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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
abel_leibmedicus_1699 | 1,505 | 1,699 | DAß man ſich dem Sitzen zuviel ergiebet/ iſt nicht rathſam/ mein Rath waͤre/ man ſtudirete vor Mittag fleißig/ und ruminirete Nach- Mittag/ das wuͤrde beſſer ſeyn/ als confuſè Tag und Nacht uͤber den Buͤchern liegen: | Dass man sich dem Sitzen zu viel ergibt / ist nicht ratsam / mein Rat wäre / man studierte vor Mittag fleißig / und ruminierte Nach-Mittag / das würde besser sein / als confuse Tag und Nacht über den Büchern liegen: | de | de | de | 1 | 5.4909 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,506 | 1,699 | Denn gar keine Bewegung haben erkaͤltet die Natur und machet einen traͤgen Leib/ daher allerhand Zufaͤlle ſich ereignen. | Denn gar keine Bewegung haben erkältet die Natur und macht einen trägen Leib / daher allerhand Zufälle sich ereignen. | de | de | de | 1 | 5.5098 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,507 | 1,699 | Animus cogitatione intentus, corpus deſerit das Gemuͤth/ das mit ſtetigen Gedancken angefuͤllet/ verlaͤſt den Leib endlich gar/ hingegen Lectio temperata, quam non laſſitudo, ſed conſilium finit, decet ſtudioſos. | Animus cogitatione intentus, corpus deserit das Gemüt / das mit stetigen Gedancken angefüllet / verläst den Leib endlich gar / hingegen Lectio temperata, quam non lassitudo, sed consilium finit, decet studiosos. | de | de | de | 1 | 5.6132 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,508 | 1,699 | Maͤßig uͤber den Buͤchern ſitzen und leſen ſo daß man nicht daruͤber gantz ermuͤdet/ ſondern bey ſich ſelbſten zu rath gehet/ das geziemet und bekoͤmmt Studenten wohl. | Mäßig über den Büchern sitzen und lesen so dass man nicht darüber ganz ermüdet / sondern bei sich selbst zu Rat geht / das geziemet und bekommt Studenten wohl. | de | de | de | 1 | 5.5671 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,509 | 1,699 | Nach Tiſch ruhen iſt beſſer als vor Tiſch/ dahero iſt auf denen Gymnaſiis ein groſſer Fehler/ daß man die ſo genannte Freyſtunden nach und nicht auch vor Tiſch vergoͤnnet/ und die armen Schuͤler ſo hart einſchrencket/ ſo lang biß dero Blut faulen/ ausſchweeren oder mancher arme Schelm es ſonſten ausſiechen muß/ mit groſſer Gefahr/ daran nicht allezeit das Waſſer/ die Lufft/ ſondern auch offt und am allermeiſten des Schulmeiſters ſtrenge und enge Authoritaͤt/ daruͤber mancher/ wenn er zu Verſtand und Jahren koͤmt/ ſeuffzet und ſeiner Lehrmeiſter einfaͤltige gehabte Herrſchafft verlachet. | Nach Tisch ruhen ist besser als vor Tisch / daher ist auf denen Gymnasiis ein großer Fehler / dass man die so genannte Freistunden nach und nicht auch vor Tisch vergönnet / und die armen Schüler so hart einschrecket / so lang bis deren Blut faulen / ausschwären oder mancher arme Schelm es sonsten Aussichen muss / mit großer Gefahr / daran nicht allezeit das Wasser / die Luft / sondern auch oft und am allermeisten des Schulmeisters strenge und enge Autorität / darüber mancher / wenn er zu Verstand und Jahren kommt / seufzt und seiner Lehrmeister einfältige gehabte Herrschaft verlachet. | de | de | de | 1 | 5.6303 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,510 | 1,699 | Es heiſſet ja nicht vergebens: | Es heißt ja nicht vergebens: | de | de | lv | 0.667 | 4.3887 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,511 | 1,699 | Nach Tiſch ſolman eine Gemuͤths und Leibes- Ruhe halten. | Nach Tisch solman eine Gemüts und Leibes-Ruhe halten. | de | de | de | 1 | 6.8692 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,512 | 1,699 | Dannenhero ſind nach Tiſch alle Exercitia, Gemuͤths-Arbeit/ als das emſige Studiren zu meiden/ denn dieſe ſind eben aller Rohig-Unverdauligkeit/ der Kraͤtze und der meiſten Kranckheiten Urſacher. | Dannenher sind nach Tisch alle Exercitia, Gemüts-Arbeit / als das emsige Studieren zu meiden / denn diese sind eben aller Rohig-Unverdauligkeit / der Krätze und der meisten Krankheiten Ursache. | de | de | de | 1 | 6.0747 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,513 | 1,699 | Ich wundere mich auch nicht wenig uͤber diejenige/ welche die Ruhe verachten/ ob ſie gleich wiſſen/ daß darin ihre Geſundheit beſtehet und den groͤſten Kranckheiten dadurch vorgebauet wird/ zumahlen welche hitziger und trockener Natur ſeyn/ und der Feuchtigkeit des Leibes durch den uͤbermaͤßigen Schweiß ſich berauben/ woruͤber ſchon laͤngſten Hippocrates und Galenus geklaget/ daß es die Medici bey ihren Clienten nicht in acht nehmen/ und dannenhero mancher mutwillig in Kranckheit fallen und gerathen muß. | Ich wundere mich auch nicht wenig über diejenige / welche die Ruhe verachten / ob sie gleich wissen / dass darin ihre Gesundheit bestehet und den größten Krankheiten dadurch vorgebaut wird / zumal welche hitziger und trockener Natur sein / und der Feuchtigkeit des Leibes durch den übermäßigen Schweiß sich berauben / worüber schon längsten Hippokrates und Geolenis geklagt / dass es die Medici bei ihren Klienten nicht in Acht nehmen / und dannenher mancher mutwillig in Krankheit fallen und geraten muss. | de | de | de | 1 | 5.2432 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,514 | 1,699 | Ferner iſt noch zu mercken/ daß die Poſitur des Leibes im ſtudiren nicht ſeyn ſol gebuͤckt/ mit zuſammen gezogenen Leibe/ ſondern gerade/ man ſol aber nicht ſtehen/ wie einige unbedacht vorgeben/ denn dadurch muͤſſen die Feuchtigkeiten alle unterwerts fincken/ auch nehmen die Beine viel Kraͤffte und Geiſter weg zur Ertragung des gantzen und ſchweren Obern-Leibes/ welches dem Nachſinnen abgehet/ ſondern darzu dienet ein hoher Stuhl/ darinnen man aufgerichtet ſitzen kan/ und dann und wann ein wenig auf und nieder ſpatziret/ welches zumahlen denen hypochondriacis und melancholicis geſagt ſeyn ſol. | Ferner ist noch zu merken / dass die Positur des Leibes im Studieren nicht sein soll gebückt / mit zusammen gezogenen Leibe / sondern gerade / man soll aber nicht stehen / wie einige unbedacht vorgeben / denn dadurch müssen die Feuchtigkeiten alle unterwärts Finken / auch nehmen die Beine viel Kräfte und Geister weg zur Ertragung des ganzen und schweren Oberen-Leibes / welches dem Nachsinnen abgehet / sondern dazu dient ein hoher Stuhl / darinnen man aufgerichtet sitzen kann / und dann und wann ein wenig auf und nieder spazieret / welches zumal denen Hypochondrieakis und melancholicis gesagt sein soll. | de | de | de | 1 | 5.1727 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,515 | 1,699 | l. de Sanit, tuend. | l. de Sanit, tuend. | en | es | fr | 0 | 6.214 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,516 | 1,699 | Dritten Buchs 6. Theilung. | Dritten Buchs 6. Teilung. | en | de | lb | 0.333 | 6.0053 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,517 | 1,699 | Von Gemuͤths-Bewegung. | Von Gemütsbewegung. | de | de | de | 1 | 5.9974 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,518 | 1,699 | Das I. Capitel. | Das I. Kapitel. | de | de | bg-Latn | 0.667 | 5.744 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,519 | 1,699 | Von Gewalt der Affecten. | Von Gewalt der Affekten. | de | de | de | 1 | 7.3575 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,520 | 1,699 | DEr Menſch/ als der allein unter den Thieren mit Vernunfft begabet/ ſol in allen Dingen dahin ſtreben/ wie er ſeine Affecten zwinge/ wohl erwegende/ daß die Gemuͤths- Ruhe zur Verlaͤngerung des Lebens die beſte Medicin ſey. | Der Mensch / als der allein unter den Tieren mit Vernunft begabt / soll in allen Dingen dahin streben / wie er seine Affekten zwinge / wohl erwägende / dass die Gemüths-Ruhe zur Verlängerung des Lebens die beste Medizin sei. | de | de | de | 1 | 5.2998 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,521 | 1,699 | Es iſt freylich das Gemuͤth/ ſo lang es mit dem Leib durch Huͤlff der Geiſter verknuͤpffet iſt/ nicht frey von Kranckheiten/ ſondern alle motus mentis Gemuͤths-Bewegungen/ Gedancken entſtehen meiſtentheils à motu humorum & temperie von der Bewegung des Bluts und deſſen Temperament/ oder wie das Blut/ ſo iſt die Neigung ſo ſind die Gedancken. | Es ist freilich das Gemüt / so lang es mit dem Leib durch Hilfe der Geister verknüpft ist / nicht frei von Krankheiten / sondern alle motus mentis Gemütsbewegungen / Gedanken entstehen meistenteils à motu humorum & temperie von der Bewegung des Bluts und dessen Temperament / oder wie das Blut / so ist die Neigung so sind die Gedanken. | de | de | de | 1 | 5.1872 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,522 | 1,699 | Und iſt demnach einem Medico nicht ſchwer die Gedancken der Menſchen probabiliter zu erkennen und zu erfahren/ nach Auſſage des Galeni, der alſo ſpricht: mores animi ſequuntur corporis temperamentum, wie des Menſchen ſein Temperament/ ſo ſind auch ſeine Geberden/ und Gedancken/ ſein Dichten und Trachten/ wer jenes weiß/ kan auch dieſes ergruͤnden. | Und ist demnach einem Medico nicht schwer die Gedanken der Menschen probabiliter zu erkennen und zu erfahren / nach Aussage des Galeni, der also spricht: mores animi sequuntur corporis temperamentum, wie des Menschen sein Temperament / so sind auch seine Gebärden / und Gedanken / sein Dichten und Trachten / wer jenes weiß / kann auch dieses ergründen. | de | de | de | 1 | 4.7379 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,523 | 1,699 | Dannenhero ſich ſelbſt zu regieren iſt die groͤſte Kunſt/ und gefaͤllt mir wohl/ was hier zu der beruͤhmte Frantzoͤſiſche Koͤnigliche Leib-Medicus der Quercetanus, ſetzet/ ſagende: | Dannenher sich selbst zu regieren ist die größte Kunst / und gefällt mir wohl / was hier zu der berühmte französische Königliche Leibmedicus der Quercetanus, setzet / sagende: | de | de | de | 1 | 6.3687 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,524 | 1,699 | Animi affectus ſunt temperandi, & ubi vel leviſſima commotio percipitur, confeſtim ejusmodi ignis aqua continentiæ à ratione ſublimata & alembicata extinguendus eſt, das iſt: | Animi affectus sunt temperandi, & ubi vel levissima commotio percipitur, confestim ejusmodi ignis aqua continentiae à ratione sublimata & alembicata extinguendus est, das ist: | fr | la | la | 0 | 5.3904 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,525 | 1,699 | Die Gemuͤths-Neigungen ſol man maͤſſigen/ und wo nur eine kleine Bewegung deſſelben geſchicht/ ſol dieſes Feuer alſo bald mit dem Waſſer des Enthaltens/ ſo von der Vernunfft getrieben und erhoͤhet iſt/ geloͤſchet werden/ denn ſie greiffen alſobald die Seelen-Geiſter an/ und demnach bezwingen ſie den gantzen Leib/ daß daher manchen das Leben verkuͤrtzet wird. | Die Gemütsneigungen soll man mäßigen / und wo nur eine kleine Bewegung desselben geschieht / soll dieses Feuer also bald mit dem Wasser des Enthaltens / so von der Vernunft getrieben und erhöhet ist / gelöscht werden / denn sie greifen alsobald die Seelengeister an / und demnach bezwingen sie den ganzen Leib / dass daher manchen das Leben verkürzet wird. | de | de | de | 1 | 5.1036 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,526 | 1,699 | Croll. d. l. p. 127. ſq. | Croll. d. l. p. 127. sq. | eb | zh | mt | 0 | 4.8613 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,527 | 1,699 | Das II. Capitel. | Das II. Kapitel. | de | de | eu | 0.667 | 5.7194 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,528 | 1,699 | Von der Liebes-Sucht oder Inclination. | Von der Liebessucht oder Inklination. | de | de | de | 1 | 5.5476 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,529 | 1,699 | SOlches ſehen wir an der Liebe/ was ſie vor Macht hat bey dem/ der da liebet/ welches Seneca exprimirt, wenn er ſaget: | Solches sehen wir an der Liebe / was sie vor Macht hat bei dem / der da liebet / welches Seneca exprimirt, wenn er sagt: | de | de | de | 1 | 5.255 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,530 | 1,699 | Caveant ſibi ſtudioſi ab amore, amans enim (amens) vivit in alieno corpore, es ſollen ſich Studirende huͤten fuͤr der Liebe/ denn ein Lieben der (Unſiñiger) lebet in eines andern Leibe/ womit er viel zu verſtehen giebet. | Caveant sibi Studiosi ab amore, amans enim (Amens) vivit in alieno corpore, es sollen sich Studierende hüten für der Liebe / denn ein Lieben der (Unsinniger) lebet in eines anderen Leibe / womit er viel zu verstehen gibt. | de | de | de | 1 | 5.8698 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,531 | 1,699 | Es geben es auch die Kennzeichen eines Liebhabers an den Tag | Es geben es auch die Kennzeichen eines Liebhabers an den Tag | de | de | de | 1 | 5.5153 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,532 | 1,699 | ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Amantis Pallor in ore ſedet, macies in corpore toto | ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Amantis Pallor in ore sedet, macies in corpore toto | en | la | en | 0 | 5.5622 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,533 | 1,699 | Ovven. l. 2. Ep. 94. | Ovven. l. 2. Ep. 94. | en | de | en | 0.333 | 5.7398 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,534 | 1,699 | Die bleiche Farb und hagre Geſtalt Den Liehaber verraͤth gar bald. | Die bleiche Farbe und hagre Gestalt den Liehaber verrät gar bald. | de | de | de | 1 | 7.0298 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,535 | 1,699 | Die Lieb bezwinget das tapfferſte Gemuͤth/ und effœminiret den Hertzhafftigſten/ ſie laͤhmet Zunge und Verſtand/ und ſchlaͤgt das gantze Gebluͤt zu Boden/ ja ſie treibet zur groͤſten Verwegenheit/ quid non mortalia pectora cogit amor? | Die Liebe bezwinget das tapferste Gemüt / und effoeminiret den Hertzhafftigsten / sie lähmet Zunge und Verstand / und schlägt das ganze Geblüt zu Boden / ja sie treibet zur größten Verwegenheit / quid non mortalia pectora cogit amor? | de | de | de | 1 | 4.7752 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,536 | 1,699 | Das III. Capitel. | Das III. Kapitel. | de | de | eu | 0.667 | 5.7941 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,537 | 1,699 | Von der Traurigkeit. | Von der Traurigkeit. | de | de | de | 1 | 3.5011 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,538 | 1,699 | TRaurigkeit iſt ein Gifft des Lebens/ eine Verwirrung der Geiſter und des Verſtandes/ zumahlen bey denen hypochondriacis und melancholicis. | Traurigkeit ist ein Gift des Lebens / eine Verwirrung der Geister und des Verstandes / zumal bei denen Hypochondrieakis und melancholicis. | de | de | de | 1 | 4.9668 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,539 | 1,699 | Sie iſt eine Verkehrerin des Gewiſſens/ darzu der boͤſe Feind ſich gern geſellet/ und ihnen den Weg zum boͤſen zeiget/ denn Melancholia eſt balneum Diaboli, | Sie ist eine Verkehrerin des Gewissens / dazu der böse Feind sich gern gesellet / und ihnen den Weg zum bösen zeiget / denn Melancholie est balneum Diaboli, | de | de | de | 1 | 5.3727 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,540 | 1,699 | Dolæus d. l. p. 614. | Dolaeus d. l. p. 614. | ar | da | fr | 0 | 5.0307 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,541 | 1,699 | Die Melancholey Iſt des Teuffels Baaderey. | Die Melancholie Ist des Teufels Baderei. | de | de | de | 1 | 5.2746 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,542 | 1,699 | Viel ſind aus Traurigkeit ploͤtzlich geſtorben. | Viel sind aus Traurigkeit plötzlich gestorben. | de | de | de | 1 | 5.3049 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,543 | 1,699 | Von der Traurigkeit heiſſet es: Nichts kan innerlicher und geſchwinder unſer Gebluͤt veraͤndern deſſen Eigenſchafft zertrennen und einen unordentlichen Lauff denen Geiſtern beybringen/ als der Zorn und Traurigkeit/ worinnen auch Salomo uͤbereinſtimmet ſagende: | Von der Traurigkeit heißt es: Nichts kann innerlicher und geschwinder unser Geblüt verändern dessen Eigenschaft zertrennen und einen unordentlichen Lauf denen Geistern beibringen / als der Zorn und Traurigkeit / worin auch Salomo übereinstimmet sagende: | de | de | de | 1 | 5.6612 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,544 | 1,699 | Ein froͤlich Hertz macht das Leben luſtig/ aber ein betruͤbter Muth vertrocknet die Gebeine. | Ein fröhlich Herz macht das Leben lustig / aber ein betrübter Mut vertrocknet die Gebeine. | de | de | de | 1 | 4.6646 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,545 | 1,699 | Hoͤrets ihr Melancholici, und ſuchet euch eine Ergetzlichkeit/ daß euer Hertz freyer werde entweder durch angenehme Muſic, wie David dem Saul gethan/ womit er ihn von ſeiner Ubereilung zuruͤck gehalten/ | Höret ihr Melancholici, und suchet euch eine Ergötzlichkeit / dass euer Herz freier werde entweder durch angenehme Musik, wie David dem Saul getan / womit er ihn von seiner Übereilung zurückgehalten / | de | de | de | 1 | 5.4751 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,546 | 1,699 | Prov. 17. 22. ſq. | Prov. 17. 22. sq. | cs | sk | vi | 0 | 5.2579 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,547 | 1,699 | Denn ſie nimt weg Kuͤmmerniß und Leyd/ In Schimpff und Schertz bringt groſſe Freud! | Denn sie nimmt weg Kümmernis und Leid / In Schimpf und Scherz bringt große Freude! | de | de | de | 1 | 6.0482 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,548 | 1,699 | Anch ſonſt macht einen wohl geſchickt/ In Creutz/ Arbeit und Muͤh erquickt/ | Anch sonst macht einen wohl geschickt / In Kreuz / Arbeit und Mühe erquickt / | de | de | de | 1 | 6.9137 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,549 | 1,699 | Oder durch einen Gott-gefaͤlligen Geſang/ welches einen freudigen Geiſt in uns erwecket/ daß der Trauer- Geiſt weichen muß. | Oder durch einen Gottgefälligen Gesang / welches einen freudigen Geist in uns erwecket / dass der Trauer-Geist weichen muss. | de | de | de | 1 | 4.6796 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,550 | 1,699 | Alle Gelehrte/ weil ſie an Gemuͤths und Leibes-Kraͤfften ſehr ermuͤdet werden/ ſollen ſich der Luſtigkeit bedienen nebſt einem Glaß guten Wein/ aber in dem HErrn/ dadurch koͤnnen ſie vertreiben den torporem Spirituum und verdummelte Geiſter/ und gehen alsdenn hurtiger an ihr ſtudiren/ druͤm heiſt es gar wohl: læta ede, læta bibe, læta age, læta vide, nur daß ſie ihrer Luſtigkeit den Zuͤgel nicht zu weit laſſen/ ſonſten ſetzen ſie ihre Spiritus extra ſphæram recti, und zertrennen ſie gantz und gar/ daß darnach eine groͤſſere Traurigkeit daraufferfolget/ wie wir ſolches an denen melancholicis, die zuvor gantz außgelaſſen (eccentrici) waren in ihrer Luſtigkeit/ bald aber wieder gar zu traurig. | Alle Gelehrte / weil sie an Gemüts und Leibeskräften sehr ermüdet werden / sollen sich der Lustigkeit bedienen nebst einem Glas guten Wein / aber in dem Herrn / dadurch können sie vertreiben den torporem Spirituum und tummelte Geister / und gehen alsdann hurtiger an ihr studieren / darum heißt es gar wohl: laeta ede, laeta bibe, laeta age, laeta vide, nur dass sie ihrer Lustigkeit den Zügel nicht zu weit lassen / sonsten setzen sie ihre Spiritus extra sphaeram recti, und zertrennen sie ganz und gar / dass danach eine größere Traurigkeit darauferfolget / wie wir solches an denen melancholicis, die zuvor ganz ausgelassen (eccentrici) waren in ihrer Lustigkeit / bald aber wieder gar zu traurig. | de | de | de | 1 | 5.0907 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,551 | 1,699 | Es dienet auch die Traurigkeit zuvertreiben eine Geſpraͤchhaffte Converſation, und ſaget Fracaſtorius, daß der Jungfern und Jung-Geſellen Zuſammenkunfft die Melancholey am beſten vertreiben koͤnne/ (accedunt juvenum chori Miſtæque puellæ;) Alleine hier heiſt es auch/ cautius cum hiſce eſt converſandum, ne decipiaris, welches leicht geſchehen kan durch ihr rete mirabile. | Es dient auch die Traurigkeit zuvertreiben eine Gesprächhafte Conversation, und sagt Fracastorius, dass der Jungfern und Junggesellen Zusammenkunft die Melancholie am besten vertreiben könne / (accedunt juvenum chori Mistaeque puellae;) alleine hier heißt es auch / cautius cum hisce est conversandum, ne decipiaris, welches leicht geschehen kann durch ihr rete mirabile. | de | de | de | 1 | 5.7967 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,552 | 1,699 | Von denen Perſianiſchen Bettlern ſtehet/ daß ſie denen voruͤber gehenden mit demuͤthigen Geberden einen Spiegel vorhalten/ ſie zur Mildigkeit anzureitzen/ wie viel reitzen doch mit ihrem Bettel-Hoffart und geſchminckten Spiegel unſchuldige Hertzen zum Boͤſen an/ und betteln gleichſam manchem etwas ab/ das er ſonſten nicht gethan. | Von denen persischen Bettlern steht / dass sie denen vorüber gehenden mit demütigen Gebärden einen Spiegel vorhalten / sie zur Milde anzureizen / wie viel reizen doch mit ihrem Bettel-Hoffart und geschminkten Spiegel unschuldige Herzen zum Bösen an / und betteln gleichsam manchem etwas ab / das er sonsten nicht getan. | de | de | de | 1 | 5.0808 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,553 | 1,699 | Ja unzuͤchtige Meren (die man leicht an Reden/ Gang und Kleidung erkennen kan) machen es nicht anders als der liſtige und betriegeriſche Fiſcher dem Fiſch Sargo oder Ziegen-Parſch/ welcher Fiſch die Ziegen ſehr liebet/ und ihnen deßwegen nachſchwimmet/ ob gleich offt mit Lebens-Gefahr; Denn die Fiſcher thun Ziegen-Felle an/ treten ins Waſſer/ fangen und beſtricken alſo mit Liſt den armen unſchuldigen Fiſch; Eben alſo gehet es manchem unſchuldigen Verliebten/ der noch nicht weiß was Huren-Liebe iſt/ wie uns ſolches das Emblema Alciati vor Augen leget. | Ja unzüchtige Mehren (die man leicht an Reden / Gang und Kleidung erkennen kann) machen es nicht anders als der listige und betrügerische Fischer dem Fisch Sargo oder Ziegen-Barsch / welcher Fisch die Ziegen sehr liebet / und ihnen deswegen nachschwimmet / ob gleich oft mit Lebensgefahr; denn die Fischer tun Ziegen-Felle an / treten ins Wasser / fangen und bestricken also mit List den armen unschuldigen Fisch; Eben also geht es manchem unschuldigen Verliebten / der noch nicht weiß was Hurenliebe ist / wie uns solches das Emblema Alciati vor Augen leget. | de | de | de | 1 | 5.1411 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,554 | 1,699 | Grembs. | Grembs. | en | en | nl | 0 | 4.8992 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,555 | 1,699 | de Splen morb. | de Splen morb. | tk | nl | no | 0 | 8.4322 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,556 | 1,699 | l. 2. c. 1. §. 4. 19. | l. 2. c. 1. §. 4. 19. | eb | ar | la | 0 | 3.4823 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,557 | 1,699 | Dorncr. medull. prax. c. 19. p. 232. | Dorncr . medull. prax. c. 19. p. 232. | en | en | no | 0 | 6.1168 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,558 | 1,699 | Gentius Not. ad Roſar. Muſt. Sadi p. 570. | Gentius Not. ad Rosar. Must. Sadi p. 570. | en | la | la | 0 | 7.7602 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,559 | 1,699 | V. Hildebrand. l. 6. 2. Mag. Natur. p. m. 288. | V. Hildebrand. l. 6 . 2. Mag. Natur. p. m. 288. | eb | en | bg-Latn | 0 | 5.3944 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,560 | 1,699 | Das IV. Capitel. | Das IV. Kapitel. | de | de | la | 0.667 | 6.0794 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,561 | 1,699 | Vom Zorn. | Vom Zorn. | en | en | hr | 0 | 6.8386 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,562 | 1,699 | ZOrn entzuͤndet die Geiſter/ veraͤndert des Blutes Richtigkeit (συμμετρίαν,) widerſtehet der Weißheit/ und bringet den Leib in Hertze-Leyd/ ja er verhindert den Gebrauch der Vernunfft/ obſtat animi judicio, & rationis opera perturbat. | Zorn entzündet die Geister / verändert des Blutes Richtigkeit (summetrian,) widerstehet der Weisheit / und bringt den Leib in Herzeleid / ja er verhindert den Gebrauch der Vernunft / obstat animi judicio, & rationis opera perturbat. | de | lb | de | 0.667 | 5.4178 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,563 | 1,699 | It. ira præſente nihil rectè fieri poteſt nach dem Cicerone, welches zufoͤrderſt denen Gelehrten eine Regul giebet. | It. ira praesente nihil recte fieri potest nach dem Cicerone, welches zuvörderst denen Gelehrten eine Regel gibt. | de | de | de | 1 | 5.8061 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,564 | 1,699 | Das V. Capitel. | Das V. Kapitel. | de | de | bg-Latn | 0.667 | 6.8339 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,565 | 1,699 | Von der Sorge. | Von der Sorge. | de | de | de | 1 | 6.409 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,566 | 1,699 | UNter den Studenten giebts auch genug Sorge/ der eine hat keine Gelder/ der andere hat das ſeine liederlich verthan/ der dritte kan nicht gelehrt genug werden. | Unter den Studenten gibt es auch genug Sorge / der eine hat keine Gelder / der andere hat das seine liederlich vertan / der dritte kann nicht gelehrt genug werden. | de | de | de | 1 | 5.0389 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,567 | 1,699 | Da finden ſich vielerley Sorgen. | Da finden sich vielerlei Sorgen. | de | de | de | 1 | 5.7193 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,568 | 1,699 | Solche aber verurſachen ſich freywillich Ungelegenheit/ Melancholey/ betruͤben ihr Hertz und Geiſter/ machen einen ſchwachen und krancken Leib/ Cura velut ſpina partibus infixa eſt, die Sorg iſt wie ein Dorn/ den man in ein Glied geſtochen/ dafuͤr man weder Tag noch Nacht ruhen kan. | Solche aber verursachen sich freiwillig Ungelegenheit / Melancholie / betrüben ihr Herz und Geister / machen einen schwachen und kranken Leib / Cura velut spina partibus infixa est, die Sorge ist wie ein Dorn / den man in ein Glied gestochen / dafür man weder Tag noch Nacht ruhen kann. | de | de | de | 1 | 5.1947 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,569 | 1,699 | Aus vielen Sorgen komt der Glieder Schwachheit und Weichlichkeit/ ſie vertrocken und verzehren die natuͤrlichen Kraͤffte des Leibes und verurſachen vor der Zeit graue Haar. | Aus vielen Sorgen kommt der Glieder Schwachheit und Weichlichkeit / sie trocken und verzehren die natürlichen Kräfte des Leibes und verursachen vor der Zeit graue Haar. | de | de | de | 1 | 6.1306 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,570 | 1,699 | Wo ein junger Menſch in groſſer Sorg und Furcht lebet/ der kan am Leibe nicht ſo tuͤgen noch zunehmen/ als wenn er frey waͤre. Derowegen | Wo ein junger Mensch in großer Sorge und Furcht lebet / der kann am Leibe nicht so tügen noch zunehmen / als wenn er frei wäre . Derowegen | de | de | de | 1 | 5.4234 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,571 | 1,699 | Volve tuas in Chriſti humeros prece ſupplice curas Hoc dare fata volunt, hoc dare vota valent. | Volve tuas in Christi humeros prece supplice curas Hoc dare fata volunt, hoc dare vota valent. | la | la | it | 0 | 6.0376 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,572 | 1,699 | Wer ſeine Sorg GOTT auferlegt Und alles in den Wind hinſchlaͤgt Mit beten ſeine Sach faͤngt an/ Der hat in allen genug gethan. | Wer seine Sorge GOTT auferlegt und alles in den Wind hinschlägt mit beten seine Sache fängt an / Der hat in allen genug getan. | de | de | de | 1 | 6.1811 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,573 | 1,699 | Denn ille beatiſſimus & ſecurus ſui poſſeſſor, qui craſtinum ſine ſollicitudine expectat, der iſt der aller gluͤckſeeligſt und ſicherſte Menſch/ der ſich nicht groß bekuͤmmert um den Morgenden Tag. | Denn ille beatissimus & securus sui possessor, qui crastinum sine sollicitudine expectat, der ist der aller glückseligst und sicherste Mensch / der sich nicht groß bekümmert um den Morgenden Tag. | de | la | de | 0.667 | 5.1131 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,574 | 1,699 | Dritten Buchs 7. Theilung. | Dritten Buchs 7. Teilung. | en | de | lb | 0.333 | 6.0725 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,575 | 1,699 | Vom Schlaffen und Wachen. | Vom Schlafen und Wachen. | de | de | de | 1 | 3.6173 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,576 | 1,699 | Das I. Capitel. | Das I. Kapitel. | de | de | bg-Latn | 0.667 | 5.744 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,577 | 1,699 | Wenn und wie lang man ſchlaffen ſol. | Wenn und wie lang man schlafen soll. | de | de | de | 1 | 5.3722 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,578 | 1,699 | MAn hat ſich zwar nicht zu beſchweren uͤber lehr-begierige Studenten/ daß ſie den Schlaff zu viel nachhiengen/ drum muß ichs billich erinnern/ daß ſie demſelben als hoͤchſt-noͤthigem Stuͤck der Geſundheit ja nichts abbrechen moͤchten/ denn quòd protrahimus ſomno, vitæ addimus, was wir dem Schlaff zugeben/ das geben wir unſern Leben zu/ ſtehet dort bey dem Plauto. | Man hat sich zwar nicht zu beschweren über lehr-begierige Studenten / dass sie den Schlaf zu viel nachhingen / darum muss ich es billig erinnern / dass sie demselben als höchstnötigem Stück der Gesundheit ja nichts abbrechen möchten / denn quod protrahimus somno, vitae addimus, was wir dem Schlaf zugeben / das geben wir unseren Leben zu / steht dort bei dem Plauto. | de | de | de | 1 | 5.8672 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,579 | 1,699 | Es ſol aber geſchehen 2. oder 3. Stunden nach Tiſch des Abends um 9. Uhr/ damit eine vollkommene Kochung geſchehen moͤge/ nicht aber gleich nach Tiſch/ als welches ſchaͤdlich. | Es soll aber geschehen 2. oder 3. Stunden nach Tisch des Abends um 9. Uhr / damit eine vollkommene Kochung geschehen möge / nicht aber gleich nach Tisch / als welches schädlich. | de | de | de | 1 | 5.6536 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,580 | 1,699 | Auch ſol man ſich nicht auf den Ruͤcken legen noch mit abhengigen Kopff/ wo man nicht wil naͤrriſche Traͤume haben/ ſondern anfangs auf die Lincke Seiten/ daß der Chylus in dem Magen deſto laͤnger bleibe und beſſer gekocht werde/ darnach auf die rechte Seiten/ in der Mitte etwas niedrig oder tief/ zum Haupt oder Fuͤſſen aber hoch/ und das iſt die beſte Lage/ die einen ſanfften und geruhigen Schlaff giebet. | Auch soll man sich nicht auf den Rücken legen noch mit abhängigen Kopf / wo man nicht will närrische Träume haben / sondern anfangs auf die Linke Seiten / dass der Chylus in dem Magen desto länger bleibe und besser gekocht werde / danach auf die rechte Seiten / in der Mitte etwas niedrig oder tief / zum Haupt oder Füßen aber hoch / und das ist die beste Lage / die einen sanften und geruhigen Schlaf gibt. | de | de | de | 1 | 4.8908 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,581 | 1,699 | Hingegen iſt der Mittags-Schlaff den meiſten ſchaͤdlich/ es ſeye denn einer ſehr trockener und hitziger Natur oder ſey es gewohnet/ denn ſo heiſt es von jenen: | Hingegen ist der Mittagsschlaf den meisten schädlich / es sei denn einer sehr trockener und hitziger Natur oder sei es gewohnt / denn so heißt es von jenen: | de | de | de | 1 | 4.9885 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,582 | 1,699 | Febris, pigrities, capitis dolor atque Catarrhus, Hæc tibi proveniunt ex ſomno meridiano. | Febris, pigrities, capitis dolor atque Catarrhus, Haec tibi proveniunt ex somno meridiano. | es | la | la | 0 | 5.8678 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,583 | 1,699 | Das iſt: | Das ist: | de | qu | la | 0.333 | 5.5793 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,584 | 1,699 | Von Mittags-Ruh kommen her Fieber/ Traͤgheit/ Haupt- Schmertzen und Fluͤſſe/ welches die pur lautere Wahrheit iſt. | Von Mittags-Ruh kommen her Fieber / Trägheit / Haupt-Schmerzen und Flüsse / welches die pur lautere Wahrheit ist. | de | de | de | 1 | 6.0533 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,585 | 1,699 | Die Laͤnge des Schlaffs kan iedweder nach ſeiner Beliebung und Natur abmeſſen/ und darff ſich gar nicht binden an die vorgeſchriebene 7. Stunden/ weil immer einem der Schlaff beſſer bekoͤmmt als dem andern/ doch kan man auch zuviel thun/ da heiſt es denn/ utamur Somno non ut domino ſed ut rebus agendis inſerviente, man ſol den Schlaff gebrauchen nicht als ſeinen Herrn/ ſondern als ein Stuͤck das da dienet die Verrichtung zu thun und werckſtellig zu machen. | Die Länge des Schlafs kann jedweder nach seiner Beliebung und Natur abmessen / und darf sich gar nicht binden an die vorgeschriebene 7. Stunden / weil immer einem der Schlaf besser bekommt als dem anderen / doch kann man auch zu viel tun / da heißt es denn / utamur Somno non ut domino sed ut rebus agendis inserviente, man soll den Schlaf gebrauchen nicht als seinen Herrn / sondern als ein Stück das da dient die Verrichtung zu tun und werckstellig zu machen. | de | de | de | 1 | 5.2142 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,586 | 1,699 | Welche die Morgen-Stunde lieben/ ſtehen des Sommers um 4. und nicht um 2. des Winters um 6. und nicht um 4. auf/ ſo kan ihre Natur aushalten/ und ſolches haben viel mit groſſen Nutzen erfahren. | Welche die Morgenstunde lieben / stehen des Sommers um 4. und nicht um 2. des Winters um 6. und nicht um 4. auf / so kann ihre Natur aushalten / und solches haben viel mit großen Nutzen erfahren. | de | de | de | 1 | 4.9944 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,587 | 1,699 | Man laſſe aber ja den Schlaff-Trunck mit frieden/ (es ſey denn der Durſt zu venement,) wo man nicht wil die gantze Kochung verhindern/ und Kopff-Schmertzen oder andere Verdrießligkeiten davon tragen. | Man lasse aber ja den Schlafftrunk mit Frieden / (es sei denn der Durst zu venement,) wo man nicht will die ganze Kochung verhindern / und Kopfschmerzen oder andere Verdrießlichkeiten davon tragen. | de | de | de | 1 | 5.7965 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,588 | 1,699 | Auch ſollen ſie ihre Haͤupter des Nachts wohl verwahren fuͤr der Kaͤlte/ Lufft und Monden Schein/ die Fenſter zu machen/ denn ſolches iſt ein groſſer Fehler bey vielen/ der zu verbeſſern. | Auch sollen sie ihre Häupter des Nachts wohl verwahren für der Kälte / Luft und Monden Schein / die Fenster zu machen / denn solches ist ein großer Fehler bei vielen / der zu verbessern. | de | de | de | 1 | 5.4667 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,589 | 1,699 | Dritten Buchs achter Theilung. | Dritten Buchs achter Teilung. | de | de | lb | 0.667 | 6.5392 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,590 | 1,699 | Das I. Capitel. | Das I. Kapitel. | de | de | bg-Latn | 0.667 | 5.744 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,591 | 1,699 | Vom Stuhlgang und anderer Ausfuͤhrung der Natur. | Vom Stuhlgang und anderer Ausführung der Natur. | de | de | de | 1 | 6.2411 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,592 | 1,699 | WAs die enth altene Unreinigkeit des Leibes fuͤr Schaden verurſachet/ erfaͤhret iederman der ſolches verhindert. | Was die End alten Unreinigkeit des Leibes für Schaden verursachet / erfährt jedermann der solches verhindert. | de | de | de | 1 | 6.6745 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,593 | 1,699 | Hier iſt wohl zumercken/ daß die Natur fein wohl und ordentlich gewehnet werde/ daß ſie ihr Amt des Morgens fruͤh verrichte. | Hier ist wohl zu merken / dass die Natur fein wohl und ordentlich gewähnt werde / dass sie ihr Amt des Morgens früh verrichte. | de | de | de | 1 | 5.5613 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,594 | 1,699 | Wil man die Natur zu dieſem Werck nicht faul machen/ ſo gebe man ihr ihren ordentlichen und zwar genugſamen Tranck und Feuchtigkeit bey Tiſch/ da hingegen deſſen Mangel harte excrementa verurſachet/ welche ein Zeichen ſind truckener Natur/ und alſo offt uͤber die Zeit verhalten/ und die Winde zuruͤck getrieben werden/ welche groſſe Beſchwerung gegen das Hertz verurſachen/ die faulen Duͤnſte gehen in das Gebluͤt/ inficiren daſſelbe und verurſachen Faͤulung. | Will man die Natur zu diesem Werk nicht faul machen / so gebe man ihr ihren ordentlichen und zwar genugsamen Trank und Feuchtigkeit bei Tisch / da hingegen dessen Mangel harte excrementa verursachet / welche ein Zeichen sind trockener Natur / und also oft über die Zeit verhalten / und die Winde zurückgetrieben werden / welche große Beschwerung gegen das Herz verursachen / die faulen Dünste gehen in das Geblüt / infizieren dasselbe und verursachen Fäulung. | de | de | de | 1 | 5.372 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,595 | 1,699 | Derowegen ſol man nichts verhalten/ was fort wil. | Derowegen soll man nichts verhalten / was fort will. | de | de | de | 1 | 7.4348 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,596 | 1,699 | Der Kaͤyſer Claudius gab deßwegen Freyheit ſolche Winde in die weite Welt zulaſſen/ auch bey Gaſtereyen/ weil er erfahren/ daß einer/ der ſolche aus Schamhafftigkeit zuruͤck gehalten/ in eine gefaͤhrliche Kranckheit gefallen/ ob gleich die Alten ſolches der Erbarkeit zum beſten verboten hatten. | Der Kaiser Claudius gab deswegen Freiheit solche Winde in die weite Welt zulassen / auch bei Gastereien / weil er erfahren / dass einer / der solche aus Schamhaftigkeit zurückgehalten / in eine gefährliche Krankheit gefallen / ob gleich die Alten solches der Ehrbarkeit zum besten verboten hatten. | de | de | de | 1 | 5.9474 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,597 | 1,699 | Es gefaͤlt mir des Nicarchi Uberſchrifft uͤber die Winde ſehr wohl/ darinnen er zeiget/ was ſie fuͤr Schaden bringen koͤnnen/ welche Johan. | Es gefällt mir des Nicarchi Überschrift über die Winde sehr wohl / darinnen er zeiget / was sie für Schaden bringen können / welche Johan. | de | de | de | 1 | 6.0868 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,598 | 1,699 | Laſcharis in nachfolgende Lateiniſche Vers uͤberſetzet: | Lasscharis in nachfolgende lateinische Vers übersetzet: | de | de | de | 1 | 7.6403 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,599 | 1,699 | Suetonius in ejus vita c. 32. | Suetonius in ejus vita c. 32. | en | en | la | 0 | 6.1539 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,600 | 1,699 | Plinius l. 8. c. 2. | Plinius l. 8. c. 2. | eb | lt | la | 0 | 4.1463 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,601 | 1,699 | Interimit crepitus ventris detentus in alvo, Et ſervat blæſum dum canit ille melos. | Interimit crepitus ventris detentus in alvo, Et servat blaesum dum canit ille melos. | sq | la | la | 0 | 6.6314 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,602 | 1,699 | Ergo ſi perimit crepitus ſervatque canendo, Regibus imperium par habet hic crepitus. | Ergo sie perimit crepitus servatque canendo, Regibus imperium par habet hic crepitus. | fr | la | la | 0 | 7.1154 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,603 | 1,699 | Erasmus meinet/ man ſolte den hinderſten Huſten (S.H.) mit dem rechten Huſten verbergen oder doch mit den Fuͤſſen ſcharren/ ſo wuͤrde er nicht offenbahr/ alleine es erfordert eine Behutſamkeit zu mahlen bey dem Frauenzimmer. | Erasmus meinet / man sollte den hintersten Husten (S.H.) mit dem rechten Husten verbergen oder doch mit den Füßen scharren / so würde er nicht offenbar / alleine es erfordert eine Behutsamkeit zu malen bei dem Frauenzimmer. | de | de | de | 1 | 5.5322 |
abel_leibmedicus_1699 | 1,604 | 1,699 | Es iſt ja die Windſucht keine geringe Kranckheit/ wer ſie erfahren/ wird ſie nicht wieder begehren. | Es ist ja die Windsucht keine geringe Krankheit / wer sie erfahren / wird sie nicht wieder begehren. | de | de | de | 1 | 5.3263 |
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