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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,402 | 1,615 | Weil dann die erkaͤntnuß Gottes das Zihl der weißheit vnd die perfectio deß ſeligen Lebens iſt/ ſo folgt/ daß der jenig/ welcher Gott den Herren nit erkennet/ ein pur lauterer Narꝛ ſeye/ vnangeſehen er in allen andern ſcientijs vnnd kuͤnſten noch ſo geſchickt vnnd gelehrt were: hergegen iſt der jenig weiſe/ welcher GOttes deß Herꝛn ein wiſſenſchafft hat/ vnangeſehen er ſonſten nit faſt gelehrt iſt. | Weil dann die Erkenntnis Gottes das Ziel der Weisheit und die perfectio des seligen Lebens ist / so folgt / dass der jenig / welcher Gott den Herren nicht erkennt / ein pur lauterer Narr sei / unangesehen er in allen anderen scientijs und Künsten noch so geschickt und gelehrt wäre: hingegen ist der jenig weise / welcher Gottes des Herrn ein Wissenschaft hat / unangesehen er sonsten nicht fast gelehrt ist. | de | de | de | 1 | 5.2349 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,403 | 1,615 | Was aber die Fuͤrſichtigkeit belanget/ beſtehet dieſelbige in der moderation vnd regierung der Staͤtt/ Landen vñ Leuthen/ in erhaltung deß Haußweſens vnnd Geſindts/ in abtreib: vnd verhuͤtung der ſchaͤdlichen/ vnd in procurirung der nutzlichen ding: | Was aber die Vorsichtigkeit belanget / bestehet dieselbige in der Moderation und Regierung der Stät / Landen und Leuten / in Erhaltung des Hauswesens und Gesindes / in abtreibe: und Verhütung der schädlichen / und in procurirung der nützlichen Ding: | de | de | de | 1 | 5.5773 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,404 | 1,615 | Dergleichen fuͤrſichtige vnnd weiſe Leuth werden ins gemein politici genent/ vnd dieſelbigen woͤllen bißweilen vermeinen vnnd darfuͤr halten/ daß die erſtbemelte ſapientes oder Weiſen/ welche ſich auff die Erkentnuß GOttes vnd ſpecuitrung der Goͤttlichen ding begeben haben/ nit tauglich noch bequem ſeyen/ die Staͤtt Land vnd Leuth zu regieren/ derwegen ſchlieſſen ſie dieſelbigen auß dem Rath oder Regiment/ gleichſamb koͤndten die ſapientes oder weiſen nit auch zugleich prudentes oder fuͤrſichtig ſein. | Dergleichen vorsichtige und weise Leute werden ins gemein politici genannt / und dieselbigen wollen bisweilen vermeinen und dafür halten / dass die erstbemelte sapientes oder Weisen / welche sich auf die Erkenntnis Gottes und specuitrung der göttlichen Ding begeben haben / nicht tauglich noch bequem seien / die Stät Land und Leute zu regieren / derentwegen schließen sie dieselbigen aus dem Rat oder Regiment / gleichsam könnten die sapientes oder weisen nicht auch zugleich prudentes oder vorsichtig sein. | de | de | de | 1 | 5.7263 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,405 | 1,615 | Man jrꝛet ſich aber dißfals/ dann wer kan fuͤrſichtiger ſein/ als eben ein ſolcher weiſer Mann? | Man irret sich aber diesfalls / dann wer kann vorsichtiger sein / als eben ein solcher weiser Mann? | de | de | de | 1 | 5.1666 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,406 | 1,615 | Wer kan den ſchaden vnd gefahr deß Landts ſcharpffſinniger fuͤrſehen vnd verhuͤten/ als eben ein ſolcher Weiſer? durch die Goͤttliche diſciplin iſt er dermaſſen in allen guten dingen vnderwiſen worden/ daß ſich nichts begeben vnd zu tragen kan/ ſo jhne betruͤge: aber vnſere weiſe vnd fuͤrſichtige politici verhacken ſich bißweilen in jhren Rathſchlaͤgen/ verſchneiden die Kappen/ ſetzen das fleckel neben das loch/ vnd ſchlagen die Religion vnd Ehr Gottes an ein Ohꝛ. | Wer kann den schaden und Gefahr des Lands scharpffsinniger vorsehen und verhüten / als eben ein solcher Weiser? durch die göttliche Disziplin ist er dermaßen in allen guten Dingen unterwiesen worden / dass sich nichts begeben und zu tragen kann / so ihn betrüge: aber unsere weise und vorsichtige politici verhacken sich bisweilen in ihren Ratschlägen / verschneiden die Kappen / setzen das fleckel neben das loch / und schlagen die Religion und Ehre Gottes an ein Ohr. | de | de | de | 1 | 5.7465 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,407 | 1,615 | Die Welt helt nur den jenigen fuͤr weiſe vnd fuͤꝛſichtig/ welcher ein guter politicus iſt/ welcher mit den Laſtern diſſimuliren, mit der Religion lauiren, conuiuiren, laichen/ fuchsſchwaͤntzlen/ vnd nur nach der Ehr vnd digniteten trachten kan/ hergegen helt ſie die jenigen fuͤr Narꝛen/ welche dergleichen eytelkeiten verachten: | Die Welt hält nur denjenigen für weise und vorsichtig / welcher ein guter politicus ist / welcher mit den Lastern dissimulieren, mit der Religion lavieren, conuiuiren, laichen / fuchsschwänzeln / und nur nach der Ehre und Dignitäten trachten kann / hingegen hält sie diejenigen für Narren / welche dergleichen Eitelkeiten verachten: | de | de | de | 1 | 4.8823 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,408 | 1,615 | Die politici vnnd Weltmenſchen verachten dergleichen Leuth/ ſamb waͤren ſie jhres verſtandts beraubt/ aber ſie wiſſen nicht/ daß ſolche Leuth brinnende Ampeln/ hergegen diſe Welt nur ein Windt vnd Dunſt iſt. | Die politici und Weltmenschen verachten dergleichen Leute / samt wären sie ihres Verstands beraubt / aber sie wissen nicht / dass solche Leute brennende Ampeln / hingegen diese Welt nur ein Wind und Dunst ist. | de | de | de | 1 | 5.429 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,409 | 1,615 | Die frommen vñ einfaͤltigen werden von den Weltmenſchen veracht/ aber von Gott hoch geehrt: | Die frommen und einfältigen werden von den Weltmenschen verachte / aber von Gott hoch geehrt: | de | de | de | 1 | 4.8122 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,410 | 1,615 | Die Welt lobet vnnd ehret nur was dem euſſerlichen anſehen nach reich/ maͤchtig/ anſehenlich vnd ſchoͤn iſt/ aber Gott ſihet was inwendig iſt/ was die Welt gedunckt arm vnd veraͤchtlich zu ſeyn/ das lobet Gott vnd erhoͤhets vber die Wolcken. | Die Welt lobet und ehret nur was dem äußerlichen ansehen nach reich / mächtig / ansehenlich und schön ist / aber Gott sieht was inwendig ist / was die Welt gedunkt arm und verächtlich zu sein / das lobet Gott und erhöhet über die Wolken. | de | de | de | 1 | 5.3422 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,411 | 1,615 | Die weltliche Fuͤrſten hielten die heilige Martyꝛer fuͤr Narꝛen/ als ſie dieſelbigen ſo gar gern vnd gutwilligklich ſterben ſahen: | Die weltliche Fürsten hielten die heilige Martyrer für Narren / als sie dieselbigen so gar gern und gutwilligelich sterben sahen: | de | de | de | 1 | 5.9396 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,412 | 1,615 | Vil weiſe Welt- Menſchen halten die Euangeliſche Armut vnd das betilen fuͤr ein thorheit vnnd ſchandt: | Viel weise Welt-Menschen halten die evangelische Armut und das betilen für ein Torheit und schont: | de | de | de | 1 | 7.1084 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,413 | 1,615 | Jener Politiſcher naßwitziger Weltweiſer ſprach zum heiligen Paulo: | Jener Politischer nasswitziger Weltweiser sprach zum heiligen Paulo: | de | de | de | 1 | 8.3449 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,414 | 1,615 | Inſanis Paule, multæ te literæ ad inſaniam conuertũt: | Insanis Paule, multae te literae ad insaniam conuertut: | da | la | lt | 0 | 7.8081 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,415 | 1,615 | Aber Paulus antwortet: non inſanio optime. | Aber Paulus antwortet: non insanio optime. | it | la | el-Latn | 0 | 7.1928 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,416 | 1,615 | Feſte, ſed veritatis & ſobrietatis verba loquor. | Feste, sed veritatis & sobrietatis verba loquor. | la | eo | la | 0 | 6.3596 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,417 | 1,615 | Weil Feſtus die geheimnuß der Lehr Pauli nicht verſtundt/ ſo hielt er jhne fuͤr einen Narꝛen/ allermaſſen die Welt alles das jenig fuͤr ein torheit helt/ was ſie nit verſtehen oder erꝛaichen kan: | Weil Festus die Geheimnis der Lehre Pauli nicht verstand / so hielt er ihn für einen Narren / allermaßen die Welt alles das jenig für ein Torheit hält / was sie nicht verstehen oder erreichen kann: | de | de | de | 1 | 5.4683 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,418 | 1,615 | Diſes iſt das Vrthel/ welches die Welt vber die frommen fellt: | Dieses ist das Urteil / welches die Welt über die frommen fällt: | de | de | de | 1 | 5.9661 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,419 | 1,615 | Die Goͤttliche Weißheit/ welche in der wahren mortification vnnd ſeiner ſelbſt verlaugung beſtehet/ wirdt von der Welt gehalten fuͤr ein Thorheit: | Die göttliche Weisheit / welche in der wahren Mortifikation und seiner selbst Laugung bestehet / wird von der Welt gehalten für ein Torheit: | de | de | de | 1 | 5.6655 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,420 | 1,615 | Aber ſehr weiſe iſt der jenig/ welcher die Welt von Gottes wegen verachtet/ vil weiſt der jenig/ welcher ſich weiſt zu ſaluieren vnnd ſelig zu machen/ vnnd nur ein ſolcher iſt weiſe/ dann alle andern ſeindt Narꝛen vnnd ignoranten: | Aber sehr weise ist der jenig / welcher die Welt von Gottes wegen verachtet / viel weist der jenig / welcher sich weist zu salvieren und selig zu machen / und nur ein solcher ist weise / dann alle anderen sind Narren und ignoranten: | de | de | de | 1 | 5.1359 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,421 | 1,615 | Die hochheit der weißheit Chꝛiſti beſteht in der wahren verachtung ſeiner ſelbſt: | Die Hochheit der Weisheit Christi besteht in der wahren Verachtung seiner selbst: | de | de | de | 1 | 5.2222 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,422 | 1,615 | Ob ſchon einer alle freye kuͤnſt perfectiſſimè wuͤſte/ ſo hilffts jm doch nichts/ woferꝛn er von jhm ſelbſt nichts weiſt: | Ob schon einer alle freie kühnst perfectissime wüsste / so hilft es ihm doch nichts / wofern er von ihm selbst nichts weist: | de | de | vi | 0.667 | 6.0159 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,423 | 1,615 | Er diſtrahirt ſich in den euſſerlichen dingen/ vnd ſich ſelbſt kennet er nit/ vnd von jhm ſelbſt weiſt er nichts zu ſagen: | Er distrahiert sich in den äußerlichen Dingen / und sich selbst kennet er nicht / und von ihm selbst weist er nichts zu sagen: | de | de | de | 1 | 4.795 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,424 | 1,615 | Selig iſt der ſich befleiſſet weiſe zu ſein vor GOtt/ vnnd der die weißheit der Welt verachtet/ Ein einiger Tropffen der Goͤttlichen Weißheit iſt vil beſſer/ denn das hohe vnnd tieffe Meer der Weltlichen Weißheit. | Selig ist der sich befleißet weise zu sein vor Gott / und der die Weisheit der Welt verachtet / Ein einiger Tropfen der göttlichen Weisheit ist viel besser / denn das hohe und Tiefe Meer der weltlichen Weisheit. | de | de | de | 1 | 4.9573 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,425 | 1,615 | Diſes iſt die Schul/ in deren der Menſch bey Tag bey Nacht ſtudieren vnd ſich befleiſſen ſoll warhafftigklich mortificiert zu werden. | Dieses ist die Schule / in deren der Mensch bei Tag bei Nacht studieren und sich befleißen soll warhafftigklich mortifiziert zu werden. | de | de | de | 1 | 5.5438 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,426 | 1,615 | Die Welt helt den Reichen vnd maͤchtigen fuͤr ſelig/ vermuͤg der Wort: Beatum dixerunt populum cui hæc ſunt: | Die Welt hält den Reichen und mächtigen für selig / vermög der Wort: Beatum dixerunt populum cui haec sunt: | de | de | de | 1 | 6.4658 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,427 | 1,615 | Aber Chriſtus hat mit ſeiner hoͤchſten Weißheit die ſeligkeit geſetzt in der armut/ ſprechendt: | Aber Christus hat mit seiner höchsten Weisheit die Seligkeit gesetzt in der Armut / sprechend: | de | de | de | 1 | 5.535 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,428 | 1,615 | Beati pauperes ſpiritu. | Beati pauperes spiritu. | eo | it | la | 0 | 6.4781 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,429 | 1,615 | Wer in der maͤſſigkeit/ Keuſchheit/ demut vnd Andacht lebt/ vnd ſich vor der gefahrder verſuchung huͤtet/ der iſt weiſe vnd gefaͤllt GOtt dem HErꝛn. | Wer in der Mäßigkeit / Keuschheit / Demut und Andacht lebt / und sich vor der gefahrder Versuchung hütet / der ist weise und gefällt Gott dem Herrn. | de | de | de | 1 | 4.5688 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,430 | 1,615 | Nur der jenig hat ein gutes lob vnd ehrlichen Namen/ welcher ſich eines guten Gewiſſens befleiſt/ welcher fridlich lebt/ vnd ein froͤliches Hertz hat. | Nur der jenig hat ein gutes Lob und ehrlichen Namen / welcher sich eines guten Gewissens befleißt / welcher friedlich lebt / und ein fröhliches Herz hat. | de | de | de | 1 | 4.8956 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,431 | 1,615 | Die weißheit diſer Welt iſt ein Eytelkeit/ vnd ein thorheit vor GOtt: | Die Weisheit dieser Welt ist ein Eitelkeit / und ein Torheit vor Gott: | de | de | de | 1 | 4.712 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,432 | 1,615 | Die Weißheit deß Fleiſches iſt ein Todt der Seelen/ aber die wahꝛe weißheit beſtehet in deme/ daß man die Welt verachte/ die Wolluͤſt meide/ das Fleiſch kaſteye/ das Gewiſſen reinige/ die Tugenden liebe/ vñ die ewige Guͤter ſuche: | Die Weisheit des Fleisches ist ein Tod der Seelen / aber die wahre Weisheit bestehet in dem / dass man die Welt verachte / die Wollüste meide / das Fleisch kasteie / das Gewissen reinige / die Tugenden liebe / und die ewige Güter suche: | de | de | de | 1 | 4.3516 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,433 | 1,615 | Eytel vnnd naͤrꝛiſch iſt/ der die ſchaͤdliche ding liebet/ vnd das Heyl ſeiner Seelen dahinden laͤſt. | Eitel und närrisch ist / der die schädliche Ding liebet / und das Heil seiner Seelen dahinten lässt. | de | de | de | 1 | 5.3582 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,434 | 1,615 | Beſchließlichen find ich etliche Zeichen/ darbey ein Weiſer zu erkennen. | Beschließlichen finde ich etliche Zeichen / dabei ein Weiser zu erkennen. | de | de | de | 1 | 6.815 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,435 | 1,615 | Das erſte iſt wann einer ſich vor Suͤnden huͤtet/ vnnd deß reinen Lebens befleiſſet/ dann in maleuolam animam non introibit ſapientia. | Das erste ist wann einer sich vor Sünden hütet / und des reinen Lebens befleißet / dann in maleuolam animam non introibit sapientia. | de | de | de | 1 | 5.802 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,436 | 1,615 | Am andern/ wann einer im guten fuͤrſatz ſteiff beharꝛret/ dann homo ſenſatus in ſapientia manet ſicut Sol. Drittens/ wann einer demuͤtig iſt/ vnd alle arꝛogantz fliehet/ dann vbi humilitas ibi ſapientia. | Am anderen / wann einer im guten Vorsatz steif beharret / dann homo sensatus in sapientia manet sicut Sol. Drittens / wann einer demütig ist / und alle Arroganz fliehet / dann vbi humilitas ibi sapientia. | de | de | de | 1 | 4.9859 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,437 | 1,615 | Viertens/ wann einer zu rechter zeit weiſt zu ſchweigen/ dañ ſtultus, ſi tacuerit, ſapiẽs reputabitur. | Viertens / wann einer zu rechter Zeit weist zu schweigen / dann stultus, sie tacuerit, sapiens reputabitur. | de | de | de | 1 | 5.9336 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,438 | 1,615 | Zum fuͤnfften/ wann einer die zukuͤnfftige ding fuͤrſihet/ vtinam ſaperent & intelligerent, & nouiſſima prouiderent. | Zum fünfften / wann einer die zukünfftige Ding fürsihet / vtinam saperent & intelligerent, & nouissima prouiderent. | de | de | de | 1 | 5.9864 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,439 | 1,615 | Sechſtens/ wann einer gedultig iſt in allen dingen/ dann impatiens operatur ſtultitiam. | Sechstens / wann einer geduldig ist in allen Dingen / dann Impatiens operatur stultitiam. | de | de | de | 1 | 6.9353 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,440 | 1,615 | Zumſibenden/ wann einer ſein grauitet erhelt wider die eytele frewd der Welt/ dann cor ſtultorum vbi lætitia, cor ſapientum vbi triſtitia. | Zumsibenden / wann einer sein grauitet erhelt wider die eytele Freude der Welt / dann cor stultorum vbi laetitia, cor sapientum vbi tristitia. | de | de | de | 1 | 6.1866 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,441 | 1,615 | Capvt XXXV. | Capvt XXXV. | fr | en | hu | 0 | 8.9743 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,442 | 1,615 | Diſcurs vom Adel. | Diskurs vom Adel. | de | vo | en | 0.333 | 7.3989 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,443 | 1,615 | DEr vierdt Tiſchgenoß diſcurrirte von dem Adel/ vnnd ſprach: | Der viert Tischgenoß diskurrierte von dem Adel / und sprach: | de | de | de | 1 | 7.6313 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,444 | 1,615 | Der Adel iſt ein herꝛliche vñ ſchoͤne qualitet, wer jhne verachtet/ der gibt zu erkennen/ daß er die heilige Schrifft nicht geleſen/ dann im Buch Numeri leſen wir: Nobiliſſimi Principes multitudinis: Jtem/ ille multò plures & nobiliores, quam antea miſerat, miſit: Jtem/ mulier Midianitis filia ſur nobiliſſimi Principis Madianitarum. Item: | Der Adel ist ein herrliche und schöne Qualität, wer ihn verachtet / der gibt zu erkennen / dass er die heilige Schrift nicht gelesen / dann im Buch Numeri lesen wir: Nobilissimi Prinzips multitudinis: Item / ille multo plures & nobiliores, quam antea miserat, misit: Item / mulier Midianitis filia sur nobilissimi Principis Madianitarum . Item: | de | de | de | 1 | 5.0536 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,445 | 1,615 | Qui contemnunt me erunt ignobiles. | Qui contemnunt me erunt ignobiles. | ie | la | la | 0 | 5.6723 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,446 | 1,615 | Item: Nobilis in portis Vir eius quando ſederit cum ſenatoribus terræ. | Item: Nobilis in portis Vir eius quando sederit cum senatoribus terrae. | la | la | la | 0 | 6.2056 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,447 | 1,615 | Item: Beata terra, cuius Rex eſt nobilis. | Item: Beata terra, cuius Rex est nobilis. | la | la | la | 0 | 5.919 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,448 | 1,615 | Item: Homo quidam nobilis abiit in regionem longinquam accipere ſibi regnum & reuerti. | Item: Homo quidam nobilis abiit in regionem longinquam accipere sibi regnum & reuerti. | it | la | la | 0 | 5.5264 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,449 | 1,615 | Item: Hi autem erant nobiliores eorum qui ſunt Theſſalonicæ. | Item: Hi autem erant nobiliores eorum qui sunt Thessalonicae. | it | la | la | 0 | 5.8953 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,450 | 1,615 | Hierauß erſcheint die wuͤrdigkeit deß Adels. | Hieraus erscheint die Würdigkeit des Adels. | de | de | de | 1 | 5.5016 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,451 | 1,615 | Alle Scribenten loben den Adel/ aber doch weil der Adel nur auß der Tugendt entſpringt/ ſo wird ohne dieſelbe aller Adel deß Bluts fuͤr veraͤchtlich gehalten/ vermuͤg der Wort: | Alle Skribenten loben den Adel / aber doch weil der Adel nur aus der Tugend entspringt / so wird ohne dieselbe aller Adel des Bluts für verächtlich gehalten / vermög der Wort: | de | de | de | 1 | 5.3346 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,452 | 1,615 | Nobilitas morum plus prodeſt quàm genitorum. | Nobilitas morum plus prodest quam genitorum. | la | la | la | 0 | 5.9945 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,453 | 1,615 | Nobilitas etenim ſola eſt, qua moribus ornat. | Nobilitas etenim sola est, qua moribus ornat. | la | la | la | 0 | 6.3238 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,454 | 1,615 | Hoſtienſis ſchreibt außtrucklich/ daß der Adel deß Bluts nit beſſer ſeye/ als eben der Adel deß vnflats vnd corruption, welche auß vnſerẽ Leib geht. | Hostiensis schreibt außtrucklich / dass der Adel des Bluts nicht besser sei / als eben der Adel des Unflats und Korruption, welche aus unseren Leib geht. | de | de | de | 1 | 5.6781 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,455 | 1,615 | Mattheus Afflictus ſpricht. | Mattheus Afflictus spricht. | de | de | de | 1 | 6.2431 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,456 | 1,615 | Als Fabius Quintilianus gefragt wardt/ wer edel were? antwortet er: | Als Fabius Quintilianus gefragt wurde / wer edel wäre? antwortet er: | de | de | de | 1 | 5.1953 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,457 | 1,615 | Nobiliſſimus eſt is qui optimus eſt: | Nobilissimus est is qui optimus est: | en | la | la | 0 | 5.063 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,458 | 1,615 | Vil Keyſer vnnd Koͤnige waren vnedel/ aber durch jhre Tugendten ſeind ſie edel vnnd maͤchtig worden: Hergegen ſeindt vil edle Fuͤrſten vnedel vnnd veracht worden wegen jhrer Laſter. | Viel Kaiser und Könige waren unedel / aber durch ihre Tugenden sind sie edel und mächtig worden: Hergegen sind viel edle Fürsten unedel und verachte worden wegen ihrer Laster. | de | de | de | 1 | 5.2157 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,459 | 1,615 | Vilen Leuthen iſt der Adel vil ſchaͤdlicher denn nutzlicher/ dann dardurch werden ſie hoffaͤrtig/ ehrgeitzig/ rachgirig vnd vnkeuſch: | Vielen Leuten ist der Adel viel schädlicher denn nützlicher / dann dadurch werden sie hoffärtig / ehrgeizig / rachgirig und unkeusch: | de | de | de | 1 | 5.4609 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,460 | 1,615 | Gloria eorum à partu & ab vtero & à conceptu: | Gloria eorum à partu & ab vtero & à conceptu: | fr | fr | co | 0 | 7.02 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,461 | 1,615 | Von jhrer Geburt hero waͤchſt die eytelkeit in jhnen/ die ding/ dardurch die Edelleuth verobligirt ſeindt/ Tugentſamb zu ſein/ brauchen ſie fuͤr ein occaſion vnd vrſach deſto liederlicher zu ſein/ der Adel deß Bluts noͤtiget vnnd zwinget ſie gleichſamb/ den Tugentſamen Fußſtapffen jhrer Voreltern nach zufolgen/ der Adel iſt ein ewiges erbgut der Tugenten jhrer Vorfahren. | Von ihrer Geburt her wächst die Eitelkeit in ihnen / die Ding / dadurch die Edelleute obligiert sind / Tugendsam zu sein / brauchen sie für ein occasion und Ursache desto liederlicher zu sein / der Adel des Bluts nötiget und zwinget sie gleichsam / den tugendsamen Fußstapfen ihrer Voreltern nach zufolgen / der Adel ist ein ewiges erbgut der Tugenden ihrer Vorfahren. | de | de | de | 1 | 4.9533 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,462 | 1,615 | Welcher Edelman aber ſeinen tugentſamẽ voreltern nit nachſchlegt/ der iſt einem monſtro oder Meerwunder gleich/ welches ſeinẽ Vater vnaͤnlich iſt. | Welcher Edelmann aber seinen tugendsamen Voreltern nicht nachschlägt / der ist einem monstro oder Meerwunder gleich / welches seinen Vater unähnlich ist. | de | de | de | 1 | 5.857 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,463 | 1,615 | Eytel iſt der jenig/ der ſich ſeines Adels beruͤhmet/ dann er gibt denen/ die es hoͤren/ ein ſtarckes teſtimonium vñ zeugnuß ſeiner Thorheit. | Eitel ist der jenig / der sich seines Adels berühmet / dann er gibt denen / die es hören / ein starkes testimonium und Zeugnis seiner Torheit. | de | de | de | 1 | 5.8992 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,464 | 1,615 | Das Gott der HErꝛ nach dem Adel deß Bluts wenig frage/ erſcheint daher/ allweil er den Saul/ welcher deß aller veraͤchtlichſten Geſchlechts der 12. Staͤmmen Jſraels war/ erwehlt hat fuͤr einen Koͤnig in Jſrael: | Das Gott der Herr nach dem Adel des Bluts wenig frage / erscheint daher / allweil er den Saul / welcher des aller verächtlichsten Geschlechts der 12. Stämmen Israels war / erwählt hat für einen König in Israel: | de | de | de | 1 | 5.654 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,465 | 1,615 | Ob wol Jephte ein Baſtart oder Banckert war/ nicht deſto weniger erwehlte jhne Gott fuͤr ein Erloͤſer vnnd Beſchuͤtzer ſeines Volcks wider die Ammoniter. | Ob wohl Jephte ein Bastard oder Bankert war / nicht desto weniger erwählte ihn Gott für ein Erlöser und Beschützer seines Volks wider die Ammonit. | de | de | de | 1 | 6.1222 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,466 | 1,615 | Nicht hat Chriſtus/ als er in die Welt kam/ die Edlen/ ſonder die Vnedlen vnnd arme Fiſcher erwehlt. | Nicht hat Christus / als er in die Welt kam / die Edlen / sonder die Unedlen und arme Fischer erwählt. | de | de | de | 1 | 5.2937 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,467 | 1,615 | Ob ſchon er ein Koͤnig vnd Herꝛ war/ ſo hat er doch ſich ſelbſt nur einen Hirten genennt. | Ob schon er ein König und Herr war / so hat er doch sich selbst nur einen Hirten genannt. | de | de | de | 1 | 4.4253 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,468 | 1,615 | Quicunque honorificauerit me, glorificabo eum, qui autem contemnunt me, erunt ignobiles, ſpꝛicht der HErꝛ ſelbſt/ als wolte er ſagen: | Quicunque honorificauerit me, glorificabo eum, qui autem contemnunt me, erunt ignobiles, spricht der Herr selbst / als wollte er sagen: | de | la | de | 0.667 | 5.3297 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,469 | 1,615 | Wer mich ehꝛet/ meine Geſetz vnd Gebott helt/ vnnd tugentſamb iſt/ den wil ich hinwider ehren/ vnd fuͤr einen edlen Mann halten/ Wer aber mich verachtet vnd laſterhafftig iſt/ den wil ich hinwider verachten/ vertilgen/ vnd fuͤr einen vnedlen vnbekandten halten. | Wer mich ehret / meine Gesetz und Gebot hält / und tugendsam ist / den will ich hinwider ehren / und für einen edlen Mann halten / Wer aber mich verachtet und lasterhaft ist / den will ich hinwider verachten / vertilgen / und für einen unedlen Unbekannten halten. | de | de | de | 1 | 3.6048 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,470 | 1,615 | Edel iſt der jenig/ welcher den Laſtern nit dienet/ das iſt der ware Adel/ welcher die Menſchen zu Kinder Gottes/ vnd Miterben deß Himmels macher: der jenig erhelt ſeinen Adel vollkom̃uch/ weicher den Suͤnden nit dienet/ noch ſich von jhnen laͤſt beherꝛſchen. | Edel ist der jenig / welcher den Lastern nicht dient / das ist der wahre Adel / welcher die Menschen zu Kinder Gottes / und Miterben des Himmels Macher: Der jenig erhält seinen Adel vollkommuch / weicher den Sünden nicht dient / noch sich von ihnen lässt beherrschen. | de | de | de | 1 | 5.5638 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,471 | 1,615 | Der hoͤchſt Adel iſt wann einer herꝛlich vnd fuͤrtreflich in Tugenden/ vnd ein Kindt Gottes iſt: | Der höchst Adel ist wann einer herrlich und fürtrefflich in Tugenden / und ein Kind Gottes ist: | de | de | de | 1 | 6.68 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,472 | 1,615 | das vbrige alles mit einander iſt nur ein eytelkeit/ traum vnd thoꝛheit/ dann wir ſeindt je nichts anders/ als Erd/ Koth vnd Aſchen. | das übrige alles miteinander ist nur ein Eitelkeit / Traum und Torheit / dann wir sind je nichts anders / als Erde / Kot und Aschen. | de | de | de | 1 | 5.5066 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,473 | 1,615 | Die Wuͤrm/ welche vnſere Vorfahren im Grab verzehꝛt haben/ werden vnſer eben ſo wenig verſchonen: | Die Wurm / welche unsere Vorfahren im Grab verzehrt haben / werden unser ebenso wenig verschonen: | de | de | de | 1 | 5.781 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,474 | 1,615 | Der Adel/ welchen wir von jhnen geerbt haben/ war mortalitas & corruptio: | Der Adel / welchen wir von ihnen geerbt haben / war mortalitas & corruptio: | de | de | de | 1 | 5.4996 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,475 | 1,615 | Diſes ſeind die Wappen/ die wir in vnſerm Schildt/ vnd nit oben an vnſern Hauß Thuͤren/ ſonder in vnſere Hertzen ſetzen/ vnd alle andere weltliche eytele vnd naͤrꝛiſche verachten ſollen. | Dieses sind die Wappen / die wir in unserem Schild / und nicht oben an unsern Haus Türen / sonder in unsere Herzen setzen / und alle andere weltliche Eitele und närrische verachten sollen. | de | de | de | 1 | 5.1897 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,476 | 1,615 | Hierauß erſcheint nun wie naͤrꝛiſch die jenige Koͤnige vnd Fuͤrſten handlen/ welche jre Trommeter/ Koͤch vnnd Kelner adlen/ vnnd welche die dienſt vnd Ambter der Eltern auff die Kinder perpetuiren, vnangeſehen dieſelbigen vntaugliche vnnd nur grobe Bengel ſeindt. | Hieraus erscheint nun wie närrisch diejenige Könige und Fürsten handeln / welche ihre Trommeter / Köche und Kellner adeln / und welche die Dienst und Amter der Eltern auf die Kinder perpetuieren, unangesehen dieselbigen untaugliche und nur grobe Bengel sind. | de | de | de | 1 | 5.2355 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,477 | 1,615 | Die Koͤnige in Calicut verehren den Adel vber alle Menſchheit: | Die Könige in Calicut verehren den Adel über alle Menschheit: | de | de | de | 1 | 5.6224 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,478 | 1,615 | Der Eheſtandt iſt jhnen verbotten/ deß gleichen alle gelehrtheit vnnd tugentſamme ſtudia vnnd vbungen/ außgenommen das Kriegsweſen. | Der Ehestand ist ihnen verboten / des gleichen alle Gelehrtheit und tugendsame studia und Übungen / ausgenommen das Kriegswesen. | de | de | de | 1 | 5.8464 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,479 | 1,615 | Concubinen oder Beyſchlaͤfferin moͤgen ſie halten ſo vil ſie geluſtet: | Konkubinen oder Beischläferin mögen sie halten so viel sie gelüstet: | de | de | de | 1 | 5.3658 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,480 | 1,615 | So vil Weiber ſo vil Kupler/ aber doch doͤrffen ſie nur mit adelichen jhres gleichen Perſonen fleiſchlich zuſchaffen haben/ dann ſonſten wuͤrden ſie fuͤr vnrein gehalten/ es wuͤrde auch jhr Adel dardurch zum hoͤchſten iniuriert vnnd geſchaͤndt werden. | So viel Weiber so viel Kuppler / aber doch dürfen sie nur mit adeligen ihres gleichen Personen fleischlich zuschaffen haben / dann sonsten würden sie für unrein gehalten / es würde auch ihr Adel dadurch zum höchsten iniuriert und geschändet werden. | de | de | de | 1 | 5.5194 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,481 | 1,615 | Ja was mehr iſt/ kein vnedler darff ſie anruͤhren/ dann ſie er ſiechen die jenigen/ ſo ſich zu ſehr zu jhnen nahen. | Ja was mehr ist / kein unedler darf sie anrühren / dann sie er siechen diejenigen / so sich zu sehr zu ihnen nahen. | de | de | de | 1 | 6.0178 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,482 | 1,615 | So gar muͤſſen die Vnedlen (allermaſſen die Gondelierer zu Venedig thun) ſich auff der Gaſſen ſchreyendt melden/ damit ſie nicht etwann zuſammen ſtoſſen. | So gar müssen die Unedlen (allermaßen die Gondelierer zu Venedig tun) sich auf der Gassen schreiend melden / damit sie nicht etwan zusammen stoßen. | de | de | de | 1 | 6.0913 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,483 | 1,615 | Nicht allein inn Calicut, ſondern villeicht auch anderſtwo koͤndten dergleichen Bockſioltze/ hochtrabende/ dolle/ volle/ vnſinnige nobiliſten gefunden werden/ welche ſich ſo gar der gelehꝛten/ geſchweigens der ſchlechten Leuthen gemeinſchafft ſchemen/ vnnd ſchier niemandt neben jhnen paſſieren noch hinkommen laſſen woͤllen. | Nicht allein in Calicut, sondern vielleicht auch anderswo könnten dergleichen Bocksioltze / hochtrabende / dolle / volle / unsinnige Nobiliesten gefunden werden / welche sich so gar der gelehrten / Geschweigens der schlechten Leuten Gemeinschaft Schemen / und schier niemand neben ihnen passieren noch hinkommen lassen wollen. | de | de | de | 1 | 5.8451 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,484 | 1,615 | Nicht diſer meinung war jener Chriſtliche Koͤnig in Franckreich Ludouicus Pius, dann er ſagte/ daß weder die fauor vnd gunſt deß Fuͤrſten/ noch die Reichthumb befuͤgt vnd berechtigt ſeyen/ einen vntugentſamen Diener zu adlen: | Nicht dieser Meinung war jener christliche König in Frankreich Ludouicus Pius, dann er sagte / dass weder die fauor und Gunst des Fürsten / noch die Reichtum befugt und berechtigt seien / einen untugendsamen Diener zu adeln: | de | de | de | 1 | 6.4891 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,485 | 1,615 | Als jm einsmals zween competitores zu einem Ampt/ dern der einer ein Edelman/ der ander aber keiner war/ fuͤr geſchlagen wurden/ reſoluierte er ſich vnd befalch/ daß ohne allen reſpect noch anſehen der Perſonen/ der allertauglichſt vnd tugentſambſt erwoͤhlt/ woferꝛn aber jhrer beyder qualiteten einander gleich weren/ als dann der Edelman dem vnedlen vorgezogen ſolte werden. | Als ihm einsmals zweien competitores zu einem Amt / deren der einer ein Edelmann / der ander aber keiner war / für geschlagen wurden / resolvierte er sich und befahl / dass ohne allen Respekt noch ansehen der Personen / der tauglichst und tugendsamst erwählt / wofern aber ihrer beider Qualitäten einander gleich wären / als dann der Edelmann dem unedlen vorgezogen sollte werden. | de | de | de | 1 | 5.8076 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,486 | 1,615 | Capvt XXXVI. | Capvt XXXVI. | fr | en | hu | 0 | 7.3672 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,487 | 1,615 | Diſcurs warumb Gott verwillige/ daß die Gottloſen in diſer Welt florieren. | Diskurs warum Gott verwillige / dass die Gottlosen in dieser Welt florieren. | de | de | de | 1 | 6.1181 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,488 | 1,615 | DEr fuͤnffte Tiſchgenoß diſcurrirte vnd redete von der vrſach/ warumb doch Gott verwillige/ daß die Gottloſen in diſer Welt proſperiren, floriren vnnd triumphiren/ vnnd ſprach: | Der fünfte Tischgenoß diskurrierte und redete von der Ursache / warum doch Gott verwillige / dass die Gottlosen in dieser Welt prosperieren, florieren und triumphieren / und sprach: | de | de | de | 1 | 5.2878 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,489 | 1,615 | Die gluͤckſeligkeit der Gottloſen in diſer Welt hat vilen Leuten vrſach geben/ ſich druͤber zu verwunderen vñ ſeltzamb darnon zu reden. | Die Glückseligkeit der Gottlosen in dieser Welt hat vielen Leuten Ursache geben / sich drüber zu verwundere und seltsam davon zu reden. | de | de | de | 1 | 5.34 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,490 | 1,615 | So gar Dauid verwundert ſich deßwegen vnnd ſpricht: | So gar David verwundert sich deswegen und spricht: | de | de | lb | 0.667 | 7.3672 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,491 | 1,615 | Ecce ipſi peccatores & abundantes in ſeculo obtinuerunt diuitias. | Ecce ipsi peccatores & abundantes in seculo obtinuerunt diuitias. | la | la | la | 0 | 5.4088 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,492 | 1,615 | Der Prophet Malachias beklagt ſich/ daß zu ſeinen zeiten vil Leut wider die Goͤttliche fuͤrſehung murreten/ ſeytemal ſie ſahen/ daß es den Gottloſen ſo gar wol ging/ vnnd ſpricht: | Der Prophet Malachias beklagt sich / dass zu seinen Zeiten viel Leute wider die göttliche Vorsehung murrten / sintemal sie sahen / dass es den Gottlosen so gar wohl ging / und spricht: | de | de | de | 1 | 3.9986 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,493 | 1,615 | Jhr habt dem Herꝛn in ewren reden arbeit geſchafft/ vnnd geſagt: | Ihr habt dem Herrn in euren reden Arbeit geschafft / und gesagt: | de | de | de | 1 | 6.1449 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,494 | 1,615 | Ein jegklicher/ der arges thut/ iſt vor den Augen Gottes gut/ vnd hat ein wolgefallen an jhm/ oder wo blibe ſonſt der Gott deß vrtheils? | Ein jeglicher / der arges tut / ist vor den Augen Gottes gut / und hat ein wohlgefallen an ihm / oder wo bliebe sonst der Gott des Urteils? | de | de | de | 1 | 5.0107 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,495 | 1,615 | Wer Gott dienet/ der iſt ohne Lohn vnnd vergeltung/ vnnd was nutzet es vns/ daß wir ſein Gebott halten/ vnnd vor dem Herꝛn Zebaoth trawriglich gehandlet haben? | Wer Gott dient / der ist ohne Lohn und Vergeltung / und was nutzet es uns / dass wir sein Gebot halten / und vor dem Herrn Zebaoth traurig gehandelt haben? | de | de | de | 1 | 4.4577 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,496 | 1,615 | Darumb loben wir die ſtoltzen vnd veraͤchter/ vnd die Gottloſigklich handlen/ dann ſie ſeind erbawen/ vnnd nemmen zu/ ſie haben Gott verſucht/ vnd ſeind doch daruon kommen. | Darum loben wir die stolzen und Verächter / und die Gottlosigklich handeln / dann sie sind erbauen / und nehmen zu / sie haben Gott versucht / und sind doch davon kommen. | de | de | de | 1 | 4.9402 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,497 | 1,615 | Deßgleichen beklagt ſich der Prophet ſprechendt: | Desgleichen beklagt sich der Prophet sprechend: | de | de | de | 1 | 5.634 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,498 | 1,615 | quare reſpicis contemptores & taces, cõculcante impio iuſtiorem ſe, & facies homines ſicut piſces maris? | quare respicis contemptores & taces, coculcante impio iustiorem se, & facies homines sicut pisces maris? | it | la | la | 0 | 5.4878 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,499 | 1,615 | Auß diſen wercken GOttes lehrnen die Frommen die tieffe der Goͤttlichen vrtheil/ zum theil zu erkennen vnd zu ſprechen: Cognoui Domine, quiæ æquitas iudicia tua? | Aus diesen Werken Gottes lernen die Frommen die Tiefe der göttlichen Urteil / zum Teil zu erkennen und zu sprechen: Cognoui Domine, quiae aequitas iudicia tua? | de | de | de | 1 | 5.5799 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,500 | 1,615 | Zu erleuterung aber diſes zweifels/ iſt zu wiſſen/ daß dreyerley art der boͤſen Menſchen in diſer Welt gefunden werden/ nemblich boͤſe/ ergere vnd ergiſte/ vnd ſie alleſambt floriren vnnd triumphiren/ aber jhre triumph ſeind ein zeichen jhres ewigen verderbens/ woferꝛn ſie ſich nit beſſern vnd bekehren. | Zu Erläuterung aber dieses Zweifels / ist zu wissen / dass dreierlei Art der bösen Menschen in dieser Welt gefunden werden / nämlich böse / ärgere und ergiste / und sie allesamt florieren und triumphieren / aber ihre Triumph sind ein Zeichen ihres ewigen Verderbens / wofern sie sich nicht besseren und bekehren. | de | de | de | 1 | 5.1236 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 1,501 | 1,615 | Was dann erſtlich die boͤſen belangt/ beſcheret GOtt denſelbigen in diſein Leben die zeitliche Guͤter/ allweil er ſie dardurch bezahlet/ ergetzet vnd zur erkendtnuß jhrer ſelbſt vnd zur bekehrung locket: | Was dann erstlich die bösen belangt / beschert Gott denselbigen in disein Leben die zeitliche Güter / allweil er sie dadurch bezahlet / ergötzt und zur Erkenntnis ihrer selbst und zur Bekehrung locket: | de | de | de | 1 | 5.8763 |
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