. c. 9h‘. 3226 4'/2 l. Juli und 27 — n. s. w. 2. Januar. Sa. Nur inländische Staatspapicre sind als Wertpapiere den Fonds zulässig. Die Jnhaberpapierc müssen außer Kurs gesetzt sein. Die Kirchenvorstände sind für die Außerkurssetzung und Wicdcr- inknrssctznng solcher Papiere befugt, welche den von ihnen vertretenen Fonds gehören. 1. Die Außerkurssetzung erfolgt am zweckmäßigsten durch den Vermerk: „Außer Kurs gesetzt." N., den ... teil 18 ... Der Kirchenvorstand der Gemeinde. 2. Einer Unterschrift oder Beidrücknng des Kirchensiegels bedarf es dabei nicht. 3. Ist die Außerkurssetzung von einer dem Kirchenvorstande Vor gesetzten Behörde (dem Dekan) erfolgt, so kann auch die Wiederinkurs setzung nur durch letztere erfolgen.
[ 0.7766666412, 0.603333354, 0.7466666698, 0.6765000224, 0.6666666865, 1, 1, 0.5099999905, 0.4900000095, 0, 0.4144444466, 1, 0.6700000167, 0.5899999738, 0.5916666389, 0.473333329, 0.7783333063, 0.552727282, 1, 0.6666666865, 0.8349999785, 1, 0.6349999905, 0.2866666615, 0...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000417.xml
Die Eidesleistung. 645 17. Eine Vollstreckung kirchlicher Disziplinarcntschcidungen im Wege der Staatsverwaltung findet nur dann statt, wenn dieselben vom Oberpräsidenten nach erfolgter Prüfung der Sache für vollstreckbar erklärt worden sind. (Ges. v. 12. Mai 1873, § 9.) 18. Ans Antrag der Staatsbehörde können Kirchendiener, welche die ans ihr Amt oder ihre geistlichen Amtsvcrrichtungen bezüglichen Vor schriften der Staatsgesetzc oder die von der Obrigkeit innerhalb ihrer gesetzlichen Zuständigkeit getroffenen Anordnungen so schwer verletzen, das; ihr Verbleiben im Amte mit der öffentlichen Ordnung unverträglich erscheint, durch gerichtliches Urteil für unfähig zur Ausübung ihres Amtes erklärt werden. Die Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung des Amts hat alsdann den Verlust des Amtseiukommens zur Folge. (Gesetz vom 12. Mai 1873, § 24 und Gesetz v. 14. Juli 1880, Art. I.) Drittes Kapitel. Die Eidesleistung. Der Staat verlangt von allen Angehörigen der evangelischen Kirche die Vollziehung einer religiösen Handlung für seine Zwecke: die Ableistung des Eides. 1. Durch die drei Gesetzbücher für das Deutsche Reich, das Gerichtsverfassungsgcsctz vom 27. Januar, die Civilprozeßordnung vom 30. Januar und die Strafprozessordnung vom 1. Februar 1877 wird denselben die gesetzliche Eides Pflicht auferlegt, und zivar: derZcugcn- cid, der Eid der Schöffen, der Geschworncn, der Sachverständigen und der Osfcnbarnugseid im Zwangsvollstrcckungsverfahren. Die Ablegung dieser Eide wird nötigenfalls erzwungen. Bei einer Eidesverweigerung ohne gesetzlichen Grund steigt die Geldstrafe bis zu 300 Mark, und für den Fall, daß diese nicht beigetrieben werden kann, tritt Haftstrafe bis zu sechs Wochen ein. Im Falle wiederholter Weigerung wird auf Antrag zur Er zwingung des Zeugnisses die Haft angeordnet, jedoch nicht über den Zeitpunkt der Beendigung des Prozesses in der Instanz hinaus, auch nicht über die Zeit von sechs Monaten. (Ger.-Verf.-Ges., § 51, 96. R. -Ges.-Bl. 1877,S.41. Civ.-Pr.-Ordn.,874,355,782. R.-Ges.-Bl. 1877, S. 147. Str.-Pr.-Ordn., 8 69 und 77. R.-Ges.-Bl. 1877, S. 265.) 42
[ 0.5366666913, 0.7521428466, 0.3966666758, 0.5033333302, 0.7825000286, 0.5099999905, 0.853636384, 0.6908000112, 0.6949999928, 0.3350000083, 0.7400000095, 0.5712500215, 0.5266666412, 0.7266666889, 0.75, 0.8349999785, 0.4724999964, 0.8366666436, 0.8500000238, 0.8500000238, 0.777...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000474.xml
702 Reglement des KominunallandtagS In gleicher Weise ist bei einem Wechsel der Person des Vcr- pflcgers oder des Aufenthaltsortes zu verfahren. tz 5. Die nach § 12 al. 2 des Gesetzes vom 13. März 1878 von dein Ortsarinenverbandc des Uuterstützungswohnsitzes zu be schaffende erste Ausstattung eines überwiesenen Kindes soll in den nachbezcichncten, in gutem Zustande zu übergebenden Kleidungsstücken bcstchcn: a. für Knaben b. f ü r M ä d ch c n 1. zwei Jacken 1 2. zwei Hosen i l ' on bcr6cm Z"'g. 3. zwei Westen, 4. vier Hemden, 5. vier Paar Strümpfe, 6. zwei Paar Schuhe, 7. zwei Halstücher, 8. drei Taschentücher, 9 eine Kappe (Mütze). 1. drei Kleider, 2. drei Schürzen, 3. drei Halstücher, 4. vier Hemden, 5. vier Paar Strümpfe, 6. zwei Paar Schuhe, 7. drei Taschentücher, 8. zwei Unterröckc mit Leibchen, 9. übliche Kopfbedeckung. Für dic an Anstalten oder Vereine überwiesenen Kinder kann der Bezirksvcrband anstelle der wirklichen Ausstattung die Zahlung eines Geldbetrages von fünfzig Mark verlangen. Für fehlende oder in unbrauchbarem Zustande befindliche Süickc kann von der Anstalt, dem Bcreinc oder der Ortsbchördc der Pflcgcstcllc auf Kosten des verpflichteten Armcnverbandes Ersatz beschafft werden, falls derselbe seine Verbindlichkeit zur Beschaffung bezw. Ergänzung der Ausstattung nicht binnen 14 Tage», von Zustellung einer ent sprechenden Aufforderung an, erfüllt. 8 6. Nur solchen Familien, welche sowohl für die körperliche Ver pflegung der Kinder genügend zu sorgen im stände sind, als auch durch ihre bisherige Haltung die erforderliche Gewähr für eine gute Er ziehung derselben bieten, dürfen zur Zwangserziehung überwiesene Kinder anvertrant werden. Diese Familien müssen nicht nur von nnbescholtcncm Rufe sein, sondern auch diejenigen besonderen Eigenschaften besitzen, welche eine nachhaltige erziehliche Einwirkung auf bisher in der Er ziehung vernachlässigte Kinder erwarten lassen. Ausznschließen sind insbesondere solche Familien, welche in offener Armenpflege stehen, oder in so dürftigen Vermögensverhältnissen leben, daß sie ein gesundes Unterkommen und eine ausreichende Pflege nicht zu gewähren vermögen.
[ 0.6800000072, 0.5544444323, 0.603333354, 0.6299999952, 0.7450000048, 0.3774999976, 0.69599998, 0.8000000119, 0.5600000024, 0.2919999957, 0.7928571701, 0.6233333349, 0.6700000167, 0.5, 0.6200000048, 0.6625000238, 0.6899999976, 0.5666666627, 0.8306249976, 0.3449999988, 0.674000...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000095.xml
Mitglieder desselben. 323 dem Schulvorstand der Gemeinde untergeben, wohin ihre Kinder zur Schule gewiesen sind und bilden mit dieser einen Schulbezirk. 1. Ständige Mitglieder des Schulvorstandes sind sämtliche Geistliche des Schulbezirks, indem die Schulaufsicht als ein wesentlicher Teil des Pfarramts angesehen wird und den Geistlichen speziell die Aufsicht über und Beteiligung an dem konfessionellen Religionsunterricht obliegt. Wo verschiedene Konfessionen bestehen und Lehrer verschiedener Konfession fungieren, oder tvo die Schtiljngcnd zum vierten Teil dem Kirchspiel einer anderen Konfession angchört, sind die Geistlichen, zu deren Pfarrgemeinde dieselbe gehört, auch wenn sic auswärts wohnen, Mitglieder des Schulvorstands. Kaplänc sind nur dann ständige Mitglieder desselben, wenn sie eine Pfarrei verwalten, also Pfarrvcrwaltcr sind, ebenso die Hilfspriester. Nur ausnahmsweise ist die kommissarische Vertretung durch einen Kaplan zngelassen. (Neg.-Verf. v. 7. Mg. 1828. Gen.--N.-N. v. 28. Jan. 1846. Rcg.'Beschl. v. 3 Juli 1856. Minist,-Reskr. v. 26. Okt. 1853. Gcn.- R.-R. v. 26. Jan. 1858). Sodann die Ortsbürgermeister des Schulbezirks. An Seminar orten tritt auch der Scmina'rdirektor und zwar als Dirigent in den Schulvorstand ständig ein. Ferner sind ständige Mitglieder ein (even tuell zwei) Lehrer; der Dienstälteste dann, wenn er im Besitz der ersten Schnlstclle ist. 2. Die unständigen Mitglieder werden alle 4 Jahre in der dem Bedürfnis entsprechenden Zahl, in kleineren Gemeinden 2—3, vom Schulvorstand selbst aus den Gemeindebürgern des Schulbezirks gewählt, die in der Achtung ihrer Mitbürger stehen und Sinn wie Fähigkeit besitzen, die Interessen des Jngendunterrichts zu fördern; jedoch unter dem Vorbehalt, daß dabei an gemischten Schulortcn das numerische Verhältnis der Konfessionen zu beachten, jedenfalls von jeder Konfession einer zu wählen sei, sofern die Konfession nicht bereits in den ständigen Mitgliedern vertreten ist. Die Abgehenden sind wieder wählbar, aber znin Bcibchaltcn der Stellen nicht verpflichtet. —
[ 0.4950000048, 0.5889999866, 0.4799999893, 0.6333333254, 0.4253846109, 0.6733333468, 0.4487499893, 0.6963636279, 0.6259999871, 0.6825000048, 0.573333323, 0.8500000238, 0.7383333445, 0.5299999714, 0.7099999785, 0.6333333254, 0.8933333158, 1, 0.6833333373, 0.8619999886, 0.752499...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000489.xml
Sachregister. 717 Bestimmung der Kirchen 494. Bestrafungen infolge von Disziplinar- verhandlungen 483. Bethäuser 494. Bethel, Anstalt für Fallsüchtige 686. Betriebsfonds 555. Betstunden 273, 278. Beurkundung des Personenstandes, all gemeine Bestimmungen 35t. — der Geburten 356. — und Form der Eheschließung 360. — der Sterbefälle 362. — des Personenstands der ans See be findlichen Personen 363. — — —, Schlußbestimmungen 364. Bezirkssynode 226. —, Mitglieder der 212, 227. —, Geschäftsordnung der 229. —, Wirkungskreis der 235, 517. Bezirkssynodalausschuß 239. Bezirkssynodalkasse 60 l. Bczirkssynodal-Borstand 238. Bezug der Besoldungen 442. Bibellesen 338. Bibliothek des Iheol. Seminars 254. Biblische Geschichte in der Bolksschnlc 337. Bilanz des Fundus 554. Bildung der Geistlichen 245. — — der Gemeinde-Organe 164. — des Schulvorstandes 322, 329, 332. Blödsinnigen-Anstalt 677. Brandsteucr (Brandversicherung) 497. Bücher, Führung der 351. Budget der Bezirkssyuodalkassc 603. — (Etat) des Centralkirchenfonds 610. — der Kreissynodalkasse 600. Lokalkirchenfonds in Nassau 542. — des Witwen- und Waisenfonds 613. — des Pfarrfonds in Nassau 556. —, Formular zu dem 543. Buß- und Bettag 626, 627. C. Centralfonds 605. Ccntralkirchenfouds, Ausdehnung des 87, 88. —, Einkünfte des 605. ' —, Ausgaben des 606. —, Zulage» aus dem 448. Charakterisierung der Geistlichen 471. Choralbnch 623. Christenlehre 143. Civilgemeinde, Beiträge derselben zu Bauten 506. Civilstaudsgesetz 351. Civilstandsregister, alte, in Nassau 369. (lvlloguium tlioolvAioum 262. D. Dekanat 181, 483. Dekanatskonfcrenzen 183. Dekanatslesezirkel 475. Dekane, Ernennung, Fnnktioncu der 181, 263, 518. Dekretur der Pfarrer über Einnahme und Ausgabe 177, 575. Diarium (Dicnslhandbnchj der Dekane 198. Diaspora, Religionsunterricht der Kinder in der 343. Diäten der Geistlichen 452. — — Dekane 455. — des Generalsuperintendenten 457. Dienstalter der Geistlichen 262, 264. Diensteid dcrs. 270. Dienstcinsetzung der Pfarrer 196, 269. Dienstemolumcnte (besondere) 448. Dienstentsetzung der Geistlichen 486. Dicnsthandbuch der Dekane 198. Dicnslhäuser der Geistlichen und Kirchen- bcamtcn 429. Dicnstkorrespondeuz ders. 403. Dienstobliegenheiten der Geistlichen 273. Dienstrang ders. 471. Dienstschreiben, Form der 405. Tienstvcrsehung der Geistlichen 195, 348.
[ 0.6146153808, 0.4900000095, 0.6019999981, 0.8433333039, 0.7242857218, 0.5950000286, 0.3925000131, 0.6057142615, 0.4166666567, 0.5683333278, 0.5269230604, 1, 0.5622222424, 0.75, 0.6014285684, 0.678571403, 0.5433333516, 0.8500000238, 0.6399999857, 0.6807692051, 0.9300000072, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000202.xml
430 Tic iiiquilinischen Schuldigkeiten 3. Der Pfarrer als zeitiger Nutznießer ist verbunden, nicht bloß auf die Erhaltung der Pfarrgebäude Bedacht zu nehmen, Fcuers- gcfahr und sonstigen Schaden abzuwcnden, sondern auch diejenigen Aus besserungen aus eigenen Mitteln zu bestreiten, welche nach gcincinem Rechte den Inquilinen obliegen; sofern nicht durch besondere Verträge oder Bewilligungen etwas anderes festgesetzt ist. (Nass. Gen.-Reg.-Reskr. v. 8 . Nov. 1816. Hess. Bauverordn., K 14.) Zn den iiiquilinischen Schuldigkeiten gehört: 1 Einsetzen von Fensterscheiben an die Stelle zerbrochener; 2 . die 31111 t gewöhnlichen Gebrauch erforderlichen Reparaturen an Fenstern, Läden, Thürcn, deren Beschlägen, Banden, Kloben, Riegeln und Schlössern, an Fußböden und Lambris; 3. die Anschaffung neuer Schlüssel an die Stelle verlorener oder zerbrochener; 4. das gewöhnliche Reinigen und Schmieren der Öfen; 5. die zum gewöhnlichen Gebrauche nötigen kleinen Reparaturen an Krippen und Raufen in Stallungen, an Gartenthürcn, Zäunen, Spalieren und Brunnen; 6 . die Herstellung aller durch Nachlässigkeit, unterlassenes Schließen der Fenster, Läden, Thürcn und Thorc, besonders bei stür mischer Witterung, durch mutwilligen oder cxcessiven Gebrauch verursachten Beschädigungen sowohl, wie der als Folge unter bliebener Herstellungen entstandenen größeren Schäden überhaupt. Hierzu kommt in Hessen noch das Ausweißen, das Flickwerk an Öfen, Fegen und Putzen der Schornsteine, Anstreichen der Küchen und Ausbessern der Feuerherde und Backöfen, die Unterhaltung aller Gartenhäuser und Obstdörren, Reparatur der Böden in Ställen, sofern diese vom Bewohner lange gebraucht worden sind, die Reinigung der Häuser und Hofraiten. (Hess. Geistl. Bauordn., 8 14.) I. In Nassau haben die Bewohner, abgesehen von der Ver bindlichkeit zur Leistung obiger Jnquilinitäten, die Gebäude beim Ein züge in ihrem bestehenden Zustande zu übernehmen und können dieselben bei ihrem Abzüge so verlassen, wie sic durch regelmäßigen Gebrauch geworden sind. Daher haben dieselben auch keinen Anspruch auf das Ausweißen und Tapezieren der Zimmer und Gänge, sowie aus Her stellung des Wasser- und Leimfarbenanstrichs im Innern der Gebäude.
[ 0.5666666627, 0.3899999857, 0.5853333473, 0.4421428442, 0.7699999809, 0.4766666591, 0.4057142735, 0.6200000048, 0.8874999881, 0.8309999704, 0.3966666758, 0.5720000267, 0.6779999733, 0.2849999964, 0.3566666543, 0.896666646, 0.8899999857, 0.5633333325, 0.7333333492, 0.6971428394,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000021.xml
Prüfungsordnung. 249 Prüfungs-Ordnung für dic Kandidaten dcs geistlichen Amts im Konsistorialbezirk Wiesbaden. Z 1. Dic Zulassung zum geistlichen Amte in der evangelischen Kirche des Konsistorialbezirks Wiesbaden ist — außer der Erfüllung der staatsgesetzlichen Bedingungen — von dem Bestehen der beiden theologischen Prüfungen: pro lieoutia oonoiouaudi und pro miuisterio abhängig. § 2. Die Aufnahmeprüfung für das theologische Seminar zu Herborn gilt für die Kandidaten dcs Konsistorialbezirks Wiesbaden zugleich als Prüfung pro liceutia concionandi. Die Prüfung findet bei Beginn jeden Semesters statt. Der erste Professor hat über dic eingcgangenen Meldungen dem Konsistoriuin Bericht zu erstatten, welches den Prüfnngstcrmin auf Vorschlag desselben fcststcllt. § 3. Die Meldung zur ersten Prüfung erfolgt bei dem ersten Professor dcs theologischen Seminars zu Herborn. Erfolgt eine Anmeldung später als ein halbes Jahr nach dem Abgang von der Universität, so bedarf die Zulassung zur Prüfung einer besonderen Genehmigung des Konsistoriums. Jedem Meldungsgesuche ist beizufügen: 1. der Taufschein, 2. der Konfirmationsschein, 3. das Abiturientenzeugnis, 4. das Universitätszeugnis, 5. ein Kirchen- und Sittenzengnis von dem Pfarrer dcs Heimats ortes, 6. eine von dem Antragsteller verfaßte Lebensbeschreibung, ans welcher sein Bildungsgang ersichtlich wird. Hat der Kandidat nicht bereits in der Abitnrientenprüfnng die Reife im Hebräischen erlangt, so muß derselbe vor einer zur Vornahme derartiger Prüfungen berechtigten deutschen wissenschaftlichen Prüfungs kommission das Examen im Hebräischen ablegen und nach dem Bestehen dieser Prüfung noch fünf Semester auf der Universität sich den Studien der Theologie widmen. Eine Entbindung von dieser Bestimmung kann auf Antrag dcs Konsistoriums durch den Herrn Minister der geistlichen Angelegenheiten erfolgen.
[ 0.5149999857, 0.3666666746, 0.5362499952, 0.7833333611, 0.5366666913, 0.5920000076, 0.6133333445, 0.7909091115, 0.6850000024, 0.6850000024, 0.7911111116, 0.7850000262, 1, 1, 0.6533333063, 0.571111083, 1, 0.7745454311, 0.5674999952, 0.625, 0.6866666675, 0.6415384412, 0.846...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000096.xml
324 Wirkungskreis des Schulvorstands. Sowohl die ständigen, als die unständigen Mitglieder versehen ihren Dienst unentgeltlich. (Gcn.-N.-K. v. 26. Jan. 1858. Scininar- Sch.-Ordn., § 9. 2. Der Wirkungskreis. Derselbe erstreckt sich im allgemeinen auf die nächste Aufsicht über die Schule, die dabei angestclltcn Lehrer und Gehülfen — die Schüler und den Unterricht — die Mitanfsicht über besondere Stif- tnngen für die Schule und andere der Gemeinde zugewiesenc Lokal- schnlfonds, auf Vollzug der Schulordnung und der Weisungen des Schnlinspektors. 1. Aussicht über die Schulen. Dem Schulvorstand kommt die Mitaufsicht über die Schnlhäuscr, deren Einrichtung und Erhaltung in baulichem Stande zu. Bei den jährlichen Prüfungen hat derselbe zugleich die Schulgebäude zu besichtigen, die Leistungen von inqnili- nischen Schuldigkeiten der Lehrer zu ordnen, darüber zu wachen, daß die Lehrzimmer von den Wohnränmen der Lehrer getrennt sind, Ord nung und Reinlichkeit im Schulziinmcr herrschen. Nur mit seiner Ge nehmigung kann die Schnlstnbc zum Haushaltnngsgebranchc des Lehrers zeitweilig mitbenutzt werden. Er sorgt dafür, daß die Schnlländereien in gutem Stande er halten und bestimmungsgemäß gebraucht werden, insbesondere die Baum schule. Er hat den Etat über Anschaffung von Schul- und Lchrapparat aufzunehmcn und dem Schnlinspektor zur Genehmigung vorzulegen, und er führt die Aufsicht über das Schulinventar. Bei jeder Diensterledigung nimmt er den Schul- und Lehrapparat, dem Inventar entsprechend in Verwahrung. Er beaufsichtigt die Lieferung und ordnungsmäßige Behandlung des Brennmaterials für die Schule. (Allg. Schnl-Ordn., § 7—11 u. 13. Jnstr. f. d. Schnlvorst., § 5 u. 6). 2. Aufsicht über die Lehrer. a. Die Volksschnllehrer sind in allen ihren Dienst- und persön lichen Verhältnissen zunächst dem Schulvorstande untergeben und em pfangen in der Regel auch die Aufträge höherer Behörden durch ihn. Derselbe ist bei ihrer Dicnstcinsctznng gegenwärtig und unterzeichnet das von denselben alsdann anfgcstcllte Inventar über die vorhandenen
[ 0.6299999952, 0.4761538506, 0.4933333397, 0.628000021, 0.4983333349, 0.2599999905, 0.7210000157, 0.5099999905, 0.5699999928, 0.6554545164, 0.6589999795, 0.5375000238, 0.6539999843, 0.7900000215, 0.625, 0.6590909362, 0.9150000215, 0.7533333302, 0.6675000191, 0.9559999704, 0.77...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000224.xml
452 Diäten der Pfarrer in Hessen. Dic Vergütungen für Geschäftsreisen der Pfarrer außerhalb des Dekanatsbezirks unterliegen jedesmal besonderer Bestimmung des Kon sistoriums. Für die Dienstversehung einer anderen Pfarrei während des Stcrbcguartals und bei einer nicht lange wahrenden Krankheit des Inhabers oder dessen Abwesenheit in Urlaub kann eine Vergütung nicht beansprucht werden. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 14.) n. In Hessen werden den Pfarrern und Vikaren bei auswärtigen Geschäften folgende Vergütungen geleistet: 1. bei Pfarrvakanzcn, a. wenn die Entfernung unter einer Wegstunde (4,5 Kilometer) beträgt, 2 Mark 57 Pfg.; 5. bei Entfernung bis zu zwei Wegstunden (9 Kilometer) 3 Mark 43 Pfg.; c. bei mehr als 9 Kilometer 5 Mark 14 Pfg. Bei Verschling vakanter Stellen haben dic Geistlichen dies auch im Stcrbeqnartal zu beanspruchen. Da dies den Relikten zur Last fällt, so bleibt eine besondere Vereinigung des dicnstthucndcn Geistlichen mit denselben unbenommen. Wenn ein vom Dekan mit der Aushülfe beauftragter Geistlicher bei persönlicher Verhinderung diese Funktion einem anderen überträgt, so passiert die Vergütung nach Maßgabe der Entfernung des Wohnorts des ersten Geistlichen und hat dieser sich mit seinem Stellvertreter zu berechnen. Der mit der interimistischen Verwaltung einer vakanten Pfarrei besonders bestellte Nachbargcistlichc hat hierfür außer den in der Zeit seiner Verwaltung fallenden Accidenzien moiiatlich 10 Mark 28 Pf. für Kasualverwaltung aus der Vakanzkasse rcsp. Jntercalargefällkasse zu beziehen. Wo hingegen mehrere Geistliche an einem Orte angcstellt sind, haben die daselbst fungierenden Geistlichen dic erledigte Stelle bloß gegen Bezug der Accidenzien zu versehen. 2. Für den Besuch der Dekanats-Konferenzen, welche früher hier nur private waren und ohne Vergütung blieben, treten, nachdem dieselben dienstlich angeordnet sind, die in den nassauischcn Dekanaten üblichen Taxen und ihre Bezahlung aus den Lokalkirchenfonds ein. (Rcg.-Vcrf. v. 1.3. Scpt. 1869.)
[ 0.7466666698, 0.6566666961, 0.3600000143, 0.6914285421, 0.8600000143, 0.6214285493, 0.7699999809, 0.5790908933, 0.7033333182, 0.9160000086, 0.6233333349, 0.8285714388, 0.2688888907, 0.5033333302, 0.7146666646, 0.5681818128, 0.7825000286, 0.7369999886, 0.7099999785, 0.8466666937...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000294.xml
522 Grundsätze der kirchlichen 6. Die Parzellen und Stämme sind möglichst befreit von allen Lasten zu verpachten, sodaß der Fonds die darauf haftenden Lasten und Steuern übernimmt. c. Der Pachtschilling ist vorzugsweise in Geld zu bedingen. Er kann auch teilweise in Früchten, aber nicht in Lieferung anderer Naturalien oder sonstigen Lieferungen bestehen. f. Außer einer nach Umständen erforderlichen Kaution ist zu bedingen, daß derjenige Pächter, welcher 14 Tage, längstens 4 Wochen nach Ablauf des Termins seinen Pacht nicht ent richtet hat, ohne weiteres seiner Pachtung verlustig ist und bei anderweitiger öffentlicher Verpachtung der inncgchabtcn Grundstücke nicht mehr zugelassen werden soll. g. Nachlaß an bedungener Pacht soll in der Regel nicht statt- finden. h. Die Pächter haben die Kriegsliefernngcn zu leisten, er halten aber dafür die Entschädigung aus den verpachtenden oder anderen Fonds. Es bleibt indes dem Gntbefinden der betreffenden Behörden überlassen, diese Regeln ganz oder teilweise anzuwendcn oder noch weitere Bedingungen beizufügen. Die Genehmigung mehrjähriger Verpachtungen erfolgt bei den Lokalfonds durch den Dekan. Die Gemeindevertretung hat eine be schließende Mitwirkung, wenn die Verpachtung sich auf länger als 12 Jahre erstreckt. Bei den Centralfonds erteilt das Konsistorium die Erlaubnis. (Nass. Ed. v. 20./24. Jan. 1816, 8 11, 13, 14. Gcn.- Rcg.-Rcskr. v. 25. April 1818.) 4. Bei Begebung von Mühlen gelten dieselben Grundsätze wie bei Erbleihe und Tcmporalbcstand der Güter. 5. Die Gebäude werden, wenn sie einen Bestandteil der in Pacht gegebenen Güter ausmachcn, in deren Pacht einbegriffen. Wenn stückweise Verpachtung derselben cintritt, ist zu begutachten, wiefern be sondere Verpachtung oder Veräußerung der Gebäude ausführbar sei. Einzelne, besonders verpachtete oder Besoldungsgebäudc sollen, wenn sic nicht zu besonderen Zwecken dienen, verkauft werden. 6. Die Verwaltung der zum Kirchenvermögen gehörenden Wal dungen richtet sich nach der bestehenden Forstordnung.
[ 0.7200000286, 0.5410000086, 0.5299999714, 0.6499999762, 0.7099999785, 0.6233333349, 0.8177777529, 0.4133333266, 0.7649999857, 0.7724999785, 0.5177778006, 0.8357142806, 0.4066666663, 0.5759999752, 0.5799999833, 0.3799999952, 0.7590909004, 0.6999999881, 0.5933333039, 0.5299999714...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000459.xml
Der Hülssverein für Töchlcr von Geistlichen. 687 1. Der hülssverein. 1. Der Hülssverein für elternlose, nicht mehr pcnsions- fähige ledige Töchter evangelischer Geistlichen des Hcrzog- tums Nassau wurde 1857 gestiftet, genehmigt und sind demselben die Rechte einer juristischen Person erteilt worden. (Nass. Reg.-Dekret v. 1. Olt. 1857. X. A. 1872, S. 54.) 2. Unter Abänderung der ursprünglichen Statuten ist derselbe in der Folge auf den Konsistorialbezirk ausgedehnt worden und übt nun als „Hülssverein für elternlose ledige Töchter evangelischer Geistlichen des Konsistorialbezirks Wiesbaden", mit dem Sitz und Gerichtsstand in Wiesbaden, seine Thätigkeit »ach folgenden statuten mäßigen Bestimmungen aus: 1. Er hat den Zweck, solchen Töchtern pekuniäre Hülfe zu leisten. 2. Der Verein besteht aus ordentlichen Mitgliedern: solchen Geistlichen des Bezirks, welche sich zur Entrichtung der statutenmäßigen Beiträge verpflichtet habe», und außerordentlichen Mitgliedern, welche sich zu einem beliebigen Jahresbeiträge verbinden, ohne auf die Präbenden des Bcrcins und auf beschließende Stimme bei der Generalversammlung ein Recht zu haben. 3. An Mitteln stehen ihm zu Gebot: die statutenmäßigen Bei träge seiner Mitglieder, die Zinsen seines Grnndstockvermögens, sowie Geschenke und Berinächtnisse. 4. Die ordentlichen Mitglieder zahlen V* °/ 0 ihres Dienste! n- kommenS als jährlichen Beitrag, die Witwen von Bereinsmitglicdern 'lt % ihrer Pension. Für Anstretende erlischt jeder Anspruch an den Berein. 5. Die Zuwendungen des Vereins zerfallen in ordentliche, welche alljährlich in der von der Generalversammlung festgesetzten, für alle Beteiligten gleichen Höhe gezahlt werden, und in außerordentliche, im Falle besonderer Bedürftigkeit bewilligte. Der Anspruch auf erstere ist von den dazu Berechtigten durch die Bereinsagenten beim Vorstand geltend zu machen. 6. Die Höhe der für solche Zuwendungen verwendbaren und der dem Gruiidstockvcrmögen zuzufügenden Summe bestimmt jährlich die Generalversammlung, mit der Maßgabe, daß die Beiträge der außerordentlichen Mitglieder für die Fälle besonderer Bedürftigkeit
[ 0.4833333194, 0.6109091043, 0.5699999928, 0.5842857361, 0.5966666937, 0.5849999785, 0.7766666412, 1, 0.3733333349, 0.75, 1, 0.9300000072, 0.8809090853, 0.7400000095, 0.5199999809, 0.6779999733, 0.8249999881, 0.5044444203, 0.7566666603, 0.4799999893, 0.9071428776, 0.83384615...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000297.xml
Bcriiwgeiisvcrwciltmig im Dekanat Homburg. 525 3. Dcr Schuldschein ist auf Kosten des Schuldners alle 15 bis 20 Jahre zu erneuern. 4. Jede bedeutendere Gütcrvcrpachtuug ist von einem Notar vor zunehmen und vorher zu publizieren. Die Pachtzcit soll nicht über 9 Jahre dauern und dcr Pacht ist nur in Geld zu entrichten. 5. Die Verpachtung erfolgt immer unter dcr Bedingung, daß dcr Kontrakt aufhört, wenn der Pacht nach gerichtlicher Aufforderung nicht sogleich gezahlt wird, und hat alsdann dcr Pächter alle Kosten zu tragen. 6. Die Güter sind in ihren Grenzen zu erhalte». 7. Erbleihe und Wiederverleihung heimgefallener Erblcihgütcr bedarf höherer Genehmigung. 8. Ebenso Loskauf der Erbleihe. 9. Die Verfolgung dcr Schuldner geschieht bei den ordentlichen Civilgcrichtcu. Einfache Schuldsachen und Mahnverfahren werden vom Rechner betrieben; bestrittene Rechtssachen vom Kirchenvorstand nach Erlaubnis des Konsistoriums. Die Beitreibung von Rückstände», Um lagen und Nepartition ist Sache der Verwaltungsbehörde, wie bei direkten Steuern. 10. Kirchenvorstand und Rechner haben auf die Verjährungsfristen zu achten. 11. Verpachtung an Kirchenvorstandsmitglieder oder deren Asccn- denten und Dcscendcntcn bedarf, wenn cs nicht bei öffentlicher Ver steigerung erfolgte, dcr Erlaubnis des Konsistoriums. 12. Der Kirchenvorstand hat unbeibringliche Posten dem Dekan zur Prüfung vorznlegen. 13. Opfer und Kollekten sind dem Rechner gegen Schein abzu- gcbcn und in einem Belag bei dcr Jahreseinnahme zu verrechnen. 14. Die Steuer von Gütern, welche dem Pfarrer und anderen Kirchendienern als Gehalt hingewiesen sind, Gehalte und Emolumente dürfen nicht in den Voranschlag aufgenommen werden und in dcr Rechnung passieren, wenn nicht in dcr Kompetenz, nach altem Her kommen oder durch besondere Erlaubnis des Konsistoriums dies gestattet ist. 15. Alle wichtigen Urkunden sind in besonderem Behältnis unter doppeltem Verschluß zu halten. Abschriften und Verzeichnisse bekommt dcr Rechner. (Hcss.-Homb. Verordn, d. Geh.-Rts. v. 18. Dez. 1842, § 33—49.)
[ 0.6004545689, 0.8550000191, 0.5528571606, 0.5562499762, 0.7833333611, 1, 0.7433333397, 0.5808333158, 1, 0.3600000143, 0.5899999738, 0.8333333135, 0.5619999766, 0.4499999881, 0.2399999946, 0.8433333039, 0.6899999976, 0.6399999857, 0.5799999833, 0.7366666794, 0.7250000238, 0....
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000031.xml
Stellung der Kandidaten. 259 glicdcr nicht so hoch stiege, daß die Ausbildung der ersterc» darunter leiden müßte. Die Bewilligung zur Aufnahme dem Bezirk nicht angehöriger Kandidaten erfolgt ans Antrag der beide» Professoren durch das Kon- sistorinm. 2. Die Aufgenommenen stehen bezüglich ihres Fleißes und Lcbcns- wandels unter Aufsicht der Professoren, nach deren Belehrungen und Ermahnungen sic sich zu richten haben. Sollten Zurechtweisungen oder gar Verweise der Professoren unbeachtet und fruchtlos bleibe», so haben dieselben dem Konsistorium umständliche Anzeige davon zu machen, lvclches sodann strenge Bestrafung oder Ausweisung ans dem Seminar verfügt. (A. a. O. 8 12. u. 14.) 3. Für die auf dem Seminar befindlichen Kandidaten ist durch Beschluß der 2. ordentlichen Bezirkssynode eine Mtipendiensumme von 3000 Mark aus dem Centralkirchenfonds festgesetzt, welche nicht überschritten werden soll. Hieraus erhält jeder Kandidat eine Unterstützung von 100 Mark im Semester, so lange der bewilligte Gesamtbetrag dazu ausreicht. Andernfalls trifft das Konsistorium ans Bericht des ersten Professors unter Berücksichtigung der einschlägigen Verhältnisse eine Auswahl der Stipendiaten. (A. a. O. § 16. Verhandl. der Bez.-Syn. 1882, S. 120, pos. 5. S. 105 it. Anlage 12, S. 47, Abs. 4). Auch für dieses Stipendium gilt, gleichmäßig mit dem oben an geführten Revers, die Bcstimmnng, daß cs zurückgezahlt werden muß, wenn der Empfänger nicht in den Kirchcndienst des Bezirks eintritt, oder denselben wieder verläßt. 5. Der Unterricht. 1. Der für das Seminar ursprünglich angeordnete Lehrplan, sowie die Methode des Unterrichts wurde- dadurch modifiziert, daß statt des früher zweijährigen nun ein mindestens dreijähriges Univcrsitäts- stndium dem Scminarknrse vorhergeht und darin verschiedene Disziplinen zn absolvieren sind, die anfangs dem Studium auf dem Seminar Vor behalten blieben. Die Lehrweise änderte sich infolgedessen derart, daß die konversatorischc jetzt vorwiegt, wobei die Kandidaten abwechselnd als Referenten fungieren, während früher die Form des freien Vor trags der Professoren als die Regel angeordnet >var.
[ 0.3700000048, 0.4833333194, 0.5199999809, 0.7333333492, 0.6700000167, 0.6439999938, 0.6449999809, 0.5074999928, 0.824285686, 0.2733333409, 0.5766666532, 0.7459999919, 0.5666666627, 0.8700000048, 0.8087499738, 0.7516666651, 0.6800000072, 0.7400000095, 0.5663636327, 0.4566666782,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000194.xml
422 Dienstcinkommcn der Geistlichen. i. Census. Kirchensteuerbetrag; Ir. Auszug ans dem genehmigten Budget; 1. Vereinsthätigkeit und Kollekten; m. sittliche Zustände. Diese Statistik würde eventuell ebenfalls hier aufzubewahren sein. Die Beaufsichtigung sowohl dcr Pfarr--, als derDckanats-stkegistraturcn steht dem Konsistorium zu. (S. oben S. 222, pos. 27.) Dritter Abschnitt. ©in kniffte. Die Einkünfte oder das Dicnsteinkommen der Geistlichen des Bezirks bestehen teils aus fest fundierter Besoldung, teils ans wider ruflichen Zuschüssen hierzu aus verschiedenen Fonds, teils ans beson deren Dicnstcmolumentcn. An die nähere Darstellung dieser Einkonnnens- teile werden sich hier die Bestimmungen über den Ruhegehalt der Geist lichen und die Pension für ihre Hinterbliebenen anschließest. Erstes Kapitel. Die Besoldung. Hierbei soll von der Besoldung im allgemeinen, von den ein zelnen Bcsoldnngstcilen und vom Bezug der Besoldung die Rede sein. a. Allgemeines. 1. Das gesamte fundierte Pfarreivermögen bei den einzelnen Kirchspielen in Nassau ist als Standesvermögen anzusehen, be stimmt für den Unterhalt der evangelischen Geistlichkeit. Dasselbe wird daher für sich behandelt und in einem besonderen Abschnitt des Jnvcn- tariums, des Budgets und der Rechnung aufgeführt, aber nach den gleichen Grundsätzen behandelt, wie das Kirchenvermögen der einzelnen Gemeinden für den religiösen Kultus. (Nass. Ed. v. 8. April 1818. Allgemeine Bestimmungen n. § 17. S. oben S. 28 u. 39.) Aus den Einkünften desselben ergeben sich im wesentlichen die Besoldungen der Geistlichen.
[ 0.4666666687, 0.4959999919, 0.2899999917, 0.6116666794, 0.6299999952, 0.9085714221, 0.8445000052, 0.4833333194, 0.9666666389, 0.5433333516, 0.7200000286, 0.6163636446, 0.3885714412, 1, 0.8735294342, 0.6866666675, 0.6209999919, 0.6600000262, 0.7300000191, 0.7033333182, 0.69999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000311.xml
Hilfsquellen der Lokalkirchenfonds. 539 aufzunehmen, indem eine Befreiung oder Ermäßigilng bezüglich der Entrichtung der Kirchensteuern für dieselben nicht besteht. (Rcg.-Vcrf. v. 28. Sept. 1869. K. A. S. 50.) Die Kirchensteuern werden indes, gleich den Staats- und Kvm- mnnalstenern, nur von der Zeit erhoben, in welcher der Steuerpflichtige i» der Kirchengemeinde seinen Wohnsitz hat, unabhängig vom Erhcbungs- termin derselben. Dementsprechend können für die in der Etatsperiode Zngezogcncn Ergänzungskataster aufgestellt werden. (Konsist.-Erl. v. 4. Juli 1884. C. Nr. 1887.) Damit die Kirchenborstände die Kirchenstencrheblistcn nach den Staatsstenern anfznstcllcn vermögen, so sind die Staats-Steuerempfänger ermächtigt, zu diesem Zwecke die Kontobücher der Steuerkassen unter folgenden näheren Bestimmungen benutzen zu lassen. Die Kirchenvorstände haben die Stcncrhcblistcn so weit fertig stellen zu lassen, daß die Namen der Steuerpflichtigen eingetragen und nur noch die Steuerbeträge einzuschreiben sind. Die Steuerempfänger sind hiernächst zu ersuchen, zum Einträgen der Stencrbcträge in die Heblistcn die Kontobücher einem Abznordnendcn offen zu legen. Dieser Abgeordnete muß eine durchaus zuverlässige im Dienste der Gemeinde stehende Person — der- Kirchenrechner — sein und darf von seiten des Stcucrempfängers kein Bedenken gegen dessen Zulässigkeit bestehen. Letzterer hat auch die Zeit zu bestimmen, während welcher die Einsicht nahme der Kontobücher stattfinden kann und hat darüber zu wachen, daß sic nur zu dem angegebenen Zwecke benutzt werden. Es wird dabei empfohlen und gestattet, daß die Kirchenvorstände das Einträgen der Stcucrbeträge in die Heblisten mit Znstimmnng des Stcucrempfängers von einem Gchülfen desselben gegen eine Vergütung besorgen lassen. (Reg.-Verf. v. 9. Aug. 1878. X. A. S. 63.) Zur Hebung gestellte Stenern, welche im Rückstand verblieben sind, verjähren in vier Jahren, vom Ablauf des Jahres an gerechnet, in welches ihr Zahlungstermin fällt, oder des Jahres, in welchem die letzte Aufforderung zur Zahlung zugcstcllt, Exekution verfügt, oder die bewilligte Stundungsfrist abgclanfcn ist. (Ges. vom 18. Juli 1840. Gcs.-Samml. S. 140. Ges. v. 12. April 1882. K. A. S. 28.) Zur Festsetzung der Kirchensteuern ist indes die beschließende Mitwirkung der Gemeindevertretung erforderlich lind zu ihrer Erhebung
[ 0.5541666746, 0.3533333242, 0.4916666746, 1, 0.6949999928, 0.7919999957, 0.9300000072, 0.6899999976, 0.3400000036, 0.6636363864, 0.7099999785, 0.7533333302, 0.8954545259, 1, 0.8021428585, 0.8433333039, 0.7244444489, 0.7639999986, 0.7387499809, 0.6454545259, 0.6449999809, 0....
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000370.xml
598 Berwaltmigsordimng O rdnung für die Verwaltung der Kreissynodalkassen im Konsistorial- bezirk Wiesbaden. I. Nach 8 62 Nr. 8 der Kirchengemeinde- und Synodal-Orduung vom 4. Juli 1877 verglichen mit Artikel 18, Nr. 3 des Gesetzes vom 6. April 1878 gehört zu den Bcfuguisscu und Obliegenheiten der Kreissynodc: die Verwaltung der Kreissynodalkasse, die Bestellung eines Syuodalrcchners, die Festsetzung des Etats der Kasse vorbehaltlich der Genehmigung des Konsistoriums. II. Die Kreissynode ernennt hiernach den Rechner der Krcis- synodalkasse und bestimmt die demselben zu gewährende Vergütung. Ans Verlangen hat der Rechner eine Kaution zu leisten. Seine An stellung ist eine jederzeit widerrufliche. Seine Verpflichtung erfolgt durch den Vorsitzenden der Kreissynode. III. Die einnahmlichen und ausgablichen Verrechnungen der Kreissynodalkasse werden von dein Vorsitzenden der Kreissynode schrift lich angeordnet. Diese Anweisungen dienen zur Justifikation der be treffenden Einnahmen und Ausgaben der Jahrcsrcchnnng neben den sonstigen Quittungen und Nachweisungen. Der Vorsitzende hat über alle Einnahmen und Ausgaben ein Kontrollregister zu führen. IV. Als Einnahmen der Krcissynodalkassc tverden sich in der Regel folgende ergeben: 1. Überschuß aus voriger Rechnung. 2. Beiträge der Kirchenkassen und Gemeinden. Hierher gehören auch die infolge von Notaten rc. nachträglich noch cingczogenen Beiträge. 3. Kapitalablage. 4. Insgemein. Hierher: die durch zeitweise Anlage eines Teils des Barbestands der Kasse gntgcmachtcn Zinsen; der Rück ersatz zuviel verausgabter Beträge und dergleichen zufällige Einnahmen. V. Die Ausgaben sind wie folgt zu rubrizieren: 1. Guthaben des Rechners aus voriger Rechnung. 2. Taggebühren und Reisekosten der Deputierten zur Kreissynode. 3. Taggcbührcn und Reisekosten der Mitglieder des Kreissynodal Vorstandes.
[ 0.8066666722, 0.6588888764, 0.6299999952, 0.7483333349, 0.6933333278, 0.4600000083, 0.6259999871, 0.6399999857, 0.5827777982, 0.6800000072, 0.7507692575, 0.8666666746, 0.7969999909, 1, 0.7275000215, 0.2199999988, 0.6700000167, 1, 1, 0.8466666937, 0.8675000072, 0.4499999881,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000401.xml
iit Nassau. 629 Dom 7. November 1882, betreffend die Feier der Sonn- und Festtage: Auf Grund des § I I der Königlichen Verordnung über die Polizei-Verwaltung in den neu erworbenen Landesteilen vom 20. Septbr. 1807 — G.-S. 1867, S. 1529 — werden unter Aufhebung unserer, denselben Gegenstand betreffenden Polizei-Verordnung vom 18. Oktober resp. 16. November 1881 — Amtsbl. von 1881 Nr. 43, S. 311/12 und Nr. 45, S. 328 — nachfolgende polizeiliche Vorschriften in bezug auf die Feier der Sonn- und Festtage für den Umfang unseres Ver waltungs-Bezirks, soweit derselbe die ehemals herzoglich nassauischen Gebietsteile umfaßt, erlassen: 8 1. An Sonntagen und den in 8 11 näher bczcichneten Fest tagen sind alle öffentlich bemerkbaren Arbeiten, sowie alle geräuschvollen Beschäftigungen innerhalb der Häuser und Betriebsstätten untersagt. Zn den hiernach verbotenen Beschäftigungen gehören beispielsweise: :r die gewöhnlichen Arbeiten der Feldbestellung, der Saat, Ernte des Ausdreschens und das Düngerfahren; b. alle sonstigen Erd- und Kulturarbeiten in Feldern, Weinbergen, Wiesen, Forsten und Anpflanzungen; o. das Be- und Entladen der Frachtfuhrwerke auf öffentlichen Straßen und Plätzen, desgleichen in geschlossenen Höfen, wenn es dort nicht ohne öffentlich bemerkbares Geräusch vorgcnommcn werden kann, wogegen der Transport von Personen, Lasten, Waren- und Frachtgütern durch die dazu bestimmten Fahr zeuge, sowie das Be- und Ausladen derselben bei ihren regel mäßigen Fahrten gestattet bleibt; 4. der Betrieb solcher Handwerksarbeite», welche nicht, ohne Geräusch zu verursachen, verrichtet werden können, z. B. die der Spengler, Schmiede, Zimmerer, Wagner u. s. w.; e. die Arbeit an Bauausführungen und f. in den Fabriken; g. die öffentlichen Versteigerungen aller Art und die öffentlichen Verpachtungen. 8 2. Machen Notfälle, z. B. durch anhaltend ungünstige Witterung während der Ernte oder der Saatzeit oder wegen unumgänglicher Um züge beim Ouartalswechsel, öffentlich bemerkbare und andere Arbeiten an Sonn- oder Festtagen dringend nötig, so kann die Ortspolizeibehörde 41
[ 0.5500000119, 0.3771428466, 0.4300000072, 0.2700000107, 0.5950000286, 0.5824999809, 0.4839999974, 0.6669999957, 0.4799999893, 0.7599999905, 1, 0.7080000043, 0.603333354, 0.6955555677, 0.8033333421, 0.8579999804, 0.6066666842, 0.2199999988, 1, 1, 0.7533333302, 0.7072727084, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000085.xml
Ehesache». 313 Nur in Bezug auf beabsichtigte-Verbrechen, wie Hochverrat, Landesverrat, Münzvcrbrcchen, Mord ». dcrgl. besteht allgemeine Anzeigepflicht, wovon auch die Geistlichen nicht ansgenoinincn sind. lReichs-Straf-Ges.-B., ß 139. Milit.-Straf.-Ges., ß 00. Reichs-Ges. Bl. 1872, S. 185). Die vom Pfarrer in Ausübung der Seelsorge erteilten Rügen und andere Vorhaltungen gelten int Sinne des Gesetzes nicht als Beleidigungen, sofern nicht die Absicht zu beleidigen nachweisbar vor handen ist. Hierüber sagt das RcichS-Straf-Gcsetzbuch v. 15. Mai 1871: § 193. Tadelnde Urteile über wissenschaftliche, künstlerische oder- gewerbliche Leistungen, ingleichen Äußerungen, welche zur Ausführung oder Verteidigung von Rechten oder zur Wahrnehmung bcrcchtigtcr Jnteressen gemacht werden, sowie Vorhaltungen und Rügen der Vor gesetzten gegen ihre Untergebenen, dienstliche Anzeigen oder Urteile von Seiten eines Beamten und ähnliche Fälle sind nur insofern strafbar, als das Vorhandensein der Beleidigung ans der Form der Äußerung oder ans den Umständen, unter welchen sic geschah, hcrvorgcht. (R.-Gcs.- Bl. 1871. S. 127). 3. Die Scclsorgerthätigkeit des Geistlichen wird sich ans Erhal tung des ehelichen Friedens in seiner Gemeinde in jeder Weise richten. Damit er aber davon sichere Kenntnis erlange, wann dieser am schwersten bedroht ist, sollen bei Eheprozessen die Gerichte dem zu ständigen evangelischen Pfarrer jedesmal Gelegenheit zur Ausübung seelsorgcrlicher Thätigkeit geben. Die dies betreffende Allgemeine Verfügung des Jnstiz- Ministers v. 27. August 1879 lautet: Der evangelische Ober-Kirchenrat hat dem Justiz-Minister den Wunsch zu erkennen gegeben, daß die Amtsgerichte von den Sühne- terminen, welche sic auf Grund des 8 571 der deutschen Civilprvzcß- ordnung in Ehesachen anbcranmcn, wenn wenigstens eine der Parteien der evangelischen Kirche angehört, dem evangelischen Pfarrer oder doch einem evangelischen Geistlichen am Wohnorte des betreffenden Ehepaars unverzüglich Mitteilung machen möchten. Der Justiz-Minister empfiehlt den Amtsgerichte», diesem Wunsch nach Möglichkeit entgegen znkommcn.
[ 0.6190000176, 0.5699999928, 0.6200000048, 0.7400000095, 0.324000001, 0.2833333313, 0.5968000293, 0.6499999762, 0.6827272773, 0.5969230533, 0.5899999738, 0.5649999976, 0.7749999762, 0.7133333087, 0.5842857361, 0.6190000176, 0.6100000143, 0.4519999921, 0.6625000238, 0.4833333194,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000051.xml
Verkündigungen von der Kanzel. 279 es üblich ist, werden auch die Aussegnungen der Wöchnerinnen hier angcschkossen; Ii. in der Proklamation der Verlobten mit angeschlossenem Segenswunsch; e. in Ankündigungen, welche der Pfarrer für sich, oder im Namen des Kirchenvorstandes, oder aus Auftrag der geist lichen Behörden hinsichtlich der kirchlichen Ordnungen zu machen hat, z. B. bevorstehende Festfeier, Abhaltung des heiligen Abendmahls, Kollekten zu besonderen Zwecken. <1. Vorgcschricbcn sind für diese Verkündigung: 1. der Tag der Wahl eines Pfarrers durch die Gemeinde; 2. die Verkündigung des Wahlergebnisses an den beiden nächsten sonntäglichen Hauptgottesdicnstcn; (Jnstrnkt. v. 17. April 1878, Art. 5 u.9,s.oben S. 124); 3. Ort und Zeit der Auslegung der Liste der Wahlbe rechtigten bei Wahlen der Kirchengemeinde; 4. die Einladung der Gcmeindegliedcr zu den Wahlen für die Gemeindeorgane an zwei aufeinanderfolgenden Hanpt- gottcsdiensten; 5. die Verkündigung der Namen der gewählten Kirchcn- vorstchcr und Gemeindcvertretcr, ebenfalls an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen. 6. Die Einladung zur Versammlung der Gcmcindcvcrtrctnng kann an dem derselben vorhergehenden Sonntage in solcher Verkündigung erfolgen. (Jnstrnkt. v. 17. April 1878, Art. 5, 19, s. oben S. 165, Pos. 2, 7, 16. K.-G. u. S.-O., § 31, Abs. 2. Formular v. 30. März 1880). 7. Die Bekanntmachung des Zusammentretens der Bczirks- synode am Sonntage zuvor, nebst einer Fürbitte um Gottes Segen zu den Verhandlungen und Arbeiten derselben wird in der Regel von der Kirchenbchördc angeordnet. (K. A. 1879, S. 49). 8. Die Ankündigung der Kirchenvisitation. 9. Die Bekanntmachung des Orts und der Stunde, da der Dekan am Visitationstage zn sprechen ist. (Konsist.-Erl. v. 30. April 1884, II, 1 u. 2). 19 *
[ 0.6585714221, 0.4866666794, 0.3199999928, 0.458571434, 0.5633333325, 0.625, 0.6233333349, 0.8399999738, 0.8133333325, 0.6225000024, 0.5500000119, 0.635833323, 0.9666666389, 0.4808333218, 0.7300000191, 0.6750000119, 0.7400000095, 0.7749999762, 0.75, 0.5133333206, 0.8433333039,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000326.xml
554 Einrichtung dcS 29. Ausgeliehene Aktiv-Kapitalien. Hierzu werden bei schuldenfreien Gemeinden die Überschüsse verwendet. Außerdem erscheinen hier die zurückgezahlten und wieder anzulegenden Fondskapitalien und die etwa stiftungsgemäß zum Kapital zu schlagenden Zinsen von solchen. Es soll darauf Bedacht genommen werden, einen Bau- und Erneue rungsfonds für jede Gemeinde anzusammeln, auch durch Zuwachs der Zinsen, welcher die Mittel bietet, bedeutendere Reparaturen und Neubauten der kirchlichen Gebäude auszuführcn, ohne das Grundstock vermögen anzugrcifen. (Konsist.-Berf. v. 20. Dez. 1884. C. Nr. 330l.) Unter dieser Nummer sind die Bilanzen über das Fouds-Bcr- mögen in folgender Darstellung anzubringen und, falls Fondsgcldcr vorhanden bleiben, ist deren Anlegung vorzusehen. Bilanz des Fundus. Einnahme. M. >Pf, Nach der Rechnung von 18.. dazu Nr. 11 „ 12 » 13 14 I. K i r ch c n f o n d s. Es müssen also noch M. ... Pf. auf Erhaltung und Vermehrung dcS Fonds verwendet werden. II. Baufonds, u. s. w. M. Ausgabe. Pf. tu Nr. 26 „ 28 29 „ 30 31 (Nass. Min.-Erl. v. 8. Okt. 1852 mit Formular.) Wenn gegen das Budget neu auzulegcnde Kapitalien nicht wirklich ausgclicheu worden find, so ist der Grund dafür hier anzugeben. Wo ciugezogcne Kapitalien des Fonds nicht wieder zur Anlage kommen sollen, ist die Zustimmung der Gemeindevertretung nachzuweiscu. 30. Erwerbung von Grundstücken. Die Notwendigkeit oder Nützlichkeit der Erwerbung ist nachzuweiscu, mit Anschlägen zu belegen und die Erlaubnis der Staatsbehörde hierzu nachzuweisen. 31. Neue Anlagen und Bauungen. Die Nachweise und Kostenanschläge werden nach Maßgabe der Bestimmungen über die Bauten an kirchlichen Gebäuden hier beigcfügt.
[ 0.7400000095, 0.6390908957, 0.5866666436, 0.8066666722, 0.8933333158, 0.8582352996, 0.9116666913, 0.6883333325, 0.2399999946, 0.8892857432, 0.648888886, 0.7566666603, 0.6536363363, 0.8029999733, 0.6524999738, 0.8679999709, 0.7300000191, 0.7533333302, 0.8226666451, 0.3966666758,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000042.xml
270 Der Diensteid. Der Jntroducend reicht iiim dem Einführenden seine Rechte und dieser fährt fort: „So stelle ich dich N. N. nach dem mir gegebenen Aufträge hiermit feierlich vor und weise dich ein in dein Amt als Pfarrer und Seelsorger dieser Christengcmeine im Namen des Bakers, des Sohnes und des heiligen Geistes. Der Herr sei mit dir und sein Geist ruhe auf dir! Getreu ist, der dich rufet, welcher wird cs auch thun. Amen." Die Assistenten sprechen, indem der Jutroducicrtc auch ihnen die Hand reicht, einen ähnlichen, ganz kurzen Segenswunsch. Der Einführende schließt mit Ansprache au die Gemeinde und Gebet. (Nass. Liturgie, S. 354). Für die hessischen Pfarreien wird der Einführungsmodus durch die dort üblichen Agenden bestimmt. (S. unten II, Abschn. 1, Kap 1). Zu dieser Einführung muß der gesamte Kirchcnvorstand zugezogcn werden. In der Regel begleitet derselbe den neuen Geistlichen nebst dem Einführenden und seinen Assistenten zur Kirche. Der neue Pfarrer wird sodann dem Kirchenvorstandc auch noch besonders vorgcstcllt. (Gesch.-Ordu. u. Jnstr. f. d. K.-Borst. v. 30. März 1880 I, Art. l. S. oben S. 152. Nass. Jnstr. f. d. K.-Borst., § 22). 3. Der Diensteid wird dem Geistlichen bei seiner ersten Anstel lung nach beendigtem Gottesdienste in der Kirche und im Beisein des Kirchenvorstandes — in der Regel von dein damit durch das Kon sistorium beauftragten Generalsuperintendenten oder Dekan in folgender Form abgenommen: „Ich N. N. schwöre einen Eid zu Gott, dem Allwissenden und Heiligen, daß, nachdem ich zum bei der evangelischen Ge meinde berufen worden bin, in diesem und in jedem anderen geistlichen Amte, zu welchem ich künftig berufen werden möchte, ich, sowie cs einem Diener der christlichen Kirche geziemt. Seiner König lichen Majestät von Preußen meinem Allergnädigsten Könige und Herrn und dem Königlichen Hause treu und gehorsam sein, das Wohl des Landes in dem mir angewiesenen oder noch anzuwcisenden Wirkungskreise, so viel in meinen Kräften steht, befördern, die mir wohlbekannten Pflichten des mir anvcrtrantc» Amts mit Gewissenhaf tigkeit erfüllen, und in meiner Gemeinde als ein treuer Seelsorger
[ 0.5233333111, 0.676666677, 0.40200001, 0.4600000083, 0.6318181753, 0.9316666722, 1, 0.9466666579, 0.6408333182, 0.675999999, 0.5883333087, 0.3833333254, 0.5950000286, 0.69599998, 0.7979999781, 0.8700000048, 0.7883333564, 0.8933333158, 0.7099999785, 0.5749999881, 0.6100000143,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000283.xml
Die Glocken. 511 8. die -Gesamtkosten des Neubaues mit Anrechnung des noch vertvertbaren Materials. 0. In Beziehung auf die abzuschließeudcu Kontrakte. 1. Der Orgelbaumeister hat die Bürgschaft für Material und Arbeit auf fünf Jahre zu übernehmen, und es steht dem Revisor zu, die Zinn- und Windprobe zu machen. 2. Vorzusehen sind die Ncbcnbcstimmungen über den Transport der Orgelteile und der Werkzeuge zur Stelle, cvcnt. Rück transport der letzteren, Wohnung und Kost der Arbeiter während der Aufstellung des Werks unter Angabe der Zahl der Arbeiter und deren Beschäftigungszeit, Gestellung eines Balgtreters u. s. w. 1). In bezug auf die Abnahme. Die Abnahme neuer oder reparierter Orgelwerke in musikalischer Beziehung, nach Konstruktion des Werks, Klang, Güte des Materials, erfolgt durch einen musikalischen Sachverständigen, in bantechnischer Hinsicht — nach Beschaffenheit des Orgelgehäuses rcsp. des Prospekts in bezug auf Material und Arbeit, sowie sichere Aufstellung der Orgel — durch den zuständigen königlichen Baubeamten. Die Bestimmungen wegen Konservierung alter Orgclgehänse als Kunstwerke bleiben auch hiernach in kraft. (Jnstrukt. v. 3. Okt. 1873. Miilist.-Berf. v. 2. Nov. 1885, G. III. 6451.) 2. Die Glocken. 1. Das Geläute der Kirchen sowohl, als die Turmuhr sind als Pertinenzen der Kirchen, insbesondere des Turmes, in der Regel Eigentum der das Gebäude besitzenden Kirchengemeinde. Nur aus nahmsweise stehen in Hessen einzelne Kirchtürme mit Uhr und Glocken im Eigentum der Civilgemeinde. Doch bedürfen solche Ausnahmen des Beweises, welcher auch durch unvordenklichen Besitzstand geführt werden kann. In dessen Ermangelung aber gilt der Grundsatz, wonach das Aceidcns dem Hanptgegenstande folgt. Das Eigentumsrecht ist unabhängig von der Verpflichtung eines dritten zur Anschaffung und Unterhaltung des Geläutes, beziehungsweise der Uhr. In Nassau ist Anschaffung und Unterhaltung alles dessen, was zum Geläute gehört, namentlich auch der Glockenscile, der Civilgemeinde
[ 0.5766666532, 0.5887500048, 0.8899999857, 1, 0.8433333039, 0.7923076749, 0.7799999714, 0.5262500048, 0.8466666937, 0.6769999862, 0.5299999714, 0.5774999857, 0.486153841, 0.8659999967, 1, 0.6700000167, 0.7844444513, 0.3533333242, 0.5433333516, 0.6449999809, 0.6710000038, 1, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000232.xml
460 Die Pension tragen ist und zwar nach Verhältnis der Zeit, vom Tage des Ablebens des betreffenden Geistlichen an gerechnet. (Nass. Gcn.-Rcg.-Reskr. vom 19. Jan. 1824.) 2. Nach Ablauf des Sterbequartals erhalten die Witwe und die Kinder des Verstorbenen eine Pension aus der Gcistlichcn-Witwcn- nnd Waisenkaffe. Bei im Pensionsstande verstorbenen Geistlichen beginnt dieselbe mit dem auf den Todestag folgenden Tag. Dieser Witwen- und Waisengehalt wird so berechnet, daß nicht das vom Erblasser wirklich genossene Diensteinkommen zu gründe gelegt wird, sondern folgende Skala: 1. bei Pfarrern bis zu beendigter 10jähriger Dienstzeit ein Einkommen von 1028 Mark 57 Pfennig, vom 10—15. Dienstjahre von 1371 Mark 43 Pfennig, „ 15—25. „ .. 1714 .. 18 .. „ 25—35. „ 2057 .. 14 .. „ 35—50. „ „ 2571 „ 43 „ bei Dekanen und Professoren des theologischen Seminar wenn solche nicht charakterisiert waren, von 2571 M. 43 Pfg., wenn solche aber charakterisiert waren, von 3085 M. 71 Pfg.; 3. beim Generalsuperintendenten dessen wirklicher Gehalt, jedoch ohne die Vergütung für Kanzlcikosten. Für den Staatsgehalt des Generalsuperintendenten und der geistlichen Räte beim Konsistorium wird die Quote für ihre Hinter bliebenen aus dem Fonds zugeschossen. 4. Bei Vikaren, welchen ausnahmsweise die Erlaubnis zur Verehelichung erteilt wird, und welche vor dem 10. Dicnst- jahre mit Tod abgehen, wird die Pension ihrer Hinterbliebenen derjenigen der Relikten von Pfarrern gleich berechnet. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 8.) Die Witwe erhält ein Drittel der Pension, welche nach vorstehender Klassifikation der Besoldungen ihrem Manne nach seinem Dienstaller bei seinem Ableben zugekommen wäre, bezieht aber diese Pension nicht fort, wenn sic eine anderweitige Ehe cingcht. Für jedes Kind unter 22 Jahren männlichen und unter 19 Jahren weiblichen Geschlechts bekommt sic ff« der Pension, welche dem Vater zukommt. Dieser Zuwachs darf aber in keinem Falle, wenn nämlich
[ 0.5500000119, 0.5966666937, 0.5857142806, 0.328333348, 0.8500000238, 0.5533333421, 0.6200000048, 0.5724999905, 0.7799999714, 0.7933333516, 0.69599998, 0.349999994, 0.5699999928, 0.6633333564, 0.6374999881, 0.7766666412, 0.8416666389, 0.8281818032, 0.4850000143, 0.6159999967, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000113.xml
für Kirchenlied und Geschichte. 341 umständen der hervorragendsten Liederdichter bekannt sind, auch dieselben zu singen vermögen. 4. Die Kirchengeschichte ist in einzelnen lebensvollen Bildern in enger Verbindung mit dem übrigen Unterrichte im Ehristentume oder, wo das gestattet sein sollte, auch im Anschluß an die Hcimats- und Baterlandsknndc, zu lehren. Soll dieselbe als Fortsetzung der Apostelgeschichte erzählt werden, so werden in einer begrenzten Anzahl von etwa 25 Stunden des letzten Schuljahres der Kinder die Grün dung der Kirche, deren Ausbreitung, deren Verfolgtuig in den ersten drei Jahrhunderten, deren Schutz durch Konstantin (Konzil von Nicäa — Kirchenväter), deren Gefahren zur Zeit der Völkerwanderung (Mnhamed), deren Ausbreitung unter den Germanen (Bonifazius), die Kreuzzüge, die Reformation in Deutschland, der Schweiz lind den übrigen Ländern, die Religionskriege (Schmalkaldischer Krieg — 30 jähriger Krieg), das gegenwärtige Vcrcinslebcn n. s. w. zur Sprache kommen können. Nach diesen Grundzügen ist die Verteilung des Lehrstoffes für den evangelischen Religionsunterricht den Dekanen und Schnlinspcktorcn resp. Geistlichen und Lehrern überlassen. (Vers, des Konsist. v. 11. Febr. 1870, C. Nr. 203.) Über die Einsendung des so gestalteten Lehrplans, welche vom Konsistorium seitens der Dekane bis zum 1. Februar jedes Jahres erwartet wird, und die Überwachung der Ausführung desselben, solvic die Aufsicht über den gesamten Religionsunterricht durch die Dekane ist schon früher das Nötige mitgeteilt worden. (S. oben S. 195.) Desgleichen über die Beteiligung der Pfarrer an dein Religions unterrichte in der Volksschule und über die Verteilung des Lehrstoffes zwischen diesen und den Lehrern. (S. oben S. 141.) 4. Als Lehrbücher für den evangelischen Religionsunterricht sind in den verschiedenen Teilen des Bezirks eingeführt: I. In Nassau: 1. die Bibel, 2. das nass. Gesangbuch, 3. das Melodienbuch hierzu, 4. der Landes-Katechismus, 5. biblische Geschichten aus dem alten und neuen Bunde. Nur diese sind obligatorisch eingeführt, so daß jedes Schulkind die für seine Klasse bestimmten Bücher besitzen muß, und beim Unvcr- 23
[ 0.5, 0.4063636363, 0.323333323, 0.771818161, 0.2433333397, 0.8811110854, 0.5666666627, 0.8112499714, 0.8007692099, 0.5757142901, 0.8420000076, 0.5224999785, 0.6299999952, 0.3249999881, 0.8616666794, 0.7866666913, 0.5, 0.8799999952, 0.752352953, 1, 0.5649999976, 0.878888905,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000145.xml
nach Durchschnittsbercchnmig. 873 Die DurchschnittsMrechnungen (Formular ^.) und Liqnidationcn (Formular 8) sind in je zwei Exemplaren, welche beide vom Liquidanten unterschrieben sein müssen, an die Dekane cinzuscndcu und von diesen, nach erfolgter Prüfung, die auf denselben zu vermerken ist, zur Revision au die Negierung zu befördern. Die Prüfung der Liquidationen und Berechnungen hat sich daraus zu erstrecken: 1. ob der Liquidant zu den nach Absatz 2 des § 54 a. a. O. berechtigten Personen gehört; 2. ob die zum Ansatz gebrachten Beträge den geltenden Gebühren und Stoltaxen entsprechend und 3. ob hinsichtlich der Grundlagen für die Berechnung der Soll- Einnahmen Bedenken obwalten welche eine nähere Aufklärung angezeigt erscheinen lassen. Für die Geistlichen in Nassau bezieht sich die Liquidation nur auf die entgangenen Gebühren für Atteste. Formular A. Nachweisung der Stolgcbühren- Soll-Einnahme des zu Parochic , Bezirk nach dem sechsjährigen Durchschnitt für den Zeit raum vom 1. Oktober 1868 bis 30. September 1874. No. Sit. Bezeichnung der Akte. Zahl der Fälle B B 3- CQ ö 0 M. >Pf. Betrag R in 1868 bis 1869 der Zeit vom 1. Okto 1869| 1870| 187111872 einschließlich 30. Se 1870|1871|1872|1373 1873 vt. 1874] für den ganzen sechsjährig. Zeitraum. M. !Pf. durch schnittlich pro Jahr. M. >Pf. 1 3*) 4 b b b Atteste. Taufen: I. Klasse, II. Klasse u.s. w. Aufgebote. 1 desgl. ) u. s. w. Trauungen. ) desgl. ) u. s. m. rc. rc. 1 - Sn. . | Ausgestellt Von Pfarrer 17. 17. *) Ausgebotsgcbiihrcn kamen im Bezirke nicht vor. 25
[ 0.7325000167, 0.7383333445, 0.3300000131, 0.7433333397, 0.8383333087, 0.5722222328, 0.6866666675, 0.75, 0.5369230509, 0.3922222257, 0.3449999988, 0.8199999928, 1, 0.6349999905, 0.7574999928, 0.5718181729, 0.6783333421, 0.4679999948, 0.3700000048, 0.8163636327, 0.7685714364, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000121.xml
Versetzung der Pfarrcigeschäste. 349 4. Gesuche um weitergehenden Urlaub sind an das Königliche Konsistorium zu richten. (C. Nr. 2736. K. A. 1882, S. 70.) Hierzu ist in der Folge näher bestimmt worden, daß der vom Dekan zu erteilende Urlaub sich bis zu vierzehn Tagen im Laufe eines Kalender jahres erstreckt. Wenn ein Pfarrer, nachdem er innerhalb eines Jahres im ganzen 14 Tage beurlaubt war, noch weiteren, wenn auch nur kürzeren Urlaub wünscht, ist derselbe bei dem Geueralsuperintcudeutcn zu beantragen. (Konsist.-Verf. v. 11. Okt. 1883, K. A. S. 59.) Für die interimistische Dieustversehuug beurlaubter Pfarrer hat der Dekan, beziehungsweise das Konsistorium Sorge zu tragen. Das selbe geschieht bei eintretender Krankheit eines Pfarrers. Der Dekan hat von seinen dcsfallsigen Anordnungen alsbald Anzeige beim Kon sistorium zu erstatten. In beiden Fällen sind, wenn sich kein geprüfter Kandidat im Dekanatsbezirke befindet, die benachbarten Geistlichen auf Weisung des Dekans zur Aushülfe von amtswegen verpflichtet. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 14 u. 15.) Bei längerer legaler Abwesenheit oder langdanernder Krankheit eines Geistlichen wird vom Konsistorium je nach Umständen eine andere Einrichtung der Dienstvcrschnng getroffen. In jedem Falle ist cs dem Pfarrer untersagt, Kandidaten, welche keine liceutia concionandi haben, oder Fremde, welche dies nicht nachzuweisen vermögen, predigen zu lassen. (Nass. Konsist.-Verf. v. 23. Dcc. 1812, § 8.) Die aushülssweise Abhaltung eines Lesegottesdienstes durch den Lehrer ist dann gestattet, wenn plötzliche Verhinderung die vorgängige Anzeige an den Dekan unmöglich macht oder eine Vertretung durch benachbarte Geistliche nicht zu erlangen ist. Die Vorlesung einer Predigt hat alsdann nach den darüber erteilten näheren Bestimmungen zu er folgen. (S. oben S. 170.) Wo mehrere Pfarrer bei einer Gemeinde angestcllt sind, werden alle nicht gemeinschaftlich zu verrichtenden pfarramtlichcn Handlungen im allgemeinen ohne Unterschied nach wechselnder Reihenfolge verrichtet. Für einzelne Gemeinden bestehen darüber noch besondere Bestimmungen. (Nass. Ed. v. 11. Aug. 1817, 8 9.) Indes hat derjenige Pfarrer, welcher den Vorsitz im Kirchcn- vorstand führt, alle die Geschäfte allein zu führen, welche in den
[ 0.4329999983, 0.2866666615, 0.8123529553, 0.7766666412, 0.6949999928, 0.4871428609, 0.9449999928, 0.8307142854, 0.3666666746, 0.5799999833, 0.4699999988, 0.6933333278, 0.5699999928, 0.7958333492, 0.6050000191, 0.7124999762, 0.9166666865, 0.8700000048, 0.8740000129, 0.6600000262...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000399.xml
c. 3rt Hessen. 1. Das Epiphaniafest wird hier, wenn der 6. Januar auf einen Sonntag fällt, sonst aber am folgenden Sonntage als Missions- f est gefeiert und soll dabei eine Missionskollekte erhoben werden. (Ob.- Konsist.-Ausschr. v. 9. März 1855.) 2. Während der Fastenzeit finden an Wochentagen Betrach tungen über das Leiden Jesu statt, welche gepflegt werden sollen. Da, wo sic unterblieben, soll auf ihre Einführung hingewirkt werden. (Ob.- Konsist.-Ausschr. v. 15. Jan. 1856.) ?>. Der allgemeine Buß- und Bettag wird ans Palmsonntag gefeiert. Die Geistlichen haben acht Tage vorher ihre Gemeinden von den Kanzeln zu würdiger Begehung des Tages aufznfordern. Am Tage selbst wird vor- und nachmittags über Bußtexte gepredigt. Geistliche und Gemeinden sollen dabei Gott anrnfcn, daß er das Land in seinen Schutz nehme, Religion und Tugend in allen Ständen erhalten und befestigen, nach seinem väterlichen Erbarmen das Elend mindern, die Leidenden in ihren, Kummer trösten und überall Ruhe und Frieden verbreiten wolle. (Hess. Verordn, v. 19. Jan. 1771. Bekanntm. d. K.- u. Sch.-Rts. v. 20. Ott. 1808.) Besondere Gebete und sonstige Vorschriften hinsichtlich der Ein richtung des Gottesdienstes an diesem Tage sind nicht vorhanden; doch wird in vielen Kirchen nach der Predigt die Litanei verlesen und sonst ein Sündenbekenntnis gesprochen. Äußerlich soll die Feier des Tages dadurch gehoben werden, daß alle öffentlichen Lustbarkeiten untersagt sind. (Hess, landeshcrrl. Verordn, v. 2. April 1841. Hess. Verordn, v. 15. Febr. 1814.) 4. Der Gründonnerstag wird mit vormittägigem Gottesdienst begangen, jedoch nur insofern mit äußerer Feier, als die Feldarbeiten bis nach beendigtem Gottesdienste ruhen. 5. Das Trinitatisfest wird als besonderes Fest nicht mehr ausgezeichnet. 6. Die Apostcltage, Mariä Reinigung und Heimsuchung sollen am nächstfolgenden Sonntage im Nachmittagsgottcsdicnst mitgefeiert werden. Für Mariä Verkündigung ist der Sonntag Jndica zum Mitfeiern bestimmt. (Hess. Verordn, vom 19. Januar 1771. Hess. Bekanntm. d. K.- ». Sch.-Rts. zu Gießen v. 20. Okt. 1808.)
[ 0.7250000238, 0.1933333278, 0.4699999988, 0.4550000131, 0.7833333611, 0.746923089, 0.4850000143, 0.7519999743, 0.5249999762, 0.8299999833, 0.8100000024, 0.5450000167, 0.823333323, 0.8280000091, 0.7614285946, 0.6533333063, 0.5860000253, 0.7774999738, 0.7099999785, 0.5188888907, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000507.xml
N *6. <$(]$/ »• v vy vf» vv vvj v 1 Amtsbezirke des Konsistoriums V V 1 Wiesbaden C«xfite colorcheckerEEMB r -i
[ 0.1199999973, 0.2399999946, 0.2916666567, 0.4250000119, 0, 0, 0.4300000072, 0.2199999988, 0.3899999857, 0, 0.1400000006, 0.677272737, 0.7933333516, 0.7023077011, 0.5899999738, 0.2399999946, 0.2399999946, 0.4166666567, 0.4228571355, 0.7456250191, 1, 1 ]
812437381
lb
0.59704
null
null
null
null
null
00000003.xml
null
[]
812437381
null
null
null
null
null
null
null
00000498.xml
726 Sachregister. Übertragung der Eimiahme und Aus gabe 145. 571. Übertritt von einer Kirche zur andern 319. Übcrzngskostcn 267. 475. Umfang der Rechte und Pflichten der Gemeindcgliedcr 650. Umlagebcschlüssc der Gemcindcorganc 712. Unbcibringliche Posten 525. Universität (Studium) 246. Unterbringung verwahrloster Kinder, Ge setz über 690. — — —, Ausführungsbestiminnng 695. — — —, Reglement jc. 701. Unterhaltung der Pfarrgcbäudc 431. — — Pfarrgrundstllcke 433, 436. Unterricht am thcol. Seminar 260. — der Konfirmanden 143. Unterrichtsplan 337. Unterschcidungszeit für den Übertritt zu einer anderen Konfession 6!9. Unterstützung von Relikte» der Geist lichen 463. — - auswärtiger Anstalten und christlicher Vereine 555. Urkunde (ErnennnngS-) 263. Urkunden der Kirche »nd Pfarrei 525. Urlaub der Geistlichen 349. Urlaub des Pfarrers durch den Dekan 195. — — — durch den Gcn.Snp. 211. V. Vakanz der Pfarrhäuser 429. Bakanzfälle, Bcsoldnngsabteilung bei dcns. 426. Vasa sacra 508. Verächter des Gottesdienstes 310. Verakkordicrung der Banarbeiten 502. Veräußerung von Kirchengcbäuden 595. — — Pfarrgebäudcn 431. — — Kirchcngerätschafte» 508. Vereidigung der Geistliche» 270. Verehelichung 651. Vereine 666, 686. Verein der Gustav-Adols-Stistnng 666. —, Evangcl., im Konsist.-Bezirk 672. — für religiöse Kunst 507. Bercinsthätigkcit, freie 666. Verfassung des Konsistorialbezirks 48. Verfassung, innere des Konsistoriums 226. Verfassungsurkundc 1, 96, 620, 639. Verfügungen, Form der 404. Vergehungen der Geistlichen 481. Verhältnis des kirchl. Lebens zum Staate 639. Verkündigungen von der Kanzel 278. Verletzung der kirchlichen Pflichten 94, 652, 653, 655. Vermerke, nachträgliche bei Eintragungen 375. Vermögensverwaltung 145, 474. 514. Verpachtungen 197,432,521,523, 525, 528. Verpflichtung der Geistlichen 270. — (Ordiuatious-) 265. — der Kirchenrcchner 196. Verschling der Pfarreigcschäftc 348. Versetzung, »»freiwillige d. Geistlichen 485. Verträge (Kauf- u. Liefcrungs-) 527. Verwaltung der Kirche des Bezirks 129. Verwaltung des Pfarramts 139. — — Kirchenvermögens 145, 521, 524. — — Ccntralkirchcnfonds 610, 615. VcrwaltungSordnung für die KreiSsynodal- kassen 598. — — — Bczirkssynodalkasse 602. — der Centralfonds 615. Verwarnung als Disziplinarmaßregel 481. Verweis als Disziplinarmaßregel 485. Verweise durch den Gcn.-Snperint. 212. Verzeichnis der Beerdigungen 308, 384. — — Getauften 383. — — Anfgebotcnc» und Getrauten 384. — — gemischten Ehen 401. — — Konfirmierten 385. Vikare 271. Visitationen, Kirchen- 185. Volksschulen, Religionsunterricht in d. 141.
[ 0.5766666532, 0.6869230866, 0.5690909028, 0.7533333302, 0.5687500238, 0.3933333457, 0.5066666603, 0.5350000262, 0.5024999976, 0.6449999809, 0.6000000238, 0.3033333421, 0.5500000119, 0.7049999833, 0.8500000238, 0.3733333349, 0.8050000072, 0.4978571534, 0.5774999857, 0.7524999976...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000109.xml
Lehrplan. 337 3. Nach diesen Maßgaben, zu denen für Nassau noch die be sonderen hinznkommen, daß jede Rcligionsstnndc mit Gesang nnd Gebet beginnen, und ein Durchgehen der sonntäglichen Predigt stattfinden soll, ist der llnterrichtsplan einzurichten, welchen der Pfarrer am Anfang jedes Schuljahres zu entwerfen hat. Hiernach sind auch die Bestimmungen des Konsistoriums, betreffend Feststellung eines allgemeinen Lehrplans für den konfessionellen evangelischen Religionsunterricht, vom 1l. Febr. 1870 zu modifizieren. Geleitet von der Erwägung, daß eine einheitliche Gestaltung des evangelischen Religionsunterrichtes in den Elementarschulen des ans einzelnen Teilen früher verschiedener Staatsgebiete zusammengesetzten Regierungsbezirks im Interesse der religiösen Ausbildung der Jugend höchst wünschenswert erscheinen muß, »nd von dem Wunsche beseelt, einer vielfach wahrgenommenen Überbürdung der Bolksschulen mit reli giösem Memoricrstoff erfolgreich entgegen zu wirken, hat das Konsistorium sich im Einverständnisse mit der Regierung veranlaßt gesehen, den Dekanen zum Zweck der Genehmigung der ihnen von den Geistlichen [nun durch den Schulinspektorj vorzulegenden Lehrpläne über de» evan gelischen Religionsunterricht, sowie der Aufstellung der von ihnen für die Schule ihres Kirchspiels dem Konsistorium einzusendenden Lehrpläne folgende allgemeine Gesichtspunkte für die Erteilung dieses Unterrichts festzusetzen: 1. Der Unterricht in der biblischen Geschichte ist als die Grundlage alles christlichen Religionsunterrichtes künftig zu betrachten, daher sollen die Schüler in der gesamten Zeit ihres Schulbesuches in derselben unterrichtet werden. In stufenmäßig aufschreitender Folge, welche für alle Klassen durch einen vorliegenden schriftlichen Plan fcstzu- sctzcn ist, sind die Schüler im Anschluß an das eingeführte Historien- bnch vom Auffassen einzelner Geschichten zum Zusammmenfassen aller Geschichten zu einer Geschichte des Reiches Gottes zu bringen, so daß dieselben eine lebendige Erkenntnis von den zu unserer Erlösung ge schehenen großen Thaten Gottes empfangen. Die Dekane, Schulinspcktoren und Geistlichen sollen überall dahin zu wirken suchen, daß dies angegebene Ziel dieses Unterrichtes auf dem rechten Wege erreicht wird, namentlich sollen sic ihr Augenmerk darauf richten, daß dieser wichtige und schwierige Unterrichtsgegenstand nirgends
[ 0.5433333516, 0.426666677, 1, 0.5849999785, 0.9433333278, 0.4699999988, 1, 0.8619999886, 0.7166666389, 0.8383333087, 0.5525000095, 0.8566666842, 0.6650000215, 0.7337499857, 0.7875000238, 0.6833333373, 0.5325000286, 0.6253333092, 0.9966666698, 0.4650000036, 0.5966666937, 0.7...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000151.xml
über Führung der Kirchenbücher. 379 § 8. Auch von Laien vorgenommenc Nottaufcu sind zunächst in das Kirchenbuch der Parochie einzntragen, in deren Bezirke dieselben stattfinden. Erfolgt eine kirchliche Bestätigung der Nottaufe, so muß die Eintragung auch in das Kirchenbuch derjenigen Parochie erfolgen, deren Geistlicher die Bestätigung vorgenommen hat. Dem Pfarramte der Parochie, in deren Kirchenbuch die Nottaufc eingetragen ist, muß von der erfolgten Bestätigung zum Zwecke der Vermerkung im Kirchcn- buche Nachricht gegeben werden. ß 9. Die Eintragungen in das Berzcichnis der Trauungen er folgen zunächst in das Kirchenbuch der Parochie, in welcher die Trauung stattfindet. Erfolgt dieselbe nicht in der Parochie des ersten ehelichen Wohnsitzes des Ehepaars, so hat der Kirchenbuchführer dem Pfarramte derjenigen Parochie, in welcher die Eheleute ihren ersten ehelichen Wohnsitz nehmen, Abschrift des vollständigen, die Trauung bezielcnden Eintrages seines Kirchenbuches zum Zweck des Eintrags in das Kirchenbuch dieser Parochie mitzuteilen. tz 10. Erstrecken sich über denselben räumlichen Bezirk mehrere evangelische Parochien, so erfolgen die Einträge in die Tauf- und Trauungsbüchcr derjenigen Parochie, welcher der Täufling oder dessen Eltern, bezw. die getrauten Eheleute als Mitglieder angehören; falls aber keiner der beteiligten Personen der Parochien am Orte angehört, in das Kirchenbuch derjenigen Parochie, deren Geistlicher den kirchlichen Akt verrichtet hat. 8 11. Die Eintragungen in das Verzeichnis der Begräbnisse erfolgen in das Kirchenbuch der Parochie, zu welcher der Beerdigungs platz gehört. Es sind nur diejenigen Fälle einzutragen, bei welchen der evangelische Geistliche durch Begleitung n. s. w. amtlich thätig ge wesen, oder soweit bei Kindern in den ersten Lebensjahren eine solche Thätigkeit nicht üblich ist, der Eintrag von den Eltern oder deren Stellvertreter gewünscht wird. Die Verrichtung der geistlichen Hand lungen durch einen fremden Geistlichen, welcher mit Erlaubnis des zuständigen Geistlichen innerhalb dessen Pfarrsprengels handelt, steht in dieser Beziehung der Verrichtung durch den zuständigen Geistlichen gleich. Gehörte der Begrabene einer anderen Parochie, als derjenigen, in deren Kirchenbuch die Eintragung in Gemäßheit vorstehender Be stimmungen erfolgt, an, so ist dem Pfarramte der anderen Parochie Abschrift des Eintrags zum Zweck der Vermerkung mitzuteilen.
[ 0.2549999952, 0.7985714078, 0.6666666865, 0.7264285684, 0.8399999738, 0.4199999869, 1, 0.9449999928, 0.8000000119, 0.7599999905, 0.7266666889, 0.4944444299, 0.7825000286, 0.7099999785, 0.4650000036, 0.676666677, 0.7163636088, 0.5266666412, 0.8737499714, 0.5483333468, 0.709999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000252.xml
480 SubordiliationSverhältliiS. 2. Die Kirchenvorsteher und Gcmeindevertretcr stehen zunächst unter der Aufsicht und Gewalt des Kreissynodalvorstandes. (K.-G.- u. S.-O., § 64, pos. 9, 11, 13.) Das Konsistorium bildet hier die höhere Aufsichtsbehörde. (K.-G.- u. S.-O., § 64. Allerh. Verordn, vom 27. Juni 1845, § 1, pos. 4.) 3. Die Geistlichen und Kandidaten sind unmittelbar den Dekanen untergeben, stehen aber, wie alle in kirchlichen Bcrnfsämtern stehende Personen, zugleich unter Mitaufsicht des Kreissynodal- Bo r stand es, der indes ihnen gegenüber nur das Recht zu ermahnen und zu warnen besitzt; wenn dieses aber fruchtlos bleibt, die Sache der zuständigen Disziplinarbehörde vorzulegcn hat. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 12 u. 14. Großh. Hess. Ed. v. 6. Juni 1832. K.-G.- u. S.-O., 8 64, pos. 12.) 4. Die gesamte Geistlichkeit des Bezirks steht unter dem Generalsuperintcndenten, welcher auch zugleich den Wandel der übrigen Kirchenbeamten, sowie ihr häusliches Leben zu beaufsichtigen hat. (Jnstr. v. 14. Mai 1829, pos. 1, 5 n. 6 f. S. o. S. 207.) Zugleich ist sic dem Konsistorium untergeben, welchem sowohl die Aufsicht über die geistliche Amtsführung, Leben und Wandel der Geist lichen übertragen, als auch die Disziplinarbefugnis über dieselben zn- gewiesen ist, letztere in seiner Verstärkung durch die Mitglieder des Bezirkssynodal-Ausschusses. (Dienst-Jnstr. v. 23. Okt. 1817, 8 2, pos. 7—9. Verordn, v. 27. Juni 1845, 8 1, pos. 4. S. o. S. 215, 217, 220, pos. 8. K.-G.- u. S.-O., 8 75, d.) 5. Das Konsistorium ist dem Minister der geistlichen An gelegenheiten untergeordnet. Derselbe übt bis auf weiteres für den Bezirk alle diejenigen Rechte aus, welche für die älteren Teile der evang. Landeskirche der Monarchie dem evang. Oberkirchenrate über tragen sind. (Allerh. Erl. v. 26. Januar 1849. Ges.-Samml. S. 125. Dcsgl. v. 29. Juni 1850. Ges.-Samml. S. 343, nebst Rcssort-Reglem. Königl. Verordn, v. 22. Sept. 1867, 8 2. X. A. 1868, S. 1.) 6. Der Generalsuperintendent ist gleichfalls in den ihm eigentümlichen Geschäften dem Minister der geistlichen Angelegen heiten unmittelbar untergeordnet. (Jnstr. f. d. Gen.-Sup. v. 14. Mai 1829 n. Minist.-Erl. v. 9. Nov 1868. S. o. S. 212.)
[ 0.8100000024, 0.6822222471, 0.7149999738, 0.7666666508, 0.7918750048, 0.9599999785, 0.7282353044, 0.6933333278, 0.8012499809, 0.7099999785, 0.5233333111, 0.9975000024, 0.6733333468, 0.5616666675, 0.7599999905, 0.7247825861, 0.6214285493, 1, 0.8100000024, 0.2199999988, 0.67333...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000097.xml
in den nafsanischcn Gemeinden. 325 Schulgebäulichkeiten und den Lehrapparat. Er hat zu erscheinen bei den jährlichen Schillvisitationen des Schulinspcktors, sowie bei außer ordentlichen Visitationen durch den Regierungs-Schulrat. Er hilft Beschwerden der Lehrer hinsichtlich der Auszahlung ihres Gehalts erledigen und hat bei Anträgen auf Gratifikationen und Bc- soldungserhöhnngen für verdiente Lehrer die dafür disponibelen Mittel anzngeben. Ebenso bei Anträgen auf Remuneration für Stellvertretung durch andere Lehrer oder außerordentliche Dienstleistungen des Lehrers (bei Abendschulen rc.). Auch bei Anträgen auf Unterstützung an Hinter bliebene der Lehrer hat er einzutreten. Bei Kollisionen zwischen Lehrern untereinander in Dienst- und anderen Sachen, namentlich wegen streitiger Gehaltstcilc zwischen ab- und anziehenden Lehrern oder deren Erben tritt er ein, um sic durch gütliche Ausgleichung zu beseitigen oder provisorisch darüber zu verfügen und dann lveiter darüber zu berichten. b. Dein Geistlichen als Dirigenten des Schulvorstands liegt allein ob: 1. die Dispensation vom Besuche der Ortsschnlc, während der Gesamtvorstand über die Aufnahme von nicht ortsange- hörigen Kindern entscheidet; 2. die Kontrolle der Dicnstführnng, namentlich des Unterrichts des Lehrers durch fleißige Schulbesuche, wenigstens einmal wöchentlich. Während auch den anderen Mitgliedern des Schulvorstandes der Bestich der Schule frei steht, so ist doch nur der Dirigent zum unmittelbaren Einwirken ans das Schulwesen bei solchen Schulbesuchen befugt; weiter dllrch Einfordernng und Revision der monatlichen Berichte und Tabellen der Lehrer und der Schnlvcrsäumnislistcn, sowie endlich durch Leitung der Herbst-Prüfung; 3. die Berichterstattung an den Schulinspektor. Er bildet die erste Instanz bei Beschwerden gegen die Lehrer und bei Vergehungen derselben. Er kann Zurechtweisungen, im Wiederholungsfälle Verweise erteilen und Geldstrafen, jedoch nicht über 5 Mark 14 Pf.; 4. er ist Stellvertreter des Schnlinspektors bei Prüfungen; 5. ihm liegt die Sorge für den ungestörten und ununter brochenen Unterricht ob, auch sorgt er bei Todesfällen 22
[ 0.2800000012, 0.5099999905, 0.6324999928, 0.6370000243, 0.7233333588, 0.8404999971, 0.4300000072, 0.5466666818, 0.5141666532, 0.5749999881, 0.8000000119, 0.4149999917, 0.7039999962, 0.7533333302, 0.6499999762, 0.8610000014, 0.8483333588, 0.6166666746, 0.7156249881, 0.7860000134...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000499.xml
Sachregister. 727 - — --<*»»— Txud von Rud. Ncchtcld ^ WiktbadkN. Volksschulen, Aussicht auf die 320. Vollziehung des Etats 569. Voranschlag in Hessen 559. Homburg 564. Vorbereitung zum geifll. Amte 245. Vorbildung und Anstellung der Geist lichen 99, 119, 245, 247. Vormundschaften Befreiung der Geistlichen von 468. Vorname der Täuflinge 282. Vorrechte des Mobiliars der Gcistl. 468. Vorsänger 17 l. W. Wahl zum Pfarramt 132, 138. — —, Jnstrnkt. zu der 133. Wahl dcrGcmcindeorgane, Wahlrecht 165. — — —, Wahlvcrfahre» 165. — — —, Ergänzung der Wahlen 167. Waisen d. Geistlichen, ihre Versorgung 461. Waiseupflege 315. Waldnutznngcn der Pfarrer 470. Waldungen der Pfarrei 436. Weggeld der Synodalen 453. Weinberge der Pfarrei 434. Werkverdingnngsverträge 528. Wertpapiere 533, 584. Wirkungskreis der Kreissynode 201. — des Krcissynodal-Vorstandes 203. Wirkungskreis d. Konsistoriums 213, 220. — der Bezirkssynodc 235. Wissenschaftliche Vorbildung der Geist lichen 245. Witwen- und Waisenfonds 212, 462, 477, 613. Witwen- und Waisenpension 459. Wochcngottcsdicnste 273, 278. Z. Zehnten 427, 428. Zcngnispflicht der Geistlichen 311. Zinsen der Pfarrcikapitalicn, Vcrsall- zeit 425. Znchtmittel, kirchliche I l2, 652. Zuchtübung, kirchliche 653. Zuschüsse ans dem Ccntralkirchcnfonds an Lokalfonds 540. — zur Psarrbcsoldung (vom Staate) 443. ans der Bezirkssynodalkasse 447. aus dem Ccntralkirchciifonds 448. — zum Ruhegehalt der Geistlichen 458. — zur Witwen- und Waisenkassc 463. Zuwendungen, letztwilligc 223. Zwangserziehung 315, 690. Zwangsvollstreckung bei Geistlichen 468. — bei Gemeindegliedern 177, 713. Zwischenzeitliche Dienstverschnng der Pfarrei 195.
[ 0.4384615421, 0.8033333421, 0.4699999988, 1, 0.4985714257, 0.287499994, 0.2733333409, 0.4699999988, 0.4074999988, 1, 0.4429999888, 0.7200000286, 0.6812499762, 0.4066666663, 0.2533333302, 0.6675000191, 0.6645454764, 0.4600000083, 0.5920000076, 0.8000000119, 0.5681818128, 0.3...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000368.xml
596 Die allgemeinen Fonds. Die Rechnungen sind in vorgeschriebener Form zu stellen. Die Belege werden nach Einnahme und Ausgabe getrennt geheftet und nummeriert. Alle Einnahmen des Fonds müssen in der Rechnung erscheinen, z. B. auch das Opfergcld bei Taufen und dergl. Die Urkunden über Darlehen sind bcizulegen, ohne daß sic bci- geheftct sind. In der Regel darf nur gegen gerichtliche Sicherheit ansgeliehen werden; dabei ist eine Angabe der Bermögensverhältnisse des Schuldners ins Beratnngsprotokoll aufzunehmen. Bei Staats- papieren ist das für Nassau angegebene Verfahren zu beobachten. Reparaturen und Neubauten sind immer mit den Bananschlägen, Versteigerungsprotokollen und dem Revisionsprotokoll des Technikers, der den Bau leitete, zu belegen. Bei den Ausgaben ist der Gegenstand und der Empfänger jedes-' mal genau anzugeben, bei Stenern auch das Objekt (Haus oder Gut). Bei Übergabe der Rechnung ist der Überschuß dem Kirchenvorstand vorzuzcigcn und kann dieser denselben in Verwahrung nehmen. Alle Ausstände sind bei ihrer Liquidation auf dem Aktivrezeß des Rechners nach dem Alter zu verzeichnen. Über die Naturaleinnahmen ist eine besondere Berechnung beizufügen. Ausgaben für Zehrung passieren nicht in der Rechnung, sondern nur von der Aufsichtsbehörde anerkannte nötige Reisekosten. Ausstände sind zu vermeiden und fallen dem Rechner zur Last. Die Gemeindevertretung nimmt die Rechnung ab und erteilt dem Rechner Entlastung. (Homb. Verordn, d. Geh.-Rats v. k8. Dez. 1842, 8 11—23.) b. Die allgemeinen Fonds. Solche allgemeine Fonds, welche nicht einzelne Kirchen-Gcmeinden, sondern teils ein Synodalkreis, teils die Gesamtkirchengemeinde des Bezirks besitzt, sind die Synodalkassen und die beiden Centralfonds, welche nach besonderen Ordnungen verwaltet werden. 1. Die Synodalkassen. Die Kosten der Synoden werden aus den beiden Synodalkassen, der Bezirks- und der Kreissynodalkasse, bestritten. Der ersteren sind außerdem noch andere Ausgaben zugewiesen. Beide erhalten ihren Bedarf, soweit nicht andere Mittel für diese Zwecke verfügbar sind,
[ 0.5666666627, 0.5500000119, 0.6536363363, 0.5749999881, 0.9233333468, 0.6200000048, 0.6150000095, 0.8849999905, 0.7906249762, 0.4099999964, 0.8100000024, 0.5950000286, 0.8266666532, 0.6999999881, 0.7916666865, 0.6924999952, 0.96875, 0.8399999738, 0.8999999762, 0.8187500238, 0...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000378.xml
606 Bestimmung des 6. die Einkünfte aufgehobener Pfarreien, soweit solche nicht zur besseren Dotation derjenigen Pfarrei verwendet werden, welcher die Gemeinden des aufgelösten Kirchsprcngels einverleibt worden; 7. die Einkünfte solcher Pfarreien, welche das Maximum des Normalgehaltes übersteigen; 8. die bei etwa verhinderter gleichbaldigcr Wiederbesetzung solcher erledigten Pfarreien, welche mehr als das Minimnm der Kompetenz ertragen, aus der interimistischen Verwaltungs- cpochc überschießenden Jntercalargefälle; 9. der Ertrag der den Geistlichen angcsetzten Disziplinarstrafen; 10. der Ertrag von Schenkungen und Vermächtnissen; I I. der Ertrag des Fonds, welcher unter dem Titel „allgemeiner evangelischer Kirchenfonds für die vormals hessischen Gebiets teile" angesammelt wurde und ihm zum Kapitalstock über wiesen ist; 12. eine Rente von jährlich fünftausend Mark aus Staatsfonds. 13. Das sich ergebende Defizit wird durch einen Ausschlag auf sämtliche evangelische Kirchcngemeinden gedeckt. (Nass. Edikt v. 8. April 1818, 8 18. Nass. Edikt v. 11. Aug. 1817, tz 4. Staats- u. Kirchenges. v. 28. März 1883. S. o. S. 87 u. 88.) 2. Dem Centralkirchenfonds ist die Bestreitung aller derjenigen Ausgaben zu kirchlichen Zwecken hingcwicse», welche nicht aus dem religiösen Kultus einzelner Kirchengcmcinden erwachsen, sondern die als zu allgemeinen kirchlichen Bedürfnissen erforderlich zu betrachten sind, sofern dieselben nicht aus Synodalkassen ordnungsmäßig befriedigt wer den müssen. Hierzu zählen: 1. Stipendien für Studierende der Theologie, welche ein geist liches Amt im Bezirk erstreben. Treten solche später aus dem Bczirkssynodalverband heraus oder nehmen darin kein geistliches Amt an, so sind sic zur Zurückgabe der erhaltenen Unterstützung verbunden und werden dazu angehalten (Nass. Ed. v. I I.Ang. 1817, 8 4. Nass. Reg.-Bekanntm. v. 4. Nov. 1820. Nass. Reg.-Verf. v. 26. Juli 1818, 8 16); 2. persönliche Gehaltszulagen für verdiente Geistliche, die sich
[ 0.9399999976, 0.625, 0.5666666627, 1, 0.7266666889, 0.7555555701, 0.7408333421, 0.7630000114, 0.6650000215, 0.6200000048, 0.7360000014, 0.6100000143, 0.6974999905, 0.7112500072, 0.7699999809, 0.9200000167, 0.7666666508, 0.7699999809, 0.9314285517, 0.8133333325, 0.7400000095, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000229.xml
Die Pensionen der Geistllichcu. 457 5. Der Generalsuperintendent, sowie die geistlichen Räte des Konsistoriums erhalten ihre Reisckostenvergütungen aus Staats mitteln, welche nach den ihrem Range entsprechenden Sätzen berechnet werden. Bei den Liquidationen darüber sind dieselben Formalitäten zu beobachten und es erfolgt die Zahlungsanweisung durch das Konsistorium. Viertes Kapitel. Die Pensionen. Zur Versorgung der nicht mehr dienstfähigen und der Hinter bliebenen verstorbener Geistlichen sind besondere Einrichtungen getroffen, welche näher dargcstellt werden. a. Ruhegehalt. Dienstunfähig gewordene Geistliche werden pensioniert, erhalten einen Vikar, und wenn sie das fünfte Dienstjahr zurückgelcgt haben, einen nach Analogie des nassauischen Pensionsgesetzes vom 2. Juli 1800 bestimmten Ruhegehalt. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 8. Nass. Ges. v. 2. Juni 1860. Verordn.-Bl. S. 94.) 1. Nur den zur Zeit des Erlasses des Kirchengesetzes vom 28. März 1883 in den vormals hessen-darmstädtischen Kirchcngemeinden angcstellten Geistlichen bleibt, falls sie auf ihrer damaligen Amtsstelle pensioniert werden, freigcstcllt, die Anwendung der hessen-darmstädtischen Verordnung vom 6. September 1820 zu beanspruchen, wonach dieselben im Genüsse der Pfarrkompetcnz verbleiben, jedoch dem beizugebenden Vikare freie Station oder ein entsprechendes Geldäquivalent zu gewähren haben. (K.-Ges. v. 28. März 1883, § 3, Abs. 2. S. o. S. 89. Großh. Hess. Verordn, v. 25. Sept. 1820. Reg.-Bl. S. 471.) Alle übrigen Geistlichen erhalten vor dem zurückgelegten fünften Dienstjahre keinen Ruhegehalt, bei nachher eintretender Pensionierung: vom 5. bis 15. Dienstjahre von ihrem dotationsmäßigen Dicnstgchalte — mit Einrechnung der persönlichen Gehaltszulagen aus dem Central- odcr Lokalkirchenfonds •— die Hälfte. Dom znrückgclcgtcn 15. Dicnst- jahrc steigt der Ruhegehalt mit jedem weiteren Dicnstjahre um ein Siebzigstel des Gehaltes bis zum vollen Betrage desselben.
[ 0.7466666698, 0.6188889146, 0.3899999857, 0.5476922989, 0.6533333063, 1, 0.4233333468, 0.824090898, 0.5720000267, 0.4799999893, 0.74909091, 0.5749999881, 0.9966666698, 0.7615384459, 0.4587500095, 0.8249999881, 0.7877272964, 0.8500000238, 0.7350000143, 0.5400000215, 0.73000001...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000135.xml
Beurkundung der Sterbesälle. 363 derjenige, in dessen Wohnung oder Behausung der Sterbcfall sich er eignet hat. 8 58. Die 88 19 bis 21 kommen auch in Beziehung auf die Anzeige der Sterbesälle zur Anwendung. Findet eine amtliche Ermittelung.über den Todesfall statt, so erfolgt dieEintragungaufGrnndderschriftlichenMitteilnugderzuständigenBehörbe. 8 59. Die Eintragung des Sterbefalles soll enthalten: 1. Bor- und Familiennamen, Stand oder Gewerbe und Wohn ort des Anzeigenden; 2 . Ort, Tag und Stunde des erfolgten Todes; 3. Vor- und Familiennamen, Religion, Alter, Stand oder Ge werbe, Wohnort und Geburtsort des Verstorbenen; 4. Vor- und Familiennamen seines Ehegatten, oder Vermerk, daß der Verstorbene ledig gewesen sei; 5. Vor- und Familiennamen, Stand oder Gewerbe und Wohn ort der Eltern des Verstorbenen. Soweit diese Verhältnisse unbekannt sind, ist dies bei der Ein tragung zu vermerken. 8 60. Ohne Genehmigung der Ortspolizeibchörde darf keine Be erdigung vor der Eintragung des Sterbefalles in das Sterbcrcgistcr stattfinden. Ist die Beerdigung dieser Vorschrift entgegen geschehen, so darf die Eintragung des Sterbefalles nur mit Genehmigung der Auf sichtsbehörde nach Ermittelung des Sachverhaltes erfolgen. Sechster Abschnitt. Beurkundung des Personenstandes der auf Sec befindlichen Personen. 8 61. Geburten und Sterbesälle, welche sich auf Seeschiffen während der Reise ereignen, sind nach den Vorschriften dieses Gesetzes spätestens am nächstfolgenden Tage nach der Geburt oder dem Todes fall von dem Schiffer, unter Zuziehung von zwei Schiffsoffizieren oder- anderen glaubhaften Personen, in dem Tagebuch zu beurkunden. Bei Sterbefällen ist zugleich die mutmaßliche Ursache des Todes zu vermerken. 8 62. Der Schiffer hat zwei von ihm beglaubigte Abschriften der Urkunden demjenigen Seemannsamte, bei dem cs zuerst geschehen kann, zu übergebe». Eine dieser Abschriften ist bei dem Seemannsainte aufzubewahren, die andere ist demjenigen Standesamte, in dessen Be-
[ 0.6018182039, 0.4133333266, 0.6183333397, 0.9933333397, 0.7519999743, 0.6750000119, 0.7433333397, 0.8028571606, 0.6274999976, 0.6188889146, 0.5600000024, 0.4979999959, 0.7375000119, 0.3799999952, 0.6416666508, 0.6474999785, 0.5199999809, 1, 0.7633333206, 0.2199999988, 1, 0....
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000125.xml
Vcurkundimg des Personenstands. S5B so werden der Standesbeamte und dessen Stellvertreter stets von der höheren Bcrwaltnngsbehörde bestellt. Ein jeder Borsteher oder andere Beamte einer dieser Gemeinde» ist verpflichtet, das Amt des Standesbeamten oder des Stellvertreters zu übernehmen. Die landesgesetzlichen Vorschriften, nach welchen den Vorstehern der ans mehreren Gemeinden gebildeten Verbände die gleiche Ver pflichtung obliegt, werden hierdurch nicht berührt. tz 7. Die etwa erforderliche Entschädigung der nach § 4 von den Gemeinden bestellten Standesbeamten fällt der Gemeinde zur Last. Die in § 6 Absatz 2 und 3 bezeichnten Beamten sind berechtigt, für Wahrnehmung der Geschäfte des Standesbeamten von den zum Bezirk ihres Hauptamtes nicht gehörigen Gemeinden eine in allen Fällen als Pauschquantum festzusetzende Entschädigung zu beanspruchen. Die Festsetzung erfolgt durch die untere Verwaltungsbehörde; über Beschwerden entscheidet endgültig die höhere Verwaltungsbehörde. Bestellt die höhere Verwaltungsbehörde andere Personen zu Standesbeamten oder zu Stellvertretern, so fällt die etwa zu ge währende Entschädigung der Staatskasse zur Last. 8 8. Die sächlichen Kosten werden in allen Fällen von den Ge meinden getragen; die Register und Formulare zu allen Registeraus- zügcn werden jedoch den Gemeinden von der Centralbehörde des Bundesstaats kostenfrei geliefert. 8 9. In Standcsamtsbczirken, welche aus mehreren Gemeinden gebildet sind, wird die den Standesbeamten oder den Stellvertretern zu gewährende Entschädigung und der Betrag der sächlichen Kosten ans die einzelnen beteiligten Gemeinden nach dem Maßstabe der Scclcn- zahl verteilt. 8 10. Den Gemeinden im Sinne dieses Gesetzes werden die außerhalb der Gemeinden stehenden Gutsbezirke, den Gemeindevorstehern die Vorsteher dieser Bezirke gleich geachtet. 8 11. Die Aufsicht über die Amtsführung der Standesbeamten wird von der unteren Verwaltungsbehörde, in höherer Instanz von der höheren Verwaltungsbehörde geübt, insoweit die Landesgcsetze nicht andere Aufsichtsbehörden bestimmen. Die Aufsichtsbehörde ist befugt, gegen den Standesbeamten War-
[ 0.4445454478, 0.6066666842, 0.5553333163, 0.1833333373, 0.6700000167, 0.646666646, 0.5933333039, 0.6230769157, 0.7033333182, 0.7566666603, 0.6007142663, 0.84799999, 0.3799999952, 0.4333333373, 0.6428571343, 0.5983333588, 0.674444437, 0.8566666842, 0.5939999819, 0.7611111403, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000057.xml
Taufpaten und Zeit der Taufe. 285 2. wer seine sämtlichen Kinder der religiösen Unterweisung in der Landeskirche entzieht; 3. wer ein evangelisches, unter seiner Gewalt stehendes Kind beharrlich der Vorbereitung für die Konfirmation entzieht, oder in dessen Konfirmation nicht einwilligt; 4. jedes zur Teilnahme an der Christenlehre verpflichtete Kirchcnglied, welches dieselbe beharrlich versäumt. Dieser Ausschluß gilt auf so lange, als dies Recht nicht durch Beschluß des Kirchenvorstands wiedererlangt ist. (Kirchenges. v. 10. Dez. 1884, § 5, 8 n. 12). Nichtchristen können nicht Taufpaten sein. Bei Paten anderer Konfession ist es angemessen, daß mindestens ein der eigenen Konfession Angehöriger hinzugenommen werde. 7. Hinsichtlich der Zeit der Taufe ist bestimmt, daß sie nicht allzulange hinausgeschoben werden darf; nach den nassanischcn Be stimmungen soll sic längstens 4 Wochen nach der Geburt; nach den hessischen bald nach derselben erfolgen, und dürfen die Pfarrer die ihnen angesagten Taufen nicht verschieben. Jeder Kirchenvorsteher ist verpflichtet, dem Pfarrer anzuzeigen, wenn Kinder ungetanst sind. (Nass. Liturg., S. 227. Hess. K.-O. v. 1724, S. 83. Jnstrukt. v. 30. März 1880, Art. I). Die Pflicht der Kirchenglieder erfordert, die unter ihrer Gewalt stehenden Kinder taufen zu lassen. Wenn sie dies verabsäumen, so ist ans dieselben vorerst durch seclsorgcrlichcn Zuspruch des Geistlichen und durch freundlich,ernste Mahnung des Kirchenvorstands einzuwirken. Wenn nicht schon vorher anderweite bestimmte Kundgebungen eines Gemcindcglicds die Absicht offenbaren, ein Kind der Taufe zu entziehen, so ist nach Verlauf von drei Monaten nach der Geburt des Kindes folgendes Einschreiten nach Maßgabe des Gesetzes angezeigt. Es wird den Eltern schriftlich eine Frist anberaumt, in welcher sie die versäumte Taufe nachzuholen haben. Bleibt dies ohne Erfolg, so treten gegen die Schuldigen die Maßregeln der kirchlichen Disziplin ein. Die Unterlassung der Trauung seitens der Eltern ist kein Grund, den Kindern die Taufe zu versagen. Ungetanste sind nicht als Kirchenglieder anzusehen, doch soll ihnen die Teilnahme an der kirchlichen Unterweisung gewährt werden. (K.-Ges. v, 10. Dez. 1884, § 1-5, 13,14. Jnstr. v. 29.2lucj. 1885, 2a.lv. A.41).
[ 0.5377777815, 0.4600000083, 0.5924999714, 0.3266666532, 0.6850000024, 0.8000000119, 1, 0.3533333242, 0.6299999952, 0.7919999957, 0.7300000191, 0.3933333457, 0.6439999938, 0.5525000095, 0.7699999809, 0.7666666508, 0.6850000024, 0.6399999857, 1, 0.7366666794, 0.7533333302, 0....
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000261.xml
Einschreiten deS Staats in DiSziPlinarsachen. 489 6. Einschreiten des Alants. l. In kirchlichen Disziplinarangelegenheiten schreitet unter ge wissen Umständen der Staat ein. Nachdem die im Gesetz vom 12. Mai 1873 angeordnete Berufung auf den Staat aufgehoben ist, verbleibt nur das in jenem Gesetz enthaltene Einschreiten ohne Berufung noch in kraft. Die Bestimmungen hierüber lauten: Kirchendiener, welche die auf ihr Amt oder ihre geistlichen Amts verrichtungen bezüglichen Vorschriften der Staatsgcsetze oder die in dieser Hinsicht von der Obrigkeit getroffenen Anordnungen so schwer verletzen, das; ihr Verbleiben im Amte mit der öffentlichen Ordnung unverträglich erscheint, können auf Antrag der Staatsbehörde durch ge richtliches Urteil für unfähig zur Bekleidung ihres Amtes erklärt werden. Als Kirchendiener im Sinne des Gesetzes sind nur solche Per sonen anzusehen, welche die mit einem geistlichen oder jurisdiktionellcn Amte verbundenen Rechte und Verrichtungen ausüben. Die Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung des Amtes hat den Verlust des Amtseinkommens und die Erledigung der Stelle zur Folge. (Gesetz v. 12. Mai 1873, § 24. Ges. v. 14. Juli 1880, Art. 1. Ges. v. 21. Mai 1886, Art. 6.) Dem Antrag muß eine Aufforderung an die Vorgesetzte kirchliche Behörde voransgehen, gegen den Angeschnldigtcn die kirchliche Unter suchung auf Entlassung aus dem Amte einzuleiten. Die Aufforderung erfolgt schriftlich unter Angabe des Grundes von dem Oberpräsidenten. Wird der Aufforderung nicht binnen gesetzter Frist Folge gegeben, oder führt die kirchliche Untersuchung nicht binnen gesetzter Frist zur Entlassung des Angeschuldigtcn aus dem Amte, so stellt der Obcr- präsident bei dem Gerichtshöfe*) den Antrag auf Einleitung des Ver fahrens. (Ges. v. 12. Mai 1873, § 25 u. 26.) Auf das Ersuchen des Gerichtshofes hat das Gericht höherer Instanz, in dessen Bezirk der Angeschuldigte seinen amtlichen Wohnsitz hat, einen etatsmäßigen Richter mit Führung der Voruntersuchung zu *) Derjenige Gerichtshof, welcher hier au die Stelle des aufgehobenen Ge- richtshoss für kirchliche Angelegenheiten zu treten hat, ist zur Zeit »och nicht bezeichnet.
[ 0.6875, 0.5533333421, 0.5199999809, 0.5149999857, 0.6588888764, 0.7366666794, 0.5849999785, 0.4741666615, 0.75, 0.6842857003, 0.6349999905, 0.6600000262, 0.6018182039, 0.7396153808, 0.5566666722, 0.8180000186, 0.3149999976, 0.7350000143, 0.7888888717, 0.7699999809, 0.68999999...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000064.xml
292 Dic Abendmahlsfcier. Konsirmationsscheine odcr Gedcnkblättcr sind zwar nicht vorge schrieben, werden aber als besonders zweckmäßig zur Verteilung an die Konfirmierten empfohlen. (Nass. Lit., S. 259 f. Hess. Jnstrukt. v. 8. Jan. 1834, § 13 — 1 r>, 17, 18. Hess. O.-K.-Ausschr. v. 24. Mai 1836, II it. v. 27. Fcbr. 1852. Jnstrukt. v. 30. März 1880, I, Art. 1). 8. Privatkonfirmationen werden nur ausnahmsweise bei kranken und schwächlichen Kindern oder unter sonstigen besonderen Um ständen vorgenommen. Hierzu hat der Kirchcnvorstand zwei seiner Mitglieder abzuordncn. (Nass. Lit., 260. Jnstrukt. v. 30. Mai 1880, s. oben S. 152). 3. Abendmahlsfeier. 1. Die öffentliche Feier des heil. Abendmahls findet so oft statt, als cs die Observanz jedes Kirchspiels im Jahreslaufe mit sich bringt und eine nicht zu geringe Anzahl von Kommunikanten (nicht unter 15) vorhanden ist. Nach hessischer Ordnung soll die Feier in der Regel alle 6—8 Wochen stattfinden. Durchgängig üblich ist, daß sic an den drei hohen Festen am ersten Feiertage begangen wird. Sie ist am Sonntage zuvor der Gemeinde anzukündigen, und es wird vorausgesetzt, daß dic Kommunikanten sich alsdann ortsüblich anmelde», auch das Verzeichnis derselben dem Geistlichen drei Tage zuvor über geben wird. Der Eintrag der einzelnen Namen ins Kommunikantenbuch ist zwar nicht mehr vorgeschrieben, da aber die Zahl der jährlichen Kom munikanten, der männlichen und weiblichen, sowie der Privatkomninnioncn zum Behuf der statistischen Übersicht der Oberbehördc anzugebcn ist, und ebenso bei der Kirchenvisitation Angaben hierüber zu machen sind, so hat der Geistliche die Kommunikantenzahl in diesem Umfange jedes mal festzustellen und aufzuzeichnen. (K. Visit. Frage Nr. 14. S. oben S. 192. Konsist.-Verf. v. 12. Mai 1881. K. A. S. 15.) Fremde sind zur Feier zuzulassen, sofern sic ihre Zugehörigkeit zur evangelischen Konfession nachzuwciscn imstande sind und ihre Würdigkeit nicht beanstandet wird. Unter Umständen kann dic Bei bringung eines Abendmahlszeugnisscs vom zuständigen Geistlichen ver langt werden. (Hess. O.-K.-Aufschr. v. 29. Jan. 1856).
[ 0.7099999785, 0.3766666651, 0.6162499785, 0.788500011, 0.2649999857, 0.7192307711, 0.7975000143, 0.6974999905, 0.5479999781, 0.5939999819, 0.7929999828, 0.8466666937, 0.6800000072, 0.6166666746, 0.7900000215, 0.6269999743, 0.8799999952, 0.5920000076, 0.3950000107, 0.6100000143,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000062.xml
290 Prüfung der Konfirmanden. Dcm zuständigen Pfarrer liegt cs ob, sowohl hinsichtlich des Alters als auch der Kenntnisse sorgfältig zu ermitteln, ob diese Be dingungen der Zulassung zur Konfirmation erfüllt sind. Die Beurteilung der letzteren bleibt seinem Gewissen überlassen. (Hess. Jnstrnkt. v. 8. Jan. 1834. Hess. Bekanntm. d. Minist, v. 4. März 1837.) Kinder, welche durch eigne Schuld oder durch die Schuld ihrer Angehörigen noch nicht zur Konfirmation befähigt sind, kann der Pfarrer, auch wenn sie das gesetzliche Alter haben, mit Zustimmung des Kirchen vorstandes abweiscn und bis zur nächsten Konfirmation zurückstellen. Ebenso wenn bedeutende sittliche Verfehlungen während der Konfirmations vorbercitnngszcit Vorkommen (z. B. Diebstahl), weil hier der voraus- zusctzcnde fruchtbare Einfluß des Unterrichts auf Herz und Leben nicht angenommen werden kann. Kinder, welche aus natürlicher Unfähigkeit und Geistesschwäche zurückgeblieben sind, und bei welchen auch bei längerem Aufschub der Konfirmation eine bessere Befähigung nicht zu erwarten ist, sollen nach vorgängiger Besprechung mit dem Kirchenvorstandc zugelasscn werden, wenn nicht völliger Blödsinn oder eigentlicher Irrsinn bei ihnen vor handen ist. (Nass. Lit., S. 25)8. Hess. Jnstr. v. 8. Jan. 1834, § 0.) Erklärt sich der .Kirchenvorstand gegen die vom Pfarrer für ange messen erachtete Zurückweisung, oder wollen sich die Angehörigen der Znrückgewiesenen bei dieser Entscheidung nicht beruhigen, so ist nach den Bestimmungen des § 14 der Kirchcngcmcindc- und Synodalordnnng weiter zu verfahren. (S. oben S. 144). 6. Die Prüfung der Konfirmanden ist im Nassauischcn als eine von der Konfirmation getrennte, besondere kirchliche Feier zu behandeln, um diesen Akt nicht allzusehr zu verlängern und die Andacht der Kinder nicht durch das vorhergehende Examen zu stören. Sie kann in den hessischen Gemeinden ausnahmsweise der Einsegnung unmittelbar vorhergehen, ist aber auch dann vor versammelter Gemeinde vorznnehmcn. Dieselbe soll sich über den gesamten Unterricht im Christentum verbreiten und meist einen Abriß desselben enthalten. Die Feier wird nach freier Rede der Geistlichen und dem agen darischen Formular vorgenommen und mit einer Ermahnung, Gebet und Gesang beschlossen. Der gesamte Kirchenvorstand muß zu diesem Akte zugezogen werden. (Nass. Lit., S. 259. Hess. Jnstrnkt. v. 8.
[ 0.7966666818, 0.5971428752, 0.4199999869, 0.5, 0.6366666555, 0.8490909338, 0.9200000167, 0.6000000238, 0.6899999976, 0.3899999857, 0.4283333421, 0.5724999905, 0.7533333302, 0.6200000048, 0.6499999762, 0.8525000215, 0.7599999905, 0.7839999795, 0.8379999995, 0.5799999833, 0.658...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000196.xml
424 Pfarr-Kompetenzbtlchcr in Hcssc». Einiiahmen (Accidenzien) und wird daher in Substanzial- und Accidcntal- Einkommen geteilt. Letzteres wird zwar nach einer Dnrchschnittsberechnnng bei Anfstellung der Besoldungsetats in Ansatz gebracht, kann aber in Berechnung der Abteilnngsquote bei Todesfällen oder Dienstverände rungen so wenig ausgerechnet werden, wie etwaige persönliche Zulage. Der fixe Gehalt besteht entweder in barem Geldc, oder in der Benutzung von Grundstücken (Pfarreigut), oder ans Natnralgefällen (an Fruchten, Holz, Wein) und anderen Nutzungen. Sie machen zusammen die Dotation aus. Doch können die Gehalte an Geld und Naturalien außerdem auch ans Kirchen-, Gemeinde- und Privatkassen fließen oder vom Staate gegeben werden. Die Kompctcnzbnchcr enthalten ein genaues Verzeichnis der sämtlichen, mit einer Pfarrstcllc verbundenen Besoldungsteile. Sic sind gehörig fortzuführen, und eingetretenc Veränderungen sind darin sorg fältig zu bemerken. Auf vorausgcgangene Aufforderung sind Besoldungs- Verzeichnisse aufznstellcn und cinzureichen, um der oberen Kirchenbchördc eine Übersicht über den Bestand des Diensteinkommens der Geistlichen zu verschaffen. Dieselben werden tabellarisch ausgestellt und ist dabei, neben Beschreibung der Besoldungsteile, der Angabe des Orts, woher sic bezogen werden und des Geldwerts derselben, folgendes zu beachten: 1. Bei Geldbesoldungen sind noch besonders die ständigen Zu lagen mit Tag und Jahr des Dekrets, durch welches sic bewilligt wurden, anzuführen; außerdem auch persönliche Zulagen zu bemerken. 2. Trockne Früchte müssen nach dem gesetzlichen Maß und nach Tarifpreisen in Ansatz gebracht werden. 3. Grundstücke werden nach Ar und Hektar verzeichnet und be merkt, wie hoch dieselben angeschlagen sind. 4. Besoldnngsholz wird nach Raummetern und dem örtlichen Tarifpreis angesctzt. 5. Ablösungsrenten sind nach ihrem Ertrag anzugeben. 6. Accidenzien sind nach 10 jährigem, und wo dies nicht möglich ist, wenigstens nach 5 jährigem Durchschnitt zu berechnen. 7. Die Bcsoldungswohnnngcn und Hansgärten müssen nach gültig angenommenen Bestimmungen in Geld angeschlagen werden, ebenso Gärten, die 6,25 Ar und mehr enthalten. (Hess. K.-O. von 1724, S. 499. Erlaß d. K.- n Sch.-Rts. f. Oberhessen v. 3. u. 21. Dez. 1829.)
[ 0.3866666555, 0.5699999928, 0.6499999762, 0.5428571701, 0.851000011, 0.76692307, 0.5233333111, 0.7574999928, 0.326000005, 0.6750000119, 0.7741666436, 0.4600000083, 0.5481818318, 0.6977777481, 0.7200000286, 0.8144444227, 0.7350000143, 0.7200000286, 0.5874999762, 0.5839999914, ...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000285.xml
Hessische Stiihlordniing. 513 mitten und Personen sind, in noch anderen die Emporbühnen für die Mannspersonen frei sind, während die Frauen ihre eigenen Stühle besitzen. Die althessischc Stuhlordnung bestiniint hierüber folgendes: Alle Stände oder Plätze sind in ein Verzeichnis zu bringen mit Bemerkung der Besitzer, welche dieselben ererbt oder bezahlt haben. Dieses „Stuhlbuch" ist gehörig fortzuführen und der Ab- und Zugang zil notieren. Alle Nummern, bei welchen sich kein Name befindet, sind als vakant anzusehen und können jedem, der sich darum meldet, zuge schrieben werden. Die Kirche behält das Recht, daß der Kirchenplatz einer Person, die aus dem Bereich der Gemeinde verzieht, der Kirche wieder heimfällt. Dasselbe gilt, wenn jemand ohne Leibeskinder stirbt wie denn auch die Erbschaft nur auf Descendenten geht. Erforderlich ist, daß bei dem Tode des Vaters sich dessen ältester Sohn binnen 4 Wochen um den von ihm gehabten Stand melde und einschreiben lasse. Der Stand soll ihm dann gegen 70 Pfennig Einschreibegeld eingeräumt werden, die übrigen Söhne aber haben kein Recht daran. Ebenso verhält es sich bei der ältesten Tochter mit der verstorbenen Mutter Stand. Wer sich innerhalb 4 Wochen nicht um seinen Stand meldet, ist des Rechtes verlustig, und kann die Kirche den Stand an einen anderen übergeben oder verkaufen. Wenn Stände an solche kommen, welche den Platz nicht benutzen können, so ist die Kirche be rechtigt, dieselben an andere zu verkaufen, jedoch mit dem Vorbehalte, daß, wenn der frühere Eigentümer den Stand wieder benutzen kann, ihm auf Verlangen ein anderer von gleicher Güte angewiesen werde. Wer ohne Erlaubnis tauscht, soll sein Recht verlieren. Ebensowenig ist es erlaubt, seinen Stand zu verschenken, verkaufen oder sonst zu vergeben. Wer sich zankt oder an der Uneinigkeit schuldig befunden wird, soll gleichfalls seinen Stand verlieren. Endlich sollen die Kirchcnstühle in ihrem Zustande gelassen werden und niemand ohne Erlaubnis daran eine Veränderung vornehmen. (Hess. Ordnung v. 16. Febr. 1730 n. Konsist.-Erl. v. Gießen, 6. Nov. 1750.) Das Einkommen der Kirchenstühle wird unter Attestation des Pfarrers in besonderer Rubrik jährlich verrechnet. Übrigens sind die erworbenen Rechte nur Gebrauchsrechte, während das Eigentumsrecht an den Stühlen der Kirche verbleibt. (Hess. Verordn.
[ 0.5244444609, 0.7239999771, 0.5099999905, 0.426666677, 0.5899999738, 0.7087500095, 0.9380000234, 0.9399999976, 0.6725000143, 0.5771428347, 0.7033333182, 0.7400000095, 0.7733333111, 0.7033333182, 0.8069230914, 0.6675000191, 0.9300000072, 0.7957142591, 0.8600000143, 0.8583333492,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000052.xml
280 Kasualhandlungen. b. Kasualhandlungen. Die Kasualien sind durch besondere Vorfälle oder Umstände ver- anlaßte Aintshandlungen des Geistlichen, welche sich ans einzelne Glieder seiner Gemeinde beziehen. Er hat dieselben ebenso, wie die gottesdienst lichen Funktionen, in vollständigem Ornat zu vollziehen. Als solche sind anznsehen: 1. die Taufe, 2. die Konfirmation, 3. die Abendmahlsfeier, 4. die Trauung und 5. die Beerdigung. 1. Die Taufe. 1. Dem Pfarrer liegt die Taufe aller Neugeborncn in seinem Kirchspiele ob. Hierzu gehören die ehelichen Kinder evange lischer Eltern und die unehelichen evangelischer Mütter. Bezüglich der gemischten Ehen zählen die Kinder evangelischer Väter zn seiner Kirchengemeinde. Doch bleibt es in diesem Falle der Übereinkunft der Eltern überlassen, in welcher Konfession sie ihr Kind wollen erziehen und demgemäß auch taufen lassen. Eine weitere Ausdehnung dieser Bestimmung aber, daß beim nicht mehr Vorhandensein des einen Ehegatten der alleinige Wille des Vaters oder der Mutter dem vereinten Willen der Eltern glcichzuachtcn sei, ist unzulässig. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 2. Hess. Ed. v. 27. Februar. 1826. Nass. Ed. v. 22/26. März 1808. Nass. Min. Reskr. v. Dez. 1848. Konsist.-Berf. v. 21. April 1884. Konsist.- Berf. v. 12. März 1884, K. A. 1884, S. 19). Indes ists dem Geistlichen auch gestattet, ein Kind anderer Kon fession zu taufen, wenn besondere Verhältnisse dies erheischen, und er mit dem zuständigen Geistlichen Rücksprache genommen hat, indem die Taufe allgemeine Gültigkeit hat, und dadurch die konfessionelle Er ziehung des Kindes nicht bestimmt wird. Ebenso kann er mit Einwilligung des zuständigen Pfarrers und in dessen Stellvertretung ein Kind in einer anderen evangelischen Ge meinde taufen. Doch sind solche Taufen — aus anderer Konfession oder anderem Kirchspiel — nicht in das Kirchenbuch des die Taufe
[ 0.5133333206, 0.5282353163, 0.6349999905, 0.5882353187, 0.5466666818, 0.74777776, 0.8600000143, 0.7300000191, 0.6355555654, 0.6050000191, 0.6324999928, 0.5425000191, 0.5950000286, 0.7842857242, 0.7453333139, 0.896666646, 0.7275000215, 0.7950000167, 1, 0.7466666698, 0.78750002...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000162.xml
390 Tabellen für Verlauf des Jahres vorgekommenen Thatsachen zur möglichst korrekte» Ausfüllung zu bringen. Dabei sind von den einzelnen Pfarrämtern folgende Angaben zu machen: 1. Zahl der evangelischen Einwohner des Pfarrbczirks nach der neuesten Volkszählung; 2. Zahl der evangelischen Taufen; 3. Zahl der evangelischen Trauungen; 4. Zahl der evangelisch-kirchlichen Beerdigungen, wobei kirchliche Organe zu einem liturgischen Akte zngezogcn sind; 5. Zahl der im Kalenderjahre Konfirmierten. Bei den Angaben nach Nr. 1 , 2, 3 und 5 vorstehend ist in den vorkommcndcn Fällen, also in den ehemals hessischen Landen anzuzeigen, wie groß darunter die Zahl der Lutherischen und der Reformierten. 0. Zahl der Kommunikanten: a. männliche; b. weibliche; c. darunter Privatkommunikanten. Unter Privatkommnnionen werden alle Kommunionen verstanden, welche nicht innerhalb des zum Gottesdienst bestimmten Raumes rcsp. für die ganze Gemeinde abgchaltcn werden. 7. Ob regelmäßige Jugcndgottcsdienste gehalten werden: A. für Nichtkonfirmicrte: a. in der Form der Katcchisation oder eines gewöhnlichen Gottesdienstes; b. nach dem Gruppensystem (Sonntagsschulcn). Daneben in Klammern die durchschnittliche Zahl der Teilnehmer. B. für Konfirmierte (Katechismnsnntcrhaltungen). 8. Übertritte zur evangelischen Kirche: a. von Juden, b. von Katholiken, c. von sonstigen Gemeinschaften. 9. Austritte ans der evangelischen Kirche:
[ 0.6266666651, 0.5299999714, 0.5533333421, 0.7728571296, 0.7933333516, 1, 0.7815384865, 0.7239999771, 0.8766666651, 0.7055555582, 0.7177777886, 0.8309999704, 0.5450000167, 0.8525000215, 0.7839999795, 1, 0.4499999881, 0.8500000238, 1, 0.6800000072, 0.5987499952, 0.6700000167,...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000329.xml
in Nassau. 557 Ausgaben. § Art und Beschaffenheit. Nach d vorjähr Rechnur übersch M. g-n gs- tog Pf. Für das Jahr vom Kirchen- vorstande vorgeschlagen M. I Pf. 18 .. wurden von d. oberen Kirchen behörde fest- g-i-tzt M. | Pf. Anmerkung. 16. 17. 18. 19. Zahlungen an Herrn Pfarrer Zinsen von Passiv-Kapitalien Erwerbung von Immobilien . Ansgcliehenc Aktiv-Kapitalien Summa aller Ausgaben . Abschluß. Die Einnahmen betragen . Die Ausgaben betragen Bleibt Überschuß . Dieser Bogen ist gleich de» übrigen nur cininal auszufertigen. Die hier summarisch gegebene Übersicht wird auf den folgenden in Spezial- Etats einzeln nachgewiesen. 1. Rechnungsübcrschüsse und Ausstände. Hier ist eine Nachwcisung des Vollzugs des Budgets vom laufenden Jahre nach Analogie der Vorschrift zu Nr. 6 des Kirchenfondsbudgets zu liefern, welche sich jedoch zu beschränken hat ans die den Fonds berührenden Ein nahmen Nr. 1, 14 und 15 und die Ausgaben unter Nr. 16 und 19, sowie ans Mehr-Anlage im Vorjahre (nach letzter Rechnung) und etwaige Passivkapital-Ablage (z. B. Anteil des Fonds an Zehnt- und Gült- Ablösungs-Annuität). Das Ergebnis ist alsdann entweder unter der Einnahme, oder bei Mehrausgabe unter der Ausgabe des Rechnungs- Überschlags aufzunehmen. 2. Ertrag von Gebäuden. Hier erscheinen die vom Pfarrer benutzten Gebäude in ihrem Anschlag vereinnahmt. 3. Ertrag von Grundstücken. Die sclbstbenutztcn Güter er scheinen in ihrem Anschläge, nachdem zuvor die Verwaltungskosten in Abzug gekommen sind. Die verpachteten Güter werden nach der verschiedenen Art und Zeit der Verpachtung gesondert aufgeführt und dabei sowohl die Dauer der Pachtung angegeben, als auch bemerkt, das wievielste Jahr derselben hier in betracht kommt; bei Neuverpachtungen über 12 Jahre ist die Zustimmung der Gemeindevertretung nachzuwcisc».
[ 0.7099999785, 0.3842857182, 0.6600000262, 0.7966666818, 0.2199999988, 0.5066666603, 0.5933333039, 0.6539999843, 0.7124999762, 0.3899999857, 0.9685714245, 0.7699999809, 0.8685714006, 0.9049999714, 0.2833333313, 0.7599999905, 0.3266666532, 0.5333333611, 0.5966666937, 0.6366666555...
812437381
de
1
null
null
null
null
null
00000115.xml
Neligionsnntcrricht bei- Kinder in der Diaspora. 343 1. dcr hessische reformierte Landeskatechismns nebst Sprnch- sammlung von Busch. Kassel 1881; 2. das würtembergische Gesangbuch; 3. Zahns biblische Geschichte. 3. In der französisch-reformierten Gemeinde Friedrichsdorf: 1. Recueil de passages, tires de l’Ecriture Sainte; 2. Recueil de cantiques p. L. Rönnet, Frankfort a. M.; 3. Ilistoire biblique de Hübner. (Rcg.-Verf. v. 24. Nov. 1883, II 8099.) Nene Neligionslehrbücher können ohne Zustimmung dcr Bczirks- synodc nicht cingcführt werden. Die Beschlußfassung derselben erfolgt alsdann so, daß die Vertreter dcr unierten Gemeinden einerseits, und die Vertreter der Gemeinden dcr Dekanate Biedenkopf, Gladenbach und Homburg andrerseits je besondere Abteilungen bilden, von welchen jede nur für die Gemeinden dieser Abteilung beschließt. Für die reformierten Gemeinden ist die konfessionelle Vorfrage in dieser Angelegenheit durch Beschluß dcr Gemeindevertretung zu entscheiden. Gegen die obliga torische Einführung solcher Bücher steht jeder einzelnen Gemeinde ein Widerspruchsrecht zu. (K.-G.- u. S.-O., § 71 u. 72.) 5. Jedes evangelische Schulkind des Bezirks soll diesen kon fessionellen Religionsunterricht empfangen. Den Pfarrern ist daher zur Pflicht gemacht, dafür zu sorgen, daß auch die in der Diaspora befind lichen Kinder ihres Kirchspiels dazu hcrangczogen werden. Das Konsistorinm hat deshalb die folgende Verfügung an die Dekane und Geistlichen des Konsistorialbezirks insbesondere im Gebiet des vorm. Herzogtums Nassau unter dem 13. Juli 1880 erlassen. Mit Bedauern haben lvir wahrgenommen, daß sich hin und wieder immer noch in den Bezirken gemischter Konfession evangelische Kinder befinden, welche des Religionsunterrichtes ermangeln. Wir weisen hiermit die Herren Dekane an, bei den Kirchcnvisitationen diesen Gegen stand ganz besonders mit den Pfarrern und Kirchenvorständcn zu be sprechen und bitten jeden Geistlichen auf das dringendste, dafür Sorge tragen zu wollen, daß in seinem Kirchspiele kein Kind ohne Religions unterricht aufwachse. Dies Ziel kann nur erreicht werden, wenn zunächst dcr Geistliche von dem Vorhandensein dcr evangelischen Kinder genau unterrichtet ist. 23 *
[ 0.6326315999, 0.5249999762, 0.5616666675, 0.7599999905, 0.5066666603, 0.7666666508, 0.3033333421, 0.6100000143, 0.7900000215, 0.6144444346, 0.7463636398, 0.7870588303, 0.8759999871, 0.6542857289, 0.7275000215, 0.4466666579, 0.6700000167, 0.5066666603, 0.8600000143, 1, 0.60666...
812437381
de
1
null
null
null
null
null