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21.8
albertinus_landtstoertzer01_1615
587
1,615
Aber ego obmutui, ich erſtummete/ da ließ er den Domine Nicolao ſeinen Secretarium holen/ vnd befalch jhm/ daß er mir zwoͤlff ſtreich mit der Ruthen geben ſolte:
Aber ego obmutui, ich erstummte / da ließ er den Domine Nicolao seinen Secretarium holen / und befahl ihm / dass er mir zwölf Streiche mit der Ruten geben sollte:
de
de
de
1
6.0113
albertinus_landtstoertzer01_1615
588
1,615
Das thate er fleiſſig/ vnd gab mir nit nur 12. ſonder 24. Streich/ dann er war mir feindt.
Das tat er fleißig / und gab mir nicht nur 12. sonder 24. Streiche / dann er war mir Feind.
de
de
lb
0.667
5.5206
albertinus_landtstoertzer01_1615
589
1,615
Aber ich zahlte jhne rein auß/ dann als er vermeinte/ daß ich ſolche ſtreich allbereit vergeſſen hatte/ begab ſichs einsmals/ daß jhne die Mucken vbel ſtachen/ dann das Hauß vnd gantz Rom war voller Mucken:
Aber ich zahlte ihn rein aus / dann als er vermeinte / dass ich solche Streiche allbereits vergessen hatte / begab sich es einsmals / dass ihn die Mücken übel stachen / dann das Haus und ganz Rom war voller Mücken:
de
de
de
1
5.2909
albertinus_landtstoertzer01_1615
590
1,615
da ſprach ich zu jhm:
da sprach ich zu ihm:
de
de
co
0.667
3.8086
albertinus_landtstoertzer01_1615
591
1,615
Herꝛ Domine Nicolao, woͤllet jhr/ ſo wil ich euch ſagen/ was man in Hiſpanien wider die Mucken brauchet/ vnnd wie mans vertreibt?
Herr Domine Nicolao, wollt ihr / so will ich euch sagen / was man in Hispanien wider die Mücken brauchet / und wie man es vertreibt?
de
de
de
1
4.6607
albertinus_landtstoertzer01_1615
592
1,615
Er ſagte: Ja.
Er sagte: Ja.
de
da
de
0.667
4.0486
albertinus_landtstoertzer01_1615
593
1,615
Da holte ich ein ſonderbares Kraut/ netzte es in Eſſig/ ſetzte es zun Haupten ſeines Beths/ vnd vberꝛedete jhne/ daß alle Mucken zu deſſen geruch fliegen/ vnd alsbald niderfallen vnnd ſterben wuͤrden.
Da holte ich ein sonderbares Kraut / netzte es in Essig / setzte es zun Haupten seines Betts / und überredete ihn / dass alle Mücken zu dessen Geruch fliegen / und alsbald niederfallen und sterben würden.
de
de
de
1
4.9801
albertinus_landtstoertzer01_1615
594
1,615
Er glaubte es/ vnd als er ins Beth kam/ vberfiel jhne ein vnendtliches geſchwader dergleichen Mucken/ biſſen jm ſchier die Augen auß/ vnd fraſſen jhm ein ſtuck von der Naſen hinweg/ muſte derwegen das Loſament raumen vnnd ſich anderſtwohin ſaluiren.
Er glaubte es / und als er ins Bett kam / überfiel ihn ein unendliches Geschwader dergleichen Mücken / bissen ihm schier die Augen aus / und fraßen ihm ein Stück von der Nasen hinweg / musste derentwegen das Losament räumen und sich anderswohin salvieren.
de
de
de
1
4.804
albertinus_landtstoertzer01_1615
595
1,615
Deß morgens fruͤ wolte er mich kurtzumb todt haben/ vnd verklagte mich beym Herꝛn Cardinal/ aber ich verantwoꝛtete mich vnd ſprach:
Des morgens früh wollte er mich kurzum tot haben / und verklagte mich beim Herrn Kardinal / aber ich verantwortete mich und sprach:
de
de
de
1
5.2199
albertinus_landtstoertzer01_1615
596
1,615
Gnediger Herꝛ/ E. Gn. wiſſen/ daß ſie diſem Domino Nicolao befohlen haben/ mir zwoͤlff ſtreich zu geben/ wegen deß geſchleckten Confects/ aber er hat vier vnnd zwantzig drauß gemacht/ derwegen hab ich nicht vnderlaſſen koͤnnen/ jhne diſer geſtallt außzuzahlen.
gnädiger Herr / E. Gn. wissen / dass sie diesem Domino Nicolao befohlen haben / mir zwölf Streiche zu geben / wegen des geschleckten Konfekts / aber er hat vierundzwanzig daraus gemacht / derentwegen habe ich nicht unterlassen können / ihn dieser Gestalt auszuzahlen.
de
de
de
1
5.2053
albertinus_landtstoertzer01_1615
597
1,615
Der Cardinal lachte/ vnnd ließ es fuͤr ein poſſen paſſieren.
Der Kardinal lachte / und ließ es für ein Possen passieren.
de
de
de
1
5.8927
albertinus_landtstoertzer01_1615
598
1,615
Capvt XVIII.
Capvt XVIII.
en
en
sr
0
9.7858
albertinus_landtstoertzer01_1615
599
1,615
Guſman wirdt ſeinem Herꝛn dem Cardinal je lenger je lieber/ ſtudieret vnnd ſtellet ſich ſehꝛ andaͤchtig/ beſchreibt auch die fuͤrnembſte Roͤmiſche Kirchen/ ſampt denen darin verhandenen Reliquien/ ꝛc.
Gusman wird seinem Herrn dem Kardinal je länger je lieber / studieret und stellet sich sehr andächtig / beschreibt auch die fürnehmste römische Kirchen / samt denen darin vorhandenen Reliquien / etc.
de
de
lb
0.667
6.2846
albertinus_landtstoertzer01_1615
600
1,615
JE lenger je mehr gewann mich mein Herꝛ der Cardinal lieb/ vñ ſein lieb vñ gunſt wurde gewißlich einen beſtandt gehabt haben/ wofern nur mein woluerhalten einen beſtandt gehabt hette.
JE länger je mehr gewann mich mein Herr der Kardinal lieb / und sein lieb und Gunst wurde gewisslich einen Bestand gehabt haben / sofern nur mein Wohlverhalten einen Bestand gehabt hätte.
de
de
de
1
6.2742
albertinus_landtstoertzer01_1615
601
1,615
Gar gern conuerſirte er mit den Leuthen/ vnnd ſonderlich mit mir/ vnnd weil mir vornen im Munde ein Zahn mengelte/ vnd ich derwegen Zahnlucket war/ ſo fragte er mich/ wie ich vmb denſelben Zahn kommen waͤre?
Gar gern conuersirte er mit den Leuten / und sonderlich mit mir / und weil mir vorne im Munde ein Zahn mangelte / und ich derentwegen Zahnlucket war / so fragte er mich / wie ich um denselben Zahn kommen wäre?
de
de
de
1
5.3841
albertinus_landtstoertzer01_1615
602
1,615
Jch erzehlte jhm die vrſach vnd ſprach:
Ich erzählte ihm die Ursache und sprach:
de
de
sk
0.667
4.9592
albertinus_landtstoertzer01_1615
603
1,615
Gnediger Herꝛ/ einsmals zu Madril empfand ich einen groſſen Wehthumb in diſem verlohrnen Zahn/ derwegen war ich vorhabens/ jhne außziehen zulaſſen.
gnädiger Herr / einsmals zu Madrid empfand ich einen großen Wehtum in diesem verlorenen Zahn / derentwegen war ich Vorhabens / ihn ausziehen zu lassen.
de
de
de
1
6.2018
albertinus_landtstoertzer01_1615
605
1,615
Das ſahe ein Soldatiſcher Speyvogel vnd ſprach zu mir: Du Edelman ſag mir/ wie vil Kuͤchel traweſtu dir auff einmal zu eſſen?
Das sah ein Soldatischer Speivogel und sprach zu mir: Du Edelmann sage mir / wie viel Küchel trauest dir auf einmal zu essen?
de
de
de
1
5.466
albertinus_landtstoertzer01_1615
606
1,615
Jch antwortet: Vil gnug trawe ich mir zu eſſen/ wofern einer verhanden were/ der mirs zahlte: der Soldat ſprach: woferꝛn du mir verſprechen wirſt/ daß du 500. ſolche Kuͤchel eſſen woͤlleſt/ ſo wil ich ſie fuͤr dich zahlen/ aber doch mit dem beding/ daß/ wofern du ſie nit alle jſſeſt/ du mir etwas dargegen gebeſt:
Ich antwortet: Viel genug traue ich mir zu essen / sofern einer vorhanden wäre / der mir es zahlte: Der Soldat sprach: wofern du mir versprechen wirst / dass du 500. solche Küchel essen willst / so will ich sie für dich zahlen / aber doch mit dem beding / dass / sofern du sie nicht alle isst / du mir etwas dagegen gebest:
de
de
de
1
5.102
albertinus_landtstoertzer01_1615
607
1,615
Jch antwortet: Kein Gelt hab ich/ aber wofern ich ſie nit alle jſſe/ ſo mag ich leyden/ daß man mir einen Zahn auß dem Mund reiſſe: dem Soldaten gefil diſer Fuͤrſchlag/ vnnd zahlte die Kuͤchel:
Ich antwortet: Kein Geld habe ich / aber sofern ich sie nicht alle isse / so mag ich leiden / dass man mir einen Zahn aus dem Mund reiße: Dem Soldaten gefiel dieser Vorschlag / und zahlte die Küchel:
de
de
de
1
5.1885
albertinus_landtstoertzer01_1615
608
1,615
Jch fing an waidlich zu eſſen (dann es hungerte mich) vnd als ich hundert Kuͤchel verſchluckt hatte/ ſagte ich/ daß ich keine mehr kondte eſſen/ gab mich alſo fuͤr vberwunden/ da begerte der Soldat mir den Zahn außzuziehen/ aber ich wolte es nit geſchehen laſſen/ vnd gab jhm zu verſtehen/ daß ich jhm nit druͤber trawte.
Ich fing an weidlich zu essen (dann es hungerte mich) und als ich hundert Küchel verschluckt hatte / sagte ich / dass ich keine mehr konnte essen / gab mich also für überwunden / da begehrte der Soldat mir den Zahn auszuziehen / aber ich wollte es nicht geschehen lassen / und gab ihm zu verstehen / dass ich ihm nicht drüber traute.
de
de
de
1
4.3258
albertinus_landtstoertzer01_1615
609
1,615
Da fuͤhret er mich geſchwindt zum Zahnbrecher/ der ohne das ſeinen Laden am Marckt hatte/ vñ ich bewilligte/ dz mir der Zahn ward außgebrochen.
Da führt er mich geschwind zum Zahnbrecher / der ohne das seinen Laden am Markt hatte / und ich bewilligte / dass mir der Zahn wurde ausgebrochen.
de
de
de
1
5.5902
albertinus_landtstoertzer01_1615
610
1,615
Der Meiſter Zanbrecher foꝛderte alsbald ſeinen Lohn von mir/ ich aber ſagte/ daß ich kein Gelt hatte/ vnd wiſe jhne an den Soldaten/ der mich mit allem fleiß zu jhm gefuͤhꝛt hatte.
Der Meister Zahnbrecher forderte alsbald seinen Lohn von mir / ich aber sagte / dass ich kein Geld hatte / und Wiese ihn an den Soldaten / der mich mit allem Fleiß zu ihm geführt hatte.
de
de
de
1
4.9731
albertinus_landtstoertzer01_1615
611
1,615
Der ward letztlichen gezwungen den Zahnbrecher zu befridigen/ diſer geſtalt bin ich gleichwol vmb meinen boͤſen Zahn/ aber hergegen zu guten Kuͤcheln kommen.
Der wurde letztlichen gezwungen den Zahnbrecher zu befriedigen / dieser Gestalt bin ich gleichwohl um meinen bösen Zahn / aber hingegen zu guten Kücheln kommen.
de
de
de
1
6.9236
albertinus_landtstoertzer01_1615
612
1,615
Diſes Poſſens lachte mein Herꝛ Cardinal von Hertzen.
Dieses Possens lachte mein Herr Kardinal von Herzen.
de
de
de
1
6.783
albertinus_landtstoertzer01_1615
613
1,615
Jn wehꝛender diſer vnderꝛedung kam meines Herꝛn Cardinals Medicus darzu/ ſahe mich vnnd meine kleine geſtallt an/ (dann ich hatte kurtze Bein vnnd lange Finger) vnnd ſprach:
In wehrender dieser Unterredung kam meines Herrn Kardinals Medikus dazu / sah mich und meine kleine Gestalt an / (dann ich hatte kurze Bein und lange Finger) und sprach:
de
de
de
1
6.2999
albertinus_landtstoertzer01_1615
614
1,615
Guſmaͤndl du biſt artlich vnd poſſirlich/ ich glaub/ die Natur hab dich mit allem fleiß ſo klein gemacht/ damit einer dich in ſack oder Beutel ſchieben koͤnne/ vnd dich nit verliere?
Gusmändl du bist artlich und possierlich / ich glaube / die Natur habe dich mit allem Fleiß so klein gemacht / damit einer dich in sack oder Beutel schieben könne / und dich nicht verliere?
de
de
de
1
5.0575
albertinus_landtstoertzer01_1615
615
1,615
Jch wil dich auch einmal in meinen Sack ſchieben/ damit ich dich bey mir haben moͤge:
Ich will dich auch einmal in meinen Sack schieben / damit ich dich bei mir haben möge:
de
de
de
1
5.189
albertinus_landtstoertzer01_1615
616
1,615
Darauff antwoꝛtete ich jhm geſchwind vnnd ſprach:
Darauf antwortete ich ihm geschwind und sprach:
de
de
de
1
3.5069
albertinus_landtstoertzer01_1615
617
1,615
O Domino Gerhardo, kaͤme ich euch einmal in ewren Beutel/ ſo wuͤrdet jhr mich nicht ſo bald wider herauß bringen.
O Domino Gerhardo, käme ich euch einmal in euren Beutel / so würdet ihr mich nicht so bald wieder herausbringen.
de
de
de
1
5.5519
albertinus_landtstoertzer01_1615
618
1,615
Diſer Medicus war auch zugleich ein Aſtrologus, derwegen diſcurrirte er mit meinem Qerꝛn gar vil von den Him̃liſchen dingen:
Dieser Medikus war auch zugleich ein Astrologus, derentwegen diskurrierte er mit meinem Herrn gar viel von den himmlischen Dingen:
de
de
de
1
5.1278
albertinus_landtstoertzer01_1615
619
1,615
Letztlichen lachte ich: Mein Herꝛ fragte mich warumb ich lachte?
Letztlich lachte ich: Mein Herr fragte mich warum ich lachte?
de
de
de
1
4.7408
albertinus_landtstoertzer01_1615
620
1,615
Jch antwortet: Gnediger Herꝛ:
Ich antwortet: gnädiger Herr:
de
de
de
1
5.1474
albertinus_landtstoertzer01_1615
621
1,615
Jch moͤchte gern wiſſen/ wie lang es waͤre/ daß diſer Doctor vom Himmel herab kommen/ ſeytemal er von Him̃liſchen dingen ſo vil reden kan?
Ich möchte gern wissen / wie lang es wäre / dass dieser Doktor vom Himmel herab kommen / sintemal er von himmlischen Dingen so viel reden kann?
de
de
de
1
4.5128
albertinus_landtstoertzer01_1615
622
1,615
Das empfandt der Doctor, laͤchelte/ ſchawte den Cardinal an/ vnd ſprach:
Das empfand der Doktor, lächelte / schaffte den Kardinal an / und sprach:
de
de
lb
0.667
5.4133
albertinus_landtstoertzer01_1615
623
1,615
Gnediger Herꝛ/ ich komm hin/ wo ich woͤlle/ ſo findt ich Narꝛen/ wo haben aber E. G. diſes geſcheide Naͤrꝛl vberkommen?
gnädiger Herr / ich komme hin / wo ich wolle / so findet ich Narren / wo haben aber E. G. dieses gescheite Närrl überkommen?
de
de
de
1
6.0832
albertinus_landtstoertzer01_1615
624
1,615
Jch aber antwortet:
Ich aber antwortet:
de
de
de
1
7.6148
albertinus_landtstoertzer01_1615
625
1,615
Ja/ Herꝛ Doctor, Narꝛen muß man haben/ man neme ſie gleich wo man woͤlle/ aber vnder 100. Narꝛen find man nit einen/ der geſcheyd iſt.
Ja / Herr Doktor, Narren muss man haben / man nehme sie gleich wo man wolle / aber unter 100. Narren finde man nicht einen / der gescheit ist.
de
de
de
1
5.4482
albertinus_landtstoertzer01_1615
626
1,615
Seyt aber jr geſcheyd?
Seid aber ihr gescheit?
de
en
cy
0.333
5.5291
albertinus_landtstoertzer01_1615
628
1,615
Nit allein ward ich erzogen in den ſtudiis, ſondern auch gewehnt zu der Andacht vnnd Gottsforcht/ dann wochentlich muſten wir Edelknaben die ſiben fuͤrnembſte Kirchen andaͤchtigklich beſuchen: die erſte war S.
Nicht allein wurde ich erzogen in den studiis, sondern auch gewähnt zu der Andacht und Gottsfurcht / dann wöchentlich mussten wir Edelknaben die sieben fürnehmste Kirchen andächtig besuchen: Die erste war S.
de
de
de
1
5.5442
albertinus_landtstoertzer01_1615
629
1,615
Ioannis Lateranenſis, welche auffm Berg Cælio ligt/ vñ vom Keyſer Conſtantino dẽ groſſen gebawt vñ mit reichem einkom̃en verſehẽ/ aber durch die Ketzer zerſtoͤrt/ folgendts durch die Baͤpſt Nicolaum den IV. Martinum V. Eugenium IV. vnnd Pium IV. reparirt iſt worden.
Ioannis Lateranensis, welche aufm Berg Caelio liegt / und vom Kaiser Constantino den großen gebaut und mit reichem einkommen versehen / aber durch die Ketzer zerstört / folgend durch die Päpste Nicolaum den IV. Martinum V. Eugenium IV. und Pium IV. repariert ist worden.
de
de
de
1
5.4775
albertinus_landtstoertzer01_1615
630
1,615
Bapſt Sylueſter hat ſie zu der Ehr deß Erloͤſers/ vnd Joannis deß Taufers conſecrirt Die Bildnuß deß Erloͤſers ſtehet oben auff dem Choraltar/ vnnd iſt nicht verbrennt worden/ vnangeſehen die Kirch zwey mahl verbrunnen.
Papst Sylvester hat sie zu der Ehre des Erlösers / und Joannis des Taufers konsekriert die Bildnis des Erlösers steht oben auf dem Choraltar / und ist nicht verbrennt worden / unangesehen die Kirche zweimal verbrannte.
de
de
de
1
4.5706
albertinus_landtstoertzer01_1615
631
1,615
Jn diſer Kirchen werden am H. Oſtertag nachfolgende reliquien oder Heylthumb gezeigt: nem̃lich das Haupt deß H. Zachariæ/ welcher deß H. Tauffers Joannis Vatter geweſt.
In dieser Kirchen werden am H. Ostertag nachfolgende Reliquien oder Heiltumb gezeigt: nämlich das Haupt des H. Zachariae / welcher des H. Taufers Joannis Vater gewesen.
de
de
de
1
6.0017
albertinus_landtstoertzer01_1615
632
1,615
Das Haupt deß H. Martyrers Pancratij/ auß welchem drey Tag ein ander Blut gefloſſen/ als die Ketzer diſe Kirch verbrenten.
Das Haupt des H. Martyrers Pancratij / aus welchem drei Tag ein ander Blut geflossen / als die Ketzer diese Kirche verbrannten.
de
de
de
1
5.6993
albertinus_landtstoertzer01_1615
633
1,615
Jtem die Reliquien der heiligen Mariæ Magdalenæ.
Item die Reliquien der heiligen Marias Magdalenae.
de
de
da
0.667
5.3146
albertinus_landtstoertzer01_1615
634
1,615
Jtem ein Achſſel deß H. Laurentiz.
Item ein Achsel des H. Laurentiz.
de
de
de
1
7.5128
albertinus_landtstoertzer01_1615
635
1,615
Jtem ein Zahn vom H. Apoſtel tro.
Item ein Zahn vom H. Apostel tro.
de
de
de
1
8.721
albertinus_landtstoertzer01_1615
636
1,615
Jtem der Kelch/ auß welchem der heilig Euangeliſt Joannes auß Befelch Keyſers Domitiani das Gifft/ ohne allen ſchaden getruncken.
Item der Kelch / aus welchem der heilig Evangelist Joannes aus Befehl Kaisers Domitiani das Gift / ohne allen schaden getrunken.
de
de
de
1
6.9409
albertinus_landtstoertzer01_1615
637
1,615
Jtem die Ketten/ mit dern er von Epheſo gefaͤngklich gen Rom gefuͤhrt worden.
Item die Ketten / mit deren er von Epheso gefänglich gen Rom geführt worden.
de
de
de
1
7.9503
albertinus_landtstoertzer01_1615
638
1,615
Jtem deß heiligen Tauffers Joannis Aſchen vnd haͤrines Kleyd.
Item des heiligen Taufers Joannis Aschen und härenes Kleid.
pl
de
lb
0.333
6.9111
albertinus_landtstoertzer01_1615
639
1,615
Jtem die Haar vnd Kleyder der allerheiligſten Jungfrawen Mariæ:
Item die Haar und Kleider der allerheiligsten Jungfrauen Marias:
de
de
de
1
5.4729
albertinus_landtstoertzer01_1615
640
1,615
Jtem das Hem̃et/ welches ſie dem Herꝛn Chriſto gemacht:
Item das Hemd / welches sie dem Herrn Christo gemacht:
de
de
de
1
6.7999
albertinus_landtstoertzer01_1615
641
1,615
Jtem das Tuch/ mit welchem vnſer Erloͤſer die Fuͤß ſeiner Juͤnger getruͤcknet:
Item das Tuch / mit welchem unser Erlöser die Füße seiner Jünger getrocknet:
de
de
de
1
6.3044
albertinus_landtstoertzer01_1615
642
1,615
Jtem das Rohr/ mit welchem ſein allerheiligſtes Haupt geſchlagen worden.
Item das Rohr / mit welchem sein allerheiligstes Haupt geschlagen worden.
de
de
de
1
5.9841
albertinus_landtstoertzer01_1615
643
1,615
Jtem das rothe vnd mit ſeinem koͤſtlichen blut gefaͤrbte Kleid/ welches jhm Pilatus angelegt:
Item das rote und mit seinem köstlichen Blut gefärbte Kleid / welches ihm Pilatus angelegt:
de
de
de
1
6.1755
albertinus_landtstoertzer01_1615
644
1,615
Jtem vom Holtz deß Creutzes: Jtem die Leinwat/ welche jhm auff ſein Angeſicht im Grab gelegt ward:
Item vom Holz des Kreuzes: Item die Leinwat / welche ihm auf sein Angesicht im Grab gelegt wurde:
de
de
de
1
6.0243
albertinus_landtstoertzer01_1615
645
1,615
Jtem ein theil deß Waſſers vnd Bluts/ welches auß ſeiner Seyten gefloſſen.
Item ein Teil des Wassers und Bluts / welches aus seiner Seiten geflossen.
de
de
de
1
5.8408
albertinus_landtstoertzer01_1615
646
1,615
Auff deß Bapſts Altar ſeind deß heiligen Petri vñ Pauli Haͤupter.
Auf des Papsts Altar sind des heiligen Petri und Pauli Häupter.
de
de
mt
0.667
5.6143
albertinus_landtstoertzer01_1615
647
1,615
Jn einer neben Capeln iſt der Altar/ welchen der heilig Tauffer Joannes in der Wuͤſten gehabt:
In einer neben Capeln ist der Altar / welchen der heilig Taufer Joannes in der Wüssten gehabt:
de
de
de
1
6.7669
albertinus_landtstoertzer01_1615
648
1,615
Jtem die Arch deß Bundts:
Item die Arche des Bunds:
de
de
da
0.667
7.3474
albertinus_landtstoertzer01_1615
649
1,615
Der Stab Aarons vnnd Moyſis: die Tafel/ darauff vnſer Erloͤſer ſein letztes Abendtmahl ſampt ſeinen Juͤngern geſſen:
Der Stab Aarons und Moysis: die Tafel / darauf unser Erlöser sein letztes Abendmahl samt seinen Jüngeren gegessen:
de
de
de
1
6.5622
albertinus_landtstoertzer01_1615
650
1,615
Alle diſe ding hat Keyſer Titus von Jeruſalem gen Rom gebracht.
Alle diese Ding hat Kaiser Titus von Jerusalem gen Rom gebracht.
de
de
de
1
6.0573
albertinus_landtstoertzer01_1615
651
1,615
Jm obern Saal ſeind drey Thor von Marmelſtein/ welche im Pallaſt Pilati zu Jeruſalem geweſt/ dardurch vnſer Erloͤſer zum Pilato gefuͤhrt worden:
Im oberen Saal sind drei Tor von Marmorstein / welche im Palast Pilati zu Jerusalem gewesen / dadurch unser Erlöser zum Pilato geführt worden:
de
de
de
1
6.8866
albertinus_landtstoertzer01_1615
652
1,615
Jtem ein Marmelſteines Fenſter/ durch welches der Engel Gabriel gangen/ vnd die verkuͤndigung der Menſchwerdung Chriſti verricht:
Item ein Marmelsteines Fenster / durch welches der Engel Gabriel gegangen / und die Verkündigung der Menschwerdung Christi verrichtet:
de
de
de
1
5.5946
albertinus_landtstoertzer01_1615
653
1,615
Jtem die Stiegen mit 28. Staffeln/ darauff der Erloͤſer nidergefallen vnnd ſein koͤſtliches Blut vergoſſen:
Item die Stiegen mit 28. Staffeln / darauf der Erlöser niedergefallen und sein köstliches Blut vergossen:
de
de
de
1
6.1136
albertinus_landtstoertzer01_1615
654
1,615
Jtem die Saͤul/ welche im Todt Chriſti mitten von einander zerſpꝛungen.
Item die Säule / welche im Tod Christi mitten voneinander zersprungen.
de
de
de
1
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Jn der Capelln Sancta Sanctorum befindt ſich die bildtnuß vnſers Erloͤſers als er nur zwoͤlff Jar alt war/ welche der heilig Lucas gemahlt/ vnnd ein Engel gar vollendt haben ſoll/ ꝛc.
In der Kapellen Sancta Sanctorum befind sich die Bildnis unseres Erlösers als er nur zwölf Jahr alt war / welche der heilig Lucas gemalt / und ein Engel gar vollendet haben soll / etc.
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Die Kirch deß heiligen Petri in vaticano iſt gebawt vnd geſtifft woꝛden vom Keyſer Conſtantino Magno, darinn ſeind die Leiber deß heiligen Simonis vnd Judæ/ deß H. Ioan: Chryſoſtomi, Bapſts Gregorij vnd Petronillæ, das Haupt deß heiligen Andreæ/ Jtem deß heiligen Euangeliſten Joannis/ S. Sebaſtiani, S. Iacobi deß juͤngers/ deß heiligen Thomæ Biſchoffs zu Canterberg/ vnnd deß H. Amandi/ Jtem ein Achſſel vom heiligen Chriſtophoro/ vñ deß H. Stephant.
Die Kirche des heiligen Petri in vaticano ist gebaut und gesteift worden vom Kaiser Constantino Magnus, darin sind die Leiber des heiligen Simonis und Jude / des H. Ioan: Chrysostomi, Papsts Gregorij und Petronillae, das Haupt des heiligen Andreä / Item des heiligen Evangelisten Joannis / S. Sébastiani, S. Iacobi des Jüngers / des heiligen Thomae Bischofs zu Kanterberg / und des H. Amandi / Item ein Achsel vom heiligen Christophoro / und des H. Stephand.
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4.8338
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Vnder dem groſſen Altar iſt der halbe Leib deß H. Petri vnd Pauli/ Jtem im Tabernacul die H. Veronica/ das Eiſen deß Spieſſes/ welches die heilige Seiten deß Erloͤſers durchdrungẽ/ vnd welches der Tuͤrckiſch Keyſer dem Bapſt Innocentio VIII. zugeſchickt hat.
Unter dem großen Altar ist der halbe Leib des H. Petri und Pauli / Item im Tabernacul die H. Veronica / das Eisen des Spießes / welches die heilige Seiten des Erlösers durchdrungen / und welches der türkisch Kaiser dem Papst Innocentio VIII. zugeschickt hat.
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5.2906
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Jtem die Saͤulẽ/ an welcher der Erloͤſer geleint hat/ als er predigte/ vnd man die beſeſſene fuͤrbrachte.
Item die Säulen / an welcher der Erlöser geleint hat / als er predigte / und man die besessene vorbrachte.
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Die Kirch deß H. Pauli ſtehet ein halbe meil auſſer der Statt Rom/ vnd iſt gleichfals vom Keyſer Conſtantino gebawt vnd dotirt woꝛden an dem oꝛt/ wo das Haupt deß H. Pauli wunderbarlicher weiß gefunden worden.
Die Kirche des H. Pauli steht ein halbe Meilen außer der Stadt Rom / und ist gleichfalls vom Kaiser Constantino gebaut und dotiert worden an dem Ort / wo das Haupt des H. Pauli wunderbarlicher weiß gefunden worden.
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5.4851
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Jn diſer Kirchen ſeind die Leiber deß heiligen Timothæi, Celſi Iuliani, Baſiliſſæ, vnd viler vnſchuldigen Kindlein/ Jtem ein Armb von S.
In dieser Kirchen sind die Leiber des heiligen Timothaei, Celsi Iuliani, Basilissae, und vieler unschuldigen Kindlein / Item ein Arm von S.
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5.6608
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Anna der Mutter Mariæ/ Jtem die Ketten/ an dern der H. Paulus gefangen gelegen/ Jtem das Haupt der Samaritanin/ ein Finger vom H. Nicolao.
Anna der Mutter Marias / Item die Ketten / an deren der H. Paulus gefangen gelegen / Item das Haupt der Samaritanin / ein Finger vom H. Nicolao.
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Die Kirch S.
Die Kirche S.
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Mariæ maior, iſt gebawt worden von dem Joanne einem Roͤmiſchen Patritio vnnd ſeiner Frawen/ dann weil ſie keine Kinder hatten/ ſo begerte ſie jhre Guͤter zu der Ehr der allerheiligſten Jungkfrawen Mariæ zu verwenden/ derwegen hatten ſie in der Nacht ein viſion, daß ſie deß Morgens hinauß gehen/ vnd an dem ort/ ſo mit Schnee bedeckt waͤre/ ein Kirch bawen ſolten.
Marias Major, ist gebaut worden von dem Joanne einem Römischen Patritio und seiner Frauen / dann weil sie keine Kinder hatten / so begehrte sie ihre Güter zu der Ehre der allerheiligsten Jungfrauen Marias zu verwenden / derentwegen hatten sie in der Nacht ein Vision, dass sie des Morgens hinausgehen / und an dem Ort / so mit Schnee bedeckt wäre / ein Kirche bauen sollten.
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4.9355
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Eben ein ſolche viſion hatte auch der Bapſt/ der ging ſam̃t ſeinem gantzen Hofgeſindt zum ber ſagten ort/ fand den Schnee/ ſing mit ſeinen eignen Haͤnden an zu graben/ vñ ward daſelbſt die Kirch gebawt:
Eben ein solche Vision hatte auch der Papst / der ging samt seinem ganzen Hofgesinde zum ber sagten Ort / fand den Schnee / singe mit seinen eigenen Händen an zu graben / und wurde daselbst die Kirche gebaut:
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5.4438
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Dariñ ſeind verhanden die Leiber deß H. Apoſtels/ Matthiæ, Romuli, Redemptæ, Hieronymi, die Krippen/ darinn Chriſtus zu Bethlehem gelegen/ die Windel/ darinn die allerheiligſte Jungkfraw jhne gewickelt/ Jtem ein Arm vom heiligen Apoſtel Matthæo/ Luca vnd deß heiligen Biſchofs Thomæ.
Darin sind vorhanden die Leiber des H. Apostels / Matthiae, Romuli, Redemptae, Hieronymi, die Krippen / darin Christus zu Bethlehem gelegen / die Windel / darin die allerheiligste Jungfrau ihn gewickelt / Item ein Arm vom heiligen Apostel Matthaeo / Luca und des heiligen Bischofs Thomae.
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4.9892
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2.2841
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Die Kirch S. Laurentij ſtehet auſſer Rom ein halb meil/ vnnd iſt ebenmeſſig durch den Keyſer Conſtantinum gebawt worden/ darin ligt der Leib deß heiligen Laurentij vnnd Stephani deß erſten Martyꝛers/ ſampt einem Stein/ mit deme er geſteinigt worden.
Die Kirche S. Laurentij steht außer Rom ein halb Meilen / und ist ebenmäßig durch den Kaiser Constantinum gebaut worden / darin liegt der Leib des heiligen Laurentij und Stephani des ersten Martyrers / samt einem Stein / mit dem er gesteinigt worden.
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5.217
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Jtem der Stein/ darauff der heilig Laurentius nach ſeinem todt gelegt worden/ vnd ein Stuck ſeines Roſtes/ darauff er gebraten worden.
Item der Stein / darauf der heilig Laurentius nach seinem tot gelegt worden / und ein Stück seines Rostes / darauf er gebraten worden.
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Die Kirch deß H. Sebaſtiani iſt gebawt worden durch die H. Lucinam, darin ligt deß H. Sebaſtiam vnd der H. Lucinæ vnnd deß H. Bapſts Stephani Leib.
Die Kirche des H. Sébastiani ist gebaut worden durch die H. Lucinam, darin liegt des H. Sebastiani und der H. Lucinae und des H. Papsts Stephani Leib.
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Jtem der Stein/ auff welchem Chriſtus die Fußſtapffen ſeiner Fuͤß gelaſſen/ als er dem von Rom fliehenden heiligen Petro erſchin.
Item der Stein / auf welchem Christus die Fußstapfen seiner Füße gelassen / als er dem von Rom fliehenden heiligen Petro erschien.
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Die Kirch S. Crucis zu Jeruſalem iſt gebawt worden vom Conſtantino deß Keyſers Conſtantini Magni Sohn auff beſchehenes begeren der H. Helenæ/ darm iſt der Leib deß H. Anaſtaſij vnnd Cæſarij, ein Ampel voller Bluts Chriſti/ der Schwam̃/ mit welchem jhm der Eſſig vnd Gall zu trincken gegeben worden/ zwey Doͤrner von der Kronen die jhm auffgeſetzt ward/ vnnd ein Nagel/ mit welchem er an dem Creutz gehefftet worden/ Jtem der Tittel/ welchen Pilatus oben dran ſetzen laſſen:
Die Kirche S. Crucis zu Jerusalem ist gebaut worden vom Constantino des Kaisers Constantini Magni Sohn auf geschehenes Begehren der H. Helenae / Darm ist der Leib des H. Anastasij und Caesarij, ein Ampel voller Bluts Christi / der Schwamm / mit welchem ihm der Essig und Gall zu trinken gegeben worden / zwei Dornen von der Kronen die ihm aufgesetzt wurde / und ein Nagel / mit welchem er an dem Kreuz geheftet worden / Item der Titel / welchen Pilatus oben dran setzen lassen:
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5.2243
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Jtem das Holtz deß H. Creutzes/ welches die H. Helena dorthin verordnet.
Item das Holz des H. Kreuzes / welches die H. Helena dorthin verordnet.
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Jtem ein Silberling von denen/ mit welchen der Herꝛ verꝛathen worden:
Item ein Silberling von denen / mit welchen der Herr verraten worden:
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Jtem das halbe Creutz deß frommen Schaͤchers/ ꝛc. Alle diſe ding werden am H. Carfreytag gezeigt.
Item das halbe Kreuz des frommen Schächers / etc. Alle diese Ding werden am H. Karfreitag gezeigt.
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5.7673
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Die Kirch S. Mariæ populi, darin die allerheiligſte Jungkfraw inſonderheit verehrt wirt/ vnd iſt anfangs vom Roͤmiſchen Volck gebawt woꝛden zur zeit Bapſts Paſcalis.
Die Kirche S. Marias populi, darin die allerheiligste Jungfrau in Sonderheit verehrt wird / und ist anfangs vom römischen Volk gebaut worden zur Zeit Papsts Pascalis.
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Darin findt man den Nabel vnſers HErꝛn/ Jrem etwas von der Milch/ Schlair vnd Kleydern der allerheiligſten Jungkfrawen.
Darin findet man den Nabel unseres Herrn / Ihrem etwas von der Milch / Schleier und Kleidern der allerheiligsten Jungfrauen.
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Die fundation diſer Kirchen iſt wunderbarlich/ dann eben an dem ort/ da anjetzo der groß Altar ſtehet/ war vor zeiten ein ſo hoher Nußbaum/ daß er alle andere benachbarte Baͤum vbertraff.
Die Fundation dieser Kirchen ist wunderbarlich / dann eben an dem Ort / da jetzt der groß Altar steht / war vor Zeiten ein so hoher Nussbaum / dass er alle andere benachbarte Bäume übertraf.
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Vnd in diſem Baum hielten ſich die Teuffel auff/ vnd verwarten den Leib Keyſers Neronis/ der vnden an den Wurtzeln begraben lag:
Und in diesem Baum hielten sich die Teufel auf / und verwarten den Leib Kaisers Neronis / der unten an den Wurzeln begraben lag:
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Diſe Teuffel vexierten/ peinigten vnd erwuͤrgten alle die jenigen/ welche der orten fuͤr vber gingen/ derwegen ließ Bapſt Paſcalis dem gantzen Roͤmiſchen Volck ein dreytaͤgiges Faſten vnd betten verkuͤnden/ damit doch das Volck von diſer ſo gar boͤſen Peſt erloͤſt moͤchte werden:
Diese Teufel vexierten / peinigten und erwürgten alle diejenigen / welche der Orten für übergingen / derentwegen ließ Papst Pascalis dem ganzen römischen Volk ein dreitägiges Fasten und Betten verkünden / damit doch das Volk von dieser so gar bösen Pest erlöst möchte werden:
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5.5442
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Jn der dritten Nacht erſchin jhm die allerheiligſte Jungkfraw vnnd ſprach: Paſcalis, verfuͤge dich zu der Porten flaminea, da wirſtu einen Nußbaum finden/ vnder welchem die Gebein Neronis begraben ligen/ denſelbẽ ſolleſtu zerhauwen/ vnd allerdings außreuten/ auch an demſelben ort ein Kirch in meinem namen bawen laſſen:
In der dritten Nacht erschien ihm die allerheiligste Jungfrau und sprach: Pascalis, verfüge dich zu der Porten flaminea, da wirst du einen Nussbaum finden / unter welchem die Gebein Neronis begraben liegen / denselben sollest zerhauen / und allerdings ausreuten / auch an demselben Ort ein Kirche in meinem Namen bauen lassen:
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Jnmaſſen beſchehen/ vnnd in wehrendem außreuten hoͤrte man ein ſehr erſchroͤcklichs getuͤm̃el der Teuffeln: der Leib Neronis ward daſelbſt gefunden/ vnd in die Tiber geworffen/ vnd die Kirch gebawt.
In Maßen geschehen / und in währendem ausreuten hörte man ein sehr erschröckliches Getümmel der Teufeln: Der Leib Neronis wurde daselbst gefunden / und in die Tiber geworfen / und die Kirche gebaut.
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5.1605
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688
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Bapſt Gregorius IX. hat die durch den heiligen Lucam gemahlte Bildtnuß der allerheiligſten Jungkfrawen Mariæ getragen.
Papst Gregorius IX. hat die durch den heiligen Lucam gemalte Bildnis der allerheiligsten Jungfrauen Marias getragen.
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