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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,418 | 1,615 | Deſſen lachte jederman vberlaut: | Dessen lachte jedermann überlaut: | de | de | fr | 0.667 | 7.1342 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,419 | 1,615 | Jm wehꝛenden Gelaͤchter ſahe ich einen auff der Poſt eylendts daher reiten/ der winckte mit dem Hut/ vnnd ſchrye/ daß man mit der execution jnnhalten ſolle: | Im wehrenden Gelächter sah ich einen auf der Post eilends daher reiten / der winkte mit dem Hut / und schrie / dass man mit der Exekution Inhalten solle: | de | de | de | 1 | 5.6639 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,420 | 1,615 | Vnnd als er herbey kam/ vbergab er dem Richter einen Koͤnigklichen Befelch/ deß jnnhalts/ daß die Koͤnigin mich außgebetten/ vnnd ich an ſtatt der woluerdienten Strangsſtraf drey Jarlang auff die Galeen zurudern condemnirt ſein ſolte. | Und als er herbeikam / übergab er dem Richter einen königlichen Befehl / des Inhalts / dass die Königin mich ausgebeten / und ich an statt der wohlverdienten Strangsstrafe drei Jarlang auf die Gallen zurudern kondemniert sein sollte. | de | de | de | 1 | 5.76 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,421 | 1,615 | Das ward nun mit hoͤchſtem meinem frolocken alſo exequirt vnnd vollzogen. | Das wurde nun mit höchstem meinem frohlocken also exequiert und vollzogen. | de | de | de | 1 | 7.0531 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,422 | 1,615 | Ende deß erſten Theils. | Ende des ersten Teils. | en | de | de | 0.667 | 3.1537 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,423 | 1,615 | Ander Theil begreifft/ was geſtallt Guſman ſich bekehꝛt/ vnd was er fuͤr ein ſeltzame aber herꝛliche vnd ſchoͤne Reiß gen Jeruſalem verꝛicht/ vnnd ſich darzu ſtaffiert vnnd verſehen hat. | Ander Teil begreift / was Gestalt Gusman sich bekehrt / und was er für ein seltsame aber herrliche und schöne Reise gen Jerusalem verrichtet / und sich dazu staffiert und versehen hat. | de | de | de | 1 | 5.6145 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,424 | 1,615 | Guſman kombt nach außgeſtandener drey Jaͤhrigen Galeen Gefaͤngknuß in einen Wald/ beklagt ſeinen vñ der Welt armſeligen ſtandt/ vnnd wirdt durch einen Einſidler auff den weg der pœnitentz gefuͤhꝛt. | Gusman kommt nach ausgestandener Dreijährigen Gallen Gefängnis in einen Wald / beklagt seinen und der Welt armseligen stand / und wird durch einen Einsiedler auf den Weg der Pönitenz geführt. | de | de | de | 1 | 5.6753 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,425 | 1,615 | NAch außgeſtandener drey Jaͤhꝛiger Galeen Gefaͤngknuß/ kam ich in einen Waldt/ ſetzte mich vnder einen Baum/ betrachtete mein vergangenes Leben vnd den armſeligen vnd gefaͤhꝛlichen Standt der Welt/ redete mit mir ſelbſt vnd ſpꝛach: | Nach ausgestandener Dreijähriger Gallen Gefängnis / kam ich in einen Wald / setzte mich unter einen Baum / betrachtete mein vergangenes Leben und den armseligen und gefährlichen Stand der Welt / redete mit mir selbst und sprach: | de | de | de | 1 | 4.8946 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,426 | 1,615 | O armſeliger Guſman was biſtu? | O armseliger Gusman was bist du? | en | en | pl | 0 | 7.1216 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,427 | 1,615 | was wiltu anfahen? wo wilſt hinauß? | was willst du anfangen? wo willst hinaus? | en | en | de | 0.333 | 6.104 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,428 | 1,615 | So vil dein Seel belangt/ iſt dieſelbe auß nichts erſchaffen/ vnnd gedencket/ begeret vnnd verlanget nichts anders/ als nichts/ Mit ſehꝛ ſchweren Suͤnden iſt ſie behafft/ im Verſtandt iſt ſie vnwiſſendt/ im affect verderbt/ im willen blindt/ in der Gedaͤchtnuß vergeßlich/ in der begirlichkeit mutwillig/ in dem Zorn gaͤch vnnd wuͤtig/ vnnd in allen jhꝛen potentijs vñ ſtaͤrcken ſchwach/ kranck/ vnd bloͤd: | So viel dein Seele belangt / ist dieselbe aus nichts erschaffen / und gedenkt / begehret und verlanget nichts anders / als nichts / Mit sehr schweren Sünden ist sie behafte / im verstand ist sie unwissend / im Affekt verderbt / im Willen blind / in der Gedächtnis vergesslich / in der begirlichkeit mutwillig / in dem Zorn gach und wütig / und in allen ihren potentijs und stärken schwach / krank / und blöd: | de | de | de | 1 | 5.2344 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,429 | 1,615 | Fuͤrwar groß iſt dein armſeligkeit/ ſeytemal du von dir ſelbſt niemaln keinen einigen guten Gedancken kanſt haben/ vnd nicht weiſt ob du in der gnad oder vngnad deines Gottes biſt. | Fürwahr groß ist dein Armseligkeit / sintemal du von dir selbst niemals keinen einigen guten Gedanken kannst haben / und nicht weist ob du in der Gnade oder Ungnade deines Gottes bist. | de | de | de | 1 | 4.8272 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,430 | 1,615 | Was aber deinen Leib belangt/ iſt derſelb auß einer ſehꝛ ſchaͤndtlichen materi erſchaffen/ mit allerhandt vnflaͤtereyen/ vnreinigkeiten/ grauſamen Geſtanck/ der ſterblichkeit vñ verweſenheit beladen: | Was aber deinen Leib belangt / ist derselbe aus einer sehr schändlichen Materie erschaffen / mit allerhand vnflätereyen / Unreinigkeiten / grausamen Gestank / der Sterblichkeit und Wesenheit beladen: | de | de | de | 1 | 5.592 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,431 | 1,615 | Was ſoll ich aber ſagẽ von der boßheit/ vnbeſtaͤndigkeit vñ toꝛheit diſer welt? totus mundus in maligno poſitus, in malo igne, in ignibus malis: | Was soll ich aber sagen von der boßheit / vnbeständigkeit und torheit diser Welt? totus mundus in maligno positus, in malo igne, in ignibus malis: | de | de | de | 1 | 5.6104 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,432 | 1,615 | O wie offt hab ich diſen malignum gleichwol verſucht/ aber nicht vberwunden. | O wie oft habe ich diesen malignum gleichwohl versucht / aber nicht überwunden. | de | de | de | 1 | 6.2581 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,433 | 1,615 | O wie ſchaͤdlich iſt die Welt denen/ die ſie nicht recht wiſſen zugebrauchen/ dann alle jhꝛe grandezen, Hochheiten vnnd Wolluſt ſeindt je nichts anders als ein lautere eytelkeit/ betrug vnd bitterkeit: | O wie schädlich ist die Welt denen / die sie nicht recht wissen zu gebrauchen / dann alle ihre grandezen, Hochheiten und Wollust sind je nichts anders als ein lautere Eitelkeit / betrug und Bitterkeit: | de | de | de | 1 | 5.5505 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,434 | 1,615 | omnis gloria hominis ſtercus & vermis, Homo quafi ſterquiliniũ in fine perdetur. | omnis gloria hominis stercus & vermis, Homo quafi sterquiliniu in fine perdetur. | la | la | la | 0 | 6.3582 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,435 | 1,615 | Vbiq; luctus, vbique gemitus & plurima mortis imago. | Vbiq; luctus, vbique gemitus & plurima mortis imago. | es | fr | la | 0 | 6.5327 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,436 | 1,615 | Felix ergo homo, ſi malignus non tangit eum. | Felix ergo homo, sie malignus non tangit eum. | la | la | la | 0 | 5.7384 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,437 | 1,615 | Als ich diſer geſtallt mit mir ſelbſt redete/ vnd mich ſelbſt fragte/ wo ich doch hingehen vnnd mich wenden wolte? | Als ich dieser Gestalt mit mir selbst redete / und mich selbst fragte / wo ich doch hingehen und mich wenden wollte? | de | de | de | 1 | 4.6038 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,438 | 1,615 | Hoͤrte ich vnuerſehens ein Stimm/ die ſprach: ad pœnitentiam eas: das iſt: | Hörte ich unversehens ein Stimme / die sprach: ad poenitentiam eas: das ist: | de | de | de | 1 | 5.2541 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,439 | 1,615 | Gehe hin vnnd verfuͤge dich zu der buß. | Gehe hin und verfüge dich zu der Buße. | de | de | de | 1 | 4.5724 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,440 | 1,615 | Jch erſchrack/ weil ich niemandt ſahe: Letztlichen aber kroche ein alter Einſidler auß der hoͤle deß Baums (darinn er ſich bißweilen pfiegte auffzuhalten/ vnd vnder welchem ich damals ſaß vnnd verſtandener maſſen mit mir ſelbſt redete) herfuͤr/ lachet mich freundtlich an vnnd ſprach: Mein Freundt/ ich ſpuͤre/ daß du ein groſſer Suͤnder/ vnnd ſehr trawrig vnnd zweifelhafftig biſt/ vnnd nicht weiſt/ was du anfahen oder wohin du gehen ſolleſt: | Ich erschrak / weil ich niemand sah: Letztlich aber kroch ein alter Einsiedler aus der Hölle des Baums (darin er sich bisweilen pfiegte aufzuhalten / und unter welchem ich damals saß und verstandener Maßen mit mir selbst redete) herfür / lachet mich freundlich an und sprach: Mein Freund / ich spüre / dass du ein großer Sünder / und sehr traurig und zweifelhaft bist / und nicht weist / was du anfangen oder wohin du gehen sollest: | de | de | de | 1 | 4.7333 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,441 | 1,615 | Aber ich hab dir allbereit geantwort/ daß du dich zu der pœnitentz vnnd Buß verfuͤgen ſolleſt. | Aber ich habe dir allbereits Geantworte / dass du dich zu der Pönitenz und Buße verfügen sollest. | de | de | de | 1 | 5.6498 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,442 | 1,615 | Jch aber fragte den Einſidler/ was dann die pœnitentz fuͤr ein ding were? | Ich aber fragte den Einsiedler / was dann die Pönitenz für ein Ding wäre? | de | de | de | 1 | 5.4075 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,443 | 1,615 | Er antwortet: die pœnitentz vnnd Buß iſt nichts anders/ als ein Abſoͤnderung von dem Teuſel/ vnnd ein Bekehrung zu GOTT/ vermittelſt der vbung vnnd außſtehung groſſer Muͤhe vnd Arbeit: Sie iſt ein Aufferſtehung von Suͤnden/ oder ein pact mit GOTT eines beſſern Lebens: | Er antwortet: Die Pönitenz und Buße ist nichts anders / als ein Absonderung von dem Teufel / und ein Bekehrung zu GOTT / vermittels der Übung und Ausstehung großer Mühe und Arbeit: sie ist ein Auferstehung von Sünden / oder ein Pakt mit GOTT eines besseren Lebens: | de | de | de | 1 | 4.262 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,444 | 1,615 | Dann er ſelbſt begeret die Bekehrung von vns ſprechendt: Miſericorsſum, & diligens miſericordiam natura, longanimus, diligens viſcera miſericordiæ, benignus, filiorum amans, paratus conuerti propter humanas nequitias. | Dann er selbst begeret die Bekehrung von uns sprechendt: Misericorssum, & diligens misericordiam natura, longanimus, diligens viscera misericordiae, benignus, filiorum amans, paratus conuerti propter humanas nequitias. | de | la | fr | 0.333 | 4.5771 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,445 | 1,615 | Derwegen ſpricht Bernardus: | Derentwegen spricht Bernardus: | de | de | lb | 0.667 | 6.9955 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,446 | 1,615 | O humilitas pœnitentium, ô beata ſpes confitentium, quantum vales apud omnipotentem; quam citò vincis inuincibilem, quam cito tremendum iudicẽ conuertis in clementiſſimum Patrem. | O humilitas poenitentium, o beata spes confitentium, quantum vales apud omnipotentem; quam cito vincis inuincibilem, quam cito tremendum iudicen conuertis in clementissimum Patrem. | la | la | la | 0 | 4.5843 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,447 | 1,615 | Damit du aber noch eygentlicher wiſſen moͤgeſt/ was die pœnitentz ſeye/ ſo gedencke an die Wort Exodi am 3. Cap. Allda geſchriben ſtehet: | Damit du aber noch eigentlicher wissen mögest / was die Pönitenz sei / so gedenke an die Wort Exodi am 3. Cap. Allda geschrieben steht: | de | de | de | 1 | 5.4362 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,448 | 1,615 | Ibimus viam trium dierum in ſolitudine: | Ibimus viam trium dierum in solitudine: | de | la | la | 0.333 | 5.7174 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,450 | 1,615 | Diſe drey Taͤg aber ſeindt die contritiones oder die wahre rew vnd laidweſen: | Diese drei Tage aber sind die contritiones oder die wahre Reue und Leidwesen: | de | de | de | 1 | 6.1334 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,451 | 1,615 | Jtem die Beicht vnnd die genugthuung. | Item die Beichte und die Genugtuung. | de | de | de | 1 | 4.2665 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,452 | 1,615 | Was die erſte Tagreiß nemblich die contritio belanget/ iſt dieſelbe nur drey kleine Meil lang. | Was die erste Tagreise nämlich die contritio belanget / ist dieselbe nur drei kleine Meil lang. | de | de | de | 1 | 7.7853 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,453 | 1,615 | Die erſte Meil beſtehet inn deme/ daß zugleicher weiß wie die Suͤnd den Menſchen zum hoͤlliſchen Galgen verurtheilet/ als die Contritio jhne daruon befreyet: | Die erste Meil bestehet in dem / dass zugleich weiß wie die Sünde den Menschen zum höllischen Galgen verurteilet / als die Contritio ihn davon befreiet: | de | de | de | 1 | 5.1693 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,454 | 1,615 | Dañ zugleicher weiß wie wañ ein auff einem offnen Diebſtal erwiſchter Dieb/ gefangen/ gebunden vnnd zum Galgen hinauß gefuͤhrt wurde/ vnd aber jhm ein Koͤnig begegnete vnd jhne fragte/ wo man jhne hinfuͤhre? | Dann zugleich weiß wie wann ein auf einem offenen Diebstahl erwischter Dieb / gefangen / gebunden und zum Galgen hinausgeführt wurde / und aber ihm ein König begegnete und ihn fragte / wo man ihn hinführe? | de | de | de | 1 | 5.3263 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,455 | 1,615 | Der Dieb antwortet: Herꝛ/ wegen meiner Dieberey werde ich zum Galgen gefuͤhrt: | Der Dieb antwortet: Herr / wegen meiner Dieberei werde ich zum Galgen geführt: | de | de | de | 1 | 5.4362 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,456 | 1,615 | Aber der Koͤnig ſpraͤche: Freundt/ du erbarmeſt mich/ woferꝛn du aber mir glauben vnd thun wilſt was ich dir ſagen werde/ ſo wil ich dich frey vnd ledig machen: | Aber der König spräche: Freund / du erbarmest mich / wofern du aber mir glauben und tun willst was ich dir sagen werde / so will ich dich frei und ledig machen: | de | de | de | 1 | 3.8426 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,457 | 1,615 | Was ich aber von dir begere/ iſt nichts anders/ als daß du wegen deines begangnen Diebſtals ein leydweſen habeſt. | Was ich aber von dir begehre / ist nichts anders / als dass du wegen deines begangnen Diebstals ein Leidwesen habest. | de | de | de | 1 | 5.231 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,458 | 1,615 | Alsdann wurde der Dieb ohne zweifel ja ſagen/ vñ ein leidweſen haben: Du O ſuͤndiger Guſman/ biſt auffm Diebſtal der ſuͤnden erwiſcht vñ gebundẽ woꝛdẽ/ damit du hinauß zum hoͤlliſchen Galgen gefuͤhrt werdeſt/ vermuͤg der Wort: | Alsdann wurde der Dieb ohne Zweifel ja sagen / und ein Leidwesen haben: Du O sündiger Gusman / bist aufm Diebstahl der Sünden erwischt und gebunden worden / damit du hinaus zum höllischen Galgen geführt werdest / vermög der Wort: | de | de | de | 1 | 5.9421 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,459 | 1,615 | Funes peccatorum circumplexi ſunt me: Item iniquitates ſuæ capiunt impium & funibus peccatorum ſuorum vnuſquiſque conſtringitur. | Funes peccatorum circumplexi sunt me: Item iniquitates suae capiunt impium & funibus peccatorum suorum vnusquisque constringitur. | it | la | la | 0 | 5.0554 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,460 | 1,615 | Aber GOtt: der Herꝛ begegnet dir vnnd ſpricht: | Aber Gott: der Herr begegnet dir und spricht: | de | de | de | 1 | 4.7379 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,461 | 1,615 | Wo biſt du? | Wo bist du? | ds | vi | fr | 0 | 1.2994 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,462 | 1,615 | wo geheſt du hin? leua oculos tuos in directum & vide vbi nunc proſtratus ſis: | wo gehest du hin? leua oculos tuos in directum & vide vbi nunc prostratus sis: | en | la | es | 0 | 5.5894 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,463 | 1,615 | Erhebe deine Augen/ vnd ſchaw wo du an jetzo nider gefallen biſt: aber doleas, hab ein rew vnnd laidweſen daß du zur Hoͤllen geheſt/ allda der Teuffel dich hencken wirdt: | Erhebe deine Augen / und Schaf wo du an jetzt niedergefallen bist: aber doleas, habe ein Reue und Leidwesen dass du zur Höllen gehest / allda der Teufel dich henken wird: | de | de | de | 1 | 6.0468 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,464 | 1,615 | So wirſt du widerumb frey vnnd begnadet werden/ dann ich ſelbſt hab geredt: | So wirst du wiederum frei und begnadet werden / dann ich selbst habe geredet: | de | de | de | 1 | 5.5608 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,465 | 1,615 | Si impius egerit pœnitentiam ab omnibus peccatis quæ operatus eſt, & cuſtodiuerit omnia præcepta mea, & fecerit indicium & iuſtitiam, vita viuet & non morietur: omnium iniquitatum eius, quas operatus eſt non recordabor. | Si impius egerit poenitentiam ab omnibus peccatis quae operatus est, & custodiuerit omnia praecepta mea, & fecerit indicium & iustitiam, vita viuet & non morietur: omnium iniquitatum eius, quas operatus est non recordabor. | la | la | la | 0 | 5.0369 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,466 | 1,615 | Et quare moriemini domus Iſrael? quia nolo mortem morientis, dicit Dominus. | Et quare moriemini domus Israel? quia nolo mortem morientis, dicit Dominus. | en | la | la | 0 | 6.1473 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,467 | 1,615 | Die ander meil der erſten Tagreiß der contrition beſtehet in deme/ daß der Menſch dardurch verhindert wirdt der Goͤttlichen gnad weder allhie zeitlich/ noch dort ewiglich beraubt zuwerden/ Dann zugleicher weiß wie wann ein ſehꝛ reicher reittender Edelman vnder die Moͤrder fiel/ beraubt vnnd nackendt außgezogen were/ vnnd einem Koͤnig begegnete vnd gefragt wurde von wannen er kaͤme/ vnnd warumb er alſo vmbzihe? | Die ander Meilen der ersten Tagreise der contrition bestehet in dem / dass der Mensch dadurch verhindert wird der göttlichen Gnade weder allhier zeitlich / noch dort ewiglich beraubt zuwerden / Dann zugleich weiß wie wann ein sehr reicher reitender Edelmann unter die Mörder fiel / beraubt und nackend ausgezogen wäre / und einem König begegnete und gefragt wurde von wannen er käme / und warum er also umziehe? | de | de | de | 1 | 5.8047 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,468 | 1,615 | Vnnd der Ritter jhme zu der antwort gebe/ daß er inn ſeinem Landt beraubt vnd auß Thorheit vnd vnbeſonnenheit inn die Haͤnd der Moͤrder gefallen were: | Und der Ritter ihm zu der Antwort gebe / dass er in seinem Land beraubt und aus Torheit und Unbesonnenheit in die Hände der Mörder gefallen wäre: | de | de | de | 1 | 4.8853 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,469 | 1,615 | Der Koͤnig aber zu jhm ſpraͤche: | Der König aber zu ihm spräche: | de | de | de | 1 | 4.0986 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,470 | 1,615 | Laß dirs laid ſein/ daß du deine Guͤter alſo verlohren/ ſo will ich dirs alles vnd noch mehr darzu wider geben: | Lass dir es leid sein / dass du deine Güter also verloren / so will ich dir es alles und noch mehr dazu wieder geben: | de | de | de | 1 | 5.2633 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,471 | 1,615 | Alsdann were kein zweifel/ daß er gar leichtlich ein Laidweſen haben wurde wegen des verlohrnen Guts: Du O Guſman biſt reich geweſt/ dann du haſt GOTT den HERren gehabt/ vnnd wer jhne hat/ der beſitzet alles/ hergegen wer jhne nicht hat/ der iſt arm/ vnnd hat nichts/ vnangeſehen er noch ſo reich were. | Alsdann wäre kein zweifel / dass er gar leichtlich ein Leidwesen haben wurde wegen des verlorenen Gutes: Du O Gusman bist reich gewesen / dann du hast GOTT den Herren gehabt / und wer ihn hat / der besitzet alles / hingegen wer ihn nicht hat / der ist arm / und hat nichts / unangesehen er noch so reich wäre. | de | de | de | 1 | 5.3506 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,472 | 1,615 | Nun biſtu auch ein Reutter geweſt/ vnd auff einem Pferdt geſeſſen/ dann die Seel verhaͤlt ſich gegen dem Leib wie ein Reutter gegen dem Pferdt/ dann ſie beherꝛſchet den Leib/ aber vnuerſehens faͤllt ſie vnder die Moͤrder/ das iſt/ in die Todtſuͤnd/ dieſeldige berauben ſie aller jhrer Guͤter/ Aber der Koͤnig begegnet jhr vnnd machet/ daß ſie an jhre Armut vnnd Ellendigkeit gedencket/ vnnd derwegen fleiſſig auff ſich mercket. | Nun bist du auch ein Reutter gewesen / und auf einem Pferd gesessen / dann die Seele verhält sich gegen dem Leib wie ein Reutter gegen dem Pferd / dann sie beherrschet den Leib / aber unversehens fällt sie unter die Mörder / das ist / in die Todsünde / dieseldige berauben sie aller ihrer Güter / Aber der König begegnet ihr und macht / dass sie an ihre Armut und Elendigkeit gedenkt / und derentwegen fleißig auf sich merkt. | de | de | de | 1 | 4.9679 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,473 | 1,615 | Die dritte Meil der erſten Tagreiß der contrition beſtehet in deme/ daß der Menſch dardurch abgehalten wirdt/ inn den Zorn GOttes zufallen. | Die dritte Meil der ersten Tagreise der contrition bestehet in dem / dass der Mensch dadurch abgehalten wird / in den Zorn Gottes zufallen. | de | de | de | 1 | 5.8552 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,474 | 1,615 | Dann zugleicher weiß/ wie wann ein Prieſter vom Biſchoff die vertroͤſtung eines feiſten beneficij oder Pfruͤnde erlangt haͤtte/ er aber durch ſein boͤſes verhalten vrſach gebe daß jhms der Biſchoff wider neme/ Der Biſchoff aber zu jhm ſpraͤche: | Dann zugleich weiß / wie wann ein Priester vom Bischof die Vertröstung eines feisten beneficij oder Pfründe erlangt hätte / er aber durch sein böses verhalten Ursache gebe dass ihms der Bischof wieder nehme / Der Bischof aber zu ihm spräche: | de | de | de | 1 | 5.4953 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,475 | 1,615 | Freundt/ du haſt gleichwol vnrecht gehandlet/ aber hab nur ein Laidweſen/ ſo will ich wider geben/ was ich dir entzogen: | Freund / du hast gleichwohl Unrecht gehandelt / aber habe nur ein Leidwesen / so will ich wieder geben / was ich dir entzogen: | de | de | de | 1 | 5.5797 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,476 | 1,615 | Eben alſo iſt der Menſch der jenig/ der GOTT dienet vnnd dardurch die groſſe Pfruͤndt der ewigen Glory zuerlangen verhoffet/ aber er erzuͤrnet jhne durch die Suͤnd vnnd verſchertzet dardurch die verhoffte Glory: | Eben also ist der Mensch der jenig / der GOTT dient und dadurch die große Pfründt der ewigen Glory zuerlangen verhoffet / aber er erzürnet ihn durch die Sünde und verscherzet dadurch die verhoffte Glory: | de | de | de | 1 | 4.9506 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,477 | 1,615 | Der allerhoͤchſt Biſchoff aber CHriſtus begegnet jhm vnnd gibt jhm ein/ daß er ein laidweſen empfinde vmb daß er jhne erzuͤrnt hatte/ vnnd dardurch wider erlanget er die jhm entzogene gnad. | Der allerhöchst Bischof aber Christus begegnet ihm und gibt ihm ein / dass er ein Leidwesen empfinde um dass er ihn erzürnt hatte / und dadurch wieder erlanget er die ihm entzogene Gnade. | de | de | de | 1 | 4.923 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,478 | 1,615 | Capvt II. | Capvt II. | en | en | xh | 0 | 8.4675 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,479 | 1,615 | Der Einſidel vnderweiſet den Guſman was zu der wahren contrition gehoͤre. | Der Einsiedel unterweiset den Gusman was zu der wahren contrition gehöre. | de | de | de | 1 | 6.7314 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,480 | 1,615 | VJl aber (ſprach der Einſidler ferꝛner) gehoͤrt zu der wahꝛen contrition, erſtlich der ſchmertzen oder ein trawriges Gemuͤth/ dann erſtlich wie/ wann du ein Hand außgefallen haſt/ ſie nicht widerumb eingeſetzt vñ mit dem Leib vereiniget kan werden ohne gꝛoſſen ſchmertzen/ alſo muß ein von Gott durch die Suͤnd abgefallne Seel/ widerumb mit jhm vereiniget werden durch ein groſſes laidweſen deß Hertzens/ dann weil die Suͤnd erſtlich im Hertzen begangen iſt worden/ ſo muß der anfang der genugthuung im hertzen beſchehen. | Viel aber (sprach der Einsiedler ferner) gehört zu der wahren contrition, erstlich der Schmerzen oder ein trauriges Gemüt / dann erstlich wie / wann du ein Hand ausgefallen hast / sie nicht wiederum eingesetzt und mit dem Leib vereiniget kann werden ohne großen Schmerzen / also muss ein von Gott durch die Sünde abgefallene Seele / wiederum mit ihm vereiniget werden durch ein großes Leidwesen des Herzens / dann weil die Sünde erstlich im Herzen begangen ist worden / so muss der Anfang der Genugtuung im Herzen geschehen. | de | de | de | 1 | 5.1177 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,481 | 1,615 | Am andern iſt die ſuͤnd gleichſam ein Ruſt/ derwegẽ muß ſie durch vil attritiones vnnd contritiones werden vertriben: | Am anderen ist die Sünde gleichsam ein Rust / derentwegen muss sie durch viel attritiones und contritiones werden vertrieben: | de | de | de | 1 | 6.8675 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,482 | 1,615 | das woͤllen aber vil Suͤnder nicht erkennen/ derwegen beklagt ſich Ezechiel vnnd ſpricht: | das wollen aber viel Sünder nicht erkennen / derentwegen beklagt sich Ezechiel und spricht: | de | de | de | 1 | 5.5304 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,483 | 1,615 | multo ſudore ſudatum eſt, non exiuit ex ea rubigo. | multo sudore sudatum est, non exiuit ex ea rubigo. | ia | la | es | 0 | 6.05 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,484 | 1,615 | Das ander/ ſo zur contrition gehoͤrt/ iſt ein genugſame diſcuſſio oder erforſchung der Suͤnden vnd gewiſſens/ vermuͤg der woꝛt: diſſolue cogitationes impietatis, ſolue faſciculos deprimentes, & omne onus dirumpe. | Das ander / so zur contrition gehört / ist ein genugsame discussio oder erforschung der Sünden und gewissens / vermüg der wort: dissolue cogitationes impietatis, solue fasciculos deprimentes, & omne onus dirumpe. | de | de | de | 1 | 6.2631 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,485 | 1,615 | Drittens gehoͤrt darzu daß man alle vnnd jede begangene Suͤnd/ deren man ſich kan erjnnern/ beichte vnnd verhaſſe/ wie auch mit den Zaͤhern deß hertzens beweine. | Drittens gehört dazu dass man alle und jede begangene Sünde / deren man sich kann erinnern / beichte und verhasse / wie auch mit den Zäheren des Herzens beweine. | de | de | de | 1 | 5.8884 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,486 | 1,615 | Das Waſſer der contrition aber muß erſtlich heiß ſein/ vermittelſt der bekehꝛung zu Gott/ welche ein Fewr iſt/ ſo die Suͤnd verzehꝛet/ dann wie der Menſch/ welcher ſich von Gott zu den Creaturen abwendet/ pflegt die vnſauberkeiten an ſich zuziehen/ auch kalt vnnd andaͤchtig zuwerden/ alſo wirdt er hingegen durch diſes Waſſer der bekehrung vnnd contrition gereiniget. | Das Wasser der contrition aber muss erstlich heiß sein / vermittels der Bekehrung zu Gott / welche ein Feuer ist / so die Sünde verzehret / dann wie der Mensch / welcher sich von Gott zu den Kreaturen abwendet / pflegt die Unsauberkeiten an sich zuziehen / auch kalt und andächtig zuwerden / also wird er hingegen durch dieses Wasser der Bekehrung und contrition gereinigt. | de | de | de | 1 | 4.6691 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,487 | 1,615 | Durch diß Waſſer wirdt die Schrifft deß Teufels geloͤſcht/ vnd das Fewer der Hoͤllen vertilgt: | Durch dies Wasser wird die Schrift des Teufels gelöscht / und das Feuer der Höllen vertilgt: | de | de | de | 1 | 4.527 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,488 | 1,615 | Durch diß Waſſer wirdt der Teufel verjaget/ damit er vns nicht verſuche: vermuͤg der Wort: | Durch dies Wasser wird der Teufel verjaget / damit er uns nicht versuche: vermög der Wort: | de | de | de | 1 | 5.5687 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,489 | 1,615 | Nemoloquebatur ei verbum, videbant enim dolorem eſſe vehementem. | Nemoloquebatur ei verbum, videbant enim dolorem esse vehementem. | de | de | la | 0.667 | 6.2497 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,490 | 1,615 | Zu gleicher weiß wie ſich keine Fliegen oder Mucken auff einen ſiedenden Hafen ſetzen/ alſo pflegt der Teufel in niemandte zufahren/ der jhm kein freundtliches Angeſicht zeiget/ welches aber in der contrition nicht gefunden wirdt. | Zu gleicher weiß wie sich keine Fliegen oder Mücken auf einen siedenden Hafen setzen / also pflegt der Teufel in niemand zufahren / der ihm kein freundliches Angesicht zeiget / welches aber in der contrition nicht gefunden wird. | de | de | de | 1 | 5.6385 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,491 | 1,615 | Am anderen muß das Waſſer der contrition rein vnnd ſauber ſein/ Jnnmaſſen die Zaͤher Petri vnnd Magdalenæ waren/ dann diſes reine Waſſer machet auß einem Goͤtzenhauß ein Hauß GOTTES vnnd Wohnung deß heiligen Geiſtes. | Am anderen muss das Wasser der contrition rein und sauber sein / Inmassen die Zäher Petri und Magdalenae waren / dann dieses reine Wasser macht aus einem Götzenhaus ein Haus GOTTES und Wohnung des Heiligen Geistes. | de | de | de | 1 | 5.7676 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,492 | 1,615 | Zugleicher weiß wie die ſtarck flieſſende Waſſerbaͤch pflegen die Doͤrffer zureinigen vnd auß der Aſchen vnd Waſſer ein Laug gemacht wirdt/ die vnreinigkeiten deß Kopffs vnd Kleider hinweg zunemmen/ alſo wirdt auß dem Aſchen der bitteren contrition vnnd auß dem Waſſer der Zaͤhern ein purgatio der Seelen. | Zugleich weiß wie die stark fließende Wasserbäche pflegen die Dörfer zureinigen und aus der Aschen und Wasser ein Laug gemacht wird / die Unreinigkeiten des Kopfs und Kleider hinwegzunehmen / also wird aus dem Aschen der bitteren contrition und aus dem Wasser der Zäheren ein purgatio der Seelen. | de | de | de | 1 | 5.7905 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,493 | 1,615 | Wer aber den fuͤrſatz hat widerumb zuſuͤndigen/ oder von ſeinem concubinat oder Wucher nicht abzuſtehen/ der hat diſes Waſſer nicht/ vnnd wirdt nicht allein nicht rein/ ſondern vil kotiger vnd vnreiner/ vnd heiſt als dann: | Wer aber den Vorsatz hat wiederum zusündigen / oder von seinem Konkubinat oder Wucher nicht abzustehen / der hat dieses Wasser nicht / und wird nicht allein nicht rein / sondern viel kotiger und unreiner / und heißt als dann: | de | de | de | 1 | 5.1155 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,494 | 1,615 | Infixus ſum in limo profundi & non eſt ſubſtantia. | Infixus sum in limo profundi & non est substantia. | it | la | su | 0 | 6.2838 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,495 | 1,615 | Drittens muß diß Waſſer bitter ſein/ junmaſſen das Waſſer Dauids war/ welcher ſagte: recogitabo tibi omnes annos meos in amaritudine animæ meæ. | Drittens muss dies Wasser bitter sein / junmassen das Wasser Davids war / welcher sagte: recogitabo tibi omnes annos meos in amaritudine animae meae. | de | la | de | 0.667 | 6.3064 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,496 | 1,615 | Diſes Waſſer trincken die jenigen nit/ ſo jm̃erdar wolluſtiglich leben/ vnd nit wiſſen daß man durch muͤhe vnnd arbeit zur ruhe/ durch den Krieg zum Friden/ durch den Schmertzen zur Frewd/ vnnd durch die Finſternuß zum Liecht gelanget: | Dieses Wasser trinken diejenigen nicht / so immerdar wollüstig leben / und nicht wissen dass man durch Mühe und Arbeit zur Ruhe / durch den Krieg zum Frieden / durch den Schmerzen zur Freude / und durch die Finsternis zum Licht gelangt: | de | de | de | 1 | 4.9597 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,497 | 1,615 | Wie im bitteren Meer ein ſuͤſſer Fiſch gezigelt wirdt/ alſo wirdt die ſuͤſſigkeit deß Gemuͤts gezigelt in der bitterkeit der contrition. | Wie im bitteren Meer ein süßer Fisch gezigelt wird / also wird die Süßigkeit des Gemüts gezigelt in der Bitterkeit der contrition. | de | de | de | 1 | 5.3706 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,498 | 1,615 | Viertens muß es lebendig ſein/ vnd allzeit flieſſen/ dergleichen Danid gewuͤnſcht/ ſprechendt: quis dabit capiti meo aquam & oculis meis fontem lachrymarum? | Viertens muss es lebendig sein / und allzeit fließen / dergleichen Danid gewünscht / sprechend: quis dabit capiti meo aquam & oculis meis fontem lachrymarum? | de | de | de | 1 | 6.2699 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,499 | 1,615 | Dann weil wir taͤglich vil laͤßliche Suͤnd begehen/ ſo muͤſſen die Zaͤher jmmerdar flieſſen/ damit die Suͤnd vertilgt werden. | Dann weil wir täglich viel lässliche Sünde begehen / so müssen die Zäher immerdar fließen / damit die Sünde vertilgt werden. | de | de | de | 1 | 5.2748 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,500 | 1,615 | Zum fuͤnfften muß das Waſſer der contrition heylſamb ſein/ vermuͤg der Woꝛt: Aqua ſapientiæ ſalutaris potabis illum. | Zum fünften muss das Wasser der contrition heilsam sein / vermög der Wort: Aqua sapientiae salutaris potabis illum. | de | la | de | 0.667 | 5.6563 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,501 | 1,615 | Etliche Waſſer ſeind wolgeſchmackig/ aber nit heilſamb/ als da iſt das Weltwaſſer vnnd die Weltliche ſorgfaͤltigkeiten/ welche dem Hertzen der weltmenſchen gleichwol annemblich vnd wolſchmeckendt aber nicht geſundt ſeind/ multi enim propter diuitias perierunt, vil Menſchen ſeindt durch jhre Reichthumb verlohren vnd verdambt woꝛden. | Etliche Wasser sind wohlgeschmackig / aber nicht heilsam / als da ist das Weltwasser und die Weltliche Sorgfältigkeiten / welche dem Herzen der Weltmenschen gleichwohl annemblich und wohlschmeckend aber nicht gesund sind / multi enim propter diuitias perierunt, viel Menschen sind durch ihre Reichtum verloren und verdammt worden. | de | de | de | 1 | 5.6976 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,502 | 1,615 | Beſchließlichen muß diß Waſſer dermaſſen kraͤfftig ſein/ daß es den Menſchen renouire vnd vernewere/ dann es machet auß dem alten einen newen Menſchen/ vnd auß einem in Suͤnden eralteten alten Mann einen jungen vnd ſtarcken zum gut thun. | Beschließlichen muss dies Wasser dermaßen kräftig sein / dass es den Menschen renouire und neuere / dann es macht aus dem alten einen neuen Menschen / und aus einem in Sünden eralteten alten Mann einen jungen und starken zum guttun. | de | de | de | 1 | 6.0744 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,503 | 1,615 | Derwegen wirdt diß Waſſer gemeingklich das Jugentliche Waſſer genennt. | Derentwegen wird dies Wasser gemeiniglich das Jugendliche Wasser genannt. | de | de | de | 1 | 5.9233 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,504 | 1,615 | Wie die Stimm einer Turteltauben ein zeichen der verenderung der zeit iſt/ alſo iſt das ſeufftzen/ heulen vnd weinen der contritorũ vñ bußfertigen ein zeichen der verenderung deß Gemuͤts: vermuͤg der wort: | Wie die Stimme einer Turteltauben ein Zeichen der Veränderung der Zeit ist / also ist das seufzen / heulen und weinen der contritoru und bußfertigen ein Zeichen der Veränderung des Gemüts: vermög der Wort: | de | de | de | 1 | 5.5864 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,505 | 1,615 | Vox turturis audita eſt in terra noſtra: tempus putationis aduenit. | Vox turturis audita est in terra nostra: tempus putationis aduenit. | la | la | la | 0 | 5.6852 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,506 | 1,615 | Zugleicher weiß wie der Adler/ wann er ſeinen Schnabl an einem Stein zerbrochen hat vnnd ſich ins Waſſer begibt vnd dardurch widerumb jung wirdt/ alſo wann der Suͤnder die haͤrtigkeit ſeines Hertzens an dem Stein CHriſto hat zerbrochen/ alsdann legt er ſein Seel ins Waſſer der Zaͤhren der contrition, legt einen newen Menſchen an/ vnd wirdt ein anderer Mann/ ꝛc. | Zugleich weiß wie der Adler / wann er seinen Schnabel an einem Stein zerbrochen hat und sich ins Wasser begibt und dadurch wiederum jung wird / also wann der Sünder die härtigkeit seines Herzens an dem Stein Christo hat zerbrochen / alsdann legt er sein Seele ins Wasser der Zähren der contrition, legt einen neuen Menschen an / und wird ein anderer Mann / etc. | de | de | de | 1 | 5.5088 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,507 | 1,615 | Ferꝛner vnd drittens gehoͤrt zu der contrition ein ſteiffer Fuͤrſatz/ hinfuͤran von ſuͤnden abzuſtehen/ ſie zubeichten vnnd darfuͤr genug zuthun/ dann vil Menſchen erlangen die verzeyhung jhrer Suͤnden nicht/ allweil ſie entweder die Suͤnd nicht verlaſſen/ oder aber vorhabens ſeindt jhre Jugendt in Suͤnden zuuerzehꝛen vnnd jhr alter GOtt dem HERREN zu dediciren, vnangeſehen ſie ſich letztlichen betrogen befinden/ dann wer in ſeiner Jugent allzeit verzagt vnnd faul geweſt/ der gibt ſelten im Alter einen dapfferen Soldaten ab. | Ferner und drittens gehört zu der contrition ein steifer Vorsatz / hinfüran von Sünden abzustehen / sie zubeichten und dafür genug zutun / dann viel Menschen erlangen die Verzeihung ihrer Sünden nicht / allweil sie entweder die Sünde nicht verlassen / oder aber Vorhabens sind ihre Jugend in Sünden zuverzehren und ihr alter Gott dem HERREN zu dedizieren, unangesehen sie sich letztlichen betrogen befinden / dann wer in seiner Jugent allzeit verzagt und faul gewesen / der gibt selten im Alter einen tapferen Soldaten ab. | de | de | de | 1 | 5.7462 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,508 | 1,615 | Nicht zuglauben iſt/ daß ein Baum/ der niemaln gꝛuͤn noch fruchtbar geweſt/ erſt nach vil Jahren/ wann er abgehawen vnnd ins Fewer geworffen werden ſoll/ bluͤhen vnnd fruͤchte tragen werde. | Nicht zuglauben ist / dass ein Baum / der niemals grün noch fruchtbar gewesen / erst nach viel Jahren / wann er abgehauen und ins Feuer geworfen werden soll / blühen und Früchte tragen werde. | de | de | de | 1 | 4.4911 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,509 | 1,615 | Viertens gehoͤrt zu der contrition daß ſie von Gottes vnnd ſeiner Lieb wegen beſchehe/ vnd keines wegs auß etwan einer Weltlichen forcht/ oder einer Hoͤlliſchen forcht/ vnnd beſorgung der zeitlichen vnnd ewigen Straff/ dann dergleichen contritiones ſeindt Gott dem Herꝛen zuwider. | Viertens gehört zu der contrition dass sie von Gottes und seiner Liebe wegen geschehe / und keines Wegs aus etwan einer Weltlichen fürchtet / oder einer Höllischen fürchtet / und Besorgung der zeitlichen und ewigen Strafe / dann dergleichen contritiones sind Gott dem Herren zuwider. | de | de | de | 1 | 5.5779 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,510 | 1,615 | Beſchließlichen muß die contritio baldt beſchehen/ erſtlichen wegen der Gefahr der gewonheit deß ſuͤndigens: conſuetudo enim eſt altera natura: | Beschließlichen muss die contritio bald geschehen / erstlichen wegen der Gefahr der Gewohnheit des Sündigens: consuetudo enim est altera natura: | de | de | de | 1 | 6.0533 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,511 | 1,615 | & difficile eſt aſſueta relinquere: vnnd es ſtehet geſchribene Hieronym. 13. Si poteſt Ætiops mutare pellem & pardus varietates, & vos poteritis benefacere cum didiceritis malum. | & diffizile est assueta relinquere: und es steht geschribene Hieronym. 13. Si potest Aetiops mutare pellem & pardus varietates, & vos poteritis benefacere cum didiceritis malum. | la | la | fr | 0 | 6.6251 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,512 | 1,615 | Zugleicher weiß wie der Menſch durch das ſchnelle anlauffende vnd wachſende Waſſer letztlichen hinweg geriſſen vnnd erfuͤllt wirdt/ alſo wirdt er durch die lange Gewonheit vnnd vermehrung der Suͤnden hinab zur Hoͤllen geriſſen/ Jnnmaſſen jener ſolches beklagt ſprechendt: | Zugleich weiß wie der Mensch durch das schnelle anlaufende und wachsende Wasser letztlichen hinweg gerissen und erfüllt wird / also wird er durch die lange Gewohnheit und Vermehrung der Sünden hinab zur Höllen gerissen / Inmassen jener solches beklagt sprechend: | de | de | de | 1 | 6.4499 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,513 | 1,615 | Pelagus aperuit caput meum: Item: | Pelagus aperuit caput meum: Item: | pt | nl | la | 0 | 5.1624 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,514 | 1,615 | Inundauerunt aquæſuper caput meum, dixi, perij. | Inundauerunt aquaesuper caput meum, dixi, perij. | la | la | la | 0 | 6.4516 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,515 | 1,615 | Am andern muß die contritio darumb baldt beſchehen/ allweil der jenig/ welcher lang in der Suͤnd ligt/ gar leichtlich von der einen in die ander fellt/ aber Væ illis qui longam reſtem trahunt: | Am anderen muss die contritio darum bald geschehen / allweil der jenig / welcher lang in der Sünde liegt / gar leichtlich von der einen in die ander fehlt / aber Vae illis qui longam restem trahunt: | de | de | de | 1 | 6.3371 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,516 | 1,615 | Derwegen ſpricht der weiſe Mann: | Derentwegen spricht der weise Mann: | de | de | de | 1 | 5.5071 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,517 | 1,615 | Fili ſi peccaſti, ne adijcias iterum, ſed & de priſtinis depræcare vt tibi dimittantur. | Fili sie peccasti, ne adijcias iterum, sed & de pristinis depraecare ut tibi dimittantur. | fr | la | sq | 0 | 5.945 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 2,518 | 1,615 | Drittens muß ſie geſchwindt vollzogen werden wegen der gefahr deß vngewiſſen vnuerſehenen vnnd gaͤhen Todts/ dann wir wiſſen je nicht/ wann der Herꝛ kommen vnnd zum naͤrꝛiſchen ſchlafenden Suͤnder ſprechen wirdt: Stulte, hac nocte repetent à te animam tuam. | Drittens muss sie geschwind vollzogen werden wegen der Gefahr des ungewissen unversehenen und gähen Tods / dann wir wissen je nicht / wann der Herr kommen und zum närrischen schlafenden Sünder sprechen wird: Stulte, hac nocte repetent à te animam tuam. | de | de | de | 1 | 5.4704 |
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