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abel_leibmedicus_1699
1,605
1,699
Es verſtopffet ſich auch bißweilen der Urin/ welcher auch keine Ergoͤtzligkeit bringet/ derowegen ſol man ſolchen auch nicht zu lang verhalten/ ſondern vielmehr befoͤrdern/ und die Kunſt bey die Hand nehmen.
Es verstopfet sich auch bisweilen der Urin / welcher auch keine Ergötzlichkeit bringt / derowegen soll man solchen auch nicht zu lang verhalten / sondern vielmehr befördern / und die Kunst bei die Hand nehmen.
de
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1
5.8581
abel_leibmedicus_1699
1,606
1,699
Zur Erweichung des Leibes dienen kleine Roſinen vor Tiſch gegeſſen/ meine gelinde laxirende Pillen/ Pflaumen mit Senes Blaͤtter/ und weil Studirende meiſtentheils mit Haupt-Fluͤſſen vexiret werden/ ſo ſollen ſie alle Monat einmal meine Haupt-Pillen brauchen zur Reinigung deſſelben und des gantzen Leibes/ welche trefflich gut thun auch das Gedaͤchtnuͤß ermuntern.
Zur Erweichung des Leibes dienen kleine Rosinen vor Tisch gegessen / meine gelinde laxierende Pillen / Pflaumen mit Senes Blätter / und weil Studierende meistenteils mit Hauptflüssen vexieret werden / so sollen sie alle Monat einmal meine Hauptpillen brauchen zur Reinigung desselben und des ganzen Leibes / welche trefflich guttun auch das Gedächtnis ermuntern.
de
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1
6.0558
abel_leibmedicus_1699
1,607
1,699
Iſ ergo ſanus erit, qui benè ingerit, digerit, & egerit.
Is ergo sanus erit, qui bene ingerit, digerit, & egerit.
la
la
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0
4.4639
abel_leibmedicus_1699
1,608
1,699
Es ſtatuiren die Medici zweyerley Unreinigkeit/ nuͤtzliche und untuͤchtige/ dieſe ſind der Stuhlgang/ Urin/ grober Speichel (ſputum) Schweiß ꝛc. die muͤſſen gaͤntzlich aus dem Leibe getrieben werden/ jene aber/ als rechte Speichel (ſaliva) ſemen &c. hat die Natur verborgen/ daß ſie nicht ſo bloß ſol verſchwendet werden.
Es statuieren die Medici zweierlei Unreinigkeit / nützliche und untüchtige / diese sind der Stuhlgang / Urin / grober Speichel (sputum) Schweiß etc. die müssen gänzlich aus dem Leibe getrieben werden / jene aber / als rechte Speichel (saliva) semen & c. hat die Natur verborgen / dass sie nicht so bloß soll verschwendet werden.
de
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1
5.1668
abel_leibmedicus_1699
1,609
1,699
Dannenhero wer ſeine weiſſe/ waͤſſerige geſunde Speichel zu ſtarck auswirfft/ als die tobacks-Bruͤder und hypochondriaci thun/ die leiden dadurch Schaden; Denn ſie iſt das erſte menſtruum ciborum der erſte Schluͤſſel zur Aufloͤſung der Speiſe im Mund/ ja ſie muß des Magens Ferment helffen erhalten/ Semen eſt ſeri flos, und das beſte aus dem Gebluͤt/ wer dieſes zu ſtarck verſchwendet/ der verkuͤrtzet ſein Leben/ es mag geſchehen auf was Weiſe es immer wolle.
Dannenher wer seine weiße / wässerige gesunde Speichel zu stark auswirft / als die Tobaks-Brüder und hypochondriaci tun / die leiden dadurch Schaden; denn sie ist das erste menstruum ciborum der erste Schlüssel zur Auflösung der Speise im Mund / ja sie muss des Magens Ferment helfen erhalten / Semen est seri flos, und das Beste aus dem Geblüt / wer dieses zu stark verschwendet / der verkürzet sein Leben / es mag geschehen auf was Weise es immer wolle.
de
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1
5.9694
abel_leibmedicus_1699
1,610
1,699
Jener 16. Jaͤhrige Juͤngling bekam ex pollutione Spontanea eine langwierige und ſehr gefaͤhrliche Gonorrhœe, und ſaget deßwegẽ offt beruͤhrter ſeel. Herr D. Ammann alſo:
Jener 16. Jährige Jüngling bekam ex pollutione Spontanea eine langwierige und sehr gefährliche Gonorrhöe, und sagt deswegen oft berührter seel. Herr D. Ammann also:
de
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de
1
5.6268
abel_leibmedicus_1699
1,611
1,699
Dictum hoc ſit juvenibus quibusdam, qui titillationes improvide ſuſtinent, ſed neſciunt, quàm extremè ſe enervent adeo, ut poſtea planè fiant elumbeſ, (& non raro impotentes.)
Dictum hoc sit juvenibus quibusdam, qui titillationes improvide sustinent, sed nesciunt, quam extreme se enervent adeo, ut postea plane fiant elumbes, (& non raro impotentes.)
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0
6.0504
abel_leibmedicus_1699
1,612
1,699
Solchen Verſchwendern und Hurern ſtehet das Nuͤck Grad ohne Fleiſch heraus/ und wird der Menſch wie ein Geribb/ und verlieren die Klarheit der Augen.
Solchen Verschwendern und Hurern steht das Nick Grad ohne Fleisch heraus / und wird der Mensch wie ein Geribb / und verlieren die Klarheit der Augen.
de
de
de
1
6.5276
abel_leibmedicus_1699
1,613
1,699
Druͤm iſt es mehr als zu wahr/ quod
Darum ist es mehr als zu wahr / quod
de
de
de
1
5.6428
abel_leibmedicus_1699
1,614
1,699
Balnea, Vina, Venus corrumpunt corpora noſtra,
Balnea, Vina, Venus corrumpunt corpora nostra,
id
pl
lv
0
6.2674
abel_leibmedicus_1699
1,615
1,699
und weiter nach dem Hippocrate:
und weiter nach dem Hippokratte:
de
de
de
1
7.8459
abel_leibmedicus_1699
1,616
1,699
Tria ſunt vitæ ſaluberrima, laborem non fugere, alimonia non Saturari, genituram non profundere, 3. Stuͤck ſind dem Leben erſprießlich/ Arbeit nicht meiden/ mit Speis und Tranek ſich nicht uͤberfuͤllen/ und das Semen nicht verſchwenden.
Tria sunt vitae saluberrima, laborem non fugere, alimonia non Saturari, genituram non profundere, 3. Stück sind dem Leben ersprießlich / Arbeit nicht meiden / mit Speis und Trank sich nicht überfüllen / und das Semen nicht verschwenden.
de
de
de
1
5.0364
abel_leibmedicus_1699
1,617
1,699
Das II. Capitel.
Das II. Kapitel.
de
de
eu
0.667
5.7194
abel_leibmedicus_1699
1,618
1,699
Beſchluß von den Stuͤcken/ die zur Diæt gehoͤren.
Beschluss von den Stücken / die zur Diät gehören.
de
de
de
1
6.5596
abel_leibmedicus_1699
1,619
1,699
WEr nun ſolches alles fein in acht nimmt/ der wird erfahren/ daß die Diæt ſey das eintzige ſpecificum und præſervativum wieder alle Kranckheiten/ und koͤnne kein Student ohne ſelbige ſeine Geſundheit erhalten.
Wer nun solches alles fein in Acht nimmt / der wird erfahren / dass die Diät sei das einzige Spezifikum und praeservativum wieder alle Krankheiten / und könne kein Student ohne selbige seine Gesundheit erhalten.
de
de
de
1
5.8915
abel_leibmedicus_1699
1,620
1,699
Und dieſes ſey von denen ſo genannten ſex rebus non naturalibus zur Gnuͤge geſagt.
Und dieses sei von denen so genannten sex rebus non naturalibus zur Genüge gesagt.
de
de
de
1
6.3734
abel_leibmedicus_1699
1,621
1,699
Nun wil ich auch meine Sorge richten auf die vier Jahres Zeiten/ als in welchen eine groſſe Veraͤnderung vorgehet nicht ohne Verletzung der Geſundheit.
Nun will ich auch meine Sorge richten auf die vier Jahres Zeiten / als in welchen eine große Veränderung vorgehet nicht ohne Verletzung der Gesundheit.
de
de
de
1
6.3465
abel_leibmedicus_1699
1,622
1,699
Dritten Buchs neunter Theilung Wie man ſich verhalten ſol in den vier Jahres Zeiten.
Dritten Buchs neunter Teilung wie man sich verhalten soll in den vier Jahres Zeiten.
de
de
de
1
6.4732
abel_leibmedicus_1699
1,623
1,699
Das I. Capitel.
Das I. Kapitel.
de
de
bg-Latn
0.667
5.744
abel_leibmedicus_1699
1,624
1,699
Vom Fruͤhling.
Vom Frühling.
en
fi
da
0
5.6779
abel_leibmedicus_1699
1,625
1,699
WIe die jaͤhrlichen Veraͤnderungen und Tempeſtates geſchehen/ wiſſen die Aſtronomi am beſten/ wir reden nur medicè von dero Geſund- und Beſchaffenheit.
Wie die jährlichen Veränderungen und Tempestates geschehen / wissen die Astronomi am besten / wir reden nur medice von deren Gesund- und Beschaffenheit.
de
de
de
1
6.7279
abel_leibmedicus_1699
1,626
1,699
Daß der Fruͤhling denen Mitternaͤchtigen Voͤlckern ſo gar geſund ſeyn ſol/ wie die Alten dafuͤr gehalten erfahren wir warhafftig nicht allemahl/ ſondern da gehen die im Winter concipirt und eingeſetzte Kranckheit/ als eine boͤſe Frucht hervor/ verſtehe die Fieber/ die manchen mit aufreiben/ zumahlen wo auf einen harten Winter ein naſſer und gelinder Fruͤhling folget/ da denn die verdruͤckten Feuchtigkeiten ſich wieder aus einander wickeln/ ſchaͤdliche Gehrungen verurſachen/ in einen zwar mehres als in den andern/ welche denen Medicis offt viel zu thun machen/ darzu helffen nun meiſterlich die naſſen und faulen Duͤnſte der Erden/ die wir mit der Lufft in uns ziehen/ zufoͤrderſt im Mertz und April.
Dass der Frühling denen Mitternächtigen Völkern so gar gesund sein soll / wie die Alten dafür gehalten erfahren wir wahrhaftig nicht allemal / sondern da gehen die im Winter konzipiert und eingesetzte Krankheit / als eine böse Frucht hervor / verstehe die Fieber / die manchen mit aufreiben / zumal wo auf einen harten Winter ein nasser und gelinder Frühling folget / da denn die verdrückten Feuchtigkeiten sich wieder auseinander wickeln / schädliche Gehrungen verursachen / in einen zwar mehr als in den anderen / welche denen Medicis oft viel zu tun machen / dazu helfen nun meisterlich die nassen und faulen Dünste der Erden / die wir mit der Luft in uns ziehen / zuvörderst im März und April.
de
de
de
1
5.3684
abel_leibmedicus_1699
1,627
1,699
Solte denn nun hier ein gut conſilium medicum nicht noͤthig ſeyn?
Sollte denn nun hier ein gut consilium medicum nicht nötig sein?
de
de
de
1
5.2493
abel_leibmedicus_1699
1,628
1,699
zu mahlen/ wo der Winter noch ein Nachſpiel haͤlt/ welches geſchicht/ wenn im Martio oder Februario die Sonne mit ihren Strahlen uns wieder Gewonheit erwaͤrmet/ dem Leib ſchmeichelt/ die Schweißloͤcher eroͤffnet/ und alſo in dem Leibe alles beweglich machet/ und demnach eine ſolche geſchwinde Veraͤnderung und Kaͤlte wieder einfaͤlt/ das muß ja wohl ungeſund ſeyn.
zu malen / wo der Winter noch ein Nachspiel hält / welches geschieht / wenn im Martio oder Februar die Sonne mit ihren Strahlen uns wieder Gewohnheit erwärmet / dem Leib schmeichelt / die Schweißlöcher eröffnet / und also in dem Leibe alles beweglich macht / und demnach eine solche geschwinde Veränderung und Kälte wieder Einfalt / das muss ja wohl ungesund sein.
de
de
de
1
5.4708
abel_leibmedicus_1699
1,629
1,699
Dahero iſt er denen Schwindſuͤchtigen zum Tode befoͤrderlich.
Daher ist er denen Schwindsüchtigen zum Tode beförderlich.
de
de
de
1
6.373
abel_leibmedicus_1699
1,630
1,699
Nun ſind aber die meiſten Studenten darzu geneiget/ wie oben erwieſen.
Nun sind aber die meisten Studenten dazu geneigt / wie oben erwiesen.
de
de
de
1
5.8454
abel_leibmedicus_1699
1,631
1,699
Im Fruͤhling ſage ich gehet eine neue fermentation und Gehrung an/ da werden die Lungen anbruͤchig/ das Gebluͤt ſchoͤpfft aus der Lufft mehr wilde ſaltzige Theile/ da kommen die Vorboten der Durchfall/ Huſten/ Bocken/ Kraͤtze ꝛc. ſolches empfinden die Phthiſici Scorbutici und hypochondriaci.
Im Frühling sage ich geht eine neue Fermentation und Gehrung an / da werden die Lungen anbrüchig / das Geblüt schöpft aus der Luft mehr wilde salzige Teile / da kommen die Vorboten der Durchfall / Husten / Bocken / Krätze etc. solches empfinden die Phthisici Scorbutici und hypochondriaci.
de
de
de
1
5.2427
abel_leibmedicus_1699
1,632
1,699
Hoͤrets ihr Herrn Studenten!
Höret ihr Herrn Studenten!
de
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de
1
6.8456
abel_leibmedicus_1699
1,633
1,699
In Summa/ es koſtet euer edel Leder und Geſundheit/ weil ihr von vielen Sitzen und uͤbeler Diæt mehr Unflat und Unreinigkeit geſamlet/ und daher habt ihr euch am allermeiſtẽ fuͤr andern zu fuͤrchten.
In Summa / es kostet euer edel Leder und Gesundheit / weil ihr von vielen Sitzen und übler Diät mehr Unflat und Unreinigkeit gesammelt / und daher habt ihr euch am allermeisten für anderen zu fürchten.
de
de
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1
5.5904
abel_leibmedicus_1699
1,634
1,699
Wollet ihr aber der Gefahr entgehen/ ſo folget meinem Rath/ haltet euch fleißig zu Hauß/ vewahret den Leib mit warmen Kleidern/ und eſſet nicht gar zu viel/ ſo kan die Gehrung nicht ſo uͤberhand nehmen.
Wollet ihr aber der Gefahr entgehen / so folget meinem Rat / haltet euch fleißig zu Haus / vewahret den Leib mit warmen Kleidern / und esset nicht gar zu viel / so kann die Gehrung nicht so überhandnehmen.
de
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1
4.6346
abel_leibmedicus_1699
1,635
1,699
Verwahret auch zu der Zeit eure Stuben mit einem geſunden Raucher-Pulver/ richtet euch in allen nach vorgeſchriebener Diæt, trincket ein Glaß guten Bitter-Wein/ oder wer menagiren wil/ meine Thee, erwartet darauf einen gelinden Schweiß/ ſo wirds nicht viel zu bedeuten haben.
Verwahret auch zu der Zeit eure Stuben mit einem gesunden Raucherpulver / richtet euch in allen nach vorgeschriebener Diät, trinket ein Glas guten Bitterwein / oder wer menagieren will / meine Tee, erwartet darauf einen gelinden Schweiß / so wird es nicht viel zu bedeuten haben.
de
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1
6.0383
abel_leibmedicus_1699
1,636
1,699
Fuͤr allen Dingen aber purgiret den Leib/ ſo gehet die Minera oder Wuſt nach und nach weg/ und wird der Vogel mit ſamt dem Neſt gehoben/ die Natur wird ihr Herr/ und kan beſſer den Streit aushalten.
Für allen Dingen aber purgieret den Leib / so geht die Minera oder Wust nach und nach weg / und wird der Vogel mit samt dem Nest gehoben / die Natur wird ihr Herr / und kann besser den Streit aushalten.
de
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1
5.3516
abel_leibmedicus_1699
1,637
1,699
Eine mittelmaͤßige Bewegung kan auch nichts ſchaden/ doch ohne Erkaltung.
Eine mittelmäßige Bewegung kann auch nichts schaden / doch ohne Erkaltung.
de
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1
6.3371
abel_leibmedicus_1699
1,638
1,699
Ein Vomitiv/ wo keine Regula obſtans vorhanden/ iſt das allerbeſte/ denn nichts hebet beſſer aus dem Magen die Urſach/ als dieſes/ ein ander Purgantz thut es nicht/ wo dieſes geſchicht/ ſo iſt man mehr ſicher fuͤr Kranckheiten.
Ein Vomitiv / wo keine Regula obstans vorhanden / ist das allerbeste / denn nichts hebet besser aus dem Magen die Ursache / als dieses / ein ander Purgantz tut es nicht / wo dieses geschieht / so ist man mehr sicher für Krankheiten.
de
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1
5.6228
abel_leibmedicus_1699
1,639
1,699
Das Aderlaſſen halte ich bey jungen Leuten fuͤr gantz undienlich/ dero Blut viel zu edel iſt/ daß man es vergeblich laſſe dahin lauffen/ zu dem gehet mehr gutes als boͤſes mit weg/ denn das boͤſe iſt ſchwer/ das gute fluͤßig.
Das Aderlassen halte ich bei jungen Leuten für ganz undienlich / deren Blut viel zu edel ist / dass man es vergeblich lasse dahin laufen / zu dem geht mehr gutes als böses mit weg / denn das böse ist schwer / das gute flüssig.
de
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1
5.2116
abel_leibmedicus_1699
1,640
1,699
Ant. Le Grand. Inſtit Philoſ. p. 428. ſq.
Ant. Le Grand. Instit Philos. p. 428. sq.
en
la
fr
0
5.8326
abel_leibmedicus_1699
1,641
1,699
Hippocr.
Hippocr.
sh
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pt
0
6.1884
abel_leibmedicus_1699
1,642
1,699
& Galen. Vid. Rolfink. meth. med. p. 109.
& Galen. Vid. Rolfink. meth. med. p. 109.
en
de
sv
0.333
5.4104
abel_leibmedicus_1699
1,643
1,699
D. Veſti de purg. p. 51.
D. Vesti de purg. p. 51.
es
eo
fr
0
6.0813
abel_leibmedicus_1699
1,644
1,699
Das II. Capitel.
Das II. Kapitel.
de
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eu
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abel_leibmedicus_1699
1,645
1,699
Vom Sommer.
Vom Sommer.
en
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ru-Latn
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5.5154
abel_leibmedicus_1699
1,646
1,699
AUch der Sommer bringt ſeine Kranckheiten mit/ denn zu der Zeit herſchet die Gall uͤber unſer Blut/ da gehen viel Feuchtigkeiten durch den Schweiß/ ob gleich unempfindlich/ weg/ die zur temperirung derſelben noͤthig waͤren/ daher wallet das Blut vor Hitze/ der appetit faͤlt dahin/ und folgen gern hitzige/ Fleck und andere gifftige oder faule Fieber/ Ruhr und anſteckende Kranckheiten noch mehr/ welche alle unter denen Studenten am meiſten graßiren.
Auch der Sommer bringt seine Krankheiten mit / denn zu der Zeit herrschet die Gall über unser Blut / da gehen viel Feuchtigkeiten durch den Schweiß / ob gleich unempfindlich / weg / die zur Temperierung derselben nötig wären / daher wallet das Blut vor Hitze / der appetit fällt dahin / und folgen gern hitzige / Fleck und andere giftige oder faule Fieber / Ruhr und ansteckende Krankheiten noch mehr / welche alle unter denen Studenten am meisten grassieren.
de
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1
5.2405
abel_leibmedicus_1699
1,647
1,699
Die Urſach aber iſt/ weil im Sommer mehr fluͤchtige ſaltzige ſchweffelichte alcaliſche Theile in der Lufft wallen/ welche unſere Geiſter abmatten und entzuͤnden/ das fermentum des Magens ſchwaͤchen/ daher wir im Sommer weniger eſſen/ aber deſto mehr trincken wegen Mangel der Feuchtigkeit.
Die Ursache aber ist / weil im Sommer mehr flüchtige salzige schwefelige alkalische Teile in der Luft wallen / welche unsere Geister abmatten und entzünden / das fermentum des Magens schwächen / daher wir im Sommer weniger essen / aber desto mehr trinken wegen Mangel der Feuchtigkeit.
de
de
de
1
4.7559
abel_leibmedicus_1699
1,648
1,699
Hingegen im Winter hat die Lufft mehr ſauer ſaltzige Theile/ und nothwendig iſt auch ein ſtaͤrckerer appetit vorhanden/ die Speiſen werden beſſer im Magen gekocht/ als im Sommer.
Hingegen im Winter hat die Luft mehr sauer salzige Teile / und notwendig ist auch ein stärkerer appetit vorhanden / die Speisen werden besser im Magen gekocht / als im Sommer.
de
de
de
1
5.1091
abel_leibmedicus_1699
1,649
1,699
Es beſtehet die Sommer Diæt darinn/ daß man den Leib nicht zu ſehr erhitze mit ſtarcken Exercitiis, Wein/ Brantewein/ Toback und Zorn/ nicht zuviel zu eſſen/ mehr zu trincken/ Garten-Fruͤchte/ als Melonen/ ſuͤſſe Apffel/ und Kirſchen zu unterlaſſen/ denn die ſchaͤrffen das Gebluͤt/ mehren die Galle und ſchaden den Augen.
Es bestehet die Sommer Diät darin / dass man den Leib nicht zu sehr erhitze mit starken Exercitiis, Wein / Branntwein / Tabak und Zorn / nicht zu viel zu essen / mehr zu trinken / Gartenfrüchte / als Melonen / süße Apfel / und Kirschen zu unterlassen / denn die schärfen das Geblüt / mehren die Galle und schaden den Augen.
de
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1
4.4583
abel_leibmedicus_1699
1,650
1,699
Zufoͤrderſt ſol man dem Gurcken-Salat nicht zuviel thun/ wie gemeiniglich geſchicht/ denn gantz verwerff ich ihn nicht/ zumahlen wo er recht zugerichtet.
Zuvörderst soll man dem Gurkensalat nicht zu viel tun / wie gemeiniglich geschieht / denn ganz verwerfe ich ihn nicht / zumal wo er recht zugerichtet.
de
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1
4.5125
abel_leibmedicus_1699
1,651
1,699
An welchem Ort die Lufft mit garſtigen Duͤnſten und Daͤmpffen angefuͤllet wird/ als von Stein-Kohlen/ da ſol man alle Morgen tuͤchtiche præſervativ brauchen/ darzu friſche Rauten und ungeſaltzene Meyen-Butter ein gut und leicht Mittel iſt.
An welchem Ort die Luft mit garstigen Dünsten und dämpfen angefüllt wird / als von Steinkohlen / da soll man alle Morgen tüchtige präservativ brauchen / dazu frische Rauten und ungesalzene Meyen-Butter ein gut und leicht Mittel ist.
de
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de
1
5.7362
abel_leibmedicus_1699
1,652
1,699
Zu dieſer Zeit/ zumahlen wo die Hitze gar zu groß/ laͤſt ſichs nicht wohl mediciniren/ denn das Blut iſt ohne dem mit der Gall mehr in wallender Bewegung/ derowegen ſol man ſich nur im Fruͤhling purgiren und wohl in acht nehmen.
Zu dieser Zeit / zumal wo die Hitze gar zu groß / lässt sich es nicht wohl medizinieren / denn das Blut ist ohne dem mit der Gall mehr in wallender Bewegung / derowegen soll man sich nur im Frühling purgieren und wohl in Acht nehmen.
de
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1
5.9081
abel_leibmedicus_1699
1,653
1,699
Doch koͤnnen gute alterantia nichts ſchaden/ als die Tinctura bellidis oder florum quatuor cordialium, die bey der Hitze in dem Trincken zu gebrauchen/ davon ſchon oben geſagt worden.
Doch können gute alterantia nichts schaden / als die Tinctura bellidis oder florum quatuor cordialium, die bei der Hitze in dem trinken zu gebrauchen / davon schon oben gesagt worden.
de
de
de
1
5.8842
abel_leibmedicus_1699
1,654
1,699
Hippocr. aph. 15. l. 1. eontra Helmont.
Hippocr. aph. 15. l. 1. eontra Helmont.
vi
it
fr
0
5.7655
abel_leibmedicus_1699
1,655
1,699
Endem. p. 153. §. 54. V. Ammannus d. l. p. 186.
Endem. p. 153. §. 54. V. Ammannus d. l. p. 186.
eb
ca
no
0
4.9742
abel_leibmedicus_1699
1,656
1,699
Das III. Capitel.
Das III. Kapitel.
de
de
eu
0.667
5.7941
abel_leibmedicus_1699
1,657
1,699
Vom Herbſt.
Vom Herbst.
en
vi
pl
0
5.8467
abel_leibmedicus_1699
1,658
1,699
KEine ungeſundere Zeit iſt das gantze Jahr/ als im Herbſt/ daher er auch genennet wird Morborum ferax fruchtbar an Kranckheit.
Keine ungesundere Zeit ist das ganze Jahr / als im Herbst / daher er auch genannt wird Morborum ferax fruchtbar an Krankheit.
de
de
de
1
6.1766
abel_leibmedicus_1699
1,659
1,699
Denn da treten auf das Theatrum kalte Fieber und andere langwierige Kranckheiten/ Huſten/ Fluͤſſe etc.
Denn da treten auf das Theatrum kalte Fieber und andere langwierige Krankheiten / Husten / Flüsse etc.
de
de
de
1
6.8721
abel_leibmedicus_1699
1,660
1,699
Je naͤſſer und kaͤlter/ ie ſchlimmer iſt er/ da entſtehen gern Hals-Beſchwerungen und Baͤulen.
Je nasser und kälter / je schlimmer ist er / da entstehen gern Hals-Beschwerungen und Beulen.
de
de
de
1
5.7282
abel_leibmedicus_1699
1,661
1,699
Was der Menſch im Sommer nicht recht ausgeſiechet/ das wird durch die naſſe und kalte Lufft im Herbſt deſto tieffer in das Gebluͤt getrieben und feſter geſetzt biß zum Fruͤhling/ (wo ſie nicht ehe ſterben/) da ſie denn erſt deſſen Schaden empfinden/ und entſtehet daher meiſtentheils ein ſchwindſuͤchtiges Fieber/ welches offt lang genug waͤhret/ und wenn unerfahrne Artzte auf daſſelbe lang genug curirt haben (und gleichſam die Blumen haben wollen/ aber die Wurtzel ſitzen laſſen/) ſo gehet der patient endlich doch ad patres.
Was der Mensch im Sommer nicht recht ausgesiechet / das wird durch die nasse und kalte Luft im Herbst desto tiefer in das Geblüt getrieben und fester gesetzt bis zum Frühling / (wo sie nicht ehe sterben /) da sie denn erst dessen Schaden empfinden / und entstehet daher meistenteils ein schwindsüchtiges Fieber / welches oft lang genug währet / und wenn unerfahrene Arzte auf dasselbe lang genug kuriert haben (und gleichsam die Blumen haben wollen / aber die Wurzel sitzen lassen /) so geht der patient endlich doch ad patres.
de
de
de
1
5.1509
abel_leibmedicus_1699
1,662
1,699
Da iſt uns dienlich die weiche Kleider und zarte Sommer-Waͤſche abzulegen/ und den Leib beſſer zu verwahren/ darinn die groͤſte Kunſt beſtehet.
Da ist uns dienlich die weiche Kleider und zarte Sommer-Wäsche abzulegen / und den Leib besser zu verwahren / darin die größte Kunst bestehet.
de
de
de
1
4.8781
abel_leibmedicus_1699
1,663
1,699
Ich rathe auch nicht lang nuͤchtern zu bleiben/ ſondern die duͤnne Haber-Gruͤtz mit ein wenig friſche ungeſaltzene Butter als einen Thee zu trincken/ welches den Magen und zarten Naturen eine treffliche Huͤlffe und Nahrung giebet/ die Schaͤrffe daͤmpffet/ und aller Studenten Morgen-Speiſe billich ſeyn ſol/ ſie machet auch fett/ wo ſie recht gebraucht wird.
Ich rate auch nicht lang nüchtern zu bleiben / sondern die dünne Haber-Grütz mit ein wenig frische ungesalzene Butter als einen Tee zu trinken / welches den Magen und zarten Naturen eine treffliche Hilfe und Nahrung gibt / die Schärfe dämpfet / und aller Studenten Morgen-Speise billig sein soll / sie macht auch fett / wo sie recht gebraucht wird.
de
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1
5.1521
abel_leibmedicus_1699
1,664
1,699
Den Mund fuͤr den garſtigen Nebel und ſtinckender Lufft zu verwahren/ als welche in denen Scharbockiſchen und ſonſt zur Kranckheit faͤhigen Leibern mehr ſchadet/ als mancher glauben wird/ biß ers in der That erfaͤhret.
Den Mund für den garstigen Nebel und stinkender Luft zu verwahren / als welche in denen Scharbockischen und sonst zur Krankheit fähigen Leibern mehr schadet / als mancher glauben wird / bis er es in der Tat erfährt.
de
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1
5.3324
abel_leibmedicus_1699
1,665
1,699
Folget meinem wohlfeilen Rath/ es wird keinen gereuen.
Folget meinem wohlfeilen Rat / es wird keinen gereuen.
de
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1
4.9828
abel_leibmedicus_1699
1,666
1,699
Noch iſt zuerinnern/ daß man im Herbſt nicht gar zuviel trincken ſol/ weil die Lufft ohne diß naß und unſere Leibes-Feuchtigkeit vermehret/ auch mit einen austrucknenden Pulver die Stuben zu raͤuchern/ ſo werden die Fluͤſſe in Augen/ Ohren/ Naſen und Genick oder Ruͤcken wohl zuruͤck bleiben.
Noch ist zuerinnern / dass man im Herbst nicht gar zu viel trinken soll / weil die Luft ohne dies nass und unsere Leibesfeuchtigkeit vermehret / auch mit einen austrocknenden Pulver die Stuben zu räuchern / so werden die Flüsse in Augen / Ohren / Nasen und Genick oder Rücken wohl zurückbleiben.
de
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1
4.9919
abel_leibmedicus_1699
1,667
1,699
Purgantia und zufoͤrderſt Schweißtreibende Mittel ſind im Herbſt nicht ungeſund/ ſie kommen manchem Fieber zuvor/ zumahlen der Schweiß/ den keiner unterlaſſen ſol/ weil zwiſchen der Haut zu der Zeit gern eine ſaltzige Waͤſſerigkeit ſtecket/ die auf ſolche Art kan zertrennet werden.
Purgantia und zuvörderst schweißtreibende Mittel sind im Herbst nicht ungesund / sie kommen manchem Fieber zuvor / zumal der Schweiß / den keiner unterlassen soll / weil zwischen der Haut zu der Zeit gern eine salzige Wässerigkeit stecket / die auf solche Art kann zertrennet werden.
de
de
de
1
5.0907
abel_leibmedicus_1699
1,668
1,699
Das IV. Capitel.
Das IV. Kapitel.
de
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la
0.667
6.0794
abel_leibmedicus_1699
1,669
1,699
Vom Winter.
Vom Winter.
en
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0.333
6.2484
abel_leibmedicus_1699
1,670
1,699
KAlten und fluͤßigen Leuten iſt der Winter ſehr verdrießlich/ it. welche ein unruhiges Gebluͤt haben/ als den kalten/ ſcharbockiſchen und ſchwindſuͤchtigen Leuten/ giebt er einen groſſen Stoß und befoͤrdert meiſtentheils den Tod.
Kalten und flüssigen Leuten ist der Winter sehr verdrießlich / it. welche ein unruhiges Geblüt haben / als den kalten / scharbockeschen und schwindsüchtigen Leuten / gibt er einen großen Stoß und befördert meistenteils den Tod.
de
de
de
1
5.2654
abel_leibmedicus_1699
1,671
1,699
Der naſſe Winter iſt ſchaͤdlicher als der trockne mit heller Lufft/ denn durch jenen wird die Faͤulung befordert/ und bringet gefaͤhrlichen Huſten mit ſich.
Der nasse Winter ist schädlicher als der trockene mit heller Luft / denn durch jenen wird die Fäulung befördert / und bringt gefährlichen Husten mit sich.
de
de
de
1
4.9552
abel_leibmedicus_1699
1,672
1,699
Ja die Kaͤlte iſt ein ſchaͤdlich Ding/ wie oben gedacht/ die man ernſtlich meiden ſol.
Ja die Kälte ist ein schädlich Ding / wie oben gedacht / die man ernstlich meiden soll.
de
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de
1
5.3545
abel_leibmedicus_1699
1,673
1,699
Im Winter iſſet der Menſch ſtaͤrcker/ als im Sommer/ quia calor magis eſt intrinſecus & intenſivus, æſtate magis extrinſecus & extenſivus, weil die Waͤrme mehr innerlich und beyſammen/ im Sommer mehr euſerlich und weit ausgebreitet oder weil im Winter die Saͤure des Magens von der Kaͤlte verſtaͤrcket wird/ wie einige wollen/ welches aber nichts anders macht/ als die concentrirte Geiſter.
Im Winter isst der Mensch stärker / als im Sommer / quia calor magis est intrinsecus & intensivus, aestate magis extrinsecus & extensivus, weil die Wärme mehr innerlich und beisammen / im Sommer mehr äußerlich und weit ausgebreitet oder weil im Winter die Säure des Magens von der Kälte verstärkt wird / wie einige wollen / welches aber nichts anders macht / als die konzentrierte Geister.
de
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1
5.0816
abel_leibmedicus_1699
1,674
1,699
In dieſem ſag ich/ ſol man die Kaͤlte meiden/ ſo viel immer muͤglich iſt/ warme Speiſen und Tranck genieſſen/ als ein gutes Torgauer Bier und ein Glaß guten Wein/ nicht aber auf die Art/ wie Horatius meinet/ der der Wolluſt zuſehr ergeben und alſo ſchreibet:
In diesem sage ich / soll man die Kälte meiden / so viel immer möglich ist / warme Speisen und Trank genießen / als ein gutes Torgauer Bier und ein Glas guten Wein / nicht aber auf die Art / wie Horatius meinet / der der Wollust Zuseher ergeben und also schreibet:
de
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1
5.2314
abel_leibmedicus_1699
1,675
1,699
Lib. 1. Carm. Od. IX.
Lib. 1. Carm. Od. IX.
en
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mt
0
5.8214
abel_leibmedicus_1699
1,676
1,699
Diſſolve frigus, ligna ſuper foco Largè reponens: atque benignius De prome quadrimuro Sabina O Thaliarche, merum Diota.
Dissolve frigus, ligna super foco Large reponens: atque benignius De prome quadrimuro Sabina O Thaliarche, merum Diota.
it
la
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0
6.9198
abel_leibmedicus_1699
1,677
1,699
Permitte Divis cætera: qui ſimul &c:
Permitte Divis caetera: qui simul etc:
pt
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0
7.3069
abel_leibmedicus_1699
1,678
1,699
Quid ſit futurum cras, fuge quærere: & Quem ſors dierum cunque dabit, lucro Appone: nec dulces amores Sperne puer, neque tu choreas, Donec virenti canities abeſt Moroſa &c:
Quid sit futurum cras, fuge quaerere: & Quem sors dierum cunque dabit, lucro Appone: nec dulces amores Sperne puer, neque tu choreas, Donec virenti canities abest Morosa etc:
la
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0
6.6166
abel_leibmedicus_1699
1,679
1,699
Ich glaube/ daß viel auf ſolche Art den Winter hinbringen/ ob ihnen gleich ihr Gewiſſen ein anders ſaget.
Ich glaube / dass viel auf solche Art den Winter hinbringen / ob ihnen gleich ihr Gewissen ein anders sagt.
de
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1
6.4881
abel_leibmedicus_1699
1,680
1,699
Man ſol auch im Winter ſeine Stuben nicht gar zu heiß machen/ weil es dem Kopff ſehr ſchaͤdlich und zum ſtudiren unbequem iſt/ die Geiſter werden matt und zerſteubet/ beſſer iſt es ſich mit warmen Kleidern wohl zuverwahren/ doch kan einer fuͤr dem andern die Waͤrme beſſer vertragen.
Man soll auch im Winter seine Stuben nicht gar zu heiß machen / weil es dem Kopf sehr schädlich und zum Studieren unbequem ist / die Geister werden matt und zerstäubet / besser ist es sich mit warmen Kleidern wohl zuverwahren / doch kann einer für dem anderen die Wärme besser vertragen.
de
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de
1
4.8961
abel_leibmedicus_1699
1,681
1,699
Im Winter zu purgiren iſt nicht gar geſund/ beſſer waͤre es/ wenns im Herbſt geſchehen/ denn die Feuchtigkeiten ſind dicker unbeweglicher/ und dahero ſchwerer auszufuͤhren.
Im Winter zu purgieren ist nicht gar gesund / besser wäre es / wenn es im Herbst geschehen / denn die Feuchtigkeiten sind dicker unbeweglicher / und daher schwerer auszuführen.
de
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de
1
4.9051
abel_leibmedicus_1699
1,682
1,699
Wer ſich nun auch in dieſen Stuͤck wird wiſſen in die Zeit zu ſchicken/ der wird ſeiner Geſundheit in allen wohl rathen.
Wer sich nun auch in diesen Stück wird wissen in die Zeit zu schicken / der wird seiner Gesundheit in allen wohl raten.
de
de
de
1
5.6836
abel_leibmedicus_1699
1,683
1,699
Nun ſchlieſſe ich unſere guͤldene diæts-Lehre alſo:
Nun schließe ich unsere güldene Diäts-Lehre also:
de
da
vi
0.333
5.7756
abel_leibmedicus_1699
1,684
1,699
Si vis incolumem, ſi vis te reddere ſanum, Curas tolle graves, ir aſci crede profanũ, Parce mero, cœnato parum, non ſit Tibi vanum Surgere poſt epulas, ſomnum fuge meridianum; Nec mictum retine, nec comprime fortiter anum.
Si vis incolumem, sie vis te reddere sanum, Curas tolle graves, ihr asci crede profanu, Parce mero, coenato parum, non sit Tibi vanum Surgere post epulas, somnum fuge meridianum; Nec mictum retine, nec comprime fortiter anum.
la
la
la
0
6.2265
abel_leibmedicus_1699
1,685
1,699
Hæc benè ſi ſerves in longo tempore vives.
Haec bene sie serves in longo tempore vives.
en
ht
vi
0
6.1933
abel_leibmedicus_1699
1,686
1,699
Das iſt:
Das ist:
de
qu
la
0.333
5.5793
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1,687
1,699
Wenn du wilt fein geſund bleiben/ ſo laſſe alle Sorgen fahren/ meide den Zorn/ trincke maͤßig den Wein/ iß des Abends wenig/ und gehe nach Tiſch ein wenig heruͤm/ liebe nicht den Mittags-Schlaff; verhalte weder den Urin noch den Stuhl-Gang.
Wenn du willst fein gesund bleiben / so lasse alle Sorgen fahren / meide den Zorn / trinke mäßig den Wein / esse des Abends wenig / und gehe nach Tisch ein wenig herum / liebe nicht den Mittagsschlaf; verhalte weder den Urin noch den Stuhlgang.
de
de
de
1
4.8803
abel_leibmedicus_1699
1,688
1,699
Und wo du dieſes alles wohl wirſt in acht nehmen/ ſo wirſtu du ein langes Leben haben.
Und wo du dieses alles wohl wirst in Acht nehmen / so wirst du du ein langes Leben haben.
de
de
de
1
4.819
abel_leibmedicus_1699
1,689
1,699
Viertes Buch/ Erſter Theilung.
Viertes Buch / Erster Teilung.
de
de
de
1
7.7967
abel_leibmedicus_1699
1,690
1,699
Wie die Studenten Kranckheiten zu curiren.
Wie die Studenten Krankheiten zu kurieren.
de
de
de
1
6.1424
abel_leibmedicus_1699
1,691
1,699
Das I. Capitel.
Das I. Kapitel.
de
de
bg-Latn
0.667
5.744
abel_leibmedicus_1699
1,692
1,699
Was von der Artzeney zu halten/ und ob Studenten mediciniren ſollen.
Was von der Arznei zu halten / und ob Studenten medizinieren sollen.
de
de
de
1
6.4768
abel_leibmedicus_1699
1,693
1,699
ES iſt freylich die Artzeney eine Gabe Gottes/ und deßwegen nicht zuverachten.
Es ist freilich die Arznei eine Gabe Gottes / und deswegen nicht zuverachten.
de
de
de
1
5.8043
abel_leibmedicus_1699
1,694
1,699
Dennoch aber iſt unlaͤugbar/ daß noch viel Sachen ſeyn/ derer rechten Gebrauch wir weder à priori noch poſteriori erforſchen koͤnnen/ wegen ziemlicher Verfinſterung unſers Verſtandes/ zumahlen in den Metallen und Minerali en/ als in welchen GOtt einen groſſen Schatz verborgen/ wenig aber den rechten Schluͤſſel darzu finden.
Dennoch aber ist unleugbar / dass noch viel Sachen sein / derer rechten Gebrauch wir weder à priori noch posteriori erforschen können / wegen ziemlicher Verfinsterung unseres Verstandes / zumal in den Metallen und Minerali en / als in welchen Gott einen großen Schatz verborgen / wenig aber den rechten Schlüssel dazu finden.
de
de
de
1
5.1332
abel_leibmedicus_1699
1,695
1,699
Und dahero ſtehen wohl herrliche medicamenta chymica in den Buͤchern/ welche aber in praxi clinica der Wahrheit nicht allemahl reſpondiren/ zumahlen bey zarten Leibern.
Und daher stehen wohl herrliche medicamenta chymica in den Büchern / welche aber in praxi clinica der Wahrheit nicht allemal respondieren / zumal bei zarten Leibern.
de
de
de
1
5.4084
abel_leibmedicus_1699
1,696
1,699
Das Antimonium oder Spieß-Glaß hat den Schatz aller Schaͤtze in ſich/ welches viel wiſſen/ aber nur der Schale und ihrer Einbildung nach/ und deßwegen mit ungewaſchenen Haͤnden an die Arbeit gehen/ auch viel ſchaͤdliche Dinge hervor bringen/ die/ wie insgemein/ alſo auch in ſpecie Studenten manchen Schaden verurſachen propter imbecille corum genus nervorum & vim medicamentorum δραςικήν.
Das Antimonium oder Spießglas hat den Schatz aller Schätze in sich / welches viel wissen / aber nur der Schale und ihrer Einbildung nach / und deswegen mit ungewaschenen Händen an die Arbeit gehen / auch viel schädliche Dinge hervorbringen / die / wie insgemein / also auch in specie Studenten manchen Schaden verursachen propter imbecille corum Genus nervorum & vim medicamentorum δραςικήν.
de
de
de
1
5.3098
abel_leibmedicus_1699
1,697
1,699
Hingegen ſimplicia, Kraͤuter und andere gelinde Sachen ſind ohne alle Furcht und Schaden zugebrauchen/ thun auch offtmahls mehr/ als koſtbahre und theure Dinge.
Hingegen simplicia, Kräuter und andere gelinde Sachen sind ohne alle Furcht und Schaden zu gebrauchen / tun auch oftmals mehr / als kostbare und teure Dinge.
de
de
de
1
5.5829
abel_leibmedicus_1699
1,698
1,699
Derowegen wollen wir die Kranckheiten ordentlich durchgehen und mit wenigen doch guten Mitteln denenſelbigen entgegen kommen/ welche ſich iedweder zum Hauß-Apotecker anſchaffen/ oder doch im Fall der Noth und Mangelung eines Medici verſchreiben kan.
Derowegen wollen wir die Krankheiten ordentlich durchgehen und mit wenigen doch guten Mitteln denselbigen entgegenkommen / welche sich jedweder zum Haus-Apotheker anschaffen / oder doch im Fall der Not und Mangelung eines Medici verschreiben kann.
de
de
de
1
5.7091
abel_leibmedicus_1699
1,699
1,699
Baſil. Valentin. p. m. 89. 90. 262. 310. 314. 324. 338. 353. 362. 364. 369. 378. 438. Paracell.
Basil . Valentin. p. m. 89. 90. 262. 310. 314. 324. 338. 353. 362. 364. 369. 378. 438. Paracell.
en
zh
fr
0
4.2211
abel_leibmedicus_1699
1,700
1,699
Chiturg. minor. l. 2. p. 56.
Chiturg. minor. l. 2. p. 56.
eb
en
mt
0
5.5468
abel_leibmedicus_1699
1,701
1,699
Carrichterus & Crollius de ſignat.
Carrichterus & Crollius de signat.
fr
nl
la
0
7.7125
abel_leibmedicus_1699
1,702
1,699
Das II. Capitel.
Das II. Kapitel.
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eu
0.667
5.7194
abel_leibmedicus_1699
1,703
1,699
Cur der Haupt-Kranckheiten und zwar der Fluͤſſe und Schnuppens.
Kur der Hauptkrankheiten und zwar der Flüsse und Schnuppen.
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6.8814
abel_leibmedicus_1699
1,704
1,699
DAs Kopff-waſchen waͤre wohl gut/ alleine welche zum Fluͤſſen und Kopff-Schmertzen geneigt/ denen macht es viel Ungemach/ derowegen rathe ich vielmehr mit warmen Weitzen-Kleyen und Tuͤchern den Kopff zu reinigen und endlich mit guten wohlriechenden fluͤchtigen Moß-Puder zu ſtaͤrcken. Darnach
Das Kopf-Waschen wäre wohl gut / alleine welche zum Flüssen und Kopfschmerzen geneigt / denen macht es viel Ungemach / derowegen rate ich vielmehr mit warmen Weizenkleien und Tüchern den Kopf zu reinigen und endlich mit guten wohlriechenden flüchtigen Moß-Puder zu stärken . Danach
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6.1679