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21.8
abel_leibmedicus_1699
3,205
1,699
Dieſes ſo offt getrocknet und beſtrichen/ bis es genug.
Dieses so oft getrocknet und bestrichen / bis es genug.
de
de
de
1
6.6544
abel_leibmedicus_1699
3,206
1,699
Gewand/ das einem Degen wider ſtehet.
Gewand / das einem Degen widersteht.
de
de
de
1
6.3584
abel_leibmedicus_1699
3,207
1,699
Nehmet neue/ wohl ſtarcke Leinwand/ leget ſie doppelt/ und beſtreichet ſie mit Fiſch-Leim/ ſo in gemeinem Waſſer zerlaſſen; hernach laſſet ſie trocknen auf einem Bret.
Nehmet neue / wohl starke Leinwand / leget sie doppelt / und bestreichet sie mit Fischleim / so in gemeinem Wasser zerlassen; hernach lasst sie trockenen auf einem Brett.
de
de
de
1
5.4211
abel_leibmedicus_1699
3,208
1,699
Wann dieſes geſchehen/ ſo nehmet gelb Wachs/ Hartz und Maſtix/ iedes 2. Untzen/ laſſet alles mit einer Untzen Terpentin ſchmeltzen/ ruͤhret alles wohl um/ und tragets auf die Leinwand/ biß ſie alles in ſich gezogen hat/ ſo iſt es gut.
Wann dieses geschehen / so nehmet gelb Wachs / Hartz und Mastix / jedes 2. Unzen / lasst alles mit einer Unzen Terpentin schmelzen / rühret alles wohl um / und traget auf die Leinwand / bis sie alles in sich gezogen hat / so ist es gut.
de
de
de
1
5.0669
abel_leibmedicus_1699
3,209
1,699
Ein Gollet zu zurichten/ das man mit einer Muſqueten-Kugel nicht durch ſchieſſen kan.
Ein Gollet zuzurichten / das man mit einer Musketenkugel nicht durch Schießen kann.
de
de
de
1
5.6665
abel_leibmedicus_1699
3,210
1,699
Man nimt von einem erſt geſchlachteten Spiel- oder Reit-Ochſen die Haut/ laͤſt die Haar auf das ſauberſte darvon thun/ und ein Gollet daraus ſchneiden/ am Leibe gerecht machen und zuſammen nehen/ alsdann 24. Stunden in Wein- Eßig beitzen/ hernach an der Lufft wohl austrocknen; hernach kan man es gebrauchen/ ſo wird man obgemeldten Effect wahr befinden.
Man nimmt von einem erst geschlachteten Spiel- oder Reit-Ochsen die Haut / lässt die Haar auf das sauberste davon tun / und ein Gollet daraus schneiden / am Leibe gerecht machen und zusammen nähen / alsdann 24. Stunden in Wein-Essig Beizen / hernach an der Luft wohl austrocknen; hernach kann man es gebrauchen / so wird man obgemeldeten Effekt wahr befinden.
de
de
de
1
5.2689
abel_leibmedicus_1699
3,211
1,699
Einen ledernen Leib oder Camiſol zu zurichten/ das einem Muſqueten-Schuß aushaͤlt.
Einen ledernen Leib oder Kamisol zuzurichten / das einem Musquetenschuß aushält.
de
de
de
1
6.7227
abel_leibmedicus_1699
3,212
1,699
Nim friſche Farren- oder Hirſch- Zendel/ laſſe ſie einem Schumacher huͤbſch zuſammen nehen/ ſo viel du zu einem gantzen Leibe braucheſt/ darnach nim zwey groſſe gegoſſene/ wohl glat gemachte oder pollirte eiſerne Platten/ und laſſe ſie wohl heiß werden; aber nicht gluͤhend/ ſondern nur ſo heiß/ daß ſie den gemachten Leib ſchoͤn trucken und zu Leder machen; aber daß du es nicht verbrenneſt/ und wann die Platten alſo recht warm ſeyn/ ſo lege das zuſammen gemachte Farren- oder Hirſch-Zendel nur einfach auf die eine Platten/ und decke es mit der andern Platten zu/ daß der Leib wohl darzwiſchen lieget und keine Lufft darzu kommet/ laſſe es bey 2. Stunden darunter liegen.
Nimm frische Farren- oder Hirsch-Zendel / lasse sie einem Schumacher hübsch zusammen nähen / so viel du zu einem ganzen Leibe brauchest / danach nimm zwei große gegossene / wohl glatt gemachte oder polierte eiserne Platten / und lasse sie wohl heiß werden; aber nicht glühend / sondern nur so heiß / dass sie den gemachten Leib schön trocken und zu Leder machen; aber dass du es nicht verbrennest / und wann die Platten also recht warm sein / so lege das zusammen gemachte Farren- oder Hirsch-Zendel nur einfach auf die eine Platten / und decke es mit der anderen Platten zu / dass der Leib wohl dazwischen liegt und keine Luft dazu kommet / lasse es bei 2. Stunden darunter liegen.
de
de
de
1
4.6692
abel_leibmedicus_1699
3,213
1,699
Alsdann mache die Platten wieder waꝛm/ und laſſe es wieder ſo lange liegen/ daß muß man ſo offt thun/ biß es zu guten ſtarcken Leder worden iſt/ daß es wohl trucken ſey/ dann laſſe dir den Leib daraus ſchneiden und zu rechte machen/ und trage ihn wie ſonſten ein ledern Goller/ ſo biſt du Schußfrey/ und gehet keine Kugel durch/ probatum eſt.
Alsdann mache die Platten wieder warm / und lasse es wieder so lange liegen / dass muss man so oft tun / bis es zu guten starken Leder worden ist / dass es wohl trocken sei / dann lasse dir den Leib daraus schneiden und zu rechte machen / und trage ihn wie sonsten ein Ledern Goller / so bist du Schussfreie / und geht keine Kugel durch / probatum est.
de
de
de
1
5.4785
abel_leibmedicus_1699
3,214
1,699
Secret wieder Waffen-verletzung.
Sekret wieder Verletzung.
de
de
lb
0.667
7.4964
abel_leibmedicus_1699
3,215
1,699
Wann einer von Waffen beſchaͤdidet wird/ ſo thue er alſo; er nehme Wagen-ſchmier/ die von einer Axt kommet/ und uͤberſtreiche dieſelbe Waffen/ und ſtelle es an einem Ort/ daß niemand darzu kommt/ es ſey vor ein Waffen oder Inſtrument, was es wolle/ wann du es uͤberſtrichen haſt/ laſſe es niemand ſehen/ oder daruͤber kom̃en/ ſo heilet der Schaden ohn alles Wehtagen/ oder Schmertzen/ dann es iſt gerecht/ es ſey ein Menſch oder Vieh/ ſo aber die Wunde hefftens bedarff/ ſo thue es/ daß es niemand ſiehet.
Wann einer von Waffen beschädidet wird / so tue er also; er nehme Wagen-Schmiere / die von einer Axt kommet / und überstreiche dieselbe Waffen / und stelle es an einem Ort / dass niemand dazukommt / es sei vor ein Waffen oder Instrument, was es wolle / wann du es überstrichen hast / lasse es niemand sehen / oder darüber kommen / so heilet der Schaden ohne alles Wehtagen / oder Schmerzen / dann es ist gerecht / es sei ein Mensch oder Vieh / so aber die Wunde Heftens bedarf / so tue es / dass es niemand sieht.
de
de
de
1
5.0682
abel_leibmedicus_1699
3,216
1,699
Item/ die Wagen-Schmier/ ſo ſie aus der Nabe genommen wird/ ſo heilet ſie alle fꝛiſche Stiche/ Schlaͤg und Schaͤden/ ſo von Waffen geſchehen/ doch das niemand in die Wunden ſehe.
Item / die Wagenschmiere / so sie aus der Nabe genommen wird / so heilet sie alle frische Stiche / Schläge und Schäden / so von Waffen geschehen / doch das niemand in die Wunden sehe.
de
de
de
1
5.6629
abel_leibmedicus_1699
3,217
1,699
Verroſtete Wehr und Waffen und andere Sachen zu reinigen.
Verrostete Wehr und Waffen und andere Sachen zu reinigen.
de
de
de
1
5.7089
abel_leibmedicus_1699
3,218
1,699
Nim Bimſenſtein/ Zinn-Aſchen und Smirgel/ alles wohl pulveriſirt/ und durch ein haͤrines Sieb geſiebet/ hernach die Waffen oder das Gewehr darmit gerieben/ vermittelſt eines Hoͤltzleins/ oder Tuches/ darauf von dieſem Pulver wird geſtreuet.
Nimm Bimsenstein / Zinnaschen und Schmirgel / alles wohl pulverisiert / und durch ein härenes Sieb gesiebt / hernach die Waffen oder das Gewehr damit gerieben / vermittels eines Hölzleins / oder Tuches / darauf von diesem Pulver wird gestreut.
de
de
de
1
4.9306
abel_leibmedicus_1699
3,219
1,699
Oel/ ſo die Waffen fuͤr allen Roſt bewahret und ſauber erhaͤlt.
Öl / so die Waffen für allen Rost bewahret und sauber erhält.
de
de
de
1
7.1644
abel_leibmedicus_1699
3,220
1,699
Nim Bley-Glat/ reibe ſolche mit klaren Baum-Oel auf einem Stein ſo klein/ daß es gantz unbegreifflich ſey/ es mag des Baum-Oels ein gut Theil ſeyn/ doch nicht gar zu viel; hernach thue es in eine Buͤchſen/ von Linden-Holtz/ die unten ſo duͤnne aus gedrehet/ daß man durch ſehen kan/ henge es an die heiſſe Sonne/ oder ſonſten an die Waͤrme/ ſo wird ein reines und ſuͤſſes Oel durch dringen/ welches vor allen Roſt genugſam bewahren kan.
Nimm Bley-Glat / reibe solche mit klaren Baumöl auf einem Stein so klein / dass es ganz unbegreiflich sei / es mag des Baumoels ein gut Teil sein / doch nicht gar zu viel; hernach tue es in eine Büchsen / von Lindenholz / die unten so dünne aus gedreht / dass man durch Sehen kann / hänge es an die heiße Sonne / oder sonsten an die Wärme / so wird ein reines und süßes Öl durch Dringen / welches vor allen Rost genügsam bewahren kann.
de
de
de
1
5.2886
abel_leibmedicus_1699
3,221
1,699
Fuͤrnis auf Glaß zu machen.
Firnis auf Glas zu machen.
de
de
de
1
4.9334
abel_leibmedicus_1699
3,222
1,699
Nim Maſtix 1. Quentlein/ Mennge 2. Quentlein/ Silberglaͤt 3. Quentlein Glutſtein 1. Quentlein Fuͤrnis/ ſo viel hierzu vonnoͤthen; reibe und vermiſche es wohl unter einander/ damit ſchreib auf Glaß/ laß es trocknen/ und lege alsdann das Gold darauf.
Nimm Mastix 1. Quentlein / Mennige 2. Quentlein / Silberglät 3. Quentlein Glutstein 1. Quentlein Firnis / so viel hierzu vonnöten; reibe und vermische es wohl untereinander / damit schreibe auf Glas / lass es trockenen / und lege alsdann das Gold darauf.
de
de
de
1
4.6888
abel_leibmedicus_1699
3,223
1,699
Schoͤner Gold-Fuͤrnis zu allerley Sachen.
Schöner Gold-Fürnis zu allerlei Sachen.
de
de
de
1
6.414
abel_leibmedicus_1699
3,224
1,699
Nim ſchoͤnen gelben Agtſtein ½. Pfund/ geſotten Lein-Oel 1. Pfund/ Aloes 8. Loth/ Sandaraca 4. Loth/ koche es anfangs mit gelindem/ hernach ſtaͤrckern Feuer; gieb aber wohl Acht darauf/ daß du den Fuͤrnis nicht entzuͤndeſt.
Nimm schönen gelben Agtstein 1 / 2. Pfund / gesotten Leinöl 1. Pfund / Aloes 8. Lot / Sandarak 4. Lot / koche es anfangs mit gelindem / hernach stärkeren Feuer; gib aber wohl Acht darauf / dass du den Firnis nicht entzündest.
de
de
de
1
5.6918
abel_leibmedicus_1699
3,225
1,699
Weiſſer Lac-Fuͤrnis auf Holtz-Arbeit.
Weißer Lac-Fürnis auf Holzarbeit.
de
de
de
1
7.968
abel_leibmedicus_1699
3,226
1,699
Nim auf 10. Loth rectificirten Brantewein/ der kein Phlegma haͤlt/ klein pulveriſirten Gummi/ Sandaraca 2. Loth/ klaren Venediſchen Terpentin auf 2. Loth thue es zuſammen in ein gutes Glaß/ verwahre das Glaß oben wohl mit gewichſtem Papier und Rinds- Blaſen/ ſetze ſolches in einen dreyfuͤßigten Topff mit warmen Waſſer/ unten auf den Beden des Topffs ſoll Heu gelegt ſeyn/ damit das Glaß ſanfft darauff ſtehen koͤnne; ſtelle das Glaß in den Topff/ und den Topff uͤber ein Kohl- Feuer/ alſo/ daß das Waſſer darinnen ſtarck ſiede oder koche.
Nimm auf 10. Lot rektifizierten Branntwein / der kein Phlegma hält / klein pulverisierten Gummi / Sandarak 2. Lot / klaren Venetischen Terpentin auf 2. Lot tue es zusammen in ein gutes Glas / verwahre das Glas oben wohl mit gewichstem Papier und Rinds-Blasen / setze solches in einen dreifüßigen Topf mit warmen Wasser / unten auf den Beden des Topfs soll Heu gelegt sein / damit das Glas sanft darauf stehen könne; stelle das Glas in den Topf / und den Topf über ein Kohl-Feuer / also / dass das Wasser darinnen stark siede oder koche.
de
de
de
1
5.129
abel_leibmedicus_1699
3,227
1,699
Laſſe das Glaß 3. Stunden in dem kochenden Waſſer ſtehen/ damit ſich der Sandaꝛac und Terpentin in dem Brantewein recht aufloͤſe/ und mit demſelben wohl vereinige; alsdenn geuß deinen Fuͤrnis alſo ſiedend durch ein rein haͤrin Tuch/ und verwahre ſolchen in einem Glaß mit einem engen Hals wohl zugebunden/ zu beliebtem Gebrauch.
Lasse das Glas 3. Stunden in dem kochenden Wasser stehen / damit sich der Sandarak und Terpentin in dem Branntwein recht auflöse / und mit demselben wohl vereinige; alsdann gieß deinen Firnis also siedend durch ein rein hären Tuch / und verwahre solchen in einem Glas mit einem engen Hals wohl zugebunden / zu beliebtem Gebrauch.
de
de
de
1
5.1157
abel_leibmedicus_1699
3,228
1,699
Dieſes iſt ein edler Fuͤrnis; man ſolle auch mit dieſem Fuͤrnis nur die leichten und hellen Farben/ als weiß/ gelb/ gruͤn/ blau/ hochroth/ item was verſilbert und verguͤldet iſt/ uͤberſtreichen.
Dieses ist ein edler Firnis; man solle auch mit diesem Firnis nur die leichten und hellen Farben / als weiß / gelb / grün / blau / hochrot / item was versilbert und vergüldet ist / überstreichen.
de
de
de
1
4.4954
abel_leibmedicus_1699
3,229
1,699
Eine andere Art von Lac-Fuͤrnis/ mit welchen man rothe und dunckele Farben an machen/ und folgends uͤberſtreichen und beglaͤntzen kan.
Eine andere Art von Lac-Fürnis / mit welchen man rote und dunkele Farben an machen / und folgendes überstreichen und beglänzen kann.
de
de
de
1
6.0137
abel_leibmedicus_1699
3,230
1,699
Nim hoch rectificirtrn Brantewein/ welcher ſeine Probe haͤlt/ alſo/ daß er wann man ihn auf Pulver geuſt/ und anzuͤndet/ daſſelbige wegbrennet.
Nimm hoch rectificirtrn Branntwein / welcher seine Probe hält / also / dass er wann man ihn auf Pulver geust / und anzündet / dasselbe wegbrennet.
de
de
de
1
6.3864
abel_leibmedicus_1699
3,231
1,699
Item/ wann man einen leinen Lappen darein duncket/ und anzuͤndet/ mit ſampt dem Lappen rein verbrennt.
Item / wann man einen leinen Lappen darein dunket / und anzündet / mit samt dem Lappen rein verbrennt.
de
de
de
1
5.3372
abel_leibmedicus_1699
3,232
1,699
Nim/ ſage ich/ deſſelben ein gutes Pfund/ reinen und wohl ausgeleſenen Gummi-Lacca ein Viertels-Pfund/ reibe den Gummi- Lacca klein/ thue ihn in eine kleine Phiolen/ geuß den Brantewein daruͤber/ laſſe es ein paar Tage ſtehen/ doch alle Stunden einmal wohl herum geſchwaͤnckt und gebeutelt/ des dritten Tages haͤnge es uͤber eine maͤßige Kohlen- Hitze/ und laſſe es ſo lange uͤber den Kohlen hangen/ bis ſichs wohl aufgeloͤſet/ und wann mans im Glaße ſchuͤttelt/ daß es recht als ein duͤnner Leim das Glaß herunter lauffe/ wan ſolches geſchehen/ kan die Materia durch ein haͤrines Saͤcklein gedruͤckt/ und zu beliebtem Gebrauch aufbehalten werden.
Nimm / sage ich / desselben ein gutes Pfund / reinen und wohl ausgelesenen Gummilacca ein Viertelpfund / reibe den Gummi-Lacke klein / tue ihn in eine kleine Phiolen / gieß den Branntwein darüber / lasse es ein paar Tage stehen / doch alle Stunden einmal wohl herum geschwängt und gebeutelt / des dritten Tages hänge es über eine mäßige Kohlen-Hitze / und lasse es so lange über den Kohlen hängen / bis sich es wohl aufgelöst / und wann man es im Glase schüttelt / dass es recht als ein dünner Leim das Glas herunterlaufe / wann solches geschehen / kann die Materie durch ein härenes Säcklein gedrückt / und zu beliebtem Gebrauch aufbehalten werden.
de
de
de
1
5.1167
abel_leibmedicus_1699
3,233
1,699
Noch ein beſſerer Lac-Fuͤrnis.
Noch ein besserer Lac-Fürnis.
de
de
de
1
7.5361
abel_leibmedicus_1699
3,234
1,699
Nim den allerbeſten und ſtaͤrckſten Brantewein/ der/ wie oben gemeldet/ das Pulver wegbrennt/ gieffe deſſelben eine Kanne oder Maß uͤber ein Pfund des bey einem Toͤpffer gantz weiß gebranten Weinſteins; laſſe den Brantewein auf den Wein-Stein einen Tag ſtehen/ nur in der Stuben-Waͤrme/ doch daß der Brantewein wohl verwahret werde/ daß er nicht verriche.
Nimm den allerbesten und stärksten Branntwein / der / wie oben gemeldet / das Pulver wegbrennt / gieffe desselben eine Kanne oder Maß über ein Pfund des bei einem Töpfer ganz weiß gebrannten Weinsteins; lasse den Branntwein auf den Weinstein einen Tag stehen / nur in der Stubenwärme / doch dass der Branntwein wohl verwahret werde / dass er nicht rieche.
de
de
de
1
4.6695
abel_leibmedicus_1699
3,235
1,699
Gieſſe hernach den Bꝛantewein fein ſauber ab/ oder filtrire ihn durch ein Papier; nim deſſelben Branteweins 1. Pfund/ weiſſen Agtſtein 6. Loth/ Sandaracca auch 6. Loth/ Gummi- Lacca 2. Loth.
Gieße hernach den Branntwein fein sauber ab / oder filtriere ihn durch ein Papier; nimm desselben Branntweins 1. Pfund / weißen Agtstein 6. Lot / Sandaracca auch 6. Lot / Gummi-Lacke 2. Lot.
de
de
de
1
5.4008
abel_leibmedicus_1699
3,236
1,699
Der Agtſtein muß nicht von dem Abgang-Pulver/ ſondern von einem Stuͤckchen/ und im uͤbrigen mit den andern Speciebus wohl ausgeleſen ſeyn; reibe ſie alle drey gantz klein zuſammen/ thue es in eine Phiole oder Glaß-Kolben/ und geuß 3. Pfund Brantewein daran/ das Glaß aber muß nicht gar die Helffte voll ſeyn/ ruͤttele und beutele es eine gantze Stunde herum/ laſſe es hernach ein paar Tage ſtehen/ doch das es alle Stunden wieder ziemlich umgeruͤttelt werde.
Der Agtstein muss nicht von dem Abgangpulver / sondern von einem Stückchen / und im Übrigen mit den anderen Speciebus wohl ausgelesen sein; reibe sie alle drei ganz klein zusammen / tue es in eine Phiole oder Glaß-Kolben / und gieß 3. Pfund Branntwein daran / das Glas aber muss nicht gar die Hälfte voll sein / rüttele und beutele es eine ganze Stunde herum / lasse es hernach ein paar Tage stehen / doch das es alle Stunden wieder ziemlich umgerüttelt werde.
de
de
de
1
5.1475
abel_leibmedicus_1699
3,237
1,699
Nachdieſem kan es abgegoſſen/ und in ein ander Glaß wohl verbunden/ zum Gebrauch verwahret werden.
Nachdiesem kann es abgegossen / und in ein ander Glas wohl verbunden / zum Gebrauch verwahret werden.
de
de
de
1
5.5106
abel_leibmedicus_1699
3,238
1,699
Was von der Materia im Glaſe zuruͤck blieben/ kan man nur im ſelbigen ſtehen laſſen/ und aufheben; dann wann man den Fuͤrnis von neuen machen will/ darff man nur die helffte friſches Zeugs darzu nehmen.
Was von der Materie im Glase zurückblieben / kann man nur im selbigen stehen lassen / und aufheben; dann wann man den Firnis von neuen machen will / darf man nur die Hälfte frisches Zeugs dazu nehmen.
de
de
de
1
5.1095
abel_leibmedicus_1699
3,239
1,699
Das einer bald truncken werde ohne Schaden.
Das einer bald trunken werde ohne Schaden.
de
de
de
1
8.2912
abel_leibmedicus_1699
3,240
1,699
Nim Paradiß-Holtz lege es in Wein/ gib einem davon zu trincken.
Nimm Paradiß-Holtz lege es in Wein / gib einem davon zu trinken.
de
de
de
1
6.4891
abel_leibmedicus_1699
3,241
1,699
Oder/ nim Alraun-Wurtzel/ koche ſie in Waſſer/ miſche es einem unter den Wein/ ſo wird er bald truncken.
Oder / nimm Alraun-Wurtzel / koche sie in Wasser / mische es einem unter den Wein / so wird er bald trunken.
de
de
de
1
4.7324
abel_leibmedicus_1699
3,242
1,699
Oder/ thue Hollunder-Waſſer in Wein; diß thun bißweilen auch vornehme Leute den Bauern und Fuhr- Knechten/ und Kutſchern an ihren Hochzeiten/ damit ſie ſolche deſto eher voll/ und zu Bette bringen; denn man ſchlaͤfft ſehr darnach:
Oder / tue Holunder-Wasser in Wein; dies tun bisweilen auch vornehme Leute den Bauern und Fuhr-Knechten / und Kutschern an ihren Hochzeiten / damit sie solche desto eher voll / und zu Bette bringen; denn man schläft sehr danach:
de
de
de
1
5.4097
abel_leibmedicus_1699
3,243
1,699
Doch muß man des Hollunder-Waſſers nicht zu viel nehmen/ oder drein thun/ ſonſten iſts dem Menſchen ſchaͤdlich.
Doch muss man des Holunder-Wassers nicht zu viel nehmen / oder drein tun / sonsten ist es dem Menschen schädlich.
de
de
de
1
4.9809
abel_leibmedicus_1699
3,244
1,699
Item/ wenn man in eine Tonne Bier ein halb Noͤſel Brantewein thut/ und laͤſts damit gaͤhren/ ſo machts auch bald truncken.
Item / wenn man in eine Tonne Bier ein halb Nösel Branntwein tut / und lästs damit gehren / so macht es auch bald trunken.
de
de
de
1
6.3201
abel_leibmedicus_1699
3,245
1,699
Oder/ nim Ruͤben-Saamen/ ſtoß ihn klein/ thue ihn in Wein/ man wird davon truncken.
Oder / nimm Rübensaamen / Stoß ihn klein / tue ihn in Wein / man wird davon trunken.
de
de
de
1
5.7623
abel_leibmedicus_1699
3,246
1,699
Oder/ nim ein Korn Sem. Staphifagr. zuͤnde es in der Stuben an/ ſo wirſt du Wunder erfahren.
Oder / nimm ein Korn Sem. Staphifagr . zünde es in der Stuben an / so wirst du Wunder erfahren.
de
de
de
1
6.1917
abel_leibmedicus_1699
3,247
1,699
Einen trunckenen Menſchen bald wieder nuͤchtern zu machen.
Einen trunkenen Menschen bald wieder nüchtern zu machen.
de
de
de
1
4.547
abel_leibmedicus_1699
3,248
1,699
Die vollen Zapffen werden wiederum nuͤchtern/ wenn ſie viel Eßig auf den Wein ſauffen/ oder gebackene Kuͤchlein mit Honig eſſen.
Die vollen Zapfen werden wiederum nüchtern / wenn sie viel Essig auf den Wein saufen / oder gebackene Küchlein mit Honig essen.
de
de
de
1
5.075
abel_leibmedicus_1699
3,249
1,699
Oder/ trinck 2. Loth Bethonien- Waſſer des Morgens nuͤchtern
Oder / trink 2. Lot Bethonien-Wasser des Morgens nüchtern
de
de
da
0.667
8.2609
abel_leibmedicus_1699
3,250
1,699
Oder/ trincke Waſſer mit Eßig.
Oder / trinke Wasser mit Essig.
de
de
de
1
6.6331
abel_leibmedicus_1699
3,251
1,699
Oder/ leg ein naß Tuch auf die Schaam.
Oder / leg ein nass Tuch auf die Scham.
de
de
de
1
6.2856
abel_leibmedicus_1699
3,252
1,699
Eine Prob/ ob ein Menſch/ wenn er geſtochen/ geſchoſſen oder ſonſt verwundet iſt/ lebendig bleibe/ oder nicht.
Eine Probe / ob ein Mensch / wenn er gestochen / geschossen oder sonst verwundet ist / lebendig bleibe / oder nicht.
de
de
de
1
5.2319
abel_leibmedicus_1699
3,253
1,699
Nim dasjenige/ damit er beſchaͤdiget/ oder damit der Schade auffs neue gegruͤndet iſt/ menge des Pulvers von Sandel/ und Blut-Stein/ ana, unter einander/ lege dasjenige darein/ damit der Schaden geſchehen/ uͤber das Feuer/ laß es warm werden/ daß du deine Hand darauff erleiden kanſt/ und ſtreiche dieſes Pulvers darauff/ ſchwitzt das Waffen Blut/ ſo ſtirbt der Verwundete/ iſt es aber nicht gefaͤhrlich/ ſo bleibt das Pulver drucken darauff/ wie du es aufgeſtreuet haſt.
Nimm dasjenige / damit er beschädiget / oder damit der Schade aufs neue gegründet ist / Menge des Pulvers von Sandel / und Blutstein / ana, untereinander / lege dasjenige darein / damit der Schaden geschehen / über das Feuer / lass es warm werden / dass du deine Hand darauf erleiden kannst / und streiche dieses Pulvers darauf / schwitzt das Waffen Blut / so stirbt der Verwundete / ist es aber nicht gefährlich / so bleibt das Pulver drucken darauf / wie du es aufgestreut hast.
de
de
de
1
5.0184
abel_leibmedicus_1699
3,254
1,699
Wilt du ſehen ob einer an einer Wunden/ wieder geſund moͤge werden.
Willst du sehen ob einer an einer Wunden / wieder gesund möge werden.
de
de
de
1
6.6937
abel_leibmedicus_1699
3,255
1,699
So nim Glett 8. Loth/ Galmeiſtein 1. Loth/ Maſtyx, olibani, Myrrhen/ ana, 1 ½. Quentlein/ Eßig und Baum- Oel/ ana, eine Eyer-Schaal voll/ und ſeud es unter einander/ und mache ein Pflaſter draus/ und lege es auf den Schaden einen Tag/ des andern Tages ſolt du das Pflaſter beſehen/ iſts unten weiß/ ſo wird der Krancke geneſen/ iſts aber in der erſten Farbe/ ſo ſtehets in Zweiffel das er geneſe.
So nimm glatt 8. Lot / Galmeistein 1. Lot / Mastix, olibani, Myrrhen / ana, 1 1 / 2. Quentlein / Essig und Baum-Öl / ana, eine Eier-Schal voll / und seud es untereinander / und mache ein Pflaster draus / und lege es auf den Schaden einen Tag / des anderen Tages sollt du das Pflaster besehen / ist es unten weiß / so wird der Kranke genesen / ist es aber in der ersten Farbe / so steht es in Zweifel das er genese.
de
de
de
1
4.9078
abel_leibmedicus_1699
3,256
1,699
Ein anders.
Ein anders.
en
de
en
0.333
8.0674
abel_leibmedicus_1699
3,257
1,699
Nim den Safft von kleinen Mauß- Oehrlein/ oder Heydniſch Wund- Kraut/ gieb ihme denſelben zu trincken/ bricht er ihn oben wieder von ſich/ ſo ſtirbt er/ behaͤlt er ihn aber bey ſich/ ſo verwindet ers.
Nimm den Saft von kleinen Mauß-Öhrlein / oder heidnisch Wund-Kraut / gib ihm denselben zu trinken / bricht er ihn oben wieder von sich / so stirbt er / behält er ihn aber bei sich / so verwindet er es.
de
de
de
1
5.1187
abel_leibmedicus_1699
3,258
1,699
Oder nim Rauten-Safft/ ſtecke ihn ſolchen in die Naſen/ nieſt er davon/ ſo koͤmmt er wieder auf/ wo nicht/ ſo ſtirbet er.
Oder nimm Rautensaft / stecke ihn solchen in die Nasen / niest er davon / so kommt er wieder auf / wo nicht / so stirbt er.
de
de
de
1
4.9023
abel_leibmedicus_1699
3,259
1,699
Daß einer drey Tage lang ſchlaͤffet.
Dass einer drei Tage lang schläft.
de
de
de
1
5.3172
abel_leibmedicus_1699
3,260
1,699
Nim Haaſen-Gall/ gieb ſie einem in Wein zu trincken/ ſo entſchlaͤfft er bald/ und ſo du wilt/ daß er wieder erwache/ ſo geuß ihm Eßig in den Mund.
Nimm Haasen-Gall / gib sie einem in Wein zu trinken / so entschläft er bald / und so du willst / dass er wieder erwache / so gieß ihm Essig in den Mund.
de
de
de
1
4.8611
abel_leibmedicus_1699
3,261
1,699
Oder/ nim Milch von einer Sauen/ und lege ſie auf den Schlaff.
Oder / nimm Milch von einer Sauen / und lege sie auf den Schlaf.
de
de
de
1
5.6033
abel_leibmedicus_1699
3,262
1,699
Oder/ nim die Gall von einem Aal/ vermiſche ſie in einem Tranck/ giebs einem zu trincken/ ſo ſchlaͤfft er in die 36. Stunden/ gieb ihm Roſen-Waſſer zu trincken ſo wacht er wieder auff.
Oder / nimm die Gall von einem Aal / vermische sie in einem Trank / Gips einem zu trinken / so schläft er in die 36. Stunden / gib ihm Rosenwasser zu trinken so wacht er wieder auf.
de
de
de
1
5.1274
abel_leibmedicus_1699
3,263
1,699
Daß einer dargegen nicht ſchlaffe.
Dass einer dagegen nicht schlaffe.
de
de
de
1
6.8824
abel_leibmedicus_1699
3,264
1,699
So trage eine Fleder-Maus bey dir.
So trage eine Fledermaus bei dir.
de
de
de
1
6.8933
abel_leibmedicus_1699
3,265
1,699
Oder fange Froͤſche/ ehe die Sonne aufgehet/ ſtich ihnen die Augen aus/ laß ſie alſo blind wieder ins Waſſer ſpringen.
Oder fange Frösche / ehe die Sonne aufgehet / Stich ihnen die Augen aus / lass sie also blind wieder ins Wasser springen.
de
de
de
1
5.336
abel_leibmedicus_1699
3,266
1,699
Dieſe Augen/ wenn man ſie mit Fleiſch von einer, Nachtigaln in einer Hirſch-Haut anhaͤnget/ ſo vertreibt es den Schlaff/ und macht wackere Leute.
Diese Augen / wenn man sie mit Fleisch von einer, Nachtigallen in einer Hirschhaut anhänget / so vertreibt es den Schlaf / und macht wackere Leute.
de
de
de
1
5.3891
abel_leibmedicus_1699
3,267
1,699
Jungferſchafft zu erkennen.
Jungferschaft zu erkennen.
de
de
lb
0.667
4.7641
abel_leibmedicus_1699
3,268
1,699
Nim Armoniacum, temperirs mit Brunnen-Waſſer/ gibs einer Jungfer zu trincken/ und wenn ſie keine Jungfer iſt/ thut ſie bald Harnen.
Nimm Armoniacum, temperier mit Brunnenwasser / gips einer Jungfer zu trinken / und wenn sie keine Jungfer ist / tut sie bald Harnen.
de
de
de
1
5.2782
abel_leibmedicus_1699
3,269
1,699
Oder/ nim Wurtzel von Epheu/ brenne ſie zu Pulver/ und halt es ihr fuͤr die Naſen/ iſt ſie unrein/ ſo kan ſie den Harn nicht halten.
Oder / nimm Wurzel von Efeu / brenne sie zu Pulver / und halte es ihr für die Nasen / ist sie unrein / so kann sie den Harn nicht halten.
de
de
de
1
4.8212
abel_leibmedicus_1699
3,270
1,699
Daß ein Hund gerne bey dir bleibe.
Dass ein Hund gerne bei dir bleibe.
de
de
de
1
5.21
abel_leibmedicus_1699
3,271
1,699
Nim ein ſtuͤcklein Brods/ und legs nnter die Achſeln/ daß es an dem Orte wohl beſchwitzet werde/ und giebs dem Hunde zu eſſen.
Nimm ein Stücklein Brots / und lege es nnter die Achseln / dass es an dem Orte wohl beschwitzet werde / und Gips dem Hunde zu essen.
de
de
de
1
5.5426
abel_leibmedicus_1699
3,272
1,699
Oder ſpeye ihm offt in dem Mund.
Oder speie ihm oft in dem Mund.
de
de
de
1
6.0296
abel_leibmedicus_1699
3,273
1,699
Daß ein Hund mit dir lauffe wo du hin wilt.
Dass ein Hund mit dir laufe wo du hin willst.
de
de
de
1
5.3178
abel_leibmedicus_1699
3,274
1,699
Nim die Materien einer Huͤndin/ wenn ſie geſchnitten worden/ und laß einen Hund daran riechen.
Nimm die Materien einer Hündin / wenn sie geschnitten worden / und lass einen Hund daran riechen.
de
de
de
1
5.1897
abel_leibmedicus_1699
3,275
1,699
Item/ wenn du es bey dir traͤgſt/ ſo beiſt dich kein Hund.
Item / wenn du es bei dir trägst / so beißt dich kein Hund.
de
de
de
1
4.3088
abel_leibmedicus_1699
3,276
1,699
Oder/ gieb einem Hunde ein Katzen-Hertz zu freſſen/ ſo folgt er dir wo du hin wilt.
Oder / gib einem Hunde ein Katzen-Hertz zu fressen / so folgt er dir wo du hin willst.
de
de
de
1
5.2801
abel_leibmedicus_1699
3,277
1,699
Item/ nim der Netzlein eines/ darinnen die Huͤndlein in Mutter-Leibe liegen/ binde es in ein Tuͤchlein/ und laß den Hund daran riechen.
Item / nimm der Netzlein eines / darinnen die Hündlein in Mutterleib liegen / binde es in ein Tüchlein / und lass den Hund daran riechen.
de
de
de
1
5.1287
abel_leibmedicus_1699
3,278
1,699
Ein curieus Schmauß-Stuͤckchen vor eine Compagnie von 30. Perſohnen.
Ein curieus Schmausstückchen vor eine Compagnie von 30. Personen.
de
de
de
1
6.8056
abel_leibmedicus_1699
3,279
1,699
Zu N. in dem Wirths-Hauß zum N. befanden ſich einsmahls 30. Perſohnen/ nehmlich 15. Studenten und 15. Kauffmanns-Diener/ nun wolten die Studenten gerne ein apart Logement haben/ weiln aber wegen groſſer Kaͤlte in ſo geſchwinder Eile/ ein ander Logement nicht gleich konte erheitzet werden/ ſo bate der Wirth/ ſie moͤchten doch in der Stube/ wo die Kauffmanns-Diener bereits logiert waͤhren/ und noch genung Raum uͤbrig/ vorlieb nehmen/ und ſich mit den Kauffmanns-Dienern comportiren/ er wolte ſchon eine ſolche Rechnung machen/ daß ſie (nehmlich die Studenten) alle frey ausgehen ſolten/ welches ſie eingingen/ und ſich alſo mit einander braf luſtig machten.
Zu N. in dem Wirtshaus zum N. befanden sich einsmals 30. Personen / nämlich 15. Studenten und 15. Kaufmannsdiener / nun wollten die Studenten gerne ein apart Logement haben / weil aber wegen großer Kälte in so geschwinder Eile / ein ander Logement nicht gleich konnte erheizet werden / so bat der Wirt / sie möchten doch in der Stube / wo die Kaufmannsdiener bereits logiert währen / und noch genug Raum übrig / vorliebnehmen / und sich mit den Kaufmannsdienern comportiren / er wollte schon eine solche Rechnung machen / dass sie (nämlich die Studenten) alle frei ausgehen sollten / welches sie eingingen / und sich also miteinander brav lustig machten.
de
de
de
1
4.8951
abel_leibmedicus_1699
3,280
1,699
Nach dem nun die Zeit herbey kam/ wieder nach Hauſe zu kehren/ ſtelleten ſich die Studenten als wolten ſie insgeſamt vor die Kauffmanns-Diener bezahlen/ Urſach? weilen ſie ſo guͤtig geweſen/ und ſie in ihrer Compagnie aufgenommen/ etliche von denen Kauffmanns-Dienern machten ihre gegen complimenta, und wolten vor ſie/ (nehmlich vor die Studenten) bezahlen/ uͤber dieſen complimenten, trat der Wirth in die Stube/ und wie er ihnen eine Zeitlang zugehoͤret/ ſagte er: Meſſieurs, weiln ſie nicht einig werden koͤnnen/ welche part vor die gantze Compagnie bezahlen ſoll/ ſo folgen ſie meinem ohne maßgeblichen Rath.
Nach dem nun die Zeit herbeikam / wieder nach Hause zu kehren / stellten sich die Studenten als wollten sie insgesamt vor die Kaufmannsdiener bezahlen / Ursache? weilen sie so gütig gewesen / und sie in ihrer Compagnie aufgenommen / etliche von denen Kaufmannsdienern machten ihre gegen Komplimente, und wollten vor sie / (nämlich vor die Studenten) bezahlen / über diesen Komplimenten, trat der Wirt in die Stube / und wie er ihnen eine Zeitlang zugehöret / sagte er: Messieurs, weil sie nicht einig werden können / welche part vor die ganze Compagnie bezahlen soll / so folgen sie meinem ohne maßgeblichen Rat.
de
de
de
1
4.9261
abel_leibmedicus_1699
3,281
1,699
Ich will die Herrn unter einander in einen Craͤyß ſtellen/ und alsdann anfangen zu zehlen von erſten biß auf den 9ten/ der 9te aber ſol allemahl unter die part gehoͤren/ welche vor die andere mit bezahlen ſoll/ biß ich alſo 15. nehmlich die halbe Compagnie heraus gezehlet/ welche alsdann uͤbrig bleiben/ die ſollen franco, und frey ausgehen:
Ich will die Herrn untereinander in einen Kreis stellen / und alsdann anfangen zu zählen von ersten bis auf den 9ten / der 9te aber soll allemal unter die part gehören / welche vor die andere mit bezahlen soll / bis ich also 15. nämlich die halbe Compagnie heraus gezählt / welche alsdann übrig bleiben / die sollen Franco, und frei ausgehen:
de
de
de
1
6.0354
abel_leibmedicus_1699
3,282
1,699
Solches wurde von beyden partheyen approbiret/ worauff ſie der Wirth in folgende Ordnung ſtellete?
Solches wurde von beiden Parteien approbieret / worauf sie der Wirt in folgende Ordnung stellte?
de
de
de
1
6.312
abel_leibmedicus_1699
3,283
1,699
SSSS KKKKK SS K SSS K S KK SS KKK S KK SS K
SSSS KKKKK SS K SSS K S KK SS KKK S KK SS K
en
en
ja
0
4.2677
abel_leibmedicus_1699
3,284
1,699
ſolcher Geſtalt blieben die 15. Studenten alle frey/ die Kauffmanns-Diener aber muſten bezahlen/ welches ſie auch gerne thaͤten/ weiln es nur ein klein Schmaͤußgen von Summa 90. Nthl. betraf alſo einem nur 3. Nthl.
solcher Gestalt blieben die 15. Studenten alle frei / die Kaufmannsdiener aber mussten bezahlen / welches sie auch gerne täten / weil es nur ein klein Schmäusen von Summa 90. Nthl . betraf also einem nur 3. Nthl.
de
de
de
1
5.6939
abel_leibmedicus_1699
3,285
1,699
NB. S bedeuten Studenten/ K aber die Kauffmanns-Diener/ an den erſten oder groͤſten S. muß man anfangen zu zehlen.
NB . S bedeuten Studenten / K aber die Kaufmannsdiener / an den ersten oder größten S. muss man anfangen zu zählen.
de
de
lb
0.667
6.5394
abel_leibmedicus_1699
3,286
1,699
Regiſter.
Register.
en
vi
nl
0
3.7829
abel_leibmedicus_1699
3,287
1,699
Buchſtaben/ ohne verletzung des Papiers weg zu bringen 6
Buchstaben / ohne Verletzung des Papiers wegzubringen 6
de
de
de
1
7.1837
abel_leibmedicus_1699
3,288
1,699
Camiſol/ Gewand/ Collet, ſo Schuß und Stichfrey 25 . 26 . 27 . 28 . 29 . ſq.
Kamisol / Gewand / Kollett, so Schuss und Stichfreie 25 . 26 . 27 . 28 . 29 . sq.
de
de
de
1
6.3743
abel_leibmedicus_1699
3,289
1,699
Correſpondenz, (Geheime) mit gantzen Woͤrtern zu ſchreiben 5
Korrespondenz, (Geheime) mit ganzen Wörtern zu schreiben 5
de
de
de
1
5.1907
abel_leibmedicus_1699
3,290
1,699
— — durch Spiel-Karten zu halten 10
— — durch Spielkarten zu halten 10
de
de
de
1
8.0553
abel_leibmedicus_1699
3,291
1,699
Degen oder Meſſer ſo andere ſchneider.
Degen oder Messer so andere schneider.
de
de
de
1
7.1913
abel_leibmedicus_1699
3,292
1,699
25
25
en
en
ja
0
null
abel_leibmedicus_1699
3,293
1,699
Dinte/ (ſchwartze) zu machen 1
Tinte / (schwarze) zu machen 1
de
de
de
1
6.74
abel_leibmedicus_1699
3,294
1,699
— auf der Reiſe bey ſich zufuͤhren ibid.
— auf der Reise bei sich zuführen ibid.
de
de
de
1
6.4868
abel_leibmedicus_1699
3,295
1,699
— (rothe) zu machen 2 . 3
— (rote) zu machen 2 . 3
de
de
de
1
6.8672
abel_leibmedicus_1699
3,296
1,699
— — Anmerckung davon 3
— — Anmerkung davon 3
ru
de
jv
0.333
8.0756
abel_leibmedicus_1699
3,297
1,699
— (gruͤne) zu machen zu brin- — Flecken aus Papier ibid. gen 6 ſq.
— (grüne) zu machen zu brin- — Flecken aus Papier ibid. gen 6 sq.
de
de
de
1
6.5608
abel_leibmedicus_1699
3,298
1,699
Fuͤrniß auf Glaß zumachen 32
Firnis auf Glas zumachen 32
de
de
de
1
8.0822
abel_leibmedicus_1699
3,299
1,699
— Gold-Fuͤrniß zu allerley Sachen ibid.
— Gold-Vorniß zu allerlei Sachen ibid.
en
de
de
0.667
7.0267
abel_leibmedicus_1699
3,300
1,699
— Lac-Fuͤrniß auf Holtz- Arbeit 33
— Lac-Fürniß auf Holtz-Arbeit 33
de
de
lv
0.667
8.0613
abel_leibmedicus_1699
3,301
1,699
— zu roth und duncklen Farben 34 . 35
— zu rot und dunklen Farben 34 . 35
de
de
de
1
7.9223
abel_leibmedicus_1699
3,302
1,699
Galonen von Silber oder Gold ſo alt ſeyn/ wieder zuverneuern 15
Gallonen von Silber oder Gold so alt sein / wieder zuverneuen 15
de
de
de
1
6.8138
abel_leibmedicus_1699
3,303
1,699
Hunde zu ſich zu gewoͤhnen 42
Hunde zu sich zu gewöhnen 42
de
de
de
1
6.9616
abel_leibmedicus_1699
3,304
1,699
— ſich nachlauffent zu machen 42
— sich nachlaufend zu machen 42
de
de
de
1
8.1075