doc_id stringlengths 1 5 | doc_title stringlengths 2 371 | doc_lang stringclasses 15 values | doc_type stringclasses 19 values | doc_desc_list listlengths 1 4 | ddc stringclasses 71 values | doc_subject_list listlengths 0 52 |
|---|---|---|---|---|---|---|
12589 | The case of German relatives | eng | doc-type:article | [
"This article discusses relative clauses in different varieties of German, paying special attention to the case of the relative pronoun. It is argued that the possible diachronic and dialectal variation is determined by two conditions, called C-visibility and case visibility, and their interaction."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
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12590 | Regeln für die Bildung von freien Relativsätzen : eine Antwort an Oddleif Leirbukt | deu | doc-type:article | [
"Freie Relativsätze geben eine Reihe von Rätseln auf. Wie schon der Terminus andeutet, handelt es sich hier um eine widersprüchliche Erscheinung, da ein Relativsatz sich per definitionem auf ein Element im Matrixsatz bezieht, dies bei „freien Relativsätzen\" jedoch nicht der Fall ist. Sie üben im übergeordneten Satz selbständig eine Satzgliedfunktion aus. Andererseits drängt sich der Eindruck auf, daß ein Bezugselement im Matrixsatz weggelassen wurde, es sich mithin also um verkappte Attributsätze handelt. Leirbukt hat sich kürzlich in einer empirischen Studie mit durch das Pronomen wer eingeleiteten Relativsätzen beschäftigt, und zwar vor allem im Hinblick auf die Frage, wann ein Bezugselement gesetzt wird bzw. nicht gesetzt wird (Leirbukt 1995). Hierzu haben eine Reihe von Grammatikern die Auffassung vertreten, daß ein Bezugselement im Matrixsatz nur dann fehlen kann, wenn das Relativpronomen die Kasusforderung des Matrixsatzes für die entsprechende Leerstelle erfüllt."
] | ddc:400 | [
"Relativsatz"
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12591 | Alles Extraktion oder was? : Zur Distanzstellung von Quantoren im Deutschen | deu | doc-type:article | [
"In der Regel stehen Quantoren bei dem Nomen, das sie quantifizieren. Im Deutschen wie auch in einigen anderen Sprachen können Quantoren jedoch auch in Distanzstellung zu dem quantifizierten Nomen auftreten. In diesem Aufsatz soll die Fragestellung verfolgt werden, ob das Auftreten von Quantoren in Distanzstellung als Ergebnis von Extraktion aus Nominalphrasen erklä rt werden kann, d.h. ob die Distanzstellung durch eine Bewegung entsteht, bei der eine NP aufgespalten wird. Dabei wird sich zeigen, daß eine ganze Reihe von Daten gegen eine solche Extraktionsanalyse sprechen.",
"This paper deals with quantifiers which occur at a distance from the quantified NP. First, it is shown that in German there are three different types of distant quantifiers and their characteristics are described: first the \"floated quantifiers\" alle and beide, secondly \"split topicalization\" with keine, einige, viele, wenige and thirdly alles in interrogative and exclamatory sentences. Data are presented which show that the distance position of the quantifier cannot be explained ä s the result of extraction out of NPs. Alternative analyses are considered and it is argued that \"floated quantifiers\" can be described as predicative elements."
] | ddc:400 | [
"Quantor"
] |
12592 | Valenz und Relevanz - eine informationsstrukturelle Erklärung für "obligatorische" Adverbiale | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Adverbiale stellen ein Problem fü r die Beschreibung der Valenz bzw. der Argumentstruktur von Verben dar, da sie sowohl als Ergänzungen (Argumente) wie auch als freie Angaben (Adjunkte) auftreten können. Die Obligatorik bietet keine Möglichkeit, Ergänzungen von Angaben zu unterscheiden, da Ergänzungen sowohl obligatorisch als auch fakultativ sein können."
] | ddc:400 | [
"Adverbiale"
] |
12593 | Redekommentierende Einschübe | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Das Thema dieses Aufsatzes sind redekommentierende Einschübe. Zunächst gilt es zu klären, was unter \"Einschub\" verstanden werden soll. Einschub verwende ich hier weitgehend gleichbedeutend mit Parenthese. Parenthesen werden jedoch manchmal als \"Schaltsätze\", also als eingeschobene Sätze, definiert. Einschub ist hier ein weniger vorbelasteter Terminus."
] | ddc:400 | [
"Parenthese"
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12594 | Zur Datenbasis syntaktischer Untersuchungen und deren Folgen - auch ein Stück Wissenschaftsgeschichte | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Thema dieses Aufsatzes sind die Methoden der Datenerhebung für syntaktische Untersuchungen und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse dieser Untersuchungen. Die Wahl der Datenbasis ist selbst schon bestimmt durch bestimmte theoretische Positionen, Einstellungen gegenüber dem Forschungsgegenstand und durch bestimmte Erkenntnisinteressen. Es soll hier also nicht der Eindruck erweckt werden, als wäre die Datenbasis per se für die \"Folgen\" verantwortlich."
] | ddc:400 | [
"Methodologie"
] |
12595 | Zur morphologischen Defektivität des Pronomens wer | deu | doc-type:article | [
"Das Paradigma des Relativ- und Interrogativpronomens wer ist in verschiedener Hinsicht defektiv. Es existieren keine Pluralformen und lediglich zwei Genera im Singular, nämlich die Formen von wer und von was. Hinsichtlich der Dativform von was besteht keine Einigkeit. In dem folgenden Paradigma sind daher alle in verschiedenen Grammatiken vertretenen Auffassungen angegeben."
] | ddc:400 | [
"Pronomen"
] |
12596 | Attraktion, Tilgung und Verbposition : zur diachronen und dialektalen Variation beim Relativpronomen im Deutschen | deu | doc-type:article | [
"In der diachronen Entwicklung des Deutschen lassen sich mehrere Veränderungen hinsichtlich des Relativpronomens beobachten. Im Alt- und Mittelhochdeutschen (im folgenden AHD und MHD) war die sog. \"Kasusattraktion\" möglich, d.h. das Relativpronomen konnte einen vom Matrixsatz geforderten Kasus tragen, obwohl die Verhältnisse im Relativsatz einen anderen Kasus erfordert hätten. Zudem konnte im AHD und MHD das Relativpronomen im Gegensatz zum Neuhochdeutschen (im folgenden NHD) ganz fehlen."
] | ddc:400 | [
"Relativpronomen"
] |
12597 | Dialog in der Grammatik: Doch in Kausalsätzen mit Verberststellung | deu | doc-type:bookPart | [
"Sätze mit Verberststellung können im Deutschen eine kausale Bedeutung haben, wobei sie jedoch eine Besonderheit aufweisen. In diesen Sätzen tritt immer unbetontes doch auf, dem der Status einer Modalpartikel zugeschrieben werden kann. Dabei handelt es sich um eine Randerscheinung, die in den Grammatiken häufig vernachlässigt wird."
] | ddc:400 | [
"Kausalsatz"
] |
12598 | Process, eventuality and wieder/again | eng | doc-type:bookPart | [
"This paper argues for a scopal explanation of the readings of the adverb wieder (‘again’). It is the syntactic entity that wieder is related to which determines whether the repetitive or the restitutive reading obtains. If it is adjoined to the minimal verbal domain, it relates to a situation-internal state thus producing a restitutive interpretation, if adjoined to a higher verbal projection, it relates to an eventuality resulting in a repetitive interpretation. Proceeding from the assumption that adverbial adjuncts have base positions which reflect their semantic relations to the rest of the sentence, repetitive wieder is shown to belong to the class of eventuality adverbs that minimally c-command the base positions of all arguments, whereas restitutive wieder has many properties in common with process (manner) adjuncts that minimally c-command the verb in clause-final base position."
] | ddc:400 | [
"Morphologie"
] |
12599 | Deutsch - eine sterbende Sprache? | deu | doc-type:bookPart | [
"Daß das Deutsche eine sterbende Sprache sein könnte, scheint auf den ersten Blick eine sehr gewagte These, da die meisten von uns diese Sprache täglich benutzen und auch nicht vorhaben, dies in nächster Zeit zu ändern. Hier soll der Frage nachgegangen werden, ob die massive Fremdwortübernahme, vor allem aus dem Englischen, dahingehend gedeutet werden kann, daß das Deutsch eine sterbende Sprache ist."
] | ddc:400 | [
"Sprachtod",
"Fremdwort",
"Sprachkontakt"
] |
12600 | Adverbien der Art und Weise im Deutschen und Englischen: zu ihrer Stellung und Interpretation | deu | doc-type:bookPart | [
"Während es für das Englische seit langem bekannt ist, dass die Interpretation bestimmter ambiger Adverbien von ihrer Stellung abhängt, soll hier gezeigt werden, dass ähnliche Fakten auch im Deutschen zu beobachten sind. Sie können als Hinweis darauf genommen werden, dass bestimmte Adverbialtypen bestimmte Grundpositionen im deutschen Satz haben. Als Beispiel werden in diesem Aufsatz Adverbien der Art und Weise herangezogen, deren Stellungsregularitäten im Englischen und Deutschen auf den ersten Blick völlig unterschiedlich sind. Es wird gezeigt, dass die Stellung dieser Adverbien einer sprachübergreifenden Regularität folgt und dass die zu beobachtenden Unterschiede in der Stellung auf die unterschiedlichen Satzstrukturen des Deutschen und des Englischen zurückzuführen sind."
] | ddc:400 | [
"Adverb"
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12601 | Position and interpretation of adjuncts: process, event and wieder 'again' | eng | doc-type:article | [
"This paper deals with restitutive and repetitive wieder. Proceeding from the assumption that adverbial adjuncts have base positions which reflect their semantic relations to the rest of the sentence, it is shown that repetitive wieder belongs to the class of event adverbs minimally c-commanding the base positions of all arguments whereas restitutive wieder has many properties in common with process adjuncts, minimally c-commanding the final verb."
] | ddc:400 | [
"Morphologie"
] |
12602 | Verschiedene Arten der Art und Weise: zu ihrer Positionierung im Deutschen und Englischen | deu | doc-type:article | [
"Anhand der Stellungseigenschaften von Adverbialen der Art und Weise (A&W-Adverbiale) im Deutschen und Englischen soll gezeigt werden, daß es sich bei der traditionellen Kategorie der \"Adverbiale der Art und Weise\" um eine heterogene Klasse handelt, bei der weiter differenziert werden muß."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
12603 | Sprechaktbedingungen und bedingte Sprechakte : pragmatische Konditionalsätze im Deutschen | deu | doc-type:article | [
"Gespräche sind komplexe Formen sprachlichen Handelns, das sich unter bestimmten Bedingungen vollzieht und häufig von den Sprecher/inne/n auch kommentiert wird. Diese metakommunikativen Kommentare treten in sehr unterschiedliche Formen und Funktionen auf. In diesem Aufsatz werden Kommentare in der Form von Konditionalsätzen untersucht, mit denen die Sprecher/innen die Voraussetzungen unterschiedlicher Aspekte ihrer Äußerungen kommentieren."
] | ddc:400 | [
"Diskursanalyse"
] |
12604 | Adverbialpositionen im deutsch-englischen Vergleich | deu | doc-type:bookPart | [
"Der Ausgangspunkt ist die These, daß die verschiedenen Adverbialklassen im Deutschen unterschiedliche Basispositionen aufweisen und daß sich diese durch unterschiedliche strukturelle Anforderungen an die Klassen ergeben. Es soll gezeigt werden, daß sich die plausible Vermutung, daß die Adverbialklassen in Sprachen wie dem Deutschen und dem Englischen entsprechenden strukturellen Bedingungen unterliegen, bestätigt. Unterschiede im Verhalten der Adverbiale in den beiden Sprachen werden demnach nicht durch unterschiedliche Eigenschaften der Adverbiale erfaßt, sondern diese ergeben sich durch die unterschiedlichen Satzstrukturen und die unterschiedlichen Weisen der Argumentverwaltung. Dies wird illustriert anhand von Adverbialen der Art und Weise, Lokal- und Temporaladverbialen, Adverbialen der Subjekthaltung und Satzadverbialen."
] | ddc:400 | [
"Adverb"
] |
12605 | Zur Positionierung der Adverbiale im deutschen Mittelfeld | deu | doc-type:article | [
"Unter Syntaktikern besteht generell die Tendenz, im Deutschen die Freiheit bezüglich der Positionierung der Adverbiale sogar für noch größer zu halten als die Freiheit der Positionierung der Argumente. Wie die Stellungsfreiheit der Argumente im Mittelfeld eines deutschen Satzes theoretisch zu erfassen sei, wird seit langer Zeit kontrovers diskutiert. Die Hauptfrage dreht sich darum, ob alle Serialisierungen der Argumente basisgeneriert sind oder ob es eine ausgezeichnete Serialisierung der Argumente, eine sogenannte Grundabfolge, gibt, aus der sämtliche anderen Aktantenserialisierungen durch eine Ableitungsoperation bzw. Bewegung zu gewinnen sind. Diese grundsätzlichen Fragen stellen sich auch bezüglich der Positionierungsmöglichkeiten der Adverbiale, auch wenn sie hierfür bei weitem nicht so häufig gestellt und diskutiert wurden.",
"In this paper, we argue that there are base positions for adverbials in the middle field of the German sentence. By using a set of tests for determining base positions it is established that there are five classes of adverbials as far as their base positions are concerned: (I) frame adverbials, (II) sentence adverbials, (III) event-related adverbials, (IV) event-internal adverbials and (V) process-related adverbials. Within these classes, there may by semantic preferences for a certain order but this order is not syntactically determined. The base position of these classes and their c-command-relations reflect their semantic relations to the rest of the sentence. Finally, we show that there is evidence for scrambling among members of the different classes of adverbials and it is shown that scrambling of adverbials is a meaningful concept within a projective grammar."
] | ddc:400 | [
"Adverb"
] |
12606 | Radfahren vs. mit dem Rad fahren : trennbare Verben und parallele syntaktische Strukturen | deu | doc-type:bookPart | [
"In letzter Zeit haben trennbare Verben, meist \"Partikelverben\" genannt, groß es Interesse gefunden, insbesondere solche, bei denen der trennbare Teil eine Präposition darstellt. Ich werde mich im folgenden auf Verbindungen konzentrieren, die sich aus einem Substantiv als Erstglied und einem Verb als Zweitglied zusammensetzen. Es soll gezeigt werden, daß es sich bei Verbindungen wie Auto fahren, Klavier spielen um komplexe Prädikate handelt, die sich in ihren Eigenschaften deutlich von parallelen syntaktischen Strukturen unterscheiden, in denen dem Substantiv der Status einer selbständigen Konstituente zukommt."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
12607 | Genus, Sexus und das Pronomen "wer" | deu | doc-type:bookPart | [
"Beginnen möchte ich mit einigen allgemeinen Überlegungen zum Verhältnis von Genus und Sexus. Wie allgemein bekannt ist, handelt es sich beim Genus, dem GRAMMATISCHEN GESCHLECHT um eine Klassifikation von Ausdrücken, insbesondere Substantiven, während Sexus für eine naturgegebene Unterscheidung, das NATÜRLICHE GESCHLECHT steht. In Saussurescher Terminologie ist Genus eine Klassifikation von SIGNIFIANTS, Sexus dagegen eine Klassifikation von SIGNIFIES."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
12608 | Der Erwerb kommunikativer Fähigkeiten : Kategorien und systematischer Überblick | deu | doc-type:bookPart | [
"In unserem Beitrag gehen wir der Frage nach, wie Erwachsene neue Fähigkeiten und Fertigkeiten zum mündlichen Kommunizieren erwerben, d.h. aneignen. Ziel ist es, die beteiligten Prozesse für Analyse-, Beratungs- und Vermittlungszwecke zu systematisieren, um Antworten auf die folgenden Fragen zu finden: Welche Teilfähigkeiten werden zum mündlichen Kommunizieren überhaupt benötigt? Welche lassen sich leicht – welche nur schwer oder vielleicht gar nicht vermitteln bzw. aneignen? Welche Methoden eignen sich für die Vermittlung welcher Fähigkeiten? Ausgangspunkt unserer Überlegungen sind praktische Fragen des Kompetenzerwerbs, d.h. des Erwerbs der Fähigkeit, angemessen mündlich kommunizieren zu können. Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei um eine spezifische Kompetenz handelt, die sich von anderen Kompetenzen unterscheidet (vgl. Fiehler/ Schmitt i.d.Bd.). Ihre Besonderheit liegt in den spezifischen Bedingungen der mündlichen Kommunikation begründet: Gespräche und Diskurse sind immer das Resultat aller daran Beteiligter, so dass die Anteile und beteiligten Kompetenzen des Einzelnen weniger offensichtlich sind als bei individuellen Tätigkeiten. Mündliche Kommunikation ist durch ihre Flüchtigkeit, Prozesshaftigkeit, Interaktivität und Musterhaftigkeit gekennzeichnet (vgl. Deppermann i.d.Bd., Abschn. 3). Die Bewältigung mündlicher Kommunikation erfordert ein spezifisches Ensemble von Wissen und Fertigkeiten, die sich zusammenfassend als Gesprächskompetenz beschreiben lassen. Auch wenn wir uns in diesem Beitrag auf die Gesprächskompetenz konzentrieren, sind wir nicht der Auffassung, dass der faktische Gesprächsverlauf ausschließlich eine Funktion dieser Kompetenz ist. Vielmehr spielen andere Faktoren wie Emotionen und Affekte, Beziehungs- und Rollenfragen ebenfalls eine Rolle."
] | ddc:400 | [
"Kommunikationsforschung"
] |
12611 | KommunikationstrainerInnen über Kommunikation : eine Befragung von TrainerInnen zu ihrer Arbeit und ihrem Verhältnis zur Sprachwissenschaft | deu | doc-type:bookPart | [
"Es wurden Interviews mit hauptberuflichen KommunikationstrainerInnen geführt, um herauszufinden, inwieweit diese sprachwissenschaftliche Theorien, Methoden und Ergebnisse kennen und für ihre Trainings nutzen, wie sie das Verhältnis von Theorie und Praxis der Kommunikation sehen und welche Methoden der Diagnose von Kommunikationsproblemen, Veränderung und Evaluation sie einsetzen. Wie die Befragung zeigt, ist die Distanz zwischen Trainingspraxis und Sprachwissenschaft noch immer sehr groß und haben nur wenige Theorien und Ergebnisse in den Trainingsbereich Eingang gefunden. Die diskursanalytischen Methoden zur Analyse kommunikativer Probleme werden hier bislang kaum genutzt. Eine Konsequenz daraus sollte u.E. sein, daß die Linguistik für eine Kooperation in aktiver Weise attraktive und auf die Adressaten zugeschnittene Angebote machen muß."
] | ddc:400 | [
"Diskursanalyse"
] |
12612 | Simulation authentischer Fälle (SAF) | deu | doc-type:bookPart | [
"Wir wollen im folgenden das Verfahren der Simulation authentischer Fälle (SAF) etwas ausführlicher vorstellen. Es handelt sich um eine Methode, die das Potential diskursanalytischer Trainingskonzeptionen in spezifischer Weise nutzt und die wir bereits mehrfach mit Erfolg verwendet haben. Sie verbindet die Zwecke und Möglichkeiten traditioneller Simulationen, Plan- und Rollenspiele mit spezifischen diskursanalytischen Methoden und deren Vorteilen. Das Verfahren SAF und seine Zwecke werden zunächst allgemein charakterisiert. Dann wollen wir am Beispiel unseres Seminars, das wir 1995 durchgeführt haben, illustrieren, wie wir konkret vorgegangen sind. Schließlich werden einige weitergehende methodische Fragen diskutiert."
] | ddc:400 | [
"Diskursanalyse"
] |
12614 | Diskursanalytische Fortbildungskonzepte | deu | doc-type:bookPart | [
"In dem folgenden Beitrag beschäftigen wir uns mit den Merkmalen und Besonderheiten diskursanalytischer Fortbildungskonzepte. Unter diskursanalytischen Konzepten verstehen wir solche, die sich auf die Dokumentation, Transkription und Analyse authentischer Diskurse stützen. Wir beziehen uns hier im wesentlichen auf Fortbildungen im beruflichen Bereich und beschränken uns auf solche, die mündliche Kommunikationsformen zum Gegenstand haben. Maßnahmen für die schriftliche Kommunikation (\"Schreibseminare\") werden hier also nicht berücksichtigt. Im ersten Teil werden wir allgemeine Merkmale diskursanalytischer Fortbildungskonzepte vorstellen; im zweiten Teil folgt dann eine Darstellung des Standardverlaufs, nach dem diskursanalytische Fortbildung konzipiert und durchgeführt wird."
] | ddc:400 | [
"Diskursanalyse"
] |
12615 | Das Verhältnis von diskursanalytischer Forschung, Ausbildung und Anwendung : ihr Beitrag zur Professionalisierung der Linguistik | deu | doc-type:bookPart | [
"In dem Beitrag wird der Prozeß der Professionalisierung der Linguistik beleuchtet, indem die Zusammenhänge beschrieben werden, die zwischen linguistisch-diskursanalytischer Forschung an der Universität, der praktischen Anwendung ihrer Ergebnisse im Berufsfeld Kommunikationsberatung und -training sowie der Gestaltung der universitären Ausbildung, d.h. von Lehre und Studium, bestehen. Es werden Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, diese drei Elemente enger aufeinander zu beziehen, sie in eine positive Wechselwirkung miteinander zu bringen und dadurch Synergieeffekte zu erzeugen. Die Herstellung und Absicherung solcher positiven Wechselwirkungen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine verbesserte Trainings- und Beratungspraxis und zugleich ein Beitrag zur Professionalisierung der Linguistik."
] | ddc:400 | [
"Diskursanalyse"
] |
12620 | A declarative characterization of different types of multicomponent tree adjoining grammars | eng | doc-type:preprint | [
"Multicomponent Tree Adjoining Grammars (MCTAGs) are a formalism that has been shown to be useful for many natural language applications. The definition of non-local MCTAG however is problematic since it refers to the process of the derivation itself: a simultaneity constraint must be respected concerning the way the members of the elementary tree sets are added. Looking only at the result of a derivation (i.e., the derived tree and the derivation tree), this simultaneity is no longer visible and therefore cannot be checked. I.e., this way of characterizing MCTAG does not allow to abstract away from the concrete order of derivation. In this paper, we propose an alternative definition of MCTAG that characterizes the trees in the tree language of an MCTAG via the properties of the derivation trees (in the underlying TAG) the MCTAG licences. We provide similar characterizations for various types of MCTAG. These characterizations give a better understanding of the formalisms, they allow a more systematic comparison of different types of MCTAG, and, furthermore, they can be exploited for parsing."
] | ddc:400 | [
"Syntaktische Analyse"
] |
12621 | An earley parsing algorithm for range concatenation grammars | eng | doc-type:preprint | [
"We present a CYK and an Earley-style algorithm for parsing Range Concatenation Grammar (RCG), using the deductive parsing framework. The characteristic property of the Earley parser is that we use a technique of range boundary constraint propagation to compute the yields of non-terminals as late as possible. Experiments show that, compared to previous approaches, the constraint propagation helps to considerably decrease the number of items in the chart."
] | ddc:400 | [
"Algorithmus"
] |
12623 | A polynomial-time parsing algorithm for TT-MCTAG | eng | doc-type:preprint | [
"This paper investigates the class of Tree-Tuple MCTAG with Shared Nodes, TT-MCTAG for short, an extension of Tree Adjoining Grammars that has been proposed for natural language processing, in particular for dealing with discontinuities and word order variation in languages such as German. It has been shown that the universal recognition problem for this formalism is NP-hard, but so far it was not known whether the class of languages generated by TT-MCTAG is included in PTIME. We provide a positive answer to this question, using a new characterization of TT-MCTAG."
] | ddc:400 | [
"Syntaktische Analyse"
] |
12624 | Ro[u:]ting the interpretation of words | eng | doc-type:conferenceObject | [
"Word formation in Distributed Morphology (see Arad 2005, Marantz 2001, Embick 2008): 1. Language has atomic, non-decomposable, elements = roots. 2. Roots combine with the functional vocabulary and build larger elements. 3. Roots are category neutral. They are then categorized by combining with category defining functional heads."
] | ddc:400 | [
"Morphem"
] |
12625 | Inuktitut : eine grammatische Skizze | deu | doc-type:book | [
"Inuktitut wird in der kanadischen Arktis, im Territorium Nunavut und in Arctic Quebec, von ca. 30.000 Menschen gesprochen und steht in einem Varietätenkontinuum mit den benachbarten Sprachen der Familie „Eskimo-Aleut“, deren Verbreitungsgebiet sich von Ostgrönland bis zur Nordostspitze Asiens erstreckt. Inuktitut ist eine polysynthetische Sprache und zeichnet sich durch uneingeschränkte morphologische Produktivität und Komplexität aus. Die vorliegende grammatische Skizze richtet ihr Augenmerk vorrangig auf diese synthetischen Prozesse, die sich keineswegs auf lexikalische Produktivität im Sinne einer ‚Wortbildung’ beschränken, sondern weitestgehend grammatisch konfigurierende Prozesse umfassen. Ausführlich behandelt werden auch die Kapazitäten der extrem differenzierten Flexionsparadigmen, insbesondere der Verbalflexion, die vollständige Propositionen konstituiert und durch die allein ein kohärenter Diskurs gewährleistet wird.",
"Inuktitut is the official name of the language of the Inuit, as it is spoken in the Canadian Arctic, in Nunavut Territory, where it has the status of an official language, and Arctic Quebec. Inuktitut is learned as first language by young children and spoken by approx. 30.000 speakers as mother tongue. It is a polysynthetic language, exhibiting full morphological productivity, not restricted to what might be thought of as ‘word formation’. This sketch grammar focuses on synthetic processes, their range and capacities as being essentially grammatical in nature, creating full propositions, meta level utterances such as indirect speech and as sole means to establish a coherent discourse."
] | ddc:400 | [
"Eskimo",
"Morphologie"
] |
12745 | Eintauchen in gedankliche Weiten oder Auflaufen im documenta-dock : ein Plädoyer gegen die Sprachvergessenheit in der Kunstvermittlung | deu | doc-type:article | [
"Wird man als Linguistin - und zwar ausdrücklich in dieser Funktion und nicht in der auch möglichen Rolle als Fotografin oder Bildwissenschaftlerin - dazu eingeladen, über die Documenta zu berichten, so ist man positiv überrascht. Man freut sich, weil man als Vertreter/in einer die Sprache untersuchenden und vermittelnden Disziplin verschiedentlich Vorbehalten seitens Fachfremder begegnet. Diesen zufolge wird Sprachwissenschaft - wenn sie überhaupt in interdisziplinäre Zusammenhänge eingebunden wird - eher bei den Naturwissenschaften als bei den Geisteswissenschaften geortet. Ihre Tätigkeitsfelder lokalisiert man in („unschöpferischen\") Bereichen wie »Wissenschaft über Sprachtherapie bis hin zur Entwicklung automatischer Sprachverarbeitungssysteme«[3]. Dass Linguisten tatsächlich erfolgreich und anwendungsorientiert an formal-eindeutigen, programmierbaren Sprachen forschen und den Kompetenzerwerb normgerechten Sprachgebrauchs fördern, ist die eine Seite. Die andere Seite ist, pauschalisierend formuliert, dass genau deswegen künstlerisch-kreative Kreise Linguisten häufig unter „Strukturalismus-Verdacht\" stellen. Assoziiert mit der Annahme grundsätzlich möglicher Zerlegbarkeit, Klassifizierbarkeit, Systematisierbarkeit von Welt distanziert uns die Zuschreibung zum strukturalen Denken von den aktuellen interdisziplinär-kulturtheoretischen Diskussionen, in denen eben diese Schlagwörter als Reizwörter einen hohen Provokationswert haben."
] | ddc:400 | [
"Kassel / Documenta",
"Kunstsprache"
] |
12770 | Coherence in hypertext | eng | doc-type:conferenceObject | [
"At first sight hypertext does not look !ike a good subject for research on coherence. Hypertext is non-linear text, and coherence is typically defined for linear text. So coherence does not seem to be involved in hypertext at all. But on closer inspection it emerges that some of the basic structural problems with hypertexts are classical problems of coherence."
] | ddc:400 | [
"Hypertext"
] |
12771 | Coreference in dialogue | eng | doc-type:bookPart | [
"Since the early days of discourse analysis coreference has always been considered a major factor in the formation of texts and dialogues. The repetition of nominal elements and the anaphoric use of pronouns in successive sentences is a fundamental cohesive pattern which ties sentences together and contributes to the coherence of sequences. \"La coherence transphrastique trouve dans la pronominalisation un des procedes les plus efficaces\" (Stati 1990, 160). The basic structural pattern on which linguists focused their interest in the early 1970s is captured by the following examples: (1) A man entered the house. After closing the door, the man sat down. He was tired. (2) Peter The man entered the house. He was tired. He ..."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikationsanalyse"
] |
12772 | Formale Dialogspieltheorien | deu | doc-type:bookPart | [
"Das Feld der Dialoganalyse umfaßt sehr unterschiedliche theoretische und methodische Ansätze, von der hermeneutischen Erschließung eines bestimmten Einzeldialogs über die quantitative Analyse bestimmter Typen von Dialogverläufen und die systematische Analyse der Grundstrukturen von Dialogformen bis hin zur formalen Theorie eines bestimmten Fragments einer Dialogform. Diese unterschiedlichen Ansätze können miteinander durchaus verträglich sein, insofern als sie unterschiedliche Aspekte des dialogischen Redens zum Gegenstand haben oder unterschiedliche Reichweite beanspruchen. Die in den bisherigen Artikeln dieses Handbuchs behandelten dialoganalytischen Ansätze erheben alle den Anspruch auf Systematizität der Analyse, sind aber keine formalen Theorien im strengen Sinne. Das heißt allerdings nicht, daß sie nicht formalisierbar sind, wie etwa die Formalisierung der Sprechakttheorie in Searle/ Vanderveken (1985) und die formale Beschreibungssprache für Handlungen in Heringer (1974) zeigen."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikationsanalyse"
] |
12773 | Grundlagen der Dialogorganisation | deu | doc-type:bookPart | [
"Die Hauptaufgabe einer Dialogtheorie ist die Beantwortung der folgenden Frage: Worin besteht die Fähigkeit von Dialogteilnehmern, Dialogzusammenhänge zu produzieren und zu verstehen? So einfach und selbstverständlich das dialogische Reden oft praktiziert wird, so komplex erscheinen dem Analysierenden die Mittel und Organisationsprinzipien, deren sich die Sprechenden bedienen, um in zusammenhängender Rede ihre kommunikativen Ziele zu verfolgen. Sie verwenden bestimmte Satzformen und Intonationsmuster , um hervorzuheben, worum es ihnen gerade besonders geht; sie benutzen bestimmte syntaktische und lexikalische Mittel, um Verknüpfungen zwischen Teilen längerer Äußerungen zu verdeutlichen; sie bereiten die Bezugnahme auf Gegenstände des Gesprächs vor, indem sie notwendiges Wissen sichern; sie entfernen sich in kleinen Schritten, fast unmerklich, von einem Hauptthema und steuern ein anderes an; sie kontrollieren ihre eigenen Dialogbeiträge und die ihrer Dialogpartner auf Relevanz und auf Widersprüche hin; sie klären Mißverständnisse auf; sie wählen aus alternativen Reaktionsmöglichkeiten virtuos diejenigen aus, die ihre Ziele zu fördern versprechen. Manchmal mißlingen allerdings auch Teile dieser komplexen Aktivität."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikationsanalyse"
] |
12774 | Zur Beschreibung der Dialogdynamik : Plädoyer für eine kommunikationshistorische Betrachtungsweise | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Bei der Betrachtung längerer Gesprächsverläufe bietet sich uns oft das Bild einer sukzessiven Entfaltung der Dialogzusammenhänge, die teils schrittweise, teils sprunghaft verläuft. Es werden Themen eingeführt, durchgespielt und gewechselt. Manche Bemerkungen eröffnen ganze Zweige des Gesprächs, andere verschließen gewisse Entwicklungsmöglichkeiten, zumindest für eine bestimmte Zeit. Argumentative Passagen mit erhöhtem Anspruch an Strenge der Gedankenführung und Präzision der Redeweise lösen lockere Passagen mit geringer Ernsthaftigkeit ab. Ein Dialog beginnt als Vorwurfskommunikation und endet als allgemeiner Diskurs über die Geltung von Normen. Neue Redeweisen kommen auf, spielen sich ein und werden fallen gelassen. Mißverständnisse treten auf, werden geklärt oder auch nicht. Erst am Schluß eines Gesprächs versteht man so richtig, was der Gesprächspartner am Anfang gemeint hat usw. Derartige Erscheinungen möchte ich unter den Begriff der Dialogdynamik fassen. Eine Betrachtungsweise, die speziell die Entfaltung von Kommunikationszusammenhängen im eben erläuterten Sinne zu erfassen sucht, könnte man kommunikationshistorisch oder kommunikationsdynamisch nennen, je nachdem, ob eher der Verlauf konkreter Kommunikationen unter Aspekten der genannten Art analysiert werden soll oder ob eine systematische Analyse von Typen von Kommunikationsverläufen beabsichtigt ist."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikationsanalyse"
] |
12775 | Kohärenz : Grundfragen der linguistischen Kommunikationsanalyse | deu | doc-type:doctoralThesis | [
"Dieses Buch ist die leicht überarbeitete und um zwei Kapitel (Kap. 7 und 9) erweiterte Fassung meiner im Sommer 1978 abgeschlossenen Habilitationsschrift. Der Untertitel der früheren Fassung \"Grundfragen der Dialoganalyse\" sollte, bewußt mehrdeutig, darauf hinweisen, daß der Gegenstand der Untersuchung vor allem dialogische Kommunikationsformen waren und daß eine Besonderheit der Untersuchungsmethode in einem dialogischen Analyseverfahren lag. Im jetzt vorliegenden Text wird das dialogische Verfahren auch auf eine eher monologische Kommunikationsform, das Erzählen, angewendet, so daß noch deutlicher hervortritt, daß die behandelten Probleme allgemein als Grundfragen einer linguistischen Kommunikationsanalyse gelten können."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikation",
"Textkohärenz",
"Kohärenz <Sprache>",
"Sprachkommunikation",
"Gespräch"
] |
12776 | Sprechaktsequenzen : Überlegungen zur Vorwurf/Rechtfertigungs-Interaktion | deu | doc-type:article | [
"Die folgenden überlegungen verstehen sich als Materialien zu einem Entwurf einer Unterrichtseinheit. Sie gehen aus von einer Erweiterung der Sprechakttheorie auf die Beschreibung sprachlicher Interaktion, wie sie in letzter Zeit verschiedentlich versucht worden ist. Von besonderem Interesse in einem derartigen Forschungsprogramm sind solche Interaktionsmuster, die als weitgehend konventionalisiete (sprachliche) Handlungszusammenhänge gelten können. Auf derartige Handlungsmuster trifft die Wittgensteinsche Spiel-Analogie in besonderer Weise zu: Wie bei einem Brettspiel gibt es konventionalisierte Regeln, die Interaktionspartner machen bestimmte 'Züge', und schließlich gibt es bestimmte 'Strategien', nach denen aus einem Repertoire von Zügen ausgewählt wird. Dieser Spiel-Analogie werden wir uns in unserer parstellung häufig bedienen. Wir beginnen zunächst mit dem Versuch einer didaktischen Begründung für die Behandlung der Vorwurf/Rechtfertigungs-Interaktion im Schulunterricht."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikationsanalyse"
] |
12777 | Comprehensibility and the basic structures of dialogue | eng | doc-type:bookPart | [
"The study of what makes utterances difficult or easy to understand is one of the central topics of research in comprehension. It is both theoretically attractive and useful in practice. The more we know about difficulties in understanding the more we know about understanding. And the better we grasp typical problems of understanding in certain types of discourse and for certain recipients the better we can overcome these problems and the better we can advise people whose job it is to overcome such problems. It is therefore not surprising that comprehensibility has been the object of much reflection as far back as the days of classical rhetoric and that it is a center of lively interest in several present-day scientific disciplines, ranging from artificial intelligence and educational psychology to linguistics."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikationsanalyse"
] |
12778 | Geschichte von Dialogformen | deu | doc-type:bookPart | [
"Die Forschungslage zur Geschichte von Dialogformen muß differenziert beurteilt werden. Einerseits gibt es vielfältig verstreute Arbeiten zu einzelnen historischen Dialogen und Dialogformen, vor allem aus den Bereichen der Literaturgeschichte, der Rhetorikgeschichte und der Philosophiegeschichte. Diese sind aber kaum systematisch erfaßt, so daß es schwierig ist, einen allgemeinen Überblick über den Stand der Forschung in diesem Sektor zu gewinnen."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikation"
] |
12779 | Text types in a new medium : the first newspapers (1609) | eng | doc-type:article | [
"The first printed newspapers in the modern sense of the word appeared in the seventeenth century. They were weekly publications which contained regular reports by correspondents from all over Europe, mainlyon political matters. Although the new medium as such was innovative in its general organization, the individual news items were produced by following text patterns which already had a history of their own. The article reports recent research on the emerging constellation of text types in the first two German newspapers, the Aviso and the Relation of the year 1609. lt is focussed on delineating a prototype-based typology of the relevant text types and on tracing back these forms of presentation of news items to earlier genres and media like chronicles, handwritten newsletters, printed pamphlets and biannual news collections. The general interest of this line of research as a contribution to historical pragmatics lies in the attempt to see historical text types in an evolutionary perspective, taking into account the context of text production and, as far as possible, the reactions of the reading public."
] | ddc:400 | [
"Textlinguistik"
] |
12780 | Zur deutschen Sprache der Kontroverse in der frühen Neuzeit | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Stellen wir uns vor, wir hätten im Jahre 1600 eine wissenschaftliche Kontroverse in deutscher Sprache zu führen, beispielsweise über die Frage, ob die Astrologie eine ernstzunehmende Wissenschaft ist – eine sehr aktuelle Debatte in dieser Zeit. In dieser Lage müssten wir natürlich den damaligen Fachwortschatz der Astronomie und Astrologie beherrschen, wir müssten beispielsweise wissen was eine Coniunction der Planeten Jupiter und Mars oder eine Zusammenfügung Saturni vnnd der Sonnen ist oder wie der Ausdruck newer Stern verwendet wird. Gleichzeitig müssten wir aber auch den nicht-fachspezifischen, allgemeinen wissenschaftlichen Sprachgebrauch der Zeit kennen, der für wissenschaftliche Auseinandersetzungen verwendet wurde. Zumeist wurden Kontroversen zwischen Akademikern in dieser Zeit auf Latein geführt, der wissenschaftlichen lingua franca der Zeit. Wenn aber eine größere deutschsprachige Öffentlichkeit angesprochen werden sollte, wurde auch die deutsche Sprache verwendet, in der – wie ich zeigen möchte – für diesen Zweck schon sehr differenzierte sprachliche Mittel entwickelt waren."
] | ddc:400 | [
"Kontroverse",
"Dialog",
"Kommunikation"
] |
12782 | On answering accusations in controversies | eng | doc-type:article | [
"Accusations are a very frequent type of speech act both in everyday life and in formal controversies, and answering accusations is a sophisticated type of linguistic practice well worth analysing from a pragmatic point of view. In my paper I shall first describe some basic properties of accusations and characteristic types of reactions to accusations, i. e. denying the alleged fact, making excuses, and giving justifications. I then go on to describe some fundamental functions of accusations in controversies. Using the basic patterns of accusations and reactions to accusations as an object of comparison, I then analyse some relevant exchanges from historical controversies (l6th to 18th century), among them famous polemical interactions like the Hobbes-Bramhall controversy, but also less well-known debates from the fields of medicine and theology. The present paper is both a contribution to the theory of controversy and to the pragmatic history of controversies. Keywords: historical pragmatics, theory of controversy, ad hominem moves, dynamics of controversy"
] | ddc:400 | [
"Kommunikationsanalyse"
] |
12783 | Dialogical structures in 17th century controversies | eng | doc-type:bookPart | [
"This article is a contribution to historical dialogue analysis, a field of research which has gained momentum in recent years (Fritz 1995, 1997, Gloning 1999, and other articles in Jucker/Fritz/Lebsanft 1999). In the present paper, I report some results of ongoing research from a project on the history of controversies from 1600 to 1800, which Marcelo Dascal and I are conducting at the Universities of Tel Aviv, Israel and Gießen, Germany."
] | ddc:400 | [
"Dialog",
"Kommunikationsanalyse"
] |
12784 | Extreme Polysemie : der Fall "ziehen" | deu | doc-type:bookPart | [
"Hundsnurscher (1996) hat mit einer umfangreichen Liste von Beispielen für Verwendungsmöglichkeiten des Verbs ziehen auf das bemerkenswerte Bedeutungsspektrum dieses Verbs aufmerksam gemacht und auch schon wichtige Hinweise auf Zusammenhänge zwischen diesen Verwendungsweisen gegeben. Der vorliegende Beitrag ist ein Gegenstück zu meiner Untersuchung des Verwendungsspektrums von schar/in Fritz (1995). Dort bin ich näher auf den bedeutungstheoretischen Status des Begriffs der Verwendungsweise und auf Probleme und Methoden der Unterscheidung von Verwendungsweisen eingegangen, so dass ich im vorliegenden Beitrag die dort explizierten theoretischen und methodischen Annahmen nur andeuten will (vgl. auch Fritz 1998, Ilff.)."
] | ddc:400 | [
"Kommunikationsanalyse",
"Lexikologie"
] |
12785 | Metonymische Muster und Metaphernfamilien : Bemerkungen zur Struktur und Geschichte der Verwendungsweisen von "scharf" | deu | doc-type:bookPart | [
"Wie hängen die verschiedenen Verwendungsweisen eines sprachlichen Ausdrucks miteinander zusammen? Diese Kernfrage der lexikalischen Semantik war schon immer ein praktisches Problem der Lexikographie und ein theoretisches Zentralthema der traditionellen Semasiologie (vgl. Paul 1894, 68ff.). In der neueren Semantik stand dieses theoretische Problem längere Zeit nicht im Vordergrund der Diskussion. Eine gewisse Stagnation in dieser Frage mag auf linguistischer Seite bedingt gewesen sein durch methodische Vorgaben strukturalistischer Bedeutungsauffassungen (vgl. Lyons 1977, 553; Heringer 1981, 109ff.) und auf philosophischer Seite u.a. durch das notorische Desinteresse der wahrheitsfunktionalen Semantik an lexikalischen Fragen."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie",
"Semantik"
] |
12787 | Deutsche Modalverben 1609 - nicht-epistemische Verwendungsweisen : ein Beitrag zur Bedeutungsgeschichte der Modalverben im Deutschen | deu | doc-type:article | [
"Eine zusammenfassende Darstellung der Bedeutungsgeschichte der Modalverben im Deutschen ist ein Desiderat der historischen Semantik. Beim gegenwärtigen Forschungsstand sind die Voraussetzungen für eine Gesamtdarstellung noch nicht optimal. Es gibt zwar reiche Materialsammlungen in den entsprechenden Bänden des Grimmschen Wörterbuchs und in älteren Arbeiten, wie z. B. Deggau 1907 und Klaren 1913. Diese Informationsquellen vermitteln aber nur in Ansätzen einen Überblick über den Entwicklungsstand der verschiedenen Verwendungsweisen eines einzelnen Modalverbs bzw. des ganzen Systems der Modalverben zu einem bestimmten Zeitpunkt und lassen deshalb die Entfaltungs- und Umbildungsvorgänge des Systems im Zusammenhang nur undeutlich erkennen."
] | ddc:400 | [
"Historische Semantik",
"Modalverb"
] |
12788 | Kommunikative Aufgaben und grammatische Mittel : Beobachtungen zur Sprache der ersten deutschen Zeitungen im 17. Jahrhundert | deu | doc-type:article | [
"Im Jahre 1609 erscheinen in Deutschland die ersten gedruckten Wochenzeitungen, der Wolfenbüttler \"Aviso\" (A) und die Straßburger \"Relation\" (R). Diese Zeitungen bieten zum ersten Mal eine öffentlich verbreitete, aktuelle periodische Berichterstattung. Im Laufe des 17. Jahrhunderts nimmt die Zahl der Zeitungen rapide zu. Bald hat jede größere Stadt ihre eigene Zeitung, z. T. sogar mehrere. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts erscheinen viele Zeitungen zwei- oder mehrmals in der Woche, schließlich kommen auch noch Tageszeitungen dazu. Die Zeitungen werden zu einem wichtigen Kommunikationsfaktor, der auch als Faktor für die Verbreitung sprachlicher Formen berücksichtigt werden muß, ähnlich den Bibelübersetzungen und den Flugschriften im 16. Jahrhundert."
] | ddc:430 | [
"Historische Syntax"
] |
12789 | Remarks on the structure of the verbal complex in early 17th century German | eng | doc-type:bookPart | [
"Speakers of various Southern german dialects may be heard to use two syntactic variants of subordinate clauses which are represented by the following Swabian examples: (1) daß er den net will komme lasse (2) daß er den net komme lasse will Of these two variants of the three-element verbal complex, only the non-dialect counterpart of (2) is accepted as standard modern written German: (3) daß er ihn nicht kommen lassen will In earlier periods of the German language, however, both variants were used by authors of written texts."
] | ddc:400 | [
"Historische Syntax"
] |
12790 | The co-evolution of number concepts and counting words | eng | doc-type:article | [
"Humans possess a number concept that differs from its predecessors in animal cognition in two crucial respects: (1) it is based on a numerical sequence whose elements are not confined to quantitative contexts, but can indicate cardinal/quantitative as well as ordinal and even nominal properties of empirical objects (e.g. ‘five buses’: cardinal; ‘the fifth bus’: ordinal; ‘the #5 bus’: nominal), and (2) it can involve recursion and, via recursion, discrete infinity. In contrast to that, the predecessors of numerical cognition that we find in animals and human infants rely on finite and iconic representations that are limited to cardinality and do not support a unified concept of number. In this paper, I argue that the way such a unified number concept could evolve in humans is via verbal sequences that are employed as numerical tools, that is, sequences of words whose elements are associated with empirical objects in number assignments. In particular, I show that a certain kind of number words, namely the counting sequences of natural languages, can be characterised as a central instance of verbal numerical tools. I describe a possible scenario for the emergence of such verbal numerical tools in human history that starts from iconic roots and that suggests that in a process of co-evolution, the gradual emergence of counting sequences and the development of an increasingly comprehensive number concept supported each other. On this account, it is language that opened the way for numerical cognition, suggesting that it is no accident that the same species that possesses the language faculty as a unique trait, should also be the one that developed a systematic concept of number."
] | ddc:400 | [
"Kognitionswissenschaft",
"Lexikologie"
] |
12791 | „Ich mach dich Messer" : grammatische Produktivität in Kiez-Sprache ("Kanak Sprak") | deu | doc-type:article | [
"„Ich mach dich Messer“ ist eine jugendsprachliche Wendung, die als ritualisierte Drohung im Sinne von „Ich greife dich mit einem Messer an.“ zu verstehen ist. Diese Wendung, bei der sowohl die semantische Bleichung („semantic bleaching“) des Verbs als auch das Fehlen des Determinierers in der NP auffällt, verweist auf Merkmale morpho-syntaktischer Reduktion, wie man sie häufig in Kontaktsprachen findet. Wie ich zeigen werde, handelt es sich hierbei jedoch nicht um eine bloße sprachliche Simplifizierung, sondern um ein komplexes und produktives grammatisches Phänomen: In „Ich mach dich Messer“ manifestiert sich ein spezifisches Zusammenwirken syntaktischer und semantischer Phänomene, das ich im folgenden als sprachliche Arbeitsteilung nach dem Muster von Funktionsverbgefügen beschreiben werde.",
"The phrase “Ich mach dich Messer” (lit.: I make you knife) is a ritualised threat used in a variety of contemporary German that is popularly known as ‘Kanak Sprak’ (kanak language), but is also referred to as ‘Kiez-Sprache’ (‘hood language) by its speakers. Kiez-Sprache is a multi-ethnic variety that combines features of a youth language with those of a contact language, and has counterparts in other European countries (e.g. Rinkeby-Svenska in Sweden, straattaal in the Netherlands, or københavnsk multietnolekt in Denmark). So far, the interest in Kiez-Sprache has been mainly from sociological and sociolinguistic perspectives, and less so from grammatical ones. After a brief discussion of Kiez-Sprache in general, I investigate the status of a phrase like “Ich mach dich Messer” within the grammatical system of Kiez-Sprache as well as from the point of view of Standard German. Drawing on a corpus of spontaneous speech samples, I show that this phrase does not stand alone, but rather exemplifies a productive type of construction in Kiez-Sprache that is characterised by bare nouns and semantically bleached verbs. I argue that this construction reflects a linguistic division of labour between syntax and semantics that is supported by a pattern that Standard German provides for light verb constructions. Given these relationships, a phrase like “Ich mach dich Messer” should not be regarded as a random grammatical simplification, and in particular not as an isolated case of determiner drop, but rather as a systematic phenomenon that indicates the grammatical productivity of this new variety."
] | ddc:400 | [
"Soziolinguistik",
"Syntax",
"ddc:430"
] |
12792 | Partikeldiminuierung im Deutschen | deu | doc-type:article | [
"Der Beitrag behandelt diminuierte Partikeln, etwa „Hallöchen“, „Tschüssi“ oder „Jaui“. Die Diminuierung von Partikeln durch -chen und -i ist ein produktives und häufig auftretendes Phänomen im Deutschen, wird in grammatischen Beschreibungen jedoch weitgehend vernachlässigt; diese konzentrieren sich in erster Linie auf nominale Kontexte der Diminuierung. Betrachtet man jedoch die vollständige Distribution von -chen und -i, so ergibt sich ein interessantes Problem für die morphologische Beschreibung, da sie auf einen hybriden Status der Suffixe zwischen Kopf und Modifikator hinweist. Ich diskutiere die Implikationen dieses Befundes für die Charakterisierung des morphologischen Systems und zeige, dass ein verbindendendes Moment der Distribution auf der morphopragmatischen Ebene liegt, nämlich in der Expressivität von Diminutivsuffixen. Im Fall diminuierter Partikeln geht dies so weit, dass der Bedeutungsbeitrag ein rein pragmatischer ist, auf Kosten der semantischen Komponente. Ich zeige, dass die Diminuierung von Grußpartikeln wie „Tschüssi“ zudem wesentlich durch einen metrischen Aspekt motiviert ist, nämlich die Anpassung an das in Grüßen vorherrschende trochäische Muster, das durch die Diminutivsuffigierung ermöglicht wird, und argumentiere, dass diese metrische Anpassung durch den Status von Grüßen als sozialen Ritualen ausgelöst wird. Partikeldiminuierung weist damit auf ein komplexes Zusammenspiel grammatischer, pragmatischer und genereller kognitiver Aspekte hin.",
"The article discusses the diminution of particles in German, e.g. “Hallöch.en” (hallo-DIM), “Tschüss.i” (bye-DIM) or “Jau.i” (yes-DIM). The diminution of particles by the suffixes -chen and -i is a productive and frequent phenomenon in German, yet tends to be ignored in grammatical descriptions, which rather focus on nominal diminution. However, the full distribution of -chen and -i poses an interesting problem for morphological analysis: it indicates a hybrid status of these suffixes in between head and modificator. I discuss the implications of this finding for our view of the morphological system, and show that a unifying feature of the distribution is a morphopragmatic one, namely the expressivity of diminutive suffixes. In the case of particles, this goes so far as to make the contribution of diminution to the meaning entirely pragmatic, to the detriment of the semantic component. I show that for the diminution of greeting particles like “Tschüss.i” (bye-DIM) an additional, and important, motivation comes from a metric aspect: diminutive suffixation makes it possible to adapt non-trochaic particles to the dominant trochaic pattern for greetings in German. I argue that this metric integration is triggered by the status of greetings as social rituals. Taken together, the analysis of particle diminution in German reveals a complex interaction of grammatical, pragmatic, and general cognitive aspects."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
12793 | Beers, kaffi, and Schnaps : different grammatical options for 'restaurant talk' coercions in three Germanic languages | eng | doc-type:article | [
"This paper discusses constructions like “We’ll have two beers and a coffee.” that are typically used for beverage orders in restaurant contexts. We compare the behaviour of nouns in these constructions in three Germanic languages, English, Icelandic, and German, and take a closer look at the correlation of the morpho-syntactic and semantic-conceptual changes involved here. We show that even within such a closely related linguistic sample, one finds three different grammatical options for the expression of the same conceptual transition. Our findings suggest an analysis of coercion as a genuinely semantic phenomenon, a phenomenon that is located on a level of semantic representations that serves as an interface between the conceptual and the grammatical system and takes into account inter- and intralinguistic variations."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie",
"Pragmalinguistik"
] |
12872 | Die "Abduktive Wende" der Linguistik | deu | doc-type:article | [
"1991 erschien eine von Asa Kasher herausgegebene Aufsatzsammlung mit dem Titel \"The Chomskyan Turn\", die eine Bestandsaufnahme der vierzigjährigen Beschäftigung mit der generativen Grammatiktheorie ist. Ähnlich wie Kants \"Kopernikanische Wende\" die Transzendentalphilosophie zum Maßstab allen künftigen Philosophierens werden ließ, revolutionierte der \"Chomskyan Turn\" die linguistische Perspektive. Worin besteht nun der epochale Perspektivenwechsel, der die Verwendung des Ausdrucks \"Chomskyan Turn\" gerechtfertigt erscheinen läßt? In erster Linie betrifft dies die mittlerweile hinlänglich bekannte Abkehr Chomskys von strukturalistischen und induktiven Grammatikansätzen, die auf Beschreibungs- oder Verallgemeinerungskonzepten beruhen. Stattdessen propagiert Chomsky eine Universalgrammatik, die es aufgrund der Annahme universaler und einzelsprachspezifischer Regeln erlaubt, den Spracherwerb und den \"grammatischen Instinkt\" bei der Wahl wohlgeformter Sätze zu erklären."
] | ddc:400 | [
"Semiotik"
] |
12873 | Abduktion und ihre Anwendungen : ein Forschungsbericht | deu | doc-type:article | [
"In den letzten fünf Jahrzehnten kann man ein deutlich wachsendes Forschungsinteresse am Schlußmodus der Abduktion feststellen, der für Charles S. Peirce der \"erste Schritt\" des Schlußfolgems und Interpretierens war. So unterschiedliche Fachgebiete wie Philosophie, Wissenschaftstheorie, Soziologie, Unguistik, Literaturwissenschaft, Semiotik sowie neuerdings die Künstliche-Intelligenz-Forschung versuchen in zunehmendem Maße mit Bezug auf abduktives Folgem die Möglichkeiten einer Reformulierung ihrer einzelwissenschaftlichen Problemzusammenhänge zu nutzen. Vielleicht könnte man sogar von einer \"abduktiven Wende\" des Denkens sprechen. Dabei zeigt sich, daß die Erforschung der Abduktion auf einzigartige Weise Gelegenheit bietet, unter einem einheitlichen Aspekt interdisziplinär zu arbeiten.",
"In the last five decades there can be noticed an increasing interest of the scientific community regarding abductive inference, which Charles Sanders Peirce called the \"first stage\" of the process of reasoning and interpretation. Pretty diverse disciplines such as Philosophy of Science, Sociology, Linguistics, Literary Criticism, Semiotics, and AI-Research have pursued in using abductive inference to reformulate some of their specific problems of research. So, maybe there is - or will be - an \"abductive turn\" in thinking. However, what can be shown already is that research on Abduction provides the unique opportunity of approaching interdisciplinarity under a single aspect."
] | ddc:400 | [
"Semiotik"
] |
12879 | Die Abduktion als Spiel | deu | doc-type:article | [
"Die Bewegung des Spiels als \"Hin und Her\" gleicht der abduktiven Bewegung des provisorischen Hypothesenaufstellens. Dies zeigt sich sowohl bei den Prozeduren und Prozessen wissenschaftlichen Rätsellösens, als auch beim freien Gedankenspiel, dem \"musement\", das Peirce explizit an das \"ästhetische Spiel\" Schillers anschließt.",
"The motion of playing as \"forth and back\" and the motion of abductive inference as the provisory adoption of hyptheses are analogous. This can be shown concerning the procedures and processes involved in scientific puzzle-solving; this can be shown as well concerning the \"free play\" of \"musement\" which Peirce explicitly related to the \"esthetic play\" in the definition of Schiller."
] | ddc:400 | [
"Abduktion <Logik>",
"Semiotik"
] |
12880 | What is abductive inference? | eng | doc-type:bookPart | [
"Abductive reasoning: constitutes according to Peirce the \"first stage\" of scientific inquiries (CP 6.469) and of any interpretive processes. \"Abduction\" is the process of adopting an explanatory hypothesis (CP 5.145) and covers two operations: the selection and the formation of plausible hypotheses. As process of finding premisses, it is the basis of interpretive reconstruction of causes and intentions, as well as of inventive construction of theories."
] | ddc:400 | [
"Semiotik",
"Abduktion <Logik>"
] |
12896 | Chatten online | deu | doc-type:bookPart | [
"Aus linguistischer Sicht besteht die \"kommunikationsgeschichtliche Novität\" des Chattens darin, dass Schrift „für die situationsgebundene, direkte und simultane Kommunikation\" verwendet wird (Storrer 2001: 462), ohne in einem \"systematischen Verhältnis zu einer vorgängigen oder nachträglichen Oralisierung\" zu stehen (ebd.). Dabei ist natürlich auch von Interesse, wie die Teilnehmer des Chats miteinander Kontakt herstellen und mit welcher kommunikativen Grundhaltung die Äußerungen im Chat produziert und rezipiert werden (vgl. Beißwenger 2000: 39f.). Unter den Vorzeichen einer dezidiert medialen Fragestellung müssen darüber hinaus die performativen Übertragungs- und Verkörperungsbedingungen des Chats thematisiert werden (vgl. Wirth 2002a: 44)."
] | ddc:400 | [
"Neue Medien",
"Kommunikation",
"Chatten"
] |
12901 | Die Interferenz von Indexikalität und Performativität bei der Erzeugung von Aufmerksamkeit | deu | doc-type:bookPart | [
"\"Anything which focusses the attention is an index\", schreibt Charles Sanders Peirce, der Begründer des amerikanischen Pragmatismus und Vater der modernen Semiotik in einem 1893 verfassten Kapitel seines geplanten Buches \"The Art of Reasoning\". Alles, was die Aufmerksamkeit ausrichtet oder erzeugt, ist ein Index. Aber was heißt hier Aufmerksamkeit? Was ist mit \"ausrichten oder erzeugen\" - der von mir gewählten Übersetzung für den Ausdruck \"focusses\" - gemeint. Und, last but not least, wie soll man den Begriff des Index fassen?"
] | ddc:400 | [
"Peirce, Charles S.",
"Semiotik"
] |
13038 | La temporalidad verbal en español | spa | doc-type:article | [
"El presente trabajo tiene como objetivos la adecuada caracterización de la temporalidad lingüística, el análisis de sufuncionamiento en el verbo español actual y la formulación de una hipótesis que pueda expltcar, desde una perspectiva única, la diversidad de usos caracterfstrca de las formas verbales. Me he ceñido para ello al estudio de los elementos comprendidos en lo que con frecuencia se ha llamado \"verbo finito\" con exclusión de las formas llegare y hubiere llegado, prácticamente desaparecidas en el español de nuestros días. Reconozco la arbitrariedad que supone considerar formas como he llegado, había llegado, etc., y eliminar los tipos voy a llegar, estoy llegando y otras muchas perífrasis que podrían figurar aquí con el mismo derecho que las \"formas compuestas\". Mi intención ha sido examinar las características que presenta la temporalidad en el sistema básico del verbo español. Esas formas deberán ser tenidas en cuenta en un estudio total, pero creo lícito prescindir de ellas dada la finalidad de este trabajo. Aunque con propósitos ligeramente distintos, me he referido a este mismo tema en el artículo \"Acerca de la temporalidad en el verbo español\" (publicado en el Boletín de la Real Academia Española, LIII, 197.3, pp. 351-.375). Algunos de los puntos de vista en él contenidos deberán ser modificados a partir de lo que aquí se mantiene."
] | ddc:460 | [] |
13110 | Yéli Dnye and the theory of basic color terms | eng | doc-type:article | [
"The theory of basic color terms was a crucial factor in the demise of linguistic relativity. The theory is now once again under scrutiny and fundamental revision. This article details a case study that undermines one of the central claims of the classical theory, namely that languages universally treat color as a unitary domain, to be exhaustively named. Taken together with other cases, the study suggests that a number of languages have only an incipient color terminology, raising doubts about the linguistic universality of such terminology."
] | ddc:400 | [] |
13430 | Metaphern als Stil : Bilder des Weiblichen in Theatertexten von Elfriede Jelinek und Botho Strauß | deu | doc-type:bookPart | [
"Der Vortrag analysiert den weiblichen Sprachstil im modernen deutschsprachigen Drama. Am Beispiel des Autors Botho Strauß erfolgt eine Abgrenzung der weiblichen zur männlichen Sprechweise mit einem vergleichenden Blick auf den Sprachstil der Dramenfiguren Elfriede Jelineks. Sprachstil wird hier aufgefaßt als eine Art des „subjektiv gefärbten Artikulierens“, als „pointierte Artikulation, die das Sagbare von innen heraus definiert, um über die als repressiv und unzeitgemäß kritisierten Konventionen der ästhetischen und politischen Gegenwart hinauszuweisen“ (Eckhoff). Der Vortrag konzentriert sich weniger auf syntaktische und pragmatische als vielmehr auf bildhafte Elemente, die bei Botho Strauß über eine rein sprachliche Verwendung hinausgehen und ein umfassendes semiotisches Verweisungssystem von Sprach-, Körper- und Raumbildern entstehen lassen. Deshalb richtet sich ein weiteres Augenmerk auf den Zusammenhang der verschiedenen Zeichensysteme und die Funktion der Stilisierung, die im Sinne Julia Kristevas eine Relativierung des Textes und die Ambivalenz des Wortes zur Folge hat. Im Zentrum der Überlegungen stehen die Besonderheiten, die Frauen und Männer in ihrer Art zu sprechen kennzeichnen, und die Bildhaftigkeit, die sich damit verbindet. Die Bilder in den dramatischen Texten der genannten Autoren werden mit Bildern von Weiblichkeit korreliert, die sowohl in der Kunsttheorie als auch in der feministischen Diskussion seit längerem eine Rolle spielen. Ziel ist herauszufinden, inwieweit Botho Strauß und Elfriede Jelinek in ihren Dramen stereotype Bilder des Weiblichen entwerfen bzw. festschreiben oder durchbrechen und inwieweit diese Bilder übereinstimmen oder differieren."
] | ddc:300 | [
"Sprachstil",
"Drama",
"Weiblichkeit",
"Jelinek, Elfriede",
"Strauß, Botho",
"ddc:400",
"ddc:830"
] |
13571 | Langages : Le sujet entre langue et parole(s) | fra | doc-type:book | [
"Sommaire Le sujet est de retour CL. NORMAND : Le sujet dans la langue CHR. PUECH: La langue, le sujet et l'institué: la linguistique dans la philosophie (Merleau-Ponty) CL. NORMAND : Linguistique et philosophie : un instantané dans l'histoire de leurs relations P. CAUSSAT : La subjectivité en question D. SAVATOVSKY : Le cogito est-il un énoncé performatif? CL. NORMAND, M.-F. TROLLEZ: Du pragmatisme à la pragmatique: Charles Morris J.-L. CHISS: La stylistique de Charles Bally: de la notion de \"sujet parlant\" à la théorie de l'énonciation J. MÉDINA: Charles Bally: de Bergson à Saussure M. ARRIVÉ: Signifiant saussurien et signifiant lacanien A. RADZINSKI : Lacan/Saussure: les contours théoriques d'une rencontre"
] | ddc:400 | [] |
13774 | Sprachwandel von Sprachgemeinschaften und Individuen | deu | doc-type:preprint | [
"Die Sprachsituation der deutschen Schweiz, wo die Mundarten den großen Teil der gesprochenen Sprachrealität darstellen, bietet ein weites Feld für Erforschung der gesprochenen Sprache. Die starke Position der Mundarten und die weitgehend mündliche Überlieferung machen sie für die Sprachwandelforschung interessant. Nachdem die Erforschung von Sprachwandel lange auf der Rekonstruktion gesprochener Sprache aus Schriftzeugnissen beschränkt war, kann seit dem wissenschaftlich reflektierten Festhalten gesprochener Sprache in Transkripten und seit der Möglichkeit zur Tonarchivierung auf historische Zeugnisse gesprochener Sprache zurückgegriffen werden. So kann die primäre Sprachform berücksichtigt werden. Denn obwohl Lautwandel lange der zentrale Bereich der Sprachgeschichtsschreibung war und die Sprachgeschichtsschreibung weitgehend vom \"Primat des Sprechens\" (Sonderegger 1979, 11) ausgegangen war, musste sie sich lange mit Schriftzeugnissen abfinden, die nur Reflexe gesprochener Sprache darstellten."
] | ddc:400 | [
"Soziolinguistik",
"Schweizerdeutsch"
] |
13776 | Variation im heutigen Schweizerdeutschen : Analysemethoden, Befunde und Interpretationen der Entwicklungen in den Regionen Aarau und Basel im Vergleich | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Wie in anderen Regionen ist auch in der Schweiz seit den 1950er Jahren eine Bewegung weg von der Untersuchung der 'reinen' Dialekte in ländlicher Umgebung hin zu einer Untersuchung von aktueller Sprachverwendung im urbanen Umfeld zu beobachten. Schweizer Dialektologie ist somit heute deutlich als 'social dialectology' zu verstehen. Die traditionelle Dialektologie hat sich an der sprachlichen Vielfalt der Städte gestört, weil diese dem Bemühen entgegenstanden, die diatopische Verteilung sprachlicher Varianten möglichst genau zu beschreiben. Die Sprache der Städte blieb deshalb am Rande des sprachwissenschaftlichen Interesses. Es zeigt sich jedoch deutlich (Siebenhaar i. Dr.), dass gerade in der Schweiz, wo die Mundarten auch in den Städten nicht durch die Standardsprachen verdrängt wurden, schon früh ein Interesse an der mundartlichen Variation aufgekommen ist."
] | ddc:430 | [
"Schweizerdeutsch",
"Dialektologie"
] |
13864 | "Sich in der Vorläufigkeit einrichten" oder "In-side-out" : postkoloniale Theorie und Queertheorie im Theorie- und Deutungskanon der Germanistischen Literaturwissenschaft | deu | doc-type:bookPart | [
"Queertheorie bestimmt sich über Vorläufigkeit, die sich nicht als fixiertes System versteht, sondern als eines, das lediglich ein Instrumentarium zur Verfügung stellt, um die Logik der Spezifität von Machtbeziehungen und Machtkämpfen, etwa in literarischen Texten, zu analysieren. Insofern jeder kritischen Theorie die Verpflichtung aufgegeben ist, kritisch gegen sich selbst gewendet, auch die Möglichkeit zu denken, dass sie nicht immer da sein wird, gilt es, sich nicht im eigenen Moment einzurichten. So möchte ich im Sinne einer vorläufigen und zugleich einer strategischen Kanonisierung vorschlagen: Die germanistische Literaturwissenschaft sowohl mit postkolonialen Theorien als auch mit Gender- und Queertheorien momenthaft und gleichsam verschränkt zu perspektivieren, um dadurch neue Realisationen von Texten zum Entstehen zu bringen.",
"Queer theory primarily tentative, it is not a fixed system but offers instead tools for the analysis of the logic of power, i.e. in literature. Insofar as critical theory has to consider the possibility of its own tentativeness and non-existence, any dwelling in the moment has to be avoided. Thus, the strategically building of a canon should be tentative as well: the interconnection of postcolonial und gender concepts with German literary studies shall produce new perspectives and realisations of texts."
] | ddc:430 | [
"Kanon",
"Literatur",
"Queer-Theorie",
"ddc:800",
"ddc:830"
] |
14081 | Surface palatalization of polish bilabial stops : articulation and acoustics | eng | doc-type:conferenceObject | [
"Bilabial stops undergoing Surface Palatalization (SP) were analyzed in an EMMA/EPG study. Articulatorily, the point of maximal palatal contact and the labial opening movement were analyzed. The acoustic analysis pertained to stop related timing and the point of the highest F2-value. Results show (i) that SP yields a higher F2 at vowel onset and a lengthened opening gesture and (ii) that morphemeinduced palatalizations are distinguished from word initial ones and sandhi-palatalizations articulatorily and acoustically by a shorter delay of palatal target position with respect to stop production; (iii) no differences are found between ‘repalatalized’ and plain segments in case of sandhi palatalization."
] | ddc:400 | [
"Phonetik",
"Palatalisierung"
] |
14082 | Connected speech processes as multitier/multiarticulator prosodic modulations | eng | doc-type:conferenceObject | [
"A model is proposed that interprets a variety of connected speech processes as resulting from prosodic modulations at different tiers of functional speech motor control along the hypo-hyper dimension [10]. The general background of the model is given by the trichotomy of A-, B- and C-prosodic phenomena [15] that together constitute the acoustic makeup of any speech utterance (with regard to their respective time domains at the uttarance/phrase level, the syllabic level and the segmental level)."
] | ddc:400 | [
"Phonetik"
] |
14083 | Why are voiced affricates avoided cross-linguistically? : evidence from an aerodynamic study | eng | doc-type:conferenceObject | [
"This paper shows that several typologically unrelated languages share the tendency to avoid voiced sibilant affricates. This tendency is explained by appealing to the phonetic properties of the sounds, and in particular to their aerodynamic characteristics. On the basis of experimental evidence it is shown that conflicting air pressure requirements for maintaining voicing and frication are responsible for the avoidance of voiced affricates. In particular, the air pressure released from the stop phase of the affricate is too high to maintain voicing, which in consequence leads to a devoicing of the frication part."
] | ddc:400 | [
"Phonetik",
"Affrikata"
] |
14084 | Acoustic characteristics of velar stops and velar softening in German, Polish and Catalan | eng | doc-type:conferenceObject | [
"Two hypotheses have been proposed in order to account for velar softening, i.e., a process through which /k/ changes to an affricate. Whereas one hypothesis states that for the process to apply the velar stop has to be realized as an (alveolo) palatal stop (articulation-based hypothesis), the other claims that velar softening is triggered by acoustic similarity between the input and output segments (acoustic equivalence hypothesis). The present paper investigates the acoustic equivalence hypothesis by comparing several acoustic properties of /k/ in various vowel contexts with those of /ts , ts , tc / for three languages differing in stop burst aspiration, i.e., German, Polish and Catalan. Results suggest that the acoustic equivalence hypothesis could account for velar softening in aspirated velar stops but not in unaspirated velar stops. The results also provide an explanation as to why aspirated velar stops are prone to undergo softening more easily when followed by front vocalic segments than in other contexts and positions"
] | ddc:400 | [
"Phonetik"
] |
14085 | Motor equivalent strategies in the production of /u/ in perturbed speech | eng | doc-type:conferenceObject | [
"Several articulatory strategies are available during the production of /u/, all resulting in a similar acoustic output. /u/ has two main constrictions, at the velum and at the lips. A perturbation of either constriction can be compensated at the other one, e.g wider constriction at the velum by more lip protrusion, wider lip opening by more tongue retraction. This study investigates whether speakers use this relation under perturbation. Six speakers were provided with palatal prostheses which were worn for two weeks. Speakers were instructed to make a serious attempt to produce normal speech. Their speech was recorded via EMA and acoustics several times over the adaptation period. Formant values of /u/-productions were measured. Velar constriction width and lip protrusion were estimated. For four speakers a correlation between constriction width and lip protrusion was found. A negative correlation between lip protrusion and F1 or F2 could sometimes be observed, but no correlation occurred between constriction size and either of the formants. The results show that under perturbation speakers use motor equivalent strategies in order to adapt. The correlation between constriction size and lip protrusion is stronger than in studies investigating unperturbed speech. This could be because under perturbation speakers are inclined to try out several strategies in order to reach the acoustic target and the co-variability might thus be greater."
] | ddc:400 | [
"Phonetik"
] |
14086 | Temporal development of compensation strategies for perturbed palate shape in German /S/-production | eng | doc-type:conferenceObject | [
"The palate shape of four speakers was changed by a prosthesis which either lowered the palate or retracted the alveoles. Subjects wore the prosthesis for two weeks and were recorded several times via EMA. Results of articulatory measurements show that speakers use different compensation methods at different stages of the adaptation. They lower the tongue immediately after the insertion of the prosthesis. Other compensation methods as for example lip protrusion are only acquired after longer practising periods. The results are interpreted as supporting the existence of different mappings between motor commands, vocal tract shape and auditory-acoustic target."
] | ddc:430 | [
"Phonetik",
"Artikulation"
] |
14087 | Articulatory optimisation in perturbed vowel articulation | eng | doc-type:conferenceObject | [
"A two-week perturbation EMA-experiment was carried out with palatal prostheses. Articulatory effort for five speakers was assessed by means of peak acceleration and jerk during the tongue tip gestures from /t/ towards /i, e, o, y, u/. After a period of no change speakers showed an increase in these values. Towards the end of the experiment the values decreased. The results are interpreted as three phases of carrying out changes in the internal model. At first, the complete production system is shifted in relation to the palatal change, afterwards speakers explore different production mechanisms which involves more articulatory effort. This second phase can be seen as a training phase where several articulatory strategies are explored. In the third phase speakers start to select an optimal movement strategy to produce the sounds so that the values decrease."
] | ddc:400 | [
"Phonetik"
] |
14088 | Influence de la forme du palais sur la variabilité articulatoire | fra | doc-type:conferenceObject | [
"As has been noted previously, speakers with coronally low \"flat\" palates exhibit less articulatory variability than speakers with coronally high \"domeshaped\" palates. This phenomenon is investigated by means of a tongue model and an EPG experiment. The results show that acoustic variability depends on the shape of the vocal tract. The same articulatory variability leads to more acoustic variability if the palate is flat than if it is domeshaped. Furthermore, speakers with domeshaped palates show more articulatory variability than speakers with flat palates. The results are explained by different control strategies by the speakers. Speakers with flat palates reduce their articulatory variability in order to keep their acoustic variability low."
] | ddc:400 | [
"Phonetik"
] |
14089 | The influence of the palate shape on articulatory token-to-token variability | eng | doc-type:article | [
"Articulatory token-to-token variability not only depends on linguistic aspects like the phoneme inventory of a given language but also on speaker specific morphological and motor constraints. As has been noted previously (Perkell (1997), Mooshammer et al. (2004)) , speakers with coronally high \"domeshaped\" palates exhibit more articulatory variability than speakers with coronally low \"flat\" palates. One explanation for that is based on perception oriented control by the speaker. The influence of articulatory variation on the cross sectional area and consequently on the acoustics should be greater for flat palates than for domeshaped ones. This should force speakers with flat palates to place their tongue very precisely whereas speakers with domeshaped palates might tolerate a greater variability. A second explanation could be a greater amount of lateral linguo-palatal contact for flat palates holding the tongue in position. In this study both hypotheses were tested."
] | ddc:400 | [
"Phonetik"
] |
14090 | The use of sensory feedback in the adaptation of perturbed /s/ | eng | doc-type:conferenceObject | [
"The study investigates the contribution of tactile and auditory feedback in the adaptation of /s/ towards a palatal prosthesis. Five speakers were recorded via electromagnetic articulography, at first without the prosthesis, then with the prosthesis and auditory feedback masked, and finally with the prosthesis and auditory feedback available. Tongue position, jaw position and acoustic centre of gravity of productions of the sound were measured. The results show that the initial adaptation attempts without auditory feedback are dependent on the prosthesis type and directed towards reaching the original tongue palate contact pattern. Speakers with a prosthesis which retracted the alveolar ridge retracted the tongue. Speakers with a prosthesis which did not change the place of the alveolar ridge did not retract the tongue. All speakers lowered the jaw. In a second adaptation step with auditory feedback available speakers reorganised tongue and jaw movements in order to produce more subtle acoustic characteristics of the sound such as the high amplitude noise which is typical for sibilants."
] | ddc:400 | [
"Phonetik"
] |
14091 | Supralaryngeal mechanisms of the voicing contrast in velars | eng | doc-type:book | [
"This study investigates supralaryngeal mechanisms of the two way voicing contrast among German velar stops and the three way contrast among Korean velar stops, both in intervocalic position. Articulatory data won via electromagnetic articulography of three Korean speakers and acoustic recordings of three Korean and three German speakers are analysed. It was found that in both languages the voicing contrast is created by more than one mechanism. However, one can say that for Korean velar stops in intervocalic position stop closure duration is the most important parameter. For German it is closure voicing. The results support the phonological description proposed by Kohler (1984)."
] | ddc:430 | [
"Phonetik",
"Velar",
"Koreanisch"
] |
14107 | Von Kempelen et al. : remarks on the history of articulatory-acoustic modelling | eng | doc-type:article | [
"The contribution of von Kempelen’s “Mechanism of Speech” to the ‘phonetic sciences‘ will be analyzed with respect to his theoretical reasoning on speech and speech production on the one hand and on the other in connection with his practical insights during his struggle in constructing a speaking machine. Whereas in his theoretical considerations von Kempelen’s view is focussed on the natural functioning of the speech organs – cf. his membraneous glottis model – in constructing his speaking machine he clearly orientates himself towards the auditory result – cf. the bag pipe model for the sound generator used for the speaking machine instead. Concerning vowel production his theoretical description remains questionable, but his practical insight that vowels and speech sounds in general are only perceived correctly in connection with their surrounding sounds – i.e. the discovery of coarticulation – is clearly a milestone in the development of the phonetic sciences: He therefore dispenses with the Kratzenstein tubes, although they might have been based on more thorough acoustic modelling. Finally, von Kempelen’s model of speech production will be discussed in relation to the discussion of the acoustic nature of vowels afterwards [Willis and Wheatstone as well as von Helmholtz and Hermann in the 19th century and Stumpf, Chiba & Kajiyama as well as Fant and Ungeheuer in the 20th century]."
] | ddc:400 | [
"Phonetik",
"Koartikulation"
] |
14108 | Was unterscheidet Zahlwörter von anderen Ausdrücken? | deu | doc-type:report | [
"Cross-linguistically, numerals differ from other linguistic expressions in various aspects of their grammatical behavior and their acquisition. What is so special about them? I will show that a closer look at the status of numbers and numerals not only gives an answer to this question, but can also shed some light onto the syntax-semantics interface. Taking into account philosophical approaches from the foundations of mathematics, I will set forth a definition of number as a function that can be fulfilled by certain sequences. This will lead us (i) to dispense with abstract entities “numbers“ and (ii) to regard numeral sequences as sets that can function as numbers. I will show that this OCCAMiam view captures the peculiar features of numeral sequences as a reflex of their “number function”. On the other hand, the integration of number words into complex syntactic structures leads to a morpho-syntactic behavior of cardinals, ordinals and numerals in “#”-constructions that comes close to that of different word classes, depending on parallels in their semantic-conceptual structure."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14109 | Numeral-Klassifikatoren und die Distribution von Nomen : konzeptuelle, semantische und syntaktische Aspekte | deu | doc-type:conferenceObject | [
"I give a unified account of numeral classifiers as lexical items that are reduced to the function of individuation in cardinal counting constructions with transnumeral nouns. I argue that individuation is a lexical-semantic phenomenon that triggers a focus shift from a whole set to its individual elements, but does not affect the conceptual representation. The semantic reduction of numeral classifiers to individuation functions is, on the one hand, reflected by a morpho-syntactic reduction; numeral classifiers do not project to full NPs, but occur as headadjuncts in QPs. On the other hand, it leads to a loss of conceptual features. As a result, nouns that are used as numeral classifiers are conceptually divorced from their NP counterparts. They integrate the nominal concept not as part of their interpretation, but via agreement features that govern the distribution of nouns in classifierconstructions. I show that the selection of conceptual features relevant for the distribution of numeral classifiers and nouns is lexically, not conceptually governed, supporting a model that distinguishes lexical-semantic and conceptual aspects in the generation of meaning."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14110 | Integration des Transfers in eine Theorie des Zweitspracherwerbs | deu | doc-type:article | [
"Auf der Grundlage der bisherigen Forschungsergebnisse zu Transfer und Interferenz wird die Übertragung sprachlichen Wissens in die Interimsprache in eine Theorie des Zweitspracherwerbs integriert. Transfer wird dabei als interlinguale Ausprägung der Generalisierung verstanden, eine Sichtweise, die die Untersuchungsergebnisse zu Bedingungen und Ursachen des Transfers in einen Erklärungszusammenhang mit anderen Phänomenen des Zweitspracherwerbs stellt. Darüberhinaus ermöglicht es diese Interpretation, eine Verbindung zu kognitiven Leistungen des Lerners beim Erstspracherwerb sowie beim Lernen überhaupt herzustellen."
] | ddc:400 | [
"Fremdsprachenunterricht"
] |
14111 | Semantische und konzeptuelle Strukturen von Numeralkonstruktionen : Untersuchung zu Kardinal-, Ordinal- und Nummer-Konstruktionen | deu | doc-type:article | [
"Ich werde im folgenden einige Überlegungen zur konzeptuellen und semantischen Struktur von Numeralkonstruktionen im Deutschen anstellen, in deren Rahmen ich sowohl die Repräsentation von Zahlen und die Modellierung von Numeralkonstruktionen diskutieren als auch einige Aspekte der Schnittstelle Syntax-Semantik erhellen will. Ich führe meine Untersuchung im Rahmen des „Zwei-Ebenen-Modells“ der Semantik durch (vgl. Bierwisch 1983;1987;1988; Lang 1987; Zimmermann 1987; 1992), nehme also neben dem semantischen System SEM ein autonomes konzeptuelles System CS an, das „die mentale Form dessen, was durch sprachliche Äußerungen wiedergegeben wird, [determiniert]“ (Bierwisch 1987:6)."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie",
"Semantik",
"Gebärdensprache"
] |
14112 | Analyse natürlichsprachlicher Numeralkonstruktionen | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Die Bezeichnung von Anzahlen durch Numeralia und andere sprachliche Mittel ist ein universelles Charakteristikum natürlicher Sprachen, ein Sachverhalt, der bereits auf die große Bedeutung des Zahlkonzepts für das menschliche Denken hinweist: Der Begriff der Zahl, der in der Auffassung diskreter Objekte wurzelt, bildet nach neueren kognitionswissenschaftlichen Ansätzen neben dem Begriff des Raumes - der kontinuierlichen Einheit - das grundlegende Mittel zur Erfassung der Wirklichkeit."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14113 | Komponenten und Entwicklung des Zahlkonzepts : eine Analyse im Lichte neuerer entwicklungspsychologischer und meßtheoretischer Ergebnisse | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Im Rahmen philosophisch-mathematischer Ansätze steht häufig der kardinale Aspekt natürlicher Zahlen im Vordergrund, auf den sprachlich mit Kardinal-Konstruktionen („sieben Zwerge“) referiert wird. Zahlen werden jedoch nicht nur in solchen quantitativen, sondern auch in ordinalen („der dritte Mann“) oder nominalen Kontexten („Bus Nr.129“) gebraucht. Bei einer umfassenden Analyse des Zahlkonzepts sind daher auch diese Komponenten zu berücksichtigen."
] | ddc:400 | [
"Kognitionswissenschaft",
"Numerale",
"ddc:510"
] |
14114 | Semantics of nouns and nominal number | eng | doc-type:article | [
"In the present paper, I will discuss the semantic structure of nouns and nominal number markers. In particular, I will discuss the question if it is possible to account for the syntactic and semantic formation of nominals in a parallel way, that is I will try to give a compositional account of nominal semantics. The framework that I will use is \"twolevel semantics\". The semantic representations and their type-theoretical basis will account for general cross-linguistic characteristics of nouns and nominal number and will show interdependencies between noun classes, number marking and cardinal constructions. While the analysis will give a unified account of bare nouns (like dog / water), it will distinguish between the different kinds of nominal terms (like a dog / dogs / water). Following the proposal, the semantic operations underlying the formation of the SR are basically the same for DPs as for CPs. Hence, from such an analysis, independent semantic arguments can be derived for a structural parallelism of nominals and sentences - that is, for the \"sentential aspect\" of noun phrases. I will first give a sketch of the theoretical background. I will then discuss the cross-linguistic combinatorial potential of nominal constructions, that is, the potential of nouns and number markers to combine with other elements and form complex expressions. This will lead to a general type-theoretical classification for the elements in question. In the next step, I will model the referential potential of nominal constructions. Together with the combinatorial potential, this will give us semantic representations for the basic elements involved in nominal constructions. In an overview, I will summarize our modeling of nouns and nominal number. I will then discuss in an outlook the \"sentential aspect\" of noun phrases."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14115 | "Nellie Einhorn." ist kein wohlgeformter Satz des Deutschen : zum Ausdruck von Begriff und Gegenstand durch Nominalkonstruktionen natürlicher Sprachen | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Seit Frege (1891, 1892) werden generelle Termini wie „Tisch“, „Einhorn“ u.ä. logisch als Prädikate analysiert, d.h. sie werden als Begriffswörter angesehen, deren wesentliches Merkmal ihr Status als ungesättigter Ausdruck ist. Als solcher eröffnen sie eine Leerstelle für einen Argumentausdruck. Dieser muß einen Gegenstand denotieren; der so gesättigte Begriffsausdruck bezeichnet dann einen Wahrheitswert. Nach dieser Analyse werden generelle Termini somit als Bezeichnungen für Funktionen analysiert, deren Definitionsbereich Gegenstände und deren Wertebereich Wahrheitswerte sind. Ebenso wie intransitive Verben gelten sie damit als Ausdrücke, die zusammen mit einem Eigennamen einen assertorischen Satz bilden."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14116 | "Zwei Dreiviertelstunden sind kürzer als zwei drei Viertel Stunden" : interdisziplinäre Überlegungen zur Problematik von Bruchzahlen, Zahlwörtern und Bruchzahlkonzepten | deu | doc-type:article | [
"Die vorliegende Untersuchung behandelt ein spezifisches Problem aus dem Bereich des Bruchunterrichts, nämlich das Problem der Bezeichnungsweise sogenannter „gemischter Zahlen“. Wir werden – nach der Klärung der Terminologie – zunächst die relevanten Daten vorstellen, die wir den Bruchalben von Schüler(innen) einer 6.Klasse entnommen haben (Abschnitt 3). Nach der Darstellung des Fehlerphänomens werden wir dann die kognitiven Fehlerursachen analysieren:2 Die aufgefundenen Normabweichungen werden als Folge eines spezifischen „Interpretationsproblems“ diskutiert, das wir mithilfe linguistischer Analysen auf verbalsprachliche Parallelen der betreffenden Bruchzahlbezeichnungen mit Anzahlangaben zurückführen (Abschnitt 4); auf dieser Basis skizzieren wir Vorschläge für den Mathematikunterricht, die zur Bewältigung des diskutierten Problems beitragen sollen (Abschnitt 5).",
"The use of the Bruchalbum, an exercise book for fractional numbers, as a part of mathematics instruction in the German 6th grade revealed an interesting phenomenon about fractional numbers and their designation: some pupils understand certain number words for fractions in German multiplicatively instead of additively. For instance, they refer to five twelfths of a circle as in (i) instead of (i'), and similarly give designations like (ii) instead of (ii') [...] We believe that an interdisciplinary approach to this phenomenon is productive. Employing linguistic analyses in the investigation, we claim that the pupils' deviations are due to a specific problem in the relation between fractional numbers and number words in German. To help pupils avoid difficulties in this domain, it is not only important to further the knowledge of fractional numbers themselves, but also to teach them the designation of fractional numbers by certain numeral constructions. Based on this analysis we present two math's games that concentrate primarily on language; these math's games are meant to support the teaching of fractional numbers in the 6th grade."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14117 | Die Verknüpfung sprachlichen und konzeptuellen Wissens : eine Diskussion mentaler Module | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Gegenstand des vorliegenden Beitrags ist der Zusammenhang der beiden Bereiche Sprache und außersprachliches Begriffssystem: Wie sind sprachliche und konzeptuelle Module verknüpft, und wie lässt sich ihr Zusammenhang theoretisch erfassen? Ich skizziere zwei alternative Ansätze zur Modellierung dieser Schnittstelle: das „Zwei-Ebenen-Modell“ und das Modell der „Conceptual Semantics“. Vor dem Hintergrund der beiden Ansätze diskutiere ich die Notwendigkeit eines vom konzeptuellen unterschiedenen „semantischen“ Systems, das sprachliche Aspekte der Bedeutung erfasst. Ich entwickele auf dieser Basis ein Modell, in dem die semantische Ebene als integrierter Teil des konzeptuellen Systems CS definiert ist: Semantische Repräsentationen werden durch einen Filter über CS generiert; sie etablieren eine Schnittstellen-Ebene, die CSElemente sprachlichen Strukturen zugänglich macht. Das Modell, das als Elaboration des „Tripartite Parallel Architecture“-Modells (Jackendoff 1997) verstanden werden kann, differenziert sprachliche und nicht-sprachliche Bedeutungsaspekte innerhalb eines komplexen Moduls (“2 in 1”-Ansatz)."
] | ddc:400 | [
"Kognitionswissenschaft"
] |
14118 | Mass and count in language and cognition : some evidence from language comprehension | eng | doc-type:conferenceObject | [
"In linguistics and the philosophy of language, the mass/count distinction has traditionally been regarded as a bi-partition on the nominal domain, where typical instances are nouns like \"beef\" (mass) vs.\"cow\" (count). In the present paper, we argue that this partition reveals a system that is based on both syntactic features and conceptual features, and present experimental evidence suggesting that the discrimination of the two kinds of features has a psychological reality."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14119 | Did language give us numbers? : Symbolic thinking and the emergence of systematic numerical cognition | eng | doc-type:conferenceObject | [
"What role does language play in the development of numerical cognition? In the present paper I argue that the evolution of symbolic thinking (as a basis for language) laid the grounds for the emergence of a systematic concept of number. This concept is grounded in the notion of an infinite sequence and encompasses number assignments that can focus on cardinal aspects (\"three pencils\"), ordinal aspects (\"the third runner\"), and even nominal aspects (\"bus #3\"). I show that these number assignments are based on a specific association of relational structures, and that it is the human language faculty that provides a cognitive paradigm for such an association, suggesting that language played a pivotal role in the evolution of systematic numerical cognition."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14120 | Grammatical properties of pronouns and their representation : an exposition | eng | doc-type:bookPart | [
"This volume brings together a cross-section of recent research on the grammar and representation of pronouns, centering around the typology of pronominal paradigms, the generation of syntactic and semantic representations for constructions containing pronouns, and the neurological underpinnings for linguistic distinctions that are relevant for the production and interpretation of these constructions. In this introductory chapter we first give an exposition of our topic (section 2). Taking the interpretation of pronouns as a starting point, we discuss the basic parameters of pronominal representations, and draw a general picture of how morphological, semantic, discourse-pragmatic and syntactic aspects come together. In section 3, we sketch the different domains of research that are concerned with these phenomena, and the particular questions they are interested in, and show how the papers in the present volume fit into the picture. Section 4 gives summaries of the individual papers, and a short synopsis of their main points of convergence."
] | ddc:400 | [
"Grammatik"
] |
14121 | WH-words are not ‘interrogative’ pronouns : the derivation of interrogative interpretations for constituent questions | eng | doc-type:conferenceObject | [
"I discuss the status of WH-words for interrogative interpretations, and show that the derivation of constituent questions evolves from a specific interplay of syntactic and semantic representations with pragmatics. I argue that WH-pronouns are not ‘interrogative’. Rather, they are underspecified elements; due to this underspecification, WH-words can form a constitutive part not only of interrogative, but also of exclamative and declarative clauses. WH-words introduce a variable of a particular conceptual domain into the semantic representation. Accordingly, they have to be specified for interpretation. Different WH-contexts give rise to different interpretations. In a cross-linguistic overview, I discuss the characteristic elements contributing to the derivation of interrogatives. I argue that specific particles or their phonologically empty counterparts in the head of CP contribute the interrogative aspect. The speech act of ‘asking’ is then carried out via an intonational contour that identifies a question. By default, this intonational contour operates on interrogative sentences; however, other sentence formats – in particular, those of declarative sentences – are possible as well. The distinction of (a) grammatical (syntactic, semantic and phonological) sentence formats for interrogative and declarative sentences, and (b) intonational contours serving the discrimination of speech acts like questions and assertions, can be related to psychological and neurological evidence."
] | ddc:400 | [
"Grammatik"
] |
14122 | Iconic and non-iconic stages in number development : the role of language | eng | doc-type:preprint | [
"Is language the key to number? This article argues that the human language faculty provides the cognitive equipment that enables humans to develop a systematic number concept. Crucially, this concept is based on non-iconic representations that involve relations between relations: relations between numbers are linked with relations between objects. In contrast to this, language-independent numerosity concepts provide only iconic representations. The pattern of forming relations between relations lies at the heart of our language faculty, suggesting that it is language that enables humans to make the step from these iconic representations, which we share with other species, to a generalised concept of number."
] | ddc:400 | [
"Kognitionswissenschaft",
"Zahlbegriff",
"Ikon"
] |
14123 | Are hedgehogs like pigs, or tortoises like toads? : language-specific effects of compound structure on conceptualisation | eng | doc-type:article | [
"How far can language-specific structures influence conceptualisation? After a period of time where the discussion of any ‘Whorfian’ effects tended to be considered of little scientific merit, the recent decade has seen a renewed interest in this question. In particular, studies have aimed to tease apart ‘thinking for speaking’ from general cognition (cf. Slobin 1996, Stutterheim & Nüse 2002) and have shown that language-specific differences can often be observed in verbalisation as well as in the preverbal preparation phase of speech production, rather than in non-linguistic tasks."
] | ddc:400 | [
"Semantik"
] |
14124 | Sprachvermögen und Zahlbegriff : zur Rolle der Sprache für die Entwicklung numerischer Kognition | deu | doc-type:report | [
"In welchem Zusammenhang stehen Sprache und Zahl als kognitive Domänen? Welche Rolle spielt das menschliche Sprachvermögen für die Entwicklung des Zahlbegriffs? In den letzten Jahrzehnten haben verschiedene Disziplinen aus dem Gebiet der Kognitionswissenschaft – darunter Psycholinguistik, Entwicklungspsychologie, Ethologie und kognitive Neurowissenschaft – wesentlich zu unserem Verständnis der Beziehung zwischen Sprache und numerischer Kognition beigetragen. Die unterschiedlichen Ergebnisse liefern Evidenz für eng verknüpfte ebenso wie für autonome Bereiche in den beiden Domänen."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14125 | Semantics as a gateway to language | eng | doc-type:bookPart | [
"This paper presents an account of semantics as a system that integrates conceptual representations into language. I define the semantic system as an interface level of the conceptual system CS that translates conceptual representations into a format that is accessible by language. The analysis I put forward does not treat the make up of this level as idiosyncratic, but subsumes it under a unified notion of linguistic interfaces. This allows us to understand core aspects of the linguistic-conceptual interface as an instance of a general pattern underlying the correlation of linguistic and non-linguistic structures. By doing so, the model aims to provide a broader perspective onto the distinction between and interaction of conceptual and linguistic processes and the correlation of semantic and syntactic structures."
] | ddc:400 | [
"Semantik"
] |
14126 | Grammatische Relationen und rituelle Strukturen : ein evolutionärer Zusammenhang? | deu | doc-type:bookPart | [
"Ein zentrales Thema in den Arbeiten Klaus Welkes ist die Analyse formal bestimmter Relationen, die semantisch interpretierbar sind (vgl. etwa WELKE 1988, 1992, 1994, 2001, 22005). Wichtige Fragestellungen sind hier insbesondere: Wie ist die Hierarchie logisch-pragmatischer Rollen, wie die syntaktischer Funktionen? Wie hängen die beiden Bereiche zusammen? Wie können wir dies mit Hilfe von Argumentstrukturen erfassen? Der vorliegende Beitrag wird sich mit dem hierfür zentralen Aspekt der Verknüpfung syntaktischer und semantischer Relationen aus einer evolutionären Perspektive befassen. In Übereinstimmung mit WELKE (22005) gehe ich davon aus, „daß es neben einer Syntax formaler Strukturen auch eine Syntax semantischer Strukturen gibt“ (WELKE 22005, 4) und untersuche vor diesem Hintergrund, wie eine Entstehung dieser beiden Domänen und die Verknüpfung der betreffenden Strukturen im Rahmen der Evolution menschlicher Sprache aussehen könnte."
] | ddc:400 | [
"Ethnolinguistik",
"Syntax"
] |
14127 | Der Status von Numeralia : ein Beitrag zur Klärung des Klassifikationsproblems für Kardinalia, Ordinalia und 'Nummer'-Konstruktionen | deu | doc-type:article | [
"Aufgrund ihres spezifischen Verhaltens stellen Numeralia häufig ein Problem für die Wortartenklassifikation dar: Einerseits stimmen sie in Kernaspekten ihrer Bedeutung überein - alle Numeralia referieren wesentlich auf Zahlen -, andererseits bestehen zwischen den einzelnen Numeralklassen trotz enger lexikalisch-phonologischer Zusammengehörigkeit zum Teil große morpho-syntaktische Diskrepanzen. Es gibt im wesentlichen zwei Möglichkeiten, diesem Problem zu begegnen: Entweder nimmt man eine spezifische Wortart „Numeralia“ für diese Lexeme an, oder man subsumiert die einzelnen Numeralklassen unter verschiedene andere Wortarten. Beide Ansätze sind letztlich etwas unbefriedigend. Klassifiziert man Numeralia aufgrund morpho-syntaktischer Merkmale als Elemente unterschiedlicher Wortarten, so scheint der enge Zusammenhang der verschiedenen Numeralklassen nicht genügend berücksichtigt zu werden. Im anderen Fall, bei der Postulation einer eigenen Wortart, wird dagegen die morphosyntaktische Heterogenität von Numeralia kaum erfaßt. Aufgrund des charakteristischen Aufbaus von Numeralsequenzen ist darüber hinaus die Anzahl der Elemente einer solchen Wortart möglicherweise stark reduziert: Anders als andere Ausdrücke bilden Numeralia eine Reihe, deren Elemente eng auf einander bezogen sind; höhere Elemente bauen auf niedrigeren auf und erlangen ihre Bedeutung wesentlich erst durch diese. Man könnte daher argumentieren, daß Elemente einer Numeralklasse, beispielsweise die Kardinalia, keine Menge, sondern nur ein (komplexes) Element bilden, nämlich die Sequenz „ein-, zwei, drei,...“. Eine eigenständige Wortart „Kardinalia“, wie etwa Schmid (1987) sie vorschlägt, hätte dann streng genommen nur ein einziges Element."
] | ddc:400 | [
"Lexikologie"
] |
14128 | Zur Parallelität von Nominalgruppen und Sätzen : semantische Argumente für den 'sentential aspect of noun phrases' | deu | doc-type:article | [
"Die folgende Untersuchung wird Parallelen in der semantisch-konzeptuellen Struktur von Nominalgruppen und Sätzen aufzeigen und so unabhängige, semantische Argumente für den „sentential aspect“ von Nominalgruppen liefern, wie er bereits von Abney (1987) auf syntaktischer Seite motiviert wurde. Ich werde im ersten Teil die semantische und syntaktische Struktur von Sätzen skizzieren und hierbei insbesondere die zentralen semantisch-konzeptuellen Operationen identifizieren, die die Generierung von CPs begleiten. Vor diesem Hintergrund werden im zweiten Teil die zentralen übereinzelsprachlichen Merkmale von Nominalgruppen diskutiert und durch semantisch-konzeptuelle (sowie - in einer Skizze - syntaktische) Repräsentationen erfasst. Das Modell zur Struktur von Nominalgruppen wird in Bezug zu den zuvor skizzierten Annahmen über Sätze gestellt. Es wird sich hierbei zeigen, dass bei der Generierung von DPs die gleichen semantisch- konzeptuellen Operationen wirksam werden, wie sie für CPs festgehalten wurden. Ein zentraler Punkt der Diskussion wird das Problem der semantischen Kompositionalität sein. Im Rahmen eines Zwei-Ebenen-Modells der Semantik soll mithilfe semantischer Repräsentationen zugleich die Korrelation sprachlicher und konzeptueller Strukturen erfasst werden."
] | ddc:400 | [
"Semantik"
] |
14129 | Stilistischen Varianz in der Sprache eines in der Deutschschweiz lebenden Romands | deu | doc-type:conferenceObject | [
"Dieser Beitrag soll die fossilierte Lernervarietät darstellen, wie sie von vielen in der Deutschschweiz assimilierten Welschen gesprochen wird. Obwohl der deutsch-französische Sprachkontakt in der Schweiz schon lange intensiv ist, ist diese Varietät noch kaum beschrieben, während das Verhältnis von Welsch- und Deutschschweizern in Untersuchungen zur viersprachigen Schweiz oft thematisiert wird. Die folgende Auswahl soll nur einen Einblick geben in diese Fragestellungen: Die Einstellung der Romands zum Schweizerdeutschen und ihre Bereitschaft, die Mundart zu lernen, untersucht G. Lüdi (1992), U. Windisch u.a. (1994) dokumentieren die Alltagsbeziehungen zwischen Romands und Deutschschweizern, B. Py (1996) zeigt die Funktion des Code-Switching in bi- oder multilingualen Gemeinschaften, darunter viele Beispiele von Romands. Mehrfach untersucht wurde die Sprachwahl und das Sprachverhalten in den zweisprachigen Städten Biel und Fribourg (u.a. C. Brohy (1992); G. Kolde (1981)). In den letzten Jahren sind einige Arbeiten zur schweizerdeutschen Lernervarietät der italienischen, griechischen und türkischen Immigranten erschienen (G. Berruto und H. Burger (1985); W. de Jong (1986), S. dal Negro (1993); I. Werlen (1986)). Zur dialektalen Varietät der Welschen hingegen ist mir einzig die Arbeit von I. Werlen (1991) bekannt. Im Rahmen eines Projekts des Phonogrammarchivs der Universität Zürich zu den Sprachvarietäten in der Stadt Bern wurde auch eine Aufnahme eines Welschen realisiert. Diese Aufnahme möchte ich hier präsentieren."
] | ddc:440 | [
"Schweizerdeutsch",
"Fremdsprachenlernen",
"Welschschweizer"
] |
14130 | Mundart und Hochdeutsch im Vergleich | deu | doc-type:preprint | [
"In der folgenden Darstellung geht es einerseits darum, an Beispielen aufzuzeigen, inwiefern die schweizerdeutschen Mundarten und die deutsche Standardsprache in Lautung, Formenbildung, Satzbau und Wortschatz auseinandergehen können, andererseits aber immer auch um das Aufweisen von Gemeinsamkeiten. Oft werden nämlich bestimmte Erscheinungen des dialektalen Sprachbaus vorschnell als Eigenarten der Mundart verstanden, obwohl dieselben Erscheinungen auch im gesprochenen Hochdeutschen anzutreffen sind. Somit liegen also häufig nicht Unterschiede zwischen Mundart und Standardsprache vor, sondern Unterschiede zwischen gesprochener Sprache und geschriebener Sprache. [vollständige Überarbeitung für eine zweite Auflage]"
] | ddc:400 | [
"Mundart",
"Standardsprache",
"Schweizerdeutsch",
"Deutschunterricht",
"Deutsch",
"ddc:430"
] |
Subsets and Splits
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