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albertinus_landtstoertzer01_1615 | 998 | 1,615 | Jhre Wangen waren wie Scharlach/ vnnd ob ſchon ſie weiß war/ ſo hatte doch das durch den Noe erfundene Laſter jhr Angeſicht/ vnnd ſonderlich die Naſe/ mit etlichen Rubinen geziert: Sie war auch ſehꝛ from̃ vnd guͤtig/ außgenom̃en wann ſie nichts zu trincken hatte/ dann alslang der Wein wehrete/ war ſie guter ding/ ſonſten aber thate ſie nichts anders/ als greinen/ toben vnnd wuͤten. | Ihre Wangen waren wie Scharlach / und ob schon sie weiß war / so hatte doch das durch den Noe erfundene Laster ihr Angesicht / und sonderlich die Nase / mit etlichen Rubinen geziert: sie war auch sehr fromm und gütig / ausgenommen wann sie nichts zu trinken hatte / dann so lang der Wein währte / war sie guter Ding / sonsten aber tat sie nichts anders / als greinen / toben und wüten. | de | de | de | 1 | 4.8452 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 999 | 1,615 | Mein Herꝛ der Statthalter ſchickte ſich gar fein inn jhren humor, vnnd tranck eben ſo gern/ als ſein Fraw: | Mein Herr der Statthalter schickte sich gar fein in ihren humor, und Trank ebenso gern / als sein Frau: | de | de | de | 1 | 7.5146 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,000 | 1,615 | Einsmals ließ ſie ſich im Trunck verlauten/ daß ſie Neapolis nicht gedaͤchte zuuerlaſſen/ ſeytemal er jhr verſprochen allda zu verbleiben/ an jetzo aber ſehe ſie das widerſpil/ daß er nemblich ſie gedaͤchte in Spanien zufuͤhren/ dahin man aber ſie lebendig nit bringen werde. | Einsmals ließ sie sich im Trunk verlauten / dass sie Neapolis nicht gedächte zuverlassen / sintemal er ihr versprochen allda zu verbleiben / an jetzt aber sehe sie das Widerspiel / dass er nämlich sie gedächte in Spanien zuführen / dahin man aber sie lebendig nicht bringen werde. | de | de | de | 1 | 5.6882 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,001 | 1,615 | Mein Herꝛ lachte anfangs druͤber/ vnnd hieß ſie ſtillſchweigen/ aber ſie ſchrye je lenger je hefftiger: derwegen wolte mein Herꝛ verſuchen/ ob nit andere ding kraͤfftiger waͤren/ weder ſeine Wort/ derwegen hub er ſein freundliche Hand auff/ vnd beruͤhrte ſie dermaſſen an ein ort/ daß jhr nit allein ein Zahn auß dem Halß gewichen/ ſondern auch zween Brunnquellen auß jhrem holdſeligen Mund entſprangen/ der erſt war blutroth/ vnnd war ein gerechter Menſchlicher Safft vnd roſenfarbes Blut/ der ander aber war ein allbereit verderbter blaicher Rebenſafft/ deſſen ſie vber Tiſch vil zu vil getruncken hatte/ dann der gebrauch iſt an vilen orten/ daß die zuͤchtige Frawen eben ſo trewhertziglich trincken vnnd beſchaid thun/ als die Maͤnner: Mein Fraw aber erzuͤrnete ſich/ ergrimte wie ein Loͤwin/ vnnd wolte meinen Herꝛn mit einem Meſſer erſtechen/ aber ich vnd meine Mitgeſellen verhindertens/ lieſſen jhre Wunden verbinden vnnd fuͤhrtens ins Beth. | Mein Herr lachte anfangs drüber / und hieß sie stillschweigen / aber sie schrie je länger je heftiger: derentwegen wollte mein Herr versuchen / ob nicht andere Ding kräftiger wären / weder seine Wort / derentwegen hob er sein freundliche Hand auf / und berührte sie dermaßen an ein Ort / dass ihr nicht allein ein Zahn aus dem Hals gewichen / sondern auch zweien Brunnquellen aus ihrem holdseligen Mund entsprangen / der erst war blutrot / und war ein gerechter menschlicher Saft und rosenfarbes Blut / der ander aber war ein allbereits verderbter bleicher Rebensaft / dessen sie über Tisch viel zu viel getrunken hatte / dann der Gebrauch ist an vielen Orten / dass die züchtige Frauen eben so treuherzig trinken und Bescheid tun / als die Männer: Mein Frau aber erzürnte sich / ergrimmte wie ein Löwin / und wollte meinen Herrn mit einem Messer erstechen / aber ich und meine Mitgesellen verhinderten / ließen ihre Wunden verbinden und führten ins Bett. | de | de | de | 1 | 4.9247 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,003 | 1,615 | Deßgleichen haben die Maulbeer ein groſſe krafft/ die boͤſe Launen vnd humorn der Weiber zu vertreiben: | Desgleichen haben die Maulbeer ein große Kraft / die böse Launen und humorn der Weiber zu vertreiben: | de | de | de | 1 | 6.8334 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,004 | 1,615 | Aber mit den ſtattlichen Frawen hats kein ſolche meinung/ dann wann ſie von jhꝛen Maͤnnern geſchlagen werden/ ſo klagen ſie es jhren Befreunden/ dieſelbige nemen ſich alsdann jhꝛer an/ vñ wirt derwegen bißweilen ein Blutbad drauß: jnmaſſen auch allhie beſchehen waͤre/ woferꝛn mein Herꝛ der Statthalter nit der weiſeſt vnd geſcheideſt geweſt waͤre/ vñ fich ſelbſt fein freundlich vñ lieblich mit ſeiner Frawẽ verglichen vñ vereinbart hette. | Aber mit den stattlichen Frauen hat es kein solche Meinung / dann wann sie von ihren Männern geschlagen werden / so klagen sie es ihren Befreunden / dieselbige nehmen sich alsdann ihrer an / und wird derentwegen bisweilen ein Blutbad daraus: in Maßen auch allhier geschehen wäre / wofern mein Herr der Statthalter nicht der weisest und gescheitest gewesen wäre / und sich selbst fein freundlich und lieblich mit seiner Frauen verglichen und vereinbart hätte. | de | de | de | 1 | 5.2483 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,005 | 1,615 | O wie ein groſſe gedult muß ein ſolcher Mañ haben/ der ein ſolches vnhaͤußliches veꝛſoffenes Metzlein vberkom̃t/ dañ vxor iſt entweder ein tutũ refugium, oder ein pœnale tormentum. | O wie ein große Geduld muss ein solcher Mann haben / der ein solches unhäusliches versoffenes Mätzlein überkommt / dann vxor ist entweder ein tutu refugium, oder ein pönale tormentum. | de | de | de | 1 | 5.82 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,006 | 1,615 | Der beſtim̃te tag meines Herꝛn verꝛeiſens in Hiſpanien kam herbey/ weil dann ich auff der Galern gehoͤrt hatte/ daß ſich vil Leuth zu vnſer L. Frawen zu Montſerrat verloben/ vñ ich nit weit von dannen war/ ſo bate ich meinẽ Herꝛn vmb erlaubnuß dorthin zu gehen/ der wolte mir aber nit erlauben/ derwegẽ nam ich mir ſelber erlaubnuß/ in hoffnung/ daß mir in Hiſpanien kein gelegenheit ermangeln wuͤrdt mich zu vnderhalten vnd zu ernehrn. | Der bestimmte tag meines Herrn Verreisens in Hispanien kam herbei / weil dann ich auf der Galern gehört hatte / dass sich viel Leute zu unser L. Frauen zu Montserrat verloben / und ich nicht weit von dannen war / so bat ich meinen Herrn um Erlaubnis dorthin zu gehen / der wollte mir aber nicht erlauben / derentwegen nahm ich mir selber Erlaubnis / in Hoffnung / dass mir in Hispanien kein Gelegenheit ermangeln würdet mich zu unterhalten und zu ernähren. | de | de | de | 1 | 4.6917 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,007 | 1,615 | Jch ſtig auff den Berg Montſerrat/ ſahe vil wunderwerck vnd ein vnendlichs ab vnd zu gehendes andechtiges volck/ vnd hoͤrte predig. | Ich stieg auf den Berg Montserrat / sah viel Wunderwerk und ein unendliches ab und zu gehendes andächtiges Volk / und hörte predig. | de | de | de | 1 | 5.2003 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,008 | 1,615 | Capvt XXVII. | Capvt XXVII. | en | en | sr | 0 | 7.6289 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,009 | 1,615 | Guſman wirdt durch einen Einſiedler zu Montſerrat erinnert/ von ſeinem liderlichen Leben abzuſtehen/ vnd ſich zu den ſtudiis zu begeben/ ſo beſchehen/ vnd er vier junger Herꝛn Pœdagogus worden. | Gusman wird durch einen Einsiedler zu Montserrat erinnert / von seinem liederlichen Leben abzustehen / und sich zu den studiis zu begeben / so geschehen / und er vier junger Herrn Poedagogus worden. | de | de | de | 1 | 5.5244 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,010 | 1,615 | NAch angehoͤrter Predig/ beſuchte ich etliche Einſtedler zu Montſerrat/ vñ kam zu einem/ der war mein Landtsman ein Spanier/ vnd ein ſehr feiner vnd gelehrter Man/ vnd nach dem ich jm den gautzẽ verlauff vnd verſtandt meines Lebens entdeckt vñ erzehlt hatte/ ſprach er zu mir/ mein Sohn/ ich ſihe/ daß du auf dem weg deß todts vñ verderbens biſt/ vnd wenig gedenckeſt an die woꝛt deß weiſen Manns: | Nach angehörter Predig / besuchte ich etliche Einstedler zu Montserrat / und kam zu einem / der war mein Landsmann ein Spanier / und ein sehr feiner und gelehrter Mann / und nach dem ich ihm den gautzen Verlauf und verstand meines Lebens entdeckt und erzählt hatte / sprach er zu mir / mein Sohn / ich siehe / dass du auf dem Weg des Tods und Verderbens bist / und wenig gedenkest an die Wort des weisen Manns: | de | de | de | 1 | 4.9427 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,011 | 1,615 | Memento Creatoris tui in diebus iuuentutis tuæ: Jtem/ Lætare adoleſcens in iuuentute tua & ſcito, quod pro omnibus his adducet te Deus in iudicium, als wolte er ſagen: | Memento Creatoris tui in diebus iuuentutis tuae: Item / Laetare adolescens in iuuentute tua & scito, quod pro omnibus his adducet te Deus in iudicium, als wollte er sagen: | de | la | la | 0.333 | 5.1729 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,012 | 1,615 | Vor allen dingen gedencke an den Todt vnnd das Gericht/ dann GOtt hat vns nit erſchaffen/ daß wir jhme im Alter/ ſonder daß wir jhm in der gantzen zeit vnſers Lebens/ vnd ſonderlich in der bluͤhe der Jugendt dienen ſollen/ dann diſe blum der Jugend gebuͤrt Gott dem Herꝛn vil billicher/ weder dem Teufel vnd der Welt/ dann omnes morimur & quaſi aquæ dilabimur, quæ non reuertuntur: | Vor allen Dingen gedenke an den Tod und das Gericht / dann Gott hat uns nicht erschaffen / dass wir ihm im Alter / sonder dass wir ihm in der ganzen Zeit unseres Lebens / und sonderlich in der blühe der Jugend dienen sollen / dann diese Blum der Jugend gebührt Gott dem Herrn viel billiger / weder dem Teufel und der Welt / dann omnes morimur & quasi aquae dilabimur, quae non reuertuntur: | de | de | de | 1 | 4.9581 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,013 | 1,615 | Vnſer Leben iſt ein jmmerwehrender Todt/ zu demſelben eylen wir/ alsbaldt wir anfahen zu leben: | Unser Leben ist ein immerwährender Tod / zu demselben eilen wir / alsbald wir anfangen zu leben: | de | de | de | 1 | 4.5011 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,014 | 1,615 | Zu gleicher weiß auch wie man ſagt/ daß der Dieb gehenckt wirdt/ wann er auffm weg iſt/ oder auff der Laiter ſtehet/ vnangeſehen er den Strick noch nit vmb den Halß hat/ dann die hinfuͤhrung/ das auffſteigen auff die Laiter vñ das binden gehoͤrt alles zum hencken/ alſo vnd ebner geſtallt wird das Leben ein Todt geneñt allweil es zum Todt verordnet wirdt. | Zu gleicher weiß auch wie man sagt / dass der Dieb gehängt wird / wann er aufm weg ist / oder auf der Leiter steht / unangesehen er den Strick noch nicht um den Hals hat / dann die Hinführung / das Aufsteigen auf die Leiter und das Binden gehört alles zum Henken / also und ebener Gestalt wird das Leben ein Tod genannt allweil es zum Tod verordnet wird. | de | de | de | 1 | 4.9079 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,015 | 1,615 | Wie auch der jenig Dieb naͤrꝛiſch waͤre/ welcher/ wann er zum Galgen gefuͤhꝛt wird/ vnd es fuͤr einen Pomp vnd Pracht hielte/ daß er auff einem Wagen gefuͤhꝛt wirdt/ zwen Prieſter bey jhm ſitzen hat/ vnnd ein groſſe ſchaar Volcks zu Roß vnd zu Fuß hinden vnd voꝛ jhm gehen hette/ Alſo ſeind die jenigen Chriſten lauter Narꝛen/ welche nicht gedencken/ daß alles was vns allhie geſchicht/ Jnſtrumenta deß Todts ſeind/ dann die Kleyder ſeind gleichſamb ſymbola vnd zeichen deß Todts/ banden vnd fußeyſen der Dieben: | Wie auch der jenig Dieb närrisch wäre / welcher / wann er zum Galgen geführt wird / und es für einen Pomp und Pracht hielte / dass er auf einem Wagen geführt wird / zwei Priester bei ihm sitzen hat / und ein große Schar Volks zu Ross und zu Fuß hinten und vor ihm gehen hätte / Also sind diejenigen Christen lauter Narren / welche nicht Gedenken / dass alles was uns allhier geschieht / Instrumente des Tods sind / dann die Kleider sind gleichsam symbola und Zeichen des Tods / banden und Fußeisen der Dieben: | de | de | de | 1 | 5.2014 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,016 | 1,615 | Die Speiß fuͤhret vns zum Todt wie ein Wagen: Vnſere Kinder/ das iſt/ der Leib ſambt deſſen vier Elementen tragen vns ins Grab: | Die Speise führt uns zum Tod wie ein Wagen: Unsere Kinder / das ist / der Leib samt dessen vier Elementen tragen uns ins Grab: | de | de | de | 1 | 6.1423 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,017 | 1,615 | Keins wegs kan der Todt deß Leibs geflohen vnnd entgangen werden/ dann er iſt vnſer Trabant vñ Schoͤrgant/ der vns jmmerdar mit ſeiner Lantzen ſticht vnnd verwundet/ aber du ſey fuͤrſichtig vnd entfliehe dem wahren Todt der Seelen/ welches alsdann beſchicht/ wann du dein Leben beſſeren/ bekehren/ vnnd durch gute Werck/ vermittelſt deß leiblichen Todts/ gehen wirſt ins wahre Leben. | Keins Wegs kann der Tod des Leibs geflohen und entgangen werden / dann er ist unser Trabant und Schörgant / der uns immerdar mit seiner Lanzen sticht und verwundet / aber du sei vorsichtig und entfliehe dem wahren Tod der Seelen / welches alsdann beschichte / wann du dein Leben besseren / bekehren / und durch gute Werk / vermittels des leiblichen Tods / gehen wirst ins wahre Leben. | de | de | de | 1 | 5.1005 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,018 | 1,615 | Deß Morgens fruͤ gedenck/ daß du villeicht den Abendt nit wirſt erꝛaichen: | Des Morgens früh gedenk / dass du vielleicht den Abend nicht wirst erreichen: | de | de | de | 1 | 5.8183 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,019 | 1,615 | Vnd zu Abends gedenck/ dz du villeicht in der nacht werdeſt ſterben/ jnmaſſen taͤglich vilen andern beſchicht: | Und zu Abends gedenk / dass du vielleicht in der Nacht werdest sterben / in Maßen täglich vielen anderen beschichte: | de | de | de | 1 | 6.2273 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,020 | 1,615 | Wann du außgeheſt/ ſo gedenck daß du villeicht nit wider heimb kommen werdeſt/ wann auch du etwas anfahen oder thun wilſt/ alsdann gedenck/ daß du es vor GOtt dem Herꝛn wirſt muͤſſen verantworten. | Wann du ausgehest / so gedenk dass du vielleicht nicht wieder heimkommen werdest / wann auch du etwas anfangen oder tun willst / alsdann gedenk / dass du es vor Gott dem Herrn wirst müssen verantworten. | de | de | de | 1 | 4.6623 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,021 | 1,615 | Folgendts rieth mir der Einſidler/ daß ich mein herꝛliches vnd ſchoͤnes ingenium beſſer als bißher beſchehen/ vnd zwar zu den ſtudiis verwenden vnnd anlegen ſolte: | Folgend riet mir der Einsiedler / dass ich mein herrliches und schönes ingenium besser als bisher geschehen / und zwar zu den studiis verwenden und anlegen sollte: | de | de | de | 1 | 5.8349 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,022 | 1,615 | Jch folgte ſeinem rath/ vnd verfuͤgte mich gen Alcala/ vnd als ich nah zũ Collegio Vniuerſitatis kam/ ſahe ich ſechs Studenten/ die gingen hinein/ vnd wurden gantz freundlich empfangen: | Ich folgte seinem Rat / und verfügte mich gen Alcala / und als ich nah zu Collegio Vniuersitatis kam / sah ich sechs Studenten / die gingen hinein / und wurden ganz freundlich empfangen: | de | de | de | 1 | 5.7366 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,023 | 1,615 | Jch folgte jnen nach/ vnd veꝛmeinte gleichfals hinein zu gehen/ aber man ſchlug mir die Thuͤr vor der Naſen zu/ dann ſie ſahen mich fuͤr einẽ ſchmotzigen Koch vnd Kuchelratzen an: | Ich folgte ihnen nach / und vermeinte gleichfalls hineinzugehen / aber man schlug mir die Tür vor der Nasen zu / dann sie sahen mich für einen schmutzigen Koch und Küchelratzen an: | de | de | de | 1 | 5.3974 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,024 | 1,615 | weil ich dañ ſahe/ daß mein vnflaͤtiges Kleid ſchuldig dran war/ ſo fing ich an Lateiniſch mit jhnen zu reden: | weil ich dann sah / dass mein unflätiges Kleid schuldig dran war / so fing ich an Lateinisch mit ihnen zu reden: | de | de | de | 1 | 4.727 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,025 | 1,615 | Da fuͤhrten ſie mich in das gemeine Loſament/ vnd erbotten ſich aller guten befuͤrderung. | Da führten sie mich in das gemeine Losament / und erboten sich aller guten Beförderung. | de | de | de | 1 | 5.4066 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,026 | 1,615 | Als nun wir zu Tiſch ſitzen ſolten/ wolte niemandt bey mir ſitzen/ von wegen meines vnflaͤtigen Gewandts: derwegen ſetzte ich mich an ein anders ſchlechters Ort auff die Banck: | Als nun wir zu Tisch sitzen sollten / wollte niemand bei mir sitzen / von wegen meines unflätigen Gewands: derentwegen setzte ich mich an ein anders Schlechteres Ort auf die Bank: | de | de | de | 1 | 5.1525 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,027 | 1,615 | Jederman murꝛete vnnd verwunderte ſich/ daß man einen ſolchen vbel gekleidten vnd nach der Kuchel ſtinckenden Geſellen herein gelaſſen/ vñ zu andern feinen anſehenlichen Studenten ſetzen vñ geſellen wolte: | Jedermann murrte und verwunderte sich / dass man einen solchen übel gekleideten und nach der Küche stinkenden Gesellen hereingelassen / und zu anderen feinen ansehenlichen Studenten setzen und gesellen wollte: | de | de | de | 1 | 5.3144 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,028 | 1,615 | Letztlichen kam der Regens darzu/ vnd fragte mich/ ob ich auch einen Studenten gedaͤchte abzugeben? | Letztlich kam der Regens dazu / und fragte mich / ob ich auch einen Studenten gedächte abzugeben? | de | de | de | 1 | 6.2913 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,029 | 1,615 | Er fragte mich/ warumb ich dann kein Studenten Kleid an hatte? | Er fragte mich / warum ich dann kein Studenten Kleid anhatte? | de | de | de | 1 | 6.214 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,030 | 1,615 | Jch aber antwortet vnnd ſprach: | Ich aber antwortet und sprach: | de | de | de | 1 | 6.7448 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,031 | 1,615 | Zu Rom hab ich die Lateiniſche vnnd Griechiſche grammaticam vnd die Rhetoricam gehoͤꝛt/ vñ ob ich ſchon nit ſo excellens vnd fuͤrtreflich bin/ wie Demades vnd Demoſthenes, vñ jenem Koch Demoſtheni, (welcher ſich vnderſtundt ſeinen Loͤffel außzuziehen/ als der heilig Baſilius vnd Keyſer Valens von der Arꝛianiſchen Ketzerey mit einander diſputirten/ vnnd derwegen Baſilius zu jhm ſagte: | Zu Rom habe ich die Lateinische und Griechische grammaticam und die Rhetoricam gehört / und ob ich schon nicht so excellens und fürtrefflich bin / wie Demades und Demosthenes, und jenem Koch Demostheni, (welcher sich Unterstunt seinen Löffel auszuziehen / als der heilig Basilius und Kaiser Valens von der Arianischen Ketzerei miteinander disputierten / und derentwegen Basilius zu ihm sagte: | de | de | de | 1 | 5.0289 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,032 | 1,615 | Vidimus ſine literis Demoſthenem.) gleich ſihe/ ſo bin ich doch villeicht inwendig etwas beſſers beſchaffen/ als außwendig/ villeicht ſteckt auch vnder diſem meinem boͤſen Mantel ein feines Latein: | Vidimus sine literis Demosthenem .) gleich siehe / so bin ich doch vielleicht inwendig etwas Besseres beschaffen / als auswendig / vielleicht steckt auch unter diesem meinem bösen Mantel ein feines Latein: | de | de | de | 1 | 6.3431 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,033 | 1,615 | Die Liebhaber der ſcientzen ſollen nicht auff die bloſſe Kleider ſehen/ quia corporis habitum contemnit Philoſophus: | Die Liebhaber der scientzen sollen nicht auf die bloße Kleider sehen / quia corporis habitum contemnit Philosophus: | de | de | de | 1 | 6.4854 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,034 | 1,615 | Die Tugenden ſeind die wahre Kleyder/ ſo den Menſchen ehren vnnd zieren/ derwegen ſpricht Ephraim: Dum veſtem audis nuptialem, ne de veſtimentis, quibus induimur, id exiſtimes, ſed de bonis operibus. | Die Tugenden sind die wahre Kleyder / so den Menschen ehren und zieren / derentwegen spricht Ephraim: Dum festem audis nuptialem, ne de vestimentis, quibus induimur, id existimes, sed de bonis operibus. | de | de | de | 1 | 5.7948 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,035 | 1,615 | Vnnd Origenes ſpricht: | Und Origenes spricht: | de | de | de | 1 | 4.9207 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,036 | 1,615 | Ornamentum tibi eſt vnaquæque virtus. | Ornamentum tibi est vnaquaeque virtus. | en | la | la | 0 | 5.6832 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,037 | 1,615 | Nit ohne iſts/ daß Rodiginius ſpricht: | Nicht ohne ist es / dass Rodiginius spricht: | de | de | de | 1 | 7.3899 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,038 | 1,615 | Quod ſi prætenuem nimiſq; vilem affectaueris veſtitum ſpectaculo & riſui eris inimicis: vel etiam vt extreme pauper, inops, & paſſim contemptibilis fies: | Quod sie praetenuem nimisq; vielem affectaueris vestitum spectaculo & risui eris inimicis: vel etiam ut extreme pauper, inops, & passim contemptibilis fies: | la | la | fr | 0 | 5.8116 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,039 | 1,615 | Deßgleichen ſagt der heilig Hieronymus in tractatu de vitando ſuſpecto contubernio, daß die Kleyder ein anzeig ſeyen deſſen/ was im Hertzen ſteckt/ vnd ein zeichen der Ehr/ die ein jeglicher hat/ aber etliche Leut gedencken nit/ daß ſolches kein Argument/ ſonder nur ein indicium vnd Keñzeichen iſt/ vñ dz es faͤhlen kan/ dann es iſt kein gewiſſe demonſtratio oder Regel/ derwegen mag ich wol gedulden/ daß man mich examinire/ vnnd ſecundum rationes veras, aber nicht ſecundum præſumptiones fallaces iudicire. | Desgleichen sagt der heilig Hieronymus in tractatu de vitando suspecto contubernio, dass die Kleider ein Anzeige seien dessen / was im Herzen steckt / und ein Zeichen der Ehre / die ein jeglicher hat / aber etliche Leute Gedenken nicht / dass solches kein Argument / sonder nur ein indicium und Kennzeichen ist / und dass es fehlen kann / dann es ist kein gewisse demonstratio oder Regel / derentwegen mag ich wohl gedulden / dass man mich examiniere / und secundum rationes veras, aber nicht secundum praesumptiones Fallaces judiziere. | de | de | de | 1 | 5.1708 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,040 | 1,615 | Jch bin ein Seuilianer/ zu S. Iohan de Alfarche geborn/ gen Rom tranſplantirt, in allen Spꝛachen erfahren/ zu Neapolis purificirt/ vnd gleichwol ein Nouitz zu Alcala/ aber ein alter in den Vniuerſiteten. | Ich bin ein Seuilianer / zu S. Johan de Alfarche geboren / gen Rom transplantiert, in allen Sprachen erfahren / zu Neapolis purifiziert / und gleichwohl ein Nouitz zu Alcala / aber ein alter in den Universitäten. | de | de | de | 1 | 6.1288 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,041 | 1,615 | Als ſie mich diſer geſtalt Lateiniſch parlirn hoͤrten/ verwunderten ſie ſich/ halſeten/ vmbfingen vnd verſahen mich mit newen ehꝛlichẽ Kleidungen/ vnd machten mich zu einen Pœdagogum vber vier junge edle Studenten. | Als sie mich dieser Gestalt Lateinisch parlieren hörten / verwunderten sie sich / halsten / umfingen und versahen mich mit neuen ehrlichen Kleidungen / und machten mich zu einen Poedagogum über vier junge edle Studenten. | de | de | de | 1 | 5.4125 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,042 | 1,615 | Diſes war nun widerumb ein guter anfang meines Heyls vnd wolſtandts/ aber mein Natur war alſo beſchaffen/ daß ich meinen vnordenlichen appetiten folgte/ wie hernacher zu ſehen. | Dieses war nun wiederum ein guter Anfang meines Heils und Wohlstands / aber mein Natur war also beschaffen / dass ich meinen vnordenlichen Appetiten folgte / wie hernach zu sehen. | de | de | de | 1 | 5.9262 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,043 | 1,615 | Capvt XXVIII. | Capvt XXVIII. | en | en | sr | 0 | 9.1745 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,044 | 1,615 | Guſman wirdt ein Student/ vnd etlicher jungen Herꝛen Præceptor, vnd benebens in dem modo deß ſtudii Iuridici vnderwiſen. | Gusman wird ein Student / und etlicher jungen Herren Präzeptor, und benebens in dem modo des studii Iuridici unterwiesen. | de | de | de | 1 | 5.9366 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,045 | 1,615 | ALsbaldt ich obbemelter geſtallt in der Vniuerſitet zu Alcala immatriculirt worden/ vnnd der Rector mein fuͤrtreflichs ingenium vermerckte/ vnderwiſe er mich in dem modo ſtudendi iura, dann ich zum ſtudio Iuridico am meiſten geneigt war/ vñ ſpꝛach: | alsbald ich bemehlter Gestalt in der Universität zu Alcala immatrikuliert worden / und der Rektor mein fürtreffliches ingenium vermerkte / unterwiese er mich in dem modo studendi Jura, dann ich zum studio Iuridico am meisten geneigt war / und sprach: | de | de | de | 1 | 5.1824 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,046 | 1,615 | Mein Son Guſman/ deß verſtaͤndlichen Menſchen natur iſt/ dz er etwz begert zu wiſſen/ vñ aller ſcientzen ziel vñ end/ iſt die warheit/ vnd wer dieſelbe gefunden hat/ der hat gefunden das aller lieblichſte vnd koͤſtlichſte ding auff Erden/ dann ſie erſaͤttiget alles verlangen/ vnd ſetzet das Gemuͤth zu ruh. | Mein Son Gusman / des verständlichen Menschen Natur ist / dass er etwas begehrt zu wissen / und aller scientzen Ziel und Ende / ist die Wahrheit / und wer dieselbe gefunden hat / der hat gefunden das aller lieblichste und köstlichste Ding auf Erden / dann sie ersättiget alles verlangen / und setzet das Gemüt zu Ruhe. | de | de | de | 1 | 5.1124 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,047 | 1,615 | Diſe Warheit aber wirdt nit erlangt oder ergriffen durch die ſtaͤrcke deß Leibs/ ſonder durch ratiociniren vnd ſpeculiren: | Diese Wahrheit aber wird nicht erlangt oder ergriffen durch die Stärke des Leibs / sonder durch ratiociniren und spekulieren: | de | de | de | 1 | 6.2904 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,048 | 1,615 | die ſpeculirung aber erfordert ein freyheit deß Gemuͤths: | die Spekulierung aber erfordert ein Freiheit des Gemüts: | de | de | de | 1 | 6.6785 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,049 | 1,615 | Frey aber kanſtu nicht ſein/ woferꝛn deine affecten vñ begierlichkeiten dich beherſchen: | Frey aber kannst du nicht sein / wofern deine Affekten und begierlichkeiten dich beherrschen: | de | de | de | 1 | 6.1627 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,050 | 1,615 | Dann wie waͤre es muͤglich/ daß einer/ welcher dem Fraß vnnd vnkeuſchheit ergeben iſt/ recht vñ wolſpeculire? oder daß ein Spielgurꝛ oder Spitzbub der Beſtaͤndigkeit der Warheit nachtrachte? | Dann wie wäre es möglich / dass einer / welcher dem Fraß und Unkeuschheit ergeben ist / recht und wolspeculire? oder dass ein Spielgur oder Spitzbub der Beständigkeit der Wahrheit nachtrachte? | de | de | de | 1 | 5.4075 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,051 | 1,615 | Oder daß ein Neidthalß rechtſchaffen ratiocinire? oder daß ein Zornmuͤtiger die Fußſtapffen der Gerechtigkeit ſehe? | Oder dass ein Neidthalß rechtschaffen ratiocinire? oder dass ein Zornmütiger die Fußstapfen der Gerechtigkeit sehe? | de | de | de | 1 | 6.67 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,052 | 1,615 | Oder daß ein Geitzhalß oder Ehꝛgeitziger ſich rechtſchaffen vmb die Philoſophiam (welche alle eytelkeiten verachtet) begebe? | Oder dass ein Geizhals oder Ehrgeiziger sich rechtschaffen um die Philosophiam (welche alle Eitelkeiten verachtet) begebe? | de | de | de | 1 | 5.0782 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,053 | 1,615 | Dann weil die ding/ ſo einander geſtracks zu wider ſeind/ nit beyſamen beſtehen koͤnnen/ vnnd die Warheit keinen groͤſſern Feindt hat/ als eben die Vnwarheit vnnd ſchnoͤde Begierden/ ſo folgt/ daß nit muͤglich iſt/ daß einer der mit boͤſen affecten erfuͤllt iſt/ commode vnd fuͤglich ſpeculiren vnd zu der ſcientz der warheit gelangen koͤnne/ dann die Warheit erfordert ein candorem, ſie haſſet alle Falſchheit vnnd Vnlauterkeit/ ſie iſt/ frey vnd kan nicht dienen/ vnd wil mit frembdem Schatten bedeckt werden: Sie frey det ſich deß Liechts/ vnnd mag mit keinem dienſtbarlichen/ faulen vnnd vnreinen Meyſchen zu ſchaffen haben: | Dann weil die Ding / so einander Gesteracks zu wider sind / nicht beisammen bestehen können / und die Wahrheit keinen größeren Feind hat / als eben die Unwahrheit und schnöde Begierden / so folgt / dass nicht möglich ist / dass einer der mit bösen Affekten erfüllt ist / commode und füglich spekulieren und zu der scientz der Wahrheit gelangen könne / dann die Wahrheit erfordert ein candorem, sie hasset alle Falschheit und Unlauterkeit / sie ist / frei und kann nicht dienen / und will mit fremdem Schatten bedeckt werden: Sie frei det sich des Lichts / und mag mit keinem dienstbarlichen / faulen und unreinen Meischen zu schaffen haben: | de | de | de | 1 | 5.0884 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,054 | 1,615 | Begereſt derwegen du Guſman/ die Warheit zu erꝛaichen/ vermittelſt deß ſpeculirens vnnd ſtudirens/ ſo muſtu vor allen dingen frey vnd ledig ſein von allen boͤſen affecten vnnd dîſtractionibus, vnnd weil ich von dir verſtanden/ daß du deinen ſiñ auff das ſtudium Iuridicum geſetzt/ ſo muſtu alle andere ſtudia vnnd vbungen fahren laſſen/ dañ nit wol muͤglich iſts/ daß einer den hoͤchſten ſtaffel oder nagel der Gelehrtheit in vnderſchidlichen facultatibus erꝛeiche vnnd in vilfeltigen generibus præcellire vnd fuͤrtrefflich werde: | Begehrest derentwegen du Gusman / die Wahrheit zu erreichen / vermittels des Spekulierens und Studierens / so musst du vor allen Dingen frei und ledig sein von allen bösen Affekten und deistractionibus, und weil ich von dir verstanden / dass du deinen sinn auf das studium Iuridicum gesetzt / so musst du alle andere studia und Übungen fahren lassen / dann nicht wohl möglich ist es / dass einer den höchsten staffel oder nagel der Gelehrtheit in unterschiedlichen facultatibus erreiche und in vielfältigen generibus praecellire und fürtrefflich werde: | de | de | de | 1 | 5.4705 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,055 | 1,615 | Vnius rei ſtudium totum hominem poſcit, & vbi quiſq; intenderit, eius ingenium valet: | Vnius rei studium totum hominem poscit, & vbi quisq; intenderit, eius ingenium valet: | la | la | la | 0 | 6.342 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,056 | 1,615 | Dann wie der Magen/ welcher mit vilerhandt Speiſen vberladen/ vnnd in vnderſchidlichem Getranck ſchwimmet/ nichts verdewen kan/ alſo wann das ingenium vnd der verſtandt deß Menſchen in vnderſchidlichen gedancken vnd ſorgen diſtrahiret iſt/ als dann verlieret es ſein beſte Krafft: | Dann wie der Magen / welcher mit vielerhand Speisen überladen / und in unterschiedlichem Getränk schwimmet / nichts verdauen kann / also wann das ingenium und der Verstand des Menschen in unterschiedlichen Gedanken und sorgen distrahieret ist / als dann verlieret es sein beste Kraft: | de | de | de | 1 | 5.9082 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,057 | 1,615 | Sic ergo legibus operam da- bis, vt nullus extraneus actus tua ſtudia interrumpat, nulla alterius diſciplinæ libido (niſi recreationis ergo) tuum ingenium diſtrahat: | Sic ergo legibus operam da- bis, ut nullus extraneus actus tua studia interrumpat, nulla alterius disciplinae libido (nisi recreationis ergo) tuum ingenium distrahat: | la | la | la | 0 | 5.6838 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,058 | 1,615 | Inueniat te nox Iuriſconſultorum monumentis inuigilantẽ, diurna lux te in eiſdem lucubrãtem deprehendat; ita fiet, vt non modo Iaſones aut Decios æquare, ſed & ipſam Iuris lucernam Bartolum excellere valeas. | Inueniat te nox Iurisconsultorum monumentis inuigilanten, diurna lux te in eisdem lucubratem deprehendat; ita fiet, ut non modo Iasones aut Decios aequare, sed & ipsam Juris lucernam Bartolum excellere valeas. | es | la | la | 0 | 6.4314 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,059 | 1,615 | Nach dem nun du diſer geſtalt deinen ſinn vnd gemuͤt zu etwan einem gewiſſen ſtudio oder ſcientz ergeben haben wirdeſt/ muſtu erſtlich vnd vor allen dingen betrachten/ daß ein jegliche ſcientz jhꝛe fuͤrgeſchribene ordnung hat/ vnd daß man von den generalibus vnd vniuerſalibus anfahen/ folgends ſucceſſiue ad ſingula ſpecialia gehen oder ſchreiten muͤſſe. | Nach dem nun du dieser Gestalt deinen Sinn und Gemüt zu etwan einem gewissen studio oder scientz ergeben haben wirdst / musst du erstlich und vor allen Dingen betrachten / dass ein jegliche scientz ihre vorgeschriebene Ordnung hat / und dass man von den generalibus und vniuersalibus anfangen / folgendes successiue ad singula specialia gehen oder schreiten müsse. | de | de | de | 1 | 6.143 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,060 | 1,615 | Keins wegs ſoll man die vniuerſalia nit wiſſen/ ſeytemal man ohne dieſelbige zu der erkentnuß der particularium nit gelanget: | Keins Wegs soll man die Universalie nicht wissen / sintemal man ohne dieselbige zu der Erkenntnis der particularium nicht gelangt: | de | de | de | 1 | 5.9774 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,061 | 1,615 | Dann was iſt das fuͤr ein arithmeticus, der nit waiſt/ totum qualibet parte maius eſſe & ſi à pari numero par dematur, æqualem numerum remanere? | Dann was ist das für ein arithmeticus, der nicht waist / totum qualibet parte maius esse & sie à pari numero par dematur, aequalem numerum remanere? | fr | la | fr | 0 | 5.3787 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,062 | 1,615 | Was iſts fuͤr ein Rhetor, welcher nit weiſt/ daß dreyerley genera dicendi verhanden/ nem̃lich deliberatiuum, demonſtratiuum vnd iudiciale? | Was ist es für ein Rhetor, welcher nicht weist / dass dreierlei genera dicendi vorhanden / nämlich deliberatiuum, Demonstrativum und iudiciale? | de | la | nl | 0.333 | 5.0682 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,063 | 1,615 | Was iſts fuͤr ein Phyſicus, der da nit weiſt/ ex nihilo nihil fieri, vniuſque generationem ex alterius corruptione deduci? | Was ist es für ein Physicus, der da nicht weist / ex nihilo nihil fieri, vniusque generationem ex alterius corruptione deduci? | de | la | de | 0.667 | 5.51 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,064 | 1,615 | Item omnium priuationem habitum prænotare? | Item omnium priuationem habitum praenotare? | da | da | la | 0 | 5.8437 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,065 | 1,615 | Was iſts fuͤr ein Medicus, der nit waiſt/ contraria contrariis curaui, extremiſque morbis extrema remedia adhiberi? | Was ist es für ein Medikus, der nicht weißt / contraria contrariis curaui, extremisque morbis extrema remedia adhiberi? | de | la | gd | 0.333 | 5.5257 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,066 | 1,615 | Was iſts fuͤr ein Aſtronomus, der nit verſteht/ ſuperiora corpora inferiorib. dominari, maxime verò Lunam ob propinquitatẽ? | Was ist es für ein Astronomus, der nicht versteht / superiora corpora inferiorib . dominari, maxime vero Lunam ob propinquitaten? | de | la | la | 0.333 | 5.9909 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,067 | 1,615 | Was iſts fuͤr ein Theologus, der von der Erſchaffung der Welt vil waiſt zu diſcurriren, aber die Krafft deß Glaubens (welcher das fundament der Theologiæ iſt) nit verſtehet? deßgleichen hat auch die Juriſterey oder diſciplina legalis jhre rudimenta de moribus, in quib. omnia: | Was ist es für ein Theologus, der von der Erschaffung der Welt viel weist zu diskurrieren, aber die Kraft des Glaubens (welcher das Fundament der Theologiae ist) nicht verstehet? desgleichen hat auch die Juristerei oder disciplina legalis ihre rudimenta de moribus, in quib . omnia: | de | de | de | 1 | 4.8064 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,068 | 1,615 | tum cõmutatiue tũ diſtributiue iuſticiæ præcepta cõcluduntur. | tum comutatiue tu distributiue iusticiae praecepta cocluduntur. | en | la | ro | 0 | 5.8318 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,069 | 1,615 | Eſt enim ars boni & æqui, per quã à malo arcemur, & ad bonũ inuitamur: Keiner ſoll ſo gar vnuerſchambt ſein/ dz er ſich fuͤr einen Juriſten außgebe/ wofern er jm nit nachfolgende wenige præcepta Iuris bekannt ſeind: als nemblich: | Est enim ars boni & aequi, per qua à malo arcemur, & ad bonu inuitamur: Keiner soll so gar unverschämt sein / dass er sich für einen Juristen ausgebe / sofern er ihm nicht nachfolgende wenige praecepta Juris bekannt sind: als nämlich: | de | de | de | 1 | 5.8443 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,070 | 1,615 | Abſurdum intellectum ab omni diſpoſitione reiiciendum. | Absurdum intellectum ab omni dispositione reiiciendum. | la | la | co | 0 | 5.3007 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,071 | 1,615 | Ab omni vi atque iniuria penitus abſtinendum. | Ab omni vi atque iniuria penitus abstinendum. | la | la | la | 0 | 7.891 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,072 | 1,615 | Actum dubium in meliorem partem accipiendum. | Actum dubium in meliorem partem accipiendum. | la | la | la | 0 | 4.5467 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,073 | 1,615 | Alterius factum alteri non obeſſe; Arte non concedi quod naturaliter denegatur. | Alterius factum alteri non obesse; Arte non concedi quod naturaliter denegatur. | la | it | la | 0 | 6.5376 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,074 | 1,615 | Autoritate propria neminem fibi ius dicere poſſe. | Autoritate propria neminem fibi ius dicere posse. | it | la | ro | 0 | 5.1166 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,075 | 1,615 | Cauendum ne reſpectu innocentis innocens patiatur. | Cauendum ne respectu innocentis innocens patiatur. | la | la | la | 0 | 5.8225 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,076 | 1,615 | Certa pro incertis relinquenda non eſſe. | Certa pro incertis relinquenda non esse. | it | eo | la | 0 | 5.5466 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,077 | 1,615 | Contra ius & bonos mores conuentiones hominum non valere. | Kontra Jus & bonos mores conuentiones hominum non valere. | it | es | la | 0 | 6.623 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,078 | 1,615 | Contra vim atque iniuriam licitam eſſe defenſionem. | Kontra vim atque iniuriam licitam esse defensionem. | en | la | la | 0 | 5.5898 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,079 | 1,615 | Cum alterius detrimento nemini conſulendum. | Cum alterius detrimento nemini consulendum. | tr | it | la | 0 | 5.8817 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,080 | 1,615 | Cum alterius iactura neminem debere locupletari. | Cum alterius iactura neminem debere locupletari. | es | la | la | 0 | 5.7418 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,081 | 1,615 | De minimis conſiderationem non habendam. | De minimis considerationem non habendam. | la | la | la | 0 | 5.8293 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,082 | 1,615 | Æquitatem rigori præferendam. | Aequitatem rigori praeferendam. | da | da | pt | 0 | 5.0071 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,083 | 1,615 | Ex cauſa nonnunquam à communibus regalis recedendum. | Ex causa nonnunquam à communibus regalis recedendum. | la | fr | la | 0 | 5.6737 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,084 | 1,615 | Executionẽ non faciendam iuris ordine prætermiſſo. | Executionen non faciendam juris ordine praetermisso. | no | la | ro | 0 | 5.3915 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,085 | 1,615 | Facilius tolli ius ſpeciale, quam commune. | Facilius tolli Jus speciale, quam commune. | la | la | la | 0 | 6.1557 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,086 | 1,615 | Finalem cauſam diligenter inſpiciendã. | Finalem causam diligenter inspicienda. | fr | da | lv | 0 | 5.9579 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,087 | 1,615 | Grauius in committendo, quam omittendo delinquens. | Grauius in committendo, quam omittendo delinquens. | la | it | la | 0 | 6.1913 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,088 | 1,615 | Honorem lucro, imo etiam vitæ præferendum. | Honorem lucro, imo etiam vitae praeferendum. | da | da | pt | 0 | 5.2437 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,089 | 1,615 | In neceſſitatibus leges non obſeruari. | In necessitatibus leges non obseruari. | it | la | la | 0 | 5.945 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,090 | 1,615 | In obſcuris ſecundum magis veriſimilia iudicandum. | In obscuris secundum magis verisimilia iudicandum. | la | la | la | 0 | 5.1217 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,091 | 1,615 | Leges non ex verbis ſed ex mente intelligendas. | Leges non ex verbis sed ex mente intelligendas. | it | de | la | 0.333 | 6.8856 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,092 | 1,615 | Mediam viam in perplexitatibus eligendum. | Mediam viam in perplexitatibus eligendum. | la | da | la | 0 | 7.0714 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,093 | 1,615 | Multa in conſequentiam permitti, quæ principaliter denegantur. | Multa in consequentiam permitti, quae principaliter denegantur. | la | it | la | 0 | 5.3459 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,094 | 1,615 | Neminem multiplici onere prægrauandum. | Neminem multiplici onere praegrauandum. | da | da | la | 0 | 8.6545 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,095 | 1,615 | Nemini officium ſuum damno verti debere. | Nemini officium suum damno verti debere. | en | id | la | 0 | 6.8212 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,096 | 1,615 | Nemini iniuriam facere qui ſuo iure vtitur. | Nemini iniuriam facere qui suo iure vtitur. | la | it | la | 0 | 6.0197 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,097 | 1,615 | Non factum ſed faciendi cauſam inſpiciendam. | Non factum sed faciendi causam inspiciendam. | it | la | la | 0 | 4.3386 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,098 | 1,615 | Non cupiditatibus ſed iuſtis affectionib. indulgendum. | Non cupiditatibus sed iustis affectionib . indulgendum. | it | la | la | 0 | 6.3466 |
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