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21.8
abel_leibmedicus_1699
1,505
1,699
DAß man ſich dem Sitzen zuviel ergiebet/ iſt nicht rathſam/ mein Rath waͤre/ man ſtudirete vor Mittag fleißig/ und ruminirete Nach- Mittag/ das wuͤrde beſſer ſeyn/ als confuſè Tag und Nacht uͤber den Buͤchern liegen:
Dass man sich dem Sitzen zu viel ergibt / ist nicht ratsam / mein Rat wäre / man studierte vor Mittag fleißig / und ruminierte Nach-Mittag / das würde besser sein / als confuse Tag und Nacht über den Büchern liegen:
de
de
de
1
5.4909
abel_leibmedicus_1699
1,506
1,699
Denn gar keine Bewegung haben erkaͤltet die Natur und machet einen traͤgen Leib/ daher allerhand Zufaͤlle ſich ereignen.
Denn gar keine Bewegung haben erkältet die Natur und macht einen trägen Leib / daher allerhand Zufälle sich ereignen.
de
de
de
1
5.5098
abel_leibmedicus_1699
1,507
1,699
Animus cogitatione intentus, corpus deſerit das Gemuͤth/ das mit ſtetigen Gedancken angefuͤllet/ verlaͤſt den Leib endlich gar/ hingegen Lectio temperata, quam non laſſitudo, ſed conſilium finit, decet ſtudioſos.
Animus cogitatione intentus, corpus deserit das Gemüt / das mit stetigen Gedancken angefüllet / verläst den Leib endlich gar / hingegen Lectio temperata, quam non lassitudo, sed consilium finit, decet studiosos.
de
de
de
1
5.6132
abel_leibmedicus_1699
1,508
1,699
Maͤßig uͤber den Buͤchern ſitzen und leſen ſo daß man nicht daruͤber gantz ermuͤdet/ ſondern bey ſich ſelbſten zu rath gehet/ das geziemet und bekoͤmmt Studenten wohl.
Mäßig über den Büchern sitzen und lesen so dass man nicht darüber ganz ermüdet / sondern bei sich selbst zu Rat geht / das geziemet und bekommt Studenten wohl.
de
de
de
1
5.5671
abel_leibmedicus_1699
1,509
1,699
Nach Tiſch ruhen iſt beſſer als vor Tiſch/ dahero iſt auf denen Gymnaſiis ein groſſer Fehler/ daß man die ſo genannte Freyſtunden nach und nicht auch vor Tiſch vergoͤnnet/ und die armen Schuͤler ſo hart einſchrencket/ ſo lang biß dero Blut faulen/ ausſchweeren oder mancher arme Schelm es ſonſten ausſiechen muß/ mit groſſer Gefahr/ daran nicht allezeit das Waſſer/ die Lufft/ ſondern auch offt und am allermeiſten des Schulmeiſters ſtrenge und enge Authoritaͤt/ daruͤber mancher/ wenn er zu Verſtand und Jahren koͤmt/ ſeuffzet und ſeiner Lehrmeiſter einfaͤltige gehabte Herrſchafft verlachet.
Nach Tisch ruhen ist besser als vor Tisch / daher ist auf denen Gymnasiis ein großer Fehler / dass man die so genannte Freistunden nach und nicht auch vor Tisch vergönnet / und die armen Schüler so hart einschrecket / so lang bis deren Blut faulen / ausschwären oder mancher arme Schelm es sonsten Aussichen muss / mit großer Gefahr / daran nicht allezeit das Wasser / die Luft / sondern auch oft und am allermeisten des Schulmeisters strenge und enge Autorität / darüber mancher / wenn er zu Verstand und Jahren kommt / seufzt und seiner Lehrmeister einfältige gehabte Herrschaft verlachet.
de
de
de
1
5.6303
abel_leibmedicus_1699
1,510
1,699
Es heiſſet ja nicht vergebens:
Es heißt ja nicht vergebens:
de
de
lv
0.667
4.3887
abel_leibmedicus_1699
1,511
1,699
Nach Tiſch ſolman eine Gemuͤths und Leibes- Ruhe halten.
Nach Tisch solman eine Gemüts und Leibes-Ruhe halten.
de
de
de
1
6.8692
abel_leibmedicus_1699
1,512
1,699
Dannenhero ſind nach Tiſch alle Exercitia, Gemuͤths-Arbeit/ als das emſige Studiren zu meiden/ denn dieſe ſind eben aller Rohig-Unverdauligkeit/ der Kraͤtze und der meiſten Kranckheiten Urſacher.
Dannenher sind nach Tisch alle Exercitia, Gemüts-Arbeit / als das emsige Studieren zu meiden / denn diese sind eben aller Rohig-Unverdauligkeit / der Krätze und der meisten Krankheiten Ursache.
de
de
de
1
6.0747
abel_leibmedicus_1699
1,513
1,699
Ich wundere mich auch nicht wenig uͤber diejenige/ welche die Ruhe verachten/ ob ſie gleich wiſſen/ daß darin ihre Geſundheit beſtehet und den groͤſten Kranckheiten dadurch vorgebauet wird/ zumahlen welche hitziger und trockener Natur ſeyn/ und der Feuchtigkeit des Leibes durch den uͤbermaͤßigen Schweiß ſich berauben/ woruͤber ſchon laͤngſten Hippocrates und Galenus geklaget/ daß es die Medici bey ihren Clienten nicht in acht nehmen/ und dannenhero mancher mutwillig in Kranckheit fallen und gerathen muß.
Ich wundere mich auch nicht wenig über diejenige / welche die Ruhe verachten / ob sie gleich wissen / dass darin ihre Gesundheit bestehet und den größten Krankheiten dadurch vorgebaut wird / zumal welche hitziger und trockener Natur sein / und der Feuchtigkeit des Leibes durch den übermäßigen Schweiß sich berauben / worüber schon längsten Hippokrates und Geolenis geklagt / dass es die Medici bei ihren Klienten nicht in Acht nehmen / und dannenher mancher mutwillig in Krankheit fallen und geraten muss.
de
de
de
1
5.2432
abel_leibmedicus_1699
1,514
1,699
Ferner iſt noch zu mercken/ daß die Poſitur des Leibes im ſtudiren nicht ſeyn ſol gebuͤckt/ mit zuſammen gezogenen Leibe/ ſondern gerade/ man ſol aber nicht ſtehen/ wie einige unbedacht vorgeben/ denn dadurch muͤſſen die Feuchtigkeiten alle unterwerts fincken/ auch nehmen die Beine viel Kraͤffte und Geiſter weg zur Ertragung des gantzen und ſchweren Obern-Leibes/ welches dem Nachſinnen abgehet/ ſondern darzu dienet ein hoher Stuhl/ darinnen man aufgerichtet ſitzen kan/ und dann und wann ein wenig auf und nieder ſpatziret/ welches zumahlen denen hypochondriacis und melancholicis geſagt ſeyn ſol.
Ferner ist noch zu merken / dass die Positur des Leibes im Studieren nicht sein soll gebückt / mit zusammen gezogenen Leibe / sondern gerade / man soll aber nicht stehen / wie einige unbedacht vorgeben / denn dadurch müssen die Feuchtigkeiten alle unterwärts Finken / auch nehmen die Beine viel Kräfte und Geister weg zur Ertragung des ganzen und schweren Oberen-Leibes / welches dem Nachsinnen abgehet / sondern dazu dient ein hoher Stuhl / darinnen man aufgerichtet sitzen kann / und dann und wann ein wenig auf und nieder spazieret / welches zumal denen Hypochondrieakis und melancholicis gesagt sein soll.
de
de
de
1
5.1727
abel_leibmedicus_1699
1,515
1,699
l. de Sanit, tuend.
l. de Sanit, tuend.
en
es
fr
0
6.214
abel_leibmedicus_1699
1,516
1,699
Dritten Buchs 6. Theilung.
Dritten Buchs 6. Teilung.
en
de
lb
0.333
6.0053
abel_leibmedicus_1699
1,517
1,699
Von Gemuͤths-Bewegung.
Von Gemütsbewegung.
de
de
de
1
5.9974
abel_leibmedicus_1699
1,518
1,699
Das I. Capitel.
Das I. Kapitel.
de
de
bg-Latn
0.667
5.744
abel_leibmedicus_1699
1,519
1,699
Von Gewalt der Affecten.
Von Gewalt der Affekten.
de
de
de
1
7.3575
abel_leibmedicus_1699
1,520
1,699
DEr Menſch/ als der allein unter den Thieren mit Vernunfft begabet/ ſol in allen Dingen dahin ſtreben/ wie er ſeine Affecten zwinge/ wohl erwegende/ daß die Gemuͤths- Ruhe zur Verlaͤngerung des Lebens die beſte Medicin ſey.
Der Mensch / als der allein unter den Tieren mit Vernunft begabt / soll in allen Dingen dahin streben / wie er seine Affekten zwinge / wohl erwägende / dass die Gemüths-Ruhe zur Verlängerung des Lebens die beste Medizin sei.
de
de
de
1
5.2998
abel_leibmedicus_1699
1,521
1,699
Es iſt freylich das Gemuͤth/ ſo lang es mit dem Leib durch Huͤlff der Geiſter verknuͤpffet iſt/ nicht frey von Kranckheiten/ ſondern alle motus mentis Gemuͤths-Bewegungen/ Gedancken entſtehen meiſtentheils à motu humorum & temperie von der Bewegung des Bluts und deſſen Temperament/ oder wie das Blut/ ſo iſt die Neigung ſo ſind die Gedancken.
Es ist freilich das Gemüt / so lang es mit dem Leib durch Hilfe der Geister verknüpft ist / nicht frei von Krankheiten / sondern alle motus mentis Gemütsbewegungen / Gedanken entstehen meistenteils à motu humorum & temperie von der Bewegung des Bluts und dessen Temperament / oder wie das Blut / so ist die Neigung so sind die Gedanken.
de
de
de
1
5.1872
abel_leibmedicus_1699
1,522
1,699
Und iſt demnach einem Medico nicht ſchwer die Gedancken der Menſchen probabiliter zu erkennen und zu erfahren/ nach Auſſage des Galeni, der alſo ſpricht: mores animi ſequuntur corporis temperamentum, wie des Menſchen ſein Temperament/ ſo ſind auch ſeine Geberden/ und Gedancken/ ſein Dichten und Trachten/ wer jenes weiß/ kan auch dieſes ergruͤnden.
Und ist demnach einem Medico nicht schwer die Gedanken der Menschen probabiliter zu erkennen und zu erfahren / nach Aussage des Galeni, der also spricht: mores animi sequuntur corporis temperamentum, wie des Menschen sein Temperament / so sind auch seine Gebärden / und Gedanken / sein Dichten und Trachten / wer jenes weiß / kann auch dieses ergründen.
de
de
de
1
4.7379
abel_leibmedicus_1699
1,523
1,699
Dannenhero ſich ſelbſt zu regieren iſt die groͤſte Kunſt/ und gefaͤllt mir wohl/ was hier zu der beruͤhmte Frantzoͤſiſche Koͤnigliche Leib-Medicus der Quercetanus, ſetzet/ ſagende:
Dannenher sich selbst zu regieren ist die größte Kunst / und gefällt mir wohl / was hier zu der berühmte französische Königliche Leibmedicus der Quercetanus, setzet / sagende:
de
de
de
1
6.3687
abel_leibmedicus_1699
1,524
1,699
Animi affectus ſunt temperandi, & ubi vel leviſſima commotio percipitur, confeſtim ejusmodi ignis aqua continentiæ à ratione ſublimata & alembicata extinguendus eſt, das iſt:
Animi affectus sunt temperandi, & ubi vel levissima commotio percipitur, confestim ejusmodi ignis aqua continentiae à ratione sublimata & alembicata extinguendus est, das ist:
fr
la
la
0
5.3904
abel_leibmedicus_1699
1,525
1,699
Die Gemuͤths-Neigungen ſol man maͤſſigen/ und wo nur eine kleine Bewegung deſſelben geſchicht/ ſol dieſes Feuer alſo bald mit dem Waſſer des Enthaltens/ ſo von der Vernunfft getrieben und erhoͤhet iſt/ geloͤſchet werden/ denn ſie greiffen alſobald die Seelen-Geiſter an/ und demnach bezwingen ſie den gantzen Leib/ daß daher manchen das Leben verkuͤrtzet wird.
Die Gemütsneigungen soll man mäßigen / und wo nur eine kleine Bewegung desselben geschieht / soll dieses Feuer also bald mit dem Wasser des Enthaltens / so von der Vernunft getrieben und erhöhet ist / gelöscht werden / denn sie greifen alsobald die Seelengeister an / und demnach bezwingen sie den ganzen Leib / dass daher manchen das Leben verkürzet wird.
de
de
de
1
5.1036
abel_leibmedicus_1699
1,526
1,699
Croll. d. l. p. 127. ſq.
Croll. d. l. p. 127. sq.
eb
zh
mt
0
4.8613
abel_leibmedicus_1699
1,527
1,699
Das II. Capitel.
Das II. Kapitel.
de
de
eu
0.667
5.7194
abel_leibmedicus_1699
1,528
1,699
Von der Liebes-Sucht oder Inclination.
Von der Liebessucht oder Inklination.
de
de
de
1
5.5476
abel_leibmedicus_1699
1,529
1,699
SOlches ſehen wir an der Liebe/ was ſie vor Macht hat bey dem/ der da liebet/ welches Seneca exprimirt, wenn er ſaget:
Solches sehen wir an der Liebe / was sie vor Macht hat bei dem / der da liebet / welches Seneca exprimirt, wenn er sagt:
de
de
de
1
5.255
abel_leibmedicus_1699
1,530
1,699
Caveant ſibi ſtudioſi ab amore, amans enim (amens) vivit in alieno corpore, es ſollen ſich Studirende huͤten fuͤr der Liebe/ denn ein Lieben der (Unſiñiger) lebet in eines andern Leibe/ womit er viel zu verſtehen giebet.
Caveant sibi Studiosi ab amore, amans enim (Amens) vivit in alieno corpore, es sollen sich Studierende hüten für der Liebe / denn ein Lieben der (Unsinniger) lebet in eines anderen Leibe / womit er viel zu verstehen gibt.
de
de
de
1
5.8698
abel_leibmedicus_1699
1,531
1,699
Es geben es auch die Kennzeichen eines Liebhabers an den Tag
Es geben es auch die Kennzeichen eines Liebhabers an den Tag
de
de
de
1
5.5153
abel_leibmedicus_1699
1,532
1,699
‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Amantis Pallor in ore ſedet, macies in corpore toto
‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Amantis Pallor in ore sedet, macies in corpore toto
en
la
en
0
5.5622
abel_leibmedicus_1699
1,533
1,699
Ovven. l. 2. Ep. 94.
Ovven. l. 2. Ep. 94.
en
de
en
0.333
5.7398
abel_leibmedicus_1699
1,534
1,699
Die bleiche Farb und hagre Geſtalt Den Liehaber verraͤth gar bald.
Die bleiche Farbe und hagre Gestalt den Liehaber verrät gar bald.
de
de
de
1
7.0298
abel_leibmedicus_1699
1,535
1,699
Die Lieb bezwinget das tapfferſte Gemuͤth/ und effœminiret den Hertzhafftigſten/ ſie laͤhmet Zunge und Verſtand/ und ſchlaͤgt das gantze Gebluͤt zu Boden/ ja ſie treibet zur groͤſten Verwegenheit/ quid non mortalia pectora cogit amor?
Die Liebe bezwinget das tapferste Gemüt / und effoeminiret den Hertzhafftigsten / sie lähmet Zunge und Verstand / und schlägt das ganze Geblüt zu Boden / ja sie treibet zur größten Verwegenheit / quid non mortalia pectora cogit amor?
de
de
de
1
4.7752
abel_leibmedicus_1699
1,536
1,699
Das III. Capitel.
Das III. Kapitel.
de
de
eu
0.667
5.7941
abel_leibmedicus_1699
1,537
1,699
Von der Traurigkeit.
Von der Traurigkeit.
de
de
de
1
3.5011
abel_leibmedicus_1699
1,538
1,699
TRaurigkeit iſt ein Gifft des Lebens/ eine Verwirrung der Geiſter und des Verſtandes/ zumahlen bey denen hypochondriacis und melancholicis.
Traurigkeit ist ein Gift des Lebens / eine Verwirrung der Geister und des Verstandes / zumal bei denen Hypochondrieakis und melancholicis.
de
de
de
1
4.9668
abel_leibmedicus_1699
1,539
1,699
Sie iſt eine Verkehrerin des Gewiſſens/ darzu der boͤſe Feind ſich gern geſellet/ und ihnen den Weg zum boͤſen zeiget/ denn Melancholia eſt balneum Diaboli,
Sie ist eine Verkehrerin des Gewissens / dazu der böse Feind sich gern gesellet / und ihnen den Weg zum bösen zeiget / denn Melancholie est balneum Diaboli,
de
de
de
1
5.3727
abel_leibmedicus_1699
1,540
1,699
Dolæus d. l. p. 614.
Dolaeus d. l. p. 614.
ar
da
fr
0
5.0307
abel_leibmedicus_1699
1,541
1,699
Die Melancholey Iſt des Teuffels Baaderey.
Die Melancholie Ist des Teufels Baderei.
de
de
de
1
5.2746
abel_leibmedicus_1699
1,542
1,699
Viel ſind aus Traurigkeit ploͤtzlich geſtorben.
Viel sind aus Traurigkeit plötzlich gestorben.
de
de
de
1
5.3049
abel_leibmedicus_1699
1,543
1,699
Von der Traurigkeit heiſſet es: Nichts kan innerlicher und geſchwinder unſer Gebluͤt veraͤndern deſſen Eigenſchafft zertrennen und einen unordentlichen Lauff denen Geiſtern beybringen/ als der Zorn und Traurigkeit/ worinnen auch Salomo uͤbereinſtimmet ſagende:
Von der Traurigkeit heißt es: Nichts kann innerlicher und geschwinder unser Geblüt verändern dessen Eigenschaft zertrennen und einen unordentlichen Lauf denen Geistern beibringen / als der Zorn und Traurigkeit / worin auch Salomo übereinstimmet sagende:
de
de
de
1
5.6612
abel_leibmedicus_1699
1,544
1,699
Ein froͤlich Hertz macht das Leben luſtig/ aber ein betruͤbter Muth vertrocknet die Gebeine.
Ein fröhlich Herz macht das Leben lustig / aber ein betrübter Mut vertrocknet die Gebeine.
de
de
de
1
4.6646
abel_leibmedicus_1699
1,545
1,699
Hoͤrets ihr Melancholici, und ſuchet euch eine Ergetzlichkeit/ daß euer Hertz freyer werde entweder durch angenehme Muſic, wie David dem Saul gethan/ womit er ihn von ſeiner Ubereilung zuruͤck gehalten/
Höret ihr Melancholici, und suchet euch eine Ergötzlichkeit / dass euer Herz freier werde entweder durch angenehme Musik, wie David dem Saul getan / womit er ihn von seiner Übereilung zurückgehalten /
de
de
de
1
5.4751
abel_leibmedicus_1699
1,546
1,699
Prov. 17. 22. ſq.
Prov. 17. 22. sq.
cs
sk
vi
0
5.2579
abel_leibmedicus_1699
1,547
1,699
Denn ſie nimt weg Kuͤmmerniß und Leyd/ In Schimpff und Schertz bringt groſſe Freud!
Denn sie nimmt weg Kümmernis und Leid / In Schimpf und Scherz bringt große Freude!
de
de
de
1
6.0482
abel_leibmedicus_1699
1,548
1,699
Anch ſonſt macht einen wohl geſchickt/ In Creutz/ Arbeit und Muͤh erquickt/
Anch sonst macht einen wohl geschickt / In Kreuz / Arbeit und Mühe erquickt /
de
de
de
1
6.9137
abel_leibmedicus_1699
1,549
1,699
Oder durch einen Gott-gefaͤlligen Geſang/ welches einen freudigen Geiſt in uns erwecket/ daß der Trauer- Geiſt weichen muß.
Oder durch einen Gottgefälligen Gesang / welches einen freudigen Geist in uns erwecket / dass der Trauer-Geist weichen muss.
de
de
de
1
4.6796
abel_leibmedicus_1699
1,550
1,699
Alle Gelehrte/ weil ſie an Gemuͤths und Leibes-Kraͤfften ſehr ermuͤdet werden/ ſollen ſich der Luſtigkeit bedienen nebſt einem Glaß guten Wein/ aber in dem HErrn/ dadurch koͤnnen ſie vertreiben den torporem Spirituum und verdummelte Geiſter/ und gehen alsdenn hurtiger an ihr ſtudiren/ druͤm heiſt es gar wohl: læta ede, læta bibe, læta age, læta vide, nur daß ſie ihrer Luſtigkeit den Zuͤgel nicht zu weit laſſen/ ſonſten ſetzen ſie ihre Spiritus extra ſphæram recti, und zertrennen ſie gantz und gar/ daß darnach eine groͤſſere Traurigkeit daraufferfolget/ wie wir ſolches an denen melancholicis, die zuvor gantz außgelaſſen (eccentrici) waren in ihrer Luſtigkeit/ bald aber wieder gar zu traurig.
Alle Gelehrte / weil sie an Gemüts und Leibeskräften sehr ermüdet werden / sollen sich der Lustigkeit bedienen nebst einem Glas guten Wein / aber in dem Herrn / dadurch können sie vertreiben den torporem Spirituum und tummelte Geister / und gehen alsdann hurtiger an ihr studieren / darum heißt es gar wohl: laeta ede, laeta bibe, laeta age, laeta vide, nur dass sie ihrer Lustigkeit den Zügel nicht zu weit lassen / sonsten setzen sie ihre Spiritus extra sphaeram recti, und zertrennen sie ganz und gar / dass danach eine größere Traurigkeit darauferfolget / wie wir solches an denen melancholicis, die zuvor ganz ausgelassen (eccentrici) waren in ihrer Lustigkeit / bald aber wieder gar zu traurig.
de
de
de
1
5.0907
abel_leibmedicus_1699
1,551
1,699
Es dienet auch die Traurigkeit zuvertreiben eine Geſpraͤchhaffte Converſation, und ſaget Fracaſtorius, daß der Jungfern und Jung-Geſellen Zuſammenkunfft die Melancholey am beſten vertreiben koͤnne/ (accedunt juvenum chori Miſtæque puellæ;) Alleine hier heiſt es auch/ cautius cum hiſce eſt converſandum, ne decipiaris, welches leicht geſchehen kan durch ihr rete mirabile.
Es dient auch die Traurigkeit zuvertreiben eine Gesprächhafte Conversation, und sagt Fracastorius, dass der Jungfern und Junggesellen Zusammenkunft die Melancholie am besten vertreiben könne / (accedunt juvenum chori Mistaeque puellae;) alleine hier heißt es auch / cautius cum hisce est conversandum, ne decipiaris, welches leicht geschehen kann durch ihr rete mirabile.
de
de
de
1
5.7967
abel_leibmedicus_1699
1,552
1,699
Von denen Perſianiſchen Bettlern ſtehet/ daß ſie denen voruͤber gehenden mit demuͤthigen Geberden einen Spiegel vorhalten/ ſie zur Mildigkeit anzureitzen/ wie viel reitzen doch mit ihrem Bettel-Hoffart und geſchminckten Spiegel unſchuldige Hertzen zum Boͤſen an/ und betteln gleichſam manchem etwas ab/ das er ſonſten nicht gethan.
Von denen persischen Bettlern steht / dass sie denen vorüber gehenden mit demütigen Gebärden einen Spiegel vorhalten / sie zur Milde anzureizen / wie viel reizen doch mit ihrem Bettel-Hoffart und geschminkten Spiegel unschuldige Herzen zum Bösen an / und betteln gleichsam manchem etwas ab / das er sonsten nicht getan.
de
de
de
1
5.0808
abel_leibmedicus_1699
1,553
1,699
Ja unzuͤchtige Meren (die man leicht an Reden/ Gang und Kleidung erkennen kan) machen es nicht anders als der liſtige und betriegeriſche Fiſcher dem Fiſch Sargo oder Ziegen-Parſch/ welcher Fiſch die Ziegen ſehr liebet/ und ihnen deßwegen nachſchwimmet/ ob gleich offt mit Lebens-Gefahr; Denn die Fiſcher thun Ziegen-Felle an/ treten ins Waſſer/ fangen und beſtricken alſo mit Liſt den armen unſchuldigen Fiſch; Eben alſo gehet es manchem unſchuldigen Verliebten/ der noch nicht weiß was Huren-Liebe iſt/ wie uns ſolches das Emblema Alciati vor Augen leget.
Ja unzüchtige Mehren (die man leicht an Reden / Gang und Kleidung erkennen kann) machen es nicht anders als der listige und betrügerische Fischer dem Fisch Sargo oder Ziegen-Barsch / welcher Fisch die Ziegen sehr liebet / und ihnen deswegen nachschwimmet / ob gleich oft mit Lebensgefahr; denn die Fischer tun Ziegen-Felle an / treten ins Wasser / fangen und bestricken also mit List den armen unschuldigen Fisch; Eben also geht es manchem unschuldigen Verliebten / der noch nicht weiß was Hurenliebe ist / wie uns solches das Emblema Alciati vor Augen leget.
de
de
de
1
5.1411
abel_leibmedicus_1699
1,554
1,699
Grembs.
Grembs.
en
en
nl
0
4.8992
abel_leibmedicus_1699
1,555
1,699
de Splen morb.
de Splen morb.
tk
nl
no
0
8.4322
abel_leibmedicus_1699
1,556
1,699
l. 2. c. 1. §. 4. 19.
l. 2. c. 1. §. 4. 19.
eb
ar
la
0
3.4823
abel_leibmedicus_1699
1,557
1,699
Dorncr. medull. prax. c. 19. p. 232.
Dorncr . medull. prax. c. 19. p. 232.
en
en
no
0
6.1168
abel_leibmedicus_1699
1,558
1,699
Gentius Not. ad Roſar. Muſt. Sadi p. 570.
Gentius Not. ad Rosar. Must. Sadi p. 570.
en
la
la
0
7.7602
abel_leibmedicus_1699
1,559
1,699
V. Hildebrand. l. 6. 2. Mag. Natur. p. m. 288.
V. Hildebrand. l. 6 . 2. Mag. Natur. p. m. 288.
eb
en
bg-Latn
0
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Das IV. Capitel.
Das IV. Kapitel.
de
de
la
0.667
6.0794
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1,561
1,699
Vom Zorn.
Vom Zorn.
en
en
hr
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1,562
1,699
ZOrn entzuͤndet die Geiſter/ veraͤndert des Blutes Richtigkeit (συμμετρίαν,) widerſtehet der Weißheit/ und bringet den Leib in Hertze-Leyd/ ja er verhindert den Gebrauch der Vernunfft/ obſtat animi judicio, & rationis opera perturbat.
Zorn entzündet die Geister / verändert des Blutes Richtigkeit (summetrian,) widerstehet der Weisheit / und bringt den Leib in Herzeleid / ja er verhindert den Gebrauch der Vernunft / obstat animi judicio, & rationis opera perturbat.
de
lb
de
0.667
5.4178
abel_leibmedicus_1699
1,563
1,699
It. ira præſente nihil rectè fieri poteſt nach dem Cicerone, welches zufoͤrderſt denen Gelehrten eine Regul giebet.
It. ira praesente nihil recte fieri potest nach dem Cicerone, welches zuvörderst denen Gelehrten eine Regel gibt.
de
de
de
1
5.8061
abel_leibmedicus_1699
1,564
1,699
Das V. Capitel.
Das V. Kapitel.
de
de
bg-Latn
0.667
6.8339
abel_leibmedicus_1699
1,565
1,699
Von der Sorge.
Von der Sorge.
de
de
de
1
6.409
abel_leibmedicus_1699
1,566
1,699
UNter den Studenten giebts auch genug Sorge/ der eine hat keine Gelder/ der andere hat das ſeine liederlich verthan/ der dritte kan nicht gelehrt genug werden.
Unter den Studenten gibt es auch genug Sorge / der eine hat keine Gelder / der andere hat das seine liederlich vertan / der dritte kann nicht gelehrt genug werden.
de
de
de
1
5.0389
abel_leibmedicus_1699
1,567
1,699
Da finden ſich vielerley Sorgen.
Da finden sich vielerlei Sorgen.
de
de
de
1
5.7193
abel_leibmedicus_1699
1,568
1,699
Solche aber verurſachen ſich freywillich Ungelegenheit/ Melancholey/ betruͤben ihr Hertz und Geiſter/ machen einen ſchwachen und krancken Leib/ Cura velut ſpina partibus infixa eſt, die Sorg iſt wie ein Dorn/ den man in ein Glied geſtochen/ dafuͤr man weder Tag noch Nacht ruhen kan.
Solche aber verursachen sich freiwillig Ungelegenheit / Melancholie / betrüben ihr Herz und Geister / machen einen schwachen und kranken Leib / Cura velut spina partibus infixa est, die Sorge ist wie ein Dorn / den man in ein Glied gestochen / dafür man weder Tag noch Nacht ruhen kann.
de
de
de
1
5.1947
abel_leibmedicus_1699
1,569
1,699
Aus vielen Sorgen komt der Glieder Schwachheit und Weichlichkeit/ ſie vertrocken und verzehren die natuͤrlichen Kraͤffte des Leibes und verurſachen vor der Zeit graue Haar.
Aus vielen Sorgen kommt der Glieder Schwachheit und Weichlichkeit / sie trocken und verzehren die natürlichen Kräfte des Leibes und verursachen vor der Zeit graue Haar.
de
de
de
1
6.1306
abel_leibmedicus_1699
1,570
1,699
Wo ein junger Menſch in groſſer Sorg und Furcht lebet/ der kan am Leibe nicht ſo tuͤgen noch zunehmen/ als wenn er frey waͤre. Derowegen
Wo ein junger Mensch in großer Sorge und Furcht lebet / der kann am Leibe nicht so tügen noch zunehmen / als wenn er frei wäre . Derowegen
de
de
de
1
5.4234
abel_leibmedicus_1699
1,571
1,699
Volve tuas in Chriſti humeros prece ſupplice curas Hoc dare fata volunt, hoc dare vota valent.
Volve tuas in Christi humeros prece supplice curas Hoc dare fata volunt, hoc dare vota valent.
la
la
it
0
6.0376
abel_leibmedicus_1699
1,572
1,699
Wer ſeine Sorg GOTT auferlegt Und alles in den Wind hinſchlaͤgt Mit beten ſeine Sach faͤngt an/ Der hat in allen genug gethan.
Wer seine Sorge GOTT auferlegt und alles in den Wind hinschlägt mit beten seine Sache fängt an / Der hat in allen genug getan.
de
de
de
1
6.1811
abel_leibmedicus_1699
1,573
1,699
Denn ille beatiſſimus & ſecurus ſui poſſeſſor, qui craſtinum ſine ſollicitudine expectat, der iſt der aller gluͤckſeeligſt und ſicherſte Menſch/ der ſich nicht groß bekuͤmmert um den Morgenden Tag.
Denn ille beatissimus & securus sui possessor, qui crastinum sine sollicitudine expectat, der ist der aller glückseligst und sicherste Mensch / der sich nicht groß bekümmert um den Morgenden Tag.
de
la
de
0.667
5.1131
abel_leibmedicus_1699
1,574
1,699
Dritten Buchs 7. Theilung.
Dritten Buchs 7. Teilung.
en
de
lb
0.333
6.0725
abel_leibmedicus_1699
1,575
1,699
Vom Schlaffen und Wachen.
Vom Schlafen und Wachen.
de
de
de
1
3.6173
abel_leibmedicus_1699
1,576
1,699
Das I. Capitel.
Das I. Kapitel.
de
de
bg-Latn
0.667
5.744
abel_leibmedicus_1699
1,577
1,699
Wenn und wie lang man ſchlaffen ſol.
Wenn und wie lang man schlafen soll.
de
de
de
1
5.3722
abel_leibmedicus_1699
1,578
1,699
MAn hat ſich zwar nicht zu beſchweren uͤber lehr-begierige Studenten/ daß ſie den Schlaff zu viel nachhiengen/ drum muß ichs billich erinnern/ daß ſie demſelben als hoͤchſt-noͤthigem Stuͤck der Geſundheit ja nichts abbrechen moͤchten/ denn quòd protrahimus ſomno, vitæ addimus, was wir dem Schlaff zugeben/ das geben wir unſern Leben zu/ ſtehet dort bey dem Plauto.
Man hat sich zwar nicht zu beschweren über lehr-begierige Studenten / dass sie den Schlaf zu viel nachhingen / darum muss ich es billig erinnern / dass sie demselben als höchstnötigem Stück der Gesundheit ja nichts abbrechen möchten / denn quod protrahimus somno, vitae addimus, was wir dem Schlaf zugeben / das geben wir unseren Leben zu / steht dort bei dem Plauto.
de
de
de
1
5.8672
abel_leibmedicus_1699
1,579
1,699
Es ſol aber geſchehen 2. oder 3. Stunden nach Tiſch des Abends um 9. Uhr/ damit eine vollkommene Kochung geſchehen moͤge/ nicht aber gleich nach Tiſch/ als welches ſchaͤdlich.
Es soll aber geschehen 2. oder 3. Stunden nach Tisch des Abends um 9. Uhr / damit eine vollkommene Kochung geschehen möge / nicht aber gleich nach Tisch / als welches schädlich.
de
de
de
1
5.6536
abel_leibmedicus_1699
1,580
1,699
Auch ſol man ſich nicht auf den Ruͤcken legen noch mit abhengigen Kopff/ wo man nicht wil naͤrriſche Traͤume haben/ ſondern anfangs auf die Lincke Seiten/ daß der Chylus in dem Magen deſto laͤnger bleibe und beſſer gekocht werde/ darnach auf die rechte Seiten/ in der Mitte etwas niedrig oder tief/ zum Haupt oder Fuͤſſen aber hoch/ und das iſt die beſte Lage/ die einen ſanfften und geruhigen Schlaff giebet.
Auch soll man sich nicht auf den Rücken legen noch mit abhängigen Kopf / wo man nicht will närrische Träume haben / sondern anfangs auf die Linke Seiten / dass der Chylus in dem Magen desto länger bleibe und besser gekocht werde / danach auf die rechte Seiten / in der Mitte etwas niedrig oder tief / zum Haupt oder Füßen aber hoch / und das ist die beste Lage / die einen sanften und geruhigen Schlaf gibt.
de
de
de
1
4.8908
abel_leibmedicus_1699
1,581
1,699
Hingegen iſt der Mittags-Schlaff den meiſten ſchaͤdlich/ es ſeye denn einer ſehr trockener und hitziger Natur oder ſey es gewohnet/ denn ſo heiſt es von jenen:
Hingegen ist der Mittagsschlaf den meisten schädlich / es sei denn einer sehr trockener und hitziger Natur oder sei es gewohnt / denn so heißt es von jenen:
de
de
de
1
4.9885
abel_leibmedicus_1699
1,582
1,699
Febris, pigrities, capitis dolor atque Catarrhus, Hæc tibi proveniunt ex ſomno meridiano.
Febris, pigrities, capitis dolor atque Catarrhus, Haec tibi proveniunt ex somno meridiano.
es
la
la
0
5.8678
abel_leibmedicus_1699
1,583
1,699
Das iſt:
Das ist:
de
qu
la
0.333
5.5793
abel_leibmedicus_1699
1,584
1,699
Von Mittags-Ruh kommen her Fieber/ Traͤgheit/ Haupt- Schmertzen und Fluͤſſe/ welches die pur lautere Wahrheit iſt.
Von Mittags-Ruh kommen her Fieber / Trägheit / Haupt-Schmerzen und Flüsse / welches die pur lautere Wahrheit ist.
de
de
de
1
6.0533
abel_leibmedicus_1699
1,585
1,699
Die Laͤnge des Schlaffs kan iedweder nach ſeiner Beliebung und Natur abmeſſen/ und darff ſich gar nicht binden an die vorgeſchriebene 7. Stunden/ weil immer einem der Schlaff beſſer bekoͤmmt als dem andern/ doch kan man auch zuviel thun/ da heiſt es denn/ utamur Somno non ut domino ſed ut rebus agendis inſerviente, man ſol den Schlaff gebrauchen nicht als ſeinen Herrn/ ſondern als ein Stuͤck das da dienet die Verrichtung zu thun und werckſtellig zu machen.
Die Länge des Schlafs kann jedweder nach seiner Beliebung und Natur abmessen / und darf sich gar nicht binden an die vorgeschriebene 7. Stunden / weil immer einem der Schlaf besser bekommt als dem anderen / doch kann man auch zu viel tun / da heißt es denn / utamur Somno non ut domino sed ut rebus agendis inserviente, man soll den Schlaf gebrauchen nicht als seinen Herrn / sondern als ein Stück das da dient die Verrichtung zu tun und werckstellig zu machen.
de
de
de
1
5.2142
abel_leibmedicus_1699
1,586
1,699
Welche die Morgen-Stunde lieben/ ſtehen des Sommers um 4. und nicht um 2. des Winters um 6. und nicht um 4. auf/ ſo kan ihre Natur aushalten/ und ſolches haben viel mit groſſen Nutzen erfahren.
Welche die Morgenstunde lieben / stehen des Sommers um 4. und nicht um 2. des Winters um 6. und nicht um 4. auf / so kann ihre Natur aushalten / und solches haben viel mit großen Nutzen erfahren.
de
de
de
1
4.9944
abel_leibmedicus_1699
1,587
1,699
Man laſſe aber ja den Schlaff-Trunck mit frieden/ (es ſey denn der Durſt zu venement,) wo man nicht wil die gantze Kochung verhindern/ und Kopff-Schmertzen oder andere Verdrießligkeiten davon tragen.
Man lasse aber ja den Schlafftrunk mit Frieden / (es sei denn der Durst zu venement,) wo man nicht will die ganze Kochung verhindern / und Kopfschmerzen oder andere Verdrießlichkeiten davon tragen.
de
de
de
1
5.7965
abel_leibmedicus_1699
1,588
1,699
Auch ſollen ſie ihre Haͤupter des Nachts wohl verwahren fuͤr der Kaͤlte/ Lufft und Monden Schein/ die Fenſter zu machen/ denn ſolches iſt ein groſſer Fehler bey vielen/ der zu verbeſſern.
Auch sollen sie ihre Häupter des Nachts wohl verwahren für der Kälte / Luft und Monden Schein / die Fenster zu machen / denn solches ist ein großer Fehler bei vielen / der zu verbessern.
de
de
de
1
5.4667
abel_leibmedicus_1699
1,589
1,699
Dritten Buchs achter Theilung.
Dritten Buchs achter Teilung.
de
de
lb
0.667
6.5392
abel_leibmedicus_1699
1,590
1,699
Das I. Capitel.
Das I. Kapitel.
de
de
bg-Latn
0.667
5.744
abel_leibmedicus_1699
1,591
1,699
Vom Stuhlgang und anderer Ausfuͤhrung der Natur.
Vom Stuhlgang und anderer Ausführung der Natur.
de
de
de
1
6.2411
abel_leibmedicus_1699
1,592
1,699
WAs die enth altene Unreinigkeit des Leibes fuͤr Schaden verurſachet/ erfaͤhret iederman der ſolches verhindert.
Was die End alten Unreinigkeit des Leibes für Schaden verursachet / erfährt jedermann der solches verhindert.
de
de
de
1
6.6745
abel_leibmedicus_1699
1,593
1,699
Hier iſt wohl zumercken/ daß die Natur fein wohl und ordentlich gewehnet werde/ daß ſie ihr Amt des Morgens fruͤh verrichte.
Hier ist wohl zu merken / dass die Natur fein wohl und ordentlich gewähnt werde / dass sie ihr Amt des Morgens früh verrichte.
de
de
de
1
5.5613
abel_leibmedicus_1699
1,594
1,699
Wil man die Natur zu dieſem Werck nicht faul machen/ ſo gebe man ihr ihren ordentlichen und zwar genugſamen Tranck und Feuchtigkeit bey Tiſch/ da hingegen deſſen Mangel harte excrementa verurſachet/ welche ein Zeichen ſind truckener Natur/ und alſo offt uͤber die Zeit verhalten/ und die Winde zuruͤck getrieben werden/ welche groſſe Beſchwerung gegen das Hertz verurſachen/ die faulen Duͤnſte gehen in das Gebluͤt/ inficiren daſſelbe und verurſachen Faͤulung.
Will man die Natur zu diesem Werk nicht faul machen / so gebe man ihr ihren ordentlichen und zwar genugsamen Trank und Feuchtigkeit bei Tisch / da hingegen dessen Mangel harte excrementa verursachet / welche ein Zeichen sind trockener Natur / und also oft über die Zeit verhalten / und die Winde zurückgetrieben werden / welche große Beschwerung gegen das Herz verursachen / die faulen Dünste gehen in das Geblüt / infizieren dasselbe und verursachen Fäulung.
de
de
de
1
5.372
abel_leibmedicus_1699
1,595
1,699
Derowegen ſol man nichts verhalten/ was fort wil.
Derowegen soll man nichts verhalten / was fort will.
de
de
de
1
7.4348
abel_leibmedicus_1699
1,596
1,699
Der Kaͤyſer Claudius gab deßwegen Freyheit ſolche Winde in die weite Welt zulaſſen/ auch bey Gaſtereyen/ weil er erfahren/ daß einer/ der ſolche aus Schamhafftigkeit zuruͤck gehalten/ in eine gefaͤhrliche Kranckheit gefallen/ ob gleich die Alten ſolches der Erbarkeit zum beſten verboten hatten.
Der Kaiser Claudius gab deswegen Freiheit solche Winde in die weite Welt zulassen / auch bei Gastereien / weil er erfahren / dass einer / der solche aus Schamhaftigkeit zurückgehalten / in eine gefährliche Krankheit gefallen / ob gleich die Alten solches der Ehrbarkeit zum besten verboten hatten.
de
de
de
1
5.9474
abel_leibmedicus_1699
1,597
1,699
Es gefaͤlt mir des Nicarchi Uberſchrifft uͤber die Winde ſehr wohl/ darinnen er zeiget/ was ſie fuͤr Schaden bringen koͤnnen/ welche Johan.
Es gefällt mir des Nicarchi Überschrift über die Winde sehr wohl / darinnen er zeiget / was sie für Schaden bringen können / welche Johan.
de
de
de
1
6.0868
abel_leibmedicus_1699
1,598
1,699
Laſcharis in nachfolgende Lateiniſche Vers uͤberſetzet:
Lasscharis in nachfolgende lateinische Vers übersetzet:
de
de
de
1
7.6403
abel_leibmedicus_1699
1,599
1,699
Suetonius in ejus vita c. 32.
Suetonius in ejus vita c. 32.
en
en
la
0
6.1539
abel_leibmedicus_1699
1,600
1,699
Plinius l. 8. c. 2.
Plinius l. 8. c. 2.
eb
lt
la
0
4.1463
abel_leibmedicus_1699
1,601
1,699
Interimit crepitus ventris detentus in alvo, Et ſervat blæſum dum canit ille melos.
Interimit crepitus ventris detentus in alvo, Et servat blaesum dum canit ille melos.
sq
la
la
0
6.6314
abel_leibmedicus_1699
1,602
1,699
Ergo ſi perimit crepitus ſervatque canendo, Regibus imperium par habet hic crepitus.
Ergo sie perimit crepitus servatque canendo, Regibus imperium par habet hic crepitus.
fr
la
la
0
7.1154
abel_leibmedicus_1699
1,603
1,699
Erasmus meinet/ man ſolte den hinderſten Huſten (S.H.) mit dem rechten Huſten verbergen oder doch mit den Fuͤſſen ſcharren/ ſo wuͤrde er nicht offenbahr/ alleine es erfordert eine Behutſamkeit zu mahlen bey dem Frauenzimmer.
Erasmus meinet / man sollte den hintersten Husten (S.H.) mit dem rechten Husten verbergen oder doch mit den Füßen scharren / so würde er nicht offenbar / alleine es erfordert eine Behutsamkeit zu malen bei dem Frauenzimmer.
de
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1
5.5322
abel_leibmedicus_1699
1,604
1,699
Es iſt ja die Windſucht keine geringe Kranckheit/ wer ſie erfahren/ wird ſie nicht wieder begehren.
Es ist ja die Windsucht keine geringe Krankheit / wer sie erfahren / wird sie nicht wieder begehren.
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1
5.3263