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414 Frankierung 3. Bis zum 5. des auf das betreffende Quartal folgenden Monats sind diese Bescheinigungen rcsp. Beläge behufs An ordnung der definitiven Verrechnung dein Konsistorium cinzu- reichen. (Konsist.-Berf. v. 11. Febr. 1870. K. A. S. 17. Reg.-Berf. v. 26. Febr. 1882.) Den Portoliquidationen ist behufs der Prüfung :c. die Porto kontrolle quartaliter beizufügen. (Konfist.-Berf. vom 16. Febr. 1886. C. Nr. 464.) Durch Regicrungsverfügung v. 4. Juni 1881 wurde angeordnct, daß die Berechnung der Portoauslagen im Ressort der Regierung nur alljährlich und nach Ablauf des Etatsjahres, aber längstens bis zum 7. April von den Dekanen einzurcichen sei und wenn dieselbe bis dahin nicht erfolge, angenommen werde, daß solche Auslagen nicht stattgrfundeu haben. (Reg.-Berf. v. 4. Juni 1881, II. 1964.) Ferner bestimmte die Regierung durch Bekanntmachung vom 14. Mai 1872, daß die an die Civilstandsbuchführcr eiuzusendendcn Auszüge aus den Kirchenbüchern unfrankiert mit der Bezeichnung „porto pflichtige Dienstsache" abzusenden sind. Reg.-Berf. v. 14. Mai 1872, I. A. 3952. C. Nr. 573. K. A. S. 23.) Weiter wird über Portopflichtigkcit in Anse in ander sctzungs- sachcn durch Bcrfüguug vom 30. Dezember 1876 zur Kenntnis der Dekane, Geistlichen und Kirchenvorstände gebracht, daß 1. die Auseinandersetzungsbehörden unfrankiert nur solche Sen dungen in Parteiangelegenheiten abzulassen haben, rücksicht lich deren dem Adressaten das Porto zur Last fällt, die Ver pflichtung der Parteien, ihre Sendungen an die Behörden re. zu frankieren, aber unverändert bleibt. 2. Wenn in einer Auseinandersetzungssache eine Korrespondenz mit anderen als Königlichen Behörden und Beamten oder Privatpersonen stattfiudct, welche bei der Auseinander setzung nicht selbst beteiligt sind, so haben dieselben die ihrerseits abzulassenden Postsendungen nicht zu frankieren. Dies geschieht mit dem Anfügen, daß bei den von den Dekanen, Geistlichen in Auseinandersetzungssachen im Interesse eines Dritten zu führenden Korrespondenzen, — zur Vermeidung des anderenfalls für unfrankierte Postsendungen eintretenden Zuschlagsportos — sic sich für
[ 0.5966666937, 0.5490909219, 1, 0.8833333254, 0.7366666794, 1, 0.5, 0.3400000036, 0.5299999714, 0.7272727489, 0.6628571153, 0.7311111093, 0.6266666651, 0.8874999881, 0.8899999857, 0.5306666493, 0.6560000181, 0.6716666818, 0.8083333373, 1, 0.6728571653, 0.8500000238, 0.6454...
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486 Dem Konsistorium ziistchendc Die Befugnis der Strafversetzung aber ist dem Konsistorium übertragen. (Allerh. Ordre v. 27. April 1831. Ges.-Samml. S. 81.) Naturgemäß würde, diese Maßregel da Anwendung finden, >vo ein Geistlicher sich zwar nicht des amtlichen Fungiercns überhaupt un würdig gemacht hat, aber durch eigenes Verschulden in die Lage ge kommen ist, daß er an der gegenwärtigen Gemeinde nicht mehr frucht bringend zu wirken vermag. c. Die unfreiwillige Emeritierung erfolgt als Disziplinar verfahren so, daß ein zur weiteren Amtsführung nicht mehr zulässiger Geistlicher, obgleich er nicht für dienstunfähig im gewöhnlichen Sinne anzusehen ist, mit Gewährung der gesetzlichen Pension in den Ruhe stand versetzt wird. Da, wo das Vergehen eines Geistlichen nach der geführten Dis- ziplinaruntersnchnng mit Strafversetzung zu ahnden sein würde, derselbe aber wegen höheren Alters oder sonst verminderter Dicnstfähigkeit nicht versetzbar erscheint, kann auch statt der Strafversetzung die unfreiwillige Emeritierung mit einem je nach der Größe der Verschuldung abzu messenden geringeren Pensionsbetrage erfolgen. 6. Die Suspension besteht darin, daß dem betreffenden Geist lichen die Ausübung aller Amtsverrichtungen auf bestimmte oder un bestimmte Zeit untersagt wird. Mit der Suspension ist zwar der Ver lust des Titels nicht verbunden, wohl aber in der Regel derjenige Teil des Dicnstgchaltcs, welcher zur interimistischen Dienstverwaltung ver wendet werden muß. Die suspendierende Behörde setzt dies gewöhnlich ans eine bestimmte Summe fest. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 8. S. o. S. 221, iio3. 13.) Von dieser Suspension als Disziplinarstrafe ist zu unterscheiden die von der kirchlichen Aufsichtsbehörde anszusprechende augenblickliche Enthaltung von allen Dienstfnnktionen für einen solchen Geistlichen oder anderen Kirchenbcdicnsteten, bei welchem so schwere Dienstvcrgehnngcn zu Tage getreten sind, daß sein weiteres Fungieren zu schwerem Ärgernis gereichen und die Würde des Amts verletzen würde. Dieser vorläufigen Suspension vom Amte muß aber das weitere Verfahren der Disziplinar- untcrsnchung und eventuelle Bestrafung ohne Verzögerung Nachfolgen. 6. Die Dicnstcntsctznng zieht den Verlust des Titels, aller durch die Ordination erlangter Berechtigungen, des Dicnstgchaltcs und
[ 0.6833333373, 0.7066666484, 0.6608333588, 0.4445454478, 0.6399999857, 0.7087500095, 0.5033333302, 0.5346666574, 0.5350000262, 0.7133333087, 0.4633333385, 0.8508333564, 0.6663636565, 0.8787500262, 0.8539999723, 0.6449999809, 0.8866666555, 0.8199999928, 0.8439999819, 0.801818192,...
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Verzeichnis der Konfirmierten. 385 Damit in dcn Kirchenbüchern auch die Nummer der Urkunde angegeben werden kann, unter welcher der betreffende Standesakt in dem Gcbnrts-, Heirats- oder Sterberegister eingetragen ist, sind die Standesbeamten angewiesen, auf dcn von ihnen zu erteilenden Bc- schcinignngcn über die erfolgte Eheschließung, bezw. die stattgehabte An meldung eines Gcbnrts- oder Stcrbefalls oben links die Nummer der Staudcs-Urknndc anzugeben. (Vers, der Reg., Abt. des Innern, vom 21. Sept. 1881. K. A. S. 43.) 2. Das Kirchenbuch, welches das Verzeichnis der Konfir mierten enthält, soll nach § 20 der oben angeführten Konsistorial- verfügnng vom 31. Juli 1875 nach der bis dahin bestehenden Bor schrift weiter geführt werden. a. In Nassau ist hierüber vorgcschricbcn, daß die Konfirmierten in gewöhnlicher Reihenfolge hintereinander einzutragen sind. Das Bcr- zeichnis soll in einem Buche von hinreichender Zahl von Tabcllcnbogcn, Rück und Eck von gutem starken Leder, gebunden sein. Das so ge bundene Verzeichnis hat der Pfarrer sorgfältig von der ersten bis letzten Seite zu paginieren, und daß solches geschehen sei, am Ende des Buchs mit Beisetzung des Tags, Datums und seiner Namensunterschrift zu beglaubigen. Die Konfirmierten sind sogleich nach geschehener Konfir mation in das Verzeichnis einzutragen, mit das Jahr hindurch fort laufender Nummer, nach dem folgenden Formular: Berzeichnis der Konfirmierten in dem Kirchspiele N. N. Zeit der Konfirmation Des Ä o »firmierten Name, Gewerbe 5 >m Jayr io.. und Wohnort der Eltern. £5 Monat. Tag. Familien name. Taufname. Alter, Jahre. i Mai. den 14. vier- zchnlcn. Steiger. Friedrich. W/t. Der Ackersmann Georg Steiger und Juliane, geb. Höhn in Nastätten. o desgl. desgl. Dorn. Wilhelm. 14. Der Händler Jakob Dorn und Anna, geb. Strödter zu Nastätten. A. Pfarrer in N. N. (Nass. Gen.-Neg.-Neskr. v. 30. Sept. 1817.)
[ 0.6372727156, 0.1800000072, 0.5964285731, 0.5099999905, 0.8820000291, 0.6750000119, 0.6433333158, 0.7471428514, 0.6050000191, 0.7099999785, 0.8733333349, 0.6000000238, 0.6357142925, 0.5299999714, 0.5966666937, 0.5, 0.476000011, 0.7200000286, 1, 0.6881818175, 0.7120000124, 0...
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und Zusätze. 709 Vorschriften einzureichen, sowie die Namen der Leiter und Erzieher, welche Deutsche 'sein müssen, mitzuteilen. Art. 4. Die kirchlichen Oberen sind befugt, die zur theologisch- praktischen Vorbildung bestinnnten Anstalten (Prediger- und Priester- seminare) tviedcr zu eröffnen. Dem Minister der geistlichen Angelegenheiten sind die Statuten dieser Anstalten und die für dieselben geltende Hausordnung einzu- reichcn, sowie die Namen der Leiter und Lehrer, welche Deutsche sein müssen, mitzuteilen. Art. 5. Die in den §§ 9 bis 14 des Gesetzes vom 1l. Mai 1873 enthaltenen besonderen Vorschriften wegen der Staatsaufsicht über die in den Artikeln 2, 3 und 4 bezeichneten Anstalten tvcrden aufgehoben. Art. 6. Der § 1 im Gesetz vom 12. Mai 1873 (Gcs.-Samml. S. 198) wird aufgehoben. Kirchendiener im Sinne des Gesetzes vom 12. Mai 1873 sind nur solche Personen, welche die mit einem geistlichen oder jurisdiktio- nellcn Amte verbundenen Rechte und Verrichtungen ausübcn. Art. 7. Die Vorschrift des § 2 Absatz 2 im Gesetz vom 12. Mai 1873 findet nur Anwendung, wenn mit der Entfernung ans dem Amte der Verlust oder eine Minderung des Amtseinkommens verbunden ist. Art. 8. Dem Minister der geistlichen Angelegenheiten sind die Statuten und die Hausordnung der Demcritenanstaltcn einzureichen, sowie die Namen der Leiter derselben mitzuteilen. Am Schlüsse jedes Jahres ist dem Minister der geistlichen Angelegenheiten ein Verzeichnis der Dementen, welches deren Namen, die gegen sic erkannten Strafen und die Zeit der Aufnahme und Entlassung enthält, cinzureichen. Von einer Verweisung in eine Demeritenanstalt für länger als vierzehn Tage, oder einer Entfernung ans dem Amte ist dem Ober- präsidenten gleichzeitig mit der Zustellung an de» Betroffenen Mit teilung zu machen. Die in den 88 6 und 7 des Gesetzes vom 12. Mai 1873 ent haltenen besonderen Vorschriften wegen der Staatsaufsicht werden auf gehoben. Art. 9. Der Königliche Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten (Abschnitt IV des Gesetzes vom 12. Mai 1873) wird aufgehoben. Art. 10. Die Bestimmungen des Abschnittes II des Gesetzes vom 12. Mai 1873 über die Berufung an den Staat werde» aufgehoben. 46
[ 0.3533333242, 0.5749999881, 0.5299999714, 0.8333333135, 0.8923076987, 0.7639999986, 0.6166666746, 0.6240000129, 0.6399999857, 0.5400000215, 0.5433333516, 0.6388888955, 0.625, 0.8075000048, 0.7360000014, 0.8071428537, 0.8924999833, 0.75, 1, 0.6566666961, 0.7018181682, 0.7183...
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Der Taufname. 283 noch nicht fest, eine bloße Vernachlässigung der erforderlichen Erkun digung bei den Eltern rc. des Kindes zu Grunde liege, alsdann kann er die Eintragung wegen Unvollständigkeit wesentlicher Angaben ab- lchnen und eine andcrweitc Anzeige mit Angabe der vollständigen Vor namen sofort veranlassen. 2. Die nachträgliche Anzeige der Vornamen hat in allen denjenigen Fällen mündlich zu geschehen, in welchen die Anzeige von dem Gc- bnrtsfalle selbst mündlich zu machen ist. Erfolgt dieselbe nicht durch die zur Namengebung berechtigte Person, also den Vater oder die Mutter des Kindes, beziehungsweise den Vormund, oder im Falle des § 24 die Ortspolizeibchörde, so ist eine andere Person nur zuzulassen, wenn sie glaubwürdige Auskunft darüber zu geben vermag, daß das Kind, dessen Vornamen sie nachträglich anzeigen will, auch wirklich das an der betreffenden Stelle des Geburtsregisters eingetragene Kind ist. 3. Es ist ein großer Übelstand, wenn die Vornamen, welche ein Kind in der Taufe erhält, nicht mit denen übereinstimmen, welche ihm zufolge der Eintragung im Geburtsregister beigelegt worden sind. Um dem zu begegnen empfiehlt es sich, daß die Standesbeamten den An zeigenden befragen, ob er zum Zwecke der Vorlegung bei dem Geistlichen eine Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gebnrtsfallcs be gehre, welche alsdann im Bejahungsfälle gebührenfrei nach pos. 1 des Gebührentarifs, zum Gesetze zu erteilen ist, und die in das Ge burtsregister eingetragenen Vornamen genau und vollständig wieder- gcbcn muß. Andrerseits hat bei nachträglich erfolgenden Anzeigen der Vornamen der Standesbeamte sich thunlichst davon zu überzeugen, ob, wenn das Kind bereits getauft ist, die zur Anzeige gebrachten Vor namen mit den dem Kinde in der Taufe bcigclegtcn Vornamen über einstimmen. Hiernach hat das Konsistorium unterm 9. Juni 1880 die Geist lichen veranlaßt zum thunlichstcn Erfordern der unter Nr. 3 gedachten standesamtlichen Bescheinigung von den zur Anmeldung einer Taufe erscheinenden Personen. Die nachträgliche Anzeige der Vornamen durch ein amtliches Schreiben des mit der Taufe betraut gewesenen Geist lichen, statt der mündlichen Angabe der dazu verpflichteten Personen, ist ausdrücklich als gesetzlich unzulässig zurückgewiesen. (Vers. d. Minist, des Innern v. 22. Mai 1885. 14. A. 1880, S. 35).
[ 0.5266666412, 0.7188888788, 0.5400000215, 0.4350000024, 0.7419999838, 0.90200001, 0.5124999881, 0.4480000138, 0.8050000072, 0.5899999738, 0.7442857027, 0.4819999933, 0.5849999785, 0.7666666508, 0.4399999976, 0.7950000167, 0.5666666627, 0.75, 0.7366666794, 0.8399999738, 0.6816...
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Ordnung dcS Gottesdienstes. 621 Erstes Kapitel. , Die Ordnung dcs Gottesdienstes. Außer der für die gesamte evangelische Kirche wesentlichen Ord nung dcs Gottesdienstes hat die Kirche des Bezirks noch ihre besonders festgesetzte Art »nd Weise, wie der Gottesdienst und andere religiöse Handlungen zu verrichten sind. Diese liturgischen Einrichtungen sind indes in den einzelnen Teilen des Bezirks verschieden und beruhen teils auf ausdrücklichen Borschriften, teils auf Herkommen. 1. Die wesentlichen Bestandteile dcs evangelischen Gottes dienstes sind: Gesang, Gebet, Lesen der heiligen Schrift und Predigt. Hieran schließt sich die Feier des heiligen Abendmahls als eine öffent liche Religionsübung. Andere Kultushandlungen sind: die Taufe, die Konfirmation, die Christenlehre (die sonntäglichen Katcchisationcn in der Kirche), die Beichte, die Trauung und das christliche Begräbnis. Mit Ausnahme der französisch-rcformierten Gemeinde Friedrichsdorf bedienen sich die Gemeinden dcs Bezirks hierbei der deutschen Sprache. 2. Als besondere Vorschriften für den Bezirk bestehen folgende: I. In Nassau gelten für die Gottesdienstordnung die Vor schriften der Liturgie von 1843. n. /iir gewöhnliche Zonntagc. 1. Der vormittägige Gottesdienst an den Sonntagen beginnt mit Absingen eines der Lieder „zu Anfang des Gottesdienstes", welche im vorgeschriebenen Gesangbuche Nr. 1 — 8 zu finden sind. Alsdann tritt der Geistliche, da, wo mehrere Geistliche sind, derjenige, welcher am Vormittage nicht predigt, vor den Altar, verliest, während die Gemeinde aufgestanden ist, eines der in der Liturgie enthaltenen An fangsgebete und schließt mit Vorlesung der Epistel, wenn über das Evan gelium, oder des Evangeliums, wenn über die Epistel gepredigt wird. Liegt der nachfolgenden Predigt ein freier oder eigens vorgc- schricbcncr Text zum Grunde, so steht dem Geistlichen die Wahl zwischen der evangelischen und cpistylischen Synntagspcrikope bei her Altax-
[ 0.3871428668, 0.5299999714, 0.4633333385, 0.6000000238, 0.7950000167, 0.6974999905, 0.9300000072, 0.7599999905, 0.5099999905, 0.6066666842, 0.6779999733, 0.7120000124, 0.8000000119, 0.8433333039, 0.7566666603, 0.8171428442, 0.7699999809, 0.9433333278, 0.6374999881, 0.7533333302...
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296 Abcndmahlsbediirfnissc. Hostien oder Brot angewendet, ob dies gebrochen und in die Hand des Kommunikanten gereicht, oder zu seinem Munde gebracht wird. Dem Kommunikanten bleibt überlassen, ob er die Darreichung kniccnd oder stehend empfangen will. Die große Mehrzahl empfängt es stehend. (Nass. Lit., 282, 301. Wärt. Kirchcnb. S. 442. S. oben S. 45.) 4. Die Abendmahlsbedürfnisse schafft in der Regel die Kirchcngemeinde an. Es soll dabei ans die Zahl der Kommunikanten Rücksicht genommen und dem Fonds in keiner Weise iibcrflüssigcr Kostenaufwand gemacht werden. Der Wein darf nicht vom Geistlichen selbst geliefert werden. (Hess. O.-K.-Ausschr. v. 10. März 1838. Hess. Konsist-Vers. v. 19. März 1725 u. 24. Nov. 1789). Über die nach der Feier verbleibenden Reste ist durch gemeinsame Verfügung der Regierung und des Konsistoriums vom 20. Juni 1868 folgende Bestimmung getroffen. In der Beschaffung des zur Ausspendnng des heiligen Abend mahls bestimmten, wie in der Benutzung des bei der Feier nicht ver brauchten Brotes und Weines bestehen hin und wieder Gewohnheiten, welche zum Mißbrauch Veranlassung geben und dadurch die Heilig- haltnng des Sakraments beeinträchtigen können. Wir weisen daher die Herren Geistliche» hiermit an, nach folgenden Bestimmungen zu verfahren: 1. Der Geistliche hat die Beschaffung, Aufbewahrung und Be nutzung des für das heilige Abendmahl bestimmten Brotes und Weines sorgfältig zu überwachen und jeden Mißbrauch zu verhüten. 2. Der übrig gebliebene Wein wird von den Geistlichen oder Dekanen an kranke und altersschwache Personen, wo solche vorhanden, zur Stärkung verteilt. 3. Es wird, soweit dieses angeht, für jede Feier nur so viel Brot zugcrichtct als nötig ist, der etwaige Rest gleich dem übrig gebliebenen Weine benutzt oder doch von dein Geistlichen jedem profanen Gebrauche entzogen. Oblaten, wo solche im Gebrauche sind, werden für die nächste Feier in der dafür bestimmten Kapsel von dem Geistlichen anfbewahrt. 4. Brot (Oblaten) und Wein sind sowohl für die Abendmahls- feicr in der Kirche, als für die Privat- nnd Krankenkommunionen ans Kosten des Lokalkirchcnfonds zu beschaffen. 5. Zn Privat- und Krankenkommnnionen werden die vasa sacra, ebenso Brot und Wein, in einer passenden Umhüllung über die Straße
[ 0.6399999857, 0.4117391407, 0.7557142973, 0.5475000143, 0.4950000048, 0.6909090877, 0.4099999964, 0.8199999928, 0.5311111212, 0.6800000072, 0.5099999905, 0.8333333135, 0.4824999869, 0.5199999809, 0.8684615493, 0.6188889146, 0.7850000262, 0.4850000143, 0.8650000095, 0.6660000086...
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Die Anstalt für Schwach- und Blödsinnige. 677 Direktion bestellt, welche eins 3 Geistlichen, 3 Nichtgcistlichcn nnb dein Hausvater besteht. 4. Diese Direktion vertritt, leitet und beaufsichtigt die Anstalt, bestellt den Hausvater, seine Gehnlfen und das Dienstpersonal; sie ent scheidet über Aufnahme und Entlassung der Kinder; sic beschafft die Mittel zu ihrer geistlichen und leiblichen Pflege und legt jährlich Rechnung ab. Jährlich tritt ein geistliches und ein weltliches Mitglied derselben aus. 5. Dein Hausvater liegt die unmittelbare Leitung der Anstalt ob, er hat Vaterrecht an Kindern, Hülfs- und Dienstpersonal; er ist der Direktion verantwortlich; er legt ihr monatliche Abrechnungen vor; er erhält neben freier Station einen Dienstgehalt. (Statut d. Rettungshauses d. Ev. Vereins.) Die Kirchenkollekte für das Rettungshaus wird seit 1869 in allen Gemeinden des Bezirks jährlich am ersten Pfingsttagc erhoben. Sie wird alsdann von den Kirchenvorständen dem Dekan zur Ablieferung an den Rechner übermittelt. Eine direkte Einsendung an diesen findet nicht statt. Über den Kollektenertrag haben die Dekane ans Konsistorium zu berichten. (Cirkul.-Verf. d. Konsist. v. 3. Mai 1869. K. A. S. 25. Konsist.-Verf. v. 12. Mai 1882. K. A. S. 23 u. Konsist.-Verf. v. 29. April 1886. K. A. S. 21.) Seit 1884 ist der Ertrag der Pfingstkollekte in den Dekanaten Biedenkopf und Gladenbach dem Hinterländer Rettnngsvereine zuge- wiesen. (Konsist.-Verf. v. 25. April 1884. X. A. S. 29.) Außerdem läßt der Evangelische Verein, infolge spezieller Be willigungen, durch Kollcktanten bei den Glaubensgenossen des Bezirks noch eine Hauskollekte zum Besten des Rettnngshauses einsammeln. 3. Die Anstalt für Blödsinnige. 1. Die Anstalt zur Erziehung und Verpflegung Schwach- nnd Blödsinniger in Scheuern bei Nassau a. d. Lahn ist durch Um bildung des seit 1851 dort bestandenen Nettungshanses 1870 ent standen. Durch Beschluß ihres Vorstandes wurde sie dein Evangelischen Verein als ein Zweig einverleibt. Indessen wird sie selbständig durch einen aus Freunden der Anstalt bestehenden Vorstand geleitet. (Erster Jahresbericht der An stalt v. 14. Mai 1871. Jahresbericht d. Ev. Vereins 1872, S. 8 n. 30.) 44
[ 0.75, 0.4528571367, 0.9966666698, 0.7512500286, 0.3166666627, 0.5791666508, 0.6966666579, 0.6477777958, 0.5166666508, 0.4183333218, 0.8125, 1, 0.4516666532, 1, 0.6912500262, 0.349999994, 0.474999994, 0.7744444609, 0.8199999928, 1, 0.7419999838, 0.6111111045, 0.8522222042,...
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Kirchenfondsbudgets in Nassau. 555 Bci Neubauten oder erheblichen, denselben gleich zu achtenden Reparaturen ist die Zustimmung der Gemeindevertretung nachzuweisen, sofern nicht über die Notwendigkeit der Bauansführung bereits durch die zuständigen Behörden entschieden ist. Für erheblich gelten solche Repara turen, deren Gesamt-Kostenanschlag für das Jahr 200 Mark übersteigt. Bei Errichtung neuer kirchlicher Gebäude ist die Genehmigung des Ministers der geistlichen Angelegenheiten beizufügen. 32. Zu besonderen Zwecken. Diese müssen mit ihrem in Einnahme stehenden Betrage hier in Ausgabe erscheinen und nach ihrer stiftungsmäßigen Bestimmung nachgewiesen werden. Insbesondere erscheint hier der Beitrag zum Centralkirchen fonds, welcher in Prozenten des auf dem Titelblatt angegebenen Gesamtsteuerbetrags nach der jedesmal erforderlichen Höhe ausgeschlagcn und berechnet wird. Dcsgleicheü die Beiträge zu den Synodalkassen. Zur Orts- Armenpflege sind dem Kirchenvorstande zugewiesen: die beim Gottes dienste erfüllenden Opfer, soweit nicht durch tirchenregimentliche Ver fügung über den Ertrag derselben an bestimmten Tagen andere Be stimmung getroffen ist; ihr Betrag erscheint demnach hier in Ausgabe. (Konsist.-Verf. v. 30. Jan. 1886. K. A. S. 5.) Die zur Unterstützung auswärtiger Anstalten rc. ange- ordneten Kollekten werden nach ihrer besonderen Bestimmung hier »achgcwicscn. Bci Verwendungen aus der Kirchenkasse für andere Kirchengemeinden oder zur Unterstützung christlicher Vereine und Anstalten ist, sofern der Betrag der Einzelbewilligung 20 Mark über steigt, die Zustimmung der Gemeindevertretung nachzuweisen. Bci Bewilligungen aus der Kirchenkasse an andere Gemeinden und Anstalten, welche einzeln 2 Prozent oder im Gesamtbetrag 5 Prozent der Solleinnahme übersteigen, ist die Genehmigung der Staatsbehörde erforderlich. Ein Betriebsfonds soll ans Einnahme-Überschüssen gebildet, in fester Summe entsprechend der Größe des Fonds abgerundet und hier eingestellt werden. Dies in Ausgabe gestellte Betriebskapital darf aber nur dem Zwecke dienen, die Ausgaben des Fonds dann zu decken, wenn seine Haupteinnahmen erst in die zweite Hälfte des Jahres fallen. Es
[ 0.6031578779, 0.6499999762, 0.6628571153, 1, 0.4433333278, 0.5744444728, 0.4250000119, 0.6283333302, 0.6755555272, 0.7233333588, 0.5099999905, 0.8266666532, 0.625454545, 1, 1, 0.9309999943, 0.4766666591, 0.6072221994, 0.8184615374, 0.8550000191, 0.773999989, 0.7174999714, ...
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im Dekanat Homburg. 565 37 Dies geschieht nach folgendem Muster. Etat der lutherischen Kirchen lasse zu M. für das Rechnungsjahr 1. April 18 ... (Etatsperiode 18...). Einnahme n. Für 18... Betrag pro s Art und Beschaffenheit. 19.. Vorstand vor- genehmigt: Ü geschlagen: ü M. Ps- M. Ps. M. Ps. i. An Bestand aus 18 59 99 314 49 ii. ,, Zeitpacht 214 86 214 86 ui. „ Erbpacht — — - — IV. Zinsen der Kapitalien 1506 29 1175 60 V. Abgetragene Kapitalien 2500 — — — VI. Beitrag zur Pfarrbesoldung . . . — — — — VII. Umlagen 5000 — 5000 — VIII. Kollekten und Opfergeldcr .... 200 — 220 — IX. Nom Kirchhof 1500 — 1700 — X. Für Benutzung des Leichcnhanses — — 30 — XI. Grabgelaute 150 — 156 — XII. Von der Bcgräbnisanstalt .... 60 — 81 — XIII. Geschenke und Legate — — — — XIV. Von verpachteten Grundstücken . . 1050 12 989 — XV. Kantoratsfonds . 822 — 822 — XVI. Heizung und Beleuchtung der Kirche 90 - 85 — XVII. Bei Hochzeiten und Stcrbfällcn . . 270 — 210 — XVIII. Zufällig und insgemein .... 6 74 3 5 Summa aller Einnahmen . 13430 — 11301 —
[ 1, 0.312857151, 0.7987499833, 0.9300000072, 0.8500000238, 0.8824999928, 0.7288888693, 0.6150000095, 0.4433333278, 0.9957143068, 0.8199999928, 0.4233333468, 0.6708333492, 0.8000000119, 0.7580000162, 0.625, 0.6850000024, 0.8000000119, 0.6133333445, 0.7715384364, 1, 0.85399997...
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250 Prüfung pro liceutia concionandi. § 4. Die erste Prüfung soll das Maß der in der Zeit des akademischen Studiums gewonnenen Ausbildung für den geistlichen Beruf ermitteln. Sie umfaßt folgende Hauptgcgenstände: 1. Einleitung in das alte Testament, 2. Einleitung in das neue Testament, 3. Exegese des alten Testaments, 4. Exegese des neuen Testaments, ö. Biblische Theologie, 0. Dogmatik und Symbolik, 7. Ethik, 8. Kirchen- und Dogincngcschichtc, 9. Homiletik, Katechetik und Liturgik, 10. Logik, Psychologie und Geschichte der Philosophie. tz 5. Die Prüfung wird zu Herborn von den beiden Professoren des theologischen Seminars und einem zu diesem Zwecke von dem Konsistorio abgcordneten Mitgliede desselben unter dem Borsitze des letzteren abgehalten. Die Prüfung ist eine schriftliche und eine mündliche. Die schriftlichen Arbeiten sind nur Klausurarbeiten; eine derselben wird in lateinischer Sprache abgefaßt. Jeder der drei Examinatoren stellt nach Bereinbarung mit den übrigen aus dem Gebiete der wissenschaftlichen Theologie mindestens ein Thema zur Bearbeitung. Über die Prüfung wird ein Protokoll anfgenommmen. 8 6. Das Urteil der Prüfungskommission wird i» gemeinsamer Beratung festgestellt und nebst dem Protokolle und den schriftlichen Arbeiten dem Konsistorio eingesandt. Auf den Antrag der Kommission erklärt das Konsistorium die Prüflinge für „bestanden" oder „nicht bestanden." Diejenigen Kandidaten, welche das Konsistorium für „bestanden" erklärt, werden in das theologische Seminar zu Herborn ausgenommen und erhalten zugleich die livoutia coucicmaiidi. Wer in der Prüfung nicht bestanden hat, kann mit Bewilligung des Konsistoriums als Hospitant an den Übungen des Seminars tcil- nchmcn und dann die Prüfung wiederholen. Nimmt er nicht an den Übungen des Seminars teil, so muß er seiner Meldung zu einem
[ 0.4300000072, 0.5314285755, 0.5133333206, 0.5612499714, 0.5141666532, 0.5699999928, 0.5, 0.5533333421, 0.8360000253, 0.7328571677, 0.9024999738, 0.5933333039, 0.7333333492, 0.5033333302, 0.6449999809, 0.8566666842, 0.6225000024, 0.5866666436, 0.7966666818, 0.7012500167, 0.695...
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638 Äußere Frier der Sonn- und Festiagc. Pfingstmontag, Mariä-Himmclfahrt und Allerheiligen. Doch soll den Privaten der Geschäftsbetrieb nur an solchen Festen verwehrt sein, welche beide Konfessionen gemeinsam begehen. Bei Kontraventionen treten nur polizeiliche Geldstrafen ein. (Hess. Homb. Ed. v. 24. Ang. 1856.) III. Für den ganzen Bezirk gelten die folgenden reichSgesctz- lichcn Bestimmnngcn: 1. Aus der Gewerbeordnung für das Deutsche Reich vom 1. Juli 1883: 8 105. Zum Arbeiten an Sonn- und Festtagen können die Gewerbetreibenden die Arbeiter nicht verpflichten. Arbeiten, welche nach der Natur des Gewerbebetriebs einen Aufschub oder eine Unter brechung nicht gestatte», fallen unter die vorstehende Bestimmung nicht. Welche Tage als Festtage gelten, bestimmen die Landesregierungen. (R.-Ges.-Bl. 1883, S. 221.) 2. Aus der Civilprozeßordnung vom 30. Januar 1871 (Ladungen, Termine und Fristen): 8 171. An Sonntagen und allgemeinen Feiertagen darf eine Zustellung, sofern sie nicht durch Aufgabe zur Post bewirkt wird, nur mit richterlicher Erlaubnis erfolgen. Die Erlaubnis wird von dem Borsitzenden des Prozeßgerichts erteilt: sic kann auch von dem Amtsrichter, in dessen Bezirk die Zustellung erfolgen soll, und in Angelegenheiten, welche durch einen beauftragten oder ersuchten Richter zu erledigen sind, von diesem erteilt werden. Die Verfügung, durch welche die Erlaubnis erteilt wird, ist bei der Zustellung abschriftlich mitzutcilen. Eine Zustellung, bei welcher die Bestinimnugcu dieses Paragraphen nicht beobachtet sind, ist gültig, wenn die Annahme nicht verweigert wird. 8 193 Abs. 3. Auf Sonntage und allgemeine Feiertage sind Termine nur in Notfällen anzuberaumen. 8 200 Abs. 2. Fällt das Ende einer Frist auf einen Sonntag oder allgemeinen Feiertag, so endigt die Frist mit Ablauf des nächst folgenden Werktages. Ebenso in der Strafprozeßordnnng 8 -13, Absatz 2. (R.-Ges.-Bl. 1877, S. 260.) 8 681. An Sonntagen und allgemeinen Feiertagen darf eine
[ 0.3566666543, 0.5383333564, 0.574000001, 0.2700000107, 0.4280000031, 0.3100000024, 0.4677777886, 0.5221428275, 0.5623529553, 0.4600000083, 0.5442857146, 0.4499999881, 0.5824999809, 0.5, 0.6025000215, 0.5033333302, 0.7256249785, 0.7466666698, 0.8249999881, 0.5600000024, 0.5816...
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Verhältnis des kirchlichen Gebens zum Staat. 639 Vollstreckungshandlung nur mit Erlaubnis dcs Amtsrichters er folgen, in dessen Bezirk die Handlung vorgenommen werden soll. Die Verfügung, durch welche die Erlaubnis erteilt wird, ist bei der Zwangsvollstreckung vorzuzeigen. (Reichsgesetz-Bl. 1877, Nr. 6. S. 83 ff.) Zweiter Abschnitt. Urrhältnis ;«m Staat. Das kirchliche Leben des Konsistorialbezirks gestaltet sich innerhalb der Ordnung dcs preußischen und dcs deutschen Staatswesens. Der Staat stellt dasselbe unter seinen Schutz und übt das Oberaufsichtsrecht über seine gesamte Entfaltung, außerdem verlangt er die Eidesleistung von den Kirchcngliedern für seine Zwecke. Erstes 'Kapitel. Ter Stnatsschutz. 1. Der Preußische Staat hat durch seine Verfassung der evangelischen Kirche (gleich jeder anderen Religionsgesellschaft) die Freiheit ihres Bekenntnisses, ihre gesellschaftliche Vereinigung und die gemeinsame häusliche und öffentliche Neligionsübung gewährleistet. Der Genuß der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte ist für unabhängig von dem religiösen Bekenntnisse erklärt. Doch darf den bürgerlichen und staats bürgerlichen Pflichten durch die Ausübung der Religionsfreiheit kein Ab bruch geschehen. Die christliche Religion wird bei denjenigen Einrichtungen dcs Staats, welche mit der Neligionsübung im Zusammenhänge stehen, unbeschadet der gewährleisteten Religionsfreiheit zum Grunde gelegt. (Vcrf.-Urk. v. 31. Jan. 1850, Art. 12 und 14.) Daher hat der Staat in seinen Gesetzen die bereits vorerwähnte Rücksicht ans kirchliche Einrichtung, Fest- und Feiertag :c. genommen; auch dieselben unter seinen polizeilichen Schutz gestellt. Insbesondere hat die evangelische Kirche dcs Bezirks mit den Kor porationsrechten, welche sic genießt, Anspruch ans den staatlichen Schutz darin, daß ihre innere Verfassung nicht rechtswidrig gestört werden darf.
[ 0.6999999881, 0.4666666687, 0.6936363578, 0.7116666436, 0.2899999917, 0.4566666782, 0.8433333039, 0.6795454621, 0.5099999905, 0.7733333111, 0.5611110926, 0.5400000215, 0.8058333397, 0.3899999857, 0.4199999869, 0.4799999893, 0.7483333349, 0.5600000024, 0.7233333588, 0.6112499833...
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500 Befugnis der Kirchenvorständc u»d der Gemeindevertretung. finden die Bestimmungen analoge Anwendung. (C. Nr. 1698. K. A. 1880, S. 47. Nass. Verordn.-Bl. 1858, S. 187.) In Hessen gilt die geistliche Bauordnung vom 27. Mai 1820, tvclchc ebenfalls durch die obige Bekanntmachung modifiziert wird. (Hess. Reg.-Bl. 1820, Nr. 36.) 3. Die Kirchenvorstände können hiernach kleinere Bauten, deren Kosten 500 Mark nicht überschreite» und die Konstruktion des Gebäudes nicht berühren, selbst ausführen; werden aber den Baubeamten dann hierüber zu Rate ziehen, wenn die angcsctztcn Preise ihnen zu hoch erscheinen oder sie die Angemessenheit der Arbeit bezweifeln. Die Gemeindevertretung hat bei Ncubantcn und Reparaturen von Baulichkeiten dann initzuwirken, wenn deren Kostenanschlag für das Jahr 200 Mark übersteigt, sofern über deren Notwendigkeit nicht bereits von der zuständigen Behörde entschieden ist. Die Gemeinde vertretung kann im Bedürfnisfall die Vollmacht des Kirchenvorstandes zur Vornahme höher veranschlagter Reparaturen bis zu 1000 Mark, aber nicht über die Dauer von 3 Jahren erweitern. (K.-G.- u. S.-O., § 32, pos. 5.) Da, wo die Kirchcngcmcinde, oder auch (im Hessischen) nach Obser vanz die Civilgemeinde ganz oder subsidiär die Kosten zu tragen hat, sollen Arbeiten, welche besondere technische Kenntnisse nicht erfordern, nicht von Baubcamtcn, sondern von verpflichteten Bauanfschcrn oder Bauhandwerkcrn veranschlagt werden. Alle diejenigen Bauten aber, deren Kosten der staatliche Patronatsbaufonds bestreitet, besorgt der Baubeamtc selbst. Die Requisitionen zu dessen Mitwirkung gehen, wenn es sich um den Patronatsfonds handelt, durch die Regierung, bei anderen Bauten durch das Konsistorinm. I. Für Nassau gelten außerdem folgende Bestimmungen der Banverwaltungs-Ordnung vom 2. Oktober 1858: 1. Die Baubeamtcn haben beim Kirchen- und Stiftungsbauwesen den Requisitionen der zuständigen Behörden, in dringenden Fällen auch der Kirchen- und Stiftungsvorstände, zeitig zu entsprechen, die erforder lichen Etats zu entwerfen und die technische Leitung des Bauwesens zn übernehmen.
[ 0.7400000095, 0.5037500262, 0.4833333194, 0.6356250048, 0.5966666937, 0.3333333433, 0.6947368383, 0.3549999893, 0.6700000167, 0.6225000024, 0.4685714245, 0.6370000243, 0.646666646, 1, 0.7799999714, 0.5249999762, 0.9700000286, 0.7179999948, 0.8899999857, 0.8566666842, 0.864000...
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498 Bauimterhaltimg bcr kirchliche» Gebäude. b. Lauunterhaltung. 1. Dic Bau- und Unterhaltungskosten der Kirchen- und Pfarr- gcbäude, und zwar der letzteren unter Ausschluß der inqnilinischcn Schuldig keiten, bestreitet die Kirchengcmeinde, wenn nicht Kirchenpatronc oder andere Fonds ganz oder teilweise dazu verpflichtet sind. Die Civilgemeinden sind in Nassau ausdrücklich von allen früher etwa üblichen Beiträgen zu den Kosten für die Kirchen und den Gottes dienst befreit worden. Doch haben hier dic Mitglieder der Kirchengemeinden dic zu kirchlichen Bauten erforderlichen Hand- unb Spanndienste nach Er fordern der Umstände unentgeltlich zu leisten. Indes soll diese minder verhältnismäßige Gcmeindclast da unterbleiben, wo das Kirchcnvcrmögen zur Bestreitung dieser Ausgaben hinreicht. (Nass. Ed. v. 5. Juni 1816, 8 I I u. 24. Dcsgl. Ed. v. 8. April 1818, § 17.) In Hessen dagegen bestehen noch gewisse Verbindlichkeiten der Civilgemeinden zur Bestreitung der Baukosten kirchlicher Gebäude und zwar ganz, teilweise oder subsidiär. (Hess. Verordn, v. 6. Juni 1832, Art. 42 ff.) 2. Außer diesen kirchlichen Behörden sind auch dic Königlichen Banbeamten mit der Beaufsichtigung der Baunntcrhaltung der kirch lichen Gebäulichkeiten beauftragt und haben zu deren Ausführung mitzuwirken. Für Nassau ist in dieser Hinsicht dic Banverwaltnngs-Ordnnng vom 2. Oktober 1858 noch in wesentlicher Geltung, und das Kon sistorium erließ hierüber unterm 16. August 1880 folgende Bekannt in a ch u n g. Dic herzoglich nassanische Banverwaltnngs-Ordnnng vom 2. Okt. 1858 bestimmt im § 3 al. 3, daß hinsichtlich des Kommunal-, Kirchen- und Stiftnngsbauwesens die Banbeamten in allen diesen Beziehungen den Requisitionen der Ämter und Dekanate, beziehungsweise in dringenden Fällen der Kommunal-, Kirchen- und Stiftungsbehörden zeitig zu ent sprechen, dic erforderlichen Etats zu entwerfen und dic technische Leitung des Bauwesens zu übernehmen haben. Hierin ist durch eine im Anschluß an dic Allerhöchste Ordre vom 31. Mai er. und iin Einvernehmen mit den übrigen Ressort- Ministern erlassene Verfügung des Herrn Ministers der öffentlichen
[ 0.926666677, 0.5893333554, 0.200000003, 0.6845454574, 0.5924999714, 0.2949999869, 0.4181250036, 0.4449999928, 0.7933333516, 0.3174999952, 0.3333333433, 0.5436841846, 0.5666666627, 0.6512500048, 0.5566666722, 0.8733333349, 0.6212499738, 0.6266666651, 0.7850000262, 0.8500000238, ...
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Die Mitwirkung der Banbcamtc». 499 Arbeiten vom 20. Juni er., Nr. 6990. G. ITT, eine Abänderung dahin getroffen worden, daß von seiten der genannten Behörden Requisitionen nicht mehr direkt an die Lokalbcamten, sondern nur durch Vermittlung der Königlichen Regierung gestellt werden dürfen. Soweit cs sich um kirchliche Bauten handelt, deren Kosten der staatliche Patronats-Baufonds zu tragen hat, so sind desfallsige Anträge an die Königliche Regierung, Abteilung für Kirchen- und Schulsachen, zu richten; bezüglich derjenigen kirchlichen Bauten dagegen, deren Kosten von den Kirchcngemeinden oder auch nach bestehender Observanz von den Civil-Geineinden auf- ,zubringen sind, sind die Anträge ans Anfertigung von baulichen Projekten und Kostenanschlägen nunmehr bei uns zu stellen und lvird unsrerseits die vorgeschricbcnc Vermittlung eintreten. Im weiteren ist bestimmt worden, daß den Lokalbaubcamten Arbeiten, welche eine besondere technische Ausbildung und Kenntnis nicht voraussetzen und in ausreichender Weise von untergeordneten Organen erledigt werden können, nicht aufzugeben sind. Auch hierauf wird von seiten der Kirchenvorstände in denjenigen Gemeinden, welche ihre Baukosten selbst zu tragen haben, zu achten sein. Hierorts wird cs nicht beanstandet werden, wenn dergleichen Kostenanschläge von verpflich teten Bauaufsehern oder tüchtigen Bauhandwerkern angefertigt werden. Fernerhin soll cs sodann der Veranschlagung, Revision und Ab- nahme seitens der Königlichen Lokalbaubeamten nur dann bedürfen, wenn die Kosten der Bauausführung den Betrag von 500 Mark über steigen, oder wenn es sich um solche bauliche Änderungen handelt, die, wie z. B. der Abbruch und die Versetzung oder Umgestaltung einzelner Wände, die Veränderung bestehender Schornstein-Aulagen, der Abbruch oder die Herstellung gewölbter Decken, die Konstruktion des Gebäudes berühren; endlich wenn die bauende Behörde die angesetzten Preise über trieben hoch findet und Grund zu haben glaubt, ihrem Urteile über deren Angemessenheit zu mißtrauen. Mit diesen Beschränkungen sollen inskünftige auch den Kirchcnvor- ständcn Bauausführungen überlassen sein, welche den Betrag von 500 M. nicht übersteigen. Es wird hierbei nur noch weiter darauf aufmerksam gemacht, daß allenthalben da, wo cs vorgeschricbcn ist, die Einholung der baupolizeilichen Genehmigung nicht versäumt werden darf. Auch für die ehemals hessischen evangelischen Kirchengemeinden
[ 0.5566666722, 0.7900000215, 0.6233333349, 0.4799999893, 0.7699999809, 0.4887500107, 0.3466666639, 0.75, 0.8324999809, 0.7149999738, 0.5299999714, 0.925999999, 0.6449999809, 0.4300000072, 0.8299999833, 0.6779999733, 0.5960000157, 0.5666666627, 0.7285714149, 0.3933333457, 0.289...
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707 Berichtigungen und Zusätze, nach Maßgabe der bis Ende des Jahres 1886 erlassenen Gesetze und Verordnungen. S. 5, Zeile 5 von oben: Unabhängigkeit von menschlichen Mei nungen und Ansichten Anderer, also in gänzlicher Entfernung von allein Gewissenszwang re. S. 68, Zeile 11 von unten: Die Kreissynoden. S. 100—128. Das nachstehend in Klammern Geschlossene ist aufgehoben: S. 100, Z. 2 v. o.: [föhne — — Staatsprüfung]. „ 100, „ 13—4 v. n.: [§ 8, gang]. „ 101, „ 1—26 v. o.: [Die Hausordnung — — regeln], [§ 10, 11 u. 12]. S. 102, Z. 1—13: Mach Errichtung — — befugt]. „ 103, „ 1—5 v. o.: [Gegen — — cndgiltig]. „ 104, „ 20—27 v. o.: [§ 25. Ausländer verlängern]. „ 105, „ 4—8: [§ 27. Die — — werden]. „ 105, „ 2 u. 1 v. u.: [8 1. Die — — werden]. „ 106, „ 21 v. o. bis u.: [Ihre Hausordnung — — ent halten], S. 107, Z. 11 v. o. bis S. 109 u.: [II. Berufung offen]. „ 111, „ 15 bis S. 112, Z. 12 v. o.: [IV. Königlicher gebracht]. S. 120, Z. 2 v. u. bis S. 122, Z. 20 v. o.: [Wenn nach angestellt]. S. 123, Z. 22—33 v. o.: [Die Anwendung. Art. 3 u. 4]. „ 125, „ 17—28 v. o.: [Bon — — haben]. „ 128, „ 1—13 v. o.: [Art. 2. Die Zuständigkeit auf gehoben].
[ 0.6533333063, 0.5228571296, 0.5099999905, 0.5450000167, 0.4399999976, 0.495714277, 0.5099999905, 0.8000000119, 0.4850000143, 0.5899999738, 0.6083333492, 0.6875, 0.6439999938, 0.4985714257, 0.853333354, 0.752307713, 0.9449999928, 0.6700000167, 0.7519999743, 1, 0.4466666579, ...
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Korporationsrecht. Steuer- und Stcmpclfreihcit. 527 2. Diejenigen bis zum 21. Mai 1861 freien Grundstücke, welche znni Vermögen evangelischer Kirchen und Kapellen, oder zu den zur Unterhaltung von Kirchen stiftungsmäßig bestimmten Fonds oder milder Stiftungen, sowie zur Dotation der Pfarrgeistlichen oder sonstiger mit kirchlichen Funktionen bekleideter Personen, oder der Küster und anderer Diener des öffentlichen Kultus gehören. (Gesetz v. 21. Mai 1861. Gcs.-Samml. 253, § 4. Lit. e.) c. Alcmpellreihcit. Das gesamte Kirchenvermögen genießt der Stcmpclfrcihcit. (Königl. Verordn, v. 19. Juli 1867, § 4. Lit. c.) 1. Im Sinne der Stcuipclgesctze ist unter Kirchen das gesamte zll Kirchen- und Knltnszwcckcn dienende Vermögen zu verstehen, ohne Unterscheidung, ob und in wie weit dasselbe eine pia causa darstellt, oder ob die Kirchcngcsellschaftcn oder Kirchengemeindcn seine Träger sind. (Minist.-Erl. v. 23. Juli 1880. K. A. S. 44.) Die von der Stcinpelstcucr befreiten Anstalten sind aber nicht befugt, diese Befreiung den Privatpersonen, mit welchen sic Verträge cingehen, einzuräumen, wenn diese Personen an sich, nach gesetzlicher Vorschrift zur Entrichtung des Stempels verbunden sind. Bei allen zweiseitigen Verträgen der Art muß also jedesmal die Hälfte des Stempels für den Vertrag und für die ausgefertigten Überexemplare desselben außerdem noch der vorgcschricbcnc Stempel verwendet werden; (1 M. 50 Pf. für jedes Exemplar). Nicht beglaubigte Abschriften und Auszüge unterliegen keiner Stcmpclabgabc. (Königl. Verordn, vom 19. Juli 1867. Beil. z. Jntell.-Bl. f. Nassau 1867. S. 593.) Einseitige Verträge, Verpflichtungen und Erklärungen in kirchlichen Verinögcnsangclegcnhcitcn sind stcmpelfrei. Hierzu gehören insbesondere die Feuerversichcrnngspolicen. (Minist.-Erl. v. 1. Nov. 1881. X. A. S. 59.) Für Kauf- uud Lieferungs-Verträge mit Gewerbe treibenden über bewegliche Gegenstände, Büreangcgenstände, Bau materialien :c. ist wegen Stempelfreihcit der Kirche nur ein Stempel von 1 Mark zu verwenden. Bei Kauf- und Lieferungs-Verträgen im kaufmännischen Verkehr über andere Gegenstände, als Grundstücke oder Grundgcrcchtig- kcitcn — soweit solche von der Rcichsstcmpclabgabc ausgeschlossen sind —
[ 0.6777777672, 0.6571428776, 0.5033333302, 0.5412499905, 0.7533333302, 1, 0.8899999857, 1, 0.6499999762, 1, 0.7533333302, 0.6349999905, 0.9183333516, 0.4358333349, 0.6216666698, 0.6650000215, 0.6125000119, 0.75, 0.917142868, 0.4600000083, 0.6322222352, 0.5500000119, 0.4199...
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Die Trauung. 297 getragen und sind die Küster verpflichtet, auch auf diesen Gängen den Geistlichen zur Dienstleistung zu begleiten. (K. A. S. 6). 5. Privatkoniinunionen sollen, weil die Abendmahlsfcier ihrem Wesen nach eine Genicindchandlung ist, nur an Schwachen und Kranken vollzogen werden; in den reformierten und in den nassauischeu Ge meinden erfolgt dabei die Anmahnung an die Angehörigen der Leidenden, mit zu kommunizieren. Solche Schwache, die noch auszngehen vermögen, können auch nach der öffentlichen Kommunion in der Kirche oder Sakristei sich ein finden und privatim kommunizieren. Bei solchen Handlungen sollen Beichte und Kommunion vereint, und cs soll alsdann ein besonderes Krankenkommuniongeräte, insbesondere ein Krankenkelch benutzt werden. (Nass. Lit., S. 284 u. 303. Hess. K.-O. 1724, S. 203. Wärt. K.-Buch, S. 450). 4. Die Trauung. 1. Die Trauung durch den Geistlichen hat die nach bürgerlichem Rechte erfolgte Eheschließung zur Voraussetzung. Als Nachweis dient die vom Standesbeamten gemäß 8 54 des Reichsgesetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung vom 6. Februar 1875 ausgestellte Bescheinigung. Dieselbe ist vom Geistlichen in Original oder Abschrift bei den Pfarrakten aufznbewahrcn. Dagegen ist er von jeder Prüfung der bürgerlichen Bedingungen der Ehe schließung entbunden. (K.-Gcs. v. 10. Dez. 1884, 8 1. S. oben S. 91. Jnstrnkt. v. 25. Scpt. 1874. K. A. 56). Die Schlußbestimmuugen des angeführte» Gesetzes bedrohen den Geistlichen, welcher die Trauung vor dem Nachweis der bürgerlichen Eheschließung vornimint, mit Geldstrafe oder Gefängnis. Die Trauung soll der bürgerlichen Eheschließung möglichst ohne Verzug folgen, und hat darum der Geistliche schon bei der Anmeldung der kirchlichen Eheverkündigung darauf hinznwirken. Eine geschlossene Zeit für die Trauungen besteht also nicht mehr, weil auch das bürger liche Ehegcsctz keine derartige Einschränkungen kennt, daß dies geschehe. (Jnstrnkt. v. 25. Scpt. 1874, 2. 14. A. S. 56. Kvnsist.-Bcrf. v. 28. März 1885.) 2. Das kirchliche Aufgebot geht der Trauung voraus. Da die kirchliche Pflicht erfordert: 1. von einer Eheschließung abzusehen,
[ 0.6200000048, 0.7049999833, 0.4666666687, 0.6600000262, 0.4066666663, 0.6499999762, 0.8500000238, 0.6600000262, 0.6738461256, 0.6899999976, 0.5600000024, 0.7200000286, 0.5950000286, 0.9599999785, 0.7027272582, 0.4433333278, 0.8714285493, 0.8550000191, 0.6320000291, 0.8666666746...
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544 Einrichtung der Kirchciifoiidsbudgcts offen gelegt und keine Bemerkung dazu vorgcbracht; (folgende Be merkungen gemacht: k. :c.). Auch der Kirchenvorstand fand nichts dagegen zu erinnern. (Der Kirchcnvorstand bemerkt zu: 1. re.) Zur Beglaubigung: N. (Unterschrift des KirchenvorstandS.) Alsdann folgen die Spezialetats auf den anderen Bogen mit sich hierauf beziehenden, fortlaufenden Nummern. Als Untcrbelcgc zu de» Spczialetats dienen für die Einnahmen Pachtprotokolle und dergl., für die Ausgaben Kostenanschläge, Akkorde, Dnrchschnittsbcrechnnngcn und dergl.; die Unterbelege werden mit Bcziehungsnummcrn versehen und besonders geheftet. Zn den einzelnen Spczialetats ist zu bemerken: In Nr. k, Gebäude, werden die Kirche und andere znm Fonds gehörige Gebäude einzeln mit ihrem etwaigen Pachtcrtrag angeführt. 2. Die Grundstücke werden nach ihren verschiedenen Arten als verpachtet, in eigener Berwaltnng befindlich oder als Besoldung cin- gcräumt verzeichnet. Der Ertrag der erstercn wird nach dein Pacht, der zweiten nach mehrjährigem Durchschnitt oder nach Taxe des Feld gerichts vor der Linie veranschlagt, die Besoldnngsgütcr mit einem gleichen Anschläge aufgcführt. In den Anmerkungen sind alle Abweichungen gegen früher zu erläutern, auch anzuzeigcn, wem die von Bcsoldungsgütcrn zu tragende Steuer zur Last falle. 3. Ertrag von Waldungen. Hier ist das im Forstjahr zu fällende Holz anznführen und zu veranschlagen. Rcsoldungsholz kommt hier ebenfalls, jedoch abgesondert in Anschlag. Weiter gehört hierunter der Ertrag sonstiger Waldnutznngen, tvclchc durch Nachweise der Forst behörde zu belegen sind. Die Genehmigung des Konsistoriums zn Holzsällnngc» in den zn Kirchen und Pfarreien gehörigen Waldungen, sowie zur Verwendung des Holzes ist hier nachznweisen. 4. Gerechtsame, wozu auch die ans anderen Fonds oder von Personen zur Unterhaltung der Kirchen- und Pfarrgcbäude zn leistenden Zuschüsse, Beiträge von Filialkirchen- oder Kapellcnfonds gehören. Wenn dem Fiskus, Gemeinden oder Dritten Verpflichtungen obliegen bezüglich
[ 0.6666666865, 0.6600000262, 0.3666666746, 0.5385714173, 0.4480000138, 0.5616666675, 0.3466666639, 0.8960000277, 0.5977777839, 0.5400000215, 0.6899999976, 0.5500000119, 0.8199999928, 0.6399999857, 0.6274999976, 0.6100000143, 0.5920000076, 0.4275000095, 0.5933333039, 0.5886666775...
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558 Einrichtung des Pfarrfondsbudgets in Nassau. 4. Ertrag von Waldungen. Auch hier wird der Anschlag des Reinertrags nach Abzug der Verwaltnngskostcn in Anrechnung gebracht. 5. Ertrag von Zehnten und Grundzinsen. Hier koniint derjenige Teil der Ablösungs-Annuitäten in betracht, welcher die Zinsen repräsentiert, während die Ablösungskapitalien selbst unter Nr. 12 erscheinen. 0. Fixe Geldbesoldungen sind nach den Beträgen ans den einzelnen Kassen aufzuführen. 7. Fruchtbesoldungen werden nach den einzelnen Bezügen int Anschlag, nach Abzug der Verwaltungskosten, angeführt. 8. Holzbesoldung desgleichen und wie Nr. 3 des Kirchcnfonds- budgets. 9. Entschädigung für persönliche Abgaben und 10. desgleichen für Accidenzien erscheinen hier dem int Kirchcn- fondsbndget dafür angesetzten Betrag entsprechend. 11. Reluition für Blutzehuten. Der dafür festgesetzte, aus Staatsfonds zu zahlende Betrag erscheint hier. 12. Zinsen von Aktiv-Kapitalien. Hier sind dieselben Vor schriften zu beachten, wie sic für die Kirchenfonds-Kapitalien gegeben sind. 13. Ertrag von sonstigen Gerechtsamen. Auch hier ist, wie zu Nr. 4 des Kirchenfondsbudgets zu bemerke», worauf solche beruhen. 14. Erlös aus Immobilien. Ist mit Beachtung des zu Nr. 13 des Kirchenfondsbudgets Bemerkten anzuführcn. 15. Abgetragene Kapitalien. Wie bei Nr. 11 des Kirchen fondsbudgets. 16. Zahlungen an den Herrn Pfarrer. Hier werden die unter Nr. 2—13 in Einnahme stehenden Beträge aufgenominen und nachgewiesen. 17. Zinsen von Passiv-Kapitalien, wie zu Nr. 25 des Kirchenfondsbudgets. 18. Erwerbungen von Immobilien. Es ist darauf Bedacht zu nehmen, daß der Besitzstand des Fonds hierin sich möglichst gleich bleibt und daher für veräußerte Grundstücke entsprechende erworben werden. 19. Ausgeliehene Aktiv-Kapitalien. Unter denselben ist die Bilanz des Fonds-Vermögens darzustellen und ist, falls danach noch Fundusqelder vorhanden sind, deren Ausleihen vorzusehen. (Reg.- Verf. v. 7. Nov. 1870, XIII—XV. K. A. S. 85.)
[ 0.7599999905, 0.896363616, 0.5199999809, 0.545294106, 0.3300000131, 0.7042857409, 1, 0.6800000072, 0.603333354, 0.8590000272, 0.6399999857, 0.8050000072, 0.6100000143, 0.6166666746, 0.6887500286, 0.9700000286, 0.8999999762, 0.75, 0.5440000296, 0.6566666961, 0.7852941155, 0....
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604 Die Bezirkssynodalkasse. drei Jahren umfassen. Derselbe legt diese Voranschläge zunächst dem Königlichen Konsistorium zur Einsicht und hiernächst der Bezirkssyuode zur Festsetzung vor. IX. Der Synodalausschuß hat die vorgelegte Rechnung zu prüfen und uiit dem geführten Kontrollrcgistcr zu vergleichen. Über das "Re sultat der Prüfung und die sich ergebenden Bemerkungen ist ein Revisions protokoll zu führen. Auf die alsbaldige Erledigung der Notate ist von seiten des Vorsitzenden möglichst Bedacht zu nehmen. Die Rech nungen mit Belegen und Revisionsverhandlungen sind sodann dem Königlichen Konsistorium vorzulegen. Nach Erledigung aller Anstände schließt der Bezirkssynodalausschuß die Rechnung vorläufig ab und ent lastet den Rechner vorbehältlich der Gutheißung durch die Synode selbst. X. Der Bczirkssynvdalausschuß wird bezüglich seiner hierin vor gesehenen Wirksamkeit bei Feststellung des Budgets und Abschlusses der Rechnung beim Zusammentritt der Synode nach § 75, Nr. 1 deren definitive Beschlußfassung einholcn. (Konsist.-Berf. v. 7. Mai 1883. X. X. S. 38.) 3. Gesetzlich bestimmt ist, daß bei Umlagen für Zwecke des Bezirks- synodalverbandes die Synodalkosten besonders berechnet werden. Die durch Bewilligungen neuer kirchlicher Ausgaben für allgemeine kirchliche Bedürfnisse des Bezirks veranlaßten Umlagen können nur dann ohne die Form eines Kirchengesetzes durch Beschluß der Bezirkssynode bc- willigt werden, wenn sie den Betrag von zwei Prozent der Gesamt- sunimc der Klassen- und Einkommensteuer der den Kirchengemeinden des Verbandes angehörcnden Bevölkerung nicht übersteigen. Die Gesamtsumme der so oder durch ein Kirchengcsctz zu be schließenden Umlagen darf vier Prozent der obigen Gesamtsumme nicht übersteigen. Diejenigen Kirchcngesetze, welche diesen Prozentsatz überschreiten, bedürfen der Bestätigung durch ein Staatsgesetz. Um dies evident zu erhalten, werden für diese Umlage-Erhebungen zur Bezirkssynodalkasse zwei Matrikeln ausgestellt: 1. die Matrikel zur Aufbringung der Bezirkssynodalkostcn nach Maßgabe des gesamten Staatsstencrbetrags der Synodalkreise; 2 . die Matrikel zur Erhebung der zur Deckung anderer, von der Bezirkssynode beschlossener neuer Ausgaben erforderlichen Um-
[ 0.8799999952, 0.5566666722, 0.6205000281, 0.7275000215, 0.896666646, 0.924444437, 0.7287499905, 0.5975000262, 0.7379999757, 0.7133333087, 0.9637500048, 0.9100000262, 0.6527272463, 0.7866666913, 0.8466666937, 0.8837500215, 0.9466666579, 0.9819999933, 0.6899999976, 0.6600000262, ...
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über Führung der Kirchenbücher. 381 Ergänzende Nachträge zn Kirchenbuchseinträgcn könne» in der im § 6 bestimmten Weise sowohl von amtswegen, als auch auf An trag der Beteiligten erfolgen, wenn der nachzntragende Umstand dem Kirchenbuchführer überzeugend nachgewiesen wird. Über die Aufnahme hat vorbehaltlich «bändernder Bestimmung der Aufsichtsbehörde der Kirchenbnchführer selbständig zn befinden. A b ä n d crn d c Nachträge dürfen nur auf Ermächtigung der Aufsichts behörde aufgcnommen werden. Diese Ermächtigung ist zn erteilen, wenn die Unrichtigkeit des stattgehabten Eintrages erweislich gemacht worden ist. 8 15. Zn den sämtlichen Kirchenbüchern einer Parochie ist ein gemeinschaftliches Register anzufertigen, welches die Namen der in den Hanptkolonnen der Kirchenbücher als getraut, getauft und begraben aufgcführtcn Personen nach der Ordnung des Anfangsbuchstabens des Familiennamens enthält und daneben die Seiten der Kirchenbücher be zeichnet, auf welchen Einträge rücksichtlich der betreffenden Personen sich befinden. Die Aufnahme eines Namens bezw. der nachzufügenden Seitenziffer in das Register, soll unmittelbar nach der Eintragung des betreffenden Aktes in das Kirchenbuch erfolgen. Wo schon bisher derartige alphabetische Kirchenbuchsrcgister geführt sind, können die bisher geführten in bisheriger Weise fortgcführt werde». 8 16. Die zum Zweck der Eintragung in die Kirchenbücher cin- gcliefcrtcn Auszüge ans den bürgerlichen Standesregistern, sowie alle übrigen auf die Einträge bezüglichen Dokumente sind vom Kirchen buchführer, sotveit er nicht zn deren Rückgabe verpflichtet ist, in jahr gangsweise getrennten, nach Bänden und Nummern der Kirchenbücher geordneten Konvoluten aufzubewahren und äußerlich als Anlagen der Kirchenbücher zu bezeichnen. 8 17. Beglaubigte Auszüge ans den Kirchenbüchern sind einem jeden, der darum nachsucht und ein Interesse an deren Erlangung glaubhaft zu machen imstande ist, gegen Zahlung der bisher für Personenstands-Auszüge herkömmlichen Gebühren zn erteilen. Dieselben müssen mit dem Inhalt der Kirchenbücher wörtlich übercinstimmcn. Sind Korrekturen erfolgt, so haben die Auszüge die Einträge in ihrer durch Korrektur entstandenen Gestalt wieder zu geben. Abschriften der Anlagen der Kirchenbücher dürfen seitens der Kirchenbnchführer nur mit Genehmigung der Vorgesetzten Aufsichtsbehörde erteilt werden.
[ 0.4575000107, 0.6057142615, 0.3600000143, 0.7464285493, 0.9666666389, 0.5799999833, 0.6511111259, 0.6650000215, 0.5909523964, 0.6833333373, 0.3799999952, 0.5666666627, 0.4499999881, 0.7300000191, 0.9399999976, 0.6179999709, 1, 0.6100000143, 0.5666666627, 0.7110000253, 0.59333...
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432 Dic Pfarrei-Grundstücke. Die Pfarrgebäude sind von der Gebäudestener befreit. Die Brand steuer derselben haftet immer auf dem Fonds, welcher dic Pflicht der Bauunterhaltung hat. Die Verwaltung des Königlichen Patronats baufonds verzichtet für die von diesem unterhaltenen Gebäude (und Gebäudeteile) auf jede Brandversicherung. (Gesetz v. 21. Mai 1861, § 3 pos. 5. K. Verordn, v. 10. Mai 1867. Nass. Jnstr. f. Pfarrfonds- Rechn. Nr. 2.) 2. Die Grundstücke. 1. Die der Pfarrei gehörenden Grundstücke kommen bei Festsetzung des reinen Einkommens, soweit sie vom Pfarrer selbst benutzt werden, in billiginäßigen Anschlag. Soweit sie verpachtet sind, ist der Pacht preis in Ansatz zu bringen. Hausgärten bis zu 6,85 Ar sind dabei iu Hessen außer Berechnung zu lassen. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, tz 7. Hess. Erl. d. K.- u. Sch.-R. v. Ober-Hessen vom 3. und vom 31. Dez. 1829.) Während in Hessen das Pfarrgnt der Verwaltung der Pfarrer gemäß den darüber bcstchcndcn Vorschriften hingewiesen ist, wobei ihnen nur untersagt ist, Verträge bezüglich dieser Güter einzngehen, die zum Nachteile ihrer Amtsnachfolger gereichen, darf sich in Nassau die eigne Benutzung des Pfarrers nur auf so viel Grund und Boden er strecken, als zu eignem Bedarf für seine Familie erforderlich ist. Die Dekane haben darauf zu sehen, daß dieser Bestimmung keine zu große Ausdehnung gegeben wird. Große Landökonomie, sowie das Halten einer Fuhre ist hier keinem Geistlichen gestattet. Wo mehr Pfarrgnt vorhanden ist, muß dasselbe verpachtet werden. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 7 und Gen.-Reg.-Rcskr. v. 25. Aug. 1818.) In Nassau sind diese Verpachtungen vom Kirchenvorstand unentgeltlich vorzunehmen und die Pachtkontrakte mit dessen Zustimmung abzuschließen. Werden ausnahmsweise solche Verpachtungen, wo besondere Verhältnisse es nötig machen, einem Beamten übertragen, so hat der Kirchenfonds dic Kosten dafür zu bestreiten. Unzulässig ist, Pfarr- gütcr in Erbleihe zu geben. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 12 und 14 u. Gcn.-Reg.-Reskr. v. 15. Scpt. 1821 n. desgl. v. 25. April 1818.) Hierbei sind folgende nähere Bestimmungen zu beachten: 1. Bei solchen vom Kirchcnvorftande (oder einem Beamten) vor- genommenen Verpachtungen wird für den Pachttontrakt der
[ 0.6566666961, 0.4033333361, 0.5360000134, 0.6066666842, 0.7275000215, 0.8475000262, 0.5566666722, 0.6866666675, 0.7753846049, 0.7350000143, 0.3266666532, 0.3700000048, 1, 0.823333323, 0.6316666603, 0.8000000119, 0.5466666818, 0.3533333242, 0.7466666698, 0.7357142568, 0.573333...
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Die Oberaufsicht des Staats. 641 4. Die Gewerbeordnung für das Deutsche Reich vom >. Juli 1883 gewährt der Kirche Schutz: 1. Gegen gewerbsmäßige Berbrcituug rcligionsfcind- licher Schriften, indem sie bestimmt: 8 56. Ausgeschlossen vom Fcilbicten im Umherziehen sind: 10. Druckschriften, andere Schriften und Bildwerke, insofern sie i» sittlicher oder religiöser Beziehung Ärgernis zu geben geeignet sind. § 42a. Gegenstände, welche vom Fcilbicten im Umherziehen aus geschlossen sind, dürfen auch innerhalb des Gemeindebezirks des Wohn orts oder der gewerblichen Niederlassung von Haus zu Hans, oder auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an anderen öffentlichen Orten nicht feilgebotcn oder zum Wiederverkäufe angekauft werden. 2. Gegen anstößige Schaustellungen: 8 33 a. Die Erlaubnis zu Singspielen, Gesangs- und deklama torischen Vorträgen, Schaustellung von Personen und theatralischen Vor stellungen ist dann zu versagen, wenn gegen den Nachsnchenden That- sachcn vorlicgen, welche die Annahme rechtfertigen, daß die beabsichtigten Veranstaltungen den guten Sitten zuwider laufen werden. (Gewerbeordn. f. d. Deutsche Reich v. l.Jnli 1883. R.-Ges.-Bl. S. 177 ff.) Zweites Kapitel. Die Oberaufsicht. 1. Entsprechend dem von ihm gewährten Schutz der Kirche nimmt der Staat das Recht der Oberaufsicht über das gesamte kirchliche Leben für sich in Anspruch. Er übt hierin das ihm znstehende ,s us circa sacra. Die innere kirchliche Regierung und Verwaltung, das jus in sacra, steht dagegen der Kircheng emein schüft selbst zu. Für den Konsistorialbezirk aber ist zu bemerken, daß der König, der als evangelischer Landesherr oberster Inhaber der Kirchcngcwalt ist, zur Ausübung derselben bis auf weiteres den Minister der geistlichen Angelegenheiten bevollmächtigt hat. Wenn dieser die kirchliche Negierungsgewalt in oberster Instanz ansübt und weiter das vom Könige bestellte Konsistorium, sowie die ans Antrag des Ministers vom König ernannten Dekane, so geschieht
[ 0.3600000143, 0.3600000143, 0.5033333302, 0.5514285564, 0.2366666645, 0.5299999714, 0.7699999809, 0.5600000024, 0.3466666639, 0.5066666603, 0.5874999762, 0.6719999909, 0.4033333361, 1, 0.7574999928, 0.8050000072, 0.4900000095, 0.75, 0.646666646, 0.5457142591, 1, 0.592000007...
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Sonn- und Festtage in Hessen. 637 4. Wo der Unterricht für Schüler verschiedener Konfession, welche beide Gottesdienst ini Orte haben, erteilt wird, ist für die Schüler jeder Konfession während ihres Gottesdienstes die Schule zn schließen. 5. Es kann jedoch da, wo der Unterricht nur für Ortseinhciuiische erteilt wird und Frühgottesdienst für die Evangelischen stalt- sindct, von der Schließung des Unterrichts während des »ach- folgenden Gottesdienstes Umgang genommen werden. Es muß aber den Schüler-n stets überlassen bleiben, sich znm Besuch der Kirche aus der Schule zu entfernen. Den Vorstehern der Handwerksschulen ist übrigens zn empfehlen, sich wegen Auswahl der Stunden, in welchen der Unterricht erteilt werden soll, im Falle Kollissionen entstehen, mit den bctr. Geistlichen zu benehmen. (Hess. Minist.-Ausschr. v. 15. Dez. 1855. Hess. O.-Konsist.- Ausschr. v. 15. Jan. 1856.) 11. Im ehedem Hessen-Hombnrgischen sollen an Sonn- und Festtagen: 1. keine geräuschvollen Haus- und keinerlei Feldarbeiten vorgeiiommcn werde», Notfälle ausgenommen; 2. desgleichen kein Handwerksbetrieb. Doch dürfen die Mühlen bis eine Stunde vor dem Hauptgottesdicnst und eine Stunde nach demselben mahlen. 3. Es darf kein Handelsgeschäft mit Warcnausstellen betrieben werden. Der Verkauf von Lebensmitteln findet außer der Zeit des Gottesdienstes statt, ebenso der Apothekenbetrieb. 4. Es darf keine Ausnahme und Bedienung in Wirtshäusern vor dem Hauptgottesdicnst stattfinden, auch kein Kegelspielen, Tanzen und Scheibenschießen vor dem Schluß desselben. 5. Es soll kein Austreiben der Vieh-Herden während des Gottes dienstes statthaben. 6. Die Jagdausübung ist am Sonntag unbedingt verboten, an anderen Festen da, wo eine Kirche der Konfession am Orte ist, welche das Fest begeht. (Hess. Homb. landesherrl. Verordn, v. 21. Okt. 1853.) Als Feiertage gelten außer den Sonntagen der erste und zweite Weihnachtstag, Nenjahrstag, Karfreitag, Ostermontag, Himmelfahrt,
[ 0.34799999, 0.276666671, 0.3512499928, 1, 0.5585714579, 0.1400000006, 0.8450000286, 0.3249999881, 0.5766666532, 0.8090000153, 0.5099999905, 0.4900000095, 0.7653846145, 0.551818192, 0.7616666555, 0.7680000067, 0.8600000143, 0.7133333087, 0.8675000072, 0.4300000072, 0.505714297...
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Dic 33ccvbtgung. 305 nahmswcise eine frühere Beerdigung nötig (bei ansteckenden Krankheiten, großer Hitze), so ist ein Zeugnis des Arztes darüber erforderlich. In den ehemals Großherzogl. hessischen Gemeinden sind ebenfalls 72 Stunden nach dem Tode als gesetzliche Frist bestimmt; im Amt Homburg dagegen 48 Stunden. (Nass. Verordn, v. 31. Aug. 1808. Nass. Lit., S. 385. Gen. N.-R. v. 28. Mai 1816. Großherz. Hess. Minist.-Vcrf. v. 18. Febr. 1841, 14. April 1837 n. 30. Nov. 1842. Landgräfl. Hess. Verordn. v. 18. Dez. 1818). In Fälle» des gerichtlichen Einschreitens dagegen darf nach Vor schrift der Strafprozeßordnung eine Beerdigung erst nach erfolgter des- fallsigcr Ermächtigung des Staatsanwalts vorgcnommcn werden. (Konsist.- Vcrf. v. 9. Juni 1875 u. Bescheid d. Reg. v. 30 Mai 1875. K. A. S. 31). Während in Nassau die Ordnung besteht, daß Kinder unter sechs Jahren still und ohne Begleitung des Geistlichen beerdigt werden und an deren Grab keine Reden gehalten werden dürfen, entscheidet in Hessen der Ortsgebranch hierüber; nur die kirchliche Beerdigung der ungetansten Kinder soll allgemein unterbleiben. Dem widerspricht nicht, wenn der Geistliche bei kleinen Kindern auf Wunsch der Eltern im Stcrbehansc eine angemessene Feier abhält. (Nass. N.-Neskr. v. 5. Dez. 1829. Hess. K.-O. v. 1724, S. 261). Die Versagung eines kirchlichen Begräbnisses kann erfolgen wegen durchaus unchristlichcn oder lasterhaften Lebenswandels, ohne Beachtung wiederholter geistlicher Ermahnungen oder wegen begangener schwerer, durch richterliches Urteil konstatierter Verbrechen. Bei solcher Versagung ist dann nach Maßgabe des § 14 der Kirchcngcmcinde- und Synodalordnung zu verfahren. (Hess. K.-O. 1724, S. 261). Über die Beerdigung der Selbstmörder ist in Nassau ange ordnet: So viel vom Geistlichen und den Kirchenvorständen abhängt, ist dahin zu wirken, daß alle Selbstmörder still und ohne besonderes Gepränge in der für die Totenhöfe vorgeschricbcncn Reihenfolge beerdigt werden. Wünschen die Hinterbliebenen, daß ein Geistlicher die Leiche begleite, so kann der Geistliche, sofern der Verstorbene einen ehrbaren Wandel geführt hat und anzunehmen ist, daß er die That in einem mehr oder weniger nnznrcchnnngsfähigcn Zustande vollbracht hat, diesem Wunsch entsprechen; er wird dann nach den Umständen ein kurzes, Passendes Gebet halten. Die Begleitung der Leiche ist jedoch zu ver-
[ 0.276666671, 0.3300000131, 0.3866666555, 0.6549999714, 0.6899999976, 0.6157143116, 0.7850000262, 0.5519999862, 0.375, 0.5600000024, 0.7358333468, 0.5366666913, 0.6114285588, 0.5199999809, 1, 0.7533333302, 0.8057143092, 0.7266666889, 0.8833333254, 0.6542857289, 0.6876922846, ...
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472 Rechtsansprüche. hergestellt werden. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, §17. Nass. Gen.» Reg.-Rcskr. v. 8. Nov. 1816. Hess. Allerh. Verordn, vom 16. Jan. 1830, Reg.-Bl. Nr. 46.) 3. Jeder Geistliche hat Anspruch auf besondere Vergütung bei allen ihm übertragenen Dienstgeschäften außerhalb seines Bezirks mit den oben (Abschn. 3, Kap. 3, c.) bereits angeführten Ausnahmen. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 7 u. 14. Nass. Gen.-Reg.-Reskr. vom 19. Jan. 1824. Großh. Hess. Org.-Ed. v. 6. Juni 1832, Art. 16, I.) 4. Er hat Anspruch auf Vergütung von Überzugskosten bei Ver setzungen nach den oben (Abschn. 1, Kap. 3, 4) angeführten ordnungs mäßigen Bestimmungen. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 7.) 5. Er hat das Recht der Benutzung der Seminarbibliothck zu Hcrboru nach Maßgabe der bereits (Abschn. 1, Kap. 2, d) angeführten Bestimmungen, sowie auf Teilnahme am Dekanatslesezirkel. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 13. Konsist.-Verf. v. 2. Januar 1884, pos. 6. Nass. Neg.-Verf. v. 25. Juli 1818, § 2.) 6. Er hat Sitz und Stimme, so lange er im aktiven Pfarrdienste steht, bei der Kreissynode und bei den Konferenzen der Dckanatsgcisll lichen. (K.-G.- u. S.-O., 8 57, pos. 1. Konsist.-Verf. v. 2. Jan. 1880.) 7. Er hat das Recht, daß bei eigner Krankheit oder legaler Abwesenheit sein Dienst verwaltet werde, ohne daß ihm deshalb eine Last erwächst, weder durch Besorgung eines Stellvertreters, noch durch Vergütung für denselben, abgesehen von dem unter Umständen erforder lichen Darreichen von Wohnung und Beköstigung au den dienstthnenden Geistlichen. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 14, 15.) 8. Er kann jederzeit unter Berzichtlcistung auf Gehalt und Titel sein Amt niederlegen. 9. Bei eingetretener Dienstunfähigkeit hat er das Recht auf den ordnungsmäßigen Ruhegehalt und die Pension seiner Witwe und Waisen. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 8. Kirchenges. v. 28. Mai 1883.) 10. Er hat das Recht, bei Untersuchungen über seine Person betreffende Dienst- und Standesvergehungen vernommen zu werden und den darüber entstehenden Disziplinarverhandlungen beizuwohnen und seine Verteidigung, sei es in Person oder durch einen Verteidiger, zu führen. (K.-G.- u. S.-O., 8 75, letzter Absatz.)
[ 0.5899999738, 0.7556250095, 0.8481818438, 0.7714285851, 0.7049999833, 0.7533333302, 1, 1, 0.6499999762, 0.7799999714, 0.6899999976, 0.9499999881, 0.7360000014, 0.7436363697, 0.8000000119, 0.9750000238, 0.8050000072, 0.9279999733, 1, 0.604285717, 0.7250000238, 0.823333323, ...
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540 Verbindlichkeiten der Pfarrsonds in Nassau. die Erlaubnis dcr Staatsbehörde, welche in der Regel bei Festsetzung des Etats vom Regierungspräsidenten erteilt wird. (K.-G.- n. S.-O., 8 33, po8. 6.) Der Kirchenvorstand setzt die Hcblistc im Betrag fest und bestimmt den Erhcbnngstcrmin. Die Erhebung selbst erfolgt durch den Kirchcnrcchner. In den hessischen Gemeinden können diese Umlagen dcr Parochianen auch zugleich mit den Kommunalsteuern erhoben und dann an den Kirchcnrcchner abgclicfcrt werden. 3. Eine weitere Hülfsquclle dcr Lokalkirchcnfonds sind die Zu schüsse aus dem Centralkirchenfonds. Dieselben werden dann bewilligt, wenn eine Kirchengcmeindc besonders dürftig und das Kirchcn- vcrmögen bei sorgfältiger Bewirtschaftung zur Bestreitung dcr not wendigen kirchlichen Ausgaben nicht hinreichend ist. Diese Bewilligung erfolgt durch das Konsistorium. (Nass. Ed. v. 11. Ang. 1817 und 8. April 1818. K.-Ges. v. 28. März 1883.) 3. Die Verbindlichkeiten dcr Pfarrsonds bestehen darin, daß sic de» Unterhalt des Geistlichen leisten, und zwar wenigstens ein reines Einkommen von 1028 M. nach dem Jnvcntariats-Anschlag. Andere Verbindlichkeiten können nur durch besondere Rechtstitel begründet sein, wie etwa Beiträge zur Unterhaltung von Gebäuden und dcrgl. Wenn dcr Pfarrsonds das Minimum des Pfarrgehalts nicht erträgt, so hat der Kirchcnfonds das Fehlende zu ersetzen, welcher nötigenfalls einen Zuschuß aus dem Ccntralkirchenfonds erhält. Dcr Pfarrsonds hat, wenn er mehr als das Minimum dcr Kompetenz erträgt, die Jntercalargefälle an den Ccntralkirchenfonds abzugebcn. Wo Pfarreien aufgehoben werden und die Einkünfte derselben nicht zur besseren Dotation derjenigen Pfarrei verwendet werden, welcher die Gemeinden dcr aufgelösten Pfarrei cinverleibt worden sind, da werden die erledigten Pfarrsonds ebenfalls zum Centralkirchenfonds geschlagen. II. In Hessen enthalten die Lokalkirchenfonds das dcr Ge meinde zustehende Vermögen. 1. Dieselben sind zur Deckung sämtlicher in dcr Gemeinde vor- kommcnden kirchlichen Bedürfnisse bestimmt. Die Pfarrbesoldnngs- Kapitalien und Armen-Kapitalien werden zuweilen mit dem Kirchcn fonds verwaltet. Der Kirchenfonds erhält seine Einnahmen aus den ihm zustehenden Weiteres über Erhebung von Kirchensteuer s. S. 712.
[ 0.5299999714, 0.7082353234, 0.4399999976, 0.5249999762, 0.8149999976, 0.8085714579, 0.5266666412, 0.8277778029, 0.2199999988, 0.6085714102, 0.4516666532, 0.6750000119, 0.6166666746, 0.6320000291, 0.8299999833, 0.5627272725, 0.6366666555, 0.6719999909, 0.5533333421, 0.7123809457...
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466 Erleichterung der Geistlichen Personen des Beurlaubtcnstandes oder der Ersatzreserve, welche ein geistliches Amt in einer mit Korporationsrechtcn innerhalb des Reichs bestehenden Religionsgesellschaft bekleiden, werden zum Dienst mit der Waffe nicht herangezogen. Außerdem findet auf dieselben die Bestimmung des ersten Absatzes dieses Paragraphen Anwendung. § 66. Reichs-, Staats- und Kommunalbeamte sollen durch ihre Einberufung zum Militärdienst in ihren bürgerlichen Dienstverhältnissen keinen Nachteil erleiden. Ihre Stellen, ihr persönliches Diensteinkommen aus denselben und Anciennetät, sowie alle sich daraus ergebenden Ansprüche bleiben ihnen in der Zeit der Einberufung zum Militärdienst gewahrt. Erhalten dieselben Offiziersbesoldung, so kann ihnen der reine Betrag derselben auf die Civilbesoldung angerechnet werden; denjenigen, ivelche einen eigenen Hausstand mit Frau oder Kind haben, beim Bcr- lassen ihres Wohnorts jedoch nur, wenn und soweit das reine Civil- einkommen und der Militärgehalt zusammen den Betrag von 3600 Mark jährlich übersteigen. Nach denselben Grundsätzen sind pensionierte oder auf Wartegeld stehende Civilbeamte hinsichtlich ihrer Pensionen und Wartegelder zu behandeln, wenn sic bei einer Mobilmachung in den Kriegsdienst cin- treten. — — (Reichs-Militärgesetz v. 2. Mai 1874. K. A. S. 43.) Das Gesetz vom 6. Mai 1880, betreffend Ergänzungen und Ände rungen des Reichs-Militärgesetzes bestimmt bezüglich der Geistlichen: 8 3. Auf diejenigen Mannschaften, welche nach Erlaß dieses Ge setzes wegen hoher Losnummer oder wegen geringer körperlicher Fehler der Ersatzreserve erster Klasse überwiesen werden (§ 25, Abs. 1 u. Abs. 21 des Reichs-Militärgesetzes), finden, soweit dieselben nicht ans Grund der Ordination oder der Priesterweihe dem geistlichen Stande an gehören, in Ergänzung ihrer bisherigen Berpflichtungen die nach folgenden Bestimmungen Anwendung: 1. Dieselben dürfen im Frieden zu Übungen einberufen werden u. s. w. (Ges. v. 6. Mai 1880. R.-Ges.-Bl. S. 103.) Wegen Entbindung im Amte stehender Geistlichen von den mili tärischen Kontrollvcrsammlnngen ist folgender Erlaß des Ministers der geistlichen Angelegenheiten vom 14. Juli 1882 zu beachten:
[ 0.3433333337, 0.4007692337, 0.7599999905, 0.5190908909, 0.7362499833, 0.896666646, 0.6922222376, 0.8025000095, 0.5433333516, 0.7892857194, 0.7316666842, 0.5766666532, 0.6081818342, 0.9066666961, 0.7699999809, 0.6620000005, 0.5899999738, 0.5994736552, 0.7877777815, 1, 0.691666...
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392 Inhalt bcr Jahresberichte weiter aufzuführenden thatsächlichen Verhältnisse werden vom Kon- fistoriuin zusammengestellt. (X. A. 1881, S. 15.) Hierzu bestimmt die zweite Verfügung vom 19. Oktober 1881, daß die einzelnen Pfarrämter das geforderte Material in der gcwöhn- lichcn Berichts- und nicht in Tabellenform an das betreffende Dekanat einznliefern haben. (X. A. 1881, S. 51.) Weiter ordnet die dritte Verfügung vom ti. Januar 1883 an, daß nach pos. I „Zahl der evangelischen Einwohner des Pfarrbezirks" von den betreffenden Pfarrämtern noch die Zahl der selbständigen Gc- meindeglieder resp. Steuerzahler anzngcben ist und zwar auf Grund der nach § 19 der Kirchen-Gemeinde-Ordnnng vom Kirchenvorstand zu führenden Verzeichnisse der Gemcindcgliedcr. Die Dekane sollen zürn Eintrag der Zahl der selbständigen Gc- meindeglieder in die Tabelle II einen Teil der Kolonne 2 benutze». Dieselben haben das ihnen vorgelegte Material in die Form der Tabelle II zu bringen und diese Tabelle nebst den Berichten der Pfarr ämter alljährlich bis zum 1. Juli ans Konsistorium zu senden. (X. A. 1883, S. 9.) Eine vierte Verfügung des Konsistoriums vom 4. Dezbr. 1885, veranlaßt durch den Erlaß des Ministers der geistlichen Angelegenheiten vom 4. Nov. 1885, bestimmt weiter: 1. daß unter I 5 der vorstchcndcii Anfstellnng außer der Zahl der Konfirmierten auch anzugeben sei, wie viele derselben aus gemischten Ehen sind; 2. daß nach Angabe der Kommunikanten I Nr. 6 a— c bezüglich der Wahlen der Gemeindeorganc zu verzeichnen sind: I. die Teilnahme am letzten Wahlakte; A. wie vielen Gemeindegliedern derselbe überhaupt zugänglich war, B. durch wie viel Gemcindcglieder, die erschienen waren, der Akt erfolgt ist; II. wieviel °/o die Erschienenen den Berechtigten gegenüber be tragen haben. Das Material für die Tabelle I ist nur in solchen Jahren zu bringen, für welche cs speziell angcordnet werden sollte. (X. A. 1885, S. 72.) Die Jahresberichte der Pfarrer haben also anzngcben die Zahl:
[ 0.4966666698, 0.5916666389, 0.2133333385, 0.6378571391, 0.7883333564, 0.78285712, 0.7121428847, 0.760833323, 0.8916666508, 0.4366666675, 0.7599999905, 0.8560000062, 0.786470592, 0.8199999928, 0.8700000048, 0.5659999847, 0.9049999714, 0.7350000143, 0.9016666412, 0.5874999762, ...
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V Einrichtung des KirchciiinventariumS in Nassau. 533 Jede dieser Nummern wird nun in eigenen, mit fortlaufenden Seitenzahlen versehenen Anlagen vermittelst genauer Spezifikation und Beschreibung nachgewiesen. Also: Erster Abschnitt: Gebäude. 1. Nummer. 2. Benennung. 3. Lage. 4. Beschreibung und Flächeninhalt (lia, ar, qm). 5. Stcncrtapital. (). Benutznngsart. 7. Natnralertrag. 8. Geldanschlag und Einnahme (Ni. Pfg.). 6 Stenern (Ai. Pfg.). 10. Anmerkungen. Zweiter Abschnitt: Grundstücke, wie in Abschn. 1. Dritter Abschnitt: Waldungen, ebenso. Die in Zcitpacht, Erbpacht und eigener Verwaltung befindlichen, oder anstatt Besoldung eingeräumten Gebäude und Grundstücke dürfen nicht unter einander, sondern müssen nach diesen verschiedenen Gattungen abgesondert verzeichnet sein. In den Anmerkungen ist bei den Gütern der Betrag der bisherigen Vcrwaltnngs-, Unterhaltungs« und anderer Kosten nach einem zehnjährigen Durchschnitt anzuführen. Die vollständige Abschrift der Stcnerzettcl rc. bildet die Beilage zur Beurkundung dieses Abschnitts. Vierter Abschnitt: Gerechtsame. 1. Nummer. 2. Benennung. 3. Gegenstand und Beschreibung derselben. 4. Rechtst!tel, welcher die Leistung begründet. 5. Benutznngsart. 6. Naturalertrag. 7. Geldanschlag und Einnahme. 8. Anmerkungen. Fruchtlieferungen sind in Geld berechnet anzngeben; unständige Gefälle nach zehnjährigem Durchschnitt. Fünfter Abschnitt: Aktiv-Kapitalien, l. Olchnuiigsnnmmer. 2. Betrag des Kapitals. 3. Datum der Schuldverschreibung (Jahr, Monat, Tag). 4. Gerwerbe, Vor- und Zuname und Wohnort des Schuldners. 5). Gestellte Sicherheit. 0. Zinsfuß. 7. Verfalltag der Zinsen. 8. Betrag der jährlichen Zinsen. 9. Anmerkungen. Die Verzeichnung der Kapitalien erfolgt in chronologischer Ord nung und mit bleibenden Nummern, so das; nicht mehr als zehn ans einer Seite stehen. Wird im Laufe der Zeit ein Kapital abgetragen und im Inventar gelöscht, so bleibt dessen Nummer nnausgcfüllt, und es wird bei dem Einträgen neuangclegter Kapitalien ohne weiteres mit der ans die vorfindlichc letzte Nummer folgenden fortgefahren. Die gestellte Hypothek ist nur im allgemeinen anzugeben. Die Wertpapiere sind mit Littera und Nummer anzuführen; ebenso die Nummer rc. des Sparkassenbuchs. 35
[ 0, 0.853636384, 0.5, 0.7390000224, 1, 0.6185714006, 1, 0.4875000119, 0.5400000215, 0.5228571296, 0.9599999785, 0.603333354, 1, 0.4474999905, 0.6200000048, 0.6076923013, 0.5208333135, 0.7720000148, 0.7285714149, 0.9809091091, 0.678571403, 0.5484615564, 0.5833333135, 0.64...
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Unterhaltungspflicht der Nutznießer. 487 Zu erstercn gehören auch die Einfriedigungen, und damit die Kirchcnfonds nicht mit unnötigen Kosten belastet werden, sollen zur Verwahrung von Gärten, Weinbergen, Wiesen und Äckern der Pfarrei keine neue Holzzäunc angelegt, sondern lebendige Hecken gepflanzt werden. (Hess. Verordn, v. 6. Juni 1832, Art. 52.) Damit aber der Pfarrer bei dein ihm zufallendcn Teile der Erhaltung nicht durch Mutwillen und Bosheit in Kosten versetzt werde, soll in dem Falle, daß der Frevler nicht ermittelt werden kann, die Gemeinde, in welcher der Schaden geschieht, schuldig sein, den Schaden zu ersetzen. (Hess. Verordn, v. 29. Juli 1729.) Überhaupt soll alles, was zum laufenden Bau und der pfleglichen Behandlung eines Gartens, Weinbergs, Ackers, einer Wiese und Wal dung gehört, insbesondere das Anpflanzen einzelner Rebstöcke, die Unter haltung der Abzugs- und Wässerungsgräben, auch etwa vorhandener kleiner Schleusten und Schntzbretter auf Wiesen, die Unterhaltung der Abzugs-, Flur-, Flut- und Bcfricdignngsgräben ans den Fruchtfeldcrn, Weiden, Waldungen u. s. w., sowie auch das Anschaffen der Baum stangen und alles Lattenwerks in den Gärten und übrigen Grundstücken, desgleichen das Anpslanzen aller Obst- und Beholzungsbäume aus eigenen Mitteln des Inhabers bestritten werden. (Gcistl. Bauordnung v.' 18. Nov. 1779, § 16.) Den Geistlichen ist untersagt, ans Besoldungsgrundstücken Torf zu graben. Wenn dagegen das Austorfen eines Grundstücks im Inter esse der Pfarrei sich als rätlich oder notwendig darstcllt und beabsichtigt wird, dasselbe entweder zum Austorfen oder gänzlich zu veräußern, so ist dies im allgemeinen zulässig; doch ist dazu jedesmal die höhere Genehmigung einzuholen. (O.-Kousist.-Ausschr. v. 11. Juli 1843.) III. Für den ganzen Bezirk gilt der Grundsatz, daß die Regeln des Nießbrauchs nicht schlechthin, sondern nur insofern ans die Rechtsverhältnisse des Inhabers einer Pfarrpfründe angcwendct werden können, als sic mit dessen sonstiger Stellung sich vereinigen lassen und ihm das mit der Pfründe gesicherte Einkommen gewährt bleibt. Daher ist der Pfarrer von der Verpflichtung zur Zahlung von Kosten für An legung von Grenzsteinen, neuen Wegen, Triften, Entwässernngs- und Grenzgräben bei Gcmeinhcitsteilungen rc. befreit und die Kirchengemeinde dazu verpflichtet. (Minist.-Erl. v. 3. Juli 1886. X. A. S. 49.) 29
[ 0.5814999938, 0.5533333421, 0.6399999857, 0.7400000095, 0.5649999976, 0.6324999928, 0.4571428597, 0.4900000095, 0.646666646, 0.7443749905, 0.6266666651, 0.9679999948, 0.7633333206, 0.7316666842, 0.6259999871, 0.8199999928, 0.7122222185, 0.7633333206, 0.6750000119, 0.6057142615,...
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510 Instruktion fiiv Behandlung der Orgelbaute». Für die formelle Behandlung der Orgelbauten, soweit sie zur Prüfung der Obcrbaubehördeu gelangen, ist vom Minister der geistlichen Angelegenheiten unterm 3. Oktober 1876 eine Instruktion erlassen, welche die Regierung durch Perfügung vom 17. Oktober 1876 unter Aufhebung ihrer früheren Verfügung zur Nachricht und Beachtung der beteiligten Behörden ansgab. Diese Instruktion enthält wesentlich folgendes: A. In bezug auf die bciznbringcndcu Zeichnungen und Er- länterungen. 1. Den Plänen ist ein Grundriß und Durchschnitt der Kirche beiznfügen, oder doch die Länge und Breite des Kirchenschiffs. 2. Ein Grundriß der Orgelempore ist einzureichen, auf welchem die vorhandenen Treppen und Kirchenstllhlc, das neue Orgel werk mit Andeutung des Klaviatnrschrankes und die Bälge eingetragen sind. 3. Die Ansicht des Orgelchors und des neuen Orgelwerks ist im Durchschnitt der Kirche, welcher mindestens nach einem Maß stabe von 1:100 zu zeichnen ist, einzutragen. 4. Die Ansicht des Orgclgehänses ist im Maßstabe von 1:25 aufzutragen und die Wahl des Stils genauer zu motivieren. 5. Sämtliche Zeichnungen und Erläuterungen müssen vom Bczirks- baubeamten revidiert und anerkannt, sowie vom Regiernngs- baurat nachgesehen und unterschrieben werden. 6. Die Disposition des Orgelwerks ist näher anzugeben und muß von einem musikalischen Sachverständigen revidiert sein. II. In bezug auf die Kostenanschläge sind besonders zu berück sichtigen : 1. ausführliche Mitteilungen über das Pfeifenwerk; 2. die Intonation, im Kammerton pro Stimme berechnet; 3. die Klaviaturen, Manual und Pedal und deren Lage; 4. Koppeln, Manualkoppeln oder Kollektivzüge und Pedalkoppeln; 5. die Windbereitung und Windführung; 6. Abstraktur, Wellatur und Registerzüge; 7. die äußeren Nebenteile der Orgel: Notenpult, ein Klaviatur schrank resp. Spieltisch, Orgelbank, Gehäuse der Orgel und Balgverschlag;
[ 0.6100000143, 0.5318182111, 0.4174999893, 0.6809999943, 0.5033333302, 0.6066666842, 0.7333333492, 0.4900000095, 0.6212499738, 0.7459999919, 0.5699999928, 0.6741666794, 0.8933333158, 0.823333323, 0.8899999857, 0.6999999881, 0.7533333302, 0.6533333063, 0.6933333278, 1, 0.373333...
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256 Dic Scminarbibliothck 5. Die Empfangsquittungen werden dem Entleiher nur auf be sonderes Verlangen nach Rückgabe des Bnchs unfrankiert zurückgesandt; spricht er ein solches Verlangen nicht aus, so werden sic vernichtet. 6. Das Porto für Hin- und Rücksendung hat der Entleiher zu tragen. Die Rücksendung muß frei ins Haus csfcktuicrt werden. Bei größeren Sendungen hat der Entleiher auch das Material für Verpackung zu vergüten. 7. Dic entliehenen Bücher sind sorgsam zu behandeln und bei der Rücksendung angemessen zu verpacken. Exemplare, welche beschädigt oder beschmutzt zurückkommen, sind nach dem vollen Ladenpreise zu ersetzen. 8. Entliehene Bücher an andere Personen weiter zu verleihen, ist unbedingt untersagt. 0. Wer die vorstehenden Ordnungen nicht cinhält, wird zunächst ans ein Jahr, im Wiederholungsfälle definitiv von der Benutzung der Bibliothek ausgeschlossen. 10. Behufs Revision ist dic Bibliothek jährlich vom 15. August bis 1. Oktober geschlossen. Vor dem 15. August sind alle entliehenen Bücher zurückzugeben. (K. A. 61). 3. Alle sonstigen Bedürfnisse der Anstalt, wie Heizung, Bc- leuchtnng, Lehrapparat, Drucklosten u. s. w. werden auf Anweisung des Konsistoriums aus dem Centralkirchcnfonds bestritten. Über alles, was die Anstalt besitzt, wird ein Jnventarinm geführt, in welchem der Ab- und Zugang jährlich nachgetragen wird. Da die Professoren einen fixen Gehalt genießen, so erteilen sic den Unterricht unentgeltlich und jede Annahme eines Honorars dafür ist untersagt. (Nass. Reg.-Berf. v. 25. Juli 1818, § 3, 4, 5). 2. Die Lehrkräfte. 1. Das Lehrerpersonal des Seminars besteht ans zwei theologischen Professoren. Vom Konsistorium kann auch gestattet werden, daß Nebcn- lehrcr den Kandidaten in Sprachen, Künsten und Wissenschaften Privat unterricht erteilen. Die Professoren werden den Zweck der Lehranstalt und ihre Bc- stimmnng, denselben zu erreichen, stets vor Augen haben, daher durch umfassende Pflichterfüllung dem Vertrauen ihrer Vorgesetzten entsprechen,
[ 0.8399999738, 0.5933333039, 0.6952941418, 0.7049999833, 0.8500000238, 0.7966666818, 0.5366666913, 0.5633333325, 0.6122221947, 0.6433333158, 0.5866666436, 0.6499999762, 0.5987499952, 0.7144444585, 0.4799999893, 0.6449999809, 0.7566666603, 0.628000021, 0.7827273011, 0.6571428776,...
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428 Naturalbesoldung. Verwaltung dann die gleichen Vorschriften gelten, wie für die des übrigen Kirchenvermögens; 2. aus dem Ertrag der Ablösungskapitalien der Zehnten und Grundrenten. Die durch Ablösung von Grundrenten entstandenen Kapi talien können auf Verlangen des Besoldungsnutznießers dem betreffenden Kirchenfonds eigentümlich zugewiesen werden, wo- gegen dieser eine ständige jährliche Abgabe von 4'/- Prozent des Kapitals an den Besoldungsnutznießer zu übernehmen hat; (O.-Konsist.-Ausschr. v. 18. Okt. 1839); 3. aus den Zahlungen der Staats- und Gemeindekasse, der Pa trone und Stiftungen, die auf Grund privatrechtlicher Ver pflichtungen zu leisten sind; 4. aus den Staatszuschüssen bis zum Minimalertrag der Pfarr- bcsoldung von (000 Gulden) 857 M. 14 Pf. L. Naturalbesoldung. Dieselbe besteht aus Benutzung oder Ertrag von Gebäuden und von Grundstücken, sowie aus Naturalgefällen. 1. Die Amtswohnung. I. Die zur Pfarrei gehörigen Gebäude aller Art sind dem Geist lichen zur Benutzung überlassen und werden bei Festsetzung des reinen Einkommens in Nassau mit wenigstens 42 Mark 80 Pfennig und höchstens 85 Mark 71 Pfennig, in Hessen mit 102 Mark 86 Pfennig angeschlagen. Befinden sich unter diesen Gebäuden solche, welche der Geistliche nicht selbst benutzt, so kann er sie in gleicher Weise, wie die Grundstücke, zu seinem Vorteile verpachten. Die Genehmigung zur Vermietung von Wohngebäuden eines Pfarrers steht indes im ganzen Bezirk dem Konsistorium zu. (Erl. d. Minist. d. gcistl. Angel, v. 28. Juni 1879. Lit. K.) Für Hessen ist besonders angeordnet, daß hierbei die Objekte ihrer Bestimmung gemäß benutzt und nicht destruiert werden sollen, Speicher aber ganz davon ausgenommen sind. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 7. Hess. Gcistl. Bauordnung vom 27. Mai 1820, Zus. VI.)
[ 0.4300000072, 0.5894117355, 0.7609999776, 0.8625000119, 0.5, 0.5887500048, 0.5358333588, 0.637142837, 0.6366666555, 0.5566666722, 0.6000000238, 0.6800000072, 0.7200000286, 0.80411762, 1, 0.8100000024, 0.603333354, 0.7133333087, 0.9100000262, 0.7673684359, 0.6700000167, 0.50...
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Dic Pfarr-Rcgisiratur. 417 Dienstkorrespondenz bei Verwaltung der Pfarrei N. im Jahre 18 . . Des Berichtes oder Behörde, Erlasses an welche oder von welcher derselbe ergeht. Gegenstand. Q QP Bemerkungen. Datum. Abgang ob. Eingang. Pf. 1 Jan. 2. Jan. 3. ans Dekanat. Taufen und Trau- 20 nngen. 2 „ 5. „ lO. vonSchulinspcktion. Religions-Lehrpläne. 3 „ 10. „ 15. vom Konsistorium Jerusalemskollekte. sK.Amtsbl.Nr. 1). 4 „ 24. „ 24. ans Dekanat. Kollekte (3) cingesendet. 20 bar abgezogen. 5 Fcbr. 2. Fcbr. 4. an Pfarrei 8. Taufschein des Konfir- manden N. N. 6 „ 7. „ 10. vom Dekanat M. Auf Konsist.-Vcrf. vom 7. Dez. v. I. C. Skr. 5670 1 das Gesuch des Kirchenvorstands H. um nachträgliche Krediteröffnung bc- n. s. w. treffend. In ähnlicher Weise ' haben die Dekane ein Gcschäftsmanucil (Diarinm) für die Angelegenheiten ihres Dekanats, getrennt von dein Handbuch für ihre Pfarrei, zn führen. —■ Die Nnminern der im ersteren nachgewiesenen Dienst-Korrespondenz können in der Kontrolle über Portoauslagen für das Dekanat mit angeführt werden. <1. Registratur. 1. Zur Aufbewahrung aller Urkunden und Littcralicn, welche die geistliche Amtsführung und dic damit verbundenen Stiftungen betreffen, muß jeder Pfarrer einen besonders dazu bestimmten Registratur-Schrank haben, der in Fächer eingeteilt und verschließbar ist. Er hat denselben unter stetem Verschluß zn halten. Dieser Schrank ist einfach von Tannenholz gefertigt, hat auf beiden Seiten Handhaben und wenn er zum schnellen Forttragen zu groß und schwer würde, ist er in mehrere aufeinander stehende Kasten abzutcilen. Er wird auf Kosten der Kirchengemeinde angcschasft und ist im Pfarrhause ausgestellt. (Nass. Gen.-Reg.-Reskr. v. 17. Juli 1817.)
[ 0.603333354, 0.6850000024, 0.6133333445, 0.8752631545, 0.3166666627, 0.601000011, 0.7666666508, 0.6399999857, 0.4550000131, 0.6600000262, 0.5680000186, 1, 1, 1, 0.7533333302, 0.75222224, 0.3625000119, 0.5149999857, 0.7512500286, 0.7350000143, 0.7233333588, 0.4699999988, 0...
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Der Seminarunterricht. 2 GO 2. Nach Anordnung des Konsistoriums umfaßt nunmehr a. der Lehrplan der Anstalt folgende Gegenstände' 1. Dogmatische und ethische Besprechungen, 2. alt- und ncntcstamcntlichc Exegese, 3. Lektüre der evangelischen Bekcnntnisschriften, 4. Erklärung der evangelischen Perikopen, 5. homiletische Übungen, 6. Seelsorge, 7. praktische Katechese in der Elementarschule, 8. Kirchenrecht. Hierzu kommt der in § 9 der Prüfungsordnung vom 7. Mai 1880 • (S. o. S. 252) vorgesehene und mit Genehmigung des Ministers cingeführte 9. pädagogische Kursus. l>. Die Methode des Unterrichts aber ist diese: 1. Jeder Kandidat bearbeitet in jedem Semester eine größere wissenschaftliche Aufgabe aus dem Gebiet der Theologie, der Philosophie oder der Pädagogik. 2. Die wichtigsten Abschnitte der systematischen Theologie werden konversatorisch durchgearbeitet. 3. Es werden in gleicher Weise wichtige Schriften des alten und neuen Testaments gelesen und erklärt. 4. Die homiletischen Übungen bestehen in Textbesprechnng, Kritik der ausgearbeiteten Predigt, Halten der Predigt und Beur teilung des Vortrags. Nebenhergehend wird die Geschichte der Predigt kurz wiederholt unter Mitteilung von Muster- predigten aus allen Perioden. Eine Anzahl evangelischer Perikopen wird praktisch ausgelegt. 5. Katechetische Übungen werden in gleicher Weise in den ver schiedenen Stufen der Elementarschule vorgenommen. 0. Der pädagogische Kursus soll den Kandidaten einerseits Ge legenheit gebe», ihre bisher gesammelten Kenntnisse ans dem Gebiete der Pädagogik und deren Geschichte zu revidieren, die Lücken derselben anszufüllen, ihr Wissen tiefer zu begründen und so zu erweitern, daß sie sich eine ausreichende pädagogische Bildung aneigncn; andererseits soll er sie befähigen, später in erfolgreicher Weise die Stellung eines Dirigenten des Schul-
[ 0.3833333254, 0.5288888812, 0.2399999946, 0.3700000048, 0.9049999714, 0.8100000024, 0.7866666913, 0.7633333206, 0.8092307448, 0.8366666436, 0.6642857194, 0.7149999738, 0.6000000238, 0.7437499762, 0.676666677, 0.6685714126, 0.7549999952, 0.6866666675, 1, 0.6718181968, 1, 0.6...
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G44 Die Oberaufsicht dcS Staalk. g. bei ber Ausschreibung, Veranstaltung oder Abhaltung von Sammlungen außerhalb der Kirchengebäude, unbeschadet des Artikels 22 Nr. 4 des Gesetzes vom 6. April 1878; 11. bei einer Verwendung des kirchlichen Vermögens zu anderen, als den bestimmungsmäßigen Zwecken; i. bei Bewilligungen aus der Kirchenkasse an andere Gemeinden oder zur Unterstützung evangelischer Vereine und Anstalten, welche einzeln zwei Prozent und im Gesamtbeträge eines Etatsjahres fünf Prozent der Solleinnahme übersteigen. 12. Die Staatsbehörde ist berechtigt, von der kirchlichen Ver mögensverwaltung Einsicht zu nehmen und zu diesem Behufe die Etats und Rechnungen einzufordern, sowie außerordentliche Revisionen vorzn- uehmcn und auf Abstellung der etwa gefundenen Gesetzwidrigkeiten durch Anwendung der gesetzlichen Zwangsmittel zu dringen. (Gcs. v. 0. April 1878, Art. 1ö, 17, 19, 20, 23, 24, 25, 27, 29, 31, 32 und 35.) 13. Schenkungen und letztwillige Zuwendungen an Kirche» und mit Korporationsrechten versehene kirchliche Fonds bedürfen, wenn ihr Wert die Summe von 3000 Mark übersteigt, zu ihrer Gültigkeit ihrem vollen Betrage nach der Genehmigung des Königs oder der durch Königliche Verordnung ein für allemal bestimmten Behörde. (Ges. vom 23. Febr. 1870, § 2.) 14. Das Prediger-Seminar zu Herboru steht unter Aufsicht des Staats. Dein Minister der geistlichen Angelegenheiten sind die Statuten desselben und die dort geltende Hausordnung einzureichen. (Gesetz v, 11. Mai 1873, 8 9. Gesetz v. 21. Mai 1886, Art. 4.) 15. Der Oberpräsident ist befugt, wenn ein Pfarramt innerhalb eines Jahres vom Tage der Erledigung der Pfründe an nicht dauernd besetzt ist, und diese Frist nicht im Falle des Bedürfnisses auf Antrag von ihm verlängert worden ist, die Wiederbesetzung der Stelle durch Geldstrafen bis zum Betrag von 3000 Mark zu erzwingen. Die An drohung und Festsetzung der Strafe darf wiederholt werden, bis dem Gesetze genügt ist. 10. Der Minister der geistlichen Angelegenheiten ist außerdem ermächtigt, bis dahin die Staatsmittel einznbchalten, welche zur llnter- haltung der Stelle oder desjenigen geistlichen Oberen dienen, der das Pfarramt zu besetzen, oder die Besetzung zu genehmigen hat. (Ges. v. I I. Mai 1873, 8 18.)
[ 0.1400000006, 0.5566666722, 0.4708333313, 0.5600000024, 0.5071428418, 0.5600000024, 0.2566666603, 0.2566666603, 0.5649999976, 0.4853846133, 0.5625, 0.648888886, 0.2666666806, 0.5320000052, 0.5400000215, 0.646666646, 0.7533333302, 0.7309091091, 0.7533333302, 0.8525000215, 1, ...
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Erfordernisse der Eheschließung. 359 24 * 3. zwischen Sticfcltcrn und Stiefkindern, Schlviegercltcrn und Schwiegerkindern jeden Grades, ohne Unterschied, od das Verwandtschafts- oder Schwägcr- schaftsverhältnis auf ehelicher oder außerehelicher Geburt beruht und ob die Ehe, durch welche die Sticf- oder Schwiegerverbindung begründet wird, noch besteht oder nicht; 4. zwischen Personen, deren eine die andere an Kindesstatt an genommen hat, so lange dieses Rechtsverhältnis besteht; 5. zwischen einem wegen Ehebruchs Geschiedenen und seinem Mit schuldigen. Im Falle der Nr. 5 ist Dispensation zulässig. 8 34. Niemand darf eine neue Ehe schließen, bevor seine frühere Ehe aufgelöst, für ungültig oder für nichtig erklärt ist. § 35. Frauen dürfen erst nach Ablauf des zehnten Monats seit Beendigung der früheren Ehe eine weitere Ehe schließen. Dispensation ist zulässig. 8 36. Hinsichtlich der rechtlichen Folgen einer gegen die Bc- stimmnngen der §§ 28 bis 35 geschlossenen Ehe sind die Vorschriften des Landcsrechts maßgebend. Dasselbe gilt von dem Einflüsse des Zwangs, Irrtums und Be trugs auf die Gültigkeit der Ehe. § 37. Die Eheschließung eines Pflegebefohlenen mit seinem Vormund oder dessen Kindern ist während der Dauer der Vormundschaft unzulässig. Ist die Ehe gleichwohl geschlossen, so kann dieselbe als ungültig nicht angefochtcn werden. tz 38. Die Vorschriften, welche die Ehe der Militärpersonen, der Landesbeamten und der Ausländer von einer Erlaubnis abhängig machen, werden nicht berührt. Aus die Rechtsgültigkeit der geschlossenen Ehe ist der Mangel dieser Erlaubnis ohne Einfluß. Ein gleiches gilt von den Vorschriften, welche vor der Eheschließung eine Nachweisung, Auseinandersetzung oder Sicherstellung des Vermögens erfordern. 8 39. Alle Vorschriften, welche das Recht zur Eheschließung weiter beschränken, als cs durch dieses Gesetz geschieht, werden aufgehoben. 8 40. Die Befugnis zur Dispensation von Ehehindernissen steht nur dem Staate zu. Über die Ausübung dieser Befugnis haben die Landesregierungen zu bestimmen.
[ 0.5338461399, 0.5466666818, 0.5500000119, 1, 0.5, 0.9599999785, 1, 0.6424999833, 0.6881818175, 0.9066666961, 0.6638461351, 0.6524999738, 0.7366666794, 0.8725000024, 0.5899999738, 0.6271428466, 0.5099999905, 0.8158333302, 0.3050000072, 0.7566666603, 0.8899999857, 0.652499973...
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Der Banctcit »nd seine Ausführung. 503 des Etats zur Ausführung, das andere ist in der Registratur der Pfarrei zu hinterlcgen (a. a. O., § 17). 8. Der Kirchenvorstand hat dafür zu sorgen, daß die bedungenen Kautionen in der bestimmten Frist bestellt werde». Er trägt die Akkords preise in die profcssionsweise gefertigten Auszüge ans den Etats ein, drückt die Hanptsumine eines jeden mit Worten aus, fügt Auszüge der ans die cinschlagcndcn Arbeiten sich beziehenden speziellen Akkordbeding ungen bei und übergiebt jene dem Baubeamten zur Revision (a.a.O., § 18). 9 . Da, wo die Gemeindcgliedcr bei den Lieferungen und der Beifuhr der Materialien, oder auch zu Handleistungen konkurrieren müssen, hat der Kirchenvorstand dafür zu sorgen, daß dieses pünktlich und zeitig, auch ineinandergreisend geschieht, damit die bestimmten Ter mine zur Vollziehung genau cingchaltcn werden können (a. a. O., § 19). 10 . Von den jedesmaligen Anträgen der Baubeamten hängt ab: 1. in welchen Fällen ständige Bauanfseher bestellt werden sollen. Sie haben hierzu taugliche Personen i» Vorschlag zu bringen, mit denselben Übereinkunft zu treffen und solche dem Kirchenvorstand zur Genehmigung mitzuteilen. Auch haben sie die Aufseher mit der er forderlichen Instruktion zu versehen. Es bleibt 2. ihrem Ermessen überlassen, wie oft sie den fortschreitenden Bau inspizieren wollen (a. a. O., 8 21). 11 . Die genehmigten Pläne und fcstgestellten Etats müssen genau cingehaltcn werden. Machen mnvorhergcschcnc Umstände eine Abänderung nötig, so muß darüber sofort ein nachträglicher Plan und Etat ent worfen und zur Genehmigung vorgclegt werden. Kleine Abänderungen in der Ausführung aber können, wenn dieselben wesentliche Teile des Bauwesens nicht betreffen und die Kosten der Etatsumme nicht erhöhen, im Einverständnis mit der Baubehörde vom Kirchenvorstande genehmigt werden. Dagegen steht diesem in keiner Weise die Befugnis zu, ein seitig Abänderungen anzuordnen. Wird infolge einer Abweichung von dem Plane ein Etat ohne cingeholte Genehmigung überschritten, so fallen die Kosten der Über schreitung demjenigen zur Last, welcher dieselbe verfügt hat (a. a. O., § 22). 12 . Die Anweisung der während des fortschreitenden Bauwesens zu leistenden Abschlagszahlungen erfolgt vom Kirchenvorstande nach vor her eingezogenem Attestat des - Baubeamten, daß und wieviel der Akkor- dant wirklich verdient hat. 33*
[ 0.2866666615, 0.4174999893, 0.5333333611, 0.5699999928, 0.6899999976, 1, 0.676666677, 0.6460000277, 0.4799999893, 0.6009091139, 0.6733333468, 0.6916666627, 0.6933333278, 0.7749999762, 0.6800000072, 0.7409090996, 0.4033333361, 0.9342857003, 0.5099999905, 0.8899999857, 0.666666...
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Das Handbuch des Rechners. 571 Ausgabe. £ ä Zeit der Anweisung. Monat. | Tag. Bezeichnung. Betrag. M. >Pf. Anmerkung. 1. April 9. Nr. 16. VcrwallungSansgabc». (Budgctkredit: 449 M. 56 Pf.) Einband d. Kirchl. Anttsbl. . I 2. Mai 17. Rcchmmgsstcllung .... 20 — a. u. s. w. Nr. 17. u. s. w. (Nass. Generale d. Rechn.-Kammer v. 11. Juli 1860 mit For mular. Reg.-Verf. v. 7. Nov. 1870, XVII. 1. K. A. S. 86.) 2. Nach Einrichtung der Kontrolle hat der Vorsitzende des Kirchcn- vorstauds sofort zu veranlassen, daß auf Grund der Budgets vom Rechner das Handbuch über die Einnahmen und Ausgaben vollständig eingerichtet wird, und sowohl alle Einnahme-, als auch die einzelnen Ausgabe-Kredite und die Pauschsnmmen für die Ausgaben in der Weise vorgemerkt werden, daß später alle vollzogenen Einnahmen und Ausgaben unmittelbar darunter gebucht werden. Der Pfarrer hat dem Kirchcnrcchncr die nötige Anleitung zu erteilen und die vollständige Anlegung des Manuals zu überwachen. (S. oben S. 176.) 3. Der Kirchcnrcchncr erhält vom Vorsitzenden des Kirchen vorstands eine beglaubigte Abschrift des Rcchnungsübcrschlags und werden ihm hiermit alle feststehenden Einnahmen und Ausgaben übertragen; die unständigen dagegen müssen ihm für jeden einzelnen Fall besonders angewiesen werden. Zu allen Einnahme - Überträgen und Ausgabe - Anweisungen hat der Vorsitzende des Kirchenvorstands anzugcben, unter welcher Rubrik und unter welchem speziellen Posten die Beträge zu verrechnen sind, und auf jedem Belege zu bemerken, daß der Eintrag in die Kon trolle erfolgt ist. Er hat vor Erteilung der Einnahme-Überträge und Ausgabe- Anweisungen zunächst die Belege in oalonio zu prüfen und nötigenfalls zu berichtigen, auch daß dieses geschehen, ausdrücklich zu bemerken. Ferner hat er vor der Anweisung: 1. den Eintrag der angeschasften Gegenstände ins Jnventarium
[ 0.8333333135, 0.4887500107, 0.6066666842, 0.6844444275, 0.6700000167, 0.6887500286, 0, 0.3400000036, 0.5625, 0.3433333337, 0.7269999981, 0.5933333039, 0.5699999928, 0.7799999714, 0.698333323, 0.7300000191, 0.9549999833, 0.8924999833, 0.5370000005, 0.6349999905, 0.8059999943, ...
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362 Civilstandsgesch vom 6. Februar 1875. § 51. Das Aufgebot verliert seine Kraft, wenn seit dessen Vollziehung sechs Monate verstrichen sind, ohne daß die Ehe geschlossen worden ist. tz 52. Die Eheschließung erfolgt in Gegenwart von zwei Zeugen durch die an die Verlobten einzeln und nach einander gerichtete Frage des Standesbeamten: ob sie erklären, daß sie die Ehe miteinander eingehen wollen, durch die bejahende Antwort der Verlobten und den hierauf erfolgen den Ausspruch des Standesbeamten, daß er sic nunmehr kraft des Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute erkläre. 8 53. Als Zeugen sollen nur Großjährige zugezogen werden. Verwandtschaft und Schwägerschaft zwischen den Beteiligten und den Zeugen, oder zwischen den Zeugen untereinander steht deren Zuziehung nicht entgegen. 8 54. Die Eintragung in das Heiratsregister soll enthalten: 1. Vor- und Familiennamen, Religion, Alter, Stand oder Ge werbe, Gcburts- und Wohnort der Ehcschließcndcn; 2. Vor- und Familiennamen, Stand oder Gewerbe und Wohn ort ihrer Eltern; 3. Vor- und Familiennamen, Alter, Stand oder Gewerbe und Wohnort der zugezogenen Zeugen; 4. die Erklärung der Ehcschließcndcn; 5. den Ausspruch des Standesbeamten. Über die erfolgte Eheschließung ist den Eheleuten sofort eine Be scheinigung anszustcllcn. 8 55. Ist eine Ehe für aufgelöst, ungültig oder nichtig erklärt worden, so ist dies am Rande der über die Eheschließung bewirkten Eintragung zu vermerken. Die landesgcsctzlichcn Vorschriften, nach welchen cs zur Trennung einer Ehe einer besonderen Erklärung und Beurkundung vor dem Standesbeamten bedarf, werden hierdurch nicht berührt. Fünfter Abschnitt. Beurkundung der Stcrbcfällc. 8 56. Jeder Sterbefall ist spätestens am nächstfolgenden Wochentage dem Standesbeamten des Bezirks, in welchem der Tod erfolgt ist, anzuzeigen. 8 57. Zu der Anzeige verpflichtet ist das Familicnhanpt, und wenn ein solches nicht vorhanden oder an der Anzeige behindert ist,
[ 0.9066666961, 0.5525000095, 0.5833333135, 0.8949999809, 0.4199999869, 0.5879999995, 0.2700000107, 1, 0.5199999809, 0.3425000012, 0.6487500072, 0.7979999781, 0.5699999928, 0.8149999976, 1, 0.7783333063, 0.6654545665, 0.7940000296, 0.8133333325, 0.896363616, 0.6200000048, 0.7...
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274 Der Kirchmdienst. 1. Die Liturgie. Hinsichtlich des liturgischen Teils des Gottesdienstes bestehen folgende Anordnungen: I. Für die nassanischen Gemeinden gelten die Bestimmnngen der „Liturgie bei dein öffentlichen Gottesdienste in der evangelisch-christlichen Kirche in dein Herzogtum Nassau. Auf Verordnung der Herzoglich Nassanischen Landesregierung heransgegeben. Wiesbaden 1843" nebst den später eingeführten Berändcrnngen bei einzelnen Gebeten und Hand lungen: dem Gebet für den Landesherrn, das Vaterland, der Form der Einführung von Kirchenvorstchern n. dergl. Diese Liturgie soll den Geistlichen als Leitfaden dienen, unter Ausschluß anderer seit 1844; doch sind Änderungen in den Formularien je nach den Umständen erlaubt. (Nass. Cirkularverf. d. Reg. v. 18. Aug. 1843). Für den Bedürfnisfall wird der aushülfsweise Gebrauch anderer Agenden von der Kirchenbehörde gestattet. II. Für die ehemals Großherzoglich Hessischen Gemeinden ist die hessische Agende von 1574, zuletzt aufgelegt 1724, zwar nicht förmlich aufgehoben worden, aber vielerorts allmählich außer Ainvcn- dltng gekommen, und es wird ihr Gebrauch von der Kirchcnbehörde nicht inehr gefordert. Dagegen ist hier eingeführt ein „Allgemeines Kirchengebet" vom Jahr 1848, welches bei jedem sonntäglichen Haupt- gottesdienst als streng obligatorisch gilt und an die Stelle des in der Ausgabe der hessischen Agende von 1724 angehängten allgemeinen Kirchengebets getreten ist. Für die Festtage ist dasselbe nicht vorge- schricbcn. (Hess. O.-Konsist.-Ausschr. v. 2. Sept. 1848. Hess. Agende v. 1724, S. 167). Die Einsegnungsformel der hessischen Agende ist indes bei der Konfirmation verbindlich. (Hess. Jnstr. v. 8. Jan. 1834). . Für alle diese Gemeinden ist ein Altardienst beim sonntäglichen Hauptgottesdienst angeordnet, welcher aus Altargebet und Schriftvcr- lesung vor dem Hauptliede bestehen soll. Am Schlüsse des Gottes dienstes soll der Segen wiederum vom Altar gesprochen werden. Diese Ordnung ist an die Stelle der Liturgie der alten Agende getreten. Doch kann das Altargebet auch nach der ortsüblichen Agende erfolgen. (Hess. O.-Konsist.-Erl. v. 2:5. Jan. 1836. Hess. Agende 1724, S. 20).
[ 0.3899999857, 0.6499999762, 0.5, 1, 0.4466666579, 0.8355555534, 0.8833333254, 0.75, 0.6399999857, 0.6119999886, 0.7466666698, 0.8492857218, 0.7300000191, 0.7475000024, 0.8166666627, 1, 0.5233333111, 0.7633333206, 0.6958333254, 0.7233333588, 0.4650000036, 0.8466666937, 0.6...
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Berechtigung dazu. 293 Berechtigt zum Genüsse des heiligen Abendmahls sind alle konfirmierte Gemeindeglieder. Notorisch Unwürdige und Lasterhafte, deren Teilnahme der Gemeinde zum Ärgernis gereichen würde, hat der Geistliche durch ernste Vorstellungen von derselben ab-, dagegen zur Änderung des Sinnes und Wandels anzumahnen; wollen sie keine Besserung versprechen und doch auch nicht zur Unterlassung des heiligen Abendmahles sich verstehen, so können sie nach der in Nassau gül tigen Ordnung zwar nicht eigenmächtig von dein Geistlichen abgcwicsen werden, aber der Vorgesetzten geistlichen Behörde und nötigenfalls dem Generalsuperintendenten ist die Anzeige von dem Falle zn machen und anzufragen, was hier zn thun sei. In Hessen kann wegen ausgezeichnet sittenlosen Betragens nach fruchtlos vorausgegangenen Ermahnungen des Geistlichen und des Dekans, der Ausschluß vom Abendmahl von der oberen Kirchenbehörde verhängt werden. Glaubt der Geistliche ans anderen Gründen ein Gcmcindcglicd znrückweisen zu müssen, so hat er dabei in Gemäßheit des 8 4 der Kirchcngemcinde- und Synodal-Ordnung zu Verfahren, und bleibt dem Zurückgclvicscncn auch die dort angegebene Berufung offen. (Nass. Lit., S. 282. Hess. Ausschr. d. K. u. Sch.-Nts. zu Gießen v. 23. Aug. 1821). Es ist zwar nicht bestimmt, wie oft die regelmäßige Teilnahme der Gcmcindcgliedcr an diesem Sakrament stattsinden sollte, doch lvird erwartet, daß der Geistliche die Abendmahlsverächtcr in seiner Gemeinde zn anderem Sinn zu bringen suche. (Kirchen-Vifit. Frage 16). Die Feier bildet zwei gesonderte kirchliche Akte, den der Vorberei tung oder Beichte und den der Kommunion selbst. Zur Verwaltung beider ist nur ein ordinierter Geistlicher befugt. In der Regel ver waltet beide der zuständige Pfarrer. 2. Die allgemeine Beichte wird regelmäßig am Tage vor der Kommunion zu der an jedem Orte obscrvanzmäßigen Stunde ab gehalten. In Filialortcn findet sic in der dortigen Kirche am Morgen des Kommuniontages vor Beginn des Hanptgottesdicnstes statt; für die Kommunikanten aus eingcpfarrten Orten ebenso in der Mntterkirche. Dieselbe besteht aus Gemeinde-Gesang und darauffolgender kurzer Predigt oder freier, erwecklicher Ansprache vom Altar aus, die sich ans die Bcichthandlnng zn beziehen hat. Hierauf ist nach abermaligem 20
[ 0.4975000024, 0.4499999881, 0.5400000215, 0.5099999905, 0.6666666865, 0.6957142949, 0.5433333516, 0.8237500191, 0.476000011, 0.6924999952, 0.3224999905, 0.8291666508, 0.8100000024, 0.722222209, 0.8266666532, 0.5366666913, 0.6474999785, 0.7039999962, 0.6555555463, 0.8199999928, ...
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266 Hessische Ordinationsverpflichtung. „Welcher zu einem Pfarrer oder Lehrer der evangelischen Kirche verordnet wird, soll die ganze Lehre der christlichen Religion, welche in den Büchern des alten und des neuen Testamentes, der Propheten und Apostel Schriften enthalten und in den allgemeinen Symbolen der christlichen Kirche, sowie in den re form «torischen Bekenntnkssen u n s c r er Kirche, vornehmlich der An gsb urgisch en Konfessi v n, b ezcug t ist, rein und unverfälscht, treulich und fleißig der Gemeinde vortragen :c." Der Ordinand antwortet auf den mit diesem Passus anhebenden Verhalt der Pflichten des Amtes und die daran sich schließende Frage der Ordinatoren: „ob er bedacht sei und allhier verheißen wolle, diesem allem also fleißig und treulich nachzukommen", mit dem Gelöbnis: „So gelobe und verheiße ich allhier vor dem Angesichte Gottes und der christlichen Gemeinde, alles, was mein Amt erfordert, nach allem meinem Vermögen mit Gottes Hülfe treulich zu leisten und zu verrichten." (Hess. O.-K.-A. v. 20. Jan. 1860). III. Nach der im Dekanat Homburg für die lutherischen Gemeinden gültigen hessischen Kirchenordnung: „Welcher zu einem Pfarrherrn oder Lehrer der Kirchen Gottes verordnet wird, der soll die ganze Lehre der christlichen Religion, welche in den Büchern des alten und neuen Testaments, der Propheten »nd Apostel Schriften tradiert wird und in den drei Symbolis (.4postolioo, ^ieaouo und ^tlurnasi.ruo), dergleichen in der Augsbnrgischen Konfession samt ihrer Apologia kürzlich verfasset und erkläret ist, rein und nnver fälscht, treulich und fleißig der Gemeinde fürtragen, nach derselben Form und Richtung alle seine Predigten, Lehr, Trost und Vermahnung :c. richten und anstellen, und soll sich hiervon durch keine Gunst der Menschen, keine Furcht noch Gefahr abwenden oder abschrecken lassen" u. s. w. Es folgt alsdann Frage und Gelöbnis wie bei b. oben. (Hess. K.-O. v. 1724, S. 274). Durch die Ordination erlangt der Kandidat den Charakter eines Geistlichen und die kirchliche Vollmacht zur Vollziehung aller geistlichen Amtshandlungen, namentlich zur Verwaltung der Sakramente und Aus übung der Seelsorge; doch ruhen diese Befugnisse, sobald der Ordinierte aufhört, ein geistliches Amt zu verwalten. Die Ordination geschieht nur einmal und wird daher bei Versetzung und Reaktivierung nicht wieder holt. Infolge freiwilligen Verzichts oder disziplinarischen Verfahrens kann aber die durch die Ordination erteilte Vollmacht auch gänzlich verloren gehen. (Hess. Dienst-Pr., 8 7, 30; 33, 37, 42).
[ 0.7066666484, 0.5977777839, 0.6144000292, 0.71875, 0.5799999833, 0.8439999819, 0.7714285851, 0.4575000107, 0.7266666889, 0.5933333039, 0.6261538267, 0.8333333135, 0.7022222281, 0.6000000238, 0.4350000024, 0.9933333397, 0.6480000019, 0.7699999809, 0.6899999976, 0.7183333039, 0...
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684 MissionSvereiue. kollckten (wie die Halbbatzenkollekte der Baseler und die Scchspfennig- kollckrc der Rheinischen Missionsgesellschaft) npid Geschenken. 2. Als Missionsvereine, wohin solche abgegeben werden können, bestehen: 1. Der 1859 gegründete Missionsvercin der evangelischen Kirche in Nassau, welcher in einer mit Verfügung des Konsistoriums vom 1. Oktober 1872 veröffentlichten Ansprache sich bereit erklärt, die Gaben für das Werk der Ausbreitung des Evangeliums unter den Heiden zur Weiterbeförderung an die Missionsanstalten zu Basel und Barmen anznnchmcn und zugleich bittet, das; die selbständig arbeitenden Missionskreise nicbt versäumen möchte», dem Vereinsrechner einen Jahresbericht über die stattgchabtcn Sammlungen und Festfeiern mit- zuteilen, damit cs dem Verein ermöglicht werde, die Arbeiten der Sache im Bezirke zu überschauen und die Thätigkeit des Vereins zu einer mehr und mehr fruchtbringenden zu machen. Auch erklären sich die Glieder des Vcreinsvorstandcs bereit, die Betreibung des Werkes der Mission in den einzelnen Gemeinden in jeder Weise mit Rat und Thal zu fördern und zu unterstützen. (K. A. 1872. S. 51.) 2. Außerdem haben sich Missionsvereinc in einzelnen Deka naten gebildet, welche, je nach ihren besonderen Einrichtnngen, sich in Kirchspielsvereine gliedern, Gaben sammeln, Missionsstunden abhaltcn, Missionsschristcn verbreiten und meist ein jährliches gcincinsamcs Missions- fcst abhalten. 3. Da aber diese Einrichtung sich nicht über alle Kreise des Be zirks erstreckt, so bestehen daneben noch selbständige Missionsvereinc einzelner Ortschaften, welche Jahresfeste abhaltcn und ihre Beisteuern zur Mission direkt an verschiedene Anstalten einsenden. 6. Der Gefängnisverein. Der Wiesbadener Gefängnisverein ist nicht, wie die vor- genannten, ein kirchlicher, sondern ein allgemeiner Wohlthätigkcitsvcrcin von Mitgliedern verschiedener Konfessionen. I. Nach seinen zu Wiesbaden am 29. März 1878 anfgestelltc», später erweiterten Statuten bezweckt er folgendes: l. Der Wiesbadener Gcfängnisverein hat die Bestimmung, für die sittliche Besserung der Gefangene», wie für die Milderung der Not
[ 0.6666666865, 0.4850000143, 0.5988888741, 0.5350000262, 0.573333323, 0.7177777886, 0.5099999905, 0.4257142842, 0.6533333063, 0.7633333206, 0.5615384579, 0.4350000024, 0.5066666603, 0.9372727275, 0.8909524083, 0.6175000072, 0.7781817913, 0.8700000048, 0.8733333349, 0.8293750286,...
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306 Begräbnis von Selbstmördern. sagen, wenn die Beerdigung mit einem unpassenden Gepränge vollzogen werden soll. Übrigens werden die Geistlichen in jedem vorkommenden Falle die Pflicht ihres Amtes nach allen Seiten hin so erfüllen, das; weder der Wahrheit und dem Ernste, womit das Unrecht zu rügen ist, etwas vergeben, noch auch die Liebe und Milde im Geiste dessen, der gesagt hat: „Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet" — verletzt wird. (Bischösl.-Erlaß v. 14. Juni 1854). Bei Beerdigung von Christen anderer Konfession ist die Mit wirkung des evangelischen Geistlichen, insbesondere dann, wenn die Familie des Verstorbenen der evangelischen Konfession angehört, nicht grundsätzlich und allgemein zu versagen. Doch ist dabei das Parochial recht des Pfarrers der anderen Konfession zu beachten und gegen dessen Einspruch keine Amtshandlung vorzunehmen. 2. Die Beerdigungsfeier hat folgende liturgische Ord nung. I. In den nassanischen Gemeinden. Der Geistliche holt die Leiche in vollem Ornate im Tranerhause ab und schreitet dem Sarge voran. Der Zug geht still durch die Straßen. Am Grabe wird die Bahre mit dem Sarge nicdcrgcstcllt; cs können einige Verse eines Stcrbclicdcs gesungen werden. Die Grabrede geht der Einsenkung voraus oder folgt darauf, je nach Orts- gebrauch und Umständen. Nach Beendigung der Rede wird ein litur gisches Leichengebet nebst dem Vaterunser gesprochen; während dem Zw werfen des Grabes ein Begräbnislied angestimmt; worauf der Geist liche die Einsegnungsworte spricht und die Träucrvcrsammlung mit dem kirchlichen Segen entläßt. Bei keiner Beerdigung, wo ein Geistlicher zugegen ist, soll eine Grabrede unterbleiben, die bei übler Witterung auch in der Kirche gehalten werden kann, sofern sich dieselbe in der Nähe des Totenhofs befindet. Wo Grabreden nicht üblich sind, hat der Geistliche wenigstens ein Gebet zu verlesen und im übrigen nach dem Ritual zu verfahren. (Nass. Lit., S. 385). II. In den hessischen Gemeinden. Wenn ein Mitglied der Gemeinde verschieden ist, so soll alsbald dem Pfarrer die Anzeige davon gemacht und derselbe ersucht werden,
[ 0.8166666627, 0.5033333302, 0.3300000131, 0.4921428561, 0.5383333564, 0.7250000238, 0.5500000119, 0.5170000196, 0.426666677, 0.6620000005, 0.4609090984, 0.7950000167, 0.4588888884, 0.4850000143, 0.7379999757, 0.5, 0.8166666627, 0.8500000238, 0.8509091139, 0.6399999857, 0.7919...
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426 Besoldungsabtcilung in VakanzfMen. Alle im Laufe des Kalenderjahres erwachsenden Kosten für Bestellung der Felder, Ernten u. dgl. sind als Last auf der Besoldung desselben Kalenderjahres anzuschen. Das Jnventarium, resp. Kompetenzbuch wird bei allen Abtei lungen zu gründe gelegt und in Ansehung derjenigen Gegenstände, bei welchen eine Teilung in Natur nicht stattfindet oder nicht stattfindcn kann, wird ohne weiteres der Gcldanschlag in demselben in der Art geteilt, daß keine ferneren Kosten abgerechnet werden, indem alle Un- kostcn, z. B. für Bestellung der Felder, für Aussaat der Krcszcnticn u. s. >v. bei Festsetzung dieses Anschlags schon berücksichtigt und in Ab zug gebracht worden sind, sodaß derselbe als ganz reiner Ertrag zu betrachten ist. Nur da, wo Naturalgefälle, als Holz, Wein, Krcszcnticn u. dgl. in Natur geteilt werden, sollen auch die mit dem Bezüge der selben überhaupt oder nach besonderen Verträgen, Observanzen u. s. w. verbundenen Lasten verhältnismäßig geteilt werden. (Nass. Edikt vom 8. April 1818, § 14. Nass. Gen.-Rcg.-Rcskr. v. 11. Fcbr. 1829. Reskr. der Nass. Rechnungskammer v. 6. Jan. 1854.) II. Auch für die hessischen Gemeinden sind diese Bestimmungen im wesentlichen maßgebend, namentlich dann, wenn der Centralkirchenfonds die Jntercalargefälle von dort bezieht. Sonst sollen dort in Bakanzfällen alle Naturalien öffentlich ver steigert werden, die Verpachtungen durch Meistgcbot geschehen, und wenn sic sich über das Vakanzjahr hinaus erstrecken, der Genehmigung der Aufsichtsbehörde bedürfen; die vom abgegangencn Pfarrer schon em pfangenen und bereits verwendeten Bcsoldungsteilc werden nach den laufenden Preisen in Geld angeschlagen. Die Accidenzien kommen hier nicht in Ansatz. Der Gesamtbetrag der Jahresbesoldnng wird nach Abzug der Verwaltungskosten nach Maßgabe der Zeit unter die Interessenten verteilt. (Hess. Jnstr. v. 17. Fcbr. 1837, §8 9, 10 u. 16. Hess. Verordn, v. 6. Juni 1832, Art. 26—28. Hess. Verordn, v. 16. Aug. 1804. Hess. O.-K.-Ansschr. v. 23. Dez. 1842.) Hinsichtlich der Vergütung der Bestellungskosten von den Feld- gütcr» vakanter Pfarreien besteht hier die Bestimmung, daß in Fällen, wo ein Geistlicher das Pfarrgut selbst bebaut, die Relikten desselben die Hälfte des Ertrags von den bestellten Gütern für Ban-, Bcssernngs- nnd Allsstellungskosten voraus wegziehen und die andere Hälfte nach Verschiedenheit der Umstände entweder ganz, oder auch nur der der
[ 0.9066666961, 0.5757894516, 0.349999994, 0.5681818128, 0.4699999988, 0.9850000143, 0.5519999862, 0.7533333302, 0.6650000215, 0.7200000286, 0.5299999714, 0.8666666746, 0.5559999943, 0.7766666412, 0.8428571224, 0.646666646, 1, 0.6549999714, 0.7400000095, 0.8399999738, 0.5699999...
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336 Stundenzahl des Religionsunterrichts. sämtlichc Hauptstücke in den Lehrplan ausgenommen werden. (Vcrf. d. Reg. v. 19. März 1885, II, 2167). Das geistliche Lied. Auf allen Stufen des Religionsunterrichtes ist die Bczichnng auf das Kirchenlied zu nehmen. Auf der Unterstufe kommen vorzugsweise einzelne Verse, auf den beiden oberen neben solchen auch ganze Lieder zur Be handlung. Diese hat sich nicht auf diejenigen Lieder zu beschränken, welche meinoriert werden sollen, und cs sind bei der Auswahl der Lieder auch diejenigen aus der neueren und neuesten Zeit zu berück sichtigen. Wo nicht ein besonderes L>chulgesangbuch cingeführt ist, werden die Texte der Lieder in der Regel aus dem in der betreffenden Kirchen- gemeinde in Brauch befindlichen Gesangbuche genommen. Zur gedächtnismäßigen Aneignung sind höchstens zwanzig Lieder zu wählen, welche nach Inhalt und Form dein Verständnis der Kinder angemessen sind. Dein Mciuoricrcu muß die Erklärung des Liedes und die Übung iui sinngemäßen Vortrage desselben vorangehcn. Gebete. Bereits auf der Unterstufe lernen die Kinder einige kurze und leichte Morgen-, Mittags- und Abendgebete, ans den oberen Stufen ist ihnen die Einrichtung des öffentlichen Gottesdienstes zu erklären. Gcdächtuisiuäßigc Aneignung des allgemeinen Kirchengebctes, sowie anderer Teile des liturgischen Gottesdienstes findet nicht statt. (K. A. 1873, S. 13). Die Stundenzahl für den Religionsunterricht beträgt in der ciuklassigen Volksschule auf der Unterstufe 4, auf den beiden andern Stufen je 5, in der mehrklassigen Schule gleichmäßig auf allen Stufen 4 wöchentliche Stunden. Außerdem ist die Bestimmung getroffen, daß eine für den dcittschcn Unterricht bestimmte Stunde in der Woche bei den evangelischen Schulen zum Bibcllcscu verwendet werden darf. Dem Gesangunterricht ist der Choralgcsang zugewicscn, mit dem Ziel, daß jeder Schüler nicht nur im Chor, sondern auch einzeln richtig und sicher singen könne und bei seinem Abgänge eine genügende Anzahl von Chorälen als festes Eigentum iune habe. (Altgcm. Vers. d. Minist, v. 15. Olt. 1872, pos. 13 u. 36. Vers. d. Reg. v. 19. März 1885).
[ 0.7866666913, 0.4945454597, 0.7400000095, 0.6076190472, 0.5333333611, 0.6836363673, 0.1949999928, 0.2599999905, 0.493750006, 0.676363647, 0.574285686, 0.5466666818, 0.625, 0.7350000143, 0.8399999738, 1, 0.9524999857, 0.8859999776, 0.853333354, 0.6650000215, 0.7333333492, 0....
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470 Befreiung von Gcmeindclasten. Fourage die dcn obigen Bestimmungen entsprechende Vergütung von 3 /io in Geld geleistet. (Nass. Ed. v. 10./14. Febr. 1809, § 9 und Nass. Ed. v. 8. April 1818. Nass. Ed. v. 24./26. Okt. 1813 und Minist.- Bcrf. v. 6. Scpt. 1814.) Im Falle, daß diese Kriegsleistungen von den Kommunal-, Krcis- odcr Provinzialbehörden ausgeschrieben werden, sind die Geistlichen da von völlig befreit. (Siehe unten.) 7. Befreiung von Gemeindelasten. Die Geistlichen sind hinsichtlich ihrer Besoldungen und Dienst- emolumente, einschließlich des Ruhegehalts, überall von direkten Kom- munalanstagcn, sowohl der einzelnen bürgerlichen Gemeinden, als der weiteren kommunalen Körperschaften und der kreis-, kommunal- und provinzialständischen Verbände vollständig befreit. (Königl. Verordn, v. 23. September 1867. § 1, po8. 3. Beil, zum Jntcll.-Bl. f. Nassau, S. 1045.) Diese Befreiung in Ansehung der Aintseinkünfte der Geistlichen erstreckt sich auch auf diejenigen Leistungen, welche infolge eines Kriegs von den Kommunal-, Kreis- und Provinzialbehördcn ausgeschrieben werden. (Reg.-Verf. v. 27. Okt. 1870, II. 7865.) I. Die Geistlichen der nassauischeu Gemeinden nehmen, so lange sie sich im aktiven Dienste befinden, an dcn Gemeindenutzungen nicht teil und sind von allen Leistungen persönlicher Dienste an die Gemeinde entbunden. Sic dürfen keine Gemeindeämter übernehmen, auch an dcn Gemeindewahlen und Versammlungen nicht teilnehmen. Pensionäre und Witwen von Geistlichen treten in die Berech tigungen und Verpflichtungen der übrigen Gemeindebürger ein; erstere mit Ausnahme der Zahlung von Gemeindesteuern. (Nass. Gesetz vom 26. Juli 1854, § 69, pos. 2 und 3. Nass. Vcrordn.-Bl. S. 186. Königl. Verordn, v. 23. Sept. 1867, § 1, po«. 3.) Die nach dem Herkommen begründeten Gerechtsame der Pfarreien, wie Pferchgerechtigkeit, Teilnahme an Waldnutzungen und dergl. be stehen als Besoldnngstcilc fort. II. Für die Geistlichen der hessischen Gemeinden ist bestimmt, daß sie von dcn Leistungen persönlicher Dienste an die Gemeinde, wie
[ 0.3700000048, 0.5011110902, 0.323333323, 0.4386666715, 0.9385714531, 0.5099999905, 0.2700000107, 0.6433333158, 0.8799999952, 0.7284615636, 0.4699999988, 0.2399999946, 0.2599999905, 0.426666677, 1, 0.4925000072, 0.7300000191, 0.7983333468, 0.8833333254, 1, 1, 0.8740000129, ...
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Liturgische Gebete. 276 Christen ihres Eides gedenken und laß dann ihre Dienste gesegnet sein zir Deiner Ehre und des Vaterlandes Besten. Segne uns und alle Königlichen Länder, sei Du des deutschen Reiches und Volkes starker Schutz und Schirm. Laß Deine Gnade ruhen ans seinen Fürsten und freien Städten, gieb ihnen allen eine friedvolle und gesegnete Regierung in ihren Landen, und laß Glauben und Treue, Kraft und Einigkeit unseres Volkes Ruhm und Ehre sein. (Reichstagsgebet: Kröne mit Deiner Gnade die Arbeiten des Reichstags, daß sic zum Frieden und Heile des gesamten Vaterlandes und zum Preise Deines heiligen Namens gereichen.) Nimm alle christliche Obrigkeit in Deine gnädige Obhut und hilf, daß sic mit dem Kaiser, unserem Könige und allen Negierenden im Reiche unter Deinem Segen trachten, Dein himmlisches Reich ans Erden bauen zu helfen und Deines Namens Herrlichkeit zu preisen. Hilf einem jeden in seiner Not und sei ein Heiland aller Men schen, vorzüglich Deiner Gläubigen. Bewahre uns vor einem bösen, nnbnßfertigen Tode »nd bringe endlich uns alle in Dein ewiges Himmel reich, durch Jesnm Christum, unseren Herrn. Amen." (Konsist.-Erl. v. 25. März 1871, Iv. A. 15 u. v. 12. Mai 1885, K. A. 25. Die Fürbitte während des versammelten Landtags der Monarchie lautet: „Blicke in Gnaden herab ans den Landtag der Monarchie, der jetzt wieder um den Thron unseres Königs sich versammelt (versammelt ist), auf daß seine Beratungen geschehen in Deiner Furcht und seine Arbeiten zu Deiner Ehre und znm Segen des Landes gedeihen." (Konsist.- Verf. v. 2. Nov. 1868, X. A. S. 35 I). In den Standesgebictcn ist eine Fürbitte für die Standeshcrr- schaft dann anznschließcn, wenn besondere Verträge dieses Prärogativ begründen. 2. Die predigt. 1. Von der Predigt, welche den Hauptteil des Gottesdienstes bilden soll, ist bereits oben (S. 140) bemerkt, daß die Pfarrer der nassanischcn Gemeinden bei der Tcptwahl in der Regel nicht be schränkt sind. In den hessischen Gemeinden sollen zwar die alten Perikopen zunächst als Grundlage der Predigten dienen, doch ist cs den
[ 0.6636363864, 0.6942856908, 0.7799999714, 0.7799999714, 0.8899999857, 0.6639999747, 0.6924999952, 0.7766666412, 0.2866666615, 0.5299999714, 1, 0.8485714197, 0.5699999928, 0.8224999905, 0.5666666627, 0.8483333588, 1, 0.8766666651, 0.6233333349, 0.8736363649, 0.9857142568, 0....
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Form und Beurkundung der Eheschließung. 361 1. in der Gemeinde oder in den Gemeinden, woselbst die Ver lobten ihren Wohnsitz haben; 2 . wenn einer der Verlobten seinen gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb seines gegenwärtigen Wohnsitzes hat, auch in der Gcincindc seines jetzigen Aufenthalts; Z. wenn einer der Verlobten seinen Wohnsitz innerhalb der letzten sechs Monate gewechselt hat, auch in der Gemeinde seines früheren Wohnsitzes. Die Bekanntmachnng hat die Vor- und Familiennamen, den Stand oder das Gewerbe und den Wohnort der Verlobten und ihrer Eltern zu enthalten. Sic ist während zweier Wochen an dem Rats- oder Gemcindc- hanse, oder an der sonstigen, zu Bekanntmachungen der Gemeindebehörde bestimmten Stelle auszuhängen. tz 47. Ist einer der Orte, an welchem nach § 46 das Auf gebot bekannt zu machen ist, im Anslande belegen, so ist an Stelle des an diesem Orte zu bewirkenden Aushanges die Bekanntmachung auf Kosten des Antragstellers einmal in ein Blatt einznrücken, welches an dem ausländischen Orte erscheint oder verbreitet ist. Die Eheschließung ist nicht vor Ablauf zweier Wochen nach dem Tage der Ausgabe der betreffenden Nummer des Blattes zulässig. Es bedarf dieser Einrückung nicht, wenn eine Bescheinigung der betreffenden ausländischen Ortsbehörde dahin bcigcbracht wird, daß ihr von dem Bestehen eines Ehchindernisscs nichts bekannt sei. 8 48. Kommen Ehehindernisse zur Kenntnis des Standesbeamte», so hat er die Eheschließung abzulchnen. 8 49. Soll die Ehe vor einem anderen Standesbeamten als demjenigen geschlossen werden, welcher das Aufgebot ungeordnet hat, so hat der letztere eine Bescheinigung dahin anszustellen, daß und wann das Aufgebot vorschriftsmäßig erfolgt ist und daß Ehehindernisse nicht zu seiner Kenntnis gekommen sind. 8 50. Die Befugnis zur Dispensation von dem Aufgebot steht nur dein Staate zu. Über die Ausübung dieser Befugnis haben die Landesregierungen zu bestimmen. Wird eine lebensgefährliche Krankheit, welche einen Aufschub der Eheschließung nicht gestattet, ärztlich bescheinigt, so kann der Standes beamte (8 49 Abs. 1) auch ohne Aufgebot die Eheschließung vornehmen.
[ 0.462500006, 0.6100000143, 0.5463636518, 0.4099999964, 0.6435714364, 0.8766666651, 0.6100000143, 0.7149999738, 0.1733333319, 0.6499999762, 0.4074999988, 0.6600000262, 0.3433333337, 0.6480000019, 0.8262500167, 0.9833333492, 0.200000003, 0.5016666651, 0.7779999971, 0.5774999857, ...
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des Ccntralkirchcnfoiids. 609 3. Stipendien an Seminaristen. 4. Gcschäftsaufwand. 5. Unterhaltung der Gebäude und Güter. 6. Steuern und Versicherungsbeiträge. 7. Unvorhergesehene Fälle. Titel V. Für die General-Superintendentur und Dekanatsverwaltung: 1. Besoldungen und persönliche Zulagen. 2. Für den Gcschäftsaufwand. 3. Diäten und Reisekosten. 4. Sonstige Ausgaben. „ VI. Besoldungszuschüsse, Remunerationen und Unterstützungen an Geistliche: 1. Zur Ergänzung des Minimakeinkommens von Pfarreien. 2. Persönliche Zulagen. 3. Besoldungen an Vikare und Vergiitungen erledigter Pfarreien. 4. Einmalige Unterstützungen. „ VII. Pensionen und Pensionszuschüsse an Geistliche. „ VIII. Stipendien an Studierende der Theologie auf Universitäten. „ IX. Unterstützungen an Kirchengemeinden: 1. Zu Bau- und anderen Zwecken. 2. Für die Versehung des Gottesdienstes, in einzelnen Ge meinden. „ X. Zuschuß zur Gcistlichcn-Central-Witwcn- und Waisenkasse. „ XI. Verschiedene Ausgaben: 1. Unverzinsliche Vorschüsse, welche wieder zum Ersatz kommen. 2. Für Formulare, Druck-, Einbandkosten, Porto. 3. Erlasse, Abschreibungen und Rückvergütungen. 4. Sonstige unvorhergesehene Ausgaben. 5. Betriebsfonds. „ XII. Fundus-Ausgaben: Kapitalanlagen. 3. Abschluß. Die Einnahme beträgt M Pf. Die Ausgabe beträgt „ „ Bleibt Überschuß M Pf.
[ 0.5366666913, 0.4857142866, 0.8266666532, 1, 0.6359999776, 0.4149999917, 0.6607692242, 1, 0.6688235402, 0.9499999881, 0.7116666436, 0.6166666746, 0.5285714269, 0.6066666842, 0.8783333302, 0.9100000262, 0.8114285469, 0.4566666782, 0.7690908909, 0.7549999952, 0.6356250048, 0....
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über Führung der Stcmdesregister. 355 Zusätze, Löschungen oder Abänderungen sind am Rande zu ver merke» und gleich der Eintragung selbst besonders zu vollziehen. ß 14. Von jeder Eintragung in das Register ist von dem Standesbeamten an demselben Tage eine von ihm zu beglaubigende Abschrift in ein Nebenregister einzutragen. Nach Ablauf des Kalenderjahres hat der Standesbeamte jedes Haupt- und jedes Nebenregister unter Vermerkung der Zahl der darin enthaltenen Eintragungen abznschließcn und das Nebenregister der Auf sichtsbehörde einzureichen; die letztere hat dasselbe nach erfolgter Prüfung dem Gerichte erster Instanz zur Aufbewahrung zuzustellen. Eintragungen, welche nach Einreichung des Ncbenrcgistcrs in dem Hauptregister gemacht werden, sind gleichzeitig der Aufsichtsbehörde in beglaubigter Abschrift mitzuteilen. Die letztere hat zu veranlassen, das; diese Eintragungen dem Nebenregister beigeschrieben werden. § 15. Die ordnungsmäßig geführten Standesregister (ZA 12 bis 14) beweisen diejenigen Thatsachen, zu deren Beurkundung sie bestimmt und welche in ihnen eingetragen sind, bis der Nachweis der Fälschung, der unrichtigen Eintragung oder der Unrichtigkeit der Anzeigen und Fest stellungen, auf Grund deren die Eintragung stattgefunden hat, erbracht ist. Dieselbe Beweiskraft haben die Auszüge, welche als gleichlautend mit dem Haupt- oder Nebenregistcr bestätigt und mit der Unterschrift und dem Dienstsiegel des Standesbeamten oder des zuständigen Gerichls- beamten versehen sind. Inwiefern durch Verstöße gegen die Vorschriften dieses Gesetzes über Art und Form der Eintragungen die Beweiskraft aufgehoben oder geschwächt wird, ist nach freiem richterlichen Ermessen zu beurteilen. 8 16. Die Führung der Standesrcgister und die darauf bezüg lichen Verhandlungen erfolgen kosten- und stempelfrei. Gegen Zahlung der nach dem angehängten Tarife zulässigen Ge bühren müssen die Standesregister jedermann zur Einsicht vorgelegt, sowie beglaubigte Auszüge (8 15) ans denselben erteilt werden. In amtlichem Interesse und bei Unvermögen der Beteiligten ist die Ein sicht der Register und die Erteilung der Auszüge gebührenfrei zu ge währen. Jeder Auszug einer Eintragung muß auch die zu derselben ge hörigen Ergänzungen und Berichtigungen enthalten.
[ 0.7225000262, 0.5542857051, 0.5133333206, 0.478125006, 0.9133333564, 0.6600000262, 0.5410000086, 0.5849999785, 0.7033333182, 0.7524999976, 0.625, 0.8619999886, 0.6349999905, 0.573333323, 0.7699999809, 0.8866666555, 0.6166666746, 0.9966666698, 0.5469999909, 0.7233333588, 0.577...
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686 Die Anstalt für Fallsüchtige. und Reg.-Verf. v. 1. Dkt. 1879. S. oben S. 189 u. 315. Bcrh. d. 3. ordentl. Bezirkssynode 1885, S. 74.) Die Anordnung der Kollekte erfolgte durch Bcrfügung des Konsistoriums vom 1. Juni 1886: Nachdem der Herr Minister der geistlichen :c. Angelegenheiten, dem Beschlüsse der dritten ordentlichen Bezirkssynode entsprechend, ge nehmigt hat, daß in unserm Amtsbezirke für die drei Jahre 1886, 1887 und 1888 eine Kirchenkollckte zu Gunsten des Wiesbadener Ge- fängnisvcreins erhoben werde, veranlassen wir die Herren Geistlichen unseres Amtsbezirks, die genannte Kollekte pro 1886 im Juli l. I. nach vorheriger Empfehlung derselben unter Darlegung der Zwecke des Vereins zur Erhebung zu bringen u. s. w. (K. A. 1886, S. 25.) Hiermit ist auch dieser Verein in die Reihe derjenigen cingetreten, welche durch regelmäßige Kollekten seitens der Kirche des Bezirks unter stützt werden. Die Kollekte wird an die Dekane abgelicfert, welche die gesammelten Beiträge an den Kassierer des Vereins senden und über die Höhe derselben ans Konsistorium berichten. 7. Die Anstalt für Fallsüchtige. Weil in der Anstalt für Epileptische in Bethel bei Bielefeld sich eine bedeutende Anzahl von Pfleglingen ans dem Bezirk befindet, so wurde von der 3. ordentl. Bezirkssynode die Zustimmung zur Erhebung einer Kirchenkollckte zu Gunsten dieser Anstalt für die Jahre 1886—1888 erteilt. Diesem Beschluß entsprechend, hat der Minister der geistlichen An gelegenheiten die Erhebung der Kollekte unterm 2. Februar 1886 ge nehmigt und das Konsistorium dieselbe angeordnet. (Konsist.-Verf. v. 6. Februar 1886. K. A. 1886, S. 9. Berh. d. 3. ordentl. Bezirks- synode 1885, S. 79.) 1). Vereine ohne Kirchenkollcktcn. Im Bezirke befinden sich folgende Vereine, welche evangelische Licbcswcrkc betreiben, auch seitens der Kirche befördert werden, aber einer Kirchenkollekte nicht genießen: 1. der Hülfsverein für Töchter evangelischer Geistlichen; 2. der Verein der deutschen Luther-Stiftnng und 3. die Erziehungsvereine. Auch sie gehören zu denjenigen Werken der Barmherzigkeit, in welchen das kirchliche Leben sich äußert, und sind daher hier näher darzustcllen.
[ 1, 0.7533333302, 0.4685714245, 0.8100000024, 0.6453846097, 0.6000000238, 0.824000001, 0.6850000024, 1, 0.8100000024, 0.9200000167, 0.9850000143, 0.4225000143, 1, 0.9633333087, 0.8600000143, 0.6125000119, 0.6779999733, 0.400000006, 1, 0.6999999881, 0.7615384459, 0.75400000...
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Vorrede. Der zweite Band des Kirchenrechts erscheint später, als bei Aus gabe des ersten erwartet wurde. Dies hat nun aber den Vorteil, daß die wichtigen Abänderungen der kirchcnpolitischen Gesetze, welche im Laufe des vorigen Jahres eintraten, für den Text dieses zweiten Bandes berücksichtigt werden konnten. Die bis Ende 1886 erschienenen Gesetze und Verordnungen sind teils hier, teils in den angcfügten Berichtigungen und Zusätzen anfgeführt. Insbesondere sei noch auf den Ministerialerlaß vom 13.November v. I.: Anweisung für das Verfahren bei Kirchensteuererhebuna und bei der Zwangsvollstreckung derselben — hingewiesen, welcher erst »ach Vollendung des Drucks erschien und daher nur unter den Zusätzen mitgeteilt werden konnte. Weil das beigcfügte alphabetische Register sich auf alle im ganzen Werke behandelten Gegenstände erstreckt, erschien es angemessen, die Seitenzahl durch beide Bände fortlaufen z» lassen, und dürfte sich deshalb auch empfehlen, beide Teile in einen Band binden zu lassen. Die schon beim Erscheinen des ersten Bandes in Aussicht ge stellten zeitweisen Nachträge solcher Erlasse, welche wesentliche kirchen rechtliche Veränderungen herbciführeu, sollen nach Bedürfnis fortgesetzt werden.
[ 0.4600000083, 0.5066666603, 0.5616666675, 0.4149999917, 0.7666666508, 0.4584615529, 0.7688888907, 0.6528571248, 0.5400000215, 0.5233333111, 0.7599999905, 0.5199999809, 0.5500000119, 0.6866666675, 0.7487499714, 0.801666677, 0.8575000167, 0.7599999905, 0.3133333325, 0.6825000048,...
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620 Fünfter Teil. Das kirchliche Leben. Dieser Teil hat sich zu beschäftigen mit dem Kultus, dem Vcr- hältuis des kirchlichen Lebens zui» Staate, den Rechten und Pflichten der Kirchcugliedcr »ub den kirchlichen Liebeswerken. Erster Abschnitt. K n l t n s. Der Kultus oder die Religionsübnng der evangelischen Kirche ist die Äußerung des den Gliedern dieser Kirche gemeinsamen Glaubens bekenntnisses beim Gottesdienste. Dieser teilt sich in öffentlichen und Privatgottesdienst. Erstcrcr setzt die Vereinigung der Kirchengliedcr zu einer Gemeinde voraus, die sich versammelt, um ihre Verehrung Gottes durch Handlungen auszu- drückcn. Dabei ist das Auftreten eines Geistlichen als Litnrgcn wesentlich. Der Privatgottesdienst oder die Hausandacht dagegen besteht in der religiösen Übung kleinerer Gemeinschaften, die weder einen Litnrgcn erfordern, noch die Stelle des öffentlichen Gottesdienstes vertreten. Die Freiheit des religiösen Bekenntnisses, die Vereinignng zu Religionsgesellschaften und der gemeinsamen häuslichen und öffentlichen Religionsübung ist durch die Verfassung des preußischen Staates gc- währlcistet. (Verf.-Urk. v. 31. Jan. 18Ö0, Art. 12.) In diesem Abschnitte wird von der Ordnung des öffentlichen Gottesdienstes, von den Fest- und Feiertagen, an welchen solcher be gangen wird, und von der äußeren Feier derselben die Rede sein.
[ 0.8333333135, 0.8285714388, 0.6539999843, 0.6200000048, 0.7340000272, 0.5083333254, 0.7266666889, 0.7225000262, 0.7799999714, 0.5024999976, 0.5500000119, 0.7033333182, 0.5699999928, 0.8399999738, 0.5699999928, 0.6166666746, 0.8824999928, 0.6399999857, 0.7533333302, 0.7536363602...
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706 Die ErzichungSvcreine. 3. Die Vereinsiintglieder zahlen einen bestimmten Jahresbeitrag oder beteiligen sich als Agenten und Spezialaufseher der Pfleglinge an der Vereinssache. 4. Den Verein leitet ein Vorstand, welcher der Generalversammlung jährlich Rechenschaft über seine Geschäftsführung gicbt. 5. In der Regel erstreckt sich die Pflege des Vereins bis zur Konfirmation der aufgenommenen Kinder, doch läßt er sichs unter Um ständen auch angelegen sein, die weitere Unterbringung seiner Zöglinge zu vermitteln. Für einzelne dieser Vereine haben die betreffenden Kreissynoden ihrerseits eine besondere Beförderung und Unterstützung in Aussicht genommen.
[ 0.5966666937, 0.6066666842, 0.5622222424, 1, 0.823333323, 0.6927777529, 0.4300000072, 0.8539999723, 0.9390000105, 0.8153846264, 0.5199999809, 0.5649999976, 0.8625000119, 0.473333329, 0.8700000048, 0.6000000238, 0.8746666908, 0.4199999869, 0.6729999781, 0.7300000191, 0.5099999...
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Geldbesoldnug. 427 Witwenkasse zusteh ende Anteil öffentlich nach vorausgcgangencr pflicht- mäßiger Abschätzung versteigert wird. (Hess, landesherrl. Verordn, v. 28. Okt. 1802. Minist.-Verf. v. 24. Dez. 1826. Rcg.-Bl. v. 1827, Nr. 3. Ausschr. d. K.- u. Sch.-Rts. d. Prov. Oberhesscn v. 25. Jan. 1827. Minist.-Verf. v. 24. Mai 1804. Ob.-Konsist.-Erl. v. 2. Novbr. 1847 sAmtsbl. Nr. 1j.) Die Auseinandersetzung zwischen dem neueinzichendcn und dem abziehenden Pfarrer oder dessen Erben über die Einkünfte der Stelle ordnet in höchster Instanz das Konsistorium. (Minist.-Erl. v. 28. Juni 1879, Lit. M.) 1). Sesoldungtcile. Die Pfarrbesoldung ist entweder Geld-, oder Naturalbesoldung. A. Geldbesoldung. Hierzu gehören alle Einkünfte, welche stiftuugsmäßig in barem Gcldc crfallen. Ihr Betrag richtet sich bei jeder einzelnen Stelle nach deren besonderer Einrichtung. I. In Nassau besteht dieselbe 1. in fixer Besoldung aus landesherrlichen und anderen Kassen; 2. in Entschädigung für aufgehobene persönliche Abgaben; 3. in Entschädigung für Accidenzien. Die Entschädigungen für 2 u. 3 werden aus dem Kirchcn- fonds bezahlt (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 7); 4. in Entschädigung für aufgehobene Blutzehntcn. Dieser Betrag wird aus der Steuerkasse bezahlt. (Nass. Ed. v. 1./3. Sept. 1812, 8 41. Nass. Gcn.-Rcg.-Ncstr. v. 24. Jan. 1817); 5. in Zinsen von Aktivkapitalien der Pfarrei, wozu auch die Ablösungskapitalien für Grundzinsen, Zehnten, Gülten und Naturalbezüge gehören. Die Verfallzeit dieser Einkünfte ist bei 1—3 in Quartalraten zu Anfang jeden Vierteljahres, bei der Reluition für Blutzehntcn der 31. Dezember; die der übrigen ist durch besondere Verträge bestimmt. II. In Hessen besteht die Geldbcsoldung 1. aus dem Ertrag von Besoldungskapitalien, welche in der Regel in und mit dem Kirchenfonds verwaltet werden, zu weilen aber auch eigene Besoldungsfonds bilden, für deren
[ 0.5435714126, 0.6866666675, 0.7227272987, 0.8633333445, 0.6850000024, 0.7850000262, 0.7429999709, 0.474999994, 0.7450000048, 0.6337500215, 0.5542857051, 0.6927272677, 0.6927272677, 0.773999989, 0.7599999905, 0.8025000095, 0.7049999833, 0.7799999714, 0.7966666818, 0.6924999952, ...
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32g Der Schulvorstand. Auch ist jcdcr Geistliche verpflichtet, diese Funktion zu übernehmen. Jedoch kann ihm diese, unabhängig von seinem Pfarramte, von der staatlichen Schulbehörde wieder entzogen werden. (Reg.-Verf. v. 15. April 1886, II. 242). 2. Nach den geltenden Bestimmungen ist der Pfarrer von Amts' wegen ständiges Mitglied des Schulvorstandes oder der Ortsschnl- kommission und hat um deswillen alle diejenigen Schulen mit zu über wachen, welche unter Aufsicht der Regierung stehen; also die Bolks- und diejenigen Mittelschulen, höheren Töchterschulen und Privatinstitutc, welche nicht dem unmittelbaren Ressort des Provinzialschnlkollcgiums überwiesen sind. Außerdem werden auch zu Schulinspektoren für einen Jnspcktions- kreis in den meisten Fällen Geistliche ernannt, die aber als solche Staatsbeamte sind. Hier kommt also diejenige Thätigkcit des Pfarrers in Betracht, welche er einesteils als Dirigent des Schulvorstandes, bczichuugswcisc ständiges Mitglied desselben, anderenteils in Beaufsichtigung und Teil nahme am Religionsunterricht der Schule zu üben hat. a. Schulvorstand. Dieser ist allenthalben die nächste lokale Schulbehörde, über deren Bildung, Wirkungskreis, äußere Dienstverhältnisse und Geschäftsführung die Bestimmungen für die einzelnen Teile des Bezirks hier folge». I. In Nassau ist maßgebend das Schuledikt vom 24. März 1817 und die nach 8 13 desselben erlassene Dienst-Instruktion für die Orts-Schul- vorstände, nebst den in der Folge hinzngetretencn, diese ergänzenden Verfügungen; danach sich der jetzt ordnungsmäßige Zustand ge staltet hat. (S. Dr. C. G. Firnhaber. Die Nass. Simnltanvolksschule, B. II, S. 176.) I. Die Bildung der Schulvorstände. In jcdcr Gemeinde, wo sich eine oder mehrere Volksschulen be finden, besteht ei» eigner Schulvorstand. Gemeinden und Orte, wo sich keine eigne Schule befindet, werden in Ansehung ihrer Schulvcrhältuissc
[ 0.2666666806, 0.5133333206, 0.4021428525, 0.5174999833, 0.7333333492, 0.6999999881, 0.7049999833, 0.5899999738, 0.7279999852, 0.6137499809, 0.3350000083, 0.5490909219, 0.6383333206, 0.4824999869, 0.6866666675, 0.7250000238, 0.6629999876, 0.5500000119, 0.8733333349, 0.5299999714...
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Bestimmung der Kirchen. 495 Zur Benutzung der Kirchen und anderer dem Gottesdienste gc- widmeten Gebäude zu andern, als den stiftungsmäßigen Zwecken, ist die Genehmigung des Konsistoriums erforderlich. (S. oben S. 221, pos. 21.) Zur Errichtung neuer kirchlicher Gebäude und zwar sowohl für den Gottesdienst, als auch für die Geistlichen und andere Kirchendiener bestimmter, ist die Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörden er forderlich. Dieselbe wird ausgcübt durch den Minister der geistlichen Angelegenheiten bei Errichtung neuer kirchlicher Gebäude, sonst vom Regierungspräsidenten. (Gesetz vom 6. April 1878, Art. 32, pos. 5. Königl. Verordn, v. 19. Aug. 1878, Art. 1, pos. 3.) 3. Die Kirchen sind, wo nicht besondere Rechtsverhältnisse cs anders bestimmen, Eigentum derjenigen Kirchengemeinde, für deren Kultus sic bestimmt sind. Sie werden daher in das Kirchen-Jnventarium derselben eingetragen und sind ebenso im Stockbnche oder Grundbuche (in Hessen) der Gemeinde als Eigentum der betreffenden Kirchen gemeinde bezeichnet. An diesem Verhältnisse wird auch dadurch nichts geändert, daß die Baulast für das Ganze oder einen Teil des Gebäudes von anderen Fonds zu tragen ist. Eine Beschränkung des Eigentumsrechts der evangelischen Gemeinde findet nur da statt, wo sich Simultankirchen befinden, welche zum evange lischen und katholischen Gottesdienst zugleich benutzt werden. Über Art und Umfang des Eigentums- und Benutzungsrechtes entscheidet hier im einzelnen Falle, wo nicht besondere Verträge vorliegen, der nachweislich hergebrachte Besitzstand. (Nass. Ed. vom 8. April 1819, § 17 und Gen.'Neg.-Reskr. vom 19. Jan. 1829. Hess. Gcistl. Bauordnung vom 27. Mai 1820, 8 19-22, V. Nass. Ges. v. 15. Mai 1851. Nass. Gen.-Ncg.-Reskr. vom 25. Jan. 1853, I, 1. Hess. Minist.-Berf. vom 18. Olt. 1846 und 20. Aug. 1858.) Die Einweihung von Kirchen und anderen zum kirchlichen Gebrauch bestimmten Räumlichkeiten steht — soweit eine solche üblich ist — dem Konsistorium zu. (S. oben S. 222, pos. 23.) Ebenso, wie zur Errichtung kirchlicher Gebäude, ist auch zur Veräußerung, und sofern Grundeigentum damit verbunden ist, zur dinglichen Belastung derselben die Genehmigung der staatlichen Auf sichtsbehörde erforderlich. Diese erteilt bis zum Wert von zehntausend
[ 0.4990000129, 0.5266666412, 0.5950000286, 0.6700000167, 0.3666666746, 0.7666666508, 0.3566666543, 0.5899999738, 0.6200000048, 0.7285714149, 0.7466666698, 0.7538461685, 0.6566666961, 0.7912499905, 0.6928571463, 1, 0.7014285922, 0.8866666555, 0.7066666484, 0.90625, 0.6175000072...
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304 Einsegnungen von Mischehen. Verpflichtung keine rechtliche Gültigkeit hat, so beschwert sie doch das Gewissen und ist daher vor der Abgabe desselben uni so mehr zu warnen, als dadurch die Absicht einer Pflichtverletzung vouscite» des evangelischen Teiles konstatiert erscheint. (Jnstr. v. 29. Aug. 1885, 2o. X. A. S. 42). Kommt hiernach die katholische Erziehung der Kinder zur Aus führung, so verfällt der evangelische Teil ebenfalls den Maßregeln des kirchlichen Disziplinargesetzes. (Nass. Ed. v. 22./20. März 1808. K.-Ges. v. 10. Dez. 1884, § 6). Ehen, wobei dies Versprechen vorher erteilt wurde, kann die kirch liche Trauung versagt werden. (K.-Ges. v. 10. Dez. 1884, 8 10, POL. 1). In den hessischen Gemeinden hat der Pfarrer Gebühren für die von ihm, oder innerhalb seines Kirchspiels durch einen anderen Geistlichen vollzogenen Trauungen anzusprechcn, soweit dieselben nicht abgelöst sind. 5. Die Beerdigung. 1. Da die Begleitung der aus dem zeitlichen Leben abgerufcncn Gemeindegliedcr zu Grabe und hier das Befehlen ihres Geistes in Gottes Hand eine kirchliche Feier bildet, so ist dem Pfarrer die Leitung der Beerdigung derjenigen Gestorbenen seiner Gemeinde hingewicsen, bei welchen seine Mitwirkung dafür in Anspruch ge nommen wird. Ohne Gcnehmignng der Ortspolizeibehörde darf die Beerdigung nicht vor dem Eintrag des Stcrbfalls in das Sterberegister erfolgen. Der Pfarrer soll daher vor Anordnung des Weiteren durch die Auge hörigen eine Bescheinigung des Standesbeamten über diesen Eintrag erfordern, welche dieser gebührenfrei ausznstellcn hat. (K.-Ges. v. 0. Fcbr. 1875, § 60. R.-G. Bl., S. 34 ». Gebührentarif dazu, I). Ordnungsmäßig sollen die Beerdigungen erst nach Verlauf einer gewisse» Frist nach dem Eintritt des Todes vorgenommcn werden. Der Geistliche hat daher bei den Beerdigungen, wobei er Anordnungen trifft, darauf zu halten, daß demgemäß verfahren wird. In Nassau sind nach der Liturgie dreimal 24 Stunden bestimmt, in der Polizeiverordnung 48—72 Stunden; wird vor dieser Zeit ans-
[ 0.5033333302, 0.4824999869, 0.5466666818, 0.7870000005, 0.5930769444, 0.7179999948, 0.628000021, 0.5460000038, 0.4875000119, 0.4449999928, 0.7966666818, 0.7466666698, 0.5450000167, 0.7200000286, 0.8000000119, 0.7566666603, 0.426666677, 0.3740000129, 0.5466666818, 0.6933333278, ...
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398 Einrichtung dcr Pfarrchromk 3. Die pfarrchronik. Dcr Pfarrer hat die Verpflichtung, eine Chronik über die für die Kirchcngemcindc und Pfarrei wichtigsten Ereignisse zu führen. (Nass. Gcn.-Reg.-Rcskr'. v. 30. September 1817, § 1. Hess. O.-K.-Ausschr. v. 1. Sept. 1857 und Instr. d. Minist, d. Innern v. 29. Juni 1807.1 Dieselbe soll in reinem Stile abgefaßt sein und folgenden In halt haben: I. In Nassau. a. Eigentlich kirchliche Gegenstände, wozu gehören: 1. Personalien dcr Geistlichen. Jeder aufzichende Geistliche trägt seine Lebcnsgeschichte kurz ein und wenn er stirbt, so setzt der jenige, welchem die Kirchenbücher übergeben sind, die Nach richten fort, bemerkt, was die Amtsführung des Verstorbenen besonders ausgezeichnet hat, sowie die Umstände seines Todes; 2 . Veränderungen im Personale des Kirchenvorstandes, dcr Gc- mcindevertretung und der Kirchendiener; 3. neue Bauten oder bedeutende Reparaturen an den Kirchen- nnd Pfarrgebäuden; 4. merkwürdige Kirchcnfcste, Einweihung einer Kirche, Kirchcn- visitationen, Gnstav-Adolf-Vereins- und MissionSfcstc, Jubiläen und kirchlich begangene patriotische Feste u. s. w.; 5. ausgezeichnete Beweise von sittlich-rcligösen Gesinnungen ein zelner Kirchcnglieder; 6. von Zeit zu Zeit Resultate über den sittlich-religiösen Geist der Gemeinde, über vermehrte oder verminderte Teilnahme am öffentlichen Gottesdienste, über sich etwa bildende Sepa rationen rc. Wenn hierbei dcr herrschenden Fehler gedacht werden muß, so geschieht es, ohne die Namen dcr Lasterhaften anzuführcn, damit ihre Verwandten oder Nachkommen nicht später dadurch beschämt werden; 7. Schenkungen an die Kirche oder zu anderen wohlthätigcn Zwecken; 8. summarische Übersicht dcr Gebornen und Getauften, der Konfirmierten, der Getrauten und Begrabenen, sowie dcr Kommunikanten des Jahres.
[ 1, 0.7372727394, 0.3466666639, 0.6327272654, 1, 0.5, 0.6330769062, 0.3133333325, 0.6085714102, 0.25, 0.4133333266, 0.553571403, 0.8774999976, 0.7357142568, 0.8100000024, 0.7566666603, 0.5899999738, 0.75, 0.6399999857, 0.3733333349, 0.7842857242, 0.7790908813, 0.9160000086...
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G42 Die Oberaufsicht des Staats dies von bcitjcfbcu gleichwohl als durch kirchliche Gewalten und Be hörden, die namens der Kirchengeineinschaft ihre Funktionen ausführcn. (Königl. Verordn, v. 22 . September 18(57. S. o. S. 181.) 2. Dagegen übt der Staat als solcher und durch seine eigenen Organe folgende Rechte im Bezirke aus: 1. Das Staatsininisterium stellt durch eine Erklärung fest, bevor ei» durch die Bezirkssynode beschlossenes Gesetz dein König zur Sanktion vorgclegt wird, daß gegen dasselbe von Staatswegen nichts zu erinnern ist. In der Verkündignngsformel des Gesetzes ist diese Feststellung zu erwähne». 2 . Das Staatsministerium gicbt seine Zustimmung zu allen Kirchengesetzen, durch welche neue Ausgaben zu kirchlichen Zwecken des Bezirks bewilligt werden, bevor sie dein Könige zur Sanktion vorgelegt werden. Diese Znstinimung ist in der Berkündigungssormel zu erwähnen. 3. Die Staatsbehörde hat die Beschlüsse der Kirchengcmcindc- organe über Umlagen auf die Gemeindegliedcr als vollstreckbar zu er klären. Diese Erklärung wird versagt, sofern Bedenken hinsichtlich der Ordnnngsmäßigkeit der Auferlegung, der Angemessenheit des Beitrags- fnßes oder der Leistungsfähigkeit der Pflichtigen bestehen. Erst wenn dieselbe erfolgt ist, dürfen jene Beschlüsse zur Ausführung kommen. 4. Die Staatsbehörde hat bei Feststellung von Gemeindestatntcn zuvor anznerkennen, daß die entworfenen Bestimninngen dem Gesetze vom 6. April 1878 nicht zuwider sind. 5. Die Staatsbehörde entscheidet über die Beschwerden der Gc- mcinden gegen die Beschlüsse der Kreissynode wegen Repartitivn der zur Kreissynodalkasse erforderlichen Beiträge. 6. Desgleichen bedarf cs zur Feststellung statutarischer Ordnungen in dem der Kreissynode überwiesenen Gebiete (K.-G.- u. S.-O., § 02 Nr. 9, 8 12 Nr. 7) der vorgängigcn Anerkennung seitens der Staats behörde, daß die entworfene Bestimmung dem Gesetze vom 0. April 1878 nicht zuwider sei. 7. Die Staatsbehörde erteilt die Bestätigung zu den Beschlüssen der Bezirkssynode, durch welche Umlagen zur Bestreitung neuer Aus gaben für kirchliche Zwecke des Synodalvcrbandes ohne die Form eines Kirchengesetzes bewilligt werden. Diese Bestätigung wird insbesondere versagt, wenn Bedenken hinsichtlich der Ordnnngsmäßigkeit des Be schlusses oder der Leistungsfähigkeit des Bezirks bestehen.
[ 0.473333329, 0.5099999905, 0.6808333397, 0.5, 0.6583333611, 0.6299999952, 0.3600000143, 0.2779999971, 0.4560000002, 0.5899999738, 0.326000005, 0.75, 0.4699999988, 0.3866666555, 0.2450000048, 0.6928571463, 1, 0.6800000072, 0.6933333278, 0.6909999847, 0.4550000131, 0.69800001...
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570 Die RechnungSkontrolle des Pfarrers. 4. Alle in einer Anweisung zusammengefaßten Einnahmen (z. B. Kirchensteuern) oder Ausgaben werden nur mit der Hauptsumme anfgeführt. 5. Die Einträge derjenigen Einnahmen und Ausgaben, welche dem Rechner gegenüber als durchlaufende erscheinen, d. h. auf die Kasse keinen Einfluß haben, können unterbleiben. 6. Die Kontrolle wird in jedem Quartale wenigstens einmal mit den Büchern des Rechners verglichen. Daß dieses geschehen, ist in der Kontrolle mit Anführung des Tages, an welchem die Vergleichung vorgenommen wurde, zu bemerken. Es ist bei der Vergleichung hauptsächlich zu beachten: a. daß die Bücher des Rechners mit den Einträgen in die Kon trolle in Übereinstimmung gebracht wurden; ll. der Kassenstand dem zu ermittelnden Einnahmeüberschnß ent spricht; und c. die Überzeugung von der Thätigkcit des Rechners in pünkt licher Einziehung der Einnahmen und Auszahlung der Aus gaben erlangt worden ist. 7. Die Kontrolle hat folgende Einrichtung. Der Titel lautet: Kontrolle über die Einnahmen und Ausgaben des Kirchen- (Pfarr-, Kapellen- :c.) -Fonds zu N. N. für IS... Geführt vom Pfarrer: 0. 1. den .. 2. den ..tc» 18... 11 . s. 113 . Einnahme. 0., Pfarrer. Zeit der Anweisung. Bezeichnung. Betrag. Anmerkung. jQ^ Monat. Tag. M. Pf. Nr. 1. Ertrag von Gebäuden. (Budgetkredit: Nichts) Nr. 2. n. s. w. Nr. 7. Kollekten. (Bndgctkrcdit: 100 M.) l. April 15. Ostcrkoll. f. arme Gcnieindcn 13 17 2. Juni 13. Pfingstkoll. f. d. RcttiingShans 10 12 3. Jilni 15. Für Armcuzwcckc .... 9 — ii. s. w.
[ 0.6166666746, 0.5966666937, 0.7183333039, 0.8566666842, 0.5766666532, 0.8550000191, 0.7400000095, 0.6499999762, 0.8299999833, 0.8144444227, 0.8293750286, 0.8122222424, 0.603333354, 0.8299999833, 0.75, 0.8149999976, 0.7337499857, 0.5983333588, 0.7633333206, 0.6733333468, 0.626...
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Das Sterbeqiiartal. 459 hundert Mark nicht erreichen, auf die Dauer der Synodalpcriode vom 1. April 1883 bis dahin 1886 durch eine auf die Bezirkssynodal- kassc zu überuehmeude Zulage auf den Jahresbctrag von neunhundert Mark erhöht werden. (Verhandlungen 1882, S. 180.) Diese Bestimmuug ist von der dritten ordcutl. Bezirkssynode auch für die Etatsperiode von 1886—89 beibehaltcn worden. 4. Sollte der Fall eiutreteu, das; bei Pensionierung eines Geist lichen, nachdem der dcmsclbcu bcigcgcbcuc Vikar besoldet ist, noch ein Zuschuß aus dem Centralkircheufonds erforderlich wäre, und es hätte ein Standes- oder Grundherr den Dicnstgehalt oder einen Teil des selben zu bezahlen gehabt, so hat dieser gleichfalls den Zuschuß zur Pension entweder ganz, oder nach Verhältnis des Beitrags zur Besoldung gemeinschaftlich mit dem Ccutralkirchcnfonds zu tragen. Diese Bestimmung kommt dann auch bei Pensionierung der Witwe und der Waisen eines solchen Geistlichen zur Anwendung. (Nass. Ed. v. 16. Dez. 1811, § 6.) 5. Verdienten, nicht pcusiousbcrcchtigtcu Geistlichen, welche ohne ihr Verschulden dienstunfähig geworden sind, und die nötigen Mittel zum Lebensunterhalt nicht besitzen, kann ein nach den gesetzlichen Normen zu berechnender Ruhegehalt für ihre Person bewilligt werden. (Nass. Gesetz v. 2. Juni 1860, 8 8.) I). lvilwen- und waiscn-pension. I. Nach dem Ableben eines Geistlichen beziehen dessen Hinter bliebene noch die volle Besoldung der Stelle nebst den Zuschüssen aus dem Central-, Lokalkirchen- und Synodal-Fonds bis zu Ende des Stcrbc- qnartals, den Staatszuschnß bis zu Ende des Sterbcmonats. Sic treffen hiernach mit dem Amtsnachfolger oder dem Centralkircheufonds, wenn dieser die Jntercalargcfälle bezieht, die Abteilung unter Leitung des Dekans. Von diesem kann Rekurs an das Konsistorium stattfindcn. Von den Besoldungsteilcn, welche die Hinterbliebenen beziehen, fällt jedoch diejenige Summe weg, welche als Entschädigung für anf- gchobcnc Accidcnzicn festgesetzt ist, rcsp. der Betrag der Accidenzicn selbst (in den hessischen Pfarreien), indem diese derjenige Geistliche zu beziehe» hat, welchem die Besorgung der Kasualien während der Vakanz über-
[ 0.6000000238, 0.5680000186, 0.6100000143, 0.6700000167, 0.6399999857, 0.5860000253, 0.7559999824, 0.4199999869, 0.7833333611, 0.5299999714, 0.7566666603, 0.4907142818, 0.573333323, 1, 0.5, 0.9275000095, 0.8100000024, 0.7940000296, 0.9125000238, 0.8619999886, 0.9125000238, 0...
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412 Portokontrolle. Im besonderen verweisen wir auf die Bestimmung des § 6, pos. 2 des obigen Regulativs. Selbstverständlich ist die Kontrolle sund das Kontobuchs bezüglich der aus den Fonds des Konsistoriums zu erstattenden Auslagen getrennt von derjenigen Kontrolle re. zu führen, welche der Königlichen Regierung vorzulegen ist. Schließlich werden die Vertreter der unter unserer Aufsicht stehenden Vereine, Gesellschaften, Privatanstalten und milden Stiftungen, >vclchc bisher Portofreiheit genossen, diese aber durch das Bundesgesctz vom 5. Juni v. I. verloren haben, auf die 8 6—8 dieses Gesetzes hiermit besonders aufmerksam gemacht. (Konsist.-Vcrf. vom 5. Januar 1870. K. A. S. 4.) Formular für die zu führende Kontrolle. Monat Jahr 1 . •i. 3. 4. 5. 6. 7. S7 Nummer des Dienst- Handbuchs. Des Adressaten Name. j Wohnort. Datum der Absendung. Porto- Betrag. M. | Ps. mcrkungen. Die Rubrik 2 ist cvcnt. anzubringen. (Vers. v. 5. Jan. 1870, pos. 1. K. A. 1870, S. 6.) sErgänzend hierzu wird durch die Konfistorialverfügnng vom 15. Januar 1870 darauf aufmerksam gemacht, daß für die an das Konsistorium oder die Regierung aufzugebendcn Postsendungen getrennte Kontobücher zu führen und daß in diese Bücher auch die von den Geistlichen eingehenden unfrankierten Briefe:c. einzutragen sind. ] (Konsist.-Bcrf. vom 15. Jan. 1870. K. A. S. 7.) Im Anschluß an die Verfügung vom 5. Januar 1870 wird durch den Konsistorialerlaß vom 11. Februar ej. auf folgende Be stimmungen aufmerksam gemacht:
[ 0.7900000215, 0.6999999881, 0.6600000262, 0.7070000172, 0.871111095, 0.8600000143, 0.5466666818, 0.4799999893, 0.8849999905, 0.8466666937, 0.349999994, 0.625, 0.7524999976, 0.03999999911, 1, 0.6549999714, 0.8109090924, 0.6833333373, 1, 0.603333354, 0.6188889146, 0.569999992...
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668 Statuten des nach Trinitatis an dcm von dcr vorjährigen Hauptversainmlnng ge wählten Orte statt. Sic ist öffentlich und mit Gottesdienst verbunden. An ihren Beratungen können alle Bereinsglieder teilnehmen, an den Abstimmungen nur die anwesenden Deputierten der Zweigvereine und die anwesenden Mitglieder des Hauptvereinsvorstand cs. Bei Stinnncngleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Depu tierten legen Vollmachten vor. Der Hauptvcreinsversammlung geht eine Vorberatung des Vor standes mit den Deputierten über alle Vorlagen voraus. 7. Die Hanptvercinsversammlung beschließt: über die Verwen dung von 2 k der Jahreseinnahme; über Aufnahme und Umfang dcr Zweigvereine; über den Ort dcr nächstjährigen Zusammenkunft; über alle zur Abstimmung gestellten Anträge; ob und wie viele Deputierte, außer den vom Vorstande bestimmten, zur Generalversammlung des Gesamtvereins zu wählen sind, und wählt dieselben; sic wählt die Mitglieder des Hauptvorstandes; sie empfängt den Rechenschaftsbericht des Vorstandes über seine Wirksamkeit und die dcr Zweigvereinc; sic bestimmt die Terna zum Empfang der Festkollekten; sic erteilt, auf Vor trag des mit dcr Rechnungsprüfung beauftragten Zweigvcreins, dem Rechner Decharge und wählt einen Zweigverein zur Prüfung dcr fol genden Jahresversammlung; sic entscheidet als Reknrsinstanz gegen Ver fügungen des Hauptvorstandes. 8. Anträge für die Hauptvereinsversammlung sind bis Ostern beim Hauptvorstand cinzureichen. Berichte und Verhandlungen werden gedruckt und durch die Zweigvereinsvorständc verteilt, auch dem Ceutral- vorstande und einzelnen Hauptvereinen gesendet. 9. Die Einnahmen des Hauptvereins bestehen: In den jährlichen Geldbeiträgen dcr Vereinsmitglieder, welche durch eine Hauptkollekte in den Gemeinden jedes Zweigvereins längstens bis Ostern eingesammelt werden, nachdem dcr Hauptvorstand die vor schriftsmäßige Genehmigung erlangt hat. In Kollekten bei den Jahresversammlungen der Zweigvereinc und des Hauptvereins. Über diese Kollekten beschließt die betreffende Versammlung durch ihre stimmberechtigten Teilnehmer zum Besten einer dcr 3 von dcr Hauptversammlung dazu bestimmten Gemeinden. Den Betrag hat der
[ 0.8299999833, 0.6025000215, 0.5133333206, 0.6725000143, 0.8280000091, 0.6899999976, 0.4099999964, 0.4766666591, 0.4566666782, 0.677272737, 0.7688235044, 0.5, 0.5157142878, 0.7950000167, 0.9350000024, 0.7300000191, 1, 0.7910000086, 0.5866666436, 0.6733333468, 0.8266666532, 0...
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Verwaltnng§ord»»Ng 61 G Kommission fertigt den ebenfalls für je drei Jahre gültigen Jahresetat dieser Kasse an und legt denselben dem Königlichen Konsistorium so zeitig vor, daß derselbe, mit den etwaigen Bemerkungen des letzteren versehen, gleichfalls zeitig vor dem Beginne der ordentlichen Snnodal- sitzungen dein Bezirkssynodalausschusse mitgeteilt werden kann. III. Die Bezirkssynode prüft die ihr von dem Synodalansschnsse mit Bericht vorgelegten Voranschläge, wozu von dem Königlichen Kon sistorium alles einschlägige Aktenmaterial zur Verfügung gestellt wird, und setzt dieselben zur Vollziehung fest. IV. Das Königliche Konsistorium setzt hiernächst den Voranschlag des evangelischen Centralkirchensonds in Vollzug; derjenige der allgemeinen Geistlichen-Witwen- und Waisenkasse wird vom Königlichen Konsistorium der dazu bestellten Kommission zur Vollziehung mitgeteilt. V. Die Kassen- und Rechnungsführung des evangelischen Central kirchenfonds ist der Königlichen Regicrungs-Hanptkasse übertragen, welcher von dem Königlichen Konsistorium der Voranschlag als Grundlage ihrer Rechnnngsführnng mitgeteilt wird. VI. Die Einnahmen des evangelischen Centralkirchensonds werden, sofern sic ständige sind, mit dem Voranschlag, insofern sie unständige oder veränderliche sind, durch besondere Verfügungen des Königlichen Konsistoriums der Königlichen Regiernngs-Hanptkasse zur Erhebung und Verrechnung überwiesen, und wird darüber ein Centralregister auf dem Konsistorialbnrean geführt. VII. Gleiches gilt von den Ausgaben des evangelischen Central kirchenfonds in analoger Weise. Wenn das Königliche Konsistorium eine Ausgabe-Weisung auf diesen Fonds erlassen hat, so ist dadurch die Kasse zur Zahlung voll ständig legitimiert. Dem Königlichen Konsistorium selbst liegt ob, darauf zu achten, daß in den einzelnen Fällen, in welchen nach der Synodal- Ordnung die Mitwirkung der Bezirkssynode oder des Bezirkssynodal- ansschnsses vorgeschrieben ist, dieselbe auch eintritt. VIII. Die Einnahmen und Ausgaben der Geistlichen-Witwen und Waisenkasse werde» nach Maßgabe des genehmigten Etats und der sich dazu im Laufe des Jahres ergebenden Zu- und Abgänge von der für dieses Institut bestellten Kommission dem für die Kasse er
[ 0.4455555677, 0.9750000238, 0.5, 0.8339999914, 0.5114285946, 0.6133333445, 0.6911110878, 0.6866666675, 0.4799999893, 0.7099999785, 0.5820000172, 0.8700000048, 0.8080000281, 0.8899999857, 0.8920000196, 0.5450000167, 0.8133333325, 0.6875, 0.6555555463, 0.7599999905, 0.768181800...
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Dispensation vom gesetzlichen Alter. 289 Weitere Dispensationen finden in der Regel nicht statt; in Ausnahme fällen erfolgt eine solche durch das Konsistorium. Für die ehedem Hessendarmstädter Gemeinden ist der 1. Juli als der Tag festgestellt, an welchem das 14. Lebensjahr erreicht sein muß. Ausnahmsweise können jedoch auch Kinder, welche am 1. Juli das Alter von 13Vs Jahren erreicht haben, wenn sic nach dem Urteil des Geistlichen die erforderliche Reife haben, ans Verlangen ohne eine weitere Dispensation zugclassen werden. Wollen die Eltern und Angehörigen eines solchen Kindes sich bei der Abweisung des Geistlichen nicht beruhigen, so hat der betreffende Deka», nach Anhörung des Pfarrers und etwa vorgcnommcner Prüfung des Kindes, über dessen Zulassung zu entscheiden. Bei noch geringerem Alter erteilt das Konsistorium Dispensation ans Grund des Nachweises völliger Befähigung durch Zeugnisse des Geistlichen und der Schulbehörde. (Hess. Jnstrnkt. v. 8. Jan. 1834, 8 1-7). Für den Synodalkreis Homburg ist bestimmt, daß die Kinder, welche bis zum 30. September des Konfirmationsjahres das 14. Lebens jahr znrückgelcgt haben, zur Konfirmation zuzulassen sind, wenn nicht besondere Gründe entgegenstehen. Diejenigen, welche bis zum 31. Dezember 14 Jahre alt werden, können dann zugclassen werden, wenn sie sich durch Fleiß und gutes Betragen ausgezeichnet haben und der Dekan ihnen Dispensation erteilt hat. Dieselbe ist nach Verständigung des Dekans mit dem Schnlinspektor hinsichtlich der Schulentlassung ansznstcllen. Bei nicht erzielter Verständigung ist der Fall der Regie rung oder dem Konsistorium zur Entscheidung vorznlegcn. (Hess. Homb. Verordn, v. 31. Februar 1835. Vers, der Reg. und des Konsist. v. 5. Aug. 1884). 5. Als das Maß der Befähigung zur Konfirmation ist an- znsehcn, daß die Kinder in ihren Rcligionskenntnissen soweit vorgeschritten sind, daß sie die Grundwahrheiten des Christentums nicht nur ins Gedächtnis gefaßt, sondern auch mit dein Verstand begriffen haben und von denselben so viel Rede und Antwort geben können, daß man einen fruchtbaren Einfluß auf Herz und Leben erwarten darf. Fertig keit im Bibellesen und Bekanntschaft mit dem historischen Christentum find dabei voranszusetzen.
[ 0.6108333468, 0.7933333516, 0.6616666913, 0.7616666555, 0.5799999833, 0.6414285898, 0.583571434, 0.6633333564, 0.4900000095, 0.3700000048, 0.4059999883, 0.7659999728, 0.7333333492, 0.4449999928, 0.7950000167, 0.8249999881, 0.5114285946, 0.7549999952, 0.6533333063, 0.8360000253,...
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504 Die Baurcchnmig. Über 2 /s der verdienten Akkordsumme darf er bei Vermeidung eigner Haftbarkeit nicht anweisen (a. a. O., § 24). 13. Bei den ans Staatsmitteln zii bestreitenden Bauten stellt der Baubeamte, wenn er die sämtlichen attestierten Auszüge empfangen hat, die Baurechnnng auf; bei den auf Kirchcnkostcn ausgeführtcn stellt der Pfarrer die Auszüge nebst den vorgeschriebenen Formularicn zu den Banrechnungen dem Kirchcnrcchner zu, hat für die Aufstellung der Ban rechnung zu sorgen und demnächst nach vorheriger Prüfung deren Fest setzung und die Anweisung zur Auszahlung zu bewirken (a. a. O., 8 25). 14. Jede Baurechnnng muß nach der Reihenfolge des Etats aufgcstcllt werden, sodaß sie die Vollziehung des Etats klar nachweist. Wenn die Herstellung einzelner Arbeiten auf Kosten des Akkor danten durch dritte vollzogen wird, und die Attestate über die vor schriftsmäßige Herstellung vorkiegen, so sind die hierfür verausgabten, an der Akkordsumme in Abzug kommenden Kosten vor der Linie zn notieren und mit der Akkordsummc in Ausgabe zu bringen. Eine Ab weichung von der Akkordsummc ist vorkommenden Falls vollständig zu rechtfertigen (a. a. O., 8 26). 15. Der Baurechnnng müssen die erforderlichen Beläge beigefügt sein. Dahin gehören: 1. der fcstgestelltc Etat, welchem auch die nachträglich genehmigten Etats beigelegt sein müssen; 2. das Revisionsprotokoll; 3. die von dem Baubeamten attestierten Auszüge, Handwerks rechnungen und sonstigen entstandenen Beläge. Außerdem ist dafür Sorge zu tragen, daß die Verwertung der überflüssig oder unbrauchbar gewordenen Baumaterialien rechtzeitig statt findet und der Erlös in Einnahme überwiesen wird; (a. a. O., 8 27. Erl. d. Nass. Staats-Minist. v. 2. Okt. 1858. Verordn.-Bl. S. 187). 16. Hinsichtlich der in der Bekanntmachung des Konsistoriums vom 16. August 1880 erwähnten Genehmigung der Baupolizei ist zu bemerken, daß dieselbe sich in Nassau regelt nach der Verordnung vom 26. Dezember 1873 samt Nachtrag vom 9. März 1875, mit Aus nahme der Gemarkung der Stadt Wiesbaden. Hier gilt die besondere Banpolizeiverordnung vom 30. Dezember 1873. (Neg.-Amtsbl. 1873, S. 385 u. 1875, S. 99.)
[ 0.676666677, 0.5500000119, 0.6625000238, 0.9750000238, 0.3400000036, 0.4250000119, 0.3166666627, 0.8590000272, 0.8154545426, 0.7200000286, 0.8650000095, 0.7866666913, 0.65200001, 0.698333323, 0.7599999905, 0.7940000296, 0.7962499857, 0.7866666913, 0.7649999857, 0.7633333206, ...
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Einrichtung der Dienstkorrespondenz. 403 c. DienstKorrelpaiidenz. Für dcn Schriftcnwcchscl der Geistlichen in Dienstangelegenheiten gelten im allgemeinen die Normen, welche für die Dienstlorrespondesiz der Staatsbehörden gegeben sind. 1. Hiernach haben sich die Geistlichen dabei haltbaren Papiers von dem für alle Reichsbchördcn vorgcschricbcncm Format zu bedienen. Dasselbe soll 33 Centimetcr Höhe und 21 Centimcter Breite haben, unbeschadet des für Briefpapier, Tabelle» und etwaige sonstige Ausnahme- falle üblichen anderen Formats. Um der Portoersparnis willen ist zu beachten, das; ein Bogen mit Umschlag nicht mehr als 15 Gramm wiegt. Sie haben sich dabei deutlicher Schrift, besonders auch bei Unter zeichnung ihres Namens zu bedienen. (Minist.-Vcrf. vom 15. März 1877. K. A. 13. Minist-Jnstrult. v. 28. Nov. 1869. S. unten.) Während in der Fassung solcher Schriftstücke Verständlichkeit und humaner Ton erwartet lvird, sind für die äußere Form derselben gewisse allgemeine Vorschriften maßgebend. Dieselben sind entweder Verfügungen der oberen Behörden an die ihnen untergebenen oder umgekehrt Berichte dieser an jene, oder An sch reiben, Mitteilungen an Gleichgestellte. Die Form aller amtlichen Schriftstücke ist die, daß in der oberen linken Ecke der ersten Seite derselben die abscndende Behörde bezeichnet wird. Bei Berichten ist darunter der Hauptinhalt (der Betreff) kurz zu bezeichnen; darunter die Beziehung der veranlassenden Verfügung. Bei Berichten und Konzepten der Behörden ist der Bogen der Länge nach in der Mitte zu brechen und nur je die rechte Seite desselben zu beschreiben. Bei Erlassen an Untergebene, bei Anschrciben an andere Behörden oder an Privatpersonen aber wird die volle Seite beschrieben und nur links ein drei Finger breiter Rand gelassen. Die Anlagen werden da, wo sie im Text erwähnt sind, durch einen Querstrich auf der linken Vogenhälfte mit der Nummer der Anlage kenntlich gemacht. Unten auf der ersten Seite links steht die Adresse. Die Ordnungsnummer des Schriftstücks (nach dem Journal oder Gcschäftsmannal) kann hierunter, oben links unter der Angabe der abscndendcn Behörde, oder rechts unter dem Datum angebracht werden. Das Datum (Ort, Tag und Jahr) steht in der rechten Ecke der ersten Seite. In der Entfernung von einer Hand breit darunter
[ 0.5663636327, 0.3033333421, 0.5289999843, 0.7533333302, 0.400000006, 0.687142849, 0.5199999809, 0.3833333254, 0.5687500238, 0.9733333588, 0.7609090805, 0.7749999762, 0.7638095021, 0.6299999952, 0.375, 0.5981818438, 0.4566666782, 0.6657142639, 0.8050000072, 0.9966666698, 0.586...
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494 Die kirchlichen Gebäude. Sinne zu verstehen, als ob dadurch die in demselben enthaltene Bestiinlnnng: „daß die evangelische Kirche im Besitz und Genuß der für ihre Kultus- und Wohlthätigkeitszweckc bestimmten Anstalten, Stiftungen und Fonds verbleibt," hierdurch in Frage gestellt werden sollte. (Bcrf.-Urk. des Preuß. Staats vom 31. Jan. 1830, Art. 13. Gesetz v. 18. Juni 1875. S. oben S. 97 und 99.) Erster Abschnitt. Kirchliche Gegenstände. Diese bestehen teils aus Gebäuden, teils aus zu kirchlichen Zwecken bestimmten Gerätschaften. Erstes Kapitel. Die Gebäude. Dieses Kapitel wird einesteils die Bcstimmnng und Beauf sichtigung, andernteils die bauliche Unterhaltung der kirchlichen Gebäude behandeln. a. Bestimmung und Beaufsichtigung. Die der Kirche gehörigen Gebäude sind entweder unmittelbar oder mittelbar zu kirchliche» Zwecken bestimmt. Zn den crsteren ge hören die dem Gottesdienst gewidmeten Kirchen, Kapellen und Bet- häuser, zu den anderen die Wohnhäuser der Kirchenbeamten, namentlich die Pfarrhäuser, sowie andere in kirchlichem Besitz befindliche Gebäude, wie Schulhäuser, Leichenhäuser, Gehöfte, Mühlen und dcrgl. 1. Die Kirchen. 1. Die Kirchen, Kapellen, Bethäuser und Betsäle sind dem Kultus der Kirchengemeinde gewidmet, und jeder anderweitige Gebrauch derselben ist unzulässig, so lange diese ihre Bestimmung nicht ausdrücklich auf gehoben worden ist. Über die Einräumung eines Kirchengebändcs für einzelne nicht zu den Gcmcindcgottcsdicnstcn gehörige Handlungen, vorausgesetzt, daß dieselben der Bcstimmnng des Gebäudes nicht widersprechen, hat der Kirchenvorstand zu entscheiden. (K.-G.- n. S.-O., 8 15, Abs. 3.)
[ 0.4433333278, 0.5600000024, 0.7363636494, 0.6675000191, 0.5899999738, 0.2849999964, 0.7960000038, 0.6066666842, 0.6499999762, 0.3157142997, 0.4333333373, 0.3050000072, 0.7822222114, 0.7630000114, 0.6353846192, 0.5299999714, 0.7200000286, 0.6533333063, 0.6399999857, 0.6349999905...
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VennögcnsverwaNung in Nassau. 521 Überschlags auf die bcstimmtc» Termine vom Rechner bewerkstelligen zu lassen und zur Beseitigung von Hindernissen der Erhebung die ge eigneten Maßregeln zu treffen. Zahlungsausstandsgesuchc sind der Vor gesetzten Behörde einzureichen. 2. Ebenso ist bei den Ausgaben zu verfahren, und wenn diese den im Rechnungsüberschlage bewilligten Kredit überschreiten, ist die besondere Autorisation dazu cinznholcn. 3. In Fällen, wo ein zweifelhaftes Verhältnis wegen des Ver mögens oder der Vermögcnscinkünftc eines Fonds durch Prozeß ent schieden werden muß, ist die zustimmcnde Mitwirkung der Gcmcinde- vcrtrctnng und die Erlaubnis des Konsistoriums erforderlich. Ganz klare Schuldfordcrnngcn und Fälle, wo es unzweifelhafte Anwendung eines Vertrags oder Gesetzes bedarf, sind davon ansgcnomnicn und ist hierbei von der nächsten Verwaltungsbehörde das Nötige beim Gericht sofort cinznleiten. Ist der Prozeß gestattet, so hat ihn diese Vcrwal- tnngsbehördc mit allem Eifer, jedoch mit Vermeidung unnötiger Kosten zu betreiben. (K.-G.- n. S.-O., § 33, pos. 4. Gesetz v. 6. April 1878, Art. 34. S. o. S. 222, po8. 35.) I. In Nassau gelten außerdem für die einzelnen Gegenstände der Einnahmen folgende Bestimmungen: 1. Alle heimfällig gewordenen Erblcihcn sind dem Konsistorium mit einem Gutachten über die weitere Vcrwaltnngsart anzuzcigcn. Be vor hierüber die Entschließung erfolgt ist, darf eine neue Begebung nicht stattsinden. Beim Pfarrvermögen ist Erblcihe unzulässig. (Nass. Edikt vom 20./24. Januar 1816, § 11. Nass. Gcn.-Reg.-Rcskr. vom 25. April 1818.) 2. In der Regel soll die Selbstverwaltung der Güter nicht stattfinden. 3. Die zu verpachtenden Güter sollen ösfcnttichcr Verpachtung in der Regel unter folgenden Bedingungen ansgcsctzt werden: a. Die Pachtzeit ist gewöhnlich nicht unter drei Jahren zu be stimmen. b. Bei großen Gütern dürfen die Stücke und Stämme für ver schiedene Zeiten zur Verpachtung ansgcbotcn werden. c. Kleinere Güter sind thnnlichst in Parzellen ansznbictcn, größere werden in Stämme eingcteilt.
[ 0.4877777696, 0.6499999762, 0.612857163, 0.9466666579, 0.6045454741, 0.5266666412, 0.3933333457, 0.6660000086, 0.6185714006, 0.3366666734, 0.6814285517, 0.749333322, 0.3400000036, 0.8066666722, 0.9033333063, 0.3700000048, 0.7081817985, 0.3333333433, 0.6491666436, 0.7400000095, ...
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308 Die Begräbnisplatze. In das Verzeichnis der Begräbnisse sind solche Fälle einzutragen, bei welchen der Geistliche amtlich thätig gewesen ist, oder soweit dies bei Kindern in den ersten Lebensjahren nicht üblich ist, wenn ein Ein trag von den Eltern oder deren Stellvertreter gewünscht tvird. Die Verrichtung der geistlichen Handlung durch einen fremden Geistlichen steht in dieser Beziehung der Verrichtung des zuständigen Geistlichen gleich. (Konsist.-Verfüg. v. 31. Juli 1875, §11. S. unten'). 3. Die Begräbnisplätze sind zwar, nachdem die uni die Kirche her liegenden Kirchhöfe größerenteils nicht mehr im Gebrauch sind, meistens Eigentum der bürgerlichen Gemeinde, doch ist der Geistliche an der Aufsicht über dieselben beteiligt. Er hat sich deshalb mit der Ortsbehörde zu benehmen, nötigenfalls bei der dieser Vorgesetzten Be hörde Entscheidungen zu erwirken. Die Totenhöfe werden von der Civilgemeinde unterhalten und neu angelegt. Die letzteren sind alsdann auch ihr Eigentum, während die älteren der kirchlichen Gemeinde gehören. In Nassau werden ans den Konimunalkirchhöfen alle zur bürgerlichen Gemeinde gehörigen oder zur Zeit ihres erfolgten Todes im Bezirk derselben sich anfhaltenden christlichen Personen begraben. In Hessen sind die Gcinoindc-Totcnhöfe für alle Angehörigen der Civilgemeinde bestimmt; doch steht cs jeder Neligionsgemcinschaft frei, sich ans ihre Kosten besondere Begräbnis- Plätze anznlcgcn. Für den Transport einer Leiche an einen anderen Bcgräbnisplatz, als den am Sterbeort, ist die polizeiliche Erlaubnis und ei» „Leichenpaß" erforderlich. (Hess. Vcr. v. 16. Sept. 1804. Erl. d. Ob.-Konsist. v. 4. Mai 1841). Dem Konsistorium steht das Aufsichtsrecht über die für Evan gelische benutzten Totcnhöfe zu. Mit ihm ist in Kommunikation zu treten auch bei Anlegung von Koininnnal-Friedhöfen. Bei Anlage oder veränderter Benutzung von Bcgräbnisplätzcn ist die Gcnehmignng der staatlichen Aufsichtsbehörde erforderlich; dieselbe wird durch den Minister der gcistt. Angelegenheiten erteilt. (Ges. v. 6. Apr. 1878, Art. 32. Königl. Verordn, v. 19. Ang. 1878, Art. I. Min.-Verf. v. 27. Apr. 1886. K. A. S. 25). In Nassau müssen die neu anznlcgenden Totcnhöfe an einem schicklichen Ort, der keiner Überschwemmung ansgcsetzt ist, mindestens 500 m von den Wohnungen entfernt liegen. Die Größe muß der Orts
[ 0.573333323, 0.4799999893, 0.5325000286, 0.9150000215, 0.5099999905, 0.6663636565, 0.3400000036, 0.8136363626, 0.6800000072, 0.5683333278, 0.7139999866, 0.8025000095, 0.8266666532, 0.71714288, 0.7133333087, 0.9089999795, 0.5799999833, 0.5099999905, 0.6085714102, 0.6875, 0.592...
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338 Bestimmungen über den Lehrplan den Kindern durch eine verfehlte Behandlung verleidet und langweilig gemacht wird. Es wird daher nicht allein für die ersten Schuljahre eine wichtige Auswahl der vorznnehmenden biblischen Geschichten, sondern auch für die Dauer der ganzen Schulzeit die Behandlung derselben selbst vorzugsweise zu beachten sein. Vor allem ist durchweg streng darauf zu halten, daß in keinem Falle die Kinder die biblischen Ge schichten auswendig zu lernen haben, sondern daß dieselbe» durch gutes, auf gewissenhafter Vorbereitung des Lehrers beruhendes freies, im mög lichen Anschluß an das Bibelwort erfolgendes, anschauliches Vorerzählen, durch sachgemäße Zergliederung, durch taktvolle Erklärung unverständ licher Ausdrücke und durch sachliche Erläuterung dahin gebracht werden, ihr gewonnenes Verständnis der Geschichte klar und vollständig auszu sprechen und schließlich das nachzuerzählen, wovon sie durch ihre Mit- bcteiligung zu Angen- und Ohrenzeugen geworden sind. Daß bei den für Schüler der Oberklassen berechneten Sach- und Worterklärungen auch die Geschichte der mit dem auserwählten Volke in Berührung kommenden Völker, wie z. B. der Ägypter, Assyrcr, Perser, Syrer, Griechen, Römer in ihren zum Verständnisse der heiligen Ge schichte notwendigsten Zügen veranschaulicht werden muß, und daß eine allgemeine und übersichtliche Kenntnis des heiligen Landes nach seinen orographischen und hydrographischen Verhältnissen, sowie nach seiner politischen Topographie, seiner Fauna und Flora, und daß ferner die einfachsten Elemente der heiligen und profanen jüdischen Archäologie den Schülern zu vermitteln sind, ist besonders hervorzuhebcn — doch sind diese Notizen nicht in fortlaufender Reihenfolge, sondern nur bei Gelegenheit der dazu Anlaß bietenden einzelnen Geschichten zu geben. Als Lehrmittel zur Veranschaulichung sind überall gute Wand karten von Palästina, und wo die Mittel der Gemeinde es gestatten, auch gute biblische Bilder bereit zu stellen. Das Bibellcscn soll naturgemäß im engen Anschluß und in innerem Zusammenhang mit dem biblischen Geschichtsunterrichte Vor kommen, wodurch alsdann die Auswahl der biblischen Lescstücke aus den historischen, prophetischen und Lehrbüchern der heiligen Schrift planmäßig bestimmbar wird. Es ist selbstverständlich, daß nur solche Bibelabschnitte zu Lcse- stückcn gewählt werden dürfen, welche leicht verständlich und durch eine einfache Erklärung den Kindern zugänglich gemacht werden können.
[ 0.4966666698, 0.5066666603, 0.2949999869, 0.646666646, 0.5674999952, 0.6000000238, 0.8371428847, 0.6299999952, 0.8824999928, 0.6111111045, 0.4799999893, 0.7422222495, 0.5166666508, 0.6000000238, 0.7685714364, 0.9139999747, 1, 0.6875, 0.6460000277, 0.7760000229, 0.6949999928, ...
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252 Prüfung pro ministerio. 3. ein Kirchen- und Sittenzengnis des Ortspfarrers. tz 9. Die Kandidaten, welche nicht zwei Semester hindurch Mit glieder des theologischen Seminars zu Herborn gewesen sind, haben vor ihrer Zulassung zur Prüfung pro ministerio den Nachweis zu liefern, daß sie entsprechend dem Ministerialrescript vom 30. Januar 1842 an dem pädagogischen Kursus eines Lehrerseminars tcilge- nommen, die Mitglieder des theologischen Seminars dagegen ein Zeugnis des Seminardirektors zu Herborn vorzulegen, daß sie an dem mit Ge nehmigung des Herrn Ministers der geistlichen Angelegenheiten daselbst eingerichteten pädagogischen Kursus mit Erfolg teilgcnommcn haben. 8 10. Zum Zwecke der schriftlichen Prüfung erhält der Examinand vom Konsistorium durch seinen ihm Vorgesetzten Dekan die Aufgaben zur schriftlichen Bearbeitung unter Angabe des streng einzuhaltenden Ab lieferungstermins. Die Aufgaben bestehen in: 1. einer lateinischen Abhandlung theologischen Inhalts, 2. einer deutschen Abhandlung theologischen Inhalts, 3. einer Predigt über einen gegebenen Text, 4. einer in Fragen und Antworten abgefaßtcn Katechisation über einen gegebenen Text. Die vom Verfasser benutzten litterarischen Hülfsmittel sind ge wissenhaft anzugeben. Außer diesen schriftlichen Arbeiten sind in Verbindung mit der mündlichen Prüfung zwei Klausurarbeiten ohne Benutzung von Hülfs- Mitteln anzufertigen, welche in der Interpretation eines neu- oder alt- testamentlichen Abschnittes und in der Abfassung eines Predigtentwnrfs bestehen. § 11. Die Prüfung pro ministerio wird in Wiesbaden von den geistlichen Mitgliedern des Konsistoriums unter dem Vorsitze des Generalsupcrintendentcn mit Zuziehung eines Professors der Theologie vom Seminar zu Herborn oder einer preußischen Universität und dreier von der Bezirkssynode zu wählenden geistlichen Mitglieder der selben gehalten. Die Gegenstände der Prüfung werden von dein Vorsitzenden der Prüfungskommission unter die Mitglieder verteilt. Die Prüfung dauert in der Regel drei Tage. Der erste Tag ist den Klausurarbeiten ge widmet, der zweite und die Hälfte des dritten der mündlichen Prüfung
[ 1, 0.7957142591, 0.573333323, 0.7690908909, 1, 0.6299999952, 0.6825000048, 0.4833333194, 0.8446153998, 0.5333333611, 0.8469230533, 0.3199999928, 1, 1, 0.5818181634, 0.6800000072, 0.8019999862, 1, 0.8774999976, 0.7262499928, 0.8933333158, 0.675714314, 0.6266666651, 0.827...
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Bürgerliche Rechte. 465 rufes, oder in Beziehung auf diesen kann jedoch der Strafantrag, außer von ihm selbst, auch von der Vorgesetzten Behörde erhoben werden. Der dies bcstiinnicnde 8 196 des Reichs-Straf-Gesctzbuchs lautet: „Wenn die Beleidigung gegen eine Behörde, einen Beamten, einen Religionsdiencr oder ein Mitglied der bewaffneten Macht, während sic in der Ausübung ihres Berufes begriffen sind oder in Beziehung auf ihren Beruf begangen ist, so haben, außer den unmittelbar Beteiligten auch deren amtliche Borgesetztc das Recht, den Strafantrag zu stellen." Das Gleiche gilt nach § 232 von der Verfolgung leichter vor sätzlicher, sowie aller durch Fahrlässigkeit verursachten Körperverletzungen. (Straf-Gesetzbuch für das deutsche Reich v. 15. Mai 1871. R.-Ges.-Bl. S. 127.) 2. Erleichterung der Ariegsdienstpflicht. Durch die Reichsgesetzgebnng ist die frühere allgemeine Befreiung der Geistlichen vom Kriegsdienst aufgehoben; doch kann in besonderen Fällen die Zurückstellung oder Befreiung einzelner Militärpflichtiger erfolgen. In dieser Hinsicht wird durch das Reichs-Militärgesetz vom 2. Mai 1874 bestimmt: 8 22. Die ausnahmsweise Zurückstellung oder Befreiung Militär- pflichtiger vom Dienste im Frieden kann durch die oberste Instanz für Ersatz-Angelegenheiten des betreffenden Bundesstaates verfügt werden, wenn in einzelnen Fällen besondere, in diesem Gesetze nicht ausdrücklich vorgesehene Billigkeitsgründe die Zurückstellung oder Befreiung recht- fertigen. Die Zurückstellung oder Befreiung ganzer Berufsklassen auf Grund der vorstehenden Bestimmungen ist unzulässig. Durch Verheiratung eines Militärpflichtigen können Ansprüche ans Zurückstellung nicht begründet werden. 8 65. Reichs-, Staats- oder Kommunalbeamte, sowie Angestellte der Eisenbahnen, welche der Reserve oder Landwehr angehöre», dürfen für den Fall einer Mobilmachung oder notwendigen Verstärkung des Heeres hinter den ältesten Jahrgang der Landwehr zurückgestellt wer den, wenn ihre Stellen selbst vorübergehend nicht offen gelassen werden können und eine geeignete Vertretung nicht zu ermöglichen ist.
[ 0.4781818092, 0.6514285803, 0.3300000131, 0.8083333373, 0.5149999857, 0.7200000286, 0.628888905, 0.4133333266, 0.6750000119, 0.5674999952, 0.4966666698, 0.5066666603, 0.7375000119, 0.6480000019, 0.4499999881, 0.8433333039, 0.6385714412, 0.4724999964, 0.6533333063, 0.8999999762,...
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Die Geistlichcn-Witwcn- und Wuisenkaffc. 613 b. Der Ccntral-Witwen- und Waisenfonds der Geistlichen. Zur Versorgung der Witwen und Waisen von Geistlichen besteht der Central-Witwcn- und Waisenfonds derselben. Die Wirk samkeit dieses ursprünglich nassauischen Fonds wurde ans den ganzen Bezirk gesetzlich ausgedehnt. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 8. Staats und Kirchengesetz v. 28. März 1883.) 1. Dieser Fonds ist gebildet 1. aus sämtlichen früher in Nassau bestandenen Distrikts-Pfarr- Witwenfonds; 2. aus dein Gewinne, welcher sich aus dein Verlage der Kirchen agenden, der Katechismen, anderer Neligionslehrbücher und der Gesangbücher ergiebt; 3. aus den Beiträgen der Pfarrer, welche sämtlich — mit Vor behalt der im Kirchengesctz v. 28. März 1883, § 7 erwähnten Geistlichen — ohne Unterschied, ob sie verheiratet sind oder nicht, an diesem Institute teilzunehmen verbunden sind. Die Beiträge derselben zerfallen: a. in die Eintrittsgelder für Neuangestellte im Betrag von 85 Mark 71 Pfennig. Es ist gestattet, diese entweder auf einmal bar, oder in einer Schuldverschreibung zu erlegen, oder sie in fünf Jahresterminen und bis dahin verzinslich abznführen; b. in jährliche Bcitragsgelder, welche bei Konstituierung des Instituts auf ein Prozent festgesetzt waren, in der Folge aber auf zwei Prozent erhöht wurden. Sie werden in Quartalraten abgeführt. 4. Der zur Berichtigung der jährlichen Pensionen Iveiter erforder liche Zuschuß wird auf den Centralkirchenfonds übernommen. Die Obliegenheiten des Fonds ergeben sich aus der oben ange- führten Pensionsordnung für Witwen und Waisen der Geistlichen, wozu noch die Kosten seiner Verwaltung treten. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 8, 19. Nass. Gen.-Reg.-Reskr. v. 14. April 1821. Nass. Minist.- Verf. v. 30. Nov. 1852 und v. 31. März 1853. Nr. 38601.) 2. Die Verwaltung dieses Fonds ist einem besonderen Ausschüsse übertragen, welcher aus dem Generalsnperintendenten und drei von 40
[ 0.3133333325, 0.552631557, 0.2166666687, 0.4925000072, 0.8766666651, 0.8450000286, 1, 0.647333324, 0.6566666961, 0.6563636661, 0.75, 0.7350000143, 0.8266666532, 0.5199999809, 0.7300000191, 0.8866666555, 0.4799999893, 0.5183333158, 0.6566666961, 0.7645454407, 0.5757142901, 0...
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im Kreis Biedenkopf. 561 Ausgaben. S>^ § J b5 a Beschreibung der Ausgaben. Der I Eta setzt M. 3.. n: Pf. Annahme fü den Kirchen vorstand. M. I Pf. 18... durch die obere Kirchen- behörde. M. , Pf. Ordentliche Ausgaben. 29. Grundlastcn und ständige Zinsen .... 4 26 4 26 30. Öffentliche Abgaben. 8 1. Landcsstcncrn 3 — 3 — § 2. Gcmeindelasten 4 — 4 — 31. Brandvcrsichcrungsgcldcr 150 — 150 — 32. Kapitalzinscn (Betrag des Kapitals Mk. • ■ • ■ Pf-) — — — — 33. Gerichtskosten 9 — 6 — 34. Kirchenbücher. Regierungsblatt. Zeitung. Buchbinderlohn 55 — 55 — 35. Schreibmaterial-Vergütung für den Kirchen- Vorstand 45 — 45 — 36. Gehalt der Gebühren des Rechners . . . 300 — 300 — 37. Speichermiete und Lohn für Ein- und Ans- messen der Früchte — — — — 38. Besondere Belohnungen und Gebühren, Tage- gelber, Reisekosten 118 — 18 — 39. Botcnlobn, Postgcld, Berkündignngskostcn . 12 — 18 — 40. Besoldungen der Pfarrer •. 1671 89 1635 89 41. Besoldungen der Schullehrer 216 6 216 6 42. Gehalte der Kirchendiener, Organisten, Glöckner rc 153 — 153 — 43. Pensionen — — — — 44. Miete von Gebäuden zum Gottesdienste. . — — — — 45. Brot und Wein zur Kommunion .... 180 — 170 — 46. Wachs, Lichte, Öl, Weihrauch u. dgl. . . — — — — 47. Ankauf und Unterhaltung von Kirchengcrätcn und kirchlichen Büchern 10 — 10 — 48. Ankauf und Unterhaltung von Tüchern und Bahren zu Beerdigungen — — — — 49. Verwendung zu Schnlzmccken 82 52 82 52 50. Unterstützungen von Armen und Kranken . 131 65 146 65 51. Unterhaltung der Kirche und deren Umgebung 90 — 240 — 52. „ „ Pfarrgebäude 375 — 355 — 53. „ „ Schulgebäude — — — — 54. „ „ Wohnungen von Kirchen- dienern — — — — 55. „ „ Orgeln, Uhren, Glocken . 40 — 30 — 56. „ „ Kirchen- und Bcsoldungs- güter 50 — 20 — 57. Waldknltnrkostcn und Beiträge zur Besoldung der Forstdiener — — — — 58. Zuschuß in andere Kassen 298 60 303 60 59. Unbeibringlichc Posten, Nachlässe, Münzverlust 3 — 3 — 60. Betriebskapital 86 — 800 — 61. Reservefonds für unvorhergesehene Fälle 17 42 50 54 Summa der ordentlichen Ausgaben . 4105 40 4819 52 |
[ 0.9750000238, 0.6600000262, 0.6354545355, 0.4133333266, 0.5411111116, 1, 0.5199999809, 0.2599999905, 0.3950000107, 0.3400000036, 0.7141666412, 0.3300000131, 0.6344444156, 0.5166666508, 1, 0.6800000072, 0.8220000267, 0.7649999857, 0.4300000072, 1, 0.646666646, 0.5542857051, ...
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328 Bildung dcs Schulvorstands selben entziehen und einem benachbarten Geistlichen überweisen. (Gcn.- Reg.-Reskr. v. 28. Ang. 1857). 2. Die Geschäfte werden teils kollegialisch behandelt in den Sitzungen des Schulvorstandes, welche vierteljährlich stattznfinden haben, in größeren Orten alle 6 Wochen, und wobei wenigstens 3 Mitglieder anwesend sein müssen; teils vom Dirigenten allein. Dieser besorgt alle Schreibereien und unterzeichnet namens dcs Vorstandes. Bei den die Lehrmethode und die Art des Unterrichts be treffenden Sachen geschieht dies nach Benehmen mit den anderen Geist lichen dcs Schulvorstands. Außerordentliche Versammlungen ordnet der Vorsitzende an. In eilenden Sachen verfügt er das Geeignete unter seiner Verantwortlichkeit und der Verpflichtung des Eintrags ins Protokoll und dcs Vortrags bei der nächsten Sitzung. Der Schulvorstand führt ein eignes Geschäftsprotokoll, welches folgende Einrichtung hat: GcschiiflsprololroU des Schulvorstandes zu N. im Jahre 18 . . H r- s dcs Erlasses oder Berichtes Gegenstand und Inhalt desselben. dcs Berichtes oder Erlasses Registra- tnrfach. Datum. Eingang. Datum. Inhalt. (Nass. Jnstrukt. für den Ortsschnlvorstand, 1817. Gen.-R.-Reskr. v. 26. Jan. 1858). II. In den ehedem Hcsscndarmstädtischen Gemeinden sind die Elementar- oder Volksschulen entweder Konfcssions- oder Gc- meindeschnlcn; diese werden von den Kinder» der Mitglieder einer Civil- gemeinde ohne Unterschied der Konfession besucht. Solle» bisher be standene Konfcssionsschulen in Gemeindcschulen umgewandelt werden, oder umgekehrt, so ist dazu eine besonders zu konstituierende Versamm-
[ 0.6899999976, 0.5957142711, 0.6166666746, 0.6228571534, 0.5416666865, 0.7233333588, 0.8433333039, 0.8059999943, 0.4033333361, 0.7163636088, 0.9218181968, 0.8066666722, 0.7981818318, 0.6499999762, 0.8166666627, 0.7325000167, 0.8700000048, 0.8999999762, 0.8566666842, 0.6344444156...
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Vermögensverwaltung in Hessen. 523 7. Aktiv-Kapitalien werden nur gegen gerichtliche Hypothek, oder ans inländische Staatspapicre, oder der nassauischen Sparkasse verliehen. — Wenn ein Schuldner in Vermögensverfall gerät oder zweijährige Zinsen auflanfen läßt, so muß ihm gekündigt werden. Die Verwaltung, welche die Befolgung dieser Vorschrift unterläßt, ist für den daraus entstehenden Verlust verantwortlich. Die auf den Inhaber lautenden Wertpapiere sind außer Kurs zu setzen. 8. Die Verwertung der Fruchtgefälle in Bar soll thunlichst vor Ablieferung derselben erfolgen. Dieselben können entweder versteigert, oder nach dem Frnchtprcise zu Martini an den Dcbcntcn selbst ver kauft werden. — Werden die Früchte aber eingeliefert, so müssen sic öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Die Zahlung muß alsdann vor der Ablieferung erfolgen und muß die Frucht binnen 8 Tagen abgcholt sein. 9. Alle von den Fondsvcrwaltungcn angeordnetcn Arbeiten und Lieferungen müssen, wo es die Natur der Gegenstände zuläßt, öffentlich ausgcbotcu werden. Diese Grundsätze erleiden je nach den Lokalverhältnissen geeignete Modifikationen. (Nass. Ed. v. 5./6. Jan. 1816, § 9 u. 10. Dcsgl. V. 20./24. Jan. 1816, § 30 n. 31, 40-42.) II. In Hessen. A. Bei den ehemals hessen-darmstädtischen Gemeinden. 1. Auch hier sollen alle Verkäufe, Vertauschungen und Verpach tungen von Kirchcngnt, Verkäufe von Erträgen des Kirchenvermögens, alle um Lohn zu verrichtenden Arbeiten und Lieferungen in der Regel durch öffentliche Versteigerung erfolgen. Dieser Versteigerung muß ein Überschlag oder eine Abschätzung von dazu verpflichteten Personen vorans- gchcn und bei Fruchtverstcigerungen der laufende Preis zn gründe gelegt werden. 2. Der Kirchenvorstand kann, sofern nicht eine höhere Genehmigung erforderlich ist, eine Versteigerung dann genehmigen, wenn sic vorschrifts mäßig vollzogen ist, und ihr Resultat dem Überschlag, Taxatnm oder laufenden Preis entspricht. Ist dies nicht der Fall, so ist dafür höhere Genehmigung einzuholcn. 3. Nur ausnahmsweise sollen in bezug auf Verwaltnngsgegcnstände Verträge aus freier Hand dann abgeschlossen werden, wenn die höhere
[ 0.5878947377, 0.6850000024, 0.791428566, 0.8500000238, 0.8849999905, 0.6206250191, 0.5466666818, 0.6600000262, 0.5780000091, 0.5233333111, 0.5411111116, 0.7275000215, 0.5799999833, 0.7854545712, 0.6321428418, 0.6524999738, 0.8466666937, 0.7416666746, 0.7244444489, 0.6850000024,...
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648 Form des Austritts aus der Kirche. 4. Die Aufnahme der Austrittserklärung darf nicht vor Ablauf von vier Wochen und spätestens innerhalb sechs Wochen nach Eingang des Antrags zu gerichtlichem Protokoll stattfinden. 5. Die Anberaumung eines Termins zur Aufnahme der Ans trittserklärung findet nicht statt. 6. Es steht dem Antragsteller frei, sich an jedem Geschäftslage, welcher in die 14 tägige Frist fällt, zur Abgabe der Anstrittscrklärnng an der Gcrichtsstelle zu melden. 7. Erfolgt die Meldung rechtzeitig, so nimmt der Richter die Austrittserklärung zu Protokoll und veranlaßt die Zustellung einer be glaubigten Abschrift des Protokolls an den Vorstand der Kirchengcmcindc. 8. Über die beiden Zustellungen an den Vorstand der Kirchen- gemeinde werden Bescheinigungen zu den Akten gebracht. 9. Eine Bescheinigung des Austritts wird dem Ausgetretenen ans Verlangen erteilt. 10. Verlangt der Antragsteller eine solche Bescheinigung über den von ihm erklärten Austritt, so wird ihm dieselbe nach folgendem For mular erteilt, und daß dies geschehen, unter dem Protokoll vermerkt. Formular. „D hat laut Protokolls vom seinen Austritt aus der Religionsgemeinschaft der (seinen Übertritt von der Religionsgemeinschaft der ) unter Beobachtung der durch das Gesetz vom 14. Mai 1873 vorgeschricbcncn Form erklärt. Zum Beweis dessen ist die vorliegende Bescheinigung ausgefertigt worden. (Datum, Siegel und Unterschrift des Gerichts.) 11. Die auf Austrittserklärnngen bezüglichen Verhandlungen werden nach der Reihenfolge zu einem besonderen Aktenstücke gebracht. Dasselbe ist mit einem alphabetischen Register versehen, in welchem die Namen der ans der Kirche ausgetretenen Personen fortlaufend ein getragen werden. 12. Die Anstrittscrklärnng bewirkt, daß der Ausgetretene zu Leistungen, welche auf der persönlichen Kirchen- oder Kirchcngcmeindc- Angehörigkcit beruhen, nicht mehr verpflichtet ist. 13. Diese Wirkung tritt erst mit dein Schlüsse des auf die Ans trittscrklärnng folgenden Kalenderjahres ein. 14. Zn den Kosten eines außerordentlichen Baues, dessen Not wendigkeit vor Ablauf des Kalenderjahres, in welchem der Austritt aus
[ 0.4333333373, 0.6499999762, 0.5933333039, 0.704444468, 0.5466666818, 0.5133333206, 0.5057142973, 0.7450000048, 0.7533333302, 0.5862500072, 0.6100000143, 0.930555582, 0.5899999738, 0.5600000024, 0.5099999905, 0.4983333349, 0.4333333373, 0.7850000262, 0.5333333611, 0.7900000215, ...
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474 Umtsbcfugliifle. gleichmäßig ist lind daß die Geistlichen sich auch sonst einer anständigen, ihrem Amte angemessenen Kleidung bedienen. (Nass. Bischöfl. Erlaß v. 7. Mai 1838 und Vers. v. 7. Juni 1838.) 3. Die Geistlichen haben die Mitanfsicht auf Erhaltung der äußeren Kirchcnzncht nach Maßgabe der darüber bestehenden Bc- stimmungc». (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 12 u. 16.) 4. Sie haben die Befugnis» Kirchendienern jeder Art Auf träge zu erteilen und in Gemeinschaft mit dem Kirchenvorstande Zurechtweisungen 'in Dienstsachen zu geben. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 1, 2 u. 10. Großh. Hess. Landesh. Verordn, v. 2. April 1841.) 5. Sic sind berechtigt, vom statutarischen Alter zur Konfirmation Dispensation zu erteilen, innerhalb der ihnen ordnungsmäßig zngc- wicsenen Schranken. (Nass. Gen.-Reg.-Reskr. vom 28. März 1818. Großh. Hess. Jnstruktr. v. 8. Jan. 1854. Vers. d. Reg. u. d. Konsist. v. 5. Aug. 1884.) 6. Sie sind befugt, die Verwandten anderer Religionsbekenntnisse in die Gemeinschaft der evangelischen Kirche aufzunehmen, unter Wahrung der gesetzlichen Bestimmungen über den Austritt aus einer Kirchengemcinschaft. (Ges. v. 4. Mai 1873. Nass. Gen.-Reg.- Reskr. vom 21. Jan. und 27. Okt. 1829. Nass. Bischöfl. Erl. vom 27. Scpt. 1852.) 7. Sic haben die Sittenaufsicht innerhalb ihres Amtsbezirks zu sichren und die daraus herfließende Befugnis, den Gliedern ihrer Ge meinde die deshalb nötig erscheinenden Belehrungen, Ermahnungen und Verweise zu erteilen. Letztere gelten dann im Sinne des Gesetzes nicht als Beleidigungen. (Nass. Ed. vom 8. April 1818, 8 12. Reichs- Gesetzbuch, Z 193.) 8. Sie haben teilzunehmen an der kirchlichen Vermögens- Verwaltung nach den hierüber bestehenden Vorschriften. (Nass. Ed. v. 8. Okt. 1818, § 1 u. 12.) 9. Ihnen steht die Mitaufsicht über die Schulen ihres Bezirks zu, namentlich über den in denselben erteilten evangelischen Religionsunterricht. (Nass. Ed. v. 24. März 1817, 8 l3. Konsist.- Berf. v. 13. Juli 1880.) 10. Sie sind befugt, sich um die vom Konsistorium zur Wieder besetzung ausgeschriebenen Pfarrstellen zu bewerben. (K.-G.- u. S.-O., ß 51.)
[ 0.5666666627, 0.6456249952, 0.5472727418, 0.8933333158, 0.5299999714, 0.2633333206, 0.6633333564, 0.7863636613, 0.9125000238, 0.5575000048, 0.5320000052, 0.7239999771, 0.7858333588, 0.8080000281, 1, 0.7549999952, 0.7287499905, 0.825555563, 0.7416666746, 0.9133333564, 0.572000...
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der Pfcirr-Registratur. 419 10. Die Betriebsbücher. Matrikel. Wählerliste. Mischehenvcr- zeichnis. (Familienbuch.) Protokollblich des Kirchenvorstandes und der Geineindevertretnng. Das Gcschäftshandbuch des Geistlichen. Die Rechnungskontrolle desselben. Die Pfarrchronik. 11. Die Kirchenbücher, Tauf-, Trau-, Beerdignngsvcrzeich- nisse nebst Registerband. Konfirmandenverzeichnis. Die älteren Kirchen bücher und Civilstandsregister. Das Dienstsiegel. 12. Bücher, welche auf Kirchenkostcu angeschafft sind. Das kirchliche Amtsblatt. Das Amtsblatt der Regierung. Die früheren Vcr- ordnnngsbände. Synodalverhandlungen u. a. 13. Auszüge und Bescheinigungen. Eheschließungsbcschei- nigungen des Standesamts. Gcburts-, Aufgebots-, Beerdigungsscheine desselben. Taufscheine und Dimissorialien. 14. Besondere Urkunden. Alles, was in den angegebenen Rubriken nicht vorkommt. Varia und laufende Sachen. 15. Die Tauf- und Abendmahlsgefäße der Kirche, Gefäße für Krankenkommunionen rc. können in einem besonderen Fache des Registraturschrankes aufbewahrt werden, indem deren Bewahrung dem Pfarrer allein zukommt und er dafür verantwortlich ist. 16. Eine besondere Aufsicht muß der Aufbewahrung der Wert papiere der Kirche und Pfarrei, sowie anderer damit verbundener Stiftungen gewidmet werden. Dieselben sind jedenfalls im Pfarrhause, entweder in besonderem Behältnis, einem feuer- und diebssicheren Schrank, oder in einem verschließbaren Fache des Registraturschrankes niederzulegeu. Dieselben sind unter doppeltem Verschluß zu halten. Der Pfarrer führt den einen und ein Mitglied des Kirchenvorstands den anderen Schlüssel. Beide dürfen nur gemeinschaftlich die Papiere einlegen und herausnehmen. (Nass. Gen.-Reg.-Reskr. v. 15. Jan. 1820.) Bei der Kirchenvisitation wird die Ordnung dieser Registratur besonders untersucht. (Jnstrukt. v. 30. April 1884, III 5. S. oben S. 187.) 2. Die Dekane haben außer ihrer Pfarrei-Registratur auch noch eine Dekanats-Registratur zu führen, worin die bei der Dekanats- Verwaltung vorkommenden Schriftstücke aufbewahrt werden. Während für Nassau amtliche Vorschriften über die Einrichtung
[ 0.4799999893, 0.6610526443, 0.7200000286, 0.7699999809, 1, 0.9033333063, 0.7788888812, 0.8991666436, 0.8453845978, 0.9533333182, 0.6673333049, 0.6442857385, 0.6333333254, 0.9088235497, 0.6966666579, 0.6133333445, 0.8769999743, 0.9733333588, 0.7305882573, 0.6233333349, 0.72166...
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Reglement des KommunallaiidtagS. 701 Reglement zur Ausführung der Gesetze vom 13. März 1878, clo 27. März 1881 und 23. Juni 1884, betr. die Unterbringung verwahr loster Kinder. tz 1. Die Unterbringung der zur Zwangserziehung überwiesenen Kinder hat nicht den Charakter einer Strafe; die Kinder sollen vielmehr in Gottesfurcht und Sitte erzogen, zur Ordnung angehalten und befähigt werden, ihren Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit zu er werben. tz 2. Die Unterbringung erfolgt direkt oder durch Vermittelung von Vereinen auf Grund des Beschlusses des Vormundschaftsgerichtes durch Überweisung: a. vorzugsweise an rechtschaffene Familien, d. an geeignete Erziehungs- und Rettungsanstalteu. 8 3. Die Landräte bezw. in Stadtkreisen die Geineindevorstände reichen den auf Unterbringung gerichteten Beschluß des Vormundschafts- gerichtcs nebst den von demselben mitgeteilten Untersuchungsaktcu dem Laudcsdircktor ein und äußern sich gleichzeitig oder baldmöglichst nach Einsendung des Beschlusses auf Grund näherer Nachweisuugen, ins besondere eines Berichtes der Ortsbehörde, nach Maßgabe des diesem Reglement anliegenden Fragebogens über die Art der Unterbringung des Kindes unter Beifügung der Geburtsurkunde, des Impf- bezw. Wiederimpfscheines und des Schnlentlassnngszeugnisscs. 8 4. Der Landesdirektor entscheidet über die Art, bezw. den Ort der Unterbringung. Er teilt die getroffene Entscheidung dein Landrate bezw. dem Gemcindcvorstandc des Einlicscrungskrciscs unter dem Er suchen mit, die Beschaffung der vorschriftsmäßigen Ausstattung (8 5) und die Überführung in die bczcichncte Pflcgcstclle zu veranlassen und Bescheinigung darüber einzusendcn. Dem Landratc bezw. dem Geineindevorstände des Kreises, inner halb dessen die Unterbringung erfolgt, dem Vormundschaftsgerichte, dem zuständigen Geistlichen und dem Waisenrate der Pftcgcstcllc ist von dem Landesdirektor sowohl von der Unterbringung, wie später von der Entlassung der zur Zwangserziehung überwiesenen Kinder Kenntnis zu geben,
[ 0.3544444442, 0.5233333111, 0.5827777982, 0.9366666675, 0.8111110926, 0.5633333325, 0.8439999819, 0.5, 0.6014285684, 0.7933333516, 1, 0.8299999833, 0.6439999938, 0.5, 0.6566666961, 0.7925000191, 0.9075000286, 0.5666666627, 0.6666666865, 0.9800000191, 0.8059999943, 0.8240000...
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332 Der Schulvorstand i» den Homburger Gemeinden. Ir. Er berät bei Aufstellung des Geinciudcbudgcts die Leistungen wegen des Schulbauwesens und anderer Schulbedürfnisse und übcrgicbt seine Verhandlungen hierüber dem Bürgermeister. l. In Gemeinden, in welchen Mennoniten oder Israeliten eigne Volksschulen haben, ist ein auf Vorschlag der ständigen Mitglieder des Schulvorstandes vom Schnlinspektor ernanntes Mitglied solcher Rcli- gionsgemeinschaft demselben beizngeben, welches an den Beratungen über Angelegenheiten solcher Schulen teilzunehmen hat. Der so ge bildete Schulvorstand hat übrigens in Beziehung auf diese Schulen die gleichen Funktionen, wie der Schulvorstand überhaupt. m. Der Vorsitzende kann dem Lehrer einen achttägigen Urlaub bewilligen, hat aber den Schulvorstandsmitgliedcrn davon Nachricht zu geben. (Hess. Jnstr. f. d. Orts-Sch.-Vorst. v. 20. Juni 1832). III. In den ehedem Hessen-Homburg er Gemeinden. Hier ist die Volksschule auch entweder Gemeinde- oder Konfes sionsschule. Über etwaige Umwandlung der einen in eine andere ent scheidet der Landesherr. Nächste Behörde zur Leitung und Beaufsichtigung der Schule ist die Ortsschulkommission. Ständige Mitglieder derselben sind: der oder die Ortsgcistlichcn der Konfession der Schule und der Bürgermeister. Die unständigen Mitglieder werden vom Gcmeindcvorstand womöglich aus dessen Mitte auf drei Jahre gewählt. Bei Gemeinden bis zu tausend Seelen sind deren mindestens zwei, bei größeren vier. Dieselben müssen der Kon fession der Schule angehörcn; bei gemischten Schulen ist von jeder Konfession einer oder im Verhältnis der Konfessionen zu wählen. Ist im Gemeindevorstand kein Mitglied der anderen Konfession, so wählt derselbe einen anderen Ortsbürger dieser Konfession in dic Schnlkommission. Die Lehrerstellcn werden ausgeschrieben; aus den Bewerbern wählt die Regierung drei aus und teilt die Namen derselben der Orts schulkommission zu gutachtlicher Äußerung mit, worauf dann die Re gierung bei der Ernennung Rücksicht zu nehmen hat. Den geistlichen Mitgliedern ist die Aufsicht über den Unterricht übertragen. Sic sollen daher die Schule häufig besuchen und es ist ihnen die Beobachtung und Leitung des Lehrgangs zur Pflicht gemacht. Der Geistliche, bei mehreren der älteste, hat den Vorsitz und die Ge-
[ 0.8199999928, 0.2899999917, 0.6261538267, 0.5199999809, 0.3933333457, 0.6988888979, 0.5460000038, 0.7433333397, 0.2450000048, 0.6200000048, 0.5400000215, 0.4436363578, 0.7266666889, 0.5062500238, 0.7533333302, 0.625, 0.6060000062, 0.6666666865, 0.737857163, 0.3666666746, 0.76...
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Handhabung dcr Disziplin durch inoralischc Einwirkung. 481 c. Handhabung der Disziplin. Diese wird geübt teils durch moralische Einwirkung, teils durch eigentliche Strafen. 1. Die moralische Einwirkung. Wenn auch die kirchliche Disziplin die Anwendung äußerer Straf- ruitlcl gestattet und fordert, so soll doch ihr erstes und wesentliches Element das Gebiet moralischer Einwirkung sein, wozu auch die Disziplinarniittel dcr Ermahnung und Verwarnung zu zählen sind. Namentlich wird beim Stande der Geistlichen vorausgesetzt, daß sic in dcr Anschauung von dcr Herrlichkeit ihres Berufes schon das stärkste Motiv zu treuer und gewissenhafter Erfüllung desselben finden und dcr Anregung dazu von außen her um so weniger bedürfen, als sic selbst Lehrer und Muster reiner Pflichterfüllung und christlichen Lebenswandels sein sollen. Die Disziplinareinrichtung aber soll dcr allgemeinen menschlichen Schwäche entgegenwirken. (Nass. Gcn.-Rcg.- Reskr. v. 25. April 1818.) Zu der von den Dekanen, als nächsten Vorgesetzten dcr Pfarrer, zu führenden Aufsicht ans deren Amtsführung gehört außer dcr eigent lichen Dienstführung dcr Geistlichen auch deren fortgesetzte wissen schaftliche Bildung und ihr ganzes sittliches Betragen in allen Lcbcns- verhältnissen. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, § 14. Hess. Org.-Ed. v. 6. Juni 1832, Art. 13.) Die Pflicht des geistlichen Vorgesetzten ist, die Pfarrer und Kandi daten seines Aufsichtskreises vor Fehlern und Verirrungen zu bewahren, und wo solche wirklich vorgefallcn sind, sogleich Gelegenheit zu suchen, mit dem Fehlenden offen und freundlich darüber zu reden, seine Ver teidigung zu hören und ihm die etwa nötigen Warnungen und Zurecht weisungen zu erteilen, wohl auch mit Ernst und geistlicher Würde, jedoch stets mit Humanität, solche Fehler zu ahnden. (Nass. Gcn.-Neg.-Rcskr. v. 25. Aug. 1818. Hess. Amtsinstrukt. f. d. Superint. v. 15. Juni 1832, 8 5 u. 20.) Obgleich dcrn Kreissynodal-Vorstand, welchem die Mitaufsicht über die Geistlichen und Kandidaten seines Kreises mit dem Recht zu ermahnen und zu warnen zukommt, besondere Weisung nicht gegeben ist, wie er dies auszuüben hot, so bleiben sachgemäß die allgemeinen
[ 0.5799999833, 0.4766666591, 0.7033333182, 0.6539999843, 0.6190909147, 0.699090898, 0.7766666412, 0.4149999917, 0.5, 0.5233333111, 0.8159999847, 0.726000011, 0.7850000262, 0.6999999881, 0.7940000296, 0.6320000291, 0.6019999981, 0.7609090805, 0.7039999962, 0.7179999948, 0.70818...
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Der Wiesbadener Gcsäiigiiisverein. 685 von aus der Haft Entlassenen und Angehörigen der Sträflinge nach Kräften zu wirken. Seine Fürsorge für solche geschieht ohne Unterschied ihrer Konfession. Ursprünglich für die aus den Gefängnisanstalten zu Wiesbaden und Eberbach Entlassenen bestimmt, will er nun durch Errichtung von Agenturen in allen Kreisen sich wirksam gestalten. 2 . Er bedient sich dabei folgender Mittel: a. Unterstützung der Gefängnisangestcllten zur Besserung der Ge fangenen ; b. Überweisung von Büchern an die Gefängnisbibliothek; 0. Erteilung von Rat und Auskunft an Entlassene; <1. Gewährung von Unterkunft, Kleidung, Reisegeld, Werkzeug und Nachweis von Arbeit an solche; e. Unterbringung jugendlicher Entlassenen in Rcttungsanstalten und Asyle oder Dienststellen; f. Überwachung und Leitung der Entlassenen; g. Unterstützung von Angehörigen der Gefangenen; I>. Besprechung von Fragen und Aufgaben, welche die Vcrcins- thätigkeit betreffen, i» Bersammlungcn der Mitglieder und Freunde des Vereins; 1. Annahme und Sammlung von Beiträgen und Schcntnngcn und deren bestimmnngsgemäße Verwendung. 3. Mitglied ist jeder, der seine Bereitwilligkeit erklärt und einen Jahresbeitrag von mindestens einer Mark zahlt. 4. Außerdem die ernannten Ehrenmitglieder, welche ohne Zahlung von Beiträgen die gleichen Rechte haben. 5. Der Verein steht unter einem von der Generalversammlung ans zwei Jahre erwählten Vorstand von sieben in Wiesbaden oder der Umgegend wohnenden Mitgliedern. Ein Vorsitzender, Schriftführer und Kassierer führen die Geschäfte. 6. Die Generalversammlung findet regelmäßig im Januar statt. 2. Dieser Verein, welcher schon früher den Geistlichen und Ge meinden des Bezirks zur Mitwirkung amtlich empfohlen war, brachte bei der 3. ordentlichen Bezirkssynode eine Petition um Bewillung einer jährlichen Kirchenkollekte ein, wozu dieselbe ihre Zustimmung für die nächste dreijährige Etatspcriode erteilte. (Minist.-Erl, v. l. Sept. 1879
[ 0.4900000095, 0.5190908909, 0.5327777863, 0.8266666532, 0.3666666746, 0.6166666746, 0.2566666603, 0.3325000107, 0.74909091, 0.6800000072, 0.6672727466, 0.573333323, 0.8330000043, 0.7599999905, 0.7014285922, 0.3650000095, 0.7271428704, 0.4880000055, 0.6512500048, 0.6433333158, ...
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Vollziehung des Etats in Nassau. 569 c. Vollziehung des Etats. Nachdem der Etat vom Konsistorium genehmigt ist, läßt dasselbe ein festgesetztes Exemplar (in Hessen zwei) nebst Spezial-Etats und Unterbelcgen und seinen Festsetznngsbeschlüssen durch den Dekan an den Kirchenvorstand zurückgehen, dem nunmehr die Vollziehung desselben obliegt. (Nass. Ed. v. 8. April 1818, 8 12 und 17. Reg.-Verf. v. 7. Nov. 1870. XVII. K. A. S. 86.) I. Ju Nassau ist hierüber im einzelnen bestimmt: 1. Der Pfarrer hat zunächst seine dem Rechner gegenüber zu führende Kontrolle nach dem festgesetzten Budget einzurichten. Diese ist nach folgender Instruktion zu führen: 1. Für jeden Fonds, für welchen eine besondere Rechnung abgelegt wird, hat der die Verwaltung leitende Geistliche eine besondere Kontrolle zu führen. 2. Am Anfänge jedes Rechnungsjahres werden die Kontrollen nach dem folgenden Muster angelegt und hierbei: n. die Nummern und Rubriken, unter tvclchen Einnahmen oder Ausgaben Vorkommen, nach der Reihenfolge der Budgets und Rechnungen eingetragen; I). bei jeder Rubrik werden die im Budget genehmigten Kredite vorgemerkt, und zwar nicht bloß in Summa, sondern auch die unter denselben vortommcndcn Einzelkredite für spezielle Ansgabepostcn und die Panschal-Kreditsnmmc», desgleichen bei den Einnahmen; o. unter diesen Kreditvermerken sind demnächst alle erfolgten Ein nahme-Übertragungen und Ausgabe-Anweisungen einzutragen, sodaß leicht übersehen werden kann, ob die Einnahme-Summe erreicht oder die Ausgabekredite erschöpft sind; ,1. für jede Rubrik wird der nötige, nach den Budgets und den vor hergehenden Rechnungen zu bemessende Raum freigelassen; und o. alle ständigen Einnahmen und Ausgaben werden sofort ein getragen. 3. Die unständigen Einnahmen und Ausgaben sind noch vor Abgabe der Anweisung an den Rechner einzuschreiben. Das Ergebnis des Rechnungsabschlusses für das vorhergehende Jahr ist alsbald nach Aufstellung der Rechnung anznmerken und nach erfolgtem definitiven Abschlüsse erforderlichen Falls zu berichtigen.
[ 0.4881818295, 0.8000000119, 0.5180000067, 0.625, 0.6928571463, 0.853333354, 0.6200000048, 0.3409090936, 0.5099999905, 0.6833333373, 0.5142857432, 0.5199999809, 0.6650000215, 0.453333348, 0.8916666508, 0.6922222376, 0.6324999928, 0.4824999869, 0.7112500072, 0.6800000072, 0.833...
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546 Formular zn Nr. 5 2-100 M. 2l Pf. Stand der Kapitalien nach den, vorigen Überschlag. 2005 „ 21 „ nach oben. Demnach dermalen: — „ — „ mehr; 395 „ — „ weniger.
[ 0.4499999881, 0.7724999785, 0.349999994, 0.8799999952, 0.7200000286, 0.8439999819, 1, 0.2599999905, 0.7066666484, 0.3720000088, 0.7533333302, 0.5170000196, 0.7825000286, 0.4424999952, 0.5699999928, 0.5818181634, 0.8224999905, 1, 0.6499999762, 1, 0.7275000215, 0.6380000114, ...
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586 Muster der Kirchenfondsrechnnng Nr. 10. Nummer der Unvorhergesehene Einnahmen. Betrag. Anmerkung. Posten. Belege. M. n 1 . 19. Von der Civilgemcindc hier, Ersatz der Brandsteuer de 18... von | Kirchturm und Glocken, versichert I. Klaffe zu 33120 M., ä 1000 M. j zu 35 Pf 11 59 S. Nr. 23. Summa . | 11 59 Nr. 11. Nummer der Posten. Belege. 1 Abgetragene Kapitalien. - 27003«. — Betra M. 3- Pf. Anmerkung. 1 . 20. An Aktiv-Kapitalien wurden abge- tragen für a. Len Kirchcnfonds: 21. Bon der Sparkasse der Raff. Landes- bank, laut Sparkassenbuchs Lit. A. Nr. 24308, v. 20. Juli 1883 . 379 25 b. OrgclbaufondS: 22. Für die Schuldverschreibung der Nass. Landesbank Eit. E. c. Nr. 3226, verkauft am 1. Dezember 1883 zu 100 3 /i°/o 604 50 Summa. . 983 75 Nr. 12. Nummer der I Posten. Belege. Aufgenommcne Passiv- Kapitalien. Betrag. M. >Pf. Anmerkung. — ~ 1 Nichts. Nr. 16. Nummer der I Posten. Belege. Berwaltungskostcn. - 454 M. 43 Pf. — Betrag. 3«. Pf. Anmerkung. 1 . Die Hebgebühren des Rechners mit 3 vom Hundert nach Bewilligung im Rcchnnngsübcrschlag, und zwar von den Einnahmen Nr. 1, 2, 4, 10 (ausgenommen Posten 4) u. s. w., sodann v. d. Bareinnahme f. d. Pfarrei in dir. 2, 3, 4 re. deren Rechnung 128 2 2. 57. Für Schreibmaterialien zum Gebrauch d. Kirchenvorstands an Hrn. Pfarrer 4 — 3. 58. Für das Amtsblatt der Regierung von 18.. an die Postbehörde . . 3 — 4. 60. Für dessen Einband an Buchbinder L. 1 — u. s. w. Summa . . .... ...
[ 0.4966666698, 0.6483333111, 0.5099999905, 0.6225000024, 0.9633333087, 1, 0.676666677, 0.3933333457, 0.396874994, 0.6420000196, 0.8742856979, 0.753000021, 0.6057142615, 0.612857163, 0.9150000215, 0.009999999776, 1, 1, 1, 0.2899999917, 0.5066666603, 0.4892307818, 0.62400001...
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Postsendungen. 407 Die Dekane führen ein dein entsprechendes eignes Siegel, auch der Gcneralsuperintendent nnd das Konsistorium haben ihr besonderes Amtssiegel. Hierauf befindet sich das Preußische Staatswappen mit der Inschrift: Generalsuperintendentur des Konsistorialbezirks Wiesbaden, resp. Königlich Preußisches Konsistorium. Wiesbaden. Die Dienstsiegel der Dekane werden auf Kosten des Ccntralkircheufonds, dasjenige der Generalsuperintendentur auf Staatskosten beschafft. 3. Die Dienstschreiben genießen keiner Portofreiheit, dagegen einige Postporteile, wenn sie mit dem Dienstsiegel verschlossen und mit der Aufschrift „Portopflichtige Dienstsache" versehen sind. Es wird dann nämlich für den unfrankierten Brief ein Zusatzporto nicht erhoben und bei ungenügender Frankierung nur der fehlende Betrag vom Empfänger erhoben, unter Anrechnung des Betrags der anfgeklebten Postmarken; fehlt dagegen entweder das Dienstsiegel oder ist die Aufschrift nicht deutlich ausgeschrieben, so tritt das sogenannte Strafporto ein. Des gleichen, wenn bei unfrankierten Paketsendungen das Dienstsiegel nicht ans der rechten Seite der Postpaketadresse angebracht ist. Nur Schreiben in Militärangel,egcnheiten, mit dem Dienstsiegel und der Aufschrift „Militaria" versehen, sind ganz frei. Für das Verfahren bei Postsendungen der Dienstsachen sind die folgenden Bestimmungen maßgebend: a. Das Regulativ des Staatsministerinms vom 28. Nov. 1869 über die geschäftliche Behandlung der Postsendungen in Staats angelegenheiten, welches anordnet: § 1. Alle Postsendungen zwischen Königlichen Behörden, einschließ lich der einzelnen, eine Behörde repräsentierenden Beamten, sind bei der Absendung zu frankieren. Ebenso ist von den Behörden bei Sen dungen an andere Empfänger zu verfahren, wenn dieselben: a. nicht im Interesse der Empfänger, sondern im Staatsintcrcssc erfolgen; d. an eine Partei erfolgen, welche nach den bisher geltenden Vorschriften auf portofreie Zustellung einen Rechtsanspruch hat; c. in einer Prozeß- oder Vormundschaftssache ergehen, für welche einer Partei das Armenrecht bewilligt ist. 8 2. Alle sonstigen Sendungen sind unfrankiert abzulassen. Post anweisungen unterliegen jedoch dem Frankicrungszwange; der entfallende 27 *
[ 0.5157142878, 0.5533333421, 0.9366666675, 0.6366666555, 0.6683333516, 0.7733333111, 0.7749999762, 0.6235714555, 0.7333333492, 0.5485714078, 0.6974999905, 0.6066666842, 0.8590475917, 0.6333333254, 0.7566666603, 0.7975000143, 0.6880000234, 0.8633333445, 0.9789999723, 0.7454545498...
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wegen der Postsendungen. 411 al. 2 fallen, sowie des Paketportos betrifft, so verweisen wir ans die Bestimmung des § 3 des Regulativs vom 28. November v. Jahres. Wegen Anlegung und Führung des betreffenden Porto-Konto buchs haben sich die Herren Dekane mit den Postanstalten ihres Wohnorts in Verbindung zu setze». -]*) 7. In Militär- und Marine-Angelegenheiten bleibt die Porto- frcihcit auch ferner bestehen. Die bezüglichen Korrespondenzen, z. B. wegen Übersendung von Geburtsscheinen für das Ersatzgcschäft —, sind daher mit der Bezeichnung „Militaria" und mit dem Dienstsiegel ver sehen unfrankiert abzuscnden. 8. Verfügungen, durch welche ein Geistlicher seitens des Dekans an die Erstattung eines Berichts erinnert wird, sind unfrankiert abzu senden, wenn sic durch eine nach dem Ermessen des Dekans ungerecht fertigte Nichtbeachtung einer bereits vorher ergangenen Erinnerung notwendig werden, und es hat alsdann der betreffende Geistliche das Porto aus eignen Mitteln zu tragen. Wir machen ferner darauf aufmerksam, daß Briefe bis zu 15 Gramm (1 Lot) Gewicht Freimarken zu 10 Pf., darüber hinaus bis zu 250 Gramm (15 Lot) solche zu 20 Pf. erfordern. Mehrere Briefe an denselben Adressaten sind daher bis zum Gewicht von 2.50 Gramm in ein Couvert zu schließen. Postanweisungen sind in allen Fällen zu frankieren und ist erforderlichen Falls die abznsendendc Summe um den Betrag des Portos zu kurzen. Zur Verminderung des Gewichts der Briefe wird folgendes empfohlen: a. alle nicht notwendigen Beilagen sind zu vermeiden; doch ist sorgfältig zu prüfen, ob solche etwa erforderlich sein sollten, damit Rückfragen vermieden werden; b. zu den Berichten rc. ist Papier zu verwenden, welches nicht zu sehr ins Gewicht fällt; c. sofern die vierte Seite des Bogens durch den Bericht nicht in Anspruch genommen wird, bedarf cs keines besonderen Couverts; 6. die Herren Dekane haben die Berichte der Geistlichen, soweit als thunlich, nur mit einem Randbericht uns vorzulegen. *) Von dieser Einrichtung machen die Dekane gegenwärtig keinen Gebrauch mehr, sondern sie verrechnen auch diese Portos wie die PorloauStagcn unter xos. 5.
[ 0.4280000031, 0.5333333611, 0.5042856932, 0.823333323, 0.7433333397, 1, 0.4471428692, 0.9720000029, 0.896666646, 0.7054545283, 0.7377777696, 0.7799999714, 0.8000000119, 0.7099999785, 0.5766666532, 0.9133333564, 0.7030000091, 0.8433333039, 0.5600000024, 1, 0.6700000167, 0.83...
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542 Die Ausstellung des Etats. Der Rechnungsüberschlag muß auf dazu vorgeschriebenen gedruckten Bogen ausgestellt werden. Alle auf dein ersten, beim Kirchenfondsbndget zweifach auszufertigenden Bogen summarisch eingetragenen Einnahmen und Ausgaben werden auf den folgenden, einfach auszufertigenden Bogen speziell nachgcwiesen. 1. DasKirchcnfondsbudget. AnfdemTitelblatt ist derJahres- bctrag der Steuern der Kirchengemeinde-Mitglieder getrennt nach den einzelnen Steuerarten (Gebäude-, Grund-, Gewerbe-, Klassen und klassifizierte Einkommen-Steuer) und für die einzelnen zum Kirchspiel gehörigen Ortschaften genau anzugeben, und zwar nach den zuletzt anfgcstclltcn Kirchcnsteucrhcblisten. Hat im betreffenden Jahre keine Kirchenstcnererhebung stattgefunden, so wird der Jahrcsstenerbetrag der Kirchcnglicder auf Grund der Besteuerung zur Staatskasse für das laufende Jahr summarisch fcstgcstellt. Hierunter hat der Kirchenvorstand die Richtigkeit des Jahres« stcnerbctrags auf Grund der bctr. Kirchenstcuerhebliste (resp. der Staats- steucrrollen) zu bescheinigen. Der erste Bogen hat diese Einrichtung: E i n n a h m c n. & A r t und Beschaffenheit. Nach dem vorjährigen Rechnungs überschlag M. I Pf. Für daS Iaht vom Kirchen- vorstande vorgeschlagen M. I Pf. 18.. wurden von d. oberen Kirchen behörde fest- g'scyt M. | Pf. Anmerkung. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. Ertrag von Gebäuden „ „ Grundstücken .... „ „ Waldungen .... „ „ Gerechtsamen .... Zinsen von Aktiv-Kapitalien . . . Rechnnngsüberschüsse und Ansstände Kollekten und freiwillige Gaben . . Erlös ans Gerätschaften und Naturalien Kirchensteuern Unvorhergesehene Einnahmen . . . Abgetragene Aktiv-Kapitalien . . . Aufgenommene Passiv-Kapitalien. . Erlös aus veräußerten Grundstücken Schenkungen und Vermächtnisse . . Einnahmen z» besondere» Zwecken . Prozent. Summa aller Einnahmen . ij
[ 0.5166666508, 0.453333348, 0.7918182015, 0.603333354, 0.6533333063, 0.8399999738, 0.7442105412, 0.3433333337, 0.9333333373, 0.6299999952, 0.6987500191, 0.7599999905, 0.675999999, 0.5281817913, 0.8257142901, 0.7174999714, 0.6800000072, 0.7475000024, 0.75, 0.7475000024, 0.61888...
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in Nassau. 347 Orte an den freien Nachmittagen den Unterricht erteilt. Das Schnl- lokal und die Feuerung hat in diesem Falle die Gemeinde des Orts zu stellen, in welchem der Unterricht erteilt >vird. § 10. Wird es von der betreffenden Oberkirchcnbehörde nachge- wiesen, daß die Schuljugend eines ganzen Bezirks thatsächlich ohne den nötigen Religionsunterricht bleiben müßte, wenn nicht durch Anstellung eines Lehrers der betreffenden Konfession innerhalb dieses Bezirks dafür gesorgt würde, so ist auf die Abstellung eines solchen Mißstandcs thnn- lichst Bedacht zu nehmen." Hiernach hat sich der Geistliche zu überzeugen, ob an einem Orte seines Kirchspiels der Fall vvrlicgt, a. wo ein evangelischer Lehrer anzustcllen ist, oder t>. durch Alternierung ein solcher zu berufen ist oder c. eilt evangelischer Lehrvikar für einen größeren Bezirk zu ernennen wäre, oder d. die evangelischen Kinder einem benachbarten Lehrer ans Kosten der Kommnnalkasse zum Unterricht zu überweisen sind. Glaubt der Geistliche nach seiner Kenntnis der Anzahl der evan gelischen Einwohner und Schulkinder, daß ein solcher Fall cingctrcten sei, ohne daß von seiten des Schulvorstandes und der Schulinspektion die notige Fürsorge getroffen wird, so hat derselbe an seinen Vorgesetzten Dekan zu berichten und dieser unsere Bermittclung zur Abhilfe des Notstands in Anspruch zu nehmen. Liegt keiner der oben erwähnten Fälle vor und sind dennoch evangelische Kinder in der Zerstreuung vorhanden, denen der Geistliche nicht selbst den Religionsunterricht erteilen kann, so muß die freie LiebeSthätigkeit der Glaubensgenossen für den Notstand eintretcn und ist mit Hülfe des Gustav-Adolf-Bercins ein regelmäßiger Religions unterricht zu schaffen oder sind unter besonders ungünstigen Berhältnissen die Kinder ans der Diaspora in Konfirmandenhänsern für die Kon firmation vorzubereiten. Auch in diesen Fällen sind wir gern bereit, unsere Bermittlnng eintreten zu lassen. Im Blick auf die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und die vorhandenen Mittel zur Erreichung des ausgesprochenen Zweckes glauben wir, daß es durchaus in den Grenzen des Erreichbaren liegt, jedem evangelischen Kinde in unserem Amtsbezirke evangelischen Religions unterricht und Erziehung zu sichern und bitten daher die Herren Dekane
[ 0.8249999881, 0.637142837, 0.4300000072, 0.4850000143, 0.4499999881, 0.8266666532, 0.6533333063, 0.603333354, 1, 0.5749999881, 0.5887500048, 1, 0.6966666579, 0.6800000072, 0.7133333087, 0.646666646, 0.5837500095, 0.5500000119, 0.6349999905, 0.7350000143, 0.6140000224, 0.763...
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in Nassau. 573 5. Bei Einnahmen, welche ans Verpachtungs-, Vcrstcigcrnngs- Protokollen und dcrgl. beruhen, geschieht der Einnahme-Übertrag, nachdem das Protokoll formelle Gültigkeit erlangt hat, auf diesem selbst in folgender Form: Nachdem diese Verpachtung (u. s. w.) von (Dekanats-) Kirchen vorstands wegen genehmigt ist, hat Rechner die Pacht (u. s. w.) mit Mark Pfennig zu gehöriger Zeit zu erheben und unter Nr der Kirchen- (Pfarr-) Rechnung zu vereinnahmen. N. N., den ... tcn 18 .. Der Pfarrer M. Der Betrag ist in allen Autorisationen mit Buchstaben auszudrücken. Geschehen die Einnahmen nach Listen, Spezifikationen und dcrgl., so werden sie auf der Liste selbst in der Art übertragen: Dieses Verzeichnis wird hiermit vom Kirchenvorstand als richtig bescheinigt und hat der Rechner den Betrag mit Mark Pfennig von den Genannten zn erheben und unter Nr der Kirchenrechnung zu vereinnahmen. In ähnlicher Art überträgt der Pfarrer solche Posten, welche auf Autorisation der Oberbehörden zur Einnahme kommen (z. B. Zuschüsse aus dem Centralkirchenfonds und dcrgl.), wobei die Verfügung anzu führen ist. Die Ausgabe-Anweisungen erfolgen bei Akkorden re. auf Grund der Bescheinigung guter Akkordserfüllung' durch de» Kirchcnvorstand unmittelbar darunter: Der Rechner hat also den Betrag von Mark Pfennig gegen Quittung zn zahlen und unter Nr u. s. w. ansgablich zu verrechnen. N., den Der Pfarrer P. Bei einfachen Rechnungen, von deren Inhalt der Pfarrer selbst vollkommen Kenntnis haben kann, bedarf cs einer besonderen Bescheinigung nicht. Die Anweisung lautet alsdann:
[ 0.9350000024, 0.5885714293, 0.4866666794, 0.6750000119, 0.7366666794, 0.6859999895, 0.6283333302, 0.25, 0.7535714507, 0.6579999924, 0.728181839, 0.4933333397, 0.7233333588, 0.5462499857, 0.6911110878, 0.5166666508, 0.7511110902, 0.7942857146, 1, 0.6422222257, 0.9574999809, ...
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562 Einrichtung des Voranschlag« Ausgabe n. « £ ~ ; Der IS.. Annahme für 13. .. durch " 5 £> 'S £ - Beschreibung der Ausgaben. Etat setzt an: den Kirchen vorstand. die obere Kirchcn- bebörde. M. Pf. | M. Pf. M. Pf. Außerordentliche Ausgaben. 62. Abzntragcnde Kapitalien — — — — 63. Ansznleihendc Kapitalien — — — — 64. Ankauf von Gebäuden und Grundstücken . — — — — 65. Überschuß, worüber bereits verfügt worden — — — — 66. Agio-Verlust — — 70 — Summa der außerordentlichen Ausgaben . — — 70 — Wiederhol» ng. Ordentliche Ausgaben. . . 4105 40 4819 52 Außerordentliche Ausgaben . — — 70 — Summa aller Ausgaben . . 4105 40 4889 52 A b s ch l i, ß. Die Einnahnic beträgt .... 4889 Mark 52 Pf. Die Ausgabe beträgt . . . . 4889 „ 52 „ Vergleicht sich . . — Mark — Pf. Ausgestellt N. N., am ...Ich 18.. Der Kirchenvorstand zn i<. 0., Pfarrer. x. K. Revidiert und festgesetzt: Die Einnahme ans Mark Pfennig. Die Ansgabe auf „ „ Wiesbaden, den teil 18.. Königliches Konsistorium. 2. Insbesondere ist hierzu weiter zu bemerken: 1. Dieser Voranschlag wird vom Pfarrer nach Anhörung des Kirchenrechners vorläufig ausgestellt und dem Kirchenvorstand, solvic der Gemeindevertretung zur Beratung vorgelegt. Über die genaue Dnrch- gehung des Voranschlags von seiten des Kirchcnvorstands lvird ein Pro tokoll geführt, welches die nötigen Erläuterungen, namentlich für die un ständigen Posten giebt. Bei Verschiedenheit der Meinungen wird der Voranschlag nach Mehrheit der Stimmen ausgenommen, auf Verlangen aber die abweichende
[ 0.5866666436, 0.5136363506, 0.5566666722, 0.5558333397, 0.6342856884, 0.6600000262, 1, 0, 0.09000000358, 0.1899999976, 0.5633333325, 0.7774999738, 0.6514285803, 0.276666671, 1, 1, 0.4420000017, 1, 0.1299999952, 0.349999994, 0.2700000107, 0.3100000024, 0.5699999928, 0.69...
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für kirchliche Statistik. 397 Seite a* £ *g « eJ ^ L L ? >s iN 'S =: " *o 'S - g .ü » « Ä H « mö; £ ® a| § <n ^ ^ S o o CJ Zl ^ *£ ^ 05 0 § § 'S' ^ °Z d •uäiJo^juiamsjjcOijJnoj --- 'I»Zl>0h>VU =3 -usqnL L b Q o i g« ^ tH O *0 CVfY- so rr Tj ^ §S o a,3,jvtziju>3M3© vlljuoj ■“ us;>ioh,vU =s -uzqnL _ JO S «v« p s - 1 ¥ 05 ß- 8- #« T 2 L •» " 1 sC- o CQ . D- -§ 'H § *? CQ -P *— «u» cj <§ H H-Z § £. ^ Z § -P . T « a ir "3 ■§- -3= =S S S«| Ü5|P L LZ.« H Ö C «'S S i.s|l ^-SJä'aä • s « ° °© p 5 -• © S c- ^ «2 £ f CS @ 'iiachistpaasK aoq Ä °/o usöviisq azchvgx UZMUSltzljlS SIE LA ^'Zs § lioq muiochj jä -aZ chanq jßjoJis Jjl anj (pijßucß * =n? ictnvtz -asqn asm Z 1 CO jg j| v-. S P' c cs « CQ . 'U3;uvzmnmmoz ^ -;vapL 'asrunavE ^2 •ofpijgioai « 'Zchl>UUVM
[ 0.4366666675, 0.6539999843, 0.5690000057, 1, 0.4339999855, 0.2099999934, 0, 0.2300000042, 0.3700000048, 0.1400000006, 1, 0.2700000107, 0.5199999809, 0.5199999809, 0.7149999738, 0.2700000107, 0.4600000083, 0.2450000048, 1, 0.1899999976, 0.4799999893, 0.5799999833, 0.140000...
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